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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 100 I 173. Jahrgang I Dienstag, 24. Dezember 2019

Neu organisiert

Sorgen verblassen

Der Gemeinderat Hedingen will sich vermehrt der strategischen Entwicklung zuwenden. > Seite 3

Das Zentrum für Psychosoziale Pflege der Spitex Knonaueramt lud zur Weihnachtsfeier. > Seite 7

Geburtenabteilung geschlossen

Ein Mirakel ohne Makel

Am 15. Dezember hat die Geburtenabteilung im Spital Affoltern die Pforten für immer geschlossen. Per 9. Januar 2020 übernimmt nun Triemli-Oberärztin Nina Viktorin Sprechstunden im Ambulatorium für Gynäkologie und Geburtshilfe Spital Affoltern. Ab Frühjahr 2020 wird eine Fachärztin oder ein Facharzt aus dem Zuger Kantonsspital das Team ergänzen. Chandra Prakash, Leitender Arzt Spital Affoltern, wird seine Sprechstunden wie gehabt weiterführen. Daniel Ryser, ehemaliger Chefarzt der Frauenklinik Spital Affoltern, wird ab 1. Februar in neuer Funktion als Belegarzt im Spital Affoltern tätig sein. Neu wird auch eine Hebammensprechstunde ins Leben gerufen. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Christlich leben im Güetli Seit 1968 gibt es die Lebens- und Glaubensgemeinschaft Güetli an der Baarerstrasse in Knonau. Höchstes Ziel der christlichen Lebensgemeinschaft ist es, mit Gott zu leben und dieses Leben anderen zugänglich zu machen. Die Gemeinschaft kommt selbst für sich und ihren Lebensunterhalt auf. Seit drei Jahren wohnt und arbeitet Rahel Schnetzler im «Güetli», zusammen mit 30 Bewohnerinnen und Bewohnern. Nur selten verlässt sie das «Güetli», geht etwas einkaufen, trifft Bekannte oder macht einen Spaziergang. Ansonsten verbringt sie ihren Tag in der Gemeinschaft, liest oder näht, schreibt hin und wieder einen Brief. Mit Gott zu leben, sagt die 30-Jährige, gebe ihrem Leben einen Sinn. «Gott hat einen Plan für mich», ist sie überzeugt. ................................................... > Bericht auf Seite 8

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Zusammenschliessen? KG+: Den definitiven Entscheid fällen die reformierten Stimmberechtigten. > Seite 8

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«Der Streuner» Eine Skulptur vom Ottenbacher Nick Micros bei der St.-Jakob-Kirche am Stauffacher. > Seite 9

Gedanken zu Weihnachten von Pfarrerin Eva Eiderbrant

N

ach dem Kriegsende schrieb C. S. Lewis ein Buch. Ja, ich meine der C. S. Lewis, mit den wunderbaren Narnia-Büchern. Er schrieb auch viel anderes, Meditationsbücher, theologische Bücher, unter anderem eben dies, das ich gerade lese. Oder eben, versuche zu lesen. Das Buch heisst «Mirakel». Wäre dieses Buch heute geschrieben, würde es mit diesem Titel sicher Engel oder Heilung im esoterischen Sinn behandeln. Dieses Buch aber, wenige Jahre nach dem Kriegsende verfasst, hat ganz andere Gedanken darüber, was Mirakel sind. Und wenn ich so das Buch lese muss ich mit Verlegenheit feststellen, dass ich trotz all der Jahre an der Uni nur so knapp folgen kann. Meine intellektuellen Fähigkeiten werden schön herausgefordert. Und obwohl ich mir eher dumm vorkomme, ist es sehr erheiternd, ein Buch über religiöse Phänomene zu lesen, welches von Intelligenz, Logik und tiefem Wissen nur so trieft. Von der Banalität, welche nicht so selten moderne Erörterungen über das Übernatürliche begleitet, ist hier nichts zu spüren. Im Gegenteil. Mit einer ungeheuer präzisen Argumentation kommt C.S. Lewis zum

Schluss, dass das grösste Mirakel die Vernunft sei. Die Vernunft! Die Logik! La raison! Ist nicht Vernunft das pure Gegenteil zum Übernatürlichen, zum Mirakulösen? Eben nicht, sagt Onkel Narnia.

Brillante Gedanken Seine Gedanken sind brillant, bestechend, beeindruckend, aber mir unmöglich, wiederzugeben. Trotzdem verzaubert mich, was er sagt. Und vor allem fasziniert mich, so gerade vor Weihnachten, seine Schlussfolgerung. Die ist nämlich, dass die Geburt Jesu, die sogenannte Inkarnation Gottes, die höchste Form der Vernunft ist. Und gerade deswegen ist es ein Mirakel. Ein Mirakel, welches erlaubt, dass die grosse Intelligenz Gottes, la raison, das Leben, den Menschen, die Welt und Gott selbst sichtbar macht. Ein Mirakel – ohne Makel. Mir wird eher schwindlig, wenn ich so höre was er sagt. Und trotzdem kann auch mein verdunkeltes Denken etwas Grossartiges hier erahnen: Dass Gott sich als Mensch zeigt, gibt uns Anteil an der grössten, schöpfenden

Kraft Gottes. Und auch wenn wir nicht genau verstehen wie – es hat Wirkung, es zu glauben. (Zum Glück auch dann, wenn man der Gedankenwelt dahinter nicht folgen kann). C. S. Lewis sagt: wir wissen nicht, dass die Sonne da ist, in dem, dass wir die Sonne genau sehen. Wir wissen es, weil wir alles andere genau sehen.

Gottes Licht Wenn ich also Gott – die höchste Intelligenz – ins Zentrum meines Lebens stelle, sehe ich alles in einem erhellenden Licht. Ich sehe nicht Gott, ich sehe nicht den Himmel und alle Engel, aber ich sehe, wie es ist. Ich kann nun erfahren, was Gott mit mir will, und was Gott in dieser Welt erwirkt. Und da dieser Gott ein kleines Kind wird in einer Krippe, werde ich auch nicht verblendet, erblindet, von diesem Licht, sondern beleuchtet, erhellt und gewärmt. Das ist Mirakel genug, zumindest für mich. Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtstage! Pfarrerin Eva Eiderbrant, Obfelden

Berührende «Zäller Wiehnacht»

Aufführung in Hausen vor vollbesetzten Rängen

MU17 Junioren sind Cupsieger Das Cup-Finale der MU17 Junioren des HSV Säuliamtes gegen die SG GS Amicitia / Albis Foxes fand am vergangenen Samstag in Kilchberg statt. Der Gegner war hochkarätig, spielt er doch eine Stärkeklasse höher und ist dort im vorderen Mittelfeld platziert. Die HSVler liessen sich aber nicht beeindrucken und konnten schon die erste Halbzeit zu ihren Gunsten entscheiden und mit einem 14:9-Vorsprung in die Pause gehen. In den nächsten 20 Minuten spielten die HSV-Jungs schlichtweg hervorragend, der Tormann war unbezwingbar. Im Angriff schien ihnen alles zu gelingen, hinten liessen sie die Gegner am Verteidigungssystem verzweifeln. So gewannen die Junioren des HSV Säuliamt verdient den Cup-Final mit 29:25 Toren. Der Sieg war hoch verdient. ................................................... > Bericht auf Seite 17

Es ist Weihnachten geworden, und die Kinder und Jugendlichen singen «Was isch das für ä Nacht». (Bild Marianne Voss) Wer kennt sie nicht, die «Zäller Wiehnacht» von Paul Burkhard? Das 1960 uraufgeführte Krippenspiel mit den eingängigen Liedern ist längst zum schweizerischen Kulturgut geworden. Und zum Publikumsrenner. So war denn auch die reformierte Kirche in Hausen an den Aufführungen der

«Zäller Wiehnacht» bis auf den letzten Platz besetzt. 41 Kinder und Jugendlichen sangen und spielten mit viel Freude und Überzeugung eine Weihnachtsgeschichte, die heute noch hoch aktuell ist. Die Kostüme waren schlicht gehalten. Alle traten in normaler Strassen-

kleidung auf, was die Aktualität der Botschaft unterstreicht. Und wie die Kinder und Jugendlichen bekannte Melodien wie «Das isch dä Stärn vo Bethlehem» interpretierten, das ging unter die Haut, das berührte. ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Abschied für immer Walter Bregenzer hat im Bezirk die Güterzusammenlegung mitgestaltet. > Seite 10

Der Zauber von Weihnachten «Das helle Kerzenlicht in der nachtschwarzen, warmen Stube, der Duft des frischen Tannenbaums, die Krippe mit den Figuren der Weihnachtsgeschichte und natürlich die schönen Päckli, die daneben auf dem Teppich angeordnet lagen.» In ihrem autobiografischen Buch «Susi schreibt man rot» widmet Mettmenstetterin Susanne Baer den Weihnachtserinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend in den 50er- und 60er-Jahren ein ganzes Kapitel. Doch auch andere Leserinnen sind dem Aufruf des «Anzeigers» gefolgt und haben Bilder eingesandt, die sie mit besonderen Weihnachts-Erinnerungen in Verbindung bringen. Es sind Geschichten von Momenten des Glücks und der Hoffnung, von Erlebnissen in weiter Ferne und von liebgewonnenen Traditionen. «Bei uns wurde Weihnachten stets mit Fantasie festlich dekoriert und gefeiert», erinnert sich etwa Magda Ganz aus Wettswil. ................................................... > Berichte auf den Seiten 4 und 5 anzeigen


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Einladung zur ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rifferswil Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden zur Teilnahme an die nachfolgende Kirchgemeindeversammlung eingeladen. Bezüglich der Stimmberechtigung und Wählbarkeit wird auf die gesetzlichen Bestimmungen verwiesen. Sonntag, 2. Februar 2020 20.30 Uhr (im Anschluss an den Abendgottesdienst) in der Kirche Rifferswil Traktanden 1. Bestimmung der Anzahl der zugewählten Mitglieder der Pfarrwahlkommission 2. Wahl der Mitglieder für die Pfarrwahlkommission 3. Wahl einer Präsidentin / eines Präsidenten der Pfarrwahlkommission Zur Information: Interessentinnen und Interessenten melden sich bis 1. Februar bei Urs Guldener (urs.guldener@kircherifferswil.ch). Die Kandidatur erfolgt jedoch erst in der Kirchgemeindeversammlung. Rifferswil, 19. Dezember 2019 Urs Guldener, Präsident

Festsetzung der Benutzungsgebühren 2020 der Siedlungsentwässerung Gestützt auf die Verordnung über die Siedlungsentwässerungsanlagen und in Anwendung der Verordnung über die Gebühren für die Siedlungsentwässerung werden die Tarife für die Benutzungsgebühr 2020 wie folgt festgesetzt: a) Pauschale Grundgebühr CHF 180.00 pro Haushaltung (wie Vorjahr); Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe haben grundsätzlich für jede Betriebseinheit eine Grundgebühr von CHF 100.00 (wie Vorjahr) zu entrichten; Grundeigentümern, welche für dieselbe Liegenschaft, in der sich ihr Betrieb befindet, bereits für eine selbst bewohnte Wohnung die Grundgebühr entrichten, wird die für den Betrieb geschuldete Grundgebühr auf CHF 50.00 (wie Vorjahr) ermässigt. b) Mengenpreis CHF 1.80 pro Kubikmeter (wie Vorjahr; Grundlage Wasserbezug gemäss Meldung der Wasserversorgungsgenossenschaten für die letzte Abrechnungsperiode). Wo keine Messung der Wassernutzung bzw. eines nicht in die Kanalisation abgeleiteten Anteils mitels Wasserzähler (Wasseruhr) möglich ist, wird die Gebühr pro Gewerbe-, Industrie-, Landwirtschaftsbetrieb oder Haushaltung grundsätzlich pauschal mit CHF 600.00 bzw. quartalsweise (inkl. Grundgebühr) erhoben. Die Mehrwertsteuer von 7,7 % ist wie im Jahr 2019 in diesen Beträgen enthalten. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Afoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich und begründet Rekurs erhoben werden.

Todesfälle Affoltern am Albis

Einladung zur Am 13. Dezember 2019 ist in Affoltern ausserordentlichen am Albis ZH gestorben: KirchgemeindeMeta Beatrice Beaver geb. versammlung am Gutknecht Sonntag, 26. Januar 2020 geboren am 24. März 1929, wohnhaft 10.20 Uhr im Zwinglisaal, anschliessend an den Gottesdienst

Traktandum 1. Wahl der Pfarrwahlkommission Zusätzlich zur Kirchenpflege werden gewählt: Annelies Zuberbühler, Uerzlikon Michaela Kropf, Kappel a.A. Esther Gräzer, Uerzlikon 2. Wahl des Präsidenten der Pfarrwahlkommission: Fredy Gallmann, Hauptikon 3. Ergänzung / Nachtrag zum Budget / Planungskredit Pfarrhaus 2020 Die Akten liegen 2 Wochen vor der Versammlung während der Schalteröffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. Kappel a.A. 19.12.2019 Kirchenpflege Kappel a.A.

Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem Du einst so froh geschafft, Du siehst die Blumen nicht mehr blühen, weil der Tod Dir nahm die Kraft. Was Du uns hast gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein.

gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Was wir an Dir verloren haben, das wissen wir nur ganz allein.

Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden.

TO D E S A N Z E I G E

Bestattungsamt Afoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 17. Dezember 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Johann Emil Wild geboren am 30. Dezember 1936, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Traurigen Herzens nehmen wir Abschied von unserer Mutter, Grossmutter und Schwester

Rosa (Rösli) Streuli-Angst 17. Juni 1927 – 19. Dezember 2019

Obwohl ein so langes Leben erfüllt und vorhersehbar zu Ende ging, ist es immer zu früh und wenig fassbar. Wir verlieren einen wundervollen Menschen und werden deine ansteckende Lebensfreude und deine Hilfbereitschaft vermissen. Wir danken für die Zeit, die wir mit dir verbringen durften.

Aeugst am Albis

Ueli Streuli & Elisabeth Schwitter Streuli Vreni Streuli Oliver Streuli & Eliane Zangger Bernadette Streuli-Bachmann Erika Nater-Angst Verwandte und Freunde

Am 19. Dezember 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben

Rosa Streuli geb. Angst geboren am 17. Juni 1927, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Der Friedhofvorsteher

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten

Aeugstertal im Dezember 2019

Die Abdankung findet statt am 27. Dezember 2019, 14.00 Uhr, in der Kirche Aeugst am Albis. Besammlung auf dem Friedhof um 13.30 Uhr. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden, Asylstr.74, 8032 Zürich, Postkonto 80-16445-0 IBAN CH51 0900 0000 8001 6445 0 Traueradresse: Vreni Streuli, Birkenhof 8, 8914 Aeugstertal

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld:

Festsetzung der Benutzungsgebühren 2020 der Abfallbeseitigung Gestützt auf Art. 9ff der kommunalen Abfallverordnung wird der Tarif für die pauschale Grundgebühr 2020 pro Haushaltung auf CHF 100.00 (analog Vorjahr) festgesetzt. Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe haben grundsätzlich für jede Betriebseinheit eine Grundgebühr von CHF 80.00 (analog Vorjahr) zu entrichten; Grundeigentümern, welche für dieselbe Liegenschaft, in der sich ihr Betrieb befindet, bereits für eine selbst bewohnte Wohnung die Grundgebühr entrichten, wird die für den Betrieb geschuldete Grundgebühr auf CHF 25.00 (wie Vorjahr) ermässigt. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich und begründet Rekurs erhoben werden.

Berchtoldschiessen mit Ottenbach Donnerstag, 2. Januar 2020 13.30 bis 15.30 Uhr Gruppen-Nachtschiessen Freitag, 24. Januar 2020 18.00 bis 20.00 Uhr «Es gibt nichts, was die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann. Je schöner und voller die Erinnerung, desto härter die Trennung. Aber die Dankbarkeit schenkt in der Trauer eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.» Dietrich Bonhoeffer

In Liebe und Dankbarkeit, verbunden mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater und Schwiegervater

Hans Wild 30. Dezember 1936 – 17. Dezember 2019

Ganz unerwartet im Alter von 82 Jahren hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Wir sind dankbar für deine grosse Liebe und die gemeinsame Zeit, die wir mit dir verbringen durften. In stiller Trauer Felix Wild Karin Wild und René Huber

Pferdepension Birkenhof

TO D E S A N Z E I G E Eine lebensfrohe, starke Frau hat uns für immer verlassen

Rösli Streuli-Angst 17. Juni 1927 – 19. Dezember 2019

Sie unterstützte und liebte die geselligen Stallanlässe und gemeinsamen Ausflüge. Hatte aber auch stets ein offenes Ohr oder tröstende Worte in schwierigen Momenten des Stallalltages. Wir sind sehr dankbar für die gemeinsame Zeit und die vielen schönen Erinnerungen. Der Trauerfamilie sprechen wir unser tiefes Beileid aus. Pferdepension Birkenhof Die Abdankung findet am Freitag, 27. Dezember 2019, um 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis statt. Besammlung auf dem Friedhof um 13.30 Uhr.

Auf Wunsch von Hans fand die Urnenbeisetzung am Montag, 23. Dezember 2019, im engsten Familienkreis statt. Im Gedenken an ihn treffen wir uns am Samstag, 18. Januar 2020, um 11.00 Uhr im Restaurant Central in Affoltern am Albis. Anstelle von Blumenspenden gedenke man bitte der Krebsforschung, Postkonto Krebsforschung Schweiz: 30-3090-1, IBAN Nr.: CH67 0900 0000 3000 3090 1 (Vermerk: Hans Wild). Traueradresse: Karin und Felix Wild, Oberdorfstrasse 11, 8905 Islisberg


Bezirk Affoltern

Zur goldenen Hochzeit Ein halbes Jahrhundert sind am Freitag, 27. Dezember, Sejdi und Sevdije Mucai in Obfelden miteinander verheiratet. Zur goldenen Hochzeit wünschen wir viel Freude.

