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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 103 I 170. Jahrgang I Donnerstag, 29. Dezember 2016

Holzschlagarbeiten

Goldene Regel

Die Jonentalstrasse (Rifferswil – Affoltern) ist vom 9. bis 23. Januar 2017 gesperrt. > Seite 3

Urs Boller ruft zum neuen Jahr eine leicht und allgemein verständliche Redensart in Erinnerung. > Seite 3

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Zentrum Oberdorf Durch den Neubau der Migros hat sich die Einkaufsmeile in Affoltern stark verändert. > Seite 5

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Schulen in den Slums Der Bonstetter Jakob Schmid engagiert sich für Asra in Indien. > Seite 9

Sie haben Grossartiges geleistet im zu Ende gehenden Jahr

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37 Jahre Schule Die Primarschule Mettmenstetten hat sein Hauswart-Paar Theres und Walter Boll verabschiedet. > Seite 9

Doppeltes Glück für 2017

Anstelle eines umfassenden Rückblicks pickt der «Anzeiger» einzelne Personen heraus Krieg, Anschläge und die USWahl prägten das Weltgeschehen 2016. Im Knonauer Amt bleibt viel Positives in Erinnerung. Zum Beispiel das Dorfjubiläum in Mettmenstetten oder der Weltmeistertitel von Petra Klingler.

Gemeinsam für die Kanti und Neuorganisation des Sozialdienstes

................................................... von thomas stöckli Hier die Bonstetterin, die in allen drei Sportkletterer-Disziplinen nationale Titelträgerin und im Bouldern sogar Weltmeisterin geworden ist, da der OK-Präsident des Mettmenstetter Dorfjubiläums, welches mit seiner Vielzahl und Vielfalt an Anlässen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Petra Klingler und Jean-Pierre Feuz – beide haben Grossartiges geleistet im zu Ende gehenden Jahr. Sie und andere will der «Anzeiger» in seiner letzten Ausgabe 2016 würdigen. Etwa die Galeristin Elfi Bohrer aus Bonstetten, die das Kulturleben im Bezirk über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Oder den Pensionär Hanspeter Isoz aus Mettmenstetten, der eigent-

Jean-Pierre Feuz.

Elfi Bohrer.

Boulder-Weltmeisterin Petra Klingler. (Archivbilder)

Hanspeter Isoz.

Marcel J. Strebel.

lich nur die Besuche von Albert Einstein im «Paradies», Mettmenstetten, aufarbeiten wollte und dabei einer grösseren Geschichte auf die Spur kam. Oder die innovative Entwicklungs- und Produktionsfirma Anta

Swiss AG, die ihrem Inhaber und Geschäftsführer Marcel J. Strebel nach Knonau gefolgt ist. Es ist eine Auswahl an verdienten Persönlichkeiten, eine Auflistung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Grossbrand in der Vollenweid 23 Kühe konnten nicht mehr gerettet werden In der Nacht auf den 28. Dezember brach in einer Scheune im Hausemer Weiler Vollenweid ein Feuer aus. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute stand diese in Vollbrand. Pferde und Lamas konnten gerettet werden; für 23 Kühe kam jede Hilfe zu spät.

Paul und Daniel Ammann, Kaminfeger aus Knonau, sowie Redaktion und Verlag des «Anzeigers» wünschen ein gutes neues Jahr und viel Glück im 2017! (Bild Andrea Bolliger) anzeigen

Uneinigkeit zwischen Kanton und Gemeinde Das Pfarrhaus Knonau soll vom Kanton an die Gemeinde übergehen. Auf die Dezember-Gemeindeversammlung wurde ein entsprechender Abtretungsvertrag ausgehandelt, welchen die Kirchenpflege dann aber zurückgezogen hat. Der Grund sind marode Werkleitungen auf dem Pfarrhausgrundstück. Der Kanton will für diese Kosten nicht auch noch aufkommen. ................................................... > Bericht auf Seite 5

................................................... von andrea bolliger Die Landwirtin bemerkte den Brand in der Scheune um etwa 3 Uhr. Zusammen mit einem Bekannten gelang es der Familie, Lamas und Pferde in Sicherheit zu bringen. Für 23 Kühe kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Bäuerin und der Helfer wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Spital gefahren; der Landwirt blieb unverletzt. Als die alarmierten Feuerwehren Hausen, Kappel und Rifferswil auf dem Brandplatz eintrafen, standen Scheune und Stall in Vollbrand. Ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Wohngebäude konnte verhindert werden. Die zur Unterstützung aufgebotene Stützpunktfeuerwehr Affoltern half mit, Wasser aus dem Türlersee herbeizupumpen. Noch bei Tagesanbruch qualmte dichter Rauch aus dem zerstörten Ökonomieteil der Liegenschaft. Die

Politisch hat die Einigkeit überrascht, mit der sich Parteien und Organisationen fürs gemeinsame Ziel einer Mittelschule im Knonauer Amt eingesetzt haben. Dieses Kapitel ist noch nicht abgeschlossen. Anfang 2017 sollen die gesammelten Unterschriften an Bildungsdirektorin Dr. Silvia Steiner übergeben werden. Ein weiteres grosses Thema wird für 2017 sicher die Neuorganisation des Sozialdienstes sein. Der Auflösung des Zweckverbands in seiner jetzigen Form haben mittlerweile alle Gemeinden im Bezirk zugestimmt. Er soll durch Interkommunale Anstalten ersetzt werden, wobei nur in der IKA Kesb auch künftig alle Bezirksgemeinden vereint sein werden. Läutet dies das Ende der Solidarität im Bezirk ein? Nicht unbedingt, vielmehr schein sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass zuweilen kleinere regionale Einheiten mehr Sinn machen könnten. ................................................... > Portraits auf den Seiten 6, 7 und 8

Rollentausch

Der Brand zerstörte den Ökonomieteil bis auf das Fundament. (Bild zvg.) Feuerwehr transportierte glimmendes Material aus der Brandruine, um Glutnester auszumerzen. Warum der Brand ausgebrochen ist, ist noch nicht bekannt. Die Spezialisten des Brander-

mittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich haben die Untersuchungen aufgenommen. Der entstandene Schaden wird auf zwei Millionen Franken geschätzt.

Anna-Lea Wölfle aus Hedingen stand im November vor einer Schulklasse in Sambia. Nichts Ungewöhnliches, wäre sie nicht erst 15 Jahre alt und Schülerin. Für die vielseitig interessierte Gymnasiastin war es ein einmaliges Erlebnis, das sie nicht missen möchte. Im «Anzeiger» schildert sie ihre Eindrücke. War der erste Schultag noch geprägt von Respekt vor der Aufgabe, gewöhnte sie sich schnell an ihre Rolle und fand Freude daran. Dennoch hat sie zurzeit (noch) keine Ambitionen den Lehrerberuf zu ergreifen. ................................................... > Bericht Seite 21

400 52 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

a. o. Delegiertenversammlung Donnerstag, 26. Januar 2017, 18.00 bis 19.00 Uhr Sitzungszimmer Sozialdienst Bezirk Affoltern, Obfelderstrasse 41b, 3. OG, 8910 Affoltern am Albis A. Statutarische Geschäfte 1. Begrüssung, Wahl des Stimmenzählers 2. Kenntnisnahme des Protokolls der Delegiertenversammlung vom 17. November 2016 3. Umwandlung des Zweckverbandes Sozialdienst Bezirk Affoltern in die Interkommunale Anstalt KESB Bezirk Affoltern per 1. Januar 2018: Bericht und Antrag des Vorstandes 4. Abschluss des statutarischen Teils Die Unterlagen liegen ab 12. Januar 2017, beim Sozialdienst Bezirk Affoltern, Obfelderstrasse 41b (3. Stock), 8910 Affoltern am Albis, während der Büroöffnungszeiten zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 29. Dezember 2016 Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Margareta Wildhaber, Präsidentin

Entlassung aus dem kommunalen Inventar Mettmenstetten. Der Gemeinderat hat am 20. Dezember 2016, gestützt auf § 203 lit. c) und § 213 Planungsund Baugesetz (PBG) beschlossen, dass die Scheune, Vers.-Nr. 239, Kat.-Nr. 1844, Albisstrasse 56, 8932 Mettmenstetten, kein Schutzobjekt darstellt und aus dem Inventar der kommunalen Schutzobjekte zu entlassen ist.

TO D E S A N Z E I G E

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel

Karl Frey

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

17. Dezember 1935 – 22. Dezember 2016

Nach einem reich erfüllten, guten Leben hat sein Herz für immer zu schlagen aufgehört. Wir sind traurig, aber auch dankbar für die vielen Jahre, die wir mit Dir teilen durften. Herzlichen Dank für alles was Du uns gegeben hast, wir vermissen Dich. Elisabeth Frey-Dunkel Ueli und Elisabeth Frey-Schwitter mit Jasmin, Katja, Selina Bruno und Hanna Frey-Keller mit Moritz, Rico, Kaya, Joel Stefan und Esther Frey-Fischer mit Philippe, Noemi David und Antoinette Frey-Künzle Verwandte und Anverwandte

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Mettmenstetten Bauherrschaft: Werner Stauffacher, Hurdnerwäldlistrasse 25, 8808 Pfäffikon Vertreter: Architekturbüro AG Markus Hächler, Rossauerstrasse 10, 8932 Mettmenstetten Bauprojekt: Umbau und Sanierung best. Wohnhaus mit Balkonanbau Ostseite, Sonnenkollektor Dach Südseite, Vers.-Nr. 559, Kat.-Nr. 2993, Rossauerstrasse 2 (Kernzone KA) (kommunales Schutzobjekt)

Wettswil am Albis Gesuchsteller: Martin und Susanne Landers, Im Grundächer 22, Gerhard Schmid und Susanne Rüfenacht Schmid, Im Grundächer 24, Sandro und Daniela Venetz, Im Grundächer 28, 8907 Wettswil am Albis Bauvorhaben: Sitzplatz-Beschattungsanlagen bei den Einfamilienhäusern Vers.-Nrn. 1458/1459/1460 auf Kat.Nrn. 3694/3695/3697, Im Grundächer 22/24/28 (Wohnzone W2b/Privater Gestaltungsplan Grundächer)

Wettswil am Albis

Denkmalschutz

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts fehlen. (Psalm 23,1)

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Gesuchsteller: GOtthard FASTcharge AG, Via Industria 10, 6826 Riva San Vitale Bauvorhaben: Elektroladestation für Elektroautos (zwei Ladesäulen) beim bestehenden Parkplatz der Albis-Golf Driving Range auf Kat.-Nr. 3609 an der Moosstrasse 7a (Landwirtschaftszone/ Privater Gestaltungsplan «Driving Range Chrügelmatten»)

Die Beerdigung ist am Freitag, 30. Dezember 2016, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten, anschliessend Trauergottesdienst um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche. Anstelle von Blumenspenden gedenke man: Landwirtschaftliche Hilfsprojekte in Moldawien, Spendenkonto Hoffnungsträger Ost, Postkonto 70-7722-5, Vermerk: Karl Frey.

Todesfälle Mettmenstetten Am Freitag, 30. Dezember 2016, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche, die Beisetzung/Abdankung (mit Abdankungsredner) für

Karl Frey Obere Fischbachstrasse 3, statt. Der Friedhofvorsteher

Elsa Sigrist-Hirzel 15. September 1926 – 26. Dezember 2016

Sigrist-Hirzel Elsa

Unsere Gedanken begleiten sie.

geb. 15. September 1926, von Obfelden ZH, wohnhaft gewesen in Obfelden, Sennhüttenstrasse 8; Witwe des Sigrist Robert. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Abdankung am Freitag, 6. Januar 2017, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Obfelden. Die Friedhofvorsteherin

Die Abdankung findet am Freitag, 6. Januar 2017, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Obfelden statt. Urnenbeisetzung zu einem späteren Zeitpunkt.

Es werden keine Leidzirkulare versandt. Traueradresse: Max Sigrist, Sennhüttenstrasse 8, 8912 Obfelden

Ebenso danken wir allen, die dem lieben Verstorbenen in seinem Leben Gutes getan haben und ihn auf seinem Weg begleiteten.

HERZLICHEN DANK sagen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserem lieben

Rudolf (Ruedi) Strüby 11. Mai 1936 – 27. November 2016

erfahren durften. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Werner Schneebeli für die einfühlsam gestaltete Urnenbeisetzung und anschliessende Trauerfeier.

Es ist tröstend und schön zu erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft und Achtung ihm entgegengebracht wurde. Danke auch für die vielen Karten sowie die grosszügigen Spenden zugunsten der Stiftung Mütterhilfe. Wir danken allen, die mit uns gemeinsam von Ruedi Abschied genommen haben und ihn in guter Erinnerung behalten.

Berchtoldschiessen 2017 Samstag, 2. Januar 2017 Zeit: 13.30 bis 15.00 Uhr Der Vorstand

In stiller Trauer: Max Sigrist und Maria Müller Maja Espinal und Martin Kohler Melissa Espinal und Daniel Mössinger Martin Espinal Heidi Steffen-Hirzel Johanna Schmid-Hirzel

Anstelle von Blumen gedenke man des Vereins Spitex Knonaueramt, ZKB-Konto 01-200027-2, 8010 Zürich.

Mettmenstetten, 29. Dezember 2016

Feldschützenverein Wettswil

Sie ist zu ihrer letzten Reise aufgebrochen

Am 26. Dezember 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag

Schiessvereine

TO D E S A N Z E I G E

Obfelden

Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Zustellung (Eigentümer) bzw. Publikation (Dritte) an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Der Beschluss des Gemeinderates kann während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Mettmenstetten, Albisstrasse 2, 8932 Mettmenstetten, eingesehen werden.

Gemeinderat Mettmenstetten

Traueradresse: Elisabeth Frey, obere Fischbachstrasse 3, 8932 Mettmenstetten

Affoltern am Albis, im Dezember 2016

Die Trauerfamilie

Berchtoldstag, 2. Januar 2017 geöffnet 14 bis 17 Uhr Reichhaltige Dokumentation über Dorf und ehemalige Burg, Kieswerke, Reussverbauung, Landwirtschaft, Gerberei, Wagnerei, Schlosserei, Mühle und Säge sowie anderes Handwerk.

Wechselausstellung: Spielzeugsammlung von H. U. Steger Geöffnet: Berchtoldstag, Ostermontag, Pfingstmontag, 1. Sonntag im Oktober (Chilbi). Ausserdem Führungen für Gruppen nach Vereinbarung. Telefon 044 767 05 55


Bezirk Affoltern

Der Benzindieb wurde gefasst Der Mann, welcher am Freitag, 16. Dezember, in Mettmenstetten einen Benzindiebstahl begangen und beim Wegfahren den Tankstellen-Geschäftsführer angefahren hatte, konnte aufgrund polizeilicher Ermittlungen am späteren Mittwochabend, 21. Dezember, an seinem Wohnort im Bezirk Horgen verhaftet werden. Es handelt sich um einen 21-jährigen Schweizer. Im Anschluss an die polizeilichen Befragungen wurde er der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis zugeführt.

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Am Sonntag, 1. Januar, feiert Modesto Alfredo Leuthold in Affoltern seinen 85. Geburtstag. Wir gratulieren und wünschen ihm ein schönes Fest. Eveline Susanna Rüegg-Huber, darf am Mittwoch, 4. Januar, den 85. Geburtstag in Affoltern feiern. Herzliche Gratulation und alles Gute für die Zukunft.

Mitteilungen des Gemeinderates Aeugst am Albis ................................................... von gemeindeschreiber thomas holl Am 21. Mai 2017 ist im Bezirk Affoltern zusammen mit den eidgenössischen und kantonalen Vorlagen die Abstimmung über die Gründung der Interkommunalen Anstalt (IKA) Kesb vorgesehen. Da die Gemeindeordnung der Gemeinde Aeugst am Albis für Geschäfte, die der Urnenabstimmung unterliegen, deren Vorberatung in einer Gemeindeversammlung vorsieht, findet am Donnerstag, 30. März 2017, eine ausserordentliche Gemeindeversammlung statt.

Die Sanierung des Einmünders Sonnenberg-/Mülibergstrasse mit dem Ersatz der damit verbundenen Wasserleitungen konnte abgeschlossen werden. Der Gemeinderat hat die Bauabrechnung für diese Sanierung mit einem Minderaufwand gegenüber dem Kostenvoranschlag von Fr. 46 900.50 mit total Fr. 341 099.05 (inkl. MwSt.) genehmigt.

Erstellung eines Lichtkonzepts Die Gemeinde Aeugst am Albis betreibt eine nachhaltige Energiepolitik, welche auch das Thema Licht (u.a. auch Lichtverschmutzung) beinhaltet. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, für die Gemeinde Aeugst am Albis ein Lichtkonzept zu erstellen. Dabei kann man von Erfahrungen aus Nachbargemeinden profitieren.

Zur goldenen Hochzeit Emanuela Ruvolo und Salvatore Di Puma, Obfelden, feiern am 31. Dezember ihre goldene Hochzeit. Wir gratulieren und wünschen den beiden ein schönes Fest.

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Gemeindeversammlung im März

Bauabrechnung Mülibergstrasse

Auf der Flucht den TankstellenBetreiber angefahren. (Bild zvg.)

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Intelligente Beleuchtung – Versuchsbetrieb Der Gemeinderat hat beschlossen, am Schuelweidweg einen Testbetrieb mit

intelligenter Beleuchtung durchzuführen, da dies einen Bestandteil des zu erstellenden Lichtkonzeptes für die Gemeinde Aeugst am Albis darstellt. Intelligente Beleuchtungen sind mit Bewegungsmeldern versehen und dimmen sich bei Nichtbedarf langsam wieder auf 50% der Vollleistung zurück.

Kanalisation Vorrain-Breitenstrasse: Sanierung Die öffentliche Kanalisationsleitung Vorrain-Breitenstrasse muss wegen ihres schlechten Zustandes saniert werden. Diese Sanierung erfolgt aufgrund von Lage und Verlauf der Leitung via Inliner. Der entsprechende Auftrag wurde an die Firma ISS Kanalservice, Boswil, vergeben.

Wasserversorgung: UV-Anlagen, Anpassung Steuerung Der Gemeinderat hat entschieden, die Notfall-Steuerung der Ultraviolett-Anlagen zu ersetzen. Der entsprechende Auftrag wurde an die Firma Rittmeyer AG, Inwilerriedstrasse 57, 6341 Baar, vergeben.

Jagdrevier Aeugst: Pachtperiode 2017-2025 Die aktuelle Jagdpachtperiode für das Jagdrevier Aeugst am Albis läuft im Jahr 2017 aus. Die Pacht ist daher für den Zeitraum von 2017 bis 2025 neu zu vergeben. Dies erfolgt gemäss den gesetzlichen Vorgaben im Rahmen einer Versteigerung. Diese findet am Mittwoch, 8. Februar, 17 Uhr im Gemeindehaus Aeugst am Albis statt. Anmeldungen für die Versteigerung sind mittels des offiziellen Anmeldeformulars mit den notwendigen Beilagen bis

spätestens am 22. Januar 2017 bei der Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis einzureichen. Weitere Information sind abrufbar unter: www.aln.zh.ch/internet/baudirektion/aln/de/fjv/Jagd/verpachtungjagdreviere.html.

Vernehmlassungen Der Gemeinderat Aeugst am Albis hat im Rahmen laufender Vernehmlassungsverfahren von folgender Vorlage Kenntnis genommen und auf eine detaillierte Stellungnahme verzichtet: – Finanzdirektion, Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III im Kanton Zürich.

Kommunales Inventar der Denkmalschutzobjekte – Erarbeitung Für die Gemeinde Aeugst am Albis wird ein Inventar der kommunalen Denkmalschutzobjekte erarbeitet, dessen Erstellung durch ein Fachbüro begleitet wird. Dazu wurde ein mehrstufiges Evaluationsverfahren durchgeführt. Es wurden verschiedene Firmen eingeladen, Angebote einzureichen und diese vorzustellen. Die vorgestellten Angebote waren allesamt gut ausgearbeitet und kompetent präsentiert. Der Auftrag wurde an die Firma Suter, von Känel, Wild AG, Förrlibuckstrasse 30, 8005 Zürich, vergeben.

Winterdienst: auf Willy Weiss folgt Andreas Pfister In der Organisation des Winterdienstes der Gemeinde Aeugst am Albis hat es auf den Winter 16/17 einen Wechsel gegeben. Anstelle von Willy Weiss wird neu Andreas Pfister im Einsatz sein. Willy Weiss widmete sich mit

grossem Engagement seiner Aufgabe und führte während der Wintermonate bei Bedarf den Schneepflug sicher und mit grossem Geschick über die Aeugster Strassen, womit er einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf unserem Strassennetz leistete. Für seine langjährige und wertvolle Tätigkeit zum Wohle der Gemeinde und der gesamten Bevölkerung von Aeugst am Albis dankt ihm der Gemeinderat recht herzlich und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Jonentalstrasse: Temporäre Sperrung Die Jonentalstrasse (Staatsstrasse) ist infolge von Holzschlagarbeiten vom 9. bis 23. Januar 2017 gesperrt und mit einem temporären allgemeinen Fahrverbot belegt. Während der Dauer dieser Verkehrsanordnung erfolgt für beide Fahrtrichtungen eine Umleitung über Unter-Rifferswil – Albisstrasse – Mettmenstetten – Zürichstrasse – Affoltern am Albis.

Baubewilligung – Einbau einer Wohnung in bestehende Scheune, Abbruch kleiner Anbauten, Höchweg, Müliberg, Aeugstertal, Gemeinde Aeugst am Albis, Kat.-Nr. 2025, GV-Nr. 304, Zone K2 A, Aeberli Heinz, Baumgarten 3, 8914 Aeugstertal. – Umbau bestehendes Einfamilienhaus mit Anbau und partiellem Dachgeschossaufbau, Auswechseln der Fenster, Ersatz Holz-Stützmauern durch Beton/Naturstein, Stümelweg 4, Gemeinde Aeugst am Albis, Kat. Nr. 307, GV-Nr. 38, Zone: W1 (Gestaltungsplangebiet Stümel GP 3), Projektänderung, Haas Daniel und Esther, Unterdorf 14, 8914 Aeugst am Albis.

