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P.P. 2540 Grenchen

6. August 2015 | Nr. 32 | 76. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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WOCHENTHEMA

Ohne Bienen kein Obst BETTLACH Damit wir jeden Tag feinen Honig aufs Butterbrot streichen können, sind fleissige Bienen täglich unterwegs – von Frühling bis Herbst, frühmorgens bis spätabends. SABINE SCHMID (TEXT, BILD)

B

ienen sammeln Blütennektar sowie Honigtau von Laub- und Nadelbäumen und lagern diesen in Bienenwaben. Die Männchen, die Drohnen, haben derweil einen relativ kurzen Auftritt. Sie befruchten die Königin auf ihrem Hochzeitsflug, – dann ist ihr Lebenswerk sozusagen getan. Die restliche Zeit ernähren sie sich vom Honig, dass die Bienen heim tragen. Und schon ist man mitten drin in der faszinierenden Welt der Bienen. Einer, der sich damit auskennt, ist Urs Derendinger, Imker aus Bettlach und Präsident des Bienenzüchtervereins Grenchen und Umgebung. Am Lehrbienenstand in Bettlach haben wir einen Blick in ein Bienenhaus gewagt, um einmal mehr zu erkennen, dass Bienen weit mehr tun als feinen Honig produzieren. Die rund 160'000 Bienenvölker in der Schweiz produzieren jährlich 2'000 bis 3'500 Tonnen Honig. Ihr eigentlicher Nutzen liegt aber woanders: Während die Biene von Blüte zu Blüte fliegt, bleiben Pollen an ih-

Bienenzüchter wie Urs Derendinger tun weit mehr, als Honig ernten, – sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Land- und Volkswirtschaft. ren Füssen hängen. Diese verteilt die Biene unbewusst auf die Narben anderer Blüten und befruchtet sie auf diese Weise. Beeindruckend: Rund 80 Prozent der wichtigsten Kulturpflanzen sind auf die Insektenbestäubung angewiesen. Was die Biene auf diese Weise für unsere Volkswirtschaft leistet, über-

steigt den Wert des verkauften Honigs um ein Vielfaches. Die Bestäubung von landwirtschaftlichen Kulturen wie Obst, Beeren, Gemüse oder Raps wird auf rund 340 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Die Biene ist damit das drittwichtigste Tier in der Landwirtschaft nach dem Rind und dem Schwein.

SPIELEND SUDOKU GEWINNEN In dieser Ausgabe finden Sie die Rätselseite


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Veranstaltungen

Donnerstag, 6. August 2015 | Nr. 32

Stierenberg Grenchen 8./9. August 2015 Verschiebedatum: 15./16. August 2015 Tel. 032 652 68 64 Auskunft ab 15.00 Uhr

BÄRG-CHILBI Samstag ab 16.00 Uhr

Tanz und Chilbi Musikalische Unterhaltung im grossen Stierenbergkeller Raclette-Ecke HAPPYHOUR von 16.00 bis 17.30 Uhr (Das erste Getränk bezahlen – das zweite ist gratis)

Sonntagmorgen 10.00 Uhr

Ökumenischer Berggottesdienst Jodlermesse von Jost Marty Mitwirkende: Frau Sarah Böhm, Pfarrerin Jodlerklub Bärgbrünnli Grenchen Alphornbläser Echo vom Jura Treichler: Bärgahorn Eggiwil

Mittagessen

Unsere berühmte Erbsensuppe Bratwürste – Kuchen Getränke nach Wunsch

Nachmittag

Volkstümlicher Chilbibetrieb Gastklub: Meierisli Arch Öufi-Ländlers

Ökumenische Bergpredigt mit Jodlermesse Sonntag, 9. August, 10.00 Uhr beim Stierenberg mit dem Jodlerklub Bärgbrünnli und Pfarrerin Kornelia Fritz Die Jodler und die Kirchgemeinden laden Sie freundlich ein! Transport auf den Berg mit den Extrabussen nach folgendem Fahrplan: 8.32 Uhr 8.33 Uhr 8.34 Uhr 8.35 Uhr 8.36 Uhr 8.37 Uhr 8.38 Uhr 8.39 Uhr 8.40 Uhr 8.40 Uhr 8.41 Uhr 8.42 Uhr 8.43 Uhr 8.44 Uhr 8.46 Uhr 8.47 Uhr 8.48 Uhr 8.50 Uhr 9.00 Uhr

Fahrplan ab Bettlach 8.40 Uhr 8.41 Uhr 8.43 Uhr 8.44 Uhr 8.45 Uhr 8.46 Uhr 8.48 Uhr 8.49 Uhr 8.50 Uhr 9.00 Uhr

Bahnhof Bettlach Hochhaus Post Krone Dorfplatz Markuskirche Kastels, Bettlach Flurstrasse, Grenchen Spital Holzerhütte, Grenchen

Rückfahrt mit dem offiziellen Bergkurs um 11.55 Uhr. Bei schlechtem Wetter: 10.00 Uhr Gottesdienst in den betreffenden Kirchen (und Verschiebung auf den 16. August). Bei zweifelhafter Witterung gibt Telefon 032 652 68 64 ab Samstag, 15.00 Uhr Auskunft. Die Kirchgemeinden

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Verleger: Peter Wanner www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


Amtliche / Kirche

Nr. 32 | Donnerstag, 6. August 2015

KIRCHEN GOTTESDIENSTE

AMTLICHE PUBLIKATIONEN

Stadt Grenchen Baupublikationen Gesuchsteller

Wullimann Clivia + Jean Pierre Thomsen Fliederweg 14, 2540 Grenchen Bauvorhaben Anbau Autounterstand Bauplatz Gartenstrasse 19 / GB-Nr. 4828 Planverfasser Gesuchsteller Einsprachefrist 20. 8. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Gesuchsteller

Röm.-kath. Kirchgemeinde, RobertLuterbacher-Strasse 3, 2540 Grenchen Bauvorhaben Umbau Eingang Ausnahmegeringfügige Abweichung des gesuch Gestaltungsplanes Pfarreizentrum Bauplatz Schulstrasse 1 / GB-Nr. 2398 Planverfasser Josef Galli, dipl. Arch. FH, Tannhofstrasse 33A, 2540 Grenchen Einsprachefrist 20. 8. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Gesuchsteller Bauvorhaben

Trico AG, Galenweg 6, 2540 Grenchen Anbau Garagen + Velounterstand Neubau Parkplätze Bauplatz Galenweg 7 / GB-Nr. 1816 Planverfasser Architekturbüro Kobi, Schorenweg 150 4585 Biezwil Einsprachefrist 20. 8. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen. Gesuchsteller

Litec Feintechnik AG, Galenweg 6 Grenchen Bauvorhaben Fabrikerweiterung Bauplatz Galenweg 6 / GB-Nr. 7158 Planverfasser Architekturbüro Kobi, Schorenweg 150 4585 Biezwil Einsprachefrist 20. 8. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen.

