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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 913 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 95 I 166. Jahrgang I Dienstag, 3. Dezember 2013

Lärmimmissionen

Neuer Lebensraum

Rekurs gegen Biketrail und Rollsportanlage in Hausen gutgeheissen. > Seite 3

Im Zuge der Renaturierung enstand an der Reuss eine kleine Insel. > Seite 5

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Fast autark Das Säuliamt soll bis 2050 zu 80% unabhängig sein von externer Energie. > Seite 9

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Lesung mit Essen Ein kulinarischer Anlass in der Buchhandlung Schneidegger in Affoltern. > Seite 10

Erst 2016 eine neue Rechtsform für das Spital Affoltern? Nach dem Nein zur AG sollen neue Varianten erst nach den Wahlen aufgegleist werden Nachdem die Bildung einer Gemeinnützigen Spital AG an der Einstimmigkeit der Gemeinden gescheitert ist, soll nun nichts überstürzt werden – und neue Varianten erst nach den Behördenwahlen und in der neuen Zusammensetzung von Betriebskommission und Delegiertenversammlung erörtert werden. ................................................... von werner schneiter «Eine Mehrheit aller Stimmenden und 10 der 14 Gemeinden haben der vorgeschlagenen Rechtsformänderung zugestimmt. Das darf als Bestätigung für eine realistische Vorlage gewertet werden», sagte Betriebskommissionspräsident Thomas Jucker anlässlich der Delegiertenversammlung. Ein schwacher «Trost»: Die «hohe Hürde» der Einstimmigkeit der Gemeinden ist verfehlt worden, sodass es nun vorläufig beim Zweckverband in der heutigen Form bleibt. Laut Jucker sollen die Diskussi-

onen über die neue Rechtsform erst nach den Behördenwahlen vom März 2014 angestossen werden – dann, wenn auch in der Betriebskommission und in der Delegiertenversammlung neue Gesichter zu sehen sind, die sich mit den verschiedenen Varianten auseinandersetzen müssen. Neben dem Zweckverband mit eigenem Haushalt sieht der Spitalpräsident auch die Interkommunale Anstalt als eine Option. Jede Variante enthalte Gestaltungsspielraum. Dieser erfordere, dass sich die verschiedenen Interessengruppen finden müssen – und deshalb ein sorgfältiges Ausarbeiten einer neuen Vorlage mit breit abgestützten Zwischenentscheiden und Vernehmlassungen vonnöten sei. «Als realistischen Einführungstermin ergibt sich somit der Jahresbeginn 2016. So besteht kein unmittelbarer Zeitdruck. Darüber hinaus können wir mit dem gegenwärtigen Zweckverband weiter arbeiten; es gibt keinen Auftrag eines übergeordneten Organs, diesen neu zu organisieren», sagte Thomas Jucker.

Keinen Aufschub sieht er hingegen beim Thema eines neuen Bettenhauses. Dieser Bedarf müsse dringend gedeckt werden. Als ersten Schritt werde man die Grundlagen für einen Projektierungskredit erarbeiten. Dann folge die Planungsphase und schliesslich die Volksabstimmung über den Realisierungskredit. Von der Stalliker Delegierten Priska Metzger erfolgte der Hinweis, dass hier ein pfannenfertiges Projekt vorliege. Es wurde seinerzeit aus Kostengründen vom Kanton schubladisiert. «Wir werden alle zur Verfügung stehenden Unterlagen prüfen», versicherte Thomas Jucker.

Moratorium mit Statuten, die eigene Haushaltführung erlauben Der Aeugster Delegierte Rolf Todesco warf ein, es gebe beim Abstimmungsergebnis nicht den geringsten Hinweis darauf, was die Bevölkerung wolle. «Wir wissen nur, was sie nicht will, ohne die Gründe dafür zu kennen.» Deshalb dürfe nun nicht einfach wei-

ter gewurstelt werden. «Wir brauchen die nötige Zeit und Ruhe, forderte Todesco. Er plädiert für ein «Moratorium mit neuen Statuten für den Zweckverband», die es dem Spital ermöglichen, einen eigenen Haushalt zu führen – so, wie das 2012 die Betriebskommission vorgeschlagen hatte. Ein Moratorium verschaffe nicht nur die notwendige Zeit, sondern gebe Aufschluss darüber, was mit dem Spital erreicht werden könne und welche Gemeinden tatsächlich aussteigen wollen. Die von Rolf Todesco angeregte Konsultativabstimmung über sein Ansinnen kam schliesslich nicht zustande. Das provozierte eine lautstarke Unmutsbezeugung des AG-Gegners Hans Roggwiler, der im Publikum sass. Wichtig sei jetzt, dass in den Gemeinden «in aller Ruhe» diskutiert werden könne und dass die Planung eines neuen Bettenhauses in weitere Überlegungen einbezogen werde, hiess es in der Versammlungsrunde. ................................................... > Weitere Berichte auf Seite 7

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Geld spenden? Forum: Eine engagierte Diskussion über die Rohstoff-Initiativen in Gemeinden. > Seiten 10/11

Kappel resolut Auch in Kappel mobilisierte die Initiative «Rohstoffmillionen – Kappel handelt solidarisch» das Stimmvolk. 90 kamen zur Budgetgemeindeversammlung. Die Initiative, die das Ziel gehabt hätte, 20 000 Franken an Steuergeldern aus dem Glencore-Börsengang Hilfsorganisationen zukommen zu lassen, wurde diskussionslos mit 39 zu 48 Stimmen abgelehnt. (map.)

................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen

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Premiere in Hausen: Gabi Blickenstorfer hat Feuerwehrkommando

Trotz Kälte Grossandrang am Adventsmäärt: Besucher aus der ganzen Region. (Bild Martin Mullis)

Stilvoller Einstieg in die Adventszeit Der Adventsmäärt in Wettswil sorgte für festliche Stimmung. Der 15. Adventsmäärt in Wettswil sorgte auch dieses Jahr mit festlich geschmückten Verkaufsständen für einen stilvollen Einstieg in die Adventszeit. Im Dorfkern der Gemeinde im Unteramt boten gegen 70 Verkaufsstände sowohl Kunsthandwerk

als auch herrlichen Kitsch und kulinarische Leckerbissen feil. Am Adventsmäärt in Wettswil gehört es bereits zur Selbstverständlichkeit, dass die Marktstände mit Scharen von Besuchern fast überrannt werden. Die Verkaufsstände überbieten sich mit wunderschönen Gestecken und mit einer Fülle an Weihnachtsund anderen festlichen Dekorations-

artikeln. Auch ein Besuch bei den diversen Verpflegungsmöglichkeiten ist für die Marktbesucher stets ein Muss. Erstmals wurde in der Turnhalle ein eigentliches Restaurant eingerichtet. Der Reinerlös des Anlasses geht traditionsgemäss an mehrere gemeinnützige Institutionen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 15

Als erste Frau im Kanton Zürich übernimmt Gabi Blickenstorfer das Kommando der Feuerwehr Hausen am Albis. Kurt Steiner, Leiter der Abteilung Feuerwehr bei der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, bestätigt die Tatsache, dass erstmals in Kanton Zürich eine Frau das Kommando einer Feuerwehr übernimmt. Der gelernten Landwirtin und heutigen Postautochauffeurin wurde am Freitagabend vom Statthalter des Bezirkes Affoltern und von den Gemeindebehörden Hausen am Albis herzlich zum verantwortungsvollen Amt gratuliert. Die Feuerwehrfrau im Range eines Hauptmanns betont, grossen Respekt vor den künftigen Aufgaben zu haben. Sie freut sich jedoch, die Verantwortung zu übernehmen. Die Feuerwehrfamilie feierte am Freitagabend im Gemeindesaal in Hausen mit über 100 Anwesenden das erstmalige Ereignis im Kanton Zürich. (mm)

................................................... > Bericht auf Seite 9

200 49 Gabi Blickenstorfer mit Gemeinderat Georges Köpfli. (Bild Martin Mullis)

9 771661 391004


Protokollberichtigungsrekurs Aufgrund eines Protokollberichtigungsrekurses wurde das Protokoll der Gemeindeversammlung Affoltern am Albis vom 18. Juni 2012 mit einer Anmerkung versehen. Das Protokoll mit Anmerkung liegt ab Mittwoch, 4. Dezember 2013, bei der Gemeindekanzlei, 3. Obergeschoss, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Das Begehren und Berichtigung des Protokolls ist in Form eines Rekurses innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen. Affoltern am Albis, 3. Dezember 2013 Gemeindekanzlei Affoltern am Albis

Reformierte Kirchgemeinde Hausen am Albis Politische Gemeinde Hausen am Albis

Gemeindeversammlungen Die Stimmberechtigten der Gemeinde Hausen am Albis werden auf Mittwoch, 4. Dezember 2013, in den Gemeindesaal im Schulhaus Weid eingeladen zur Behandlung folgender Geschäfte:

Sekundarschulgemeinde Hausen am Albis, Kappel am Albis, Rifferswil

SIX IN HARMONY

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 29. November 2013

singen Klassiker der legendären Comedian Harmonists

1. Genehmigung des Voranschlages 2014 und Festsetzung des Steuerfusses auf 22 % 2. Genehmigung der neuen Statuten des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern

Kabelnetzunterbuch Affoltern am Albis

Rechtsmittelbelehrung: Beim Bezirksrat Affoltern am Albis, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung (gemäss § 147 Gesetz über die politischen Rechte) – innert 30 Tagen Rekurs mit dem Begehren um Berichtigung des Protokolls (gemäss § 54 Gemeindegesetz) – innert 30 Tagen Beschwerde gegen die gefassten Beschlüsse (gem. § 151 Gemeindegesetz). Die Rechtsmittel müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Das Protokoll liegt zu den Schalteröffnungszeiten in der Einwohnerkontrolle der drei Kreisgemeinden zur Einsicht auf. Sekundarschulpflege Hausen am Albis

Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2014 und Festsetzung des Steuersatzes auf 12 %

Die Anträge der reformierten Kirchgemeinde sowie der politischen Gemeinde liegen den Stimmberechtigten mit dem Stimmregister und den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, Einwohnerkontrolle, ab Freitag, 8. November 2013, zur Einsicht auf. Der Antrag der Kirchgemeinde kann auch im Kirchensekretariat eingesehen werden. Die Weisung wird allen Haushaltungen zugestellt. Die Gemeindevorsteherschaften

Türöffnung 19.45 Uhr

Unterstützt durch Fachstelle Kultur Kanton Zürich

Ihr Team der Fernsehgenossenschaft Affoltern am Albis T 043 322 70 60

info@fgaffoltern.ch

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Bestattungen Knonau

HERZLICHEN DANK

Herde-Schwarz, Rita Martha Von Zeihen AG, geboren am 19. April 1938, wohnhaft gewesen in Knonau, mit Aufenthalt im Haus zum Seewadel, Affoltern, gestorben am 27. November 2013 im Spital Affoltern.

20.00 Uhr: Politische Gemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2014 und Festsetzung des Steuersatzes auf 90 % 2. Genehmigung der Bauabrechnung für das Projekt Nr. 2006.006, Oberheischerstrasse, im Betrage von Fr. 1 193 688.15 3. Genehmigung der Teilrevision der Verbandsstatuten des Schulzweckverbandes Affoltern 4. Initiative «Rohstoffmillionen – Hausen handelt solidarisch», Bewilligung eines Kredites von Fr. 75 000.–

Eintritt frei – Kollekte

Aufgrund eines Umbaus an der Gartenstrasse 14 in Affoltern am Albis wird das Kabelnetz nordöstlich von Affoltern, ab dem Sternenkreisel bis zur Grenze nach Hedingen westlich durch die Bahnlinie abgegrenzt, unterbrochen. Mittwoch, 4., auf Donnerstag, 5. Dezember 2013, von 00.00 bis ca. 06.00 Uhr. Es sind sämtliche Dienstleistungen wie Radio, Fernsehen und Internet betroffen. Wir bitten alle Abonnenten um Verständnis.

Die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Donnerstag, 5. Dezember 2013, um 10.00 Uhr auf dem Friedhof in Knonau statt.

19.30 Uhr: Reformierte Kirchgemeinde

Freitag, 6. Dezember 2013 20.15 Uhr, Kirche Hedingen

TODESANZEIGE Wir haben letzte Woche die traurige Nachricht erhalten, dass unser Gründungsmitglied

Peter Wehrenberg im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Peter war nicht nur massgeblich an der Entstehung unseres heutigen Vereines beteiligt, er war auch unser erster Präsident. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie. Der Vorstand des Theatervereins Bonstetten mit allen Mitgliedern

Ganz leise ohne ein Wort, gingst du von uns fort. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen. Es ist so schwer es zu verstehen, dass wir uns nie mehr wiedersehen.

Fredy Steinmann-Hirsbrunner 7. Mai 1944 – 21. Oktober 2013

Für die liebevollen Beweise der Anteilnahme in Wort und Schrift, Kranz-, Blumen- und Geldspenden sowie das ehrende Geleit zur letzten Ruhestätte beim Heimgang von Fredy Steinmann, sagen wir hierdurch unseren herzlichen Dank. Es war ein grosser Trost zu wissen, wie geachtet und beliebt er war. Wir sind alle sehr stolz und dankbar für die vielen wunderschönen Jahre voller Liebe, Zuneigung und Harmonie, die wir alle mit ihm verbringen durften. Wir hatten das Glück, von ihm zu lernen und von seinem Wesen zu gewinnen. Er bleibt für immer der stumme Mittelpunkt in unserer Familie, an dem wir uns aufrichten werden. Bedanken möchten wir uns auch bei: – Herrn Pfarrer Jürgen Schultz, für den von Herzen geführten Trauergottesdienst, sowie bei seinem Team, welches auch den Gemeindesaal eingerichtet und dekoriert hat. – dem Jodlerklub Hausen am Albis, für seine musikalische Umrahmung. – allen Fahnendelegationen. – der Feuerwehr für die Parkeinweisungen usw. – Familien, Freunden, Nachbarn und Bekannten, die Fredy die letzte Ehre erwiesen haben. Und immer sind da die Spuren deines Lebens, Gedanken und Augenblicke. Sie werden uns immer an dich erinnern und uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen. Hausen am Albis, Dezember 2013

Die Trauerfamilien


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Kappel handelt pragmatisch Keine Chance für die «Rohstoffmillionen»-Initiative an der Gemeindeversammlung Mit 14 Prozent ungewöhnlich viele Stimmberechtigte lockte die Kappeler Budgetgemeindeversammlung am Freitagabend. Der Grund: Auch im Oberamt wurde eine Initiative eingereicht, die einen Teil der steuerlichen Zusatzeinnahmen durch den Glencore-Börsengang verschenken wollte. Das Gros der Anwesenden lehnte dies jedoch diskussionslos ab. ................................................... von martin platter «Ich habe es noch nie erlebt, dass bei einer Budgetversammlung so viele Leute anwesend sind», begrüsste Kappels Gemeindepräsident Kurt Bär erfreut die Menschen im bis auf den letzten Platz gefüllten kleinen Mühlesaal. Wer jedoch eine angeregte Diskussion erwartet hatte, wurde enttäuscht. Dies, obschon die traktandierten Geschäfte durchaus Zündstoff für Diskussionen beinhaltet hätten. Zum Einen beantragte der Gemeinderat eine markante Besoldungserhöhung für die Behördenmitglieder und deren Sitzungsgelder, die voraussichtlich zu einer mindestens 50-prozentigen Verteuerung der Verwaltungskosten in diesem Bereich führen wird. Zum Anderen wurde auch in Kappel eine Initiative eingereicht, die zum Ziel gehabt hätte, zehn Prozent der 200 000 Franken zusätzlichen Steuereinnahmen aus dem Glencore-Börsengang Hilfsorganisationen zukommen zu lassen. Zunächst aber standen das Budget 2014 auf der Traktandenliste und die Festsetzung des Steuerfusses. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 90 Prozent für die Gemeinde und die Primarschule sieht der Voranschlag einen mutmasslichen Gewinn von 219 000 Franken vor, die dem Eigenkapital von 7,7 Millionen Franken gutgeschrieben würden. In seinen Ausführungen ergänzte Bär, dass bei der Drucklegung der Weisung das Abstimmungsresultat über die künftige Rechtsform des Spitals noch nicht festgestanden habe. Die Investitionen, die bei einer Annahme der gemeinnützi-

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 3. Dezember, feiert Heinrich Grimmer seinen 80. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Fest im Kreise seiner Familie und Freunde sowie für die Zukunft gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

gen AG gekommen wären, träfen nun nicht ein. Ungewiss sei zudem, wie hoch der Betrag für die Langzeitpflege künftig ausfallen werde.

