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P.P. 2540 Grenchen

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19. November 2015 | Nr. 47 | 76. Jahrgang

www.grenchnerstadtanzeiger.ch

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

> IN DIESEM STADT-ANZEIGER

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Wir gratulieren herzlich

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GRENCHEN Im Büro des Grenchner Stadt-Anzeigers sitzt die frisch gekürte Vize-Schweizermeisterin im Karate-Do – Irena Cekic. Herzliche Gratulation. SABINE BORN (TEXT)

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Stand im

Coop-Supermarkt Büren a. A. Samstag

21. November 2015 8.30–15.30 Uhr Info: A. Meister Tel. 079 852 88 70 Weitere Infos unter www.weihnachtspäckli.ch

m vergangenen Sonntag fanden in der Sporthalle Schachen in Aarau die SKISF-Schweizer-Meisterschaften statt. SKISF bedeutet «Shotokan Karate-Do International Swiss Federation» und ist der Verband, der seit 1977 traditionelles Shotokan-Karate nach der Lehre von Gichin Funakoshi und Kanazawa Soke betreibt. Eines der aktiven Verbandsmitglieder heisst Irena Cekic, Mitarbeiterin des Grenchner Stadt-Anzeigers und dort verantwortlich für den Verkaufsupport. Sie hat an den Meisterschaften teilgenommen, ist VizeSchweizermeisterin geworden und hat im Team sogar den Meistertitel geholt. Irena war bereits letztes Jahr sehr erfolgreich – damals ist sie Schweizermeisterin geworden. Karate-Do ist mehr als eine Kampfsportart, Karate-Do ist der Weg. Es geht um ein stetes «Ansich-Arbeiten», nicht nur körperlich, sondern auch im Geist. In dem Sinn ist es viel schwieriger, komplexer auch anspruchsvoller als der gewohnte Karate-Sport. Es ist gewis-

Irena Cekic, Mitarbeiterin des Grenchner Stadt-Anzeigers: Seit Sonntag ist sie Karate-Do Schweizer-Meisterin im Team und Vize-Schweizermeisterin im Einzel.

Gewerbe in Bettlach

(Bild: Lara Näf)

sermassen ein Kampf gegen sich selbst. «Irena ist sehr ehrgeizig und arbeitet gezielt auf ein Ziel hin», sagt ihr Trainer, Antonio Racca Kyoshi, Vertreter der Technischen Kommission. Er trainiert Irena seit sie sechs Jahre alt ist. «Sie ist als Athletin und als Mensch fleissig, hilfsbereit und vertrauenswürdig.» Sie trainiere drei Mal in der Woche. In Japan hat Irena Cecik auch bereits an Weltmeister-

schaften teilgenommen und gute Resultate erzielt. «Irena gehört zur Elite. Sie ist in der Nationalmannschaft und trainiert auch regelmässig mit dem Nationalcoach und SKISF-Chefinstruktor Rikuta Koga Shihan.» Liebe Irena, wir gratulieren dir herzlich zum grossartigen Erfolg und sind alle sehr stolz auf dich! Dein GSA-Team

Einwohner: 4860 Höhe über Meer: 489 m Fläche: 12,2 km2

B e t tl a c

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Diese Woche im


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Veranstaltungen

Donnerstag, 19. November 2015 | Nr. 47

Adventsausstellung Sonntag, 22. November 2015

Samstag 21. November 2015 von 8.00 bis 16.00 Uhr

Christkindlimäret 10 –17 Uhr Christkindlimäret 10 –13 Uhr Brunch-Buffet (Reservation erwünscht) Erwachsene Fr. 24.– Kinder ab 7 Jahren Fr. 13.– Verkauf von Backwaren, Bastelund Handarbeiten Geschenkartikel Kuchenbuffet Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Alterszentrum am Weinberg Däderizstrasse 106 2540 Grenchen und DIE AUSSTELLER Tel. 032 654 06 53

Blumenatelier Brigitte Allemann Bahnhofstrasse 41 2540 Grenchen Tel. 032 652 31 12


Amtliche / Kirche

Nr. 47 | Donnerstag, 19. November 2015

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KIRCHEN GOTTESDIENSTE

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 22. November 2015 10.00 Uhr Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag. Pfarrerin Kornelia Fritz, Pfarrer Donald Hasler und Marcel Horni. 10.00 – KIK – Kinder-Kirche. 11.00 Uhr

Amtliche Publikation Die Sprechstunde des Stadtpräsidenten findet statt am Dienstag, 24. November 2015, 17.00 –19.00 Uhr, im Hôtel-de-Ville, Bahnhofstrasse 23, Sitzungszimmer 1. Stock.

Dienstag, 24. November 2015 19.00 Uhr Ökumenisches Friedensgebet in der St.-Josephs-Kapelle, Tunnelstrasse. Pfarrer Mario Tosin.

Stadtkanzlei Grenchen

Markuskirche Bettlach Sonntag, 22. November 2015 10.00 Uhr Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag. Pfarrer Roland Stach. Mitwirkung des Jodlerclubs Bettlach. Anschliessend herzliche Einladung zum Apéro. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 21. November 9.00 Rosenkranz in der Kapelle. 17.30 Eucharistiefeier, mitgestaltet vom Kirchenchor. Sonntag, 22. November 10.00 Eucharistiefeier. 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache in der Kapelle. 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache entfällt. Dienstag, 24. November 9.00 Eucharistiefeier 19.00 Ökum. Friedensgebet in der Josefskapelle. 20.00 Kirchgemeindeversammlung Mittwoch, 25. November 18.30 Eucharistiefeier. Donnerstag, 26. November 9.00 Wortgottesdienst, gestaltet von der Frauenliturgiegruppe. 19.00 Kolping-Gedenkfeier mit Eucharistie. Freitag, 27. November 8.00 Eucharistiefeier entfällt.

