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17. November 2016 | Nr. 46 | 77. Jahrgang

www.grenchnerstadtanzeiger.ch

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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Adventskalender selbst gemacht GRENCHEN Längst erfreuen Adventskalender nicht nur Kinderherzen, sondern auch die Erwachsenen. Kaufen kann man sie überall, viele sind bereits gefüllt. Viel mehr Freude bereiten jene, die man selber bastelt. Grenchens Bastlerin Heidi Grolimund hat viele Ideen ...

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SABINE BORN (TEXT)

Meine beiden Töchter sind 33- und 36-jährig. Noch immer bekommen beide von mir jedes Jahr einen Adventskalender geschenkt», lacht Heidi Grolimund. Und zwar jedes Jahr einen anderen. Das versteht sich von selbst, wer Heidi Grolimund kennt. Sie ist Spielgruppenleiterin und leitet Bastelnachmittage für Kinder und Erwachsene – hier geht es vor allem darum, vorhandenes Material wiederzuverwerten. «So kann man beispielsweise aus gebrauchtem Geschenkpapier 24 verschiedene ‹Geschenksäckli› basteln, die aufgereiht auf einer Schnur besonders schön aussehen. Oder man bastelt ein Buch aus Couverts. Sie werden gefaltet und zusammengeklebt. Die Buchhülle gestaltet man aus Fotokarton oder Wellkarton.» Eine andere Variante: Man nimmt ein Ringbuch und gestaltet individuell pro Tag zwei Doppelseiten, zum Beispiel mit Tipps (Wie bleiben Kerzen

Ein Buch aus Couvert – beliebig gefüllt. (Bild: zVg.)

länger haltbar), Rezepten (Spezielle ‹Güetslis›) oder einer Anleitung zu einer feinen Duftmischung, die den Advent versüsst. «Herzig und beliebt bei Kindern sind Adventskalender aus kleinen ‹Päcklis›, die man leicht selber falten kann.» Es können aber auch Zündholzschachteln oder andere kleine ‹Trucklis› sein, die man zu Hause hat und schön verziert an einem Ast aufhängt oder an

Kleine ‹Päcklis› – zum Beispiel Zündholzschachteln – schön verziert und aufgeklebt. (Bild: sbg)

24 ‹Geschenksäckli› kann man einfach selber machen. (Bild: zVg.) eine Leinwand klebt. Schön findet Heidi Grolimund, wenn man kleine Aufmerksamkeiten schenkt. Für ein Kind können das zum Beispiel Legobausteine sein, die am 24. ein schönes Ganzes ergeben ... Ideen gibt es viele, auch das Internet bietet Hand – noch ist etwas Zeit – die Adventszeit beginnt erst in zwei Wochen mit dem 1. Dezember.

24 Tipps, Rezepte und Anleitungen in Buchform verpackt. (Bild: zVg.)

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Veranstaltungen

Donnerstag, 17. November 2016 | Nr. 46

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Adventsausstellung Samstag 19. November 2016 von 9.00 bis 16.00 Uhr

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Sonntag, 27. November 2016

Christkindlimäret 10 –17 Uhr Christkindlimäret 10 –13 Uhr Brunch-Buffet (Reservation erwünscht) Erwachsene Fr. 26.– Kinder ab 7 Jahren Fr. 13.– Verkauf von Backwaren, Bastelund Handarbeiten Geschenkartikel Kuchenbuffet Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Alterszentrum am Weinberg Däderizstrasse 106 2540 Grenchen und DIE AUSSTELLER Tel. 032 654 06 53

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Amtliche / Kirche

Nr. 46 | Donnerstag, 17. November 2016

KIRCHEN GOTTESDIENSTE

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

Stadt Grenchen Amtliche Publikationen Am Dienstag, 22. November 2016, 17.00 Uhr findet im Ratssaal des Parktheaters eine Sitzung des Gemeinderates statt. Die Verhandlungen sind öffentlich. 1. Gemeindesteuerreglement: Anpassung der Zinsregelungen; Verzugszins und Rückerstattungszins für das Jahr 2017 2. Interpellation Remo Bill (SP): Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform III, USR III, für die Stadt Grenchen: Beantwortung 3. Eschentriebsterben: Ersatzpflanzungen auf dem gesamten Stadtgebiet (Budget 2017) 4. Friedhof: Änderungen Gebührentarif und Friedhofsreglement 5. Änderung Reglement über die Organisation und Durchführung der Feuerungskontrolle: – Festsetzung der Kontrollgebühr ab 1. 7. 2017 – Delegation der Kompetenz an den Gemeinderat für Bagatellanpassungen der Kontrollgebühr 6. Schulhäuser I und II: Sanierung Pausenplatz, redimensioniertes Projekt / Projektgenehmigung und Kreditbewilligung (Budget 2017) 7. Fussballstadion Brühl: Sanierung Tribüne und WC-Anlagen, Projektgenehmigung und Kreditbewilligung (Budget 2017) 8. Gemeindeordnung: Auslagerung Rechnungsprüfung (§ 72) 9. Unterstützung der Spielgruppen in Grenchen 10. Genehmigung des Pensenantrages an den Kanton für das Schuljahr 2017/18 STADTKANZLEI GRENCHEN

Baupublikation Gesuchsteller

Philippe und Elisabeth Glauser, Allerheiligenstrasse 65, 2540 Grenchen Bauvorhaben Um- und Ausbau MFH Bauplatz Allerheiligenstrasse 67 / GB-Nr. 5429 Planverfasser Paul Geissbühler Architekt, Schützenstrasse 31, 3627 Heimberg Einsprachefrist 1. 12. 2016. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Grenchen, 17. 11. 2016

