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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 95 I 169. Jahrgang I Dienstag, 1. Dezember 2015

Vorzeitiger Rücktritt

Symposium

In Kappel demissioniert Schulpräsident und Gemeinderat Christian Plüss. > Seite 3

Palliative Care im Säuliamt: Netzwerken für Schwerkranke. > Seite 5

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Grosses Engagement Ein Förderer des Turnwesens: Bruno Grob über den verstorbenen Hansruedi Huber. > Seite 5

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Run auf Wohnungen Überbauung «Am Merkurplatz» in Affoltern: In der 1. Etappe schon 28 der 30 Einheiten weg. > Seite 7

................................................... von bernhard schneider

Das Budget 2016 wird den Delegierten in zwei Tranchen vorgelegt. Einerseits führt das Spital seit diesem Jahr eine eigene Rechnung, wird also nicht mehr auf die Rechnungen der 14 Verbandsgemeinden aufgeschlüsselt. Zweitens haben die kantonalen Finanzdirektoren 2008 das Handbuch «Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell für die Kantone und Gemeinden», HRM2, verabschiedet. Und zudem ist auf den 1. Januar 2013 das neue Rechnungslegungsrecht in Kraft getreten, das nicht mehr nach Rechtsform, sondern der Grösse von Betrieben unterscheidet. Weiter zur Komplexität der Rechnungslegung des Spitals Affoltern trägt die Kombination von

Der Abschluss der DV war bezeichnend für den sachlich-kritischen Stil, den die Spital-Delegierten der Gemeinden in der Diskussion pflegten: Peter Hoppler, Delegierter der Gemeinde Aeugst, hielt fest, alle 14 Delegierten hätten einen Brief an ein BK-Mitglied unterschrieben, in dem sie ihm den Rücktritt nahelegten. Der Angesprochene habe darauf nicht geantwortet, habe mehrmals an Sitzungen gefehlt, weshalb ihn Hoppler nun öffentlich zum Rücktritt aufforderte. Einerseits sei dies Voraussetzung für die angestrebte vollständige Erneue-

Kathrin Kiener lässt seit 40 Jahren im Werk- und Wohnhaus Rossau produzieren. > Seite 11

Mehr Auflagen und hohe Gebühren: Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (Voba) verzichtet 2016 auf ein Strassenfest. Weil die Finanzierung eines solchen Festes durch Sponsoren und Platzgebühren erfolge, der Aufwand für ein so kleines Organisationskomitee enorm sei, wolle man ein Jahr Pause einlegen, heisst es bei der Voba. Für die Gemeinde sei eine Gleichbehandlung aller Festveranstalter wichtig – und eine einheitliche Gebührenordnung, sagt Gemeindepräsident Clemens Grötsch. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

Intensive Delegiertenversammlung des Spitals Affoltern rung der BK. Anderseits seien die Delegierten ganz grundsätzlich nicht einverstanden mit dem Verhalten des BKMitglieds im Spital. Erneuert wird auch die operative Leitung des Spitals: Die BK konnte den Delegierten den neuen Spitaldirektor, Michael Buik, vorstellen, der auf den 1. Juni 2016 nach Affoltern wechselt. Aktuell ist er Direktor und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Zollinger-Stiftung in Zürich.

Holzspielsachen

2016 kein Strassenfest in Affoltern

Neue Rechnungslegung und neue Kräfte Eigene Rechnungslegung des Spitals und neue Rechtsnormen komplizieren den Budgetprozess 2016. Nach einer intensiven Diskussion mit vielen kritischen Fragen unterstützten die Delegierten das pragmatische Vorgehen der Betriebskommission (BK) mit klarem Mehr. Nach dem Direktionswechsel fordern die Delegierten auch bei der BK einen wirklichen Neuanfang.

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Langzeitpflege und Akutspital bei, die je besonderen Finanzierungsmechanismen unterliegen. Bisher wurde den Delegierten das Budget nach dem für Spitäler üblichen Rechnungsstandard H+ vorgelegt, der Vergleiche mit anderen Rechtsformen wie Stiftungen und Aktiengesellschaften zulässt. Das Gemeindeamt des Kantons Zürich verlangt nun aber die Genehmigung des Budgets gemäss HRM2.

anzeigen

Von Grund auf neu budgetiert Haupttraktandum Budget

Die BK hat die neue Rechnungslegung nach HRM2 zum Anlass genommen, von Grund auf neu zu budgetieren, da Vergleiche mit den nach dem Modell H+ abgerechneten Vorjahren, bei welchen Investitionen und Abschreibungen zudem Teil der Rechnungen der Gemeinden waren, ohnehin nicht direkt möglich sind. Gleichzeitig wurde das bisherige Administrativsystem auf dieses Jahr hin modernisiert. Bis zur ordentlichen Budget-DV vom vergangenen Donnerstag konnte die BK die Eckwerte festlegen, noch nicht allerdings alle Details. In Absprache mit dem Gemeindeamt wurde das Finanzbudget den Delegierten vorgelegt, während das detailliertere Budget mit funktionaler Gliederung an

Die Technologie wird begehrt: Vom 1. bis zum 21. Dezember 2015. Lieber Weihnachtsmann ... Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren können Sie

Der künftige Direktor des Spitals Affoltern, Michael Buik, stellt sich den Delegierten vor. (Bild bs.)

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der DV vom 18. Februar 2016 behandelt wird. Nach intensiver Diskussion hiessen die Delegierten dieses pragmatische Vorgehen mit 11 gegen 2 Stimmen gut. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

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Wettswil läutete den Advent mit Tradition ein

Zur Freude aller fanden sie am Nachmittag den Weg nach Wettswil: Samichlaus mit Schmutzli und Esel. (Bild Urs E. Kneubühl) Zum 17. Mal startete Wettswil heuer mit dem traditionellen Adventsmäärt in die Vorweihnachtszeit. An zahlreichen Ständen zwischen Poststrasse

und Schulanlage Mettlen wurde wiederum viel Handgefertigtes, ebenso allerlei Nützliches und Krimskrams zum Kauf angeboten. Bereichert mit Kuli-

narischem von den bekannten Weihnachtssternen des Bäckers vor Ort über herrlich duftende Berliner und Zigerkrapfen bis hin zu Bratwurst und

Raclette gestaltete sich der Adventsmäärt auch dieses Jahr zum gemütlichen Beisammensein und Familienfest. – Bericht auf Seite 13

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Liegenschaften Politische Gemeinde Bonstetten Delegiertenversammlung vom 26. November 2015 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: • Zustimmung Protokoll 24. September 2015 • Zustimmung zum Budget 2016 • Zustimmung Kreditantrag OVA-Areal Das Traktandum 3.2. «Ersatzwahlen Amtszeit 2014-2018, gemäss Art 21a der Zweckverbandstatuten Spital Affoltern» wurde zurückgezogen. Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch

Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen und im Übrigen gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 23. November 2015 A Politische Gemeinde • Genehmigung des Voranschlages 2016 sowie Festsetzung des Steuersatzes auf 46 % B. Primarschulgemeinde • Genehmigung des Voranschlages 2016 sowie Festsetzung des Steuersatzes auf 54 % C. Reformierte Kirchgemeinde • Genehmigung des Voranschlages 2016 sowie Festsetzung des Steuersatzes auf 14 % Rechtsmittelbelehrung Stimmrechtsrekurs Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlungen kann gemäss § 151a Gemeindegesetz wegen Verletzung der politischen Rechte und der Vorschriften über ihre Ausübung (§ 147 des Gesetzes über die politischen Rechte) innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern am Albis, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Einen Stimmrechtsrekurs kann nur erheben, wer die Verletzung von Vorschriften schon an der Versammlung gerügt hat. Gemeindebeschwerde Gegen Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz, wegen Verstosses gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit, innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Rekurse in kirchlichen Angelegenheiten sind innert derselben Frist an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, einzureichen. Protokollberichtigungsrekurs Ein Rekurs gegen die Richtigkeit der Protokolle muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern eingereicht werden (gemäss § 54 Gemeindegesetz). Die Protokolle liegen ab Dienstag, 1. Dezember 2015, im Gemeindehaus zur Einsicht auf. Maschwanden, 27. November 2015

Verkäufe

Bekanntgabe/ Ausserordentliche Bewilligung Datum: Freitag, 4. Dezember 2015 Ort: Waldhütte Bonstetten, Birchwald, Rorgenmas Zeit: Zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr Was: 3 Schüsse aus Kanone Anlass: Ehrung der Heiligen St. Barbara

Traueradresse: Helena Lengen Schmittenstrasse 19 8912 Obfelden

Was Du im Leben hast gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Du hast gesorgt für Deine Lieben von früh bis spät, tagaus, tagein. Du warst im Leben sehr bescheiden, nur Deine Pflichten kanntest Du, Du hast gegeben, warst stets zufrieden nun schlafe sanft in stiller Ruh.

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter

Gemeinderat Bonstetten

Rosalia Lengen-Gsponer

Bestattungen

23. Mai 1921 – 27. November 2015

Nach einem reichen, erfüllten, nicht immer leichten Leben durftest Du Deine ersehnte Ruhe finden.

Affoltern am Albis Am 27. November 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Wir werden Dich vermissen: Ruth Aeberli-Lengen mit Familie Helena Lengen und Karl Hürlimann Irene Romand-Lengen mit Familie Franz Lengen mit Familie Martin Lengen mit Familie

Rosalia Lengen-Gsponer geb. 23. Mai 1921, von Embd VS, wohnhaft gewesen in 8910 Affoltern am Albis, Obere Seewadelstrasse 12. Trauergottesdienst am Donnerstag, 3. Dezember 2015, um 14.00 in der römisch-katholischen Kirche Affoltern am Albis ZH, anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH.

Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 3. Dezember 2015, um 14.00 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern am Albis statt, anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Affoltern am Albis um 15.30 Uhr.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Abschiedsfeier im Restaurant Rosengarten Affoltern am Albis, ab 16.00 Uhr.

Knonau Felder-Vogel, Maria Kresentia

Statt Blumen zu schenken, begünstige man den Rita-Rosen-Verlag: Postkonto 80-2930-6.

Vermietungen

von Marbach LU, geb. 29. Januar 1930, mit Aufenthalt in der Langzeitpflege Sonnenberg/Pilatus, Affoltern am Albis, gestorben am 26. November 2015 in Affoltern am Albis. Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Dienstag, 8. Dezember 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau (nach katholischem Ritus) statt.

Nichts kann mehr zu Herzen gehen, als die Mutter sterben sehen, ihr letztes Wort, ihr letzter Blick, nie mehr kehrt sie zurück.

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter

Der Gemeindeschreiber

Maria Felder-Vogel 29. Januar 1930 – 26. November 2015

Sie ist nach einem erfüllten Leben friedlich eingeschlafen. Wir werden sie in liebevoller Erinnerung behalten. In tiefer Dankbarkeit: Walter und Pia Felder-Limacher mit Lukas und Stefan Oskar und Christa Felder-Huwiler mit Matthias und Simone Urs und Trudy Felder-Dober mit Patrick Toni und Christine Felder-Salm mit Marisa und Sarah Hans und Judith Felder-Hegglin mit Katja und Rahel Die Trauerfeier findet am Dienstag, 8. Dezember 2015, 14.00 Uhr, in der Kirche Knonau statt. Anschliessend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Pro Senectute Knonau, Postkonto 87-428351-8. Traueradresse: Urs und Trudy Felder-Dober, Baareggstrasse 51, 8934 Knonau


Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. Dezember 2015

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Ambitionierte Budgetziele des Spitals Ebenso harte wie konstruktive Diskussion an der Delegiertenversammlung in Affoltern Die Delegiertenversammlung des Spitals Affoltern beschäftigte sich schwerpunktmässig mit dem Budget, das neu dem sogenannten HRM2-Standard entspricht. Der Übergang auf die neue Rechnungslegung ist sehr aufwendig, weshalb die Genehmigung des Budgets in zwei Schritten erfolgt.

die nach Susanne Leuenberger in Arbeit ist und im Februar vorgelegt wird. Auf Rutishausers Zusatzfrage hin erklärte sie, das jetzt vorgelegte Budget entspreche – in Absprache mit dem Gemeindeamt – noch nicht dem Gemeindegesetz, deshalb sei dieses zweistufige Vorgehen gewählt worden. RPK-Präsident Pierre Zinggeler erklärte, seine Kommission sei angesichts der Umstellung der Rechnungslegung mehr als üblich in die Details gegangen. Sie habe nach einem dreieinhalbstündigen Meeting mit den Verantwortlichen festgestellt, dass man nach menschlichem Ermessen zu diesem Voranschlag stehen könne. Die Delegierten stimmten dem Budget daraufhin mit 11 gegen 2 Stimmen zu und werden sich im Februar 2016 mit dem detaillierteren Budget samt funktionaler Gliederung befassen.

................................................... von bernhard schneider Namens der Betriebskommission (BK) erläuterte Susanne Leuenberger den Voranschlag, der auf Weisung des Kantons gemäss dem HRM2-Standard erarbeitet worden ist. Erstmals wurde 2016 nicht auf der Basis der Vorjahreswerte budgetiert, vielmehr basiere das Budget als strategisches Führungsinstrument auf den Zielwerten, welche die BK festgelegt hat. Für Langzeitpflege und Rettungsdienst sowie die Nebenbetriebe sind ausgeglichene Rechnungen Vorgabe. Die Kosten sollen künftig exakt jedem Kostenträger zugeordnet werden und beruhten somit nicht mehr auf ungefähren Verteilschlüsseln. Die Kennzahl Ebitda – Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – soll eine Marge von minimal 8 Prozent erreichen.

