a product message image
{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade

Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 093 I 172. Jahrgang I Dienstag, 27. November 2018

Ja zur Volkswahl

90-Jährige vermisst

Die Bau- und Tiefbaukommission werden in Hausen künftig an der Urne gewählt. > Seite 3

Seit Donnerstagabend wird am Üetliberg eine betagte Frau gesucht. > Seite 5

42 Tage im Orbit verbracht

Die Spitex-Kündigung stösst auf Unverständnis

-

Ein Tag im Wald Die Jagdgesellschaft Affoltern lud kürzlich zur Jagd beim Tannholz. > Seite 8

-

Bald Baueingabe Die Arbeiten für die Erneuerung der Klosterdomäne Kappel laufen auf Hochtouren. > Seite 9

Spitex und Ärztegesellschaft kritisieren Stadtrats-Entscheid

Claude Nicollier machte es Spass, über seine Erlebnisse und die Weltraumfahrt zu erzählen. (Bild Martin Platter) Der Besuch von Astronaut Claude Nicollier in der Regionalbibliothek Affoltern hat Grossandrang ausgelöst. ................................................... > Bericht auf Seite 10

Zustimmung zu den Ottenbacher Vorlagen In Ottenbach wurde am Sonntag über vier kommunalen Vorlagen abgestimmt. Der neue Werkhof für 2,335 Mio. Franken wurde ebenso angenommen wie die Delegation von Kompetenzen an den Sozialdienst, sowie der Ersatz der Heizanlage und die Fotovoltaikanlage der Primarschule. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Affoltern will die ambulante Pflege per 1. Dezember 2019 in Eigenregie anbieten («Anzeiger» vom Freitag). Die Ärztegesellschaft Bezirk Affoltern und die Spitex Knonaueramt kritisieren die Ankündigung scharf. ................................................... von thomas stöckli Die Stadt Affoltern will die kontinuierlich steigenden Pflegekosten in den Griff bekommen. Als möglichen Ansatz hat sie die Restdefizite geortet. Diese haben nichts mit der eigentlichen Pflege zu tun, sondern seien ein betriebswirtschaftlicher Faktor, so der Standpunkt des Stadtrats. Die Spitex Knonaueramt müsse ihr unternehmerisches Risiko selber tragen, findet Stadtpräsident Clemens Grötsch. Dies habe Affoltern schon letztes Jahr und auch dieses Frühjahr wieder deutlich kommuniziert – und nun die Konsequenzen gezogen. Trotzdem: Bei der Spitex Knonaueramt zeigt man sich von der Kündigung der Leistungsvereinbarung überrascht: Vom Vertreter der Stadt Affoltern, der in den laufenden Strategieprozess involviert war, seien keinerlei

Anzeichen über geplante organisatorische Änderungen zu vernehmen gewesen. Verena Bieri, Geschäftsleiterin der Spitex Knonaueramt, wirft dem Stadtrat Affoltern schlechte Kommunikation vor. So sei der Stadtratsbeschluss über Mitarbeitende des Hauses zum Seewadel zur Spitex durchgesickert.

nen und Mehrkosten im Gesundheitswesen führen werde. «Wir müssen in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten und gemeinsam planen», so Köhler. «Da kann es nicht sein, dass die ‹Stadt› Affoltern einen so weitreichenden Entscheid fällt, der das gesamte Knonauer Amt betrifft und prägen wird.»

Ärzte befürchten einen Verlust an Qualität

Keine Defizite machen

«Wir haben einen Vertrag gekündet – that’s it», sagt Clemens Grötsch und versteht die Aufregung nicht. «Wir machen nichts kaputt.» Die Existenzgrundlage der Spitex Knonaueramt sieht er nicht gefährdet, schliesslich gehe man von einer wachsenden Nachfrage nach ambulanter Pflege aus. Weiter habe der Stadtrat bereits angeboten, Mitarbeitende und Räumlichkeiten zu übernehmen. «Wir erfüllen unsere Verpflichtung weiterhin», verspricht Grötsch, «es wird kein Kunde darunter leiden.» Anders sieht dies Bruno Köhler, Präsident der Ämtler Ärztegesellschaft: Es drohe ein bedeutender Rückgang in der Versorgungsqualität der komplexen ambulanten Patienten, welcher zu vermehrten Hospitalisatio-

Die Synergien, die man vom Zusammenschluss der Spitex-Organisationen erhofft hatte, hätten sich schlicht nicht eingestellt, so Grötsch: «Der Laden sollte keine Defizite machen. Wenn er Defizite macht, stimmt etwas nicht.» Eine Vorgabe, nach der sich auch die künftige stadteigene Spitex wird richten müssen. Um die Mitarbeitenden nicht zusätzlich zu verunsichern, gelte es nun, möglichst schnell festzulegen, wie es weitergehe, so Clemens Grötsch. Die offenen Fragen seien alle operativ lösbar, meint er zuversichtlich. Was er nicht goutieren könne, sei die Polemik um die Kosten, welche die Kündigung verursache. ................................................... > Stellungnahmen von Spitex und Ärztegesellschaft auf Seite 7

Ein Weihnachtsmarkt für jeden Geschmack

Der «Chlausmärt» in Affoltern zog am Wochenende viele Besucherinnen und Besucher an Am vergangenen Sonntag fand an der Oberen Bahnhofstrasse wieder der beliebte «Chlausmärt» statt. Ob Deko, Kulinarik oder Sport: Der Anlass bot für jeden Geschmack etwas Passendes. Teilweise gab es auf der Strasse fast kein Durchkommen mehr, so dicht drängten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher um die Stände entlang der Oberen Bahnhofstrasse. Auch dieses Jahr war das Angebot breit: von Weihnachtsdekoration über selbstgemachte Konfitüren bis hin zur veganen Naturkosmetik war für jeden Geschmack etwas dabei. Und auch wer bloss ein bisschen flanieren und schlemmen wollte, kam auf seine Kosten. Zum Beispiel an einem Crèpes-Stand, im Raclette-Zelt der Feldschützen Zwillikon oder bei einem Heissen Punsch. Sogar die Sportlichen kamen an diesem vielseitigen Event nicht zu kurz: Sie konnten am Sonntagmorgen beim traditionellen «Chlauslauf» an den Start gehen und mit zahlreichen anderen Läuferinnen und Läufern durch Affolterns Innenstadt rennen. ................................................... > Berichte auf Seite 11 und 23

Der Samichlaus und sein Schmutzli sorgten am «Chlausmärt» für strahlende Kinderaugen. (Bild Susanne Crimi)

-

Mundart-Experte An der Ämtler Volkshochschule referierte Christian Schmid über Schweizer Redensarten. > Seite 12

Gefängnis Affoltern wird geschlossen Das Gefängnis Affoltern eigne sich in «quantitativer und qualitativer Hinsicht» nicht, um den künftigen Bedarf an Kurzzeitstrafvollzug zu decken, hat der Regierungsrat befunden. Es soll deshalb geschlossen werden, ebenso wie jenes in Horgen. Per wann ist noch unklar. Als «Realersatz» für die 65 Plätze in Affoltern und die 54 in Horgen soll die Justizvollzugsanstalt Pöschwies ausgebaut werden – vorerst um 120 Vollzugsplätze und optional um weitere 60. ................................................... > Bericht auf Seite 6 anzeigen

WEIHNACHTS-PRESALE vom 27. Nov. bis zum 10. Dez.

Wir laden Sie ein, unseren Katalog durchzublättern, um Ihr Lieblingsprodukt zu entdecken. Damit Ihr Zuhause voller Weihnachtszauber ist, können Sie sich von unserem Möbel-Sortiment und den Deko-Ideen inspirieren lassen. Profitieren Sie von watteweichen Preisen, um Weihnachten vorzubereiten! Conforama.ch


Römisch-katholische Kirchgemeinde Bonstetten umfassend die Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil a.A.

Ich glaube Oma, du schwebst auf ’ner Wolke...

Erneuerungswahl für ein Mitglied der Synode der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich für die Amtsdauer 2019 – 2023; Stille Wahl eines Kandidaten

ABSCHIED UND DANK

Mit Beschluss vom 20. November 2018 hat der Gemeinderat Bonstetten, gestützt auf § 54 Abs. 1 Gesetz über die Politischen Rechte (GPR), folgenden Kandidat für die Amtsdauer 2019 – 2023 in stiller Wahl als gewählt erklärt:

Heidi Beer-Baer

Nach einem erfüllten Leben bist Du von uns gegangen.

Ein Mitglied der Synode der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich für den Wahlkreis Bonstetten, Wettswil a.A. und Stallikon Name, Vorname (Rufname)

Geburtsjahr

Beruf

Adresse

kirchliches Anstellungsverhältnis

bisher /neu

Kaiser Primus Meinrad

1953

Gemeindeschreiber a.D.

Bonstetten, Ligusterweg 5

Nein

bisher

Für die Synode der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich für den Wahlkreis Bonstetten, Wettswil a.A. und Stallikon findet somit am 10. Februar 2019 keine Urnenwahl statt. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Rekurskommission der römisch-katholischen Körperschaft, Hirschengraben 66, 8001 Zürich, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

11. Dezember 1926 – 21. November 2018

Es danken Dir Heidi und Max Huber-Beer Hanspeter und Rita Beer Alfred und Marites Beer Judith Baumann-Beer und Beni Amstutz Enkel und Urenkel Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Es werden keine Leidzirkulare versandt. Traueradresse: Heidi Huber-Beer, Aemmetstrasse 2, 8911 Rifferswil

Bonstetten, 27. November 2018 Gemeinderat Bonstetten

Meine über alles geliebte Frau, unsere Schwester und Schwägerin, unsere Tante und «Gotti der ganzen Familie»

Todesfälle Hausen am Albis Am 21. November 2018 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Glarner geb. Tännler, Ruth Gertrud geb. 20. Juni 1934, von Meiringen BE, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Freitag, 30. November 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Hausen am Albis

Mettmenstetten

Am 24. November 2018 ist in Hausen am Albis, Ebertswil, verstorben:

Am Donnerstag, 29. November 2018, 11.00 Uhr findet auf dem Friedhof die Abdankung und Beisetzung für

Merian, Dieter geboren am 4. Oktober 1935, von Basel BS, wohnhaft gewesen in 8925 Ebertswil, Allmendstrasse 9. Die Erdbestattung findet am Freitag, 30. November 2018, 15.00 Uhr, auf dem Friedhof Hausen am Albis statt. Die Trauerfeier ist um 15.30 Uhr in der reformierten Kirche Hausen a.A. Bestattungsamt Hausen am Albis

Maschwanden Am 22. November 2018 ist in Baar verstorben:

Schneider-Studer Marta geboren am 24. Februar 1945, von Zürich ZH, Winterthur ZH und Maschwanden ZH, wohnhaft gewesen in Maschwanden. Die Abdankung findet am Montag, 3. Dezember 2018, um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden statt.

Markus Meier Wissenbacherstrasse 3, statt. Der Friedhofvorsteher

Wettswil am Albis

Marti Schneider-Studer 24. Februar 1945 – 22. November 2018

hat nach längerer, immer schwerer werdenden Krankheit für immer einschlafen dürfen. Wir sind sehr traurig, aber auch dankbar für alles, was sie uns bedeutet hat, und mögen ihr die Erlösung gönnen. Hans Schneider-Studer Elisabeth Burkart-Studer Max und Ursi Studer-Hess mit Kindern und Enkeln

Am 16. November 2018 ist in Wettswil am Albis gestorben:

Stadelmann geb. Schlumpf, Silvia geboren 10. Dezember 1959, Bürgerin von Escholzmatt LU, Bauma und Mönchaltorf ZH, Ehefrau des Stadelmann, Marcel René, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Schulstrasse 3. Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 30. November 2018, 14.30 Uhr, in der ref. Kirche Wettswil am Albis statt.

Die Abdankung ist am Montag, 3. Dezember 2018, auf dem Friedhof Maschwanden; 14.15 Uhr Beisetzung im Gemeinschaftsgrab, anschliessend Abdankungsgottesdienst in der Kirche. Statt Blumen zu spenden, gedenke man der Krebsforschung Schweiz, Postkonto 30-3090-1, oder der Krebsliga Schweiz, Postkonto 30-4843-9 (Vermerk: Marti Schneider-Studer). Traueradresse: Hans Schneider, Bungartstrasse 19, 8933 Maschwanden

Der Friedhofvorsteher

Die Gemeindeverwaltung

Liegenschaften Vermietungen In Hedingen zu vermieten im Zentrum, 2 Min. von S-Bahn

1-Zimmer-Wohnung

1. OG. Balkon, sep. Küche/Bad Mietzins Fr. 890.– inkl. NK Autoabstellplatz Fr. 45.– ab 1. Februar 2019 Auskunft: Walter Widmer, Zürcherstrasse 20, 8908 Hedingen, Tel. 079 635 64 17

Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

8932 Mettmenstetten, 22. November 2018 Der Mensch geht, die Gedanken an ihn bleiben.

Markus Meier 15. Oktober 1954 – 22. November 2018

Unser Bruder, Götti und Onkel ist für immer von uns gegangen. In Trauer Theres und Urs Schönenberger-Meier Ursula Meier Brigitta Fuchs-Meier Josef und Anna Meier Roland Meier Anverwandte, Freunde und Nachbarn Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 29. November 2018, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten statt. Wir danken allen, seinen Freunden und Nachbarn, die Markus wohlwollend begleitet haben. Es werden keine Leidzirkulare verschickt. Traueradresse: Josef Meier, Sempachstrasse 16, 6280 Hochdorf


Bezirk Affoltern

Gemeindeschalter in Knonau bleibt geschlossen Der Schalter der Gemeindeverwaltung Knonau bleibt am Freitag, 30. November, den ganzen Tag geschlossen. Am Freitag, 30. November, findet in der Gemeindeverwaltung Knonau eine interne Weiterbildung statt. Das Verwaltungspersonal wird an einer Sicherheitsschulung teilnehmen. Aus diesem Grund bleibt die Verwaltung am 30. November den ganzen Tag geschlossen. Für die Meldung von Todesfällen steht an diesem Tag die Pikett-Nummer 076 405 55 11 zur Verfügung. (RiD)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 29. November, sind Verena und Walter Zbinden-Zürcher in Affoltern 50 Jahre miteinander verheiratet. Zum Jubeltag gratulieren wir herzlich und wünschen ein schönes Fest.

Zum 96. Geburtstag In Obfelden wird am Mittwoch, 28. November, Rosa Schoch 96 Jahre jung. Zum hohen Wiegenfest wünschen wir ihr viel Freude und gute Gesundheit.

Zum 80. Geburtstag Zwei Jubilarinnen feiern ihren 80. Geburtstag: Frieda Lina Locher-Maurer in Zwillikon am Mittwoch, 28. November, und Elisabeth Sylvia Rancan-Brunner in Affoltern am Donnerstag, 29. November. Wir wünschen den beiden einen schönen Geburtstag und viel Gfreuts im neuen Lebensjahrzehnt.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Dienstag, 27. November 2018

3

Kabelfernsehnetz privatisieren Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Die Gemeinde Obfelden ist Eigentümerin des Kabelfernsehnetzes, welches zurzeit durch die WWZ AG, Zug, betrieben wird. Da sich in den letzten Jahren der Bereich der Daten-Netzwerke grundlegend verändert hat, Fernsehen, Internet und Telefonie können heute auf verschiedene Arten und von unterschiedlichen Anbietern bezogen werden, ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, dass es nicht mehr sinnvoll und richtig ist, eine eigene Kabelfernsehanlage zu besitzen. Die dazu notwendigen Kenntnisse der neusten Technologie, des Marktes und der Anbieter müssten immer rascher aktualisiert werden und es könnten hohe Ausgaben entstehen, um mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können. Die zukünftigen Entwicklungen und Investitionen sollen durch professionelle private Anbieter getragen werden, vorausgesetzt, dass weiterhin eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit geboten werden kann. Für den Verkauf der Kabelfernsehanlage wurden die bisherigen Lieferantin WWZ AG, Zug, sowie die UPC, Wallisellen, in Erwägung gezogen. Voraussetzung für die Abgabe eines Angebotes war die Preisstabilität für die Kundschaft innert der nächsten fünf Jahre. Aufgrund der entsprechenden Angebote sowie weitergehenden Überlegungen wird der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2018 beantragt, dem Verkauf der Kabelfernsehnetzanlage zum Preise von 2 304 000 Franken gemäss vorliegendem Vertrag an die WWZ Telekom AG, Zug, zuzustimmen.

Budget mit Ertragsüberschuss Die Erfolgsrechnung des Budgets 2019 rechnet bei einem Aufwand von 33 906 985 Franken und einem Ertrag von 33 949 700 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 42 715 Franken. Die Nettoabschreibungen betragen 2 915 000 Franken. Die Investitionsrechnung zeigt bei Ausgaben von 3 938 000 Franken und Einnahmen von 575 500 Franken Nettoinvestitionen von 3 362 500 Franken.

Das Budget rechnet mit einem 100-prozentigen Steuerertrag von 11 400 000 Franken und einem Steuerfuss von 95 % (unverändert gegenüber Vorjahr inkl. Primarschule). Die Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach sieht einen Steuerfuss von 26 % (unverändert gegenüber Vorjahr) vor. Der Gesamtsteuerfuss für das Jahr 2019 bleibt unverändert auf 121 %. Der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember wird beantragt, das Budget 2019 zu genehmigen und den Steuerfuss auf 95 % festzusetzen.

Wasserversorgung Das Grundwasserpumpwerk Mettenholz stammt aus dem Jahre 1921 und bestand aus einem 1935 erstellten Vertikalfilterbrunnen mit zwei trocken aufgestellten Förderpumpen. Da das Grundwasserpumpwerk Mettenholz altershalber sanierungsbedürftig war, entschied der Gemeinderat Obfelden aufgrund einer Studie, dass die bestehende Anlage durch einen Neubau ersetzt werden soll. Die Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2015 genehmigte für die Sanierung des Grundwasserpumpwerks Mettenholz einen Kredit von 1 070 000 Franken (inkl. MwSt.). Die Sanierung bzw. Neubauarbeiten für das Grundwasserpumpwerk Mettenholz konnten zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Die Bauabrechnung schliesst mit Gesamtkosten von Fr. 791 032.45 (inkl. MwSt.) ab. Die Bauabrechnung wurde genehmigt und der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember wird beantragt, die Bauabrechnung für die Sanierung des Grundwasserpumpwerks Mettenholz im Betrage von Fr. 791 032.45 (inkl. MwSt.) ebenfalls zu genehmigen.

Kindergarten Räsch Am 2. Juni 2015 stimmte die Obfelder Stimmbevölkerung einem Planungskredit von 300 000 Franken für den Ersatzneubau des Kindergartens Räsch zu. In der Folge wurden fünf Projekte eingereicht, wobei die Firma Melk Nigg Architects, Zug, den Zuschlag er-

hielt. An der Urnenabstimmung vom 5. Juni 2016 genehmigten die Stimmberechtigten der Gemeinde Obfelden für den Abbruch und Ersatzneubau des Kindergartens Räsch einen Kredit über 4 221 000 Franken. Im Kredit sind die Planungskosten von 300 000 Franken inkludiert, sodass diese gemeinsam abgerechnet werden können. Im Sommer 2016 konnte mit etwas Verzögerung mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Arbeiten wurden im Frühling 2017 abgeschlossen und der Kindergarten mit der Einweihungsfeier vom 6. Mai 2017 bezogen. Die Bauabrechnung weist Gesamtkosten von Fr. 3 763 325.35 (inkl. MwSt.) aus. Die Bauabrechnung wurde genehmigt und der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember wird beantragt, die Bauabrechnung für den Abbruch und den Ersatzneubau des Kindergartens Räsch im Betrage von Fr. 3 763 325.35 ebenfalls zu genehmigen.

Grundgebühren 2019 und Verbrauchsgebühren bis 30. September 2019 Die Grundgebühren konnten beim Wasser gesenkt, bei der Abfallbeseitigung sowie beim Kabelnetz unverändert belassen werden und müssen beim Abwasser erhöht werden. Die Grundgebühren wurden für das Jahr 2019 wie folgt festgesetzt (in Klammern die Ansätze des Jahres 2018): Wasser: Pro Wohnung 75 (155) Franken, Landwirtschaftsbetriebe 75 (155) Franken und Gewerbe individuelle Ansätze (individuelle Ansätze), Verbrauchsgebühr: Pro m³ Fr. 1.30 (1.60); Abwasser: Pro Wohnung 78 (63) Franken, Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 78 Franken, resp. individuelle Ansätze (63), versiegelte Flächen Fr. 0.80 (0.40), Klärgebühr: Pro m³ Wasserverbrauch Fr. 1.60 (0.80); Abfallbeseitigung, pro Wohnung 145 (145) Franken, Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 145 (145) Franken, resp. individuelle Ansätze; Kabelnetzgebühr 150 (150) Franken. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Ansätzen nicht inbegriffen. Für die Wassergebühren werden 2,5 % und für die Abwasser-, Abfall- und Ka-

belnetzgebühren 7.7 % Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt.

Verordnungen Die Gemeindeversammlung genehmigte am 5. Juni 2018 die Totalrevision der Siedlungsentwässerungsverordnung (Sevo) und des Wasserversorgungs-Reglements mit Tarifordnung. Gegen diese Beschlüsse wurden keine Rechtsmittel ergriffen. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat mit Verfügung vom 22. August die Totalrevision der Siedlungsentwässerungsverordnung (Sevo) per 22. August 2018 in Kraft gesetzt und der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 4. September das Wasserversorgungs-Reglement mit Tarifordnung vom 5. Juni 2018 auf den 1. September 2018 in Kraft gesetzt.

Öffentliche Gewässer Die Gemeinde Obfelden weist ein Gewässernetz von rund 20.5 km Länge (inkl. Anteil Reuss) auf. Davon liegen rund 6.5 km innerhalb des Siedlungsgebietes. Die Erarbeitung eines Unterhaltskonzeptes für die öffentlichen Gewässer wird vom Kanton Zürich empfohlen, ist aber freiwillig und wird nicht subventioniert. Für die Erarbeitung eines Unterhaltskonzeptes der Oberflächengewässer wurde ein Kredit von 48 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma bhateam Ingenieure AG; Winterthur, vergeben.

Gewerbepolizei Herrn Raffaelo Natale, Affoltern a. A., wurde das Patent für den Pizzaverkaufswagen «Pizza Pulcinella» um ein weiteres Jahr verlängert.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Frau Martha Nussbaumer, Affoltern a. A., für die Erweiterung der bestehenden Garageneinfahrt mit zusätzlichem Parkplatz an der Rebhaldenstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Nach der Abstimmung ist vor der Wahl Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Hausen am Albis Am 15. Mai 2018 wurde eine von 65 Hausemer Stimmberechtigten unterzeichnete Einzelinitiative eingereicht, die statt der bisherigen Wahl durch den Gemeinderat eine Volkswahl der Bau- und Tiefbaukommissionen forderte. Nun haben am vergangenen Sonntag 83 % der Hausemer Stimmbevölkerung diese vom Gemeinderat unterstützte Vorlage deutlich angenommen. Der Gemeinderat hat für diesen Fall bereits vorgesorgt und beabsichtigt, die Neuwahlen der beiden Kommissionen am 19. Mai 2019 abzuhalten. Damit würde auch die zeitliche Vorgabe der Initiative erfüllt, welche eine Umsetzung innerhalb von sechs Monaten nach Annahme verlangt. Aller Voraussicht nach wird es am besagten Sonntag somit zu einem eher umfangreichen Urnengang kommen, da auch die Abstimmungsvorlagen über die Zukunft des Spitals Affoltern auf diesen Termin eingeplant sind.

