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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 92 I 169. Jahrgang I Freitag, 20. November 2015

Hoffen auf Regen

Energetische Zukunft

Brunnen, Bäche und Flüsse sind auch im Säuliamt zu Rinnsalen geworden. > Seite 5

Ausstellung «starte! jetzt energetisch modernisieren» in Ottenbach. > Seite 7

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Brückenbauer

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Die Fachstelle der Kantonspolizei Zürich ist auch im Bezirk Affoltern aktiv. > Seite 9

Weiterhin im Exil? Die Säuligugger dürfen nach wie vor nicht im Kasinosaal in Affoltern auftreten. > Seite 11

Wo soll das Säuliamt wie stark wachsen? Die Delegiertenversammlung der ZPK zum Stand der Richtplanung Die Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) vom Mittwochabend hatte keine Entscheide zu fällen. Die Orientierung über den aktuellen Stand der Regionalplanung durch Planerin Bernadette Breitenmoser war angesichts der grundlegenden Differenzen zwischen Region und Kanton dennoch brisant. Die Resultate der ersten Vorprüfung des neuen Richtplans durch den Kanton, die 105 Anträge umfasste, sind in diesem Jahr aufbereitet worden. Jetzt liegt die zweite Vorprüfung vor, erklärte Planerin Bernadette Breitenmoser. Zwei Vorgaben des Kantons lösen grundsätzliche Konflikte aus: Erstens die Konzentration der Entwicklung auf urbane Wohnlandschaften, konkret auf Affoltern am Albis und Hedingen, zweitens das Prinzip, die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr auf diese urbane Wohnlandschaft zu beschränken. Die Konsequenz aus diesem zweiten Punkt wäre ein Verzicht auf den Viertelstundentakt zwischen Affoltern und Zug. Den Konflikt zwischen der Region und dem Kanton illustrieren einige Zahlen: Gemeinden und ZPK rechnen

aufgrund der gültigen Zonenpläne mit einem Wachstum bis 2030 um 21 Prozent, der Kanton um lediglich 12 Prozent. Der Kanton wünscht 80 Prozent des regionalen Wachstums in Affoltern und Hedingen, aufgrund der Zonenpläne der Gemeinden wird nur ein Viertel des Wachstums dort stattfinden. Der Kanton ist der Ansicht, so Bernadette Breitenmoser weiter, dass für eine Verlagerung vom privaten zum öffentlichen Ver- Rand der Bauzone in Ottenbach: Aufgrund der Kulturlandinitiative darf das Siedlungsgebiet nicht kehr keine weite- weiter ausgeweitet werden und der Kanton will das Wachstum der Gemeinden am Rand der Region ren Ausbaumass- stark beschränken. Die Frage ist nur, wie. (Bild bs) nahmen beim ÖV erforderlich seien, im Gegenteil, dass tätsfern. ZPK-Präsident Kurt Weber ori- fährt der Bus ab Zürich direkt nach Abbau in den Randgemeinden mög- entierte abschliessend über den Fahr- Aeugst, nach Hausen muss umgestielich sei. In der kurzen Diskussion der planwechsel vom 13. Dezember: Die gen werden. Details können auf ZPK-Delegierten wurde ein grosses Fra- Abfahrtszeiten der S-Bahn und damit www.zvv.ch nachgeschaut werden. (bs) gezeichen hinter diese Position des auch der Postautolinien wechseln. ................................................... Kantons gesetzt. Vor allem bezüglich Eine neue Linie führt von Bonstetten > Weiterer Bericht und Kommentar auf Busverbindungen sei der Kanton reali- nach Zürich Enge. Im Reppischtal Seite 5

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Leben und Tod Ausstellung «Lebenskunst und Totentanz» in Kappel – Interview mit Pfr. Hürlimann. > Seite 13

Das Unteramt mit eigenem Sozialdienst? Bonstetten, Stallikon und Wettswil, die in einigen Bereichen erfolgreich zusammenarbeiten, wollen einen eigenen Sozialdienst. Sie stellen an den Gemeindeversammlungen den Antrag, per Ende 2017 aus dem Ämtler Zweckverband Sozialdienst auszutreten. Sie stützen sich dabei auf eine Vorstudie und erhoffen sich, künftig im Verbund mehr direkten Einfluss auf Qualität, Effizienz und Kostenentwicklung zu erlangen. Die bisherige Zusammenarbeit bezeichnen die drei Gemeinden als nicht zufriedenstellend. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Fernsehteam aus Südkorea in der Palliativstation Weil in Südkorea die Diskussion über das Lebensende angestossen werden soll, weilte ein Fernsehteam in der Palliativstation des Spitals Affoltern. Die internationale Beachtung wird als weiterer Ansporn betrachtet.

................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen

Wie weiter mit dem Siedlungsdruck? Seit dem Ja zur Kulturlandinitiative stehen Kernzonen unter höherem Siedlungsdruck ................................................... von salomon schneider Die Einwohnerzahl im Säuliamt nimmt von Jahr zu Jahr zu. Gleichzei-

tig gehen in einem grossen Teil der Gemeinden die Baulandreserven langsam zur Neige – aufgrund der Annahme der Kulturlandinitiative 2012 bewilligt die kantonale Verwaltung mo-

mentan weder Einzonungen von Landwirtschaftsland noch von Reservezonen. Die Folge davon ist, dass in den bereits bebauten Gebieten verdichtet wird.

Im Affoltemer Dorfkern musste ein weiteres historisches Wohnhaus für einen Wohnblock mit Flachdach weichen. (Bild sals)

Verdichtung als Lösung? Gerade im immer urbaner werdenden Affoltern am Albis wird zurzeit im Dorfzentrum immer stärker verdichtet. Dies ist möglich, weil Zonen- und Gestaltungspläne in Bezug auf verdichtetes Bauen angepasst werden. Notwendig ist dies, da immer mehr Menschen im verkehrstechnisch hervorragend erschlossenen Einzugsgebiet von Zürich wohnen wollen, so auch im Säuliamt. Wenn weder verdichtet noch ausgebaut werden könnte, würde dem Säuliamt das Schicksal vieler Zürcher Seegemeinden drohen, wo sich junge Erwachsene das Wohnen im Heimatdorf meist nicht mehr leisten können. Schlussendlich werden viele Gebäude der Verdichtung weichen müssen, und nur wenige Kernzonen werden historisch bleiben können – wie jene von Rifferswil. Dort wird die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht verbessert, was den Siedlungsdruck stark mindert. ................................................... > Interview auf Seite 7

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Kommunale Nutzungsplanung; Teilrevision Richt- und Nutzungsplanung Teilweise Nichtgenehmigung Aeugst am Albis. Die Baudirektion des Kantons Zürich hat mit Verfügung Nr. 0996/15 vom 17. Juni 2015: I.

Die Revision des kommunalen Richtplans (Verkehrsplan I/Plan der öffentlichen Bauten und Anlagen; Verkehrsplan II), welche die Gemeindeversammlung Aeugst am Albis mit Beschluss vom 27. März 2014 festgesetzt hat, genehmigt.

mit Verfügung Nr. 1463/14 vom 22. Oktober 2015: I.

Die Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung, die die Gemeindeversammlung Aeugst am Albis mit Beschluss vom 27. März 2014 festgesetzt hat, unter Vorbehalt von Dispositiv II und III genehmigt. II. Die Einzonung folgender Grundstücke kann nicht genehmigt werden: Aeugst: Landwirtschaftszone zur Wohnzone WB, Grundstück KatNr. 336 Müliberg: Landwirtschaftszone zu Kernzone K2A, Grundstück Kat. Nr. 38 (nördlicher Teil, Fläche von 260 m²) Müliberg: Landwirtschaftszone zu Wohnzone WB, Grundstück Kat. Nr. 1662 (westlicher Teil, Fläche 129 m²) Aeugstertal: Landwirtschaftszone zu Kernzone K2A, Grundstücke Kat-Nrn. 902, 1614 und 1616 (nordöstliche Ecke) Aeugstertal: Landwirtschaftszone zu Kernzone K2A, Grundstück Kat.-Nr. 1854 (nordöstliche Ecke) Wängibad: Landwirtschaftszone zur Kernzone K2A, Grundstücke Kat.-Nrn. 889, 890 und 1833 (nordöstlicher Teil) III. Die Anpassung der Waldabstandslinien auf den Grundstücken Kat.Nrn. 992 und 1874 wird nicht genehmigt. Die Beschlüsse der Baudirektion werden hiermit im Sinne von §§ 6 und 89 Planungs- und Baugesetz (PBG) öffentlich bekannt gemacht. Die Akten liegen während 30 Tagen d. h. vom Freitag, 20. November 2015, bis Samstag, 19. Dezember 2015, bei der Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis während den ordentlichen Bürozeiten zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Gemeinde Aeugst am Albis

Einstellung des Konkurses Über Losang Wangda Benz, geb. 30. Januar 1956, von Zürich und Winterthur, wohnhaft Herenholzweg 33, 8906 Bonstetten, Inhaber der im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma benetec, Losang W. Benz, Leimattenstrasse 6, 8907 Wettswil am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern vom 22. Oktober 2015 der Konkurs angeordnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Gerichtes vom 12. November 2015 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger bis zum 30. November 2015 die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zu Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran vorläufig einen Barvorschuss von Fr. 7500.– leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Schlieren, 20. November 2015 Konkursamt Schlieren

Ersatzwahl eines Mitglieds des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Wahlvorschläge und Nachfrist Gestützt auf die Wahlausschreibung vom 29. September 2015 sind für die Ersatzwahl eines Mitglieds des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern innert der festgesetzten Frist drei Wahlvorschläge eingereicht worden: Manai Elisabeth 1959, Sachbearbeiterin Bahnhofplatz 15, 8908 Hedingen Maurer Esther 1958, Unternehmerin Bachmattstrasse 3, 8910 Affoltern am Albis Naef Esther 1959, Webpublisherin/Bildungsfachfrau, Oetlistal 8, 8910 Affoltern am Albis In Anwendung von § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine Nachfrist von 7 Tagen angesetzt. In dieser Zeit können Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neu eingereicht werden. Die neu eingereichten Wahlvorschläge müssen von mindestens 15 Stimmberechtigten unterzeichnet sein und dem Gemeinderat Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, bis spätestens am 27. November 2015 eingereicht werden. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Wahlvorschlägen geben Namen, Vornamen, Geburtsdatum sowie Adresse an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Die Unterschrift kann nicht zurückgezogen werden. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Auf dem Wahlvorschlag ist für die vorgeschlagene Person Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse, Heimatort und Parteizugehörigkeit anzugeben. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, oder auf der Homepage der Gemeinde Affoltern am Albis erhältlich. Die Urnenwahl findet am Sonntag, 28. Februar 2016, statt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern a. A., 20. November 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über Ginette Stappung, geb. 29. März 1970, von Zürich ZH, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 20. November 2015 verwiesen. Affoltern a. A., 20. November 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über den Nachlass von Rudolf Solinger, geb. 23. Juni 1945, von Val Müstair GR, wohnhaft gewesen: Hüttenweg 4, 8909 Zwillikon, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 20. November 2015 verwiesen. Affoltern a. A., 20. November 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Katholische Kirchgemeinde Bonstetten Beschluss der Kirchgemeindeversammlung vom 16. November 2015

Einladung zur Gemeindeversammlung Montag, 23. November 2015, Ort: Kirche Maschwanden 19.30 Uhr: GV der Sekundarschulgemeinde Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten anschliessend ab 20.00 Uhr: GV der – Politischen Gemeinde – Primarschulgemeinde – Reformierten Kirchgemeinde Traktanden A. Sekundarschulgemeinde Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten Antrag der Oberstufenpflege: Genehmigung des Voranschlages 2016 B. Politische Gemeinde Antrag des Gemeinderates: Genehmigung des Voranschlages 2016 Hinweis: Das zweite Sachgeschäft «Teilrevision der Statuten des Zweckverbandes Sozialdienst Bezirk Affoltern» entfällt. C. Primarschulgemeinde Antrag der Primarschulpflege: Genehmigung des Voranschlages 2016 D. Kirchgemeinde Antrag der reformierten Kirchenpflege: Genehmigung des Voranschlages 2016 Die Akten und das Stimmregister der Gemeinde Maschwanden liegen in der Gemeinderatskanzlei ab Freitag, 6. November 2015, zur Einsichtnahme auf.

Folgendes Geschäft wurde behandelt und genehmigt:

Die Stimmberechtigung richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) vom 1. September 2003.

Voranschlag 2016 und Festsetzung Steuerfuss 2016

Im Auftrag der einladenden Behörde: Gemeindeverwaltung Maschwanden

Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, bei der Rekurskommission der römischkatholischen Körperschaft des Kantons Zürich, Hirschengraben 66, 8001 Zürich – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte oder ihre Ausübung innert 5 Tagen und – im Übrigen wegen Verstosses gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung liegt ab Donnerstag, 26. November 2015, im katholischen Pfarreisekretariat (Provisorium Heumoos), zur Einsicht auf. Bonstetten, 17. November 2015 Kirchenpflege St. Mauritius Bonstetten

Ersatzwahl eines Mitglieds der reformierten Kirchenpflege Ottenbach für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018

Evang.-ref. Kirchgemeinde Obfelden Ersatzwahl von drei Mitgliedern der reformierten Kirchenpflege Obfelden für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Nachdem keine weiteren Wahlvorschläge eingereicht worden sind, werden für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 als gewählt erklärt: Christoph Kutassy 1965, dipl. Architekt ETH Morgenhölzlistrasse 72 8912 Obfelden Sivio von Ah 1950, Treuhänder Winkelstrasse 33 8912 Obfelden Alfred Bodmer 1950, Lehrer Muristrasse 33 8912 Obfelden Gegen diesen Beschluss kann innert 5 Tagen schriftlich Stimmrechtsbeschwerde bei der Bezirkskirchenpflege erhoben werden: Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten. Obfelden, 20. November 2015 Reformierte Kirchenpflege Obfelden

Nachdem keine weiteren Wahlvorschläge eingereicht worden sind, wird für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 als gewählt erklärt: Bättig Katharina, 1964, Detailhandelsfachfrau Meiholzstrasse 6, 8913 Ottenbach Gegen diesen Beschluss kann innert 5 Tagen schriftlich Stimmrechtsbeschwerde bei der Bezirkskirchenpflege erhoben werden: Präsident Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten. Ottenbach, 16. November 2015 Reformierte Kirchenpflege Ottenbach

672 Dorfplatz/ 676 Mettmenstetterstrasse Ortszentrum Rifferswil (672, km 2.610 bis 2.770/ 676, km 1.150 bis 1.210) Instandstellung Dorfplatz Projekt Staatsstrassen und Landerwerbsplan gem. § 16 in Verbindung mit § 17 Abs. 2 Strassengesetz (StrG), Abtretung von Privatrechten/Leistung von Beiträgen Öffentliche Auflage Das Bauvorhaben ist, soweit möglich, vor Ort ausgesteckt. Die Projektunterlagen und der Landerwerbsplan liegen – nebst einem Verzeichnis sämtlicher für die Abtretung von Rechten oder für die Leistung von Beiträgen in Anspruch genommenen Personen sowie der an sie gestellten Ansprüche – vom 20. November bis 21. Dezember 2015 zur Einsichtnahme auf (Gemeindeverwaltung Rifferswil, Jonenbachstr. 1, 8911 Rifferswil) Einsprachen gegen die Enteignung sowie Entschädigungsbegehren, Bestreitungen von Beitragsforderungen und Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten müssen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist eingereicht werden. Unterlässt ein Grundeigentümer dies, wird gem. § 23 Abtretungsgesetz angenommen, er sei mit der ihm zugemuteten Abtretung bzw. der gestellten Beitragsforderung einverstanden und anerkenne mit Bezug auf seine eigenen Ansprüche im Voraus die Richtigkeit des Entscheids der Schätzungskommission. Ab Datum der öffentlichen Bekanntmachung darf, Notfälle vorbehalten, ohne Einwilligung des Kantons an der äusseren Beschaffenheit des Abtretungsgegenstandes keine wesentliche, mit Beziehung auf die rechtlichen Verhältnisse desselben aber gar keine Veränderung vorgenommen werden. Allfällige Streitigkeiten entscheidet der Bezirksgerichtspräsident im summarischen Verfahren nach freiem Ermessen. Der Expropriant hat für den aus dieser Einschränkung des freien Verfügungsrechts hervorgegangenen Schadens Ersatz zu leisten. Nach Ablauf von zwei Jahren ab Datum der öffentlichen Bekanntmachung ist der Abtretungspflichtige nicht mehr an diese Einschränkung gebunden. Veränderungen am Abtretungsobjekt, welche im Widerspruch mit diesen Vorschriften vorgenommen würden, sind bei der Ausmittlung der Entschädigungssumme nicht zu berücksichtigen und verpflichten zum Ersatz des dem Exproprianten hieraus entstehenden Schadens. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich bei folgender Stelle Einsprache erhoben werden: Gemeindeverwaltung Rifferswil, Jonenbachstrasse 1, PF 17, 8911 Rifferswil. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projekts geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das dieses berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Reklamation muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung sowie Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der vorerwähnten Stelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). 20. November 2015 Kanton Zürich, Baudirektion, Tiefbauamt

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Bezirk Affoltern

Freitag, 20. November 2015

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Sozialdienst und Unteramt – wie weiter? Bonstetten, Stallikon und Wettswil über Aktivitäten, welche die drei Exekutiven seit einiger Zeit beschäftigen Den Beitrag im «Anzeiger» vom 27. Oktober mit der Überschrift «Sozialdienst: Zehn Gemeinden suchen nach Lösungen» nehmen die drei Unteramtsgemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil zum Anlass, über Aktivitäten zu berichten, welche die drei Exekutiven seit einiger Zeit beschäftigen. Seit 50 Jahren betreiben die 14 Bezirksgemeinden eine als Zweckverband Sozialdienst aufgestellte Organisation für die Erbringung sozialdienstlicher Aufgaben, die der Gesetzgeber den jeweiligen Sozialbehörden der Gemeinden auferlegt. Dies sind Sozialund Wirtschaftshilfe (früher Fürsorge), Berufsbeistandschaften (früher Amtsvormundschaft), der Bereich Asylwesen, die Persönliche Hilfe und Suchtberatung sowie seit 2013 die Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (Kesb, früher Vormundschaftsbehörde). Die Organisation Sozialdienst ist mit Aufgabenspektrum und Stellenplan deshalb in all den Jahren stark gewachsen und die Zahl derer, die in persönlichen und familiären Notsituationen schnelle Hilfe und Unterstützung suchten, ist stetig gestiegen. Die Komplexität in der Bearbeitung der Fälle stellt hohe Anforderungen an Fachkompetenz und kommunikative

Fähigkeiten des Personals. Die Sozialbehörden waren angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung und steigender Einwohnerzahlen gezwungen, immer mehr finanzielle Mittel für ein breites Spektrum an Sozialleistungen an immer mehr Menschen und damit auch für den Betrieb durch den Sozialdienst zur Verfügung zu stellen. Umso bedeutungsvoller sind Strukturen, Arbeits-Organisation und Mitarbeiterkompetenz und wie es gelingt, Personen weniger lang unterstützen zu müssen und sie zum Beispiel rasch in den Arbeitsmarkt reintegrieren zu können.

Zusammenarbeit nicht zufriedenstellend Aus Sicht der drei Unteramtsgemeinden gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Bezirk Affoltern in den letzten Jahren in Schwerpunkts-Bereichen nicht zufriedenstellend, und die Qualität war sehr unterschiedlich. Überdurchschnittlich viel Personalwechsel im Bereich Sozialund Wirtschaftshilfe führte zu wechselnden Ansprechpartnern in der wichtigen Fallführung und zu Knowhow-Verlust mit Auswirkungen auf Effizienz und Kosten. Die räumliche Distanz zwischen Sozialdienst und den drei Gemeinden oder auch stark eingeschränkte Erreichbarkeiten erschweren die Zusammenarbeit. Da-

durch sind Kontakte schwierig und die Interventionszeiten eher lang. Entscheidungswege mit 14 involvierten Gemeinden sind träge und als einzelne Gemeinde kann man sehr wenig verändern oder bewirken. Bonstetten, Stallikon und Wettswil arbeiten in den Bereichen Sekundarschule, Feuerwehr, Jugendarbeit, Betreibungsamt, Sportzentrum Schachen und Durchführungsstelle EL (Ergänzungsleistungen IV/AHV) schon lange erfolgreich zusammen. Das Vorgehen bei der Bearbeitung von EL ist dem Vorgehen bei der Sozial-/Wirtschaftshilfe zu Beginn sehr ähnlich. Aus diesem Grund drängte sich die Prüfung einer gemeinsamen Sozialund Wirtschaftshilfe geradezu auf. Die Organisation eines Sozialdienstes im Bereich Sozial- und Wirtschaftshilfe im Verbund der drei Gemeinden wäre schlanker. Die Kontakte zu Klienten, Entscheidungswege und Interventionszeiten wären schneller. Die Einflussmöglichkeiten auf die Kompetenzprofile und Arbeitsorganisation der Mitarbeiter wären direkter. Durch die engmaschigere Führung der Klienten, durch vereinfachte Abrechnungen und durch wirksame Arbeitsintegrationsmassnahmen liessen sich Fallkosten reduzieren. Denn: Die Kosten der letzten fünf Jahre für den Betrieb Sozialdienst sind kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr dürften die Kosten für die drei

Unteramtsgemeinden für Fallführung, Administration und Verwaltung – ohne die den Sozialhilfebezügern zukommenden Zahlungen – gegen eine Million Franken betragen. Das ruft die politisch Verantwortlichen auf den Plan, um Lösungen zu finden, wie der Steuerfranken besser kontrolliert und gelenkt werden kann.

Eigener Sozialdienst im Unteramt die bessere Lösung Der Aufbau eines professionellen Sozialdienstes Unteramt wäre mit den drei langjährigen, erfahrenen Sozialsekretär(innen) und Verstärkung durch zusätzliches kompetentes Personal gewährleistet. Die vertragliche Basis zur Führung eines solchen Verbunds könnte analog des bisherigen Dienstleistungsvertrags für den Bereich Ergänzungsleistungen gestaltet werden. Als Standort stehen mehrere Varianten in Diskussion. Nach der Erarbeitung einer Vorstudie sind die drei Unteramtsgemeinden zum Schluss gekommen, dass man mit einem eigenen Sozialdienst Unteramt zu einer besseren Lösung für den Bereich Sozial- und Wirtschaftshilfe findet. Deshalb stellen Bonstetten, Stallikon, Wettswil an ihren Gemeindeversammlungen im Dezember 2015 den Antrag, aus dem Zweckverband Sozialdienst per Ende 2017 auszutreten, um zukünftig im Verbund mehr direkten

wir gratulieren

Heute Freitag, 20. November, feiern Ruth und Siegfried Germann-Meier in Affoltern die goldene Hochzeit. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich und wünschen dem Paar ein schönes Fest.

Zum 90. Geburtstag Klara Aeberhard-Sturzenegger darf am kommenden Sonntag, 22. November, in Affoltern den 90. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Ereignis gratulieren wir herzlich und wünschen der Jubilarin alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Heute Freitag feiert Emil Luchs in Ebertswil seinen 85. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilaren von Herzen alles Gute, Gesundheit und viel Freude im neuen Lebensjahr.

Zum 80. Geburtstag

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Alle suchen nach Lösungen Also: Nicht 10, sondern 14 Gemeinden suchen nach Lösungen – auch Affoltern wird bezüglich Kesb mit allen Bezirksgemeinden verbunden sein – und das Unteramt setzt sich ein, damit die bisher sehr gute Zusammenarbeit in den Bereichen Asyl und Suchtberatung in einer für die Gemeinden passenden Organisationsform weiterhin in einem Bezirksverbund fortgesetzt werden kann. (pd.)

Bonstetten: Bargeld, Zigaretten und Spirituosen gestohlen

Zur goldenen Hochzeit

Morgen Samstag, 21. November, dürfen wir Katharina Gisler-Gisler in Affoltern zum 80. Geburtstag gratulieren. Wir wünschen ihr ein schönes Fest und alles Gute.

Einfluss auf Qualität, Effizienz und Kostenentwicklung zu erlangen. Und übrigens: Nach vielen «Irritationen im Projekt Konsens» des heutigen Zweckverbandes ist die Teilrevision der Statuten von Vorstand und Delegiertenversammlung zurückgezogen worden. Die Auflösung des Zweckverbands mit parallelem Aufbau einer neuen Organisation, die die Trennung der jetzigen Zweckbereiche, der Haftung und Stimmrechte erlaubt, ist in Aussicht gestellt. Dazu hat der Vorstand Zweckverband Sozialdienst am 16. November alle Delegierten, Sozialvorstände, Gemeindepräsidien zu einem BezirksWorkshop eingeladen. Bonstetten, Stallikon und Wettswil waren selbstverständlich auch dabei und stellen ein Mitglied in der Steuergruppe im Projekt zum Aufbau einer neuen Bezirks-Sozialdienst-Organisation.

Der ärztliche Leiter Dr. Roland Kunz im Gespräch mit den Fernsehleuten aus Südkorea. (Bild zvg.)

Palliativstation des Spitals Affoltern stösst auf internationales Interesse Eine dreiköpfige Fernsehequipe aus Südkorea zu Besuch Vor wenigen Tagen reiste eine dreiköpfige Equipe des südkoreanischen Staatssenders KBS (Korean Broadcasting System) nach Affoltern, um die Palliativstation Villa Sonnenberg zu besuchen. Im ostasiatischen Industriestaat will man die Diskussion über das Lebensende, das Sterben und die Bedürfnisse der Betroffenen in der Öffentlichkeit anstossen. Dazu möchte der Fernsehsender mit Impressionen und Interviews zum Nachdenken anregen und als Beispiel die Entwicklung der Palliativmedizin in der Schweiz portraitieren. Der Kontakt erfolgte über den auch international bekannten Pallia-

tivmediziner und Leiter der Palliativstation am Spital Affoltern, Dr. Roland Kunz. Das Fernsehteam nahm ein Interview mit ihm auf und versuchte in den Räumlichkeiten der Villa Sonnenberg Stimmungsbilder einzufangen, in denen die Philosophie von Palliative Care zum Ausdruck kommt. Die Südkoreaner zeigten sich beeindruckt von der Atmosphäre der Station, die Wohnlichkeit, Geborgenheit und Fachkompetenz vereint. Zwei Patienten stellten sich für Aufnahmen und Gespräche zur Verfügung und berichteten vor laufender Kamera über ihre Erfahrungen mit ihrer unheilbaren Krankheit und was für sie die kompe-

tente palliative Betreuung in dieser Situation bedeutet. Für das Team der Palliativstation war dieser Besuch ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr des fünfjährigen Bestehens. Die internationale Beachtung wird als Ansporn betrachtet, sich weiterhin mit hohem Engagement um schwerkranke Menschen zu kümmern und ihnen auch in der letzten Lebensphase eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen. Wie wohl Affoltern auf Koreanisch klingt? Das Team ist gespannt auf die Sendung, die vom Fernsehteam nach der Ausstrahlung dem Spital zur Verfügung gestellt werden wird. (pd.)

Bei einem Einbruch in einen Barbetrieb entwendete eine unbekannte Täterschaft am 16. November Bargeld, Zigaretten und Spirituosen. Der Wert der Beute kann noch nicht beziffert werden, der Sachschaden schon: Das Aufbrechen der Hintereingangstüre und eines Dartautomaten, einer Musikbox und eines Zigarettenautomaten verursachte gemäss Angaben der Kantonspolizei einen Schaden in der Höhe von 3200 Franken. Sachschaden in der Höhe von zirka 1500 Franken entstand bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in Stallikon. Die Diebe wuchteten am 17. November das Badezimmerfenster auf und entwendeten Gegenstände von noch unbekanntem Wert. Vandalen schlugen bei einem Schulhaus in Affoltern am 16. November die Scheibe einer Eingangstüre zu einem Pavillon ein. Und sie beschädigten auch die Hartplatte einer Fassade bei der Sporthalle. Die Kantonspolizei beziffert den Schaden auf rund 1500 Franken. In Knonau reklamierten Anwohner am 13. November um 12.50 Uhr, wegen Lärmbelästigung durch Arbeiten auf einer Baustelle. (-ter.)


«LICHTWELTEN»

Stefan Korinek, Stockerau Kupfer & Licht-Mandalas Vernissage 20. November 2015 18 bis 21 Uhr Ausstellung 20. 11. bis 3. 12. 2015 Finissage 3. Dezember 2015 17 bis 20 Uhr

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Mettmenstetten

Ottenbach

Bauherrschaft: Verena Röllin, Sternen 1, 8932 Mettmenstetten Vertreter: Sarina Suter, Architektin, Dollägerten 14, 8934 Knonau Bauprojekt: Anbau Remise mit Waschplatz an bestehende Remise, Vers.-Nr. 1444, Kat.-Nr. 2442, Sternen 4 (Landwirtschaftszone)

Bauherrschaft: Gebrüder Eichhorn (Thomas, Urs, Martin), Weihermatt 10, 8913 Ottenbach Bauvorhaben: Anbau/Erweiterung Lagerhalle und neue Zufahrtsstrasse (gemäss Privater Gestaltungsplan Eichhorn), Weihermatt, Kat.-Nrn. 1471 und 1536, Zone WG2

Wettswil am Albis Obfelden Gesuchsteller: Müller Stefan, Dorfstrasse 82, 8912 Obfelden Baurechtliches Vorhaben: Erweiterung Fahrzeugabstellplätze auf Kat.Nr. 3500 an der Dorfstrasse 82 (Zone WG3)

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Gemeinde Stallikon

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindeverwaltung, Kopfbau Kasino Obere Bahnhofstrasse 7 Hochbauabteilung, 1. OG, Büro K13 Bauherrschaft: WasserversorgungsGenossenschaft Affoltern am Albis, Zürichstrasse 98, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Holinger AG, Forchstrasse 59, 8032 Zürich Bauvorhaben: Abbruch Reservoir und Neubau Quellwasserpumpwerk Rorenmoos inkl. Leitungsbau, Kat.-Nr. 3468, Allmendstrasse, Zone: Wald

Hedingen Gesuchsteller: Schorpp Retlef, Sunnemattstrasse 47, 8908 Hedingen Projektverfasser: Rinderknecht Architekturwerkstatt GmbH, Obfelderstrasse 31, 8910 Affoltern am Albis Bauprojekt: Innenumbauten mit Aussenkamin an Fassade sowie Anbau Carport, Tannbühlstrasse 1, Kat.-Nr. 2632, Vers.-Nr. 1031; Wohnzone W1.6

Bauherrschaft: Felix und Simone Müller, Niederweg 87, 8907 Wettswil am Albis Bauvorhaben: Solaranlage auf dem Wohnhaus Vers.-Nr. 573 auf Kat.-Nr. 2143 am Niederweg 87 (Wohnzone W2b)

Kantonaler Gestaltungsplan Uto Kulm – Öffentliche Auflage und Anhörung nach § 7 PBG Die Baudirektion Kanton Zürich hat am 6. November 2015 verfügt: I.

