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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 092 I 173. Jahrgang I Dienstag, 26. November 2019

Zweifel zu gross

Mehr Leistung

Das Bezirksgericht Affoltern hat einen 49-jährigen Verkäufer freigesprochen.> Seite 3

Unternehmer Mirco Kurt fühlt sich nicht bedroht von Hornbach, Obi, XXXLutz und Co. > Seite 5

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Zwingli zurück Das Kloster Kappel erhält eine Holzfigur des bekannten Reformators. > Seite 8

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«Trans-Formation» Andreas Gerig und Wolfram Schulz stellen in der Affoltemer Galerie Märtplatz aus. > Seite 9

Laufsport und Markt in Symbiose Der beliebte Chlausmärt und -lauf lockte einmal mehr die Massen in die Begegnungszone

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Wichtel und Elfen Der traditionelle Adventsverkauf im Götschihof steht vor der Tür. > Seite 11

Zusammenarbeit nach dem Splitting Per 1. Januar 2020 wird sich die Langzeitpflege vom bestehenden SpitalZweckverband absplitten. In der Zwischenzeit sind die Verwaltungsräte der beiden Folgeorganisationen – der IKA Pflegezentrum Sonnenberg um Daniel Eugster aus Rifferswil und der gAG Spital Affoltern um Stefan Gyseler aus Hausen – gefordert, «Service-Agreements» zu treffen, also Vereinbarungen für die Ausführung von Dienstleistungen, die auch künftig durch eine der beiden Institutionen für beide erbracht werden sollen. Die gAG Spital Affoltern kann dann erst gegründet werden, wenn der Jahresabschluss 2019 vorliegt und durch die Delegiertenversammlung abgenommen ist. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen

Der Lauf bietet eine zusätzliche Attraktion, der Märt sorgt für Publikum. Start der U16-Läufer auf der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern. (Bild Thomas Stöckli)

Ein Adventsmarkt und ein Laufsportanlass – passt das überhaupt zusammen? Und wie! Das beweisen der Chlausmärt und -lauf in Affoltern Jahr für Jahr. Bei angenehmem Wetter kamen diesmal besonders viele. Die Marktgänger müssen am Morgen zwar hier und da etwas warten, weil grad eine Läufergruppe passieren soll, aber das stört kaum jemanden. Im Gegenteil: Der Chlauslauf ist eine willkommene zusätzliche Attraktion. Und

wer mit Laufsport gar nichts am Hut hat, der kann ja auch am Nachmittag kommen. Für die Läufer ist es ein besonderer Anreiz, vor so viel Publikum starten zu dürfen. Entsprechend motiviert gehen es die jungen und älteren Sportler an. Und so mancher muss dem Ehrgeiz beim Start im Laufe der Strecke Tribut zollen. Das gilt ganz bestimmt nicht für Raffael Huber. Der Ämtler OL-Läufer geht das Rennen langsam an und arbeitet sich bis auf Rang 2 vor. Während die Läufer an den Ständen vorbeiflitzen, nehmen sich die

Marktbesucher Zeit, bestaunen hier etwas Gestricktes und da ein Gesteck. Neben Kunsthandwerk in seiner ganzen Vielfalt wird auch kulinarisch viel geboten in der Begegnungszone. Weiter nutzen Vereine, Organisationen und politische Parteien den Anlass, um auf ihr Angebot und ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In erster Linie buhlen sie allerdings um Sympathie, sei es mit spielerischen Attraktionen oder mit süssem Gebäck. «Bei uns kann jeder ein Held sein», verspricht die Stützpunktfeuerwehr von Affoltern auf ihrem neuen Werbe-

Flyer. Vom ausgestellten Löschfahrzeug fühlen sich zwar eher die Kleinen angesprochen, aber so manche Mamis und Papis folgen ihren Sprösslingen interessiert. Einige Chlausmärt-Gänger schauen auch noch beim Centralmärt vor dem gleichnamigen Restaurant an der Zürichstrasse vorbei. Hier stehen die imposanten Walliser Schwarzhalsziegen des Geisshofs Aumüli in Stallikon im Zentrum. (tst.) ................................................... > Bericht zum Märt auf Seite 7 und zum Chlauslauf auf Seite 19

Recht auf Wohlstand?

«Menschenrechte in der Wirtschaft» war Thema in Kappel

In seinem Element: Geni. (Bild lhä)

Fertig fit mit Geni Geni und die Gymnastik. Diese beiden Begriffe gehörten für viele Turnbegeisterte im Säuliamt seit 1976 einfach zusammen. 43 Jahre leitete Eugen «Geni» Gomringer aus Obfelden in der Turnhalle Stigeli in Affoltern die Gymnastikstunde «Fit mit Geni». Nun ist Schluss. Ende Jahr turnt der 79-Jährige zum letzten Mal vor. Einige blieben ihm über Jahrzehnte treu. Wie hat er das geschafft? (lhä) ................................................... > Porträt auf Seite 6

Unter anderem auch über diese Frage wurde am Donnerstagabend im Kappeler Gemeindesaal diskutiert. Geladen hatte das Forum Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche des Kantons Zug. Das Thema war: «Menschenrechte und Wirtschaft – (k)ein Zwiespalt?». Es ist tatsächlich ein Zwiespalt, wie sich im Vortrag von Rechtsprofessorin Christine Kaufmann und der anschliessenden Podiumsdiskussion herausstellte. Die Oecd-Vorsitzende des Ausschusses für verantwortungsvolle Unternehmensführung sagte: «Ethisches Handeln in der Wirtschaft soll keine freiwillige Philanthropie mehr sein, sondern zu einer Selbstverständlichkeit werden.» Als Rezept für die Schweiz nannte sie die Annahme der Konzernverantwortungsinitiative. Moderator Christoph B. Keller erinnerte an Mani Matter, der das Thema schon 1972 besang: «Dene, wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser,

Angeregte Diskussion zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte. Von links: Moderator Christoph Keller, Liselotte Arni (UBS), Völkerrechtlerin Christine Kaufmann, Marius Lang (Migros) und «Fastenopfer»-Leiter Bernd Nilles. (Bild map.) wos weniger guet geit. Was aber nid geit, ohni dass’s dene weniger guet geit, wos guet geit. Drum geit weni, für dass es dene besser geit, wos weni-

ger guet geit und drum geits o dene nid besser, wos guet geit.» (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5


Reglemente und Verordnungen Der Gemeinderat Hausen am Albis hat am 19. November 2019 folgendes Reglement genehmigt und setzt es per 1. Januar 2020 in Kraft: • Reglement über die Ausrichtung von Beiträgen an familienergänzende Kinderbetreuung in Kinderkrippen und Tagesfamilien, inkl. Tarifordnung Der Beschluss ist der Publikation unter www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegt während der Rekursfrist in der Einwohnerkontrolle, Gemeindehaus, zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Hausen am Albis, 26. November 2019 Der Gemeinderat

Beschluss der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 24.11.2019 Der Voranschlag 2020 sowie der Steuerfuss von 14 % werden genehmigt. Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung kann bei der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Bei der Bezirkskirchenpflege können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung (gemäss § 147 Gesetz über die politischen Rechte); – innert 30 Tagen Rekurs mit dem Begehren um Berichtigung des Protokolls (gemäss § 54 Gemeindegesetz); – innert 30 Tagen Beschwerde gegen die gefassten Beschlüsse (gemäss § 151 Gemeindegesetz). Die Rechtsmittel müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Kappel am Albis, 24. November 2019 Kirchenpflege Kappel am Albis

Ausserordentliche Bauprojekte Schalterschliessung am Planauflage: Freitag, 29. November 2019, Die Pläne liegen auf den betreffenden infolge EDV-Umstellung Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Infolge umfangreicher EDV-Umstellung bleibt unsere Gemeindeverwaltung am Freitag, 29. November 2019, den ganzen Tag geschlossen. Für die Meldung von Todesfällen wird auf dem Anrufbeantworter eine Pikettnummer bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis und sind ab Montag, 2. Dezember 2019, zu den normalen Öffnungszeiten wieder für Sie da. Gemeindeverwaltung Ottenbach

Ersatzwahl zur Ergänzung der Kirchenpflege Ottenbach für den Rest der Amtsdauer 2018 / 2022 Gestützt auf die Wahlanordnung vom 11. Oktober 2019 ist für die Ersatzwahl von zwei Mitgliedern der reformierten Kirchenpflege Ottenbach für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 innert der festgesetzten Frist folgender Wahlvorschlag eingegangen: Roland Koller, 11. Januar 1976, von Nesslau SG, wohnhaft Am Tobelbach 10, 8913 Ottenbach In Anwendung der Vorschriften des kantonalen Gesetzes über die politischen Rechte und der Kirchgemeindeordnung wird dieser Wahlvorschlag amtlich bekannt gegeben. Gleichzeitig wird hiermit eine neue Frist von sieben Tagen, das heisst bis 3. Dezember 2019 angesetzt. Während dieser Frist können beim Präsidenten der reformierten Kirchenpflege, Hans Peter Stutz, Stüdlerstr. 4, 8913 Ottenbach, die Wahlvorschläge zurückgezogen oder es können neue Vorschläge eingereicht werden. Ein solcher Vorschlag (mit Angabe von Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort) muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der ref. Kirchgemeinde Ottenbach (mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse) unterzeichnet sein. Werden während dieser Frist die vorstehenden Wahlvorschläge nicht zurückgezogen und keine neuen eingereicht, erklärt die reformierte Kirchenpflege die Vorgeschlagenen in stiller Wahl gewählt (§ 54 GPR). Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird eine ordentliche Urnenwahl durchgeführt. Ottenbach, 22. November 2019 Kirchenpflege der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Ottenbach

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Knonau Bauherrschaft: Christine Regenbrecht, Grundstrasse 21d, 8934 Knonau Projekt: Umnutzung Hobbyraum in Atelier für Kreativkurse, Grundstrasse 21d, 8934 Knonau Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1097, Zone: W2/40

R I N G R A Z I A M E N TO Un grazie di cuore a coloro che col loro affetto e partecipazione, si sono stretti intorno a noi per l’ultimo saluto al mio amato marito e nostro papà

Rago Antonio Afftolern am Albis, 26 novembre 2019

La famiglia in lutto

ABSCHIED Nach langer, geduldig ertragener Krankheit ist diese Nacht mein geliebter Babba, unser Nonno, Schwiegervater, Onkel, Schwager und Künstler

Silvio Mies-Leu 3. Oktober 1940 – 20. November 2019

friedlich eingeschlafen und von seinen Leiden erlöst worden. Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der uns lieb war, ging. Was uns bleibt sind Liebe, Dankbarkeit und Erinnerung. Dankbar lassen dich los Jacqueline, Marcel, Raffael, Vanessa Menet-Mies Verwandte, Freunde und Bekannte

Todesfälle Hedingen

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 29. November 2019, um 14.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Vitus in Merenschwand statt.

In Affoltern am Albis ist am Dienstag, 19. November 2019, gestorben:

Danach erfolgt die Urnenbeisetzung auf dem nebenstehenden Friedhof.

Sohm Orsenigo, Milvia Maria

Kränze und Blumen bitte auf dem Friedhof abgeben.

geboren am 9. April 1942, von Hedingen, Zürich und Basel BS, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Gehrstrasse 26.

Traueradresse: Jacqueline und Marcel Menet-Mies, Bremgartenstr. 15, 5634 Merenschwand

Stallikon Am Mittwoch, 20. November 2019, ist in Zürich ZH gestorben:

Jüni-Leuthard Anna Elisabeth geboren am 17. Juni 1937, von Mühleberg BE, wohnhaft gewesen Im Junker 11, 8143 Stallikon. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon


Bezirk Affoltern

Velo-Unfall endete tödlich Bei einem Selbstunfall am Montagnachmittag, 11. November, um 14.15 Uhr hatte sich auf der Schachenstrasse in Bonstetten kurz nach der Einmündung Isenbachstrasse ein Mann lebensgefährliche Verletzungen zugezogen (im «Anzeiger» vom 15. November). Nach der Erstversorgung vor Ort war der 81-jährige Mann ins Spital gebracht worden. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, ist er dort am Donnerstagmorgen, 21. November, seinen schweren Verletzungen erlegen.

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Elisabeth Berta Strebel-Mayer in Affoltern hat heute Dienstag, 26. November, Geburtstag und darf stolz auf ihre 90 Lebensjahre zurückblicken. Wir gratulieren herzlich, wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Zum 97. Geburtstag Ihren 97. Geburtstag darf Rosa Schoch in Obfelden (zurzeit in Affoltern) am Donnerstag, 28. November, feiern. Wir gratulieren, wünschen einen schönen Festtag, Freude und gute Gesundheit.

Zur goldenen Hochzeit Ein Ehejubiläum in Obfelden: Am 28. November 1969 gaben sich Eveline und Stefan Zimmermann-Brägger das Jawort. Am Donnerstag wird dieses Ereignis bereits 50 Jahre zurückliegen. Wir gratulieren von Herzen und wünschen alles Liebe und beste Gesundheit sowie weiterhin Freude am Zusammensein.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 26. November 2019

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Spital Affoltern vor dem Splitting Die Verwaltungsräte der Nachfolgeorganisationen haben bereits getagt In fünf Wochen soll sich die Langzeitpflege aus dem SpitalZweckverband absplitten. Für die Gründung der gAG Spital Affoltern muss dann der Jahresabschluss 2019 abgewartet werden. ................................................... von thomas stöckli Vor zwei Wochen traf sich der Verwaltungsrat der zukünftigen gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) Spital Affoltern zur ersten Sitzung. «Da ging es darum, die neuen Verwaltungsräte zu orientieren, was strategisch bisher gelaufen ist und wo wir stehen im Splitting von Akutspital und Langzeitpflege», so Stefan Gyseler, Präsident der Spital-Betriebskommission und zukünftiger Verwaltungsratspräsident der Spital-gAG. Auf einer Führung durchs Spital erhielten die Neuen Einblick in den Betrieb, die Infrastruktur und die langen Wege. Von den sieben Sitzen im SpitalVerwaltungsrat sind aktuell nur fünf besetzt. Sechs Kandidierende hatten das absolute Mehr erreicht, einer hauchdünn verpasst und einer musste auf die Wahl verzichten, weil ihm der Arbeitgeber das Mandat untersagte. «Bis im Mai werden wir zu fünft weitermachen», sagt Gyseler. Das sieht er nicht nur als Nachteil: So könne sich zeigen, welche Kompetenzen noch ergänzt werden sollten. «Gut wäre sicher, wenn jemand das Juristische abdecken könnte, aber ich kenne die Stärken der Neuen noch nicht im Detail.» Neben Gyseler sind aus dem Knonauer Amt Ronald Alder, Kantonsrat und Spitaldelegierter von Ottenbach, sowie Dominique Wegener, Hausärztin in Bonstetten, mit dabei. Weiter Unternehmer Thomas Giudici und der mit seiner Erfahrung als Finanzchef, CEO und Forschungsleiter von Spitälern im Gesundheitswesen gut vernetzte Lukas Rist.

Stefan Gyseler, VR-Präsident der gAG Spital. (Archiv)

Daniel Eugster, VR-Präsident der IKA Pflegezentrum.

Daniel Eugster präsidiert den Verwaltungsrat Langzeitpflege Formaljuristisch steht nach wie vor die Betriebskommission (BK) in Recht und Verantwortung. Parallel befasst sich der Liquidationsausschuss unter der Leitung von Eduard Waldesbühl, alt Gemeindepräsident von Hausen und ehemaliger Finanzchef der Weisbrod-Zürrer AG, mit der Auftrennung von Spitalbetrieb und Langzeitpflege. Per 1. Januar 2020 wird sich die IKA Pflegezentrum Sonnenberg vom bestehenden Zweckverband absplitten. In der Zwischenzeit sind die Verwaltungsräte der beiden Folgeorganisationen gefordert, «Service-Agreements» zu treffen, also Vereinbarungen für die Ausführung von Dienstleistungen, die auch künftig durch das Spital für die Langzeitpflege oder umgekehrt erbracht werden sollen. Vertraglich gebunden ist die IKA ans Energie- und Versorgungszentrum des Spitals, und zwar noch für fünf Jahre. Bei anderen Überschneidungen, etwa dem Finanz- und Personalwesen, der Hotellerie oder in der Reinigung, die bisher gemeinsam betrieben und in der Betriebsbuchhaltung auf die Kostenträger umgebucht wurden, gilt es Zusammenarbeiten zu verhandeln und vertraglich festzuhalten. Die Verwaltungsräte der IKA haben sich vor einem Monat erstmals getroffen. Zu seinem Präsidenten hat der VR Unternehmer und BK-Mitglied Daniel Eugster aus Rifferswil gewählt, seine Vize ist Franziska Marty, Gemeinde-

rätin in Obfelden und Leiterin der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern. Fachlich und personell sei die Zusammensetzung sehr gut, so Eugster. Die erste Priorität sei nun, den «Laden» kennenzulernen. Schliesslich ist Eugster im Verwaltungsrat der IKA Pflegezentrum der Einzige aus der heutigen Betriebskommission des Zweckverbands.

Weiterhin Vor- und Nachbetreuung für Geburten Wenn der Jahresabschluss 2019 vorliegt – diese Zahlen werden relevant sein fürs Splitting – und von der Delegiertenversammlung abgenommen ist, kann dann voraussichtlich im Mai 2020 auch die gAG Spital Affoltern gegründet werden, rückwirkend auf den 1. 1. 2020. «Man muss sich bewusst sein, dass das Spital in der bisherigen Form nicht überleben kann», spricht Gyseler Klartext. Um etwa eine Geburtenabteilung kostendeckend betreiben zu können, braucht es nach Ansicht der Kantonalen Gesundheitsdirektion 500 bis 600 Geburten. Im Spital Affoltern waren es gerade mal 280. Mit dem Antrag, anstelle des bestehenden Leistungsauftrags ein hebammengeleitetes Geburtshaus zu bekommen, ist man bei der Gesundheitsdirektion allerdings abgeblitzt. Neue Leistungsaufträge werden in der laufenden Planung nur dann vergeben, wenn ein Engpass herrscht. Allein schon die Anfrage hatte allerdings die Konsequenz, dass die Gynäkologen zum Teil an andere Spitäler abwanderten. So sah man sich gezwungen, den Leistungsauftrag für die Geburtenabteilung bereits per Ende Jahr abzugeben (im «Anzeiger» vom 25. Oktober). In der Zwischenzeit können sich (werdende) Mütter in Affoltern vor- und nachbetreuen lassen. Beim Gebären in einem der Partnerspitäler in Zürich (Triemli) oder Baar (Zuger Kantonsspital) ist die vertraute Hebamme dann nach Möglichkeit dabei. Ein Geburtshaus in Affoltern

bleibt aber ein erklärtes Ziel. Das Angebot ist gefragt und es gibt nur zwei Anbieter im Kanton. Zudem zeigen sich politische Bestrebungen, hebammengeleitete Geburten zu fördern. «Ein Geburtshaus würde zu unserem Bezirk und zu unserem Angebot im Spital passen», ist Gyseler überzeugt, «ob im Spital selber oder in einem Nebengebäude, das sei dahingestellt.» Nicht zuletzt ist die Geburtshilfe ein wichtiger Faktor, damit sich die Bevölkerung mit ihrem Spital identifizieren kann.

