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P.P. 2540 Grenchen

Stützmauer

17. September 2015 | Nr. 38 | 76. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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100 Jahre Grenchenbergtunnel GRENCHEN 100 jährig ist er und in bester Verfassung. Am 1. Oktober 1915 wurde der Grenchenbergtunnel eröffnet. Bereits heute lädt das Kunstmuseum Grenchen zur Vernissage der Sonderausstellung 100 Jahre Grenchenbergtunnel ein. SABINE SCHMID (TEXT)

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er Bau des Grenchenbergtunnels dauerte vier Jahre, am 6. November begannen die Bauarbeiten in Moutier, einen Tag später in Grenchen. Der Durchstich erfolgte am 24. Oktober 1914 um 16.30 Uhr. Anschliessend ging es noch fast ein Jahr, bis am 24. Juli des kommenden Jahres die Schlusssteinlegung erfolgte und die Strecke am 1. Oktober dem Bahnbetrieb übergeben werden konnte. Insgesamt waren durchschnittlich 1057 Arbeiter im Einsatz. Sie leisteten 531 671 Arbeitertagschichten, brachen rund 350 000 Kubikmeter Gestein zu Tage und verbrauchten dazu rund 359 000 Kilo Sprengstoff.

Italienische Siedlung Tripolis Der Bau des Grenchenbergtunnels war für Grenchen sehr wichtig. Er hat nicht nur das Erscheinungsbild der

Für Hilfsarbeiter ausserhalb des Tunnels zahlten die Unternehmen rund 45 Rappen in der Stunde, im Tunnel waren es etwa 55 Rappen. Mineure verdienten 75 bis 80 Rappen die Stunde. (Bild: Stadtarchiv Grenchen) aufstrebenden Industriestadt verändert, sondern auch zu einem Zuzug vieler italienischer Tunnelbauer geführt. «Nach Fertigstellung des Lötschbergtunnels reisten viele mit ihren Familien nach Grenchen», erklärt Daniel Wingeier von der BLS. Er ist stellvertretender Gruppenleiter und mit seinem Team zuständig für den Gleisunterhalt, die Erneuerung der Gleise und die Böschungspfle-

ge. «Hier hat sich mit dem Stadtteil Tripolis (heutige Alpenstrasse) eine wahre Arbeitersiedlung entwickelt.» Das Kultur-Historische Museum Grenchen und das Musée du Tour in Moutier haben zum 100. Jahrestag der Tunneleröffnung zusammen eine Ausstellung realisiert. In Grenchen findet die Vernissage heute Abend von 19 bis 20 Uhr statt. SEITE 5

Goldschmied Oliver Leuenberger Bettlachstrasse 3 2540 Grenchen • Tel. 032 652 45 44


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Veranstaltungen

Donnerstag, 17. September 2015 | Nr. 38

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touring club Sektion Solothurn

Grenchner Fahrzeugtest 2015 Datum

Donnerstag, 24. September 2015 18.00–21.00 Uhr

Ort Kosten Anmeldung

Garage Vogelsang, Grenchen Für Mitglieder RG Grenchen gratis Bei unserem Mitgliederdienst, Kirchstrasse 10 (BGU-Büro), Telefon 032 644 32 11 Die Kontrollarbeiten dauern ca. 20 Minuten. Der Test ist unverbindlich und vertraulich. Dienstag, 22. September 2015

Bemerkungen Anmeldeschluss

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AKTUELL

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

Stadt Grenchen Baupublikationen Gesuchsteller

Gilomen Jürg + Monika Bettlachstrasse 170, 2540 Grenchen Bauvorhaben Sitzplatzerhöhung Bauplatz Weinbergstrasse 40 / GB-Nr. 3464 Planverfasser Gesuchsteller Einsprachefrist 1. 10. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Gesuchsteller

Hugi Bruno + Hugi Hans Jörg Obere Flurstrasse 8, 2540 Grenchen Bauvorhaben Abbruch Garagen Bauplatz Bettlachstrasse 265 + 267 / GB-Nr. 5993 Planverfasser Swissimmoplan GmbH Aarbergstrasse 92, 2502 Biel Einsprachefrist 1. 10. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Gesuchsteller

Glamec AG, Niklaus-Wengi-Strasse 88 2540 Grenchen Bauvorhaben Neubau Lagerhalle AusnahmeUnterschreitung des gesetzlichen gesuch Gebäudeabstandes zu Niklaus-Wengi-Strasse 86 Bauplatz Niklaus-Wengi-Strasse 90 / GB-Nr. 1548 Planverfasser Michael Marti, Architektur + Bauleitung Aetigkofenstrasse 8, 4584 LüterswilGächliwil Einsprachefrist 1. 10. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen.

2. Baupublikation (Projektänderung) Gesuchsteller Milivoje + Sladjana Mrmosanin Däderizstrasse 104, 2540 Grenchen Bauvorhaben Fenstereinbau Bauplatz Däderizstrasse 104 / GB-Nr. 3335 Planverfasser Gesuchsteller Einsprachefrist 1. 10. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Grenchen, 17. 9. 2015

BAUDIREKTION GRENCHEN

KIRCHEN GOTTESDIENSTE REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 20. September 2015 10.00 Uhr Bettagsgottesdienst mit Abendmahl. Pfarrer Marcel Horni. 10.00 bis KIK – Kinder-Kirche. 11.00 Uhr Markuskirche Bettlach Sonntag, 20. September 2015 10.00 Uhr Bettagsgottesdienst mit Abendmahl. Pfarrer Roland Stach. Musikalische Gestaltung durch Kathrin Nünlist, Orgel und des Bläserquartetts VOLPINO. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 19. September 9.00 Rosenkranz in der Kapelle. 17.30 Eucharistiefeier mit Kindergottesdienst (KiGo). Sonntag, 20. September Eidg. Dank-, Buss- und Bettag 9.45 Wortgottesdienst mit Kommunionfeier im Kinderheim Bachtelen. 10.00 Eucharistiefeier, mitgestaltet vom Kirchenchor. 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache in der Kapelle. 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache. Dienstag, 22. September 9.00 Eucharistiefeier. Mittwoch, 23. September 19.00 Eucharistiefeier. Donnerstag, 24. September 9.00 Eucharistiefeier, mitgestaltet von der Frauenliturgiegruppe. Anschliessend Kaffee im Eusebiushof. 19.00 Rosenkranz in der Kapelle. Freitag, 25. September Niklaus von Flüe 8.00 Eucharistiefeier. CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Sonntag, 20. September 2015 9.30 Eucharistiefeier zum eidg. Dank-, Buss- und Bettag, Prn. Sarah Böhm-Aebersold, anschliessend Kirchenkaffee. EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen www.emk-grenchen.ch 032 351 35 92 Sonntag, 20. September 2015 10.00 Uhr Gottesdienst mit Kinderprogramm.