Fortführung Partnerschaft mit der Stadt Letohrad Seit 1996 besteht zwischen der Stadt Letohrad (Tschechische Republik) und der Gemeinde Hausen am Albis eine Gemeindepartnerschaft. Nach einer längeren Pause besuchte am 27. und

28. September 2018 wieder einmal eine Delegation der Exekutive aus Letohrad die Gemeinde Hausen. Auf der Traktandenliste stand unter anderem auch die Frage, wie diese Partnerschaft in Zukunft weitergeführt werden soll. Dabei wurde auch ein Rückblick auf die Anfänge der Zusammenarbeit gewagt und erfreut festgestellt, dass Hausen einen massgeblichen Einfluss darauf hatte, dass sich Letohrad schon früh in vielen Bereichen einem westeuropäischen Standard annähern konnte. Aufgrund des angeregten und rundum positiven Austausches wurde im Nachgang zu diesem Treffen beschlossen, dass die Partnerschaft wieder aktiver gelebt werden soll. So ist für das Jahr 2020 ein Besuch einer Delegation aus Hausen in Letohrad vorgesehen.

Verlängerung der Postautolinie Nr. 235 Zürich Wiedikon – Aeugst Auf vielseitigen Wunsch aus der Bevölkerung und insbesondere zur Besserstellung der in Zürich-Wiedikon zur Schule gehenden Jugendlichen wird die Postautolinie Nr. 235 um 12.19 Uhr ab Zürich-Wiedikon auf Anfang 2019 verlängert. Diese Linie endet heute in Aeugst, Grossenacher. Mit der Verlän-

gerung wird diese Linie dann via Vollenweid nach Hausen am Albis, Post (Ankunft 13.02 Uhr) und von dort weiter bis Ebertswil (Ankunft 13.06 Uhr) führen. Das Angebot gilt versuchsweise für ein Jahr, wofür der Gemeinderat einen Projektkredit von 12 800 Franken bewilligt hat. Die Chancen stehen gut, dass diese Verbindung anschliessend in den ordentlichen Fahrplan aufgenommen wird.

Erneuerung Akustikanlage im Gemeindesaal Die im Gemeindesaal installierte Akustikanlage entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und Standards. Für den Ersatz der Akustikanlage des Gemeindesaales wurde deshalb ein Kredit von 23 500 Franken bewilligt. Neben der Gemeindeversammlung werden auch diverse im Gemeindesaal durchgeführte Veranstaltungen von den akkustischen Vorteilen der neuen Anlage profitieren können.

Ersatz Garderoben Primarschulhaus Die heutigen Garderoben des Primarschulhauses gehören noch zur Erstausrüstung des Schulhauses und entsprechen damit nicht mehr den heutigen

Bedürfnissen bezüglich Reinigungsvermögen und Nutzwert. Der Gemeinderat bewilligte deshalb für deren Ersatz einen Kredit von 26 000 Franken. Die Renovation soll noch im laufenden Kalenderjahr erfolgen.

Tieferer Schwellenwert für berufliche Vorsorge Die Angestellten und Behördenmitglieder der Gemeinde Hausen sollen künftig bereits ab einem jährlichen Mindesteinkommen von 14 220 Franken und nicht wie bis anhin ab 21 150 Franken in den Genuss einer beruflichen Vorsorgeleistung kommen. Der Gemeinderat entschied sich im Sinne eines umfassenderen Versicherungsschutzes seiner Angestellten und Behördenmitglieder für dieses neuartige Angebot der Pensionskasse BVK.

Einbürgerungen Der Gemeinderat nahm mit Beschluss vom 20. November 2018 Christina Marianne Schmitt (von Deutschland, *1968) sowie Maximilian Schmitt (von Deutschland, *2005) in das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen auf. Christoph Rohner, Gemeindeschreiber


Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.

In Liebe und unendlich grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Mami, Grossmami, Urgrossmami, Gotti und Tanti

Ruth Glarner-Tännler 20. Juni 1934 – 21. November 2018

Nach einem langen, erfüllten Leben durfte Ruth friedlich einschlafen. Du wirst uns fehlen. In Liebe und stiller Trauer Marianne Hürlimann-Glarner Erich Glarner Manuela und Hamdi Mestiri mit Elyas Sandra Hürlimann Silvan und Janina Glarner Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 30. November 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Hausen am Albis statt, anschliessend um 14.00 Uhr Abdankungsgottesdienst in der reformierten Kirche. Traueradresse: Marianne Hürlimann, Schutzengelstrasse 21, 6340 Baar

Jesus sagte: «Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.» Joh. 11:25

Wir nehmen Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Grossvater, Urgrossvater, Bruder, Schwager und Onkel. Er ist nach kurzer, grosser Schwachheit friedlich zu seinem Vater im Himmel heimgegangen.

Dieter Merian 4. Oktober 1935 – 24. November 2018

Wir sind dankbar für die vielen Jahre, die wir mit Ojo verbringen durften und freuen uns, ihn bei Jesus Christus in der Ewigkeit wiederzusehen. Nicole Merian-Bagdasarianz Regine und Hans Luzi Finschi-Merian, Hannah und Michael Finschi-Koch, Salome und David Finschi-Bachmann, Dorothea, Eliane und Judith Finschi Brigitte und Geir Jarnskjold-Merian, Lukas und Solveig Jarnskjold mit Isak und Edvin, Tobias und Camilla Jarnskjold mit Eleah und Mina, Patrick und Joakim Jarnskjold Urs und Scarlett Merian-Kastel, Deborah und Stephan Bähler-Merian mit Levin, Danica Merian, Raphael und Sarah Merian-Knuchel mit Joshua, Junia und Isak Combrinck-Merian Jürg und Mirjam Merian-Rose, Ladina Merian, Severin Merian, Timon Merian Frank und Esther Merian-Schneider, Bettina, Nadja und Philip Merian Therese und Hans Christian Witzmann-Merian, Lisa, Florian und Anna Witzmann Christine Schildknecht-Merian und Familie Heidi und Günther Schulze-Merian und Familie Gerhard und Priska Merian und Familie Hartmut und Birgit Merian und Familie Vicki Bagdasarianz Philip und Nicole Bagdasarianz und Familie David und Maja Bagdasarianz und Familie Rahel und Dominik Scheibler-Bagdasarianz und Familie Peter und Verena Bagdasarianz Die Beisetzung am Grab findet am 30. November 2018 um 15.00 Uhr und die Abdankung um 15.30 Uhr in der reformierten Kirche Hausen a. A. statt. Anstelle von Spenden bitten wir die Arbeit von Heidi Baumgartner in London, Konto CH 0900 0000 4608 8616 0 (Vermerk: Dieter Merian), zu unterstützen. Traueradresse: Nicole Merian-Bagdasarianz, Allmendstrasse 9, 8925 Ebertswil


Bezirk Affoltern

Suchaktion am Üetliberg Seit Donnerstagabend, 22. November, wird eine 90-Jährige vermisst, die sich mit einer Wandergruppe auf dem Üetliberg befand. Zuletzt wurde sie auf dem Planetenweg gesehen. Am Donnerstagabend gegen 19 Uhr meldete sich der Leiter einer Wandergruppe bei der Stadtpolizei Zürich, um eine Vermisstenanzeige zu erstatten. Mit fünf weiteren Personen sei er von Am Üetliberg verder Bergstation der misst. (Bild zvg.) Seilbahn Felsenegg, auf dem «Planetenweg», zum Üetliberg gewandert. Im Bereich der «Fallätsche» habe sich die nun vermisste 90-Jährige, kurz nach 11 Uhr, auf ein Bänklein gesetzt, um sich auszuruhen. Es sei ausgemacht gewesen, dass sie der Gruppe nach ihrer Pause folge und man sich im Bergrestaurant Uto Staffel treffen würde. Als sie gegen 13 Uhr noch nicht im Restaurant eingetroffen sei, hätten sie erfolglos nach der Kollegin gesucht. Aufgrund der Schilderungen hat die Stadtpolizei bereits am Donnerstagabend, 22. November, eine Suchaktion mit Diensthunden und mehreren Polizisten im unwegsamen Gelände eingeleitet. Nach Mitternacht wurde die Suche unterbrochen. Am Freitag waren rund 30 Polizistinnen und Polizisten sowie mehrere Diensthunde an der wieder aufgenommenen Suchaktion auf dem Üetliberg im Einsatz. Sie werden von Mitarbeitenden der Feuerwehr Stallikon unterstützt. Wegen des starken Nebels konnte erst am Samstag ein Helikopter mit Wärmebildkamera eingesetzt werden. Zusätzlich wurde mit Drohnen gesucht. Die Suche dauerte bei Redaktionsschluss des «Anzeigers» noch an. Von unten mit Hundeführern, von oben mit Seilschaften. Sofern es das Wetter zulässt, komme auch nochmals ein Helikopter zum Einsatz, heisst es bei der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage. Die Vermisste ist etwa 160 Zentimeter gross, schlank, hat mittellange, grau/weiss melierte Haare und blaue Augen. Sie trägt schwarze Schuhe, eine schwarze Hose, einen hellbraunen Mantel, ein hellbraunes Béret und hat vermutlich eine schwarze Umhängetasche bei sich. Wer Angaben über ihren Aufenthaltsort machen kann oder sachdienliche Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0444 117 117, in Verbindung zu setzen. (tst.)

Dienstag, 27. November 2018

Ein altes Vorhaben kann endlich realisiert werden Klare Zustimmung zu den vier kommunalen Abstimmungsvorlagen in Ottenbach Mit dem klaren Ja zum Kredit von 2,335 Mio. Franken für den Bau eines Werkhofs kann ein altes Begehren in Ottenbach endlich umgesetzt werden. Noch deutlicher sagten die Stimmberechtigten Ja zum Ersatz der Heizanlage und zur Installation einer Fotovoltaikanlage der Primarschule. Seit ungefähr 30 Jahren ist der Bau eines Werkhofs in Ottenbach ein Thema. Nachdem vorerst ungeeignete Standorte zur Sprache kamen, gelang mit dem Kauf eines 1600 Quadratmeter grossen Areals in der Gewerbezone entlang der Stüdlerstrasse ein erster Schritt, mit dem Ja zu einem Projektierungskredit von 140 000 Franken der Gemeindeversammlung vor rund einem Jahr ein zweiter. Hernach folgte die Auswahl der Architekturbüros im Einladungsverfahren. Der Entscheid der Arbeitsgruppe fiel einstimmig zugunsten des Projekts der MN Architekten GmbH (Zürich) aus.

Positive Signale vor der Abstimmung Und so deutlich ist auch das Verdikt an der Urne: zum Baukredit von 2,335 Mio. Franken sagten 799 Stimmberechtigte Ja; 225 waren dagegen.

Auf diesem Areal entlang der Stüdlerstrasse wird nun der Werkhof realisiert. Die Baugespanne stehen, und in Kürze wird die Baubewilligung erwartet. Baubeginn ist im Frühjahr 2019. (Bild Werner Schneiter) Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger freut sich sehr über diesen klaren Entscheid des Souveräns und dazu auch über die ungewohnt hohe Stimmbeteiligung von 57,03 Prozent. «Nun können wir eine alte Pendenz endlich erledigen», sagte sie und wertet das Ergebnis «als Bestätigung für unsere Arbeit». Überraschend ist das Abstimmungsresultat nicht. Mit dem Kauf von Land und der Zustimmung zum Projektierungskredit sendeten die Stimmberechtigten positive Signale aus. Opposition erwuchs dem Vor-

haben zu keiner Zeit, auch nicht an der Orientierungsversammlung Anfang Oktober. «Wir haben nun lange gewartet. Deshalb wollen wir das Vorhaben nun möglichst schnell realisieren», sagte Gaby Noser Fanger. Die Baueingabe erfolgte bereits vor der Urnenabstimmung, die Baubewilligung wird nun in Kürze erwartet. Mit dem Bau wird im Frühjahr 2019 begonnen; die Einweihung ist noch im gleichen Jahr geplant. Ein Ja resultierte auch bei der Vorlage, die Kompetenzen bei der Sozial-

und Wirtschaftshilfe durch Ottenbach an den Sozialdienst Bezirk Affoltern zu delegieren (795:155). Sehr deutlich auch die Zustimmung zu den Vorhaben der Primarschule: Die Stimmberechtigten befürworten den Kredit von gut 1,23 Mio. Franken für eine Holzschnitzelheizung (874 Ja gegen 145 Nein) und den Kredit von knapp 118 000 Franken für die Fotovoltaikanlage auf dem Turnhallendach (898 Ja gegen 125 Nein). Viermal Ja also an der Urne. (-ter.)

Stille Wahl von Primus Kaiser

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten ................................................... von gemeindeschreiber christof wicky Mit Beschluss vom 18. September hat der Gemeinderat Bonstetten die Wahlanordnung für die Erneuerungswahl der Synode der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich für die Amtsdauer 2019 bis 2023 für den Wahlkreis Bonstetten, Wettswil und Stallikon erlassen. Auf die Ausschreibung vom 21. September ist dem Gemeinderat in der ersten 40-tägigen Frist der Bonstetter Primus Meinrad Kaiser, 1953, Gemeindeschreiber a.D. (bisher), als gültiger Kandidat als Mitglied der römisch-katholischen Synode für den Wahlkreis Bonstetten,

Wettswil a. A. und Stallikon vorgeschlagen worden. Somit sind in der ersten Frist gleich viele Kandidaten vorgeschlagen worden, als Sitze zu vergeben sind. Ferner stimmt der zunächst vorgeschlagene Kandidat mit dem definitiv Vorgeschlagenen überein. In Anwendung von § 54 Abs. 1 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR), sind somit die Voraussetzungen für eine Stille Wahl erfüllt. Deshalb hat der Gemeinderat Bonstetten, als wahlleitende Behörde, Primus Kaiser als Mitglied der römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich, für den Wahlkreis Bonstetten, Wettswil und Stallikon für die Amtsdauer 2019 bis 2023 als gewählt erklärt.

Sonntagsverkäufe 2019 Aus Art. 19 Abs. 6 des eidgenössischen Arbeitsgesetzes (ArG) kann entnommen werden, dass die Kantone höchstens vier Sonntage pro Jahr bezeichnen können, an denen Arbeitnehmer in Verkaufsgeschäften ohne Bewilligung beschäftigt werden dürfen. Der Kanton Zürich hat, damit die lokalen Bedürfnisse gewahrt werden, die Bezeichnung dieser Sonntage den Gemeinden übertragen. Diese haben die Möglichkeit, für das ganze Gemeindegebiet einheitlich maximal vier Sonntage zu bezeichnen. Mit Schreiben vom 25. September 2018 gelangte der Bereich Sicherheit an die Detaillisten der Gemeinde Bon-

Rifferswil stimmte für die Hornkuh-Initiative Nationale Vorlagen vom Sonntag: die Resultate der Ämtler Gemeinden Die Vorlagen vom Sonntag haben allesamt bewegt: die Stimmbeteiligung lag im Knonauer Amt über 55 %. Als eine von 24 Zürcher Gemeinden und Stadtkreisen hätte Rifferswil die HornkuhInitiative mit 263 Ja- zu 190 Nein-Stimmen angenommen. Die anderen 157 lehnten sie ab – knapp in Aeugst (50,65 % Nein-Stimmen) und Hausen (50,67 %) oder ganz deutlich, wie in Maschwanden (64,05 %), Kappel (60,53 %) und Mettmenstetten (60,27 %). Die Selbstbestimmungsinitiative haben alle Ämtler Gemeinden abgelehnt, nur in Maschwanden und Kappel übertraf der Ja-Stimmen-Anteil die 38-Prozent-Marke. In Wettswil waren es weniger als 31 %. Noch deutlicher als der Kanton oder die Gesamtschweiz sagte das Knonauer Amt Ja zu den Versicherungsdetektiven. In Wettswil, Maschwanden und Kappel lag die Zustimmung über 70 %. (tst.)

5

stetten mit der Bitte um Eingabe der Wunschdaten für Sonntagsverkäufe für das Jahr 2019. Gestützt auf die beantragten Daten hat der Gemeinderat folgende vier Verkaufssonntage für das Jahr 2019 bewilligt: Sonntag, 17. November, 24. November, 15. Dezember und 22. Dezember 2019.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • dem Ersatz der Steuerungsanlage Pumpwerk Chüeweid mit Kredit und Auftragsvergabe zugestimmt; • die Bildung einer temporären Fachgruppe für die strategische Entwicklung des Kabelnetzes gutgeheissen; • das Budget 2019 des Sozialdienstes Unteramt verabschiedet.

Prämien unverändert Die Prämie der Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) bleibt für 2019 unverändert bei 32 Rappen pro 1000 Franken Versicherungssumme. Der Verwaltungsrat der GVZ legt jeweils im November die Höhe der Gebäudeversicherungsprämie für das kommende Jahr fest. Die Prämie setzt sich zusammen aus 25 Rappen Versicherungsprämie – davon 2 Rappen zugunsten der Erdbebenversicherung – und 7 Rappen Brandschutzabgaben. Die Versicherungsprämie gewährleistet die Wiederherstellung von Gebäuden zum Neuwert bei Feuer- und Elementarschäden und bietet eine limitierte Deckung bei Erdbebenschäden. Die Brandschutzabgaben dienen der Finanzierung von vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzmassnahmen sowie der finanziellen Unterstützung der Feuerwehren im Kanton Zürich. (pd.)


6

Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

Gefängnis Affoltern genügt künftigen Ansprüchen nicht mehr Die Einrichtungen in Affoltern und in Horgen sollen geschlossen werden Die Gefängnisse in Affoltern und in Horgen werden geschlossen, derweil die Justizvollzugsanstalt Pöschwies ausgebaut wird. Das geht aus einem Regierungsratsbeschluss hervor. Beide eignen sich in «quantitativer und qualitativer Hinsicht» nicht, um den künftigen Bedarf an Kurzzeitstrafvollzug zu decken, heisst es. Der Beschluss des Regierungsrates fusst auf einer Standortstrategie «geschlossener Vollzug». Diese prognostiziert bis ins Jahr 2035 einen Mehrbedarf von rund 50 Haftplätzen, vorwiegend im Bereich des Kurzstrafenvollzugs. Insgesamt wird bis zu diesem Zeitpunkt mit einem Gesamtbedarf von 290 Vollzugsplätzen gerechnet. Im Bereich des Langstrafenvollzugs reicht die Kapazität in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Pöschwies aus. Um diesen zusätzlichen Bedarf beim Kurzstrafenvollzug zu decken, sollen in der JVA Pöschwies zusätzliche 120 Vollzugsplätze geschaffen werden – mit der Option für eine Erweiterung auf rund 180. Diese sieht der Regierungsrat als «Realersatz» für die 65 Plätze in Affoltern und jene 54 in Horgen. Wann die beiden Standorte geschlossen werden, ist nicht bekannt. Klar ist aber, weshalb es an beiden Orpublireportage

Strafvollzug in die neu erstellte Strafanstalt Realta im büdnernischen Cazis verlegt werden. Nicht klar ist, was mit den dereinst leeren Gefängnissen passieren soll. Das kantonale Immobilienamt will deren anderweitige Verwendung prüfen.

Pionierrolle und Schlagzeilen

Wann das Gefängnis Affoltern geschlossen wird, ist noch nicht bekannt – auch nicht, wie die Räume nach der Schliessung genutzt werden. (Bild Werner Schneiter) ten zur Schliessung kommt. Affoltern und Horgen genügen in quantitativer und qualitativer Hinsicht nicht, um den zukünftigen Bedarf im Kurzstrafenvollzug zu decken. Der Regierungsrat spricht von «ungeeigneten betrieblichen Strukturen» und von «baulich beschränktem Entwicklungspotenzi-

al», was keine zweckdienlichen Ausbauten ermögliche. Was das im Detail bedeutet, war für diese Ausgabe nicht in Erfahrung zu bringen. Von der für Fragen ausschliesslich zuständigen Kommunikationsabteilung des Amtes für Justizvollzug war am Freitag niemand erreichbar.

Der Regierungsrat macht deutlich, dass in der JVA Pöschwies genügend Entwicklungsfläche vorhanden ist, um die Vollzugsstandards des Bundesamtes für Justiz zu erfüllen. In Affoltern, Horgen, aber auch im Flughafengefängnis (Ausschaffungshaft) sei das nicht möglich. Bei letzterem soll der

In Affoltern kümmern sich 26 Mitarbeitende um die Insassen, die Freiheitsstrafen bis 18 Monate verbüssen. Dazu gehören auch Reststrafen. Im Jahr 2001 wurde Affoltern von einem Untersuchungsgefängnis in eine Vollzugseinrichtung umgewandelt. Als erstes Gefängnis im Kanton Zürich bot Affoltern in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk eine Schulbildung an – eine vielbeachtete Pionierrolle. In die Schlagzeilen geriet das Gefängnis aber auch vor wenigen Jahren, als ein leitender Angestellter Geld aus der Gefängniskasse stahl und eine Aufseherin regelmässig Drogen ins Gefängnis schmuggelte. Beide mussten sich vor Gericht verantworten, waren geständig und wurden fristlos entlassen. Aus einem Zahlenspiegel des Amtes für Justizvollzug geht hervor, dass die Auslastung 2017 im Gefängnis Affoltern bei 91,3 Prozent lag; in den Jahren 2013 und 2014 waren es noch knapp über 100 Prozent. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

7

Arbeitsplätze möglicherweise gefährdet Der Verein Spitex Knonaueramt äussert sich zur Kündigung der Leistungsvereinbarung durch Affoltern Weil die Stadt Affoltern am Albis die Restfinanzierung nicht übernehmen will – obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet ist – kündigte sie überraschend die Leistungsvereinbarung mit der Spitex Knonaueramt per Ende 2019. Für Spitex-Präsident Leonhard Grimmer ist diese Situation stossend – umso mehr, weil sich Mitglieder des Stadtrats sowohl an der Ausarbeitung der neuen Leistungsvereinbarung wie auch am Strategieprozess während Monaten aktiv beteiligt haben. Dass sich die Stadt Affoltern überlegt, wie sie die aufgrund der Bevölkerungsalterung kontinuierlich steigenden Pflegekosten in den Griff bekommen will, ist verständlich. Die überraschende Kündigung der bestehenden Leistungsvereinbarung mit dem gleichzeitigen Entscheid, die SpitexLeistungen für Affoltern vom Pflegezentrum Seewadel zu organisieren, ist für Vorstand und Geschäftsleitung der Spitex Knonaueramt jedoch nicht nachvollziehbar. Denn vom Vertreter der Stadt Affoltern, der in den laufenden Strategieprozess involviert war, seien keinerlei Anzeichen über geplante organisatorische Änderungen zu vernehmen gewesen. An der Budgetsitzung hatte der zuständige Stadtrat im Kreise der Gesundheitsvorsteher des Bezirks dem Budget 2019, welches bei einem Gesamtaufwand von 10.43 Mio. Franken für den ganzen Bezirk ein Restdefizit von 359 000 Franken (Anteil Affoltern 81 000 Franken) vorsieht, ebenfalls zugestimmt.