Der Entwurf für die Festsetzung des kantonalen Gestaltungsplanes Uto Kulm sowie ergänzende Unterlagen werden vom 20. November 2015 bis zum 18. Januar 2016 öffentlich aufgelegt. In der gleichen Zeit findet die Anhörung der nach- und nebengeordneten Planungsträger statt. II. Die Auflage erfolgt über die ganze Frist während der ordentlichen Bürozeiten (vgl. Ausnahmen über die Weihnachtstage) bei der Gemeindeverwaltung Stallikon, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon, bei der Stadt Zürich, Amtshaus IV, Lindenhofstrasse 19, 8021 Zürich (2. Stock, vor dem Büro 217/218), sowie beim Amt für Raumentwicklung, Stampfenbachstrasse 12, 8090 Zürich (4. Stock, Empfang Büro 401). III. Während der Auflagefrist kann jedermann zur Vorlage Einwendungen erheben. Die Einwendungen haben einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten. Sie sind schriftlich im Doppel bis 18. Januar 2016 (Datum des Poststempels) dem Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich, 8090 Zürich, einzureichen. Baudirektion Kanton Zürich

Wir sind traurig, dass du gingst, aber dankbar, dass es dich gab.

Mit schwerem Herzen und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem lieben Papi und Dätä

Hansruedi Huber-Baumgartner 31. Oktober 1940 – 14. November 2015

Am 14. November 2015 ist er nach schwerer Krankheit kurz nach seinem 75. Geburtstag auf der Palliativstation Villa Sonnenberg in Affoltern am Albis für immer friedlich eingeschlafen. In stiller Trauer: Doris Huber-Baumgartner Anita und Martin Wagner-Huber mit Elena und Livia Daniel und Christa Huber-Furrer mit Amanda und Josh Andreas Huber und Sandra Neeser Verwandte und Bekannte Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 25. November 2015, um 10.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Palliativstation Villa Sonnenberg in Affoltern a. A., Spendenpostkonto: 85-391373-1, Vermerk: Palliative Care, Hansruedi Huber. Traueradresse: Doris Huber, Bergli 4, 8934 Knonau

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes, der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

Amt für Raumentwicklung

TO D E S A N Z E I G E In stiller Trauer nehmen wir Abschied von Aemtler Jodlerfründe Kappel am Albis Meine Kräfte sind zu Ende, Herr, nimm mich in deine Hände.

Hansruedi Huber-Baumgartner 31. Oktober 1940 – 14. November 2015

Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Tod unseres langjährigen Aktivmitglieds der Aemtler Jodlerfründe Kappel am Albis

Hansruedi Huber 31. Oktober 1940 – 14. November 2015

In den Jahren 2002 bis 2010 stellte er seine Dienste als Betreibungsbeamter der Gemeinde Knonau zur Verfügung. Wir werden ihn und sein Wirken in dankbarer Erinnerung behalten. Seiner Familie und den Angehörigen entbieten wir unsere herzliche Anteilnahme. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung Knonau

in Kenntnis zu setzen. Seine Familie, Kameradschaft und die Liebe zum Jodellied waren sein Leben. Wir behalten Hansruedi in dankbarer Erinnerung und teilen das Leid und die Trauer zusammen mit seiner Familie. Aemtler Jodlerfründe Kappel am Albis

Hedingen Gesuchsteller: Wildhaber Hannes, Eichmatt 1, 8908 Hedingen Projektverfasser: Krieger AG, Rütmattstrasse 6, 6017 Ruswil Bauprojekt: Neubau Schnitzel-/Heuund Strohlager, Eichmatt 1, Kat.-Nr. 2292, Landwirtschaftszone kantonal

Hedingen Gesuchsteller: Soliva Sandra und Greber Yves, Kreuzrain 5a, 8908 Hedingen Projektverfasser: Thermogreen AG, Kaiserstuhlstrasse 2, 8154 Oberglatt ZH Bauprojekt: Neubau Sitzplatzüberdachung, Kreuzrain 5a, Kat.-Nr. 2513, Vers.-Nr. 1284; Wohnzone W1.6

Maschwanden Bauherrschaft: Ehrler Nicole und Ueli, Dorfstrasse 75, 8933 Maschwanden Projektverfasser: Strebel Holzbau + Architektur Susanne Strebel Architektin HTL Bauvorhaben: Neubau 2-FamilienHaus, Ausserdorfstrasse, Kat.-Nr. 977, Kernzone

Maschwanden Bauherrschaft: Wüthrich Rolf, Im Höngger 1, 8932 Mettmenstetten Projektverfasser: Bucher + Partner Architekten AG, Chäppeliacher 1, 6027 Römerswil Bauvorhaben: Abbruch Wohnhaus mit Scheune und Neubau von 3 MFH, Ausserdorfstrasse 2, Kat.-Nr. 866, Kernzone

Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, 25. November 2015, um 10.00 Uhr in der reformierten Kirche in Knonau statt.

Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen.

Turnverein Knonau Männer- und Seniorenriege Knonau Kant. Turnveteranen Gruppe Knonau Eidg. Turnveteranen Gruppe Albis

Tullia Magdalena Fornaro-Burhop 30. April 1917 – 7. Oktober 1915

TO D E S A N Z E I G E Tief bewegt müssen wir Abschied nehmen von unserem Mitglied, Ehrenmitglied, ehemaligen Verbandspräsidenten des Turnverbandes Albis und ehemaligen Obmann der Turnveteranen Gruppe Knonau

Hansruedi Huber 31. Oktober 1940 – 14. November 2015

Wir verlieren einen langjährigen und treuen Turnkameraden. Seine Verdienste für unser Vereinsleben und für den Turnverband bleiben uns allen in bester Erinnerung. Wir bitten Sie, unseres lieben Kameraden Hansruedi ehrend zu gedenken und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Die Vereinsführungen des Turnvereins, der Männer- und Seniorenriege, der Kant. sowie Eidg. Turnveteranen Die Urnenbeisetzung und Abdankung finden am Mittwoch, 25. November 2015, um 10.00 Uhr auf dem Friedhof Knonau statt.

Herzlichen Dank – für die einfühlsame und liebevolle Betreuung durch Herrn Dr. Lukas Steigmeier – für die sehr persönliche Gestaltung des Abschiedsgottesdienstes durch Herrn Pedro Guerrero – für die schöne musikalische Umrahmung des Gottesdienstes durch Herrn Ivo Maduna – für die tröstenden Worte, geschrieben oder gesprochen – für die stille Umarmung und alle Zeichen der Liebe und Freundschaft – für die Blumen und grosszügigen Spenden Auf ihrem langen, abwechslungsreichen Lebensweg wurde Tullia Magdalena von vielen lieben und interessanten Menschen begleitet. Für all die Wertschätzungen, Freundschaften und lieben Begegnungen, die ihr entgegengebracht wurden, möchten wir allen von ganzem Herzen danken. Die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied erfahren haben, hat uns tief bewegt. Liebes Mami, wir vermissen dich und behalten dich in unseren Herzen.

Die Trauerfamilien


Bezirk Affoltern

Freitag, 20. November 2015

5

kommentar

«Die Zeiten der Umfahrungsstrassen sind vorbei» Kreative Konzepte und Miteinbezug der Bevölkerung zur Lösung in der Raumplanung Der Direktor der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung, Lukas Bühlmann, hielt im Anschluss an die ZPKDelegiertenversammlung vom Mittwochabend ein Referat unter dem Titel «Ortsplanung – das Heft in die Hand nehmen!» Sein partizipativer Ansatz stiess auf grosses Interesse. ................................................... von bernhard schneider Zürich zähle zu den Kantonen mit der stärksten politischen Einflussnahme auf die Raumplanung, deshalb seien hier die ungelösten Probleme geringer als anderswo, meinte Lukas Bühlmann einleitend. Ein besonderer Faktor für die Raumplanung im Kanton Zürich sei die Kulturlandinitiative, welche die Raumplanung stark beeinflusse. Es stelle höhere Anforderungen, im Inneren zu verdichten, als einfach neue Kulturlandflächen einzuzonen. Eckwerte der Planung in der Schweiz seien die demokratische Legitimierung der Planungsentscheide, das föderalistische Planungssystem, der zunehmend enger werdende Raum bei wachsenden Ansprüchen, ein starker Rechtsschutz, verbunden mit hoher Rekursfreudigkeit, die Eigentumsgarantie und eine wachsende Reglementierungsdichte. In diesem komplexen Umfeld sollten zudem

auch im Säuliamt qualitative Ziele erreicht werden.

«Man darf die Bevölkerung mit Verdichtungsplänen nicht überfordern.»

Differenzierte Verdichtung

Beispiele kantonaler Massnahmen

Lukas Bühlmann fragte nach dem richtigen Mass der Verdichtung. Dies sei differenziert zu beantworten. Nicht überall könne man vom Ortsbild, von der Lage und der Erschliessung her auf dieselbe Weise verdichten. Es könne daher nicht angehen, einfach die Ausnützungsziffer einer ganzen Gemeinde zu erhöhen. Qualitativ gute Raumplanung erfordere zuerst eine Standortbestimmung bezüglich des aktuellen Stands der Entwicklung. Zweitens sei der rechtliche Rahmen zusammen mit dem kantonalen Richtplan zu erfassen. Als Drittes frage die strategische Planung nach räumlichen Entwicklungsvorstellungen und schliesslich werde die Planung im Rahmen von Nutzungsplanung und Bauordnung umgesetzt. «Die Zeiten der Umfahrungsstrassen sind vorbei», stellte Lukas Bühlmann fest. Die schwierige Frage sei, wie sich der Verkehr raumverträglich gestalten lasse. Oft seien Wettbewerbe sinnvoll, um neue Ideen zu erhalten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass Theorie und Praxis nicht immer übereinstimmten. Wer grundsätzlich gegen das Überbauen von Grünflächen sei, befürworte im konkreten Fall eine Verdichtung nicht zwingend. Fazit:

Viele Kantone haben Vorschriften ins Baugesetz aufgenommen, die dafür sorgen sollen, dass tatsächlich gebaut wird, wenn ein Gebiet eingezont und erschlossen ist: Im Kanton Obwalden kann die Gemeinde baureifes Land, das zehn Jahre lang nicht überbaut worden ist, erwerben. Neuenburg hat eine ähnliche Regelung, spricht aber von «Enteignungsrecht» des Gemeinwesens statt von «Kaufrecht». Der Kanton Luzern sieht zusätzlich am Siedlungsrand entschädigungsfreie Auszonungen bei Verzicht auf Überbauungen vor. Im Kanton Bern bezahlt mehr, wer lange mit Überbauen baureifer Grundstücke zuwartet. Der Kanton Schwyz besteuert eingezonte, aber noch nicht überbaute Grundstücke zum viel höheren Verkehrs- statt zum Ertragswert mit der Folge, dass Bauern oft freiwillig auszonen. Falls sich Grundeigentümer in einem neu geplanten Gebiet der Umsetzung langfristig verweigern, kann der Kanton St. Gallen als letzte Massnahme eine Enteignung durchführen.

Viele «Sündenfälle» «Es gibt viele Sündenfälle in der Schweiz», meinte der Referent zu einigen Bildern gesichtsloser Gemeinden

ohne Identität, zu Dutzendbauten neben geschützten Objekten, zu neuen Einkaufszentren in Industriezonen, welche die Ortskerne entvölkern. Als positives Beispiel zeigte er die Gemeinde Horb, die aus einer anonymen Durchgangsstrasse eine verkehrsberuhigte Einkaufszone geschaffen hat. Er zitierte Max Frisch, Achtung: die Schweiz, aus dem Jahr 1955: «Was wir wollen: die Schweizerstadt und das Schweizerland, und was wir nicht wollen: das unselige Durcheinander, wie es rings um unsere jetzigen Städte zu finden ist, halb verstädtertes Dorf und halb dörflerische Stadt.» Das eidgenössische Raumplanungsgesetz fordere seit 30 Jahren die Kantone auf zum Mehrwertausgleich bei Aufzonungen, denn hochwertige Verdichtung funktioniere nur mit Mehrwertausgleich. Die Kantone hätten sich nur sehr zögerlich dieser Aufgabe angenommen, nun verschärfe der Bund die Vorgaben. Als Fazit forderte Lukas Bühlmann für eine erfolgreiche Innenentwicklung eine intensive Zusammenarbeit mit Grundeigentümern und Investoren bei frühzeitigem Miteinbezug der Bevölkerung, Orientierung an guten Beispielen, Ideensammeln mit Wettbewerben und Studienaufträgen – und hohe fachliche sowie soziale Kompetenz der Behörden und der von ihnen beigezogenen Fachleute. ................................................... > Kommentar in der 5. Spalte

Hoffen auf Regen

Schöne Worte von bernhard schneider

D

ie Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube», sagt Goethes Faust, als kommentierte er die kantonalen Einwände gegen den regionalen Richtplan. Die Botschaft: Die Region Knonauer Amt soll bis 2030 nur um 12 Prozent anstelle der aufgrund der heutigen Bauzonen realistischen 21 Prozent wachsen. Das Wachstum soll zu vier Fünfteln in Affoltern am Albis und Hedingen stattfinden. Aufgrund der aktuellen Bauzonen findet das Bevölkerungswachstum zu drei Vierteln in anderen Gemeinden statt. Und das Beste: Trotz Abbau des Busangebots soll die Bevölkerung vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Woher nimmt der Kanton zu seinen Annahmen den Glauben? Es existieren zurzeit keine Mechanismen, um Bauzonen zwischen den Gemeinden umzulagern. Weshalb soll die Gemeinde mit den grössten Baulandreserven, Obfelden, in den nächsten 15 Jahren nur um 170 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen, während der Kanton in Hedingen, das über weniger als ein Drittel der Baulandreserven von Obfelden verfügt, für 1170 Personen Raum schaffen soll? Weshalb gelten nur Affoltern am Albis und Hedingen als vom öffentlichen Verkehr erschlossen, nicht aber die anderen Gemeinden an der Bahnlinie? Der Kanton will das Bevölkerungswachstum allein mit einer Reduktion des ÖV-Angebotes drosseln. Will niemand mehr nach Obfelden oder Ottenbach ziehen, weil die Busse nicht im Viertelstundentakt verkehren, wenn der Weg zum A4-Anschluss nur fünf Minuten dauert? Der Kanton Zürich will keinen Viertelstundentakt nach Zug. Die Konflikte im Raumplanungsprozess zeigen deutlich, dass der Kanton nicht über seine Grenzen hinaus schaut. Knonau, Kappel, Mettmenstetten, Hausen, Rifferswil brauchen gute Verbindungen im öffentlichen Verkehr nach Zug, um nicht das Auto zu nehmen. Zug gehört nicht zum Ausland, im Gegenteil, die Agglomerationen von Zürich und Zug beginnen sich zu überschneiden.

Geröll statt Wasser: In der Reuss – hier bei Obfelden – ist der Pegel stark gesunken. (Bild Werner Schneiter)

Brunnen, Bäche und Flüsse sind zu Rinnsalen geworden. Gärtner und Bauern sind punktuell am Wässern. Mitten im November erreicht das Thermometer noch immer Werte zwischen 15 und 18 Grad. Wann endlich kommt der Regen? ................................................... von martin platter Seit Tagen versprechen die Wettervorhersagen Regen, dringend benötigten Regen, der bisher aber nur in homöopathischen Mengen eingetroffen ist. Das anhaltend schöne Wetter hat

selbstredend auch seine Schattenseite. Die Wasserversorgungen im Säuliamt registrieren derzeit rekordtiefe Wassermengen aus ihren Quellen und auch der Grundwasserpegel ist seit geraumer Zeit am Sinken. Nicht dass deswegen nun jemand Durst leiden müsste. Die Wasserversorgungen haben sich nach einer grossen Trockenheit in den 1950er-Jahren gewappnet. Zusammen mit Stadt und Kanton Zürich wurden leistungsfähige Gruppenwasserleitungen gebaut, um die Versorgungssicherheit bei erhöhtem Bedarf oder bei Grossbränden mit gereinigtem Zürichseewasser sicherzustellen. Schwierig gestaltet sich die Situation in der ohnehin schon wirtschaft-

lich gebeutelten Landwirtschaft. Unter den geringen Regenmengen leiden die Erträge, da der Wassermangel das Wachstum der Pflanzen hemmt. Gemäss der Forschungsanstalt Agroscope sind die Auswirkungen der diesjährigen Trockenheit gravierender als jene im letzten Rekordsommer 2003. Die Anzahl Hitzetage (über 30°C) bewegte sich heuer auf Rekordniveau: In Sion gab es zwei Hitzetage mehr als 2003, in Changins bei Nyon und in Reckenholz bei Zürich beinahe gleich viele Tage. Allein in Sion belief sich das Wasserdefizit für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 21. Juli bereits auf 192 mm – fast 60 mm mehr als im selben Zeitraum vor zwölf Jahren. Unter die-

sen Umständen ist der Anbau neuer Kulturen schwierig und das Bewässern kostspielig. Agroscope rechnet mit 1200 Franken Infrastrukturkosten pro Hektare bewässerten Landes. Meteo Schweiz hat vor einer Woche festgestellt, dass im November in vielen Landesteilen noch kein Tropfen Regen gefallen sei. Seither hat sich praktisch nichts verändert. Immerhin: Gegenüber 2003 war der Frühling heuer allerdings deutlich nasser, hält Meteo Schweiz fest. Fürs Wochenende hat sich der Wetterumschwung angekündigt. Sturmböen sollen deutlich kühlere Temperaturen, viel Regen und morgen Samstag sogar Schnee bis in die Niederungen bringen.

Nichts gegen ehrgeizige Ziele. Wenn aber allein der Glaube dazu führen soll, gibt es keinen Grund, der entsprechenden Planung zu vertrauen. Die kantonale Verwaltung sollte sich nicht wie die gnädigen Herren von Zürich im 18. Jahrhundert aufspielen, sondern praxis- und realitätsbezogen mit den Gemeinden und der ZPK zusammenarbeiten. Sonst ist die Landung nach dem Fall aus den Luftschlössern der Verwaltung hart.


Bestattungen Aeugst am Albis Beerdigung am Freitag, 27. November 2015, von

Verband der Gemeindeammänner und Betreibungsbeamten des Bezirkes Affoltern

Bär Susanna

TO D E S A N Z E I G E

geboren am 8. April 1943, wohnhaft gewesen in 8914 Aeugst am Albis, Allmendstrasse 10, verstorben am 15. November 2015.

Mit Trauer nehmen wir Abschied von unserem geschätzten Verbandsmitglied

Abdankung 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis. 13.30 Uhr Besammlung beim Friedhofsgebäude. Der Friedhofvorsteher

Affoltern am Albis Am 13. November 2015 ist in ZH gestorben:

TO D E S A N Z E I G E

Hansruedi Huber Hansruedi Huber amtete von 2003 bis 2010 als Gemeindeammann und Betreibungsbeamter in der Gemeinde Knonau. Mit ihm verlieren wir ein liebes und treues Mitglied, dem unser Verband auch nach seiner aktiven Amtstätigkeit viel bedeutete. Wir werden Hansruedi in guter Erinnerung behalten. Den Angehörigen entbieten wir unser herzlichstes Beileid.

Martha Kälin geb. 5. Mai 1960, von Einsiedeln SZ, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Langzeitpflege Sonnenberg. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Verband der Gemeindeammänner und Betreibungsbeamten des Bezirkes Affoltern

Wir erfüllen die traurige Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Ehrenmitglieds

Arthur Rein in Kenntnis zu setzen. Arthur Rein war Gründungsmitglied der JUMBA und ein langjähriges Vorstandsmitglied. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Der Trauerfamilie sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Jugendmusik Bezirk Affoltern Die Trauerfeier findet am Freitag, 18. Dezember 2015, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt.

Der Abdankungsgottesdienst findet am Mittwoch, 25. November 2015, 10.00 Uhr, in der reformierten Kirche Knonau statt.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Pistolenschiessverein Mettmenstetten Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten

Am 16. November 2015 ist in Laufenburg AG gestorben: Wir werden eines Tages wissen, dass der Tod uns nie das rauben kann, was unsere Seele gewonnen hat, denn ihr Gewinn ist eins mit ihr selbst.

Markus Otto Dambach geb. 19. November 1960, von Deitingen SO und Ursenbach BE, wohnhaft gewesen in Laufenburg AG, Marktgasse 173. Urnenbeisetzung am Mittwoch, 25. November 2015, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen In Schlieren ist am 10. November 2015 gestorben:

Gallati, Alfred

Rabindranath Tagore

Ursula hat die letzte lange Reise angetreten, ohne Gepäck.

Ursula Kaspar-Locher 3. September 1945 – 13. November 2015

Nach einem erfüllten Leben durfte Ursula ruhig und friedlich einschlafen. Wir danken Dir für alles, was Du uns gegeben hast. In tiefer Trauer Hugo Kaspar Nelly Locher Michael und Jolanda Kaspar mit Ronja und Fabian Hermann Locher Christina Locher Verwandte Bekannte und Freunde

Abschied und Beisetzung fanden im engsten Familienkreis statt.

Knonau Huber-Baumgartner, Hansruedi von Knonau ZH, geboren am 31. Oktober 1940, wohnhaft gewesen in Knonau, Bergli 4, gestorben am 14. November 2015 in Affoltern am Albis. Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 25. November 2015, um 10.00 Uhr auf dem Friedhof in Knonau statt.

Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 25. November 2015, 13.30 Uhr, auf dem Friedhof Aeugst am Albis statt. Anschliessend Trauerfeier um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Palliative Care Affoltern am Albis, Spendenpostkonto 85-391373-1. Traueradresse: Hugo Kaspar, Sonnenbergstrasse 8, 8914 Aeugst am Albis

Bestattungsamt Knonau

Ottenbach Am 14. November 2015 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

Jordi, Ulrich Walter geb. 28. August 1928, von Huttwil BE, wohnhaft gewesen in Ottenbach, mit Aufenthalt in der Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis. Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof der Gemeinde Ottenbach, findet am Freitag, den 20. November 2015, um 11.00 Uhr, statt. Die Friedhofvorsteherin

WIR DANKEN von ganzem Herzen für die tief empfundene Anteilnahme beim Abschied von unserem lieben und unvergesslichen

Rösli Stettler-Huber 8. Januar 1926 – 21. Oktober 2015

Die liebevolle Begleitung und die vielen Zeichen der Wertschätzung und des Mitgefühls haben uns tief berührt und getröstet. Allen, die uns ihre Verbundenheit mit Worten, Blumen und Spenden bekundet haben, gilt unser herzlicher Dank. Herzlich danken möchten wir auch den Teams der Arztpraxis Berli, der Spitex in Hausen am Albis und des Spitals in Affoltern, die die Verstorbene betreut und begleitet haben. Unser herzlicher Dank gilt auch Pfarrer Matthias Fischer und der Organistin Magda Oppliger, die die Abschiedsfeier in der Kirche in Hausen sehr persönlich und berührend gestaltet haben. In unseren Dank schliessen wir alle ein, die Rösli freundschaftlich verbunden waren und ihr wohlgesinnt begegnet sind. Unterhirzwangen, im November 2015

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Schützenkollegen

Arthur Rein-Hanselmann

TO D E S A N Z E I G E

geboren am 9. Juli 1949, von Glarus Nord GL, Ehemann der Gallati geb. Hunziker Marlise Paulette, wohnhaft gewesen in Hedingen, Langacker 15.

TO D E S A N Z E I G E

Die Trauerfamilie

6. April 1931 – 1. November 2015

Turi war während Jahrzehnten mit den Schützen verbunden. Als aktives Vereinsmitglied engagierte er sich viele Jahre im Vorstand der Pistolenschützen, wofür er zum verdienten Ehrenmitglied ernannt wurde. Auch als Gewehrschütze war er erfolgreich. Beim Hombergschiessen 300 m amtete Turi zudem als versierter OK-Präsident. Wir verlieren einen treffsicheren Schützen und einen geschätzten Kameraden. Turi wird uns in liebevoller Erinnerung bleiben. Pistolenschiessverein Mettmenstetten Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten Die Trauerfeier findet am Freitag, 18. Dezember 2015, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt.


Bezirk Affoltern

Freitag, 20. November 2015

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«Siedlungsentwicklung verläuft optimal» Interview mit der Wettswiler Hochbauvorständin Katrin Röthlisberger zum Thema Siedlungsdruck Wettswil ist dank bester Verkehrserschliessung und der Nähe zu Zürich stark von Siedlungsdruck betroffen. Der «Anzeiger» versuchte im Interview mit der Wettswiler Hochbauvorständin Katrin Röthlisberger herauszufinden, wie die Gemeinde dem Siedlungsdruck begegnet. «Anzeiger»: Wie gross sind die noch bestehenden Baulandreserven in Wettswil? Katrin Röthlisberger: Im westlichen Teil von Wettswil hat es noch eine grössere unüberbaute Fläche von zirka acht Hektaren, welche zum grössten Teil der Stadt Zürich gehört. Für dieses bis jetzt noch unerschlossene Grundstück wird jetzt auf Verlangen der Stadt Zürich das Quartier- und Gestaltungsplanverfahren eingeleitet. Im übrigen Gemeindegebiet hat es aber nicht mehr allzu grosse Baulandreserven, welche baureif sind. Wie bewerten Sie die Auswirkungen der Kulturlandinitiative auf Ihre Gemeinde? Mit Ausnahme eines Grundstückes, welches die Gemeinde gerne zum Bau von Alterswohnungen umgezont hätte, sind die Auswirkungen der Kulturlandinitiative marginal für Wettswil. Ist eine Anpassung der BZO geplant oder wurde bereits umgesetzt, die verdichtetes Bauen in der Kernzone ermöglicht? Nein, wir planen momentan keine grössere BZO-Revision. 1995 wurde die BZO von Wettswil angepasst und dadurch ein verdichtetes Bauen ermöglicht.

Die Wettswiler Hochbauvorständin Katrin Röthlisberger. Wie weit kann sich Wettswil mit den vorhandenen Baulandreserven einwohnermässig entwickeln? Wettswil kann sich gemäss seinen Baulandreserven bis zu zirka 6500 Einwohnern entwickeln. Wie hat sich die Eröffnung der Autobahn A4 auf die Bevölkerungsentwicklung in Wettswil ausgewirkt? Vor allem im nördlichen Dorfteil wurde viel vom Durchgangsverkehr durch unser Dorf weggenommen. Die Eröffnung der Autobahn hat Wettswil noch attraktiver gemacht und die Nachfrage nach Bauland ist nach wie vor vorhanden. Aber auch die Stadtnähe – mit der Eröffnung des Üetlibergtunnels sind wir noch schneller in Zürich – hat Wettswil als noch begehrterem Wohnort sicherlich geholfen. Befinden sich momentan Wohnüberbauungen in Planung? Zurzeit sind zwei grössere Wohnüberbauungen am Entstehen beziehungsweise schon teilweise bewohnt,

Wettswil beheimatet zahlreiche Sportvereine und Naherholungsgebiete. Die Nähe zur Stadt Zürich macht die Gemeinde zu einer noch attrkativeren Wohngemeinde. (Bilder zvg.) welche mit rund 120 neuen Wohneinheiten gegen 300 neue Einwohner generieren werden. Bis Ende 2016 rechnen wir mit einer Bevölkerungszahl von rund 5200 Personen. Wie wirken sich die ÖV-Verbindungen von und nach Wettswil auf den Siedlungsdruck aus? Die guten ÖV-Verbindungen führen bestimmt dazu, dass Wettswil ein beliebtes Dorf bei der Suche nach Wohnraum ist. Ein Siedlungsdruck

Startbereit für eine energetische Zukunft Ausstellung «starte! jetzt energetisch modernisieren» in Ottenbach Die Energiekommission Ottenbach lud zu einer Ausstellung mit Fachreferaten zum Thema energetisch modernisieren. Die Informationsveranstaltung will Hausbesitzer für eine zeitgemässe und energiebewusste Modernisierung sensibilisieren. ................................................... von martin mullis Die drei Grundpfeiler des Programmes zur Förderung von energiebewusster und klimafreundlicher Sanierung von Wohnbauten heissen: informieren, profitieren und starten. Mit dem Förderprogramm «starte!» wird versucht, Hauseigentümer zu sensibilisieren, ihre Liegenschaft energiebewusst zu modernisieren – dies nicht zuletzt auch zwecks einer Wertsteigerung. Das Ziel des Programms «starte!» ist eine umfassend geplante, schrittweise und qualitativ hochstehende Modernisierung von Wohnbauten im Kanton Zürich. Seit Juni 2013 haben in über 40 Gemeinden Informationsveranstaltungen zu diesem Thema stattgefunden. In Ottenbach lud die Energiekommission am letzten Dienstag die interessierten Hausbesitzer zu einer Fachausstellung, diversen Referaten und einem Apéro in den Gemeindesaal. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger hiess die Gäste willkommen und der Präsident der Energiekommission Ronald Alder, eröffnete den Informationsabend mit der Vorstellung der Kommissionsmitglieder. Der Programmbeauftragte von «starte!», Tom Porro, durfte den knapp 100 interessierten Ottenbacherinnen

und Ottenbachern Inhalt und Zweck des Projekts «starte!» sowie die einzelnen Referenten vorstellen. Antje Horvath, Leiterin Energieberatung vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), zeigte anhand eindrücklicher Beispiele, wie mit verschiedenen Massnahmen Energie gespart werden kann. Ihre prägnanten Ausführungen gipfelten in der Erkenntnis, dass mit der Dämmung von Fassaden, Dach und Fenster, der Wärme im wahrsten Sinne des Wortes ein Riegel vorgeschoben werden kann.