Neuer Schulbus, neue Anstellung Eine Votantin wollte wissen, wie gut denn die Rechung 2013 abschliessen werde. Bär wollte sich jedoch nicht auf die Äste hinauswagen: «Die laufende Rechnung ist noch nicht abgeschlossen.» Gegen Ende Jahr laufe erfahrungsgemäss noch einiges. Deshalb könne man erst im Februar abschätzen, wie sich die Zahlen entwickelt hätten. Die Frage, wie das künftige Schulbuskonzept in Anbetracht stark steigender Schülerzahlen aussehe, beantwortete Schulpräsident Christian Plüss: Die Schule werde einen eigenen Schulbus (Kosten: 70 000 Franken) anschaffen und deren Fahrerin oder Fahrer künftig an der Schule anstellen. Das neue Fahrzeug werde einen höheren Sicherheitsstandard aufweisen wie das bisherige. Die Frage, weshalb im Budget kein Asylbetrag vorgesehen sei, beantwortete wieder Bär: Man habe versucht, mit Rifferswil eine Lösung zu finden, was aber nicht geklappt habe. Die Gemeinde habe nun gezahlt. Auch, weil

Kappel keine freien Liegenschaften habe. Man wisse noch nicht, ob die Gemeinde künftig Zuteilungen von Asylsuchenden erhalten werde. Der Bund sei derzeit ja dabei, die Abwicklung des Asylwesens neu zu organisieren. Ohne Gegenstimme wurde darauf das Budget gutgeheissen.

Besoldungen deutlich erhöht Ebenso die neue Besoldungsverordnung, die gemäss Erklärung von Bär in Zusammenarbeit mit der Rechnungsprüfungskommission entstanden sei. Man habe Kappel mit den übrigen Gemeinden im Säuliamt verglichen und dabei festgestellt, dass man im unteren Bereich der Skala rangiere. Das werde mit dieser Revision nun angeglichen. Auf die Frage, um wieviel sich denn die Ausgaben der Behörden mit der Besoldungsanpassung erhöhen werden, sagte Bär: «Von heute 60 000 auf 87 000 Franken.» Mit einer Gegenstimme wurde die neue Besoldungsverordnung angenommen. Sie tritt per 1. Januar 2014 in Kraft. Keine Wortmeldung rief die Teilrevision der Schulzweckverbandsstatuten hervor. Sie wurde nötig, da sich die Schulpflege von fünf auf drei Personen verkleinert. Bei der Gelegenheit

wurde die Finanzkompetenz der Behörde für einmalige Ausgaben auf 100 000 Franken verdoppelt. Dagegen hatte niemand etwas einzuwenden. Die Revision wurde anstandslos gutgeheissen. Die Initiative «Rohstoffmillionen – Kappel am Albis handelt solidarisch» wurde von Mitinitiant Thomas Gretler vorgestellt. Sie hätte zum Ziel gehabt, dass 20 000 Franken Kappeler Steuergeld humanitären Projekten im Kongo, einem der Abbaugebiete von Glencore-Xstrata, zugeführt worden wäre. Gretlers Begründung: Kappel habe aus dem Glecore-Xstrata-Börsengang zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 200 000 Franken erhalten. Mit zehn Prozent dieses Geldes sollten die Menschen in den afrikanischen Abbaugebieten des Rohstoffriesen etwas von diesem Gewinn zurückerhalten.

Keine SolidaritätsDiskussion Der Gemeinderat teilte diese Meinung jedoch nicht und empfahl dem Souverän die Initiative abzulehnen. Entwicklungshilfe sei Sache des Bundes. Die Gemeinde sei zum sparsamen Umgang mit Steuergeld angehalten und habe in erster Linie auf das Gemein-

«Sekundarschule kann sich das Defizit leisten» Die Versammlung der Sekundarschul-Kreisgemeinde Hausen, Kappel, Rifferswil, die vor der Kappeler Gemeindeversammlung abgehalten wurde, warf keine grossen Wellen. Anstelle des abwesenden Präsidenten Donatus Stemmle leitete Regula Bär die Versammlung. Sie bedankte sich zuerst bei den 24 anwesenden Stimmberechtigten für die Zustimmung an der Urne zugunsten des Sportplatzes Jonentäli. Nach Muster Stemmle berichtete sie anschliessend kurz über Vorkommnisse aus dem Schulalltag. Man habe kürzlich eine medienfreie Woche durchgeführt. «Die Jugendlichen haben ge-

merkt, wie stark sie auf die neuen Medien angewiesen sind. Und wie viel Zeit übrig bleibt, wenn man keine Medien konsumiert», so Bär. Finanzvorsteherin Maja Langhi präsentierte den Voranschlag 2014. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 22 Prozent sieht er einen voraussichtlichen Aufwandüberschuss von 453 577 Franken vor. In der Investitionsrechnung schlagen vor allem die 1,9 Millionen Franken für die Sportplatzsanierung zu Buche. «Wir gaben uns auch gefragt, ob wir uns das leisten können», sagte Langhi. Die grössten Posten seien jedoch Personal- und Sachkosten, die weitgehend gegeben

sind. Deshalb habe man gar keinen so grossen Spielraum, um zu sparen. In den Jahren 2015 bis 2017 seien gemäss Finanzplanung bereits wieder positive Budgets vorgesehen. Der Steuerfuss werde bei 22 Prozent bleiben. Das Defizit könne mit dem Eigenkapital (4,453 Millionen Franken) abgerechnet werden. So sei man zur Überzeugung gekommen, dass sich die Sekundarschule den Aufwandüberschuss leisten könne. Die Stimmberechtigten hatten nichts dagegen einzuwenden und segneten das Budget einstimmig ab. Ebenso die Teilrevision der Schulzweckverbandsstatuten. (map.)

wohl seiner Einwohner zu achten, führte Bär aus. Christoph Ackermann, der Präsident der Rechnungsprüfungskommission, teilte diese Meinung und ergänzte: «Dieses Geld stammte aus legalen Steuereinnahmen.» Der Inhalt der Initiative wiederspreche der Vorgabe der Sparsamkeit und diene nicht dem Gemeindewohl. Gretler konterte: Dass Kappel die 200 000 Franken über den Finanzausgleich erhalten habe, sei gar nicht so selbstverständlich. Würde GlencoreXstrata-Geschäftsführer Ivan Glasenberg nicht in Rüschlikon wohnen, wäre kein Franken in den kantonal zürcherischen Finanzausgleich geflossen. Gretler leitete daraus ab, «wir sollten das Geld als Geschenk betrachten. Wir können es schmerzlos den Leuten im Kongo zukommen lassen.» Ihm sei bewusst, dass Spenden Privatsache seien. Aber: «Wir haben das Geld als Gemeinwesen erhalten. Also können wir auch als Gemeinwesen über dieses Geld verfügen, wie wir das vorher bereits in anderen Budgetbelangen getan haben.» Als Beispiele nannte Gretler Hedingen, dessen Souverän dem Solidaritätsanliegen zugestimmt hat, und den Gemeinderat in Mettmenstetten, der in Eigenregie 30 000 Franken gesprochen hat, weil die Initiative an der Gemeindeversammlung offenbar einen Formfehler aufwies. Zudem arbeiteten Bund und Kanton seit Jahren mit «Fastenopfer» zusammen, die Hilfsorganisation, der das Geld überwiesen würde. Mitinitiantin Sandra Huber präzisierte, dass man im Kongo investieren wolle, weil dort Glencore drei Minen zum Abbau von Kobalt und Kupfer betreibe. Trotz grossen Rohstoffreichtums stehe der Kongo entwicklungsmässig an letzter Stelle auf der Liste der ärmsten Staaten. Huber nahm Bezug auf den Informationsanlass in Obfelden, wo sich erstmals auch Vertreter von Glencore-Xstrata zu Wort meldeten. Das sei ein historischer Moment gewesen, der ausgelöst worden sei durch die Solidaritäts-Initiativen. Kappel habe es nun in der Hand, ebenfalls ein Zeichen zu setzen. Dem widersprach niemand. Die Initiative wurde von der Gemeindeversammlung diskussionslos mit 39 zu 48 Stimmen abgelehnt.

Rekurs gegen Biketrail und Rollsportanlage Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hausen Gegen die Baubewilligung für den Neubau Biketrail und Rollsportanlage auf der Sportanlage Jonentäli wurde ein Rekurs bezüglich Lärmimmissionen beim Baurekursgericht des Kantons Zürich eingereicht. Der Rekurs wurde inzwischen vom Baurekursgericht gutgeheissen. Die Politische Gemeinde wird das weitere Verfahren prüfen. Der Bau der Anlagen wird sich deshalb stark verzögern.

in Kraft gesetzt. Art. 25 GO (Reduktion auf 5 Schulpflegemitglieder) wird auf den 18. August 2014 (Schuljahresbeginn) in Kraft gesetzt. Die Publikation erfolgt am 6. Dezember 2013.

Gemeindeverwaltung Am 30. November 2013 ging die genau ein Jahr dauernde interimistische Amtszeit des Gemeindeschreibers

Gemeindeordnung An der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2013 wurde die Teilrevision der Gemeindeordnung genehmigt. Der Regierungsrat des Kantons Zürich genehmigte am 6. November 2013 die Änderungen. Die Teilrevision der Gemeindeordnung wird mit Ausnahme von Art. 25 Auf diesem Areal sind Biketrail und Rollsportanlage per 1. Januar 2014 geplant. (Bild Martin Platter)

Moritz Koller zu Ende. Auf den 1. Dezember 2013 übernahm Daniela Bommer als Gemeindeschreiberin die Verantwortung für die Gemeindeverwaltung. Gemeinderat und Mitarbeiter danken Moritz Koller für die gefreute Zusammenarbeit und heissen Daniela Bommer herzlich willkommen.

die Jugendförderung bereit. Aufgrund der eingereichten Unterlagen und der Vergabekriterien wurde folgenden Vereinen ein Jugendförderungsbeitrag ausgerichtet; Tennisclub Hausen, Turnverein Hausen und Fussballclub Hausen.

Geschwindigkeitskontrollen Bestattungs- und Friedhofverordnung mit Gebührenreglement Die zurzeit gültige Bestattungs- und Friedhofverordnung mit Gebührenreglement vom 4. September 2011 wurde überarbeitet und vom Gemeinderat genehmigt. Die öffentliche Publikation erfolgt am 6. Dezember 2013.

Gastgewerbe Für das Restaurant Schweikhof, Ebertswil, wurde das Patent für die Gastwirtschaft mit Alkoholausschank an Mert Han, Zug, erteilt.

Jugendförderungsbeiträge 2014 Die Sozialbehörde stellt jährlich einen Betrag zu Lasten des Jugendfonds für

Die Kantonspolizei Zürich führte in der Zeit vom 8. bis 10. Oktober 2013 in Ebertswil Geschwindigkeitskontrollen durch. In dieser Zeit wurden insgesamt 1575 Fahrzeuge kontrolliert, daraus resultierten 12 Übertretungen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 79 km/h (anstelle der signalisierten 60 km/h). Die Gemeindepolizei Affoltern am Albis führte am 14. Oktober 2013 in Hausen Geschwindigkeitskontrollen durch. In dieser Zeit wurden 632 Fahrzeuge kontrolliert, daraus resultierten 169 Übertretungen (26,74 %). Die gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 96 km/h (anstelle der signalisierten 50 km/h). (grk.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Neuer Lebensraum für Fische und Vögel Durch Renaturierungsarbeiten entstand in der Reuss bei Ottenbach eine kleine Insel Die harten Uferverbauungen aus Betonsteinen und Natursteinblöcken verhindern eine Einheit von Fluss und Uferbereich. Durch Renaturierung wurde die Uferzone aufgeweicht und verbreitert und somit neuer Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen. Eine Erosion des Ufers durch den Fluss ist erwünscht. ................................................... von martin mullis Wurde die Reuss vor hundert Jahren in mühevoller Arbeit begradigt und durch Uferverbauungen in einen möglichst gestreckten Lauf gezwängt, ist heute – ebenfalls mit einigem Aufwand – gerade das Gegenteil erwünscht. Das Flussufer ist mit Natursteinblöcken und zum Teil auch mit Betonsteinen befestigt. So wurde verhindert, dass sich das Ufer durch Erosionen erweitert. Diese Vorgehensweise schaffte aber auch einige Defizite, so wirkte der Flusslauf monoton und das steile Ufer erschwerte den Badenden den Zugang. Weitaus grössere Nachteile für die Natur, insbesondere die Fische, sind aber die harten Ufer. Mit der Aufweichung der Uferzonen werden unterschiedliche Wassertiefen sowie schnell und langsam strömende Gewässerabschnitte ermöglicht. Ausserdem erhal-

publireportage

ten viele Wasserlebewesen Unterstände und Strukturen in ihren Lebensräumen. Aus diesen Gründen wurden die Uferverbauungen entfernt. Während die Betonblöcke abgeführt wurden, schichtete man die vielen Natursteine im Fluss auf, damit sie eine Insel bilden.

Neue attraktive Badestellen Aber auch die Tatsache, dass die Reuss und das nahe Umland immer mehr als beliebtes Erholungsgebiet genutzt werden, spielte bei den Überlegungen zur Renaturierung eine gewichtige Rolle. Deshalb wurden auch Wurzelstöcke entfernt und eigentliche Buchten geschaffen, nicht zuletzt, um damit auch eine gewisse Besucherlenkung zu erreichen. Mit der Benützung dieser neu geschaffenen und attraktiven Badestellen wird angestrebt, dass die übrigen Uferzonen weitgehend von Menschenhand unberührt bleiben. Der Uferweg im Bereich der Aufschüttung wird verlegt und soll mit der Zeit zuwachsen – oder höchstens noch als Trampelpfad zu erkennen sein. Marco Kaufmann, Landschaftsarchitekt beim Ingenieurbüro Hunziker, Zarn & Partner in Aarau, betont, dass mit diesen Massnahmen ein eigendynamischer Prozess des Flusslaufes ausgelöst wird. Eine Erosion der Ufer sei geradezu erwünscht, so der Projekt- und Bauleiter der Reussufer-Renaturierung.

Betreten verboten: Romantisches Inselchen in der Reuss. (Bild Martin Mullis) Möchtegern-Robinsone sind unerwünscht Wohl sei es möglich, dass durch ein grosses Hochwasser die neu geschaffene Insel noch verändert werde oder sogar etwas wachse. Sie lenke den Fluss und schaffe vor allem für junge Fische Unterstände, Nischen und einen Strömungsschatten. Es wurde je-

doch darauf geachtet, dass die kleine Insel bei einem mittleren Sommerabfluss stets leicht aus dem Wasser ragt und damit für Bootsfahrer sichtbar bleibt. Menschliches Dazutun sei jedoch unerwünscht und MöchtegernRobinsone hätten auf der Insel aus Steinen nichts verloren. Für das etwas mehr als 250 000 Franken teure Projekt musste der Kan-

ton Aargau eine ganz normale Baubewilligung einholen. Zusätzlich wurden auch mit den involvierten Personen, wie der Baudirektion des Kantons Zürich (Awel) sowie auch mit den Ottenbacher Pontonieren, Gespräche geführt. Das Projektgebiet wird künftig überwacht um gebietsfremde invasive Pflanzen fernzuhalten.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Kritik an der Beschaffung eines neuen Administrativsystems am Spital Die Delegiertenversammlung bewilligt den Kredit von 850 000 Franken dennoch, aber nicht einstimmig Die Delegiertenversammlung des Spitals Affoltern bewilligte einen Kredit von 850 000 Franken für die Neubeschaffung eines Administrativsystems – nicht einstimmig und mit Kritik am Beschaffungsverfahren. ................................................... von werner schneiter Rechnungswesen, Lohnbuchhaltung, Patientenadministration, Fakturierung und Materialwirtschaft werden am Spital Affoltern mit einem sogenannten SAP-Administrativsystem bewältigt. Dieses System, so Spitalpräsident Thomas Jucker, sei am Ende seiner Lebensdauer. Es musste im Laufe der Jahre immer wieder angepasst werden und birgt nach den Worten von Spitaldirektor Fredy Furrer Gefahren: «Wir können exakte Rechnungsstellungen nicht mehr garantieren und lehnen die Verantwortung ab». Der Antrag sieht für die Neubeschaffung ein Kostendach von 850 000 Franken vor. Finanziert sie über Investitionen und die Langzeitpflege; für die Gemeinden fallen keine weiteren Kosten an. Die Beschaffung war im Grundsatz nicht bestritten, sondern das Vorgehen. Der Bonstetter Delegierte Benedikt Pöschel vermisst konkrete Zahlen sowie eine Projektorganisation. Er beantragte, das Geschäft in die neue Legislaturperiode zu verschieben. Martin Gallusser, der Delegierte aus Affoltern, empfahl, auch günstigere Anbieter zu prüfen. Er wünscht sich vorab einen Grobentwurf. Andere vermissen ganz generell detailliertere Informationen. «Wir stellen hier einen Blankocheck aus – für ein System, das dann am Ende womöglich noch teurer wird», hiess es aus der Versammlungsrunde. Daran gekoppelt die Forderung, das Vorgehen sei erst dann festzulegen, wenn der Lieferant bekannt sei. – Thomas Jucker verwies auf detaillierte Abklärungen, auf ein sehr ausführliches Pflichtenheft und auf die Vorgaben der Submissionsverordnung nach WTO-Regeln. «Daran sind wir gebunden.» Laut Walter Ess von der Betriebskommission ist ein solches Verfahren nicht öffentlich, hat strenge Regeln. «Können wir jetzt nicht entscheiden, so müssen wir wieder vollständig von vorne beginnen», warnte er. Und Thomas Jucker ergänz-

Mit über 470 Beschäftigten ist das Spital Affoltern einer der grössten Arbeitgeber im Bezirk Affoltern. Dort kann nun ein neues Administrativsystem installiert werden. (Bild Werner Schneiter) te: «Sobald der Lieferant bekannt ist, werden wir die Delegierten detailliert informieren.» Mit der Feststellung, das neue System werde durch den Spitalbetrieb und nicht durch die Gemeinden finanziert, nahm die Stalliker Delegierte Priska Metzger den Kritikern etwas Wind aus den Segeln. Der Antrag auf Nichteintreten des Geschäfts scheiterte mit 5 gegen 8 Stimmen. In der Schlussabstimmung votierten 11 Delegierte für den Kredit von 850 000 Franken. Zwei lehnten das Geschäft ab, einer enthielt sich der Stimme.