Mehr Patienten – mehr Arbeitsplätze Peter Stein, Leiter Finanzen, erläuterte die Budgetziele im Detail. In der Akutsomatik inklusive Palliativmedizin beispielsweise sollen die Fahrzahlen um 1,4 Prozent steigen. Auf der Basis dieser Vorgaben wurde zusammen mit den Leistungserbringern ein Investitionsbudget aufgestellt. Dieses wurde nach Anlagekategorien zur Ermittlung der Abschreibungen und Folgekosten priorisiert und kategorisiert. Die Auf-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Das neue Energie- und Verpflegungszentrum hat die Investitionsrechnung des Spitals 2015 stark geprägt. (Bild bs) wände, die in keinem direkten Bezug zur vorgegebenen Leistungssteigerung stehen, wurden gegenüber dem Ist nicht erhöht. Im Überblick steigt der Gewinn gemäss Budget um 547 000 von 306 000 auf 853 000 Franken. Der Betriebsertrag soll um drei Millionen infolge der Leistungssteigerungen auf 73.5 Millionen steigen, der Personalaufwand um 0,76 auf 50,2 Millionen Franken. Gegenüber der Hochrechnung 2015 allerdings sinke der Personalaufwand. Das Investitionsbudget liegt knapp über vier Millionen Franken. Bezüglich der Anzahl Patientinnen und Patienten präsentierte Peter Stein die folgenden Leistungskennzahlen: 2014 zählte das Akutspital 3853 Patientinnen und Patienten, gemäss Hochrechnung 2015 dürften es im laufenden Jahr 3967 sein. Auf dieser Basis wurden für das kommende Jahr 4021 Patientinnen und Patienten budgetiert. Von den 450 Stellen, die das Bud-

get enthält, fallen 48 auf Ärzte und 203 auf Pflegepersonal. Optisch sah die Jahresrechnung 2014 zwar besser aus als 2015 und 2016, doch fehlen dort die Abschreibungen, da das Spital noch nicht über einen eigenen Haushalt verfügte. Im Budget 2015 fiel vor allem das Pflegezentrum ins Gewicht. Gegenüber den Investitionen von 12 Millionen Franken im laufenden Jahr werden für das kommende Jahr nur noch deren vier budgetiert.

Realisierbare Ziele? In der Diskussion wurde zuerst die Frage nach der Realisierbarkeit der höheren Patientenzahlen gestellt. Peter Stein antwortete, die Patientinnen und Patienten seien meist treu. Wichtig seien Verlässlichkeit und Planbarkeit, um auch das Vertrauen der zuweisenden Ärzte zu rechtfertigen. Die Stalliker Delegierte, Priska Metzger, kritisierte das Budget als zu

wenig transparent: «Ich fühle mich als Statist!» Jede BK begründe, weshalb die Delegierten auf jeden Fall ja sagen müssten. Weder in einer Gemeinde noch in einer Firma könne man einfach sagen, es gebe jetzt eine neue Rechnungslegung. Sie vermisse daher die Vergleichbarkeit mit den bisherigen Budgets. Während Peter Reichmuth, Hausen, das von der BK gewählte Vorgehen für sinnvoll hielt, kritisierte Martin Schnorf (Mettmenstetten), die erläuternden Zahlen zum Budget seien sehr kurzfristig und erst noch kommentarlos bei den Delegierten eingetroffen.

Kritische Fragen – klare Entscheidung Der Bonstetter Frank Rutishauser stellte fest, dass die Delegierten nicht über die Ausgangszahlen – die Hochrechnung aufgrund des Halbjahresergebnisses – verfügten. Er erkundigte sich nach der vierjährigen Finanzplanung,

Praxisräume OVA-Areal und Unternehmensstrategie Im Weiteren genehmigten die Delegierten Mietvertrag und Innenausbau der Praxisräume auf dem OVA-Areal mit 8 gegen 2 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Die jährliche Miete beträgt 33 000 Franken für 130 m² Praxisräume samt Nebenkosten und Parkplatz. Der Kostenvoranschlag für die Investitionen beläuft sich auf 228 000 Franken. Der Interims-Vorsitzende, Clemens Grötsch, wies sodann auf die Eigentümerstrategie hin, welche die Delegierten samt Zeitplan erhalten haben. Auf dieser Basis erstellt die BK nun eine Unternehmensstrategie. Die Eigentümerstrategie soll bis Mai 2016 verabschiedet, die Unternehmensstrategie im Juni 2016 gemeinsam mit Regierungsrat Heiniger der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Eigentümerstrategie enthält die Leitplanken der künftigen Entwicklung des Spitals Affoltern, die Unternehmensstrategie präzisiert diese für kommende Jahre.

Gemeindeversammlung in Kappel mit einem ausserordentlichen Rücktritt Einbürgerung, Budget und gleichbleibender Steuerfuss gutgeheissen Nur knapp eine Viertelstunde dauerte die Budget-Gemeindeversammlung am Freitagabend in Kappel. Danach erklärte Schulpräsident Christian Plüss seinen Rücktritt. Designierter, valabler Nachfolger ist Markus Kunz, Leiter Schulaufsicht in der Zuger Bildungsdirektion.

war und sich kurz vorstellte, gab keinen Anlass zu Wortmeldungen und wurde mit Applaus quittiert.

Klage gegen die Gemeinde

................................................... von martin platter Die Kappeler Budgetgemeindeversammlung warf keine grossen Wellen. Dennoch lauschten am Freitagabend im kleinen Mühlesaal 46 Personen (davon 41 stimmberechtigt) den Ausführungen von Gemeindepräsident Kurt Bär. Das 5,263-Millionen-Franken-Budget von politischer und Primarschulgemeinde sieht bei gleichbleibendem Steuerfuss von 90 Prozent einen mutmasslichen Aufwandüberschuss von 653 000 Franken vor, der dem Eigenkapital belastet werden soll. Dieses würde auf 7,248 Mio. Franken schrumpfen. Hauptverantwortlich für den negativen Voranschlag 2016 ist ein markanter Rückgang von fast 500 000 Franken beim Ressourcenausgleich, weil die Steuerkraft von Kappel stärker angestiegen ist wie das kantonale

Schulpräsident und Gemeinderat Christian Plüss tritt im kommenden Jahr vorzeitig zurück. (Bild map.) Mittel. Ausserdem rechnet die Gemeinde mit weniger Steuereinnahmen (minus 85 000 Franken). Demgegenüber steht ein 21-prozentiger Kostenanstieg im Bildungsbereich im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2014. Der Souverän segnete das Budget ohne Frage ab. Auch die Einbürgerung der Familie Jankovic aus Bosnien, die sympathischerweise persönlich anwesend

Nach 15 Minuten war der offizielle Teil der Gemeindeversammlung abgeschlossen. In der anschliessenden Fragerunde informierte Kurt Bär über den Stand des Schulhausbaus. Dieser wird derzeit blockiert. Ein Architekten-Kollektiv hatte die Gemeinde beim Zürcher Verwaltungsgericht wegen Verstosses gegen das Submissionsgesetz eingeklagt. Bär ist überzeugt, dass an Kappel ein Exempel statuiert werden soll, und spricht von einer «Grauzone», in der man sich bewegt habe. Das Mandat des bisher für Kappel planenden Architekten Roos, die Ursache für die Klage, sei aufgelöst worden. Nun sei man am Warten auf das Gerichtsurteil. Die Kläger verlangten, dass Kappel planerisch nochmals bei Null beginne. Das ärgert Bär gleich doppelt. Einerseits, weil mit der Warterei kostbare Zeit verplempert werde. Andererseits, weil das Verfahren Steuergeld koste, das er lieber in den Bau investiert hätte. Schulpräsident und Gemeinderat Christian Plüss gab am Schluss der Versammlung seinen Rücktritt per Ende Schuljahr bekannt. Er begründete

seinen Entscheid mit beruflicher Überlastung. Als designierten Nachfolger nannte Bär Markus Kunz. Der Kappeler, der als Leiter Schulaufsicht der Zuger Bildungsdirektion arbeitet, und sein Talent als Brückenbauer in schulischen Belangen bereits unter Beweis gestellt hat (Kappeler Mittelschüler dürfen das Gymnasium in Zug besuchen), zeigte sich interessiert. Er habe sich aber noch nicht definitiv entschieden, sagte Kunz.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am kommenden Donnerstag, 3. Dezember, feiern Anita und Matthias Schumacher-Sterki in Hausen das Fest der goldenen Hochzeit. Zu diesem Jubiläum gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubelpaar noch viele gute gemeinsame Jahre und ein schönes Fest.

Zum 85. Geburtstag In Affoltern dürfen wir Gustav Blaser zum 85. Geburtstag gratulieren. Er feiert heute Dienstag, 1. Dezember. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich und wünschen ihm ein schönes Geburtstatsfest.


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Dienstag, 1. Dezember 2015

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Netzwerken für Schwerkranke Palliative Care im Säuliamt – Symposium im Spital Affoltern Schwerkranke, Sterbende brauchen intensive Betreuung. Gut also, wenn sich Beteiligte gut vernetzen. Deshalb lud Dr. med. Roland Kunz Spitex und Hausärzte zum Symposium ins Spital Affoltern. ................................................... von martin schuppli «Palliativmedizin ist mehr als die Betreuung Sterbender», sagt Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care sowie Ärztlicher Leiter am Bezirksspital Affoltern. «Palliative Care ist eine Haltung. Wir machen uns permanent Gedanken über das Sterben und den Tod, wir integrieren ihn ins Behandlungskonzept. Wir reden mit Patienten, Patientinnen darüber und natürlich auch mit den Angehörigen. Wir schulen Betreuungspersonen, Spitex-Personal sowie Hausärzte und Hausärztinnen.» Bei dieser Schulung, resp. beim Symposium am vergangenen Donnerstagnachmittat ging es unter anderem darum, dass sich die verschiedenen «Netzwerker» kennenlernen. «Für mich eine wichtige Sache», sagte Veronika Nussbaumer, stv. Leiterin der Spitex Obfelden. «Kenne ich doch von den meisten Hausärzten nur die Namen, nicht aber die Gesichter.» Das Kennenlernen passierte in der Pause bei Café und Crèmeschnitten. Vorher erläuterte Roland Kunz in seiner Einführung, warum er Palliative Care als Haltung versteht. «Wir machen mehr als den primären Kampf gegen eine Krankheit auszufechten. Wir fokussieren uns auf die Bedürfnisse, auf die Sorgen, auf die Lebensqualität des Patienten, der Patientin und, ganz wichtig, wir kümmern uns um die Anliegen der Angehörigen. Wir regen Gespräche an über Werte, Ziele und über den Lebenssinn, über die Grenzen der Medizin. Und wir unterstützen gesellschaftliche Diskussionen

über den Umgang mit dem Lebensende.»

Gespräche mit Kranken und Angehörigen Wer Roland Kunz zuhörte, merkte schnell, wie wichtig sie ihm sind, die Gespräche. Die Gespräche mit Kranken und Angehörigen. Aber auch die Rundtischgespräche etwa vor dem Austritt aus der Villa Sonnenberg, der Palliativstation des Bezirksspitals. Je mehr Beteiligte an solchen Rundtischgesprächen teilnehmen, umso einfacher ist die Betreuung nachher beim Kranken, beim Sterbenden zu Hause. Dr. Kunz: «Wir können Leerläufe verhindern, wenn wir es schaffen, neben Angehörigen und Betroffenen auch jemanden von der Pflege sowie den Hausarzt, die Hausärztin plus jemanden von der Spitex oder/und von der Onko-Spitex bei einem gemeinsamen Gespräch zu begrüssen. Dann wissen die Betroffenen, wer für was zuständig ist. Sie erfahren, was das Spitex-Team anbietet, wo es helfen kann, wie vielseitig und unkompliziert das Angebot ist. Der Hausarzt wiederum kann sich absprechen, weiss wer wann was unternimmt und wie die Abläufe bei einem Notfall sind.» Dr. med. Bruno Köhler, Hausarzt in Mettmenstetten und Präsident der Ärztegesellschaft des Bezirks, macht ein Beispiel: «Wenn ein Patient mit einer chronischen Wunde aus dem Spital entlassen wird, ist es wichtig, dass Spitex und Hausarzt informiert sind. Dann können wir die entsprechenden Materialien bereitstellen und die Wundkontrollen weiterführen.» Als eine ebenfalls sehr «wichtige Sache» bezeichnet der erfahrene Hausarzt den Notfallplan. Er wird erstellt vom Palliative-Care-Team in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt, der Hausärztin, dem Patienten, der Patientin sowie den Angehörigen. Bruno Köhler: «Dann wissen alle, welche

Netzwerker in Sachen Palliative Care, von links: Dr. Bruno Köhler, Christina Hausheer, Dr. Roland Kunz. (Bild Martin Schuppli) Medikamente in welchen Situationen notwendig sind. Wir zeigen Handgriffe, instruieren Abläufe, bereiten den Zugang für Infusionen vor. Dadurch gewinnen der Patient und das Umfeld Sicherheit, vor allem in der Nacht.» Bruno Köhler sagt, ein funktionierendes Netzwerk helfe Kosten und Zeit sparen. «Wir pflegen einen schnellen Austausch untereinander. Etwa mit E-Mail, Fax oder Telefon. Manchmal kann ein Hausbesuch verhindert werden, weil die Spitex beispielsweise das Foto einer Wunde schickt.»

