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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 095 I 173. Jahrgang I Freitag, 6. Dezember 2019

Miteinander

1140 Unterschriften

Wettswil ist für eine gemeinsame Alters- und Gesundheitsstrategie im Bezirk Affoltern. > Seite 3

Der Verein «Stop 5G in Wettswil» hat der Gemeinde seine Petition übergeben. > Seite 5

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Mit Buchprojekt Vor bald 900 Jahren erstmals urkundlich erwähnt: 2024 feiert Stallikon Jubiläum. > Seite 6

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In Debattierlaune Die Gemeindeversammlung Rifferswil hat alle Geschäfte gutgeheissen. > Seite 7

Mit einem Neubau die Effizienz steigern Kolb will nächstes Jahr mehrere Millionen in den Standort Hedingen investieren Unter dem Titel «Fit für die Zukunft» hat die Hedinger Chemiefirma Kolb am Dienstag ihr Neubauprojekt an der Arnistrasse vorgestellt. Es soll die Produktion ab Oktober 2020 auf eine Seite der Maienbrunnenstrasse konzentrieren.

Festliches Konzert Zum 19. Mal bescherten die Tschopp-Schwestern Obfelden ein Adventserlebnis. > Seite 13

Fleissige Helfer Die Chlaussack-Aktion des Lions Clubs Knonaueramt hat längst Tradition. 3500 Säcke werden jedes Jahr gefüllt und an langjährige Kunden verkauft. Dort werden sie als Mitarbeiter- oder Kundengeschenke geschätzt. Der Erlös wird gespendet: für Menschen mit Handicap oder an Institutionen. Auch dieses Mal gab es in Obfelden für die fleissigen Helferinnen und Helfer viel zu tun. ................................................... > Bericht auf Seite 12

Erfolgreiches Stück Hinter den sieben Gleisen wird weiterhin gelitten und geliebt! Zehn Vorstellungen des Theaterstücks «Hinter den 7 Gleisen» sind im «Rössli» in Mettmenstetten bereits über die Bühne, und die Geschichte um die Fremde, die drei Clochards, den Lokomotivführer und weitere Protagonisten weiss ihr Publikum zu entzücken und zu begeistern. Bisher waren nahezu alle Vorstellungen ausverkauft. Nun folgen nochmals sechs Vorstellungen. ................................................... > Bericht auf Seite 19

................................................... von thomas stöckli Hochwertige Produkte und Flexibilität – darauf richtet Kolb die Abläufe aus. Und natürlich auf Effizienz. Genau da harzte es mit der Produktion P2. Durch die Lage jenseits der Maienbrunnenstrasse entstanden unnötig längere Arbeitswege und Transporte. Das will die Chemiefirma nun ändern mit dem neuen Produktionsgebäude. Seit einer Woche visualisiert ein Baugespann die geplanten Ausmasse: Der Bau soll entlang der Arnistrasse, wo jetzt leere Gebinde gelagert sind, rund 34 Meter lang, 10 Meter breit und 10 bis 13 Meter hoch werden. Der Baustart ist im März 2020 vorgesehen, sieben Monate später, im Oktober, soll im Neubau dann bereits produziert werden. «Das ist sportlich, aber machbar», sagt Rob Hilgers, der bei Kolb für die operativen Abläufe verantwortlich ist. Zwischen vier und zehn Millionen – genauer wollte es Hilgers nicht beziffern – kostet der Neubau. Eine Investition, die in Hedingen Arbeitsplätze sichern soll. 160 Mitarbeitende beschäftigt die Firma in Hedingen. Im Rahmen der Effizienzsteigerung fallen allerdings auch etwas mehr als 20 Stellen weg. Fast die Hälfte davon durch Frühpensionierungen. Die weiteren betroffenen Mit-

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anzeigen

Ein neues Produktionsgebäude für Kolb in Hedingen. Blick mit Rob Hilgers, General Manager Operations, vom Dach des Hauptgebäudes aufs Baugespann an der Arnistrasse. (Bild Thomas Stöckli) arbeitenden seien bereits informiert, so Hilgers. Sie erhalten wahlweise Unterstützung oder eine finanzielle Abfindung und dürfen auch vorzeitig gehen, wenn sie eine neue Stelle haben.

90 Haushalte der unmittelbaren Nachbarschaft hatte Kolb zur Infoveranstaltung übers Bauvorhaben eingeladen. «Ich rechnete mit 15 bis 20 Anmeldungen», so Hilgers. Diese Erwartung wurde innert dreier Tagen bereits übertroffen. Schliesslich waren es rund 40,

die sich am Dienstag aus erster Hand orientieren lassen wollten. Ihnen versprach der operative Geschäftsführer von Kolb eine starke Reduktion der Lärm- und Geruchsbelastung. Dies unter anderem, weil sich die Fenster im neuen Produktionsgebäude gar nicht mehr öffnen lassen. Nachtarbeit ist wie schon in der bestehenden Produktion P2 nicht vorgesehen. «Wir nehmen die Anliegen der Nachbarschaft ernst», versicherte Hilgers – und erhielt sogleich Gelegenheit, das zu beweisen. So wünschte an der Infoveranstaltung eine Nachbarin eine Rückmeldung zu ihren Reklama-

tionen und ein Nachbar schlug vor, die leer angelieferten Fässer künftig auf einer Gummimatte zu entladen. Das würde nicht nur den Lärm eindämmen, sondern auch die Lebensdauer der Fässer erhöhen. Kolb ist auf die Herstellung und den Vertrieb von nichtionischen Tensiden und Papierprozesschemikalien spezialisiert. Künftig will die Firma auch vermehrt Zuliefererin sein für die Pharma-Industrie. Das überflüssig werdende Produktionsgebäude P2 wird vorerst nicht abgerissen. Wie es künftig genutzt oder allenfalls vermietet wird, das steht noch nicht fest.

Lange Hausemer Versammlung

Die Stadt und ihre Vereine

Überkantonale Verbindung

Schneebeli und Roth nominiert

Über drei Stunden berieten die Hausemer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Mittwoch über zahlreiche Vorlagen. Die 284 Stimmberechtigten stimmten für den Planungskredit für eine Dreifachturnhalle mit Tagesstrukturen sowie jenen für ein neues Schulhaus. Der Voranschlag 2020 der politischen Gemeinde wurde genehmigt, wie auch ein neues Tanklöschfahrzeug und von zwei Baukrediten wurde nur einer bewilligt. Für emotionale Diskussionen sorgte schlussendlich eine Einzelinitiative, die vorsah, eine Bauzone im Dorfteil Heisch auszuzonen. (sals) ................................................... > Berichte auf Seite 3 und in der Dienstagsausgabe

«Die Stadtregierung steht nicht hinter den Vereinen» – diesen Vorwurf musste sich der Stadtrat an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Montag einmal mehr anhören. Traktandiert war unter anderem die Gebührenrahmenverordnung. Diese wollten einige Stimmbürger nur gutheissen, wenn die Gemeindeversammlung auch beim eigentlichen Gebührenreglement das letzte Wort habe. Den entsprechenden Antrag wies Stadtpräsident Clemens Grötsch als unzulässig zurück. Gemäss Gemeindegesetz sei der Stadtrat das Bewilligungsorgan fürs Gebührenreglement. Mit einem deutlichen Mehr von 57:20 Stimmen fand die Gebührenrahmenverordnung dann doch Zustimmung. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Mit dem Fahrplanwechsel erhält Knonau eine Busverbindung nach Cham. Die verlängerte Linie 42 wird erstmals am 16. Dezember verkehren. «Damit rücken Knonau und Cham noch näher zusammen», freut sich Esther Breitenmoser, Gemeindepräsidentin von Knonau. Vorerst wird die verlängerte Buslinie Nr. 42 als dreijähriger Probebetrieb gefahren. Noch vor dem eigentlichen Start testen Gemeinderatsmitglieder von Cham und Knonau, der Zuger Baudirektor und Vertreter des Amts für Raum und Verkehr des Kantons Zug sowie der Zugerland Verkehrsbetriebe ZVB das neue Angebot am 13. Dezember anlässlich einer «Willkommensfahrt». Um 9 Uhr wird der Bus in Knonau einfahren. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Ende Januar 2020 wird der Zuger Sportler des Jahres 2019 erkoren. wird. Unter den Nominierten sind auch Skiakrobat Noé Roth vom Mettmenstetter Jumpin-Team und Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli. Die Nomination der beiden Sportler aus dem Säuliamt erfolgt absolut zu Recht. Mit dem Gewinn des Schweizer, Europa- und Weltmeistertitels im selben Jahr hat die 18-jährige Hauptikerin Jacqueline Schneebeli in diesem Sommer Einzigartiges vollbracht. Der 20-jährige Noé Roth holte dieses Jahr an der Weltmeisterschaft in Park City als jüngster aller Teilnehmer die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb sowie die Goldmedaille im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb. ................................................... > Bericht auf Seite 25

Interessierte Nachbarschaft

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Ärztlicher Notfalldienst

Du bist nicht mehr da, wo du warst – aber du bist überall, wo wir sind.

In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Victor Hugo

WIR DANKEN HERZLICH für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von

Dölf (Adolf) Wyss-Gallmann

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

erfahren durften. Die vielen Zeichen des Mitgefühls, die Umarmungen, die lieben Worte, die Karten, Blumen und Spenden haben uns tief berührt. Die einfühlsame Abschiedsfeier von Herrn Pfarrer Andreas Fritz gibt uns Trost und Zuversicht. Einen besonderen Dank an alle, die ihm im Leben Freundschaft und Achtung schenkten. Mettmenstetten, Ende November 2019

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 26. November 2019

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2019 A) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 B) Politische Gemeinde 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 2. Genehmigung und Festsetzung der Gebührenrahmenverordnung Das Budget kann ab 9. Dezember 2019 auf unserer Homepage www.stadtaffoltern.ch heruntergeladen werden.

Die Gemeindeversammlung vom 26. November 2019 hat folgende Beschlüsse gefasst: 1. Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2019 – Zustimmung zum Antrag 2. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzung des Steuerfusses – jeweilige Zustimmung zu den Anträgen 3. Ersatz der Trinkwasserleitung Im Schachenhof; Genehmigung der Bauabrechnung – Zustimmung zum Antrag 4. Ersatz der Trinkwasserleitung Bruggenmatt 1; Genehmigung der Bauabrechnung – Zustimmung zum Antrag 5. Kreditbegehren von CHF 900 000.00 (inkl. MwSt.) zu Lasten der Investitionsrechnung zur Sanierung der öffentlichen Trinkwasserleitung Bruggenmatt 2 – Rückweisung des Antrages

In Dankbarkeit Die Trauerfamilie

So nimm denn meine Hände und führe mich.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 29. November 2019

ABSCHIED UND DANK Wir nehmen Abschied von

1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung des Steuerfusses 2020 2. Bauabrechnung des Baukredites für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Tömlimatt – Genehmigung 3. Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Oberamt – Kreditbewilligung 4. Sanierung der Gemeindestrasse Tömlimatt bis Waldhof – Kreditbewilligung und Genehmigung

Silvia Bortoluzzi

Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.

Die Urnenbeisetzung und die Abdankungsfeier finden am Donnerstag, 12. Dezember 2019, 14.00 Uhr, in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis statt.

23. März 1943 – 1. Dezember 2019

Nach langer Leidenszeit wurde sie erlöst und durfte ruhig einschlafen. In stiller Trauer Andrea Schneeberger und André Huber Familie und Freunde

Anstelle von Blumen gedenke man dem Pflegeteam vom Haus zum Seewadel, Postkonto 80-151-4, IBAN CH52 0070 0110 0074 2221 2. Traueradresse: Andrea Schneeberger, Breitenstrasse 5, 8914 Aeugst am Albis

Rechtsmittelbelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden; • Wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • Und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.

Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A. • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.

Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

6. Dezember 2019

Bonstetten, 6. Dezember 2019

Nach einem langen und erfüllten Leben wurde Omi von ihren Altersbeschwerden erlöst und durfte friedlich zu Hause einschlafen.

Stadtrat Affoltern am Albis

Gemeinderat Bonstetten

Du warst die Stütze in der Familie und hinterlässt eine grosse Lücke.

Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen.

Kappel am Albis, 6. Dezember 2019 Gemeinderat Kappel am Albis

Traurig, aber dankbar für die vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von

Hanny Schär-Steinmann 14. Mai 1932 – 30. November 2019

Wir danken Dir für all Deine Liebe und Fürsorge. In unseren Herzen wirst Du weiterleben. Ruedi Steinmann Flavio mit Tanja Daniela Steinmann Peter Steinmann Dario und Marco Lina Schär-Unternährer Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 11. Dezember 2019, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Mettmenstetten statt. Anschliessend Trauergottesdienst um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche. Anstelle von Blumenspenden bitten wir die Lungenliga Schweiz zu berücksichtigen, Postkonto 30-882-0, IBAN CH92 0900 0000 3000 0882 0. Vermerk: Hanny Schär. Traueradresse: Daniela Steinmann, Zürichstrasse 3, 8932 Mettmenstetten


Bezirk Affoltern wir gratulieren Zum 96. Geburtstag Am Montag, 9. Dezember, feiert Theodor Frei in Affoltern seinen 96. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich, wünschen gute Gesundheit und dass der Transport ins nächste Lebensjahr rund rollt.

Zum 85. Geburtstag Just am Samichlaustag vor 85 Jahren hat Antica Hrzic-Balestra das Licht der Welt erblickt. Heute Freitag, 6. Dezember, darf sie nun in Affoltern ihren hohen Geburtstag feiern. Wir wünschen ihr ein schönes Fest und alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Morgen Samstag, 7. Dezember, feiert in Affoltern Rosmarie Leutenegger ihren achten Runden. Wir wünschen viel Freude an ihrem Jubeltag und ein gutes neues Lebensjahr.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Freitag, 6. Dezember 2019

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Soll die Allgemeinheit für Partikularinteressen zahlen? Die Gemeindeversammlung Hausen beriet über die Einzelinitiative Ortsbildschutz Heisch Eine Einzelinitiative von Bewohnern des Hausemer Dorfeingangs Heisch sah vor, eine kleine Bauzone am Dorfeingang zur Landwirtschaftszone umzuzonen. Die Gemeindeversammlung lehnte die Initiative ab, da sie wahrscheinlich zahlreiche vergleichbare Begehren nach sich gezogen hätte. ................................................... von salomon schneider Der Heischer Anwohner Daniel Althaus stellte als Initiant die Einzelinitiative Ortsbildschutz Heisch vor, die als allgemeine Anregung gedacht war: «Die Initiative will den Kernzonenplan Heisch so ändern, dass die Bauzone im Gebiet Hotzenmätteli-Heischerstrasse mit den Freiraum-Anforderungen des kantonalen Inventars der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung angepasst wird.» Als Ersatz für die aufzuhebende Bauzonenfläche soll eine gleichwertige, ortsbildschonende Fläche eingezont werden. «Wir wollen eine kostenneutrale Lösung – irgendeinen Austausch, in irgendeiner Form. Wenn Sie heute Ja sagen, muss die Gemeinde in 18 Monaten eine entsprechende Vorlage ausarbeiten. Es

Hausemer Dorfeingang bei Heisch. Die Initiative wollte verhindern, dass hier gebaut werden kann. (Bild Salomon Schneider) wäre beispielsweise auch ein Bauzonenabtausch mit einer Gemeinde mit höheren Baulandpreisen möglich.»

Rechtssicherheit ist wichtig Der Gemeinderat lehnte die Initiative ab, da aus seiner Sicht die schutzwürdigen Interessen des Ortsbildschutzes auch anderweitig sichergestellt werden können. Im Interesse der Rechtssicherheit sowie zur Verhinderung unverhältnismässig hoher Kosten zulasten der Gemeinde sei die Initiative abzulehnen. Der Hausemer Hochbauvorsteher Reto Brönnimann erläuterte: «Das kantonale Inventar der schützenswerten Ortsbilder von Hausen befindet sich momentan beim Amt für Raumentwicklung zur Prüfung, da es nicht unserer Bau- und Zonenordnung entspricht.» Es soll der BZO angepasst werden, da diese rechtlich über dem

kantonalen Inventar eingestuft wird. «Wir sind uns voll bewusst, dass das Ortsbild von Heisch geschützt werden muss und werden bei einem allfälligen Projekt darauf beharren. Die Initiative hätte eine Überarbeitung der BZO zur Folge und würde dem Grundsatz der Rechtssicherheit widersprechen, da die Bevölkerung 2012 die BZO mit Bauraum in Heisch gutgeheissen hat und wir wollen für alle Bürger, dass sie mit ihren Grundstücken Planungssicherheit haben.»

Initiative wird klar abgelehnt Bei der Diskussion merkte Eveylne Abegglen an: «Als ich den Flyer des Initiativkomitees angeschaut habe, ist mir aufgefallen, dass auf dem Bild die schöne Scheune, die heute – übrigens schön – zum Wohnhaus ausgebaut ist, noch nicht ausgebaut ist. Ich vertraue

der Baukommission und dem Gemeinderat und bin dagegen, dass ihre knappen Ressourcen in die Erarbeitung eines Projekts für wenige Einzelinteressen investiert werden.» Der ehemalige Hochbauvorsteher Heinz Binzegger schlug in dieselbe Kerbe: «Kostenneutral gibt es bei Umzonungen und Änderungen der BZO nicht. Ein Ja zu dieser Initiative würde Tür und Tor für eine gefährliche Entwicklung öffnen. Es gäbe sicherlich mehrere Hausemer, die sich eine solche Sonderlösung für den Raum um ihre Häuser wünschen würden.» Drei Voten ergriffen aber auch Partei für die Initiative. Sie meinten, dass Heisch tatsächlich schützenswert, das Ortsbild bereits mancherorts verschandelt und, dass mit der Ausarbeitung einer Vorlage ja noch nichts verloren sei. Die Initiative wurde schlussendlich mit grosser Mehrheit abgelehnt.

Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch

Alters- und Gesundheitsstrategie Bezirk Affoltern wird unterstützt

Tarife: www.affolteranzeiger.ch

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Wettswil

Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

korrekt Giga- nicht Terawattstunden Im Gesprächsprotokoll «Ja, aber es darf keine Zusatzkosten verursachen» zur Podiumsdiskussion übers Autobahnkraftwerk A4 hat sich ein Zahlenfehler eingeschlichen: Auf 700 Kilometern Autobahn könnten nicht 10 000 Terawattstunden Strom produziert werden, sondern 10 000 Gigawattstunden (oder 10 Terawattstunden). Im Kästchen «Ämtler Haushalte brauchen weniger Energie und produzieren mehr» dazu ist vom abnehmenden Verbrauch die Rede. Gemeint ist der Verbrauch pro Kopf. Der Verbrauch total stieg in der Zeit zwischen 2010 und 2018 als Folge der Bevölkerungszunahme leicht an (um ca. 1,4 %). (Red.)

Den aktuellen und potenziellen Entwicklungen im Bereich Gesundheit und Alter soll Rechnung getragen werden. Ermöglichen soll dies eine Strategie, welche die Entwicklungen sowie Massnahmen aufzeigt, die für eine nachhaltige Lösung notwendig sind. Der Versorgungsraum für die Altersund Gesundheitsversorgung im Bezirk Affoltern befindet sich zunehmend im Wandel (Entwicklungen um das Spital Affoltern, Hausärzterückgang, wachsende Nachfrage nach wohnortsnahen Leistungen, zunehmender und auch älter werdender Bevölkerungsbestand, etc.). Es besteht ein Bedürfnis nach einer übergreifenden Alters- und Gesundheitsstrategie für den Bezirk Affoltern und seine 14 Gemeinden. Klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Zusammenwirken aller Beteiligten sollen in Zukunft verstärkt etabliert werden. Die Sozial- und Gesundheitsvorstände haben den Stadt- und Gemeinderäten deshalb empfohlen, für den gesamten Bezirk Affoltern eine gemeinsame Alters- und Gesundheitsstrategie zu erarbeiten. Diese hat den aktuellen und potenziellen Entwicklungen Rechnung zu tragen und aufzuzeigen, welche Massnahmen und Entscheidungen für eine nachhaltige Versorgung notwendig sind. Dabei sind auch die jeweiligen geplanten gemeindespezifischen Projekte und Planungen angemessen zu berücksichtigen. Die KPMG verfügt über die nötige Erfahrung im Gesundheitswesen und soll als prozessbegleitendes Beratungsunternehmen beigezogen werden. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Gemeinden, der Ärzteschaft, dem Spital Affoltern

und weiteren Bezirks-Institutionen im Gesundheitswesen, wird die Arbeiten begleiten. Der Gemeinderat Wettswil erachtet die Alters- und Gesundheitsstrategie für den gesamten Bezirk als sinnvoll und zielführend. Er hat der Erarbeitung der Strategie sowie der Projektbegleitung durch die KPMG deshalb zugestimmt und dafür einen Kredit als Gemeindekostenanteil in der Höhe von 7700 Franken bewilligt.

Krippenaufsicht neu vergeben Die Standortgemeinden sind zuständig für Bewilligungen und die Aufsicht über die Kinderkrippen und -horte sowie über die Tagesfamilien. Die Zuständigkeit kann an eine andere Behörde übertragen werden. Der Gemeinderat Wettswil hat bisher das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) damit beauftragt und dazu eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Mit Inkrafttreten des revidierten Kinder- und Jugendhilfegesetzes (voraussichtlich im Frühjahr 2020) erfüllt das AJB diese Aufgabe nicht mehr. Entsprechend wurde die Evaluation einer Nachfolgelösung durchgeführt. Aufgrund der Evaluation hat der Gemeinderat entschieden, die Bewilligungsund Aufsichtsaufgaben im Bereich Kinderkrippen/Kinderhorte und Tagesfamilien an die Triangel GmbH, Zürich zu übertragen. Die Leistungsvereinbarung wurde genehmigt und tritt ab 1. April 2020 in Kraft.

Kredit für Revision Teilrichtpläne Der Verkehrsrichtplan stellt ein wichtiges, strategisches und behördenverbindliches Instrument dar, welches alle relevanten Fragen zum Thema Verkehr beinhaltet. Der Verkehrsrichtplan gehört zusammen mit den Teilrichtplänen «Siedlung und Land-

schaft», «Öffentlicher Verkehr und öffentliche Bauten und Anlagen» und «Versorgung» zum kommunalen Gesamtplan, welcher im Jahr 1982 das letzte Mal überarbeitet wurde. Das Amt für Raumentwicklung hat im Rahmen der Vorprüfung des 1. Entwurfes des Quartierplanes Weierächer-Grabmatten die Auflage erteilt, der kommunale Verkehrsrichtplan sei baldmöglichst zu aktualisieren. Für die Revision des Verkehrsrichtplanes wurden deshalb ein Kredit von 40 000 Franken bewilligt und das Ingenieurbüro GPW, Affoltern, damit beauftragt. Die Arbeiten werden Anfang 2020 aufgenommen.

Einbürgerungen Unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung hat der Gemeinderat Alessandro Claudio Ghidini (m), geb. 1978, von Italien, in das Bürgerrecht der Gemeinde Wettswil aufgenommen.

Baubewilligungen Es wurden folgende baurechtliche Bewilligungen erteilt: Daniel und Anita Baur, für Montage Fotovoltaik-Aufdachanlage beim Einfamilienhaus an der Bäumlisächerstrasse 1.

Im Weiteren … ... weist der Gemeinderat die Wettswiler Bevölkerung darauf hin, dass der Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel am 15. Dezember 2019 angepasst wird. Im ZVV-Gebiet kommt es in allen Regionen zu kleineren Änderungen. Mehr Informationen enthält der Online-Fahrplan des ZVV unter www.zvv.ch oder der Postauto AG unter www.postauto.ch. (ab.)