Ein alter Vers zum neuen Jahr Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

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Gedanken zum Jahreswechsel von Urs Boller Der altrömische Gott Ianus wird meist mit einem Schlüssel dargestellt. Vor allem aber hat er zwei Gesichter. Eines, das zurückschaut in die vergangene Zeit, und eines, das vorausblickt in die Zukunft. Der Monat Januar hat von ihm seinen Namen. Ianus ist quasi der Gott der offenen Tür. Er versinnbildet den Übergang und widerspiegelt das menschliche Bedürfnis, beim Jahreswechsel einen Augenblick innezuhalten, abzuschliessen mit dem, was zurückliegt und in Gedanken nach vorne zu schauen. Was sich allerdings für gewöhnliche Sterbliche als nicht sehr aufschlussreich erweist. In die Zukunft zu blicken, übersteigt den menschlichen Horizont. Aber immerhin könnte die Gottheit mit der doppelten Blickrichtung darauf hinweisen, dass sich mit der nötigen «Voraussicht» und mit gebührender «Rücksicht» die künftigen Geschehnisse und Entwicklungen ein Stück weit beeinflussen und mitgestalten lassen. In diesem Sinne gibt es ein uraltes Friedensrezept, das sich nicht nur bei den alten Römern bewährt hat, sondern in aller Welt als goldene Regel gilt. Sie lautet kurz und bündig: «Was du

nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu». Hinter dieser leicht und allgemein verständlichen Redensart, die der chinesische Weisheitslehrer Konfuzius bereits um 600 vor Christus propagierte, verbirgt sich mehr, als man auf den ersten Augenblick meinen könnte. Es handelt sich um die einzige ethische Richtlinie, die zum gemeinsamen Kulturgut aller Völker und Religionen gehört.

Die goldene Regel In den jüdischen Schriften findet sich dazu eine hübsche Anekdote, die Folgendes berichtet: Zu Rabbi Hillel – einem Zeitgenossen Jesu – kam einst ein eiliger Geschäftsmann mit einem sonderbaren Anliegen: «Bitte, erkläre mir in der Zeit, in der ich auf einem Bein zu stehen vermag, den wesentlichen Inhalt des jüdischen Glaubens». Der Rabbi überlegte nicht lange und erwiderte spontan: «Was dir nicht lieb ist, tu den andern auch nicht an. Das ist die ganze Lehre. Geh und lerne.» Dieselbe Empfehlung findet sich in positiver Formulierung auch im

Matthäusevangelium. Sie lautet in der christlichen Version: «Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen. Darin besteht das ganze Gesetz und alles, was die Propheten je gelehrt haben.» Und nochmals mit andern Worten ist derselbe Grundsatz auch im islamischen Schrifttum zu finden, wo es in der Hadith heisst: «Liebe für die Menschen das, was du für dich selber liebst. Dann bist du ein rechtgläubiger Muslim». Es ist erstaunlich, dass die theistischen Religionen in dieser grundlegenden Einsicht übereinstimmen. Noch verblüffender aber ist es, dass sie alle beteuern, damit sei alles gesagt und darin sei alles enthalten. Wie soll man dies verstehen? Steht nicht bei allen drei Religionen die Liebe zu Gott an erster Stelle? Kann man denn die religiöse Dimension einfach ausklammern und behaupten, im bedingungslosen Respekt vor den Mitmenschen sei alles enthalten? Ja, man kann. Die religiöse Dimension ist nicht ausgeklammert, sondern eingeschlossen. Wer den Menschen – jeden Menschen in seiner Einmaligkeit – als

Die kleinste römische Münze zeigt den Ianuskopf, der dazu anregt, sich nach hinten und vorn Gedanken zu machen. (Bild zvg.) ein Geschöpf Gottes achtet, der achtet und ehrt damit auch seinen Schöpfer. Und hätten die grossen Religionen nur diesen einen Grundsatz, der ihnen gemeinsam wichtig und heilig ist, ernst genommen, dann wäre so mancher grausame Krieg ausgeblieben. Ganz zu schweigen von den gegenwärtigen Gräueltaten. Nach meiner Ansicht ist es höchste Zeit, Abschied zu nehmen von religiösen und politischen Ideologien aller Art und sich auf die goldene Regel zu besinnen, in der alles Wesentliche enthalten ist. Mit allen guten Wünschen zum neuen Jahr und Hillels Empfehlung: «Geh und lerne.» (ubo) Gesungene Version auf youtube.com/yjgVDqb96fM.


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Wir sind dankbar, dass sich unsere Mutter, Grossmutter ohne Schmerzen und friedlich auf den Weg machen durfte. Ihre aufopfernde und selbstlose Lebensart wird uns für immer in Erinnerung bleiben. In Liebe Beat und Jayne Ries-Levy mit Peter und Billy Markus Ries Bernadette und Francis Doerr-Ries mit Laurent Philipp und Simone Ries-Lehner mit Ayleen Zur Abschiedsfeier treffen wir uns in der langjährigen Heimatgemeinde Stallikon, Freitag, 6. Januar 2017, 14.00 Uhr, Kirche Stallikon. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen spenden Sie bitte an die Stiftung Tixi Säuliamt, 8910 Affoltern am Albis (Postkonto 80-23029-6).

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Die herzliche Anteilnahme und die vielen Zeichen des Mitgefühls und der Verbundenheit beim Abschied von

Berta Schertenleib-Blaser haben uns tief berührt. Wir danken herzlich – allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die uns ihre Anteilnahme bekundet haben. – Frau Pfarrerin Bettina Bartels für die einfühlsamen und tröstenden Worte an der Trauerfeier in der Friedhofskapelle. – der Organistin Frau Anna Buczek für die sehr schöne musikalische Umrahmung. – dem Ärzte- sowie dem Pflegeteam des Spitals Affoltern und der Palliativabteilung «Villa Sonnenberg» für die kompetente und liebevolle Pflege in den letzten Wochen. – dem ganzen Team der Spitex Affoltern für die Hilfe in den vergangenen fünf Jahren zuhause. – dem Hausarzt und den Angestellten der Praxis Dr. Anton Caprez für die jahrelange Betreuung. – für die vielen Beileidskarten an uns und die Spenden an die Stiftung Spital Affoltern zugunsten der Palliativabteilung «Villa Sonnenberg». Affoltern am Albis, Weihnachten 2016

Die Trauerfamilie

HERZLICHEN DANK Wir danken allen Verwandten, Freunden, Nachbarn, ehemaligen Kollegen und Bekannten für die überaus grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir in den Tagen des Abschieds von unserem lieben

Willy Baer-Wiesendanger in so reichem Masse erfahren haben. Danken möchten wir auch dem Team der Spitex Knonaueramt für die langjährige Betreuung, dem Spital Affoltern, Pfarrerin Irene Girardet für die einfühlsamen Worte und Gedanken an der Abschiedsfeier, dem Güetli in Mettmenstetten für den Gesangvortrag und dem Schützenverein Hausen am Albis für den letzten Fahnengruss. Ebertswil, im Dezember 2016

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Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Wenn sich Kanton und Gemeinde nicht einig werden Das Knonauer Pfarrhaus sollte seit Jahren an die Kirchgemeinde abgetreten werden Seit Jahren hätte das Knonauer Pfarrhaus vom Kanton Zürich an die Kirchgemeinde übergehen sollen. Da sich Gemeinde und Kanton jedoch bisher nicht über den Abtretungsvertrag einigen konnten, bleibt das Haus vorerst im Besitz des Kantons. ................................................... von salomon schneider 2007 hat der Zürcher Regierungsrat entschieden, dass die Pfarrergehälter in Zukunft nicht mehr vom Kanton, sondern von der Landeskirche bezahlt werden sollen. Als Ausgleich entschied der Regierungsrat zudem, dass beinahe alle Kirchenliegenschaften an die Kirchgemeinden übergehen sollen. Die Pfarrhäuser sollten renoviert übergeben werden und der Unterhalt für die kommenden 15 Jahre sollte zudem vom Kanton übernommen werden.

Uneinigkeit zwischen Kanton und Gemeinde Auf die Dezember-Gemeindeversammlung hatte die Kirchgemeinde Knonau mit dem Kanton Zürich einen Abtretungsvertrag ausgehandelt, der für den aufgelaufenen Unterhaltsrückstand sowie die kommenden 15 Jahre Unterhalt gut eine Million Franken Entschädigung vorsah. Als eine Zustandsanalyse der Werkleitungen ergab, dass die maroden Leitungen auf dem Pfarrhausgrundstück ebenfalls dringend erneuert werden müssen, wollte der Kanton diese Kosten nicht auch noch übernehmen. Da die Kirchenpflege dem Abtretungsvertrag ohne Finanzierung der Werkleitungssanierungen nicht zustimmen wollte, hatte sie das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember zurückgezogen. Eine zusätzliche Schwierigkeit bei der Abtretung und Übernahme des Knonauer Pfarrhauses besteht darin, dass der Unterhalt seit Jahren vernachlässigt wurde und die Renovierung aufwendig und kostenintensiv ist, da es im Inventar des kantonalen Denkmalschutzes als geschützt eingestuft ist.

Das Knonauer Pfarrhaus ist geräumig, weist aber einen Unterhaltsrückstand auf. (Bilder Salomon Schneider) Umbau erforderlich Das Pfarrhaus ist jedoch dringend renovationsbedürftig. Die Aussenisolation ist mangelhaft und der Grundriss gestaltet sich so, dass eine moderne Nutzung nicht möglich ist. Auf einer Seite erstreckt sich über drei Geschosse die Pfarrerwohnung, während auf der anderen Seite der Pfarrgemeindesaal, das Pfarrsekretariat und die Bibliothek untergebracht sind. «Mit seinem grossen Estrich und dem riesigen Keller ist das Haus auf den Lebensstil von vor mehreren hundert Jahren ausgelegt. Im grossen, dunklen Keller wurde früher der Zehnt gelagert. Für private Vorräte ist er viel zu gross. Der Dachstock wurde früher zum Trocknen von Obst, zum Aufhängen der Wäsche und zur Aufbewahrung nur saisonal benötigter Gegenstände genutzt. Sowohl der Dachboden als auch der Vorratskeller sind heute nicht mehr zeitgemäss. Zudem muss das Haus auch Rendite abwerfen, wenn es der Kirchgemeinde gehört», erläutert der Knonauer Pfarrer Thomas Maurer. Die Kirchenpflege hat ein vor acht Jah-

ren Renovierungsprojekt erarbeitet, das angepackt werden kann, sobald der Abtretungsvertrag mit dem Kanton unter Dach und Fach ist. Das Renovationsprojekt soll nach der Übernahme überarbeitet werden.

Nächste Schritte noch unklar Bisher war geplant, dass in Zukunft für die Dorfbibliothek ein neuer Standort gefunden werden und der gesamte Hausteil soll in eine grosse Wohneinheit mit Büroräumen im Parterre umgewandelt werden. Ein neuer Standort für die Bibliothek ist noch nicht gefunden. «Die politische Gemeinde ist jedoch in den Prozess der Kirchgemeinde involviert und zieht die Bibliothek in ihre Nutzungsplanung ein», erläutert der Knonauer Bildungsvorstand Dominik Stöckli. Der im Hausteil mit der Bibliothek befindliche Gemeindesaal soll in den Keller verlegt werden. Thomas Maurer erläutert: «Der riesige Zehntkeller, mit seinem hohen Gewölbe, wäre optimal für einen Gemeindesaal geeignet – analog dem Kirchgemeindesaal in

Mettmenstetten. Die Gemeinde könnte so das gesamte Gebäude besser und kosteneffizienter nutzen.» Wie es mit der Abtretung des Knonauer Pfarrhauses weitergehen wird, ist noch unklar. Bei den Verhandlungen gibt es noch zwei grosse Fragezeichen. Einerseits will die Kirch-

gemeinde Knonau für die maroden Frisch- und Abwasserleitungen entschädigt werden, andererseits plant der Kanton Zürich, 200 Quadratmeter des Pfarrgartens als Entschädigung für Landverluste durch die Renaturierung des Haselbachs an Nachbarn abzugeben.

Pfarrer Thomas Maurer erklärt, dass durch das Herausbrechen einer Wand der unternutzte Keller in einen Saal verwandelt werden könnte.

Lidl als Ankermieter und einige unvermietete Flächen Durch den Neubau der Migros hat sich das Zentrum Oberdorf in Affoltern stark verändert Im Affoltemer Zentrum Oberdorf stehen momentan einige Verkaufs- und Büroflächen leer. Im Frühling 2017 kann jedoch mit einer Belebung gerechnet werden.

Affolterns Zentrumscharakter wird gestärkt

................................................... von salomon schneider Die neue Überbauung der Migros, auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes im Zentrum Oberdorf, beim Sternenkreisel in Affoltern, hat das Quartier neu geprägt. Der massive Bau bietet Platz für die Verkaufsflächen der Migros und 34 Wohnungen – die grösstenteils bereits bezogen sind. Durch den Umzug der Migros ist in der benachbarten Liegenschaft, die sich in Besitz der Zürich Versicherungen befindet, eine grosse Verkaufsfläche frei geworden. Zudem steht auch das Verkaufslokal zwischen dem ehemaligen und dem neuen Standort der Migros leer.

Im Zentrum Oberdorf stehen momentan noch zwei Verkaufslokale leer. (Bild Salomon Schneider) Ein guter Mietermix als Ziel Für das ehemalige Verkaufslokal der Migros konnte Lidl als Ankermieter gewonnen werden, was eher ungewöhnlich ist. Lidl sucht sich sonst meistens unbebaute Flächen am Siedlungsrand. Die Lidl-Filiale Affoltern

soll im Frühling 2017 eröffnet werden. Nathalie Vidal von der Zürich Versicherung zu den Entwicklungen im Zentrum Oberdorf: «Mit dem Auszug der Genossenschaft Migros Zürich und der abgeschlossenen Überdachung startet die Zürich Versicherungs-Gesellschaft in die zweite Phase der Revi-

talisierung des Zentrums Oberdorf. Zurzeit finden Rückbauarbeiten in der ehemaligen Filiale der Migros statt. Anschliessend bereiten wir die neuen Flächen für die künftigen Mieter vor. Unser Ziel ist ein guter Mietermix mit einem attraktiven Angebot für die Kunden.»

Schwieriger scheint sich die Situation für die Mobiliar Versicherung zu gestalten, welche die Liegenschaft an der Zürichstrasse 81 besitzt. Im Parterre konnte mit dem Restaurant Stella schnell ein neuer Mieter gewonnen werden – nach dem Auszug der Bäckerei Hug. Die Büroflächen in den oberen Etagen stehen jedoch seit dem Umzug der Mobiliar Generalagentur Affoltern ins Zentrum Obstgarten leer. Dem Vernehmen nach sollen die Büroflächen in Wohnraum umgebaut werden, sollte zeitnah kein Mieter gefunden werden. Mit der neuen Migros ist Bewegung ins Zentrum Oberdorf gekommen. Zusammen mit der bald fertiggestellten Überbauung «Zentrum Affoltern» an der Oberen Bahnhofstrasse, die auch zahlreiche Verkaufsflächen bieten wird, wird der Zentrumscharakter von Affoltern zwischen den vier Kreiseln auf jeden Fall gestärkt.


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Jahreswechsel

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Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Der Mann hinter «Mättmi 900»

Ein verdien nter Platz im Albert Einstein Archiv, Jerusalem

Jean-Pierre Feuz ist stolz auf Mettmenstettens einzigartiges Jubiläum

Hanspeter Isoz wollte eigenttlich nur die Besuche von Einstein im «Paradies» aufarbeiten – seine Recherchearbeit wird von höchster Stelle gelobt

Mettmenstetten feierte seinen 900. Geburtstag nicht mit einem grossen Dorffest. Während des ganzen Jahres fanden Anlässe und Aktionen, unter dem Motto «Mättmi fiiret 900 Jahr» statt. Bei OK-Präsident Jean-Pierre Feuz liefen die Fäden zusammen.

Wer neue Aspekte aus dem Leben einer Legende aufdeckt und dafür von höchster Stelle gelobt wird, der hat Grossartiges geleistet. Das gilt auch für Hanspeter Isoz und sein Buch «Wie bitte, Herr Einstein, war das jetzt ganz genau im Paradies?»

Anzeiger: Das Jubiläumsjahr von «Mättmi fiiret 900 Jahr» ist fast vorbei. Wie fühlen Sie sich? Jean-Pierre Feuz: Extrem gut. Es ist für mich eine grosse Freude zu sehen, wie aus diesem Papierkonzept ein lebendiges, vielseitiges und interessantes Jubiläumsjahr wurde. Dabei gab es viel Unbekanntes, wo man nicht wusste, wie es herauskommen würde und auch Zweifel bestanden.

............................................... von thomas stöckli «Ihr Buch wird seinen verdienten Platz in unserer Bibliothek einnehmen», schrieb Dr. Roni Grosz, Kurator der Albert Einstein Archives in der Hebrew University in Jerusalem an Hanspeter Isoz. Und weiter: «Ich finde es toll, dass Sie als Pensionist sich ein solches Projekt vorgenommen und so gründlich durchgezogen haben. Meine Hochachtung!»

Wo gab es Zweifel? Ob die Vereine, die sonst schon zu wenig Leute für ihre Vorstände finden, noch die Kapazität für die Organisation von Jubiläumsanlässen hätten, zum Beispiel. Ein weiteres Thema waren die über das ganze Jahr verteilten Anlässe. Es wurde befürchtet, dass das Publikum mit der Zeit weniger würde. Unkenrufe gab es auch, dass die 280 000 Franken für ein Fest, das ein ganzes Jahr dauert, nicht ausreichen würden. Und reichte das Geld? Nach dem jetzigen Stand der Finanzen können wir die Kreditlimite sicher einhalten. ..............................................................

«Das wäre bei der heutigen Sparwut wohl nicht mehr möglich …» .............................................................. Wäre das Jubiläumsjahr ohne Ihr Engagement in dieser Form durchgeführt worden? Ja, denn die Grundidee, dass man nicht ein grosses, sondern ein Jahresfest macht, kam vom Gemeinderat. Sie wurde von der Konzeptgruppe zwar in Frage gestellt, doch die Mehrheit war der Meinung dieser Idee zu folgen. Jene, die dem nicht zustimmten, stiegen danach aus. Schon am ersten Workshop waren die Themenkreise Arbeiten im Dorf, Geschichte, Kultur/Leben im Dorf, Natur, Schule und Sport definiert. Schliesslich arbeitete ein Ausschuss von vier Personen das Konzept aus. Alle, vor allem der Gemeinderat, mussten damit einverstanden sein. Für mich war es überraschend, dass der Kredit an der Gemeindeversammlung ohne Diskussion genehmigt wurde. Das wäre bei der heutigen Sparwut wohl nicht mehr möglich … Wir dürfen mit Recht stolz sein auf unser Dorf und seine Bevölkerung, dass wir uns ein so einzigartiges Jubiläum geschenkt haben. Sie hatten aber die Fäden in der Hand? Ich habe mich für diese Aufgabe ja freiwillig gemeldet. Ich habe auch ganz unschweizerisch gesagt, dass ich nur mitmache, wenn ich Präsident sein darf (lacht). Das kam nicht so gut an. Doch ich blieb dabei. Einer meiner Vorteile als Pensionierter ist, dass ich Zeit habe und mir diese selber einteilen kann. In der Planungsphase war es ein HundertProzent-Job. Auch den traditionellen Anlässen im Dorf, wie der Viehschau wurde der Stempel «Mättmi fiiret 900 Jahr» aufgedrückt. War das richtig? Am Anfang, als wir noch nicht wussten, wieviele Anlässe sich ergeben würden, haben wir alle Vereine angeschrieben. Diese haben ihre tra-

Jean-Pierre Feuz hat bald wieder mehr Zeit, sich auf seiner Mättmi-Bank auszuruhen - wenn er will. (Bild Andrea Bolliger) ditionellen Anlässe. Der Wunsch war, dass sie ihren Anlass unter das Motto «Mättmi 900» stellen und etwas Spezielles bieten. Nur dann gab es einen Beitrag aus dem Kredit der Gemeinde. Insgesamt waren es über 90 Anlässe und Aktionen die, im Rahmen von «Mättmi 900», stattfanden. Rund 30 Prozent davon basierten auf traditionellen Anlässen, die restlichen 70 Prozent waren spezielle Jubiläumsaktionen. ..............................................................

«Einen richtigen Flop hatten wir nicht.» .............................................................. Was war Ihr Highlight in diesem Jahr? Ich möchte keinen Anlass hervorheben – es sind zu viele. Für mich sind es die unzähligen Begegnungsmöglichkeiten, die sich ergeben haben. Ich habe sehr viele Leute kennengelernt und die Aussenweiler neu entdeckt. Der Zusammenhalt im Dorf wurde gefestigt und ich hoffe, dass von dieser Jubiläumsstimmung noch viel weiterlebt. Was hätte besser laufen können? Einen richtigen Flop hatten wir nicht. Wenn man jedoch kritisch ist, findet sich das Eine oder Andere. Wir haben eindeutig zu viele Festartikel eingekauft. Zudem habe ich die Aktion «Jubi-Produkte made in Mättmi» ganz anders beurteilt. Wir haben so viele Hofläden und Boutiquen hier und ich hätte lieber einen Katalog mit diesen Produkten als mit StandardFestartikeln gemacht. Aber es gab wenig Angebote. Das ist schade. Das Sponsoring lief ebenfalls nicht erwartungsgemäss. Allerdings engagiert sich das lokale Gewerbe bei den traditionellen Anlässen und mit den «Gwerb-Bänkli» haben sie einen grossen Kostenanteil übernommen. Auch die Idee eines Sonderstempels oder einer Sonder-Briefmarke liess sich nicht realisieren. Daraus wurden schliesslich immerhin noch 10 000

Couverts der Gemeindeverwaltung mit Sonderaufdruck. Wie lief denn der Festartikel-Verkauf ? Der Verkauf lief schlecht. Nur von den «Schöggeli» haben wir nicht mehr viel übrig. Sie wurden an vielen Anlässen zum Kaffee gereicht. Wir stellten den Veranstaltern Festartikel wie Absperrbänder, T-Shirts, Fähnchen, Ballone und Kappen zur Verfügung. Diese wurden gerne angenommen. Wenn wir dies alles verkauft hätten, hätten wir Gewinn gemacht. Was passiert nun mit den restlichen Artikeln? Am 7. Januar führen wir im Pavillon Grundfeld einen Liquidationsverkauf durch. Dort versuchen wir, so viele Artikel wie möglich, an den Mann und an die Frau zu bringen. Auch die Beflaggung aus dem Dorf gelangt dort in den Verkauf. Worauf hätten Sie verzichten können? Eine interessante Frage. Diese habe ich mir gar nie gestellt. Es lief eigentlich alles besser, als ich es mir vorgestellt habe und das andere gehörte irgendwie einfach dazu. ..............................................................