Spitex hätte Hand geboten für eine neue Lösungen «Wir hätten sehr wohl die Idee, die Spitex ins Pflegezentrum zu integrieren, unterstützt. Mit mehr Zeit und unserem Know-how hätte dies wohl für alle Beteiligten eine Win-win-Situation werden können», beurteilt Verena Bieri, Geschäftsleiterin der Spitex Knonaueramt, das Vorgehen der Behörden, die ihrer Meinung nach eine grosse Chance verpasst haben, zusammen mit der Spitex neue Lösungen zu suchen und zu finden. Verena Bieri befürchtet, dass die ganze Situation negative Auswirkungen auf die zu betreuenden Menschen und die Mitarbeitenden haben wird. Die Spitex Knonaueramt stellt als eine der 77 gemeinnützigen SpitexOrganisationen im Kanton Zürich die bedarfs- und fachgerechte ambulante Pflegeversorgung der Einwohnerinnen und Einwohner aller Gemeinden des Bezirks Affoltern sicher. Um den Gemeinden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mehr Mitbestimmung zu gewähren, wurde die bestehende Leistungsvereinbarung in einem gemeinsamen Team von fünf Vertretern der Gemeinden und der Spitex Knonaueramt überarbeitet. Im Mai 2018 stellte die Gemeinde Affoltern weitergehende Forderungen, nachdem alle anderen Gemeinden der neuen Vereinbarung bereits zugestimmt hatten. Die Stadt wollte eine vertragliche Zusicherung, dass die Spitex-Organisation auf eine allfällige Finanzierung des Restdefizites durch die öffentliche Hand verzichte. Nach sorgfältiger Prüfung wies die Spitex Knonaueramt diese Forderung im Juli 2018 in einer umfassenden Stellungnahme zurück: Paragraf 9 des kantonalen Pflegegesetzes halte explizit fest, dass die Gemeinde bei beauftragten Spitex-Organisationen die restlichen Kosten zu tragen hat. Als NonProfit-Organisation verfügt der Verein Spitex Knonaueramt über kein Eigenkapital, somit könne nicht garantiert werden, dass den Gemeinden keine Restfinanzierung verrechnet wird. 2016 und 2017 wies die Jahresrechnung zudem ein positives Resultat auf Basis der Normkosten aus. In der neu-

An der Werkstrasse, dem Sitz der Geschäftsstelle, bezieht die Psychiatrische Spitex just in dieser Woche neue Räumlichkeiten, die nun nicht mehr in diesem Ausmass benötigt werden. (Bild Thomas Stöckli) en Leistungsvereinbarung ist das Ziel festgehalten, auf Basis der Normkosten ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erreichen.

Personal verunsichert – Bis zu 30 Vollzeitstellen betroffen In ihrem Kündigungsschreiben hält die Stadt Affoltern fest, dass sie davon ausgehe, dass die Spitex Knonaueramt wegen der Kündigung der Leistungsvereinbarung nicht in Bedrängnis geraten werde, sei sie doch bereit Personal und Infrastruktur zu übernehmen. Dieser sehr vereinfachten Beurteilung kann die Spitex Knonaueramt jedoch nicht folgen, betragen ihre Leistungen

für Affoltern aktuell im Bereich der Pflege gegen 25 %, die Psychiatriepflege über 40 % und die des Entlastungsdienstes 33 %. Neben den 40 Mitarbeitenden im Spitex Zentrum Affoltern, sind die zehn Mitarbeitenden des Psychiatrie-Teams betroffen, 20 Mitarbeitende vom Entlastungsdienst und sechs bis acht Mitarbeitende in der Verwaltung. Auch wenn die Stadt bereit ist, Personal und Infrastruktur zu übernehmen, hat die Kündigung Auswirkungen auf weitere Bereiche. Im Spitex Zentrum Affoltern werden aktuell auch die Leistungen für die Gemeinde Hedingen organisiert. Eine Umstrukturierung dieser Organisationseinheit

mit dem dazugehörigen Personal wird nötig sein. Auf der Ebene Führung und Administration müssen mit dem Wegfall der Leistungen für die Stadt Affoltern Stellen abgebaut werden. An der Werkstrasse, dem Sitz der Geschäftsstelle, bezieht die Psychiatrische Spitex just in dieser Woche neue Räumlichkeiten, die mit der Reduktion der Leistungsnachfrage aus dem aktuellen Stand nicht in diesem Ausmass benötigt werden. Gesamthaft werden vom Entscheid der Stadt Affoltern somit etwa 25 bis 30 Vollzeitstellen betroffen sein. Den ganzen Ausstieg von Affoltern zu regeln werde 2019 sehr viele betriebliche Ressourcen beanspruchen.

Ämtler Gesundheitssystem bedroht Spitex: Stellungnahme der Ärztegesellschaft Bezirk Affoltern Mit grosser Besorgnis haben wir Ärzte den Entscheid des Stadtrats Affoltern vernommen, die Leistungsvereinbarung mit der Spitex Knonaueramt zu kündigen. Wir möchten die Folgen dieser Kündigung auf die Gesamtsituation des Gesundheitssystems im Knonauer Amt erläutern. Direkte Auswirkungen auf Affoltern: Die kontinuierliche Behandlung und Betreuung von Patienten durch die Spitex und Psychiatrie-Spitex wird durch diesen Entscheid bedroht. Diese Form der ambulanten Patientenbetreuung ist zunehmend gefragt. Personal zu rekrutieren ist im Gesundheitswesen schwierig, auch für die Spitex. Vor allem wenn eine gute Qualität erhalten werden soll. Mit der geplanten neuen «Spitex Seewadel» wird für alle anderen Leistungserbringer wie Spital, Hausärzte, Pro Senectute und weitere Hilfsorganisationen eine zusätzliche Schnittstelle eröffnet. Dies verursacht organisatorischen Mehraufwand. Das von der Stadt Affoltern vorgebrachte Argument einer Einsparung von Kosten wird dadurch ad absurdum geführt. Es gibt zudem begründete Zweifel, ob die errechneten Einsparungen, respektive die der Spitex vorgeworfenen zu hohen Ausgaben auf korrekten Grundlagen beruhen. Weitreichende Folgen für das Gesundheitswesen im gesamten Knonauer Amt: In den letzten Jahren haben wir viel Zeit und Arbeit in den Aufbau eines gut funktionierenden Netzwerkes zur Versorgung komplexer Patienten im Knonauer Amt geleistet. Gemeinsame Arbeitsgruppen optimieren die Prozesse laufend. Das Schrittstellenmanagement funktioniert gut. Dies ist enorm wichtig für unsere komplexen palliativen und geriatrischen Patienten, welche wei-

ter an Anzahl zunehmen werden. Rund 25 % der Pflegeleistungen der Spitex, über 40 % der psychiatrischen Betreuung und 33 % der Leistungen des Entlastungsdienstes werden für die Stadt Affoltern erbracht. Steigt die Stadt Affoltern aus dieser Zusammenarbeit aus, gefährdet dies die Stabilität der Spitexdienste im gesamten Knonauer Amt. Clemens Grötsch war in den letzten Monaten Teilnehmer der Strategiegruppe Spitex. Wie kommt es, dass er in dieser Zeit die Gedanken eines Ausstiegs nie hat einfliessen lassen? Wie kann ein Entscheid von so weit reichender Tragweite hinter unserem Rücken gefällt werden? Wird die Zusammenarbeit mit den Ärzten des Bezirks überhaupt noch geschätzt? Die Tatsache, dass die Stadt Affoltern jahrelang an einer gut aufgegleisten SpitexStrategie mitgewirkt hat und diese ganze Arbeit durch kurzfristige Manöver infrage stellt, ist ein massiver Vertrauensbruch. Wichtige Fragen sind nicht geklärt: wie geht es bezüglich Zusammenarbeit mit der Onko-plus (bieten 24-h-Dienst Notfalldienst an!), dem Entlastungsdienst und der psychiatrischen Spitex weiter? Durch den Alleingang von Affoltern droht ein erheblicher Rückgang der Versorgungsqualität von ambulanten komplexen Patienten. Dies führt unweigerlich zu vermehrten Hospitalisationen und Mehrkosten. Das Gesundheitssystem im Knonauer Amt ist im Umbruch. Die Zukunft sowohl des Spitals als auch der ambulanten Versorgung stehen auf wackligen Füssen. Gemäss einer Umfrage unter der Ärzteschaft wird es in den nächsten sieben Jahren zu einer altersbedingten Reduktion von 34 auf 21 ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte kommen. Ob diese alle ersetzt werden können, ist fraglich. Aktuell findet nur

jede dritte Praxis schweizweit einen Nachfolger. Auch bei den psychiatrischen Ärzten kommt es in den nächsten Jahren zu einer Verminderung, da mehr als die Hälfte über sechzig Jahre alt ist. Kantonal kommt es zu Bettenengpässen. Umso wichtiger ist ein effizienter, mit allen Leistungserbringern gut vernetzter Spitexdienst. Die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Spitex und Spital Affoltern ist dabei einer der wichtigsten Pfeiler. Die grossen demografischen Herausforderungen der Zukunft erfordern eine ganzheitliche Sicht der Dinge, die Entwicklung von neuen Versorgungsmodellen und eine intensive Zusammenarbeit von allen involvierten Playern. Die Zeiten sind vorbei, wo jeder sein eigenes Süppchen kochen kann! Ohne die bestehende, gut funktionierende Spitexorganisation droht die Gesundheitsversorgung im Bezirk in den nächsten Jahren massiven Schaden nehmen. Und dies wegen 360 000 Franken bezirksweit, 81 000 Franken für die Stadt Affoltern. Ist das möglich? Wir können es kaum glauben. Wir erwarten, dass sich die Politiker in diesem Sinne engagieren und die Situation adäquat einschätzen. Wir müssen in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten und die unserer Gesundheit im Knonauer Amt gemeinsam planen. Da kann es nicht sein, dass die «Stadt» Affoltern einen dermassen weitreichenden Entscheid fällt, welcher das gesamte Knonauer Amt betrifft und prägen wird. Wir sind nicht gewillt, diesen Entscheid so anzunehmen, und wehren uns für eine gesunde gemeinsame Zukunft im Knonauer Amt. Im Namen der Ärztegesellschaft Bezirk Affoltern, Bruno Köhler, Präsident

«Wir bedauern ausserordentlich die schlechte Kommunikation der Stadt Affoltern. Diese hat nämlich bei unseren Mitarbeitenden viel Verunsicherung ausgelöst», sagt Verena Bieri. «Der Präsident wurde zwar per SMS und Telefon über die Aufkündigung der Leistungsvereinbarung per Ende 2019 orientiert, doch die schriftlichen Stadtratsbeschlüsse erhielten wir erst auf Nachfragen vom Stadtschreiber», so die Spitex-Geschäftsleiterin. Im Nachhinein wurde zudem bekannt, dass die anderen Bezirksgemeinden die Beschlüsse vor der Spitex Knonaueramt erhielten und dass Mitarbeitende des Alters- und Pflegeheims «Haus zum Seewadel» sogar bereits am 17. November orientiert wurden und erste Spitex-Mitarbeitende über diese Quelle Informationen erhielten.

Viele offene Fragen Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind verschiedene Fragen offen: Werden die Leistungsverträge der Partner, Onko Plus, Kinderspitex Zürich, Kinderspitex Plus sowie Knowledge und Nursing weitergeführt? Werden die bestehenden Lehrverhältnisse mit den dazugehörigen Verpflichtungen übernommen? Es besteht die Gefahr, dass sich Mitarbeitende bis Ende 2019 anderweitig orientieren. Wird es gelingen, im ausgetrockneten Personalmarkt in der Pflege, die Sicherstellung der Leistungen für die Stadt Affoltern bis Ende 2019 zu gewährleisten? Ist die Stadt Affoltern bereit, die höheren Kosten für temporäres Personal bis zum Ende der Zusammenarbeit zu übernehmen und die durch den Wechsel entstehende Unruhe und Personalwechsel bei der Kundenbetreuung zu akzeptieren? Ist die Stadt weiterhin interessiert, ihren Beitrag zur Erhaltung des Entlastungsdienstes für pflegende Angehörige (ELD) zu leisten? Wie will die Stadt Affoltern die Leistungsfortsetzung der Spitex bei ihren Bürgerinnen und Bürgern garantieren, wenn ihre Rechnung der Übernahme von Stützpunkt und Personal nicht aufgeht? Mit Schreiben vom 20. November hat die Spitex Knonaueramt ihre Erwartungen gegenüber der Stadt Affoltern zum Ausdruck gebracht. So soll die Stadt die Sachlage gegenüber den Partnergemeinden richtigstellen und auch Bezug nehmen auf die Stellungnahme der Spitex Knonaueramt vom 3. Juli 2018. Die Stadt Affoltern habe in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie mit den Leistungen der Spitex zufrieden sei und dass sie die Spitex Knonaueramt als Partner schätze. Weiter erwartet die Spitex Knonaueramt eine baldige Mitteilung, ob sich die Stadt Affoltern vorstellen könne, die psychiatrischen Spitex-Leistungen weiterhin bei ihr zu beziehen. Diese Leistungen des psychiatrischen Spitex-Teams werden zu 40 % für die Stadt Affoltern erbracht. Der eben getätigte Büro-Ausbau an der Werkstrasse 1 für den 1. Stock wurde aufgrund der Leistungssteigerung bei der psychiatrischen Spitex vorgenommen. Die Spitex Knonaueramt geht aus heutiger Sicht davon aus, dass die durch die Kündigung ausgelösten Mehraufwände in ihrer eigenen Organisation an die Stadt Affoltern verrechnet werden können. Die ganzen Investitionen der letzten Jahre werden, neben den direkten Restrukturierungskosten, anteilig durch die Stadt Affoltern abgegolten. Um eine Übernahme von Personal und Infrastruktur planen zu können, erwartet die Spitex Knonaueramt von der Stadt Affoltern einen baldigen Zeitplan und Grundsätze zu Anstellungsbedingungen, damit die Mitarbeitenden eine gesicherte Entscheidungsgrundlage erhalten. (pd.)


8

Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

Waidmannsheil, Büchsenlicht und ein geselliger Schüsseltrieb Ein Tag im Wald mit der Jagdgesellschaft Affoltern am Albis Eine Schrot- oder Kugeldrückjagd mit den Jägern in den Wäldern oberhalb der Stadt Affoltern ist kein herbstlicher Spaziergang. Sie verlangt von den Jägern, Treibern und den Sicherheitsleuten vollen Einsatz. Alle aber werden von einmaligen Erlebnissen in der Natur mehr als entschädigt. ................................................... von martin mullis Das Thema Jagd wurde in den letzten Monaten mit grossem Aufwand diskutiert. Die Abstimmung über die Einführung von staatlichen Berufsjägern bot den Waidmännern nicht nur eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre Tätigkeit zu beschreiben, sie wurden von den Stimmbürgern auch wahrgenommen. Von einigen Vorwürfen von selbsternannten Tierschützern ausgenommen, wird die Auseinandersetzung rund um die Abstimmung von den allermeisten Jägern als wertvoll bezeichnet. Das eindeutige Resultat zeigt eindrücklich, dass es den Grünröcken gelang, das Thema Jagd ins richtige Licht zu stellen. Die Jagd ist nötig und wichtig und darf weder als ein einfacher Job noch anzeige

Morgendliche Hornstösse beim Tannholz: Die Jagd beginnt mit dem Signal «Anblasen des Treibes». (Bilder Martin Mullis) als ein lässiges Hobby bezeichnet werden. Das Thema Jagd dürfte auch in Zukunft weiter zu wilden Diskussionen führen. Diese Tatsache bezeichnet die Mehrheit der Jäger auch als absolut verständlich. Sie töten Tiere und das ist etwas, das die Leute emotional berührt und aufwühlt. Doch um Fleisch essen zu können, müssen Tiere sterben. Tiere, welche auf der Jagd sterben, haben vorher in der freien Natur gelebt. Dass die Jagd jedoch weit mehr als das Töten von Tieren bedeutet, zeigen die Emotionen, welche an

einem Jagdtag im Wald erlebt werden dürfen. Am kalten und trüben Novembermorgen kämpft die Sonne hoffnungslos gegen die Nebelfetzen über den Baumkronen. Auf dem Parkplatz vor dem Vita-Parcours beim Tannholz in Affoltern herrscht kurz nach sieben Uhr schon eine ziemliche Aufregung. Mehr als ein Dutzend Jäger, darunter auch eine Jägerin sowie zehn Helfer und Treiber, bereiten sich auf die kommende Gesellschaftsjagd vor. Bereits die Begrüssung und die Anweisungen des Jagdleiters lassen die Anforderungen und die Verantwortung der Jäger unschwer erahnen. Erst begrüsst der Jagdleiter Paul Erni, Jäger, Gäste, Treiberinnen und Treiber und darf dabei mit dem Stadtpräsidenten Clemens Grötsch und dem Statthalter Claude Schmidt zwei ganz besondere Gäste herzlich willkommen heissen. Bevor er anschliessend dann auf die nötigen Dokumente wie Jagdpass und Treffsicherheitsnachweis aufmerksam macht, informiert der Jagdleiter über die Vorgaben der heutigen kombinierten (Schrot und Kugel) Jagd.

Man wünscht sich Waidmannsheil zu Beginn der Jagd Offen sind an diesem Tag das Rot- und Rehwild, Fuchs, Dachs und Hase. Paul Erni macht die Jäger auch auf die Sicherheit im von Erholungssuchenden gut genutzten Gelände aufmerksam, wünscht anschliessend «Waidmannsheil» und erklärt die Jagd für eröffnet. Fünf der anwesenden Jäger haben ihre Jagdhörner mit dabei und blasen nun mit der entsprechenden Melodie zum Jagdbeginn. Diese Signale sind dann für die aufgeregten kleinen und mittelgrossen Jagdhunde das eindeutige Zeichen, dass sie nun bald zum Stöbern von der Leine gelassen werden. Sie sind kaum mehr zu halten, bellen und jaulen mit den Jagdhörnern um die Wette. Immerhin hiess es auf der Einladung zur Bewegungsjagd klar und deutlich: Laut und kurz jagende Hunde sind willkommen. Die Jäger beziehen nun die ihnen zugewiesenen Standorte, die Treiber marschieren mehr oder weniger in einer Linie ausgerichtet los und auf ein entsprechendes Hornsignal wird der erste Trieb angeblasen. Vor allem für die Treiberinnen und Treiber verlangt der Einsatz im Wald eine ziemlich gute körperliche Konstitution, müssen sie sich doch möglichst ohne Umwege durch Dornengestrüpp, dichtes Unterholz und manchmal auch durch feuchtes und sumpfiges Gelände kämpfen. Von den Jagdgästen und allen Helferinnen und Helfern wird jedoch auch eine geistige Fitness gefordert. Das Jagdwesen dürfte in der Schweiz zu den ältesten Berufstätigkeiten gehören und weist des-

Auch das gehört zur Jagd: Das Reh wird fachmännisch aufgebrochen. halb sowohl kulturell als auch traditionell viele Gebräuche und Regeln auf. Wer nämlich nicht mindestens ansatzweise einige der wichtigsten Begriffe in der Jägersprache versteht, kommt sich bei der Unterhaltung mit den Grünröcken etwas verloren vor. Den Gruss «Waidmannsheil» erwidert man selbstverständlich mit «Waidmannsdank». Die Jagd wird nicht eröffnet, sondern angeblasen und nach der Jagd wird die Strecke (die Beute) verblasen. Bedingung für eine erfolgreiche Jagd ist natürlich, dass genügend «Büchsenlicht» vorhanden ist. Allein im Bereich der Nahrungsaufnahme, sowohl von Mensch und Tier, herrscht für einen Uneingeweihten pures Chaos. So wird ein Schalenwild niemals grasen sondern äsen. Der Znüni des Jägers ist das Zwischenaser, der Zmittag dann der Aser. Das abendliche Zusammensein bei einem Nachtessen nennt die Jagdsprache «Schüsseltrieb».

Keiler, Kitz und Klötze Das männliche ausgewachsene Wildschwein, der «Keiler», das Jungtier vom Reh, das «Kitz» und die Hoden vom Schwarzwild, die «Klötze», sind für Jäger normale Begriffe. Der «Balg», die Haut und das Fell des Hasen, die «Behänge», die Ohren eines Jagdhundes, sowie der «Frischling», ein junges Wildschwein mit gestreifter «Schwarte» (sein Fell), sind ebenfalls Ausdrücke, welche zu kennen hilfreich im Gespräch mit Jägern sind. Doch auch die besten Kenntnisse der Jägersprache, welche jedoch übrigens nicht mit dem Jägerlatein zu verwechseln ist, nützen nichts, wenn die Bedingungen für eine erfolgreiche Jagd nicht so ganz stimmen. Jedenfalls zeigte sich die vor der Jagdhütte Sennweid ausgelegte Strecke eher bescheiden. Ein an der Räude erkrankter Fuchs musste unmittelbar nach dem Abschuss fachgerecht entsorgt werden. Das Signal «Reh tot» und «Fuchs tot» der Bläsergruppe galt den beiden Rehgeissen und den zwei Füchsen. Die im wahrsten Sinne des Wortes magere Ausbeute der Jäger tat der zufriedenen Stimmung in der gemütlichen Hütte jedenfalls keinen Abbruch. Alle an der Gesellschaftsjagd Beteiligten zeigten sich zufrieden über den erlebnisreichen Tag in der Natur. Beim Schüsseltrieb in der gemütlichen Jagdhütte waren selbstverständlich auch vergangene Jagderlebnisse Thema, wobei neben der Jägersprache hie und da doch noch ein wenig Jägerlatein zu hören war. Mit der Feststellung, dass die Bewegungsjagd unfallfrei und ohne jede Nachsuche allfällig verletzter Tiere verlief, durfte Jagdleiter Paul Erni Jäger, Treiber und alle Helferinnen und Helfer mit einem kräftigen Waidmannsdank verabschieden.

Beinahe-Flugunfall über Baar: Bericht liegt vor Am 7. April 2018 um 14.30 Uhr startete ein Schleppzug bestehend aus einem einmotorigen Leichtflugzeug und einem einsitzigen Segelflugzeug auf dem Flugplatz Hausen. Zur gleichen Zeit befand sich ein zweimotoriges, sechssitziges Leichtflugzeug vom Flugplatz Buochs in 4700 Fuss Höhe geradlinig über den Zugersee und über die Stadt Zug zum Flughafen Zürich. Nach rund vier Minuten Flugzeit überflog der Schleppzug die Stadt Baar. Etwas weiter südlich erblickte der Pilot des Segelflugzeuges ein sich schnell bewegendes Flugzeug auf der vorderen, rechten Seite. Er erkannte, dass sie sich auf einem Kollisionskurs befanden, und machte den Schlepppiloten über Funk sofort auf das auf sie zufliegende Flugzeug aufmerksam, was dieser bestätigte. Da der andere Pilot den Schleppzug offensichtlich nicht erkannt hatte und kein Ausweichmanöver einleitete, versuchten sowohl Schlepp- als auch Segelflugpilot durch mehrmaliges Flügelwackeln auf sich aufmerksam zu machen – erfolglos. Der Segelflugpilot verringerte deshalb seine Steigrate, die zweimotorige Maschine flog geschätzt 20 Meter über ihn hinweg. Der Pilot der zweimotorigen Maschine habe nach dem Flug angegeben, dass er und sein Passagier mehrere Flugzeuge im Raum Hausen gesehen hätten, heisst es im mittlerweile vorliegenden Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Den am Zwischenfall beteiligten Schleppzug hatten sie aber offensichtlich nicht wahrgenommen. Alle drei Flugzeuge waren mit einem Kollisionswarngerät Flarm ausgerüstet. Während der gefährlichen Annäherung sei aber keinem der Piloten eine Anzeige oder Warnung auf ihrem Flarm aufgefallen. (tst.)