Zwei Einbrecher verhaftet Kurz nach deren Einbrüchen in Hausen konnte die Kantonspolizei dank Spuren und weiterer Ermittlungsarbeit zwei junge Männer verhaften. Die Täter drangen zwischen 30. November und 2. Dezember je zweimal in einen Hausemer Handwerksbetrieb und in die dazugehörigen Wohnliegenschaften ein. Sie entwendeten neben Bargeld auch Spielkonsolen und andere Waren im Wert von mehreren hundert Franken. Der Sachschaden ist ebenso hoch. Dank Ermittlungsarbeit konnten die Einbrecher kurz nach ihren Taten durch die Kapo verhaftet werden. Sie wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt. Noch nicht bekannt ist, was Diebe bei einem Einbruch am 3. Dezember zwischen 17.30 und 17.50 Uhr in ein Reihen-Einfamilienhaus in Wettswil gestohlen haben. Durch Aufbrechen einer Schiebetüre mit Flachwerkzeug verschaffen sie sich Zutritt. Auch die Höhe des Sachschadens ist noch Gegenstand von Abklärungen. Auf einem Parkplatz an der Moosbachstrasse in Affoltern haben Unbekannte vom 2. auf den 3. Dezember die Scheibe eines PWs zertrümmert und ein Portemonnaie mit über 500 Franken Inhalt entwendet. Den Sachschaden beziffert die Kapo auf rund 500 Franken. Am 2. Dezember, 16.30 Uhr, wurde erneut eine Verschmutzung des Lättenbachs in Ottenbach festgestellt. Die Ursache ist nach wie vor unklar. Möglicherweise handelt es sich um Verschmutzungen, die von einer Baustelle stammen. Zweimal mussten Kantons- und Stadtpolizei in Affoltern wegen Lärms ausrücken: am 29. November, 23.45 Uhr, zu einer Tankstelle. Als die Verursacher die Gesetzeshüter erblickten, rannten sie weg. Im Seewadelquartier trafen die Polizisten am 1. Dezember auf vier Jugendliche, die mit ihrem Lärm um 4 Uhr die Anwohner um den Schlaf brachten. Sie folgten der Aufforderung, nach Hause zu gehen. (-ter.)


Affoltern am Albis

Gemeinde Ottenbach Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 2. Dezember 2019 A) Politische Gemeinde 1. Budget 2020 und Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2020 bei 28 %: Genehmigung 2. Verpflichtungskredit für die Revision der Bau- und Zonenordnung inklusive Verkehrsplan der politischen Gemeinde Maschwanden: Genehmigung B) Primarschulgemeinde 1. Budget 2020 und Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2020 bei 81 %: Genehmigung 2. Verpflichtungskredit für den Neubau Lehrpersonendusche: Genehmigung C) Reformierte Kirchgemeinde 1. Budget 2020 und Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2020 bei 14 %: Genehmigung Protokollauflage Die Protokolle liegen ab 9. Dezember 2019 im Gemeindehaus, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, während den Öffnungszeiten, zur Einsichtnahme auf. Die Berichtigung des Protokolls kann selbstständig nur mittels Aufsichtsbeschwerde beim örtlich zuständigen Bezirksrat als Aufsichtsbehörde verlangt werden. Rechtsmittelbelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden; • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Rekurse in kirchlichen Angelegenheiten sind innert derselben Frist an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten einzureichen. 6. Dezember 2019 Im Auftrag der Vorsteherschaften Gemeinderat Maschwanden Primarschulpflege Maschwanden Reformierte Kirchenpflege Maschwanden

Gebührenfestsetzung 2020: Kehricht-, Wasser- und Abwassergebühren Die Gebührenansätze für das Jahr 2020 wurden anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 4. November 2019 wie folgt festgelegt: Gebühr vom 1.1.2020 − 31.12.2020 Wassergebühr pro 1 m³ Wasserverbrauch

Jahr 2020 Vorjahr exkl. MwSt. exkl. MwSt. Fr. 1.90 unverändert

Wassergrundgebühr (inkl. 1 Zählermiete) pro 1. Wohn-/Gewerbeeinheit

Fr. 100.00

unverändert

Wassergrundgebühr pro zusätzliche Wohn-/Gewerbeeinheit

Fr.

60.00

unverändert

Wasserzähler zusätzlich

Fr.

30.00

unverändert

Abwasser pro 1 m³ Frischwasserbezug

Fr.

3.10

unverändert

Abwasser Minimalgebühr pro Wohn-/ Gewerbeeinheit

Fr. 240.00

unverändert

Kehricht je Wohneinheit und Betrieb/ Gewerbe

Fr. 140.00

unverändert

Reduzierte Kehrichtgebühr pro Betrieb/ Gewerbe (ohne Grüngut) gem. Gebührenreglement 3b

Fr.

unverändert

41.00

Die Mehrwertsteuer wird zusätzlich mit 2,5 % für die Wassergebühren und mit 7,7 % für Kehricht- und Abwassergebühren erhoben. Gegen diesen Beschluss kann innerhalb 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Ottenbach, 6. Dezember 2018 Gemeinderat Ottenbach

Bauherrschaft: Staat Zürich c/o Hochbauamt Kanton Zürich, Stampfenbachstrasse 110, 8090 Zürich Schweiz Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Neubau Aussengitterabschluss mit Einwurfschutz beim Bezirksgefängnis, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1853, Zone: Zone für öffentliche Bauten

Bonstetten Bauherrschaft: Andrea Heckmann, Schachenstrasse 123, 8906 Bonstetten Projektverfasser: Steiger AG, Wiesentalstrasse 34, 8355 Aadorf, Schweiz Projekt: Erstellung von Luft/WasserWärmepumpe mit Splitgerät als Ersatz von Wärmepumpe (bereits erstellt), Schachenstrasse 123, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2380, Zone: W2/40

Obfelden Bauherrschaft: Roger + Evelyn Leemann, Schürweidstrasse 23a, 8912 Obfelden Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Erweiterung Überdachung bestehender Sitzplatz am Wohnhaus Vers.-Nr. 1818, Schürweidstrasse 23a, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4619, Zone: W1

Wettswil

Beschlüsse der Schulgemeindeversammlung vom 2. Dezember 2019 1. Budget/Steuerfuss 2020 – Genehmigung 2. Projektierungskredit Aufstockung Schulhaus Wygarten I – Genehmigung 3. Gebührenverordnung – Genehmigung Rechtsmittelbelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Schulgemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. 6. Dezember 2019 Sekundarschulpflege Knonau – Maschwanden – Mettmenstetten

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Monika Heuscher, Obstgarten 1, 8914 Aeugst am Albis Die genannte Person funktioniert als Vertreterin der Stockwerkeigentümer STWEG Obstgarten Vertretung der Bauherrschaft: Visplanum, Bächlerstrasse 6a, 8912 Obfelden Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschft ist Projektverfasser. Projekt: Bohren von Erdwärmesonden und Aufstellen einer Wärmepumpe, Obstgarten 1, 8914 Aeugst am Albis Katasterinformationen: Kreis: Amtliche Vermessung Gde, Grundstück-Nr.: 1519, Zone: K2B und L

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Stadt Affoltern am Albis, Abteilung Immobilien, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, Schweiz Projektverfasser: Erne AG Holzbau, Werkstrasse 3, 5080 Laufenburg, Schweiz Projekt: Neubau Provisorium Altersund Pflegeheim (Haus zum Seewadel) während Bauzeit, Giessenstrasse, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6036, Zone: Zone für öffentliche Bauten

Bauherrschaft: Carlo und Daniela Favero, Hofächerstrasse 23, 8907 Wettswil a.A. Projektverfasser: Eichholzer Haustechnik AG, Augenweidstrasse 2, 8966 Oberwil-Lieli Projekt: Innenaufgestellte Luft/WasserWärmepumpe beim Einfamilienhaus Vers.-Nr. 1234, Hofächerstrasse 23, 8907 Wettswil a.A., Kat.-Nr. 3195, Zone W2b

Wettswil Bauherrschaft: Marcel und Elena Marioni, Hofächerstrasse 21, 8907 Wettswil a.A. Projektverfasser: Eichholzer Haustechnik AG, Augenweidstrasse 2, 8966 Oberwil-Lieli Projekt: Innenaufgestellte Luft/WasserWärmepumpe im Einfamilienhaus Vers.-Nr. 1235, Hofächerstrasse 21, 8907 Wettswil a.A., Kat.-Nr. 3196, Zone W2b

Todesfälle Affoltern am Albis Am 1. Dezember 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Silvia Bortoluzzi geboren am 23. März 1943, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis. Beisetzung am Donnerstag, 12. Dezember 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 2. Dezember 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Fane Kastrati geb. Alidemaj geboren am 21. September 1987, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Mettmenstetten Am Mittwoch, 11. Dezember 2019, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche, die Beisetzung/ Abdankung für

Hanna Schär-Steinmann Ottenloostrasse 4, statt. Der Friedhofvorsteher


Bezirk Affoltern

Freitag, 6. Dezember 2019

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Weit weg vom Ziel Selbstfinanzierung Die Gemeindeversammlung Affoltern hat alle Geschäfte gutgeheissen Neben der Gebührenrahmenverordnung gab vergangenen Montagabend an der Gemeindeversammlung Affoltern insbesondere der Anstieg des Personalaufwands zu reden. ................................................... von thomas stöckli Volle Selbstfinanzierung, die Verschuldung begrenzen auf 5000 Franken pro Einwohner, und mit Ertragsüberschüssen die Nettoschuld eindämmen. Das sind die finanzpolitischen Ziele der Stadt Affoltern. «Die Selbstfinanzierung verfehlen wir bei Weitem», musste Markus Meier, Finanzvorstand ad interim, eingestehen. Und mit den anstehenden Grossprojekten, dem Ersatzneubau Seewadel (43,8 Mio. Franken) und der Gesamtsanierung der Schulanlage Butzen (15 Mio. Franken) sowie weiteren Investitionen in den Folgejahren in den Hochwasserschutz, den Kindergarten Haupel, die Erweiterung der Stadtverwaltung sowie in die Altlasten-Sanierung Brauiweiher wird sich die Lage weiter zuspitzen. Meier sprach denn auch von einer «angespannten Haushaltssituation». Zumindest der Steuerfuss bleibt stabil bei 107 % (Gesamt ohne Kirche: 124 %). Das Budget für 2020 sieht ein Plus von 90 000 Franken vor, dies bei gut 89 Mio. Franken Aufwand und Ertrag (im «Anzeiger» vom 22. Oktober). Gestartet habe die Budget-Beratung mit einem Minus von 2,5 Mio. Franken, so Meier: «Sämtliche Ressorts mussten Federn lassen.» Netto werden 23,3 Mio. Franken investiert – mehr als doppelt so viel wie im laufenden Jahr. SVP-Votanten störten sich an der Steigerung der wiederkehrenden Kosten beim Personalaufwand von

23,25 auf 26,90 Mio. Franken. «Wir haben keine exorbitante Erweiterung im Werkhof oder in der Verwaltung vorgenommen», versicherte Stadtpräsident Clemens Grötsch. Vielmehr schlagen hier neben der Spitex in Eigenregie (1,9 Mio.) zusätzliche Lehrkräfte und Hortmitarbeitende zu Buche. Weiter steige mit der neuen Demenzabteilung im Haus zum Seewadel auch der Betreuungsaufwand. Noch keine Angaben konnte Grötsch zur Kostenentwicklung durch den Spitex-Alleingang machen. Danach gefragt hatte alt Nationalrat Toni Bortoluzzi: «Gesundheitspolitisch halte ich es für einen Fehler – wie ist es wirtschaftlich?» Schliesslich hiessen die 101 Stimmberechtigten das Budget und den Steuerfuss mit 62:3 Stimmen gut.

Rabatt für Einheimische Kritische Stimmen gab es auch zur Festsetzung der Gebührenrahmenverordnung. Einen Antrag, dass das Gebührenreglement ebenfalls vor die Gemeindeversammlung solle, wies Grötsch als unzulässig zurück: Gemäss Gemeindegesetz sei der Stadtrat das zuständige Bewilligungsorgan. Grundsätzlich ändern sich mit der Rahmenverordnung die Gebühren nur im Baubewilligungsverfahren. Neu werden dort sämtliche Kontrollen und Abnahmen enthalten sein. Einheimische erhalten für die Nutzung von Infrastruktur weiterhin mindestens 30 %, in der Regel aber 50 % Rabatt. Bei der Vermietung von Inventar und Festbankgarnituren werde nur der Aufwand des Werkhofs verrechnet. Zudem dürfen lokale Vereine gratis bis zu zehn Plakate platzieren und erhalten das Wirtschaftspatent gratis. Am Passus «in der Regel gebührenfrei» und anderen «Kann»-Formulierungen

Duftende Tannen und Reise ins Arche-Wäldli

Ein Weihnachtserlebnis der besonderen Art Mit Kindern wird Weihnachten wichtig. Wichtiger jedenfalls als vorher. Schliesslich soll so etwas wie eine eigene Familientradition entstehen. Die katholische Pfarrei Affoltern zeigte am letzten Freitag ein Beispiel. Wenn es dunkel und kalt wird, sehnen sich die Menschen vor allem nach Licht. Bei einem Spaziergang auf einem Weihnachtsweg konnten die

Familien der Mittelstufenkinder Licht und Weihnachtsstimmung tanken. Die Wanderung nach Bethlehem – respektive ins Arche-Wäldli – war ein Weihnachtserlebnis der besonderen Art. An verschiedenen Stationen wurde die Weihnachtsgeschichte liebevoll in den heutigen Alltag übertragen und nacherzählt. Im Anschluss tauschte Religionspädagoge Tomas Villagomez die Weihnachtsgans gegen ein Waldfondue ein – und erntete dafür viel Applaus. (pd.)

störten sich verschiedene Vereins-Vertreter. «Muss ich jetzt für jedes Wochenend-Training betteln?», wollte Albert Suter von der Feldschützengesellschaft Zwillikon wissen. «Nein, das läuft wie bisher», versicherte Stadtrat Meier. Mit 57:20 Stimmen kam die Gebührenrahmenverordnung durch.

Zu strenge Sozialhelfer? Die Entwicklung der Sozialkosten seit dem Austritt aus dem Bezirks-Zweckverband waren dann Thema einer Anfrage nach Paragraf 17 des Gemeindegesetzes. Die Nettokosten für die «Gesetzliche wirtschaftliche Hilfe» seien 2016 bis 2018 von 2,84 Mio. auf 1,93 Mio. Franken gesunken, so Grötsch, die Zahlen seien allerdings nicht direkt vergleichbar. 2015 – also vor dem Austritt aus dem Zweckverband – lagen die Nettokosten bei 2,57 Mio. Franken. Die Verwaltungskosten betrugen 2015 beim Zweckverband 2,06 Mio. Franken (Anteil Affoltern), 2018 waren es 1,52 Mio. Franken. Im selben Zeitraum sank allerdings auch die Anzahl Dossiers von 210 auf 164. Diese Zahl sage aber nichts über die Anzahl der betreuten Personen und den effektiven Arbeitsaufwand aus, so Grötsch. Geht Affoltern zu streng mit seinen Sozialhilfebezügern um? «Wir halten uns prinzipiell an die Gesetze», so Martin Gallusser, Stadtrat Soziales und Gesellschaft. In der Praxis könne man allerdings strenger oder lascher sein. «Wer nicht mitwirkt, verwirkt sich auch den Anspruch auf Sozialhilfe, so Gallusser weiter. Die Praxis sei sicher straffer als früher. Die Stadt Affoltern zeige sich seit einigen Jahren unsolidarisch gegenüber anderen, rügte Anfragesteller Christian Moser grundsätzlich und stellte fest, dass bezirksweit das Vertrauen in die Stadt verloren

Sek-Budget einstimmig genehmigt In krankheitsbedingter Abwesenheit von Präsident Urs Bregenzer be-grüsste Vize und Finanzvorstand Christoph Bühlmann die 104 Stimmberechtigten zur Versammlung der Sekundarschulgemeinde im Kasinosaal Affoltern. «Die wirtschaftliche Lage der Sek ist sehr gut», durfte er verkünden. Seit über zehn Jahren in Folge schliesse die Jahresrechnung jeweils deutlich im Plus, deshalb habe man im Vorjahr den Steuerfuss von 21 % auf 17 % gesenkt. Erklärtes Ziel ist es nun, dass die Erfolgsrechnung über einen Zeitraum von sieben Jahren ausgeglichen ist. Bei einem Aufwand von 11,13 Mio Franken und einem (gleichblei-

gehe. Solidarität heisse nicht, dass Affoltern alles zahle, hielt der Stadtpräsident entgegen: «Es soll ein Geben und Nehmen sein.»

Infoveranstaltung zum «Seewadel» Mit den Bekanntmachungen rundete Clemens Grötsch die Versammlung ab, ehe er die Teilnehmenden um 21.12 Uhr in den Apéro entliess. Nachdem die Gross-ARA Reuss durch den Ausstieg der Standortgemeinde Obfelden nach vier Jahren Planung gescheitert ist, dränge sich ein Neubau der ARA Zwillikon auf – für 31 000 Einwohner dimensioniert und ergänzt um eine

benden) Steuerfuss von 17 % budgetiert die Sek diesmal ein Minus von 594 000 Franken. Dies kann sie verkraften, bei einem Eigenkapital von 11 Mio. Franken. Investiert werden 2020 netto 210 000 Franken. Allein die Sanierung des Fussballplatzes, die für den Musiktag etwas hinausgeschoben wurde, beläuft sich auf 165 000 Franken. Das Budget wurde einstimmig gutgeheissen. Nach einem kurzen Info-Teil – unter anderem über das Engagement der Schüler des MNA-Zentrums Lilienberg (für unbegleitete minderjährige Asylsuchende) am Chlausmärt Affoltern – konnte Bühlmann die Versammlung nach 23 Minuten bereits wieder schliessen. (tst.)

zusätzliche Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen. Von den 42 Mio. Investitionskosten müsste Affoltern zwei Drittel tragen. Vor 2028 dürfte das allerdings kein Thema sein. Doch der Stadtrat plant längerfristig. Für die Vision 2050 will er bis Ende Februar Thesen aufstellen und diese dann im Laufe des Jahres 2020 ins Gespräch bringen. Zum Ersatzneubau Seewadel, dem «Zentrum für Gesundheit und Alter», und der entsprechenden Abstimmung vom 9. Februar will die Stadt am 13. Januar eine weitere Informationsveranstaltung durchführen. Um 19.30 Uhr im Mehrzwecksaal beim Feuerwehrgebäude.

Petition «Stop 5G» übergeben

Widerstand gegen Mobilfunk-Sendeanlagen in Wettswil Der Verein «Stop 5G in Wettswil» hat der Gemeinde eine Petition mit 1140 Unterschriften übergeben, die den Verzicht auf Sendeanlagen auf Gemeindegebiet fordert. ................................................... von stefan schneiter Es sollen auf dem ganzen Wettswiler Gemeindegebiet keine Baubewilligungen für neue 5G-Sendeanlagen mit hochfrequenter Strahlung erteilt werden. Und auch für die Umrüstung bestehender Mobilfunksendeanlagen auf 5G sollen keine Bewilligungen erteilt werden. Dies fordert eine Petition, die der Verein «Stop 5G in Wettswil» am Montag der Gemeinde übergeben hat. Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger und Gemeindeschreiberin Alexandra Brandenberger nahmen die Petition entgegen.

Schädlichkeit ungeklärt

Wenn der Christbaum im Wald steht. (Bild zvg.)

«Die wirtschaftliche Lage ist sehr gut»

Eva Wolfsgruber, Präsidentin des Vereins, wies bei der Übergabe darauf hin, dass sich das Bewusstsein in der Bevölkerung in Bezug auf 5G geändert habe. So wurden in den letzten sechs Monaten 98 Prozent aller Baugesuche von 5G-Anlagen durch Einsprachen blockiert. In Urdorf hat der Gemeinderat, nachdem dort eine gleichlautende Petition wie in Wettswil eingereicht worden war, im September alle Baugesuche von 5G-Mobilfunkanlagen sistiert. Laut Wolfgang Wolfsgruber weist die Schweiz weltweit die höchste 5G-

Wolfgang Wolfsgruber, «Stop 5G»-Vizepräsidentin Verena Berger und Präsidentin Eva Wolfsgruber übergeben Wettswils Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger (rechts) und Gemeindeschreiberin Alexander Brandenberger die Petition, (Bild sts) Dichte auf. 30 Prozent aller 5G-Anlagen stünden in der Schweiz, die gerade mal ein Tausendstel der Weltbevölkerung stelle. «Die Schweiz ist sozusagen Pilotprojekt in Sachen 5G», so Wolfgang Wolfsgruber. Vergangene Woche hat der Bund einen Fachbericht zu Bedürfnissen und Risiken von 5G veröffentlicht. Dieser ergab jedoch keinerlei neue Fakten und lässt weiterhin die Frage offen, ob 5G-Strahlung schädlich ist. In der Petition wird darauf verwiesen,

dass eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegten, dass elektromagnetische Strahlung die menschliche Gesundheit schädige, zu Herzrhythmusstörungen, Herzkreislauferkrankungen, Lern- und Gedächtnisdefiziten führen könne. Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe hochfrequente Strahlung als möglicherweise krebserregend klassifiziert. Bis man Genaueres wisse, so argumentieren die Übergeber der Petition, sollte man die Bewilligung von 5G stoppen.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 6. Dezember 2019

Diskutiertes Buchprojekt In Mettmenstetten ist mehr zu 900 Jahre Stallikon Sek-Schulraum nötig

Gemeindeversammlung genehmigt Anträge Einstimmiges Ja zur Aufstockung des Schulhauses Wygarten I 69 Stalliker Stimmberechtigte befanden am vergangenen Mittwoch über das Budget 2020, zwei Wasserversorgungsverträge und ein Buchprojekt mit der Stiftung Aumüli. ................................................... von urs e. kneubühl 2024 kann Stallikon das 900-Jahr-Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung feiern – und am vergangenen Mittwochabend gab die Gemeindeversammlung in der Turnhalle Loomatt, Sellenbüren, den Startschuss zu einem ersten Jubiläumsprojekt – allerdings etwas harzig und nicht einmütig. Das Gemeindejubiläum, so der Gemeinderat, solle nämlich nicht nur mit einem Fest, sondern auch mit einer Buchpublikation, gemeinsam mit der Stiftung Aumüli, sowie mit ergänzenden Beiträgen auf www.stallikon.ch gefeiert werden. Inhaltlich wird das durchgehend bebilderte Buch sämtliche Aspekte des menschlichen Zusammenlebens aufnehmen, wobei allen Siedlungen der Gemeinde Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Aumüli kommt zudem ein besonderes Augenmerk zu. An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch aber gab das zum Jubiläum in fünf Jahren geplante Buch – 180 Seiten, Auflage: 1200 Exemplare – vorerst ordentlich zu reden. Beantragt hatte der Gemeinderat der Versammlung einen auf die Jahre 2020 bis 2024 verteilten Kredit über 162 000 Franken, der grösstenteils mit der Jubiläumsdividende der Zürcher Kantonalbank – diese feiert 2020 ihr 150Jahr-Jubiläum – gedeckt werden kann. Obwohl grundsätzlich Einigkeit darüber herrschte, dass eine Aufarbeitung der Dorfgeschichte durch den Historiker Bernhard Schneider wünschenswert sei, wurde das Buchprojekt von einigen Votanten als zu kostspielig kritisiert. Gleichsam stellten weitere Meinungsäussernde die Frage, ob es denn tatsächlich ein Buch sein müsse. Aber es gab auch etliche Stimmen, welche die Kosten als vertretbar, die Investition als gut und ein Buch als das richtige Medium taxierten. Schliesslich wurde dem Kreditantrag des Gemeinderates über 162 000 Franken mit 36 Ja zu 22 Nein zugestimmt.

Budget 2020 mit positivem Abschluss – Steuerfuss bleibt bei 85 Prozent Das Budget 2020 der Gemeinde Stallikon prognostiziert bei Aufwand und Ertrag von je 19 Mio. Franken einen positiven Abschluss mit einem Ertragsüberschuss von 34 400 Franken. Es fand in der Abstimmung uneingeschränkte Zustimmung. Im Budget 2020 wird gegenüber Budget 2019 mit steuerlichen Mehreinnahmen von rund 870 000 Franken gerechnet. Gleichzeitig sind im Bereich Gesundheit die Kosten gegenüber 2019 um 25 Prozent, ebenso die Pflegefinanzierung in Alters- und Pflegeheimen wie auch die Kosten der Spitex als höher ausfallend prognostiziert. Die Primarschule rechnet zudem anzeige

mit Mehraufwendungen von rund 302 400 Franken, derweil die Kosten für Amtsvormundschaft (- 88 000.–), Netto-Beitrag an die Postautolinie 227 (- 47 200.–) sowie Planung und Projekt Dorfkern (- 70 000.–) geringer ausfallen sollen. Zur Investitionsrechnung hält der Gemeinderat fest, dass die überdurchschnittlichen Investitionsausgaben von insgesamt über 17 Mio. Franken in den vergangenen fünf Jahren zu einer hohen Verschuldung geführt haben. Für die nächsten fünf Jahre wurden deshalb nur die notwendigsten Investitionen im Finanzplan eingestellt. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund 6,5 Mio. Franken. Für 2020 sind zudem in der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens Nettoinvestitionen von 1,4 Mio. Franken vorgesehen.