Projektänderung Gesuchsteller

Parvalux Treuhand AG, Fischergasse 1 6362 Stansstad Bauvorhaben Wärmepumpe im Freien (neuer Standort) Ausnahme Unterschreitung des gesetzlichen Baulinienabstandes Bauplatz Lingerizstrasse 80 / GB-Nr. 6317 Planverfasser Gaetano Design, Gewerbestrasse 7 4562 Biberist Einsprachefrist 20. 8. 2015. Die Einsprachen sind begründet und im Doppel einzureichen Grenchen, 6. 8. 2015

BAUDIREKTION GRENCHEN

REFORMIERTE KIRCHE Zwinglikirche Grenchen Sonntag, 9. August 2015 10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufe. Pfarrer Donald Hasler. 10.00 Uhr Ökumenischer Berggottesdienst auf dem Stierenberg. Pfarrerin Kornelia Fritz. Musikalische Umrahmung des Jodlerklubs Bärgbrünnli (siehe separates Inserat). Donnerstag, 13. August 2015 9.00 Uhr Chinderchile Zytglöggli Markuskirche Bettlach Sonntag, 9. August 2015 10.00 Uhr Ökumenischer Segnungsgottesdienst zum Schulanfang Pfarrer Roland Stach und Gemeindeleiter Franz Günter. RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE Samstag, 8. August 9.00 Rosenkranz in der Kapelle 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 9. August 10.00 Eucharistiefeier 10.00 Eucharistiefeier in spanischer Sprache entfällt 11.15 Eucharistiefeier in italienischer Sprache Dienstag, 11. August 9.00 Eucharistiefeier Mittwoch, 12. August 19.00 Eucharistiefeier entfällt Donnerstag, 13. August 9.00 Eucharistiefeier 19.00 Rosenkranz in der Kapelle Freitag, 14. August 8.00 Eucharistiefeier CHRISTKATHOLISCHE KIRCHE Sonntag, 9. August Kein christkatholischer Gottesdienst. Wir besuchen den Berggottesdienst Mitfahrdienst: R. Meier, 079 333 63 93 Anmeldung bitte bis Samstag, 19.00 Uhr GEMEINDE FÜR CHRISTUS GfC Baumgartenstrasse 46a, Grenchen Sonntag, 9. August 9.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahlfeier und Kinderprogramm EVANG.-METH. KIRCHE Baumgartenstrasse 43, Grenchen www.emk-grenchen.ch 032 351 35 92 Sonntag, 9. August, 19.00 Uhr «Experience God» Spanisch-Deutsch

Amtliche Publikation Änderungen der Gemeindeordnung (GO) vom 16. 2. 1993 Die Gemeindeversammlung der Stadt Grenchen hat am 21. 12. 2010 beschlossen, §§ 64 – 65a GO zu ändern (Beschluss Nr. 1032). Die Änderungen wurden vom Volkswirtschaftsdepartement mit Verfügung vom 4. 5. 2015 genehmigt. Der Gemeinderat hat am 9. 6. 2015 die geänderten Paragrafen rückwirkend auf den 1. 9. 2011 in Kraft gesetzt (Beschluss Nr. 2955). Der vollständige Wortlaut wird während 10 Tagen im Informationskasten beim Stadthaus ausgehängt und kann bei der Stadtkanzlei bezogen werden. Die GO, Stand 1. 9. 2011, kann auf der Homepage www.grenchen.ch heruntergeladen werden. STADTKANZLEI GRENCHEN

Reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach

Ergebnis der Ersatzwahl 2015 Nachdem für die Ersatzwahlen für den Rest der Amtsperiode 2013–2017 der Beamten die Gesamtzahl der vorgeschlagenen Kandidaten/-innen die Zahl der zu wählenden Beamten/Beamtinnen nicht überschreitet, erklärt die Verwaltung der Reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach das Zustandekommen stiller Wahlen. Der Vorgeschlagene gilt als in stiller Wahl gewählt. Der Wahlgang vom 13. September 2015 entfällt (§ 70 Absatz 2 Gesetz über die politischen Rechte i. V. m. § 9 Kirchgemeindeordnung). Kirchgemeindepräsident: Martin Joss Reformierte Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach Ruedi Köhli-Gerber, Kirchgemeindeschreiber

Sonntag, 9. August 10.00 Uhr Brunch-Gottesdienst an der Mühlestrasse 9 mit spannendem Kinderprogramm Weitere Infos: www.bewegungplus-grenchen.ch

BEITRAGSPLANAUFLAGE Die Baudirektion legt, gestützt auf die massgebenden Bestimmungen der kantonalen Verordnung über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren sowie des Reglementes der Stadt Grenchen über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren, folgenden Beitragsplan öffentlich auf:

Viaduktstrasse: Trottoir Nord (Abschnitt GB 4440) Der Beitragsplan liegt zur Einsichtnahme vom 6. August bis 4. September 2015 bei der Baudirektion, Dammstr. 14 (Bürohaus Forum), 2540 Grenchen, auf. Die betroffenen Grundeigentümer werden, soweit ihre Adressen bekannt sind, direkt informiert. Gegen den Beitragsplan kann bis spätestens am 4. September 2015 bei der Baudirektion der Stadt Grenchen, Dammstrasse 14, 2540 Grenchen, Einsprache erhoben werden. Grenchen, 6. August 2015 BAUDIREKTION GRENCHEN

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Grenchen

Nr. 32 | Donnerstag, 6. August 2015

Die Bienenkönigin legt bis zu 2000 Eier am Tag BETTLACH Urs Derendinger betreut den Lehrbienenstand in Bettlach. Hier finden Schulungen oder Infoveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler statt. Fleissig sind hier aber auch die Bienen, die feinen Honig und auch sonst viel Nützliches produzieren.

