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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 094 I 173. Jahrgang I Dienstag, 3. Dezember 2019

Gegen Littering

Alternative zum Heizöl Seit 50 Jahren aktiv

Falsche Polizisten

Die Stadt Affoltern sensibilisiert mit einer neuen Kampagne auf die Langlebigkeit von Abfall. > Seite 3

Die HEA Holzenergie AG durfte an der 20. GV ein erfolgreiches Ergebnis vorstellen. > Seite 6

Gut besuchter Informationsanlass der Affoltemer Abteilung Sicherheit im Kasinosaal. > Seite 9

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Serie «Kirchenlandschaft»: Kari Bolzli und die evangelischmethodistische Kirche. > Seite 8

Die Autobahn A4 könnte ab 2025 als Kraftwerk genutzt werden Die Standortförderung stellte ihr Projekt in Bern vor Das Knonauer Amt positioniert sich seit Jahren als Leuchtturmregion im Energiebereich. Am Fachseminar der Bau- und Energiemesse in Bern konnte Charles Höhn das Säuliamt und die Idee einer grossflächigen Überbauung der A4 mit einer Fotovoltaikanlage vorstellen. ................................................... von salomon schneider Bereits 2010 kam eine von der Standortförderung Knonauer Amt in Auftrag gegebene Studie zum Schluss, dass das Knonauer Amt 80 Prozent der benötigten Energie – ausgenommen Verkehrsenergie – vor Ort produzieren könnte. Heute hat sich der Wirkungsgrad von Fotovoltaikanlagen verdoppelt und die Potenzialstudie wirkt durchaus realistisch. 2011 entwickelten die Energiefachleute Peter Ackermann, Mike Weber und Lukas Zimmermann die Idee einer Solaranlage auf der A4. 2012 wurde Kontakt mit dem Bundesamt für Strassen Astra aufgenommen, welches auf ein bereits in Planung befindliches Projekt in Fully, im Wallis, verwies.

Werkhof wird später eingeweiht Eigentlich wäre sie für den 7. Dezember geplant gewesen, die Einweihung des neuen Werkhofs in Ottenbach. Wegen eines Wassereinbruchs musste sie nun allerdings ins Frühjahr 2020 verschoben werden. Die Bauabnahme erfolgt in wenigen Tagen. Das und mehr erfuhren die wenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Gemeindeversammlung in Ottenbach vom Donnerstagabend. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Charles Höhn vom Forum Umwelt und Energie der Standortförderung Knonauer Amt präsentiert an der Fachtagung der Berner Bau- und Energiemesse die Pläne zur Energiegewinnung durch ein Kraftwerk über der Autobahn. (Bild Salomon Schneider) «Von diesem Pilotprojekt in Fully wird auch für die Idee im Knonauer Amt viel abhängen. Wenn Fully alle Hürden gemeistert hat und die Baugenehmigung erhält, sind die Rahmenbedingungen für solche Projekte festgelegt und die Investorensuche wird viel einfacher, weil wir dann wissen, welche Stolpersteine wir umgehen

müssen», erläutert Charles Höhn vom Forum Energie und Umwelt der Standortförderung Knonauer Amt.

Positive Signale aus Bern Das Überbauungsprojekt im Knonauer Amt sieht vor, die A4 im Knonauer Amt auf einer Länge von 3,3 Kilome-

tern zu überdachen und damit Solarund Windenergie in der Höhe von mindestens 40 Gigawattstunden im Jahr zu gewinnen. Charles Höhn: «Bei einer Kapitalrendite von zwei Prozent könnte der Strom für sechs Rappen pro Kilowattstunde verkauft werden. Momentan liegt der durchschnittliche Strompreis bei 8,7 Rappen pro Kilowattstunde.» Das Projekt zur Energiegewinnung über der A4 konnte Charles Höhn im Rahmen einer Fachtagung der Messe für Umwelt und Energie in Bern zahlreichen Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Bundesverwaltung präsentieren: «Ich bin sehr froh, dass wir wieder einmal ein Pilotprojekt aus dem Säuliamt einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren konnten. Ich habe vom Bundesamt für Strassen positive Signale erhalten, wurde auf einen Besuch nach Bern eingeladen und bin optimistisch, dass 2023 mit dem Bau der Anlage gestartet werden kann.» Realistisch sei jedoch eher 2025, so Höhn: «Da wir das Projekt erst nach Baubeginn in Fully umsetzen werden, ist der Zeitplan von den Entwicklungen im Wallis abhängig.» ................................................... > Bericht auf Seite 9

Ein Wachtmeister als Ehrengast

Das Kinofoyer Lux feierte am Wochenende sein 30-Jahre-Jubiläum Seit den 50er-Jahren hatte es beim Bahnhof in Affoltern ein Kino gegeben. Doch dann war plötzlich Schluss. Im Jahr 1987 flimmerte der letzte Film über die Leinwand, und aus dem Kinosaal wurden Büros. Weil aber ein

Kino in Affoltern nicht fehlen durfte, reifte innerhalb einer kleinen Gruppe von Cinéphilen bald die Idee eines Filmclubs. Und dann, am 7. Juli 1989, wurde aus der Idee Wirklichkeit: Der Verein «Kinofoyer Lux» entstand.

Das ist dreissig Jahre her, und der Verein existiert noch immer. Zum runden Geburtstag schmiss man deshalb ein kleines, feines Jubiläumsfest. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 11

Teurer Unterhalt, kaum Nutzen Insbesondere die Sanierung der nicht benannten und kaum befahrenen (nur Zubringerdienst gestattet) Gemeindestrasse zwischen Schulhaus und Wald gab vergangenen Freitag an der Gemeindeversammlung in Kappel Anlass zu Diskussionen. Teuer werden vor allem die Kanalisationsleitungen unter der Strasse, die bei dieser Gelegenheit auch gleich ersetzt werden. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Das Glauser Quintett spielte Friedrich Glausers «Knarrende Schuhe» zu dritt als literarisches Konzert. (Bild Livia Häberling)

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Projekt «Primokiz» Die Primarschule Mettmenstetten wappnet sich für den gesellschaftlichen Wandel. > Seite 10

Spital plant Plus, Pflege ein Minus Der Spitalbetrieb werde durch die Langzeitpflege quersubventioniert. Das hiess es früher oft, wenn die Pflege Gewinn erwirtschaftete und das Spital rote Zahlen schrieb. Im ersten Budget nach Rekole zeigt sich nun ein anderes Bild: Im Bereich Akutspital sieht das am letzten Donnerstag präsentierte und abgenommene Budget einen Gewinn von 1,45 Mio. Franken vor, bei der Langzeitpflege dagegen ein Minus von 640 000 Franken. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Freileitung nach Obfelden Letzten Donnerstag hat das Bundesamt für Energie in Bremgarten den Planungskorridor für die neue 380Kilovolt Hochspannungsleitung zwischen Niederwil und Obfelden vorgestellt. Nach der Reuss-Unterquerung zwischen Jonen und Ottenbach wird sie als Freileitung direkt in Richtung Zwillikon zur A4 geführt und anschliessend der Autobahn entlang zum Unterwerk Obfelden. ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen


Der Leib ist müde, und alle Bücher sind gelesen.

Taxordnung Der Stadtrat Affoltern am Albis hat mit Beschluss vom 26. November die Taxordnung 2020 für die Spitex Seewadel und das Pflegeheim Seewadel genehmigt. Die Beschlüsse liegen während der Rekursfrist am Empfang im Haus zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, vom Tag der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. 3. Dezember 2019

(nach Mallarmé)

Jürg Kuhn 27. Dezember 1942 – 28. November 2019

Mein Ehemann, unser Vater und Grossvater ist im Beisein seiner Liebsten friedlich eingeschlafen. Angesichts des grossen Vergessens ist Jürg den für ihn stimmigen Weg gegangen. Wir durften ihn dabei begleiten, was uns getröstet hat. Wir sind dankbar, aber sehr traurig. Maja Kuhn Barblin und Christian Meier mit Selina, Michelle und Janice Lisanne Kuhn und Curdin Clavuot mit Flurin und Jan Verwandte und Freunde Die Abschiedsfeier findet am Dienstag, 10. Dezember 2019, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt.

Spital Affoltern, Betriebskommission 28. November 2019

Deine Kinder Sonja und Joachim Schneebeli Deine Geschwister, Verwandten, Freunde und Bekannten Die Beisetzung findet am Donnerstag, 5. Dezember 2019, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Affoltern am Albis statt, anschliessend Abdankung in der Friedhofskappelle.

Traurig nehmen wir Abschied von meiner Tochter und Schwester

Beatrice Halbeis 3. Juli 1955 – 25. November 2019

Nach kurzer schwerer Krankheit ist sie friedlich eingeschlafen.

4. Genehmigung Budget 2020 des Zweckverbands Spital Affoltern

Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss und die Beweismittel sind, soweit möglich, beizulegen. (Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.)

Wir vermissen Dich und werden Dich für ewig in unseren Herzen tragen.

ABSCHIED UND DANK

3. Genehmigung Budget für die Projektleitung Splitting des Zweckverbands

Gegen diesen Beschluss kann, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen wegen Rechtsverletzungen, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden.

Nach einem erfüllten Leben und einer geduldig ertragenen Krankheit ist er im Spital Affoltern, in der Langzeitpflege Sonnenberg, von uns gegangen.

Traueradresse: Familie Schneebeli, Mühlebergstrasse 35, 8910 Affoltern am Albis

2. Genehmigung Entschädigungsreglement des Liquidationsausschusses

Das Protokoll und die Akten zu den Beschlüssen liegen im Direktionssekretariat des Spitals Affoltern, Sonnenbergstrasse 27, 8910 Affoltern am Albis, ab dieser Publikation, während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf.

5. Dezember 1937 – 28. November 2019

Traueradresse: Maja Kuhn, Leberenstrasse 1, 8932 Mettmenstetten

1. Protokollgenehmigung der Delegiertenversammlung vom 26. September 2019

Publikation nach § 7 Abs. 1 GG.

Ernst Schneebeli

Anstelle von Blumen, bitten wir die Krebsliga Schweiz zu berücksichtigen, Spendenkonto CH95 0900 0000 3000 4843 9, Postkonto 30-4843-9.

Beschlüsse der Delegiertenversammlung Zweckverband Spital Affoltern vom 28. November 2019

Rechtliche Hinweise:

Traurig, aber auch voller Dankbarkeit, Liebe und schöner Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem geliebten Vater, Bruder, Onkel und Freund

Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunk im engsten Familienkreis.

Stadtrat Affoltern am Albis

5. Genehmigung der Kostenabrechnung «Radiologie: RIS/PACS-Ersatz» mit Gesamtkosten in Höhe von Fr. 261 251.26

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist das Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Sekundarschulgemeinde Hausen am Albis, Kappel am Albis, Rifferswil

Beschluss der Gemeindeversammlung vom 29.11.2019 1. Genehmigung des Budgets 2020 2. Festsetzung des Steuerfusses auf 22 % 3. Abschaffung des mittelfristigen Haushaltausgleichs Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A. – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Das Protokoll liegt zu den Schalteröffnungszeiten in der Einwohnerkontrolle der drei Kreisgemeinden zur Einsicht auf. Sekundarschulpflege Hausen am Albis

Pfarrbestätigungswahlen 2020 – Anordnung Urnenwahl Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonau Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Es findet für folgenden Pfarrer gemäss Art. 125 Abs. 1 der Kirchenordnung in Verbindung mit § 24f Abs. 1 lit. a und b der Verordnung über das Pfarramt in der Landeskirche eine Wahl an der Urne statt: Pfarrer Thomas Maurer mit 50 Stellenprozent, gemäss Art. 117 Abs. 4 der Kirchenordnung. 2. Die Urnenwahl gemäss Ziffer 3 findet am 9. Februar 2020 statt. 3. Die Wahlleitung wird der politischen Gemeinde Knonau übertragen. 4. Die Wahl erfolgt unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten des vorgeschlagenen Pfarrers in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 5. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Präsident Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 6. Mitteilung an die Gemeinde Knonau, an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 7. Amtliche Veröffentlichung im Affoltemer Anzeiger Knonau, 28. November 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Der Präsident: Maximilian Hofmann Die Aktuarin: Martina Röthlisberger

Danke, dass Du da warst. Du hattest in unserer Familie einen speziellen Platz und hast uns gelehrt, dass es nicht selbstverständlich ist, ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir sind aber überzeugt, dass Du Dein Leben auch mit allen Deinen Beeinträchtigungen geniessen konntest und Dich bis zum Schluss gut betreut fühltest. Ruth Halbeis-Meili Ursula + Albert Decurtins-Halbeis mit Familie Danke: – für die langjährige geduldige Begleitung durch die Betreuer/ -innen und den Gesundheitsdienst im Götschihof, Aeugstertal – für die fachkundige Pflege in der Villa Sonnenberg, Affoltern a. A. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis am Donnerstag, 5. Dezember 2019, um 11 Uhr auf dem Friedhof von Affoltern am Albis statt. Traueradresse: Ursula Decurtins-Halbeis, Gäudernstr. 4, 8908 Hedingen

TO D E S A N Z E I G E Am Montag, 25. November 2019 ist unsere langjährige Bewohnerin

Beatrice Halbeis 3. Juli 1955 – 25. November 2019

in der Villa Sonnenberg für immer sanft und zufrieden eingeschlafen. Wir durften Bea viele Jahre begleiten. Ihr liebenswürdiges und bescheidenes Wesen wurde von allen geschätzt. Wir werden sie sehr vermissen. Stiftung Solvita Götschihof Bewohnerinnen und Bewohner Personal Die Beisetzung findet am Donnerstag, 5. Dezember 2019, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern im engsten Familienkreis statt.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2019

3

Pragmatisch in die Spital-Zukunft Trotz Vorbehalten: Spital-Delegiertenversammlung hiess alle traktandierten Geschäfte ohne Gegenstimme gut In einem Monat wird die IKA Pflegezentrum Sonnenberg bereits aus dem Zweckverband Spital Affoltern abgesplittet sein. «Vorwärts machen!», lautete deshalb die Devise an der Delegiertenversammlung vom vergangenen Donnerstag. ................................................... von thomas stöckli Die Arbeit hat er längst aufgenommen, der Liquidationsausschuss um Eduard Waldesbühl. Seine Aufgabe: die Trennung von Spitalbetrieb und Langzeitpflege. Jetzt steht auch fest, wie die Mitglieder dieses Ausschusses entschädigt werden: 100 Franken pro Stunde hat die Delegiertenversammlung genehmigt, mit einer Obergrenze von insgesamt 100 000 Franken. «Ich glaube nicht, dass wir an diese Grenze kommen», versicherte Waldesbühl. Diskutiert wurde insbesondere die Kontrolle darüber. «Das Kostenbewusstsein ist begrüssenswert», so Stefan Gyseler, Präsident der Betriebskommission (BK), zog im konkreten Fall allerdings den Nutzen in Zweifel. Die BK könne diese Rolle zudem gar nicht übernehmen, da sie gegenüber dem auf gleicher Höhe agierenden Liquidationsausschuss keine Weisungsbefugnis habe. Waldesbühl versprach, Spitaldirektor Michael Buik und den Verwaltungsratspräsidenten der Nachfolgeorganisationen (IKA Pflegezentrum Sonnenberg und gAG Spital Affoltern) monatlich Einblick zu gewähren und so verzichteten die Delegierten darauf, die monatliche Rapportierung im Entschädigungsreglement zu ergänzen,

Sie führen das Spital gemeinsam in die Zukunft. Von links: Eduard Waldesbühl (Präsident Liquidationsausschuss), Stefan Gyseler (Präsident Betriebskommission und VR-Präsident der künftigen gAG Spital Affoltern), Daniel Eugster (VR-Präsident der künftigen IKA Pflegezentrum Sonnenberg) und Spitaldirektor Michael Buik. (Bild Thomas Stöckli) und hiessen das Reglement einstimmig gut. Auf mehr Widerstand stiess die externe Projektleitung Splitting. Als «fragwürdig» bezeichnete der Ottenbacher Delegierte Ronald Alder die Vergabe an die Scheggpartner AG in Baar: «Wenn die Firma, die das Ausschreibungsverfahren leitet, sich selber bewirbt und auch noch gewinnt.» Den Vorwurf weist Stefan Gyseler zurück: Die Ausschreibung sei gemäss den Richtlinien der Submissionsverordnung durchgeführt worden. Von den drei eingeladenen Firmen sei für eine die Anfrage zu kurzfristig gekommen, eine andere habe gar nicht darauf reagiert, so Gyseler. Die 246 000 Franken hat die Delegiertenversamm-

lung dann schliesslich doch bewilligt – ohne Gegenstimmen.

Letztes gemeinsames Budget Ein gemeinsames Budget trotz Trennung von Langzeitpflege und Akutspital? Die Präsidenten von IKA, gAG und Liquidationsausschuss hatten verschiedene Varianten überprüft und unter dem Lead des Liquidationsausschusses schliesslich dieser den Vorzug gegeben. Daran störte sich die Rechnungsprüfungskommission. Der definitive Entscheid des Regierungsrats liege vor und die Gründung der IKA sei rechtskräftig. Ein Budget für das Pflegezentrum müsse somit zwingend durch die zuständigen Organe

der IKA erstellt und bewilligt werden. Die IKA sei zwar per 1.1.2020 rechtskräftig, aber noch nicht handlungsfähig, weil das Vermögen erst mit der Gründung der gAG übertragen werde, hielt Stefan Gyseler dagegen und stützte sich dabei auf ein 16-seitiges Rechtsgutachten. Somit bleibe die Budgetkompetenz bei der Delegiertenversammlung des Zweckverbands. Damit waren zwar nicht alle Delegierten einverstanden, mangels sinnvoller Alternativen blieb es bei einer Missfallensbekundung. Entgegen der Empfehlung der RPK hiessen sie das Budget einstimmig gut. Dieses sieht einen Unternehmensgewinn von 730 000 Franken vor. Im Bereich Akutspital wird für 2020 ein Gewinn von 1,45

Abfall lebt lang

Neue Anti-Littering-Kampagne der Stadt Affoltern Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Littering ist eine verbreitete Unsitte und ein Ärgernis für alle. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, seinen Müll nicht achtlos in die Natur zu werfen. Die Realität sieht jedoch oft so aus: Plastik, Dosen, Zigarettenstummel, Taschentücher und Obstreste werden achtlos weggeworfen oder liegengelassen, verschmutzen Strassen, Pärke, Wiesen, private Gärten, Wälder, Berge und Seen. Littering ist nicht nur eine optische Belästigung und schmälert das Image einer Stadt, sondern beeinträchtigt die Lebensqualität sowie das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum.

Littering kostet Millionen Die Verschmutzung verursacht hohe Kosten für Reinigung und Entsorgung. Schweizweit wird mit jährlich zirka 200 Millionen Franken gerechnet. 150 Millionen Franken davon entfallen auf die Gemeinden und 50 Millionen Franken auf den öffentlichen Verkehr. Letztendlich bezahlen die Steuerzahler und ÖV-Benützer. Ohne den immensen Reinigungsaufwand würde noch mehr Abfall in die Umwelt gelangen. Selbst organische Lebensmittelabfälle sind nicht unproblematisch. Sie besitzen zwar

Raumpaten gesucht

Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Aktiv gegen Littering? Raumpaten säubern einen bestimmten Bereich im öffentlichen Raum. Affoltern sucht laufend Raumpaten. Das Anmeldeformular dazu findet sich auf der Website der Stadt Affoltern.

Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

www.stadtaffoltern.ch.

Ein Produkt der

Ein Mitarbeiter des Werkhofes montiert das neue Plakat. (Bild zvg.) die kürzeste Verrottungszeit, aber bereits hier gibt es Unterschiede. Während Äpfel schnell verrotten, verbleiben beispielsweise Bananen- oder Orangenschalen deutlich länger in der Natur. Zudem sind Schalen von konventionell angebauten Früchten häufig mit Pestiziden belastet, welche so ihren Weg in den Boden und die Gewässer finden.