Zum 90. Geburtstag Auf stolze 90 Lebensjahre zurückblicken darf am Donnerstag, Stefanstag, 26. Dezember, Angela Maria RussoGagliastro in Affoltern. Wir gratulieren ihr ganz herzlich und wünschen alles Gute im neuen Lebensjahr.

«Wortgeschichten» – das neue Buch von Katrin Züger Wie gehen Gedanken? Gar nicht, sagt der junge Mann zum Kommissar. Gedanken können nicht gehen, denn sie haben keine Beine. Aber Gedanken kommen, fliegen einem zu, drängen sich auf. Manchmal, beim Gehen oder Laufen, im Zug, bei der Zeitungslektüre, beim Hören von Nachrichten. Wörter, die sich herauslösen, aus einem Text, sich verselbstständigen, oder sich einfach zu einem gesellen, unverhofft, aus dem unergründlichen Geflecht der Erinnerungen, als Geistesblitz, als Assoziation aufgrund eines Anblicks, eines Geruchs, eines Ge-

persönlich

Zum 85. Geburtstag

Fünftes Buch

In Obfelden darf ein weiteres Christkind ihren 85. Geburtstag feiern. Adelheid Weideli darf heute, Heiligabend, 24. Dezember, ganz viel Kerzenlicht geniessen, nämlich am Baum und auf ihrem Kuchen. In Affoltern wird es ihr Ernst Winkler am Samstag, 28. Dezember, nachmachen. Wir wünschen den beiden ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Autorin Katrin Züger wohnt in Aeugst. 2012 erschien die Erzählung «Meine Welt hat in einem Schächtelchen Platz», 2013 folgte «Strandsteine in der Atacama», 2015 «Flaches Land», 2016 «Wolkig, zeitweise Sonne» und 2018 «Tongasoa».

Zum 80. Geburtstag Vor 80 Jahren kamen heute, Heiligabend, 24. Dezember, auch drei Christkinder zur Welt. In Obfelden feiern darum Edwin Schneider-Bodmer, in Affoltern Franz Gruber und in Herferswil, Mettmenstetten, Hans TrachselDubach ein doppeltes Fest. Ebenfalls den hohen Runden begehen am Samstag, 28. Dezember, Adolf Weiss und am Montag, 30. Dezember, Sabine Rosemarie Oel-Kasten in Affoltern. Wir wünschen allen Jubilaren viel Freude am Geburtstag und ein tolles neues Lebensjahr.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch

Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Schönheit des Vertrauten? Aber was ist ein schönes Wort? Eines, mit dem sich schöne Erinnerungen verbinden? Eines mit einer berührenden Lautfolge? Eines, bei dem Wort und Ding übereinstimmen? Eines, dessen Bedeutung für uns von besonderer

Bedeutung ist? Adler zum Beispiel, Confiserie, Dinosaurier, Hängematte, Polarlicht, Rätsel, Siebensachen, Wanderzirkus. Vielleicht finden wir Wörter auch einfach nur schön, weil sie uns vertraut sind. Gibt es hässliche Wörter? Oder sind es die Inhalte, die wir nicht mögen? Sale, Blutwurst, Kutteln, Impfzwang, Stuhluntersuchung, gekröpfter Nordanflug, Verfügbarkeitsproblematik, Therapiezieländerung, Diebstahlsicherung, Schienenersatzverkehr, Niederschlagsereignis. Flora und Fauna, wer verpasst ihnen diese Namen? Violetter Rötelritterling, SpinnwebenHauswurz, grosskopfige Gemswurz, Fetthennensteinbrech, einköpfiges Ferkelkraut, warziger Drüsling, spitzkehliger Kahlkopf, eingesenkter Sandborstling, schmutziger Stacheling, Graubürzel-Singhabicht, Neuntöter, Büffelkopfwürger. Irgendwann hat es begonnen, das Sammeln von Wörtern, jeden Tag eins, mal zwei oder drei, mal ein paar Tage keins, begleitet von Überlegungen, Nachforschungen, Geschichten. 366

Wortgeschichten – Wörter, die mir zugefallen sind, Katrin Züger, 2019, 280 Seiten, ISBN-13: 9783750406544. (zvg.) Wörter oder Wortgruppen (für ein Schaltjahr) sind so zusammengekommen. Zusammengefasst in dem Buch «Wortgeschichten». (pd.)

Neuorganisation mit Abteilungsleitenden Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Hedingen An der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember wurde die interessierte Öffentlichkeit nebst den traktandierten Geschäften darüber informiert, dass Reto Rudolf als Gemeindeschreiber seit dem 1. Juli im Amt ist. Ebenfalls neu im Team sind Isabella Bruhin als Bereichsleiterin Steuern seit November, Robin Harsch als Bereichsleiter Frontoffice und Sicherheit seit Dezember und ab März 2020 Fabienne Beck als Bereichsleiterin Hochbau. Damit sich der Gemeinderat künftig vermehrt der strategischen und langfristigen Gemeindeentwicklung zuwenden kann, werden die einzelnen Gemeinderatsmitglieder im operativen Tagesgeschäft und in der Personalführung durch die Einführung einer neuen Organisationsstruktur mit Abteilungsleitenden ab 1. Januar 2020 entlastet. Dazu wurde die Verwaltung innerhalb des bestehenden Stellenplans neu aufgestellt. Zudem wurde für Kundinnen und Kunden die Mehrheit der Angebote an Dienstleistungen auf den Schalter im Erdgeschoss konzentriert.

Kredit für Ideenstudie Zentrumsplanung genehmigt Mit offensichtlich grossem Mehr haben die 126 an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember anwesenden Stimmberechtigen dem Planungskredit zur Erstellung einer Ideenstudie fürs Hedinger Zentrum von brutto 280 000 Franken zugestimmt. Ein während der Diskussion eingereichter Rückweisungsantrag, mit der Aufforderung, zuerst ein kommunales Verkehrskonzept zu erstellen, erhielt lediglich vier Stimmen. Der Ressortvorsteher Hoch- und Tiefbau, Claude Hafner, fasste es am Schluss seiner Präsentation folgendermassen zusammen: «Wir haben jetzt die einmalige Chance, unser Dorfzentrum zusammen mit der Bevölkerung und unter Beteiligung der Mehrheit der Grundeigentümer zu entwickeln und nachhaltig zu gestalten.»

Gemeinsame Abwasserreinigungsanlage (ARA) Reuss-Obfelden gescheitert Der Gemeinderat nimmt das Scheitern des Projekts einer gemeinsamen Anstalt ARA Reuss-Obfelden mit Bedauern zur Kenntnis. Der Gemeinderat

Obfelden hat mit Beschluss vom 1. Oktober dem vorliegenden Entwurf des Gründungsvertrags aufgrund von, aus seiner Sicht, zu geringen Einsparungen bei den Betriebskosten sowie den Nachteilen als Standortgemeinde nicht zugestimmt. Trotz weiterer intensiver Abklärungen und Verhandlungsrunden hat der Gemeinderat Obfelden am 12. November beschlossen, dass das Projekt Gross-ARA ReussObfelden nicht weiterverfolgt wird. Ohne Obfelden als Standortgemeinde

ist auch für die übrigen Beteiligten das Projekt nicht mehr machbar. Die Erweiterung der Kapazität sowie die Erneuerung der alten ARA in Zwillikon soll nun am bestehenden Standort weiter verfolgt werden.

Rechtskräftige Baubewilligungen Matthias Bär, Lettenweidstrasse 8, Hedingen: Neubau Sichtschutz (Holzwand); Ursula Mächler und Thomas Blatty, Zwillikerstrasse 62, Hedingen:

Neubau Doppelgarage; Dr. W. Kolb AG, Maienbrunnenstrasse 1, Hedingen: Umnutzung Werkhalle für Betriebsfeuerwehr an der Maienbrunnenstrasse 9; Rolf Steinbrüchel, Himmelsbühlweid 1, Hedingen: Umbau und Aufstockung Wohnhaus; Stephanie und Stefan Zwick, Hinterer Mettliweg 6, 8800 Thalwil: Um- und Ausbau Wohnhaus, Neubau Carport an der Lindenbergstrasse 3. Reto Rudolf, Gemeindeschreiber

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räuschs, eines Windhauchs, bewusst oder unbewusst, scheinbar zusammenhanglos. Man ist einen Moment perplex, lässt es vorbeiziehen. Oder man schreibt es auf, will mehr darüber wissen. Manchmal auch einfach, weil es schön klingt. Larifari. Das Wort ist da, keine Ahnung woher und warum. Schachtelhalm. Neandertaler. Scherenschnitt. Transhumanz. Ucluelet. Brösmeli. Meteorwasser. Manche Wörter sind so schön und richtig, dass man sie ans Herz drücken möchte. Atacama, Yamasca, Taganana, Okavango, Taklamakan, Kalahari, Tuscaloosa, Viamala, Tramontana, Atchafalaya, Tavanasa, Timanfaya, Shenandoah, Waldeinsamkeit …

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60 Jahre sind am Samstag, 28. Dezember, Marlies Irene und Rudolf Leo Weiss-Tischhauser in Affoltern ein Ehepaar. Zur diamantenen Hochzeit gratulieren wir herzlich.

Wenn Wörter sich verselbstständigen

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«Anzeiger»-Leser teilen ihre schönsten Kindliche Weihnachtsfreude im Bus in Australien Die kleine Daniela war überglücklich. Das Christkind hatte es bis in die Snowy Mountains in Australien geschafft und ihr Farbstifte, ein Malbüechli und ein Muulörgeli gebracht. Daniela habe sich masslos gefreut und fortan den spartanischen Alltag mit ihrer Musik bereichert, erinnert sich Emmi Ebnöther. .................................................. von regula zellweger Einmal mit einem umgebauten VWBus durch Australien fahren – diesen Traum hegten und hegen auch heute noch viele Menschen. Bruno und Emmi Ebnöther haben sich den Wunsch in jungen Jahren erfüllt. Um 1968 wünschten sich viele Junge Freiheit, eine Reaktion auf die Ideale ihrer Eltern, der Nachkriegsgeneration, die Wohlstand und Sicherheit anstrebten. Die Gegenrichtung zeigte sich in der Hippiebewegung. Emmi und Bruno Ebnöther waren keine Hippies, aber sie sehnten sich wie viele ihrer Generation nach Weite und nach Freiheit. Bruno hatte schon Reiseerfahrungen gesammelt und war als Autostopper unterwegs gewesen. Und nun wollten sie zusammen auf die Reise. 1967 heirateten sie und als sie die Zelte in der Schweiz abbrachen, um längere Zeit in Australien zu verbringen, war Emmi schwanger. Sie suchten Arbeit, Bruno kam nicht gleich bei IBM unter, wo er in der Schweiz gearbeitet hatte. Er fand aber Arbeit in einer Fabrik und beide freuten sich, als Daniela mit knapp zwei Kilogramm Gewicht zur Welt kam. Sie besitzt auch heute noch einen australischen Pass.

Abenteuer Australien Später bekam Bruno eien Stelle bei IBM, und nach und nach konnten sie ihre Wohnung möblieren. Das einfache Leben fiel ihnen nicht schwer. Sie hatten sich und die Kleine und unzählige Begebenheiten, die Leben bedeuten. Die kleine Daniela sprach in ihren ersten Lebensjahren Englisch. 1970 machte sich die junge Familie auf, um in einem VW-Bus ganz

Mit dem VW-Bus (im Hintergrund) durch Australien– die kleine Daniela war glücklich mit dem «Muulörgeli» als Weihnachtsgeschenk. (Bild zvg.) Australien zu bereisen. Von Sydney ging es zuerst in nordwestliche Richtung, dann ins Landesinnere, Ziel Alice Springs und Uluru/Ayers Rock. Der Bus hatte seine Tücken, es kam mehrmals vor, dass er in mitten im Nirgendwo den Dienst verweigerte. «Wir waren Bürogummi», lacht Emmi Ebnöther, «keine Ahnung von Motoren.» Einmal mussten sie lange auf einen neuen Motor warten. Sie fanden schöne Orte zum Bleiben, beispielsweise an einem kleinen See, wo sie während fünf Wochen ihr Lager errichten konnten. Erst später erfuhren sie, dass es dort viele giftige Schlangen gab. Über die Zeit am See erzählt Emmi Ebnöther: «Wir waren dort schichtweise beschäftigt, er tagsüber, ich nachts!» Von einer wenig begüterten Australierin lernte sie: «It’s always home», wo immer man ist, man kann ein Zuhause daraus machen. Und der Bus war ein Zuhause!

Weihnachten mit Noel In der Adventszeit erreichten sie die Snowy Mountains im Osten Australiens. Sie konnten ihren Bus bei einem Farmer, sinnigerweise im Stall, stationieren. Der Farmer hiess Noel. Emmi erklärte ihm, dass er «Weihnachten» heisse – was bei ihm einen

Lachanfall auslöste. Er hatte es nicht gewusst. Emmi zauberte mit drei von zu Hause mitgebrachten Weihnachtskugeln und anderen kreativen Ideen mitten im australischen Sommer bei Regenwetter Weihnachtsstimmung in den Bus. Noel, Besitzer eines grossen Farmhauses, genoss es, im kleinen Bus mitzufeiern. Und als die kleine Daniela ihre Geschenke, Farbstifte, Malbüechli und Muulörgeli, auspackte und vor Freude fast ausflippte, war das Glück im VW-Bus vollkommen. Emmi Ebnöther erzählt: «Es war wohl eine der sinnigsten Weihnachten, die wir zusammen erleben durften.» Daniela ist mit 22 Jahren nach Australien zurückgekehrt, hat sich in Greg verliebt – und nein, ist nicht dort geblieben, sondern lebt jetzt mit ihm und dem Sohn Casey in seinem Heimatland Kanada. Ihre Schwester Corinne wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern heute nah bei ihrer Mutter in Ottenbach. «Uns bleibt die Erinnerung.» Dies stand vor drei Monaten in der Todesanzeige von Bruno Ebnöther. Seine Frau erzählt voller Liebe von der Zeit in Australien – und was auch heute an Weihnachten nicht fehlen darf: Die drei kleinen Christbaumkugeln, die den Weihnachtsabend mit Noel und der kleinen Daniela miterleben durften.

V

on den drei Höhepunkten im Jahr war für mich Weihnachten der wichtigste, der intensivste. Klar hatten wir für einen Geburtstag oder den 1. August auch immer Vorbereitungen zu treffen, zu Weihnachten gehörte jedoch die Adventszeit und diese wurde in unserer Familie ebenso feierlich begangen wie das Weihnachtsfest selbst. Etwas ganz Besonderes waren für mich in den ersten Lebensjahren die Adventskalender mit den wunderbaren Bildern und dem Glitzerschnee. Ich bekam jedes Jahr einen neuen. Er hing während des ganzen Monats Dezember im Kinderzimmer am Fenster. Wie liebte ich es, jeden Tag ein Fensterchen zu öffnen und das winzige Bildchen zu bewundern, welches durch das Tageslicht von hinten so schön leuchtete. Vierundzwanzig Tage lang hatte ich das Vergnügen und lernte zugleich die Zahlen kennen und mich in Geduld zu üben. Kein einziges Mal hatte ich güggslet, das heisst, ein Fensterchen zu früh geöffnet. Schon als wir noch ziemlich klein waren, leitete uns die Mutter an, für Weihnachten zu basteln. Einerseits galt es für Gotte, Götti, die Grossmütter und Grosstante Frieda in Brugg kleine Geschenke herzustellen, andererseits halfen wir mit, Dekorationen wie Kerzenständer und Papier- oder Strohsterne für die Fenster zu gestalten. Einmal, als meine Gotte in der Firma Sigma in Dietikon als Keramikmalerin angestellt war, besorgte sie kleine Schalen und Untersetzer für Gläser, die Madeleine und ich mit Sigma-Stiften bemalen durften. In jenem Jahr erhielten alle unsere Verwandten eine kleine Keramik als Weihnachtsgeschenk. Als wir bereits etwas grösser waren, bastelten wir mit der Mutter zusammen Eulen aus Föhrenzapfen und Filz. Wahrscheinlich war das damals modern, jedenfalls bekam unser Weihnachtsbaum neben den roten Kerzen, den gläsernen Weihnachtskugeln und den Strohsternen Gesellschaft von ganz vielen kleinen Eulen in den Farben violett, gelb und olivgrün, die wir jahrelang immer wieder an den Baum hängten.

Lichter und Tannenduft Der Weihnachtsabend war für mich immer sehr geheimnisvoll. Die Stubentür blieb den ganzen Tag verschlossen. Gegen Abend musste ich mit den Grosseltern auf einen Spaziergang gehen und danach im Kinderzimmer warten, bis wir das helle Glöggli des Christchindli hören konnten.

Weihnachtliche Stube, 1963 in Zürich Schwame Filz-Eulen hatten Susanne Baer und ihre Schw ten danach noch manchen Christbaum damit. Und wir hörten es! Leider habe ich das Christchindli nie gesehen – dieses Rätsel blieb unerklärlich für mich. Das Eintreten in unsere weihnächtliche Stube war jedes Jahr ein ganz besonderer und tief ergreifender Moment – das helle Kerzenlicht in der nachtschwarzen, warmen Stube, der Duft des frischen Tannenbaums, die Krippe mit den Figuren der Weihnachtsgeschichte und natürlich die schönen Päckli, die daneben auf dem Teppich angeordnet lagen. Erst nach dem Singen von «Wer lauft da durs Stedtli, wer mag das wohl sy?», «Oh du fröhliche» und «Stille Nacht, heilige Nacht» und dem Aufsagen eines Weihnachtsverslis wurden die Päckli beachtet und einander überreicht. In unserer Familie war es wichtig, dass man auch die Verpackung beachtete und entsprechend würdigte. Die Bändeli, die Geschenkanhänger und die prächtigen Weihnachtspapiere wurden nach dem Auspacken sorg-

Lieb gewonnene Traditionen in der Vorweihnachtszeit

Ganz persönliche Geschichten zu Weihnachten

Zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr ihrer Kinder, musste die Familie Schmidli viermal umziehen, bis sie endlich in Bonstetten heimisch wurde. «Trotz turbulenten Zeiten – oder gerade deswegen – waren Rituale für die Kinder sehr wichtig», blickt die alleinerziehende Mutter Monika Schmidli zurück. So zum Beispiel der jährliche Besuch des Samichlaus: «Die Kinder waren überglücklich, dass der Samichlaus auch im neuen Wohnort zu uns fand. So lernten sie den Zumiker Chlaus, den Rickenbacher Chlaus, den Ruswiler Chlaus und den Bonstetter Chlaus kennen.» Auch jetzt, wo der Samichlaus die Schmidli-Kinder nicht mehr besucht, nehmen sie immer um den 6. Dezember herum einen Jokertag und machen einen vorweihnächtlichen Familientag.

