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Donnerstag, 28. April 2016 Nr. 17

REINACH

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

MG KONKORDIA

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Sprungturm oder nicht?

Alle Ehrungen

JA zum Sprungturm

Am 5. Juni werden wir darüber befinden, ob die Schwimmbadsanierung mit oder ohne Sprungturm realisiert wird. Die Befürworter messen den knappen Finanzen der GeRoger Leu (FDP) meinde Reinach wenig Gewicht zu. Die Gegner sind per se gegen Jugendliche und Familien. Ganz so einfach ist es nicht. Das Abstimmungsresultat wird emotional beeinflusst sein. Die Befürworter argumentieren mit den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen: Der Sprungturm ist der Anziehungspunkt in jedem Gartenbad. Ohne Sprungturm werden die Familien ausbleiben und das Gartenbad verkommt in ein Seniorenbad mit Schwimmbecken, in welchen die angegrauten Damen und Herren einsam ihre Längen schwimmen. Für die Gegner der Sprungturmerneuerung stehen finanzielle Überlegungen im Vorder-

Ergänzungen zum Bericht im letzten Wochenblatt über das Unterhaltungskonzert vom 15. und 16. April der Musikgesellschaft Konkordia Reinach: Anlässlich dieses Konzertes wurden nicht wie beschrieben zwei Mitglieder geehrt, sondern deren neun, dies für gemeinsame 280 Aktivjahre! Es sind dies: Marianne Thüring für 20 Jahre; Claudia Wohlgemuth, Michael Meury, Sacha Terreaux , Sabine Hollenstein und Franziska Siegrist für je 25 Jahre. Olivier Humair, unser aktueller Präsident, verstärkt seit 35 Jahren unser Klarinettenregister. Bereits seit 50 Jahren sind Hans Ramseyer und Ruedi Meury Vereinsmitglieder. Beide hatten auch schon als Präsident den Verein geführt. Allen geehrten herzlichen Dank für ihre Treue zur Konkordia. Musikgesellschaft Konkordia, Reinach

Im Gartenbad vom Sprungturm um die Wette springen, das war damals selbstverständlich, als ich mich mit meinen Kameraden im Reinacher Gartenbad nach der Ladislas von Sury Schule oder in den (CVP) Ferien traf. Das waren noch Zeiten … Jetzt, Jahre später, im 2016, soll dieser Spass zwischen Brett und Wasser definitiv der Vergangenheit angehören? Das in die Jahre gekommene Gartenbad soll umfassend saniert werden, eine vernünftige und notwendige Sache, über die im Juni abgestimmt werden wird. Der Sprungturm wird jedoch einfach weggespart. Was für eine «brillante» Idee gewisser Politiker. Es wird viel Geld für andere Grossprojekte ausgegeben, aber Geld für ein neues Sprungbecken samt Sprungturm will man nicht aufwenden. Das ist wirklich kein Zeichen von Attraktivität einer Gemeinde, geschweige denn eine Geste an die Kinder und Jugend. Dabei führt Reinach das UNICEF-Label seit 2013 als kinderfreundliche Gemeinde. Was für ein Widerspruch!

grund. Die Gesamtkosten für die Sanierung sind mit oder ohne Sprungturm immens. Auch 8,46 Millionen Franken sind viel Geld und die Finanzen der Gemeinde knapp. Leider wurde es in der Projektierungsphase verpasst, eine Lösung vorzuschlagen, bei der trotz höherer Kosten nicht auf einen Sprungturm verzichtet werden muss. Bis heute eher dem gegnerischen Lager zugehörend, kann ich durchaus die Argumente der Befürworter verstehen. Ein Schwimmbad ohne Sprungturm ist etwas «Unvollendetes». Wenn der Stimmbürger an der Urne über diese hohe Kreditvorlage für die Sanierung des Schwimmbades entscheiden muss, so sollte es auch noch Platz für einen Sprungturm haben. Wäre die Erhöhung der nach wie vor sehr moderaten Eintrittspreise eine Möglichkeit, die Mehrkosten für den Bau des Sprungturms teilweise zu kompensieren? Dieser Gedanke ist sicherlich eine Diskussion wert. Roger Leu, Einwohnerratskandidat FDP, www.fdp-reinach.ch