Den Honig ernten Ende Juli ernten die Imker zum zweiten Mal Honig. Mit einer Zange entfernt der Imker dazu die mit Honig gefüllten Waben und wischt die Bienen vorsichtig ab, damit sie schnellstmöglich wieder den Weg zu ihrem Volk finden. Um sich zu schützen, trägt Urs Derendinger einen Imkeranzug. «In guten Jahren ernten wir pro Volk und Jahr 25 Kilo Honig.» Um den Honig aus den Waben zu extrahieren, werden die Waben in der Honigschleuder befestigt. Mit Hilfe der Zentrifugalkraft wird der Honig dann aus den Waben geschleudert. Aus der Schleuder läuft der Honig durch ein doppeltes Sieb in einen Kessel. Junger Honig ist goldgelb und flüssig. «Mit der Zeit kristallisiert er und wird fest», weiss Urs Derendinger, der sich das süsse Gold jeden Morgen aufs Butterbrot streicht. Der Imker wohnt rund hundert Höhenmeter unterhalb des Lehrbienenstands, wo er ebenfalls Bienen hat. «Der Honig unterscheidet sich bereits auf diese kurze Distanz, da die Bienen unterschiedliche Trachtquellen finden», so Urs Derendinger.

SABINE SCHMID (TEXT, BILD)

A

m Lehrbienenstand, in Waldesnähe am oberen Dorfrand von Bettlach, herrscht reger Betrieb. Es summt und surrt. Tausende von Bienen fliegen in die farbigen Flugnischen hinein, liefern Nektar ab, und schwärmen wieder aus, um neue Nahrung zu sammeln. Hinter jedem Flugloch befindet sich ein Bienenkasten, rund 100 cm hoch, 70 cm tief. Dieser beheimatet ein Bienenvolk, «das je nach Stärke aus 30- bis 50'000 Bienen besteht», erklärt Urs Derendinger, Präsident des Bienenzüchtervereins Grenchen und Umgebung. Ende Mai wird zum ersten Mal Honig geerntet. Nach der Winterruhe im Frühling haben die Bienen reichlich Nektar und Pollen gesammelt. «Damit füttern die Bienen ihre Larven.» Die Brutwaben mit den Eiern und Larven befinden sich in der Mitte eines Bienenkastens. «Den überschüssigen Honig lagern sie im Obergeschoss.» Dieser wird zweimal jährlich geerntet – einmal Ende Mai und dann nochmals Ende Juli. «Dieser Honig ist eigentlich die Winterreserve der Bienen», erklärt der Imker. «Da wir Imker den Bienen den Honig wegnehmen, müssen wir sie in Form von Zuckerwasser zu füttern, damit sie die kalte Jahreszeit überleben.» Ein Volk kann in einer Nacht eine anderthalb Literflasche Zuckerwasser im Verhältnis 1 zu 1 verarbeiten.»

Jedem Bienenvolk sein Zuhause. «Ist das Volk gross genug, schwärmt es mit seiner Königin aus», erklärt Urs Derendinger. Der Imker fängt die Schwarmtraube wieder ein und quartiert sie in einem neuen Bienenkasten ein. Im Hintergrund sieht man die Honigschleuder. Mit Hilfe der Zentrifugalkraft wird der Honig aus den Waben geschleudert. beiterbienen in ihren Wachsdrüsen auf der Unterseite des Hinterleibs.» Die Waben dienen den Bienen zur Aufzucht der Larven, ausserdem zur Lagerung von Honig und Pollen. «Und wenn ein Volk genug gross ist, schwärmt die Königin mit ein paar tausend Bienen aus und macht den verbleibenden Bienen mit einer jungen Königin Platz», erklärt Urs Derendinger. «Meistens lassen sie sich an einem nahe gelegenen Baum nieder.» Dort können Imker die Schwarmtraube dann wieder einfangen und in einem neuen Bienenkasten einquartieren.

Ein Volk schwärmt aus

Königin auf Hochzeitsflug

Ein Bienenvolk vergrössert sich bis Mitte Juni ständig. Wird der Platz zu knapp, bauen die Bienen neue Waben. «Wir hängen vormodellierte Wabenrahmen in das Bienenvolk», erklärt der Experte. «Das Wachs, um die Waben zu formen, erzeugen die Ar-

Voraussetzung für die Entstehung eines neuen Volkes ist die Heranzucht einer neuen Königin. «Junge Königinnen können aus befruchteten Eiern die nicht älter als drei Tage alt sind nachgezogen werden», weiss der Imker. «Im Gegensatz zu Arbeitsbienen

Wochenthema

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werden die Königinnen über die gesamte Dauer des Larvenstadiums mit Gelée Royale ernährt.» Ein Futtersaft, den die Ammenbienen in speziellen Kopfdrüsen erzeugen und der als eines von vielen Bienenprodukten sehr beliebt ist. Gelée Royale weist gesundheitsfördernde Eigenschaften auf und enthält bedeutende Mengen an bestimmten Vitaminen. Der Mensch nutzt den Futtersaft zur Gesundheitsförderung. Ausserdem wird er in der Kosmetik verwendet, da seine Wirkstoffe zur Erneuerung der Hautzellen beitragen sollen. «Sind die Königinnen ein bis zwei Wochen alt, fliegen sie zur Paarung aus», erzählt Urs Derendinger weiter. Auf diesen sogenannten Hochzeitsflügen nehmen die Königinnen den Sa-

men der Drohnen in ihrer Samenblase auf. Dieser Vorrat reicht ein Leben lang. Das heisst die Königin kann nun bis zu vier Jahre lang befruchtete Eier legen. «An Spitzentagen sind es 2000 Eier am Tag.» Die Königin unterscheidet sich von den gewöhnlichen Arbeitsbienen durch ihren verlängerten Hinterleib. Trotzdem ist es schwierig, die Königin innerhalb eines Volks auszumachen. «Deshalb, aber auch, um ihr Alter zu bestimmen, markieren wir die Königin», erklärt Urs Derendinger. Der Imker zeigt, wie die Königin dazu in eine Haltevorrichtung gebracht wird und mit einem farbigen Plättchen markiert, das mit einem Tupfer Nagellack auf dem Rücken befestigt wird. Die Plättchen sind entweder weiss, gelb, rot, grün oder blau. Diese sogenannten Jahresfarben sind international einheitlich und wiederholen sich alle fünf Jahre in der gleichen Reihenfolge.

Grosse Produktvielfalt So fein und süss der Honig ist, so gefürchtet sind Bienenstiche, gefährlich aber nur, wenn man allergisch reagiert. «In dem Fall sofort die Ambulanz verständigen und Ruhe bewahren», rät der Experte. Bienengift ist übrigens ein weiteres Produkt, das nebst dem Honig gewonnen wird. Es wird in Medikamenten verwendet. Auch Propolis wird zu medizinischen Zwecken genutzt und findet auhc in Holzbehandlungsmitteln und Lacken Verwendung. Propolis ist das Harz von Baumknospen. «Die Bienen stopfen damit Risse und Löcher im Stock.» Pollen dienen den Bienen als Eiweissnahrung, vom Menschen werden sie als Kraftspender oder als Heilmittel genutzt. Gelée Royale ernten wir – wie bereits erwähnt – und schliesslich auch den Bienenwachs – zur Produktion von Kerzen beispielsweise. Er findet aber auch in der Lederindustrie Verwendung und wird als Heilmittel oder zur Schönheitspflege genutzt. Kurz und gut: Die Welt der Bienen ist faszinierend und es ist doch recht erstaunlich wie klein die Biene, und wie gross ihr Nutzen ist.