Nachtragskredit für Erneuerung der Schliessanlagen Auch der Nachtragskredit von 110 000 Franken für die Erneuerung der Schliessanlagen am Spital ging nicht ohne Widerhall über die Bühne. Nach

der Bewilligung eines Kredites von 400 000 Franken vor drei Jahren offenbarten sich laut Thomas Jucker neue Auflagen, nicht kalkulierbare Zusatzkosten für Schreinereiarbeiten und Netzwerkergänzungen. Nun habe man den laufenden Auftrag gestoppt, um die Zusatzkosten der DV vorzulegen, so Thomas Jucker. Bei den Delegierten wurde Kritik an einer fehlerhaften Kalkulierung laut. Der Antrag von Benedikt Pöschel, die Zusatzkosten von 57 000 Franken auf die Gemeinden aufzuteilen und 53 000 Franken über die Fallpauschalen abzurechnen, wurde einstimmig angenommen. In der Schlussabstimmung gabs 13 Ja und ein Nein zum gesamten Zusatzkredit von 110 000 Franken. Einstimmig nicht eingetreten ist die DV auf die Abrechnung des Kredites von 290 000 Franken für die Einführung eines Management Informati-

ons System (MIS). Der seinerzeitige Kredit von 250 000 Franken fiel nicht in die Zuständigkeit der Delegiertenversammlung.

Mehr Patienten Die Delegierten sagten auch einstimmig Ja zum Budget 2014, das von Spitaldirektor Fredy Furrer ausführlich erläutert wurde. Hochgerechnet ergibt sich bei der Patientenzahl eine Zunahme von 8,2 Prozent auf über 3700. Die Bettenbelegung beträgt derzeit 102 Prozent. Auch die Palliativ-Station ist stärker belegt, insbesondere durch zusatzversicherte Patientinnen und Patienten. Für diese Station müssen die Tarife neu verhandelt werden, weil der Tagessatz von 900 Franken nicht kostendeckend ist. Die Kosten für das Rettungswesen (537 000 Franken budgetiert) tragen die 14 Gemeinden.

Auf der Ausgabenseite wurde der Stellenplan laufend angepasst, um Überstunden zu vermeiden. Gemäss Budget 2014 sind es am Spital 471 Beschäftigte. 50 Lehrlinge werden ausgebildet. Im Bereich des Sachaufwandes ergeben sich keine wesentlichen Änderungen. Insgsgesamt ergibt sich aus dem Betrieb ein Überschuss von 3,6 Mio. Franken. Zusammen mit den Investitionszuschlägen (Akutspital, Psychiatrie und Palliativstation) von 3,4 Mio. Franken resultiert eine Summe von 7 Mio. Franken. Davon muss das Darlehen des Kantons mit 1,3 Mio. Franken abgeschrieben werden. Der Restbetrag von gut 5,6 Mio. Franken wird für notwendige Investitionen verwendet. Das Gesamtergebnis über Betrieb und Investitionen präsentiert sich ausgeglichen. Die budgetierten Einnahmen decken die geplanten Ausgaben.

Das Spital Affoltern ist in allen Belangen funktionstüchtig Eine Stellungnahme der Betriebskommission nach der Abstimmung vom 24. November Die Stimmberechtigten des Bezirks Affoltern und die Gemeinden haben am 24. November mehrheitlich der neuen Rechtsform für das Spital Affoltern zugestimmt. Allerdings scheiterte die Vorlage an der hohen Hürde der Einstimmigkeit der Gemeinden: In vier der vierzehn Zweckverbandsgemeinden lehnten die Stimmenden die Rechtsformänderung ab. – Vom Ausgang der Abstimmung nicht betroffen sind die medizinischen und pflegerischen Tätigkeiten in allen Bereichen des Spitals. Diese werden in der anerkannt hohen Qualität weitergeführt, und das Modell Affoltern wird nach wie vor aktiv gelebt und weiter entwickelt. Alle Patienten im Spital und Bewohner in der Langzeitpflege sind sehr gut aufgehoben, betreut von hochqualifi-

zierten Ärzten und engagiertem Pflegepersonal. Dringend ist die Erneuerung der Infrastruktur, die mit der Finanzierung der Gemeinnützigen Spital AG gesichert worden wäre. Mit den veralteten Patientenzimmern ohne Nasszellen hat es das Spital Affoltern schwer, im Wettbewerb zu bestehen. Zudem läuft im Jahre 2015 die Bewilligung des Bettenprovisoriums (rotes Gebäude) aus. Da die Realisierung eines neuen Bettenhauses mehrere Jahre in Anspruch nimmt, müssen die Projektarbeiten rasch aufgenommen werden.

Gewählte Behörden tragen weiterhin die Verantwortung Wie in der Schweiz üblich, tragen die gemäss den Regeln des bestehenden

Zweckverbandes gewählten Delegierten der Gemeinden und Betriebskommission weiterhin die Verantwortung zur Sicherstellung des Spitalbetriebs, zur Initialisierung des Projektes Bettenhaus und zur Vorbereitung der künftigen Rechtsform. Mittelfristig bleibt das Spital auch als Zweckverband mit den bestehenden Statuten voll funktionsfähig, dringender Handlungsbedarf für eine neue Rechtsform-Vorlage besteht nicht. Erforderlich ist eine tragfähige Strategie als Grundlage für eine neue Rechtsform und zur Erneuerung der Infrastruktur. Die Erfahrungen mit der Vernehmlassung im vergangenen Frühjahr waren durchwegs positiv. Auch die künftige Strategie soll in einer Vernehmlassung auf der Grundlage von Respekt und Kompetenz diskutiert werden. Es wäre

falsch, dabei nur die lautesten Kritiker anzuhören, denn ohne breite Basis lässt sich keine Reform und kein Projekt umsetzen.

Respekt und Anstand sind Tragsäulen unserer Demokratie Es ist durchaus zulässig, einen engagierten Abstimmungskampf zu führen. Der Respekt und der Anstand gegenüber Exponenten auf beiden Seiten müssen aber stets gewährleistet sein – vor und nach der Abstimmung. Einzelne Aktivisten und Leserbriefschreiber haben leider das Augenmass verloren und attackieren Spitalpersonal, Behördenmitglieder und weitere Personen in einer unakzeptablen Form. Durch Diffamierungen und gezielte Unwahrheiten verunsichern sie

nicht nur die Stimmberechtigten, sondern zunehmend auch Spitalpatienten. Es entsteht der Eindruck, dass es diesen Leuten nicht nur um die politische Ausmarchung, sondern um die Gefährdung des Spitals geht.

Zukunft des Spitals sichern Grosse Teile der Bevölkerung stehen hinter dem Spital Affoltern und wollen seine Zukunft sichern. Dazu braucht es nach der Abstimmung vom 24. November 2013 Ruhe, Anerkennung und Respekt gegenüber der Spitalleitung und den Spitalmitarbeitenden sowie professionelle Arbeit der verantwortlichen Behörden. Betriebskommission des Spitals Affoltern


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Dienstag, 3. Dezember 2013

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Die erste Feuerwehr-Kommandantin im Kanton Zürich Gabi Blickenstorfer übernimmt das Kommando der Feuerwehr Hausen Die drei Gemeinden Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil bilden die Feuerwehr Oberamt. Zur Kommandantin der Ortsfeuerwehr Hausen wurde Gabi Blickenstorfer ernannt. Sie ist die erste Frau im Kanton Zürich, welche eine Ortsfeuerwehr befehligt.

vorstand Georges Köpfli zeigte sich stolz über das bis heute exklusive Ereignis, fügte aber sofort hinzu, dass nicht das Geschlecht, sondern ausschliesslich die Qualifikation der Person ausschlaggebend für die Wahl gewesen sei.

Eine Vollblutfeuerwehrfrau

................................................... von martin mullis Eine Frau als Kommandantin gab es tatsächlich noch nie im Kanton Zürich. Das bestätigt Kurt Steiner, der Leiter der Abteilung Feuerwehr bei der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich. Rund 8000 Feuerwehrkräfte leisten im Kanton Zürich Dienst, davon gehören 300 Personen zur Berufsfeuerwehr. Die Frauen bilden mit ziemlich genau acht Prozent immer noch eine relativ kleine Gruppe beim freiwilligen Feuerwehrdienst. Dass nun in Hausen mit Gabi Blickenstorfer erstmals eine Frau im Kanton Zürich das Kommando einer Dorffeuerwehr übernimmt, sei ein Meilenstein in der Feuerwehrgeschichte des Kantons, meint Kurt Steiner. Er bezeichnet die Ernennung schlicht als «E gfreuti Sach» und hofft, dass in Zukunft noch viel mehr Frauen Kaderstellen bei der

Erste Feuerwehrkommandantin im Kanton Zürich: Gabi Blickenstorfer und Gratulant Claude Schmidt, Statthalter. (Bild Martin Mullis)

Feuerwehr anstreben. – Auch Claude Schmidt, Statthalter des Bezirks Affoltern, gibt in seinem Grusswort seiner grossen Freude über die Ernennung von Gabi Blickenstorfer Ausdruck und gratuliert der jungen Frau ganz herz-

lich. Er erwähnt den tragischen und plötzlichen Tod von Feuerwehrkommandant Heinz Sträter, welcher dazu führte, dass das Kommando baldmöglichst neu besetzt werden musste. Es sei für ihn als Statthalter ein wohl ein-

maliges Vorrecht und eine grosse Ehre, der ersten und einzigen Feuerwehrkommandantin des Kantons Zürich im eigenen Bezirk zur Wahl und zur Beförderung zum Hauptmann gratulieren zu dürfen. Auch Sicherheits-

Die neue Chefin der Dorffeuerwehr ist gelernte Landwirtin und arbeitet heute als Postautochauffeurin. Bei der Feuerwehr ist sie bereits seit 14 Jahren Mitglied. Unter ihrem Kommando werden in Hausen rund 40 Männer und zwei Frauen stehen. Vor der kommenden verantwortungsvollen Aufgabe habe sie keine Angst, wohl aber gebührenden Respekt, erklärt sie dezidiert. Gleichzeitig freut sie sich aber auch auf die verantwortungsvollen Pflichten. Sie hält fest, dass sie bereit sei, Zeit dafür zu investieren und eine perfekte Leistung anzustreben. «Ich bin halt eine Vollblutfeuerwehrfrau», betont Gabi Blickenstorfer mit einem etwas fast entschuldigenden Lachen. Die Einsetzung von Gabi Blickenstorfer ins Amt der Feuerwehrkommandantin wurde am letzten Freitagabend im Gemeindesaal im Rahmen des bereits traditionellen Familienabends der Feuerwehr Hausen entsprechend gefeiert.

Energieregionen – das Knonauer Amt geht voran Ziel ist eine mindestens 80% von externer Energie unabhängige Region bis 2050 In nur vier Jahren haben die 14 Gemeinden des Knonauer Amts alle relevanten Basisdaten und Unterlagen beschafft, die es für eine nachhaltige Energiezukunft braucht. Gegenüber einem Alleingang jeder Gemeinde brachte das gemeinsame Vorgehen Einsparungen von gegen 60%. Im Zuge der stark verbesserten Erreichbarkeit aufgrund der Eröffnung der Autobahn A4 durch das Knonauer Amt ist der Druck auf das Siedlungsgebiet in der Region gross. Bevölkerung, Wirtschaft und Politik möchten diesen Attraktivitätsschub nicht unkontrolliert laufen lassen. Darum haben die 14 Gemeinden des Bezirks Affoltern 2003 in Workshops mit rund 50 Exponenten der verschiedensten Gruppierungen in der Region ein Leitbild erarbeitet und 2004 die Standortförderung Knonauer Amt ins Leben gerufen.

Nachhaltigkeit oberstes Ziel Vor diesem Hintergrund verfolgt die Standortförderung Knonauer Amt das Ziel, den ländlichen Raum, die Naturvielfalt und den hohen Erholungswert zwischen den Zentren Zürich und Zug sowie Limmattal und linkem Zürichseeufer zu erhalten. Der Förderung der Nachhaltigkeit von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt wird hohe Priorität eingeräumt. Der Bereich Umwelt und Energie ist dabei ein wesentlicher Faktor. Nach Ansicht der Standortförderung liegt hier das grösste Potenzial. Bei den erneuerbaren Energien sind in der Region fast alle potenziellen Energieträger zu finden, wobei Sonne, Geothermie, Holz im Vordergrund stehen und später die landwirtschaftlichen Biomasse. Wasser (Abwasser) und Wind sind von geringerer Bedeutung.

Leuchtturm einer regionalen Energiepolitik Hinter dem Projekt «Energieregion Knonauer Amt» verbirgt sich ein Projekt mit dem Ziel der Förderung von Energieeffizienz und Energieproduktion im Knonauer Amt. Im Fokus steht die Erreichung einer zu mindestens 80% von externer Energie unabhängigen Region Knonauer Amt bis 2050. Gleichzeitig erwartet die Standortförderung, dass mit dem Projekt die regionale Wirtschaft gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und neue Einkommensquellen erschlossen werden. Auf Anregung des Standortförderers ergriff die FDP des Bezirks Affoltern die Initiative und bildete im Herbst 2008 eine Arbeitsgruppe. Gestartet wurde 2009 mit einer Studie, welche das Potenzial der Energie-Effizienz sowie erneuerbaren Energien bis 2050 aufzeigt. Die Potenzialstudie wurde über Sponsorenbeiträge regionaler Unternehmen und der beiden Wirtschaftsverbände finanziert. Nach Vorliegen der Potenzialstudie ging es zügig voran. Die Gemeinden gaben 2010 die energiepolitischen Bestandsaufnahmen, 2012 die räumliche Energieplanung und Anfang 2013 das regionale Solarkataster in Auftrag. Seit Oktober 2013 liegen alle relevanten Grundlagen für eine nachhaltige Energiezukunft vor. Die Gemeinden haben hilfreiche Arbeitsinstrumente zur Hand und mit dem Energieplan ein behördenverbindliches Planungsinstrument für die Wärmeerzeugung. Das gemeinsame Vorgehen brachte finanzielle Einsparungen von gegen 60% gegenüber einem Alleingang jeder Gemeinde für sich. Dies auch, weil eine Region als Ganzes für Sponsoren interessanter ist, als eine Gemeinde allein. So hat Solarspar Schweiz das Solarkatasterprojekt zur Hälfte mit finanziert. Dazu kam noch die Effizienz beim Arbeitsaufwand. Am Beispiel

Energieplanung wird dies offensichtlich: statt 14 Gemeinden mit je einer 5-köpfigen Begleitgruppe, die je 10 Stunden Aufwand haben, war nur eine Begleitgruppe für die ganze Region im Einsatz. Das sind nur 50 Stunden Aufwand gegenüber 700 Stunden bei 14 Alleingängen. Einsparung: über 90%!

80% bis 90% Deckungsgrad durch Erneuerbare in der Region bis 2050 Fazit der Potenzial-Studie: 80% des gesamten Energie-Bedarfs (ohne Verkehr) kann die Regionen selber über Erneuerbare produzieren und decken. Der Wärmebedarf kann voll aus eigener Kraft gedeckt werden. Beim im Jahre 2050 benötigten Strombedarf (275 GWh) kommt die Studie auf gut 20% «Deckungsgrad». Die kürzlich abgeschlossene Solarpotenzial-Studie der Meteotest welche jede Dachfläche des Säuliamts erfasst hat, kommt auf 136 GWh für die Fotovoltaik nutzbaren Po-

tenzials. Dieser Wert wird abgeleitet aus der Gesamteinstrahlung von 2554 GWh/Jahr auf alle Dachflächen im Knonauer Amt. Werden die 136 GWh realisiert, könnte die Region 2050 gar 50% des Strombedarfs aus der Sonnenenergie decken.