Dialyse ab Mitte bis Ende 2020 «Der erste Fokus ist: Wo können wir Leistungen kostendeckend anbieten?», betont Gyseler. Das war im Bereich Geburtshilfe eben nicht der Fall. Das jährliche Minus von 500 000 Franken fällt damit weg. Allerdings trugen die Geburten auch zur Auslastung der Operationssäle bei. Dort gilt es jetzt, Überkapazitäten zu vermeiden. Ab Dezember startet eine neue Konsiliarärztin in der Rheumatologie. Weiter konnte eine junge Gynäkologin vom Triemli gewonnen werden und Gespräche mit weiteren Wirbelsäulen-Chirurgen sind weit fortgeschritten. Der zweite Fokus liegt darauf, die zunehmenden ambulanten Leistungen kostendeckend erbringen zu können. Da liegt noch viel Arbeit vor der Spitalleitung. Dieser Herausforderung müssen sich alle Spitäler in der Schweiz stellen, beklagen sich doch alle über die nicht kostendeckenden Tarife im ambulanten System. Klarere Konturen nimmt dagegen das geplante Dialysezentrum an. Die Räumlichkeiten sind bereits ausgeschieden, Mitte bis Ende 2020 soll das neue Blutwäsche-Angebot für Nierenkranke starten. «Wohnortnahe Grundversorgung mit Spezialisierung in Zentren: Das kann ein Modell sein, das von der Gesundheitsdirektion als interessant wahrgenommen wird», meint Gyseler zuversichtlich.

Zweifel und Widersprüche waren zu gross Vergewaltigung, sexuelle Nötigung: Freispruch für einen 49-jährigen Verkäufer Das Bezirksgericht Affoltern hat einen 49-Jährigen vom Vorwurf der Vergewaltigung, der mehrfachen Nötigung und der einfachen Körperverletzung freigesprochen. Zweifel und Widersprüche waren zu gross. ................................................... von werner schneiter Er habe sie mehrfach vergewaltigt, mit einem Bügeleisen attackiert, geschlagen und die Treppe hinuntergestossen: Die Vorwürfe seiner Frau, von der er getrennt lebt und die ebenfalls vom afrikanischen Kontinent stammt, waren happig – und Gegenstand einer 10-stündigen Verhandlung am Bezirksgericht Affoltern («Anzeiger» vom 15. November). Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten. Der heute als Verkäufer tätige Mann bestritt sämtliche Vorwürfe – und ist nun vollumfänglich freigesprochen worden. Für das Gericht bestehen unüberwindbare Zweifel an den Darstellungen der Frau. «Es handelt sich um Vier-Augen-Delikte ohne Zeugen. Eine Verurteilung ist nur bei absoluter Sicherheit möglich», sagte Gerichtspräsident Peter Frey bei der Urteilsverkündung. Die Frau habe bezüglich der Vergewaltigungen und der sexuellen Nötigung kein einziges

konkretes Datum nennen können und davon gesprochen, dass sie innerhalb von elf Monaten 11-mal bis maximal 88-mal sexuell genötigt worden sei. Sie habe bei der Angabe über ihren Wohnaufenthalt im Zeitraum der Delikte widersprüchliche Angaben gemacht. Der Beschuldigte, so das Gericht, habe sich per SMS immer wieder bei ihr gemeldet. Und das deute nicht auf einen gemeinsamen Haushalt hin – zudem auch nicht der Austausch von Fotos via Handy. «Das wäre ja sinnlos, wenn beide in einem Haushalt leben würden», fügte der Gerichtspräsident bei. Erstaunlich sei zudem, dass sich die Frau während der Hauptverhandlung nie über das Zusammenleben mit dem Mann geäussert habe. «Es bestehen unüberwindbare Zweifel an den Angaben der Frau über ihren Aufenthaltsort während der Delikte», sagte Peter Frey und folgert dabei mit dem Satz «In dubio pro reo».

Treppensturz aus Erleichterung Ebenso habe sie beim Angriff des Mannes mit dem Bügeleisen hinsichtlich der Verletzungsart und der zeitlichen Abfolge widersprüchliche Angaben geliefert und ihre Aussagen korrigiert. Frey zitierte ein Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM), das die Verletzung am Kopf als «unspezifisch»

und nicht auf eine Attacke mit dem Bügeleisen hindeutend taxierte. Wahrscheinlich sei auch, dass sich die Frau die Verletzungen an Kopf und Nase beim Treppensturz zugezogen habe. Sie sei nicht vom Beschuldigten gestossen worden, sondern vielmehr aus Erleichterung gestürzt, als sie den eintreffenden Polizisten wahrgenommen habe – eine Version, die auch von einer Zeugin gestützt werde. In Würdigung aller Aussagen steht für das Gericht fest: «Die Verletzungen sind nicht das Verschulden des Mannes.»

Kostspieliges Verfahren Der Mann wurde vom Bezirksgericht Affoltern vom Vorwurf der Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung der einanzeige

fachen Körperverletzung vollumfänglich freigesprochen und die Forderung nach einem zehnjährigen Landesverweis abgewiesen. Für die zwei Tage dauernde Untersuchungshaft erhält er eine Entschädigung von 400 Franken. Es war ein teures Verfahren: Die Gerichtsgebühr beträgt 3500 Franken, die Kosten für das Vorverfahren belaufen sich auf 3000 Franken. Dazu kommen 800 Franken für das Gutachten, rund 24 000 Franken für die amtliche Verteidigung und knapp 16 000 Franken Kosten für die Rechtsvertreterin der Privatklägerin (beides zulasten der Gerichtskasse), deren Schadenersatzforderung und Genugtuungsansprüche abgewiesen wurden. Ausserdem fallen Kosten für die beiden Übersetzer an.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. November 2019

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Auch mal etwas Verrücktes tun Lokale Fachgeschäfte gegen grosse Discounter – Thema am «Unternehmerfrühstück» Grosse Handelsketten siedeln sich zunehmend im Knonauer Amt an. Wie sich die Fachgeschäfte dagegen behaupten können, das war am letzten Donnerstagmorgen Thema am Vernetzungsanlass der Standortförderung in Obfelden. Eine gesunde Dosis Verrücktheit gepaart mit Verlässlichkeit und Verankerung in der Region: so könne ein familiäres Fachgeschäft gut neben Konzern-Filialen und Onlinehändlern bestehen, erläuterte Mirco Kurt von Kurt Wohndesign. Er fühle sich nicht bedroht von Häusern wie Hornbach oder Obi und XXXLutz, die bald nach Affoltern kommen. Tatsache ist aber auch: im Knonauer Amt haben schon Geschäfte geschlossen, weil ihnen Online- und Grossanbieter die Kundschaft nahmen. Das ist schädlich, denn mit jedem örtlichen Geschäft, das schliesst, verliert die Region an eigenem Charakter. Deswegen machte die Standortförderung diese Herausforderung zum Thema am diesjährigen Unternehmerfrühstück.

Werbung muss sein Mirco Kurt referierte am Beispiel seines in fünfter Generation geführten Familienbetriebs, wie ein solches auch in Zeiten der Globalisierung und des Onlinehandels bestehen kann.

einsatz beim Kunden, oder ihn mitzunehmen zum persönlichen Besuch beim Hersteller oder Lieferanten.

Der Wettbewerb spielt immer und überall

Morgens um sieben folgten fünfzig Unternehmer den Ausführungen von Mirco Kurt (rechts). (Bild zvg.) Nur weil man schon lange im Ort ist, sei man nicht schon bekannt genug: «In der heutigen Überflutung von Werbung und Angeboten, vor allem von grossen Anbietern, weiss der Konsument nicht mehr, was oben und unten ist», deshalb sei es auch für den lokal verankerten Betrieb unabdingbar, mit Werbung präsent zu sein und sich nicht auf der Stammkundschaft auszuruhen.

Den Mehrwert «Familienbetrieb» ausspielen Besonders hilfreich ist dabei die Mund-zu-Mund-Werbung, die ja auf konkreten Erfahrungen basiert. Und hier sei das Feld, wo man als Familienbetrieb die «Grossen» distanzieren könne. Es fängt dabei an, dass man persönlich werden, als Anbieter über die eigenen Erfahrungen mit den Pro-

dukten erzählen könne und im Gespräch zu spüren, was der Kunde wirklich will und braucht: «Diese persönlichen Gespräche gehen teilweise weit über unsere Arbeit hinaus», so Kurt, aber das sei nur der Anfang. Es gehe darum, Flexibilität an den Tag zu legen: «Wir können uns heute nur noch mit ausserordentlichen Leistungen abheben.» Das sei dann eben schon mal ein sonntäglicher Notfall-

Aber rechnet sich das? – Nicht immer, meistens nicht direkt, aber unter dem Strich: Ja. Und das ist genau ein Wettbewerbsvorteil des Kleinen gegenüber dem Grossen. Er kann anders rechnen, weil er ein Familienbetrieb ist und neben Finanzkapital auch seine Persönlichkeit in den Betrieb investiert. Anschliessend beleuchtete Hannes Vifian, Inhaber der Möbelwerkstätte Vifian und Präsident des Verbandes möbelschweiz, die Situation aus der Helikopterperspektive: Auch die grösseren Traditionshäuser stehen unter Druck, so sei soeben Pfister von XXXLutz gekauft worden. Jedoch litten auch die Grossen unter dem Onlinehandel, die meisten Shoppingcenter verzeichneten einen substanziellen Umsatzrückgang. Das Fazit, das hängenbleiben dürfte: «Wenn man sich so gibt wie man ist und manchmal auch einmal etwas Verrücktes macht, was vielleicht nicht gerade den grossen Gewinn abwirft, dann hat man heute neben all den grossen Playern auf dem Markt wunderbar Platz», hielt Mirco Kurt zuversichtlich fest. (BaJ) Weitere Infos unter www.knonauer-amt.ch

Nicht Menschenrechte werden verletzt, sondern Menschen Vortrag und Podiumsgespräch in Kappel zum Thema Menschenrechte in der Wirtschaft Der Vortrag und das Podiumsgespräch zum Thema «Menschenrechte und Wirtschaft – (k)ein Zwiespalt?» wurden zu einem Plädoyer für die Konzernverantwortungsinitiative und zeigten den Zwiespalt, in der unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem steckt.

ändern könne. Denn das würde zu einem Schock führen.

Kognitive Dissonanzen bei der Kundschaft

................................................... von martin platter «Wir tragen die Menschenrechtsverletzungen auf der Haut», sagte Christine Kaufmann in ihrem Eröffnungsreferat des Zyklus «Wirtschaft und Werte» des Forums Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche des Kantons Zug am Donnerstagabend im Kappeler Gemeindesaal. Theologe Walter Ludin habe es in der Einstimmung auf den Punkt gebracht: Nicht Menschenrechte werden verletzt, sondern Menschen. Anhand des simplen Beispiels eines T-Shirts erklärte die Professorin für öffentliches, Völker- und Europarecht an der Universität Zürich, die Schwierigkeit der Unternehmen, die Lieferketten ihrer Produkte frei von Menschenrechtsverletzungen zu halten. Die Textiler zählten zu den anfälligsten Branchen für Kinderarbeit, Ausbeutung und andere Menschenrechtsverletzungen, da sie auf der Welt sehr flexibel unterwegs seien. Kaufmann berief sich bei ihren Feststellungen unter anderem auf ein Treffen der Oecd (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa), das zwei Tage zuvor in Paris stattgefunden hatte. Thematisiert wurde da unter anderem die Tatsache, dass in Usbekistan Kinder unter übelsten Bedingungen als Baumwollpflücker ausgebeutet werden. «Das ist ein eklatanter Verstoss gegen die Oecd-Richtlinien», sagte Kauf-

Die Referenten zum Thema Menschenrecht in der Wirtschaft - (k)ein Zwiespalt? Von links «Fastenopfer»-Leiter Bernd Nilles, Liselotte Arni (UBS), Marius Lang (Migros), Moderator Christoph Keller, Völkerrechtlerin Christine Kaufmann und Fachstellenleiter Christoph Balmer. (Bild Martin Platter) mann. Als alle Appelle an die Verwaltungsräte der Kleiderfirmen, die ihre Baumwolle aus Usbekistan beziehen, nichts brachten, seien die Firmen in England wegen Menschenrechtsverletzung eingeklagt worden. Man habe sich dabei auf den Modern Slavery Act 2015 berufen, der eine Klausel beinhaltet, der die Sklaverei auch in ausländischen Zulieferketten adressiert. Kaufmann merkte an: «Es ist in vielen Unternehmen auf Druck der Öffentlichkeit ein Paradigmenwechsel im Gang von freiwillig zu verantwortungsvoll.» Ethisches Handeln in der Wirtschaft soll keine freiwillige Philanthropie mehr sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Die Konzernverantwortungsinitiative könne dieses Umdenken beschleunigen.

«Warte, luege, lose, laufe» «Sogar die Schweiz hat ein Problem mit sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen beispielsweise von ausländi-

schen Haushalthilfen», ist Kaufmann überzeugt. In Genf habe man deshalb eine Hotline eingerichtet, an die sich betroffene Angestellte wenden können. Die Rechtsprofessorin forderte die Hersteller, Distributoren und Kunden auf, die Herkunft von Kleidern und anderen Konsumgütern vor dem Kauf kritisch zu hinterfragen. Woher stammt die Baumwolle und unter welchen Bedingungen wurde sie gewonnen? Wo wurde das Kleidungsstück genäht? Sind die benutzten Substanzen wie Farbe und Bleichmittel umweltverträglich bzw. wurden die Arbeitnehmer im Herstellungsprozess genügend geschützt? Generell: Kamen die Arbeitnehmer zu ihrem Recht und wurden sie anständig bezahlt? Das sei so wie früher im Verkehrsunterricht der Primarschule: «Warte, luege, lose, laufe», schloss Kaufmann. Im anschliessenden Podiumsgespräch unter der kompetenten Leitung von Kulturredaktor Christoph Keller zeigte sich dann der Zwiespalt,

in dem sich unsere auf Gewinnmaximierung und schlanke Prozessabläufe optimierte Wirtschaft befindet. Sowohl Liselotte Arni, bei der Grossbank UBS zuständig für den Bereich Umwelt- und Sozialrisiken, als auch Marius Lang, stellvertretender Bereichsleiter Sozialstandards bei Migros, bekräftigen ihre Sensibilität bezüglich Menschenrechtsverletzungen. Doch beide mussten einräumen, dass sie «blinde Ecken» in den Unternehmen haben, in der die Kontrolle nicht wie gewünscht funktioniert. «Beispielsweise, wenn sich die UBS in zweiter Reihe am Börsengang einer Saudischen Ölförderfirma beteiligt, was im harten Kontrast zum Klimaschutz steht?», wollte Keller wissen. Arni verteidigte das Engagement mit der guten Qualität des Saudischen Öls. Und damit, dass man das globale Wirtschaftssystem, das nun mal einen riesigen Hunger nach Rohöl habe, nicht einfach durch Umlegen eines Schalters von einem Tag auf den anderen

Ähnlich reagierte auch Lang auf das Ergebnis der spontanen Publikumsumfrage von Moderator Keller. Dieser wollte wissen, ob die Leute im Saal bereit wären, für ein T-Shirt ein paar Rappen mehr zu bezahlen, um die Arbeitskräfte in den Ursprungsländern besser zu entlöhnen, was unisono bejaht wurde. Lang kommentierte die Reaktion des Publikums als «kognitive Dissonanz», die Migros in ähnlichen Umfragen schon des Öfteren festgestellt habe. «Die Kunden hätten zwar gute Absichten. Letztlich führt im Laden dann aber doch der günstigere Preis zur Kaufentscheidung.» Der Sozialwissenschaftler Bernd Nilles, Leiter des Hilfswerkes «Fastenopfer», erklärte: «Wir haben ein Wirtschaftssystem geschaffen, das auf der Ausbeutung der entlegensten Gegenden dieser Welt beruht.» Unser Wohlstand dürfe aber nicht das Elend der Ärmsten zur Folge haben. Deshalb sei es wichtig, die Unternehmen und Sportverbände wie die Fifa auf die Missstände – zum Beispiel Wanderarbeiter beim Bau der Fussball-WM-Stadien in Katar, die wie Leibeigene gehalten werden – anzusprechen. Und darauf hinzuwirken, dass künftige WM-Vergaben an entsprechende Bedingungen geknüpft werden, damit sich derartige Missstände nicht wiederholten. Generell schwinge in den Wohlstandsgesellschaften das Thema Menschenrechte bzw. deren Verletzung immer irgendwo mit. Die Leute seien sich dessen aber zu wenig bewusst. Das gelte es zu ändern. In der Schweiz seien die grossen Unternehmen der Welt zu Gast. Deshalb sei die Verantwortung der Schweiz auch so gross, schloss Nilles.


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Dienstag, 26. November 2019

Der Pulsbeschleuniger Jeden Mittwoch brachte Eugen «Geni» Gomringer seine Sportsfreunde in Affoltern ins Schwitzen – 43 Jahre lang «Fit mit Geni» war in der Freitags-Agenda des «Anzeigers» seit Jahren ein fixer Eintrag. Nun ist Schluss. Am 18. Dezember turnt der 79-Jährige zum letzten Mal vor. Viele blieben ihm über Jahrzehnte treu. Wie macht er das? Eine Annäherung an Geni.

Erfolg liegt in der Führung. Als Vorgesetzter im früheren Berufsleben, genauso wie heute noch als Vorturner in der Turnhalle Stigeli.