BAUDIREKTION GRENCHEN

REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 20. November 2016 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag. Pfarrerin Kornelia Fritz und Pfarrer Donald Hasler. 10.00 – 11.00 Uhr KIK-Kinder-Kirche. Markuskirche Bettlach Sonntag, 20. November 2016 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag. Pfarrer Roland Stach. Mitwirkung des Jodlerclubs Bettlach. Anschliessend herzliche Einladung zum Apéro. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 19. November 2016 9.00 Rosenkranz in der Kapelle. 17.30 Eucharistiefeier mit Kirchenchor. Sonntag, 20. November 2016 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache in der Kapelle. 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache. Dienstag, 22. November 2016 9.00 Eucharistiefeier. 18.30 Abendlob in der Kapelle. Mittwoch, 23. November 2016 18.30 Eucharistiefeier. Donnerstag, 24. November 2016 19.00 Kolping-Gedenkfeier mit Eucharistie. Freitag, 25. November 2016 8.00 Eucharistiefeier.

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MARKTHOF LENGNAU Jungfraustrasse 2, 2543 Lengnau Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 7.00–19.00 Uhr | Samstag: 7.00–17.00 Uhr

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Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach

Einladung zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung auf Montag, 21. November 2016, 19.30 Uhr im Zwinglihaus in Grenchen Traktanden: 1. Begrüssung – Eröffnung 2. Wahl der Stimmenzähler/-innen 3. Feststellung der Anzahl Stimmberechtigten 4. Bereinigen der Traktandenliste 5. Budget 2017 / Genehmigung 5.1 – Laufende Rechnung 5.2 – Investitionsrechnung 5.3 – Festlegung des Steuerfusses 6. Finanzplan 2017–2020 / Kenntnisnahme 7. Teilrevision der Dienst- und Gehaltsordnung / Genehmigung 8. Teilrevision der Kirchgemeindeordnung / Genehmigung 9. Verschiedenes

0800 11 8811

Die Unterlagen können während der Büroöffnungszeiten in der Verwaltung bestellt, eingesehen oder bezogen werden, Tel. 032 654 10 20. Der Kirchgemeinderat

Richterliches Verbot Auf Gesuch der Grundeigentümer BFW Liegenschaften AG, Bahnhofstrasse 92, 8500 Frauenfeld, vertreten durch Admicasa AG, Birsigstrasse 82, 4054 Basel, wird hiermit Unbefugten richterlich untersagt, auf den Grundstücken GB Grenchen Nr. 5492, 4440 und 4844 (Bündengasse 18, 20, 22, Viaduktstrasse 5, Viaduktstrasse 9, 11) zu parkieren. Wer diesem Verbot zuwiderhandelt, wird mit einer Busse bis Fr. 100.–, im Wiederholungsfall bis Fr. 2000.– bestraft. Von diesem Verbot ausgenommen sind Mieter der gelb markierten Parkfelder und Dienstbarkeitsberechtigte. Rechtsmittelbelehrung: Einsprachen gegen dieses Verbot sind innert 30 Tagen seit Publikation beim Richteramt Solothurn-Lebern, Zivilabteilung, einzureichen. Solothurn, 17. November 2016 Richteramt Solothurn-Lebern, Zivilabteilung Rolf von Felten, Gerichtspräsident

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Grenchen

Nr. 46 | Donnerstag, 17. November 2016

Serie Freiwilligenarbeit

Beitrag zum fotografischen Gedächtnis der Stadt GRENCHEN Trudi Wullimann ist in der Uhrenstadt aufgewachsen und kennt viele alte Grenchner persönlich oder dem Namen nach. Mit diesem wertvollen Wissen verbringt sie möglichst viele freiwillige Stunden im Stadtarchiv und notiert und kommentiert auf alten Stadtansichten oder Personenfotos Angaben dazu. In diesem Zusammenhang richtet sie auch eine Bitte an unsere Leserschaft.

tete, und so wagten sie 1983 den Neuanfang und zogen mit ihrem Sohn nach Gsteig. Trudi Wullimann arbeitete im Tourismusbüro und in der Bank, die in den gleichen Räumen untergebracht war. In ihrer Freizeit fotografiert sie viel, wovon schöne Aufnahmen und eine ganze Reihe Fotoalben in ihrem Büchergestell zeugen. Und sie half damals mit, in Gsteig-Feutersoey ein gemischtes Chörli zu gründen.

Eine neue Aufgabe

ZAHL DER WOCHE

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Auch die Juniorenabteilung des FC Grenchen hat Erfolgsmeldungen. Herbstrunde belegen sie Platz 1 und sind damit Kantonalmeister. Ein Sprecher des FC Grenchen15: «Vorstand und Juniorenabteilung des FCG gratuliert den beiden Teams ganz herzlich zu diesen tollen Erfolgen.»

Prozent beträgt der Vergütungs- und Verzugszins in der Stadt Grenchen nächstes Jahr für zu viel bezahlte oder nicht geschuldeten Steuern und Bussen bzw. auf geschuldete und geforderte Steuern die bis zum Verfalltag nicht bezahlt sind. Im Kanton Bern beispielsweise wurden 2015 0,25% Zins vergütet, bzw. 3 Prozent Verzugszinsen erhoben. In BaselLandschaft gab es für Rückvergütungen nur 0,2 Prozent. Belastet wurden verspätete Zahlungen indes mit 6 Prozent. ●

Das ZeitZentrum Grenchen lädt am kommenden Samstag, 19. November von 9 bis 12 Uhr zum Tag der offenen Tür. (Bild: ZZ) ●

So arbeiten angehende Uhrmacher

Die Junioren E1 sind Kantonalmeister. (Bild: zVg.)

