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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 091 I 173. Jahrgang I Freitag, 22. November 2019

Ertragsüberschuss

Grosser Wurf?

Die Erfolgsrechnung von Mettmenstetten stimmt nur auf den ersten Blick positiv. > Seite 3

Die Harmonisierung der Rechnungslegung fördert die Vergleichbarkeit, hat aber auch Schwächen. > Seite 6

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Pragmatische Schützen Irdische Grenze -

Bonstetten übernimmt die Scheibenanlage von Hedingen. > Seite 7

Gedanken zum Ewigkeitssonntag vom Mettmenstetter Pfarrer Andreas Fritz. > Seite 10

Muss Maschwanden Abstimmung über eine Initiative wiederholen? Der Bezirksrat heisst einen Stimmrechtsrekurs gut – der Gemeinderat zieht das Urteil weiter Der Gemeinderat Maschwanden muss die Abstimmung über eine Initiative, die auf eine Verhinderung von Mobilfunkantennen abzielt, an der Gemeindeversammlung wiederholen. Wegen des äusserst knappen Ergebnisses hätte man nachzählen müssen, urteilt der Bezirksrat. Der Gemeinderat ficht das Urteil an. ................................................... von werner schneiter Mit 35 gegen 34 Stimmen lehnte die Maschwander Gemeindeversammlung im Juni 2019 eine Initiative ab. Diese zielt darauf ab, mittels Änderung der Bau- und Zonenordnung (BZO) Sendeanlagen in Kernzonen nur dann zuzulassen, wenn sie weder aus der Nachbarschaft noch aus der weiteren Entfernung optisch wahrgenommen werden können. Zulässig seien hingegen optisch nicht wahrnehmbare kleine Mikrosender, Repeater oder Kleinsender für Wlan. Die Initianten argumentierten vor allem mit Ortsbildschutz (Schonung der Dachlandschaft) und warnten vor gesundheitlichen Gefahren. Der Gemeinderat lehnt die Initiative ab, weil die Beeinträchtigung der Dachlandschaft im Einzelfall geprüft werden muss.

Bildungs-Hotspot An der Berufsmesse Zürich stand auch World-Skills-Teilnehmerin Rahel Weber im Fokus. > Seite 15

Weit über tausend Karten für 7 Gleise Das Tagblatt der Stadt Zürich wirbt zurzeit mit dem Dreierkonterfei von altgeliebten Stars der Schweizer Bühnen – den drei Clochards aus Kurt Frühs Film «Hinter den 7 Gleisen». Aktuell sind Barbarossa, Clown und Dürst auch im Säuliamt zu sehen: auf der Aemtler Bühne im Mettmenstetter «Rössli». Vor ausverkauften Reihen fand das Theaterstück an der Premiere auch 60 Jahre nach dem Original grossen Anklang. Ein engagiertes Ensemble stürzte sich in 50 Proben mit Eifer in die Erarbeitung, unterstützt von einem passionierten Profiteam und vielen Helfenden sowie Sponsoren. Dank viel Feinarbeit ist ein kompaktes, berührendes und wunderbar unterhaltsames Theaterereignis entstanden, das bereits weit über tausend Personen gebucht haben. (dbo) ................................................... > Premierenbericht auf Seite 11 anzeigen

Ein Teil der Einwohner will in Maschwanden mobilfunkfreie Dachlandschaften. Mit ihrer Initiative sind sie an der Gemeindeversammlung knapp gescheitert, aber der Bezirksrat hat einen Stimmrechtsrekurs gutgeheissen. (Bild Werner Schneiter)

In die lebhafte und zum Teil hitzige Diskussion über dieses Geschäft mischte sich auch Kritik der Initianten, die sich an dem aus ihrer Sicht vom Gemeinderat nicht neutral formulierten Traktandum «Ablehnung der Initiative» störten. In ihrem Stimmrechtsrekurs sprechen sie von einem tendenziös gehaltenen Beleuchtenden Bericht und von unterschiedlich formulierter Traktandierung; auf diese Rüge tritt der Bezirksrat nicht ein, weil sie zu spät erfolgt ist. In den

Augen der Initianten sind ferner die abgegebenen Stimmen nicht richtig ermittelt und das äusserst knappe Ergebnis nicht nachgezählt worden. Im Weiteren sei dem Initiativkomitee verweigert worden, ebenfalls mit einer Powerpoint-Präsentation seine Argumente zu präsentieren – so, wie das der Gemeinderat habe tun können. Dazu hält der Bezirksrat fest, dass die Stimmberechtigten – trotz vorgängiger Verwirrung – ihren Willen unverfälscht zum Ausdruck bringen konnten. Die unterschiedliche Traktandierung und die behördliche PowerpointPräsentation habe jedenfalls nicht zur Verwirrung über den Abstimmungsgegenstand geführt. «Es ist keine Unregelmässigkeit in Bezug auf die Bekanntgabe des Abstimmungsgegenstandes festzustellen», hält der Bezirksrat fest. Er pflichtet aber den Rekurrenten bei, dass ihnen im Sinne einer Gleichbehandlung eine solche PowerpointPräsentation hätte zugestanden werden müssen. Den Einwand des Gemeinderates, er habe die Anfrage für eine Präsentation zu spät erhalten, lässt der Bezirksrat nicht gelten. Der Vorsteher hätte den Inhalt drei Stunden vor der Gemeindeversammlung zumindest rudimentär prüfen können. Hier liege keine Unregelmässigkeit vor.

Stadtnähe lockt

Moderne Schule

Die Bevölkerungsentwicklung im Knonauer Amt werde mehr vom Durchstich des Üetlibergs bestimmt, als von der Schliessung der Autobahnlücke. So hiess es im 1981 veröffentlichten Nationalstrassen-Überprüfungsbericht. Diese Vermutung habe sich bestätigt, sagt Regionalplanerin Bernadette Breitenmoser. Durch seine Nähe zur Stadt Zürich wächst seit 1960 das Unteramt am stärksten. Knonau am anderen Ende des Bezirks – Richtung Zug – legt seit 1990 am meisten zu. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Im dritten und letzten Teil der Interview-Serie zum 50-Jahre-Jubiläum der heilpädagogischen Schule (HPS) Affoltern geht es um die Entwicklung zu einer modernen, geleiteten Schule. Als wichtigen Schritt auf diesem Weg erlebte Schulleiterin Jrène Dubs die Erarbeitung eines Leitbilds. Dieser Prozess habe geholfen, den «Spirit» der Gründerinnen in die Zukunft mitzunehmen und die Kultur der HPS gemeinsam zu definieren. «Darauf konnte ich mich immer berufen.» ................................................... > Interview auf Seite 12

Unterschiedlich formulierte Traktandierung

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Aufgrund des knappen Abstimmungsergebnisses hätte der Gemeindepräsident jedoch förmlich eine Nachzählung anordnen müssen. Dass die Stimmenzähler laut Aussage des Versammlungsleiters die Stimmen mehrfach gezählt haben, sei nicht protokolliert worden. In diesem Protokoll hätte sowohl das Ergebnis der ersten Auszählung und der Nachzählung ersichtlich sein sollen, was vorliegend nicht der Fall gewesen sei. Der Bezirksrat stützt sich auf bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach in solchen Fällen ein Abstimmungsergebnis mit relevanten Zählfehlern behaftet sein kann. «Aus diesem Grund greift vorliegend die Tatsachenvermutung, dass das Abstimmungsergebnis mit relevanten Zählfehlern behaftet ist», hält der Bezirksrat fest. Deshalb sei die Abstimmung zur Änderung der BZO an der nächstmöglichen Gemeindeversammlung zu wiederholen.

«Gewisse Unzulänglichkeiten» in Kauf nehmen Wann das der Fall sein wird und ob es tatsächlich zu einer zweiten Abstimmung kommt, steht noch in den Sternen. Denn der Gemeinderat hat den

Entscheid des Bezirksrates ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Er zitiert dabei bundesgerichtliche Rechtsprechung, in der unterschieden wird, ob es sich um einen Urnengang oder um eine Abstimmung an einer Gemeindeversammlung handelt. Im Falle einer Versammlungsdemokratie urteilt das Bundesgericht «weniger streng als bei Urnengängen». Es hält in diesem Zusammenhang fest: «Die Durchführung einer Gemeindeversammlung darf nicht durch übermässige bzw. unverhältnismässige Massnahmen (…) gefährdet werden. Gewisse Unzulänglichkeiten sind bei einer Versammlungsdemokratie in Kauf zu nehmen.» Eine Rüge, dass nach der Diskussion und dem verwirrendem Prozedere falsch gezählt worden sei, habe es an der Versammlung nicht gegeben, sagt Gemeindepräsident Christian Gabathuler. Er betont, dass der Gemeinderat jedes Abstimmungsergebnis akzeptieren müsse. Es gehe ihm nur darum, wie mit knappen Abstimmungsresultaten rechtmässig umgegangen werden müsse. «Hier handelt es sich um ein laufendes Verfahren. Das Urteil steht noch aus. Es dürfte aber auch für andere Gemeinden im Kanton Zürich von Interesse sein», hält der Gemeindepräsident fest.

Doppel-Gold für Stefan Meier

Stefan Meier, Obfelden, erturnte zwei Goldmedaillen. (Bild Stephan Strässle)

Der Obfelder Geräteturner Stefan Meier vergoldet sich mit den beiden Schweizer Meistertiteln am Barren und an den Ringen die Saison 2019. Als Einziger überhaupt hat er in Gland zwei Titel geholt. Bei den Frauen schaffte mit Vanessa Flütsch zum ersten Mal eine Obfelder Turnerin den Sprung in die auszeichnungsberechtigten Ränge an einer Schweizer Meisterschaft im K7. ................................................... > Bericht auf Seite 25


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurseröffnung Erbschaft von Gerhard Wolfgang Nohava, geb. 30. September 1940, von Wettswil a.A., wohnhaft gewesen Heidenchilenstrasse 18, 8907 Wettswil a.A., gestorben am 5. Dezember 2017. Datum der Konkurseröffnung: 4. November 2019. Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG. Eingabefrist bis 23. Dezember 2019 (Vgl. im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 22. November 2019) Schlieren, 22. November 2019 Konkursamt Schlieren Uitikonerstrasse 9 / Postfach 8952 Schlieren

Einstellung des Konkurses Über die Erbschaft des Rolf Nobs, geb. 27. November 1949, von Schüpfen BE, gestorben am 6. Mai 2019, wohnhaft gewesen in Affoltern a.A. ZH, ist durch Urteil vom 27. August 2019 des Einzelgerichts am Bezirksgericht Affoltern die konkursamtliche Liquidation angeordnet, das Verfahren aber mit Verfügung des Einzelgerichts vom 8. November 2019 mangels Aktiven eingestellt worden. Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 22. November 2019 verwiesen. Affoltern a. A., 22. November 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9 8910 Affoltern a. A.