Ohne Ausstrahlung keine Gymnastik

................................................... von livia häberling Als Eugen «Geni» Gomringer um viertel vor Neun an seinem Stammtisch eintrifft, rutschen Heinz und Hedi über die Holzbank. «Möchtest du nach hinten?», fragt Hedi, und natürlich weiss sie, dass er nach hinten möchte, an seinen Platz. Hier, in der «Krone» in Affoltern, sitzt der harte «Fit mit Geni»-Kern, der sich jeden Mittwoch, nach dem Training für den Körper, etwas fürs Herz gönnt. Hier sitzt man, trinkt ein Glas und plaudert und lacht. Der Tisch ist rund, aber das Kopfende ist dort, wo Geni sitzt.

«Kein Laueri-Turnen» Zwei Stunden zuvor, Turnhalle Stigeli, Affoltern. «Hoi Beatrice», «Hoi Lisbeth», «Hoi Hedi». Genis Leute trudeln ein, 35 sind es heute, man duzt sich. Auch der 89-jährige Edgar wird begrüsst. Er turnt seit den 70er-Jahren mit. Langweilig sei es ihm nie geworden. Man sei ja hier, um zu arbeiten. Um 19.03 startet das Training. Mit Ländler und Aufwärmübungen. Zuerst laufend, bald hüpfend und klatschend. Fordernd. «Meine Gymnastik-Stunden sind kein Laueri-Turnen», sagt Geni – mit einer Milde, die fast paradox wirkt. Nein, gelauert wird nicht. Sein Programm «Fit mit Geni» ist an die Fernsehsendung «Fit mit Jack» aus den 70er-Jahren angelehnt. Und Jack Günthard, der «Vorturner der Nation», sei ja auch «ein Zackiger» gewesen. Geni möchte, dass die Teilnehmenden vom Training profitieren. Und: dass sie mit Freude bei der Sache sind. Einmal, als die Leute in einer Turnstunde zu plauderig waren, rief er: «Und jetzt alle die Zunge an den Gaumen drücken.» Aber Geni weiss: Ein bisschen Unterhaltung muss sein. Ab und zu macht er ein Spässchen, klopft einen Witz. Dann fragt er nach der Stunde beim Publikum nach, ob die Dosis gepasst habe. Auch der Vorturner darf nicht lauern. Gelacht werden aber, darf immer. Sobald seine Muskeln arbeiten, strahlt er wie im Zahnpasta-Werbespot. Natürlich sei es ihm über die Jahre nicht immer ums Lachen zumute gewesen. anzeige

«Hands up, baby hands up»: Früher habe er in den Gymnastikstunden viel mehr Gas gegeben, sei mehr gesprungen. Er habe das Programm immer wieder angepasst. «Wir sind gemeinsam älter geworden», sagt Geni. (Bild Livia Häberling) Aber er weiss: Gute Laune überträgt sich. «Wenn jemand neu in die Gymnastik kam, habe ich meistens direkt vor dieser Person geturnt. So lange, bis sie lachte», sagt er. Und muss selber lachen.

Niemand hamstert bei den Pommes In der «Krone» wird die Bestellung aufgegeben. Wasser und Wein. Ausserdem hat die Gruppe heute Lust auf Pouletflügeli mit Pommes Frites, da sind sich die drei Männer und fünf Frauen schnell einig gewesen – und haben dann gewartet, bis Geni eintrifft. Um sicherzugehen, dass auch er Lust auf Pouletflügeli hat. Am Tisch tut Geni, was die anderen tun. Er erzählt und lacht, hört zu und fragt nach. Ein paar Minuten später ist der Serviceangestellte zurück, und Geni tut etwas, was die anderen nicht tun. Er probiert den Wein. Mit Witzen hält er sich zurück – solange es sie nicht braucht. «Geni sieht alles», weiss Beatrice. Zwei Pouletflügeli stehen jeder Person zu, und manchmal, raunt sie, wenn eine Hand zu gierig nach den Pommes Frites greife, kommentiere Geni diesen Heisshunger mit: «Nimmts guet inä hüt.» Nun prostet sich die Runde zu. «Fünfundvierzig Mal», sagt Heinz nach dem ersten Schluck, und Geni witzelt: «Ich habe sie nicht nur körperlich gefordert, sondern auch geistig.» «Wie oft hat es soeben geklirrt?», möchte er jeweils nach dem Anstossen wissen. Alle am Tisch können die Formel auswendig, um das nachzurechnen. Das

freut den pensionierten Ingenieur, der von sich sagt, er sei einer, der anderen gerne etwas erklärt.

Herzenswünsche und Schweissperlen Das erste «Jedermanns-Turnen» fand in Affoltern im Jahr 1966 statt. Geleitet hat es Max Althaus, Geni, damals Oberturner im Turnverein Affoltern, war Stellvertreter. Zehn Jahre später, am 6. Januar 1976, stand er das erste Mal als Leiter vor seinem Publikum. Zuvor hatte er einen Ausbildungskurs besucht, in dem man ihm geraten hatte, vom statischen Skiturnen-Stil wegzukommen. Geni, der Gymnastik-Fan, war begeistert. Er nahm Kraft- und Dehn- oder Kickboxübungen ins Programm auf und reicherte seine Gymnastik-Stunde mit Musik an. Einigen Männern sei das anfangs zu viel des Guten gewesen. «Das ist Frauenturnen», sagten sie – und weg waren sie. Auch an diesem Mittwoch sind die Frauen in der Überzahl. «Hands up, baby, hands up, gimme your heart, gimme, gimme your heart, gimme, gimme …» Das Duo «Ottawan» säuselt Sehnsüchte, Geni hüpft, die Damen und Herren hüpfen mit, und Lisbeth, Mitturnerin der ersten Stunde, flüstert: «Beim Turnen blüht er richtig auf.» Dasselbe hatte auch Hedi zwei Tage zuvor am Telefon erzählt. Sie war es, die darauf hinwies, dass Geni bald

seine letzte Turnlektion leiten wird, dass er das zuvor während vier Jahrzehnten voller Hingabe gemacht habe – und dass sie finde, dafür habe er eine Anerkennung verdient. Als um viertel vor acht nochmals eine Kraftübung ansteht, glänzt schon manche Stirn, und Geni ruft: «No 30 Sekündeli. Fädere, fädere, fädere». Später, in der «Krone», wird Beatrice sagen, in der Gymnastikstunde verfliege die Zeit, und Geni wird erklären, das liege daran, dass er öfters seine Position in der Halle wechsle. Unter vier Augen verrät Geni noch einen anderen Trick: «Ich versuche, mit jeder Person mindestens einmal Blickkontakt aufzunehmen. Alle sollen sich beachtet fühlen.» Wird jemand in der Gruppe 66, lässt er Udo Jürgens’ Song «Mit 66 Jahren» laufen und zeigt auf das Geburtstagskind. Geni sagt, nicht er als Trainer müsse im Training glänzen. Er helfe seinen Teilnehmenden, zu glänzen. Er sagt, er kenne jede Person mit Vornamen – um zu zeigen: «Ich nehme dich wahr». Er sagt, es könne einer der beste Turner sein. Es werde ihm nichts bringen, wenn er zu den Menschen keinen Draht finde. 35 Jahre war Geni, der seit Jahren in Obfelden wohnt, für die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich tätig – bis zu seiner Pensionierung sass er in der Geschäftsleitung. Nun aber möchte er seine berufliche Karriere lieber ausgeklammert wissen. Mit dem Turnen, sagt er, habe das ja nichts zu tun. Und natürlich weiss er, dass das so nicht stimmt. Der Schlüssel für den

In der «Krone» kommt Wehmut auf. 43 Jahre, und nie habe es «Lämpe» gegeben. Am Stammtisch, und auch nicht in der Turnhalle. Wobei ... Sprüche gab es schon. «De Geni und sin Hüehnerhof», habe mal einer gespöttelt. Der komme nicht mehr. «Wir sind traurig, dass du aufhörst. Ich hoffe, dass du uns ein wenig vermisst», sagt Hedi. «Es isch e schöni Zit gsi», sagt Geni. Das seien drei Buchstaben zu viel: «g s i», sagt Heinz. Schon vor Jahren wollte Geni die Leitung seiner Gymnastikstunde abgeben. «Irgendwann muss man aufhören», sagt er. Den Zeitpunkt möchte er selbst bestimmen – bevor es gesundheitlich nicht mehr geht. Mehrmals hat er versucht, eine Nachfolge zu finden. Vergeblich. Wiegt das Erbe zu schwer? Lisbeth sagt, als Genis Vorgänger abgetreten sei, habe man gedacht, es könne keinen Besseren geben als ihn. Aber dann sei Geni gekommen. Und Beatrice sagt, mit der Dame, die ab und zu Stellvertretungen mache, sei es nicht das Gleiche. Sie könne es «nicht rüberbringen». Ihr fehle die Ausstrahlung.

Keine Befehle für den «Chef» Über all die Jahre war Geni auch ein Buchhalter. Über seine Gymnastikstunden hat er strikt Buch geführt. Zirka 35 Turnstunden leitete er pro Jahr. «Wenn ich mich richtig erinnere, sind während den 43 Jahren nur zwei Stunden ausgefallen», schreibt er in einem Bericht zuhanden des Männerturnvereins Affoltern. 50 Rappen hat eine Gymnastikstunde im Jahr 1976 bei ihm gekostet, heute sind es drei Franken. Zwischen 20 und 30 Franken bezahlt sich Geni für einen Abend als Lohn aus, der Rest geht in die Kasse des Männerturnvereins. «Ich habe es nie wegen des Geldes gemacht», sagt er. Um halb elf ist Schluss in der «Krone», Schluss für die Sportsfreunde. Doch Heinz hat noch ein Anliegen. Man wolle ihn, Geni, zum Abschied zum Essen einladen. Oder anders gesagt: Man würde gern. Es sei ja ein Wunsch, keine Aufforderung. «Ich nehme sowieso keine Befehle entgegen», scherzt Geni. Gelächter. Ein bisschen Spass muss sein, so unter seinesgleichen. An diesem runden Tisch.


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Dienstag, 26. November 2019

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Zwei Adventsmärkte in Affoltern haben auf die kommende Zeit eingestimmt Der «kleine, aber feine Centralmärt» und der «Chlausmärt mit Chlauslauf» an der Oberen Bahnhofstrasse sorgten am vergangenen Sonntag für einen grossen Publikumsaufmarsch. ................................................... von susanne crimi Gut zehn Stände auf dem Parkplatz an der Zürichstrasse 100, liebevoll zusammengestellt, mit vielen schönen Handarbeiten und hausgemachten Köstlichkeiten. Der Centralmärt lockte mit echtem Advents-Ambiente. Tannenbäume, eine wunderschön dekorierte Tafel, die zum Schmaus unter freiem Himmel einlud und ein Gehege mit seltenen Ziegen boten für Gross und Klein, Geniesser und Weihnachtsmarkt-Fans eine spezielle Kulisse. Sowohl für das Auge wie auch für den Gaumen wurde viel geboten und die Aussteller machten einen zufriedenen Eindruck. «Hier gefällt es mir viel besser», meinte eine anwesende Dame, «es ist besinnlich, die Weihnachtsmusik passt so gut und das Gedränge wie am grossen Markt mag ich auch nicht wirklich.» Viele Besucher pendelten auch zwischen dem kleinen «CentralMärt» und dem «Chlausmärt» an der Oberen Bahnhofstrasse hin und her und genossen beide Anlässe.

Zeitweise war kaum noch ein Durchkommen an der Oberen Bahnhofstrasse. (Bilder Susanne Crimi)

Begegnungszone, die ihrer Bestimmung nachkommt Die Begegnungszone an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern durfte – nicht zuletzt auch wegen des spätherbstlich angenehmen Wetters – wieder einmal ihrem Namen Ehre machen. Am Morgen bestimmten nebst den 75 Ständen vor allem die sportlich Aktiven des Chlauslaufes mit ihren Begleitern das Strassenbild. Die morgendliche Laufveranstaltung gehört seit über 20 Jahren zu den Attraktionen des Chlausmärts in Affoltern und lockt schon um 10 Uhr viele Interessierte an. Nach der Preisverleihung um die Mittagszeit verteilten sich die Anwesenden auf der Strasse, flanierten zwischen den schön dekorierten Ständen. Sie genossen viele verschiedene Gaumenfreuden und freuten sich über Begegnungen, liessen sich auf Diskussionen mit den anwesenden politischen Parteien ein, holten sich Informationen bei den vielen verschiedenen Sportvereinen, die ihren Stand nutzen, um sich vorzustellen und deckten sich mit Adventsdekorationen und Weihnachtsgeschenken ein. Ein buntes Treiben herrschte, ausgelassenes Gelächter war zu hören und Samichlaus und Schmutzli hatten nebst dem Verteilen von Nüssen und Süssigkeiten immer wieder als Sujet für ein Foto herzuhalten. Lachend erzählt Samichlaus: «Viele überraschte Gesichter haben wir gesehen. Weil es noch nicht so kalt geworden ist, hat wohl noch niemand mit uns gerechnet. Aber wir haben es nie bis ans andere Ende des Marktes geschafft, durften immer mit unseren Fans für eine Foto posieren und unsere Chlaussäckli verteilen.»

Drehorgel-Klänge vor dem Weiss-Medien-Haus.

Auch aufbauende Sprüche gehören zum Angebot.

Traumwetter, viele Besucher – was will man mehr? «Eine wirklich gelungene Sache, die Kombination des Laufes der LV Albis zusammen mit dem Chlausmärt» meint Roland Schuster, Präsident der LVA, strahlend. «Zusammen ziehen wir eine grosse Menge Besucher an, ermöglichen ein schönes Volksfest und stimmen die Leute schon mal ‹zünftig› auf die kommende Adventszeit ein» meint er abschliessend.

So manche Chlausmärt-Besucher schauten auch beim Centralmärt noch vorbei.

Samichlaus, Schmutzli und Voba-Präsidentin Barbara Roth (Mitte) prämierten die schönsten Stände: Daniel Helfenstein (1. Platz), Ulrike Schmitz (links, 2.) und «Blumenfee» Eveline Geeser (3.). Für Sportler, Vereine, Laden- und Restaurantbesitzer und natürlich nicht zuletzt die vielen Standinhaber ist der Chlausmärt darum auch fast schon ein fixer Termin geworden, der alljährlich automatisch in der Agenda notiert wird. Am Nachmittag war oft kaum noch ein Durchkommen an der Oberen Bahnhofstrasse. Vor dem Zelt mit den frischen Berlinern standen die Geniesser an, langjährige Kenner des Chlausmärts liessen sich das Raclette bei den Feldschützen oder die Salsiccia am Stand des Skiclubs Italiano nicht entgehen. «Heute hätte der Chlausmärt auch ruhig bis um 18 Uhr dauern können», meinte eine Standinhaberin lächelnd. «Traumwetter, viele entspannte Leute und alle sind wirklich gut drauf – was will man mehr!?», fasst sie zusammen.


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Dienstag, 26. November 2019

Gesuch an den Lotteriefonds eingereicht – eine Baubewilligung ist eingetroffen Revitalisierung und Entwicklung der Klosterdomäne Kappel: Weitere Schritte Das Finanzierungsgesuch beim Lotteriefonds ist eingereicht und eine der Baubewilligungen für das Projekt Revitalisierung und Entwicklung der Klosterdomäne Kappel eingetroffen. Noch ausstehend ist hingegen das separat eingereichte Baugesuch für die Mauerergänzung. ................................................... von werner schneiter Wie immer seit dem Abschluss des Architekturwettbewerbs im Jahr 2013 wird an der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege über den Fortgang des Revitalisierungs- und Entwicklungsprojekts orientiert. Projektleiter Hans Streit machte bekannt, dass die Baubewilligung für den Hauptteil des Vorhabens vorliegt. Dieser umfasst die Hochbauten sowie die Umgebungsarbeiten. Noch hängig ist das Gesuch für eine Mauerergänzung, deren Kosten mit 0,48 Mio. Franken um 120 000 Franken tiefer liegen als einst errechnet. Das Erstellen eines Gesuchs beim Lotteriefonds in der Höhe von 11,87 Mio. Franken nannte Hans Streit «eine grosse Übung». Es umfasst neben einem Bundesordner voller Akten auch unzählige Beilagen, die übrigens auch jene Teilprojekte umfassen, die nicht Gegenstand des Lotteriefondsgesuches sind. Dass im Begleitbericht ein Plan als Bestandteil beigefügt werden durfte, ist beim Lotteriefonds die Ausnahme. «Gewöhnlich muss alles in Fliesstext gefasst eingereicht werden», ergänzte Hans Streit.

Etwas höhere Gesamtkosten Für das Gesamtprojekt sind Kosten in der Höhe von 21,83 Mio. Franken veranschlagt – 1,83 Mio. Franken mehr gegenüber einer Kostenrechnung aus dem Jahr 2017. An diesen Kosten beteiligen sich die Landeskirche (2,95 Mio. Franken), Stiftungen (0,62 Mio.),

der Verein Kloster Kappel (VKK, 4,51 Mio., Eigenleistungen) sowie der Pächter der Landwirtschaft im Baurecht (1,4 Mio.) – und, so die Hoffnung, der Lotteriefonds. Zwei Teilprojekte sind bekanntlich schon realisiert, sodass für die ausstehenden Projektteile noch 16,25 Mio. Franken budgetiert sind. Die etwas höheren Gesamtkosten werden mit den notwendigen Unterhaltsprojekten und mit den vom VKK eingebauten Risikopositionen begründet. Gewisse Bauten erfordern zwar mehr Geldmittel, generieren demgegenüber aber auch Mehreinnahmen bei den Mieten. So liegt eine Zusage der Landeskirche vor, die den sogenannten Spycher, der als Ersatzbau das Magazin ersetzt, als Mieterin nutzen will.

Vom Gesamtprojekt vollumfänglich überzeugt Für den VKK, der die 13 reformierten Ämtler Kirchgemeinden und die Zürcher Landeskirche vertritt, verbleibt für die ausstehenden Projektteile ein Betrag von 3,98 Mio. Franken. «Unsere Verschuldung hier muss tragbar sein. Unser Ziel ist es, mit den Beiträgen, die wir generieren, die Domäne zu erhalten. Deshalb ist auch die Zusage der Landeskirche als Mieterin wichtig. Und was wir selber erbringen können, das finanziert der Lotteriefonds nicht», hielt VKK-Präsident Gerhard Gysel fest. Was passiert, wenn der Lotteriefonds nicht zahlt oder allenfalls nur einen reduzierten Beitrag leistet? «Einen Plan B haben wir nicht. Aber wir sind von diesem Gesamtprojekt vollumfänglich überzeugt», so Gysel. Weil der Regierungsrat ja bereits zweimal eine halbe Million Franken für die Projektierung gesprochen hat, nährt das die Hoffnung auf den vollumfänglichen Lotteriefondsbeitrag. Wenn die Baubewilligungen in Rechtskraft erwachsen sind, wird die Regierung über das Gesuch zuhanden des Kantonsrates eine Botschaft ausarbeiten. Noch offen ist, wann das Parlament den Entscheid treffen kann.