«Die Arbeit im OK Jubiläum wird mir bestimmt fehlen.» .............................................................. Inwieweit hat sich der Gemeinderat an den Feierlichkeiten beteiligt? Die Gemeinderäte engagierten sich an einzelnen Anlässen aktiv. Zudem war René Kälin mein Stellvertreter. Aus dem OK hatte niemand die Kapazität, aber ich bestand darauf, dass auch meine Funktion eine Stellvertretung habe. So wandte ich mich an den Gemeinderat. Wir einigten uns darauf, dass René Kälin als Gemeindepräsident die Repräsentationspflichten übernimmt, sich aber nicht in den Alltag der Organisation einmischt. Das hat sehr gut geklappt.

Was bleibt übrig von «Mättmi 900»? Der Neujahrsapéro des Gemeinderates soll zur Tradition werden. Der nächste findet am 8. Januar statt. Das Radquer wird es wieder geben und auch das Seniorentheater «Theater 900» will weitermachen. Bestehen bleiben auch die Signalisationen des «Mättmi-Wäg» und rund 27 der 51 «Gwerb-Bänkli». Die Führer und Routenkarten können, solange es hat, bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Auch die Aktion «MättmiSchtei» läuft noch so lange weiter bis definiert ist, wo und wann die Steine gepflastert werden. Die Steine können nach wie vor bei der Gemeindeverwaltung gekauft werden. Die Homepage www.maettmi900.ch soll noch eine Weile aufgeschaltet bleiben. Wird Ihnen jetzt langweilig? Das fragen mich viele Leute. Ich mache mir keine Illusionen, die Arbeit im OK Jubiläum wird mir bestimmt fehlen, aber ich habe keine Bedenken, dass ich mich langweile. Ich habe noch so viele Ideen. Es bleibt mir wieder mehr Zeit fürs Malen. Zudem bin ich in der Interessensgemeinschaft «Offene Bibliothek Braunwald» engagiert. Wir besitzen dort ein Ferienhaus. Es gibt vier Bücherkästen im Dorf, wo Bücher ausgeliehen, getauscht oder anderen zum Lesen angeboten werden. Diese Schränke müssen im nächsten Jahr wieder einmal ausgiebig gewartet werden. Haben Sie sich einen Vorsatz für 2017 genommen? Nein, eigentlich nicht. Doch ich habe sowohl in der Primarschulpflege wie auch jetzt im OK Jubiläum die Erfahrung gemacht, dass ich gerne mit jüngeren Leuten zusammen arbeite. Das fordert mich heraus. Wenn eine Aufgabe locken würde, die ich noch nicht kenne oder gelöst habe, könnte es für mich wahrscheinlich schwer sein, nein zu sagen. Interview: Andrea Bolliger

Zufällig auf die d Liebesgeschichte gestossen Zum 900-Jahrre-Jubiläum seiner Gemeinde wolllte Hanspeter Isoz die Aufenthalte von v Albert Einstein im damaligen Hotel Paradies aufarbeiten. Bei seine er Recherche stiess er dann aber au uch auf die spannende Liebesgeschicchte zwischen dem 20jährigen Einsstein und dem 17-jährigen «Anneli»» Schmid, Schwägerin des Hoteliers. Nach secchs gemeinsamen Wochen in Metttmenstetten trennten sich die Weg ge der beiden wieder, um sich zehn Jahre später wieder zu kreuzen: Alles deutet darauf hin, dass sich die inzwischen verA Einstein und heirateten Albert Anna Meyer--Schmid noch einmal trafen – nach h einer Eifersuchts-Szene mit ihren n jeweiligen Partnern. Neun Monate e später sollte sie ihr

einziges Kind zur Welt bringen. Isoz liess nicht locker und fand die zwei noch lebenden Enkel von Anna Meyer-Schmid – und vielleicht auch von Albert Einstein.

Dem Einstein ein Kind «angehängt» Das Lob des obersten Hüters von Einsteins Erbe weltweit spricht Bände. Der Mettmenstetter hat Aussergewöhnliches geleistet. Er hat einen Abschnitt aus dem Leben des Physikgenies und späteren Nobelpreisträgers beleuchtet, der in dieser Ausführlichkeit bisher nicht bekannt war. «Ich war etwas erstaunt über die Theorie, dass Einstein auch in Mettmenstetten eine uneheliche Tochter hinterlassen haben soll», so Einstein-Kurator Roni Grosz, «aber uneheliche Kinder sind ihm viele

nachgesagt worden, so dass mich das nicht erschreckt.» Im eigenen Umfeld stiess die Recherchearbeit von Isoz nicht überall auf dieselbe Bewunderung. «Hast du dem Einstein ein Kind angehängt?» und ähnliche flapsige Sprüche musste sich der Mettmenstetter zuweilen anhören. Die meisten Reaktionen fielen allerdings auch hier positiv aus. Insbesondere die spannende Erzählform und die klare Trennung zwischen Fakten und Spekulationen werden geschätzt. So lässt das Buch Raum für eigene Gedanken.

Wohlwollen der möglichen Enkel Nach dem Primeur im «Anzeiger» vom 4. November brachte am 19. November auch das St. Galler Tagblatt die Geschichte von Albert und «Anneli» ganzseitig heraus. Unter

dem Titel «Herzensbrecher Einstein» standen dabei die Herisauer Wurzeln der jungen Frau im Fokus. Andere zeigten sich zwar interessiert, scheuten sich aber, die «Überfigur» Einstein als Mensch mit Stärken und Schwächen darzustellen. Für den grössten Teil seiner 500 Bücher hat Hanspeter Isoz inzwischen Abnehmer gefunden. «Ich bin zufrieden», verrät er. «Um kommerziellen Erfolg ist es mir nie gegangen.» Das spürt man am respektvollen Umgang mit den Menschen, über die er schreibt. Und das bestätigt auch das Wohlwollen, das ihm die Enkel von Anna MeyerSchmid entgegenbringen. Keine Selbstverständlichkeit: An der Buchvorstellung waren sie beide präsent. Sprecherin und Regisseurin Isabel Schaerer las gar Episoden aus dem Buch vor, ihr Bruder Alec sass im Publikum.

Buch-Vorpremiere: Autor Hanspeter Isoz (links) mit Gemeindepräsident René Kälin auf der Terrasse des «Paradies», Mettmenstetten. (Archivbild)

Die Galerie lebtt in vielen Häusern weiter

Mit Hai und Tiger ins Hasental

Elfi Bohrer nimmt nach der letzten l Finissage Abschied

2016 – ein spannendes Jahr für die Anta Swiss AG, Knonau

Hunderte von Katalogen, geordnet von A bis Z, warten in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten darauf, von Künstlern abgeholt zu werden. Auch Bilder und Skulpturen gehen zurück – wenige im Vergleich zu den unzähligen Werken, die über Elfi Bohrer ihren passenden Platz gefunden haben.

Seit Anfang Juni ist die Anta Swiss AG in Knonau ansässig. Hier produziert sie nicht nur den berühmten Abfallhai, sondern auch UrbanTiger, Butterfly und LichtEule – «aktuell, nachhaltig in technologischen Anwendungen», wie der Firmenname ausgeschrieben lautet.

............................................ von regula zellweger

Hasental – das tönt nach idyllischer Natur, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. In Knonau allerdings sind es KMUs, die an der Hasentalstrasse, im Spickel zwischen Steinhauserstrasse und Autobahn A4, beheimatet sind. Mit der Anta Swiss AG des Uttenbergers Marcel J. Strebel seit Juni 2016 auch eine innovative Entwicklungs- und Produktionsfirma für urbanes Mobiliar, Mechatronik und LED-Leuchten. Berühmt geworden ist die Anta Swiss AG mit dem Abfallhai, einer Symbiose von Design mit Biss und Funktion – heute der Inbegriff für stylische, gleichzeitig zweckmässige Abfallkübel aus Chromstahl.

Elfi Bohrer findet man zum Jahresende in ihrer Galerie in Bonstetten. Strenge Monate liegen hinter ihr: Ausstellungen, die Kunstmesse und die Diagnose und Behandlung der schweren Krankheit ihres Mannes. «Wir machen die Galerie, so lange wir können», so hat es sich das Paar versprochen, das 26 Jahre gemeinsam Elfi Bohrers Traum von einer eigenen Galerie verwirklicht hat. Nun liegen hinter Elfi Bohrer die letzte Finissage und ihr 70. Geburtstag, vor ihr die Ungewissheit, wie das Leben weitergehen wird. Nein, für Angst habe sie keine Zeit, sagt Elfi Bohrer. Sie ist müde, strahlt aber Zuversicht aus, sie hat von klein auf gelernt, sich dem Leben zu stellen. Viele haben ihr in den letzten Wochen dafür gedankt, dass sie das Kunstgeschehen im Säuliamt über viele Jahre professionell bereichert hat.

Aufräumen Sie ist für einige Momente allein in der Galerie, ordnet, nimmt Abschied. Sie erzählt: «In den letzten Monaten haben mir so viele Leute spontan geholfen. Beispielsweise beim Ordnen der Kataloge oder bei den vielen Arbeiten rund um die Kunstmesse.» Sie nimmt sich Zeit fürs Aufräumen und wird noch lange daran sein. «Meine Künstler sind für mich wie eine Art Kinder. Ich habe sie begleitet, miterlebt, wie sie sich entwickelt haben, gewachsen sind.» Es gab eine lange Warteliste, in Fachkreisen wusste man: «Es ist eine Auszeichnung, in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten ausstellen zu dürfen.» Lang war die Warteliste auch, weil Elfi Bohrer ihren

.................................................. von urs e. kneubühl

Elfi Bohrer hat mit Hilfe von Freunden Hunderte von Katalogen alphabetisch geordnet. (Bild Regula Zellweger) T hielt. Mit jeKünstlern die Treue dem Katalog, der alphabetisch eingeordnet wiird, mit jedem Bild, das bereitgeste ellt wird, sind Erinnerungen verb bunden, Beziehungen, für die Ellfi Bohrer dankbar ist.

Ein Leben für die d Kunst Das Aufräume en beinhaltet für Elfi Bohrer im mmer wieder Momente des Inn nehaltens. Sie hält Rückblick. Sie hat viel Liebe und Wertschätzung g erhalten, ganz besonders in den n letzten Wochen. «Das ist viel me ehr als ein Kompliment, es ist esssentiell.» Im Rückbliick kann sie heute auch offen sag gen: «Es gab auch für mich Zeiten n der Unsicherheit, des Zweifelns.»» Gegen aussen hat sie es nie ge ezeigt. Um ihren Traum von de er Galerie zu verwirklichen, hatt sie ihre erfolgreiche Karriere im Finanzbereich, mensberaterin und als Unternehm Softwareentwiccklerin, an den Nagel gehängt. Siie begann als Galeristin mit Künsstlern, die sie kannte. Sie wusste immer i ganz genau, was ihr gefiel und u was nicht. Und darüber musste e man nicht diskutieren wollen. Diese D Sicherheit in der Auswahl de er Künstler machte bestimmt eine en Teil ihres Erfol-

ges aus. Sie hat nie Werke von Künstlern verkauft, von denen sie nicht selbst überzeugt war.

dass in diesem Haus kaum ein Quadratzentimeter «kunstlos» ist.

Alles zu Ende? Eins nach dem anderen In den letzten Monaten hat Elfi Bohrer nach dem Leitsatz «Eins nach dem anderen» gelebt. Sie organisierte, plante, strukturierte, formulierte genau, was helfende Hände tun konnten und durften. Diese Konzentriertheit, das gradlinige, unbeirrbare Gehen auf ein Ziel hin ist typisch für die gebürtige Österreicherin. Stolz ist sie, dass Evelyne Fenner, die Leiterin der jährlichen Messe «Kunst Zürich», mit Bezug zu ihrem Erfolg sagte: «Du musst vieles richtig gemacht haben.» Denn die Welt der Kunst ist nicht nur für viele Künstler ein hartes Pflaster. Galerien kommen und gehen – Elfi Bohrers Galerie blieb 26 lange Jahre. Erfolgreich. Das Aus diktiert das Leben. Gemeinsam haben Arthur und Elfi Bohrer die Galerie aufgebaut, gemeinsam gehen sie durch den Prozess des Loslassens. Es bleiben unzählige Erinnerungen, wunderbare, tragende Beziehungen und eine Menge Kunstwerke im Besitz des Ehepaares. Wer je zu Besuch bei Bohrers war, weiss,

Kunden und Künstler bedauern, dass die Galerie, der sie über viele Jahre Vertrauen geschenkt haben, nun endgültig geschlossen ist. «Was machen wir nur, wenn wir wieder ein Werk kaufen möchten?» Trotz Müdigkeit leuchtet das für Elfi Bohrer so typische Lächeln auf, das man nicht beschreiben kann. «Ich bin ja noch da», sagt sie, «ich liebe meine Beziehungen zu Kunstschaffenden und Kunden – und ich berate von Herzen gern.» Und in ihrer ganz eigenen Art, sich Zeit zu nehmen, um ihre Gedanken präzise zu formulieren, sagt sie schliesslich: «Ich kenne die Präferenzen meiner Kunden, ich kenne meine Künstler – und ich werde immer gern auch wieder überrascht.» Sie liebt es, Kunden zu Hause zu besuchen, Kunstwerke, die sie vor Jahren vermittelt hat, wie alte Bekannte wieder zu treffen und mit sicherer Hand neue Werke zu platzieren. Für Elfi und Arthur Bohrer ist ein Kapitel abgeschlossen, das Leben geht weiter, intensiv, voller Zuversicht und dem Willen, das Beste zu machen – eins nach dem anderen.

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Strebel, den Inhaber und Geschäftsführer der Anta Swiss AG, begeistert vor dem Firmensitz zusammenkommen. Zwei Tage vor Heiligabend überrascht der Anta-Swiss-Lieferant seinen Kunden in Knonau mit einem MegaAbfallhai. Ein Unikat, zwei Meter zwanzig hoch, 300 Kilo schwer und mit einem Fassungsvermögen von rund 400 Litern! Das grosse Teil im originalen Hai-Look, das künftig auf dem Carport-Dach der Anta Swiss AG an der Steinhauserstrasse stehen wird, ist Weihnachts- und Umzugsgeschenk gleichzeitig, schliesslich ist die Anta Swiss AG erst seit fünf Monaten in Knonau domiziliert. «Der Umzug», sagt Marcel J. Strebel, «war einer der Höhepunkte eines spannenden Jahres…» Minutiös geplant, zog man am Freitag, 3. Juni, am Standort Rümlang den Stecker und zog mit vierzig LKWs mit Anhängern ins Knonauer Amt, wo man nur drei Tage später bereits wieder funktionsfähig eingerichtet war. «Wir haben uns auch sehr rasch gut eingelebt in Knonau», hält Strebel weiter fest und ergänzt: «Die gute Aufnahme in der Gemeinde und im Bezirk sowie die Zusammenarbeit mit der Standortförderung Knonauer Amt und den hier ansässigen Gewerbe- und Industrieunternehmen gehört zu den weiteren Marksteinen dieses Jahres.» Und selbstredend darf das Anta-Swiss-

Team ebenso und vor allem auch den German Design Award, der ihm 2016 für den Solar-Presshai verliehen wurde, zu den Höhepunkten des zu Ende gehenden Jahres zählen. Die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des bekannten Müllschluckers mit dem schrägen Dach und cleveren technischen Details bedient sich modernster Technologie von Anta Swiss, die das Füllvolumen durch Verdichtung um ein Mehrfaches erweitert.

Mitreissende Begeisterung als Vision und Markenzeichen

Es ist die überall spürbare Begeisterung, welche die Erfolge der Anta Swiss AG und ihrer Produkte sicherlich sehr begünstigt. Der Leitspruch «Begeisterung reisst spürbar mit» steht denn auch seit zwanzig Jahren als Vision für das innovative Team und Unternehmen. Und Marcel J. S trebel ist so etwas wie das Schwungrad, welches die Dynamik und den Elan aus der Firmenvision mit Freude antreibt – ansteckend, wie man an der allgemein herrschenden Begeisterung für die Anta Swiss bei Mitarbeitenden und Kunden spürt. Dies macht ihn zum vielbeachteten Unternehmer und zum geschätzten Patron, für den Mega-Abfallhai vom Lieferanten die Mitarbeitenden «durchs Feuer geDer Lieferwagen bringt Grosses – und hen». Dies ist im Grossen wie im Kleidies lässt die Crew um Marcel J. nen spür- und erlebbar: Ein Beispiel ist die Bestell-Glocke, mit welcher «seit dem Start unserer Vision ‹Begeisterung reisst spürbar mit› jede Bestellung, die bei uns eingeht, über diese Glocke eingeläutet wird», erklärt Strebel dazu. Und die aktuelle Bestell-Glocke hat er gemeinsam mit seinem Team heuer eigenhändig neu gegossen. Ein weiterer Höhepunkt. Wahrlich, Marcel J. Strebel und sein Team haben 2016 Grossartiges geleistet. Es darf davon ausgegangen werden, dass auch die Zukunft der innovativen Firma Erfreuliches und VielversprechenMarcel J. Strebel, Inhaber und Geschäftsführer der Anta Swiss AG (6. v. r.) und seine Mitarbeiter des bringen wird. freuen sich über das Geschenk eines Lieferanten, den Mega-Abfallhai. (Bild zvg.)


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Der Mann hinter «Mättmi 900»

Ein verdien nter Platz im Albert Einstein Archiv, Jerusalem

Jean-Pierre Feuz ist stolz auf Mettmenstettens einzigartiges Jubiläum

Hanspeter Isoz wollte eigenttlich nur die Besuche von Einstein im «Paradies» aufarbeiten – seine Recherchearbeit wird von höchster Stelle gelobt

Mettmenstetten feierte seinen 900. Geburtstag nicht mit einem grossen Dorffest. Während des ganzen Jahres fanden Anlässe und Aktionen, unter dem Motto «Mättmi fiiret 900 Jahr» statt. Bei OK-Präsident Jean-Pierre Feuz liefen die Fäden zusammen.

Wer neue Aspekte aus dem Leben einer Legende aufdeckt und dafür von höchster Stelle gelobt wird, der hat Grossartiges geleistet. Das gilt auch für Hanspeter Isoz und sein Buch «Wie bitte, Herr Einstein, war das jetzt ganz genau im Paradies?»

Anzeiger: Das Jubiläumsjahr von «Mättmi fiiret 900 Jahr» ist fast vorbei. Wie fühlen Sie sich? Jean-Pierre Feuz: Extrem gut. Es ist für mich eine grosse Freude zu sehen, wie aus diesem Papierkonzept ein lebendiges, vielseitiges und interessantes Jubiläumsjahr wurde. Dabei gab es viel Unbekanntes, wo man nicht wusste, wie es herauskommen würde und auch Zweifel bestanden.

............................................... von thomas stöckli «Ihr Buch wird seinen verdienten Platz in unserer Bibliothek einnehmen», schrieb Dr. Roni Grosz, Kurator der Albert Einstein Archives in der Hebrew University in Jerusalem an Hanspeter Isoz. Und weiter: «Ich finde es toll, dass Sie als Pensionist sich ein solches Projekt vorgenommen und so gründlich durchgezogen haben. Meine Hochachtung!»

Wo gab es Zweifel? Ob die Vereine, die sonst schon zu wenig Leute für ihre Vorstände finden, noch die Kapazität für die Organisation von Jubiläumsanlässen hätten, zum Beispiel. Ein weiteres Thema waren die über das ganze Jahr verteilten Anlässe. Es wurde befürchtet, dass das Publikum mit der Zeit weniger würde. Unkenrufe gab es auch, dass die 280 000 Franken für ein Fest, das ein ganzes Jahr dauert, nicht ausreichen würden. Und reichte das Geld? Nach dem jetzigen Stand der Finanzen können wir die Kreditlimite sicher einhalten. ..............................................................