Visionäre, zielstrebige und kostenbewusste Ämtler Die Säuliämtler haben aber noch einen weiteren Trumpf im Ärmel – ihr visionäres Projekt «A4KW», die Überdachung der Autobahn durch das Knonauer Amt mit Fotovoltaik. Eine solche Anlage würde bis 75 GWh Strom pro Jahr bringen. Die Dachflächen und das «A4KW» könnten demnach zusammen über 75% des 2050 prognostizierten Strombedarfs im Knonauer Amt produzieren und damit zu knapp 90% den gesamten Energie-Bedarf (ohne Verkehr) selber über Erneuerbare produzieren und decken. Noch ist es aber

Fotovoltaikdach auf einem Bauernhof. (Bild zvg.)

noch nicht soweit. Aktuell produzieren Erneuerbare gute 15% der 2050 benötigten Wärme durch Holz und Wärmepumpen sowie um die 2,5% des 2050 gebrauchten Stroms durch PVAnlagen und die Kompogasanlage (Verwertung von Garten- und Küchenabfällen) in Ottenbach. Dass die Gemeinden ihrer Bevölkerung seit 2012 eine Energie-Erstberatung anbieten, welche durch die Begleitgruppe freiwillig Mitwirkender ins Leben gerufen wurde, rundet das Bild ab. Ausgebildete Energieberater aus der Region stehen jeden Dienstagnachmittag den Interessierten zur Verfügung.

Nächste Schritte 2014 geht es die Phase 2, in die Umsetzung an der Front. Mit Massnahmen wie vermehrte Informations-Veranstaltungen, gezielte Kommunikation, Schaffen von guten Rahmenbedingungen, Hilfestellungen für Betriebe und Private will die Region weiter in eine nachhaltige Energiezukunft fahren. So haben Anfang November die Gemeinden beschlossen, den Auftrag zur Erarbeitung eines Antrags für eine Förderaktion zu erteilen. Die Aktion würde ein Auftragsvolumen von 1,1 Millionen Franken für das Gewerbe auslösen und jährlich gegen 1,8 GWh Strom einsparen. (Ch.H.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2013

Kulinarischer Anlass in der Buchhandlung Lesung bei Scheidegger in Affoltern: Dominik Flammer und Sylvan Müller; Gastgeber: Ursula und Martin Grob Die Buchhandlung Scheidegger lud am vergangenen Donnerstag zu einem ganz besonderen Anlass ein: Zu Lesungen und Erzählungen der beiden bekannten Schweizer Esskultur- und Kochbuchautoren Dominik Flammer und Sylvan Müller wurden rund sechzig Besucher kulinarisch verwöhnt. ................................................... von regula zellweger Lesungen wurden in der Buchhandlung Scheidegger schon oft erfolgreich durchgeführt. Diesmal war es anders. Im Verkaufsbereich wurden die Gäste mit gebackenen «Käsefüssen» und Prosecco begrüsst. Aufgelegt waren unter anderen die opulenten Bildbände «Das kulinarische Erbe der Alpen» und das neue Kochbuch dazu, «H. Schwarzenbach – Das Zürcher Kochbuch» und «Mama kocht». Aus diesen Büchern hatten Ursula und Martin Grob ein attraktives Menü zusammengestellt. «Wir haben noch nie für so viele Personen gekocht», gaben sie zu. Das Ergebnis war hervorragend.

Profis in Küche und Buchladen Ursula und Martin Grob sind seit Jahrzehnten die bekannten Bücherpersönlichkeiten im Säuliamt. Sie war Leiterin der Regionalbibliothek Affoltern, er zieht seit Jahrzehnten die Fäden in der Buchhandlung Scheidegger – alles allgemein bekannt. Was aber bisher kaum jemand wusste: Die beiden sind begnadete Köche und Gastgeber. Schon das Vorspeisenbuffet mit Terrinen und Mousses, mit Salaten und Trockenfleisch aller Art und einer schmackhaften Suppe begeisterte die rund sechzig Gäste, die auf Festbänken im Buchlager einen kulinarischen Höhenflug miterleben durften.

Es duftete nach herzhaften Eintöpfen in der Buchhandlung – und Stunden zuvor bereits in der Garage des Ehepaars Grob. In drei riesigen Töpfen auf mobilen Kochgeräten garten Gemüse und Fleisch, da muss über Stunden Gemüse gerüstet worden sein!

Lockere, gemütliche Atmosphäre «Diese Buchhandlung ist einfach genial», schwärmt der Buchautor und Foodscout Dominik Flammer. «Auf dem Weg von Zürich in mein Wochenendhaus in Vitznau halte ich hier oft an, hier bekomme ich jedes Buch – und auch einen Parkplatz. Wo findet man heute noch solche Buchhandlungen?» Wenn man die Schweizer Buchlandschaft betrachtet, dann sind Buchhandlungen wie Scheidegger Affoltern rar geworden, die grossen haben die kleinen gefressen. Und doch gibt es Unternehmen, die es schaffen, erfolgreich zu bleiben, wenn beinahe die ganze Zunft in Not gerät und aufgeben muss. So wie Scheidegger als Buchhandlung hat es das Kolonialgeschäft Schwarzenbach in Zürich geschafft, sich selbst über bewegte Zeiten treu zu bleiben. Bei Schwarzenbach sind es gar fünf Generation über 150 Jahre, die den Zürchern einheimische und exotische Köstlichkeiten anboten.

Geschichte der Zürcher Essgewohnheiten Dominik Flammer ist Fan der Schwarzenbachfamilie, das war nach den ersten Sätzen klar. Nachdem er sich nun länger mit dem Entdecken von traditionellen alpenländischen Nahrungsmitteln und Gerichten beschäftigt hatte, tauchte er in die kulinarische Geschichte der Stadt Zürich ein. Voller Begeisterung erzählte er von Zeiten, als in Zürich noch Safran wuchs. «Versuchen sie mal das, was man in der Stadt früher ass: Hafer- und Gersten-

Dominik Flammer (rechts) und Sylvan Müller machen gemeinsam Kochkulturbücher, die bestimmt zu Schweizer Kultbüchern werden. brei ohne Salz, nur mit Wasser», schlug er lachend vor, während die Besucher angewidert die Gesichter verzogen und sich schnell wieder den Grob'schen Delikatessen zuwandten. Nahrungsgeschichte ist nicht nur Kulturgeschichte, sondern umfassende Historie, das wissen die Säuliämter mit ihrer Kappeler Milchsuppe. Der Laden der Familie Schwarzenbach in der Zürcher Altstadt erfüllt auch heute noch ausgefallene und alltägliche Wünsche. Mit dem neuen Kochbuch kann man nun Speisen nachkochen, die schon auf den bekannten Ausrufbildern des Zürcher Kupferstechers David Herrliberger in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Zürichs Gassen feilgeboten wurden.

Mama kocht Sylvan Müller hatte eine bestechend einfache Idee: Er gelangte über die Medien an die breite Öffentlichkeit mit der Bitte nach Geschichten und

Ursula und Martin Grob verwöhnten die rund 60 Gäste in der Buchhandlung mit einem opulenten Mahl. (Bilder Regula Zellweger)

Rezepten von Müttern. Männer, Frauen und Kinder liessen sich motivieren, Geschichten über die Liebe und das Essen einzusenden. Die vorliegende Sammlung von 50 Gerichten und Geschichten ist ein Ausflug zu den sinnlichsten Erinnerungen der Kindheit und Jugend und eine Zeitreise durch die kulinarische Entwicklung der Küche Mitteleuropas und ihrer Einwanderer. Der Geschmacksinn ist das schnellste Transportmittel für Erinnerungen, die er aus den hintersten Hirnwindungen zu zaubern scheint. Der Fotograf und Büchermacher Sylvan Müller las einige Geschichten, die zu Herzen gingen und schloss mit einer liebevollen Liebeserklärung an seine eigene Mutter. Auf die Eintöpfe folgten eine Auswahl von Käse und danach ein Dessertbuffet. Begleitet wurden die verschiedenen Gänge von Veltliner vinautori-Weinen von Stefan Keller und Piero Triacca, sympathisch und professionell präsentiert von Hanspeter Bühler.

Lustvoll kochen mit Vernunft Dominik Flammer hielt ein feuriges Plädoyer für die Berücksichtigung der lokalen Produzenten. Er schwärmte von den Zürcher Märkten, die heute wieder florieren. Er erzählte von Obstsorten mit typisch lokalen Namen, von Gerichten, die er in der Innerschweiz entdeckt hatte. Er forderte: «Holen Sie alles, was möglich ist, von den Hofläden in Ihrer Umgebung und vom Wochenmarkt – und hören Sie zu, was die Leute von früher erzählen. Geniessen Sie bewusst beispielsweise die unterschiedlichen Apfelsorten, es gibt 1200 in der Schweiz. Haben Sie schon mal Fällander Himbeeräpfel gekostet?» Nicht überall stiess seine Begeisterung für alte Stockfischgerichte auf positives Echo, aber Kardamom im Sonntagszopf aus Dinkel- und Weizenmehl könnte man ja mal ausprobieren.

forum

Dürfen Gemeinden Geld verschenken? Dies und nichts anderes verlangen die Urheber einer Kampagne, welche die Rohstofffirma Glencore anklagt und die wohl koordiniert in allen Ämtler Gemeinden lanciert wurde. In Hedingen hat das Stimmvolk bereits einen Betrag von 110 000 Franken aus Steuergeldern bewilligt, welche an drei Organisationen geht, die im Kongo, in Bolivien und Kolumbien aktiv sind. Dies geschah gegen den Willen des Gemeinderates, wie man dem «Anzeiger» entnehmen konnte. Weil das Thema nun in einigen weiteren Ämtler Gemeindeversammlungen zur Sprache kommt, bringe ich hier einige grundsätzliche Überlegungen auf den Tisch, welche die Angelegenheit zumindest aus rechtlicher Sicht ins richtige Licht rücken. Moralische oder ethische Gesichtspunkte, wie sie die Initianten gerne vorbringen, müssen hier zurücktreten.

Auf das Gemeindegebiet beschränkt In der föderalistisch aufgebauten Schweiz gibt es eine relativ klare Aufgabentrennung zwischen Gemeinden, Kantonen und Bund. Diese wurde in den letzten Jahren ständig verbessert und Überschneidungen weitgehend eliminiert. Zweck und Tätigkeit der Gemeinde ist auf das Gemeindegebiet beschränkt, genauso wie der Kanton nur für sein Kantonsgebiet legiferie-

ren kann. Für internationale Beziehungen ist der Bund zuständig, der ja auch für die Hilfe ans Ausland ein Katastrophenhilfekorps unterhält und auch für Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit zuständig ist. Die dafür aufgewendeten Mittel stellen übrigens keineswegs eine Lappalie dar.

Keine gesetzlichen Grundlagen Es kann also keinem Zweifel unterliegen, dass der Zuständigkeitsbereich der Gemeinden an deren Grenzen aufhört. Jede Tätigkeit des Staates, und zwar auf allen drei Ebenen, muss auf einer gesetzlichen Basis beruhen. Für das Anliegen der Initianten, Geld an wohltätige Institutionen zu verschenken, gibt es wohl in den meisten Gemeinden keine gesetzliche Grundlage. Mit gutem Grund. Wohltätigkeit war und ist klar Sache der Privaten. Und diese tun dies auch mit einem Mitteleinsatz, der so gross ist wie in keinem anderen Land. Auf kantonaler Ebene führt der Kanton Zürich zwar einen Fonds für wohltätige und gemeinnützige Zwecke. Dieser wird aus den Erträgen der Landeslotterie gespeist. Im ordentlichen Haushalt des Kantons Zürich gibt es aber für Wohltätigkeit keinen Platz, ebensowenig in den Gemeinden. Für die Hilfe an Bedürftige in der Gemein-

Rohstoff-Millionen: Warum nicht 100%? de gibt es die Fürsorge. Diese ist gesetzlich geregelt. Für die Hilfe an Bedürftige im Ausland ist die Gemeinde nicht zuständig. Somit gilt es festzuhalten, dass es für das Anliegen der Initianten keine gesetzliche Basis gibt und ihr Vorhaben gar nicht initiativfähig ist. Der Gemeinderat Mettmenstetten hat dies übrigens erkannt und die Initiative «Mettmenstetten handelt solidarisch» aus diesem und noch weiteren Gründen für ungültig erklärt.

Einschlägige Gesetzesbestimmungen Zum Schluss noch einige Hinweise auf einschlägige Gesetzesbestimmungen. In § 165 des zürcherischen Gemeindegesetzes steht, dass die Haushaltführung der Gemeinden sich nach den Grundsätzen der Gesetzmässigkeit richten muss. In § 151 Ziff. 2 steht weiter, dass ein Beschluss angefochten werden kann, wenn er über den Zweck der Gemeinde hinausgeht. Dies ist nun zweifellos der Fall, wenn eine Gemeinde aufgrund linken und medialen Druckes sich anschickt, Gelder für wohltätige Zwecke zu verschenken. Hier wäre übrigens auch der Bezirksrat gefordert. Als Aufsichtsorgan über die Gemeinden gehört die Ausgabenüberwachung zu seinen primären Aufgaben. Louis Hafner, lic. iur., Mettmenstetten

Die Initianten der Rohstoff-Millionen mit ihrer Begründung, die Steuer-Millionen solidarisch zu verteilen, kommen mir vor wie das Gegenteil von Hühnern. Die Hühner suchen im Misthaufen nach Körnern, die Rohstoffmillionen Initianten suchen dem gegenüber im Haufen Korn nach etwas Mist. Weil sie aber mit ihrer Initiative in den Gemeinden nur gerade 10% der der Gesamtsumme der ausserordentlichen Steuereinnahmen fordern, vermute ich, dass sie selbst nicht so sicher sind, ob das bisschen Mist, das sie zu finden geglaubt haben, eine solche Forderung rechtfertigt. Oder vielleicht wollen sie einfach doch nur ihr eigenes Gewissen beruhigen. Wenn sie nämlich so sicher wären, dass der Rohstoffkonzern Glencore zulasten der Bevölkerung in den betroffenen Ländern arbeitet und sie ausbeutet, müssten sie doch die Forderung aufstellen, 100 % der ausserordentlichen Steuereinnahme sind zurückzugeben. Ich bin nun etwas verunsichert. Vielleicht sind die Initianten nur darum zurückhaltend und verlangen nur 10%, weil die Regierungen in den betroffenen Ländern im Wesentlichen dem gleichen politischen Lager angehören wie sie selbst, den Sozialisten? Wenn ich die Liste der mit Projekten begünstigten Länder ansehe, dann stelle ich fest, dass sie von Regierungen geprägt sind, die sich in irgendei-

ner Art sozialistisch nennen. Es ist natürlich einfacher und vor allem wirksamer, wenn man einen naheliegenden, bekannten Sündenbock findet, um sich erfolgreich Gehör zu verschaffen. Ich ärgere mich, wenn mit Glencore eine weltweit tätige Firma mit Sitz in der Schweiz verunglimpft und benutzt wird, um ein paar Hilfswerken zu Geld zu verhelfen. Geld, das letztlich korrupte sozialistische Regierungen stützt und Wirtschaftswachstum verhindert. Milliarden wurden mit Projekten verschiedenster Art in den vergangenen Jahrzehnten in Entwicklungsländer gesteckt. Das Resultat ist ernüchternd. Statt von wachsenden Bruttoinlandprodukten Kenntnis zu nehmen, stellt man sinkende oder stagnierende Verhältnisse fest. Das Problem dieser Länder sind nicht Rohstoff-Firmen, sondern korrupte sozialistische Machthaber und dazu naive Hilfswerke, die nach wie vor meinen, mit Gesellschaftmodellen westlicher Industrieländer könne man in diesen Ländern den Wohlstand fördern. Einmal abgesehen davon, dass Entwicklungshilfe nicht Sache der Gemeinden ist, sollte man auf solch oberflächliche Selbstbefriedigungsaktionen verzichten. Toni Bortoluzzi, Affoltern


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Dienstag, 3. Dezember 2013

Rohstoffinitiativen: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es Demnächst finden in verschiedenen Gemeinden des Bezirks Affoltern Abstimmungen zu den Solidaritätsinitiativen statt. Im «Anzeiger» hat eine engagierte Diskussion eingesetzt und auch in den nationalen und internationalen Medien hat das Anliegen – weitgehend wohlwollende – Schlagzeilen gemacht. Ich möchte in diesem Leserbrief zu den wichtigsten Fragen Stellung nehmen, die im Zusammenhang mit den Initiativen an uns herangetragen wurden.