500 Jahre für eine Aludose Achtlos weggeworfene Getränkedosen und Glasflaschen sind auch nach hunderten von Jahren noch in der Umwelt vorhanden. Eine Aludose «lebt» bis zu 500 Jahre. «Besser» sieht es bei der Verrottungszeit eines Zigarettenstummels aus (bis 7 Jahre). Allerdings kann ein einziger Zigarettenstummel mit seinen 700 Giftstoffen über 40 Liter Wasser verschmutzen. Von diesen Stummeln landen täglich 550 kg auf Bahnperrons. Dies entspricht 200 Tonnen Zigarettenstummeln pro Jahr.

Plastikabfälle verrotten nicht, sie sind nicht biologisch abbaubar. Als Folge zerfällt der Plastik in immer kleinere Teilchen, welche über den Boden ins Grundwasser gelangen können oder über die Bäche und Flüsse ins Meer transportiert werden. Dort wird Mikroplastik von Fischen, Muscheln oder anderen Meerestieren aufgenommen und gelangt über die Nahrungskette auf unserem Teller.

Gemeinsam mit der Bevölkerung Die Stadt Affoltern am Albis ist Trägerin des No-Littering-Labels. Damit dieses Label auch gelebt wird, braucht es die Mithilfe der Bevölkerung. In den nächsten Wochen werden überall in der Stadt Plakate über die langen Abbauzeiten von Litteringprodukten informieren. Durch eine sachgerechte Entsorgung kann die Umwelt entlastet und es können sogar die enthaltenen Wertstoffe wiederverwendet werden. (tro)

Mio. Franken erwartet, bei der Langzeitpflege dagegen ein Minus von 640 000 Franken. «Ich habe die Zahlen sehr genau angeschaut», so BK-Mitglied Daniel Eugster, der die künftige IKA Pflege präsidieren wird, «das hat nicht wirklich Freude gemacht.» Erklärtes Ziel sei es nun, Ende 2020 den Verlust möglichst nahe gegen null zu minimieren. Die Langzeitpflege müsse unabhängig von der Spitalzukunft Lösungen haben, verlieh Arianne Moser, Bonstetten, den Erwartungen der Delegierten Ausdruck. So erwarte man eine Entflechtung auf der Führungsebene – und eine schwarze Null. «Die Entflechtung werden wir 2020 noch nicht erreichen», so Daniel Eugster. Mit dem Szenario, was passiert, wenn das Spital keinen Leistungsauftrag mehr bekommen sollte, befasse er sich hingegen bereits intensiv.

Qualität und Rückverlegungen Speditiv bewilligt war eine Kreditabrechnung mit Minderkosten von 18 750 Franken. Und so konnte Spitaldirektor Michael Buik noch auf eine Auswertung der Rehospitalisierungsrate eingehen, in welcher der «Tages Anzeiger» dem Spital Affoltern kürzlich keine gute Note ausgestellt hatte. Gerade in den Bereichen Akutgeriatrie und Palliative Care, in denen das Spital Affoltern seine Stärke hat, seien Rückverlegungen häufig, so Buik. Das sei allerdings kein Zeichen von mangelnder Qualität. Was die Wundinfektionen anbelangt, steht das Spital Affoltern im schweizweiten Vergleich nämlich gut da (im «Anzeiger» vom 26. November).

Bus statt Luftseilbahn Infolge einer technischen Störung bleibt der Betrieb der Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg (LAF) voraussichtlich bis und mit Freitag, 6. Dezember, eingestellt. Es verkehren Ersatzbusse im 30-Minuten-Takt. In der Nacht zum vergangenen Sonntag barst bei der Luftseilbahn AdliswilFelsenegg LAF in der Talstation eine Wasserleitung. Das austretende Wasser floss dabei in die elektronischen Anlagen. Die herbeigerufenen Techniker stellten Schäden an den Frequenzumrichtern fest, die zum Betrieb des Elektromotors benötigt werden. Der Ersatz dauert voraussichtlich bis und mit Freitag, 6. Dezember. Bis zur Wiederaufnahme des Betriebs am Samstag, 7. Dezember, verkehren zwischen der Talstation LAF und dem Restaurant Felsenegg Ersatzbusse im 30-Minuten-Takt. (pd.)

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 5. Dezember, sind Olga und Ralph Armin Max BernathSchmid in Affoltern 60 Jahre miteinander verheiratet. Wir wünschen den beiden einen schönen Jubeltag und viel Freude.

Zum 85. Geburtstag In Affoltern wird morgen Mittwoch, 4. Dezember, Jolàn Dünnenberger auf 85 Lebensjahre zurückblicken dürfen. Wir gratulieren ihr zum hohen Geburtstag und wünschen viel Gfreuts und alles Gute.


Todesfälle

Einladung zur Gemeindeversammlung

Beschlüsse Gemeindeversammlung

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Obfelden (Politische Gemeinde) werden zur Gemeindeversammlung eingeladen auf

An der Gemeindeversammlung vom 28. November 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 20.00 Uhr, im Singsaal der Schulanlage Chilefeld. Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gesetz über die politischen Rechte vom 1. September 2003. Anträge: Politische Gemeinde 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzung des Steuerfusses auf 95 % 2. Genehmigung eines Kredites von CHF 1 700 000.00 (inkl. MwSt.) für den Neubau eines Pavillons für die Tagesstrukturen ZickZack der Primarschule 3. Genehmigung der Bauabrechnung für die Sanierung der Schwimmbecken und der Badewassertechnik im Schwimmbad Obfelden im Betrage von CHF 1 819 345.89 (inkl. MwSt.) Als Ergänzung zu den Anträgen liegen die Akten 14 Tage vor der Versammlung während den Bürozeiten bei der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Auf Wunsch werden die Anträge in Broschürenform den Stimmberechtigten zugestellt. Die Anträge können auch auf der Homepage der Gemeinde Obfelden (www.obfelden.ch) eingesehen werden. Obfelden, 1. November 2019 Der Gemeinderat

Einbürgerung Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts sowie der eidg. Einbürgerungsbewilligung hat die Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Ottenbach mit Beschluss vom 28. November 2019 ins Bürgerrecht der Gemeinde Ottenbach aufgenommen: • Lehnert geb. Wöllmann, Nicole Waltraud, geb. 1974, von Deutschland Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Ottenbach, 3. Dezember 2019 Gemeindeverwaltung Ottenbach

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A) Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (26 %) 2. Schaffung einer Fachstelle Sonderpädagogik im Umfang von 30 Stellenprozenten ab frühestens 1. Januar 2020 mit einem Kostendach von Fr. 45 000.00 pro Jahr Das Protokoll dieser Gemeindeversammlung liegt ab Dienstag, 3. Dezember 2019, in der Schulverwaltung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Es ist auch auf der Homepage www.sek-obfelden.ch während der Rekursfrist einsehbar. B) Politische Gemeinde Ottenbach 1. Erteilung des Bürgerrechts an Lehnert geb. Wöllmann, Nicole Waltraud, Fuessmättli 9, 8913 Ottenbach 2. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (41 %) C) Primarschulgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (50 %) 2. Genehmigung eines Baukredites für die Erneuerung der Fensterfronten der Turnhalle von Fr. 190 000.00 3. Genehmigung eines Kredites für die Erneuerung der IT des Schulbetriebes (gemäss ICT Konzept) von Fr. 115 000.00 D) Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (14 %) 2. Wahl von Ralph Bänziger als RPKMitglied der ref. Kirchgemeinde Die Protokolle der Gemeindeversammlungen der Politischen Gemeinde, Primarschulgemeinde und Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde liegen ab Dienstag, 3. Dezember 2019, im Gemeindehaus Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Sie sind auch auf der jeweiligen Homepage während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse der Gemeindeversammlungen kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmsachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. In Angelegenheiten der evangelischreformierten Kirchgemeinde gilt dasselbe Rechtsmittel. Der Rekurs ist jedoch nicht an den Bezirksrat, sondern an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, c/o Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, zu richten. Ottenbach, 3. Dezember 2019 Gemeinderat Ottenbach

Affoltern am Albis

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 28. November 2019 An der Gemeindeversammlung vom 28. November 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst: Sekundarschulgemeinde Ottenbach

Obfelden-

1. Genehmigung des Voranschlages 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (26 %) 2. Schaffung einer Fachstelle Sonderpädagogik im Umfang von 30 Stellenprozenten ab frühestens 1. Januar 2020 mit einem Kostendach von CHF 45 000.– pro Jahr Das von der Sekundarschulpflege genehmigte Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab Donnerstag, 5. Dezember 2019, in der Schulverwaltung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Es ist auch auf der Webseite www.sek-obfelden.ch während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit als möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

Pfarrbestätigungswahlen 2020 Publikation stille Wahl Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Mettmenstetten Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Es wird davon Kenntnis genommen, dass die Stimmberechtigen die Wahl an der Urne von Pfarrer Andreas Fritz binnen der gesetzlichen Frist nicht verlangt haben. 2. Der Pfarrer gemäss Ziffer 1 wird als in stiller Wahl für die Amtsdauer 2020 – 2024 gewählt erklärt. 3. Die Wahl erfolgt unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der vorgeschlagenen Pfarrerinnen und Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 4. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Püntenstr. 16, 8932 Mettmenstetten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 5. Mitteilung an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 6. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern Mettmenstetten, 2. Dezember 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Der Präsident: Karl Sigrist Die Aktuarin: Vreni Vogt

Obfelden, 29. November 2019 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

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Am 25. November 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Beatrice Halbeis geboren am 3. Juli 1955, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Donnerstag, 5. Dezember 2019, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 28. November 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ernst Schneebeli geboren am 5. Dezember 1937, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Donnerstag, 5. Dezember 2019, um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2019

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«Wir erwarten keine Begeisterungsstürme» Öffentliche Auflage des Planungskorridors für die Hochspannungsleitung Am 28. November stellte das Bundesamt für Energie in Bremgarten den Planungskorridor für die neue Hochspannungsleitung zwischen Niederwil und Obfelden vor. Die Abwägung der vielen Interessen ist komplex, Maximalforderungen werden im Projekt, das nun in den betroffenen Gemeinden aufliegt, nicht berücksichtigt. ................................................... von bernhard schneider Roman Meier, Leiter der zuständigen Abteilung des Bundesamtes für Energie, erläuterte, weshalb Swissgrid eine neue Leitung von Niederwil bis Obfelden plant und wie das Projekt umgesetzt werden soll. In der Schweiz sind zahlreiche Leitungen älter als 40 Jahre und sollten sowohl aufgrund der Alterung des Materials als auch aus technologischen Gründen ersetzt werden. Die Erneuerung des Leitungszugs Niederwil–Obfelden bei gleichzeitiger Aufrüstung auf 380 Kilovolt dient der künftigen Sicherstellung der Stromversorgung rund um die Uhr, bei gleichzeitig möglichst grosser Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Naturschutzgebiete. Swissgrid ist im Auftrag des Bundes für Bau und Betrieb der Netzinfrastruktur zuständig ist, wie ihr Leiter Netzinfrastruktur, Adrian Häsler, erläuterte: «Wir müssen die Netzkapazitäten für die Schweizer Stromanbieter am Markt bereitstellen und Netzstabilität gewährleisten.

«Strom ist immer da» Der Satz «Strom ist immer da», sei unzutreffend, fuhr Hässler fort. Wenn demnächst das Kernkraftwerk Mühleberg vom Netz gehe, seien erhebliche Anpassungen am Netz zwingend. Dies sei nur eines von vielen Beispielen, bis 2025 seien Investitionen von 2,5 Mrd. Franken für Ausbau und Erhalt des

ie Masten werden für die 380 kV Freileitung noch höher als hier beim Unterwerk Obfelden, mit dem Effekt, dass die Strahlung am Boden schwächer ist als direkt über einer Verkabelung unter der Erde. (Bild Bernhard Schneider) Netzes geplant. Der Ausbau der Leitung Beznau-Mettlen, wovon der Abschnitt Niederwil–Obfelden einen Teil darstellt, sei eine letzte grosse Lücke im 380-Kilovolt-Netz. Seit 2013 wird an der Planung des Abschnitts Niederwil–Obfelden gearbeitet. Im Idealfall kann sie 2027 eröffnet werden, im Folgejahr wird die bestehende Leitung abgebaut. Neu können Kabel auch unter der Erde geführt werden, was allerdings – wie die Freileitungen – zu erheblichen Eingriffen führe, erläuterte Adrian Häsler weiter. Freileitungen haben Nachteile bezüglich Ästhetik, Landschaftsbild und Akzeptanz. Bei Erdkabeln seien Betrieb und Instandhaltung schwieriger und die Kosten höher. Zudem sei das magnetische Feld direkt unter einer Frei-

leitung kleiner als direkt über einem Erdkabel.

Komplexe Interessenabwägung Werner Gander, Fachspezialist Elektrizitätsrecht des Bundesamtes für Energie, leitete seine Ausführung mit der Bemerkung ein, bei derartigen Infrastrukturprojekten könne man nicht alle Wünsche erfüllen. «Unser Ziel sind keine Begeisterungsstürme, vielmehr wollen wir die Voraussetzungen schaffen, damit das Stromnetz langfristig den Anforderungen der Bevölkerung genügt.» Der Planungskorridor führt von Niederwil zwischen Wohlen und Bremgarten durch, unterquert bei Besenbüren die Reuss. Zwischen Jonen

und Ottenbach verlässt die Leitung wieder den Boden, wird als Freileitung direkt in Richtung Zwillikon zur A4 geführt und anschliessend der Autobahn entlang zum Unterwerk Obfelden. «Früher suchte man die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten und achtete primär auf die Kosten», meinte Werner Gander, «heute ist eine Gesamtbetrachtung gefragt. Dazu zählen die rechtlichen Rahmenbedingungen, beispielsweise der Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Strahlung gemäss Umweltschutzgesetz.» Über 40 Einzelkriterien werden berücksichtigt und in der Evaluation bewertet. Er kam zum Schluss: «Mit dem vorgeschlagenen Korridor werden die harten Kriterien erfüllt. Bei den weichen

Versorgungssicherheit als Hauptziel

kommentar

Klimaschonende Stromproduktion erfordert ein neues Netz von bernhard schneider

B

ei der Präsentation der Pläne für den Bau der neuen Höchstspannungsleitung sind mir zwei Dinge aufgefallen. Erstens waren die Vertreterinnen und Vertreter des Bundesamtes für Energie und von Swissgrid auffallend defensiv, zweitens haben bürgerliche Aargauer Gemeinderäte lautstark mit handfesten Demonstrationen und anderen «Mitteln» gegen den Bau der neuen Infrastruktur gedroht. Zweifellos stehen die beiden Beobachtungen miteinander in einem Zusammenhang, denn Unsicherheit ermuntert zu Opposition. Allerdings ist zu bezweifeln, dass Maximalforderungen viel bringen, denn jede Streckenführung, ob verkabelt oder oberirdisch, hat ihre Vor- und Nachteile. Wesentlich erfolgversprechender dürften sachlich gut abgestützte Einwen-

Kriterien wurde eine Interessenabwägung durchgeführt.» Gegenüber heute würden mit der neuen Leitung Siedlungsgebiete entlastet, dank der Verkabelung im Bereich der Reuss bestehe weniger Kollisionsgefahr für Vögel, das Naturschutzgebiet werde besser als heute geschützt. Als Nachteile nannte er die höheren Kosten durch die Teilverkabelung und die nach wie vor bestehenden Beeinträchtigungen durch die Freileitung. Einen wichtigen Faktor stellen aber auch die Kosten dar, die für die vorliegende Variante über den ganzen Lebenszyklus auf 81 Millionen Franken geschätzt wird, bei einer Vollverkabelung hingegen auf 184 Millionen.

dungen mit konkreten Alternativvorschlägen sein. Swissgrid hat im Auftrag des Bundes die Aufgabe, die hohe Netzqualität, welche die Schweiz auszeichnet, langfristig sicherzustellen. Dies ist angesichts der rasanten Zunahme der Belastung der Netze keineswegs selbstverständlich, denn die heutige Infrastruktur wurde zu einer Zeit gebaut, als in den meisten Büros noch Schreibmaschinen standen, der von der PTT gemietete schwarze Apparat mit Wählscheibe die Telekommunikation sicherstellte und Datenaustausch noch nicht einmal per 1,44-MB-«floppy disk» möglich war. Nicht nur die Strommenge und die Nutzungsbedürfnisse haben sich in den letzten 40 Jahren grundlegend verändert, auch die Stromproduktion entwickelt sich dynamisch: Die Kernkraftwerke gehen nach und nach vom Netz, Windkraft und Fotovoltaik führen

zu neuen Herausforderungen bei der Steuerung der Stromnetze. Die Umlagerung von fossilen Brennstoffen zu klimaschonender Stromproduktion ist mit den bestehenden Hochspannungsanlagen nicht zu bewerkstelligen, wenn die träge Bandenergie der Kernkraftwerke durch höchst volatile Sonnen- und Windenergie ersetzt wird. Die drohenden Voten erboster Aargauer Gemeindevertreterinnen und -vertreter erweckten den Eindruck, dass der Strom doch einfach aus der Steckdose kommen soll. Nur: Irgendwo muss er produziert und irgendwie transportiert werden, damit er dort hingelangt. Die öffentliche Auflage verfolgt den Zweck, dass Gemeinden und Kantone die Möglichkeit erhalten, zu überprüfen, ob der vorgesehene Planungskorridor mit ihrer Raumplanung und den gesetzlichen Bestimmungen in Einklang steht. Dass dabei Einzelinteressen nur sehr beschränkt

berücksichtigt werden können, liegt in der Natur der Sache, denn wo soll im dicht besiedelten Mittelland eine Hochspannungsleitung hindurchgeführt werden, die weder Wohnquartiere noch Erholungsräume beeinträchtigt? Es wird sicher ein paar Aspekte zu klären geben. Beispielsweise sollen die Kabel just dort den Boden verlassen, wo das Gelände der ARA Ottenbach-Jonen nach dem Rückbau renaturiert werden muss. Solche Widersprüche sind im Rahmen einer Güterabwägung zu klären und die Gemeinden haben ein Anrecht, zu wissen, was nun wirklich gilt. Und selbstverständlich müssen bei der Lösung solcher Probleme Kompromisse gefunden werden, denn viel mehr Ärger als jedes Detail einer Projektvariante würden regelmässige Netzzusammenbrüche auslösen. Denn dass der Strom jederzeit in genügender Menge aus der Steckdose kommen muss, bestreitet niemand.

Als Vertreter des Kantons Aargau befasste sich Werner Leuthard, Leiter Abteilung Energie, mit den raumplanerischen Auswirkungen: «Ein Hauptziel der kantonalen Energiepolitik ist die Versorgungssicherheit. Der Kanton unterstützt daher den Ausbau der Leitung.» Ab sofort ist es nun möglich, die Unterlagen auf www.bfe.admin.ch/niederwil-obfelden oder auf den Gemeindeverwaltungen Affoltern, Obfelden und Ottenbach zu studieren. Einwendungen aus der Bevölkerung und der Gemeinden müssen bis 29. Februar 2020 eingegeben werden. Anschliessend folgt die Stellungnahme der Kantone unter Berücksichtigung derjenigen der Gemeinden und aus der Bevölkerung. Roman Meier betonte allerdings, dass es bei dieser Anhörung um das rechtliche Gehör gehe: «Dies ist nicht ein demokratischer Prozess, sondern es geht um die Fakten und die Einhaltung aller Gesetze. Bei Einwendungen kommt es nicht darauf an, von wie vielen Personen sie allenfalls unterstützt werden, sondern davon, ob sie neue relevante Aspekte einbringen.» In der anschliessenden Diskussion wurden heftig und nicht ohne Polemik kommunale Einzelinteressen verfochten, etwa so: «Wollt ihr diese Leitung nicht bauen, dass ihr eine derart schlechte Variante bringt?» Andere äusserten sich «sehr enttäuscht» oder drohten: «Ob demokratisch oder nicht, wir haben unsere Mittel.»