GRENCHENS Uhrmacherschule ist einzigartig in der Deutschschweiz – mit einer langen Tradition. Eröffnet wurde sie 1884. Am kommenden Samstag laden 56 Vollzeitschüler – zwei davon aus Grenchen – zu einem Tag der offenen Tür und lassen sich über die Schulter blicken. SABINE BORN (TEXT)

Die D1-Junioren des FC Grenchen 15 steigen in die Junioren D-Promotion auf. (Bild: zVg.)

«Grenchens ZeitZentrum ist die einzige Uhrmacherschule in der deutschen Schweiz», erklärt Flavia Totti, Leiterin Administration der traditionsträchtigen Ausbildungsstätte. «Entsprechend gross ist das Einzugsgebiet der 56 Vollzeit-Schülerinnen und -Schüler.» Zwei Lehrlinge kommen aus Grenchen, einige aus der näheren Umgebung, viele auch aus weit entfernten Ecken der Schweiz. Sie absolvieren ihre Lehre in der hauseigenen Lehrwerkstätte. Hinzu kommen rund 100 Berufsschülerinnen und -schüler, die für den Berufsschulun-

terricht nach Grenchen reisen, ihre Lehre aber bei einem Uhrmacher oder in einem entsprechenden Unternehmen absolvieren. Flavio Richenberger ist einer von 56 Schülern, der sich am kommenden Samstag, am Tag der offenen Tür, über die Schulter blicken lässt. «Jede mechanische Uhr hat ihren eigenen Willen», erklärt er. Eine alte Uhr wieder zum Laufen zu bringen, zeichnet einen Uhrmacher aus. Da seien vor allem auch Geduld und Durchhaltevermögen gefragt, sagt Nicolas Huissoud, Lehrling im 2. Lehrjahr. Am Samstag sind nebst Eltern, Verwandten und Bekannten der Schülerinnen und Schüler auch alle Interessierten aus der Region Grenchen zu einem Tag der offenen Tür ins ZeitZentrum geladen. «Das Atelier ist offen und man kann den Schülern bei der Arbeit zusehen, wie sie kleine Teile zusammensetzen, drehen, fräsen, feilen und an ihren Maschinen arbeiten», so Flavia Totti. Auch das Museum ist offen und gewährt Einblicke in astronomische Uhrwerke sowie Arbeiten von Lernenden.

NEWS GRENCHEN

Filmabend im Zwinglihaus Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach zeigt am kommenden Donnerstag, 24. November um 19 Uhr im Zwinglihaus den Spielfilm ‹La pirogue›. Es geht um eine Gruppe Afrikaner, die mit dem Boot nach Spanien übersetzen will. Es ist eine gefährliche Reise übers Meer, die Moussa Touré in spannenden Bildern erzählt.

GRENCHEN

Adventsmarkt auf Zytplatz Der Damenturnverein Grenchen organisiert am Freitag, 25. November von 8 bis 12 Uhr einen Adventsmarkt auf dem Zytplatz Grenchen – mit selbstgemachten Adventskränzen, Gestecken, Türschmuck und feinen Backwaren.

Die Junioren D1-Mannschaft des FC Grenchen15 steigt nach der Vorrunde der Saison 2016/17 in die Junioren DPromotion Liga auf. Eine überaus erfolgreiche Vorrunde gestalteten auch die Junioren E1. Nach Abschluss der

Erfolgreiche Junioren

Trudi Wullimann war immer ein neugieriger Mensch und bewahrt auch schöne Dinge aus dem Alltag auf, wie zum Beispiel eine lackierte alte Schachtel für Schreibwaren, wie sie Schulkinder früher brauchten. Und wie eingangs erwähnt kann sie anhand der Mittagstischgespräche ihrer Kindheit oft noch herleiten, wer und

Bitte an die Leserschaft

was auf alten Fotos zu sehen ist, obwohl sie die Leute gar nicht näher kannte. «Aber manchmal weiss ich auch nichts über ein Bild», räumt sie ein und möchte sich deshalb mit einer Bitte an die Leserschaft des Stadt-Anzeigers richten: «Wenn jemand zuhause alte Fotos von Grenchner «Persönlichkeiten», Strassenzügen oder Lokalitäten findet, sollte er sie nicht wegwerfen, sondern dazu Sorge tragen und ins Stadtarchiv oder zu mir bringen.» Es sei auch wichtig, auf der Rückseite möglichst informative und detaillierte Angaben zum Bild zu machen. «Manchmal habe ich ein Foto, und da steht hinten einfach «Meine Mutter» drauf», schmunzelt Trudi Wullimann.

nen Handschriften durch und schaut sich Familienfotos aus Nachlässen an. Auf kleinen Zetteln notiert und ergänzt sie auf der Rückseite Angaben zu Zeit, Personen und Gebäuden, und die Daten werden später von Praktikanten allmählich elektronisch im Archiv erfasst.

Trudi Wullimann ist in Grenchen aufgewachsen, machte eine kaufmännische Lehre und arbeitete nach ihrer Heirat mit Urs Wullimann einige Jahre in der grossen Gärtnerei seiner Familie an der Schützengasse. Diese war übrigens auf Geranien spezialisiert und brachte einst sogar eine eigene Sorte hervor: «Die Schöne von Grenchen» ist eine beliebte halbhängende Pflanze, sehr robust und mit feuerroten Blüten. Doch die ausländische Konkurrenz setzte der Gärtnerei arg zu. Schon Jahre bevor der Betrieb eingestellt werden musste, zogen sich Urs und Trudi Wullimann aus dem Geschäft zurück. Ihr Mann fand eine Stelle im Kraftwerk Sanetsch, das er später auch lei-

Grenchen um 1912: Nicht alle Aufnahmen enthalten Texte wie auf einer Postkarte, weshalb auf Privatfotos möglichst viele Infos auf der Rückseite notiert werden sollten. (Bild: zVg).