DANKSAGUNG

Nutzungsplanung Öffentliche Auflage: Privater Gestaltungsplan «Loo» und Gewässerraum Jonen Öffentliche Auflage Der Stadtrat hat mit Beschluss vom 12. November 2019 den privaten Gestaltungsplan «Loo» und den Gewässerraum Jonen im Bereich des Gestaltungsplanes zur Anhörung und öffentlichen Auflage verabschiedet (§ 7 PBG). Folgende Dokumente liegen vom 22. November 2019 während 60 Tagen bei der Abteilung Bau und Infrastruktur, Büro K13, Obere Bahnhofstrasse 13, 8910 Affoltern am Albis zu den ordentlichen Bürozeiten zur Einsichtnahme auf: Privater Gestaltungsplan «Loo» – Besondere Bestimmungen, datiert 21. Oktober 2019 – Situationsplan 1:500, datiert 23. September 2019 – Bericht gemäss Art. 47 Raumplanungsverordnung (RPV), datiert 21. Oktober 2019 Gewässerraum Jonen (Nr. 1.0) (Bereich Gestaltungsplan) – Kurzbericht, datiert 2. Oktober 2019 – Situationsplan 1:500, datiert 23. September 2019 Beschluss/Verfügungsnummer: 288 Beschluss/Verfügungsdatum: 2019-11-12 Gerichtliche Entscheidinstanz: Stadtrat Affoltern am Albis Rechtliche Hinweise und Fristen Jede Person ist berechtigt, sich innert der erwähnten Frist zum privaten Gestaltungsplan «Loo» und der Gewässerraumfestlegung Jonen zu äussern. Einwendungen sind bis am 21. Januar 2020 (Datum des Poststempels) schriftlich an den Stadtrat Affoltern am Albis zu richten. Einwendungen müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Über die Einwendungen wird gesamthaft im Rahmen des Festsetzungsverfahrens entschieden (§ 7 PBG). Rechtsmittelfrist Frist: 60 Tage Ablauf der Frist: 21. Januar 2020 Öffentliche Auflage (§ 7 Planungs- und Baugesetz) Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Stadtrat Affoltern am Albis Marktplatz 1 Postfach 8910 Affoltern am Albis

Der Stadtrat Sicherheit verfügt: Anlässlich der Durchführung des 24. Chlausmärts und des 22. Säuliämtler Chlauslaufs vom Sonntag, 24. November 2019, bleiben folgende Strassen für jeglichen Verkehr gesperrt: • Die Obere Bahnhofstrasse ab Bäckerei Nussbaumer bis Zürichstrasse, die Poststrasse ab Tierklinik und die Merkurstrasse ab Parkplatz Fust bis Obere Bahnhofstrasse vom Samstag, 23. November 2019, 18.00 Uhr bis Sonntag, 24. November 2019, 22.30 Uhr • Die Innere Grundstrasse am Sonntag, 24. November 2019, von 7.30 bis 22.30 Uhr • Die Äussere Grundstrasse am Sonntag, 24. November 2019, von 9.30 bis 13.00 Uhr Auf dem Breitenweg und der Betpurstrasse, ab Breitenweg bis Lindenplatz, muss am Sonntag, 24. November 2019, von 9.30 bis 13.00 Uhr mit Behinderungen gerechnet werden. Affoltern am Albis, 22. November 2019 Der Stadtrat Sicherheit

Von Herzen danken wir allen, die von unserem unvergesslichen

Peter Bamert-Geu Abschied genommen haben. Wir sind überwältigt von der grossen Anteilnahme. Einen speziellen Dank entbieten wir Pfarrer Pedro für die persönliche Gestaltung des Trauergottesdienstes und dem Organisten für die musikalische Begleitung. Die vielen Karten haben uns sehr berührt. Für die Blumen und den späteren Grabschmuck herzlich Danke. Affoltern, im November 2019

Die Trauerfamilie

Schweren Herzens müssen wir Abschied nehmen von unserer allerliebsten Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter

Gertrud Harder 18. April 1925 – 5. November 2019

Sie wird uns sehr fehlen, doch ihre beeindruckende, herzliche Persönlichkeit wird in unserer Erinnerung weiterleben. In stiller Trauer

Ausserordentliche Schalterschliessung am Freitag, 29. November 2019, infolge EDV-Umstellung Infolge umfangreicher EDV-Umstellung bleibt unsere Gemeindeverwaltung am Freitag, 29. November 2019, den ganzen Tag geschlossen. Für die Meldung von Todesfällen wird auf dem Anrufbeantworter eine Pikettnummer bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis und sind ab Montag, 2. Dezember 2019, zu den normalen Öffnungszeiten wieder für Sie da. Gemeindeverwaltung Ottenbach

Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Monika und Hansruedi Schlegel-Harder Florian Schlegel Silvio Schlegel und Selin Zürcher Katharina Harder-Borer Judith Harder Die Abschiedsfeier und Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 27. November, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Bonstetten statt. Allfällige Spenden bitte an die Stiftung Schweizer Berghilfe, 8134 Adliswil, Postkonto 80-32443-2, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk: Gertrud Harder. Traueradresse: Monika Schlegel-Harder, Sonnenheimstrasse 1, 5322 Koblenz


Bezirk Affoltern wir gratulieren Am Montag, 25. November, wird an einigen Orten im Bezirk gefeiert: Zur goldenen Hochzeit Elsbeth und Peter Ulrich KündigSchürmann in Affoltern feiern ihren 50-jährigen Ehebund am 25. November. Wir wünschen den beiden ein schönes Fest und gratulieren von Herzen.

Zum 90. Geburtstag Edith Emmenegger-Werner in Obfelden darf am 25. November auf 90 Lebensjahre zurückblicken. Wir wünschen ein schönes Fest und alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Der 25. November ist auch ein Festtag für Ruth Aeberli-Wiederkehr in Affoltern, darf sie doch ihren 85. Geburtstag feiern. Wir gratulieren, wünschen viel Freude, ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Zum 80. Geburtstag Ebenfalls am Montag, 25. November, feiert Ursula Elisa Hintermann-Müller in Affoltern ihren hohen Runden. Wir wünschen viel Freude an ihrem Jubeltag und ein gutes neues Lebensjahr.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

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Freitag, 22. November 2019

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Ertragsüberschuss budgetiert, aber Verdüsterung in Aussicht Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Mettmenstetten Das für 2020 erstellte Budget bildet nun zum zweiten Mal die Verhältnisse der per Mitte 2018 vollzogenen Bildung der Einheitsgemeinde (Politische Gemeinde/Primarschule) sowie die Bestimmungen der Rechnungslegung nach Harmonisierten Rechnungsmodell 2 (HRM2) ab. Diese Tatsachen lassen erstmals eine Vergleichbarkeit der Budgets 2019 und 2020 zu. In finanzieller Hinsicht zeigt das Budget 2020 – isoliert und nicht auf die weitere Zukunft betrachtet – ein «solides Bild» mit einer «gesunden» Ausgangslage. Zusammen mit steigenden Bevölkerungszahlen kann mit höheren Erträgen gerechnet werden. Belastend wirken sich allerdings steigende Aufwendungen (Bildung/Schülerzahl, Soziales inkl. solidarischer Finanzierung KJG, Personalausbau Verwaltung, Pflegefinanzierung, Verkehr etc.) und geringere Grundstückgewinnsteuern aus. Wenn auch der budgetierte Ertragsüberschuss in der Erfolgsrechnung von 1,203 Millionen Franken bei einem Aufwand von 22 431 200 bzw. einem Ertrag von 23 634 400 Franken auf den ersten Blick positiv stimmt, deuten doch einige planerische Werte darauf hin, dass sich die Wolken in den nächsten Jahren verdüstern werden. Die Zahlen

der Investitionsrechnung: Ausgaben 13 906 200 – Einnahmen 250 000 – Nettoinvestitionen 13 656 200 Franken. Der Steuerfuss verharrt unverändert bei 78 % (einfacher Steuerertrag 100 % = 15 801 282 Franken. An der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember werden neben der Festsetzung des Budgets und des Steuerfusses zudem der Erlass eines überarbeiteten Reglements Förderprogramm «Rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung 2020 bis 2022» mit jährlichen Rahmenkrediten von je 50 000 Franken und als Folge der Einheitsgemeinde die Teilrevision der Behörden-Besoldungsverordnung sowie der Erlass einer Personalverordnung unterbreitet.

Sekundarschulgutsverwaltung Über die Führung der Sekundarschulgutsverwaltung Mettmenstetten, Knonau, Maschwanden durch die Gemeinde-/Finanzverwaltung Mettmenstetten besteht ein per 1. Januar 2000 gültiger Vertrag. Aufgrund des gestiegenen Arbeitsbedarfs ist im gegenseitigen Einvernehmen die jährliche Entschädigung dafür per 1.1.2020 von 20 000 auf 36 000 Franken erhöht worden.

Arbeitsvergaben Im Hinblick auf den für Frühjahr 2020 geplanten Baubeginn Erweiterung Primarschulhausanlage sind nach durchgeführter Submission die Arbeitsvergaben über die Bereiche Montagebau in Holz beziehungsweise Fotovoltaikanlage zu 2 223 964 bzw. 136 219 Franken erfolgt. Mit der Arbeitsausführung Notsanierung Grundrebenstrasse, Teilstück Leigrüppenstrasse-Rennweg wurde Markus Gubler, Mettmenstetten, zu pauschal 15 000 Franken beauftragt.

Verkehrshaus Luzern Seit 1997 unterstützt der Gemeinderat das eine einzigartige Institution darstellende Verkehrshaus der Schweiz, in Luzern, in Form einer Kollektivmitgliedschaft. Als Gegenleistung wurden bisher drei Mitgliederkarten ausgestellt, mit welchen 365 Tage im Jahr der kostenlose Besuch des Verkehrshauses für die Bevölkerung möglich war. Trotz einer beträchtlichen Beitragserhöhung wird auf Zusehen hin an der Kollektivmitgliedschaft mit jährlichen Kosten von 2250 Franken

festgehalten, da die Bevölkerung vom unentgeltlichen Museumsbesuch rege Gebrauch gemacht hat. Ab 2020 wird für die drei zur Verfügung stehenden Eintrittstalons aber eine Kostenbeteiligung von fünf Franken pro Eintritt erhoben, was in Gegenüberstellung zum üblichen Eintrittspreis sehr günstig ist.

Ferner hat der Gemeinderat ... • die mit Wirkung vom 1. Januar 2020 in Kraft tretende Spitex- beziehungsweise ELD-Leistungsvereinbarung mit dem Verein Spitex Knonaueramt gutgeheissen. • das Budget des Dienstleistungscenters Amt (Dileca) für das kommende Jahr genehmigt. • drei ohne Hinweise/Empfehlungen lautende Prüfberichte (Geldverkehr/ Krankenversicherung/Restatement-Tool) genehmigt. • im Hinblick auf die demnächst anlaufende Kommunikation der Resultate Zustandserhebung private Abwasseranlagen für den Bereich Datenverarbeitung (Aktualisierung des eingesetzten Geoinformationssystems bzw. Datenmigration Kanalfernsehdateien) einmalige Ausgaben von 18 015 Franken bewilligt. (Ga.)

Zustimmung zum demenzfreundlichen Bezirk Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Demenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. In der Schweiz leben rund 150 000 Erkrankte, im Bezirk Affoltern also schätzungsweise rund 1050. Durchschnittlich sind drei Angehörige in die Betreuung dieser Personen eingebunden. Somit kann von rund 4200 Direktbetroffenen im Bezirk ausgegangen werden. Das grösste Risiko, an einer Demenzform zu erkranken, ist das Alter. Medizinischer Fortschritt und demografische Entwicklung bringen mit sich, dass die Gruppe der Hochaltrigen stark anwächst. Damit steigt auch die Anzahl der Menschen, die an einer demenziellen Erkrankung leiden. Das Thema geht alle an: Betroffen sind nicht nur die direkten Angehörigen, sondern auch Nachbarn, Enkelkinder, Menschen auf der Strasse, Geschäfte, Banken, der öffentliche Verkehr usw. Die Idee des demenzfreundlichen Bezirks ist es, die Bevölkerung, Geschäfte und Einrichtungen auf das Thema Demenz zu sensibilisieren und Sicherheit im Umgang mit dementen Personen zu vermitteln. Durch Informationskampagnen und Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit demenziellen Erkrankungen können Berührungsängste mit dem Thema sowie mit Betroffenen abgebaut werden. Interessierte können im Umgang mit Erkrankten mehr Sicherheit gewinnen und sich mit anderen Betroffenen und Fachpersonen vernetzen. Gemeinderätin Franziska Marty (Vorsteherin Gesundheit/Alter) ist bei der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern, der Pro Senectute des Kantons Zürich, tätig. Da sie über ein zusätzliches Arbeitspensum Projektarbeit leisten kann, hat sie an der Gesundheitsvorsteher-Konferenz das Projekt «Demenzfreundlicher Bezirk Affoltern» vorgeschlagen. Ziel dieses Projekts ist es, Berührungsängste der

Bevölkerung mit dem Thema abzubauen, Sicherheit im Umgang mit Erkrankten zu gewinnen und dass betreuende Angehörige die verfügbaren Entlastungsangebote kennen. Die Projektorganisation erfolgt im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Pro Senectute Kanton Zürich und ist für die Gemeinden kostenlos, da dafür Bundesgelder zur Verfügung stehen. Ausgaben für Flyer, Gehälter Referenten, Beitrag Alzheimervereinigung etc. sollen durch Spenden finanziert werden. Demenzsprechstunden, Schulungen und Anlässe sind für die Teilnehmenden aus Bevölkerung oder Gewerbe kostenlos. Die Gemeinden finanzieren die Demenzsprechstunden durch Ursula Jarvis vor Ort mit 200 Franken pro Sprechstunde, inklusive Anfahrt, Vor- und Nachbereitung. Die Sprechstunde findet einmal im Jahr in jeder Gemeinde statt (Affoltern und eine andere grössere Gemeinde zweimal jährlich, nach Bedarf). Für Informationsveranstaltungen stellen die Gemeinden Räume und Personal für die Organisation kostenlos zur Verfügung. Das Projekt wird nur durchgeführt, wenn alle 14 Bezirksgemeinden mitmachen. Dem Projekt wurde zugestimmt und dafür ein jährlich wiederkehrender Betrag von 500 Franken bewilligt.