4 Fragen an Iris Minder, Theaterregisseurin

Wie geht man ohne Computer auf Facebook? erscheint als Uriella, als Dr. Ute Hahnemann, als Heidi Abel und viele mehr. Durch das ganze Szenenspiel führen zwei Buben (Miro Nardini aus Grenchen und Livio Cappellano aus Zielebach) zusammen mit ihrer Uromi Maria Dobler. Es sind Junge von heute mit all den elektronischen Errungenschaften der heutigen Zeit. So können sie beispielsweise nicht verstehen, wie man zur Zeit ihrer Uromi ohne Computer aufs Internet, aufs Facebook gehen konnte. Wir zeigen die ganze Entwicklung mit einem grossen Augenzwinkern und Schmunzeln.

GRENCHEN Vom 14. bis am 30. August findet das GAW-Szenenspiel «Es liegt was in der Luft» statt. Iris Minder ist verantwortlich für Text und Regie. Auftraggeberin ist die GA Weissenstein, die regionale Anbieterin für Internet, Telefon und TV. Das Thema: Glasfaserkabel.

E

in Szenespiel zu Glasfaserkabel erarbeiten – das tönt ungewöhnlich. Was war Ihr erster Gedanke? Total spannend! Eigentlich wäre es ein Thema für Musikkompositionen und Tanz. Da ich jedoch keine Choreografin bin, musste ich natürlich dramaturgisch und inhaltlich etwas erarbeiten, das mit lebendigen Theaterszenen an das Thema herangeht. Und wie sind Sie an das Thema heran gegangen? Es war schon bald klar, dass wir die Entwicklung der Kommunikation zeigen werden. Klingt eher nach trockener Materie. Ist es aber nicht. Die einzelnen neuen Errungenschaften werden immer auch mit einer gesell-

schen aus aller Welt zu kommunizieren hatte ich überall Brieffreunde. Telefoniert haben wir mit einem Wandtelefon. Und heute benutze ich all die elektronischen Medien mit einer grossen Selbstverständlichkeit … und finde es wunderbar, dass man solche Möglichkeiten hat, und erfreue mich sehr über Internet, PC und Smartphone. ●

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Aufführungsdaten 14., 15., 16., 21., 22., 23., 27., 28., 29., & 30. August Jeweils um 19.30, ausser sonntags: (16. & 30.8. um 11 Uhr, 23.8. um 17 Uhr), mit Apéro im Anschluss Ort Rund um den Park beim Kunstmuseum in Solothurn Start Riedholzplatz beim Pflegeheim Thüringenhaus Dauer ca. 70 Minuten Tickets Beim GAW-Kundendienst, Telefon 032 942 94 29, info@ga-weissenstein.ch Kosten 25 Franken (mit GAW-Membercard 20 Franken). Der Erlös geht an eine wohltätige Institution in der Region. Vorschau www.youtube.com/watch?v=CMMTVLgzDa0

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Was heisst das konkret? Man erlebt beispielsweise die Familienidylle der 50er Jahre mit dem Aufkommen des Fernsehens, Aufbruch und Demonstrationen der 68er Jahre

> ES LIEGT WAS IN DER LUFT

mit dem neuen Farbfernsehen oder die 90er Jahre mit Uriella und ihrer unglaublichen Medienpräsenz. Wir zeigen als Quiz für die Zuschauer verschiedene Fernsehpersönlichkeiten und Sendungen. Wir verlegen mit den Zuschauern Glasfasern. Sandra Sieber als Profischauspielerin schlüpft in verschiedene Fernsehansagerinnen,

schaftlichen Entwicklung respektive mit Ereignissen aus der jeweiligen Zeit angereichert.

Iris Minder, Theaterregisseurin (Bild: zVg.)

Was haben Sie bei der Recherche und anschliessend bei den Proben gelernt? Oh je … mir wurde einfach etwas sehr bewusst. Ich werde nächstens 64 … und all das, was ich im Szenenspiel «Es liegt was in der Luft» mit einem Lächeln darstelle, habe ich von Anfang an miterlebt. Es ist fast so was wie meine eigene kommunikationstechnische Entwicklung. In meiner Kindheit gab es nicht einmal Tonbandkassetten oder CDs oder Handys. Auch einen Fernsehapparat gab es bei uns zu Hause noch nicht und statt über Mails und Facebook mit Men-


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Büren / Seeland

Nr. 32 | Donnerstag, 6. August 2015

David Baumgartner, Präsident des FC Grenchen hat ein klares Ziel:

Ein Verein mit Rückhalt und Nachhaltigkeit das Fundament des Vereins zu stärken: Vorstand, Mitglieder, Sponsorenvereinigungen, neue Sponsoren und Partner. Neben einem breit aufgestellten Vorstand gibt es eine Arbeitsgruppe mit externen und zum Teil prominenten Personen. Diese Gruppierung soll Ideen einbringen und ein starker Pool zum Verein sein. Ist der designierte FCG-Präsident optimistisch: «Klar bin ich optimistisch. Oder besser gesagt: zuversichtlich. Eine andere Meinung würde es mir verbieten, dieses Amt wahrzunehmen.» Er weiss als Einheimischer nur zu gut, wie wichtig es ist, mit dem lokalen und regionalen Gewerbe zusammen zu arbeiten und eine engmaschige Beziehung zu pflegen. «Nur so können wir wieder Vertrauen zurückgewinnen.» In nächster Zeit wird auch er viele Gespräche führen. «Und ich freue mich, wenn Leute auf mich zu kommen.».

