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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 94 I 168. Jahrgang I Dienstag, 2. Dezember 2014

Gestaltungskonzept

In eigener Regie

Die Planung für ein Dorfzentrum in Ottenbach läuft. > Seite 3

Sek. Obfelden-Ottenbach baut den benötigten Schulraum selbst. > Seite 3

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Neuer Präsident Clemens Grötsch übernimmt VR-Präsidium der HEA Holzenergie AG. > Seite 5

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Neu organisiert Verein für Jugend und Freizeit (vjf ) neu für die Jugendarbeit in Affoltern zuständig. > Seite 5

Vier Ämtler Gemeinden für Pauschalsteuer Vier Gemeinden – Affoltern, Knonau, Maschwanden und Rifferswil – haben der Abschaffung der Pauschalsteuer zugestimmt. Auf Bezirksebene fand das Begehren jedoch keine Mehrheit; 52,2% legten ein Nein ein (Kanton: 50,9%). Auch bei den anderen Vorlagen stimmte der Bezirk wie die Mehrheit auf kantonaler und eidgenössischer Ebene. Ecopop lehnen 75,8% ab, die Goldinitiative 79,5%. In keiner Gemeinde findet sich hier eine Ja-Mehrheit. Der Klassengrössen-Initiative stimmten hierzulande nur 31% zu, auf kantonaler Ebene 34,5%. Der Gegenvorschlag des Kantonsrates findet Zustimmung (51,7%, Kanton: 53,3%). – Tabellen auf Seite 8. (-ter.)

Hoher Schaden bei Brand in Hedingen Bei einem Brand ist am Samstagabend in Hedingen ein Schaden von mehreren 10 000 Franken entstanden. Verletzt wurde niemand. Kurz vor 19.30 Uhr stellte die Bewohnerin der Liegenschaft eine Rauchentwicklung fest. Durch die Hitze geborstene Wasserleitungen und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr brachten die Flammen rasch zum Erlöschen. Trotzdem entstand im Einfamilienhaus ein massiver Russ und Rauchschaden. Die Bewohnerin, eine 60-jährige Frau, konnte das Haus rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt; entsprechende Abklärungen durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich sind im Gang. Nebst der Kantonspolizei Zürich stand die Feuerwehr Hedingen sowie vorsorglich ein Rettungswagen des Spitals Affoltern im Einsatz. (pd.)

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Zustimmung Spital-DV stimmte Budget 2015 und Rücknahme des OVA-Mietbeschlusses zu. > Seite 7

Aemtler Jodlerfründe erhielten Besuch aus der Innerschweiz Einmal mehr begeisterten die Aemtler Jodlerfründe die Liebhaber der Volksmusik anlässlich ihres traditionellen Jahresanlasses in Kappel. Die Gäste im voll besetzten Gemeindesaal erlebten einen musikalischen Hochgenuss unter dem Motto «Chum und Lueg», mit den einheimischen Jodlern und der Gästeformation Jodlerklub «Bärgblüemli» aus dem urnerischen Schattdorf. Das Konzert war durchmischt mit Auftritten der beiden Jodlerklubs und mit verschiedenen Formationen der Aemtler Jodlerfründe. (mm)

Nach dem deutlichen Ja zum Neubau wird das bestehende Kirchengebäude in Bonstetten bald weichen. (Bild Thomas Stöckli)

St.Mauritius: Grünes Licht für den Kirchenbau Unterämtler Katholiken sagen deutlich Ja zur Finanzierung

................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Lieber Weihnachtsmann: Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren können Sie noch vom 2. bis am

Die Katholiken im Unteramt haben die Finanzierung ihrer neuen Kirche in Bonstetten mit 892 Ja- zu 461 Nein-Stimmen deutlich angenommen. Das Stimmenverhältnis entspricht jenem der Kirchgemeindeversammlung vom 9. September. ................................................... von thomas stöckli «Die Arbeit hat sich gelohnt», so Kirchgemeindepräsident Toni Gasser am

Sonntagnachmittag hörbar erleichtert. «Es war schon eine Unsicherheit da bei uns», verrät er auf telefonische Anfrage. Beim ersten Anlauf an der Kirchgemeindeversammlung vom 9. September war die Finanzierung noch mit Zweidrittels-Mehrheit gutgeheissen, gleich anschliessend aber an die Urne weiterverwiesen worden. Dort hat sich das Resultat nun bestätigt: 892 der insgesamt 1353 Urnengänger entschieden sich für die Vorlage. Am klarsten fiel das Resultat in Stallikon aus: 70 % legten hier ein Ja ein. In Bonstetten waren es 67, in

Wettswil 62 %. Bei über 50 % lag die Stimmbeteiligung der Katholiken in Bonstetten und Wettswil, in Stallikon waren es knapp 42 %. Die Bauarbeiten am für Wohnungen vorgesehenen östlichen Teil des «MauritiusPark» haben bereits Anfang Oktober begonnen, nun sollen auch auf dem Kirchen-Teil der Überbauung Taten folgen. Ein erster Schritt ist morgen Mittwoch die Versetzung des Glockenturms an die Ecke Stationsstrasse/Stallikerstrasse, wo bereits das neue Fundament und ein zusätzliches Turm-Element bereitstehen.

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Der Albispark benötigt mehr Lagerflächen Projektänderung in Affoltern eingereicht – Verwaltungsgerichtsentscheid ausstehend Bei den laufenden Vermietungen zeichnet sich ab, dass die Lagerflächen des geplanten Albisparks am Autobahnanschluss nicht ausreichen. Die Bauherrschaft – Leuthard Baumanagement AG und Genossenschaft Migros Zürich – beantragen mit einer Projektänderung eine grössere Lagerfläche. Das Projekt ist noch immer durch einen hängigen Rekurs am Verwaltungsgericht blockiert. ................................................... von werner schneiter

Die Pläne für einen OBI-Baumarkt, ein Gartencenter und weiteren Fachmärkten, die im Albispark untergebracht werden, sind inzwischen mehr als sechs Jahre alt. Auf dem 38 000 Quadratmeter grossen Grundstück im Be-

reich des Autobahnanschlusses in Affoltern sind jedoch noch keine Baumaschinen aufgefahren. Den Rekurs eines Anwohners hat das Baurekursgericht zwar abgelehnt, doch dieser hat den Entscheid im Frühjahr 2014 ans Verwaltungsgericht weitergezogen – und dort ist er noch hängig. «Wir erwarten den Entscheid noch in diesem Jahr», sagt Heinz Fankhauser, Leiter Expansion und Standortentwicklung bei der Migros, darauf hinweisend, dass sich die jährlichen Kosten für die Wartezeit zwischen 500 000 und 1 Million Franken bewegen. Während dieser Wartezeit ist nun im Rahmen der laufenden Vermietungen auch klar geworden, dass die im Stammprojekt vorgesehenen Lagerflächen für die geplanten Nutzungen nicht ausreichen. Deshalb hat nun die Bauherrschaft bei der Gemeinde ein Änderungsgesuch deponiert. Geplant ist, in einem Dachgeschoss zirka 4500 Quadratmeter Nebenflächen (Lager- und Personalräume, Technikflächen) zu schaffen. „Das

Projekt liegt weiterhin innerhalb der Regelbauweise der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Affoltern. Der Umfang der Änderung bedingt aber ein ordentliches Verfahren. Entsprechend wird das Bauprojekt nun zusammen mit einem überarbeiteten Umweltverträglichkeitsbericht ausgeschrieben“, hält Fankhauser fest.

Baustart erst nach Vermietungen Der Albispark umfasst auf einer Fläche von 13 000 Quadratmetern im Erdgeschoss einen OBI-Fachmarkt, dem in einer Glashalle ein Gartencenter angegliedert ist. Im Obergeschoss ist auf 7400 Quadratmetern Platz für weitere Fachmärkte. Das sind in erster Linie Angebote für Heimwerker, Möbel-Einrichtungen, Haus/Wohnen, Sportsortimente, Blumen/Dekoration usw. Es ist ein Sortiment, welches dasjenige von Hornbach ergänzt. Hornbach bedient eher die Handwerker, OBI eher die Heimwerker. Güter des täglichen Be-

darfs werden im Albispark nicht zu finden sein, weil die Zone für diesen Bereich grössere Verkaufsflächen ausschliesst. Verhandlungen mit möglichen Mietern laufen.

Baurekursgericht macht Hoffnung «Wenn die gerichtliche Auseinandersetzung beendet ist, werden wir aber erst dann mit dem Bau beginnen, wenn mindesten 80 Prozent der Flächen vermietet sind. Wir wollen keine leeren Flächen. Aber eine Vermietung vor Rechtskraft einer Baubewilligung ist infolge der unklaren Terminsituation schwierig», so Heinz Fankhauser. Er erwartet den Verwaltungsgerichtsentscheid noch in diesem Jahr und hofft, dass dann nicht noch das Bundesgericht bemüht wird. Die Argumentation des Baurekursgerichts macht ihm Hoffnung, dass das Verwaltungsgericht zum gleichen Schluss kommt und den Rekurs abweisen wird.

200 49 9 771661 391004


Delegiertenversammlung vom 27. November 2014 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: – Voranschlag 2015 – Abschreibung Beschluss Miete OVA-Areal vom 30. Januar 2014 Folgendes Geschäft wurde wegen hängiger Verfahren auf einen späteren Zeitpunkt zurückgestellt: – Genehmigung HRM1 Rechnung 2012 und 2013 Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch

Männerturnverein Affoltern am Albis (MTVA) Reformierte Kirchgemeinde Hausen am Albis Politische Gemeinde Hausen am Albis

Gemeindeversammlungen Erneuerungswahl des Friedensrichters für die Amtsdauer 2015 bis 2021 Die wahlleitende Behörde ordnet den 1. Wahlgang für die Erneuerungswahl 2015 bis 2021 für den 8. März 2015 an. Gemäss Art. 5 der Gemeindeordnung sind an der Urne zu wählen: • Der Friedensrichter In Anwendung von Artikel 6 der Gemeindeordnung werden leere Wahlzettel verwendet. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde hat. Für die Wahl des Friedensrichters wird den Wahlunterlagen (in Anwendung von Artikel 8 der Gemeindeordnung) ein Beiblatt beigelegt, auf dem Kandidatinnen und Kandidaten aufgeführt werden, die öffentlich zur Wahl vorgeschlagen sind. Stimmberechtigte, die auf dem Beiblatt aufgeführt sein möchten, haben sich bis spätestens am 31. Dezember 2015 beim Gemeinderat Knonau, Stampfistr. 1, Postfach 55, 8934 Knonau, schriftlich zu melden. Sie geben Ihren Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort an. Zusätzlich können der Rufname, die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei sowie der Hinweis, ob die Kandidatin oder der Kandidat der Behörde schon bisher angehört hat, angegeben werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten.

Gebührenfestsetzung 2015: Kehricht, Wasser- und Klärgebühren

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Hausen am Albis werden auf

Die Gebührenansätze für das Jahr 2015 wurden anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 21. Oktober 2014 wie folgt festgelegt:

Mittwoch, 3. Dezember 2014,

Gebühr

in den Gemeindesaal im Schulhaus Weid eingeladen zur Behandlung folgender Geschäfte:

Wasserzins pro 1 m³ Wasserverbrauch Fr. Wassergrundgebühr (inkl. 1 Zählermiete) pro EFH/ 1. Whg: Fr. Wassergrundgebühr pro zusätzliche Wohnung Fr. Abwasser pro 1 m³ Frischwasserbezug vom 1. November 2014 bis 31. Oktober 2015 Fr. Abwasser Minimalgebühr pro Haushalt Fr. Kehricht je Haushalt und Betrieb Fr. Reduzierte Kehrichtgebühr Betrieb (ohne Grüngut) gem. Gebührenreglement 3b; pro Betrieb Fr.

19.00 Uhr: Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2015 und Festsetzung des Steuersatzes auf 13 % 2. Aufnahme von Gesprächen mit umliegenden Kirchgemeinden für eine zukünftige Zusammenarbeit 20.00 Uhr: Politische Gemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2015 und Festsetzung des Steuersatzes auf 90 % 2. Projekt «Vollenweid/Wasserleitungsund Strassensanierung» (2011.002), Projekt- und Kreditbewilligung 3. Projekt «Huebersberg Brunnenstube 1 und 2» (2014.001), Projekt- und Kreditbewilligung 4. Legislaturschwerpunkte 2014/2018: Information des Gemeinderates (keine Beschlussfassung) Die Anträge der reformierten Kirchgemeinde sowie der politischen Gemeinde liegen den Stimmberechtigten mit dem Stimmregister und den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, Einwohnerkontrolle, ab Freitag, 7. November 2014, zur Einsicht auf. Der Antrag der Kirchgemeinde kann auch im Kirchensekretariat eingesehen werden. Die Gemeindevorsteherschaften

Jahr 2015 1.10

Ernst Huber 30. Juli 1929 – 23. November 2014

in Kenntnis zu setzen. Wir bitten Sie, unserem verstorbenen Mitglied ein ehrendes Andenken zu bewahren und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Der Vorstand des MTVA

15.—

Die Abdankung findet am Dienstag, 2. Dezember 2014, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt.

3.60 240.— 180.—

60.—

Gegen diesen Beschluss kann innerhalb von 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen.

Gemeinderat Ottenbach

Wir haben die traurige Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen und geschätzten Turnkameraden

25.—

Die Akten liegen während 30 Tagen ab Veröffentlichung dieser Publikation in der Gemeindekanzlei zur öffentlichen Einsicht auf.

Ottenbach, 2. Dezember 2014

TO D E S A N Z E I G E

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die schmerzliche Pflicht zu informieren, dass unser geschätzter Verwaltungsratspräsident und langjähriger Familienfreund

Arthur «Turi» Müller 29. November 1949 – 28. November 2014

völlig unerwartet und viel zu früh nach kurzer Krankheit von uns gegangen ist. Seiner Ehefrau Isabelle, seinen Kindern sowie den Angehörigen und Freunden sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus. Arthur Müller und Sahli verband eine lange berufliche und freundschaftliche Beziehung. Über viele Jahre führte er als leitender Revisor der Intercontrol AG das Mandat der Sahli. Im Jahre 2002 wählte ihn die Inhaberfamilie zum Verwaltungsratspräsidenten. Seine grosse Fachkompetenz und berufliche Erfahrung in Verbindung mit seinem Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse eines Familienunternehmens wurden stets sehr geschätzt. Umsichtig und loyal hat er sich als Verwaltungsrat für die Weiterentwicklung des Unternehmens eingesetzt. Mit Arthur Müller verlieren wir eine wertvolle und verdiente Persönlichkeit in unserem Unternehmen, die eine grosse Lücke als Verwaltungsratsmitglied und als Freund hinterlässt. Wir werden Turi Müller sehr vermissen und ihn in allerbester Erinnerung behalten. Verwaltungsrat der Sahli AG Claudio und Violette Buvoli und Familie

2. Dezember 2015 Der Gemeinderat Knonau

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 4. Dezember 2014, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Winterthur-Seen statt.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

3

Gestaltungskonzept für das Dorfzentrum Aktuelles aus der Ottenbacher Ratsstube Aufwertungsmassnahmen im Zentrum von Ottenbach sind schon lange ein dringendes Anliegen der Ottenbacher Bevölkerung. Eine Dorfplatzkommission, welche erste Gestaltungsvarianten erarbeitet hatte, war bis im Jahr 2006 tätig. Aufgrund der jahrelangen Unsicherheit in Bezug auf die Realisierung des Autobahnzubringers wurde die kommunale Planung nicht weiter vorangetrieben. Erst nach dem zustimmenden Volksentscheid vom September 2012 zum Autobahnzubringer wurde die Planung im Zentrum wieder aufgenommen. Aktuell ist der Gemeinderat zusammen mit dem Kanton an der Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes (Betriebs- und Gestaltungskonzept Engelkreuzung) und prüft, ob es möglich ist, die Kreuzung in der Dorfmitte aufzuheben und einzelne Strassenachsen zu verlegen. Aufgrund des stark erneuerten Gemeinderates muss sich das Gremium zunächst auf eine einheitliche Strategie einigen. Um schneller zum Ziel zu kommen, werden momentan Gespräche mit den Mitgliedern der ehemaligen Dorfplatzkommission geführt. Zum gegebenen Zeitpunkt wird der Gemeinderat erneut informieren bzw. allenfalls die Bevölkerung in den Prozess miteinbeziehen.

Wahlen in Kommissionen Im Juni 2014 konnte der Gemeinderat noch nicht alle Sitze in den Kommissionen mit selbstständigen Verwaltungsbefugnissen besetzen. Inzwischen sind für die beiden Vakanzen folgende Personen gewählt worden: – Dietmar Berger in die Hochbaukommission – Sandro Passarella in die Sicherheitskommission Der Gemeinderat begrüsst die beiden als neue Kommissionsmitglieder und dankt ihnen für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in der Gemeinde.

Kündigung des Gemeindeschreibers Gregor Jurt Wie der Gemeinderat im Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern bereits informiert hat, kündigte der Gemeindeschreiber Gregor Jurt Anfang September 2014 sein Arbeitsverhältnis in Ottenbach per Ende März 2015. In der Folge hat der Gemeinderat die Firma Steinmann & Partner mit der Ausschreibung der offenen Stelle und Rekrutierung des neuen Gemeindeschreibers beauftragt. Die Prüfung der eingereichten Bewerbungen ist zurzeit im Gange. Infolge Krankheit fällt Gregor Jurt seit dem 11. September 2014 bis auf Weiteres aus. Als interimistische Gemeindeschreiberin arbeitet deshalb Ursula Spillmann von der Firma Steinmann & Partner vorübergehend während zwei Tagen pro Woche (Dienstag und Donnerstag) in der Gemeindeverwaltung.

Wechsel des Feuerwehrkommandanten Aus familiären und beruflichen Gründen wird Markus De Pretto auf Ende 2014 als Feuerwehrkommandant zurücktreten. Der Gemeinderat bedauert die Situation sehr, hat jedoch Verständnis für diesen Entscheid. Er dankt Markus De Pretto bestens für die erbrachten Leistungen und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Auf 1. Januar 2015 wählte der Gemeinderat Roland Schumacher als neuen Feuerwehrkommandanten und wünscht ihm viel Erfolg für diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Voranschlag 2015: Gleichbleibender Steuerfuss Der Voranschlag 2015 sieht bei einem gleichbleibenden Steuerfuss der Politischen Gemeinde von 38 Prozent in der

laufenden Rechnung einen Aufwandüberschuss von 82 900 Franken vor (Aufwand 9 076 500 Franken; Ertrag 8 993 600 Franken). Im Verwaltungsvermögen sind Nettoinvestitionen von 992 000 Franken eingestellt. Im Finanzvermögen sind keine Investitionen vorgesehen. Der Gemeinderat verabschiedete den Voranschlag 2015 an seiner Sitzung vom 21. Oktober 2014 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2014.

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung über Jahreswechsel 2014/15

tenbach www.ottenbach.ch veröffentlicht.

Die Gemeindeverwaltung Ottenbach bleibt vom Dienstag, 23. Dezember 2014, ab 11.30 Uhr, bis und mit Freitag, 2. Januar 2015, geschlossen. Vom 5. Januar 2015 an ist sie wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Bei Todesfällen wende man sich ausserhalb der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung bitte an Telefon 044 710 99 70.