Liegenschaft Bachstrasse 17/19 In der Liegenschaft MFH Bachstrasse 17/19 wurde im Jahre 2018 die bestehende Wärmeerzeugung durch eine Wärmepumpenanlage ersetzt. Bei der Ausarbeitung dieses Projektes wurde vom Heizungsplaner darauf hingewiesen, dass Dachflächen des Gebäudes, aufgrund der günstigen Ausbildung und Ausrichtung, zur Wärme- und Stromgewinnung genutzt werden sollten. Die Wärmepumpenanlage und Speicher wurden deshalb bereits für den Einsatz einer Kollektoren-Anlage vorbereitet.

Die Firma Heinz Haldimann, Heizungs- und Sonnenenergieplanung, Obfelden, wurde mit der Erstellung eines Vorprojekts beauftragt. Gemäss Projekt werden auf dem Dach des Wohnhauses Bachstrasse 17 55 m² spezielle thermische Sonnenkollektoren vorgesehen. Diese können zur Erwärmung des Brauchwassers sowie zur Regeneration der Erdsonden eingesetzt werden. Durch die Regeneration des Erdreiches kann im Winter mit weniger Aufwand von elektrischer Energie die Beheizung der Räumlichkeiten sichergestellt werden. Zusätzlich werden auf der gleichen Dachfläche 43 m² PV-Zellen zur Stromerzeugung installiert. Der erzeugte Strom entlastet die Gebäudetechnikbezüger (Wärmepumpe, Lüftung- und Klimagerät der kontrollierten Lüftung) auf der Anlage. Die zwischenzeitlich knapp bemessene Stromhauptverteilung wird im Zuge dieser Arbeiten erneuert. Für die Projekt-Umsetzung wurden ein Kredit von 150 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben.

Friedhof Die Urnenbeisetzungen im Gemeinschaftsgrab nehmen weiter zu. Diese Beisetzungsart entspricht vor allem seit der Einführung der Möglichkeit zur namentlichen Aufführung der Beigesetzten mittels Steinplatte einem grossen Bedürfnis. Die Beschriftungsplatten der vier bestehenden Anlagen sind bald vollständig belegt. Für die Erweiterung der Beschriftungsanlage der Urnenbeisetzung auf dem Gemeinschaftsgrab wurden ein Kredit von 11 600 Franken bewilligt und die Aufträge an Werner Nydegger, Bild- und Steinhauer, Ottenbach, und an die Glaserei Piccini, Obfelden, erteilt.

Genehmigung gebundene Ausgaben Der Gemeinderat hat folgende gebundene Ausgaben bewilligt: Erneuerung

Videoüberwachungsanlage, Schulanlage Chilefeld, 36 000 Franken; Umbau Lagerraum zu Büro- und Aufenthaltsraum für den Hausdienst in der Schulanlage Chilefeld, 53 000 Franken; Sanierung Kanalisation Morgenhölzlistrasse und Hölibachstrasse, 55 000 Franken.

Strassenbeleuchtung An der Mühlestrasse entsteht eine neue Wohnüberbauung mit drei Mehrfamilienhäusern und einer Unterniveaugarage. Im Zusammenhang mit der Umgebungsgestaltung dieser Neubauten soll die Strassenbeleuchtung der Mühlestrasse auf LED-Kandelaber umgebaut werden. Dafür wurde ein Kredit von 25 000 Franken bewilligt.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Ernst und Johanna Höhener, Obfelden, für den Abbruch des Wohnhauses mit Scheune Vers.-Nr. 356 und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Nebengebäuden und Tiefgarage, am Alten Schulhausweg; Stehli Seiden AG, Obfelden, für zehn oberirdische Parkplätze auf dem StehliSeiden-Areal an der Fabrikstrasse; Hugo Fischer, Obfelden, für die Erhöhung der Sichtschutzwand beim Sitzplatz des Wohnhauses Vers.-Nr. 423 an der Dorfstrasse; Moritz Koller, Obfelden, für den Anbau eines Carports am Wohnhaus Vers.-Nr. 881 an der Hölibachstrasse; Hegimmo AG, Zug, für den Anbau einer Sitzplatzüberdachung mit Balkonerweiterung am Wohnhaus Vers.-Nr. 1079 an der Bachstrasse; Direco AG, Obfelden, für den Neubau eines Ärztehauses mit Tiefgarage und für das Versetzen des bestehenden Autounterstandes an der Ottenbacherstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin


Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Ruth Meier, Fälmisstrasse 16, 8833 Samstagern Projektverfasser: Meier Zimmerei, Schliffistrasse 4, 8912 Obfelden, Schweiz Projekt: Dachaufbau, Loorenstrasse 4, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 814, Zone: zweigeschossige Wohnzone W2c

Hausen am Albis Bauherrschaft: Elisabeth Walder, Oberalbisstrasse 10, 8915 Hausen am Albis, Rajah Maniam und Indira Rajah, Oberalbisstrasse 6, 8915 Hausen am Albis Projektverfasser: WIGASOL Zentralschweiz AG, Schürmattstrasse 5, 5643 Sins Projekt: Ersatz alte Holzpalisade 3 m mit Sandsteinmauer 4 m (Länge), Oberalbisstrasse 10 + 6, 8915 Hausen am Albis Katasterinformationen: Hausen am Albis, Grundstück-Nr.: 2057 + 2056

Hausen am Albis

Rifferswil

Bauherrschaft: Dominik Muheim, Dorfstrasse 19, 8925 Ebertswil Projektverfasser: Eugster Sanitär & Heizungen, Albisstrasse 37, 8915 Hausen am Albis Projekt: Installation Wärmepumpe, Dorfstrasse 19, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 3444, Zone: W/1.4

Bauherrschaft: Trachsel Hansruedi, Herferswil 60, 8932 Mettmenstetten Projektverfasser: Bär Bau AG, Büelstrasse 2, 8926 Hauptikon, Schweiz Projekt: Geländeanpassung (Terrainveränderung) im Gebiet Jungalbismatt, 8911 Rifferswil Katasterinformationen: GrundstückNr.: 507, Zone: Lwsz

Mettmenstetten

Stallikon

Bauherrschaft: M&D Investment AG, Panoramastrasse 11, 6030 Ebikon, Schweiz Projektverfasser: HWP Architekten AG, Bahnhofstrasse 3, 6403 Küssnacht am Rigi, Schweiz Projekt: Abbruch Scheune, Vers.-Nr. 239, Neubau Mehrfamilienhaus mit Einstellhalle, Albisstrasse 56, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4253, Zone: Kernzone KB

Bauherrschaft: Peter Rebsamen, Spitzegg 1, 8143 Stallikon Projekt: Sanierung Schwimmbad, Spitzegg 1, 8143 Stallikon Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1845, Zone: Landwirtschaftszone

Gemeinde Obfelden Bauherrschaft: Isabel Tschopp Forster Bernhard Forster, Haltenstrasse 19, 8912 Obfelden Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Sichtschutzwand entlang der gemeinsamen Grundstücksgrenze, Haltenstrasse 19, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2537 und 2560, Zone: W1

Gemeinde Obfelden Bauherrschaft: Roland Moser, Mühlestrasse 19, 8912 Obfelden Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Anbau Unterstand für Waschplatz an bestehendes Gebäude Vers.Nr. 422, Mühlestrasse 19.4, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1718, Zone: K2

Todesfälle Affoltern am Albis Am 9. November 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Werner Lusser geboren am 22. Mai 1943, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Mittwoch, 27. November 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bonstetten Am 5. November 2019 ist in Affoltern a.A. gestorben:

Harder, Gertrud geboren am 18. April 1925 in Tuttlingen (Deutschland), von UesslingenBuch TG, wohnhaft Schachematten 14, Bonstetten. Andacht: Friedhof Bodenfeld in Bonstetten, am Mittwoch, 27. November 2019, um 13.30 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten


Bezirk Affoltern

Freitag, 22. November 2019

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Zürich und Zug beeinflussen das Siedlungswachstum mehr als die Autobahn Serie 10 Jahre A4 (4): Die Autobahn wirkt sich höchstens beim Anschluss Affoltern auf die Siedlung aus Der Bau der Autobahn durchs Knonauer Amt hat das Siedlungswachstum nur wenig beeinflusst. Diese Feststellung ergibt sich aus der Analyse der Bevölkerungsentwicklung der Region seit der Aufnahme der N4 – heute A4 – ins Nationalstrassennetz im Jahr 1960. ................................................... von bernhard schneider Der 1981 veröffentlichte Nationalstrassen-Überprüfungsbericht der von Nationalrat Walter Biel präsidierten Kommission erwartete keine grossen Auswirkungen der Autobahn auf die Besiedlung der Region: «Im Knonauer Amt gilt, dass der Verlauf der Bevölkerungsentwicklung mehr vom Durchstich des Üetlibergs bestimmt wird, als von der Schliessung der Autobahnlücke im Knonauer Amt selbst.» 1960 wurde die A4 ins Nationalstrassennetz aufgenommen, 1990 wurde die Kleeblattinitiative für ein autobahnfreies Knonauer Amt abgelehnt, womit dem Bau der Nationalstrasse zwischen Wettswil und Steinhausen keine politischen Hindernisse mehr entgegenstanden, 2009 wurde die A4 eröffnet. Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung zwischen diesen vier Eckwerten soll dazu dienen, die Auswirkungen der A4 auf die Siedlungsentwicklung abzuschätzen.

1960–90: Agglomerationsbildung In der ersten Phase, von 1960 bis 1990, wuchs die Bevölkerung des Bezirks Affoltern 1,6-mal stärker als der Kanton Zürich insgesamt. Allerdings: Der damalige Bevölkerungsrückgang in der Stadt Zürich drückte das Kantonsmittel stark. Der zuerst von einer Autobahn erschlossene

Bezirk Dietikon wuchs schwächer als der Bezirk Affoltern. Das stärkste Wachstum erfolgte in den Bezirken Bülach und Uster. Im Bezirk Affoltern wuchs vor allem das stadtnahe Unteramt, insbesondere Wettswil. Am tiefsten lag das Wachstum in Maschwanden und Kappel. Fazit für die Zeit von der Aufnahme ins Autobahnnetz bis zur Kleeblattabstimmung: Die Bevölkerungsentwicklung war geprägt von der Verlagerung aus der Stadt in die Agglomeration.

1990–2009: Bodenpreise bestimmen In der Phase von der Kleeblattabstimmung bis zur Autobahneröffnung wuchs der Bezirk Affoltern 15 % stärker als das Kantonsmittel. Dieses wurde noch immer von der Bevölkerungsentwicklung der Stadt Zürich gedrückt, obwohl diese nun wieder zunahm. Das stärkste Wachstum wies noch immer der Bezirk Bülach aus, knapp vor Affoltern und Andelfingen; dieser ländlichste Bezirk wurde nun ebenfalls von der Agglomerationsbildung erfasst. Unterdurchschnittlich wuchsen nun die Bezirke Dietikon und Horgen. Bau und Eröffnung des Üetlibergtunnels, von dem der Bezirk Horgen direkt profitiert, konnten somit das in dieser Region besonders angewachsene Niveau der Bodenpreise bei Weitem nicht kompensieren. Im Bezirk Affoltern schwächte sich der Faktor der Nähe zu Zürich leicht ab, dafür begann der Sog aus Zug sichtbar zu werden: Am stärksten wuchs nun Bonstetten, gefolgt von Knonau. Erstmals wirkte sich in dieser Phase auch die privilegierte Lage über dem Nebel von Aeugst aus. Das schwächste Wachstum fand nun ausgerechnet in den Gemeinden beim Autobahnanschluss statt: Ottenbach, Affoltern und Obfelden. Fazit für die

Zeit von Planung und Bau von A4 und Üetlibergtunnel: Die Agglomerationsbildung ging weiter, wichtigster Wachstumstreiber war das tiefere Baulandpreisniveau.