Zwinglis Rückkehr nach Kappel

Holzfigur im Kloster diente als Entwurf fürs Denkmal in Zürich

Das Kloster Kappel hat eine Holzfigur von Huldrych Zwingli erhalten, der 1531 in der 2. Schlacht von Kappel sein Leben verlor. Es handelt sich um einen der Entwürfe für das Denkmal bei der Wasserkirche in Zürich, der damals nicht zum Zuge kam. Im Dezember kommt auch ein grösserer Zwingli ins Kloster. Mit einem Lächeln präsentierte Volker Bleil, der theologische Leiter des Klosters Kappel, den «neuen Mitbewohner» der Kappelerpflege (je zwei Delegierte der 13 reformierten Kirchgemeinden). Die etwa 60 cm grosse Figur stamme aus Küsnacht und sei um 1880 entstanden – einer von seinerzeit 40 Entwürfen, der gerettet worden sei. Die Figur habe als Modell für das grosse ZwingliDenkmal bei der Wasserkirche in Zürich gedient, sagte Bleil. Zur Ausführung gelangte allerdings der Entwurf des Wiener Künstlers Heinrich Natter. Und er kündigte für Ende Jahr einen noch grösseren Zwingli an, der auf dem Klosterareal zu sehen sein wird. Es ist eine der Statuen, die im Rahmen der Aktion «Zwingli-Stadt 2019» zwischen August und November 2019 in allen Zürcher Stadtkreisen zu sehen waren – eine Aktion, mit der 500 Jahre nach der Reformation das Gespräch mit Bewohnerinnen und Bewohnern in der Stadt gesucht wurde.

Entschleunigung Die etwa drei Meter grosse Figur aus Kunststoff soll nun beim Haus am

Weniger Wundinfektionen

Gute Werte nach Operationen im Spital Affoltern Eine Wundinfektion nach einer Operation möchte niemand. Und doch erleiden in der Schweiz je nach Eingriff von 1 bis zu 20% aller operierten Patienten eine sogenannte postoperative Wundinfektion. Es besteht bei jeder Operation das Risiko, dass sich eine Infektion entwickelt. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, auch wenn alle Prozesse und Richtlinien korrekt umgesetzt werden. Es gibt viele Einflussfaktoren wie zum Beispiel das Immunsystem der Patienten, die Grunderkrankungen, die bereits vorliegen und in welchem Bereich des Körpers operiert wird. Bei einer Darmoperation ist das Risiko für eine Infektion naturgemäss viel höher, als wenn in einem «sauberen» Bereich wie zum Beispiel dem Knie operiert wird. Damit nach einer Operation keine Infektionen entstehen können, müssen viele verschieden Massnahmen getroffen werden. So wird den Patienten vor vielen Operationen zum Beispiel präventiv eine einmalige Dosis Antibiotika verabreicht, um einen wissenschaftlich erwiesenen Schutz während der Operation zu erreichen. Oder die Haare müssen im Operationsbereich mit einem speziellen Clipper entfernt werden und dürfen nicht herkömmlich rasiert werden. Auch die Hautdes-

infektion ist zentral und muss mit dem richtigen Mittel durchgeführt werden – ausserdem muss die Einwirkungszeit dringend abgewartet werden, bevor operiert werden kann. Mit diesen und vielen weiteren Massnahmen stellen die Mitarbeitenden im Operationssaal sicher, dass alles getan wird, damit Infektionen vermieden werden.

Teilnahme an InfektionspräventionsProjekt Dem Spital Affoltern ist es ein grosses Anliegen, dass operierte Patienten keine Wundinfektion nach einer Operation erleiden. Daher nimmt das Spital schon seit bald drei Jahren an einem Projekt von swissnoso (Nationales Zentrum für Infektionsprävention) teil, bei welchem die obengenannten Massnahmen vor Ort im Operationssaal überwacht werden. Damit werden die Organisationsstruktur in der Prävention verbessert, Mitarbeitende in der direkten Anwendung der Hygienemassnahmen geschult und die Massnahmen regelmässig vor Ort im Operationssaal überprüft. Das Spital Affoltern ist seit der Pilotphase am Projekt beteiligt und konnte mit verschiedenen Interven-

tionsmassnahmen die Infektionsrate im Jahr 2018 signifikant senken und auch im Jahr 2019 auf tiefem Niveau halten. Die Infektionsraten 2019 im Spital Affoltern sind tiefer als der schweizweite Durchschnitt 2018 (Der Benchmark 2019 wurde noch nicht veröffentlicht). Ausnahme: Kaiserschnitt, da entspricht die Rate genau dem schweizweiten Durchschnitt. Die tiefen Infektionsraten bestätigen, dass im Operationssaal des Spital Affolterns sorgfältig und hygienisch gearbeitet wird – Sicherheit und Qualität werden im Spital Affoltern grossgeschrieben. (KeN)

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Präsentierten den Delegierten der Kappelerpflege den Zwingli aus Holz: Volker Bleil, theologischer Leiter (rechts) und Gerhard Gysel, Präsident der Kappelerpflege. (Bild Werner Schneiter) See im Kloster Kappel Anstoss für Gespräche sein. «Die Idee, eine solche Figur nach Kappel zu bringen, hatte der Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist», sagte Volker Bleil. Und der «Entschleunigungs-Zwingli» war sogleich der Favorit. Zur Entschleunigung dienen aber auch die neu angelegten Kräuter- und Gemüsegärten im Kloster Kappel, die am 1. September 2019 eingeweiht wurden und sich grossen Zuspruchs erfreuen. Spannend, so Bleil, sei hier auch die Gartengeschichte, die sich in alten Sorten widerspiegle und in Zusammenarbeit mit ProSpezieRara zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen würden. Betreut werden die Gärten vom Gartenteam des Vereins «zuwebe, Arbeit und Wohnen für Menschen mit Behinderung».

Wirtschaftlich «rund und gut» laufe das Seminar- und Bildungswesen im Kloster, fasste Volker Bleil in seinem Kurzapport zusammen. Geplant sei, dass der Reformationssonntag ab 2021 als Bezirksanlass jährlich durchgeführt wird und im Säuliamt womöglich als «kleiner Kirchentag» daherkommt. Bleil sprach von sehr gut besuchten Workshops und zusätzlich von einer erfolgreichen Veranstaltung am 11. Oktober zum Thema «Zwingli – was bleibt?». 150 sahen hernach den Zwingli-Film in der Klosterkirche. Er kündigte eine Kirchenglockenausstellung im Kloster an, die zwischen April und Juli 2020 zu sehen sein wird – ein Gemeinschaftsprojekt der Kirchgemeinde Kappel mit dem Kloster mit einer emotionalen Note. (-ter.)

Polizei soll Nationalitäten angeben Die Kommission für Justiz und öffentliche Sicherheit befürwortet den Gegenvorschlag des Regierungsrats zur kantonalen Volksinitiative «Bei Polizeimeldungen sind die Nationalitäten anzugeben» einstimmig. Der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Bei Polizeimeldungen sind die Nationalitäten anzugeben» sieht vor, dass die Polizei zukünftig Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit der Täterinnen und Täter, Tatverdächtigen und Opfer bekannt gibt, sofern keine Gründe des Persönlichkeitsschutzes dagegen sprechen oder die Gefahr besteht, dass die Personen identifiziert

werden. Im Gegensatz zur Volksinitiative wird auf eine Nennung eines allfälligen Migrationshintergrunds verzichtet. Die Kommission für Justiz und öffentliche Sicherheit war sich mehrheitlich einig darüber, dass es durchaus im öffentlichen Interesse ist, zu erfahren, welche Staatsbürgerschaft Personen haben, die in Verdacht stehen, strafrechtlich in Erscheinung getreten zu sein. Mit ihrem Entscheid befürwortet die Kommission eine einheitliche Lösung für alle Polizeikorps des Kantons Zürich. Die Nennung von Alter, Geschlecht und Nationalität entspricht auch den Empfehlungen der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz. (pd.)


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Dienstag, 26. November 2019

«Trans-Formation» – mit Holzobjekten, Reliefs und Bildern Andreas Gerig und Wolfram Schulz in der Galerie Märtplatz

Verena Hofmann und Veronica Mühlemann betreuen die Ausstellung von Andreas Gerig und Wolfram Schulz kompetent und mit viel Liebe zu Kunst. (Bild Regula Zellweger)

Transformation steht für «umformen». Andreas Gerig verleiht Holzstücken eine neue Bedeutung, lässt Holz sprechen. Wolfram Schulz versteht «Veränderung» weitgefasst und arbeitet mit Spannungsfeldern von Bedeutungen. Die Kombination der beiden Künstler beeindruckt. ................................................... von regula zellweger Am vergangenen Freitag eröffnete Verena Hofer die Ausstellung mit Werken von Andreas Gerig und Wolfram Schulz. Die neue Galeristin bei der Galerie Märtplatz ersetzt Priska Bill und wurde von der erfahrenen Galeristin Veronica Mühlebach in ihre Arbeit für «Kultur Affoltern» eingearbeitet. Verena Hofer hat einen besonderen Zugang zu Kunst. In ihrer Arbeit als Pfarrerin im Stadtspital Triemli lässt sie gern Kunst, Musik und Literatur einfliessen und schätzt die Gespräche mit Patienten zu diesen Themen. «Kunst ist eine Ressource», meint sie schlicht. Verena Hofer kann zuhören. Deshalb gestaltete sie die Eröffnung der Ausstellung mit einem Gespräch mit den Künstlern.

Verändern, umwandeln, sichtbar machen Die beiden Künstler stellten die gemeinsame Ausstellung unter den Titel «Trans-Formation». «Warum?», wollte Verena Hofer wissen, nachdem sie die beiden Künstler kurz vorgestellt hatte. Die Antwort fiel Andreas Gerig leicht. Er hat als Ausgangsmaterial immer ein Stück Holz. Davon lässt er sich inspirieren, führen. Er arbeitet den Cha-

rakter des Holzes respektvoll heraus und freut sich daran, was das Holz erzählen kann: Äste, überwundene Verletzungen und sogar Würmer, die ihre Spuren hinterlassen haben. «Ich kann nichts anderes, als Kunst zu leben», erklärt Wolfram Schulz. Für ihn ist Kunst Kommunikation. Und Kommunikation soll ja eine Veränderung bewirken, wenn sie gelingt. Transformation erkennt er zudem in einem seiner Materialien, dem Kalk. Vor Urzeiten abgelagerte Krebstiere, Korallen, Muscheln, Schnecken und Einzeller, also Teile von Lebewesen transformierten zu Kalkstein. Gebrannter und anschliessend mit Wasser gelöschter Kalk wird unter anderem als Farbe verwendet. Wolfram Schulz braucht sie beispielsweise für seine Reliefs. Transformation sieht er auch darin, dass er Bilder nach Jahren neu verändert, übermalt und Vorheriges integriert.

Natur als Inspirationsquelle Die nächste Frage von Verena Hofer zielte auf die Beziehung der beiden Künstler zur Natur. «Meine Hauptinspirationsquellen sind die innere und äussere Natur, im Spannungsfeld der Verhältnisse, Dynamiken, Proportionen, Beziehungen. Beispielsweise meine Rost-Bilder lassen mich nachdenken über das Altern», führt Wolfram Schulz aus. Andreas Gerig unterscheidet sein Arbeiten als Drechsler als Handwerker und sein Schaffen als Künstler. Er zeigt den Vernissage-Besuchern anhand der ausgestellten Objekte voller Begeisterung die Geschichten des Holzes dahinter. Da ist beispielsweise eine Arvenschale mit Farben von fast Weiss über Ocker bis zu Blaugrau. Gerig lebt

und arbeitet in Zuoz und in Urdorf. Im Engadin überliess er einen Baumstamm unter dem Schnee der Natur. Als wieder Sonne das nasse Holz beschien, siedelte sich ein Pilz an, der dem Holz die bläuliche Farbe gab. Verena Hofer hatte beobachtet, dass beide Künstler Gold für ihre Arbeiten verwenden. Bei Schulz liegt dies nah, denn der gelernte Goldschmied kennt Gold in all seinen Aggregatszuständen und Farbnuancen. Gold verbindet er mit der Sonne, aber auch mit der goldenen Mitte, mit innerer Balance. Grundsätzlich wünscht er sich, dass die Betrachter seiner Bilder zur Ruhe kommen und in der Betrachtung inneren Frieden finden. Gerig überzieht beispielsweise das Innere von Schalen mit Blattgold. Ihn faszinieren die Effekte des Lichtes auf dem schimmernden Gold. Gerig war in verschiedenen Berufen tätig, bevor er sich entschloss, 2010 das Drechseln von der Pike auf zu erlernen und eine Grundbildung als Drechsler/Holzhandwerker EFZ zu absolvieren. Unterdessen gibt er sein Wissen in Kursen weiter und schätzt den Kontakt mit Menschen im Werkstattladen am Neumarkt 1 in Zürich. Die erste von Verena Hofer in Zusammenarbeit mit Veronica Mühlemann kuratierte Ausstellung in der Galerie Märtplatz bedingt, dass sich die Betrachter Zeit nehmen, sich ansprechen zu lassen – denn, wie Schulz sagt – Kunst ist Beziehung, und Beziehungen brauchen Zeit. Ausstellung «Trans-Formation» in der Galerie Öffnungszeiten Galerie: Freitag 17 bis 20 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr, Sonntag 11 bis 14 Uhr. Infos zu den Künstlern: www.drechselwerk.ch und www.wolfram-schulz.ch.

«Klimawandel und Energiewende – für einmal nüchtern betrachtet» Folgen. Vor allem muss heute auch der Weltklimarat (Ipcc) eingestehen, dass der Temperaturanstieg wesentlich flacher verläuft als noch 1990 prognostiziert. Trotzdem steigen die Ängste in weiten Kreisen der Gesellschaft, bis hin zur Hysterie. Aber wer liest schon die wissenschaftlichen Berichte oder zumindest die IpccZusammenfassungen? Diese «Zusammenfassungen» fokussieren sich zwar immer mehr auf die möglichen negativen Folgen, aber apokalyptische Szenarien, wie von vielen Medien heraufbeschworen, finden sich nicht. Für die Medien und für viele Politiker ist es völlig klar, dass nur wir Menschen an der Erwärmung schuld sind, durch unsere CO2-Emissionen. Doch die Natur

forum

FDP empfiehlt Zustimmung – und Teilnahme Gemeindeversammlung Stallikon. Die gut besuchte a.o. Mitgliederversammlung befasste sich am 20. November im Zentrum Kafimüli Stallikon mit Rück- und Ausblicken. Genossen wurde bei animierten Gesprächen ein ausgezeichnetes Fondue. Zu den Rückblicken gehörten die Erarbeitung des Leitbilds «Zäme für Stallike!» mit «einheimischen» Themen wie das Dorfzentrum Stallikon. Allmählich fügen sich die einzelnen Elemente, die zu einer erfolgreichen Realisierung beitragen können, zusammen. Nach wie vor ist aber Geduld gefragt, da es sich um ein sehr komplexes und anspruchsvolles Projekt handelt. Weitere Aktivitäten betrafen gemeinsame Anliegen mit FDP Bonstetten und FDP Wettswil, insbesondere die Planung des Neubaus der Sekundarschule, Information und Abstimmung zum Spital Affoltern sowie das «intensive Doppelwahljahr 2019» mit den kantonalen und eidgenössischen Wahlen. Die Anträge der Behörden an die kommenden Gemeindeversammlungen sind die kurzfristigen Ausblicke: Stallikon 4. Dezember – Gesellschaftsverträge Gruppenwasserversorgung, Kredit Fr. 162 000 über 5 Jahre für

Buchprojekt «900 Jahre Stallikon 2024», «schwarze Null»-Budget 2020. Im Fokus standen insbesondere die vorgesehene, ausschliessliche Verwendung der ZKB-Jubiläumsdividende für «das Buch» und somit das «Leerausgehen» von «anderen Vorhaben, die im ordentlichen Budget keinen Platz haben» (Zitat Medienmitteilung ZKB 8. Februar). Voten zum ausgeglichenen Budget mit unverändertem Steuerfuss 85 %: die in den letzten Jahren gegenüber dem Budget jeweils massiv besseren Abschlüsse, der steigende Bildungsaufwand (rund Fr. 0.3 Mio., 4.5 %), insbesondere bedingt durch eine weitere – zwar moderate – Schülerzunahme, mehr integrierte Schulfördermassnahmen und obligatorische Beiträge an private Sonderschulen. Die Gemeindeversammlung der Sekundarschule ist am 12. Dezember. Das Budget 2020 sieht bei gleichbleibendem Steuerfuss von 16 % eine Entnahme aus dem Eigenkapital von Fr. 345 000 vor. Zudem wird die Schulbehörde über den Stand des Neubauprojekts informieren. Nach reger Diskussion empfiehlt die Mitgliederversammlung der FDP, den Anträgen zuzustimmen und an den Gemeindeversammlungen teilzunehmen. FDP Stallikon

SVP sagt Ja zu den zukunftweisenden Infrastruktur-Projekten Gemeindeversammlung Hausen. An ihrer traditionellen ChlaushockParteiversammlung im Wohnhuus Meilihof vom vergangenen Mittwoch hatten die in grosser Zahl aufmarschierten Mitglieder über interessante politisch weit reichende Geschäfte der Gemeinde Hausen zu befinden. Wegen ihrer Vielzahl und finanzieller Reichweite waren dann die Diskussionen lautstark, ausschweifend und nicht immer allzu sachlich. Die orientierenden Gemeinderäte verstanden es aber, ruhig und gelassen, wo nötig, den aufkommenden «Wind aus den Segeln» zu nehmen und sachlich aufs politische Parkett zurückzuführen. Konkret beinhalten die betitelten Infrastruktur-Projekte eine Zwei- oder Dreifachsporthalle mit Tagesstrukturen, wie auch ein neues Schulgebäude. Die im Volksmund oft als träge «Neinsager-Partei» zitierte SVP unterstützt die Projekte und derer Projektierungskredite zum Wohle der Gemeinde Hausen, und des gesamten Oberamts mit grosser überzeugender Mehrheit. Das nicht allzu grosse Wel-

len werfende Budget 2020 wie auch der Kredit für die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für die Feuerwehr Oberamt und das Sanierungsprojekt Stutzbach wurden gutgeheissen. Einzig das Sanierungsprojekt Heischerbach sei ein Jahr zurückzustellen und zu überdenken. Die anstehende grosse Verschuldung der Gemeinde in den kommenden Jahren wird von einzelnen kritischen Votanten an den «Pranger» gestellt. Man bezweifle die Finanzplanung und sei skeptisch, ob die finanziellen Forderungen ohne eine Steuererhöhung gestemmt werden können. Bei der Einzelinitiative «Ortsbildschutz» Heisch unterstützt man den Gemeinderat in seiner Ablehnung und dessen Aussage, dass die Interessen des Ortsbildschutzes auch anderweitig sichergestellt werden können. Eine Anpassung würde unverhältnismässig hohe Kosten zu Lasten der Gemeinde generieren. Nach langer engagierter Versammlungszeit dann doch noch ein fast nahtloser Übergang zum gemütlichen Chlaushock. SVP Hausen

am Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern.