Baubewilligungen

Gemeindeversammlung vom 10. Dezember

Behördensprechstunde

An die Budgetgemeindeversammlung vom 10. Dezember 2014 gelangen folgende Traktanden der Politischen Gemeinde: 1. Voranschlag 2015 2. Einbürgerung von Markus Lehnert mit Leonie und Lucie 3. Einbürgerung von Hildegard Liebhart

Verzicht auf die Urnenöffnung am Samstagabend Als eine von wenigen Gemeinden ist in Ottenbach bei Abstimmungen und Wahlen die Urne am Samstagabend für eine Stunde geöffnet. In den vergangenen zwei Jahren sind durchschnittlich 26 Stimmrechtsausweise in dieser Zeit abgegeben worden. In Anbetracht dieser geringen Anzahl von eingereichten Stimmrechtsausweisen und der Möglichkeiten zur brieflichen und vorzeitigen Stimmabgabe scheint es verhältnismassig, die Urnen am Abstimmungswochenende nur noch einmal zu öffnen. Der Gemeinderat Ottenbach verzichtet deshalb mit Wirkung ab 1. Januar 2015 auf den Urnendienst am Samstagabend. Neu sind die Urnen bei Abstimmungen und Wahlen nur noch am Sonntagmorgen, wie bis anhin von 8.30 bis 9.30 Uhr, geöffnet.

Ab Januar 2015 bietet der Gemeinderat alle zwei Monate am Donnerstagabend, zwischen 17.00 und 18.30 Uhr eine Behördensprechstunde an. Erstmals am 8. Januar 2015 stehen die Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger und jeweils ein weiteres Gemeinderatsmitglied für Anliegen aus der Bevölkerung zur Verfügung. Die genauen Daten und die anwesenden Gemeinderäte werden jeweils auf der Homepage der Gemeinde Ot-

Folgende Baubewilligungen und Mutationen wurden erteilt bzw. genehmigt: Baubüro Ruedi Egli GmbH, Fuessmättli 3, 8913 Ottenbach, Neubau Doppeleinfamilienhaus mit je 5½ Zimmern auf Kat- Nr. 1180 und 1181; Holzkorporation Ottenbach, Steinernstrasse 13, 8913 Ottenbach, Abbruch und Neubau Waldhütte auf Kat.-Nr. 1566: Albin und Margrit Herzog, Jonenstrasse 32, 8913 Ottenbach, Umbau Scheune für Hobbytierhaltung, Umnutzung von Rinder- zu Schafstell, Neubau Zaun um Wiese auf Kat.-Nr. 1538 am Gebäude Vers.-Nr. 577; – Ruedi Ledermann, Steinernstrasse 4, 8913 Ottenbach, Sanierung Dach und Einbau von 5 Dachfenstern Vers.-Nr. 351, Kat.-Nr. 1088. Daneben erteilte die Hochbaukommission Baufreigaben für kleinere Vorhaben im Anzeigeverfahren. Ursula Spillmann, Gemeindeschreiberin a.i.

In Kürze Der Gemeinderat ... – hat diverse Kostengutsprachen für Fürsorgeleistungen genehmigt. – bewilligte für die Erneuerung der Wasserleitung im Tobel einen Kredit von 120 000 Franken inklusiv Mehrwertsteuer und nahm die Arbeitsvergebungen vor. – hat den 1. Wahlgang für die Wahl des Friedensrichters/der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2015 bis 2021 auf den 8. März 2015 festgelegt. – hat die beiden Wohnungen im Neuhofgebäude neu vermietet. – leistet einen pro Kopf-Beitrag von Fr. –.30 pro Einwohner (Gesamt-

betrag Fr. 750.–) an den Entlastungsdienst Kanton Zürich, für die Region Knonauer Amt/Horgen. – hat dem Verein Moira Tanztheater Hedingen einen Beitrag von 400 Franken zugesprochen. – bewilligte einen Beitrag von 250 Franken an die Sommerkonzerte 2015 des Singkreises Bezirk Affoltern. – richtet dem Ottenbacher Chor für die Konzerte im November 2014 einen Beitrag von Fr. 250.– aus. –leistet der Stiftung Tixi Säuliamt wird für das Jahr 2014 einen Gemeindebeitrag von Fr. –.50 pro Einwohner (Gesamtbetrag Fr. 1 237.50).

Die Sekundarschule baut den benötigten Schulraum selbst Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

Schulraumplanung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach Anlässlich der gemeinsamen Sitzungen der Schulpflegen der Primarschule Obfelden sowie der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach im September und November 2014 wurde beschlossen, dass die Sekundarschulgemeinde den von ihr zukünftig benötigten Schulraum erstellen wird. Die Primarschule stellt für dieses Vorhaben Land im Bereich des Schulhauses C zur Verfügung. In diesem Neubau muss neben dem zukünftig benötigten Schulraum auch ein Teil der Räumlichkeiten, welche die Sekundarschule heute im Schulhaus D belegt, erstellt werden, da die Primarschule diese Räume zukünftig selbst nutzen wird. Zusätzlich zum neuen Gebäude wird die Sekundarschule weiterhin im Schulhaus C sowie neu in drei anstelle der bisherigen zwei E-Blöcke unterrichten. Ein Entschädigungsmodell für die Nutzung dieser Anlagen ist Gegenstand der weiteren, gemeinsamen Planung. – Die Sekundarschule ObfeldenOttenbach wird an der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember, 20 Uhr, in Ottenbach, im Rahmen des Traktandums «Voranschlag 2015 und Festsetzung des Steuerfusses» kurz über den Stand Schulraumplanung informieren. Susanne van Hoof, Präsidentin Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Ein Teil des Schulraums im Schulhauses D wird in den Neubau ausgelagert. (Bild Werner Schneiter)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

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HEA Holzenergie mit neuem Präsidenten An der Generalversammlung wurde Jürg Suter vom Affoltemer Gemeindepräsidenten Clemens Grötsch abgelöst An der 15. ordentlichen Generalversammlung wählten die Aktionäre den Gemeindepräsidenten des Bezirkshauptortes, Clemens Grötsch, als neuen Verwaltungsrats-Präsidenten. Im Jahresbericht sprach der scheidende Präsident, Dr. Jürg Suter-Meili, von neuen Liegenschafts-Anschlüssen und erhöhten Wärmebezügen. ................................................... von martin mullis Früher erkannten viele Einwohner von Affoltern die HEA-Holzenergie AG lediglich anhand der markanten und von weither sichtbaren Dampfsäule am Kronenplatz. Seit längerer Zeit wird die Entschwadungsanlage jedoch mittels technischer Vorkehrungen vermieden, und so rückt das eigentliche Pionierwerk bedauerlicherweise noch bescheidener in den Hintergrund. Dieser Umstand wird der Heizzentrale nicht gerecht, gilt doch die HEA als ein erfolgreiches Unternehmen und erfüllt in verschiedener Hinsicht einen äusserst wertvollen Beitrag zu-

gunsten eines nachhaltigen Umweltschutzes. Anlässlich der Generalversammlung vom letzten Mittwoch wurde in verschiedenen kurzen Referaten klar, dass die HEA gut aufgestellt und zuversichtlich in die Zukunft blicken darf. Laut VR-Präsident Dr. Jürg Suter, welcher im Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2013/2014 erhöhte Wärmebezüge erwartet, muss dennoch, um das finanzielle Gleichgewicht der HEA nicht zu gefährden, auch in Zukunft sehr sorgfältig mit den erarbeiteten Mitteln umgegangen werden. Neben der Abnahme des Geschäftsberichtes, der Beschlussfassung über die Verwendung des Rechnungsergebnisses sowie der Entlastung der Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates waren die Wahl eines neuen Präsidenten und eines Verwaltungsratsmitgliedes die Haupttraktanden.

Clemens Grötsch neuer VR-Präsident Wie die übrigen Punkte auf der Traktandenliste gaben auch die anstehenden Wahlen in den Verwaltungsrat zu keinen Diskussionen Anlass. Die Aktionäre wählten für den altershalber zu-

rücktretenden Dr. Jürg Suter den Gemeindepräsidenten aus Affoltern, Clemens Grötsch, als neuen VR-Präsidenten. Ebenfalls einstimmig wurde der aufgrund von Ferien abwesende Elektroingenieur HTL, Ueli Frick, als neues Mitglied des Verwaltungsrates gewählt. Der scheidende Jürg Suter liess es sich nicht nehmen und hielt in einem kurzen Rückblick auf die vergangenen 12 Jahre seiner Präsidentschaft fest, dass viel mehr Anschlüsse geplant werden, als ursprünglich angenommen. Er betonte, dass die HEA Holzenergie AG genügend hohe Betriebsergebnisse erzielen werde und trotz ausserordentlichen Investitionen die laufenden Kosten decken kann sowie die Bankdarlehen zu amortisieren vermag. Verwaltungsrat Walter Rost würdigte anschliessend die ausserordentlichen Leistungen des Präsidenten mit einigen Erinnerungen und sprach von unglaublich vielen und langen Sitzungen in Zeiten der Planung und des Aufbaus der Heizanlage. Mit einem Blumenstrauss und einem herzlichen Applaus der Aktionäre wurde Dr. Jürg Suter schliesslich verabschiedet.

Stabsübergabe bei der HEA-Holzenergie AG: Das Präsidium des Verwaltungsrates übernimmt Clemens Grötsch (links) von Dr. Jürg Suter. (Bild Martin Mullis)

Mettmenstetten ist nun In Affoltern wird die Jugendarbeit «Energiestadt» neu organisiert 23 Gemeinden bestanden Zertifizierung

Aus den Verhandlungen des Gemeinderates

Die Schweiz hat sechs neue Energiestädte. Die Label-Kommission des Trägervereins Energiestadt hat an ihrer Sitzung den Gemeinden Bioggio TI, Bettwiesen TG, Granges-Paccot FR, Mettmenstetten ZH, Region Obertoggenburg SG und Schwarzenburg BE das Label Energiestadt verliehen.

Ab 1. Januar 2015 wird der Verein für Jugend und Freizeit (vjf ) für die Jugendarbeit in Affoltern am Albis zuständig sein.

23 Gemeinden bestanden die Zertifizierung als Energiestadt erneut. Damit dürfen sich neu 361 Gemeinden Energiestadt nennen. Zudem wurde das Areal Village Luzern als 2000-WattAreal ausgezeichnet. Um das Label Energiestadt zu erhalten, muss eine Gemeine einen Katalog mit 79 energie- und umweltpolitischen Massnahmen zu mindestens 50 Prozent umgesetzt oder beschlossen haben. Die Massnahmen betreffen

die sechs Bereiche Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung/Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation. Dies gilt auch für die rezertifizierten Gemeinden. Um den Status Energiestadt «Gold» zu erreichen, müssen mindestens 75 Prozent der Massnahmen beschlossen oder umgesetzt sein. Für die Verleihung des Labels Energiestadt ist der Trägerverein Energiestadt verantwortlich. Diesem gehörten Mitte November 2014 insgesamt 633 Gemeinden an. Energiestadt ist Bestandteil von «EnergieSchweiz für Gemeinden», dem Programm des Bundesamtes für Energie, welches die Gemeinden und Städte bei ihren Anstrengungen für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien unterstützt. (pd.)

Ende März 2014 hatten die Gemeinderäte von Aeugst am Albis, Affoltern am Albis, Obfelden und Ottenbach den Vertrag mit der Mjas (Mobile Jugendarbeit Säuliamt) gekündigt. Ziel war es, die Jugendarbeit zu vereinfachen und transparenter zu gestalten. Der Gemeinderat hat nach Abwägung aller Vor- und Nachteile beschlossen, nicht mehr nur einzelne Teile, sondern die gesamte Jugendarbeit durch Dritte ausführen zu lassen. Durch die Zusammenführung von Treffpunkt, aufsuchender und mobiler Jugendarbeit werden Schnittstellen abgebaut und die Struktur wird vereinfacht. Im Rahmen einer Submission wurden verschiedene Anbieter eingeladen, ein Konzept zusammen mit einer Offerte einzureichen. Der Auftrag wurde schliesslich dem Verein für Jugend und Freizeit (vjf) aus Wohlen erteilt. Dieser Verein betreut seit über 20 Jahren in verschiedenen Gemeinden die Jugendarbeit, unter anderem auch im benachbarten Kelleramt. Das Submissionsverfahren wurde durch die Jugendkommission Affoltern am Albis begleitet.

Freibad Stigeli: Zurück zum ursprünglichen Betriebsmodell

«Energiestadt», die Strom spart: Im Betriebsgebäude des Schwimmbades führte der Pumpenersatz zu markanter Stromkosteneinsparung. (Bild zvg.)

Der Gemeinderat hatte 2012 entschieden, ab der Badesaison 2013 versuchsweise das Betriebsleitermodell einzuführen. Dieses Modell sah vor, die beiden Profitcenter Bad und Gastronomie unter eine gemeinsame Führung zu stellen. Durch die Einführung des neuen Betriebsmodells sollten mittelfristig die Betriebsdefizite reduziert werden. Die Auswertung der nun vorliegenden Daten zeigt, dass mit dem Betriebsleitermodell keine Kosten eingespart werden konnten. Zudem häuften sich Reklamationen aus der Bevölkerung. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, ab der Badesaison 2015

zum ursprünglichen Betriebsmodell zurückzukehren. Das Bad wird weiterhin durch die Gemeinde Affoltern am Albis betrieben, hingegen soll der Gastronomieteil verpachtet werden.

Privatstrassenreglement Bisher waren die Rechte und Pflichten von privaten Strasseneigentümern teilweise unklar oder informell geregelt. Das nun verabschiedete Reglement über den Unterhalt und die Benützung sowie die Abtretung von Privatstrassen und Privatwegen (Privatstrassenreglement) schafft Transparenz und Klarheit. Insbesondere wurden Zuständigkeiten und Haftung definiert und die Anforderungen bei einer Übernahme ins öffentliche Eigentum geregelt. Der auf Privatstrassen bisher kostenlos ausgeführte Winterdienst wird ab Herbst 2015 kostenpflichtig. Die Strasseneigentümer haben allerdings die Wahl, ob sie die Schneeräumung durch den Werkhof der Gemeinde oder durch private Unternehmen ausführen lassen wollen.

Winterdienstkonzept «Der Werkhof der Politischen Gemeinde Affoltern am Albis hat im Winter Strassen, Plätze, Wege, Geh- und Radwege mit den geeigneten Mitteln möglichst gefahrlos begeh- und befahrbar zu halten.» Diese Zielsetzung hat der Gemeinderat für den Werkhof formuliert. Nach dem Motto «so wenig wie möglich, so viel wie nötig» wurde je-

Positive Alkoholtestkäufe in Affoltern Das Blaue Kreuz November in Affoltern Alkoholtestkäufe durchgeführt. Sämtliche geprüften Läden und Restaurants haben sich an das geltende Gesetz gehalten und den jugendlichen Testkäufern keinen Alkohol verkauft.

der Strasse einer Unterhaltsstufe zugewiesen. Darin werden Dringlichkeit und Räumungsart definiert. Zudem wurden die Ausrückzeiten ab Werkhof festgelegt. Bei Schneefall müssen die Räumfahrzeuge spätestens nach 60 Minuten ausfahren, bei Eisglätte innerhalb von 30 Minuten. Zwischen 22 und 4 Uhr wird kein Schneeräumungsdienst durchgeführt. Bei besonderen Ereignissen, zum Beispiel bei andauernd starkem Schneefall oder akuter Winterglätte können Ausnahmen gemacht werden. Das interne Winterdienstkonzept trägt einerseits der Haftungsfrage Rechnung, andererseits fördert es einen möglichst ökologischen Einsatz der Auftaumittel (Salz).

Neues Gebührenreglement Ab 1. Januar 2015 verfügt die Gemeinde Affoltern am Albis erstmals über ein zentrales Gebührenreglement. Darin sind die Gebühren aller Abteilungen festgelegt. Die wesentlichsten Änderungen betreffen die Verrechnungsansätze von Feuerwehreinsätzen und die Benützung von öffentlichem Grund. Zudem wurden die verschiedenen Stundenansätze harmonisiert und die Einbürgerungsgebühren dem effektiven Aufwand entsprechend erhöht. Ebenso werden die Nutzungsgebühren der Regionalbibliothek angepasst. Seit 15 Jahren wurde das Bibliotheksangebot bei gleichbleibenden Gebühren ständig ausgebaut und verbessert, so ist beispielsweise die Onleihe (Zugang zu digitalen Medien) seit rund eineinhalb Jahren in der Jahresgebühr inbegriffen. Ab 1. Januar 2015 werden die Leistungen nochmals erhöht. Neu können mit der «Grossen Mitgliederkarte» (früher Familienkarte) unbeschränkt Medien bezogen werden, unabhängig ob es sich um Bücher oder Nonbooks handelt. Mit der Mitgliederkarte für Einzelpersonen sind es zwei Nonbooks mehr als bisher. (tro)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

Hedingen handelt solidarisch - Was geschah mit der Glencoresteuer? Drei Hilfswerke wurden zu gleichen Teilen unterstützt: Heks, ask! und Helvetas Am 22. September 2013 haben die Hedinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit 764 JaStimmen gegen 662 ablehnende die Initiative Hedingen handelt solidarisch gutgeheissen. Aus den unverhofften Steuereinnahmen der Rohstofffirma Glencore-Xtrata sind 110 000 Franken für geschädigte Menschen in Rohstoffabbaugebieten bestimmt worden. ................................................... von mauro gorgi Das Problem des Rohstoffhungers der ersten Welt ist heute noch aktueller als vor einem Jahr. Der überbordende Konsum auf der einen Seite, sowie Naturzerstörung und Missachtung der Menschenrechte auf der anderen beschäftigen Politiker und Bürger. Es scheint daher wichtig, zu erfahren, was mit den Steuergeldern bisher konkret geschehen ist. Heks, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, ask! und Helvetas wurden gebeten, zuhanden der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber zu berichten.

Zugang zu Land Die Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in der Demokratischen Republik Kongo, sind von den Kriegen und Plünderungen der letzten 10 Jahre besonders betroffen. Verschiedene Rebellengruppen wollen die Kontrolle über das Land, das reich an Bodenschätzen wie Koltan oder Gold ist. Viele der Bäuerinnen und Bauern in der Projektregion besitzen keine Eigentumspapiere für das Land, welches sie oftmals seit Generationen bewirtschaften. Das Heks-Projekt «Zugang zu Land» klärt die Bevölkerung über ihre Landrechte auf, damit sie diese bei den Behörden einfordern kann. Wer sich in einem Landkonflikt befindet, wird juristisch begleitet, damit er/sie einen Landtitel oder einen Pachtvertrag zu guten Konditionen erhält. Zudem werden die Provinz- und Lokalbehörden über die Rechte der Bäuerinnen und Bauern bezüglich des Zugangs zu Land aufgeklärt. Gemeinsam mit seiner Partnerorganisation «Aide et Action pour la Paix» hat Heks in einer Pilotphase in erster Linie für das Thema Landrecht

sensibilisiert. Über 38 000 Personen wurden in Workshops zu Fragen über den legalen Erwerb und die Absicherung des Landes, sowie über die Verwaltung des Bodens informiert. In der Folge wurden bei den zuständigen Behörden mehr als 678 Anträge für Landtitel gestellt. Bäuerinnen und Bauern ohne rechtsgültige Landtitel sind dem guten Willen der Behörden ausgeliefert. Diese veräussern das Land an ausländische Investoren, und die ersteren werden entschädigungslos enteignet. Mit Hilfe von Heks konnten bisher 153 Personen gültige Landtitel erwerben. 17 Opfer von Landkonflikten erhielten rechtlichen Beistand vor dem Landesgericht in Goma. 12 dieser Fälle wurden zugunsten der Heks-Begünstigten entschieden. Daneben gab es eine Vielzahl von Konflikten, die aussergerichtlich gelöst werden konnten. Insgesamt wurden 99 Landkonflikte identifiziert, von denen 32 gelöst und drei an höhere Instanzen weitergezogen wurden. 62 Fälle befanden sich im ersten Quartal 2014 noch in einem Verfahren, vier Fälle wurden zurückgezogen.