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Dienstag, 3. Dezember 2019

Keine Gründe für grosse Diskussionen Schwach besuchte Ottenbacher Gemeindeversammlung sagt Ja zu allen Vorlagen Budgets 2020, neue Fachstelle für Sonderpädagogik, neue Fensterfronten für die Turnhalle, Erneuerung der Schul-IT: Die Ottenbacher Gemeindeversammlung sagte einstimmig Ja zu allen Vorlagen der Schulen, der Politischen Gemeinde und der Kirchgemeinde. ................................................... von werner schneiter Bei den Geschäften der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach sassen 42 Stimmberechtigte im Gemeindesaal, danach waren es noch 34 und bei der reformierten Kirche schliesslich noch etwa ein Dutzend: Die Geschäfte der Ottenbacher Gemeindeversammlung erwiesen sich nicht gerade als Magneten für uferlose Diskussionen. Warum

auch? So präsentierte Bettina Bucher, zuständig für die Finanzen der Sek, eine überaus gute Finanzlage mit solidem Budget 2020, das mit einem Ertragsüberschuss von gut 400 000 Franken rechnet und einen solchen bis 2023 verspricht – dies mit einer Entwicklung des Eigenkapitals von heute 4,9 auf 7,4 Mio. Franken. Das ist auch nötig, weil ab 2024 die Rückzahlung von Krediten fällig wird. Der Selbstfinanzierungsgrad der Sek liegt mit 13,4 Prozent deutlich über den finanzpolitisch gesteckten Zielen (10 %). Die Stimmberechtigten sagten auch Ja zum (gleichbleibenden) Steuerfuss von 26 Prozent.

Neue Fachstelle für Sonderpädagogik Der Souverän genehmigte ausserdem die Schaffung einer Fachstelle für Sonderpädagogik im Umfang von

Werkhof-Einweihung im Frühjahr 2020 Nach dem Spatenstich am 15. April 2019 ging es mit dem Bau des Werkhofs in Ottenbach zügig voran. Aber wegen eines Wassereinbruchs fällt die für 7. Dezember 2019 geplante Einweihung buchstäblich ins Wasser, wie Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger im Informationsteil der Gemeindeversammlung ausführte. Sie kündigte die Einweihung für Frühjahr 2020 an. Die Bauabnahme erfolgt in wenigen Tagen. So schnell geht es mit der Umfahrung nicht. Offen ist, wann der Kantonsrat über die zusätzlichen 15 Mio. Franken entscheiden wird. Das Geschäft wird derzeit von der kantonsrätlichen Kommission Planung und Bau (KPB) bearbeitet. «Trotzdem arbeiten wir weiter an unserer Zentrumsplanung», so die Gemeindepräsidentin. Im Weiteren kündigte sie nach der am letzten Wochenende erfolgten Eröffnung des Cafés Albis-Beck in der ehemaligen Postfiliale einen Tag der offenen Tür am 7. Dezember an, und sie machte auf das neu konzipierte Parkplatzregime aufmerksam. Ins gleiche Kapitel fallen auch die neuen «Audienztafeln» beim Gemeindesaal, bei der Zivilschutzanlage und beim Neuhofsaal. Laut

Sicherheitsvorsteher Hans Hanselmann darf dort während maximal 72 Stunden parkiert werden – das ist auch auf dem übrigen öffentlichen Grund möglich. Das gilt aber nur für Fahrzeuge mit Kontrollschilden. Ansonsten drohen Bussen von 500 bzw. 200 Franken. Es gilt in Ottenbach auch ein neues Fahrplankonzept der Postautos. Zu den Zielen gehört da auch weniger Stau. Nach dem klaren Ja zur Einheitsgemeinde werden nun Personalverordnung und Entschädigungsreglement finalisiert. Das Schulpräsidium wird im Juli 2020 in den Gemeinderat eingegliedert. Und voraussichtlich in der Juni-Gemeindeversammlung wird die Übernahme der privaten Tobelbachstrasse traktandiert. Derzeit laufen Gespräche. Von Schulpräsidentin Gioia Schwarzenbach war zu erfahren, dass Schulsozialarbeiterin Heike Müller die Schule verlässt und die Umsetzung des Lehrplans 21 läuft. Inzwischen läuft auch die Kirchturmuhr wieder – dies nach dem Einbau eines Läut-Computers. Ottenbach steht 2020, am 6./7. Juni, vor einem grossen Dorffest, welches das Jubiläum «125 Jahre Wasserversorgung» einschliesst. (-ter.)

Paul Schelbert, Leiter des Ressorts Infrastruktur der Primarschule, zeigt eine der Fensterfronten der Turnhalle, die dringend saniert werden müssen. (Bild Werner Schneiter) 30 Stellenprozenten, die verbunden ist mit einem jährlichen Kostendach von 45 000 Franken. Die für das Ressort zuständige Barbara Scherrer begründete das mit der zunehmenden Komplexität und der steigenden Anzahl von Sonderschülerinnen und -schülern. Eine Professionalisierung in diesem Bereich erhöhe die Chancen für einen Ausbildungsplatz und für ein selbstbestimmtes Leben nach der Schule. Die Fachstelle Sonderpädagogik wird der Schulleitung angegliedert, wirkt entlastend und sorgt extern und intern für eine bessere Verzahnung. «Die Sek Affoltern/Aeugst hat mit dieser Fachstelle Sonderpädagogik gute Erfahrungen gemacht», sagte Barbara Scherrer.

Letzte Einbürgerung an der Gemeindeversammlung? Auch bei der Politischen Gemeinde bestand kein Anlass für kontroverse Diskussionen, obwohl das die neu installierte Technik im Gemeindesaal wohl erleichtert hätte. Ins Gemeindebürgerrecht aufgenommen wurde Nicole Lehnert, Bankkaufrau und Immobilienökonomin, die 2009 von Deutschland in die Schweiz gezogen ist und mit ihren beiden Kindern seit 2010 in Ottenbach lebt. «Vielleicht ist das unsere letzte Einbürgerung an einer Gemeindeversammlung. Die neue Gemeindeordnung sieht das nicht mehr vor», sagte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger. Erstmals hingegen präsentierte Finanzvorsteherin Yvonne Piguet, seit

September 2019 im Gemeinderat, das Budget 2020. Dieses sieht einen Ertragsüberschuss von 32 000 Franken vor. Die Finanzlage präsentiert sich ähnlich wie jene des Vorjahres. Das mutmassliche Eigenkapital 2020 von 14 Mio. Franken wird in der Folge sinken, weil Ottenbach Investitionen plant. «Diese sind verkraftbar für die Gemeinde», sagte die neue Finanzchefin. Die rollende Finanzplanung bildet einen guten Kontrollmechanismus. Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde wird bei 41 Prozent belassen.

Regenwasser in der Turnhalle Auch die Finanzlage der Primarschule präsentiert sich in stabilem Zustand, auch wenn der Selbstfinanzierungsgrad mit 5,8 Prozent eher unterdurchschnittlich ist. 2020 wird ein Aufwandüberschuss von knapp 90 000 Franken prognostiziert. Allerdings wartet mit der anstehenden Hallenbadsanierung ein «Brocken». Finanzvorstand Guido Pelizzoni kündigte für 2020 eine Machbarkeitsstudie und für 2022 eine Abstimmung über das Projekt an. Gleichwohl ist die Schule bestrebt, den Steuerfuss möglichst konstant zu halten. Er liegt auch im kommenden Jahr bei 50 Prozent. Paul Schelbert, der das Ressort Infrastruktur leitet, überzeugte die Stimmberechtigten von der dringend notwendigen Sanierung der Fensterfronten der Turnhalle, für die Kosten in der Höhe von 190 000 Franken vorgesehen sind. In die in den Jahren

1982/83 erbaute Halle dringt Regenwasser ein, das über die Sprossenwand läuft und ins Mauerwerk dringt. Zudem sind die Motoren mit Mechanismus zur Öffnung der Fenster reparaturanfällig und in dieser Form nicht mehr zu haben. Auch die von Finanzvorstand Guido Pelizzoni erläuterte Erneuerung der IT des Schulbetriebs (gemäss ICTKonzept) provozierte keine Diskussionen. Der erforderliche Kredit von 115 000 Franken wurde einstimmig genehmigt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Tablets. Die jährlichen IT-Unterhaltskosten werden weiterhin mit 20 000 Franken veranschlagt.

Zwei Rücktritte in der Kirchenpflege Erwartungsgemäss riss auch das von Präsident Hans Peter Stutz anstelle der erkrankten Finanzvorsteherin präsentierte Budget 2020 der reformierten Kirchgemeinde niemanden von den Sitzen. Es sieht einen Aufwandüberschuss von gut 12 000 Franken vor. Ausserdem wurde Ralph Bänziger in die RPK der Kirche gewählt. Er ist in dieser Rolle schon in der Politischen Gemeinde aktiv. Die Doppelrolle ist laut Kirchenordnung zulässig, weshalb der Wahl formeller Charakter zukam. Stutz gab auch die Rücktritte in der Kirchenpflege von Finanzvorsteherin Monika Bächli und der für das Ressort Jugend und Erwachsenenbildung zuständigen Birgit Dürr bekannt. Roland Koller wurde in stiller Wahl gewählt; ein Sitz ist noch vakant.

Klimafreundliche Wärmeproduzenten auf Erfolgskurs 20. ordentliche Generalversammlung der HEA Holzenergie AG Affoltern Die HEA Holzenergie AG durfte den Aktionären an der 20. GV ein erfolgreiches Ergebnis vorstellen. Die Traktandenliste konnte dank unumstrittener Punkte innert kurzer Zeit erledigt werden. Sämtliche Geschäfte fanden einstimmige Genehmigung.

Die HEA weist in der Erfolgsrechnung ein Jahresergebnis von knapp 10 000 Franken, sowie etwas mehr als eine halbe Million Franken an flüssigen Mitteln und Wertschriften aus. Es wurde festgestellt, dass die Rückzahlungen der Investition von gesamthaft 12 Millionen nach Plan verlaufen. Die Beschlussfassung über die Verwendung des sehr guten Rechnungsergebnisses fand wie die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates Zustimmung.

................................................... von martin mullis Zur 20. ordentlichen Generalversammlung der HEA Holzenergie AG trafen sich im Ulmensaal in Affoltern ein gutes Dutzend Aktionäre. Präsident Clemens Grötsch begrüsste auch Stadtrat Markus Meier, der stellvertretend für den Finanzvorstand anwesend war. Obwohl das erste Traktandum die Punkte Geschäftsbericht, Jahresbericht des Präsidenten, Jahresrech-

Holzschnitzel anstelle von zwei Millionen Liter Heizöl Sie sorgen für klimafreundliche Wärme. Von links: VR Walter Rost, VR-Präsident Clemens Grötsch und VR Ulrich B. Frick. (Bild Martin Mullis) nung sowie den Bericht der Revisionsstelle aufwies, genehmigten die Aktio-

näre diese ohne Diskussion und ohne Gegenstimmen.

Auch die Wiederwahl des Verwaltungsrats-Präsidenten und der Verwaltungsratsmitglieder erfolgte einstimmig. Am Rande der Generalversammlung erwähnte Präsident Grötsch gegenüber dem «Anzeiger» auch eini-

ge überaus beeindruckende Zahlen. So darf die HEA festhalten, dass sie im Jahre 2019 rund zwei Millionen Liter Heizöl gespart hat. Mit der direkten Emission konnten 6,3 Tonnen CO2 vermieden werden und wer die indirekten Emissionen, wie zum Beispiel Transport, dazu zählt, erhält das Ergebnis von 7,5 Tonnen vermiedenem CO2. Clemens Grötsch dankte allen Mitarbeitern, sowie allen Partner und den Lieferanten für ihre zuverlässige Mitarbeit und die tatkräftige Unterstützung. Der Stadtpräsident versicherte, dass die HEA auch in Zukunft gewillt sei, ein zuverlässiger Wärmelieferant zu bleiben. Ein im kommenden Jahr geplanter Workshop mit den Themen «Personelle Kontinuität» und «Geschäftsstrategie» soll dafür sorgen, dass die HEA auch künftig auf Erfolgskurs bleibt.


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Dienstag, 3. Dezember 2019

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Wachsende Steuerkraft bedeutet weniger Finanzausgleich Die Gemeindeversammlung Kappel folgt den Anträgen des Gemeinderats Traditionsgemäss findet die Gemeindeversammlung Kappel am Freitag statt und traditionsgemäss offeriert die Gemeinde zwischen dem offiziellen Teil und der Informationsrunde einen kleinen Umtrunk. Rege diskutiert wurde vor allem die Sanierung der Gemeindestrasse zwischen Schulhaus und Wald. ................................................... von bernhard schneider Finanzvorstand Martin Hunkeler stellte das zweite Budget seit der Einführung des neuen Rechnungsmodells HRM2 vor, das sich nicht mit der bereits abgenommenen Rechnung 2018 vergleichen lässt, da diese noch gemäss den Regeln von HRM1 erstellt worden ist. Nicht alle Zahlen lassen sich präzis budgetieren, da die Gemeinden auch für die Übernahme unvorhersehbarer Kosten gesetzlich verpflichtet sind, namentlich bei den Sozialausgaben und im Bereich der Sonderschulungen. Bei den Einnahmen ist aufgrund der wachsenden Steuerkraft mit deutlich geringeren Erträgen aus dem Finanzausgleich zu rechnen. Da sich diese beiden Fakto-

ren die Waage halten, beantragte der Gemeinderat einen unveränderten Steuerfuss von 80 %. Würde das Jahr 2020 isoliert betrachtet, wäre angesichts des budgetierten Ertragsüberschusses von 225 000 Franken gar eine Steuerfusssenkung möglich, doch dies wäre nach Ansicht des Gemeinderats voreilig, denn ab 2021 sind Zusatzbelastungen absehbar: die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen wird künftig solidarisch von allen Gemeinden bezahlt, was zu Zusatzkosten von etwa 130 000 Franken führen wird. Sodann führt die Entwicklung der Bevölkerung dazu, dass der sogenannte geografisch-topografische Sonderlastenausgleich künftig wegfällt. Zudem wird die Grundstückgewinnsteuer absehbar sinken. Insgesamt ist mit einer Verschlechterung der Finanzlage 2021 um 640 000 Franken zu rechnen. Im Einklang mit der RPK genehmigte die Gemeindeversammlung das Budget einstimmig, den Steuerfuss mit einer Gegenstimme.

Leichte Kostenüberschreitung Für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Tömlimatt wurde im April 2015 ein Baukredit von 4,9 Millionen gutgeheissen. Der Gemeinderat

Im Schnellzugstempo durchs Schulbudget Vor der Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde Kappel fand die Gemeindeversammlung der Sek HausenKappel-Rifferswil statt. Das transparent dargestellte Budget mit positivem Abschluss und gleichbleibendem Steuerfuss stiess auf einhellige Zustimmung. Finanzvorstand Claudio Rütimann erläuterte das Budget, das trotz Aufwandsteigerung mit einem positiven Abschluss rechnet. Die Schule wächst, entsprechend nehmen auch Lohnkosten und Sachaufwand zu. Die Schulpflege will die Infrastruktur der Schulzimmer vereinheitlichen, was zu einem effizienteren Unterricht führt. Ohne Diskussion wurde das Budget 2020 mit einem Aufwand von 5,315 und einem Ertrag von 5,375 Millionen Franken einstimmig angenommen. Der Steuerfuss verbleibt bei 22%. Falls die

Gemeinde Hausen den Bau der Doppel-Turnhalle bewilligt, will sich die Sekundarschule an den Kosten beteiligen. Claudio Rütimann konnte gleich auch mit dem nächsten Traktandum am Ball bleiben. Der im letzten Jahr eingeführte mittelfristige Budgetausgleich ist nicht mehr obligatorisch. Die Schulpflege beantragte, dieses Instrument ausser Kraft zu setzen. Gerade die aktuelle Situation mit dem möglichen Bau der DoppelTurnhalle diene als Beispiel, dass sich die Aufgaben rasch ändern können. Deshalb sei der mittelfristige Ausgleich nicht sehr zielführend, da er mit künftigen Zahlen rechne, die noch gar nicht bekannt sind. Auch diesem Antrag folgten die anwesenden Stimmberechtigten einstimmig. Nach geradezu rekordverdächtigen zwölf Minuten konnte Schulpräsidentin Regula Baer die von zwölf Stimmberechtigten besuchte Versammlung schliessen. (bs)

Am meisten Gesprächsstoff lieferte der Kreditantrag für die Sanierung der namenlosen Gemeindestrasse Tömlimatt bis Waldhof. Gemeindepräsident Jakob Müller sowie Finanz- und Tiefbauvorstand Martin Hunkeler gelang es, die Mehrheit von deren Notwendigkeit zu überzeugen. (Bild Bernhard Schneider) hat für verschiedene nicht vorhersehbare gebundene Ausgaben im Einvernehmen mit dem Gemeindeamt Anfang 2018 einen Zusatzkredit von 300 000 Franken gesprochen, wie Finanzvorstand Martin Hunkeler auf die entsprechende Frage einer Stimmbürgerin ausführte. Hinzu kommt eine Kreditüberschreitung von 185 000 Franken, womit die gemäss SIA tolerierbare Abweichung von 10 % deutlich unterschritten wird. Der Antrag wurde ohne Gegenstimme im Einklang mit der RPK gutgeheissen.

Gemeinsames Tanklöschfahrzeug Gemeinderätin Heidi Hui stellt den Ersatz des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Oberamt aus dem Jahr 1994 vor: Die Lebensdauer des Fahrzeugs ist dank des guten Unterhalts erst jetzt erreicht. Die drei Oberämtler Gemeinden haben die Ersatzbeschaffung gemeinsam evaluiert. Als günstigste Variante erwies sich, den Lastwagen und die Einsatzkomponenten gleichzeitig zu ersetzen. So wird die in die Jahre gekommene schwere Holzleiter durch eine robustere, nicht einmal halb so schwere Karbonleiter ersetzt. An die Kosten von 484 000 Franken leistet Kappel brutto 115 000. Obwohl nahezu die Hälfte der Kosten über Subventionen zurückvergütet wird, verlangt das Gemeindegesetz einen Gemeindeversammlungsbeschluss, da der Bruttobetrag die Ausgabenkompetenz des

Gemeinderats überschreitet. Gemäss der Empfehlung sowohl der Gebäudeversicherung als auch der RPK genehmigten die Stimmberechtigten den Kredit einstimmig.

Teure Gemeindestrasse Martin Hunkeler, der nebst den Finanzen auch für den Tiefbau zuständig ist, stellte das vierte Geschäft vor: die Sanierung der nicht benannten Gemeindestrasse Tömlimatt bis Waldhof für 688 000 Franken. Nahezu ein Drittel der Kosten ist für den Neubau der Kanalisation unter der Strasse vorgesehen, da deren Sanierung im Rahmen des gleichen Projektes langfristig kostensparend ist. Auch wenn an diesem Teil der Kanalisation nur wenige Häuser angeschlossen sind und die Strasse mit einem Fahrverbot – Zubringerdienst gestattet – belegt ist, ist es Aufgabe der Gemeinde, beides instand zu halten. «Natürlich ist es viel Geld, ich bin auch erschrocken, als ich die Zahlen gesehen habe, aber unsere Nachfolger werden uns dankbar sein, wenn wir das Projekt jetzt in hoher Qualität durchführen», meinte Martin Hunkeler, «angesichts der geringen Belastung wird sie auch lange halten.» Nach ausführlicher Diskussion wurde der Kredit im Einklang mit der RPK mit 22 zu 11 Stimmen genehmigt. Nach der Pause folgten die Mitteilungen des Gemeinderats. Wie Heidi

Hui erklärte, musste im Schulhaus im Schnellzugstempo die Heizung ersetzt werden, «sonst hätten wir eine Notheizung einrichten müssen.» Die Wahl sei erneut auf eine Holzschnitzelheizung gefallen und bereits sei der Unterschied zur alten Anlage spürbar: «Es rücht nüt meh, es stinkt nüt meh.» Der defekte Ofen sei viel zu gross gewesen. Dank einer massiven Verkleinerung laufe er nun im optimalen Bereich. Auf Interesse stiess auch der Abschluss der Sanierung der Oberdorfstrasse. Martin Hunkeler erklärte, der Deckbelag werde aufgetragen, sobald es die Witterung im nächsten Frühjahr zulasse. Im Weiteren erhält nun auch Hausen ein Angebot der Kläranlage Schönau Cham, sich zusammen mit Kappel, Knonau und Mettmenstetten anzuschliessen. Falls sich Hausen beteilige, könnten die Kosten der Leitung von Knonau nach Cham durch vier statt durch drei Gemeinden geteilt werden, was im Interesse aller sei. Der Entscheid über den Anschluss fällt im Rahmen einer Urnenabstimmung, voraussichtlich am 29. November 2020. Dazu findet am 29. Juni im Stampfisaal Knonau eine Orientierung der Bevölkerung aller beteiligten Gemeinden statt. Und schliesslich hat Kappel ab Neujahr einen neuen Auftritt mit einem neuen Wappen. Auch die Hauptnummer der Gemeindeverwaltung ändert, sie lautet ab dem 1. Januar 044 764 83 60.

