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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 95 I 170. Jahrgang I Dienstag, 29. November 2016

Miteinander reden

Etappe abgeschlossen

Wegleitung für Pflege und Todesfall: Obfelden lud zur Info-Veranstaltung. > Seite 3

Die Um- und Neubauprojekte der ARA Birmensdorf sind im Zeitplan. > Seite 3

Konkurrenz aus anderen Regionen Firmen aus anderen Regionen und ein brutaler Preiskampf machen dem Ämtler Baugewerbe zu schaffen. Vor allem Zentralschweizer Firmen weichen vermehrt ins Säuliamt aus, weil in ihren Regionen das Auftragsvolumen zurückgegangen ist. Kleinere Ämtler Unternehmen haben sich zum Teil schon längst aus dem NeubauBereich verabschiedet, setzen auf Umbauten und Renovationen. Gemäss Bauindex von Credit Suisse und Baumeisterverband zeigt sich die Baubranche 2016 insgesamt in besserer Verfassung. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

«Tömlimatt» muss weiter warten Die Sanierung und Erweiterung des Primarschulhauses Tömlimatt in Kappel muss weiter warten: Beim Zürcher Baurekursgericht ist ein weiterer Rekurs hängig, diesmal von einem Generalunternehmer. Gemeindepräsident Kurt Bär hofft nun, dass dem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen wird, damit sich das Projekt nicht noch länger verzögert. ................................................... > Bericht auf Seite 5

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Grosse Veränderungen In der ökumenischen Beziehungsberatung Affoltern geht eine Ära zu Ende. > Seite 7

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Wasserwunder Tobelbäche im Bezirk Affoltern – im ersten Teil der Serie steht der Wissenbach im Fokus. > Seite 8

Stabsübergabe im Verein Kloster Kappel Gerhard Gysel folgt auf Andreas Müller An der Sitzung der Kappelerpflege (Delegiertenversammlung) vom 23. November standen neben dem Budget 2017 und Fragen zum weiteren Vorgehen in Sachen Bauvorhaben der Landwirtschaft auch die ordentlichen Erneuerungswahlen in den Vorstand auf der Traktandenliste. Drei Vorstandsmitglieder sind nicht zur Wiederwahl angetreten. Neben Hans Ulrich Meier, Rifferswil, und Ueli Buri, Uerzlikon, auch der bisherige Präsident Andreas Müller, Hausen, der den Delegierten bereits vor einem Jahr seinen Rücktritt auf Ende der Amtsperiode angekündigt hatte. Andreas Müller hat während 18 Jahren – davon 10 Jahre als Präsident – im Vorstand des Vereins Kloster Kappel mitgewirkt und die Arbeit des Vereins geprägt. Als neue Vorstandsmitglieder wurden Hans Peter Bachmann, Hausen, Gerhard Baumann, Affoltern, Bruno Sidler, Mettmenstetten, und als neuer Präsident der bisherige Vizepräsident

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Schönes Instrument Am Wochenende wurde die neue Orgel in der Kirche Stallikon offiziell eingeweiht. > Seite 9

Erweiterung «Chilefeld» mit «Ökopaket» Die Stimmberechtigten von Obfelden und Ottenbach haben die Erweiterung der gemeinsamen Oberstufen-Schulanlage mit 1545 Ja- zu 730 Nein-Stimmen deutlich angenommen. In der Stichwahl zwischen der Variante mit oder ohne «Ökopaket» sprach sich eine Mehrheit von 1476 Stimmberechtigten für das zusätzliche «Ökopaket» aus. Die Stimmbeteiligung war in beiden Gemeinden hoch: 49,92 % der Stimmberechtigten in Ottenbach und 43,7 % in Obfelden machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. (tst.) anzeigen

Weihnachten steht vor der Tür Vom 29. November bis zum 26. Dezember Andreas Müller (links) als scheidender und Gerhard Gysel (rechts) als neuer Präsident des Vereins Kloster Kappel. (Bild zvg.) Gerhard Gysel, Hedingen, gewählt. Die Arbeit der abtretenden Vorstandsmitglieder und die Verdienste des scheidenden Präsidenten wurden vom Verein Kloster Kappel herzlich verdankt.

Im Anschluss der Delegiertenversammlung wurde Andreas Müller im Rahmen eines Apéros von den Delegierten und weiteren Gästen mit einer Urkunde und einem Geschenk würdig verabschiedet. (pd.)

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«Für die Inklusion von Flüchtlingen braucht es ein ganzes Dorf» Integrationsgruppe Hedingen setzt sich ein Der Grossteil der aufgenommenen Flüchtlinge wird lange in der Schweiz bleiben. Damit das Säuliamt nicht nur Wohnort sondern Heimat werden kann, wurde auf private Initiative die Integrationsgruppe Hedingen gegründet. Weihnachtlich dekorierter Hauseingang in Obfelden. (Bild zvg.)

Start in die Zeit des Lichterzaubers Mit dem ersten Advent vom vergangenen Sonntag hat die Vorweihnachtszeit definitiv begonnen. Das sieht man auch im Säuliamt: Festliche Beleuch-

tung und allerlei Dekoratives – wie hier in Obfelden – schmücken manches Haus und lassen Adventsstimmung aufkommen.

Die Alternative zum gymnasialen Weg Ämtler Lehrbetriebe stehen hinter der Berufsmaturität – das zeigte sich am traditionellen Apéro des Lehrstellenforums im Kellertheater LaMarotte: «Unsere Erfahrungen mit Lehrlingen, die eine Berufsmaturität machen, sind sehr gut», so Bernhard Stierli, Archi-

tekt in Affoltern, «sie sind oft pflichtbewusster sowie selbstständiger, zeigen mehr Eigeninitiative, sie denken differenziert mit und erkennen Gesamtzusammenhänge besser.» ................................................... > Bericht auf Seite 10

Inklusion meint die gleichberechtigte Teilhabe an etwas. Integration heisst, dass sich Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit zusammenschliessen. Für ein lebendiges Dorfleben braucht es Integration und Inklusion von Neuzugezogenen – egal woher diese stammen. Für Neuzugezogene aus demselben Sprach- und Kulturkreis ist die Inklusion am neuen Wohnort bereits gegeben; ihre Integration in die Gemeinschaft wird dadurch stark vereinfacht. Bei Flüchtlingen ist die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe bis zum Asylentscheid bewusst nicht gegeben. Im Falle eines positiven Aslyentscheides – gerade, wenn es bis zum Entscheid mehrere Jahre dauert – fällt es Flüchtlingen deshalb oft schwer, sich anschliessend gut in die Gesellschaft einzubringen.

Zusammenarbeit als Dorfgemeinschaft «Aufgrund der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen und im Bewusstsein, dass sich Flüchtlinge ein neues Leben in der Schweiz aufbauen müssen, hat sich aus einer Gruppe im Elternrat die Integrationsgruppe Hedingen gebildet», erläutert Mitinitiantin Rebekka Haller und ergänzt: «Uns wurde schnell klar, dass es die Zusammenarbeit und den Willen der gesamten Dorfgemeinschaft braucht, damit Flüchtlinge sich gut integrieren können. Denn nur gut integrierte Flüchtlinge eignen sich die Sprache schnell an und finden so Anstellungen und sind schlussendlich nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig – was menschlich, gesellschaftlich und finanziell wünschenswert ist.» Anfang 2016 wurde aus diesen Beweggründen in Hedingen die Integrationsgruppe gebildet, die verschiedenste Aktivitäten verfolgt, sich vernetzt und kontinuierlich wächst. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 7

200 48 9 771661 391004


Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern a.A., schriftlich Stimmrekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Wettswil am Albis

Die Liebe ist der Grund unseres Daseins, sein Zweck und sein Ziel. Nur durch die Liebe lernen wir uns selbst, die Welt und das Leben verstehen. Heribert Rau

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserer geliebten Mutter, Schwiegermutter, Tante, Gotte, Schwägerin und Freundin

Emilia (Mily) Haltner-Huber 23. Januar 1927 – 24. November 2016

Stellen

Du warst ein Sonnenschein und hast uns allen viel gegeben. Offen, ehrlich und mutig bist du auf die Menschen zugegangen. Du warst äusserst kommunikativ und hast so die Mitmenschen in deine Herzen eingeschlossen. Die Türen standen bei dir stets offen und jedermann war bei dir immer herzlich willkommen. Du warst ein Vorbild und eine vorbildliche Mutter. In Appenzell geboren und aufgewachsen, fand Mami in Ottenbach mit ihrem Noldi eine neue Heimat. Bis fast zum Schluss ihres Lebens wohnte sie selbstständig im eigenen Hause. Erst Mitte 2016 zog Mami ins Senevita in Affoltern am Albis, wo sie ebenfalls sehr glücklich war. Ein Hirnschlag riss Mami Anfang Oktober mitten aus dem Leben. Am 24. November bist du nach einem zähen Lebenskampf friedlich im Haus Lindenberg im Spital Affoltern eingeschlafen. Wir werden dir von Herzen für alles, was du uns gegeben hast, für immer dankbar sein. Gesucht für in Firma in Affoltern am Albis per sofort

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. November 2016

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Miteinander darüber reden – immer wieder Wegleitung für Pflege und Todesfall – Informations-Veranstaltung in Obfelden Vergangenen Mittwoch stellte die Gemeinde Obfelden im Singsaal Chilefeld die überarbeitete Broschüre «…und wenn ich einmal sterbe» vor. Es gab nicht nur Informationen, sondern auch viel Stoff zum Nachdenken. ................................................... von regula zellweger Rund 60 Personen der älteren Generation besuchten den Informationsanlass zu einem Thema, das man oft gern verdrängt: Das eigene Sterben und das Sterben einer geliebten Bezugsperson. Der Abend war sehr gut strukturiert, sodass verschiedene Aspekte zur Sprache kamen. Viele Fragen wurden kompetent und offen beantwortet, in den Referaten und im Dialog beim anschliessenden Apéro. Die Wegleitung für den Pflegeund Todesfall «…und wenn ich einmal sterbe» ist in zwei Teile gegliedert. Im

ersten Teil geht es um die persönlichen Wünsche – und wie man sicherstellen kann, dass diese im Todesfall respektiert werden. Alle Referentinnen betonten immer wieder, dass das verbindliche Festlegen und Kommunizieren der Wünsche im Krankheitsfall, beim Sterben und nach dem Tod erleichternd für die Hinterbliebenen ist. In Obfelden werden Trauernde in der schwierigen Situation nach einem Todesfall nicht allein gelassen. Gemeindeschreiberin Eveline Meier erzählte sympathisch, wie sie Hinterbliebene unkompliziert und ganz praktisch, aber auch beratend und emotional begleitet und entlastet. Sie nimmt vor allem Aufgaben beim Organisieren eines Begräbnisses wahr, koordiniert Gemeinde und Kirche und beschafft Dokumente. Auch sie betont: «Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber, besuchen Sie unseren schönen Friedhof und nehmen Sie sich Zeit für dieses Thema.»

Begleitung annehmen Auch Gemeinderätin und Gesundheitsvorsteherin Franziska Marty ermuntert: «Holen Sie sich Hilfe.» Im zweiten Teil der Broschüre findet man unter dem Titel «Hinweise für Angehörige» Informationen zur Pflege zuhause und zur Betreuung im Spital. Bereits in ihrer Einführung zitierte Franziska Marty den Satz «Wer den Tod verdrängt, verpasst das Leben.» Pfarrerin Bettina Ferrat zeigte auf, wie wichtig es ist, das Sterben als zum Leben gehörend zu betrachten. Sie erzählte aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Begleitung von Sterbenden und Angehörigen, dass Sterben nicht nur ein physischer Prozess sei, sondern auch ein psychischer, den man zur Versöhnung mit anderen, mit sich selbst und dem Leben nutzen kann. Sie plädiert dafür, dass man sich für das Trauern Zeit nehmen und dafür auch einen Platz haben soll, dass man beim Ordnen der eigenen Wün-

sche fürs Sterben und die Beerdigung auch an die Gefühle und Bedürfnisse der Menschen denken soll, die man dereinst zurücklassen muss.

Selbstbestimmung Das Thema Selbstbestimmung tauchte immer wieder auf. Ursula Jarvis, Sozialdiakonin aus Mettmenstetten, nahm immer wieder darauf Bezug, als sie Fragen rund um das Erwachsenenschutzrecht klärte und Wissen zu Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung vermittelte. Selbstbestimmung ist in viel grösserem Umfang möglich als noch vor einigen Jahren, Selbstbestimmung setzt aber voraus, dass man sich informiert und Entscheide trifft. Dabei hilft die neue Broschüre «Wegleitung für den Pflege- und Todesfall» der Gemeinde Obfelden hervorragend. Ergänzend dazu kann man sich bei der Gemeinde auch die Broschüre «Generation 60+ Lebensqualität in der Gemeinde»

«Wer den Tod verdrängt, verpasst das Leben.» Gemeinderätin Franziska Marty moderierte mit Feingefühl und Fachkompetenz. (Bild Regula Zellweger) holen oder auf der Webseite der Gemeinde herunterladen.

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag In Obfelden feiert Dorothea StalderMicelli morgen Mittwoch, 30. November, ihren 85. Geburtstag. Herzliche Gratulation. Wir wünschen der Jubilarin einen schönen Festtag.

Zum 80. Geburtstag Am Donnerstag, 1. Dezember, feiert Josef Engelberger seinen 80. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem rüstigen Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Fest im Kreise seiner Familie und Freunde und für die Zukunft alles Gute.

Ausbau der ARA Birmensdorf läuft planmässig Die erste Umbauetappe wird in Betrieb genommen Die Arbeiten der Um- und Neubauprojekte der ARA Birmensdorf sind im Zeitplan. Nach fünf Jahren ist die erste Etappe des Umbaus der bezirksübergreifenden Kläranlage abgeschlossen. Die neu erstellten Anlagen werden in den nächsten Tagen in Betrieb genommen. ................................................... von martin mullis

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Die ARA Birmensdorf reinigt die Abwässer der Gemeinden Aesch, Birmensdorf, Uitikon sowie der Unterämtler Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Aufgrund der nun fertiggestellten Etappen 1A und 1B nutzte die Kläranlagekommission die Gelegenheit, um alle Beteiligten zu einer Führung und einem Apéro einzuladen. Am letzten Donnerstag besichtigten die Mitglieder der Kläranlagekommission, die Gemeindebehörden der beteiligten Gemeinden sowie Vertreter des Waffenplatzes, des Awel und der Firmen Hunziker Betatech AG und Prolewa AG, die Grossbaustelle. Gemeinderat und Präsident des Zweckverbandes Kläranlage, Hans Rudolf Keller, durfte eine stattliche Schar interessierter Behördenmitglieder über die erledigten Arbeiten der Bauetappen 1A und 1B sowie über die weiteren Ausbauschritte orientieren. Er nannte das Projekt insgesamt eine eigentliche Erfolgsgeschichte und hielt fest, dass die Arbeiten des insgesamt 25-Millionen-Projektes im vorgesehenen Zeitplan seien. Er nannte den

In den Katakomben der ARA: Alex Benz (rechts) von der Betatech AG als fachkundiger Führer. (Bild Martin Mullis) momentanen Zwischenstand der Bauarbeiten einen Meilenstein in der Projektgeschichte und bedauerte ein wenig, dass sich die imposanten Bauten und Installationen im Untergrund befänden. Tatsächlich zeigt sich die ARA-Baustelle oberirdisch, mindestens für Bau-Laien, nicht allzu auffällig.

Keine Kostenüberschreitungen Von den neun Bauobjekten der ersten Etappe sind vor allem die neue Halle für die mechanische Reinigung sowie die Verlängerung des Zulaufkanals zu nennen. Am Freitag würde der Schieber gewissermassen wie ein Symbol umgestellt und das Wasser in den neu gebauten Kanal umgeleitet. Bald schon würden dann die weiteren Bau-

etappen in Angriff genommen, wie zum Beispiel der Rückbau des bestehenden Betriebsgebäudes. Keller kam auch kurz auf die ausgezeichnete finanzielle Situation des Um- und Neubaus der ARA zu sprechen. Von den 25,6 Millionen des Baubudgets sind bereits 83 Prozent aller Arbeiten vergeben. Für die noch ausstehenden Ausführungen seien ebenfalls keine Kostenüberschreitungen zu erwarten. Gemeinderat Keller dankte allen Beteiligten für die überaus angenehme Zusammenarbeit. Dabei erwähnte er namentlich die stellvertretende Gemeindeschreiberin von Birmensdorf, Melanie Eicher, von der Administration der Kläranlagekommission. Alex Benz, Geschäftsführer und Partner der ausführenden Ingenieur-

firma Hunziker Betatech AG, sowie Stefan Mathieu, Betriebsleiter der ARA, führten je eine Gruppe der Besucher durch die Anlage. Ihre Erklärungen beim Rundgang machten deutlich, welch grosse Herausforderungen ein derartiges Bauprojekt für Planer, Ingenieure, Bauunternehmer und Handwerker darstellt. Falls die Bauarbeiten wie bis anhin ungestört voranschreiten, soll die neue ARA Anfang 2019 eingeweiht werden können. Mit der Fertigstellung der verschiedenen Bauobjekte der ersten Bauetappe wurde ein wichtiger Bauabschnitt im Ausbau erreicht. Der anschliessende Apéro gab den Behördenmitgliedern ausgiebig Gelegenheit, sich auch über die diversen Details mit den Fachleuten auszutauschen.

Zweimal Ja in Rifferswil Sowohl die nationale Atomausstiegsinitiative als auch die kantonale Vorlage zur Umsetzung der Kulturlandinitiative wären in Rifferswil angenommen worden. Sonst überwiegt auch in den Ämtler Gemeinden der Nein-Stimmen-Anteil. In Wettswil sagten nur 40,42 % Ja zum geordneten Atomausstieg. Auch die Änderung des Planungs- und Baugesetzes (34,44 % JaStimmen) und die Ehe-Initiative wurden in Wettswil am deutlichsten abgeschmettert. (tst.)

Die Ja-Stimmen-Anteile in den Ämtler Gemeinden. (Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich)


Todesfälle Affoltern am Albis Am 18. November 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Samuel Charles Müller geb. 27. Dezember 1953, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

TO D E S A N Z E I G E

Hausen am Albis

Alessandro Caruso

Am27. November 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben

* 15. März 1937 † 25. November 2016

Baer, Willi Ernst

In stiller Trauer: Giuseppina Caruso-Granatello Maria Caruso Papa und Hugo Marcelo Papa mit Gianluca, Valentino und Loredana Giuseppe Caruso Diana Caruso Geschwister, Verwandte und Freunde

Die Beisetzung erfolgt am Freitag, 2. Dezember 2016, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis und die Abdankung um 13.30 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Obfelden Am 25. November 2016 ist in Zürich ZH gestorben:

Caruso, Alessandro

Die Abdankungsfeier findet am Freitag, 2. Dezember 2016, um 14.00 Uhr im Friedhof Obfelden statt. Anschliessend Gedenkgottesdienst in der römisch-katholischen Kirche Obfelden.