GRENCHEN Es war nicht mehr zum Zusehen. Der traditionsreiche FC Grenchen wurde vergangene Saison Spiel für Spiel blamiert bis auf die Knochen und stieg nach 1987 erstmals wieder sportlich in eine tiefere Liga ab. Der FCG stand noch vor wenigen Wochen vor dem völligen Zusammenbruch. Jetzt gibt es einen Neuaufbruch – auch dank der Stadt Grenchen, die mit ihrem Finanzchef David Baumgartner eine «Leihgabe» macht. Baumgartner stellt sich als Präsident ad interim zur Verfügung. JOSEPH WEIBEL (TEXT)

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elten zuvor wurde die laufende Geschichte des traditionsreichen FC Grenchen – Gründung 1906 – so gründlich dokumentiert und kommentiert in den Lokalmedien wie in den vergangenen Wochen und Monaten. Eine weitere der vielen Leidensgeschichten des Grenchner Klubs begann vor gut einem Jahr. Investoren aus Frankreich versprachen einen Geldsegen. Ehe auch nur ein Fünfliber floss, verschwanden die vermeintlich grosszügigen Herren durch die Hintertüre hinaus, so wie sie Wochen zuvor hineingekommen waren. Zurück blieben ein Scherbenhaufen und ein paar ganz wenige Aufrechte, die den Klub irgendwie über die Runden brachten und ebenso wie viele Fans hofften, dass die angestrebte Fusion der Grenchner Fussballvereine zustande kommen würde. Sie kam zustande, wenn auch nur zu 50 Prozent. Der FC Wacker zeigte sich vernünftig und zukunftsgerichtet und stimmte einer Fusion ebenso einhellig zu wie der FC Grenchen selbst. Das war für einen Mann, der eigentlich mit Fussball bislang nicht viel am Hut hatte, der Startschuss für eine neue Ära. David Baumgartner, seit 2010 Finanzchef der Stadt Grenchen, nahm sein (interimistisches) Amt als Präsident des «neuen» FC Grenchen auf.

Fokus auf gesunde Finanzierung David Baumgartner runzelt für einen Moment die Stirn. «Nein», sagt er,

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«auf eine entsprechende Bemerkung, «Ernst Thomke hat sein Engagement für den Fall zugesichert, dass sämtliche Grenchner Fussballvereine der Fusion zustimmen.» Das sei nun eben nicht der Fall. Trotzdem hat Baumgartner sein Versprechen eingelöst und die «Mission schwierig» angenommen. «Da stehen einige Herausforderungen vor uns», sagt er und schmunzelt dabei. So schnell scheint man den 46-Jährigen nicht aus der Fassung bringen zu können. Das muss so sein. Er hätte dieses Amt sonst wohl kaum angenommen. In der Schule habe er mal ein bisschen Fussball gespielt. Und wie affin ist er heute zur schönsten Nebensache der Welt? Er lacht. «Ein Hardcore bin ich wahrlich nicht». Er möchte auch keine Prüfung ablegen über das Regelwerk im Fussball. «Im sportlichen Bereich verlasse ich mich auf die Profis im Verein». Er lege seinen Fokus auf die gesunde und nachhaltige Finanzierung des Vereins. Im letzten Halbjahr habe er zudem praktischen Anschauungsunterricht genossen. Er sei

in das Projekt hineingewachsen und habe viel an Durchblick gewonnen.

Den richtigen Mann gefunden Warum ausgerechnet David Baumgartner? Das hat reale Gründe. Am 1. November 2010 nahm der damals 41 Jahre alte Grenchner seine neue Tätigkeit in der Stadtverwaltung auf. Zwei Jahre später sind wir mit Baumgartner zusammengesessen und haben von ihm ein Porträt im Grenchner Stadt-Anzeiger entworfen. Ein halbes Leben war er in der Privatwirtschaft tätig. Als Quereinsteiger übernahm er das Erbe seiner langjährigen Vorgänger Alcide Meier und Rudolf De Toffel. Meier war auch einmal Präsident des FC Grenchen – noch zu glorioseren aber nicht minder aufregenden Zeiten. Baumgartner gilt als ein positiv denkender Mensch. Diese Eigenschaft wird er in seinem neuen (Neben-)Amt ebenfalls benötigen. Bei der Stadt ist er Sachwalter über ein Budget von über 100 Millionen Franken. Das Budget beim FC Grenchen ist wesentlich kleiner. Die

Arbeit ist aber keine geringere, Einnahmen und Ausgaben im Griff zu halten. Was seine Arbeit besonders attraktiv machen würde, haben wir ihn vor drei Jahren gefragt: «Ich habe mit allen Bereichen zu tun und bin in sehr viele Projekte involviert». Oft würden sich auch anspruchsvolle Fragen stellen, wo er mit kreativen Lösungsfindungen als «Brückenbauer» mitwirken könne. Auch hier: Die Voraussetzungen beim FCG sind ähnlich. Darum hat man wohl ausgerechnet David Baumgartner gefunden, den Traditionsklub wieder in erfolgreichere Zeiten zu führen.

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Auch der Grenchner Stadt-Anzeiger hat ein grosses Interesse, dass es mit dem FCG rasch wieder aufwärts geht und intensiviert deshalb seine Berichterstattung. Vor jedem Heimspiel erscheint in dieser Zeitung eine Sonderseite zum FCG. Wir berichten dabei aber nicht nur über den sportlichen Verlauf der ersten Mannschaft, sondern beleuchten auch den Hintergrund des Klubs: Trainer, Juniorenbewegungen, Vorstandsmitglieder, Arbeitsgruppe etc. Die erste Sonderseite erscheint am 13. August.

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In zwei Tagen beginnt die (sportliche) Saison des FC Grenchen 15. Er spielt auswärts in Zofingen. Noch bis vor einem Jahr war Zofingen ebenfalls ein Antipode – damals noch in der 1. Liga. Was für Zielsetzungen gibt es in sportlicher Hinsicht? David Baumgartner: «Ganz klar wollen wir den Ligaerhalt schaffen. Das ist ein realistisches Ziel.» Gleichzeitig gelte es

Ganz klar: Ligaerhalt

Der FC Grenchen hat gleich ein happiges Startprogramm in der 2. Liga interregional (Gruppe 5). Am Samstag muss er zum SC Zofingen. Die Aargauer waren letztes Jahr Gruppendritte. Das erste Heimspiel bestreitet der FCG am Mittwoch, 19. August gegen Red Star Zürich, das noch bis vor drei Jahren in der 1. Liga spielte. Red Star war letzte Saison ebenfalls unter den ersten Drei in der 2. Liga interregional zu finden. In der Vorrunde werden 13 Partien ausgetragen (letztes Spiel: 31. Oktober). Der FCG spielt sechs Mal zu Hause. Weitere Solothurner Klubs in der Gruppe: FC Dulliken, FC Olten und FC Subingen.

David Baumgartner (Bildmitte) mit seinen Vorstandsmitgliedern. Untere Reihe: Valesca Zaugg (links) und Lilo Dellsperger. Links: Marcel Bolliger, Rolf Probst, (David Baumgartner), Daniel Glaus, Franz Bieri. Ganz oben (links): Beat Lauper und Thomas Reinhart. Auf dem Bild fehlt Finanzchef Michael Reiff. (Bild: zVg.)