AKTUELL

CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Sonntag, 22. November 2015 Kein christkatholischer Gottesdienst. EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen www.emk-grenchen.ch 032 351 35 92 Sonntag, 22. November 2015 19.00 Uhr Adventsgottesdienst. GEMEINDE FÜR CHRISTUS GfC Baumgartenstrasse 46a, Grenchen Sonntag, 22. November 2015 9.30 Gottesdienst mit Kinderprogramm.

VERANSTALTUNGEN

Sonntag, 22. November 2015 10.00 Uhr Gottesdienst an der Mühlestrasse 9. Mit spannendem Kinderprogramm. Weitere Infos: www.bewegungplus-grenchen.ch

Kerzenziehen 2015 der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach Samstag, Mittwoch, Samstag, Samstag, Mittwoch, Samstag,

21. Nov. 25. Nov. 28. Nov. 5. Dez. 9. Dez. 12. Dez.

14.00 bis 17.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr 14.00 bis 20.00 Uhr 14.00 bis 20.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr

Das Kerzenziehen findet im reformierten Kirchgemeindehaus Markus in Bettlach statt. Kerzenpreis nach Gewicht: Fr. 3.–/100 g (Bienenwachs Fr. 3.50/100 g) Gruppen ab 10 Personen können sich beim Jugendarbeiter der ref. Kirchgemeinde ihren eigenen Morgen, Nachmittag oder Abend reservieren! Tel. 032 654 10 27 / 079 152 74 47, martin.stettler@grenchenref.ch

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach

Auch am Weihnachtsmarkt

auf Montag, 23. November 2015, 19.30 Uhr im Zwinglihaus in Grenchen

in Grenchen

findet das Kerzenziehen statt. Freitag, 11. Dez. 16.00 bis 21.00 Uhr Samstag, 12. Dez. 11.00 bis 21.00 Uhr Sonntag, 13. Dez. 11.00 bis 17.00 Uhr

Einladung zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung Traktanden: 1. Begrüssung – Eröffnung 2. Wahl der Stimmenzähler/innen 3. Feststellung der Anzahl Stimmberechtigten 4. Bereinigen der Traktandenliste 5. Budget 2016 / Genehmigung 5.1 – Laufende Rechnung 5.2 – Investitionsrechnung 5.3 – Festlegung des Steuerfusses 6. Finanzplan 2016–2019 / Kenntnisnahme 7. Verschiedenes Die Unterlagen können während der Büroöffnungszeiten in der Verwaltung bestellt, eingesehen oder bezogen werden. Tel. 032 654 10 20. Der Kirchgemeinderat

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Grenchen

Nr. 47 | Donnerstag, 19. November 2015

Das Bachtelen feiert 2016 gleich zwei Geburtstage GRENCHEN Nächstes Jahr feiert das Sonderpädagogische Zentrum Bachtelen sein 125-jähriges Bestehen als Institution und das 100-jährige Jubiläum am Standort in Grenchen. Zwei runde Geburtstage, die von seiner bedeutenden Geschichte zeugen und von Menschen, die mit viel Herzblut und Engagement zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Frauen und Männern bis 20 zudem eine betreute Wohnform, damit der Einstieg in das Berufsleben besser gelingt. «Und das mit Erfolg wie eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz nachgewiesen hat», so Kummer.

Gut organisiert

SABINE BORN (TEXT, BILD)

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is heute haben sich die Mitarbeitenden im Bachtelen stets für das Wohl von Kindern und Jugendlichen eingesetzt, die eine besondere Betreuung benötigen, für jene also, die «z’mitzt am Rand» sitzen, wie der treffende Name des Festspiels lautet, das 2016 einen Höhepunkt in einer Reihe mehrerer Jubiläumsanlässe sein wird. «In Form von szenischen Wimmelbildern stellen wir bestimmte Ereignisse aus der Vergangenheit dar und versuchen damit, die facettenreiche Geschichte des Bachtelen einzufangen», erklärt Charly Diethelm, Gesamtleiter des Bachtelen. Dabei finden auch die negativen Aspekte durchaus Berücksichtigung. «Denn während einige im Bachtelen Schutz, Geborgenheit und Sicherheit gefunden haben, fühlten sich andere ihrem Umfeld entrissen, hatten mit Ängsten und Unsicherheit zu kämpfen», sagt Andreas Kummer, Präsident des Trägervereins.

Verantwortungsbewusste Leitung Charly Diethelm ist der fünfte Heimleiter des Bachtelen, Andreas Kummer, der siebte Präsident des Trägervereins – und das in 125 Jahren. Sie sind der personifizierte Ausdruck für die Nachhaltigkeit, Weitsicht und Flexibilität eines Heims, das sich bis heute stets weiterentwickelt hat.

Charly Diethelm, Leiter des Bachtelen, und Andreas Kummer, Präsident des Trägervereins: Zwei engagierte Männer, die die Weiterentwicklung des Bachtelen stets im Blick behalten.