2009–19: auch abgelegene Gemeinden In den letzten zehn Jahren war das Wachstum im Kanton Zürich ausgeglichener. Sämtliche Regionen wuchsen, die Stadt Zürich sogar wieder leicht überdurchschnittlich, knapp hinter den Bezirken Bülach, Affoltern, Dielsdorf und Dietikon. Das schwächste Wachstum wies nun der Bezirk Meilen auf, wo die Wohnkosten mittlerweile noch höher als im Bezirk Horgen liegen. Im Bezirk Affoltern wuchsen nun die Gemeinden nahe bei Zug am stärksten, allen voran Knonau, Kappel und Rifferswil. Fazit für diese Phase: Zug prägt die Entwicklung des Bezirks Affoltern immer stärker, das Wachstum findet vermehrt auch in Gemeinden mit schlechten Anschlüssen an den öffentlichen Verkehr statt. Die Wohnkosten und die verfügbaren Bauzonen haben sich neben der Nähe zu den Agglomerationen zu einem der wichtigsten Wachstumsfaktoren entwickelt. Maschwanden hat das tiefste Mietzinsniveau im Bezirk, vergleichbar mit den Gemeinden des Bezirks Andelfingen, aber wenig Bauzonen. Am teuersten sind die Mieten in Stadtnähe, entlang der Hauptverkehrsachse sowie in den höher gelegenen Gemeinden Hausen und Aeugst.

dass sich die Vermutung der «Kommission Biel» von 1981 bestätigt hat, dass sich der Üetlibergtunnel stärker als die A4 auf die Besiedlung auswirkt, da er stadtnahes Wohnen im Grünen ermögliche. Zur Feststellung im Bericht über die räumlichen Auswirkungen der Verkehrsinfrastrukturen des Bundesamtes für Raumentwicklung von 2015, dass der Üetlibergtunnel erstaunlicherweise dem ÖV-Anteil indes keinen Abbruch getan hat, meint Christian Gabathuler, dass dieser auch schnellere Busverbindungen zulasse und somit nicht ausschliesslich dem Privatverkehr diene. Bernadette Breitenmoser weist zudem auf die Verkehrsstaus und die langwierige Parkplatzsuche in den Städten Zürich und Zug hin.

Stadtnahes Wohnen im Grünen

Verkehr optimieren

Der Präsident der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK), Christian Gabathuler, hat festgestellt, dass die A4 die Siedlungsentwicklung weniger beeinflusst als die S-Bahn. Regionalplanerin Bernadette Breitenmoser ergänzt,

Mit dem Ziel, möglichst wenig Kulturland zu beanspruchen, wurden alle Autobahnanschlüsse ausser Affoltern gestrichen, denn die Opposition gegen den Bau der N4 argumentierte stark mit Landschaft und Landwirtschaft.

Die Entwicklung der Gemeinden im Vergleich zum durchschnittlichen Bevölkerungswachstum des Bezirks: Seit 1960 wächst das Unteramt am stärksten. Knonau am anderen Ende des Bezirks legt seit 1990 am stärksten zu. (Grafik bs) Christian Gabathuler betrachtet dies nicht nur als Vorteil, denn beispielsweise ein Anschluss bei Knonau könnte Affoltern und Mettmenstetten vom Durchgangsverkehr entlasten. Unabhängig vom direkten Einfluss der A4 auf die Siedlungsqualität und -struktur ist unbestritten, dass der Verkehr einen wichtigen Faktor für das Wohlbefinden der Bevölkerung darstellt. Das Problem besteht darin, ein Optimum zu finden zwischen möglichst unbehinderter Bewegungsfreiheit und möglichst wenig Belästigungen durch den Verkehr bei möglichst geringen Kosten. Mit dem geplanten neuen Gesamtverkehrskonzept will die ZPK die künftige Qualität des Regionalverkehrs aktiv gestalten. Am Freitag, 13. November 2009, wurde die A4 durchs Knonauer Amt eröffnet. Mit diesem Beitrag schliesst der «Anzeiger» die vierteilige Serie zum 10-Jahre-Jubiläum ab. Bereits erschienen: «Kein Thema hat das Knonauer Amt stärker und länger beschäftigt als die N4», 12.11.; Ränkespiele auf dem Buckel der Betroffenen, 15.11.; Weniger «Lädelisterben» dank der Autobahn?, 19.11.

Anspruchsvolle Landumlegung nach der Trasseeverlegung Die Variante Islisbergtunnel veränderte die Auseinandersetzung um die N4 grundlegend. Das neue Trassee war entscheidend für die politische Akzeptanz. Gleichzeitig schuf es ein neues Wohnquartier in Zwillikon und führte zu aufwendigen Landumlegungen. ................................................... von bernhard schneider Der Nationalstrassen-Überprüfungsbericht von 1981 ging von zwei Varianten aus: der offenen Linienführung durchs Knonauer Amt und dem Zimmerbergtunnel. Die beiden Varianten wurden als nahezu gleichwertig betrachtet, da beide die übergeordnete Aufgabe, eine Strassenverbindung von nationaler Bedeutung herzustellen, erfüllten. Für die Variante Knonauer Amt sprachen die Kosten und der – bescheidene – Zeitgewinn pro Fahrt, dagegen die «viel grösseren Eingriffe in Landwirtschaft, Landschaft und Erholungsgebiet für ein bisher vergleichbar noch unberührtes Gebiet», wie der damalige Regionalplaner Hugo Wandeler festhielt. Der Bericht zur Nationalstrassenüberprüfung empfahl trotz dieser Bedenken, die Variante Knonauer Amt zu verwirklichen. Der Nationalrat entschied sich zwar aufgrund der entsprechenden Standesinitiative des Kantons Zürich knapp für die Zimmerbergvariante, der Ständerat vermochte diesen Entscheid aber zu kippen, was die NZZ

heftig kritisierte: Der Entscheid der eidgenössischen Räte setze sich «über elementare Forderungen des Raumplanungsgesetzes, so nach haushälterischer Nutzung des Bodens, nach der Erhaltung schützenswerter Landschaften und Erholungsräume, nach Bewahrung weiterer Landwirtschaftsflächen vor Verbetonierung und Zersiedelung, hinweg.» Und hier setzte der 2009 verstorbene Joner CVP-Nationalrat Albert Rüttimann an: Er reichte einen Vorstoss ein, der die Verlegung der Autobahn in den Islisberg forderte. Diese landschaftsschonendere Variante führte dazu, dass die Mehrheiten kippten: Hatten 1985 die Stimmberechtigten des Kantons Zürich und insbesondere des Knonauer Amts noch klar gegen die N4 Stellung bezogen, wurde 1990 die Kleeblatt-Initiative im Kanton und selbst in der Region abgelehnt.

Wohnüberbauung statt Autobahn Damit ergab sich ein neues Problem: In der Ebene von Wettswil bis Zwillikon war das Land weitgehend für das Trassee ausgeschieden, nun wurde zwar weniger, dafür anderes Land benötigt, nämlich nördlich statt südlich um Zwillikon herum und anschliessend aus Lärmschutzgründen ein breiterer Korridor als vorgesehen, dafür ohne Anschlüsse zwischen Affoltern und Steinhausen. Der heutige Ämtler Kantonsrat der Grünen Partei, Thomas Schweizer, lebte in den 80erJahren in einem Bauernhaus auf dem damals geplanten Trassee in Zwillikon

Aufwendige Landumlegungen

So sah der Maschwander Karikaturist H.U. Steger (1923-2016) Zwillikon nach dem Bau des – ursprünglich vorgesehenen – Autobahntrassees. (Karikatur H.U. Steger) gegenüber der ehemaligen Fabrik. Das Haus musste nicht der Autobahn weichen, wurde aber dennoch abgerissen: «Die neue Führung der A4 ermöglichte auf dem ehemaligen Trassee und in unmittelbarer Nachbarschaft eine Siedlungsentwicklung, die sonst nicht möglich gewesen wäre», stellt Schweizer fest, «das für die Autobahn ausgeschiedene Land wurde eingezont, und das Bauernhaus musste einer grösseren Überbauung weichen.»

Geringere Lärmbelastung Die Planauflage der ursprünglichen Linienführung erfolgte 1976, also noch vor Inkrafttreten der Umweltschutzgesetzgebung 1985. «Das ursprüngliche Projekt wäre heute nicht mehr bewilligungsfähig. Die Lärmgrenzwerte hätten in Hedingen, Zwillikon und ver-

mutlich auch in weiteren Siedlungsgebieten in den angrenzenden Quartieren nicht eingehalten werden können. Es wäre auch fraglich, ob Parzellen in direkter Nachbarschaft der Autobahn hätten bebaut werden können, beispielsweise die Neubauten neben der alten Zwilliker Fabrik», meint Thomas Schweizer, «dank der veränderten Linienführung um Zwillikon herum und dank der durchgehenden Tieferlegung des Trassees konnten die Lärmimmissionen deutlich verringert und die Grenzwerte eingehalten werden. Dennoch ist das Rauschen der Autobahn vielerorts hörbar.» Der Obfelder Bauer Hansjörg Schneebeli staunt, wie viel Lärm von der Autobahn ausgeht: «Es ist nicht in erster Linie der direkte Lärm, den wir hören, sondern der indirekte, der je nach Windverhältnissen variiert.»

Schneebeli gehörte der Kommission an, die für die Landumlegung aufgrund der neuen Linienführung zuständig war. Dies sei ein langer Prozess gewesen, der erst nach der Eröffnung 2009 abgeschlossen wurde. Das Landwirtschaftsland wurde real entschädigt: «Die einen haben Land etwas näher beim Hof erhalten, andere, wie beispielsweise ich selbst, etwas weiter entfernt. Am Schluss waren die meisten Bauern zufrieden mit der Ersatzlösung.» Die Auflösung des Landwirtschaftsbetriebs der landwirtschaftlichen Schule habe dem Kanton die Möglichkeit gegeben, Realersatz zu leisten. Schneebeli betont, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft nicht mit der Autobahn zusammenhänge: «Kleine Betriebe sind kaum mehr rentabel, wenn sie nicht hochspezialisiert sind. Vor allem für Betriebe, die stark von der Milchproduktion abhängen, findet sich meist kein Nachfolger, so dass andere Bauern das Land übernehmen können.» Die weiteren Auswirkungen der Autobahn auf die Landwirtschaft hängen ebenfalls nicht mit deren Bau zusammen, hält Hansjörg Schneebeli fest: «Als die Autobahn geplant wurde, fuhren die Autos noch mit verbleitem Benzin und die Landwirte befürchteten eine Schädigung des Bodens durch das Schwermetall. Dank bleifreiem Benzin und Katalysator sind die Schadstoffemissionen der Autobahn geringer geworden.»


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Freitag, 22. November 2019

Ein grosser Wurf mit Anpassungsbedarf HRM2: Ein ausgewiesener Gewinn bedeutet nicht immer mehr Geld Das harmonisierte Rechnungsmodell HRM2 harmonisiert grundsätzlich die Rechnungslegung von den Gemeinden bis zum Bund und soll damit eine bessere Vergleichbarkeit schaffen. Seit dem 1. Januar ist HRM2 für die Zürcher Gemeinden, Zweckverbände und Anstalten verbindlich. ................................................... von bernhard schneider Das politische System der Schweiz baut auf dem Milizprinzip und der direkten Demokratie auf. Dies bedeutet: nicht nur die Politikerinnen und Politiker, sondern auch die Stimmberechtigten müssen die Budgets und Rechnungen, die sie verantworten, verstehen, unabhängig von ihrer Ausbildung. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung an das Rechnungslegungssystem dar, das ohne viel Erklärung die Finanzplanung und -lage einer Gemeinde so widerspiegeln muss, dass zentrale Informationen für alle erkennbar sind.

Unterschiedliche Systeme Je nach dem jeweiligen Zweck bestehen unterschiedliche Rechnungsmodelle und in gewissen Fällen erfolgt die Rechnungslegung nach verschiedenen Systemen, deren Resultate voneinander abweichen können. Das Zürcher Gemeindeamt verlangt Abschlüsse nach HRM2, bis 2018 nach HRM1. Dies gilt auch für Zusammenschlüsse wie beispielsweise Zweckverbände. Wie komplex die Rechnungslegung sein kann, zeigt das Beispiel des Spitals Affoltern: Da sich die Abstimmung über die neue Rechtsform verzögert hat, musste der Zweckverband analog den Gemeinden für 2019 auf HRM2 umstellen, während die massgebende Rechnung nach H-plus geführt wird. Die künftige AG des Akutspitals muss 2020 nicht mehr nach

Waffe aus Safe gestohlen Bei einem Einbruch in ein Zweifamilienhaus in Wettswil wurde zwischen 15. und 17. November ein Safe geknackt und eine Waffe entwendet. Die Einbrecher, die sich durch Aufbrechen der Sitzplatztüre Zutritt verschafften, liessen ausserdem unter anderem Schmuck und Parfüms mitlaufen. Die Höhe des Deliktguts und des Sachschadens wird derzeit von der Kantonspolizei abgeklärt. Aus einem Baustellencontainer von zwei Firmen haben Diebe vermutlich vom 17. auf den 18. November in Affoltern Elektro- und andere Werkzeuge im Wert von etwa 3500 Franken gestohlen. Der Sachschaden ist hingegen gering.