«Das wäre bei der heutigen Sparwut wohl nicht mehr möglich …» .............................................................. Wäre das Jubiläumsjahr ohne Ihr Engagement in dieser Form durchgeführt worden? Ja, denn die Grundidee, dass man nicht ein grosses, sondern ein Jahresfest macht, kam vom Gemeinderat. Sie wurde von der Konzeptgruppe zwar in Frage gestellt, doch die Mehrheit war der Meinung dieser Idee zu folgen. Jene, die dem nicht zustimmten, stiegen danach aus. Schon am ersten Workshop waren die Themenkreise Arbeiten im Dorf, Geschichte, Kultur/Leben im Dorf, Natur, Schule und Sport definiert. Schliesslich arbeitete ein Ausschuss von vier Personen das Konzept aus. Alle, vor allem der Gemeinderat, mussten damit einverstanden sein. Für mich war es überraschend, dass der Kredit an der Gemeindeversammlung ohne Diskussion genehmigt wurde. Das wäre bei der heutigen Sparwut wohl nicht mehr möglich … Wir dürfen mit Recht stolz sein auf unser Dorf und seine Bevölkerung, dass wir uns ein so einzigartiges Jubiläum geschenkt haben. Sie hatten aber die Fäden in der Hand? Ich habe mich für diese Aufgabe ja freiwillig gemeldet. Ich habe auch ganz unschweizerisch gesagt, dass ich nur mitmache, wenn ich Präsident sein darf (lacht). Das kam nicht so gut an. Doch ich blieb dabei. Einer meiner Vorteile als Pensionierter ist, dass ich Zeit habe und mir diese selber einteilen kann. In der Planungsphase war es ein HundertProzent-Job. Auch den traditionellen Anlässen im Dorf, wie der Viehschau wurde der Stempel «Mättmi fiiret 900 Jahr» aufgedrückt. War das richtig? Am Anfang, als wir noch nicht wussten, wieviele Anlässe sich ergeben würden, haben wir alle Vereine angeschrieben. Diese haben ihre tra-

Jean-Pierre Feuz hat bald wieder mehr Zeit, sich auf seiner Mättmi-Bank auszuruhen - wenn er will. (Bild Andrea Bolliger) ditionellen Anlässe. Der Wunsch war, dass sie ihren Anlass unter das Motto «Mättmi 900» stellen und etwas Spezielles bieten. Nur dann gab es einen Beitrag aus dem Kredit der Gemeinde. Insgesamt waren es über 90 Anlässe und Aktionen die, im Rahmen von «Mättmi 900», stattfanden. Rund 30 Prozent davon basierten auf traditionellen Anlässen, die restlichen 70 Prozent waren spezielle Jubiläumsaktionen. ..............................................................

«Einen richtigen Flop hatten wir nicht.» .............................................................. Was war Ihr Highlight in diesem Jahr? Ich möchte keinen Anlass hervorheben – es sind zu viele. Für mich sind es die unzähligen Begegnungsmöglichkeiten, die sich ergeben haben. Ich habe sehr viele Leute kennengelernt und die Aussenweiler neu entdeckt. Der Zusammenhalt im Dorf wurde gefestigt und ich hoffe, dass von dieser Jubiläumsstimmung noch viel weiterlebt. Was hätte besser laufen können? Einen richtigen Flop hatten wir nicht. Wenn man jedoch kritisch ist, findet sich das Eine oder Andere. Wir haben eindeutig zu viele Festartikel eingekauft. Zudem habe ich die Aktion «Jubi-Produkte made in Mättmi» ganz anders beurteilt. Wir haben so viele Hofläden und Boutiquen hier und ich hätte lieber einen Katalog mit diesen Produkten als mit StandardFestartikeln gemacht. Aber es gab wenig Angebote. Das ist schade. Das Sponsoring lief ebenfalls nicht erwartungsgemäss. Allerdings engagiert sich das lokale Gewerbe bei den traditionellen Anlässen und mit den «Gwerb-Bänkli» haben sie einen grossen Kostenanteil übernommen. Auch die Idee eines Sonderstempels oder einer Sonder-Briefmarke liess sich nicht realisieren. Daraus wurden schliesslich immerhin noch 10 000

Couverts der Gemeindeverwaltung mit Sonderaufdruck. Wie lief denn der Festartikel-Verkauf ? Der Verkauf lief schlecht. Nur von den «Schöggeli» haben wir nicht mehr viel übrig. Sie wurden an vielen Anlässen zum Kaffee gereicht. Wir stellten den Veranstaltern Festartikel wie Absperrbänder, T-Shirts, Fähnchen, Ballone und Kappen zur Verfügung. Diese wurden gerne angenommen. Wenn wir dies alles verkauft hätten, hätten wir Gewinn gemacht. Was passiert nun mit den restlichen Artikeln? Am 7. Januar führen wir im Pavillon Grundfeld einen Liquidationsverkauf durch. Dort versuchen wir, so viele Artikel wie möglich, an den Mann und an die Frau zu bringen. Auch die Beflaggung aus dem Dorf gelangt dort in den Verkauf. Worauf hätten Sie verzichten können? Eine interessante Frage. Diese habe ich mir gar nie gestellt. Es lief eigentlich alles besser, als ich es mir vorgestellt habe und das andere gehörte irgendwie einfach dazu. ..............................................................

«Die Arbeit im OK Jubiläum wird mir bestimmt fehlen.» .............................................................. Inwieweit hat sich der Gemeinderat an den Feierlichkeiten beteiligt? Die Gemeinderäte engagierten sich an einzelnen Anlässen aktiv. Zudem war René Kälin mein Stellvertreter. Aus dem OK hatte niemand die Kapazität, aber ich bestand darauf, dass auch meine Funktion eine Stellvertretung habe. So wandte ich mich an den Gemeinderat. Wir einigten uns darauf, dass René Kälin als Gemeindepräsident die Repräsentationspflichten übernimmt, sich aber nicht in den Alltag der Organisation einmischt. Das hat sehr gut geklappt.

Was bleibt übrig von «Mättmi 900»? Der Neujahrsapéro des Gemeinderates soll zur Tradition werden. Der nächste findet am 8. Januar statt. Das Radquer wird es wieder geben und auch das Seniorentheater «Theater 900» will weitermachen. Bestehen bleiben auch die Signalisationen des «Mättmi-Wäg» und rund 27 der 51 «Gwerb-Bänkli». Die Führer und Routenkarten können, solange es hat, bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Auch die Aktion «MättmiSchtei» läuft noch so lange weiter bis definiert ist, wo und wann die Steine gepflastert werden. Die Steine können nach wie vor bei der Gemeindeverwaltung gekauft werden. Die Homepage www.maettmi900.ch soll noch eine Weile aufgeschaltet bleiben. Wird Ihnen jetzt langweilig? Das fragen mich viele Leute. Ich mache mir keine Illusionen, die Arbeit im OK Jubiläum wird mir bestimmt fehlen, aber ich habe keine Bedenken, dass ich mich langweile. Ich habe noch so viele Ideen. Es bleibt mir wieder mehr Zeit fürs Malen. Zudem bin ich in der Interessensgemeinschaft «Offene Bibliothek Braunwald» engagiert. Wir besitzen dort ein Ferienhaus. Es gibt vier Bücherkästen im Dorf, wo Bücher ausgeliehen, getauscht oder anderen zum Lesen angeboten werden. Diese Schränke müssen im nächsten Jahr wieder einmal ausgiebig gewartet werden. Haben Sie sich einen Vorsatz für 2017 genommen? Nein, eigentlich nicht. Doch ich habe sowohl in der Primarschulpflege wie auch jetzt im OK Jubiläum die Erfahrung gemacht, dass ich gerne mit jüngeren Leuten zusammen arbeite. Das fordert mich heraus. Wenn eine Aufgabe locken würde, die ich noch nicht kenne oder gelöst habe, könnte es für mich wahrscheinlich schwer sein, nein zu sagen. Interview: Andrea Bolliger

Zufällig auf die d Liebesgeschichte gestossen Zum 900-Jahrre-Jubiläum seiner Gemeinde wolllte Hanspeter Isoz die Aufenthalte von v Albert Einstein im damaligen Hotel Paradies aufarbeiten. Bei seine er Recherche stiess er dann aber au uch auf die spannende Liebesgeschicchte zwischen dem 20jährigen Einsstein und dem 17-jährigen «Anneli»» Schmid, Schwägerin des Hoteliers. Nach secchs gemeinsamen Wochen in Metttmenstetten trennten sich die Weg ge der beiden wieder, um sich zehn Jahre später wieder zu kreuzen: Alles deutet darauf hin, dass sich die inzwischen verA Einstein und heirateten Albert Anna Meyer--Schmid noch einmal trafen – nach h einer Eifersuchts-Szene mit ihren n jeweiligen Partnern. Neun Monate e später sollte sie ihr

einziges Kind zur Welt bringen. Isoz liess nicht locker und fand die zwei noch lebenden Enkel von Anna Meyer-Schmid – und vielleicht auch von Albert Einstein.

Dem Einstein ein Kind «angehängt» Das Lob des obersten Hüters von Einsteins Erbe weltweit spricht Bände. Der Mettmenstetter hat Aussergewöhnliches geleistet. Er hat einen Abschnitt aus dem Leben des Physikgenies und späteren Nobelpreisträgers beleuchtet, der in dieser Ausführlichkeit bisher nicht bekannt war. «Ich war etwas erstaunt über die Theorie, dass Einstein auch in Mettmenstetten eine uneheliche Tochter hinterlassen haben soll», so Einstein-Kurator Roni Grosz, «aber uneheliche Kinder sind ihm viele

nachgesagt worden, so dass mich das nicht erschreckt.» Im eigenen Umfeld stiess die Recherchearbeit von Isoz nicht überall auf dieselbe Bewunderung. «Hast du dem Einstein ein Kind angehängt?» und ähnliche flapsige Sprüche musste sich der Mettmenstetter zuweilen anhören. Die meisten Reaktionen fielen allerdings auch hier positiv aus. Insbesondere die spannende Erzählform und die klare Trennung zwischen Fakten und Spekulationen werden geschätzt. So lässt das Buch Raum für eigene Gedanken.

Wohlwollen der möglichen Enkel Nach dem Primeur im «Anzeiger» vom 4. November brachte am 19. November auch das St. Galler Tagblatt die Geschichte von Albert und «Anneli» ganzseitig heraus. Unter

dem Titel «Herzensbrecher Einstein» standen dabei die Herisauer Wurzeln der jungen Frau im Fokus. Andere zeigten sich zwar interessiert, scheuten sich aber, die «Überfigur» Einstein als Mensch mit Stärken und Schwächen darzustellen. Für den grössten Teil seiner 500 Bücher hat Hanspeter Isoz inzwischen Abnehmer gefunden. «Ich bin zufrieden», verrät er. «Um kommerziellen Erfolg ist es mir nie gegangen.» Das spürt man am respektvollen Umgang mit den Menschen, über die er schreibt. Und das bestätigt auch das Wohlwollen, das ihm die Enkel von Anna MeyerSchmid entgegenbringen. Keine Selbstverständlichkeit: An der Buchvorstellung waren sie beide präsent. Sprecherin und Regisseurin Isabel Schaerer las gar Episoden aus dem Buch vor, ihr Bruder Alec sass im Publikum.

Buch-Vorpremiere: Autor Hanspeter Isoz (links) mit Gemeindepräsident René Kälin auf der Terrasse des «Paradies», Mettmenstetten. (Archivbild)

Die Galerie lebtt in vielen Häusern weiter

Mit Hai und Tiger ins Hasental

Elfi Bohrer nimmt nach der letzten l Finissage Abschied

2016 – ein spannendes Jahr für die Anta Swiss AG, Knonau

Hunderte von Katalogen, geordnet von A bis Z, warten in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten darauf, von Künstlern abgeholt zu werden. Auch Bilder und Skulpturen gehen zurück – wenige im Vergleich zu den unzähligen Werken, die über Elfi Bohrer ihren passenden Platz gefunden haben.

Seit Anfang Juni ist die Anta Swiss AG in Knonau ansässig. Hier produziert sie nicht nur den berühmten Abfallhai, sondern auch UrbanTiger, Butterfly und LichtEule – «aktuell, nachhaltig in technologischen Anwendungen», wie der Firmenname ausgeschrieben lautet.

............................................ von regula zellweger

Hasental – das tönt nach idyllischer Natur, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. In Knonau allerdings sind es KMUs, die an der Hasentalstrasse, im Spickel zwischen Steinhauserstrasse und Autobahn A4, beheimatet sind. Mit der Anta Swiss AG des Uttenbergers Marcel J. Strebel seit Juni 2016 auch eine innovative Entwicklungs- und Produktionsfirma für urbanes Mobiliar, Mechatronik und LED-Leuchten. Berühmt geworden ist die Anta Swiss AG mit dem Abfallhai, einer Symbiose von Design mit Biss und Funktion – heute der Inbegriff für stylische, gleichzeitig zweckmässige Abfallkübel aus Chromstahl.

Elfi Bohrer findet man zum Jahresende in ihrer Galerie in Bonstetten. Strenge Monate liegen hinter ihr: Ausstellungen, die Kunstmesse und die Diagnose und Behandlung der schweren Krankheit ihres Mannes. «Wir machen die Galerie, so lange wir können», so hat es sich das Paar versprochen, das 26 Jahre gemeinsam Elfi Bohrers Traum von einer eigenen Galerie verwirklicht hat. Nun liegen hinter Elfi Bohrer die letzte Finissage und ihr 70. Geburtstag, vor ihr die Ungewissheit, wie das Leben weitergehen wird. Nein, für Angst habe sie keine Zeit, sagt Elfi Bohrer. Sie ist müde, strahlt aber Zuversicht aus, sie hat von klein auf gelernt, sich dem Leben zu stellen. Viele haben ihr in den letzten Wochen dafür gedankt, dass sie das Kunstgeschehen im Säuliamt über viele Jahre professionell bereichert hat.

Aufräumen Sie ist für einige Momente allein in der Galerie, ordnet, nimmt Abschied. Sie erzählt: «In den letzten Monaten haben mir so viele Leute spontan geholfen. Beispielsweise beim Ordnen der Kataloge oder bei den vielen Arbeiten rund um die Kunstmesse.» Sie nimmt sich Zeit fürs Aufräumen und wird noch lange daran sein. «Meine Künstler sind für mich wie eine Art Kinder. Ich habe sie begleitet, miterlebt, wie sie sich entwickelt haben, gewachsen sind.» Es gab eine lange Warteliste, in Fachkreisen wusste man: «Es ist eine Auszeichnung, in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten ausstellen zu dürfen.» Lang war die Warteliste auch, weil Elfi Bohrer ihren

.................................................. von urs e. kneubühl

Elfi Bohrer hat mit Hilfe von Freunden Hunderte von Katalogen alphabetisch geordnet. (Bild Regula Zellweger) T hielt. Mit jeKünstlern die Treue dem Katalog, der alphabetisch eingeordnet wiird, mit jedem Bild, das bereitgeste ellt wird, sind Erinnerungen verb bunden, Beziehungen, für die Ellfi Bohrer dankbar ist.

Ein Leben für die d Kunst Das Aufräume en beinhaltet für Elfi Bohrer im mmer wieder Momente des Inn nehaltens. Sie hält Rückblick. Sie hat viel Liebe und Wertschätzung g erhalten, ganz besonders in den n letzten Wochen. «Das ist viel me ehr als ein Kompliment, es ist esssentiell.» Im Rückbliick kann sie heute auch offen sag gen: «Es gab auch für mich Zeiten n der Unsicherheit, des Zweifelns.»» Gegen aussen hat sie es nie ge ezeigt. Um ihren Traum von de er Galerie zu verwirklichen, hatt sie ihre erfolgreiche Karriere im Finanzbereich, mensberaterin und als Unternehm Softwareentwiccklerin, an den Nagel gehängt. Siie begann als Galeristin mit Künsstlern, die sie kannte. Sie wusste immer i ganz genau, was ihr gefiel und u was nicht. Und darüber musste e man nicht diskutieren wollen. Diese D Sicherheit in der Auswahl de er Künstler machte bestimmt eine en Teil ihres Erfol-

ges aus. Sie hat nie Werke von Künstlern verkauft, von denen sie nicht selbst überzeugt war.

dass in diesem Haus kaum ein Quadratzentimeter «kunstlos» ist.

Alles zu Ende? Eins nach dem anderen In den letzten Monaten hat Elfi Bohrer nach dem Leitsatz «Eins nach dem anderen» gelebt. Sie organisierte, plante, strukturierte, formulierte genau, was helfende Hände tun konnten und durften. Diese Konzentriertheit, das gradlinige, unbeirrbare Gehen auf ein Ziel hin ist typisch für die gebürtige Österreicherin. Stolz ist sie, dass Evelyne Fenner, die Leiterin der jährlichen Messe «Kunst Zürich», mit Bezug zu ihrem Erfolg sagte: «Du musst vieles richtig gemacht haben.» Denn die Welt der Kunst ist nicht nur für viele Künstler ein hartes Pflaster. Galerien kommen und gehen – Elfi Bohrers Galerie blieb 26 lange Jahre. Erfolgreich. Das Aus diktiert das Leben. Gemeinsam haben Arthur und Elfi Bohrer die Galerie aufgebaut, gemeinsam gehen sie durch den Prozess des Loslassens. Es bleiben unzählige Erinnerungen, wunderbare, tragende Beziehungen und eine Menge Kunstwerke im Besitz des Ehepaares. Wer je zu Besuch bei Bohrers war, weiss,

Kunden und Künstler bedauern, dass die Galerie, der sie über viele Jahre Vertrauen geschenkt haben, nun endgültig geschlossen ist. «Was machen wir nur, wenn wir wieder ein Werk kaufen möchten?» Trotz Müdigkeit leuchtet das für Elfi Bohrer so typische Lächeln auf, das man nicht beschreiben kann. «Ich bin ja noch da», sagt sie, «ich liebe meine Beziehungen zu Kunstschaffenden und Kunden – und ich berate von Herzen gern.» Und in ihrer ganz eigenen Art, sich Zeit zu nehmen, um ihre Gedanken präzise zu formulieren, sagt sie schliesslich: «Ich kenne die Präferenzen meiner Kunden, ich kenne meine Künstler – und ich werde immer gern auch wieder überrascht.» Sie liebt es, Kunden zu Hause zu besuchen, Kunstwerke, die sie vor Jahren vermittelt hat, wie alte Bekannte wieder zu treffen und mit sicherer Hand neue Werke zu platzieren. Für Elfi und Arthur Bohrer ist ein Kapitel abgeschlossen, das Leben geht weiter, intensiv, voller Zuversicht und dem Willen, das Beste zu machen – eins nach dem anderen.

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Strebel, den Inhaber und Geschäftsführer der Anta Swiss AG, begeistert vor dem Firmensitz zusammenkommen. Zwei Tage vor Heiligabend überrascht der Anta-Swiss-Lieferant seinen Kunden in Knonau mit einem MegaAbfallhai. Ein Unikat, zwei Meter zwanzig hoch, 300 Kilo schwer und mit einem Fassungsvermögen von rund 400 Litern! Das grosse Teil im originalen Hai-Look, das künftig auf dem Carport-Dach der Anta Swiss AG an der Steinhauserstrasse stehen wird, ist Weihnachts- und Umzugsgeschenk gleichzeitig, schliesslich ist die Anta Swiss AG erst seit fünf Monaten in Knonau domiziliert. «Der Umzug», sagt Marcel J. Strebel, «war einer der Höhepunkte eines spannenden Jahres…» Minutiös geplant, zog man am Freitag, 3. Juni, am Standort Rümlang den Stecker und zog mit vierzig LKWs mit Anhängern ins Knonauer Amt, wo man nur drei Tage später bereits wieder funktionsfähig eingerichtet war. «Wir haben uns auch sehr rasch gut eingelebt in Knonau», hält Strebel weiter fest und ergänzt: «Die gute Aufnahme in der Gemeinde und im Bezirk sowie die Zusammenarbeit mit der Standortförderung Knonauer Amt und den hier ansässigen Gewerbe- und Industrieunternehmen gehört zu den weiteren Marksteinen dieses Jahres.» Und selbstredend darf das Anta-Swiss-

Team ebenso und vor allem auch den German Design Award, der ihm 2016 für den Solar-Presshai verliehen wurde, zu den Höhepunkten des zu Ende gehenden Jahres zählen. Die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des bekannten Müllschluckers mit dem schrägen Dach und cleveren technischen Details bedient sich modernster Technologie von Anta Swiss, die das Füllvolumen durch Verdichtung um ein Mehrfaches erweitert.

Mitreissende Begeisterung als Vision und Markenzeichen

Es ist die überall spürbare Begeisterung, welche die Erfolge der Anta Swiss AG und ihrer Produkte sicherlich sehr begünstigt. Der Leitspruch «Begeisterung reisst spürbar mit» steht denn auch seit zwanzig Jahren als Vision für das innovative Team und Unternehmen. Und Marcel J. S trebel ist so etwas wie das Schwungrad, welches die Dynamik und den Elan aus der Firmenvision mit Freude antreibt – ansteckend, wie man an der allgemein herrschenden Begeisterung für die Anta Swiss bei Mitarbeitenden und Kunden spürt. Dies macht ihn zum vielbeachteten Unternehmer und zum geschätzten Patron, für den Mega-Abfallhai vom Lieferanten die Mitarbeitenden «durchs Feuer geDer Lieferwagen bringt Grosses – und hen». Dies ist im Grossen wie im Kleidies lässt die Crew um Marcel J. nen spür- und erlebbar: Ein Beispiel ist die Bestell-Glocke, mit welcher «seit dem Start unserer Vision ‹Begeisterung reisst spürbar mit› jede Bestellung, die bei uns eingeht, über diese Glocke eingeläutet wird», erklärt Strebel dazu. Und die aktuelle Bestell-Glocke hat er gemeinsam mit seinem Team heuer eigenhändig neu gegossen. Ein weiterer Höhepunkt. Wahrlich, Marcel J. Strebel und sein Team haben 2016 Grossartiges geleistet. Es darf davon ausgegangen werden, dass auch die Zukunft der innovativen Firma Erfreuliches und VielversprechenMarcel J. Strebel, Inhaber und Geschäftsführer der Anta Swiss AG (6. v. r.) und seine Mitarbeiter des bringen wird. freuen sich über das Geschenk eines Lieferanten, den Mega-Abfallhai. (Bild zvg.)