KOMMUNALE ABSTIMMUNG

Kein Sprungturm: das geht nicht! Reinach gilt als zweitgrösste Gemeinde im Kanton Baselland. Mit seiner prosperierenden Entwicklung sollen in den nächsten Jahren noch einige Hundert Wohnungen dazu kommen. Die Bevölkerung von Reinach verdient es, wenn ein ausgewogenes Freizeitangebot vorhanden ist. Dazu gehört auch das in den 50er Jahren gebaute Gartenbad. Es wird als die wichtigste und grösste Freizeitanlage der Gemeinde bezeichnet. Nun bedarf es einer Totalsanierung, worüber wir am 5. Juni, zusammen mit der Initiative «Reinach braucht einen Sprungturm», abstimmen werden. Die Sanierung sieht vor, dass aus Sicherheitsgründen eine separate Sprungturmanlage gebaut werden muss. Die Mehrheit des Einwohnerrates hat sich leider

dagegen ausgesprochen. Da die jetzige Sprungturmanlage abgerissen wird, hat dies zur Folge, dass kein neuer Sprungturm entsteht. Ein Komitee hat dagegen innert ein paar Wochen 1000 Unterschriften gesammelt. Die Reaktion der Bevölkerung – ob jung oder alt – war eindeutig: Reinach ohne Sprungturm das geht nicht. Denn wir können es beim besten Willen nicht nachvollziehen, dass man die seit Jahren bewährten Sprungbretter den Kindern und Jugendlichen mit der Renovation des Gartenbades wegnehmen will. Darum stimme ich aus Überzeugung für die Initiative «Reinach braucht einen Sprungturm». Komitee «Reinach braucht einen Sprungturm» Claude Hodel, Einwohnerrat

SCHULRATSWAHLEN

Qualität und Kontinuität im Schulrat Was macht eine kinderlose Person und ein Finanzchef im Schulrat? Beide haben ihre wertvolle Berechtigung und bieten einen Mehrwert in Kompetenz und Vielfalt. Ines ZucThierry Bloch colin, bishert, hat (FDP) den grossen Vorteil, dass sie keine eigenen Kinder im Schulsystem hat und sich somit unvoreingenommen, uneigennützig, ohne Interessenskonflikte und allenfalls aus anderer Optik in Diskussionen einbringen kann. Wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat, bereichert Ines Zuccolin den Schulrat damit. Gaudenz von Capeller hat zwar einerseits schulpflichtige Kinder und ist somit irgendwie ein Insi-

der des Schulalltags, auf der anderen Seite bringt er als Finanzchef eines Unternehmens Finanzwissen in den Schulrat. Fundierte Finanzkenntnisse sind umso nützlicher, da der Schulrat regelmässig mit Budgets und Investitionsplänen, derzeit vor allem für neue Schulhäuser, konfrontiert wird. Diese gilt es zu verstehen und zu deuten. Mit dieser Kompetenz ist Gaudenz von Capeller seit Jahren eine Bereicherung für den Schulrat. Ferner stellen sich einige Schulräte und -rätinnen nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Damit nebst vorgenannten Qualitäten eine gewisse Erfahrung und Kontinuität im Schulrat gewährleistet ist, wähle ich Ines Zuccolin und Gaudenz von Capeller erneut in den Schulrat. Dies kann ich auch Ihnen wärmstens empfehlen. Thierry Bloch, Einwohnerrat FDP www.fdp-reinach.ch