Geranien und gemischtes Chörli

Mit geübtem Blick sichtet Trudi Wullimann alte Fotos fürs Stadtarchiv und liefert damit kleine Bausteine zu einem vollständigen Geschichtsbild von Grenchen.

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er Mittagstisch von Familien sei etwas sehr Wichtiges, hält Trudi Wullimann im Verlauf unseres Gesprächs fest. «Ich erinnere mich noch gut, wie in meiner Kindheit am Esstisch viel geredet und besprochen wurde, und niemand hatte Kopfhörer im Ohr stecken.» Vieles davon blieb bei Trudi Wullimann haften, und so erkennt sie heute noch auf alten Fotografien Menschen, die sie oft gar nicht persönlich, sondern nur vom Hörensagen her kannte, und kann auch anhand von Gebäuden und Strassenzügen ziemlich genau die Zeit bestimmen, in der das Foto geschossen wurde. Mit diesem Wissen leistet die 72-Jährige seit einigen Jahren wertvolle Freiwilligenarbeit im Stadtarchiv unter dem Schulhaus II und notiert auf kleinen Zetteln auf der Rückseite von alten Stadtaufnahmen, Personenbildern oder Postkarten, wann sie aufgenommen wurden und wer und was darauf zu sehen ist.

2008 kauften Wullimanns ihr Haus ganz oben an der Schöneggstrasse und kehrten als Pensionierte nach Grenchen zurück. «Ich bin bereits um 1973 oft hier durch gegangen, nur um den Baufortschritt zu verfolgen», erinnert sich Trudi Wullimann. Und dass ihr heutiges Haus mit den sieben Zwischenstockwerken ihr schon damals sehr gefallen hat. Auch andernorts hat sie gut hingeschaut, weshalb ihr die vielen Veränderungen im Stadtbild nach 25 Jahren Abwesenheit deutlich auffielen. Im Internet sah sie sich alte Fotos aus Grenchen an und wurde auf das Stadtarchiv aufmerksam. «Ich lernte die Archivarin Salome Moser und Angela Kummer vom Kultur-Historischen Museum kennen und irgendwie rutschte ich in meine Aufgabe hinein und analysiere seither mit Freude alte Fotos», lacht die geschichtsbewusste Seniorin. An vielen Montag- und Dienstagnachmittagen verbringt Trudi Wullimann nun einige Stunden im Stadtarchiv und durchforstet den reichen Schatz an historischen Details mitten aus dem Leben der Menschen in Grenchen. Sie sichtet alte Aufnahmen, blättert Postkarten mit wunderschö-

STEFAN KAISER (TEXT, BILD)


Menschen

Nr. 46 | Donnerstag, 17. November 2016

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4 Fragen an Astrid Frischknecht, Stiftungsratsmitglied der Stiftung Schmelzi, Supervisorin und Organisationsberaterin bei Seecon GmbH

Respektvolle Dialoge gestalten GRENCHEN Die Stiftung Schmelzi feiert dieses Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum. Das tut sie mit verschiedenen Aktivitäten während dem Jahr, unter anderem mit sogenannten Nachbarschaftsprojekten. Die Idee stammt von Astrid Frischknecht, Stiftungsratsmitglied der Stiftung Schmelzi. SABINE BORN (TEXT)

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as genau sind Nachbarschaftsprojekte? Nachbarschaftsprojekte sind Anlässe, an denen die Wohngemeinschaften der Stiftung Schmelzi ihre Nachbarinnen und Nachbarn zu einer gemeinsamen Aktivität einladen, zum Beispiel zu einem Tag der offenen Tür. Gut ist, wenn die Nachbarn von Anfang mit dabei sind und gemeinsam geplant und eingeladen werden kann. Es werden beispielsweise nicht einfach Einladungen verschickt – das wäre zu anonym. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Schmelzi haben sich bei den Nachbarn mit einem Brief angekündigt und die Idee persönlich vorgestellt – jeweils ein Klient mit einer Betreuungsperson. Gemeinsam mit interessierten Nachbarn wurden dann Arbeitsgruppen gegründet und die Anlässe geplant.

Public Conversations Project (PCP) – was bedeutet das? Public Conversations Project (PCP) hat eine Methode für einen strukturierten Dialog entwickelt. Ihren Ursprung hat die Methode in den USA. Es geht darum, Dialoge zwischen Menschen zu gestalten, die sich lieber aus dem Weg gehen. Wir wissen zwar, wie sich ein respektvoller Dialog anfühlt. Nicht immer gelingt es uns aber, diesen konstruktiv zu führen. Missverständnisse und Streitigkeiten, sind die Folge. Man geht einander aus dem Weg. Wie können wir in solchen Konfliktmomenten

einander dennoch zuhören und gemeinsam in Teams oder Arbeitsgruppen Lösungen und Strategien entwickeln? Darum geht es im Grundsatz bei der Dialogmethode von Public Conversations. Inwiefern hat diese Methode gerade in Bezug auf die Stiftung Schmelzi Sinn gemacht? Die nachbarschaftlichen Beziehungen mit den WGs sind teilweise belastet. Die Klientinnen und Klienten verhalten sich manchmal nicht so, wie wir uns das wünschen. Die psychosozialen Probleme unserer Bewohnerin-

nen und Bewohner sieht man ihnen von aussen nicht an. Als Nachbarin sehe ich also eine Person ohne sichtbare Probleme. Dementsprechend erwarte ich ein Verhalten, wie wir es uns gewöhnt sind. Reagiert die Klientin, der Klient unangebracht, ist man irritiert, empört oder sogar schockiert und weiss gar nicht recht, wie man reagieren soll. Man wendet sich ab. Durch die Gespräche und die Begegnungen hat ein lockerer Austausch stattgefunden, ohne dass ein Problem der Auslöser war. Wir alle haben unsere «sozialen Schubladen» und Vorurteile. Im Austausch und im Gespräch konnten alle drei Gruppen, Nachbarn, Klienten und Mitarbeiter einander zuhören und neues voneinander erfahren.