Spitex ist Dreh- und Angelpunkt Für Christina Hausherr, Leiterin der Spitex Obfelden und Stellvertreterin der Geschäftsleitung Spitex Knonaueramt, sind folgende Punkte sehr wichtig bei der palliativen Versorgung: «Ich

weiss nun noch mehr über das Netzwerk. Eine gute, unkomplizierte und schnelle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist äusserst wichtig. Nur so können wir die Kranken zu Hause optimal betreuen. Dabei hilft uns der korrekt ausgefüllte Notfallplan enorm weiter. So ist es einfacher, den grossen Sorgen und Ängsten der Betroffenen zu begegnen.» Das sei nun auch dank einer immer besseren Zusammenarbeit von Palliative Care Kompetenzzentrum «Villa Sonnenberg», Onko plus, ELD, Betreuungsdienst, Pallifon, Hausärzten, Spitex und allen weiteren Beteiligten möglich. Schade findet die gelernte Pflegefachfrau, «dass diese wichtigen Rundtischgespräche von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Denn sie sind es, die helfen Leerläufe zu verhindern und damit Kosten zu sparen.» Weiter sagt Christina Hausherr, bringe

es die optimale Vernetzung mit sich, dass Medikamente und Zubehör schnell dort sind, wo sie gebraucht werden. «Zudem ist es nun möglich bei der Pflege von Schwerkranken, von Sterbenden, alle Ressourcen zu nutzen. Also Onko plus, Entlastungsund Betreuungsdienst, Begleitende am Sterbebett, Familie, Bezugspersonen et cetera und das alles immer in Absprache mit den Betroffenen.» Roland Kunz zeigte sich zufrieden am Schluss des Symposiums. Alle 60 Stühle in der Aula des Hauses Rigi waren besetzt. Die Stimmung aufgeräumt, die Gespräche intensiv und konstruktiv. «Wir müssen das Sterben als etwas Normales ansehen. Heute wird der Tod mit Krieg, Unfällen, Verbrechen und Sterbehilfe in Verbindung gebracht. Dabei ist er einfach Realität. Eine Realität, mit der wir leben sollten», sagt der Palliativmediziner.

gestorben

Hansruedi Huber, Knonau Ein grosser Förderer des Turnwesens ist viel zu früh von uns gegangen. Sein Stammverein, der Turnverein Knonau, der Turnverband am Albis und der Zürcher Kantonalturnverband ernannten Hansruedi in Anbetracht seines grossen Engagements alle zu ihrem Ehrenmitglied. Seine Karriere begann als Sektionsturner des TV Knonau, dem er seine Dienste als Jugileiter und Aktuar zur Verfügung stellte. Daneben wirkte er im Turnerchörli Knonau mit und stand an zahlreichen Turnerchränzlis auf der Theaterbühne. Dieser blieb er über 40 Jahre treu – als Theatercoiffeur und Regisseur. Nach dem Turnverein war Hansruedi Aktivmitglied der Männerriege Knonau sowie Obmann der Knonauer Turnveteranen und Mitglied der Eidgenössischen Turnveteranen. Schon früh wurde Hansruedi in den Vorstand des Turnverbandes am Albis berufen, wo er 12 Jahre als Präsident wirkte. Und das zu einer Zeit, als der Albisverband alljährlich einen Spiel- und Stafettentag, die Einkampfmeisterschaften im Kunstturnen und in der Leichtathletik, den schnellsten Säuliämtler, den Verbands-Orientierungslauf, den Verbands-Skitag und alle sechs Jahre ein Verbandsturnfest im Säuliamt durchführte. Der Kantonalturnverband erkannte sein Organisationstalent und berief ihn an zahlreichen Kantonalturnfesten ins Organisationskomitee, wo sein

Grosses öffentliches Engagement: Hansruedi Huber. (Bild zvg.) Fachwissen, seine Erfahrung und seine Zuverlässigkeit geschätzt wurden. Aber auch der Schützenverein Knonau bat Hansruedi, im OK des Jubiläums 125 Jahre Schützenverein mitzuwirken und im Gesangverein Knonau, wo Hansruedi in jungen Jahren Aktivmitglied war, stellte er sich als OK Präsident des Bezirks-Gesangstages 1988 in Knonau zur Verfügung. Die letzten 14 Jahre widmete er dem Jodellied, indem er den «Aemtler Jodlerfründe Kappel» beitrat und dort enga-

giert mitwirkte. Hansruedi liebte fröhliches Zusammensitzen, am besten mit spontanem Gesang und einem Glas Wein. Es ist keine Überraschung, dass eines seiner Lieblings-Jodellieder «D’ Heimaterde» heisst. Er liebte seine Familie, seine Gemeinde und das Säuliamt, dies war seine Heimaterde. Auch der Bürgerwald war Teil seiner Heimat, denn für die Bürgerkorporation Knonau leistete er 40 Jahre Vorstandstätigkeit, davon 20 Jahre als Präsident. Beruflich war Hansruedi 40 Jahre als Werkmeister bei Schlatter AG und während 21 Jahren auch als Experte für Lehrabschlussprüfungen tätig. Die letzten acht Jahre, über sein Pensionierungsalter hinaus, war Hansruedi Betreibungsbeamter von Knonau. Wir danken Hansruedi für sein grosses freiwilliges Engagement für die Vereine, die Verbände und die Öffentlichkeit. Aber auch seine Familie war ihm sehr wichtig, seine Ehefrau Doris, die drei Kinder und die vier Enkelkinder. Vor allem danken wir Doris, dass sie ihn bei all den freiwilligen Einsätzen für die Vereine unterstützt und ihm immer den Rücken frei gehalten hat. Die ganze Turner-, Sänger- und Schützenfamilie spricht der Trauerfamilie das herzliche Beileid und einen grossen Dank aus für das Geleistete. Wir alle trauern um einen guten Freund. Bruno Grob

Flüchtlingshilfe vor Ort 500 000 Franken aus dem Lotteriefonds Der Regierungsrat hat einen Beitrag von 500 000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Flüchtlingshilfe beschlossen. Die Mittel sollen vor allem Projekten in Syrien, Jordanien, Irak und im Libanon zugute kommen. Der Beitrag entspricht der höchstmöglichen Summe, die der Regierungsrat im Einzelfall aus dem Rahmenkredit für die Entwicklungszusammenarbeit und Inlandhilfe freigeben kann. Ange-

sichts der Notlage der betroffenen Familien ist er überzeugt, dass der Bedarf für diese Unterstützung ausgewiesen ist. Der Regierungsrat geht damit auch auf das Anliegen eines Dringlichen Postulates ein, das der Kantonsrat am 26. Oktober überwiesen hat. Seinen Beitrag hat der Regierungsrat aufgeteilt auf das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (400 000 Franken) und die evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich (100 000 Franken). Beide engagieren sich in den Krisengebieten. (ki.)

Wertvolle Inlandhilfe Zürich unterstützt acht Projekte Der Regierungsrat hat rund drei Millionen Franken aus dem Lotteriefonds für die Inlandhilfe freigegeben. Er unterstützt damit acht Projekte im Bündnerland und vier im Tessin. Bei den meisten Projekten im Kanton Graubünden geht es um den Schutz vor Naturgefahren. Die Tessiner Projekte haben die Aufwertungen von besonders wertvollen Landschaften im Fokus. Bei sechs Projekten ist die Schweizer Patenschaft für Bergge-

meinden (Beiträge total rund 1,8 Millionen Franken) federführend, bei fünf die Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz (rund 1,1 Millionen Franken). Eine eigene Trägerschaft bildet die Fondazione Garbald, welche die öffentlich zugängliche Privatbibliothek der Villa Garbald (Architekt Gottfried Semper) in Castasegna TI langfristig erhalten will; die mit ihren 2000 Bänden als bedeutend eingestufte Bibliothek wird von Gästegruppen der Zürcher Hochschulen regelmässig genutzt. (ki.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. Dezember 2015

Run auf Wohnungen «Am Merkurplatz» 28 von 30 Wohnungen der ersten Etappe im Zentrum von Affoltern vermietet – fünf Monte vor Bezug Fünf Monate vor Bezug der ersten Etappe der Überbauung «Am Merkurplatz» in Affoltern sind bereits 28 der 30 Wohnungen vermietet. Dieser Erfolg fusst auch auf der Lage, der Nähe zum Bahnhof und der Möglichkeit, auf ein Auto verzichten zu können. ................................................... von werner schneiter Es ist die derzeit grösste Baustelle in Affoltern. Zwischen Oberer Bahnhofstrasse, Post- und Merkurstrasse wird die Überbauung mit sieben Geschossen «Am Merkurplatz» hochgezogen. Bauherrschaft der ersten und dritten Etappe ist die Landi Obfelden; Architektur und Planung obliegen der Architektengemeinschaft Burlet & Partner sowie Joos & Mathys. Die erste Etappe umfasst 30 Zweieinhalb-, Dreieinhalb- und Viereinhalb-ZimmerWohnungen sowie Büro- und Ladenflächen von gesamthaft 580 Quadratmetern Fläche. Die einzelnen Gewerberäume umfassen 145 bis 288 Quadratmeter.

Für eine Generation, die nicht mehr nur aufs Auto setzt Für Andrea Leibundgut von der für die Vermietung zuständigen Intus AG ist die grosse Nachfrage kein Zufall. «Die gute, solide Bauqualität kommt den Bedürfnissen der Mieter entgegen. Und zudem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis», sagt sie und lobt das federführende Architekturbüro Burlet & Partner: «Die Überbauung ist stimmig und mit der Piazza attraktiv, die Wohnungen auf relativ kleinem Raum gut angelegt. Man spürt, dass das aus einer Feder kommt.» Und Marcel Tillmann, Geschäftsführer der Landi Obfelden und Vertreter der Bauherrschaft, ergänzt: «Es sind Räume für eine Generation, die nicht mehr unbedingt auf ein Auto setzt. Auch die Nähe zum Bahnhof lässt das zu.»

Trotz grosser Verdichtung hoher Wohnwert Im gleichen Atemzug wird auch die gute Zusammenarbeit mit dem Affoltemer Bauausschuss, insbesondere mit Peter Schärer, dem Leiter der Hochbauabteilung, erwähnt – und die Weitsicht des damaligen Gemeindepräsidenten, wodurch auf 6000 Quadratmetern Fläche verdichtetes Bauen zum Thema wurde. Dank Planungsspielraum konnte das Vorhaben in dieser Art umgesetzt werden. «Die Körnung, die Volumetrie

Momentan die grösste Baustelle in Affoltern: Ueli Burlet, Andrea Leibundgut und Marcel Tillmann (von links) vor der Überbauung «Am Merkurplatz» in Affoltern. Die erste Etappe kann am 1. April 2016 bezogen werden. (Bild Werner Schneiter) und die bauplastische Komposition, vor allem aber auch die Sichtbezüge auf die Freiräume wie Piazza usw. bildeten trotz grosser Verdichtung ein Ensemble mit hohem Wohnwert», sagt Architekt Ueli Burlet. Ganz offenbar gefragt seien Merkmale wie die nicht ganz alltäglichen Grundrisse mit viel Fensteranteil, die Besonnung und Belichtung sowie der gehobene Ausbaustandard. Den Grundstein für die Überbauung haben natürlich die Stimmberechtigten gelegt und dem Gestaltungsplan an der Gemeindeversammlung vom 17. September 2012 zugestimmt. Der Baubeginn erfolgte am 11. August 2014, der Bezug der ersten Etappe mit 30 Wohnungen ist auf den 1. April 2016 geplant. Mit der zweiten Etappe, die ebenfalls von Burlet & Partner sowie Joos & Mathis geplant wird, ist auch begonnen worden. Sie ist auf Anfang Juli 2017 bezugsbereit. Im Endausbau entstehen «Am Merkurplatz» rund 100 Wohnungen sowie zirka 2000 Quadratmeter Büro- und Ladenflächen. Vermietung und Beratung: Intus AG, Affoltern, Telefon 044 762 10 90, www.intusag.ch.