Den Strom für die Heizungssysteme auf dem Hausdach erzeugen Energieberater der EKZ, André Montani, verglich die verschiedenen Wärmeerzeugungen bezüglich Kosten und Umweltbelastung. Dabei erwähnte er auch die Unterschiede betreffend Machbarkeit und der finanziellen Aspekte. Als Top-Lösung bezeichnete der Energiefachmann, den Strom für die Heizsysteme wie Wärme- oder Luftpumpen, mittels eigenen Solaranlagen zu erzeugen. Thomas Hardegger, Kundenberater bei der ZKB Affoltern, erläuterte die finanziellen Aspekte bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden. Dabei stellte er die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten vor und wies auf die Möglichkeit eines Umweltdarlehens sowie auf weitere Fördergelder hin. Dabei hielt er fest, dass sich eine energetische Modernisierung durchaus auch finanziell lohnen kann. Moderator Tom Porro schloss den Referentenreigen mit der kurzen aber eindrücklichen Frage: Wenn nicht jetzt Gebäude energetisch modernisie-

Energieberater der EKZ, André Montani erklärt die verschiedenen Heizsysteme. (Bild Martin Mullis) ren, wann dann? Er riet aber allen renovationsbereiten Hausbesitzern, sich unbedingt vor Baubeginn die Fördergelder zu sichern. Das sei nicht immer allzu einfach und darum empfahl er dringend, die vorhandenen umfangreichen und kompetenten Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen. Einige Ansprechpersonen der diversen Energieberatungs-Produkte waren im Gemeindesaal im Rahmen der Ausstellung vertreten. Die Beratungen umfassten Themen wie mögliche Förderbeiträge, den Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak), Solaranlagen sowie die verbrauchsabhängige Wärmekostenabrechnung.

wird dadurch aber nicht generiert. Wie ich bereits vorher erwähnte, ist die Stadtnähe bestimmt ein zentraler Punkt für die Wohnraumsuche in Wettswil, aber auch der in kurzer Distanz erreichbare Autobahnanschluss ist nicht zu unterschätzen. Welche Voraussetzungen und Veränderungen bräuchte es für eine optimale Siedlungsentwicklung in Wettswil? Da Wettswil nicht über allzu grosse Baulandreserven verfügt und ver-

dichtetes Bauen bereits möglich ist, brauchen wir keine grossen Veränderungen für eine optimale Siedlungsentwicklung. Für das grosse Baugrundstück am Hangfuss von Wettswil, welches die grösste zusammenhängende Baulandreserve darstellt, wird zurzeit ja, wie vorher angetönt, der Quartierund Gestaltungsplan ausgearbeitet und damit wollen wir eine optimale Siedlungsentwicklung erreichen. Interview Salomon Schneider

Siedlungsentwicklung als Herausforderung Bei schönstem Wetter hat in Hedingen ein offener Dorfrundgang zum Thema Siedlungsentwicklung stattgefunden. Die Teilnehmenden aus Hedingen, aber auch aus weiteren Gemeinden, hatten dabei Gelegenheit, untereinander die Herausforderungen der Siedlungsentwicklung zu diskutieren. Begleitet wurde der Rundgang von Brigit Wehrli-Schindler, ehemalige Direktorin von Stadtentwicklung Zürich, sowie von Reto Pfenninger, Leiter des Instituts für Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz und selbstständiger Architekt. Brigit Wehrli und Reto Pfenninger bieten zusammen mit einer weiteren Architektin unter dem Namen «Raumpaket» Unterstützung für Gemeinden in den komplexen Herausforderungen der räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. In die Diskussionen einbezogen wurden auch der Hedinger Hochbauvorstand, Claude Hafner, die Regionalplanerin des Knonauer Amts und auch der Fachberater der Regionalplanung Zürich und Umgebung, die ebenfalls am Rundgang teilgenommen haben. Die Herausforderungen der Siedlungsentwicklung sind vielfältig und konnten im Rahmen dieses offenen Rundgangs nur punktuell angesprochen werden. Faszinierend war aber, wie Fachleute, die mit der konkreten Situation nicht vertraut waren, schnell die Herausforderungen und Möglichkeiten erfassen und Ideen entwickeln können. So hat Reto Pfenninger aus Sicht des Architekten beispielsweise Verdichtungsmöglichkeiten in einer bestehenden Siedlungs-

struktur skizziert oder auf städtebauliche und architektonische Grundsätze für eine qualitativ hochstehende Entwicklung hingewiesen. Brigit Wehrli und Reto Pfenninger haben zudem die Wichtigkeit von Prozessen hervorgehoben: Eine gute Siedlungsentwicklung baut auf der Grundlage eines breit abgestützten Entwicklungsleitbildes auf, das für die verschiedenen Siedlungsgebiete in der Gemeinde Strategien formuliert und so den Behörden und Bauherrschaften einen Leitfaden für die Entwicklung und Beurteilung von Bauvorhaben gibt. Gute Erfahrungen werden in verschiedenen Gemeinden mit unabhängigen «Ortsbildkommissionen» gemacht. Die Fachleute waren sich einig, dass ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung schon vor der eigentlichen Baueingabe stattfinden muss. Dazu gehört auch, dass die Behörden bei eigenen und bei privaten Projekten einer gewissen Grössenordnung die Durchführung von Architekturwettbewerben fördern oder mit Studienaufträgen die Vielfalt in der Planung unterstützen, damit schliesslich für konkrete Situationen gute Lösungen umgesetzt werden können; wieso nicht einmal einen solchen Auftrag für eine gemischte Überbauung des Juventusplatzes mit Alterswohnen? In diesem Zusammenhang war auch interessant zu erfahren, dass es heute nicht aussergewöhnlich ist, öffentliche (Laden-)Nutzungen in den Erdgeschossen durch die Nutzungen in den Obergeschossen mit zu finanzieren. Prominentes Beispiel ist die Europaallee in Zürich, wo die Bedingungen für die Ladengeschäfte durch die höheren Einnahmen bei den Büronutzungen vergünstigt werden. (mw)


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Im Dialog mit ausländischen religiösen und kulturellen Vereinigungen Die Fachstelle Brückenbauer der Kantonspolizei Zürich ist auch im Bezirk Affoltern aktiv Prävention wird für die Polizeiarbeit immer wichtiger. Die im Bereich Gewaltschutz der Zürcher Kantonspolizei angegliederte Fachstelle Brückenbauer fördert durch den Dialog die Integration von Ausländern und Ausländerinnen – und hat auch ein offenes Ohr für die Anliegen von Schweizern. ................................................... von salomon schneider Im Kanton Zürich leben immer mehr Menschen aus verschiedenen Gesellschaften und mit verschiedenen Glaubenszugehörigkeiten immer näher zusammen. Dies wirft Fragen nach der Integration von Menschen aus anderen Kulturen auf, wobei auf allen Seiten Verunsicherungen entstehen, die häufig zu Spannungen und Konflikten führen.

Interkulturellen Problemen begegnen 2007 wurde, um interkulturellen Problemen möglichst vorzubeugen, die Fachstelle für Kontakte zu fremdländischen Kulturen der Kantonspolizei Zürich geschaffen, die Brückenbauer. «Das Projekt ist sehr gut angelaufen. Beispielsweise haben viele Personen aus Entwicklungsländern positiv reagiert, als sie gemerkt haben, dass die Polizei hier grundsätzlich nicht korrupt ist und Polizisten nicht in die eigene Tasche arbeiten. Viele hatten im Heimatland und auf der Flucht negative Erfahrungen mit Organen der Staatsmacht gemacht und sind der Polizei gegenüber deshalb grundsätzlich skeptisch eingestellt», analysiert Reinhard Brunner, der Chef der Abteilung Prävention bei der Zürcher Kantonspolizei. Mit der Zeit sei ein grosses Netz zu Ausländerorganisationen aufgebaut worden und zwar auf der institutionellen wie auch auf der persönlichen Ebene.

Bestehende Integrationsgefässe werden genutzt Zentrale Aufgabe der Brückenbauer ist die Aufnahme und Pflege von Kontakten zu kulturellen und religiösen Gruppen in allen Regionen des Kantons Zürich. Der Fokus liegt dabei auf dem Erreichen von Ausländerinnen und Ausländern. Sie nutzen deshalb beispielsweise auch bestehende Integrationsgefässe der reformierten Kirche, um an Menschen aus anderen Kulturkreisen heranzukommen. Die anzeige

Fachstelle Brückenbauer ist beim Dienst Gewaltschutz innerhalb der Präventionsabteilung angegliedert, da das Kernziel ist, durch Prävention und Dialog Konflikte zu verhindern, bevor sie entstehen. Leiter der Fachstelle Brückenbauer ist der studierte Theologe Thomas Gerber: «Ich habe mich im Studium sehr stark mit kulturellen Prozessen auseinandergesetzt. Ich wollte jedoch nicht nur mit Büchern arbeiten, sondern mein Wissen di- Thomas Gerber (links), Verantwortlicher der Fachstelle Brückenbauer und Reinhard Brunner, Chef der rekt anwenden. So Präventionsabteilung der Zürcher Kantonspolizei arbeiten gemeinsam an moderner, präventiver bin ich auf die Idee Polizeiarbeit. (Bild Salomon Schneider) gekommen mich jedoch nicht nach Bezirk aufgeteilt Ansprechpersonen für alle Anliegen bei der Polizei zu bewerben.» Thomas Gerber wird durch 13 Mit- sondern nach Kulturkreis», erläutert Die verschiedenen Vereinigungen arbeitende bei der Regionalpolizei, Reinhard Brunner. kommen mit verschiedensten Anliewelche nebenamtlich als «Brückengen auf die Brückenbauer zu. «Das bauer» arbeiten, unterstützt. Sie sind fängt bei Parkierung an – beispielsweiim gesamten Kantonsgebiet verteilt Vereinigungen kommen oft von se muss kommuniziert werden, dass und verfolgen die Pflege des interkul- sich aus auf die Brückenbauer zu turellen Netzwerks in einem Teilpen- «Im Bezirk Dietikon gibt es eine Viel- in der Schweiz gebüsst wird, wenn sum. So sind die Brückenbauer im Po- zahl Vereinigungen mit denen wir man sein Auto neben einen vollen lizeikorps integriert und nahe an der Kontakte pflegen. Oft gehen wir zu- Parkplatz stellt – und geht bis zu Vererst auf die Vereinigungen zu und de- einigungen, die sich Sorgen um MitBasis. ponieren unsere sicherheitsrelevanten glieder machen, wenn sich diese in Anliegen. Ziel ist dabei ein Miteinan- eine militante Richtung entwickeln», Vertrauen in die Fachstelle, der», erläutert Thomas Gerber die erzählt Thomas Gerber. Zudem bestedie Polizei und die Schweiz Strategie der Abteilung und ergänzt: he auch die Gefahr, dass verfeindete «Wir sind ganz klar Polizisten – «Die Brückenbauer sind jedoch nur Organisationen sich bei Festivitäten schlussendlich geht es um Sicherheit. präventiv aktiv, operativ sind dann die begegnen könnten. Oft könnten BeWir pflegen aber in diesem Rahmen Stationierten der Regionalabteilung denken auch zerstreut werden, da Gesehr gute Kontakte zu religiösen Verei- zuständig. Bei grösseren Veranstaltun- waltanwendung in der Schweiz sehr nigungen, die mit uns zusammenar- gen sind diese sowieso involviert. Wir selten vorkommt. beiten wollen. Wobei ein Grossteil der wollen präventiv Einfluss nehmen, religiösen Vereinigungen den Aus- um Problemen vorzubeugen.» Dies tausch sehr schätzt und gerne auf uns funktioniere sehr gut. Oft kämen Verzukommt. Viele freuen sich zudem einigungen nach einer ersten Kontaktsehr, einmal mit einem nicht repressi- aufnahme seitens der «Brückenbauer» ven Teil der Polizei in Kontakt zu gera- anschliessend selbstständig mit Anlieten», erläutert Thomas Gerber sein Be- gen auf die Polizei zu. Wer sich den rufsverständnis. Ziel sei der Ausbau «Brückenbauern» entziehen wolle, Die «Brückenbauer» sind jedoch des Vertrauens der religiösen Vereini- könne dies. «Wir bieten Angebote, um nicht nur für Fragen von Ausländern gungen in die Fachstelle, die Polizei sich mit uns auszutauschen. Es geht und Polizisten zuständig, sondern und schlussendlich den Schweizer um Informationsfluss und Vertrauensstehen auch für Fragen aus der BeStaat an sich. bildung. Wir sind jedoch kein Nachvölkerung zur Verfügung, beispielsEs gibt so viele religiöse und kultu- richtendienst», stellt Thomas Gerber weise wenn jemand Fragen zu relle Vereinigungen, dass jeweils ein klar: «Oft ist es am Anfang jedoch einem nahegelegenen Gebetsraum Brückenbauer für die Vereinigungen nicht einfach, unsere Anliegen veroder einer kulturellen oder religiöin einem Bezirk verantwortlich ist. «So ständlich zu machen. Viele verstehen sen Vereinigung hat. Diese Personen können die Polizisten eine persönli- erst nach mehrfachen Erklärungsverfinden Informationen auf der che Vertrauensbeziehung zu den Ex- suchen, was genau unser Ziel ist. Webiste der «Brückenbauer» ponenten der Organisationen aufbau- Wenn sie es verstanden haben, haben en. Bei gewissen Gruppierungen wird schlussendlich alle mitgemacht.»

Im Bezirk Affoltern ist es ruhig Die «Brückenbauer» sind in den verschiedenen Bezirken sehr unterschiedlich aktiv. In Dietikon sind sie sehr aktiv, da die Besiedlung dort sehr dicht ist und sich extrem viele Kulturen auf kleinstem Raum treffen. Dietikon sei aber kein Brennpunkt. Gemessen an der Anzahl aufeinandertreffender Kulturen passiere «fast nichts». Die «Brückenbauer» sind eine Möglichkeit niederschwellig mit der Polizei in Kontakt treten zu können. «Wir sind eigentlich Berater. In der Regel sind es nicht Vereinigungen, die uns Bauchschmerzen bereiten – viel mehr gewisse Individuen», hält Thomas Gerber fest. Der Bezirk Affoltern hat keinen eigenen «Brückenbauer» stationiert, da es verhältnismässig wenige ausländische Vereinigungen im Bezirk gibt. Viele Ausländer reisen für kulturelle Belange in Nachbarbezirke wie Dietikon oder nach Zürich. Eine weitere wichtige Aufgabe der «Brückenbauer» ist ihre Präsenz innerhalb des Polizeikorps. «Polizistinnen und Polizisten haben viele Fragen zum Umgang mit Religionen und Kulturen. Wir können Polizisten beispielsweise Tipps geben, wie sie einen Gebetsraum betreten können, ohne negative Reaktionen auszulösen. Die kleinen Dinge können das Zusammenleben entscheidend vereinfachen. Wir können den Frontleuten viel Informationsmaterial zur Verfügung stellen und sind auch oft an Ausbildungsveranstaltungen und Vorträgen mit Fachinputs präsent. Manchmal brauchen Polizisten auch Kontakte zu Personen in einer religiösen Organisation. Diese Kontakte können wir oft herstellen», beschreibt Thomas Gerber die Arbeit der «Brückenbauer» innerhalb des Polizeikorps.

Auch für Fragen von Schweizern ein offenes Ohr www.kapo.zh.ch/bb und Antworten auf konkrete Fragen per Mail auf brueckenbauer@kapo.zh.ch. Die Abteilung gewinnt innerhalb der Polizeiarbeit immer mehr an Wichtigkeit. Da das demografische Profil des Kantons Zürich zunehmend multikultureller und polyreligiöser ist, wird die Personalstärke mit der Zeit ausgebaut werden. (sals)


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Die Säuligugger weiter im Exil? Die Gemeinde Affoltern stuft das Risiko für eine «Säuliguggernacht» im Kasinosaal als zu hoch ein Mit Blick auf frühere Vorfälle verweigert die Gemeinde Affoltern den Säuliguggern die Benutzung des Kasinosaals für die «Säuliguggernacht». Diese zeigen sich enttäuscht. Ob der Anlass an der Fasnacht wieder im Bezirkshauptort durchgeführt werden kann, ist noch offen. Ohne eigenen Anlass sei der Verein in Gefahr, heisst es.

«In den letzten Austragungen der «Säuliguggernacht» hatten wir stets gute Stimmung und keinerlei Probleme, auch weil der Security-Dienst funktioniert hat», hält Lilienfeld fest.

«Wir machen viel für Affoltern»

................................................... von werner schneiter In den letzten drei Jahren gingen die Säuligugger jeweils ins Exil nach Ottenbach. Doch damit ist Schluss: Die Gemeinde vermietet den Gemeindesaal nur noch einheimischen Vereinen und Organisationen. Aus diesem Grund liessen die Säuligugger der Gemeinde Affoltern ein Gesuch für die Rückkehr in den Kasinosaal zukommen. Die Gemeinde blieb bei ihrem «Njet». Schliesslich traf man sich zu einer Aussprache. Die Säuligugger legten den Verantwortlichen auf Verlangen auch ein Sicherheitskonzept vor, das unter anderem den Einsatz von Security-Kräften, Absperrungen und die Klärung von Versicherungsfragen enthält. «Bei dieser Aussprache mit dem zuständigen Gemeinderat tönte es noch eher positiv, wir hatten Hoffnungen», sagt Säuligugger-Spielführer Cyril Lilienfeld. Doch jetzt kommt die Absage. «Das Risiko von Sachschäden und Verschmutzungen ist einfach zu hoch», begründet Immobilienvorstand

«Säuliguggernacht» mit viel Stimmung. Wo steigen Guggentreffen und Maskenball an der nächsten Fasnacht? (Archiv) Hermann Brütsch den Entscheid. Er spricht von schlechten Erfahrungen anlässlich früherer Säuligugger-Nächte im Kasinosaal. Zwar seien jeweils Toi-Toi-WC-Wagen aufgestellt worden, gleichwohl hätten Fasnachtsbesucher die Umgebung vollgepinkelt. Auch sei es zu Sachbeschädigungen gekommen, der Security-Dienst habe damals

nicht funktioniert, und eine Schlägerei habe die Kantonspolizei beenden müssen, so Brütsch. Der Lärm sei weniger Problem, da man von Anwohnern in dieser Fünften Jahreszeit eine gewisse Toleranz erwarten dürfe. Cyril Lilienfeld ist natürlich enttäuscht darüber, dass den Säuliguggern die Rückkehr in den Kasinosaal

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«Buchstabenteuer» Erzählnacht an der Schule Wettswil telstufenkinder haben sich gemeldet, um in Zweiergruppen ihren jüngeren Kameraden Ausschnitte aus selbst gewählten Büchern vorzulesen. Gemeinsam mit der Bibliothek Wettswil wurde die Vorlesetechnik geübt. Nun sind sie Profis. Auch engagierte Eltern haben sich dazu bereit erklärt, aus dem einen oder anderen Buch vorzulesen. Darunter finden auch englische Geschichten ihren Raum. Kombiniert mit viel theatralischer Gestik wird selbst Unterstufenkindern Englisch nähergebracht. Es gelingt, der Spass ist den Kindern anzusehen. In einem anderen Klassenzimmer ist es dunkel, ein einzelnes Licht ist auf ein Skelett gerichtet, im Hintergrund ertönen an Halloween erinnernde Hintergrundgeräusche. Hier wird eine an Mittelstufenkinder gerichtete Schauergeschichte aus «Der Geist von Sleepy Hollow» vorgelesen. Knisternde Spannung erfüllt den Raum. Wer kann danach noch schlafen? Nach zwei Stunden – eine Pause mit warmer Buchstabensuppe eingeschlossen – ist alles vorbei. Zu hoffen bleibt, dass sich die Schülerinnen und Schüler demnächst in der Bibliothek nach den Büchern erkundigen werden, um die ganze Geschichte nachlesen zu können! Gebannt verfolgen die Kinder die Abenteuer der Ketten Barbara Laasch essenden Olchis. (Bild zvg.) Ein Schmunzeln geht durch die Reihen der Kinder, ein einzelner Lacher, dann schallendes Gelächter – die Geschichte der Olchis gefällt den Unterstufenkindern der Primarschule Wettswil. Vorgelesen wird sie von einem Jungen der Mittelstufe, zuerst etwas leise, beinahe zaghaft, dann immer lauter, lebhafter. Gebannt verfolgen die Kinder, die es sich auf Kissen und Sofa gemütlich gemacht haben, die Abenteuer der Ketten essenden Olchis. Es ist Freitagabend. Passend zum aktuellen Jahresmotto «Buchstabenteuer» findet an der Schule Wettswil das erste Mal die Schweizer Erzählnacht statt. Sie schafft durch gemeinsames Zuhören und Erzählen positive Erlebnisse rund um das Medium Buch, soll Kinder und Jugendliche zum Weiter- und Selberlesen anregen. 16 Mit-

verwehrt wird. Er stellt die vergangenen Vorfälle weniger dramatisch dar als der Immobilienvorstand. Leider habe es eine Schlägerei gegebem, aber das komme auch an anderen Veranstaltungen vor und sei von den Organisatoren nicht immer zu verhindern, zumal da Leute involviert seien, die nicht zu den Fasnachtsfans zählten.

Da baue die Gemeinde eine teure Verwaltung, einen teuren Saal und verweigere dann eine Benützung, weil möglicherweise mal eine Scheibe in Brüche gehen könnte, ärgert sich Cyril Lilienfeld, der sich vom Gemeinderat mehr Anerkennung für Vereine wünscht. «Die Säuligugger machen viel für Affoltern, sei es mit Auftritten am Strassenfest, an einer Gewerbeausstellung, am Clausmärt und bei der Kinderfasnacht», argumentiert der Spielführer, der nun Aktivitäten des Vereins in Gefahr sieht. Ohne eigenen Maskenball könne man mit anderen Guggen keine «Gegengeschäfte» mehr machen. «Treten Guggen an unserem Anlass auf, so gewähren sie uns dann auch bei ihren Anlässen Gastrecht. Und das macht bei uns mehr als die Hälfte der Auftritte aus. Fallen diese weg, so kann das den Tod einer Guggenmusik bedeuten», sagt Cyril Lilienfeld. Bedauernswert wäre das auch deshalb, weil die Säuligugger Zulauf haben wie noch nie: Dieses Jahr kamen sieben neue Spielerinnen und Spieler im Alter von 18 bis 25 Jahren in den Verein, der damit auf 44 Mitglieder angewachsen ist. Bei der Gründung im Jahr 1980 waren es 20. Aber noch besteht Hoffnung für einen eigenen Anlass. «Wir klären derzeit mehrere Möglichkeiten ab», sagt Cyril Lilienfeld.


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Bezirk Affoltern

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Dem Affoltemer Bahnhofplatz neue Impulse geben Kunsthandwerkermarkt in der Galerie am Bahnhof, Affoltern Die Goldschmiede Säuliamt am Bahnhofplatz 11 im Bezirkshauptort bietet zurzeit mehr als kreative und feine Goldschmiedekunst: Bis 20. Dezember zeigen in der angrenzenden Galerie am Bahnhof 20 Aussteller im Rahmen des 1. Affoltemer Kunsthandwerkermarktes «etwas andere Geschenke» und am 6. Dezember bietet die Goldschmiede zusätzlich eine spezielle Ausstellung rund um die Perle. Die weihnächtlich oder winterlich anmutenden Figuren und Symbole, ebenso die Teller und Vasen aus Glas haben einen besonderen Hintergrund: Das, was auf einem von insgesamt zwanzig Tischen am 1. Affoltemer Kunsthandwerkermarkt in der Galerie am Bahnhof an fein gestalteten Preziosen präsentiert wird, ist in der Kunstwerkstatt des Gefängnisses Affoltern entstanden. Filigrane, ja, zerbrechli-

Marianne und Jakob Meier von der Goldschmiede Säuliamt und der Galerie am Bahnhof, Bahnhofplatz 11, Affoltern, präsentieren Kunsthandwerk in verschiedensten Formen und Materialien. (Bild Urs E. Kneubühl)

che Kunst, die man von da nicht unbedingt erwartet. Gleich nebenan ist der Tisch der Stiftung Albisbrunn, Hausen, die Jugendlichen in Entwicklungskrisen Starthilfe gibt; unter anderem in den eigenen Werkstätten, in denen auch das bekannte, bunte Holzspielzeug kreiert wird. Bemalt mit Farben, die absolut unbedenklich sind; kleine Kinder dürfen diese Spielsachen ungeniert in den Mund nehmen… Zwei Beispiele von 20 Ausstellungstischen, welche in Affoltern bis 20. Dezember in der Galerie am Bahnhof «etwas andere Geschenke» präsentieren. Galerie am Bahnhof ? Vielen noch unbekannt, bergen die an die Goldschmiede Säuliamt von Jakob Meier angrenzenden Räumlichkeiten am Bahnhofplatz 11 – mit separatem Eingang auf der Haus-Rückseite – die Galerie am Bahnhof. Hier, oberhalb der Post, setzt Ehefrau Marianne Meier aktuell neue Impulse für den Bahnhofplatz; für den 1. Affoltemer Kunsthandwerkermarkt hat sie 20 Ausstellende zusammenge-

bracht. Nicht nur Kunsthandwerker aus dem Bezirk und dessen Umgebung, sondern von überall aus der Schweiz. Gezeigt werden vielfältige künstlerische Arbeiten aus unterschiedlichen Materialien wie Leder, Keramik, Porzellan, Glas, Filz, ja sogar Vogelfedern. Was gezeigt wird sind tatsächlich Hingucker, die einen Besuch unbedingt lohnend machen. Am Sonntag, 6. Dezember, veranstalten Marianne und Jakob Meier in der Goldschmiede zudem gleichzeitig eine Ausstellung rund um die Perle. Ein zusätzliches Extra, welches Jakob Meier, der letzte Goldschmied im Bezirk Affoltern, mit seinen feinen kunsthandwerklichen Schmuckstücken nachdrücklich unterstützt. (kb.) Kunsthandwerkermarkt in der Galerie am Bahnhof (bei Goldschmiede Säuliamt), Bahnhofplatz 11, Affoltern, bis 20. Dezember – geöffnet jeweils Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr und Sonntag, 6. und 20. Dezember, von 10 bis 15 Uhr. Perlenausstellung in der Goldschmiede Säuliamt: Sonntag, 6. Dezember, 10 bis 15 Uhr.

gestorben

Ursula Kaspar Ursula ist am letzten Freitag von ihrem Krebsleiden erlöst worden. Ihr Sterben war angekündigt, die Nachricht vom Ende dann aber trotzdem traurig für alle. Eine humorvolle, jodelnde und lachende Stimme ist verstummt. Stumm wollen wir aber nicht bleiben, sondern zurückschauen auf mar- Ursula Kaspar, im Hintergrund der Baldeggersee. (Bild zvg.) kante Spuren, die Ursula in der Schule Aeugst am Albis Kindergarten-Stube beschränkt, sondern Ursula verwendete viel Zeit auch hinterlassen hat. Als Ursula im Jahre 2009 pensio- für ihre Weiterbildung. Sie war lange niert wurde, verlor die Schule Aeugst Jahre mit einem kleinen Pensum Dieine Kindergärtnerin, die sich mit un- daktik-Lehrerin am damaligen Kinderglaublicher Energie für die Erziehung gartenseminar. Woher nahm Ursula all die Enerder Vorschulkinder einsetzte: Die Kinder sollten von Grund auf Zusammen- gie? War es ein Jodelkurs oder das hänge in der Arbeitswelt verstehen Querflöten-Spiel? Sicher haben ihr die lernen, noch bevor sie lesen und unbändige Lust zu lernen, die Neugier, schreiben konnten. Wie ein Schaf ge- das Interesse an immer wieder Neuem schoren, die Wolle gewaschen, gekar- die Kraft gegeben. Zusammen mit ihdet, gefärbt, und dann zu Wolltüchern rem Mann entstanden von ihr getexteverwoben und verstrickt wird, hat sie te und von ihm gezeichnete Bilderbüden Kindern gezeigt und sie mit Kopf, cher wie «Guten Tag, kleiner Vogel» Herz und Hand nacherleben lassen. oder die «Zauberflöte». Die Kreativität Der gesamtheitliche Blick war ihr und Musikalität ihres Wirkens lebt in wichtig. Ihre zahlreichen immer wie- diesen Büchern und in unseren Herder neuen Projekte wurden lange zum zen weiter. Ursula liebte auch den Voraus vorbereitet, gestaffelt geplant Schwung, witzige Heiterkeit und den und mit viel Kreativität umgesetzt. steigenden Adrenalinspiegel immer Die Kinder wurden mit Geduld und dann, wenn sie in die Luft ging. Gerne Liebe zu den nötigen Lernschritten ge- hätte sie als 60-Jährige die Lehrerführt. Die jungen Menschen zur schaft in den Europapark entführt. Selbstständigkeit zu erziehen, stand Verwirklicht hat sie ihre Höhenflüge aber mit einigen Tandem-Paraglidingdabei im Vordergrund. In ihrer langen Wirkungszeit in Flügen, mit dem Abschluss-Ballonflug Aeugst von 1977 bis 2009 hat sie die zu ihrer Pensionierung und mit den Schule, und dazu gehören auch die Erinnerungen an die SchifflischaukelSkilager, massgeblich mit- und umge- Schwünge an der Aeugster Chilbi. staltet. Ihr legendärer Tigerbalsam hat Schade, dass es zum nächsten Chilbimanches Heimweh und manche auf- Schwung an ihrem Geburtstag nicht gekratzte Übermutsstimmung ein- mehr kommen kann. Wir Nahestehenden nehmen etschlafen lassen. Als Lagerköchin und «Krankenschwester» war sie allzeit be- was von ihren Träumen, ihrer Musikaliebt. Dabei war sie aber nicht einfach lität und von ihrem Schwung in unser immer nur eine «liebe Tante», nein, ih- Leben mit. re Direktheit konnte auch mal ihre Umgebung ganz schön verunsichern Im Namen der Schule Aeugst: und zum Denken veranlassen. Ihr En- Stéphanie Meier, Heinz Trinkler und gagement war dabei nicht nur auf ihre Ernst Langenegger

Lichtwelten des Stefan Korinek Ausstellung in der Galerie 100 in Affoltern Seit über 20 Jahren arbeitet Stefan Korinek unter dem Künstlernamen kostart mit Kupfer und Licht. Er kreiert Mandalas – Bilder aus geometrischen Formen, die sich um einen Mittelpunkt bilden. Vom kommenden Freitag, 20. November, bis 3. Dezember sind Werke von ihm in der Affoltemer Galerie 100 an der Zürichstrasse 100 zu sehen. Jedes seiner auf rückseitig beleuchtete Kupferplatten gearbeiteten Mandalas ist, wie es in der Einladungskarte der Galerie 100 zur Vernissage der aktuellen Ausstellung steht, «ein Bilderbuch voll Liebe, Güte und Menschlichkeit». Diese Interpretation für die Kunst des Stefan Korinek – Künstlername: kostart – kann man aber genauso auf Plakaten und Karten zu seinen Ausstellungen weitherum finden. Der aus dem Weinviertel im Nordosten von Niederösterreich stammende Künstler wird nämlich von Galerien in ganz Europa geschätzt. Jetzt sind die kupfernen Lichtwelten des Stefan Korinek vom 20. November bis 3. Dezember in der Affoltemer Galerie 100 an der Zürichstrasse 100 zu sehen. Meditativ und einfach schön sind sie, die in konzeptioneller Kontinuität reliefartig herausgearbeiteten, lichtschimmernden Mandalas. Sie sind wahre Lichtblicke im Alltag einer immer schneller gelebten Welt und geben den Betrachtenden die Möglichkeit, eine Art kurze Auszeit zu neh-

Lotus heisst dieses in Kupfer gearbeitete und hinterleuchtete Mandala von Stefan Korinek. Er stellt vom 20. November bis 3. Dezember in der Affoltemer Galerie 100 aus. men. Für einige Augenblicke innehalten im geschäftlich und privat hektischen Überschwang, sich entschleunigen, entspannen, eine Reise ins eigene Innere wagen, um im Hier und Jetzt zu verharren. Abgesehen von solch meditativen Momenten, die kostarts Werke ermöglichen, ja, schaffen, sind sie auch für das Auge faszinierend. Die mittels Hammer und Stichel durch-

Abstrakte Malerei, Landschaften, Blumen und Stillleben Ausstellung der Hausemerin Elisabeth Jacob in Baar. «Die Malerei ist für mich ein Abenteuer, eine Herausforderung, ein Weg der nie aufhört», sagt Elisabeth Jacob, «aber auch ein Kampf zwischen Bewusstsein, Kreativität und dem Hang zur Perfektion.» Vom 27. bis 29. No-

vember empfängt die Hausemerin, die ihre Grundkenntnisse in der Malerei als Autodidaktin erworben hat, zum Tag der offenen Tür in ihrem Atelier in Baar. Zu sehen sind abstrakte Malerei, Landschaften, Blumen und Stillleben. Tag der offenen Tür im Atelier Elisabeth Jacob, Obermühle 10, Baar. Infos unter www.atelier-jacob.ch.

brochenen und von hinten beleuchteten Platten sind in diesem Sinne Entdeckung und sich steigernde Offenbarung zugleich. (kb.) Ausstellung Stefan Korinek/kostart vom 20. November bis 3. Dezember in der Galerie 100, Zürichstrasse 100, Affoltern, www.galerie100.ch. Vernissage: Freitag, 20. November, 18 bis 21 Uhr, Finissage: Donnerstag, 3. Dezember, 17 bis 20 Uhr.