KANT. ABSTIMMUNG

Lehrplan zu unrecht schlecht geredet Bei genauem Hinsehen wird klar, im Gegensatz zu den Aussagen von Jürg Wiedemann, dass nicht die Mehrheit der Lehrerschaft gegen den neuen Lehrplan ist, sondern sehr viele (bei gewissen Fragen bis zu 50%) indifferent geantwortet hat. Das heisst, sie beurteilen die Vor- und Nachteile etwa gleich hoch. Zusammen mit den Befürwortern ergibt dies eine Mehrheit für den neuen Lehrplan. Die Aussagen auf der positiven Seite sprechen ebenfalls eine klare Sprache: «Ist erstmals von Kindergarten bis Sek I zusammenhängend und logisch aufgebaut», «ist ein längst fälliger Innovationsschritt für die Volksschule». Bei den Aussagen speziell zu den Sammelfächern heisst es: «Lehrt vernetztes Denken, bereitet auf die Zu-

sammenhänge der modernen Welt besser vor, umfassende Vorbereitung auf selbstständige Lebensführung». Also wird der neue Lehrplan bei weitem nicht so schlecht beurteilt, wie dies die Gegner wahrhaben wollen. Es ist wichtig, dass wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und unsere Schule und vor allem unsere Schüler und Schülerinnen für die Zukunft rüsten mit Werkzeug, das heute gefragt ist. Wissen kann in unserer digitalisierten Welt überall abgerufen werden. Wichtiger ist, Interesse zu wecken, selbstständiges Denken lernen, Zusammenhänge erkennen. Dies ist mit dem neuen Lehrplan gegeben. Machen wir unsere Kinder fit für die Zukunft. Nein zum Bildungschaos. Marie-Therese Müller, BDP

Wenn jetzt das notwendige Sprungbecken nicht geplant und gebaut wird, wird es auch für die nächsten Jahrzehnte keinen Sprungturm mehr geben, zumindest nicht bis zur nächsten grösseren Sanierung. Deshalb sage ich am 5. Juni Ja zum Sprungturm. Ich möchte, dass sich auch noch andere Generationen an eine tolle Sprungturmzeit erinLadislas von Sury nern können. Einwohnerratskandidat CVP

EIDG. ABSTIMMUNG

«Gratisanwalt» nicht gerechtfertigt. Die Asylgesetzrevision sieht eine unentgeltliche, bedingungslose Rechtsvertretung («Gratisanwalt») für alle Asylsuchenden vor. Begründet wird diese Jonathan angebliche NotSchwenter (SVP) wendigkeit mit der Verkürzung der Beschwerdefristen. Das Recht auf eine unentgeltliche Rechtsvertretung wird durch unsere Verfassung und die EMRK garantiert. Dieser Anspruch war bisher aber stets an Bedingungen geknüpft. Ein Gericht hatte zunächst die finanzielle Bedürftigkeit der betroffenen Person festzustellen. Weiter musste der Einzelfall eine gewisse Komplexität aufweisen und das Verfahren durfte nicht aussichtslos sein. Die Bedingungen der Komplexität und Nichtaussichtslosigkeit dürften bei einem grossen Teil der Asylverfahren in der Schweiz nicht gegeben sein. So erstaunt es auch nicht, dass im Asylbereich unentgeltliche Rechtsvertreter bislang lediglich bei Beschwerden gegen einen negativen Asylentscheid, nicht aber dem erstinstanzlichen Asylverfahren ein Thema waren. Denn die Migrationsbehörden haben in jedem Einzelfall – unabhängig von den Mitwirkungspflichten des betroffenen Asylbewerbers – von Amtes wegen Identitäts- und Herkunftsfeststellungen zu tätigen und mögliche Asylgründe abzuklären. Der Betroffene muss somit erst bei einem negativen Asylentscheid selbst aktiv werden und materielle Einwände in einer Beschwerde formulieren und begründen. Erst in diesem Zeitpunkt ist der Beizug einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gerechtfertigt. Jonathan Schwenter, SVP Reinach