Traueradresse: Diana Caruso, Wolserstrasse 20, 8912 Obfelden

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Spitex Knonauer Amt, Postkonto 87-267156-1. Traueradresse: Anna Baer-Wiesendanger, Langrütistrasse 11, 8925 Ebertswil

Die Friedhofvorsteherin

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Ehrenmitglied

Weber geb. Peyer, Lora Anna

Edi Tillmann

geb. 15. April 1922, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Ottenbach.

13. August 1938 – 16. November 2016

Den Angehörigen entbieten wir unser tief empfundenes Beileid. Männerriege Obfelden Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 29. November 2016, um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt.

Die Friedhofvorsteherin

Ottenbach Am 24. November 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben: Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Hab ich dort eine Bleibe gefunden, so lebe ich in euch weiter.

Haltner geb. Huber, Emilia Katharina Martina geb. 23. Januar 1927, von SennwaldFrümsen SG, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 7. Dezember 2016, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Ottenbach mit anschliessender Abdankung um 14.00 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche Ottenbach statt. Die Friedhofvorsteherin

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter, Schwiegermutter, Tante und Schwägerin

Lore Weber-Peyer 15. April 1922 – 23. November 2016

Nach einem reich erfüllten Leben ist sie friedlich eingeschlafen. Unsere Gedanken begleiten sie auf ihrem Weg. Die Trauerfamilien: Monika Egger-Weber und Norbert Cavelti Martin und Heidi Weber-Benz Enkel, Urenkel, Verwandte, Freunde und Bekannte Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 2. Dezember 2016, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Ottenbach statt. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Für allfällige Spenden berücksichtige man bitte: Spital Affoltern, Postkonto 80-7664-4, Vermerk: LZP Sonnenberg. Traueradresse: Martin Weber, Loorenstrasse 1, 8910 Affoltern am Albis

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Anna Baer-Wiesendanger Willi und Sylvia Baer-Hüni mit Adrian und Andrea Thomas und Cornelia Baer-Gysel mit Matthias und Eliane Martin und Cornelia Baer-Spillmann mit Manuela, Nadja und Simone Felix und Corinne Baer-Blaser mit Linda und Regina Die Abdankung findet am Freitag, 2. Dezember 2016, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis statt. Anschliessend Trauerfeier in der reformierten Kirche.

Männerriege Obfelden

Die Abdankung findet am Freitag, 2. Dezember 2016, um 14.00 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche Ottenbach statt. Die Beisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familien- und Freundeskreis.

friedlich eingeschlafen.

Anstelle von Blumen gedenke man der Lungenliga Schweiz, Postkonto 30-882-0 (Vermerk: Alessandro Caruso).

Erdbestattung am Freitag, 2. Dezember 2016, 14.00 Uhr, in Obfelden, anschliessende Abdankung in der katholischen Kirche.

Am 23. November 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Willy Baer-Wiesendanger 10. November 1931 – 27. November 2016

geb. 15. März 1937, von Italien, wohnhaft gewesen in Obfelden, Wolserstrasse 20.

Ottenbach

TO D E S A N Z E I G E Nach kurzem Spitalaufenthalt ist am Sonntagabend mein lieber Gatte, unser Vater und Grossvater

Bestattungsamt Affoltern am Albis

geb. 10. November 1931, von Hausen am Albis ZH, wohnhaft gewesen in Ebertswil.

Du musst gehen aus diesem Leben und deine Reise endet hier. So Vieles durftest du mir geben es lebt jetzt weiter – ganz in mir.

Den Weg, den du vor dir hast, kennt keiner. Nie ist ihn einer so gegangen, wie du ihn gehen wirst. Es ist dein Weg.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. November 2016

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arbeitswelt und laufbahn

Von Regula Zellweger

Schulhaussanierung erneut von Rekurs blockiert Angeregte Diskussionen an der Kappeler Gemeindeversammlung

Berufliche Mission Eine Bewegung von etwas weg ist oft problembelastet. Das Loslassen fällt schwer und verursacht Angst vor dem, was kommt – von dem man oft nicht genau weiss, was es sein wird. Eine Bewegung auf etwas zu hingegen beinhaltet motivierende Energie – oder um es mit Hermann Hesse zu sagen: «Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.» Hesse weiss aus eigener Erfahrung auch, dass das Älterwerden mit Loslassen verbunden ist: «Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.» Das gilt es zu bedenken und praktisch umzusetzen, wenn man beispielsweise einen Job kündigt, weil er nicht mehr stimmt oder weil es ganz einfach Zeit dafür ist. Zuerst anerkennen, dass alles seine Zeit im Leben hat – und dann die WegBewegung vom alten Job in eine freudige Hin-Bewegung auf eine neue Tätigkeit umwandeln. Leicht gesagt! Manchmal fällt es schwer, neue Ziele zu finden. Da hilft es, die berufliche Mission zu formulieren. Aus dem NLP, Neurolinguistischen Programmieren, kommt der Begriff «Mission». Er meint «Lebenssinn». Es ist im Idealfall der rote Faden durchs Berufsleben. Meinen Job als Chefredaktorin eines Schweizer Monatsmagazins hänge ich an den Nagel. Ich habe meine Arbeit leidenschaftlich gern gemacht. Und nun? Grosses schwarzes Loch? Das, was ich meinen Klienten empfehle, mache ich selbst wieder einmal: Ich formuliere meine berufliche Mission. Nicht schwierig, denn sie hat sich trotz sich näherndem Pensionsalter nicht verändert. Meine Mission lautet: «Ich bin glücklich, wenn ich Inhalte so vermitteln kann, dass es andere und mich weiterbringt.» Das galt für alle meine Berufe als Lehrerin, Bibliothekarin, Psychologin, Laufbahnberaterin und Journalistin. Nun habe ich gesucht und eine Lösung gefunden: Ich werde Bloggerin. Und der Blog heisst: «…alt werden kann ich später». Hier kann ich meine Liebe zum Kommunizieren und Fotografieren ausleben, Themen rund um Reisen, Haus und Garten, Kultur und Bücher lustvoll angehen. Legen Sie doch auch mal wieder einen Boxenstopp ein und formulieren Sie Ihre berufliche Mission. Was ist wirklich zutiefst Ihr Ding? Ihre berufliche Leidenschaft, Berufung? Andere Missionen könnten heissen: «Ich bin glücklich, wenn ich Zahlen so aufbereite, dass sie dem Management als Basis dienen.» «Ich bin glücklich, wenn ich Kranke begleite, dass sie ihren Alltag gut schaffen.» «Ich bin glücklich, wenn meine Kunden sofort einen nächsten Termin buchen.» Wer seine berufliche Mission leben kann, ist zufrieden. Wer zufrieden ist, bleibt eher gesund und dessen Beziehungen bleiben eher erfüllend. Es lohnt sich, seine Mission zu leben – immer wieder neu. www.rz-laufbahn.ch, www.altwerden-spaeter.blog.

Die Budgets 2017 der Sekundarschulkreisgemeinde Hausen und der Politischen Gemeinde Kappel werden bei gleichbleibenden Steuerfüssen (112 %) mutmasslich defizitär enden, gaben aber dennoch wenig Anlass zu Diskussionen. Der Voranschlag der reformierten Kirchgemeinde sieht einen kleinen Gewinn vor. ................................................... von martin platter Selten zuvor hat die Versammlung der Sekundarschulkreisgemeinde Hausen, Kappel, Rifferswil eine halbe Stunde gedauert. Doch diesmal waren 30 Minuten nötig, um den 33 Stimmberechtigten am Freitagabend im kleinen Mühelsaal in Kappel die bevorstehende neue Rechnungslegung nach HRM2 näherzubringen. Schulpräsident Donatus Stemmle überliess dazu Finanzvorsteher Claudio Rütimann das Wort. Dieser präsentierte zunächst das 4,7-Millionen-Franken-Budget 2017, das bei gleichbleibendem Steuerfuss von 22 Prozent ein Defizit von 329 000 Franken vorsieht. Es wurde kommentarlos gutgeheissen. Dann erklärte Rütimann ausführlich, was HRM2 bewirkt (Kastentext) und weshalb die Sekundarschulpflege auf die Neubewertung des Verwaltungsvermögens im Übergang zum neuen System verzichten will. Rütimann stören bei einer allfälligen Neubeurteilung der Eigenkapitalwerte die höheren Buchwerte – ohne mehr Geld zu haben. Dies könne zu Leichtsinn verleiten. Er vertrat die Meinung: «Lassen wir das Verwaltungsvermögen so wie es ist, verlieren wir nichts. Aber: Entscheiden wir uns für die Neubewertung, können wir anschliessend nicht mehr zurück.» Das verfing auch beim Publikum. Das Geschäft wurde im Sinne der Schulpflege gutgeheissen.

Reformierte Kirchgemeinde: Geschäft zurückgezogen Ueli Buri, der Präsident der reformierten Kirchgemeinde Kappel, gab gleich zu Beginn der Versammlung den Rückzug des Kreditantrages für die Sanierung des Pfarrhausgartens bekannt. Man wolle sich zunächst einen Gesamtüberblick verschaffen, begründete Buri gegenüber den 29 Stimmberechtigten. Finanzvorsteher Michael Hauser präsentierte den Voranschlag 2017, der bei gleichbleibendem Steuerfuss von 14 Prozent einen Gewinn von 7000 Franken vorsieht und keine hohen Wellen warf. Eine Votantin wünschte sich künftig «aussagekräftigere Unterlagen», die sie gerne von der Homepage der Kirchgemeinde laden würde. Zum Abschluss informierte Hauser über das laufende Fusionsprojekt «Kirche Plus». Am 13. Juni kommenden Jahres können die Stimmberechtigten darüber abstimmen, welche reformierten Kirchgemeinden künftig zusammengefasst werden. Ob es im Bezirk nur noch eine Gemeinde gibt, oder ob das Säuliamt künftig in drei Kirchenregionen (z. B. Ober-, Mittel- und Unteramt) unterteilt wird.

Politische Gemeinde mit «Lottosechser» Gemeindepräsident Kurt Bär freute sich, 51 Stimmberechtigte zur Versammlung der Politischen Gemeinde begrüssen zu dürfen. In seiner Vorstellung des gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelten Budets 2017 (inkl.

Verleihung des Kappeler Drü Dörfli Preises an Carmen Manega (2. v. li.), Annelies Andermatt und Heidi Schneebeli (es fehlen Ruth Schär und Trudi Buri) durch die Gemeinderäte Rosmarie Gantenbein (links) und Kurt Bär. (Bild Martin Platter) Primarschule) in Höhe von zehn Millionen Franken deklarierte Bär die 4,6 Millionen Franken Grundstückgewinnsteuern als «Lottosechser», da dieses Geld in Kappel bleibe. Der Gemeinderat rechnet bei gleichbleibendem Steuerfuss von 90 Prozent (inklusive Primarschule) mit einem mutmasslichen Aufwandüberschuss von 233 000 Franken. Fragen warfen die zu sanierende, einstige Abfallgrube in Uerzlikon (für 20 000 Franken), der Ersatz der Schiessscheiben (17 000 Franken) und die Sanierung des Kugelfanges (Gemeindeanteil: 100 000 Franken) beim Schützenhaus sowie die markante Kostenzunahme bei der Schulverwaltung (+49 000 auf 127 000 Franken) auf. Bär beantwortete diese wie folgt: Bei der Sanierung der Abfallgrube werde geprüft, ob der Boden mit unzulässigen Stoffen belastet sei. Hier müsse man das Ergebnis abwarten, um weitere Angaben machen zu können. Die Sanierung des Kugelfanges hätte man ohnehin vornehmen müssen, da während Jahrzehnten mit bleihaltiger Munition ins Erdreich geschossen worden sei. Künftig werde das aber nicht mehr der Fall sein. Die Schiessscheiben müssten ersetzt werden, weil die Anlage überaltert sei. Worauf ein Votant anregte, der Schützenverein solle seine Aktivitäten mit einem anderen Club zusammenlegen, um die Kosten in Kappel einzusparen. Die Verwaltungskostensteigerung bei der Primarschule begründete Schulpräsident Markus Kunz mit dem Höchststand an Kindern. Zudem sei man bisher auf dem Schulsekretariat bezüglich Stellenprozente immer unterdotiert gewesen. Seit neuestem verrechnet ausserdem die Gemeindeverwaltung einen zehnprozentigen Administrationsanteil aus ihren Aufwendungen für die Einheitsgemeinde an die Schule weiter. Kunz stellte in Aussicht, dass dafür künftig der administrative Aufwand bei der Schulpflege sinken werde. Der Voranschlag der Politischen Gemeinde wurde darauf gutgeheissen.

Sozialdienst: Anschluss an Affoltern Die Abrechnung für den SchulhausProjektierungskredit in Höhe von 250 000 Franken schloss 6000 Franken günstiger als beantragt und wurde von den Anwesenden anstandslos gutgeheissen. Auch der Anschluss an den Zweckverband des Sozialdienstes Affoltern bzw. der Austritt aus dem Zweckverband des Bezirkssozialdienstes gab wenig Anlass zu Diskussionen. Der Gemeinderat stellt sich auf den Standpunkt, dass der bisherige, bezirksweit organisierte Zweckverband mit den Bereichen Sozialdienst und Kinds- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) nicht mehr den heutigen

Bedürfnissen entspreche und für die Gemeinde Kappel zu teuer sei. Während man die Kesb weiterhin auf Bezirksebene organisiert, hat man sich für den Sozialdienst der eigens für den Bezirkshauptort gegründeten Organisation angeschlossenen. Rifferswil mache es auch so, sagte Bär. Eine Hochrechnung mit aktuellen Fallzahlen habe ergeben, dass sich die Sozialkosten für Kappel ab 2018 in etwa dritteln werden, von 92 400 auf 33 800 Franken jährlich. Die Abrechnung werde dabei nach effektiv geleistetem Stundenaufwand und nicht mehr nach Pauschalen erfolgen. Die Frage einer Votantin, ob mit der neuen Organisation die Solidarität unter den Gemeinden aufgegeben werde, bejahte Bär. Er sagte, man habe versucht, der bisherigen Organisation ein Entgegenkommen abzuringen. Leider erfolglos. Dem Antrag des Gemeinderates wurde darauf zugestimmt. Mit Applaus wurde zum Abschluss des offiziellen Teils der Gemeindeversammlung Luciana Agostinelli das Schweizer Bürgerrecht erteilt.

Schulhausbau erneut verzögert Die Sanierung und Erweiterung des Primarschulhauses Tömlimatt in Kappel steht weiterhin unter keinem guten Stern. Nachdem vor einem Jahr bereits eine erfolgreiche Klage wegen Verstosses gegen das Submissionsgesetz gegen die Gemeinde Kappel eingereicht worden war, ist nun beim

Zürcher Baurekursgericht ein weiterer Rekurs, diesmal von einem Generalunternehmer, hängig. Wie Kurt Bär informierte, erfolgte die Submission korrekt auf der Ausschreibungsplattform Simap. Vier GUs offerierten in einer Preisspanne von 4,5 bis 5,7 Millionen Franken. Die Gemeinde vergab an den Günstigsten, worauf der Zweitplatzierte innerhalb der gesetzlich möglichen Frist Rekurs einlegte. Bär hofft nun, dass dem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen wird, damit sich das Projekt nicht noch länger verzögert. Ungewöhnlich kompliziert gestaltet sich ausserdem die Schaffung eines Trampelwegs für ABC-Schützen abseits der Hauptstrasse von der Liegenschaft der Berweger Eisenwaren zum alten Schulhaus an der Hauptikonerstrasse. Gemäss Schulpräsident Kunz möchte der Kanton am liebsten eine Baueingabe für den Pfad. Man suche nun nochmals das Gespräch mit den Grundbesitzern. Zum Abschluss präsentierte Gemeinderätin Rosmarie Gantenbein die Gewinnerinnen des sporadisch verliehenen Drü-Dörfli-Preises. Er wird Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Masse für das Zusammenleben in der Gemeinde verdient gemacht haben. Der mit 1000 Franken dotierte Preis geht an Annelies Andermatt, Carmen Manega, Ruth Schär, Heidi Schneebeli und Trudi Buri, die im Auftrag der Pro Senectute in der Gemeinde unter anderem regelmässig und ehrenamtlich Mittagstische für Senioren durchführen.

HRM2: Vor- und Nachteil der Eigenkapital-Neubewertung Ab 1. Januar 2018 gilt das neue Gemeindegesetz, das weitreichende Folgen für die Finanzhaushalte in den Gemeinden entfalten wird. Als wichtigste Änderung wird per 1. Januar 2019 das neue harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM2) eingeführt. Es bewirkt, dass alle Liegenschaften und Anlagen im Verwaltungsvermögen (z. B. Schulhäuser, Altersheime) von Gemeinden, Zweckverbänden und anderen Körperschaften der öffentlichen Hand nicht mehr degressiv (jedes Jahr 10 bis 20 Prozent des Restbuchwertes) abgeschrieben werden, sondern gemäss der tatsächlichen Lebenserwartung linear innerhalb von 33 Jahren. Für die Eingangsbilanz von HRM2 hat es das Gemeindeamt als sinnvoll erachtet, eine Neubeurteilung vorzunehmen und das ausgewiesene Eigenkapital den einzelnen Anlagen zuzuweisen, damit es entsprechend der Restnutzungsdauer gleichförmig

abgeschrieben werden kann. Politisch hatte das Ansinnen aber keine Chance. Der Regierungsrat entschied, jede einzelne Gemeinde selber entscheiden zu lassen, ob sie eine Neubewertung vornehmen will. Eine Neubewertung würde jedoch «stille Reserven» in der Buchhaltung sichtbar werden lassen. Deren Bildung ist ein Nebeneffekt der bisherigen degressiven Abschreibungspraxis, denn keine Liegenschaft verliert innerhalb von fünf bis zehn Jahren nahezu ihren gesamten Wert. Mit der Neubeurteilung taucht der tatsächliche Zeitwert wieder in der Bilanz auf – ohne dass der Mehrwert tatsächlich vorhanden ist. Dieser Mehrwert müsste buchhalterisch aber erneut über die restliche Zeitdauer linear abgeschrieben werden. Für die Neubewertung spricht, dass die tatsächlichen Werte im Eigenkapital sichtbar würden – ohne versteckte «stille Reserven». (map.)


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Dienstag, 29. November 2016

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Damit das Säuliamt für Flüchtlinge zur Heimat werden kann Mit viel Engagement und Vernetzung unterstützt die Integrationsgruppe Hedingen Flüchtlinge Oft sind es private Initiativen, die bei neuen gesellschaftlichen Fragestellungen unkomplizierte und effiziente Lösungen hervorbringen. Anfang 2016 gegründet, hat die Integrationsgruppe Hedingen ein dichtes und vielschichtiges Netz aufgebaut, das Flüchtlingen eine rasche Inklusion in die Dorfgemeinschaft ermöglicht. ................................................... von salomon schneider 18 Personen sitzen um den Tisch im Lehrerzimmer der Primarschule Hedingen und arbeiten konzentriert eine lange Traktandenliste ab. Die Sitzungsführung ist straff – es ist allen klar, dass hier etwas bewegt werden soll. Entstanden ist die Integrationsgruppe Hedingen Anfang 2016 aus dem Elternrat Hedingen. An den Sitzungen nehmen auch Vertreter der politischen Gemeinde, der Primarund der Sekundarschule, des ÄmtlerTandems und der Kirchenpflege teil. «Diese breite Abstützung ist der Schlüssel zu unseren bisherigen Erfolgen. Durch die Vernetzung dieser sehr unterschiedlichen Partner kommt unglaublich viel Wissen und Kompetenz zusammen. Damit können wir effiziente Lösungen finden und haben direkte Kontakte zu allen Interessengruppen der Gemeinde», erklärt Rebekka Haller von der Integrationsgruppe Hedingen.