thode ist einfach und lässt sich gut erlernen. Wissen um neurowissenschaftliche Zusammenhänge helfen bei der Vorbereitung und Durchführung von Dialoggefässen. Die Weiterbildungen richten sich an Führungspersonen aus Wirtschaft, Verwaltung und Non-Profit-Organisationen, die interessiert sind, eine Veränderung der Kommunikationskultur an ihrem Arbeitsplatz umzusetzen. Angesprochen sind auch Teamleitungen, die in einem gespaltenen, frustrierten oder wenig zentrierten Team mehr konstruktive Gespräche leiten möchten und Personen in Glaubensgemeinschaften, die herausfordernde Themen in ihren Versammlungen besprechen möchten.

PUBLIC CONVERSATIONS PROJECT

Theoretische Grundlage der Nachbarschaftsprojekte ist unter anderem

Sie haben diese Methode auch in andere Projekte miteingebracht, leiten Workshops zu dem Thema? Können Sie ein paar Beispiele nennen, in welchen Bereichen diese Methode sonst noch zur Anwendung kommt, an wen sich Ihre Schulungen richten? Ja, beispielsweise in einem Nutzungskonflikt im öffentlichen Raum. Aus der Sicht der Geschäftsinhaber war eine Gruppe von Personen mitverantwortlich für das Wegbleiben ihrer Kundschaft. In den warmen Monaten trafen sich bestimmte Personen jeden Abend auf dem Dorfplatz, gruppierten sich und tranken Bier. Mit Public Conversations wurden Gespräche zwischen den Konfliktparteien geführt. Dabei geht es darum, eigene Erfahrungen einzubringen und einander erstmal zuzuhören. Wenn man die Sichtweise aber nicht mag, kann man schlecht zuhören. Deshalb braucht es Kenntnisse über die Funktionsweise unseres Gehirns. Die Me-

Firmen im Blickpunkt

Firmen im Blickpunkt

«Eltern sind die Experten ihrer Kinder»

«Du solltest ein Buch schreiben»

GRENCHEN Wer Kinder hat, stösst manchmal an seine Grenzen. Gut beraten ist, wer Hilfe holt. Manchmal reicht ein kleiner Anstoss, um Steine aus dem Weg zu räumen, zum Beispiel in einem Gespräch mit Erziehungsberaterin Barbara Banga.

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SABINE BORN (TEXT)

Eltern sind in der Regel die Experten ihrer Kinder», sagt Barbara Banga klar und deutlich. «Alle Eltern wollen es grundsätzlich gut machen, ihren Möglichkeiten entsprechend. Darauf baue ich meine Beratungen und Kurse auf.» Barbara Banga ist Erziehungsberaterin und hat ihr Einzelunternehmen auf drei Standbeine aufgebaut. «Ich biete persönliche Erziehungsberatungen sowie Elternkurse an. Darüber hinaus führe ich die Spielgruppe Kassiopeia in Grenchen.» Barbara Banga ist zertifizierte STEP-Kursleiterin. STEP bedeutet Systematisches Training für Eltern und Pädagogen. Es ist ein ganzheitliches, pädagogisches Konzept, das hilft, Kindern und Jugendlichen Orientierung und Halt zu geben. Es geht darum, sie respektvoll, wertschätzend und gelassen ins Leben zu begleiten. «Diese Grundsätze vermittle ich in meinen Beratungen und Elternkursen.» Im Einzelgespräch reiche manchmal eine Sitzung um eine schwierige ElternKind-Beziehung wieder in verlässliche Bahnen zu leiten. Von der Dynamik einer Gruppe profitieren Eltern in den STEP-Kur-

dass es immer Themen gibt, an denen Eltern anstehen. Diese wiegen umso schwerer, wenn eigene Probleme in Beruf oder Partnerschaft hinzukommen. «Mir ist es wichtig, nicht zu werten, sondern die Familie, die Eltern und die Kinder in ihrer Individualität zu respektieren, wertzuschätzen und zu unterstützen», so Barbara Banga. Denn im Herzen Barbara Banga, Erziehungsberaterin: «Mir ist es wichtig, nicht wissen alle Eltern, was gut für zu werten, sondern die Familie in ihrer Individualität zu resihre Kinder ist. pektieren, wertzuschätzen und zu unterstützen.»(Bild: zVg.) Doch in der sen. «Hier ist es mir wichtig, Themen Hektik des Alltags sehe man manchlebendig auch mit Humor in eine mal den Wald vor lauter Bäume Gruppe einzubringen und dann vor nicht. Wer kennt das nicht. In dem allem an aktuellen Knacknüssen zu Fall ist es kein Zeichen von Niederlaarbeiten, die die Eltern im Moment ge sondern von Mut und Stärke, sich beschäftigen.» Zu Hause kann das Ge- Hilfe zu holen. «Wir arbeiten zum lernte angewendet und in der nächs- Beispiel auch mit den neusten Erten Sitzung besprochen werden. «Zwi- kenntnissen der Hirnforschung, mit schendurch bin ich per Mail oder Te- denen sich kindliche Entwicklungsschritte sehr gut erklärten lassen.» lefon für Fragen erreichbar.» Barbara Banga sagt: «Ich hatte in Auch das kann helfen, Abstand zu meinem langjährigen Berufsleben gewinnen und Dinge von einer etTausende von Kindern, wenn auch was anderen Optik zu betrachten. keine eigenen.» Von daher wisse sie,