Vandalismus und ein irrtümlich vermisstes Auto Sachschaden in der Höhe von 2600 Franken entstand vom 18. auf den 19. November bei einem Vandalenakt auf dem Primarschulareal in Bonstetten. Unbekannte beschädigten die Abdeckung einer Holzfassade. Ein Fahrzeughalter meldete der Kantonspolizei, sein PW sei auf dem Areal der Autobahnraststätte MyStop gestohlen worden. Er sei sicher, dass er auf der richtigen Seite parkiert habe. Was sich dann aber doch als Irrtum herausstellte. Das Auto stand noch immer da, wo er es abgestellt hatte: auf der anderen Seite … (-ter.)

HRM2 abschliessen, wohl aber die IKA Langzeitpflege.

«Sonderlösung wäre besser gewesen» Der Aeugster RPK-Präsident, Stephan Schaub, der auch die Rechnungsprüfungskommission des Spitals präsidiert, ist der Meinung, dass diese Umstellung auf HRM2 dem Spital Affoltern nicht viel gebracht habe: «Die Umstellung bedeutete viel zusätzlichen Aufwand. Eine Sonderlösung wäre für alle besser, einfacher und kostengünstiger gewesen.» Eine Spitalrechnung ist ohnehin nicht vergleichbar mit der Rechnung einer Gemeinde, weshalb das Argument der Vergleichbarkeit hier nicht sticht. Stephan Schaub weist darauf hin, dass sehr viel Knowhow erforderlich ist, um den Jahresabschluss eines Spitals interpretieren zu können: «Der Spagat zwischen Transparenz und Flutung mit Informationen ist enorm.» Die Interkommunale Anstalt (IKA) Langzeitpflege des Spitals Affoltern wird die Rechnung künftig gemäss dem schweizweit anerkannten Kontenrahmen des Verbandes Curaviva führen, die dann auf HRM2 umgelegt wird. Dasselbe gilt für das Affoltemer Altersheim Seewadel, wie Stadtschreiber Stefan Trottmann erläutert: Hier ist die Vergleichbarkeit mit anderen, auch privaten, Alters- und Pflegeheimen zentral, deshalb wird die massgebliche Rechnungslegung gemäss Curaviva geführt. Gleichzeitig wird nach HRM2 ein zweiter Abschluss erstellt und in die Jahresrechnung der Stadt integriert.

«Aufblähung des Eigenkapitals» Der Knonauer Finanzvorstand Rico Roth beurteilt HRM2 insgesamt positiv, da die Vergleichbarkeit zumindest zwischen Gemeinden ähnlicher Grösse ausgebaut worden sei: «Auch die Transparenz gegenüber den Steuerpflichtigen wurde verbessert.» Einen Schwachpunkt stellt er allerdings fest: «Durch die neuen Bestimmungen zur

Das Schulhaus Gallenbüel 2 in Aeugst wurde 2005 gebaut und anlässlich der Umstellung von HRM1 auf HRM2 fast auf null abgeschrieben. Der diesen Sommer fertiggestellte Erweiterungsbau, erkennbar am helleren Holz, wird nach HRM2 linear in 33 Jahren abgeschrieben, obwohl absehbar ist, dass eine bauliche Erneuerung viel früher erforderlich sein wird. (Bild bs) linearen Abschreibung wird das Eigenkapital aufgebläht.» Maschinen, Fahrzeuge und Ausstattungen werden gemäss den Richtlinien von HRM2 linear in acht Jahren abgeschrieben, Hochbauten in 33, Kanal- und Leitungsnetze in 50 Jahren. Doch der Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs liegt nach vier Jahren weit unter den daraus resultierenden 50 % des Neupreises und heute erstellte Leitungsnetze werden in 50 Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit längst nicht mehr den technologischen Erfordernissen entsprechen. Stadtschreiber Stefan Trottmann beurteilt die neuen Abschreibungsvorgaben ähnlich: «Dadurch wird in der Erfolgsrechnung ein fiktiver Gewinn ausgewiesen.» Für die Stimmberechtigten sei es daher wichtig, zu erkennen, dass ein Ertragsüberschuss nicht zwingend bedeute, dass die Gemeinde mehr Geld auf dem Konto ausweise, weil damit die Investitionen zu bezahlen seien. RPK-Präsident Stephan Schaub würde es daher begrüssen, wenn Investitionen differenzierter, näher am Zeitwert, abgeschrieben werden könnten: «HRM2 war ein grosser

Wurf. Vielleicht braucht es künftig keine vergleichbare Revolution der Rechnungslegung mehr, sondern schrittweise Anpassungen, gerade bei den Abschreibungen.»

ben. Diese an sich zweckmässige Regelung, die unsinnige Veränderungen des ausgewiesenen Eigenkapitals verhinderte, reduziert allerdings die angestrebte Vergleichbarkeit.

Aufwendige Umstellung

Korrektur beim Ressourcenausgleich

Die Umstellung auf HRM2 war für Gemeinden und Zweckverbände sehr aufwendig. Die Gemeindeverwaltung Affoltern konnte die Umstellung mit Überstunden erbringen, andere Verwaltungen mussten temporär Personal einstellen, um den Aufwand der Systemumstellung leisten zu können. Zuerst mussten die Kontenpläne erneuert werden. «Wir haben jedes Konto einzeln analysiert, um es zu differenzieren und neu zuzuordnen», führt Stefan Trottmann aus. Rico Roth ergänzt: «Das Restatement, das heisst, die Bewertung aller Investitionen nach HRM2, war sehr aufwendig.» Die Gemeinden konnten dabei zwischen zwei Modellen wählen, indem sie entweder die bisherigen Investitionen rückwirkend ab 1986 gemäss HRM2 bewerten oder den Restbuchwert der Anlagen erst ab 2019 linear abschrei-

Viel zu reden gaben vor einem Jahr die inzwischen geänderten Bestimmungen zum Ressourcenausgleich. Kantons- und Regierungsrat erachteten die für die Budgets 2019 erstmals angewandten Bestimmungen zwar als Fehler, doch die Regierung beharrte auf der gesetzestreuen Umsetzung, obwohl die Korrektur bereits in Vorbereitung war und vom Kantonsrat im März 2019 gutgeheissen wurde. Für die Budgets 2020 gilt daher, dass die Gemeinden autonom entscheiden, wie sie den Ressourcenausgleich verbuchen. Dies dient zwar ebenfalls nicht der Vergleichbarkeit, kommt aber den unterschiedlichen Bedürfnissen der Gemeinden entgegen, die, je nachdem, ob Geld in den Ressourcenausgleich überwiesen oder aus diesem bezogen wird, weit auseinander liegen können.

Alles begann mit dem «Betpur» Die reformierte Kirche von Affoltern im Wandel der Zeit Affolterns Kirche birgt keine aussergewöhnlichen Kunstschätze. Aber sie hat eine spannende Bauund Entwicklungsgeschichte, die sich über tausend Jahre erstreckt. Dazu gibt es neuerdings eine Broschüre, die am Freitag, 29. November, im Rahmen einer Vernissage mit festlichem Apéro vorgestellt wird. Schon bevor der Ortsname Affoltern existierte, befand sich am Standort der heutigen Kirche ein sogenanntes Betpur. Der zweite Wortteil «pur» bedeutet Häuschen oder kleine Hütte, der erste versteht sich von selbst. Um etwa 1160 wurde das Gebetshäuschen ersetzt. Die Engelberger Mönche liessen an derselben Stelle ein kleines romanisches Kirchlein errichten, das kurz vor der Reformation in ein spätgotisches Gotteshaus umgewandelt wurde. Danach erhielt Affoltern eine der ersten modernen Predigtkirchen im Kanton Zürich, erbaut in barockem Stil nach reformierter Art. Die einstigen Kirchgenossen scheinen keine Stilepoche ausgelassen zu haben. Sie sind offensichtlich mit der Zeit gegangen und haben ihr Gotteshaus immer dann erweitert oder umgebaut, wenn neue Bedürfnisse aufgetaucht sind. Dementsprechend

widerspiegeln die einzelnen Bauetappen die Ereignisse und Entwicklungen der jeweiligen Zeit. Nur Weniges lässt sich heute noch an den Mauern ablesen. Aber was sie zu erzählen wissen, vermittelt einen spannenden Einblick in die Affoltemer Ortsgeschichte, die teilweise dramatisch verlaufen ist.

Sowohl geistes-geschichtliche als auch bauliche Entwicklungen Pfarrer Urs Boller hat die wichtigsten Entwicklungen nachgezeichnet und in einem Büchlein zusammengefasst. Sein Sohn Viktor hat die Broschüre grafisch gestaltet. Damit bekommt die Kirchgemeinde erstmals einen «Kirchenführer», der sowohl bauliche als auch geistes-geschichtliche Entwicklungen und Veränderungen auf dem Hintergrund lokaler und regionaler Ereignisse illustriert. Ein kurzer kulturgeschichtlicher Überblick, der zugleich die Frage nach der zukünftigen Gestalt einer zeitgemässen Kirche aufwirft. Da die Broschüre ab dem 29. November in der Kirche aufliegt und ab Anfang Dezember auch in der Buchhandlung Scheidegger erhältlich ist, wird es anlässlich der Vernissage nicht nötig sein, den gesamten Inhalt vorwegzunehmen. In einer leicht verdau-

Urs und Viktor Boller, Verfasser und Gestalter der Kirchenbroschüre. (Bild zvg.) lichen Mischung aus Wort und Musik werden nur einzelne Zeitabschnitte kommentiert, wobei die kreative Organistin Anette Bodenhöfer die jeweilige Stilepoche oder Fragestellung musikalisch aufklingen und lebendig werden lässt. Man darf gespannt sein. Im Anschluss daran lädt die Kirchenpflege kulturhungrige Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die auf Altes

neugierig sind, zu einem reichhaltigen Apéro ein. (pd.) Vernissage der Broschüre «Vom Betpur zur Semperkathedrale» am Freitag, 29. November, 18.30 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern. Kommentiert von Pfarrer Urs Boller und musikalisch interpretiert von Anette Bodenhöfer. Vor und nach der Veranstaltung ist die Broschüre zum Druckkostenpreis von Fr. 3.50 erhältlich.


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Freitag, 22. November 2019

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Pragmatische Lösung für die Schützen Bonstetten übernimmt die Scheibenanlage von Hedingen Der Schützenverein Hedingen löst sich auf, Bonstetten übernimmt dessen Scheibenanlage und die Hedinger dürfen ihrem Hobby oder ihrer Schiesspflicht in Bonstetten nachgehen. Das regelt ein öffentlich-rechtlicher Anschlussvertrag, den die beiden Gemeinden unterzeichnet haben.

Hedinger Amtskollege Ruedi Fornaro haben diesen vergangenen Dienstag in Anwesenheit der beiden Schützenvereins-Präsidenten Sascha Kaiser (FSV Bonstetten) und Ruedi Meili (SV Hedingen) unterzeichnet.