Dabei ist das Bachtelen weit mehr als ein Kinderheim, das sich zu einem sonderpädagogischen Kompetenz●

Wochenthema

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zentrum für Verhalten und Sprache entwickelt hat. Mit 210 Arbeitsplätzen ist es auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Zudem bietet das Bachtelen Praktikums- und Lehrplätze und jungen Menschen in Ausbildung nach Bedarf eine betreute Wohnmöglichkeit. Im Bachtelen finden kulturelle Anlässe statt. Hier wird auch Wein angebaut und gekeltert. Mit Industrie und Politik pflegt man enge Kontakte. Kurz, das Bachtelen ist in Grenchen stark verankert – seit 100 Jahren, und auch kantonal von sehr grosser Bedeutung ...

Denn vor 125 Jahren hat der Bachtelen-Gründer Otto Widmer den Trägerverein «St. Josephs-Anstalt» gegründet, mit dem Ziel, «an der Lösung der sozialen Frage im Sinn und Geist der katholischen Kirche mitzuwirken». Ein Jahr später hat er in Rickenbach die erste Erziehungsanstalt eröffnet. Es folgten weitere in verschiedenen Solothurner-Gemeinden bis Otto Widmer 1916 das ehemalige Bachtelenbad gekauft und dort seine Kleinheime vereinigt hat.

Mit Weitblick unterwegs An der Bachtelenstrasse 24 zeugt das Haupthaus heute von der langen Geschichte des ehemaligen Kinderheims, angegliederte Neubauten von seiner steten Weiterentwicklung. Charly Diethelm leitet das Bachtelen seit nunmehr 20 Jahren. «Er ist der grosse Erneuerer und Modernisierer», lobt ihn

Andreas Kummer. «Ganz im Sinne des Gründers hat das Bachtelen seine Aktivitäten zunehmend wieder nach aussen verlegt, in die Nähe der Lebensmittelpunkte der Kinder.» Das Bachtelen führt Tagesschulen in Dornach und Solothurn, betreut Kinder auch in der Regelschule und bietet Eltern und Familien Beratungen an. «2006 haben wir uns entschlossen das Bachtelen als Kompetenzzentrum aufzustellen. Hier wird Wissen und Know-how aufgebaut und dann hinausgetragen», ergänzt Charly Diethelm. «Statt für 6-16-Jährige haben wir das Angebot ausserdem für 0- bis 20Jährige erweitert, damit Kinder mit besonderen Bedürfnissen bereits früh abgeholt und gefördert werden», sagt Andreas Kummer. Mit den betreuten Wohngruppen im Lehrlingsfoyer Ermitage und dem Foyer Jeunes Femmes, bietet das Bachtelen jungen

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JUBILÄUMSJAHR 2016

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Eröffnungskonzert Jubiläum, 31. Januar, 17 Uhr im Girardsaal mit dem fiacorda-Ensemble Ehemaligentag, 21. Mai Kinder- und Jugendfest, 18. Juni Tag der offenen Türen, 27. August, Grenchen, Solothurn, Dornach Festspiel 2016, Z’mitzt am Rand, 26. September bis 1. Oktober Festakt, 26. September, für geladene Gäste Ausstellung im Kultur-Historischen Museum, 18. August bis 21. Juni 2017, Sonderausstellung «Vom Heilbad über das Kinderheim zum Sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen» Kunstausstellung, 4. bis 6. November im Foyer Kunsthaus Grenchen, Workshop mit Roland Adatte, Lehrer und Schülern

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Advent, Advent... BETTLACH Am ersten Adventswochenende lädt der Konzertchor Leberberg in die St. Klemenzkirche ein, um die Besucherinnen und Besucher mit dem Weihnachtsoratorium von Heinrich von Herzogenberg auf die Adventszeit einzustimmen. Wir verlosen zwei Tickets für das Samstagskonzert.

SELZACH 1975 startete Karl Hugi in der «Krone» in Solothurn die ersten Weintage. Es sei als Versuch gedacht gewesen, sagt der heutige Inhaber Heinz Hugi. Aus dem Versuch wurde eine erfolgreiche Tradition.

SABINE BORN (TEXT)

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«Spätestens am zweiten Tag sind alle Gastproduzenten vor Ort», verspricht Heinz Hugi. Produzenten aus der Toscana, dem Piemont, aus dem Veneto sowie aus Spanien. Von Llopart gibt es zum Beispiel den hervorragenden Cava, einen spanischen Schaumwein, zu kosten. Speziell sei auch ein kleiner Betrieb aus dem Ribera del Duero «Eine Boutique Winery», so Hugi. «Er hat ein limitiertes aber hervorragendes Sortiment.»

Die exklusiven Weintage

Gastproduzenten aus Italien und Spanien...

FIRMEN IM BLICKPUNKT

015 sind es 40 Jahre her seit dem Start. Der Standort ist ein anderer. Die Weintage von Hugi Weine fanden in Altreu auf den Aare-Schiffen von 1977 bis 1990 statt. Im Anschluss während acht Jahren auf der Siesta am Anlegesteg in Büren an der Aare. 1995 wurde mit den Weintagen der neue Vinocave in Selzach eröffnet und in der Folge gab es noch Standorte im Schloss Waldegg, im Solothurner Landhaus und in der Rythalle. Seit 2007 finden sie wieder in Selzach statt. Das ist auch im Weintage-Jubiläumsjahr nicht anders. Über 160 Weine können vom 19. bis 22. November 2015 im neuen Weinparadies (barrica prima) degustiert werden.