Schutz der Menschenrechte im Kontext des Schweizer Kohlebergbaus In den ländlichen und ressourcenreichen Regionen Kolumbiens werden immer grössere Flächen für den Abbau von Rohstoffen konzessioniert. Die Bevölkerung muss umgesiedelt werden oder wird durch bewaffnete Akteure bedroht und vertrieben. Die soziale und ökologische Verantwortung sowie die Menschenrechtsstandards zum Schutz der Zivilbevölkerung werden von der Regierung gegenüber den Rohstofffirmen wie Glencore/Prodeco zu wenig eingefordert. Mit zwei Partnerorganisationen (Pensamiento y Acción Social PAS und Tierra Digna) begleitet die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien ask! drei Gemeinschaften, die wegen der Luftverschmutzung der Kohleminen umgesiedelt werden müssen. PAS und Tierra Digna begleiten im Departement Cesar die Verhandlungen der Gemeinschaftsvertreter mit den Unternehmen (nebst Glencore auch Drummond und Colombian Natural Ressources) und beraten die Dorfgemeinschaften bei der Planung und Durchführung der Umsiedlungen. In den Workshops wurden der Dorfbevölkerung Kenntnisse über den Umsiedlungsprozess und über ihre Rechte

gen wären. So ist es bisher gelungen, ihre Rechte im Umsiedlungsprozess so weit wie möglich zu waren.

Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Fussballplatz in El Hatillo, im Hintergrund die Abraumhalde der Kohlemine. (Bild Domique Rothen)

vermittelt. Die Komitees der Gemeinschaften sind in ihrer Verhandlungskompetenz gestärkt und kennen die Instrumente zum Erreichen ihrer Ziele. Die eigentlichen Umsiedlungsprozesse laufen schleppend, was vor allem mit der Inkompetenz des Umsiedlungsoperators und dem mangelnden Willen der Bergbaufirmen zusammenhängt. El Hatillo und Boqueron hätten bis September 2012 umgesiedelt sein sollen, doch vergehen vermutlich noch zwei Jahre, bis es soweit ist. So lange sind die Bewohnenden den Gesundheitsrisiken ausgesetzt. In der Gemeinschaft El Hatillo hat der Umsiedlungsplan beträchtliche Verzögerung erfahren. Die Einkommensgenerierung ist das grosse Problem. Das bisher genutzte Landwirtschaftsland ist durch die Abraumhalden des Kohleabbaus unbestellbar. Die landwirtschaftlichen Projekte an neuen Standorten zeigen wenig Erfolg, Beratungsfirmen erwiesen sich als ungeeignet. Die Bewohner von El Hatillo leben vor allem von der Abgabe von Lebensmitteln. Was ursprünglich eine Notmassnahme im Frühjahr 2013 war, entwickelt sich zum Dauerzustand. Die Gemeinschaft Plan Bonito hat im Februar 2014 den Verkauf des Be-

sitzes und Entschädigungszahlungen ausgehandelt. Die Bewohnenden sind bis Juni 2014 alle weggezogen. Auf der ask!-Projektreise Ende Juli konnte mit einigen ehemaligen Bewohnern und Bewohnerinnen von Plan Bonito gesprochen werden. Sie haben Mühe, sich an den neuen Wohnorten zurechtzufinden und erzielen weniger Einkommen als erhofft. Wegen der schlechteren Lebensbedingungen ist grosse Unzufriedenheit zu spüren. In Boqueron sind die Verhandlungsfortschritte sehr bescheiden. Boqueron ist die grösste der drei umzusiedelnden Gemeinschaften, und auch die heterogenste und konfliktreichste; dadurch ist die Begleitarbeit von Tierra Digna schwieriger. Seit diesem Jahr finden immerhin monatliche Verhandlungsrunden zwischen der Gemeinschaft, den Firmen und dem Operator statt. Es konnten erste Punkte, wie die Grösse der Gemeinschaft definiert werden. Die Firmen bekämpfen jedoch nach wie vor die Umsiedlung von Boqueron. Ohne die Begleitung durch die beiden lokalen NGOs und ohne die damit zusammenhängende Lobbyarbeit – gerade auch in der Schweiz – ist es fraglich, ob die Gemeinschaften durchgehalten hätten und nicht in ihrer Not einfach verkauft hätten und weggezo-

Bolivien ist trotz seiner reichhaltigen Bodenschätze eines der ärmsten Länder Südamerikas. Es besteht ein grosses Potential für den bolivianischen Kakao, der wegen seiner Qualität gefragt ist. Damit die Investition in den Kakao mit Goldabbau und Holzwirtschaft konkurrieren kann, braucht es Unterstützung von aussen. Rund 400 Familien mit je sechs Mitgliedern werden in diesem Projekt geschult und erhalten eine sichere und nachhaltige Existenz. 2013 kamen die Projektaktivitäten sehr gut voran.In verschiedenen Studien wurde die Produktivität und Qualität der Kakaosorten sowie deren Resistenz gegen Krankheiten untersucht. In den 25 «Bauernfeldschulen» des Projekts sind 34 Produzentengruppen organisiert. 252 Kakao-Produzenten haben sich mit Themen des Anbaus und der Ernte von Kakao sowie in der natürlichen Schädlingsbekämpfung weitergebildet, wie auch zu Nachernteprozessen wie Fermentation und Trocknung. Der Anteil der Frauen liegt bei 41 %. Drei Sammel- und Verarbeitungszentren für Kakao wurden aufgebaut. Dieses Jahr konnte die Zusammenarbeit mit einer nationalen Schokoladeproduktionsfirma (Chocolates para Ti) etabliert werden. Sie wird die erzielte Ernte abnehmen und verarbeiten. Auf ihren Etiketten wird die Firma die Produzenten vorstellen und damit bekannt machen. Ausblick für die Zukunft: In der ersten Projektphase bis 2015 sollen die nachhaltige Nutzung und Vermarktung des wilden Kakao gefördert werden. In einer zweiten Phase von 2016 bis 2019 soll dann der Kakaoanbau erweitert und mittelfristig ein Volumen von 25 Tonnen Qualitätskakao angestrebt werden. Die Verwendung des Steuergeldes als Zeichen der Verantwortung unterstützt zu gleichen Teilen drei Projekte: HEKS, Projekt «Zugang zu Land» in der Demokratischen Republik Kongo. ask!, Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien. Projekt «Schutz der Menschenrechte im Kontext des Schweizer Kohlebergbaus» in Kolumbien. Helvetas, «Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen» in Bolivien.

Kein Ausbau des Schienennetzes im Knonauer Amt Zürcher Verkehrsverbund sieht im Säuliamt keinen Handlungsbedarf Seit Dezember 2007 verkehrt neben der S9 auch die S15 durchs Knonauer Amt. Bis 2030 sieht der ZVV keinen Ausbaubedarf für das Streckennetz im Bezirk Affoltern. ................................................... von salomon schneider

Der Zürcher Verkehrsverbund hat seine Planungen für die nächsten Ausbauschritte, bis 2030, beim Bund eingereicht. Trotz stärkerem Bevölkerungswachstum als im Regionalrichtplan prognostiziert, sieht der ZVV im Knonauer Amt keinen Handlungsbedarf für einen Streckenausbau.

«Nicht nur das Bevölkerungswachstum, sondern auch Arbeitsplatzwachstum und Engpassbeobachtungen fliessen in unsere Planung ein», erklärt Stefan Kaufmann vom ZVV. Gerade im Bereich Engpässe bestehe noch kein Handlungsbedarf. Beispielsweise an der Hardbrücke bestehe erheblich mehr Bedarf für einen Kapazitätsausbau. Es sei aber geplant, dass im Knonauer Amt ein exakter ¼-Stunden-Takt eingerichtet werde. Momentan verkehren die S-Bahnen alle 12 respektive 18 Minuten. Im kantonalen Verkehrsrichtplan wäre ein zweiter Landikontunnel und die doppelspurige Führung der Linie bis zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil angedacht. Wann und ob diese Erweiterung realisiert wird, bleibt offen.

Das Säuliamt ist mit S9 und S15 gut erschlossen. (Bild Salomon Schneider)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

Spital: Zweckverbandsdelegierte genehmigen alle Geschäfte Rücknahme Mietbeschluss OVA-Areal wird klar zugestimmt Die Gemeindedelegierten des Zweckverbandes Spital bejahten am vergangenen Donnerstagabend den Voranschlag 2015, der mit einem Ertragsüberschuss von 306 000 Franken ermessen ist. Ebenso wurde für die Rücknahme des ursprünglichen Mietbeschlusses «OVA-Areal» entschieden. ................................................... von urs e. kneubühl Es gab kritische Fragen zum Antrag der Betriebskommission (BK) zur Rücknahme des Beschlusses der Delegiertenversammlung (DV) vom Januar 2014 über einen Kredit und die Realisierung einer «Permanence» auf dem ehemaligen OVA-Areal. So wollte der Delegierte aus Bonstetten, Gemeinderat Frank Rutishauser, wissen: «Wenn es zur Abstimmung gekommen wäre und das ursprünglich geplante Projekt auf dem OVA-Areal von der Bevölkerung abgelehnt worden wäre, hätte die BK dann die Verträge für die redimensionierte Version gemacht?» Er finde dieses Gebaren eigenartig, taxiert Rutishauser, der die Meinung vertritt, die mit dem Referendum ge-

forderte Volksabstimmung zum ursprünglichen Kreditbeschluss hätte durchgeführt werden müssen, da das Projekt strategisch klar definiert und von der DV beschlossen worden sei. Seitens der BK antwortete Stephan Breidenstein, dass die Betriebskommission ihre Kompetenzen mit den abgeschlossenen Verträgen nicht überschritten habe. Und die Nachfrage von Priska Metzger, Delegierte Stallikon, bezüglich der vom Verein Pro Zweckverband genannten 140 000 Franken für Nachbesserungen, entgegnete BKPräsident Walter Ess: «Ich kann diese Zahl nicht bestätigen; sie ist aus der Luft gegriffen.» Ess führte einen Betrag von 2500 Franken zur Nachdämmung unter den Türen auf und meldete die offene Frage betreffend des Behinderten-WCs als geklärt, da sich im Untergeschoss 1 eine entsprechende Einrichtung für die gesamte Liegenschaft befinde und ebenso das BehindertenWC in der Physiotherapie mitbenutzt werden könne. Eine deutliche Mehrheit der Delegierten stimmte schliesslich der Beschlussrücknahme zu – mit den Gegenstimmen der beiden genannten Votanten. Pierre Zinggeler, Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK),

bestätigte dass die Umgestaltung der Budgetierung und Rechnungslegung vom Modell H+ zum zukünftigen HRM-Modell mit eigenem Haushalt höchst komplex und schwierig ist. «Die RPK hat es sich nicht leicht gemacht und einen umfassenden Fragenkatalog vorbereitet. In der Folge haben wir entsprechend hartnäckig nachgefragt, wobei wir ausführliche und detaillierte Antworten erhalten haben.» Die RPK könne daher den Voranschlag 2015 mit gutem Gewissen zur Annahme empfehlen. Der RPK-Präsident reagierte mit seinem Votum auf eine Äusserung Frank Rutishausers, der einen stattlichen Teil der Zahlen in der HRM-Version als intransparent bezeichnete. Aus demselben Grund bemängelte der Bonstetter Delegierte auch den 50:50Aufteilungsschlüssel zwischen Akutspital und Langzeitpflege bei den Investitionen für die zweite Tranche zum Bau des Energie- und Verpflegungszentrums. Und schliesslich wies er die Abwälzung des RettungsdienstDefizites auf die Gemeinden zurück. In der Folge verabschiedete die DV den Voranschlag 2015, der im Gesamtergebnis mit einem Ertragsüberschuss von 306 000 Franken abschliesst, klar mit lediglich einer Gegenstimme.

Wie weiter mit den Ortszentren? Veranstaltung der Regionalplanung Zürich und Umgebung Wie weiter mit den Ortszentren? Diese Frage stand im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) vom 27. November 2014 mit etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörern. An der Veranstaltung wurden Planung, Politik und Bevölkerung dazu aufgerufen, die bestehenden Wunschbilder bezüglich Orts- oder Quartierzentren kritisch zu hinterfragen. Unter heutigen Bedingungen könne das historisch gewachsene Zentrum zumeist nicht mehr das ganze Spektrum von Wohn-, Arbeits-, Konsum- und Freizeitangeboten abdecken. Bei der

Entwicklung der Ortszentren gelte es vielmehr die situationsspezifischen Optionen auszuloten, die vor dem Hintergrund der räumlichen Trennung dieser Funktionen möglich sind. Am Anfang sollte dabei eine sorgfältige Analyse und Identifikation der Herausforderungen und Probleme im Ortszentrum stehen. Je nach Situation können dabei raumplanerische, städtebauliche, architektonische, wirtschaftliche oder soziokulturelle Fragestellungen im Vordergrund stehen. Bei der Behandlung dieser Fragestellungen können die Gemeinden von einer Vielzahl von bereits reali-

sierten Beispielen profitieren (vgl. u.a. die Angebote «Dialog Siedlung» und «Netzwerk Altstadt» der schweizerischen Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN). Die Analyse und die Diskussion von solchen Beispielen sowie die Identifikation von Handlungsspielräumen und Lösungsansätzen werden auch im Zentrum des RZU-Erfahrungsprozesses zur «Ortszentrumsentwicklung» stehen, der im März 2015 beginnen wird. Die RZU wird für diesen Prozess auf ihr umfangreiches Netzwerk aus Behördenmitgliedern, politisch Verantwortlichen und externen Fachleuten zurückgreifen.

Änderung der Traktandenliste und Mitteilungen Vorab hatte die DV bereits den Antrag zur Änderung der Traktandenliste genehmigt. Die Behandlung der beiden HRM1-Rechnungen 2012 und 2013 bleibt somit bis zum Vorliegen des Entscheides durch den Bezirksrat auf Grund einer eingegangenen Beschwerde sistiert. Unter den Mitteilungen zum Schluss der DV äusserte sich BK-Mitglied Stephan Breidenstein zu den Vorwürfen, man «mauschle» hinsichtlich der Informationen bezüglich der Fakten um den krankheitsbedingten Rückzug von Spitaldirektor Fredy Furrer. Breidenstein machte geltend, dass einerseits aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes eine öffentliche Information über Personalien nicht möglich sei. Zum Zweiten verwies er darauf, dass der ehemalige Spitaldirektor tatsächlich ernsthaft erkrankt und ihm deshalb abschliessende Verhandlungen nicht zuzumuten seien. Zudem handle es bei der Strafanzeige des Gemeindeamtes wegen Urkundenfälschung um ein laufendes Verfahren, über dessen Hintergründe die BK bisher nichts Genaueres in Erfahrung habe bringen können.

Spital hat Potenzial und Zukunft Gefragt vom Aeugster Delegierten Peter Hoppler, äusserte sich der einstweilige Vorsitzende der Spitalleitung, Beat Straubhaar, über den Zustand und die Chancen des Spitals Affoltern. Er habe in dem knappen Monat, seit er seine interimistische Aufgabe am Spital übernommen habe, unzweifelhaft feststellen können, dass der Spitalbetrieb gut laufe. Dasselbe gelte auch für den Rettungsdienst, selbst wenn dieser im Voranschlag 2015 defizitär zu Buche schlage. Dazu ergänzte er vorab zu Händen der Delegierten: «Die Überführung des Rechnungsmodells H+ in das Modell HRM ist äusserst vielschichtig und höchst knifflig. Mit dem neuen Modell und eigenem Haushalt wird alles transparenter, einfacher und besser. Falls nicht, dürfen Sie uns in einem Jahr an der Nase nehmen.» Er erachte die Kommunikation allerdings noch weiter als verbesserungswürdig, meinte er und versprach: «Wir sind an Verbesserungen dran.» Straubhaar, ein ausgewiesener Fachmann für strategische Unternehmensführung, zeigte sich grundsätzlich überzeugt, dass das Spital Affoltern hohes Potenzial und damit auch Zukunft hat. Es sei wichtig und richtig, einen Schlussstrich zu ziehen und zu sagen: Starten wir vertrauensvoll neu! (kb.)

Die Legislaturziele sind definiert Aus dem Gemeinderat Hausen Die Legislaturziele für die Amtsdauer 2014/2018 sind definiert und werden der Bevölkerung anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung von Mittwoch, 3. Dezember, präsentiert.

Gemeindeverwaltung Die Gemeindeverwaltung und das Betreibungs- und Gemeindeammannamt bleiben von Montag, 22. Dezember, bis Freitag, 2. Januar 2015, geschlossen.

Informatik-Hardware Primarschule Die Primarschule Hausen erarbeitete in den letzten Jahren ein pädagogisches Information and Communication Technology Konzept (ICT) mit klaren Richtlinien, welche unter anderem den Einsatz des ICT an der Schule definiert. Aus dieser klaren Strategie wurde das Mengengerüst entwickelt (Grundausrüstung im Schulzimmer und im Kindergarten). Daraus entstand auch eine Ist- und Soll-Analyse, welche sich auf die Bestandesliste stützt. Den Kredit von rund 73 000 Franken für die geplanten Veränderungen und Ersatzbeschaffungen von Hardware genehmigte der Gemeinderat unter Vorbehalt der Zustimmung des Budgets 2015 durch die Gemeindeversammlung.

Abfallbewirtschaftung: Festsetzung der Grundgebühren für 2015

In Affoltern soll das Ortszentrum in Richtung Industriegebiet erweitert werden («Anzeiger» vom 28. November). Im Lindenmoos ist ein neuer Siedlungsschwerpunkt geplant. (Bild Werner Schneiter)

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Der Gemeinderat Hausen am Albis hat am 11. November 2014 eine Änderung der Gebühren für den Häckseldienst beschlossen. Die pauschalen Grundgebühren für Haushalte, Gewerbe und Landwirtschaft bleiben unverändert. Das Astmaterial (Häckseldienst) wird für 60 Franken pro Kunde und Anfahrt durch Roger Häcki und Christian Flückiger abtransportiert. Die beste-

henden Quartier-Häckselplätze werden kostenlos bedient.

Aufsuchende Jugendarbeit Als Mitarbeiterin im Bereich der aufsuchenden Jugendarbeit (20 Stellenprozente) wurde Tanja Bühler, Aeugst am Albis, mit Stellenantritt am 1. Januar 2015 gewählt. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Tanja Bühler herzlich willkommen und freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Gemeindehaus: Heizungssanierung, Anschluss Fernwärme Nachdem sich die Gemeinde Hausen am Albis bereits im Herbst 2013 bei der anstehenden Ölheizungssanierung des Schulhauses Ebertswil für einen erneuerbaren Energieträger (Pellets) entschieden hatte, genehmigte der Gemeinderat nun den Kredit von rund 50 000 Franken für den Fernwärmeanschluss des Gemeindehauses im Jahr 2015 unter Vorbehalt der Budgetgenehmigung durch die Gemeindeversammlung.