Neues Budgetspiel für die Oberstufe Die heutige Konsumwelt ist komplex und die Anforderungen an Kinder und Jugendliche im Umgang mit Geld und Konsum sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Über die Hälfte der Jugendlichen, die eine Lehre absolvieren, finden, dass Finanzthemen in der Ausbildung nicht ausreichend behandelt werden. Das neue Budgetspiel von Pro Juventute für Oberstufenschülerinnen und -schüler will diese Lücke schliessen. Grundlage des Spiels sind zehn verschiedene Ausbildungsprofile. Aufgrund damit verknüpfter Geschichten stellen die Schülerinnen und Schüler Recherchen im Internet über die Höhe von allgemeinen Lebenshaltungskosten oder die Höhe von Steuern an und erstellen auf dieser Basis Monatsbudgets für verschiedene Phasen der Lehre. In einem zweiten Teil ist das persönliche Budget Thema des Spiels. Damit gibt Pro Juventute Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Instrumente in die Hand, um den Übertritt in die Berufswelt mit dem ersten eigenen Lohn zu meistern und ihre Ausgaben realistisch einzuteilen. Das Budgetspiel ist konzipiert für den Einsatz in den 8. und 9. Klassen, eignet sich aber auch für das 10. Schuljahr und für Motivationssemester. Die von Fachleuten entwickelten Unterlagen sind kostenlos und orientieren sich am Lehrplan 21. Der Umfang beläuft sich auf zwei bis drei Lektionen, kann jedoch ausgeweitet werden. Neben dem neuen Budgetspiel fördern auch das Bilderbuch «Geld zu verkaufen!» (für 4- bis 8-Jährige) und das Lehrmittel «Alles rund ums Geld» (für 9- bis 12-Jährige) den bewussten Umgang mit Geld und Konsum in der Schule. Ergänzend bietet Pro Juventute zudem Elternabende zum Thema an. (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

Gesamtprojekt bis Ende Jahr reif für die Baueingabe Arbeiten für die Erneuerung der Klosterdomäne Kappel laufen auf Hochtouren Das Gesamtprojekt «Erneuerung der Klosterdomäne Kappel» soll bis Ende Jahr reif sein für die Baueingabe: Das ist das erklärte Ziel des Projektteams. Im Bereich der Landwirtschaft sowie an der von der Landeskirche finanzierten Erneuerung von Terrasse und Gärten sind die Bauarbeiten seit Juli im Gang. ................................................... von werner schneiter Weil an der zweimal jährlich stattfindenden Versammlung der Kappelerpflege (reformierte Kirchgemeinden im Bezirk mit je zwei Vertretungen) nach den Wahlen einige neue Delegierte teilnahmen, warf Projektleiter Hans Streit einen Blick zurück auf die bisherigen Abläufe. Darüber hat der «Anzeiger» mehrfach berichtet. Der eigentliche Startschuss für das Revitalisierungs- und Erneuerungsprojekt erfolgte, nachdem 2013 das Siegerprojekt feststand. Eine erste Tranche aus dem Lotteriefonds in der Höhe von 500 000 Franken, gesprochen vom Regierungsrat, ermöglichte den Wettbewerb und den Planungsbeginn. Dieser erfuhr später einen Unterbruch. «Das Projekt war lange Zeit auf der Stufe Vorstudie eingefroren – bis die Frage der Landwirtschaft geklärt war», sagte Hans Streit. Eine zweite Tranche aus dem Lotteriefonds (480 000 Franken) ermöglichte dieses Jahr den Fortgang der Planung, die mit einem Masterplan in die entscheidende Phase kam. Dieser ist inzwischen von allen Beteiligten – darunter vom Regierungsrat – unterzeichnet und besteht aus Kernelementen: Entflechtung der Landwirtschaft, zentrale Parkierung, zwei Hauptzugänge, eine (umstrittene) Mauerergänzung als ordnendes Element der Gesamtsituation, dazu auto-

Ein erstes sichtbares Zeichen der Erneuerung der Klosterdomäne Kappel: ein Brunnen im Kreuzgang, welcher ebenfalls erneuert wird. Eine Bepflanzung erfolgt im Frühling 2019. (Bild Werner Schneiter) freie Innenzone, umgenutzte und sanierte Gebäude, neue Wohnungen auf dem Areal. Hans Streit nannte unter anderem explizit einen Neubau des Spychers, der das alte Magazin in der Nähe des Parkplatzes ersetzt. Dort sind acht kleine Studios geplant, die auch von der Landeskirche genutzt werden können. Anderswo auf dem Areal stehen Umbauten und Umnutzungen im Vordergrund. «Wir wollen möglichst viel Mietfläche ohne zusätzliches Gebäudevolumen schaffen», so Hans Streit.

Kantonsrat entscheidet im Jahr 2020 Das Gesamtprojekt kommt nun in die entscheidende Phase. «Wir haben den Arbeitsrhythmus im Projektteam erhöht und treffen uns jeden Monat zu einer halbtägigen Sitzung, dazu kommen weitere Zusammenkünfte», sagt Hans Streit. Bis Ende dieses Jahres soll nun das Projekt Baureife erlangen – mitsamt einer Kostenschätzung von

+/-15 Prozent. Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss heutigem Stand auf etwa 20 Mio. Franken. Daran partizipieren der Lotteriefonds (12,25 Mio.), der Verein Kloster Kappel (reformierte Kirchgemeinden im Bezirk, 3,1 Mio.), die Landeskirche (3,2 Mio.), der Landwirtschaftspächter (1,2 Mio.). Von Stiftungen werden 0,25 Mio. Franken oder mehr erwartet. Falls die Eingabe des Hauptgesuchs an den Lotteriefonds und die Baueingabe im ersten Halbjahr 2019 erfolgen können – was vom Projektstand her möglich wäre –, so dauert es erfahrungsgemäss rund eineinhalb Jahre, ehe die Bewilligungen vorliegen und der Kantonsrat über das Lotteriefondsgesuch (12,25 Mio.) Franken entscheiden kann. «Was, wenn der Kantonsrat Nein sagt?», wollte ein Delegierter an der DV wissen. «Das wissen wir nicht. Dann müssten wir uns auf Teilprojekte im Renovationsbereich konzentrieren», antwortete Gerhard Gysel, Präsident der Kappelerpflege. Er

verwies aber auf den Umstand, dass der Zürcher Regierungsrat zweimal eine halbe Million Franken aus dem Lotteriefonds für die Planung gesprochen hat – ein starkes Zeichen. Zwei Teilprojekte konnten im Sommer dieses Jahres – nachdem die Baubewilligungen vorlagen – in Angriff genommen werden. Im Landwirtschaftsteil entsteht ein neuer Jungviehstall mit einem offenen Dach und Windschutznetzen; der Milchviehstall wird erweitert. Hier wurden wegen Auflagen der Denkmalpflege Mehrkosten budgetiert. Die neue Terrasse, die neuen, nach innen verlegten Gärten, die Neugestaltung des Kreuzgangs, die Teilrestaurierung der Mauer (neue Ziegel) – all das ist nach leichten Verzögerungen im Gang und soll nach den Worten von Stefan Grotefeld, Vertreter der Landeskirche in der Kappelerpflege, bis Weihnachten fertiggestellt und im Frühling 2019 begrünt sein – jener Teil also, der von der Landeskirche finanziert wird.

Kloster Kappel: neuer theologischer Leiter Volker Bleil gewählt – Hotel- und Seminarbetrieb weiter auf Erfolgskurs Nach dem Wegzug von Markus Sahli Ende Juni 2018, der ein Pfarramt übernommen hat, ist nun ein neuer theologischer Leiter des Klosters Kappel gewählt worden: Volker Bleil, Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Ulm (Deutschland). Volker Bleil wird sein Amt in Kappel am 1. Februar 2019 antreten, wie an der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege zu erfahren war. Gegenüber der «Südwest Presse» sagte Bleil: «Das ist eine tolle Stelle. Die Schweiz ist eine viel stärker säkulare Gesellschaft – und da kann Kappel ein Gegengewicht sein. Es kann Menschen Zugänge zu Ruhe und Spiritualität eröffnen». Noch nicht besetzt ist die Stelle von Pfarrerin Elisabeth Wyss, die für das Kurswesen zuständig ist und nun in Pension geht. «Man wollte die Wahl des theologischen Leiters abwarten», begründete Jürgen Barth, seit rund 15 Jahren Geschäftsführer des Hotel- und Seminarbetriebes im Kloster. Dieser Teil des Klosters hat wegen des Umbaus herausfordernde Zeiten hinter sich. Deswegen musste der Betrieb im Zeitraum Juli/August 2018 für fünf Wochen schliessen. «Unsere Gäste haben viel Verständnis gezeigt. Um-

schlechtem Zustand ist, der sich noch verschärft hat. Das hat weitere 40 000 Franken erfordert. Sanierungen drängten sich ausserdem in der Schlosserei auf, nachdem die Mieterschaft die 5Zimmer-Wohnung im zweiten Obergeschoss gekündigt hat. Der im Vorstand des Vereins Kloster Kappel für Liegenschaften zuständige Karl Sigrist sprach von Investitionskosten in der Höhe von 60 000 Franken. Beide Sanierungen können mit vorhandenen Mitteln problemlos finanziert werden. Mit Blick auf das Umbau- und Revitalisierungsprojekt sind nun keine weiteren ordentlichen Sanierungen geplant.

Buchautor Andreas Müller

Volker Bleil, ab 1. Feburar 2018 neuer theologischer Leiter des Klosters Kappel. (Bild «Südwest Presse»)

bau ist ja auch immer mit Lärm verbunden», hielt Jürgen Barth fest. Diesem Unterbruch zum Trotz, aus dem lediglich ein geringer Ertragsausfall resultierte, kann der Geschäftsführer ein sehr gutes Jahr 2018 vermelden: Erneut hab es ein Plus an Logiernächten – so sehr, dass das Budget «um mehrere hunderttausend Franken übertroffen werden kann», freut sich Barth.

Weitere Sanierungsmassnahmen Renovationen standen aber auch in jenem Teil an, den der Verein Kloster Kappel zu verantworten hat: Nach der Kündigung des Mieters in der Liegenschaft des ehemaligen «Pöstlis» standen Renovierungen an. Dafür wurden 50 000 Franken aufgewendet. Allerdings zeigte sich, dass auch die Eingangstreppe des Restaurants in

Im Weiteren freut man sich auf ein zusätzliches Buch zum Kloster Kappel. Es behandelt vertieft die Zeit ab 1936 und ergänzt das 2008 erschienene Buch «800 Jahre Kloster Kappel». Autor ist Andreas Müller aus Hausen, der ehemalige Präsident der Kappelerpflege. Sein Buch trägt den Titel «Die Anstalt Kappel – ein Sozialwerk im Wandel». Geschichte einer Institution im Bezirk Affoltern im 20. Jahrhundert. «Er hat dazu sehr viel recherchiert. Wir werden das Buch im Sommer 2019 in Kappel im Rahmen einer Vernissage vorstellen», kündigte Gerhard Gysel an. (-ter.)

9

Zwei Ämtler Freiheitshelden Am Bahnhofplatz in Affoltern erinnert ein Obelisk an gegen die Obrigkeit in Zürich revoltierende Bauern. Rudolf Fenner ist dem Wirken von Jakob Schneebeli und Heinrich Häberling in der Helvetik (1799 bis 1804) auf den Grund gegangen. Jakob Schneebeli, damals 49-jährig, war gelernter Färber mit drei Jahren Auslandaufenthalt und betrieb mit seiner Frau, dem Sohn und der Tochter eine Färberei am Jonenbach in Affoltern. Er war auch Adjutant und Präsident des Distriktgerichtes Mettmenstetten. Im Altstetter Grundprotokoll findet sich ein Kaufbrief von 610 Gulden, nachfolgend in gekürzter Form: «Zufolge des Gesetzes vom 10. April, 13. May u. 7. Oktober 1800 wegen dem Verkauf der National Gütern zu Bezahlung der rückständigen Gehalten, und nach der zu diesem End in der Stadt Zürich den 31. Jenner dis Jahrs 1801 abgehaltnen Steigerung hat die Verwaltungskammer des Cantons Zürich vorgestellt durch den Bürger Suppleant Heinrich Häberling von Knonau, laut Vollmacht vom 14. Nov. 1800 im Namen der Helvetischen Nation, auf immerwährende Zeit verkauft und zu kaufen gegeben den Bürgern Agent Bosshardt u. Heinrich Guldener von Altstetten u. Vieharzt Heinrich Meier v. Schlieren, als den Höchstbietenden nämlich Zwei Mannwerk Wiesen und drei Vierling Wiesen, genannt Lehenwies vom Amt Ötenbach, auf dem Juch zu Altstetten gelegen.» Im Regierungs- und Adresskalender 1803 des Kantons Zürich findet sich folgende Auflistung der Verwaltungskammer: «Hs. Conrad Escher, v. Zürich. Präsident; Johannes Stapfer, von Horgen; Jakob Pestalozzi, von Zürich; Heinrich Häberling, von Knonau; Emanuel Wertmüller, von Zürich».

Am 25. April 1804 exekutiert Aus dem Protokoll der Verwaltungskammer «Rapport Bürger Suppleant Häberling über die Liquidation der Verkauften Nationalgüter», ebenfalls in gekürzter Form: «11. Hornung 1802: Die Verwaltungskammer unter Bezeugung bester Zufriedenheit u. Dank für die geschickten Bemühungen des Bürgers Suppleant Häberling in Betreff des ihm unterm 14. 8bris a. p. erteilten Auftrags zu Liquidation des Nationalgüterverkaufs im Canton Zürich für den Betrag von Gl. 91920.7 Sh. 1 Hl. u. auf seinen deshalb unterm 27. Jenner d.J. erstatteten Bericht beschliesst: 1. Die Rechnung über die, von den Nationalgüter käuferen an Zahlungsstatt für die Summe von Fr. 82827.5 Batz. 4 Rp. abgegebenen Rückstandsscheine, zu genehmigen u. zu ratifizieren, diese Rückstandsscheine selbst aber sowie die 56 Stück Doppel der Kaufbriefe einstweilen dem Bürger Oberschreiber Lindinner zu sorgfältiger Aufbewahrung zu übergeben. 2. Den B. Suppleant Häberling zu bevollmächtigen, die noch für die Summe von Frk. 9093. 1Btz. 7 Rp. übrigbleibenden Obligationen u. Gelder, nach der von B. Cantonsverwalter Stapfer verfestigten Spezifikation, an die darin benannten Beamteten gegen Abgebung ihrer Rückstandscheine verabfolgen zu lassen; nach Bewerkstelligung dieser Operation der B. Häberling der Kammer wiederum rapportieren wird. Was diese beiden Helden vor ihrer Hinrichtung noch sagten, kann im Buch über den Bockenkrieg von J.J. Leuthy, Seite 129–131 in der Regionalbibliothek nachgelesen werden. Heinrich Häberling wurde am 25. April 1804 im Kräuel an der Limmat von sechs Schützen hingerichtet, weil ehrenvoller als Enthaupten. Häberlings Sohn löste ihn ab in seiner vorherigen Stellung als Gerichtsweibel. Rudolf Fenner, Rifferswil


10

Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

«Freude herrscht» - auch in Affoltern Astronaut Claude Nicolliers Besuch in der Regionalbibliothek löste Grossandrang aus Selten zuvor wurde ein derart bunt gemischtes Publikum in der Regionalbibliothek registriert wie am letzten Freitagabend beim Besuch von Claude Nicollier. Wer ein Ticket ergattern konnte, wurde nicht enttäuscht. Nicollier verstand es mit viel Witz über seine Erlebnisse im Orbit zu berichten. ................................................... von martin platter Was wird der bisher erste und einzige Schweizer Astronaut Claude Nicollier wohl in der vollbesetzten Regionalbibliothek Affoltern vortragen? Zuerst einmal nichts! Denn auch der sympathische Romand reist inzwischen nicht mehr mit dem Space Shuttle, sondern mit den SBB. Und die hatten am letzten Freitag wieder einmal eine gröbere Panne mit Stromausfall, was zu happigen Verspätungen geführt hat. Das Publikum nahms gelassen und Nicollier verstand es auf süffisante Weise, das Malheur der Bundesbahnen in seinen Vortrag einzubinden, was mehr als einmal schallendes Gelächter auslöste. Kunststück, wenn man schon mehrmals mit dem Space Shuttle mit 26 000 Stundenkilometern schwerelos um die Welt gerast ist. Für die ersten 100 senkrechten Kilometer in die Erdumlaufbahn benötigte das Shuttle jeweils knapp vier Minuten – das ist rund 15 Mal schneller als die etwa gleich lange Fahrt mit dem Zug von Bern nach Zürich. anzeige

Stolzer Auftritt der Regionalbibliotheksbelegschaft mit dem prominenten Gast. (Bild Martin Platter) Faszinierende Zahlen Nicht die einzigen Zahlen aus Nicolliers Vortrag, die faszinierten. Mehr als 2000 Tonnen betrug das Startgewicht des Space Shuttles inklusive dem Zusatztank, der die beiden Feststoffraketen während der ersten zwei Minuten nach dem Abheben mit Treibstoff versorgte. Dann wurden die Booster abgesprengt und mit Miniraketen vom Shuttle wegbewegt, damit diese das Raumschiff und den Zusatztank nicht beschädigten. «Einer der fünf abgesprengten Bolzen wurde mir jeweils nach der Rückkehr als Souvenir von der Nasa übergeben», verriet

Nicollier, der wie das US-Raumfahrtprogramm auf eine schillernde Berufskarriere zurückblickt. Der heute 74Jährige flog einst «Hunter»-Kampfjets für die Schweizer Luftwaffe, ist promovierter Astrophysiker und liess sich danach zum Linienpiloten ausbilden. Die Faszination für die erste Mondlandung am 21. Juli 1969 liess ihn nicht nur einen Autounfall überwinden. Sie brachte ihn auch zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten zusammen, die ihn 1977 für die erste Astronautengruppe der europäischen Weltraumorganisation ESA auserkoren. Von 1980 bis 2005 lebte Nicollier

in Houston, USA, wo er bei der Nasa arbeitete und zwischen 1992 und 1999 an insgesamt vier Space-Shuttle-Missionen teilnahm. 42 Tage verbrachte er im Orbit und war unter anderem an der erfolgreichen Reparatur des Hubble-Weltraumteleskops beteiligt.

Viel Fleiss und ein wenig Glück «Ich hatte einfach das Glück, zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Es gab eine Menge anderer, talentierter und hochmotivierter Piloten und Wissenschaftler, die das gleiche gewollt haben, jedoch nicht ausgewählt wurden», sagte Nicollier bescheiden.

Begleitet von beeindruckenden Lichtbildern aus dem Weltraum, gab der Romand Einblicke in das schwerelose Leben als Astronaut und erzählte, wie ihm der damalige Bundesrat und Wehrminister Dölf Ogi am 7. August 1992 mit dem Spruch «Freude herrscht, Monsieur Nicollier» zur ersten Raumfahrt eines Schweizers beglückwünscht hatte. Der Vortrag war nicht nur ein interessanter Exkurs in die Raumfahrt durch einen lebhaft und dank französischem Akzent charmant erzählenden Zeitzeugen. Nicollier verstand auch den geopolitischen Wandel in den 30 Jahren des Space-Shuttle-Projektes anschaulich in seinen Vortrag einzubinden. Aus dem anfänglichen Wissens- und Rüstungswettkampf der Nationen Russland und USA während des Kalten Krieges war im Laufe der Zeit eine weltumspannende Zusammenarbeit der Nationen geworden. Die Shuttles konnten sowohl an der russischen Mir als auch an der später gebauten internationalen Raumstation ISS andocken. Zum Schluss gab Nicollier seine Erfolgsrezepte preis, die er in seinem Leben als Astronaut erworben hat: Klar definierte Ziele mit Prioritätenliste; Teamarbeit mit eindeutiger Aufgabenzuteilung; wichtige Systeme mehrfach und unabhängig voneinander laufen lassen; strikte operationelle Disziplin basierend auf Checklisten und eingeübten Prozeduren; das Unvorhersehbare vorsehen und üben, üben, üben.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

11

Obere Bahnhofstrasse in Adventsstimmung Affoltemer «Chlausmärt»: Marzipan, Glühwein, Handarbeiten und ein bisschen Politik Der «Chlausmärt» an der Oberen Bahnhofstrasse hat sich mit seiner Vielfalt an Markständen in über 20 Jahren längst zu einer traditionellen Adventsveranstaltung entwickelt. Der kleinere Markt vor dem Restaurant Central unterstreicht die Adventsstimmung in der Stadt Affoltern zusätzlich.

de doch meistens von den eigenen Parteimitgliedern belagert.

Auch der kleinere «Centralmärt» erhielt grosse Beachtung

................................................... von martin mullis Der von der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (VoBa) in Eigenregie organisierte «Chlausmärt» durfte auch dieses Jahr von einem grossen Besucheraufmarsch profitieren. Zeitweise herrschte an der Oberen Bahnhofstrasse ein derart dichtes Gedränge von kauflustigen Besuchern, dass ein Vorwärtskommen kaum mehr möglich war. Dieser Umstand gefiel natürlich den Marktfahrern, die Auslagen ihrer Ware konnten so genauer und länger betrachtet werden. Für eine vorweihnachtliche Stimmung sorgten die überaus zahlreichen Deko-, Bastelund selbst gefertigten Artikel, welche natürlich meist irgendwie mit dem Thema Advent und Weihnachten in Verbindung gebracht werden konnten. Auch einige Vereine und gemeinnützige Organisationen nutzten die Gelegenheit, mit einem sorgfältig hergerichteten Marktstand auf sich aufmerksam zu machen. Ein weiteres grosses Plus des «Chlausmärts» in der Stadt Affoltern ist die Vielfalt der angebotenen Kulinarik. Da wird praktisch jeder Wunsch der hungrigen Marktbesucher erfüllt. Vom profanen Cervelat über die althergebrachte Bratwurst bis hin zur italienischen Salsiccia, Suppe, Crèpes, Älpler-Magronen, Hörnli mit Ghackets, Chili con Carne, Raclette, Spanferkel ... Die süsse Fraktion sowie die durstigen Kehlen der gut gelaunten

Die stolzen Gewinner der schönsten Marktstände. Von links: Corinna Sommer, Manuela Steiner, Simone Klaming, Katrin Sidler und Manuela Lentini. (Bilder Martin Mullis)

Wärmendes – wie hier bei der Jugendarbeit – kam gut an. Besucher wurden ebenfalls richtiggehend verwöhnt. Ein Samichlaus samt Schmutzli verteilte den Kindern grosszügig Mandarinen und Nüssli und die beiden durften dafür, wenn auch manchmal zaghaft und ängstlich ein «Danke» entgegennehmen.

Fast kein Durchkommen an der Oberen Bahnhofstrasse.