«Ihre Weihnachts- Erinnerung teilen» – unter diesem Titel hat der «Anzeiger» Ende November und Anfang Dezember seine Leser aufgerufen, Fotos zu schicken, die für sie ein ganz persönliches Weihnachtserlebnis symbolisieren. Und auf diese Doppelseite sind sie nun gesammelt, die ausgewählten Geschichten der Leser. Es sind Geschichten vom vollkommenen Glück unter einfachen Verhältnissen. Von der Bedeutung von Traditionen, gerade auch in turbulenten Zeiten, von Lichterzauber und Tannenduft, von Hoffnung, Traum-Geschenken und BastelErinnerungen. (tst.)

............................................. > Der «Anzeiger» wünscht Ihnen frohe Festtage!

Im Kinderzimmer warten, b des «Christchindli» hören

Handgeschrieben müssen sie sein Jeden November besucht Familie Schmidli eine schöne Location mit weihnächtlicher Dekoration und knipst ihre Fotos für die Weihnachtskarten.

Eine weitere Tradition betrifft die Weihnachtskarten: Schon als sie selber noch ein

Kind war, haben ihre fünf Geschwister und sie die Weihnachtskarten an Gotte, Götti. Grosseltern etc. mit grosser Hingabe selber geschrieben, so Monika Schmidli. Diese Tradition führt sie auch mit ihren Kindern (zehn und elf Jahre) weiter, seit diese schreiben können. «Jeden November besuchen wir eine schöne Location mit weihnächtlicher Dekoration und knipsen unsere Fotos für die Weihnachtskarten.» Dieses Jahr war es die wunderbare Weihnachtsausstellung der Gärtnerei Guggenbühl in Bonstetten. Als sie allerdings den Vorschlag machte, einen allgemeinen Text für alle auszudrucken und auf die Karte zu kleben, um die Kinder vom Schreiben zu entlasten, reagierten diese mit grosser Entrüstung: Das komme gar nicht in Frage! So schrieben sie auch dieses Jahr für alle Verwandten und Bekannten eine Weihnachtskarte mit ganz individuellem Text und grosszügigen Verzierungen. «Auch ich freue mich immer über handgeschriebene Karten zu Weihnachten», so Monika Schmidli. (tst.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Weihnachts-Erinnerungen

bis wir das helle «Glöggli» wie auch das Auto, von unserer ganzen Familie gebührend bewundert. Ich glaube fast, dass die Eltern in jenem Jahr aus Platzgründen den Esstisch in den Keller gestellt und unser Weihnachtsmenu in belegte Brötli umgewandelt hatten. Es gab Weihnachtsabende, da hatte unser Vater Dienst und musste arbeiten. Wir lernten, flexibel zu sein, und feierten an einem anderen Tag oder bereits am Morgen oder am Nachmittag. Im Jahr als unsere Mutter im Spital war, verbrachten Madeleine und ich die Weihnachtstage bei der Grossmutter und meiner Gotte in Bäch. Das war auch schön, aber nicht das gleiche.

Mit Klavier und Klarinette

endingen. Die Strohsterne und die kleinen wester selber angefertigt. Die Eltern schmück. (Bild zvg.) fältig beiseitegelegt. Die ausgepackten Geschenke wurden danach langsam, eines nach dem anderen respektvoll angeschaut und umhergereicht bevor man sich bedankte. Das galt für die Kinder wie für die Erwachsenen.

Raumfüllendes Trampiauto Eine Weihnachtsfeier bleibt für mich unvergesslich. Ich war etwa sieben oder acht Jahre alt, als mir im Vorfeld des Festes die Spannung der Eltern besonders spürbar schien. Als der grosse Moment kam und wir die Stube betreten durften, stand ein raumfüllendes, rotschwarzes Auto vor dem Christbaum. Unser Vater hatte aus dem Seitenwagen eines Motorrades für uns zwei Mädchen ein Trampiauto angefertigt und diesen schweren Koloss für die Weihnachtsbescherung das Treppenhaus hoch ins Wohnzimmer bugsiert. Natürlich wurde er,

Als wir älter wurden, beschlossen wir in der gesamten Familie, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen Menschen in Not etwas zu spenden. Wir alle waren einverstanden, denn so konnten wir gleichzeitig dem immer grösser werdenden Weihnachtsrummel etwas entgegensetzen und uns auf das Wesentliche konzentrieren. Unser Weihnachtsfest blieb trotzdem feierlich. Ich spielte Klavier, Madeleine Klarinette und so gestalteten wir gemeinsam ein kleines Programm mit Weihnachtsliedern, Instrumentalstücken und einer Weihnachtsgeschichte, die ich auswählte und vorlas. Im Jahr meiner Konfirmation besuchten ich, Madeleine und meine Mutter am Heiligabend den Weihnachtsgottesdienst im Kirchgemeindehaus. Auch das empfand ich als sehr feierlich und ich wiederholte dies einige Jahre. Später, als Madeleine und ich nicht mehr zu Hause wohnten, stellten meine Eltern keinen Christbaum mehr auf. Sie reduzierten das Weihnächtliche auf einige Tannenzweige und Kerzen. Bei den Grosseltern hingegen wurde jedes Jahr weiter mit Bäumli gefeiert, manchmal mit einem Besuch von uns Jungen, manchmal nicht. Und noch später, als meine Schwester und ich unsere eigenen Familien hatten, begannen auch wir wieder die Weihnachtsfeste gemeinsam mit den Grosseltern, Gotte und Götti zu feiern, samt Christbaum, Kerzen, Krippe, «Stille Nacht, heilige Nacht», Musizieren und Geschenken für die Kinder ... Susanne Baer, Mettmenstetten Auszug aus dem autobiografischen Buch «Susi schreibt man rot» (2018, Edition Unik).

Die Sonne kämpfte gegen den Nebel. Diese Stimmung hat Jacqueline Ott am 25. Dezember 2018 in Unterägeri festgehalten. (Bild zvg.)

Das besondere Licht Ein Bild mit einer besonderen Stimmung hat Jacqueline Ott aus Aeugst eingeschickt. Aufgenommen hat sie es am 25. Dezember 2018, auf einem Spaziergang in Unterägeri. «Die Sonne kämpfte gegen den Nebel, wobei dann plötzlich dieses wunderbare, hoffnungsvolle Licht entstand! Diese spezielle Lichtstimmung be-

rührte mich sehr, es war so, als ob der Himmel ein sanftes Licht auf die Erde sendet, ein Licht des Friedens und der Hoffnung! Ich war in Weihnachtsstimmung und konnte mir vorstellen, dass so ein Licht seinerzeit den Hirten bei Bethlehem erschienen ist und sie dachten: Wow, was ist das?» Jacqueline Ott bezeichnet sich nicht als besonderen «Weihnachtsfan». Doch sie geniesst diese Tage immer besonders, diese feierlichen Tage,

die so friedlich seien. Die Geschäfte seien geschlossen, es werde nicht gebaut, keine Hektik, kein Lärm auf der Welt. Da denke sie jeweils: Endlich mal Ruhe auf der Welt, Stillstand. Endlich mal wieder Zeit, um einfach zu «sein», nicht immer irgendwas hinterherrennen zu müssen. Ruhe zu finden und in die Natur rausgehen. In ihrem Bild mit seinem ganz besonderen Hoffnungslicht sei all das enthalten. (sts)

Festliche Weihnachtsdekoration an die Kinder weitergeben «Bei uns wurde Weihnachten stets mit Fantasie festlich dekoriert und gefeiert», erinnert sich Magda Ganz aus Wettswil. Sie freut sich ganz besonders, dass ihre drei Kinder diese Tradition weiterleben. .................................................. von urs e. kneubühl Sie hat eine ganze Menge zu erzählen. Magda Ganz aus Wettswil, ist nämlich nicht nur sehr belesen, was Weihnachtsbräuche anbelangt, sie hat auch auf Reisen stets offene Augen für das christliche Fest der Feste. Ganz besonders erinnert sie sich an die Weihnachtszeit mit ihrem Mann Armin und den drei Kindern Rhea, Bettina und Haimo. «Bei uns wurde stets mit Fantasie festlich dekoriert und gefeiert», sagt sie und legt auch gleich Fotos vor. Sie zeigen, wie ihre Kinder zusammen mit Freunden und Freuden den Bastelraum weihnächtlich schmücken.

Als Krippenfiguren dienten klassische, bunt bemalte Santons, die kleinen Tonfiguren aus der Provence. «Bei uns durfte dann jedes Kind abwechselnd eine dieser Figuren aussuchen und in die Krippenlandschaft stellen», hält Magda Ganz fest und ergänzt: «Gleichzeitig sagte es, was es dem Christkind damit schenkt. Beispielsweise: ‹Christkind ich bringe Dir mit dem Hirten und seiner Laterne Licht…›»

Festliche Weihnachtskreativität weitergeben Einfallsreichtum, Fantasie und Gestaltungskraft begleiten Magda Ganz seit jeher. Sie lebt und pflegt diese Gaben mit Freude. Wichtig ist ihr dabei, nicht das Übliche, Naheliegendste und Bekannteste dekorativ umzusetzen, sondern zuweilen auch das Aussergewöhnliche auszuprobieren. Und

dies klappt dann auch, sei es heute bei einer Dekoration aus gefundenen Wiesenblumen, aus Obst und Gemüse oder wie beispielsweise damals beim «Apfelschuss-Festival der Hobbymeisterköche», einem vom Schweizer Obstverband durchgeführten Wettbewerb: Magda Ganz gewann diesen mit einem orientalischen Gericht und erhielt dafür den «Goldenen Apfel». Ihre Kreationslust haben ihr Mann und sie auch ihren Kindern stets vorgelebt. Geschichten und Bilderbücher wurden nicht nur vorgelesen, sondern zuweilen auch gemeinsam nachgespielt. Klar, dass dabei Weihnachten und die Vorbereitung darauf auch immer eine ganz besondere Stellung einnahmen. Und heute freut sich die kreative Wettswiler Seniorin ganz besonders darüber, dass ihre Kinder Rhea, Bettina und Haimo diese Tradition in ihren eigenen Familien weiterführen.

Krippenlandschaft mit Gefundenem und klassischen Santons

Eine wichtige Tradition in turbulenten Zeiten: Samichlausbesuch bei Familie Schmidli im Jahr 2012. (Bild zvg.)

Winterlandschaften entstanden dabei, weihnachtliche Himmelsbotschaften genauso. Zentral war stets eine Krippenlandschaft, die mit gefundenen Steinen, Rinden, Tannästen und Moos gestaltet wurde. Kennengelernt hat Magda Ganz diesen Brauch in Apulien. «Fare il presepe», die Krippe aufstellen, ist dort wie auch im Tessin, ein fester Weihnachtsbrauch. Diesen Brauch der Presepi hat man im Hause Ganz – damals noch in Landikon – gepflegt und gemeinsam die Weihnachtsgeschichte liebevoll und anschaulich in Bildern umgesetzt.

Bei Magda und Armin Ganz schmückten einst die Kinder Rhea, Bettina und Haimo gemeinsam mit ihren «Gspänli» den Bastelraum mit weihnachtlichem Glanz. (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Ortsbezeichnungen im Wandel «Jörg Näf hat Hand Wyss in der Patpur zu kaufen geben …», heisst es in einem Notariatsprotokoll aus dem Jahr 1650, das Rudolf Fenner entdeckt hat. Oder: «Zu wüssen seige hiermit, dass zwüschend einer Gmeind Affholteren und alt Dorfsekelmeister Heini Bliggensdorfer in der Papur genannt by Affholteren, folgende gütliche Verglich und Verkommnis gemacht wurden …» Dieser Hof «ussert dem Dorf» wurde immer als «Patpur» oder «Papur» benannt. Mit der konsequenten Vermerkung aller Besitzerwechsel endete es im Grosshaus, dem heutigen «LaMarotte» an der Betpurstrasse bzw. am Centralweg in Affoltern. Ähnlich ging es mit der «Wolfhusengass». Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieb es bei dieser Bezeichnung, ehe daraus die Wolhusenoder Wolhausenstrasse wurde. Ein weiteres Beispiel liefert Rudolf Fenner aus Mettmenstetten. Dort hiess die heutige «Eigi» im 17. und 18. Jahrhundert noch «im Eichi». (fer/tst.)

Dienstag, 24. Dezember 2019

Weihnachten ist Teilhabe für alle Feier des Zentrums für psychosoziale Pflege Bereits zum dritten Mal wurden die Kundinnen und Kunden des Zentrums für Psychosoziale Pflege der Spitex Knonaueramt von ihrem Betreuungsteam zu einer weihnächtlichen Feier eingeladen.

Telefonbetrug ansprechen

Die Idee wurde erstmals vor drei Jahren von Darko Dubovac, Pflegefachmann, eingebracht und von seinem Team sofort aufgenommen und seither mitgetragen. Damals war ebenfalls die Geburtsstunde der regelmässig stattfindenden Gruppenaktivitäten, mit dem Ziel isolierte Menschen zu gewinnen, mit anderen in ähnlicher Situation, in Kontakt zu kommen und als Anstoss auch ausserhalb der organisierten Aktivitäten etwas miteinander zu unternehmen. So kommt es durchaus vor, dass in Eigeninitiative Spaziergänge und Ausflüge stattfinden oder gar Ferien gemeinsam verbracht werden. Ein seit damals anhaltender Erfolg – eben praktizierte Hilfe zur Selbsthilfe.

Bei der Kantonspolizei Zürich gehen zurzeit vermehrt Meldungen zu Telefonbetrügern ein. Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren wird erwartet, dass die Aktivitäten über die Festtage nochmals intensiviert werden. Die Kantonspolizei Zürich warnt dringend und empfiehlt, die Gelegenheit wahrzunehmen, beim Weihnachtsessen mit Eltern, Grosseltern oder andern Angehörigen über das Thema Telefonbetrug zu sprechen.

Gemeinsam. (Bilder zvg.)

Stimmige Weihnachtsfeier Auf die Einladung für dieses Jahr folgten gut dreissig Anmeldungen. Also musste die Vorbereitung logistisch gut durchkomponiert sein, immerhin haben sich dem Menü zwei Pflegefachmänner angenommen, die eigentlich keine Köche sind, wenngleich sie privat gerne kochen. Der Verein Bauspielplatz Affoltern stellte die Lokalitäten kostenfrei zur Verfügung, die aus einer gut eingerichteten Küche mit einem grösseren Essraum besteht. Coop, Migros und Lidl spendierten grosszügig die Lebensmittel und weitere Gönner (Volg Obfelden, Publicare, Topwell Apotheken, Team am Werk Obfelden) gaben kleinere Naturalien, um allen ein schönes und nützliches Geschenk zu machen. Die Jahre davor unterstützte auch die Spitex Knonaueramt aus dem Spendenfonds die Feier, was dieses Jahr bei den vielen Gönnern nicht nötig war. Ein Sponsoring hat immer auch den Zweck für eine gute Sache zu werben und dafür Solidarität zu erreichen. Somit war alles gut vorbereitet und es konnte mit dem Kochen gestartet werden. Ein Dreigänger stand auf dem Plan: Kürbissuppe, Älplermagronen mit Apfelmus und Schokoladentorte. Mechtild Willi Studer, Präsidentin der Spitex Knonaueramt, durfte den beiden Köchen Darko Dubovac und Demian Klee zur Hand gehen. Nebenbei blieben die zwei Pflegefachmänner für ihre Kundinnen und Kunden erreichbar. Sie machten zwischendurch telefonische Beratungen und

Neues Angebot im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe

Am 15. Dezember hat die Geburtenabteilung im Spital Affoltern die Pforten für immer geschlossen, da bereits seit mehreren Jahren die erforderlichen Fallzahlen nicht erreicht wurden. Die Patientinnen der Frauenklinik des Spitals Affoltern werden aber auch in anzeige

Zukunft im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe ein umfassendes Angebot in Anspruch nehmen können. Im Ambulatorium für Gynäkologie und Geburtshilfe Spital Affoltern werden ab 9. Januar 2020 in Kooperation mit dem Stadtspital Waid und Triemli und ab Frühjahr 2020 mit dem Zuger Kantonsspital Sprechstunden angeboten. Dr. med. Nina Viktorin, Oberärztin vom Stadtspital Waid und Triemli, wird jeweils immer donnerstags Sprechstunden im Ambulatorium anbieten. Ab Frühjahr 2020 wird auch eine Fachärztin oder ein Facharzt aus dem Zuger Kantonsspital das Team ergänzen. Dr. med. Chandra Prakash, Leitender Arzt Spital Affoltern, wird seine Sprechstunden wie gehabt wei-

SALE Geöffnet am

2. JanuraSrie GabRA9TUIShr:

Wir wünschen einen

guten Rutsch ins neue Jahr!

eine dringende Absprache mit einer Amtsstelle bei einem gemeinsamen Kunden in einer akuten Krise sowie die Beantwortung von Anfragen per Mail wurden getätigt. Das erledigte sich nebenbei ganz selbstverständlich. Hier zeigte sich, dass in der psychosozialen Betreuung vieles auf einer persönlichen Beziehung fusst und nicht einfach delegiert werden kann. Bereits um 17 Uhr kamen die ersten Gäste. Eine Dame mit Hund brachte ihre Geige mit, die später mit einer zweiten die Weihnachtslieder begleiteten würde. Es wurde also auch an ein

2020 -

terführen. Dr. med. Daniel Ryser, ehemaliger Chefarzt der Frauenklinik Spital Affoltern, wird ab 1. Februar 2020 in neuer Funktion als Belegarzt im Spital Affoltern tätig sein. Das Ärzteteam wird alle ambulanten Eingriffe im Spital Affoltern durchführen. Stationäre Eingriffe erfolgen am Stadtspital Waid und Triemli oder am Zuger Kantonsspital. Neu wird auch eine Hebammensprechstunde ins Leben gerufen, die vom bestehenden Hebammenteam angeboten wird. Schwangeren steht diese Sprechstunde für die Vor- und Nachsorge in der Schwangerschaft zur Verfügung. Details zur Hebammensprechstunde werde das Spital in den kommenden Wochen kommunizieren. (KeN)

S PU R T S S U L H SC 020 BIS 12 .01. 2

Pflegefachmänner und Hobbyköche: Darko Dubovac (rechts) und Demian Klee. würdiges Rahmenprogramm gedacht. Langsam füllten sich die Plätze an den feierlich gedeckten Tischen. Ein gemütlicher Abend, bei köstlichem Essen mit viel Lob, angeregten Gesprächen, gemeinsamem Singen und zuletzt gab es Geschenke. Es schien, als würden die Probleme der Gäste für einen Moment etwas verblassen. Zufrieden, dankbar und warm angezogen traten die Feiernden den Heimweg an. Es war mittlerweile draussen gefroren. Und das Team der Spitex Knonaueramt machte sich genauso zufrieden ans Aufräumen. (pd.)