Die drei Etappen der Überbauung am Merkurplatz. (Plan Burlet & Partner)

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Forum

Dienstag, 1. Dezember 2015

300 Prozent Direktzahlungen und 5 Prozent Kalorien wären auch möglich gewesen Leserbrief «Mit einer sinnvollen Ackernutzung zur Lebensmittelproduktion» von Werner Zbinden, «Anzeiger» vom 24. November. Ihr Leserbrief schreit geradezu nach einer Antwort. Danke Ihnen für die Steilvorlage. Gerne laden wir Sie ein, sich bei uns von den Berechnungsgrundlagen ein persönliches Bild zu machen. Einige Irrtümer von Ihnen könnten dabei aus der Welt geschafft werden. Der Zürcher Bauernverband hat mit dem Betrieb der Familie Locher bewusst einen sehr ausgeglichenen und bereits heute auch ökologisch geführten Betrieb ausgewählt. Der Betrieb bewirtschaftet im Vergleich zu den Mindestanforderungen des Bundes rund doppelt so viele Flächen extensiv. Auf dem Betrieb stehen rund 300 Hochstammobstbäume und über-

durchschnittlich viele Hecken. Für bedrohte Tierarten wie zum Beispiel die Schleiereulen engagiert sich der Betrieb aktiv mit seinen Eulenkästen. Dieses bereits heute überdurchschnittliche Engagement wird denn auch mit rund 20 % der Direktzahlungen für ökologische Massnahmen abgegolten. Auch bei einer möglichen Umstellung hat unser Beraterteam keine extreme Veränderung geplant, sondern nach wie vor soll die Produktion von Nahrungsmitteln eine Rolle spielen. Glauben Sie uns, wir hätten mit einer bewusst einseitigeren Wahl des Betriebes oder der Umstellung noch viel deutlichere Aussagen machen können. Selbst diesen Betrieb kann man unter Nutzung aller Möglichkeiten der AP 14/17 am Schluss zur Folgerung bringen: 300 % Direktzahlungen für 5 % Kalorien. Zudem bedeutet die von Ihnen angedachte «Verbesserung» der Produkti-

on, dass sich die Konsumenten künftig grossmehrheitlich von Brot, Polenta und Haferflocken ernähren sollen. Wir sind der Meinung, dass die Bevölkerung ihre Essgewohnheiten auch künftig selber definiert. Bei der Umstellung auf die neue Agrarpolitik wurde die nahrungsmittelproduzierende Landwirtschaft immer mit künftig höheren Preisen für unsere Rohstoffe vertröstet. Insbesondere auf einen höheren Milchpreis. Sie werden mit Sicherheit zur Kenntnis genommen haben, dass die aktuelle Situation aber desaströs ist und die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe auf dem Spiel steht. Und gerade hier liegt der wahre Grund unserer diesbezüglichen Pressekonferenz. Sie halten fest, dass die Kühe teilweise mit ausländischem Futtergetreide gefüttert werden und, dass der Sohn sich vor 10 Jahren für einen anderen Beruf entschieden hat. Wür-

Beleuchtet euch! Ganz herzlichen Dank an alle Velofahrer, Fussgänger und Verkehrsteilnehmer, welche sich in der jetzigen Jahreszeit beleuchten. Allen Eltern, die ihre Kinder mit gut sichtbaren Velos zur Schule schicken ein grosses Merci. Frage an die Eltern, welche mit ihren Kindern fast «russisch Roulette»

spielen: Macht ihr euch eigentlich auch Vorstellungen, was mit meinem Leben passiert, wenn ich so ein Kind anfahren, verletzen oder gar töten würde? Mein Leben wäre zerstört und nie mehr, wie es war! Als 57-jährige, bisher – Gott sei Dank – unfallfrei fahrende und gut sehende Verkehrsteil-

Sie sich vor, innerhalb von zweieinhalb Jahren hatte die siebenköpfige Betriebskommission (BK), der eigentliche Verwaltungsrat des Spitals, deren elf Mitglieder zu ersetzen. Teils sind sie selber gegangen, teils mussten wir nachhelfen, weil sie einfach ungeeignet waren. Da haben wir nie gegen das Spital und dessen Personal (von den Chefärzten reden wir da nicht) als erfolgreiche Leistungserbringer gewettert. Nein, es waren die Behörden und ihr bisweilen massives Missverhalten, das in mindestens zwei offiziellen Berichten inzwischen festgehalten worden ist. Und dabei wurden bis jetzt nicht einmal alle unberechtigten Grossbezüge einiger Herren aufgedeckt, von denen wir aber wissen. An der Delegiertenversammlung haben wir auch erfahren, dass offenbar die Mehrheit der Delegierten das aktivste und kritischste Mitglied der Betriebskommission weghaben will. Diesem aufmerksamen und fleissigen Mann haben wir es zu verdanken, dass die schlimmsten Missetaten und Versäumnisse überhaupt aufs Tapet gekommen sind. Ihm haben wir die diversen Untersuchungen über behördliches Missverhalten zu verdanken. Und ausgerechnet diesen Mann wollen sie

nehmerin bekomme ich fast jeden morgen die Krise auf dem Arbeitsweg. Was da in dunkler Kleidung und ohne jegliches Licht «herumwuselt» auf der Strasse ist schlimm. Darum meine eindringliche Bitte: Beleuchtet euch! Beatrix Struchen, Merenschwand

nun abschiessen. Genau so, wie sie die letzte Präsidentin nach wenigen Monaten abgeschossen haben, weil sie endlich griffige Massnahmen einleiten wollte. Aber die Massnahmen haben genau diese drei Chefärzte aktiv verhindert. So gesehen liegen wir sicher nicht falsch, wenn wir die Statuten vom Zweckverband ändern wollen. Die Delegierten sollen künftig einen eigenen Präsidenten erhalten und die Verwaltung von BK und das Sekretariat der Delegierten sollen in Gemeindeverwaltungen oder in Treuhandbüros ausgelagert werden. Die dürfen nicht mehr im Spital liegen. Das zeigt sich schon darin, dass im Spital von den Sitzungen immer nur das ins Protokoll geschrieben wird, was dem Spitaldirektor passt. Und jedes Mal, nach praktisch jeder Sitzung, muss über das unvollständige oder falsche Protokoll gestritten werden. Das spricht Bände. Also bleiben wir bitte aufmerksam, um unser Spital vor Missetätern und blossen sitzungsgelderhaltenden Mitläufern zu retten. Mehr in www.verein-zweckverband.ch Hans Roggwiler, Zwillikon, Präsident des Vereins Pro Zweckverband

Laienposse in Stallikon oder: Lieber Nonsens statt Konsens Zur Delegiertenversammlung des Sozialdienst-Zweckverbandes vom 19. November. Es war einmal – so fangen alle Märchen an. Märchen? Leider nicht! Viel mehr traurige G’schicht ... 7 Zwerge kennt man schon, doch Laientheater in Stallikon?

Und des Vorstands Mühe Lohn? Mit 100 gegen die Wand, Vertrauen im Niemandsland Als unbeteiligte Mitstreitende staunen geladene Mitarbeitende: 8 Laien ohne Bedenken den Stellenplan versenken, spielen Selbst- und Hauptdarsteller, schicken Vernunft in tiefen Keller – lieber Nonsens statt Konsens?

auszusteigen. Eine vernetzte Buntbrache wird aktuell mit 4800 Franken pro Hektare entschädigt, eine Wertschöpfung, die mit Ackerbau so nicht möglich ist. Der politisch gewollte Anreiz aus der Produktion auszusteigen und die Betriebe zu extensivieren bedeutet schlussendlich einen zunehmenden Import von Nahrungsmitteln. Genau dies will aber unsere Bevölkerung nicht. Sie steht gestärkt hinter unseren heimischen Produkten. Genau bei dieser Fehlentwicklung setzt der Zürcher Bauernverband an. Diese gilt es zwingend zu korrigieren und die zentrale Aufgabe der Schweizer Landwirtschaft, die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, muss wieder gestärkt werden. Wir sind nicht gegen die Ökologie, aber für faire Rahmenbedingungen. Dr. Ferdi Hodel, Geschäftsführer ZBV

Mutloser Gemeinderat

Statuten des Spital-Zweckverbands sind zu ändern Zweckverbände haben es in Zeiten neoliberalen Denkens, bei dem nur das Gelddenken eine Rolle spielt, nicht leicht. Der Zweckverband vom Sozialdienst wird derzeit zerfleddert und wenn im Zweckverband des Spitals so weitergewurstelt wird, ist auch der am Ende. Solidarität, Zusammenstehen und gemeinsames Handeln und Denken sind gefragt. Die Statuten sind so zu ändern, dass die Delegierten zu stärken sind. Und es sollen künftig auch andere Leute, als Gemeinderäte Delegierte sein. Dies ist unbedingt erforderlich, denn es zeigt sich, das manche Gemeinderäte stark überfordert sind. Am vergangenen Donnerstag haben sie ein 74-Millionen-Franken-Budget genehmigt, deren endgültige Zahlen sie erst am Vortag erhalten hatten! Sie wussten also wiederum nicht genau, um was es geht. Das war ihnen offenbar auch gleichgültig. Derart liederlich führen sie ihr Amt aus. Ein Rekurs diesbezüglich sollte da wiederum Klarheit schaffen. In unserer Homepage werden wir in den nächsten Tagen auf dieses seltsame Verhalten eingehen. Was uns derzeit zu schaffen macht, sind andere Umstände. Stellen

den unsere Bauernfamilien für ihre Produkte kostendeckende Preise erhalten, so hätte auch der Betrieb Locher in der Vergangenheit mehr Futtergetreide angebaut und dadurch weniger vom Ausland importieren müssen. Bei kostendeckenden Preisen vor 10 Jahren hätte zudem die Berufswahl des Sohnes mit Sicherheit auch anders ausgesehen. Auch unsere Bauernfamilien verhalten sich marktwirtschaftlich und wenn die Kosten für die Produktion nicht mehr gedeckt werden (siehe Futtergetreide), dann steigt man aus. Wir fordern schon lange kostendeckende Getreidepreise, um im Inland mehr anbauen zu können, stattdessen erhöht die Politik viel lieber die Beiträge für Ökologie und importiert zunehmend Futtergetreide. Es ist leider heute viel lohnenswerter und finanziell weniger riskant, Buntbrachen (Brache heisst so viel wie Stilllegung) anzulegen und aus der Produktion

Ein Vorgehen, das beschämt und die Lösungssuche lähmt. Gehts so weiter? Dann wird’s heiter! Nach sinnlosem Streiten Selbstzufriedene zum Apéro schreiten. Dann Prost! «Der Wecker»: Roger Hatzi, Ottenbach

Die «Agenda läbigs Ottenbach» war ein toller Gemeinde-Entwicklungsprozess. Mehr als einhundert Einwohnerinnen und Einwohner beteiligten sich aktiv an der Gestaltung, es war für alle Anwesenden ein bereicherndes Erlebnis. Unbestritten war, dass im Dorfkern eine gestalterische und bauliche Aufwertung passieren muss und dass der «Engel» der Angelpunkt des Dorfkerns ist. Zwischen Engel und Post sollte ein Dorfplatz entstehen, welcher zum Verweilen einlädt und dem Dorf als Begegnungsort dient. Der Verkehr im Dorf soll reduziert werden. Klar war, diese Ziele können nicht ohne neue Lösungen verwirklicht werden. Für viele Beteiligte galt es, die «Kröte» der Umfahrung zu schlucken, um dafür ein schönes Dorfzentrum zu erhalten. Um den Prozess durch die Gemeinde aktiv beeinflussen zu können, wurde an zwei Gemeindeversammlungen, praktisch oppositionslos, dem Kauf der Zentrumsliegenschaften «Restaurant Post» und «Bes-

merhaus» zugestimmt. Die besten Voraussetzungen für ein gelingendes Vorhaben waren geschaffen. Und jetzt, diese mutlose Präsentation des Gemeinderates. Die Gestaltung des Dorfkerns wurde aufgegeben, es sollen zwei riesige Gebäudekomplexe entstehen, von denen noch nicht einmal sicher ist, ob beide wirklich jemals gebaut werden und sonst – ist nichts passiert. Der Einbezug der unmittelbar Betroffenen fand nicht statt, die Kooperation mit den Einwohnern wurde praktisch aufgelöst. Was der Gemeinderat vorschlägt, ist die Erstellung einer Art schweizerischer Plattenbauten – und das wird einzig zu einem leblosen, verwahrlosten Dorfzentrum führen. Es zeugt von nicht eben demokratischem Verständnis, wenn die Abmachungen, welche im Rahmen «Agenda läbigs Ottebach» abgesprochen wurden, vom Gemeinderat einseitig aufgekündigt werden. Ruedi Jans, Ottenbach

Erst die Umfahrung Übung am falschen Objekt, Leserbrief von Walter Hermann im «Anzeiger» vom 20. November. Ich teile bezüglich Geschäft 3 der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember Ihre Meinung. Es sind in Sachen Dorfkerngestaltung schon genügend finanzielle Mittel ohne konkretes Ergebnis eingesetzt worden. Warum nochmals 200 000 Franken für die Planung der Zentrumsüberbauung bewilligen? Ich meine, der Gemeinderat müsste zuerst alle seine Kräfte einsetzen, damit es mit der vom Kanton bewilligten Umfahrung vorwärts geht. Dann kann man besser beurteilen, ob sich eine Dorfkerngestaltung immer anzeige

noch dringend aufdrängt und notwendig ist. Mit der Liegenschaft ehemals «Besmer», die von der Gemeinde vor Jahren gekauft worden ist, lässt sich sogar das Problem Kreisel sehr gut lösen. Die Führung der Zwilliker- und der Affolternstrasse bleiben so, wie sie heute sind. Die Liegenschaft Besmer wird abgerissen, und auf dem so gewonnenen Platz lässt sich sicher ein Kreisel realisieren. Ein Kreisel muss ja nicht zwingend rund sein, siehe Beispiel Aesch ZH. Zudem bleibt mit der «Post», den Alterswohnungen und den Feuerwehrlokalitäten, dem Mehrfamilienhaus mit dem Ladenlokal und den Parkierflächen ein echter Dorfkern erhalten. Anton Vögele, Ottenbach


Bezirk Affoltern

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2016 kein Strassenfest in Affoltern Vereinigung Obere Bahnhofstrasse kritisiert die vielen Auflagen und hohen Gebühren – und schaltet Pause ein Wegen vieler Auflagen der Gemeinde, die mit Mehrkosten verbunden sind, verzichtet die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (Voba) im nächsten Jahr auf ein Strassenfest. Die Gemeinde schaffe mit einer klaren Gebührenordnung Transparenz und wolle alle Veranstalter gleich behandeln, betont Gemeindepräsident Clemens Grötsch. ................................................... von werner schneiter «Heimat uf de Strass» – so lautete das Motto des diesjährigen Strassenfests, das Ende Mai an zwei Tagen an der Oberen Bahnhofstrasse über die Bühne ging. Die Voba bot einen bunten Mix mit zahlreichen regionalen und internationalen Musikern, traditionellen Showeinlagen und zahlreichen Gastrobetrieben – und stiess damit, auch dank Wetterglück, auf eine grosse Resonanz. Bis tief in die Abendstunden waren die langen Bankreihen auf der Strasse sehr gut frequentiert. «So etwas müsste es öfters geben», zitierte der «Anzeiger» einige Besucherinnen und Besucher.

