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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 102 I 169. Jahrgang I Dienstag, 29. Dezember 2015

Kanalisation sanieren

Schulen im Fokus

Der Gemeinderat Obfelden will die schlechten Abschnitte schnell ausbessern. > Seite 3

Zum Jahreswechsel kommen diesmal Schulleiter und Schüler zu Wort. > Seite 7 bis 10

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Fertig Velobility Die Maschwander Veloverleihfirma von Philip Douglas ist in Liquidation. > Seite 13

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Gelebte Solidarität Kirchturm-Sanierung in Hausen: Ämtler Kirchgemeinden spenden grosszügig. > Seite 14

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Mobilität teilen Der Kanton will sich nicht an einem Pilot-Projekt im Säuliamt beteiligen. > Seite 15

Mehr Töff- denn Schlittelwetter Vor dem Jahreswechsel ist es – typisch für 2015 – ausserordentlich sonnig und warm

Ende Dezember über die Buchenegg? Am Samstag waren jedenfalls einige Töfffahrer unterwegs. (Bild Thomas Stöckli)

Rekordwarm und -trocken – so bleibt das Jahr 2015 meteorologisch in Erinnerung. Und so verwundert es kaum, dass es auch sonnig zu Ende geht. Die milden Temperaturen haben vergangenes Wochenende nochmals manche Cabriolet- oder Töffbesitzer zu einer winterlichen Ausfahrt verleitet, aber auch Velofahrer waren überall unterwegs. Viel Sonne – das wünscht man sich und anderen zu verschiedenen Gelegenheiten. Die Sonne steht für die Lebenskraft schlechthin. Sonnig soll das Ferienwetter sein, aber auch das Gemüt. Als natürliche Uhr gibt sie den Takt des Lebens vor und ist somit auch Symbol für Fortschritt und Entwicklung. In diesem Sinne wünscht der «Anzeiger» seinen Leserinnen und Lesern einen guten Start in ein hoffentlich sonniges neues Jahr 2016! (tst.) ................................................... > Mehr zum Jahreswechsel auf den Seiten 7/8/9/10/11

gedanken am jahresende

Freiwillige und Vereine – das sind wichtige Stützen der Gesellschaft ................................................... von werner schneiter

J

ahreswechsel – das ist die Zeit des Rückblicks, die Zeit der Bilanzen, aber auch die Zeit der guten Vorsätze. Und da reden wir für einmal nicht vom Abnehmen, nicht von Mässigung beim Alkoholkonsum, nicht von verstärkten Sparanstrengungen oder der Absicht, mehr Sport zu treiben. Nein, dieser Text handelt von Dankesagen – nicht für Geschenke oder andere materielle Zuwendungen, nicht für die Lohnerhöhung, nicht für eine Dienstleistung oder für einen Gefallen. Das alles gehört bei Wohlerzogenen zu den Selbstverständlichkeiten. Auch wenn die Zeitung ein Informations- und kein Dankesorgan ist, soll an der Schwelle zum neuen Jahr für einmal Danke gesagt werden für das, was viele in unserem hektischen und auch von Egoismus geprägten Alltag, in Zeiten der Ich-AG, nicht oder kaum zur Kenntnis genommen wird – dafür nämlich, dass das öffentliche Leben über weite Strecken nur deshalb funktioniert, weil sich Viele engagieren, ohne dass sie dafür eine adäquate Gegenleistung erhalten.

Integrationsarbeit von Vereinen Da ist an erster Stelle die Freiwilligenarbeit zu nennen. Sie ist – trotz oft gehörter Klagen über schwindendes öffentliches Engagement und fortschreitenden Rückzugs ins Private – immer noch erstaunlich gross: Gemäss Bundesamt für Statistik nimmt ein Fünftel

der Bevölkerung in der Schweiz mindestens eine unbezahlte, ehrenamtliche oder freiwillige Tätigkeit in einem Verein, einer Institution oder einer Organisation wahr. Vieles würde nicht funktionieren ohne Freiwillige. Dazu zählen auch Behördenmitglieder oder Feuerwehrleute, die zwar entschädigt werden, aber gleichwohl auf freiwilliger Basis für das Funktionieren einer Gemeinde oder für Sicherheit sorgen. Leider nimmt man sie oft nur dann wahr, wenn etwas schief läuft, wenn Fehler begangen werden oder wenn man mit einem Entscheid nicht einverstanden ist. Gerade Vereine erfüllen wichtige gesellschaftliche und soziale Aufgaben, die oft viel zu wenig gewichtet oder auch gar nicht zur Kenntnis genommen werden. Viele Gemeinden unterstützen Jugendarbeit und deren Projekte finanziell, stellen Lokalitäten zur Verfügung. Gut so! Auf der anderen Seite geben sich die vorhin gelobten Behörden gegenüber Vereinen und anderen Organisationen zunehmend knausrig, piesacken Organisatoren von Veranstaltungen mit immer mehr Auflagen und höhren Gebühren – und argumentieren dabei gebetsmühlenartig mit klammen Finanzen und und der Notwendigkeit des Sparens, was sich rundum auch in der Erhöhung von Steuerfüssen manifestiert. Sparsamkeit ist per se keine schlechte Tugend, greift aber dort zu kurz, wo Vereine nicht nur das Dorfleben bereichern, sondern veritable Jugend- und Integrationsarbeit leisten. Gerade Letzteres hat eine immense Bedeutung, leidet

aber leider unter zu geringer öffentlicher Wahrnehmung. Auch, weil sich solche Leistungen und Erfolge nicht in Zahlen definieren lassen und nicht an die «grosse Glocke» gehängt werden. Im FC Affoltern, einem der grössten Säuliämtler Vereine, kicken rund 350 Juniorinnen und Junioren in 23 Mannschaften, betreut von einer grossen Zahl Ehrenamtlicher, deren Engagement oft über den Sport hinausgeht – so, wie auch in anderen Vereinen. Der FC Affoltern, die Leichtathletik-Vereinigung Albis und andere Vereine, welche die Sportanlage «Moos» benützen, müssen nun ab 2017 neu jährlich zusammen der Gemeinde 50 000 Franken für die Benützung abliefern. Die Konsequenzen für die Vereine sind noch nicht absehbar.

Beeindruckende Vielfalt Vereine und Organisationen bieten Plattformen für Begegnungen und Austausch, sorgen mit Veranstaltungen und Festen für Freude, leisten für Neuzugezogene wertvolle Integrationshilfe und haben gesellschaftliche Klammerfunktion. Zahlreiche Vereine leiden aber unter Mitgliederschwund, weil viele Menschen ihre Freizeit individuell und frei von Verpflichtungen gestalten wollen. Auflösungen sind die Folge. Aber auch unter solchen Vorzeichen ist es immer wieder erstaunlich, was uns da im Säuliamt übers Jahr geboten wird. Man betrachte den wöchentlich erscheinenden Veranstaltungskalender im «Anzeiger»: Wochenende für Wochenende, aber auch

wochentags besteht mehrfach Gelegenheit zu Veranstaltungsbesuchen: vom Konzert in der Kirche bis zum Jodlerabend, vom Jassturnier bis zum Theaterabend, vom Musik- oder Turnerchränzli bis zum Adventsbasar, vom Volleyballturnier bis zum Gerätewettkampf in der Mehrzweckhalle hin zur Vernissage oder Lesung in der Bibliothek – die Vielfalt ist beeindruckend. Das Säuliamt – gleichsam Kultur- und Sportregion. Wer hochstehende klassische Musik geniessen will, muss nicht unbedingt in die Tonhalle nach Zürich, der kann das Konzert der Geschwister Tschopp aus Obfelden in der Kirche geniessen. Wer TonhalleMusiker hören will, der kann ins «LaMarotte» in Affoltern. Wer magische Momente geniessen möchte, geht ins «Rössli» nach Mettmenstetten, nicht ins Schauspielhaus oder ins BernhardTheater. Hinter all diesen Events stehen Vereine und Organisationen, die immensen Aufwand betreiben, bisweilen auch finanzielle Risiken in Kauf nehmen und angewiesen sind auf Sponsoren. Sie bereichern das öffentliche Leben und verdienen öffentliche Anerkennung – nicht nur in Form von Worten. Daran sollten sich Finanzvorstände erinnern, wenn sie Budgets erstellen – auch wenn diese Kopfzerbrechen bereiten. Daran sollten sich auch jene erinnern, die Auflagen und Reglemente für öffentliche Einrichtungen kreieren und Gebühren festsetzen. Und natürlich die Bevölkerung, die aufgerufen ist, das reichhaltige Angebot zu nutzen.

Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care und Ärztlicher Leiter. (Bild Bruno Torricelli)

Palliative Care: Im Bezirk funktioniert das Netzwerk gut Menschen mit unheilbaren Krankheiten brauchen besondere Pflege. In der Fachsprache Palliative Care genannt. Dieses wichtige Bedürfnis erkannte Dr. Christian Hess, ehemaliger ärztlicher Leiter und Chefarzt Innere Medizin am Bezirksspital bereits vor zehn Jahren. Er berief Dr. med. Roland Kunz nach Affoltern und betraute ihn als Chefarzt Geriatrie und Palliative Care mit dem Aufbau eines überregionalen Kompetenzzentrums für Palliative Care. In den vergangenen Jahren bauten Roland Kunz und sein «Villa Sonnenberg»-Team ein tragfähiges, gut funktionierendes Netzwerk auf mit Hausärzten, mit Leuten der Spitex sowie der Onko-Spitex. Das ermöglicht Schwerkranken, die Betreuung zu Hause in gewohnter Umgebung. Oft geht auch der Wunsch in Erfüllung, zu Hause ohne Schmerzen und Ängste sterben zu dürfen. (ms.)

................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen

200 53 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld Berchtoldschiessen mit FSV Ottenbach Samstag, 2. Januar 2016 13.30 bis 15.30 Uhr Der Vorstand

Feldschützenverein Wettswil Neue Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Montag

8.00 bis 11.30 Uhr und 14.00 bis 18.30 Uhr Dienstag bis Donnerstag 8.00 bis 11.30 Uhr und 14.00 bis 16.30 Uhr Freitag 07.00 Uhr durchgehend bis 14.00 Uhr

Berchtoldschiessen 2016 Samstag, 2. Januar 2016 Zeit: 13.30 bis 15.00 Uhr Der Vorstand

Bestattungen Affoltern am Albis Am 20. Dezember 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ernst Karl Trischler Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

geb. 3. Juli 1929, Ehemann der Edeltraud Trischler-Hajok, von Deutschland, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Grossmatt 11. Die Urnenbeisetzung ist im engsten Familienkreis. Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 5. Januar 2016, um 14.20 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Knonau Huber, Marcel von Knonau ZH, geboren am 1. Dezember 1967, wohnhaft gewesen in Knonau, Uttenbergstrasse 1, gestorben am 19. Dezember 2015 in Flumserberg SG. Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Donnerstag, 7. Januar 2016, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Knonau statt. Bestattungsamt Knonau

Maschwanden

Mettmenstetten

Bauherrschaft: Ruedi Künzi, Steinbüllenstrasse 25, 8933 Maschwanden Projektverfasser/in: Swisstherm AG, Hardstrasse 21, 5103 Wildegg Bauvorhaben: Ersatz Heizung, neue Wärmepumpe, Steinbüllenstrasse 25, Kat.-Nr. 87, Zone Landwirtschaftszone

Am Mittwoch, 30. Dezember 2015, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche, anschliessend auf dem Friedhof, die Abdankung/Beisetzung für

Ferdinand Geissbühler Moosmatten 1, statt. Der Friedhofvorsteher

Ottenbach Am 21. Dezember 2015 ist in Merenschwand gestorben:

Birrer-Leutert, Ruth Marta geb. 7. Oktober 1941, von Entlebuch LU, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof der Gemeinde Ottenbach findet im engsten Familienkreis statt. Die Friedhofvorsteherin

Wettswil am Albis Am 22. Dezember 2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Oggenfuss, Peter Emil geboren 16. April 1929, Bürger von Zürich und Birmensdorf ZH, Ehemann der Oggenfuss geb. Küng, Beatrice, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Heissächerstrasse 21. Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 30. Dezember 2015, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof «Heissächer», Wettswil am Albis statt. Anschliessend um 14.30 Uhr Abdankungsgottesdienst in der ref. Kirche, Wettswil am Albis. Der Friedhofvorsteher

Mettmenstetten Am Mittwoch, 30. Dezember 2015, 11.00 Uhr, findet auf dem Friedhof die Abdankung und Beisetzung im engsten Familienkreis für

Fritz Gallmann-Tschudi Herferswil 4, statt. Der Friedhofvorsteher

Berchtoldstag, 2. Januar 2016 geöffnet 14 bis 17 Uhr Alte Küche und Stube. Ämtler Trachten. Reichhaltige Dokumentation über Dorf und ehemalige Burg, Kieswerke, Reussverbauung, Landwirtschaft, Gerberei, Wagnerei, Schlosserei, Mühle und Säge sowie anderes Handwerk.

Wechselausstellung: Kühe, Glocken, Schellen Geöffnet: Berchtoldstag, Ostermontag, Pfingstmontag, 1. Sonntag im Oktober (Chilbi). Ausserdem Führungen für Gruppen nach Vereinbarung. Telefon 044 767 05 55

Fahrzeuge Kaufe Autos auch Jeeps und Lieferwagen, alle Marken & Jg., km & Zustand egal, gegen gute Barzahlung & gratis Abholdienst (CH-Unternehmer). Telefon 079 777 97 79 auch Sa/So.


Bezirk Affoltern

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

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Dienstag, 29. Dezember 2015

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Kanalisationsabschnitte sollen schnell saniert werden Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Obfelden Nach dem provisorischen Sanierungsplan des GEP sollten die schlechten Kanalisationsabschnitte schnell saniert werden. Die Sanierungen mittels Inlining können im Winter erfolgen. Für die Sanierung der Kanalisationen Lötschenmatt, Dorfstrasse, Winkelmatt, Tellen, Zwillikerstrasse, Alte Landstrasse, Maschwanderstrasse, Dorfstrasse und Zendenfrei wurde ein Kredit von 160 000 Franken (inklusive MwSt.) bewilligt. Weiter wurde für die Aufnahme und Ortung von privaten Hausanschlussleitungen ein Kredit von 86 400 Franken genehmigt und der Auftrag an die Firma ISS Kanal Services AG, Boswil, vergeben.

Gemeindeverwaltung Als Sachbearbeiter der Finanzverwaltung wurde der ehemalige Lernende Lukas Ernst, Obfelden, angestellt. Über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage bleibt die Gemeindeverwaltung von Mittwoch, 23. Dezember 2015, bis und mit Sonntag, 3. Januar 2016, geschlossen. Das Bestattungsamt kann über Telefon 078 656 11 31, täglich zwischen 13 bis 15 Uhr, erreicht werden. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewerke danken der Bevölkerung für die gute Zusammen-

arbeit und wünschen Ihnen frohe Festtage und ein glückliches neues Jahr.

Liegenschaft Gemeindehaus Die beiden Küchen im Gemeindehaus (Verwaltung und Mietwohnung) sind mindestens 40 Jahre alt und müssen ersetzt werden. Für den Ersatz der Küchen wurde ein Gesamtkredit von 43 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Forma Design, Obfelden, vergeben.

19 Abs. 6 des Arbeitsgesetzes (ArG) höchstens vier Sonntage pro Jahr bezeichnen, an denen Arbeitnehmer in Verkaufsgeschäften ohne Bewilligung beschäftigt werden können. Es dürfen höchstens zwei Sonntage nacheinander bezeichnet werden. Als Sonntage, an denen die bewilligungsfreie Beschäftigung von Arbeitnehmenden in Verkaufsgeschäften möglich ist, werden für das Jahr 2016 der 8. Mai (Muttertag), der 27. November sowie der 11. und 18. Dezember bezeichnet.

Kabelnetz Die Gemeinde Obfelden hat mit der Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA) für die Wartung, den Betrieb und die Signallieferung des Kabelnetzes mehrere Verträge abgeschlossen. Die FGA wird die Netze Affoltern und Zwillikon an die WWZ Telekom AG (WWZ), Zug, veräussern. Der Netzübergabe bzw. der Übertragung der bestehenden Verträge mit der FGA an die WWZ wurde zugestimmt.

Gewerbepolizei / verkaufsoffene Sonntage Die Gemeinden können aufgrund des per 1. Juli 2008 in Kraft gesetzten Art.

Wasserversorgung Die Bauabrechnung für den Ersatz der Wasserleitung in der Stehlistrasse im Betrage von 46 459 Franken wurde genehmigt.

Baupolizei: Baurechtliche Bewilligungen Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Schmid Immobilien AG, Ebikon, für 3 Mehrfamilienhäuser mit 26 Wohnungen und Unterniveaugarage an der Raihaltenstrasse; Bernhard Huber, Obfelden, für das Anbringen einer Aussenwärmedämmung und für den An- und Umbau des Einfamilienhauses Vers.-Nr. 410 zu einem Mehrfamilien-

haus an der Dorfstrasse; und Silvio und Michaela Soriano, Obfelden, für den Anbau von Wohnraum über der bestehenden Garage des Wohnhauses Vers.-Nr. 80 an der Rüchligstrasse; Spross Ga-La-Bau AG, Zürich, für den Abbruch und den Neubau der Waagstation in der Deponie Tambrig; Stefan Müller, Obfelden, für die Erweiterung der Fahrzeugabstellplätze an der Dorfstrasse; Theo Gwerder, Obfelden, für den Anbau eines Vordaches am Wohnhaus Vers.-Nr. 1105 und die Sanierung des Autounterstandes mit Geräteraum an der Sentmattstrasse; André und Susanne Schmidli, Obfelden, für Anund Umbauten am Wohnhaus Vers.Nr. 1182 und Veränderung der Umgebungsgestaltung an der Haltenstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin


TO D E S A N Z E I G E

Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten

Nach einem reich erfüllten Leben hat sich ein Lebenskreis geschlossen. Mein Partner, unser Vater, Grossvater, Bruder, Götti und Freund

Ferdinand Geissbühler 2. November 1937 – 22. Dezember 2015

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem lieben Schützenkameraden

Ferdinand Geissbühler 2. November 1937 – 22. Dezember 2015

ist am Morgen des 22. Dezembers friedlich eingeschlafen. In stiller Trauer: Rosa Richner Andreas Geissbühler und Susi Minder Geissbühler mit Lina Ruth Geissbühler und Robert Fankhauser Käthi und René Meier Geissbühler mit Lisa und Sämi David Geissbühler und Karin Althaus Geissbühler mit Nael Geschwister, Verwandte und Bekannte Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 30. Dezember 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Mettmenstetten statt. Anschliessend Abschiedsgottesdienst um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche.

Ferdi war während Jahrzehnten im Schützenverein tätig. Als aktiver Schütze und auch als Vorstandsmitglied und Präsident. Für seine Verdienste wurde er beim damaligen Feldschützenverein Dachlissen zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auch als OK-Mitglied beim Homberg-Schiessen und bis vor kurzer Zeit beim Chlausschiessen war Ferdi aktiv. Wir verlieren einen treffsicheren Schützen und einen geschätzten Kameraden. Ferdi wird uns in liebevoller Erinnerung bleiben. Mettmenstetten, im Dezember 2015 Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 30. Dezember 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten statt. Anschliessend Abschiedsgottesdienst um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten.

Anstelle von Blumen bitten wir um Spenden für den Begleitdienst Knonaueramt. (Spendenkonto: Bank Clientis Sparcassa 1816, 8910 Affoltern a. A., Postkonto 30-38138-8, IBAN: CH05 0681 4276 3673 4090 5). Traueradresse: Käthi Meier Geissbühler, Affolternstrasse 46, 8913 Ottenbach

Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft. Du siehst die Blumen nicht mehr blühen, weil der Tod dir nahm die Kraft. Was du uns gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Was wir an dir verloren, das wissen wir nur ganz allein.

Todesanzeige - Danksagung Sennereigenossenschaft Dachlissen-Toussen Wir nehmen Abschied von unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Götti, Onkel und Cousin

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Milchlieferanten und Genossenschafter

Ferdinand Geissbühler 2. November 1937 – 22. Dezember 2015

Fritz Gallmann-Tschudi 4. Juni 1936 – 22. Dezember 2015

Nicht lange ist es her, dass Mueti von uns ging. Nun dürft ihr wieder zusammen sein. Wir vermissen dich und danken für all deine Liebe.

Mit Ferdi verlieren wir einen engagierten Berufskollegen. Wir werden Ferdi in lieber Erinnerung behalten und ihm die letzte Ehre erweisen. Sennereigenossenschaft Dachlissen-Toussen Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 30. Dezember 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten statt. Anschliessend Abschiedsgottesdienst um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten.

Urs und Doris Gallmann-Stöckli mit Roman, Raphael und Serena, Fabian, Sabrina Brigitte und Mario Molinari-Gallmann Judith und Thomas Müller-Gallmann mit Timo, Leonie Edith und Werner Binggeli-Gallmann mit Yannick, Robin Verwandte, Freunde und Bekannte Auf Wunsch des Verstorbenen gibt es keine Abdankung. Die Urnenbeisetzung findet auf dem Friedhof Mettmenstetten im engsten Familienkreis statt. Wir danken Allen, die unseren Vater in seinem Leben begleitet haben. Unser Dank geht auch an das Pflegeheim Sonnenberg, Pilatus Süd 1.

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit dahin. Jean de La Fontaine

VI E L E N H E R Z L I C H E N D A N K für die mitfühlende Anteilnahme und die vielen tröstenden Worte, die wir beim Abschied von unserer lieben

Lini Harr-Engi erfahren durften. Besonders danken wir allen, die uns bei der Trauerfeier begleitet haben. Pfarrer Thomas Maurer danken wir für seine einfühlsamen und tröstenden Worte an der Trauerfeier, die uns tief bewegt haben. Der Organistin Marina Wehrli danken wir für die schöne musikalische Begleitung. Herzlich danken wir dem Pflegepersonal des Pflegeheims Pilatus in Affoltern am Albis für die liebevolle Betreuung. Wir danken allen, die Lini auf ihrem Lebensweg mit Freundschaft begegnet sind und besonders denen, die sie im Pflegeheim besucht und sie aufgemuntert haben. Wir danken für die vielen Karten und die Spenden an die Pro Senectute Knonau. Es freut uns, wenn ihr Lini in guter Erinnerung behaltet. Knonau, im Dezember 2015

Die Trauerfamilie

Traueradresse: Judith Müller, Maschwanderstrasse 14e, 8932 Mettmenstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Dezember 2015

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«Der Tod ist eine Realität des Lebens, das müssen wir akzeptieren» Ein Gespräch mit Dr. Roland Kunz, Palliativmediziner und ärztlicher Leiter am Spital Affoltern Seit neun Jahren arbeitet Dr. med. Roland Kunz am Spital Affoltern. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» redet der führende Palliativmediziner über «seine» Villa Sonnenberg, über den Tod und das Sterben. ................................................... von martin schuppli Es war keine einfache Sache für Roland Kunz, den an Darmkrebs erkrankten Vater zu begleiten. «Dieses Erlebnis, am Ende meines Medizinstudiums, prägte mich. Ich beobachtete das Fortschreiten seiner Krankheit. Beobachtete sein Sterben.» Dem angehenden Arzt wurde bewusst, dass er da was ändern wollte. «Wohl deshalb wurde die Palliativmedizin zu meiner Lebensaufgabe», sagt er nachdenklich. Dann schildert Kunz die damalige Situation sichtlich entsetzt: «Stellen Sie sich vor, Vaters Chirurg wich mir aus, obwohl wir ja Berufskollegen waren. Er signalisierte mir: ‹Keine Gesprächsbereitschaft›.» Der Hausarzt verschrieb dem von Schmerzen geplagten, schwerkranken Mann, harmlose, rezeptfreie Medikamente sowie einen Tee gegen Darmbeschwerden. «Vater wurde dann zu Hause betreut. Dort konnte er dann sterben.»

Ärzte lernen, vor allem Leben zu retten Der Chefarzt Geriatrie und Palliative Care sowie ärztliche Leiter am Bezirksspital schreibt dieses Verhalten den verkehrten Zielsetzungen zu. «Ärzte sind darauf konditioniert, Leben zu erhalten, Leben zu retten. Der Begleitung Sterbender wird auch heute noch viel zu wenig Ausbildungszeit gewidmet.» Nach dem Staatsexamen 1982 bildete Roland Kunz sich weiter zum Facharzt für allgemeine Innere Medizin. Er spezialisierte sich auf Geriatrie, war ab 1988 elf Jahre leitender Arzt im Wohn- und Pflegezentrum Oberi in Winterthur, wo er auch hausärztlich tätig war. Von 2000 bis 2006 arbeitete Roland Kunz als leitender Arzt am Pflegezentrum des Spitals Limmattal in Schlieren bis ihn Christian Hess 2006 als Chefarzt Geriatrie und Palliative Care ans Bezirksspital Affoltern holte.

Über den Tod reden können Roland Kunz baute in Affoltern eine der führenden Schweizer Palliativstationen auf: Die Villa Sonnenberg. Sein langjähriges Engagement hat viel bewirkt. Und trotzdem ist Sterben immer noch ein Tabuthema. «Nicht einmal in Spitälern oder Arztpraxen ist es gang und gäbe über das Sterben, über den Tod zu reden», sagt Kunz. «Und gerade solche Gespräche sind mir ein sehr grosses Anliegen. Patienten sprechen mit Angehörigen über alles andere. Und die Angehörigen wollen den schwerkranken Patienten schützen. Sie erwähnen eine todbringende Krankheit nur hinter vorgehaltener anzeige

In der Villa Sonnenberg wird an Teamsitzungen oft gelacht. Von links: Dr. Roland Kunz, Nadine Blattmann, Verena Gantenbein, Carmen Kissling, Heidi Diefenbacher, Laura Bechter, Regula Ragettli. (Bild Bruno Torircelli) Hand. Sie sagen: ‹Man muss doch positiv denken›. Wir aber wollen über das Sterben und den Tod reden können.» Im Verlauf des Aufenthaltes gibts in der Villa Sonnenberg einen so genannt runden Tisch mit Patient, Angehörigen, Ärzten und Pflegenden. «Dann sprechen wir sowohl die Krankheit an, als auch das absehbare Sterben. Oft herrscht anfänglich Betroffenheit. Alle schweigen. Schliesslich soll man ans Gute glauben, soll kämpfen. Sind die Worte Tod, Krebs, Sterben einmal ausgesprochen, reagieren alle erleichtert. Dann heisst es: ‹Danke Herr Doktor. Danke, dass wir darüber reden konnten›».

Dem Tod den Schrecken nehmen Einen Patienten behandeln, bedeutet für Roland Kunz mehr, als sich um den kranken Körper eines Menschen zu kümmern. «Es geht um die ganze Person mit Geist und Seele», sagt er. «Ich will mit Schwerstkranken nicht nur über Schmerzen reden, sondern ich will wissen, ‹Was beschäftigt Sie?›, ‹Was bedrückt Sie?›.» Er macht eine Pause. «Kürzlich antwortete mir ein Patient: ‹Ich kann mit meiner Frau nicht über meine Krankheit reden›.» Deshalb unternimmt Roland Kunz alles, um dem Tod den Schrecken zu nehmen. Das Eis zu brechen. «Wir müssen lernen, Klartext zu reden, die Krankheit beim Namen zu nennen. Wir müssen die Perspektiven besprechen, darüber reden, wie lange ein Leben noch dauern kann.» Für den erfahrenen Palliativmediziner ist es eine grosse Herausforderung, erschöpfte Menschen zu betreuen. Menschen, die sagen, «Herr Doktor, ich bin des Lebens satt.» Menschen

die nicht mehr leben mögen. Menschen die hilflos sind, niemandem mehr zur Last fallen wollen. Solche Menschen sehen oft nur einen Ausweg: den Tod. Und weil der nicht auf Bestellung kommt, denken Sie daran, die Dienste einer Sterbehilfeorganisation in Anspruch zu nehmen. Roland Kunz macht ein Beispiel: «Da war ein 90-jähriger Mann. Seine Frau verstarb vor 20 Jahren, sein Sohn war ebenfalls tot. Der Alte sagte zu mir ‹Jetzt bin ich ganz alleine. Was soll ich noch? Ich möchte sterben›.» Der Arzt macht eine Pause. Lässt die Worte wirken und fährt dann fort: «Dann muss ich sagen: ‹Warum lassen Sie sich noch gegen Grippe impfen, warum nehmen Sie drei Herzmedikamente, warum messen Sie den Blutdruck? Ohne all diese Hilfsmittel ist Ihre Chance grösser, an einem Herzstillstand zu sterben›.»

Den Tod ins Behandlungskonzept integrieren Für Roland Kunz ist Palliative Care eine Haltung. «Wir integrieren die Gedanken über den Tod ins Behandlungskonzept, fokussieren aber gleichzeitig auch auf das verbleibende Lebensstück und die Lebensqualität. Wir reden mit Patienten darüber. Wir schulen Betreuungspersonen, Hausärzte, die Leute von der Spitex, von der Onko-Spitex. Wir pflegen Netzwerke.» Und manchmal muss der Palliativmediziner auch vermitteln. Eine Frau, knapp 40 Jahre alt, schwerstkrank, litt unter grossen Schmerzen. Ihre zwei Kinder waren acht und zehn Jahre alt. Die Familie lebte getrennt vom Kindsvater. Betroffen erzählt Roland Kunz:

«Sie musste Kontakt zu ihrem Ex aufnehmen, musste den Kindern erklären, warum der Papi nun plötzlich nicht der böse Mann ist, wie sie ihn immer nannte. Dazu sind viele Gespräche und psychotherapeutische Unterstützung nötig.» Das sind schwierige Momente für den Arzt und sein Team. «Ich bin froh, ist die Villa Sonnenberg getrennt vom Spital. Diese Strecke gehe ich ganz bewusst zu Fuss, bei jedem Wetter. Oft halte ich inne, drehe mich um und schaue in die Weite, geniesse das Alpenpanorama. Dann durchflutet mich eine tiefe Dankbarkeit. Ich bin gesund. Ich kann helfen. Ich kann mit meinem Team etwas bewirken» Und es ist viel, das Kunz und sein Team in der Villa Sonnenberg, in der Langzeitpflege, in der Akutgeriatrie des Bezirksspitals bewirken können. Vieles ist mit Gesprächen verbunden. Einiges mit medizintechnischem Wissen. «Wir brauchen Kommunikationskompetenz. Es kommt vor, dass Patienten fragen ‹Was ist der Tod?› Dann frage ich die Patienten nach ihrer Wunschvorstellung, nach Erlebtem, etwa nach einer Nahtodeserfahrung. Die meisten schildern dann eine Situation. Sagen: ‹Ich schaute einmal es bitzeli übere, bei einer Narkose, in einem Traum, sah ein helles Licht›. So vorbereitet können viele mit Zuversicht sterben.»

