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Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. August 2012

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Deutliche Häufung von Unfällen beim Autobahnanschluss Die Verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei prüft Sanierungsmassnahmen Während beim Autobahnanschluss mehr Unfälle verzeichnet werden, hat sich die Verkehrssicherheit in Ottenbach nicht verschlechtert. In Obfelden wurden etwas mehr Unfälle registriert. Die regierungsrätliche Antwort auf die dringliche Anfrage der Kantonsräte Moritz Spillmann und Hans Wiesner beinhaltet nicht nur Verkehrszahlen (siehe Frontseite). Sie gibt auch Auskunft über Verkehrsunfallzahlen und Luftschadstoffmessungen in den A4Zubringer-Gemeinden. So ereigneten sich in Ottenbach in den letzten fünf Jahren vor Eröffnung der A4 47 Unfälle – mit vier Schwerund sieben Leichtverletzten. In den knapp drei Jahren nach Autobahneröffnung waren es 23 Unfälle mit zwei Schwer- und zwei Leichtverletzten. Die Unfallraten (je 0,8 Unfälle und 0,2 Verletzte pro Monat) sind vor und nach Eröffnung der A4 somit praktisch gleich und zeigen laut Regierungsrat, dass ich die Verkehrssicherheit nicht verschlechtert hat. Zudem seien keine Unfallschwerpunkte auszumachen, heisst es in der Antwort. In Obfelden kam es vor Autobahneröffnung in der gleichen Periode zu 100 Unfällen mit zwei getöteten Personen sowie 8 Schwer- und 22 Leichtverletzten. In den knapp drei Jahren vor A4-Eröffnung haben sich 56 Unfälle mit einer getöteten Person sowie je zehn Schwer- und Leichtverletzten ereignet. Im Gegensatz zu Ottenbach ist die Rate der Verkehrsunfälle und der Verletzten in Obfelden leicht gestiegen. Auch hier wurden keine Unfallschwerpunkte festgestellt.

Kapo prüft Sanierungsmassnahmen Anders am Autobahnanschluss: Dort zeigt sich eine deutliche Häufung von

Verkehrsunfällen: Zwischen November 2009 (Eröffnung der A4) und März 2012 registrierte die Kantonspolizei 34 Unfälle mit fünf Schwer- und zwei Leichtverletzten. «Die Verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei hat den Handlungsbedarf erkannt und prüft Sanierungsmassnahmen», schreibt der Regierungsrat.

«Umfahrung trägt zur lufthygienischen Entlastung bei» Luftschadstoffmessungen haben ergeben, dass der Immissionsgrenzwert für Stickstoffdioxid von 30 μg/m³ an der Muristrasse in Obfelden im Jahr 2011 knapp eingehalten wurde. Im Vorjahr wurde er mit 32 μg/m³ noch leicht überschritten. Beim Dorfplatz in Ottenbach lagen diese Messwerte mit 29 μg/m³ in beiden Jahren knapp darunter. – Der Regierungsrat geht davon aus, dass mit der laufenden Entwicklung der Fahrzeuge eine weitere Abnahme der Abgasemissionen erwartet werden kann, die sich auch auf die Situation in Obfelden und Ottenbach auswirken dürfte. Nehme das Verkehrsaufkommen in der gleichen Zeit wesentlich zu, könne sich der Entlastungseffekt jedoch verlangsamen oder sogar aufheben. Erfahrungen nach der A4-Eröffnung hätten gezeigt, dass mit der verkehrlichen Entlastung in den Siedlungsgebieten auch eine lufthygienische Verbesserung eingetreten sei. «Die geplante Umfahrungsstrasse trägt somit wesentlich zur lufthygienischen Entlastung der Bevölkerung bei. Selbst in einem grösseren Betrachtungsraum kann eine Umfahrungsstrasse tendenziell zu einer Senkung von Emissionen führe, weil das gleichmässige Rollen auf seiner solchen Achse gegenüber dem oft unruhigen Verkehr in Ortsdurchfahrten geringere Emissionen verursacht», schreibt der Regierungsrat. (-ter.)