Umfangreiche Auflagen Im nächsten Jahr müssen die Fans solcher Events jedoch vertröstet werden. Die Voba schaltet eine Pause ein – und das nicht etwa deshalb, weil die Organisatorinnen und Organisatoren festmüde sind. Zwar resultierte aus dem zweitägigen Fest dank grossem Effort

einzelner Mitorganisatoren sowie Sposoring ein kleiner Reingewinn, wodurch die von der Gemeinde gesprochene Defizitgarantie nicht in Anspruch genommen werden musste. Aber schon wenige Tage danach wurde die Gemeinde bei den Organisatoren vorstellig und präsentierte Fotos, mit denen akribisch genau dokumentiert wurde, was nicht reglementskonform ist: Da wurde blaue Farbe auf dem Boden moniert, ein paar leere Flaschen, die unter Bänken lagen, und der Mangel an WCs, die im übrigen nicht gekennzeichnet gewesen sein sollen. Insgesamt, warfen Gemeindevertreter ein, habe der Regiebetrieb während vier Stunden den Marktplatz aufräumen müssen. «Dabei war die Unordnung nicht grösser als an einem Wochenende ohne Fest», hält OK-Mitglied Susanne Crimi fest. Die Gemeinde machte schliesslich umfangreiche Auflagen geltend, die für ein nächstes Fest gelten. In einem achtseitigen Konzept ist zum Beispiel dargelegt, wie die Beschilderung der Tiefgarage zu erfolgen hat, die Kollisionsgefahr sei bei Gegenverkehr latent. Die Feuerwehr fordert eine Mindestdurchfahrbreite von 3,5 Metern. «Alle diese Auflagen sind mit Mehrkosten verbunden. Weil die Finanzierung eines solchen Festes durch Sponsoren und Platzgebühren erfolgt und der Aufwand für ein so kleines OK enorm ist, haben wir uns entschieden, im nächsten Jahr eine Pause einzulegen», hält die Voba fest. «Wir haben das Gefühl, dass die Gemeinde gar kein Interesse hat an solchen Festen und nicht mehr zur Kenntnis nehmen will, dass die Voba sich seinerzeit für

Ein bunter Mix und viele Besucherinnen und Besucher: «Heimat uf de Strass» war im Mai 2015 ein Grosserfolg. (Archiv) die Realisierung einer Begegnungszone eingesetzt hat. Und seither in kultureller Hinsicht einiges leistet», halten Voba-Präsidentin Barbara Roth und Susanne Crimi fest. Im gleichen Atemzug wird auch kritisiert, dass die Gemeinde für den 20. Chlausmärt, der am kommenden Sonntag über die Bühne geht, erstmals Standmieten verlangt – 1200 Franken für 60 Stände. Das könne nur durch Einsparungen gedeckt werden, heisst bei der Voba.

Gleichbehandlung der Festorganisationen Gemeindepräsident Clemens Grötsch wendet ein, dass sich die Gemeinde den Strassenfestorganisatoren einen Sockelbeitrag und eine Defizitgarantie zugesichert habe. Und er erwähnt die Gebührenordnung mit klaren Tarifen, die für alle Festorganisationen gleich gelten. Nicht zuletzt unter dem Spardruck wurde die Verwaltung auch angewiesen, die erbrachten Leistungen –

vorwiegend durch den Regiebetrieb – zu verrechnen. «Wir wollen hier volle Transparenz. Man darf bei den einen nicht etwas gratis durchgehen lassen, was bei anderen verrechnet wird. Bei einheimischen Organisationen gelten zudem tiefere Tarife als für auswärtige, sagt Clemens Grötsch. Selbstverständlich sei die Gemeinde bereit, mit Organisationen über eine Beteiligung an einer Veranstaltung zu sprechen, so der Gemeindepräsident.

forum

Weiter wursteln statt Ressourcen bündeln Rifferswil: Steuererhöhung wie noch nie, «Anzeiger» vom 27. November Die Gemeinde Rifferswil muss auf Grund des Zusammentreffens vieler ungünstiger Faktoren den Bürgern eine saftige Erhöhung des Steuerfusses beantragen. Der Gemeinderat ist wahrlich nicht zu beneiden und versucht aus der komplizierten Situation das Beste herauszuholen. Kernpunkt dabei sind sicher die steigenden Schülerzahlen und der zusätzliche Raumbedarf der Schule – der unglücklicherweise auch noch mit den dringenden Sanierungsmassnahmen der anderen Schulinfrastruktur zusammenfällt. Mit genau gleichen Problemen sehen sich die anderen beiden Gemeinden im Oberamt konfrontiert. Es fragt sich: Ist dies Zufall oder nicht? Meiner Meinung nach löffeln die Gemeinderäte der drei Gemeinden die Suppe einer völlig verfehlten Schul- und Infra-

Mit vollständiger Adresse Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Namensangabe oder Adresse der Autorin oder des Autors enthalten. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen, dazu auch solche, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen. (Red.)

strukturpolitik der letzten 15 bis 20 Jahre aus. Dem Stimmbürger wurde als Heilsbringer die Fusion der politischen Gemeinde mit der Schulgemeinde verkauft. Nun müssen ebendiese Einheitsgemeinden – jede für sich – genau das gleiche Problem lösen. Das kommt einem «schulischen Basteln auf tiefem Niveau» gleich. Hätten die damaligen Behörden einen planerischen Horizont gehabt, der über den Rand des Bierdeckels hinaus geht, würden die heutigen Behörden sich nicht mit solchen Problemen konfrontiert sehen. Die Voraussetzungen im Oberamt wären optimal gewesen. Es bestand – und besteht heute noch – die Kreisschulgemeinde der Sekundarschule. Ein Zusammenschluss aller vier Schulgemeinden – der drei Primarschulgemeinden mit der Kreisgemeinde der Sekundarschule – hätte nicht nur aus finanziellen und organisatorischen Gründen, sondern vor allem auch aus Gründen der

Infrastruktur Sinn gemacht. Und es hätte wohl weit weniger gekostet, als wenn alle Gemeinden genau dasselbe planen und realisieren. Dass nun zum heutigen Zeitpunkt in der gleichen Art und Weise geplant und gebastelt wird, lässt eigentlich nur einen Schluss zu: Es ist immer noch viel zu viel Geld vorhanden, um einzeln zu wursteln, anstatt die Ressourcen zu bündeln und gemeinsam für die Zukunft etwas «Grosses» zu planen! Eine gemeinsame Schule würde aber vor allem auch einen pädagogischen Sinn machen. Eine gemeinsame pädagogische Haltung vom Kindergarten bis zum 9. Schuljahr. Regeln, Rituale und ein reger Austausch im Schulteam. Eine Schulleitung, ein Schulsekretariat, eine Schulpflege und viel gemeinsame Schulinfrastruktur, die sich effizient Nutzen lässt. Da ja aber die Ressourcen vorhanden sind, kocht weiterhin jede Gemeinde ihr Süppchen.

Ach ja und noch etwas! Anlässlich der Eröffnung des Schulhauses Im Birch in Zürich Oerlikon im Jahre 2004 fand eine internationale Architektentagung zum Thema Schulhausbau statt. Da wurden unter anderem Projekte vorgestellt, die weit über die Idee Schulhaus gleich Klassenzimmer, Gruppenräume, Mehrzwecksaal und Turnhalle hinausgingen. Bereits zu jenem Zeitpunkt wurden Schulen gebaut, bei welchen die demografische Entwicklung zentraler Punkt der Schulhausplanung war. Schulhäuser, die so ausgelegt waren, dass aus Klassenzimmern Büros entstanden oder das ganze Schulhaus in eine Altersresidenz umgewandelt werden könnte. Solche Aspekte machen aber nur Sinn, wenn über den Dorfrand hinweg gedacht wird. Dazu braucht es mutige Leute.

die mit nur zwei Unterschriften als solche nicht gültig wäre. So hat kurzerhand der Gemeinderat für das Begehren der Anwohner Partei ergriffen und eine Gegeninitiative lanciert. Sollte die Gemeindeversammlung diese annehmen, würde der alte Zustand zementiert und die Möglichkeit, auch im Mattler verdichtet bauen zu können, verunmöglicht. Dazu stellen sich nun einige grundsätzliche Fragen: – Rechtssicherheit! Worauf soll der Bürger sich bei einem Bauprojekt denn stützen, wenn nicht auf die geltende Bau- und Zonenordnung?

Rifferswil: Steuererhöhung wie noch nie, «Anzeiger» vom 27. November.

– Darf der Gemeinderat mit schwammigen juristischen Gebilden ein Bauprojekt überhaupt verzögern? Wer übernimmt die Kosten der Bauverzögerung? – Kann sich der Gemeinderat in der aktuellen finanziellen Situation (Steuererhöhung von 22 %) überhaupt leisten, nur für ein Quartier einen neuen Bau- und Zonenplan zu erstellen, der das Land deutlich entwertet? Werden die Bewohner des Quartiers Entschädigungsbegehren stellen? Wer wird diese bezahlen?

Der Gemeinderat von Rifferswil legt uns eine Steuererhöhung von 22 % vor. Noch vor einem Jahr, als es darum ging den Schulhaus-Neubau zu bewilligen, wusste offenbar niemand, dass der Zustand der Gemeindefinanzen so desolat ist, oder es wurde mindestens nicht kommuniziert. Bei jedem Fussballclub müssten der Trainer und Sportchef den Hut nehmen, wenn sie eine Mannschaft so unbedacht ins Elend führen. Läuft es schlecht, dann nützten Jammern und leere Versprechungen nichts mehr, dann müssen neue Spieler mit neuen Ideen her. Fehler müssen korrigiert werden. Steuerzahler sind Kunden der Gemeinde und müssen gepflegt und nicht mit verfolgen von privaten Interessen der Gemeinderäte (BZO-Änderung zugunsten ihrer Fernsicht) vertrieben werden. Andere Gemeinden machen es vor und bieten sich als attraktive Wohn- und Lebensorte an. Das bedeutet nicht nur attraktive Steuern, sondern auch eine gut und kompetent funktionierende Verwaltung. Eine Bauverwaltung, welche hilft, Projekte im Rahmen der Gesetze zu ermöglichen und nicht nur verhindert. Eine Gemeindeverwaltung, welche kompetent und zuverlässig verbindliche und umsetzbare Beratungen und Auskünfte erteilt und Dienstleistung am Kunden erbringt. Bitte, liebe Rifferswiler Gemeindebehörde, macht eure nicht einfache Aufgabe richtig und im Sinne der Volksvertretung.

Urs Moser, Rifferswil

Peter Senn, Rifferswil

Toni Schönbächler, Hausen

Merkwürdiges Rechtsverständnis Verdichtetes Bauen, aber nicht im Quartier Mattler in Rifferswil? Erstaunt las ich, dass der Gemeinderat eine neue Bau- und Zonenordnung für den Mattler vorschlägt, warum das? Vor fünf Jahren hat die Gemeindeversammlung in Rifferswil die neue Bau- und Zonenordnung mit 163 zu 2 Stimmen angenommen. Nun soll aufgrund eines ersten eingereichten Bauprojekts im Mattler die neue BZO für ungültig erklärt werden, da den Nachbarn das neue Haus zu hoch erscheint. Anstelle eines Rekurses haben die Nachbarn eine Initiative eingereicht,

Bitte den Hut nehmen!