Züglete im Frühjahr

................................................... von thomas stöckli Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass in Bonstetten die Feldschützen den Gemeinderat auf den notwendigen Ersatz der Steuerung für die Scheibenanlage ansprachen. Erste KostenSondierungen kamen auf 70 000 bis 80 000 Franken. Im Nachbardorf Hedingen kämpft der Schützenverein derweil mit Mitgliederschwund. So kamen die Schützen beider Gemeinden auf die Idee, dass Bonstetten die Hedinger Scheibenanlage übernehmen könnte. Der Schützenverein Hedingen löst sich auf, die schiesswilligen Hedinger dürfen dem Bonstetter Verein beitreten und die Militärdienstpflichtigen auch in Bonstetten das «Obligatorische» schiessen. Zwölf Jahre alt ist die Scheibenanlage samt Steuerung, die Bonstetten nun übernehmen darf – kostenlos, abgesehen von rund 15 000 Franken für Transport und Installation. Dem buchhalterischen Restwert von 12 000 Franken wird so Rechnung getragen, dass Hedingen der Beitrag für die Nutzung der Schiesstechnik – jährlich 3000

Vertragsunterzeichnung im Gemeindehaus Bonstetten: vorne die Gemeindepräsidenten Erwin Leuenberger (links, Bonstetten) und Ruedi Fornaro (Hedingen), hinten (von links) Markus Reich (Gemeinderat Bonstetten), Sascha Kaiser (Präsident FSV Bonstetten) und Ruedi Meili (Präsident SV Hedingen). (Bild Thomas Stöckli) Franken – für die ersten vier Jahre erlassen wird. Das haben die beiden

Gemeinden nun in einem öffentlichrechtlichen Anschlussvertrag fest-

gehalten. Der Bonstetter Gemeindepräsident Erwin Leuenberger und sein

Die Züglete findet voraussichtlich zwischen Ende Januar und dem Start des Schiessbetriebs im Frühling statt. In einem nächsten Schritt soll dann am Schützenhaus Bonstetten noch die Aussenfassade renoviert werden. «So haben wir dann wieder ein repräsentatives Objekt für den Schiesssport», so Gemeinderat Markus Reich. Schliesslich sind die Feldschützen ein grosser und aktiver Verein – Bonstetten stellt am Knabenschiessen mehr Jungschützen als alle anderen Bezirksgemeinden. Hedingen will kommendes Jahr die Schiessanlagen-Sanierung in Angriff nehmen. Ein entsprechender Antrag kommt am 12. Dezember vor die Gemeindeversammlung. Rund 350 000 Franken kostet das Abtragen und Entsorgen des bleibelasteten Materials. Wird damit vor Ende 2020 gestartet, übernehmen Bund und Kanton mit 267 000 Franken den Grossteil der Kosten, für die Gemeinde bleiben 83 000 Franken. Was mit der Schützenstube passiert, ist hingegen noch unklar. «Wir werden unsere Fühler ausstrecken, was gefragt, und was überhaupt möglich ist», so Gemeindepräsident Ruedi Fornaro. Schliesslich steht der Bau in der Landwirtschaftszone.

Gemeinsame Strategie Experiment Nichtrauchen für Alter und Gesundheit auch an Ämtler Schulen

Aus dem Gemeinderat Bonstetten

Schulklassenwettbewerb geht in 20. Runde

Der Versorgungsraum für die Altersund Gesundheitsversorgung im Bezirk Affoltern befindet sich zunehmend im Wandel. Beispiele dafür sind die Entwicklungen ums Spital Affoltern, Hausärzterückgang, wachsende Nachfrage nach wohnortsnahen Leistungen, zunehmender und auch älter werdender Bevölkerungsbestand, usw. Es besteht ein Bedürfnis nach einer übergreifenden Alters- und Gesundheitsstrategie für den Bezirk Affoltern und seine 14 Gemeinden, inkl. lokalen/regionalen Strukturen und Vernetzungen. Klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Zusammenwirken aller Beteiligten (Institutionen, Gemeinden, usw.) sind aktuell für eine integrierte Versorgung ungeklärt und sollen in Zukunft verstärkt etabliert werden. Eine überschaubare Region wie der Bezirk Affoltern hat das Ziel und die Möglichkeiten, die Voraussetzungen für ein optimales Angebot für die Bevölkerung zu schaffen. Die Gesundheits- und Sozialvorstände der Bezirksgemeinden haben sich darauf geeinigt, die Erarbeitung einer Altersund Gesundheitsstrategie für den ganzen Bezirk Affoltern (Agsba) vorzuschlagen. Die auszuarbeitende Strategie soll den aktuellen und potenziellen Entwicklungen Rechnung tragen und aufzeigen, welche Massnahmen und Entscheidungen für eine nachhaltige Versorgung notwendig sind. Der Gemeinderat erachtet es als sinnvoll, dass sich die Gemeinde Bonstetten bei der Altersund Gesundheitsstrategie beteiligt. Dafür werden 8247 Franken bewilligt.

Das Experiment Nichtrauchen feiert dieses Jahr sein 20-JahreJubiläum – und knackt die Grenze von einer Million Teilnehmenden. Mit dabei sind auch zwölf Schulklassen aus dem Knonauer Amt.

Abrechnung Glasfasernetzanpassung Das Kabelnetz Bonstetten versorgt bis heute rund vier neue Wohnüberbauungen mit der Glasfasertechnologie Fiber to the home (Ftth). Auf dem übrigen

Gemeindegebiet werden die Abonnenten durch eine Hybrid Fiber Coax (HFC)Netzinfrastruktur (Kupferleitungen) versorgt. Die Glasfasertechnologie erlaubt es, die Übertragungsgeschwindigkeiten gegenüber der herkömmlichen Infrastruktur zu erhöhen. Das Kabelnetz Bonstetten ist bestrebt, dass bei grösseren Neubauten von Wohnüberbauungen die Glasfasertechnologie realisiert werden kann. Aktuell bestehen an den Überbauungen Isenbachweg 8/10, Hohle Gass 1420, Stallikerstrasse 4 (Mauritiuspark) und Im Bruggen 22 bis 26 Glasfaserzuleitungen. Der Gemeinderat genehmigte am 2. Juli einen Kredit von 43 000 Franken (exkl. MwSt.) für eine Anpassung des bestehenden Glasfasernetzes des Kabelnetzes von Bonstetten für die Bereitstellung und Nutzung der Übertragungsgeschwindigkeit von 1 GB/s durch die upc Schweiz GmbH. Mittlerweile sind die Anpassungen durch die Instakom AG vorgenommen und abgeschlossen worden. Die Abrechnung schliesst mit Material- und Personalaufwendungen von Fr. 43 472.35 (exkl. MwSt.) ab. Gegenüber der Kreditvergabe ergeben sich Mehraufwendungen von Fr. 472.35. Der Gemeinderat stimmte der Abrechnung zu.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • das weitere Vorgehen bezüglich Festsetzung seines Legislaturprogramms verabschiedet; • die Besoldung 2020 des Gemeindepersonals, unter der Voraussetzung der Genehmigung des Budgets durch den Souverän, festgesetzt; • das Budget 2020 des Sozialdiensts Unteramt gutgeheissen; • die Firma Triangel zur Aufsicht über die Kindertagesstätten und Tagesfamilien mit der Ausarbeitung einer Vereinbarung beauftragt. Christof Wicky

Im Jahr 2000 hielt der Schulklassenwettbewerb erstmals Einzug in die Schweizer Schulzimmer. Seitdem hat es Hunderttausende Schülerinnen und Schüler über den Tabakkonsum und seine Folgen informiert. Am 7. November ist das Präventionsprojekt in das 20. Schuljahr gestartet. 2227 Schulklassen mit insgesamt 39 416 Jugendlichen nehmen teil – unter ihnen auch sechs Sekundarschul-Klassen aus Mettmenstetten (mit Knonau und Ma-schwanden), drei aus Bonstetten (mit Stallikon und Wettswil) zwei aus Affoltern (mit Aeugst) und eine aus Obfelden (mit Ottenbach). «Die anhaltende und hohe Resonanz freut uns natürlich sehr», sagt Projektleiter Markus Dick von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. «Ich erkläre mir den Erfolg damit, dass das Experiment Nichtrauchen genau bei der richtigen Altersgruppe ansetzt. Rauchen wird üblicherweise in der Pubertät zum ersten Mal ein Thema. Es ist sehr wertvoll, wenn Schülerinnen und Schüler in diesem Alter lernen, Gruppendruck zu erkennen oder die Tricks der Tabakwerbung zu durchschauen.» Experiment Nichtrauchen hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche für das rauchfreie Leben zu begeistern. Die teilnehmenden Klassen setzen sich während sechs Monaten im Unterricht vertieft mit dem Tabakkonsum und seinen Folgen auseinander. Ebenso

verpflichten sie sich, während der Projektdauer keine Zigaretten oder andere Nikotinprodukte zu konsumieren. Als Belohnung winken hundert Reisegutscheine der SBB, die unter den teilnehmenden Klassen verlost werden – sowie die unbezahlbaren Vorteile eines rauchfreien Lebens.

Jugendliche greifen vermehrt zu E-Zigaretten Bei Schülerinnen und Schülern hat die Zigarette in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität eingebüsst. Rauchten 2006 noch 15 Prozent der 15-Jährigen regelmässig Zigaretten, sind es heute noch 9 Prozent. Zu Besorgnis Anlass gibt der Konsum von E-Zigaretten. In einer grossen Schülerinnen- und Schülerbefragung im letzten Jahr gaben 17 Prozent der 15-Jährigen an, innerhalb des letzten Monats E-Zigaretten konsumiert zu haben (Hbsc-Studie 2019). Experiment Nichtrauchen hat auf dieses neue Konsumverhalten reagiert und in den letzten Jahren Merkblätter und Unterrichtshilfen erarbeitet, die auf E-Zigaretten eingehen. Jedes Jahr erreicht Experiment Nichtrauchen um die 2300 Schulklassen – insgesamt nun bereits über eine Million Schülerinnen und Schüler – und ist damit das erfolgreichste Präventionsprojekt an Schweizer Schulen. Der Klassenwettbewerb richtet sich an Klassen des 6. bis 9. Schuljahres. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz führt den Wettbewerb zusammen mit den kantonalen Tabak- und Suchtpräventionsstellen sowie den kantonalen Krebsund Lungenligen durch. Experiment Nichtrauchen wird vom Tabakpräventionsfonds finanziert. (pd./tst.)

Tolle Kreationen am Kerzenziehen in Rossau. (Bild zvg.)

Ein gelungener Familien-Anlass Kerzenziehen im Werk- und Wohnhaus zur Weid, Rossau. Duftender Bienenwachs, farbige Paraffinkerzen, fröhliche Gesichter und strahlende Kinderaugen sowie angeregte Gespräche prägten die angenehme Atmosphäre am KerzenziehWochenende vom 9. und 10. November im Glashaus des Werk- und Wohnhauses zur Weid in Rossau. Zu diesem traditionellen Anlass, welcher durch Tagesfamilien Bezirk Affoltern veranstaltet und von der Stiftung Werk und Wohnen zur Weid sowie vielen freiwilligen Helfern mitgetragen wurde, kamen zahlreiche Familien mit Kindern. Alle konnten ein wunderschönes Herbstwochenende damit verbringen, in aller Ruhe eine Kerze aus Bienen- oder Paraffinwachs zu gestalten. Die Atmosphäre lud ebenfalls zum Verweilen und Grillieren am Feuer ein. (pd.)


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Am Ende aller Wege

Totensonntag Meine erste Tote war die zwölfjährige Hannelore, die der Blitz auf dem Feld erschlagen hatte. Und ich, ihre Lehrerin, musste mit der Klasse dem Trauerzug folgen. Dauernd war ich am Zischen: «Hört auf!» «Seid still!» «Bleibt in der Reihe!» Doch meine Buben lachten immer mehr. Dann kam Oma dran. Ans Sterben. Oma, die mit uns gewohnt hat, und die ich immer umarmt hatte beim Gute-Nacht-Sagen. Ich mit Mutter, Tante und Onkel im sogenannten Herrenzimmer. Wir auf Sofa und Sessel, während die Totenwäscherinnen im Wohnzimmer nebenan Oma auf der Couch «herrichteten». Meine Tante wollte mich aufmuntern, doch ich machte nicht mit. Ein paar Jahre später starb mein Kollege an Aids. Er hatte verschwiegen, dass er homosexuell war. Deshalb war ich sehr überrascht, als ich mal ins Lehrerzimmer trat und er gerade den Samichlaus, der sich dort umziehen wollte, küsste. Zwei Jahre nach dem Kuss traurige Besuche im Lighthouse. Liebe Martha, Freundin, so gebildet und so bescheiden. Hab wahnsinnig gern mit dir über Bücher geredet, wenn wir nur nicht immer von deinem Mann unterbrochen worden wären, der mich fürs Forellenfangen begeistern wollte. Wir standen um deinen Baum herum, die Urne wurde versenkt, und da sagte unvermittelt eine Kollegin von dir: «Die Ute hat Martha am längsten gekannt. Erzähl mal.» Ach Martha. Vor zwei Jahren dann Lydia, die lustige Verkäuferin in unserem TanteEmma-Laden. Sie hat mich quasi mit aufgezogen, und sie wollte ich im Pflegeheim besuchen. Ich öffnete die Tür zu ihrem Zimmer und seltsam – sie hatte eine Plastikrose in den über der Bettdecke gefalteten Händen. Trotzdem wollte ich sie aufwecken. «Lydia! Lydia!» Für dich stieg ich sogar auf die Kanzel und hielt eine Trauerrede. Ute Ruf

Schoggitaler in der Geschenkpackung Mit dem Schoggitalerkauf kann man mithelfen, dass es den Insekten in der Schweiz besser geht. Insekten sind unerlässlich für eine funktionierende Umwelt: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und ihre Artgenossen bestäuben den Grossteil aller blühenden Pflanzen – dank ihnen gedeihen Früchte, Beeren und Gemüse. Jedoch sind unsere Insekten hierzulande in Gefahr: Sie verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt. Und wo die Nacht mit künstlichem Licht zum Tag gemacht wird, leiden nachtaktive Insekten. Wer den Schoggitaler 2019 kauft, hilft mit, die Insekten in der Schweiz zu schützen und unterstützt die Tätigkeit von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz zur Erhaltung des Natur- und Kulturerbes. (pd.) www.schoggitaler.ch/bestellen/private-und-firmen.