Erneuerung Wasserversorgungsverträge Galm und Gwva Der Erneuerung der Gesellschaftsverträge der regionalen Gruppenwasserversorgung Amt – Limmat – Mutschellen (Galm) und der Gruppenwasserversorgung Amt (Gwva) stimmte die Versammlung ebenfalls ohne Gegenstimme zu. Der von der Delegiertenversammlung der Gwva im vergangenen Juli genehmigte, am 1. Oktober 2020 in Kraft tretende, neue Wasserlieferungsvertrag zwischen der Wasserversorgung Zürich (WVZ) und der Galm – mit Optionsanpassungen und Zuschlägen bei Optionsüberschreitungen – machen Anpassungen in den beiden Gesellschaftsverträgen der Galm und Gwva nötig. Diese wurden zum Anlass genommen, die beiden Gesellschaftsverträge grundlegend zu erneuern und sie den heutigen Verhältnissen anzupassen. Im Galm-Vertrag wurden die neuen Regelungen des WVZ-Vertrages übernommen: Optionsanpassungen sind alle fünf Jahre möglich. Eine Erhöhung der Option kann unbeschränkt erfolgen, sofern die WVZ die gewünschten Mengen liefern kann, eine Reduktion hingegen lediglich um maximal 10 Prozent, ausgehend von der letzten optierten Tagesbezugsmenge. Der fällige Zuschlag bei Überschreitung der Tagesbezugsmengen wurde neu definiert: Für Überschreitungen an mehr als drei Tagen im Kalenderjahr oder mehr als 10 Prozent beträgt er das Dreifache des Leistungspreises für das betreffende Jahr. Kein Zuschlag erfolgt bei Optionsüberschreitungen, die auf einen Rohrbruch, einen Brandfall oder eine Trinkwasserverunreinigung im Netz zurückzuführen sind.

Gwva: Maschwanden neu dabei, Kappel nicht mehr Vertragspartner Der total revidierte Gwva-Vertrag orientiert sich bezüglich Erhöhung oder Reduzierung der Optionen sowie hinsichtlich Zuschlägen bei Optionsüberschreitungen an den Regelungen im Galm-Vertrag. Genauso vereinfachen die revidierten Verträge unter anderem die Verrechnung der Investitionskosten für Erneuerung und Erweiterung der Anlagen. In die Gwva als neuer Vertragspartner aufgenommen wurde zudem die Gemeinde Maschwanden, indes die Wasserversorgung von Rifferswil sowie die Wasserversorgungsgenossenschaften Mettmenstetten, Herferswil, Rossau und Hauptikon-Uerzlikon neu unter «Wasserversorgung Sektion Rifferswil» als ein Vertragspartner geführt werden. Die Wasserversorgungsgenossenschaft Kappel schliesst sich der Wasserversorgung der Gemeinde Hausen an und ist somit nicht mehr direkter Vertragspartner der Gwva.

Weiter steigende Schülerzahlen der Sekundarschule erfordern in Mettmenstetten die Aufstockung des Schulhauses Wygarten I. Die Gemeindeversammlung in Maschwanden stimmte dem Kredit von 200 000 Franken für ein Vorprojekt einstimmig zu. Das Wachstum in Mettmenstetten widerspiegelt sich auch in wachsenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern an der Oberstufe. So stieg die Zahl im Vergleich zum Schuljahr 2018/19 zum aktuellen Schuljahr von 190 auf 230. Und ein weiteres Wachstum wird prognostiziert. Aber das ist nicht nur auf steigende Zahlen von Schülerinnen und Schülern zurückzuführen, sondern auf die wachsende Zahl jener mit besonderen Bedürfnissen. Kleingruppen und Einzelsettings sind gefragt. «Das erfordert einen dynamischen Umgang mit dem Raumangebot. Jetzt sind aber die Reserven erschöpft», sagte der für die Liegenschaften zuständige Oberstufenschulpfleger Markus Ruggiero an der Versammlung der Sekundarschulgemeinde Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten in der Kirche Maschwanden. Die Argumente für eine Aufstockung vermochten die 50 Stimmberechtigten zu überzeugen. Sie stimmten dem Kredit von 200 000 Franken einstimmig zu. Die

Das Schulhaus Wygarten I wird wegen der wachsenden Zahl an Oberstufenschülerinnen und –schülern aufgestockt. (Bild Werner Schneiter) Umsetzung ist für 2021 geplant – rechtzeitig vor der neuen «Schülerwelle».

Von 35 auf 21 Steuerprozente Dass die Sek Mättmi das Aufstockungs-Projekt ohne Steuererhöhung stemmen kann und im Rahmen des Budgetantrags sogar mit einer Steuerreduktion um ein Prozent auf 21 Prozent gesenkt werden kann, widerspiegelt die gute Finanzlage. Vor 22 Jahren war ein Steuerfuss von 35 Prozent notwendig; er konnte seither dank reichlich sprudelnder Steuereinnahmen kontinuierlich gesenkt werden. Gleichwohl kann die Sek mit ihren Ressourcen all ihre Aufgaben vollumfänglich stemmen; die künftigen In-

vestitionen lassen mit der Selbstfinanzierung etwa zur Hälfte decken. Im Voranschlag 2020 sind dafür insgesamt 587 000 Franken vorgesehen – deutlich mehr als in den Vorjahren. Finanzvorsteherin Cathrin Füglister präsentierte einen Voranschlag, der sich bei einem Aufwandüberschuss von gut 18 000 Franken kaum vom vorjährigen unterscheidet. Einstimmig sagten die Stimmberechtigten ausserdem Ja zur neuen Gebührenverordnung, die ab 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Präsidentin Céline Lingua betonte, dass die neue Verordnung keine neuen Gebühren, keine höheren und keine tieferen Gebühren nach sich zieht. Sie ist eine neue Rechtsgrundlage, die im Wesentlichen die kantonale ablöst. (-ter.)

Erster Schritt zur Revision der Bau- und Zonenordnung

Maschwander Gemeindeversammlung sagt Ja zu Verpflichtungskredit Vereinheitlichung, Harmonisierung, der Praxis angepasst: Die aus dem Jahr 2003 stammende Bau- und Zonenordnung (BZO) in Maschwanden wird einer Frischkur unterzogen. Mit dem einstimmigen Ja der Gemeindeversammlung zum Verpflichtungskredit von 100 000 Franken ist dazu der erste Schritt erfolgt. ................................................... von werner schneiter Im Gegensatz zur Juni-Gemeindeversammlung, die mit einem Rekurs möglicherweise in die Verlängerung geht («Anzeiger» vom 27. November), segelte die Maschwander Gemeindeversammlung vom Montag in ruhigen Gewässern – mit einer einzigen Wortmeldung und durchweg einstimmiger Zustimmung der 52 Anwesenden zu allen Geschäften. Sichtlich entspannter führte Gemeindepräsident Christian Gabathuler durch die Versammlung der Politischen Gemeinde – und er vertrat ein Geschäft, das aufgrund seines beruflichen Hintergrunds zu seinen Kernkompetenzen zählt: die anstehende BZO-Revision, die nun nach 16 Jahren nötig wird. Hierbei geht es insbesondere um Harmonisierung, Vereinheitlichung und Vorgaben, die der heutigen Praxis entsprechen. Heute ist in der Maschwander BZO nur von einer Bauzone (Kernzone) die Rede. Das führe immer wieder zu Diskussionen, etwa dann, wenn ein altes Gebäude im Dorfkern mit einem Neubau am Dorfrand verglichen werde, so Gabathuler. Es bedürfe diverser Bauzonen, bei denen auch zwischen alt und neu differenziert werde. Sodann sei es nötig, die Darstellung von Nutzungsplänen anzupassen und die Baubegriffe zu harmonisieren, erläuterte der Gemeindepräsident. Klar ist

für ihn, dass es da externes Fachwissen braucht, was mit Kosten verbunden ist. Und die übersteigen mit veranschlagten 100 000 Franken die Kompetenzen des Gemeinderates (50 000 Franken). In den Prozess, der eineinhalb bis zwei Jahre in Anspruch nimmt, wird auch die Bevölkerung einbezogen – so, wie beim sogenannten «Zukunftskafi». Die Stimmberechtigten genehmigten den Kredit von 100 000 Franken einstimmig.

Steuerfussverschiebung wegen Isola Wohl einmalig im Bezirk Affoltern ist die Höhe einer Verschiebung des Steuerfusses. Während die Politische Gemeinde ihren Steuerfuss um 19 auf 28 Prozent senkt, wird dieser bei der Primarschule um 20 auf 81 Prozent erhöht. Die Sekundarschule (vgl. separaten Beitrag) senkt den Steuerfuss um ein Prozent auf 21. Grund dafür ist der individuelle Sonderlastenausgleich (Isola) des Kantons für finanzschwache Gemeinden. Im Kanton Zürich bezieht etwa ein halbes Dutzend Gemeinden Isola, zu dessen Bezug 130 Steuerprozente nötig sind. Gemäss Verfügung des Gemeindeamtes erhält Maschwanden 615 000 Franken, die im Budget 2020 integriert sind. Dieser «Zustupf» wird indessen nur an die Politische Gemeinde ausbezahlt, weshalb der «Steuerfuss-Deal» mit der Primarschule notwendig wurde. Diese kann nun dadurch ein etwa ausgeglichenes Budget präsentieren.

Investitionen nötig Der Aufwandüberschuss der Politischen Gemeinde (knapp 100 000 Franken) bewegt sich leicht über jenem des Vorjahres. Finanzvorsteherin Keila Gruber machte deutlich, dass auf Maschwanden mit Blick auf den Finanzund Ausgabenplan 2019 bis 2023 einige Ausgaben warten. Im Bereich von

Strassen, Abwasser und Wasser sind Investitionen nötig, die auch eine Erhöhung der Gebühren nach sich ziehen werden. Die Investitionen für 2020 belaufen sich auf 330 000 Franken, etwas mehr als im Vorjahr. Auch die Heizung in der «Gerbi» bedarf einer Sanierung. Sowohl Budget als auch der neue Steuerfuss von 28 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent) fanden einhellige Zustimmung. Dass die Primarschule auch in den kommenden Jahren auf Isola angewiesen ist, machte Finanzvorstand Michael Neuweiler deutlich: wegen geringer bzw. stagnierender Schülerund Bevölkerungszahlen und wegen der zahlreichen Sonderlasten, die Maschwanden zu stemmen hat. Und wegen des ungenügenden Selbstfinanzierungsgrads. In den nächsten Jahren müssen happige Investitionen getätigt werden – zum Beispiel beim Schulhausdach und den Heizungen im Schulhaus und im Kindergarten, die ersetzt werden müssen. Aktuell haben die Stimmberechtigten Ja gesagt zur Sanierung der Lehrerduschen und dazu einen Kredit von 32 000 Franken genehmigt. Im Weiteren ist für die Primarschule gemäss einer Gesetzesänderung vom 1. August 2019 verpflichtet, eine Tagesstruktur zur Verfügung zu stellen, die dem tatsächlichen Betreuungsbedarf entspricht. Das freiwillige Angebot ist also Geschichte. Steuerfuss von 81 Prozent und Budget wurden einstimmig genehmigt. Das gilt auch für das von Sonja Neuweiler erläuterte Budget der reformierten Kirche, das mit einem Aufwandüberschuss von 431 Franken rechnet. Der Steuerfuss bleibt bei maximalen 14 Prozent. Präsidentin Vreni Bär orientierte über den Fortgang von KG+ (www.ref-saeuliamt.ch) und wartete mit einer frohen Kunde auf: Nicole Ehrler konnte als neues Mitglied der Kirchenpflege gewonnen werden.


Bezirk Affoltern

Freitag, 6. Dezember 2019

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Rifferswil in Debattierlaune Alle Geschäfte an der Gemeindeversammlung gutgeheissen Mit 68 Stimmberechtigten war die Budgetgemeindeversammlung in Rifferswil gut besucht. Obschon sich die Gemeinde finanziell auf Kurs befindet und die Steuerfüsse unverändert bleiben werden, entwickelten sich verschiedene Diskussionen über die Zukuft des Zusammenlebens im Dorf. ................................................... von martin platter «Wir sind heute hier wegen drei wichtiger Traktanden, bei denen es hauptsächlich ums Finanzielle geht», eröffnete Gemeindepräsident Christoph Lüthi die Versammlung der politischen Gemeinde. Das Budget 2020, das bei gleichbleibendem Steuerfuss von 106 Prozent (inklusive Primarschule) voraussichtlich mit einem Gewinn von 237 700 Franken abschliessen wird, wurde von den 68 Stimmberechtigten deutlich angenommen. Finanzvorsteher Walter Jäggi erklärte, dass der Voranschlag 2020 anhand des

Gemeindepräsident Christoph Lüthi (2. v. rechts) führte durch die Rifferswiler Gemeindeversammlung. (Bild Martin Platter) Budgets 2019 und der Rechnung 2018 vorgenommen wurde, da man wegen der Umstellung auf HRM2 noch keine Erfahrungszahlen habe. Ein Votant wollte es genauer wissen und verlangte Details zu Steuereinnahmen und Finanzausgleich: 2,6 Millionen Franken Finanzausgleich sei eingestellt, erklärte Lüthi. Und: Gegenüber dem Vorjahr habe man 2019 wesentlich mehr Steuern und Quellensteuern eingenommen. Lüthi: «Wir

wollen zuerst Erfahrungen sammeln, bevor wir mit den Steuern ‹dreinschiessen›». Jäggi ergänzte: «Wir haben mit dem gleichbleibenden Steuersatz von 106 Prozent ‹experimentiert›». Lüthi: «Wenn wir jetzt mit den Steuern runtergehen, laufen wir mit den Investitionen im Jahr 2022/2023 in ein Problem.» Der Gemeindepräsident ergänzte aber: «Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr die Steuern reduzieren können.»

Eine Kirchgemeinde Oberamt als Alternative? Der Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Rifferswils, die im Anschluss an die Gemeindeversammlung ebenfalls in der Engelscheune stattfand, wohnten 24 Stimmberechtigte bei. Präsident Urs Guldener und Finanzvorsteher Flurin Cabalzar präsentierten das Budget 2020. Es schliesst voraussichtlich mit einem Defizit von knapp 44 000 Franken. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich die Kosten für das Vorprojekt für die Sanierung des Pfarrhauses, die mit 25 000 Franken zu Buche schlagen. Dazu werden 4500 Franken für das Kirchgemeinden-Fusionsprojekt KG+ fällig. Dennoch will die Kirchenpflege am Steuerfuss von 14 % festhalten. Es gebe eine provisorische Zusage von 40 000 Franken der Landeskirche des Kantons für die Deckung des Aufwandüberschusses, stellte Cabalzar in Aussicht. Ausgelöst werde das aber erst, wenn die Rechnung vorliege. Guldener informierte, dass Yvonne Schönholzer per 28. Februar als Pfarrerin in Rifferswil aufhört. Sie sei zehn Jahre in Rifferswil tätig gewesen. Den Konfirmanden-Unterricht werde sie aber noch weiterführen bis zur Konfirmation der Jugend-

lichen. Wenn die Kündigung offiziell werde, solle eine Pfarrwahlkommission gegründet werden. Die Pfarrstelle werde ab Frühling 2020 auf 50 Prozent reduziert. «Das ist zu wenig», sagte Guldener. Deshalb würden Sekretariatsarbeiten nach Mettmenstetten ausgelagert. Dazu helfe Jana Fischer stundenweise als Entlastung. Da es schon jetzt nicht mehr jedes Wochenende einen Gottesdienst gebe, sollen in Zukunft Wochenausklänge eingeführt werden.

Uneinigkeit zum Projekt KG+ Liegenschaftenverwalter Ralf Grammel gab eine erste Einschätzung zur Sanierung des Pfarrhauses. Da es geschützt sei, seien die Aufwendungen nicht einfach abzuschätzen. Alleine die Farbanalyse für die Fassade habe rund 8000 Franken gekostet. Architekt Peter Leuenberger werde nun die Kosten zusammenstellen. Wie die künftige Nutzung sei, konnte Guldener jedoch nicht beantworten. Das hänge von der Abstimmung zum KG+ ab, die am 27. September an der Urne stattfinde. Man sei derzeit an einem Zusammenarbeitsvertrag. Es seien Ortsgremien geplant, sollte die Abstimmung ange-

nommen werden. Damit die Kirchgemeinde Säuliamt am 1. Januar 2022 ihren Betrieb aufnehmen könne, müssten jedoch mindestens sieben Gemeinden zustimmen. Guldener: «Es ist nicht einfach in diesem Projekt, das wir uns nicht gewünscht haben, das Beste daraus zu machen.» Es sei der grösste Zusammenschluss von Kirchgemeinden im ganzen Kanton Zürich. Ein Votant wollte wissen, weshalb man die Kirchgemeinde Oberamt seinerzeit nicht vorangetrieben habe. Es stellte sich heraus, dass es etliche im Publikum bedauern würden, wenn die Grossgemeinde käme. Ein weiterer befürchtete sogar Austritte, wenn die Vorlage angenommen würde. Guldener wurde gebeten, nochmals mit den Verantwortlichen der benachbarten Kirchgemeinden das Gespräch zu suchen, um allenfalls eine Kirche Oberamt zu initiieren. Der Kirchgemeindepräsident stellte für die kommenden Monate eine bis zwei ausserordentliche Gemeindeversammlungen in Aussicht – für die Pfarrwahl bzw. die Sanierung des Pfarrhauses. (map.) Weitere Infos zu KG+ im Bezirk: ref-saeuliamt.ch.

Etwas verwirrend wurden die beiden Bauabrechnungen vom Finanzvorsteher präsentiert. Als sich ein Votant für einen Rückweisungsantrag aussprach, schaltete sich Lüthi ein, worauf Klarheit geschaffen werden konnte. Sowohl die Teilsanierung des ehemaligen Gemeindehauses für die Spielgruppe als auch die Schlussabrechnung für das alte Schulhaus, konnten kostengünstiger als voranschlagt abgerechnet werden und wurden vom Souverän schliesslich gutgeheissen.

Mehr Lastwagenverkehr In der Zwischenzeit erklärte Hochbauvorsteherin und ZPK-Vorstandsmitglied Katja Lüchinger wie es um die Bodenverbesserungen in der Gemeinde und auf der angrenzenden Huser Allmend steht. Sie sagte: «Es gibt keine Deponie für Bauaushubmaterial in Rifferswil.» Aber es gebe drei Projekte mit Bodenverbesserungen auf der Huser Allmend, auf der Jungalbismatt (das sei auf dem Mist des Kantons gewachsen) und auf der Hinderalm (privat initiiert, wie auf der Huser Allmend). Man rechne mit LastwagenMehrverkehr, sollten die Projekte kommen, die bis jetzt noch nicht definitiv seien: für die Hinderalm ca. 40 Lastwagenfahrten pro Tag. (Das Projekt ist bewilligt, aber es ist ein Baurekurs hängig), Huser Allmend (Zeitraum: 2021 bis 2031) ca. 85 Lastwagen pro Tag. Bei diesem Meliorationsverfahren sollen etwa 1,4 Mio Kubikmeter Erde eingebracht werden. Das bedeute eine Verdoppelung des Lastwagenverkehrs. Für die Jungalbismatt (Zeitraum ca. 2031 bis 2036) seien 45 bis 90 Fahrten pro Tag kalkuliert. Lüchiger sagte: «Wir finden die Projekte bezüglich Verkehrsaufkommen extrem bedrohlich.» Derzeit sei man an der Prüfung. Dabei wurde festgestellt, dass offenbar

keine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Huser Allmend vorhanden sei. «Wir arbeiten auf Hochtouren daran, um unser Dorf vom Lastwagenverkehr zu entlasten. Notfalls auch mit einem Rechtsbeistand», stellte Lüchiger in Aussicht.

1000-Jahr-Aktivitäten, die nachhallen Lüthi lobte die 1000-Jahr-Festivitäten im Namen des Gemeinderates. Die Budgets seien, so weit bisher bekannt, eingehalten worden. Er erwarte noch die finale Abrechnung. Kunst und Kultur des Restaurants Schweizer Post werde noch einen Rückblick präsentieren. Auch private Beiträge könnten an die Mail-Adresse rueckblick@riffi 1000jahre.ch eingesandt werden. Die 1000-Jahr-Kommission werde aufgelöst. Die Backofenkommission bleibe aktiv. Ebenso die Homepage 1000jahrerifferswil.ch. Das Anstossen auf das Ende des Jubeljahres finde Ende Dezember statt. OK-Präsident und Gemeinderat Hugo Walter sagte: «Wir machen dann irgendwann im Frühling noch ein Helferfest.» Ein Votant wollte wissen, ob das Trottoir-Fragment entlang der Jonenbachstrasse auf Höhe der alten Post, das abgebaut wurde, ersetzt werde. Es sollen Pfosten kommen, die künftig abgrenzen, sagte Lüthi. Jemand wollte wissen, was mit dem Pumptrack, der öffentlich ausgeschrieben war, geschehe. Hugo Walter erklärte, dass fast 50 Prozent der Anwohner dagegen waren – obschon der Bau ohne Kostenfolgen für die Gemeinde zustande gekommen wäre. Eine ehrenamtliche Gruppe hätte den Pumptrack in Frondienst gebaut. Wegen der Ablehnung der Anwohner habe man das Projekt dennoch zurückgezogen. Christoph Lüthi schloss die Versammlung im Hinblick auf die Adventszeit mit den Worten: «Nach 1000 Jahr Rifferswil kommt jetzt 1001 Nacht in Rifferswil.»

Knonau und Cham rücken näher zusammen

Die neue Busverbindung 42 wird am Freitag, 13. Dezember, eingeweiht Die verlängerte Buslinie Nr. 42 ermöglicht es Passagieren vom Säuliamt nach Cham – oder umgekehrt – schneller ans Ziel zu kommen. Die Verbindung wird mit einer «Willkommensfahrt» feierlich eingeweiht. Das Anliegen, die Buslinie Nr. 42 bis nach Knonau zu verlängern, reicht auf einen Vorstoss der SVP Cham aus dem Jahr 2018 zurück. Eine Überprüfung durch das kantonale Amt für Raum und Verkehr sowie die Zugerland Verkehrsbetriebe ZVB zeigte auf, dass die Verlängerung Marktpotenzial hat und auch die Wirtschaftlichkeit positiv beurteilt werden kann. Umso mehr freut sich Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit der Einwohnergemeinde Cham, dass die verlängerte Buslinie

nun bald eröffnet werden kann. Die Verbindung bringe einen grossen Mehrwert, so der Chamer Gemeinderat: «Die Reisezeit zwischen Cham, Löbernmatt und Affoltern reduziert sich als Beispiel um mehr als die Hälfte. Zusätzlich ergeben sich direkte Verbindungen zwischen Knonau und Cham.» Und auch Esther Breitenmoser, Gemeindepräsidentin von Knonau, schätzt genau diese neuen direkten Verbindungen: «Zum Beispiel zum Sportplatz Eizmoos, zur AndreasKlinik oder zum Zugersee – aber mit Sicherheit auch umgekehrt, für alle Chamerinnen und Chamer in Richtung Zürich. Damit rücken Knonau und Cham noch näher zusammen.» Die neue Verbindung wird ab Fahrplanwechsel erstmals am 16. Dezember verkehren. Um die Anschlüsse am Bahnhof Knonau herzustellen,

muss der Fahrplan zeitlich versetzt werden, womit zukünftig ein «hinkender» Viertelstundentakt entsteht. Konkret wird so alle 30 Minuten ein Anschluss in Cham von der Linie 42 auf die Züge Richtung Zug und Luzern hergestellt und alle 30 Minuten ein direkter Anschluss in Knonau Richtung Zürich und Zug. Die schnellsten Verbindungen Richtung Zürich und Luzern werden am Bahnhof Cham beibehalten. Somit bietet der Fahrplan halbstündlich attraktive Umsteigemöglichkeiten in Knonau (auf die S5) sowie in Cham (auf die Stadtbahn). Sowohl für die ZVB als auch für den Kanton Zug birgt die verlängerte Buslinie insgesamt grosses Potenzial: «Dank der neuen Busverbindung steht Chamerinnen und Chamern in Knonau jede halbe Stunde eine S-Bahn nach Zürich zur Verfügung, die noch

viele freie Sitzplätze hat», erklärt Florian Weber, Baudirektor des Kantons Zug. «Und die ÖV-Benutzerinnen und -Benutzer, die künftig zum Kompetenzzentrum für Spitzenathletik und Forschung OYM bzw. zum OYMCollege oder ins Papieri-Areal reisen, können teils auf deutlich direktere und damit schnellere Verbindungen zählen.» Für die Buspassagiere der Linie 42, die weiterreisen, bedeuten die Anpassungen einerseits eine Reduktion der direkten Anschlüsse am Bahnhof Cham, andererseits aber auch ein zusätzliches Angebot in Richtung Knonau, von welchem auch weitere ÖV-Kundinnen und -Kunden aus Cham und Knonau profitieren können. Bestehende oder neue Passagiere der Linie 42 werden deshalb gebeten, den neuen Fahrplan zu beachten.