Geschwindigkeitskontrollen Die Kantonspolizei Zürich führte am 6. November 2014 in Hausen Geschwindigkeitskontrollen durch. In dieser Zeit wurden insgesamt 133 Fahrzeuge kontrolliert, daraus resultierten zwei Übertretungen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 61 km/h anstelle der signalisierten 50 km/h. (dbo)


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Vermischtes

Dienstag, 2. Dezember 2014

Schlittschuhbahn auf dem Üetliberg

Abstimmungen vom 30. November: So stimmten die Ämtler Gemeinden

Die neue Attraktion auf dem Üetliberg ist eine Kunsteisbahn auf der Fläche der Panoramaterrasse. Direkt auf dem Üetliberg-Gipfel ein paar Pirouetten drehen und dazu die winterliche Aussicht geniessen – das gab es «Top of Zürich» noch nie. Nach der Eröffnung der Schlittschuhbahn am 8. Januar 2015 wird es diverse Spezial-Events mit Musik und Partystimmung und winterlichen Genüssen geben. Sportbegeisterte können Schlittschuhe ausleihen. Glühwein, Punsch und heisser Tee sorgen für winterliche Stimmung und gute Laune, und auch der kleine Hunger wird mit Üetliberger Köstlichkeiten und traditionellen Schweizer Spezialitäten gestillt: zum Beispiel Open-Air-Käsefondue bei bester Aussicht. Zudem wird es spezielle Packages für Paare, Gruppen und Firmen geben. Spiel und Spass auf dem Eisfeld, danach ein kulinarischer Genuss und über Nacht noch im Panoramazimmer oder einer Romantiksuite entspannen. (pd.) Alle Infos finden sich auf utokulm.ch/uetliberg-onice und werden dort laufend um Termine, Spezialevents und Angebote ergänzt.

Die Sieger des Abends: Ueli Günther (rechts), Käthi Roth und Peter Kuster. (zvg.)

Zwei Jasser aus Affoltern dominierten Mettmenstetter SVP-Dorfjass 2014 Das von der Mettmenstetter SVP organisierte Dorf-Jassturnier kennt viele treue Gäste, die regelmässig zu diesem Anlass erscheinen. So auch der diesjährige Sieger, Ueli Günther aus Affoltern, dem nun dieses Jahr der vollständige Triumph gelang, nachdem er sich letztes Jahr noch mit dem dritten Rang bescheiden musste. Sein Vorsprung von 46 Punkten auf den Zweitplatzierten war deutlich. Die Freude des zweiten Siegers, Peter Kuster, der vielen Mettmenstettern als ehemaliger Wirt des Restaurant Bahnhof noch bestens in Erinnerung ist, über seinen Erfolg war trotzdem überschwänglich. Überhaupt hatte dieser den ganzen Abend viel gute Laune versprüht und war nie um einen träfen Spruch verlegen. Auch bei der Dritten auf dem Podest, Käthi Roth aus Mettmenstetten, handelt es sich um eine Jasserin, die keinen Dorfjass auslässt und als routinierte Könnerin meist vordere Ränge belegt. Obwohl streng nach den Regeln gejasst wurde, blieben sämtliche Teilnehmende immer entspannt und bei bester Stimmung. Traditionell wurden 4 Runden mit je 12 Spielen ohne Essenspause gespielt. Gleichwohl kam das leibliche Wohl nicht zu kurz, da die Jasspausen genügend Raum lies-

sen, um sich zwischendurch mit dem von den Organisatoren zu günstigen Preisen offerierten Verpflegungsangebot zu stärken. Schon kurz nach Abschluss der letzten Runde konnte OK-Präsident Othmar Zimmermann zur Preisverteilung schreiten. Die SVP liess es sich nicht nehmen, auch dieses Jahr mit einem reich gedeckten Gabentisch aufzuwarten und so war es wiederum möglich, dass alle der 40 Teilnehmenden einen schönen Preis mit nach Hause nehmen konnten. Der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten stellte einmal mehr seinen zur Festwirtschaft umgebauten 10-m-Stand für diesen Anlass zur Verfügung . Dem Veranstalter wurde seitens der Teilnehmer attestiert, dass die Organisation reibungslos geklappt habe. So durften die Jassfreunde einmal mehr einen vergnüglichen, heiteren Jassabend verleben. SVP Mettmenstetten

Auszug aus der Rangliste: 1. Günther Ueli, 4253 Punkte; 2. Kuster Peter, 4207 Punkte; 3. Roth Käthi, 4180 Punkte; 4. Burkhard Walter, 4169 Punkte; 5. Meng Peter, 4166 Punkte; 6. Suter Edith, 4086 Punkte; 7. Ifanger Ernst, 4031 Punkte; 8. Locher Hans, 4022 Punkte; 9. Hinder Tom, 3991 Punkte; 10. Ziltener Toni, 3988 Punkte.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

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Festliche Stimmung im Herzen von Wettswil Der Adventsmäärt zwischen Bibliothek und Schulhaus war einmal mehr ein Besuchermagnet

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rehorgelklänge sind zu hören, es duftet nach Marroni und frisch frittierten Berlinern. Am Stand der reformierten Kirche sind Jugendliche eifrig dabei, Guetzli abzupacken, ein Engel zirkuliert derweil mit heissen Getränken. Das Auge erblickt Kunsthandwerk, allerlei Kulinarisches sowie ganz viel Weihnachtliches. Über 60 Stände machten vergangenen Sonntag den Wettswiler Adventsmäärt einmal mehr zum Erlebnis. «Ich bin da, weil es Spass macht», verrät Ruedi Müller. Der Inhaber von Mü’s Vinothek in Affoltern verwöhnt an seinem Stand mit Panettone und Grappa. Den Marktbesuchern gefällt das sichtlich. Bei den Kleinen sind allerdings andere die Stars: der Samichlaus samt Schmutzli und zwei Eseli. Während der erste sich geduldig Verslein und Lieder anhört, füllt der zweite die Kapuzen der Kinder mit allerlei Leckereien. Die Verkehrsgruppe der Feuerwehr sorgt dafür, dass alle Marktbesucher sicher über die Strasse kommen. Bereits zum 16. Mal fand der Adventsmäärt statt. Das gemeinsame Singen zum Schluss ist ebenso Tradition geworden wie der gemeinnützige Gedanke. So geht auch dieses Jahr der grösste Teil des Reinerlöses vom Herbscht- und Adventsmäärt an gemeinnützige Organisationen. Diesmal dürfen sich der Elternnotruf und die Pestalozzistiftung in Knonau auf einen Zustupf freuen. Den Besuchern bleibt die Vorfreude aufs nächste Mal – und natürlich die Adventsstimmung, die noch lange anhalten möge. (tst.)

Die Stars der Kinder: Samichlaus und Schmutzli kamen vergangenen Sonntag samt Eseli an den Wettswiler Adventsmäärt. (Bilder Thomas Stöckli)

Der Drehorgelmann sorgt für gute Laune bei den Marktbesuchern.

Liebevoll gestaltete Krippenfiguren.

Zauberhafter Start in den Advent Erster Adventszauber in Bonstetten ein voller Erfolg Der erstmals durchgeführte Adventszauber am Abend hat ein grosses Publikum angesprochen: Die Besucher kamen zahlreich und blieben gerne etwas länger! Ab 11 Uhr strömten die Besucher in den Gemeindesaal Bonstetten, um sich einen schönen Adventskranz, ein weihnachtliches Gesteck oder eine Bastelarbeit an den Tischen des Frauenvereins auszusuchen. Wie immer hochbegehrt waren die Weihnachtsguetzli und anderen frischen Gebäcke der Landfrauen. Und die Kinder scharten sich fröhlich um den Basteltisch, sassen mucksmäuschenstill in der „Gschichte-Zyt“ oder durften ein Stück

Kuchen in der Kaffeestube geniessen. Es war ein erfolgreicher Bazar mit zufriedenen Gästen und vielen Komplimenten! Und während all dies in gewohnter Manier so gegen späteren Nachmittag langsam ausklang, waren 100 m weiter im Burgwies die Weihnachtsstände schon fertig aufgebaut und mit vielen Lichterketten geschmückt: Der erste Adventszauber in Bonstetten konnte beginnen! In der Dunkelheit des Abends kamen die geschmückten Stände, Kerzenlichter, Feuerschale und beleuchteten Dekorationen besonders gut zur Geltung und brachten gemeinsam mit der Drehorgelmusik eine besonders schöne Adventsstimmung. Die Besu-

cher standen fröhlich schwatzend und gut mit Süss- oder Glühmost versorgt in der Schlange vor dem Landi-Grillstand oder naschten sich quer durch alle Süssigkeiten der Bäckerei Betschart. Es war ein wunderbarer Abend! Natürlich fanden auch die extra für den Abend hergestellten Adventskränze und schönen Bastelarbeiten des Frauenvereins regen Absatz. Auch Hedi und Markus Müller hatten feine Sachen mitgebracht und meinten schon bald: «Nächstes Jahr bringen wir den Cüpli-Stand mit.» Das ist doch ein Wort und eine sehr gute Idee. Der Gewinn des Frauenvereins wird vollumfänglich gespendet für Insieme Limmattal und Amt, für Mukiba und Seniorenfahrt. (pd.)

Gemeinschaftserlebnis auf dem Dorfplatz Ottenbach: Die Tanne wird mit selbst gebasteltem Weihnachtsschmuck in Szene gesetzt. (Bild Thomas Stöckli)

Den Dorfbaum gemeinsam geschmückt Gelungenes Adventsfest in Ottenbach Ottenbacher aller Generationen haben am vergangenen Freitagabend auf den Dorfplatz gefunden, um ihren Weihnachtsbaum gemeinsam zu schmücken. Der Regiebetrieb war gefordert, galt es doch, mit der Hebebühne eine Vielfalt an selbst gebasteltem Baumschmuck an der Tanne zu platzieren:

Verzierte CDs, Mobilées aus Naturmaterialien, gebastelte Kugeln und Geschenkpäckchen – «die einzige Vorgabe war: es muss wetterfest sein», verrät Initiantin Sonja Graf-Gilgen. Nach getaner Arbeit bot sich dann Gelegenheit, auf die beginnende Adventszeit anzustossen. (tst.)

Der erstmals durchgeführte Adventszauber am Abend hat ein grosses Publikum angesprochen. (Bild zvg.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Dezember 2014

Erste Vorboten der Erbschaftssteuerabstimmung Kontroverse Diskussion im Affoltemer LaMarotte über Superreiche Bedrohen die Superreichen die Demokratie? Über diese Frage debattierte am Mittwochabend ein illustres Quartett vor lediglich einem Dutzend Zuhörern. Die Zahlenschlacht deutet darauf hin, was uns 2015 im Vorfeld der eidgenössischen Erbschaftssteuer-Volksabstimmung bevorsteht. ................................................... von martin platter Wenn sich Ökonomen unterschiedlicher politischer Couleur und Ideologie eine Zahlenschlacht liefern, kann es fürs Publikum rasch unübersichtlich werden. Das hat sich auch am Mittwochabend im LaMarotte gezeigt – auf höchst unterhaltsame Weise. Auf dem Podium sassen als Skeptiker einer überbordenden Staatsräson die Professorin für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik, Monika Bütler, sowie Dr. oec. Patrick Schellenbaum von Avenir Suisse. Auf der Gegenseite Hans Kissling, ebenfalls Doktor der Ökonomie, früher Statistik-Chef im Kanton Zürich und Mitinitiant der Erbschaftssteuer-Initiative. Gesprächsleiter Philipp Löpfe, ehemaliger Chefredaktor von SonntagsBlick und Tagi, mit MBA-Abschluss an der HSG St. Gallen, mache keinen Hehl aus seiner Sympathie für das Anliegen Kisslings, was er immer wieder durchblicken liess.

Definitionsproblem Nun müsste man den Abend eigentlich am Schluss beginnen. Denn erst als das Publikum Fragen stellen konnte, zeigte sich das Dilemma nur schon mit der Definition von «arm» und «reich». (Die Erbschaftssteuer-Initiative will Erbe von mehr als zwei Millionen Franken mit 20 Prozent besteuern, sieht aber Ausnahmen für Firmenbesitz vor.) Immerhin: Gemäss Löpfe ist superreich, wer mindestens 50 Millionen Franken besitzt. Wie sich der Reichtum einer Person berechnet, darüber waren sich die beiden Parteien uneinig. Besitzt das reichste Prozent der Einwohner dieses Landes tatsächlich 59 Prozent des ge-

samten Vermögens? Gemäss Hans Kissling habe das eine Studie der Credit Suisse ermittelt. Nach heftiger Debatte in Gesellschaft und Politik seien von der Grossbank später korrigierte Zahlen nachgereicht worden, die plötzlich 20 Prozent tiefer lagen. Und die ihm niemand so recht erklären konnte. Mit diesen enormen Geldsummen im Rücken, versuchten Superreiche politische Entscheide in der Schweiz zu beeinflussen, so die These Kisslings. Als prominentes Beispiel nannte er alt Bundesrat Blocher, der quasi im Alleingang die EWR-Abstimmung zu Fall gebracht habe.

Nicht das einzige Land mit vielen Superreichen Monika Bütler gab Kissling in einem Punkt recht: «Wir zählen weltweit zu den Ländern, in denen pro Kopf am meisten Superreiche ihren Wohnsitz haben.» Schweiz und Schweden lägen in etwa gleichauf. Die Hälfte der Bevölkerung habe hierzulande jedoch kein Vermögen, sondern Schulden, wegen Immobilien. Sie selber sei auf dem Papier vermögensarm, weil alles Kapital in der Altersvorsorge und in Immobilien stecke. Patrick Schellenbaum warf ein: «Diskutieren wir über Vermögen oder Einkommen? Wenn wir über Vermögen sprechen, sind wir sehr reich. Aber bezüglich Einkommen sind wir sehr egalitär.» Stelle sich die Frage, wie die ungleiche Vermögensverteilung entstehe. «Die Schweiz war stets sehr attraktiv für Wohlhabende. Wir sind viersprachig, haben landschaftlich und infrastrukturell viel zu bieten.» Die Steuerstatistik alleine ergebe jedoch ein Zerrbild.

Klassenunterschied wie vor 100 Jahren? Kissling konterte, dass in der Schweiz ein Klassenunterschied herrsche wie in der Belle Époque vor 100 Jahren. Löpfe: «Diese Entwicklung war nicht nachhaltig. Droht uns das nun wieder?» «Das kann man nicht beurteilen. Wie haben in der Schweiz zu wenige Daten dazu.» Was man aber feststellen könne sei, dass heute ein viel grösse-

Uneiniges Gesprächsquartett: Patrick Schellenbaum (links), Monika Bütler, Gesprächsleiter Philipp Löpfe und Hans Kissling. (Bild Martin Platter) rer Anteil von fast der Hälfte der Superreichen ihr Vermögen nicht geerbt, sondern selber erarbeitet habe. Weit mehr wie vor 30 Jahren, erklärte Bütler. Schellenbau ergänzte: «Die Globalisierung ist eine Riesenchance, um viel Geld zu machen.» Gleichzeitig steige aber auch die Chance, Vermögen (auch altes) in kurzer Zeit wieder zu verlieren. Kissling äusserte die Vermutung, dass die Reichen durch ihre Kapitalgewinne – er rechnet jährlich mit fünf Prozent – den sozialen Frieden gefährden könnten. Dem widersprachen Schellenbaum und Bütler vehement mit Verweis auf den Kapitalmarkt, der kaum noch Zinsen abwerfe. Uneinig waren sich die Gesprächsparteien auch darüber, wie stark die Reichen Abstimmungen beeinflussten. «Die Schweizer waren seit je sehr obrigkeitsskeptisch.» Das spiegle sich auch in den Volksabstimmungen. Die Masseneinwanderungs- und die Minarett-Initiative seien gute Beispiele dafür, dass sich

das Volk sehr wohl eine eigene Meinung bilde, gab Schellenbaum zu bedenken.

gelten lassen. Die Preissteigerungen seien vielmehr eine Auswirkung der massiven Zuwanderung.

Mangelnde Transparenz

Schweizer Unikum Vermögenssteuer

Kissling kritisierte die mangelnde Transparenz: «Die Schweiz ist das einzige Land, in dem nicht offengelegt werden müsse, woher die Gelder für Abstimmungen kommen.» Löpfe bestätigte, das werde von Transparency International regelmässig bemängelt. Dem entgegnete Bütler: «Man hat heute dank dem Internet viel mehr Möglichkeiten, Quellen herauszufinden, die etwas zu beeinflussen versuchen. Man darf den Leuten ihre Mündigkeit, die richtigen Entscheide zu treffen, nicht absprechen.» Das System sei in der Schweiz wesentlich besser als im umliegenden Ausland. Auch Kisslings These, dass Superreiche durch ihre Geldanlagen den Wohnungsmarkt verteuerten, mochten Bütler und Schellenbaum nicht

Für Monika Bütler ist klar: «Sechs bis sieben Prozent Erbschaftssteuer würden die Leute wahrscheinlich tolerieren. Ist der Satz jedoch höher, ziehen sie weg.» In den USA zahlten übrigens nicht die Superreichen, sondern hauptsächlich der Mittelstand. Die Superreichen machten Legate und Stiftungen. Patrick Schellenbaum ergänzte, dass die 0,5 Prozent Vermögenssteuer, die in der Schweiz alljährlich erhoben würden, und die es im Ausland so nicht gebe, über die Jahre hinaus ziemlich genau den 20 Prozent Erbschaftssteuern entsprächen. Für Schellenbaum war deshalb klar, dass die Erbschaftssteuer de facto einer weiteren steuerlichen Doppelbelastung gleichkäme.

Sex-Spiele heimlich aufgenommen und dem Ehemann zugestellt – Vertrauen perfid ausgenützt Bezirksgericht Zürich: Familienvater aus Affoltern wegen Verletzung des Privatbereichs verurteilt Ein verheirateter Familienvater aus Affoltern hat die sexuellen Handlungen mit einer Geliebten heimlich aufgenommen und das Liebesgeflüster in der Form einer CD dem Ehemann seiner Gespielin zugestellt. Nun wurde der nicht geständige Mann wegen Verletzung des Privatbereichs zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 100 Franken verurteilt. ................................................... von attila szenogrady

«Der Beschuldigte hat das Vertrauensverhältnis zu seiner heimlichen Geliebten perfid ausgenützt», erklärte der Gerichtsvorsitzende Alain Kessler am Bezirksgericht Zürich während der Urteilseröffnung vom Donnerstag. Da-

mit war das Gericht den Darstellungen der Anklage gefolgt. Demnach hatte ein Familienvater aus Affoltern eine heimliche Geliebte. Die Affäre ging auf den Frühling 2009 zurück. Damals traf sich das Liebespaar jeweils regelmässig in einem Hotel in Rümlang. Während der Beschuldigte schon damals mit seiner heutigen Frau verheiratet war, hatte sich seine Gespielin bereits mit einem anderen Mann verlobt.

ahnungslosen Ehemann seiner Ex-Geliebten zustellte. «Was danach folgte, war ein Familiendrama», erklärte der Rechtsanwalt der verratenen Geliebten vor Gericht. So wandte sich der gehörnte Ehemann zeitweise von seiner untreuen Frau ab. Worauf diese im August 2013 einen Suizidversuch verübte, indem sie beinahe von einer Autobahnbrücke sprang. Sie begab sich drauf in psychiatrische Behandlung und erstattete gegen ihren Ex-Liebhaber Strafanzeige.

Liebespiele heimlich aufgenommen

Vorwürfe bestritten

Was die Frau damals nicht wusste: Ihr Geliebter nahm ihre Liebesspiele heimlich auf ein Tonbandgerät auf. Das Gericht ging dann von Rache oder Eifersucht des Beschuldigten aus. Fest steht nämlich, dass er die aufgezeichneten Gespräche und erotischen Geräusche auf eine CD brannte und im November 2012 per Post dem bisher

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und erhob gegen den Elektrotechniker Anklage wegen Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte. Der Strafantrag lautete auf eine bedingte Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 100 Franken. Vor Gericht stritt der Beschuldigte die Vorwürfe vehement ab.