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Freitag, 22. November 2019

Gedanken zum Ewigkeitssonntag von Pfarrer Andreas Fritz

A

m kommenden Ewigkeitssonntag gedenken wir unserer Verstorbenen. Derer, die im vergangenen Kirchenjahr von uns gegangen sind, aber auch derer, die schon lange aufgebrochen sind in die Dimension jenseits von Raum und Zeit. Daher der Name «Ewigkeitssonntag». Wir gehen davon aus, dass das Menschenleben eine Ausdehnung hat über die irdischen Grenzen hinaus, über die Grenzen und Begrenzungen hinaus, die unseren Alltag bestimmen und auch über die letzte irdische Grenze hinaus, die wir Tod nennen. Menschen, die schon an dieser Grenze gestanden haben und zurückgekehrt sind, berichten von Licht, Wärme und der Erfahrung ganz daheim zu sein. Für mich ein sehr freundlicher Ausblick. Christlich gesprochen: Am Ende aller Wege wartet Gottes leuchtendes Angesicht auf mich. Das verborgene Leuchten in allen Dingen, das mich hier und jetzt schon fasziniert und glücklich macht, es wird dereinst alles ausfüllen und erfüllen! Natürlich ändert das nichts daran, dass es traurig ist, Menschen loszulassen mit denen wir lange unterwegs waren. Es bleibt immer eine Leere, wenn ein naher Mensch stirbt. Nichts ist mehr wie vorher. Wir verlassen die Begegnung mit dem Tod immer als Gezeichnete. Wir müssen uns zuerst zurechtfinden in der neuen Situation. Das erste Jahr ist das Schwierigste, wenn man alles zum ersten Mal erlebt ohne den Menschen, der nicht mehr da ist: Die Jahreszeiten, über die wir uns gemeinsam gefreut haben, die Festtage, die Ferien und vor allem die

Wir kommen nicht um den Tod herum. Aber er soll uns hier auf Erden nicht bannen und am Leben hindern. (Bild zvg.) vielen Alltage, in denen er oder sie fehlt. Nur langsam stellt sich eine Art Normalität ein, aber auch noch nach Jahren befällt uns hin und wieder ein stilles wehmütiges Erinnern und wir haben wieder die Tränen zuvorderst.

Erinnern, im Hinblick auf ein beherztes Weitergehen Allerdings feiern wir den Ewigkeitssonntag nicht von ungefähr am letzten Sonntag vor der Adventszeit. Der theologische Gedanke dahinter ist,

dass wir uns wieder ins Leben hineinwagen, weil Gott uns entgegenkommt. So wie er sich im Advent als Armeleutekind auf den Weg in die Welt macht und das Dunkel und die Abgründe dieser Welt nicht scheut. Wenn wir am Ewigkeitssonntag in unseren Kirchen für alle Verstorbenen eine Kerze anzünden, dann hat das auch den Sinn des Erinnerns, im Hinblick auf ein beherztes Weitergehen. Wir kommen nicht um den Tod herum, weder um den unserer Lieben noch um unseren eigenen. Wir müs-

sen ihn annehmen. Aber er soll uns hier auf Erden nicht bannen und am Leben hindern. Was immer uns widerfährt, Leben und Sterben und alles was nachher kommt sind Teil der einen Wirklichkeit, die alles umfasst und alles in sich birgt. Das ändert zwar nichts an den Erfahrungen, die uns das Leben zumutet, aber an der Art, wie wir mit ihnen umgehen können. Wir dürfen getrost traurig sein – und traurig getrost! Andreas Fritz, ref. Pfarrer Mettmenstetten

Schlemmen gegen die Einsamkeit

Im Familienzentrum Affoltern wird einmal monatlich gemeinsam gekocht Am «Tavolata Sonntagstreff 60+» in Affoltern kochen Menschen jedes zweite Wochenende im Monat zusammen ein Mittagessen. Nun sind wieder einzelne Plätze frei. ................................................... von livia häberling Bald kommen die Gäste. Die Sonntagsgäste. Es sind jedes Mal andere, und doch immer die gleichen, hier, am «Tavolata Sonntagstreff 60+». Wie das geht? Fast alle in diesem Trüppchen sind mal Gast, mal Gastgeberin. So sieht es auch das ursprüngliche Konzept vor, das durch das Migros Kulturprozent initiiert wurde. Die Tavolata, eine «Tafelrunde», soll Menschen zusammenbringen. Zum gemeinsamen Kochen, Essen, Geniessen – und Beisammensein. Auch in Affoltern trifft sich einmal im Monat eine solche Runde. Nicht im Wohnzimmer der Teilnehmenden, nicht mit vier bis acht Personen. Sondern im Familienzentrum Affoltern, mit 20 Personen. Pro Senectute Kanton Zürich hat die Veranstaltungsreihe im Säuliamt initiiert, durchgeführt wird sie seit dem 1. Oktober 2017 durch die Ortsvertretung Affoltern. Eingeladen sind Menschen ab 60 Jahren, die in Affoltern und Zwillikon wohnen.

Für sich. Alleine. Die Tavolata ist eben abgesehen von Genuss noch etwas anderes: ein Konzept gegen die Einsamkeit. Die meisten Gäste sind Frauen, viele von ihnen verwitwet. Sechs sind an jenem Sonntagvormittag im November als Helferinnen in Einsatz. Dieses Mal gibt es eine Kürbissuppe, einen Wildteller und eine Quitten-Crème. Für das Team heisst das rüsten, kochen, dekorieren, später servieren, und dann wieder abwaschen. Eingekauft hat Heidi Kleinhans bereits am Donnerstag. Als ehemalige Leiterin der Ortsvertretung Affoltern hat sie die Tavolata initiiert, bis heute laufen die Fäden des Anlasses bei ihr zusammen. Noch. In Zukunft würde sie die Organisation des Anlasses gerne auf mehrere Personen verteilen. «Es wäre schön, wenn ein, zwei neue Gäste zu unserer Tafelrunde dazustossen, die bereit sind, mitanzupacken», sagt sie.

Ein verbindliches Sonntagstreffen Neu dazugekommen ist vor ein paar Monaten auch Dora Betti. Die 73-Jährige ist vor einiger Zeit von Hedingen nach Affoltern gezogen und ist an der heutigen Tavolata für die Dekoration zuständig. Sie hat Marroni und Blätter mitgebracht, nun rückt sie diese auf den Tischen zurecht. «Man lernt viele Leute kennen», sagt sie, und als kurz vor 12 Uhr die Gäste eintreffen, plaudert auch sie mit ihnen, wie man unter Bekannten so plaudert. Zur Tavolata melden sich die Gäste einmal verbindlich an. Dann gilt ihre Anmeldung für jedes weitere Treffen. Wer verhindert ist, gibt Bescheid. Drei Gänge inklusive Kaffee kosten am «Tavolata Sonntagstreff 60+» 15 Franken. Der tiefe Preis ist möglich, weil sich die Teilnehmenden selbst organisieren. An jedem Anlass zirkuliert eine

Helferliste, in die sich die Gäste für die kommenden Treffen eintragen können. Die Mithilfe ist erwünscht, aber kein Muss. Manche Gäste sind sehr betagt und deshalb eingeschränkt – so wie jene Dame, die dieses Mal nicht dabei sein kann, die aber alle herzlich grüssen lässt und Guetzli spendiert. Auch für einen «kulturellen Beitrag» können sich die Gäste eintragen. Und dann beispielsweise ein Lied singen, einen Witz erzählen oder eine Geschichte vortragen, wie das Heidi Kleinhans heute tut. Und wer weiss: Vielleicht sind am nächsten Treff bereits ein paar neue Gesichter unter den Zuhörerinnen und Zuhörern. «Ein paar wenige Plätze haben wir noch frei», sagt sie. Nächster «Tavolata Sonntagstreff 60+» im Familienzentrum Affoltern am Sonntag, 8. Dezember. Infos bei Heidi Kleinhans, Telefon 044 761 09 88.

Neue Gäste, die mit anpacken Die Vorteile am Konzept sehen alle Gäste ein bisschen woanders: Eine Teilnehmerin schätzt das «feine Menü», eine andere, «dass man unter die Leute kommt», und eine Dritte sagt, sie esse hier Gerichte, die sie für sich alleine nicht mehr koche.

Einmal im Monat wird im Familienzentrum gemeinsam geschlemmt. (Bild Livia Häberling)


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Freitag, 22. November 2019

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Spannend, berührend und reich an Bananen Aemtler Bühne begeisterte an der Premiere mit «Hinter den 7 Gleisen» Ein voller Theatersaal an der Premiere, etwa 1500 Karten im Voraus verkauft, was kann sich die Aemtler Bühne mehr wünschen?! Liegt es an der Wahl des Stücks, das auf dem beliebten Film von Kurt Früh basiert? Nach der ersten Vorstellung ist klar: die Inszenierung auf der RössliBühne hat ihre eigene Qualität. ................................................... von denise bohnert Die Lokomotive kann gerade noch bremsen – eine Riesendampfwolke strömt auf die Bühne, umfasst die junge Frau mit Koffer bis sie fast unsichtbar wird, der Rest ist Imagination. Und diese wirkt, denn jeder Zuschauer sieht seine Dampflok vor sich, vervollständigt das Bild vor dem inneren Auge. So funktioniert Theater, wie auch Literatur, in der eigenen Vorstellung wird ein Wort zum Bild und zum inneren Film und somit lebendig. «Lebendig» war ein Stichwort, das man beim Publikum allenthalben hörte nach der Premiere der diesjährigen Produktion der Aemtler Bühne in ihrem 35. Jahr. Fulminant kam sie daher, bis auf den letzten Platz ausverkauft war sie und für die kommenden Vorstellungen sind bereits zwei Drittel der Karten reserviert.

Engagement und Sorgfalt – und breite Unterstützung Eine gute Idee und Zeichen der Wertschätzung: Zur Premiere wurden die Sponsoren eingeladen und davor beim Apéro im Rösslikeller von Vreni Spinner persönlich begrüsst. Eine kurze Backstage-Führung ermöglichte eine tiefere Einsicht in die Arbeit der «Schwarzen». Wie die Vereinspräsidentin (und «Rössli»-Wirtin, aktuell auch «Frau Eberhart») betonte, ist die Unterstützung – vor allem auch durch das lokale Gewerbe – lebenswichtig, kostet die Produktion doch gegen 80 000 Franken, obwohl das Schau-

1 Junge Frau mit 2 jungen Männern, 2 Bananendiebinnen, 3 alte Clochards, 1 Herzog-in, 1 Tschugger, 1 Italo und 2 Grosseltern - hinter den 7 Gleisen sorgen diese 13 für ein heiteres «Warm-ums-Herz»-Theatererlebnis (Bild Andreas Schwager) spielerensemble aus purer Freude mitmacht. Dies unter professioneller Regie – Franca Basoli hat mit grosser Sorgfalt inszeniert; in den 50 Proben und mit einem, wie sie betont, extrem engagierten (Jill-Britt Krättli etwa, alias Inge, kam jeweils von Bern angereist) und sehr passend besetzten Ensemble, sei eben noch gut Raum für die Feinarbeit vorhanden gewesen. Ausgeklügelt auch der Güterschuppen von René Ander-Huber, das Guckkasten-Bühnenbild sorgt immer wieder für Überraschung und ermöglicht ohne Umbauten viele verschiedene Szenarien. Isabel Schumacher war für die Kostüme verantwortlich; wie die anderen Profis hat auch sie schon mehrmals für die Aemtler Bühne gearbeitet. Die Kleider werden im Laufe der Spielsaison wohl noch etwas an Abgegriffenheit zulegen, was ihnen gut an-

stehen wird. Zur Feinarbeit hat auch Choreograf Frank Bakker wesentlich beigetragen. Laientheater unter professioneller Führung, das war schon immer Konzept bei der Aemtler Bühne.