Vorerst befristeter Probebetrieb Vorerst wird die verlängerte Buslinie Nr. 42 als dreijähriger Probebetrieb gefahren. «Die Verantwortlichen der Gemeinden, beim Kanton sowie bei den ZVB hoffen natürlich, dass das Angebot Anklang findet und die verlängerte Buslinie Nr. 42 künftig somit fix zu unserem gut ausgebauten ÖV-Angebot gehört», erklärt Drin Alaj. Die erste kleine Bewährungsprobe wird bereits vor dem Fahrplanwechsel erfolgen. Anlässlich einer Willkommensfahrt mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Gemeinden, Behörden des Kantons Zug sowie der ZVB wird die verlängerte Buslinie Nr. 42 am Freitag, 13. Dezember, feierlich eingeweiht, unter anderen mit Gemeinderatsmitgliedern von Cham und Knonau sowie dem Zuger Baudirektor. (pd.)


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Freitag, 6. Dezember 2019

Sozialhilfequote bleibt im Bezirk Affoltern auf Vorjahresniveau Das statistische Amt hat den Sozialbericht 2018 veröffentlicht Die Sozialhilfequote ist zentral von Gemeindegrösse und Steuerfuss abhängig. Im Bezirk Affoltern zeigt der Sozialbericht 2018, dass die Sozialhilfequote weit unter dem kantonalen Durchschnitt liegt, die Fallzahlen durch die steigenden Einwohnerzahlen jedoch zunehmend sind.

1,6 Personen unterstützt, 2018 waren es 1,64 Personen. Dies liegt über dem kantonalen Durchschnitt von 1,57 Personen und bedeutet, dass im Knonauer Amt überdurchschnittlich viele Haushalte mit mehr als einer Person Unterstützung der Sozialhilfe benötigen.

................................................... von salomon schneider

Dies wird von den Zahlen der Alimentenbevorschussung bestätigt. Während im gesamten Kanton die Anzahl Dossiers sowie die Anzahl unterstützter Personen rückläufig war, gab es im Bezirk Affoltern ein Plus von elf Dossiers und die Anzahl unterstützter Personen hat um 31 auf 310 zugenommen. Damit liegt der Bezirk Affoltern (0,59 Prozent) jedoch immer noch unter dem kantonalen Durchschnitt von 0,68 Prozent. Bei der Alimentenbevorschussung ist zudem zu beachten, dass sie in der Wohngemeinde der Begünstigten und nicht der säumigen Zahlenden beantragt werden muss. Damit wird verhindert, dass beispielsweise Familien abgetauchter Väter von der Alimentenbevorschussung ausgeschlossen sind. Wenn sich die wirtschaftliche Situation der säumigen Zahlenden verbessert, müssen sie zudem die vom Gemeinwesen vorgestreckten Alimente zurückzahlen.

Am stärksten ist die Sozialhilfequote von der Gemeindegrösse abhängig. Städte sind anonymer, die sozialen Bande sind lockerer und vor allem Neuzugezogene müssen sich zuerst wieder ein soziales Netz aufbauen. Wer in eine finanzielle Abwärtsspirale gerät, erhält in anonymeren Nachbarschaften deshalb weniger Unterstützung vom persönlichen Umfeld. Die Wahrscheinlichkeit vom staatlichen Netz der Sozialhilfe abgefangen zu werden, ist deshalb höher. Mit 3.3 Prozent ist deshalb in Affoltern die Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern am höchsten. Trotz steigender Einwohnerzahlen ist die Sozialhilfequote im Bezirk Affoltern bei 1,8 Prozent unverändert geblieben; die Fallzahl hat sich jedoch von 931 auf 969 erhöht. 2017 wurden pro Sozialhilfefall im Knonauer Amt anzeige

Mehr Alimentenbevorschussung nötig

Die Sozialhilfequote 2018 des Knonauer Amts in Prozent, aufgeschlüsselt nach Bezirksgemeinden. Die genaue Anzahl Fälle in den verschiedenen Unterstützungsbereichen wird nicht bekannt gegeben, da in Kleinstgemeinden wie Maschwanden sonst möglicherweise Rückschlüsse auf Einzelpersonen möglich wären. (Grafik Salomon Schneider) Pflegebedürftigkeit als Ursache Ebenfalls stark steigend sind die Bezügerquoten von Zusatzleistungen zu Altersrenten. Hier ist der Unterschied zwischen Stadt und Land noch grösser. In Zürich sind über 14 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen. In Aeugst, Knonau, Rifferswil, Ottenbach,

Stallikon und Wettswil sind es unter drei Prozent. In Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Mettmenstetten und Obfelden liegt die Bezugsquote von Ergänzungsleistungen zwischen drei und sechs Prozent und in Affoltern zwischen sieben und 10,5 Prozent. Die hohen Bezügeranteile von Sozialhilfeleistungen durch Rentner

liegt primär an den Kosten für ambulante Pflegeleistungen oder Plätze in Alterssiedlungen mit Pflegeleistungen, die nicht selber gestemmt werden können. Es verwundert deshalb nicht, dass 2018 kantonal 9,3 Prozent der 65bis 79-Jährigen und 17,8 Prozent der über 80-Jährigen Ergänzungsleistungen zur Rente in Anspruch nehmen mussten.


Bezirk Affoltern

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Odyssee von den Drogen zum Allmächtigen Serie Kirchenlandschaft Knonauer Amt (3): Besuch in der Chrischona-Gemeinde Affoltern zur sache

Der Lebensweg von ChrischonaPastor David Ruprecht erinnert an die Biografie von Sam Childers, die unter dem Titel «Machine Gun Preacher» verfilmt wurde. Auch Ruprecht ist begeisterter Töfffahrer, fand über Gott aus dem Drogensumpf und setzt sich für die Allgemeinheit ein – aber ohne Maschinengewehr.

Chrischona

................................................... von martin platter Natürlich hinkt der Vergleich mit Sam Childers. Pastor David Ruprecht würde nicht zur Waffe greifen, denn er ist Pazifist. Diese Geschichte spielt auch nicht wie der Hollywood-Streifen in Afrika, wo immer wieder Gräueltaten an der Zivilbevölkerung verübt werden. Deren Auswirkungen sind aber zuweilen bis nach Affoltern zu spüren. Hier kommt die Chrischona-Gemeinde ins Spiel, die von Ruprecht geleitet wird. Ihr soziales Engagement durch den Verein «Gemeinsam statt Einsam» umfasst auch die Betreuung von Flüchtlingen. «Wir unterrichten neben anderem auch ‹Deutsch für Fremdsprachige›», erklärt Ruprecht, ein schlanker Mann Anfang 50 mit freundlichem Gesicht.

Brüche im Leben Aufgewachsen im beschaulichen Bernbiet stürzte er im Alter von 16 Jahren in die Drogenszene ab. Er wurde in der Kochlehre gemobbt. Der einzige, der ihm beistand, war ein Drogensüchtiger. So ist eine unheilbringende Freundschaft entstanden. Ruprecht sagt: «Ich war zunächst strikte gegen Drogen. Doch irgendwann habe ich es halt doch probiert. Nur zur Spritze habe ich nie gegriffen.» Er habe in dieser Zeit so viele Menschen verloren, die ihm nahestanden, dass er mit 22 genug von der Drogenszene hatte. Er reiste nach Holland, wo er drei Monate als Koch-Stagiaire angeheuert hatte.

Pastor David Ruprecht und Ressortleiterin Susanne Haldemann in der Kirche der Chrischona-Gemeinde an der Alten Obfelderstrasse in Affoltern. (Bild Martin Platter) Im Gepäck eine Bibel. «In dieser Zeit wollte ich mir das nötige Wissen aneignen, um meinem Vater zu beweisen, dass die Bibel nicht stimmt.» Doch es kam anders. Über die Bibel fand Ruprecht zu Gott und so zu innerer Ruhe und seiner Bestimmung. Zurück in der Schweiz versöhnte er sich mit seinem Vater und lernte bald darauf auch seine spätere Frau kennen, mit der er vier Kinder aufzog. Nach einem Umweg über die Wirtschaft, wo er verschiedene Kleinfirmen führte, absolvierte er die vierjährige Pastorenausbildung und leitete zunächst eine freie evangelische Gemeinde, ehe er zu Chrischona kam. Eine vielseitige Tätigkeit, die weit über den seelsorgerischen Bereich hinausgeht, wie sich bei einem Besuch im Gotteshaus an der Alten Obfelderstrasse gezeigt hat.

Für die Hilfesuchenden sorgen In der Küche blubbert es bereits in den Kochtöpfen beim Besuch am Montagmorgen. Es gibt Lachsravioli mit Salat, Suppe und Kuchen. «Die Frischprodukte erhalten wir umsonst von

der Kooperation ‹Schweizer Tafel›. Sie sammelt einwandfreie Lebensmittel aus Verarbeitung, Handel und Landwirtschaft, die sonst im Abfall landen würden und lässt sie gemeinnützigen Organisationen zukommen», erklärt Susanne Haldemann, Ressortleiterin Erwachsene der Kirche. Am Mittagstisch sind viele Sprachen zu hören. Das Altersspektrum reicht vom Kleinkind bis zur Rentnerin. «Wir bekochen einmal pro Woche nicht nur Randständige, sozial Schlechtergestellte und Menschen aus anderen Kulturen, sondern auch ältere Leute, die Gesellschaft suchen», erklärt Haldemann. Fünf Franken kostet das Menü. Dazu gibts kostenlos weitere Produkte der «Schweizer Tafel» für den Haushalt zu Hause.

Kirche ohne sakrale Dekoration Im oberen Stock des Gebäudes ist der modern eingerichtete Kirchensaal, der bis auf das Kreuz im Zentrum vollkommen ohne sakrale Dekoration auskommt. «Durchschnittlich 190 Erwachsene und 40 bis 60 Kinder besuchen jeden Sonntag den Gottesdienst»,

sagt Ruprecht und fügt an: «Unser Leitspruch, ‹Nahe bei Gott, nahe bei den Menschen›, wird aktiv gelebt.» Wie muss man sich das vorstellen? Haldemann: «Wir haben verschiedene Kursangebote und Aktivitäten im Programm, die auf die unterschiedlichen Altersgruppen zugeschnitten sind. Zum Beispiel Ehekurse für Erwachsene, Ferienlager für Jugendliche oder Kinderkurse. Es geht darum, aktive Lebenshilfe und Hoffnung zu vermitteln.» Den Menschen mitzuteilen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine seien. «Bei uns wird niemand bekehrt. Der Glaube ist eine innere Überzeugung, zu der man selber finden muss», findet Haldemann, die ebenfalls durch ein Schlüsselerlebnis zu Gott gefunden hat. In ihrer Jugend haben sich die Eltern scheiden lassen. So «verlor» sie ihren Vater, der weit weg zog. In Gott fand sie Trost. Auch, als sie vor einem Jahr schwer an Krebs erkrankte. «Natürlich hadert man in solchen Momenten auch. Doch ich habe Gott gesagt, dass ich meine Enkel noch kennenlernen möchte.» Die Mittfünfzigerin konnte die Krankheit tatsäch-

Roboter in der Bibliothek begeisterten Sehr viele kleine und grosse Besucher kamen am Samstag, 30. November, in die Bibliothek Wettswil, um Roboter auszuprobieren, zu basteln oder sich eine Adventsgeschichte anzuhören. Punkt 10 Uhr, bei Türöffnung, stürmten bereits die ersten Kinder mit ihren Vätern in die Bibliothek. «Wo sind die Roboter?», wurde dann gleich gefragt. Bis zur Schliessung um 17 Uhr waren die Roboter dann im Dauerbetrieb; ausser sie erholten sich gerade an der Ladestation. Die Bibliothek hatte für diesen Anlass bei der Bibliomedia und der Primarschule Wettswil fünf verschiedene Roboter ausgeliehen, die von begeisterten Kindern und Erwachsenen ausprobiert werden konnten. Für die Kleinsten gab es die Bee-Bots, die auf ganz einfache Art das logische Denken fördern und Grundsätze des Programmierens aufzeigen. Aber auch die Ozobots faszinierten. Mit einem Stift konnten Wege aufgezeichnet werden, denen die kleinen Roboter nachfuhren. Durch unterschiedliche Farbcodes konnten dem Roboter verschiedene Befehle erteilt werden, so dass er bei der Kreuzung rechts abbog oder seine Geschwindigkeit änderte. Auch die Cublets fanden Anklang: die verschiedenen Würfel mit unterschiedlichen Eigenschaften sind magnetisch und lassen sich ganz einfach zusammenbauen. So entstanden verschiedene

Gründung: 1840 auf der St. Chrischona bei Basel von Christian Friedrich Spittler. – Kirche: 1894 bis 1991 an der Breitenstrasse, seit 1992 an der Alten Obfelderstrasse 24, Affoltern. – Anzahl Mitglieder: 220 aktive Mitglieder, 7500 in der ganzen Schweiz, aufgeteilt in 90 Gemeinden. Rechtsform: Verein. – Finanzierung: Durch den Verkauf der Kapelle an der Breitenstrasse und durch Spenden. Jahresbudget rund 0,5 Mio. Franken für den Betrieb. – Selbstdeklaration der Ideologie: Nahe bei Gott und nahe bei den Menschen. Hilfe zur Selbsthilfe. Grundlage ist das apostolische Glaubensbekenntnis, das aus dem 4. Jahrhundert stammt, aber konsequent in die Neuzeit transferiert wurde. «Wir glauben an Gott, wie er in der Bibel beschrieben ist. An den Zugang zu ihm über Jesus Christus. Und an den Heiligen Geist, der neues Leben in uns bewirkt», so Pastor David Ruprecht. (map.) Weitere Infos: chrischona.ch.

lich besiegen. «Der Tod hat nicht das letzte Wort», ist Ruprecht überzeugt. Wie einst Sam Childers würde er gerne mal mit dem Töff die Route 66 von Chicago nach Santa Monica fahren. Von der drängenden Zeit lässt sich Ruprecht nicht aus der Ruhe bringen. Er sagt: «Schaffe ich es nicht in diesem Leben, dann halt in der Ewigkeit.» Neben den Landeskirchen ist das Knonauer Amt reich an weiteren christlichen Glaubensgemeinschaften. In dieser Serie rückt der «Anzeiger» je eine Person aus verschiedenen Kirchen in den Fokus. Bereits erschienen: Peter Frischknecht, Neuapostolen, 29. November; Kari Bolzli, Methodisten, 3. Dezember.

Ins Hotel um die Ecke Mit der Aktion «Erläb dis Züri» sagen Zürich Tourismus und die Zürcher Hoteliers Danke.

Zusammen herausfinden, wie Alpha 1 funktioniert. (Bilder zvg.) Fahrzeuge und Tiere, die herumfuhren, blinkten, sich drehten und Töne von sich gaben. Vielen gelang es, den Cue, einen weiteren Roboter, mit einem Tablet durch die Bibliothek zu steuern. Und auch Alpha 1, der Roboter, der tanzen kann und verschiedene Sportarten beherrscht, war sehr beliebt und im Dauereinsatz. Während die Technikbegeisterten mit den Robotern beschäftigt waren, haben andere gebastelt, Spiele gespielt, Bücher angeschaut oder einfach im Sortiment gestöbert. Um 14.00 Uhr hat die Bibliothekarin Noëlle Schaffner eine Geschichte von Tieren in der Weihnachtshöhle erzählt, der aufmerksam gelauscht wurde.

Mehrere hundert Personen besuchten die Bibliothek an diesem Tag, einige davon sogar mehrmals. Das Team der Bibliothek freute sich sehr über diesen gelungenen Tag der offenen Tür.

«Mittagstisch im Dorf» Während des Neujahrsapéros der Gemeinde, am Donnerstag, 2. Januar 2020, ist die Bibliothek von 17 bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 15. Januar 2020, findet zum ersten Mal der «Mittagstisch im Dorf» statt. Der Mittagstisch der Primarschule öffnet an diesem Tag für die Bevölkerung. Zusammen mit den Schulkindern

Adventsgeschichte mit Noëlle Schaffner. wird im Mehrzwecksaal Ägerten das Mittagessen eingenommen. Anschliessend gibt es die Möglichkeit, mit den Schülern und Schülerinnen zusammen in der Bibliothek Spiele zu spielen, zu jassen oder sich gegenseitig Geschichten vorzulesen. Für die Beratung der kleinen und grossen Besucher ist eine Bibliothekarin anwesend. Angesprochen sind Personen und Paare, die oft alleine zu Hause sind und gerne ab und zu in Gesellschaft essen. Die Bibliothek und die Tagesstrukturen der Primarschule möchten mit diesem Angebot verschiedene Generationen zusammenbringen und das gegenseitige Verständnis fördern. Fabienne Maurer

Mit gepackten Koffern das Haus verlassen, einmal um die Ecke gehen und im noblen Hotel Atlantis am Fusse des Üetlibergs einchecken. Für nur 140 Franken die Nacht. Frühstück inklusive. Möglich macht es die Aktion «Erläb dis Züri»: Zum dritten Mal sind die Einwohner der Grossregion (Postleitzahlen 8000 bis 8999) an den zwei Wochenenden vom 4. auf den 5. oder vom 11. auf den 12. Januar 2020 eingeladen, zu Spezialpreisen in Zürcher Hotels zu übernachten. Im Angebot stehen über 1000 Doppelzimmer für 140, 90 und 40 Franken. Auf Anmeldung kann man zudem gratis an einer Stadtführung teilnehmen. Ein Dank an die lokale Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft gegenüber den Millionen Gästen aus aller Welt, die jährlich die Region Zürich besuchen. (pd.) Buchen: Tourist Information im Hauptbahnhof, www.zuerich.com/diszueri oder Tel. 044 215 40 00.

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Freitag, 6. Dezember 2019

Die fleissigen Akkordarbeiter des Samichlaus Zum 22. Mal verpackte der Lions Club Knonauer Amt 3500 Chlaussäcke voller Köstlichkeiten Die Verpackung der beliebten und längst traditionellen Chlaussäcke des Lions Clubs Knonauer Amt, fand am Dienstagabend im Mehrzweckgebäude Brunnmatt, in Obfelden statt. 3500 Säcke mit Nüssen und süssen Köstlichkeiten warten auf ihre Abnehmer.

eine gewisse Diskretion über derartige ausserordentliche Zusatzarbeiten gewahrt bleiben.

Familienmitglieder packen mit an

................................................... von martin mullis Der Samichlaus ist in diesen Tagen derart mit Arbeit überhäuft, dass er ganz offensichtlich seine Unternehmensstrategie kurzzeitig ändern musste. Er wich deshalb auf das Mehrzweckgebäude Brunnmatt in Obfelden aus. Dort hat er eine äusserst zuverlässige Truppe engagiert, welche mehr oder weniger routiniert Früchte, Nüsse und eine grosse Auswahl an Süssigkeiten in grüne Jutesäcke verpackte. Und der Samichlaus scheint in Sachen Rekrutierung von Arbeitskräften ein Fachmann zu sein. Die Namen der fleissigen Frauen und Männer an der Verpackungsstrasse dürften samt und sonders in einem umfassenden «Who’s Who» des Säuliamtes zu lesen sein. Obwohl der Raum mit den Verpackungstischen auf den ersten Blick durchaus als eine Arbeitsstätte irgendwo im Schlaraffenland taxiert werden könnte, liessen die süssen Köstlichkeiten den Schluss zu, dass es sich hier um typische Weihnachtsgeschenke handeln musste. Einige wenige Un-

Chlaussäcke abfüllen ist Fliessbandarbeit: Die Lions-Familie bei der Arbeit. (Bild Martin Mullis) sicherheiten und Handlungen im Arbeitsablauf zeigten jedoch auch, dass wohl mehrere der «Samichlaus-Arbeitnehmer»noch in der Ausbildung sind.

Akribisch gezählte «Sugus-Zältli» Beat Nägelin, Vizepräsident des Lions Clubs Knonauer Amt, überwachte das zeitweise herrschende Tohuwabohu umsichtig, vermochte jedoch den quirligen Weinhändler Ruedi Müller nur wenig zu bremsen. Unter der Aufsicht

des ruhig arbeitenden Spitaldirektors Michael Buik, gelang es dem Pfeifenhersteller Roman Peter sowie Generalagent Thomas Näf sowohl die Mandarinen, die Kägi-Fret-Riegel wie auch die farbigen Bonbons in der richtigen Anzahl abzuzählen. Der ehemalige Museumsdirektor Herbert Gübeli zählte akribisch die Anzahl «Sugus-Zältli», während der ehemalige Standortförderer Charles Höhn sich mit den Baumnüssen beschäftigte. Küchenbauer René Schneebeli zählte Mandarinen

ab, während seine Gattin Cornelia für einmal nicht Trüffel suchte, sondern Schoggikugeln abfüllte. Die Unternehmer Peter Feuz und Jürg Schmidlin hingegen zeigten konsequent ihre Führungsqualitäten, so dass sich die fertig verpackten grünen Chlaussäcke am Ende der Verpackungsstrasse zu einem imposanten Berg stapelten. Natürlich sind hier die Namen der knapp 70 Arbeiterinnen und Gehilfen noch längst nicht abschliessend aufgeführt, muss doch

Zur Ehre des vom Samichlaus rekrutierten Teams muss aber auch erwähnt werden, dass sich sehr viele Ehefrauen, Partner und Kinder der Lions-Mitglieder an der Aktion beteiligten und damit massgeblich zur frühen Vollzugsmeldung beigetragen haben. Sozusagen als Gastgeber und als politische Instanz beobachtete der Obfelder Gemeinderat Stephan Hinners mit grosser Genugtuung das Geschehen. Dabei unterhielt er sich mit Wohnungseinrichter Mirco Kurt und es war unübersehbar wie sich die beiden Turnfestorganisatoren als Kapazitäten über die eingespielten Abläufe freuten. Klar, dass im Samichlaus-Verpackungsatelier während der ganzen Aktion eine überaus gute Stimmung herrschte, viel gelacht wurde und damit die Freude, Gutes zu tun, fast greifbar erschien. Die Chlaussack-Aktion des Lions Clubs Knonaueramt darf längst als eingespielte Tradition bewertet werden. Die 3500 Säcke werden mehrheitlich an langjährige treue Kunden verkauft und besitzen als Mitarbeiter- oder Kundengeschenke längst einen hochgeschätzten Status. Der Erlös dieser sehr beliebten Geschenkidee wird für Menschen mit Handicap, oder für Institutionen, die sich um solche Menschen kümmern, verwendet.

Brustkrebs-«Drämmli» rollt in Basel

«The Dear Foundation» lanciert aufsehenerregende Kampagne Die Stiftung «Dear Foundation» mit Sitz in Affoltern trägt das Thema Früherkennung mithilfe eines Basler «Drämmli» in die Öffentlichkeit.

Das Rennen hat sich gelohnt, die Finanzierung der Zirkus-Projektwoche ist gesichert. (Bild zvg.)