Ein völlig neues Ausmass Viele Bürgerinnen und Bürger können kaum glauben, dass Schweizer Rohstoffkonzerne ursächlich an der Misere in einigen Ländern mitverantwortlich sein sollen. Dies hat einen einfachen Grund: Erst seit wenigen Jahren hat der Schweizer Rohstoffhandel einen so enormen Stellenwert wie heute. Zwischen 2003 und 2011 legte der Nettogewinn im internationalen Transithandel, der etwa dem Rohstoffhandel entspricht, von 2 auf 20 Milliarden Franken um das sagenhafte 10-fache zu. Ein Grund: die Bedingungen sind in der Schweiz so günstig, dass viele Rohstofffirmen ihren Sitz in unser Land verlegen. Der Rohstoffhandel ist in kürzester Zeit zu einem der umsatzgrössten Wirtschaftszweige der Schweiz geworden, und die Schweiz für manche Rohstoffe zur weltweit wichtigsten Drehscheibe. Diese ausserordentliche Rolle gibt uns Schweizerinnen und Schweizern auch eine spezielle Verantwortung – und ein Risiko: der Ruf unseres Landes könnte ein weiteres Mal ramponiert werden. Die boomende Rohstoffbranche generiert in grossem Ausmass Probleme für Mensch und Natur. Daran kann die Schweiz direkt nichts ändern. Aber unser Steuergesetz ermöglicht es multinationalen Konzernen, ihre märchenhaften Gewinne praktisch unversteuert zu verbuchen, während hier jeder anständige Bürger seine Steuern bezahlt. Glencore beispielsweise operiert im Kongo über Tochtergesellschaften. Diese schreiben Jahr für Jahr Verluste, weil sie von anderen Unternehmen innerhalb des Konzerns hoch verzinste Kredite aufgenommen haben, teure Dienstleistungen erwerben und ihre Ware billig an das Mutterhaus verkaufen. Dadurch schreiben diese Tochtergesellschaften Verluste und müssen keine Gewinnsteuern bezahlen, obwohl sie letztlich die Rohstoffe fördern, auf denen der Gewinn des ganzen Konzerns beruht. Das Mutterhaus hingegen muss die ausländischen Gewinne nicht versteuern. Auf diese Weise entgingen dem Kongo durch eine einzige Glencore-Tochter

innerhalb von nur zwei Jahren rund 200 Millionen US $ Steuern. Hier sind national und international Verbesserungen anzustreben.

Die «wahre Ursache»? Natürlich ist der Rohstoffhandel nicht die alleinige Ursache allen Übels. Korruption, Drogenhandel, Naturkatastrophen, Bürgerkrieg – für eine perfekte Welt müsste man alle diese Probleme lösen, aber leider kann man sich nicht alles leisten, was wünschbar wäre. Man muss abwägen. Trotzdem darf man solche Anliegen nicht gegeneinander ausspielen: Mit dem Verweis auf all die anderen Probleme dieser Welt kann man sehr wirksam jeden Fortschritt verhindern. Vielmehr: Je grösser der Haufen der Probleme ist, desto wichtiger ist es doch, dass man die naheliegendsten Fälle anpackt und sich mit kleinen Schritten in die richtige Richtung bewegt. Und naheliegend ist hier und jetzt nicht der Drogen-, sondern der Rohstoffhandel. Der hat uns schliesslich zusätzliche Erträge in die Kasse gespült und bei dem stellt sich die Frage, ob wir wirklich zu 100% profitieren wollen, oder ob wir auch andere Vorstellungen haben.

Korrupte Regierungen, private Spenden und die politische Diskussion Gäbe es keine Korruption, so gäbe es all die Probleme nicht, mit denen wir uns hier herumschlagen. Nur: Weshalb grassiert denn die Korruption in den betroffenen Ländern? Wie wäre es, wenn wir hier in Hausen unter gleich miserablen Bedingungen leben würden, uns und unseren Liebsten aber durch Korruption ein gutes Leben sichern könnten? Wenn auch bei uns Korrupte sehr schnell extrem viel reicher und mächtiger würden als die anständigen Bürger? Wenn auch wir eine solch zersetzende Vorgeschichte hätten? Korruption wäre auch bei uns viel allgegenwärtiger. Hier verschärft der internationale Rohstoffhandel, wie er heute abläuft, die Probleme massiv und fördert Korruption, weil er sehr wenigen Leuten sehr viel Geld in die Hand gibt. Gleichzeitig untergräbt er nationale Wertschöpfungsketten: Bauern verlieren ihr Land und verarmen, nationale Firmen haben gegen multinationale Konzerne schon aus Steuergründen keine Chance, sodass die Rendite genauso wie die verarbeitende Industrie ins Ausland abwandern. Beides verhindert Investitionen und Aufschwung in den Rohstoffherkunftsländern. Die von den Initiativen unterstützten Projekte helfen den Menschen in den betroffenen Ländern hingegen,

sich lokal gegen Korruption und Unrecht zu wehren, mit den bescheidenen Mitteln, die eben zur Verfügung stehen. Natürlich kann mit 75 000 Franken nicht der ganze Schaden ungeschehen gemacht werden. Gegen die Kräfte eines intransparenten und asymmetrischen Marktes kommt man nicht so einfach an. Daher ist es auch mit ein paar Spenden nicht getan und der politische Aspekt der Diskussion ist uns wichtig: Verzichtet die Gemeinde Hausen auf die 75 000 Franken, so solidarisiert sie sich mit den nationalen und internationalen Bestrebungen, dem Rohstoffhandel fairere Rahmenbedingungen zu setzen und verleiht ihnen Rückenwind.

In Hausen müsste man etwas tun Die Glencore-Steuern haben der Gemeinde Hausen Mehreinnahmen von 750 000 Franken beschert. Wenn die Stimmbürgerinnen den Rohstoffländern davon einen Zehnten zugutekommen lassen, bleiben immer noch aussergewöhnliche Mehreinnahmen von 675 000 Franken. Es wäre toll, wenn von diesen ausserordentlichen Einnahmen auch ausserordentliche Projekte finanziert würden, zum Beispiel zukunftsgerichtete Investitionen in die Infrastruktur (Hausen will Energiestadt werden) oder nachhaltige Sozialprojekte. Meines Wissens hat aber niemand Ideen in dieser Richtung vorangetrieben, und der ganze Steuerertrag dürfte sang- und klanglos in der laufenden Steuerrechnung versinken.

Kann eine Gemeinde überhaupt Entwicklungsprojekte unterstützen? In unserem Alltag und Berufsleben tun wir selbstverständlich immer wieder Dinge, zu denen wir per Reglement nicht verpflichtet sind. Wir unterstützen Nachbarn, helfen Kollegen oder spendieren für ein Projekt. Ob wir uns im Einzelfall einsetzen wollen oder nicht, ist dabei Ermessenssache. Genau so kann eine Gemeinde unkonventionelle Mittel ergreifen, wenn eine Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger dies für richtig halten. Viele Gemeinden leben dies vor – sie engagieren sie sich auf vielfältige Weise in sozialen Projekten, Partnerschaften, mit über 40 Millionen CHF in Entwicklungsarbeit und vielem mehr. Die Rohstoff-Initiativen beantragen diesbezüglich nichts Aussergewöhnliches. In diesem Sinn bitte ich die Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Gemeinden, an den Gemeindeversammlungen teilzunehmen und die Initiativen anzunehmen. Urs Leisinger, Hausen

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Heiligt der Zweck die Mittel? Mit grosser Betroffenheit habe ich letzte Woche am Informationsanlass in Obfelden zur Initiative «Obfelden handelt solidarisch» teilgenommen. Es kann nicht bestritten werden: Wir in der Schweiz leben verglichen mit weiten Teilen der Weltbevölkerung in paradiesischen Zuständen. Die gezeigten Bilder gingen unter die Haut und verdeutlichten auf eine anschauliche Art, unter welchen Umständen Millionen von Menschen leben müssen. Hier sind die industrialisierten Länder gefordert, in Zukunft deutlich grössere Anstrengungen zu leisten, um in den Ländern der Dritten Welt die Armut zu bekämpfen, die medizinische Versorgung zu verbessern und die Umwelt auch für spätere Generationen zu erhalten. Auch wirksame Massnahmen gegen die Korruption gehören dazu. Wie bei vielen politischen Fragen, stellt sich für mich die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden soll und welches die richtigen Massnahmen sind. Ich kann es auch nachvollziehen, dass es wichtig ist, jetzt ein Zeichen zu setzen. Lieber einen Tropfen auf den heissen Stein, als abseitszustehen und gar nichts zu tun. Doch heiligt der Zweck die Mittel? Sind die Gelder, welche jetzt solidarisch gespendet werden sollen, wirklich dafür da? Können wir über diese Gelder verfügen wie wir wollen? Ich meine nein. Wir haben

diese Gelder von anderen Gemeinden im Kanton im Rahmen des Finanzausgleichs bekommen. Der Finanzausgleich ist dazu da, damit ungerechtfertigte finanzielle Unterschiede zwischen den Gemeinden ausgeglichen werden. Solche ungerechtfertigten Unterschiede sind die Folge äusserer Umstände, welche die Gemeinden nicht ändern können, wie zum Beispiel die geografische Lage oder die unterschiedliche Steuerkraft ihrer Einwohner. Die Zahlungen im Rahmen des Finanzausgleiches sind damit kein frei verfügbares Geschenk, sondern haben einen klaren Grund und sollten auch entsprechend verwendet werden. Meine Schlussfolgerung: Ich teile die Absicht der Initianten, dass unsere Bemühungen zur Entwicklungshilfe verstärkt werden sollen. Jeder Bürger im Bezirk Affoltern, der diese Ansicht teilt, soll einen entsprechenden Betrag freiwillig spenden. Dafür dürfen jedoch nicht die Mittel aus dem Finanzausgleich verwendet werden. Die entsprechenden Vorlagen sind an den anstehenden Gemeindeversammlungen abzulehnen. Nehmen Sie an den Versammlungen teil und wehren Sie sich dagegen, dass Mittel aus dem Finanzausgleich zweckentfremdet werden. Olivier Hofmann, Hausen, Präsident FDPBezirkspartei und Kantonsrat

Muss Hausen am Hungertuch nagen? In verschiedenen Leserbriefen wird die Initiative «Rohstoffmillionen – Hausen handelt solidarisch» aus finanzpolitischen Gründen zur Ablehnung empfohlen. Argumentiert wird mit den wenig rosigen finanziellen Perspektiven der Gemeinde und der Tatsache, dass eine Erhöhung des Steuerfusses von 4% beantragt wird. Dies vertrage sich nicht mit einem freiwilligen Engagement für Projekte zugunsten von Opfern des Rohstoffabbaus. Auch der Gemeinderat weist in seinen Erläuterungen zur Initiative auf die notwendigen Sparbemühungen hin. Muss Hausen bald am Hungertuch nagen? Auch die Initianten sind an gesunden Gemeindefinanzen interessiert. Es gilt jedoch, die Proportionen zu wahren. Der Gesamtaufwand des Gemeindehaushalts beträgt gemäss Voranschlag 2014 rund 20 Millionen Franken. Wenn – wie mit der Initiative gefordert – während fünf Jahren je

fünfzehntausend Franken in Projekte investiert werden, entspricht dies in den kommenden Jahren weniger als ein Promille des jährlichen Aufwands. Da wirkt das Argument, dass sich Hausen das nicht leisten könne, doch sehr weit hergeholt und hat keinerlei Zusammenhang mit der beantragten Steuererhöhung. Hausen muss bei Annahme der Initiative keinen finanziellen Dammbruch befürchten. Und was wäre, wenn die über den Finanzausgleich ausgeschütteten Glencore-Gelder nicht geflossen wären? Dann hätte die Gemeinde auch einen Weg gefunden, um finanziell über die Runden kommen. Ob wir etwas als Problem wahrnehmen oder nicht, ist immer eine Frage des Blickwinkels. Fünf mal fünfzehntausend Franken können den betroffenen Menschen in Afrika und Kolumbien Perspektiven und Hoffnung ermöglichen. Für uns in der Schweiz ist es ein bescheidenes Zeichen der Solidarität. Anita Roesch, Hausen

Betriebskommission ist das Problem, nicht die Rechtsform Dank Zweckverbandsvereinbarung kann die Bevölkerung an den Delegiertenversammlungen (DV) auch teilnehmen. So auch an der DV vom 28. November 2013, an der ich einen bühnenreifen Auftritt der Betriebskommission (BK) auf Stufe «Berlusconi» erlebt habe. Wenn sich die Delegierten getrauten, eine Frage zu stellen, wurden sie vom Spitalpräsidenten belehrt. Dies nach dem Motto: Die Delegierten haben Kredite zu bewilligen und nicht zu hinterfragen! Eine Machtprobe der BK gegenüber den Delegierten sondergleichen. So musste für die Erneuerung der Schliess-Anlagen der Kredit von 400 000 Franken auf 510 000 Franken (plus 27,5 %) erhöht werden. Die Delegierten konnten nur noch Ja sagen bzw. wurden wieder einmal mehr vor Tatsachen gestellt. Für die Ablösung des SAP-Betriebssystems mussten die Delegierten ei-

nen Kredit von 850 000 Franken bewilligen ohne dass klar war, ob in diesem Kredit die Mehrwertsteuer, interne Aufwendungen für Projektbegleitung, Schulung etc. enthalten sind. Ein Kredit, für den schon heute feststeht, dass ein happiger Nachtragskredit folgen wird. Als einzelne Delegierte zu diesem Geschäft Fragen stellten, wurden sie von Spitalpräsident und Spitaldirektor regelrecht in die Schranken gewiesen. Der Vertrag müsse bis Ende Jahr zwingend unterzeichnet werden, ansonsten die korrekte Rechnungsführung nicht mehr gewährleistet sei. Der Spitaldirektor drohte sogar damit, dass er jede Verantwortung für die Rechnungsführung ablehne, falls der Kredit heute nicht bewilligt werde. Er sei der Einzige im Raum der Praxiserfahrung habe mit solchen Systemen, usw. Als Laie muss ich mich fragen, weshalb so plötzlich ein Systemwechsel nötig ist? Wurde dem bisherigen

System in den vergangenen Jahren nicht die nötige Beachtung geschenkt? Ist nicht der Spitaldirektor selber dafür verantwortlich, dass solche Systeme regelmässig aktualisiert werden? Die Delegierten wurden von der BK regelrecht gezwungen, diesem Kredit zu zustimmen! Zurück blieben betretene Gesichter mit grosser Hilflosigkeit. Mit der Kreditabrechnung für die Einführung von einem HCe Management Informationssystem (MIS) über 250 640 Franken hat die BK den Vogel abgeschossen, denn der Kredit über 290 000 Franken wurde von den Delegierten nie bewilligt. Wenn dies wirklich zutrifft, hat die BK ihre Kompetenzen eindeutig überschritten. Die RPK hat dies nicht gemerkt und wie gewohnt alle Geschäfte gutgeheissen und zur Abnahme empfohlen! Hier haben sich die Delegierten durchgesetzt und sind nicht auf diesen Antrag eingetreten. Bravo!

Der absolute Höhepunkt der DV aber war, dass der Spitalpräsident unter Mitteilungen auf das Abstimmungsresultat in Sachen «Neue Rechtsform» Bezug nahm mit dem Hinweis, dass immerhin 10 Gemeinden des Projekt gutgeheissen hätten. Er und die BK-Mitglieder sind sich keinerlei Schuld bewusst! Tatsache aber ist, dass die BK zu überheblich war und deshalb auch verloren hat. Die Delegierten können dafür nicht haftbar gemacht werden, denn sie wurden bei diesem «überrissenen» Projekt regelmässig vor Tatsachen gestellt und mussten unter grossem Zeitdruck ihre Stellungnahmen abliefern. Ich habe erwartet, dass die BK versucht, den angerichteten Schaden mit einer umgehenden Überarbeitung der Zweckverbandsstatuten wieder einigermassen gutzumachen. Aber hallo, die BK will sich bis 2016 Zeit lassen für diese Aufgabe mit dem lapidaren Hinweis, man

habe in den letzten zwei Jahren mit der Rechtsform «Zweckverband» gut arbeiten können und werde dies auch noch 2 weitere Jahre können. Wie haben doch Spitalpräsident, Projektleiter und Chefärzte über die Zweckverbandsstatuten gelästert und nun soll alles kein Problem sein. Wer soll bei einer solchen Aussage noch draus kommen ? Die Teilnahme an dieser DV hat mir bestätigt, dass das Problem an unserem Spital nicht bei der Rechtsform, sondern bei den Mitgliedern der BK liegt. Wie aber können diese dazu bewegt werden, von sich aus den Hut zu nehmen? Wenn der Bevölkerung etwas daran liegt, dass an unserem Spital endlich Ruhe einkehrt und dass unser Spital noch lange Zeit auf der Spitalliste bleibt, dann müssen solche Leute (BK) bei den Behördenwahlen im Frühjahr 2014 zwingend abgewählt werden. Peter Ackermann, Affoltern


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Weihnachtsoratorium

Josef Estermann referierte an der Volkshochschule Knonauer Amt. > Seite 15

Der Ottenbacher Chor und seine Gäste laden zum Grossprojekt in die ref. Kirche. > Seite 17

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Dienstag, 3. Dezember 2013

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Doppel-Triumph Ämtler Eishockeyaner gewinnen innert 24 Stunden gegen Engelberg und Einsiedeln. > Seite 19

Die Modeecke am Kronenplatz Neu für Damen und Herren Seit einigen Monaten hat sich der Kronenplatz zu einem Tipp für modebewusste Damen und Herren gemausert. Als Nachbarin des bereits langjährig ansässigen Geschäfts Rey Herrenmode bietet neu Heidi Struchen in ihrem «Favorite Things» dänische Modefashion für Damen an. Die beiden Inhaber öffnen an den Sonntagen, 8. und 22. Dezember, gemeinsam ihre Geschäfte. Es lohnt sich also, den Sonntagsspaziergang an den

Kronenplatz auszudehnen. Bezüglich Mode kommen Modebewusste so richtig auf ihre Kosten. Bestimmt lassen sich passende Geschenke sowie angesagte Mode für die bevorstehenden kalten und festlichen Tage finden. Exklusive Angebote gibt es nur an diesen beiden Tagen. Für Gaumenkitzel und heissen Glühwein ist gesorgt. Die Modeprofis vom Kronenplatz in Affoltern am Albis freuen sich auf regen Besuch. (pd.)