Die Vielfalt der Marktstände an der Oberen Bahnhofstrasse bewies auch die Anwesenheit aller massgebenden politischen Parteien. Sie verkauften zwar weder Süssigkeiten noch Porzellanengel, sondern beschränkten sich auf die schiere Förderung der

zeitlosen Ideale von Demokratie und Redefreiheit. Ihre Botschaften unterstrichen sie mit kleinen, mehr oder weniger nützlichen Geschenken oder Gewinnspielen. Ob ihnen allerdings Erfolg beschieden war, liess sich nicht schlüssig feststellen, waren ihre Stän-

Selbstverständlich fand auch der etwas kleinere aber nicht weniger feine «Centralmärt» grosse Beachtung. Es war gut zu beobachten, dass viele der Besucher von der grossen Marktmeile der Oberen Bahnhofstrasse zum kleinen Platz vor dem Restaurant Central flanierten, oder aber in der umgekehrten Version die beiden Märkte besuchten. Wohl eine grosse Seltenheit dürfte der sportliche Akzent des traditionellen Weihnachtsmarktes in Affoltern sein. Am Sonntagmorgen zwischen 10 und 12 Uhr veranstalte die Leichtathletik-Vereinigung Albis den weitherum bekannten und beliebten Chlauslauf. Viele der zahlreichen Läuferinnen und Läufer in den verschiedenen Kategorien nutzen die ungewöhnliche Rennstrecke, teilweise zwischen den Marktständen hindurch, als ausgezeichnete Trainingsgelegenheit für den Stadtzürcher Silvesterlauf. Viel Applaus erhielten jedoch die Teilnehmer der Kategorie Mutter-Kind oder Vater-Kind. Die allermeisten der kleinen Sprinter nahmen die sportliche Herausforderung sehr ernst und hie und da war ein Vater zu beobachten, welcher gar nicht so mühelos seinem Sprössling folgen konnte. Am frühen Nachmittag durfte die zufriedene Organisatorin Susanne Crimi die von einem kleinen Expertenkomitee auserkorenen drei schönsten Markstände vorstellen. Gewonnen hat der Stand 21 von Manuela Lentini und Andrea Gujan aus Affoltern und Zwillikon. Stand 55 von Corina Sommer aus Ebertswil kam auf den zweiten und Simone Klaming aus Affoltern durfte mit der Standnummer 16 den dritten Platz in Anspruch nehmen.

Zwei Vereine – ein farbig leuchtender Musikbogen Erfolgreiche Konzerte in der reformierten Kirche Hausen Dreimal füllte sich die reformierte Kirche Hausen am vergangenen Wochenende fast bis auf den letzten Platz. Der Musikverein Harmonie Hausen und der Katholische Kirchenchor Hausen traten gemeinsam mit einem farbigen, abwechslungsreichen Konzertprogramm unter dem Motto «Nordlichter» auf. ................................................... von marianne voss Oben, auf der Empore, standen 50 Sängerinnen und Sänger. Darunter, im Kirchenraum, sassen 50 Musikerinnen und Musiker. Und die beiden Dirigenten wechselten sich bei den gemeinsam vorgetragenen Werken ab. Die beiden Hausemer Vereine, der Musikverein Harmonie und der Katholische Kirchenchor, wagten zum zweiten Mal ein gemeinsames Konzertprojekt und traten am vergangenen Wochenende dreimal in der fast bis auf den letzten Platz besetzten reformierten Kirche in Hausen auf. Das Thema des Konzertes lautete «Nordlichter». Die Moderatoren Beatrice Gaisser und Matthias Morf erklärten, dass Musik von Deutschland über England bis zum Nordpol gespielt und gesungen werde. «Das ist ein musikalischer Bogen, der so farbig leuchtet wie die Nordlichter.» Die Musik war wirklich sehr farbig und ab-

Viel Applaus für die beiden Vereine. Vorne (von links) die Dirigentin Rägle Brawand, Sängerin Barbara Brawand und Dirigent Markus Etterlin. (Bild Marianne Voss) wechslungsreich mit neuen wie auch vielen geliebten und bekannten Melodien. Manchmal zart und melancholisch, dann wieder schwungvoll und rassig. Manchmal musizierten beide Vereine zusammen dann wieder je der Chor oder die Blasmusik alleine.

Sich aufeinander einstellen Die Herausforderungen bei einem solchen Gemeinschaftswerk sind auf verschiedenen Ebenen gross. «Wir gingen mit Respekt an die erste Probe, doch vom ersten Moment an verstanden

wir uns gut», berichteten die Moderatoren der beiden Vereine. Und Ueli Imhof, der Präsident des Musikvereins, erklärte: «Beim gemeinsamen Musizieren mussten wir uns natürlich aufeinander einstellen, damit es so rüberkommt, wie es soll. Eine besondere Herausforderung war das Abgleichen der Lautstärke.» Besonders gefordert waren natürlich die Dirigentin und der Dirigent. Doch für beide – Rägle Brawand vom Musikverein Harmonie und Markus Etterlin vom Katholischen Kirchenchor – sprachen von einem guten und auch spannenden Er-

lebnis. Und sie freuten sich natürlich auch über den grossen Erfolg nach einer doch recht intensiven Probezeit.

Nordlicht und aufgehende Sonne Die «Nordlichter» waren am Konzert vor allem im Chorteil zu hören, wo verschiedene Volkslieder aus Skandinavien gesungen wurden. Eindrücklich waren die Werke mit reinen Männer- oder Frauenstimmen. Eine kleine Gruppe von Sopranistinnen brillierte hier wahrhaft mit ihren wunderschönen klaren und reinen Stimmen. Der

Höhepunkt war das Lied «Northern Lights», ein anspruchsvolles, mystisches Stück mit schillernden dissonanten Partien, die der Chor sehr gekonnt meisterte. Nicht nur das Nordlicht leuchtete, sondern auch die aufgehende Sonne, als der Musikvereins das romantische Werk «Morgenstimmung» des norwegischen Komponisten Edvard Grieg spielte. Die Musikerinnen und Musiker trugen die zarten, durchsichtigen Partien sehr differenziert und mit sauberer Intonation vor. Auch viel Freude machten dem Publikum die beiden Stücke aus dem schwedischen Film «Wie im Himmel», die der Musikverein zusammen mit der Sängerin Barbara Brawand zur Aufführung brachte. Zum Start wie auch zum Schluss des Abends wurden die Mitglieder des Musikvereins ebenfalls zum Chor und zeigten, dass sie nicht nur spielen, sondern auch singen können. Das Publikum stimmte zum Abschluss mit ein. Die ganze Kirche war mit warmem Gesang erfüllt, bevor alle wieder hinausgingen in die kalte Winternacht. Für den Musikverein Harmonie Hausen waren diese Konzerte gleichsam auch der Start ins Jubiläumsjahr. Zur Feier von 125 Jahren Musikverein Hausen am Albis ist am Jahreskonzert, am 26. Januar und 1./2. Februar, eine «Geburtstagesparty» geplant. Und am Musikfest im Juni soll am Freitag ein spezieller Jubiläumsabend fürs Dorf stattfinden.


12

Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. November 2018

Ganz vill Schwiizerdütsch D Volkshochschuel im Knonauer Amt hed de Mundart-Expert Dr. Christian Schmid uf Affoltere iglade Am letschte Mittwoch, 21. November, hed de Christian Schmid im Spital es Referat über Schwizer Redensarte ghalte. De Titel: «Blas mer i d Schueh.» Das gilt jetzt usnahmswis au für s Hochdütsch.

Salz und Pfäffer vo de Sprach Das segi s ebe grad, was die Redensarte i dä Sprach zu öpis ganz Bsundrigem mached, seit de Christian Schmid. Mit dene chön mer öpis, wo eigentlich abstrakt isch, in en bildliche Usdruck umsetze. Wenn öpper seit: «Ich bi da förig», dann chön mer sich nüt rächts vorstelle. Aber wenn mer sägi: «Ich chume mir vor wie s foifte Rad am Wage», denn gsech mer sofort es Bild. Drum seged Redensarte vill idrücklicher. Si seged also s Salz und de Pfäffer vo de Sprach, hed er gseid. S Schwirige a de Redensarte seg das: Ihre Sinn chön mer hüfig a de Wörter, wo d Redensart drus gmacht isch, nöd abläse. Mer muess wüsse, für was e Redensart brucht wird, damit mer si verstaht. Aber das lernt mer automatisch i dere Sprach, wo mer demit ufwachst, hed er gseid. Andersch seg das bi Fremdsprache. Det müess mer d Redensarte uswändig lerä.

................................................... vo de livia häberling «Jetzt isch gnueg Heu dune!» Wer das als Chind ghört hed, hed gwüsst: Das chönnt jetzt es bitzeli ungmüetlich werde. Meischtens isch es denn s Beschte gsi, schnäll nüt me z säge und wenn möglich unuffällig abzschliche. De Satz isch nöd nur e Drohig gsi, sondern au e chli es Machtwort. Und meischtens hed er au no grad Konsequenze mit sich bracht. Kei Usgang, kei Sackgäld, oder suscht e fiisi Straf. Debii … Isch früehner emal alles besser gsi. Will früehner, also ursprünglich, da heged die Wörter nämlich genau das bedütet, wos au ussäged. Nämlich ebe, dass gnueg Heu dune isch, im Stall une. Total harmlos. Grüeft hed das de einti Puur zum andere, wenns im Winter s Heu vom Heustock in Stall abegrüehrt händ.

Vom Stammtisch i di ganzi Dütschschwiiz Aber wie isch denn de Satz vom Heustock in Wortschatz vo de Eltere cho? Das seg schwirig nahzwiise, hed de anzeige

Es heisst «dur d Lappe», nöd «dur d Latte» De Referent und Dialäkt-Expert Dr. Christian Schmid. (Foti Livia Häberling) Christian Schmid gmeint. Villicht seg halt emal irgendwo a irgend eme Stammtisch irgend en Ploderi amene andere Ploderi uf de Geischt gange. Und statt denn z rüefe: «Jetz langets aso!», heg de denn villicht grüeft: «Jetzt isch aber gnueg Heu dune!»

Vermuetlich heged die andere am Tisch de Usdruck luschtig gfunde und agfange, die Redensart z bruche. Und so heg si sich verbreitet, vo dem Stammtisch is ganze Dorf und vom Dorf i die ganzi dütschsprachigi Schwiz.

Wiso weiss denn de Christian Schmid das alles? Will er sich scho es Ziitli mit em Schwizer Dialäkt beschäftiget. Nach ere Lehr als Chemielaborant hed er Germanistik und Anglistik studiert. Vo 1980 bis 1988 hed er am Dütsche Seminar vo de Universität Basel als Assistänt gschaffet, und vo 1983 bis 1996 isch er als Wüsseschaftliche Mitarbeiter bim Sprachatlas vo de dütsche

Schwiz agstellt gsi. Aschlüssend, also vo 1997 bis 2003, hed er en Lehruftrag a dä Universität Züri gha. Und natürlich isch er vo 1988 bis zu sinere Pensionierig im Jahr 2012 Redaktor bim Schwizer Radio DRS 1 gsi. I dä Mundartsendig «Schnabelweid» hät er Frage zu de Herkunft und zu dä Verwändig vo Dialäktusdrück beantwortet. Zum Bischpil die: Woher chunnt de Usdruck, dass eim öpis «in falsche Hals» chund? De chöm us de Medizinsprach, seit de Christian Schmid. Und ursprünglich heissis ja nöd in «falsche», sondern in «lätze» Hals. Mer sägi das, wenn öppis us Versehe i de Luft- statt i de Spisröhre landet. Und als Redensart heissis nüt anders, als dass mer sich a öpis verschluckt, wo öpert andersch seid. Und denn heds Publikum au no erfahre, dass de Usdruck «das isch mer dur d Latte» eigentlich falsch seg. De Begriff chöm us de Jagdsprach us em Mittelalter. Damals heg mer bi de Tribjagd d Tier in e Arena inetribe. Und damit die Tier überhaupt i die Arena bracht hed, für das hegs abgränzti Strecke brucht. Die Tribstrecke heg mer sitlich mit Jagdseili abgsperrt, und über die Seili heg mer bleichti Lümpe ghänkt, zu d Tier irritiere. Wenn es Tier det sitlich unde dure isch, hed mer gseid, es seg «dur d Lappe» gange. Aber ebe: Nöd «dur d Latte». Irgend öper hed denn s Wort «Lappe» dur «Latte» ersetzt. Eigentli hettis ja müesse heisse «Dur d Lümpe», Aber das hett ja denn chli komisch tönt.


Forum

Dienstag, 27. November 2018

«Richtig falsche» Gemeindebudgets

Gedanken zur eigenen Spitex für Affoltern

Die Umstellung im System des Finanzausgleichs führt in den Gemeinden zu unnötigem Mehraufwand und Budgets ohne Aussagekraft. Im gesamten Bezirk haben Gemeinderäte und RPKs die Gemeindebudgets schon vor längerer Zeit verabschiedet. Aber wenige Tage vor den Budget-Gemeindeversammlungen müssen die Verantwortlichen der meisten Gemeinden, auf Geheiss von Regierungsrätin Jacqueline Fehr, nochmals Tage für ihre Budgets investieren – und diese ändern. Ändern auf eine Art, die so wenig mit den realen Tatsachen zu tun hat, dass Fachleute nun von «richtig falschen» Budgets sprechen. Wie konnte es so weit kommen? Ursache dafür ist eine verunglückte Gesetzesrevision des Kantonsrates zur Verbuchung der Finanzausgleichsbeträge, die er selber nun bereits wieder

Eigene Spitex für Affoltern, Mitteilung des Stadtrats im «Anzeiger» vom 23. November.

rückgängig machen will. Hinzu kommt eine Gesetzesauslegung ohne jegliches Fingerspitzengefühl der Justizdirektion von Frau Fehr. Und so müssen nun geschätzte zwei Drittel aller Gemeinden im Kanton in einer Nacht-und-Nebel-Übung ihre Budgets anpassen. Sie müssen eine Wertberichtigung auf einem Betrag verbuchen, den sie so gar nie gebucht hatten. Das Ganze führt dazu, dass die Budgets nun nicht mehr die wirtschaftliche Realität der Gemeinden, sondern etwas Fiktives zeigen, etwas «richtig Falsches». Aufwand und Kosten für diese unsinnige Übung tragen die Gemeinden und ihre Stimmbürger. Arianne Moser-Schäfer, Gemeinderätin und Kantonsratskandidatin FDP, Bonstetten

Lage Israels laut Heilsplan Gottes Der messianische Jude Doron Schneider sprach auf Einladung der beiden EDU-Sektionen Dietikon und Affoltern vor rund 150 Zuhörern im Christlichen Zentrum Silbern zur aktuellen Lage Israels im Blick auf den Heilsplan Gottes. Zu Beginn warnte er davor weder Israel noch die Palästinenser als Feinde zu verurteilen. Auch wenn wir nicht alles verstehen, was in Israel vorgeht, Israel ist und bleibt sein noch immer widerspenstiges Volk. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass Gott auch für die Araber einen Heilsplan hat. In diesem Zusammenhang erwähnt er Ägypten, wo sich in einer koptischen Kirche rund 70 000 Christen zum Gottesdienst treffen. Der Referent verwies auf die Zusammenhänge zwischen der Rückkehr

aus der Verbannung in Babylon und dem Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem und der Geburt Jesu und den Verheissungen seiner Wiederkunft. Es geht auch heute um die Wiederherstellung Israels, welches vom Iran massiv bedroht wird. Ziel des Irans und seiner Verbündeten ist die Vernichtung Israels. Obschon der israelische Geheimdienst iranische Dokumente vorlegt, welche die Entwicklung einer Atombombe belegen und einen Verstoss gegen den Vertrag darstellt, nimmt die Weltöffentlichkeit keine Notiz davon. Dies war der Anlass für Trump, dieses Abkommen zu kündigen. Am Schluss fordert Doron Schneider die Christen auf, für Israel zu beten. Hans Peter Häring, EDU Bezirk Affoltern

Die Pressemitteilung hat mich an folgende Worte von Andreas Gryphius erinnert: «Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden. Was dieser heute baut, reisst jener morgen ein. Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden. Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.» Diese Zeilen wurden nicht gestern und auch nicht vorgestern, sondern im Jahre 1637, d.h. vor knapp fünfhundert Jahren geschrieben, in der Zeit des Dreissigjähigen Krieges. Ich meinte, unsere Gesellschaft hätte in der Zwischenzeit Fortschritte erzielt und Sachlösungen über die Eitelkeit gestellt. Für eine gute Sachlösung – und nicht aus falsch verstandener Solidarität – haben die 14 Gemeinden vor einiger Zeit beschlossen, gemeinsam neue Strukturen für die Spitex zu entwickeln und umzusetzen. Arbeitsprozesse und Aufgabenbereiche brauchen mehrjährig Zeit, bis sie sich etablieren, optimal funktionieren und bewähren können, dies gilt für interkommunale Aufgabenträger gleichermassen wie für einzelne Gemein-

den und Städte. Wenn sich alle Gemeinden zu einer gemeinsamen Lösung verpflichtet haben, sollten alle der Pflanze genügend Zeit geben, damit sie wachsen und blühen kann und sie nicht rasch wieder zertreten.

Eitelkeit siegen über Sachlösungen Wenn jetzt Affoltern vorschnell mit ihrem grossen Spitexbedarf für ihre Einwohner aus der gemeinsamen Organisation aussteigt, passen die Strukturen für die übrigen Gemeinden nicht mehr, viel der geleisteten Arbeit für die neue Spitexorganisation wird wertlos und es muss umgebaut werden, bevor sich das gemeinsam Erarbeitete bewähren konnte. Wen wunderts, wenn die Personen, die bereit waren, freiwillig Arbeit für die interkommunale Zusammenarbeit zu leisten, künftig wegtreten und beobachten werden, wie die Eitelkeit weiter über Sachlösungen siegen wird. Verlierer sind die Gemeinden, die sich an ihre Verpflichtung zur Zusammenarbeit in der Spitex halten, aber vor allem die Menschen, welche auf die interkommunalen Dienstleistungen angewiesen wären! Dr. Bertram Thurnherr, alt Gemeindepräsident, Hedingen

Bodenhaftung verloren Eigene Spitex für Affoltern, Mitteilung des Stadtrats im «Anzeiger» vom 23. November. Die Exekutive der Gemeinde Affoltern scheint, seit sie die Weihen einer Stadtregierung erlangt hat, jede

Bodenhaftung verloren zu haben. Konsequent wäre gewesen, dass sie bei den Verhandlungen mit der Spitex noch eine Gewinnausschüttung verlangt hätten. Dr.med. Jürg Bänninger, Mettmenstetten

Spitalbehörden trauen? Erfreulich, dass oft Leserbriefe die Zukunft des Spitals betreffend erscheinen. Fragt sich nur, wem wir trauen dürfen. Selbst die neu geschaffene PRStelle im Spital meldet sich regelmässig mit lobenden Beiträgen. Es gibt zu loben, nämlich den hohen Einsatz des Personals. Aber strukturell? Seit über zehn Jahren wurde kaum etwas gelöst. Seit fünf Jahren wird am Rettungsdienst herumgeknorzt, und die zu teure Teppichetage ist noch immer nicht gereinigt: Für 50 Akutpatienten sechs Chefärzte! Kein Witz, aber anschauliche Realität bestehender Verfilzung. In der Pflegeabteilung dauert die zu geringe Hinwendung zu den Bewohnern an. Seit über drei Jahren steht das dortige Kader wegen seines lieblosen Umgangs mit Personal und Patienten in der Kritik. Durch Blumenarrangements wird an öffentlichen Führungen durch die Häuser «Pilatus» und «Rigi», einiges vorgetäuscht. Ich selber habe mitangehört, wie das Personal frühmorgens eingefuchst worden ist, gegen aussen alles als glanzvoll erscheinen zu lassen. Von Angehörigen hören wir von Bewohnern mit am Körper verkrusteten Fäkalien, wegen Stellenplanstreichungen. Von der Notfallaufnahme hören wir oft von Schnitzern mit bisweilen tragischem Ausgang. Weshalb die hochgelobte Direktion die nun seit Jahren dort andauernde Notfall-Situation nicht verbessert, gehört zu den vielen Rätseln, die alle überkommen, je genauer sie hinschauen. Eine Chance zur Verbesserung besteht darin, in der Abstimmung im Mai 2019 dreimal Nein zu sagen. Das gibt Platz für eine geeignetere strategische Führung: wirkliche Fachleute mit Kenntnissen, Kontakten und Kompetenz. Wir Stimmberechtigten müssen uns schützen vor weiteren millionenteuren Torheiten. Und wir sollten uns die Mitsprache durch den Zweckverband erhalten. Hans Roggwiler, Zwillikon

anzeige

Jede Einstärkenbrille CHF

399.–

Jede Mehrstärkenbrille CHF

799.–

Brillenmode alles inklusive + Grosse trendige Fassungskollektion + Freie Auswahl aus allen Fassungsmodellen + Dünne hochwertige PremiumKunststoffgläser + inkl. Entspiegelung und Hartschicht

Alles-inklusive-Preis!

21

Komplette Brille immer inkl. Basisuntersuchung durch Augenarzt.

in

Optiker & Augenarzt

Keine Aufpreise!

+ inkl. alle Sehkorrekturen + Augenoptik-Fachkräfte + Basisuntersuchung durch Augenarzt (Voranmeldung erwünschtZ + Zufrieden oder Geld zurück + 2 Jahre Garantie auf Ihre Brille + 6 Monate Verträglichkeitsgarantie

Filiale Affoltern am Albis affoltern@doctoreyepoint.ch Filiale Gossau SG · St. Gallerstrasse 55

Filiale Wohlen · Alte Bahnhofstrasse 5 T 056 611 96 03 wohlen@doctoreyepoint.ch

gossau@doctoreyepoint.ch

Filiale Zofingen · Aarburgerstrasse 5 Migros-Supermarkt · T 062 752 60 10 zofingen@doctoreyepoint.ch

Filiale Suhr · Bernstrasse Ost 49 im Pfister-Center · T 062 842 39 59 suhr@doctoreyepoint.ch

Filiale Zug · Gotthardstrasse 3 neben Metalli Zug · T 041 220 01 03 zug@doctoreyepoint.ch

13

www.doctoreyepoint.ch


Bezirk Affoltern/Dienstleistungen

Kuriositäten

Grosser Basar

Spannende Führung durch das Sammlungszentrum in Affoltern. > Seite 17

Weihnachtsdekoration, Backwaren und handwerkliche Produkte in Obfelden. > Seite 19

Gastronom mit künstlerischem Flair

Die «Spyre» feiert am Wochenende

Aufgestelltes Team: Serge Gabathuler (links) mit Sohn Jérôme und Mitarbeiterin Vlatka. (Bild Werner Schneiter)

Mit einem Konzert und DJAuftritten feiert die Spyre Bar Lounge in Affoltern am kommenden Wochenende ihr zwölfjähriges Bestehen. Das ist auch Anlass für gewisse Neuerungen. Zwölf Jahre – das ist nicht wirklich eine Jubiläumszahl. Aber dass ein Lokal so lange Bestand hat, ist angesichts stark veränderter Zeiten in dieser Branche schon eine Leistung. Inhaber Serge Gabathuler hat die Spyre Bar Lounge an der Zürichstrasse 78 in Affoltern am 1. Dezember 2006 eröffnet – ausschliesslich als Barbetrieb. In all den Jahren hat er das Intérieur, Stil und Design, immer wieder verändert und damit auch seine künstlerische Ader sichtbar gemacht. «Das habe ich in letzter Zeit wieder etwas vernachlässigt und möchte mich künftig wieder stärker darum kümmern», sagt der auch als Skulpteur bekannte Inhaber. So will er den Innenraum vermehrt mit Kunst ausstatten, welche die Gäste auch käuflich erwerben können. Ihm ist wichtig, dass er in der Bar seine Kreativität ausleben und saisonal immer wieder mit Überraschungen aufwarten kann – das auch im Wissen, dass sich die Gastroszene komplett verändert hat und der Gast anspruchsvoller geworden ist. Auch die GästeFrequenz ist eine Wellenbewegung: «Mal kommen mehr Junge, dann wieder Ältere. Unser Publikum ist altersmässig gut durchmischt. An Samstagen sind es eher Jüngere, die hier Party feiern», hält Serge Gabathuler fest.