VERANSTALTUNGEN

GEMEINDE FÜR CHRISTUS GfC Baumgartenstrasse 46a, Grenchen Sonntag, 20. September 2015 9.30 Uhr Gottesdienst

Spannende Informationen aus der Politik

Ofenfrisch aus Bundeshaus und Rathaus In dieser Herbstsession stehen im Bundesparlament Diskussionen und Grundsatzentscheide an, die unser Land für die nächsten Jahre prägen werden. Dazu gehören die künftige Energiestrategie Schweiz, die Sicherung der Altersvorsorge (Finanzierbarkeit AHV und 2. Säule) und die Unternehmenssteuerreform III. Unser Ständerat Pirmin Bischof wird uns unmittelbar nach der Session über den Stand der Geschäfte und die Diskussionen, Koalitionen und Hintergründe dazu informieren.

Sonntag, 20. September 2015 10.00 Uhr Jubiläumsgottesdienst im Parktheater Grenchen mit spannendem Kinderprogramm. Weitere Infos: www.bewegungplus-grenchen.ch

0800 11 8811

Bürgergemeinde Grenchen

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Wann: Samstag, 26. September 2015 Zeit: 10.00 bis 16.00 Uhr Wo: Rötistrasse 35 2540 Grenchen Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Bürgergemeinde Grenchen verpachtet gemäss ihren Richtlinien über die Verpachtung von Bürgerland per Frühjahrstermin 2016 (Bewirtschaftung ab Januar 2016 möglich) Witi/Stöckmatten 240 Aren Landwirtschaftsland (Tennisplatz Nord/West) Witi/Römerfeld 200 Aren Landwirtschaftsland (Flughafen Süd) Interessierte können bei der Verwaltung ein Bewerbungsformular beziehen. Eingabefrist Bewerbung: Montag, 5. Okt. 2015 Grenchen, 17. 9. 2015 Bürgergemeinde Grenchen Kirchstrasse 43, 2540 Grenchen

VERANSTALTUNGEN

Die Unternehmenssteuerreform III trifft finanziell auch den Kanton Solothurn. Ähnliches gilt für den neuen Finanzausgleich. Darüber wird unser Landammann und Finanzdirektor Roland Heim sprechen. Dieser Informationsanlass findet am Montag, dem 28. September, um 20 Uhr im Saal des Restaurant Wirthen in Solothurn statt. Anschliessend folgt eine Versammlung der CVP der Amtei Solothurn-Lebern. Dort werden sich die Kandidierenden der CVP für den Nationalrat in unserer Amtei kurz präsentieren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Für die CVP der Amtei Solothurn-Lebern: Paul J. Dietschy, Präsident

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Grenchen

Nr. 38 | Donnerstag, 17. September 2015

Nächster Halt: Moutier 2. Liga interregional – Gruppe 5 Kilchberg-Rüschlikon - Team Aargau U-21 SV Höngg - FC Rothrist 1 FC Red Star ZH - FC Wohlen 2 FC Grenchen - FC Dulliken SC Zofingen - SC YF Juventus 2 FC Lenzburg 1 - FC Subingen NK Pajde - FC Olten

5:0 1:3 2:0 0:4 4:0 1:2 4:0

Tabelle 2. Liga interregional – Gruppe 5 1. SC Zofingen 6 5 1 0 20:4 2. FC Subingen 6 4 2 0 13:4 3. NK Pajde 6 4 1 1 13:6 4. FC Red Star ZH 6 4 0 2 12:8 5. SV Höngg 6 3 2 1 13:8 6. FC Olten 6 2 2 2 8:9 7. SC YF Juventus 2 6 2 2 2 6:10 8. FC Rothrist 1 5 2 1 2 12:12 9. FC Dulliken 6 2 1 3 15:13 10. FC Lenzburg 1 6 2 0 4 11:9 11. Team Aargau U-21 6 2 0 4 7:15 12. Kilchberg-Rüschlikon 5 1 1 3 7:12 13. FC Wohlen 2 6 1 1 4 5:18 14. FC Grenchen 15 6 0 0 6 4:18

2. Liga interregional Sa., 19.9.2015 FC Rothrist 1 - FC Grenchen 15

SABINE SCHMID (TEXT, BILD)

16 14 13 12 11 8 8 7 7 6 6 4 4 0

18.00

3. Liga Do., 17.9.2015 FC Grenchen II - FC Pieterlen (Testspiel) 20.00 So., 20.9.2015 FC Grenchen II - FC Biel (Testspiel) 16.00 Coca-Cola Junior League A Sa., 19.9.2015 FC Baden - FC Grenchen

19.00

Junioren B Promotion So., 20.9.2015 FC Grenchen - Gäu Selection 14.00 Mi., 23.9.2015 Thal United - FC Grenchen (Cupspiel) 20.00 Coca-Cola Junior League C Sa., 19.9.2015 SV Muttenz a - FC Grenchen a 14.30 Mo., 21.9.2015 FC Grenchen a - FC Grenchen b (Cupspiel) 19.00 Junioren C (Stärkeklasse 2) Sa., 19.9.2015 FC Klus-Balsthal - FC Grenchen

13.00

Junioren D (Stärkeklasse 1) Sa., 19.9.2015 FC Härkingen a - FC Grenchen a

10.30

18.30

Junioren E (Stärkeklasse 1) Sa., 19.9.2015 Team Jurasüdfuss - FC Grenchen a

12.00

13.00

Junioren G (Jahrgang 2009/2010) Sa., 19.9.2015 FC Grenchen am Spielfest in Derendingen 14.00 – 17.00 Senioren 40+ Di., 22.9.2015 FC Grenchen - FC Biberist (Cupspiel) U81 FCG Mo., 21.9.2015 Aurore Biel - Grenchen U81 FCG

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aniel Wingeier ist stellvertretender Gruppenleiter und mit seinem Team zuständig für den Gleisunterhalt, für die Erneuerung der Gleise und die Böschungspflege. «Jede zweite Woche läuft ein Mitarbeiter von uns durch den Tunnel», erklärt Daniel Wingeier. «Er achtet auf die Schwellen, auf Befestigungen, auf Steinfall oder Abfall, der eventuell herumliegt.» Letzteres habe dank geschlossener Zugfenster zum Glück massiv abgenommen. «Ich habe es noch anders erlebt.» Auch jene Zeiten, als das stille Örtchen noch den Blick auf die Gleise frei gab ... Daniel Wingeier ist schon lange bei der Bahn. «Nächstes Jahr sind es 30 Jahre.» Das sind auch 30 Jahre Tunnelerfahrung – der ideale Begleiter also für unsere Tunnelwanderung.