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Jahreswechsel

Donnerstag, 29. Dezember 2016

«Ich konnte es kaum glauben und fassen» Die Bonstetter Kletterin Petra Klingler über ihre Kindheit, den WM-Erfolg und den Weg an die Spitze 2016 hat die Bonstetter Kletterin Petra Klingler den WM-Titel im Bouldern geholt. Mit dem «Anzeiger» sprach die 24-jährige Sportlerin über Hochs und Tiefs auf dem Weg an die Weltspitze. «Anzeiger»: Petra Klingler, an was in Ihrer Kindheit erinnern Sie sich am besten? Petra Klingler: Ich bin 1992 in Affoltern geboren. Mit zwei Jahren sind wir nach Bonstetten gezogen – wo wir heute noch wohnen. Wir wohnen direkt am Wald, was vor allem in der Kindheit natürlich paradiesisch war. Wir waren als Kinder sehr oft im Wald und genossen unglaublich viele Freiheiten. An diese Zeit habe ich meine schönsten Erinnerungen überhaupt. Wie sind Sie zum Klettern gekommen? Die Liebe zum Klettern scheint bei uns vererbt zu sein (lacht) Bereits meine Grosseltern kletterten und meine Eltern auch. Schon als Kleinkind wurde ich zum Klettern mitgenommen und es hat immer riesigen Spass gemacht. Ich war immer ein sehr aktives Kind, das sehr viel Energie hatte. Ich konnte auch nur stillsitzen, wenn ich mich genügend bewegte. Das Klettern entsprach mir deshalb sehr. Was hat Ihre Schulzeit geprägt? Bis in die zweite Sekundarklasse bin ich in Bonstetten zur Schule gegangen. Ich war schulisch nicht sehr schnell und habe aus diesem Grund beschlossen, die fünfte Klasse zu wiederholen. Ich bin früh eingeschult worden und war mit dem Stoff irgendwie immer leicht überfordert und habe gemerkt, dass ich mehr Zeit brauchte. Für bessere schulische Leistungen brauchte ich einfach ein wenig mehr Zeit. Ich wollte gut sein, nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule, wo ich auch sehr gern hinging. ...............................................................

«Ich wollte die fünfte Klasse wiederholen» ............................................................... Als ich dann das erste Mal vom Sportgymnasium Rämibühl in Zürich gehört habe, wusste ich, dass ich dorthin möchte. Dieses Ziel gab mir Motivation, mich tagtäglich hinzusetzen und an meinen schulischen Zielen zu

arbeiten. Durch das Wiederholen und die grosse Unterstützung meiner Lehrkräfte und meiner Eltern konnte ich viele Knöpfe lösen und mein Defizit aufarbeiten. Da ich in einer Mischklasse mit drei Jahrgängen in einem Schulzimmer unterrichtet wurde, konnte ich zudem in meiner Klasse bleiben – ich habe einfach anderen Stoff durchgenommen. Sie haben dann wirklich den Weg über das Sportgymi genommen? Ja. Nach der zweiten Sekundarschule habe ich die Prüfung für das Sportgymi im Rämibühl bestanden. Dort konnte ich zwischen zwei Stundenplänen auswählen, was mir mehr Flexibilität für das Training gab. Zudem wurden Absenzen für Trainingscamp, Spezialtrainings und weitere sportlich bedingte Absenzen ohne Schwierigkeiten bewilligt. ...............................................................

«Mit Tiefs umgehen und gute Zeiten geniessen» ............................................................... Am Sportgymi gab es zahlreiche ambitionierte Sportler. Entstanden dadurch Konkurrenzsituationen? Nein, das Klima im Sportgymi war super. Man war unter Gleichgesinnten und da wir alle unterschiedlichen Sportarten nachgingen, haben wir uns gegenseitig motiviert und es herrschte ein Klima gegenseitiger Unterstützung. Wenn eine Freundin eine zusätzliche Trainingseinheit einlegte, motivierte mich das, auch noch eine Einheit zu machen. Es war zudem gut zu sehen, dass auch andere zu beissen hatten. So lernten wir gemeinsam mit Tiefs umzugehen und gute Zeiten zu geniessen. Wie haben Sie den Wechsel vom Hobbyzum Profisport bewerkstelligt? Mit 15 habe ich meine ersten Sponsorendossiers zusammengestellt und verschiedene Firmen angeschrieben. Am Anfang waren es nur kleinere Produktsponsoren. Später wurden die Sponsoren besser. Der SAC als Dachverband investiert zudem sehr viel in uns. Mit Sponsoren war und ist es aber immer noch schwierig. Ich kann bis heute nicht vom Klettern leben und bin während des Studiums noch auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen. Echte finanzielle Unterstützung erhalte ich von den Sponsoren

Die Bonstetterin Petra Klingler hat 2016 den WM-Titel im Bouldern geholt. (Bilder zvg.) erst seit zwei Jahren. Auf 2020 ist Klettern erstmals olympisch. Davon erhoffe ich mir auch einen Popularitätsschub. Ist es für Kletterer überall auf der Welt so schwierig gute Sponsoren zu finden? Die Schweiz ist extrem hart, was die Sponsorensuche für Kletterer angeht. Das liegt auch am kleinen Markt. In den USA ist es beispielsweise einfacher, das es mehr Fachzeitschriften für Klettern gibt und Athleten sowie Marken durch die gemeinsame Leserschaft füreinander interessant werden. ...............................................................

«Die Schweiz ist für die Sponsorensuche ein hartes Pflaster» ............................................................... Sie haben ein Studium angesprochen. Welchen akademischen Weg begehen Sie? Ich studiere Sportwissenschaften und Betriebswirtschaftlehre an der Universität Bern. Ich schliesse in Kürze den Bachelor ab – wohin es dann geht, weiss ich noch nicht. Management und Marketing im sportlichen Umfeld kann ich mir gut vorstellen. Die Arbeit mit jungen, motivierten Sportlern würde mich interessieren.

Petra Klingler war bereits als Kind ins Klettern vernarrt.

Sie gehören beim Klettern zur Weltspitze. Welche Charaktereigenschaften haben Sie dort hingeführt? Ich bin sicher sehr ehrgeizig, diszipliniert und habe sehr viel Freude an Bewegung. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, dann kann ich mich sehr gut darauf fokussieren. Mein grösstes Talent ist sicher mein starker Wille. Ich habe immer daran geglaubt, dass ich mich weiter verbessern kann und mich immer stark gefordert. Zudem habe ich immer auch gerne an meinen Schwächen gearbeitet, also an jenen Sachen, die mir nicht so gut liegen. Wo man bereits sehr gut ist, kann man nicht mehr viel verbessern, das Potenzial liegt dort, wo man schlecht ist.

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«Das grösste Potenzial befindet sich bei den Schwächen» ............................................................... Wo sehen Sie noch am meisten Potenzial? Bei flachen Wänden, mit nur kleinen Griffen war ich früher nicht so gut. Aber auch bei Grundlagen für die Ausdauer habe ich Fortschritte gemacht. Ich bin nie gerne gejoggt, mache es aber trotzdem – da es mich weiterbringt. In diesem Bereich war ich im vergangenen Jahr sehr diszipliniert. Ich habe aber auch gleichzeitig meine Stärken nicht vernachlässigt. Wo liegen Ihre grössten Vorteile gegenüber der Konkurrenz? Eine meiner grössten Stärken ist sicher die Kraft. Ich habe mehr Explosivkraft als die Konkurrenz. Dafür habe ich Defizite in punkto Ausdauer. Deshalb kommt mir das Bouldern sicher entgegen. Sie gehören eher zu den kleineren Kletterinnen im Feld. Welche Rolle spielt die Grösse? Wenn man nicht extrem klein oder gross ist, kommt es auf die Grösse nicht drauf an. Man kann mit jeder Grösse etwas erreichen. Kleinere müssen lernen zu springen – Grosse müssen sich zusammenlegen. Ich bin etwas kleiner, habe aber lange Arme und viel Sprungkraft. Was haben Sie 2016 anders gemacht, dass sie so erfolgreich waren? Vor eineinhalb Jahren habe ich den Trainer gewechselt. Bei den Zieldefinitionen hat er gemeint, ich könne WM-Gold holen. Ich habe ihn ausgelacht. Ich hatte noch nie einen Gedanken daran verschwendet und es für völlig illusorisch gehalten. Er hat gemeint, man brauche hohe Ziele und hat immer an mich geglaubt – bis ich auch an mich geglaubt habe. Zudem habe ich ein super Team aufgebaut,

mit Routenbauer, Mentaltrainer, SAC, Physiotherapeuten und Sponsoren. Ich habe sehr individuell trainiert und konnte konzentriert an mir selber arbeiten. ...............................................................

«Plötzlich hat alles Sinn ergeben – auch die schwierigen Zeiten» ............................................................... Ich habe 2016 sehr viel trainiert. Am Weltcup ging es aber nicht immer wie gewünscht – es fehlte oft das letzte Quäntchen zum grossen Erfolg. Zwei Monate vor der WM habe ich erneut das Training intensiviert und nochmals grosse Fortschritte gemacht. Am Morgen habe ich meistens bis 10 Uhr Krafttraining gemacht und um 14 Uhr eine weitere Einheit. Alle Mitwirkenden haben sich in einen richtigen Leistungsrausch gesteigert und einander gegenseitig angesteckt. Wir waren extrem motiviert. Mental und körperlich war ich top drauf. Ich hatte das Vertrauen, dass ich etwas erreichen kann. Alle wussten, dass wir richtig trainiert hatten. Wie haben Sie das Boulder-Finale bei den Weltmeisterschaften erlebt? An der WM war ich nach dem Boulder-Finale in einem richtigen Rausch. Die Emotionen waren unbeschreiblich – es sind Bilder, Szenen, aus meiner Vergangenheit abgelaufen, gerade auch negative und alles hat sich zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Plötzlich hat alles Sinn ergeben – auch die schwierigen Zeiten. Gleichzeitig ist eine riesige Dankbarkeit aufgekommen, für alle, die mich auf meinem Weg unterstützt haben. Ich konnte es aber schlicht und einfach auch noch nicht glauben oder fassen, dass ich tatsächlich den Weltmeistertitel geholt hatte.

Interview: Salomon Schneider


Bezirk Affoltern

Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Benachteiligte Jugendliche ins Berufsleben integrieren Der Bonstetter Jakob Schmid engagiert sich für Asra in den Slums von Neu Delhi, Indien Die Zewo-zertifizierte Stiftung Asra setzt sich für die Rechte behinderter Jugendlicher von Neu Delhi ein und verhilft ihnen zu Schulung und medizinischer Versorgung. Der Bonstetter Jakob Schmid ist Mitbegründer, langjähriger Präsident und heute Ehrenpräsident.

Beeindruckende Leistung

................................................... von thomas stöckli Vom Engagement seines Männerriegen-Kollegen als Ehrenpräsident von Asra habe er ganz beiläufig erfahren, berichtet Andreas Kyburz. Nach einer Reise in den Himalaya und nach Goa plante er deshalb spontan noch einen Abstecher nach Delhi ein, um vor Ort die Stiftung zu besuchen. Es sollte das prägendste Erlebnis der Reise werden. Asra engagiert sich dort, wo sich sonst keiner hintraut: in den Slums von Delhi. Dort geht die Organisation zu den Familien, auf der Suche nach Kindern, die behindert sind, Kindern, die benachteiligt sind. Bei drei Familienbesuchen durfte auch Kyburz dabei sein. Er lernte dort einen Sechsjährigen kennen, der herumrannte, aber nicht recht sprechen konnte. Nicht geeignet für die öffentliche Schule, müssen in Indien viele, die sind wie er, komplett auf Bildung und Unterstützung verzichten. Nicht, weil der Staat nichts machen würde, sondern weil sich die Eltern, fast alle Analphabeten, nicht selber zu helfen wissen. «Der Staat leistet viel», weiss Jakob Schmid. So dürfen Behinderte in Indien den öV gratis nutzen. Anspruch auf medizinische Versorgung haben sie ebenso wie auf Invalidenrente. Voraussetzung für all dies ist allerdings ein ärztlicher Bericht, «und es geht kein Arzt freiwillig in die Slums», zeigt Schmid das Dilemma auf. Hier setzt Asra an: Die Stiftung bringt Therapeuten und Ärzte zu den Ärmsten. In mittlerweile 66 Slum-Gemeinden ist Asra präsent.

Brutale Bettel-Industrie Statt Kinder und Jugendliche aus den Slums zu holen, bringt Asra die Schulen zu den Kindern – aus gutem Grund. Oft werden behinderte Kinder in Indien nämlich als Bettler ausgebeutet. Es gibt sogar Organisationen, die gesunde Kinder bei den Eltern unter falschen Versprechungen abholen, sie dann blenden oder verstümmeln, um sie auf die Strasse zum Betteln zu

Bonstetter Andreas Kyburz (2.v.r) und sein Himalayatrekking-Kamerad Hansruedi Frei, aufgewachsen in Hedingen und Zwillikon, wurden von Asra in Neu Delhi fürstlich empfangen. (Bilder zvg.)

In den ersten 9 Monaten 2016 hat Asra in insgesamt 66 Slumgemeinden folgende Leistungen erbracht: – 874 Personen wurden von Asra medizinisch/therapeutisch versorgt. – 2482 Personen konnte zu kostenlosem Spital- oder Klinikaufenthalt verholfen werden. – 6549 medizinische/therapeutische Einsätze von Asra-Mitarbeitenden wurden geleistet. – 82 Behinderte konnten, zu Lasten des Staates, mit Dreiradvelos, Spezialschuhen sowie mit Bewegungs- oder Hörhilfen versorgt werden. – 116 Behinderte können, dank rückzahlbarer Kleinkredite, eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen. Am 30. September 2016 betreute Asra: – 1372 Schülerinnen und Schüler in Grundschulen, Hilfsschulen und Sonderschulen. – 265 Lehrlinge in den Textilund Handwerksschulen. – 142 Lehrlinge in der Computerschule. – 175 Lehrlinge in der Ausbildung zur Coiffeuse und Schönheitspflegerin. – 41 Lehrlinge für Mobiltelefonreparaturen.

Unterricht unter einfachsten Verhältnissen in einem Slum von Neu Delhi. schicken. Verständlich also, dass die Eltern wissen wollen, wo ihre Kinder sind. Für die Slum-Schulen mietet Asra einfache Räume, in denen 20 bis 40 Kinder pro Klasse auf dem Boden sitzen. Und weil die Eltern nicht bei den Hausaufgaben helfen können, gehört auch Nachhilfeunterricht zum Angebot. Nur für Therapien, für die Geräte benötigt werden, setzt Asra auf ein vor 19 Jahren gebautes Zentrum. Unmittelbar neben dem bestehenden Gebäude entsteht ein Anbau für eine

Asra-Gründer: Jakob Schmid und Präsidentin Vandana Mishra.

Schule mit Lift für Schwerstbehinderte. 2018 soll dieser fertig sein.

Mit den ersten 30 000 Franken wurden Computer angeschafft Doch wie ist Jakob Schmid überhaupt darauf gekommen, sich in Indien zu engagieren? «Ich habe in der Informatik gearbeitet», so der Bonstetter. Vor über 40 Jahren bekam das indische Unternehmen TCS Consultancy Services von seiner Schweizer Firma erste

IT-Aufträge aus Kontinentaleuropa. «Unsere Firma lebte von Indien», war sich Schmid bewusst und so entstand auch der Gedanke, dem Land etwas zurückzugeben. Auf erste Erkundigungen ergab sich zufällig ein Kontakt zur Einheimischen Vandana Mishra. Sie hatte bereits einen Trust aufgebaut, aber ihr fehlte das Geld. So hat man sich schnell gefunden. Als Erstes baute Schmid damals eine Organisation mit detaillierter Buchhaltung auf. So ist haargenau

transparent, was mit den Spendengeldern läuft. Für 30 000 Franken wurden damals zuerst Computer angeschafft für eine Behinderten-Informatik-Schule. Später baute man die Ausbildung auf Textilhandwerk und Kosmetik sowie auf Handy-Reparaturen aus – das sind Fähigkeiten, die auf dem Stellenmarkt in Indien besonders gefragt sind. Die Berufsbildung spielt eine immer wichtigere Rolle im Leistungskatalog von Asra. «Ziel ist es, dass die die Behinderten und Benachteiligten selbstständig werden und damit ihre Familien unterstützen können, statt sie zu belasten.», so Jakob Schmid. Dass es funktioniert, ist erwiesen: Mehrere Asra Mitarbeitende, wie zum Beispiel ein Lehrer und eine EmpfangMitarbeiterin der Stiftung, selber schwerbehindert, sind ehemalige Asra-Kinder.

Nach 37 Jahren Schule Theres und Walter Boll im Fast-Ruhestand Ganze 37 Jahre lang hielten sie die Anlagen der Primarschule Mettmenstetten in Schuss. Mit der Stelle haben sie ihren Traumjob gefunden. Ende Dezember treten Theres und Walter Boll fast ganz in den Ruhestand. ................................................... von andrea bolliger Walter Boll arbeitete als Elektriker in Baar, als er die Stellenausschreibung für den Posten an der Primarschule Mettmenstetten entdeckte. Sie hatten sich eine Anstellung als Ehepaar gewünscht und sich sofort dafür beworben. Gewohnt haben sie in der Hauswartwohnung im Schulhaus. Keinen

Arbeitsweg zu haben und zusammen zu arbeiten, das gefiel ihnen. Ihre Tätigkeit war vielseitig. Neben der im Hausdienst üblichen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten waren Bolls auch Fotografen, Seelentröster und Samariter. Kurz die guten Seelen an der Primarschule Mettmenstetten. Bolls schätzten die vielfältigen Begegnungen und erinnern sich auch an schöne Feierlichkeiten zurück. Zu Beginn ihrer Anstellung lautete die Berufsbezeichnung noch Abwart. Sie wurde dann zu Hauswart und heisst heute Facility Manager. Aber es gebe dafür noch weitere Bezeichnungen, sagt Walter Boll. Er sei Hausdienstleiter. In dieser Funktion bleibt er der Primarschule Mettmenstetten noch eine Weile im Teilzeitpensum er-

halten. Es sei ein kurzfristiger Entscheid gewesen, sagt er. Seine Frau Theres hört auf. Sie schwärmt von der Fahrt mit dem Rolls Royce, den sie und ihr Mann eine Woche zuvor geniessen durften. Die Rundfahrt durch Mettmenstetten endete in Rifferswil, wo im Restaurant Schwiizer Pöschtli ein feines Essen serviert wurde. Begeistert ist sie auch vom goldenen «Fötzeliregen» der am Morgen des Schulsilvesters über sie hereinrieselte. Walter und Theres Boll wurden im Rahmen des jährlich stattfindenden Apéros der Primarschule offiziell verabschiedet. Es wurde eng in der Aula des Schulhauses Gramatt. Rund 80 Mitarbeitende der Primarschule drängten sich um die festlich dekorierten Tische. Theres und Walter

Theres und Walter Boll stossen mit ihren Gästen an. (Bild Andrea Bolliger) Boll haben zum Spaghetti-Essen nach dem Apéro geladen. Bereits im vergangenen Dezember sind sie aus ihrer Hauswartwohnung ausgezogen und bewohnen jetzt eine Wohnung im Dorf. Die teilzeitliche

Tätigkeit als Hausdienstleister beinhalte keine verpflichtenden Termine mehr, sagt Walter Boll. So wird er wieder mehr Zeit für seine Hobbys, das Fotografieren und Panflötenspielen, finden.


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«Ein blödes Rotlicht» in Obfelden Dorfstrasse Obfelden: «Lichtsignal wird weiterhin so bleiben», im «Anzeiger» vom 20. Dezember. Wer kennt es nicht? Der Arbeitstag ist geschafft, man ist müde und freut sich auf den Feierabend. Doch der Weg nach Hause wird zur Geduldsprobe. Man steht im Stau – vielleicht im eigenen Auto, vielleicht im Bus. Sieht genervt die Zeit davonrinnen, ist verspätet. Ärgerliche Situationen. Für viele sind solche Zustände leider inzwischen Alltag. Warum müssen all die anderen Verkehrsteilnehmenden ausgerechnet jetzt die Strassen verstopfen? Verkehrsmanagement kann da keine Wunder vollbringen, aber deutliche Verbesserungen schaffen. Mit der Einführung eines Verkehrsmanagements werden folgende Ziele verfolgt: flüssiger Verkehrsablauf im Siedlungszentrum, Verlagerung von Stauräumen in unkritische Bereiche mit wenig sensiblen Randnutzungen, optimale Ausnutzung der vorhandenen Netzkapazität, Minimierung der Gesamtreise- und Verlustzeiten, Kalkulierbarkeit der Reisezeiten für den öffentlichen Verkehr und den motorisierten Individualverkehr, Gewährleistung der Anschlusssicherheit des öffentlichen Verkehrs, Gewährleistung des Komforts für den Langsamverkehr, hohe Verkehrsqualität für den motorisierten Individualverkehr während der Schwachlastzeiten und Gewährleistung der Verkehrssicherheit.

Mehr Lärm und Luftverschmutzung Die Überbelastung des Verkehrssystems rund um die Kreuzstrasse führt für die Strassenbenützer und betroffenen Anwohner, Wohnungsmieter, Wohnungseigentümer zu zusätzlichen Belastungen durch Lärm und Luftverschmutzung, die massiv oberhalb des Erträglichen liegen. Die im Projekt ebenfalls einzuplanenden Massnahmen gegen Lärm und Luftverschmutzung gehören ebenfalls gleichwertig in eine optimale Gesamtbetrachtung. Haben die Verantwortlichen schon mal was von Umweltschäden gehört? Dass ein Auto im ersten und zweiten Gang gefahren mehr Lärm verursacht und mehr Luftverschmutzung? Dass der flüssige Verkehr ein Beitrag ist zur Verminderung der Luftverschmutzung? Durch eine optimale Einstellung der Lichtsignalanlagen kann der Verkehrsfluss optimiert und damit eine Verminderung der Lärm- und Luftbelastung erreicht werden. Die gewählte Steuerung mit Vierphasensystem kann dies nicht gewährleisten. Der Artikel im «Anzeiger» lässt darauf schliessen, dass der Zustand des Verkehrsregimes weiter so bleiben wird, wie er ist. Mit dem gewählten

System wird es kaum möglich sein, die oben aufgeführten Optimierungen zu erreichen. Ein angesprochener Postautochauffeur sagte zur Situation: «Ich finde die Anlagensteuerung nicht gut, aber wir haben da nichts zu sagen.» Wer dann optimiert die Steuerung für den öV? Die Kantonspolizei fährt im Polizeiauto.