«Ein Vorteil ist», führt Charly Diethelm weiter aus, «dass das Bachtelen ein privater Verein ist und sich damit beweglich den Bedürfnissen der Gesellschaft anpassen kann. Sehr wertvoll ist zudem das ehrenamtliche Engagement unseres Präsidenten und aller Vorstandsmitglieder, die mit ihrem Wissen und ihren Netzwerken das Bachtelen entscheidend unterstützen und unseren Auftrag nach Aussen vermitteln. Es sind aber natürlich vor allem unsere Kinder und Jugendlichen, die uns jeden Tag aufs Neue herausfordern. Sie bewegen uns am meisten zum steten Voranschreiten – und werden es auch in Zukunft tun.»

Beatrice und Heinz Hugi stehen bei der Weinkellerei am 25. März 2011 im «Amarone Rebberg» aus Corvina, Corvinone und Rondinella Stöcken. ... und noch vieles mehr In der traditionellen Selzacher Weinkellerei gibt es vom 19. bis 22. November 2015 aber nicht nur Weine zu kosten, sondern unter dem Motto «Wine & More» können Olivenöle, Salami- und Käsespezialiäten, pazifischer Wildlachs und viele weitere Leckereien degustiert werden. Für frische Pasta und diverse Antipasti sorgt der Selzacher Kochkünstler Urban Schiess. Das Weintage-Beizli ist an Wochentagen von 18 bis 23 Uhr, am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag bis 18 Uhr geöffnet. Heinz Hugi verrät noch eine Jubilläumsaktion: «Jedem Gast offerieren wir ein Willkommens-Cüpli mit Cava von Llopart, einem der ältesten Ca-

va-Produzenten. Und jeder 40. Besucher erhält einen Einkaufsgutschein im Wert von 40 Franken.» Joseph Weibel

An der diesjährigen Generalversammlung hat der Singkreis Leberberg beschlossen, sein Orchester - die Leberberger Instrumentalisten - aufzulösen und sich gleichzeitig einen neuen Namen zu geben. Als Konzertchor Leberberg werden die Sängerinnen und Sänger von nun an durch professionelle Orchester begleitet. In diesem Jahr ist es die Kammerphilharmonie Europa aus Köln. Der Chor freut sich, am ersten Adventswochenende in der Bettlacher St. Klemenzkirche in Bettlach die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher

mit dem romantischen Weihnachtsoratorium «Die Geburt Christi» von Heinrich von Herzogenberg auf die kommende Advents- und Weihnachtszeit einzustimmen. Speziell ist, dass in diesen Konzerten auch ein Kinderchor der Rudolf Steiner Schule Solothurn mitwirkt und die Grenchner Solistin Amelia Scicolone (Sopran) zu hören sein wird, begleitet von Barbara Erni (Alt), Simon Witzig (Tenor), Emanuel Heitz (Tenor), Tobias Wicky (Bass), Christian Dillig (Bass). ●

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KURZ UND BÜNDIG

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Weintage «Wine & More» vom 19. bis 22. November 2015 Ort: Weinparadies Selzach ob der Kirche, Kirchgasse 5 (barrica prima) Geöffnet: Do und Fr 18 bis 22 Uhr, Sa und So 14 bis 18 Uhr Weintage-Beizli: Do und Fr 18 bis 23 Uhr, Sa 14 bis 20 Uhr, So 14 bis 18 Uhr. Infos: www.hugiweine.ch

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Der Konzertchor Leberberg lädt zum romantischen Weihnachtsoratorium ein.

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Samstag, 28. November, 19.30 Uhr, und Sonntag, 29. November, 17.00 Uhr, St. Klemenzkirche Bettlach • Konzertchor Leberberg, Markus Oberholzer, Dirigent • Amelia Scicolone (Sopran), Barbara Erni (Alt), Simon Witzig (Tenor), Emanuel Heitz (Tenor), Tobias Wicky (Bass), Christian Dillig (Bass) • Kinderchor Rudolf-Steiner-Schule Solothurn • Kammerphilharmonie Europa Vorverkauf: www.leberberger.ch oder Telefon 075 424 86 22 (Mo bis Fr 10.30 bis 11.30 Uhr) Abendkasse eine Stunde vor Konzertbeginn. Preise: 45 bzw. 35 Franken, 15 Franken Rabatt für Studenten nur an der Abendkasse und mit Ausweis. Tickets zu gewinnen Der Grenchner Stadt-Anzeiger verlost 1 mal 2 Tickets im Wert von je 45 Franken für das Konzert am 28. November. Rufen Sie uns morgen Freitag von 11.50 bis 12 Uhr an. Telefon 032 654 10 60. Tickets werden an der Abendkasse hinterlegt.

WEIHNACHTSORATORIUM

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Büren / Seeland

Nr. 47 | Donnerstag, 19. November 2015

Exklusiv im Grenchner Stadt-Anzeiger! Firmen im Blickpunkt

«Wir werden oft als Erste gerufen, wenn jemand stirbt» al verteilt, auf Wunsch auch Särge gezeigt.» Während einige den Anlass pietätlos fanden, ist er bei den meisten sehr gut angekommen. Sich mit dem Tod auseinandersetzen, ist nicht immer einfach, kann die Angehörigen aber entlasten. Therese und Silvio Fux tun es täglich. Sie haben auch einen guten Weg gefunden, sich mit dem Erlebten auseinander zu setzen. «Wir reden viel darüber.» Das vage Gefühl bleibe aber, wenn sie zu einem Todesfall gerufen werden. «Was wird uns erwarten? Diese Frage stellen wir uns immer.» Ihre vier Kinder hätten schon gelegentlich gesagt: Können wir mal von etwas anderem reden. Das tun sie natürlich auch. Am Tisch der Familie Fux-Zuber fliessen also nicht nur viele Tränen, da wird auch oft und gerne gelacht – alles zu seiner Zeit.