Die Schule darf zum Zirkus werden Projektwoche an der Primarschule Affoltern Ende Oktober rannten, joggten und spurteten Kinder ihre Runden in der Turnhalle des Schulhauses Stigeli, um den Traum einer Zirkus-Projektwoche wahr werden zu lassen. Engagierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Helfer erklärten geduldig, zählten Runden und feuerten die Schülerinnen und Schüler an. Sponsoren unterstützten dieses Vorhaben mit grosszügigen Rundenbeiträgen. Dank allen Beteilig-

«Jährlich sind in der Schweiz 6000 Frauen und 60 Männer mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Je früher dieser Krebs behandelt wird, desto grösser sind die Heilungschancen», sagt Sonja Dinner, Präsidentin der Affoltemer «Dear Foundation», eine der grössten privaten Schweizer Stiftungen für Entwicklungshilfe und Projekte, die vor allem Frauen und Kinder unterstützen. Um die Öffentlichkeit für regelmässige Selbstkontrollen zu sensibilisieren, hat die Stiftung am Dienstag

mit der Krebsliga beider Basel das Brustkrebs-Tram lanciert, welches während der nächsten drei Jahre durch Basel und Baselland verkehrt. Eric Sarasin, Präsident der Krebsliga beider Basel, betont: «Das BrustkrebsDrämmli soll uns helfen, die Menschen wachzurütteln.» Herzstück der SensibilisierungsKampagne ist die «DearMamma-App», die Menschen weltweit unterstützt, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Das Besondere an der Gratis-App sind die einfach zu bedienenden Funktionen und die leichtverständlichen Informationen in sechs Sprachen – sogar mit Vorlesemodus. «DearMamma» ist eines der Projekte, welches Sonja Dinner besonders am Herzen liegt: «2006 verlor ich eine enge Freundin aufgrund von Brust-

krebs. Um meinen Verlust besser zu verkraften, versprach ich meiner Freundin: In Zukunft werden Millionen Frauen ihren Brustkrebs früher erkennen und dadurch höhere Überlebenschancen erhalten.» Dieses Versprechen setzte sie mit ihrem Team 2018 in die Tat um. «Mit unserer ‹DearMamma-App› ermutigen wir Millionen von Frauen weltweit, Brustkrebs nicht mehr mit Scham zu begegnen und wir stellen ihnen ein effektives Instrument zur Verfügung, das medizinische Informationen über Brustkrebs und Mastektomie auf verständliche Art vermittelt und sie in ihren regelmässigen Selbstuntersuchungen der Brust unterstützt», so Sonja Dinner. (pd.) Weitere Infos unter www.dearmamma.org.

ten kann nächstes Jahr im Sommer die Projektwoche zum Thema Zirkus stattfinden. Das Projektwochen-Team der Schuleinheit Chilefeld Stigeli und der Heilpädagogischen Schule Affoltern wird nun Ateliers erarbeiten, wo jedes Kind eine für sich geeignete Aufgabe oder Rolle finden kann. Das Organisationskomitee freut sich jetzt schon auf diese Woche, in der es zum Schluss heisst: Manege frei!

Sporträume in der Nähe schaffen Am 9. Forum Sportkanton Zürich des kantonalen Sportamtes und des Zürcher Kantonalverbands für Sport (ZKS) standen letzten Dienstagabend die Erwachsenen im Fokus, die unabhängig von Ort und Zeit Sport treiben möchten. Fazit des Austauschanlasses zwischen Sportvereinen und Gemeinden: Die Freiräume für Sport und Bewegung sind und werden knapp.

«Künftige Sportförderung heisst, bedarfsgerechte Sporträume zur Verfügung zu stellen, die direkt bei den Menschen sind und damit Sport ohne weite Anreise ermöglichen», betonte Sportminister Mario Fehr: «Zusätzlich müssen wir eigene Formate ausbauen, Initiativen der Sportanbieter unterstützen und neue Trends in kantonale Projekte aufnehmen». (pd.)

Übergeben das Brustkrebs-Tram dem Verkehr: Sonja Dinner, Präsidentin des Stiftungsrats der «Dear Foundation», Edith Hunkeler, ehemalige Rollstuhl-Spitzensportlerin, und Eric Sarasin, Präsident Krebsliga beider Basel. (Bild zvg.)


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Festliches Weihnachtskonzert mit Sibylle und Isabel Tschopp Zum 19. Mal bescherten die international bekannten Musikerinnen ein bewegendes Adventserlebnis Das traditionelle Weihnachtskonzert der Schwestern Sibylle Tschopp, Violine, und Isabel Tschopp, Klavier, in der Kirche Obfelden war am vergangenen Sonntag wie immer gut besucht. Dieses Jahr standen Komponistinnen im Zentrum, eingerahmt von zwei Sonaten von Mozart und Robert Schumann. ................................................... von regula zellweger Zwei kleine Jungen helfen ihrem Vater sachkundig in der vordersten Reihe, Mikrophon und Filmapparat einzurichten. Ihre Mutter, Sibylle Tschopp, wird gemeinsam mit ihrer Schwester Isabel auftreten. Die Jungen sind an Geigenklänge gewohnt, können lange ohne Zappeln und Jammern ruhig zuhören. Vor ihnen liegen zwei Rosensträusse bereit. Auch ein kleines Mädchen sitzt mit einer einzigen Rose in der vordersten Kirchenbank. Auf 19 erfolgreiche Adventskonzerte in der Gemeinde Obfelden können die beiden Schwestern Tschopp zurückblicken. Im Elternhaus in Obfelden haben sie gut begleitet die ersten Schritte ihrer erfolgreichen Musikerinnenkarriere tun können, die sie international bekannt gemacht hat.

Musikerinnen spielen Werke von Komponistinnen Sibylle Tschopp führte in den Abend und in die Werke von bekannten und weniger bekannten Komponistinnen ein. Immer mehr Frauen machen heute eine Karriere als Komponistinnen, Dirigentinnen und Solistinnen. Der Weg dahin dauerte über Jahrhunderte. «Ihr Frauen – verschafft euch Musse

und ein Zimmer für euch allein – lebt in der Gegenwart, der Wirklichkeit, ein erlebendes Leben», schrieb Virginia Woolf, und «Frauen waren jahrhundertelang ein Vergrösserungsspiegel, der es den Männern ermöglichte, sich selbst in doppelter Lebensgrösse zu sehen.» Mit ihrem Essay «Ein Zimmer für mich allein» schrieb die englische Schriftstellerin 1929 über das Phänomen, dass Frauen früher kaum die Chance hatten, künstlerisch erfolgreich zu sein. Es waren nicht nur mangelnde Finanzen, das traditionelle Rollenbild liess Frauen weder Raum noch Zeit für das Entwickeln ihrer Talente. Zudem fehlten Vorbilder. Isabel und Sibylle Tschopp sind für viele ehemalige Schülerinnen grosse Vorbilder, zahlreiche besuchen das traditionelle Adventskonzert in Obfelden seit Jahren. Die Schwestern zeigen, dass man eine erfolgreiche Musikerkarriere einerseits mit Nachwuchsförderung als Musiklehrerinnen und anderseits mit einer Familie vereinbaren kann. Dies zeigte auch die Präsenz der drei Generationen der Familie Tschopp am Konzert.

Starke Frauen Mit Mozarts eingängigen Themen der Sonate in G-Dur wurde der Musikabend beschwingt eröffnet. Dann erfolgte ein gelesenes Gedicht als Einstimmung auf das Wiegenlied der polnischen Geigerin und Komponistin Grazyna Bacewicz. Vor dem Zweiten Weltkrieg trat sie in ganz Europa auf, oft am Klavier begleitet vom Bruder. Gemeinsam musizierende Geschwister – eine Parallele. Bedenkt man die historische Situation, geprägt vom Weltkrieg in Polen, staunt man, wie Grazyna Bacewicz den eigenen Anspruch an ihre beiden Berufe sowie ihrer Aufgabe als Ehefrau und Mutter genügen

Isabel und Sybille Tschopp freuen sich über den Applaus, der auch der Sprecherin gilt (von links). (Bild Regula Zellweger) konnte und dabei eine Fülle hervorragender Werke hinterliess. Sie hat in einer patriarchalisch geprägten polnischen Musikwelt den Weg geebnet für ihre jüngeren Kolleginnen. Lobenswert, dass die Schwestern Tschopp Werke dieser starken Persönlichkeit in einer beeindruckenden Interpretation und emotional berührend zur Aufführung brachten. Clara Schumann hat heute einen gewissen Bekanntheitsgrad. Die Schwestern hatten einen Text von Robert Schumann gewählt, den die sympathische Vorleserin vortrug. «… als dass ich mich gerade in eine ihrer Schöpfungen versenkte mit einigem Anteil (…) wo das Bildliche, Gestaltenähnliche in ihren Kompositionen mehr in den Hintergrund tritt, das träumerische, in sich vertiefte Wesen auf einmal zu fassen vermöchte. Deshalb werden sie auch die meisten ebenso rasch wieder weglegen, als sie sie in die Hand genommen.» So weit zur Fruchtbarkeit des Bodens, auf dem Frauen wie Clara Schumann aufbauen mussten. Die beiden Musikerinnen brachten das weiblich Empfindsame

ebenso zum Ausdruck wie die Kraft von Clara Schumann.

Frauen ihrer Zeit Maria Margarethe Danzi war rund 50 Jahre älter als Clara Schumann und sie pflügte als Komponistin bestimmt einen noch steinigeren Boden. Ihr Mann Franz hat mit seiner Konzertanten Sinfonie für Flöte und Klarinette musikalisch ausgedrückt, wie eine gleichberechtigte Partnerschaft funktionieren kann, und er hat seine Frau auch gefördert. Doch die Zeit für erfolgreiche Komponistinnen war wohl noch nicht reif. Rebecca Clarke, geboren 1886, gewann einen Preis, weil man dachte, ihr Name sei das Pseudonym eines männlichen Bewerbers. Die Britin war wie Grazyna Bacewicz in der Zwischenkriegszeit besonders erfolgreich, anders als die Polin schaffte sie es aber nicht, Familie und Künstlerkarriere unter einen Hut zu bringen. Ihr Werk «Midsummer Moon» ist anspruchsvoll und Isabel und Sibylle Tschopp konnten ihre ganze Virtuosität zeigen.

Wenn die beiden Schwestern spielen, hat man nie das Gefühl, eine Sologeige werde vom Klavier begleitet. Zwei starke Frauen spielen zusammen, lassen sich nicht nur Raum, sondern geben sich gegenseitig Raum.

Blumen für die Künstlerinnen Nach der perfekten Interpretation der Sonate von Robert Schumann überreichten die beiden Jungen den Musikerinnen die Rosensträusse, und das kleine Mädchen, das tapfer ganz allein in der vordersten Reihe ausgeharrt hatte, überreicht der Leserin der Texte ihre Rose. Die Konzertbesucher spendeten beim Ausgang wie jedes Jahr Geld für notleidende Menschen in Armenien. Die beiden Musikerinnen kennen die Empfänger der Spenden, sind seit rund 20 Jahren in Kontakt und erzählten beispielsweise von einem Familienvater, der nach einem Hirnschlag auf Geld für Therapien und den Unterhalt der Familie angewiesen ist. Mit dem jährlichen Benefizkonzert leben die beiden Schwestern den wirklichen Sinn von Weihnachten.

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Bonstetten, ein Vorbild Kantonsrat predigt Wasser für Hedingen und trinkt Wein Den Dorfkern gemeinsam gestalten, «Anzeiger» vom 12. November. Wie die meisten Dörfer war früher Bonstetten von Hauptverkehrsverbindungen durchquert. Der ehemalige Gemeindepräsident, Max Huber, ein weitsichtiger Politiker, setzte sich für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Verkehrskonzept ein, welches den Durchgangsverkehr aus dem Dorfzentrum bannte. Die Bonstetter gestalteten ihre Bau- und Zonenordnung stets so, dass die Bauvorschriften nur Gebäude erlaubten, welche sich harmonisch ins Dorfbild einfügten. Das Resultat dieser Entwicklung ist, dass viele qualitativ hochstehende Wohnlagen um den alten Ortskern geschaffen wurden. Trotz des massiven Wachstums (heute 4990 Einwohner) blieb der dörfliche Charakter erhalten. In der südlich liegenden Nachbargemeinde von Bonstetten, in Hedingen, verlief die Siedlungsentwicklung leider nicht erfolgreich. Die Hauptverkehrsachsen verlaufen wie eh und je mitten durchs Dorf. Eine vom Kanton geschenkte Nordumfahrung wurde so gestaltet, dass sie ihren Zweck, das Dorf vom Durchgangsverkehr zu entlasten, nicht wahrnimmt. Der Verkehr wird im Dorfzentrum dreimal pro Stunde mit Bahnschranken gestaut. Dies führt dazu, dass der Kreisel am

Hauptknotenpunkt von Hedingen für den Verkehr einseitig blockiert wird. Fahrzeuge, welche von Zwillikon her kommen, umfahren den Bahnübergang, indem sie den Weg durch das Unterdorf und über die Maienbrunnenstrasse Richtung Bonstetten wählen. Auch die Erschliessung des grössten Industriewerks von Hedingen führt mitten durch das Ortszentrum. Schulwege kreuzen die intensiv belasteten Strassen an problematischen Stellen. Der Gemeinderat Hedingen möchte nun das Ortszentrum neu planen. Vorgesehen sind Parkhäuser und Parkleitsysteme. Ziel ist, dass noch mehr Autofahrer ins Zentrum von Hedingen kommen, ihr Auto parkieren und mit dem Zug nach Zürich fahren. Bezüglich der Zentrumsplanung werden keinerlei verkehrstechnische Randbedingungen erwähnt. Ein Verkehrskonzept ist ebenfalls kein Thema. Das Komitee für Verkehrssicherheit Hedingen hat die Verkehrssituation in Hedingen eingehend analysiert und hält die Planung des Ortszentrums, ohne vorgängig ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Verkehrskonzept zu haben, für unverantwortlich. Barbara und Christian Bacher, Mihály Fliegauf, Felix und Markus Widmer, Mauritius Bollier, Hedingen

Lohnerhöhung um 67 Prozent. Vor wenigen Wochen hat der Kantonsrat in seiner Mehrheit den Klimanotstand beschlossen. Es zeigt sich, was man offensichtlich darunter versteht. Mit einer praktisch identischen Mehrheit soll vorerst einmal das Füllen des eigenen Geldbeutels angegangen werden. Gegen Lohnanpassungen die sich teuerungsbedingt ergeben, wäre nichts einzuwenden. Eine Erhöhung um satte 67 Prozent und die Einführung einer Pension mit Anschluss an die BVK (Beamtenversicherungskasse) des Kantons, zu Lasten des Steuerzah-

lers, demonstriert das besondere Notstands-Verständnis der MitteLinks-Mehrheit im Kantonsrat. Mit dem Stimmenverhältnis von 120 zu 49 Stimmen und 0 Enthaltungen wurde die Lohnerhöhung angenommen. Interessant ist das Verhalten der Abordnung aus unserem Bezirk. Fünf der sechs Mitglieder haben sich für die Erhöhung in diesem Ausmass ausgesprochen. Es sind dies in alphabetischer Reihenfolge: Alder Ronald GLP, Moser Arianne FDP, Pfalzgraf Hannah SP, Schweizer Thomas GP, Sommer Daniel EVP. Dieser unanständige Griff in die Staatskasse entzieht

sich dem Volksentscheid, weil ein Referendum dazu nicht möglich ist. Wahlen sind erst in drei Jahren wieder und bis dann dürfte es vergessen sein. Gegen die Erhöhung haben sich übrigens die geschlossene SVP-Fraktion und zwei GLP-Kantonsräte ausgesprochen. Das Verhalten des seit einem halben Jahr neuen Kantonsrates zeigt, wie linke Machtpolitik funktioniert. Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes wird der Bevölkerung Zurückhaltung vorgeschrieben, während man sich selbst aus der Staatskasse bedient. SVP Bezirk Affoltern

Preisverteilung des Grünliberalen-Wettbewerbs Am Samstag, 30. November, fand die Preisverteilung an die Gewinner des Wettbewerbs statt, welchen die Grünliberalen am Chlausmärt durchgeführt hatten. Die Gewinner sind: Hubertus von Skal, Mettmenstetten, (Herrenvelo von Bike Total), Fränzi Bieri, Wettswil, (100-Franken-Gutschein von «LaMarotte») und Elia Hurschler, Affoltern (25-Franken-Gutschein vom Biofachgeschäft Sesam). Die Grünliberalen freuen sich schon auf den Chlausmärt im Jahr 2020. Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt

Von links: Nicole Beck-Taubenest (Präsidentin Grünliberale Knonauer Amt), Ruedi Burri (Bike Total), Hubertus von Skal, Fränzi Bieri, Fredy Ceccon (Bike Total), Ronald Alder (Kantonsrat, Gemeinderat Ottenbach). (Bild zvg.)


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Gewerbe/Dienstleistungen

80 Jahre danach

Paarschieber

Bücher rund um die «Landi» 1939 laden im Ortsmuseum Zwillikon zum Schmökern ein. > Seite 19

Der FCWB hat sich mit dem «Jass-Open» in die Winterpause verabschiedet. > Seite 25

Freitag, 6. Dezember 2019

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Erinnerung teilen Der «Anzeiger» sucht Leserfotos und -geschichten zum Thema «Weihnachten». > Seite 27

Die «Löwen» bekamen kalte Füsse Ein Ottenbacher stellte in «Die Höhle der Löwen» im TV24 seine Erfindung vor Die Präsentation der «chili-feet» Hightech-Wärmesohle des Ottenbacher Unternehmers Roland Brüniger im TV24 erhielt ein eher suboptimales Feedback. Der falsche Zeitpunkt der Ausstrahlung und ein nachträglich wenig nachvollziehbarer Entscheid von Mediashop sorgten für ein negatives Ergebnis. ................................................... von martin mullis Die Sendung «Die Höhle der Löwen» des TV24, in welcher Jungunternehmer und Startups ihre genialen Geschäftsideen oder Produkte Investoren vorstellen dürfen, benutzte auch Roland Brüniger, Unternehmer aus Ottenbach. Brüniger ist Inhaber eines Engineering-Büros mit 15 Mitarbeitern und beschäftigt sich mit der Planung von technischen Anlagen im Strassenund Tunnelbau. Darüber hinaus ist der erfolgreiche Unternehmer auch ein begeisterter Erfinder und Tüftler. In der kalten Jahreszeit, beim Wintersport oder Wandern, klagten seine Frau und Freunde häufig über kalte Füsse. Roland Brüniger schuf Abhilfe, indem er eine geniale Idee umsetzte. Er verzichtete auf batterie- oder chemisch erzeugte Wärmequellen und erfand so die bereits bestens bekannten «chili-feet»-Hightech-Wärmesohlen. Er

Auf Roland Brünigers Computerbildschirm strahlen Promis mit warmen Füssen: Das Damen Curling Weltmeisterteam und Evelyne Binsack. (Bild Martin Mullis) bewarb sich beim Sender TV24, um sein Produkt vorzustellen und um professionelle Vermarktungs- und Vertriebsunterstützung zu erhalten. Die Idee wurde anerkannt, er durfte auftreten. Leider fand die Ausstrahlung im Mai 2019, zu einem für das Produkt äusserst unpassenden Zeitpunkt statt. Der Sommer stand vor der Tür und kalte Füsse bekamen die Menschen allerhöchstens bei Angstzuständen oder bissigen Hunden.

Mit dürftigen Argumenten abgewiesen Die «Löwen» bestätigten Brüniger zwar, dass er bisher nicht nur eine

geniale Idee umgesetzt, sondern auch sonst eigentlich alles richtig gemacht habe. Dennoch verzichteten alle «Löwen» auf eine Investition. Beim Verlassen der «Höhle» kam Mediashop ins Spiel und offerierte Brüniger ein Mediashop-Gründerticket. Das war perfekt für Brüniger, weil es genau das beinhaltete, was er von einem der «Löwen» erhofft hatte: einen internationalen Vertriebs- und Vermarktungspartner. Leider hat sich Mediashop zwischenzeitlich mit dürftigen Argumenten zurückgezogen. Für Roland Brüniger, der ziemlich viel Zeit, Arbeit und insbesondere Herzblut investiert hatte, war dies eine herbe Enttäuschung.

Alles andere als ein Misserfolg sind jedoch seine «chili-feet»-Hightech-Wärmesohlen. Wer sie kennt, ist von Stunde an ein begeisterter Fan dieser Wärmespender. Und prominente Sympathisanten der innovativen Erfindung lieben diese Wärmesohlen. So benutzen seit Jahren Evelyne Binsack, Susi Meinen und Renzo Blumenthal die Sohlen und amten sozusagen als Botschafter für die wärmenden Einlagen. Silvana Tirinzoni, Skip des Siegerteams der Curling-Weltmeisterschaft 2019 der Damen in Silkeborg Dänemark, meldete sich bei Brüniger und outete sich und das ganze Team als begeisterte Anhänger der «chili-feet»Sohlen.

HolzBar – ein Angebot des Ateliers HolzSach Ein Treffpunkt, wo sich Füchse und Hasen «Gute Nacht» sagen

................................................... von regula zellweger

Bunte Laufbahn

se «Plättli» mit Käse und Fleisch. Die reiche Getränkekarte der HolzBar macht eine Wahl schwer.

Besondere Atmosphäre Seit 15 Jahren hat Toni Lengen besondere Möbelstücke eingelagert – ihre gute Zeit sollte kommen. Jedes Möbelstück, jede Lampe, jeder Vorhang hat seine Geschichte. Die Leuchter stammen aus der Hermes Boutique an der Zürcher Bahnhofstrasse, Toni Lengen hat sie bei einem Umbau aus der Mul-

de gerettet. Der Leuchter über der Bar ist ein Werk des Holzkünstlers. Die Vorhänge stammen aus einem Bühnenbild. Die glitzernden Vitrinen aus dem Brockenhaus wurden mit LEDLichtern ausstaffiert und die Stühle stammen von? Von überall her. Regel des Hauses: Man setzt sich an den Tisch, an dem noch Plätze frei sind. So kann man neue Bekanntschaften knüpfen. Und wer es etwas intimer möchte, setzt sich auf das Sofa. Bereits zwei Jahre ist die HolzBar ein Geheimtipp. Nun fand die Bauabnah-

In der Praxis physio-therapien bonstetten ag, direkt am Bahnhof Bonstetten/Wettswil, findet sich nebst umfassenden physiotherapeutischen Behandlungen auch ein interessantes Entspannungsangebot. Stefanie Gisler Brun, dipl. med. Masseurin, überzeugt einerseits mit langjähriger therapeutischer Erfahrung. Andererseits steht in einem extra dafür geschaffenen Raum ein moderner Massagestuhl zur Verfügung. Der Massagestuhl ist für alle geeignet, die am liebsten ohne die Kleider auszuziehen Ruhe und eine halbe Stunde Auszeit von der hektischen Welt suchen. In einer schwerelosen Liegeposition bringen beliebte Massagefunktionen wie Rollen, Kneten und Klopfen eine tiefe Entspannung. Hierbei ist die Belastung der Wirbelsäule sehr gering. So erholt man sich schnell von körperlichen Beschwerden und mentaler Ermüdung. Danach steht einem entspannten Feierabend nichts mehr im Weg. Vielleicht ist das auch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk für den Liebsten oder die Liebste? Stefanie Gisler Brun geht als medizinische Masseurin gerne auf die individuellen Wünsche und Beschwerden ihrer Klienten ein, wählt unter verschiedenen Methoden die passende aus und verwöhnt Körper und Seele mit geschickten Händen und ihrer ruhigen Art. Neben Klassischer Massage bietet Stefanie Gisler Brun Medizinische Lymphdrainage, Fussreflexzonenmassage, Bindegewebemassage, Narbenbehandlung nach Boeger und Hot-StoneMassage an. Ihre Angebote werden von den Zusatzversicherungen der Krankenkassen anerkannt. (pd.) physio-therapien, Stallikerstrasse 1b, Bonstetten. Persönliche Auskunft und Anmeldung für Massagen

me statt, alle notwendigen Dokumente können vorgelegt werden: Die HolzBar ist jetzt offiziell ein Restaurant. Bis jetzt war die Bar jeweils am letzten Donnerstag des Monats und zu besonderen Anlässen geöffnet. Nun wird der Betrieb intensiviert, aber ein Vollbetrieb ist nicht angestrebt. Denn Toni und Anneli Lengen haben noch viele Ideen, die sie realisieren wollen.