Neu: Pasta Permanente Änderungen gibt es nicht nur bei Ausstattung des Lokals, sondern auch für den Restaurations-

betrieb, der im Laufe der Jahre stets gewachsen ist; da wurde einiges investiert. So will Serge Gabathuler die im Frühjahr neugestaltete Menükarte jetzt wieder anpassen, ausbauen und neu auch Pasta anbieten. Für ihn gilt es nach wie vor, Erfahrungen zu sammeln, Trends aufzuspüren und herauszufinden, worauf Gäste besonders ansprechen. «Immer wieder etwas ausprobieren – auch das hat seinen Reiz», findet Gabathuler. Derzeit ist Fondue in verschiedenen Varianten Trumpf. Im ausgebauten Fumoir im ersten Stock ist eher die Clubszene zuhause, die vor allem am Wochenende auflebt; der Raum kann – wie auch die beiden anderen Lokalitäten – für Events gemietet werden. Im Aussenbereich bietet Serge Gabathuler im Winter Lagerfeuer, mit Lammfell bestückte Schlitten zum Sitzen und Cheminée – eine Atmosphäre, die sich bestens eignet für einen Fondueplausch. Da muss reserviert werden.

-

15

«Auf hoher See» Vielseitiges und unterhaltsames Turnerchränzli im Schachensaal, Hedingen. > Seite 23

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Stiftung Solvita: Adventsverkauf am Samstag, 1. Dezember Am Samstag, 1. Dezember, haben Kundinnen und Kunden von 9 bis 16 Uhr die Möglichkeit, sich mit liebevoll und sorgfältig gefertigter Weihnachtsdekoration einzudecken – und dabei Gutes zu tun. In vier Tagen ist es endlich so weit. Zwar ist noch nicht Weihnachten, doch der Adventsverkauf der Stiftung Solvita steht an. Auf diesen haben die Mitarbeitenden seit Wochen hingearbeitet. Sie haben gestanzt und geklebt, gemalt und gefärbt, gebunden und gesteckt. Entstanden sind Karten und Adventskränze, Tonfiguren und Geschenkpapier, Schalen und Skulpturen. Und jedes Stück ist ein Unikat.

Jedes Jahr entsteht eine kleine, aber aufwendig gemachte Kollektion «Bereits in den Sommerferien beginnen wir mit der Produktion für den Adventsverkauf», erklärt Manu Ueltschi, Leiterin Beschäftigung. So besteht kein Zeitdruck: «Bei uns steht die Arbeit mit unseren Mitarbeitenden im Vordergrund.» Das kommt auch der Qualität der Produkte zugute: «Unsere Mitarbeitenden investieren für jeden einzelnen Arbeitsschritt viel Zeit. Dadurch entsteht jedes Jahr eine kleine, aber feine Kollektion», so die Leiterin Beschäftigung. Der Grossteil der Produkte entsteht in mehre-

Ines Strahl, Leiterin Gärtnerei, Volker Kessler, Gesamtleiter, (beide links hinten) und Manu Ueltschi, Leiterin Beschäftigung, (rechts hinten) zusammen mit einem Teil ihrer Mitarbeitenden in der Werkstatt. (Bilder zvg.) ren kleinen Schritten. «Unsere Mitarbeitenden sind ganz unterschiedlich begabt, einige malen lieber, während andere besser stanzen oder kleben», erklärt Manu Ueltschi. «Darauf nehmen wir Rücksicht, sodass alle in ihrem Tempo ihr Bestes geben können.» Auch für die Mitarbeitenden von Ines Strahl, Leiterin der Gärtnerei, waren die letzten Wochen sehr intensiv, doch die Ausdauer und Geduld haben sich gelohnt: «Die Werkstücke sind bemerkenswert geworden», schwärmt sie. Sie erfordern von den Mitarbeitenden nicht nur viel Konzentration, sondern auch Ausdauer: So mussten für eine Kreation aus Wolle mehr als 1000 Knöpfe geknüpft werden. Ein Mitarbeitender arbeitet seit

zwei Wochen an einem Werkstück. Da brauche es auch Durchhaltewillen, erklärt Ines Strahl. Trotz voller Konzentration klappt nicht immer alles auf Anhieb: Mal gelingt eine Schleife nicht, oder auf der Rinde bleiben Klebespuren zurück. «Das ist nicht schlimm, kleine Misserfolge gehören dazu, daraus können unsere Mitarbeitenden lernen und Fortschritte erzielen», so Ines Strahl. Umso stolzer ist sie auf ihr Team und die Kollektionen, die am kommenden Samstag im Angebot sind. Vorbeikommen und Stöbern lohnt sich also in jedem Fall. (pd.) Adventsverkauf der Stiftung Solvita (Götschihof), Samstag, 1. Dezember, 9 bis 16 Uhr, Riedstrasse 14, Aeugstertal. Mit Bistro.

Fest am Freitag und Samstag Eigentlich feiern Serge Gabathuler und sein freundliches Team, zu dem auch Sohn Jérôme gehört, mit der Spyre Bar Lounge jedes Jahr Geburtstag und bieten jährlich zwei Highlights – die nächsten folgen bereits am kommenden Wochenende. Am kommenden Freitag tritt die Bluesband Couscous in der Lounge auf, die sämtliche Stilrichtungen beherrscht, ausserdem DJ Ricion (Mailand). Am Samstag werden die Jüngeren musikalisch bedient. DJ Ciuffo, der in renommierten Clubs auftritt, legt auf. Dazu tritt DJ Tanja Monies aus Rimini auf – auch als Sängerin. (-ter.) Spyre Bar Lounge, Zürichstrasse 78, Affoltern, Reservierungen unter 044 760 02 69.

Dem Wandel der Berufe auf der Spur Nicht weniger als 55 203 Personen haben vom 20. bis 24. November die Berufsmesse Zürich besucht. Darunter waren 20 048 Schülerinnen und Schüler aus sieben Kantonen, in Begleitung ihrer Klassenlehrpersonen. Die restlichen Besucher waren Jugendliche, Eltern und Weiterbildungsinteressierte. Sie haben sich über eine Vielzahl an Lehrberufen, neue und veränderte Berufsbilder sowie Weiterbildungsmöglichkeiten informiert und Berufe

Dienstag, 27. November 2018

vor Ort mit praktischen Arbeiten getestet. Auf grosses Interesse stiess auch dieses Jahr der Bewerbungscampus mit Gratisdienstleistungen rund um die berufliche Orientierung. An zweistündigen Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler hier unter Anleitung von Berufsschullehrpersonen ihr individuelles Stärkenprofil erarbeiten. (pd.) Nächste Berufsmesse Zürich: 19. bis 23. Nov. 2019.

Auch liebevoll und aufwendig gefertigte Adventskränze ...

... und Weinachtssterne gibt es zu kaufen.

Marco Lüthi neuer Direktor der SZU

Ab Juli 2019 übernimmt der 41-Jährige die operative Leitung Der Verwaltungsrat der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU hat einen neuen Direktor gewählt. Per 1. Juli 2019 übernimmt Dr. Marco Lüthi die operative Leitung des Verkehrsbetriebes und wird damit Nachfolger von Armin Hehli. Armin Hehli leitete das Unternehmen während der vergangenen sechs Jahre und tritt Mitte 2019 in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger als Direktor der SZU und zugleich auch Geschäftsführer der Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg LAF hat der Verwaltungsrat Dr. Marco Lüthi gewählt. Die Stabsübergabe erfolgt per 1. Juli 2019. Seit gut einem Jahr ist der 41-jährige Dr. Marco Lüthi Bereichsleiter Infrastruktur der SZU. Davor war er sechs Jahre Leiter Unternehmensentwick-

Dr. Marco Lüthi. (Bild zvg.) lung bei der Rhätischen Bahn (RhB) in Chur, zwei Jahre Senior System Engineer bei der Firma systransis in Zug und fünf Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Seine Ausbildung absolvierte er an der ETH Zürich in Elektrotechnik und Informationstechnologie. Er promovierte als Dr. sc. Verkehrsplanung und Transportsysteme und erlangte einen Exe-

cutive MBA in General Management an der Universität St. Gallen (HSG). Dr. Marco Lüthi freut sich auf seine zukünftige Tätigkeit, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Anspruchsgruppen und die spannenden Herausforderungen der Zukunft. Zur Bewältigung der Fahrgastzunahme muss die SZU in die Weiterentwicklung des Unternehmens, die Infrastruktur, das Rollmaterial und den Fahrplan investieren. «Mit Dr. Marco Lüthi haben wir die richtige Führungsperson gefunden, um die anstehenden Aufgaben anzugehen und die SZU gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu steuern. Nebst seinem Leistungsausweis, seiner langjährigen Erfahrung im Bahnumfeld und seinem breiten Netzwerk überzeugt er auch mit seiner Persönlichkeit», meint Harald Huber, der Verwaltungspräsident der SZU. (pd.)


gewerbe

Wo Brautkleid-Träume wahr werden …

Neueröffnung am 30. November in Affoltern

«Brautkleid Träume» eröffnet am 30. November in Affoltern. (Bilder zvg.)

Einzigartige Brautkleider, stylische Accessoires, aussergewöhnliche Schuhe und das alles in einem modernen Wohlfühlambiente. Das und vieles mehr bietet Brautkleid-Träume ab dem 30. November in Affoltern. Die Inhaberin Annika IseneggerMeister glaubt daran, dass nicht nur die Hochzeit selbst, sondern bereits die Wahl des Brautkleides ein einzigartiges Erlebnis und Teil der schönsten Erinnerungen der Braut werden sollte. Das Wichtigste ist, dass sich die Braut wohl, willkommen und gut aufgehoben fühlt. Am Tag der Anprobe dreht sich alles nur um sie, sie ist die Hauptperson. Die Termine können online und vollkommen unkompliziert gebucht werden. Idealerweise bucht man einen Termin sechs Monate im Voraus,

damit genügend Zeit für die Bestellung des Brautkleides und für eventuelle Anpassungen bleibt. Aber auch für kurzfristige Termine sind möglich und es wird alles unternommen, damit die Braut zu ihrem Traumkleid kommt. Um allen Bräuten das zu ermöglichen, lädt das grosszügige Geschäft zum Ausprobieren verschiedener Hochzeitskleider in diversen Stilrichtungen ein. Traumhafte Brautkleider, Schleier, Schuhe und Accessoires spanischer Designer wie Rosa Clará, Aire, Adriana Alier, Luna Novias oder Martha Blanc warten auf die Kundinnen. Jede Braut kann mit ihren Begleiterinnen die Privatsphäre geniessen und sich wie eine Königin fühlen. Das Ladenlokal ist exklusiv für die Braut geschlossen und es werden sich keine weiteren Personen vor Ort befinden. Somit kann sichergestellt werden, dass die Braut sich nur auf sich konzentrieren kann und nicht abgelenkt wird. Die Inhaberin berät die Bräute mit dem richtigen Blick fürs Detail und unterstützt bei der Auswahl des Traum-Brautkleides. Gemeinsam mit der Braut und ihren Liebsten wird dieses tolle Erlebnis mit einem Gläschen Prosecco zelebriert. Bei der Auswahl des Kleides ist es Annika IseneggerMeister sehr wichtig, die natürliche Schönheit und den persönlichen Stil der Braut zu unterstützen. (pd.) Brautkleid Träume AG, Merkurstrasse 4, Affoltern. Terminvereinbarungen gerne per Telefon: 078 944 12 30, 043 817 15 73 oder per E-Mail:

Inhaberin Annika Isenegger-Meister.

annika@brautkleid-traeume.ch. Weitere Informationen auf www.brautkleid-träume.ch.

Christmas Shopping bei Möbel Egger Am 1. und 2. Dezember lädt Möbel Egger in Eschenbach zu einem besonderen Weihnachtszauber ein. Jetzt können Kundinnen und Kunden in die schöne Weihnachtswelt von Möbel Egger eintauchen und die ersten Adventstage geniessen. Bereits ab Mittwoch, 28. November, profitieren sie von 25 Prozent Abholrabatt auf fast alle Möbel. Zusätzlich schenkt Möbel Egger 10 Prozent Rabatt auf viele Boutique-Artikel, Leuchten, Spiegel, Bilder und Teppiche. Unvergessliche Momente können am ersten Adventswochenende bei Möbel Egger in Eschenbach erlebt werden. Es läuft so einiges für Gross und Klein. Während sich die Kids beim betreuten «Grittibänz verzieren» verweilen, können die Eltern gratis an der Wein-, Champagner- und FoodDegustation teilnehmen oder an der Egger-Bar einen Drink geniessen. Auch die frisch gebackenen WeihnachtsGuetzli dürfen bereits probiert werden, und die Fachfrau gibt gerne Backtipps. Als spezieller Gast ist am Sonntag von 12 bis 16 Uhr, Ronald McDonald zu Besuch. Ausserdem wird PKZ

Die Adventstage sind bei Möbel Egger besonders attraktiv. (Bild zvg.) men & woman aus Luzern vor Ort sein und Weihnachtsideen präsentieren. Natürlich gibt es auch dieses Mal etwas zu gewinnen: ein exklusives Damen- oder Herren-Outfit von PKZ im Wert von 1000 Franken. Ausserdem besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, am 30-Jahre-Jubiläumswettbewerb teilzunehmen und einen Fiat 500 im Wert von 15 590 Franken zu gewinnen. Ein Besuch zum Christmas Shopping in Eschenbach lohnt sich jetzt besonders. Möbel Egger, Luzernstrasse 101, Eschenbach. Telefon 041 449 40 40. Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 bis 18.30 Uhr, Mittwoch und Freitag: 9 bis 21 Uhr, Samstag: 9 bis 16 Uhr. Sonntag, 2. Dezember: 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.moebelegger.ch.


Vermischtes

Dienstag, 27. November 2018

17

Kuriositäten aus der Apotheke OVA: vom Untergang eines Traditionsbetriebs des Landesmuseums

Spannende Führung durch das Sammlungszentrum in Affoltern Im Sammlungszentrum des Nationalmuseums in Affoltern werden auf 10 000 m² 800 000 Objekte aufbewahrt, darunter eine ganze Apotheke, die bald wieder zurück ins Landesmuseum geht. An einer Führung wurden am vergangenen Mittwoch zahlreiche Details über die Geschichte und die Objekte dieser Apotheke vermittelt.

Lieferung einer Obstpresse für die OVA Ende der 1980er-Jahre. (Archivbild -ter.)

Der Artikel im «Anzeiger» vom 9. November hat bei Willi Wohlwend als «letztem» Betriebsleiter der OVA wieder schmerzliche Erinnerungen hervorgerufen – obwohl der Untergang schon seit mehr als 17 Jahre Geschichte ist. Ein persönlicher Rückblick.

Am Montag, 26. Februar 2001, lief die letzte Flasche vom Abfüllband. Es war eine grüne Liter-Glasflasche Apfelwein der bekannten Marke Redinger. Ich werde auch heute noch im Dorf (Stadt) auf die OVA angesprochen und möchte deshalb aus meiner Sicht als Betriebsleiter zu einigen Punkten Stellung nehmen, auch wenn es lange her ist.

re Region bekannten und beliebten Apfelweines nur das 2,3-fache des Kaufpreises betrug. Für mich störender und absolut unverständlich war, dass wir auch sämtliches Leergebinde, für welches wir keine Verwendung hatten, zum Depotpreis übernehmen mussten. Die Fremo im Freiamt besass auch noch diverse Aussenlager und Scheunen gefüllt mit Leergebinde. Ich wurde während der Zügelaktion im Direktionsbüro vorstellig, was aber nichts bewirkte. Die enormen Übermengen an Leergebinde, z.T. auch alte Flaschenformen die teilweise nur noch Bruchglas waren, stockweise eingepackt in Plastikfolien, mussten aber bei jedem Inventar minutiös gezählt werden und kamen in die Bücher. Ein Mitarbeiter der Revisionsstelle hat mir einmal vor Ort gesagt, dass für ihn dieses Leergebinde absolut keinen Wert mehr habe.

Grossverteiler

Strukturprobleme

Ein Betrieb von unserer Grösse brauchte einen Grossverteiler, um die Anlagen effizient auslasten zu können. Aber die Umsätze der Migrosprodukte begannen irgendwann zu bröckeln. Auch füllte die Migros 1999 einen Grossteil des Saftes «frisch ab Presse» in Bischofszell (Bina) selber in PET ab. Wobei die Migros nicht der Hauptgrund für das Scheitern der OVA gewesen ist. Die Migros war immer fair zu uns und hat uns auch stets neue Aufträge gebracht. So erhielten wir 1992 die Del Monte Fruchtsäfte. Bis dorthin hatte die Thurella im Thurgau für die Migros abgefüllt, eine Grossmosterei, die inzwischen auch die Tore geschlossen hat. Als die Migros dann die sechs Produkte nicht mehr in der Weithalsglasflasche haben wollte, sondern in Weichpackungen, hat sie uns eine neue Tetra-Anlage mit Leasingvertrag zur Verfügung gestellt. Wie im Nachhinein bekannt wurde, war der Vertrag bis 2002 befristet. Dieses Datum wurde von der Direktion nach meinem Wissen dem VR nie klar kommuniziert. Sogar von einer möglichen Verlängerung war die Rede.

Sicher fiel der Untergang der OVA in eine Zeit, in welcher der Stern der Mostereien allgemein am Sinken war. Die Umsätze waren rückläufig und der Verdrängungskampf enorm. Der vom Bund subventionierte Konzentratexport war abnehmend und stand vor der Aufhebung. In früheren Zeiten exportierte die OVA rund die Hälfte des gesamtschweizerischen Überschusses und verdiente gut dabei. Auch andere renommierte Lebensmittelbetriebe mussten damals schliessen wie die Brauerei Hürlimann oder die Toni Molkerei. In jene Zeit fiel auch der Wechsel vom Glas zum PET. Wir haben zwar bereits Gravensteiner Apfelsaft für die Migros im PET abgefüllt, aber um PET rationell abfüllen zu können, wären grosse Investitionen notwendig geworden.

................................................... von willi wohlwend

Abwasser Eine Mosterei produziert vor allem im Herbst relativ grosse Abwassermengen (Obstwaschwasser) mit einer hohen biologischen Belastung. Um die Forderungen des Awel erfüllen zu können, wären enorme Investitionen notwendig geworden. Da das Geld fehlte, mussten wir das Pressen aufgeben und das angelieferte Obst musste in Mulden nach Muri in die Fremo gekarrt werden. Im Aargau waren damals die Abwassernormen anscheinend weniger streng. Eine Mosterei, die nicht mostet, war für mich und wahrscheinlich die meisten Obstlieferanten/Aktionäre nur schwer verständlich.

Management Die Apfelwein-Marke «Burehöfler» wurde angeblich zu einem stolzen Preis von der Fremo in Muri gekauft. Wobei der Umsatz des weit über unse-

Wäre die OVA noch zu retten gewesen? Nach meiner Meinung wurde viel zu wenig nach Lösungen gesucht und der Verwaltungsrat und ein Teil der Geschäftsleitung nicht über den Ernst der Lage informiert. Die OVA war bis zum Schluss eine der modernsten Mostereien der Schweiz und betrieblich «voll im Saft». Ob sie zu retten gewesen wäre ist schwer zu sagen. Diverse «Geheimtreffen» mit der Konkurrenz mit dem Ziel eines Zusammenschlusses im Hotel Marriotte in Zürich blieben erfolglos. Eine OVA ohne Migros und nur noch halb so gross, auch was das Fabrikgelände (2 ha) betraf, wäre vielleicht möglich gewesen. Mit unseren umsatzstärksten Produkten wie Urhell, Purgold, Redinger/Wehntaler und Biona Apfelessig hätten wir eventuell noch eine Zukunft gehabt. Aber 2001 war es definitiv zu spät für diesen Schritt. Für mich als damaligen Betriebsleiter kam das Aus nicht ganz unerwartet. Mit 51 musste ich mich neu orientieren, wie es so salopp heisst. Das galt natürlich auch für meine treuen und stets engagierten Mitarbeiter. Ein Wegzug aus Affoltern war für mich und meine Familie aber nie ein Thema.

................................................... von marianne voss Durch einen hohen langen Verbindungsgang gelangte die Gruppe vom einen Gebäude ins andere. Auf dem Weg erklärte Isabel Keller, Konservatorin-Restauratorin, den Besucherinnen und Besuchern, dass die Gebäude optimal isoliert und die Türen sehr gut abgedichtet seien. «Kein Käferchen, kein Schimmel und auch kein Holzwurm soll in unsere Räume eindringen können.» Die Führung am vergangenen Mittwoch stand unter dem Thema «Krätzensalbe, Klistierspritze und Krokodil: Kuriositäten aus der Apotheke des Landesmuseums». Bei der genannten Apotheke handelt es sich um das Mobiliar der Klosterapotheke Muri aus dem 18. Jahrhundert. Auch ein grosser Teil der Gefässe und Utensilien stammt aus dem Kloster. Das Zürcher Landesmuseum wurde 1898 eröffnet, und diese vollständige Apotheke war von Anbeginn ein Teil der Ausstellung – und sie blieb es während 100 Jahren. 2013 wurde sie im Zuge von Renovationsarbeiten abgebaut und nach Affoltern gebracht. «Im September 2019 kommt sie wieder nach Zürich und wird dort vermutlich 50 oder sogar wieder 100 Jahre ausgestellt», erklärte Isabel Keller.

Elfenbein vom Mammut Nebst dem Mobiliar mit Theke, Zwischenwand, Regalen und Schubladen besteht die Apotheke aus 500 Kleinob-

Spannende Informationen zur Medizin im 18. Jahrhundert. (Bild Marianne Voss) jekten wie Flaschen, Gefässen, Büchern, Waagen, Geräten und auch aus diversen ungewöhnlichen Dekorationen. Während der Führung konnten die Anwesenden die Originale aus dem 18. Jahrhundert bestaunen. Sie erfuhren auch, wie die Medizin in der damaligen Zeit funktionierte. Für Einläufe stand zum Beispiel eine unheimlich grosse Klistierspritze zur Verfügung. Es gab eine Salbe gegen Krätze oder ein sogenanntes «Lebenswasser für die Frau». Das sei vermutlich ein alkoholhaltiges Stärkungsmittel gewesen, das man den Frauen nach der Geburt verabreicht habe, so die Fachfrau. Sie präsentierte auch eine Holzdose, in der sich gemäss Aufschrift «Fossiles Einhorn» befindet. Es handle sich beim Inhalt um das Elfenbein von ausgegrabenen Mammut-Stosszähnen.