Angst vor Schmerzen und Kontrollverlust Viele lähmt nicht die Angst vor dem was kommt. Viele fürchten sich vor Schmerzen, vor Kontrollverlust. Sie haben Angst vor dem Ersticken. Roland Kunz lächelt wissend. Sagt:

«Davor muss sich niemand fürchten. Wir kennen mittlerweile wirksame Mittel gegen Schmerz oder Atemnot, gegen Ängste.» Er erwähnt auch die terminale Sedation für schwierige Situationen. Dabei erhält jemand mittels Infusion so viele beruhigende und schmerzlindernde Medikamente, dass er meistens ansprechbar bleibt, aber ohne Schmerzen, ohne Angst vor sich hindösen kann. «Wichtig», sagt Roland Kunz. «Bei der von uns angewandten terminalen Sedation handelt es sich auf keinen Fall um Sterbehilfe. Wir erleichtern dem Kranken das hinüberdämmern, er stirbt aber an seiner Krankheit.» Zum Angebot in der Villa Sonnenberg gehört die interdisziplinäre Behandlung von Schmerzen und anderer, die Lebensqualität einschränkender, Symptome. Sie umfasst die Stabilisierung komplexer Situationen damit ein Patient, eine Patientin nach Hause zurückkehren kann. Denn viele äussern den Wunsch, in gewohnter Umgebung zu sterben. Zum Sonnenberg-Angebot gehört auch die Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen in der Bewältigung einer Krankheit und in der Verarbeitung am Lebensende. Bei all diesen Aufgaben hat es das Sonnenberg-Team mit den unterschiedlichsten «Todkranken» zu tun. Die einen kommen perfekt vorbereitet. Schauen sich die Villa an, stellen Fragen, nehmen einen Augenschein, wünschen sich ein baldiges Sterben. Andere verdrängen den Tod noch, sind weiterhin voller Pläne für die verbleibende Lebenszeit. «Dann versuchen wir diese Ziele zu verwirklichen, die Auswirkungen der Krankheit bestmöglich zu lindern und fokussieren auf das verbleibende Leben», sagt Roland Kunz. «Wir schüren nie falsche Hoffnungen, geben ehrliche Antworten auf alle Fragen, lassen aber den Patienten bestimmen, ob er sich mehr dem Sterben oder dem verbleibenden Leben zuwendet. »

«Ich verschenk noch das Velo ...» Das war beispielsweise nötig bei dem Mann, der sich in der Villa meldete und sagte: Ich habe alles geregelt, muss nur noch mein Velo verschenken, dann können Sie mir die Spritze geben.» Das kann Kunz natürlich nicht. «Das wäre aktive Sterbehilfe. In diesem Fall suchten wir das Gespräch.» Zum Thema aktive Sterbehilfe meint der Palliativmediziner: «Exit ist eine Art Alternativangebot zu uns. In meinen Augen ist es eine Art ‹Ich bestimme selbst›-Versicherung. Das kann ein Patient, eine Patientin auch beim Palliativkonzept. Sie können Medikamenten absetzen, die Nahrung verweigern.» Am Ende des Gesprächs sagt Roland Kunz: «Wir müssen Sterben als etwas Normales ansehen. Heute wird der Tod mit Krieg, Unfällen, Verbrechen sowie Sterbehilfe in Verbindung gebracht. Nicht aber mit der Tatsache, dass er einfach Realität ist. Eine Realität mit der wir leben sollten.»


Sportclub Zwillikon

Wenn Ihr mich sucht, sucht mich in Euren Herzen.

TO D E S A N Z E I G E

TO D E S A N Z E I G E

Tieftraurig und völlig unerwartet mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser Sportclubkamerad

Marcel Huber uns für immer verlassen hat. Wir vermissen ihn sehr! Den Angehörigen möchten wir unser tiefstes Beileid ausdrücken.

Auf einmal bist Du nicht mehr da und keiner kann’s verstehen. Im Herzen bleibst Du uns ganz nah bei jedem Schritt, den wir nun gehen.

Marcel Huber 1. Dezember 1967 – 19. Dezember 2015

In stetiger Erinnerung an Mäse deine Sportclubkameraden des Sportclubs Zwillikon Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 7. Januar 2016, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Knonau statt. Anschliessend Abdankungsgottesdienst in der Kirche Knonau.

Deine letzten Spuren hast Du im Schnee hinterlassen. Wir sind erschüttert, fassungslos und unendlich traurig. Werner und Margrit Huber-Deck Daniela und Daniel Fluri-Huber mit Sarah und Noah Werner Huber und Karin Stanley mit Manuel Nadja Iten, seine Liebe, mit Lara und Samira Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 7. Januar 2016, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Knonau statt. Anschliessend Abdankungsgottesdienst in der Kirche Knonau. In der Gemeinde werden keine Leidzirkulare versandt.

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

Traueradresse: Werner und Margrit Huber-Deck, Aeschrainstrasse 9, 8934 Knonau

TO D E S A N Z E I G E Mein lieber Mann, unser liebster Vati, Schwiegervater und Opa

Ernst Trischler

Wie schön, dass es Dich gab. Dir zu danken ist leicht, Dich zu vergessen, ist unmöglich.

3. Juli 1929 – 20. Dezember 2015

hat sich auf seine letzte Reise begeben. Traurig, aber froh über sein erfülltes Leben nehmen wir von ihm Abschied. Wir werden ihn sehr vermissen. Edeltraud Trischler Monika und Daniel Bach-Trischler mit Pascal und Nadia Nicole und Stephan Karin und Urs Käslin-Trischler mit Michael und Bonina Sabrina Herbert und Anita Trischler (Kapstadt/Südafrika) mit Raphael Die Urnenbeisetzung ist im engsten Familienkreis. Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 5. Januar 2016, um 14.20 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt. Anstelle von Blumenspenden bitten wir das Palliative-Center in Affoltern am Albis zu berücksichtigen, Postkonto 85-391373-1, Vermerk: Palliativstation/Ernst Trischler. Traueradresse: Edeltraud Trischler, Grossmatt 11, 8910 Affoltern am Albis

TO D E S A N Z E I G E U N D D A N K S A G U N G Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter

Ruth Birrer-Leutert 7. Oktober 1941 – 21. Dezember 2015

Nach kurzer Krankheit durfte sie sanft und in Frieden einschlafen. Wir trauern um sie: Carol Sommerhalder-Birrer und Familie Corina Abbagnale-Birrer und Familie André Birrer und Marcella Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen gedenke man im Sinne der Verstorbenen dem Begleitdienst Knonaueramt, Spendenkonto: Bank Clientis Sparcassa 1816, 8910 Affoltern am Abis, Postkonto 30-38138-8, IBAN: CH05 0681 4276 3673 4090 5. Traueradresse: André Birrer, Affolternstrasse 6a, 8913 Ottenbach

DANKSAGUNG Für die vielen Zeichen der Nähe und Verbundenheit beim Abschiednehmen von unserer geliebten

Esther Maria Berther-Berther Viele haben uns ihre herzliche Anteilnahme spüren lassen: Mit grosser Teilnahme an der Abschiedsfeier, den liebevollen Karten, den Blumengrüssen, der schön geschmückten Kirche, der Orgelmusik und dem Gesang. Besten Dank für die Spenden an die PalliativKlinik Affoltern und die Kollekte in der Kirche an Beat Richner in Kambodscha. Wir sind tief berührt und allen von Herzen sehr dankbar. Wir bedanken uns bei Pfarrer Isaac Osei-Tutu für den einfühlsamen Abschiedsgottesdienst. Ebenfalls bedanken wir uns für die wertvolle Unterstützung vom katholischen Frauenverein für die Mithilfe und Organisation des Leidmahls im Kirchensaal. Ein grosses Dankeschön an die Ärzte von den Spitälern Triemli und Affoltern sowie dem Pflegeteam der Palliativ-Klinik für die liebevolle Betreuung in den letzten Tagen. Herzlichen Dank an alle, die Esther in ihrem Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind und von ihr Abschied genommen haben.

In liebevoller und dankbarer Erinnerung: die Trauerfamilie Der Dreissigste findet am Sonntag, 24. Januar 2016, um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche Obfelden statt.


Jahresende

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Jahresrückblick 2015: die Schulen im Fokus Zum Jahreswechsel lässt der «Anzeiger» diesmal Schulleiter und Schüler zu Wort kommen Letztes Jahr kürten «Anzeiger»Journalisten ihre «Person des Jahres», auch schon kamen im Jahresrückblick Gemeindepräsidenten und Unternehmer zu Wort. Diesmal dreht sich alles um die Schulen.

«Die vielen Neuzuzüger sind ein Gewinn»

................................................... von thomas stöckli Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen? Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz? Mit Fragen wie diesen hat der «Anzeiger» Mitte Dezember 14 (Primar-)Schulleiterinnen und Schulleiter aus allen Ämtler Gemeinden konfrontiert und um Antwort innert neun Tagen gebeten. Die spannenden Antworten darauf von Hanspeter Amstein, Mettmenstetten, Vera Anders, Kappel, Jörg Berger, Knonau, Kaspar Oettli, Obfelden, und Ueli Trindler, Hedingen, finden sich auf dieser und einer folgenden Seite. So geht es unter anderem darum, wie die Volksschule den Erfolg des dualen Bildungssystems mit der einzigartigen Berufslehre überhaupt ermöglicht, aber auch um personelle Ressourcen. Als «gute» oder zumindest «interessante Idee», bezeichneten zwar auch andere Schulleiter die Anfrage des «Anzeigers», allerdings komme sie zu kurzfristig: «Falls die Idee wiedermal aufkommt, müsste ich Mitte Oktober davon hören, um die Zeit dafür zur reservieren», heisst es in einer von insgesamt vier Absagen, gemäss einer anderen hätte Anfang Dezember gereicht. Fünf Schulleiter haben gar nicht auf die Anfrage des «Anzeigers» reagiert. Um die Perspektive der Schülerinnen und Schüler geht es auf der Doppelseite dazwischen. Drei Jahrgänge Hedinger Sek.-Schülerinnen und -Schüler aller drei Altersstufen berichten, wie sie das Jahr 2015 erlebt haben. Dabei ist der Einstieg in die Mosaikschule ebenso Thema wie Lehrerwechsel, Berufswahl und ausserschulische Aktivitäten.

Die jungen Artistinnen und Artisten der Primarschule Knonau beim grossen Finale ihrer Zirkusgala. Jörg Berger: «Mit Begeisterung bei der Sache sein, bei Projekten den Schwerpunkt nicht nur auf das Endprodukt, sondern gleichermassen auf den Lehr- und Lernprozess legen, von- und miteinander lernen und hin und wieder einen Spagat machen: All das passt zu meinem Jahr 2015.» Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen, welche nicht? Jörg Berger: In Knonau sind wir mit stark steigenden Schülerzahlen konfrontiert. Unsere Schule wächst kontinuierlich und damit auch unser Lehrerteam. Dies ist sehr bereichernd. Auch die vielen Neuzuzüger sind ein Gewinn für unser Dorf. Sie bringen neben grossem Interesse am attraktiven Lebensraum und an einer zukunftsorientierten Schule auch grosse Bereitschaft zur Mitgestaltung und Mitwirkung mit.

Wenn Sie bis zum Jahresanfang zurückgehen könnten, um etwas zu verändern, was wäre das und weshalb? Ich würde bei Integrationsfragen das Beratungs- und Unterstützungsangebot der kompetenten Fachstellen noch früher beiziehen. In einem ressourcenarmen Land wie der Schweiz ist Bildung elementar. Wie muss sich die Schweiz in Zukunft aufstellen, um im Bildungsbereich konkurrenzfähig zu bleiben? Konkurrenzfähig? Führend! Im Vergleich zu sämtlichen Ländern Euro-

pas weist die Schweiz die geringste Jugendarbeitslosigkeit auf. Sie werden dies bestimmt auch schon festgestellt haben: Ständig wird in diesem Zusammenhang unser duales Bildungssystem mit der einzigartigen Berufslehre hervorgestrichen. Aber vor dieser Berufslehre leistet die Volksschule fantastische Arbeit. Und wenn diese versagen würde, wären die jungen Leute nach drei oder nach vier Jahren Lehre nicht in der Lage, diese Performance zu erbringen. Es liegt nämlich an dieser Leistungsfähigkeit, dass sie in den Betrieben gefragt sind – nicht weil sie jung sind. Und diese tolle Volksschule gilt es auch in Zukunft zu stärken. Dazu braucht es erstens fähige Bildungspolitiker, Schulpfleger und Schulleiter, die das Prinzip der Steuerung im Bildungswesen verstehen. Hier wirken Menschen auf Menschen ein. Dieses Einwirken auf andere bedeutet immer nur, dass jemand für den anderen eine Umwelt herstellt. Was die Lehrerinnen und Lehrer daraus machen, ergibt sich aus ihren Wahrnehmungen und Fähigkeiten sowie ihren Motivationen und Kompetenzen im eigenen Handeln. Und daraus ergibt sich meine zweite Forderung. Wir brauchen verbesserte Rahmenbedingungen für den Lehrerberuf, damit möglichst viele talentierte Menschen diesen Beruf erlernen wollen. Nur so können strenge Aufnahmekriterien zur Zulassung an die Pädagogischen Hochschulen endlich eingeführt werden. In diesem Punkt sind uns die skandinavischen Länder weit voraus. Der Pausenplatz kennt andere Themen als die Medienöffentlichkeit. Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz? Wer ist der neue Schüler? Was machst du in der Zirkus-Projektwoche? Kommst du auch ins Skilager? Und viele mindestens so spannende Themen diskutieren Schülerinnen

Jörg Berger, Schulleiter Primarschule Knonau. (Bilder zvg.) und Schüler unter sich und nicht mit den Erwachsenen. «Pausenplatzgespräche» – dies wäre doch was für den nächsten Jahresrückblick. Zeitenwandel bedeutet immer auch Wertewandel. Welche Wandelerscheinungen konnten Sie 2015 im Alltag feststellen? In Knonau verschwanden in diesem Jahr die einzige Beiz, die Poststelle und der Bankomat. Es scheint, als mache der Trend zur Effizienzsteigerung auch vor einer wachsenden Gemeinde nicht halt. Was sind für Sie das Wort und das Unwort des Jahres? Spardruck und Asylchaos. Was möchten Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2016 mitgeben? Vieles wird durch unseren Wohlstand und die hohe Lebensqualität rasch selbstverständlich. Ich wünsche mir, dass es uns im 2016 gelingt, sich an den schönen Dingen unseres Lebens zu erfreuen und anderen Menschen mit Wertschätzung und Achtung zu begegnen.

«An einer guten Schule machen die Lehrer den Unterschied» «Anzeiger»: Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen, welche nicht? Ueli Trindler: Zwei Punkte gefallen mir besonders: das Säuliamt als Energieregion und der Erhalt der Erholungsräume trotz reger Bautätigkeit. Zu Ersterem leisten wir als eine der drei Umweltschulen neben Mettmenstetten und Kappel auch unsern Beitrag, das zweite geniesse ich auf meinem Arbeitsweg per Velo. Negativ finde ich die Zerstrittenheit rund um das Bezirksspital, einem Spital mit hervorragendem Ruf. Ich befürchte, dass wir da alle nur verlieren.

Wenn Sie bis zum Jahresanfang zurückgehen könnten, um etwas zu verändern, was wäre das und weshalb? Leute mit unterschiedlichen Standpunkten zusammenzubringen war eine anspruchsvolle und spannende Herausforderung dieses Jahr. Wir sind an unserer Primarschule grundsätzlich sehr gut unterwegs. Wir haben vier engagierte Teams, eine sehr gute Teamkultur und teilen uns die Verantwortung in der Schulleitung. Auch wurde unsere Infrastruktur dieses Jahr deutlich verbessert, dafür bin ich den Behörden dankbar. In einem ressourcenarmen Land wie der Schweiz ist Bildung elementar. Wie muss sich die Schweiz in Zukunft aufstellen, um im Bildungsbereich konkurrenzfähig zu bleiben? An einer guten Schule machen die Lehrerinnen und Lehrer den Unterschied. Darum sind uns engagierte Mitarbeitende sehr wichtig. Eine attraktive Schule braucht attraktive Rahmenbedingungen und eine kompetente Führung. Ich schätze die Rahmenbedingungen, die ich in Hedingen habe, sehr. Ein Abbau, wie er zurzeit auf Kantonsebene diskutiert wird, wäre fatal.

Ueli Trindler, Schulleiter Primarschule, Hedingen.

Der Pausenplatz kennt andere Themen als die Medienöffentlichkeit. Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz?

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr: das Projektwochenfest. (Bilder zvg.) Zusammengehörigkeit, Freundschaften, Fussball, Tischtennis und Sport allgemein, Bewegung, Spielplätze, Chillraum und Orte zum Sein sind die Themen. Zeitenwandel bedeutet immer auch Wertewandel. Welche Wandelerscheinungen konnten Sie 2015 im Alltag feststellen? Wir leben in einer Zeit voller Verunsicherungen, global und national, gesellschaftlich und ökonomisch. In dieser Zeit sind Werte wie tragfähi-

ge und verlässliche Beziehungen, der Glaube an die Potenziale der einzelnen Menschen und eine gemeinsame Vorstellung von guter Schule ganz wichtig. Mit den Eltern und weiteren Beteiligten ist mir eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sehr wichtig. Was sind für Sie das Wort und das Unwort des Jahres? Mobbing – das Wort Mobbing wird meiner Meinung nach viel zu

schnell verwendet. Wenn Ausgrenzung aber tatsächlich stattfindet, finde ich eine Nulltoleranz richtig und wichtig. Was möchten Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2016 mitgeben? Im Leitbild unserer Schule steht folgender Satz, den ich mir für uns alle wünsche: Wir nehmen uns gegenseitig bewusst wahr und gehen achtsam mit uns und unserer Umgebung um.


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Jahresende

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Dienstag, 29. Dezember 2015

Dienstag, 29. Dezember 2015

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Jahresrückblick 2015: Erlebenswelten von Schü ülerinnen und Schülern aus Hedingen Vier Schülerinnen und ein Schüler der Primarschule Hedingen blicken im «Anzeiger» auf das Jahr 2015 zurück – die Arrtikel zeigen wie stark die Perspektive von der besuchten Sekundarstufe abhängig ist In einem bewegten Jahr, in dem die Fugen der Weltpolitik angekratzt wurden, ist es nicht einfach den Überblick zu behalten, welche relevanten Veränderungen wann stattgefunden haben. Fünf Hedinger Jugendliche erzählen, wie sie das Jahr 2015 erlebt haben – fernab von der weltpolitischen Bühne. .................................................. von salomon schneider Kinder und Jugendliche schauen mit anderen Augen auf die Welt als Erwachsene. Gerade die Schule prägt die Erlebenswelten von Jugendlichen zentral. Sie ist ein Ort des Lernens, der Begegnung, der Auseinandersetzung, der Sozialisierung, der Sicherheit, des Zweifels und vielem mehr. Drei Jahrgänge Hedinger Schülerinnen und Schüler haben das Jahr 2015 komplett unterschiedlich erlebt.

Optimismus und kritische Auseinandersetzung Für die Schülerinnen der dritten Sekundarklasse war es das letzte Jahr vor einem grossen Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Erwachsenenleben. Für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarklasse standen die Lehrerwechsel an der Schule und damit das sich rasant verändernde schulische Umfeld im Fokus. Für die Schülerinnen der ersten Sekundarklasse war der Übertritt von der Primar- in die Sekundarschule das zentrale Thema des Jahres. Eines haben die Erlebniswelten der Jugendlichen jedoch gemeinsam: Alle schauen mit Optimismus und Vorfreude auf das kommende Jahr 2016.

Das Jahr einer lebensverändernden Entscheidungsfindung

«Die Hauptprobe geht fast immer schief»

2015 war für Salome Rensch geprägt von der Frage, ob sie den akademischen oder handwerklich hen Weg einschlagen soll

Aline Rüegg schaut auf das Jahr mit der Jugendmusik Bezirk Affoltern zurück

Wenn das Ende der regulären Schulzeit naht, stellt sich für tausende Jugendliche jedes Jahr die Frage nach dem nächsten Schritt. Salome Rensch schaut auf ein schwieriges Jahr der Entscheidungsfindung zurück – in dem sie sich schlussendlich doch für eine Richtung entschliessen konnte.

In der Jugendmusik Bezirk Affoltern (Jumba) spielen Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren zusammen Musik. Höhepunkte des Jumba-Jahres sind die verschiedenen Jahreskonzerte, deren Vorbereitung die Gruppe immer zusammenschweisst.

tieren. 80 Prozent de er Arbeit war ausmisten. Der Job wa ar bereits bei den Haustieren körrperlich sehr hart. Am liebsten putztte ich Friedolin, einen Hausesel, welcher w sehr frech war. Er half miir die Woche zu überstehen, da er mich m mit seinen Scherzen immerr wieder aufheiterte. Nach dieserr Woche war für mich jedoch klar: Tierpflegerin war kein Beruf für miich, da er einfach körperlich zu ansstrengend ist.

.............................................. von salome rensch, 3. sekundarschule Das Jahr 2015 hatte gerade gestartet und ich besuchte die 2. Sek A im Schulhaus Güpf, als die Berufswahl für mich ein wichtiges Thema wurde. Ich hatte jedoch noch überhaupt keine Ahnung, welchen Beruf ich später einmal ausüben wollte und dies änderte sich auch im Frühjahr nicht. Beinahe alle meine Kolleginnen aus der 2. Sek wussten schon im Frühling, in welche Richtung sie beruflich gehen wollten. Dadurch setzte ich mich unter Zeitdruck, für mich auch bald das Passende zu finden. Geschnuppert hatte ich bereits beim Schweizer Radio und Fernsehen als Kamerafrau. Mir hat dieser Beruf sehr gut gefallen, da mich die Produktion einer Sendung einfach fasziniert. Doch leider ist Kamerafrau kein Lehrberuf, sondern wird von in die Filmbranche gewechselten Fotografen ausgeübt. Zudem braucht es immer weniger

Gymi oder Lehre?

Salome Rensch fühlte sich bezüglich Berufswahl lange Zeit hin und her gerissen. (Bild Salomon Schneider) Kameraleute, da es schon Kameraroboter gibt, welche alleine filmen können. So hielt ich Ausschau nach weiteren Berufen, die mich interessieren könnten. Jeden Mittwochnachmittag reite ich auf einem Reithof und dies schon seit sieben Jahren. Ich liebe Tiere über alles und kam deshalb auf die Idee, Tierpflegerin zu werden. Mir war bewusst, dass

es auf diesem Beruf sehr wenige Lehrstellen gibt. Trotzdem wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen.

80 Prozent der Arbeit ist ausmisten So kam ich, nach einigen Recherchen auf die Internetseite des Zürcher Zoos. Der Zoo bietet Volontariate an. Voller Freude fragte ich

meine Familie, ob ich eine Woche lang im Zoo arbeiten durfte. Sie sagten ja und so konnte ich in den Frühlingsferien in den Zoo gehen. Ein bisschen aufgeregt kam ich im Hauptgebäude beim Zoo an. Zum Glück war da noch ein anderes Mädchen, welches auch eine Woche lang mit mir im Zoo arbeitete. Wir durften nur im Zoolino arbeiten, das heisst bei den Haus-

Langsam aber stetig steigerte s sich in der Folge meine innere Unruhe. erien und ich Bald waren Sommerfe hatte immer noch ke eine Ahnung, welchen Beruf ich sp päter ausüben erater war ich wollte. Beim Berufsbe schon gewesen. Er ha atte mir empfohlen, die Gymiprüffung zu machen. Also dachte ich mir, dass ich es ja einmal versuchen n könnte. Ich hatte ja nichts zu verrlieren. So gelangte plötzlich die Gymiprüfung G ins Blickfeld meines Interesses. Nach den Sommerferrien hielt ich aber trotzdem Aussch hau nach Berufen, falls ich die Prüfung P nicht bestehen würde. Ich traf die Entscheidung, E wenn ich die Prüfu ung bestehen sollte, nicht das Gymi zu besuchen, sondern die Fachmitttelschule in Oerlikon. Bei der Fach hmittelschule kann man nämlich verschiedene wählen. Zum Fachrichtungen ausw Beispiel die Fachrichttung Gesundheit und Naturwisse enschaft, die mich besonders intere essiert.

Einen Wunschberuf gefunden Im Internet stiess ich während meiner Suche irgendwann auf den Beruf der Tierphysiotherapeutin, welcher mich sofort interessierte. Jedoch ist es ein langer Weg, um zu diesem Beruf zu kommen. Ich wollte mir diesen Beruf unbedingt einmal ansehen. Nach einigem Suchen fand ich eine Tierphysiotherapie und meldete mich bei ihnen per E-Mail. Bereits nach einer Woche erhielt ich die Möglichkeit, in den Beruf hineinzuschauen. Dieser Tierphysiotherapeut behandelte nur Hunde. Der Schnuppermorgen war sehr interessant und ich habe mich entschlossen, diesen Beruf als Fernziel vor Augen zu haben.

Gymi Prüfung im März Ich besuchte jetzt die Gymi-Vorbereitung. Nach diversen Orientierungsabenden der verschiedenen Gymnasien und einem von der Fachmittelschule, war für mich klar, dass ich auf die Fachmittelschule wollte. Die Prüfungen sind im März. Jetzt hoffe ich fest, dass ich sie bestehen werde und danach auf der Fachmittelschule zurechtkomme. Es wird eine grosse Umstellung sein, am Morgen und Abend mit dem Zug nach Oerlikon zu fahren, anstatt drei Minuten bis zur Schule zu gehen. Ausserdem werde ich am Mittag nicht mehr nach Hause gehen zum Essen. So hoffe ich, dass möglichst viel so kommt, wie ich es mir wünsche.

.................................................. von aline rüegg, 3. sekundarschule Nach der abenteuerlichen Mittelmeerkreuzfahrt der Jumba im Jahr 2014 startete das Jumba-Jahr 2015 mit der ersten Probe am Dienstagabend. Wir besprachen, wie das nächste Jahr verlaufen sollte und wie wir uns auf die bereits feststehenden Auftritte vorbereiten wollten. Als Erstes probten wir auf den Sechseläuten-Kinderumzug. In den Vorjahren mussten wir uns immer für diesen Auftritt bewerben. Seit diesem Jahr sind wir fester Bestandteil des Umzugs. Da die Jüngsten noch nie Marschmusik gespielt hatten, probten wir neben dem Musikalischen sehr oft Formationsmarsch, vor dem Probelokal an der Giessenstrasse in Affoltern. Es war sehr anspruchsvoll, aber schlussendlich haben wir es geschafft, genau in Formation zu marschieren.

Der Sechseläuten-Kinderumzug Der Sechseläuten-Kinderumzug fand an einem warmen Frühlingstag statt. Die Sonne brannte vom Himmel und in den Uniformen wurde es mit der

Zeit sehr heiss. Weil wir weit hinten mitliefen, mussten wir eine gefühlte Ewigkeit an der prallen Sonne warten. Während des Umzugs bekamen wir zahlreiche Blumen zugesteckt. Mein Saxofon war zum Schluss mit Tulpen gefüllt.

Sommerferien, damit wir sie gut auswendig lernen konnten. Im Lager werden zuerst die Standardschritte der Marschmusik geübt, damit alle die gleich grossen Schritte machen. Nach diesem Lager haben wir immer ein speziell gutes Takt- und Rhythmusgefühl, da wir eine Woche lang Musik leben.

Gute Stimmung unter den Musikern Nach diesem Ereignis war das Frühlingskonzert angesagt. Wir spielen neben dem Sechseläuten immer zwei festgelegte Konzerte, das Herbst- und das Frühlingskonzert. Bei jedem Konzert legen wir ein Thema fest. Beim Frühlingskonzert hatten wir die Kreuzfahrt als Thema. Wir zeigten auch Bilder von der Mittelmeerkreuzfahrt, die mitunter grossen Unterhaltungswert besassen. Den Gemeindesaal Bonstetten dekorierten wir mit Blumen, die wir aus farbigem Papier gebastelt hatten. Am Abend vor dem Auftritt fand die Hauptprobe statt. Bei der Hauptprobe ist es bei uns meistens so, dass noch einiges schief läuft – dafür das erste Konzert umso besser. Wir machen zum Schluss jeweils eine Vorprobe, die eine Stunde vor Konzertbeginn stattfindet. Da sich alle an den Konzerten speziell viel Mühe geben, ergreift der Elan immer auch das Publikum. Nach einem Konzert ist die sonst schon sehr gute Stimmung zwischen den Musikern jeweils auf dem Höhepunkt. Wenn wir das Thema des nächsten Konzertes wissen, dürfen wir Vorschläge für Stücke geben, die wir gerne spielen möchten. Es ist immer unterschiedlich wie ein Thema be-

Bei bekannten Liedern fallen Fehler viel mehr auf

Aline Rüegg hat in der Jumba ein erfüllendes Hobby gefunden. (Bild zvg.) stimmt wird, manchmal werden zuerst einige Stücke ausgewählt und danach ein Thema, das dazu passt, aber es war auch schon umgekehrt.

Choreografie und Musik In den Herbstferien fand das Showbandlager statt. Es ist ein Lager, das die Showband organisiert und bei dem in einer Woche eine Choreografie für vier bis fünf Stücke einstudiert wird, die wir dann am Ende der Woche vorzeigen. Die Stücke bekamen wir bereits in den

Beim Herbstkonzert hatten wir das Thema Musical. Wir spielten Stücke aus bekannten Musicals, was auch Risiken barg, da die Konzertbesucher die Stücke zum grössten Teil kannten und viel schneller hörten, wenn etwas falsch gespielt wurde. Wir meisterten das Konzert aber sehr gut – nur die Hauptprobe verlief wieder nicht optimal. Wir haben in der Jumba drei verschiedene Gruppen. Zum einen gibt es die Drummerfactory, die Kinder und Jugendlichen, die dort mitspielen sind auch in einer der anderen zwei Gruppen. Als Erstes kommt das Aspirantenspiel. Wenn man in die Jumba kommt, wird man zuerst bei den Aspiranten eingeteilt. Wenn man gut genug ist, kommt man ins Blasorchester. An einem Konzert beginnt die Drummerfactory, während das Blasorchester jeweils zum Schluss kommt. Das Blasorchester macht neben den fixen Konzerten an diversen Anlässen mit. Im Jahr 2017 wird das Welt-Jugendmusik-Festival Zürich stattfinden und wir als Musik arbeiten bereits jetzt darauf hin.

Wie das Mosaiksystem funktioniert Einschneidende Veränderun ngen durch Lehrerwechsel

«In der Sek ist es viel ernster»

Für Olivia Flett war das neue Schulsystem 2015 am prägendsten

Jasmin Müller ist im Sommer in die Sekundarschule gekommen

In der Mosaik-Sekundarschule Hedingen wurde im Laufe des Jahres vieles anders Im Sommer 2015 verabschiedeten sich zahlreiche Lehrkräfte von der Sekundarschule Hedingen. Für Schüler und Lehrkräfte war der Neuanfang im Herbst turbulent und forderte alle Beteiligten heraus.

Durch die vielen Veränderungen bei den Lehrkräften ist die Belastung für viele Schüler – im Vergleich zum Vorjahr – viel grösser geworden. Die Schüler mussten sich neben neuen Lehrkräften auch an deren neue Regeln gewöhnen. In meiner Klasse war zu beobachten, dass Schüler den Lehrern gegenüber nicht den nötigen Respekt zeigen, da sie sich noch nicht an den neuen Wind in der Schule gewöhnt hatten. Andererseits veränderten einige neue Lehrkräfte die Unterrichtsstrukturen so stark, dass sich zahlreiche Schüler bevormundet fühlten und Abwehrreaktionen zeigten.