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Mit diesem Thema wird sich der Energieexperte Dr. sc. nat. Walter Rüegg am kommenden Freitag, 29. November, um 20 Uhr im Pfarrhauskeller, Mettmenstetten, auseinandersetzen. Kein Zweifel, es wird wärmer. Wir sind zwar noch ordentlich weit weg von den Höchstwerten der letzten Zwischeneiszeit vor 120 000 Jahren oder denjenigen vor 6000 bis 8000 Jahren. Trotzdem läuten alle Alarmglocken. Zu Recht? Ein Politiker meinte kürzlich: «Angesichts der drohenden Apokalypse geht es nur noch darum, sich auf ein würdiges Sterben vorzubereiten.» Doch die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien zeigen ein viel weniger dramatisches Bild, mit sowohl positiven (!) als auch negativen

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hat ohne Zweifel auch ihre Finger im Spiel, in welchem Ausmass ist allerdings umstritten. Die Angst vor einem Klima-Weltuntergang führt zu immer extremeren, unerfüllbaren und brandgefährlichen Forderungen. Trotzdem müssen wir uns langsam (und vorsichtig!) von den fossilen Brennstoffen verabschieden, mit oder ohne Klimawandel, mit oder ohne Energiewende. Aber welche Alternativen haben wir? Bill Gates hat sie in fünf «magische Wege» zusammengefasst, aber, wie er selbst darlegt, ist nur einer davon realistisch. Mehr dazu lässt sich anlässlich des Referates von Walter Rüegg hören. Die SVP freut sich auf eine angeregte Diskussion im Anschluss ans Referat. SVP Mettmenstetten

Was erwartet uns mit KG+? Ein grosses wenig demokratisches Gebilde, das grosse Kosten verursachen wird. Wofür sind im Budget 2020 wieder Fr. 30 000 vorgesehen? Soll das ganze Vermögen an eine neue grosse Organisation mit zahlreichen unbekannten Personen abgetreten werden? Jede heutige Reformierte Kirchgemeinde müsste doch mindestens eine Person in die Leitung der neuen Grosskirchgermeinde abordnen können. Zwei oder drei kleinere Kirchgemeinden, die finanzielle oder personelle Probleme haben, könnten fusionieren, damit sie besser überleben können. Eine neue Grossgemeinde bringt viele Nachteile. Die Kirchgenossen werden sich von der Kirchenpflege entfremden. Unbekannte Personen aus dem ganzen Bezirk hätten das Sagen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer würde man kaum noch kennen. Die Gottesdienste würden noch an zwei oder drei Orten stattfinden. Die Kirchgenossen aus den Nachbarorten sollen sich dann dorthin begeben? Dass dies schlecht funktionieren würde, sehen

wir schon heute an den Regionalgottesdiensten während den Schulferien – nur wenige Personen fahren hin. Kein Gottesdienst in unserer Affoltemer Kirche? Glaubt man tatsächlich, dass wir dann nach Rifferswil oder Maschwanden fahren würden? Gerade die älteren Leute werden auf diese Weise abgehängt. Und die Jungen gehen ohnehin nicht in den sonntäglichen Gottesdienst. Die ref. Kirchgemeinde Affoltern hat eine gute Infrastruktur. Sie bietet vielseitige Unterstützung und organisiert viele Veranstaltungen. Nachbargemeinden könnten vermehrt daran teilnehmen. Unsere Kirche soll bleiben, wie sie ist. Eine Fusion brächte nur Nachteile: Ein Abbau gewisser Leistungen, hohe Sekretariatskosten, Austritt von Mitgliedern usw. Die reformierte Kirche Affoltern kann noch viele Jahre selbstständig bleiben. Die finanzielle Lage ist gesund und die Liegenschaften sind instand gehalten. Hans Schneebeli, Zwillikon


Veranstaltungen Gärtnerei H. Schuler Hausen am Albis

Adventsmärt Fr, 29. November, 16.00 – 21.00 Uhr Sa, 30. November, 10.00 – 16.00 Uhr


Gewerbe/Dienstleistungen

Einblick ermöglicht

Für Alleinstehende

Wertvolle und lehrreiche Eindrücke am Zukunftstag im Haus zum Seewadel. > Seite 13

Der Ämtler Rotary Club lädt wieder zur Weihnachtsfeier nach Affoltern ein. > Seite 15

Dienstag, 26. November 2019

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Gegner unterschätzt Gegen Dietikon verloren die Damen von Volley S9 wieder mal einen Satz. > Seite 19

Zu Besuch bei Wichteln und Elfen im Aeugstertal Traditioneller Adventsverkauf im Götschihof Am Samstag, 30. November, von 9 bis 16 Uhr, ist wieder traditioneller Adventsverkauf im Götschihof. Der «Anzeiger» durfte vorab einen Blick in die Werkstätten werfen.

mitgedacht und mitgemacht. «In der Beschäftigung werden seit Monaten mit den Bewohnern in kleinsten Schritten jene Besonderheiten erschaffen, die den Götschihof-Adventsverkauf so speziell und anders machen», halten Ines Strahl, Leiterin Gärtnerei, und Manu Ueltschi, Leiterin Beschäftigung, dazu fest. Und beim vorgezogenen Augenschein des «Anzeigers», elf Tage vor dem Adventsverkauf offenbart sich entsprechend reges Schaffen. An den verschiedenen Arbeitsplätzen in den Götschihof-Werkstätten sind fleissige, kreative Wichtel und Elfen am Werk – gestalten, ganz wie und was jede und jeder bewältigen kann. Auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der zu betreuenden Mitarbeitenden wird entsprechend individuell eingegangen.

................................................... von urs e. kneubühl Das für das Knonauer Amt zuständige Christkind hat leichtes Spiel, wie sich hier, in den Werkstätten des Solvita Götschihofes in Aeugstertal zeigt: Viele fleissige Weihnachts-Elfen und -Wichtel haben ihm so gut wie jede Arbeit beim Kreieren von schmucken Geschenken abgenommen. Am Adventsverkauf mit Herz, wie der traditionelle vorweihnächtliche Markt im Götschihof auch genannt werden darf, gibt es den liebevoll in Handarbeit gestalteten Adventsschmuck und die ebenso handgefertigten bezaubernden Weihnachtsgeschenke dann käuflich zu erstehen. Angeboten wird dabei alles Erdenkliche – von nützlich bis dekorativ: Gestecke und Kränze, Karten und Textilbilder, Töpferei- und Glaswaren, dekorative Figuren… und… und… und…

Adventsverkaufs-Besucher dürfen sich freuen!

Jede und jeder wie und was er kann In allen Bereichen des Götschihofs wird, seit die Vorbereitungen im August gestartet wurden, entsprechend

Ines Strahl, Leiterin Gärtnerei (links), und Manu Ueltschi, Leiterin Beschäftigung, freuen sich mit allen Beteiligten auf den traditionellen Adventsverkauf am 30. Dezember im Götschihof. (Bild Urs E. Kneubühl)

Zum Beispiel in den Glashäusern der Gärtnerei: Hier arbeitet eine Agogin in Eins-zu-eins-Betreuung oder zu zweien an den dekorativen Werkstücken – an einem Platz mit sehr wenig Ablenkung und grosser Ruhe. Etwas weiter fertigen andere an einem speziell eingerichteten Arbeitsplatz und mit Hilfsmitteln ihre schmucken Werkstücke. Ebenso am Fenstertisch, wo, nur hie und da unterstützt, gleichermassen Dekoratives entsteht, während am Gruppentisch eine Betreuerin fünf

Mitarbeitende bei ihren Kreationen anleitet und hilft. Dabei wird gleichzeitig der Götschihof-Kernauftrag, den betreuten Mitarbeitenden Lebensraum und einen Ort zu bieten, an dem Entwicklung stattfindet, erfüllt. «So entstehen wunderbare Deko-Schmuckstücke und ideale Geschenke für den Adventsverkauf am 30. Dezember», erklärt Ines Strahl und ergänzt: «Die Werkstücke, an denen wir gemeinsam tagelang gearbeitet haben, werden mit Freude und Stolz präsentiert. Das sind die wertvollen Momente für alle betreuten Mitarbeitenden.» Am Adventsverkauf wird in jedem Winkel, in jeder Ecke der Advent augenscheinlich spürbar sein und kann die Vorweihnachtszeit mit allen Sinnen erlebt werden. Die warme und heimelige Atmosphäre, die von Respekt, Vertrauen, Freude und Leistungsbereitschaft zeugt, ist exakt richtig, kleine und grosse Besucher zu verzaubern. Dazu trägt selbstredend auch das geöffnete Bistro bei, das genauso für Gemütlichkeit bei Essen und Trinken sorgt. Adventsverkaufs-Besucher dürfen sich rundum freuen! Adventsverkauf im Götschihof, Riedstrasse 14, Aeugstertal: 30. November, 9 bis 16 Uhr. Weitere Samstagsverkäufe: 7., 14. und 21. Dezember, je 8 bis 12.30 Uhr, normale Ladenöffnungszeiten: Mo, bis Fr, 8 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr. Telefon 044 735 58 20, E-Mail gaertnerei@solvita.ch, Web: www.solvita.ch.

Eine Delikatesse fürs Ohr Voll aufs Kerngeschäft konzentrieren

Die «Jazzburgers» spielen im «Hirschen»

Immobilien- und Finanzbuchhaltung vor Ort

Am Samstag, 30. November, gibts «Old Time Jazz» im «Hirschen» Wettswil.

Der Service von «Ihre mobile Buchhaltung» richtet sich an kleine bis mittlere Unternehmen (KMU) oder private Personen.

zu haben. Höhepunkte im Programm sind die Gesangsnummern der Bassistin Annetta Zehnder. Die englische Lady des Old-Time-Jazz blickt auf eine langjährige Profikarriere mit Spitzenmusikern aus ganz Europa zurück und wird mit ihrer Ausstrahlung die Gäste im «Hirschen» begeistern. Die Musiker sind: Max Hegi (Trompete), Miro Steiner (Posaune, Gesang), Jan Zeman (Klavier, Gesang), Hanspeter Hotz (Bass, Banjo), Annetta Zehnder (Bass, Gesang). Ein feines Essen sowie swingende und stompende Melodien der 20erund 40er-Jahre ergeben ein tolles Erlebnis. Für alle, die sich einen vergnüglichen Abend leisten wollen, lohnt sich eine Reservation. (pd.)

Vor einem Jahr waren die «Jazzburgers» im Restaurant Hirschen Wettswil zu Gast und haben die Gäste begeistert. Deshalb war es ein «Must», diese Band auch dieses Jahr für ein Konzert zu gewinnen. Die «Jazzburgers» sind eine lange bestehende, erfolgreiche Band aus international zusammengesetzten Musikern. Die Gründer waren Musiker, die 1978 am Polyball engagiert waren und durch ihr spontanes Zusammenspiel die Zuhörer emotional ansprachen. Der Erfolg führte zur Bandgründung. Sie sind typisch für «Old Time Jazz» und ihr Repertoire reicht von New Orle- Konzert «The Jazzburgers», Samstag, 30. November, ans, Dixieland, Happy Jazz, Blues bis 19.30 Uhr, «Hirschen» Wettswil. Eintritt ab 18 Uhr, Swing. Neben diversen Jazzfestivals, reservieren bei Wirtin Brigitte Gubler unter Telefon Jazzclub-Events und Hotel-Engage- 044 700 01 28. ments waren die «Jazzburgers» immer wieder auf Jazz-Reisen in Ländern wie Amerika, Afrika, im Nahen Osten sowie im Mittelmeer-Raum. Das Credo der Band: dem Publikum ein abwechslungsreiches, gutgemachtes Konzert zu bieten und selber daran Freude Die «Jazzburgers» beehren den «Hirschen». (Archivbild zvg.)

Im Jahr 2018 gründete Sonja Leutert ihre eigene Firma «Ihre mobile Buchhaltung». Davor war sie mehrere Jahre selbstständige Buchhalterin im Nebenerwerb und bis 2017 Mitarbeiterin/Leiterin in einer Immobilien- und Finanzbuchhaltungsfirma. Sie ist ausgebildete Betriebswirtschafterin VSK und besitzt das Höhere Wirtschaftsdiplom HWD sowie das Handelsdiplom VSH. «Ihre mobile Buchhaltung kommt zu Ihnen», erklärt Sonja Leutert ihr Geschäftsmodell: «Ich führe Ihre Buchhaltung bei Ihnen vor Ort oder in meinem Büro in Affoltern.» Der Service für Immobilien- und Finanzbuchhaltung richtet sich an kleine bis mittlere Unternehmen (KMU) oder private Personen. Zielgruppe für die Immobilienbuchhaltung sind Eigentümer und Stockwerkeigentümer, die selbst verwalten, jedoch für die Immobilenbuchhaltung keine Zeit finden. Für sie übernimmt Sonja Leutert je nach Bedarf die Erstellung der Heiz- und Neben- und Betriebskostenabrechnung. Für Gewerbebetriebe, Handelsunternehmen aller Art und für Kleinunternehmen ist eine gut strukturierte Buchführung ein wichtiges Lenkungsinstrument. Die Buchhaltung gibt einen Überblick über die aktuelle Fi-

Sonja Leutert bietet eine mobile Buchhaltung für kleine bis mittlere Unternehmen an. (Bild zvg.) nanzlage durch jederzeit abrufbare Daten wie die Bilanz und/oder die Erfolgsrechnung. Damit man sich voll aufs Kerngeschäft konzentrieren kann, erstellt «Ihre mobile Buchhaltung» die Geschäftsbuchhaltung einschliesslich Saldenliste, führt die OP-Liste (Kunden und Lieferanten) und managt den Zahlungsverkehr und das Mahnwesen. Weiterhin gehört zu den Dienstleistungen das Erstellen und Übermitteln der MwSt.-Abrechnungen, das korrekte An- und Abmelden bei Sozialämtern, sowie das Erstellen von Jahresdeklarationen (AHV, UVG, BVG, Quellensteuer etc.), von Lohnabrech-

nungen und Lohnausweisen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Zeitmanagement ist flexibel. Einsätze sind nach Bedarf, stundenweise, als wöchentliche oder monatliche Termine möglich. Fragen werden ohne zusätzliche Personalkosten schnell und kompetent beantwortet und die Belege und Unterlagen bleiben im Haus. Die Steuererklärung erstellt Sonja Leutert bei Bedarf in Kooperation mit einer Treuhandfirma. (pd.) Ihre mobile Buchhaltung, Immobilien- und Finanzbuchhaltung, Heimpelstrasse 17, Affoltern am Albis. Tel. 079 290 06 58, info@mobile-buchhaltung.ch, www.mobile-buchhaltung.ch.


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Gewerbe

Gute Laune garantiert

Dienstag, 26. November 2019

«Besenbeizer» mit Herzblut

Gemeinsam schlemmen in Ottenbach

Seit 20 Jahren bewirten Suters in ihrem «Kuhstall» in Hedingen

Das Restaurant Reussbrücke serviert ein Fribourger VacherinFondue im Freien.

Ende November 1999, kurz bevor Orkantief Lothar auch im Knonauer Amt wütete, war es, als Ueli und Rahel Suter-Maurer in Hedingen ihre Besenbeiz zum Kuhstall eröffneten. 20 Jahre ist dies nun her. «Eine Zeit, in der wir viel Erfreuliches erleben durften», blicken sie zurück.

Die Idee ist so ungewöhnlich wie beliebt: Einige feine Happen Fondue und ein Glas Weisswein in einer geselligen Runde im Garten garantieren bei allen Gästen «E gueti Luune». Ab sofort bis Weihnachten können Gruppen ab acht Personen im Garten vor dem Restaurant Reussbrücke, als

Auftakt zu einem Nachtessen sozusagen als Apéro, ein Fribourger Vacherin-Fondue geniessen. Mitten in einem runden Tisch hängt ein Kessel mit einem brodelnden Fondue. Fast meterlange Gabeln ermöglichen das Rühren im herrlich duftenden Käse. Dieses einmalige Erlebnis, als fröhlicher Beginn zum Beispiel eines Firmenessens, ist auf Vorbestellung jeden Freitagund Samstagabend zwischen 18 und 19 Uhr möglich. (mm)

Klaus Imhof, Wirt der «Reussbrücke» (ganz rechts): Gute Laune beim Fondueplausch zum Apéro ist garantiert. (Bild Martin Mullis)

Bestnoten für Volg-Weine Zum 22. Mal hat die Weinautorin Chandra Kurt im «Weinseller 2020» die Weine von Schweizer Detaillisten bewertet. Die Volg-Weine schneiden erneut mit einem Spitzenergebnis ab.