Anneli und Toni Lengen stehen nicht nur gern hinter der Bartheke, sie begrüssen ihre Gäste persönlich und geniessen auch Gespräche in der gemütlichen HolzBar. (Bild Regula Zellweger)

Entspannung auf dem Heimweg

und den Massagestuhl: 044 777 96 00.

Nun haben Toni und Anneli Lengen alle Auflagen erfüllt. Die HolzBar in Sellenbüren darf sich Restaurant nennen. Toni Lengen hat sich für das Pensionierungsalter einen langgehegten Traum erfüllt. In seinem Atelier hat der Holzkünstler ein gemütliches Gastlokal eingerichtet.

Toni Lengen kennt man als Holzkünstler. Auch er hatte bei dem Projekt «Offene Ateliers» die Türen zu seiner Holzwerkstatt geöffnet. Doch nicht Sägespäne und Holzstaub kamen den Besuchern entgegen, sie traten in eine einzigartige, gastliche Welt ein. Wo vor über 30 Jahren Autosattlermeister Franz Oswald in seiner Werkstatt in der hintersten Ecke beim Wald im Diebis in Sellenbüren Oldtimer-Verdecke renovierte, befinden sich heute das Atelier HolzSach, die HolzBar und Räume zum Mieten – mit Catering – für Familienfeste, Firmenanlässe, Events und Seminare. Es duftet manchmal nach Holz – und manchmal nach Spaghetti Bolognese, die Toni und Anneli Lengen liebevoll für ihre Gäste zubereiten. Es stehen aber auch andere Gerichte auf der Karte – immer gibt es beispielswei-

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Toni Lengen war in vielen Berufswelten zu Hause, vom KV über Automechaniker und Jugendarbeit bis zum Gestalten von Raumkonzepten. Weil er ein Leben lang behauptete, er müsste eigentlich von seiner körperlichen Konstitution her Holzfäller in Kanada sein, ist es klar, dass die Wahl auf die Motorsäge als Werkzeug für seine Kunstobjekte fiel. Mit Hilfe seiner Partnerin Anneli und der Unterstützung seiner Kinder Xaver und Marietta ist er in einem Alter, in dem sich andere zur Ruhe setzen, nicht nur unter die Holzarbeiter gegangen, sondern betreibt nun auch sein eigenes Restaurant. Laufkundschaft ist im Diebis nicht zu erwarten. In die HolzBar geht man gezielt, weil sie einfach einzigartig ist. HolzBar, Atelier HolzSach, Im Diebis 27, Stallikon. www.holzsach.ch

www.physio-therapien.ch.

Massagestuhl im Ruheraum. (Bild zvg.)

Gesundes Trinkwasser «Jetzt wieder gesundes und reines Trinkwasser geniessen», damit lockte ein Flugblatt als Beilage des «Anzeigers» vom 22. November. Unter der angegebenen Telefonnummer von Saluna Sanwin meldete sich jedoch niemand. Erst im Nachhinein bemerkte Eveline Schönhut, dass die Rufumleitung nicht funktioniert hatte. «Bei allen, die vergebens versucht haben, mich zu kontaktieren, möchte ich mich vielmals entschuldigen», sagt sie, «und ich würde mich freuen, wenn Sie mich nochmals unter der Nummer 079 215 25 94 anrufen.» (pd.)


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Kappel a. A.

Freitag, 6. Dezember 19.00 Filmabend in der Chilestube «Still Alice» (Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland, USA 2014, 99 Min.) Samstag, 7. Dezember 12.00 Senioren: Adventsessen in der Chilestube, organisiert vom Frauenverein Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst Pfarrer Jürgen Schultz Orgel: Susanna Baltensperger Im Anschluss Chilekaffee

Freitag, 6. Dezember 13.30 bis 15.45 Uhr Kolibri im Pfarrhauskeller Samstag, 7. Dezember 8.30 3. Klass-Unti 9.30 Chor-Projekt im Chor der Kirche 16.00 Fiire mit de Chliine Sonntag, 8. Dezember 9.30 Gottesdienst mit Pfrn. Irene Girardet Mittwoch, 11. Dezember 12.30 minichile in Rifferswil

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 7. Dezember 10.00 Familienmorgen De Samichlaus chunnt Anschliessend Familienkafi 14.30 Gottesdienst in der Senevita Obstgarten Pfrn. B. Stephan 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfrn. Bettina Bartels Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst, Pfr. Th. Müller 11.00 Kirchgemeindeversammlung im Chilehuus 17.00 Adventskonzert des Kirchenchors mit Solisten und Orchester unter der Leitung von R. Zela in der Kirche Dienstag, 10. Dezember 9.30 bis 11.00 Uhr Gesprächsgruppe für pflegende und begleitende Angehörige trifft sich im Wöschhüsli Mittwoch, 11. Dezember 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfr. W. Schneebeli Freitag, 13. Dezember 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Ausstellung «ohne Worte – das Bild wirkt» Zeichnungen, Bilder, Installationen von Carmen Cabert. Dauer der Ausstellung bis 6. Januar 2020 Die Künstlerin ist jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr anwesend Mittwoch, 11. Dezember 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 12. Dezember 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Volker Bleil

Ref. Kirche Knonau

Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst zum 2. Advent Mitwirkung der Konfirmanden zum adventlichen Themenkreis von Warten und Erwartungen mit Pfrn. S. Sauder. An Orgel und Flügel: Casey Crosby 11.00 Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindehaus Anschliessend Apéro

Sonntag, 8. Dezember Zweiter Advent 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Thomas Maurer Taufe Matt Boss 17.00 Juki in Knonau Pfr. Maurer und Caroline Fust MaN, diesmal ohne Imbiss Dauer zirka 50 Minuten Dienstag, 10. Dezember 6.30 Frühfeier im Advent Stille und Musik mit den Konfirmanden Anschliessend Zmorge im Pfarrhaus Donnerstag, 12. Dezember 17.00 Fiire mit de Chline Weihnachtsfeier in der Kirche Verabschiedung von Brigitte Püttmann und Manuela Abt

Ref. Kirche Hausen a. A.

Ref. Kirche Maschwanden

Sonntag, 8. Dezember 11.00 Gottesdienst mit Annerose Heinrich, Blockflöten, Vincent Dallèves, Cembalo, und Pfarrerin Irene Girardet Mittwoch, 11. Dezember 20.00 Vorprobe Currende-Singen in der katholischen Kirche oberes Foyer Donnerstag, 12. Dezember 19.00 Jugendgottesdienst Freitag, 13. Dezember 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Samstag, 7. Dezember 14.00 Weihnachtsmarkt vor dem Pfarrhaus 18.00 Kinderchöre Mettmenstetten in der Kirche Sonntag, 6. Dezember 10.00 Gottesdienst in Mettmenstetten

Ref. Kirche Bonstetten

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 8. Dezember Zweiter Advent 10.00 Gottesdienst VDM Lukas Zünd Mittwoch, 11. Dezember 6.45 Adventsfeier für Jung und Alt am frühen Morgen Anschliessend Morgenessen im Chilehuus Donnerstag, 12. Dezember 12.00 Gemeindenachmittag Mittagessen mit anschliessender ökumenischer Weihnachtsfeier

Ref. Kirche Mettmenstetten Samstag, 7. Dezember 19.30 Konzert für Saxofon, Orgel und Flöte Peter Lehel, Peter Schindler und Anna Toro Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst zum 2. Advent Pfarrer Andreas Fritz Begleitung Peter Lehel, Peter Schindler und Anna Toro (Orgel, Saxofon und Flöte) Anschliessend Kirchgemeindeversammlung 17.00 Jugendgottesdienst in der reformierten Kirche Knonau Mittwoch, 11. Dezember 17.00 Fiire mit de Chliine Weihnachtsspecial Kinderfeier in der reformierten Kirche www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 8. Dezember Ab 8.15 Uhr Chilezmorge im Singsaal Chilefeld Ab 9.15 Kolibri Sonntagsclub für Kinder Frühstück Singsaal Chilefeld Anschliessend bis 11.00 Uhr Spiel und Spass in der Turnhalle 10.00 Gottesdienst mit Pfrn. Eva Eiderbrant Angela Bozzola (am Flügel) Zirka 11.00 Uhr Kirchgemeindeversammlung im Singsaal Chilefeld Dienstag, 10. Dezember 17.30 Konf-Unterricht im reformierten Kirchgemeindehaus Mittwoch, 11. Dezember 9.15 Fiire mit de Chliine in der Kirche Donnerstag, 12. Dezember 12.00 Club 4, Gruppe Omega www.kircheobfelden.ch

Samstag, 7. Dezember 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 8. Dezember 10.00 Heilige Messe mit Chlaus-Einzug Montag, 9. Dezember 19.30 Monatsandacht Dienstag, 10. Dezember 19.30 Heilige Messe Anschliessend Gebetsgruppe Mittwoch, 11. Dezember 6.15 Rorate-Gottesdienst mit Blockflötenmusik Anschliessend Zmorge 9.15 Ökumenisches Morgengebet 19.00 Rosenkranz Donnerstag, 12. Dezember 9.00 Heilige Messe

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 8. Dezember Zweiter Advent 10.00 Gottesdienst Pfarrer Christian Refardt Thema: «Mit Sara hoffen» Predigt zu 1. Mose 18,1–16 Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Kafi uf de Heiweg Donnerstag, 12. Dezember 20.30 Vollmondsingen im Chor der Kirche mit Andreas Manz www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 8. Dezember 9.30 Gottesdienst zum 2. Advent «Warte – uf was eigentlich?» Pfrn. Yvonne Schönholzer Montag, 9. Dezember 15.45 Kolibri

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 8. Dezember 10.00 Kirche Wettswil Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff Fahrdienst: Anmeldung bis 7. Dez., Tel. 044 777 99 72 11.15 Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindesaal Wettswil Anschliessend Apéro 17.00 Kirche Stallikon Adventskonzert Gunta Abele (Cello) Eintritt frei/Kollekte Anschliessend Licht und Stille bis 20.00 Uhr Dienstag, 10. Dezember 19.00 Stille und Tanz in der Kirche Wettswil 19.30 Bildersturm im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 12. Dezember 12.30 Wettswiler Senioren Essen im Restaurant Hirschen 14.30 Kafi Träff im Kirchgemeindesaal Wettswil Freitag, 13. Dezember 11.45 Stalliker Senioren Mittagessen im Restaurant Burestübli

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 7. Dezember 10.00 Fiire mit de Chline zum Thema: Beten 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 8. Dezember 9.00 Eucharistiefeier Anschliessend Chilekafi 19.00 Santa Messa Montag, 9. Dezember 20.00 Kirchgemeindeversammlung Anschliessend Pfarreiversammlung im Chilehuus Obfelden Anschliessend Apéro Mitttwoch, 11. Dezember 6.30 Rorate-Feier Anschliessend Zmorge 9.15 Kein Gottesdienst Donnerstag, 12. Dezember 19.00 Versöhnungsfeier für die ganze Pfarrei Freitag, 13. Dezember 20.00 Taize-Feier in der katholischen Kirche

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 7. Dezember 17.00 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Sonntag, 8. Dezember 11.00 Wortgottesfeier mit Matthias Kühle-Lemanski und Manuela Balett vom ASK Musikalische Begleitung Anette Bodenhöfer, dem Gospelchor und Nadine Urmi Donnerstag, 12. Dezember 6.30 Roratefeier mit anschliessendem Zmorge

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 8. Dezember 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti und M. Felber Menschenrechtstag Musikalische Umrahmung: Gospelchor Affoltern am Albis Dirigentin: A. Bodenhöfer Solistin N. Urmi und Percussion J. Müller. Nach dem Gottesdienst verkauft die Gruppe Solidar Lebkuchen und Weihnachtsguetzli und schenkt Glühwein aus zugunsten des Swiss Laos Hospital Projektes welches sich seit 2000 für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Laos einsetzt. Ein kleiner Teil der Einnahmen möchte Solidar für die Mithilfe bei der Asylantenweihnacht einsetzen. Wir danken allen für ihre Unterstützung! Mittwoch, 11. Dezember 6.30 Rorate-Eucharistiefeier Pfr. A. Saporiti Musikalische Umrahmung: Brigitte Staubli und Walter Boll Anschliessend gemütliches Frühstück 17.00 Fiire mit de Chliine Reformierte Kirche Mettmenstetten Donnerstag, 12. Dezember 17.00 Fiire mit de Chliine Reformierte Kirche Knonau

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 8. Dezember 7.00 Rorate-Feier Anschliessend Zmorge 10.30 Kein Gottesdienst Montag, 9. Dezember 20.00 Kirchgemeindeversammlung Anschliessend Pfarreiversammlung im Chilehuus Anschliessend Apéro Donnerstag, 12. Dezember 9.00 Kein Gottesdienst 19.00 Versöhnungsfeier für die ganze Pfarrei in Affoltern

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 7. Dezember 17.00 Tweens fun Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst N. Vogt / D. Ruprecht Kinderprogramm Montag, 9. Dezember 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 11. Dezember 14.15 60plus Adventsfeier Donnerstag, 12. Dezember 19.30 Gebets-Abend Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 8. Dezember 17.00 Christmas Carol Service Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Samstag, 7. Dezember Ab 9.00 Uhr Topfkollekte in Affoltern Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst mit Einsegnung von Isa Mägli Hüeti und KingsKids Montag, 9. Dezember 12.00 Start Topfkollekte Zürich Donnerstag, 12. Dezember 14.30 Frauen-Treff Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 8. Dezember 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm Mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 8. Dezember 10.30 Gottesdienst Kleinkinderhort Sonntagsschulen und Unterricht proben für die Weihnachtsaufführung Donnerstag, 12. Dezember 18.45 Chorprobe Offenes Singen 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.10 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


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Seline Wenzinger* über den US-Aktienmarkt

US-China-Handelskrieg - eine Zwickmühle Seit dem 8. Oktober klettern die US-Aktienmärkte stetig um 8,6 % weiter nach oben aufgrund besser als erwartet ausgefallener Zahlen zum US-BIP und den Auftragseingängen der US-Industrie (daneben gibt es jedoch auch weniger erfreuliche Zahlen). Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,40 Prozent auf 3940,98 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,46 Prozent auf 8665,47 Zähler. Am letzten Freitag nach Handelsschluss hatte Donald Trump die Hongkong-Bill (Hong Kong Human Rights and Democracy Act) vom Senat und Abgeordnetenhaus unterschrieben – und damit die Verhandlungen im Handelskrieg deutlich erschwert. Peking reagierte dadurch scharf, bestellte den US-Botschafter und drohte mit Gegenmassnahmen. Schon der Text, den Trump unter die Hongkong-Bill verfassen liess, zeigt die Zwickmühle, in der er steckt. Demzufolge haben sich die Aussichten auf ein Handelsabkommen zwischen China und den USA («Phase 1 Deal») zuletzt wieder eingetrübt. Beide Seiten sind bislang nicht bereit, in sensiblen Bereichen nachzugeben. Auf der einen Seite sind die USA nicht bereit, die verhängten Zusatzzölle wieder zurückzuschrauben, was nach Angaben staatlicher chinesischer Medien eine zentrale Voraussetzung für den Abschluss eines Phase-1-Abkommens wäre. Auf der anderen Seite scheint sich China nicht auf feste Abnahmemengen landwirtschaftlicher Produkte aus den USA festlegen zu wollen, was wiederum für Donald Trump in Anbetracht der kommenden Präsidentschaftswahlen wichtig wäre. Eines scheint klar: die wichtigste Lehre aus der Geschichte ist, dass der Mensch aus der Geschichte nichts lernt. Und genau das bestätigt einmal mehr Donald Trump, der glaubt, durch Zölle der heimischen Wirtschaft Auftrieb geben zu können. Das glaubte schon einer seiner Vorgänger, Herbert Hoover, der zwischen 1929 und 1933 im Amt des Präsidenten war. Sein Wirken trug massgeblich dazu bei, dass die USA in eine heftige Rezession rutschte, vor allem eben durch die im Jahr 1930 erhobenen Importzölle (Smoot–Hawley Tariff), die den seit dem Crash 1929 an der Wall Street ohnehin bestehenden Abwärtstrend der US-Wirtschaft noch verstärkten. Mit der ab 1931 einsetzenden Bankenkrise eskalierte die Situation, womit Hoover die Wahl 1933 gegen Roosevelt verlor. * Seline Wenzinger ist Geschäftsführerin der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern a. A.

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Freitag, 6. Dezember 2019

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Mit einem zweiten Anlauf an der richtigen Lehrstelle Serie Lernende: Robin Birrer, Fachmann Betreuung bei der Kinderkrippe Knirpsen Villa Robin Birrer fiel die Berufswahl nicht leicht. Er ergatterte eine Lehrstelle als Polymechaniker. Nach zwei Monaten war ihm klar: «Das ist nicht meine Welt». Ein Besuch bei der Berufsberatung bestätigte ihn darin, seiner Laufbahn frühzeitig eine Wende zu geben. ................................................... von regula zellweger Entwicklungspsychologisch gesehen ist ein Mensch im Alter von rund 18 Jahren berufswahlfähig. In der Schweiz sehen sich bereits 14-Jährige vor die Entscheidung gestellt. Manchmal bringt die immer wieder und gegen die Sommerferien drängender gestellte Frage «Hast Du eine Lehrstelle?» Jugendliche dazu, einfach zuzupacken, wenn sich eine Gelegenheit für eine Lehrstelle bietet. Das ist keine echte Berufswahl, sondern ein Griff nach dem berühmten Strohhalm. Robin Birrer kann eine solche Reaktion gut verstehen. Obwohl er von seinen Eltern und der Schule sehr gut durch die Berufswahlphase begleitet wurde, brauchte es einen zweiten Anlauf. Heute betont er voller Dankbarkeit, wie verständnisvoll seine Eltern auf seinen Entscheid zum Lehrabbruch reagiert hätten. Der Gang zur kantonalen Berufsberatungsstelle – für den Merenschwander war dies ask! Wohlen – brachte für Robin und seine Eltern Klarheit. Für Jugendliche sind die Dienste der kantonalen Berufsberatungsstellen unentgeltlich, die Fachleute unterstützen nicht nur bei der Berufswahl, sondern auch, wenn in der Lehre Probleme auftreten.

In einer Frauendomäne Jugendliche sollen nicht eine Berufsbezeichnung wählen, sondern eine Welt, in der sie sich wohlfühlen, in der sie leben wollen. Berufswelten sind nicht ausschliesslich bestimmt von den Tätigkeiten, sondern von einer Kultur, die beispielsweise umfasst, wie man sich kleidet, wie man spricht, welche Werte gelebt werden. Robin Birrer fehlte in der Grundbildung zum Polymechaniker der Kontakt mit den Menschen. Jennifer Meili, Bildungsverantwortliche in der Krippe Knirpsen Villa in Mettmenstetten beschreibt ihn: «Robin überzeugt durch

seine offene und fröhliche Art, er ist hilfsbereit, aufgeschlossen, anpassungsfähig und nicht launisch. Ich schätze männliche Krippenmitarbeitende sehr.» 95 Prozent der Krippenleitungen sind beispielsweise in der Stadt Zürich weiblich, dies besagt eine Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Sie hält auch fest: 35 Prozent der Gruppenleitungen und über 45 Prozent der Miterziehenden arbeiten weniger als zwei Jahre an ihrer aktuellen Stelle, in der Stadt Zürich herrscht akuter Personalmangel in den Kitas. So ist es nicht in der Knirpsen Villa in Mettmenstetten. Robin Birrer fühlt sich wohl hier und kann sich gut vorstellen, nach Lehrabschluss hier zu bleiben. Sein Umfeld habe durchwegs positiv auf seinen Entscheid für einen klassischen Frauenberuf reagiert, erzählt er. Dass dazu auch gehörte, zuerst ein längeres Praktikum zu absolvieren, findet er in Ordnung. Laut der genannten Studie absolvierten die meisten der befragten Betreuungspersonen ein Praktikum, bei über 45 Prozent der Befragten dauerte dieses mehr als ein Jahr. Dass er als Fachmann Betreuung in einer Krippe nie zu den Grossverdienern gehören wird, ist für Robin Birrer nicht relevant – er liebt seinen Beruf und geht jeden Tag mit Freude zur Arbeit – das zählt für ihn.

Abwechslungsreiche Arbeitstage Fachleute Betreuung FaBe unterstützen generell Kinder, Jugendliche, Betagte und Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag und in der Freizeit. Robin Birrer hat sich entschlossen, mit Kindern von drei Monaten bis und mit erstem Kindergartenjahr zu arbeiten. In der Kinderbetreuung steht die ganzheitliche Entwicklung der Kinder im Zentrum. Dazu zählen sprachliche, geistige und motorische Fähigkeiten, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit. Fachpersonen Betreuung gestalten den Alltag alters- und situationsgerecht mit geleiteten Abschnitten und freiem Spiel, Einzel- und Gruppenaktivitäten. Sie ermöglichen den Kindern, vielfältige Lernerfahrungen zu machen, sich individuell zu entfalten und gleichzeitig sich in der Gruppe zurechtzufinden. Die Krippe Knirpsen Villa öffnet um 6.30 Uhr und schliesst um 18.30 Uhr. Robin Birrer beginnt seinen

Robin Birrer erzählt den Kindern die Geschichte von Mama Muh. Geschichten erzählen sieht er als sinnvolle Gegenbewegung zum allgemeinen Trend zu elektronischen Unterhaltungsmitteln. (Bild Regula Zellweger) Arbeitstag um 8 Uhr in seiner Gruppe, wo er mit zwei ausgebildeten Fachfrauen Betreuung und einer zweiten Lernenden zusammen zehn bis zwölf Kinder betreut. Gemeinsam werden morgens die Kinder in Empfang genommen. Jeden Tag verbringen die Kinder Zeit im Freien, meistens nach dem Znüni. Lernende dürfen nicht allein mit Kindern unterwegs sein. Die Regeln in der Krippe sind klar und Robin Birrer findet sie sinnvoll. Vor dem Essen wird gespielt, gesungen, gebastelt – und gewickelt. Nach dem Essen ist eine Ruhezeit eingeplant. Nach einer weiteren Phase mit Spielen holen die Eltern bereits ab 16 Uhr ihre Kinder wieder ab.

Robin Birrer ist sportlich, spielt Fussball, schwimmt, tanzt und betreibt Kampfsport. Er schreibt auch eigene Songtexte. Berufliche Perspektiven: Robin Birrer will sich weiterbilden – er lernt gern Neues. Er stellt sich vor, auch einmal Führung zu übernehmen und eine Familie zu gründen. Ihm ist wichtig, dass sein Beruf Wertschätzung erfährt. FaBe ist ein anspruchsvoller Beruf mit grosser Verantwortung für Menschen. Er lacht: «Eigentlich sind es ganz viele Berufe, Vom Projektleiter und Elternberater über Kindergärtner bis zum Raumpfleger.» In unregelmässigen Abständen porträtiert der «Anzeiger» Lehrlinge in Ämtler Unternehmen.

Am liebsten Geschichten Robin Birrer gestaltet gern «Sequenzen», das heisst gestaltete Zeitfenster von rund 20 Minuten. Besonders gern erzählt er Bilderbücher. Beispielsweise «Mauslaus hat Geburtstag». Mit gezielten, altersadäquaten Fragen bezieht er die Kinder mit ein. Auch Basteln und Singen mag er. Gemeinsam wurde die Krippe für die Adventszeit geschmückt. Als die Kinder am 2. Dezember in die Krippe kamen, staunten sie. Die Eltern hatten unter Anleitung des Krippenteams für ihre Kinder Stiefel gestaltet, die vom Krippenteam gefüllt wurden. Das Miteinander im Team ist ein wichtiger Faktor der beruflichen Zufriedenheit von Robin Birrer. Dazu gehören auch Sitzungen und interne Weiterbildung.

Bereits erschienen: Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker, Garage Albin Herzog AG, Ottenbach; Selina Frey, Augenoptikerin, BOA Büchi Optik Affoltern; Nina Plocher, Polymechanikerin, Hawa Sliding Solutions AG, Mettmenstetten; Tobias Rutishauser, Schreiner, Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach; Alina Beck, Produktionsmechanikerin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Marco Stocker, Baumaschinenmechaniker, Leuthard Bau AG, Merenschwand; Robin Oberholzer, Polymechaniker, AS Aufzüge AG, Wettswil; Saranda Ahmeti, Detailhandelsfachfrau, Lärche-Märt, Bonstetten; Cari Pfister, Lernende Büroassistentin EBA, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Michelle Stäubli, Zeichnerin, «Werkstatt Architektur Energie», Hedingen; Valeria Spagnoletti, Lernende Drogistin, Vitalis Apotheke, Affoltern; Sarina Welti, Fachfrau Betreuung, Meilihof, Ebertswil; Andreas Tellenbach, Apparateglasbläser, Metroglas AG, Affoltern; Saskia Schneebeli Drogerie Rütimann, Hausen.