............................................. von elio hintermann, 2. sekundarschule

Im Sekundarschulhaus Güpf werden momentan fünf altersdurchmischte Klassen geführt. (Bild Salomon Schneider)

In der Sekundarschule Hedingen wird im Mosaiksystem unterrichtet. So können die verschiedenen Jahrgangsgrössen regelmässig auf die Klassen verteilt werden. .................................................. von olivia flett, 1. sekundarschule In der Sekundarschule ist das Schulsystem ganz anders als in der Primarschule. In unsere Klasse, der Klasse Orange, gibt es 1.-Sekler, 2.-Sekler

und 3.-Sekler. Es gibt zudem Sek-A-, Sek-B- und Sek-C-Schüler, die alle dieselbe Klasse besuchen. Die Ältesten sind etwa 16 Jahre alt und die Jüngsten 12 Jahre. In der 6. Klasse waren die Ältesten nur 13 Jahre alt, was zu ganz anderen Verhaltensweisen auf dem Pausenplatz und in den Schulstunden führt.

Mosaik- und Regelklassen In der Sekundarschule werden einige Fächer in Jahrgangsklassen und einige in Mosaikklassen unterrichtet. In der Jahrgangsklasse hat man Unter-

richt mit Kindern, die gleich alt sind und in der Mosaikklasse sind die Schüler altersdurchmischt. Die Lehrer geben normalerweise verschiedene Aufgaben für die unterschiedlichen Sekundarstufen. Es gibt für fast jedes Fach eine andere Lehrkraft. Die Prüfungen sind auch im Niveau unterschiedlich. Sek-A-Schüler haben andere Prüfungen wie Sek-B- und Sek-CSchüler. Die Aufgaben, welche die Lehrer den Schülern in jeder Sekundarstufe geben, sind für alle Niveaus gleich. Beispielsweise die 1. Sek A bekommt normalerweise die gleichen Aufgaben wie 1. Sek B und C.

Im Sommer 2015, als ich noch in der ersten Sekundarstufe war, beschlossen zahlreiche Lehrkräfte, sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Acht Lehrkräfte haben gekündigt und es dauerte nicht lange, bis Gerüchte über die Hintergründe entstanden. Diese hatten gemeinsam, dass sie von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Schulleitung und den Lehrkräften handelten. Die Lehrkräfte erfreuten sich jedoch unterschiedlicher Beliebtheit, weshalb die Reaktionen der Schüler über die Abgänge sehr unterschiedlich ausfielen.

Ein emotionaler Abschied Zur Verabschiedung der abgehenden Lehrerinnen und Lehrer und der Schüler, die ins Gymnasium gingen oder ihre Lehre antraten, machte die gesamte Schule als Abschiedsritual einen Kreis und jede Person hatte einen mit Gas gefüll-

Anfang 2015 war ich noch in der Primarschule, wo alles noch viel ruhiger war. Mit dem Übertritt in die Sekundarschule musste ich mich an eine neue Welt gewöhnen, was nicht immer einfach war. .................................................. von jasmin müller, 1. sekundarschule Ich war in der 6. Klasse bei Herrn Gut und Frau Rubitschon. Es war eine schöne, unbeschwerte Zeit. In der Klasse hatten wir meistens gute Stimmung und wir hatten auch viel Verbindendes zusammen erlebt. Am En-

de der Sommerferien war der Tag gekommen, in eine andere Schule zu gehen, die Sekundarschule. Der letzte Tag mit meiner früheren Klasse war schön, denn wir gingen zusammen an denn Hedinger Weiher und machten eine kleine Abschlussfeier. Wir verabschiedeten uns von unseren ehemaligen Lehrern und Mitschülern und gingen anschliessend nach Hause. Und dann kam auch schon die grosse Veränderung.

Alles neu in der Sek Der Übertritt von der sechsten Klasse in die 1. Sek war ein grosser Schritt. Denn unsere frühere Klasse hatte sich total aufgeteilt. Fünf Kinder gingen

Veränderungen brauchen Zeit

Elio Hintermann musste nach den Veränderungen im So ommer darauf achten, nicht zwischen Stuhl und Bank zu fallen. (Bild Salomon Schneider) ten Ballon, an dem eine Karte, mit der Adresse des Absenders befestigt war. Wir liessen alle Ballone gleichzeitig los, was ein sehr schönes Bild ergab. Am Donnerstagabend machten die Schüler, wel-

h Theater belegt che das Freifach hatten, ein Absch hlusstheater. Nach dem Theater gab es ein feines Bufu Keksen, orgafet mit Kuchen und nisiert von der Freifach-Gruppe Catering.

Es war die letzte Gelegenheit, im Rahmen der Schule mit den scheidenden Lehrkräften und Freunden zu reden. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler weinten beim Abschied.

Um die verhärteten Fronten aufzulösen, wurde in einer Klasse ein vermittelndes Gespräch zwischen Lehrern, Schülern und Schulleitung geführt. Dabei wurden gemeinsam Verhaltensregeln aufgestellt, die für Lehrer und Schüler gelten. Die anfänglichen Schwierigkeiten beim Start ins Schuljahr 2015/2016 zeigten, dass die neue Situation an der Sek Hedingen von Lehrern und Schülern eine Anpassung von Vorstellungen und Verhalten benötigen. In ein bis zwei Jahren werden sicher alle in die neue Situation an der Mosaik-Sekundarschule Hedingen hineingewachsen sein.

ins Gymnasium und die Übrigen wurden auf die fünf Sekundarklassen rot, blau, gelb, orange und grün aufgeteilt. Es ging ziemlich lange bis wir uns an das neue Schulsystem gewöhnt hatten, denn es war alles ganz anders als in der 6. Klasse. Die Klassen (Farben) sind alle altersdurchmischt. Neu war auch das wir viele verschiedene Lehrer hatten, die uns Schule gaben. Damit komme ich nicht immer gut klar, denn jeder Lehrer unterrichtet ganz anders. Wir müssen auch sehr viel das Schulzimmer wechseln, was den Tag unruhig macht. In der Pause hat sich auch etwas verändert, denn es gibt einen Pausenkiosk, der von Schülern geführt wird.

Die neuen Regeln sind manchmal gewöhnungsbedürftig

Auch wenn die Klassen altersdurchmischt sind, in den Pausen treffen die Schülerinnen und Schüler auf ihre Clique. (Bild Salomon Schneider)

Der grösste Unterschied ist einfach, dass wir viel mehr Hausaufgaben haben und jede Woche sicher eine Prüfung schreiben müssen. Wir lernen das ganze Wochenende und Freizeit haben wir nur in den Ferien. Streng sein ist gut, doch manchmal fühlt es sich als zu streng an. Die Lehrer hier sind viel strenger als vorher. Ich wurde schon für etwas bestraft, von dem ich gar nicht wusste, dass es verboten ist. Das hat mir gar nicht gefallen. Zudem fängt der Unterricht morgens meistens schon um 7.30 Uhr an. Neben diesen kleinen Sachen gefällt es mir sehr gut in der Sekundarschule und ich lerne auch sehr viel Spannendes.


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Jahresende

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Dienstag, 29. Dezember 2015

Dienstag, 29. Dezember 2015

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Jahresrückblick 2015: Erlebenswelten von Schü ülerinnen und Schülern aus Hedingen Vier Schülerinnen und ein Schüler der Primarschule Hedingen blicken im «Anzeiger» auf das Jahr 2015 zurück – die Arrtikel zeigen wie stark die Perspektive von der besuchten Sekundarstufe abhängig ist In einem bewegten Jahr, in dem die Fugen der Weltpolitik angekratzt wurden, ist es nicht einfach den Überblick zu behalten, welche relevanten Veränderungen wann stattgefunden haben. Fünf Hedinger Jugendliche erzählen, wie sie das Jahr 2015 erlebt haben – fernab von der weltpolitischen Bühne. .................................................. von salomon schneider Kinder und Jugendliche schauen mit anderen Augen auf die Welt als Erwachsene. Gerade die Schule prägt die Erlebenswelten von Jugendlichen zentral. Sie ist ein Ort des Lernens, der Begegnung, der Auseinandersetzung, der Sozialisierung, der Sicherheit, des Zweifels und vielem mehr. Drei Jahrgänge Hedinger Schülerinnen und Schüler haben das Jahr 2015 komplett unterschiedlich erlebt.

Optimismus und kritische Auseinandersetzung Für die Schülerinnen der dritten Sekundarklasse war es das letzte Jahr vor einem grossen Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Erwachsenenleben. Für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarklasse standen die Lehrerwechsel an der Schule und damit das sich rasant verändernde schulische Umfeld im Fokus. Für die Schülerinnen der ersten Sekundarklasse war der Übertritt von der Primar- in die Sekundarschule das zentrale Thema des Jahres. Eines haben die Erlebniswelten der Jugendlichen jedoch gemeinsam: Alle schauen mit Optimismus und Vorfreude auf das kommende Jahr 2016.

Das Jahr einer lebensverändernden Entscheidungsfindung

«Die Hauptprobe geht fast immer schief»

2015 war für Salome Rensch geprägt von der Frage, ob sie den akademischen oder handwerklich hen Weg einschlagen soll

Aline Rüegg schaut auf das Jahr mit der Jugendmusik Bezirk Affoltern zurück

Wenn das Ende der regulären Schulzeit naht, stellt sich für tausende Jugendliche jedes Jahr die Frage nach dem nächsten Schritt. Salome Rensch schaut auf ein schwieriges Jahr der Entscheidungsfindung zurück – in dem sie sich schlussendlich doch für eine Richtung entschliessen konnte.

In der Jugendmusik Bezirk Affoltern (Jumba) spielen Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren zusammen Musik. Höhepunkte des Jumba-Jahres sind die verschiedenen Jahreskonzerte, deren Vorbereitung die Gruppe immer zusammenschweisst.

tieren. 80 Prozent de er Arbeit war ausmisten. Der Job wa ar bereits bei den Haustieren körrperlich sehr hart. Am liebsten putztte ich Friedolin, einen Hausesel, welcher w sehr frech war. Er half miir die Woche zu überstehen, da er mich m mit seinen Scherzen immerr wieder aufheiterte. Nach dieserr Woche war für mich jedoch klar: Tierpflegerin war kein Beruf für miich, da er einfach körperlich zu ansstrengend ist.

.............................................. von salome rensch, 3. sekundarschule Das Jahr 2015 hatte gerade gestartet und ich besuchte die 2. Sek A im Schulhaus Güpf, als die Berufswahl für mich ein wichtiges Thema wurde. Ich hatte jedoch noch überhaupt keine Ahnung, welchen Beruf ich später einmal ausüben wollte und dies änderte sich auch im Frühjahr nicht. Beinahe alle meine Kolleginnen aus der 2. Sek wussten schon im Frühling, in welche Richtung sie beruflich gehen wollten. Dadurch setzte ich mich unter Zeitdruck, für mich auch bald das Passende zu finden. Geschnuppert hatte ich bereits beim Schweizer Radio und Fernsehen als Kamerafrau. Mir hat dieser Beruf sehr gut gefallen, da mich die Produktion einer Sendung einfach fasziniert. Doch leider ist Kamerafrau kein Lehrberuf, sondern wird von in die Filmbranche gewechselten Fotografen ausgeübt. Zudem braucht es immer weniger

Gymi oder Lehre?

Salome Rensch fühlte sich bezüglich Berufswahl lange Zeit hin und her gerissen. (Bild Salomon Schneider) Kameraleute, da es schon Kameraroboter gibt, welche alleine filmen können. So hielt ich Ausschau nach weiteren Berufen, die mich interessieren könnten. Jeden Mittwochnachmittag reite ich auf einem Reithof und dies schon seit sieben Jahren. Ich liebe Tiere über alles und kam deshalb auf die Idee, Tierpflegerin zu werden. Mir war bewusst, dass

es auf diesem Beruf sehr wenige Lehrstellen gibt. Trotzdem wollte ich mir selbst einen Eindruck verschaffen.

80 Prozent der Arbeit ist ausmisten So kam ich, nach einigen Recherchen auf die Internetseite des Zürcher Zoos. Der Zoo bietet Volontariate an. Voller Freude fragte ich

meine Familie, ob ich eine Woche lang im Zoo arbeiten durfte. Sie sagten ja und so konnte ich in den Frühlingsferien in den Zoo gehen. Ein bisschen aufgeregt kam ich im Hauptgebäude beim Zoo an. Zum Glück war da noch ein anderes Mädchen, welches auch eine Woche lang mit mir im Zoo arbeitete. Wir durften nur im Zoolino arbeiten, das heisst bei den Haus-

Langsam aber stetig steigerte s sich in der Folge meine innere Unruhe. erien und ich Bald waren Sommerfe hatte immer noch ke eine Ahnung, welchen Beruf ich sp päter ausüben erater war ich wollte. Beim Berufsbe schon gewesen. Er ha atte mir empfohlen, die Gymiprüffung zu machen. Also dachte ich mir, dass ich es ja einmal versuchen n könnte. Ich hatte ja nichts zu verrlieren. So gelangte plötzlich die Gymiprüfung G ins Blickfeld meines Interesses. Nach den Sommerferrien hielt ich aber trotzdem Aussch hau nach Berufen, falls ich die Prüfung P nicht bestehen würde. Ich traf die Entscheidung, E wenn ich die Prüfu ung bestehen sollte, nicht das Gymi zu besuchen, sondern die Fachmitttelschule in Oerlikon. Bei der Fach hmittelschule kann man nämlich verschiedene wählen. Zum Fachrichtungen ausw Beispiel die Fachrichttung Gesundheit und Naturwisse enschaft, die mich besonders intere essiert.

Einen Wunschberuf gefunden Im Internet stiess ich während meiner Suche irgendwann auf den Beruf der Tierphysiotherapeutin, welcher mich sofort interessierte. Jedoch ist es ein langer Weg, um zu diesem Beruf zu kommen. Ich wollte mir diesen Beruf unbedingt einmal ansehen. Nach einigem Suchen fand ich eine Tierphysiotherapie und meldete mich bei ihnen per E-Mail. Bereits nach einer Woche erhielt ich die Möglichkeit, in den Beruf hineinzuschauen. Dieser Tierphysiotherapeut behandelte nur Hunde. Der Schnuppermorgen war sehr interessant und ich habe mich entschlossen, diesen Beruf als Fernziel vor Augen zu haben.

Gymi Prüfung im März Ich besuchte jetzt die Gymi-Vorbereitung. Nach diversen Orientierungsabenden der verschiedenen Gymnasien und einem von der Fachmittelschule, war für mich klar, dass ich auf die Fachmittelschule wollte. Die Prüfungen sind im März. Jetzt hoffe ich fest, dass ich sie bestehen werde und danach auf der Fachmittelschule zurechtkomme. Es wird eine grosse Umstellung sein, am Morgen und Abend mit dem Zug nach Oerlikon zu fahren, anstatt drei Minuten bis zur Schule zu gehen. Ausserdem werde ich am Mittag nicht mehr nach Hause gehen zum Essen. So hoffe ich, dass möglichst viel so kommt, wie ich es mir wünsche.

.................................................. von aline rüegg, 3. sekundarschule Nach der abenteuerlichen Mittelmeerkreuzfahrt der Jumba im Jahr 2014 startete das Jumba-Jahr 2015 mit der ersten Probe am Dienstagabend. Wir besprachen, wie das nächste Jahr verlaufen sollte und wie wir uns auf die bereits feststehenden Auftritte vorbereiten wollten. Als Erstes probten wir auf den Sechseläuten-Kinderumzug. In den Vorjahren mussten wir uns immer für diesen Auftritt bewerben. Seit diesem Jahr sind wir fester Bestandteil des Umzugs. Da die Jüngsten noch nie Marschmusik gespielt hatten, probten wir neben dem Musikalischen sehr oft Formationsmarsch, vor dem Probelokal an der Giessenstrasse in Affoltern. Es war sehr anspruchsvoll, aber schlussendlich haben wir es geschafft, genau in Formation zu marschieren.

Der Sechseläuten-Kinderumzug Der Sechseläuten-Kinderumzug fand an einem warmen Frühlingstag statt. Die Sonne brannte vom Himmel und in den Uniformen wurde es mit der

Zeit sehr heiss. Weil wir weit hinten mitliefen, mussten wir eine gefühlte Ewigkeit an der prallen Sonne warten. Während des Umzugs bekamen wir zahlreiche Blumen zugesteckt. Mein Saxofon war zum Schluss mit Tulpen gefüllt.

Sommerferien, damit wir sie gut auswendig lernen konnten. Im Lager werden zuerst die Standardschritte der Marschmusik geübt, damit alle die gleich grossen Schritte machen. Nach diesem Lager haben wir immer ein speziell gutes Takt- und Rhythmusgefühl, da wir eine Woche lang Musik leben.

Gute Stimmung unter den Musikern Nach diesem Ereignis war das Frühlingskonzert angesagt. Wir spielen neben dem Sechseläuten immer zwei festgelegte Konzerte, das Herbst- und das Frühlingskonzert. Bei jedem Konzert legen wir ein Thema fest. Beim Frühlingskonzert hatten wir die Kreuzfahrt als Thema. Wir zeigten auch Bilder von der Mittelmeerkreuzfahrt, die mitunter grossen Unterhaltungswert besassen. Den Gemeindesaal Bonstetten dekorierten wir mit Blumen, die wir aus farbigem Papier gebastelt hatten. Am Abend vor dem Auftritt fand die Hauptprobe statt. Bei der Hauptprobe ist es bei uns meistens so, dass noch einiges schief läuft – dafür das erste Konzert umso besser. Wir machen zum Schluss jeweils eine Vorprobe, die eine Stunde vor Konzertbeginn stattfindet. Da sich alle an den Konzerten speziell viel Mühe geben, ergreift der Elan immer auch das Publikum. Nach einem Konzert ist die sonst schon sehr gute Stimmung zwischen den Musikern jeweils auf dem Höhepunkt. Wenn wir das Thema des nächsten Konzertes wissen, dürfen wir Vorschläge für Stücke geben, die wir gerne spielen möchten. Es ist immer unterschiedlich wie ein Thema be-

Bei bekannten Liedern fallen Fehler viel mehr auf

Aline Rüegg hat in der Jumba ein erfüllendes Hobby gefunden. (Bild zvg.) stimmt wird, manchmal werden zuerst einige Stücke ausgewählt und danach ein Thema, das dazu passt, aber es war auch schon umgekehrt.

Choreografie und Musik In den Herbstferien fand das Showbandlager statt. Es ist ein Lager, das die Showband organisiert und bei dem in einer Woche eine Choreografie für vier bis fünf Stücke einstudiert wird, die wir dann am Ende der Woche vorzeigen. Die Stücke bekamen wir bereits in den

Beim Herbstkonzert hatten wir das Thema Musical. Wir spielten Stücke aus bekannten Musicals, was auch Risiken barg, da die Konzertbesucher die Stücke zum grössten Teil kannten und viel schneller hörten, wenn etwas falsch gespielt wurde. Wir meisterten das Konzert aber sehr gut – nur die Hauptprobe verlief wieder nicht optimal. Wir haben in der Jumba drei verschiedene Gruppen. Zum einen gibt es die Drummerfactory, die Kinder und Jugendlichen, die dort mitspielen sind auch in einer der anderen zwei Gruppen. Als Erstes kommt das Aspirantenspiel. Wenn man in die Jumba kommt, wird man zuerst bei den Aspiranten eingeteilt. Wenn man gut genug ist, kommt man ins Blasorchester. An einem Konzert beginnt die Drummerfactory, während das Blasorchester jeweils zum Schluss kommt. Das Blasorchester macht neben den fixen Konzerten an diversen Anlässen mit. Im Jahr 2017 wird das Welt-Jugendmusik-Festival Zürich stattfinden und wir als Musik arbeiten bereits jetzt darauf hin.

Wie das Mosaiksystem funktioniert Einschneidende Veränderun ngen durch Lehrerwechsel

«In der Sek ist es viel ernster»

Für Olivia Flett war das neue Schulsystem 2015 am prägendsten

Jasmin Müller ist im Sommer in die Sekundarschule gekommen

In der Mosaik-Sekundarschule Hedingen wurde im Laufe des Jahres vieles anders Im Sommer 2015 verabschiedeten sich zahlreiche Lehrkräfte von der Sekundarschule Hedingen. Für Schüler und Lehrkräfte war der Neuanfang im Herbst turbulent und forderte alle Beteiligten heraus.

Durch die vielen Veränderungen bei den Lehrkräften ist die Belastung für viele Schüler – im Vergleich zum Vorjahr – viel grösser geworden. Die Schüler mussten sich neben neuen Lehrkräften auch an deren neue Regeln gewöhnen. In meiner Klasse war zu beobachten, dass Schüler den Lehrern gegenüber nicht den nötigen Respekt zeigen, da sie sich noch nicht an den neuen Wind in der Schule gewöhnt hatten. Andererseits veränderten einige neue Lehrkräfte die Unterrichtsstrukturen so stark, dass sich zahlreiche Schüler bevormundet fühlten und Abwehrreaktionen zeigten.

............................................. von elio hintermann, 2. sekundarschule

Im Sekundarschulhaus Güpf werden momentan fünf altersdurchmischte Klassen geführt. (Bild Salomon Schneider)

In der Sekundarschule Hedingen wird im Mosaiksystem unterrichtet. So können die verschiedenen Jahrgangsgrössen regelmässig auf die Klassen verteilt werden. .................................................. von olivia flett, 1. sekundarschule In der Sekundarschule ist das Schulsystem ganz anders als in der Primarschule. In unsere Klasse, der Klasse Orange, gibt es 1.-Sekler, 2.-Sekler

und 3.-Sekler. Es gibt zudem Sek-A-, Sek-B- und Sek-C-Schüler, die alle dieselbe Klasse besuchen. Die Ältesten sind etwa 16 Jahre alt und die Jüngsten 12 Jahre. In der 6. Klasse waren die Ältesten nur 13 Jahre alt, was zu ganz anderen Verhaltensweisen auf dem Pausenplatz und in den Schulstunden führt.

Mosaik- und Regelklassen In der Sekundarschule werden einige Fächer in Jahrgangsklassen und einige in Mosaikklassen unterrichtet. In der Jahrgangsklasse hat man Unter-

richt mit Kindern, die gleich alt sind und in der Mosaikklasse sind die Schüler altersdurchmischt. Die Lehrer geben normalerweise verschiedene Aufgaben für die unterschiedlichen Sekundarstufen. Es gibt für fast jedes Fach eine andere Lehrkraft. Die Prüfungen sind auch im Niveau unterschiedlich. Sek-A-Schüler haben andere Prüfungen wie Sek-B- und Sek-CSchüler. Die Aufgaben, welche die Lehrer den Schülern in jeder Sekundarstufe geben, sind für alle Niveaus gleich. Beispielsweise die 1. Sek A bekommt normalerweise die gleichen Aufgaben wie 1. Sek B und C.

Im Sommer 2015, als ich noch in der ersten Sekundarstufe war, beschlossen zahlreiche Lehrkräfte, sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Acht Lehrkräfte haben gekündigt und es dauerte nicht lange, bis Gerüchte über die Hintergründe entstanden. Diese hatten gemeinsam, dass sie von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Schulleitung und den Lehrkräften handelten. Die Lehrkräfte erfreuten sich jedoch unterschiedlicher Beliebtheit, weshalb die Reaktionen der Schüler über die Abgänge sehr unterschiedlich ausfielen.

Ein emotionaler Abschied Zur Verabschiedung der abgehenden Lehrerinnen und Lehrer und der Schüler, die ins Gymnasium gingen oder ihre Lehre antraten, machte die gesamte Schule als Abschiedsritual einen Kreis und jede Person hatte einen mit Gas gefüll-

Anfang 2015 war ich noch in der Primarschule, wo alles noch viel ruhiger war. Mit dem Übertritt in die Sekundarschule musste ich mich an eine neue Welt gewöhnen, was nicht immer einfach war. .................................................. von jasmin müller, 1. sekundarschule Ich war in der 6. Klasse bei Herrn Gut und Frau Rubitschon. Es war eine schöne, unbeschwerte Zeit. In der Klasse hatten wir meistens gute Stimmung und wir hatten auch viel Verbindendes zusammen erlebt. Am En-

de der Sommerferien war der Tag gekommen, in eine andere Schule zu gehen, die Sekundarschule. Der letzte Tag mit meiner früheren Klasse war schön, denn wir gingen zusammen an denn Hedinger Weiher und machten eine kleine Abschlussfeier. Wir verabschiedeten uns von unseren ehemaligen Lehrern und Mitschülern und gingen anschliessend nach Hause. Und dann kam auch schon die grosse Veränderung.

Alles neu in der Sek Der Übertritt von der sechsten Klasse in die 1. Sek war ein grosser Schritt. Denn unsere frühere Klasse hatte sich total aufgeteilt. Fünf Kinder gingen

Veränderungen brauchen Zeit

Elio Hintermann musste nach den Veränderungen im So ommer darauf achten, nicht zwischen Stuhl und Bank zu fallen. (Bild Salomon Schneider) ten Ballon, an dem eine Karte, mit der Adresse des Absenders befestigt war. Wir liessen alle Ballone gleichzeitig los, was ein sehr schönes Bild ergab. Am Donnerstagabend machten die Schüler, wel-

h Theater belegt che das Freifach hatten, ein Absch hlusstheater. Nach dem Theater gab es ein feines Bufu Keksen, orgafet mit Kuchen und nisiert von der Freifach-Gruppe Catering.

Es war die letzte Gelegenheit, im Rahmen der Schule mit den scheidenden Lehrkräften und Freunden zu reden. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler weinten beim Abschied.

Um die verhärteten Fronten aufzulösen, wurde in einer Klasse ein vermittelndes Gespräch zwischen Lehrern, Schülern und Schulleitung geführt. Dabei wurden gemeinsam Verhaltensregeln aufgestellt, die für Lehrer und Schüler gelten. Die anfänglichen Schwierigkeiten beim Start ins Schuljahr 2015/2016 zeigten, dass die neue Situation an der Sek Hedingen von Lehrern und Schülern eine Anpassung von Vorstellungen und Verhalten benötigen. In ein bis zwei Jahren werden sicher alle in die neue Situation an der Mosaik-Sekundarschule Hedingen hineingewachsen sein.

ins Gymnasium und die Übrigen wurden auf die fünf Sekundarklassen rot, blau, gelb, orange und grün aufgeteilt. Es ging ziemlich lange bis wir uns an das neue Schulsystem gewöhnt hatten, denn es war alles ganz anders als in der 6. Klasse. Die Klassen (Farben) sind alle altersdurchmischt. Neu war auch das wir viele verschiedene Lehrer hatten, die uns Schule gaben. Damit komme ich nicht immer gut klar, denn jeder Lehrer unterrichtet ganz anders. Wir müssen auch sehr viel das Schulzimmer wechseln, was den Tag unruhig macht. In der Pause hat sich auch etwas verändert, denn es gibt einen Pausenkiosk, der von Schülern geführt wird.

Die neuen Regeln sind manchmal gewöhnungsbedürftig

Auch wenn die Klassen altersdurchmischt sind, in den Pausen treffen die Schülerinnen und Schüler auf ihre Clique. (Bild Salomon Schneider)

Der grösste Unterschied ist einfach, dass wir viel mehr Hausaufgaben haben und jede Woche sicher eine Prüfung schreiben müssen. Wir lernen das ganze Wochenende und Freizeit haben wir nur in den Ferien. Streng sein ist gut, doch manchmal fühlt es sich als zu streng an. Die Lehrer hier sind viel strenger als vorher. Ich wurde schon für etwas bestraft, von dem ich gar nicht wusste, dass es verboten ist. Das hat mir gar nicht gefallen. Zudem fängt der Unterricht morgens meistens schon um 7.30 Uhr an. Neben diesen kleinen Sachen gefällt es mir sehr gut in der Sekundarschule und ich lerne auch sehr viel Spannendes.


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Jahresrückblick 2015: die Schulen im Fokus «Verschieden zu sein ist wertvoll»

Ein Bild, das den schönen und trockenen Herbst einerseits, wie auch die zunehmende Erosion und den Klimawandel andererseits illustriert. (Bilder zvg.)

«Eltern sind zunehmend verunsichert» «Anzeiger»: Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen, welche nicht? Kaspar Oettli: Positiv: Der Austausch unter den Schulleitern im Säuliamt entwickelt sich stetig weiter und unterstützt uns in unserer täglichen Arbeit. Viele Gemeinden im Bezirk haben die Zeichen der Zeit erkannt und arbeiten daran Energie-Stadt zu werden oder sind zumindest bemüht, ihre Zukunft nachhaltiger zu planen. Negativ: Unsere zunehmende Mobilität schränkt uns paradoxerweise immer mehr ein und führt teilweise zu unhaltbaren Zuständen in unseren Dörfern. Im Knonauer Amt allgemein und in Obfelden speziell, ist dies sehr stark spürbar. Wenn Sie bis zum Jahresanfang zurückgehen könnten, um etwas zu verändern, was wäre das und weshalb? Ich richte meinen Fokus auch in meiner Arbeit lieber nach vorne. In einem ressourcenarmen Land wie der Schweiz ist Bildung elementar. Wie muss sich die Schweiz in Zukunft aufstellen, um im Bildungsbereich konkurrenzfähig zu bleiben? Die Bildung in der Schweiz entwickelt sich stetig weiter und profitiert auch von internationalen Forschungsprojekten, welche das Lernen und den Unterricht betreffen. Das ist gut so. Vernetzung und Globalisierung beeinflussen auch diesen Bereich zunehmend. Ein Alleingang der Schweiz ist hier weder sinnvoll noch Ziel führend. Eine politisch offene Schweiz würde sicher auch den Bildungsplatz Schweiz besser unterstützen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Harmonisierung der Bildungslandschaft Schweiz sehr zu begrüssen. Ich hoffe, dass wir uns hier national zu einem Minimal-Standard zusammenraufen können, damit ein Wohnortwechsel von einem Kanton in den anderen für eine Familie nicht zusätzlich einen Schulsystemwechsel mit sich bringt. So könnten auch in der Schulentwicklung viele Synergien genutzt werden. Wenn jeder Kanton sein eigenes Süppchen kocht, verschwenden wir viele Ressourcen. Zudem ist es wichtig, dass wir in der Schweiz unseren Lehrpersonen gut Sorge tragen. Ihr Job wird mit der wachsenden Wertevielfalt unserer Gesellschaft zunehmend komplexer und auch emotional anspruchsvoller. Ihre engagierte Arbeit verdient deshalb unsere grösste Hochachtung. Wenn wir dies in unserer Gesellschaft vermehrt zum Ausdruck bringen, werden wir auch in Zukunft motivierte Lehrpersonen haben. Der Pausenplatz kennt andere Themen als die Medienöffentlichkeit. Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz? Die zentralen Themen auf dem Pausenplatz einer Primarschule sind heute noch dieselben wie sie schon unsere Grosseltern kannten. Wer ge-

hört wo dazu, wer kann sich wie und wodurch hervortun oder eben nicht. Selbstverständlich hat sich das Wording geändert und mit den neuen Medien haben sich die Kommunikation und ihre Intensität stark gewandelt. Der Austausch un- Kaspar Oettli, ter den Kindern Schulleiter geht weiter, wenn Primarschule der Pausenplatz Obfelden. (Bild zvg.) längst leer ist und die Kinder zu Hause sind. Sowohl im Positiven, wie auch im Negativen. Zeitenwandel bedeutet immer auch Wertewandel. Welche Wandelerscheinungen konnten Sie 2015 im Alltag feststellen? Ein Wertewandel findet nicht in einem Jahr statt, das dauert länger. Was mir in meinem Alltag aber immer mehr Sorge bereitet, ist eine zunehmende Verunsicherung, die ich bei vielen Eltern spüre, die alle nur das Beste für ihr Kind wollen. Was aber das Beste ist, da gehen die Meinungen und Überzeugungen in unserer Gesellschaft immer stärker auseinander. Eltern, welche für ihre Kinder nur das Beste wollen, neigen dazu, ihnen wenig zuzumuten (ich meine nicht: wenig zuzutrauen!), ihnen Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und ihnen keine Grenzen zu setzen. Leider beachten sie dabei selten, dass sie ihnen so auch keinen Halt und kein Selbstvertrauen mitgeben. Hier als Schule eine klare Haltung einzunehmen, erachte ich als herausfordernde Aufgabe, die immer wichtiger wird. Was sind für Sie das Wort und das Unwort des Jahres? Mein Wort des Jahres: Inklusion. Inklusion ist für uns alle und für eine Schule besonders eine grosse Herausforderung und kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten ihre eigene Haltung diesbezüglich sorgfältig hinterfragen. Mein Unwort des Jahres: einzigartig (im Zusammenhang mit einem Menschen) Sicher: Kein Mensch ist gleich wie ein anderer. Aber: Es täte uns gut, uns wieder vermehrt als Gemeinschaft, denn als viele einzigartige Individuen zu verstehen. Was möchten Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2016 mitgeben? Gerade in Zeiten wie heute, in denen die Verunsicherung mit Händen greifbar ist, sollten wir uns nicht von Angst leiten lassen. Zum Beispiel von der Angst vor Fremdem oder vor dem Bösen, das uns Tag für Tag aus den Medien förmlich entgegenflutet. Aber auch nicht von der Angst, für unsere Kinder nicht das Beste zu tun! Ich wünsche allen, dass Zuversicht und Freude an Neuem und an Lebendigem sie im neuen Jahr begleiten.