Die deutsche Sprache als Schlüssel Neben der Vernetzung steht die Integrationsgruppe Hedingen momentan

Bei den Sitzungen der Integrationsgruppe Hedingen können dank viel Know-how schnell praktikable Lösungen gefunden werden. (Bild Salomon Schneider) auf diesen fünf Säulen: Ämtler-Tandem, Hausaufgabenstunde für Flüchtlingskinder, Sprachtreff für Erwachsene, Kulturtreff und Bibliothek. Der Sprachtreff findet beispielsweise jeden Donnerstagmorgen, von 9.30 bis 11 Uhr, in der Bibliothek statt. Flüchtlinge aus Hedingen können dort ihrem Sprachniveau gerecht Deutsch lernen. Damit sich auch Familien beteiligen können, organisiert eine Person vom Ämtler Tandem – einer bezirksweiten Integrationsinitiative zur Alltagsbegleitung von Flüchtlingen, ursprüng-

lich angestossen von der reformierten Kirche – für die Zeit des Sprachtreffs einen Kinderhütedienst. Vergleichbar verhält es sich mit der Hausaufgabenstunde. Ausgebildete Lehrkräfte helfen Flüchtlingskindern dabei, den Anschluss an den Unterricht möglichst schnell zu finden. «Nur wer der deutschen Sprache mächtig ist, kann Briefe von der Gemeinde verstehen, den ‹Anzeiger› lesen und sich auf der Strasse ungezwungen unterhalten. Sie ist der wichtigste Eckpfeiler der gesellschaftlichen

Teilhabe für Flüchtlinge», Rebekka Haller.

erklärt

Bald auch vergleichbare Projekte in anderen Bezirksgemeinden? An den Sitzungen der Integrationsgruppe geht es vor allem darum, die Ressourcen, Fähigkeiten und Interessen der Mitglieder zu verorten und optimal einzusetzen. In zwei Minuten konnten eine neue Lehrkraft für die Hausaufgabenstunde und eine Mithilfe für den Kulturtreff gefunden wer-

den. Der Gemeindevertreter konnte die Sicht von Politik und Verwaltung einbringen und erläutern, weshalb bei welchen Ideen die Gemeinde mitziehen könne und wo nicht. Vergleichbar brachten sich auch die Vertreter von Schule und Sozialdienst immer wieder lenkend ein – womit mehrheitsfähige, tragbare Lösungen für komplexe Fragestellungen gefunden werden konnten. Die Integrationsgruppe Hedingen ist ein Leuchtturmprojekt, das gute Chancen hat, auch in anderen Gemeinden Schule zu machen.

Grosser Wandel in der ökumenischen Beziehungsberatung Stellenleiter Christoph Pally verabschiedet sich nach 16 Jahren In der ökumenischen Beziehungsberatung Affoltern geht eine Ära zu Ende. Stellenleiter Christoph Pally legt nach 16 Jahren seine Arbeit nieder. Ab Januar 2017 wird die Stelle von einer Zentrale der Landeskirchen gesteuert.

herzlich für seine engagierte Arbeit. «Er hat die Stelle während dieser 16 Jahre ganz wesentlich geprägt und mitgestaltet.»

In 37 Jahren 4000 Menschen beraten

................................................... von marianne voss Der Abschied fand am vergangenen Donnerstag im kleinen Rahmen statt. Freunde, Kollegen, Kolleginnen und Bekannte trafen sich in den Räumen der ökumenischen Beziehungsberatungsstelle in Affoltern, um dem Stellenleiter, Dr. Christoph Pally, Danke und Adiö zu sagen. Während 16 Jahren hatte er die Beratungsstelle geleitet. Er hat sich entschieden, auf Ende Jahr seine Arbeit in Affoltern zu beenden. Wesentlich zu seiner Entscheidung beigetragen haben die Neuorganisation und die Zentralisierung der Beratungsstellen im Kanton Zürich (der «Anzeiger» berichtete darüber). Der Präsident des Vereins für Ökumenische Beziehungsberatung Affoltern, Paul Leuthold, eröffnete die Feier mit einem Liedvortrag – begleitet von Christoph Pally auf der Klarinette. Es handelte sich um den «Schacher Seppli», ein Lied, in welchem es auch um Abschied geht. «Beim Schacher Seppli ist es am Schluss gut ausgegangen», erklärte Paul Leuthold. Er hoffe, dass

Stellenleiter Dr. Christoph Pally verabschiedet sich im Rahmen einer kleinen Feier. (Bild Marianne Voss) dies für die Beratungsstelle auch zutreffe. Die Stelle gehe nun ab dem 1. Januar 2017 an eine Zentrale der Landeskirche über. «Wir haben uns lange gewehrt gegen diese Umstrukturierung. Doch wir waren am Schluss die Einzigen, die Widerstand leisteten.» Es werde günstiger und besser,

seien die Argumente für die Veränderung gewesen. Ob das stimme, sei noch offen. «Wir wollten das bisherige Angebot aufrechterhalten. Bis jetzt konnte nämlich jede und jeder hierherkommen.» Der neue zentrale Verein «Paarberatung und Mediation» fokussiere sein Angebot jedoch ausschliesslich

auf Eltern mit Kindern. Ein Zusammenarbeitsvertrag mit der Zentrale sei bis jetzt leider nicht zustande gekommen, dennoch wolle man das bestehende breite Angebot in Affoltern weiter aufrechterhalten. «Aber ein Mitspracherecht haben wir nicht mehr», stellte der Präsident fest. Er dankte dem zurücktretenden Stellenleiter

Stellenleiter Christoph Pally hielt Rückschau auf die 37 Jahre, seit es die Beratungsstelle in Affoltern überhaupt gibt. Sein Vorgänger war Eberhard Winkler. Er leitete die Stelle während 21 Jahren. «Gesamthaft kamen in den 37 Jahren rund 4000 Menschen in diese Räume und erhielten beratende Hilfe. Das ist doch eine ganz beachtliche Zahl.» Für ihn sei es ein Privileg gewesen, hier in dieser überschaubaren, kleinen und persönlichen Stelle zu arbeiten, betonte Christoph Pally. Er fühle sich reich beschenkt. Jetzt werde er es neben seiner Arbeit in der Praxis in Zürich etwas ruhiger nehmen. Und seiner Nachfolgerin sowie der Beratungsstelle in Affoltern wünsche er viel Glück und Liebe zur Sache. Christoph Pally wird an der nächsten Delegiertenversammlung offiziell verabschiedet. Im vergangenen Frühling hatte der Verein die Psychologin Sandra Herrmann angestellt und geplant, das Team mit einem männlichen Berater zu ergänzen. Diese Woche wurde nun aber von der Zentrale in Zürich entschieden, die Beratungsstelle in Affoltern mit nur einer Person zu besetzen. Zur neuen Stellenleiterin wurde die Psychologin Dr. Elvira Abbruzzese gewählt.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. November 2016

Bilder in die Welt tragen

Verwunschene Wasserwunder

Kartenausstellung von drei Behindertenorganisationen

Tobelbäche im Bezirk Affoltern (Teil 1) Wer wusste, dass der Rheinfall mit seinen 23 Metern Höhe von unbekannten Giessen im Kanton Zürich übertrumpft wird? Oder wer kennt den versteckten Canyon im Schreizen, die grossräumige Felshöhle am Brandenfels, die Strudeltöpfe der Affenschlucht oder die Tuffsteintreppen westlich des Albis?

Die Verantwortlichen der drei ausstellenden Organisationen - Christine Weiss vom Meilihof, Faye Müller von der Stiftung RgZ und Tom Künzler vom Götschihof (von links) - freuen sich über die stimmungsvolle Vernissage. (Bild Regula Zellweger)

Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung mit Postkarten von Künstlern aus dem Götschihof, dem Wohnhuus Meilihof und der Werkstätte Rauti der Stiftung RgZ in der Galerie Märtplatz mit einer feierlichen Vernissage eröffnet. ................................................... von regula zellweger Fünf Mal pro Jahr zeigt die Galerie Märtplatz Werke von Künstlern. Die Vernissage ist dann meist verhalten gediegen. Nicht so an der sechsten, am vergangenen Freitag. Es ist eine ganz besondere Ausstellung. Die anwesenden Bewohner der Institutionen drückten ihre Freude aus, dass ihre Werke nun öffentlich zu bewundern sind, ohne Einschränkungen oder falsche Bescheidenheit. Sie zeigten ihren Stolz auf die wirklich sehenswerten Werke – und ihre Betreuer teilten diesen von Herzen.

Drei unterschiedliche Präsentationsarten Die drei Institutionen teilen sich den Ausstellungsraum der Galerie auf. Die Verantwortlichen der Stiftungen RgZ Stallikon und Zürich, Faye Müller, vom Wohnhuus Meilihof Slavica Bourjois und Christine Weiss, und Tom Künzler, Götschihof, gaben zusammen mit ihren Mitarbeitenden den einzelnen Ausstellungsflächen ein individuelles Gesicht. Bei der Stiftung RgZ wirken drei filigrane Windlicht-Arrangements als Blickfang. Dahinter ist die Wand mit vielen farbigen Karten gestaltet. Beim Meilihof kann man quadratische Bilder mit Namen der Künstler bewundern, welche die Motive für die Karten geliefert haben. Tom Künzler vom Götschihof hat nicht nur Karten ausgestellt, er hat auch 16 geschrieben. Er nutzt die Gelegenheit, Menschen öffentlich, liebevoll und ganz persönlich seine Wertschätzung auszudrücken.

Gelebte Individualität Nach den einführenden Worten der Galeristin Priska Bill fesselte Tom Künzler die Zuhörer mit seinen Ausführungen im Namen aller drei Organisationen. Er begann mit dem Thema «Schneemann» und wies auf die einzigartigen Charaktere der von den Bewohnern des Götschihofes gezeichneten Karteserie «Schneemänner». Er betonte seine Freude an der kreativen Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die alle Künstler mit einer ganz eigenen Sprache sind. Und er plädierte dafür, dass die Karten gekauft und versandt werden: «Die Bilder sollen in die Welt getragen werden.» Während der Öffnungszeiten der Galerie kann man die Karten bewundern und erwerben.

Kartenausstellung bis 11. Dezember in der Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, 8910 Affoltern. Freitag, 17 bis 20 Uhr, Samstag, 9 bis 12 Uhr,

Der Zürichsee scheint auf den ersten Blick das prägnanteste Landschaftselement des bevölkerungsreichen Kantons zu sein. Auf den zweiten Blick fallen einem die vielen anderen mehr oder weniger grossen Seen auf, die wiederum von einem schier unzählbaren Gewässernetz gespeist werden. Den unzähligen Kleinschluchten – die meist Ursprung wilder Wasserläufe sind – wurde bisher kaum Beachtung geschenkt. Diese wurden nun inventarisiert und in einem Wanderbuch verewigt. Dass Zürich zu den Kantonen mit der grössten Anzahl unbekannter Wasserfälle gehört, ist dabei genauso überraschend, wie die Entdeckung einiger besonders kalkreicher Bäche im Westen der Albiskette. Dank des kalkhaltigen Wassers, des geeigneten Gefälles und den unverbauten Bachbetten finden sich hier gleich drei Tobel mit einer ausgeprägten Sinter-

Eindrückliche Tobel Michel und Ueli Brunner porträtieren in ihrem Bestseller «Wasserwunder – 22 verwunschene Tobelwanderungen im Kanton Zürich» die über hundert eindrücklichsten Tobel. Gegen 180 Wasserfälle werden darin vorgestellt. Auf kinder- und seniorenfreundlichen Spaziergängen bis hin zu abenteuerlichen Pfaden gelangt man anhand der beschriebenen Routen und Wanderkarten mit Höhenprofilen in 50 Kleinschluchten. Das 240-seitige Buch ist im Buchhandel oder via AS-Verlag erhältlich und kostet Fr. 48.–

Sonntag, 11 bis 14 Uhr.

Der Wissenbach (auch Tobelbach genannt) bei Rifferswil. (Bild zvg.) stufenbildung, wie man sie kaum sonst in der Schweiz antrifft. Die drei schönsten von ihnen wurden aktuell nachts mit aufwändiger Beleuchtungstechnik fotografiert und werden hier in einer Serie vorgestellt.

Wissenbach, Rifferswil Der Wissenbach (auch Tobelbach genannt) dessen Quellaufstoss westlich von Rifferswil zu suchen ist, fliesst nach Mettmentstetten, wo er dem historischen Kleinweiler Wissenbach den Namen gab. Die zweiteilige Siedlung mit ihren drei riesigen Wasserrädern – ein schutzwürdiges Ortsbild von überkommunaler Bedeutung – wurde bereits 1490 in einer Urkunde erwähnt. Die Mühlen trieben Bäckerei, Knochenstampfe, Hanfreibe und eine Schleiferei an. Bedeutend war hier vor allem auch der Handelsweg, denn als um 1230 die Teufelsbrücke in der Schöllenen fertiggestellt wurde, entstand wenige Jahre danach auch ein Verkehrsweg über den Albis nach Zürich. Das Gewässer mündet kurz nach dem Weiler in den Haselbach. Was der Wissenbach für ein Naturwunder verbirgt, darüber mehr in den nächsten Folgen.

Wiederum prächtiger Adventsmäärt in Wettswil Zum 18. Mal startete Wettswil mit dem traditionellen und sehr gut besuchten Anlass in die Vorweihnachtszeit Es ist Jahr für Jahr eine ganz beträchtliche Menschenmenge, die zum traditionellen Adventsmäärt nach Wettswil pilgert. Das war auch heuer, anlässlich der 18. Auflage, nicht anders. Zwischen Poststrasse und der Schulanlage Mettlen flanierten die Besucher, die auch von weit über die Bezirksgrenzen hinaus angereist waren, am vergangenen Sonntag gemütlich entlang den zahlreichen Ständen mit Handgefertigtem und allerlei Nützlichem: Adventskränze und Weihnachtsschmuck, dekorative Handarbeiten, Mineralien, selbstgemachte Schokolade, Backwaren oder gute Weine und Destillate. Da war beispielsweise die 6. Klasse des Schulhauses Mettlen, die eigens für den Adventsmäärt praktische und gefällige Kleingeschenke angefertigt hatte. Oder da gab es schmucke Drechslerarbeiten von Urs Kamm und Laubsäge-Werke von Edwin Rothacher, hübsche Seifen von Daniela Bissig oder kreative Blumenarrangements von Anita Baur. Zudem fand man am von rund 80 freiwilligen Helferinnen und Helfern grossartig vorbereiteten Määrt auch einen speziellen Begegnungsstand, an welchem Flüchtlinge Kulinarisches aus ihren Heimatländern feilboten und zum Gespräch einluden. Diese besondere Integrati-

Das Schmücken von Lebkuchen mit allerlei Süssigkeiten war auch dieses Jahr wieder beliebt. ons-Idee von Maya Afra stand ganz im Zeichen der gemeinnützigen Ziele des OK – der Erlös geht jeweils an eine Institution für Menschen mit Be-

Die 6. Klasse des Schulhauses Mettlen bot an ihrem Stand selbstgefertigte, gefällige Kleingeschenke an. (Bilder Urs E. Kneubühl)

einträchtigung – sowie «für eine offene Gemeinde, wie Wettswil», wie die Initiantin sagt. Sie fand allseits grosse Zustimmung.

Begegnung und geselliges Beisammensein waren auch diesmal Trumpf beim Bummeln, Staunen, Kaufen und Naschen mit Freunden oder Familie.

Und apropos Kulinaria: Leckeres fand man sowohl an Ständen wie auch im Kafistübli des Frauenvereins im Türmlihuus und in der Määrtbeiz. (kb.)


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Dienstag, 29. November 2016

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Zentralschweizer Bauunternehmen drängen ins Säuliamt Gemäss Bauindex zeigt sich die Baubranche 2016 in besserer Verfassung, aber der Preiskampf ist brutal Obwohl im Säuliamt nicht weniger gebaut wird, melden hiesige Bauunternehmen eine Verringerung der Aufträge. Sie sind insbesondere der Konkurrenz aus der Zentralschweiz ausgesetzt, wo die Bautätigkeit zurückgegangen ist. ................................................... von werner schneiter Gemäss Bauindex der Credit Suisse und des Schweizerischen Baumeisterverbandes zeigt sich das Schweizer Baugewerbe in diesem Jahr in besserer Verfassung als 2015. Das Rekordjahr 2014 dürfte aber unerreicht bleiben. Baukräne, die derzeit die «Skyline» zahlreicher Gemeinden prägen, lassen auch im Bezirk Affoltern auf eine rege Bautätigkeit schliessen. Aber daran partizipieren die einheimischen Unternehmen nur bedingt. Dieter Greber, CEO der Leuthard-Gruppe, spricht von einer Auftragsverringerung, von der nach seinen Worten auch andere Unternehmungen betroffen sind. «Dies liegt nicht daran, dass bei uns weniger gebaut wird, sondern hauptsächlich am Rückgang des Bauvolumens in der Zentralschweiz. Viele dieser Firmen weichen deshalb ins Säuliamt aus – dazu auch solche aus anderen Regionen, beispielsweise aus dem Glarnerland, wo Baufirmen aufgrund der Zweitwohnungsinitiative in ihren angestammten Märkten einen Arbeitsrückgang verzeichneten», so Greber. Im Bereich Strassenbau sieht es bei Leuthard besser aus als im Hoch-

bau. Die Konkurrenz sei aber überall gross, erst recht der Preiskampf. «Der ist brutal und macht auf Dauer keinen Sinn. Die Unternehmen müssen sich der abklingenden Konjunktur anpassen und ihre Kapazitäten reduzieren. Das sehen aber die wenigsten ein. Die schlechten Ergebnisse werden aber auch diese zur Einsicht bringen», ist Dieter Greber überzeugt. Die steigende Leerstandquote bewege sich auf tiefem Niveau und werde nicht zum Problem. «Unsere Verkaufszahlen sind gut, und es gibt in unserer Region noch immer einen Zuwachs», ergänzt der Leuthard-CEO.