Er gab zwar die heimliche Beziehung zu, führte aber aus, dass die Aufnahmen mit der Einwilligung der Geschädigten erfolgt seien. Er erachtete die Anschuldigungen als konstruierten Racheakt seiner Ex-Liebhaberin. Gegen ihn sprach allerdings die Tatsache, dass die Polizei bei der Untersuchung des Umschlags mit der fraglichen CD eindeutig die Handschrift des verdächtigen Familienvaters identifizieren konnte. Also kam nur er als Absender in Frage. Der Rechtsvertreter der Privatklägerin führte aus, dass der Beschuldigte mit seinem Vorgehen beinahe die Ehe seiner Klientin zerstört hätte. Er forderte deswegen ein Schmerzensgeld von 5000 Franken.

Es wird teuer ... Das Gericht kam zum Schluss aufgrund der Beweislage sowie der widersprüchlichen Aussagen des Schweizer Staatsangehörigen zu einem Schuld-

spruch und setzte antragsgemäss die bedingte Geldstrafe von 5000 Franken fest. Der Gerichtsvorsitzende Kessler wies darauf hin, dass der Angeklagte bei früheren Aussagen noch erklärte habe, wie die Geschädigte von gar nichts gewusst habe. «Sie wusste nicht, wann ich sie aufgenommen habe», zitierte Kessler eine frühere Angabe des Mannes. Die spätere Behauptung, dass die Privatklägerin mit den Aufnahmen einverstanden gewesen wäre, sei ebenfalls nicht plausibel. Sie hätte nichts davon gehabt, führte Kessler aus. Mit dem Schuldspruch wird es für den Mann mit einem Monatseinkommen von rund 6000 Franken teuer. So muss er seiner Ex-Geliebten nicht nur ein Schmerzensgeld von 1000 Franken, sondern auch eine Prozessentschädigung von rund 5000 Franken bezahlen. Hinzu kommen die Gerichts- und Verfahrenskosten von über 2000 Franken.


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Felseneggbahn mit 11 Millionen Fahrgästen Vorteilhafte Wetterbedingungen und zahlreiche Jubiläumsaktivitäten ausschlaggebend Am 26. November durfte die Felseneggbahn ihren elfmillionsten Fahrgast willkommen heissen. Zum freudigen Ereignis gratulierte LAV-Geschäftsführer Armin Hehli. Wärend der vergangenen Jahre nutzten stets etwa 200 000 Personen die Dienste der 1954 eröffneten Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg LAF. Gemäss dieser Erfahrung wäre es eigentlich erst im Frühling 2015 wieder an der Zeit für die nächste Million gewesen. Dass der 11-millionste Fahrgast bereits jetzt verzeichnet werden konnte, liegt an den vorteilhaften Wetterbedingungen und zahlreichen Aktivitäten anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums, welche

während der letzten Monate zu einem überdurchschnittlich hohen Passagieraufkommen bei der Felseneggbahn geführt haben. Am 26. November 2014 gegen 10.30 Uhr konnte Armin Hehli, Geschäftsführer der LAF, den ahnungslosen Peter Hunziker und seine Frau Ruth in der Talstation empfangen und sie mit einem Blumenstrauss, einem mit lokalen Spezialitäten gefüllten «Znünisack» sowie mit einer Flasche Champagner überraschen. Das Ehepaar Hunziker lebt dreieinhalb Stunden von Adliswil entfernt in Münster, einem kleinen Dorf im Ober-Goms, verbrachten jedoch lange Zeit ihres Lebens in der Region Zürich. Seitdem sie einander vor mehr als vier

Jahrzehnten auf dem Üetliberg kennengelernt haben, kehren sie regelmässig wieder in das Naherholungsgebiet entlang des Albisgrats zurück.

Erneuter Monatsrekord Die Fahrgastfrequenzen der in den Zürcher Verkehrsverbund ZVV integrierten Luftseilbahn haben sich im Jubiläumsjahr 2014 äusserst positiv entwickelt. Nach dem besten Juni und August wird nun auch der November als bester jeweiliger in die Annalen der Felseneggbahn eingehen. Drei Tage vor Monatsende wurden bereits über 30 % mehr Fahrgäste als im bisherigen Rekord-November 2011 mit damals 16 400 Passagieren registriert.

Ruth und Peter Hunziker, die 11-millionsten LAV-Fahrgäste. (Bild zvg.)

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Auf taube Ohren stossen

Der Traumstrom: Gedanken zur Energiewende

Ja, wir haben am letzten Samstag wieder ein begeisterndes Konzert des Musikvereins Ottenbach in der Kirche gehört. Als Musikanten-Partnerin betrachte ich das Konzert jeweils als ein persönliches Geschenk an mich für meine Langmut, wenn mir die Ohren vor lauter Piccolotönen sausen oder wenn es aus dem Keller chüblet, dass die Wände zittern. Auch das stundenlange Sich-ins-Büro-Verkriechen, um Passivbriefe und Rechnungen zu schreiben und die MVO-Kasse zu zählen, wird damit entschädigt. Ausserdem will ich wissen, ob sich die vielen Proben, die der Liebste mit seinen Kolleginnen und Kollegen investiert, auszahlen, noch dazu wenn mann im hohen Alter sein Instrument wechselt und frau plötzlich statt mit einem ersten Flötisten mit einem Drummer im Bett liegt. Da gibts Rhythm ohne den Blues danach. Auch unsere Gespräche werden zunehmend virtuoser, manchmal tönt es etwa so: Ich: «Blues factory» von Jakob de Haan hat mir am bes-

ten gefallen, da konntest du ordentlich kübeln.» Er: «Warum Jacobs, wir haben doch Amici. Aber bloss nicht in grossen Kübeln.» Ich: «Nein, ich meine das Stück von de Haan hat mir ...» Er: «Aha, ja klar, ins Han könnten wir mal wieder zum Essen.» Ich: «Vergiss es und geh lieber mal wieder zu Richi Toggenburger die Hörgeräte anpassen.» Er: «Ins Toggenburg will ich sicher nicht, du denkst heute aber wieder um alle Ecken.» Lieber Musikverein Ottenbach, danke für das schöne Konzert und bitte führt doch den obligaten Gehörschutz bei den Proben ein. Schon klar, das ist nicht das gleiche und ihr hört doch noch alle tipptopp und überhaupt – aber womöglich seid ihr das dem Nachwuchs schuldig und vielleicht den Partnerinnen und Partnern? Vielen Dank.

Kreativ aufbereitet

Das Spital Affoltern verdient eine bessere strategische Führung

Ich kann kaum glauben, dass in einem Laden mit einem geschätzten Jahresumsatz von 600 000 bis 700 000 Franken derart viele Fehler gemacht werden können, dass gemäss «Anzeiger» vom 28. November ein jährliches Defizit von 50 000 bis 80 000 Franken entsteht. Viel eher ist da anzunehmen, dass die Verlustzahlen kreativ aufbereitet wurden. Paul Volkart, langjähriger LandiGeschäftsführer, Knonau

Neues Gesetz würde bescheidene Teillösung bringen Bussen ja – gleichzeitig vermehrte Aufklärung ja – und? Das beabsichtigte Gesetz würde lediglich eine höchst bescheidene Teillösung bringen, denn sehr viel Abfall, insbesondere Plastikabfälle, bleiben trotz neuem Gesetz und Aufklärung liegen. Erdölbasierter Plastik braucht Hunderte von Jahren bis er zerfallen ist. Deshalb ist eine Abkehr von den erdölbasierten Plastiksäcken und Getränkeflaschen hin zu Plastik, basierend auf nachwachsenden Ressourcen wie Stärke, Cellulose, Zuckerrohr usw. notwendig. Dies auch aus Tierschutzgründen, um das Vieh weder zu verletzen (Alusplitter), noch mit toxischem Erdölplastik zu belasten. Swiss Bioplastics GmbH, Richard Bisig

Christine Häusermann, Ottenbach

Bleiben wir bei den Fakten: 1. Präsident Ess, der wortgewaltige mit bisweilen massivem Auftritt, bringt es nicht fertig, dass innerhalb von 23 Monaten eine rechtsgültige Jahresabschlussrechnung des Spitals per 2012 vorgelegt wird. Im vergangenen Juli versuchte er es mit einem Trick und legte diese getürkte Rechnung vor, ohne dass die Kontrollstelle sie unterschrieben hatte und die gutgläubige Rechnungsprüfungskommission mit Präsident Zinggeler hat sie auch noch geschluckt, ohne das zu merken! Und an der letzten Delegiertenversammlung vom 27. November wurde diese Rechnung – obwohl traktandiert – wiederum nicht vorgelegt, weil sie noch immer nicht stimmt! 2. Um den 20. September dankte Direktor Furrer ab und erzählte, er sei krank. Auf Anfrage hin teilte Herr Ess im «Anzeiger» mit, dass dem Direktor bereits Ende August die Zusammenarbeit gekündet worden sei. Die Herren der Betriebskommission mit Präsident Ess und Jurist Breidenstein brachten es nicht fertig, mit diesem kleveren Direktor einen klaren Abgang zu regeln. Dadurch kann er nun das Spiel mit Forderungen und Krankheit weitertreiben. Was der wahre Grund des Abgangs von Herr Furrer ist, sagen sie uns nicht. Sie stellen in Abrede, dass

Wenn diese Zeilen im «Anzeiger» zu lesen sind, berät der Nationalrat die Energiestrategie der Zukunft. Auf 117 Seiten der sogenannten Fahne, der Vorlage zur Energiestrategie, werden während etwa fünf Sitzungstagen 123 Minderheitsanträge diskutiert und entschieden. Bernd Schips und Silvio Borner, zwei der wohl bekanntesten Wirtschafts-Ökonomen in unserem Land nennen diese Energie-Vorlage den wirtschaftspolitischen Jahrhundert-Fehler. Es ist fast nicht zu glauben, wie leichtsinnig über eine stabile über Jahrzehnte gewachsene Energieversorgung hinweg entschieden werden soll. Unter dem Druck linker Ideologen und eines AKW-Unglücks in Japan wird eine abenteuerlich anmutende Energiezeit eingeläutet. Ich bin ja nicht Energiefachmann, aber wie wohl viele im Land kann ich mir nicht vorstellen wo zum Beispiel Fotovoltaik-Anlagen entstehen sollen, die etwa eine Fläche von zwischen

der Abgang wegen der Strafanzeige, die ein Chefbeamter vom Gemeindeamt in Zürich eingereicht hat, erfolgte. Was war es dann? Und es war nicht die BK, es war nicht der Statthalter, es war nicht die Rechnungsprüfungskommission, die diese Strafanzeige einreichten. Sie alle haben grob versagt und den Direktor während drei Jahren in seinem Eigenleben wirken lassen. Sie reden und schreiben von Offenheit und Transparenz und spielen ein übles Versteckspiel. System Ess. Nicht vergessen: Unser Gemeindepräsident aus Affoltern und der Delegierte, Gemeinderat Martin Gallusser, sind auch dabei. Auch sie decken dieses fragwürdige Agieren und Reagieren. 3. Die Betriebskommission nimmt die Stimmberechtigten nicht ernst. Das erkennt man am Vorgang um das OVA-Projekt, einer hilflosen medizinischen Übungsanlage, in die unser Spital Hundertausende von Franken verlocht, ohne sichtbaren Nutzen: Die Betriebskommission BK hat den Beschluss der Delegierten vom 30. Januar 2014 eigenmächtig abgeändert, ein anderes Projekt realisiert und dabei mutmasslich ihre Kreditkompetenz massiv überschritten, denn es sind kostspielige Nachbesserungen nötig! Die BK hat trotz zustande gekomme-

10 000 und 20 000 Fussballfeldern einnehmen. Oder wenn man die zirka 1400 Wind-Energie-Anlagen realisieren will, die notwendig sind, heisst das, um sich eine Vorstellung machen zu können, eine etwa 600 Kilometer lange Kette von aneinander gereihten Windrädern. Wie das realisiert werden soll, ist mir ein Rätsel. In einem Land, in dem jeder Einsprache machen kann wenn der Nachbar ein Gartenhäuschen oder Dachluken einbauen will, sind solche Projekte wohl eher zum Scheitern verurteilt.

Steigende Energiepreise schwächen den Standort Schweiz Was Teile der Wirtschaft zu übersehen scheinen, sind die massiv steigenden Stromkosten. Für produzierende Betriebe jeglicher Art sind steigende Energiekosten Wettbewerbs-Nachteile. Besonders betroffen ist in unserem Bezirk eine Stahl verarbeitende Firma

nem Referendum ihr Projekt realisiert, ohne eine Abstimmung durchzuführen! Das ist ein grober Verstoss gegen unsere politischen Anstandsregeln und gegen das Gesetz, also ein Straftatbestand, den wir nun einklagen werden. Sollte das nicht klappen, bleibt immerhin der schale Nachgeschmack, den Stimmbürger massiv versetzt zu haben und ihm die lange Nase gedreht zu haben. System Ess. Siehe dazu sein seinerzeitiges Verhalten auf dem Üetliberg, wo er am Bausekretär vorbei als Gemeindepräsident den Uetlibergkönig ohne Baubewilligung eigenmächtig bauen liess. 4. In unserem doch nicht grossen Spital wurden 2013 für die EDV-Anlage insgesamt 908 000 Franken ausgegeben. 132 700 Franken gingen wiederum an Sandhofer, dessen Vater im Spital einmal eine nicht sehr tragfähige Rolle gespielt hat. An wen zusätzlich die 776 000 Franken gingen, wollen uns die BK-Leute nicht sagen, obwohl sie dazu nach dem Gesetz verpflichtet wären. Es liegt also ein Computerskandal vor, der im Ausmass proportional dem Skandal im Bundeshaus nahe kommt, und niemand rührt einen Finger, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. 5. Im Budget finden wir jedes Jahr einen Posten im Umfang von jeweils zirka 280 000 Franken für «Beratun-

wie Stooss in Hedingen. Man kann es drehen und wenden wie man will: Auch wenn Einzelne kurzfristig zu profitieren scheinen, steigende Energiepreise schwächen den Standort Schweiz empfindlich. Um unter dem negativen Eindruck dieser mit viel Unsicherheiten versehenen Energiestrategie einer Volksbefragung aus dem Weg zu gehen, wird jeder nur erdenkliche Trick in Betracht gezogen, um eine Volksabstimmung zu vermeiden. Dass sich in den Medien, die sonst bei jeder Gelegenheit die Endzeit herbeischreiben, kein Widerstand regt, ist einmal mehr einer weltfremden Arbeitsplatz-feindlichen Mehrheit von Medienschaffenden zu verdanken, die keine Ahnung haben, was es braucht, um einen Betrieb zu führen. Der Traum von einer idealen Welt wird geträumt bis zum bösen Erwachen. Toni Bortoluzzi, Affoltern

gen» und sie wollen uns auch da nicht sagen, an wen dieses Geld konkret geht. Kurzum, in unserem Spital wird auf strategischer Ebene hilflos und eigenmächtig Geld verschleudert und politisch wenig sensibel gewirkt. Und weil dieser Behördenklüngel dicht zusammenhält, bleibt niemand übrig, um einzuschreiten und aufzuräumen. Aber immerhin sei die Frage erlaubt: Wie lange kann sich diese Chaos verursachende Truppe noch halten? Bestehend unter anderen aus zwei Gemeindepräsidenten und der ehemaligen Gemeinderätin Studer, die an der letzten DV-Sitzung, wo Budgetfragen aus ihrem Ressort behandelt wurden, nicht einmal anwesend war? Wie lange warten die Stimmberechtigten, bis sie den Geldhahn abstellen? Wie lange dulden wir diesen kaum lösungsorientierten, wenig begabten Behördenklüngel in unserem Spital? Weshalb fragte kein Delegierter, weshalb so viele Ungereimtheiten anstehen und keiner Lösung entgegengehen dürfen? Wann entziehen die Delegierten dieser BK das Vertrauen und wechseln sie aus? Mehr darüber in www.verein-zweckverband.ch. Für den Verein Pro Zweckverband Spital Affoltern: Hans Roggwiler


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Gewerbe/Dienstleistungen

Mörderischer Abend

«Singing Postman»

Krimiautor Klaus-Peter Wolf las in der Bibliothek Ottenbach. > Seite 14

Gospelchor Go To Spell singt mit Michael Williams auch am Chlausmärt Affoltern. > Seite 17

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«Polar Bear» Der Obfelder René Nüesch am Ultramarathon am Polarkreis. > Seite 23

Solarthermie-Anlagen optimal betreiben Schweizer entwickelt mit Partnern Web-basierten Funktions-Check Unterstützt vom Bundesamt für Energie (BFE) entwickelten die Egon AG und die Ernst Schweizer AG mit den Projektpartnern Industrielle Werke Basel, Meteotest und Steca Elektronik GmbH einen Web-basierten FunktionsCheck für Solarthermie-Anlagen. Der Funktions-Check ist ein Web-Tool, das ein Monitoring der Solaranlage mit detaillierter Auswertung ermöglicht. Benötigt wird lediglich ein Solarregler mit SD-Karte, der an der Anlage installiert ist und die Messdaten speichern kann. Diese werden periodisch auf ein Web-Portal hochgeladen, grafisch dargestellt und nutzerspezifisch aufbereitet.

Anhand der Messdaten führt der Funktions-Check eine detaillierte Analyse des Solarkreislaufs, der Speichertemperaturen, der Stagnationszustände, des Durchflusses und der erzeugten Solarenergie durch. Mit den Daten der Sonneneinstrahlung und der Aussentemperatur aus nahegelegenen Meteo-Stationen wird ausserdem ein Referenzertrag berechnet. Die Resultate dieser Detailanalysen können vom Servicepersonal abgerufen werden und geben wertvolle Hinweise für die Optimierung und Problembehebung des Sonnenkollektor-Systems.

Transparenz für Lieferant und Kunde Der Funktions-Check versichert dem Endkunden, dass die Anlage korrekt

installiert wurde und funktioniert, dass die Ertragsmessung richtig erfolgt, die Anlage den erwarteten Ertrag liefert und keine Folgeschäden aufgrund von kleinen Mängeln zu erwarten sind. Statistische Auswertungen unterstützen den Lieferanten bei der Optimierung von Produkten und Installationsanleitungen, zum Nutzen des Kunden. Der Funktions-Check hat die gründlichen Feldtests bestanden und wird ab sofort von der Ernst Schweizer AG als Dienstleistung angeboten. Damit optimiert Schweizer seine Service-, Wartungs- und Installationsleistungen weiter und bietet den Betreibern von Sonnenkollektor-Systemen zusätzlichen Nutzen und Sicherheit. (pd.)