Postauto-Anschlüsse nicht mehr gewährleistet Am 20. Dezember um 7.40 Uhr stauten sich die Fahrzeuge von der Kreuzstrasse bis zur Muristrasse. Die Schaltfrequenz erlaubte die Durchfahrt von jeweils drei bis vier Fahrzeugen. Die Luftbelastung raubte den Atem. Die Staufahrzeuge verursachten unnötigen Lärm. Das Postauto benötigte aus der Sicht der Haltestelle Toussen fünf Anläufe, bis es anhalten konnte. Die Fahrt war für den Chauffeur ein reiner Stress, um den Zug am Bahnhof Muri noch zu erreichen. Zur selben Zeit, auf der andern Seite verpasste das Postauto nach Affoltern den Anschluss nach Zug. Beim Überqueren des Fussgängerstreifens wurde der Schreibende beinahe von einem nach rechts abbiegenden Fahrzeug überfahren, da sowohl beim Fussgänger, wie beim Auto Grün geschaltet war. Zwei Frauen verpassten das Postauto, weil sie zu lange am Fussgängerstreifen warten mussten. Der Postautochauffeur hat sie auf der anderen Strassenseite dann doch noch aufgelesen. Welcher Aspekt zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit hier zugrundeliegt, ist unerfindlich. Welche gesetzliche Grundlage das jetzige Schaltregime vorschreibt, bzw. das vorherige erlaubte, ist im Artikel nicht ersichtlich. Die Kreuzstrasse sei ein Unfallschwerpunkt. Dass die Unfälle nichts mit der Verkehrsregelung zu tun haben, verschweigt der Bericht. Sie sind sicher nicht in den Stauzeiten entstanden und vor allem aus Unvorsichtigkeit. Ein Vergleich mit der Kreuzung in Ottenbach ist meines Ermessens nicht statthaft. Wäre das neue Verkehrsregime bei der letzten Gemeindeversammlung schon bekannt gewesen – hier ist die Kantonpolizei verantwortlich –, dann hätte wohl zur Abstimmung gegen die Kommunalpolizei mit allgemeinem Polizeifrust ein anderes Ergebnis resultiert. Spruch des 5-jährigen Kindes an meiner Hand beim Warten am Fussgängerstreifen an der Kreuzstrasse: «Gäll Grospapi, das isch äs blöds Rotliächt …» Ja, so ist es, aber vielleicht geht bei den Verantwortlichen ein Licht auf. Dazu wäre die Weihnachtszeit geeignet. Kurt Meister, Obfelden

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht ... Vor der Abstimmung zur Personenfreizügigkeit wurde von einer Mehrheit der Politiker, Wirtschaftsführer usw. jeder Einwand mit folgenden Argumenten abgetan: Wir haben alles mit den flankierenden Massnahmen und der Ventilklausel im Griff. Als die Zuwanderung jährlich zirka 80 000 Personen erreichte, waren die flankierenden Massnahmen nutzlos und die hoch gelobte Ventilklausel nicht existent. Die gleichen Honoratioren waren der Meinung, dass die Abstimmung Masseneinwanderungsinitiative keine Mehrheit erhalten werde. Oh weh, 50,3 % sagten ja und jetzt ging das Gejammer der Befürworter der Personenfreizügigkeit los. Gründe wurden gesucht und erfunden wurde vieles. Ob das Volk aus Nichtwissen oder bewusst falsch informiert wurde, ist egal. Lügen haben in der Regel kur-

ze Beine. Jetzt sind es fast drei Jahre seit der Abstimmung und die Initiative wird nicht umgesetzt. Trotzdem viele Politiker immer wieder versicherten, dass die Initiative genau umgesetzt werde. Die Volksmehrheit wird wieder über den Tisch gezogen. Das kommt nicht gut. Josef Oehri, Mettmenstetten

Zuschriften Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über Publikation und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)


publireportage


Gewerbe/Dienstleistungen

Lebendes Adventsbild

Bäume in Flammen

Die Theatergruppe Aeugst hat rund 30 Besucher in Weihnachtsstimmung versetzt. > Seite 15

Der Affoltemer FeuerwehrOldtimer-Verein lädt zum geselligen Anlass. > Seite 17

Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Über das Sterben Evi Ketterer, Pflegefachfrau Palliative Care, stellt ihr Buch in Affoltern vor. > Seite 20

Checkübergabe in der Stiftung Kind und Autismus

Auslandaufenthalt in der Berufslehre

Advents-Bazar des Frauenvereins Hedingen vom 26. November

Ausbildungsplätze in Polen Wie sich ein Auslandaufenthalt für Lernende umsetzen lässt und warum Jugendliche davon profitieren, zeigt ein Pilotprojekt der AFS Interkulturelle Programme Schweiz mit der Credit Suisse.

Übergabe des Checks an die Stiftung Kind und Autismus. Von links: Claudia Muff und Ursula Decurtins, Frauenverein Hedingen, Annette Haug, Gesamtleiterin Stiftung Kind & Autismus sowie Regula Furrer, Frauenverein Hedingen. (Bild zvg.)

Unzählige Freiwillige und viele Käuferinnen und Käufer haben dem Advents-Bazar auch dieses Jahr zum Erfolg verholfen. Die Einnahmen lassen grosszügige Spenden zu. Mit 4000 Franken unterstützt der Frauenverein Hedingen die Aktivierungstherapie in der Langzeitpflege Sonnenberg. Bald werden sich die Bewohnerinnen und Bewohner über neue Bewegungs- und Gedächtnisspiele freuen. Die Aktivierungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil des therapeutischen Angebots der Langzeitpflege Sonnenberg. Durch ausgewählte

Aktivitäten können die körperlichen, seelischen, geistigen, musischen und sozialen Fähigkeiten unterstützt, erhalten und gefördert werden. Der Stiftung Kind und Autismus in Urdorf konnte 5000 Franken aus dem Bazarerlös gespendet werden. Die Tagesschule bietet den Schülerinnen und Schülern mit Diagnose frühkindlicher Autismus ein individuell zugeschnittenes Förderprogramm, das die persönlichen Bedürfnisse und Entwicklungen berücksichtigt. Das Augenmerk liegt auf der Förderung der sozialen Interaktion, der Sprachentwicklung und Kommunikation sowie eines grösstmöglichen Masses an Selbstbestimmung durch Selbst-

ständigkeit. Die Stiftung bietet auch Beratung für Eltern und Familien sowie für Schulen und schulpsychologische Dienste an. Die Spende wird eingesetzt für den Besuch auf dem heilpädagogischen Bauernhof. Diese Besuche werden nicht finanziert durch die Bildungsdirektion, deshalb sind Spenden sehr willkommen. Der Rest des Erlöses wird für die Altersarbeit (Besuche, Senioren-Ausflug) des Frauenvereins in Hedingen eingesetzt.

Feurig Rot und fröhlich Grün freches Pink und Himmelblau auch graues Schwarz und schwarzes Grau Doch jetzt: Ein goldener Faden Er glänzt wunderbar Ich glaube das wird ein schönes Jahr Ute Ruf

Ein goldener Faden. (Bild zvg.)

Lehre attraktiver machen Die Bemühungen der verschiedenen Institutionen werden von den Jugendlichen geschätzt, wie zum Beispiel Anesa Kumalic (18) aus Affoltern betont, wenn sie von ihrem Austauschbetrieb spricht: «Ich wurde vom ersten Tag an ins Team integriert und ich merkte, dass es ihnen wichtig ist, wie es mir geht. Und wir unternahmen gemeinsam diverse Dinge. Speziell werde ich mich an den «Crash-Ball-Event» erinnern. Ich hatte enorm viel Spass dabei und man war sich automatisch vertrauter.» Die Credit Suisse will mit dem Austausch auch die Lehre für talentierte Lernende attraktiver machen. Eine Herausforderung für die Lernenden und den Betrieb ist denn in der Organisation des Austausches auch die Berufsschule: Es muss sichergestellt werden, dass die Lernenden den Schulstoff fortlaufend aufarbeiten. Zusammen mit der KV Business School wurde daher eine Lösung erarbeitet, mit der die Lernenden den Schulstoff kontinuierlich im Fernunterricht nachholen konnten. Claudia Peter Weitere Infos unter www.intermundo.ch.

Anesa Kumalic, vorne links, und andere Austausch-Lernende der Credit Suisse. Weitere Infos unter www.frauenvereinhedingen.ch.

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Ich webe mein Leben Reihe um Reihe schicke das Schiffchen mal hin und mal her

Ein Austausch während der Berufslehre ist in der Schweiz immer noch relativ unüblich. Dass sich dies in Zukunft ändert, ist ein Anliegen von «Intermundo». «Lernende sollen genauso Zugang zu interkulturellem Austausch haben wie Mittelschüler oder Studenten», sagt Geschäftsführer Guido Frey. Die Förderung der Lernenden-Mobilität ist deshalb ein Arbeitsschwerpunkt dieses Verbandes. Wenn ein Betrieb seinen Lernenden die Möglichkeit für einen Austausch bieten kann, steigere dies auch den Wert der Berufslehre und der Betrieb selber wird durch Austauschangebote für Lernende attraktiver. Frey ist überzeugt: «Mit etwas Wille und entscheidendem Know-how kann viel bewegt werden.» Im Rahmen des Projekts Lernenden-Mobilität hat «Intermundo» den Leitfaden «Interkultureller Austausch in der Berufslehre – so klappt’s» erarbeitet. Er enthält Erfahrungsberichte, Praxistipps und praktische Anleitungen, so dass Ausbildungsbetriebe, Berufsfachschulen und Berufsverbände selber Austauschprojekte für Lernende anpacken und umsetzen

können. Credit Suisse übernahm die Kosten für den Austausch, stellte die Ausbildungsplätze in Polen zur Verfügung und suchte unter ihren Mitarbeitenden vor Ort Gastfamilien.

Frauenverein Hedingen, Ursula Decurtins, Präsidentin

zwischen-ruf

2017

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(Bild zvg.)


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Knonau

Samstag, 31. Dezember 19.00 Gottesdienst zum Jahresschluss, Pfarrerin Bettina Stephan Sonntag, 1. Januar 9.30 Regionalgottesdienst in Obfelden Pfarrer Andres Boller

Samstag, 31. Dezember, Silvester 23.45 Ausläuten des alten Jahres und Einläuten des neuen Jahres Sonntag, 1. Januar, Neujahr 17.00 Wort und Musik zum neuen Jahr, mit Pfr. Thomas Maurer, Predigt über die Jahreslosung, mit Disli Koch (Hüntwangen), Posaune anschliessend Anstossen zum neuen Jahr in der Kirche

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 31. Dezember, Silvester 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. Th. Müller Sonntag, 1. Januar 17.00 Ökumenischer StationenGottesdienst. «Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.» (Ezechiel 36, 26). Start um 17.00 Uhr in der katholischen Kirche und Abschluss bei Wurst und Tee im Chilehuus der Reformierten Kirche. Bitte ein Windlicht mitnehmen!

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 1. Januar 19.00 Gottesdienst zum neuen Jahr in Bonstetten Kanzeltausch mit Wettswil. Wort: Pfr. M. Ruff Musik: J. Bachmann Anschl. Neujahrs-Apéro im Kirchgemeindehaus

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 1. Januar 17.00 Ökumenische Neujahrsandacht in der reformierten Kirche mit Diakon Matthias KühleLemanski, Pfrn. Irene Girardet Fischer Hans Peter Metzger, Alphorn und Vincent Dallèves, Orgel Anschliessend Apér

Ref. Kirche Hedingen Samstag, 31. Dezember 18.00 Musikalischer Abendgottesdienst zum Jahreswechsel Pfarrer Walter Hauser und Pastoralasssistentin Linda Cantero Klezmer-Musik mit Corinna Meienberg, Violine, Rägle Brawand, Querflöte, und Anette Bodenhöfer, Orgel

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 1. Januar 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Markus Sahli Hubert Saladin, Bariton, Myrtha Albrecht, Violine, K. Müller, Orgel anschliessend Apéro

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Neujahr, 1. Januar; 10.00 Gottesdienst mit Hubert Saladin, Bariton Myrtha Albrecht, Violine Katrin Müller, Orgel und Pfr. Markus Sahli anschliessend Apéro 17.15 Musik und Wort mit der Hackbrettformation Anderscht und Bettina Boller (Violine) – «Saitenzauber» Lesungen: Pfr. Markus Sahli Im Anschluss besteht die Möglichkeit für ein 3-GangMenu Anmeldung: Tel. 044 764 88 10 Mittwoch, 4. Januar, 17.00 KEIN offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 7. Januar 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 1. Januar 17.00 Neujahrsgottesdienst zur Jahreslosung 2017: «Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch» mit Pfrn. C. Mehl, Musik: Marianne Rutscho, anschliessend Apéro im Pfarrhaus

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Kath. Kirche Mettmenstetten

Pfingstgemeinde Affoltern a. A.,

Samstag, 31. Dezember, Silvester 17.30 Kein Gottesdienst 18.00 Ökum. Gottesdienst zum Jahreswechsel in der reformierten Kirche Hedingen Sonntag, 1. Januar, Neujahr 11.00 Festlicher Gottesdienst zum Jahresbeginn zusammen mit den ital. Pfarreiangehörigen Musik: Monika Meier, Panflöte; anschl. Apéro 17.00 Ökum. StationenwegGottesdienst für Gross und Klein. Beginn in der katholischen Kirche. Bitte Windlicht mitnehmen! Mittwoch, 4. Januar 15.30 Gottesdienst im Haus Pilatus

Sonntag, 1. Januar, Neujahr 9.30 KEIN Gottesdienst 17.00 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Musik: Angela Bozzola (Orgel) und Michèle Weiss (Akkordeon) Anschliessend Glückwunschapéro

Alte Obfelderstrasse 55

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 31 . Dezember 18.00 Gottesdienst zum Jahresschluss Sonntag, 1. Januar 10.00 Neujahrsgottesdienst 11.00 Klavierrezital mit Praxedis G. Hug anschl. Neujahrsapéro Dienstag, 3. Januar 19.30 Abendmesse Mittwoch, 4. Januar 9.15 Ökum. Morgengebet Donnerstag, 5. Januar 19.00 Rosenkranz Freitag, 6. Januar 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst

Ref. Kirche Mettmenstetten Samstag, 31. Dezember 17.00 Altjahresfeier mit Umtrunk Pfarrer Andreas Fritz Orgel Daniel Rüegg Samstag, 31. Dezember 23.45 Ende Jubiläumsjahr Mättmi 900 Dorfplatz bei der reformierten Kirche Sonntag, 1. Januar 17.00 Wort und Musik in Knonau, Pfarrer Thomas Maurer Posaune Disli Koch Umtrunk www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Samstag, 31. Dezember 17.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Jahresende in der ref. Kirche, Pfrn. Bettina Ferrat und Pastoralassistent Luis Pérez Erich Eder (Orgel) Sonntag, 1. Januar 9.30 Neujahresgottesdienst Pfr. Andres Boller, Erich Eder (Orgel) Dienstag, 3. Januar 11.30 Seniorenmittagstisch katholisches Chilehuus www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Samstag, 31. Dezember 17.00 Ökumenischer Silvestergottesdienst Pfarrerin Sonja Weisenhorn und Diakon Pedro Guerrero, Affoltern Margrit Schönholzer Cathy und Walti Winkler, Alphorn Veronica Nulty, Orgel www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 1. Januar 10.00 Neujahrs-Gottesdienst «Neues Jahr – neuer Geist . . . » Pfrn. Yvonne Schönholzer Anschliessend Apéro

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Samstag, 31. Dezember 17.00 bis 20.00 Uhr Kirche Stallikon: Licht und Stille, offene Kirche und Kerzenlicht Sonntag, 1. Januar, Neujahr 19.00 Kirche Wettswil: Neujahrsgottesdienst mit Pfrn. Susanne Sauder, Kanzeltausch anschliessend Apéro Fahrdienst, Anmeldung 31. Dezember 2016 Telefon 044 700 09 91 Samstag, 7. Januar 10.00 Kirche Wettswil: Fiire mit de Chliine

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 31. Dezember 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 1. Januar 17.00 Ökumenischer Neujahrsgottesdienst in der ref. Kirche anschliessend Apéro

Sonntag, 1. Januar 16.00 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Kath. Kirche Obfelden Samstag, 31. Dezember, Silvester 17.00 Ökum. Gottesdienst zum Jahreswechsel in der reformierten Kirche Obfelden 17.00 Ökum. Gottesdienst zum Jahreswechsel in der reformierten Kirche Ottenbach Sonntag, 1. Januar, Neujahr 9.00 Kein Gottesdienst (Siehe unter Affoltern) Dienstag, 3. Januar 19.30 Lobpreis

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 1. Januar 10.30 Gottesdienst Thema: Standhaft warten auf die Wiederkunft Jesu Christi Jakobusbrief 5, 7–11 Kinderhort/Sonntagsschulen/ Unterricht www.etg-mettmenstetten.ch

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 1. Januar 17.00 Neujahrs-Abendgottesdienst mit ALL IN: Kinderprogramm Mittwoch, 4. Januar 14.15 Senioren-Treff Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Samstag, 31. Dezember 18.00 Jahresschlussfeier in der EMK Sonntag, 1. Januar 17.00 Stationengottesdienst mit der AGCK Start in der katholischen Kirche (mit Windlicht!)

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntag, 1. Januar 10.00 bis 11.15 Uhr Neujahrsgottesdienst Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Vermischtes

Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Lebendig aufgeführte Weihnachtsgeschichte Adventsbild der Theatergruppe Aeugst Mit einem lebendigen Adventsbild versetzte die Theatergruppe Aeugst am kalten, aber wunderbar sternenklaren Montagabend, 19. Dezember, rund 30 Besucher in Weihnachtsstimmung.

Blick in die festlich geschmückte Turnhalle. (Bild zvg.)

Eine Oscar-Night in Mettmenstetten Roter Teppich am Schulsilvester Auch dieses Jahr feierte die Sekundarschule Mettmenstetten ihren allseits bekannten Schulsilvester. Das Motto lautete X-Mas-Oscar-Night und wie jedes Jahr wurde der Schulsilvester von den dritten Klassen organisiert. Alle legten sich mächtig ins Zeug, um den Schulsilvester 2016 unvergesslich zu machen. Das Dekorationsteam, hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Ein selber hergestellter, grosser Oscar begrüsste die Gäste, die über einen roten Teppich in die weihnachtlich geschmückte Turnhalle geführt wurden. Die Administrationsgruppe hatte vor allem die Finanzen im Griff und sorgte im Hintergrund dafür, dass alles rund lief.

Oscar-Verleihung in der Turnhalle Die Unterhaltung war super. Die Schülerinnen und Schüler wurden mit verschiedenen Spielen und Shows unterhalten. Wenn nicht gerade ein Auftritt stattfand, konnte man sich auf der Tanzfläche bewegen oder einen Film schauen. Es gab sogar eine Oscaranzeige

Verleihung, bei der die schönsten Kostüme zum Thema Oscar-Night ausgezeichnet wurden. Die Küchenmannschaft durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Zusammen mit dem Elternrat haben sie das leckere Essen zubereitet. Zur Erfrischung kreierte das Bar-Team verschiedene Getränke. Zum Dessert konnte man sich ein Stück Kuchen kaufen und zur Hauptspeise wurden Pommes oder sogar Kebab angeboten. Die Nacht war ein voller Erfolg. Das Highlight war die Fotowand, gesponsert von Rumox AG die alle Schüler toll fanden. Zudem herrschte die ganze Nacht lang eine hervorragende Stimmung. Am nächsten Morgen um 6 Uhr war die Party leider schon zu Ende und die müden Schüler wurden mit dem Schulbus nach Hause gebracht. Nur die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen durften länger bleiben, nämlich bis alles aufgeräumt war. Danach konnten auch sie nach Hause, sich in ihre Betten fallen lassen und von dem gelungenen Schulsilvester träumen. Lisa Liburni, 3.Sek.

Nicht weniger als sieben theaterbegeisterte Vereinsmitglieder schlüpften samt ihren Familien, Freunden und Bekannten in die biblischen Rollen von Maria, Josef und dem Jesuskind; dem Engel, den Hirten samt ihren Schafen und den heiligen drei weisen Königen. Am Besammlungsort der Veranstaltung erläuterte ein Hirte den Besuchern kurz, was sie in den nächsten 20 bis 30 Minuten erwarten würde. Gespannt folgten die Anwesenden dem Hirten übers Feld zum Start des lebendigen Adventsbildes. Grosse und kleine Hirten standen mit ihrer SchafHerde auf dem Feld. Die Hirten sangen und wärmten sich am Feuer. Da erschien ihnen der Engel des Herrn im Lichterkranz und verkündete die Geburt des Heilands.

Könige zu Besuch bei Josef und Maria im Stall. (Bild zvg.) Nach kurzem Zögern folgten die Hirten samt den Besuchern dem Stern, wie der Engel es ihnen geheissen hatte, und fanden Jesus in Windeln gewickelt in einem Stall zusammen mit Maria und Josef. Es hatten sich bereits andere Hirten mit einem Kalb dort eingefunden. Die heiligen drei Weisen aus dem Morgenland waren ebenfalls dem Stern gefolgt und

trafen mit ihren Gaben beim Jesuskind ein. Alle stimmten in ein freudiges «Dona nobis pacem» ein. Nach diesem lebendigen Adventsbild, dem offiziellen Teil der Veranstaltung, lud die Theatergruppe Aeugst alle Besucher auf dem Hof der Familie Blaser zu einer Kürbissuppe mit Brot, sowie Glühwein und Punsch am wärmenden Feuer ein. (pd.)