KONTAKT Barbara Banga-Schaad, dipl. Erziehungsberaterin, Systemischer Coach OA, Zert. STEP-Kursleiterin Beratungsbüro und Spielgruppe Ebosa Gebäude, Grenchen

Tel. 076 319 49 54, elternundkinder@bluewin.ch, www.eltern-und-kinder.ch Nächster STEP Kurs für Eltern von Kindern bis 6 Jahre mit vorgängigem Infoabend, 4. März bis 1. April 2017 Weitere Infos auf www.instep-online.ch

GRENCHEN Seit zehn Jahren führt Erika Howald ihre Hundeschule in Rüti bei Büren. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben: ‹Hundeerziehung – bodenständig und einfach. Wahre Geschichten einer Bäuerin›. Morgen liest sie daraus vor, um 19 Uhr, im Buchhaus Lüthy in Grenchen. SABINE BORN (TEXT)

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or sechs Jahre auf einer Turnerreise hat Erika Howald auf dem Vierwaldstättersee angefangen Fragen über Hunde zu beantworten. Immer mehr Frauen gesellten sich dazu und eine sagte schliesslich: «Du solltest ein Buch darüber schreiben.» Das hat Erika Howald gemacht. «Weil ich gemerkt habe, wie interessiert die Leute sind.» Erika Howald hat angefangen Anekdoten aus ihrem Trainingsalltag zu sammeln und vor zwei Jahren ihre Er-

Allgemeine Informationen zu der Methode auf www.whatisessential.org Weiterbildung in Bern 6. und 7. Februar 2017, Methode und ihre Basistheorien kennen lernen 10. und 11. Februar 2017, Moderation in Konfliktsituationen www.aeb.ch › führen › public conversations

GALA DINNER IM DEZEMBER Unter dem Motto ‹Gemeinsam feiern im Grossen und Kleinen› hat die Stiftung Schmelzi im Jubiläumsjahr zu mehreren kulinarischen Erlebnissen eingeladen. Das letzte Gala Dinner findet am 2. Dezember statt. Infos und Anmeldung auf www.schmelzi.ch.

fahrungen in Buchform verpackt. «Das ist mir recht einfach gefallen, in rund drei Monaten war das Buch fertig.» Auch ein Verlag war schnell gefunden, ein Zahlungsverlag zwar, wo man viel Geld investiert, aber professionell betreut wird in Bezug auf Lektorat, Covergestaltung und Druck. Und dann war das Buch erfolgreich. Im Grenchner Buchhaus Lüthy ist es seit einem Jahr in den Top Ten. Grund genug jetzt eine Lesung zu veranstalten. Erika Howald pflegt einen sehr natürlichen Umgang mit Hunden. «Als Bauerntochter und nun selber Bäuerin habe ich eine sehr gute Beobachtungsgabe für Tiere entwickelt», erklärt sie. «Das hilft mir ihr Verhalten aufzuschlüsseln und entsprechende Empfehlungen weiterzugeben.»

LESUNG ‹Hundeerziehung – bodenständig und einfach. Wahre Geschichten einer Bäuerin›. Erika Howald liest im Buchhaus Lüthy, Bettlachstrasse 8, Grenchen 18. November, 19 Uhr Eintritt frei, Reservation empfiehlt sich, Telefon 032 653 14 89 www.hundeschuleberghof.ch

Erika Ewald führt die Hundeschule Berghof in Rüti bei Büren. (Bild: zVg.)


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Büren / Seeland

Nr. 46 | Donnerstag, 17. November 2016

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Er will für Rüti eine lebendige Kirche RÜTI BEI BÜREN Seit gut einem Jahr hat sich Jonas Lutzweiler nun in Rüti bei Büren eingelebt als neuer Pfarrer der reformierten Kirche. Im Gespräch erzählt er, was ihn stolz macht, was ihn sesshaft macht und was er als nächstes für die Kirche einrichten wird.

mich mit Herr Pfarrer an, weil der Pfarrer für sie eine Respektsperson ist, mit manchen bin ich per Du.»

«Predigt ist ein heilsamer Unterbruch»

SANDRA VON BALLMOOS (TEXT, BILD)

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a steht einem ein junger Pfarrer gegenüber, gerade knapp über 30. In Pullover, sportlichen Freizeitschuhen, mit den Händen durch die Haare gefahren. Heute hat Jonas Lutzweiler sozusagen frei. Zur Predigt am Sonntag ist es noch ein paar Tage hin, der Kirchgemeinderat tagt jeweils erst am Abend, die KUW-Absprache mit den Kollegen aus den Nachbardörfern erfolgt an einem andern Tag, es ist weder Kinderlager noch Seniorennachmittag noch steht Seelsorge auf dem Programm. Also begrüsst er Gäste in der stattlichen Pfarrhofstadt von Rüti bei Büren, wo die Herbstblumen blühen, die Kinderstiefel herumstehen, neben der Tür die Laterne wartet, bis es wieder Abend wird und neben dem Gemüsegarten demnächst auch ein selbstgebautes Hühnerhaus stehen wird. Das Weglein zur altehrwürdigen Mauritius-Kirche hinüber, sein Arbeitsweg, ist etwas überwachsen. Jonas Lutzweiler nimmt den Seiteneingang in die Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Das macht er öfter, auch wenn nicht Sonntag ist. «Die Kirche ist für mich auch ein Ort für das persönliche, eigene Gebet. Ich bete für die Menschen, die Gemeinde. Für die Leute und für die Kirche bin ich Pfarrer geworden, deshalb

Bild draussen in der Pfarrhofstadt: Jonas Lutzweiler vor dem denkmalgeschützten Pfarrhaus in Rüti bei Büren. Seine drei, bald vier Kinder, seine Frau Daniela und er bringen Leben in die alten Gemäuer. hat mich das Theologie-Studium so interessiert», sagt Jonas Lutzweiler.