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«Das ewige Leben fängt in den selbstverständlichen Gewohnheiten an» Ausstellung «Lebenskunst und Totentanz» im Kloster Kappel – Interview mit Christoph Hürlimann Der Tod ist der ständige Begleiter des Lebens. Das zeigt die Ausstellung «Lebenskunst und Totentanz», die im Kloster Kappel noch bis am kommenden Sonntag 22. November 2015 zu sehen ist. Das weiss auch Christoph Hürlimann, der ehemalige Pfarrer von Kappel. Christoph Hürlimann, als ehemaliger Pfarrer von Kappel und Leiter im Kloster Kappel haben Sie eine lange Beziehung zu diesem Ort mit seiner reichen Vergangenheit. Wo spüren Sie hier den «Hauch der Geschichte» am deutlichsten? Mir kommt das Chorgestühl in der Klosterkirche in den Sinn. Es ist aus Eichenholz – die Bäume dazu wurden um 1300 geschlagen, das hat man mithilfe der Dendrochronologie festgestellt. Wenn ich das Tagzeitengebet im Kloster halte, bin ich jeweils eine Viertelstunde vorher in der Kirche. Dann sitze ich hier und spüre ganz ausgeprägt: Ich bin nicht allein. Da war immer jemand. Da waren Menschen, die durch alle die Jahrhunderte hier gebetet, gesucht, nach Gott gefragt haben. Ich stelle mir dann auch vor, wie es hier getönt hat: zuerst die Gregorianik der Zisterzienser. Dann, nach der Reformation, die Melodien des Hugenottenpsalters. Als das Kloster eine Armenanstalt wurde, fanden hier weiterhin Gottesdienste statt. Als junger Pfarrer in Kappel habe ich es noch erlebt, wie die Frauen, die hier verwahrt waren, am Sonntag in die Kirche geführt wurden. 1983 wurde das Klostergebäude das «Haus der Stille und Besinnung» der Zürcher Landeskirche. Die damals eingeführten Tagzeitengebete finden bis heute statt. Meine Frau und ich haben bereits 1976 mit einem täglichen Morgengebet angefangen. «Da war immer jemand», sagen Sie. Gibt es unter diesen vielen Menschen, die in Kappel gelebt und das Leben hier gestaltet haben, Persönlichkeiten, denen Sie gerne begegnen würden? Es sind weniger die bekannten historischen Gestalten, die mich in diesem Sinne interessieren – also zum Beispiel nicht unbedingt Heinrich Bullinger, der Nachfolger Zwinglis, dessen Leben ja eng mit Kappel verbunden ist. Aber ich würde gerne einen Mönch aus dem 14. Jahrhundert bei seinem Tageslauf begleiten, bei den regelmäsanzeige

sigen Gebeten, bei der Arbeit. Ich möchte mit ihm am grossen Holztisch im Refektorium sitzen, und mehr spüren als fragen, wie sein Leben, sein Fühlen und Denken ist, wie er sich in den Rhythmus des Klosterlebens einfügt, in den «Tanz des Gehorsams», wie es die Klosterfrau Silja Walter formuliert hat. ...............................................................

Wird das Sterben heute verdrängt? Ich bezweifle es. ............................................................... Was würde uns dieser Mönch über die Endlichkeit des Lebens sagen? Sie wäre für ihn eine Selbstverständlichkeit. In jenen Zeiten war der Tod allgegenwärtig. Denken wir nur an die Pestzüge: Ein Drittel der Bevölkerung Europas starb damals an der Seuche. Ob im Kloster oder in den Dörfern und Städten, man konnte dem Tod nicht ausweichen. Heute hingegen, so sagt man, wird das Sterben verdrängt. Ist das wirklich so? Ich bezweifle es. In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Tod ganz neu ein Thema: Es erschienen die Bücher der Theologen Robert Leuenberger und Eberhard Jüngel; der Erfahrungsbericht von Peter Noll über seine Krebserkrankung löste ein grosses Echo aus. Klara Obermüller schrieb in «Weder Tag noch Stunde» über das Sterben, Kurt Marti veröffentlichte seine «Leichenreden». Und etwas später berichtete Elisabeth KüblerRoss über ihre Erfahrungen mit Sterbenden.

persönlich Christoph Hürlimann Christoph Hürlimann, geb. 1938 in Berlin. 1964 bis 1987 Pfarrer in Kappel, Beteiligung am Aufbau des Hauses der Stille und Besinnung, 1988 bis 1997 dessen Leiter und später dort weiterhin in verschiedenen Aufgaben tätig. Besonderes Interesse: Fragen der Spiritualität und Mystik, insbesondere «Engel» und «Niklaus von Flüe.» Letzte Publikation: Aus der Einheit leben, Begegnung mit Bruder Klaus, Paulus Verlag 2013.

Diese Bücher haben damals viele beeindruckt. Aber wie ist es heute, in einer Zeit, in der die Medizin viel mehr Möglichkeiten hat? Vielleicht findet gerade auch darum eine gesellschaftliche Diskussion statt, weil das Sterben angesichts der Spitzenmedizin nicht mehr so einfach ist. Die Ausstellung zu «Lebenskunst und Totentanz», die jetzt in Kappel stattfindet, zeigt die Aktualität der Thematik. In den Begleitveranstaltungen kommen heutige Sicht- und Erlebensweisen zum Ausdruck – zum Beispiel über die Bestattungssitten: Sie verändern sich, weil den Menschen die überkommenen Traditionen fremd geworden sind und sie dennoch den Abschied vom Leben mit einem Ritual begehen wollen. Und die Tagung über die Sterbebegleitung nimmt ein Thema auf, über das in unserer Gesellschaft viel diskutiert und auch gestritten wird. ...............................................................

Nicht Trasadinger der Kirchgemeinde, sondern den Bordeaux aus dem Keller des Sterbenden ... ............................................................... Die Auseinandersetzung mit dem Sterben war ja gewiss auch ein Teil Ihrer Arbeit als Gemeindepfarrer in Kappel? Es war damals wohl selbstverständlicher, dass man den Pfarrer zu Sterbenden rief, dass er mit dem Abendmahl in die Häuser ging. Einmal erlebte ich es, dass ein älterer Mann darauf beharrte, dass wir für das Abendmahl nicht den Trasadinger der Kirchgemeinde, sondern den Bordeaux aus seinem Keller tranken ... Haben diese Erfahrungen in der Seelsorge auch Ihre Haltung gegenüber Ihrem eigenen Tod beeinflusst? Am Gemeindepfarramt hat mich besonders bewegt, dass ich in die verschiedensten Situationen hineingestossen wurde, so auch in die des Sterbens. Da ich früh selber bei einem Herzinfarkt zwischen Tod und Leben schwebte, konnte ich nachvollziehen, was in solchen Augenblicken mit einem geschieht und was hilft. Was haben Sie bei diesem Herzinfarkt erlebt? Ich erinnere mich an einen Druck, als würde der Eifelturm auf meiner Brust stehen und ein High-Gefühl,

wenn ich eine Opiatspritze erhielt. Eine für meine Tätigkeit wesentliche Erfahrung: Ich konnte keine zusammenhängenden Gedanken, aber kurze Sätze und Verse in mir abrufen, vor allem den Liedvers: «Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir.» So erlebte ich die Bedeutung des Rituals. ...............................................................

Wir müssen heute eine neue, eine zeitgemässe Spiritualität finden ............................................................... Das Wissen, was wir als Christen angesichts des Todes zu tun haben, existiert in den Kirchgemeinden nicht mehr sowie damals. Ja, wir müssen heute eine neue, eine zeitgemässe Spiritualität finden. Das war mein Ziel, auch bei meiner Arbeit für das Haus der Stille. Darum waren mir auch die Tagzeitengebete so wichtig. Das regelmässige gemeinsame Gebet gibt den Rahmen für eine gelebte Frömmigkeit. Er hält mich auch dann, wenn es mir einmal nicht gut geht, wenn ich mich nicht konzentrieren kann. Das «ewige Leben» fängt hier, in den selbstverständlichen Gewohnheiten, an – die Grenzen werden durchlässig – «es rieselt herein», hat Silja Walter gesagt. Und dadurch würde es im besten Fall möglich, im Sterben «hinüberzurieseln»? Ich glaube, dass Formen und Rituale das Leben und das Sterben leichter machen. Das gilt nicht allein für das christlich geprägte Leben. Es ist ein interreligiöses und interkulturelles Phänomen. Ähnliche Elemente tauchen in unterschiedlichsten Weltengegenden und Kulturen auf – das Fasten zum Beispiel, Gesang, Gebet, Meditation, und dabei wird der Einzelne auch Teil der Gemeinschaft. Dass Rituale wichtig sind, ist heute anerkannt. Vor allem bei Kindern ist es unbestritten. Aber später im Leben gehen Rituale oft verloren, oder rein oberflächliche Abläufe werden zu Ritualen. Wenn man sie aber ein Leben lang ernsthaft geübt hat, können sie auch das Sterben begleiten. Luther hat das in seiner Predigt zu Michaelis sehr bildhaft ausgedrückt: «Denn eben derselbe Engel muss mich empfangen

Pfr. Christoph Hürlimann. (Bild zvg.) und heben, wenn ich in den Schlaf sinke, der mich empfängt und hebt, wenn ich sterbe.» Es sind häufig Sätze, Gedichte, auch Melodien und Lieder, die im Sterben Trost und Stärkung bringen. Man kann wohl eigene Erfahrungen nur begrenzt auf andere Menschen übertragen, da sie in einer anderen Welt der Worte und Lieder leben. Hier ist Einfühlung wichtig. Ich hatte lange eine gewisse Verachtung für das Lied «So nimm denn meine Hände.» Heute bin ich von seiner tröstenden Kraft überzeugt. Wenn Sie einen zeitgenössischen Totentanz gestalten könnten, wie würden Sie ihn sich vorstellen? Ich würde versuchen, damit klar zu machen: Der Tod befreit. Er befreit vom Druck, erfolgreich zu sein, Geld und Prestige zu erwerben. Auf all das kommt es im Sterben nicht mehr an. Und das bedeutet auch Befreiung von der Angst, nicht zu genügen. Als Bild würde das vielleicht so aussehen: Ein Kranker erhebt sich, ein Gefangener richtet sich auf. Einer, der lebendig tot war, wird vom Tod lebendig gemacht. Interview: Käthi Koenig «Wie will ich sterben?» So lautet der Titel des Klostergesprächs zum Lebensende. Die Begleitveranstaltung zu Ausstellung «Lebenskunst und Totentanz findet am Ewigkeitssonntag, 22. November, 13.30 bis 17.15 Uhr, statt. Konzept und Tagesleitung haben Pfr. Markus Sahli, theologischer Leiter Kloster Kappel, und Pfarrerin Rita Famos, Abteilungsleiterin Spezialseelsorge der reformierten Kirche Kanton Zürich, inne. Anmeldungen unter 044 764 87 84 oder sekretariat.theologie@klosterkappel.ch.


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Forum

Freitag, 20. November 2015

ämtler kantonsräte meinen

Übung am falschen Objekt ...

Moritz Spillmann (SP, Ottenbach)

Verbündete der Freiheit Diese Tage erfahren wir in nie gewollter Eindringlichkeit: Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind keine unverrückbaren zeitlosen Wahrheiten. Sie sind gleich zweifach gefährdet durch die Barbarei des IS-Terrors. Zum einen morden die Terroristen wahllos unschuldige Menschen. Der Staat muss deshalb sein vollständiges Gewaltmonopol zum Schutze der Menschen einsetzen. Zum anderen drohen die Terroristen die Grundfeste unserer Gesellschaft zu zersetzen: das Vertrauen eines jeden in das freiheitliche Denken des jeweils anderen. Unsere Gesellschaft baut auf die freiheitlichen Ideale all ihrer Mitglieder – das macht uns gleichsam stark und verwundbar. Stark, weil es sich dafür zu kämpfen lohnt, verwundbar, weil die Gefahr besteht, dass wir Unfreiheit unserer Feinde annehmen und die freiheitlichen Ideale der Angst preisgeben.

freiheitlichen Ordnung. Je besser es uns gelingt, möglichst viele Menschen zu interessierten Einwohnern und Bürgern unseres Landes zum machen, desto stärker wird die Freiheit. Deshalb sehe ich in der staatlichen Anerkennung des Islam im Kanton Zürich wie diese neben den christlichen Kirchen auch die jüdische Kultusgemeinde hat, eine längst überfällige Forderung. Staatliche Anerkennung stärkt diejenigen Muslime, die sich auf die Grundwerte unseres Gemeinwesens stellen und grenzt die aus, die sich diesen widersetzen. Eine staatliche Anerkennung ist immer auch an Bedingungen der rechtsstaatlichen Ordnung geknüpft. Sie holt die Moscheen aus den Hinterhöfen und ermöglicht Repression gegen diejenigen, die dort bleiben wollen. Wir brauchen einen europäischen, einen schweizerischen Islam und wir selber können dafür die Voraussetzung schaffen.

Die Erhaltung der Freiheit ist ein täglicher Kraftakt, weil wir unsere Ängste so kontrollieren müssen, dass wir unser Vertrauen in die Freiheit nicht verlieren. Auf die aktuelle Situation bezogen zeigt sich nun aber, dass das Misstrauen stärker wird. So werden vielfach die Muslime in Sippenhaft für die Terroristen genommen und die Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt. Eine FDP-Politikerin forderte ein Ausgehverbot und das Aufheben rechtsstaatlicher Prinzipien für Muslime.

Leider läuft die Diskussion heute in die andere Richtung: Bereits die Einrichtung einer Gastprofessur für «Islamische Theologie und Bildung» an der Universität Zürich führte zum Aufschrei bei nationalkonservativ-christlichen Politikern. Dass die Universität dabei gerade die so wichtige und spannungsreiche Thematik der islamischen Theologie in der europäischen Gesellschaft aufgreift, beruhigt die Politiker nicht. Es könnte ja nur ein Zwischenschritt zu einem «Imamlehrstuhl» sein – was nebenbei gesagt weit besser wäre, als radikale Imame zu importieren. Dabei brauchen wir dringend Antworten: Liegt die Gewalt im Namen des Islam in seiner Entstehungsgeschichte oder ist es vielmehr unstatthaft, von einem unwandelba-

Doch was uns von den Terroristen trennt, ist nicht die Religion, sondern die Liebe zur Freiheit. Unser Staat verlangt kein Glaubensbekenntnis, sondern die Einhaltung der Bundesverfassung, der Gesetze und damit unserer

ren Wesen einer Religion seit der Gründungszeit auszugehen? Stehen die Werte von Islam und westlicher Welt tatsächlich im Widerspruch? Welche Rolle spielt aber auch westliche Interessenpolitik im Nahen und Mittleren Osten für die Entstehung von Gewalt? Sowohl wir als auch die muslimische Gemeinschaft müssen sich solchen Fragen stellen. Angst ist kein guter Ratgeber, die Stärke schon. Und eine starke Gesellschaft macht sich die Menschen zu Verbündeten. Das gilt im besonderen Masse für die Menschen, die vor Krieg und demselben uns ängstigenden Terror nach Europa geflohen sind. Sie sehen bei uns die Freiheit, die ihnen das «Kalifat» verwehrt. «Willkommenskultur» ist dabei weniger ein Programm als vielmehr eine Haltung. Vielleicht führte die betonte Professionalisierung der Solidarität im Sozialstaat auch zu einer Entfremdung der Menschen vom Leid der anderen. Konkrete Solidarität braucht aber auch Nähe – die vielen Hilfesuchenden erinnern uns eindringlich daran. Das ist auch eine grosse Chance für uns selber, die Chance stärker zu werden als Gemeinschaft. Und genau dies wäre die grösste Niederlage für die Terroristen. Diese Gedanken sind unvollständig – Doch wo der durchaus verständliche «Ruf zu den Waffen» dominiert, muss der Ruf nach unseren Werten umso lauter sein. Ich meine, wir kommen nicht aus ohne das durchaus verwundbare Vertrauen in die freiheitliche Gesellschaft, wollen wir nicht werden wir unsere Feinde. Erst der Mut zur Freiheit bedeutet den Triumph über den Terror.

Etappierung der Ottenbacher Zentrumsplanung, «Anzeiger» vom 17. November. Wer sich am vorletzten Donnerstag auf attraktive Gestaltungsvorschläge für unser Dorfzentrum freute, verliess die Informationsveranstaltung des Gemeinderates ernüchtert. Der Gemeinderat habe entschieden, auf die Resultate vieler Studien wie zum Beispiel «läbigs Ottebach» aus finanziellen Überlegungen nicht einzutreten. Stattdessen werde an der kommenden Gemeindeversammlung ein Planungskredit über 200 000 Franken beantragt. Wozu? Zur Erarbeitung eines Gestaltungsplans für zwei Bauten in der Kernzone und die Ausschreibung eines Investoren-Wettbewerbs.

Warum lehne ich heute diesen Antrag ab? Weil er erstens die in der Einleitung präsentierten Ziele zur Gestaltung des Dorfzentrums völlig ignoriert: Begegnungszonen, historische Gebäude, Verkehrssicherheit und -Fluss bleiben aussen vor. Zum Zweiten halte ich die vorgeschlagene Alternative zum Bau von zwei Zentrumsbauten für unausgegoren. Vor der Ausarbeitung des vorgesehenen Gestaltungsplans sind meines Erachtens verschiedene, grundsätzliche Fragen zu klären: 1. Ist die Gemeindebevölkerung bereit, ein vor 15 Jahren initialisiertes Vorhaben zur Gestaltung des Dorfkerns zu vergessen bzw. auf unbestimmte Zeit zu verschieben zugunsten eines reinen Bauvorhabens, dessen Finanzierung durch einen Investor X erst noch zu klären ist (InvestorenWettbewerb)? 2. Ist sie zudem bereit, für dieses Bauvorhaben rund 2200 m² Kernzone einzusetzen, mit einem Gestaltungs-

plan die bestehende Bau- und Zonenordnung auszuhebeln, das Restaurant Post abzureissen und auf Optionen alternativer Strassenführungen im Zentrum definitiv zu verzichten? Offen blieb, warum dies nicht auch zum Beispiel im Chilefeld realisierbar wäre. 3. Wollen wir Ottenbacher den Gemeinde-Werkhof mit seinen Fahrzeugen, Lagerräumlichkeiten und der Entsorgungsstelle mitten im Dorf und kombiniert mit Ärztepraxis und Alterswohnungen in einem der beiden vorgesehenen Gebäude? 4. Sind wir bereit, den Bau einer Ärztepraxis (rund 400 Quadratmeter) und einer Reihe von Alterswohnungen zu subventionieren, indem wir beim Verkauf gemeindeeigener Grundstücke an einen Investor allenfalls auf marktkonforme Erlöse verzichten? Letztendlich stört mich, dass beim beantragten Planungskredit über 200 000 Franken fast die Hälfte bereits ausgegeben wurde. Notabene für ein Vorhaben, dem ich als Stimmbürger persönlich so nicht zugestimmt hätte. Wenn überhaupt ein Planungskredit, dann ein reduzierter. Der bereits ausgegebene Betrag ist meines Erachtens an der Gemeindeversammlung vor Abnahme der Jahresrechnung zu kommentieren.

Mein Fazit Ich habe persönlich nichts gegen Alterswohnungen oder ein Ärztehaus, habe aber Mühe mit dem vom Gemeinderat gewählten Vorgehen und seinem Vorschlag. Ein erstaunlicher und fundamentaler Kurswechsel bei einem Projekt, das die Gemeindebevölkerung schon so lange beschäftigt. Der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember sehe ich mit Spannung entgegen. Walter Herrmann, Ottenbach

Mensch erobert den Lebensraum der Tiere

Sozialzweckverband: Zusammenarbeit statt Abgrenzung

Das Rotwild erobert die urbane Landschaft, «Anzeiger» vom 13. November.

Stellungnahme der SP Bezirk Affoltern zu Anträgen auf Austritt aus dem Sozialzweckverband.

Was für ein erhebender Anblick: grüne Männer inmitten von Tierleichen. Wieso nur kann es sein, dass einige Wenige sich auf der Gemeinde ein Jagdpatent kaufen können, das sie ermächtigt, in den Wald zu marschieren und dort frei lebendes Wild abzuknallen, an dessen Anblick sich die Mehrheit der Steuerzahler auf Spaziergängen erfreuen möchte? Wie wir sehen, ist dieses Hobby auch für ältere Herren geeignet, denn durch Treiber und Hunde aufgescheuchte Tiere laufen ihnen direkt vor das Präzisionsgewehr, sodass sie gemütlich und problemlos zum Schuss kommen. Das nennen sie dann auch noch «Sport»! Somit also gar nicht so «unglaublich», dass diesmal ein Junghirsch beim Vita-Parcours erlegt wurde; das verängstigte Tier wäre wohl auch noch bis ins Dorf geflüchtet, hätte es freie Bahn gehabt. Früher sah man bei Waldspaziergängen oft

Rehe. Ich habe schon lange keines mehr gesehen. Dank Bestandesregulierung durch die Jäger wurden hierzulande bereits Luchs, Otter, Auerhahn und Biber von den Hegern und Pflegern gnadenlos ausgerottet und später auf Kosten von Ökologen und Tierschützern wieder angesiedelt. Hasen sind auch bereits fast verschwunden und daran sind bei Weitem nicht nur böse Raubvögel, Autos und Landwirtschaftsmaschinen schuld. Rotwild frisst Baumrinden – weg damit. Wildschweine wühlen im Kulturland – weg damit. Wildgänse sind artfremd, auch wenn sie die einheimische Fauna nicht beeinträchtigen – weg damit. Füchse sind Tollwutträger – weg damit. Was geht in der Psyche von Menschen vor, die Spass und Lust am Hetzen und Töten von Tieren empfinden? Ihre unschuldigen Opfer sind zu bemitleiden – aber sie selber eigentlich auch. Carlotta Strunz, Ottenbach

Inhalt und Werbung zusammen «Hotel zu den zwei Welten». Die Ämtlerbühne ist voll in der heutigen Zeit angekommen: Inhalt und (bezahlte?) Werbung gehen nahtlos ineinander über. Im Treppenhaus vom Weissen Rössli, in der Garderobe, in der Theaterbar, an der Fotowand sind Infos zum Theater und Werbeflyer/Werbeplakate zahlenmässig ausgeglichen

platziert. Hat nur noch gefehlt, dass während des Spiels – so quasi als Werbeflash – eine Person über die Bühne getänzelt wäre mit einem Werbeplakat mit der Aufschrift: «Ich bin seit 10 Jahren tot – dank einer Organspende lebe ich heute noch!» Ursula Bez, Maschwanden

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Weitsicht und Mut der politisch Verantwortlichen führten vor 50 Jahren zur Gründung des Sozialzweckverbandes in unserem Bezirk. Dahinter stand die Überzeugung, dass mit der Zusammenarbeit der Gemeinden der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird und die anspruchsvollen Aufgaben im Sozialbereich umfassender wahrgenommen werden können. Mit dem Austritt des Bezirkshauptorts aus dem Zweckbereich Sozialdienst auf Ende dieses Jahres hat ein Erosionsprozess eingesetzt, der nun weitere Gemeinden erfasst. Die Gemeinderäte von Bonstetten, Wettswil und Stallikon beantragen den Gemeindeversammlungen vom Dezember den Teil-Austritt aus dem Zweckverband Sozialdienst. Einzig die Mitgliedschaft bei der Kesb soll aufrechterhalten werden, da in diesem Bereich ein Austritt aufgrund des übergeordneten kantonalen Rechts nicht möglich ist. Da ist von Weitsicht und dem Willen zur Zusammenarbeit auf Bezirksebene nicht mehr viel zu spüren. Der Zweckverband Sozialdienst hat sich in den 50 Jahren seines Bestehens stetig weiterentwickelt und für die Bearbeitung neuer sozialer Probleme immer wieder Lösungen erarbeitet. Die Aufgaben, welche heute im Auftrag der Verbandsgemeinden wahrgenommen werden, sind vielfältig und spiegeln soziale Brennpunkte. Der

Zweckbereich Sozialdienst umfasst die Sozialberatung und wirtschaftliche Hilfe für Menschen in Notlagen, die Abteilung Berufsbeistandschaft, eine Suchtberatungsstelle, die Führung eines sozialtherapeutischen Wohnheims, Notzimmer und soziale Wohnbegleitung. Eine Besonderheit ist die Integration der Aufgaben bei der Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden. Seit 1989 arbeiten die Gemeinden in diesem Bereich über den Zweckverband Sozialdienst eng zusammen. Es ist ein Modell, um das uns andere Regionen beneiden. Angesichts der aktuellen Situation mit einer Zunahme der Asylsuchenden dürfte diese Zusammenarbeit in der nächsten Zeit an Bedeutung gewinnen.

und Anpassung zu unterziehen. Dabei muss im Auge behalten werden, dass die Bündelung zentraler Aufgaben im Sozialbereich innerhalb einer Organisation eine Leitidee des regionalen Sozialdienstes ist. Dies ist eine Voraussetzung, um einheitliche Standards anzuwenden. Der Bezirk Affoltern mit seinen überschaubaren Strukturen und knapp 50 000 Einwohnern hat eine ideale Grösse, um Kooperationen zwischen den Gemeinden zu fördern. Um kommende Herausforderungen gut meistern zu können, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Zusammenarbeit auf Bezirksebene. Ein Rückzug auf kleinräumige Strukturen bei der Erfüllung übergeordneter öffentlicher Aufgaben ist kein zukunftstauglicher Weg.