Glanzlichter mit den «Sunechind»

2019 noch an zwei Konzerten erlebbar 70 Zürcher Kinder aus dem Knonauer Amt und Weiningen bilden den Chor «Sunechind». Nun dürfen sie am 20. Dezember mit «I Quattro» auftreten. Im diesjährigen Programmheft der vier bekannten Tenöre «I Quattro» sind auch die «Sunechind» aufgeführt. Gleich an drei Konzerten dürfen sie mit den vier Meistern ihres Fachs auf der Bühne stehen. Alle Mitglieder von «I Quattro» sangen ebenso zuerst in einem Jugendchor, bevor sie später ihre Laufbahn starteten. Dies war wohl auch die Motivation, die «Sunechind» und noch andere Jugendchöre zu ihrem 10-Jahre-Jubiläum auf ihre Glanzlichter-Tournée mitzunehmen.

«Uns hat die Anfrage riesig gefreut», erzählt Chorleiterin und Liedermacherin Gabriela Bächinger: «Die Kinder haben die Lieder mit Begeisterung eingeübt, und im Konzert waren sie tief beeindruckt von den kraftvollen Stimmen der vier Tenöre». Auch Pianist und Produzent Simon Bächinger ist mit dabei und begleitet professionell durch das abwechslungsreiche Adventsprogramm. Zwei Konzerte in Wohlen und in Zug sind mit den «Sunechind» bereits erfolgreich über die Bühne gegangen. Wer sich diesen ergreifenden Ohrenschmaus nicht entgehen lassen will und «I Quattro» und die «Sunechind» in dieser einzigartigen Formation hören möchte, kann sich noch Tickets

Die «Sunechind» in der Probe mit Dani Bentz von «I Quattro» (hinten, 2.v.r.), daneben Pianist Simon Bächinger, hinten links Gabriela Bächinger. (Bild zvg.) für das Konzert in Stäfa am 20. Dezember besorgen. Ausserdem werden sie wieder am diesjährigen «Singing Christmas Tree» in Zürich auftreten. (pd.)

«Sunechind», Samstag, 7. Dezember, «Singing Christmas Tree» an der Zürcher Bahnhofstrasse, 17.30 Uhr und 18.30 Uhr (jeweils 30 Min.) und am 20. Dezember, ref. Kirche in Stäfa. Infos: www.iquattro.ch oder www.sunechind.ch.


Veranstaltungen

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Viel Musik – sogar im Dunkeln Die nächsten zehn Tage im Kellertheater LaMarotte Affoltern «Klänge im Dunkeln»

«Duo Bergerausch» Nie gehört – Schweizer Lieder der anderen Art Betinko: Gesang, Banjo, Yamaha-Örgeli, Reisealphorn, Komposition und Arrangement. Vera Kappeler: Piano, Harmonium, Toy-Piano und Spielzeug. Alte Volkslieder, eigene Kompositionen und Vertonungen schweizerdeutscher Gedichte: Vera Kappeler und Betinko haben eine musikalische Sprache entwickelt, um die vergessenen, verkannten und verdrängten Lieder aus einer leidenschaftlichen und verqueren Schweiz neu zu erzählen. Heute Freitag, 6. Dezember, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken, mit KulturLegi 20 Franken.

Jazz am Donnerstag mit dem Trio Yves Theiler p | RätusFlisch b | Tony Renold d. European Hits von «O Sole Mio», «Azzurro», «Einsamer Hirte», «Über Sieben Brücken musst Du gehn» bis «On My Way To L.A.», neu bearbeitet von diesem Generationen übergreifenden Piano-Trio – eine wunderbare musikalische Überraschung! Diese Pretiosen an berühmten Songs aus der europäischen Popularmusik erklingen in der Interpretation von Theiler-FlischRenold geistreich und herzerfrischend neu – eigentlich genauso wie anno dazumal, als die Jazzmusiker Songs aus den 1930er-Jahren der amerikanischen Broadway-Musicals in Jazz-Standards transformierten und sie der Welt der Jazzimprovisation anvertrauten.

Klänge im Dunkeln! Die beiden Musiker Sandro Schneebeli und Max Pizio bieten ein einzigartiges Musikerlebnis in totaler Finsternis. (Bild zvg.) Donnerstag, 12. Dezember, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Nachtessen 18 Franken.

Pop – «Tempi Passati» Marco Santilli Rossi: Gesang, Gitarre Cécile Grüebler: Violine. Der Tessiner Musiker und Sänger Marco Santilli Rossi ist in zahlreichen Genres zu Hause. Er liebt das Spiel mit Klangfarben, Worten und Sprachen; Grenzen zwischen Klassik, Volksmusik und Jazz scheinen sich auf wundersame Art aufzulösen. Nun wendet er sich mit seiner Duopartnerin der Popmusik zu. Auf ihrem neuen Album «Tempi Passati» hätte jeder einzelne Song das Zeug zur Single. Die Songs kreisen alle um das Thema Zeit: Wie

sie je nach Stimmung und Gedanken unterschiedlich wahrgenommen wird. Zeitlos hingegen sind die einprägsamen Melodien, die mit raffinierten Harmonien unterlegt sind und von einer unverwechselbaren Stimme gesungen werden. Cécile Grüebler gehört zu einer Generation von jungen Schweizer Solistinnen, die sich durch einen unangestrengten Umgang mit Genres und Stilen auszeichnet. Intensität und Hingabe werden in jede musikalische Silbe hineingetragen, vom klassischen Solokonzert zur experimentellen Kammermusik bis zum poppigen Soundtrack-Arrangement.

Eine musikalische Weltreise mit Musik von und mit Sandro Schneebeli und Max Pizio – Familienprogramm und Konzert. Nach 240 Konzerten in der Schweiz, in Deutschland, Indien, Ägypten und Schweden, starten Sandro Schneebeli und Max Pizio ihre siebte Tournee. In einem völlig dunklen Raum nimmt man Geräusche, Klänge, Töne, Stimmen und Musik besonders intensiv wahr. Das Duo spielt verschiedenste Instrumente, Melodien aus allen Kontinenten und total akustisch. Wenn das Konzert beginnt, können die Zuhörerinnen und Zuhörer einige Instrumente erkennen, andere Klänge werden erst mit der Zeit enträtselt. Aber wie finden die Gäste ihre Plätze im Dunkeln? Haben Sie blindes Vertrauen! Die Vorstellung um 14 Uhr richtet sich an Familien mit Kindern ab fünf Jahren. Horchen und erleben, wie zwei Musiker erzählend Kinder und Erwachsene auf eine musikalische Reise mitnehmen. Fernab von den alltäglichen visuellen Reizen entwickelt jedes Kind seine ureigene Fantasie. (pz) Sonntag, 15. Dezember, Familienprogramm 14 Uhr (Türöffnung 13.30 Uhr). Eintritt 25/18 Franken / Kinder 10 Franken. Konzert für Erwachsene 17 Uhr (Türöffnung 16.30 Uhr), Eintritt 40/30 Franken, mit Kulturlegi 20 Franken.

Freitag, 13. Dezember, Bar und Abendkasse

Platzreservierungen für alle Anlässe empfohlen

19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken,

über Telefon 044 760 52 62 oder auf

mit KulturLegi 20 Franken.

www.lamarotte.ch.

«Lazzaro felice»

Beglückende Kino-Perle im Kinofoyer Lux «Lazzaro felice», der neuste Film von Alice Rohrwacher wirkt wie ein schönes Fundstück aus einer verschwundenen Ära des Kinos. Magischer Realismus und modernes Drama verschmelzen zu einer betörenden Geschichte voller Humor und Eleganz. Am 13. Dezember läuft er im «Lux».

Meh … no chli meh … no chli meh … no chli meh! Bananenhändler und Clown versöhnen sich. (Bild zvg.)

«Hinter den 7 Gleisen» auf Erfolgskurs Aemtler Bühne: Vorverkauf läuft gut Hinter den sieben Gleisen wird weiterhin gelitten und geliebt! Nach zehn praktisch ausverkauften Vorstellungen nimmt die Geschichte um die Fremde, die drei Clochards, den Lokomotivführer und weitere Protagonisten im «Rössli» Mettmenstetten noch sechs Mal ihr gutes Ende. Die Begeisterung des Publikums und der Elan sowie die Spielfreude der Spielerinnen und Spieler beflügeln sich gegenseitig. «Euer Stück ist der Hammer! Grosses Kompliment!» – Auch auswärtige Theatergruppen besuchen die Vorstellungen und hinterlassen begeisterte Rückmeldungen. Vor jeder Vorstellung trifft sich das Ensemble auf der Bühne zum Stimmund Bewegungstraining, zu Reaktions-

übungen und Spielformen zur Stärkung des Teamgefühls. Man weiss um die Gefahr des Erfolgs: «Jetzt nicht nachlassen! Anschlüsse behalten! Aufmerksam bleiben!» Mit solchen Appellen stärken sich die Spielerinnen und Spieler. Sie sorgen dafür, dass auch die verbleibenden Vorstellungen zum Theatererlebnis werden. Es wird empfohlen, bald zu buchen, denn der Vorverkauf läuft gut: «Es hät, solangs hät…» oder: «Jetzt reservieren! Bevor der Zug endgültig abgefahren ist!» (pd.)

Lazzaro (Adriano Tardiolo in seiner Erstlingsrolle) ist so gutmütig und hilfsbereit, dass er nicht von dieser Welt scheint. Er lebt und arbeitet zusammen mit anderen auf dem isoliert gelegenen Gutshof Inviolata. Dessen skrupellose Besitzerin Marchesa de Luna beherrscht alle auf ihrem Hof. Auch ihren fantasievollen Sohn Tancredi, der eines Tages nach Inviolata kommt. Als dieser Lazzaro um Hilfe bei der Vortäuschung seiner eigenen Entführung bittet, wächst zwischen den beiden jungen Männern eine immer enger werdende Freundschaft. Sie wird die Zeit ebenso überdauern wie die Aufdeckung eines grossen

Betrugs, der die Gemeinschaft von Inviolata auseinandersprengt und Lazzaro auf der Suche nach Tancredi in die ferne Stadt führen wird. «Dieser Film ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der keine Wunder vollbringt, der über keine besonderen Fähigkeiten verfügt, keine magischen Kräfte besitzt, eine Geschichte ohne Special Effects. Ein Heiliger, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, der immer an die Menschen glaubt.» So beschreibt die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher ihren Film. Aber «Lazzaro felice» ist auch ein politisches Manifest, ein Märchen über die Geschichte Italiens der letzten fünfzig Jahre. Der Spielfilm wurde 2018 mit der Palme für das beste Drehbuch auf dem Festival de Cannes und mit dem International Cinephile Society Award für die beste Regie ausgezeichnet.(km) Lazzaro Felice, Freitag, 13. Dezember, 20.15 Uhr. Spielfilm von Alice Rohrwacher mit Adriano Tardiolo, Alba Rohrwacher (It/CH/Fr/De 2018, 128 Min., It/d) im Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben, Affoltern.

Heute sind es Panini-Bildchen, welche die Kinder sammeln, tauschen und einkleben. Vor 80 Jahren, anlässlich der «Landi», wurden die Kinder von Lindt & Sprüngli ebenfalls dazu animiert, Bilder zu sammeln: «Pass auf kleines Mädchen! Gib acht, kleiner Mann! Und schau dir genau das neue Album gut an. Viel kannst Du draus sehen, lesen und lernen!» Und nun folgt eine lange Aufzählung von Wissensvermittlung über Planeten, moderne Tänze, Denkmäler von Mannesmut und Heldentaten, von fernen Ländern und wilden Tieren und natürlich auch von der Landi und der Luftseilbahn über den Zürichsee.» Es ist spannend, zu erfahren wie unseren Eltern und Grosseltern als Kinder Wissen vermittelt wurde, mit welcher Sprache, mit welchen Bildern, geprägt vom Zeitgeist. Dieser Zeitgeist des beginnenden Zweiten Weltkrieges spiegelt sich in verschiedenen weiteren Büchern zur «Landi», die im Museum vorhanden sind und in die es sich eintauchen lässt bei einem Kaffee, fern von der Hektik der Vorweihnachtszeit. Das Team freut sich auf Besuch. (UG) Das Museum ist jeweils am 1. Samstag im Monat von 10 bis 16 Uhr geöffnet, das nächste Mal am Samstag, 7. Dezember. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Besuche und Führungen mit Gruppen sind auf Voranmeldung jederzeit möglich. Telefon 044 761 81 76 (Hansruedi Huber) oder Telefon 044 761 77 42 (Ursula Grob).

Wo Störche schlafen Öffentlicher Anlass der Stiftung Reusstal am 14. Dezember ab 16.30 Uhr am Flachsee. Die kalte Jahreszeit hat definitiv Einzug gehalten, wenn sich die Störche – manchmal über 80 Tiere – im Flachsee für die Übernachtung versammeln. Auf einem Spaziergang entlang des Flachsees vermittelt Josef Fischer, Biologe und Geschäftsführer der Stiftung Reusstal, woher die Störche kommen und warum sie keine kalten Füsse bekommen. (pd.)

Reussbrücke Rottenschwil-Unterlunkhofen (westlich). 10 Franken für Erwachsene, Kinder bis 16 Jahre gratis.

«Cabaret»

14. Dezember. Spielbeginn jeweils um 20.15 Uhr, am Sonntag um 17 Uhr. Spielort: Theatersaal Gasthaus zum weissen Rössli, Albisstrasse 1,

www.aemtlerbuehne.ch.

Im Ortsmuseum Zwillikon laden Bücher rund um die Landesausstellung von 1939 zum Schmökern ein.

Samstag, 14. Dezember, 16.30 bis 18.30 Uhr, Treff-

Die restlichen Spieldaten : Freitag, 6. / Samstag, 7. /

weissen Rössli (Barzahlung) oder unter

80 Jahre danach – die «Landi» neu erleben

punkt: Bushaltestelle Rottenschwil, Hecht; Parkplatz

Sonntag, 8. / Dienstag, 10. / Freitag, 13. / Samstag,

Mettmenstetten. Vorverkauf: Gasthaus zum

Das Buch von «Lindt & Sprüngli» zur Landesausstellung. (Bild zvg.)

«Lazzaro felice» ist auch ein politisches Manifest, ein Märchen über die Geschichte Italiens. (Bild zvg.)

Am Freitag, 13. Dezember, heisst es im improvisierten Kino Kafimüli in Stallikon noch einmal: «Film ab!» Gezeigt wird das Filmmusical «Cabaret» aus dem Jahr 1972 mit der grossartigen Liza Minelli. Der Film startet um 20.15 Uhr, Türöffnung ist um 19.30 Uhr. Der Film läuft in Englisch, mit deutschen Untertiteln. Der Eintritt ist gratis, es wird eine Kollekte gesammelt. (pd.)


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Veranstaltungen

Freitag, 6. Dezember 2019

agenda

Freitag, 6. Dezember Affoltern am Albis

17.30: Familienclub Affoltern: «De Samichlaus chunnt». Mitgebrachte Würste können danach am Feuer gegrillt werden. Archewäldli Feuerstelle. 19.00-22.00: «Jugendbar» ab der 1. Oberstufe, der alkoholfreie Treffpunkt für Jugendliche. Organisiert durch JAAA. Jugendtreff Hirtschür. Jonentalstrasse 3. 20.15: Neue Schweizer Volksmusik: «Duo Bergerausch». Bar und Abendkasse 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Orgelkonzert mit Gian Vito Tannoia Am Samstag, 14. Dezember, lädt die katholische Pfarrei in Affoltern unter dem Jahresmotto «farbenfroh und herzerfrischend» zu einem Orgelkonzert ein. Die jeweils gut gefüllten Kirchen und Konzertsäle beweisen, dass Gian Vito Tannoia, Orgelprofessor am Konservatorium von Matera (Italien) zu den Meistern seines Fachs gehört. Schon im Vorjahr eroberte er die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem Konzert in der katholischen Kirche. Dieses Jahr darf sich das Publi-

Ausstellungen kum auf dieses Programm freuen: J.S.Bach (1685–1750): Toccata und Fuge d-Moll BWV 565; Georg Muffat (1653–1704): Passacaglia aus dem «Apparatus musico-organisticus»; Bach-Duruflé: Jesus bleibet meine Freude (Cantata BWV 147); Bach-Vivaldi: Organ Concerto in A Minor BWV 593 (Allegro-Adagio-Allegro); W.A. Mozart (1750-1791): Phantasie für eine Orgelwalze K 608. (pd.) Samstag, 14. Dezember, 19 Uhr, katholische Kirche Affoltern. Apéro vor dem Konzert um

Gian Vito Tannoia. (Bild zvg.)

18.30 Uhr. Eintritt und Apéro kostenlos. www.kath-affoltern.ch.

Ebertswil

17.00-18.00: Samichlaus-Besuch mit Geschichte, Feuer, Punsch und Lebkuchen. Wohnhuus Meilihof. Dorfstrasse 3 c.

Mettmenstetten

20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbühne.ch, Kasse und Bistro ab 19.15 Uhr. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal. Albisstrasse 1.

Samstag, 7. Dezember Aeugstertal

18.00: 18. Pöschtli-Stubete mit vielen Musikern und Bands, aus der Küche Urchiges zum Geniessen. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg.

Affoltern am Albis

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, italienische Spezialitäten und Handgemachtes, Schönes aus Nepal. Marktplatz. 19.00-22.00: Mittelstufendisco für 4. bis 6. Klasse. Thema: Weihnachtsbäckerei, Guetzli backen ab 16.00 Uhr. Eine Veranstaltung der Jugendarbeit Affoltern. Jugendtreff Hirtschür. Jonentalstrasse 3.

Hausen am Albis

11.00-20.00: 7. Adventsmarkt mit zirka 35 stimmungsvoll dekorierten Ständen, Kinderprogramm, Öffung Adventsfenster und ab 19.00 Uhr: «Acoustic By Candlelight». Weisbrod Areal.

Hedingen

20.15: Gemeindeverein Hedingen präsentiert: «Im Himmel» mit Duo Calvas. Cello-Comedy, ein himmlisches Vergnügen. Keine Reservierung, Türöffnung 19.30 Uhr, Kollekte. Chilehuus. Oberdorfstrasse 1.

Maschwanden

14.00-20.00: 2. Maschwander Wiehnachtsmärt mit zirka 20 Ständen mit lokalen Produkten und Selbstgemachtem inkl. Festwirtschaft. Parkplätze vor der Kirche und bei der Badi. Pfarrhausplatz.

Mettmenstetten

14.00-17.00: Apéro in der Galerie: «Natur und Farbenspiel». Bilder in anzeige

Acryl und Mischtechnik von Erika Affolter, Mühlau, und Uschi Müller, Mettmenstetten. Atelier und Galerie «Kunst im Stall». Untere Bahnhofstrasse 6. 20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbühne.ch, Kasse und Bistro ab 19.15 Uhr. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal. Albisstrasse 1.

Zwillikon

10.00-16.00: «Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: Telefon 044 761 77 42, Ursula Grob oder Telefon 044 761 81 76 Hansruedi Huber. Dorfmuseum. Ottenbacherstrasse, Gemeindeplatz.

stände. 13.30 Uhr Platzkonzert vom Jugendchor Focus Team. 14-15.30 Uhr Besuch vom Samichlaus mit Eseli. Um 17 Uhr Konzert «Musik aus der keltischen Schatztruhe» in der Kirche. Dorfplatz.

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche Kappel. Kappelerhof 5.

Stallikon

Stallikon

Montag, 9. Dezember Affoltern am Albis

Donnerstag, 12. Dezember

16.00-18.00: KISS-Treff (Genossenschaft KISS KnonauerAmt) Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschrift für Jung und Alt. Anmelden unter 079 703 88 37 oder knonaueamt@ kiss-zeit.ch. Reformierte Kirche (Ulmensaal).

Dienstag, 10. Dezember Mettmenstetten

16.00: 18. Pöschtli-Stubete mit vielen Musikern und Bands, aus der Küche Urchiges zum Geniessen. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg.

Affoltern am Albis

Stallikon

Aeugstertal

12.00-16.00: Tavolata-Sonntagsträff 60+. Anmeldung bis Freitagabend an Heidi Kleinhans, 044 761 09 88. Gemeinsam essen, sich unterhalten, neue Kontakte knüpfen. Mithilfe erwünscht. Organisiert vom OV Pro Senectute Affoltern am Albis. Familienzentrum. Zürichstrasse 136. 17.00: Adventskonzert des reformierten Kirchenchors «Lauft ihr Hirten ...». Eintritt frei, Kollekte. Reformierte Kirche.

Mettmenstetten

17.00: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbühne.ch, Kasse und Bistro ab 16.00 Uhr. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal. Albisstrasse 1.

Rifferswil

10.30-17.00: 23. Rifferswiler Weihnachtsmarkt. Viele Markt-

Kappel am Albis

18.00: DinnerKrimi - «Blutiger Laufsteg». Für den Gaumen ein lukullisches Mahl, für das Gemüt ein witziger Kriminalfall. Mehr unter: www.utokulm.ch. HotelRestaurant Uto Kulm. Üetliberg.

17.00: «Magnificello» Weihnachtliches Cellokonzert mit Gunta Abele. Eintritt frei, Kollekte. Reformierte Kirche.

20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbühne.ch, Kasse und Bistro ab 19.15 Uhr. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal. Albisstrasse 1.

Sonntag, 8. Dezember

einfachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

18.30-19.30: 11. Stalliker Wintersport-, Kraft- und Konditionstraining zur Unfallprävention auf der Ski- oder Snowboardpiste. Ignaz Geissmann und Marcel Kaister vom Männerturnverein Stallikon laden zum Mitmachen für jedermann ein. Unkostenbeitrag pro Stunde Fr. 5.-. Turnhalle Loomatt.

Mittwoch, 11. Dezember Affoltern am Albis

19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit anzeige

Affoltern am Albis

10.00-11.00: Offenes Singen mit Elisabeth Studer. Alle Sängerinnen und Sänger sind herzlich eingeladen. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) auch für Nicht-Bewohner, mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. 20.15: Jazz am Donnerstag mit «Theiler-Flisch-Renold». Bar offen ab 18.30 Uhr, Eintritt frei. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach

21.00: Vollmond-Disco mit DJ Fix...Fix in the Mix, Funky and Groovy. Bar offen ab 20 Uhr. Güggel Bar. Rickenbach 3.

Stallikon

14.00: Senioren Wandergruppe Stallikon: Jahreshöck mit Bilderschau auf die Wanderungen 2019. Restaurant Schwarzer Hecht. Reppischtalstrasse 62.

Aeugst am Albis

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Der Moment ist nichts als Erinnerung». Tanja Weber zeigt neueste Kleinobjekte zur Auseinandersetzung mit der Zeit, dem Wandel, den Prägungen des Lebens. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 811.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 19. Dezember.

Aeugstertal

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo, Indianer, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Verlängert bis Juni 2020.

Affoltern am Albis

Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Trans-›Formation». Andreas Gerig, Holzobjekte mit Charakter, Wolfram Schulz, Reliefs und Bilder in Mischtechniken. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 11-14 Uhr. Bis 8. Dezember.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Ohne Worte - das Bild wirkt». Zeichnungen, Bilder und Installationen von Carmen Cabert. Die Künstlerin ist jeden Sonntag von 14-16 Uhr anwesend. Öffentlich zugängliche Räume (Klostercafé, Klosterkeller, Gänge). Bis 6. Januar.

Mettmenstetten

Atelier und Galerie «Kunst im Stall», Untere Bahnhofstrasse 6: «Natur und Farbenspiel». Bilder in Acryl und Mischtechnik von Erika Affolter, Mühlau, und Uschi Müller, Mettmenstetten. Mi, 9-12, Do, 9-12/14-18, jeden ersten Sa im Monat 14-17 Uhr. Bis 21. Dezember.