«Service Public» ab Affoltern

Spital Affoltern kooperiert mit dem Stadtspital Waid und Triemli Bereits im Hinblick auf die Abstimmung vom 19. Mai haben die Partnerspitäler in Zürich und Zug neue Kooperationen mit Affoltern in Aussicht gestellt. Per 9. Januar 2020 übernimmt nun Triemli-Oberärztin Nina Viktorin Sprechstunden im Ambulatorium für Gynäkologie und Geburtshilfe Spital Affoltern.

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SBB SBB SBB

ÖV ABFAHRTSZEITEN ab Affoltern nach

Zürich HB Zürich HB Zug

BUS

Kurs Nr. S 14 S5 S5

Montag - Sonntag

05:12 05:42 05:22 05:52 06:08 06:38

Freitag + Sam stag

06:12 - 20:42 06:22 - 23:52 07:08 - 01:08

BUS Montag - Freitag 200 05:45 - 19:45 200 20:30 - 23:30 200

Samstag

Fahrzeit 28 Min

+

00:31

29 Min 16 Min

Sonntag

33 Min 06:45 - 08:45 09:30 - 23:30 09:15 - 19:45 20:30 - 23:30 223 05:41 - 00:11 15 Min 07:11 - 13:11 07:11 - 00:11 Mettmenstetten - Hausen 223 13:41 - 22:11 223 23:11 + 00:11 225 05:57 - 21:27 11 Min Mühleberg - Aeugst 06:21 - 09:21 06:21 - 10:21 225 22:27 + 23:27 + 00:19 09:57 - 10:21 - 11:57 10:57 - 11:21 - 20:57 225 12:27 - 21:27 21:27 - 23:27 225 22:27 + 23:27 + 00:19 8 Min 214 06:10 - 20:40 06:40 - 20:40 07:16 - 00:16 Zwillikon - Ottenbach 214 21:16 - 23:16 21:16 - 00:16 8 Min 215 05:47 - 19:47 06:47 + 07:47 07:30 - 23:30 ** Bickwil - Ottenbach - Birmensdorf 215 20:30 - 23:30 08:17 - 19:47 215 20:30 - 23:30 + 00:42 12 Min 212 06:26 - 20:56 06:56 - 20:56 06:45 - 23:45 Obfelden - Rickenbach - Ottenbach 212 21:45 - 23:45 21:45 - 23:45 + 00:42 24 Min 217 06:10 - 21:10 06:10 - 21:10 Obfelden - Muri 06:10 - 21:10 20.12.2019 blau Stündlich Kurse rot Halbstündlich Kurs Aeugst hier immer xx:21→ nicht xx:27 H.Sp. 8-ung : ** Kurs 23:30 nur bis Oberlunkhofen

Bonstetten - Sihlcity - Zürich Enge

Der Fahrplan der Öffentlichen Verkehrsbetriebe hat wie jedes Jahr Änderungen erhalten. Leider ist auch das kleine Taschenformat von den Postautos nicht mehr öffentlich erhältlich. Der «Service Public» sei einfach nicht

mehr wie früher, hat sich «Anzeiger»Leser Hugo Spirgi gedacht und für all jene, die nicht immer gleich zum Handy greifen wollen oder können, die ÖV-Verbindungen ab Affoltern in obigem Plan zusammengefasst.

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Dienstag, 24. Dezember 2019

«Gott hat einen Plan für mich» Serie Kirchenlandschaft Knonauer Amt (8): Besuch in der Lebens- und Glaubensgemeinschaft Güetli Die 30-jährige Rahel Schnetzler wohnt und arbeitet seit drei Jahren im «Güetli» in Rossau. Sie lebt dort ihren christlichen Glauben. Gott, sagt sie, gebe ihr etwas Einzigartiges: innere Geborgenheit. ................................................... von livia häberling «Ich weiss es nicht», sagt Rahel Schnetzler. Sie habe sich diese Frage auch schon gestellt, doch keine Antwort gefunden. Wer wäre sie ohne Gott? Gott und Rahel Schnetzler gehören zusammen, sie haben schon immer zusammengehört. Sie wächst im Zürcher Oberland auf, besucht mit den Eltern eine Freikirche. Mit ihnen macht sie Ferien in einem Haus, das zur selben Missionsgemeinschaft gehört wie das «Güetli». Später besucht sie das Mädchenlager, die TeenagerWochenenden, lernt die Mitarbeitenden kennen, den Betrieb – und wird dann erst einmal Primarlehrerin. Nach ihrer Ausbildung besucht sie die dreijährige Bibelschule – und danach, mit 27 Jahren, fragt sie sich, wie ihr Leben weitergehen soll. Die Entscheidung, ins «Güetli» zu ziehen, sei über mehrere Wochen gereift, es habe sie immer wieder nach Rossau gezogen, sagt sie. «Auch, weil die Menschen hier so echt sind.» Sie habe gespürt, dass Gott im Alltag der «Güetli»Gemeinschaft präsent sei. «Die Bibel wird nicht nur gelesen, sondern gelebt.»

Weitergeben, was Gott ihr gibt Seit drei Jahren wohnt Rahel Schnetzler nun im «Güetli». Zusammen mit 30 Bewohnerinnen und Bewohnern lebt sie dort in der Gemeinschaft ihren christlichen Glauben. Zum selbsttragenden Betrieb gehören die Holz- und Waldwirtschaft, eine Gärtnerei, die Gemüse- und Obstproduktion, der

zur sache

Ackerbau, die Nutztierhaltung oder der Hofladen. Auch das Gästehaus ist Teil des Angebots, dort arbeitet Rahel Schnetzler in der Administration. Zudem leitet sie Kurse mit Kindern und Jugendlichen. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb sie damals Primarlehrerin wurde: Weil sie Kinder mag, weil sie ihnen gerne etwas vermittelt, ihnen etwas mitgibt. Nicht nur das Mit-, sondern auch das Weitergeben ist Rahel Schnetzler ein Anliegen. Mit Gott zu leben, sagt sie, gebe ihrem Leben einen Sinn. Davon sollen auch andere etwas spüren. «Das, was ich aus meiner Beziehung mit Gott erhalte, möchte ich weitergeben.»

Lebens- und Glaubensgemeinschaft Güetli - Gründung: 1968. - Kirche: mehrere Gebäude mit Gemeinschaftsräumen, Zimmern, Hofladen und Landwirtschaftsbetrieb an der Baarerstrasse 8 in Rossau. - Anzahl Mitglieder: rund 30 Mitarbeitende, 5 Pensionierte. - Finanzierung: Das «Güetli» ist selbsttragend organisiert, durch den Verkauf von Produkten aus dem landwirtschaftlichen Bereich und einem Angebot von Dienstleistungen. - Selbstdeklaration: Das höchste Ziel der christlichen Lebensgemeinschaft ist es, mit Gott zu leben und dieses Leben anderen zugänglich zu machen. Die Gemeinschaft kommt selbst für ihren Lebensunterhalt auf. Die Ressourcen des «Güetli» sollen Menschen in Nähe und Ferne dienen. Aus dem Glauben an Jesus Christus pflegen sie einen bescheidenen Lebensstil, die Gleichwertigkeit des Geschlechts, der Herkunft und der Aufgabenaufteilung.

Ohne Verzicht gehts nicht Für Rahel Schnetzler bedeutet das auch zu verzichten. Auf Ferien: drei Wochen sind es im Jahr. Oder auf Freizeit: die Arbeitswoche im «Güetli» hat sechs Tage. Alle Mitarbeitenden wohnen auf dem Areal der Gemeinschaft, Sozialversicherungs- und Krankenkassenprämien werden für sie bezahlt, ein Küchenteam kocht für die Gemeinschaft, ein anderes wäscht oder bügelt. Für private Bedürfnisse zahlen sich die Mitglieder der Gemeinschaft einen kleinen Bedarfslohn aus. Alle erhalten gleich viel – oder eher: gleich wenig. «Ein gutes Leben kann man auch auf bescheidenem Weg führen», ist Rahel Schnetzler überzeugt. Geld und Zeit, die durch diese Lebensgemeinschaft eingespart werden, setzt das «Güetli» lieber für den «Dienst am Nächsten» ein. «Wir möchten uns nicht nur um uns selber drehen, sondern immer wieder den Blick auf das ‹du› richten.» Auf die ältere Dame am Telefon, die niemanden hat, der ihr zuhört. Auf den Mann, der im «Güetli» einen Moment durchatmen kann. Auf das Mädchen, das regelmässig den Mittwochstreff besucht, das in seinem Umfeld immer wieder angeeckt ist und

Rahel Schnetzler lebt seit drei Jahren im «Güetli». (Bild Livia Häberling) Ablehnung erleben musste. «Wenn ich sehe, wie gut ihr diese Treffen tun, wie ihre Augen leuchten und wie sie auftaut, dann gibt mir das mehr Erfüllung, als wenn ich mir etwas Teures leisten kann.»

«Gott liebt mich und hat einen Plan für mich» Ab und zu verlässt Rahel Schnetzler das «Güetli», geht etwas einkaufen, trifft Bekannte oder macht einen Spaziergang. Ansonsten verbringt sie ihren Tag in der Gemeinschaft. Abends liest sie oder näht, hin und wieder schreibt sie einen Brief. Was gibt ihr Gott, was kein Mensch je könnte? Es sei diese innere Geborgenheit, «dieses tiefe Wissen, dass jemand da

ist, der mich kennt, mich liebt und einen Plan für mein Leben hat.» Gott, sagt sie, Gott wisse, was auf sie zukomme. «Und er wird mir nicht mehr zumuten, als ich tragen kann.» Für das Leben im «Güetli» braucht es den Willen zur Anpassung, aber auch die Bereitschaft, aus dem Erlebten zu lernen und sich selber kritisch zu hinterfragen: Auf die Frage, ob es Momente der Einsamkeit gebe, sagt Rahel Schnetzler: «Das hängt davon ab, ob ich den Schritt auf andere zu mache. Ich kann nicht erwarten, dass andere ständig auf mich zukommen.» Über die Frage, ob Profanes manchmal zu Unstimmigkeiten führe – zum Beispiel ein Menü, das nicht allen schmeckt, muss sie schmunzeln: «Da üben wir uns immer wieder drin.»

Einen Moment ist es still, dann sagt sie: «Dafür darf man sich jeden Mittag einfach hinsetzen, das ist doch auch schön?» Neben den Landeskirchen ist das Knonauer Amt reich an weiteren christlichen Glaubensgemeinschaften. In dieser Serie hat der «Anzeiger» Personen aus verschiedenen Kirchen in den Fokus gerückt. Bereits erschienen: Peter Frischknecht, Neuapostolen, 29. November; Karl Bolzli, Methodisten, 3. Dezember; David Ruprecht, Chrischona, 6. Dezember; Conchita und Vilmar Krähenbühl, Mormonen, 10. Dezember; Laetitia und Manuel Fuhrer, Heilsarmee, 13. Dezember; Fredi Haab, Wiedertäufer, 17. Dezember; Stefan Guntern, Pfingstgemeinde, 20. Dezember.

Verhandlungen zu KG+ sind Auftrag der Stimmbevölkerung In einzelnen Leserbriefen und Berichten wird, ohne Bezug zum Projektergebnis, der sofortige Stopp des Projektes KG+ im Bezirk Affoltern gefordert. Damit wird kurz vor Abschluss der Abbruch eines von den Stimmberechtigten erteilten Projektauftrags verlangt. Die Kirchgemeinden haben sich zur Projektteilnahme und zur Projektfinanzierung verpflichtet. Das ausgearbeitete Organisations- und Führungsmodell wird derzeit im Rahmen einer Vernehmlassung diskutiert. Über den Zusammenschluss entscheiden letztlich die Stimmberechtigten der einzelnen Kirchgemeinden. Im Juni 2017 haben in den 13 reformierten Kirchgemeinden des Säuliamts die Stimmberechtigen darüber entschieden, ob mit den anderen Kirchgemeinden Verhandlungen im Hinblick auf einen Zusammenschluss zu einer Kirchgemeinde geführt werden sollen. Zehn Kirchgemeinden haben ihrer Kirchenpflege den Auftrag für solche Verhandlungen erteilt. Ein wichtiger Zusatz des Verhandlungsmandats ist der Hinweis, dass ein Zusammenschluss für die jeweilige Kirchgemeinde insgesamt vorteilhafter als das Fortbestehen als eigenständige Kirchgemeinde sein soll und die örtliche kirchliche Heimat gewährleistet sein muss.

Sorgfältige Prüfung Nach der Unterzeichnung einer Projektvereinbarung haben die zehn

Die Kirche bleibt im Dorf, respektive in der Stadt – auch wenn die zehn Kirchgemeinden sich zusammenschliessen. (Bilder zvg.) Kirchgemeinden im zweiten Semester 2018 konkrete Verhandlungen aufgenommen. Im März 2019 wurden der Bevölkerung drei Modelle vorgestellt, wie eine vereinigte Kirchgemeinde strukturiert sein könnte. Aufgrund der Diskussionen an einer öffentlichen Grossgruppenkonferenz wurden die Modelle weiterbearbeitet. Dem Hinweis im Verhandlungsauftrag, dass die örtliche kirchliche Heimat gewährleistet sein muss, wurde dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt. An der zweiten Grossgruppenkonferenz Anfang September dieses Jahres wurde das favorisierte Organisations- und Führungsmodell erneut breit diskutiert. Es fand damals viel Zustimmung. Es gab aber auch einige Rückfragen und Kritik. Diese Kritik ist ernst genommen und das Modell weiter verfeinert worden. Jetzt liegen konkrete Entwürfe vor, die im Rahmen einer Vernehmlassung bei den einzelnen Kirchenpflegen und Berufsgruppen sorgfältig geprüft werden.

Auswirkungen im Alltag Zentrale Elemente für die Bevölkerung sind Taufe, Konfirmation, Hochzeit oder Beerdigung. Auch wenn die zehn Kirchgemeinden sich zusammenschliessen, können Maschwanderinnen und Maschwander ihre Kinder in Maschwanden taufen lassen, Konfirmationen finden auch nach einem Zusammenschluss in Hedingen statt, und wenn jemand in Aeugst beerdigt werden möchte, kann der Abschiedsgottesdienst in Aeugst durchgeführt werden. Von Bedeutung sind auch die Gottesdienste am Sonntag. Weil die Pfarrerinnen und Pfarrer in Zukunft mit weniger Stellenressourcen auskommen müssen, ist eine Koordination der pfarramtlichen Tätigkeiten unabhängig von einem Zusammenschluss sinnvoll. Die Stellenpensen der Pfarrpersonen bestimmt die kantonale Landeskirche aufgrund der Mitgliederzahlen. Der Spielraum der einzelnen Gemeinden ist folglich begrenzt. Für

2020 liegt ein Gottesdienstplan vor, der die reduzierten Pfarrstellenpensen berücksichtigt, indem er nicht mehr an jedem Sonntag in jeder Kirchgemeinde einen Gottesdienst vorsieht. Es sollen jedoch weiterhin in jeder Kirche Gottesdienste gefeiert werden. Die Auswirkungen des von den Pfarrpersonen ausgearbeiteten und von den Kirchenpflegen genehmigten Gottesdienstplans 2020 werden ebenfalls sorgfältig ausgewertet. Die Projektverantwortlichen sind offen, aufgrund von Erfahrungen die Grundlagen in Zukunft anzupassen.