«Anzeiger»: Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen, welche nicht? Hanspeter Amstein: Ich bin ein Pendler aus dem Kanton Aargau und beginne das Knonauer Amt schrittweise kennen zu lernen. Als Mitglied in der Planungsgruppe für mehr SchulSport- und Erholungsraum zusammen mit der Schulpflege und der politischen Gemeinde und durch das Mitwirken bei den Feierlichkeiten zu 900 Jahre Mettmenstetten nehme ich sehr viel Engagement für den Menschen in einer lebenswerten Umgebung wahr. Mir gefallen die Idee von Begegnungszentren und die Achtsamkeit gegenüber dem Erhaltenswerten in der Region! Wenn Sie bis zum Jahresanfang zurückgehen könnten, um etwas zu verändern, was wäre das und weshalb? Das ist die typische Schülerfrage nach der versifften Prüfung! An den verpassten Chancen herumstudieren hat einen leicht depressiven Ansatz. Optimistischer ist die Zukunft gerichtete Frage, was ich anders, bewusster machen möchte – oder noch besser, worauf ich aufbauen möchte. Da gibt es schon Ideen und Ziele. Im neuen Jahr entwickeln wir unser nächstes Schulprogramm, eine Gelegenheit, wieder etwas mutig zu sein. In einem ressourcenarmen Land wie der Schweiz ist Bildung elementar. Wie muss sich die Schule in Zukunft aufstellen, um im Bildungsbereich konkurrenzfähig zu bleiben? Wenn an den obersten Stellen unseres Schulsystems neben Juristen und Ökonomen vermehrt auch Pädagogen und Philosophen wirken und entscheiden würden, wäre das eine Chance für unsere Schule. Die Schule selber muss sich nicht neu aufstellen. Das solide Fundament wird oft zu wenig wertgeschätzt. Die Tendenz besteht, die Schule zu stark mit wirtschaftlichen Strukturen zu vergleichen. Die Schülerinnen und Schüler sind aber keine Produkte, sondern Individuen, die mit professioneller Beziehungsarbeit, mit gutem Unterricht, mit gestalteten Frei-

räumen und mit der Identifikation mit ihrer Schule grundsätzlich Lust auf Leistung haben und zeigen. Eltern sind nicht unsere Kunden. Sie sind wichtige Gesprächspartner der Schule. Ich möchte sie ermutigen, ihre unterstützende Hanspeter Amstein, Schulleiter Rolle bei gemeinsam vereinbarten Primarschule Mettmenstetten. Lösungsstrategien wahrzunehmen. Für Lehrpersonen müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie ihre grosse Motivation am Unterrichten und der Beziehungsarbeit mit den Kindern so umsetzen können, dass nicht Raummangel, ständige Störungen von innen wie von aussen und administrativer Aufwand zu Frustration und Erschöpfung führen. Motivierte, starke Lehrpersonen sind die grossen Ressourcen der Schule. Der Pausenplatz kennt andere Themen als die Medienöffentlichkeit. Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz? Der Pausenplatz ist Begegnungsort während und neben den Unterrichtszeiten. So soll es sein. Ich stelle mir die Frage, wie die «Besucher» unseres Geländes mit in die Schulkultur im Bereich Zusammenleben, Umgang untereinander und Umgang mit Material und Einrichtungen eingebunden werden können. Littering und Vandalismus lassen Fronten entstehen, die das offene und achtsame Zusammenleben verhindern und Verbote, wie auch Überwachung fördern, was wiederum unserer Schulkultur widerspricht. Zeitenwandel bedeutet immer auch Wertewandel. Welche Wandelerscheinungen konnten Sie 2015 im Alltag feststellen? Gerade in dieser Woche habe ich einen Artikel gelesen, dass zur Zeit Postautos ohne Chauffeure getestet werden. Als Jugendlicher liebte ich die Filme von Adriano Celentano. Im «Gib

Mutig vorwärts schauen und gemeinsam den Sprung ins kalte Wasser wagen. (Bilder zvg.) dem Affen Zucker» unterhält Celentano als Busfahrer seine Passagiere und bringt diese bereits vor der Arbeit in gute Laune und für seine Geliebte nimmt er gar einen Umweg mit seinem Linienbus in Kauf. Schnell, effizient und kostengünstig sind heute Werte, welche die Lust auf Begegnungen, Kommunikation und auch die Zeit dazu verdrängen. Dazu gibt es unzählige Beispiele in unterschiedlichsten Bereichen wie der Gastronomie, dem Einkaufen, der Kultur und auch der Schule. Was sind für Sie das Wort und das Unwort des Jahres? Wort: Wir schaffen das! Unwort: Bachelor Was möchten Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2016 mitgeben? Es ist normal, verschieden zu sein! – steht auf dem Titelblatt unseres sonderpädagogischen Konzeptes. «Es ist wertvoll, verschieden zu sein», gefällt mir noch besser. Es öffnet, wenn man diese Haltung mit durchs neue Jahr trägt.

«Die Schüler von heute sind gute Netzwerker mit innovativen Ideen» «Anzeiger»: Welche Entwicklungen im Knonauer Amt haben Ihnen dieses Jahr gefallen, welche nicht? Vera Anders: Ich schätze die inzwischen gut etablierte Zusammenarbeit der Schulleitungen der verschiedenen Säuliämtler Gemeinden. Persönlich würde ich mich freuen, wenn etwas zurückhaltender gebaut würde im Säuliamt. Für Kinder ist es sehr wertvoll, im Grünen aufwachsen zu können und das sollten wir Kindern auch in 100 Jahren noch ermöglichen. Wenn Sie bis zum Jahresanfang zurückgehen könnten, um etwas zu verändern, was wäre das und weshalb? Ich hadere kaum mit dem, was passiert ist, und schaue eher vorwärts.

Vera Anders, Schulleiterin Primarschule Kappel. (Bild zvg.)

In einem ressourcenarmen Land wie der Schweiz ist Bildung elementar. Wie muss sich die Schweiz in

Zukunft aufstellen, um im Bildungsbereich konkurrenzfähig zu bleiben? Die Zürcher Schulen sind gut unterwegs, entwickeln sich laufend weiter und passen sich an eine sich verändernde Welt an. Die Schule braucht genügend Ressourcen, um all ihren Aufgaben gerecht zu werden. Diese würden besser den Schulen direkt zukommen, als in teure Kontrollorgane wie beispielsweise die externe Schulevaluation zu fliessen. Der Pausenplatz kennt andere Themen als die Medienöffentlichkeit. Was waren 2015 die zentralen Themen auf dem Pausenplatz? An unserer Schule ist Fussball hoch im Kurs: Es spielen alle Kinder quer durch die Klassen gemeinsam. Wer nicht mitspielt, schaut zu und kommentiert. Zeitenwandel bedeutet immer auch Wertewandel. Welche Wandelerscheinungen konnten Sie 2015 im Alltag feststellen? Innerhalb eines Jahres wird wohl kaum ein Wertewandel deutlich, das sind Veränderungen, die über Jahrzehnte sichtbar werden. Die Schülerinnen und Schüler von heute sind vielleicht weniger leistungsbereit und

ehrgeizig, dafür sind sie meist gute Netzwerker, sind urteils- und kritikfähig und sie haben innovative Ideen. Was sind für Sie das Wort und das Unwort des Jahres? Ein wichtiges Wort an unserer Schule dieses Jahr war «Umweltschule» – mit dem Beitritt zum Netzwerk Umweltschulen haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Schülerinnen und Schüler für umweltbewusstes Denken und Handeln zu sensibilisieren und ihnen die Natur näherzubringen, die es zu schützen gilt. Das Thema ist in allen Klassen präsent und die Kinder engagieren sich mit guten Ideen und setzen sich für deren Umsetzung ein. Als «Unwort» würde ich die geplante «Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Tömlimatt» bezeichnen. Nachdem die inzwischen vierte Vorlage letzten Frühling vom Volk endlich angenommen wurde, verhindert seither eine Submissionsbeschwerde den Baustart. Was möchten Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2016 mitgeben? Toleranz und Mitgefühl für Menschen, die ihre Heimat verlassen, um sich irgendwo ein besseres Leben aufzubauen.


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glosse

Verschiedene «Rutschbahnen» Vorsicht, Nachsicht und ins neue Jahr Auch im Amt haben sich Bräuche zum Jahreswechsel verändert etwas Zuversicht Der Blick zurück macht (ein) wenig Mut auf einen hoffnungsvollen Ausblick. Bereits im Januar des zu Ende gehenden Jahres beherrschte auch im Säuliamt das Geld die Szene. Infolge der Aufhebung der Eurountergrenze standen die Menschen stundenlang an den Bankschaltern. Wenn Bankomaten streiken, helfen auch die zuversichtlichen Sprüche der Gemeindepolitiker bei den diversen Apéro-Runden zum neuen Jahr wenig. Es herrscht eigentliche Weltuntergangsstimmung. Die monetären Probleme sind jedoch das ganz Jahr allgegenwärtig. Während an allen Ecken und Enden gespart werden muss, bedienen sich Abzocker ungeniert. Da sind selbst Institutionen wie das Regionalspital keinesfalls immun. Ziemlich resistent aber zeigen sich die Vertreter der Politik sowohl auf kantonaler wie auch auf eidgenössischer Ebene. Ihre Versprechen blieben auch im Wahljahr 2015 nach wie vor nebulös und unverbindlich. Der leichte Rechtsrutsch sorgte lediglich bei den «Roten» für rote Köpfe. 2015 war für das Knonauer Amt aber auch das Jahr der hohen Besuche. Das Säuliamt befand sich im April mindestens für drei Stunden so-

zusagen im Fokus der Weltpresse. Was wie ein Aprilscherz daherkam, war ein überaus seltenes Highlight: Der französische Staatspräsident François Hollande besuchte das Säuliamt. Doch leider wurde die einmalige Chance vertan. Wohl kreisten einige Minuten zwei Helikopter über dem Flecken Hedingen, ein Volksfest fand aber nicht statt. Das machte Ottenbach beim Besuch der Bundesrätin Doris Leuthard besser; an der Reuss wurde der Magistratin begeistert zugeprostet. Vermutlich veranlasste der lang anhaltende Hitze-Sommer Kommunalpolitiker im Säuliamt zu unbedachten Aussagen und Entscheidungen in den verschiedensten Situationen. Zwischen pseudophilosophischen Prophezeiungen auf Suaheli wurde der Kapitalismus für tot erklärt und die Rettung des Regenwaldes verlangt. Die Kassenwarte der Gemeinde ächzen ob der Last der sozialen Wohlfahrt und bezeichnen dennoch luxuriöse Offerten als Dogma des Notwendigen. Doch genug der Stammtisch-Handkantenschläge, die Nachsicht soll hier als ethisch a priori gelten. Immerhin darf die Zuversicht auf 2016 als intakt bezeichnet werden, denn Frühling wird es ganz bestimmt. (mamu)

Für viele Menschen haftet der Silvesternacht noch immer etwas Mystisches an. Alte Bräuche und rituelle Spiele zu Silvester sterben aber langsam aus. Der Jahreswechsel wird vorwiegend beschwingt, laut und feuchtfröhlich gefeiert. ................................................... von martin mullis

Der Tagesheilige am letzten Tag des Jahres ist der am 31. Dezember 335 verstorbene Papst Silvester. Der Vorfreude auf das kommende Jahr wird seit Urgedenken mit speziellen Riten und Gebräuchen Ausdruck verliehen. Man wünscht Verwandten, Freunden und Nachbarn «es guets Nöis». Bei privaten Festen wird mit Champagner oder Wein angestossen, und man wünscht sich gegenseitig Glück und Gesundheit. Eine kleine und natürlich nicht repräsentative Umfrage des «Anzeigers» zeigt jedoch deutlich, dass der Jahreswechsel für viele Menschen zwar noch immer ein gesellschaftliches Ereignis darstellt, altes Brauchtum zum Jahreswechsel aber nur noch selten zelebriert wird. Auch wenn dem Wechsel der Jahreszahl um Mitternacht etwas Mystisches anhaftet, geht immer mehr altes und überliefertes Brauchtum verloren.

Mit der Kuhglocke an der Haustüre

16. April 2015: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der französische Staatspräsident François Hollande begrüssen einen Lehrling der Firma Schweizer in Hedingen. Im Hintergrund Firmenchef Hans Ruedi Schweizer. (Archivbild)

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Das spielerische Lesen der Zukunft im Kaffeesatz oder das Giessen von Blei kennen junge Menschen kaum noch. Kam vor einigen Jahren der Ottenbacher Landwirt Ruedi Ruch in der Silvesternacht noch mit einer Kuhglocke «bewaffnet» in seiner Nachbarschaft an die Haustüre, um «es guets Nöis» zu wünschen und mit einem Glas Wein darauf anzustossen, fand der mittlerweile pensionierte Bauer keinen Nachfolger für den schönen und heimeligen Brauch. Wenn auch in den entsprechenden Zeitschriften und im Fernsehen noch immer Wahrsagerin-

Am 31. Dezember, Mitternacht, ist es so weit: Die guten Wünsche werden mit einem Feuerwerk unterstrichen. (Bild Martin Mullis) nen und Wahrsager ihre zweifelhaften, aber anscheinend lukrativen Dienste mittels kostenpflichtigen Telefonnummern anpreisen, gelang es auch mit einigem Aufwand nicht, explizit für Silvester einen Propheten für die Zukunft zu finden. Silvesterpartys und rauschende Feste sind in der Nacht des Jahreswechsels durchaus beliebt. So haben von den Restaurants, welche der Vereinigung Gastro Affoltern angeschlossenen sind, am letzten Tag des Jahres 28 von 36 Betrieben reguläre Öffnungszeiten oder bieten ihre Dienstleistungen mindestens teilweise an.

Feuerwerk bedeutet grossen Stress für die Tiere Die Wirte bieten zum Teil auch spezielle Silvestermenüs oder gar einen Fahrdienst an. Auch wenn die alten Bräuche langsam verschwinden und

lediglich das mitternächtliche Glockengeläut geblieben ist, so haben sich aber auch rund um den Jahreswechsel neue und moderne Rituale etabliert. Bereits am Nachmittag des letzten Tages im Jahr sind überall Böllerschüsse zu hören. Um Mitternacht wird mit viel Feuerwerk, Raketen und Knallkörpern das neue Jahr willkommengeheissen. Was für einige Pyrotechnik-Händler ein einträgliches Geschäft ist, bedeutet für viele Menschen und ganz besonders für die Tiere allerdings viel Stress und ein grosses Ärgernis. In der Silvesternacht ebenfalls überaus lukrativ ist für die TelekomUnternehmen, das per SMS oder MMS millionenfach übermittelte «Happy New Year». Die neueren Rituale und modernen Gebräuche rund um den Jahreswechsel stossen nicht überall auf Zustimmung. Viele Menschen sorgen sich um die schwindenden Traditionen.


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Dienstag, 29. Dezember 2015

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Die Velobility AG ist konkurs Maschwander Veloverleihfirma von Philip Douglas in Liquidation Der Maschwander Velo-Visionär Philip Douglas hat einen geschäftlichen Rückschlag erlitten. Der Lieferant des aktuellen Schweizer Militärvelos und Gründer von Simpel.ch musste mit seiner international tätigen Velokonzept- und -verleihfirma Velobility Konkurs anmelden.

Letztlich könne man davon aber keine Löhne zahlen: «Ein junger, politisch getriebener Markt verhält sich noch weniger rational wie die Börse an der Wall Street. Investoren sind zwar so weit, dass sie Nachhaltigkeit in einem Engagement durchaus mitbewerten. Am Ende geht es aber einzig um die Aussicht, Gewinne erzielen zu können.»

................................................... von martin platter

Realität liess Projekte scheitern

Kurz vor Weihnachten hat der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug den Konkurs über die Aktiengesellschaft mit (buchhalterischem) Sitz in Cham und Geschäftsstelle in der alten Sennerei in Maschwanden eröffnet. Die Velobility AG befindet sich damit in Liquidation. Für deren Gründer Philip Douglas ein harter Rückschlag: «Eine mit viel Herzblut aufgebaute Firma zum Konkurs anmelden zu müssen, geht weit über das bisher Erlebte hinaus», schreibt der Säuliämtler in einem Communiqué. In der Vergangenheit war der heute 41-Jährige stets als Visionär aufgefallen. Er zählte in der Schweiz zu den Ersten, die bereits im Jahr 2000 das Potenzial des Online-Handels erkannten und mit der Gründung von simpel.ch konsequent darauf setzte. Seine Idee: möglichst wartungsfreie, hochwertige Fahrräder ohne Zwischenhandel übers Internet direkt zu vertreiben. Die attraktiven Preise taten ihr Übriges. Eine Zeit lang betrieb Douglas mit seinem Team neben dem Hauptsitz in Maschwanden noch eine Filiale im alten Güterschuppen neben dem Bahnhof Mettmenstetten, wo interes-

Das sei die Realität, an der viele Projekte scheiterten. Der Bike-SharingMarkt sei geprägt von gut gemeinten Ansätzen. Solange jedoch die grossen Risiken solcher Systeme und die lange Lernkurve unterschätzt, oder sogar banalisiert und «weitergereicht» würden, könne kein gesunder Markt entstehen. Für langfristig erfolgreiche Gesamtsysteme müssten die Menschen mit ihrem Bedürfnis nach sinnvoller und intelligenter Mobilität in den Vordergrund gestellt werden. Zeitdruck, und als Folge davon schlecht definierte Zielsetzungen der einzelnen Partner, sowie hauchdünne Margen verhinderten dies jedoch. Gerne hätten wir Philip Douglas persönlich noch ein paar Fragen zur Velobility-Auflösung gestellt. Immerhin hat seine Firma Mitte 2012 den Zuschlag für die Lieferung und den Unterhalt des neuen Militärvelos «Fahrrad12» erhalten. Ein 6,8-Millionen-Franken-Auftrag der Armasuisse, den Douglas seinerzeit als «Meilenstein» für sein Unternehmen bezeichnete. Doch er liess den Interviewtermin platzen, war seither telefonisch nicht mehr erreichbar. Per Mail richtete er aber aus: «Simpel und die Armee sind n i c h t betroffen.»

Philip Douglas musste mit seiner Velobility AG Konkurs anmelden. (Bild zvg.) sierte Kunden die Velos probefahren konnten.

Die Konkurrenz schläft nicht Doch die Konkurrenz schläft auch im Online-Handel nicht, was zu einer Erosion der Margen geführt hat. Auch Simpel blieb davon nicht verschont. Der Standort in Mettmenstetten musste geschlossen werden. Der Geschäftssitz in Maschwanden wurde im März 2014 nach Zürich verlegt im Zuge einer Kooperation mit City-Cycles.

Doch ausgerechnet ebendiese Filiale des Berner Velohändlers an der Militärstrasse musste aus verschiedenen Gründen (eine Baustelle der Stadt, die während längerer Zeit den Zugang zum Geschäft stark erschwerte sowie verändertes Kaufverhalten der Kundschaft) im August 2015 schliessen. Douglas verlegte die Simpel-Zentrale wieder zurück ins Säuliamt in die frühere Sägerei Kehrli in Rifferswil. Ruhiger nehmen konnte er es nicht. Auch mit Velobility, die Veloverleihsysteme und -konzepte hauptsächlich anzeige

Jugendliche engagieren sich für Burkina Faso Erlös von über 1000 Franken «Adventsüberraschung», eine Hilfsaktion der katholischen Pfarrei St. Burkard Mettmenstetten war ein voller Erfolg. Im November wurden von den Jugendlichen Gutscheine angeboten, mit deren Kauf eine liebe Person aus Mettmenstetten, Knonau oder Maschwanden überrascht werden konnte. Am 13. Dezember haben 15 OberstufenSchüler der katholischen Pfarrei Mettmenstetten fleissig Guezli gebacken und diese wunderschön verpackt. Ergänzt wurde jedes Guezlisäckli mit einer selbstgebastelten Karte, in welche die Grussworte der jeweiligen Käufer an die beschenkte Person geklebt wurden. 85 Personen durften

sich freuen, als am Abend die Jugendlichen die Überraschungen an der Haustüre vorbeibrachten. Eine wunderbare Idee, gleich zweimal Freude zu verschenken, denn der gesamte Erlös von über 1000 Franken kommt benachteiligten Jugendlichen in Burkina Faso zugute. Der Verein Zukunft für Burkina Faso freut sich sehr über das grosse Engagement in Mettmenstetten und die grosse Spende, welche vollumfänglich für die Schulprojekte in Burkina Faso eingesetzt wird. Brigitte Keusch, Präsidentin des Vereins «Zukunft für Burkina Faso» Nähere Infos unter www.zukunft-burkina-faso.ch.

Die Spende geht an Schulprojekte in Burkina Faso. (Bild zvg.)

für die öffentliche Hand anbietet, lief es harzig. «Publibike» ist in der Schweiz der wohl prominenteste Kunde, für den Douglas das Konzept und die Fahrradspezifikationen erarbeitet hatte; eine Bike-Sharing-Kooperation von PostAuto, SBB und Rent-a-Bike, welche die Angebote des öffentlichen Verkehrs durch Leihfahrräder in allen grossen Schweizer Städten ergänzt. Douglas schreibt denn auch, dass seine Ideen und Konzepte durchaus gefragt gewesen seien, viel Lob, Applaus und sogar Preise geerntet hätten.


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Dienstag, 29. Dezember 2015

glosse

Gratis-Znacht gefällig?

Pfarrer Matthias Fischer und Jürg Billeter, Kirchgemeindepräsident (rechts), bedanken sich bei Klaus Hengstler. (Bild zvg.)

Gelebte Solidarität unter Kirchgemeinden Kirchturmsanierung reformierten Kirche Hausen Erneut durfte die Kirchenpflege Hausen Spenden von Kirchgemeinden aus dem Bezirk Affoltern entgegennehmen für die Sanierung des Kirchturms. Darunter einen namhaften Solidaritätsbeitrag, der durch die Kirchgemeindeversammlung Urdorf gesprochen worden ist. Auch aus dem Kanton Zug erreichten die Kirchgemeinde Spenden von verschiedenen reformierten Kirchgemeinden. Diese wurden am vergangenen 4. Advent von einer Delegation aus dem Nachbarkanton anzeige

symbolisch überbracht. Den würdigen Rahmen dazu bot der sehr gut besuchte und durch die Ämtler Jodlerfründe mitgestaltete, stimmungsvolle Oberämtler Gottesdienst. Klaus Hengstler, Kirchenschreiber der reformierten Kirche Kanton Zug, spannte in seiner sehr sympathischen Rede einen wunderbaren Bogen von der vorgängigen Predigt von Pfarrer Matthias Fischer zu der nachbarschaftlichen Verbundenheit als Mitchristen und den Lokalitäten, welche die Gemeinschaft braucht, sowie der Symbolkraft der Kirchtürme und der Notwendigkeit,

diese zu erhalten. Zusammen mit weiteren Spenden von Privatpersonen, den Einnahmen von den Weihnachtsmärkten im Gemeindesaal Weid und auf dem Weisbrod-Areal und von Events der Familienkirche ist die reformierte Kirche Hausen ihrem Spendenziel einen grossen Schritt nähergekommen und hat inzwischen die Marke von 200 000 Franken überschritten. Die reformierte Kirchenpflege Hausen bedankt sich ganz herzlich bei allen Personen, welche Unterstützung leisten und mit ihrer gelebten Solidarität ein Zeichen setzen.

Bald sind es zehn Jahre her, seit sich über 400 Mitglieder einer IG bereit erklärten, für die Raststätte MyStop Aktien zu zeichnen. Die Versammlungen der danach gegründeten Gesellschaft in der Aula Ennetgraben Wertlose Aktien und kein Apéro riche: Die Raststätte MyStop in Affoltern waren ist in neuen Händen. (Archivbild) in den ersten Jahren sehr gut besucht. Beim Apéro Mitgliedern fast überrannt. Das Oberriche konnte man sich mit bekannten amt trifft sich im Kappeler GemeindeLeuten unterhalten oder neue Kontak- saal und die Region Affoltern im Kasite knüpfen. Das war neben der erhoff- no. Das sind nur einige Veranstaltunten guten Investition ein weiterer gen, bei denen die Gelegenheit beGrund mitzumachen. Optimistisch er- steht, auch ohne Raststätte oder OVA wartete man eine lang währende Säu- den Hans und den Heiri zu treffen. liämtler-Volks-AG mit jährlichem, ge- Vielleicht sagen Sie sich jetzt, dass Sie selligem Treffpunkt im Rahmen GV. überhaupt bei keiner der erwähnten Doch dieser Traum ist bekanntlich Organisationen Mitglied sind. Aber ausgeträumt, für Verschiedene nach was nicht ist, kann ja vielleicht noch der OVA bereits das zweite Aha-Erleb- werden. Als Jahresbeitrag verlangt die nis. Sich hinter dem Ofen verkriechen GGA 40, der TCS rund 100, der HEV 70 bringt aber bekanntlich nichts. Man Franken und der Anteilschein bei muss vorwärts schauen, bald beginnt Raiffeisen, ist für zwei Hunderternoein neues Jahr. Am Berchtoldstag lädt ten zu haben. Das sind im Vergleich die Gemeinnützige Gesellschaft zum zu den wertlosen Aktien von MyStop Neujahrsapéro ein, wie bereits kürz- übrigens Peanuts. Sie wollen aus weltanschaulichen, lich im «Anzeiger» vermerkt wurde. Die Gruppe Amt des TCS führt ihre GV ideologischen, politischen oder andeAnfang März durch, und der Haus- ren für Gründen keiner der erwähneigentümerverband Albis wird seine ten Gruppen angehören? Dies, obJahresversammlung Mitte März abhal- schon sie gerne solche Kontakte pfleten. Die TCS- und HEV-Tagungen sind gen würden? Dann kennen Sie vieljeweils sehr gut besucht, Begleitperso- leicht noch andere Organisationen. nen willkommen und ein warmes Oder Sie stellen halt zusammen mit Nachtessen garantiert. Die Raiffeisen- Gleichgesinnten selber etwas auf die Banken werden an ihren Frühlings- Beine, bei denen sich künftig Krethi Versammlungen, mit Essen, von ihren und Plethi treffen können. (rf.)


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Dienstag, 29. Dezember 2015

ämtler kantonsräte meinen

Ein Engel zum neuen Jahr

Hans-Peter Häring (EDU, Wettswil)

Auch über Mehreinnahmen nachdenken Das Budget 2016 ist unter Dach und Fach. Die Regierung kann die Löhne auch nächstes Jahr noch bezahlen. Die Schule wird weiter funktionieren, und die Kranken werden weiterhin im Spital gepflegt werden können und dies ohne zusätzliche Schulden. Das ist doch eine gute Botschaft zum Jahresende. Zu denken gaben mir aber einige Beschlüsse des Kantonsrats. Bei den individuellen Prämienverbilligungen (IPV) zeigte sich der Rat nicht auf der Höhe. So beschloss er eine Budgetkürzung von 2,6 Mio. Franken welche für das 2016 gar nicht mehr zu realisieren ist. Die für die Berechnung massgebenden Faktoren mussten bereits Anfang 2015 bei der SVA ins System eingegeben werden. Der Kantonsrat wird 2016 wie an der letzten Sitzung einen Nachtragskredit sprechen müssen, für 2015 waren es 23.8 Mio. Franken. Einzig die EDU und die EVP haben für die Regierungsvorlage gestimmt, welche die Beibehaltung dieses Budgetpostens

vorsah. Mit ihren 12 Stimmen blieben die beiden Parteien gegen die Sparvorschläge der Rechten und dem massiven Erhöhungsvorschlag der Linken auf der Strecke. Doch diesmal hatte die Mehrheit nicht Recht, wie dies der Gesundheitsdirektor bestätigt. Er wird voraussichtlich auch nächstes Jahr einen Nachtragskredit vorlegen müssen. Zu denken gab auch die Verweigerung von zusätzlichen Steuersekretären, welche mit vertieften Kontrollen zusätzliche Erträge erwirtschaften könnten. Welcher Unternehmer hätte nicht Freude an einem Mitarbeiter, der 150 000 Franken Lohn verlangt und erklärt, er bringe dafür einen zusätzlichen Ertrag von 1 Mio. Franken? Auch wenn er nur eine Viertelmillion bringt, dann hätte sich die Investition gelohnt. Die bürgerlichen Parteien verschlossen sich diesem Vorhaben und verzichten auf diese Mehreinnahmen. Sie zeigten auch kein Verständnis für Investitionen in die Bildung.

Eine Erhöhung um 2 Mio. Franken bei der Kinder- und Jugendhilfe wurde abgelehnt. Der Kantonsrat hat es verpasst, die Startphase für gefährdete Kinder zu verbessern und damit Kosten bei der Sonderpädagogik und der Sozialhilfe zu vermeiden. Mit der schwarzen Null kann die Regierung leben. Finanzdirektor Ernst Stocker kündigte aber bereits an, dass im Frühling 2016 ein Sparpaket vorgelegt wird, das einschneidend sein wird, aber nötig, damit der gesetzlich vorgegebene Mittelfristige Ausgleich 2019 erreicht werden kann. Dies ist nach meiner Ansicht nicht möglich, wenn nicht neben dem Sparen auch über Mehreinnahmen nachgedacht wird. Zudem müssen Gesetze geändert werden, da es sich bei einem grossen Teil um gebundene Ausgaben handelt. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins 2016!