Ein bewährtes Modell wird gefährdet Das alles wird in den Anträgen der drei Unterämtler Gemeinden zuhanden der Gemeindeversammlungen weitgehend ausgeblendet. Die Erläuterungen zur Abstimmungsvorlage beziehen sich primär auf den Bereich der Sozial- und Wirtschaftshilfe. Dass ein Teil-Austritt aus dem Zweckbereich Sozialdienst dazu führen würde, dass die betroffenen Gemeinden für alle andern Aufgabenbereiche neue Lösungen suchen müssten, wird nur nebenbei erwähnt. Mit den Anträgen auf Austritt aus dem Sozialzweckverband wird ein bewährtes Modell, das über Jahrzehnte aufgebaut und weiterentwickelt wurde, in seinen Grundfesten gefährdet. Jede Organisation ist herausgefordert, Aufgaben und Abläufe immer wieder einer Überprüfung

Solidarität und Zusammenarbeit als gesellschaftliches Kapital Für den Vorstand der SP Bezirk Affoltern ist die Solidarität und Zusammenarbeit unter den Gemeinden ein wichtiges gesellschaftliches Kapital. Über lange Zeit war dies ein Qualitätsmerkmal in unserer Region. Die SP ruft die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil dazu auf, dieses Kapital nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen und an den Gemeindeversammlungen im Dezember die Vorlage zum Teilaustritt aus dem Zweckverband Sozialdienst abzulehnen. Vorstand sozialdemokratische Partei des Bezirks Affoltern: Georges Köpfli, ehemaliger Gemeinderat, Hausen


Veranstaltungen

Sankt Nikolaus und Schmutzli kommen wieder St. Nikolaus Gesellschaft Affoltern am Albis seit 1949 www.affolternamalbis.ch/samichlaus Wir besuchen vom 2. bis 6. Dezember 2015 alle Gemeinden im Bezirk Affoltern inkl. der Gemeinden Bonstetten, Wettswil a. A., Stallikon. Für den Besuch von Sankt Nikolaus können Sie sich anmelden bei: Familie Stöckli oder Familie Koller

Telefon 044 761 59 56 Telefon 044 768 23 49

oder per E-Mail unter samichlaus@affolternamalbis.ch

Heute letzter Anmeldetag Anmeldeschluss: 20. November 2015

Reisen mit Freunden Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten 2015 Zibelemärit Bern Fr. 39.– Montag, 23. November 2015 Fahrt mit Kaffee und Weggli Weihnachtsmarkt Stuttgart Fr. 55.– Freitag, 27. November 2015 Fahrt mit Kaffee und Weggli ID und Euro mitnehmen Klausfahrt ins Entlebuch Fr. 85.– Samstag, 5. Dezember 2015 inkl. Mittagessen und Chlaussäckli Weihnachtsmarkt Konstanz Fr. 38.– Dienstag, 15. Dezember 2015 Fahrt mit Kaffee und Weggli ID und Euro mitnehmen

Tagesfahrten 2016

Adventskränze Schnittgrün Weihnachtsbäume Dekorieren Sie sich die schönste Zeit des Jahres heimelig. Wunderschönes Deko-Material oder Weihnachtsbäume, auch mit Wurzeln, für eine besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit. Knüsel – Früchte Hauptstrasse Knonau–Cham Oberwil 1, 6330 Cham, Telefon 041 780 33 65

Neujahrsfahrt – Ochsen Ernetschwil Sonntag, 3. Januar 2016 inkl. Mittagessen mit Musik

Fr. 75.–

Ferienreisen Salzburgerland – Adventsfahrt DZ/HP Fr. 615.– Weihnachtsmarkt Salzburg/Schlittenfahrt 30. November bis 3. Dezember 2015 Seefeld – Bergweihnacht DZ/HP Fr. 460.– inkl. Konzert Ösch’s die Dritten und Die Amigos 8. bis 10. Dezember 2015

www.aemtler-car.ch

Anna-Maria zeigt ihre Bilder. Samstag/Sonntag, 21. und 22. November 2015, jeweils 14 bis 21 Uhr. Sennhüttenstrasse 4, 8912 Obfelden. Live-Musik mit Franz Arnold: Samstag, ab 17 Uhr.


Gewerbe/Dienstleistungen

Sonderausstellung

Politsatire

«Polstermöbel und Polsterbett» im Fokus bei Kurt Wohndesign in Obfelden. > Seite 19

Der langjährige Fernsehkorrespondent Werner van Gent im «LaMarotte». > Seite 21

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Freitag, 20. November 2015

Silber am Frauenfelder Top-Resultat für Walter Roth aus Rifferswil am wichtigsten Waffenlauf. > Seite 28

Eine Agentur fürs ganze Säuliamt AXA Winterthur: Hauptagenturen Affoltern und Wettswil fusionieren Per Anfang 2016 bündelt Versicherer AXA Winterthur seine Kräfte im Säuliamt. Der Standort in Wettswil entfällt. «Mit 55 Jahren höre ich auf», hat Röne Bernet, Agenturleiter der AXA in Wettswil schon vor 25 Jahren entschieden – und seither auf dieses Ziel hingearbeitet. Per 1. Januar 2016 ist es nun so weit: Seine Hauptagentur in Wettswil wird in die Hauptagentur Affoltern integriert. Ganz aufhören möchte Versicherungs-Urgestein Bernet allerdings doch nicht. Seine Kunden im Unternehmensbereich wird er weiterhin betreuen. «Ich habe Spass an meinem Job», begründet er. Die Kunden aus dem Unteramt dürfen sich auch zukünftig darauf verlassen, dass sie von ihren bewährten Ansprechpersonen individuell und persönlich beraten werden. «Ausser der Adresse und der Telefonnummer bleibt alles gleich», versichert Thomas Bauer, Hauptagent der AXA in Affoltern. Seine «schlagkräftige Truppe» wächst mit dem Zusammenschluss von fünf auf neun Mitarbeitende. So

Das Team der AXA im Säuliamt um Thomas Bauer (links) und Röne Bernet (3.v.r.). (Bildmontage zvg.) ist Bauer zuversichtlich, die positive Entwicklung der letzten Jahre mit je

vier bis sechs Prozent Wachstum fortsetzen zu können. (tst.)

Energieeffizient Kaffee trinken Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) unterstützen ihre Kunden mit 25 Prozent Rabatt auf Kaffeemaschinen mit Abschaltautomatik und helfen so, Geld und Energie zu sparen. So viel Energie Kaffeetrinken auch verspricht, so viel Energie kann bei dessen Zubereitung gespart werden. Ein Grossteil der rund drei Millionen Kaffeemaschinen in Schweizer Haushalten und Büros läuft rund um die Uhr und verschwendet Energie. So verursacht allein das Warmhalten der Maschine drei Viertel der Stromkosten. Eine bequeme Lösung sind energieeffiziente Kaffeemaschinen mit Abschaltautomatik. Mit diesen könnte die Schweiz jährlich über 25 Millionen Franken Stromkosten sparen. Die EKZ fördern deshalb das energieeffiziente Kaffeetrinken auf einfache Art. Im Rahmen der Förderaktion erstatten sie ihren Kunden 25 Prozent des Kaufpreises einer neuen Kaffeemaschine mit Abschaltautomatik zurück (bis 250 Franken, Maschine gemäss topten.ch). Die Förderbeiträge für 1000 Kaffeemaschinen werden nach Eingang der Anträge vergeben. (pd.)

AXA Winterthur, Hauptagentur Thomas Bauer, Bahnhofplatz 11, Affoltern, Telefon 044 763 40 00.

Infos unter www.ekz.ch/kundenaktion.

Paketbox plus ausgezeichnet

Ungewohntes und Verspieltes

German Design Award für Schweizer

Adventsausstellung im Atelierladen Klunkerli in Affoltern am 28. November.

Die Produktinnovation «Paketbox plus» der Ernst Schweizer AG in Hedingen wurde vom Rat für Formgebung, dem German Design Council Deutschland, im Rahmen des German Design Awards 2016 ausgezeichnet.

herausragende Designqualität an die Paketbox plus. Damit gehört die Produktinnovation zu den 15 besten Design-Erzeugnissen in der Kategorie «Building and Elements». Der German Design Award zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit und geniesst weit über Fachkreise hinaus hohes Ansehen. In diesem Jahr Die internationale Experten-Jury ver- wurden der Jury in Deutschland insgegab die Auszeichnung «Winner» für samt 3400 Einreichungen präsentiert, ein Drittel stammt aus dem Ausland . Das bequeme Einkaufen via Internet wird immer mehr zum festen Bestandteil des Alltags. Kein Wunder, hat sich die Anzahl der schweizweit verschickten Pakete in den letzten Jahren deutlich erhöht. Diesen Trend zum Online-Shopping gewahr, hat Schweizer in Zusammenarbeit mit der Firma René Koch AG einen neuartigen Briefkastentypus entwickelt: Wer die Paketbox plus besitzt, verpasst garantiert keine Paketsendung mehr und kann auch die gelben Abholzettel getrost Diese Weniger Zweitzustellungen und Abholungen: Die Erhöhung vergessen. von Kundennutzen und Komfort ist auch ökologisch sinn- Software gesteuerte Anlage besteht voll. (Bild zvg.)

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aus Briefkästen, Paketboxen und einem Infoterminal. Auf einem Touchscreen wählt der Bote den Empfänger, worauf auf dem Bildschirm alle freien Boxen angezeigt werden. Nachdem er das Paket in die gewählte Box gelegt und diese wieder geschlossen hat, kann sie der Empfänger mühelos mit einer PIN öffnen. «Dieses innovative Produkt entspricht genau dem Trend bei der postalischen Zustellung von Paketen: Es ermöglicht das sichere Zustellen von Paketen rund um die Uhr», sagt Roger Bapst, Geschäftsbereichsleiter Briefkästen und Fertigteile. Formal bleiben die Boxen in der bewährten Christen-Manier, nur fallen sie zweibis dreimal grösser aus als die Briefkästen. (pd.) anzeige

Am Samstag, 28. November, von 10 bis 15 Uhr findet im Atelierladen Klunkerli in Affoltern wieder eine Adventsund Weihnachtsausstellung statt. Evelyn Wittenwiller verkauft Dekorationen, Kränze und Geschenke, welche sie selbst herstellt. Auch individuelle Kundenwünsche werden gerne erfüllt. Es gibt Neues, Ungewohntes und Verspieltes zu entdecken. Dabei werden alle Besucher mit Getränken und Kuchen verwöhnt. Zusätzlich ist das Klunkerli auch am 6. Dezember, anlässlich des «Centralmärts» geöffnet. (pd.) Atelierladen Klunkerli, Altes Gemeindehaus, Zürichstrasse 96, Affoltern, Telefon 044 761 31 20.

Evelyn Wittenwiller am Werk. (Bild zvg.)


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Kloster Kappel a. A.

Sonntag, 22. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Gedenken der Verstorbenen des letzten Kirchenjahres Pfarrerin Bettina Stephan 17.00 Musik am Sonntagabend mit dem Stradivari-Quartett Donnerstag, 26. November 14.00 Seniorennachmittag Beginn in der Kirche

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 22. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Christof Menzi Sonntag, 22. November 13.30 bis 17.15 Tagung «Wie will ich sterben?» Klostergespräch zum Lebensende mit Pfr. Markus Sahli und Pfrn. Rita Famos Anmeldung bis Freitag 20. November 044 764 87 84 Die Teilnahme ist kostenfrei (Kollekte) Mittwoch, 25. November 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 26. November 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 21. November 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. Th. Müller Sonntag, 22. November Ewigkeitssonntag 10.00 Gottesdienst mit Nennung aller in diesem Jahr verstorbenen Gemeindeglieder «Hoffnung» (Hiob 14, 7–10) Pfr. W. Schneebeli Anschliessend Apéro im Ulmensaal 17.00 Konzert zum Ewigkeitssonntag in der Friedhofskapelle: «Trompetenklänge» mit K. Kitade, Trompete, und A. Nardone, Orgel Mittwoch, 25. November 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfr. W. Schneebeli

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 22. November 19.00 Abendgottesdienst zum Totensonntag mit Pfr. Lukas Maurer Mittwoch, 25. November 18.00 Adventszauber im Dorf Schmücken des Weihnachtsbaumes

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 22. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfarrer Matthias Fischer, Marlis Roduner, Violine, und Vincent Dallèves, Orgel Montag, 23. November 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend Dienstag, 24. November 16.00 Fiire mit de Chliine in der katholischen Kirche Freitag, 27. November 6.00 Kontemplatives Morgengebet 12.00 Zäme Zmittag in der Zwinglistube bei der Kirche Anmeldung bis Mittwochabend an: sonja_billeter@datazug.ch oder Telefon 044 764 02 15

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 22. November 20.00 Musikalischer Abendgottesdienst zum Ewigkeitssonntag Pfarrer Walter Hauser Naemie Tanner, Harfe Anette Bodenhöfer, Orgel

Ref. Kirche Kappel a. A. Freitag, 20. November 16.00 Club 4 in Kappel Samstag, 21. November 9.30 Chor-Projekt im Chor der Kirche Sonntag, 22. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Ch. Menzi Mittwoch, 25. November 13.30 Kolibri

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 22. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Totengedenken und Abendmahl Vikarin Rahel Albrecht anschliessend Gräberbesuch Mittwoch, 25. November 20.00 Lesekreis im Pfarrhaus Wir lesen von Amos Oz «Judas»

Ref. Kirche Maschwanden Freitag, 20. November 20.00 Gebetsabend in der Kirche Leitung Ruedi Künzi Sonntag, 22. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag «Ich sehe was, was Du nicht siehst» in Maschwanden mit Pfrn. Claudia Mehl Veronica Hvalic Im Anschluss in der Kirche Singen von Taizéliedern unter der Leitung von Veronica Hvalic. 20.00 Kirchenkonzert Musikverein Maschwanden Mittwoch, 25. November 12.00 Seniorenmittag in der Mehrzweckhalle der Schule Freitag, 27. November 20.00 Taizéfeier in der Kirche Maschwanden mit Pfrn. Claudia Mehl

Ref. Kirche Obfelden

Kath. Kirche Hausen a. A.

Freitag, 20. November 19.00 Concerto piccolo mit Jan Mueller (Trompete) Seraina Brügger (Piano) Samstag, 21. November 9.00 Mannezmorge Mit Chr. Spörri Ref. Kirchgemeindehaus 17.00 Jubiläumskonzert Panflötenschule Monika Meier mit Jonas Gross (Panflöte) und Josef Bachmann (Piano) Reformierte Kirche Sonntag, 22. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Andres Boller Kornél Radics (Orgel) Zsuzsanna Szabo (Gesang), Reformierte Kirche anschliessend Kirchenkaffee im ref. Kirchgemeindehaus Donnerstag, 26. November 12.00 Club 4, Gruppe Omega ref. Kirchgemeindehaus

Samstag, 21. November 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 22. November 11.00 Eucharistiefeier Anschliessend KirchgemeindeVersammlung Dienstag, 24. November 16.00 Fiire mit de Chline

www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 22. November 10.00 Ewigkeitssonntag Thema: «Der gute Hirte» Pfarrer Jörg Ebert Musikverein Ottenbach Veronica Nulty, Orgel Mittwoch, 25. November 20.30 Vollmondsingen im Chor der Kirche mit Andreas Manz www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 22. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag Johannes 11, 25–27, «Ein Bekenntnis für die Ewigkeit» Pfrn. Yvonne Schönholzer Therese von Büren, Orgel Stefanie und Roman Haller Harfe und Irische Flöte Montag, 23. November 15.45 Kolibri

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Samstag, 21. November 20.00 Kirche Stallikon: Kammermusikalisches Konzert Ilios Quartett Sonntag, 22. November 10.00 Kirche Wettswil: Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Otto Kuttler und Pfr. Matthias Ruff Musik: Mihaly Fliegauf, Fagott Casey Crosby, Orgel Wir gedenken der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres Anschliessend Chilekafi Fahrdienst: Anmeldung 21. November Telefon044 777 99 72 Mittwoch, 25. November 9.15 und 10.15 Elki Singen im Jugendhaus Stallikon 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 26. November 12.30 Wettswiler Senioren-Mittagessen im Restaurant Hirschen Freitag, 27. November 11.45 Stalliker Senioren-Mittagessen im Restaurant Schwarzer Hecht Öffnungszeiten Jugendtreff siehe Homepage

Kath. Kirche Affoltern a. A. Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 20. November 12.00 Senioren-Mittagstisch im Pfarrhauskeller 19.00 Kreistanz im Pfarrhauskeller Sonntag, 22. November 10.00 Ewigkeitssonntag Gottesdienst mit Totengedenken Pfarrer Andreas Fritz, Angela Bozzola,Orgel Anschliessend Kirchenkaffee im Pfarrhauskeller Mittwoch, 25. November 14.00 bis 17 Uhr Kolibri-Bastelnachmittag

Samstag, 21. November 17.30 HGU-Eröffnungs-Gottesdienst Anschliessend Apéro Sonntag, 22. November 9.00 Eucharistiefeier Anschliessend Chilekafi 11.00 Santa Messa

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 22. November 10.15 Eröffnungsgottesdienst-HGU im Singsaal Schulhaus Mettlen Wettswil Dienstag, 24. November 19.30 Abendmesse im Provisorium Bonstetten Mittwoch, 25. November 9.00 Ökumenisches Morgengebet im Provisorium Bonstetten Donnerstag, 26. November 19.00 Rosenkranz im Provisorium Bonstetten

Kath. Kirche Mettmenstetten Samstag, 21. November 17.00 HGU-Eröffnungsgottesdienst Speziell für die Erstklässler und ihre Familien Sonntag, 22. November Kein Gottesdienst in Mettmenstetten, dafür um 11.00 Eucharistiefeier in Hausen mit Pfr. A. Saporiti und Diakon M. Kühle-Lemanski Anschliessend Kirchgemeindeversammlung

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 22. November 10.30 HGU-Eröffnungs-Gottesdienst Anschliessend Apéro

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 21. November 14.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids Sonntag, 22. November 9.45 Gottesdienst «Faszination Schöpfung Pfr. Ueli Baltensperger Kinderprogramm, Teenie-Godi 19.00 Worship-Gottesdienst Montag, 23. November 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 22. November 9.45 Gottesdienst mit Connexio Kinderhort; anschl. Teilete mehr unter: emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 20. November 20.00 Lobpreis-Gebetsabend Sonntag, 22. November 10.00 Gottesdienst Hüeti und KingsKids anschliessend Korpsforum mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 22. November 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 22. November 10.30 Gottesdienst Kleinkinderhort. Unterricht und Sonntagsschulen proben für die Weihnachtsaufführung Donnerstag, 26. November 20.00 Bibelabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

10.15 Pfahlkonferenz im Kongresszentrum «Thurgauerhof», Weinfelden In Bonstetten findet kein Gottesdienst statt Weitere Informationen siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

Freitag, 20. November 2015

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Viele Ideen für die individuelle Gestaltung von Wohnraum Sonderausstellung «Polstermöbel und Polsterbett» bei Kurt Wohndesign in Obfelden «Polstermöbel und Polsterbett» heisst die Sonderausstellung bei Kurt Wohndesign in Obfelden. Sie offenbart die vielen Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der eigenen vier Wände. Ob Polstermöbel oder Polsterbett, eine Sofalandschaft, eine Sonderanfertigung oder ein funktionaler Sessel: Wer sich bei Kurt Wohndesign umschaut und sich beraten lässt, der findet mit Sicherheit das, was den individuellen Vorstellungen entspricht. Die fachliche Beratung sowie neue und auch überraschende Ideen stellen im Obfelder Traditionshaus seit je Eckpfeiler dar. Das geht weit über Erklärungen zur Funktionalität von Einrichtungsgegenständen hinaus. Dazu zählen unter anderem auch die Bereiche von Materialien und Farben, Kombinationsmöglichkeiten mit bestehenden Einrichtungen, Grösse und Formen. Welcher Vorhangstoff, welche Bettwäsche passt zur Neuanschaffung oder zum bestehenden Sofa? Welcher Spiegel oder welche Nachttischlampe zum Intérieur? Welche Farbe soll es bei den Frotteetüchern sein? Solcherlei Fragen werden in auch der neuen

Boutique von Kurt Wohndesign beantwortet. Die Liebe zum Detail ist die ständige Begleiterin: sei es beim Geschirr, den Glaswaren den Keramikartikeln oder bei Holzkreationen. Auch die Auswahl an Gebrauchsgegenständigen für Küche, Bad und Wohnbereich ist gross.

Mit einem Glas Wein durch die Sonderausstellung «Unsere Boutique haben wir stark aufgerüstet», sagt Inhaber Mirco Kurt, der an der Sonderausstellung auch Einblicke in die Werkstatt bietet. Und den Ausstellungsbesuchern eine besondere Ambiance bieten will. Dazu gehören auch ein Glas Wein und Häppchen, die man auf Streifzug durch die Sonderausstellung geniessen kann – und die Ausstellung auch zum gesellschaftlichen Anlass machen. Miriam und Roland Bulliard vom Weinladen Küferweg in Obfelden sind während der Ausstellungstage mit rund 30 Gewächsen präsent. (-ter.) Sonderausstellung «Polstermöbel und Polsterbett»: Freitag, 20. November, 14 bis 20 Uhr; Samstag und Sonntag, 21./22. November, 11 bis 17 Uhr. Kurt Wohndesign, Obfelden, www.kurtwohndesign.ch

Bequem sitzen auf Polstermöbeln: Mirco Kurt, Inhaber von Kurt Wohndesign (links) mit Miriam und Roland Bulliard, die an der Sonderausstellung mit edlen Tropfen präsent sind. (Bild Werner Schneiter)

Bar trifft Advent

U.S.-Aktienmarkt spürt die Klauen des Bären

Insider wissen es: Der Weg in die Güggel Bar nach Rickenbach lohnt sich. Am Wochenende vom 21. und 22. November treffen sich dort alle, die das Spezielle für die Adventszeit suchen, am «Weihnachtsmärt». Vor der Bar und auf drei Etagen bieten Kreative aus der Region ihre Werke und Kreationen zum Verkauf an. In diesem Jahr ist die Auswahl besonders gross. Nebst Advents- und Weihnachtsdekorationen, Accessoires, Ess- und Trinkbarem, findet man viele kleine und grosse Geschenkideen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auf einem Rundgang kann sich jede und jeder selbst von der Vielfalt überzeugen. Der Marktbetrieb dauert samstags bis 22 Uhr, da findet sich genügend Zeit, um in Ruhe die Ausstellung zu besuchen. Kurt Hegetschweiler und sein Team verwöhnen während dem Markt die hungrigen und durstigen Besucher in der gemütlichen Bar. Wer kein Nachtschwärmer ist, kann sonntags, sei es zu Fuss, mit dem Auto oder den öV den Markt besuchen und sich bei einem Glas Glühwein aufwärmen. (pd.) Ausstellung und Bar, Samstag, 21. November, 16 bis 22 Uhr und Sonntag, 22. November, 11 bis 17 Uhr.

Egon Wenzinger* über Aktienmärkte

Tiziana Di Maio hat ihren Kundinnen viel zu bieten. (Bild Thomas Stöckli)

In Ruhe etwas Besonderes kaufen Grosse Auswahl bei Ambra Bijoux «Ich bin bereit für die GeschenkeZeit», sagt Tiziana Di Maio. Besonders fleissig hat die Inhaberin von Ambra Bijoux in Bonstetten in den vergangenen Wochen Schmuckstücke kreiert. Entsprechend gross ist die Auswahl an Armbändern und Ketten, aber auch besonderen Ledergürteln und Taschen sowie Schals. Interessierten erzählt Tiziana Di Maio auch gerne, wie und aus welchen Materialien sie ihre Schmuckstücke fertigt. Und wer will, der kann sich so-

gar etwas nach den eigenen Vorstellungen zusammenstellen lassen. Um Platz zu schaffen für Neues, hat Tiziana Di Maio eine Schnäppchen-Ecke eingerichtet. Hier gibt es verschiedene Artikel um bis zu 50 % reduziert. «Jetzt ist die beste Zeit für all jene, die noch in Ruhe etwas Besonderes kaufen möchte», verrät sie. (tst.) Ambra Bijoux, Stallikerstrasse 1A (Oktogon-Areal), Bonstetten. Infos unter www.ambra-bijoux.ch.

Zurückblickend endeten die «guten Zeiten» des U.S.-Aktienmarktes mit der Beendigung der sogenannten «Quantitative-Easing»-Geldpolitik der U.S.-Zentralbank im Oktober Egon Wenzinger. 2014. Dieses Jahr kann man als «die schlechten Zeiten» bezeichnen, da der Markt während des ganzen Jahres zwischen dem Hoch vom + 3,49 % am 21. Mai und dem Tief von - 9,29 % am 25. August schwankte. Ursache für die zunehmende Marktverschlechterung und die erhöhte Volatilität war die Erwartung der ersten Zinserhöhung nach mehr als sieben Jahren. Um diese auszulösen, hatte die Zentralbank zwei Ziele gesetzt: 1. Die Arbeitslosenrate muss auf 5 % zurückfallen und 2. die Inflationsrate muss die 2-%-Marke erreichen. Obwohl die U.S.-Wirtschaft schleppend wuchs, entwickelte sich die Weltwirtschaft rückläufig. Das erste Ziel, der Rückgang der Arbeitslosenrate, wurde schnell erreicht. Der Zerfall der globalen Rohstoffpreise verursachte aber eine bemerkenswerte Deflation in Form von sinkenden Öl- und anderen Rohstoffpreisen. Dadurch wurde der

Zinsentscheid des FED ständig verschoben. Dieses Zögern wirkte sich negativ auf den Aktienmarkt aus. Wie prognostiziert, wirkte sich die Stärke des U.S.-Dollars im dritten Quartal negativ auf den Large-Cap Leitindex S&P 500 aus und brachte den versteckten Bären zum Vorschein! Führende Aktiensektoren fielen seinen zerreissenden Krallen zum Opfer. Zu spüren bekamen dies zuerst die Aktien der Banken, gefolgt von den Rohstoffen, der Energie, den Computern, des Detailhandels bis zu der Elektroindustrie. Unter den führenden Titeln verlor die mächtige Apple-Aktie 15 % in diesem Jahr. Aber über das Ganze gesehen notiert der Titel immer noch leicht im Plus. Skyworks Solutions, ein breit aufgestellter 14-Milliarden-Dollar Elektronik-Konzern, verlor seit dem 23. Juni 32 % und die Tendenz ist immer noch sinkend! So eroberte der Bär den ganzen Markt. Ob die kommende Zinserhöhung dem Amoklauf des Bären ein Ende setzt, bleibt noch eine offene Frage. Aber die Ungewissheit wird beendet und der Bulle kommt zum Vorschein. *Egon Wenzinger ist Inhaber der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern, Telefon 044 762 24 40.

Genuss bei Kerzenlicht Adventsfenster im «wohlum», Rossau Sich selber Zeit schenken und im wohlum verwöhnen lassen am 1. Adventsmontag, 30. November, von 17 bis 20 Uhr.

Vielfalt im «Güggel». (Bild zvg.)

Einfach eintauchen in die vorweihnächtliche Stimmung und die ruhigere kalte Zeit des Jahres im Kerzenlicht geniessen. Neben würzigen Getränken und Knabbersachen in der «wohlum» Küche, entlockt man Trudi Bühler sicher das eine oder andere Rezept aus dem Ayurveda. Als Dankeschön an langjährige Kunden und eine schöne Gelegenheit für Interessierte, «wohlum» kennen zu lernen, darf aus drei

Angeboten ausgewählt werden: Cornelia Kempkes lockert mit spezieller Technik verspannte Fussgelenke, Susette Haegi zeigt eine wirksame Übung zur Cortexbalance und Hanny Knecht und Sophie Frey massieren Füsse im Aromafussbad. Das Angebot ist kostenlos und benötigt keine Anmeldung. Man kann kommen und gehen, wie man Lust hat. Im Anschluss findet wie jeden Monat von 20 bis 21.30 Uhr eine Meditation mit Loten Dahortsang, Meditations- und Lu-JongLehrer statt. Hier ist eine Anmeldung erwünscht (Sophie Frey, Telefon 079 390 62 60 oder sophiefrey@blue-

win.ch) und die Teilnahme kostet 40 Franken. (pd.) Angebote im «wohlum:» Cornelia Kempkes, Psycho-therapeutin ASP, Craniosacral Therapeutin NVS Osteopathin, 079 770 71 72; Hanny Knecht, Fussreflex-und Ayurvedamassagen, Schröpftherapie, Beratung in Biochemie nach Dr. Schüssler, 076 578 44 98; Susette Haegi, Zert. BodyTalk Anwenderin, 078 679 23 29; Sophie Frey, Fussreflexzonen- und Ayurvedamassagen, Beratung in Biochemie nach Dr. Schüssler, 079 390 62 60; Trudi Bühler Ayurveda Ernährungs-und Gesundheitsberatung + Kochkurse, 079 410 23 26; Claudia Urban, Heilpraktikerin, 079 518 62 43. Weitere Infos unter www.wohlum.ch.

Es hat bereits Tradition, das Adventsfenster im «wohlum». (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Freitag, 20. November 2015

Ein Adventskonzert voller musikalischer Überraschungen Konzert des Musikvereins Ottenbach Der Musikverein Ottenbach lädt am 28. November, um 19 Uhr zum Konzert in die Kirche Ottenbach ein. Wenn Ende November (vielleicht schon) «leise der Schnee rieselt», die «Glocken süsser nie klingen» und der MV Ottenbach musizierend «oh du fröhliche» wie «alle Jahre wieder» zum Adventskonzert einlädt, dann verabschieden sich die Ottenbacher Musikanten in einem festlichen Konzert mit weihnachtlichen Liedern und besinnlichen Balladen für dieses Jahr von ihrem treuen Publikum. Ein musikalisches Potpourri voller Überraschungen, das heisst traditionelle Melodien vermischt mit moder-

nen Kompositionen von Enya, Amy Winehouse, Lady Gaga und Michael Jackson. So wie man den Musikverein Ottenbach unter der Leitung seines wirbligen Dirigenten Ivo Raimann kennt. Passend zum Jahr der Klarinette kommt auch ein klassisches Stück von J.S. Bach zur Aufführung. Ein Genuss der ganz besonderen Art, wenn sieben Klarinettisten ihr Instrument gekonnt präsentieren. Durch das Programm führen die beiden jungen Musiker, Sandro Haller und Jan Müller, welche mit ihrer Konzertpräsentation sicher ebenso eine Überraschung für das Publikum sein werden. Ein perfekter Anlass, um sich am 28. November, um 19 Uhr in der Kirche Ottenbach auf die Adventszeit einstimmen zu lassen. (sha)

Der Musikverein Ottenbach präsentiert einen bunten Mix zwischen klassischen und modernen Titeln. (Bild zvg.)