20.00

19.00

Ein wöchentlicher Service des

Daniel Wingeier ist stellvertretender Gruppenleiter bei der BLS und mit seinem Team zuständig für den Gleisunterhalt, die Erneuerung der Gleise und die Böschungspflege. «Jede zweite Woche läuft ein Mitarbeiter von uns durch den Tunnel.»

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> GUT GELÜFTET

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Wir haben Daniel Wingeier beim Grenchner Bahnhof Nord getroffen. Eine Transportlok hat uns die ersten 400 Meter bis kurz vor den Tunneleingang mitgenommen, da, wo das alte Ventilationsgebäude an der linksseitigen Böschung von der langen Geschichte des Jubilars berichtet. Ein Gebäude mit einem merkwürdigen Loch. «Damit wurde die giftige Luft ausgetauscht, die durch den Dampfbetrieb entstanden ist», erklärt Daniel Wingeier, bevor wir in das Dunkel des Tunnels eintauchen (siehe auch Kasten). Wobei uns die Dunkelheit nur allmählich aufnimmt. Der Lichtkegel des Tunnelausgangs bleibt noch lange sichtbar, zuletzt ist der Lichtpegel allerdings nur noch stecknadelgross. Und es ist stockfinster. Nur unsere Taschenlampen beleuchten den steinigen Weg unter unseren Füssen. «Bei Kilometer 4600 sieht man beide Tunneleingänge», verrät Daniel Wingeier. Da werden wir bereits die Hälfte des Tunnels hinter uns haben. 4000 Meter sind es dann noch bis zum Tunnelausgang in Moutier.

Alle 25 Meter sind beidseitig Nischen in die Tunnelwand eingelassen. Darin warten wir, wenn die Züge vorbeirauschen, und das geschieht während unserer dreistündigen Wanderung einige Male, rund alle 20 Minuten, einmal von Grenchen her kommend, dann von Moutier. Die Zugfahrt dauert acht Minuten, mit dem Auto bräuchte man rund 40 Minuten. «Beim Tunnelein- und -ausgang ist es am gefährlichsten, von einem Zug überrascht zu werden», erklärt Wingeier auch. Warum, wird mir erst später klar ... Fährt der Zug in den Tunnel ein, so hört und sieht man ihn zwar nicht, aber man spürt den Druck des Luftzugs. «Der Zug schiebt jede Menge Luft vor sich her», erklärt Daniel Wingeier das Phänomen. Ist der Zug vorbei, kann der Rückwind wie ein Sog wirken. Deshalb verweilen wir jeweils noch einen Moment in der Nische, nachdem ein Zug vorbeigerast ist. Am Anfang und Ende des Tunnels ist dieser Luftzug nicht spürbar. Trotzdem ist die Gefahr klein, von einem Zug überrascht zu werden. «Wir melden jeden Tunnel-Kontrollgang beim Stellwerk in Lausanne an und auch wieder ab», so Wingeier. «Ausserdem kennen wir den Fahrplan in- und auswendig, haben ein gutes Gespür für die Zeit und werfen alle paar Minuten einen Blick auf die Uhr.» Tunnelarbeiten werden al-

Einstieg in Grenchen

Schutz dank Nischen

Junioren D (Stärkeklasse 3) Fr., 18.9.2015 SC Blustavia b - FC Grenchen b

Junioren E (Stärkeklasse 3) Sa., 19.9.2015 FC Subingen b - FC Grenchen b

GRENCHEN Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist mit Daniel Wingeier, BLS-Mitarbeiter, von Grenchen nach Moutier gelaufen. Wir haben den kürzesten Weg genommen, 8,578 Kilometer quer durch den Berg, durch den Grenchenbergtunnel, und alle 20 Minuten rauscht ein Zug vorbei.

Bis zur Elektrifizierung im Jahr 1928 mussten die giftigen Gase, die durch den Dampfbetrieb im Tunnel hängen blieben, regelmässig ausgeleitet werden. Deshalb baute man am Südportal ein spezielles Ventilationsgebäude mit zwei Ventilatoren, die über einen Durchmesser von 3,5 Metern verfügten. Diese sogen – angetrieben von einem 200 PS starken Elektromotor – die Frischluft an und bliesen sie ins Tunnelinnere. Dadurch wurde ein Luftstrom von 3 m/s erzeugt und die Luft im Tunnel alle 50 Minuten vollstän-

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In Grenchen kann man das stillgelegte Ventilationsgebäude bei der Tunneleinfahrt linkerhand noch heute sehen.

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dig ausgetauscht. Damit die Anlage korrekt funktionierte, musste das Südportal mit einem Segeltuch-Vorhang verschlossen werden. Dieses System erforderte eine ständige Wartung, da der Vorhang bei der Annäherung eines Zuges rechtzeitig gehoben und wieder gesenkt werden musste. Später übernahm eine Signalanlage, die mit dem Vorhangmechanismus gekoppelt war, die Absicherung. 1940 wurde der Vorhang und die Signalabsicherung entfernt und die Ventilation stillgelegt.

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lerdings meist in der Nacht ausgeführt. «Dann, wenn man vom Bahnbetrieb ungestört arbeiten kann.» Das heisst aber auch, dass Daniel Wingeier und sein Team rund 40 Prozent ihrer Arbeit in der Nacht erledigen. «Ab drei Personen ist jeweils ein Sicherheitsverantwortlicher erforderlich», erklärt der BLS-Mitarbeiter. Ein Mann also, der die Arbeitenden vor den herannahenden Zügen rechtzeitig warnt.