Krippenspiel erstmals als Musical «En König wird cho»: Über 450 Besucher in Mettmenstetten

S

ie haben wieder gesungen, die Engel. Zur Weihnachtszeit, bei den Hirten auf dem Feld, bei der Krippe des Kindes, haben frohe Botschaft gebracht und den Anbruch einer neuen Zeit verkündet. «Fürchte dich nicht», «fürchtet euch nicht», so beginnen Engel ihre Rede. Sie treten auf als Boten Gottes. Eine direkte Begegnung mit Gott kann niemand überleben, so heisst es in den alten Schriften. Die Begnung mit einem Engel hingegen schon. Aber auch sie ist erschreckend genug. Darum auch diese Worte «fürchtet euch nicht». So nehmen Engel den Kontakt zu uns Menschen auf. Engel ist ein merkwürdiges Wort. Die «Enge» klingt in ihm an. Ähnlich in der lateinischen Sprache: Das Wort «Angelus» (Engel) und das Verb «angere» (beengen) liegen nahe beieinander. Engel treten auf, wenn es eng wird. Als Retter, als Verkünder einer neuen, durch Angst und Enge hindurch hereinbrechenden Wirklichkeit. Sie stehen vor der Himmelspforte und bewachen den Eingang zum Paradies. Ihr Ort ist die Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits. Und in der Weihnachtszeit haben sie Hochkonjunktur. Die Weihnachtszeit, Engführung des Jahres, in der sich Wünsche, Träume und Sehnsüchte zuspitzen auf das eine grosse Fest. Nicht ganz ungefährlich, risikoreich, krisenträchtig. Weihnachten ist vielfach auch Krisenzeit. Psychotherapeuten können ein Lied davon singen. Jetzt könnten wir ihn wegstellen, den Engel. Weihnachten und die emotional aufgeladene Zeit ist vorbei, lässt höchstens einen kleinen seelischen Kater zurück. Wir dürfen aufatmen. Vor uns liegt ein neues Jahr, frisch und unverbraucht. Den Engel möchte ich aber doch noch ein wenig behalten und ansehen, diesen Engel, der während der Weihnachtstage bei uns in der Kirche von den Orgelpfeifen hinaubschaute aufs Geschehen und segnend seine Hände ausbreitete. Denn so locker wie in vergangenen Jahren will mir diesmal der Übergang ins neue Jahr nicht fallen. Zu schwer lasten noch die Eindrücke des vergangenen: Die Tragödien auf dem Mittelmeer, die Flüchtlingsströme, die Terroranschläge und die Sorgen um das Klima. Was kommt da alles noch auf uns zu?

Die Mitwirkenden am Krippenspiel-Musical durften sich über grossen Applaus freuen. (Bild zvg.) Die beiden Aufführungen des Krippenspiels «En König wird cho» in der katholischen Kirche St. Burkard Mettmenstetten vom 20. und 24. Dezember haben über 450 Herzen erfreut. Das traditionelle Krippenspiel wurde erst-

mals in Form eines Musicals (mit Singeinlagen und Orchesterbegleitung) aufgeführt. Unter der Leitung von Brigitte Broch, Angela Bozzola und Lotti Gläser haben 32 Schauspielerin-

nen und Schauspieler, Musikantinnen und Musikanten sowie Sängerinnen und Sänger mit viel Freude und Hingabe diese Auftritte einstudiert – und sich über den grossen Applaus und Erfolg gefreut. Luzia Züger

Gelungene Waldweihnacht Die Pfadi Säuliamt schliesst das Jahr ab Am Samstag, 19. Dezember, versammelte sich die Pfadi Säuliamt mit Eltern und Ehemaligen in Obfelden, um gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Doch bevor man einen besinnlichen Moment geniessen konnte, galt es noch, verschiedene Herausforderungen zu bewältigen: Rudolphs rote Nase leuchtete nicht mehr rot, zwei Wichteli konnten ihre Werkzeuge nicht mehr finden und einige Dorfbewohner fürchteten sich vor Grinch, der Weihnachten ruinieren wollte. So teilte man sich in drei Gruppen auf und folgte den Gestalten entlang je einem Kerzenweg. Unterwegs zeigte sich, wie sie in ihre misslichen Lagen gekommen waren und die Pfadis konnten schliesslich die Probleme lösen. Und so trafen alle beim Weih-

Feuerzauber an der Waldweihnacht der Pfadi Säuliamt. (Bild zvg.) nachtsbaum ein und genossen warme Suppe und Punsch. Schlussendlich schloss man das Jahr mit einigen

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Weihnachtsliedern ab und machte sich mit viel Vorfreude aufs nächste Jahr auf den Heimweg. (pd.)

Seit dem 2. Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie jetzt. Es könnte eng werden, es ist

Engel, Schwarzenberger Krippenfigur auf der Orgel der reformierten Kirche Hausen. (Bild zvg.) schon eng. Nicht etwa, weil wir zu wenig Platz hätten in Europa für die Flüchtlinge, die zu uns kommen. Auch Ressourcen hätten wir genug, wir, die von Konsumgütern überflutet werden und täglich tonnenweise Nahrungsmittel im Abfall verschwinden lassen. Nein, eng wird es in den Köpfen der Menschen und in ihren Herzen. Angst macht sich breit vor Veränderung, vor Umbrüchen. Stimmen, die den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören, werden lauter. «Fürchtet euch nicht», so treten Engel auf. Und es sind keine harmlosen Situationen, in denen sie sich in den biblischen Geschichten den Menschen zeigen. Die Angesprochenen fühlen instinktiv: nun wird nichts mehr sein wie früher. Aber gleichzeitig spüren sie: ich bin nicht allein, wir sind nicht allein. Da ist eine Macht jenseits unseres Verstandes und Planungsvermögens, eine Macht, der wir uns anvertrauen dürfen in den Umbrüchen. So wie auch Dietrich Bonhoeffer 1944 in einem Brief zu Neujahr seiner Verlobten geschrieben hat: «Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben, und mit euch gehen in ein neues Jahr.» Eine gute Macht, die uns die Angst nimmt, uns Mut zuspricht, uns offen sein lässt für das, was sich verändern will in dieser Welt. So möge er uns ins neue Jahr begleiten, der Engel. Irene Girardet, ref. Pfarrerin Hausen a. A.

Elektromobilität zum Teilen? Idee für Pilot-Projekt im Knonauer Amt Wie sollen die hohen mobilitätsbedingten CO2-Emissionen in ländlichen Regionen reduziert werden? Das wollten der Ämtler Kantonsrat Olivier Hofmann, Hausen, und Mitunterzeichner Christian Müller, Steinmaur, vom Regierungsrat wissen. In ihrer Anfrage stellten sie unter anderem auch die Idee in den Raum, (E-)Bike- oder ECar-Sharing-Lösungen anzubieten – und den Nutzen in einem Pilotversuch im Knonauer Amt zu testen. «Das Potenzial des Velos als S-Bahn-Zubringer ist zurzeit noch nicht ausgeschöpft», heisst es in der Antwort der Baudirektion. Zudem sei das Elektrovelo (E-Bike) gerade im ländlichen Raum eine zunehmend stärker genutzte Alternative zum Auto, da auch topografisch schwieriges Gelände und längere Wege bewäl-

tigt werden können. «Im Rahmen der gegenwärtigen Erarbeitung des Velonetzplans auf der Grundlage des Veloförderprogramms des Kantons wird das bestehende Radwegenetz überprüft und um die Bedürfnisse des Alltagsverkehrs ergänzt. Dabei wird auch die Anbindung an wichtige Haltestellen des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt und der Bedarf für neue oder zusätzliche Veloabstellplätze erhoben», heisst es in der Antwort weiter. Der Kanton stehe neuen Mobilitätsformen und -angeboten offen und interessiert gegenüber, erachte es allerdings nicht als Staatsaufgabe, ein Angebot für den Individualverkehr zu betreiben. Ein entsprechendes Pilotprojekt oder ein Versuchsbetrieb seien grundsätzlich vorstellbar, aber aus anderen Quellen zu finanzieren. (tst.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Partystimmung

Ganz schön schräg

Vor der Bescherung hat Andy Frasco am 23. Dezember das «Break» gerockt. > Seite 23

Kultur im Dorf: Jonglage, Clownerie und Objekttheater in Hausen. > Seite 27

Dienstag, 29. Dezember 2015

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Ziel: Olympiagold Hausemerin Emma Pooley will in Rio de Janeiro den Sieg im Einzelzeitfahren. > Seite 31

Dorfladen in Kappel unter neuer Führung Domenico Benenati ist Franchisenehmer Nachdem Helen und Lukas Berger, Inhaber der Laden Oberamt GmbH, den Dorfladen in Kappel an Denner vermietet haben, übernimmt Domenico Benenati ab 5. Januar als Franchisenehmer. Vor elf Jahren haben Helen und Lukas Berger den Dorfladen in Kappel übernommen und diesen zum Erfolg geführt. In den Jahren 2005 und 2009

vergrösserten sie das Ladenlokal, heute umfasst es rund 420 Quadratmeter. «Es war nie unser Ziel, diesen Laden für alle Ewigkeit zu betreiben. Wir haben ja mit dem Boiler-Service ein Geschäft in Obfelden, das unsere volle Aufmerksamkeit erfordert»: So begründeten die Bergers ihren Rückzug. Nun haben sie den Dorfladen an Denner vermietet. Ab 5. Januar wird dieser von Franchisenehmer Domenico Benenati geführt – als selbstständiger Detaillist. In die Startphase fällt dann eine komplette Umgestaltung des Ladenlokals. Neu wird eine Café-Ecke mit Stehtisch eingerichtet. «Deswegen müssen wir vom 16. Januar bis zum 4. Februar schliessen und können bis wir starten mit den Umbauarbeiten leider nicht das gesamte Sortiment führen», sagt Domenico Benenati. Danach wird mit dem praktisch gleichen Sortiment und Spezialangeboten weitergefahren, und auch der Mitarbeiterstab erfährt keine Änderungen. 14 Mitarbeitende werden beschäftigt; neuer Filialleiter ist Felix Müller. (-ter.) Vor der Ladenübergabe erfolgt noch ein Räumungsverkauf: Am Mittwoch, 30. Dezember, von 6 bis 20 Uhr; am Donnerstag, 31. Dezember, von 6 bis 14 Uhr (10 bis 75 Prozent Rabatt). Am Silvester laden Helen und Lukas Berger ab 14 Uhr zu

Der neue Franchisenehmer Domenico Benenati (rechts) und Filialleiter Felix Müller. (Bild zvg.)

einem Abschiedsapéro ein.

Robert Graf, Heidi Föllmi, Christine Risi, Daniel Föllmi, Dominik Bolle, Beat Graf (von links). (Bild zvg.)

Drei Arbeitsjubiläen gefeiert Besonderes Weihnachtsessen der Karl Graf Automobile AG Am 19. Dezember fand das traditionelle Weihnachtsessen der Garage Karl Graf Automobile AG, Mettmenstetten statt – dieses Jahr in der Eventhalle Restaurant Bahnhof Mettmenstetten. Über 70 Personen fanden sich am Samstagabend beim Stehapéro an der Bar ein. Die Gäste durften sich bald an die festlich geschmückten Tische setzen und Robert Graf, Geschäftsführer, begrüsste alle Anwesenden herzlich mit einem kurzen Rückblick auf das

vergangene Geschäftsjahr. Dieses war – infolge der Eurokrise – auch bei der Karl Graf Automobile AG ein turbulentes und anstrengendes. Somit galt sein Dank vor allem allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Nach einem hervorragenden Nachtessen der Küche des Restaurants Steakhouse Bahnhof wurden die Arbeitsjubiläen präsentiert. Mit 20 Jahren Firmentreue durfte sich Daniel Föllmi (Verkauf Personenwagen) feiern lassen und mit je zehn Jahren Dominik Bolle (Stv. Werkstattchef LKW) und Christine Risi (Finan-

zen/HR). Allen dreien wurde eine kurze Präsentation über die vergangenen Jahre erstellt und präsentiert. Mit ebenfalls 20 Jahren Firmentreue im kleineren Rahmen wurde die Ehefrau von Daniel Föllmi – Heidi Föllmi – geehrt für ihr Engagement bei allen Ausstellungen und die jährliche Erstellung der Weihnachtsdekorationen im Showroom. Der restliche Abend wurde mit einem feinen Dessert, einem Wettbewerb mit tollen Preisen und einem langen und teilweise noch längeren Ausklang an der Bar bestritten. (cr)

Dienstjubilar: Patrik Abt geehrt Wenn die Baufirma Gebr. Brun AG mit Hauptsitz in Emmenbrücke Weihnachten feiert, dann tut sie das im grossen Stil. Gegen 200 Mitarbeitende trafen sich am Freitagabend im Restaurant Olivo in Luzern zu einem gediegenen Nachtessen. «Das grösste Kapital einer Firma sind ihre Mitarbeitenden», sagte CEO Reto Brun. Umso besser, wenn man viele hat, die schon lange dabei sind. Zahlreiche Dienstjubilare wurden für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Treue speziell ausgezeichnet. Unter ihnen ist auch Geschäftsleitungsmitglied Patrik Abt aus Knonau, der dem Unternehmen vor zehn Jahren beigetreten ist. (ds.)

Patrik Abt (links) aus Knonau wurde von CEO Reto Brun für zehn Jahre Firmentreue geehrt. (Bild apimedia)

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Räumungsverkauf Wechsel im Denner in Kappel Helen und Lukas Berger haben den Laden Oberamt in Kappel an Denner vermietet. Neuer Franchisenehmer ab 5. Januar ist Domenico Benenati (vgl. Artikel oben). Letzter Akt vor der Übergabe ist nun ein Räumungsverkauf. Dieser findet am Mittwoch, 30. Dezember, von 6 bis 20 Uhr, und am Donnerstag, 31. Dezember, von 6 bis 14 Uhr statt. Frischprodukte und Güter des täglichen Gebrauchs werden zu reduzierten Preisen veräussert. «Wir übergeben den Laden mit etwas Wehmut, mit einem lachenden und einem weinenden Auge», sagen Helen und Lukas Berger. Sie laden nun am

Silvester ab 14 Uhr zu einem Abschiedsapéro ein. Das Ehepaar hat das Geschäft in Kappel innerhalb von elf Jahren mit viel Engagement und Herzblut aufgebaut, die Lokalitäten vergrössert und das Sortiment ausgebaut. Ihr Dank gilt nun nicht nur der treuen Kundschaft, sondern auch den rund 50 Lieferanten, die allesamt zuverlässig geliefert haben. «Erfolg ist nur mit starken Partnern möglich. Und auf diese durften wir zählen», halten die Bergers fest. Sie setzten stets stark auf regionale Produkte und achten auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. (-ter.)


Ref. Kirche Obfelden

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 3. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Andres Boller Erich Eder (Orgel), ref. Kirche Anschliessend Neujahrsapéro und Dreikönigskuchen Dienstag, 5. Januar 11.30 Seniorenmittagstisch katholisches Chilehuus Donnerstag, 7. Januar 12.00 Club 4, Gruppe Alpha, ref. Kirchgemeindehaus

Donnerstag, 31. Dezember 18.00 Jahresschlussgottesdienst im Provisorium Bonstetten Freitag, 1. Januar 10.15 Neujahrsgottesdienst im Singsaal Schulhaus Mettlen, Wettswil Sonntag, 3. Januar 10.15 Eucharistiefeier im Singsaal Schulhaus Mettlen, Wettswil Mittwoch, 6. Januar 9.00 Ökum. Morgengebet im Provisorium Bonstetten 19.30 Gottesdienst zu Drei Könige im Provisorium Bonstetten Donnerstag, 7. Januar 19.00 Rosenkranz im Provisorium Bonstetten

www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Kappel a. A.

Donnerstag, 31. Dezember 19.00 Gottesdienst zum Jahresschluss Pfarrerin Bettina Stephan Sonntag, 3. Januar 10.00 Regionalgottesdienst in Zwillikon Pfarrer Thomas Müller

Freitag, 1. Januar 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Markus Sahli Sonntag, 3. Januar 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Y. Schönholzer

Ref. Kirche Affoltern a. A. Mittwoch, 30. Dezember 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Vikarin Y. Zimmermann Freitag, 1. Januar 17.00 Ökumenischer Stationen-Gottesdienst mit Gedanken zur Jahreslosung 2016 (Jesaja 66, 13) Beginn in der evang.-meth. Kirche Schluss bei Wurst und Tee in der kath. Kirche. Bitte ein Windlicht mitnehmen Samstag, 2. Januar 14.30 Gottesdienst in der Senevita Obstgarten Pfr. Th. Müller 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. Th. Müller Sonntag, 3. Januar 10.00 Gottesdienst im Singsaal Zwillikon Pfr. Th. Müller 9.40 Mitfahrgelegenheit bei der Kirche Freitag, 8. Januar 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der ref. Kirche

Ref. Kirche Bonstetten Freitag, 1. Januar, Neujahr 17.00 Regionalgottesdienst in Wettswil mit Pfr. Matthias Ruff Sonntag, 3. Januar 19.00 Regional-Abendgottesdienst zum neuen Jahr in Bonstetten mit Pfrn. Bettina Schönmann Anschliessend Neujahrsapéro im Kirchgemeindehaus

Ref. Kirche Hausen a. A. Freitag, 1. Januar 17.00 Ökumenische Neujahrsandacht in der katholischen Kirche mit Diakon Matthias KühleLemanski und Pfrn. Irene Girardet Fischer Sonntag, 3. Januar 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Yvonne Schönholzer Montag, 4. Januar 9.00 Lese- und Gesprächskreis im Pfarrhaus 19.00 bis 20 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Freitag, 8. Januar 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Ref. Kirche Hedingen Donnerstag, 31. Dezember 18.00 Ökumenischer Abendgottesdienst zum Jahreswechsel Pfarrer Walter Hauser und Vikar Isaac Osei-Tutu Corinna Meienberg, Violine, und Anette Bodenhöfer, Orgel Anschliessend Apéro Sonntag, 3. Januar 9.30 Regionalgottesdienst in Obfelden Pfarrer Andres Boller Fahrdienst auf Anfrage bei Thomas Rinderknecht Telefon 079 318 22 30

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 3. Januar 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Yvonne Schönholzer Mittwoch, 6. Januar 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 7. Januar 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) Samstag, 9. Januar 19.00 Jazz & Dine Ein Abendessen in stimmiger Atmosphäre mit überraschenden Klängen des Ensembles «berner in fusion» Anmeldung: Tel. 044 764 88 10

Ref. Kirche Knonau Freitag, 1. Januar, Neujahr 17.00 Musik und Wort zum neuen Jahr, mit Pfr. Peter Dettwiler aus Knonau und Violonistin, anschliessend Neujahrsapéro in der Kirche Sonntag, 3. Januar 9.30 Ökumenischer Gottesdienst zu den Aussingern der Sternsingerkinder in der kath. Kirche Mettmenstetten

Ref. Kirche Maschwanden Freitag, 1. Januar 16.00 Neujahrsgottesdienst «Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet» in Maschwanden Im Mittelpunkt der Predigt steht das Bild Rembrandts «Die Heimkehr des verlorenen Sohnes», mit Pfrn. Claudia Mehl Musik: Marianne Rutscho und Veronica Hvalic Anschliessend Apéro Sonntag, 3. Januar 9.30 Ökumenischer Sternsingergottesdienst in Mettmenstetten Mit Pfr. Angelo Saporiti, Pfr. Andreas Fritz und Pfrn. Claudia Mehl Anschliessend ziehen die Kinder durch die Dörfer, bringen den Segen und sammeln Geld für benachteiligte Kinder

Ref. Kirche Mettmenstetten Donnerstag, 31. Dezember 17.00 Altjahresfeier mit Umtrunk Pfarrer Andreas Fritz 23.45 Start Jubiläumsjahr mit Turmmusik und Anstossen Ansprachen Kirchenpflegepräsident, Gemeindepräsident Freitag, 1. Januar 17.00 Regionalgottesdienst Pfarrer Peter Dettwiler reformierte Kirche Knonau Sonntag, 3. Januar 9.30 Ökumenischer Gottesdienst im Rüteli Aussendung Sternsinger Mittwoch, 6. Januar 12.00 Gruppe 1/miniChile 15.15 Gruppe 2/miniChile www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Ottenbach Donnerstag, 31. Dezember 17.00 Silvestergottesdienst Pfarrer Marco Borghi und Pastoralassistentin Linda Cantero, Affoltern Margrit Schönholzer, Cathy und Walti Winkler, Alphorn, Veronica Nulty, Orgel Sonntag, 3. Januar 9.30 Regionaler Gottesdienst in Obfelden Pfarrer Andres Boller Fahrdienst: Käthi Kurtz, Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Freitag, 1. Januar 10.00 Neujahrs-Gottesdienst «Annahme und Trost» Pfrn. Yvonne Schönholzer Anschliessend Apéro Sonntag, 3. Januar 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit der Taufe von Arno Lüthi Jesaja 66, 13 «Wie Troscht vo de Muetter» Pfrn. Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Freitag, 1. Januar, Neujahr 10.00 Kirche Wettswil Regional-Neujahrs-Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Anschliessend Apéro Fahrdienst: Anmeldung 30. Dezember, Tel. 044 700 17 75 Sonntag, 3. Januar 19.00 Ref. Kirche Bonstetten Regional-Gottesdienst mit Pfrn. Bettina Schönmann Fahrdienst: Anmeldung 2. Januar, Tel. 044 700 09 91 Mittwoch, 6. Januar 14.00 bis 16.00 Kolibri-Treff im Jugendhaus Stallikon 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil

Kath. Kirche Affoltern a. A. Donnerstag, 31. Dezember, Silvester Gottesdienst in Affoltern entfällt 18.00 Ökumenischer Gottesdienst in der ref. Kirche Hedingen Freitag, 1. Januar, Neujahr 11.00 Festliche Eucharistiefeier zum Jahresbeginn Musikalische Begleitung Monika Meier, Panflöte Anschliessend Apéro 17.00 Ökumenischer Stationenweg-Gottesdienst für Gross und Klein Beginn: evang.-methodistische Kirche, Schluss bei Wurst und Tee in der katholischen Kirche Bitte Windlicht mitnehmen! Samstag, 2. Januar 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 3. Januar 10.30 SternsingerFamiliengottesdienst Anschl. Dreikönigskuchenessen 17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten

Kath. Kirche Mettmenstetten Freitag, 1. Januar 17.00 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Musikalische Umrahmung: Angela Bozzola (Orgel) und Siddique Eggenberger (Tenor) Anschliessend Glückwunschapéro Sonntag, 3. Januar 9.30 Ökum. Gottesdienst mit Pfr. A. Saporiti, Pfr. A. Fritz, Pfrn. C. Mehl Aussendung der Sternsinger

Kath. Kirche Hausen a. A. Freitag, 1. Januar 17.00 Ökumenische Neujahrsandacht mit festlicher Orgelmusik Anschliessend Apéro für Behörden und Pfarreiangehörige Samstag, 2. Januar 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 3. Januar 11.00 Wortgottesfeier, Aussendung der Sternsinger anschliessend Hausbesuche unserer Sternsingerinnen und Sternsinger

Kath. Kirche Obfelden Donnerstag, 31. Dezember, Silvester Gottesdienst in Obfelden entfällt 17.00 Ökum. Gottesdienst in der ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 3. Januar 10.30 SternsingerFamiliengottesdienst Anschl. Dreikönigskuchenessen Dienstag, 5. Januar 19.00 Lobpreis

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 3. Januar 9.45 Neujahrs-Gottesdienst mit Abendmahl «Unser Jahreslos» Pfr. Ueli Baltensperger Kinderprogramm Montag, 4. Januar 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 6. Januar 14.00 Senioren-Treff 19.00 Teens: peech in der Heilsarmee Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Donnerstag, 31. Dezember 18.00 Jahresschlussfeier Freitag, 1. Januar 17.00 Stationengottesdienst mit der AGCK, Start in der EMK Affoltern (mit Windlicht!) mehr unter: emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 3. Januar 10.00 Gottesdienst – Hüeti und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 3. Januar 10.30 Gottesdienst Kinderhort/Sonntagsschulen/ Unterricht www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Zürcherische Pestalozzistiftung 8934 Knonau www.pestalozzistiftung.ch Wir suchen per 1. April 2016 oder nach Vereinbarung evtl. früher für eine unserer drei Wohngruppen eine/ einen

Sozialpädagogin/ Sozialpädagogen (Pensum 60 %) Nähere Informationen finden Sie unter: www.pestalozzistiftung.ch/stellen


Serie

Dienstag, 29. Dezember 2015

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Versteckt in unsicheren Zeiten: Der vergrabene Goldschatz in Obfelden Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt (Serie) Nr. 103 Der kürzlich in den Medien gemeldete römische Münzenfund im Aargau erinnert an die einstigen spektakulären Funde von Goldschmuck und Münzen in Obfelden. Warum wurden diese Schätze versteckt, weshalb konnten sie von ihren Besitzern nicht mehr geholt werden?

ihr Schatz nicht mehr geholt werden konnte?

Ein Faible für schönen Goldschmuck Der Landvogt Hans Jakob Scheuchzer behielt den Goldschmuck während der nächsten 20 Jahre in seiner Obhut. Seine Ehefrau, aus einer Goldschmiedefamilie stammend, hatte ein Faible für schönen Schmuck. Da am Schmuck aus dem Goldschatz nachträgliche Anpassungen vorgenommen wurden, wird vermutet, dass die Frau des Landvogts die Originale trug. Sie liess sich angeblich auch Kopien anfertigen. Nach dem Tode des Landvogts kam der Goldschmuck in das Kunstkabinett in der Wasserkirche und 1898 nach der Gründung des Landesmuseums in dessen Sammlung. Nach 1960 erwachte erneut Interesse am geheimnisvollen Fundort in Unterlunnern. 1997 begann die Kantonsarchäologie im Rahmen eines Forschungsprojekts verschiedene Grabungen und Untersuchungen. Im Mittelpunkt einer umfassenden Ausstellung im Landesmuseum 2009 stand der Goldschmuck von Unterlunnern zusammen mit anderen Hortfunden aus dem römischen Reich. Dazu erschien auch eine Publikation.

Es war eine auch im Ausland beachtete archäologische Sensation, als im November 1741 in Unterlunnern, einem Dorfteil des heutigen Obfelden 17 Schmuckstücke aus Gold und 84 Silbermünzen in Autor Willy Hug. der Mauernische einer römischen Ruine entdeckt wurden: Glänzende Goldketten, Ohrringe, Anhänger und prächtige, filigrane Schmuckscheiben. Fachleute ermittelten, dass der Schmuck nicht von einer einzigen Person, sondern von drei Generationen getragen worden war: Tochter, Mutter und Grossmutter. Vorausgegangen waren bereits einige Monate vorher erste vielversprechende Funde, als der Schulmeister Oswald Hofstätter ein Fundament für eine neue Scheune graben liess. Zum Vorschein kam ein Fläschchen aus Ton in affenähnlicher Form und römische Pfennige, aber auch Gebeine und Knochen. Der Schulmeister stiess offensichtlich auf römische Gräber.

Ein weiterer Schatzfund in Wolsen

Der Landvogt war begeistert Der Landvogt Johann Jakob Scheuchzer erhielt Kenntnis davon und zeigte sich sehr interessiert. Er übertrug dem erst 21-jährigen Vikar von Maschwanden, Johann Georg Sulzer, einem Freund seines Sohnes, die Grabungsarbeiten. Scheuchzer war begeistert und beantragte von den Herren in Zürich die Finanzierung. Dem Künstler Johann Balthasar Bullinger gab er den Auftrag zu einem Ölbild. Dieses stellt das Grabungsgelände mit den genau markierten Funden dar. Sulzer und Johann Jakob Breitinger erstellten genaue Grabungsberichte und Pläne. Es war dies für den Kanton das erste Mal, dass ein Fundort wissenschaftlich untersucht und vom Staat finanziert wurde. Heute weiss man, dass in Unterlunnern eine römische Siedlung mit Zentrumsfunktion stand. Dazu gehörten mehrere private und öffentliche Gebäude, so auch ein kleiner Tempel und ein Badegebäude. Sie galt als Umschlagplatz auf der Nord-Südroute. Wenn die Reuss von Mai bis Juli genug Wasser führte, stand auch der Flösserbetrieb offen.

Der Landvogt Johann Jacob Scheuchzer liess auf diesem Gemälde vom Künstler Johann Balthasar Bullinger den genauen Fundort darstellen. Unten die Reuss. (Ausschnitt)

In grosser Eile versteckt Die beim Goldschmuck gefundenen Münzen zeigten, dass die Besitzer ihre Wertsachen in den Jahren um 230 bis 260 versteckten. Es muss in grosser Eile geschehen sein, denn einige Teile des Schmucks wurden verbogen, damit sie in das Versteck passten. Eine unsichere Zeit, sodass wohlhabende Bürger ihre Wertsachen aus Angst vor Plünderungszügen in Sicherheit brachten! Unterlunnern ist nicht der einzige Ort, wo Wertsachen im 3. Jahrhundert versteckt wurden. Bezeugt ist dies von mehreren Fundorten. Sicher bestand die feste Absicht der Besitzer, ihre Wertsachen in sicheren Zeiten wieder hervornehmen zu können. Aber was geschah dann wirklich, dass

Ein Teil des römischen Goldschmucks von Unterlunnern. (Bilder Schweizerisches Landesmuseum)

Etwa 1100 Jahre später, nach dem versteckten Goldschmuck in Unterlunnern, vergrub jemand im Dorfteil Wolsen seinen Schatz. Heinrich Vollenweider liess 1869 sein altes Bauernhaus abreissen und neu errichten. Als man bei der ehemaligen Küche mit Aushubarbeiten begann, kam unter dem alten Lehmboden ein zerbrochener Krug zum Vorschein. Er war randvoll gefüllt mit unkenntlichen «Blechstückchen». Diese erschienen als wertlos und Vollenweider stellte sie in einem Korb vor das Haus. Wer vorbeiging und Interesse zeigte, durfte eine Handvoll mitnehmen. Aber jemand benachrichtigte Ferdinand Keller, den Gründer der Antiquarischen Gesellschaft Zürich. Dieser erkannte sofort, dass es sich um archäologisch wertvolle Münzen handelte. Er konnte gerade noch etwa die Hälfte des ursprünglich gefundenen Schatzes retten, immer noch etwa 4000 Stück. Der Numismatiker Heinrich Meyer inventarisierte den Fund, welcher dann zur Sammlung der Antiquarischen Gesellschaft kam. Diese Sammlung wurde 1898 in jene des Schweizerischen Landesmuseums integriert. Die Münzen wurden um 1320 vergraben und entsprachen dem Wert eines stattlichen Bauerngutes. Über ein Dutzend verschiedene Münzstätten waren die Prägeorte. Bei der Hälfte der Münzen handelte es sich um sogenannte Äbtissinnenpfennige, mit dem Brustbild einer Nonne, vermutlich der Fraumünster-Äbtissin und der Schrift ZVRICH. Warum vergrub jemand die vielen Münzen und weshalb konnten sie nicht mehr geholt werden? Es bleibt ein Geheimnis.

Vikar Johann Georg Sulzer, vom Landvogt mit den Grabungsarbeiten beauftragt.


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Dienstag, 29. Dezember 2015

Ländliche Oberschicht organisiert sich Das Knonauer Amt und die 15er-Jubiläen (11): Das letzte Jahrhundert der alten Ordnung Das Jahrhundert von 1715 bis 1815 begann mit dem Bündnis der katholischen Orte mit Frankreich. Die protestantischen Städte beschränkten sich auf die Kontrolle der Innerschweiz von aussen, ein Krieg in den Alpen schien ihnen zu riskant. Nach der Französischen Revolution 1789 wurde auch die Zürcher Herrschaft von Unruhen erschüttert, doch die gnädigen Herren konnten sich vorderhand halten. ................................................... von bernhard schneider Im Gegensatz zur Politik begann sich in Wirtschaft und Gesellschaft im 18. Jahrhundert vieles zu verändern. Dies hing nicht zuletzt damit zusammen, dass die Bevölkerung stark wuchs, was zu Bestrebungen der Obrigkeit führte, ohne grundlegende Reformen mehr Nahrungsmittel zu produzieren.