Die besinnliche Zeit hat begonnen – wirklich? Am Sonntag war erster Advent. Damit ist die Saison von Kerzenziehen, Guetzlibacken und Fensterschmücken lanciert. Darüber freuen können sich allerdings noch längst nicht alle. Überall im Knonauer Amt sieht man sie nun wieder, die festlich dekorierten und nummerierten Adventsfenster. Aber auch die Krippen stehen vielerorts schon bereit, um auf Weihnachten einzustimmen. Und der Duft

nach Guetzli und Glühwein an den diversen Adventsmärkten leistet ebenfalls seinen Beitrag.

Noch 21 Tage ... Und doch: Von Besinnlichkeit ist bei vielen noch keine Spur. Viel zu tun. Keine Zeit. Hektik. Stress. Und so eilen sie vorbei, den Blick aufs Smartphone gesenkt, statt zur Weihnachtsbeleuchtung erhoben. Es bleibt ja noch etwas Zeit. Noch 21 Tage bis Heiligabend ... (tst.)

Krippenszene im Eingangsbereich des Hauses Rigi, Spital Affoltern. (Bild Thomas Stöckli)


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Dienstag, 3. Dezember 2019

Von Gott bewegt – den Menschen zugewandt Serie Kirchenlandschaft Knonauer Amt (2): Die evangelisch-methodistische Kirche, seit 1873 in Affoltern zur sache

Der Anglikaner John Wesley ging im 18. Jahrhundert in England mit dem Evangelium zu den Arbeitern. So entstand die evangelisch-methodistische Kirche. In Affoltern wurde 1873 die erste Kapelle eingeweiht. Kari Bolzli ist seit bald 50 Jahren aktives Mitglied und engagiert sich mit viel Überzeugung.

Evang.-methodistische Kirche

................................................... von marianne voss Es war 1973, als Kari Bolzli mit seiner Familie ins Säuliamt zog. «Ich kam aus der evangelisch-methodistischen Kirche, der EMK. Ich hatte in dieser Kirche zu meinem persönlichem Glauben gefunden», berichtet er. Daher suchte er in der Region eine EMK und wurde in Affoltern fündig. Damals, in den 1970er-Jahren, habe die EMK noch zehn Sonntagsschulen in verschiedenen Dörfern angeboten, erinnert er sich. «Bis zu 100 Kinder verschiedener Konfessionen besuchten unsere Sonntagsschule.» Die ganze Familie Bolzli war in der EMK Affoltern Mitglied. Kari und seine Frau Erika – sie haben vier Kinder und neun Enkel – sind dort nach wie vor aktiv engagiert. Der diplomierte Gärtnermeister mit eigenem Geschäft ist in der Freikirche Verwalter. Viele Jahre war er auch Präsident der Kommission, was mit einer Kirchenpflege vergleichbar ist. Die evangelisch-methodistische Kirche sei der reformierten Kirche ähnlich und verstehe sich als Bindeglied zwischen der Landeskirche und den Freikirchen. «Ich selber bin übrigens nach wie vor auch Mitglied der Landeskirche.» Die EMK sei Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (Agck) und auch Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Wo liegt denn der Unterschied zwischen der refor-

Kari Bolzli (links) und Pfarrer Urs Baumann im schlichten Kirchenraum der evangelisch-methodistischen Kirche Affoltern. (Bild Marianne Voss)

mierten Landeskirche und der EMK? «Wir unterscheiden uns durch das Bekenntnis und durch die Verbindlichkeit in der Gemeinschaft mit Gott und füreinander.»

Nicht für Überzeugung genieren Für Kari Bolzli ist es selbstverständlich, dass der Glaube mit dem täglichen Leben zu tun hat. «Ich habe eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus», erklärt er ganz offen. «Die Menschen im Dorf und in meinem Umfeld wissen von meiner Überzeugung und meiner Kirchenzugehörigkeit, und sie akzeptieren das auch. Ich muss mich dafür nicht genieren.» Negative Erfahrungen habe er dadurch nie gemacht. Im Gegenteil. «Im Geschäftsalltag spürte ich oft, dass die Kunden mir besonders viel Vertrauen entgegenbringen.» Natürlich habe das auch verpflichtet, glaubwürdig zu sein. «Und

natürlich bin ich trotz Glauben nicht ohne Fehler», räumt er ehrlich ein. Nach fast 50 Jahren Mitgliedschaft in dieser Kirche kennt sich Kari Bolzli nicht nur mit den Strukturen, sondern auch mit den Traditionen in der Gemeinde aus. Und er ist in der EMK einfach zu Hause. Die Strukturen in der EMK seien schlank. «Sie sind vergleichbar mit einer Vereinsstruktur mit einem Vorstand, einer Versammlung der Mitglieder, verschiedenen Kommissionen und der Pfarrperson. Das Wichtigste ist die breite Basis, die Laien, die Gemeindeglieder.» In der EMK hat der Pfarrer oder die Pfarrerin ein Studium absolviert, entweder an der theologischen Hochschule in Reutlingen oder wie die reformierten Pfarrpersonen an einer Universität. Der Pfarrer der EMK Affoltern, Urs Baumann, war ursprünglich Pfarrer in der reformierten Landeskirche im Kanton Bern. Ein wichtiger

Pfeiler der EMK ist seit der Gründerzeit das soziale Bekenntnis. Davon zeugen die grossen bekannten Diakoniewerke Bethanien und Bethesda, das internationale Hilfswerk Connexio, aber auch lokale Aktivitäten. Dazu gehören zum Beispiel die Kleidersammlung, die Jugendarbeit oder auch kulturelle Angebote wie der musikalische Wochenausklang oder Kunstausstellungen in den kirchlichen Räumen. Kari Bolzli setzt sich mit seiner Frau auch für die Senioren ein und organisiert regelmässig einen Gemeinschaftsnachmittag, wo auch Nicht-Mitglieder gerne teilnehmen.

Viele Feste im Advent Und wie wird in der EMK Advent und Weihnachten gefeiert? «Mit vielen besonderen Anlässen und Festen», antworten Kari Bolzli und Urs Baumann. Am 2. Advent findet eine traditionelle

Hilfe in Westafrika – und in Ottenbach Gut besuchter Advents-Bazar in Obfelden

Marlise Schori bedient einen Adventskranz-Käufer, der in Obfelden wohlbekannt ist: Dieter Wachter, von 1958 bis 1991 Pfarrer in der Gemeinde. (Bild Werner Schneiter) Während der ersten Jahre kam der gesamte Erlös des Adventsbazars ausschliesslich diesem Spital in Westafrika zugute. Seit etwa 20 Jahren wird – parallel zu Bembéréké und zu gleichen Teilen – jeweils auch ein Projekt, eine Institution aus der Schweiz unterstützt, aber auch finanzielle Hilfe geleistet, etwa dann, wenn wegen Unwetters oder Lawinen Not herrscht. Dieses Mal wird der MutterKind-Bereich von «Die Alternative» in

englische Weihnachtsfeier mit englischem Apéro statt. Für die Senioren wird eine Weihnachtsfeier organisiert, die Jungschar lädt die ganze Gemeinde zum Feiern im Freien ein – meist im Wald – und am 25. Dezember wird morgens ein Krippenspiel aufgeführt. Eine Tradition ist dann der grosse Baum, den Kari Bolzli seit Jahrzehnten in der Kirche aufstellt und schmückt. Vor dem Beginn des Weihnachtsgottesdiensts ist er damit beschäftigt, die vielen Kerzen anzuzünden. Neben den Landeskirchen ist das Knonauer Amt reich an weiteren christlichen Glaubensgemeinschaften. In dieser Serie rückt der «Anzeiger» je eine Person aus verschiedenen Kirchen in den Fokus. Bereits erschienen: Peter Frischknecht, Neuapostolen, 29. November 2019.

Telefonbetrug verhindert Die Kantonspolizei Zürich konnte am letzten Donnerstag einen Betrug von falschen Polizisten verhindern.

Advents- und Türkränze, bunte Deko-Artikel, Handwerksarbeiten, Lebkuchen und andere Süssigkeiten: Der reichhaltige Advents-Bazar in Obfelden lockte am Samstag viel Publikum ins Mehrzweckgebäude Brunnmatt. Der Erlös: über 14 000 Franken. Der Bazar wurde vor 24 Jahren von einer ökumenischen Gruppe ins Leben gerufen – im Bestreben, mit dem Erlös jeweils ein Projekt zu unterstützen. Und sie fanden die Verbindung zu Annelies Meier, die damals schon seit Jahren als Berufsschullehrerin in der Gesundheitspflege am evangelischen Spital in Bembéréké im westafrikanischen Bénin tätig war, insgesamt 37 Jahre. «Mein ganzes Berufsleben», ergänzt Annelies Meier. Die Obfelderin wohnt nun in Muri. Klar, dass sie an ihrem Stand mit Handwerksarbeiten und kulinarischen afrikanischen Köstlichkeiten Präsenz markierte – Dinge, die hierzulande weniger bekannt sind, ausser Mango oder Balsamico, den sie am Bazar erstmals anbot. Mit Freude sprach Annelies Meier auch von einem Brief, den sie von ihrem Nachfolger am gut funktionierenden Spital erhielt. «Er hat sich für die Treue bedankt. Das Geld aus Obfelden fliesst dort in die Ausbildung von Mitarbeitenden», fügt sie bei.

– Gründung: aus der Anglikanischen Kirche im 18. Jahrhundert von John Wesley in England. – Kirche: direkt an der Zürichstrasse in Affoltern entstand 1873 die erste Kapelle. Vor 31 Jahren wurden dahinter neue Räumlichkeiten gebaut, die sich nach einer umfassenden Renovation jetzt frisch und modern präsentieren. – Anzahl Mitglieder: zurzeit rund 80 Mitglieder und Freunde. – Finanzierung: Die EMK Affoltern ist finanziell selbsttragend durch freiwillige Spenden/Kollekten der Mitglieder und Mieteinnahmen. – Ideologie: Das Profil lautet: «Mit Christus unterwegs. Von Gott bewegt den Menschen zugewandt.» Die Kirche nennt sich evangelisch, weil das Evangelium das Fundament ist. Die massgebende Grundlage ist die Bibel. Wichtige Pfeiler sind die tragfähige Gemeinschaft, in der alle Platz haben und das soziale Engagement.

Ottenbach bedacht, die an einem Info-Stand über ihre Tätigkeit orientierte. Der Bazar lockte viel Publikum in die «Brunnmatt». Vor oder nach dem Kauf eines von den Frauen des Bazarteams hergestellten Adventskranzes, eines von den Club-4-Kindern kreierten Geschenkartikels oder einer Süssigkeit bot sich Gelegenheit, sich in der Festwirtschaft beim SpaghettiPlausch zu verköstigen und sich am

Kerzenziehen zu beteiligen – ideale Begegnungsorte für Gespräche. Das Organisationsteam ist erfreut über die Kauffreude am Bazar: Laut Angaben von Kirchenpfleger Fredi Bodmer belaufen sich die Einnahmen auf Fr. 14 688.30, die nun je zur Hälfte nach Afrika und nach Ottenbach fliessen. An den «Betriebskosten» für den Traditionsanlass beteiligen sich die reformierte und die katholische Kirche. (-ter.)

Kurz vor Mittag erhielt die Kantonspolizei Kenntnis, dass eine Seniorin mutmasslich für Telefonbetrüger eine grössere Menge Bargeld bezogen hatte. Die bald 90-jährige Seniorin aus dem Bezirk Meilen konnte in einem Taxi lokalisiert und kurz vor der geplanten Geldübergabe kontaktiert werden. Schliesslich kehrte die Frau mit dem Geld – mehrere zehntausend Franken – nach Hause zurück. Sie war eines von zahlreichen potentiellen Opfern, welche letzte Woche von unbekannten Betrügern telefonisch kontaktiert worden war. Um sich vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Kantonspolizei: Überprüfen, ob es sich um echte Polizisten handelt, indem man selber die Verbindung trennt und bei der Polizei (Nummer 117) nachfragt. Misstrauisch sein, wenn ein hochdeutsch oder in neuster Zeit auch schweizerdeutsch sprechender Polizist oder Polizistin einen dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt n i e grössere Bargeldsummen. Weiter am Telefon niemals persönliche Daten sowie Passwörter bekanntgeben oder Angaben zu finanziellen Verhältnissen machen. Weitere Infos unter www.telefonbetrug.ch.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Dezember 2019

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«Ja, aber es darf keine Zusatzkosten verursachen» Podiumsdiskussion mit dem Astra-Direktor und Charles Höhn von der Standortförderung An einer Tagung im Rahmen der Berner Bau- und Energiemesse wurde der Frage nachgegangen, ob die Schweiz zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien versorgt werden kann. Der alt Standortförderer Charles Höhn diskutierte mit dem Direktor des Bundesamtes für Strassen (Astra), Jürg Röthlisberger.

Publikumsfrage: Herr Höhn, Sie prognostizieren relativ tiefe Kosten für Ihre grosse Anlage. Wie kommen Sie darauf? Höhn: Wir haben Kosten und Erträge von zwei unabhängigen Expertenteams rechnen lassen. Bei Grossanlagen kann anders eingekauft und effizienter gebaut werden. Zudem nimmt der Wirkungsgrad von Fotovoltaikanlagen immer mehr zu. ...............................................................

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass der teurere Strom Abnehmer findet.»

................................................... von salomon schneider Bereits nach den Inputreferaten war klar, dass das Astra und die Standortförderung Knonauer Amt nicht ganz deckungsgleiche Interessen haben. Charles Höhn strich den Innovationsund Investitionswillen heraus, damit die Schweiz bezüglich erneuerbarer Energien konkurrenzfähig bleiben soll. Jürg Röthlisberger konzentrierte sich auf die ungenutzten Möglichkeiten für Fotovoltaikanlagen auf den Dächern und strich heraus, dass das Astra keine Zusatzkosten mittragen könne. In der anschliessenden Podiumsdiskussion kamen sich Charles Höhn

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Hochkarätiges Podium: Charles Höhn, Standortförderung Knonauer Amt (Mitte), flankiert vom Direktor des Bundesamts für Strassen, Jürg Röthlisberger (links) und dem Moderator und Energieforscher Ruedi Meier. (Bild Salomon Schneider) und Jürg Röthlisberger näher. Dies war sicherlich auch das Verdienst des kompetenten Moderators. Der Ökonom und Energieforscher Ruedi Meier

Ämtler Haushalte brauchen weniger Energie und produzieren mehr 2010 wurden nur 1,7 % des Stromes und 17,3 % der Wärmeenergie bereits aus erneuerbaren Energien produziert. 2019 waren es bereits 6,4 % des benötigten Stroms und 30,5 % der Wärmeenergie. Dies entspricht 16 Gigawattstunden (GWh) Strom und 179 GWh Wärmeenergie. Mit den 40 GWh des Kraftwerks über der Autobahn A4 könnten durch eine Grossanlage 20 Prozent des Strombedarfs im Knonauer Amt durch lokal produzierte Energie gedeckt werden.

Dazu kommt, dass der Verbrauch von Strom und Wärmeenergie im Knonauer Amt zwischen 2010 und 2018 um 10,5 % abgenommen hat. Dafür sind unter anderem massive private Investitionen in Gebäudesanierungen verantwortlich. Damit zeigt der Bezirk Affoltern eindrücklich, dass ein grosser Teil der Bevölkerung verstanden hat, dass die nicht gebrauchte Energie die nachhaltigste ist. (sals)

moderierte alle Podiumsgespräche der Tagung und überzeugte mit viel Fachwissen und kluger Gesprächsleitung. ...............................................................

«Über Autobahnen sind Grossanlagen möglich, ohne neue Grünflächen zu verbauen.» ............................................................... Ruedi Meier: Jürg Röthlisberger, Sie scheinen zu sagen, erneuerbare Energien Ja, aber nicht bei uns. Wollten Sie das so kategorisch ausdrücken? Jürg Röthlisberger: Die Überdachung von Autobahnen kostet viel mehr als die Nutzung bestehender Dächer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der teurere Strom Abnehmer finden wird. Charles Höhn: Über Autobahnen sind Grossanlagen möglich, ohne neue Grünflächen zu verbauen. Dadurch

Falsche Polizisten und Enkeltrickbetrüger

sind Grössen- und Verbundeffekte möglich. Auf 700 Kilometern Autobahn könnten 10 000 Terrawattstunden Strom produziert werden. Zudem würden durch die Überdachungen weniger Unterhaltskosten für das Astra anfallen. Röthlisberger: Das Astra und auch ich sind offen für die Überdachung von Autobahnen für die Energiegewinnung. Es muss einfach sichergestellt werden, dass dadurch keine neuen Lüftungssysteme benötigt werden. Gleichzeitig sehen wir jedoch auch mehrere Stolpersteine. Beispielsweise Elektrofahrzeuge können, wenn sie einmal Feuer gefangen haben mit den heutigen Mitteln nicht gelöscht werden und brennen langsam aus. Dies könnte Fotovoltaikanlagen beschädigen. Bei Tunnels ist es heute schon so, dass die brennenden Fahrzeuge aus den Tunnels gezogen werden und vor dem Tunneleingang über Stunden ausbrennen.

Publikumsfrage: Herr Röthlisberger, weshalb werden zuerst nicht einmal die Zäune um die Autobahnen mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet? Dadurch könnte günstig und ohne neue Tragekonstruktionen sehr viel Strom gewonnen werden. Jürg Röthlisberger: Das Astra darf momentan noch nicht selber Strom produzieren. Zukünftig könnte dies aber möglich werden. Bei uns sind die Türen für solche Projekte jederzeit offen. Ich kann aber nicht versprechen, dass wir den Strom dann auch abnehmen werden – mindestens nicht zu höheren Preisen.» Meier: Wo stehen die Schweizer Strassen 2030? Röthlisberger: Das werden wir sehen. Beschwerden werden auch weiterhin das Hauptproblem des Nationalstrassenbaus sein. Dies wird auch bei der energetischen Nutzung der Autobahnen so bleiben. Es sind nicht primär Verbände, sondern individuelle Beschwerden, die über alle Instanzen durchgezogen werden, die fast alle Projekte um Jahre verzögern.» Meier: Wie steht es um Ihre Fotovoltaikanlage 2030? Höhn: Wenn sie dann fertiggebaut ist, dann kann ich noch darauf anstossen, was ich stark hoffe.

In die Adventszeit eingestimmt

Gut besuchter Informationsanlass im Kasinosaal Affoltern

Konzerte des Musikvereins Maschwanden

Der Einladung zur Informationsveranstaltung der Abteilung Sicherheit der Stadt Affoltern folgten am Mittwoch zahlreiche Besucher aus dem ganzen Bezirk. Im Zentrum standen die Sensibilisierung gegen Betrügereien sowie das Verhalten im Strassenverkehr.

Am letzten Sonntag vor Advent hat der Musikverein Maschwanden zum Konzert in Knonau und Maschwanden eingeladen.