Vom vielen Wasser überrascht Das setzt immer auch Vertrauen voraus, Vertrauen, das wir bei der Tunnelbegehung Daniel Wingeier ebenfalls entgegen bringen, auch wenn ich mich regelmässig versichere, ob es nun wirklich noch bis zur nächsten Nische ●

Wochenthema

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reicht, bevor uns der Zug einholt. Daniel Wingeier lacht. «Ja natürlich.» Er betont aber auch, dass man sich daran gewöhnen müsse – an den Tunnel, an die Züge, an die Ruhe, die Dunkelheit, an den Gedanken, hunderte Meter unter dem Berg zu sein. An diesen Gedanken mussten sich einst auch die Tunnelarbeiter gewöhnen und dabei mit der Angst umgehen, von einem Unglück überrascht zu werden. Dank verschiedener Gutachten war man damals auf mögliche Wassereinbrüche zwar vorbereitet, doch nicht in dem Ausmass, wie sie sich schliesslich ereigneten. Im ersten Halbjahr 1913 flossen insgesamt sechs Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Tunnel, nachdem man mehrere Quellen angebohrt hatte. Als Folge davon versiegte auch die Dorfbachquelle, die die Wasserversorgung

Grenchens speiste, und Grenchen stand ohne Trink- und Betriebswasser da.

Still ruht der See Schliesslich hat man zwischen Tunnelkilometer 1,325 und 1,955 zwanzig verschiedene Quellfassungen erbaut. «Daraus bezieht Grenchen auch heute sein Wasser», erklärt Daniel Wingeier und öffnet eines der Quellenfenster. «Bei einer Wasserverschmutzung würde der Brunnenmeister der Stadt sogleich alarmiert.» Dieser kontrolliert die Quellen regelmässig. «Immer in Begleitung von einem unserer Mitarbeiter.» Bei Kilometer 1,615 liegt der Eingang zur Grenchner Grotte. Ihr Alter wird auf sechs Millionen Jahre geschätzt. Daniel Wingeier gewährte uns Einblick in das stille, klare und tiefe Seewasser. Am 20. Mai 1913 morgens um halb vier hat man die Grotte angebohrt, dann, «als man glaubte die schlimmste Partie überwunden zu haben», wie es in der Schweizer Bauzeitung vom November 1913 heisst. Die Wassermassen ergossen sich mit 830 Liter pro Sekunden in den Tunnel. «Glücklicherweise befand sich die Vortriebsmannschaft in genügender Entfernung vom Ort, sodass niemand verletzt wurde», heisst es in der Zeitung auch. «Taucher haben den See später erforscht», weiss Daniel Wingeier. Er besteht aus mehreren Kammern, deren Öffnungen aber zu eng sind, als dass man sein gesamtes Geheimnis hätte lüften können.

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> BETRIEB DER STRECKE

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Die Strecke von Lengnau über Moutier durch den Grenchenbergtunnel bis Solothurn gehört der BLS, beziehungsweise damals der MLB-Bahn (Moutier-Lengnau-Bahn), die zwar unter eigenem Namen geführt wurde, aber nie ein eigenständiges Unternehmen war, und erst seit der Fusion der BLS mit dem Regionalverkehr Mittelland im Jahre 2006 mit dem restlichen Netz des Unternehmens verbunden ist. Die BLS ist für Betrieb und Unterhalt verantwortlich. Genutzt wird die Strecke von den SBB. Die ICN-Züge von Basel nach Lausanne-Genf sowie der Regio-Express von Biel nach Delle befahren die Strecke in regelmässigen Abständen.

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Wir laufen weiter ... Nähern uns immer mehr dem Tunnelausgang in Moutier. Daniel Wingeier erklärt, dass trotz technischer Fortschritte die Begehung des Tunnels sehr wichtig ist. «Zwar fahren mittlerweile Diagnosezüge über das gesamte Schweizer Schienennetz, die

die Beschaffenheit von Gleisen und Befestigungen per Ultraschall messen.» Sie sind aber lediglich eine Ergänzung und niemals ein Ersatz für die wertvolle Arbeit des Streckenwärters, der übrigens nicht nur Tunnels, sondern die gesamte Gleisstrecke in regelmässigen Abständen abläuft. Auch wir haben die geplante Strecke langsam hinter uns, die Dunkelheit lichtet sich, strahlendes Sonnenlicht wird sichtbar. Und dann steht man wieder draussen, ein wenig erleichtert auch, der Enge des Tunnels entkommen zu sein. Ein paar hundert Meter weiter haben wir den Bahnhof von Moutier erreicht. Hier fährt in ein paar Minuten der Zug nach Grenchen Nord ab. Und so passieren wir den Tunnel ein weiteres Mal. Nun aber wieder als normaler Zugpassagier – in acht Minuten –, der sich kaum gewahr ist, welche grossartigen Geheimnisse und Geschichten der Tunnel verbirgt.

Das Tunnelende in Sicht

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Büren / Seeland

Nr. 38 | Donnerstag, 17. September 2015

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«Die Ausbildung junger Coiffeure liegt mir am Herzen» LENGNAUER FIRMEN IM BLICKPUNKT Ihr Talent wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt. Natalie Knuchel ist Coiffeuse mit Leib und Seele. Frisurtrends und Ideen holt sie zwei Mal jährlich in Paris ab, und als Mitglied einer renommierten Gilde, der ‹Haute Coiffure Française›, steht Qualität für sie an oberster Stelle.

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> KONTAKT

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Coiffeur Rieder, Natalie Knuchel, Mitglied von ‹Haute Coiffure Française›, Solothurnstrasse 24, Lengnau. Telefon: 032 652 32 05 Öffnungszeiten: Montag, 9 bis 11.45, 13 bis 16 Uhr; Dienstag bis Freitag, 8 bis 11.45, 13 bis 18.30 Uhr; Samstag, 8 bis 14 Uhr. www.coiffuresuisse.ch

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> EXKLUSIV IM GSA

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Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Inserenten für die langjährige Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erfolg.

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Schon ihre Eltern und Grosseltern haben frisiert: Natalie Knuchel in ihrem Salon in Lengnau.

schäftigt vier Ausgelernte, die in Teilpensen von 30 bis 80 Prozent arbeiten.