Rückläufige Auswanderung Nach dem Ende der «Kleinen Eiszeit», die ihren Höhepunkt zwischen 1688 und 1701 erlebt hatte, ging die Auswanderung aus der Zürcher Herrschaft, namentlich aus der Landvogtei Knonau, zurück. Einerseits führte die Wiedererwärmung des Klimas zu steigenden Erträgen, anderseits hatten die während des 30-jährigen Kriegs entvölkerten Güter Deutschlands wieder Besitzer gefunden. Vor allem die Auswanderung ins Elsass, dem wichtigsten Zielgebiet der Auswanderer aus unserer Region, versiegte angesichts der zunehmenden Integration des umstrittenen Gebiets unter die Hoheit des französischen Königs. Ein Grund für den Rückgang der Auswanderung war die relativ gute Ernährungslage. Daraus resultierte ein Bevölkerungswachstum, das ab etwa 1730 zu einem erneuten Anstieg der Nahrungsmittelpreise führte. Die neue Verarmungswelle kam dem Aufbau der Heimindustrie zugute, die sich südlich einer ziemlich geraden Linie von Ottenbach durch die nördlichen Zürichsee-Gemeinden bis nach Elgg im Südosten von Winterthur ausbreitete.

Boom der Handspinnerei Der sogenannte Baumwolletat, der Weber und Spinnerinnen in den Jahren 1785 und 1787 pro Gemeinde erfasste, belegt ein starkes Wachstum der textilen Heimindustrie während dieser beiden Jahre. Die Webstühle, die wesentlich mehr Investitionskapital und Raum erforderten als die Handspindeln, breiteten sich vor allem dem Zürichsee entlang aus, während im Knonauer Amt und im Zürcher Oberland fast nur Spinnerei be-

trieben wurde. Die Heimarbeit beschäftigte bei Nebenerwerbsbauern bald die ganze Familie, meist mit Ausnahme des Vaters und allenfalls des Grossvaters. Insgesamt hielt das Wirtschaftswachstum zwischen 1700 und 1760 mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt. Die Einwohnerzahl des heutigen Kantons Zürich stieg in dieser Zeit von etwa 120 000 auf 160 000 Einwohner und Einwohnerinnen, wobei sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnete. Die Wertschöpfung stieg durch eine Verlagerung der Textilproduktion auf immer wertvollere Stoffe: Zuerst verdrängte der be- Von der Vergangenheit dieser Liegenschaft in Heisch als kleinbäuerliche-heimindustrielle Wohnstätte zeugen die Anordnung der Fenster und druckbare Indi- der Garten, der für die Ernährung der zahlreichen Hausbewohnerinnen und -bewohner von existenzieller Bedeutung war. (Bild Erika Schmid) enne-Stoff die relativ groben «spanischen Tüchli», bis kommen zu lassen. Diese Zehnteinzie- ren Lesegesellschaften. 1794 wurde in che Mettmenstetten tagte, über gewissich in der zweiten Hälfte des 18. Jahr- her entschieden auch über Rundungs- der «Lesegesellschaft zum See» der se Rechte, namentlich konnte sie verhunderts der feine Mousseline-Stoff differenzen – meist zuungunsten der Text eines Stäfners vorgelesen, disku- schiedene Ämter bestellen. 1795 verdurchsetzte. Dadurch wuchsen die Nebenerwerbsbauern, die immer stär- tiert, verändert und ergänzt, der die liefen die Wahlen sehr zum Missfallen Einkommen an den Seeufern, wäh- ker von der textilen Heimarbeit ab- Gleichstellung der Landschaft forderte des obrigkeitsfreundlichen Landrend die Handspinnerinnen der Land- hängig wurden. sowie Pressefreiheit, Handels- und Ge- schreibers Heidegger, der argwöhnte, Trotz des Flurzwangs konnten vor werbefreiheit. Es war absehbar, dass eine – illegale – fortschrittliche «Parvogtei Knonau nur beschränkt vom Wirtschaftswachstum profitieren allem zwei Verbesserungen umgesetzt dieses «Stäfner Memorial» die Obrig- tei» sei in der Landvogtei aktiv. Verwerden. Erstens wurde auf der Brache keit provozieren würde, weshalb es mutlich wurde jedoch weniger aus pokonnten. der Anbau von Klee und anderen Legu- vorderhand nicht nach Zürich ge- litischen als aus persönlichen Grünminosen eingeführt, die dem Boden schickt wurde. Ein Kanzleisubstitut den gewählt – die Kandidaten der MülStädter und reiche Bauern Stickstoff zuführten. Zweitens wurde aus Stäfa verriet die Autoren den gnä- ler und Wirte hatten deshalb die Nase Eine Gruppe aufgeklärter Herren aus ab der Hungersnot der Jahre 1771 bis digen Herren aus Zürich, welche diese vorne. Neuer Freiamthauptmann wurdem Kreis der Zürcher Ratsfamilien 1774 der Anbau der Kartoffel von der sogleich zum Verhör bestellten, da die de der Heischer Johannes Näf, begründete die Ökonomische Kommis- Obrigkeit forciert. Vor allem die länd- Qualität der Zeilen erkennen liess, zeichnenderweise auf Vorschlag des sion der Naturforschenden Gesell- liche Unterschicht wehrte sich aller- dass sie ernst gemeint und von ge- Landvogts. Dieser nahm wohl eine schaft der Stadt Zürich und begann, dings gegen den Anbau dieses bildeten Männern verfasst worden pragmatische Linie zwischen den Fronten ein und schlug den moderasich für die Landwirtschaft zu interes- «Schweinefutters». Viele setzten im waren. Obwohl die Autoren der Meinung ten Näf in der Annahme vor, er würde sieren. Einige wohlhabende Bauern Glauben, auf diese Weise Land zu spawaren jeweils zu den Sitzungen einge- ren, zu viele Kartoffeln auf feuchten waren, keine Gesetze verletzt zu ha- ohnehin gewählt – also besser mit laden und setzten die Ideen der Her- Böden und zu engem Raum, was ben, und deshalb bereitwillig Aus- seinem Segen als gegen seinen Widerren zur Verbesserung der Erträge auf zu Pilzbefall und geringen Erträgen kunft gaben, wurden mehrere von ih- stand. nen verhaftet. Zu ihrer Verteidigung ihren Gütern um. Dabei übersah die führte. wurden alte Dokumente wie der WaldÖkonomische Kommission, dass die mannsche Spruchbrief von 1489 und Stäfner Handel starre Dreizelgenwirtschaft wirkliche Bildung als Kapital der Kappeler Brief von 1531 gesucht, In der Aktenlade, die den neu gewählInnovationen im Ackerbau verhinderte: Infolge des Flurzwangs mussten al- Die bäuerliche Oberschicht investierte die gemäss der Überlieferung gewisse ten Beamten und Offizieren übergele Dorfgenossen gemeinsam die Güter den neu gewonnenen Reichtum im 18. Rechte der Landbevölkerung beinhal- ben wurde, fand sich eine der gesuchbewirtschaften. Eine Zelge wurde mit Jahrhundert zunehmend in die Bil- ten sollten, aber nach der Steuer- ten Abschriften des Waldmannschen Winter-, die zweite mit Sommerfrucht dung der Nachkommen. Typisch dafür revolte von 1646 eingezogen worden Spruchbriefs. Eine rasch angefertigte besäht, die dritte lag brach und diente ist die Familie Näf aus Heisch, Ge- waren. Kopie davon gelangte nach Stäfa und Die Briefe tauchten nicht auf. Die wurde dort entgegen dem ausdrücklials Weide. Flurwege existierten keine. meinde Hausen, die zuerst die Mühle Das System ermöglichte den Ein- erwarb, was erhebliches Kapital erfor- Obrigkeit büsste die Autoren des chen Verbot Zürichs verlesen. Der Inzug der Zehnten, indem die Garben derte, dafür langfristige Einnahmen Stäfner Memorials und schickte sie ins halt des Dokuments war allerdings für nach der Ernte aufgestellt werden garantierte. Während Rudolf Näf die Exil. Wohl entgegen der Absicht der die Landleute enttäuschend, denn er mussten und die Zehnteinzieher – Mühle und den Landwirtschaftsbe- Verfasser tauchte eine Kopie der garantierte ihnen keine neuen Rechte. meist reiche Bauern – zogen jede trieb führte, wurde sein Bruder Hein- Schrift in der Landvogtei Knonau auf, Dennoch hatte das Verlesen des Briefs zehnte Garbe ein, um sie, nach Abzug rich Arzt und Chirurg und bereiste als wo sie im November 1794 während Folgen: Am 5. Juli 1795 rückten eine einer Provision, den Zehntherren zu- Söldner Preussen, Holland, England, zwei Wochen zirkulierte und von min- mehrere tausend Mann starke Zürcher Spanien und Amerika. Zurück in Hau- destens zehn Männern, darunter meh- Armee in Stäfa ein, führten die mutsen konnte er die erworbenen Fähig- reren Angehörigen der Hausemer Mül- masslichen Anführer gefesselt nach keiten im Zweiten Villmergerkrieg un- ler- und Ärztefamilie Näf, gelesen wur- Zürich und demütigten die Bevölketer Beweis stellen und wurde in der de. In den obrigkeitlichen Dokumen- rung weiter während einer zweimonaFolge Untervogt: das höchste politi- ten ist von einem «Hauser Circel» die tigen Besetzungszeit. Die Männer, die sche Amt, dessen Ausübung Landleu- Rede. als Anführer des «Stäfner Handels» geten gestattet war. ortet wurden, erhielten langjährige Christian Pfister, KlimageschichDie Ideen der 1789 ausgebrocheGefängnisstrafen und hohe Bussen. te der Schweiz 1525 bis 1860, 2 Bde, nen Französischen Revolution fanden Oppositionelle Wirtshausgespräche Die Besetzung von Stäfa durch MiBern 1984. bei der politisch nach wie vor weitge- Generell waren Wirtshäuser und Müh- lizeinheiten aus der Zürcher HerrChristian Pfister, Wetternachherhend rechtlosen ländlichen Ober- len Zentren der Opposition. Hier traf schaft beeinflusste auch viele Landleusage, Fünfhundert Jahre Klimavariaschicht am meisten Anklang. Heinrich man sich, tauschte sich aus. Die rei- te gegen die Strömung der «Patrioten», tionen und Naturkatastrophen, Bern Näfs Söhne Kaspar und Johannes zähl- chen Müller und Wirte wurden des- da keiner aus Amt und Würden ver1999. ten zu den «Patrioten», die sich im Ge- halb von der Obrigkeit sorgfältig über- trieben und gefesselt nach Zürich ausHans Ulrich Pfister, Die Auswangensatz zu den «Aristokraten» für die wacht. Ende 1794 wurde der Ottenba- geliefert werden wollte. Im August derung aus dem Knonauer Amt Gleichberechtigung der Landschaft cher Wirt Hegetschweiler bestraft, 1795 entschieden daher die Freiämtler 1648-1750, Zürich 1987. einsetzten und sich dabei bezeichnen- weil er nach längerem Leugnen im Gemeinden, dem Wunsch der Stadt Ulrich Pfister, Die Zürcher Fabriderweise auf «alte Rechte» beriefen. ques, Protoindustrielles Wachstum Verhör endlich zugab, von «Sklaverey» Zürich entsprechend alle Abschriften der «alten Briefe» zurückzugeben und vom 16. bis 18. Jahrhundert, Zürich gesprochen zu haben. 1992. In der Landvogtei Knonau verfügte die Obrigkeit um Gnade zu bitten. Im Rebellische Lesegemeinschaften Bernhard Schneider, Alltag in die Freiamtgemeinde, die im 18. Jahr- Gegensatz zu den Seegemeinden wurder Schweiz seit 1300, Zürich 1991. Ein Ort, wo sich «Männer democrati- hundert mindestens in den Jahren den die Unruhen hier ohne Verbanscher Gesinnung» treffen konnten, wa- 1761, 1771, 1772 und 1795 in der Kir- nungen und Haftstrafen beendet.

Verwendete Literatur Für die Serie hat Bernhard Schneider folgende Literatur verwendet: Sebastian Brändli, Der Ämtlerhandel, Patriotische Parallelbewegungen zu Memorial- und Stäfner Handel im Knonauer Amt, Affoltern und Hausen 1995. Niklaus Flüeler und Marianne Flüeler-Grauwiler (Hrsg.), Geschichte des Kantons Zürich, Band 2, Zürich 1996. Thomas Maissen, Schweizer Geschichte im Bild, Baden 2012. Hans Conrad Peyer, Verfassungsgeschichte der alten Schweiz, Schulthess Zürich 1978.


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Revolution und Wiederherstellung der alten Ordnung Das Knonauer Amt und die 15er-Jubiläen (12): Gewaltsame Neuordnung von Europa Nach dem Stäfner Handel kam es bis Anfang 1798 zu keinen offenen Auseinandersetzungen mehr zwischen den gnädigen Herren von Zürich und den «Patrioten», die sich für die Ideale der französischen Revolution begeisterten. Der Einmarsch der Franzosen richtete kurzfristig vor allem Zerstörung an und veränderte mittelfristig wenig. ................................................... von bernhard schneider Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit lauteten die Postulate der französischen Revolution. In den patrizischen Ständen der Eidgenossenschaft und ihren Untertanengebieten stellte sich die Frage, ob die Geburt, die Bildung oder die wirtschaftliche Leistung zu einem freien Status verhelfen sollten.

Ländliche Oberschicht fordert Gleichberechtigung In der Zürcher Herrschaft fiel die Idee der Freiheit vor allem bei Angehörigen der ländlichen Oberschicht auf fruchtbaren Boden, die gleiche politische und wirtschaftliche Rechte wie die Städter verlangten. Zusammen mit Stadtzürcher Kaufleuten forderten sie Freiheit des Kapitalverkehrs, Freizügigkeit der Arbeitnehmer und Abbau der Zollschranken. Am 14. Februar 1798 liess die Stadt Zürich unter französischem Druck ein Mandat von den Kanzeln verlesen, das die Gleichheit von Stadt und Land verkündete. Doch das Einlenken kam zu spät: Am 5. März 1798 fielen französische Truppen in die Berner Herrschaft ein und schlugen die Verteidiger, die vergeblich auf Unterstützung aus anderen Ständen warteten, beim Grauholz. Der von den Franzosen ausgerufene helvetische Einheitsstaat wurde von den Untertanen mehrheitlich begrüsst. Doch die von einer auswärtigen Armee durchgeführte Revolution erwies sich als trügerisch.

Besetzung und Krieg Der französische Einmarsch war, unabhängig von der freiheitlichen Ideologie der Revolution, vorerst schlicht eine Besetzung der Eidgenossenschaft, die für kurze Zeit als Helvetischer Einheitsstaat zentralistisch organisiert war. Die Pläne der helvetischen Behörden für ein helvetisches Schulgesetz, das die allgemeine Schulpflicht vorsah, eine nationale Lehrerbildungsanstalt, ein Nationalmuseum und eine Nationalbibliothek, scheiterten an fehlenden Mitteln. Die Finanzkrise vergrösserte sich, weil der Staat die Feudallasten, insbesondere die Grundzinsen und Zehnten, aufhob und damit auf eine seiner wichtigsten Finanzquellen verzichtete. Der neu gebildete Kanton Zürich konnte ein Dutzend Vertreter in die helvetischen Räte abordnen: drei aufgeklärte Republikaner aus der Stadt und neun «Partrioten» aus der ländlichen Oberschicht, darunter den Arzt Johann Kaspar Näf aus Hausen am Albis.

Konfliktträchtiger Zentralismus Das zentralistische Staatsverständnis Frankreichs zeigte sich für die Bevölkerung am unmittelbarsten bei der Schaffung der politischen Gemeinden. Gewählt wurden als Grundlage dafür die Kirchgemeinden, mit welchen sich die Landleute nur sehr beschränkt

Direkt beim Weiler Bocken ob Horgen fand die einzige Schlacht statt, welche Landleute gegen Zürcher Truppen gewannen. Zürich schlug den Aufstand nieder und liess vier Männer hinrichten, zwei davon aus dem Knonauer Amt. (Bild Erika Schmid) identifizierten. Als besonders explosiv erwies sich dieses Vorgehen in der Kirchgemeinde Ottenbach: Hier zur Kirche zu gehen, hatte die Bewohnerinnen und Bewohner von Bickwil, Ober- und Unterlunnern, Toussen und Wolsen nie gestört. Als sie aber der politischen Gemeinde Ottenbach zugeteilt wurden, brach ein langanhaltender Proteststurm los, der 1847 mit der Loslösung der Weiler von Ottenbach und der Gründung der politischen Gemeinde Obfelden endete.

Im Brennpunkt der Kämpfe Während des Zweiten Koalitionskriegs stand Zürich 1799 unvermittelt im Brennpunkt der Kämpfe. In der ersten Schlacht von Zürich besiegte ein Österreichisches Heer die französischen Truppen, die sich auf den Albis und hinter die Limmat zurückzogen, und marschierte in Zürich ein. Angehörige der alten Ratsfamilien hiessen die Österreicher willkommen in der Hoffnung, mit ihrer Hilfe das Vaterland und den Glauben zu retten und die alte Ordnung wiederherzustellen. Im August besetzten die Franzosen die zentralschweizerischen Alpenpässe. In der zweiten Schlacht von Zürich vom 25. und 26. September 1799 besiegten die Franzosen die österreichisch-russische Armee und setzte die helvetische Ordnung wieder in Kraft, löste damit aber kaum mehr revolutionäre Begeisterung aus. Die Bevölkerung litt unter den Einquartierungen von Soldaten ebenso wie unter den Zerstörungen und Plünderungen infolge der Kampfhandlungen.

Gewaltsamer Zehnteinzug Im Januar 1800 stürzten Republikaner in einem Staatsstreich die Patrioten, hoben das Zehntablösungsgesetz auf und trieben die alten Feudalabgaben mit militärischen Mitteln ein. Nach drei weiteren Staatsstreichen und dem Abzug der französischen Truppen 1802 brach die helvetische Ordnung endgültig zusammen. Frankreich diktierte nun die 1803 erlassene Mediationsverfassung, welche die alten Vorrechte der Stadt wieder herstellte. Das neue Zehntablösungsgesetz war für die Landschaft brutal: Das 25-Fache der durchschnittlichen Zehnten musste, umgerechnet in Geld, von jedem einzelnen Landbesitzer aufgebracht werden. Dasselbe

galt für die Grundzinsen. Das eigene Land musste somit gleichsam ein zweites Mal gekauft werden, dies neben den Kriegskosten, die auf der Landbevölkerung lasteten. Die Petition der Gemeinden des linken Zürichseeufers, nicht auch noch den Zehnten auf den Kartoffeln, der zuvor nie erhoben worden war, ablösen zu müssen, war erfolglos. Die Zürcher Regierung verlangte von den 192 Gemeinden einen Huldigungseid auf die Verfassung, den 47 Gemeinden vorab am Zürichsee und im Oberland verweigerten, worauf Berner und Aargauer Truppen der Zürcher Obrigkeit zu Hilfe eilten.

Bockenkrieg Ein Brandanschlag auf das leerstehende Landvogteischloss Wädenswil gab das Signal zum Aufstand. Angeführt von Schuster Jakob Willi aus Horgen, der als Söldner Kriegserfahrungen gesammelt hatte, besammelten sich am 26. März 1804 gegen 600 Aufständische in Richterswil, um gegen Zürich zu ziehen. Am 27. März tauchten zwei Stadtzürcher Offiziere in der Affoltemer «Krone» auf, um Freiwillige für die städtischen Truppen zu rekrutieren. Gerichtspräsident Jakob Schneebeli liess sie kurzerhand verhaften und unter Arrest stellen. Die beiden Offiziere wurden tags darauf von einem Zürcher Dragonertrupp aus der Haft befreit. Die Regierungstruppen unter dem in französischen Diensten geschulten Obersten Jakob Christoph Ziegler erlitten nach anfänglichen Erfolgen am 28. März im Gefecht am Bocken bei Horgen eine Niederlage. Nun liess der Berner von Wattenwyl als Verbündeter Zürichs seine Truppen auch Frauen und Kinder angreifen, was die Unterstützung der Aufständischen im Knonauer Amt und im Oberland abbröckeln liess. 49 aufständische Gemeinden wurden entwaffnet, darunter Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Knonau, Mettmenstetten, Ottenbach und Rifferswil. Alle Kriegskosten wurden auf diese Gemeinden überwälzt. Ein Kriegsgericht, das von Wattenwyl ohne gesetzliche Grundlage einberufen hatte, verurteilte den Anführer des Aufstandes, Jakob Willi, sowie Jakob Schneebeli aus Affoltern, Gerichtsweibel Heinrich Häberling aus Knonau und Jakob Kleinert aus Schönenberg zum Tod.

Ein Erlebnisbericht Von einem der Angeklagten, Jakob Willis Sekretär Conrad Hauser, besteht eine Schilderung der Ereignisse: «In der Folge erfuhren wir, dass die Leute (in den von Zürich eroberten oberen Zürichseegemeinden) unmenschlich geprügelt, geplündert und … drangsaliert werden. Als wir von der Arrestation (Verhaftung) Schneebelis und dessen Sohn Kunde erhielten, liessen wir uns … hinter Einsiedeln in Sicherheit führen.» In einer Zeitung lasen sie eine gefälschte Mitteilung Willis; weiter stand zu lesen, Hauser selbst liege im Gefängnis Wellenberg in Ketten und ein Kriegsgericht gegen die Aufständischen sei eingerichtet worden. Nur diese letzte Information war zutreffend. Nun wurden die Flüchtigen verhaftet und nach Schwyz geführt: «Als wir in den Verhören das Verlangen um eine unpartheiische Untersuchung äusserten, bemerkte der Schreiber höhnisch: ‹Die Freiheit, die mir da händ, die g’hört üch nid.› Am 24. April früh morgens wurden wir … mit eisernen Banden zusammen gekuppelt …, mit Stricken gebunden, wie ein Stück Vieh geführt ward, über Rothenthurm nach Bäch an den See vor sich her getrieben. In Zürich angekommen waren wir den niederträchtigsten Beschimpfungen des Stadtpöbels ausgesetzt. Ein sehr übelgeformter Weichling hatte sogar die Unverschämtheit, dem gebundenen Kleinert ins Gesicht zu speien.» Die Gefangenen wurden in den «Läuseturm» gesperrt, ein von «garstigem Ungeziefer wimmelndes Gefängnis». Hauser bekam die Hinrichtungen seiner Kollegen mit und wurde bis zuletzt im Glauben gelassen, auch er werde getötet. Schliesslich wurde er zu einer Gefängnisstrafe begnadigt. Nach der Niederlage im Bockenkrieg akzeptierten die Landgemeinden das Gesetz zur Ablösung der Feudallasten. Viele kleine Grundbesitzer konnten sich den Loskauf nicht leisten und mussten ihr Land, das infolge dieser Belastung stark an Wert verloren hatte, verkaufen. Gleichzeitig führte die Industrialisierung zu einem Zusammenbruch der Garnpreise. Neben den Einkünften aus der Landwirtschaft fiel damit auch der Ertrag aus der textilen Heimarbeit weg. Diese zwei Entwicklungen schufen die unbemittelte Schicht der ersten Fabrikarbeiter.

Die 15er-Jubiläen Im Jahr 2015 häuften sich die Jubiläen: 1315 Schlacht bei Morgarten, 1415 Eroberung des Aargaus, 1515 Schlacht bei Marignano, 1815 Wienerkongress und Bildung der Schweiz im heutigen Umfang. Der «Anzeiger» nimmt diese Jubiläen zum Anlass, um darzustellen, wie es in jedem Jahrhundert seit 1315 um das Jahr 15 herum bei uns ausgesehen hat und wie weit sich die gefeierten Ereignisse auf die Region und ihr Verhältnis zur Stadt Zürich ausgewirkt haben. Die Serie: Eschenbacher verlieren Fehde gegen Habsburg, «Anzeiger» vom 15. Mai. Missernten, Hunger und Fehden, «Anzeiger» vom 19. Mai. Ein Jahrhundert voller Katastrophen, «Anzeiger» vom 21. Juli. 1415 und die Eroberung des Aargaus, «Anzeiger» vom 24. Juli. Zürich baut die Herrschaft zwischen Reuss und Albis aus, «Anzeiger» vom 11. August. Gründung der Landvogtei Knonau und Ausbau des Söldnertums, «Anzeiger» vom 15. September. Landvogtei Knonau wird konfessionelle Grenzregion. «Anzeiger» vom 9. Oktober. Abseits des 30-jährigen Krieges in unsicherer Lage. «Anzeiger» vom 16. Oktober. Bauernkriege und Kampf um die Vorherrschaft. «Anzeiger» vom 30. Oktober. Gesamteuropäische Konflikte, lokale Fehden um 1715. «Anzeiger» vom 13. November.

Buch zur Serie Die Serie ist die Grundlage einer Buchpublikation unter dem Titel «700 Jahre im Überblick: Das Knonaueramt – die Stadt Zürich – die Eidgenossenschaft», die dank einem Beitrag der GGA erschienen ist. Im Vorwort hält Regierungsrat Mario Fehr unter anderem fest: «Die Entwicklung demokratischer Rechte ging in diesem Prozess einher mit der Ausbildung des Rechtsstaats. Dieser ist ein kostbares Gut, das oft missachtet und gerade deshalb nicht genug hoch eingestuft werden kann. Die Hexenverfolgung ist ein drastisches Beispiel dafür: Es besteht kaum ein Zweifel, dass die Hinrichtung von Hexen zumindest im 14. bis 17. Jahrhundert mehrheitsfähig gewesen wäre, hätte man denn die Bevölkerung befragt. Der Rechtsstaat schafft Mechanismen, damit Minderheiten auch vor Mehrheitsentscheiden geschützt sind.» www.schneidercom.ch/15er_Jubilaeen.php.

Verwendete Literatur Niklaus Flüeler und Marianne Flüeler-Grauwiler (Hrsg.), Geschichte des Kantons Zürich, Band 3, Zürich 1994. Johann Jakob Leuthy, Vollständige Geschichte von dem Bocken-Krieg anno 1804, nach authentischen Quellen bearbeitet, Zürich 1838. Bernhard Schneider, Geschichte der Gemeinde Knonau, Knonau 1982. Bernhard Schneider, Ottenbachs Bevölkerung im Wandel der Zeit, Ottenbach 1986. Hans Peter Treichler, Affoltern am Albis, aus der Geschichte eines ländlichen Hauptortes, Affoltern 1993.


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Dienstag, 29. Dezember 2015

Das «Schwipslied» kam besonders an Gelungenes Weihnachtskonzert im Kronensaal in Hedingen Im Rahmen der kulturellen Veranstaltungen im Kronensaal in Hedingen fand am 19. Dezember das Weihnachtskonzert mit der Sopranistin Maja Fluri statt. Begleitet wurde sie von der Pianistin Seraina Braun. ................................................... von gustav nell Sonst gewohnt, auf grossen Bühnen im In- und Ausland aufzutreten, freute sich die Sängerin, ihre Aufwartung nun in ihrer Heimat zu machen, quasi im familiären Rahmen. Das Programm

in drei Teilen versprach bekannte Arien aus dem Musical-, Operettenund Opernbereich, weihnächtliches Liedgut und gemeinsames Singen bekannter Weihnachtslieder. Nach einer erfrischenden Begrüssung durch den Gastgeber Herbert Huwyler begeisterte Maja Fluri mit ihrem warmen Timbre sowie mit ihrem Stimmvolumen, das auch in den Spitzentönen brillierte. Beeindruckend waren auch ihre anmutige Gestik und ihre charmante Moderation durchs Programm. Zwischendurch rezitierte sie Weihnachtsgedichte. Besonderen Applaus fand das «Schwipslied» von Johann Strauss, in

dem Maja mit erhobenem Sektglas und vollendeter Theatralik durch die Zuschauerreihen schwankte. Das Publikum geizte auch sonst nicht mit Applaus und fand es etwas Besonderes, so nah an den Aufführenden zu sein.

Maja Fluri (rechts) und Seraina Braun haben ihr Publikum begeistert. (Bild zvg.) Lang anhaltender Applaus Durch den Belcanto animiert, geriet das gemeinsame Singen der Weihnachtslieder zu einem krönenden Abschluss. Lang anhaltender Applaus für die Sopranistin und für die einfühlende Begleitung der Pianistin bewies, dass dieser Anlass in speziellem Rah-

men ein voller Erfolg war. Das Publikum freut sich auf weitere Auftritte. Beim kulinarischen Teil im Restaurant ging es gesellig zu und her, zumal auch die Aufführenden hautnah daran teilnahmen. Vor einigen Monaten gründete die Sängerin und Chorleiterin in Stallikon

einen Chor, der sich jeweils in der «Kafimüli» trifft. Weitere Sangesfreudige sind gerne willkommen. Zum musikalischen Angebot von Maja Fluri gehört zudem Gesangs- und Klavierunterricht auf allen Stufen. Weitere Infos unter www.majafluri.com.

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Dienstag, 29. Dezember 2015

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Partystimmung vor der «Stillen Nacht» Andy Frasco und seine Band haben am 23. Dezember die «Break»-Eventhalle aufgemischt «It feels so good to be alive», singt Andy Fresco von der Bühne und aus hundert Kehlen schallt es zurück. Nur wenige Augenblicke haben die acht Vollblutmusiker aus Los Angeles, Kalifornien, auf der «Break»-Bühne gebraucht, um die ganze Eventhalle zum Toben bringen. Der Zeitpunkt für den ohne Schuhe angetretenen Frontmann, sich auch noch seiner Socken zu entledigen: Die «Barfuss-Boogie-Truppe» macht ihrem Namen alle Ehre. «Partyblues» nennt Andy Frasco seinen Mix aus Blues und Soul, Jazz und Rock’n’Roll. «Feelgood-Music» bringt es aber ebenso auf den Punkt. Es sind treibende Rhythmen, die zum Mittanzen anregen und für gute Stimmung sorgen. Packende Soli – etwa von Saxofonist Ernie Chang, Bassist Steven «Supaman» Castillo oder Matt Owen auf der Tuba – ziehen das Publikum ebenso in den Bann wie die grossartige Show, welche die Musiker bieten. Wer Andy Frasco vor dem Auftritt durch die Halle humpeln sah, musste befürchten, dass die Bühnenshow diesmal weniger wild ausfallen würde, als man es von ihm gewohnt war. Doch weit gefehlt: Es hielt ihn kaum auf dem Stuhl hinter dem Keyboard, stattdessen hüpfte er scheinbar unermüdlich mit dem breitesten Grinsen vom einen Bühnenrand an den anderen und wagte gar einen Ausflug ins Publikum. (tst.)

Geballte Ladung an musikalischer Energie: Andy Frasco (Mitte) mit seiner U.N.-Band.

Egal ob «Spinner», «schräger Vogel» oder «geile Siech», Andy Frasco ...

Keine Berührungsängste: der Sänger mitten im Publikum.