Jubiläums-Basar für Afrikaspital 20 Jahre Basar in Obfelden – am 29. November in der Brunnmatt

Adventszauber zwischen Gemeindehaus und Burgwies. (Bild zvg.)

Adventsstimmung ohne langen Anfahrtsweg Zauberhafter Adventsbazar in Bonstetten Dieses Jahr stehen abends am Adventszauber neben den Advents-Dekorationen des Frauenvereins auch weitere geschmückte Stände mit Handwerkskunst und Geschenkartikeln zwischen Burgwies und Gemeindehaus. Selbst für Speis und Trank ist bestens gesorgt: Bonstetten 60+ bietet auch am Abend noch Suppe an – solange der Vorrat reicht –, die Landfrauen Kräutertee, Landi stellt wieder den heissen Grill auf, die Bäckerei verwöhnt im Café mit Süssem und Glühmost, die Cevi bäckt feine Crêpes, die Pfadi leckere Schoggifrüchte und der Theaterverein sorgt für kühles Bier, heissen weissen Glühwein und dem coolen Karten-Vorverkauf für das winterliche Theaterstück «Det äne am Bergli». Wer aber aus der ganz grossen Auswahl an aufwändig geschmückten Advents-Kränzen, Weihnachtsdekorationen, Bastel-, Strick- und Nähwaren des Frauenvereins aussuchen will, sollte unbedingt nachmittags den Weih-

nachts-Bazar besuchen! Und das gilt erst recht für die feinen WeihnachtsGuetzli, Backwaren und Zwiebelzöpfe der Landfrauen. Denn die werden bis am Abend ziemlich sicher ausverkauft sein! Gegen den kleinen und grossen Hunger serviert Bonstetten 60+ in der Kaffeestube im Gemeindesaal sämige Gersten- und Kürbissuppen, Wienerli und natürlich das sensationelle Kuchenbuffet! Auch für die Kinder wird ein schönes Programm geboten: um 15 Uhr die Gschichte-Zyt im Rigelhüsli und ab 14 Uhr Basteln im Foyer. Der Erlös des Bazars wird vom Frauenverein wie immer gespendet: für die Bonstetter Seniorenfahrt, für «Mukiba» von Sr. Margrit Schenkel und Fontanherzen Schweiz, für Kinder mit nur einem halben Herzen. (pd.) Adventsbazar am 25. November, 14 bis 18 Uhr im Gemeindesaal Bonstetten, Adventszauber 17 bis 21 Uhr zwischen Gemeindehaus und Burgwies.

Dieses Jahr findet der Basar der ökumenischen Basar-Gruppe zugunsten des Spitals in Bembéréké in Bénin statt. Am Samstag, 29. November, von 11 bis 16 Uhr in der Brunnmatt, Obfelden. An Stellwänden werden dieses Jahr alle Einnahmen der vergangenen Jahre und deren Verwendung dokumentiert. Über den gesamten Zeitraum konnte rund eine Viertelmillion Franken an Bedürftige gespendet werden. Bildmaterial aus Bembéréké und die konkret getätigten Hilfen sowie Angaben über die Spitalentwicklung vermitteln eine interessante Übersicht. Von Dankesschreiben zu anderweitig unterstützten Projekten, über die Basar-Initianten von 1995 bis zur aktuellen Basargruppe erfahren Besuchende mehr über die Hintergründe. Mit unzähligen Arbeitsstunden engagierten sich verschiedene Basargruppen und Helfende ehrenamtlich für die Durchführung der jährlichen Veranstaltung.

Stolz: Intern in Bembéréké ausgebildete Krankenpflege–Assistenten. (Bild zvg.)

Adventskränze, Präsente, Tombola

Spaghettiplausch und Kerzenziehen

Jahr für Jahr kreieren fleissige Basarfrauen schöne Advents- und Türkränze. Kinder vom Club 4 und Konfirmanden der reformierten Kirche basteln im Vorfeld für «ihren» Basarstand und helfen bei den allgemeinen Arbeiten mit. Ausserdem beliefern viele edle Spenderinnen den Basar mit speziellem Backwerk, hausgemachten Zöpfen oder Desserts für das Mittagsbuffet. Ob Konfitüre oder Likör, die Le-

Die Besucherinnen und Besucher können sich wiederum mit einer Portion Spaghetti, einer Sauce nach Wahl und einem Gläschen Wein verköstigen oder bedienen sich am reichhaltigen Dessertbuffet und einem Kaffee. Auch die Konsumationseinnahmen helfen mit, den Basar-Erlös zu erhöhen. Auch dieses Jahr können individuelle Kerzen kreiert werden, wofür sich immer auch Kinder lebhaft interessieren.

bensmittel sind neu mit schön gestalteten Etiketten ausgezeichnet. Erstmals wird ausserdem eine Tombola durchgeführt. Besonders gefragt sind jeweils die individuell verzierten Lebkuchen von Greth Winkler. Sie beschriftet Lebkuchen mit individuellen Wunschtexten live vor Ort.

Afrika-Produkte und Panflöten Am Afrikastand präsentiert Annelies Meier wiederum Köstlichkeiten, wie Mangokonfitüre, Zitronengras, Nüsse und textile Handwerksarbeiten, Taschen und verpackte «Mitbringsel» aus Bembéréké. Dank ihrer Tätigkeit im gut funktionierenden Spital, wird das Basarteam seit Jahren mit neuen Informationen aus erster Hand versorgt. Mit dem diesjährigen Jubiläumsbasar unter Leitung von Martha Fischer wird ausschliesslich das Afrikaspital unterstützt. Ab 13.30 Uhr bereichert das Panflöten-Ensemble Corona Affoltern den Jubiläumsbasar mit besinnlichen Klängen. (pl) Basar am Samstag, 28. November, 11 bis 16 Uhr, Brunnmatt, Bächlerstrasse 11, Obfelden.

Eine vorweihnachtliche Tradition

Adventsausstellung im Gewölbekeller

40. Kerzenzieh- und Weihnachtsmarkt-Wochenende in Hausen

Am ersten Adventswochenende findet in Obfelden zum zweiten Mal eine Adventsausstellung statt, dieses Jahr mit tollen Kreationen in Beton und vielen weiteren Geschenkideen.

In diesem Jahr ist es zum 40. Mal, dass in Hausen, jeweils am ersten Advent, Kerzen gezogen werden. Diese beschauliche Tätigkeit ist geeignet für Jung und Alt – Generationen verbindend. In der Scheune im Chratz, nahe der reformierten Kirche, sind alle herzlich willkommen! Beim Kerzenziehen kann in kurzer Zeit ein gediegenes Geschenk selber hergestellt und bei dieser kreativen Tätigkeit können auch neue Kontakte geknüpft werden. Es ist angebracht, sich genügend Zeit für den gemütlichen Weihnachtsmarkt zu nehmen! Der heimelige Gemeindesaal versprüht eine wohltuend friedliche Atmosphäre. An 17 Verkaufsständen findet man GeschenkIdeen für Kinder, Verwandte, Freunde, aber auch für sich selbst. Nach wie vor eine grosse Anziehung übt das

Kerzenziehen in Hausen. (Bild zvg.) Spaghetti-Essen aus, das in diesem Jahr schon zum 23. Mal vom Frauenverein Hausen-Ebertswil organisiert

wird. Das festlich bestückte Kuchen Buffet lässt nicht nur Kinderherzen höherschlagen. Kaffee und feinen Zopf gibt es schon ab 10.30 Uhr. Für Kinder ab drei Jahren hat die Vor-Spielgruppe «s’chline Wärchstättli», Kappel, Lebkuchen zum Verzieren vorbereitet. Die ökumenische Gruppe Welt Oberamt beschäftigt sich neu mit dem Thema Ernährung und wird in diesem Zusammenhang ein Heks-Projekt im mittelamerikanischen Land Honduras mit ihren Spenden unterstützen. Sie verkauft Fair-Trade-Produkte, u.a. auch die Kaffeesorte Dezalé vom heimischen Kaffeeröster Vollenweider, der Kaffee aus fairem Anbau in Hausen verarbeitet. Der Reinerlös von Spaghetti-Essen und Kerzenziehen kommt schon seit einigen Jahren der Gruppe Welt zugute. (PRS) Kerzenzieh- und Weihnachtsmarkt-Wochenende, Freitag, 27. November bis Sonntag, 29. November, Chratzscheune und Gemeindesaal, Hausen.

schenktäschli, festliche Karten für jede Gelegenheit, selbstgegossene Kerzen und handgemalte Bilder fürs Kinderzimmer zu bestaunen. Feine gebrannte Mandeln, selbstgemachte Meringues, Eierlikör und verschiedene Konfitüren runden das Angebot ab. Passend zur weihnachtlichen Stimmung werden Punsch und Tee ausgeschenkt. (pd.)

Das spezielle Ambiente des privaten Gewölbekellers an der Alten Landstrasse wird wieder von Sidonia Bär und Nicole Gerber genutzt, um ihn mit Liebe stimmungsvoll zu dekorie- Samstag, 28. November, von 11 bis 17 Uhr und ren. Dieses Jahr wagten sich die bei- Sonntag, 29. November, von 10 bis 17 Uhr. den kreativen Frauen an die Materie Beton und kreierten verschiedene Objekte, die dank Kerzen, Bändern oder Naturmaterialien bestens in die Adventszeit passen und sich zudem gut als Geschenk eignen. Es gibt aber auch originelle Ge- Tolle Kreationen für die Adventszeit. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Freitag, 20. November 2015

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Leckerbissen aus der Welt der Klassik, des Jazz, der Satire und für Kinder Die nächsten zehn Tage im Kellertheater LaMarotte Affoltern Klassik mit dem «Trio Fellini»

Kindertheater «Bingel, Bengel & Bangel»

Donnerstag, 26. November, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr, Eintritt frei – Kollekte. Kleines Essen

Der Klarinettist Dimitri Ashkenasy, die Pianistin Katia Braunschweiler und die Cellistin Katharina Weissenbacher bilden das Trio Fellini. Das begeisternde Ensemble trägt den Namen des berühmten italienischen Filmemachers Federico Fellini, für dessen Filme der Komponist Nino Rota die Filmmusik schrieb. Im LaMarotte werden Beethovens originelles «Gassenhauer-Trio», Nino Rotas einziges Trio in dieser Besetzung und das herrliche Spätwerk opus 114 von Johannes Brahms zu hören sein. Heute Freitag, 20. November, Bar & Abendkasse ab 18.30 Uhr. Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40/30 Franken Ab 19 Uhr Essen «Brätkügeli spezial» 15 Franken (Reservierung erwünscht).

Jazz am Donnerstag Mit dem «Jürg Metzger Trio Plus» Das Trio erweitert sich für seinen Auftritt im LaMarotte zum Quintett. Es spielen der Saxofonist Arthur Ulrich, der Trompeter Svend Capol, der Bassist Peter Livers, der Drummer Bruno Huwyler und Jürg Metzger an der Gitarre. Das breite Repertoire der Band umfasst Standards aus Swing, Bossa, Latin bis hin zu Poptiteln. Leicht, locker und voller Spielfreude.

15 Franken.

Eine wahrlich (b)engelhafte Geschichte zum Staunen und Lachen mit den drei Schauspielerinnen Silvana Peterelli, Marion Mühlebach und Anna-Tina Hess. Die drei Schutzengel Bingel, Bengel und Bangel dürfen nach einem gewonnenen Gesangswettbewerb zur Erde reisen, um dort ein exklusives Konzert zu geben. Flügelchen und Heiligenschein müssen die drei jedoch zurücklassen. Bis anhin unsichtbar und federleicht, finden sich die drei nun auf der Erde in Menschenkörpern wieder. Das stellt die Schutzengel vor neue Herausforderungen. Wie gehen, wie stehen? Kopfstehen? Hinzu kommt, dass die drei plötzlich Schmerz, Hunger und Müdigkeit empfinden. Die Reise zur Erde wird so zu einer Entdeckungsreise über das Menschsein. Eine Geschichte, die nicht nur Kinderherzen berührt.

Politsatire «Medea Inc. in Switzerland». Eine aktuelle Krimi-Satire von und mit Werner van Gent Medea aus Kolchis: Graziella Rossi | Verhörrichter H.P. Brecheisen: Helmut Vogel | Sprecher des Bundesrats: Leo Weibel | Berichterstatter: Werner van Gent | am Mikrofon: Daniel Schmidt | Sound: Andy Mettler Seit fast zweieinhalbtausend Jahren behaupten über 300 Literaten, Medea habe ihre eigenen Söhne umgebracht. Was die Weltliteratur aber nicht beantwortet: Was wurde aus dem Goldschatz, den Medea aus ihrer Heimat Kolchis nach Korinth schleppte? Kürzlich sind amerikanische Steuerfahnder fündig geworden – in Gewölben an der Zürcher Bahnhofstrasse. Der Mordfall Medea muss neu aufgerollt und die mutmassliche Kindsmörderin vor ein Schweizer Gericht gestellt werden. Werner van Gent, langjähriger Korrespondent für Griechenland, die Türkei und den Kaukasus, ist tief in den uralten Mythos seines Berichtsgebietes eingetaucht. Für die Neuaufrollung des Prozesses an Medea glänzt er in der Rolle, die er

Werner van Gent spielt in seiner aktuellen Krimi-Satire «Medea inc. in Switzerland» selbst mit. (Bild zvg.)

(pz) Sonntag, 29. November, WunderBar ab 16.30 Uhr,

sich ein Berufsleben lang selber auf den Leib geschnitten hat: Als Korrespondent und hochkompetenter Berichterstatter.

Für diese Veranstaltung gibt es nur noch ganz weni-

Beginn 17.00 Uhr, Eintritt Kinder (ab 5 Jahren) 10

ge Plätze, deshalb unbedingt reservieren!, Freitag

Franken, Erwachsene 15 Franken

27. November, Bar & Abendkasse ab 19.15 Uhr, Be-

Platzreservierungen für alle Anlässe über

ginn 20.15 Uhr, Eintritt 40/30 Franken.

www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.

Die KiBa Tanz– und Pilatesschule stellt Bilder von Ge Gessler aus

Musikalische Reise nach Ecuador

Vernissage, am Samstag, 28. November, von 16 bis 19 Uhr

Konzert von «Los Amigos del Ecuador»

«Das Theater verbindet uns miteinander», sagt der Aussteller Erwin Imwinkelried über die Wahl des Ausstellungsortes. Die Ballettstudios von KiBa Meilen bieten viel Raum und Synergie.

Am Samstag, 28. November, um 15 Uhr erwartet ein kulturell interessiertes Publikum ein besonderes Highlight. Die Musikgruppe «Los Amigos del Ecuador» tritt in der evangelisch methodistischen Kirche auf und lädt die Zuhörer auf eine musikalische Reise nach Ecuador ein.

George Gessler (GeGe) begann seine künstlerische Laufbahn 1941, am Stadttheater Zürich, zuerst als Bühnenbildner, später als Chefassistent von Teo Otto und Caspar Neher. Aus seinen jährlichen Aufenthalten in der damaligen Kunstmetropole Paris, schuf er die Voraussetzungen für seinen künstlerischen Ausdruck. Seine zahlreichen Reisen nach Nordafrika, Andalusien, in die Provence, sowie ein längerer Studienaufenthalt in Pakistan inspirierten ihn und er entfaltete seinen unverkennbaren Stil. Er fand in seiner aussagekräftigen Bildsprache zu einer klaren und strengen Harmonie von Farbe und Form.

Ein Werk in Zyklen Die Werke von Ge Gessler entfalteten sich meist in Zyklen, was ihn zu intensiven Auseinandersetzungen mit dem gewählten Thema zwang. So entstanden Reihen über Krieg, Passion, Totentanz, Mensch und Umwelt, Untergang und Neuschöpfung, Zukunftsvisionen und viele mehr, in einer dichten, unmissverständlichen Aussage- und Symbolkraft. Ein Leben lang inspirierte ihn auch die Zirkus-, Ballett- und Narrenwelt zu grossen Bilderfolgen.. Die Ausstellung im KiBa Meilen zeigt Bilder zu den Themen Ballett, Tanz und Varieté. Diese entstanden hauptsächlich in den 90er-Jahren als Alterswerke. Einige der ausgestellten Bilder gehören zu seiner frühen Schaffensperiode im Tessin. Bereichernd entdecken wir an der Ausstellung die Taormina-Theaterbilder, die von einer ausdruckstarken Vielschichtigkeit in Dramatik und Dynamik geprägt sind.

GeGe verband starke Symbolik mit der einzigartigen Leuchtkraft seiner selbst hergestellten Farben. (Bild zvg.) Er lebte für die Kunst und nicht von der Kunst

misslos für die Kunst und weniger von der Kunst gelebt hat.

GeGessler verstarb vor drei Jahren im Alter von 88 Jahren und hinterliess ein umfassendes Oeuvre. Dieses wird heute vom GeGessler.Verein verwaltet. Sein ehemaliges Atelierhaus in Ottenbach ist für Besichtigungen auf Anfrage zugänglich (www.gege-atelier.ch). GeGessler war ein Künstler, der seine Werke nicht bereits zu Lebzeiten zu Schnäppchenpreisen veräussert hat. Jemand, der vielmehr kompro-

culturgen.tourneen Vernissage: Samstag, 28.November, 16 bis 19 Uhr. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 14.Februar 2016, Finissage. Täglich offen von 9 bis 12 Uhr, ausser Sonntag. Ort: Foyer und Ballettsäle der KiBa Tanz- und Pilatesschule in Meilen, Alte Landstrasse 153, 8706 Meilen, Bus 925 bis Dollikon. Weitere Besichtigungstermine auf Voranmeldung, 044 923 41 81, 077 485 45 07, info@kibameilen.ch.

vier talentierte Musiker, die in Ecuador oder Bolivien geboren sind und die Musik sozusagen in die Wiege gelegt bekommen haben. Beachtenswert ist, dass diese Verwurzelung sogar so weit geht, dass die Bambusflöten, deren Klänge am Samstag zu hören sind, selbst hergestellt wurden. Camilo Gomez, Schöpfer dieser Flöten, ist nicht nur Musiker, sondern man kennt ihn in Affoltern auch als Künstler mehrerer Bilder- und Skulpturenausstellungen. Seine Passion, die Musik und die Bildhauerkunst, vereint er in seinen musikalischen Darbietungen. Seine Auftritte sind deshalb ein bisschen mehr als gewöhnliche Konzerte. Zudem sind einige Stücke, die zu hören sind, seine Eigenkompositionen. Das südamerikanische Ambiente wird durch die farbenprächtige traditionelle Kleidung und vieles mehr unterstrichen. Es ist ein Ohrenschmaus und gleichzeitig eine Augenweide. Ein Eintauchen in eine andere Welt ist deshalb sowohl auf der akustischen als auch auf der optischen Ebene möglich. Auf jeden Fall ist es eine Reise, die man nicht verpassen sollte. (pd.)

Camilo Gomez und die Musikgruppe «Los Amigos del Ecuador» gehören mittlerweile zu einer in Affoltern bekannten Formation. Nicht zum ersten Mal bezaubern sie ihre Zuhörer mit traditioneller Musik aus Ecuador und angrenzenden Ländern. Gespielt wird auf den für die Anden typischen Instrumenten wie Bambusflöten (Camilo Gomez), Gitarre, Saiteninstrumente (Jorge Gualpa, Oscar Mena), Perkussion (Renato Santacruz) und immer wieder werden die Musikstücke von Gesang begleitet. Dieser Musik zu folgen bedeutet, sich auf eine Reise zu begeben – eine Reise musikalischer Art – auf der vielleicht Erinnerungen an einen selber erlebten Südamerikatrip auftauchen oder bei der man tief durchatmen kann und etwas von dieser einzigartigen Andenwelt erlebt. Alle Musiker stammen aus Ecua- Samstag, 28. November , 15 Uhr, Evangelische dor oder einem benachbarten Anden- Methodistische Kirche, Zürichstr.47 , 8910 Affoltern, land und sind ihrer Heimat sehr ver- Eintritt frei, Hut-Kollekte. bunden, obwohl sie schon viele Jahre in der Schweiz leben. Ihr Musizieren wird deshalb als sehr authentisch wahrgenommen und ist aus diesem Grund so berührend. Die Musik wird nicht nur nachgespielt, sondern erlebt. Dahinter stecken nicht bloss vier Von links: Jorge Gualpa, Renato Santacruz, Camilo Gomez Musiker, sondern und Oscar Mena. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Freitag, 20. November 2015

agenda

Freitag, 20. November Affoltern am Albis 08.00-21.00: Advents- und Weihnachtsausstellung mit Suppe, Hotdogs und Guezli. Handgemachte Kerzen, Holzsäulen und viele florale Werkstücke. Blumen Schneebeli. Untere Bahnhofstrasse 31. 18.00-22.00: Kerzenziehen im Gemeinschaftszentrum Affoltern. Nur für Erwachsene, mit Suppe und Rotwein. www.bauspielplatz.ch. Bauspielplatz Oetlistal. Alte Jonentalstrasse 3. 18.00-21.00: Vernissage: Vorweihnachtsausstellung: Mandala-Bilder in Kupfer und Licht (LED-Technik) von Stefan Korinek aus Stockau (A). Galerie 100. Zürichstrasse 100. 19.00-21.00: Vernissage: «Zusammenspiel». Ruth Zimmermann, Acrylbilder und Glasobjekte, Rita Hürlimann, Bild- und Kunstobjekte. Galerie Märtplatz. Obere Bahnhofstrasse 7. 20.15: Trio Fellini - Klaviertrios mit Klarinette mit Werken von Beethoven, Rota und Brahms. Bar und Abendkasse ab 18.30 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 20.15: Kinofoyer Lux präsentiert: Film-Wochenende im Kasino mit «Dans la maison» (F) 2012, 105 Min. F/d. Mit Lux-Bar. Kasinosaal. Marktplatz 1.

Hausen am Albis 20.00: Chränzli Oberämtler Chor mit Theater «Verruckts Gäld». Türöffnung und Nachtessen ab 18.30, Barbetrieb, Eintritt frei. Gemeindesaal Weid.

Hedingen 17.00-21.00: Adventsausstellung: Traditionell und doch Pastell. Florena Blumenladen. Affolternstrasse 5. 20.15: Gemeindeverein Hedingen präsentiert: Knuth und Tucek in «Rausch!». eine Offenbarung in Wort und Lied. Eintritt frei, Kollekte. Chilehuus. Oberdorfstrasse 1.

Mettmenstetten 20.15: Aemtler Bühne - Theater im Knonauer Amt zeigt «Hotel zu den zwei Welten». Tickets: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen, oder www.aemtlerbuehne.ch. Gasthaus zum weissen Rössli. Albisstr 1.

Obfelden 19.00-19.30: Concerto piccolo numero nove: Flötenensemble «Arioso» von J.S. Bach mit Jan Müller (Es-Horn) und Seraina Brügger (Klavier). Eintritt frei/Kollekte. Reformierte Kirche.

Samstag, 21. November Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische, iranische und Engadiner Köstlichkeiten, Früchte aus Kamerun, Handwerkliches. Marktplatz. 08.00-18.00: Advents- und Weihnachtsausstellung mit Suppe, Hotdogs und Guezli. Handgemachte Kerzen, Holzsäulen und viele florale Werkstücke. Blumen Schneebeli. Untere Bahnhofstrasse 31. 11.00-15.00: Apéro: Vorweihnachtsausstellung: Mandala-Bilder in

Kupfer und Licht (LED-Technik) von Stefan Korinek aus Stockau (A). Galerie 100. Zürichstrasse 100. 13.00-17.00: Kerzenziehen im Gemeinschaftszentrum Affoltern. www.bauspielplatz.ch. Bauspielplatz Oetlistal. Alte Jonentalstrasse 3. 18.00: Kinofoyer Lux präsentiert: Film-Wochenende im Kasino mit «Calvary» (Irland/UK) 2014, 101 Min. E/d und um 21 Uhr «Wild Tales Relatos Salvajes» (Argentinien) 2014, 122 Min. Sp/d. Mit Lux-Bar. Kasinosaal. Marktplatz 1. 20.00: Theaterproduktion «Asi Es». Eine musikalische und szenische Reise auf den Spuren von Alfonsina Storni. Buchhandlung Scheidegger. Obere Bahnhofstrasse.

B. Smetana und M. Bruch. Reformierte Kirche.

Affoltern am Albis 11.00: Kinofoyer Lux präsentiert: Film-Wochenende im Kasino mit «Mr. Turner» (GB) 2014, 149 Min. E/d und um 17 Uhr «Mittsommernachtstango» (Argentinien/Finnland/BRD) 2014, 83 Min. OV/d. Mit Lux-Bar zwischen den Filmen. Kasinosaal. Marktplatz 1. 11.00-16.00: Kerzenziehen im Gemeinschaftszentrum Affoltern. www.bauspielplatz.ch. Bauspielplatz Oetlistal. Alte Jonentalstrasse 3.

Bonstetten

10.00-16.00: Weihnachtsausstellung Sternenhimmel mit Kaffeestube des Frauenvereins Bonstetten, mobiler Bäckerei und «Grittibänze» backen für Kinder. Gartencenter Guggenbühl Pflanzen AG. Am Lochenweiher 16.

10.00-16.00: Weihnachtsausstellung Sternenhimmel mit vielen Attraktionen. Kaffeestube vom Frauenverein Bonstetten, mobile Bäckerei und sonntags jeweils Grillstand, Kinderkarussell und Ponyreiten. Bis 24. Dezember. Gartencenter Guggenbühl Pflanzen AG. Am Lochenweiher 16.

Hausen am Albis

Kappel am Albis

13.00: Chränzli Oberämtler Chor mit Theaterstück «Verruckts Gäld». Türöffnung 12.15, Kuchenbuffet und Verpflegungsmöglichkeiten, Eintritt frei. Gemeindesaal Weid. 20.00: Chränzli Oberämtler Chor mit Theaterstück «Verruckts Gäld». Türöffnung und Nachtessen ab 18.30, Barbetrieb, Eintritt frei. Gemeindesaal Weid. 20.15: Kultur im Dorf mit «Musique Simili». Kulturbar und Kasse ab 19.30 Uhr, es haben nur maximal 100 Personen Platz. Weisbrod Areal (Air du Sud).

13.30-17.15: Tagung: «Wie will ich sterben?» Klostergespräch zum Lebensende mit Pfr. Markus Sahli und Pfrn. Rita Famos. Anmeldung nötig, 044 764 87 84. Kollekte. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Bonstetten

09.00-20.00: Adventsausstellung: Traditionell und doch Pastell. Florena Blumenladen. Affolternstrasse 5.

Mettmenstetten 17.00-20.00: Vernissage: «Die Kuh ist en vogue» in Rot, Grün, Gelb, Blau oder Violett. Horntragende Kühe, Bilder von Walter Lehmann. Kunst im Stall - Galerie/Atelier Bernadette Galli. Untere Bahnhofstr. 6. 20.00: Turnerchränzli mit Thema «Viva las Vegas». Türöffnung 18.30. Tombola, Festwirtschaft, Barbetrieb. Mehrzweckhalle Wygarten. 20.15: Aemtler Bühne - Theater im Knonauer Amt zeigt «Hotel zu den zwei Welten». Tickets: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen, oder www.aemtlerbuehne.ch. Gasthaus zum weissen Rössli. Albisstr. 1.

Obfelden 17.00: Jubiläumskonzert Panflötenschule mit Monika Meier, Jonas Gross (Panflöte) und Josef Bachmann (Piano). Reformierte Kirche.

15.30: Konzert des Musikvereins Maschwanden. Stampfisaal.

Maschwanden 20.00: Konzert des Musikvereins Maschwanden. Reformierte Kirche.

17.00: Aemtler Bühne - Theater im Knonauer Amt zeigt «Hotel zu den zwei Welten». Tickets: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen, oder www.aemtlerbuehne.ch. Gasthaus zum weissen Rössli. Albisstrasse 1.

Ottenbach 11.00-17.00: 9. Weihnachtsmärt mit 29 Ausstellern, Handwerk und Kunst. Das Team der Güggel Bar sorgt wie immer für leibliches Wohl. Güggel Bar. Rickenbach 3.

16.00-22.00: 9. Weihnachtsmärt mit 29 Ausstellern, Handwerk und Kunst. Das Team der Güggel Bar sorgt wie immer für leibliches Wohl. Güggel Bar. Rickenbach 3.

Dienstag, 24. November Bonstetten 07.15: Anspruchsvolle Wanderung: Rotkreuz - Michelschrüz - Udligenswil - Adligenswil - Dietschiberg - Luzern. Wanderzeit: ca. 5¼ Std. Anmeldung und Auskunft: Doris Jetzler, 044 700 00 06. Bahnhof (Treffpunkt).

Mittwoch, 25. November 19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Mitturnen und sich überraschen lassen. Sporthalle Stigeli.

Bonstetten

Sonntag, 22. November Aeugst am Albis 17.00: Konzert am Sonntagabend mit dem Stradivari Quartett mit Werken von W.A. Mozart,

14.00-18.00: Adventszauber in Bonstetten vom Gemeindehaus bis zur Burgwies. Bazar, Kaffeestube und Suppen. Organisiert vom Frauenverein und weiteren Vereinen. Gemeindesaal. Am Rainli 2.

Hausen am Albis anzeige

Auch dieses Jahr führt die SVP Mettmenstetten ihr allseits beliebtes DorfJassturnier durch. Dieser Anlass hat im Kalender der Mettmenstetter Anlässe wieder einen festen Platz gefunden und so viel kann heute schon verraten werden, es wird auch im Mettmenstetter Jubiläumsjahr 2016 einen Dorfjass geben. Er ist einer der zahlreichen Anlässe, welche im Rahmen der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen von Mettmenstetten ins Festprogramm aufgenommen wurden. Mehr soll heute dazu nicht gesagt werden, sondern sich jetzt dem diesjährigen Anlass zuwenden. Wiederum hat der Vorstand einen beträchtlichen organisatorischen Aufwand betrieben, damit die Jassfreunde unter günstigen Rahmenbedingungen ihrer Liebhaberei frönen können. Sehr dankbar sind die Veranstalter dem Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten, der nun schon seit vielen Jahren den 10-mStand im Schützenhaus in Wissenbach zur Verfügung stellt. Diese Räumlichkeit eignet sich bestens für die Durch-

Mettmenstetten 20.15: Aemtler Bühne - Theater im Knonauer Amt zeigt «Hotel zu den zwei Welten» von Eric-Emmanuel Schmitt. Tickets: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen, oder www.aemtlerbuehne.ch. Gasthaus zum weissen Rössli Albisstrasse 1.