Weihnachtliche Stimmung geniessen Advents-Apéro im Dorfzentrum von Mettmenstetten Das Gewerbe im Dorfzentrum von Mettmenstetten bedankt sich bei seiner Kundschaft und lädt zum jährlichen AdventsApéro am Sonntag, 7. Dezember, ein. Wer hätte vermutet, schon mitten im Dorfzentrum – nahe der Hauptstrasse – einen so ruhigen Ort zu betreten? Im «Rägeboge» kann und darf sich jeder Zeit nehmen zum Stöbern, Steine in die Hand nehmen, «Düften lauschen» wie die Japaner sagen und zum Entschleunigen. Renate Birkenmeier hält eine Vielzahl an Mineralien und Preziosen bereit und Steineberatung wird grossgeschrieben. Auch dürfen die beliebten Sternkerzen und handgemachten Engel aus dem Urnerland nicht fehlen. Bücher, Klangschalen und Feng-Shui Artikel wie die «Blume des Lebens» runden das vielfältige Angebot ab. Bei Margrith Graf von «Paper Pearls» finden sie edle Designstücke und von Hand gefertigte Unikate aus Papier. Die einzigartigen Perlen werden aus Zeitungen, Illustrierten, Zeichnungen oder sonstigen Papieren in liebevoller Handarbeit hergestellt. Aktuell finden sich im «Paper Pearls» Fonduegabeln nach Mass, passend zum Caquelon. Inspiriert von den kreativen Stücken, können Interessierte bei den regelmässig durchgeführten Workshops auch das persönliche Schmuckstück, den individuellen Schlüsselanhänger oder das passende Armband aus Papier drehen. Marianne Bischof ist bekannt für ihre fantasievollen Kreationen aus Keramik. Immer wieder überrascht sie aufs Neue mit ihren modernen Ideen, Formen und Farben, welche gekonnt mit klassischen Elementen verbunden werden. Im Atelier «zum Schärbe» finden sich nicht nur Dekorationsgegenstände, sondern auch viele Gebrauchs-

keramiken, die den Alltag beleben. Beim Anblick dieser Kreativität gelüstet es einen selber, Hand anzulegen und seine persönlichen Keramiken zu töpfern. Dies ist bei den regelmässig durchgeführten Kursen von Marianne Bischof möglich. Der eigenen Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

Eintauchen in Märchenwelten Im «Tröpfli», der Destillerie mitten im Dorf, brodelt, dampft und riecht es. Edle Destillate, Die Gastgeber am Mettmenstetter Advents-Apéro. (Bild zvg.) unverwechselbare Vieilles und herrliche Liqueurs entste- sonalen Blumenstrauss, um die Liebshen. Eintauchen in eine märchenhafte te zu überraschen. Neben täglich friGlitzerwelt aus Glas, heisst es hier. Ob schen Ideen kann man die eigene VorLastwagenfan, Golfer, Bienenzüchter, stellung einer kunstvollen FesttagsdeWeltenbummler oder Ballonfahrer – koration auf den gewünschten Termin beinahe jede Figur in der Flasche fin- bestellen und so der hektischen Weihdet sich im «Tröpfli». Ein Glasbläser ist nachtszeit gelassen entgegensehen. anwesend. Bei Kuchen und Glühwein Das passende Geschenk findet sich kann man sich vorweihnachtlich ver- auch in der Vitalis Drogerie. Mit den wöhnen lassen und eine individuelle sinnlichen Geschenken kann man Christbaumkugel selber herstellen. Es aber auch sich selbst verwöhnen und ist ein grosses Erlebnis für grosse und sich eine Oase der Ruhe in der hektikleine Kinder, selber Glasbläser zu schen Vorweihnachtszeit schaffen. sein – und eine Kostbarkeit nach Hau- Das motivierte Team um Geschäftsse zu tragen. Ein kleiner Flohmarkt führerin Andrea Seiler findet für jeden lädt zum Stöbern ein. Anlass das passende Geschenk und beSich von Düften, Farben und der rät kompetent in Gesundheitsfragen. Vielfalt der Natur berauschen lassen: Dieses Jahr werden die Kleinsten verBei Christine Nick vom «Fleur Creati- wöhnt: Die Kinder dürfen beim Lebkuve» findet man neben liebevoll zusam- chenverzieren ihrer Kreativität freien mengestellten Gebinden auch das pas- Lauf lassen und ihr Kunstwerk mit sende kleine Geschenk oder einen sai- nach Hause nehmen. (pd.)

Das ehemalige Wirtepaar Annemarie und Guido Eggerschwiler (links) und das neue Wirtepaar Agi und Silvio Kämpf vor dem Restaurant Spycher in Mettmenstetten. (Bild Salomon Schneider)

Spycher Mettmenstetten unter neuer Führung Agi und Silvio Kämpf übernehmen Das Restaurant Spycher in Mettmenstetten wurde während zehn Jahren vom Ehepaar Eggerschwiler betrieben. Sie gehen in Pension und übergeben das Heft ans ebenso erfahrene Wirtepaar Kämpf, das am 31. Januar 2015 zum Eröffnungs-Apéro einlädt. «Wir haben das Haus gesehen und uns sofort in sein Cachet verliebt», schwärmt Agi Kämpf vom Spycher in Mettmenstetten. Das Ehepaar Kämpf wohnt seit acht Jahren in Affoltern und ist deshalb im Säuliamt gut vernetzt. Silvio Kämpf hat sein gesamtes Berufsleben der Gastronomie gewidmet. 1976 hat er mit der Lehre als Koch angefangen, die Ausbildung zum diplomierten Hotelier-Restaurateur abgeschlossen und in verschiedensten Häusern im In- und Ausland gearbeitet. «Wir haben seit einiger Zeit die Augen offengehalten, nach einem schönen, kleinen Restaurant in der Region. Der Spycher hat unsere Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen», erzählt Silvio Kämpf. Er will im Spycher seine Gastrolaufbahn ausklingen lassen und Landküche auf gehobenem anzeige

Niveau anbieten: «Wir bieten unseren Gästen Schweizer Küche mit leichtem französischen Einschlag und dazu Schweizer Weine aus den besten Anbaugebieten und Lagen Helvetiens.»

Annemarie und Guido Eggerschwilers Dank an die Gäste Annemarie und Guido Eggerschwiler haben vergangene Woche an Agi und Silvio Kämpf übergeben. «Wir wollen uns bei allen Gästen für die Treue und die unzähligen schönen Momente bedanken», hält Annemarie Eggerschwiler fest und ergänzt: «Jetzt freuen wir uns auf den Ruhestand, mit mehr Zeit für Freunde, Familie und Reisen. Wir gehen aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge.» Momentan werden im Innen- und Aussenbereich einige Renovationen durchgeführt. Agi und Silvio Kämpf wollen das «Cachet» des Lokals aber unbedingt erhalten. Am 31. Januar 2015 lädt das Ehepaar Kämpf alte und neue Spycher-Gäste zum EröffnungsApéro ein. Mit einem langjährigen Mietvertrag ausgestattet, werden sie ab dann einen neuen Fixpunkt in der Säuliämtler Gastrolandschaft bilden. (sas)


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Vermischtes

Dienstag, 2. Dezember 2014

Ein «Mord» und dennoch viel gelacht! Krimiautor Klaus-Peter Wolf las in der Bibliothek Ottenbach Seine Bücher sind in 24 Sprachen erschienen und fanden bisher mehr als acht Millionen Käufer. Am Mittwochabend bereitet der deutsche Krimi- und Drehbuchautor Klaus-Peter Wolf, der auch als Verfasser von Kinder- und Jugendbüchern bekannt ist, in der Bibliothek Ottenbach einen vergnüglichen mörderischen Abend. ................................................... von urs e. kneubühl Mit «Moin», als Begrüssungsticket auf jedem Stuhl liegend, heisst der deutsche Schriftsteller Klaus-Peter Wolf die zahlreichen Interessierten am Mittwochabend zu seiner Lesung in der Bibliothek Ottenbach willkommen. Mit «Moin», erläutert der Krimi-BestsellerAutor, der auch als Verfasser von Kinder- und Jugendbüchern bekannt ist, könne man im zum «Moin-Gebiet» gehörenden Ostfriesland den ganzen Tag und die ganze Nacht über grüssen. Moin bedeute eben nicht nur Morgen, sondern es sei von «mooi», also schön oder gut, abgeleitet. «Und deshalb wünsche ich Ihnen damit einen mörderisch schönen Abend», begrüsst er verschmitzt und gesteht umgehend: «Ich habe bisher schon über fünfzig Menschen umgebracht, weshalb mich immer wieder erstaunt, dass trotzdem so viele Leute jeweils zu meinen Le-

sungen kommen.» Und damit ist man auch schon mittendrin in der Szenerie um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihren Kult gewordenen Kollegen Rupert, die für die Kripo Aurich knifflige Kriminalfälle lösen.

Für «Tatort» und «Polizeiruf 110» Drehbücher geschrieben Charmant, witzig und unterhaltsam berichtet Klaus-Peter Wolf, der auch für den «Tatort» und für «Polizeiruf 110» Drehbücher geschrieben hat, vorab aus seiner Schreibwerkstatt. Damit entführt er, regelrecht einnehmend, die gebannt lauschende Zuhörerschaft in die Stadt, in welcher der gebürtige Gelsenkirchener seit geraumer Zeit wohnt und die er als Handlungsort seiner fiktiven ostfriesischen KriminalGeschichten ausgesucht hat. Möglichst real beschreibt er in seinen Krimis Stadt, Gegend sowie Häuser, und selbst etliche Charaktere in seinen spannenden Geschichten finden sich tatsächlich auch körperhaft in und um Aurich. «Opfer und Täter ausgenommen…», bemerkt Wolf kichernd. Grinsen, Kichern und Lachen tut er oft an diesem Mittwochabend und steckt damit auch sein Publikum an. Und daher wird hinterher, wenn Wolf aus «Ostfriesenfeuer», dem achten Teil seiner Ann-Kathrin-Klaasen-Reihe, liest herzhaft viel gelacht – trotz «Mord». Wolf unterhält bestens, ob er nun eine seiner zahlreichen Anekdoten er-

Mit Charme, viel Humor und grosser Spannung gestaltete der Ostfriesen-KrimiAutor Klaus-Peter Wolf seine Lesung in der Bibliothek Ottenbach. (Bild kb.)

zählt oder einige Seiten aus seinen Krimis vorliest. Da schlüpft er, genauso wie beim Schreiben, wie er sagt, in die verschiedenen Figuren und schildert die Situationen packend aus den verschiedensten Perspektiven. Mal ist er ganz listiger Mörder, dann genauso schlaue Kommissarin oder eben auch Rupert, der Macho und Besserwisser. Dazwischen erfreut Wolfs Ehefrau Bettina Göschl, selbst Kinderbuchautorin und Liedermacherin, mit Eigenkompositionen. Die ausgebildete Erzieherin, deren Kinderlieder aus Fernsehsendungen wie «Singas Musik Box» bekannt sind, fügt damit dem Leben des Autors noch eine weitere, ebenso amüsante Perspektive hinzu. Es ist ein gelungener Abend in der Bibliothek Ottenbach, voller Spannung und mit viel Witz. Und die bestens unterhaltene Zuhörerschaft erfährt zum Schluss auch noch, dass der neueste Band der Serie – Ostfriesenwut – bald fertig ist. Wolf hält dazu das handschriftlich in ein A4-Notizheft geschriebene Manuskript hoch und nennt als Erscheinungsdatum Mitte Februar 2015. «Allerdings», fügt er geradezu schelmisch an, «ist der Mörder zurzeit noch nicht dingfest gemacht. Ich rate Ihnen folglich, nur gruppenweise nach Hause zu gehen, denn ich verliere nur ungern Leserinnen oder Leser.» Mit derart präzise sitzenden Pointen taugt der leidenschaftliche Erzähler durchaus auch als bester Entertainer.

«Ich wusste nicht, dass es so einfach ist» Sekundarschüler zeigten Senioren den Umgang mit Smartphones Eines der vielen gängigen Klischees ist, dass Alter und Technik nicht zusammenpassen. Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule ObfeldenOttenbach zeigten Seniorinnen und Senioren an einem Informationsabend, wie der Umgang mit digitaler Technik schnell gelernt werden kann. ................................................... von salomon schneider

«Lichtschwan», Werke von Markus Bösch werden neben Bildern von Regula Wetter und Ruth Roth in der Galerie 100, Affoltern, gezeigt - auch am kommenden Sonntagsverkauf vom 7. Dezember. (Bild zvg.)

20 Prozent für das Kinderspital Affoltern Sonntagsverkauf der Galerie 100 Die Affoltemer Galerie 100 an der Zürichstrasse 100 macht am Sonntagsverkauf vom 7. Dezember mit und spendet 20 Prozent des Verkaufserlöses für einen guten Zweck. Bedacht mit dem freiwilligen Geschenkbetrag wird das Kinderspital Affoltern. Die Galerie 100 hält am Sonntagsverkauf von 10 bis 19 Uhr eine grosse Auswahl von Bildern der Kunstschaffenden Regula Wetter, Ruth Roth und Markus Bösch bereit. Es sind vielfältige Werke sowohl in der Thematik, als auch von den angewandten Maltechniken und den Formaten her. Ruth

Roths Landschaften etwa sind reich an zarten Farbnuancen und strahlen Ruhe und eine innige Ehrfurcht vor der Natur und dem Sein aus, während die Bilder von Regula Wetter von Farbe, Formen und der Symbolik von Zeichen und Heilzahlen bestimmt sind. Markus Bösch, Künstler und Kurator der Galerie 100, zeigt Bilder in heller Mischtechnik mit Stufenmalerei, wobei er Botschaften des Weltgeschehens intuitiv und lichtvoll umsetzt. (kb.) Galerie 100, Zürichstrasse 100, Affoltern, www.galerie100.ch. Am Sonntagsverkauf vom 7. Dezember 2014, 10 bis 19 Uhr, gehen 20 Prozent des Verkaufserlöses als Spende an das Reha-Zentrum des Kinderspitals in Affoltern.

Über 40 Seniorinnen und Senioren aus Obfelden, Ottenbach und Rifferswil fanden sich im Singsaal Chilefeld in Obfelden ein, um sich von Jugendlichen, sogenannten «Digital Natives», den Umgang mit Smartphones erklären zu lassen. Die Idee zum Anlass stammte aus der Obfelder Kommission für Altersfragen. Die Schule nahm die Idee auf und es meldeten sich je vier Schülerinnen und Schüler freiwillig, unter der Führung von Lehrer Johan Lendenmann, einen Informationsabend zum Thema Smartphone zu erarbeiten. Die Jugendlichen hatten bei der Ausgestaltung von Inhalt, Präsentation, Flyer und Konzept komplett freie Hand.

Tastensperre, Flugzeugmodus und Hill Climb Racing Die Präsentation richteten sie so ein, dass ein i-Phone direkt am Beamer angeschlossen wurde und ein Android Handy über einen Live-Projektor. So konnten sie Lösungen für beide Systeme gleichzeitig präsentieren. Die Jugendlichen teilten ihre Präsentation in Themenblöcke ein, die Themen von Einschalten, über Cloud-Lösungen bis zu Spielen behandelten. Anschliessend konnten die Besucher konkrete Fragen stellen, was rege genutzt wur-

Senioren und Seniorinnen erklären den Jugendlichen ihre Probleme bei der Benutzung ihrer Smartphones. (Bild zvg.) de. Als Abschluss zeigten sie, wie dynamisch ein Gruppenchat mit «whatsapp» funktioniert. Anschliessend folgte die Computeria – Kaffee, Kuchen und persönliche Sprechstunden bei den Jugendlichen. Aussagen wie: «Das ist ja gar nicht so kompliziert», und «So etwas hätte es schon lange gebraucht», zeigten, wie gross der generationenübergreifende Respekt an diesem Abend war. Aufgrund des grossen Zuspruchs werden 2015 Sprechstunden eingerichtet. «Wenn diese auf Zuspruch

stossen, wollen wir das Angebot institutionalisieren», meint René Périsset von der Kommission für Altersfragen. An die Sprechstunden, sind Seniorinnen und Senioren aus Ottenbach, Obfelden und dem Bezirk Affoltern eingeladen. Sie können mit dem Smartphone oder dem herkömmlichen Natel kommen. Sprechstunden der Schüler 2015, immer von 14 bis 16 Uhr: Obfelden, ref. Kirchgemeindehaus: 20.01., 17.02., 14.04. und 19.05. Ottenbach, Bibliothek: 17.3.


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Lüpfiges Liedgut und Innerschwyzer Natur-Jutz Jahreskonzert der Aemtler Jodlerfründe in Kappel

Moderator Hans Arnold.

Aus vollem Herzen jodeln: Gesamtauftritt der Aemtler und Urner Jodler. (Bilder Martin Mullis)

Einmal mehr begeisterten die Aemtler Jodlerfründe an ihrem Jahreskonzert die Fans der Volksmusik. Am traditionellen und beliebten Jodleranlass trat auch eine hochkarätige Gastformation aus dem Urnerland auf.

mand wäre in der Lage am traditionellen Jodlerevent in Kappel seine Ohren zu verschliessen. Für die Volksmusikfreunde und Jodlerfans aus dem Säuliamt und der weiteren Umgebung gilt nämlich das Jahreskonzert der Aemtler Jodlerfründe längst als Highlight in der Agenda der Folklore-Anlässe. Bereits der erste Auftritt auf der Bühne des Gemeindesaals in Kappel bot das bekannte sowohl charakteristische wie auch heimelige Bild: Eine Schar gestandener Männer mit den Händen im Hosensack und drei Jodlerinnen in der Mitte, voller Enthusiasmus ihren Gästen einen fröhlichen und musikalisch hochstehenden Abend zu bieten. Mit dem heimischen Liedgut und den typischen Titeln wie «Spätsummertag», «Luusbueb» und «Blyb no es bitzli da», trafen die Volksmusikanten den

................................................... von martin mullis «Chum und lueg» hiess das diesjährige Motto der Aemtler Jodlerfründe, die Aufforderung der Jodler war allerdings nicht wirklich erforderlich, war doch der Gemeindesaal in Kappel am Albis bis auf den letzten Platz ausverkauft. Dass die Aemtler Jodler ihre Fans nicht auch zum Hören aufforderten, war irgendwie selbstverständlich, nie-

Geschmack der Gäste punktgenau. Diese dankten den Jodlern immer wieder mit langanhaltenden und hie und da auch spontanem Applaus.

Begeisterte Gäste und wahre Lachsalven Die fröhlichen Lieder und Juchzer folgten Schlag auf Schlag und lösten unter den Folkloreliebhabern immer wieder wahre Begeisterungsstürme aus. Die rund 300 Besucher, welche Präsident Franz Gräzer herzlich willkommen hiess, wurden im Laufe des Abends blendend unterhalten. Zur guten, ja ausgelassenen Stimmung beigetragen haben aber nicht nur die Jodlerinnen und Jodler. Für eigentliche Lachsalven sorgte ein ganz spezieller Moderator. Hans

Arnold, Gemeinderat in Kappel, Bürger von Schattdorf und Heimwehurner sorgte mit seinen Ansagen für Lachsalven. Die Mitglieder der Gastformation Jodlerklub «Bärgblüemli», aus ebendiesem Schattdorf, hatten denn auch keine Mühe den Dialekt von Moderator Arnold zu verstehen. Dieser führte gekonnt schlagfertig und launig durch den Abend.

Kräftige Männerstimmen boten musikalischen Genuss Die Jodler aus dem Urnerland boten einen hervorragenden musikalischen Genuss. Ihre zwei Jodlerinnen ergänzten die kräftigen Männerstimmen ausgezeichnet. Insbesondere die Leiterin des Chores, Erika Zanini-Brun, stach stimmlich besonders heraus. Der mu-

sikalische Reigen der beiden Vereine und der in den verschiedensten Jodler-Formationen auftretenden Säuliämtler wurden umrahmt mit Einlagen vom Schwyzerörgeli-Quartett «Ennetmooser Gruess» welche am späten Abend dann auch noch zum Tanz aufspielten. Das Solo und die Duette jeweils begleitet von Luzia Strickler am Akkordeon, fanden ganz besonderen Anklang bei den gutgelaunten Gästen. Mit «Buurebrot» und einer zünftigen Speckseite sowie der Gewissheit, begeisterte Säuliämtler Volksmusikfreunde zurückzulassen, verliessen die Urner Gäste Kappel. Sicher ist auch, dass die Aufforderung «Chum und Lueg» an die Anhänger und Bewunderer auch nächstes Jahr nicht zwingend notwendig sein wird, um den Gemeindesaal in Kappel zu füllen.