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Donnerstag, 6. August 2015 | Nr. 32


Menschen

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Hôtel-de-Ville: Menschen im Blickpunkt: Silvan Granig, Leiter Kommunikation

Silvan Granig – ein Mann, der gerne kommuniziert GRENCHEN Sie stehen nicht wie Politiker oder Chefbeamte im täglichen Schaufenster. Sie verrichten ihre Arbeit hinter den Kulissen oder haben direkten Kontakt zur Bevölkerung. Public Service nennt man das heute in der Behördensprache. Wie sieht ihre Tätigkeit aus, was bewegt diese Männer und Frauen sonst noch? Der Grenchner Stadt-Anzeiger hat dazu die Serie: Hôtel-deVille: Menschen im Blickpunkt, lanciert. In dieser Ausgabe porträtieren wir Silvan Granig, Leiter Kommunikation. JOSEPH WEIBEL (TEXT, BILD)

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er Überbringer schlechter Nachrichten wird geköpft. So war es bei den alten Griechen. Silvan Granig, Leiter Kommunikation der Stadt Grenchen kommt manchmal nicht umhin, schlechte Nachrichten zu verbreiten. «Die guten Nachrichten überwiegen aber ganz klar», schmunzelt der gebürtige Bettlacher. Silvan Granig ist ein positiv denkender Mensch, und das verbreitet er sichtbar. Von Köpfen kann also keine Rede sein. So oder so nicht. Seit ziemlich genau zwei Jahren macht er seinen Job als Kommunikator der Stadt. Ganz gut, heisst es. Dieses Jahr ist er 30 Jahre alt geworden. Der junge und sympathische Mann, der mit zwölf Jahren mit seiner Mutter über die Gemeindegrenze von Bettlach nach Grenchen zog, hat aber schon einiges erlebt. Und er ist, was ausgedehntere inländische Städtereisen anbelangt, schon einiges gewohnt. Er arbeitete und lebte in Lausanne, Winterthur, Bern und Biel. Und vor zwei Jahren hat es ihn wieder zurückgezogen in die Uhrenstadt. Ist das möglich?

Selbstbewusst den eigenen Weg gehen Silvan Granig wäre kein guter Kommunikator, wenn er nur einen Mo-

Silvan Granig, Leiter Kommunikation: «Wir müssen uns unserer zahlreichen Stärken bewusst sein.» ment mit der Antwort zögern würde. «Natürlich!». Die Antwort folgt auf dem Fuss. Nein, es gibt keine Aufzählung, was Grenchen so schön und einzigartig macht. Silvan Granig sagt es anders: «Wir müssen uns unserer zahlreichen Stärken bewusst sein, diese nach aussen tragen und selbstbewusst den eigenen Weg gehen.» Wie? Was? Sein Gegenüber will ihn herausfordern. Kein Lamento zaubert uns eine Altstadt her. Wir haben unsere eigenen schönen Dinge hier, die Grenchen ausmachen und die Menschen hier behalten.» Nein. Er will sie nicht alle aufzählen, auch wenn er das könnte. Er spricht von auswärtigen Stimmen. Journalisten zum Beispiel, die erstaunt feststellen, dass dieses angeblich hässliche Entlein nur im Märchen oder in nicht nachvollziehbaren Ratings existiert. Journalisten und Gäste kommen vermehrt auch aus dem Ausland, seit dem Bau des Velodrome Suisse. «Für uns bzw. für die Stadt entfaltet diese Sport- und Eventhalle eine enorm positive Wirkung. Eines der ersten Worte, das Aus-

wärtigen zu Grenchen inzwischen in den Sinn kommt, ist Velo. Grenchen gelang hier in den letzten Jahren eine spannende positive Neupositionierung!» Gespannt wartet er deshalb auf die Bahnrad-Europameisterschaft, die im Oktober in Grenchen stattfinden wird. Er wird dannzumal der mediale Koordinator für die Stadt Grenchen sein. Er vermutet sogar, dass dieser Anlass das Manko an Hotelzimmern offen legen könnte. «Immerhin gab es 2014 bereits eine Rekordzahl an Übernachtungen in Grenchen.»

Viel praktische Erfahrung Klar. Für schlechte Nachrichten ist die Uhrenstadt, oder vielmehr jetzt Velostadt, bekanntlich immer für eine «Schnurre» gut, heisst es. Das gehöre ebenso zum Geschäft, sagt Silvan Granig. Er wirkt abgeklärt in seinem Job. Was ist sein Hintergrund? Er machte eine kaufmännische Lehre bei den SWG und ging anschliessend nach Lausanne und nahm eine Stelle als Sekretär am Bundesgericht an. Dann studierte er an der Fachhoch-

schule in Winterthur Journalismus und Kommunikation. Studienbegleitend absolvierte er ein Praktikum bei SRF auf der Wirtschaftsredaktion der Tagesschau und arbeitete im Marketing eines Winterthurer Übersetzungsunternehmens. Vor seiner Rückkehr nach Grenchen war er während dreier Jahren Mediensprecher von Roadcross Schweiz (Stiftung für Familien von Strassenverkehrsopfern). Das macht ihn tatsächlich nicht nur äusserlich abgeklärt. Er bringt einige praktische Erfahrungen mit. Und das hilft natürlich in seiner Tätigkeit als Kommunikationsleiter einer Stadt wie Grenchen. Dieser nicht alltägliche Berufsweg hat ihn zwar nicht direkt zu seinem ursprünglichen Wunschberuf Journalist geführt, dafür auf die andere Seite, Journalisten mit möglichst viel Informationen zu «füttern».