Volksabstimmung über den Zusammenschluss Den definitiven Entscheid über den Zusammenschluss fällen die reformierten Stimmberechtigten an der Urne. Weder die Kirchenpflegen noch die Landeskirche können den Zusammenschluss in eigener Kompetenz beschliessen. Der Zusammenschluss

wird in einem Vertrag festgehalten, über den am 27. September 2020 an der Urne entschieden werden soll. Bis dahin sind noch einige Arbeiten zu erledigen, aber mehr als drei Viertel des Aufwands ist geleistet worden. Die Forderung nach einem Abbruch der Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt ist deshalb nicht sinnvoll und widerspricht dem Auftrag der reformierten Stimmbevölkerung und der gegenseitig unterzeichneten Projektvereinbarung. Die Kirchenpflege-Präsidentinnen und -Präsidenten sind überzeugt, dass es sich lohnt, die jetzt ausgearbeiteten Grundlagendokumente sorgfältig zu prüfen und sich erst dann eine abschliessende Meinung zu bilden. Wer sich mit dem Projekt befassen will, findet auf der Website refsaeuliamt.ch alle relevanten Unterlagen dazu. Im Frühling 2020 sind wiederum Informationsveranstaltungen in den Kirchgemeinden vorgesehen. Projektteam KG+ Kirchgemeinde Säuliamt


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Ein Vagabund aus Ottenbach, der in Zürich heult Skulptur «Der Streuner» von Nick Micros bei der St.-Jakob-Kirche am Stauffacher Seit Anfang November 2019 und noch bis April 2020 ist die vom Ottenbacher Künstler Nick Micros erschaffene Skulptur «The Stray» («Der Streuner») vor der reformierten Citykirche Offener St. Jakob in Zürich zu sehen. Im Februar 2020 eröffnet er eine Freilicht-Skulpturen-Ausstellung in Ottenbach. ................................................... von werner schneiter Immer wieder erheischen Ausstellungen auf dem Areal der St.-Jakob-Kirche in Zürich die Aufmerksamkeit, auch deshalb, weil der Tramknotenpunkt am Stauffacher stark frequentiert ist. «Die Verantwortlichen, auch die Pfarrerin, haben auf meine Anfrage sofort positiv reagiert», sagt Nick Micros. «Der Streuner» ist ein lebensgrosser Hund ohne Rasse, Alter und Geschlecht, der auf einem ausgedienten Sockelbrunnen der Gemeinde Ottenbach thront. Streuner werden auch Landstreicher oder Vagabunden genannt. Auf den ersten Blick offenbart sich da eher ein Wolf, der – seinen Kopf gegen den Himmel gerichtet – heult. Bei näherem Hinsehen wird klar: Es ist ein Hund, der sich verhält wie ein vom Rudel getrennter Wolf, der aufschreit. Sein Kopf ist aus Blattgold, mit dem die Wichtigkeit des Ausdrucks verstärkt wird und Assoziationen auslöst: Vornehmheit, Heiligkeit, Wohlstand, Gier usw. «Das Heulen kann aber auch auf Durst, Freude oder Einsamkeit hindeuten oder auf einen Obdachlosen, Rebell oder Aussenseiter», lässt der Künstler offen. Schliess-

Kopf aus Blattgold und gegen den Himmel gerichtet: das Werk «Der Streuner» vor der St.-Jakob-Kirche am Stauffacher in Zürich. (Bilder Werner Schneiter) lich ist der gekippte Brunnen, eine Leihgabe der Gemeinde, ohne Wasser – ein Findling aus buntgemischtem Sandstein, der einst von einem Gletscher im Glarnerland nach Ottenbach gekommen sein soll. Die Figur hat Nick Micros mit Lehm modelliert und danach in eine Form gegossen – mit Portland Zement. Ein weiteres von Nick Micros geschaffenes Werk findet sich fünf Gehminuten von der St.-Jakob-Kirche entfernt beim städtischen Alterszentrum Selnau an der Selnaustrasse 18. Es

nennt sich «Strummer» (Gaukler). Geschaffen wurde es aus Gussbeton von 2009 bis 2012. Es gehört zu einer fünf grosse Skulpturen umfassenden Gruppe «Lullaby» und war bis 2014 auf dem Hof Hegetschweiler in Ottenbach ausgestellt. Sieben Gitarren spielende, identische Figuren stehen auf einer Art Karussell. Sie symbolisieren gleichsam Gleichheit und Verschiedenartigkeit der Menschen, bedeuten «Zufall» oder «wie das Leben so spielt». Sie stehen seit 2014 als Leihgabe an die Stadt Zürich im Park des Alterszentrums,

Sohn Jonas diente Nick Micros 2009 bei der Skulptur «Strummer» als Vorlage. Das Werk steht seit 2014 im Park des Alterszentrums Selnau. das vom ehemals in Ottenbach wohnhaften Gabriel Eichenberger geleitet wird. Bei der Entstehung des Werks diente Micros’ damals zehnjähriger Sohn Jonas als «Vorlage».

«Da - Zwischen – Here, Between» Ab Februar 2020 lanciert Nick Micros in Ottenbach eine Freilicht-Skulpturen-Ausstellung, die aus alten und neuen Werken an verschiedenen Standorten besteht. Sie nennt sich «Da Zwischen – Here, Between» und ver-

einigt diverse Aspekte, die eine Dorfgemeinschaft ausmachen: Dorfkern, offene Landschaft, Fluss, Wald, Industrie, Privateigentum, öffentliche Anlagen, Kirche. Es sind zwölf Werke aus Stahl, Stein, Keramik, Zement, Blattgold und Glas, die der aus New York stammende Künstler in den letzten 18 Jahren in Ottenbach, seinem Wohn- und Arbeitsort, geschaffen hat – abstrakte und figurative Elemente, die man als ein grosses Kunstwerk betrachten kann. Die Ausstellung dauert bis 2023.

Die «Zäller Wiehnacht» – festlich, berührend und aktuell

Gelungene Aufführungen des bekannten Krippenspiels in Hausen Die reformierte Kirche in Hausen war an den Aufführungen der «Zäller Wiehnacht» bis auf den letzten Platz besetzt. Die 41 Kinder und Jugendlichen sangen und spielten mit viel Freude und Überzeugung eine Weihnachtsgeschichte, die heute noch hoch aktuell ist. ................................................... von marianne voss Von Jung bis Alt – alle sind an diesem Samstagnachmittag vor Weihnachten in die reformierte Kirche Hausen gekommen. Es ist die erste von drei Aufführungen der bekannten «Zäller Wiehnacht», und die Sitzreihen sind bis auf den letzten Platz besetzt. Eine Bläsergruppe des Musikvereins Hausen unter der Leitung von Rägle Brawand und der Vincent Dallèves an der Orgel eröffnen die Aufführung mit der bekannten Melodie «Das isch dä Stärn vo Bethlehem», während die 41 Kinder und Jugendlichen feierlich in die Kirche einziehen. Und wie sie sich dann als grosser Chor aufstellen und das Lied vom Stärn mit klaren Stimmen vortragen, haben sie bereits die Herzen der Besucherinnen und Besucher erobert. Es geht unter die Haut, es berührt – nicht nur das Lied selber, auch die Botschaft, die in der folgenden guten Stunde gesungen und gespielt wird. Es ist nicht die alte verstaubte Geschichte, es ist Weihnachten heute, das uns alle etwas angeht.

Die meisten im Publikum kennen die «Zäller Wiehnacht» von Paul Burkhard, haben vielleicht vor vielen Jahren sogar selber einmal mitgespielt. Der Komponist lebte in Zell im Tösstal und erschuf das Krippenspiel für sein eigenes Dorf, wo es 1960 uraufgeführt wurde. Das volksnahe und schlichte Stück mit den eingängigen Liedern ist inzwischen zum schweizerischen Kulturgut geworden.

Mit Freude und Überzeugung Wie von Paul Burkhard angedacht, wird auch in Hausen ohne grossen Kostümaufwand gespielt. Die Engel treten in weissen Shirts auf, Maria mit einem blauen Umhang, die Soldaten in Schwarz, und die Hirten tragen eine Kappe oder einen Mantel – aber alle in normaler Strassenkleidung, was die Aktualität der Botschaft unterstreicht. Die Kinder und Jugendlichen spielen und singen mit grosser Freude und Überzeugung. Sie sprechen so laut und verständlich, dass ihre Worte in der vollen Kirche gut verstanden werden. Und wenn sie einmal nicht weiterwissen, finden sie so schnell den Faden wieder, dass der Fluss der Geschichte nicht unterbrochen wird. Auch den Liedtexten kann das Publikum gut folgen. Melancholisch und berührend singen sie «Kei Muetter weiss, was irem Chind wird gscheh», frech und vorlaut «Mir händs glatt bim König Herodes» und bei der Erscheinung der Engel begleitet von festlichen Trompetenklängen «Wached uf».

«Wached uf, schlafed nöd!» Die Engel bringen den Hirten die Botschaft von der Geburt Jesu. (Bild Marianne Voss) Während Maria und Josef durch die Kirche ziehen und verzweifelt nach einer Herberge suchen, erklingen zarte Cembalomelodien, gespielt von Irene Girardet. Wie dann alle auf der Bühne um das Paar mit dem Kind versammelt sind und das Lied «Was isch das für ä Nacht» singen, findet Weihnachten hier und jetzt statt. Die Stimmung in der Kirche ist dicht und feierlich. Dies verstärkt sich noch, als das Publikum zum Schluss kräftig mit einstimmt in «Dä Stärn vo Bethlehem». Der volle Klang ist so stark, dass er durch das Kirchendach und die Wände hinausklingt ins Dorf und die ganze Welt.

Intensive Vorbereitungszeit Wie war es zu dem Projekt in Hausen gekommen? Schon vor zwei Jahren beschlossen einige Frauen aus der reformierten Kirchgemeinde Hausen, die «Zäller Wiehnacht» im Säuliamt wieder aufleben zu lassen. Seit September hat ein Team mit den 41 Kindern und Jugendlichen aus Hausen und den umliegenden Dörfern intensiv geprobt. Die Hauptverantwortung lag bei Sonja Kilchmann. Bei ihr liefen die Fäden zusammen, und sie dirigierte auch während der Aufführungen die Liedvorträge. Nach der Premiere meinte sie erleichtert: «Ich bin sehr zufrieden

mit unserer ersten Aufführung. Dank der Unterstützung von fleissigen Helferinnen und Helfern hat alles reibungslos geklappt.» Die Vorbereitungszeit sei sehr intensiv gewesen, aber der Aufwand habe sich mehr als gelohnt. Mit über 40 Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen zusammenzuarbeiten sei sehr spannend und bereichernd. «Es macht Freude zu sehen, wie eine bunte Gruppe zusammenwächst, und die Weihnachtsgeschichte zum Leben erweckt wird. Und es freut mich sehr, dass die «Zäller Wiehnacht» so vielen Leuten am Herzen liegt und alle unsere Vorstellungen ausgebucht sind.»


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Bezirk Affoltern

ratgeber suchtprävention

Die Ortsplanungen massgebend mitgestaltet

Dienstag, 24. Dezember 2019

Zum Abschied von Walter Bregenzer Karin Aeberhard, Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon www.supad.ch.

Durch Achtsamkeit zu einer genussvollen Weihnachtszeit Achtsamkeit ist die Voraussetzung für Genuss. Um Genuss zu erleben, müssen wir immer wieder innehalten. Im Stress können wir nicht geniessen. Achtsamkeit kann uns helfen, auch in stressigen Zeiten bei uns selbst zu bleiben und uns in einem gesunden Masse auf unsere Umwelt und all die Anforderungen, die an uns gestellt werden, einzugehen. Achtsamkeit kann uns unterstützen, all den Überfluss genussvoll zu konsumieren. Es ist wieder Weihnachtszeit! Einerseits freuen wir uns auf gemütliche und besinnliche Momente mit einem heissen Tee bei Kerzenlicht, beim Guetzlibacken mit den Kindern in der warmen Küche, bei einer Tasse Glühwein im Schnee. Gleichzeitig kennen wir aber auch die Realität – die Hektik, alles noch erledigen und vorbereiten zu müssen, noch schnell alle Geschenke einzukaufen. Wir werden überflutet von verheissungsvollen Angeboten in den Einkaufsgeschäften und übers Internet. Weihnachtsessen und Neujahrapéros füllen unsere Agenda und Besuche bei Verwandten müssen auch noch zwischen all die Anlässe eingeplant werden. Es geht sehr schnell und einfach und wir finden uns in einem regelrechten Rausch wieder! Es können gar nicht genügend Geschenke sein und wir rennen nur noch von einer Aktivität zur nächsten. Dadurch können wir all die schönen Seiten der Weihnachtszeit fast nicht mehr geniessen! Wir merken, dass wir gar nicht mehr richtig bei uns selbst sind. Eigentlich fühlen wir uns völlig unzufrieden in dieser Situation. Alles wird uns zu viel! Wir sind gestresst! Am liebsten würden wir uns verkriechen. Schade! Es muss doch möglich sein, dieser Situation vorzubeugen! Was hilft uns, einen für uns passenden Umgang mit allem Überfluss und allen Anforderungen, die wir selbst an uns stellen, zu finden? Halten wir zwischendurch einen Moment inne und lehnen uns bewusst zurück. Überlegen wir uns, was wir wirklich wollen und was uns wichtig ist. Lassen wir uns in diesem Moment nicht ablenken von all den Eindrücken von aussen, die auf uns hereinprasseln und uns beeinflussen. Achtsamkeit kann gerade in einer hektischen Zeit hilfreich sein. Die bewusste Aufmerksamkeit auf den Moment und eine Haltung geprägt von Offenheit und Neugierde ermöglichen uns einen bewussten und kreativen Umgang mit ungewöhnlichen Situationen. Sich immer wiedermal Zeit nehmen für sich selbst, für unsere Liebsten, schöne Momente ganz bewusst alleine oder gemeinsam geniessen. Einen Spaziergang in der Natur machen oder für einen Moment die Wintersonne geniessen. Uns überlegen, was uns wirklich zufrieden macht und wie wir auch unser Gegenüber mit kleinen Aufmerksamkeiten erfreuen können. Und auch mal den Mut haben, weniger zu machen oder sogar etwas gar nicht zu machen! Mit dieser Achtsamkeit wird die stressige Weihnachtszeit mindestens ein Stück weit wieder zu dem, was sie sein sollte, nämlich zur besinnlichen und genussvollen Weihnachtszeit!

Viele ältere Säuliämtler – vor allem Behördenmitglieder und Landwirte – erinnern sich sicher noch an Walter Bregenzer, hat er doch über zwei Jahrzehnte die Ortsplanungen und Güterzusammenlegung massgebend mitgestaltet. Am 17. Dezember haben viele Freunde und Bekannte von ihm Abschied genommen. Er wuchs in Affoltern auf und ging auch da zur Schule. Sodann besuchte er die Mittelschule in Zürich und studierte anschliessend an der ETH. Nach dem Diplom als Kulturingenieur holte er in verschiedenen Ingenieurbüros wertvolle Praxiserfahrung und erwarb das eidgenössische Geometerpatent. Das waren gute Voraussetzungen für den damals 30-Jährigen, um das Vermessungsbüro seines Vaters Adolf Bregenzer zu übernehmen, das dieser seit 1925 als Kleinunternehmen betrieb. In den 60er- und 70er-Jahren entstand allmählich ein mittelgrosses Ingenieurbüro mit 25 Fachkräften. Neben Grundbuchvermessung wurden die Projektierung und die Beaufsichtigung von Strassen, Wasser und Abwasserleitungen angeboten. In den Dörfern entstanden die ersten Kanalsysteme und Ortsplanungen. Walter Bregenzer verstand es trefflich, die Mitarbeitenden zu motivieren und in den verschiedenen Arbeitsbereichen einzusetzen, um sich Luft zu schaffen für die anspruchsvollen planerischen Tätigkeiten, die er selbst betreute. Da galt es, sich Übersicht zu schaffen, die gesetzlichen Vorgaben zu kennen und vor allem mit Ideen immer wieder neue Lösungsvorschläge zu präsentie-

ren. Er war ein ausgezeichneter Redner und konnte schwierige Sachverhalte mit einfachen Worten verständlich machen. Die Landwirtschaftsgebiete von Affoltern, Mettmenstetten, Hedingen, und Kappel erfuhren durch sein Mitwirken eine Neuordnung. In unzähligen Sitzungen, Gesprächen und Verhandlungen waren sein Ingenieurwissen und sein Kommunikationstalent gefragt. Dabei stand immer der Mensch im Zentrum.

Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick Zusätzlich engagierte er sich in den Berufsverbänden und war hervorragend vernetzt mit den Kollegen. So kam es, dass er 1976 zum eidgenössischen Vermessungsdirektor nach Bern gewählt wurde, natürlich auch in der Hoffnung, dass dieses Amt mit frischem Wind aufgewertet würde. Das Ingenieurbüro musste er aufgeben und übertrug es drei Mitarbeitern. Den Wechsel vom Freierwerbenden zum «Beamten», den Wegzug von Affoltern nach Bern und das Aufgeben des bisherigen spannenden Berufsalltags löste er mit Schaffenskraft und Innovation. Unter seiner Führung wurde ein ambitiöses Projekt, die Reform der amtlichen Vermessung, geplant und durchgeführt. Erstmals wurden Anstrengungen unternommen, die Vermessungen schweizweit mit digitalen Daten abzubilden. Auch hier zeigte sich das Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick von Walter Bregenzer, galt es doch zuerst ein funktionierendes Konzept aufzustellen und dann die Berufsverbände, Kantons- und Bundesstellen sowie die Politik von der anzeige

Die Elche im Langenberg fressen täglich bis zu sechs Christbäume. (Bild zvg.)

Weihnachtsbäume zum Fressen gern Auch dieses Jahr kommen die Elche im Wildnispark Langenberg in den Genuss von nicht verkauften Weihnachtsbäumen. Noch bis in den Frühling hinein stehen die Nadelbäume auf dem Speiseplan der Pflanzenfresser. Seit einigen Tagen werden hunderte von nicht verkauften Christbäumen von regionalen Händlern und CoopVerkaufsstellen in den Wildnispark Zürich Langenberg transportiert. In der Elchanlage werden diese gerne gesehen: Ein ausgewachsener Elch frisst vier bis sechs Nadelbäume pro Tag. Momentan leben eine Elchkuh, ein Stier sowie die Zwillinge, die im Vorjahr das Licht der Welt erblickt haben, im Tierpark. Die vielen Weihnachtsbäume machen das Jahresende zum Fest für die vier Elche. Elche sind Futterspezialisten und suchen ihre Nahrung gezielt aus: Die Wiederkäuer mögen vor allem die Zweige, Knospen und Nadeln der Weihnachtsbäume. Das sind die nährstoffreichsten Teile. Während der Wintermonate ersetzen diese die Laubblätter, die Elche über den Sommer fressen. «Gebrauchte Christbäume können wir leider nicht verfüttern. Lamettaund Wachsresten sind gefährlich für die Tiere», erklärt Andreas Wigger, stellvertretender Leiter Betrieb Tiere des Wildnisparks Zürich. (pd.)