Mit allen Sinnen genossen und amüsiert Kulinarischer und musikalischer Abend in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern Den Besuchern dieses Anlasses in der Buchhandlung Scheidegger wurde bei der Präsentation eines reich illustrierten Kochbuches nicht nur der Speck durch die Nase gezogen. Ursula und Martin Grob kochten, Autorin Christina Hubbeling erzählte vom Kochen und das «Duo Kur und Bad» steuerte musikalische Leckerbissen bei. ................................................... von regula zellweger Am vergangenen Samstag schnupperten die Leute bereits beim Eintreten in die Buchhandlung Scheidegger. Speckgugelhopf und Thunfischcake fesselten im Laden den Geruchsinn, aus den hinteren Räumen konnte man weitere aromatische Duftnoten wahrnehmen. Das nächste Nasen- und Gaumenerlebnis bescherte der Crémant de Bourgogne, der von Myriam und Roland Bulliard ausgeschenkt wurde. Buchhändler Martin Grob hatte an diesem Abend die Rolle des Gastgebers, Kochs und Moderators. Er führte in den Abend ein und Christina Hubbeling erzählte von ihrem ersten Kochbuch. Dass die Journalistin Frankreich, und ganz besonders das Burgund liebt,

war schnell klar. Frankreich, Kochen und Essen. Seit dem Sommer 2011 publiziert sie jede Woche ein Rezept im «Stil»-Magazin der «NZZ am Sonntag». «Es handelt sich nicht um eigentliche Französische Küche, es ist der französische Esprit, der in meinen Rezepten zu spüren ist», erklärte die Kochexpertin, «Gerichte, von denen man sich gut vorstellen kann, dass sie in einem Landhaus serviert werden.» Sie weiss wovon sie spricht, ist sie doch mit Mann und beiden Kindern oft im Burgund, in der Nachbarschaft eines Schlösschens, wo auch viele der stimmungsvollen Fotografien von Juliette Chrétien aufgenommen worden waren.

Festliches Dinner auf Klappstühlen Im Buchlager setzte man sich auf Klappstühlen zu Tisch. Bereits die ganze Woche hatten Martin und Ursula Grob nach einem genauen Zeitplan die fünf Gänge für über sechzig Gäste vorbereitet. Auf den Apéritif folgte eine Selleriesuppe mit Birne, danach Terrinen und Salat, dann konnte man wählen zwischen geschmortem Rindfleisch oder Hühnchen im Rotwein, Vegetarier bekamen Kastanienrisotto. Zwischen den Gängen unterhielt das «Duo Kur und Bad» die Gäste und

brachte sie zum Lachen und zum Mitsingen. Mit den musikalisch-theatralisches Szenen von Markus Landolt und Claude Hutter und der Weinauswahl der Weinhandlung am Küferweg kam schnell gute Stimmung auf und die bunt zusammengewürfelte Gästeschar unterhielt sich schnell, als würde man sich schon ewig kennen. Myriam Bulliard erzählte über die Entstehungsgeschichte der Weinhandlung am Küferweg und brachte in Erinnerung, dass die Weinhandlung noch immer, trotz Besitzerwechsel, zu Ladenöffnungszeiten in Obfelden besucht werden kann – und dass es auch das beliebte, jährliche Buch noch immer gebe. Christina Hubbeling berichtete von ihrer Arbeit als Journalistin und Erfinderin von Rezepten. Ihre Kinder teilten Wettbewerbsformulare aus, sammelten sie ein und zogen auch den Gewinner für die zwei Tage Aufenthalt im Château-de-Vale. «Wir werden auch hinfahren», meinte Ursula Grob bestimmt. Eine Ruhephase haben Martin und Ursula Grob wahrlich verdient nach dieser kulinarischen Meisterleistung. Dankbar erwähnten sie das Pöstli im Aeugstertal, das schon für den letztjährigen Gourmetanlass bei Scheidegger die riesigen Gaskocher und Pfannen zu Verfügung gestellt hatte.

Christina Hubbeling (vorne) stellte beim Apéritif ihr erstes Kochbuch «Esprit de Campagne» vor. (Bild Regula Zellweger) Lokale Anbieter berücksichtigen Das Dessertbuffet und die Käse aus dem Burgund, geliefert von Chäs-Stöckli in Affoltern, stellte die Besucher nochmals vor eine schwierige Wahl. Und schon fragte man nach dem nächsten Kochbuchabend in der Buchhandlung. «Wir wissen es noch nicht», war die unbestimmte Antwort. Die Buchhandlung praktiziert mit sol-

chen Anlässen Kundenbindung auf oberstem Niveau. Christina Hubbeling betonte, wie wichtig es ihr sei, beim Einkaufen die regionalen Produzenten zu berücksichtigen. Nach diesem Abend nahm man es sich einmal mehr vor, im Säuliamt einzukaufen und damit einen kleinen Beitrag zu leisten, dass unsere Buchhandlung oder der Weinladen am Küferweg überleben und ihre Kunden weiterhin verwöhnen können.


veranstaltungen

Klarinette, Trompete und andere Instrumente: Schülerinnen und Schüler der Musikschule Knonauer Amt spielen am 6. Dezember in Hausen. (Bild zvg.)

Adventskonzert in Hausen Musikschule in der reformierten Kirche Schülerinnen und Schüler der Musikschule Knonauer Amt spielen zum Beginn der Adventszeit am Samstag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Hausen. Zu hören sind Vorträge auf Panflöte, Gitarre, Marimba, Klarinette, Saxofon, Horn, Trompete und Posaune. Als Abschluss spielen

alle Beteiligten gemeinsam, und das Publikum ist eingeladen mitzusingen. Das Konzert mit Einzelvorträgen und Ensembles dauert etwa eine Stunde. Der Eintritt zum Konzert ist frei, es wird eine Kollekte erhoben. Die Musikschule Knonauer Amt freut sich auf ein zahlreiches Publikum. (pd.)

Adventszauber im Kloster Kappel Abwechslungsreiches Programm am 7. 12. Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie zur Feier des 2. Advents. Beginn um 11 Uhr mit einem offenen Singen in der Klosterkirche, ab 12 Uhr Kreativateliers und Verpflegung, 14 Uhr und 15.30 Uhr Adventsgeschichten hören, durchgehend Kaffeestube und Verkaufsstände bis 18 Uhr. Sich gemeinsam auf die Adventszeit einzustimmen, das ist die Idee des Angebotes Adventszauber im Kloster Kappel. Sei es beim gemeinsamen Singen, beim Kerzenziehen im Gartenhaus, beim Binden von Strohsternen

oder eines Adventsgestecks, beim Verzieren eines Lebkuchens, beim Giessen von Wachssternen im Blumenkeller oder beim Blasen einer Weihnachtskugel – Das Kappeler Team freut sich auf viele Kinder mit ihren Eltern, Gottä, Götti, Grosseltern, oder anderen Begleitpersonen, die eintauchen ins adventliche Feiern und Tun. Für glänzende Kinderaugen sorgen gewiss die Adventsgeschichten. Adventsund Weihnachtsbücher und andere kleine Geschenke stehen zum Verkauf bereit. Für eine einfache Verpflegung ist gesorgt. (pd.)

Adventskonzert in Affoltern Am 7. Dezember in der ref. Kirche Am diesjährigen Adventskonzert wird der Kirchenchor Affoltern zusammen mit Gastsängern die Messe de Minuit und das Te Deum des französischen Barockkomponisten Marc Antoine Charpentier aufführen. Diese Kirchenmusikwerke mit altkirchlichen Texten stehen ganz im Zeichen der hochbarocken Klangpracht zur Zeit des Sonnenkönigs. In der Messe, eine sogenannte Parodiemesse, werden altfranzösische Weihnachtslieder auf fantasievolle Art und Weise verarbeitet und verwendet. Orgel-, Gesangs- und Instrumentalsoli, sowie prächtige Chöre bringen die Zuhörer in vorweihnächtliche Stimmung. Das Te Deum, bei welchem Oboen, Trompete und Pauke effektvoll zum Einsatz kommen, wurde berühmt durch die bekannte Eingangsmelodie welche heute als Eurovisionsmelodie verwendet wird. Es besteht aus einem

eindrücklichen abwechslungsreichen Potpourri aus Soli, Orchesterpartien und Chören sowie der imposanten Schlussfuge «In Te Domine speravi». Als Besonderheit werden die Werke in italienischem oder französischem Kirchenlatein gesungen, um einen möglichst authentischen Klang hervorzubringen. Begleitet wird der Chor vom Barockorchester La Compagna, ein Ensemble mit hervorragenden Musikerinnen und Musikern. Ein tolles Solistenensemble wird die wundervollen Solopartien präsentieren. Man lasse sich diesen Genuss französischer Barockmusik nicht entgehen und stimme am Ende des Konzerts mit ein in das bekannte Weihnachtslied «Hört es singt und klingt mit Schalle» (Praetorius: Quem pastores laudavere) in einer Fassung aus dem reformierten Kirchengesangbuch. Reformierter Kirchenchor Affoltern, mit Gastsängern, Musikern und Solisten unter der Leitung von Rico Zela. Reformierte Kirche Affoltern, Sonntag, 7. Dezember, 17 Uhr.


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Gospelchor Go To Spell singt mit Michael Williams auch am Chlausmärt Der «Singing Postman» verbindet Musik und Glaube zu Lebensfreude «Go To Spell» wird nicht nur durch Michael Williams als Solist getragen. Als tragende Frauenstimme amtet auch dieses Jahr Beatrice Bott. Ihre Stimme fällt auf und bezaubert, lässt staunen und geniessen. Sie muss den Vergleich mit einer dunkelhäutigen Gospelsängerin nicht scheuen, fast scheint es, als sei sie mit «Soul-Seele» geboren worden.

................................................... von susanne crimi «Let me say something to you…» Michael springt förmlich bei der Gesangsprobe des Gospelchors «Go To Spell» in Bremgarten. Mit seinem charmanten, amerikanisch gefärbten Akzent wendet er sich eindringlich an die Teilnehmer des diesjährigen Gospelprojektes, dass sich aufgrund seiner Initiative zum ersten Mal 2007 formiert hat. «Ihr müsst richtig hinhören, wenn ihr den Song singt! Jesus loves you…ist das nicht herrlich? Lasst die Freude in eure Stimme, er liebt euch – einfach so – ist doch wonderful!» Seine Worte wirken und werden sofort hörbar umgesetzt. So oder ähnlich wird es auch bei den afro-amerikanischen Gottesdiensten in den vereinigten Staaten sein. Die Begeisterung und die Lebensfreude schwappen über und der Zauber steckt an. Michael Williams, auch als «Singing Postman» bekannt, will zusammen mit singbegeisterten Menschen mit Spirituals und Gospels speziell in der Weihnachtszeit Freude bereiten. Mit der Realisierung der diesjährigen Konzerte geschieht dies bereits in der fünften Auflage.

Liebevoll, tröstend und kraftvoll Mit viel Sachkunde und Geduld leitet der Dirigent Thomas A. Friedrich die Proben und die Konzerte. Alle einstudierten Songs sind von ihm arrangiert

Einnahmen werden an Hilfsorganisation gespendet Musikalisch begleitet wird «Go To Spell» von den Pianisten Martin Eigenmann oder alternativ von Bettina und Roland Bärtschi. Damit möglichst viel des Reinerlöses aus den Kollekten gespendet werden kann – es wird immer eine Hilfsorganisation aus der Umgebung berücksichtigt – verzichtet Michael A. Williams immer auf seine Gage. Dieses Jahr wird das Väterhaus in Brugg unterstützt (www.zwueschehalt.ch). Konzertdaten im Säuliamt: Samstag, 6. Dezember, 19 Uhr, ref. Kirche Obfelden; Sonntag, 7. Dezember,

Michael A. Wiliams unterstützt vom Chor Go To Spell. (Bild zvg.)

um 15.30 Uhr am Chlausmärt in Affoltern; Sonntag 28. Dezember 17 Uhr, kath. Kirche Affoltern.

und immer wieder versteht er es, den Laiensängern den nötigen «Groove» für diese spezielle Art Kirchenmusik zu vermitteln. Genauso feinfühlig stellt er die Gospels, die gesungen werden dem Publikum vor – alle Anwesenden sollen bei den Konzerten den «Spirit», den Geist und die Magie die-

ser Musik geniessen und erleben. Der erste Teil der diesjährigen Konzerte vermittelt die erwähnten liebevollen, tröstenden, kraftvollen und Hoffnung schaffende Worte. Speziell an den Gospels ist, dass keine Drohungen, keine Verdammnis, keine Sünden, die gesühnt werden

müssen, ausgesprochen werden. Im zweiten Teil der Vorführung darf sich das Publikum weihnachtlich einstimmen lassen. Das Christkind, das Geschenk Gottes an die Menschheit, die weihnachtliche Verkündung «des grossen Wunders Jesus» ist das zentrale Thema.

In der Umgebung: Sonntag 30. Nov. 17 Uhr, Kath. Kirche Zufikon, Sonntag 21. Dezember, 18 Uhr ref. Kirche, Möhlin, Samstag 27. Dezember, 19 Uhr, ref. Kirche Widen, Freitag 2. Januar, 17 Uhr kath. Kirche Mellingen, Samstag 3. Januar, 19 Uhr kath. Kirche Waltenschwil und Sonntag 4. Januar, 17 Uhr kath. Kirche Wohlen. Eintritt frei/Kollekte.

«Bevor ich einen Plattenladen betrete, bin ich ganz nervös» Tom Künzler stellt in der Bibliothek Mettmenstetten aus

Christina Jaccard hat eine «schwarze» Stimme. (Bild zvg.)

Christina Jaccard – Gospel «from the heart» 5. Dezember, in der Kirche Hedingen Ein Gospelabend mit der Sängerin Christina Jaccard und ihren Mitmusikern Dave Ruosch, Piano, Céline-Giulia Voser, Cello, und Andreas Mötz, Schlagzeug, wird die Zuhörenden auf Weihnachten einstimmen.

mit seinem Pianospiel den authentischen Teppich dazu. Das Cello verleiht der Tradition des Südstaaten-Gospels eine einzigartige Färbung, wodurch die besinnlichen Balladen nebst den temperamentvollen Songs einen feierlichen «Chamber-Sound» gewinnen.

Blues, Soul und Gospel sind die Stützpfeiler der afro-amerikanischen Musik. Die Zürcher Sängerin Christina Jaccard beherrscht sie alle. Mit Spiritualität und emotionaler Kraft macht Christina Jaccard die eigentliche Bedeutung des Gospels spürbar. Wenn sie singt, mit ihrer viel gelobten Stimme, reisst sie alle mit. Das musikalische Fundament bilden Swing, Soul und Blues sowie die unbändige Lebensfreude des Boogie und Stride mit Perlen unter anderen von Sister Rosetta Tharpe und Mahalia Jackson dazu kommen eigene Kompositionen. Die Pflege dieses Stils darf in unseren Breitengraden als Rarität bezeichnet werden. Dave Ruosch legt

Kontraste durch vertonte Psalmen Eine innovative Bereicherung ist gewiss die Vertonungen der PsalmenGedichte des reformierten Theologen Georg Schmid, mit dem das JaccardRuosch-Team stilistisch einen geschmackvollen «einheimischen» Kontrapunkt setzt. Der Gemeindeverein Hedingen will mit diesem Vorweihnachtskonzert in der Kirche Hedingen das Publikum verzaubern und freut sich auf zahlreiche Besucher. Platzreservierung ist nicht möglich. (Barbara Thürig) Konzert am Freitag, 5. Dezember, um 20.15, in der Kirche Hedingen. Eintritt frei, Kollekte.

Der gelernte Grafiker Tom Künzler macht zweieinhalbdimensionale Papiercollagen. Bis zum 31. Januar 2015 werden seine Werke in der Bibliothek Mettmenstetten ausgestellt. ................................................... von salomon schneider

klebt die Fotografien mit 1,5 bis zwei Millimeter dickem Klebeband aufeinander. So entstehen Flächen mit unterschiedlicher Tiefe.

Jedes Cover hat seinen Hintergrund «Das Schwierige ist, dass in verschiedenen Perspektiven Licht, Schatten, und Farbintensität nie gleich sind. Dies alles anzupassen ist eine Herausforderung», erklärt Tom Künzler. Bekannt wurde er durch seine Bilder von Plattenläden: «Ich bin Musiker und Plattenfan. Bevor ich einen Plattenladen betrete, bin ich immer ganz nervös. Plattenläden gehören zu den

Tom Künzler ist Familienvater, Art Director in einer Werbeagentur und freischaffender Künstler. Wenn die Arbeit getan ist und die Kinder im Bett sind, zieht er sich in sein Atelier zurück, konzeptualisiert, bearbeitet, schneidet und klebt. Seine Bilder sind eigentlich Fotografien. Für ein Bild macht er mehrere hundert Fotos vom Gesamten, aus verschiedenen Perspektiven und von Details. Mit dem Photoshop setzt er die Fotografien anschliessend zu einem grossen Ganzen zusammen. Mit dieser Technik sind neue, in der Realität nicht vorkommende Perspektiven möglich. Nach dem Bearbeiten druckt er sie vier Mal aus, schneidet sie zurecht und Tom Künzler wühlt in einem seiner Plattenläden. (Bild zvg.)

kunstvollsten Orten der Welt. Jedes Cover und jeder Inhalt ist ein Kunstwerk.» Künzler geht bei der Gestaltung seiner Bilder mit extremer Detailverliebtheit vor: «Ich tausche jedes Plattencover aus.» Dabei achtet er darauf, dass die Anordnung der Cover Geschichten, Witze und Statements enthalten. «Nirvana-Alben stehen beispielsweise oft neben Neil Youngs Alben, da Kurt Cobain in seinem Abschiedsbrief Neil Young zitierte», erzählt Künzler. Auf jedem Bild können zahllose Details gefunden werden, mit denen der Künstler oft selbstironisch Geschichten erzählt.


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«Globi hilft dieses Jahr auch mit»

«Wenn Elfen helfen …»

Chlausmärt Affoltern am 7. Dezember – Interview mit dem Samichlaus

«... entstehen zauberhafte Weihnachtskugeln.» Bastelspass für Kinder zwischen vier und acht Jahren im Familienzentrum.

Trainierte Läufer, schöne Stände, gutes Essen und ein Konzert mit dem «Singing Postman» Michael Williams und dem Chor «Go To Spell» machen den Chlausmärt Affoltern aus. Was meint der Namensgeber zum Anlass?

In der Märtgalerie entsteht ein orientalisches wunderschön dekoriertes Café. Das lässt die Winterkälte verschwinden und von Wüste und Sonne träumen. Da wird es mir gleich ganz warm in meinem roten Mantel.