Social Media gehören dazu Ob hüben oder drüben: Wer in der Kommunikationsbranche arbeitet, muss auf dem Laufenden sein. Auch was die sogenannten Social Media be-

trifft. Silvan Granig kennt hier ebenso wenige Schranken. Er kümmert sich um den Webauftritt, hat ihm bereits ein Facelifting verpasst und seit über einem Jahr hat die Stadt Grenchen («Grenchen – üsi Stadt») auch auf Facebook ein Gesicht. Seine Arbeit macht ihm grossen Spass. «Es gibt wenig und vor allem keine Abteilung, mit der ich während meiner Tätigkeit nicht in Kontakt komme», sagt er. Die Kommunikation werde in fast jedem Projekt früher oder später ein Thema. Ganz besonders, wenn es sich um bedeutende und wichtige Events handelt. In den kommenden Monaten zum Beispiel die 20. Triennale, das 100-Jahr-Jubiläum des Grenchenberg-Tunnels oder eben die Bahn-EM im Oktober. Nicht zu vergessen die wiederkehrenden Feste wie die Chürbisnacht, der Weihnachtsmarkt oder die Kulturnacht. «Das sind bedeutsame Events, die das individuelle Gesicht der Stadt prägen». Er hat vor zwei Jahren, nachdem die Dienststelle Standortmarketing, Kultur und Sport für Monate nahezu unbesetzt war, seine Stelle angetreten. «Ganz unbefangen», schmunzelt er. Richtig. Mit einem Reset hat er seine Tätigkeit aufgenommen und mit viel Unterstützung seiner Vorgesetzten den SMKS-Computer neu aufgestartet. Mit dieser Kommunikation nach Aussen wie nach innen will er seinen Weg im Hotel-de-Ville an seinem Arbeitsplatz beharrlich weiterverfolgen. Die Kraft dafür holt er sich vor allem im und auf dem Wasser: Im Sommer in der «schönsten Badi weit und breit» oder im Gummiboot auf der Aare und im Winter in der Schulschwimmhalle. Kraft gibt ihm auch seine Freundin, die in Basel wohnt. Und damit käme noch eine weitere Schweizer Stadt dazu, die er kennen und lieben gelernt hat. Und immer die Nase an der Oberfläche, so dass er auch über die Hecke oder sogar über die Grenzen hinaus blicken kann. Schliesslich hat Silvan Granig sogar österreichische Wurzeln. Seine Grosseltern väterlicherseits lebten in Oberösterreich, ehe sie in die Ferne zogen und in Bettlach das Bürgerrecht erworben haben.

Richtig: Das Gartenbad ist eines der schönsten Bäder GRENCHEN Gewusst hat es eigentlich schon vorher alle Welt – die COOP Zeitung hat es «amtlich» gemacht. Die Badi Grenchen gehört zu einer der schönsten in der Schweiz. Der Beitrag in der auflagestärksten Zeitung habe seine Wirkung nicht verfehlt, sagt Badmeister Thomas Staufer bei unserem Besuch im Gartenbad Grenchen.

in der Schweiz kennen. «Ja», bestätigt er, «ich kann das mit Fug und Recht behaupten.» Der Grenchner Stadt-Anzeiger hat sich am Dienstag umgesehen in der Badi. Ein schlechter Tag. Buchstäblich. Statt Sonne weint der Himmel zeitweilig. Kein Wunder, wenn die Zahl der Besucher keine grosse ist. «Das war gestern Montag

JOSEPH WEIBEL (TEXT, BILDER)

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nd so steht es in der COOP Zeitung: «Eines der schönsten Freizeitbäder in der Schweiz ist das Bad von Grenchen. Es wurde in den 50er Jahren als Entspannungs- und Sportstätte gebaut.» Badmeister Thomas Staufer: «Wir wurden nach dem Erscheinen regelmässig von Besuchern angesprochen.» Auffällig sei vor allem gewesen, dass immer mehr auswärtige Gäste (verstärkt auch aus der Westschweiz) das Gartenbad besucht hätten. «Sie wollten natürlich wissen, ob diese Aussage berechtigt ist. Wir fragen: Und, ist es so?

Regelmässiger Wasseraustausch Thomas Staufer hatte früher Wasserball gespielt und lernte während einer Meisterschaft viele Freizeitbäder

Thomas Staufer ist stolz auf eines der «schönsten Freizeitbäder der Schweiz».

Fünf Standfeste wagen sich immer ins Wasser

Die kalte Dusche vor dem Bad ist für Sandra Selmone ein grosses Vergnügen.

Monika Borel ist bereits in der fünften Saison an der Kasse im Gartenbad. Und ihr gefällt ihr Job wie am ersten Tag. Seit dreieinhalb Wochen hat der Restaurationsbetreiber Back-Caffee eine neue Softice-Maschine in der Badi im Betrieb. Lernende Svenja Hüsler gibt Alexandra Jäggi (6) ein Vanille-Erdbeereis aus.

Ein Softice erhofft sich auch Joelle Jäggi.

Badmeister, einer der fünf Festangestellten, sind solche Temperaturen während der Badesaison ideal. Er sagt: «Die meisten Besucher ruhen sich an schattigen Plätzchen aus; es gibt kaum Aggressionen. Und die Badegäste gehen regelmässig duschen und sind dankbar für das kühle Nass in den Schwimmbecken.» Die Wassertemperaturen sind im Grenchner Gartenbad nie hoch. Auch eine Eigenheit. «Das rührt vom steten Wasseraustausch her», sagt er. Neben dem kühlenden Effekt trägt dieser konstante Austausch dazu bei, dass weniger Chemikalien eingesetzt werden müssen.

anders und auch in den kommenden Tagen wird es hier wohl wesentlich unruhiger zu und her gehen», sagt Staufer. Temperaturen über 30 Grad sind angesagt. Für den Grenchner

Thomas Staufer weiss, dass nach den Sommerferien der grosse Hitzeboom wohl langsam aber sicher vorbei sein dürfte. «Erfahrungsgemäss ist am ersten Wochenende nach den Ferien viel los in der Badi. Sofern es das Wetter zulässt, natürlich.» Dann nehme der Zulauf langsam ab. Und ob Wind oder Wetter, bei guten Verhältnissen wagen sich regelmässig 18 bis 25 Schwimmfans bei Öffnung um 8 Uhr ins kühle Nass. Bei weniger freundlichem Wetter sind es immer noch 10 bis 15. «Selbst bei schlechter Witterung gibt es noch immer fünf Standfeste, die sich ob «gehauen oder gestochen» ins Sportbecken wagen.»


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Veranstaltungskalender

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Das aktuelle Kino-Programm finden Sie unter: Foto: ZVG Der diesjährige Prix Walo-Gewinner Buddy Dee (2. v. l.) und seine Ghostriders eröffnen den Konzertreigen des diesjährigen Rock am Märetplatz.

Rock am Märetplatz mit Prix Walo-Sieger

Squash à discrétion • Sommerpass bis 30. 9. 2015 Fr. 40.– monatlich

• Kindersquash Fr. 8.50 Alle sind h-lich willkommen!

45 Min. spielen inkl. Schläger und Ballmiete (auch in Begleitung eines Elternteils)

• Einstieg jederzeit möglich

Das «Rock am Märetplatz» erfreut nicht nur Rockfans, sondern durch seinen Benefizgedanken auch «Jabahe», das Musikprojekt für Menschen mit einer Behinderung, dem die Gewinne aus dem Festival zu Gute kommen. Bei der vierten Austragung des in den letzten Jahren erfolgreich lancierten Events werden am 8. August bis zu 2000 Besucherinnen und Besucher auf dem Grenchner Marktplatz erwartet. Nebst harten Gitarrenriffs und kernigen Rockballaden ist mit Bars,

Melden Sie Ihren Anlass!