Seit Autobahneröffnung bis März 2012 gab kam es auf dem Anschluss zu 34 Unfällen, fünf mit Schwerverletzen. (Bild -ter.)

Das sind die neuesten Frequenzzahlen der Zubringerachse Ottenbach-Obfelden der Zürcher Baudirektion. (Tabelle zvg.)

Gemeindeabstimmung über den Neubau der Schulanlage Pünten am 23. September Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Stallikon Die Stalliker Stimmberechtigten werden am 23. September über den Kredit von 9,6 Mio. Franken für den Neubau der Schulanlage Pünten abstimmen. Der bestehende Kindergartenpavillon im Dorf ist in die Jahre gekommen, eine umfassende Sanierung lohnt sich nicht mehr. Das alte Schulhaus Dorf kann die Bedürfnisse einer zeitgemässen, modernen Schule nicht mehr erfüllen und auch nicht behindertengerecht gemacht werden. Mit dem neuen Schulhausprojekt beim Werkhof Pünten soll die durch eine markante Zunahme der Schulkinder prekäre Situation mit dem knapp gewordenen Schulraum zukunftsfreundlicher und nachhaltiger entspannt werden. Das Geschäft wurde an der Gemeindever-

sammlung vom 6. Juni zuhanden der Urnenabstimmung vorberaten.

Gemeindeversammlung vom 19. September fällt aus An der Gemeindeversammlung vom 19. September hätte die Initiative «Änderung der Bau- und Zonenordnung im Gebiet Langfuren» des Initiativkomitees Langfuren behandelt werden sollen. Das IK Langfuren hat den Gemeinderat ersucht, die Initiative nicht der Gemeindeversammlung vom 19. September vorzulegen, da die Bauherrschaft Langfuren und das IK Langfuren in «Erfolg versprechenden Vergleichsverhandlungen» stehen. Der Gemeinderat hat dem Begehren des IK

Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

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Langfuren entsprochen; die Initiative soll an der nächsten Gemeindeversammlung vom 5. Dezember behandelt werden, falls sie in der Zwischenzeit nicht zurückgezogen wird. Die Bauherrschaft hat Anfang August die Projektänderungspläne eingereicht und die Aussteckung auf Kat.-Nr. 1264 angepasst. Die amtliche Publikation (Baugespanne) erfolgt am 17. August.

mit der planerischen Begleitung des Projektes beauftragt. Der Terminplan sieht vor, dass in den nächsten Wochen die Ausschreibung der Submission erfolgt, damit der Gemeinderat spätestens im Oktober die Arbeitsvergabe vornehmen kann. Die Ausführung der baulichen Arbeiten erfolgt in der Winterzeit, damit die Friedhofbesucher am wenigsten gestört werden. Die Ansaat ist im April 2013 geplant.

Gemeinschaftsgrab Die Gemeindeversammlung vom 18. April hat den Kredit für die Erstellung eines Gemeinschaftsgrabes im Friedhof «Schloss» bewilligt. Der Gemeinderat hat nun den Landschaftsarchitekten Thomas Steinmann, Winterthur,

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Panzersperren Die Panzersperre an der Loomattstrasse in Sellenbüren hat im letzten Winter einen Fahrzeugschaden verursacht. Die zuständige Bundesstelle des VBS «armasuisse» hat sich daraufhin ent-

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schlossen, die Anlage zurückzubauen. Mit den Bauarbeiten wurde aus Rücksicht auf den Schulbetrieb am 16. Juli begonnen, sie dauern voraussichtlich bis Ende der Sommerferien. Die vollständigen Rückbaukosten übernimmt der Bund.

Zur Erinnerung Am Samstag, 18. August, 10 bis 12 Uhr, findet beim Zentrum Sellenbüren die Einweihungsfeier des Dorfbrunnens Sellenbüren statt. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen. Die Gemeinde offeriert einen kleinen Apéro und für die musikalische Umrahmung der Feier sind die «Bauchnuschti Stompers» zuständig. (rb)

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