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SPORT

Donnerstag, 15. November 2012 Nr. 46

REGIOFUSSBALL

15 EISHOCKEY

Oben und unten ist noch alles drin

Herausforderung für Laufen

Brennpunkt: Laufens Topskorer Platzgummer und Breitenbachs «Rotsünder» Spagnolo (rechts) FOTO: EH-PRESS standen in der Vorrunde im Brennpunkt.

eh. Mit dem Regioderby Breitenbach gegen Riederwald endete die Vorrunde in der 3. Liga Gruppe 3. Sechs Teams sind allerdings noch im Rückstand mit den Spielen. Anfangs März will man aber erst wieder starten. Das Wochenblatt hörte sich bei den Trainern der fünf Teams aus der Region um. Klar die beste Stimmung herrscht in Laufen. Die zweite Equipe belegt Platz drei mit 20 Punkten und damit nur drei Punkte hinter dem Gruppenfavoriten Reinach. Mit einem Spiel mehr folgt Dornach II auf Platz vier. Die 17 Punkte sind nicht ganz das, was man von diesem Team erwartete. Zu gross war das Leistungsgefälle von Spieltag zu Spieltag. Auf Platz fünf folgt Aufsteiger Breitenbach mit 16 Punkten. Die missratene Schlussphase mit dem Remis gegen Laufen (nach 3:1-Führung bis in die 89. Minute), der Niederlage gegen Zwingen und jener gegen Riederwald, bei 1:0 Führung bis in die 88. Minute, hat den Anschluss an die Spitze gekostet. Auf Position neun, bei allerdings drei Partien weniger, folgt Riederwald mit 11 Punkten. Ganz am Ende platziert ist Zwingen mit einem Sieg und vier Unentschieden. Dass die Freude in Laufen gross ist, versteht man. Trainer Domenico Conte: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten und wir sind voll auf Kurs. Der weitere Einbau von eigenen jungen Spielern läuft nach Plan. Zudem haben mit Fontana und Hug junge Spieler bereits mehrere Einsätze in der ersten Mannschaft gehabt.» Dornachs Trainer Bruno Mühlheim ist mehr oder weniger zufrieden. «Wir streben einen Platz zwischen drei und fünf an und liegen somit im Soll. Es ist eine praktisch komplett neue Equipe und da sind Schwankungen logisch. Toll fand ich, dass wir den Topteams die Stirn bieten konnten. Dafür ist ärgerlich, dass es gegen nominell schwächere

Equipen Niederlagen absetzte.» Breitenbachs Ernst Bitterlin hadert mit den drei Derbys, die nur einen Punkt einbrachten. «Wir hätten, wenn es normal gelaufen wäre, ganz oben mitmischen können. Trotzdem, für einen Aufsteiger ist das Erreichte ja nicht so leid.» Gar nichts zu lachen hat Zwingens Stephan Walti. «Der aktuelle Rang ist sehr enttäuschend und entspricht nicht unseren Zielen. Die Resultate als solche und die Faktoren, wie sie zustande kamen, waren eine Enttäuschung.» Alle sehen sich in der Ausgeglichenheit der Gruppe bestätigt. In Laufen hofft Conte, dass die Verletzungshexe im Eins vorbei geht und er sein Kader wieder beisammen hat. Bitterlin erwartet mehr Disziplin, da man zu viele Karten holte. Breitenbach weist mit Abstand den schlechtesten Fairplaywert auf, was einem Minuspunkt gleichkommt. Mühlheim hätte Breitenbach nicht so weit vorne erwartet, während Walti herausstreicht, dass «nicht ganz alles schlecht war. Mich freut die Arbeit mit dem Team auf dem Feld.» Alle vier Trainer lassen offen, ob sie ihr Kader verstärken. Alle tönen aber an, dass sie es sich vorstellen könnten, im Frühling den einen und anderen neuen Spieler zu präsentieren. «Wir suchen nicht gezielt», so Mühlheim. Walti wird da schon konkreter: «Wir werden uns aktiv um Verstärkungen bemühen, da wir leider immer noch Langzeitverletzte und Auslandaufenthalter haben.» Breitenbachs Bitterlin hofft ebenfalls auf Verstärkungen, lässt aber offen, wo genau er diese gebraucht. «Die Abwehr fängt im Sturm an.» Könnte heissen, vorne und hinten soll ein Neuer kommen. Und der FC Riederwald? Trainer Jean-Luc mochte auf keine Frage des Wochenblattes antworten...