PIETERLEN Der Ewigkeitssonntag ist den evangelischen Kirchen was den Katholiken Allerheiligen. Es ist ein Gedenktag an die Verstorbenen und fällt auf den letzten Sonntag vor dem ersten Advent. Nicht nur im Totenmonat November, sondern immer allgegenwärtig ist der Tod für das BestatterEhepaar Therese und Silvio Fux. SABINE BORN (TEXT, BILD)

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n nebliger Morgen im November. Etwas ausserhalb von Pieterlen liegt das Haus von Therese und Silvio Fux. Sie führen das gleichnamige Bestattungsunternehmen in Pieterlen und empfangen in ihrem Zuhause Angehörige, wenn diese einen geliebten Menschen verloren haben. Kerzen und ein weisses Tischtuch verleihen dem Wohnraum ein feierliches Ambiente. Therese und Silvio Fux füllen den Raum mit ihrer herzlichen, anteilsamen Art. An ihrem Esstisch sind bereits viele Tränen geflossen. «Wir werden mitunter als erste gerufen, wenn jemand stirbt», sagt Therese Fux. «Abholen der verstorbenen Person dürfen wir erst, nachdem ein Arzt vor Ort war und den Totenschein ausgestellt hat.» Dann bereiten Therese und Silvio Fux den Verstorbenen für den Transport vor und bringen ihn in eine nahe gelegene Aufbahrungshalle. «Wir vereinbaren auch möglichst rasch einen Termin mit den Angehörigen», erklärt Therese Fux. «Meistens kommt die Trauerfamilie zu uns, manchmal besuchen wir sie.»

Therese und Silvio Fux-Zuber stehen Trauernden mit ihrer herzlichen Art zur Seite und begleiten sie durch den administrativen Dschungel, der sich nach dem Tod eines Angehörigen auftut.

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KONTAKT

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Sarg für Kremierung «Wir begleiten die Angehörigen, die nach dem Tod einer geliebten Person nicht nur mit ihrem Schmerz umgehen, sondern auch vieles entscheiden müssen.» Eine erste und wichtige Frage ist: Kremierung oder Erdbestattung. «Einen Sarg braucht es so oder so.» Die Angehörigen müssen also den Sarg auswählen, die Innenausstattung bestimmen. Welche Kleider soll der Verstorbene tragen? «Während früher meistens das sogenannte Totenhemd zum Zug kam, werden die Leute heute öfters im Anzug oder einem geliebten Kleid bestattet», sagt Silvio Fux.

Die eigenen Emotionen Für die Kremierung kommt die Wahl der Urne hinzu. «In Lengnau beispielsweise kommen nur Ton-Urnen in Frage, in Pieterlen solche aus vergänglichem Material, das kann Erde oder Sand sein, Keramik oder eine Biourne.» Dann müssen Trauerfeier und Urnenbeisetzung organisiert, der Pfarrer kontaktiert werden. «Gemeinsam entwerfen wir Leidzirkulare und Todesanzeigen für eine Publikation in der Zeitung, besprechen Blumendekoration, Leichenmahl, auch bereits Trinkgelder.» Im Umgang mit trauernden Menschen müssen Therese und Silvio Fux

Fux Bestattungen GmbH, Therese und Silvio Fux-Zuber, Bifangmattenweg 2, Pieterlen Telefon 032 377 39 55, Mobil 079 631 57 55, www.fux-bestattungen.ch, kontakt@fux-bestattungen.ch

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die eigenen Emotionen im Griff behalten. Das sei nicht immer einfach, gelinge ihrem Mann besser als ihr, sagt Therese Fux. «Viele Verstorbene kennen wir persönlich.» Auch wenn das Einzugsgebiet von Therese und Silvio Fux bereits weite Kreise zieht und nebst Lengnau, Meinisberg, Pieterlen bis nach Solothurn und Grenchen reicht. «Das Bestattungsunternehmen kann man frei wählen.» Ein guter Ruf spricht sich herum – und den geniessen Therese und Silvio Fux zweifelsohne. Sie erinnern sich an eine Ausstellung. «Wir haben Informationsmateri-

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EXKLUSIV IM GSA

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Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Inserenten für die langjährige Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg.

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Die Energieversorgung Büren AG ist verantwortlich für die Versorgung der Gemeinde Büren a. A. mit Wasser und Strom. Sie betreut gleichzeitig einige umliegende Gemeinden im Bereich Wasser und Strom. Im Hinblick auf eine Nachfolgeregelung des Leiters Elektrizität suchen wir auf den 1. Juni 2016 oder nach Vereinbarung einen