Walter Bregenzer, 1929-2019. (Bild zvg.) Wichtigkeit zu überzeugen. Heute ist es selbstverständlich, am Bildschirm seine Umgebung, sein Haus, seine Strasse anzusehen und mit weiteren Informationen zu überlagern, vollkommen gratis. Diese Dienstleistung wäre ohne diese Reform nicht möglich geworden. 1994 trat Wally Bregenzer in den Ruhestand. Er hatte Heimweh nach dem Säuliamt und wohnte mit seiner Frau Rösli einige Jahre wieder in Affoltern. Sie konnten hier nicht recht Fuss fassen. Auch gab es hier die gewünschte Seniorensiedlung noch nicht. So fiel

der Entscheid leicht, wieder nach Bern zu ziehen in die Seniorensiedlung ElfenauPark. Er engagierte sich weiter in Berufsverbänden, hatte auch regen Anteil am gesellschaftlichen Leben in der Siedlung und Zeit für die Familie. Der Mensch Wally Bregenzer, wäre unvollständig beschrieben, ohne seine Freude an den Menschen, seine Geselligkeit, seine Herzlichkeit und seinen Humor zu erwähnen. Das alles wird uns, die ihm begegnet sind, wirklich fehlen. Ruedi Werder, Mettmenstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

Schulsilvester

Einst ein Kurort

In Bonstetten und Mettmenstetten feierten Sek-Schüler den letzten Schultag des Jahres. > Seite 13

Willy Hug ruft die Geschichte des Aeugster Gasthofs Wängibad in Erinnerung. > Seite 15

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Team verjüngt Trotz Niederlage im letzten Spiel 2019 ist der SHC BonstettenWettswil gut unterwegs. > Seite 17

Kürzertreten beim Brötchenbacken

Veränderungen bei der Bäckerei Iten Seit vielen Jahren fast täglich in aller Herrgottsfrühe aufstehen macht müde. Bäckermeister Andreas Iten will etwas kürzertreten. Die Bäckerei Iten hat die Miete der Ladenräumlichkeiten in Affoltern gekündigt. Für seine Bäckerei in Knonau sucht er noch einen Nachfolger.

Mit der richtigen Beleuchtung kann ein stimmungsvolles Zuhause erreicht werden, wie die neue Ausstellung der Lichtbox in Obfelden zeigt. (Bild zvg.)

Licht – ein Erlebnis Lichtbox, Obfelden: Stimmungsvolle neue Ausstellung Die Lichtbox in Obfelden, an der Ottenbacherstrasse 25, bietet eine vielfältige wie umfassende Auswahl an Leuchten und Lampen. Am Sonntag wurde die neue Ausstellung eröffnet. Die Liftfahrt oder der Gang in den 2. Stock des Gewerbehauses an der Ottenbacherstrasse 25 in Obfelden lohnt sich. Hier bietet die Lichtbox, der Shop der Obfelder Familien-AG Funk+Meier, auf 700 Quadratmetern eine vielfältige wie umfassende Auswahl an energieeffizienten Beleuchtungssystemen, wie Leuchten, Lampen und Installationen. Vergangenen Sonntag eröffnete die kompetente Anbieterin ebendort ihre neue, wiederum grosszügig gestaltete Ausstellung mit aktuellen Produktneuheiten und Kollektionen namhafter Marken und Hersteller. Die Kundschaft, welche das

Trendige mit innovativem Design oder aussergewöhnliche Modelle und Lichtinstallationen sucht, findet hier, was sie an Beleuchtung für den Innen- und Aussenraum wünscht. Genauso kommen die Liebhaber von zeitlosen Leuchtenklassikern in der Lichtbox zum Zug. Ob Leuchten von Bankamp, die eine Symbiose aus Design und innovativer Lichttechnik sind, hochwertige, dekorative Beleuchtung von Artemide oder Linea di Kármán aus Italien, Baltensweiler-Leuchten von perfekter Technologie und Design in zeitloser Formsprache oder solche von Holtkötter, die ebenso mit Präzision in der Verarbeitung wie mit feinem gestalterischen Gespür strahlen – höchste Qualität und formale Harmonie zeichnen sämtliche in der Lichtbox ausgestellten Lampen und Leuchten aus. So liesse sich noch eine ganze Anzahl

Seit 1954 führt Andreas Iten in Knonau eine Bäckerei, und vor 22 Jahren mietete der Bäckermeister die Ladenräumlichkeiten beim Café Casino an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern. Andi, wie er überall im Säuliamt genannt wird, lehnt sich beim Gespräch mit dem «Anzeiger» zurück, seufzt unmerklich und hält fest, dass er ein bisschen müde geworden ist. Die langen Jahre der selbstständigen Berufsarbeit und die damit verbundenen Herausforderungen waren nicht immer einfach zu bewältigen. Nun glaube er, sei es an der Zeit, um ein

wenig kürzerzutreten, meint der Bäckereibesitzer. Erst einmal hat er den Mietvertrag für den Laden an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern gekündigt. Dieser soll allerdings weiterhin betrieben werden, da jedoch die Nachfolge noch nicht abschliessend geregelt ist, kann und will er noch nichts Genaueres erzählen. Ein grosses Bedürfnis für seine Frau Jutta und ihn sei jedoch, den zahlreichen und treuen Kunden herzlich für die langjährige Treue zu danken. Für seine Bäckerei in Knonau sieht er in wenigen Jahren ebenfalls eine Veränderung. Iten hält aber dezidiert fest, dass ihm die Dorfbäckerei in Knonau ans Herz gewachsen sei und er alles daran setzen werde, damit in der Gemeinde weiterhin Brot gebacken wird. Ob sein Sohn, ebenfalls gelernter Bäcker, das Geschäft weiterführen will, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch eine offene Frage. Andi Iten zeigt sich jedoch zuversichtlich, eine geregelte Nachfolge zu finden. (mm)

mehr an Herstellern und Marken aufzählen, die an der Ottenbacherstrasse 25 in Obfelden erhältlich sind. Hier wird Licht – dank grosser Auswahl und umfassender, persönlicher Beratung – zum Erlebnis, die passende Beleuchtung entsprechend ein wichtiges Mittel bei der Raumgestaltung. Mit ihr schafft man Behaglichkeit, erreicht ein stimmungsvolles Zuhause. Und exakt da kennen sich die kompetenten Mitarbeitenden der Lichtbox bestens aus. Zu Recht lautet der Leitspruch der Familien-AG Funk+Meier entsprechend: «Wir rücken jedes Heim ins richtige Licht!» Und so versteht sich der kundenfreundliche, professionelle Beratungsservice als Selbstverständlichkeit. (kb.) Lichtbox – Leuchten, Lampen und LED-Shop, Ottenbacherstrasse 25, Obfelden, 044 763 44 40, www.lichtbox.ch

Sie wollen gelegentlich nicht mehr so früh aufstehen: Jutta und Andreas Iten in der Backstube. (Bild Martin Mullis)

Neues lernen, um erfolgreich zu lehren Die Mobilität ist im Wandel – «Learnpool» passt sich an und bildet sich fort Das Team der Fahrlehrervereinigung «Learnpool» blickt auf ein gelungenes Jahr zurück. Um in der sich stark wandelnden Mobilitätsbranche weiterhin erfolgreicher Partner zu sein, bilden sich die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer laufend fort. 2020 steht für die «Learnpool»Fahrlehrer auch die Elektromobilität auf dem «Lehrplan». Die Fahrlehrer von «Lernpool» sind trotz grosser Veränderungen im Fahrlehrer- und Strassenbereich sehr zufrieden mit dem zu Ende gehenden Jahr. So wurden mehr Nothilfe- und Verkehrskunde-Kurse besucht, als noch im Vorjahr, und auch insbesondere die Motorradkurse konnten um ein X-faches gesteigert werden. Die Nothilfekurse werden teilweise auch

Teile von verschiedenen Fahrlehrern gestaltet werden und diese allesamt ein grosses Fachwissen und eine riesige Erfahrung mitbringen. So lernen die Fahrschülerinnen und -schüler nicht nur den Schulstoff, sondern erhalten dazu viele Beispiele und Tipps aus der Praxis. Nicht selten sind die Teilnehmenden nach dem Kurs positiv überrascht – obwohl obligatorische Kurse oftmals nicht den besten Ruf haben.

Fachwissen über Elektromobilität vertiefen Die Mitglieder der Fahrlehrervereinigung «Learnpool» bilden sich laufend fort, um ihr Wissen weitergeben zu können. (Bild zvg.) als «E-Nothelfer» angeboten. Das bedeutet, dass die Teilnehmenden einen Teil des Kurses zu Hause am PC absolvieren können und sich die Präsenz-

zeit mit praktischen Übungen auf einen Tag reduziert. Im Verkehrskunde-Unterricht wird vor allem geschätzt, dass die vier

Die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer von «Learnpool» möchten auch in Zukunft rund um die Fahrausbildung kompetente Partner sein. Dazu ist es wichtig, sich weiterzubilden und sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinanderzusetzen. So findet im

April ein Kurs zum Thema «Elektromobilität» statt, den «Learnpool» für eine ganze Fahrlehrerklasse organisieren durfte. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind ein Thema, für das sich auch immer mehr Lernende interessieren. Umso mehr ist es den «Learnpool»-Mitgliedern ein Anliegen, ihr Wissen in diesem Bereich noch mehr zu vertiefen. Das «Learnpool»-Team bedankt sich bei den Kunden für das Vertrauen im 2019 und wünscht gute Fahrt ins 2020! (pd.) Der «Learnpool»-Flyer 2020 mit den Kursen und den Mitgliedern liegen in diversen Detailhandelsgeschäften im Säuliamt auf. Regelmässig werden kurzfristig zusätzliche Kurse aufgeschaltet. Diese sind jeweils über www.learnpool.ch ersichtlich. Interessierte, die einen Spezialkurs buchen wollen, werden gerne auch telefonisch beraten unter Telefon 044 500 50 80.


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Vermischtes

Datenschutz: Mehr Unterstützung in den Gemeinden

Gesang und Geschenke im Wald

Die Cyberrisiken, die mit der Digitalisierung einhergehen, stellen auch die Gemeinden vor grosse Herausforderungen. Der Kantonsrat hat nun zusätzliche finanzielle Mittel gesprochen. Zu den gesetzlichen Aufgaben des Datenschutzbeauftragten gehört auch die Kontrolle der Datenbearbeitung von über 1000 öffentlichen Organen im Kanton Zürich, darunter 162 Gemeinden. In diesen Datenschutzreviews zeigen sich offene Schwachstellen, wie ungenügende Vorgaben für Passwörter, nicht aktualisierte Software- und Virenschutz-Versionen. Schon in den letzten Jahren optimierte der Datenschutzbeauftragte die Wirksamkeit seiner Tätigkeiten in diesem Bereich, indem er vermehrt Rechenzentren kontrollierte, die eine grössere Anzahl Gemeinden als Kunden haben. Von einer Verbesserung der Informationssicherheit bei einem solchen Dienstleister profitieren gleich alle angeschlossenen Gemeinden.

Unterstützte Selbst-Assessments Die vom Kantonsrat gesprochenen zusätzlichen finanziellen Mittel lindern die angespannte Personalsituation der Datenschutzbehörde und ermöglichen die Unterstützung auch der Gemeinden bei der Digitalisierung. Sie bekommen im Laufe von 2020 Zugang zu einem Selbst-Assessment, von dem besonders auch die kleineren Gemeinden profitieren werden. Dadurch können sie ihre IT-Infrastruktur verbessern und auf ein angemessenes Sicherheitsniveau anheben, ohne überproportionale Investitionen tätigen zu müssen. Die Digitalisierung verlangt von allen Organen grosse Anstrengungen bei der Informationssicherheit. Während grosse Institutionen vom Skaleneffekt profitieren können, ist der Druck auf kleine Gemeinden ungleich höher. Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Informationssicherheit des ganzen Systems. Mit den neuen Anstrengungen soll verhindert werden, dass diese Rolle den Gemeinden zufällt. (pd.)

Dominika Blonski ist neue Datenschützerin Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag die Juristin Dominika Blonski zur kantonalen Datenschutzbeauftragten gewählt. Die 37-Jährige Zürcherin hat sich in einer KampfDatenschutzwahl knapp gebeauftragte: gen den DatenDominika Blonski schutzbeauftragten der SBB durchgesetzt und ersetzt nun Bruno Baeriswyl, der per Ende April 2020 altershalber zurücktreten wird. Die unabhängige Stelle für Datenschutz beaufsichtigt die Datenbearbeitungen der kantonalen Verwaltung, der Gemeinden sowie der übrigen Behörden und öffentlichen Einrichtungen im Kanton Zürich. Als unabhängige Aufsichtsbehörde stellt sie sicher, dass die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger respektiert wird. Sie unterstützt und berät die öffentlichen Organe in Fragen der Datensicherheit und informiert die Öffentlichkeit über die Anliegen des Datenschutzes. Infos unter www.datenschutz.ch.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Waldweihnachten der Pfadi Säuliamt

Kinder, Eltern und Leiter der Pfadi Säuliamt versammelt um den Weihnachtsbaum beim Singen. (Bilder zvg.)

Wie jedes Jahr feierte die Pfadi Säuliamt zusammen mit den Pfadis, Leitern und Eltern Weihnachten, wie es sich für die Pfadi gehört, draussen in der Natur. Auch ohne Schnee war die Stimmung im Wald sehr weihnachtlich und besinnlich. Vom Parkplatz der Badi Obfelden spazierten alle Richtung Schützenhaus

Obfelden. An der Waldweihnacht der Pfadi Säuliamt gibt es kein grosses Programm, vielmehr geht es um einen guten Abschluss des Pfadi-Jahres, gemeinsam mit den Freunden, Verwandten und Eltern der Kinder. Für viele Eltern, welche selbst einmal in der Pfadi waren, ist es eine schöne Möglichkeit, alte Freunde wiederzusehen und lange vergessene Erinnerungen wieder zum Leben zu erwecken.

Sportbag für die Leiter Im Wald gab es für alle etwas Warmes zu trinken und eine Suppe. Zusammen wurden bekannte Weihnachtslieder gesungen und als Höhepunkt für alle Leiter wurden danach die Leitergeschenke verteilt. Alle Leiterinnen und Leiter der Pfadi Säuliamt arbeiten ehrenamtlich das ganze Jahr für die Pfadi. Als Dank dafür erhielten sie dieses Jahr einen wasserdichten

Sportbag mit dem Logo der Pfadi Säuliamt. Trotz des fehlenden Schnees wurde es schnell kühl und so verabschiedet sich alle voneinander und machten sich wieder auf den Rückweg ins Warme. Lukas Schwegler / Schakal Infos und Kontakt: www.pfadi-sa.ch, info@pfadi-sa.ch.

Kinderstimmen erhellen Menschen aus verschiedenen Kulturen das Einkaufszentrum

Weihnachtsfeier mit dem Ämtler Tandem Über 90 Personen nahmen an der Weihnachtsfeier des Ämtler Tandems in Mettmenstetten teil. Neben spannenden Begegnungen und Musik gab es selbstgekochte und gebackene Spezialitäten aus verschiedenen Ländern. Vom Ämtler Tandem ins Leben gerufen und von der reformierten Kirche, der evangelischen Täufergemeinde und der katholischen Kirche unterstützt, wurden auch dieses Jahr wieder Menschen mit Migrationshintergrund mit ihren einheimischen Begleitpersonen zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Über 90 Personen nahmen an der Feier teil. Es sind Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen, welche ein paar fröhliche Stunden miteinander verbrachten. Mit einem besinnlichen Auftakt bereichert von Musik und einfachen Texten und Bildern zum Weihnachts-

geschehen, begann der Abend in feierlicher Stimmung. Viele der geladenen Gäste brachten selbstgekochte und gebackene Spezialitäten aus ihrer Heimat mit. Es war ein grosses Angebot, von dem sich alle Anwesenden bedienen durften. Dazu gab es aus der Schweizer Küche Kürbissuppe, Guetzli und Chlaussachen. Dank vielen Helferinnen und Helfern und der grossen Unterstützung der evangelischen Täufergemeinde, welche jedes Jahr ihre Räumlichkeiten und die ganze Infrastruktur zur Verfügung stellt, ist dieser Anlass ein grosser Erfolg geworden. Dass es möglich ist, viele Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Lebenserfahrung zu einem fröhlichen Fest zusammenzubringen, ist beeindruckend und gibt Zuversicht und Hoffnung für ein friedliches Miteinander. Käthi Pfister

Internationales Buffet an der Weihnachtsfeier des Ämtler Tandems. (Bild zvg.)

Ämtler Schüler sangen in Zug

Kinder aus Mettmenstetten und Obfelden sangen im Herti-Zentrum. (Bild zvg.)

Mit fröhlich festlichen Melodien brachten am letzten Samstag Kinder aus Mettmenstetten und Obfelden vorweihnachtliche Stimmung in die Eingangshalle des Herti-Zentrums in Zug und bereiteten den vielen angereisten Besuchern, den Bewohnern des Alterszentrums und den Passanten viel Freude. Über 50 junge Sängerinnen und Sänger im Alter von 6 bis 8 Jahren begeisterten letzten Samstag die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihren hellen Stimmen und sangen sich damit in die Herzen der vielen Zuhörerinnen und Zuhörer. Unter der Leitung und Begleitung am Keyboard von Luzia Büchler-Meier wurde das Konzert mit dem Weihnachtsklassiker «Feliz Navidad» vom puerto-ricanischen Gitarristen und Sänger José Feliciano eröffnet. Es folgten weitere bekannte Weihnachtslieder wie das in englischer Sprache vorgetragene «This Little Light of Mine» (von Henry Dixon

Loes). Der mit viel Bewegung und Engagement vorgetragene «Wiehnachtsboogie» entlockte den vielen Zuhörerinnen und Zuhörern, unabhängig vom Alter, ein rhythmisches Mitgehen. Auch beim Lied «Zimetstern han i gern» von Andrew Bond wurde der Kinderchor von den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern tatkräftig mit Gesang und rhythmischem Klatschen unterstützt und begleitet.