Schritt für Schritt zum Profi «Ja, das Lehrlingswesen liegt mir sehr am Herzen», betont Natalie Knuchel. «Die Lernenden nicht nur durch die Prüfung bringen, sondern mit der nötigen Kompetenz ausgestattet in die Praxis entlassen, das ist mein Ziel.» Sie selber hat ihre Karriere zielstrebig verfolgt. «Die Lehre habe ich im elterlichen Betrieb absolviert, dann aber etliche Jahre auswärts gearbeitet.»

Sie war sogar in Texas, Houston, und hat bei einem ausgewanderten Schweizer Coiffeur ihre Sporen abverdient. «Das war ein grosser Schönheitssalon, wo man sich von Kopf bis Fuss verwöhnen lassen konnte.» Auf die Arbeitsbewilligung, die Green Card, hat sie vier Jahre lang gewartet. Und bis dahin in Luzern gearbeitet, sich hier bis in die oberste Etage hochgearbeitet. Da hätte man sie als Geschäftsführerin auch gerne behalten, aber Natalie Knuchel hatte andere Ziele. Nach Amerika reisen – und dann wieder zurück nach Lengnau, um

AKTUELL

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Haute Coiffure Française

enn jemand das Talent zum Haareschneiden im Blut hat, dann Natalie Knuchel. Vater und Mutter waren Coiffeure, und auch ihre Grosseltern haben frisiert – mütterlicher- und väterlicherseits. Ihren Salon in Lengnau führt sie in der dritten Generation, und während ihr Vater ein über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus bekannter Friseur war und auf Bühnen gerne für Shows frisierte, hat sich Natalie Knuchel ganz und gar dem Nachwuchs verschrieben. Sie ist Chefexpertin der Sektion Biel/Seeland/Berner Jura von ‹Coiffure Suisse›, dem Verband Schweizer Coiffeurgeschäfte, und ausserdem im Vorstand Coiffure Suisse Kanton Bern. In dieser Funktion ist sie Ansprechperson für Lernende und verantwortlich für das Prüfungswesen. In ihrem Geschäft bildet sie zudem jeweils drei Lernende aus und be-

mer noch an.» Viele Geschäfte haben das nicht mehr im Angebot. «Uns bringt es Kundschaft», freut sich Natalie Knuchel. Wobei sie sich über mangelnden Zulauf ohnehin keine Gedanken macht. Eine Kundin reist extra aus dem Wallis zu ihr, auch sonst sei das Einzugsgebiet gross. Kunden kommen aus Grenchen, Biel, Solothurn, Bern.

SABINE SCHMID (TEXT, BILD)

den elterlichen Betrieb zu übernehmen.

Auf Qualität Wert legen Die Grosseltern haben das Geschäft an der Solothurnstrasse 1947 eröffnet. «Meine Eltern haben den Betrieb 1974 übernommen und 2001 an mich übergeben.» Tradition verpflichtet, und so hat auch Natalie Knuchel höchste Ansprüche an die Qualität. Das Handwerk von der Pike auf lernen und weitergeben, sei ihr wichtig. «So bieten wir beispielsweise den traditionellen Service des Waschens und Legen im-

Das Coiffeurgeschäft Rieder ist Mitglied von ‹Haute Coiffure Française›, kurz HCF. Die Vereinigung ist 1945 in Paris gegründet worden. Kurz nach dem Krieg, als es in der Coiffeurbranche vor Ideen und Kreativität nur so wimmelte. Noch heute kreiert und präsentiert HCF jedes Jahr zwei Coiffeurlinien, die die Welt inspirieren. Und wenn die Models auf den Pariser Laufstegen Haute Couture zur Schau tragen (mit den entsprechenden Frisuren), ist auch Natalie Knuchel dabei. «Jeweils im Februar und September reise ich nach Paris.» Heute ist das Label ‹Haute Coiffure Française› etwas in Vergessenheit geraten. Zu Zeiten ihrer Eltern war sein Renommee gross. «Vom daraus entstandenen Netzwerk profitierte ich noch heute.» Und Mitglied wird man nach wie vor nicht einfach so: Die HCF ist ein geschütztes Warenzeichen, das ausschliesslich Mitgliedern vorbehalten ist. Und Mitglied wird nur, wer aufgrund von Qualität, Dynamik und moralischer Einstellung würdig ist, den Namen zu tragen.


STELLENMARKT Ich suche per 4. Januar 2016

Kaufmännische Allrounderin täglich 2 Stunden Ihr Arbeitsgebiet würde Folgendes umfassen: – Führen der Liegenschaftsbuchhaltung mit Jahresabschluss – Lohn- und Versicherungswesen – Private und geschäftliche Korrespondenz sowie Bankwesen Ich erwarte von Ihnen: – Flexibilität – Gute Ausbildung (Kenntnisse auch im Computerwesen) – Alter ab ca. 55 Jahren – Selbstständigkeit Arbeitsort: Bettlach Es handelt sich um einen Vertrauensposten. Gerne erwarte ich Ihre schriftlichen Unterlagen: Lisbeth Mathys-Sieber Postfach 209, 2544 Bettlach

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Menschen

Nr. 38 | Donnerstag, 17. September 2015

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«Wir selber sind ebenfalls für unsere Gesundheit verantwortlich» GESUNDHEIT Unter dem Titel «Wege zur Gesundheit» veranstaltet die Stiftung SNE Anfang Oktober in Solothurn ein Symposium mit öffentlichen Vorträgen und Weiterbildung für Therapeuten. Wir sprachen mit dem aus Grenchen stammenden Stiftungspräsidenten Stefan Kaufmann über Gesundheit, Schul- und Komplementärmedizin.

Stefan Kaufmann von der EGK hat die Gesundheit im Fokus und will mit dem SNE-Symposium die Menschen befähigen, zu entscheiden, wann die Nutzung von Komplementärmedizin mehr Sinn macht.