Ottenbach 18.30: Vollmond Gartenfondue (nur bei trockener Witterung). Info und Anmeldung 044 760 11 61. Restaurant «Rüssbrugg». Muristrasse 32. 20.00: Vollmond-Disco mit DJ Fix mit Funk, Funk und nochmals Funk. Bar offen ab 18 Uhr. Güggel Bar. Rickenbach 3.

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Affoltern am Albis Ottenbach

Das Turnier steigt am 27. November führung des Jassturniers und entsprechend weiss man das Entgegenkommen der Schützen sehr zu schätzen. Gespielt wird der Schieber (zwei gegen zwei) ohne Stöck, Wys und Matchprämie. Die Partner werden nach dem Zufallsprinzip ausgelost. Natürlich ist auch für Speis und Trank gesorgt. Damit der Abend jedoch nicht allzu lang wird, gibt es keine spezielle Essenspause. Dank der grosszügigen Unterstützung durch das lokale Gewerbe winken den Siegern wie jedes Jahr sehr schöne Preise. Man reserviere sich also den Abend des Freitag, 27. November, für einen gemütlichen Jassabend. Die SVP freut sich über eine grosse Teilnehmerzahl und lädt speziell die Einwohner von Mettmenstetten ganz herzlich zum Mitjassen ein. Das Startgeld beträgt übrigens unverändert zwölf Franken und die Kassenöffnung erfolgt bereits um 19 Uhr, damit der Startschuss pünktlich um 19.30 Uhr fallen kann. Vorstand der SVP Mettmenstetten

Knonau

Mettmenstetten Hedingen

Mettmenstetter Dorf-Jass

09.00-10.00: Everdance: einfache Schrittfolge von Gesellschaftstänzen ohne Tanzpartner. Keine Vorkenntnisse nötig. Schnupperstunde nach Voranmeldung. Für Frauen und Männer ab 50+. Leitung Margrit Flumini Telefon 043 535 06 96. Mehrzwecksaal. Bifangstrasse 1.

Kappel am Albis 17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Donnerstag, 26. November Aeugst am Albis 18.30: Vernissage: «Die Engel sind meist weiss ...». Kunstvolle bunte Krippen aus aller Welt. Kommbox im Gemeindehaus. Dorfstrasse 22.

Affoltern am Albis 20.15: Jazz am Donnerstag mit «Jürg Metzger Trio Plus». Bar offen ab 18.30 Uhr. Reservierung unter Telefon 044 760 52 62. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.


Veranstaltungen

Freitag, 20. November 2015

Zwischen Chor und Big Band

Zum Heulen komisch

«Candle Swing» – ein einzigartiges musikalisches Projekt

Kabarettist Nico Semsrott in Affoltern

Unter dem Titel «Candle Swing» laden der Chor «Chorisma» aus Baar und die «Apple’s Paradise Big Band» ein zu einer besonderen Konzertreihe mit viel Swing, Jazz und groovigem Pop.

Einer der populärsten deutschsprachigen Kabarettisten ist am Freitag, 27. November, im Kasinosaal Affoltern zu sehen. Nico Semsrott zeigt seinen Demotivationsworkshop «Freude ist nur ein Mangel an Information».

Bei Kerzenlicht und festlicher Stimmung präsentieren die beide Formationen in den Kirchen von Baar, Obfelden und Zug Klassiker von Glenn Miller, Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, wo wunderbare Gesang-Stimmen, Blas- und Rhythmus-Instrumente zu melodischen Klängen zusammenfinden werden. Die beiden musikalischen Leiter Thomi Widmer und Max Helfenstein haben es verstanden, ein abwechs-

lungsreiches und spannendes Programm zu gestalten. Die Apple’s feierte letztes Jahr bereits ihr 30-jähriges Bestehen und ist eine bekannte Grösse nicht nur im Knonauer Amt. Die Musiker unter der Leitung von Max Helfenstein präsentieren sich in der klassischen BigBand-Besetzung mit Trompeten, Posaunen, Saxofonen sowie einer Rhythmusgruppe. Den Gesang, welchen die Apple’s mit der wunderbaren Stimme von Caroline Spörri ergänzend bereichert, übernimmt zusätzlich für einmal Chorisma. Der Chor aus Baar schaut auch schon bald auf sechs Jahre Bestehen zurück. Was Chorisma unter der Leitung von Thomi Widmer in diesen

sechs Jahren an Bühnenproduktionen und Konzerten auf die Beine gestellt hat, darf sich sehen lassen. Mit den Produktionen «JukeBox», «El Ritmo de la Noche» und «Fisch sucht Velo» begeisterte der Chor viele Konzertbesucher. Mit «Candle Light» war Chorisma bereits dreimal auf Tour und freut sich nun auf die Version «Candle Swing» mit der Ämtler Big band. «Chorisma» und die «Apple’s Paradise Big Band» schenken Musik zum Träumen und freuen sich darauf, ihr Publikum zu verwöhnen. (pd.) Sonntag, 22. November, kath. Kirche St. Martin, Baar; Sonntag, 6. Dezember, ref. Kirche, Obfelden; Sonntag, 13. Dezember, ref. City Kirche, Zug; jeweils 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.

Orgelkonzert mit Gregorianischen Gesängen Anna Buczek Merz mit der Schola Ave Carmina in Zürich Die Bonstetter Musikerin Anna Buczek Merz tritt am 22. November als Organistin und Leiterin der Schola Ave Carmina in der kath. Kirche St. Josef, Zürich, auf. Am Sonntag dem 22. November endet das Kirchenjahr. Dieser Tag wird in der katholischen Kirche als Christ-König-Sonntag gefeiert. Zu dem Anlass bietet dieses Konzertprogramm eine breite Palette von musikalischen Eindrücken, wo die ganze Orgelpracht und Mystik des Gregorianischen Chorals zur Geltung kommen. Eines der grössten Orgelwerke von Bach, Präludium und Fuge e-Moll BWV 548, wird das Konzert eröffnen. Das Präludium greift Rhythmen eines polnischen Hoftanzes, der Polonaise auf. Es folgen aufeinander Werke von Franz Tunder, Flor Peeters und Olivier Messiaen.

Zu den ausdrucksstarken und bunten Klangfarben der Metzler Orgel in der Kirche St. Josef ist ein Gregorianischer Choral im übertragenen Sinne ein Kontrapunkt. Die sanften und meditativen Töne der zeitlosen Musik begeistern seit Jahrhunderten auch kirchenferne Menschen. Doch ergänzen sich die beiden Arten der Musik auf wunderbare Weise und sind nicht selten eine gegenseitige Inspiration. Die Ämtler Musikerin, die seit 21 Jahren in Bonstetten zu Hause ist, hat das Konzept dieses Konzerts entwickelt und wird als Organistin und Leiterin der Schola Ave Carmina auftretten. Das Ensemble musiziert regelmässig in den polnischen Gottesdiensten in Zürich und hat schon bei andern Konzertprojekten seiner Leiterin teilgenommen. Der Eintritt ist frei. Es wird eine Kollekte erhoben.

Ausstellungen Aeugst am Albis

Kappel am Albis

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Die Engel sind meist weiss...». Kunstvolle bunte Krippen aus aller Welt. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Ab 26. November bis 6. Dezember.

Kloster Kappel (Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception), Kappelerhof 5: «Lebenskunst & Totentanz». Tägliche Führung um 13.30 Uhr durch die Ausstellung. Bis 22. November.

Affoltern am Albis Galerie 100, Zürichstrasse 100: Vorweihnachtsausstellung: Mandala-Bilder in Kupfer und Licht (LED-Technik) von Stefan Korinek aus Stockau (A). Do/Fr, 13-18 Uhr, Sa, 10-16 Uhr. Bis 3. Dezember. Galerie am Bahnhof (bei der Goldschmiede Säuliamt), Bahnhofplatz 11: Kunsthandwerkermarkt «Die etwas anderen Geschenke». Di-Fr, 14-18, Sa 10-15 Uhr. Bis 20. Dezember. Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: Kunstausstellung KA: «Zusammenspiel» Ruth Zimmermann, Acrylbilder und Glasobjekte, Rita Hürlimann, Bild- und Kunstobjekte. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 15-18 Uhr. Bis 6. Dezember.

Mettmenstetten Kunst im Stall - Galerie/Atelier Bernadette Galli, Untere Bahnhofstrasse 6: «Die Kuh ist en vogue» in Rot, Grün, Gelb, Blau oder Violett. Horntragende Kühe, Bilder von Walter Lehmann. Mi, 9-12, Do, 9-12/14-18.30 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat 14-17 Uhr. Bis 21. Januar.

Ottenbach Galeriemarlène, Lanzenstrasse 6: Karl Sauter, Sepp Carisch, Ferdinand Seiler: Bilder, Holzskulpturen. Apéros jeden Sonntag 13-17 Uhr, Galerie offen: Do/Fr, 14-18, Sa/So, 13-17 Uhr. Bis 22. November.

Stallikon Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Malerei und Objekte. Beate Bitterwolf, Anneliese Hophan und Silvia Jeanneret. Do/Fr, 14-18, Sa/So, 13-17 Uhr. Bis 6. Dezember. Schaulager Kunstfenster, Dorfstrasse 13, So, 14-17 Uhr.

Schulhaus Loomatt (Kunstforum): Kunstforum Stallikon: «50 Jahre Bibi Stallikon» mit Werken von Marghi Boeschenstein, Sandra Canonica, Doris Ess, Esti Frei, Michaela Temperli und Katrin Zuzáková. Mo/Mi/Do/Fr, 15-19, Di, 15-20, Sa, 10-12 Uhr. Bis 1. Februar 2016.

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Mit Nico Semsrott hat Kultur in Affoltern den wohl traurigsten Komiker der Welt ins Amt holen können. Zwischen Auftritten in Düsseldorf und Hamburg tourt der gefragte Künstler ein paar Tage durch die Schweiz und wird auch in Affoltern sein Publikum zum Lachen bringen. Das tut er eigentlich wider Willen, versucht er doch verzweifelt, die wichtigsten Fragen des Lebens zu beantworten: Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Und kann ich das Kaninchen nochmals sehen? Nicht immer machen die Antworten glücklich. Nico Semsrotts 90minütiger Vortrag trägt dementsprechend den Titel «Freude ist nur ein Mangel an Information».

Mehrfach ausgezeichnet Was der Mann mit der Kapuze, der seine Wurzeln in der Slam Poetry hat, auf der Bühne treibt, ist einzigartig, intelligent und relevant. Obwohl er als staatlich nicht anerkannter Demotivationstrainer eigentlich ein Vorbild im Scheitern sein will, wird er mit Preisen überhäuft. Zum Beispiel: KarlMarx-Poesie-Preis 2010, Freiburger Leiter 2012, Bayerischer Kabarettpreis 2014 (Senkrechtstarter). Hierzulande kennt man Nico Semsrott von Auftritten im Fernsehen bei Giacobbo/Müller und am Arosa-Humorfestival. Der Tages-Anzeiger schreibt, Semsrott sei etwas vom Lustigsten was die deutsche Kabarettszene zurzeit zu bieten habe. Dies ver-

Der wohl traurigste Komiker der Welt: Nico Semsrott. (Bild zvg.) rät der Komiker auf seiner Homepage. Dort übrigens können auch kleine Demotivationsprodukte wie Unglückskekse bestellt werden. Die beste Wirkung aber erzielt, wer den Weg ins Kasino Affoltern nicht scheut und sich das Programm am 27. November selbst anschaut. Die Vorstellung beginnt um 20.15 Uhr. (pd.) Nico Semsrott am Freitag, 27. November, 20.15 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Reservieren unter www.kulturaffoltern.ch, Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr.

Anna Buczek Merz. (Bild zvg.) Konzert am Sonntag, 22. November, 17.30 Uhr, kath. Kirche St. Josef, Röntgenstrasse 80, Zürich 5.

Satt sehen, satt essen Am Mittwoch, 25. November, lädt die Stiftung Reusstal zu einem Vortragsabend mit Diskussion ins Zieglerhaus Rottenschwil. Thema sind die vielfach widersprüchlichen Bedürfnisse von Landwirtschaft und Gesellschaft. Das Thema ist spannend und manchmal spannungsvoll: «Sich satt essen und sich satt sehen – wozu brauchen wir Landschaft? Landwirtschaft und Gesellschaft im Spannungsfeld ursprünglicher und vielfach widersprüchlicher Bedürfnisse.» Für diesen Abend konnte ein Referent gewonnen werden, der sich als Bauernpoet und -philosoph, als engagierter Denker und Schaffer einen Namen gemacht hat und der leidenschaftlich gerne Hindernisse überwindet. Ob zusammen mit seinem Pferd oder als politischer Debattierer: Martin Köchli gibt sich nicht zufrieden mit dem Aufbau von Hürden und Hindernissen aller Art, sie zu überwinden ist ihm sportlicher Ehrgeiz und gesellschaftliches Anliegen zugleich. Mit seiner berührenden – und nie humorlosen – Erzählkunst weiss er zu fesseln und zimmert damit immer wieder einen Boden für in die Zukunft tragende Entscheidungen und Entwicklungen. (pd.) Vortrag und Diskussion am Mittwoch, 25. November, 20.00 bis 21.30 Uhr im Zieglerhaus Rottenschwil. Infos unter www.stiftung-reusstal.ch.

Der Limmattaler Kammermusikkreis. (Bild zvg.)

Stimmungsvolle Musik zum ersten Advent Limmattaler Kammermusikkreis in Aeugst Der Limmattaler Kammermusikkreis lädt alle Musikfreunde zu stimmungsvollen Adventskonzerten ein mit Musik aus Barock und Klassik. Der junge tschechische Organist Jan Sprta und die Streicher eröffnen den Abend mit einem Orgelkonzert von Händel. Danach erklingen Werke für Blockflöte mit dem Meisterflötist Hanspeter Küng (Blockflöte), aber auch ein Werk von Stamitz für Orchesterquartett. Ein frohes, abwechslungsreiches Programm, absolut passend zu Advent und dem Beginn des Kirchenjahres. Der LKK, der Limmattaler Kammermusikkreis, konzertierte über dreissig Jahre vor allem im Limmattal.

Seit einiger Zeit spielt er in kleiner Formation mit hohem Anspruch und konnte in vielen Konzerten mit herausragenden Solisten auftreten, etwa Philippe Litzler, Solotrompeter Tonhalle Zürich. Im Ensemble spielen unter der Leitung von Conrad Zwicky, Gaby Grimm (Violine), Daniel Müller (Viola), Peter Zwicky (Violoncello) und Priska Ruch (Kontrabass). Die diesjährigen Adventskonzerte bringen aparte Werke von Händel, Telemann, Stamitz, Mozart und Naudot, bekannte und wenig bekannte Namen, mit denen sich eine Begegnung oder Wiederbegegnung lohnt! (pd.) Samstag, 28. November, 20 Uhr, katholische Kirche Geroldswil und Sonntag, 29. November, 17 Uhr, ref. Kirche Aeugst.


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Vermischtes

Freitag, 20. November 2015

Frauenpower statt Security im Kasinosaal

Viel erlebt und Gemeinschaft gepflegt

DOG-Turnier der «Alternative» in Affoltern

Aeugster Seniorenferien in der Zähringer-Stadt Murten

Nur zwölf Stunden nach den erschütternden Ereignissen von Paris startete im Kasinosaal von Affoltern das 19. DOG-Turnier der «Alternative». Dort Ausgangssperre und Veranstaltungsabsagen, hier keine Spur von uniformierten Sicherheitsleuten und schon drei viertel Stunden vor dem Gong Warteschlangen an der Kasse. Kaiserwetter zum Trotz. Draussen das lokale Gewerbe an den Marktständen, drinnen vertraute Gesichter. Beschaulich. Familiär. Eine andere Welt. Als wäre nichts geschehen. Unser Land als Insel in Europa. Für die Spielenden schön und beschaulich an diesem Tag. Den Schreiberling doch auch nachdenklich stimmend. Wohin geht die Reise? Welche Rolle soll unser Land spielen? Wie lange werden wir noch so frei leben dürfen? 186 Teilnehmende, die sich in sechs Spielen à dreissig Minuten nichts schenken. Und doch im gemeinsamen Wettstreit verbunden bleiben. Leidenschaft und Freundschaft reichen sich die Hand. Ein intensiver Turniertag, gespickt mit berührenden Geschichten wie jener des einstigen Mitarbeiters der «Alternative», der seit vielen Jahren den ganzen Tag mithilft, um mit allen in Kontakt zu bleiben. Dann auch die Momente des Schmunzelns: der gross angekündigte Gong, der in gleicher Weise scheppert wie der vormalige. Der eifrige Speaker, der schon nach der zweiten Runde in Sorge um die Rücken all der Freiwilligen die DOG-Gemeinde auffordert, nach dem Turnier beim Aufräumen mitzuhelfen. Und bei der Siegerehrung das ausgestiegene Mikrofon mit seiner durch tausend Motorradtouren gestählten Opernstimme ersetzen darf. Und natürlich auch eine Fülle an be-

Seit vielen Jahren organisiert ein Team der reformierten Kirchgemeinde Aeugst eine Ferienwoche für Aeugster Senioren. Vom 26. September bis zum 2. Oktober verbrachte die Gruppe eine abwechslungs- und erlebnisreiche Woche in Murten.

DOG – farbig, verspielt, wissenschaftlich, generationenübergreifend. (zvg.) eindruckenden Leistungen. Die grösste Ehre hierbei gebührt den sechs Frauen, welche sich auf dem Podest wiederfanden. Männer Fehlanzeige. Auch im OK hatte das starke Geschlecht den Lead. Die beiden Frauen hatten zu jeder Zeit den Durchblick. Oder die Catering-Crew, welche dank köstlicher Gerichte und reibungsloser Abläufe zum Gelingen wesentlich beitrug. Nicht zu vergessen der unermüdliche Losverkäufer, der mit Charme und Schalk die Teilnehmenden dermassen geschickt umgarnte, dass die Tombola nach wenigen Stunden schon ausverkauft war. An dieser Stelle ein Dank an die unzähligen Helfenden, ohne welche dieser Anlass nicht stattfinden könnte. Sie haben durch ihr Wirken im Hintergrund mit Hingabe und Gelassenheit diesem Tag den Boden bereitet. Mit Stolz und Freude blickt das OK dem Jubiläumsturnier vom 1.10.2016 entgegen. Anderweitige Planung für jenen Tag kann man nun noch rechtzeitig anpassen. Ansonsten läuft man Gefahr, den Tag alleine zu verbringen. Der Ruf der Bezirkshauptstadt beginnt bereits zu ertönen. Stephan Germundson

Malen und Gestalten Kurse für Jugendliche und Erwachsene Seit rund einem halben Jahr können Jugendliche, die sehr gerne zeichnen und kreativ tätig sind, in der Farbschmiede in Knonau ihr Talent entwickeln. «Ich weiss noch nicht, ob ich einen kreativen Beruf erlernen möchte, aber das Zeichnen und Malen macht mir einfach unglaublich Spass. Es ist toll, von Kursleiterin Cécile Schneider Tipps und Tricks zu kriegen, damit zum Beispiel bei einer Zeichnung der Schatten stimmt oder die Formen etwas realistischer aussehen», erzählt eine 15-jährige Kursteilnehmerin. «Cool ist, dass uns Cécile Informationen zu bestimmten gestalterischen Berufen gibt und wir jeweils zusammen besprechen, an was ich noch arbeiten sollte. Dies erhöht sicherlich meine Chancen, eine gestalterische Aufnahmeprüfung bestehen zu können», fügt eine andere hinzu. Der diplomierten Kunsttherapeutin und Atelierleiterin Jolanda Baldachin ist es ein grosses Anliegen, dass Jugendliche mit einem speziellen zeichnerischen, grafischen oder gestalterischen Talent von jungen, qualifizierten Fachpersonen begleitet werden: «Junge Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Design und Kunst wissen, was für Anforderungen heute von den Hochschulen gestellt werden. Sie können den Jugendlichen auch bei der Zusammenstellung einer Arbeitsproben-Mappe helfen.» Kursleiterin Cécile Schneider hat an der Hochschule für Design und Kunst Luzern mit einem Bachelor in Illustration Non-Fiction abgeschlossen. Sie verfügt über ein breites gestalterisches Wissen. «Ich bin glücklich und stolz, dass sie die Talentförderungs-

Mit dem langjährigen Chauffeur Sepp Scherer ging die Fahrt, gesponsert von Pro Senectute Aeugst, direkt in die Altstadt von Murten, wo sich das Hotel mit herrlichster Seesicht präsentierte. Bereits am ersten Tag wurde den Aeugstern bei einer Führung die geschichtsträchtige Stadt in vielen Anekdoten, Berichten und Zeugnissen nähergebracht – nicht nur die Schlacht bei Murten, auch das eigenwillige Verhalten von Mauerseglern bleibt wohl allen unvergesslich. Wer wusste schon, dass Mauersegler ihren Jungen Flöhe unter die Flügel setzen, damit durch das daraus folgende heftige Bewegen der Flügel die Muskulatur gestärkt wird fürs Fliegen …? Natürlich durfte auch eine Schifffahrt auf dem Murten- und Neuenburgersee nicht fehlen, genauso wenig wie eine Wanderung durch die Rebberge am Mont Vully, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf den Mur-

Die Aeugster Seniorenferien-Reisegruppe. (Bild zvg.) tensee hatte. Der Ausflug mit einem Kleinbus zum bekannten Creux du Van war für viele ein ganz besonderes Erlebnis, wirkt doch die imposante Felswand wie ein natürliches Amphitheater.

Jugendstilfenster und Exoten In Fribourg dann bestaunten die Aeugster an einem Tag ein ganz anderes Kunstwerk: In der dortigen Kathedrale gibt es Jugendstilfenster in einer Grösse und Schönheit wie sie in ganz Europa nicht mehr zu finden sind. Pfarrerin Bettina Stephan erklärte und deutete die Fenster mit den verschiedensten Motiven, Figuren und Symbolen. Schliesslich gab es auch ein Highlight für Schmetterlingsfreunde: Im Papiliorama in Kerzers erfuhren sie bei einer Führung so manch interessantes Detail über die farbenprächti-

Spielgruppenleitende fordern zum «Tag des Kindes» mehr von der Politik. Feierliche Fröhlichkeit in der Pfarrkirche Jonen. (Bild Martin Mullis)

Besinnliche Volksmusik im kirchlichen Raum Mit zwei Gastformationen trat der Jodlerklub Affoltern an den diesjährigen Kirchenkonzerten in der reformierten Kirche Affoltern und in der Pfarreikirche Jonen AG auf. Mit den «Toggenburger Psalmen» stimmten sie die Volksmusikfreunde auf die Adventszeit ein.

kurse in der Farbschmiede leitet und die Jugendlichen für solche Kurse nicht in die Städte reisen müssen», sagt sie. Nebst Montagabend findet ab Januar 2016 neu jeden zweiten Mittwochnachmittag ein Kurs für Jugendliche ab zehn Jahren statt.

Auch wieder Kurse für Erwachsene Die jungen Illustratorinnen Cécile Schneider und Julia Wäckerlin bieten in der Farbschmiede auch diverse Kurse für Erwachsene an. Die Kurs-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen können frei wählen, woran sie arbeiten möchten: Zeichnen, Illustration, Aquarell, Acryl oder dreidimensionales Gestalten. Anfänger wie auch Fortgeschrittene sind herzlich willkommen. (pd.) Weitere Infos zu den Kursen: www.farbschmiede.ch. oder Telefon 044 768 38 17.

Für das Begleitteam: Esther Scherer

«Was ist uns die Gesellschaft von morgen wert?»

Kirchenkonzerte des Jodlerklubs Affoltern

Gezeichnet von einer 15-jährigen Teilnehmerin. (Bilder zvg.)

gen Schmetterlinge und anderen dort lebenden exotischen Tiere und Pflanzen. Man kann nur staunen über diese grosse Vielfalt. Nicht zuletzt haben die Reisenden auch die Gemeinschaft untereinander gepflegt bei gemeinsamem Gesang, bei Besinnungen, beim Schauen von Filmen, beim Zusammentragen einer «stimmigen Mitte» mit Pflanzen, Federn, Steinen, Kerzen, einem goldenen Eichhörnchen u.v.a., beim Essen und Spielen. Die Seniorenferien wurden traditionsgemäss mit einem beeindruckenden Orgelkonzert des Organisten Christian Stuckert und nachdenklichen Worten von Pfarrerin Bettina Stephan abgeschlossen. Dankbar und zufrieden genossen alle dann die Rückreise durchs Emmental und Entlebuch zurück ins Säuliamt.

................................................... von martin mullis Dirigentin Therese Lüscher wagte mit ihren Jodlerinnen und Jodlern etwas Neues. Zusammen mit der Jodlerformation «Habsburg Buchrain-Perlen» führten sie die «Toggenburger Psalmen» auf. Der ganz spezielle Gesang dieser besinnlichen Weisen wurde umrahmt von der «Kapelle Weissbad» aus Appenzell. Die vom bekannten Ostschweizer Musikschöpfer Peter Roth komponierten «Toggenburger Psalmen», verlangten von den Vortragenden hohe Konzentration und waren für die Jodler eine eigentliche Herausforderung. Therese Lüscher leitet auch den Jodlerklub «Habsburg Buchrain-Perlen» und so gelang es ihr hervorragend die beiden Chöre für die Aufführung der «Psalmen» musikalisch zu vereinen. Besonders die Fähigkeit der Verbindung von volkstümlichen Musikelementen mit den besinnlichen religiösen Texten, erzielte beim Publikum grosse Wirkung und viel Begeisterung.

Feierliche aber auch fröhliche Stimmung Die zweite Gastformation, die «Kapelle Weissbad» aus Appenzell, verstand es ausgezeichnet, die beschaulichen und meditativen Melodien und Texte zu umrahmen. So kam die fröhliche Heiterkeit der Volksmusik trotz der getragenen und feierlichen Stimmung der Psalmen nicht zu kurz. Die Jodlerinnen und Jodler, aber auch die vier jungen Musiker der «Kapelle Weissbad» boten in beiden Konzerten ihren Fans Folklore vom Feinsten. Die besondere Gottesdienstform fand in den vollbesetzten Kirchen am Samstag in Affoltern am Albis und am Sonntag in Jonen grossen Anklang. Das zufriedene Publikum dankte denn auch am Schluss des Konzertes mit lang anhaltendem Applaus für die bewegenden musikalischen Stunden.

Falscher Text Aus Unachtsamkeit habe ich am späten Sonntagabend der Redaktion einen falschen Text der Kirchenkonzerte zugestellt (im «Anzeiger» vom 17. November). Ich entschuldige mich beim Jodlerklub Affoltern für das Versehen. Martin Mullis

Kinderbetreuung, besonders im Vorschulalter, gilt noch allzu oft als eher anspruchslose Aufgabe, die gut und gerne jedermann und jede Frau leisten kann. Von Spitzenforschern und Fachpersonen wird inzwischen die weitreichende Bedeutung von frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung in der Familie, in Kindertagesstätten und in Spielgruppen betont und wissenschaftlich belegt. Sie erhöht die Chancengleichheit und unterstützt Kinder darin, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und ihr persönliches Potenzial auszuschöpfen. Der Schweizerische Spielgruppenleiterinnen-Verband SSLV sowie die kantonalen und regionalen Fach- und Kontaktstellen FKS der Spielgruppen streben die Verankerung des Bewusstseins für die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit von frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung an. Was kleine Kinder bis zur Einschulung erleben, erfahren und lernen, ist prägend. Verpasste Entwicklungsschritte mangels ganzheitlicher Bildung und Förderung lassen sich später, verbunden mit vielfältigen Förderungsmassnahmen und enormen Kostenfolgen, oft kaum nachholen. Dem Bewusstsein und Wissen zur geistigen und emotionalen Entwicklung von Kindern muss deshalb mehr Beachtung geschenkt werden. Die moderne Hirnforschung belegt, dass schon Neugeborene überaus kompetente Persönlichkeiten sind, welche von sich aus mit ihrer Umwelt in Kontakt und Austausch treten. Nicht zuletzt durch die gesellschaftlichen Veränderungen sind die Anforderungen und Erwartungen an Spielgruppenleitende in den letzten Jahren in hohem Masse gestiegen. Die Elternbeiträge decken nicht annähernd das höchst anspruchsvolle Engagement der Spielgruppenleitenden. Darum fordern der Verband der Spielgruppenleitenden eine Mitfinanzierung von der Politik. (pd.)


Trompetenklänge zum Ewigkeitssonntag Besinnliche und virtuose Musik für Trompete und Orgel in der Friedhofskapelle Affoltern Im feierlichen Rahmen der Friedhofskapelle Affoltern findet das traditionelle Konzert zum Ewigkeitssonntag statt. Mit ihrer wunderbaren Akustik ist die Kapelle wie geschaffen für einen musikalischen Abend, bei dem Trompetenklänge im Mittelpunkt stehen werden. Am diesjährigen Konzert tritt der japanische Trompeter Keita Kitade zusammen mit Antonia Nardone, Organistin der reformierten Kirche Affoltern, auf. Aufgeführt werden Werke vom Barock bis zum heutigen Jahrhundert. Der aus Tokyo stammende Trompeter Keita Kitade hat in Tokyo, Dresden (Orchesterdiplom) und Zürich (Jazzdiplom) seine musikalische Ausbildung erhalten. Er studierte mit Professoren wie Kenji Tamiya, Peter Lohse, Claude Rippas, und Daniel Schenker. Er ist Mitglied des Ensem-

rufsorchester. Nebenbei unterrichtet er an der SJMK Kloten, im Musikverein Oberrieden, an der Musikschule Kloten, in Bassersdorf, Lufingen und seit 2015 an der Musikschule Oetwil am See. Als Arrangeur ist er für seine Ensembles wie «Gobariki», «I Musici del Sol Levante» und das «Trompeten Consort Zürich» tätig. Seine Bearbeitungen wurden auch schon von den Verlagen «Toppbrass» sowie «MusicTrans» herausgegeben.