Lutzweilers Weg nach Rüti bei Büren Vor gut einem Jahr erst ist Jonas Lutzweiler in Rüti bei Büren angekommen. Der gebürtige Deutsche aus einer Pastorenfamilie hat sein Theologie-Studium in Tübingen begonnen und in der Schweiz abgeschlossen. Das Vikariat hat er in Unterseen gemacht. Aus der Region Interlaken ist

auch seine Frau, Daniela. Der Liebe wegen ist er in die Schweiz gezogen. «Unsere ersten beiden Kinder kamen bereits während dem Studium zur Welt, Familienzeit ist mir schon lange wichtig», sagt er. Als er vor zwei Jahren gegen Ende des Vikariats eine Pfarrstelle suchte, gab es nicht viele ausgeschriebene. «In Rüti fehlte damals der Pfarrer, für ein gutes halbes Jahr kam ein Vertreter von ausserhalb für die wichtigsten Aufgaben. Das merke ich

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heute. Die Leute freuen sich, dass jemand da ist, der bleibt, dass die Kirche im Ort ist und lebt.» Beim Dankesraclette, das Lutzweilers Anfang 2016 im denkmalgeschützten Pfarrhaus gaben, brachten die Gäste Geschenke mit. «Ich habe offene Herzen und grosszügige Menschen vorgefunden», freut sich Jonas Lutzweiler. Dieses Jahr hat er gar in Rüti die 1.-August-Rede gehalten. «Der Kontakt zu den Leuten ist sehr unterschiedlich. Manche reden

Ebenso unterschiedlich wie die persönlichen Beziehungen sind die Arbeiten des Pfarrers Lutzweiler. «Die Predigt am Sonntag sehe ich aber immer noch als eine Hauptaufgabe des Pfarrers», sagt er. Das sei auch ein Erkennungsmerkmal der Kirche und etwas, was in dieser Form sonst niemand mache. Er bereite eine Predigt so vor, dass die Leute Freude haben. «Ein Gottesdienst ist ein «heilsamer Unterbruch» [Anm. der Redaktion: Zitat von Walter Benjamin] im Alltag. Am Sonntag kann etwas passieren, vielleicht etwas entgegen unserer Erwartung, wenn wir offen sind.» Lutzweiler bringt Leute zusammen. «Eine Predigt kann jeden anders ansprechen. Alle hören zwar von mir dieselben Worte, empfangen sie aber anders. Damit hat die Kirche verbindendes Potenzial.» Und Jonas Lutzweiler hat Pläne: «Es gibt in Rüti viele etablierte Angebote. Doch 2017 möchte ich die Arbeit mit Kindern noch etwas erweitern . Es sind Familiengottesdienste und spezielle Feiern für Kinder geplant.» Erstaunlich ist das nicht, erwarten doch die Lutzweilers im Dezember ihr viertes Kind - Jonas Lutzweiler weiss also, wovon er spricht.

NÄCHSTE PREDIGT Jonas Lutzweilers nächste Predigt in der Kirche in Rüti bei Büren ist am 20. November, 9.30 Uhr, zum Ewigkeitssonntag und Totengedenken.


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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 17. November 2016 | Nr. 46

Foto: Zeitzentrum.

Besuchstag ZeitZentrum: Einblick in das filigrane Handwerk Am Samstag, 19. November 2016, findet der jährliche Besuchstag des ZeitZentrums statt. Nehmen Sie sich Zeit und nutzen Sie die Gelegenheit den jungen Uhrmacherinnen und Uhrmachern bei ihrem filigranen Handwerk über die Schulter zu schauen. Am Besuchstag ist das Museum ebenfalls geöffnet. Entdecken Sie die astronomischen Uhren von Werner Anderegg und bewundern Sie Grossund Kleinuhren, die von Schülern und Lehrern des ZeitZentrums

angefertigt wurden. Auch für die Verpflegung ist gesorgt, die Mensa des BBZ ist während der Veranstaltung geöffnet. Das ZeitZentrum freut sich auf Ihren Besuch! Wann: Samstag Vormittag, 19. November, 9–12 Uhr Wo: ZeitZentrum Grenchen, Sportstrasse 2, 2540 Grenchen

Melden Sie Ihren Anlass!

«Läbchueche – Violettas Festmahl»

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Fotos oder umfangreicheres Zusatzmaterial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch

Die ersten Theatervorführungen der Atelierproduktion sind ausverkauft (17./18./19./25.11.). Sichern Sie sich die letzten Plätze für die Vorführungen am 20.+27.11. um 16.30 Uhr und 26.11. um 19.30 Uhr. Reservation per Tel. (Mo-Fr. 10–15 Uhr) oder SMS (jederzeit): 076 502 44 48 oder per Mail: gaenggi@irisminder.ch. www.irisminder.ch

Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

DONNERSTAG, 17. NOVEMBER 10.00–18.00 Uhr: Wintermärit im Foyer des Parktheater. Kunsthandwerk und liebevoll gestaltete Geschenke. Kreativ-Tisch mit Glasfusing. Parktheater Grenchen.

SAMSTAG, 19. NOVEMBER 8.00–17.00 Uhr: Schweizer Meisterschaft aller Hunderassen der SKG. Stadion Brühl, Brühlstrasse 21.

8.00–17.00 Uhr: Schweizer Meisterschaft aller Hunderassen der SKG. Stadion Brühl, Brühlstrasse 21.

9.00–12.00 Uhr: Besuchstag Uhrmacherschule (siehe Haupttext). ZeitZentrum Grenchen, Sportstrasse 2.