Gegen 100 Personen konnte Markus Meier, Stadtrat Sicherheit, am vergangenen Mittwochabend im Kasinosaal begrüssen. Gespannt und teilweise schockiert über die Dreistigkeit der Täterschaft hörten die Teilnehmenden dem Referenten der Kantonspolizei Zürich, Rolf Decker, zu. Immer wieder werden Personen von vermeintlichen Verwandten angerufen und aufgefordert ihnen Geld zu übergeben. Dabei nutzen sie die Gutgläubigkeit oder Krankheiten ihrer Opfer schamlos aus. Folgend auf dieses Referat konnten die Anwesenden Fragen zum Thema Strassenverkehr an den Bezirkschef der Kantonspolizei Zürich und den Kommandanten der Stadtpolizei Affoltern stellen. Vor allem Fahrradfahrer auf dem Trottoir beschäftigen

Zahlreiche Zuhörer beim Referat von Rolf Decker. (Bild zvg.) die Anwesenden stark. Beim anschliessenden Apéro fanden weitere spannende Gespräche statt. Ein Teilnehmer aus Wettswil fasste den Abend tref-

fend zusammen: «Ich finde es toll, dass die Stadt einen solch informativen Anlass für alle im Bezirk organisiert hat.» (tro)

«Spirit of Youth» von Goff Richards war ein würdiger Auftakt, mit dem der Musikverein Maschwanden am vergangenen Sonntag sein Können bewies. Das Publikum war ab dem ersten Stück in eine musikalische Welt abgetaucht und die charmante Moderatorin Severine Stehli führte das Publikum von England, Belgien, Irland bis nach Schottland, denn von da kamen alle Komponisten. Mit musikalischer Professionalität und Leichtigkeit führte der Dirigent Heinz Aeberhard die Musikantinnen und Musikanten durch «The Swan on the Hill» vom belgischen Komponisten Jan van der Roost. Danach kam es zu einem musikalischen Höhepunkt, als der Solist Markus Huwiler mit seinem Flügelhorn gekonnt und mit viel Gefühl und exzellentem Ausdruck das Stück «Magh Seola» von Gerard Fahy vortrug. Ein taktvoller Wechsel führte zum rhythmischen und ausdrucksstarken

Georg Allans Marsch «Knight Templar» von welcher in der Kirche sehr gut zur Geltung kam. «Home», von Greg Holden wurde ursprünglich für «American Idol» komponiert, welches das amerikanische Pendant zu «Deutschland sucht den Superstar» oder zum Schweizer «Musicstar» ist. Der Musikverein Maschwanden übte sich aber doch nicht im Singen, sondern präsentierte diese wunderschöne Melodie ausdrucksvoll mit Instrumenten. Präsident Martin Zimmermann hatte allen Grund, sich beim Dirigenten und den Musikantinnen und Musikanten für deren Können und Engagement für das rundum gelungene Konzert zu bedanken. Vor dem letzten Stück «Erin Shore» von Leigh Baker gab es noch eine wundervolle Geschichte vom «Strassenfegerli und seinem Engelshaar». Genau passend und sehr herzlich inszeniert von der Moderatorin hat diese Geschichte das Publikum in die vorweihnachtliche Zeit eingestimmt. Es war ein rundum gelungenes Konzert. Das Publikum liess die Brassband erst nach der zweiten Zugabe gehen. (pd.)


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Bezirk Affoltern

zwischen-ruf

Kinder von überbehütet bis wohlstandsverwahrlost

Da musste ich lachen Jeden Morgen die Klassenzimmertüre aufmachen und Kinder strahlen dich an! Vierzig Jahre lang habe ich in Zürich unterrichtet und knapp hundert lustige Szenen aus der Unterstufe in einem Büechli zusammengefasst. Hier einige Beispiele: Ich: «Habt ihr die Hausaufgaben gemacht?» Die Kinder: «Natüüüürlich!» «Aber du, Jill, keinen einzigen Einser geschrieben?» «Ja, aber dafür dem Hündli auf dem Bild eine Dächlikappe gemalt.» Ein Zeltli fliegt mitten im Unterricht auf mein Pult. «He, was soll das?» «Weil du so schöne Häkli machst nach jedem Stöckli!» Eduardo meldet sich: «Jetzt haben Sie zweimal das Wörtli ‹nicht› an die Tafel geschrieben. Möchten Sie es betonen oder haben Sie sich nur einen Moment lang nicht konzentriert?» Ich: «Eine Rätselfrage – Worauf kann ich niemals mit ‹ja› antworten?» Keine Ahnung. Ich: «Es hat etwas mit Schlafen zu tun.» Xhelal: «Willst du mit mir schlafen?» «Wer redet zu Hause eine andere Sprache?» Clara: «Ich due appezellere.» Philipp: «Ich due flumserberglere.» Sven: «Ich rede oft englisch.» Ich: «Mit der Mutter oder mit dem Vater?» Sven: «Die können doch nicht englisch! Nein, ich sag zum Beispiel ‹Okay boys›.» Nach der Pause betrete ich das Schulzimmer und verkünde: «Nun macht ihr das Matheblatt 24 fertig, danach im Buch Seite 40 Nummer 5.» Anita: «Entspann dich!» Boris: «Soll ich dir was Interessantes sagen?» «Ja, gern.» «Meine Hand bleibt auf dem Heft kleben.» Ute Ruf Dieses Büechli als Weihnachtsgeschenk? Bestellen bei: uteruf@bluewin.ch, 10 Fr. inkl. Porto.

korrekt Im Bericht «Bonstetten ist finanziell gesund» vom 29. November haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Der Gesamtaufwand im Budget beträgt 27,572 Millionen Franken, und der Gesamtertrag liegt bei 27,928 Millionen, und nicht bei 27’572 bzw. 27’928 Millionen Franken. Und die Finanzvorsteherin von Bonstetten heisst mit richtigem Vornamen Arianne Moser und nicht Annemarie Moser. (red.)

Dienstag, 3. Dezember 2019

Die Primarschule Mettmenstetten wappnet sich für den gesellschaftlichen Wandel Am Donnerstagabend lud die Steuergruppe des Projekts «Primokiz» an der Primarschule Mettmenstetten involvierte Kindergarten-Fachpersonen zum Erfahrungsaustausch über die frühkindliche Förderung im Zeitalter des gesellschaftlichen Wandels und wechselnder Ansprüche. ................................................... von martin platter Die «Primokiz»-Kickoff-Veranstaltung der Primarschule Mettmenstetten befasste sich unter dem Titel «frühe Förderung» mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels, der auf den Kindergarten durchschlägt und die Lehr- und Förderkräfte vor neue Herausforderungen stellt. Denn die Primarschulentwicklung der letzten 20 Jahre nahm wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder, die immer jünger und länger am Stück in die schulische Obhut gezwungen werden. Probleme bereitet denn auch der frühe Eintritt in den Kindergarten. Die Jüngsten sind heute knapp vier Jahre alt und benötigen entsprechend mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung und Betreuung. Bei Klassengrössen von 20 bis 24 Kindern lässt sich das aber kaum mehr von einer einzelnen Kindergärtnerin bewerkstelligen. Die Erwartungen der Eltern an ihre Sprösslinge und an den Kiga sind ebenfalls im Umbruch, wie auch die Familienformen. Ganz zu schweigen von der Flut an verschiedenen Fördermassnahmen, die es zu überblicken und koordinieren gilt. Dazu kommt die Digitalisierung, die es mit sich bringt, dass die Erwachsenen gehetzter und gegenüber den Kindern weniger aufmerksam sind. Um zu lernen, bräuchte es aber Ruhe, Zuneigung und Geduld. Ausserdem ein divergierendes Schulverständnis von Menschen aus anderen Kulturkreisen. Und so weiter. Die Steuergruppe unter Leitung von Gemeinderätin Ursula Junker ging deshalb pragmatisch vor. Als Diskussionsgrundlage diente eine Umfrage mit Angebotsbestandsaufnahme bei den 32 Akteurinnen der frühkindlichen Förderung und zwölf Kindergärtnerinnen, die im Vorfeld der Kickoff-Veran-

Die Primokiz-Steuergruppe von links: Primarschulpräsidentin Bea Gallati, Projektleiterin Andrea Cavelti, Kita-Fachperson Corina Peer und Gemeinderätin Soziales Ursula Junker. (Bild Martin Platter) staltung durchgeführt wurde. 20 Akteurinnen und elf Kindergärtnerinnen beteiligten sich, was einer repräsentativen Rücklaufquote von 63 bzw. 91 Prozent entspricht.

Fehlende Alltagskompentenzen Die Umfrage hat ergeben, dass die Zahl der Kindergartenkinder im Mettmenstetten künftig deutlich steigen wird und 2018 rund 20 Prozent der Kinder nicht mit Deutsch als Erstsprache in den Kiga eintraten. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Angebot gut ausgelastet ist; 16 Prozent können die Nachfrage nicht decken. Ob der Bedarf künftig steigen wird, bejahten 44 Prozent. Eine Antwort, die 94 Prozent Zustimmung erhielt, lässt aufhorchen: Die Fachkräfte stellen fest, dass immer wieder Kinder mit Entwicklungs- und Erfahrungsdefiziten bei Alltagskompetenzen, Sprachkenntnissen, Feinmotorik oder Sozialkompetenzen in den Kindergarten eintreten. Wie hoch diese Zahl ist, wurde unterschiedlich bewertet. 40 Prozent schätzen die Kinderarten-Lehrpersonen, 30 Prozent die Akteurinnen. 37 Prozent vertraten die Meinung, dass die Tendenz der ungenügenden Förderung zu Hause am Zunehmen ist. In den vier Themenbereichen «Bedarfsgerechte Angebote», «Zusammenarbeit und Vernetzung», «Elternarbeit» und «Finanzierung» konnten die Befragten ihre Feststellungen und Wünsche in Stichworten äussern. Dabei stellte sich heraus, das die Zusam-

menarbeit zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen komplexer wird; vor allem die Klärung von Auftrag und gegenseitigen Erwartungen. Konkurrenzdenken behindert den Erfolg ebenso, wie dass Familien durch die Maschen fallen. Vernetzung und regelmässige Treffen sowie eine bessere Zusammenarbeit mit den Spielgruppen wurden postuliert. Ausserdem finanzielle Unterstützung für Familien und für die Tagesbetreuung, da aus finanziellen Gründen nicht alle Familien von den Angeboten profitieren können.

Zu viel oder zu wenig Ressourcen Die Eltern müssten noch mehr für die Thematik der frühkindlichen Förderung sensibilisiert werden. Die Fachpersonen sehen sich von Elternseite mit diversen Haltungen konfrontiert: Zu wenig Resscourcen, um ihr Kind zu fördern. Eltern bieten den Kindern zu wenig Integrationsmöglichkeiten. Unwissen und Desinteresse der Eltern bezüglich einer gesunden Kinderentwicklung oder fehlende Bereitschaft und Offenheit, bestehende Angebote zu nutzen. Defizite in der Erziehung, überbordender Medienkonsum aber auch Überbehütung oder Überhöhung der Kinder durch die Eltern werden festgestellt. So genannte «Helikopter-» bzw. «Bowlingeltern», die ihren Schützlingen alles aus dem Weg räumen, ihnen nichts mehr zutrauen und sie so um wichtige Lebenserfahrungen bringen. Ausklärungsarbeit bei den

Eltern sei nötig, was unter früher Förderung verstanden werde. Zudem müssen bedarfsgerechte Angebote geschaffen werden für die Sprachförderung, für überforderte Familien. Angeregt wurde ein Chrabbel-Träff (vom Säuglings- bis Spielgruppenalter) zur niederschwelligen Wissensvermittlung. Angebote, um grob- und feinmotorische Defizite zu beheben. Zudem mangle es an Möglichkeiten, naturnahe Erfahrungen zu machen. Wie bringt man diese Bandbreite an Bedürfnissen und Ansprüche unter einen Hut, damit die Kinder bei Schuleintritt eine echte Chancengleichheit haben? In Mettmenstetten will man nach dem Modell «Primokiz» der JacobsFoundation vorgehen. «Primokiz» zeigt die Lösungsansätze in diesem Spannungsfeld, wie Projektleiterin Andrea Caviezel erklärte. Es ist eine Anleitung zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung und bezieht alle Dienstleister mit ein. Neben den Eltern und der Schule auch die schulärztliche Versorgung, das Sozialamt und den schulpsychologischen Dienst. Nach dem Referat von Caviezel konnten sich die Fachleute in einem Workshop nochmals zu den genannten Themenkreisen äussern. Am 6. Februar 2020 soll ein weiterer Workshop stattfinden. Danach sollen die Erkenntnisse ausgewertet und ein Strategie- und Massnahmenplan sowie eine Vision für die Gemeinde ausgearbeitet werden, die der Gemeinde vorgelegt und politisch verankert werden soll.

DDR und der Mauerfall

Zeitgeschichte in der Bibliothek Wettswil Am Mittwoch, 27. November, fand der Lesezirkel der Bibliothek Wettswil statt. Besprochen wurde das Buch «Balaton Brigade» von György Dalos. Ob das zahlreiche Erscheinen der Gäste dem Buch, das von der Stasi der ehemaligen DDR handelt, oder dem Ehrengast Lothar Zeissler, einem ehemaligen DDR-Bürger, zu verdanken ist, kann man nicht sagen. Was aber sicher ist, der Abend war ein voller Erfolg. Die Erzählung «Balaton Brigade» beschreibt die bitterböse, wenn auch eher unspektakuläre Geschichte des kleinen Stasiagenten Joseph Klempner und seine Sichtweise des Zusammenbruchs der DDR. Klempner, der in den 50er-Jahren als Deutschungar ausgebügert wurde, fand bei der Stasi, über seinen väterlichen Freund Agentenchef Major Frickhelm, eine neue Heimat. Er dient die-

ser unbeirrt, ohne irgend etwas zu hinterfragen. Seine Aufgabe besteht darin, Urlaubsberichte von Agenten auszuwerten. Nach 25 Jahren Mitarbeit soll Klempner zur Belohnung im Sommer 1988 drei Monate die «Balaton Brigade» am gleichnamigen See übernehmen. Er freut sich darauf, seine alte Heimat wiederzusehen. Trotz grossem Widerstand des Vaters, verliebt sich seine 17-jährige Tochter in einen Exilchilenen aus Westberlin. Pflichtbewusst, jedoch mit grossen Schuldgefühlen, erstattet Klempner der Stasi Bericht und muss nun seine eigene Tochter und deren Freund bespitzeln. Meisterhaft gelingt es Dalos, sich in die Gedankenwelt seiner armseligen Protagonisten hineinzufühlen. Spannend ist auch zu wissen, dass es die Balaton-Brigade tatsächlich gegeben hat, mit all ihren Berichten und daraus entstandenen zerstörten Existenzen. Auch wurde noch einmal be-

Lesezirkel der Bibliothek Wettswil. (Bild zvg.) wusst, dass es erst 30 Jahre her ist, seit in Berlin die Mauer gefallen ist. Das Thema regte eine spannende Diskussion unter den Teilnehmenden an. Lothar Zeissler berichtete von seinen eigenen Erfahrungen. Wie hatte er die damalige DDR empfunden und welche Erfahrungen mit der Stasi

machte seine Familie? Die Antworten waren vielfach aufwühlend und berührend. Eine Erfahrung hat alle schweigsam gemacht: als Lothar Zeissler erzählte, wie seine Mutter mit ihm als Kind damals aus der DDR geflüchtet ist. «Sie versteckte mich in einer Persilschachtel, die sie sich auf den

Rücken schnallte und rannte so mit mir über das Minenfeld der damaligen Grenze.» Diese und andere Erfahrungen von Lothar Zeissler und die Geschichte von György Dalos haben diesen Lesezirkel zu dem gemacht, was er war: Ein unvergesslicher Abend. Noëlle Schaffner


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Dienstag, 3. Dezember 2019

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Augen zu – Film ab! Kinofoyer Lux feierte sein 30-Jahre-Jubiläum mit einem zweitägigen Krimifestival Am Freitag und Samstag feierte der Verein Kinofoyer Lux sein Jubiläum. Das Geburtstagskind wünscht sich einen gemeinsamen Ort für Kultur – und jungen, frischen Wind im Team.

um gemeinsam mit anderen etwas zu erleben. Und: etwas zur Kultur beizutragen. Für sie ist klar: «Ein kulturelles Leben gehört zu einer Stadt.»

................................................... von livia häberling

«Nach Studer ist vor Studer», heisst die heutige Devise. Nach dem Auftakt des Glauser Quintetts wartet «Studers erster Fall» auf das Publikum, doch zuerst wird gemeinsam gegessen. Nicht immer seien die Stühle und Tischbänke im Schulhaus Ennetgraben so voll wie heute, sagt Marina Gantert. Sie ist dankbar, dass der Verein die Räume nützen darf, würde sich jedoch wünschen, dass es in Affoltern einen Ort gäbe, an dem Kultur stattfinden könnte. Zwar installiert das Lux-Team rund um die Bar jeweils eine eigene Beleuchtung, dennoch sei es schwer, in einem Schulhaus eine stimmige Atmosphäre zu schaffen. Die Räumlichkeiten würden kaum zum Verweilen einladen. Anders wäre das mit einem gemeinsamen Kulturzentrum, ist sie überzeugt: «Damit würde sich auch das Publikum verändern.» Gerade jüngere Leute wollten nicht an einem Ort in den Ausgang, an dem sie vor Kurzem noch zur Schule gingen, glaubt sie. Ein jüngeres Publikum würde der Verein jedoch gerne vermehrt ansprechen. «Wir würden uns über neue Mitglieder mit frischen Ideen freuen», sagt Marina Gantert.

Wer nur das sah, was war, sah diesmal nichts. Nichts, ausser drei Herren auf einer Bühne. Nichts, ausser Lampenschirmen, Tischen, Notenständern oder Mikrofonen. Nichts, ausser Saiten oder Tasten, Klappen oder Tonlöchern. Wer aber die Augen schloss, sah plötzlich all das, was nicht war. Friedrich Glausers Wachtmeister Studer, der mit seiner Frau Hedwig die Koffer in eine neue Wohnung schleppt, der ins Bett fällt, schweissgebadet, fiebrig, wahnsinnig. Da war Gekeuche und Gehuste, Gefluche und Gejammer. Bohrende Nägel, rasende Züge, dröhnender Kopfschmerz, knarrende Schuhe. Mit Klavier und Kontrabass, Gitarre oder Klarinette, Maultrommel oder indischem Harmonium intonierte das Glauser Quintett in seinem literarischen Konzert grosse Sorgen in leisen Tönen. Ihre Darbietung war nicht nur das Mittelstück dieses Krimifestivals, sondern auch das Herzstück. Weil es bot, was das «Lux» seit dreissig Jahren bietet: Kino für den Kopf.

Ein gemeinsames Zentrum statt Kulturanlässe im Schulhaus

Rund 30 Filmbegeisterte engagieren sich ehrenamtlich im Verein Kinofoyer Lux. (Bild Livia Häberling) «Kulturelles Leben gehört zu einer Stadt» Mit dem Film «A bout de souffle» startete das Kinofoyer Lux im Jahr 1989 sein Programm. Zwei Jahre, nachdem das Kino beim Bahnhof Affoltern seine Türen schloss. Fördern wollte der neugegründete Verein damals Filme, «die aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung, ihres historischen Interesses, ihres Zeugnischarakters oder ihrer formalen Neuigkeit sehenswert sind.» Das Konzept: Ein übergeordnetes Thema als roter Faden, eine handverlesene Filmauswahl, die das repräsen-

tiert. Im Frühjahr 2017, da ging man «Eigene Wege» – mit «The Danish Girl» oder «Vergine giurata». Dann kam der Herbst, zum Beispiel jener im Jahr 2018, da hiess das Programm dann: «S Läbe isch nöd eifach», und zu sehen gab es unter anderem «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri» oder «Dene wos guet geit». Ab und zu schafften es auch sogenannte Mainstream-Filme in die Auswahl, vorwiegend aber seien es solche mit Arthouse-Charakter, sagt Kathrin Mühlemann. Sie ist seit 20 Jahren dabei und beim halbjährlichen Treffen meistens in die Filmauswahl invol-

viert. Mit der Zeit entwickle man eine gewisse «Nähe zum Publikum» könne besser erahnen, was gefalle, sagt sie. Doch so ganz herausgefunden habe man es dennoch bis heute nicht, sagt Marina Gantert. Auch sie gehört seit vielen Jahren zum «Lux»-Team – genauer gesagt: seit Beginn. Manchmal sei der Saal voll, und dann, an anderen Tagen, seien es ein paar wenige Gäste. Zum heutigen Jubiläumsanlass sind zirka fünfzig Personen gekommen, und natürlich hätten es aus ihrer Sicht ein paar mehr sein dürfen. Der Reiz, sagt Gantert, liege für sie darin, einen Treffpunkt zu schaffen,

forum

Konzernverantwortungsinitiative im Knonauer Amt

Erfahrung kann man nicht lernen, sondern nur sammeln

An den Sunneberg denken

Rufe nach mehr Verantwortung für Glencore und Co., «Anzeiger» vom 29. November.