Weihnächtliches Bläser-Quartett Feierlicher Auftritt im Haus zum Seewadel, Affoltern Vier erwachsene Schülerinnen und Schüler der Musikschule Zug haben sich vor eineinhalb Jahren auf Initiative von Georg Frey zum Musizieren zusammengetan. Der Trompetenlehrer Willi Röthenmund begleitet die Proben, stellt Notenmaterial zusammen und beide Lehrer unterstützen die Arbeit, indem sie im Unterricht an Technik und Klang «feilen». Das Quartett spielt oft Bachchoräle oder Musik aus der Renaissance, aber im Advent bekommen sie Lust auf weihnächtliche Klänge. Ulla Schiesser arbeitet in der Bibliothek gleich neben dem Seewadel, wo sie meist ihre Mittagspause verbringt und sich verwöhnt und gut bekocht fühlt. Als die vier darüber sprachen, wo sie im Advent mit ihren Liedern etwas Freude verbreiten könnten, war für al-

Das Bläser-Quartett von links: Ulla Schiesser, Trompete, Helen Landtwing und Regina Elsener, Posaune, Georg Frey, Trompete. (Bild zvg.) le klar, dass der Bezug ein persönlicher sein sollte und so spielten sie am Mittwochabend, 21. Dezember, für die 32 anwesenden Bewohnerinnen und

Bewohner im Foyer des Hauses zum Seewadel, wo sie auch schon letztes Jahr einen schönen, feierlichen Auftritt hatten. (pd.)


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Veranstaltungen

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Die Spielzeugsammlung von H. U. Steger

Donnerstag, 29. Dezember Hausen am Albis 21.00: «Count Vlad & Gäste» live in concert mit anschliessender TanzBar. Barbetrieb ab 20.30 Uhr. Mülibar. Gemeinschaftsraum Mülimatt. Rifferswilerstrasse.

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Freitag, 30. Dezember Hedingen 20.00: Un ambiente entre amigos Nacht der Freundschaft: Los Amigos del Ecuador. Konzert, Apéro riche, Fiesta. Anmeldung/Reservierung notwendig! 044 776 17 04. Kultur-Kubus. Zwillikerstrasse 40.

Dorfmuseum Maschwanden am Berchtoldstag geöffnet Das Dorfmuseum Maschwanden öffnet am Montag, 2. Januar, von 14 bis 17 Uhr seine Türen. Die aktuelle Wechselausstellung «Spielzeugsammlung von H. U. Steger» ist im letzten Oktober erfolgreich gestartet. Der bekannte Karikaturist, Grafiker und Maler Hans Ulrich Steger war Initiator und Gründer des Dorfmuseums in Maschwanden. Vor 50 Jahren

Mettmenstetten 23.45: «Mättmi fiiret 900 Jahr». Mit Turmmusik und Anstossen das Ende des Jubiläumsjahres begehen. Ansprache des Gemeindepräsidenten. Gemeindeplatz.

Stallikon

Sonntag, 1. Januar Kappel am Albis 17.15: Musik und Wort zum Jahreswechsel. «Anderscht» Hackbrettformation mit dem Thema «Saitenzauber» Werke von Bach, Vivaldi, Giger, Piazzolla. Lesungen: Pfr. Markus Sahli. Eintritt frei/Kollekte. Anschliessend Möglichkeit zum Abendessen, Anmeldung: 044 764 88 10. Klosterkeller.

Montag, 2. Januar Affoltern am Albis 16.00: Musik am Berchtoldstag «Hits des Röhrenradios», Swing Musical, Schlager und Filmmusik. Bar & Kasse ab 14.30 ab 15 Uhr Kuchen und Kaffee. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 16.00: Neujahrsapéro der Gemeinnützigen Gesellschaft Affoltern. Spital (Mehrzweckraum, Haus Rigi (1. Stock). Melchior-Hirzel-Weg 40.

Die Steckenpferdschaukeln können am 2. Januar ausprobiert werden.

Kaffee und Kuchen im Dorf. Auskunft und Anmeldung: Edith Koch, Tel. 044 700 02 93, Edith Fankhauser, Tel. 044 700 30 25, Hermi Fischer, Tel. 078 666 30 56. Bahnhof.

Dienstag, 3. Januar 14.00: Senioren 60plus: Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, 044 761 58 94. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94.

Bonstetten 13.45: Leichte Wanderung. Auf Umwegen vom Bahnhof Bonstetten zu

Museumskommission Maschwanden

Mittwoch, 4. Januar Affoltern am Albis

Kappel am Albis

19.00-20.00: «Fit mit Geni». Für Frau und Mann geeignete Turnlektion mit ganz einfachen Aerobicund Kickboxkombinationen. Mitturnen und sich überraschen lassen. Sporthalle Stigeli.

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Stallikon 18.30-19.30: Stalliker Wintersport Kraft- und Konditionstraining: Ignaz Geissmann und Marcel Kaister trainieren Formaufbau mit Fitness für Wintersport und Unfallprophylaxe. Für jedefrau/jedermann, Jung und Alt. Schulhaus Loomatt.

Kappel am Albis 17.00: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel.

Donnerstag, 5. Januar Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Trouvaillen liebevoll arrangiert

1½ Std. Nicht-Wanderer direkt beim Restaurant um 13 Uhr - gemeinsames Mittagessen. Anmelden bis 3. Januar bei H. Heierli, 044 761 71 43. Bahnhof. 19.30: Buchtaufe, Lesung und Gespräch mit Evi Ketterer aus Affoltern. «Geschichten intimer Beziehungen», Sterbebegleitung einmal anders erzählt. Mit Apéro. Reservieren Tel. 044 762 42 42. Buchhandlung Scheidegger. Obere Bahnhofstrasse 10a. 20.15: Jazz am Donnerstag: «Roman Tulei Trio». Bar ab 18.30, Eintritt frei/Kollekte. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Hedingen 17.00: Cool-Jazz mit Angelo D'Amelio Quartett mit Apéro riche. Anmeldung notwendig! 044 776 17 04. Kultur-Kubus. Zwillikerstrasse 40.

wurde eine erste Museumskommission gebildet und 1972 konnte das Dorfmuseum im alten Gerberhaus eröffnet werden. Hans Ulrich Steger präsidierte während 25 Jahren die Museumskommission und arbeitete bis zu seinem Tod im vergangenen Juni äusserst verdienstvoll an verschiedenen Dokumentationen über Maschwanden. Die Dokumentationen liegen im Museum zum Durchblättern auf.

Hans Ulrich Steger war ein grosser Sammler. In der aktuellen Wechselausstellung wird eine Auswahl aus der grossen privaten Spielzeugsammlung von Steger gezeigt – zusammengetragen auf Reisen, bei Besuchen in Brockenhäusern und in den früheren Güselgruben rund um Maschwanden. Verschiedene Puppenstuben sind zu sehen, die von Steger und seiner Frau Margrit liebevoll eingerichtet wurden: eine alte Stube mit angrenzendem Schlafzimmer, eine Küche, ein Krämerladen, eine Konditorei und ein Stoffladen. Steger entwickelte auch eigene Spielsachen, die in der Ausstellung gezeigt werden. Seine Schaukelpferde und Steckenpferdschaukeln können am Montag von kleinen Besuchern ausprobiert werden.

Samstag, 31. Dezember

20.00: Silvester-Party Top of Zürich Classic. Mit erlesenem Silvestermenu, DJ Riley Stone und DJ Feace auf diversen Floors und Mitternachtsfeuerwerk. www.utokulm.ch. Hotel-Restaurant Uto Kulm. Üetliberg.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

08.00: Arbeitsgruppe für Seniorendienste: Sternwanderung. Bergwandergruppe 8.15 am Bahnhof, Wanderzeit 3 Std. Lieli-OberwilZwillikon, Wandergruppe 10.45 am Bahnhof, Wanderzeit 1¾ Std. Affoltern-Obfelden-Zwillikon, Spaziergruppe 11.15 beim Restaurant Löwen. Spazierzeit bis Zwillikon

Dieser Stoffladen wird Modefans entzücken. (Bilder zvg.)

Ausstellungen Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Highheels von New York bis Aeugst» Die «Sammlung Blattmann» enthält Schuhe der ganz besonderen Art. Mo, 8-11.30/ 16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 811.30/14-16.30 Uhr. Bis 15. Januar.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Quartettspiel als Zeitspiegel» Vielfältige Sammlung von den ersten Spielen bis in die heutige Zeit, Quartettkarten mit farbigen Darstellungen von teils bekannten Bilderbuchillustratoren. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März 2017.

Ottenbach 13.00: OTTENBACH60plus: Je nach Witterung wandern wir über den Steg nach Obfelden zum Kaffeehalt und wieder zurück. Wanderzeit: 2 x 40 Min., Postautohaltestelle.

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Affoltern am Albis Galerie Leuenberger & Töchter GmbH, Lindenmoosstrasse 19: Einweihungsausstellung: Lisa Olia

mit Öl- und Velourbilder. Mo/Di/Do 10-12/13.30-18.30 Uhr, Fr 10-12/13.30-17.30 Uhr. Bis 30. Dezember (28. Dez. geschlossen).

Kappel am Albis Kloster Kappel, Kappelerhof 5: Doppelausstellung «Lieblingskrippen», eine einmalige Auswahl besonderer Familienstücke und «LICHTbilder», Fotogemälde von Brigitta M. Andermatt. Bis 10. Januar.

Mettmenstetten Bibliothek, Primarschulhaus Gramatt: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Ausstellung «Mättmi-Künschtler». Öffungszeiten entsprechen denen der Bibliothek. Bis Januar.


Veranstaltungen

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Abwechslungsreiches Liederprogramm und ein Lustspiel

Wenn Christbäume in Flammen aufgehen

Der Jodlerklub Affoltern lädt ein zum Chränzli 2017

Vefa lädt zum zweiten Mal nach Affoltern

Die Jodlerinnen und Jodler unter der bewährten Leitung von Therese Lüscher. (Bild zvg.)

Am 20./21./22. Januar 2017 lädt der Jodlerklub Affoltern zum Chränzli ein. Dann heisst es für die Liebhaber des Jodelgesangs und des Volkstheaters im Kasino Affoltern wieder «Vorhang auf!». Traditionsgemäss startet der Jodlerklub Affoltern das Vereinsjahr mit dem beliebten Chränzli. Heute schon freuen sich alle Mitwirkenden, ihren Gästen gute Unterhaltung bieten zu dürfen. Die Jodlerinnen und Jodler haben unter der bewährten Leitung von Therese Lüscher ein abwechslungsreiches Liederprogramm einstudiert.

Im zweiten Teil wird die Theatergruppe unter der Regie von Dani Obschlager das Lustspiel «Gülle, Mischt und Schöhnheitswahn» aufführen. Was macht man nicht alles für die Schönheit! Ob vielleicht Gülle und Mist dazu beitragen? Man darf sich überraschen lassen und einen vergnügten Abend geniessen.

Speis und Trank und Tombola Am Freitag und Samstag jeweils ab 18.45 Uhr und am Sonntag ab 12.00 Uhr wird ein reichhaltiges Angebot an Speis und Trank angeboten und gerne serviert. Es lohnt sich, die Gelegenheit zu nutzen und sich bei einem Essen

auf den Abend einzustimmen. Am Sonntagnachmittag steht auch wieder ein reichhaltiges Dessertbuffet zur Auswahl. Nicht fehlen wird an den Abendaufführungen eine attraktive Tombola mit vielen schönen Preisen. Auch für zwischendurch ist die Bar im Foyer bereit. Ebenso werden die Gäste musikalisch eingestimmt, und nach dem Theater sind Musik und Tanz angesagt. (pd.) Chränzli des Jodlerklubs Affoltern am 20./21./22. Januar 2017. Reservieren für Freitag und Samstag ab Samstag, 7. Januar, 8 Uhr beim Reisebüro Accotravel in Affoltern, Tel. 044 763 41 41. Weitere Infos

Die erste Woche 2017 im «Kellertheater LaMarotte»

«Hits des Röhrenradios» Sie ist bereits Tradition, die Veranstaltung «Musik am Berchtoldstag» um 16.00 Uhr im Kellertheater LaMarotte, diesmal mit Musik, welche an vergangene Zeiten erinnert. Ein illustres Quintett versetzt uns dorthin zurück, wo wir einst waren: Vor dem imposanten Röhren-Radioapparat, auf dem man an grossen Drehknöpfen seinen Lieblingssender suchte. Gefühlvoll waren sie schon, all die Filmmusiken, Musical-Ausschnitte und Schlagerhits aus dem Europa und Amerika der frühen Radiozeiten. Die Sängerin und Saxofonistin Naima Gürth, der Tonhalle-Musiker Johannes Gürth an der swingenden Geige und als Moderator widmen sich mit ihren Jazzfreunden David Hasler (Gitarre), Rafael Jerjen (Bass) und dem Tonhalle-Schlagzeuger Andreas Berger bekannten Songs von Marilyn Monroe, Benny Goodman, Dean Martin, dem legendären Stephane Grapelli und einigen mehr. Und wie immer gibt es an diesem beschwingten und unter-

haltsamen Start ins neue Jahr Kaffee, Tee und Kuchen à discrétion! Montag, 2. Januar, Bar & Kasse ab 14.30 Uhr. Ab 15 Uhr Kaffee,Tee und Kuchen 15 Franken. Konzertbeginn 16 Uhr. Eintritt 40/30 Franken / mit KulturLegi 20 Franken.

Jazz am Donnerstag mit dem «Roman Tulei Trio» Der 1978 in Moldawien geborene Pianist Roman Tulei, eine Bereicherung für die Schweizer Jazzszene, schreibt wunderbar stimmungsvolle Stücke. Als einfallsreicher und geschmackvoller Improvisator erweitert und vertieft er die komponierten Stimmungen. Mit dem Bassisten Lorenz Beyeler und dem Schlagzeuger Tobias Friedli hat Roman Tulei zwei kongeniale Partner gefunden: souveräne Sidemen, die sich ganz in den Dienst der Musik stellen und auch individuelle Akzente zu setzen vermögen. Donnerstag, 5. Januar, Bar ab 18.30 Uhr / Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.

«Reeto von Gunten – iSee three» Ein unterhaltsamer Abend im Stil der klassischen Dia-Vorstellungen – nur moderner. Die altehrwürdige Abendunterhaltung ist entstaubt und in der Gegenwart angekommen. «iSee three» verschmilzt Pop mit Kunst und setzt sich hohe Ziele: «Die Perfektion des Dia-Abends». Auf die Unmöglichkeit dieses Vorsatzes angesprochen, meint der Künstler: «Erst wer nach dem Unmöglichen strebt, kann Unglaubliches

«Da brännt de Baum!» (Bild zvg.) im Schuss, schliesslich will die Vefa mit ihm im Mai nach Dänemark fahren, um an der internationalen Feuerwehr-Sternfahrt Sønderborg teilzunehmen. (tst.) «Da brännt de Baum!» – Christbaumverbrennen mit Festwirtschaft am Samstag, 7. Januar, ab 18 Uhr beim Friedhof zwischen Affoltern und Zwillikon. Infos unter www.vefa.ch.

«Saitenzauber» im Kloster Kappel Musik, Wort und feines Essen in Kappel

unter www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Als der Radioapparat noch ein veritables Möbel war Die traditionelle LaMarotte-Veranstaltung am Berchtoldstag ist die gute Gelegenheit, bei lockerer Stimmung, in entspannter Atmosphäre, mit Freunden oder auch unbekannten LaMarotte-Gästen anzustossen, einander eine schöne Zukunft zu wünschen oder vielleicht auch zurückzuschauen auf ein 2016, in welchem neben Erfreulichem auch Schreckliches passiert ist. Und wie könnte es anders sein: Musik gehört dazu. Ein Sprung in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts weckt nostalgische Gefühle.

Christbaumverbrennen in Affoltern – gab es das schon mal? Vor der Premiere seines Anlasses letztes Jahr hat der Verein zur Erhaltung alten Feuerwehrmaterials der Gemeinde Affoltern – kurz: Vefa – lange gesucht. Die Erkenntnis: Das Christbaumverbrennen hat im Bezirkshauptort keine Tradition – noch nicht. Nach der guten Resonanz vom Vorjahr wird der Familienanlass am 7. Januar 2017 wieder durchgeführt. Ein stimmiger Abschluss der Weihnachtszeit mit ihrem Lichterglanz. Rund 120 Gäste haben den Anlass vor einem Jahr besucht – und an die 100 Bäume in Flammen aufgehen lassen. «Schön wäre es, wenn diesmal 200 bis 300 kommen würden», so Co-Organisator Jan Berliat. Es gehe nicht primär darum, die Bäume zu entsorgen, stellt er klar, vielmehr sei es ein geselliger Anlass für die Bevölkerung der ganzen Region. Auch wer keinen eigenen Christbaum zum Verbrennen mitbringt, ist am Anlass vis-à-vis des Friedhofs Affoltern willkommen. Die Vefa verwöhnt ihre Besucher im Zelt mit Speis und Trank. Ein Hingucker ist zudem das ehemalige Affoltemer Tanklöschfahrzeug (TLF), ein 1977-er Saurer. Der 40jährige Oldtimer präsentiert sich gut

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«iSee Three»: Reeto von Gunten entstaubt den altehrwürdigen Dia-Abend. (Bild zvg.) möglich machen.» Wer erste Bilder und Texte zu «iSee three» gesehen hat, teilt die Begeisterung und fühlt die gespannte Erwartung förmlich mit. Reeto von Guntens Neugier und Leidenschaft sind ansteckend und lassen Vorfreude auf diesen neusten Streich aufkommen. Ob er die angestrebte Perfektion des Dia-Abends erreichen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: da wird grosse Kleinkunst erschaffen, die nachhaltig berührt und bewegt. (pz) Freitag, 6. Januar, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr. Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken / mit KulturLegi 20 Franken. Reservierung für alle Anlässe unbedingt empfohlen über www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62

Am Neujahrstag sind in der Reihe «Musik und Wort» die Hackbrettformation Anderscht und die Violonistin Bettina Boller zu hören. Die Hackbrettformation Anderscht mit Andrea Kind und Fredi Zuberbühler am Hackbrett sowie Roland Christen am Kontrabass (ver)führen zusammen mit der Violonistin Bettina Boller auf ihre Weise – eben anderscht – ins neue Jahr. Auf über 100 Saiten werden Werke von Bach, Vivaldi, Giger und Piazzolla gespielt. Kompositionen und Arrangements – mit ihren traditionellen, aber grösseren Hackbrettern auf ihre unverkennbare Art interpretiert – lassen erahnen, dass sich «Anderscht» nicht leicht in eine bestimmte Musikrichtung einordnen lässt. Trotz all ihrer musikalischen Ausbrüche stehen die Drei zu ihren appenzellischen Wurzeln und ihrer ursprünglichen Musik-

kultur. Bettina Boller hat sich mit ihrem Einsatz für die Musik des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht und zahlreiche Schweizer Werke zu internationaler Beachtung geführt. Sie interessiert sich neben ihren Auftritten als Solistin und Kammermusikerin immer mehr auch für freiere Formen des Musizierens und lässt sich gerne aufs Dialogisieren mit unkonventionellen Musikern ein. Die Musik wird von Lesungen von Pfarrer Markus Sahli umrahmt. Wie immer gilt: Eintritt frei (Kollekte). «Musik und Wort» beginnt am 1. Januar um 17.15 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Abendessen mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert im Klosterkeller. Drei Menus stehen zur Auswahl: Fleisch, Fisch, vegetarisch (auf Voranmeldung). (pd.) «Musik und Wort», Kloster Kappel, 1. Januar, 17.15 Uhr. Essen auf Voranmeldung: 32 Franken. www.klosterkappel.ch

Neujahrs-Antiquitätenund Sammlermarkt Unerschöpfliche Fundgrube in Wettingen Für emsig suchende Sammler wird vom 6. bis 8. Januar das festlich dekorierte «Tägerhard» wieder eine unbeschreibliche Fundgrube sein. Etwa neunzig Händler aus der ganzen Schweiz bieten Bilder, Stiche, alte Ansichtskarten, Briefmarken, Möbel, Teppiche, Puppen, Kinder- und Puppenwagen, Bücher, Schmuck, Nippsachen, Lampen, Spielzeug, Porzellan, Gläser, Weisswaren an. Dazu gibt es VintageMode (Kleider und Accessoires aus den 30er- bis 80er-Jahren), Militaria, Silber, Uhren, Kupfer- und Zinngegenstände, mechanische Musikinstrumente, Foto-

apparate, Schallplatten und allerlei Dekorationsgegenstände zu entdecken. Wer mit «offenen Augen» durch die Ausstellung flaniert, fühlt sich wie in «Tausendundeiner Nacht». Wie immer, können sich die Gäste im TägiRestaurant über das Gesehene unterhalten und sich verwöhnen lassen. SBB-Reisenden steht ab Baden SBB der Bus Nr. 7 zur Verfügung. Dieser fährt direkt vor die Ausstellung. Für die PW-Benützer sind rund 250 Parkplätze vorhanden. Die Zufahrt ist gut signalisiert. (pd.) Freitag, 6. Januar, 13 bis 18 Uhr; Samstag, 7. Januar, 10 bis 18 Uhr; Sonntag, 8. Januar, 10 bis 18 Uhr. Eintritt 6 Franken/Kinder gratis.