18.25 Punkte und ist somit der am höchsten bewertete Schaumwein im «Weinseller 2020».

Der jährlich publizierte «Weinseller» von Chandra Kurt ist eine praktische Einkaufshilfe mit Höhepunkten aus den Regalen der Schweizer Detaillisten. Die 63 verkosteten Weine und Schaumweine aus dem Volg-Sortiment erzielten mit 16.92 Punkten die höchste durchschnittliche Punktzahl aller Schweizer Detailhändler. Total wurden drei Produkte mit 18 und mehr Punkten bewertet, zwei davon stammen aus dem Volg-Sortiment. Wie der Amarone della Valpolicella Zeni erhielt auch der Volgaz! Vin Mousseux

35 der 63 degustierten Volg-Weine schnitten mit 17 und mehr Punkten ab. Vergibt Chandra Kurt mindestens 17 Punkte, handelt es sich für sie um einen «empfehlenswerten Wein, mit dem man seine Freunde beeindrucken kann». Solche qualitativ herausragenden Weine sollen Volg-Kunden auf den ersten Blick erkennen: Sie werden daher ab sofort mit der «Weinseller Medaille d’Or» ausgezeichnet. Das Label wird in der Werbung eingesetzt und in Zukunft teils auch direkt auf der Flasche angebracht. (pd.)

35-mal die «Weinseller Medaille d’Or»

Weihnachtszauber bei Möbel Egger Wenn die Tage kürzer werden und es nach Zimt und Lebkuchen duftet, ist Weihnachten nicht mehr weit. Die beliebteste Zeit des Jahres, um sein Zuhause zu schmücken. Stilvolle Dekorationen, Geschenke und festliche Ideen – alles, was die Weihnachtszeit noch schöner macht finden die Kundinnen und Kunden aktuell bei Möbel Egger in Eschenbach! Jetzt inspirieren lassen und die zauberhaften Weihnachtswelten erleben und entdecken.

Power-Shopping-Week Diese Woche ist bei Möbel Egger in Eschenbach einiges los mit dem Black Friday, dem Offenen Sonntag und dem Cyber Monday. Bei so viel Power ist es nur logisch, dass nebst 25 Prozent Aktionsrabatt auf fast alle Möbel auch noch tolle Power-Angebote mit bis zu 50 Prozent Rabatt angeboten werden. Ein Paradies für alle Schnäppchenjägerinnen und -jäger. Diese Aktion ist übrigens ab sofort und noch bis Montag, 2. Dezember, gültig. Im EGGspresso serviert Möbel Egger seinen Gästen während der ganzen Woche ein Special: Black Burger mit Pommes frites und Cole Slaw für Fr. 9.90.

Die passende Dekoration sorgt für weihnachtliche Stimmung. (Bild zvg.) 1. Dezember: tolles Programm Am 1. Dezember lohnt sich ein ausgiebiges Christmas-Shopping bei Möbel Egger, von 10 bis 17 Uhr. Mit einem attraktiven Rahmenprogramm für Gross und Klein. Die Kundinnen und Kunden profitieren am Samstag und Sonntag von Gratis-Degustationen in der Wein-/Champagner- und FoodBoutique, einem Gratis-Drink an der Egger-Bar und einem feinen EGGspresso-Zmorge à discrétion bis 12 Uhr. Zudem gibts für die kleinsten Gäste ein betreutes Kinderbasteln und Wintermärchen-Erzählungen mit Sonja Riedi im Kinderparadies. Ein Besuch in Eschenbach lohnt sich jetzt ganz besonders. (pd.) Möbel Egger, Luzernstrasse 101, 6274 Eschenbach www.moebelegger.ch. Telefon 041 449 40 40.

In Erinnerung bleibt neben zahllosen netten Gesprächen und Begegnungen etwa die Fusions-Versammlung der heutigen Landi Freiamt zur grössten Landi der Schweiz vor gut zwölf Jahren. Für die wegweisende Abstimmung mussten die Genossenschafter damals nach dem Essen im «Kuhstall» mit dem Car einige hundert Meter weit bis jenseits des Kantons-Grenzsteins chauffiert werden. Dem beteiligten Notar war aufgefallen, dass die Abstimmung nach Genossenschaftsstatuten auf Aargauer Boden stattfinden muss. Den abschliessenden Kaffee nahmen die Genossenschafter dann wieder in der Hedinger Besenbeiz zu sich. Das Freiamt gehört denn neben dem Knonauer Amt – von Bonstetten über Affoltern bis Obfelden – zum Haupt-Einzugsgebiet der Besenbeiz. Regional wie die Kundschaft sind auch die Produkte, die Rahel Suter in der Küche verarbeitet. «Import geht gar nicht», stellt sie kategorisch fest. Faire Preise ja, aber billig will die Besenbeiz nicht sein. «Unsere Leistung hat auch eine Wertschätzung verdient», ist sie überzeugt. Bald begann sich der Betrieb auf Gesellschaften zu spezialisieren: Ge-

Seit 20 Jahren Gastgeber in der Besenbeiz zum Kuhstall in Hedingen: Ueli und Rahel Suter-Maurer. (Bild Thomas Stöckli) burtstagsfeste, Vereinsanlässe, Geschäftsessen und auch mal ein Richtfest oder eine Hochzeit. Ideal ist die Infrastruktur für Gruppen von 20 bis 80 Personen. «Wir hatten auch schon 120», so die Gastgeberin, «aber da kommen wir an den Anschlag.» Am meisten freut sie sich, wenn Gäste, die bei ihr einen runden Geburtstag gefeiert haben, nach fünf oder zehn Jahren wieder kommen, weil es ihnen so gefallen hat. Dass dem so ist, dafür legt sie sich auch ins Zeug – nicht nur in der Küche: Die Tische werden liebevoll gedeckt und auch Blumen tragen zum Ambiente bei. Geschätzt wird auch der museale Charakter, zwischen den Bildern und Gerätschaften aus verschiedenen Epochen, die Ueli Suter gesammelt und in Szene gesetzt hat.

In 20 Jahren hat sich auch einiges an gesetzlichen Vorgaben geändert. Das Rauchverbot an Arbeitsplätzen, das der Kanton Zürich per 1. Mai 2010 umgesetzt hat, haben sie nicht nur begrüsst, sondern sogar schon ein Jahr zuvor umgesetzt. Stärker hatte sich knapp fünf Jahre früher die Senkung des Alkohol-Grenzwerts im Strassenverkehr von 0,8 auf 0,5 Promille ausgewirkt. Dadurch sei der Alkoholkonsum stark zurückgegangen. Dafür dürfe es heute auch eher mal ein etwas besserer Tropfen sein. «Wir machen es nach wie vor mit Freude», betonen Ueli und Rahel Suter nach 20 Jahren Besenbeiz zum Kuhstall. Im Winterhalbjahr bis März empfangen sie jeden Samstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr. (tst.)

Jährlich 1000 Liter Öl weniger

Erfolgreiches Projekt «Energieeffizienz im Betrieb» «Die Energie-Beratung hat mir die Augen geöffnet», sagt Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica. Besim Bulica, Geschäftsführer der Finetra AG in Affoltern, würde die Beratung jederzeit wieder machen. Er hat sie schon einigen Kollegen empfohlen. 50 Prozent weniger Energiekosten und eine Payback-Zeit von vier bis fünf Jahren für die umgesetzten Massnahmen. Danach zusätzlich verdientes Geld. «Im Alltagsgeschäft sehen wir vieles nicht oder glauben, immer zuerst noch etwas anderes erledigen zu müssen. Und dann kommt der Energieberater, schaut sich um und sieht sofort erste Verbesserungs-Möglichkeiten.» Die Beratung fand im April 2018 statt und dauerte kaum eine Stunde. Danach war klar, mit welchen Massnahmen, wie viel Energie und Kosten eingespart werden können. «Die Kosten für die Massnahmen sind einmalig, die Einsparungen dauerhaft», so Bulica. Er hat inzwischen praktisch alles verwirklicht. Raumfühler und Heizungssteuerung sorgen für gutes Klima – für Aussenbeleuchtung, Beleuchtung im Ausstellungsraum und dem Aussenlager kommen LEDLeuchtmittel, Sensoren und Zeitschaltuhr zum Einsatz. Das alles senkt den

«Auch in unserem Angebot achten wir auf stromsparende Produkte. Alles LEDLeuchten», sagt Besim Bulica. (Bild zvg.) Strombedarf und die Ölheizung, die im Moment noch gezwungenermassen im Einsatz ist, braucht heute über 1000 Liter weniger Öl pro Jahr. Besim Bulica ist überzeugt von seinem Vorgehen und versteht viele seiner Gewerbekollegen nicht, die immer zuerst noch etwas anderes vorschieben, statt jetzt ihre Energiesituation checken zu lassen und damit Geld zu sparen. Für ihn beschränkt sich das Thema Energiesparen aber nicht nur auf das Geschäft. «Es kommt fast so etwas wie Sportsgeist auf – auch zu Hause haben

wir begonnen, genauer hinzusehen, was nötig ist und was nicht. Wenn man zum Beispiel bedenkt, dass eine LED-Lampe um ein Vielfaches länger brennt, als die früheren Glühlampen – das gibt doch weniger Abfall und kostet über die Lebensdauer erst noch deutlich weniger.» (pd.) Das Projekt «Energieeffizienz im Betrieb» wird unterstützt von der ZKB und der Stiftung Pro Evolution. Anmeldung: Tel. 043 333 55 66, Standortförderung Knonauer Amt oder unter www.knonaueramt.ch/energieregion.

Netzwerk für humane Baukultur Der «Verein Integrale Architektur und Lebensraumentwicklung» (Vial) feiert sein fünfjähriges Bestehen. Er setzt sich für eine neue Dimension des nachhaltigen Bauens ein. Wie wollen wir in Zukunft wohnen und leben? Wie sollten unsere Städte aussehen? Und wie lässt sich eine disziplinübergreifende Bau- und Lebenskultur etablieren? Diese Fragen beschäftigen die

Mitglieder, seit der Vial am 29. November 2014 im Kloster Kappel in der Schweiz gegründet wurde. Zum fünfjährigen Bestehen möchte der Verein nun sein Netzwerk im deutschsprachigen Raum erweitern. Als Basis dient dem Verein die integrale Theorie nach Jean Gebser und Ken Wilber, die sich um eine umfassende Sicht des Menschen und der Welt bemüht und ne-

ben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch spirituelle Erfahrungen berücksichtigt. Diesen integralen Ansatz möchte der Verein auf die Architektur übertragen. (pd.) Kontakt: Vial, c/o Stefan Kessler (Präsident), Untere Bahnhofstrasse 1 B, Affoltern, Tel. +41 44 760 58 88, office@integrale-architektur.org, www.integrale-architektur.org


Vermischtes

Dienstag, 26. November 2019

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Wertvolle und lehrreiche Eindrücke Der Sinn im Alter

Ereignisreicher Zukunftstag im Haus zum Seewadel

Dr. Heinz Rüegger referiert in Affoltern

Am nationalen Zukunftstag, 14. November, durfte das Haus zum Seewadel elf Jugendliche begrüssen. Sie begleiteten einen Tag lang ihre Eltern, Geschwister oder Gotti/Götti bei der Arbeit.

Am 2. Dezember, um 19 Uhr, hält der Theologe, Gerontologe und Ethiker Dr. Heinz Rüegger im Chilehuus in Affoltern ein Referat zum Sinn im Alter. Der Abend bietet für Freiwillige auch Gelegenheit, sich über den Besuchsdienst zu informieren.

Für alle, die sich engagieren möchten, werden vielfältige, kostenlose Schulungen angeboten. Damit können sich Interessierte optimal auf den Besuchsdienst vorbereiten. Kosten für Institutionen: 150 Franken, plus 20 Franken für Kursordner, für pflegende Angehörige: 50 Franken, plus 20 Franken für Kursordner. (pd.)

Va Bene? Geht es gut? Wohlbefinden hängt massgeblich von gelebten Beziehungen ab. Menschen brauchen Menschen, für Gespräche und regelmässige Kontakte. Im Alter schrumpfen die Beziehungsnetze jedoch oft, da Lebenspartner und Freunde sterben und die Mobilität durch körperliche Einschränkungen erschwert sein kann. Der «va bene»-Besuchsdienst – von der reformierten Landeskirche des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit dem Institut Neumünster und Dr. med. A. Wettstein entwickelt – bietet die Möglichkeit für Gespräche, Austausch und, wenn gewünscht, Beratung.

Infoabend mit Referat am 2. Dezember, 19 Uhr,

Der Tag startete für die meisten um 7 Uhr. In den Bereichen, Küche, Gastronomie, Wäscherei und Pflege konnten die jungen Menschen in Begleitung ihrer Angehörigen wertvolle und lehrreiche Eindrücke sammeln. In der Znünipause wurden sie offiziell von der Geschäftsleiterin, Verena Feller, begrüsst und willkommen geheissen. Die Bewohnenden freute die Begegnung mit den Jugendlichen und es verbreitete sich schnell eine Fröhlichkeit im ganzen Hause. Um 12 Uhr wurden die Gäste von den Bildungsverantwortlichen Nadin Leonhard und Berti Rüeger empfangen. Ein feines Mittagessen stand als Nächstes auf dem Programm, offeriert vom Haus zum Seewadel. Die Bildungsverantwortlichen hatten ein spannendes Nachmittagsprogramm vorbereitet. In der Aktivierung durften die Jugendlichen ein persönliches Notizheft mit einem passenden Schreibwerkzeug gestalten. In der Küche konnten sie ihr eigenes Zvieribrötli herstellen. Nach der Pause ging es weiter in der Wäscherei. Es durften Servietten gebügelt und gefaltet werden. Hier musste ganz besonders darauf geachtet werden, dass die Arbeit sorgfältig ausgeführt wurde. Der Bügelautomat faszinierte alle mit seiner Geschwindigkeit und dem anschliessenden einwandfreien Resultat. Die Ti-

Interessierte Gäste am Zukunftstag im Haus zum Seewadel. (Bild zvg.) sche im Speisesaal wurden, unter Aufsicht eines Mitarbeiters der Gästebetreuung, schön eingedeckt und für das Abendessen der Bewohnenden bereit gemacht. Dann galt es, warme Jacken anzuziehen, nach draussen zu gehen und sich gegenseitig im Rollstuhl über Absätze und Bordsteine zu schieben. Das sorgsame und achtsame Fahren war wichtiger als die Geschwindigkeit. Nun wurden Brillen mit simulierten Sehbehinderungen verteilt, und die Jugendlichen mussten sich gegenseitig auf dem Areal des Haus zum Seewadel über verschiedene Bodenbeläge und Hindernisse führen. Die grösste Her-

ausforderung dabei war, klare Anweisungen zu geben. Alle waren mit grossem Eifer dabei und erkannten bald die Schwierigkeit dieser Aufgabe. Nach einer kurzen Auswertung des gelungenen Tages wurden die jungen Menschen auch schon wieder von ihren Angehörigen abgeholt. Alle wirkten müde, aber sehr zufrieden. Der Zukunftstag im Haus zum Seewadel ermöglichte den Jugendlichen einen Einblick in verschiedene Bereiche, die für das Wohl der Bewohnenden zuständig sind. In Erinnerung bleibt für alle Beteiligten und auch für die Bewohnenden ein ereignisreicher erfrischender Tag. (pd.)

Wie funktioniert der Besuchsdienst? Die Vermittlungsperson Ursula Jarvis vom Besuchsdienst Affoltern bringt ältere Menschen und engagierte Freiwillige zusammen, die ähnliche Interessen haben. So entstehen bereichernde Beziehungen für beide Seiten. Besuchende profitieren von der Lebenserfahrung der älteren Menschen, treffen sich mit den anderen Freiwilligen zum Austauschen und für Weiterbildungen. Die älteren Menschen bauen eine neue Beziehung auf und erhalten ein offenes Ohr für ihre Anliegen.

reformiertes Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Für alle offen und kostenlos. 19 Uhr: Begrüssung, 19.10 Uhr: Referat «Sinn im Alter» von Dr. Heinz Rüegger, 19.45 Uhr: Infogespräch «va bene» - Freiwillig engagiert. Apéro, Fragen, Gespräche. Die Schulung finden an folgenden Daten, jeweils im reformierten Chilehuus in Affoltern, statt: Mittwoch, 15. Januar, 19 bis 21.30 Uhr, Alter(n) aus gerontologischer und ethischer Sicht Dr. des. Nina Streeck, Medizinethikerin. Donnerstag, 23. Januar, 19 bis 21.30 Uhr, Alter(n) aus medizinischer Sicht, Dr. med. Albert Wettstein, ehemaliger Stadtarzt Zürich. Samstag, 25. Januar, 9 bis 13 Uhr, mit Imbiss. Alter(n) aus pflegerischer Sicht, Claudia Pflugshaupt, Pflegefachfrau, MAS Palliative Care. Mittwoch, 29. Januar, 19 bis 21.30 Uhr, Lebenswelten von Menschen mit Gedächtnisstörungen, Ursula Jarvis, Sozialdiakonin, DAS Support FW und Angehörige. Mittwoch, 5. Februar, 19 bis 21.30 Uhr, Alter(n) aus spiritueller Sicht, Dr. phil. Franzisca Pilgram-Frühauf, Theologin, Germanistin. Dienstag, 17. März, abends, 19 Uhr Besuchsdienst im eigenen Dorf, Schlussabend.

zwischen-ruf

Enkeltrickbetrüger und falsche Polizisten

Von Rudolf bis Vivaldi oder Schlunegger

Zuschauer zu diesem Anlass begrüssen dürften. Gespielt wird ein breites Programm, das schon Ende November einen Hauch von Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Jeder kennt die Melodie zu Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase, aber wie würde Rudolph in Japan, der Schweiz, Deutschland, Russland, Frankreich und Amerika tönen? Neben solchen eher neuzeitlichen Kompositionen werden auch die grossen alten Meister wie Vivaldi, Mozart, und Brahms zu hören sein. Und für diejenigen, für welche das dann doch ein bisschen zu weit weg ist, gibt es auch noch einen Hit von Schluneggers Heimweh im Repertoire. Es ist also wie immer für jeden etwas dabei.

Mit meinem Enkelkind geh ich in Lugano am See spazieren. «Lueg emol», sag ich, «das isch es herzigs Hündli, aber gell, nöt streichle!» Ich selber luege auch. Und wie! Die Frau, die den Hund an der Leine führt, ist schwarz gekleidet, genauer gesagt: von ganz oben bis ganz unten schwarz bedeckt. Nur Augen, Nase und Mund schauen aus den Tüchern raus. Schon versucht die kleine Melissa, das Hündli zu streicheln. «Nöd streichle!», rufe ich, und was sagt die schwarze Gestalt? «Es isch en ganz en Liebä.» Ich beginne zu stottern: «Äh, wiwi-wirklich, äh, und was, äh, was für eine Rasse?» «Es isch e Mischling zwüschä Foxterrier und Pudel.» «Aha, so en Herzige, gell Melissa? En schöne Tag noch, adieu.» «Ihne au, adieu.» Die verhüllte Frau läuft weiter. Wie dumm von mir! Und wie verklemmt! Statt mich nach dem Hund zu erkundigen, hätte ich etwas ganz anderes fragen sollen!