Schlange und Krokodil Zu typischen Dekorationen in Apotheken gehörten nebst der Schlange auch exotische Tiere, beispielsweise das Krokodil. Die Schlange – heute noch Symbol der Apotheke – geht auf den griechischen Halbgott Äsculap zurück, der die Heilkunst begründete. Und das

Krokodil? Es hing in dieser Apotheke an der Decke und wurde nun in Affoltern sorgfältig gereinigt. Seine Bedeutung war die Repräsentation des Wissens aus der ganzen Welt und der Ausdruck des Exotischen. Denn zu jener Zeit herrschte der Glaube, dass exotische Tiere und Pflanzen Heilwirkung haben. Seit dem März 2017 arbeitet nun die Konservatorin-Restauratorin an der Apotheke mit ihren unzähligen Objekten. Sie reinigt sie, restauriert sie bei Bedarf und führt eine detaillierte digitale Datenbank. Auf dem Rundgang erhielten die Gäste auch Einblick in verschiedene andere Räume und Hallen des Sammlungszentrums sowie in das Glas- und Keramik-Atelier. Dort erfuhren sie, wie bei der Reinigung der Glasflaschen vorgegangen wird, und welche grossen Herausforderungen sich bei Rekonstruktionen stellen. Öffentliche Führungen werden im Sammlungszentrum Affoltern jeden Monat angeboten, die nächste am 19. Dezember zum Thema «Geschichten zur Weihnachtszeit – Heiligenfiguren im Depot erzählen ihre Lebensgeschichte». Anmelden: 044 762 13 13, Preis: 10 Franken. Weitere Infos unter www.nationalmuseum.ch/d/affoltern/Fuehrungen.php.

Aktive Lernende bei Kolb in Hedingen

Zukunftstag und Adventsfenster in Eigenregie Wer hätte gewusst, dass Kolb in Hedingen Zwischenprodukte herstellt, welche im täglichen Gebrauch eingesetzt werden? Oder dass die Firma noch immer Kolb heisst, obwohl das KLK Oleo Logo ihre Gebäude, Website, Visitenkarten und den Briefkopf ziert? Oder dass Sicherheit an oberster Stelle steht? Während der KV-Lehre bei Kolb in Hedingen wird dies und noch viel mehr vermittelt – und zudem bietet sich den Lernenden immer wieder die Möglichkeit, eine aktive Rolle in Projekten oder bei Veranstaltungen zu übernehmen. Am 8. November fand der jährliche Zukunftstag statt, welchen bei Kolb die Lernenden organisieren durften. Insgesamt kamen 14 interessierte Schüler und konnten den ganzen Betrieb genau unter die Lupe nehmen und sogar im Labor eigene «Slimies» (klebrige Masse) herstellen. Am Morgen erlebten die Mädchen und Jungs einen spannenden Betriebsrundgang und am Nachmittag folgten sie ihren Eltern, Gotte, Götti, Bekannte, etc. auf Schritt und Tritt und konnten sich so ein Bild vom Berufsalltag bei Kolb machen.

Lehrstellen noch zu haben Passend zum Zukunftstag ist auch die Berufswahl. Kolb bietet Lehrstellen als Kaufmann/-frau EFZ, sowie als Laborant/-in EFZ. Im Labor lernt man mit komplexen Geräten und Apparaturen

Die Lernenden bei Kolb in Hedingen um Noemi Frey (hinten links) und Marius Hütwohl (hinten rechts). (Bild zvg.) Chemikalien zu analysieren oder zu synthetisieren. Besonders wichtig in diesem Beruf sind Ausdauer, Geduld und Zuverlässigkeit. Für das KV gehören Interesse am wirtschaftlichen Geschehen, organisatorisches und rechnerisches Flair, sowie Teamfähigkeit zu den Voraussetzungen. Bei Kolb durchlaufen die Lernenden verschiedene Abteilung, wo sie die einzelnen Fremdsprachkenntnisse aktiv einsetzten können. In der Personalabteilung gehört die Vorselektion bei Bewerbungen für die Lehrstellen in Zusammenarbeit mit der Ausbildungsverantwortlichen zu den täglichen Aufgaben. Ak-

tuell sind die Lehrstellen für beide Berufe noch nicht besetzt. Der Zwerg Zipfelmutz ist auf Lehrstellensuche und dabei darf ein Besuch bei Kolb natürlich nicht fehlen. Seit einigen Wochen sind je zwei Lernende aus dem Labor und KV dabei, gute Ideen für ein Kolb-Adventsfenster zu sammeln. Viele gute Vorschläge werden zum Schluss ein tolles Werk ergeben. Das Adventsfenster wird vom 5. Dezember bis zum 6. Januar täglich ab 17 Uhr beleuchtet sein. Noemi Frey, 3. Lehrjahr, und Marius Hütwohl, 2. Lehrjahr.


18

Veranstaltungen

Dienstag, 27. November 2018

Tribute to George Gershwin

Kuti - ein neues Projekt der Bezirksbibliotheken

Die Band aus Affoltern steht unter der Leitung von Max Helfenstein. (Bild zvg.)

Nachdem die Bezirksbibliotheken das Jahr 2018 gemeinsam mit Biblio-Olympics eröffnet haben, beschliessen sie es mit einem neuen Projekt, bei dem es um spielerisches Lernen, gemeinsames Spielen und neue Formen des Spielens geht.

«Apple’s Paradise Big Band» in Affoltern

Am Samstag, 1. Dezember, spielt in der Aula Ennetgraben in Affoltern die «Apple’s Paradise Big Band» – ein musikalischer Hochgenuss. Die «Apple’s Paradise Big Band» präsentiert diesmal ein besonderes Programm mit Werken des amerikanischen Jazzkomponisten George Gershwin. Nachdem die Band von einer überaus erfolgreichen musikalischen Tournee mit Konzerten in Tramelan (BE), Hedingen und Herrliberg zurückgekehrt ist, freut sie sich, das letzte Konzert dieses Jahres in Affoltern anzukünden. George Gershwin wurde am 26. September 1898 in Brooklyn/New York geboren. Im Jahr 1914 begann er bei einem Musikverlag in der «Tin Pan Alley», dem New Yorker Zentrum von Populärmusikverlagen, als «song plugger», zu arbeiten, als klingende Reklame, die die neusten Schlager vorzuführen hatte. Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Orchesterkompositionen «Rhapsody in Blue» und «An American in Paris» sowie die Oper «Porgy and Bess». Viele seiner Werke erlangten auch ausserhalb von Amerika grosse Popularität. Teilweise wurden seine Kompositionen als Filmmusik verwendet. Andere gelten als Jazz-Standards und wurden von namhaften amerikanischen Stars interpretiert, darunter Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Judy Garland, Frank Sinatra und Barbra Streisand. Die Konzertreihe der «Apple’s Paradise Big Band» trifft genau auf das Jahr von Gershwins 120sten Geburtstag. Die Idee eines «Tributs» zu Ehren von George Gershwin hat sich zu einem absoluten Erfolg entwickelt. Die drei bisherigen Konzerte konnten jeweils vor einem

zahlreichen und begeisterten Publikum präsentiert werden.

Bewährtes, aber auch Neues Die Band aus Affoltern steht wie immer unter der fachlichen Leitung des Bandleaders und Trompeters Max Helfenstein. Dank seiner langen Berufsmusikerkarriere als Dirigent, Lehrer und insbesondere als Trompeter, darunter in den Reihen der unvergesslichen DRS Big Band sowie in der Jazz All Stars des SWR, konnte er während der Vorbereitung dieser Konzertreihe und der Live-Konzerte seine grosse Big Band Erfahrung bei den Musikerinnen und Musikern durchsetzen. Vokale Glanzpunkte werden neu durch die imposante Stimme der Gastsängerin Liv Toldo präsentiert. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie fand Liv Toldo bereits als Kleinkind den Bezug zur klassischen Musik. Nach ihrem Maturitätsabschluss bereiste sie Amerika und kam so dem Jazz mit bedeutendem Interesse näher. Als Leadsängerin in einer Big Band widmet sie sich vor allem dem Swing und Funk und in zusätzlichen Kleinformationen den Jazzballaden. Einen zweiten vokalen Höhepunkt wird René Reichner anbieten. Er begann seine Laufbahn Anfang der 60er-Jahre im legendären «Africana» in Zürich. Mit den «Storyville Hot Six» konnte er längere Zeit in den amerikanischen Jazzclubs in Deutschland spielen. In den 80er-Jahren war er unterwegs mit der «Smoking Band», einer der beliebtesten Dixie-SwingBands der Schweiz. (pd.) «Apple’s Paradise Big Band – Tribute to George Gershwin», Samstag, 1. Dezember, Aula Schulhaus Ennetgraben, Affoltern, 20 Uhr, Barbetrieb ab 19 Uhr, Türöffnung Aula ab 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. www.bigbandsound.ch.

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse Am Donnerstag, 29. November, im Kino Mansarde in Muri. Die Komödie Wolkenbruch handelt vom jungen orthodoxen Juden Motti Wolkenbruch, der bislang immer brav getan hat, was seine Mame ihm vorschrieb. Doch nun ist Mordechai erwachsen. Und nur weil es so Tradition ist und seine Mutter das wünscht, hat er keine Lust, irgendeine Frau zu ehelichen. Als sie ihn verkuppeln will und ihm eine Heiratskandidatin nach der andern vorstellt, rebelliert Motti und weicht von seinem traditionellen Lebenspfad ab. Er verliebt sich an der Uni in die schöne Nichtjüdin Laura, was wiederum seine Mutter beinahe um den Verstand bringt. Laura ist ganz anders als die strenggläubigen «mejdlech», die Mame Wolkenbruch Motti vorstellt. Je länger die Sache mit Laura dauert, desto mehr wächst er über sich und Mame Wolkenbruchs harsches Regime hinaus. Und die Reise nach Israel, eigentlich zu seiner Heilung geplant, führt ihn erst recht in die Arme seiner Schickse (Nichtjüdin). «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» ist die Verfilmung von Thomas Meyers Best-

Wissensquiz: ab 2. Dezember im Säuliamt im Einsatz

Kuti Arcade ist eine einfache und robuste Spielkonsole, auf der Wissensquizze zu den unterschiedlichsten Themen gespeichert sind. Es treten immer zwei im schnellen Wettstreit um die richtigen Antworten gegeneinander an. Ab Werk werden spannende Quiz-Spiele für jedes Alter mitgeliefert, unter anderem ein Harry-PotterQuiz, ein Quiz zu Kinder- und Jugendbüchern sowie ein Filmquiz. Die Bibliotheken des Bezirks haben nun vier zusätzliche Quizze erstellt, unter anderem auch eines mit Fragen über den Bezirk Affoltern. Wer weiss zum Beispiel, in welcher Ämtler Gemeinde die Fernsehserie «Pingu» entstand? Oder welches Gemeindewappen ein Einhorn aufweist? Ziel des Projekts ist es, eine neue Art der Wissensvermittlung in die Bibliotheken zu bringen. Die Spielkonsolen können während der Ausleihe, während eines speziellen Events oder für Klasseneinführungen eingesetzt werden. Durch die Zusammenar-

Spiel und Spass beim Wissensquiz an der Konsole. (Bild zvg.) beit der Bibliotheken und die finanzielle Unterstützung der Fachstelle können die Bezirksbibliotheken ein Angebot anbieten, das die Ressourcen der einzelnen Bibliotheken übersteigen würde. Ihren ersten Auftritt haben die vier Spielkonsolen am Sonntag, 2. Dezember, am Wettswiler Adventsmäärt in der Bibliothek Wettswil. Von 11 bis 17 Uhr haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich an den Spielkonsolen zu messen. Wer hat das grössere Wissen über den Bezirk? Wer kennt sich bei den Berufen am besten aus? Vielleicht lässt sich das Gegenüber mit dem Wissen über Tiere schlagen? Oder gehört Sport zu den Themen, über die die Spielenden besonders gut Bescheid wissen? Natürlich gibt es am Adventsmäärt in der

Bibliothek Wettswil um 14 Uhr auch wieder eine Adventsgeschichte und durchgängig einen Basteltisch. Im Foyer der Bibliothek können ausgeschiedene Medien gekauft werden. Die Spielkonsolen bleiben nach dem Adventsmäärt bis 22. Dezember in Wettswil. Danach sind sie in verschiedenen Bibliotheken des Bezirks unterwegs. Die Konsolen werden von der Regionalbibliothek verwaltet und können von den Bezirksbibliotheken für Events und Klasseneinführungen ausgeliehen werden. Auf der Homepage der Regionalbibliothek Affoltern wird publiziert, wann und wo Kuti ausprobiert werden kann. Die Bibliotheken des Bezirks wünschen den grossen und kleinen Spielfreudigen viel Spass beim Duell am Kuti! (pd.)

Einkaufen für den guten Zweck

20. Wettswiler Adventsmäärt vom Sonntag, 2. Dezember Am 2. Dezember findet in Wettswil der Adventsmäärt statt. Zwischen 11 und 17 Uhr erhält das Publikum im Dorfzentrum an weihnachtlich geschmückten Ständen ein breites Angebot präsentiert. Und auch der Samichlaus mit Esel wird nicht fehlen. Das Angebot ist wie üblich breit gefächert und die wunderschön dekorierten Adventsstände laden mit Adventsgestecken, Kunsthandwerk und vielerlei anderem zum Advents-Shopping ein. Das Thema Advent wird an praktisch allen Ständen aufgenommen und so präsentiert sich der Määrt festlich. Das Angebot in Sachen Kulinarik beinhaltet Raclette, Wurst, Glühwein und vieles mehr. Insgesamt sorgen gegen 100 Helferinnen und Helfer dafür, dass alles

Auch dieses Jahr kommt der Samichlaus in Wettswil vorbei. (Bild zvg.) perfekt abläuft. Im Türmlihaus oder in der grossen Schneehütte in der Turnhalle «Mettlen» kann man sich aufwärmen und sich verwöhnen lassen. Die Freunde von weiteren Leckereien wie Magenbrot, Guetzli, Adventsgebäcke, Marroni und anderem werden ebenfalls nicht zu kurz kommen. In der Bibliothek wird das Bibliothek-Team mit Adventsgeschichten für Kinder und dem Basteltisch für beson-

dere Momente sorgen. Für die kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher gehört auch das Lebkuchen-Dekorieren zu den speziellen Momenten, welches zwischen 11.30 und 15 Uhr in der grossen Schneehütte (Turnhalle «Mettlen») stattfindet. Bereits zum dritten Mal wird das Duo Akemi.ch wunderschöne und stimmige Lieder zum Besten geben und die Besucher musikalisch erfreuen. Zu einer schönen Tradition gehört es, dass der grösste Teil des Reinerlöses vom Herbscht- und Adventsmäärt an gemeinnützige Organisationen weitergegeben wird. In diesem Jahr werden wiederum verschiedene Institutionen und Vereine sowie unterstützungsbedürftige Menschen in der Region berücksichtigt. Wabe Knonauer Amt wird der Hauptempfänger der Spenden sein. Remo Buob, OK-Präsident

Handwerk, Kulinarik und Theater

Verbotene Liebe: Der orthodoxe Jude Motti verliebt sich in die schöne Nichtjüdin Laura. (Bild zvg.) seller, der 2012 für den Schweizer Buchpreis nominiert wurde. Meyer hat mit seinem Roman einen humorvollen Blick auf eine Gemeinschaft geworfen, die vielen Menschen fremd ist, obwohl sie uns vor der Haustür mitten in Zürich begegnet. Mit «Wolkenbruch» ist Steiner eine der besten Schweizer Komödien überhaupt geglückt. Regisseur Michael Steiner ist am Donnerstag, 29. November, 20.30 Uhr im Kino Mansarde anwesend und stellt sich gerne den Fragen des Publikums. (pd.) «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» (90 Minuten, D, ab 12 Jahren): Donnerstag, 29. November, 18 Uhr und 20.30 Uhr (mit Regisseur). Reservierungen unter www.kinomansarde.ch oder telefonisch unter 056 664 21 21.

1. Dezember: vielseitiger Adventsbasar in Affoltern Auf die Besucherinnen und Besucher wartet am Samstag, 1. Dezember, ab 10 Uhr am Advents-Basar der reformierten Kirchgemeinde Affoltern ein buntes Potpourri an Angeboten. Was es da nicht alles zu haben gibt: Adventsgestecke, Handcrèmes, Gestricktes, Genähtes, Risottomischungen, Weihnachtsdeko, Windlichter und in der Krimskramerei warten Secondhand-Artikel auf ihre neuen Besitzer. Zudem kann der frisch gebackene Sonntagszopf auch gleich im Chilehuus gekauft werden. Damit zuhause nicht noch gekocht werden muss, wird den Gästen im Ulmensaal Spaghetti mit drei verschiedenen Saucen serviert und anschliessend lässt es sich bei Kaffee und Kuchen oder bei einem feinen Drink im gemütlichen

Jugendraum gut plaudern. Einmal mehr werden exotische Früchte von Terre Espoir, aus fair gehandelter BioProduktion, zum Kauf angeboten. Die Kirchgemeinde freut sich auf zahlreiches Publikum beim Lesetheater und der Kasperlibühne und auf viele kauffreudige Gäste am Basar, dessen gesamter Erlös dem Bau eines Mädchenschulheims von mission21 im Südsudan zugute kommen wird.

«Der Turmbau zu Affoltern» In der Kirche findet ausserdem ein Lesetheater mit Basarskollekte von und mit Schauspielerin und Kulturmanagerin Pia Müller-Potter statt: Pia Müller-Potter schlüpft dabei in die Rolle der Affoltemer Weberin Anna Schärli und nimmt das Publikum mit in die Zeit um 1860, wo bald der Bau

Die reformierte Kirche und das Chilehuus in Affoltern. (Bild zvg.) des neuen Kirchturms beginnt. Dieser sorgt für Aufregung und löst einige Fragen aus … (pd.) Advents-Basar, Samstag, 1. Dezember, 10 bis 15 Uhr, mit Kasperlibühne und Lesetheater reformiertes Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Jeweils am Basar um 11 und 13.30 Uhr: «Kasperlibühne Zipfelmütze» mit Chantal Perin, für Kinder ab zirka 4 Jahren im Wöschhüsli, freier Eintritt.


Veranstaltungen

Adventskonzert mit Cello und Orgel

Am 2. Dezember in der Kirche Stallikon

Am Sonntag, 2. Dezember, treten Gunta Abele ...

Auch dieses Jahr lädt die reformierte Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil in der Adventszeit wieder zu einem besinnlichen Konzert für Orgel und Violoncello ein. Es findet am Sonntag, 2. Dezember, um 17 Uhr in der Kirche Stallikon statt. Gunta Abele (Violoncello) und Florian Engelhardt (Orgel) spielen Werke von Dietrich Buxtehude, Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach, Max Bruch, Sergej Rachmaninoff, Nadia Boulanger, Arvo Pärt und Peteris Vasks. Gunta Abele ist Preisträgerin verschiedener internationaler Musikwettbewerbe. Schon mit zehn Jahren gewann sie ihren ersten Wettbewerb in Lettland, viele weitere folgten. In der Schweiz gewann sie den ersten Preis am «Con-

... und Florian Engelhardt in der Kirche Stallikon auf. (Bilder zvg.) cours National du Jura» und den dritten Preis am «Rahn Musikpreis Wettbewerb». Sie ist auch Preisträgerin des «Kiefer Hablitzel Musikwettbewerbs» in Bern sowie des «Wettbewerbs der Marianne und Curt Dienemann Stiftung» in Luzern. Seit 2014 spielt sie regelmässig im Opernhaus Zürich. Gunta Abele spielt ein Bela Szepessy Violoncello aus London aus dem Jahr 1885, welches ihr von der Pirolo Stiftung zur Verfügung gestellt wurde. Florian Engelhardt studierte Orgel in Freiburg im Breisgau bei Professor Klemens Schnorr und Professor Zsigmond Szathmáry. Er wirkt seit 2017 als Organist der reformierten Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil. (pd.) Sonntag, 2. Dezember, 17 Uhr, Kirche Stallikon. Eintritt frei, es wird eine Kollekte gesammelt.

Dienstag, 27. November 2018

Grosser Basar in Obfelden

Am Samstag, 1. Dezember, im Mehrzweckgebäude Brunnmatt Der diesjährige ökumenische Basar findet am 1. Dezember ab 11 Uhr im Mehrzweckgebäude Brunnmatt in Obfelden statt. Der Erlös geht an das Spital in Bembéréké (Bénin) und an das Werk- und Wohnhaus Rossau (Bewohnerfonds). Im Angebot sind auch dieses Jahr Adventskränze, Weihnachtsdekorationen, Backwaren und handwerkliche Produkte. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Auch das beliebte Kerzenziehen wird nicht fehlen. Die Veranstaltung unter dem Patronat der reformierten Kirchgemeinde Obfelden dauert bis 16 Uhr. Bereits zum 22. Mal lädt das Basarteam zum traditionellen Basar in das Mehrzweckgebäude Brunnmatt ein. Neben einer Fülle von Geschenkartikeln werden dieses Jahr speziell gestaltete, zur Weihnachtszeit passende Deko-Artikel aus Schwemmholz angeboten. Man staune, wie sich sorgfältig ausgewählte Teile beispielsweise zu einem dekorativen Weihnachtsbaum zusammenfügen.

Advents-, Türkränze und Tombola Jahr für Jahr kreieren fleissige Basarfrauen schöne Advents- und Türkränze. Kinder vom Club 4 bastelten bereits im Vorfeld für ihren Basarstand. Konfirmandinnen und Konfirmanden helfen bei den allgemeinen Arbeiten mit. Ausserdem beliefern viele edle Spenderinnen und Spender den Basar mit speziellem Backwerk,

Es weihnachtet in Knonau

Weihnachtsmarkt: am 1. Dezember von 13 bis 19 Uhr Der Frauenverein Knonau lädt am Samstag, 1. Dezember, zum diesjährigen Weihachtsmarkt beim Pfarrhaus im Oberdorf nach Knonau ein. Ab 13 Uhr finden die interessierten Marktbesucherinnen und -besucher eine breite Palette an selbstgemachten Esswaren, Karten, Holz- und Dekogegenständen und vielem mehr. In der Backstube der Dorfbäckerei Iten können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und einen eigenen Lebkuchen verzieren. Das Team der Bibliothek im Knonauer Pfarrhaus liest zu gewissen Zeiten eine Weihnachtsgeschichte in ihren Räumen vor. Und wer genügend Zeit mit-

Der Weihnachtsmarkt in Knonau findet neben dem Pfarrhaus statt. (Bild zvg.) bringt, kann draussen beim Pfarrhaus eine eigene Kerze ziehen. Glühwein, Würste vom Grill, Hot Dogs oder eine feine Käseschnitte

Die weisse Katze 1. Dezember in Hedingen: Figurentheater von und mit Therese Bachmann. Um das väterliche Erbe antreten zu können, müssen sich drei Königssöhne in der Welt bewähren. Der Jüngste, von den Älteren nur Dummling geheissen, geht mutig seinen eigenen Weg. Dieser führt ihn zum zauberhaften Schloss einer wunderlichen Katze

und ihren Gänsen. Der Dienst bei den Tieren bringt ihm reichen Lohn ein, und er sticht damit seine Brüder aus, welche nur «Gewöhnliches» verdient haben. Für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene. (pd.) Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein am Samstag, 1. Dezember, 13.30 Uhr, Singsaal Schulhaus Schachen in Hedingen, ab 4 Jahren, Eintritt frei, Kollekte, www.gemeindevereinhedingen.ch.

Den jüngsten Sohn führt der Weg zu einer Katze und ihren Gänsen. (Bild zvg.)

19

sind ebenfalls am Markt zu finden. Ob ein selbstgemachtes Stück Torte, Kuchen und ein feiner Kaffee: Ein Besuch im Kaffeestübli im Pfarrsaal lohnt sich auf jeden Fall. Natürlich freut sich der Frauenverein Knonau auch auf anderweitige Unterstützung: Das Organisationskomitee freut sich über eine Torte, einen Kuchen oder eine Naturalspende. Gerne können diese am Markttag ab 10 Uhr vorbeigebracht werden. Weitere Informationen gerne per E-Mail: info@frauenverein-knonau.ch. Susanne Hergesell Knonauer Weihnachtsmarkt, Samstag, 1. Dezember, 13 bis 19 Uhr, beim Pfarrhaus in Knonau.