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Veranstaltungen

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Klavierrezital und Neujahrs-Apéro Pianistin Praxedis Geneviève Hug in Bonstetten Praxedis Geneviève Hug kann auf zahlreiche Auftritte in renommierten Konzerthäusern zurückblicken. Am 1. Januar spielt sie in der katholischen Kirche Bonstetten. Die Schweizer Pianistin Praxedis Geneviève Hug beeindruckt sowohl Publikum wie auch Kritiker mit ihrem herausragenden Talent. Dieses stellt sie vor allem als Interpretin des Lisztschen Klavierwerks, das im Zentrum ihrer Konzertprogramme steht und dem ihre erste CD-Veröffentlichung gewidmet ist, regelmässig unter Beweis. Praxedis Geneviève Hug überzeugt dabei nicht allein durch eine virtuose Technik. Mit ihrem «subtilen lyrischen Ton» sind es vor allem auch die «poetischen Gefilde, die bei der Pianistin aufblühen» (Klassik-Heute, Oktober 2015). Über die Interpretation hinaus, erntet sie zudem grossen Beifall für ihren Enthusiasmus und Entdeckungswillen, mit denen sie sich auf die Suche nach Raritäten in Liszts Œuvre begibt und damit ihren Programmen einen ausserordentlichen und unkonventionellen Repertoirewert verleiht. Praxedis Geneviève Hug erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Unterricht und wurde lange Zeit von Professor Theo Lerch begleitet. Schon früh erhielt sie wichtige musikalische Impulse und Förderung von Shura Cherkassky, Karl Engel, Alexis Weissenberg, Krystian Zimerman, Wolfgang Boettcher, Pierre Amoyal und Rudolf Baumgartner. Bei Wettbewerben erspielte sie sich zahlreiche

Auszeichnungen. So ist sie unter anderem Erstpreisträgerin beim Steinway-Wettbewerb Hamburg, gewann den ersten Preis mit Auszeichnung bei der Swiss Music Competiton sowie dem Concorso Pianistico Internazionale Città di Senigallia und vielen Praxedis Geneviève Hug. (Bild zvg.) weiteren. Zudem wurde sie in den renommierten Kreis ging nach der Frühklassik zunehmend der Steinway-Artists aufgenommen verloren. Diese wieder aufleben zu lasund darf sich den weltbekanntesten sen, ist das Ziel des Duo Praxedis. Da Pianisten ihrer Generation anschlies- Originalkompositionen für diese Besen. Ihre Studien schloss sie mit dem setzung rar und hauptsächlich aus der Lehrdiplom, Reifediplom und Solisten- Frühklassik überliefert sind, arrangiediplom – alle mit Auszeichnung – ab. ren die beiden Musikerinnen selbst Anschliessend erhielt sie die Chance, bekannte und auch weniger bekannte an der renommierten Accademia Pia- Meisterwerke. Praxedis Geneviève Hug hat benistica Internazionale Incontri Col Maestro in Imola zu studieren. Daran reits über sieben kammermusikalischlossen weitere Studien bei Riccardo sche CDs eingespielt, die bei Guild, Paladino und Preiser erschienen sind Risaliti in Florenz an. Praxedis Geneviève Hug kann auf und steht zudem als Solistin bei Sony zahlreiche Auftritte in renommierten Music unter Vertrag. Im kommenden Konzerthäusern wie dem Musikverein Jahr wird sie ihr Debüt im Münchner Wien, der Tonhalle Zürich, der Sala Gasteig geben und zusammen mit der Mozart Bologna und der Musikhalle Berliner Camerata für ein Duo-Konzert Hamburg zurückblicken. Ihre Konzert- in der Berliner Philharmonie auftrereisen führten sie dabei durch ganz ten. Darüber hinaus ist die Arbeit an Europa. Seit 1996 bildet sie zusammen einer neuen Veröffentlichung mit mit der Harfenistin Praxedis Hug-Rütti Werken von Franz Liszt bereits in das Duo Praxedis. In seiner ungewöhn- vollem Gange. (pd.) lichen Besetzung stellt das Ensemble eine Ausnahme in der Kammermusik Klavierrezital am 1. Januar, 11 Uhr, kath. Kirche dar. Die Tradition der einst beliebten St. Mauritius, Bonstetten, anschliessend Kombination aus Harfe und Klavier Neujahrs-Apéro.

Sterbebegleitung einmal anders erzählt Geschichten intimer Beziehungen Evi Ketterer stellt ihr Buch am Donnerstag, 5. Januar, 19.30 Uhr, in der Buchhandlung Scheidegger vor. Evi Ketterer, Pflegefachfrau Palliative Care aus Affoltern, ist den Leserinnen und Lesern des «Anzeigers» aus dem Artikel «Menschen im Säuliamt» vom 15. Juli 2016 bekannt. In diesem hat sie ihr erstes Buch «Geschichten intimer Beziehungen» angekündigt. Nun ist es erschienen und wird am Donnerstag, 5. Januar, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern vorgestellt und getauft. «Geschichten intimer Beziehungen» sind Geschichten über das Sterben, wie es ist. Es sind die abgeschlossenen Geschichten von Menschen, die bis zu ihrem letzten Atemzug Mensch geblieben sind. Dieses Buch ist kein Ratgeber über das eigene Sterben und es vermittelt kein Wissen. Die erlebten und erzählten Geschichten mögen dazu anregen, sich den unbeantworteten Fragen des Lebens zu stellen und zu sehen, wie andere Menschen damit umgegangen sind, bevor sie starben. Jeder Mensch ist einzigartig und so auch die Geschichte seines Sterbens. Das Buch von Evi Ketterer ist in erster Linie ein Buch über die Würde des Sterbens in unserer Gesellschaft. Evi Ketterer aus Affoltern ist diplomierte Intensiv- und Anästhesiepflegefachfrau und besitzt das CAS-Diplom in spezialisierter Palliative Care. Seit über 20 Jahren praktiziert sie Buddhis-

Bibliothek Aeugst Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 7. Januar, von 10 bis 12 Uhr offen. Mittwoch, 11. Januar, 15 Uhr: Buchstart «Versliziit». Mit dem Kind in die Welt der Verse eintauchen. Mittwoch, 18. Januar, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer für Kinder ab 3 bis 4 Jahren. Mittwoch, 25. Januar, 14 bis 16 Uhr: Spielnachmittag für Jung und Alt unter der Anleitung einer Bibliothekarin. Die Bibliothek ist aber auch für alle, die nicht spielen möchten, offen.

Regionalbibliothek Affoltern Bis Freitag, 30. Dezember, sowie ab Dienstag, 3. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Am Samstag, 31. Dezember, bleibt die Bibliothek geschlossen. Dienstag, 3. Januar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Samstag, 14. Januar, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Montag, 16. Januar, 18 bis ca. 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 18. Januar, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «In Love» von Alfred Hayes diskutiert. Freitag, 20. Januar, 19.30 Uhr: Lesung mit Franz Hohler. Literarischer Spaziergang durch sein Gesamtwerk. Anschliessend Apéro. Eintritt: 15 Franken, limitierte Platzanzahl, Reservie-

ren erwünscht (bibliothek@affolternam-albis.ch oder Tel. 044 761 44 09). Samstag, 28. Januar, 11 bis zirka 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung.

Bibliothek Bonstetten Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 5. Januar, von 15 bis 20 Uhr und am Samstag, 7. Januar, von 10 bis 12 Uhr offen. Mittwoch, 25. Januar, 9.30 bis ca. 10.10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 1½ bis 4 Jahren in Begleitung.

2017 geschlossen. Ab Dienstag, 3. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 18. Januar, 16 bis 16.40 Uhr: Geschichtenzeit in der Bibliothek.

Bibliothek Maschwanden Die Bibliothek bleibt während der Weihnachtsferien geschlossen.

Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Hedingen

Bibliothek Obfelden

Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek donnerstags, 29. Dezember und 5. Januar, von 14 bis 19 Uhr und am Mittwoch, 4. Januar, von 10 bis 12 Uhr offen. Ab Montag, 9. Januar, gelten die üblichen Öffnungszeiten. Mittwoch, 11. Januar, von 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder von 9 bis 24 Monaten. Mit Reimen und Versen in die Welt der Sprache eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Samstag, 14. Januar, zwischen 10 und 13 Uhr: Neujahrsapéro im Bibliothekskafi für alle Kundinnen und Kunden. Mittwoch, 18. Januar, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Spannende Geschichten in der Bibliothek geniessen.

Die Bibliothek bleibt bis 2. Januar geschlossen. Ab Dienstag, 3. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Freitag, 13. Januar, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Freitag, 27. Januar, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren.

Bibliothek Hausen

Bibliothek Kappel Die Bibliothek bleibt während der Weihnachtsferien geschlossen.

Bibliothek Knonau Die Bibliothek bleibt bis 2. Januar

Bibliothek Rifferswil Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 7. Januar, von 9.30 bis 11.30 Uhr offen. Mittwoch, 25. Januar, um 16 Uhr: Kamishibai. Geschichte mit dem japanischen Koffertheater. Veronika Longhi erzählt «Ein Brief für Zipfelwitz» und freut sich auf viele kleine und grosse Zuschauerinnen und Zuschauer ab 4 Jahren.

Bibliothek Mettmenstetten Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek freitags, 30. Dezember und 6. Januar, von 18 bis 20 Uhr offen. Mittwoch, 18. Januar, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen.

Bibliothek Ottenbach Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 5. Januar, von 15 bis 19.30 Uhr offen. Dienstag, 17. und 31. Januar, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Freitag, 20. Januar, 15 bis 17 Uhr: Bibikafi «International», ungezwungener Begegnungstreff für alle bei Kaffee und Kuchen, Begegnung mit dem «Andern». Mittwoch, 25. Januar, 14 Uhr: Kamishibai-Koffertheater. Eine lustige Geschichte für Kinder ab 3 Jahren.

mus und hat bei Joan Halifax kontemplative Sterbebetreuung studiert. Zurzeit arbeitet sie in einem mobilen, spezialisierten Palliative-Care-Team. Die Geschichten aus ihrem Buch finden deshalb oft im häuslichen Umfeld statt, wo Evi Ketterer die Menschen in ihren letzten Wochen und Tagen begleitet. Ebenso finden sich in ihrem Buch Geschichten aus der Zeit, als sie als Pflegefachfrau auf der Intensivstation und der akuten Palliativstation arbeitete. Von diesen sehr persönlichen und intimen Begegnungen und Erfahrungen erzählt Evi Ketterer bei der Buchtaufe in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern und bietet die Möglichkeit zum Austausch über ein wichtiges Thema, welches uns alle bewegt und betrifft. (pd.)

Silvesterzauber Zürich

Ämtler Bibliotheken im Januar Die Weihnachtsferien dauern im ganzen Bezirk bis Samstag, 7. Januar 2017.

Evi Ketterer. (Bild zvg.)

Bibliothek Stallikon Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek geschlossen. Ab Montag, 9. Januar, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Samstag, 28. Januar, 10 bis 12 Uhr: Neujahrsapéro mit neuen Büchern. Während der Ausleihe werden Buchneuheiten aufgelegt und das Bibliotheksteam freut sich, die Kunden mit einem Apéro zu verwöhnen. Montag, 30. Januar, 15.30 bis 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Leseanimatorin Regina Meier (SIKJM). Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten sind herzlich eingeladen. Im Januar befinden sich auf dem Thementisch vom Team ausgewählte «Highlights» für Erwachsene.

Bibliothek Wettswil Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr offen. Mittwoch, 25. Januar, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder zwischen 9 und 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 25. Januar, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren in Begleitung. Samstag, 28. Januar, 10 bis 11 Uhr: Beratung und Information zur Onleihe. (I.S.)

Auch dieses Jahr läutet der traditionelle Silvesterzauber mit dem grossen Feuerwerk das neue Jahr ein. Rund um das Zürcher Seebecken laden Partyzelte, Foodstände und Bars dazu ein, den Jahreswechsel zu feiern. Mehr als 150 000 Festbesucher aus dem In- und Ausland besuchen jährlich die grosse Silvesterparty am Zürcher Seebecken und bestaunen den erleuchteten Himmel der Neujahrsnacht. Was 1988 als kleine Silvesterfeier auf der Zürcher Gemüsebrücke begann, ist heute ein fester Bestandteil des Zürcher Veranstaltungskalenders. Der Verein Silvesterzauber Zürich präsentiert auch in diesem Jahr eine bunte Mischung, bestehend aus Foodständen mit verführerischen Köstlichkeiten aus aller Welt sowie verschiedenen Bars und Partys verteilt auf dem ganzen Festgelände. Rund 40 Standbetreiber, Partyorganisatoren und Festwirte bieten den Gästen ein vielfältiges kulinarisches und musikalisches Stelldichein. Erstmals realisiert der Verein Silvesterzauber eine offizielle Afterparty im Kongresshaus Zürich. Das Abbrennen von privatem Feuerwerk ist auf dem Festareal strengstens verboten und wird von der Stadtpolizei geahndet. Die Präventionskampagne in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich zur Vermeidung von gefährlichem Abbrennen von privaten Feuerwerkskörpern hat im vergangenen Jahr grosse Wirkung gezeigt. Da es aber noch immer unbelehrbare gibt, wird in diesem Jahr die Kampagne fortgeführt. Dank den grosszügigen Gönnern und Sponsoren bleibt der Silvesterzauber das offene Zürcher Volksfest zum Jahreswechsel. Der weitaus grösste Teil des Festareals mit direktem Seeanstoss steht den Besuchern gratis zur Verfügung. (pd.) Infos unter www.silvesterzauber.ch.


Extra

Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Unterrichten in einer Township in Sambia Die 15-jährige Anna-Lea Wölfle unterrichtete bis zu 80 Schüler – in englischer Sprache Vier Tage lang unterrichteten Christian Wölfle und seine Tochter Anna-Lea für eine Hilfsorganisation an einer Schule in Sambia. Für die 15-Jährige war das eine einmalige und bereichernde Erfahrung. ................................................... von andrea bolliger Anna-Lea Wölfle sitzt im gemütlichen Wohnzimmer in ihrem Elternhaus in Hedingen. In der Küche duftet es nach dem feinen Zopf, den ihre Mutter gerade bäckt. Erst einen Monat ist es her, seit sie in der sambischen Hauptstadt Lusaka in einer Township mit staubigen Strassen unterrichtete. Die 15-Jährige besucht an der Kantonsschule Wiedikon in Zürich das Gymnasium. Vater, Christian Wölfle, ist Prorektor an der KV-Business School in Zürich. Er kombinierte ein Dienstaltersgeschenk und ein Sabbatical zu einer Auszeit für Fortbildung und um mit seiner Familie zu reisen. Dass die beiden Töchter während der Schulzeit mit auf die Reise durften, musste von den Schulen genehmigt werden. Jene von Anna- Lea stellte die Bedingung, dass es keine reinen Ferien sein dürften und die Auszeit einen bildenden Charakter haben müsse. Christian Wölfle hatte einen Artikel einer Hilfsorganisation gelesen. Diese lädt qualifizierte Lehr- oder Fachpersonen aus der Schweiz ein, die dann einige Tage an ihren Schulen in Sambia unterrichten. Seine Tochter Anna-Lea musste er nicht lange zum Mitmachen überreden. Sie sah es als Chance etwas zu tun, dass sie so wohl nie wieder machen könnte. Die Schule wünschte Unterricht zu den Computerprogrammen aus der MicrosoftOffice-Palette. Die Hilfsorganisation hat in der Schweiz mehrere hundert ausrangierte Computer gesammelt, die zu einem späteren Zeitpunkt per Container geliefert würden. Die «Secondary School» befindet sich in einer Township in Sambias Hauptstadt Lusaka. Wölfles wohnten während ihres Aufenthalts im gepflegten Fünfsterne-Hotel. Die Projektverantwortlichen hatten dies gewünscht. Christian Wölfle seinerseits bestand darauf, die Rechnung dafür wie auch für die Reise selber zu bezahlen. «Das und die investierte Zeit ist unser Beitrag an die Entwicklungshilfe», sagt er.

Ein Blick ins Klassenzimmer. (Bilder zvg.) Unterricht mit bescheidenen Mitteln «Der erste Schultag war hart», erinnert sich die 15-jährige Anna-Lea. Zu diesem Zeitpunkt sei sie mit ihrer Familie schon mehrere Wochen unterwegs gewesen und habe begonnen ihre Freunde zu Hause zu vermissen. «Ich war nervös und hatte Respekt, auch vor der Verantwortung gegenüber den mir anvertrauten Kindern», erklärt sie. Doch jetzt gab es kein Zurück mehr und so sagte sie sich: «Ich bin hier und mache das Beste daraus.» Die Klassengrösse war enorm: Bis zu vier Klassen wurden für die Workshops zusammengelegt und unterrichtet wurde in Klassenzimmern sowie in einer grossen Halle ohne Mikrofon. Zwar hatte jedes Kind seinen eigenen Schreibtisch, doch es standen nur beschränkt Computer zur Verfügung. Also zeigte sie die Präsentationen vom Beamer an die Wand projiziert und liess die Kinder das Gezeigte an ihrem eigenen Gerät ausprobieren. In den vier Tagen unterrichtete sie zwanzig Lektionen in Word, Excel und Power Point – souverän und in englischer Sprache. Manchmal kam es auch zu ungewollten Pausen. Dann wenn der Strom ausfiel. Die Pausen wurden mit Singen

Anna-Lea Woelfle auf dem Markt in Lusaka. überbrückt. Für die Menschen dort ist das nichts Aussergewöhnliches. Allerdings kannten die Kinder nur Kirchenlieder und Gospels. Da musste AnnaLea Wölfle passen und den Kindern erklären, dass sie nicht jeden Sonntag zur Kirche gehe, was diese zum Staunen brachte.

Madam Anna Achtzig dunkelhäutige Jungen und Mädchen aus vier Klassen sassen ihr gegenüber. «Ich fühlte mich als Weisse», versucht sie das Gefühl zu beschreiben als sie das erste Mal vor einer Klasse stand. Dass sie anders aussah, zeigten ihr die Kinder ohne Berührungsängste. Sie fragten nämlich, ob sie ihre blonden Haare berühren dürften. Es sei für sie etwas Besonderes, zumal diese glatt und fein seien. Hin und wieder musste sie sogar eines lassen, wenn ihr eines der Kinder keck eines auszupfte. Und natürlich schlug ihnen «Madam Anna» diesen Wunsch nicht ab. So wurde sie angesprochen auch wenn sie gleichaltrig oder jünger als ihre Schüler war. In Sambia gelten andere Regeln. So musste auch Anna-Lea Wölfle vor dem Rektor der Schule einen Knicks machen, als sie ihm vorgestellt wurde.

Dieser lobte und verdankte ihren Mut und das Engagement beim Abschied und erwies ihr so seine Hochachtung. Sie gewöhnte sich schnell an ihre Rolle als Lehrperson. «Es ging immer besser», sagt sie. Sie sei auch einmal laut geworden, wenn die Kinder zu viel geschwatzt hätten, obwohl es bei den Konversationen immer um den Schulstoff ging. Doch grundsätzlich konzentrierten sich die Schülerinnen und Schüler gut, insbesondere die älteren. Schliesslich wollten sie vom Unterricht profitieren. Sie wissen um die Bedeutung ihrer schulischen Ausbildung für die berufliche Karriere. Tatsächlich ist es auch für die jungen Leute in Sambia matchentscheidend, dass sie mit Computerprogrammen umgehen und ihre Bewerbungen damit verfassen können. Viele von ihnen haben ohnehin den Traum Sambia zu verlassen, weil sie sich im Westen, respektive im Norden eine bessere Zukunft erhoffen. Ein Studium in Europa steht zuoberst auf ihrer Wunschliste.

Einmaliges Erlebnis Vater Christian Wölfle sieht es gelassen, dass die jungen Männer mit seiner Tochter geflirtet haben. Doch

Anna-Lea Wölfle erklärt: «Sie meinten es durchaus ernst und hätten wissen wollen, wie sie sich in Europa gegenüber einer Frau verhalten müssten, damit sich diese für sie interessiert. Eines hat sie ihnen nämlich schnell beigebracht: Dass es in unserer Kultur nicht genügt, beim Vater um die Hand der Tochter anzuhalten. Trotz kultureller Unterschiede erlebte sie die sambischen Kinder und Jugendlichen als sehr offen und herzlich. So gerne sie ihre Schülerinnen und Schüler mochte, Adressen oder Telefonnummern wurden keine ausgetauscht. Die Hilfsorganisation untersagte es zum begründeten Schutz der Helfenden. Anna-Lea Wölfle ist stolz auf ihre Leistung. «Es war ein einmaliges Erlebnis. Ich kann es kaum in Worte fassen, auch wenn ich es selber erlebt habe», meint sie mit leuchtenden Augen.» Feuer für den Lehrerberuf hat sie übrigens (noch) nicht gefangen. «In der Schweiz zu unterrichten, wäre etwas ganz anders», sagt sie. Jetzt wo sie erlebt hat, wie es ist, wenn die Klasse im Unterricht nicht still ist, ermahnt sie schon einmal ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu mehr Ruhe. Was sie beruflich machen möchte, weiss sie noch nicht. «Ich bin offen für alles und interessiere mich für vieles.»

wetter

Im Spital Affoltern geboren

Valeria Ylenia, 18. Dezember.

Alina, 18. Dezember.

Mia, 20. Dezember. anzeige

bauernregel «Ob das Jahr gut war oder nicht – es ist Vergangenheit.» (Leo Bekew) Antony Timothé, 21. Dezember.

Belinda, 22. Dezember. (Bilder I. Magnin)


Neujahrsblatt 2017 Die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirkes Affoltern lädt Sie herzlich ein zum

Neujahrsapéro am Montag, 2. Januar 2017, 16 bis 17.30 Uhr, im Mehrzweckraum des Spitals Affoltern Haus Rigi, Eingang Melchior-Hirzel-Weg 40 Das Neujahrsblatt 2017wird anhand von konkreten Beispielen und Lebensgeschichten aufgezeigt, wie sich der Erste Weltkrieg auf das Knonauer Amt auswirkte. Am 2. Januar stellen wir Ihnen das Neujahrsblatt 2017 mit dem Titel «Das Knonauer Amt im Ersten Weltkrieg» vor. Wir wünschen Ihnen zum Jahreswechsel alles Gute und freuen uns auf Ihren Besuch. GGA Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirkes Affoltern

Klavierrezital Praxedis Geneviève Hug Kath. Kirche St. Mauritius Bonstetten 1. Januar 2017, 11.00 Uhr anschliessend Neujahrs-Apéro

Bellini – Liszt

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Hexameron Grandes Variations sur la marche des Puritains de Bellini

Grand Paraphrase «La Sonnambula» Réminiscences de Norma Introduction et Polonaise «I Puritani» www.praxedis.ch

Schulen und Kurse

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103 2016  

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