Grill und mehr auch für das leibliche Wohl gesorgt. Am Samstag, 8. August, spielen die folgenden Bands auf dem Märetplatz: • 12.30 Uhr DJ Bonsai • 13.30 Uhr Buddy Dee & The Ghostriders • 15.15 Uhr Läärguet • 17.00 Uhr Bünzlikracher • 18.45 Uhr George • 20.30 Uhr Fishnet Stockings • 22.15 Uhr Light Food • 23.30 Uhr DJ Horse

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Anlass frühzeitig auf der Internetseite www.grenchen.ch unter «Aktuelles Anlässe» einzutragen. Sie erhalten mit einem Eintrag einen kostenlosen Auftritt in diesem Veranstaltungskalender sowie auf der Internetseite der Stadt Grenchen. Fotos oder umfangreicheres Zusatzmaterial schicken Sie direkt an die Redaktion des Grenchner Stadtanzeigers: event@grenchnerstadtanzeiger.ch Einsendungen bis 14 Tage vor Anlass, keine Publikationsgarantie.

Mobilität und Freiheit – machen Sie mit bei Bike4car! Am 4. Mai startet die Aktion «Bike4car». Oft sind es Gewohnheit und Bequemlichkeit, die uns nicht an alternative, ebenso individuelle Verkehrsmittel denken lassen. Die Aktion «Bike4car» von myblueplanet und Energie Schweiz setzt hier an. «Bike4car» gibt diesen Sommer allen Interessierten die Möglichkeit, alternative Mobilität gratis kennenzulernen. Teilnehmen kann, wer bereit ist, 14 Tage lang aufs eigene Auto zu verzichten und dafür auf E-Bike oder E-Scooter und Carsharing umzusteigen.

tiges Testabo. In dieser Zeit können die Teilnehmer erleben, wie sich Mobilität im Alltag zu Freiheit wandeln kann. Die schönen Frühlings- und Sommertage können so ohne Stress durch Staus und Parkplatzsuchen genossen werden. In Grenchen wird «Bike4car» bei VELO-ART.ch (Velodrome) umgesetzt. Die Aktion wird durch Energiestadt Grenchen und so!mobil unterstützt. Sie dauert bis am 30. September 2015. Alle Informationen für die Teilnahme sind ab 1. Mai auf www.bike4car.ch zu finden.

Bei Abgabe des Fahrausweises/ Autoschlüssels wird ein E-Bike oder E-Scooter 14 Tage lang gratis zur Verfügung gestellt. Dazu schenkt Mobility Carsharing ein viermona-

Foto: ZVG

IN GRENCHEN IST WAS LOS

DEMNÄCHST

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN

SAMSTAG, 8. AUGUST

SONNTAG, 9. AUGUST

11. DREHORGELTREFFEN

BAHN-EM 2015

13.30–16.00 Uhr: Kapelle. Die Kapelle ist jeden Samstag zur Besichtigung geöffnet. Das Aufsichtsteam freut sich auf viele Besucher. Kapelle Allerheiligen, Allerheiligenstrasse.

10.00 Uhr: Bärgchilbi Stierenberg. Ökum. Gottesdienst mit Jodlermesse (10 Uhr), Kapelle Öufi Ländlers, Jodlerklub Arch, Alphorn, Treichler, Tombola, Redlet, Kinderspiele. Verschiebedatum bei schlechtem Wetter 16. August. Org.: Jodlerklub Bärgbrünnli Grenchen. Stierenberg.

5. September, 10.00 – 16.00 Uhr: Lauschen Sie den schönen Klängen und bewundern Sie die nostalgischen Kleider der Drehorgelleute. Schlusskonzert mit den rund 20 Drehorgelspielerinnen und -spieler um 15.00 Uhr.

14. – 18. Oktober: Grenchen erwartet an der Bahnradeuropameisterschaft etwa 250 Sportler aus rund 25 europäischen Staaten. Während fünf Tagen wird um insgesamt 21 Medaillensätze gekämpft.Velodrome Suisse.

13.30–0.30 Uhr: Rock am Märetplatz. Grosses Benefizkonzert mit zahlreichen Rockbands und DJs. Der Erlös geht an das Musikprojekt «Jabahe». Marktplatz. 16.00 Uhr: Bärgchilbi Stierenberg. Happy Hour, Redlet, Tombola, Raclette, Hausmusik. Verschiebedatum bei schlechtem Wetter 15. August. Org.: Jodlerklub Bärgbrünnli Grenchen. Stierenberg.

Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse: «Sebastian Utzni – Memoria». Bis 20. September. «Werner Otto Leuenberger – Druckgrafische Werke aus dem Nachlass». Bis 20. Sept. Mi–Sa 14–17 Uhr, Sa 11–17 Uhr

20. TRIENNALE SAMSTAG, 15. AUGUST 13.30–23.00 Uhr: «Tag/Nacht des offenen Daches». 13.30–16.30: Sonnenbeobachtung. 20.00–23.00: Nachthimmelbeobachtung. Das Team erklärt die Instrumente der Sternwarte und führt die Zuschauer in die Geheimnisse der Astronomie ein. Jurasternwarte, Untergrenchenberg.

16. – 20. September: Aktuelle Originaldruckgrafik, mehr als 20 Druckwerkstätten, Editeure und Künstlergruppen zeigen neue Werke, mehr als 200 Künstler und 1000 Werke. Dazu die Sonderausstellung «South African Prints» der südafrikanischen Kuratorin Mandy Conidaris, die rund 20 Künstler aus ihrem Heimatland präsentiert. Plus 3D-Druck-Ausstellung. Tennishalle Grenchen.

Kultur-Historisches Museum, Absyte: «Die Tätigkeit eines Planungsvereins im Wandel der Zeit von 1965 bis in die Zukunft». Bis 30. September. «Wohlfahrt & Macht». Über die Uhrenindustrie und die Familien dahinter. Bis 27. August. Mi/Fr–So 14–17 Uhr.

Velodrome Suisse.

(Bild: Hans Ulrich Mülchi)

Regiobank Solothurn AG, Kirchstrasse: Markus Leibundgut: «Kleine Retrospektive». Org.: Regiobank Solothurn AG. Bis 9. Dezember. Mo–Fr 8.30–12/13.30–17 Uhr

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Grenchner Stadt-Anzeiger 32/2015

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