Entscheidung: Der Slapshot von Alain Willemin sorgte für das 4:3 und für den Laufner Sieg. FOTO: EH-PRESS

Nach dem verdienten, aber knappen Heimsieg gegen Meinisberg steht für das Laufner AmslerTeam am Samstag der schwere Gang zum souveränen Leader Wettingen-Baden bevor. Edgar Hänggi

K

nappe drei Minuten vor Spielende fasste sich Alain Willemin ein Herz und drosch den Puck von der blauen Linie wuchtig unter die Latte zum 4:3. Ein Tor ausgerechnet im Powerplay, nachdem man zuvor mehrere Minuten in doppelter Überzahl nicht reüssierte. So knapp der Sieg auch ausfiel, so verdient war er auch. Laufen war über die gesamte Spielzeit die aktivere Equipe, sah sich aber einem starken Heinz Jenni im Gehäuse der Seeländer gegenüber. Oft vergab man aber auch klare Möglichkeiten, weil das letzte Zuspiel zu ungenau geriet oder der Schütze

UNIHOCKEY

Schlechte Ausbeute WOS. Die Damen Unihockey Leimental NLB verloren zu Hause in Oberwil unglücklich gegen die Hot Chilis Rümlang mit 1:4. Schlechte Chancenauswertung und dazu noch Pech führten dazu, dass die Revanche die deutliche Niederlage aus der Vorrunde nicht gelang.

FUSSBALL

Der Frühling bleibt als Hoffnung eh. Das triste Wetter passte zum sportlichen Bild für Laufen und Therwil, deren vorgezogenes Cupqualifikationsspiel am Samstag buchstäblich ins Wasser fiel. Traurig darüber war wohl niemand. Nun soll am Samstag (17 Uhr) im Nau noch das Derby zwischen Laufen und Liestal über den Rasen gehen. Würde es nach den Laufnern gehen, könnte Petrus durchaus nochmals alle Schleusen öffnen. Mittlerweile rutschte das Team von Blerim Ahmeti auf den vorletzten Rang ab, zwei Punkte vor Schlusslicht Therwil und bereits sechs Punkte hinter einem Platz, der im Frühling den Klassenerhalt bringt. Nur ein Sieg (zu Hause gegen Therwil) und drei Remis, das ist klar zu wenig in 12 Partien. Die 15 erzielten Tore bedeuten den zweitschlechtesten Wert, und mehr als die 33 Gegentore kassierte gar niemand in der Gruppe. Wenn Ahmeti trotzdem sicher auf

seinem Stuhl sitzen sollte, hat dies nichts mit Ratlosigkeit in der Führungsetage zu tun oder Geldmangel, sondern man trägt einer schon schier unglaublichen Pechsträhne Rechnung. Kein einziges Spiel konnte Laufens Trainer seine Wunschformation auf den Platz schicken. Wer nun denkt, das seien die Ausflüchte eines sich seinen Posten sichern wollenden Trainers, dem können Fakten entgegen gehalten werden. Im letzten Spiel in Allschwil musste Goalietrainer Stalder ins Tor. Später sah er dann die rote Karte. Mit Jankovic, Cueni und Kassem standen lediglich drei Spieler auf dem Feld, welche zu Beginn der Saison als erwartete Stammspieler taxiert wurden. Auf der Auswechselbank sassen Spieler der zweiten Equipe und der A-Junioren. So kam gar der erst 16-jährige Steiner zum Einsatz. Nicht weniger als 14