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Treffpunkt

«Candle Swing»

Chlausmärt und Chlauslauf locken am Sonntag in die Begegnungszone von Affoltern. > Seite 12

Am Sonntag trifft in der ref. Kirche Obfelden Bigband-Sound auf Chorgesang. > Seite 16

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Erfolgreiche Saison Emma Pooley aus Hausen durfte 2015 mehrere Siege und einen WM-Titel feiern. > Seite 17

Handgefertigte Holzspielsachen aus Schweizer Herstellung Kathrin Kiener lässt seit 40 Jahren im Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau produzieren Kunterbunte Würfel-Puzzles, Mobiles, Musikdosen, Schmetterlinge und Stehaufmännchen: Kathrin Kiener schwört seit 40 Jahren auf die handgefertigten Holzspielsachen aus dem Werkund Wohnhaus zur Weid in Rossau. Das wiederum freut die Auftragsempfänger. ................................................... von martin platter Kathrin Kiener ist eigentlich eine Frohnatur. Doch kürzlich hat sich die Spielzeugmacherin geärgert. «In der NZZ erschien ein Artikel über einheimische Spielwaren-Produzenten, in dem aber nur drei erwähnt wurden: Visa Gloria, Kuboro und Traufer. Als Leserin erhielt ich den Eindruck, dass diese drei die letzten auf dem Markt Verbliebenen sind, die noch in der Schweiz produzieren.» Doch dem sei nicht so. Es gebe noch mindestens zwei Dutzend Kleinunternehmen, die hierzulande hochwertiges Schweizer Spielzeug anfertigten, erklärt Kiener. Die Stiftung Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau sei eines davon.

«Kienereien» aus dem Werk- und Wohnhaus Sagts und wendet sich im Sitzungsraum der Holzwerkstatt ebendieses Werk- und Wohnheims Schreinerei-Be-

reichsleiter Ruedi Hausherr und Spielzeug-Produktionsleiter Pius Zimmermann zu. Die aktuelle Holzspielsachen-Kollektion im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft steht bevor. Je nach Komplexität sind bis zu sieben Personen an deren Herstellung beteiligt. «Das Geniale ist die Variabilität der Arbeiten, die verschiedensten Fähigkeiten erfordert. Von einfach bis sehr anspruchsvoll», erklärt Hausherr und nennt als Beispiele Mobiles binden oder Musikspieldosen montieren. Beides erfordere ausgeprägte Fingerfertigkeit und Geduld. «Die Kundschaft ist anspruchsvoller geworden, was die Qualität betrifft», ergänzt der Bereichsleiter. Kiener bestätigt dies und fügt an: «Früher gab es einen Hampelmann, der Arme und Beine bewegte. Heute muss er auch noch Töne von sich geben und blinken.» Kathrin Kiener selber mag es gerne farbenfroh und filigran. Besonders ans Herz gewachsen sind ihr ihre Schmetterlinge, die auch grossen Zuspruch in der Kundschaft finden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werk- und Wohnhauses haben gerade die neueste Serie fertiggestellt. Kiener ist zufrieden mit der Qualität und freut sich, dass sie damit auch den Werkplatz Schweiz und eine geschützte Werkstatt unterstützt. Im Hinblick auf das Fest der Liebe für sie die perfekte Kombination. Weitere Infos unter kienertoys.ch, zur-weid.ch.

Kathrin Kiener, links, nimmt mit Mitarbeiterin Alice Klemm im Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau hergestellte Holzschmetterlinge in Empfang. Rechts der Bereichsleiter Schreinerei, Ruedi Hausherr, sowie der Produktionsleiter Spielwaren, Pius Zimmermann, Mitte. (Bild Martin Platter)

Bequemer tanken dank Schlaucheinzug

Von «seriös» bis «verrückt»

Agrola-Tankstelle beim Lärchenhof in Bonstetten: Neue Zapfsäule

FotoArt Company am Chlausmärt

Alfons Leu, Geschäftsführer der Landi Bonstetten, und deren Präsident Urs Furrer sind bester Laune. An der Agrola-Tankstelle beim Lächenhof in Bonstetten kann wieder getankt werden – und das erst noch komfortabler als je zuvor. Die alte Säule wurde altershalber ersetzt. Die neue, an der wie bisher Bleifrei 95 und Diesel bezogen werden kann, hat nun einen bequemen Schlaucheinzug und verfügt über eine Digitalanzeige. Die Treibstoffpreise können nun synchron mit der neuen digitalen Anzeigetafel ferngesteuert eingegeben werden. «Die Sanierung der Tankstelle ist damit abgeschlossen», erklärt Leu. Bereits im Frühling sei der Bezahlautomat für Kreditkarten und Banknoten erneuert worden. Im Vorjahr habe man die unterirdischen Tanks saniert. Gemäss Furrer überlegt man sich nun ein Anreizsystem mit Mengenrabatten für Grossbezüger einzuführen. Mit der Agrola-Tankkarte kann der Treibstoff dann bequem per Monatsrechnung bezahlt werden. (map.)

Am diesjährigen Chlausmärt in Affoltern präsentiert Thomas Hadorn von FotoArt Company Arbeiten aus seinem Angebot. Dies sind einerseits Porträtaufnahmen von «seriös» bis «verrückt», Beispiele von Hochzeitsreportagen sowie «Trash the dress»-Fotos, andererseits aber auch freie Projekte, die er im Laufe des Jahres umgesetzt hat. Die Arbeiten präsentiert er auf Grossformatdrucken in verschiedenen Techniken von Leinwand- über Acrylglas- bis zu Alubildern. Bei seinen Arbeiten kommt Thomas Hadorn seine berufliche Vergangenheit zugute. Nebst Fotograf ist er auch Bildbearbeiter, das heisst, er ist «Photoshopper» was ihm bei der Realisation seiner Projekte enorme Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. So lässt er Personen im «Feuer brennen» oder taucht sie «unter Wasser» oder aber er kombiniert in realistischer Form Studioaufnahmen mit exotischen Hintergründen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Am 6. Dezember macht Thomas Hadorn allen Besuchern ein besonderes Angebot. Im Rahmen einer Chlaus-

Alfons Leu, Geschäftsführer der Landi Bonstetten, links, und deren Präsident Urs Furrer zeigen die neu montierte Agrola-Zapfsäule beim Landi-Märt in Bonstetten. (Bild Martin Platter)

Thomas Hadorn. (Bild zvg.) märt-Aktion erhält jeder, der an diesem Tag bei FotoArt Company ein Fotoshooting bucht oder sonst etwas bestellt, einen einmaligen Rabatt von 20 %. (pd.) Weitere Informationen: www.fotoartcompany.ch oder unter Telefon 043 530 03 99.


veranstaltungen

Treffpunkt Begegnungszone Chlausmärt und Chlauslauf in Affoltern Bereits 20 Mal und dieses Jahr sogar just am 6. Dezember organisiert die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (Voba) den Chlausmärt an der Oberen Bahnhofstrasse. 80 Stände mit Ausstellern, eine Kindereisenbahn vor dem «Roots», ein weihnachtliches Konzert der «Säuligugger» und natürlich Samichlaus mit Schmutzli hoffen auf einen regen Besucherandrang. ................................................... von susanne crimi Für einen rasant-sportlichen Auftakt werden, wie auch schon viele Jahre zuvor, die Läufer und Läuferinnen des LVA sorgen. Bereits ab 10 Uhr, wo zeitgleich der Startschuss für den Markt stattfindet, beginnt der alljährliche «Chlauslauf». Er dient vielen Sportlern als Trainingslauf für den kommenden Silvesterlauf in Zürich. Publikumsmagnet ist aber immer der Mu-Kioder Va-Ki-Lauf. Was für schöne Bilder entstehen doch Jahr für Jahr, wenn zukünftige Marathon-Boys und -Girls zusammen mit ihren Eltern Richtung Ziel rennen! Manchmal kann der Zuschauer auch kaum ausmachen, wer hier wen anfeuert und zum Durchhalten motiviert. Ab 12 Uhr werden die Schnellsten vor dem Kasino-Kopfbau mit der Siegerehrung gefeiert. Die Aussteller mit Handgemachtem, Dekorativem, Schmückendem und Mundendem begeistern jedes Jahr aufs Neue die Besucher. Die sehr schön dekorierten Stände sind eine Augenweide und werden durch eine Jury prämiert. Im Zelt der Feldschützen Zwillikon wird Raclette serviert, und die Kapelle Leo Kälin sorgt für urchige Unterhaltung. Der GemischteChor Affoltern punktet mit seinen feinen Würsten, am Stand vom ChinaRestaurant gibts Frühlingsrollen und Currys, am Smoker die schon bekannten Steaks und viele Stände bieten eine Vielfalt an Guetzli, Glühwein und

frische Berliner an. Sogar feine Suppen sind zu haben, Pizzas, Hotdogs, Antipasti – für jeden Geschmack also ein Angebot.

Fast alle Läden sind offen Beinahe alle Läden an der Oberen Bahnhofstrasse sind an diesem verkaufsoffenen Sonntag geöffnet, und viele haben entweder ein spezielles Angebot oder bieten Prozente an. Ein Gang in die Ladenlokale lohnt sich somit auf jeden Fall, ob man nur etwas Schmökern, Wein degustieren, sich über die neueste Technik informieren, wärmen oder auch gezielt einkaufen will. Für die Kleinsten gibts vor dem «Roots» eine kleine Eisenbahn. Während die Kinder auf die Rundreise gehen, haben die Eltern Gelegenheit sich mit wärmendem Trink- oder Essbaren zu versorgen und etwas zu plaudern. Natürlich sind Samichlaus und Schmutzli auch zu finden. Gerne verwöhnen sie die Kinder mit kleinen Gaben und lassen sich Gedichte und Geschichten erzählen. Um 14 Uhr findet vor dem Kasino Kopfbau ein aussergewöhnliches Weihnachtskonzert statt. Für einmal haben die «Säuligugger», die Affoltemer Guggenmusik, ein spezielles Repertoire einstudiert und werden den Zuschauenden besinnliche Klänge vortragen. Natürlich kann auch mitgesungen werden, wenn die Melodie bekannt ist – eine neue und ungewohnte Art von weihnachtlicher Musik darf erlebt werden. Während des Nachmittags werden die sonst eher fasnächtlichen Musikanten an verschiedenen Standorten aufspielen. Cecile und Kurt Mohn sind mit ihrer traditionellen Drehorgel unterwegs und erfreuen die Besucher mit ihren Kostümen und dem schönen Instrument. Wenn es dunkel wird, kommen die Stände durch ihre Beleuchtung besonders zur Geltung. Bis um 18 Uhr kann diese adventliche Ambiance genossen werden.

Die Begegnungszone wird zum Treffpunkt..

Samichlaus verschenkt wieder grosszügig feine Sachen. (Archivbilder)


Veranstaltungen

Dienstag, 1. Dezember 2015

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Adventsmäärt Wettswil: Fest für alle Sinne

Unterwegs mit Tee und Punsch, das Christkind des Frauenvereins, welcher im Türmlihaus ein Teestübli führte. (Bilder Urs E. Kneubühl)

Zahlreiche Besucher aus dem Bezirk und darüber hinaus genossen vergangenen Sonntag den 17. Wettswiler Adventsmäärt, der nach bewährtem Konzept Traditionelles mit Neuzeitlichem verband. ................................................... von urs e. kneubühl Weihnächtlich und mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückte Stände, an denen allerlei weihnächtlich Schönes und Leckeres feilgeboten wurde, sorgten am Wettswiler Adventsmäärt auch heuer für besinnliche vor allem aber vorweihnachtliche Stimmung. Das

festlich bunte Treiben zwischen Poststrasse und Schulanlage Mettlen lockte am vergangenen Sonntag wiederum eine Vielzahl von fröhlich gestimmten Besuchern in das Unterämtler Dorf. Bei weihnachtlichen Klängen, dem gemeinsamen Singen von Adventsliedern mit dem gemischten Chor, und bei allerlei schönen Geschenken zum Erstehen sowie kulinarischen Leckerbissen erlebten sie den Määrt mit allen Sinnen. Zusammensein und Geselligkeit waren auch diesmal Trumpf beim Bummeln, Staunen, Naschen und Kaufen mit Freunden oder Familie, dem Wärmen der Hände an einem Glühwein oder einer Tasse Tee. Der Wettswiler Adventsmäärt, durchgeführt vom OK Wettswiler

Herbscht- und Adventsmäärt und garantiert durch eine fleissige Schar freiwilliger Helferinnen und Helfer, ist ein Stück Tradition, an dem sich alltägliche Hektik in gesellige Freude wandelt – und genauso ist es kein Wunder, dass viel Handgefertigtes angeboten wird, wie etwa von der 5. Klasse der Primarschule Wolfetsloh. Mit der modernen Zeit vermischt, macht der Määrt, dessen Erlös heuer «sintegrA» zur Integration erwachsener Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung zugute kommt, den Dorfkern von Wettswil Jahr um Jahr am 1. Adventssonntag zu einem ganz besonderen Ort, wobei stets die Vorfreude auf Heiligabend und Weihnachten mitwirkt.

Auch das Verzieren und Schmücken von Lebkuchenherzen gehört als Tradition zum Wettswiler Adventsmäärt.

Krippen aus aller Welt in der KommBox Aeugst Weihnachtsstimmung mit Krippen aus der Sammlung von Ewald Schuler Ewald Schuler aus Hausen sammelt. Spielzeug wie Blechautos, Modelleisenbahnen und Steiff-Tiere. Man kann sie im Spielzeugmuseum Pegasus beim Türlersee bewundern. Ewald Schuler sammelt auch Krippen. Einige aus seiner Sammlung sind bis am 6. Januar 2016 in der KommBox Aeugst zu bewundern.

oder die Santons aus Frankreich zeigen den Alltag des einfachen Volkes – oft mit einem Augenzwinkern. Andere Krippen vermitteln die Kostbarkeit der Geburt mit Gold, edlen Materialien und festlichem Glanz.