Fachmann Netze (100%) Stellvertreter Leiter Elektrizität Was sind Ihre Aufgaben • Projektierung, Bau und Instandhaltung von Mittel- und Niederspannungsnetzen • Projektierung, Bau und Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung • Montage, Instandhaltung Zähler und Rundsteuerempfänger • Hoheitliche Kontrolle der Netze • Bearbeitung Meldewesen und Installationsgesuche • Pikettdienst • Technische Betreuung der Stromnetze von Gemeinden • Stellvertretung Leiter Elektrizitätsversorgung Sie erfüllen folgende Anforderungen • Abgeschlossene Ausbildung als Netzelektriker mit Weiterbildung zum Netzfachmann, Projektleiter Elektrizitätsnetze oder Elektro-Sicherheitsberater • Mehrjährige Praxiserfahrung im Energieversorgungsbereich • Gute EDV-Kenntnisse (MS Office) • Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein • Belastbar und flexibel • Sprachen: Deutsch, Französisch von Vorteil • Alter ab 30 Jahren Wir bieten • Interessante und abwechslungsreiche Aufgaben in einem sich wandelnden Umfeld • Fortschrittliche Arbeitsbedingungen, leistungsbezogenes Salär in einem modernen Betrieb Jetzt freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Armin Zingg, Geschäftsführer (Telefon 032 352 03 02). Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 17. Dezember 2015 an armin.zingg@ev-bueren.ch oder Energieversorgung Büren AG, Geschäftsleitung, Kreuzgasse 32a, 3294 Büren a. A.

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Serie Männerküchen in Grenchen: Chaotenküche (Teil 2)

Diese Hobbyköche – ganz lieb chaotisch Fünf bestandene Männer kochen fünf Mal im Jahr in ebenso vielen Küchen. Einmal laden sie ihre Frauen zu Tisch und halten überdies im Dezember einen TerminBrunch ab. Joseph Weibel war bei der Chaoten-Küche.

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unkt 19 Uhr stehe ich vor dem Wohnhaus von Willy und Elisabeth Scheidegger. Willy ist Gastgeber der heutigen Kochrunde. Etwas verwirrt bin ich schon. Die Küche ist leer. Es riecht nicht mal nach Käseküchlein oder Schinkengipfel, die ja schon im Ofen schmoren und zum «Weissen» serviert werden könnten. Er müsse sie noch rasch abholen, die vier anderen Männer, sagt Willy Scheidegger und fragt nach, ob ich allenfalls das Tatar vorbereiten könnte – zum Beispiel die Zwiebeln und Salzgurken fein hacken. Und was sonst noch dazugehört. Er zeigt auf die offene Fleischpackung. Da liegt gehacktes Rindfilet. Meiner Schätzung zufolge würde dies gerade mal für eine halbe Portion reichen – für einen normalen Esser, meine ich. Und wir sind, mich eingerechnet, sechs Personen. Ich lasse mir nichts anmerken und von Elisabeth Scheidegger ein Glas Wein einschenken. Es vergehen endlos lange fünfzehn Minuten, bis es an der Türe klingelt. «Wer ist denn das?», fragt die Hausherrin. Die vier Köche sind es. Und wo ist Willy? Jetzt fehlt der Gastge-

Liebe Chaoten, aber gute Köche (llinks): Heinz Westreicher, Willy Scheidegger, Philipp Glocker, Renato Delfini und Claude Desgrandchamps. ber. Der suche sie wohl am falschen Ort. Ein kurzes Telefongespräch löst den Knopf. Ah, es scheint, dass in die Küche Bewegung kommt. Die soeben erschienenen Herren stellen sechs Pizzaschachteln auf die Ablage. Das sei ein Backup, falls beim Kochen etwas schief gehe. Ich höre immer Kochen. Ja um Gottes Willen, was wird denn hier gekocht? Zum Beweis lupft der eine den obersten Deckel und zeigt auf eine Pizza salame. Jetzt taucht auch Willy wieder auf. Sechs Holz-

schachteln in der Hand, die er auf dem Tisch verteilt. Er schaut zu mir und sagt: «Wir genehmigen uns immer einen Apéro und etwas dazu». Anschliessend könne man dann immer noch Pizza essen. Schöne Aussichten! Ich bin doch zum Kochen hier und nicht zum 100 Gramm gehacktes Rindsfilet zu einem Mini-Tatar zu verarbeiten und später eine Pizza mampfen. Apropos. Zwei Herren geben dem Tartar den letzten Schliff und servieren Häppchen für Häppchen auf sechs Teller. In der Schachtel verbergen sich neun Gläser, etwa mit «Roastet cashew nut salted», «Black tomato» oder «Black Greek olive hand picked». Sieht richtig niedlich aus. Auch die Portionen... Omen est nomen. Der Name dieser Hobbyküche bedarf keiner weiteren Erklärung. So ein Chaos. Was wird das nur für ein Abend?

So, fertig lustig!, würde ich am liebsten sagen. Willy Scheidegger kommt mir zuvor. Die vier anderen Herren schmunzeln mit: Heinz Westreicher, Claude Desgrandchamps, Philipp Glocker und Renato Delfini. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. In den Chaoten-Kochhabitus sind sie bereits eingekleidet. Willy holt eine Kiste mit Zutaten. Dazu gibt es die Rezepturen. Zur Vorspeise ist eine Kürbissuppe vorgesehen. Die Hauptspeise – bestehend aus drei verschiedenen Wildragout (Hirsch, Reh, Wildschwein) und Gemüse – wird in einem ausgehöhlten Kürbis serviert. Zur Nachspeise gibt es Vermicelles aus frischen Marronis. Gastgeber Willy Scheidegger hat sich das ausgedacht. Er ist «am Kochlöffel», heisst bei den Chaoten die Losung für den jeweiligen Hausherr. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hobbyküchen ziehen die fünf Männer die eigene Küche vor. Der Gastgeber kauft ein und sorgt auch für die Tranksame. Die Weine seien seither immer von bester Qualität. Abgerechnet wird nicht. Schliesslich kommt jeder einmal zum Zug. Heinz und Willy rüsten das Gemüse, Renato Delfini schneidet die Wildstücke und Philipp bringt das Gemüse in die Pfanne und sautiert das Fleisch. Fertig chaotisch. Jeder weiss, was er zu tun hat. Auch Claude und ich. Wir bereiten das Vermicelles vor. Dafür werden die frischen Marroni in der heissen Milch weichgekocht, später püriert und in die Vermicelles-Presse gebracht. Un-