Musikverein Ottenbach

Ute Ruf

Informationsveranstaltung im Kasinosaal

Vielseitiges Adventskonzert in Ottenbach

Immer wieder werden Personen von vermeintlichen Verwandten angerufen und um Geld gebeten. In letzter Zeit treten diese Personen vermehrt als falsche Polizisten auf. Wie kann man sich vor solchen Betrügern schützen?

Am Samstag, 30. November, lädt der Musikverein Ottenbach zu seinem Adventskonzert in die Ortskirche. Die Besucherinnen und Besucher erwarten Klänge aus ganz verschiedenen Stilrichtungen.

Die Abteilung Sicherheit der Stadt Affoltern am Albis organisiert für die Bevölkerung des Bezirks Affoltern zu diesem Thema eine kostenlose Informationsveranstaltung im Kasinosaal. Erfahrene Angehörige der Polizei informieren über Verhaltensregeln und die neusten Tricks der Betrüger. Ein zweiter Block wird dem Thema Senioren im Strassenverkehr gewidmet.

Immer wieder ereignen sich Verkehrsunfälle, bei welchen Senioren beteiligt sind. Neben Kindern gehören ältere Menschen zu den besonders gefährdeten Personen im Strassenverkehr. Anders als die Kinder, können ältere Menschen aber nicht auf so viel Verständnis und Rücksichtnahme vonseiten der anderen Verkehrsteilnehmer zählen. Neben Tipps zeigen die Experten auch hier auf, wie man sich selber besser schützen kann. Die Referate werden gehalten von Spezialisten der Kantonspolizei Zürich und der Stadtpolizei Affoltern am Albis. (pd.) Enkeltrick und Verhalten im Strassenverkehr Mittwoch, 27. November, 18 bis zirka 20 Uhr, Kasinosaal Affoltern, Marktplatz 1.

Die Ehe – eine lohnende Herausforderung Ehekurs von Januar bis April 2020: Jetzt anmelden! Ein Team der Heilsarmee Affoltern am Albis führt in der Zeit von Januar bis Anfang April 2020 den Ehekurs von FamilyLife durch. Die Organisatoren sind überzeugt, dass die Ehe als Fundament einer stabilen Gesellschaft von grosser Bedeutung ist. Das Ziel des Ehekurses ist, verheiratete Paare beim Aufbau und der Pflege einer starken und glücklichen Ehe zu unterstützen. Der Kurs umfasst sieben praktisch ausgerichtete Treffen, um über wichtige Themen der Partnerschaft ins Gespräch zu kommen. Die Treffen ermöglichen, über Dinge zu reden, die in der Hektik des Alltages unter den Tisch fallen.

Der Kulturverein Ottenbach hat einen Flyer versandt, in dem die Adventsaktivitäten in der Gemeinde aufgelistet sind. Leider hat sich dabei ein Fehler eingeschlichen, denn das Datum und die Zeit des Adventskonzertes des Musikvereins Ottenbach sind falsch angegeben. Dieses findet am Samstag, 30. November, um 19.30 Uhr in der Kirche Ottenbach statt. Die Mitglieder des Musikvereins freuen sich, viele Zuschauerinnen und

Pro Senectute Zürich: Neue Vorsitzende

Jede Kurseinheit beginnt mit einem romantischen Candle Light-Dinner, gefolgt von einem spannenden Input. Anschliessend haben die Paare Zeit, um über das Gehörte unter vier Augen zu sprechen. Es gibt keine Gruppengespräche und die Privatsphäre bleibt stets gewährleistet. Der Ehekurs eignet sich für jedes Ehepaar, das gemeinsam an seiner Beziehung arbeiten will, unabhängig davon, wie viele Jahre es schon miteinander unterwegs ist. Die Organisatoren heissen alle Interessierten herzlich willkommen und freuen sich über ihre Anmeldung. (pd.) Kursthemen, Kursdaten, Anmeldeformular und weitere Informationen sind zu finden unter: www.heilsarmee-affoltern.ch. Heilsarmee Affoltern, Wiesenstrasse 10, Affoltern. Telefon 044 761 69 15.

Ganz in Schwarz

Auch dieses Jahr spielt der MV Ottenbach ein breites Repertoire und weiss hoffentlich zu begeistern – wie am Jahreskonzert im Mai. (Archivbild Martin Mullis)

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Kanton Zürich hat Véronique Tischhauser-Ducrot zur neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung gewählt. Sie übernimmt die operative Leitung der Stiftung per 1. Juli 2020. Véronique Tischhauser-Ducrot (48) war ab 2011 für die Spitex tätig: zuerst als Geschäftsführerin der Spitex MeilenUetikon und dann ab 2015 als Geschäftsleiterin der fusionierten Organisation Spitex Zürichsee. Franjo Ambrož, zurzeit Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich, wird nach der Einführung von Véronique Tischhauser-Ducrot Ende Juni 2020 ordentlich pensioniert. Er leitete Pro Senectute Kanton Zürich während 13 Jahren. (pd.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 26. November 2019

Es weihnachtet sehr in Knonau ... Vielseitiger und liebevoller Markt auf dem Stampfi-Areal Der Frauenverein Knonau lädt zum diesjährigen Weihnachtsmarkt. Dieser findet am Samstag, 30. November, auf dem Platz und im Mehrzweckgebäude Stampfi in Knonau statt. Ab 12.30 Uhr ist das Restaurant im Stampfi Saal geöffnet. Zur Saison passend, serviert das Team seinen Gästen den ganzen Tag Fondue vom «Chäs Stöckli» Affoltern und ein feines Glas oder auch eine Flasche Wein von «Uva-Eva Schiess» Knonau dazu. Für Kinder gibt es feine Hot Dogs. Wer nach dem Fondue Lust auf etwas Süsses hat, wird sein Glück ebenfalls finden. Die fleissigen Bäckerinnen werden auch in diesem Jahr wieder für ein tolles Torten- und Kuchenbuffet sorgen. Wer öffnet nicht gerne ein hübsch verpacktes Geschenk? Die Päckli-Tombola bietet genau das. Kinder können für 2 Franken, Erwachsene für 5 Fraken ein Los für ein Päckli kaufen und sich vom Inhalt überraschen lassen. Für musikalische Unterhaltung in der Stampfi sorgt ab 14 Uhr das Trio «Stei-Gümper» aus Mettmenstetten. Ab 13 Uhr finden die interessierten Marktbesucherinnen und -besucher eine breite Palette an selbstgemachten Esswaren, Karten, Holz- und Dekogegenständen und vieles mehr, das von den Standbetreibern draussen am Markt zum Verkauf angeboten wird.

Am Weihnachtsmarkt finden sich kulinarische Köstlichkeiten, aber auch Selbstgemachtes aus Holz oder anderen Materialien. (Bild zvg.) Im Stampfi-Parterre können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Entweder sie verzieren einen Lebkuchen der Dorfbäckerei Iten oder sie können sich beim Kinderbasteln die Zeit vertreiben. Wer ein bisschen Geduld mitbringt, kann ausserdem im Feuerwehrlokal seine eigene Kerze ziehen. Glühwein, Würste vom Grill, Hot Dogs und andere Köstlichkeiten finden die Gäste an diversen Ständen am Markt. Den Frauenverein Knonau unterstützen? Auch das ist selbstverständ-

Vokalensemble Anima in Bonstetten Auf der diesjährigen Tournee durch die deutschsprachigen Länder gastiert das bekannte Vokalensemble Anima aus St. Petersburg unter künstlerischer Leitung von Victor Smirnov am Sonntag, 1. Dezember, in der katholischen Kirche Bonstetten. Das Ensemble trägt russische und westeuropäische geistliche Gesänge und kunstvoll arrangierte russische Volkslieder aus seiner Heimat vor. Besonders beeindruckend ist der A-capella-Gesang der fünf Männerstimmen durch seine unglaubliche Präzision, die Klangfülle, aber auch die gepflegten Piano- und Pianissimopassagen. (pd.) Sonntag, 1. Dezember, 18 Uhr, katholische Kirche Bonstetten. Dauer des Konzerts: zirka eine Stunde. Eintritt frei, Kollekte. Weiteres Konzert: 2. Dezember, 19 Uhr, griechisch-orthodoxe Kirche Zürich.

Bereits zum 18. Mal in Folge wird jeweils am ersten Dezemberwochenende im «Pöschtli» wild drauflos musi-

Susanne Hergesell Knonauer Weihnachtsmarkt, 30. November, 12.30 bzw. 13 bis 19 Uhr. Gratis Parkplätze hat es bei der Firma Sahli Knonau.

Satz&Pfeffer tritt in Stallikon auf «Alle echte Orth» heisst das neue, sehr originelle Stück des Zuger Kabarettduos Satz&Pfeffer. Am Freitag, 29. November, um 19. 30 Uhr wird es in Stallikon aufgeführt. Judith Stadlin und Michael van Orsouw erprobten das Stück kürzlich bereits erfolgreich in Berlin. Und die Schweizer Presse schrieb rundum begeistert über das gleichnamige Buch: Die Neue Zürcher Zeitung empfiehlt das Buch nachdrücklich und fasst zusammen: «Slapstick und Poesie, Sprachlust und Lesevergnügen». Der SonntagsBlick urteilt: «Das ist die hohe Kunst». «Brigitte» Schweiz findet: «Ein Riesenspass.» Und auch 20 Minuten meint: «Sehr originell und sehr lustig zu lesen!» Nun kommt das Theaterstück «Alle echte Orth» nach Stallikon in die Schulund Gemeindebibliothek. Das Stück ist ein einziger amüsanter Rausch in einer Sprache, die es eigentlich gar nicht gibt. Und trotzdem versteht sie jeder! – Häh??? Ja, tatsächlich, es geht nämlich um eine Sprache, die ausschliesslich aus Ortsnamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht. Aus der die beiden Wortakrobaten Stadlin und van Orsouw Geschichten erzählen, deren Form verblüffend und umwerfend komisch ist, deren Inhalt aber durchaus Gehalt und Geist hat. Die projizierten Bilder von echten, aber oft unglaublichen Ortschildern sorgen ebenfalls für sehr viel Gelächter im Publikum.

Michael van Orsouw und Bühnenpartnerin Judith Stadlin. (Bild zvg.) Von Liebesszenen über Kindererziehung, Wellnessferien, modernisierte Märchen und amerikanischer Politik bis hin zu Kriminalstories und Littering können die beiden sprachlichen Tausendsassas so ziemlich alles erzählen mittels ihrer urkomischen Spracherfindung. Und selbst singen können die beiden Unterhaltungsprofis mit Fernseh-, Radio- und viel Bühnenerfahrung diese Geschichten, wie der Abend mit Satz&Pfeffer beweist. Kulturradio Berlin-Brandenburg meinte: «Ihr seid einfach Weltmeister!», und Radio SRF1 fand: «... funktioniert und inspiriert». Oder, in Ortsnamisch gesagt: ein hammer Abend! (pd.) «Alle echte Orth», von Satz&Pfeffer alias Judith Stadlin und Michael van Orsouw. Freitag, 29. November, 19.30 Uhr, Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon. Eintritt mit Apéro: 10 Franken.

Gute Traditionen leben weiter

Weihnachtsmarkt und Kerzenziehen in Hausen Ab dem 29. November findet in Hausen während dreier Tage das 44. Kerzenziehen mit Weihnachtsmarkt und am Sonntag, 1. Dezember, im Gemeindesaal ausserdem das traditionelle SpaghettiEssen statt.

Das Vokalensemble Anima aus St. Petersburg tritt am 1. Dezember in Bonstetten auf. (Bild zvg.)

Bald wirds wieder wild im «Pöschtli» Am Samstag, 7. Dezember, ab 18 Uhr und am Sonntag, 8. Dezember, ab 16 Uhr, steht im «Pöschtli» Aeugstertal die 18. Stubete auf dem Programm.

lich möglich. Das Organisationskomitee freut sich über eine Torte, einen Kuchen oder über eine Spende für die Päckli-Tombola. Gerne können Interessierte diese am Markttag ab 10 Uhr uns vorbeibringen, oder sie melden sich für genauere Details per E-Mail an info@frauenverein-knonau.ch.

Sprachakrobatik mit Ortsnamen

ziert. Im Saal und in der Beiz können zahlreiche bekannte und unbekannte Musiker und Bands wie das Echo vom Locherguet & Natalies Tschuppele, das Trio Doppelbock, Ambäck, Café Deseado, die Red Hot Serenaders, Schulz & Schaerer, das Echo vom Schattehalb, Urgeist & Taifl, Chef de Kéf und viele mehr entdeckt werden. Aus der PöschtliKüche gibts wie gewohnt Urchiges zum Geniessen. Tischreservierungen sind für diese beiden Tage nicht möglich! Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte zugunsten der Musizierenden durchgeführt. (pd.)

An der Pöschtli-Stubete treten allerlei bekannte und unbekannte Künstlerinnen und Künstler auf. (Bild zvg.)

Das Programm 2019 ist zu finden auf www.pöstli-stubete.ch.

Der Verschönerungsverein Hausen, der Versicherungsverein, die Gruppe Welt Oberamt und der Frauenverein Hausen heissen die Besucherinnen und Besucher in der Scheune im Chratz herzlich willkommen. In der Nähe der reformierten Kirche steht wie immer ein grossangelegter Parkplatz bereit. Die Kinder der Kindergärten sowie der Primar- und Sekundarschule haben schon einige Tage vorher Gelegenheit, geschmackvolle Kerzen aus reinem Bienenwachs oder bunte aus Paraffin im «Chratz» zu ziehen. Hier werden sehenswerte Kunstwerke geschaffen. Ab Freitag, 29. November, bis Sonntag, 1. Dezember, sind dann Gäste nicht nur aus Hausen, sondern auch

Hausen Crèpes backen. Für die Kleinen ab drei Jahren hält «s’chline Wärchstättli» Lebkuchen zum Verzieren bereit. Als Highlight findet am Sonntag, 1. Dezember, ab 10 Uhr das beliebte Spaghetti-Essen statt! Der Reinerlös von Spaghetti-Essen, Marroni, Crêpes sowie dem KerzenIn Hausen können Kinder und Erwachsene eigene Kerzen ziehen wird die ziehen. (Bild zvg.) Gruppe Welt dem Freunde und Bekannte aus allen Ge- Heks-Projekt, welches das lateinamerigenden der Region zu diesem fröhli- kanische Honduras beim Aufbau seichen Anlass herzlich eingeladen. Im ner Landwirtschaft unterstützt, zuGemeindesaal und auf der Aussen- kommen lassen. Peter R. Schneider arena werden 20 liebevoll gestaltete Verkaufsstände aufgestellt sein. Dort Weihnachtsmarkt und Kerzenziehen, Freitag, findet man ganz gewiss noch Geschen- 29. November, bis Sonntag, 1. Dezember, im ke für Verwandte, Freunde oder für Chratzhüüsli, Hausen. Freitag, 29. November: sich selbst. Beim dort installierten 17 bis 20 Uhr; Samstag, 30. November, 10 bis Marroni-Ofen können duftende, heisse 17 Uhr; Sonntag, 3. Dezember, 10 bis 17 Uhr. Marroni und Glühwein genossen wer- Spaghetti-Essen: Sonntag, 1. Dezember, im den. Neuerdings wird der Tennisclub Gemeindesaal Hausen, 10 bis 17 Uhr.

Malerei der Aborigines bis Februar in Zug zu sehen Der australische Sommer wird im Kunsthaus Zug um drei Wochen bis Sonntag, 2. Februar, verlängert. Die aktuellen Ausstellungen «My Mother Country – Malerei der Aborigines» und «Emily Kame Kngwarreye» sind beim Publikum sehr beliebt. Die öffentlichen Führungen und Kunstüber-Mittag-Veranstaltungen sind überdurchschnittlich gut besucht, und auch in der Kunsthaus-Bar sind freie Plätze über Mittag rar geworden.

Die Präsentation der Zuger Privatsammlung umfasst rund achtzig Werke von fünfzig Künstlerinnen und Künstlern aus der Zeit von 1998 bis 2008. Dies ist die erste thematische Präsentation von zeitgenössischer Aborigines-Malerei in einem Schweizer Kunstmuseum. Grossformatige, meist abstrakte Malereien, erdig und sinnlich und mit einer enormen Bildkraft. Sie wirken verblüffend zeitgemäss und künden doch geheimnisvoll von Ritualen und einer grossen Verbundenheit mit der physischen wie

spirituellen Naturkraft ihres Landes. Die wohl bedeutendste, international gefeierte Vertreterin ist in einer gesonderten Einzelausstellung zu sehen: Emily Kame Kngwarreye mit zwanzig Gemälden aus zwei australischen Privatsammlungen. Die Künstlerin wird erstmals in Europa im Kunsthaus Zug in einer Einzelausstellung exklusiv vorgestellt. Sie gilt als eine der radikalsten ihrer Generation in Australien. (pd.) Weitere Infos unter www.kunsthauszug.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 26. November 2019

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Stöbern, basteln, tüfteln Tag der «Offenen Tür» am 30. November in der Bibliothek Wettswil Die Bibliothek Wettswil beteiligt sich am Adventsmäärt Wettswil, der um die Mittagszeit rund um das Schulhaus Ägerten starten wird.

Das Kloster Kappel ist auch in der Adventszeit ein gute Wahl. (Bild zvg.)

Fondue im Kreuzgang Adventliches Essen in Kappel Advent ist die Zeit der Hoffnung und der Erwartung. Im Kloster Kappel lässt sich diese lichtvolle Zeit stimmig gestalten! Am Dienstag, 3. Dezember, und Donnerstag, 5. Dezember, lädt das Kappeler Team ein, bei Speis und Trank miteinander die Vorweihnachtszeit zu feiern.

lässt sich – passend zur Jahreszeit – ein feines Käsefondue geniessen! Um 20.15 Uhr geht das Programm im Zwinglisaal weiter. Gemeinsam werden gesungen Adventslieder und Adventsgeschichten gehört. Die Programmpunkte können auch unabhängig voneinander besucht werden. (pd.)