«Anzeiger»: Grüezi Samichlaus. Danke für die Zeit, die du dir nimmst. Warum sollen die Leute deiner Meinung nach an den Chlausmärt kommen? Samichlaus: Der Markt an der Oberen Bahnhofstrasse hat schon Tradition und bereits einige Male sein «Gesicht» verändert – zuerst war er ein kleiner Geheimtipp zu den grossen Adventsmärkten in der Umgebung, damals noch an der «alten Strasse». Mit der neuen Strasse und dem grossen Platz vor dem Kasino Kopfbau sind neue Möglichkeiten entstanden, dem Chlausmärt eine spezielle Ausrichtung zu geben. Was ist anders als bei anderen Märkten? Zuerst zu erwähnen ist natürlich der Chlauslauf, der seine Laufstrecke immer an diesem Märt-Sonntag durch einen Teil des Marktes führt. Alle Jahre wieder treffe ich dabei auf sportliche Männer und Frauen, auch Kinder hat es immer dabei. Am Schluss darf ich den Siegern jeweils gratulieren – das freut mich immer besonders. Früher, als ich noch jünger war – und etwas leichter – bin ich auch gerne mitgejoggt. Heute überlasse ich das den trainierten Leuten vom LV-Albis. Und sonst? Die vielen liebevoll gestalteten Stände sind immer einen Besuch wert,

Schmutzli und Samichlaus sind gerne am Chlausmärt. (Bild zvg.) sehr viele schöne Sachen, die oft in Handarbeit hergestellt wurden, gibt es zu entdecken. Traditionelles, Modernes, aus Wolle, Beton, Holz, Gips, und allem Möglichen, das sich gut als Geschenk eignet. Auch die vielen Stände,

die für gemeinnützige Werke sammeln, sollten beachtet werden. Ausserdem gibt es Pizzas aus dem Holzofen, Glühwein, Alpkäse, Gegrilltes und Gebackenes – und natürlich die feine Salciccia beim Skiclub Italiano.

Wann und wie lange findet der Chlausmärt statt? Der Markt und der Lauf beginnen um 10 Uhr am Sonntagmorgen. Um 12 Uhr ist bereits die Siegerehrung der Läufer. Zusammen mit meinem treuen Schmutzli bin ich also den ganzen Tag an der Strasse und zwischen den Ständen anzutreffen. Wir zwei verteilen im Auftrag der Voba Nüsse, Mandarinen und sonstige feine Sachen. Über Versli freu ich mich ganz besonders, stehe immer auch für Fotos zur Verfügung und freu mich auf Kinder jeden Alters. Letztes Jahr durfte ich drei Nuggis entgegennehmen von Kindern, die ab dann keinen mehr brauchen – wer weiss, vielleicht sind es dieses Jahr noch einige mehr? Globi hilft mir dieses Jahr auch tatkräftig mit am Nachmittag und umarmt auch viele Kinder. Er ist von der Buchhandlung Scheidegger eingeladen worden. Um 15.30 Uhr stimmt der «Singing Postman» Michael Williams, unser Pöstler, zusammen mit seinem Gospelchor «GoToSpell» wunderschöne Gospels zum Zuhören und Mitsingen an. Auf der Bühne vor dem Kasino-Kopfbau kann man ihnen zuhören – das werde ich auf keinen Fall verpassen. Wenn es dann gegen Abend dunkel wird und die Stände so schön beleuchtet sind, gibt es einen feierlichen Schluss bis 18 Uhr. Interview: Susanne Crimi

Am 13. Dezember von 14 bis 16 Uhr findet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein Bastelkurs für Kinder statt, die sich beim Herstellen eines einzigartigen Weihnachtsgeschenks für die ganze Familie kreativ austoben möchten. Es wird mit bunten und einfachen Materialien gearbeitet: Kugeln, Moosgummi, Glitzersteine, Perlen. Zwei geduldige und liebevolle Mütter, Frances Machui (Mitarbeiterin Kurswesen) und Michelle Furter (Leitung Kurswesen), unterstützen die Kinder dabei. Es wird empfohlen eine Schürze mitzubringen oder alte Kleider anzuziehen, die schmutzig werden dürfen. (pd.) Weitere Infos und ganzes Veranstaltungsprogramm unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmelden bis Freitag, 5. Dezember, über die Homepage oder Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter).

Dem Biber auf der Spur Was ist eine Biberrutsche? Wo wohnt der Biber? Wie verbringt er den Winter? Antworten darauf liefert die öffentliche Exkursion der Stiftung Reusstal vom Sonntag, 7. Dezember. Treffpunkt ist um 9 Uhr beim öffentlichen Parkplatz Brücke Rottenschwil (linksseitig). Von dort begeben sich die Teilnehmer gemeinsam auf Spurensuche und erfahren viel Spannendes über den Biber und seine Rückkehr an die Reuss. Die Exkursion dauert rund zwei bis zweieinhalb Stunden. (pd.)

Konsumieren, kaufen – und damit Gutes tun Gut besuchter Basar in der Brunnmatt in Obfelden Mehr als 12 000 Franken resultierte aus dem Basar der ökumenischen Basargruppe in Obfelden. Je die Hälfte des Erlöses gehen ins Spital von Bembéréké (Bénin) und ins Wallis zugunsten eines Wasserprojekts. Sie war am Samstag durchwegs gut frequentiert, die Festwirtschaft in der Obfelder Brunnmatt. Besucherinnen und Besucher verköstigten sich mit Spaghetti, einem Glas Wein und machten auch rege Gebrauch vom reichhaltigen Dessertbuffet. Aber die Gäste blieben nicht einfach sitzen,

sondern besuchten die rund um die Festwirtschaft angelegten Stände. Und zückten auch dort ihre Geldbeutel. Mit dem Kauf von Advents- und Türkränzen, Backwerk und anderem wird traditionellerweise das Spital in Bembéréké unterstützt. Die andere Hälfte des Erlöses fliesst in ein schweizerisches Projekt. Dieses Jahr werden Bemühungen der Schweizer Berghilfe unterstützt, die in Törbel (Wallis) Hilfe für ein Wasserleitungsprojekt leistet. Der Afrika-Stand von Annelies Meier stand besonders im Fokus. Während gesamthaft 37 Jahren war sie, die zuvor auch in Obfelden gelebt hat, in Bembéréké als Krankenschwester bzw.

als Pflegefachfrau tätig und in den letzten 20 Jahren ihrer Tätigkeit als Berufsschullehrerin verantwortlich für die Ausbildung. Seit vier Jahren ist Annelies Meier pensioniert und wohnt in Muri, ist aber seither wieder drei Mal nach Afrika gereist – und damit einem Ruf ihres dortigen Nachfolgers gefolgt, dem sie bei Planungsfragen zur Seite stand. An ihrem Stand hat Annelies Meier viele Dinge aus ihrem früheren Tätigkeitsgebiet angeboten: Salben, geflochtene Taschen, vitaminreiche Savannenblüten, Mango-Confitüre, Zitronengras und vieles mehr. Und damit hat auch sie zum Erfolg des Basars beigetragen. (-ter.)

Der Samichlaus ist ganz für seine Besucher da. (Bild Klausgesellschaft Hausen)

Den Samichlaus hautnah erleben Chlaus-Umzug in Hausen

Annelies Meier (links), 37 Jahre in Afrika tätig, beim Verkauf von Afrika-Produkten am Basar. (Bild Werner Schneiter)

«Schau dort! Sie kommen: Der Samichlaus und der Schmutzli! Und das Eselein ist auch dabei!» So rufen auch dieses Jahr viele Kinder dem Samichlaus entgegen, wenn er am 7. Dezember um 17.30 Uhr in Hausen beim Volg Heisch seinen Einzug ins Dorf startet. Nicht umsonst säumen die Kinder die Strassenränder und reihen sich mit ihren Eltern nach den Fuhrwerken in den Umzug ein. Vom Schein der Laternen beleuchtet geht

es beim Huserholz in den Wald hinein. Nach der Begrüssung gehört die ganze Aufmerksamkeit der Chläuse nun den vielen Kindern, welche ihr «Versli» gegen einen Grittibänz tauschen. Für den Durst oder zum Händewärmen steht ein Getränkestand bereit, der auch bei Kälte für Wärme sorgt. Die Bläsergruppe des Musikvereins Hausen bereichert mit ihrem Spiel auch dieses Jahr, die romantisch vorweihnachtliche Stimmung. (pd.)


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Sport

Dienstag, 2. Dezember 2014

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Der Polarmarathon Der Obfelder René Nüesch am Polar Bear Ultramarathon René Nüesch nahm am Polar Bear Ultramarathon teil, der bei minus 40°C und starken Windböen stattfand.

Die A-Junioren leisteten Grosses in der Vorrunde: Wintermeister in der Coca-Cola Junior League. (Bild zvg.)

FCWB-Junioren im Hoch Wintermeister in der «Coci» Junior League Beim FC Wettswil-Bonstetten sorgt derzeit nicht nur die erste Mannschaft (1.-Liga-Wintermeister) für Furore, auch die Junioren leisten Grosses. In der höchsten Kategorie, der Coca-Cola Junior League, ist WB imponierend mit seinen A-, B- und C-Teams vertreten. Während das B auf dem guten vierten Rang figuriert und das C-Team auf dem sicheren neunten Platz liegt, leisteten die A-Junioren einen noch grösseren Effort – auch sie sind Wintermeister. Das ausgezeichnete Abschneiden unter vielen anderen Juniorenteams ist der Lohn für das grosse Engagement aller Beteiligten. Die gesamte Nachwuchsabteilung wird professionell und mit viel Herzblut geführt.

Kopf-an-Kopf-Rennen mit Juventus In seiner zweiten Saison in der höchsten Klasse glückte den A-Junioren ein Start nach Mass – Sieg wurde an Sieg gereiht. Es entwickelte sich ein Zweikampf mit YF Juventus. Das Direktduell gegen die Stadtzürcher endete 1:1. «Da beanspruchten wir auch ein Quäntchen Glück. Zwar waren wir das aktivere Team, doch gelang uns der Ausgleich erst kurz vor Schluss», schmunzelt Cheftrainer Soufian Rezgui. Zum Saisonende verlor Widersacher Juventus überraschend, sodass

sich WB mit einem Unentschieden den Wintermeistertitel sicherte.

Um den Schweizer Meistertitel spielen Stehen die A-Junioren auch Ende Saison noch zuoberst, kämpfen sie in einem Siebner-Turnier in Bern um die Krone des Schweizer Meisters. Vorerst geniessen die Titelträger ihren Erfolg. «Wir sind stolz auf das Erreichte. Wir haben den Effort mit den eigenen Spielern geschafft. Dies, obwohl in unserer ersten Mannschaft zahlreiche Akteure noch im Juniorenalter sind und wir diese hätten einsetzen können», blickt Rezgui zurück und ergänzt: «Jetzt wollen wir ganz oben bleiben, unser hochgestecktes Ziel ist es, um den Schweizer Meister zu kämpfen. Die Jungs spielten die Vorrunde mit viel Leidenschaft und boten grossartigen Kombinationsfussball, so kann es weitergehen.» Rezgui hofft, dass der Schwung auch ins neue Jahr mitgenommen werden kann. Unterstützt wird er von Assistent Bassem Belkhir und Konditionstrainer Michael Tschudin. Bereits ab dem 18. Januar 2015 stehen zahlreiche Freundschaftsspiele gegen renommierte Gegner auf dem Programm und Mitte Februar soll im Trainingslager in Spanien der letzte Schliff für die Rückrunde geholt werden. (Kaspar Köchli)

Nach den Sommermonaten mit wenig Nahrung sind die Eisbären Ende November hungrig. Wenn man nun bedenkt, dass der Eisbär, sobald es kälter wird, auch noch ein Tempo von nahezu 40 km/h erreicht, sinken die Chancen zum Weglaufen auf null. Deshalb begleiten Ranger mit ihren Fahrzeugen die Läufer. Sollte sich doch ein Eisbär nähern, werden die Ranger mit Warnschüssen versuchen den Eisbären wegzutreiben, klappt dies nicht, müssen die Läufer kurzzeitig in die Autos fliehen.

Training im Kühllager René Nüesch, der erfahrene «Polarläufer» überlässt so wenig als möglich dem Zufall, denn Nachlässigkeiten könnten für ihn bedrohliche Folgen haben. Besondere Beachtung brauchen die Extremitäten (Nase, Ohren, Hände und Füsse). Mit Thomas Gubler (Gubler Sport) stellte er die entsprechende Ausrüstung zusammen. Nun folgten die Praxistests im Kühllager der Migros in Neuendorf (SO), dort herrscht genau die richtige Temperatur – immer -28°C. Das eine oder andere musste dann noch ausgetauscht werden. Auch seine Trainings sind nicht ganz alltäglich, neben den längeren normalen Laufeinheiten, zwei bis vier Stunden, gehörten noch Aqua Fit (Joggen im Wasser) im 8-10°C kalten See und Joggen im Tiefkühllager dazu «Ein bisschen Abhärten schadet nicht», sagt Nüesch. Am 22. November, um 8.20 Uhr Ortszeit starteten bei -42°C die verwegenen 18 Abenteurer zu ihrem Ultralauf über die 54 km. Die Teilnehmer konnten vor dem Start noch wählen, ob sie die ganzen 54 km laufen, einen Teil oder aber bei der 21.1 Marke drehen und den Marathon laufen wollten. Wegen der sehr kalten Temperaturen, den starken Windböen auf dem Rückweg änderten zwei Drittel der Teilnehmer ihr Vorhaben und wählten eine kürzere Distanz – drei Teilnehmer zogen es vor gar nicht zu starten. «Wenn

ich mich für den Ultra anmelde, werde ich diesen auch laufen», hält Nüesch fest und ergänzt: «Die Strassen waren in diesem Jahr komplett vereist, also galt es aufzupassen.

Windböen und Eiseskälte Die ersten 21 Kilometer, entsprachen der Strecke vom vergangenen Jahr. Immer links und rechts blickend versuchte er Eisbären auszumachen, denn am Briefing vom Vortag war uns gesagt worden, dass noch mehrere Eisbären sich an der Strecke René Nüesch am Polar Bear Ultramarathon. (Bild zvg.) befänden. Darum solle man vorsichtig sein und keiner- Da seine neue Begleitung im Auto keilei Risiken eingehen. Ich wollte in die- ne Schusswaffe hatte, bekam er zusem Jahr, nicht nur den Ultralauf auf sätzlichen Schutz durch einen vorausdem Podest beenden, sondern auch fahrenden Ranger, der immer wieder Eisbären sehen». Mit konstantem aber kurz anhielt und sich vergewisserte, verhaltenem Tempo lief Nüesch die dass keine Eisbären in der Nähe waersten 27 km und erreichte nach 3 ren. Nach 6 Stunden und 55 Minuten Stunden 12 Minuten als 2. des Gesamt- erreichte Nüesch das Ziel. Damit war klassements den Wendepunkt. Dort er Vierter in der Gesamtwertung. Fazit entschied er sich, wegen der starken von René Nüesch: «Andere Teilnehmer Windböen und des Gegenwinds auf berichteten, dass sie Eisbären gesehen dem Rückweg, sich schnell umzuzie- hätten, einer musste sich sogar kurzhen. Ersatzkleider lagen im Begleitau- zeitig ins Auto setzen, das machte mir to. Aus dem schnell Umziehen wurde noch mehr zu schaffen als das Nichtnichts, er bekam nach kürzester Zeit erreichen des Podests!» Bei der anso kalte Hände, dass er sich mehrmals schliessenden Siegerehrung, stand er kurz die Handschuhe mit den Hand- doch noch auf dem Podest, den er wärmern überstreifen musste. «Das wurde Zweiter in der Alterswertung. Zu seiner Überraschung machte ganze Prozedere dauerte nach meiner Meinung eine Ewigkeit, mich überhol- der Veranstalter ausfindig, wo er ten Läufer um Läufer. Auch beim einen Eisbären sehen könnte. «Damit Schuhebinden waren zwei Anläufe nö- war meine Welt wieder in Ordnung. tig. Jetzt konnte es endlich weiterge- Am nächsten Morgen fuhren wir zur hen», erinnert sich Nüesch. Er brauch- Ranch, wo der Eisbär zusammen mit te wieder einige Zeit, um seinen Huskys lebt. Endlich konnte ich Fotos Rhythmus zu finden, was auch an den ohne Zaun oder Wassergraben von starken Windböen lag. Nach etwa vier dem weissen Riesen machen. Ab nun Kilometern hatte er die ersten Läufer war der 2. Platz doppelt so schön», wieder eingeholt respektive überholt. gibt sich Nüesch versöhnlich. (pd.)

Hedinger Turnerchränzli begeistert Publikum und Akteure «Ich bin auch ein Chränzli» – von Abfahrt bis Ankunft ein Erfolg Das Hedinger Chränzli-Wochenende war für Publikum und Turnende ein voller Erfolg. Das Organisationskomitee blickt auf drei erfolgreiche Vorstellungen zurück. Gleich zu Beginn des Chränzli gab es eine – durchaus vorgesehene – Programmänderung: OK-Mitglied Angela Hofstetter vergass den für das Chränzli wichtigen Schirm im Zug und das ganze Publikum wurde eingeladen mitzukommen, um diesen wiederzufinden.

Jeder Reigen eine Haltestelle Mit dem Extrazug HDG (Hedingen) jagte das Publikum gemeinsam mit dem Organisationskomitee von einem Schweizer Bahnhof zum nächsten, immer auf der Suche nach dem gelbschwarzen Schirm. An jeder Haltestelle zeigte ein Reigen eine Aufführung passend zum Standort. So konnte das Publikum die Touristen in Luzern, die Arbeiter im Zugsdepot, die Davoser Kunstturntruppe, den legendären Zirkus Monti im Aargau und viele weite-

Wie jedes Mal ist der Gastauftritt des TV Davos, der sich dieses Jahr selbst verkörperte, ein Highlight.

Drei Jodler der Oberstufenjugi stimmen die Gäste auf den Showdown am Brünigschwingen ein. (Bilder zvg.)

re Highlights auf der Bühne bestaunen.

jeden in die Welt der Züge und Bahnhöfe.

Schirm ist Tombola-Hauptpreis Dabei machte der Schirm eine Reise durch die ganze Schweiz bis er am Ende durch eine glückliche Fügung wieder zurück nach Hedingen kam. Es stellte sich heraus, dass das OK nicht nur auf der Suche nach dem Schirm war, sondern vor allem interessiert am

Wiederfinden des Tombola-Hauptpreises, der sich in der Innenseite des Schirmes befand. Auch vor und nach den Vorstellungen sorgte das ganze ChränzliTeam dafür, dass sich die Gäste wohl fühlten. Die Festwirtschaft verwöhnte alle mit kulinarischen Köstlichkeiten und an der Bar konnte man ausgefallene Drinks wie «Stellwerkstörung» oder eine «Entgleisung» bestellen und die aufwendige Dekoration versetzte

Bäckerei Pfyl sponsert Riesentorten Die Bäckerei Pfyl sorgte mit zwei Riesentorten für das Highlight beim Dessert. Die aufwendig verzierten Kuchen sind jedes Jahr ein Genuss und gehören in der Zwischenzeit genauso dazu wie der grandiose Gastauftritt des TV Davos.

Über ein Jahr lang planten, organisierten, choreografierten und übten Dutzende engagierte Hedinger Turnerinnen und Turner, damit das Chränzli pünktlich und in gewohnter Form präsentiert werden konnte. Der Lohn für die geleistete Arbeit war der tosende Applaus des sichtlich begeisterten Publikums. Das OK freut sich bereits auf das nächste Chränzli, das in zwei Jahren stattfinden wird. (pd.)


Herr Walter Altorfer liess den Worten Taten folgen. Seit November 2014 ist er stolzer Besitzer einer dachintegrierten Solarstromanlage am Einfamilienhaus Büelstrasse 1 in 8914 Aeugst. Damit stellt er bereits heute die Weichen für die Zukunft. Die schnider solar ag bedankt sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag zur Planung und Ausführung der dachintegrierten Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 9,43 kWp (Solarstrommodule Fabrikat E. Schweizer AG Hedingen, Elektroinstallation durch unseren Partner Elektro Roth AG in Mettmenstetten)

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094 2014  

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