bedingt zur Nachahmung empfohlen: Vermicelles auf diese Art ist unverfälscht und einzigartig. Zuerst wird aber die von Philipp pikant gekochte Kürbissuppe gelöffelt. Sie mundet ebenso gut wie später der Hauptgang. Die können ja richtig gut kochen! Genau genommen 31 Jahre. So alt ist diese Hobbyküche bereits. Zu den Gründern gehörten unter anderem Willy, Heinz und Renato. Die Küche zählt nie mehr als sechs Mitglieder. Auch Kurt Spichiger gehörte lange zur Truppe. Der verstorbene Künstler hat mit zahlreichen Handskizzen die ChaotenChronik auch zu seinem Vermächtnis gemacht. Übrigens ist es die Kunst, die das eine oder andere Mitglied in die Hobbyküche gebracht hat. Sei es als Mitglied des Triennale-OK oder der Kunstgesellschaft. 1991 war es, als Renato Delfini die Triennale präsidierte und einen Event mit elf Grenchner Männerkochklubs veranstaltete. Man sieht sie auch mal an einem öffentlichen Anlass, die Chaotenküche. Zum Beispiel am Flohmarkt der Stiftung Schmelzi. Im September kochten sie 500 Portionen Risotto ai funghi. An der ersten Triennale 1994 hatten die Chaotenköche Premiere als Störköche. Sie servierten «Kartoffelstock mit Seeli und Drumherum». Und sie sind des Kochens noch lange nicht müde. Hauptsache es sei immer lustig, gewürzt mit einem tollen Menu und abgerundet mit mindestens einem Chaos. Auch wenn es nur das in der Küche ist...

Im Streiflicht: Weihnachtspäckli-Aktion der EMK

Glückspakete für bedürftige Familien

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n diesen Tagen stehen wieder Dutzende Helfer der Freikirchen im ganzen Land im Einsatz und stellen Weihnachtspäckli mit Lebensmitteln, Strickwaren und Spielzeug für bedürftige Familien in Osteuropa zusammen. Die Evangelischmethodistische Kirche Büren-Grenchen hatte im Coop Grenchen (am 21. November in Büren) eine Packstrasse eingerichtet und nahm von der Laufkundschaft Waren für am Ende rund 300 Pakete entgegen.

Für Sie unterwegs Stefan Kaiser

Tobia Rhiner, Heidi Mühlheim und Dora Meister aus Safnern mit Marin Bitter und Lourdes Malone aus Grenchen stellen Weihnachtspakete zusammen.

Ueli Roth aus Grenchen und Fiona Schaller aus Pieterlen.

Wollen Familien helfen: Gabriela Bardet mit Alysha und Nevio.

Helfende Hände für die EMK: Ursi Zumstein und Daniel Schleinzer.

EMK-Pfarrer Hans Eschler aus Büren mit Michael und Tanja Stotzer aus Grenchen.

Spenden bedürftigen Familien Glück: Daniela und Lucy Kummer aus Lengnau.

Projektleiter Armin Meister aus Safnern mit Alberta Depaiva und Stefanie und Rosita Bigger aus Grenchen.


Immobilien

Donnerstag, 19. November 2015 | Nr. 47

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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 19. November 2015 | Nr. 47

Foto: Andreas Toggweiler

Fokus Stadtbau

Melden Sie Ihren Anlass!

Die rege Bautätigkeit in Grenchen ist im Stadtbild klar ersichtlich und wurde bereits mehrmals in den Medien thematisiert. Das Wachstum der Stadt wird aufgrund der aktuellen raumplanerischen Bestimmungen grundsätzlich im bestehenden Stadtraum forciert. Die Baudirektion will nun allen interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern am Themenabend «Fokus Stadtbau» die aktuellen Aufgaben der Baudirektion der Stadt Grenchen detaillierter erläutern, zukünftige Projekte vorstellen und die städtebauliche Entwicklung aufzeigen. Die Orientierung

«Fokus Stadtbau» findet am MITTWOCH, 25. NOVEMBER 2015, 17.00 – 19.00 IM GEMEINDERATSSAAL PARKTHEATER GRENCHEN statt. Die Dienststellen Planung, Hochbau und Tiefbau werden ihre Aspekte präsentieren und gerne individuelle Fragen beantworten. Erstmals wird auch der «Innovationspreis Stadtbau» verliehen, mit dem die Stadt Grenchen qualitätsvolle Sanierungen, innovative Projekte, zukunftsorientierte Planungen und engagierte Aktivitäten im Stadtraum belohnen will. Anschliessend sind alle zu einem Apéro eingeladen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Fotos oder umfangreicheres Zusatzmaterial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

DONNERSTAG, 19. NOVEMBER

SAMSTAG, 21. NOVEMBER

10.00–18.30 Uhr: Neu: «Wintermärit im Parktheater». Org.: Christine von Allmen/ Gaby Hunziker. Kunsthandwerk in seiner ganzen Vielfalt. Viel Bekanntes und Neues liebevoll gestaltet. Kinder können am Kreativ-Tisch «Glasfusing» machen. Verpflegungsmöglichkeiten im Rest. Parktheater, Lindenstrasse 41.