15.00–16.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung «Das Bachtelen – vielseitig engagiert». www.museumgrenchen.ch Kultur-Historisches Museum, Absyte 3.

13.30–16.00 Uhr: Kapelle Allerheiligen ist für Besucher geöffnet. Kapelle Allerheiligen, Allerheiligenstr.

16.30 Uhr: «Läbchueche – Violettas Festmahl» (siehe Haupttext). Theaterraum Gänggi, Höhenweg 7.

DEMNÄCHST

Foto: zvg.

«Die Exfreundinnen» im Parktheater Am Mittwoch, 30. November 2016, findet im Parktheater ein musikalisches Feuerwerk zum Abheben statt. Die Exfreundinnen sind zu Gast. Diese Exfreundinnen sind aber kein Haufen frustrierter Frauen, die ständig einen Korb bekommen. Sie teilen aus und das nicht zu knapp! Trotzdem ist den Exfreundinnen die Romantik und der Glamour nicht abhandengekommen; der Glaube an die wahre, ewige Liebe hält sie weitgehend faltenfrei, denn Liebe ist, wenn man sich trotzdem schminkt. Warum macht der Avocadobaum des Verflossenen im dunklen Gang und ohne Wasser nicht den Schirm zu, sondern

20.30–23.30 Uhr: «Midnight Sports & Music». Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstrasse 11.

erblüht neu? Sind Exfreunde auch Menschen? Und reichen Sex und Röschti um glücklich zu sein? Fragen, welche die Exfreundinnen an einem einzigen Abend beantworten. Das vielseitige Repertoire reicht von Prince bis Mozart, von Guggisberg bis nach Amerika, beinhaltet Schweizer Liedgut und bitterböse, unberechenbare Übersetzungen. Nutzen Sie den Vorverkauf: www.ticketino.com Sämtliche Poststellen BGU Büro Grenchen Wann: Mittwoch, 30. Nov., 20 Uhr Wo: Parktheater Grenchen Weitere Informationen: www.exfreundinnen.ch

ADVENTSMARKT DES DAMENTURNVEREINS GRENCHEN 25. November, 8.00–12.00 Uhr: Selbstgemachte Adventskränze, Gestecke, Türschmuck und feine Backwaren. Vorbestellungen für Kränze bis am 18.11.16. Die Kränze können unter der Nummer 032 521 77 99 vorbestellt werden. Bitte beachten: der Adventsmarkt findet auf dem Zytplatz statt.

TRACK CYCLING CHALLENGE 2. Dezember, 10.00–22.00 Uhr, 3. Dezember, 09.00–23.30 Uhr: Zum zweiten Mal wird die Track Cycling Challenge (UCI C1) im Velodrome Suisse ausgetragen. Innert zwei Tagen werden die weltbesten Bahnfahrer/innen ihr Können unter Beweis stellen. www.velodromesuisse.ch Velodrome Suisse, Neumattstrasse 25.

20. WEIHNACHTSMARKT GRENCHEN WINTERKONZERT DER MUSIKSCHULE GRENCHEN 2. Dezember, 19.00 Uhr: Die Musikschule Grenchen lädt zum Winterkonzert ein. Zwingli-Kirche, Zwinglistrasse 9.

MONTAG, 21. NOVEMBER 18.30 Uhr: Die Musikschule Grenchen lädt zur Musizierstunde ein. Aula Schulhaus IV, Schulstrasse 35.

DIENSTAG, 22. NOVEMBER 18.15 Uhr: Schnupperlektion Pilates, Rheumaliga Solothurn. Anmeldung: 032 623 51 71. Mühlestr. 9, Grenchen.

SONNTAG, 20. NOVEMBER

9.00–12.00 Uhr: Besuchsmorgen TAS Halden. Schulhaus Halden, Allerheiligenstrasse 32.

Musikalische Therapie mit Nebenwirkungen

20.00 Uhr: Herbstkonzert Jodlerklub Bärgbrünnli. Parktheater, Lindenstr. 41.

9. Dezember–11. Dezember: Der Weihnachtsmarkt Grenchen feiert das 20 jährige Bestehen mit einer spektakulären Eisschnitz-Show, Kutschenfahrten, dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt und dem attraktiven Rahmenprogramm. Marktplatz.

DONNERSTAG, 24. NOVEMBER 9.30 Uhr/13.30 Uhr: Schnupperlektionen Pilates sowie Schnupperlektionen Rückengymnastik, Rheumaliga Solothurn. Anmeldung erwünscht: 032 623 51 71. Mühlestr. 9, Grenchen. 19.00 Uhr: «La pirogue». Ein Spielfilm über eine Gruppe Afrikaner, die mit dem Boot nach Spanien übersetzen will. Zwinglihaus.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Regiobank Solothurn AG, Grenchen, Kirchstrasse 11: «Heinrich Süss & Sarah Weya»: Grossvater und Enkelin stellen gemeinsam aus. Bis 27. Februar. Mo–Fr: 8.30–12 Uhr/13.30–17 Uhr (Do bis 18 Uhr) Kultur-Historisches Museum, Absyte 3: U. a. Ausstellungen Adolf Gschwind, Migrationsvitrine, das Bachtelen – vielseitig engagiert. www.museumgrenchen.ch Mi/Fr/Sa/So 14–17 Uhr Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstr. 53: Zwei Ausstellungen parallel: Ausgezeichnete Architektur im Kt. Solothurn «Werke aus dem gestalteten Lebensraum 2013–2016», 20 Jahre Druckwerkstatt Lenzburg. www.kunsthausgrenchen.ch Mi–Sa 14–17 Uhr/ So 11–17 Uhr

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Grenchner Stadt-Anzeiger 46/2016