... sorgt für eine tolle Stimmung in der vollen Eventhalle. (Bilder Thomas Stöckli)

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Weihnachtsbäume für die Elche Späte Bescherung im Wildnispark Langenberg Von den Menschen verschmähte Weihnachtsbäume sind für die Elche, Wildpferde, Hirsche und Wisente im Wildnispark Zürich ein Festschmaus.

Poulet-Kokos-Suppe Zutaten für 4 Personen 1 Pizzateig rund ausgewallt Meersalz grob 50 g Lauch nur weisser Teil 1 Zwiebel fein geschnitten 1 Knoblauchzehe fein geschnitten 1 EL Sonnenblumenöl 4 dl Geflügelbouillon 1 EL Zitronensaft 5 dl Kokosnussmilch 200 g Pouletgeschnetzeltes Salz, Pfeffer, Tabasco Zitronenzesten für Garnitur

Rund sechs Christbäume frisst ein ausgewachsener Elch pro Tag. Die Tiere lieben vor allem die nährstoffreichen Pflanzenteile wie Zweige, Knospen und Nadeln. Elche sind wahre Futterspezialisten, die ihre Nahrung ganz gezielt aussuchen. «Im Frühling, Sommer und Herbst fressen Elche Salweiden. Im Winter stellen sie dann auf Nadelbäume um», sagt Urs von Riedmatten, Leiter Betrieb Tiere im Wildnispark Zürich Langenberg. «Die nicht verkauften Weihnachtsbäume sind deshalb jedes Jahr eine wahre Delikatesse für unsere Tiere.» Hunderte von Weihnachtsbäumen stapeln sich jeweils nach dem 24. Dezember vor dem Betriebsgebäude des Wildnisparks Zürich Langenberg und

machen so das Jahresende für die grossen Pflanzenfresser im Park zum Fest. Besonders die fünf Elche freuen sich über die stachligen Geschenke. Aber auch Wildpferde, Hirsche und Wisente dürfen an den von uns Menschen verschmähten Tännchen knabbern. Aus der ganzen Region – von lokalen Gärtnereien und Händlern – kommen

die nicht verkauften Weihnachtsbäume zusammen. Diese reichen in der Regel fast für den gesamten Winter. Gebrauchte Bäume können nicht verfüttert werden. Lametta- und Wachsreste sind schädlich für die Tiere. Und der Aufwand, jeden einzelnen Baum zu kontrollieren, wäre zu gross. (pd.)

Walter Baltisberger hält wieder einige «Knaller» bereit. (Bild tst.)

Für jeden das passende Silvester-Bouquet

Für die Elche sind Christbäume eine Delikatesse. (Bild Wildnispark Zürich)

«Verkaufst du nicht dieses Jahr?» Wenn es gegen Silvester zu geht, wird Walter Baltisberger das immer wieder gefragt. Doch auch dieses Jahr kann er seine treue Stammkundschaft beruhigen: Am 29., 30. und 31. Dezember steht sein Verkaufszelt wieder auf dem Kronenplatz in Affoltern. «Es hat für jeden etwas», versichert Baltisberger, «und es hat genug.» (tst.)

Zubereitung Ofen auf 220° C vorheizen. Aus Pizzateig Sterne ausstechen und mit kleineren Formen Sternmitte ausstechen. Sternrand und -mitte auf mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Meersalz bestreuen, in unterer Ofenhälfte ca. 10 Min. backen. Herausnehmen, auskühlen lassen. Inzwischen Lauch fein schneiden, samt Zwiebel und Knoblauch im Öl dünsten. Mit Bouillon ablöschen, Zitronensaft beigeben, alles 10 Min. köcheln. Suppe pürieren, Kokosmilch dazugiessen, alles erhitzen. 2 dl Flüssigkeit von der Suppe in separate, kleine Pfanne geben. Pouletgeschnetzeltes darin 5 Min. ziehen lassen, in heisse Suppentassen geben. Suppe pikant würzen, schaumig aufmixen und über Fleisch giessen, mit Zesten garnieren und Sternbrot servieren. Zubereitung: ca. 35 Minuten. Tipp: Leicht angefrorener Pizzateig lässt sich einfacher ausstechen. Teigreste zu dünnen Grissini backen.

Spass und Unterhaltung Das neue Jahr Neue Kinderwelt im Emmen Center Das Emmen Center will im nächsten Jahr ein noch attraktiveres Einkaufserlebnis bieten und richtet aus diesem Grund ab Januar 2016 eine kunterbunte Kinderwelt ein. Ab dem neuen Jahr wird das Einkaufen im Emmen Center auch für die kleinen Besucherinnen und Besucher zu einem grossen Erlebnis. Das grösste Einkaufszentrum der Zentralschweiz baut seine Kinderaktivitäten aus und bietet ab Januar neu eine kunterbunte Kinderwelt an, wo regelmässig für Spiel, Spass und Unterhaltung gesorgt wird. So haben die Eltern genügend Zeit in Ruhe ihre Einkäufe zu erledi-

gen, während das ganze Jahr ein spannendes Programm mit abwechslungsreichen Aktivitäten auf die Kinder wartet. Verantwortlich für dieses Angebot ist Angie Wendel, die als Clownin «Wendolina» bereits seit 15 Jahren mit ihrem Animationsteam Kinderevents in der ganzen Schweiz veranstaltet und über einen grossen Erfahrungsschatz verfügt. Sie wird ab kommendem Jahr praktisch jeden Mittwochnachmittag im Emmen Center zu Besuch sein und mit den Kindern basteln, spielen, tanzen und natürlich ganz viel lachen. Jeweils am Mittwochnachmittag von 14 bis 17 Uhr werden die Kleinen Grosses erleben und auf Erkundungstour gehen. (pd.)

Das neue Jahr ist wie ein Buch mit leeren Seiten Ich fülle es mit Kindergeschichten darüber, dass es Mut braucht im Leben, Mut, sich und andere zu verteidigen, zur Wahrheit zu stehen, die eigene Meinung zu vertreten und Mut, etwas Ungewöhnliches zu tun. Das neue Jahr ist wie ein Buch mit leeren Seiten. Ich fülle es mit einem Kreuzfahrtmärchen, mit Stränden an Palmeninseln, Sonnenuntergängen im Meer und Redenlachenessen mit meiner Freundin Susann. Das neue Jahr ist wie ein Buch mit leeren Seiten.

Ich fülle es mit Kursen, die ich erteile: «Wie schreiben Kinder originell?» Und mit Vorträgen, die ich organisiere in der schönen Rathusschüür Baar. Das neue Jahr ist wie ein Buch mit leeren Seiten. Ich fülle es mit Schreiben über gestern und heute. Am liebsten am Ufer eines Sees. Lago di Lugano und Bodensee warten bereits auf mich. Das neue Jahr ist wie ein Buch mit leeren Seiten. Ich fülle es mit wärmenden Treffen von Familie und Freunden. Leichtfüssig soll es werden, das neue Jahr. Ute Ruf


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Veranstaltungen

Dienstag, 29. Dezember 2015

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Ganz schön schräg Jonglage, Clownerie und Objekttheater in Hausen Matthias Romir ist expressiver Gaukler, trauriger Clown, zeitgenössischer komischer Kauz und sorgt für eine schräge Note beim Einstieg ins neue Spieljahr mit dem Verein Kultur im Dorf. Freitag, 8. Januar, in Hausen.

«Cheibe Balagan», das sind von links: Adrian Hofer, Adam Arend, Laura Münst, Florian Kolb, Hitomi Niikura, Marius Schneider und Edouard Mätzener. (Bild zvg.)

«Cheibe Balagan» Die Klezmer-Band mit Suchtfaktor kommt «Cheibe» steht für die Zürcher Heimat, das jiddische/hebräische «Balagan», was «Chaos» bedeutet, für die Freude an östlicher Traditionsmusik. Am Samstag, 9. Januar, spielt die Klezmer-Band in der Galerie Märtplatz, Affoltern. Wo auch immer die fünf Musiker und die zwei Musikerinnen auftreten: sie begeistern das Publikum mit ihrem vielseitigen Repertoire, mit fetziger Tanzmusik, fröhlichen und melancholischen Liedern, bis hin zu Standards aus der Welt des Swing und Jazz Manouche. Gesungen wird auf Jiddisch, die Texte und Melodien entstammen östlichen Volksliedern, welche die Zürcher Klezmer-Band neu interpretiert.

Panflöte trifft auf Stimmvolumen Die erfolgreiche Konzertreihe «Pantasia» von Jonas Gross geht in die dritte Runde. Am 17. Januar spielt der Nachwuchskünstler in der reformierten Kirche in Obfelden. Nachdem die ersten beiden Ausgaben grossen Anklang fanden und die Kirchensäle jeweils vollends gefüllt waren, gestaltet der talentierte und erst 19-jährige Panflötist nun ein nigelnagelneues Programm. Mit im Gepäck hat er sein brandneues Studioalbum «The Wooden Taste» und die bezaubernde Sängerin Nelly Patty. Mit Auftritten in ganz Europa und vor Grössen wie Michael Schuhmacher, Roger Moore oder Katharina Witt ergatterte sich die gebürtige Französin mit italienischen Wurzeln einen festen Platz in der Showszene und begeistert als Sängerin des Christoph Walter Orchestras Konzertgäste in der ganzen Schweiz. Das Publikum darf sich auf ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse freuen: Wohlig warme Panflötenklänge werden mit einem unvergleichlichen Stimmvolumen vermischt und das quer durch verschiedenste Stilrichtungen. Zusätzlich präsentiert Gross Perlen seines umjubelten Albums «The Wooden Taste» und Patty gewährt dem Publikum einen Einblick in ihre neuste CD-Produktion «Il fait beau». Natürlich dürfen auch einige Überraschungen nicht fehlen! Wie immer ist der Eintritt bei den Pantasia-Konzerten kostenlos. Es wird lediglich eine Kollekte zur Deckung der Unkosten geben. Konzerte am 10. Januar um 17 Uhr in der katholischen Kirche in Sins AG, am 17. Januar um 17 Uhr in der reformierten Kirche in Obfelden und am 24. Januar um 17 Uhr in der katholischen Kirche in Liestal BL. Mehr Infos unter www.jonasgross.com.

Die noch junge Band war bereits an verschiedenen Orten in der Schweiz und im Ausland zu hören, privat und öffentlich. So zum Beispiel auch im Zürcher Moods, im Casino Zug und im Februar 2015 gar in Tokio! «Cheibe Balagan» – der Name der Band veranschaulicht ihre Verbundenheit mit zwei Kulturen: das schweizerdeutsche «Cheibe» steht für die Zürcher Heimat, das jiddische/hebräische «Balagan» für die Freude an östlicher Traditionsmusik und bedeutet so viel wie «Chaos». Aber nicht im abwertenden Sinn, sondern mit positivem Unterton: Chaos als Ausdruck von Lebendigkeit und Leidenschaft. (pd.) Samstag, 9. Januar, 20.15 Uhr, Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern. Bar und Abendkasse ab 19.30 Uhr. www.cheibebalagan.com.

Ein Theaterabend, organisiert vom Verein Kultur im Dorf, kann ganz entspannt an der Kulturbar eingeläutet werden. Dieses Vorgehen bietet sich natürlich besonders bei der ersten Vorstellung des neuen Jahres an. Anstossen auf ein gelingendes neues Jahr, Gelegenheit für Small- und Largetalks, die auch nach der Vorstellung fortgesetzt werden können, Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu knüpfen oder aufzufrischen und was sich an einer Kulturbar sonst noch so ergeben kann. Die erste Veranstaltung des Jahres bietet sich jeweils auch besonders für die Familie mit halbwüchsigen Kindern an. Nun, die Bar allein soll nicht ganzer Inhalt des Abends sein, der Hauptpart gebührt selbstverständlich dem Künstler Matthias Romir; «Expressive Juggler/Depressing Clown/Contemporary Weirdo» – expressiver Gaukler, trauriger Clown, zeitgenössischer komischer Kauz – so beschreibt sich der künstlerische Grenzgänger. Er ist mit den Festivals der europäischen Jonglierszene grossgeworden. Dort lernte er schon als Kind die Bühne kennen und lieben. Nach seinem Studium der Sonderpädagogik machte Romir 2008 seine Leidenschaft zum Beruf und verleiht nebst der solistischen Arbeit an Theatern und auf Strassenfestivals, auch

Matthias Romir - ein Geheimtipp in Hausen am Albis. (Bild zvg.) Varietéshows und genreübergreifenden Showproduktionen eine schräge Note. In der Schweiz zählt er noch eher zu den Geheimtipps. Der leidenschaftliche Autodidakt ist bekannt für seinen musikalischen, erzählenden Jonglierstil im Grenzbereich zur Clownerie und zum Objekttheater. Weiter ist er bekannt für sei-

Gypsy-Music, Boogie-Woogie und ein Helveto-Western Heiterfarbige erste Woche 1916 im Kellertheater LaMarotte Die «Musik am Berchtoldstag» ist im LaMarotte bereits Tradition: Man kommt ein bisschen vor Konzertbeginn zum Anstossen mit Bekannten und Unbekannten, hält Rückblick, schaut vorwärts und freut sich dann bei Tee, Kaffee und Kuchen am Spiel der vier Tonhalle-Musiker des Quartetts «Gypsy & More» mit Josef Gaszi und Michel Willi (Geigen), Kamil Losiewicz (Kontrabass) und Ahmet Ediz (Piano). Sie bringen während einer Stunde typische Volksmusik aus ihren Heimatländern Rumänien, Helvetia, Polen, Türkei.

Musiktheater «Zahltag» Die A-Capella-Gruppe «Pagare Insieme» bringt mittlerweile mit «Zahltag» ihr fünftes abendfüllendes Programm auf die Bühne. «Pagare Insieme», das sind Marius (Tenor und Soundeffekte),

Ausstellungen Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Die Engel sind meist weiss...». Kunstvolle bunte Krippen aus aller Welt. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/ 14-16.30 Uhr. Bis 6. Januar

Kunst im Stall Galerie/Atelier Bernadette Galli, Untere Bahnhofstrasse 6: «Die Kuh ist en vogue» in Rot, Grün, Gelb, Blau oder Violett. Horntragende Kühe, Bilder von Walter Lehmann. Mi, 9-12, Do, 9-12/14-18.30 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat 14-17 Uhr. Bis 21. Januar.

«Jazz am Donnerstag» mit dem «Chris Conz Trio»

Kleines Essen 15 Franken.

www.matthiasromir.de.

Mettmenstetten

Kaffee/Tee 15 Franken extra. Konzertbeginn 16 Uhr.

ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

Hausen am Albis, Kulturbar und Kasse ab 19.30 Uhr.

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: Fotografien zum «kappeler psalter» von Daniel Lienhard «...und singt den Sternen seinen Psalm». Bis 11. Januar.

Uhr, Eintritt 40/30 Franken. Ab 15 Uhr Kuchen und

Donnerstag, 7. Januar, Bar ab 18.30, Musik

Freitag, 8. Januar, 20.15 Uhr, Gemeindesaal Weid

Kappel am Albis

Samstag, 2. Januar, Türöffnung und Kasse ab 14.30

Seit seinem elften Lebensjahr befasst sich Chris Conz mit dem traditionellen Boogie-Woogie, Blues und Jazz aus den 30er-Jahren. Das Trio mit Chris Conz p, Mario von Holten d und Arno Schulz b wurde mit dem kleinen Prix Walo in der Sparte «Beste Nachwuchsband 2011» und dem «Swiss Jazz Award 2013» ausgezeichnet.

ne schrägen Figuren und schwarzhumorigen, tiefgründigen, skurrilen Geschichten. Also genau der richtige Einstieg ins neue Theaterjahr mit dem Verein Kultur im Dorf! (san)

Stallikon

Wie verteilen die fünf Revolverhelden von «Pagare Insieme» ihren Zahltag? (Bild zvg.)

Nik und Peter (Bariton), Dani (von Tenor bis Bass, Human Drums) und Johannes (Bass). Um sich selbst zu beweisen, dass sie noch lange nicht zum alten (Huf-)Eisen gehören, wagen sie sich diesmal gar in den Wilden Westen, eine Gegend, in der einzig Mut, Mannhaftigkeit und bare Münze zählen. Adrett gekleidet singen, spielen und reiten die fünf Darsteller durch einen satirischen Helveto-Western, der mit mitreissender Honky Tonk-Musik, Saloon-Raufereien, heissen Tanzszenen und einem packenden Duell aufwartet und ganz nebenbei auch noch

manche Schweizer Tugend ins Wanken bringt. Welcher wackere Revolverheld als letzter noch stehen wird und den «Zahltag», sprich den Applaus des Publikums, einheimsen kann, bleibt vorerst ein Geheimnis. Ein Abend voller Witz und Spannung, an dem es Lucky Luke wohl wiederholt den Grashalm aus dem Mundwinkel hauen würde… «Fünf Stimmen für ein Gloria» am Freitag, 8. Januar, Bar und Abendkasse ab 19.15, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken. Platzreservierungen dringend empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62.

Schulhaus Loomatt (Kunstforum): Kunstforum Stallikon: «50 Jahre Bibi Stallikon» mit Werken von Marghi Boeschenstein, Sandra Canonica, Doris Ess, Esti Frei, Michaela Temperli und Katrin Zuzáková. Mo/Mi/Do/Fr, 15-19, Di, 15-20, Sa, 10-12 Uhr. Während Schulferien Di, 15-20 Uhr. Bis 1. Februar.


veranstaltungen

«Da brännt de Baum» Christbaumverbrennen in Affoltern Mit dem Verbrennen von Christbäumen will der Verein zur Erhaltung ehemaligen Feuerwehrmaterials in Affoltern (Vefa) am 8. Januar eine Tradition reanimieren – und gleichzeitig aufzeigen, welche Brandgefahr von einem trockenen Tannenbaum ausgehen kann. Weil vermehrt mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet und künstliche Bäume angeboten werden, kommt es heute weniger zu Christbaumbränden. Mit dem geordneten Christbaumverbrennen will aber die Vefa am 8. Januar auf solcherlei Gefahren aufmerksam machen – und dabei gleichzeitig eine alte Tradition des Baumverbrennens aufleben lassen. So, wie das in der Gemeinde Knonau praktiziert wird. So ist die Bevölkerung aufgerufen, dürre Bäume und Äste möglichst vor dem Ereignis bei der Bushaltestelle vis-à-vis des Friedhofs zwischen Affoltern und Zwillikon zu deponieren – oder zum Anlass mitzunehmen. Dieser findet am Freitag, 8. Januar, ab 18.30 Uhr statt. Grill und Heissgetränke sind vorhanden. «Selbstverständlich sind auch Personen willkommen, die keine Bäume mitbringen. Eingeladen ist die gesamte Bevölkerung –

nicht nur jene aus Affoltern. Wir wollen ein kleines Fest steigen lassen», sagt Vefa-Mitglied Jan Berliat.

Freude an altem Feuerwehrmaterial Der Vefa zählt derzeit 112 Mitglieder, zur Hauptsache ehemalige und aktive Feuerwehrmitglieder, die Freude an altem Feuerwehrmaterial haben. Seit Herbst diesen Jahres ist der Verein im Besitz eines Tanklöschfahrzeugs der Marke Saurer, Jahrgang 1975, das von der Gemeinde Affoltern erworben werden konnte. Der Cadillac Jahrgang 1936 ist hingegen eine Leihgabe der Gemeinde. Auch alte Motorspritzen, Atemschutzgeräte und weitere ausgediente Gerätschaften oder alte Feuerwehruniformen gehören zum Bestand der Vefa, die das Material im alten Feuerwehrdepot in Zwillikon eingelagert hat. Er wird regelmässig gewartet und gepflegt. «Es ist ausschliesslich Material, das in früheren Jahren von der Feuerwehr Affoltern verwendet worden ist», fügt Jan Berliat bei. Der Verein nimmt auch an internationalen Oldtimer-Veranstaltungen von Feuerwehren teil, in diesem in Wetzikon. Und im Jahr 2017 gehts zur internationalen Feuerwehrsternfahrt nach Sonderborg in Dänemark. Geselligkeit wird auch bei der jährlichen Herbstreise gepflegt. (-ter.)

Elisabeth Berner mit Carl Machado, Axel Kühn und Jonathan Günak. (Bild zvg.)

Musik und Essen wechseln sich ab «Jazz & Dine» im Klosterkeller Kappel Im Seminarhotel und Bildungshaus Kloster Kappel sind am Samstag, 9. Januar, ab 19 Uhr überraschende Klänge des JazzEnsembles «Berner in Fusion» zu hören. Dazwischen serviert das Kappeler Team ein Abendessen in stimmiger Atmosphäre In ihrem Programm «Jazzpsalmodie» improvisiert «Berner in Fusion» über Kirchen- und insbesondere Psalmlieder. So steht denn auch die Vertonung des bekannten Psalm 23 im Zentrum: «Der Herr ist mein Hirte». Die melodiösen und meditativen Kompositionen und Liedbearbeitungen stammen aus der Feder der Bandleaderin und Pianis-

tin Elisabeth Berner. Zusammen mit ihren Bandkollegen Carl Machado (Trompete), Axel Kühn (Bass) und Jonathan Günak (Schlagzeug) schafft sie ein feinfühliges, nuancenreiches Spiel, das viel Raum für eigene Bilder und Fantasien lässt. Die Klosterküche zaubert den Gästen einen Aperitif sowie ein mit Frischprodukten zubereitetes festliches Drei-Gang-Menu auf den Tisch. Musik und Essen wechseln sich ab, so entsteht ein unvergesslicher Abend, der mit allen Sinnen genossen werden kann. (pd.) «Jazz & Dine» am Samstag, 9. Januar, ab 19 Uhr, Kloster Kappel. Preis: 120 Franken pro Person, anmelden bis 6. Januar, Mittag, info@klosterkappel.ch, Tel. 044 764 88 10, www.klosterkappel.ch.

Elternbildung: Die aktuellen Veranstaltungsprogramme sind da Jedes Jahr besuchen im Kanton Zürich rund 30 000 Mütter und Väter ein Elternbildungsangebot. Sie erleben dabei spannende, bereichernde und durchaus auch unterhaltsame Impulse für den Familienalltag. Wer möchte das Erziehungswissen erweitern, Unsicherheiten oder Fragen klären und vom Austausch mit anderen Eltern profitieren? Im aktuellen Veranstaltungsprogramm der Region findet sich wieder eine grosse Palette

unterschiedlichster Angebote: Zum Beispiel Themenabende über die Entwicklung bei Kleinkindern, über Mobbing oder über die Pubertät, aber auch mehrteilige Erziehungskurse, in welchen man die eigenen Erziehungsfähigkeiten grundlegend trainieren kann. (pd.) Veranstaltungsprogramm: www.elternbildung.zh.ch, kostenlos beziehen unter ebzh@ajb.zh.ch oder Tel. 043 259 79 30.


Veranstaltungen

Dienstag, 29. Dezember 2015

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agenda

Mittwoch, 30. Dezember Kappel am Albis 17.00: KEIN offenes Singen. Kloster Kappel.

Freitag, 1. Januar Kappel am Albis 17.15: Musik und Wort zum Jahreswechsel: «Beschwingt, beseelt, virtuos - ins neue Jahr». Noëlle Grüeber, Violine, André Briel, Klavier, spielen Werke von Hubay, Elgar, Waxman u. a. Lesung Pfr. Markus Sahli. Eintritt frei/Kollekte. Klosterkeller. Kappelerhof 5.

Samstag, 2. Januar Zwillikon 10.00 bis 16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: Telefon 044 761 01 32 Herbert Gübeli. Ottenbacherstrasse 79.

Affoltern am Albis 16.00: «Gypsy & More». Musik am Berchtoldstag. Bar und Kasse offen ab 14.30, ab 15 Uhr Kuchen und Kaffee. Kellertheater LaMarotte, Centralweg 10.

Montag, 4. Januar

Schreibend die Welt verändern?

Literatur und Politik im Kultur-Kubus Hedingen Am Samstag ins Dorfmuseum Affoltern Beide schreiben, beide mischen sich mit ihren Texten ein, engagieren sich im Spannungsfeld von Wort und Handlung. Am 3. Januar lesen Werner Neff und Ulrike Ulrich im KulturKubus Hedingen.

um nachher einen Comic darüber zu zeichnen. Mit ihrer präzisen Sprache und ihrem eigensinnigen Humor öffnet Ulrike Ulrich Einblicke in die Gedankenwelt der Figuren, deckt die Schönheiten und Abgründe des Menschseins in unserer Zeit auf.

Werner Neff, Ökonom im Ruhestand, der als Schweizer in den USA lebt, wird aus «Amerika – Noch immer ein Traumland» lesen, Ulrike Ulrich, freie Schriftstellerin, die als Deutsche und jetzt auch Schweizerin in Zürich lebt, aus ihrem jüngst erschienenen Erzählband «Draussen um diese Zeit». Gemeinsam sprechen sie über den Blick der Nicht-Einheimischen, über das Ankommen und Unterwegssein und darüber, wie Literatur und Politik zusammengehen, ob man schreibend die Welt verändern kann. Die Menschen in den Erzählungen von Ulrike Ulrich sind draussen, obwohl die meisten von ihnen ein Zuhause haben. Sie spielen Akkordeon auf der Strasse, kleben anarchistische Plakate an der Piazza di Spagna in Rom, halten ihre Füsse ins Schildkrötenbecken, lernen in einer Bar jede Woche einen anderen Mann kennen,

Theorie einer verzerrten Demokratie «Amerika – Noch immer ein Traumland» bietet eine zum Nachdenken führende Sicht von amerikanischen Begebenheiten und Einmischungen in internationale Angelegenheiten und Politik aus der Sicht eines Schweizer Ökonomen. Werner Neffs Studie zeigt ein politisches Portrait der USA von 2014. Er spricht von Plutokratie, ineffizienter und ausser Kontrolle geratener Führung des gewählten Abgeordnetenhauses und Senats. Er vermittelt seine Theorie einer verzerrten Demokratie. Der Autor führt den Leser auf eine Reise zu Begegnungen mit Amerikanern aus der Sicht eines Besuchers, der Einwohner wurde. Er beleuchtet die aussergewöhnliche Leidenschaft des amerikanischen Volkes und ihre grosse Gastfreundschaft und Grosszügigkeit.

Hausen am Albis 14.30 bis 17.30: Handarbeitsstubete von Pro Senectute. Häkeln, Stricken, Sticken oder nur Plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, Telefon 044 764 22 04, ref. Pfarrhaus, Zwinglistube.

Dienstag, 5. Januar Affoltern am Albis 9.30: Buchstart-Treff für Eltern mit ihren Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Regionalbibliothek, Obere Seewadelstrasse 14.

Affoltern am Albis 14.00: Senioren 60plus. Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, Tel. 044 761 58 94, Chilehuus im Park, Zürichstrasse 94.

Mittwoch, 6. Januar Affoltern am Albis 19.00 bis 20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Mit Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli. Ab 12.45: Fitness ab 60: Seniorenturnen für Sie und Ihn. Turnhalle Ennetgraben: 12.45 und 14 Uhr, Turnhalle Zwillikon: 13.30 und 14.35 Uhr. Arbeitsgruppe Seniorendienste.

Kappel am Albis 17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel.

Donnerstag, 7. Januar Kappel am Albis 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

Affoltern am Albis 20.15: Jazz am Donnerstag: «Chris Conz Trio». Bar ab 18.30 Uhr. Reservieren unter Telefon 044 760 52 62. Kellertheater LaMarotte, Centralweg 10.

Ottenbach 13.50: OTTENBACH60plus: Wanderung über die Reussebene nach Merenschwand, ca. 1 Std. Kaffeehalt, dann mit dem Postauto wieder zurück. Billette Zonen 156/534 einfache Fahrt. Postautohaltestelle (Treffpunkt).

Die Wetter-App unserer Vorfahren

Ulrike Ulrich. (Bild Ute Schendel)

Werner Neff. (Bild zvg.)

Für Meteorologen ist das Barometer ein wichtiges Arbeitsinstrument. Den Luftdruck zu beobachten hilft, Voraussagen über das Wetter zu machen. Zeigt das Barometer einen tiefen Luftdruck an, befinden wir uns in einem Tiefdruckgebiet. Oft bedeutet dies «schlechtes» Wetter. Hochdruckgebiete hingegen stehen eher für «schönes» Wetter. Das Wetter wird aber nicht nur vom Luftdruck bestimmt, auch Luftfeuchtigkeit, Wind, Temperatur und andere Werte spielen eine wichtige Rolle. Darum ist das Barometer alleine ein ungenauer Wetteranzeiger. Es ist jedoch unverzichtbarer Bestandteil jeder Wetterstation. Mit dem Barometer lässt sich der Luftdruck messen. Den Bauernregeln aber wurde ebenso viel Wichtigkeit zugemessen und sie gehören zu unserem Volksgut. So ist der 2. Januar der Tag von Basilius dem Grossen (als Asket, Bischof und Kirchenlehrer war er eine der herausragenden Gestalten im Christentum des 4. Jh.) und Makarius der Ägypter (ein weiser Einsiedler, der 60 Jahre in der Wüste lebte, ebenfalls im 4. Jh.)

Am ersten Samstag des Monats Alle Wetterregeln, die sich auf diesen Tag beziehen, bestimmen das Wetter im September (aus Bauernregeln Wikipedia): «Makarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit», «Wie das Wetter an Makarius war, so wird der September: trüb oder klar», «Makarius, der weiss bestimmt, was das ganze Jahr so bringt» oder «Wie der Basilius, so der September.» Weshalb also nicht das Jahr mit einem Besuch im Dorfmuseum starten und zurückschauen auf vergangene Zeiten? Auch das kann inspirierend sein für die Zukunft.

Barometer hingen in der Stube und unterstützten die Arbeitsplanung der der Bauern. Drei Beispiele aus dem Dorfmuseum Affoltern. (Bild zvg.) Das Dorfmuseum Affoltern ist jeweils am ersten Samstag im Monat geöffnet, von 10 bis 16 Uhr, also auch am Samstag, 2. Januar 2016. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Besuche und Führungen mit Gruppen sind auf Voranmeldung jederzeit möglich. (UG) Kontakt: Herbert Gübeli, Telefon 044 761 01 32 oder Ursula Grob, 044 761 77 42.

Ämtler Bibliotheken im Januar 2016 Bibliothek Aeugst Am Samstag, 2. Januar, ist die Bibliothek von 10 bis 12 Uhr offen. Ab Montag, 4. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 13. Januar, 15 Uhr: Buchstart – Värsliziit. Mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Für Eltern mit Kindern zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Die Bibliothek ist normal von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 20. Januar, 14 bis 16 Uhr: Spielnachmittag. Eine Bibliothekarin stellt ausgewählte Spiele vor, aber natürlich können auch andere Spiele gespielt werden. Jung und Alt sind zum Spielen willkommen. Die Bibliothek ist ganz normal für alle offen. Mittwoch, 27. Januar, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer. Für Kinder ab 3 bis 4 Jahren. Eintritt frei.

Regionalbibliothek Affoltern Am 29. und 30. Dezember gelten die normalen Öffnungszeiten (10 bis 12 und 14 bis 19 bzw. 13 bis 19 Uhr). Am Donnerstag, 31. Dezember, ist die Bibliothek von 14 bis 16 Uhr offen. Ab Montag, 4. Januar, gelten neue erweiterte Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 10 bis 19 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 13 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr. Dienstag, 5. Januar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Versen, Liedern und Geschichten. Montag, 11. Januar, 18 bis ca. 18.30 Uhr: Einführung in die Benut-

zung der Regionalbibliothek. Rundgang und Infos zur Regionalbibliothek, zum Angebot, zur Onleihe, Benutzung und Katalogsuche. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 13. Januar, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Alles zerfällt» von Chinua Achebe diskutiert. Samstag, 16. Januar, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab 4 Jahren sind eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Samstag, 30. Januar, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung.