15.00–16.30 Uhr: Stadtführung 100 Jahre Grenchenbergtunnel. Stadtführung vom Bahnhof Nord zur Alpenstrasse. Deutsch/ Französisch. Centenaire du tunnel Moutier – Granges Visite guidée Gare Granges Nord – Alpenstrasse Allemand/ Français. www.museumgrenchen.ch Besammlung Bahnhof Nord.

19.30–21.00 Uhr: Energiewende in der Schweiz und in der Region. Infoabend mit den Referenten Prof. Dr. Anton Gunzinger, super computing systems Patrick Bussmann, Lokale Agenda 21, Solothurn. Eintritt frei. Anmeldung telefonisch 032 653 04 24 / info@vhs-grenchen.ch. Restaurant Parktheater.

20.15 Uhr: Fabian Schläper: «Nie! Ausser manchmal.». Der «homme fatal» des musikalischen Kabaretts präsentiert sein Programm. «Wer hat gesagt: weniger ist mehr? Mehr ist mehr. www.kleintheatergrenchen.ch Kleintheater Grenchen (Aula Schulhaus IV), Schulstrasse 35.; Busbetriebe BGU 032-644 32 11 oder Onlineresrvation www.kleintheatergrenchen.ch

20.15–22.00 Uhr: «Unterwasserwelt aus der Sicht des Tauchers». Von Hansruedi Ritter, Grenchen, über seine Erlebnisse in der Unterwasserwelt der Ozeane. Best Western Airporthotel (Restaurant), Flughafenstrasse 123.

20.30–23.30 Uhr: «Midnight Sports & Music». Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. Angeboten werden Basketball, Fussball, Unihockey, Badminton und Volleyball. Auch Tanz, Hip-Hop, Breakdance werden geübt. Nebst dem Sport gibt es auch

DEMNÄCHST

FURBAZ 28. November, 20.00 Uhr: Marie Louise Werth, Giuseppe Quinter, Gion Andrea Casanova und Ursin Defuns sind mit ihren Auftritten zur Legende geworden: Vier unverkennbare Stimmen mit Lady am Klavier. Ein Musikereignis, das man sich nicht entgehen lassen darf: Echte Weihnachten! Parktheater.

IRISH CHRISTMAS 8. Dezember, 20.00 Uhr: Stimmungsvolle irische Weihnacht mit Musik,

Gesang und Tanz. www.parktheater-grenchen.ch. Parktheater.

19. GRENCHNER WEIHNACHTSMARKT 11.-13. Dezember: Geniessen Sie am 19. Grenchner Weihnachtsmarkt die gemütliche, weihnächtliche Marktstimmung mit vielen Lichtern, kulturellen und besinnlichen Höhepunkten. Ein Anlass für die ganze Familie. Marktplatz.

Musik, einen Töggelikasten und einen Kiosk. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstrasse 11.

SONNTAG, 22. NOVEMBER 15.00–16.00 Uhr: Führung zur Sonderausstellung «Grenchen-Moutier retour. 100 Jahre Grenchenbergtunnel». www.museumgrenchen.ch Kultur-Historisches Museum, Absyte 3.

MONTAG, 23. NOVEMBER 19.15–21.15 Uhr: «Mut tut gut!». Vortrag/Workshop für Eltern von 0-6 jährigen Kindern. Ermutigte Kinder fühlen sich stark. Der Abend gibt Eltern Anregungen, wie sie das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl von kleinen Kindern stärken und sie dabei in ihrer Entwicklung unterstützen können. Schulhaus Zentrum, Schulstrasse 35.

MITTWOCH, 25. NOVEMBER 14.00–15.30 Uhr: Offenes Druckatelier für Erwachsene und Kinder. Mit der Kunstvermittlerin Annatina Graf. Bis 31. Januar. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Grenchen – Moutier retour. 100 Jahre Grenchenbergtunnel». Bis 22. Juni. «Der Aufenthalt sollte nur von kurzer Dauer sein – Fotoausstellung über italienische Migration». Beide Ausstellungen Mi/Fr–So 14–17 Uhr Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse: «Impression 2015». Bis 31. Januar. Mi–Sa 14–17 Uhr/So 11–17 Uhr Vom Bahnhof Nord zur Alpenstrasse: Jubiläumsweg. Ein Flyer im Migrolino erklärt den Weg.

Foto: zvg

Der «Homme fatal» des Kabaretts in Grenchen Wer hat gesagt: weniger ist mehr? Mehr ist mehr! Achtung, fertig, masslos – Fabian Schläper, der «homme fatal» des musikalischen Kabaretts, präsentiert sein Programm «Nie! Ausser manchmal». Der schlagfertige Charmeur bricht eine Lanze für alles, was das Herz begehrt, denn das Leben ist zu kurz für gute Vorsätze. Fabian Schläper serviert bissige Raffinessen vom Wahnsinn des

Alltags, mit herausragend brillanter Stimme und einer atemberaubenden Sprachakrobatik. Iris Kuhn, die Tastenmieze mit den Samtpfötchen, beflügelt ihn am Piano auf höchstem musikalischem Niveau. SAMSTAG, 21. NOVEMBER 2015, 20.15 UHR, KLEINTHEATERBÜHNE GRENCHEN IN DER AULA DES SCHULHAUSES IV, SCHULSTRASSE 35.

20151119 woz gsaanz  

Grenchner Stadt-Anzeiger 47/2015

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