Der neue Eingangsbereich im Afrika-Spital in Bembéréké (Bénin). (Bild zvg.) hausgemachten Zöpfen oder Desserts für das Mittagsbuffet. Ob Konfitüren oder Liköre, die Lebensmittel sind mit schönen Etiketten versehen. Ausserdem locken attraktive Preise beim Kauf von Tombola-Losen. Am Basar besonders gefragt sind jedes Jahr die verzierten Lebkuchen von Greth Winkler. Auch diesmal verziert sie Lebkuchen direkt vor Ort nach individuellen Wünschen.

Spaghettiplausch und Kerzenziehen Die Küchenmannschaft wird erneut unzählige Portionen Spaghetti aus dem Kochtopf zaubern und Salatteller bereitstellen, die Gäste mit einem Gläschen Wein, mit Mineralwasser und Kaffee verköstigen. Allein der Anblick des grossen Dessertbuffets vertreibt jeglichen Gedanken an Kalorien gründlich. Auch die Konsumationseinnahmen helfen mit, den Basar-Erlös zu steigern. Der gedeckte Car-Port vor

der Brunnmatt ist fürs Kerzenziehen reserviert. Hier ziehen und verzieren Jung und Alt ihre Kerzen.

Begünstigte Organisationen vor Ort Vertreter des Werk- und Wohnhauses in Rossau informieren Interessierte an ihrem Info-Stand. Am Afrikastand präsentiert Annelies Meier Köstlichkeiten, wie Mango-Konfitüre, Zitronengras, Nüsse und textile Handwerksarbeiten, Taschen und diverse «Mitbringsel» aus Bénin. Dank ihrer früheren Tätigkeit im Spital und ihrem direkten Draht nach Bembéréké wird das Basarteam seit Jahren mit neusten Informationen aus erster Hand versorgt. Das ökumenische Basarteam lädt Interessierte herzlich ein, die Projekte auf die eine oder andere Art zu unterstützen. (pl) Basar, Samstag, 1. Dezember, 11 bis 16 Uhr, Brunnmatt, Bächlerstrasse 11, Obfelden.

Familiengottesdienst mit Samichlaus Anlass der katholischen Kirchgemeinde Affoltern, zusammen mit den HGU-Kindern und der Chinderchile am Sonntag, 2. Dezember, um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Josef in Affoltern. Die katholische Kirchgemeinde Affoltern lädt Gross und Klein herzlich zum Familiengottesdienst am Sonntag, 2. Dezember, um 10.30 Uhr ein. Der Heilige Nikolaus war ein Bischof, der sehr vielen Leuten geholfen hat. Besonders beliebt war er bei den Kindern. Zum Andenken an ihn wird der Samichlaus vorbeikommen. Welche Geschichte er wohl dieses Mal erzählen wird? Alle, die gerne mitfeiern möchten, sind herzlich eingeladen. Der Samichlaus hat bestimmt für

Der Samichlaus ist zu Besuch. (Bild zvg.) alle etwas mit dabei. Das Vorbereitungsteam freut sich auf alle Besucherinnen und Besucher. (pd.) Familiengottesdienst mit Samichlaus, Sonntag, 2. Dezember, 10.30 Uhr, katholische Kirche St. Josef, Affoltern.

Klarinette ist Programm

Quartetto Clarinetto spielen in der Kirche Hedingen Am Sonntag, 2. Dezember, treten «Quartetto Clarinetto» um 17 Uhr in der Kirche Hedingen auf. «Quartetto Clarinetto» – das sind Jürgen Röhrig, Beatrice Hauser, Patrick Gründler und René Wohlgensinger – vier Musiker mit beachtlichen Leistungsausweisen. «Quartetto Clarinetto» begeistert sein Konzertpublikum seit 2003 in loser Folge. Im Laufe der über fünfzehnjährigen Zusammenarbeit entwickelten die vier Musiker zahlreiche Programme mit Originalwerken der Klarinettenliteratur, Transkriptionen und Werken aus den Bereichen Jazz und Volksmusik. Faszination Klarinette ist Programm! «Quartetto Clarinetto» setzt Glanzpunkte und berührt das Publikum. Dieses Jahr präsentiert das «Quartetto Clarinetto» Werke von Astor Piazzolla, Alexis Ciesla, Francis Coiteux, Bernhard Crusell,

Jürgen Röhrig, Beatrice Hauser, Patrick Gründler und René Wohlgensinger vom «Quartetto Clarinetto». (Bild zvg.) Pedro Iturralde, Patrick Hiketick und nie fehlen darf Wolfgang Amadeus Mozart.

Sonntag, 2. Dezember, 17 Uhr in der Kirche

Barbara Thürig

erhoben.

Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein zu diesem einmaligen Sonntagskonzert zum Advent am Hedingen. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte


Unsere Spezialität

architektur baumanagement frank gertschen 8934 Knonau Mobil 079 624 23 57 www.architektur-gertschen.ch

Alles aus einer Hand

Telefon 058 200 57 14, 079 682 37 61, kaspar.koechli@chmedia.ch Copyright, Promotion und Verkauf: Kaspar Köchli

Nächste Erscheinung dieser Spezialseite am 28. Dezember 2018. Interessiert, Ihre Werbung zu platzieren?

Bad-Umbauten

• Dachservice • Entmoosungen • Steil- und Flachdachreparaturen • Dachfenster • Sturm- und Schneesicherungen • Isolationen • Fassadenverkleidungen

PATRICK PURRER Industriestrasse 18 � 8910 Affoltern a/A. Tel. 044 761 14 96 Fax 044 761 14 37 �079 412 35 63

Hasentalstrasse 5 • 8934 Knonau Telefon 043 466 80 59 s_stoeckli@bluewin.ch www.malergeschäft-stöckliknonau.ch


Ottenbacherstrasse 80, 8912 Obfelden Tel. 043 333 99 11 info@haeberling-bau.ch

Birchstrasse 4 / 8906 Bonstetten Tel. 044 700 22 32 / Fax 044 701 15 03 www.schreinerei-hanselmann.ch hanselmann@schreinerei-hanselmann.ch

044 700 27 87 • Küchen • Schränke, Möbel • Türen, Fenster • Reparaturen • Glas

● Spenglerei ● Dachdeckerei ● Sanitär ● Heizung ● Reparaturen Knüslistrasse 4 8004 Zürich

einfach elektrisch Gewohnte Qualität an einem neuen Ort: Elektro Lang GmbH Zürichstrasse 88 8910 Affoltern am Albis Telefon 044 761 82 82 info@langelektro.ch www.langelektro.ch

Reppischtalstrasse 57 8143 Stallikon Seestrasse 21 8702 Zollikon

Hier ... könnte Ihre Werbung stehen. Beratung/Auskünfte: Kaspar Köchli Tel. 058 200 57 14, 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch


Bäckerei

Hauptgeschäft und Produktion: Zürcherstrasse 15 8908 Hedingen Tel. 044 761 61 36 Fax 044 761 62 89

Filiale MY STOP Tel. 044 760 40 04 Filiale Obfelden Tel. 044 761 41 39 Filiale Hausen a.A. Tel. 043 466 52 52 Filiale Connect 8048 Zürich-Altstetten Tel. 043 211 00 25 Filiale Reusscenter Tel. 044 760 24 78

Den Anschluss ans Mittelfeld schaffen Das Hausemer Drittliga-Fanionteam spielte in der Vorrunde wenig glücklich und geht auf Rang elf in die Winterpause. Im Frühling soll der Anschluss ans Mittelfeld geschafft werden. Der Start in die Meisterschaft misslang mit drei Niederlagen. Nach einem siegreichen Trainingsspiel folgten zwei weitere Niederlagen. Nach dem ersten Sieg gegen Oberrieden ging das folgende Derby gegen den FC Affoltern a/A nach einer guten Leistung knapp verloren. Doch das Team knüpfte an diese Leistung an und holte in den nächsten beiden Spielen vier Punkte. Mit gestärktem Selbstvertrauen reiste die Mannschaft nach Kilchberg. In einem gefälligen Spiel konnte Hausen eine Zwei-Tore-Führung ausgleichen. Doch Kilchberg doppelte noch zwei Mal nach. Der verwandelte Elfmeter war dann nur noch Resultatkosmetik. Zum Abschluss der Vorrunde gastierte Wädenswil im Jonentäli. Der FC Hausen hatte mehr Spielanteile, war aber im Abschluss ineffizient. Wer die Tore nicht schiesst, bekommt sie: Vier

Eure Spezialität: Pässe - Flanken - Penaltys - Tore Unsere Spezialität: Immobilien - Treuhand - Recht - Versicherungen

Die erste Mannschaft des FC Hausen will im Frühling den Sprung ins Mittelfeld realisieren.

Torschüsse der Gegner ergaben drei Tore. So ging auch das letzte Spiel der Vorrunde verloren. Das Team überwin-

Weiteres Rekordergebnis der Frauen

INTUS AG Industriestrasse 17 8910 Affoltern am Albis Tel. 044 763 70 70 intusag.ch

Die Hausemer Kickerinnen (3. Liga) haben eine starke Vorrunde gezeigt: Rang zwei!

Das unglücklich im Penaltyschiessen knapp verlorene Cup-Spiel gegen Blue Stars Zürich vermochte die Hausemer

Engagement schiesst ein Tor Egal, ob Sieg, Niederlage oder Unentschieden: Wir feuern an. Als Ihr lokaler Finanzpartner engagieren wir uns für den Fussball in unserer Region. Darum unterstützen wir die Junioren und Juniorinnen des FC Hausen am Albis.

(Bild Roli Huber)

Kickerinnen nicht zu bremsen. Als tolle Zweite der Drittligatabelle schliessen sie die Vorrunde ab.

(Bild map.)

tert auf dem elften Rang. Ziel ist es nun, im Frühling den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld zu schaffen. (mab.)

Die Motivation war gross, den guten vierten Rang der ersten Drittliga-Saison zu bestätigen. An einem Vorbereitungsturnier resultierte ebenfalls der gute vierte Rang. Mit dem Cup-Spiel gegen Blue Stars Zürich begann die neue Saison dann aber nicht nach Wunsch. Nach einem ausgeglichenen Spielstand während 90 Minuten ging das Match schliesslich im Penaltyschiessen unglücklich mit fünf zu sechs Toren verloren. Die Leistung jedoch, die hat gestimmt. Entsprechend perlte die Niederlage an den Hausemerinnen ab. Mit einer positiven Stimmung starteten die Frauen mit Vollgas in die neue Saison und gewannen das erste Spiel der Meisterschaft gleich mit 11:2! Auch die folgenden Spiele konnten grösstenteils erfolgreich gestaltet werden, so dass die Hausemerinnen die Vorrunde im tollen zweiten Rang beendeten. Im Hallentraining wird nun weiter an Kraft, Koordination und Technik gearbeitet. (mab.)

Raiffeisenbank Cham-Steinhausen Genossenschaft Geschäftsstelle Hausen am Albis, Ebertswilerstrasse 2

Dario Vollenweider Junior-Berater, T 044 762 50 29

002417

Generalagentur Affoltern am Albis mobiliar.ch

Für Drucksachen mit Format. Gewinnt der FC Hausen an der Gala des Zürcher Fussballverbandes erneut die Fairplay-Wertung?

www.furrerdruck.ch 8915 Hausen am Albis Telefon 044 764 17 37

(Bild Bruno Füchslin)

FC Hausen a/A ist wieder für den Fairplay-Preis nominiert

Dort wo aus Rot und Schmerz wieder gut und fit wird!

8915 Hausen am Albis

2015 durfte der FC Hausen dank dem Gewinn der Fairplay-Wertung im Schweizer Cup gegen den FC St. Gallen spielen. An

der 16. Gala des Fussballverbandes Zürich 2017 siegte der FC Hausen in der Kategorie Vereins-Fairplay 2016/2017. Für die

Baumann Gartengestaltung

044 764 06 68

VIEL BETRIEB —

Baubetrieb Malerbetrieb Maschinenbau Metallbau Schreinerei Druck & Werbetechnik Albisbrunn Betriebe Ebertswilerstrasse 33 8915 Hausen a. A. Tel. +41 44 764 81 00 info@albisbrunn.ch www.albisbrunn.ch

Gala am 7. Dezember 2018 ist Hausen erneut nominiert. Vielleicht reicht es auch diesmal zum Titel. Hopp FC Huuse! (mab.)

ELYSATOR der Rost- & Schlammschutz

Gartenpflege Neugestaltung Claude Baumann Oberdorfstrasse 23b 8926 Uerzlikon 044 764 20 20 079 764 20 20

www.baumann-gartengestaltung.ch baumann-gartengestaltung@bluewin.ch

• Boiler • Solar • Korrosions- & Kalkschutz

Berger Boiler-Service AG 8912 Obfelden T 044 762 40 00 www.boiler-service.ch


Sport

René Täuscher holt Gold in St. Gallen René Täuscher, der Trainer des Budoclubs Wettswil, sicherte sich in St. Gallen an der wichtigen Einzelmeisterschaft den mittlerweile dritten Titel als Schweizer Judomeister. Die Schweizer Einzelmeisterschaft (SEM) gilt als wichtigstes nationales Judo-Turnier. Für die Teilnahme muss man sich über die Ranking-Turniere qualifizieren (ausgenommen Master). Die Titel der Schweizer Meister werden in den Kategorien U18 / U21 / Elite und Master Ü30 ausgekämpft. Eine Medaille an der SEM bedeutet allen Judoka sehr viel, da der Anlass mit viel Prestige und Tradition verbunden ist. Für Kader-Trainer dient die SEM auch als Standortbestimmung ihrer Athleten. (pd.)

René Täuscher liess der Konkurrenz in St. Gallen keine Chance. (Bild zvg.)

Dienstag, 27. November 2018

23

Alina Sönning und Angus Fölmli Tagessieger Stimmungsvoller Säuliämtler Chlauslauf am 25. November In der Hauptkategorie der Männer lieferten sich Angus Fölmli vom TSV 2001 Rotkreuz und Raffael Huber-Svensson von der OLG Säuliamt ein spannendes Duell, welches der Innerschweizer knapp für sich entschied. Alina Sönning von der LV Albis gewann das Rennen der Frauen souverän. Dem LVAlbis-Nachwuchs gelangen tolle Resultate. Knapper hätte die Entscheidung um den Tagessieg nicht sein können. Fölmli und Huber-Svensson liefen von Beginn weg an der Spitze. In den ersten Runden konnten Andreas Kälin, welcher das Rennen auf dem 3. Rang beendete, und einige weitere Läufer noch folgen, mit zunehmender Renndauer bauten die beiden Spitzenläufer ihren Vorsprung aufs Feld aber kontinuierlich aus. Fölmli gewann schlussendlich mit einer Zeit von 18:46 für die 5400 Meter mit einer Sekunde Vorsprung auf HuberSvensson. Bei den Frauen gelang der 18-jährigen Anlina Sönning, Nachwuchsläuferin von der LV Albis, ein toller Sieg. Sie dominierte das Rennen von A bis Z und lief in einer Zeit von 22:19 als überglückliche Gewinnerin ins Ziel, beinahe eine Minute vor ihren Verfolgerinnen Anina Brunner und Samira Odermatt. In der Geschichte des Säuliämtler Chlauslaufs ist es das erste Mal, dass eine Läuferin von der LV Albis den Tagessieg holt. Beim Nachwuchs gab es einige Kategoriensiege durch Ämtler Läuferinnen und Läufer zu beklatschen. Bei den jüngsten gewann Lena Berli aus Ottenbach. Hanna

Die Läuferinnen und Läufer wurden von viel Publikum entlang der Laufstrecke angefeuert. Wärdell und Marvin Erb, beide von der LV Albis, standen in den U12Kategorien zuoberst auf dem Podest und bei den U14M gewann ein weiterer Ämtler: Benjamin Kilchenmann von der Jugi Hausen. Florian Staub, Hochwacht Zug, Trinity Eberhard, LC Regensdorf, Nicole Niederberger, LA Nidwalden und Joel Wälti aus Knonau heissen die Sieger der übrigen Kategorien. Auch im Hauptrennen wussten einige Einheimische zu gefallen. David Bergmann, LV Albis, wurde Junioren-

Jeanine Wintsch konnte das Rennen über 5400 Meter für sich entscheiden. (Bilder Martin Mullis)

sieger, und in den Altersklassen gab es Kategoriensiege durch Beat Blättler, Stallikon und Mathias Koethe, Rifferswil. Die Schülerstafetten wurden bei den 3.- und 4.-Klässlern von der 4. Klasse A/B Aeugst gewonnen, bei den 5.- und 6.-Klässlern gewann das Team 6b vom Schulhaus Gramatt Mettmenstetten und bei den Oberstufenklassen waren die Schüler von der Klasse A3ab vom Schulhaus Ennetgraben Affoltern am schellsten. Die Kategorien Mutter/Kind und Vater/Kind wurden von Léo und Pascal

Loup und Gian und Adrian Bisang gewonnen. Während einige Läuferinnen und Läufer die längere Runde von früher vermissten, fanden die anderen die tolle Stimmung auf der kleinen Runde «mega cool» und schätzten die Anfeuerungsrufe der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Strecke. Laut wurde es auf der Oberen Bahnhofstrasse, wenn die Kinder und die Väter oder Mütter mit ihrem Nachwuchs auf der Strecke vorbeiliefen. Hanspeter Feller

Mit den Hedinger Turnvereinen auf hoher See Vielseitiges und unterhaltsames Turnerchränzli im Schachensaal In Hedingen lud am vergangenen Wochenende die Turnfamilie zur «KreuzTurnFahrt» auf die «MSC Chränzli». Das Logbuch eines Passagiers beschreibt die abwechslungsreiche und glanzvolle Seefahrt.

Eleganz und Schwung, Akrobatik und Artistik

................................................... von urs e. kneubühl Vorwort: Mein Logbuch, so viel vorneweg, darf als verbindliches Beweismittel für ein begeisterndes Turnerchränzli herangezogen werden. Alle Einträge werden sämtliche Passagiere, die für drei unterhaltsame wie glanzvolle turnerische Fahrten am vergangenen Wochenende auf der «MSC Chränzli» eingeschifft hatten, gerne bestätigen. Gemeinsam durften wir nämlich am Freitag und Samstag auf dieser KreuzTurnFahrt vom Hafen Schachenhalle Hedingen aus rund um die Erde während je satten zwei Stunden die traditionelle Unterhaltungsschau der gesamten Hedinger Turnfamilie geniessen. Hierbei zeigten die verschiedenen Riegen sowie deren Gäste aus Davos ihr turnerisches Können. Vom Einschiffen und der Crew bei der Arbeit sowie dem Leben an Bord, über die Pinguine der Antarktis, einen pazifischen Sturm, Piratenangriff und tolle Landgänge, bis zum Ausschiffen gab es viel zu erleben.

Ganz grosse Kleine und ein amüsanter Fil rouge Einträge 1 bis 7: Mit Stolz und Freude begrüsst Frau Kapitän (OK-Präsidentin Cindy Maissen) die Passagiere an Bord,

Bunt, schön und unterhaltsam präsentierte am Wochenende die gesamte Hedinger Turnerfamilie ihr Chränzli als KreuzTurnFahrt – von den Kleinsten ...

… über die tänzerisch charmante Aufführung der Frauenriege – hier beim Schlussbild ihres New-York-Landgangs … lässt wenig später die «MSC Chränzli» ablegen und auslaufen in die Welt. Die erste Hälfte der Turnschau bestreitet der Nachwuchs: Die erwartungsfrohen Passagiere in der «MSC Chränzli» werden vom Kinderturnen lustig durch das Boarding geführt. Danach zeigen die DTV-Mädchenriegen und die Jugi des TV Hedingen weitere Aspekte des tollen Traumschiff-Lebens. Unterhaltsam und sportlich belegt der Nachwuchs, was er drauf hat – wirkungs-

… bis zu den spektakulären, akrobatischen und artistischen Sprüngen und Figuren der TV-Männer. (Bilder Urs E. Kneubühl)

voll unterstützt, notabene, von der ebenfalls tollen Licht- und Tontechnik. Es watscheln und tanzen Pinguininnen, während «harte» Jugi-Burschen Einblick in die Maschinenraum-Arbeit geben und elegante Mädchen den Roomservice sowie das Casino präsentieren. Den Abschluss des ersten Teils bringen eine spektakuläre Sturmnacht der Jugi sowie die erholsame Ruhe danach durch den artistischen Auftritt der Geräteturnerinnen.

Ausnahmslos wundervoll abwechslungsreiche Darbietungen, mit Freude sowie Verve vorgetragen und von den Passagieren viel beklatscht. Dazwischen glänzen – als Fil rouge – Aline Freund, Maja Wetli, Martin Helbling, Jonas Troxler und Michael Hubschmid mit kurzen wie vergnüglichen Theaterszenen rund um das Bordleben. Ob live oder im Videoeinspieler – die amüsanten Sketche finden viele Lacher und ernten Applaus.

Einträge 8 bis 16: Den zweiten Teil der Turnschau eröffnen die Gastturnerinnen und -turner aus Davos mit ihrem artistischen Piratenangriff, welchen die grosse Jugi des TVH in ihrem Beitrag allerdings mit Disziplin zu unterbinden weiss. Die Oberstufen-Mädchen bringen schwungvoll die Arbeit auf der Brücke näher, beim Landgang führt der Frauenturnverein elegant durch New York, und das Team Aerobic des DTV macht seinerseits mit den Tanzmöglichkeiten auf der MSC Chränzli bekannt. Augenzwinkernd und beweglich bestreitet die Männerriege den Senioren-Bingo-Anlass an Bord, charmant wie beschwingt zeigt der DTV weitere Bilder vom Alltag auf dem Schiff, während der TV mit akrobatischen Figuren und waghalsigen Sprüngen die Begegnung mit Eisberg und Eisbär in der Arktis vorführt. Den bunten Schlusspunkt setzt das Captain’s Dinner mit einem gemeinsamen tänzerischen Auftritt aller Beteiligten. Letzter Eintrag: Nach dem Schlussbild übernimmt wieder Frau Kapitän und bedankt sich bei allen Passagieren für das Mitfahren, der Crew und freiwilligen Helfern für ihren Einsatz (notabene ohne Heuer!) sowie Gönnern und Sponsoren dafür, dass sie eine solch fantasievolle wie grossartige Turnschau erst möglich machen. Einmal mehr ist es der Hedinger Turnfamilie mit den drei Aufführungen des Turnerchränzlis gelungen, das Publikum auf abwechslungsreiche, unterhaltende Art und Weise zu begeistern und zu zeigen, wie vielseitig das Turnen in Hedingen ist.


Veranstaltungen

Stellenanzeiger

Wir suchen für unsere Bäckerei mit Café per sofort oder nach Vereinbarung eine zuvorkommende, zuverlässige und branchenkundige

Teilzeit Bäckereiverkäuferin (ca. 20 %) für das Wochenende und Ferienablösung. Sind Sie selbstständiges Arbeiten gewohnt und haben bereits Erfahrung im Bäckereiverkauf, dann senden Sie uns Ihre vollständige Bewerbung mit Foto an: Bäckerei-Café Betschart Frau Jasmine Betschart Burgwies 5 8906 Bonstetten www.baeckerei-betschart.ch

Profile for AZ-Anzeiger

093_2018  

093_2018