Kleinere setzen nicht mehr auf Neubauten Die Klage über den brutalen Preiskampf zieht sich wie ein roter Faden durch die Umfrage bei den Ämtler Bauunternehmen. «Da wird sogar unter den Selbstkosten gearbeitet», fügt Emilio Ferrari von der gleichnamigen Mettmenstetter Bauunternehmung bei. Er blickt auf ein «strenges Jahr» zurück und spricht von knapper Auslastung, obwohl ein Markt vorhanden sei. 70 Prozent des Umsatzes erzielt die Ferrari Bauunternehmung AG im Hochbau. Auf Neubauten setzen kleinere Unternehmen wegen dieses Preiskampfs zum Teil schon lange nicht mehr. So auch die Halbeis AG in Hedingen, die sich mit vier Mitarbeitern auf Umbau, Sanierungen, Bautenschutz, Ausbau, Abdichtungen, Gerüstbau usw. spezialisiert hat. «Hier ist die Grundauslastung in diesem Jahr gut, wenn auch nicht ganz so gut wie 2015», sagt Geschäftsführer Andri

Baukräne dominieren derzeit die «Skyline» von Obfelden. (Bild Werner Schneiter) Oertli, der sich Aufträge auch ausserhalb des Bezirks sichern kann – weniger in der Stadt Zürich, wo bereits bei Auftragsvolumen von 6000 Franken drei Firmen offerieren … Ähnlich tönt es bei der Bauunternehmung A. & D. Huber in Knonau. Dort wird bei Neubauten wegen des Preiskampfs nicht mehr offeriert. «Schade, dass Architekten und Bauführer Unternehmen aus anderen Kantonen anheuern», hält Daniel Huber fest. Umbauten, sagt er, laufen nicht schlecht, aber auch hier: Kampf, weil

Grosse hier ebenfalls mitmischen. In diesem Bereich ist Häberling Bau GmbH in Obfelden mit der Auftragslage zufrieden. «Auch für nächstes Jahr sieht es gut aus», sagt David Häberling, der das Unternehmen in dritter Generation führt, zu 95 Prozent im Säuliamt tätig ist und Plättlileger, Gipser sowie Maurer beschäftigt – eine breite Berufspalette, die er als Vorteil bezeichnet. Für Neubauten sei seine Firma zu klein. Abgesehen vom Preiskampf sei ein Unternehmen mit wenigen Mitarbeitenden auch bei den Kon-

Eine neue Kirchenbewohnerin stellt sich vor Einweihung der neuen Orgel in der Kirche Stallikon

Post Hagendorn schliesst Ab Montag, 12. Dezember, übernimmt eine Agentur im Volg das Angebot.

Am vergangenen Wochenende wurde die neue Orgel der Kirche Stallikon offiziell eingeweiht. Anlässlich zahlreicher Konzerte stellte sich das wunderschöne Instrument den interessierten Gästen vor und zeigte seine breite klangliche Vielfalt.

Ab Montag, 12. Dezember, werden in Hagendorn, Cham, Postdienstleistungen in reduziertem Umfang, dafür mit attraktiveren Öffnungszeiten im Volg an der Dorfstrasse 56 angeboten. Das neue Postangebot im Volg umfasst unter anderem die Aufgabe von Briefen und Paketen. Einzahlungen lassen sich bargeldlos direkt übers Post- oder Bankkonto abwickeln. Mit der PostFinance Card gibt es zudem Bargeld bis maximal 500 Franken (50 Franken sind jederzeit garantiert). Die bisherige Postfiliale an der Widenstrasse 2 in Hagendorn steht noch bis Samstag, 10. Dezember, zur Verfügung. Statt wie bisher bei der Poststelle gibt es neu einen Briefeinwurf beim Volg-Laden an der Dorfstrasse 56. Die übrigen Briefeinwürfe in Hagendorn bleiben unverändert bestehen. (pd.)

................................................... von marianne voss Sie wurde für die Kirche Stallikon geschaffen und hat nun in ihr ein festes Zuhause gefunden. Und sie passen zusammen – die Kirche und die neue Orgel. Sie profitieren voneinander, sie ergänzen sich. Es wirkt so, als ob sie immer zusammengehört hätten. Der kleine Kirchenraum hat eine enorme ästhetische Aufwertung erhalten durch die schlichte, symmetrisch angeordnete Orgel, die sich mit vierzehn Registern von der Grösse her durchaus sehen lassen kann, den Raum aber weder erdrückt noch dominiert. Die neue Kirchenbewohnerin ist nicht nur einfach wunderschön, sie hat auch klanglich viel zu bieten. Das zeigte sie an ihrer Einweihung am vergangenen Wochenende. Am Freitagabend wurde sie im Rahmen einer Feier und eines Konzertes offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Kirchenpflegepräsidentin Vera Hofstetter eröffnete das Fest und freute sich, dass sie nach mehr als vier Jahren Planungs- und Bauzeit nun eine Orgel einweihen kann, die Augen und Ohren erfreut. Der Orgelbauer Michael Klahre aus Basel berichtete, mit wie viel Herzblut er und sein

ditionen im Nachteil: «Wer weniger Material benötigt, hat auch die schlechteren Konditionen», fügt Häberling bei. Flavio De Luigi ist mit seinem Baugeschäft in Affoltern ebenfalls nicht mehr im Neubaubereich tätig. Hier tobe schon seit 30 Jahren ein Preiskampf, der sich mit dem Autobahnbau im Säuliamt verschärft habe. Kundenarbeiten bei Renovationen und Umbauen stehen im Vordergrund. «Hier gibt es Arbeitsvorräte. Aber nur kurzfristig», sagt De Luigi.

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Grosse Freude über das gelungene Werk. Von links: Kirchenpflegepräsidentin Vera Hofstetter, Orgelfachmann Thomas Leutenegger, Pfarrer Otto Kuttler und Orgelbauer Michael Klahre. (Bild Marianne Voss) Mitarbeiter an der Arbeit waren. Und Otto Kuttler, der Stalliker Pfarrer, betonte: «Selbst Zwingli hätte seine Freude daran!» Mit dieser zum bevorstehenden Reformationsjubiläum passenden Feststellung – oder Vermutung – kam seine grosse Begeisterung für das gelungene Projekt zum Ausdruck. «Die Orgel ist ein geniales Werk, wo musikalische und ästhetische Aspekte ineinandergreifen.» Der Pfarrer zeigte auch auf, dass es sich bei einer neuen Orgel um

einen mutigen Schritt Richtung Zukunft handelt: «Man baut keine neue Orgel, wenn man nicht an die Zukunft der Kirche und der Kirchgemeinde glaubt.» Dieser Botschaft schloss sich Beat Schäfer, Ausbildungsleiter Kirchenmusik, an. Er gratulierte der Gemeinde und dem Orgelbauer und hielt fest: «Der Neubau einer Pfeifenorgel ist ein mutiges Zeichen gegen Hoffnungslosigkeit und für Qualität.» Der Höhepunkt des Abends war ein Orgelkonzert, in dem das neue

Instrument selber zu Wort kam. Organist und Orgelfachmann Thomas Leutenegger spielte Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Sebastian Bach, César Franck und Felix Mendelssohn. Am Samstag fand ein Festtag statt mit zahlreichen Konzerten, und am Adventssonntag erklang die neue Orgel zum ersten Mal im Gottesdienst. ................................................... > Ein weiterer Bericht zur Einweihung erscheint in der Freitagausgabe.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. November 2016

Feierliche Klänge zum Advent Konzerte des Musikvereins Mettmenstetten Der Musikverein Mettmenstetten konzertierte am 27. Dezember in Knonau und Mettmenstetten. Als Gast-Solistin wirkte die Knonauer Musikerin Eva Wey auf der Violine mit. Adrian Kuoni dirigierte ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches Konzert.

ge Stellung ein. Berühmte Filmmelodien wie Schindlers Liste und Herr der Ringe führten in die Neuzeit, wobei auch die Gletscher und die Klimaerwärmung musikalisch thematisiert wurden. Vanessa Ringger führte in gekonnter Art durch das Konzert und sparte nicht mit humorvollen Pointen zu den Stücken oder Komponisten.

................................................... von bruno grob

Eva Wey als Violin-Solistin

Ein bunter Strauss anspruchsvoller und ausdruckstarker Stücke begeisterte die Zuhörer in den Kirchen von Knonau und Mettmenstetten. Das Repertoire umfasste ein breites Spektrum von bekannten Melodien. Die Zauberflöte von Mozart forderte vor allem das Flötenregister heraus und bei der Appalatschen-Ouvertüre nahmen die Kriegstrommeln eine wichti-

Wie wirkt eine Violin-Stimme zusammen mit dem Musikverein Mettmenstetten? Diese Frage war in mehreren Proben zentral und es bedurfte einiger Proben, um die optimale Abstimmung zu finden. Das Resultat war überwältigend, was besonders in der Fiddelmelodie «Andy de Jarlis’ Jig» zum Ausdruck kam. Die virtuose Geigenmusik wurde dezent untermalt vom Orchester und ging dann über in den vollen

Solistin Eva Wey im Einklang mit dem Musikverein Mettmenstetten. (Bild zvg.) Klang des Musikvereins. Es ist Adrian Kuoni wiederum gelungen, seine Musikanten auf ein anspruchsvolles Programm einzustimmen und zu motivie-

ren. Mit diesem Konzert hat der Musikverein noch ein wenig 900-JahreJubiläumsstimmung nach Knonau gebracht und für die Mettmenstetter den

Abschluss dieser feierlichen Zeit angekündigt. Ganz zu Ende ist es erst am 31. Dezember, wenn die Turmbläser des Musikvereins das Jahr ausblasen.

Ämtler Lehrbetriebe stehen hinter der Berufsmaturität

Im virtuellen Tower

Reger Austausch beim Apéro des Lehrstellenforums

In den letzten beiden Wochen fanden zwei Besuche der MännerSache Knonau bei der Flugsicherung Skyguide in Wangen bei Dübendorf statt.

Zentrales Thema beim traditionellen Lehrstellenforum-Apéro 2016 im Kellertheater LaMarotte war die Berufsmaturität. ................................................... von urs e. kneubühl Eines zeigte sich anschliessend an den Vortrag von Hans Stadelmann, Beauftragter Berufsmaturität der Bildungsdirektion Kanton Zürich, umgehend: Die beim Apéro des Lehrstellenforums Bezirk Affoltern anwesenden Verantwortlichen und Vertreter von diversen Ämtler Lehrbetrieben sind durchwegs Verfechter der Berufsmaturität. So stimmten sie am Mittwochabend im Kellertheater LaMarotte mit der Stellungnahme von Bernhard Stierli, Architekt in Affoltern, grundsätzlich überein: «Unsere Erfahrungen mit Lehrlingen, die eine Berufsmaturität machen, sind sehr gut. Sie sind oft pflichtbewusster sowie selbstständiger, zeigen mehr Eigeninitiative, sie denken differenziert mit und erkennen Gesamtzusammenhänge besser.»

Ganz kritiklos allerdings liessen sie die Berufsmaturität, die Alternative zum gymnasialen Weg, auch nicht. Die Absenzen der Lehrlinge am Arbeitsplatz an und für sich, gaben mehrere Lehrmeister zu verstehen, könnten zwar verkraftet werden, die Planungsunsicherheit, die sich aber aus unregelmässigen Abwesenheiten ergebe, müsse mitunter als problematisch angesehen werden.

BM1-Abschlüsse sind rückläufig, jene der BM2 steigend Vorab hatte Hans Stadelmann in seinem Referat zum Thema klar gemacht, dass die Förderung der Berufsmaturität dem Zürcher Regierungsrat ein grosses Anliegen ist. «Die Attraktivität der Berufsmaturität soll mit Blick auf eine starke Berufsbildung gesteigert und die Talentförderung entsprechend weiter etabliert werden», hielt der Referent dazu fest und merkte gleich an, dass dies ein breit abgestütztes Ziel sei. Eine entsprechend massive Beihilfe, so Stadelmann, sei

denn auch wirklich erwünscht und nötig, denn im Kanton Zürich ist die Anzahl der BM1-Zeugnisse in den letzten Jahren im Vergleich zur gesamtschweizerischen Entwicklung zurückgegangen. Der Anteil der erfolgreichen BM-Lernenden, welche während der Lehre die Berufsmaturität absolvieren, ist also gesunken, dieweil jener der BM-Absolventen nach einer drei- oder vierjährigen Lehre im Kanton Zürich kräftiger gestiegen ist als in der übrigen Schweiz. Um diesen Trend wenden zu können, hält der Referent weiter fest, seien diverse Bestrebungen im Gang und auch bereits einige flexiblere BM1-Versuchsmodelle im Testbetrieb. Die gut besuchte Dankesveranstaltung des Lehrstellenforums für jene Betriebe und Institutionen, welche die Berufsmesse sowie den Berufsinfotag des Lehrstellenforums mit ihrer Teilnahme bereichert und mit Spenden unterstützt haben, endete mit einem Apéro riche sowie mit regem Austausch zum angesagten Thema.

MännerSache Knonau bei Skyguide reisen täglich in etwa so viele Menschen mit dem Flieger, wie die Schweiz Einwohner hat. Nach der Einführung konnten die Teilnehmer dann das grosse Leitzentrum mit den Leitständen für die einzelnen Flugzonen besichtigen. Das Highlight war dabei die Besichtigung des Towers, wenn auch nur im Simulator. Der Flughafen war auf den simulierten Fenstern voll in Betrieb. Neben schönem Wetter gab es Schnee und Nebel sowie eine Katastrophenübung zu erleben. Der spannende Abend klang mit einem kleinen Apéro aus. Man darf sich schon auf die nächste Veranstaltung freuen: das Adventsfenster am Mittwoch, 21. Dezember, 19 Uhr im Pfarrhaus Knonau. (mw)

Schon beim Einführungsvortrag gab es viel Diskussionsstoff. Es ist interessant, wie und unter welchen Bedingungen der Luftverkehr trotz geografischer, politischer und räumlicher Einschränkungen organisiert wird. Was ist zu beachten, wenn ein kleiner Flieger nach einem Riesenjumbo starten soll? Was passiert alles am Boden und beim Funkverkehr zwischen Skyguide und Pilot, wenn wir in Zürich starten oder landen? Die MännerSache-Gruppe hatte den Ehrgeiz, herauszufinden, warum der gleichzeitige Verkehr auf Infos bei MaennerSacheKnonau@gmx.ch oder bald bestimmten Pisten nicht möglich ist. unter www.facebook.com/MaennerSacheKnonau. Es ist beeindruckend zu hören, dass Skyguide jährlich schweizweit über eine Million Flüge organisiert sowie über 500 000 Starts und Landungen. Weltweit MännerSache im Tower-Simulator. (Bild zvg.)

Dorfjass im Zeichen des 900-Jahre-Jubiläums Am vergangenen Freitag, 25. November, ging einmal mehr das beliebte, von der Mettmenstetter SVP organisierte DorfJassturnier über die Runden. Zur Feier des 900-jährigen Bestehens der Gemeinde Mettmenstetten hatte sich das Organisationskomitee einiges einfallen lassen. Speziell zu erwähnen ist der Gabentempel, der besonders grosszügig dotiert wurde. Dann winkten den drei Erstplatzierten spezielle Jubiläumsmedaillen und das Startgeld wurde auf originelle 900 Rappen reduziert. Alles begann aber mit dem Jubiläumsapéro, zu dem die zahlreichen Gäste ab 18 Uhr in der Schützenstube empfangen wurden. Dort wartete bei gemütlichem Kaminfeuer ein leckerer, von der Volg-Bäckerei gestifteter Lebkuchen und Glühwein auf die Teilnehmer. Das fand guten Anklang und sorgte für eine fabelhafte Stimmung unter den Anwesenden. Dass es sich auch Gemeindepräsident René Kälin nicht nehmen liess, mit seiner Anwesenheit Volksverbundenheit an den Tag zu legen, wurde besonders positiv vermerkt. Als auch der Ehrengast, der

Die Sieger des Abends mit Ehrengast Jürg Randegger (links): Edith Suter, Martin Stocker und Fredi Steiner (von links). (Bild zvg.) bekannte Kabarettist und Fernsehmoderator Jürg Randegger, mit launigen Bemerkungen zur Gesellschaft stiess, hob sich das Stimmungsbarometer nochmals um einige Grade. Die Einstimmung auf das nachfolgende Jassen gelang auf diese Weise mühelos und um 19.30 Uhr war es dann so weit, dass OK-Präsident Othmar Zimmer-

mann den Startschuss für das Jassen geben konnte. Vorher jedoch begrüsste Ehrengast Jürg Randegger die Jassbegeisterten auf seine unverwechselbare Art mit einer köstlichen Anekdote aus seiner Zeit als Fernsehmoderator. Dann aber waren die Jasser nicht mehr zu halten und schneller als er-

wartet, absolvierten sie die drei angesagten Runden. Zur allgemeinen Freude entschloss sich das OK spontan, unter diesen Umständen doch noch eine vierte Runde anzuhängen, wie das in früheren Turnieren die Regel war. So konnte der Jassgenuss noch etwas verlängert werden, bis dann um 11.30 Uhr die Spannung ihren Höhepunkt erreichte. Dann trat Ehrengast Jürg Randegger vors Publikum und zitierte gekonnt und mit stilgerechtem Pathos das Gedicht «Heb Sorg» von Max Rüeger, bevor er dann zur Rangverkündigung schritt. Mit dem Sieger, Martin Stocker, hat ein überaus routinierter Jasser das Spiel für sich entschieden. Dasselbe kann man von Edith Suter sagen, der das Kunststück gelang, ihren zweiten Platz vom Vorjahr zu wiederholen. Auch der Ehrengast bewies mit seinem fünften Rang, dass er ein durchaus ernstzunehmender Jasser ist. Der Gabentisch war dieses Jahr so reich gedeckt wie noch nie und alle Teilnehmer bis zum letztplatzierten 68. konnten einen ansehnlichen Preis mit nach Hause nehmen. Die organisierende SVP hatte aus Anlass des Dorf-Jubiläums darauf geachtet, dass

ausschliesslich einheimische Produkte als Preise zur Verteilung kamen. Ein grosser Teil derselben bestand aus Geräuchertem von einem Mettmenstetter-Säuli. Viele weitere schöne Preise stammten ebenfalls aus dorfeigener Produktion. Das hatte natürlich seinen Preis. Möglich war dies dank eines Beitrags aus der Gemeinde-Jubiläumskasse und der Unterstützung durch das lokale Gewerbe. Der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten hat einmal mehr seinen zur Festwirtschaft umgebauten 10-Meter-Stand für diesen Anlass zur Verfügung gestellt. Es war ein denkwürdiger Abend, dem die Präsenz und der Charme des Ehrengastes Jürg Randegger ein einmaliges Gepräge verlieh. Daran werden sich viele Teilnehmende wahrscheinlich noch lange gerne erinnern. SVP Mettmenstetten Auszug aus der Rangliste: 1. Martin Stocker, 4183 Punkte; 2. Edith Suter, 4166; 3. Fredi Steiner, 4149; 4. Ueli Günther, 4141; 5. Jürg Randegger, 4126; 6. Susanne Ferrari, 4109; 7. Jasmin Kagerbauer, 4100; 8. Thomas Hinder, 4055; 9. Irene Stocker, 4030; 10. Erich Burkhard, 3966 Punkte.