Spieler fehlten, davon 11 Stammspieler und darunter die komplette Abwehr, inklusive Goalie. «Wir versuchen uns an der nahen Zukunft zu orientieren und die Moral auf einem Punkt zu halten, dass es noch geht.» Dass man jetzt noch gegen Liestal in die Hosen steigen muss, passt Ahmeti nicht. Seit Trainer Kamber gehen musste und Manz kurzfristig einsprang, passt es wieder. So wurde Courtételle gleich mit 7:1 weggeräumt. Jetzt soll die Gunst der Stunde genutzt und in Laufen Sieg Nummer sieben geholt werden. Mit dann 22 Punkten würde Liestal auf Platz vier überwintern. Laufen wird im März mit dem kompletten Kader starten und hofft, dann eine Serie hinzulegen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wer die Spieler, die zuletzt nur auf der Tribüne sassen, sah und weiss, was sie können, für den wäre so eine Erfolgsserie keine Überraschung.

auf den Körper des Keepers zielte. Die 103 Zuschauer bekamen ein intensives und lange von wenigen Pfiffen unterbrochenes Spiel zu sehen. Dass Meinisberg zweimal führte und erst beim Schlusspfiff geschlagen war, konnte nicht überraschen. Wenn sie reagieren mussten, waren die Seeländer stets gefährlich. Laufens Schlussmann Christoph Imhof musste im Schlussdrittel zweimal sein Können aufbringen, um einen Gegentreffer zu vereiteln. Das Amsler-Team bewies in dieser Partie zwei Tugenden: Man spielte äusserst diszipliniert (nur zwei kleine Strafen) und blieb geduldig, wartete auf die Chancen und wurde auch in Rückstand liegend nicht hektisch. Dies waren Schlüssel zum Erfolg und die Handschrift des neuen Trainers. Stark spielten die mit B-Lizenzen spielenden Philipp Aeppli und Lukas Kamber. Vor allem ZSII-Spieler Kamber gefiel mit seiner Ruhe und Übersicht, die ihm zwei Assists einbrachten. Patrick Willemin, mit 10 Skorerpunkten aktuell der bestklassierte Laufner, sorgte in der 10. Minute für die Laufner Führung. Den Gästen gelang aber nur 150 Sekunden später der Ausgleich und eine Minute später gar die Führung. Ein herrlicher

Schuss von Aeppli brachte den Laufentalern kurz nach Spielhälfte den Ausgleich. Meinisberg konnte aber erneut mit einem Vorsprung in die Pause gehen. Nach dem erneuten Ausgleich — Andreas Keller verwertete ein Zuspiel von Nicola Hediger — begann bei den Gästen die Strafenflut. Doch dem Heimteam gelang erst im letzten Powerplay der goldene Treffer. Am Samstag wird man sich ab 17 Uhr in Wettingen vorsehen müssen. Der klar Führende der Gruppe 3, Wettingen-Baden, muss aufgesucht werden. Ungeschlagen und dies mit einem Torverhältnis von 50:13 scheinen die Aargauer ihre Bahnen einsam zu ziehen. 7:1, 9:1 und 9:1– dies die Ergebnisse der drei Heimspiele. Allerdings trifft jetzt der stärkste Angriff auf die zweitbeste Defensive der Gruppe 3 und wenn bei Laufen alle ihre Leistung bringen, wird es für das Heimteam zumindest nicht so einfach werden, Tore zu erzielen. Am 25. Januar 2011 siegte Laufen im Heimspiel gegen die Aargauer 6:1. Sonst gab es nicht viel zu feiern gegen diesen Widersacher. Bereits am Mittwoch folgt dann das nächste Auswärtsspiel in Hasle, gegen den EHC Brandis.

20121115_WOS  

Dr Schwarzbueb steht auf starke Frauen. Am Dienstag wurde an der Vernissage in Breitenbach «Dr Schwarzbueb 2013» vorgestellt. Der 91. Jahrga...

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