STEFAN KAISER (TEXT, BILD)

S

tadt-Anzeiger: Herr Kaufmann, Sie sind Geschäftsleitungsmitglied der EGK-Gesundheitskasse, die das Symposium der Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin (SNE) organisiert. Weshalb engagiert sich die EGK für dieses Symposium? Stefan Kaufmann: Die EGK ist Stifterin der SNE, deren Zweck es kurz gefasst ist, ausgewählte Aktivitäten im Bereich der modernen komplementären Medizin zu fördern, etwa mit Vortragsveranstaltungen, Ausbildungen für Therapeutinnen und Therapeuten oder Publikationen zum Thema. Uns ist die Chancengleichheit von Schulund Komplementärmedizin ein wichtiges Anliegen, denn wir sind der Meinung, dass man die Entwicklung in

beiden Bereichen aktiv begleiten muss, um am Puls zu bleiben. Das unterscheidet uns von anderen Krankenversicherern, und so werden wir von der Bevölkerung auch wahrgenommen. Ich werde von den Leuten immer wieder angesprochen: Ah, sie sind ja die Gesundheits-, und nicht die Krankenkasse. Was erwartet die Besucher am SNE-Symposium? Bislang diente das Symposium vor allem der Weiterbildung von Therapeuten, neu auch von Drogisten. Heuer

führen wir zusätzliche Neuerungen ein. Zum einen haben wir einen unserer EGK-Partneranlässe in die Veranstaltung integriert. Zum andern findet am Donnerstag, 1. Oktober, ein öffentliches Bühnengespräch, moderiert von Dani Fohrler, zum Thema «Spitzensport – Familie – Beruf: eine olympische Disziplin?» statt. Unsere neue Marken-Botschafterin, die 23-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder, wird uns ihren Weg zur Gesundheit offenbaren und zeigen: Gesundheit ist nicht delegierbar, und wir müssen mit Lust und Freude täglich selber zu uns schauen. Zu-

dem haben wir für die interessierte Öffentlichkeit eine kleine, aber feine Ausstellung organisiert, an der sich unter anderem Paramed vorstellt, das Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin. Verschiedene Kurzreferate sollen ausserdem eine Brücke zwischen Schulund Erfahrungsmedizin schlagen und informieren über Neuheiten auf dem Gebiet. Erfahrungsmedizin wird als Heilmethode definiert, die in verschiedenen Kulturen als Ergebnis langjähriger Beobachtungen entstanden sind. Viele dieser Methoden beruhen aber auf Placebo-Effekten, und es ist problematisch, wenn die Patienten nicht darüber informiert werden. Wie stehen Sie dazu? Als Gesundheitsökonom vertrete ich die Ansicht, dass man die Situation differenziert betrachten muss. Auch die Schulmedizin «verhebt» nicht vollständig, und wir müssen anerkennen, dass Selbstheilungskräfte auf verschiedene Weisen mobilisiert werden können. Die Forschung konzentriert sich heute stark auf Krankheiten, und wir investieren viel in die Reparatur statt in die Erhaltung von Gesundheit. Die EGK entscheidet selber nicht, was gut oder schlecht ist, sondern will den Patienten, der krank ist, befähigen zu nutzen, was ihm hilft. Das Ganze ist keine «religiöse» Frage, und wir grenzen uns auch klar vom Esoteri-

schen ab. Heute würden wir im Stiftungsnamen wohl auch nicht mehr die Bezeichnungen Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin verwenden, sondern wertneutral von Komplementäroder Integrativer Medizin sprechen. Wie sieht das komplementärmedizinische Angebot in unserer Region aus? Nutzen Sie selber auch Naturheilmittel? Das Angebot in der Region ist gut, die EGK führt dazu eine entsprechende Therapeutenliste, welche die erste der Schweiz war. Mit dem alljährlichen SNE-Symposium und davor mit den Solothurner Gesundheitstagen erhält das Thema hier ausserdem eine publikumswirksame Plattform. Und ja, natürlich nutze ich selber Naturheilmittel. Auch für meine Tochter: Wenn sie Fieber hat oder erkältet ist, versuche ich es zuerst mit Wickel oder Tees. Dabei ist mir auch die EGK-App ein guter Ratgeber. Sie regt nicht nur zu mehr Bewegung und einer gesunden Ernährung an, sondern enthält eine Kräuter-Bibliothek und gibt saisonale Rezept-Tipps für Hausmittel, die ich teilweise sogar noch aus meiner Kindheit kenne.

Das SNE-Symposium findet vom 1. bis zum 3. Oktober im Landhaus Solothurn statt. Weitere Infos unter www.stiftung-sne.ch. Siehe auch Inserat in dieser Zeitung.

IM STREIFLICHT: ZÄHNTESCHÜR-FEST IN BETTLACH

Strassenfest mit Raiffeisen-Kinderläufen

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as Bettlacher Dorffest um die 1980 renovierte Zähnteschür bot dank des grandiosen Wetters eine wunderbare Gelegenheit, alte Gesichter wieder zu sehen oder neue Bekanntschaften zu schliessen. Für den reibungslosen Ablauf in der Zähnte-Beiz, der Trattoria, an der Kafi-Bar mit Güx und im Strosse-Pub mit Tombola sorgten der Bettle-Verein, das Comitato Genitori Italiani, das Crazy Label, der Strassenhockey-Club und der Turnverein. Letzterer führte auch die Kinderläufe unter dem Patronat der Raiffeisenbank durch.

Für Sie unterwegs: Stefan Kaiser

Auf die Plätze, fertig, los: Die jugendlichen Läufer beim Start – und bei der Rangverkündigung (r.).

Denise Fluri mit Robin, Ilenia und Ruth Fluri, alle aus Bettlach.

André Solothurnmann mit Denise und Vanessa Fahrer, alle aus Bettlach.

Diana und Herbert Mann aus Bettlach.

Eliah Marti, Livio De Micheli und Bob-Nachwuchstalent Paulina Götschi (alle Bettlach) mit Gabriel Ospelt (Vaduz).

Andrea von Burg mit Markus Tschaggelar und Daniela Schneider, alle aus Bettlach.

Svenja Kohler und Doris Fuchs aus Bettlach.

Lea Vallata, Julia Domdey, Celine Wollnitza und Lea Bläsi, alle aus Bettlach.