Forum

Dienstag, 29. November 2016

ratgeber

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

«Heiliges Land» Hans Ulrich Meuter, Affoltern a. A., lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Unternehmenssteuerreform Der Druck der EU und der Oecd muss die Schweiz die ermässigte Besteuerung der Statusgesellschaften abschaffen. Um einen Wettbewerbsverlust und den Wegzug der betroffenen Firmen zu vermeiden, haben die eidgenössischen Räte ein Massnahmenpaket geschnürt, das die alten Vergünstigungen durch neue, international akzeptierte Anreize ersetzen soll. Zwingend für die Kantone wären nach Annahme der Unternehmenssteuerreform die Aufhebung der kantonalen Statusgesellschaften, die Einführung einer Patentbox mit einer maximalen Entlastung von 90 %, die Aufdeckung von stillen Reserven beim Zuzug und Wegzug von Firmen (dies ist auch zwingend für die direkte Bundessteuer), eine Sondersteuerregelung bei der Aufhebung der kantonalen Statusgesellschaften und eine maximale Entlastungsbegrenzung von 80 % für verschiedene privilegierte Abzüge. Fakultativ könnten die Kantone eine zinsbereinigte Gewinnsteuer einführen (dies ist zwingend für die direkte Bundessteuer), sofern die Teilbesteuerung von Dividenden im Minimum 60 % betragen würde. Hinzu käme ein erhöhter Abzug für den inländischen Forschungs- und Entwicklungsaufwand bis maximal 150 % und Erleichterungen bei der Kapitalsteuer für Beteiligungen, Konzerndarlehen und Patenten. Die meisten Kantone planen zudem eine Senkung der Gewinnsteuersätze, was zusätzlich noch zu Steuerausfällen führen wird. Im Gegensatz zu den schwierig zu schätzenden Steuerausfällen wegen der Unternehmenssteuerreform ist gemäss Bundesrat mit Steuerausfällen von 5 Mrd. wegen der Abwanderung von Firmen zu rechnen. Der Schweizerische Gewerbeverband befürchtet zudem, dass bei einer Nichtannahme dieser Unternehmenssteuerreform 150 000 Arbeitsplätze gefährdet wären.

Leistungsabbau bei der Post Nachdem die Volksinitiative «Pro Service Public» abgelehnt wurde, baut nun die Post ihre Dienstleistungen gründlich ab: Hunderte von Poststellen werden geschlossen; im Dorfzentrum Ottenbach wird die Briefpost erst nachmittags verteilt. Die Schönredner des Kundendienstes sprechen nur von «Umbau». Ich sehe aber keine Verbesserung, weder für die Landbevölkerung, noch für die Postmitarbeiter, die ihre Jobs verlieren. Freie Schweizer freut euch! Wir gehen zurück nach Afrika; dort gibt es keine Briefträger und die Leute holen ihre Post selber ab, denn Bewegung ist bekanntlich gesund! Jacques Lanz, Ottenbach

Zuschriften Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über Publikation und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)

Bethlehem-Veranstaltung zum Abschluss

Vorweihnachtliches Shopping auf dem Bio-Hof in Mettmenstetten, «Anzeiger» vom 15. November.

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde ist am 22. November in Affoltern eine einzigartige Themenreihe zu Ende gegangen. Pfarrerin Bettina Bartels leitete zahlreiche Abende über «Heiliges Land – zerrissenes Land?» Es begann mit einer Ausstellung und Vernissage, führte über historische Darlegungen, Situationsberichte über die Gegenwart und Projekte des Zusammenlebens (Wahat-as-Salam; Sumaya Farhat-Naser), einen Film und persönliche Schilderungen (Peter Dettwyler und Jochi Weil-Goldstein). Die zahlreichen immer wieder Teilnehmenden waren sich darin einig: So reichhaltig, spannend, aber auch wirklich beunruhigend wie dieses Thema uns zu berühren vermochte, ist kaum ein anderes denkbar. Warum ist es so einzigartig? Es zeigte sich schon bei der Planung, dass der Konflikt von Israels Besatzung und Mauer im Westjordanland mit einer Mauer des Schweigens umgeben ist und das auch so bleiben soll, nach der Meinung einiger. Diese halten die Ohren offen und reagieren blitzschnell auf die Stichworte Israel oder Palästina und versuchen jede Offenlegung der Situation zu verhindern. Auch zu den Themenabenden in Affoltern kamen immer wieder Personen ange-

Linda Cantero und Bettina Bartels. (Bilder zvg.) reist, die eigentlich nicht informiert werden wollten, sondern aufpassten, dass nichts gegen Israel gesagt wurde, sie versorgten Bettina Bartels stets mit ihrer Kritik. Darum sind sogar absolut unverfängliche und friedliche Bemühungen um Verständigung schwierig, oft sogar gefährlich, sogar die Kirchen werden unter Druck gesetzt. Nach dieser Ideologie darf man überall in der Welt helfen, aber den Palästinensern nicht. Man hört von vielen Medien, dass sie die Finger vom Thema lassen, um sich Schwierigkeiten zu ersparen. Doch diesem Druck nachzugeben, das Leiden der palästinensischen Bevölkerung zu verschweigen und weiter zu tolerieren, ist auch nicht christlich. Nicht zuletzt sollten die Kirchen sich engagieren, weil auch Mitchristen in den palästinensischen Gebieten von der Unterdrückung, dem Landraum und der Vertreibung betroffen sind. Wer offen zuhörte und mitdiskutierte, hat ein umfassendes Bild bekommen. Denn Vorurteile nähren sich von fehlender, falscher oder einseitiger Information.

1952 als «Friedensbrücke» gegründet

Sybille Oetliker, Geschäftsführerin Verein; Issa Bandak, Direktor Spital.

Der letzte Abend war ein gutes Beispiel dafür: Das Kinderspital Bethlehem wurde vom Walliser Pater Ernst Schnydrig 1952 als «Friedensbrücke» gegründet und lebt zu über 80 % von Spenden. Daher sind vor allem die Schweizer Katholiken eng mit dieser Institution verbunden. Die Geschäftsführerin Sybille Oetliker und der

Direktor Issa Bandak vermochten höchst anschaulich zu berichten, wie wertvoll dieses Engagement ist, auf wie vielen Ebenen sich die Institution positiv auswirkt. Es ist das einzige Kinderspital im Westjordanland, und ohne hiesige Hilfe würde es nicht existieren. Es unterrichtet die Mütter, unterhält einen Kindergarten für die Kinder der über 200 Angestellten und leistet in der Ausbildung Mithilfe. Mittlerweile stammen fast alle Mitarbeiterinnen aus der lokalen Bevölkerung. Unter der Leitung der Chefärztin Hijam Marzouqa werden jährlich rund 34 000 Behandlungen durch 14 Ärzte durchgeführt. Natürlich kamen auch – aufgrund der Fragen – die alltäglichen Probleme zutage. Viele Krankheiten sind von der Armut generiert. Direkt gegenüber dem Spital verläuft die Mauer, welche Bethlehem teilt und von Jerusalem abtrennt, die direkten Zufahrtswege sind für Palästinenser verboten und unendlich lange Umwege belasten Angestellte wie Kranke und ihre Angehörigen. Seit dem Mauerbau sind die palästinensischen Gebiete im Norden ganz abgeschnitten und nur der Süden kann versorgt werden. Der Abend erneuerte das Bewusstsein, dass unermüdliche Anstrengungen notwendig sind, um das Caritas Kinderspital am Leben zu erhalten, dass es aber eine grossartige Institution ist, an der man sich mit Unterstützung beteiligen darf. Pia Holenstein, Affoltern

Ehrgeiziges Budget und eine fragwürdige Kreditabrechnung Die EVP zur Gemeindeversammlung von Affoltern. Über Budgets und Kreditabrechnungen zu befinden ist für manche Stimmbürgerinnen und Stimmbürger etwa so spannend wie dem Trocknen von Farbe zuzuschauen. Was aber oft als trockene Materie daherkommt, hat grosse Auswirkungen für alle Einwohner, die mit ihren Steuern all dies finanzieren werden. So liegen an der kommenden Gemeindeversammlung die Budgets der Politischen Gemeinde wie auch der Schulgemeinden und verschiedene Kreditabrechnungen zur Abnahme bereit. Die Behörden von Affoltern sind zurzeit bemüht die Kosten, so weit dies beeinflussbar ist, tief zu halten. Eines der unterstützenswerten Ziele ist dabei möglichst keine Steuererhöhungen beantragen zu müssen. Dazu nimmt man in Kauf in moderaten Mass Eigenkapital zu verzehren. Ob die ambitiösen Ziele auch Realität werden, wird sich erst im Sommer 2018 zeigen, wenn dann die Rechnungen präsentiert werden und der Tag der Wahrheit kommt.

Bei den beiden vorliegenden Bauabrechnungen der Politischen Gemeinde ist nun ein solcher Tag der Wahrheit. Dass beide Abrechnungen im Rahmen der gewährten Kredite liegen, macht gute Laune. Noch erfreulicher ist, dass beim Kredit über die flankierenden Massnahmen bei der Ortsdurchfahrt Zürichstrasse sogar 25 % weniger ausgegeben wurde als beantragt.

Spittel: Ungenau geplant? Ein etwas anderes Bild präsentiert die Primarschulgemeinde bei der Sanierung und Aufstockung des Kindergartens Spittel. Hier hatte die Schulgemeindeversammlung einem Bruttokredit von rund 1,3 Mio. Franken für die Aufstockung zugestimmt. Für die Sanierung hatte die Primarschulpflege bereits einen Betrag von 750 000 Franken bewilligt. Dem gewährten Gesamtkredit von 2,08 Mio. Franken stehen nun Gesamtkosten in der Bauabrechnung von rund 2,98 Mio. Franken gegenüber. Eine so massive Kreditüberschreitung wirft Fragen auf. Die Begründungen der Mehrkosten sind

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nicht abschliessend befriedigend. Es bleibt der Eindruck, dass ungenau geplant worden war und es sich nicht nur um unvorhersehbare Mehrausgaben handelt. Der Kindergarten Spittel erstrahlt in neuem Glanz. Vielleicht hilft das wenigstens, diese etwas bittere Pille zu schlucken. Die EVP hofft, dass aus den gemachten Fehlern Lehren gezogen werden um für weitere anstehende Sanierungen gerüstet zu sein. Es wäre zudem wünschenswert, wenn man der Stimmbürgerschaft bei solchen Projekten in Zukunft Gesamtkredite präsentiert und nicht unter dem Deckmantel von gebundenen Ausgaben das Kreditrecht unnötig strapaziert. Die direkte Demokratie erfüllt nur dann ihre Bestimmung, wenn sie von aktiven Bürgerinnen und Bürgern gelebt und gestaltet wird. In diesem Sinne freut sich die EVP auf ein zahlreiches Erscheinen an der nächsten Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2016, 19.30 Uhr im Gemeindesaal.

Vielen Dank dem «Anzeiger» und insbesondere Frau Bolliger für den Artikel über den Weihnachtsmarkt auf dem Biohof Müller in Mettmenstetten vom Sonntag, 13. November. Ich war dieses Jahr mit einer Freundin zum ersten Mal mit einem Stand vertreten. Deshalb habe ich mich besonders über den Artikel gefreut. Beim Durchlesen bin ich dann aber über die etwas unglückliche Wortwahl von Frau Bolliger gestolpert. Ich finde die Aussage mit den «potenziellen Staubfängern» ziemlich holprig, da dieser Begriff etwas äusserst Abwertendes in sich hat. Zwar mag sich nicht jeder Mensch gerne mit Gegenständen umgeben, die rein zur Verzierung eines Raumes dienen. Aber: Was für den Einen ein unnützes Objekt ist, mag für den Anderen eine geliebte Trouvaille sein. Schlussendlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Stefanie Batur, Obfelden

Abschaffen der Kommunalpolizei in Obfelden? Zur Gemeindeversammlung vom 7. Dezember in Obfelden. Der Gewerbeverein möchte mit seiner Initiative (125 Unterschriften) die kommunalpolizeilichen Aufgaben an der nächsten Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2016 vollständig an die Kantonspolizei übertragen. Er erhofft sich damit einen lascheren Umgang mit Gesetzen und Regeln durch die Kantonspolizei. Gründe seien vor allem zu häufig verhängte Bussen für zu schnelles Fahren aber auch Parkbussen im ruhenden Verkehr. Das man beim Verhängen von Parkbussen von Gewerbetreibenden bei Warenumschlag den Verhältnissen entsprechend und mit gewissem Augenmass reagieren muss, sollte allen klar sein. Bei Geschwindigkeitsübertretungen verhält es sich anders. Da bleibt der Kompol, wie auch der Kapo kein Ermessungsspielraum. Jeder Autofahrer muss sich an die gegebenen Gesetze und Regeln halten. In diesem Punkt ist Kritik absolut fehl am Platz. Entlang der Dorfstrasse bewegen sich tagsüber bis zu 750 Schülerinnen und Schüler. Diese gilt es vor fehlbaren Lenkern zu schützen. Ebenso ist die Präsenz der Kompol auf Waldstrassen wichtig. Regelmässig wird Haushaltskehricht, Schutt, Schrott, etc. entsorgt oder auch verbrannt. Das Fahrverbot muss gemäss Waldgesetz eingehalten werden. Durch die regelmässige Kontrolle durch die Kommunalpolizei bleibt uns ein «sauberer» Wald als Naherholungsgebiet erhalten. Wird die Kompol abgeschafft, verzichten wir auch u.a. auf deren Fussund Fahrpatrouillen durch unser Dorf und vor allem auch auf schnellere Einsätze bei Einbrüchen, Verkehrsunfällen, Streitigkeiten, häuslicher Gewalt, Lärmbelästigungen, Schmierereien und vielem mehr. Dadurch, dass regelmässige Präsenz gezeigt wird, fühlen sich unsere Mitbewohner in Obfelden sicherer. Die SVP Obfelden empfiehlt der Bevölkerung von Obfelden, die Gemeindeversammlung am 7. Dezember 2016 zu besuchen und Nein zu stimmen für den Erhalt unserer Sicherheit.

EVP Ortspartei Affoltern am Albis Weitere Infos unter www.evp-affolternamalbis.ch.

SVP Obfelden Der Vorstand


Gewerbe/Dienstleistungen

Für Geniesser

Chor-Projekt

Der Chlausmärt macht die Obere Bahnhofstrasse wieder zur Begegnungszone. > Seite 17

Der katholische Kirchenchor Hausen-Mettmenstetten singt die «Messa di Voce». > Seite 19

Dienstag, 29. November 2016

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Schlussspurt Nach missglücktem Saisonstart kletterte der FCWB in der Tabelle ins breite Mittelfeld. > Seite 23

Drei Tage Party zum Jubiläum 10 Jahre Spyre Bar Lounge in Affoltern

Lorena Gambarara. (Bild zvg.)

Sich selber und anderen etwas gönnen Fusspflege, Wellnessmassagen und kosmetische Behandlungen bei Lorena Gambarara in Mettmenstetten. Die Zeit vergeht wie im Fluge und die Praxis für Fusspflege, Wellnessmassagen und kosmetische Behandlungen von Lorena Gambarara in Mettmenstetten ist seit bald einem Jahr geöffnet. «Ich freue mich, auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken zu dürfen», verrät sie. «Die Begegnung mit den verschiedensten Menschen und Kulturen macht meine Arbeit spannend und abwechslungsreich.» Weihnachten steht bald vor der Tür – wer hat die Weihnachtsgeschenke schon gekauft? Wer den Liebsten eine professionelle Massage oder Fusspflege schenken will: Weihnachtsgutscheine lassen sich ganz bequem auf der Internetseite von Lorena Gambarara bestellen und werden sofort auf dem Postweg verschickt. Neu ist mit der Bonuskarte jede elfte Massage oder Fusspflege gratis. Wer sich eine Wellnessmassage gönnen oder den Füssen etwas Gutes tun will, der kann noch heute einen Termin vereinbaren. Lorena Gambarara freut sich, Mann und Frau in ihrer Praxis willkommen zu heissen. Lorena Gambarara, dipl. Wellness-Kosmetologin, Mattenstrasse 6, Mettmenstetten. www.body-and-feet.ch.

Weihnachtsgeschenk für Menschen mit Demenz Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsaktion spendet das Möbelhaus Ulrich in Sursee 5000 Franken an die Institution «Hof Obergrüt», Betreuung für Menschen mit Demenz. Auf dem wunderschön gelegenen Bauernhof, mit traumhafter Aussicht in die Berge, bietet «Hof Obergrüt» in Sigigen/Ruswil für Menschen mit Demenz Tages- und Ferienaufenthalte zur Entlastung der Angehörigen an. Menschen mit Demenz geniessen eine liebevolle und familiäre Atmosphäre und können sich je nach Lust und Fähigkeiten sinnvoll im Haus, Garten oder bei der Tierpflege beschäftigen. Momentan sind Planungen im Gange für einen Erweiterungsbau, der speziell auf junge Menschen mit Demenz ausgerichtet wird. (pd.) Ulrich, Erlebnis Wohnen, Kottenstrasse 2, 6210 Sursee, 041 925 86 86, www.ulrichwohnen.ch.

Sie hat viel erlebt und viel bewegt in der Ausgang-Szene von Affoltern und Umgebung, die «Spyre». Vom 1. bis 3. Dezember feiert sie ihr zehnjähriges Bestehen mit viel Live-Musik und international bekannten DJs. ................................................... von thomas stöckli Seit dem 1. Dezember 2006 bereichert die «Spyre» das Ämtler Nachtleben. Erfolgreich trotzt die Bar seither Widrigkeiten wie dem veränderten Pendlerstrom seit der Autobahneröffnung, dem Rauchverbot, sowie dem zunehmenden Konkurrenz- und Preisdruck im Gastgewerbe. Nicht einmal ein Grossbrand konnte die Erfolgsgeschichte stoppen: Nach einem Zwischenjahr im selbstdesignten Provisorium meldete sich die «Spyre» Ende 2010 stärker denn je zurück. «Was gut ist, soll noch besser werden», so der stete Antrieb von Geschäftsführer Serge Gabathuler. Mit seinem künstlerischen Flair und unermüdlichem Einsatz seiner Mitarbeiter ist es immer wieder gelungen, das Angebot weiterzuentwickeln und der «Spyre» ein neues Gesicht zu geben. 2012 etwa, im Jahr des angeblich von den Mayas prognostizierten Weltunterganges, verwandelte sich die Bar für ein Jahr in einen kultigen MayaTempel. Im aktuellen Look setzen hingegen Blattgold und Engelsflügel Akzente, welche einen Besuch auch optisch zu einem Erlebnis machen. Der Einsatz wird nicht nur von den Gästen honoriert, sondern kommt auch bei der Fachjury der Swiss Gastro Awards

Die «Spyre» bei der Eröffnung vor zehn Jahren ... an, wie eine silberne und eine bronzene Auszeichnung in diesem renommierten Wettbewerb eindrücklich belegen. Trends erkennen und darauf reagieren, das ist eine Stärke von Serge Gabathuler. Weil immer mehr Leute im Ausgang auch mal etwas essen wollen, hat er neu auch einen Profi in der Küche. «Wir haben kein umfassendes Speiseangebot», stellt er klar, «aber das, was wir machen, soll hochwertig sein.» Im Einkauf setzt er konsequent auf regionale Anbieter und beste Qualität: Fleisch bezieht er beim Steakhouse «Bahnhöfli», Mettmenstetten, Käse vom «Chäs Stöckli», Affoltern, und Brot von der Bäckerei Iten, Knonau.