Ein unvergessliches Erlebnis Die frische und fröhliche Darbietung der jungen Sängerinnen und Sänger wurde vom zahlreichen Publikum mit einem grossen Applaus gewürdigt, dem zwei Zugaben folgten. Die leuchtenden – und teilweise auch feuchten – Augen der stolzen Eltern, Grosseltern, Verwandten, aber auch Passanten, zeigten, dass dieser Auftritt nicht nur für die jungen Künstler ein unvergessliches Erlebnis bedeutete. Für die vielen Besucherinnen und Besucher war es eine tolle Einstimmung in die Weihnachtswoche. (MeC)


Vermischtes

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Weihnachtssingen auf dem Löwenplatz Vor dem imposanten Weihnachtsbaum, der wie jedes Jahr auf dem Löwenplatz aufgestellt war, lauschten die zahlreich erschienenen Zuschauer den Weihnachtsliedern der Kindergarten- und Primarschulkinder der Primarschule Hausen. Das diesjährige Weihnachtssingen der Primarschule Hausen konnte am 20. Dezember zum ersten Mal auf dem Löwenplatz in Hausen stattfinden. Möglich machte es die wohlwollende Unterstützung des Wirtepaars. Schulleiter Markus Schefer wies in seiner Eröffnungsrede auf den Zauber und die Magie hin, welche mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht wird und doch nur schwer in Worte zu fassen ist. Passend zur festlich geschmückten Tanne sangen danach alle zuerst miteinander das bekannte Weihnachtslied «Oh Tannenbaum». Danach folgten die Darbietungen der verschiedenen Klassen. Instrumental begleitet wurden die einzelnen Darbietungen von Lehrpersonen der Primarschule Hausen. Am Schluss sangen Kinder und Eltern wie jedes Jahr gemeinsam das Weihnachtslied «En alte Stern». Im Anschluss an das Weihnachtssingen fand der traditionelle Apéro des Elternrats statt, an dem viele Besucherinnen und Besucher teilnahmen. (pd.)

Zahlreiche Hausemer lauschten dem Weihnachtssingen der Primarschule auf dem Löwenplatz. (Bild zvg.)

Ein Casino in der Turnhalle

Schulsilvester der Sek Mettmenstetten

Eine tolle Gemeinschaftsleistung

Schulsilvester an der Sek Bonstetten Am Donnerstag, 19. Dezember, trafen sich Mary Poppins, Sherlock Holmes, Spiderman, Piper Chapman, die Queen, Tokio, Rio, Denver oder Nairobi zur Netflix-Party an der Sekundarschule Bonstetten. In der mit High-Tech ausgestatteten Aula bejubelten die 320 Schülerinnen und Schüler die Singeinlagen und tanzten bis 23 Uhr.

Die Turnhalle im Las Vegas-Style. (Bilder zvg.)

So wie jedes Jahr feierte die Sekundarschule Mettmenstetten auch dieses Jahr ihren allseits beliebten Schulsilvester, in der Nacht vom 19. Dezember. Das diesjährige Motto des Schulsilvesters lautete: «Casino/Las Vegas» und wie gewöhnlich wurde das gesamte Fest von den dritten Klassen organisiert. Alle haben tüchtig mitgearbeitet und sich angestrengt, damit der Schulsilvester 2019 unvergesslich bleiben

würde. Die Dekorationsgruppen hatten die Turnhalle und das Foyer in tollem Las-Vegas-Style geschmückt. Sie schafften es, den Schülerinnen und Schülern das Thema näherzubringen und sie in eine feierliche Stimmung zu versetzen. Das Administrationsteam kümmerte sich wie gewohnt um die Finanzen, übernahm die Eingangskontrolle und sorgte dafür, dass im Hintergrund alles wie geplant lief. Die Crew der Unterhaltung organisierte die verschiedenen Bühnenauf-

Töggele macht mehr Spass als Roulette und Black Jack.

tritte und spielte die passende Musik im Verlaufe des Abends. Viele Schülerinnen und Schüler fanden dann auch den Mut, eine kleine Darbietung zu präsentieren und die Zuhörerinnen und Zuhörer zu unterhalten. Wenn gerade keine Aufführung lief, verteilten sich die Schüler nach Lust und Laune auf der Tanzfläche, in der Spielehalle oder gemütlich bei den Esstischen. Nicht zu vergessen ist auch die Küchenmannschaft, welche sich zusammen mit dem Elternrat um die knurrenden Mägen der Schülerschaft kümmerte. Ob Pommes, Wienerli oder auch leckere Kuchen, es war alles vorhanden, was das Herz begehrte. Natürlich gab es auch diverse Soft-Drinks, welche tollerweise von der Garage Graf (Mettmenstetten) gesponsert wurden. Um Mitternacht war die Party zu Ende und die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen mussten nach Hause gehen oder wurden gefahren. Für die dritten Klassen ging es jedoch noch weiter, denn alles musste noch aufgeräumt werden. Als dies erledigt war, machten auch sie sich müde auf den Heimweg. Linda Gomez, 3. Sek.

Schon zwei Tage vor dem Fest bereiteten die Klassen das jährliche Hausfest vor. Es wurde gehämmert, gemalt, gebastelt, Unmengen Stoff wurden an die Wände gehängt und aufwendige Technik für das Bühnenbild und die Soundanlage installiert. Durch einen beleuchteten schwarzen Tunnel gelangte man in das vom 3. Jahrgang gestaltete Kino. Mit einfachen Mitteln, hohem Engagement der Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen war eine Netflix-Arena erschaffen worden. Eyecatcher waren eine riesige Popkorntüte und eine professionelle Filmleinwandgestaltung auf der Bühne. Wie immer sorgte der 2. Jahrgang für die Verpflegung, diesmal standen Hot Dogs, Tortillas und Toast auf der Speisekarte. An schön dekorierten Ständen wurden auch Glacé und Crèpes angepriesen. An der Bar konnte man sich bei einer PinkMary oder

Wer hat die beste Verkleidung? (Bild zvg.)

einem BlueMartin vom Tanzen ausruhen. Der 1. Jahrgang sorgte für spielerische Aktivitäten – der Karaoke-Raum war immer voll besetzt, die Challenge Lounge sorgte für spielerische Herausforderungen und im Fotozimmer konnten sich die Teilnehmenden im Netflix-Ambiente fotografieren lassen.

Tanz, Gesang und kreative Kostüme Höhepunkt waren die Aufführungen auf der Bühne: Die Schülerinnen und Schüler der A3a und B3b heizten das Publikum mit ihrer Tanzdarbietung gleich zu Beginn ein. Morena, Arianna, Enéa, Yara, Mia, Seraina, Elisa, Chiara, Tanya, Jana, Linda, Soraya, Nadia, Sarah legten nach und auch die Schülerinnen der Klasse A2c und B2b bewegten sich auf der Bühne gekonnt zur Musik. Doch nicht nur tänzerisch hatte der Schulsilvester 2019 einiges zu bieten. Shero, Aimee, Yannik und Alain sorgten für die gesanglichen Höhepunkte des Abends und Mia und Riyo kürten beim Kostümwettbewerb die beste Verkleidung. Durch den Abend führte das Moderatorenpaar Soraya und Matthew, die mit viel Humor, der nötigen Gelassenheit und gekonnten Sprüchen überzeugten. Um 23.30 Uhr konnten die Eltern müde aber glückliche Schülerinnen und Schüler in Empfang nehmen. Beate Kuhnt und Giw Razavi


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Serie

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Degenduelle und eine verweigerte Patentvergabe für den Gasthof Wängibad Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (139) Unzählige Geschichten bietet das Wängibad. 1412 erstmals erwähnt, war es einst ein Anziehungspunkt für viele Kurgäste. Der dazugehörende Gasthof war als Ausflugsziel und für festliche Anlässe ein beliebter Ort.

hätten sie dort einige durchgehende Zimmer, um dieser zu entgehen.

Schmissträger im Wängibad Zwei Jahre später brachte der neue Besitzer Schifferle von Zürich das Wängibad wieder in Schwung. Da es seit Kurzem keinen eigenen Wein vom Wängibad mehr gab, kompensierte er dies kurzerhand mit abgefülltem Quellwasser. Der Verkauf des «Wängibad-Tafelwassers» wurde ein Renner! In den Jahren zuvor war das Wängibad auch Treffpunkt von Studentenverbindungen und Austragungsort von ihren rituellen Degenduellen. Ein Arzt schilderte früher dem Autor, dass er jeweils für die Wundversorgung beigezogen wurde. Die Wunden nähte er an Ort und Stelle, ohne Anästhesie. Das gehörte zum Ritual. Mancher der Duellanten verliess den Ort mit bandagiertem Haupt. Die Anzahl der Duelle während der Aktivzeit der Studenten waren im Voraus festgelegt. Die Duelle, Mensuren genannt, entsprachen dem Abstand der beiden Fechter zueinander. Der Schmiss, davongetragen in den studentischen Mensuren, war eine Schnittverletzung am Kopf und die daraus entstehende Narbe. Sie galt als das typische Erkennungszeichen der Akademiker.

................................................... von willy hug Da etwas abgelegen, hatte die Obrigkeit stets ein strenges Augenmerk auf das «Wängibad». Dies musste auch Karolina Leutwyler erfahren, als sie 1934 den Gasthof kaufte, aber der Regierungsrat ihr Gesuch für ein Gasthofpatent abwies. Was war der Grund? Er machte dies auf Empfehlung des Gemeinderates von Aeugst und des Bezirksrates Affoltern. Aber bereits zehn Tage später rekurrierte gegen diese Verfügung im Namen Leutwylers der Rechtsanwalt Dr. Schneller von Zürich. Er machte geltend, dass die Bewerberin bisher nur wenige Bussen wegen Übertretung wirtschaftspolizeilicher Vorschriften erhalten habe. In den meisten Fällen sei es nur zu Verzeigungen ohne Bussen gekommen. Das zeige, führte der Rechtsanwalt aus, dass es sich um keine Vergehen oder nur um geringfügige gehandelt habe. Er legte einen Auszug des Zentralstrafenregisters aus dem Kanton Luzern bei, woraus ersichtlich war, dass der Ehemann Walter Leutwyler während der letzten fünf Jahre weder Bussen noch sonst irgendwelche Bestrafungen erhielt. Zudem hätte Frau Leutwyler das Kurhaus Wängibad bereits gekauft und die Verweigerung des Patents bedeute für sie einen grossen finanziellen Schaden.

An prächtiger Aussichtslage gelegen, das Wängibad, 1943. (Archivbilder zvg.)

Südländische Schönheiten

Die Polizei ist weit weg Der Regierungsrat liess sich jedoch nicht umstimmen. Er verwies auf das Gesetz, welches besagt, dass ein Patent verweigert werde, wenn keine Gewähr für die ordentliche und ehrbare Betreibung des Berufes geboten sei. Insbesondere, wenn ein Bewerber wegen Übertreten der Vorschriften wiederholt bestraft worden sei. Während der letzten Jahre führte das Ehepaar in Luzern ein Hotel und Restaurant. Recherchen ergaben, dass Frau Leutwyler zwischen 1925 und 1934 19-mal verzeigt worden war, ihr Ehemann ebenso. Eine anonyme Einsprache gegen die Patentvergabe für den Gasthof Wängibad wies darauf hin, dass der Ehemann ein Konkursit und notorischer Schuldenmacher sei. Aussagen des Hotelpersonals in Luzern belasteten das Ehepaar derart, dass die Polizei dort das Wirtschaftspatent entzogen hätte, wenn dies nicht freiwillig

Kurgäste, Kinder und «Bäri» im Wängibad 1912. Die Familie Spinner führte das Kurhaus von 1715 bis 1931. geschehen wäre. Die Bewirtung sei auch mehrmals in Separatzimmern vorgenommen worden und eine Angestellte sagte aus, dass Frau Leutwyler die Hotelzimmer an junge Paare stun-

Studentisches Degenduell (Aus Mark Twains «A Tramp Abroad»).

denweise abgegeben habe. Einmal habe sie Frau Leutwyler auf das Ungehörige aufmerksam gemacht. Aber barsch habe diese geantwortet, dass man hier kein Kloster sei. Frau

Leutwyler habe geäussert, dass es im Wängibad dann besser gehe, stundenweise Pärchen einzulogieren, als in Luzern. Die Polizei sei dort weit weg. Wenn einmal eine Kontrolle käme,

1943 kam es zur Einquartierung von 41 vornehmlich internierten Italienerinnen im «Auffanglager Wängibad». Sie arbeiteten in der OVA in Affoltern als Gemüserüsterinnen für Armeekonserven. Ein Zeitzeuge erzählte, dass ihn der Charme der Südländerinnen bewog, mit dem Motorrad öfters das Wängibad zu besuchen. Sechs Jahre später verkauft Walter Probst von Zürich das Wängibad an Gustav Giordanengo, Besitzer des Schlosses Böttstein. Bei Verhandlungen mit der Finanzdirektion erhielt Giordanengo das Angebot, gegen den vereinbarten Betrag von 6000 Franken, den Gasthof freiwillig zu schliessen. Begründung: Da die Gemeinde Aeugst noch zwei überzählige Wirtschaften aufweist, war die Reduzierung der Wirtschaftsbetriebe und vor allem die Ablösung eines Tavernenrechtes in dieser Gemeinde erwünscht. Damit konnte auch den ständigen Gerüchten um erotisches Treiben Einhalt geboten werden. Giordanengo stimmte zu, denn er beabsichtigte, nach einem Umbau ein Altersheim zu eröffnen. Trotz guter Belegung war jedoch diesem kein Erfolg beschieden und einige Jahre später kam es zum Konkurs. 1957 wurde die Liegenschaft Privatbesitz. Alles überdauert hat die Quelle des einstigen Bades, sie sprudelt heute noch immer.

Das Wängibad war beliebt als Ausflugsziel und für Veranstaltungen, wie hier für die «Töchterfreizeit» 1930.


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Veranstaltungen

Dienstag, 24. Dezember 2019

Kleine Tiere präsentieren sich ganz gross Zürcher kantonale Rassegeflügel- und Kaninchen-Ausstellung im Zendenfrei Obfelden

................................................... von martin mullis Das wird ganz schön gackern und krähen am Sonntag, 29., und Montag, 30. Dezember, im Zendenfrei. Die drei Vereinigungen der Kleintierzüchter «Schweizerische Klubschau Bantam Klub Schweiz», «Klub-Rammlerschau Alaska- und Havanna-Klub Schweiz» und «Kleintiere Zürichsee, Amt und Limmattal», stellen zusammen rund 700 Kleintiere aus. Insgesamt werden 370 Hähne, Hennen, Gänse und Truten sowie 330 Rammler und Zibben den strengen Experten vorgestellt, um das schönste Tier zu ermitteln.

Silvester-Party in der Güggel Bar, Rickenbach 3,

Gion Gross hat ihn selbst gezüchtet: Ein blau-rostrebhuhnfarbiger Welsumerhahn. (Bild zvg.) Hähne sind da doch etwas bescheidener. Hier heissen sie Appenzeller, Wellsumer und Sundheimer. Präsident Gion Gross betont, dass das Hobby «Kleintierzüchtung» ein Kulturgut darstellt, das erhalten bleiben soll. Gab es früher praktisch auf jedem Bauernhof allerlei Rassen von Kleintieren zu besichtigen, ist diese Tierhaltung weitgehend verschwun-

den. Nicht zuletzt deshalb dürfte die grosse Ausstellung in Obfelden ganz besonders für Kinder interessant und sehenswert sein. Eine Festwirtschaft im Zendenfrei wird für die richtige Stimmung bei den grossen und kleinen Besuchern sorgen.

Für OK-Präsident Gion Gross, Birmensdorf, und seinen Stellvertreter Ueli Hug, Ottenbach, ist der Anlass eine eigentliche Herausforderung. Die logistischen Anforderungen sind ziemlich hoch, müssen doch genügende und vor allem tiergerechte Gehege bereitgestellt sowie Experten und Geflügelrichter aufgeboten werden. Oberste Priorität bei der Tierschau besitzt

natürlich das Tierwohl, welchem grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wer die Rassen und deren Namen liest, stellt fest, dass vor allem die Gattungen der Kaninchen ziemlich international daherkommen. Da zeigen sich in den Gehegen Langohren der Arten Havanna, Alaska, Russen, Burgunder, Wiener und Holländer. Die gackernden Hennen und krähenden

Karneval der Tiere

Das «alte Testament» der Violinmusik

Fantasievoll, faszinierend, überraschend und manchmal verrückt, was aus Kartonschachteln so alles aufersteht. Die Puppenspielerin Liz Lempen zeigt «Karneval der Tiere», ein Stück für Kinder ab vier Jahren. Liz Lempen braucht wenige Worte, wenn sie eine Puppenspielerin spielt, die das grossartigste Tier, das es je gab, bauen will. Sie sucht Kartonstücke zusammen und findet Inspiration in den musikalischen Abschnitten von Camille Saint-Saëns «Karneval der Tiere». Jedes Tier hat da seine eigene Musik. Daraus entstehen immer neue Ideen und Elemente, welche in das grossartigste Tier eingebaut werden. Die Mähne des Löwen, der Rüssel des Elefanten oder eine Feder des Hahns. Aber leider wird dieses Tier ganz kompliziert und unstabil, bis der Schwan kommt – einfach, elegant und grossartig! Ein Stück zum Staunen, fantasievoll, faszinierend, überraschend und manchmal ein bisschen verrückt; ganz so, wie es Kinder mögen. (san) «Karneval der Tiere» am Sonntag, 5. Januar 2020, 16.15 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen. Kinderbar und Kasse ab 15.45 Uhr. www.lempen.co.uk.