Vom Barock bis zum Swing

Gast-Trompeter Keita Kitade. (Bild zvg.) bles «I Musici del Sol Levante» sowie der Sinfonietta Schaffhausen und Be-

Das Programm führt von der Suite in B des englischen Jeremia Clarke (1674–1707), die Prinz Eugen gewidmet wurde, zu den virtuosen Passagen im Adagio von Giuseppe Verdi (1813–1901) und zum Ave Maria von Pietro Mascagni (1863–1945).

Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Leben! Damit beginnt der erste Vers des Ewigkeitslieds, über welches Georg Böhm (1661–1733) eine Partita komponierte. Mit swingender Musik des japanischen Komponisten Toru Takemitsu (1930–1996) findet das Konzert seinen Abschluss. Die drei Kompositionen All That The Man Left Behind When He Died, Small Sky und Will Tomorrow I Wonder Be Cloudy Or Clear? sind zwar modern, aber unglaublich melodisch. Mit diesen und den weiteren Werken soll dem Abend eine besinnlich heitere Atmosphäre verliehen werden. Alle Musikinteressierten sind herzlich zu diesem Konzert eingeladen.

«Chiquitos» mit Regisseur Am Montag, 23. November, um 20 Uhr wird Regisseur Thomas Rickenmann seinen Dokumentarfilm «Chiquitos» im Kino Cinepol persönlich vorstellen. Der Film beginnt mit einer Szene am 21. Dezember 2012. Die Mayas feiern, wie schon sehr lange nicht mehr. Nach 5200 Jahren findet ihr legendärer Maya-Kalender an seinen Anfang zurück. Die drei Chiquitos Jenni, Amil und Rebecca führen in ihre Welt, in der Kleines Bedeutung hat und manches etwas langsamer geht. (pd.) Montag, 23. November, 20 Uhr, im Cinepol, Bahnhofstrasse 28, Sins. Reservierung empfohlen. Für diese Vorstellung werden 3x2 Tickets verlost. E-Mail

«Trompetenklänge», Konzert zum Ewigkeitssonntag,

mit Vermerk «Anzeiger» an: wettbewerb@cine-

Sonntag, 22. November, 17 Uhr in der Friedhofs-

pol.ch. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt

kapelle Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

und können ihre Tickets an der Abendkasse abholen.


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Sport

Freitag, 20. November 2015

Silbermedaille am «Frauenfelder» Top-Resultat für Walter Roth aus Rifferswil am wichtigsten Waffenlauf Keine Stunde nach dem 40 Jahre jüngeren Overall-Sieger hat Rifferswiler Walter Roth am prestigeträchtigen Frauenfelder Waffenlauf das Ziel erreicht. Damit holte er in seiner Kategorie M60 die Silbermedaille. ................................................... von thomas stöckli «Ich bin selber überrascht», sagt Walter Roth über seinen zweiten Rang. Für den Rifferswiler war es zwar bereits der fünfte Podestplatz am wichtigsten Waffenlauf, zweimal durfte er sogar einen Kategoriensieg feiern – mittlerweile gehört Walter Roth allerdings selbst in der ältesten Kategorie M60 zu den Routiniers: Sieger Rolf Gyr etwa ist sieben Jahre jünger. Bereits zum 37. Mal hat Roth den «Frauenfelder» bestritten. Der Rifferswiler weiss, worauf es ankommt: «Man darf sich zu Beginn nicht zu sehr verausgaben.» So lief er sein Tempo und achtete nicht auf die Konkurrenten. Beim Wendepunkt in Wil lag er in

seiner Kategorie noch an siebter Stelle, auf der zweiten Strecke sollte er dann allerdings fünf der sechs schneller Gestarteten ein- und überholen.

Gegenwind auf der zweiten Streckenhälfte verhinderte Spitzenzeiten Vier Stunden, vier Minuten und 55 Sekunden brauchte der Routinier, um die 42,2 km zu bewältigen. Sein Ziel, unter vier Stunden zu bleiben, hat er damit zwar verpasst, doch das dürfte nicht an ihm gelegen haben: Die Laufbedingungen waren zwar ideal, doch der Gegenwind auf der zweiten Streckenhälfte verhinderte nicht nur bei ihm eine Spitzenzeit. Während manch anderer sich über die letzten Kilometer quälen musste, hatte Roth nie mit einer Krise zu kämpfen. «Ich geniesse die Laufzeit», betont er und erklärt: «Es ist toll, in meinem Alter diese Strecke noch bewältigen zu können.» Zum Erlebnis gehört am «Frauenfelder» der grosse Publikumsaufmarsch. So bekommen die Läufer von Zuschauern Bananen gereicht und Kinder stehen mit Oran-

Podest der Kategorie M60. Von links: Walter Roth aus Rifferswil mit Sieger Rolf Gyr und dem drittplatzierten Hans Niederberger. (Bild zvg.) genschnitzen und Traubenzucker an der Strecke. Die kameradschaftliche Stimmung unter den Teilnehmern zeigt sich nicht erst beim gemütlichen Beisammensitzen in der Kantine nach dem

Lauf: Wer überholt wird, spornt den Schnelleren noch mit einem «Mach es gut!» an. Und selbst ehemalige Waffenläufer lassen es sich nicht nehmen, die Kollegen lautstark zu unterstützen.

Die Tradition des Waffenlaufs Seinen Anfang nahm der Schweizer Waffenlauf während des Ersten Weltkrieges mit dem 1. Schweizerischen Armee-Gepäckmarsch in Zürich vom 24. September 1916. Die eigentliche Geburtsstunde aber schlug 1934 mit der erstmaligen Austragung des Frauenfelder Militärwettmarsches, dem noch heute unbestrittenen Königslauf der Waffenläufe. In den Anfängen des Waffenlaufes wurde noch im Tenü grün und mit Marschschuhen gestartet, später im Tenü blau (Überkleid). In den vergangenen 20 Jahren wurde dann der leichtere Tarnanzug 83 getragen. Heute wird im modernen, leichten Tarnanzug 90 gelaufen. Die Packung von mindestens 6,2 kg Gewicht besteht aus Rucksack und Ordonnanzgewehr. Der Gesundheit zuliebe und dem sportlichen Anspruch gemäss sind schon seit Jahren zivile Laufschuhe erlaubt. Aktuell umfasst die Waffenlauf-Meisterschaft acht Anlässe. Mit jenem in Wohlen und jenem in Muri (AG) sind zwei in unmittelbarer Nähe des Säuliamts. (pd./tst.)

Erfolgreiche Ämtler am Radcrossspektakel

Bei dieser Vorstellung kommt Partystimmung auf

RRC-Amt-Nachwuchs in Madiswil

Grossandrang am Turnerchränzli Mettmenstetten

Die Radquerserie machte letzten Sonntag Halt in Madiswil. Die Organisatoren konnten Zuschauermassen mobilisieren, dass bei der 1.5 km kleinen Runde der Kids-Kategorie eine durchgehende Menschenschlange entlang der Strecke entstand. Dies war sicher auch den beiden Lokalmatatoren Lukas und Mathias Flückiger wie auch der momentan besten Bikerin Jolanda Neff zu verdanken. Die Kinder wurden durch die Zuschauer regelrecht zu Höchstleistungen angefeuert. Die Jahrgänge 2005 bis 2013 wurden in drei Startblöcke aufgeteilt. Die 30 bis 40 startenden Kinder mussten zwischen einer und drei Runden fahren. Da jedes Kind zuvorderst fahren wollte, wurde es beim Start relativ eng. Mit den Bedingungen kamen die Graf-Geschwister gut zurecht. Diese konnten mit dem zweiten Platz von Nils und den dritten Plätzen von Cedric und Jan gleich drei Podestplätze feiern. Aline, das erste Mal mit einem Bike unterwegs, konnte sich mit dem 8. Rang ebenfalls gegen viele Mitfahrer behaupten. Für die U13/ U15-Kategorie wurde die Strecke dann verlängert und mit Hindernissen wie künstliche Überführung mit oder

Das diesjährige Turnerchränzli wurde förmlich überrannt. Rund 700 Zuschauer pilgerten vergangenes Wochenende in die Turnhalle Wygarten. Für alle, die dieses grosse Spektakel noch sehen wollen, gibt es noch eine letzte grosse Aufführung: morgen Samstag, 21. November.

Jan Graf holt Bronze ...

... Bruder Nils gar Silber. (Bild zvg.)

40 cm hohen Brettern erschwert. Die Hindernisse sind richtige Rhythmusbrecher. Zusätzlich zum Rennen mussten die Kinder noch einen Geschicklichkeitsparcours absolvieren. Dank einer perfekten Parcoursleistung konnte sich Timo Müller, Vierter im Rennen, im Gesamtklassement auf den dritten Rang vorschieben. Auch Leonie Müller und Francesco Caruso, beide vom Jahrgang her im Rennen benachteiligt, konnten dank guter Leistungen im Parcours ihre Plätze verbessern und erreichten die Plätze 16 und 15. (pd.)

Klubschwinget in Ottenbach Am Sonntag, 22. November, findet im Schwingkeller in Ottenbach der diesjährige Klubschwinget statt. Es werden rund 30 Schwinger antreten. Die

Wettkämpfe beginnen um 9 Uhr. Der Schwingklub am Albis freut sich auf viele Zuschauer. Für Verpflegung ist gesorgt. Anja Bernhard

Mit viel Witz und Charme führen die beiden Moderatoren Olivia Ferrari und Andreas Leidenix durch den Abend. Sie verzaubern mit sagenhaften Kartentricks oder zeigen dem Publikum, wie ein richtiges Pokerface aufgesetzt wird. Als Erste stürmen die jungen Show-Stars vom Kinderturnen die Bühne. Sie zeigen die Höhen und Tiefen von Las Vegas, dem diesjährigen Motto des Turnerchränzlis. Weiter geht es mit dem Muki-Turnen, welches eine der bekanntesten Zaubershows der Spieler-Stadt vorführt. So viele weise Tiger trifft man nur selten an. Dass man mit Pokerkarten nicht nur zocken, sondern auch tanzen kann, beweist die mittlere Meitli-Jugi. Aber auch die Schattenseiten des Glückspiels werden nicht verschwiegen: Die kleine Buebe-Jugi zeigt auf der Bühne, was wahrscheinlich jedem Kasino-Besucher einmal widerfahren ist. Eine heisse Sohle legt anschliessend die mittlere Meitli Jugi aufs Parkett. Ihre Aufführung zu Cowboys und Indianern weckte bei manchen Zuschauern Erinnerungen an vergangene Fasnachten. Die kleinen Akrobaten der Geräteturner-Kinderriege versetzen danach das Publikum in Stauen. Die jungen Turnerinnen und Turner fliegen förmlich über die Bühne.

Akrobaten und Verführungskünstler

Schwingsport live erleben im Schwingkeller in Ottenbach. (Bild Anja Bernhard)

An Coolness nicht zu überbieten ist die grosse Buebe-Jugi mit ihrer Hommage an den «King of Rock ’n’ Roll». Sie zeigt nicht nur tänzerisches Können, sondern auch, dass Kotletten bei manchen Männern sehr früh zu wachsen beginnen. Nach einer kurzen Pause fliegen wieder Akrobatinnen und Akrobaten. Durch die gute Darbietung der aktiven Geräteturner fühlt sich

Die jungen Frauen punkten beim Publikum mit Akrobatik ...

... derweil es die aktiven Männer mit Sexappeal versuchen. (Bilder zvg.) das Publikum wie in einer echten Vorstellung des «Cirque du Soleil». Wie Mann verführt, zeigte die Leichtathletik-Riege. Nach ihrer Vorstellung steht fest, dass flinke Beine nicht nur in sportlicher Hinsicht ein Vorteil sind. Der Frauenturnverein zeigte im Anschluss eine Nummer aus den 70ern. In ihrer Abba-Vorstellung klopfen sie alle Bälle weich oder auch von der Bühne. Den Zuschauern heizte danach die grosse Meitli-Jugi ein, ganz nach dem Motto ihrer Darbietung als Cheerleader. Die langersehnte Frage vieler Frauen, was Männer unter sich in einer Bar so treiben, beantwortet die Männerriege. Ob jetzt wirklich in jeder Bar so getanzt wird, sei dahingestellt. Auf die gesetzteren Herren folgte ein wahrer Augenschmaus: Die aktiven Frauen hüpfen in 20er-Jahre-Kostüme und sorgen für richtig gute Stimmung. Auch bei der Putzkolonne und der Bühnencrew sorgen sie für Bewegung, da ihre Kleider etwas viele Fe-

dern hinterlassen. Viel Applaus erntet die Geräteturner-Sektion mit ihrer Footlose-Aufführung.

Morgen Samstag letztmals Bei dieser Vorstellung kommt wahrlich Partystimmung auf. Dass das Beste zum Schluss kommt, ist weitgehend bekannt und so auch am Turnerchränzli. Die aktiven Männer sorgten für ohrenbetäubendes Kreischen mir ihrer Chippendales-Nummer. Es bleibt zu hoffen, dass alle Männer für die weiteren Vorstellungen wieder ein Unterhemd auftreiben können. Die letzte Gelegenheit, das Turnerchränzli zu erleben, bietet sich morgen Samstag, 21. November, ab 20 Uhr (Türöffnung 18.30). Selbstverständlich serviert auch dieses Wochenende die Küche kulinarische Leckerbissen. Auch gibt es weiterhin viele tolle Preise an der Tombola zu gewinnen. Daniel Rissi


Sport

Freitag, 20. November 2015

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Auch in der zweiten Liga auf der Erfolgsspur FC Affoltern überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz Der FC Affoltern sorgt auch in der zweiten Liga für Furore und liegt bei Saisonhälfte mit 25 Punkten auf dem ausgezeichneten zweiten Tabellenplatz, nur vier Punkte hinter Leader Blue Stars. Die Säuliämtler haben sich vor allem als auswärtsstark erwiesen: Auf fremden Terrains holten sie stattliche 16 Punkte. ................................................... von walter zech Der FC Affoltern hat den Schwung aus der äusserst erfolgreichen letzten Spielzeit in die neue Saison 2015/16 mitgenommen und konnte sich als Aufsteiger gleich von Beginn weg auch in der höheren Liga durchsetzen. Mit überzeugenden Auftritten setzte sich das Team in den ersten Runden in der Spitzengruppe fest und rangiert seit dem fünften Spieltag auf dem zweiten Tabellenplatz. Trainer Dragan Filipovic: «Die Mannschaft wollte beweisen, dass der Abstieg vor einem Jahr nur ein Ausrutscher war und der FC Affoltern in die zweite Liga gehört. Das Spiel gewinnen wir: Mit dieser Selbstsicherheit gehen die Spieler auf den Platz,

Das Team bedankt sich nach dem 4:0-Erfolg gegen Oerlikon/Polizei bei den FCA-Fans für die Unterstützung. (Bild Volkmar Klutsch) eine Winner-Mentalität hat sich entwickelt.» Auf die sehr erfolgreiche erste Hälfte der Hinrunde folgte eine Zwischenbaisse mit der ersten Meisterschaftsniederlage seit 14 Monaten. In den letzten Partien vor der Winterpause kehrte das Team wieder auf die Siegerstrasse zurück. Im Regional-Cup bedeutete nach einem lockeren Auftaktsieg der Zweitligist Töss bereits in der zweiten Runde Endstation.

Höhenflug trotz vieler Abwesenheiten Der Höhenflug ist schon etwas erstaunlich, denn aus verschiedenen Gründen stand zeitweise die Hälfte des Kaders nicht zur Verfügung. Dragan Filipovic war in jedem Spiel zu Umstellungen gezwungen und auf einmal waren Spieler gefordert, die bisher nicht im Fokus standen. Der Trainer fand aber immer wieder die richtige Mischung unter den insgesamt 26

eingesetzten Spielern. Dragan Filipovic: «Jeder Spieler hat sich unabhängig der Position in den Dienst der Mannschaft gestellt und auch auf ungewohnten Positionen ausgezeichnete Leistungen gezeigt.»

Auf gutem Weg zum Saisonziel Mit der Platzierung in der oberen Tabellenhälfte und dem deutlichen Abstand zur Abstiegsregion ist der FC

Affoltern auf gutem Weg zur Erreichung des gesteckten Saisonziels. Die Bewährungsprobe folgt im nächsten Frühling, da wird sich zeigen, ob das Team zu einer nachhaltigen Spitzenmannschaft gereift ist. Dragan Filipovic: «Jeder Spieler muss noch ein wenig zulegen, vor allem im mentalen Verhalten auf dem Platz. Wir wollen möglichst schnell Punkte holen, um die gute Ausgangslage nicht zu gefährden und Ruhe zu haben.»

Grosser Einsatz und spannende Spiele

Floorball Albis ist auf Kurs

Minihandballer im Einsatz am Heimturnier

Die Unihockey-Meisterschaft ist seit September in vollem Gange. Fast jedes Wochenende stehen Teams von Floorball Albis im Einsatz und kämpfen um Punkte. Dabei trägt die Zusammenarbeit mit den Unicorns Mettmenstetten erste Früchte.

16 Mannschaften mit über 150 Kindern zwischen fünf und zehn Jahren haben am vergangenen Sonntag mit viel Begeisterung am Handballturnier vom HSV Säuliamt in der Stigelihalle in Affoltern gespielt.

durch Beifall und Anfeuerungen der Zuschauer haben die Kleinsten mit viel Einsatz beinahe 500 Tore geworfen – eine wahrhaft tolle Ausbeute bei grandiosem Einsatz. Es ist anzunehmen, dass die Kinder am Abend in Rekordzeit in den Tiefschlaf gefallen und sind im Traume alle Torszenen nochmals durchgegangen. Dasselbe Obwohl das tolle Wetter eher an den galt natürlich auch für die Helfer – zuFrühling erinnerte, fanden zahlreiche mindest der Punkt mit dem Tiefschlaf. Es war ein sehr erfolgreiches TurZuschauer den Weg in die Sporthalle und bildeten einen würdigen Rahmen nier für den HSV Säuliamt: zwei der für das traditionsreiche, vom HSV Säu- Mannschaften blieben ungeschlagen, liamt organisierte Turnier. Gestärkt während dem die noch etwas unerfahdurch Hot Dogs und angetrieben renere zweite U11-Mannschaft Lehrgeld bezahlen musste. Die kleinsten Handballer werden altersgerecht polysportiv ausgebildet und lernen sowohl den Umgang mit dem Ball als auch sich in ein Mannschaftsgefüge zu integrieren. Die Kleinsten im Alter von 5 bis 9 Jahren trainieren jeweils am Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr in der Stigelihalle. Ein spontanes und unverbindliches Vorbeischauen und Die erfolgreiche U9-Mannschaft vom HSV Säuliamt. Schnuppern ist jederzeit möglich. Die zwischen 9und 11-Jährigen trainieren am Freitag zwischen 18.30 und 20 Uhr in der Schachenhalle in Bonstetten. (pd.) Weitere Infos, aktuelle Berichte, Spielpläne und Trainingszeiten unter

Die U11-Mannschaft vom HSV Säuliamt. (Bilder zvg.)

www.hsv-s.ch.

Die Damen kämpfen um den Verbleib in der 1. Liga das Ligaspiel mit 8:5.

Unterschiedliche Resultate bei den Herren

Auf dem Grossfeld konnte man nach StartschwierigkeiDie 1. Liga der Damen wird auf die ten wieder Fuss kommende Saison verkleinert – aus fassen und die ersden vier Gruppen werden zwei for- ten Punkte gewinmiert. Aus diesem Grund ist ein Platz nen. Nach sechs in der vorderen Tabellenhälfte dieses Spielen steht man Jahr besonders wichtig. Die Damen nun auf dem 7. Tavon Floorball Albis lösen bis anhin ih- bellenplatz – mit re Aufgabe sehr gut. Mit drei Punkten einem Rückstand Rückstand stehen sie auf dem 3. Tabel- von vier Punkten lenplatz und sichern sich somit aktu- auf den 2. Rang. ell den Verbleib in der 1. Liga. Das junge Her- Die Herren von Floorball Albis kämpfen auf dem Grossfeld Erfreulicherweise konnte in der renteam in der 2. um den Anschluss. Hinrunde nun auch der Fluch gebro- Liga Kleinfeld chen werden, gegen den UHCevi Goss- kommt ebenfalls in Fahrt. Nach zahl- sucht man mittels Training in Baar, au immer zu verlieren. Nachdem man reichen knappen Resultaten konnte sich bestmöglich auf die Spiele vorzuim Cup noch scheiterte, gewann man der erste Sieg eingefahren werden. bereiten. Nach sechs Spielen steht Wichtig werden man auf dem aussichtsreichen vierten hier die nächsten Tabellenplatz. Punkte sein für Die Junioren A sind ebenfalls wieden Verbleib in der der auf Kurs und knöpfen an die letzte zweithöchsten Liga Saison an. Aktuell steht das Team auf auf dem Kleinfeld. dem zweiten Tabellenrang – womit Das frisch formier- man sich allenfalls wieder für die Fite Team aus Floor- nalrunde qualifizieren könnte. Der ball Albis und den Rückstand auf den ersten Rang beträgt Unicorns Mett- jedoch nur einen Punkt, der Gruppenmenstetten kämpft sieg ist somit noch möglich. in der 5. Liga an Die weiteren Teams kämpfen vorderster Front ebenfalls um wichtige Punkte. Dabei um den Tabellen- steht jedoch auch der Spass bei den Jusieg. Nach sechs nioren im Vordergrund. Spielen steht die Mannschaft auf dem ersten Rang – Grosses Interesse am Unihockey bei nur einer Nie- im Bezirk derlage. Unihockey gehört zu den wichtigsten Sportarten in der Schweiz. Diesen Erfolg spürt auch Floorball Albis. Leider Der Nachwuchs sind die Trainingsmöglichkeiten im ist auf Kurs Bezirk beschränkt und Floorball Albis Auf dem Grossfeld ist gezwungen, beim Nachwuchs Warspielt das U16 telisten zu führen. Es ist sehr bedauermunter mit. Ob- lich, dass nicht allen Jugendlichen die wohl zum Training Möglichkeit geboten werden kann, keine eigene Halle sich sportlich in der Freizeit zu betätiDie Damen kämpfen in der obersten Liga Kleinfeld um vorhanden ist, ver- gen. wichtige Punkte. (Bilder zvg.)


Extra

Im Spital Affoltern geboren

Freitag, 20. November 2015

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Damit die Wirtsleute im «Frohsinn» wieder froh werden Daniel Bumann, Restauranttester bei 3+, hilft dem Hedinger Restaurant auf die Spur

Tom Noé, 6. November. (Bilder I. Magnin)

Daniel Bumann, der Restauranttester auf 3+, hilft derzeit dem Restaurant Frohsinn in Hedingen auf die Spur – seine erster Beistand für ein Restaurant mit 14 Gault-Millau-Punkten. ................................................... von werner schneiter

Joline Esther Elisabeth, 9. November.

Ben Elias, 10. November.

Gastronomen rufen ihn, wenn sie nicht mehr weiterkommen, wenn die Gäste ausbleiben und Rat eines Fachmanns gefragt ist: Seit 2009 vermittelt Daniel Bumann schweizweit in Restaurants Tipps und zeigt vor laufender Fernsehkamera auf, wie der Gastrobetrieb wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Und da schwingt auch immer eine Portion Emotionen mit. Bumann beschönigt nichts, redet Klartext und deckt schonungslos auf, wo der Hund begraben ist. Die Kompetenz dazu bringt er mit. Zusammen mit Ehefrau Ingrid betreibt der Walliser in La Punt im Oberengadin seit 1995 Bumanns Chesa Pirani. Mit 18 Gault-Millau-Punkten und zwei Michelin-Sternen gehört Bumann zu den besten Köchen der Schweiz.

Die Umstände sind das Hauptproblem

Annika, 12. November.

Tobia, 12. November.

Caleb Justice, 13. November

wetter

In dieser Woche folgte er einem Hilferuf von Roger Stierli, der zusammen mit Ehefrau Anzhela seit September 2013 das Restaurant Frohsinn in Hedingen führt und im Gault Millau mit 14 Punkten benotet ist. Gehobene Küche also, die einiges abfordert. Hauptproblem ist nicht in erster Linie der kulinarische Teil, sondern die Umstände: Gesundheitlich ist nicht alles zum Besten bestellt, und zudem wird der krankheitsbedingte Ausfall der Servicefachfrau beklagt, die grosse Erfahrung hat und «an der Front» eine wichtige Rolle einnimmt. In einem so kleinen Betrieb eine verheerende Situation, zumal auch die Frequenzen fehlen. Daniel Bumann sagt dazu: «Der Gastrobrache geht es derzeit nicht so gut. In Restaurants mit gehobenem Angebot wird die Luft immer dünner. Da musst du richtig gut sein, um überleben zu können. Und zu brauchst in dieser Kategorie einen Grundstock an Stammgästen.»

Leistet auch in Hedingen Hilfe: Restauranttester Daniel Bumann (rechts) und «Frohsinn»-Wirt Roger Stierli. (Bild Werner Schneiter) Die Voraussetzungen, um gut zu sein, sind im «Frohsinn» derzeit nicht die besten, weil der Chef aus personellen Gründen kochen und bisweilen servieren muss – laut Bumann auf diesem Niveau keine alltägliche Situation. Die Servicefachfrau kehrt nun zwar wieder zurück, gleichwohl bedarf es weiterer Massnahmen, im organisatorischen und im kulinarischen Bereich, um die erforderliche Stabilität zu erlangen.

«Du lebst von den Gästen, nicht vom Gault Millau» Der «Frohsinn» ist ein schönes Riegelhaus aus dem Jahr 1835, die Gaststube liebevoll eingerichtet. Mit einer neuen Beleuchtung und Beschriftung wird die Wahrnehmung ab der Hauptstrasse verbessert. Einer Korrektur bedürfen auch die Öffnungszeiten und das Angebot: Mittwoch, Donnerstag, Frei-

tag und Sonntag ist das Restaurant über Mittag geöffnet und soll einen Hauptgang bieten, der für 28 bis 35 Franken zu haben ist, am Sonntag darfs dann ein Drei- oder Viergänger im Bereich von 48 bis 58 Franken sein, keinesfalls aber ein Burger mit Gänseleber für 65 Franken. «Viele Top-Restaurants haben sonntags und montags geschlossen – da soll der ‹Frohsinn› die Alternative bieten. Der Wirt muss herausfinden, wann geöffnet sein soll – und vor allem immer an den gleichen Tagen Wirtesonntag machen. Auch das gehört zur Konstanz.» Sich auf ein Angebot zu konzentrierten, hält Bumann im Falle des «Frohsinns» für sinnvoll, genauso sollte es maximal ein Viergänger sein. «Denk daran, du bist allein in der Küche und musst auf Qualität achten. Mit einem grösseren Angebot bist du schnell überfordert.» Der Koch müsse herausfinden, was der Gast gerne esse.

Zutaten für 4 Personen 1 Zwiebel gehackt 200 g Kürbis gewürfelt 1 EL Butter 8 dl Bouillon 2 EL Cointreau Salz, Pfeffer, Cayenne 12 Physalis 1 dl Kaffee 1 dl Rahm Kaffeepulver, sofort löslich

Zubereitung

«Wenn es an Cäcilia (22.11.) schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit. »

Die Sendung wird im Frühjahr 2016 auf 3+ ausgestrahlt.

volg-rezept

Kürbis-KaffeeSüppchen mit Physalis

bauernregel

«Die meisten Köche machen den Fehler, dass sie glauben, für sich kochen zu müssen. Du musst kochen, damit der Gast wieder kommt, du musst den Gast spüren lassen, dass er willkommen ist. Nur so resultiert die wichtige Mund-zu-Mund-Propaganda.» Daniel Bumann relativiert auch Gault-Millau-Einträge, stellt Aufmerksamkeit, Leidenschaft und Herzblut in den Vordergrund. «Du lebst von den Gästen, nicht vom roten Büechli», fügt er bei und findet ausserdem, dass ein Start mit weniger Punkten besser gewesen wäre und den Druck reduziert hätte, zumal der Betrieb erst gefestigt werden muss. «Stabilität erlangen, dem Haus ein Gesicht geben und ein Wirt als Identifikationsfigur» hält Bumann für eine gedeihliche Zukunft für unabdingbar.

1. Zwiebel und Kürbis in Butter andünsten. Mit Bouillon und Cointreau ablöschen, würzen und zirka 15 Minuten köcheln lassen. 2. Suppe pürieren und in eine sau-

30 000 Schulkinder unterwegs für eine gute Sache Unter dem Motto «Kinder für Kinder» sind auch in diesem Jahr in der Schweiz rund 30 000 Schulkinder für eine gute Sache unterwegs. Mit dem Verkauf von Briefmarken (Bild) und lokalen Artikeln helfen sie Kindern, die Unterstützung brauchen. Mit dem Erlös des Verkaufs helfen die Kinder aktiv mit, regionale Pro-Juventute-Projekte zu realisieren. Und für ihr Engagement erhalten die Schülerinnen und Schüler von Pro Juventute einen Zustupf in die Klassenkasse.

gedankensprünge bere Pfanne absieben. Acht Physalis vierteln und mit dem Kaffee dazugeben. Suppe erhitzen. 3. Rahm schlagen. Suppe anrichten, mit Rahm und je einer Physalis garnieren. Wenig Kaffeepulver im Mörser mahlen und darüber sieben. Zubereitung: 40 Minuten.

Schreibtisch Plötzlich, das ist nicht normal Packt mich die Arbeitswut brutal Ich atme ein und zähl bis drei Dann ist der Wutanfall vorbei Martin Gut


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092 2015  

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