Faszination Ewald Schuler erzählt: «Vor rund 30 Jahren habe ich die erste Krippe in Polen erstanden. Über die Jahrzehnte sind etwa 200 zusammengekommen. Mich hat immer die Vielfalt der Darstellungen und der verwendeten Materialien fasziniert.» Die meisten Krippen aus der Sammlung Schuler sind zurzeit im Pfarreizentrum der Dreifaltigkeits-Kirche in Bern zu sehen. In ihrer Einführung anlässlich der Vernissage der Ausstellung in der KommBox am vergangenen Donnerstag las Ruth Zimmermann einen Text zur Entstehung der Krippen. Die Auswahl der Krippen zeigt einen kleinen Querschnitt zur Krippenkultur in aller Welt. Die ausgestellten Krippen lassen nicht nur staunen, sondern wecken bei den Besuchern auch Kindheitserinnerungen.

................................................... von regula zellweger Wie erklärte man über Jahrhunderte Menschen, die nicht lesen konnten, die Weihnachtsgeschichte? Mit einer Krippe. Seit dem 13. Jahrhundert entstanden solche überall da, wo die Kirche Gläubigen und Ungläubigen das Wunder von Bethlehem erklären wollte. Und damit die Leute sich damit identifizieren konnten, prägte man die Krippen entsprechend der Kultur des Landes. Deshalb unterscheiden sich Krippen weltweit. Krippen werden heute vielerorts als Zeitzeugen und ein Stück internationaler Weihnachts-Kulturgeschichte gesammelt.

Krippen-Ausstellung in der KommBox Aeugst,

Eine edle Krippe aus der Sammlung von Ewald Schuler. (Bild Regula Zellweger) Ausdruck von Lebensfreude Krippen wurden übers Jahr sorgsam aufbewahrt, um dann in der Adventszeit hervorgeholt und liebevoll aufge-

Gemeindehaus, Dorfstrasse 22, Aeugst am Albis,

stellt zu werden. Kinder wussten genau, welche Figuren der Krippe ihrer Familie wo zu stehen haben. Oftmals hatte man auch eine Lieblingsfigur.

Krippen verkünden eine frohe Botschaft, anders als viele andere religiöse Objekte. Sie sind volksnah und repräsentieren meist den Alltag der ein-

fachen Bevölkerung, denn Maria und Josef waren arm und aus ihrer Heimat ausgewandert – wie heute auch viele Menschen. Mexikanische Krippen

bis 6. Januar 2016. Montag, 8 bis 11.30 Uhr, 16 bis 18.15 Uhr; Dienstag, 8 bis 11.30 Uhr; Mittwoch, 8 bis 11.30 Uhr, 14 bis 16.30 Uhr; Donnerstag, 8 bis 11.30 Uhr.


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Veranstaltungen

Dienstag, 1. Dezember 2015

Chorgesang trifft auf Bigband-Sound «Candle Swing» mit Klassikern von Glenn Miller, Ella Fitzgerald und Louis Armstrong Bereitschaft zu etwas Neuem hat «Chorisma» aus Baar und die «Apple’s Paradise Big Band» aus Affoltern zusammengeführt. In der Kirche St. Martin in Baar haben die beiden Formationen das erste ihrer drei Konzerte aufgeführt. Nun kommt «Candle Swing» nach Obfelden. Der Chor aus Baar beginnt das Programm mit der Jazz Ballade «Night and Day» von Cole Porter, einem Evergreen aus den Vierzigerjahren. Feinfühlig interpretiert Chorisma den Song und lässt das Publikum bereits ein erstes Mal in der Vergangenheit schwelgen. Nun treten die Musiker der Big Band auf die Bühne und zeigen mit ihrem ersten Stück «Splanky», mit dem charakteristischen Piano-Intro

von Count Basie, ihre Versiertheit im Swing. Bei «One and Only», einem Song von Adele, tritt dann die Solistin der Apple’s, Caroline Spörri, dazu und verzaubert mit ihrer ausdrucksstarken Stimme gekonnt das Spiel der Big Band. Der Lead wechselt ständig. «Chorisma» singt a capella oder mit Klavierbegleitung von Thomi Widmer ihre Songs, gibt das Zepter wieder ab an die Big Band und ihre Solistin. Jazz, Swing und groovigen Pop geben die beiden Formationen zum Besten und schenken dem Publikum einen Abend zum Geniessen. Am Schluss finden sich die beiden Formationen mit dem Latino Song «Sway» zum grossen Finale. «Candle Swing» am 6. Dezember in der ref. Kirche in Obfelden und am 13. Dezember in der ref. Kirche in Zug, Konzertbeginn jeweils um 17 Uhr.

«Chorisma» aus Baar und die «Apple’s Paradise Big Band» aus Affoltern spannen zusammen. (Bild Christian H. Hildebrand)

Gesang mit Pauken und Trompeten Adventskonzert des Reformierten Kirchenchors Affoltern «Vom Himmel hoch da komm ich her ...» unter diesem Motto will der Reformierte Kirchenchor Affoltern mit Gästen, Solisten und Orchester am traditionellen Adventskonzert vom 6. Dezember das Publikum verzaubern. Black and White die Kleidung – farbig das Programm. (Bild Susanne Crimi)

«The Colors of Winter» Baarer Chor «vocal emotions» in Affoltern Unter das Motto «Black and White» stellte der fast 50-köpfige Chor sein Konzert vom vergangenen Sonntagabend in der reformierten Kirche Affoltern. Alles andere als schwarz-weiss war hingegen das Gebotene: ein bunter Reigen aus gängigen Melodien und afrikanischen Rhythmen. ................................................... von susanne crimi Der Name «vocal emotions» ist Programm. So stimmten der mit Kerzenlicht in weissen Papiertüten erhellte Eingangsbereich der Kirche und auch der Chorraum, der gleich geschmückt war, erwartungsvoll und weich. Mit der Musikwahl für das diesjährige Konzert machte der Chor seinem Namen Ehre. Songs aus Südafrika wie «Pata Pata» von Miriam Makeba, «Mamaliye» gesungen in Zulu, einer der südafrikanischen Sprachen, ein Loblied auf alle Mütter Afrikas und auf «Mutter Afrika» selbst, stimmten nachdenklich. «Shozoloza» ein Lied, das Minenarbeiter sangen, während sie in die Mine einfuhren, und natürlich «Gimme hope Jo’anna» von Eddy Grand erinnerte an andere Kulturen, aber auch an eine jüngere Vergangenheit im Süden von Afrika, die unrühmlich war und noch immer ist. Alte afro-amerikanische Spirituals nebst Gospel-Blues und -Popsongs liessen Gedanken an die Sklaverei in den USA aufkommen, schmerzliche Geschichten voller Hoffnung, Rhythmus und eigenartigerweise trotzdem Lebensfreude.

Fehlende Choreografie Als Adventskonzert ausgelegt durfte das Publikum sich auch durch die Charts der letzten 20 Jahre führen lassen. So wiesen einige Titel auf CDSamplers mit modernen Christmas-

Songs und Hitparadenstürmern hin wie «Circle of Life» von Elton John, «All I want für Christmas» von Mariah Carey und «Shackles» von Mary Mary. Dem «King of Pop» Michael Jackson zollte der Chor seinen Tribut mit gleich drei seiner Songs: «Will you be there», «Black or white» und «Man in the mirror». Der Chor bot ein Konzert, welches durch starke Stimmen, klar hörbare Texte und Ausgewogenheit brillierte. Leider fehlte eine gewisse Choreografie, eben die Performance, welche solche von Rhythmus geprägte Titel hätten bieten können. Das Publikum war gebannt und hätte sich gerne mitreissen lassen, manchmal schien es gar, als wollte das Feuer überspringen. Ganz gelang dies leider nie wirklich, der Funke erlosch immer wieder, Chor und Publikum blieben wie zwei getrennte Einheiten. Mit ausserordentlicher Feinfühligkeit begleitete Georgij Modestov am E-Piano während des Konzertes und auch die Dirigentin Miriam Lüthy liess erkennen, dass sie mit viel Gespür und Herzblut bei der Sache war.

In Weihnachtsstimmung gekommen Das Publikum liess es sich nicht nehmen, den Chor zu einer Zugabe zu bewegen und klatschte lange und ausgiebig. Ein kleines Mädchen, dessen Mutter im Chor mitgesungen hat, stürmte hoch zur Mama, um während der Zugabe nah bei ihr stehenzubleiben. Eine kleine Geste und doch so stimmig angesichts der Tatsache, dass in nicht mehr ganz einem Monat Weihnachten ist – ein Fest, das für Menschlichkeit, Güte und Verständnis quer durch die Welt, Hautfarben und Herkunft steht. Dies ist durch das erlebte Konzert sehr gut thematisiert worden und bei den Zuhörern angekommen. Das kleine Mädchen hat durch ihre natürliche Haltung und ihr Hochstürmen zu der Mutter das Ganze noch sichtbarer gemacht.

Geboten wird ein breites Programm, welches von Gregorianik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, und von solistischer über kammermusikalischer bis hin zu romantischer Besetzung reicht. Eröffnet wird das Konzert mit dem gregorianischen «Rorate coeli», anschliessend folgen drei stimmungsvolle adventliche Motetten der hochbarocken Komponisten Heinrich Schütz und Michael Praetorius. Nach dem prächtigen Magnificat des Barockkomponisten Francesco Durante folgt der Chor «Es wird ein Stern aus Jakob aufgehn» aus Felix

Mendelssohn-Bartholdys unvollendetem Oratorium «Christus», welches der berühmte Choral «Wie schön leuchtet der Morgenstern» beendet.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei Das Adventslied «O come, o come Immanuel» und das Weihnachtslied «Christmas Lullaby», arrangiert und komponiert vom populären englischen Komponisten John Rutter, sowie ein «Ubi caritas» des jungen Zeitgenossen Ola Gjeilo, sind weitere musikalische Leckerbissen dieses Konzertes. Weiter erklingen das Choralvorspiel BWV 700 von J.S.Bach für Orgel, eine Pastorale aus Händels Messiah. Das offizielle Konzertprogramm endet mit der majestätischen Kantate «Vom Himmel hoch», ein rund 20 Minuten dauerndes Chorwerk mit Solisten, grossbesetzter Orchesterbegleitung,

fünfstimmigem Eingangschor, zwei pastoralen Solo-Arien, einem dunklen Rezitativ, gefolgt von einem eindrücklichen Schlusschor mit Trompeten und Pauken, über das berühmte Motiv von Luther. Bei dieser musikalischen Fülle ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Man darf gespannt sein, wie es klingt, wenn ein gross besetztes Orchester auf einen mindestens so grossen Chor trifft und auf eine Zugabe, welche das Publikum zum Mitsingen einlädt. Begleitet wird der Chor erneut von einem vergrösserten Ad-hoc-Orchester mit vielen Gästen der Region. Als Solisten sind Carmela Konrad (Sopran) und Serafin Heusser (Bariton) zu hören. Rico Zela, Musikalische Leitung Adventskonzert am 6. Dezember, 17 Uhr, in der reformierten Kirche.

Diesmal schwang Jugend obenaus Mettmenstetter SVP-Dorfjass 2015 Einmal mehr bestätigte sich, dass das von der Mettmenstetter SVP organisierte Dorfjass-Turnier auf viele treue Gäste zählen kann, die sich seit Jahren regelmässig zu diesem Anlass einfinden. So erschien am vergangenen Freitag, 27. November, praktisch die ganze Jassprominez. Eine besondere Erwähnung verdient die zweitplatzierte Edith Suter, welche die nicht gerade kurze Anreise von ihrem neuen Wohnort Gommiswald nicht als Hinderungsgrund für ihre Mitwirkung sah. Über so viel Treue freuten sich natürlich die Organisatoren. Ein Grund zur Freude war ebenfalls, dass unter den 52 Teilnehmern etliche ziemlich junge und stark auftretende Jassfreunde auszumachen waren. Dies fand denn auch im Endresultat seinen entsprechenden Niederschlag. Der heiss umkämpfte erste und auch der lohnende letzte Platz wurden dieses Jahr denn auch von der jungen Generation beansprucht. Sowohl der strahlende Sieger Matthias Storz aus Mettmenstetten als auch das Schlusslicht Anja Junker vom Hof Freudenberg durften als Lohn für ihre Jasskünste einen gut gefüllten Früchtekorb nach Hause tragen. Beiden war die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben, beim einen über seinen Triumph

und bei der anderen über den unerwarteten, prächtigen Trostpreis.