Zur Gemeindeversammlung von Bonstetten am 26. November.

Postautos nur noch bis zum Triemli?, «Anzeiger» vom 1. November.

Wie am Freitag berichtet, sind in verschiedenen Ämtler Gemeinden an Standaktionen Unterschriften für einen Protestbrief an Glencore in Baar durchgeführt worden. Thema: Vergiften von Umwelt und Menschen, insbesondere Kindern in Cerro de Pasco (Peru) durch eine riesige GlencoreMine. Die Aktion fand im Zusammen-

hang mit der Konzernverantwortungsinitiative statt. In Affoltern, Bonstetten-Wettswil, Hausen, Hedingen, Obfelden und Ottenbach kamen weit über 800 Unterschriften zusammen. Am Abend des Aktionstages versammelten sich die Engagierten in Affoltern bei Punsch und Gesprächen – das Engagement für eine anständige Konzernverantwortung wird weitergehen. Franz Schüle, Verein Knonaueramt solidarisch

Ämtler im Einsatz für die «Kovi». (Bild Urs Glenck)

Faltfahrplan für Hausen und Ebertswil Auch auf den Fahrplanwechsel am 15. Dezember gibt die SP Hausen den praktischen Faltfahrplan für alle Nutzerinnen und Nutzer des ÖV in Hausen heraus. Das Fahrplänchen findet problemlos im Portemonnaie Platz. Sie liegen ab nächstem Wochenende in der Gemeindeverwaltung, in der Drogerie Rütimann, auf der Poststelle im Volg und in weiteren Läden auf. Kleine Änderungen bringen einige Vorteile: Der Bus nach und ab Wiedikon wird zu den Stosszeiten am Morgen und Abend im Zweistundentakt fahren. Die Linie von und nach Baar hat neu um 12.04, resp. 12.35 Uhr einen Zusatzbus. Bei den Linien nach

Affoltern und Thalwil sind die Abfahrtszeiten um eine Minute geändert. Leider sind die Direktverbindungen Ebertswil–Wiedikon mit Ausnahme des Frühkurses gestrichen. Bedauerlich ist für die Mittelschüler der Wegfall des Zusatzbuses kurz nach 12 Uhr ab Wiedikon. Die zum Teil minimen Änderungen machen die Benutzung unserer Buslinien insgesamt noch attraktiver. Von morgens fünf Uhr ab Hausen bis mitten in der Nacht ab Zürich kommt man bequem zur Arbeit, in den Ausgang oder zurück nach Hause. Mit dem ÖV statt mit dem Privatauto: Ein Beitrag zum Umweltschutz. SP Hausen

Der «Anzeiger» berichtete am 29. November ausführlich über die Gemeindeversammlung. Die SVP Bonstetten möchte zum Traktandum 5 (Kredit von 900 000 Franken für die Sanierung der Wasserleitung Bruggenmatt) einige Gedanken anbringen. Als um 19.55 Uhr eine Invasion in den Gemeindesaal durch siebzig «Bruggenmättler» ihren Lauf nahm, ahnten vermutlich Gemeindepräsident Leuenberger und Ressortvorsteher Vergés bereits Böses: Das Traktandum 5 bewegt und eine Mobilisation der Betroffenen hat stattgefunden. Die Erklärungen zu diesem Traktandum waren unklar und zum Teil widersprüchlich. Die ersten Votanten waren mit dem Inhalt der Botschaft nicht einverstanden und massive Vorwürfe zum Vorgehen des Gemeinderates wurden moniert. Gemeindepräsident Leuenberger und Ressortvorste-

her Vergés erwähnten mehrmals, der jetzige Gemeinderat müsse nun die Fehler der letzten Legislatur (Ressortvorsteher war SVP-Gemeinderat Roger Mella) ausbaden. Aus unserer Sicht war dies eine billige Ausrede. Der jetzige Gemeinderat hat selber entschieden wie er dieses Geschäft vorbereiten und verkaufen will. Dafür hätte er genügend Zeit gehabt. Dass die «Bruggenmättler» nicht involviert wurden, zeigt wenig Fingerspitzengefühl und mangelnde Erfahrung. Zum Schluss versuchte der Gemeindepräsident mit einem «Bubenstreich» die Bevölkerung zu «überlisten». Zitat: «Stimmen wir doch dem Kredit zu und wir werden mit euch nächstes Jahr das Gespräch suchen.» Diese Aktion misslang gründlich. Das Auftreten der beiden Gemeinderäte – mehrmals wurde der Gang vor den Richter erwähnt – empfanden wir als ein wenig arrogant und zu selbstsicher. SVP Bonstetten

Steuersenkung um 3 % in Wettswil Zur Gemeindeversammlung Wettswil vom 9. Dezember. Mit Interesse verfolge ich in den Medien, was in Wettswil passiert. Momentan aktuell ist die Gemeindeversammlung vom 9. Dezember – diese verspricht ja interessant zu werden, vor allem, was das Budget 2020 betrifft. Mit einem leicht negativen Voranschlag empfiehlt unser Gemeinderat, den Steuerfuss bei 26 % zu belassen. Der Gegenvorschlag der RPK, der für eine Steuersenkung um 3 % auf 23 % plädiert hat mich dazu veranlasst, die Zahlen der letzten Jahre zu studieren: Seit vier Jahren wurde trotz teilweise negativen Budgets ein Ertragsüberschuss erzielt. In den letzten vier Jahren erhöhte sich das Eigenkapital

unserer Gemeinde auf rund 48 Mio. Franken. Grössere Investitionen für die nächsten Jahre sind mir nicht bekannt. Auch wenn der Abschluss 2020 dem Budget entspricht und der Fehlbetrag inkl. der Differenz, resultierend aus der Steuersenkung, beim Eigenkapital in Abzug gebracht werden müsste, könnten dies die Finanzen der Gemeinde Wettswil gut verkraften. Sollte der Gemeinderat mit seinen Prognosen recht behalten, können Steuersenkungen auch wieder in die andere Richtung korrigiert werden. Ich unterstütze daher den Antrag der RPK Wettswil und hoffe, dass dies möglichst viele Wettswilerinnen und Wettswiler auch so sehen und diese Meinung an der Gemeindeversammlung vertreten. Heinz Wälti, Wettswil

Vor einiger Zeit las ich im «Anzeiger» von Weinen und Zähneknirschen, falls das Postauto nur noch bis ins Triemli fahren sollte, anstatt wie bisher, bis zum Bahnhof. So müssten die Passagiere umsteigen. Nicht mehr direkt fahren. Oh, die Armen! Mir kamen die Tränen ob solchem Ungemach. Wie steht es mit dem Quartier Sunneberg/In der Rüti? Wir müssen nicht auf den Anschluss warten, denn tagsüber kommt weder Bus noch Tram. Vor einigen Jahren gab es einen Probebetrieb mit dem Bus 237. Die Linie vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil über Aeugstertal-Stallikon zum Bahnhof Birmensdorf wurde bald wieder geschrumpft auf Morgen- und Abendstunden, obwohl gemäss Aussage einer ehemaligen Gemeinderätin die im Vertrag geforderte durchschnittliche Passagierzahl erreicht wurde. Unser Quartier ist also tagsüber nicht bedient; mühselig für Schüler und Leute eines gewissen Alters, die Mühe mit dem Höhenunterschied bis zur Isenbachstation bekunden. Nun kommt die wunderbare Nachricht: die Finanzvorsteherin konnte an der eben stattgefundenen Gemeindeversammlung verkündigen, dass die Gemeinde Bonstetten schuldenfrei sei, ja im kommenden Jahr sogar einen Vorschlag von 356 000 Franken, eventuell sogar über eine Million anfallen könnte. Bravo! Wie wäre es, wenn der Gemeinderat unter diesen Voraussetzungen auch ans Quartier Sunneberg denken, es verkehrsmässig auch tagsüber erschliessen würde? Ich stelle mir vor, dass von diesem Quartier doch einiges an Steuern in die Gemeindekasse fliesst. Die Bewohner werden wie überall auch älter und würden es der Gemeinde danken, wenn nicht immer mit dem Auto hinunter gefahren werden müsste. Auch das Klima! Adolf Bühler, Bonstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

ratgeber beziehung

Viktor Arheit, Paarberater/Mediator www.zusammen-reden.ch

Schenken und beschenkt werden Die Weihnachtszeit steht bevor und damit die Freude auf Geschenke oder aber der Geschenkestress. Viktor Arheit: Ja, an Weihnachten sind die Erwartungen ans Schenken und Beschenktwerden gross. Zugleich sind der Kommerz und der materielle Überfluss so hoch, dass einige keine Lust mehr haben auf Geschenke. Schenken kann aber auch etwas sehr Schönes sein. Häufig hört man dann jedoch: «Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen.» Woher kommt diese Haltung? Man gibt sich gerne bescheiden. Vielleicht haben viele – ob bewusst oder unbewusst – auch noch den Vers «Geben ist seliger als nehmen» im Hinterkopf. Es ist aber wichtig, dass wir gleich gerne geben wie nehmen. Beides tut gut. Wir dürfen mit Freude schenken und mit Freude annehmen. Was bedeutet es denn eigentlich, zu schenken oder beschenkt zu werden? Sich ein Geschenk ausdenken bedeutet, sich mit einem anderen Menschen zu befassen. Und wenn ich etwas erhalte, hat das einerseits einen Sachwert und andererseits auch einen immateriellen Beziehungswert: Jemand denkt an mich, ich bin jemandem wichtig. Daher sind Geschenke sehr schöne Zeichen der Verbundenheit. Was aber, wenn das in einer Beziehung unausgeglichen geschieht? Vielleicht sagt dem einen das materielle Schenken weniger als dem andern. Dann kann es hilfreich sein, zusammen darüber zu sprechen, was ihr oder ihm das Schenken und Beschenktwerden bedeutet. Es kann auch hilfreich sein, einander Wünsche offen zu äussern. Oder man kann sich zum Beispiel auch gemeinsame Zeit schenken. Aber dann gibt es ja keine Überraschung mehr! Klar, es findet vielleicht eine Entzauberung statt, aber diese Offenheit kann auch Stress reduzieren. Er oder sie merkt zum Beispiel gar nicht, was sie oder er sich wünscht, spürt aber eine Erwartung. Und das Falsche schenken oder das Falsche erhalten, das fühlt sich beides nicht toll an. Auch wenn der Wunsch ausgesprochen ist, kann das Geschenk ja immer noch geheimnisvoll und liebevoll verpackt und überreicht werden.

Dorfplatz beleben

Cello-Comedy

Am vergangenen Freitag eröffnete «d’Albis Beck» in Ottenbach die erste Filiale mit Café. > Seite 15

Das Duo Calva entführt im Chilehuus Hedingen in himmlische Sphären. > Seite 17

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Kantonalmeisterin Liel Honegger aus Obfelden siegt im Eiskunstlauf Breitensport in Dübendorf. > Seite 19

5000 Franken für «Be Unlimited» Business Club Albis spendet für einen guten Zweck Schöner Moment für Roy Gerber am letzten Donnerstagmorgen im November. Am Sitz der Organisation im Weiler Wissenbach zwischen Mettmenstetten und Rossau erhält der Gründer und Geschäftsführer von «Be Unlimited» einen Check über 5000 Franken, überreicht von Albis-Business-Club-Präsident Kilian Heitz. «Be Unlimited» hilft Kindern und Jugendlichen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind und Erwachsenen in Notlagen oder schwierigen Lebenssituationen. Die Organisation bietet zudem Weiterbildung für Leute, die sich einsetzen wollen für Menschen in Not. Gerber, der auf ein Team von Fachleuten in verschiedenen psychologischen und rechtlichen Disziplinen zurückgreifen kann, sagt: «Jedes vierte Mädchen und jeder siebte Knabe in der Schweiz wird während seiner Jugend mindestens einmal sexuell missbraucht. Das wollen wir ändern und stehen Betroffenen mit unserer telefonischen Kummer-Num-

mer rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Verfügung.» Der Zustupf des Business Club Albis freue ihn deshalb sehr. «Unsere Arbeit ist sehr personalaufwändig und wird vollumfänglich aus Spenden finanziert», so Gerber. Kilian Heitz erwiderte den Dank und sprach seine Anerkennung für die Arbeit Gerbers aus: «Wir waren uns im Vorstand rasch einig, wer unseren Zustupf diesmal erhält.» Der Kontakt sei während eines der monatlichen Mittagessen entstanden, an denen Roy Gerber die Arbeit von «Be Unlimited» vorstellte. Im Business Club Albis treffen sich Betriebsinhaber und Führungskräfte aus verschiedenen Branchen und Dienstleistungsbereichen zum regelmässigen Austausch und der Pflege kulinarischer Genüsse. Im Gegensatz zu anderen Service-Clubs ist der Verein BCA kein Ableger einer internationalen Organisation. Man trifft sich einmal monatlich zum Mittagessen. Zweimal jährlich wird eine Abendveranstaltung durchgeführt. (map.)

Checkübergabe des Business Clubs Albis durch deren Präsidenten Kilian Heitz, rechts, an Roy Gerber, links, den Gründer und Geschäftsführer von «Be unlimited». (Bild Martin Platter)

Weitere Infos unter beunlimited.org, kummernummer.org, bcalbis.ch.

Süsse Weihnachtsträume im Coopark

Das Einkaufszentrum in Affoltern hat einiges zu bieten Im Coopark werden bis zum 24. Dezember Weihnachtsträume wahr: Ein Bonheft zum cleveren Sparen, ein grosser Weihnachtswettbewerb mit einem Auto als Hauptpreis, ein festliches Bastelprogramm für Kinder sowie zwei Sonntagsverkäufe lassen keine Festwünsche mehr offen. Oh, du fröhliche Weihnachtszeit! Lichterketten, festlich dekorierte Schaufenster, leuchtende Kinderaugen und feiner Lebkuchenduft – überall funkelt, glitzert und duftet es himmlisch nach Weihnachten. «Samichlaus, du liebe Maa, dörf ich au es Säckli haa?» Am Freitag, 6. Dezember, verteilt der Samichlaus im Coopark von 16 bis 20 Uhr allen kleinen und grossen Kindern für jedes Sprüchli eine kleine Überraschung und posiert geduldig

und mit freundlichem Lächeln für jedes Foto.

Weihnachtsbastler aufgepasst! Im Coopark wartet auch in dieser Adventszeit ein tolles Bastelprogramm auf alle kleinen Helferinnen und Helfer vom Christkind. Am Mittwoch, 4. Dezember, können sie im Kids Fun Club einen klassisch amerikanischen Weihnachtsstrumpf – einen Christmas Stocking – nähen. An den Samstagen vom 7. Dezember basteln die Kinder einen schönen Weihnachtsbaum, am 14. Dezember kommt der Baumschmuck dazu und am 21. Dezember kommt die Märchenfee zu Besuch und erzählt spannende Weihnachtsgeschichten. Auch das MittwochnachmittagProgramm hört sich toll an: 11. Dezember: Teelichter basteln und am

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Am 6. Dezember stattet der Samichlaus auch dem Coopark Affoltern einen Besuch ab. (Bild zvg.)

18. Dezember verzieren die kleinen Künstler bunte Filz-Sterne. Keine Vorweihnachtszeit ohne Kerzenziehen: Am ersten Sonntagsverkauf vom 8. Dezember steht der immer gern gesehene Geschenk-Klassiker auf dem Kinderprogramm. Am zweiten Sonntagsverkauf vom 22. Dezember basteln die Kinder lustige Weihnachtsmann-Girlanden. Die Bastelzeiten an den drei Mittwochen sind von 13.30 bis 17.30 Uhr, und an den Samstagen und den zwei Sonntagsverkäufen ist die Wichtelwerkstatt jeweils von 12 bis 16 Uhr offen und professionell betreut.

Bonheft und Weihnachtswettbewerb Der Coopark lockt zur Adventszeit mit einem Weihnachtsmagazin mit tollem Wettbewerb und 13 attraktiven Angeboten und Rabatten zum vorweihnachtlichen Sparen. Ein Škoda Kamiq im Wert von 25 000 Franken, eine Nacht im Romantik-Iglu Family für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Wert von 636 Franken, ein Family Skitag für zwei Erwachsene und zwei Kinder inklusive Skitickets und Eintritt in die Freestyle Academy Laax im Wert von 414 Franken oder ein Kurzurlaub im Legoland für vier Personen inklusive zwei Tage Parkeintritt und einer Nacht im Feriendorf im Wert von 560 Franken sind einige der attraktiven Preise des grossen Weihnachtswettbewerbs. Einfach Lieblingsgeschenk ankreuzen, den ausgefüllten Talon vor Ort in die bereitstehende Wettbewerbsurne werfen und schon kann man auf eine weitere, tolle Weihnachtsüberraschung vom Coopark hoffen. (pd.)

Gut eingepackt und verladen ist es ein Kinderspiel, den schönen Baum nach Hause zu transportieren. (Bild zvg.)

Christbäume vom Holzerhof Am 14./15. Dezember und 21./22. Dezember findet im Holzerhof, Althäusern, ein Weihnachtsbaumverkauf statt. Die Vorbereitungen dafür beginnen jeweils schon im Winter des Vorjahres. Die im Freiamt gewachsenen Bäumchen und Bäume werden vorbereitet. Die Bepflanzungen werden im März gesäubert, damit im Frühling, wenn die Sonne stärker wird, die Lücken mit neuen Pflanzen bestückt werden können. Wächst im Frühsommer das Gras wieder, werden auch Schafe in der Anlage weiden gelassen. Im Herbst gehen Leonz Küng und Hermann Baggenstos durch die Reihen und definieren mit bunten Bändern, welche Bäume geschnitten werden müssen. An den beiden Wochenenden von 14./15. und 21./22. Dezember, jeweils ab 10 Uhr, werden neben Weihnachtsbäumen auch Deckäste verkauft. Grill, Kafistand und einige Marktstände laden zu einem Bummel beim Einkauf des Weihnachtsbaums auf dem Holzerhof ein. (pd.) Infos über die Baumsorten unter holzerhof.ch.


Gewerbe

Dienstag, 3. Dezember 2019

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Belebung für den Ottenbacher Dorfplatz Am vergangenen Freitag eröffnete «d’Albis Beck» die erste Filiale mit Café Neben frischen Broten, süssen und salzigen Backwaren und Patisserie bietet die Bäckerei auch ein Café und als Spezialität sechs Varianten Rösti an. Bisher hat die zur Landi Albis gehörende «d’Albis Beck» nur die VolgLäden im Bezirk beliefert, das Café in Ottenbach ist deshalb ein Schritt in eine neue Richtung. ................................................... von salomon schneider 18 Monate hat es von den ersten Planungsschritten bis zur Eröffnung der Albis-Beck-Filiale in Ottenbach gedauert. Entstanden ist ein helles Café mit grosser Auswahl, das den Ottenbacher Dorfplatz beleben soll. Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis: «Die ‹Genossenschafts-Bäckerei Mettmenstetten› bestand bereits seit 1898 und lieferte Brot an die Volg-Filialen. 2017 haben wir daraus die Marke Albis Beck gemacht. Diese wollen wir bewusst stärken und sichtbarer werden.»