Stallikon

Kunstforum Stallikon, Schulhaus Loomatt: «Farben im Fluss». Bilder in verschiedenen Techniken von Ruth Moser, Stallikon. Mo, Mi, Do, Fr, 15-19, Di, 15-20, Sa, 10-12 Uhr. Bis 30. Januar.

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda jeweils bis spätestens Dienstag, 12 Uhr, an: agenda@affolteranzeiger.ch.


Sport

Freitag, 6. Dezember 2019

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Karate mit 70 Jahren begonnen Heinz Hörler von Hedingen, heute knapp 79 Jahre alt, hat kürzlich die Braungurtprüfung im Shito Ryu Karate Center Albis mit Erfolg bestanden. Heinz Hörler erzählt, dass er mit 70 Jahren zu einem Probetraining von Centerleiter Andi Müller, 5. Dan SKF, motiviert wurde. Heute gehört das regelmässige Karate-Training zu seinem Alltag. Er schätzt es sehr, in kollegialer Atmosphäre mit motivierten Instruktoren zu trainieren. Die Vorstellung, Karate zu verbinden mit dem Zerschlagen von Ziegelsteinen oder Brettern sei völlig falsch. Karate trainiere die körperliche und geistige Beweglichkeit in jedem Alter, sagt er. Bewegung, Gesundheit und Lebensfreude wird im Karate Center Albis trainiert und gelebt. Darum sieht Heinz Hörler das Karate als gute Massnahme, um das Gleichgewicht, die Kraft, die Beweglichkeit und die Konzentration zu verbessern. Nicht zuletzt, sagt er weiter, werde auch dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen. Durch das Training wird die Wachsamkeit geschult sowie die Beherrschung der einzelnen Abwehrtechniken gefördert. «Und das Ganze macht auch noch einen Riesenspass; im Karate Center Albis wird viel für ein Miteinander gesorgt und Beziehungen werden gepflegt», sagt er lachend. (pd.) Weitere Infos unter: www.karate-albis.ch.

Körperlich und geistig beweglich: Heinz Hörler. (Bild zvg.)

Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli. (Archivbild map.)

Freestyle Jumper Noé Roth. (Archivbild zvg.)

Jacqueline Schneebeli und Noé Roth sind nominiert Wer wird Zuger Sportler des Jahres 2019? Der Regierungsrat des Kantons Zug hat vergangene Woche die zehn Sportlerinnen und Sportler bestätigt, aus welchen am 31. Januar 2020 in Oberägeri der Zuger Sportler des Jahres 2019 erkoren wird. Unter den Nominierten sind auch Skiakrobat Noé Roth vom Mettmenstetter JumpinTeam und Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli. Die Zuger Bevölkerung konnte seit September Zuger Sportlerinnen und Sportler zur Nomination vorschlagen. Ergänzt wurde diese Liste durch Vorschläge aus dem Amt für Sport, so dass letztlich eine umfassende Liste zusammengestellt werden konnte. Auf dieser Basis hat die Sportkommission des Kantons Zug ihren Nominationsvorschlag zuhanden des Regierungsrats ausgearbeitet. Mit dem Gewinn des Schweizer, Europa- und Weltmeistertitels im glei-

chen Jahr hat Jacqueline Schneebeli (Mountainbike) in diesem Sommer etwas Einzigartiges geschafft. So versteht es sich von selbst, dass die 18-jährige Hauptikerin, die für den Velo-Club Cham-Hagendorn in die Pedalen tritt, auf der Liste der Nominierten nicht fehlen darf.

Gold und Bronze für Roth Mit Noé Roth (Aerials) ist auch das Mettmenstetter Team Freestyle Company Jumpin vertreten. Der 20-Jährige holte dieses Jahr an der Weltmeisterschaft in Park City als jüngster aller Teilnehmer überraschend die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb sowie die Goldmedaille im erstmals ausgetragenen Teamwettbewerb (zusammen mit Carol Bouvard und Nicolas Gygax). Eine Woche später gelang ihm am 16. Februar 2019 mit Platz 3 in

Moskau die erste Weltcup-Podestplatzierung.

Sportart mitentscheidend «Wie immer wurde rege diskutiert, wieviel eine Goldmedaille in dieser oder jener Sportart wert sei», sagt Jan Mühlethaler, Mitglied und Sprecher der kantonalen Sportkommission. «Die Kriterien – mindestens ein Schweizer Meistertitel – sind klar vorgegeben. Und doch ist es auch wichtig abzuwägen, welche gesellschaftliche Bedeutung eine Sportart im Weltmarkt hat, beziehungsweise wie die Konkurrenzsituation in der jeweiligen Sportart aussieht», betont Mühlethaler. Trotz der grossen Vielfalt an Eingaben gelang es der Sportkommission, eine aus ihrer Sicht «richtige» Auswahl zu treffen und dem Regierungsrat zur Entscheidung vorzulegen. (pd./tst.)

FCWB mit tollem Jass-Open zum Jahresende Der FC Wettswil-Bonstetten blickt auf einen gelungenen Abend zurück und verabschiedet sich in die wohlverdiente Winterpause. Traditionell organisiert vom Fanionteam, haben sich 156 Jasserinnen und Jasser im Paarschieber gemessen. ................................................... von andreas wyniger Einmal mehr genossen Teilnehmer und Veranstalter Gastrecht im Gemeindesaal Bonstetten und gemeinsam verbrachte man einen wunderschönen und spannenden Jassabend. Die 78 Jasspaare spielten in sechs Durchgängen à zehn Partien um schöne Preise. Dazwischen genossen alle Anwesenden einen vorzüglichen Hackbraten mit Kartoffelstock zum Nachtessen, geliefert von der Metzgerei Steiner. Erste Glückshormone füllten dann den Saal, als der Hauptpreis, ein Gutschein vom Hotel Uto Kulm im Wert von 500 Franken und wie in den letzten Jahren immer von Sanitär W.R. Bernhard (Hallööchen) gestiftet, tradi-

Hauptpreisgewinner Patrik und Gabriela Schönbächler, in der Mitte Moderator Andreas Wyniger (mit Mikrofon) und Sponsor Reto Bernhard.(Bilder Alisa Gallmann)

Das Siegerpaar Noldi Ackermann (links) und Manuel Loureiro.

tionell unter allen Teilnehmern verlost wurde. Glückliche Gewinner waren hierbei erneut Gabriela und Patrik Schönbächler, die den Hauptpreis bereits im letzten Jahr gewinnen konnten. Bei der Preisverteilung der Jassmeisterschaft durften sich schliesslich die zwanzig besten Paare am tollen

Austragung 2020 mit neuem Datum

Gabentisch bedienen. Am meisten Punkte sammelten Manuel Loureiro und Noldi Ackermann (5349 Punkte), die damit Turniersieger wurden, gefolgt von Gion Meier und Ivo Baur (5296 Punkte) auf dem 2. und Josef Herzog mit Toni Lötscher (5232 Punkte) auf dem 3. Platz.

Vormerken sollte man sich den Samstag, 21. November 2020, dann wird bereits die 19. Austragung des WB-JassOpens über die Bühne gehen. Rangliste unter www.fcwb.ch/anlässe.

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Stellenanzeiger

Wir suchen per 6. Januar 2020 für unsere Schuleinheit Butzen Semper

1 Klassenassistenz auf der Primarstufe 10 Std./ Woche 1 Klassenassistenz auf der Kindergartenstufe 6 Std./ Woche

Die Tagesstrukturen Domino sind eine geschätzte, gut integrierte Einrichtung der Primarschule Mettmenstetten und bieten eine professionelle, ganzheitliche Betreuung für Kinder ab Kindergarteneintritt bis zum Ende der Primarschulzeit an. Derzeit werden rund 175 Kinder von einem Team mit insgesamt 13 motivierten Mitarbeitenden betreut.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die ausführliche Stellenausschreibung mit Ansprechpersonen sowie weitere Informationen über die Primarschule Affoltern am Albis finden Sie unter: www.psa.ch

Per 1. März 2020 suchen wir

eine Mitarbeiterin für die Betreuung 20 % Zu den Aufgaben gehören: • Mithilfe bei der Betreuung von Kindergarten- und Primarschulkindern • hauswirtschaftliche Tätigkeiten • Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei den Hausaufgaben • Mitgestalten der Betreuung nach den sozialpädagogischen Grundsätzen der Tagesstrukturen Domino Anforderungsprofil: • Erfahrung in der Betruung von Kindern im Kindergarten- und Primarschulalter • wertschätzender und respektvoller Umgang • flexible, belastbare, zuverlässige und offene Persönlichkeit Der Einsatz erfolgt an unterschiedlichen Tagen im Frühdienst, während der Mittagszeit oder am Nachmittag ab 15.30 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie von der Tagesstrukturleitung: Frau Jeannette Waser oder Frau Cony Wäspi, Telefon: 044 767 93 60, E-Mail: tagesstrukturen@ps-mettmenstetten.ch Die vollständige Bewerbung senden Sie bitte bis 31. Dezember 2019 via E-Mail an schulverwaltung@ps-mettmenstetten.ch oder in Papierform an die Primarschule Mettmenstetten, Schulverwaltung, Schulhausstrasse 4, 8932 Mettmenstetten.

Wir sind ein eingespieltes 12-köpfiges Team mit viel Erfahrung und gut verankert in der Region. Unsere Praxis ist einladend hell und liegt optimal, direkt am Bahnhof Bonstetten/Wettswil. Nach Vereinbarung suchen wir eine/einen

Dipl. Physiotherapeut/-in mit Führungsverantwortung 80 – 100 % die/der unsere physio-therapien bonstetten ag fachlich leitet und zusammen mit unserer administrativen Praxisleiterin neue Wege zu gehen wagt. Wir schätzen unsere spannenden Arbeitstage, denn bei uns gehen Menschen aller Altersgruppen, mit verschiedensten Krankheitsbildern, ein und aus. Wir bilden uns weiter, intern und extern; wir tauschen uns über anspruchsvolle Situationen aus und finden Lösungen. Unser Anspruch auf Individualität ist herausfordernd und bereichernd zugleich. Wir sind gefordert im Rahmen der gesundheitspolitischen Entwicklungen zu bestehen und unser Angebot entsprechend auf- und auszubauen. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, in diesen Themen eine führende Rolle zu übernehmen, könnten Sie die ideale Besetzung für unsere frei werdende leitende Funktion sein. Eine hohe Fachkompetenz, Führungserfahrung und Belastbarkeit sind wichtige Eigenschaften, die Sie mitbringen. Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung: info@physio-therapien.ch Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Manuela Messmer, administrative Praxisleiterin: 044 777 96 00, www.physio-therapien.ch

Die Primarschule Wettswil ist eine rasch wachsende Schulgemeinde in der Agglomeration Zürich. Unsere über 550 Schulkinder, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, werden in drei Schulhäusern und sieben Kindergärten unterrichtet. Auf Beginn des Schuljahres 2020/21 suchen wir zur Ergänzung unseres Teams eine führungserfahrene und kompetente Schulleiter/-in. Sind Sie unsere neue/unser neuer

Schulleiterin / Schulleiter (50 – 70 % Pensum)

die/der zusammen mit den Stellenpartnerinnen unsere Schule zielgerichtet und professionell führen möchte? Sie • sind eine erfahrene und teamorientierte Führungspersönlichkeit mit erfolgreicher, mehrjähriger Erfahrung als Schulleiter/-in und entsprechender Ausbildung. • tragen Sorge zur gewachsenen Schulkultur und entwickeln unsere Schule kompetent weiter. • begegnen Kindern, Mitarbeitenden und Eltern mit Wertschätzung und Offenheit. • können Menschen motivieren, begeistern, vernetzen, fördern und fordern. • sind kommunikativ, lachen gerne und können gut zuhören. Wir • bieten Ihnen eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Führungsaufgabe mit viel Gestaltungsspielraum. Es besteht auch die Möglichkeit, das Pensum mit Unterricht aufzustocken. • zeichnen uns aus durch ein gutes Arbeitsklima, engagierte Mitarbeitende und eine gute Infrastruktur. • pflegen einen achtsamen Umgang mit den Ressourcen unserer Mitarbeitenden. • unterstützen Sie mit einer aufgeschlossenen Schulpflege und einer kompetenten Schulverwaltung. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung bis 3. Januar 2019 (vorzugsweise per Mail) an: Primarschule Wettswil, Schulverwaltung, Postfach, 8907 Wettswil, verwaltung@schulewettswil.ch. Fragen beantwortet Ihnen gerne die Schulleiterin Frau Jacqueline Hodel, 043 466 20 36, oder unser Schulpräsident Herr Roger Schmutz, 079 652 73 04.

Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten Pfarrei St. Burkard, Mettmenstetten Die römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten mit ihren rund 3800 Mitgliedern umfasst das Gebiet der politischen Gemeinden Hausen am Albis, Kappel am Albis, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil. Zur Ergänzung unseres Teams in der Pfarrei St. Burkard in Mettmenstetten suchen wir per 1. April 2020 oder nach Vereinbarung eine/-en

Katechet/-in Mittelstufe 40 % – 50 % Zu Ihrem Aufgabengebiet gehören das Planen und Erteilen der Katechese in der 4., 5. und 6. Klasse sowie die Gestaltung von Familien- und JugendGottesdiensten. Wir erwarten: − Eine abgeschlossene Ausbildung als Katechet/-in (Schwerpunkt: Versöhnung) − Erfahrung in der Leitung der Mittelstufe-Katechese − Die Bereitschaft am Abend oder Wochenende zu arbeiten − Freude an der Arbeit mit Kindern und Familien − Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift Wir bieten: − Eine kleine, moderne, offene und lebendige Pfarrei − Einen eigenen Arbeitsplatz − Ein kollegiales, kreatives Pfarreiteam − Selbstständiges Arbeiten − Offenheit bei der Gestaltung der Katechese − Die fortschrittlichen Anstellungsbedingungen richten sich nach der Anstellungsordnung der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich. Fühlen Sie sich angesprochen? Vollständige Bewerbungsunterlagen mit Foto sind ausschliesslich per E-Mail bis zum 31. Dezember 2019 an sabrina.muster@kath-hausen-mettmenstetten.ch zu richten. Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Pfarrer Dr. Angelo Saporiti, Telefon 044 767 01 21, Dienstag – Freitag, 8.30 – 11.30 Uhr, oder auf unserer Homepage www.kath-hausen-mettmenstetten.ch


Extra

Freitag, 6. Dezember 2019

«Wir haben uns als Hauseltern gerne für die Männer eingesetzt» Menschen im Säuliamt: Margot und Hans Nägelin leiteten 25 Jahre das Männerheim Rossau Beide haben ihre Kindheit während des Zweiten Weltkriegs erlebt, und beide suchten in Venezuela das Abenteuer. Margot und Hans Nägelin leiteten bis 1994 das Männerheim in Rossau (heute: Werk- und Wohnhaus zur Weid) und setzten sich mit viel Herz für die Bewohner ein. ................................................... mit margot und hans nägelin sprach marianne voss Sie sind beide während des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen. Margot Nägelin, geborene Windler, verbrachte ihre Kindheit in Dübendorf und wurde Krankenschwester. Hans Nägelin kam als Bub nach Rossau, wo seine Eltern damals die Leitung des Männerheims übernahmen – heute nennt sich die Institution Werk- und Wohnhaus zur Weid (WWW). Er absolvierte die landwirtschaftliche Ausbildung sowie die Handelsschule. Beide wanderten nach Venezuela aus, um das Abenteuer zu suchen. Sie fand 1957 als ausgebildete Krankenschwester einen Job als OPSchwester. Er kam im Mai 1958 nach Venezuela, unmittelbar nach dem Sturz von Diktator Jiménez. Das Land befand sich damals in einem wirtschaftlichen Aufschwung. Er probierte Verschiedenes aus und landete schliesslich bei der Nestlé. An einer Party bei befreundeten Schweizern lernten sich die beiden kennen. Aus den geplanten zwei Jahren in Südamerika wurden schliesslich zwölf. Das Paar heiratete und fand auf einer Farm eine neue Heimat. Hans war dort als Betriebsleiter angestellt und für die 2000 Hektaren Land und 700 Milchkühe verantwortlich. Er legt während des Gesprächs ein Album auf den Tisch, wo seine Tätigkeit in Bild und Text dokumentiert ist. «Ich darf ohne zu übertreiben sagen, dass diese Farm durch meinen Einsatz zu einem vielbeachteten Musterbetrieb wurde.»

Mit 55 Männern unter einem Dach In Rossau nahte inzwischen die Pensionierung der Eltern von Hans Nägelin. «Das war zugleich der

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Ihre WeihnachtsErinnerung teilen Der «Anzeiger» sucht Leserfotos zum Thema «Meine WeihnachtsErinnerung». Eine Auswahl wird abgedruckt – mit der Geschichte dazu. Für die einen ist es die SpielzeugLokomotive oder das Puppenhaus, das sie als Kind unter dem Christbaum fanden, für andere die handgefertigte Krippe, der ganz besonders dekorierte Baum, ein Accessoire oder eine bestimmte Tätigkeit, die in Feststimmung versetzen. So manche dürften die Weihnachtstage auch schon an einem ungewöhnlichen Ort oder gar an einer exotischen Destination verbracht haben. Schicken Sie dem «Anzeiger» ein Bild, das für Sie persönlich eine Erinnerung an die Weihnachtszeit darstellt. Es muss nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres, sondern darf im Gegenteil auch gerne etwas Unscheinbares oder ganz Persönliches sein. Eine Auswahl der Bilder wird über die Weihnachtstage abgedruckt, zum Teil mit der Geschichte dazu, falls Sie diese einem «Anzeiger»Journalist oder einer -Journalistin erzählen möchten. (tst.) Fotos per Mail an redaktion@affolteranzeiger.ch, mit Betreff «Meine Weihnachts-Erinnerung». Einsendefrist: bis 12. Dezember. Bitte für Rückfragen Telefonnummer angeben. Mit der Einsendung bestätigen Sie, dass Sie Urheber des Fotos sind und die Erlaubnis der abgebildeten Personen haben.

volg-rezept

Randensalat mit Babyananas Margot und Hans Nägelin geniessen es, bei schönem Wetter auf dem Balkon ihrer Wohnung zu sitzen. (Bild Marianne Voss) Moment, wo wir uns mit unseren zwei kleinen Kindern überlegen mussten, wie es auf die Dauer weitergehen soll.» Von Venezuela aus bewarb er sich für die Stelle im Männerheim. «Ich schickte den Brief und dieses Album als Dossier per Post nach Zürich.» Für das Gespräch vor dem Stadtrat musste er aber in die Schweiz reisen. «Die haben mich eine Stunde lang ausgefragt, und nach vier Monaten erhielt ich per Post die Zusage.» Somit brach die junge Familie 1969 ihre Zelte in Venezuela ab und reiste mit wenig Gepäck zurück in die Schweiz. «Wir zogen in Rossau in die Verwalterwohnung im Hauptgebäude ein. Das war dieselbe Wohnung, in der ich

wetter

samichlaustag «Kinderblicke werden helle, die Gesichter sind verzückt, als Niklaus an der Tagesschwelle tritt in ihren Sehnsuchtsblick.»

meine Kindheit und Jugendzeit verbracht hatte», erzählt Hans. «Und wir lebten unter demselben Dach mit den 55 Männern, die wir betreuten.» Diese seien fast alle freiwillig ins Männerheim gekommen. «Das heisst, gezwungen waren sie durch ihre schwierigen Lebensumstände. Sie verpflichteten sich, mindestens ein Jahr zu bleiben und die Heimordnung einzuhalten.»

«Oisi Manne» Das Männerheim, eine Institution für Männer mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen sowie Alkoholproblemen, gehörte damals noch der Stadt Zürich. Margot Nägelin berichtet: «Wir nannten sie nicht Insassen, sondern ‹oisi Manne›. Viele verbrachten auch ihren Lebensabend bei uns und blieben bis zum Tod, denn sie hatten keine Familie und wurden in keinen anderen Heimen akzeptiert. Sie fanden bei uns ein Daheim.» Manchmal seien sie direkt von der Gasse in völlig verwahrlostem Zustand in die Weid gekommen. «Dann liess ich jeweils im winzigen Badezimmer die Sitzbadewanne volllaufen und gab noch zünftig Schaumbad dazu.» Sie schmunzelt. «Körperpflege und saubere Kleidung waren mir ein grosses Anliegen für die Männer.» Sie sei Tag und Nacht unterwegs gewesen und habe überall mit Hand angelegt, wo es nötig war. Als Krankenschwester habe sie sich natürlich zusammen mit dem Heimarzt auch um die Kranken und manchmal Sterbenden gekümmert. «Ja, wir haben uns gerne als Hauseltern für die Männer eingesetzt», ergänzt Hans. «Wir versuchten nicht, sie umzuerziehen, sondern uns in sie einzufühlen. Viele fanden auch durch die Arbeit in der Werkstatt oder in der Landwirtschaft zu einem Selbstwertgefühl zurück, das freute uns sehr.» Natürlich seien sie als Heimeltern nicht alleine gewesen. «Wir wurden von einem tollen Team mit vielen langjährigen Mitarbeitenden unterstützt.»

Manchmal seien die Männer halt auch ausgebüxt, und er habe sie in einer Beiz betrunken abgeholt und wieder heimgebracht. «Auch das gehörte damals dazu.» In herausfordernden Situationen sei ihnen die Lebenserfahrung, die sie in Venezuela gesammelt hatten, zugute gekommen. «Wir hatten gelernt, mit ganz verschiedenen Menschen umzugehen, und in schwierigen Situationen zu improvisieren.»

Neuerungen in Rossau Die Zeiten und die Gesellschaft änderten sich, das Männerheim musste sich diesem Wandel stellen. Es waren umfangreiche bauliche Erneuerungen nötig, die ab 1989 ausgeführt wurden. Nägelins erlebten die Renovation des Hauptgebäudes, den Einbau von Einerund Zweierzimmern und den Neubau des Verwalterhauses. Zusammen mit allen Mitarbeitenden und dem Sozialamt wurde auch ein neues Konzept, das «Konzept 2000» erarbeitet. «Hier ging es darum, sich auch inhaltlich den gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Das Konzept setzte dann unser Nachfolger um.» Nach der Pensionierung lebten Nägelins zuerst in einem Haus in Mettmenstetten, seit sechs Jahren in einer Wohnung. Hans war früher in Vereinen aktiv, machte sich stark für das Original-Braunvieh und war auch während acht Jahren im Gemeinderat. Bis 2006 leitete er noch eine Velogruppe der Pro Senectute. Dem Singen ist er bis heute treu geblieben. Margot war immer lieber zu Hause und hielt die Festung. Sie war noch kurz in der Spitex tätig und dann als Grossmutter mit viel Freude für die Enkel da. «Zusammen gehen wir jetzt gerne ab und zu spazieren», erklärt Hans, steht auf und führt den Besuch ins Nebenzimmer, wo er sein Schwyzerörgeli zeigt. «Seit einem Jahr nehme ich Stunden.» Und Venezuela? «Wir waren seit 13 Jahren leider nicht mehr dort. Es ist zu gefährlich geworden.»

Zutaten für vier Personen 1 2 EL ½ TL 5 EL 500 g

Babyananas Rotweinessig Salz, Pfeffer aus der Mühle Sonnenblumenöl Randen, gekocht

Zubereitung Ananas schälen, Augen entfernen. Ananas vierteln, holzigen Strunk herausschneiden, Ananas würfeln und drei Esslöffel Saft auffangen. Ananassaft mit Essig, Salz und Pfeffer gut verrühren. Öl darunterrühren. Randen schälen, vierteln und in Scheiben schneiden, mit der Sauce mischen. Die Hälfte der Ananaswürfel daruntermischen, restliche Würfel auf den Salat legen. Zubereitung ca. 25 Min. Weitere Rezepte unter www.volg.ch/rezepte.

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Tagesfahrten 2020 Theater Arth – Eine Nacht in Venedig Fr. 105.– Sonntag, 19. Januar 2020 inkl. Fahrt und Eintritt anschliessend Abendessen Winterlicher Schwarzwald Fr. 42.– Donnerstag, 6. Februar 2020 Theater Buochs – Heidi Sonntag, 1. März 2020 inkl. Fahrt und Eintritt anschliessend Abendessen

Fr. 65.–

Ferienreisen 2020 Südtirol – Kalterer See 20. April – 25. April 2020

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Prien am Chiemsee 6. Juli – 10. Juli 2020

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