Sie sorgen kompetent für Fitness: Das Team von «reuss-fit» in Obfelden. (Bild Martin Mullis)

Für Abspeckwillige und Trainingsmüde Vorsätze jetzt festhalten, um gesund ins neue Jahr zu starten Seit der Neueröffnung Ende Oktober 2013 ist das «reuss-fit» in Obfelden sehr gut unterwegs. Mit einer Weihnachtsaktion sollen nun noch weitere Abspeckwillige und Trainingsmüde zu mehr Bewegung animiert werden.

umzusetzen. Mit einer Weihnachtsaktion, welche bis 24. Dezember 2013 auf alle Jahresabos 200 Franken Rabatt gewährt, dürfte es selbst veritablen Trainingsmuffeln gelingen, wieder etwas mehr für ihre eigene Gesundheit zu tun.

Gesundheit ist für den Menschen das wertvollste Gut, und sie zu erhalten oder zu stärken wird immer einfacher. Es ist eine Binsenwahrheit: Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu oder verliert seine Fitness, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Im «reuss-fit» kann dazu problemlos Gegensteuer gegeben werden. Das neue und äusserst freundliche «reuss-fit» in Obfelden eignet sich vorzüglich, um allenfalls schon längst fällige gute Vorsätze auch wirklich

Kurse und Info-Veranstaltungen Mit der Polar-Uhr, die zusätzlich zum Abo verschenkt wird, gelingt es, den Weg zur persönlichen Fitness perfekt zu überwachen. Das «reuss-fit» veranstaltet darüber hinaus auch eine Fülle an Kursen, Referaten und Info-Abenden. Angeboten werden «Bodyshape Fatburner», «Zumba», «Bauch Xpress» und «Step & Tone», um nur einige der Kurse zu nennen. Ab 21. Dezember wird neu auch Piloxing (Pilates-Boxing-Dance) angeboten.

Ein professionelles Team von Fitnesstrainern, Betreuerinnen und kompetenten Kursleiterinnen steht den Kunden zur Verfügung. Im kommenden Januar sind bereits ein Referat und ein Info-Abend zum Thema Fitness und Gesundheit geplant. So hält Dr. Hansruedi Fischer, Affoltern, im «reuss-fit» am 10. Januar 2014 ein Referat mit dem Titel: «Zuckerbombe und Fettbauch». Am 24. Januar findet die erste Zumba-Party mit Helene statt und am 31. Januar sind alle Interessierten zur Info-Veranstaltung «Rücken Five und Gelenk-Konzept» herzlich eingeladen. (mm) «reuss-fit», Ottenbacherstrasse 23, 8912 Obfelden, Telefon 043 530 30 30, www.reuss-fit.ch

Mode-Nachbarschaft: Heidi Struchen von Favorite Things, Andrea Wyrsch und Dino Rey von Rey Herrenmode öffnen an zwei Sonntagen das Geschäft. (Bild zvg.)

ratgeber

Jobverlust ab 50 als Chance Wende zum Besseren einläuten. In unserer Praxis sind wir oft Zeuge von Menschen, die einfach wieder aufstehen, um eine gute Fortsetzung ihres persönlichen und beruflichen Lebens zu finden. Sie erkennen, dass es Ursachen für den Stellenverlust gibt und dass sie eigentlich eine Arbeit verrichtet haben, zu der sie eventuell nie wirklich berufen waren. Sie erkennen, dass es jetzt an der Zeit ist, die Verantwortung für die weitere Karriere selber wahrzunehmen.

................................................... von marcel domeisen* Für zahlreiche Menschen im mittleren Lebensalter ist nach einer Entlassung der Weg zurück in den Arbeitsmarkt zuweilen steinig. Im letzten Jahr waren in der Schweiz bereits mehr als die Hälfte der Entlassenen über 50 Jahre alt. Wer immer davon betroffen ist, macht eine schwierige Phase durch. Betroffene durchlaufen einen Trauerprozess. Sie stellen sich quälende Fragen wie: Bin ich am Ende meiner beruflichen Karriere angelangt? Gehöre ich jetzt zum alten Eisen? Weshalb werde ich nicht mehr gebraucht?

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Vermischtes

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Vorweihnachtliche Stimmung im Dorfkern Der traditionelle Wettswiler Adventsmäärt in der 15. Auflage Die Vielfalt der kulinarischen Angebote und die Fülle der verschiedenen Kunsthandwerke an den Ständen lockten auch am 15. Adventsmäärt ganze Scharen von Besuchern ins Unteramt. Die meist weihnachtlich geschmückten Verkaufsstände sorgten für eine festliche Stimmung.

beiten werden auch Kinkerlitzchen, Edelkitsch und hie und da auch Artikel, welche durchaus liebevoll, wenn auch geschmacklich etwas grenzwertig sind, auf den Verkaufstischen angeboten. Diese einmalige Mischung und zusätzlich natürlich die unvergleichlichen Düfte sorgen für eine aussergewöhnliche Stimmung.

................................................... von martin mullis

Zusammenspiel von «Helfern» und «Helfen»

Wenn es nach Mandarinen und Lebkuchen, nach Raclette und Glühwein riecht und die meisten Menschen mit einem geheimnisvollen Lächeln durch den Dorfkern von Wettswil schlendern, dann zeigt der Kalender unzweifelhaft den ersten Adventssonntag an. Der Adventsmäärt ist im Unteramt ein fester Markstein in der Adventszeit und gehört zu Weihnachten wie der Nikolaus und das Christkind. Der ausgezeichnete Ruf des Adventsmäärt in Wettswil sorgt denn auch regelmässig für einen Grossaufmarsch an Besuchern. Sie stammen nicht nur aus dem Dorf selber sondern kommen von überall aus dem Säuliamt oder gar von noch weiter her, um die einmalige festliche Stimmung zu geniessen. Die Fülle der angebotenen Waren auf den Verkaufstischen stürzt viele der Besucher in einen veritablen Kaufnotstand. Das geflügelte Wort von der «Qual der Wahl» hat nirgendwo grössere Berechtigung. Neben wunderschönem Kunsthandwerk und bezaubernden Bastelar-

Der Organisator und die gute Seele des Marktes, Remo Buob, war am Sonntag in der Gemeinde Wettswil ein gefragter Mann. Obwohl für ihn der traditionelle Weihnachtsmäärt bereits Routine bedeutet, klingelte sein Telefon fast im Minutentakt. Immerhin standen im Dorfkern von Wettswil insgesamt fast 70 Verkaufsstände und mehrere Verpflegungsmöglichkeiten. Erstmals war auch in der Turnhalle des Schulhauses Mettlen ein gemütliches Restaurant eingerichtet. Boub hält fest, dass sein OK-Team und die Vereine Volley S9 und der Frauenverein absolut unentgeltlich arbeiten und der Reinerlös des Anlasses wie jedes Jahr mehreren gemeinnützigen Institutionen zukommt. Der OK-Präsident des Adventsmäärts spricht von einem angenehmen Anlass bei dem ein eigentliches Zusammenspiel von «Helfern» und «Helfen» stattfinde. Das 15-JahreJubiläum unterstreiche die Tatsache, dass mit dem Adventsmäärt Wettswil eine Idee zur Tradition wurde, so Remo Buob.

Mitglied, Präsident und Vizepräsidentin des OK, von links: Nadja Reisenbauer, Remo Boub und Ruth Meierhofer. (Bild Martin Mullis)

Auf der Suche nach nachhaltiger Urbanisierung Josef Estermann, ehemaliger Stadtpräsident von Zürich, referierte an der Volkshochschule Knonauer Amt Der ehemalige Stadtpräsident von Zürich beschäftigt sich heute mit Fragen rund um die Urbanisierung und ihre Nachhaltigkeit. In seinem interessanten Vortag am vergangenen Mittwoch im Spital Affoltern zeigte er unter anderem auf, wie rasant sich die Städte weltweit entwickeln und was nachhaltiges Wachstum beinhalten müsste.

Die Mehrheit arbeitet in der Industrie oder in der Dienstleistung. Und diese Arbeitsplätze befinden sich meist im städtischen Raum.

Entwicklungsländer weiterhin so wild und ungeplant vor sich gehe, habe man keine Chancen die Erderwärmung unter Kontrolle zu bringen, betonte Josef Estermann. Urbanisierung könne durchaus nachhaltig sein. «Dichter besiedelte Regionen weisen in der Regel weniger CO2-Ausstoss aus als ländliche Regionen.» Entscheidend sei die urbane Form. Sie müsse kompakt sein und viele kurze Wege anbieten, sie brauche ein gutes öffentliches Verkehrssystem und sie sollte sich um grüne Technologien bemühen. Dass naturnah nicht unbedingt auch nachhaltig ist, erläuterte der Referent anhand eines typischen Beispiels. Ein Einfamilienhaus, gebaut mit natürlichen Baustoffen und im Minergie-Standard, befindet sich dermassen wunderschön in der grünen Natur, dass die Familie sicher zwei Autos benötigt. «Es sei denn, diese Menschen würden Schafe halten, Kartoffeln anpflanzen und sich dort selber versorgen.» Zum Schluss äusserte sich Josef Estermann zur Siedlungsplanung in der Schweiz. Diese sollte nicht nur in den unzähligen Gemeinden stattfinden. «Diese Kirchturmpolitik fördert die Zersiedelung.» Er plädiert für ein grossräumigeres Denken und das Zusammenarbeiten der Städte mit den Agglomerationen. So sei es möglich, Entwicklungen aufeinander abzustimmen.

Kurze Wege und grüne Technologien

Ein Angebot der GGA

Die Explosion der Städte geschieht meistens unkontrolliert. Wenn das Wachstum in den Grosszentren der

Die Volkshochschule Knonauer Amt ist ein Angebot der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirkes Affoltern

................................................... von marianne voss Die Zahlen zur Einführung waren beeindruckend: Die Weltbevölkerung hat sich in den letzten 200 Jahren versiebenfacht. Über 80 Prozent der Menschen in Europa leben in Städten. Im 20. Jahrhundert sind die Städte in den Entwicklungsländern im Schnitt 135 mal grösser geworden. Die Bevölkerungsdichte in Mumbai (Indien) beträgt durchschnittlich 25 000 Menschen pro Quadratkilometer, in Berlin sind es 3700. Josef Estermann zeigte am vergangenen Mittwoch dem Publikum auf, wie sich unsere Welt verändert hat und rasant weiter verändert. Der Bauund Planungsjurist war von 1990 bis 2002 Stadtpräsident in Zürich. Heute setzt er sich mit sozioökonomischen Fragen rund um die Urbanisierung auseinander, berät Firmen oder Gemeinden und nimmt Lehraufträge an verschiedenen Universitäten wahr. Wenn in der Schweiz in derselben Weise weiter Boden verbaut würde, wäre sie in rund 200 Jahren eine einzi-

Josef Estermann (links) referierte an der Volkshochschule Knonauer Amt. Rechts Urs Bregenzer, Vorstandsmitglied der GGA und Mitorganisator des Anlasses. (Bild Marianne Voss)

ge Stadt. Das Säuliamt würde vielleicht schon in gut 50 Jahren zur Stadt Zürich gehören. Solche Szenarien sind natürlich nicht wünschenswert, und der Referent bezeichnete sie ganz klar als nicht nachhaltig. Die Städte wachsen. In der Schweiz, in Europa und besonders stark in den Entwicklungsländern. Die Menschheit lebt nicht mehr vorwiegend von der Agrarproduktion.

(GGA) und bietet im Wintersemester 2013/14 weitere interessante Vorlesungsabende an. Der nächste Anlass findet am 9. Januar statt. Philipp Aerni wird über grüne Gentechnik referieren. Die GGA gibt den Anstoss zu verschiedenen Projekten. Früher unterstützte sie in erster Linie Bedürftige und schuf neue Institutionen wie das Spital, eine Bank oder eine Bibliothek, die bis in die Gegenwart wichtige Bedeutung haben. Heute setzt sich die GGA mit ihren Arbeitsgruppen für das kulturelle und soziale Leben im Bezirk Affoltern ein. Die Projekte der Arbeitsgruppen sind die Neujahrsblätter, die Volkshochschule, der Ämtlerweg, die Kunstausstellungen, die Ämtler Kulturwochen und neu die Junge Kultur. Weitere Informationen unter www.orientiert.ch und www.ggaffoltern.ch.

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veranstaltungen

Stimmungsvolle Deko wo sonst Gäste sitzen. (Bilder Susanne Crimi)

Peter Wittwer von der «Sunneschüür» ist auch Aussteller.

Samichlaus: Rendezvous mit Christkind Dazu hat er als Treffpunkt am vergangenen Wochenende die Güggel Bar in Rickenbach bei Ottenbach gewählt. Wo sonst im Sommer Gäste die lauen Nächte in der Gartenbar geniessen, fanden sich in einer kleinen Zeltstadt und verteilt über die Lokal- und Tanzfläche über 20 Stände mit 33 Ausstellern. An liebevoll und üppig weihnachtlich dekorierten Verkaufsständen liess

es sich wunderbar über die kommende Adventszeit philosophieren und bereits die ersten Geschenke erstehen. Die Güggel Bar, wo sonst einmal im Monat der Vollmond zelebriert und an Disco-Nights und Tanzpartys zu diversen Musikstilen «geschwoft» wird, bot einen überraschend passenden Hintergrund für einen stilvollen und wunderschönen Weihnachtsmarkt. Falls also Samichlaus im nächsten Jahr wieder ein Date haben sollte – trifft man ihn bestimmt wieder im «Güggel».

17. Weihnachtsmarkt in Rifferswil Sonntag, 8. Dezember 2013, mit nahezu 60 Ausstellenden. Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember, findet am 8. Dezember, bereits zum 17. Mal, der Weihnachtsmarkt in Rifferswil statt. Der beliebte Markt mit der besonderen weihnächtlichen Stimmung wird nicht enttäuschen. Nahezu 60 Aussteller und Ausstellerinnen werden auf dem Dorfplatz verschiedene handwerkliche und hausgemachte Sachen zum Verkauf anbieten. Auch dieses Jahr hat es viele Verpflegungsmöglichkeiten. In der Engelscheune werden Raclette sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Ebenfalls

werden die Besucher mit Bratwürsten, Chili, Fischchnusperli, Berliner und Glühwein verwöhnt. Von 14 bis 16 Uhr besucht der Samichlaus mit dem Esel die jüngsten Besucher. Um 13.30 Uhr sorgt der Jugendchor Focus Team mit einem Platzkonzert für die musikalische Unterhaltung. Um 17 Uhr findet in der Kirche Rifferswil ein Konzert der Celtic Treasurers mit Musik aus der keltischen Schatztruhe statt. Auch das Restaurant Post ist an diesem Sonntag geöffnet. Die Organisation hofft auf gutes Wetter und auf zahlreiche Besucher und Besucherinnen am Weihnachtsmarkt in Rifferswil.