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Publireportage

Donnerstag, 17. September 2015 | Nr. 38

Für Sie schön gemacht

Charles Vögele eröffnet am 18. September seine Filiale in Grenchen im neuen Kleid. passend zu den unterschiedlichen Wünschen der Kundengruppen. «Das neue Konzept haben wir über mehrere Monate in verschiedenen Pilot-Filialen erfolgreich getestet und uns jetzt für die Umsetzung in allen Niederlassungen entschieden. Für uns ist ausschlaggebend, dass die Erneuerungen den Bedürfnissen unserer Kundinnen entsprechen», fügt Sigrist an. Neues Kollektionskonzept: Zwei Stilrichtungen, zwei Trageanlässe Das Produkt steht bei Charles Vögele im Mittelpunkt. Die Kollektionen hat Charles Vögele auf den Lebensstil und die Bedürfnisse seiner Kundinnen und Kunden ausgerichtet. Das bedeutet: praktische Bekleidung für jeden Anlass, gepaart mit einer zeitgemässen Ästhetik.

Auch in Grenchen ist es jetzt so weit: Am 18. September feiert die Filiale an der Solothurnerstrasse 20 im Coop-Center Neueröffnung und lädt die Kundinnen und Kunden zum Wiederentdecken ein. Dabei profitieren sie von 20% Rabatt. Mit der neuen Herbstkollektion und einer attraktiven Warenpräsentation bietet die Filiale Raum für Modehighlights und passende Kombinationen. Die Mode hat Charles Vögele ganz auf den Lebensstil und die Bedürfnisse seiner Kundinnen und Kunden ausgerichtet. Das bedeutet: praktische Bekleidung für jeden Anlass, die dabei immer trendig und ganz einfach kombinierbar ist. «Die Bühne für unser Sortiment ist die Filiale,

Die Kombinationen passen immer: Bei Charles Vögele gibt es Mode, die zu jedem Anlass passt. und diese haben wir in Grenchen jetzt modernisiert», erklärt Philipp Sigrist, General Manager Schweiz, das neue Konzept. Das neue Ladenkonzept von Charles Vögele überzeugt durch eine klare Strukturierung entlang der unterschiedlichen Kundenbedürfnisse sowie durch eine einfachere Orientierung dank weniger Ware auf gleichem Raum. So hat das führende Schweizer Modeunternehmen Platz geschaffen für die attraktive Präsentation von Modehighlights und passenden Kombinationen.

Auch im Sortimentsbereich hat sich viel getan: Das neue Kollektionskonzept mit den Stilrichtungen Modern und Classic ist jetzt in den Filialen sicht- und erlebbar. Neues Ladenkonzept bereits umgesetzt Bis Ende Jahr möchte Charles Vögele die meisten der rund 160 Filialen in der Schweiz umgestalten. Über die Hälfte der Verkaufsstellen laden bereits zum Entdecken ein. Durch mobile Raumtrenner und eine übersichtliche Rückwandpräsentation wird der Laden in verschiedene Bereiche strukturiert –

«Unsere Kollektion ist in zwei Stilrichtungen unterteilt: Modern und Classic. Innerhalb dieser Stilrichtungen unterscheiden wir den Trageanlass Casual, der locker und unkompliziert daherkommt, und Formal, der elegante Mode für besondere Anlässe umfasst», erklärt Philipp Sigrist. Den eigenen Stil zu finden, wird so ganz einfach. Bewährte persönliche Beratung Das Ladendesign und die Sortimentsausrichtungen sind neu, die freundliche, kompetente Beratung bleibt dank den langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit 60 Jahren lebt das Team von Charles Vögele die Werte Herzlichkeit und Engagement Tag für Tag. www.charles-voegele.ch


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Nr. 38 | Donnerstag, 17. September 2015

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Donnerstag, 17. September 2015 | Nr. 38

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AKTUELL


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Veranstaltungskalender

Donnerstag, 17. September 2015 | Nr. 38

Foto: zvg. In der Tennishalle Grenchen erwartet Sie an der 20. Triennale eine einzigartige Ausstellung. Eintritt frei.

Tägliche Führungen durch die Triennale • Tennis • Sauna/Dampfbad • Squash • Step/Aerobic/Dance • Fitness • Tischtennis • Solarium • Spielautomaten • Billard • 1 Restaurant • Boccia • 1 Pub

Verpassen Sie nicht den Start in die Herbst-/ Wintersaison 2015/2016! 

www.kakadu.ch • Kundenbetreuung • Ratenzahlung möglich • 10er- und Monatsabos!

Machen Sie den Preisvergleich!

• Gratis-Probetraining vereinbaren bei der Réception, Tel. 032 645 11 11 • Einführungstraining mit Fitnesstest • Attraktive Eintrittspreise • Erstellung individueller Trainingsprogramme

Melden Sie Ihren Anlass! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Fotos oder umfangreicheres Zusatzmaterial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

IN GRENCHEN IST WAS LOS!

DONNERSTAG, 17. SEPTEMBER 11.00-21.00 Uhr: Triennale. Führungen um 13, 15 und 17 Uhr. Tennishalle. 19.00–20.00 Uhr: «100 Jahre Grenchenbergtunnel». Vernissage der neuen Sonderausstellung. Am 1. Oktober 1915 konnte die 13 km lange Linie Münster-GrenchenLengnau dem Verkehr übergeben werden. Damit fand ein Projekt den Abschluss, das am 6. November 1911 mit dem ersten Spatenstich am südlichen Eingang in Grenchen begann. In Moutier erfolgte der Spatenstich einen Tag später. Der Bau des Tunnels hatte grosse Bedeutung für Grenchen. Zum einen gab es einen grossen Zuzug von Ausländern, vorwiegend von italienischen Tunnelbauern vom Lötschbergtunnel mit ihren Familien. Mit dem Bau der Viadukte, den Aufschüttungen mit dem Ausbruch und der Linienführung veränderte sich auch das Erscheinungsbild der aufstrebenden Industriestadt. Das Kultur-Historische Museum Grenchen und das Musée du Tour in Moutier realisieren zum 100. Jahrestag der Tunneleröffnung zusammen eine Ausstellung. Kultur-Historisches Museum

FREITAG, 18. SEPTEMBER 11.00-21.00 Uhr: Triennale. Führungen um 13, 15 und 17 Uhr. Tennishalle. 19.00–22.00 Uhr: Disco-Einweihungsparty. Eintritt frei / 1 Gratis-Cocktail. Alter: 10-16 Jahre. Während der Sommerferien hat Fabian Günter seine Graffitikünste auf den Wänden verewigt. Ebenfalls anwesend sein wird der Vize-Präsident der ISG-Lindenhaus und ehemaliger Initiator der legalen Spraywand beim Grenchner Nordbahnhof, Matthias Meier- Moreno. Lindenhaus, Lindenstrasse 29.

SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 11.00-21.00 Uhr: Triennale. Führungen um 13, 15 und 17 Uhr. Tennishalle.

13.30–16.00 Uhr: Kapelle. Die Kapelle ist jeden Samstag zur Besichtigung geöffnet. Das Aufsichtsteam freut sich auf viele Besucher. Kapelle Allerheiligen. 20.15 Uhr: Theaterspiel «Schönmatt». Ein Lustspiel über das Heiraten und die Komik rund um Gemeindefusionen. www.kleintheatergrenchen.ch Kleintheater Grenchen. 20.30–23.30 Uhr: «Midnight Sports & Music». Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. Angeboten werden Basketball, Fussball, Unihockey, Badminton und Volleyball. Auch Tanz, Hip-Hop, Breakdance werden geübt. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstrasse 11.

SONNTAG, 20. SEPTEMBER 11.00-17.00 Uhr: Triennale. Führungen um 13 und 15 Uhr. Tennishalle. 10.00–16.00 Uhr: Racletteplausch à Discretion. Mit musikalischer Unterhaltung des Trio Fankhauser. www.azgrenchen.ch Alterszentrum am Weinberg Däderizstrasse 106.

MONTAG, 21. SEPTEMBER 18.30 Uhr: «Chappeli Music & Dine»: Klezmer Pauwau. Platzzahl beschränkt. Reservation: 032 653 40 40, info@chappeli-grenchen.ch Klezmer Pauwau – ein Trio, das eine grosse stilistische Bandbreite abdeckt und so verschiedenes wie Volksmusik, Klassik, Jazz und Improvisation in genialer Weise verbindet. www.linkultur.ch/de/agenda Kapelle Allerheiligen, Allerheiligenstrasse.

Die 20. Triennale Grenchen ist eröffnet! Tauchen Sie ein in die Welt der internationlen Originaldruckgrafik. Die Ausstellung in der Tennishalle ist noch bis Sonntag täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet (am Sonntag bis 17 Uhr). Es finden täglich drei öffentliche Führungen statt, jeweils um 13, 15 und 17 Uhr. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig. Selbstverständlich können Sie die Ausstellung aber auch auf eigene Faust erkunden. Tradition als Basis und Innovation als Weg – bei der 20. Triennale stehen Druckwerkstätten mit traditionellen

Handdrucktechniken im Zentrum der Ausstellung. Rund 20 Werkstätten zeigen eine Werkauswahl ihrer Künstlerinnen und Künstler. So sind an der Triennale gegen 1000 topaktuelle Werke von mehr als 100 Künstlerinnen und Künstlern aus 24 Ländern zu sehen. Den Besuchern öffnet sich an der Triennale eine eigene künstlerische Welt der Originaldruckgrafik, die sich durch Präzision und Vielfältigkeit auszeichnet. Der Eintritt zur Triennale ist frei. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.triennale.ch.

DEMNÄCHST

BAHN-EM 2015 14. – 18. Oktober: Grenchen erwartet an der Bahnradeuropameisterschaft etwa 250 Sportler aus rund 25 europäischen Staaten. Während fünf Tagen wird um insgesamt 21 Medaillensätze gekämpft. Jetzt Sitzplatz sichern unter www.grenchen2015.ch. Velodrome Suisse.

HÖCHSTE ZEIT 20. Oktober: Der Start in die Parktheater Saison 15/16 erfolgt mit dem Wechseljahre-Musical «Höchste Zeit». Die Zuschauer erwartet ein brüllend komischer Abend über vier Frauen im Hochzeitsrausch. Parktheater.

19. CHÜRBISNACHT 30. Oktober, 16.00 – 22.00 Uhr: Das grosse Gränchner Chürbisfest mit grossem Kürbis- und Kunsthandwerkermarkt, kulturellem Rahmenprogramm und dem traditionellen Lichterumzug um 20 Uhr. Marktplatz.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Die Tätigkeit eines Planungsvereins im Wandel der Zeit von 1965 bis in die Zukunft». Bis 30. September. Mi/Fr–So 14–17 Uhr. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse: «Sebastian Utzni – Memoria». «Werner Otto Leuenberger – Druckgraphische Werke aus dem Nachlass». Beide Ausstellungen bis 20. September. Mi–Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr Regiobank Solothurn AG, Kirchstrasse: Markus Leibundgut: «Kleine Retrospektive». Bis 9. Dezember. Mo–Mi/Fr 8.30–12 Uhr/13.30–17 Uhr, Do 8.30–12/Do 13.30–18 Uhr

Foto: zvg. Der Chor der Nationen singt Lieder aus Afrika, Indien, dem Iran, dem Balkan, der Türkei, Russland, Schweden und der Schweiz.

Der Chor der Nationen empfängt im Parktheater 45 Chormitglieder aus 18 Ländern singen Lieder aus der ganzen Welt. Kulturelle Vielfalt, musikalische, sprachliche und individuelle Verschiedenheiten werden zum gemeinsamen Projekt verbunden. Die Idee einen «Chor der Nationen» zu gründen, entstand 2006 als Integrationsprojekt des Kantons Solothurn. Der Chor gibt Migrantinnen, Migranten und Einheimischen die Gelegenheit, das Zusammenleben zu lernen und zu geniessen. Es entstehen gegenseitige Anerkennung und Freundschaften. Der Verein Granges MELANGES lädt Sie zu diesem lebensfrohen Konzert im Parktheater Grenchen ein. Bringen Sie Ihre

Familie, Nachbarn und Freunde mit. Der Eintritt ist frei (Kollekte erwünscht). Im Anschluss an das Konzert wird ein Apéro offeriert. Sonntag, 20. September 2015, 17:00 bis 18:30 Uhr, Parktheater Grenchen, Lindenstrasse 41 Granges MELANGES greift Themen rund um das Fremd- und Heimischsein in Grenchen auf. Seit 13 Jahren organisiert der Verein unterschiedliche Anlässe, Kurse und Projekte und bietet der Grenchner Bevölkerung die Möglichkeit, sich mit der Vielfalt, dem Vertrauten und Ungewohnten auseinander zu setzen. Mehr Informationen finden Sie unter www.granges-melanges.ch

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Grenchner Stadt-Anzeiger 38/2015