Hohes Niveau, keine Gehässigkeiten Den zweiten und dritten Preis machten sich die schon erwähnte Edith Suter und der jasserprobte Routinier Walter Kleiner streitig. Nach vier Runden trennten die beiden nur gerade 15 Punkte. Knapp nicht in den Medaillenrängen landeten die seit vielen Jahren regelmässig stark auftretenden Hans Hinnen und Alois Zemp. Allgemein wurde auf hohem Niveau gejasst und es ist als besonders angenehm zu vermerken, dass der ganzen Abend ohne Gehässigkeiten verlief und auch gröbere Jassfehler vom zugelosten Jasspartner meistens stoisch verdaut wurden. So kam die Gemütlichkeit nicht zu kurz, was durch die leistungsfähige Gastwirtschaft unter der Leitung von Erika Nägeli unterstützt wurde, welche ein bodenständiges kulinarisches Angebot zu günstigen Preisen anbieten konnte. Schon kurz nach Abschluss der letzten Runde konnte OK-Präsident Othmar Zimmermann zur Preisverteilung schreiten. Der SVP gelang es auch dieses Jahr, einen reich gedeckten Gabentisch zu präsentieren und so war es wiederum möglich, dass alle Teilnehmenden einen schönen Preis mit nach Hause nehmen konnten. Na-

Sieger des Abends. Von links: Edith Suter (2.), Gewinner Matthias Storz und Walter Kleiner (3.). (Bild zvg.) türlich geht so etwas nur mithilfe der wiederum sehr grosszügigen Unterstützung des Anlasses durch viele lokale Gewerbebetriebe, aber auch durch private Sympathisanten. Der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten hat einmal mehr seinen zur Festwirtschaft umgebauten 10-mStand für diesen Anlass zur Verfügung gestellt. Als Fazit des Abends sei festgehalten, was ein Teilnehmer konstatierte: Jassen ist Gehirnjogging und hält jung! SVP Mettmenstetten Weitere Infos und komplette Rangliste unter www.svp-bezirk-affoltern.ch/sektionen/ sektion-mettmenstetten.


Sport

Dienstag, 1. Dezember 2015

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Sieg auf der Alpe d’Huez und WM-Titel Weltmeister-Titel und mehrere Siege an Langdistanz-Triathlons für Emma Pooley in der Saison 2015 Das erste Jahr als Profi-Triathletin war für die Engländerin schwierig. Sie verteidigte zwar ihren Titel als ITU-Weltmeisterin im Duathlon und bestritt zahlreiche Langdistanz-Rennen, verpasste aber wegen Krankheit ihren Lieblingswettkampf, den 70.3 von Rapperswil.

Vorbereitung auf die Duathlon-WM das 7-Tage-Etappenrennen Haute Route von Nizza nach Genf über 800 Kilometer mit 21 000 Höhenmetern mit dem Team Tempo Sport. Auch dieses Rennen beendete Pooley als erste Frau.

Duathlon-Weltmeisterin

................................................... von hanspeter feller Auf die neue Saison wechselte Emma Pooley vom Radsport zum Triathlon und löste eine Pro-Lizenz. Den Winter verbrachte sie mehrheitlich in Perth, Australien, wo sie ideale Trainingsbedingungen vorfand. Während der dreimonatigen Trainingsphase bestritt sie auch einige Langdistanz-Wettkämpfe, unter anderem die Ironman Asia-Pacific Championships, an denen sie den ausgezeichneten 9. Platz belegte. «Ein neunter Platz fühlt sich wie eine Niederlage an, aber in Anbetracht der starken Konkurrenz und der flachen Radstrecke ein nicht zu schlechtes Resultat», meint Emma Pooley.

Sieg auf der Alpe d’Huez Im April kehrte sie in die Schweiz zurück. Die Vorbereitungen auf den 70.3 in Rapperswil verliefen jedoch nicht optimal. Eine Verletzung verhinderte regelmässiges Lauftraining und krankheitshalber konnte sie am Wettkampf in Rapperswil, welcher nicht zuletzt wegen ihrem Hauptsponsor Tempo Sport zum Saisonhöhepunkt werden sollte, nicht starten. Was dann folgte, war eindrücklich. Die Wettkampfserie im Sommer mit mehreren Triathlons über die

Emma Pooley reisst beim Zieleinlauf des Alpe d’Huez Triathlons die Hände in die Höhe. (Bild Jacky Everaerdt) Langdistanz innerhalb von wenigen Wochen haben bei ihrem Trainer wahrscheinlich keine Freudensprünge ausgelöst. Es begann mit einem 3. Rang am Ironman Nizza, ein gutes Resultat fürs Selbstvertrauen. Dann folg-

te der Bergtriathlon Alpe d’Huez (2 km Schwimmen, 110 km Rad, 21 km Laufen). Zwei Wochen später startete sie am Embrunman in den Hautes Alpes (3.8 km Schwimmen, 188 km Rad mit 4000 m Höhenmetern, 42.1 km

Laufen). Pooley gewann beide Rennen – ein Highlight für jede Triathletin. Auf den Berg-Radstrecken konnte sie ihre Fähigkeiten besser ausspielen als auf flachen Radstrecken. Wiederum zwei Wochen später bestritt sie als

In Zofingen konnte Emma Pooley ihren Langdistanz-Weltmeistertitel im Duathlon verteidigen. «Ein Weltmeistertitel im Land wo man zu Hause ist, ist für jeden Sportler etwas Spezielles», sagt Emma Pooley. Nicht zuletzt deshalb war die Titelverteidigung ein weiteres Highlight der Saison. Trotz fehlenden Laufkilometern gelang ihr ein guter Wettkampf. Im Oktober absolvierte sie noch den Ironman von Wales und belegte den 5. Rang und als schönen Saisonabschluss den Transviamalalauf und den Transruinaulta-Trail mit den Rängen eins respektive vier. Im Radsport sind 50 Wettkampftage pro Jahr normal. Im Triathlon ist der Kräfteverschleiss grösser und das Riesenpensum zehrte dann auch an den Kräften und an geordnetes Training war nicht zu denken. Alles in allem ist Emma Pooley zufrieden mit der Saison. Nach einer kurzen Pause mit aktiver Erholung hat Emma Pooley das Training wieder aufgenommen. Bis Weihnachten trainiert sie in der Schweiz. 14 bis 20 Trainingseinheiten pro Woche in 20 bis 30 Stunden stehen auf dem Programm. Die Verbesserung der Schwimmtechnik ist ein Schwerpunkt dieser Trainingsphase. Ende Jahr fliegt sie dann wieder für knapp drei Monate nach Australien. Das grosse Ziel für 2016 ist der 70.3 Wettkampf in Rapperswil.

Gegen Spitzenteams fehlt das nötige Wettkampfglück Unihockey: Buccaneers mit einem Sieg und einer Niederlage Mit einer Niederlage und einem Sieg können die Buccs auch nach der dritten Runde nur halbwegs zufrieden sein. Gegen die White Indians Baar setzte es eine 2:1Niederlage ab; Bremgarten wurde mit 10:1 vom Platz gefegt.

Der Umgang mit dem Volley-Ball will geübt sein. (Bild zvg.)

Polysportives Training für Unterämtler Kinder Jugend und Sport (J + S) lädt 2016 ein Erste Handballluft schnuppern, tschutten, einmal wie Roger Federer trainieren oder einfach Spass an einem vielfältigen Training haben, das bietet J + S für Unterämtler Kinder. Im Januar 2016 startet ein neuer Kurs, am Dienstag oder am Freitag, 17.15 bis 18.30 Uhr, in der Dreifachturnhalle des Sportzentrums Schachen in Bonstetten. Teilnahmeberechtigt sind Kinder ab fünf Jahren bis und mit Jahrgang 2006 aus den Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Der Mitgliederbeitrag für ein Jahr beträgt 80 Franken. J + S Kids bietet ein regelmässiges wöchentliches Training

mit polysportiven Lektionen und bringt Kindern ab dem Kindergartenalter verschiedene Sportarten näher. Mädchen und Buben trainieren in altersgerechten Gruppen. Beteiligt sind die folgenden Vereine: Fussball, Handball, Volleyball, Tennis, Skiklub, Unihockey, Feldschützen, Streethockey und der Turnverein. Die teilnehmenden Vereine leiten in einem festgelegten Turnus die Trainings. Bei den Leitern handelt es sich um diplomierte J + S Kids-Leiter der beteiligten Sportvereine. (pd.) Administration/Anmeldung: Karin Auf der Maur E-Mail: karin.aufdermaur@bluewin.ch, Telefon: 044 700 55 65.

In der ersten Partie des Tages ging es gegen die White Indians aus Baar, den aktuellen Tabellenführer, was allerdings aufgrund des ausgeglichenen Niveaus innerhalb der Spitzenteams, nichts heissen muss. Es war über das gesamte Spiel hinweg immer wieder gut zu erkennen, dass die Ämtler in dieser Saison den Tritt noch nicht so recht gefunden haben und in den Duellen mit den Spitzenteams jeweils ein paar entscheidende Prozent fehlen, um ausgeglichene und umkämpfte Partien zu den eigenen Gunsten zu entscheiden.

Erst durch Rückstand eine Leistungssteigerung herbeigeführt Nachdem die Buccs in Rückstand geraten waren, vermochten sie das Tempo zu verschärfen und sich mehr Torchancen zu erarbeiten. In der Mitte der zweiten Halbzeit stand Joël Wuillemin goldrichtig, um einen Abpraller über die Linie zu drücken und das Spiel auszugleichen. In der Folge übernahmen die Buccs das Spieldiktat und erarbeiteten sich gute Chancen. Obwohl die «Buccs» für kurze Zeit das bessere Team waren, war es keine Überraschung, dass das entscheidende

Tor wiederum den White Indians Baar gelang, als ein gegnerischer Akteur nur halbherzig angegriffen wurde und er sich in aller Ruhe die Ecke aussuchen konnte. Die umgehend eingeleitete Schlussoffensive wurde jedoch jäh gestoppt, als die Buccs sich noch eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe einhandelten und den Rest des Spiels in Unterzahl bestreiten musste. Nach einer zwar kämpferisch guten, aber alles in allem zu wenig abgeklärten Darbietung, standen die Sellenbürer zum zweiten Mal in dieser Saison mit leeren Händen da.

Reihenweise Chancen ausgelassen Einbahnstrassen-Unihockey gab es dann gegen Bremgarten. Die Aargauer waren dermassen unterlegen, dass zu keinem Zeitpunkt des Spiels wirklich Spannung aufkam. Zwar konnte die Aarauer Defensivabteilung knapp 10 Minuten ihre reine Weste bewahren, dies allerdings nicht weil die Partie ausgeglichen startete, sondern weil sich die Buccs gleich reihenweise selbst überboten im Auslassen hochkarätiger Torchancen. Schliesslich konnten die Buccs den Bann aber doch brechen. Noch vor der Pause konnten Etienne Wuillemin, Sandro Ibernini, Luregn Serra und Captain Nicola Grass den Totomat auf 4:0 hochschrauben. Bremgarten kam mit dem aggressiven Forechecking der Ämtler zu keinem Zeitpunkt zurecht und erlitt enorm viele Ballverluste schon im

Spielaufbau, was zu brenzligen Situationen – beinahe im Minutentakt – führte.

Kantersieg trotz schlechter Chancenauswertung Etienne Wuillemin, Joël Wuillemin und Nicola Grassen trafen in der zweiten Halbzeit alle noch je zwei Mal, was schliesslich zum Endergebnis von 10:1 führte. Seit mehr als zwei Jahren haben die Buccaneers nicht mehr dermassen viele Tore in einem Spiel erzielt. Doch war nicht alles Gold, was glänzte. 10 Tore tönt nach viel, täuscht jedoch über den Umstand hinweg, dass über das ganze Spiel hinweg gesehen die Chancenauswertung schlecht war, man hätte gut und gerne doppelt so viele Tore erzielen können, ja gar müssen. Somit reiste man einmal mehr mit einem zwiespältigen Gefühl ab. Der Kantersieg gegen Bremgarten tat der etwas angeknacksten Moral sichtlich gut, trotzdem konnte man in der Tabelle keinen wesentlichen Sprung nach vorne machen, da man nur die Hälfte der möglichen vier Punkte ergattern konnte. (pd.) Buccaneers – White Indians Baar 1:2 (0:1) 10. 0:1. 25. J. Wuillemin (E. Wuillemin) 1:1. 37. 1:2. Buccaneers – Bremgarten 10:1 (4:0) 9. E. Wuillemin (J. Wuillemin) 1:0. 11. Ibernini 2:0. 17. Serra (Eckert) 3:0. 18. N.Grass (Schiller) 4:0. 20. 4:1. 22. N.Grass (Annen) 5:1. 25. J.Wuillemin (Serra) 6:1. 28. E. Wuillemin (Serra) 7:1. 32. E. Wuillemin (J. Wuillemin) 8:1. 34. J. Wuillemin (Serra) 9 :1. 39. N. Grass (Schiller) 10 :1.


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3. Huus-Metzgete Mittwoch, 2. Dez. 15 ab 18 Uhr! Donnerstag, 3. Dez. 15 ab 11 Uhr! Freitag, 4. Dez. 15 ab 11 Uhr! Freitag ab 19 Uhr musik. Unterhaltung mit em «Duo Blue Moon»! Sa, 5. Dez. 15 ab 8 Uhr geöffnet! Ab 9 Uhr Modelleisenbahnmarkt im Saal!

Von 11 bis 14 Uhr Metzgete! Oder so langs hät! Das Restaurant ist bis 15 Uhr offen! Auf Ihren Besuch freuen sich M. + J. Korpar und Personal! Telefon 044 737 35 50

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095 2015  

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