Sechs Stellen geschaffen Neben Backwaren, Patisserie und Café spezialisiert sich die Albis-Beck-Filiale in Ottenbach auf Rösti. Die Rösti wird in sechs Varianten frisch zubereitet. Armin Heller: «Dank des speziellen Rösti-Grills kann sie in wenigen Minuten knusprig überbacken werden. So werden über Mittag Wartezeiten verhindert.»

Insgesamt wurden sechs Personen in Voll- und Teilzeitpensen in der Albis-Beck-Filiale eingestellt, zwei aus Ottenbach. Die hellen Räumlichkeiten sind gemütlich eingerichtet und erstrecken sich auf 115 Quadratmeter. Die vier Parkplätze der ehemaligen Postfiliale konnten übernommen werden und zudem gibt es oberhalb des Zentrumsgebäudes, bei der Buswendeschlaufe drei weitere Parkplätze. «Für die Landi Albis ist das ein wichtiger Schritt in eine neue Richtung. Da es das erste Café ist, das wir eröffnen, probieren wir neue Sachen aus. Wir sind deshalb sehr froh um Kundenrückmeldungen, entweder direkt beim Personal oder bei der Landi Albis.» Standardmässig wird für den Espresso eine dunkle Arabica-Röstung aus Brasilien verwendet und für den Cappuccino eine mittlere Röstung. Die Kaffeebohnen stammen von der Hausemer Gourmet-Rösterei Vollenweider, die Familie Käppeli in Merenschwand bringt Kartoffeln und als Bier gibt es das «Söulibroi» aus Affoltern. «Ich habe im ‹Anzeiger› gelesen, dass es im Säuliamt nun ein lokales Bier gibt und das wollte ich unbedingt für unsere Filiale haben. Es ist ein dunkles Bier, mit einer kräftigen Würze. Die Milch, sowohl in Backwaren als auch im Café ist die faire Milch Säuliamt. Und natürlich wird auch hier das Albismehl von den Säuliämtler Bauern verwendet. Wir wollen auch noch mehr lokale Produkte anbieten und sind offen für weitere Produzenten», erläutert Armin Heller.

Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, (rechts) und Carlo Sahner, Geschäftsführer der Albis-Beck-Filiale Ottenbach, werden immer auch saisonale Spezialitäten wie Grittibänze anbieten. (Bild Salomon Schneider) Das Feierabendbrot, manche Wähen und der Zopf werden aus frischem Teiglingen in Ottenbach gebacken. Frisch gebackenes Brot ist innen besonders weich und aussen speziell knusprig. Neben Albis Beck gibt es in Ottenbach auch die alteingesessene Bäckerei Rimann. Beatrice Rimann über die Situation mit einem neuen Mitbewerber: «Da wir die Backstube in

Ottenbach haben, können wir alle Brote und Backwaren immer frisch anbieten. Was sicherlich ein Vorteil für uns ist. Zudem ist auch unser Catering sehr beliebt.»

Gutscheine zur Eröffnung «Durch das Café wird der Dorfplatz belebt und das freut uns natürlich»,

erklärt die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser. Anlässlich der Eröffnung erhält die Kundschaft von «d’Albis Beck» in den ersten Tagen einen Flyer mit vier Gutscheinen. Albis Beck, Dorfplatz 2, Ottenbach. Montag bis Freitag, 6 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag, 8 bis 17 Uhr.

Fair Friday statt Black Friday

Das Mitarbeiter-Team des Lärche-Märt lädt am 6. Dezember zum fröhlichen Zusammensein und Öffnen des Adventsfensters ein. (Bild zvg.)

Der Black Friday kann auch auf eine faire Weise umgesetzt werden. Anstelle eines Rabattes an die Kunden überweist die Boutique Calimba 10 Prozent des Tagesumsatzes vom Freitag, 29. November, an den Bauspielplatz Affoltern. Da in derselben Woche, am Dienstag, 26. November, ein erfolgreicher und stimmungsvoller Adventsevent in der Boutique gefeiert wurde, wird die Spende auf 250 Franken aufgerundet. Der Fair Friday war eher ein ruhiger Umsatztag, dafür konnte am Advents-Event Steffi Lütt, die Farb- und Stilberaterin, schon ihre ersten Aufträge entgegennehmen und den interessierten Kundinnen Frische ins Gesicht zaubern. Schritt für Schritt demons-

trierte sie, wie man Foulards schick und raffiniert bindet. Für das leibliche Wohl hat Cristina Graber von tucanwein mit ihren portugiesischen Weinen gesorgt.

Mode von Jung-Designern Die Fair-Friday-Idee passt auch zum Angebot in der Boutique Calimba, wo jede Saison die neusten ModeTrends von Schweizer und europäischen Jung-Designern, die alle fair und in kleiner Stückzahl in Europa produzieren, seit über 20 Jahren angeboten wird. Ein Besuch lohnt sich jeder Zeit. Nicole Reichlin

Eröffnung des Adventsfensters beim Lärche-Märt Traditionell bleibt der LärcheMärt an der Eröffnungsfeier des Advents-Fensters am 6. Dezember bis 20 Uhr geöffnet. Ab 19 Uhr spielt das Swing-Quartett Obfelden bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen. Der grosse Quartierladen zwischen den beiden Dörfern Wettswil und Bonstetten im Schachenquartier präsentiert ein sehr breit assortiertes Migros-Sortiment inklusive grosser Alnatura-Ecke. Dazu ergänzen die Ladeninhaber Felix und Simone Müller die Auslage mit weiteren 50 Lieferanten vor allem aus den Bereichen Comestibles und Spezialitäten, Bäckerei und Offenkäse. Zum Beispiel werden viele

ausgesuchte Produkte der Toggenburger Firma «Morga» als Sortimentsergänzung geführt. «Morga» entwickelt, produziert und vertreibt vegetarische und biologische Lebensmittel seit über 80 Jahren. Eine wunderbar bekömmliche Morga-Bio-GemüseBouillon wird am Freitag zum Probieren angeboten. Auch auf Regionalität wird im Lärche-Märt geachtet. Deshalb stammen viele Frischprodukte von Bauernhöfen aus Bonstetten und Wettswil sowie der nahen Region. Am Freitag, 6. Dezember, ist der Laden von 8 bis 12.15 Uhr und von 14.15 bis 20 Uhr geöffnet. Jeder Einkauf an diesem Tag wird mit fünffachen Cumulus-Punkten belohnt. Ab 17 Uhr gibt es eine schöne Gratis-Portion vom gereiftem «chüschtigen» Berghof-Raclette.

Gereicht wird diese vom Käse-Lieferanten persönlich – Urs Räber von Chäs & Co. Bergdietikon. Weitere acht Raclettekäse-Sorten sind im Lärche-Märt an der Käsetheke zu finden. Das Adventsfenster-Singen vom letzten Jahr mit über 70 Sängerinnen und Sängern vor dem Laden hat überwältigt. Dieses Jahr wird das SwingQuartett aus Obfelden mit Adventsklängen ab 19 Uhr aufspielen. Liedblätter sind bereit und das LärcheMärt-Team freut sich auf viele singende Kundinnen und Kunden. Stressfrei einkaufen kann man an diesem Freitag bis um 20 Uhr. Kostenfreie Parkplätze gibt es direkt vor dem Laden. (pd.) Lärche-Märt, Schachenstrasse 115, Bonstetten.

Nicole Reichlin, Calimba-Geschäftsführerin (links) und Steffi Lütt, Farb- und Stilberaterin. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 3. Dezember 2019

Vorweihnachtliches Flanieren Zweiter Maschwander «Wiehnachtsmärt» am 7. Dezember

Am Weihnachtsmarkt in Rifferswil darf der Samichlaus nicht fehlen. (Bild zvg.)

Köstlich und besinnlich 23. Weihnachtsmarkt in Rifferswil Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember, findet am 8. Dezember bereits zum 23. Mal der traditionelle Weihnachtsmarkt in Rifferswil statt. Der schöne Weihnachtsmarkt mit der besonderen weihnächtlichen Dorfatmosphäre erfreut wiederum Jung und Alt mit vielen handwerklichen und hausgemachten, feinen und natürlichen Produkten. Mehr als 60 Ausstellerinnen und und Aussteller werden auf dem Dorfplatz von Rifferswil von 10.30 bis 17 Uhr ihre zumeist selbst hergestellten Unikate aus der näheren Umgebung anbieten. Auch gibt es dieses Jahr wieder viele feine Köstlichkeiten. In der Engelscheune wird Raclette angebo-

ten. Ebenfalls werden die Besucherinnen und Besucher mit Bratwürsten, Glühwein, Berliner, Fischchnusperli und vielen weiteren Leckereien verwöhnt. Um 13.30 Uhr sorgt der Jugendchor «Focus Team» mit einem Platzkonzert für musikalische Unterhaltung. Von 14 Uhr bis um 15.30 Uhr hält der Samichlaus mit seinem Eseli eine kleine Überraschung für die jüngsten Gäste bereit. Und schliesslich, um 17 Uhr, findet in der Kirche Rifferswil ein Konzert mit Larkin and Friends «Musik aus der Keltischen Schatztruhe» statt. Alle Besucherinnen und Besucher, werden gebeten, wenn möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Für Autofahrer stehen signalisierte Parkplätze zur Verfügung. (pd.)

«De Samichlaus chunnt!» Am Freitag, 6. Dezember, um 17.30 Uhr, kommt der Samichlaus nach Affoltern. Es ist wieder so weit! Gross und Klein kann im tiefen Wald, zwischen hohen Bäumen, knisterndem Feuer und schöner Musik, den Samichlaus treffen. Er freut sich über Liedli und Versli und bringt für jedes Kind ein Säckli mit. Nach dem Chlausbesuch kann auf dem Feuer eine mitgebrachte Wurst gegrillt und die schöne Stimmung genossen werden. Wer den Samichlaus treffen möchte, ist vom Familienclub Affoltern herzlich eingeladen am Freitag, 6. Dezember, ab 17.30 Uhr

Der Samichlaus macht Halt in Affoltern. (Bild zvg.) ins Archewäldli zu kommen und gemeinsam zu feiern. (pd.) Eine Anmeldung ist nicht nötig, Durchführung bei jedem Wetter. Infos: www.familienclubaffoltern.ch.

Am Samstag, 7. Dezember, verwandelt sich der Pfarrhausplatz erneut in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums der Adventsfenster in Maschwanden findet der Markt mit rund 20 Ständen nach 2014 bereits zum zweiten Mal statt. Der Vorstand des Frauenvereins Maschwanden lädt ein zum vorweihnachtlichen Flanieren vor dem Pfarrhaus in Maschwanden. Bei den Ständen trifft man auf lokale Produkte, die in Eigenproduktion und mit viel Liebe und handwerklichem Geschick hergestellt worden sind. Der Charme des kleinen Dorfes kann bei kulinarischen Leckereien in geselliger Runde erlebt werden, zur Auswahl stehen unter anderem beliebte Getränke von Glühmost bis Glühwein und Esswaren von süssen Crêpes bis deftigem Raclette. Zwischendurch kann man sich in der Pfarrhaus-Kaffeestube bei Kaffee und

Der Vorstand des Frauenvereins Maschwanden lädt ein zum zweiten Maschwander «Wiehnachtsmärt». (Bild zvg.) Kuchen aufwärmen. Die Marktbetreiber sind vorwiegend Leute aus Maschwanden, die mit Hingabe ihren Stand einrichten; entsprechend findet sich Waren, die sonst nirgends erhältlich ist. So lockt eine grosse Auswahl an Einzigartigem, und vielleicht findet

sich auch noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk. (pd.) Weihnachtsmarkt am Samstag, 7. Dezember, von 14 bis 20 Uhr, vor dem Pfarrhaus. Parkplätze bei der Kirche und bei der Badi. Informationen auf www.frauenverein-maschwanden.ch.

Winterzauberstimmung in Hausen

Vielseitiger «Adventsmärt» auf dem Weisbrod-Areal Bereits zum siebten Mal wird das Weisbrod-Areal am Samstag, 7. Dezember, in adventlichem Glanz erstrahlen. Auf dem reich geschmückten und schön beleuchteten Areal werden an rund 35 Ständen und in diversen Geschäften wunderbare Geschenkideen, teils handgefertigt und aus der Region, angeboten. Der traditionelle Bring- und Holstand für Weihnachtsdeko wird hoffentlich viel Freude bereiten. Glühwein, Tee, Kaffee, Suppe, Wurst, Marroni, Kuchen und viele Winterspezialitäten verbreiten Weihnachtsduft und sorgen für das leibliche Wohl. Wärmende Feuer, Livemusik, Kinderprogramm und ShowActs lassen die Besucherinnen und Besucher entschleunigen, staunen, geniessen und durchatmen.

Der «Adventsmärt» lädt zum Verweilen und Geniessen. (Bild zvg.) Das Programm sieht wie folgt aus: 11 bis 20 Uhr: Adventsmärt mit Livemusik; 11 bis 18 Uhr: Kinderprogramm mit Samichlaus und Pony-

reiten; 15 bis 16 Uhr: Vorführung SilatPlus; 18 Uhr: Adventsfenster «Nr. 7» wird im Innenhof illuminiert; ab 19 Uhr «Acoustic By Candlelight» beim Eingang «Rampe» (vom Verein Lokalkult organisiert). Gemütlichkeit, fröhliches Bummeln, ein kleiner Schwatz mit netten Menschen, musikalische Highlights und «Winterzauberstimmung» – all dies und noch viel mehr finden Besucherinnen und Besucher am Adventsmärt auf dem Weisbrod-Areal in Hausen. Der organisierende Verein «IG WeisbrodAreal» freut sich auf viele Gäste. (pd.) Adventsmärt auf dem Weisbrod-Areal Hausen, Samstag, 7. Dezember, ab 11 Uhr. Bitte Parkplätze auf dem Chratz benützen (keine Parkplätze auf dem Areal vorhanden). Infos auf www.adventsmaert.ch oder auf www.weisbrod-areal.ch.

«Lauft ihr Hirten ...» Adventskonzert des reformierten Kirchenchores Affoltern Der Samichlaus kommt. (Bild zvg.)

Samichlaus erzählt eine Geschichte Am 6. Dezember besucht der Samichlaus den Meilihof in Ebertswil. Der Samichlausbesuch auf dem Hofplatz des Wohnhuus Meilihof in Ebertswil hat bereits Tradition. In geselligem Rahmen am wärmenden Feuer einen Punsch und Lebkuchen geniessen und gemeinsam mit den anderen Besuchern den Samichlaus begrüssen. Der Adventsanlass im Meilihof lädt zum Verweilen. Das Adventsfenster strahlt, und die Kinder strahlen noch mehr, wenn sie vom Samichlaus eine Köstlichkeit bekommen. Der Samichlaus freut sich über das eine oder andere Sprüchli der Kinder. (pd.) Samichlaus-Besuch im Meilihof Ebertswil, Freitag, 6. Dezember, 17 bis 18 Uhr. www.meilihof.ch.

Am Sonntag, 8. Dezember, um 17 Uhr wird in der reformierten Kirche Affoltern wieder festliche Adventsmusik erklingen. Dieses Mal lautet das Motto: «Lauft ihr Hirten...», nach dem gleichnamigen Werk von Johann Michael Haydn, dessen weihnachtliche Motette auch zur Aufführung gelangt. Zum Thema Hirten passt auch das Haupt- und Schlusswerk im Programm: die Böhmische Hirtenmesse (Ceska Mše Vànocni) von Jan Jakub Ryba, welche aufgrund ihrer Länge und ihrer zugrunde liegenden, lieblich-eingängigen böhmischen Folklore nicht nur damals in der Tschechoslowakei, sondern auch bei uns eine grosse Popularität erlangte und Schwerpunkt des Konzerts bildet. Die «Missa pastoralis bohemica» gehört seit ihrer Entstehung vor mehr als 200 Jahren zum Symbol tschechischer Weihnacht. Ihr Stellenwert lässt sich dort bis heute mit Bachs Weihnachtsorato-

Der reformierte Kirchenchor hat ein attraktives Repertoire erarbeitet. (Bild zvg.) rium bei uns vergleichen. Rybas Hirtenmesse hat trotz ihres formulierten liturgischen Aufbaus mit der lateinischen Messe nichts gemein, vielmehr ist sie eine Folge von Pastorellen, die in Form eines musikalischen Krippenspiels das Weihnachtserleben der Hirten lebendig werden lässt. Ergänzt wird das Programm mit weiteren pastoralen Werken der Wiener Klassik:

Joseph Schnabels Transeamus usque Betlehem, František Xaver Brixis Pastores Loquebantur, W.A. Mozarts Ave verum corpus, der auch aus Rybas Feder stammenden Soloarie Rozmìly Slavicku für Sopran, Solo-Flöte und Streicher, sowie W.A. Mozarts Kirchensonate KV 224. Die diesjährigen Solisten sind unter anderen die Jungtalente Delia Haag (Sopran), Florian Glaus

(Tenor), Michaela Unsinn (Alt) sowie Philipp Scherer, Bass. Begleitet werden Solisten, Chor und Gastsänger vom Orchester La Compagna (Konzertmeisterin: Anne Battegay) unter der Leitung von Rico Zela (musikalische Einstudierung). Der Chor freut sich, am 8. Dezember viele Zuhörerinnen und Zuhörer zu diesem Konzert begrüssen zu dürfen. Wer selber mitsingen möchte, ist am Donnerstag, 19. Dezember, herzlich zum offenen Adventssingen eingeladen. Dieses findet um 20 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern statt. (pd.) Adventskonzert des reformierten Kirchenchores Affoltern, Sonntag, 8. Dezember, 17 Uhr, reformierte Kirche Affoltern.


Veranstaltungen

Dienstag, 3. Dezember 2019

Ein Konzert für zwei Celli und vier Flügel Cello-Comedy in Hedingen mit dem Duo Calva Am Samstag, 7. Dezember, nimmt das Duo Calva sein Publikum im Chilehuus in Hedingen mit in himmlische Sphären. Nach ihrem tragischen Unfall beim Sturz aus der Zirkuskuppel melden sich die beiden Cellisten des Duo Calva aus ihrem neuen Wohnort zurück. Mit je zwei Flügeln auf dem Rücken hat sich ihre musikalische Spannweite entscheidend erweitert und so bieten sie ihrem auf der Erde klagend zurückgebliebenen Publikum in ihrem neuen Programm ein himmlisches Vergnügen. Alain Schudel und Daniel Schaerer, Cello, Dominique Müller, Regie, Charles Lewinsky, Dramaturgie, Marek Beles, Videos. Seit über 20 Jahren spielen die beiden Cellisten Alain Schudel und Daniel Schaerer gemeinsam vorwiegend Musik toter Komponisten. Ihre Überzeugung, dass man deren unsterbliche Werke heute wieder lebendig machen und auf unterhaltsame Weise präsentieren kann, führte die beiden in das von ihnen geschaffene Genre «Cello-Comedy». Das neue Programm bietet für die humorvolle Musikvermittlung eine ideale Ausgangsposition: Im Himmel kann man den grossen musikalischen Vorbildern endlich näherkommen und sie persönlich kennenlernen. Mozart, Händel und Beethoven sind dabei, aber auch Scott Joplin, George Gershwin oder Manuel de Falla. Da der Himmel ja bekanntlich voller Geigen hängt, darf auch Paganini nicht fehlen, der sich allerdings auf dem Highway to Hell zu verspielen droht. Paradiesisch klingt ein Stück von Maria Theresia von Paradis, verlockend sind aber auch die himmlischen Köstlichkeiten, die der Starkoch Rossini für das Duo Calva zubereitet. Die beiden Cellisten mit Meister- und Solisten-

Seit über 20 Jahren spielen die beiden Cellisten Alain Schudel und Daniel Schaerer gemeinsam. (Bild zvg.) diplom haben Erfahrungen in den Orchestergräben der Bayrischen Staatsoper München und der Oper Zürich gesammelt. Auf der Suche nach Aufstiegsmöglichkeiten fanden sie mit ihrer Cello-Comedy einen Weg vom Graben auf die Bühne. Seit 2007 begeistern sie das Publikum mit viel Musik, Humor, komödiantischem Talent und irrwitzigen Einfällen. Angefangen hat alles im Jahre 1996: Im Schweizer Jugend-SinfonieOrchester haben sich die beiden Cellisten Daniel Schaerer und Alain Schudel kennengelernt; ein erster Auftritt als Celloduo folgte bereits im August an einem Dorfanlass im zürcherischen Hagenbuch! Seither sind sie erfolgreich als Duo Calva unterwegs, anfangs rein konzertant und seriös, was ihnen unter anderm auch den Titel Pro Argovia Artists 2003/04 und den Orpheus Preis 2004 einbrachte. Aus harmlosen aber charmanten und pointierten Konzertkommentaren entwickelten Alain Schudel und Daniel

Schaerer unter professioneller Anleitung die Idee eines Bühnenprogramms mit viel Cellomusik und einer treffenden Story als rotem Faden. Die Premiere des Erstlings «Heute Abend: Zauberflöte! Grosse Oper für zwei Celli» im November 2007 war ein grosser Erfolg. Seither erobert das Duo Calva zahlreiche Kleintheater, Mehrzweckhallen, Kellerbühnen, Aulen und Konzertsäle mit ihrer Cello-Comedy. Dank verschiedenen Familienkonzerten im grossen Tonhalle-Saal (und dem MaagAreal) zusammen mit dem TonhalleOrchester Zürich sind die beiden Cellisten ihrem Ziel ein Stück nähergekommen, die Freude an klassischer Musik auf eine etwas andere Art zu vermitteln.