Liz Lempen bringt ihren «Karneval der Tiere» nach Hausen. (Bild zvg.)

Als Krönung dieses Jahres feiert die Güggel Bar die Silvesternacht mit DJ Q-No. Schwerpunkte sind Disco, Dance, House, Electro Swing, Funk, R’n’B. Die Güggel Bar ist eine geräumige, aber überblickbare Location auf zwei Ebenen. Im Erdgeschoss wird einem an der Bartheke fast jeder Wunsch erfüllt, während ein gemütliches Feuer aus dem Wandkamin den Rücken wärmt. Abseits der Tanzfläche kann man hier dem etwas dezenteren Sound folgen, etwa bei einem Smalltalk oder einem Gespräch mit Freunden. Über eine Holztreppe gelangt der Gast zum Kern des Geschehens, dem Dancefloor. Für Durstige gibts auch hier eine kleine Bar. Ausserdem lädt eine hübsche Lounge auf der Galerie müde gewordene Partygänger zum Relaxen ein. Das echte Highlight des «Güggels» ist der grosszügige Garten, der vor allem während der Sommermonate heiss begehrt ist und mit reizvollen Ecken und Nischen zum Verweilen einlädt. Wie ein Magnet zieht ein stimmungsvolles Feuer regelmässig Besucher in den Bann und ist selbst in kühleren Nächten der Mittelpunkt des Aussenbereichs. (cn)

Kurz vor Silvester verwandelt sich das Zendenfrei in Obfelden in einen Kleintierzoo. Gleich drei Bezirksvereinigungen von Kleintierzüchtern stellen rund 700 Kaninchen und Rassegeflügel aus. Die Ausstellung dürfte ein Highlight für Tierliebhaber und Familien mit Kindern sein.

Burgunder, Holländer, Sundheimer...

Silvesterparty im «Güggel»

29. und 30. Dezember ab 10 Uhr, Mehrzweckhalle Zendenfrei, Schmittenstrasse 5, Obfelden.

Sebastian Bohren spielt in der reformierten Kirche Aeugst Am Samstag, 4. Januar, um 19 Uhr spielt Geiger Sebastian Bohren in der reformierten Kirche in Aeugst. Er bietet seinem Publikum ein abwechslungsreiches Soloprogramm mit einigen Überraschungen. Der international bekannte Schweizer Geiger Sebastian Bohren kommt für ein Neujahrskonzert in die reformierte Kirche Aeugst. In dieser Kirche war der junge Geiger bereits vor seiner internationalen Konzerttätigkeit gern gesehener Gast und spielte zwischen 2008 und 2016 zahlreiche Konzerte mit dem Organisten und Pianisten Christian Stuckert. Bohren kehrt immer gerne nach Aeugst zurück, um Werke im Konzert zum ersten Mal auszuprobieren und daran zu wachsen. Die sechs Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach sind sozusagen das «alte Testament» der Violinmusik. Bach vollendete die Reinschrift im Jahre 1720. Nach dem Tod seiner Frau verarbeitete Bach wohl seinen tiefen Schmerz darüber auch in diesen Werken. So stehen die Sonate g-Moll und die Partita d-Moll, die Sebastian Bohren an diesem Abend interpretieren wird, ganz im Zeichen der emotionalen Extreme. Ergänzt werden diese beiden Wunderwerke durch kürzere Solostücke von Lucas Jordan, Eugene Ysaye und Rachel Fortin. Der Geiger Sebastian Bohren wurde 1987 in Winterthur geboren und begann als Mitglied im StradivariQuartett eine internationale Konzert-

Ottenbach, am 31. Dezember, ab 22 Uhr. Eintritt frei. www.gueggelbar.ch.

Lieder und Arien im Kloster Kappel Am Weihnachtstag, 25. Dezember, musizieren Gianna Lunardi, Mezzosopranistin, und Martin Rabensteiner, Pianist, im Klosterkeller. Unter dem Titel «Kunstvolle Weihnachten» wird im Kloster Kappel ein vielfältiges Programm geboten. Der weite Bogen spannt sich von Arien aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach über Lieder von Carl Loewe, Edvard Grieg, Max Reger, bis zur Weihnachtskantilene von Hermann Reutter. Texte, ausgewählt und gelesen von Pfr. Volker Bleil, begleiten die Musik. «Musik und Wort». Mittwoch, 25. Dezember, 17.15 Uhr, Klosterkeller des Klosters Kappel. Eintritt frei (Kollekte). Weitere Infos unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Schwingerkönig zurück in Zug Erstmals nach seinem Triumph am Eidgenössischen Schwingund Älplerfest 2019 kehrt Schwingerkönig Christian Stucki zurück nach Zug.

Geiger Sebastian Bohren. (Bild zvg.) karriere, die sich bald auch solistisch weiterentwickelte. CD-Aufnahmen mit Violinkonzerten von Beethoven, Mendelssohn, Britten und Hartmann sowie die Solosonaten von Bach wurden von der internationalen Presse euphorisch aufgenommen. Er tritt als Solist regelmässig mit Orchestern im In- und Ausland auf, so in naher Zukunft mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel, dem Zürcher und Basler Kammerorchester oder dem Württembergischen Kammerorchester. Er spielt auf einer selte-

nen Violine von Giovanni Battista Guadagnini, aus dem Jahr 1767. (pd.) Konzert zum neuen Jahr von Sebastian Bohren, Violine, am Samstag, 4. Januar, 19 Uhr, ref. Kirche Aeugst. Eintritt frei, Kollekte. Programm: J. S. Bach (1685–1750): Sonate für Violine solo g-Moll BWV 1001, Adagio – Fuga – Siciliano – Presto; Lucas Franco Jordan (1985*): Passacaglia para violino solo; Eugene Ysaye (1858–1931): Sonate pour violon seul Nr.3 «Ballade» ; J. S. Bach (1685–1750): Partita II für Violine solo d-Moll BWV 1004, Allemanda - Corrente - Sarabanda - Giga – Ciaccona. Weitere Werke nach Ansage. www.sebastianbohren.com

Am 5. Januar 2020 sagt der sympathische Berner Seeländer «danke» und unterstützt das lokale Unihockeyteam von Zug United in deren Meisterschaftsspielen. Christian Stucki wird ab 14.30 Uhr in der Stadthalle Zug für Gespräche und Autogramme verfügbar sein. Anpfiff zum Spiel der NLA Männer von Zug United ist um 16 Uhr. Das Spiel der NLA Frauen beginnt im Anschluss um 19 Uhr. Da die NLA-Spieler in der Zeit des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests an einem Vorbereitungsturnier in Falun weilten, hatten die Unihockeyaner Christian Stucki und seiner Entourage kurzerhand die freien Spielerwohnungen angeboten. Der frisch gebackene Sportler des Jahres 2019 will sich mit seinem Kommen bei Zug United, aber auch bei der regionalen Bevölkerung bedanken. (pd.)


Sport

Dienstag, 24. Dezember 2019

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Karate – mehr als nur sportliche Betätigung

Marcel Schumacher unterrichtet in Affoltern Karate ist Synonym für Leidenschaft und Lebenseinstellung, geht über die sportliche Betätigung hinaus und fördert unter anderem das Selbstwertgefühl. Marcel Schumacher unterrichtet neu an der Lindenmoosstrasse 12 in Affoltern: Erwachsene und Kinder. Marcel Schumacher, 47-jährig und mit seiner Familie in Obfelden wohnhaft, ist seit 1986 Karateka, seit 1987 lizenziert und seit August 2017 Sensei Shinkyoukushin (3. Dan) – beste Voraussetzungen also, Kindern und Erwachsenen Karate näherzubringen. Kyokushin-Karate ist Vollkontakt-Kampf, der im Wettkampf ohne Schutz betrieben wird – Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung, stets defensiv ausgerichtet und mit Blick auf Selbstkontrolle von Körper und Geist. «Karate ist eine defensive Kampfkunst. Sie darf niemals offensiven Zwecken dienen», sagt Marcel Schumacher. Im Training wird das richtige Schlagen mit Helm und Schutz geübt, und Wettkämpfer muss man nicht werden. Es ist ein Ganzkörpertraining, bei dem das Schwergewicht bei Koordination und Gleichgewicht liegt und Reflexe geschult werden. Entscheidend beim Karate ist das sogenannte Kime, was mit «explosionsartiger Ausführung der

Techniken» gleichgesetzt wird. Es erfolgt mit dem Aufprall des Schlages oder der Abwehr, bei maximaler Kraft und Spannung der Muskulatur.

Schläge auswendig lernen Kursteilnehmende, darunter auch wenig Trainierte, werden behutsam an die Techniken herangeführt. Die vorgegebenen Abläufe werden sukzessive trainiert. Es geht um bis zu 30 Schläge/Bewegungen in einem Ablauf, die man sozusagen auswendig lernt. Eine vollkommene Perfektion wird zwar nie erreicht. Karate ist mehr als reine Selbstverteidigung. Es fördert Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, führt zu sicherem Auftreten in Schule und Beruf – und natürlich auf der Matte beim Vorzeigen des Gelernten. Marcel Schumacher bietet an der Lindenmoostrasse 12 in Affoltern (Haus Peter, vis-à-vis Schmid-Entsorgung) Unterricht für Kinder ab 4 Jahren und für Erwachsene/Jugendliche ab 14 Jahren. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Er lädt am Samstag, 4. Januar 2020, ab 13 Uhr, zu einem Tag der offenen Türe ein. – Trainings finden jeweils Dienstag und Donnerstag statt: von 18 bis 19.30 Uhr für Kinder und von 20 bis 21.30 Uhr für Erwachsene. Derzeit trainiert er eine Erwachsenengruppe und eine Gruppe Kinder (6 bis 13 Jahre). (-ter.)

Unterrichtet neu an der Lindenmoosstrasse 12 in Affoltern: Marcel Schumacher. (Bild Werner Schneiter)

Die überglücklichen Spieler und Trainer nach dem Cupsieg 2019/20. (Bild zvg.)

MU17 Junioren sind Cupsieger 2019/20 HSV Säuliamt vs. SG GC Amicitia / Albis Foxes 29:25 (14:9) Das Cup-Finale der MU17 Junioren des HSV Säuliamt fand am vergangenen Samstag in Kilchberg ZH statt. Der Gegner aus Zürich, die SG GS Amicitia / Albis Foxes durfte nicht unterschätzt werden. Ein Gegner, der eine Stärkeklasse höher spielt und im vorderen Mittelfeld platziert ist. Früh ging es los, um 11 Uhr wurde das Spiel angepfiffen. Beim Einlaufen gab es die letzten Instruktionen der Trainer und dann ging es auch schon los. Die Spieler des HSV Säuliamt konnten den ersten Angriff ausführen, was aber leider zu keinem Torerfolg führte. Die Gegner dagegen konnten ihren ersten Angriff in ein Tor umsetzen und gingen so 1:0 in Führung. Die HSVler liessen sich aber nicht beeindrucken und glichen aus. Bei den Säuliämtlern war keine Nervosität zu spüren, im Gegenteil, das Team spielte überlegt und konzentriert wie nie. Dank einer tollen, kämpferischen Verteidigungsleistung konnte es eine kleine Führung herausspielen, dies auch

dank des toll haltenden Torhüters im HSV-Tor. In der 15. Spielminute konnte man sich das erste Mal mit vier Toren absetzen. Bis zum Pausenpfiff verlief das Spiel sehr ausgeglichen und man konnte mit einer Führung von 14:9 in die Pause gehen. Die Trainer fanden viele lobende Worte, warnten aber auch davor, leichtsinnig und nachlässig zu werden und die Führung zu verspielen. Hochmotiviert kam das Team wieder zurück auf das Spielfeld. Die Zürcher Stadtbuben konnten ihren ersten Angriff nicht erfolgreich abschliessen, nun waren die HSVler im Ballbesitz. Was die Jungs in den kommenden 20 Minuten zeigten, war einfach hervorragend. Die Junioren aus dem Säuliamt zündeten ein regelrechtes Feuerwerk, in der Verteidigung verzweifelten die Gegner am Verteidigungssystem – und kamen sie durch, hielt der Torhüter die Schüsse. Dass der Schlussmann auch hundertprozentige Torschüsse, wie drei aus sieben Me-

tern, hielt, brachte den Gegner fast zur Verzweiflung. Im Angriff schien alles zu gelingen, Ballstafetten und Kombinationen führten dazu, dass die HSVler Tor um Tor vorlegen konnten. In der 51. Minute führten sie mit absolut verdienten 13 Toren Vorsprung. In der Folge wechselten die Trainer, um auch Spielern die Möglichkeit zu geben, die bisher noch nicht so viel zum Einsatz gekommen waren. Leider nutzten die Stadtzürcher dies aus, um die noch nicht warmgespielten HSVSpieler zu überrennen. Die Motivation und den Funken Hoffnung wollten sie nutzen, um das Spiel noch drehen zu können. Jedoch reagierte man auf der Bank des HSV Säuliamt und stellte sicher, dass dies nicht passieren konnte. So gewannen die Jungs des HSV Säuliamt grandios den Cupfinal in Kilchberg mit 29:25 Toren. Der Sieg war hoch verdient, da man über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft gewesen war in diesem Spiel. (pd.)

Das verjüngte Team ist auf dem richtigen Weg Trotz Niederlage im letzten Spiel 2019 ist der SHC Bonstetten-Wettswil gut unterwegs Nach dem freiwilligen Abstieg holt der SHC BonstettenWettswil neuen Schwung in der NLB. Zur Halbzeit der Saison ist klar, dass das Team auf dem richtigen Weg ist. Wie es in dieser Saison auch schon der Fall war, starteten die Zürcher gegen die Oberwil Rebells nicht mit voller Konzentration und Konsequenz in das Spiel. So kam es, wie es kommen musste, und schon nach knapp zwei Minuten schossen die Rebells ihr erstes Tor. Dieses Tor war der Weckruf für den SHC BW. Drei Minuten später netzte Wallin B. zum Ausgleich ein. Das erste Drittel blieb hart umkämpft und so trennten sich die Teams mit einem 3:3 unentschieden zur Drittelpause. 30 Sekunden nach dem Balldrop zum Mitteldrittel bestätigte erneut Wallin, der einen Supertag hatte, den Willen der Zürcher und erhöhte zum 3:4. Die Oberwiler erholten sich schnell vom Überraschungsstart des SHC BW und glichen nach knapp zwei Minuten aus. Doch dann kam ein siebenminütiges Tief der Zürcher, welches die Zuger gnadenlos ausnutzten.

Beinahe jeder Abschluss war ein Treffer. Das Team aus Oberwil konnte so seinen Vorsprung ausbauen und das Mitteldrittel endete mit einem klaren 7:1 für das Heimteam. Die Zürcher kämpften sich im Schlussdrittel wieder ins Spiel und versuchten den Rückstand aufzuholen. Doch die Zuger spielten ihren Vorsprung souverän und abgeklärt über die Zeit. Die Partie bot bis zum Schluss ein hart umkämpftes und attraktives Hockey. Sie endete mit einer klaren 12:5-Niederlage für den SHC BW.

Zusammenarbeit mit den Horgenberg Hammers zu beenden. Einerseits war die Zusammenarbeit eine Übergangslösung und andererseits war die Weiterführung kein Mehrwert für Bonstetten-Wettswil, da man viele Junioren in die erste Mannschaft einbauen wollte.

B-Junioren mit Potenzial

Jahresrückblick Nach dem freiwilligen Abstieg beschloss der SHC Bonstetten-Wettswil, neuen Schwung in der NLB zu holen. Der Entscheid musste deshalb gefällt werden, da auf Ende der letzten Saison mehrere langjährige Stützen des Teams ihren Rücktritt vom Aktivsport bekannt gegeben hatten. Man konnte diese wichtigen Spieler nicht eins zu eins ersetzen und es war klar, dass man mit dem verkleinerten Kader in der NLA nicht mehr konkurrenzfähig sein kann. Mit dem Abstieg boten sich aber auch viele neue Chancen. Beispielsweise konnte der BW viele Junio-

Das junge Team des SHC BW fühlt sich sehr wohl in der neuen Liga. (Bild zvg.) ren in die erste Mannschaft einbauen, was man jetzt schon als grossen Erfolg verbuchen muss. Die Junioren haben sich in der kurzen Zeit hervorragend entwickelt und sind bereits ein wichtiger Bestandteil des neuen Teams. Der Neustart war am Anfang eine Überforderung für das junge Team. Zu gross war die Last des Absteigers in der NLB. Nach anfänglichen Niederlagen und viel Arbeit kämpften sich die Zürcher in die Saison, und die ersten

Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Zur Halbzeit der Saison ist klar, dass das Team auf dem richtigen Weg ist. Das junge Team erreicht sicher die Playoffs und es fühlt sich sehr wohl in der neuen Liga. Im Vergleich zur NLA ist die NLB eine sehr ausgeglichene Liga und jedes Team kann jedes schlagen. Auch in punkto Junioren hat sich auf diese Saison einiges getan. Bei den A-Junioren beschloss der SHC BW, die

Auch bei den jüngeren Mannschaften ist die Saison im vollen Gange. Die BJunioren haben sich nach durchzogenen Startturnieren in der Mitte der Tabelle festgesetzt und sind auf Verfolgungsjagd zu den Topplätzen. Das Team lässt sein grosses Potenzial immer mehr durchblitzen, was aufgrund vieler jungen Spieler nicht selbstverständlich ist. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Entwicklung in der zweiten Hälfte der Saison weitergeht. Die U-12-Mannschaft ist als Titelverteidiger wie erwartet sehr gut in die Meistersaison gestartet und hat sich unter den Top drei der Liga etabliert. So darf weiterhin von der Mission Titelverteidigung geträumt werden – vor allem, da das Finalturnier am 3. Mai im Moos in Wettswil stattfinden wird. (pd.)


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