Ein Höhepunkt auf den anderen Nur das Beste für die Gäste, das gilt auch für den runden Geburtstag:. Vom 1. bis 3. Dezember folgt ein Höhe-

... und wie sie sich heute präsentiert. (Bilde zvg.)

punkt auf den anderen. Am Donnerstag wird Justina Lee Brown mit ihrer Band für Stimmung sorgen. Das Publikum darf sich auf Party-Sound aus den letzten 30 Jahren freuen, eine energiegeladene Verschmelzung von Soul und Blues, R&B und Funk. Die Frau mit der dynamischen Stimme und dem Unterhaltungstalent rockt eigentlich viel grössere Bühnen. «Weil ich sie schon lange kenne, hat sie trotzdem zugesagt», so Gabathuler. Am Freitag kommen dann die Fans von Rock-Covermusik und Castingshows auf ihre Kosten: von 21 bis 23.30 Uhr rockt Ex-«Bachelorette»-Kandidat Sid mit «The Chucks» die Bühne. Ab Mitternacht übernimmt dann der bekannte Houseund Electro-DJ Pat Farrell (Streetparade, Tomorrowland) das musikalische Zepter. Der Jahreszeit entsprechend gemütlich startet der Samstag: Zum Jubiläum werden von 16 bis 19 Uhr Glüh-

Prämierte Weine zu den Festtagen Kurze Tage und fallende Temperaturen sind Vorboten für gemütliche Abende zu Hause. Edle Tropfen für die kleinen und grossen Gaumenfreuden sollten dabei nicht fehlen. «Zu den Aufgaben der Weinfachleute gehört nicht nur die Arbeit von der Traubenernte bis zur Flaschenabfüllung, sondern auch die kompetente Beratung der jeweils passenden Weine», erklärt Frank Gradinger, Verkaufsleiter der Volg Weinkellereien. Die Fachkompetenz liegt auch in der richtigen Empfehlung der passenden Weine – ob zu einem Festtagsmenü oder rustikaler Hausmannskost.

Malanser Bothmargut Pinot Noir auf Weltniveau In Sierre stellen sich jährlich über tausend Pinot-Noir-Produzenten weltweit einer internationalen Fachjury für die Bewertung der besten Pinot Noirs. Auf Anhieb konnte der Malanser Bothmargut 2014 die Silbermedaille auf Weltniveau gewinnen. Jahr für Jahr ein Garant für ausgezeichnete Prämierungsresultate. Dieser reinrassige Bündner Blauburgunder mit überragender

Struktur und traditionellem Ausbau im grossen Holzfass passt hervorragend zu Wild- und Pilzgerichten und ergänzt ebenso jedes Gericht mit Lamm oder Rindsfilet.

magazin, hat diese Rarität mit der Bronzemedaille ausgezeichnet. Diesen «Besten unter seinesgleichen» gibt es allerdings nur in Ausnahmejahren mit höchster Traubenqualität.

Rarität «Laudatio Cuvée Primum inter Paria»

Cava Reserva Anna de Codorniu Blanc de Blancs Brut

Eine besondere Trouvaille aus dem Hause Volg Weinkellereien ist der Cuvée Laudatio Primum inter Paria. Ausgesuchte Rebstöcke der Sorten Gamaret, Cabernet Dorsa, Blaufränkisch und Pinot Noir, deren ebenfalls stark reduziertes Traubengut auf einer gemeinsamen Parzelle im Kanton Schaffhausen heranwächst, werden von Anfang an gemeinsam geerntet, zusammen gekeltert und vinifiziert. Bereits mit der Lese findet die Vermählung der Rebsorten statt. Allein die künstlerische Meisterleistung des Kellermeisters und des Önologen bestimmen das Fine Tuning, die Harmonie und die Vollkommenheit des Ganzen. Der Ausbau im Barriquefass für 18 Monate und eine weitere Lagerung in der Flasche garantieren, dass der Laudatio zu einem feinstrukturierten, eleganten Cuvée heranreift. Wine Decanter, ein in 90 Ländern erscheinendes Wein-

Mit einer Goldmedaille wurde der Cava Reserva Anna auf der internationalen Wine Challenge 2015 ausgezeichnet. Was diesem Cava die besondere Note verleiht, sind nicht nur die regionalen weissen Cava-Traubensorten Macabeo, Xarello und Parellada, sondern die zusätzliche Rebsorte Chardonnay. Erst nach der zweiten Gärung in der Flasche und einer 15monatigen Reifezeit kommt dieser feinperlige Cava in den Verkauf. Gelblich moussierend, mit einer Note von tropischen Früchten ist er sowohl als Aperitif als auch zu Fischgerichten ein willkommener Begleiter. (pd.) Malanser Bothmargut Pinot Noir AOC 2014, Laudatio Cuvée Primum inter Paria 2013, der Cava Reserva Anna de Codorniu Blanc de Blancs Brut, bis zum 31. Dezember als äusserst attraktives Festtagsangebot

wein und Marroni offeriert. Dazu steuert der «Singing Postman» Michael Williams stimmige Lieder bei. Wer die «Spyre» mal tagsüber und ohne Partybetrieb erleben möchte, der erhält an den Gruppenführungen durchs ganze Haus Gelegenheit dazu. Für den Abend lässt Serge Gabathuler dann eigens einen DJ aus Ibiza einfliegen. Abel Pons bringt Insel-Groove in die Ämtler Adventszeit. In der Hütte begeistert derweil der Innerschweizer DJ Pasci mit Après-Ski- und Ballermann-Hits. Den Schlusspunkt setzt wie schon am Freitag der von der Streetparade und Härterei bekannte Resident DJ Jérôme Vana. 10 Jahre Spyre, Affoltern, 1. bis 3. Dezember. Donnerstag Justina Lee Brown; Freitag Rock mit «The Chucks», House und Electro mit Pat Farrell und Jérôme Vana, Samstag «Singing Postman» Michael Williams (16 bis 19 Uhr), Abel Pons (Ibiza), Dj Pasci (Après-Ski), Jérôme Vana (House/Elektro).

Bereit zum Start der Weihnachtseinkäufe Seit Jahresbeginn wird das Emmen Center umfassend modernisiert und technologisch erneuert. Die Renovierungsarbeiten schreiten zügig voran, sodass sich die Besucherinnen und Besucher pünktlich zum Start der Weihnachtseinkäufe über viele neue Annehmlichkeiten freuen können. Auch das Parkhaus erstrahlt in neuem Glanz und bietet neben mehr Komfort auch weiterhin 2100 Gratis-Parkplätze. Auch dieses Jahr erfüllt das Emmen Center mit seinem beliebten Adventskalender wieder zahlreiche Wünsche in der Vorweihnachtszeit. In der Mall im Erdgeschoss wird ein Renntierschlitten aufgebaut, der mit vielen Päckchen bestückt ist. Ab sofort kann man sich für sein Lieblingsgeschenk bewerben und mit etwas Glück gewinnen. Unter allen Teilnehmern werden am 24. Dezember nochmals Emmen Center Geschenkgutscheine im Wert von 1000 Franken verlost. (pd.)

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Mit Laser gegen den Grauen Star Info-Veranstaltung der Pallas Kliniken Der Graue Star ist eine Trübung der natürlichen Linse. Die Ursache liegt im Alterungsprozess des Auges und entwickelt sich in der Regel langsam über viele Jahre hinweg. Die Folgen sind ein vernebelter, trüber und unklarer Blick. Bei schlechten Lichtverhältnissen ein verringertes Kontrastsehen, Blendeempfindlichkeit und Lichtkreise. Der Alltag der Betroffenen wird dadurch stark eingeschränkt, eine Operation wird unumgänglich. Die Pallas Kliniken zählen zu den führenden Augenkliniken der Schweiz und bieten die Möglichkeit, den Grauen Star neben der traditionellen Methode auch mit dem Femtolaser behandeln zu lassen. Diese Behandlung gewährleistet eine maximale Sicherheit und höchste Präzision. Heute bietet die Graue-Star-Operation die Chance, zusätzlich eine Sehkorrektur vorzunehmen, sodass nach der Behandlung oftmals keine Brille mehr notwendig ist. Dafür steht eine grosse

Auswahl an Kunstlinsentypen zur Verfügung, welche sich auch für spezielle Bedürfnisse eignen. Dr. med. univ. Helmut Binder, Med. Standortleiter Augenheilkunde Winterthur, informiert am Mittwoch, 7. Dezem- Referent Helmut ber, über die mo- Binder. (Bild zvg.) derne Graue-StarOperation mittels Laser. Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. (pd.) Die moderne Graue-Star-Operation mittels Laser, öffentliche Informationsveranstaltung mit Dr. med. univ. Helmut Binder am Mittwoch, 7. Dezember, 18.30 bis 19.30 Uhr, Pallas Zentrum, Obstgartenstrasse 3, Affoltern. Anmelden: Tel. 058 335 00 00, www.pallas-kliniken.ch/infoveranstaltung.

Weihnachtsglanz ohne Netzstrom oder Batterien Marktneuheit bei Noserlight AG, Zwillikon Kochsalz und Wasser machen es möglich, die eigenen vier Wände und den Christbaum in schönstem Licht erstrahlen zu lassen. Die Marktneuheit, die weder Netzstrom noch Batterien benötigt, wird von Noserlight in Zwillikon präsentiert.

weder Netzstrom noch die Energie einer Batterie benötigt. Die mit Salz und Wasser erzeugte Energie reicht für 35 Tage, danach müssen Salz und Wasser erneuert werden. «Die Kunden sind begeistert», freut sich Hansueli Noser, der diese Marktneuheit im Zwilliker Geschäft präsentiert – eine Aktion, die zeitlich begrenzt ist. (-ter.)

Das rote Kunststoffhäuschen erinnert an eine Transformatorenstation – Weitere Infos unter www.noserlight.ch. nicht ganz zu Unrecht. Denn es mutiert im vorliegenden Fall zu einer Quelle für Licht. Auf einfache Art: Man fülle den Behälter mit 2,5 bis 3 dl Wasser und schütte diesem 15 Gramm Kochsalz bei. Und schon leuchten die 100 LED-Lämpchen der angeschlossenen 10-Meter-Lichterkette. Auf Wunsch blinken sie auch. Farbig oder warm- Mitarbeiter Philipe Dias schüttet Kochsalz ins Wasser – und weiss. Dabei wird die 100 LED-Lämpchen leuchten. (Bild Werner Schneiter)

Geburtsvorbereitung mit Yoga Yoga während der Schwangerschaft bedeutet nicht einfach, einige Übungen in das bisherige Leben zu integrieren, eher geht es darum, das Leben als Ganzes unter einem neuen Fokus zu betrachten. Dieser Fokus setzt bei der reinen Beobachtung dessen an, was innerlich physisch und psychisch passiert. Dazu ist Musse notwendig, man muss sich Zeit nehmen, die äusserlichen Ablenkungen und Zwänge reduzieren, vielleicht auf gewisse bisherige Beschäftigungen verzichten, sich vorsätzlich Freiraum schaffen. Der neue Mittelpunkt ist das sich im Leib entwickelnde Kind. Yoga hilft in seiner Verbindung der körperlichen mit den geistigen Aspekten dabei, sich selbst sowohl physisch besser zu spüren, als auch die eigene innere Stimme als eine Quelle archaischen Wissens neu wahrzunehmen und dadurch Sicherheit und Orientierung für den laufenden Umwandlungsprozesses zu gewinnen. Die erfahrene diplomierte Yogalehrerin Marianne Blaser unterrichtet seit vielen Jahren mit grossem Erfolg.

Neuer Fokus für das Leben. (Bild zvg.) Sie versteht es, in einer sehr angenehmen und ruhigen Umgebung ihre Kursteilnehmerinnen während der Schwangerschaft zu begleiten. Individuelle Betreuung jeder einzelnen Kursteilnehmerin steht im Fokus. (pd.) Marianne Blaser, Yogalehrerin SYV, Rigiblickstr. 22b, Hausen am Albis, Telefon 044 764 18 00, yogaschule_aravinda@bluemail.ch, www.aravinda.


Veranstaltungen

Dienstag, 29. November 2016

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Ein Begegnungsort für Geniesser 21. Chlausmärt an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern

Hübsch dekorierte Stände laden zum Flanieren und Staunen ein. (Bild zvg.)

Kreative Arbeiten und besondere Stimmung Centralmärt in Affoltern am Sonntag Zum 3. Mal findet in Affoltern der kleine aber feine Centralmärt statt. Am Sonntag, 4. Dezember, auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Central. Auch dieses Jahr wird der kleine aber feine Centralmärt durchgeführt. Am Sonntag, 4. Dezember, laden von 11 bis 19 Uhr hübsch dekorierte Stände zum Flanieren und Staunen ein. Fleissige Handwerkerinnen und Handwerker stellen ihre kreativen Arbeiten wie Schmuck, Strickwaren, Kunst, Taschen, Krippen, Spielzeug, feine Spezialitäten und vieles mehr aus. Man darf sich überraschen und in eine vorweihnachtliche Stimmung verzaubern lassen. Hier finden sich ganz spezielle Geschenke für die Lieben, oder man gönnt sich selber etwas Schönes.

Der Samichlaus kommt Gottesdienst in der katholischen Kirche Affoltern. Der Bischof von Myra kommt, der sehr vielen Leuten geholfen hat. Besonders beliebt war er bei den Kindern. Zum Andenken an ihn wird uns der Samichlaus besuchen. Welche Geschichte wird er erzählen? Wer kommt alles, um mitzufeiern? Bestimmt hat der Samichlaus auch etwas mitgebracht. Dazu sind Kinder von Kindergartenalter bis Erstkommunion herzlich eingeladen. (TVV) Samichlaus am Sonntag, 4. Dezember, um 10.30 Uhr im Gottesdienst in der kath. Kirche Affoltern.

Jonas Gross im ZDF Nachdem der 20-jährige Panflötist Jonas Gross eine Plattform in der TVSendung «Beatrice Egli – Die grosse Show der Träume» bekam und seine Electropop-Single Enigma kurz nach Veröffentlichung über 45 000 Views auf Youtube zählte, konnte er nun erneut eine TV-Show auf sich aufmerksam machen. Am 24. Dezember wird der junge Musiker aus der Region in der Fernsehshow «Heiligabend mit Carmen Nebel» neben grossen Stars wie Andy Borg, Nicole oder André Rieu zu sehen sein. Dies sei ein grosser Traum, der in Erfüllung geht, meint Gross dazu, schliesslich sei die TV-Show um Carmen Nebel bereits eine gute Plattform für bedeutende Instrumentalisten wie David Garrett oder Edward Simoni gewesen. (pd.)

Verlängert bis 19 Uhr Für eine besondere Stimmung sorgen dieses Jahr Geissen und ein offenes Feuer. Marroni, Kaffee und Kuchen werden auch nicht fehlen. Damit der Abend bei einem Walliser-Raclette oder einer Gerstensuppe, Glühwein oder Punch gemütlich ausklingen kann, bleibt der Märt zum ersten Mal bis 19 Uhr offen. Dank dem Sonntagsverkauf, werden auch die umliegenden Geschäfte mit ihren weihnachtlichen Angeboten überraschen. Auf strahlende Kinderaugen und entspannte Eltern freuen sich alle, die zum Gelingen des Märtes beitragen. (pd.) Centralmärt am Sonntag, 4. Dezember, 11 bis 19 Uhr, vor dem Restaurant Central, Zürichstrasse 100, Affoltern.

In T-Shirts und Flip-Flops beginnt das OK-Team mit den ersten Planungen für den Chlausmärt: Bereits in der Sommerhitze werden Adresslisten der Marktfahrer aufbereitet, Abklärungen zu den bestehenden Baustellen und dem Fortschritt derselben im Dezember werden getroffen und die nötigen Formulare vorbereitet. Am 4. Dezember macht der Chlausmärt die Obere Bahnhofstrasse wieder zur Begegnungszone. Viele Marktstände sind schon jahrelang präsent, die Krippenfiguren von Frau Lisbeth Waldisbüehl und die Würste des gemischten Chores gehören fast zum «Inventar». Auch wenn es Stimmen gibt, die die Anwesenheit der einzelnen politischen Parteien am Chlausmärt nicht goutieren, so sind auch sie ein wiederkehrender Bestandteil des Adventsanlasses in Affoltern. Die Stände mit den handgearbeiteten Dekorationen, Geschenkideen und Werkstücken erfreuen und lassen bewundernde Blicke über die Pracht wandern. Ein bunter Reigen verschiedenster Waren, ob zum Anziehen oder als Geschenke, sinnliche Genüsse für Augen, Nase, Mund und Ohren bieten sich den Interessierten an. Ein vor allem kulinarischer Querschnitt durch die Schweiz lässt sich ausmachen, vom Bündner Bergkäse bis zum Walliser Raclette, vom Cervelat bis zu feinen Weinen. Auch Karten, Bücher und handgefertigte Bijous locken. Aber die Schweiz ist ja längst ein Schmelztiegel von vielen verschiedenen Nationen, auch davon kann man sich am Chlausmärt überzeugen. Italienische, persische, griechische, schottische und afrikanische Gaumenfreuden lassen sich entdecken, das AOZ MNA Zentrum Lilienberg, das mit den jugendlichen Flüchtlingen einen Stand betreibt, wird zur exotischen Vielfalt beitragen. Aufmerksame Marktbesucher finden mongolische

GeGes Weihnachtskrippe Adventsfenster im Atelierhaus, Ottenbach Im Rahmen des AdventsfensterProjektes des Kulturvereins öffnet das schmucke Atelierhaus des verstorbenen Ottenbacher Künstlers George Gessler (GeGe) seine Tür und lädt ein, dessen Praesepium – eine typische Weihnachtskrippe – zu besichtigen.

Weihnachtskrippe stellt die Höhle in den Vordergrund, flankiert von Hirten und Engeln. Dann erscheint der heilige Berg mit weiteren Hirten, begleitet von Engeln im Flug, welche die gute Nachricht verkünden. In der Ferne nähert sich die Prozession der Heiligen Drei Könige. Gegen Ende des 17. Jahrhundert verschwanden die grossen Weihnachtskrippen – aus wirtschaftlichen Gründen. Von da an wurden kleinere Krippen gebaut. Diese zeigten, dass die neapolitanischen Hirtenfiguren angesichts ihrer feinen Bearbeitung schön sein konnten, auch ohne grosse Pracht und hohe Herstellungskosten. Das guterhaltene Praesepium von GeGessler ist am Donnerstag, 8. Dezember, anlässlich der Öffnung des 8. Adventfensters zu besichtigen. Kinder, Familien, Interessierte sind herzlich willkommen. (pd.)

GeGe alias Onkel Tobi, wie der Ottenbacher Künstler damals auch aus seinem Kasperlitheater bekannt war, eiferte der Tradition des klassischen Krippenbaus nach und baute in den 70er-Jahren die grosse Weihnachtskrippe (Preasepium) für den Kindergarten Ottenbach. Die Idee der Krippen stammt aus der Periode der alten Weihnachtsfeiern in Italien; an einer solchen feierte der Heilige Franziskus mit seinen Glaubensbrüdern, zum ersten Mal an Weihnachten 1223, die Geburt des Herrn in einer Höhle in Greccio mit Donnerstag, 8. Dezember, 17 bis 20 Uhr, Künstlereiner Krippe . Diese Tradition verbrei- atelier GeGessler, Lanzenstrasse 10b. Glühwein und tete sich über die folgenden Jahrhun- Weihnachtsguezli; Führungen in Kleingruppen nach derte in Form monumentaler Krippen Vereinbarung. 044 761 83 80 / 079 731 46 08 aus Marmor oder Holz. Das goldene Zeitalter erlebten diese Krippen im 17. Jh., ausgehend von den Kirchen, welche die Religiosität in die Häuser der Aristokratie trugen. So wurden die Krippen zum Gegenstand frivoler und weltlicher Verehrung. Die Struktur Das von GeGe nach altem neapolitanischem Handwerk und der klassischen Tradition erstellte Praesepium. (Bild zvg.)