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«Dä Stern vo Bethlehem» in Hausen

«Zäller Wiehnacht» wird aufgeführt Das Sing- und Krippenspiel «Zäller Wiehnacht» von Paul Burkhard, mit den eingängigen Liedern und berührenden Szenen, hat seine Aktualität bis heute nicht verloren. In den Tagen vor Weihnachten wird es in Hausen dreimal aufgeführt – von Kindern und Jugendlichen. Es ist Jahrzehnte her, seit die «Zäller Wiehnacht» das letzte Mal im Säuliamt gespielt wurde. Das bekannte Krippenspiel stammt aus der Feder des Komponisten Paul Burkhard, der seit 1959 in Zell im Tösstal wohnte. 1960 wurde die «Zäller Wiehnacht» dort in der Dorfkirche uraufgeführt. Seither führen mehrere Generationen von Kindern und Jugendlichen das beliebte Stück in der Weihnachtszeit in Kirchen oder Schulen auf. Durch die Schlichtheit der Texte und die eingängigen Lieder ist das Stück bis heute modern und aktuell geblieben. Schon vor zwei Jahren beschlossen drei Frauen aus der reformierten Kirchgemeinde Hausen, die «Zäller Wiehnacht» im Säuliamt wieder aufleben zu lassen. Pfarrerin Irene Girardet, Sonja Kilchmann und Katrin Hottinger kannten das Krippenspiel von früher und setzten diesen Sommer die Idee in die Tat um. Seit September sind nun 41 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren intensiv am Proben der Texte und Lieder. Die meisten stammen aus Hausen, einige aus den umliegenden Dörfern. «Das isch dä Stärn vo Bethlehem», singen sie mit vollen Stimmen während der Probe. Auch die wunder-

schönen Lieder «Kei Mueter weiss» oder «Wached uf» ertönen in der reformierten Kirche. Jetzt geht es bei der Regiearbeit noch darum, mit den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern zu üben und wieder zu üben. Wo steht wer wann? Wie können die Hirten oder Herodes ihren Texten noch den entscheidenden dramatischen Ausdruck geben? Die Arbeit, die zurzeit von den Initiantinnen zusammen mit der Sigristin und der Katechetin geleistet wird, ist gross. Und auch die Kinder und Jugendlichen zeigen einen enormen Einsatz und verbringen im Moment manche freie Stunde beim Proben in der Kirche.

Ticketreservierung erforderlich Bereits in wenigen Wochen gilt es ernst. Am 21., 22. und 24. Dezember werden die Engel, Herodes und seine Soldaten, die drei Könige sowie natürlich Maria und Josef in der reformierten Kirche unterwegs sein und die Weihnachtsgeschichte singen und spielen. Musikalisch werden sie von einer Bläsergruppe aus dem Musikverein Hausen, dem Organisten Vincent Dallèves und Irene Girardet am Cembalo begleitet. Für den Besuch ist eine Ticketreservierung erforderlich. Die Tickets kosten nichts, werden aber für den Einlass in die Kirche benötigt. Die Plätze sind nicht nummeriert. Zur Deckung der Unkosten wird eine Kollekte erhoben. (mvo) Zäller Wiehnacht am 21., 22. und 24. Dezember um 17 Uhr in der reformierten Kirche Hausen. Tickets können ab sofort reserviert werden unter www.ref-hausen.ch.

Barbara Thürig «Cello-Comedy» Samstag, 7. Dezember, 20.15 Uhr im Chilehuus Hedingen. Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein, der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben.

Ein Feuerwerk zum Jahresende

Das Kino Kafimüli präsentiert den Kinohit «Cabaret» Das bunte Programm des Kinos Kafimüli in Stallikon geht mit dem Kinohit «Cabaret» mit der grossartigen Liza Minelli zu Ende. Das kleine improvisierte Kino Kafimüli in Stallikon feierte im November 2017 Premiere. Inzwischen hat es sich zu einem beliebten Treffpunkt für Freunde von ausgesuchten Filmen entwickelt – über Stallikon hinaus. Das Programm umfasst nationale und internationale Filme, die nicht regelmässig am Fernsehen gezeigt werden oder aktuell in den Kinos laufen, jedoch zu

den Perlen des Kinos gehören. Zum Jahresende gibts nun «Cabaret» – das grossartige Film-Musical von Bob Fosse aus dem Jahr 1972. Der amerikanische Regisseur Bob Fosse landete mit seinem Musical «Cabaret» einen Kinoerfolg, der mit acht Oscars belohnt wurde, darunter für die beste Regie, die beste Hauptdarstellerin (Liza Minelli) und den besten Nebendarsteller (Joel Grey). Der Film basiert auf dem Broadway Musical, das wiederum auf dem autobiografischen Roman «Leb wohl, Berlin» von Christopher Isherwood basiert. Die meisterhaften Kabarettnummern und

mitreissende Musik von John Kander – viele seiner Songs sind längst Hits geworden – verschmelzen die Bühnenwelt, die Romanze und die sich anbahnende politische Tragödie zu einer spektakulären Show.

Wirrungen in der heilen Scheinwelt Berlin 1931. «Willkommen im Cabaret» singt der Showmaster (Joel Grey) im Cabaret Kit Kat Club, wo man mit grellen und aufreizenden Darbietungen zu verdrängen versucht, was sich in Deutschland politisch zusammenbraut. Im schummerigen Nachtlokal ist die (Schein-)Welt noch in Ordnung. Star im Club ist die US-Sängerin Sally Bowles (Liza Minelli), die sich ihren Weg nach oben sucht. Sie verliebt sich in Brian (Michael York) einen englischen Studenten. Sally hat jedoch in ihrem Herzen auch noch Platz für den reichen Baron Maximilian von Heune (Helmut Griem), der sich rasch auch für Brian interessiert. Die drei amüsieren sich, während der Nationalsozialismus bereits seine Schatten vorauswirft. Die Wirren der Zeit nehmen zu ... doch Sally singt weiter und träumt von der grossen Karriere. (pd.) «Cabaret» im Zentrum Kafimüli, Türöffnung um 19.30 Uhr, Filmbeginn um 20.15 Uhr. Der Film läuft in Englisch, mit deutschen Untertiteln, 121 Min.

Im Cabaret ist die Welt noch in Ordnung. Wie lange noch? (Bild zvg.)

Eintritt gratis, Kollekte, keine Reservierung. Verkauf von Getränken, und Snacks.

Die Proben für die «Zäller Wiehnacht» sind intensiv, machen den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern aber auch Spass. (Bild Marianne Voss)

Traditioneller englischer Carol-Service Am 8. Dezember findet um 17 Uhr ein traditioneller englischsprachiger Carol-Service – ein musikalischer Weihnachtsgottesdienst mit Lesungen aus der Bibel, zu den Weihnachtsgeschichten – in Affoltern statt. Dies ist bereits das vierte Jahr, in dem die Body&Soul-Gruppe diese Veranstaltung organisiert. Jedes Jahr profitiert eine andere wohltätige Organisation von den Einnahmen der freiwilligen Kollekte während des Gottesdienstes. Dieses Jahr wird zugunsten von «Open Doors» gesammelt, einer Organisation, die verfolgte Christen weltweit unter-

stützt und ihnen hilft. Jesus Christus wurde auch verfolgt, war ein Flüchtling. Mit diesem Anlass soll sein Geburtstag gefeiert werden, indem derer gedacht wird, die Hilfe brauchen. Alle Gäste sind ganz herzlich eingeladen, diese englische Weihnachtstradition mitzufeiern. Eine Weihnachtsgeschichte hören, die traditionellen und bekannten englischen Weihnachtslieder mitsingen – und nach dem Gottesdienst «Mince Pies and Sausage Rolls» – also traditionelle englische Weihnachtssnacks geniessen. (pd.) Traditioneller englischer Carol-Service, Sonntag, 8. Dezember, 17 Uhr, evangelisch-methodistische Kirche, Zürichstrasse 47, Affoltern.

Spiel- und Bastelnachmittag für Kinder Erstmals bietet der «Verein insieme Limmattal & Amt zur Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung» einen vorweihnachtlichen Kindernachmittag an. Er findet am Samstag, 14. Dezember, zwischen 13.30 und 17 Uhr im Wöschhüsli bei der reformierten Kirche Affoltern statt. Die

Eltern bringen die Kinder und holen sie ab. Gemeinsam wird gebastelt und gespielt, und auch ein kleiner Zvieri gehört dazu. Eine Anmeldung ist möglich bis Dienstag, 10. Dezember, bei Heidi Bertschi, Telefon 044 700 66 33, oder per E-Mail an heidi@insiemeplus-sport.ch. (pd.)


Sport

Dienstag, 3. Dezember 2019

Kantonalmeisterin trotz schwerer Krankheit Liel Honegger aus Obfelden siegt im Eiskunstlauf Breitensport in Dübendorf Die elfjährige Liel Honegger hat am Wochenende an der Zürcher Kantonalmeisterschaft im Eiskunstlauf den ersten Platz in der Kategorie Interbronze Breitensport gewonnen. Dies, obwohl sie seit Jahren an einer chronischen Krankheit leidet, die sie immer wieder zu Trainingspausen zwingt.

geprägtes Feingefühl und einen starken Willen entwickelt. «In ihrer Sensibilität zu Musik und Ausdruck liegt der Grund für ihre besondere Ausstrahlung und überzeugenden Performances auf dem Eis», betont ihre Mutter Jana Honegger und fügt hinzu: «Im Ausdruck liegt ganz klar ihre Stärke!» Trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihren Beeinträchtigungen macht Liel Honegger das, was ihr grossen Spass macht. Sie geht ihrer Leidenschaft, dem Eiskunstlaufen nach. Ihre Ärzte unterstützen Liel Honegger denn auch darin, dass sie weiterhin ihr Eiskunstlauf-Training fortsetzt. Und dies macht sie mit grossem Engagement. Sind die Beschwerden weniger stark, so trainiert sie im Winter bis zu fünfmal pro Woche.

................................................... von stefan schneiter In sechs Kategorien wird an der Zürcher Kantonalmeisterschaft jeweils der Titel einer Kantonalmeisterin vergeben, von Gold über Intergold und Silber bis hin zu Interbronze. Liel Hongger siegte im Interbronze in ihrer Alterskategorie. «Ich bin sehr überrascht über meinen Erfolg», erzählte die Elfjährige nach ihrem Sieg, wo sie eine Kür vor den Juroren vorlegen musste. « Als ich hörte, dass eine Läuferin des Eiskunstlaufclubs Urdorf gewinnt, dachte ich, dass diese meine Clubkollegin sein wird. Doch als mein Name fiel, war ich total glücklich». Liel Honegger gewann den Titel, obwohl sie, im Gegensatz zu ihren Mitbewerberinnen, keinen Doppelsprung zeigte. Dafür gaben ihre Ausstrahlung und ihre künstlerische Performance den Ausschlag. Dass Liel Honegger keinen Doppelsprung auf dem Eis zeigen konnte, hängt auch damit zusammen, dass sie an einer schweren chronischen Krankheit leidet. Sie hat eine rheumatische Erkrankung, die juvenile Polyarthritis. Ihre Gelenke füllen sich immer wieder mit

Eine Lebensschule

Ausdrucksstarke Eiskunstläuferin - Liel Honegger. (Bild zvg.) Wasser und schwellen an. Täglich muss sie deswegen Medikamente zu sich nehmen. Auch wird sie regelmässig zu Trainingspausen gezwungen,

die über Monate anhalten können. Zusätzlich leidet Liel Honegger an einer Hörbeeinträchtigung. Den Schwierigkeiten zum Trotz hat sie ein sehr aus-

Ein grosser Aufwand. Das entspricht aber der Auffassung, wie sie im EC Urdorf vorherrscht, dem Klub, für den Liel Honegger startet und der just in diesem Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum feiern kann. «Eiskunstlaufen ist technisch sehr anspruchsvoll und verlangt auch sonst sehr viel ab. Die Trainingsintensität ist enorm hoch. Neben Clubtraining auch noch Privatunterricht», streicht Clubpräsident Luk de Crom hervor. Deklariertes Ziel des Clubs sei es, Eiskunstlaufen anzubieten für alle, die Freude an dieser Sportart haben, aber mit der Ausrichtung «Breitensport auf hohem Niveau.» Und er hebt hervor: «Eiskunstlaufen ist eine grosse Lebensschule. Ehrgeiz, Vertrauen, Ausdauer, Auftrittskompetenz, Ausstrahlung, Bühnenpräsenz – alles wird gelernt.»

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60 000 Kilometer in der ersten Pumptrack-Saison Mit dem Abbau der beiden Anlagen in Stäfa und Rifferswil ging vergangenen Freitag die erste Saison der kantonalen Pumptrack-Tour «pumptrack.zh» zu Ende. Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene Mountainbike-Strecke. Das Ziel ist es, darauf, ohne zu treten, durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad Geschwindigkeit aufzubauen. Seit der Eröffnungsfahrt von Regierungsrat Mario Fehr im Mai in Thalwil haben die beiden Pumptracks des kantonalen Sportamts und der Koordinationsstelle Veloverkehr in 18 Gemeinden im Kanton Halt gemacht und über eine Million Runden verzeichnet. Dass das Projekt bei den Schulen und Gemeinden auf grosses Interesse stösst, zeigte sich schon früh: Am Ende des Anmeldefensters im April hatten sich über 70 Standorte für eines der dreiwöchigen Zeitfenster beworben. Nach Abschluss der ersten pumptrack.zh-Saison spiegelt sich die Popularität der Pumptracks nun auch in den Zahlen des Messsystems wieder: Knapp 60 000 Kilometer – rund eineinhalb Erdumrundungen – hat die Bevölkerung des Kantons Zürich in den sieben Monaten auf den beiden Pumptracks zurückgelegt.

Kostenlos für Schulen Ab März 2020 geht pumptrack.zh in die zweite Runde und die mobilen Pumptracks ziehen wieder von Ort zu Ort. Interessierte Schulen und Gemeinden können sich vom 13. Januar bis 14. Februar 2020 unter www.pumptrack.zh.ch für das kostenlose Angebot anmelden. Über den Winter sind die beiden Pumptracks in der neuen Bike-Halle in Uetikon am See in Betrieb. Die BikeHalle wird vom Verein Trail Friends Kanton Zürich betrieben. (pd.)

FC Hausen erneut für den Vereins-Fairplay-Preis nominiert Zum dritten Mal in Folge ist der FC Hausen neben zwei weiteren Clubs vom Fussballverband der Region Zürich (Fvrz) für den Vereins-FairplayPreis nominiert worden. Das beweist, dass Fairplay beim FC Hausen kein Zufall, sondern aktiv und vorbildlich gelebt wird: von den Spielerinnen und Spielern auf und neben dem Platz, von den Trainerinnen und Trainern, aber auch von der Clubleitung und den Funktionären. Anlässlich der Fvrz-Gala am kommenden Freitag, 6. Dezember, in Dübendorf wird die Ehrung bzw. die Preisverleihung vorgenommen. Dann werden die anwesenden Hausemer erfahren, ob es wie 2015 wieder zum Sieg gereicht hat. Als Belohnung durfte der FC Hausen damals in der

Schweizer-Cup-Auftaktrunde zu Hause gegen den Superligisten FC St. Gallen antreten. Mit der Fvrz-Gala wird dem Fussballjahr 2019 feierlich adieu gesagt. Über 900 Personen treffen sich zum traditionellen, Fvrz-internen Jahresschluss. Als Moderatorin steht Christa Rigozzi im Mikrofon-Einsatz. Comedian Michael Elsener sowie «Stickstoff» (höchste Kunst des Trommelns) bestreiten die Unterhaltungsteile. Die traditionellen Wettbewerbe («Ehrenamtlicher des Jahres», «Schiedsrichter des Jahres», «Fairplay», «Vorbildliche Vereine») zeichnen aus, wer deutlich Überdurchschnittliches geleistet hat. Zum Höhepunkt wird gegen AnlassEnde die Sparte «Verein des Jahres» aufsteigen. (mab./map.)

In den neuen Klubleibchen präsentieren sich (hinten v.l.) Elias Huber, Alex Fachin, Manuel Schneiter, Marco Studer, Lennard Schlör, Silvan von Holzen, Cedric Beyeler, (vorne) Ivo Götschi, Armin Vollenweider, Nick Götschi, Sven Kammer, Michael Schütz, Manuel Frank, Jörg Fenner. (Bild zvg.)

Neue Farben für das Korbballteam TV Hausen

Hausens Erinnerungen an den Match 2015 gegen den FC St. Gallen sind noch wach. (Archivbild Martin Platter)

Am 22. November hat der TV Hausen den TV Pieterlen zum Achtelfinale des Schweizer Korbball Cups in der eigenen Turnhalle in Hausen empfangen. Die Hausemer durften für dieses Spiel in einem neuen Look antreten. Der langjährige Trikotsponsor Armin Vollenweider von Diamant Kaffee und Tee GmbH sponsert ab der aktuellen Wintersaison zwei neue Trikotsätze. In Zukunft werden die Hausemer in den Farben Grün oder Grau um Erfol-

ge kämpfen. Der TV Hausen bedankt sich herzlichst für die hervorragenden Trikots! Leider blieb der erste Sieg in den neuen Trikots verwehrt. Die Hausemer versuchten sich dem aktuellen Schweizer Meister und Titelverteidiger des Schweizer Cups mit allen Mitteln entgegenzustellen, doch der Klassenunterschied war schlussendlich doch zu gross. Mit einem starken Beginn konnten die Gegner zwar überrascht

werden. Wegen einer Baisse der Heimmannschaft Anfang zweiter Halbzeit konnte sich Pieterlen aber einen genug grossen Vorsprung herausspielen, um den Match über die Zeit zu bringen. Mit einem Schlussstand von 10:14 wurde die Cupsaison für den TV Hausen beendet. Es spielten: Manuel Frank, Lennard Schlör, Silvan von Holzen, Nick Götschi, Sven Kammer, Cedric Beyeler, Michael Schütz, Ivo Götschi. Ivo Götschi


Veranstaltungen STUBETE im PÖSCHTLI AEUGSTERTAL Sa, 7. & So, 8. Dez. www.pöstlistubete.ch

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