Bibliothek Bonstetten Ab Montag, 4. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 27. Januar, 9.30 bis ca. 10.10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 1½ bis 4 Jahre mit Begleitung.

In Gesellschaft häkeln, stricken oder andere Handarbeiten anfertigen. Eine Fachfrau ist anwesend, die kompetent beraten kann. Mittwoch, 13. Januar, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder von 9 bis 24 Monaten. In die Welt der Verse eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Mittwoch, 20. Januar, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. In der Bibliothek einsteigen und in spannende Geschichten eintauchen.

Bibliothek Mettmenstetten Ab Montag, 4. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 13. Januar, 15 Uhr: Zyt für Gschichte.

Bibliothek Obfelden

Ab Dienstag, 5. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 20. Januar, 19.30 Uhr: Krimi-Lesung. Die Innerschweizer Autorin Silvia Götschi liest aus ihrem neuen Kriminalroman «Herrengasse».

Am Dienstag, 29. Dezember, ist die Bibliothek von 17 bis 19 Uhr und am Mittwoch, 30. Dezember, von 14 bis 18 Uhr offen. Ab Dienstag, 5. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Freitag, 8. Januar, ab 19.30 Uhr: Spieltreff Säuliamt – Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Freitag, 29. Januar, ab 19.30 Uhr: Spieltreff Säuliamt – Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren.

Bibliothek Hedingen

Bibliothek Ottenbach

Mittwoch, 30. Dezember, ist die Bibliothek von 10 bis 12 Uhr offen. Ab Montag, 4. Januar, normale geöffnet. Donnerstag, 7. Januar, 14 bis 16 Uhr: Frauenverein in der Bibliothek.

Ab Dienstag, 5. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Dienstag, 12. und 26. Januar, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Mona-

Bibliothek Hausen

ten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen.

Bibliothek Stallikon Ab Montag, 4. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Am Montag, 11. Januar, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Montag, 25. Januar, 15.30 bis 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Leseanimatorin Regina Meier (Sikjm). Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten sind herzlich eingeladen. Samstag, 30. Januar, 10 bis 13 Uhr: Neujahrsapéro mit neuen Büchern. Während der verlängerten Ausleihe werden Buchneuheiten aufgelegt und die Kunden mit einem Apéro verwöhnt. Im Januar befinden sich auf dem Thementisch ausgewählte Medien zum Thema «Schweizer Autorinnen und Autoren».

Bibliothek Wettswil Am Mittwoch, 30. Dezember, ist die Bibliothek von 15 bis 19 Uhr offen. Ab Montag, 4. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten. Mittwoch, 27. Januar, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 27. Januar, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Samstag, 29. Januar, 10 bis 11 Uhr: Beratung und Information zur Onleihe. (I.S.)


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Vermischtes

Dienstag, 29. Dezember 2015

Legende des Fussballclubs Affoltern 2015 verstorben – im Gedenken an Hans Berli Er war vor 80 Jahren an der Gründungsversammlung des FC Affoltern dabei, der Fussball und später der Schiesssport wurden sein Lebenselixier. Am 6. Mai durfte Hans Berli im Alter von fast 97 Jahren friedlich entschlafen.

Löwen, Albis (heute: Standort der UBS) und vereinzelt auch der Saal des Kasinos. Dort bestand ebenso die Möglichkeit, sich zu waschen und umzuziehen, wovon aber Hans Berli nicht Gebrauch machte. Er bevorzugte sein vertrautes Zuhause. Bei in der Nähe ausgetragenen Spielen wie gegen den FC Dietikon geschah das Aufwärmen gewissermassen auf dem Velo, da man aus Kostengründen mit dem Fahrrad hin- und zurückreiste. Wie erfolgreich diese Matchvorbereitung war, darüber schweigen sich die beiden FC-Affoltern-Exponenten aus.

................................................... von rolf oberhänsli Eines der vielen Erfolgsangebote im Gymfit: Das Pilates-Training. (Bild zvg.)

Gymfit mit voller Kraft voraus Fitnesskundschaft zu mehr Erfolg verhelfen Seit diesem Herbst bietet das Gymfit in der neueröffneten Zuger Filiale californiapilates.ch zusätzlich ein neuartiges Pilatestraining auf dem Reformer-Gerät an. Das Studio bietet pro Woche 450 Trainingsplätze mit zehn verschiedenen Trainern an. Die erste Probestunde kann online kostenlos reserviert werden. Das ultimative 50-minütige Ganzkörper-Workout verbindet Muskeltraining mit den Grundprinzipien von Pilates. Somit sind im Training bei CaliforniaPilates Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination mit funktionellen Übungen vereint. Jede der einzelnen Übungen trainiert den Rumpfbereich und zusätzlich weitere Muskelgruppen. Durch eine kurze Wechselzeit von einer in die nächste Übung und die bewegliche Geräteplattform wird das 50-minütige Workout besonders effektiv ausgenutzt, und es sind schnell Resultate erkennbar.

Funktionelles Training im Trend CrossTraining ist zurzeit total im Trend und in aller Munde. Gymfit-Mitglieder profitieren bereits seit über einem Jahr von diesem Erfolgstraining. Es ist ein Fitnesserlebnis auf höchstem Level. Sehr vielseitig einsetzbar bietet es grenzenlose Möglichkeiten um noch besser, effektiver und intelligenter zu trainieren. Functional Training ist das Schlagwort in der Gesundheits- und Rehabilitations- sowie in der Fitnessszene. Mit funktionellem Training übt man alltagsnahe Bewegungen. Diese tragen zur Steigerung der Fitness und zur Unfallverhütung bei, sie werden in der Rehabilitation

erfolgreich angewendet. Ausserdem eignet sich Functional Training zur gezielten Vorbereitung für diverse Sportarten. Ab Januar wird im Gymfit das funktionelle Training auf der Trainingsfläche mit dem Krafttraining durchmischt, was zu noch mehr Leistungssteigerung und Lebensqualität führt.

Gymfit – seit 30 Jahren «first class» Vor 20 Jahren kaufte Olympiasieger Sonny Schönbächler das 10-jährige Gymfit. «Bei uns werden keine Abos ohne Erfolgsgarantie verkauft», verspricht er: «In einem persönlichen, kostenlosen Beratungsgespräch erfassen wir die Zielsetzungen und erarbeiten zusammen die optimale Mitgliedschaft.» Mittels verschiedener Tests wird der aktuelle Gesundheits- und Fitnesslevel ermittelt und daraufhin ein individueller, zielorientierter Trainingsplan erstellt. Um einen bestmöglichen Trainingsfortschritt zu gewährleisten, steht zu jeder Zeit ein Trainer zur Verfügung. Zusammen wird das Training nach Bedarf geändert und angepasst. Die Milon-Gerätetrainingseinheiten werden sogar elektronisch aufgezeichnet und ausgewertet. Regelmässige Workshops zu spannenden Themen und die Möglichkeit im Team Wettkämpfe zu bestreiten helfen zusätzlich, sich selbst zu übertreffen und keinen Trend zu verpassen. «Unsere Kundschaft möchte in ihrer wertvollen Freizeit Ziele erreichen und sich nicht einfach erfolglos bewegen», so Schönbächler. Eine Besichtigung des grössten Fitnesscenters der Region ist jederzeit möglich. (pd.) Kostenloser Beratungstermin: Tel. 044 761 77 74, www.gymfit-affoltern.ch.

Aufholjagd gestoppt Der EHC Affoltern-Hedingen verliert das letzte Spiel im Jahr 2015 gegen Sursee klar mit 2:7 (0:2, 1:1, 1:4). Mit dieser Niederlage ist eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde wohl nur noch ein Traum. Die Affoltemer wollten sich vor eigenem Anhang gegen die ärgerliche Niederlage im Hinspiel in Sursee revanchieren. Dieses verloren die Säuliämtler knapp mit 4:5. In der Partie am vierten Adventssonntag hielten die Affoltemer gegen die Luzerner lange Zeit gut mit. Sie liessen sich auch durch einen 0:2-Rückstand nach dem Startdrittel nicht entmutigen. In der 26. Minute verkürzte Sven Pfister auf 1:2. Doch die Luzerner stellten in der 37. Minute den alten Vorsprung wieder her. Und auch auf diesen wusste das Team von Coach-Präsident Werner Reiterhauser noch eine Antwort. In

der 43. Minute konnte Tobias Walter erneut auf 2:3 verkürzen. Als jedoch der Gast neuerlich einnetzte, war es um die Gastgeber geschehen. Sie kassierten in der Folge viele – zu viele – Strafen und diese führten zu Toren. Der entscheidende Treffer zum 2:5 (49. Minute) sah ein Affoltemer von der Strafbank aus. Die beiden weiteren Treffer von Sursee II waren dann nur noch für die Statistik. Zum ersten Mal in dieser Saison kassierten die Affoltemer viele Strafen. Am Schluss standen auf dem Matchblatt 15 kleine Strafen. Und diese kosteten Kraft, vor allem deshalb, weil Affoltern nur zwei Blöcke ins Rennen schicken konnte. Noch ist der Zug in Richtung Aufstiegsspiele nicht endgültig abgefahren, aber die Säuliämtler müssen am 10. Januar 2016 auswärts gegen die Limmattal Wings unbedingt gewinnen, wollen sie ihre Saison noch über den Januar hinaus verlängern. Thomas Winter

Im Jahre 2015 durfte der FC Affoltern das 80-jährige Bestehen feiern (der «Anzeiger» berichtete). An der Gründungsversammlung vom 10. August 1935 war auch der dieses Jahr verstorbene Hans Berli anwesend. Zwei Wochen vor dessen Hinschied führte der Autor dieser Zeilen ein Interview mit dem erstaunlich rüstig erscheinenden Pionier des Vereins, nicht ahnend, dass es diesem nicht mehr vergönnt sein sollte, sein Porträt zu lesen, welches im August in der Clubzeitschrift des FC Affoltern erschien. Am 6. Mai durfte Hans Berli im Alter von fast 97 Jahren friedlich entschlafen. In Erinnerung bleiben die sanfte Lebensfreude und der Schalk, welche der Verstorbene noch im hohen Alter ausstrahlte.

Leidenschaft für Bälle und «Ballern» Ein untersetzter Mann mit beinahe aufrechtem Gang empfing mich und Toni Rigo freundlich in seiner lichtreichen Alterswohnung im Herzen von Affoltern a.A. Immer wieder blitzte während unseres Gesprächs der verhaltene Schalk von Hans Berli auf. Toni Rigo (Jahrgang 1933), auch er ein Urgestein des Affoltemer Fussballs, von den Gegnern gefürchtet als pfeilschneller, technisch versierter und treffsicherer Mittelstürmer, gehörte zur neu gegründeten Juniorenmannschaft, welche in der Saison 1946/47 unter den Fittichen von Hans Berli stand. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie der erstaunlich rüstige Hans Berli, nun mit annähernd 97 Jahren auf dem Buckel, einst ein Vollblutfussballer war. Blenden wir zurück: 1935 als der FC Affoltern a.A. im Restaurant Post offiziell gegründet wurde, war auch Hans Berli unter den Anwesenden, verfügte aber als 17-Jähriger noch nicht über das Stimmrecht, sodass er nicht auf der Liste der Gründungsmitglieder zu finden ist. Angefangen hat seine Karriere 1935 bei den Blue Stars Junioren, wo er drei Jahre verblieb, ehe er sich beim FC Zug in der Nationalliga B durchsetzte und dort bis 1942 spielte. Bis zu diesem Zeitpunkt stellte Hans Berli sein Können auch dem FC Affoltern a.A. zur Verfügung, konnte aber wegen seiner doppelten Vereinszugehörigkeit nur an Turnieren eingesetzt werden. Von 1942 bis zu seinem Karrierenende als Fussballer im Jahre 1955 kamen seine fussballerischen Qualitäten dann ausschliesslich dem FC Affoltern a.A. zustatten. Danach gehörte seine sportliche Leidenschaft dem Schiesssport, wo er als treffsicherer Schütze im Kleinkaliber- und 300-mSchiessen genauso erfolgreich war wie einst im Fussball.

Gabe, das Spiel zu lesen Doch wie ist der unverwüstliche Hans Berli Fussballer geworden? Am Anfang stand ein Verweis. Wie die meisten sportlichen Knaben war auch er vorerst Mitglied der Jugendriege. Doch die Faszination des damals nicht immer runden Leders war stärker als die Begeisterung für die militärisch strenge Organisation des Riegenbetriebes und so wurde er, als er wieder einmal der Magie des Balles verfallen war, der Halle verwiesen. Hans Berli kehrte nicht mehr dorthin zurück, eine beeindruckende Karriere begann: Der zähe Mittelläufer, mit «einer Lunge für

Hans Berli. (Archivbild) zwei» ausgestattet, war nämlich auch technisch versiert und verfügte über die Gabe, das Spiel zu lesen. Bei den Blue Stars stiess er auf einen ungarischen Trainer, der ihn nicht nur zum Rennen bis zum Umfallen brachte, sondern ihn, den typischen Rechtsfüsser, auch zwang, links zu spielen. «Er stellte mich einfach als linken Mittelläufer auf. Nachdem ich in der ersten Halbzeit dauernd auf die rechte Seite entwichen war, hielt er mir in der Pause eine Standpauke. Du musst links spielen, befahl er mir erneut und so musste ich mich endgültig fügen.» Aus seiner langen und erfolgreichen Karriere ragt ein Freundschaftsspiel in Brescia heraus. An Ostern 1945 kurz vor Beendigung des Zweiten Weltkrieges spielte Hans Berli mit einer Zürcher Auswahl gegen eine italienische Mannschaft. «Bereits in Mailand wurden wir mit Musik empfangen», erinnert er sich mit sichtlichem Stolz, fügt aber schmunzelnd hinzu, dass man ihnen geraten habe, die Gastfreundschaft nicht zu vergällen und die Gastgeber gewinnen zu lassen. Was dank der beabsichtigten gütigen Mithilfe des Zürcher Torwarts auch geschah.

Zwist mit dem Turnverein Die ersten Jahre nach der Gründung des FC Affoltern a.A. waren geprägt durch stets wechselnde Spielplätze. Noch bis in die 50er-Jahre waren diese notdürftig zu Spielfeldern umgewandelten Wiesen von Steinen übersät und mit Kuhfladen bedeckt, da normalerweise Kühe darauf grasten. Zudem seien die Plätze äusserst uneben gewesen. «Auf einem der Plätze war in der Mitte ein Erdwall, sodass wir versuchten, von dieser Erhöhung aus aufs Tor zu schiessen», erzählt Hans Berli verschmitzt. «Als Torgehäuse dienten manchmal ausgediente Telefonstangen, welche in handwerklicher Kleinarbeit zur richtigen Grösse gezimmert wurden», ergänzen die beiden altgedienten Fussballer des FC Affoltern a.A. Doch nicht nur die Plätze waren teilweise steinig, auch die Beziehung zwischen dem Turnverein und dem Fussballclub zu verbessern, war anfänglich ein steiniger Weg. Zwar wurden in der Saison 35/36 keine Steine in den «Garten» geworfen, aber in einer nächtlichen Aktion vor einem Turnier wurde das bereits gezeichnete Spielfeld durch galoppierende Pferde und eingerammte Pfähle in der Mitte verunstaltet. Glücklicherweise sollte es ein Einzelfall bleiben, die Beziehung zwischen den rivalisierenden Vereinen verbesserte sich und allmählich wurde regelmässig am Sonntagnachmittag gespielt. Da der FC Affoltern damals nicht über eine Flutlichtanlage verfügte, wurde am Samstagnachmittag trainiert oder abends an Werktagen an der Kondition gefeilt. Die Bergläufe nach Aeugst im Scheinwerferlicht des Autos des Trainers sollten die Mannen für kommende Taten stählen. Als Trainingslokale in den Wintermonaten dienten die Säle verschiedener Restaurants wie Arche,

Alle Aktiven im Militärdienst In die Zeit der Fussballlaufbahn von Hans Berli fiel der Zweite Weltkrieg, dessen Auswirkungen sich auch im Spielbetrieb zeigten. So musste er 1939 bis 1941 unterbrochen werden, da sämtliche Aktivmitglieder in den Militärdienst einzurücken hatten und auch der Mietzins für den Sportplatz konnte nicht mehr aufgebracht werden. Zudem fielen zahlreiche Wiesen, die auch zum Fussballspielen benutzt worden waren, der Anbauschlacht zum Opfer. Glücklicherweise konnte 1942/43 der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden und der FC Affoltern a.A. profitierte davon, dass während der Kriegszeit im Bergwerk Riedhof besonders viel Kohle gefördert wurde, indem auch ein Superstar, der dort beschäftigt war, beim Verein mitspielte. «Allerdings war er charakterlich nicht der Beste. So mussten wir ihn mit viel Mühe beim Statthalteramt für vier Stunden aus dem Gefängnis holen, denn wir hatten ein wichtiges Meisterschaftsspiel», erinnert sich Hans Berli. 1955 nach der Geburt seines Sohnes hängte der frischgebackene Vater seine Fussballschuhe nicht an den Nagel, sondern liess sie von seiner Frau verbrennen. Nun galt seine sportliche Leidenschaft ausschliesslich dem Schiesssport. Im Jahr seines Rücktritts als aktiver Fussballer wurde Hans Berli zum verdienten Ehrenmitglied ernannt und durch gelegentliche Matchbesuche mit seinem Sohn blieb er weiterhin mit dem Fussballgeschehen seines langjährigen Vereins verbunden. Mit wachem und kritischem Blick verfolgte Hans Berli den heutigen Fussball: «Das hat nichts mehr mit Fussball zu tun, das Geld verdirbt alles, für Kameradschaft bleibt keine Zeit mehr übrig», so sein vernichtendes Urteil. Beim FC Zug in Berlis Nationalliga-B-Jahren erhielt man pro Sieg 50 und für ein Unentschieden 30 Franken und Toni Rigo doppelt lachend nach: «Die höchste versprochene Prämie bei uns war ein Bier mit Cervelat.»

Auch Präsident und Trainer Hans Berli war nicht nur ein begnadeter Fussballer, sondern diente dem Verein auch in verschiedenen Chargen u.a. als Präsident und Trainer. Welche Ratschläge würde er einem Jungen mit auf den Weg geben, der von einer glorreichen Karriere als Fussballer träumt? Wieder erinnerte sich Berli an seinen ersten Förderer, den ungarischen Trainer beim FC Blue Stars, der ihm diese Worte mit auf den Weg gab: «Trainieren, trainieren und Kamerad sein, die Mädchen, die am Spielfeldrand stehen, kommen erst später!» Noch viel hätten Hans Berli und Toni Rigo über vergangene Zeiten erzählen können, wie im Flug verging die Zeit, sodass kaum mehr Musse blieb, das sorgfältig gestaltete Fotoalbum über die Schiesstätigkeit Hans Berlis zu würdigen. Mehr als all die Erfolge aber beeindruckte seine Grosszügigkeit, für welche Toni Rigo ein treffendes Beispiel gab: «An Auswärtsspiele fuhren wir meist mit dem Auto, bei ihm musste man im Gegensatz zu den anderen nie etwas zahlen, wenn man mitfuhr.»


Sport

Dienstag, 29. Dezember 2015

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«Einfach nur teilnehmen interessiert mich nicht» Emma Pooley peilt in Rio de Janeiro Gold im Einzelzeitfahren an Emma Pooley, Triathletin aus Hausen, peilt 2016 ein ganz spezielles Ziel an: Das Einzelzeitfahren an den Olympischen Spielen in Rio.

Dimitri Isler fällt rund drei Monate aus. (Bild Swiss-Ski)

Aerials-Schweizer: gute Resultate und ein Rückschlag Das Sommertraining in Mettmenstetten zeigt Wirkung: Dimitri Isler und Mischa Gasser schlossen den ersten Weltcup der Saison in Peking (CHN) auf dem 9. und 10. Platz ab. Tags darauf zog sich Isler jedoch eine Fraktur im linken Sprunggelenk zu. Einen Platz unter den besten Zwölf hatte Cheftrainer Michel Roth für Dimitri Isler und Mischa Gasser als Ziel definiert. Das haben nun beide erreicht. «Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Sprüngen», betont Roth. «Bei der Landung müssen wir einfach noch sauberer sein, um mehr Punkte zu erreichen. Doch auf dieser Leistung können wir aufbauen!» Am Teamwettkampf vom Sonntag sprangen die beiden Swiss-Ski-Athleten in der Qualifikation mit, leider missriet der zweite Auftritt in Peking komplett. Mischa Gasser sprang zwar erneut gut und hoch, konnte aber seine Landung wieder nicht stehen. Dimitri Isler unterlief ein Fehler bereits vor der Schanze, er konnte aber seinen Sprung nicht mehr abbrechen. Durch den Verschneider beim Anlauf fehlte ihm Tempo und entsprechend Rotation in der Luft, was bei der Landung zu einem heftigen Sturz, inklusive Skibruch führte.

Rund drei Monate pausieren Die medizinischen Abklärungen zurück in der Schweiz haben nun die erste Diagnose bestätigt: Die enorme Krafteinwirkung führte zu einer Fraktur im linken Sprunggelenk. Der Aerials-Athlet wird heute Dienstag, 29. Dezember, operiert und voraussichtlich erst nach rund drei Monaten auf die Schanze zurückkehren. «Das ist eine bittere Diagnose für mich und mein Team», sagt Dimitri Isler. «Die Vorbereitung im Sommer mit den neuen Sprüngen lief sehr gut, die ersten Resultate im Europacup stimmten und am ersten Weltcup-Wettkampf vom Samstag hatte ich mit meinem 9. Platz ein erstes Zwischenziel erreicht.» Gar nicht erst nach Peking gereist war Tanja Schärer. «Wir hatten abgemacht, dass sie nur nach China mitkommt, wenn sie in Ruka all ihre neuen Sprünge auf Schnee trainiert hat», erklärt Michel Roth. Im Europacup erreichte sie dort den 8. Rang, konnte allerdings nur den ersten von zwei neuen Dreifach-Sprüngen ausführen. Immerhin hat die Urdorferin zum ersten Mal in ihrer Karriere einen DreifachSalto auf Schnee umgesetzt – ein Fortschritt, den der Cheftrainer durchaus anerkennt. «Nun brauchen wir aber noch mehr Trainingstage, um den Sprung für den Weltcup bereit zu haben», so Roth. (ehg)

Emma Pooley fährt seit einem Jahr im Team «Tempo-Sport bikespeed.ch» aus Thalwil. Nach ihrer Profi-Radsportkarriere, während der sie unter anderem Silber im Zeitfahren an den olympischen Spielen in Peking gewann, setzt die in Hausen a.A. wohnhafte Britin seit diesem Jahr voll auf Triathlon und Duathlon. Nach sehr starken Resultaten Anfang Jahr folgten eine Verletzungspause und ein Wiederaufbau. Am Ironman in Nizza lancierte Pooley mit einem dritten Rang eine sehr starke zweite Saisonhälfte, die nach den prestigeträchtigen Siegen am Triathlon Alpe d’Huez und am Embrunman mit dem erneuten Gewinn des Duathlon-Weltmeistertitels in Zofingen einen Höhepunkt fand. Im Interview verrät die Powerfrau Überraschendes über ihre Pläne für die Saison 2016. Emma Pooley, wie sind Sie zufrieden mit der Saison 2015? Emma Pooley: Mit meiner ersten vollen Saison als Triathletin und Duathletin darf ich sicherlich sehr zufrieden sein. Vor allem bin ich dankbar für all die schönen Erlebnisse: unglaubliche Wettkämpfe an den schönsten Orten der Welt, unvergessliche Erfahrungen und Bekanntschaften mit wunderbaren Leuten. Was ich am Triathlonsport am meisten schätze, ist die Tatsache, dass du Athleten jeden Alters und jeden Niveaus triffst, die im selben Wettkampf wie wir Profis an den Start gehen. Das macht aus Triathlon ein umfassendes Erlebnis für alle. Ich habe diese Saison hart an meinen (vielen!) Defiziten gearbeitet, neue Fähigkeiten entwickelt und Leistungssteigerungen erreicht. Ich bin stolz auf meine Siege auf schwierigen Wettkampfstrecken wie dem Triathlon Alpe d’Huez, Embrunman und Zofingen. Das war nur möglich dank der fantastischen Unterstützung durch «TempoSport bikespeed.ch», dafür bin ich sehr dankbar. ...............................................................

«Als Profisportlerin sollte ich auch offen sein für Unkonventionelles.» ............................................................... Sie sind also in der Triathlonwelt angekommen. Nun haben Sie angekündigt, dass Sie in Rio als Zeitfahrerin starten möchten. Was planen Sie 2016 konkret? Was die Rennplanung anbelangt, wird 2016 sicherlich eine etwas spezielle Saison werden. Als ich die hügelige Streckenführung des olympischen Zeitfahrens in Rio gesehen habe, konnte ich einfach nicht widerstehen. Das ist eine einmalige Gelegenheit für mich. Ich habe deshalb beschlossen, dass es definitiv den Versuch wert ist, das Zeitfahren an den olympischen Spielen anzustreben. Ich würde es nicht unbedingt ein Comeback nennen. Schliesslich bin ich nach wie vor Profisportlerin und Velo ist eine wichtige Disziplin im Triathlon. Mein Hauptfokus wird auf dem Langdistanztriathlon und -duathlon bleiben. Ich habe in diesen Sportarten immer noch viele Ziele und Träume, die ich verwirklichen möchte. Aber gerade als Profisportlerin sollte ich auch offen sein für Unkonventionelles. Ich hätte selber nicht gedacht, dass ich jemals wieder über eine Teilnahme an Olympischen Spielen nachdenke. Aber nun ziele ich auf diese Selektion ab

Emma Pooley gewann 2015 unter anderem den prestigeträchtigen Triathlon d’Alpe d’Huez. (Bild zvg.) und freue mich auf die Herausforderung. Allerdings ist der Weg dahin noch lange und ich muss mich zuerst beweisen. Weshalb interessieren Sie sich denn für das Zeitfahren in Rio? Das ist schnell erklärt: Das Streckenprofil kommt mit den vielen Höhenmetern meinen Fähigkeiten sehr entgegen. Die 29,8 Kilometer lange Strecke in Rio weist mit dem «Grumari» eine 1,2 Kilometer lange und 7% steile (Maximum: 13%) Steigung auf. Der zweite Anstieg, Grota Funda, ist noch länger, nämlich 2,1 Kilometer, aber mit durchschnittlich 4,5% auch etwas sanfter. Ich habe kein Interesse, in Rio einfach nur mitzumachen. Ich möchte in Rio Gold gewinnen. Denn nur für dieses Ziel lohnt es sich, auf einige der grossartigsten TriathlonWettkämpfe zu verzichten. Ist es überhaupt möglich, Triathlon und Zeitfahren unter einen Hut zu bringen? Das wird sicherlich ein grosser Challenge. Vor allem verlangt das nach einem überlegten Saisonaufbau. Aber die Saison 2014 hat gezeigt, dass es gut funktionieren kann – damals kombinierte ich Triathlon mit meiner letzten Saison als Profi-Radsportlerin und gewann dort drei Etappen des Giro d’Italia und zwei Silbermedaillen an den Commonwealth Games. In der ersten Saisonhälfte 2016 wird mein grosses Zeil der Ironman 70.3 in Rapperswil sein. Das ist mein Heimrennen und auch das Heimrennen meines Hauptsponsors Tempo-Sport. Rapperswil weist eine sehr hügelige Velostrecke auf und ich wurde 2014 Zweite hinter Daniela Ryf. In den Monaten vor Rapperswil werde ich mich auf Halbdistanzrennen konzentrieren. Nach Rapperswil, also ab Juni, werde ich bis Anfang August voll auf das Velofahren fokussieren, speziell aufs Zeitfahrtraining. Vielleicht werde ich zu Trainingszwecken an einem Etappenrennen teilnehmen, wahrscheinlich werde ich auch mit der britischen Nationalmannschaft trainieren – immer vorausgesetzt, ich schaffe die Selektion! Nach den olympischen Spielen – wenn ich denn dort starten kann, das ist ja noch lange nicht sicher – werde ich in die Triathlonwelt zurückkehren. Bis dann werde ich diesen Sport sicherlich schon stark vermissen. Im September steht für mich die Titelver-

teidigung am Powerman Zofingen an. Ich weiss auch, dass ich im Triathlon noch viel Arbeit vor mir habe und viel Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Gerade im Langdistanztriathlon sind bei vielen der grossen Rennen die Velostrecken ziemlich flach und ich werde mich stark verbessern müssen, um auf solchen Strecken gute Resultate bringen zu können. Aber ich stelle mich dieser Herausforderung und ich freue mich sehr auf ein aufregendes 2016. ...............................................................

«Das Streckenprofil kommt meinen Fähigkeiten sehr entgegen.» ............................................................... Wie sieht denn das Selektionsprozedere von British Cycling für Rio aus? Die Selektion erfolgt Anfang Juni. Wahrscheinlich wird sie vor allem auf spezifischen Tests beruhen, die auf die Fähigkeiten der Strecke in Rio zugeschnitten sind und weniger auf konkreten Rennresultaten. Bis dann werde ich ja wohl sowieso noch nicht viele Velorennen bestritten haben, wenn überhaupt. Es gibt auch sehr wenige internationale Zeitfahren für Frauen, die als Selektionsrennen herangezogen werden könnten. Diese Selektionstests müssen deutlich zeigen, dass ich ein gutes Medaillenpotenzial für Rio habe – und zwar für mich selbst und die Selektionsbehörden des britischen Teams. Es gibt im Sport keine Garantie für gute Resultate, das ist klar. Aber ich möchte sicher sein, dass meine Chancen gut stehen, bevor ich den letzten anspruchsvollen Schritt der Vorbereitung auf mich nehme. Welches sind Ihre Pläne für die nächsten Monate, trainieren Sie hier oder fliegen Sie wieder nach Australien? Am 22. Dezember werde ich die Schweiz Richtung Australien für ein längeres Trainingslager verlassen. Weihnachten werde ich auf dem Velo verbringen. In Perth sind die Trainingsbedingungen ideal und ich werde dort auch schon einige Trainingswettkämpfe bestreiten können. Ich vermisse jetzt schon meine Heimat Schweiz, aber die Trainingsbedingungen sind im Winter in Australien einfach viel besser, vor allem weil ich auch ein richtiger «Gfrörli» bin.

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Neujahrsapéro am Samstag, 2. Januar 2016, 16 bis 17.30 Uhr, im Mehrzweckraum des Spitals Affoltern Haus Rigi, Eingang Melchior-Hirzel-Weg 40 Im Neujahrsblatt 2016 geht es um die Einwanderung ins Knonauer Amt. Nebst einem historischen Überblick werden die Geschichten einiger eingewanderter Familien und Personen erzählt. Am 2. Januar stellen wir Ihnen das Neujahrsblatt 2016 vor. Wir wünschen Ihnen zum Jahreswechsel alles Gute und freuen uns auf Ihren Besuch. GGA Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirkes Affoltern

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102 2015  

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