Um 18.30 Uhr erwartet die Gäste der Kreuzgang des Klosters im Kerzenschein. Warm gehalten von einer Bettflasche und eingepackt in eine Decke

Essen (35 Franken pro Person, inklusive haus-

Nähere Infos und Anmeldungen für das Fondue– gemachtem Tee; Anmeldung bitte bis spätestens am Vortag, 12 Uhr) unter Telefon 044 764 88 10 oder info@klosterkappel.ch.

«Im Land vo de Elfe» Das FigurenTheater Finderill mit Madlen Hatt spielt am 30. November am Hediger Sternäzauber. Schneidergeselle Schaaggi und Goldschmiedgeselle Guschti sind miteinander auf Wanderschaft. Eines Abends vernehmen sie den Klang einer fernen Musik. Sie gelangen ins Land der Elfen und werden zum Fest eingeladen. Wie anmutig die Elfen tanzen! Reich beschenkt kehren die Gesellen zurück.

Aber sind sie mit den Geschenken auch wirklich zufrieden? Zauberhafte Figuren und Klänge aus der Spieldose führen die Zuschauerinnen und Zuschauer ins Märchenland. Ein Figurentheater für grosse und kleine Gäste ab fünf Jahren. (pd.) Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein am Samstag, 30. November, 13.30 Uhr, Singsaal Schulhaus Schachen in Hedingen, für Klein und Gross ab 5 Jahren, Eintritt frei, Kollekte, Infos auf www.gemeindevereinhedingen.ch.

Von 10 bis 17 Uhr ist die Bibliothek durchgehend geöffnet und das Bibliotheksteam verwöhnt die Besucherinnen und Besucher mit speziellen Angeboten. Die Gäste können sich vom Team zu Neuheiten und Bestsellers beraten lassen, in den vielfältigen Zeitschriften schmökern, oder im Bestand stöbern. In der weihnachtlich dekorierten Bibliothek stehen viele Bastelund Bilderbücher für die Adventszeit zur Ausleihe bereit. Im Antiquariat können ausgeschiedene Medien günstig erworben werden. Um 13 Uhr wird der Basteltisch für Kinder ab fünf Jahren aufgebaut. Die kleinen Besucherinnen und Besucher kreieren Schmuck für den Weihnachtsbaum und werden dabei von einer Bibliothekarin angeleitet. Das Material wird von der Bibliothek zur Verfügung gestellt, der Basteltisch ist bis 16 Uhr betreut; kleinere Kinder brauchen eine Begleitung. Um 14 Uhr wird die «Kreativ-Werkstatt» kurz geschlossen: Es ist schon fast eine Tradition, dass eine Bibliothekarin eine Adventsgeschichte erzählt, der Klein und Gross lauschen dürfen. Unter dem Motto «Spiel und Spass mit Technik» können sich die Gäste den ganzen Tag über mit dem Thema Roboter auseinandersetzen. Verschiedene Roboter-Typen stehen zum Ausprobieren und Tüfteln bereit. Die klei-

Die Bibliothekarin Fabienne Maurer beim Testen von Alpha 1. (Bild zvg.) nen Besucherinnen und Besucher können erste spielerische Erfahrungen mit dem Bee-Bot machen. Vorbereitete Spiele und Unterlagen stehen bereit. Die Grösseren wagen sich vielleicht an den Roboter Alpha 1 und Cue oder probieren Cubelets und Ozobot aus. Der Advent wird mit dem Määrt und Tag der offenen Tür so richtig eingelei-

Weihnachtsfeier für Alleinstehende

Der Rotary Club Zürich-Knonaueramt lädt nach Affoltern ein Wie jedes Jahr lädt der Rotary Club Zürich-Knonaueramt auch am diesjährigen 24. Dezember von 17 bis 21 Uhr zur traditionellen Weihnachtsfeier ins Kasino in Affoltern ein. Dies unter dem Motto «Zusammen ist es schöner als alleine». Seit über 30 Jahren gehört es zu einer schönen Tradition, dass die Mitglieder des Rotary Clubs Zürich-Knonaueramt unter Mithilfe ihrer Angehörigen die Weihnachtsfeier für Alleinstehende organisieren und gestalten. Sie wollen damit erreichen, dass sich im Bezirk Affoltern niemand an Weihnachten einsam fühlen muss. Willkommen

sind Alleinstehende und Ehepaare jeden Alters, jeder Konfession und jeder Nationalität – alle sind herzlich eingeladen. An diesem Abend wollen wir zusammen als grosse Familie Weihnachten feiern und dabei ein Stück «Gemeinsamkeit» zelebrieren. Wer es wünscht, respektive an einer selbstständigen Teilnahme infolge eingeschränkter Mobilität verhindert ist, wird von zu Hause abgeholt und später wieder heimgebracht. Der Abend von 17 bis 21 Uhr ist besinnlich wie auch unterhaltend gestaltet. Die Feier wird im ersten Teil musikalisch umrahmt von der Konzertpianistin Michiko Tsuda. Dazwischen erzählt Martin Mullis eine besinnliche Weihnachtsgeschichte. Nach

Nikolaus zu Gast in Affoltern Schneidergeselle Schaaggi und Goldschmiedgeselle Guschti werden reich beschenkt. Aber macht sie das auch zufrieden? (Bild zvg.)

Tierliebe auf die Bühne bringen 220 Kinder aus der Ballettschule «Swan Ballett» von Nadine Böhm werden am Wochenende vom 30. November und 1. Dezember drei Vorstellungen im Kasinosaal Affoltern tanzen. Diesmal dreht sich in der Tanzvorführung von «Swan Ballett» alles um Katzengeschwister – die eine schillernd, die andere unscheinbar, weitere leichtfüssig oder tollpatschig, verwöhnt oder verwahrlost. Aber alle lieben sie es, zu spielen und zu toben – bis sie in einem Hinterhof ausgesetzt werden. In der Vorstellung schlüpfen die Tanzschülerinnen und -schüler unter anderem in die Rollen von ver-

spielten Katzen, Babykatzen und Katzen auf der Jagd. Nadine Böhm setzt sich selber seit über 20 Jahren für den Tierschutz ein und teilt Haus und Garten mittlerweile mit 30 Tieren aus Notsituationen. Mit der Show «ca(s)toff» möchte sie für ein Thema sensibilisieren, das ihr am Herzen liegt. Die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf gehen denn auch an ein Kastrationsprojekt für verwilderte und ausgesetzte Hauskatzen. (tst.) Ca(s)toff, Vorstellung der Tanzschule Swan Ballett am 30. November und 1. Dezember im Kasinosaal,

tet. Interessierte Leserinnen und Leser werden am Mittwoch, 4. Dezember, von 9 bis 10.30 Uhr mit Kaffee und Weihnachtsgebäck anlässlich des Lese(r)cafés verwöhnt. Bücherliebhaber treffen sich zum ungezwungenen Austausch ihrer Lieblingsbücher, Karin Auf der Maur stellt dabei ihre persönlichen Lesehighlights vor. (pd.)

Die katholische Pfarrei St. Josef, Affoltern und St. Antonius Obfelden laden Gross und Klein herzlich zum Familiengottesdienst am Sonntag, 1. Dezember, um 10.30 Uhr ein. Der Heilige Nikolaus war ein Bischof, der sehr vielen Leuten geholfen hat. Besonders beliebt war er bei den Kindern. Zum Andenken an ihn kommt der Heilige Nikolaus zu Besuch. Welche Geschichte wird er dieses Mal erzählen? Alle, die mitfeiern möchten, sind herzlich eingeladen. (pd.)

Marktplatz 1, Affoltern. Samstag 16 Uhr, Sonntag Gottesdienst mit Sankt Nikolaus, Sonntag,

www.swanballettschule.ch.

1. Dezember, 10.30 Uhr. Katholische Kirche Affoltern.

Heiliger Bimbam! Am Samtag, 30. November, überraschen Martin O. und Helge Heynold ihr Publikum in Wettswil mit einem Weinachtsspecial der besonderen Art. Martin O. lässt Heerscharen von Stimmen und Klängen ertönen. Gemeinsam und im Wechselspiel mit Helge Heynold, dem stimmungsreichen Vorleser, wird ein himmelhochjauchzendes «Geschenkpäckli» geschnürt – prall gefüllt mit fein- und hintersinnig ausgeschmückten Weihnachtsgeschichten und vielstimmig-musikalischen Überraschungen. Das Publikum erwartet eine wunderbare musikalisch-literarische Bescherung – feierlich und gemütlich, humor- und gefühlvoll, verspielt und erlesen. Heiliger Bimbam, das muss man doch gesehen und gehört haben!. (pd.)

Sankt Nikolaus ist am Sonntag, 1. Dezember, in der katholischen Kirche Affoltern zu Besuch. Und zwar im Familiengottesdienst um 10.30 Uhr, zusammen mit den HGU-Kindern und der Chinderchile.

13 und 16 Uhr. Tickets: 25 Franken. Infos:

dem begleiteten Singen von allseits bekannten Weihnachtsliedern servieren die Mitglieder des Rotary Clubs und deren Angehörige ein feines Nachtessen. Selbstverständlich wird das beliebte Lottospiel mit vielen schönen Preisen auch dieses Jahr nicht fehlen. Aus organisatorischen Gründen benötigt der Rotary Club von seinen Gästen eine Anmeldung. Heute, in der kommenden Freitag-Ausgabe und der darauffolgenden zwei Ausgaben des «Anzeigers» erscheint ein Inserat mit einem Anmeldetalon. Dieser ist ausgefüllt zuzustellen an die darauf vermerkte Adresse. Anmeldungen können auch per E-Mail erfolgen. Anmeldeschluss ist Samstag, der 14. Dezember. (pd.)

Samstag, 30. November, Mehrzwecksaal Schulhaus Ägerten, Wettswil. Türöffnung um 18 Uhr, anschlies-

Sankt Nikolaus kommt am 1. Dezember zu Besuch. (Bild zvg.)

sendes Essen. Start der Vorführung: 20.15 Uhr. Preis Ticket mit Essen: 85.90 Franken. Vorverkauf der Tickets auf www.starticket.ch.


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Sport

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Angus Fölmli wiederholt Vorjahressieg, Paula Gross Tagessiegerin bei den Frauen Hochklassiger Laufsport am 22. Säuliämtler Chlauslauf Im Rennen der Männer lieferten sich die Favoriten einen spannenden, hochstehenden Wettkampf um den Tagessieg. Etwas klarer war der Rennausgang bei den Frauen. In den Nachwuchskategorien erzielten die Läuferinnen und Läufer der organisierenden LV Albis zahlreiche Podestplätze. 658 Läuferinnen und Läufer beendeten die Läufe, welche im Verbund mit dem Chlausmäärt der Voba ausgetragen wurden. Angus Fölmli vom TSV 2001 Rotkreuz lag von Beginn weg an der Spitze des Rennens. Raffael HuberSvensson, OLG Säuliamt/livemotion.ch, ging das Rennen etwas langsamer an, arbeitete sich aber nach zwei Runden auf den 2. Platz vor und lief über die verbleibenden Runden mit einem kleinen Rückstand von sechs Sekunden auf den Sieger ins Ziel. Hinter Fölmli und Huber klassierten sich Sven Marti von der LG Nidwalden und Philipp Arnold vom LCZ. Der Ultra-Langstreckenläufer Adrian Brennwald, Aeugst, landete auf dem 6. Platz im Gesamtklassement und gewann die Kategorie M40. Für ihn war die Laufdistanz ungewohnt kurz.

Doppelsieg für Nachwuchs Paula Gross, OL Zimmerberg, gewann das Rennen der Frauen mit einem komfortablen Vorsprung von 32 Sekunden auf Lina-Kristin Schink,

Tagessieger Angus Fölmli, TSV 2001 Rotkreuz. (Bilder Susanne Crimi)

Raffael Huber, OLG Säuliamt, holte sich den 2. Rang.

Paula Gross, OL Zimmerberg, wurde Tagessiegerin bei den Frauen.

Zweite bei den Frauen: Lina-Kirstin Schink, Temposport.

Temposport und Nina Derron vom Tri Team Zugerland. Im Hauptrennen wussten auch einige Ämtler Läuferinnen und Läufer zu gefallen. Fabio Hauenstein, Raphael Frei, William White, Mathias Koethe, Beat Blättler, Hakan Wärdell, Florian Loder und Carmen Schuster belegten gute Ränge.

Zu feiern gab es beim einheimischen Nachwuchs. In der Kategorie U10W erzielten Livia Plüss und Chiara Wicki, beide LV Albis, einen Doppelsieg. Ein weiterer Kategoriensieg gelang Flurina Koethe, LV Albis, bei den U14W und Benjamin Kilchmann vom TV Hausen am Albis gewann die Kategorie U16M. Mit Léo Eric Loup, Linus

Kliese, Hanna Wärdell, Kebron Gebrebi, Cyrill Kaufmann und Yara Moser liefen weitere Läuferinnen und Läufer der LV Albis aufs Podest.

Blättler, Stallikon, vor Nina und Manfred Suter vom TV Hausen. Die Siegerstafetten der Schulklassen sind die 1. Staffel der Klasse von Noemi Zanoli, Hedingen, die Staffel von Martina Schär, Rifferswil und die 1. Staffel der Klasse von Peter Landolt, Mettmenstetten. Hanspeter Feller

Ämtler-Duo voraus Die Kategorien Mutter/Vater–Kind gewann das Ämtler-Duo Mei und Beat

Jass-Nachmittag der Schützenveteranen Bezirk Affoltern

Wichada Wohlwend beim Punkten. (Bild pd.)

Drei Punkte über einen Umweg Volley S9 Damen siegen gegen Moira 3:1 Am Mittwoch, 20. November, stand endlich das zweite Saisonspiel der Damen-ZM-Mannschaft an. Gegen den Aussenseiter Moira aus Dietikon kamen zehn gutgelaunte Spielerinnen pünktlich in die Halle. Während die Ämtlerinnen sich zu zehnt aufwärmten und einspielten, fragten sie sich immer wieder, ob die vier Gegenspielerinnen gegenüber noch Verstärkung erhalten? Eine Minute bevor Schiedsrichter Claude Schmidt zum Einsmashen anpfiff, kamen tatsächlich noch zwei Spielerinnen in die Halle geeilt. Zeit zum Aufwärmen blieb da nicht gross. Der Aussenseiter aus dem Limmattal kam also mit nur sechs Spielerinnen nach Bonstetten. Das sollte dann erst recht eine klare 3:0-Sache werden. Die Volley S9 Damen haben etwas anders aufgestellt und die Gegnerin-

nen als klar unterlegen eingeschätzt. Aber man soll den Gegner nie unterschätzen, auch wenn noch null Punkte auf dessen Konto stehen. Das S9-Team ging im ersten Satz rasch in Führung, und es schien schon alles klar zu sein, als sich immer mehr Fehler einschlichen und Punkt um Punkt verschenkt wurde. Das Team aus Dietikon steigerte sich und holte alle Bälle der Bonstetterinnen, welche mit wenig Druck über Netz gingen. Und so verloren sie mit 23:25, zum ersten Mal seit Langem wieder mal einen Satz.

Siegen, auch wenns nicht rund läuft Im Schockzustand darüber, dass das überhaupt passieren konnte, wurde nun die Seite gewechselt, und auch einige Spielerwechsel fanden statt.

Das ganze Match über suchten die S9-lerinnen zu einem schnelleren und besseren Spiel zu finden. Aber irgendwie unterliefen ihnen immer wieder unnötige Fehler. Trotz des nicht ganz perfekten Spiels konnten sie den zweiten, dritten und auch vierten Satz für sich entscheiden und holten sich mit einem 3:1-Schlussresultat wertvolle drei Punkte. Nun heisst es für die beiden Coaches Suzanne Holbein und Nadia Gurtner, das nächste Training vorbereiten, um dann gegen die klar stärkeren Gegnerinnen aus Engstringen am 5. Dezember eine bessere Falle zu machen. Aber der Teamspirit hat gezeigt, dass es auch, wenn es mal nicht so läuft, möglich ist, zu siegen, wenn man an das Team glaubt. Nadia Gurtner

Es ist schon Tradition, dass Gody Plankensteiner zum Saisonabschluss der Veteranen einen Jass-Nachmittag für die Schützinnen und Schützen des Bezirks Affoltern organisiert. Ein Anlass, welcher weit über die Bezirksgrenze hinaus bekannt ist. So reisten elf Gäste aus dem Bezirk Horgen an.

mi sowie ein Glas heimischen Bienenhonig. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit einem feinen Bienenhonig belohnt. Die Geselligkeit unter Freunden ist ebenso wichtig wie das Jassen. So wurden beim gemeinsamen Zvieri viele Anekdoten ausgetauscht und das Zusammensein genossen.

Zum Jassen gehört Geselligkeit

Anton Hauser

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Schützenstube in Affoltern wurde an neun Tischen um möglichst viele Punkte gerungen. Nach zehn Spielen wurden die Partner gewechselt, so entstanden immer wieder interessante Paarungen. Nach vier Runden oder 40 Spielen stand der «Jasskönig» fest. Es ist Charly Huber von Sellenbüren mit 4214 Punkten. Zweiter wurde Ernst Althaus aus Horgen mit 4122 Punkten, Dritter Gody Plankensteiner aus Affoltern mit 4082 Punkten; er musste für Fredi Steck aus gesundheitliche Gründen nach zwei Runden einspringen. Die ersten drei erhielten je einen Sala-

Rangliste: Charly Huber 4214, Ernst Althaus 4122, Fredi Steck/Gody Plankensteiner 4082, Urs Peier 4056, Martin Stalder 4056, Stefan Obschlager 4039, Heinz Hug 4035, Armin Meier 4029, Walter Bär 4005, Kurt Schönbächler 3999, Markus Hasler 3973, Benno Bischoff 3972, Walter Exer 3910, Odette Wyss 3896, Emil Schweizer 3884, Richi Urech 3866, Willi Stooss 3924, Rolf Derrer 3807, Ruedi Schlatter 3806, Alfons Rütimann 3795, Sepp Wyss 3745, Bruno Lässer 3734, Richi Hotz 3695, Walter Schöb 3672, Albert Urech 3650, Fritz Suter 3640, Rolf Müller 3616, Markus Humbel 3593, Willi Hurni 3540, Fredi Koller 3466, Rolf Küng 3442, Urs Hagmann 3389, Peter Frutiger 3351, Kurt Tellenbach 3329, Peter Buchmann 2341.

Die drei Bestplatzierten: Ernst Althaus (2.), Charly Huber (1.) und Gody Plankensteiner (3.). (Bild zvg.)


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092_2019  

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