Samichlaus im Wald Bekanntlich vergeht die Zeit im Fluge. Es dauert nicht mehr lange und der beliebte Samichlaus und sein Schmutzli werden wieder in Affoltern beim Familienclub zu Besuch sein. Was für eine Geschichte wird der Samichlaus diesmal erzählen? Was haben er und Schmutzli alles erlebt im vergangenen Jahr? Am Samstag,

7. Dezember, trifft man sich um 17.45 Uhr im Archewäldli, wartet am knisternden Feuer auf den Samichlaus. Wer Lust hat, kann nach der Feier noch eine mitgebrachte Wurst bräteln. Der Familienclub Affoltern hofft auf viele kleine und grosse Gäste. Informationen auf www.familienclubaffoltern.ch


Veranstaltungen

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns Grossprojekt in der ref. Kirche Ottenbach Gleich zweimal kommt am Samstag, 7. Dezember in der Kirche Ottenbach ein Grossprojekt zur Aufführung: Um 16 und um 18 Uhr ist in einem festlichen Konzert das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns zu hören, dazu weitere romantische Chorwerke und Harfenmusik. Der Ottenbacher Chor mit Projektsängerinnen und -sängern singt unter der Leitung von Anette Bodenhöfer. Begleitet werden sie vom Streicherensemble der Musikschule Knonauer Amt mit fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Mario Huter. An der Orgel spielt Veronica Nulty, Ottenbacher Organistin und versierte Korrepetitorin, die u.a. auch schon am Zürcher Opernhaus tätig war. Die fünf Solistinnen und Solisten Renate Schmid (Sopran), Marianne Lang (Mezzosopran), Isabelle Gichtbrock (Alt), Siddique Eggenberger (Tenor) und Marcel von Arx (Bariton) unterrichten teilweise als Lehrkräfte an der Musikschule Knonauer Amt, oder haben anderweitig einen Bezug dazu. An der Harfe spielt Naëmi Tanner aus Aeugst. Sie studiert an der Musikhochschule Luzern. Insgesamt wirken rund 60 Personen mit.

Oratorio de Noël Camille Saint-Saëns ist einer der bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Bekannt ist heute vor allem seine zoologische Fan-

tasie «Karneval der Tiere». In Paris wirkte er viele Jahre als Organist in der Kirche La Madelaine, an einer der grössten Orgeln des bekannten Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll. Zu seinem Amtsantritt komponierte SaintSaëns im Alter von gerade mal 23 Jahren das Weihnachtsoratorium, welches in dieser Kirche 1858 uraufgeführt wurde. Grundlage für das 10-teilige Oratorio de Noël ist die lateinische Weihnachtsliturgie sowie die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium und verschiedene Psalmverse in lateinischer Sprache. Die wunderschöne Musik ist nicht nur ein klanglicher Genuss, auch die Vertonung des Textes ist meisterhaft gelungen. So ist das Zittern und Toben der Völker ein gewaltiges musikalisches Beben oder das «Nolite timere» (Fürchtet euch nicht) im Solo-Sopran tatsächlich ein engelhafter Gesang, der dann in das grosse «Gloria in excelsis Deo» vom (Engels-)Chor mündet. Damit alle interessierten Zuhörer in der Ottenbacher Kirche Platz finden, wird das Konzert am selben Tag zweimal aufgeführt, um 16 und um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei; die Kollekte dient zur Deckung der Unkosten. Am darauffolgenden Sonntag, 8. Dezember, um 10 Uhr, ist der Ottenbacher Chor nochmals mit Teilen aus dem Konzert im Rahmen eines Singgottesdienstes in der Ottenbacher Kirche zu hören. Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns und romantische Chormusik am Samstag, 7. Dezember, 16 und 18 Uhr, Reformierte Kirche Ottenbach.

Der Musikverein Mettmenstetten, die Singschule Knonauer Amt und der Kinderchor Mettmenstetten begeisterten das zahlreich erschienene Publikum mit ihrem Adventskonzert - zuerst in Knonau, und dann in Mettmenstetten. (Bild kb.)

Musikalische Feierstunde in Knonau und Mettmenstetten Adventskonzerte von Musikverein, Singschule und Kinderchor Mit einem gemeinsamen Konzert stimmten der Musikverein Mettmenstetten, die Singschule Knonauer Amt und der Kinderchor Mettmenstetten das zahlreich erschienene Publikum auf die Weihnachtszeit ein – am Nachmittag im Stampfisaal Knonau und am Abend in der Kirche Mettmenstetten. Verpassen wollte es offenbar niemand, das traditionelle Adventskonzert des Musikvereins Mettmenstetten, der dieses Jahr die Singschule Knonauer Amt und den Kinderchor Mettmenstetten als musikalische Gäste eingeladen hatte. Und so war sie denn fast zu klein, die reformierte Kirche Mettmenstetten am Sonntagabend. Den Musikverein und die über vierzigköpfige Schar der jungen Sängerinnen und Sänger, dazu das zahlreich erschienene Publikum, vermochte sie gerade so zu fassen. Dennoch tat dies der guten und feierlichen Stimmung keinen Abbruch – man rückte zusammen und nutzte jede Ecke. Das folgende, abwechslungsreiche Konzert mit fröhlichen Liedern der Kinder und anspruchsvollen Werken der Musikanten – am Nachmittag bereits im Stampfisaal, Knonau, gut besucht und viel beklatscht – liess denn auch nie ein beengendes Gefühl aufkommen, im Gegenteil, es öffnete die Herzen.

Cherzli, Sterne und der Samichlaus

Proben für das Weihnachtsoratorium in Ottenbach. (Bild Esther Uggowitzer)

Es war ein erfrischender wie besinnlicher Einstieg in den Abend und in die Adventszeit: Mit brennenden Kerzen

«We go together» in Affoltern «mim chor&band» konzertiert in der katholischen Kirche Die Musikgruppe mim chor&band aus Adliswil (Leitung Peter Orth) präsentiert am Samstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, in der katholischen Kirche in Affoltern ihre Konzertreihe «We go together». Der Chor besteht aus rund 65 Mitgliedern sowie einer Band, die mit Keyboard, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Saxophon, Trompete und Posaune musikalisch begleitet. «mim chor&band» hat auch schon Auftritte mit bekannten Grössen wie Ivan Rebroff, John Brack und Kathy Kelly bestritten. – Zu dieser Konzertreihe sind alle ganz herzlich eingeladen. Es wartet ein reichhaltiges musikalisches Programm. Eine kleine Kostprobe bietet der Gottesdienst am 14. Dezember. Er wird von der «mim» musikalisch begleitet. Für die Unkosten wird eine Kollekte aufgestellt.

Infos: www.mimadliswil.ch

und dem Kinderlied «s’Cherzli» marschierten die Kinder von Singschule und Kinderchor ein und eröffneten so das Konzert feierlich und adventsgerecht. Im Wechselspiel mit dem Musikverein schlugen die jungen Sängerinnen und Sänger, von Bettina Widman bestens vorbereitet, mit weiteren Advents- und Weihnachtsliedern den musikalischen Bogen des Konzertes, um dieses schliesslich nach stürmischem Beifall und unterstützt vom Musikverein mit «Feliz Navidad» ebenso weihnachtlich zu beschliessen. Egal, ob «Ich schenk dir einen Glitzerstern» oder Andrew Bonds «Jingle Bells»-Version «Zimetschtern han i gern» – Letzteres und Nächstes mit Quartettbegleitung –, das bekannte französische Weihnachtslied «Petit Papa Noël» oder das Gospellied «I Am His Child» von Moses Hogan, die jungen Sängerinnen und Sänger intonierten ausdrucksstark wie einfühlsam.

Radetzky-Marsch, Nabucco Ouvertüre und Sandpaper Ballet Der Musikverein unter der Leitung von Adrian Kuoni seinerseits startete mit jener Johann-Strauss-Komposition, die traditionell das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker beendet, dem Radetzky-Marsch. Mächtig erklang anschliessend auch die Ouvertüre zur Oper Nabucco von Giuseppe Verdi. Mit ihrem starken Gegensatz von Forte und Piano sowie den Bläserpartien spielt der MV Mettmenstetten diese mit rhythmischer Präzision eindrucksvoll, präzise und mit warmem Ton. Etwas lockerer ging es mit dem «Sandpaper Ballet» von Leroy Ander-

son, der durch seine kurzen, originellen Konzertstücke bekannt wurde. Das Stück ist eine Komposition für Orchester und Sandpapier, das, gespielt vom Schlagzeug-Register, bestens zur Geltung kam. Mit einem Medley der Melodien aus dem zum gleichnamigen Roman von Victor Hugo geschriebenen Musical «Les Misérables» führte der Musikverein danach ein Werk des Komponisten Claude-Michel Schönberg auf. Die bewegenden und tragischen Momente der Geschichte, die in der Zeit Napoleons spielt und vom Schicksal von Einzelpersonen und dem Pariser Juniaufstand von 1832 handeln, vermochten die Musikantinnen und Musikanten prächtig herüberzubringen. Mit «Songs of Praise» des zeitgenössischen Komponisten Robert Prizeman beschloss der MV seinen Part meisterhaft. Rhythmus, interessante Farbklänge und Bewegung prägen diese Komposition, die im Kontext zur barocken Musik steht. Dann folgten noch einmal Singschule und Kinderchor, die mit Quartettbegleitung «We Wish You A Merry Christmas», das vermutlich aus Westengland im 16. Jahrhundert stammt, aber weltweit bekannt ist. Mit ihrem letzten Lied überbrachten die jungen Sängerinnen und Sänger dem Publikum ihre Wünsche für das kommende Weihnachtsfest. Wobei das begeistert rhythmisch und lang anhaltend applaudierende Auditorium sich vorerst noch Zugaben wünschte. Dem Wunsch wurde entsprochen, zuerst mit «Stille Nacht» und danach – wie erwähnt – gleich zweimal mit «Feliz Navidad». Urs E. Kneubühl

Herausforderndes und festliches Programm Adventskonzert in der ref. Kirche Affoltern Der reformierte Kirchenchor Affoltern lädt am 8. Dezember um 17 Uhr zum Adventskonzert 17 Uhr in die reformierte Kirche Affoltern ein.

Die Musikgruppe mim chor&band aus Adliswil bietet ein Erlebnis. (Bild zvg.)

Das diesjährige Adventskonzert steht ganz im Zeichen der geistlichen Chormusik des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, mit Werken von Franz Schubert, Johann Michael Haydn und des wenig bekannten böhmischen Komponisten Jan Jakub Ryba. Für das Programm kann der reformierte Kirchenchor auf ein grösser besetztes Ad-hoc-Orchester zählen (Konzertmeisterin Isabel Schau). Den Orgelpart übernimmt die Organistin der reformierten Kirche, Antonia Nardone. Der Kirchenchor wird verstärkt

durch Zuzüger aus der Region. Die Solisten sind: Friederike Stückle (Ryba) und Claudia de la Bindera, Sopran, Eva Christianson (Alt), Josef Birrer (Tenor), Andreas Dick (Bass). Wie es Tradition ist in der Affoltemer Kirche, wird auch die Zuhörerschaft am Ende dazu eingeladen, in ein berühmtes Weihnachtslied einzustimmen, welches in einer arrangierten Fassung von Enrico Cesare zum ersten Mal aufgeführt wird. Dirigent und Chor freuen sich auf dieses festliche und für den Chor herausfordernde Programm. Es ist jedermann herzlich eingeladen zu kommen, um sich am 8. Dezember diese musikalischen Leckerbissen anzuhören. Rico Zela, Dirigent des Kirchenchores


18

Vermischtes

Dienstag, 3. Dezember 2013

Ein Traditions-Anlass in Affoltern Der 18. Chlausmärt an der Oberen Bahnhofstrasse Bereits zum 18. Mal findet am Sonntag, 8. Dezember, im Zentrum von Affoltern ein Adventsmarkt statt. An über 70 liebevoll weihnachtlich dekorierten Ständen, werden Genuss für Auge und Gaumen sowie Attraktionen für Gross und Klein geboten. Die Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (Voba) hat sich auf die Fahne geschrieben, ein paar Mal im Jahr die Obere Bahnhofstrasse in Affoltern und damit die Begegnungszone mit attraktiven Events zu beleben. Eine erste solche Aktion war vor 18 Jahren die Organisation eines Adventsmarktes, zusammen mit dem von der LVA durchgeführten Chlauslauf am Vormittag. Dessen Streckenverlauf zieht zum Teil zwischen den Ständen des Marktes durch, was den Chlausmärt nebst einem Adventsmarkt auch zu einem volkssportlichen Highlight werden lässt. Die Prämierung der besten Läufer kann auf dem Platz vor dem Kasino-Kopfbau gegen Mittag mitverfolgt werden.

Eisenbahn vor der «Albis-Lodge» Familien mit Kindern finden auch viele Möglichkeiten, sich und ihre Kleinen auf die kommende Weihnachtszeit einzustimmen. Auf dem «Bänkliplatz» vor der «Albis-Lodge» wird eine kleine Eisenbahn ihre Runden drehen. Damit sich die wartenden Eltern und auch alle anderen Besucher in der Zwischenzeit aufwärmen können, bietet die «Albis-Lodge» die Möglichkeit mit Suppentopf, Glühwein, Pommes, Hamburger zum Selberfüllen oder

sport

Die Kunst der Selbstverteidigung Polizei und Shukokai Karate gemeinsam Erkennen eigener Stärken, richtiges Auftreten und konsequentes Handeln. Selbstverteidigung ist ein effizientes Mittel, um gefährliche Gegebenheiten zu bewältigen.

Festlich dekorierte Stände am Chlausmärt an der Oberen Bahnhofstrasse. (Archiv) auch einem Sortiment an Hochprozentigem sich aufzuwärmen und zu geniessen. Das «Cafe Casino» wird die bewährten Hörnli und Ghackets anbieten, natürlich gibts auch wieder das Raclette-Zelt der Feldschützen, wo man sich genüsslich entspannt, während die Kapelle Leo Kälin wie schon Jahre zuvor aufspielt.

Schönste Stände werden prämiert Ein grosser Publikumsmagnet ist auch alle Jahre wieder der grosse Feuerwehrwagen am Anfang des Marktes bei der ZKB – kleine und grosse Kinder und Erwachsene sind immer wieder magisch davon angezogen. Die Märchenfee aus Bonstetten, Brigitte Bärtschi, wird im Haus des «Anzeigers», wo eine liebevoll eingerichtete Märchenstube zu finden ist, um 13.30 und 14.30 Uhr Märchen erzählen. Hier können sich Kinder ab vier Jahren und Erwachsene ganz kostenlos auf eine kleine Fantasiereise mitnehmen lassen. Die drei schönsten Stände des Chlausmarktes werden, wie schon die

Jahre zuvor, um 14.45 Uhr bei der Bühne, die vor dem Kasino-Kopfbau aufgebaut wird, prämiert. Anschliessend sind die Besucher eingeladen, zusammen mit dem Gospelchor Affoltern, der heuer sein 20-Jahre-Jubiläum feiert, Gospels und bekannte Weihnachtslieder mitzusingen oder auch einfach nur zuzuhören. Auf diese sympathische Weise wirbt der Chor auch um weitere Mitglieder – ein Grund mehr, auch mal mitzusingen und sich zu überlegen, ob dies nicht ein ganzjähriges Hobby werden könnte. Die meisten Läden sind geöffnet und bieten so die Möglichkeit, gemütlich zu stöbern oder auch Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Natürlich fehlen auch Samichlaus und Schmutzli nicht. Sie haben die Veranstalterin wissen lassen, dass sie grosszügig Nüssli und Mandarinen verteilen wollen und sich bereits auf die Gedichte freuen, die vorgetragen werden. Damit der Chlausmärt auch beim Eindunkeln nochmals eine wunderbar weihnachtliche Stimmung verbreiten kann, dauert er bis 18 Uhr.

Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 67 Jahren besuchten diesen November den Selbstverteidigungskurs im Trainingsraum der Karateschule Albis. Wie erkennt man rechtzeitig mögliche Gefahren und wie verhält man sich gegen einen körperlich überlegenen Angreifer? Oder wie entkommt man einer Umklammerung? Kursleiter Andi Müller 4. Dan beantwortete die gestellten Fragen und zeigte auf, wie Verteidigungstechniken in der Praxis angewendet werden. Polizeichef Mar-

kus Vetsch von der Gemeindepolizei Affoltern war ebenfalls an zwei Abenden anwesend und berichtete von seinen Erfahrungen. Die Teilnehmer haben gelernt, sich mit gezielten Techniken in verschiedenen Situationen selber zu verteidigen. Trainiert wurden auch für Frauen spezifische Gewaltsituationen. Es war verblüffend zu erfahren, wie mittels Einbezug einfacher natürlicher Reflexe auch grössere und schwerere Kontrahenten in Schach gehalten werden können. Oder wie mit Fokussierung auf die Schwachstellen des menschlichen Körpers die Wirksamkeit der Verteidigung erhöht wird. Der nächste Kurs findet im März 2014, jeweils mittwochabends, statt. Mehr Infos unter www.karate-albis.ch oder 076 331 04 39.

Selbstverteidigung im Shukokai Karate Center Albis. Ganz rechts: Markus Vetsch von der Gemeindepolizei Affoltern. (Bild zvg.)