Publikumsmagnet Chlausmärt an der oberen Bahnhofstrasse. (Archivbild zvg.) und südamerikanische Handarbeiten, die auch schon mehrere Jahre ihre besonderen Stücke anbieten.

Der Chlauslauf als sportlicher Start Der Startschuss ist alljährlich vor allem sportlich. Die Läuferinnen und Läufer des LV Albis bestreiten den Chlauslauf und das mitten im Geschehen und durch einen Teil der Marktstände hindurch. Die Prämierung der schnellsten Frauen, Männer, Familien und Kinder ist um 12 Uhr vor dem Kasino-Kopfbau. Und wo bleibt das Weihnachtliche? Die Erinnerung daran, dass bald das grosse Fest stattfinden wird? Natürlich dürfen zwei dabei nicht fehlen: Samichlaus und Schmutzli verteilen Nüsse, Mandarinen und Süssigkeiten an Gross und Klein. Die Marktfahrer dekorieren ihre Stände alle Jahre prächtig und mit viel Liebe. Eine unabhängige Jury wird die drei schönsten auswählen und prämieren. Damit auch musikalisch die Einstimmung geschehen kann, hat sich dieses Jahr ein besonderes Ensemble

zum Konzert angemeldet. Die «Bläserklasse für Erwachsene» mit rund 50 Musikanten wird sich mit einem kleinen Konzert den Besuchern präsentieren. Dieses Projekt, das zunächst als zeitlich beschränktes Ereignis gedacht war, hat überraschend viele Personen angesprochen, die ein Blasinstrument lernen wollten und so einfach und unkompliziert den Zugang dazu fanden. Nach einem guten halben Jahr ist es nun so weit – ein Auftritt vor Publikum ist eine weitere Erfahrung, die die Neumusiker machen werden. Das Repertoire ist weihnachtlich, die Zuhörer können sich staunend über die grossen Fortschritte der Musikanten und mitsummend zu den bekannten Melodien in die vorweihnachtliche Zeit tragen lassen. Die Konzertpremiere findet um 13.30 Uhr ebenfalls vor dem Kopfbau des ehemaligen Kasinos, jetzt Galerie Märtplatz, statt. Der Affoltemer Chlausmärt ist ein Begegnungsort für Geniesserinnen und Geniesser. Unzählige Trouvaillen für jeden Geschmack und alle Sinne können Gross und Klein Freude bereiten. (sci)

«Médecin de champagne», «Snowden» und «Frantz» Das Programm vom 1. und 2. Dezember im Kino Mansarde Muri umfasst ein sozialkritisches Drama, Spannung mit Starbesetzung und französisches Kino in Schwarz-Weiss. «Médecin de champagne» ist ein Porträt des Ärztealltags auf dem Lande: Der Doktor Jean-Pierre Werner (François Cluzet) ist seit über 30 Jahren Dorfarzt und bei seinen Patienten überaus beliebt. Als er jedoch selber gesundheitliche Probleme bekommt, übernimmt die attraktive Dr. Nathalie Delezia (Marianne Denicourt) seine Vertretung. Jetzt muss sie sich die Anerkennung der Patienten und des Doktors hart erarbeiten. Dieses sozialkritisch angehauchte Drama aus französischer Feder vermag zu berühren.

Bekanntester Whistleblower

chungspraktiken offen. Ein engagierter und spannender Film mit Starbesetzung aus Hollywood.

Deutsch-französische Annäherung Das Melodrama «Frantz» erzählt eine deutsch-französische Annäherung nach dem Ersten Weltkrieg. Die junge Deutsche Anna (Paula Beer) hat ihren Verlobten Frantz im Krieg verloren. Als sie dessen Ruhestätte besucht, trifft sie auf Adrien (Pierre Niney), einen französischen Freund des Verstorbenen. Anna und Adrien befreunden sich, was bei den Bewohnern der kleinen Ortschaft Quedlinburg für Aufregung und Empörung sorgt. Durch Adriens Erzählungen wird Annas Verlobter wieder zum Leben erweckt. François Ozons «Frantz» ist grosses französisches Kino in Schwarz-Weiss. (jn.) «Médecin de champagne» am 1.12., 18 Uhr und am 2.12., 20.30 Uhr (F/d, 102 Min., ab 12 J.);

Oliver Stone nimmt sich der Geschich- «Snowden» am 1.12., 20.30 Uhr (E/d, 135 Min., ab te des wohl bekanntesten Whistle- 14 J.); «Frantz» am 2.12., 18 Uhr (D/f, 113 Min., ab blowers an und zeigt in «Snowden» 12 J.). Reservieren unter www.kinomansarde.ch das Innenleben des US-Geheimdiens- oder Telefon 056 664 21 21. tes NSA. Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet als Computerfachmann bei der CIA und erkennt so, dass immer wieder in die Privatsphäre der Bürger eingegriffen wird. In einem Hotel in Hongkong legt Snowden vor Kamera und Mikro- Computerfachmann bei der CIA: Edward Snowden fon die Überwa- (Joseph Gordon-Levitt, rechts). (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 29. November 2016

Blockflötenmusik zur Weihnachtszeit

Die erste gemeinsame Probe klang vielversprechend

Concerto piccolo in Obfelden

Chorkonzert «Magnificat» zum 3. Advent in Zug und Hausen

Steht ein Stern in tiefer Nacht – unter diesem Titel lädt das Blockflötenensemble Obfelden am Freitag, 2. Dezember, um 19 Uhr zum Concerto piccolo ein. Am Klavier begleitet Angela Bozzola die Gruppe. Neben Melodien von bekannten Weihnachtsliedern spielt das Ensemble unter Leitung von Christiane Zaugg zwei Pastoralen von Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli in der Bearbeitung für Blockflötenquartett. Das Concerto piccolo findet wie gewohnt in und unter dem Patronat der reformierten Kirche Obfelden statt. Das musikalische Programm zur Weihnachtszeit dauert rund eine halbe Stunde.

Freude an der Musik seit 1985 Bereits 1985 gelang es, eine Gruppe Blockflötenspielerinnen unter Leitung von Annalies Gut zu bilden. Nach ihrem frühen Tod übernahm zunächst Barbara Bucher, später Regina Fritz

die Leitung. Seit 2008 spielt das Ensemble zusammen mit Christiane Zaugg. Wenn es auch Wechsel bei den Musikerinnen gab, ist die Begeisterung und Freude am gemeinsamen Üben und Spielen über all die Jahre geblieben. Die Gruppe probt regelmässig in der Bibliothek Obfelden und spielt jeweils am Adventsabend in der Bibliothek, in verschiedenen Gottesdiensten, aber auch im Götschihof oder an kleinen Sommerkonzerten im Meilihof. 2010 und 2012 ist das Ensemble gemeinsam mit «I flauti sonori» aus Mettmenstetten, unter Leitung von Lotti Gläser, in einem Concerto piccolo aufgetreten. Musikfreunde, welche sich mit dem Obfelder Blockflötenensemble von Christiane Zaugg auf die besinnliche Adventszeit einstimmen möchten, sind herzlich zum zwölften ApéroKonzert dieses Jahres eingeladen. (pl) Concerto piccolo, Freitag, 2. Dezember, 19 bis 19.30 Uhr, reformierte Kirche Obfelden. Eintritt frei, Kollekte.

Das Blockflötenensemble Obfelden unter Leitung von Christiane Zaugg. (Bild zvg.)

Alle Mitwirkenden bei der ersten gemeinsamen Probe. (Bild Nik Egger)

Der katholische Kirchenchor Hausen-Mettmenstetten organisiert gemeinsam mit dem Vocal Ensemble «Messa di Voce» aus Zug zwei gemeinsame Konzerte mit ausgewählten Werken zum 3. Advent. Der katholische Kirchenchor HausenMettmenstetten unter der Leitung von Markus Etterlin probiert stets Neues aus und wächst an seinen musikalischen Herausforderungen. Alle zwei Jahre gibt er zusätzlich zu seinen Einsätzen in den Gottesdiensten ein Konzert. Dieses Jahr wird gemeinsam mit dem Vocal Ensemble «Messa di Voce» aus Zug (Leitung Manuela Hager) ein abwechlungsreiches Programm mit ausgewählten Werken zum Advent geboten.

So findet sich das «Magnificat» von A. Vivaldi als Kernstück, begleitet von der doppelchörigen Motette «Ave Maris Stella» von C. Monteverdi. Umrahmt werden diese beiden Werke von verschiedenen kleineren Werken unterschiedlicher Komponisten. Die beiden Chorleiter haben bei der Stückauswahl feines Gespür für ein vielseitiges Zusammenspiel von Chorgesang, Orchester und Solisten bewiesen.

Konzerte am 10. und 11. Dezember Die Proben laufen in beiden musikalischen Gruppen bereits seit längerer Zeit. Nun haben sich beide Chöre zur ersten gemeinsamen Probe getroffen. Höchst konzentriert wurde unter der Leitung von beiden Chorleitern geprobt, gelobt, gefeilt aber auch das gemeinsame Singen genossen. Bereits

Bibliothek Aeugst Mittwoch, 7. Dezember, 15 Uhr: «Värsliziit». Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten mit den Eltern. Mittwoch, 14. Dezember, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer für Kinder ab 4 Jahren. Samstag, 17. Dezember, 10 bis 12 Uhr: Buch und Kaffee. Eine Gelegenheit sich eine gute Tasse Kaffee oder Tee zu gönnen und in den neuen Büchern zu schmökern. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 7. Januar 2017, von 10 bis 12 Uhr offen.

Regionalbibliothek Affoltern Dienstag, 6. Dezember, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Montag, 12. Dezember, 18 bis ca. 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Donnerstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr: Winterbücherabend. Ein Gespräch über Neuerscheinungen. Anschliessend Apéro und Büchertisch. Eintritt frei – Kollekte. Samstag, 17. Dezember, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind herzlich eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben.

An den Samstagen, 24. und 31. Dezember, bleibt die Bibliothek geschlossen. Von Dienstag, 27. Dezember, bis Freitag, 30. Dezember, sowie ab Dienstag, 3. Januar, gelten die normalen Öffnungszeiten.

Bibliothek Bonstetten Mittwoch, 7. Dezember, 9 Uhr: Bücherkaffee im Advent mit Musik. Es spielen Roland Schmid, Querflöte, und Mirco Bergo, Klavier. Das Bibliotheksteam stellt neue Medien vor und offeriert Kaffee, Tee und Gebäck. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 5. Januar, von 15 bis 20 Uhr und am Samstag, 7. Januar, von 10 bis 12 Uhr offen.

Bibliothek Knonau Montag, 5. Dezember, 19 bis 21 Uhr: Adventsfenster-Anlass. Die Bibliothek lädt zum gemütlichen Beisammensein ein. Mittwoch, 7. Dezember, 16 Uhr: «De Samichlaus chunnt» in die Bibliothek. Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek vom 24. Dezember bis 2. Januar 2017 geschlossen.

Bibliothek Maschwanden Donnerstag, 15. Dezember: Adventsfenster in der Bibliothek. Um 17 Uhr Geschichte für die Kinder.

Bibliothek Hausen

Bibliothek Mettmenstetten

Während der Weihnachtsferien von Freitag, 23. Dezember, bis Montag, 9. Januar 2017, bleibt die Bibliothek durchgehend geschlossen.

Mittwoch, 14. Dezember, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek freitags, 30. Dezember und 6. Januar 2017, von 18 bis 20 Uhr offen.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 7. Dezember, 9 bis 10 Uhr: Advents-Bücherkafi. Das Bibliotheksteam stellt in gemütlicher Runde neue Romane vor. Mittwoch, 14. Dezember, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern von 9 bis 24 Monaten. Zusammen in die Welt der Sprache eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Mittwoch, 14. Dezember 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi. Spannende Geschichten für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek mittwochs, 28. Dezember und 4. Januar, von 10 bis 12 Uhr und donnerstags, 29. Dezember und 5. Januar, von 14 bis 19 Uhr offen.

Bibliothek Obfelden Die Bibliothek bleibt vom 24. Dezember bis 2. Januar 2017 geschlossen. Ab Dienstag, 3. Januar 2017, gelten die normalen Öffnungszeiten.

Bibliothek Ottenbach Dienstag, 6. und 20. Dezember, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Mittwoch, 21. Dezember: Adventsfenster. Ab 19 Uhr bringen Schülerinnen und Schüler von Marianne Lang

vom ersten Ton an haben die beiden Chöre sowohl stimmlich als auch personell zusammengefunden. Sogar die doppelchörigen Werke bekamen bis am Ende des Tages ersten Klangglanz. Es wird fleissig weitergeprobt. Das Ergebnis soll an den Aufführungsdaten am 10. Dezember in Zug und 11. Dezember in Hausen einem breiten Publikum eine wohlklingende Einstimmung auf Weihnachten schenken, eine Atempause in der oft hektischen Adventszeit. Für Interessierte wird 45 Minuten vor dem Konzert eine kleine Werkeinführung geboten. Der Eintritt ist frei, es wird eine Türkollekte erhoben. (bidschi) Konzerte am 10. Dezember, 20 Uhr, St. Oswaldkirche, Zug, und 11. Dezember, 17 Uhr, katholische Kirche, Hausen am Albis. Weitere Infos unter www.messadivoce.ch oder www.kchausen.ch.

«CelLolitas» in der Klosterkirche

Ämtler Bibliotheken im Dezember Die Weihnachtsferien dauern im ganzen Bezirk von Samstag, 24. Dezember 2016, bis Samstag, 7. Januar 2017.

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und Ursi Graber weihnachtliche Klänge in die Bibliothek. Dazu erzählen die Bibliothekarinnen kurze Geschichten. Alle sind herzlich eingeladen! Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 5. Januar 2017, von 15 bis 19.30 Uhr offen.

Bibliothek Rifferswil Montag, 5. Dezember, 18.30 Uhr: Adventsfenster. Es findet wieder ein gemeinsamer Adventsabend der Bibliothek und des Frauenvereins mit Musik, Geschichten und Gedichten in der Bibliothek statt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Herzliche Einladung an alle! Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 7. Januar, von 9.30 bis 11.30 Uhr offen.

Bibliothek Stallikon Freitag, 2. Dezember, 15.30 bis 17 Uhr: Der Samichlaus kommt in die Bibliothek und bringt viele neue Bilderbücher, Hörbücher, DVDs und Spiele mit. Alle Kinder von 5 bis 7 Jahren sind herzlich eingeladen. Mittwoch, 14. Dezember, 14.30 bis 15 Uhr: Weihnächtlicher Geschichtenkoffer für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren. Anschliessend gibt es Weihnachtsguetzli und Punsch. Auf dem Medientisch befindet sich eine grosse Auswahl an Bastel- und Geschichtenbüchern, Hörbüchern und DVDs zur Advents- und Weihnachtszeit. Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Wettswil Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek mittwochs und donnerstags von 15 bis 19 Uhr offen. (I.S.)

Der Frauenchor CelLolitas Zug und das Kloster Kappel laden am Donnerstagabend, 1. Dezember, zu einem adventlichen Konzert mit offenem Singen in die stimmungsvolle Klosterkirche Kappel ein. Neben einem konzertanten Teil mit bekannten Adventsliedern aus verschiedenen Traditionen lädt der Chor die Teilnehmenden auch zum Mitsingen ein. Die «CelLolitas» wollen mit ihrem Konzert zur adventlichen Besinnung beitragen, Ruhe und Raum eröffnen. Der Anlass wird mit einer Kollekte finanziert. Vorgängig zum Adventssingen kann im vom Feuerschein erleuchteten Kreuzgang des Klosters Kappel ab 18.45 Uhr ein Fondue genossen werden. Der Frauenchor CelLolitas unter der Leitung der Hedinger Dirigentin Anne Katrin Schwarz wurde 1998 in Oberwil bei Zug von Frauen, die miteinander singen wollten, gegründet. Das Repertoire des kleinen Vokalensembles setzt sich aus Liedern aller Epochen und Genres – Avantgarde, Schlager, Popsongs, Jazzstandards, Sprechstücke nebst anderem – zusammen. Auch eigene Arrangements und umgetextete Stücke gehören dazu. Seine ersten Auftritte hatte der Chor am internationalen Frauentag 1999 im alten Kunsthaus in Zug, dann anlässlich der Frauen-Kulturtage Zug, des Jubiläums der Zuger Frauenzentrale im Casino und im Jahr 2000 einer Frauenwahlnacht in der BOA Luzern. Seitdem wurden im lockeren Rhythmus Konzertprogramme erarbeitet. (pd.) Anmelden fürs Fondue–Essen bis Mittwochmittag, Tel. 044 764 88 10 oder info@klosterkappel.ch.


Vermischtes

Dienstag, 29. November 2016

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erlebnisse

Eine Jazz-Soap-Opera bei der gelacht werden darf «Unger üs» – Bühnenautor Guy Krneta vor seinem Auftritt im «La Marotte» Guy Krneta kommt mit dem poetisch-musikalischen Programm Unger üs nach Affoltern. Urs Heinz Aerni stellte ihm zuvor Fragen.

weil ich diese Zeit gut kenne und sie mich bis heute prägt und beschäftigt. So wie ich sie auch in einer Sprache erzähle, die ich gut kenne und mit der ich entsprechend spielen kann.

«Anzeiger»: Guy Krneta, Sie reisen mit einer ganzen Truppe nach Affoltern am Albis mit dem Programm «Unger üs». Aber das Publikum nehmt Ihr schon mit unter Euch oder? Guy Krneta: Ja, wenn wir bloss unter uns blieben, wäre das etwas deprimierend.

Ihr Text und Ihr Programm handeln von kleinen Geschichten mit Figuren, die uns nicht fremd sind. Und sie werden musikalisch eingebettet. Wie kamen Sie auf dieses Konzept? Das Hausquartett um Christoph Baumann und Isa Wiss wollte eine «Jazz-Soap» machen und hat mich angefragt, ob ich Texte hätte. Da ich damals viele Geschichten hatte, habe ich ihnen einen ganzen Stapel gegeben. Und wir haben daraus ein Konzept für fünf Aufführungen gemacht. Ich habe mich verpflichtet, zu jeder Aufführung mindestens einen neuen Text zu schreiben. So habe ich «Unger üs « fertigschreiben können, und gleichzeitig erfanden wir diese neue Form zwi-

Sie erzählen aus der Jugend, aus den 70er-Jahren. Wären diese Geschichten auch als Junge in der jetzigen Welt möglich oder ist es eine Hommage an eine Zeit, die es nicht mehr gibt? Es sind ja keine wahren Erlebnisgeschichten, sondern Geschichten von Figuren, die es so nicht gibt und nie gab. Ich habe die Geschichten in meiner Kindheit und Jugend angesiedelt,

Sie kann zum Beispiel aus wenig Material sehr viel machen. Ich staune immer wieder, dass Jazzmusiker mit einer einzigen Seite voll Noten einen ganzen Abend bestreiten können, das ist unglaublich. Wie sollte sich das Publikum auf den Abend mit Ihnen einstellen? Es kann sich auf ein Konzert freuen mit vier wunderbaren, beeindruckenden Musikerinnen und Musikern, die frei mit meinen Geschichten umgehen. Es kann eintauchen in eine jazz-musikalische Geschichtenwelt, die auch zu lachen gibt. Interview Urs Heinz Aerni

Guy Krneta. (Bild zvg.) Freitag, 2. Dezember, Bar und Abendkasse

schen Interpretation wie im Theater und Improvisation wie in der Musik. Was kann die Musik, was der Text nicht kann?

mit KulturLegi 20 Franken. Reservierung empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.