EINWOHNERRATSWAHLEN

Auf ein Neues am 5. Juni Es ist ein Zeichen einer gut funktionierenden Demokratie, dass allfällige Ungerechtigkeiten und Verstösse gegen geltende Gesetze und Regeln untersucht werden. Und falls Sven Leisi (FDP) dann wirklich Ungereimtheiten zutage treten, hat dies Konsequenzen, wie beispielsweise die Wiederholung der Einwohnerratswahl. Man mag es gut oder schlecht finden, es spielt keine Rolle, wir sind als Bürgerinnen und Bürger ein weiteres Mal gefragt, unsere Meinung kundzutun. Bitte nutzen Sie auch dieses Mal Ihre Chance und gehen Sie noch einmal wählen! Das System der direkten Demokratie ermöglicht es uns im Einwohnerrat, tatkräftig mitzuhelfen, dass Reinach auch künftig eine prosperierende Stadt für alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen sein wird. So wird es auch in den kommenden Jahren Projekte und Vorhaben geben, auf die wir ganz direkt

positiven Einfluss nehmen können. Nämlich mit einem aktiven, beherzten und auch konsensbereiten Zusammenarbeiten über sämtliche Parteigrenzen hinaus! Dies sind meine in den letzten zwei Jahren gesammelten sehr positiven Erfahrungen im Einwohnerrat und in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Behörden von Reinach. Verehrte Damen und Herren, nutzen Sie ihre Chance, mit Ihrer erneuten Teilnahme an der bevorstehenden Einwohnerratswahl Ihren persönlich gewählten Vertretern die Möglichkeit zu geben, weiterhin engagiert und lösungsorientiert für die Gemeinde Reinach und somit auch für Sie «in die Hosen zu steigen». Mit der Wahl der Liste 1 geben Sie uns von der FDP Reinach den offiziellen Auftrag, alles für das Wohl der Gemeinde Reinach und ihre Einwohnerinnen und Einwohner zu unternehmen. Mein ganz persönlicher Wunsch: auch zukünftig zum Team «Einwohnerrat Reinach» gehören zu dürfen. Sven Leisi, Einwohnerrat FDP www.fdp-reinach.ch

LESERBRIEF

Zeit für Kunststoffrecycling reif? Die Schweiz wird oft als «Weltmeisterin im Recycling» bezeichnet. In der Tat werden bei uns seit Jahrzehnten Glas, Papier, Karton, PET und andere Materialien separat geSilvio Tondi (SP) sammelt und gehen auf diese Weise dem Rohstoffkreislauf nicht verloren. Diesem Credo fühlt sich auch die Gemeinde Reinach verpflichtet. Deshalb hat der Gemeinderat das hiesige Recycling-Angebot in den vergangenen Jahren laufend optimiert. Jüngst zum Beispiel auch beim Grünabfall. Auf Anregungen aus der Bevölkerung sowie in Anlehnung an eine Interpellation aus dem Einwohnerrat hat der Gemeinderat nun auch das Rezyklieren von Kunststoffabfällen näher unter die Lupe genommen. Analog zu Bund, Kanton und diversen Gemeinden, die damit bereits Erfahrungen gesammelt haben, kommt er dabei zum Schluss, dass eine solche Massnahme derzeit mehr Nachteile als Vorteile aufweist. Das grösste Problem besteht darin, dass unterschiedlichste, teilweise verschmutzte Produkte in den Sammelbehältern landen, die mit viel energeti-

schem und finanziellem Aufwand wieder getrennt werden müssen, bevor sie – in der Regel höchstens zu 50% – einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden können. Damit erfährt die grundsätzlich positive Ökobilanz dieser Idee einen erheblichen Rückschlag. Bis hierfür sinnvolle Lösungen gefunden sind, empfiehlt der Gemeinderat der Bevölkerung, die Behälter von Reinigungs- und Duschmitteln, Shampoos, Öl und Essig aus Polyethylen (PE), die einen beträchtlichen Teil der wiederverwertbaren Kunststoffe ausmachen, bei den Gratis-Rücknahmestellen der Grossverteiler abzugeben. Dies ist auch deshalb eine sinnvolle Lösung, weil eine Abgabe von Abfallprodukten am Ort, wo man ohnehin einkaufen geht, keine unnötigen weiteren Fahrten nach sich Silvio Tondi zieht. Gemeinderat, SP

20160428 woz wobanz  
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