Ämtlerin ganz vorn 1. Platz im Zürcher Judo Kantonalkader

Den Umzug im Elch-Look gefeiert, von rechts: Arlene Wettenschwiler, Teamleiterin Beatrix Beier, Andrea Leibundgut, Heike Müller, Eva Gautschi, Virginia Beljean, Sandra Kehrli und Robert Marty, Bereichsleiter Versicherungen und Mitglied der Intus-Geschäftsleitung. (Bild Werner Schneiter)

Standortwechsel bei der Intus AG Treffpunkt Immobilien an der Oberen Bahnhofstr. 3 in Affoltern Während die Intus-Bauprofis an den Hauptsitz an der Industriestrasse 17 zurückgekehrt sind, hat sich der Treffpunkt Immobilien an der Oberen Bahnhofstrasse 3 in Affoltern niedergelassen. Intus Architektur, planen – bauen – erneuern, ist von der Oberen Bahnhofstrasse 3 ins Mutterhaus an die anzeige

Industriestrasse 17 in Affoltern zurückgekehrt. Dort wurden die Büroflächen massiv erweitert, um 1100 auf insgesamt 2300 Quadratmeter. Die Intus AG beschäftigt in den Bereichen Immobilien, Treuhand, Versicherungen und Rechtsberatung insgesamt 60 Mitarbeitende. Der Ausbau bot auch der Intus-Abteilung Treffpunkt Immobilien (tim) die Chance für einen Standortwechsel.

Sechs Mitarbeiterinnen haben kürzlich die Büroräume der Intus-Bauprofis an der Oberen Bahnhofstrasse 3 bezogen – und den Umzug vom Sternenkreisel ins Zentrum am Freitagabend mit Marroni und Glühwein gefeiert. «Der Umzug war ein richtiger Entscheid. Wir sind hier noch zentraler positioniert, haben spürbar mehr Frequenz», sagt tim-Teamleiterin Beatrix Beier. (-ter.)

Das U15-Nachwuchskader des Zürcher Judo-Verbandes (ZJV) schloss am 23. November das Kaderjahr 2013 erfolgreich ab. Zum Schluss wurden noch die Kids geehrt, welche es im diesjährigen Ranking unter die Top-Ten geschafft haben. Aline Erni vom Budo Sport Club Affoltern gewann dieses Ranking, weil sie bei allen Kaderanlässen teilnahm und von den 4 obligatorischen Turnieren drei Mal Gold und einmal Silber erkämpfte. Infos: www.bsca-judo.ch.

Aline Erni führt das Kantonalkader-Ranking an. (Archivbild)


Sport

Dienstag, 3. Dezember 2013

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Zum Siegen zurück Doppel-Triumph für Affoltern-Hedingen Affoltern-Hedingen hat innerhalb von 24 Stunden zweimal gesiegt. Aber die defensiven Mängel bleiben. Nach drei Niederlagen in Serie haben die Affoltemer auf den Siegespfad zurückgefunden. Im Auswärtsspiel gegen Engelberg-Titlis II siegten die Säuliämtler mit 10:7 (3:2, 3:2, 4:3). Dabei erlebten die Affoltemer in Engelberg eine Berg- und Talfahrt. Sie führten 2:0, dann lagen die Zürcher bald einmal mit 3:4 im Rückstand. Dann drehte das Team von Coach-Präsident Werner Reiterhauser wieder auf und zog auf 9:4 davon. Am Schluss reichte es dann noch für einen 10:7-Sieg, welcher ohne Glanz zustande kam. Vor allem in der eigenen Zone liessen die Gäste oftmals die Zügel schleifen.

Erst nachdem Affolterns Topskorer Marco Kälin (9 Spiele/11 Tore/15 Assists) das 6:4 markierte (53. Minute) beruhigten sich die Nerven der Affoltemer ein wenig. Der Sieg von Affoltern-Hedingen geht in Ordnung, allerdings ist das Team wohl gehalten, den defensiven Schlendrian abzustellen. Gegen einen stärkeren Gegner als Einsiedeln würden diese defensiven Mängel wohl ins Auge gehen. Das nächste Spiel tragen die Affoltemer am kommenden Samstag (16 Uhr, Ebnet Küssnacht) gegen den Eishockeyclub Uri aus. Thomas Winter EHC Engelberg Titlis II – EHC Affoltern-Hedingen 7:10 Jud) 0:1. 7. Sattlegger (Bärtsch, Kälin) 0:2. 9. 1:2. 10. 2:2. 12. Rüegsegger (Heller, Kevin Jud) 2:3. 21.

Zwei Gegentore in Überzahl Auch bei der zweiten Partie am Sonntag gegen Einsiedeln spielten die Affoltemer mit dem Feuer. Bis zur Spielhälfte lagen die Säuliämtler mit 5:1 vorne. Doch dann bauten sie unerklärlicherweise ab. Die Konzentration liess zu wünschen übrig. Die Einsiedler wussten dies zu nutzen. Ärgerlich dabei: Zwei Tore kassierten die Affoltemer, als sie mit einem Mann mehr auf dem Eis waren. Plötzlich lag sogar die Möglichkeit einer Verlängerung in der Luft, denn die Schwyzer waren temporär stärker.

Roman Nägeli gewinnt mit der Maximalnote gegen Benjamin Beyeler. (Bild Bruno auf der Maur)

(2:3, 2:3, 3:4). - Tore: 6. Heller (Bischofberger, Kevin

3:3. 24. 4:3. 32. Kälin (Bischofberger) 4:4. 36. Rüegsegger (Kälin) 4:5. 38. Bischofberger (Kevin Jud, Rüegsegger) 4:6. 41. Sattlegger (Kälin) 4:7. 42.

Nägeli als zweitbester Zürcher Niklausschwinget in der Stadthalle Dietikon

Bärtsch (Kevin Jud, Heller) 4:8. 50. Sattlegger (Kälin) 4:9. 52. 5:9. 53. Bärtsch (Rüegsegger, Kevin Jud) 5:10. 54. 6:10. 59. 7:10. EHC Affoltern-Hedingen – Einsiedeln 6:4 (3:1, 2:1, 1:2). - Bossard-Arena. - SR: Felder, Lang. Tore. 12. Manuel Kälin 0:1. 13. Kälin (Kolm) 1:1. 15. Heller (Bärtsch) 2:1. 19. Rüegsegger (Bärtsch, Ausschluss Näpflin) 3:1. 27. Bischofberger (Pfister) 4:1. 31. Heller (Kälin) 5:1. 35. Veit Kälin 5:2. 45. Ramon Kälin (Florian Kälin, Ausschluss Manuel Kälin!) 5:3. 51. Florian Kälin (Ausschluss Ramon Kälin!) 5:4. 53. Kälin (Bischofberger, Rüegsegger) 6:4.

Der Saisonabschluss der Schwinger fand am Sonntag, 1. Dezember, in der Stadthalle in Dietikon statt. Roman Nägeli platzierte sich auf dem 4. Rang. Fast 100 Schwinger traten an und rangen um den Sieg. Den Schlussgang bestritten Sven Schurtenberger und Fabian Kindlimann. Jedoch zeigten diese beiden kein Spitzenschwingen, der Gang wurde gestellt und somit wurde

Edi Kündig zum Sieger dieses Festes. Kündig startete nicht glanzvoll mit zwei Gestellten, jedoch gewann er die weiteren vier Gänge und schrieb somit eine Schlusspunktezahl von 57.50. Bester Zürcher war Fabian Kindlimann aus Wald, er konnte auch vier Siege und zwei Gestellte verbuchen. Mit derselben Punktezahl von 56.75 platzierte sich der Ämtler Roman Nägeli ebenfalls auf dem 4. Rang. Nägeli gewann vier Gänge – meist mit der

maximal Punktezahl – und verlor zwei, einen davon gegen den Eidgenossen und Festsieger Edi Kündig. Die weiteren Ämtler erreichten folgendes Ergebnis: Marco Nägeli (Mettmenstetten), 55.00 Punkte; Raphael Duschen (Obfelden) und Christian Schönenberger (Mettmenstetten), 52.75 Punkte; Matthias Furrer (Islisberg), 52.25 Punkte. Anja Bernhard, Schwingklub Albis

Ämtler Rookie brilliert im Männerfeld Tolle Siege und Silber in Wien für Luca Schuler, Ebertswil bittere Niederlagen Der junge Ebertswiler erspringt in seinem ersten internationalen Ernstkampf in diesem Winter den überraschenden und sensationellen 2. Rang auf einem von prominenten internationalen Athleten besetzten Finale. Die Donauinsel der österreichischen Hauptstadt wurde am Wochenende zum Schauplatz für ein Battle der Extraklasse. 62 Freeskier und Snowboarder versuchten beim Fridge Festival Vienna einen Platz auf dem Siegertreppchen zu ergattern. 18 000 Zuschauer verfolgten live mit, wie der Lokalmatador Mathias Weissenbacher die Bronzemedaille gewann und die Konkurrenz aus der Schweiz bei den Freeskiern ganz klar die Nase vorne hatte.

Bereits in der Qualifikation trennte sich die Spreu vom Weizen und bekannte Athleten blieben auf der Strecke. Insgesamt traten vier der acht Finalisten aus der Schweiz an. Als die Sonne am Samstag langsam hinter den Häusern von Wien verschwand, war es Zeit für die Freeskier, im Finale ihr ganzes Können unter Beweis zu stellen. Es ging ja schliesslich um 20 000 US Dollar Preisgeld. Elias Ambühl (21) machte alle Schweizer Fans stolz, indem er mit seiner typischen Lässigkeit einen Double Cork 12 Reverse Tail Grab zeigte. Allerdings beeindruckte das seinen Landsmann Luca Schuler (15) kaum, denn er verbannte Elias mit einem sauber gestandenen Double Cork 1080 Truck-Driver Tweekbow auf den 3. Platz und reservierte sich damit die Silbermedaille – und den Spezialpreis

Floorball Albis ist gestartet

Schweizer Podest: Luca Schuler (rechts) mit Sieger Christian Bieri. (Bild zvg.) für den besten Rookie. Christian Bieri (26) schliesslich machte das Schweizer Siegerpodest perfekt. Sein Switch Double Cork 1080 Japan aus dem zweiten Run war wie aus dem Bilderbuch und konnte von keinem der anderen Teilnehmer überboten werden.

Fussballjugend trumpfte auf Gelungenes Junioren-Hallenturnier des FCWB in Bonstetten 48 Juniorenteams massen sich am vergangenen Wochenende in der Dreifachturnhalle in Bonstetten. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr führte der Fussballclub Wettswil-Bonstetten sein Hallenturnier «Jürg Stäheli-Cup» auch heuer durch. Und dieses stiess wiederum auf riesiges Interesse. 48 Teams aus den Kategorien F, E, D und C (in verschiedenen Stärkeklassen) nahmen samstags und sonntags teil. Der vom Schweizerischen Fussballverband mit dem Qualitätslabel «Hallenturnier SFV-approved» versehene Anlass war geprägt von leidenschaftlich kämpfenden Teams, Fairness und tollen Spielen. Natürlich trugen auch die enthusiastisch mitfiebernden Eltern, Betreuer und «Fans» zur guten Stimmung im Bonstetter Sportzentrum Schachen bei. «Das grosse Engagement der vielen Helfer hat sich gelohnt, die Veran-

Mit gleich 14 Teams ist der im April gegründete regionale Unihockey Verein Flooorball Albis in die Saison 2013/14 gestartet. Dabei erlebte man alles, was zu einem Teamsport gehört: Tolle Siege, bittere Niederlagen – und die Mannschaften belegen alle möglichen Tabellenregionen. Die Damen spielen in der 1. Liga, das ist immerhin die höchste Spielklasse auf Kleinfeld in der Schweiz. Aktuell belegen sie mit sieben Punkten aus sechs Spielen den 4. Rang. Schmerzhaft war die 0:8-Klatsche im Derby gegen die Unicorns aus Mettmenstetten. Die Herren belegen in der 2. Liga den Spitzenplatz mit zehn Punkten aus sechs Spielen und unterstreichen damit ihre Ambitionen, ein Wort um den Aufstieg in die höchste Kleinfeld- Klasse mitzureden. Eine Überraschung bietet das junge U21-Grossfeld-Team: Nach sechs Spielen liegt es auf dem 3. Rang, nur einen Punkt hinter der Spitze. Nach vier Siegen in Serie gab es am letzten Spieltag aus den beiden Partien gegen die Direktkontrahenten Uri und Ticino nur einen Punkt. Dies lässt sich aber in der Rückrunde noch korrigieren.

Junioren durchzogen – aber mit Freude dabei Je jünger die Junioren sind, desto wichtiger ist es, die Freude am Sport auszuleben, anstatt mit Druck auf Punkte und

Im Sportzentrum Schachen wurde viel Spektakel geboten. (Bild Kaspar Köchli) staltung gelang rundum», so der zufriedene, nach den zwei Wettkampftagen aber auch ziemlich erschöpfte Gesamtverantwortliche, Juniorenobmann Patrik Schönbächler. Ende Januar 2014 findet der zweite Teil des Anlasses statt. Höhepunkt dann dürfte das C-Junioren-Turnier sein, wo sich

Teams aus der League (höchste stehen. (kakö)

Coca-Cola Junior Liga) gegenüber-

Kategoriensieger: F-Junioren (Kat. A): GC Juve; F-Junioren (Kat. B): Höngg; E-Junioren (Kat. A): Schaffhausen; E-Junioren (Kat. B): Aarau; D-Junioren: FCZ Footeco U13; C-Junioren: Albisrieden.

Tabelle umzugehen. Und das widerspiegelt sich bei den Juniorenteams weitgehend. Die A1 sind Leader in ihrer Gruppe und haben als einziges noch ungeschlagenes Team bereits drei Punkte Vorsprung. Die A2 haben sich nach zwei Niederlagen in der Startrunde gesteigert, vier Siege in Serie eingefahren und haben als 3. immer noch intakte Chancen auf die Teilnahme an der Finalrunde um die Schweizer Meisterschaft. Diese Möglichkeit bietet sich auch den B1 und B2, welche jeweils auf dem 2. Rang lauern. Mit acht Punkten aus sechs Spielen ist das B3-Team auf dem 4. Rang. Einen schweren Stand haben die BJuniorinnen, sind sie doch ein sehr junges Team mit nur drei Spielerinnen, welche über eine B-Lizenz verfügen, die anderen Mädchen sind noch im C-Alter. Auch wenn sie noch auf den ersten Punkt warten – die Freude auf die nächste Runde ist immer sehr gross. Auch bei den C-Junioren ging Floorball Albis aufgrund der grossen Spielerzahl mit drei Teams an den Start. Noch wartet das C1 auf den ersten Sieg, die anderen beiden platzieren sich bisher als vierte und fünfte im Mittelfeld. Die jüngsten Meisterschaftsteilnehmer, die D-Junioren, spielen ihre Saison bei der Juniorenliga Zentralschweiz. Mit fünf respektive vier Siegen liegen sie hintereinander auf den Rängen zwei und drei. Roger Liechti Infos, Spielberichte, Resultate und Tabellen unter www.floorball-albis.ch.

Drei Zürcher Klettermeister Die ersten Zürcher Klettermeister wurden gestern Abend in der Kletterhalle Minimum gekrönt. Die Zürcher Klettermeisterschaften (ZKM) bestanden aus je einem Speed-, einem Lead- und einem Boulderwettkampf. Um Zürcher Klettermeister zu werden, musste

man deshalb in mehr als einer Kletterdisziplin trumpfen. Bei den Elite-Damen holte sich Petra Klingler, Bonstetten, erwartungsgemäss den Titel, weiter triumphierten Michel Erni, Affoltern, bei den U12 Herren und Lukas Rahn, Bonstetten, bei den U14 Herren.


Veranstaltungen

Restaurant Brüelmatt Birmensdorf

3. Huus-Metzgete Mittwoch, 4. Dez. ab 18 Uhr! Donnerstag, 5. Dez. ab 11 Uhr! Freitag, 6. Dez. ab 11 Uhr! Samstag, 7. Dez. ab 8 Uhr geöffnet! Ab 9 Uhr im Saal «Modell-Eisenbahnmarkt» (Von 11 bis 14 Uhr «Metzgete» so langs hät! Geöffnet bis 16 Uhr!) Auf Ihren Besuch freuen sich: M. und J. Korpar und Personal Telefon 044 737 35 50

LANDSTREICHMUSIK mit Christine Lauterburg Freitag, 6. Dezember, 20.30 Uhr

Pöschtli Aeugstertal 044 761 61 38

Restaurant Drunder & Drüber Affolternstrasse 5 · 8908 Hedingen

1 Jahr Drunder und Drüber ein guter Grund zum Feiern Vom 3. bis 7. Dezember offerieren wir Ihnen zu jedem Mittagessen einen Apéro und den Kaffee Sonntag, 8. Dezember 10 bis 14 Uhr

BRUNCH Dienstag bis Samstag: 9 – 23.30 Uhr Ihr Druner & Drüber-Team Telefon 044 760 28 92 info@drunderundrueber.ch

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095 2013  

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