«Songs of Light» – Lieder, die Licht in die dunkle Jahreszeit bringen, Lieder, die Mut machen und Hoffnung bringen, Lieder, die uns aufwecken und in Bewegung bringen.

Der Gospelchor Affoltern tritt am Wochenende dreimal auf. (Bild zvg.)

Mit dabei sind auch Gastsängerinnen und Gastsänger sowie ein kleines Grüppchen aus Muri. Dort findet in der schönen, neu renovierten reformierten Kirche das erste Konzert statt. Der Gospelchor Affoltern ist einer der beiden Chöre der reformierten Kirch-

gemeinde Affoltern am Albis. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus den umliegenden Gemeinden und immer wieder singt der Chor auch in verschiedenen Orten im Bezirk. Das Konzert am Samstag in der reformierten Kirche Affoltern ist quasi ein Heimspiel. Am Sonntag sind Lieder aus dem Programm im Gottesdienst in Hedingen zu hören. Die Sängerinnen und

Sänger freuen sich auf alle, die mit den «Songs of Light» den Advent auf eine besondere Weise erleben. (pd.) Freitag, 2. Dezember, 20 Uhr, reformierte Kirche Muri (Wegbeschreibung auf der Homepage). Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, reformierte Kirche Affoltern. Sonntag, 4. Dezember, 10 Uhr, reformierte Kirche Hedingen im Gottesdienst. Weitere Infos: www.gchoraaa.jimdo.com

«Turnen à la carte» – ein Genuss für die Augen Das Hedinger Chränzli konnte auch dieses Jahr wieder mit Showleckerbissen aufwarten Das Hedinger Turnerchränzli vom 18. und 19. November ist Geschichte. Die Organisatoren blicken auf drei erfolgreiche Vorstellungen zurück. Dieses Jahr begleiteten die drei Freunde Melanie, Jonathan und Maurizio, die sich nach langer Zeit wieder einmal trafen, durchs Programm. Jonathans essfreudige und neugierige Mutter konnte natürlich nicht zu Hause bleiben. Die Einlagen dieses Quartetts lösten beim Publikum Gelächter und grossen Applaus aus.

Abwechslungsreiche Menükarte Die Riegen präsentierten verschiedene Szenen aus dem Restaurantalltag. Von Ratatouille über Protein-Shakes bis zum Kaffee am Bühnenrand war alles dabei. Auch dieses Jahr konnte der Gast, der Turnverein Davos, das Publi-

Im 19. Erlebnisse-Jahr hat Otto Steinmann zusammen mit seinen beiden Söhnen Andreas und Hansruedi wiederum ein interessantes Jahresprogramm zusammengestellt und dabei auch organisatorische Neuigkeiten geplant. Wie bisher bietet Erlebnisse seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern jedoch viel Abwechslung in verschiedenen Gegenden der Schweiz und am Gardasee.

Detail-Programm

Der Gospelchor tritt in Affoltern in Muri, Affoltern und Hedingen auf

Auftritte in Muri, Affoltern und Hedingen

Wie immer aber doch neu

ab 19.15, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40/30 Franken /

Gospelkonzerte «Songs of Light»

Der Gospelchor Affoltern unter der Leitung von Anette Bodenhöfer hat am Wochenende zum 2. Advent gleich drei Auftritte. Bekannte und neue Gospels, grösstenteils extra für dieses Projekt arrangiert. Immer wieder ist auch das Publikum eingeladen, mitzusingen und mitzuklatschen. Begleitet wird der Chor von bewährten Profimusikern: Martin Eigenmann, Piano, Manuel Müller, Bass, Mario Caspar, Drums. Sie bringen Groove in die Songs und begeistern nicht nur die Sängerinnen und Sänger. Schon allein die virtuose und gleichzeitig einfühlsame Klavierbegleitung ist ein Ohrenschmaus. In ähnlicher Formation hat diese Live-Band schon mehrere Auftritte des Gospelchors begleitet, zuletzt das Grossprojekt «Gospel in Concert» zusammen mit dem Cäcilienverein, dem VocalCord und der Solistin Christina Jaccard.

Organisatoren von links: Andreas, Otto und Hansruedi Steinmann. (Bild zvg.)

20. Januar: Besuch von Ems-Chemie mit seiner äusserst interessanten Ausstellung zur fast unglaublichen Firmengeschichte in Ems. Am Nachmittag folgt eine Führung durch Chur – eine Altstadt mit viel Charme und einer eindrücklichen Geschichte. 29. April: Kleine Säumerwanderung von Hergiswil auf den Renggpass (zirka 2 Stunden) mit einem speziellen «Säumer-Zmittag». Anschliessend der Abstieg nach Alpnachstad in zirka 1,5 Stunden. Diese Wanderung wird von Säumern mit ihren Saumtieren begleitet. Für diesen Anlass sind noch 5 Plätze frei. 19. Mai: Diese Wanderung führt an den nördlichsten Punkt der Schweiz und in das wenig bekannte Gebiet von Bargen im Kanton Schaffhausen. 23. Juli: Die Rad-Tour für Velos und E-Bikes startet in Interlaken und führt zuerst entlang des Thunersees nach Spiez und Thun und dann weiter entlang der Aare nach Bern. 3. bis 9. und 10. bis 16. September: Nach zwei Jahren in Südfrankreich finden die Zweirad-Ferien-Wochen im kommenden Jahr am Gardasee in Italien statt. Anders als bisher fährt die Gruppe nicht von Ort zu Ort, sondern bleibt die ganze Woche in einem sehr schönen Vier-Sterne-Hotel direkt am See und unternimmt von dort aus verschiedene Rad-Touren. In der zweiten Woche sind noch 3 Plätze verfügbar. 5. bis 7. Oktober: Nach der sehr schönen Zweitageswanderung im Herbst 2016 führt die Dreitageswanderung wiederum in die Westschweiz. Die erste Wanderetappe beginnt in Morges am Genfersee und die 3. Etappe wird kurz vor Genf die abwechslungsreichen Wandertage abschliessen. Die beiden Übernachtungen sind in einem Hotel in Nyon vorgesehen. Da diese Tour bereits ausgebucht ist, wird eine Warteliste geführt – dies gilt auch für alle anderen Angebote.

Organisatorische Neuerungen für 2017

Die kleinen und grossen Hedinger Turnerinnen und Turner haben das Publikum begeistert. (Bild zvg.) kum von den Sitzen reissen. Bereits zum vierten Mal brachte die über zwanzigköpfige Delegation die Schachenhalle zum Vibrieren. Auch vor und nach den Vorstellungen sorgte das ganze Chränzli-Team für das Wohl der Gäste. Die aufwendige Dekoration verzauberte die Halle in ein «Diner»

aus den 60er-Jahren. Die Festwirtschaft verwöhnte die Hungrigen mit Turner Burger und Country Fries. Auch die beiden Riesentorten der Bäckerei Pfyl wurden von den Besuchern im Nu verschlungen. Über ein Jahr haben über hundert kleine und grosse Hedinger Turnerin-

nen und Turner geplant, organisiert, gefilmt, choreografiert und geübt, damit das Chränzli pünktlich in gewohnter Form präsentiert werden konnte. Der verdiente Lohn für die geleistete Arbeit war der grosse Applaus des sichtlich begeisterten Publikums. (pd.)

Für einzelne Anlässe ist eine maximale Teilnehmerzahl festgelegt. Zum Teil finden Anlässe auch an Wochentagen statt. In der Regel wird in Pensionen oder Hotels übernachtet. Die Wanderungen sind in der Regel anspruchsvoll – ohne Geröllhalden. Nebst den Anlässen im Jahresprogramm werden weitere Anlässe auf dieser Homepage oder auf Facebook (Erlebnisse) angekündigt – in der Regel eher kurzfristig. Die drei «Steinmänner» hoffen, dass das Programm 2017 gefällt. (pd.) Infos: www.erlebnisse.ch oder Facebook (Erlebnisse).


Sport

Dienstag, 29. November 2016

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Schlussspurt vor der Winterpause Vor 16 Tagen endete die Vorrunde, der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) befreite sich aus misslicher Lage Zwischenzeitlich auf einem Abstiegsplatz liegend, gaben die Ämtler ein starkes Lebenszeichen von sich und kletterten in der Tabelle ins breite Mittelfeld empor – ein Rückblick.

FCWB kam jetzt zum Teil Nervosität auf. Wie es halt bei Misserfolg gang und gäbe ist. Trainerstab, Team sowie Vereinsführung blieben jedoch ruhig, arbeiteten konzentriert weiter und die Belohnung folgte: Der Reihe nach wurden Mendrisio (2:0), Winterthur (1:0) und Gossau (3:0) bezwungen. WB hatte seine Stabilität in der Abwehr wiedererlangt und generell zu alter Teamstärke zurückgefunden. Und plötzlich sehen die Ämtler wieder den oberen Strich. Sechs Punkte trennen sie vom Aufstiegsspiel berechtigten zweiten Rang, während zum zweitletzten Platz eine recht sichere Distanz von neun Zählern geschaffen wurde. «Kompliment an meine Mannschaft, sie ist wieder zur Einheit gewachsen, vor allem im letzten Spiel gegen Gossau demonstrierte sie eindrücklich ihre Klasse», schwärmte Trainer Dosch.

................................................... von kaspar köchli Der Auftakt in die Saison 2016/2017 missriet den Ämtlern gründlich. Drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 1:7, der Inbegriff eines klassischen Fehlstarts. Dabei war WB mit etlichen Vorschusslorbeeren gestartet, die Erwartungen wurden geschürt durch die vielversprechenden Neuzugänge namens Siefkes, Le Bigonsan, Blumer und Hotnjani.

Jedem Sieg folgte Niederlage Im vierten Spiel punktete WB erstmals (2:1 gegen Seuzach), allerdings kam postwendend ein 1:5-Debakel bei St. Gallens Nachwuchs. Eine Woche darauf reagierten die Rotschwarzen stark mit dem 2:1-Sieg über Thalwil, ehe gegen Grasshoppers II trotz gutem Auftritt ein 0:1 resultierte. Und wieder beeindruckte WB eine Runde später beim 2:1 gegen Seefeld – und wieder

Die Heimspiele waren jeweils gut besucht, gegen die Grasshoppers verlor WB trotz starkem Auftritt 0:1. (Bild kakö) folgte prompt die Ernüchterung, diesmal krass mit 0:4 in Bellinzona. Es machte sich Frust und Ratlosigkeit breit. Nur drei Tage später empfingen die Ämtler im Cup den SC Buochs – und eliminierten die Nidwaldner in einem kämpferisch begeisternden

Spiel 2:1. «Das war der beste Match, jetzt gehts wieder aufwärts!», frohlockten die Fans. Tatsächlich knüpfte WB in der Meisterschaft an seine Leistung an, Gegner Locarno konnte aber trotz Dauerbeschuss sein Tor mit Ach und Krach reinhalten (0:0).

Drei Zu-Null-Siege in Folge WB schien seine Form definitiv wiedererlangt zu haben – da folgte «ennet dem Üetliberg» auf der Allmend Brunau eine derbe 1:4-Niederlage gegen Aufsteiger Red Star. Im Umfeld des

Trainingslager in Spanien Jetzt ist Winterpause, der Trainingsbetrieb wird Mitte Januar 2017 wieder aufgenommen. Und am 12. Februar reist WB ins Vorbereitungslager ins spanische Benidorm. Dort soll wie jedes Jahr die Basis geschaffen werden, um in der Rückrunde so richtig durchzustarten.

Jüngste Judo-Meisterin Bestes Team am Austrian Open Aline Erni ist Schwarzgurt-Trägerin

Erfolgreiche Ämtler SilatPlus-Kämpfer in Wien

Mit 15 Jahren gehört Aline Erni zu den jüngsten SchwarzgurtTrägerinnen der Schweiz.

Die Pencak Silat Perisai Diri Kämpfer und Kämpferin Simon Föry, Dani Repérant, Nina Frei, Noah Frei, Marius Schülin, Toby Scheiwiller und Paul Meier und die Coaches Michi Wirth und Michi Gerber, alle aus dem Säuliamt, reisten am 12. November nach Wien, um sich mit Wettkämpfern aus Deutschland, Frankreich und Österreich zu messen. Das fleissige Trainieren hat sich gelohnt. Die ganze Crew durfte stolz den Pokal «Bestes Team» mit nach Hause nehmen. Die einzelnen Disziplinen waren Seni (Formenwettkampf) wo Nina Frei (Gold, Stockform) und Simon Föry (Silber, Schwertform) mit ihren schönen und atemberaubenden Formen die ersten zwei Plätze belegten, dicht gefolgt von Paul Meier (Bronze, Stockform) alle Schüler des Ämtler Teams zeigten sehr schöne Techniken, dynamisch und kunstvoll begleitet von indonesischer Musik.

Kürzlich hat Aline Erni aus Affoltern die Prüfung zum 1. Dan bestanden. Über einen Zeitraum von anderthalb Jahren gewann die zweifache Schweizer Meisterin über 400 Kampfpunkte. Jedes Mal, wenn sie gegen eine Kämpferin mit einem braunen oder schwarzen Gurt gewonnen hatte, durfte sie diesen Sieg im Judopass eintragen lassen. Mit diesen Punkten ist der Kämpfer berechtigt, die Prüfung schon mit 15 statt mit 25 Jahren abzulegen. Nebst Gymnasium, nationalen und internationalen Trainingslagern sowie Turnieren und den üblichen Trainings bereitete sich der Judoka über Monate intensiv auf die Prüfung vor. Das hiess

auch mehrmals mit dem Zug nach Bern fahren, da ihre Trainingspartnerin im Kanton Bern wohnt. Unter den strengen Blicken von drei Experten absolvierte sie ihr umfangreiches Prüfungsprogramm in den Fächern Kata, Technik und Theorie. Aline demonstrierte ihre Aufgaben sehr souverän und mit grossem Erfolg. Abschliessend wurde die langersehnte Urkunde zur Berechtigung und Verpflichtung zum Tragen des schwarzen Gürtels überreicht. Jetzt ist es geschafft – und am Sonntag ging das Training in St. Gallen bei Juliane Robra (Olympia Teilnehmerin und WM Bronzemedaillengewinnerin) gleich weiter, denn zu einer guten Prüfung gehört immer, dass man auch sieht, was es noch zu verbessern gibt. (pd.)

Das Team von SilatPlus in Wien. (Bild zvg.) Die Wettkämpfe Tanding (Vollkontakt Zweikämpfe) wurden auf hohem Niveau ausgeführt. Das Ämtler Team musste sich hart gegen die ausländische Konkurrenz durchsetzen. Mit viel Können und Präzision bezwang Simon Föry seinen französischen Kontrahen-

ten und gewann souverän alle Kämpfe und wurde als bester Kämpfer des Austrian Opens ausgezeichnet. Die Endbilanz war grossartig: Fünf Gold- und vier Silbermedaillen sowie eine Bronzemedaille für die Perisai Diri Pencak Silat Schule Hausen am Albis. (cm)

Mental nicht bereit HSV Säuliamt verlor in der Zürcher Saalsporthalle Am letzten Samstag spielte die erste Mannschaft des HSV Säuliamts in der Zürcher Saalsporthalle ihr sechstes Meisterschaftsspiel.

Aline Erni unter den strengen Blicken von drei Experten. (Bild zvg.)

Als Gegner wartete der HC Split, was in der Tabelle nach einer Pflichtaufgabe aussah. Der Start der Partie verlief ausgeglichen und so konnte sich kein Team absetzen. Die Mannschaft aus dem Säuliamt hatte die Vorgabe das Tempo hochzuhalten und den Gegner mit schnellem Anspielen und Gegenstössen über die Aussen zu knacken. Leider wurde aber die Konzentration im Abschluss oder beim weiten Zuspiel vom Torhüter nicht hoch behalten und so musste man mit einem Tor Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit sollte die Chancenauswertung verbessert werden. Zusätzlich wurde mit Felix Sormann ein neuer, grösserer Torwart eingewechselt, um

die meist hoch geworfenen Bälle besser abzuwehren. Diese Massnahme zeigte keine Wirkung. So konnte sich der Gegner mit drei Toren absetzen. Mit einigen Angriffen reagierte der HSV Säuliamt und glich die Partie wieder Die erste Mannschaft des HSV Säuliamt. (Bild zvg.) aus. Als der HC Split nach einem kuriosen Entscheid Die gemachten Fehler können am des Unparteiischen mit einem Spieler Dienstag beim Heimspiel gegen die SG im Tor eine Zeitstrafe überstehen Wädenswil/Horgen um 20 Uhr korrimusste, ergab sich die Chance für das giert und der zweite Tabellenplatz geHerren 1 den Match zu entscheiden. sichert werden. Vor diesem Spiel werWegen technischer Fehler vergab man den die U15-Junioren des HSV Säulidiese Gelegenheit. In der hektischen amts ein Heimspiel austragen, Gegner Schlussphase behielt der Gastgeber ist der HC Mutschellen 2. Anspielzeit die Nerven. Daher musste man das ist 18:30 Uhr in der Sporthalle Stigeli Schlussresultat von 23:26 akzeptieren. in Affoltern am Albis. (pd.)


Veranstaltungen

Es weihnachtet in AMY’S-Lädeli Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr (Sa bis 16.00 Uhr) Fabrikweg 11, Affoltern am Albis, Tel. 076 541 13 51

Vom 1. bis 24 Dezember: Überraschungen aus dem Adventskalender Wir unterstützen mit dem Spendenrad (SPENDEN und GEWINNEN) das Schweizerdorf LAS HARIPOSAS in Chile.

Restaurant Brüelmatt, Birmensdorf

3. Huus-Metzgete Mittwoch, 30. Nov. 16 ab 18 Uhr! Donnerstag, 1. Dez. 16 ab 11 Uhr! Freitag, 2. Dez. 16 ab 11 Uhr! Samstag, 3. Dez. 16 von 11–14 Uhr! Am Samstag ab 8 Uhr geöffnet! (Modelleisenbahnmarkt im Saal) Freitag ab 19 Uhr musik. Unterhaltung mit em «Duo Blue Moon»! Auf Ihren Besuch freuen sich M. + J. Korpar und Personal! Telefon 044 737 35 50

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095 2016  

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