Anspruchsvolle Vorlage Die Stimmung ist angespannt freudig; der erfolgreiche Vorverkauf dürfte zum Teil an der Wahl des Stücks liegen. Der 1959 produzierte Film ist jedermann ein Begriff. Bekannteste Schauspieler waren dabei, u.a. Ruedi Walter, Zarli Carigiet, Margrit Rainer, Max Haufler – alle zu der Zeit noch relativ junge «Trübel», deren lebenslange Karrieren in den Fünfzigern die ersten Grosserfolge verzeichneten. Den Grossen der Schweizer Bühnen nachzueifern: ein hoher Anspruch, dem

sich die Aemtler Laien, stellten. Dieser Eifer ist voll da. Wie im Film wird auch das Theaterstück (von Kurt Frühs Tochter Katja Früh) von Musik umrahmt. Guido Webers Kompositionen berühren, er hat die Vorlage nicht eins zu eins übernommen. Die Klassiker sind dabei, etwa das Lied von der kleinen Lok, die von der Gotthardstrecke träumt und doch weiss, dass ihre Welt sich auf den sieben Gleisen in Züri abspielt, metaphorisch auch für die Protagonisten. Erfrischend dann aber auch Belafontes «Banana Boat» mit situationsbezogenem Text – «Ich suufe Grappa bis de Morge chunnt …».

eine Schere müssen her! Die drei Clochards (mit Markus Weidmann, Tobias Sonderegger und Marco Trevisan hervorragend besetzt und mit Verve gespielt) sind gefordert, ihre Philosophie – «Wir sind die Lilien auf dem Felde und flonen …» wird auf den Kopf gestellt. Sie lassen sich für die Menschlichkeit gar auf die «Galeere» (Arbeit) ein. Zum Glück hilft Frau Herzog (Patricia Schuppisser, aktiv auch als Regieassistentin und im Vorstand) mit Rat und Tat. Standesdünkel und Schamgefühle, Liebe, Eifersucht und Meier 12 (Erwin Stehli) wie auch zwei junge und ein alter Mann (Ruedi Keller, Florian Reimann, Richard Stocker) führen zu Komplikationen und Verwirrspiel bis zum Happy End – aber Halt! Etwa schon vor der Pause!?... Das Publikum geht gespannt mit, wird zum Lachen angeregt, da und dort hört man geflüsterte Kommentare, man schmunzelt ob der Sprache und der Formulierungen, der Text wurde modernisiert und läuft flüssig, die Anschlüsse sitzen; der Humor ist trotz manch derbem Spruch fein geblieben. Es fällt leicht, mit den Figuren mitzufühlen, die Funken sprühen und springen über. Der Schlussapplaus ist wohlverdient langanhaltend, die Gespräche nach der Vorstellung im «Bahnhofbuffet-Bistro» angeregt, man hat einen lohnenden guten Theaterabend erlebt. Ab heute bietet die Aemtler Bühne noch an weiteren 14 Aufführungen Gelegenheit, das Stück mit seinen feingezeichneten Charakteren, mit Tragik und Komik zugleich, mit Wandlung und Wunder, mit Musik und nicht zuletzt einer Prise Italianità (von Erwin Egloff eingestreut) – und vielen Bananen – zu sehen. «Hinter den 7 Gleisen», Aemtler Bühne, Theatersaal Rössli, Albisstrasse 1, Mettmenstetten; Vorstellungen bis 14. Dezember freitags und samstags 20.15 Uhr, sonntags 17 Uhr, an den Dienstagen, 26. November

Die Welt gerät «zunderobsi», bis sie neu geordnet wird Die junge Frau schreit herzzerreissend – Leintücher, heisses Wasser und ja,

und 10. Dezember, sowie am Mittwoch, 4. Dezember, 20.15 Uhr. Bistro, Bar sowie Restaurant bieten vorher wie nachher Kulinarisches. Vorverkauf unter www.aemtlerbuehne.ch oder im Gasthaus Rössli in Mettmenstetten, Kasse eine Stunde vor Beginn.

Theaterklassiker toll inszeniert «Biedermann und die Brandstifter» – Kinder- und Jugendtheater ohoo! glänzt mit zeitlosem Stück Dieses Wochenende spielt das «Teens U16»-Ensemble von ohoo! Max Frischs «Lehrstück ohne Lehre» dreimal in einer packenden Aufführung in der Aula Ennetgraben, Affoltern.

sich lediglich um Witzbolde. Und so nimmt das Unheil vor den Augen aller seinen Lauf. «Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand», lautet denn auch ein Schlüsselzitat im Stück. Ganz zu Recht, wie sich zeigt.

................................................... von urs e. kneubühl «Bitte nicht nachmachen!», dürfte eigentlich eine der logischen Folgerungen aus Max Frischs Drama «Biedermann und die Brandstifter» sein. Schliesslich ist es eine geradezu sinnbildliche Parabel für jemanden, der alle Vorboten der Katastrophe vor der Nase hat – und sich dennoch weigert, darauf zu reagieren. Die eigenständige Inszenierung dieses ewig aktuellen, klassischen wie klugen Theaterstücks durch das Ämtler Kinder- und Jugendtheater ohoo! in der Aula des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern jedenfalls ist es. Der «Anzeiger» durfte sich bei einer Probe davon überzeugen.

«Die beste Tarnung: die Wahrheit …» Wer Biedermann ist, wird flugs klar, auch wenn ohoo! auf ein spartanisches Bühnenbild setzt. Hinreissend

Moderne Aufführung, die wachrüttelt

Spritzig, witzig und wunderbar zwischen Ironie und Moral changierend spielt das Ämtler Jugendtheater ohoo! Teens U16 am Wochenende dreimal «Biedermann und die Brandstifter» in Affoltern. (Bild Urs E. Kneubühl) einfach, im Comic-Stil sind die Requisiten gehalten, in denen sich der begüterte Fabrikant Gottlieb Biedermann und seine Frau Babette abgehoben und lässig durch ihr sonniges Leben schäkern. Dabei lassen sie sich selbst davon, dass in ihrer Stadt gerade Feuerteufel umgehen, nicht aus ihrer Sorglosigkeit bringen. Mehr noch, Bie-

dermann lässt sich von einem Herumstreuner, der geschickt an den Schwadronierer in ihm appelliert hat, dahingehend erweichen, dass er diesen auf seinem Dachboden wohnen lässt. Ihn rauszuschmeissen getraut er sich nicht, schliesslich ist der neue Mitbewohner ehemaliger Preisboxer. Als auch noch dessen Freund auf dem

Dachboden einzieht und die beiden grosse Benzinfässer hinaufwuchten, versucht Biedermann, sie mit einem gediegenen Nachtessen zu bestechen und als Freunde zu gewinnen. Gleichzeitig flüchtet er sich darüber hinaus in die Hoffnung, bei den sich mehr und mehr als Brandstifter entpuppenden Mitbewohnern handle es

Was Migi Schäli (Regie), Adi Strickler (Musik), die jungen Schauspieler Alain, Amélie, Andreas, Anna, Annika, Flavia, Joya, Pascal und Timo (Teens U16), Natalie Péclard (Kostüme, Bühne) und Produktionsleiter Raffaele Cavallaro auf die Beine gestellt haben, ist eine zeitgemässe, moderne Aufführung, die nachwirkt und wachrütteln möchte. Durchaus ein Lehrstück für jene, die zuschauen und zuhören. Die Texte sind, wo Frisch zum Betulichen neigt, erfrischend gerafft, die Dialoge dennoch handfest und gut. So changiert das Stück wunderbar zwischen Moral und Ironie und lässt den Schulklassiker auf der Bühne zum faszinierend lebendigen Theater werden. Biedermann und die Brandstifter – Jugendtheater nach Max Frisch. Heute, 22. November, 19.30, Samstag, 23., und Sonntag, 24. November, 16 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern. www.ohoo.ch.


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Freitag, 22. November 2019

«Der Aufwand hat sich 100-mal gelohnt!» 50 Jahre Heilpädagogische Schule Affoltern: die Geschichte einer prägenden Institution (dritter und letzter Teil) Zum 50-Jahre-Jubiläum der heilpädagogischen Schule (HPS) Affoltern blickt der «Anzeiger» in einem dreiteiligen Interview mit prägenden Persönlichkeiten auf die Geschichte der Schule zurück. Im letzten Teil: Die Entwicklung der HPS zu einer modernen, geleiteten Schule mit Vorbildcharakter. Die heilpädagogische Schule (HPS) Affoltern wurde im Jahr 1969 gegründet. An dieser Tagesschule, die ins Primarschulhaus Stigeli integriert ist, werden heute rund 25 Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung unterrichtet. Sie sind die drei Persönlichkeiten, welche die HPS in den letzten 20 Jahren am meisten geprägt haben. Was war für Sie die wichtigste Entwicklung in dieser Zeit? Jrène Dubs (JD): Für mich persönlich: die Schulleitung (lacht). 1998 kam Herr Zwicker von der Bildungsdirektion und teilte uns mit, dass alle Sonderschulen im Kanton eine Leitung einrichten müssten. Wir sagten, es gehe doch auch gut ohne. Seine Antwort: «Ihr habt schon eine Leitung,

nämlich eine Altershierarchie – wie alle ungeleiteten Schulen!» Die Aufgabe reizte mich. Deshalb machte ich die Schulleitungsausbildung an der HfH und wurde 2002 offiziell Schulleiterin der HPS. ...............................................................

«Wir geben keine Noten, sondern wir setzen für jedes Kind individuelle Grob- und Feinziele fest.» ............................................................... Christin Scherer (CS): Ich erlebte dich von Anfang an als Schulleiterin. Für andere im Team, die schon länger da waren, war es sicher eine grosse Umstellung. Wir konnten als Team aber noch vieles mitbestimmen. Zum Beispiel? Barbara Baumgartner (BB): 2005 erarbeiteten wir ein Leitbild. Das war ein spannender Prozess, eine ganz intensive, wunderbare Teamarbeit. CS: Wir haben uns im Rahmen von mehreren Sitzungen auf gemeinsame Leitsätze für die HPS geeinigt. Es war ein hartes Ringen, um Inhalte klar zu

Wochenplan des Winterlagers – mit Piktogrammen dargestellt.

Jede HPS-Leitbild-Broschüre ist ein Unikat, denn in jeder ist eine Original-Schülerarbeit eingeheftet. Die zentralen Anliegen wurden auch optisch veranschaulicht.

YouTube: riskanter Spielplatz für Kinder Gewaltvideos, Hasskommentare und mangelnde Privatsphäre – bei YouTube gibt es für Heranwachsende ernstzunehmende Risiken. Zwar ist die Plattform erst ab 16 Jahren erlaubt, aber schon bei Jüngeren beliebt. Dabei sind viele Videos für Kinder überhaupt nicht geeignet. Gewalthaltige Szenen und pornografische Inhalte verstören sie und machen ihnen Angst. Bei jüngeren Kindern sind Eltern deshalb am besten mit dabei, wenn sie Videos auf YouTube schauen. Im Angebot YouTube Kids werden die Videos zwar gefiltert, doch: «Kein Algorithmus ersetzt die elterliche Aufmerksamkeit», so Mediencoach Iren Schulz. Der «Eingeschränkte Modus» kann helfen, nicht jugendfreie Inhalte auszublenden. Besonders wichtig bei Jugendlichen: Interesse zeigen und sich erklären lassen, was sie so fasziniert. (pd.)

Sie prägten die HPS in den letzten Jahren. Von links: Jrène Dubs (JD), seit 1990 Lehrerin an der HPS, seit 2002 Schulleiterin, Barbara Baumgartner (BB), seit 2002 HPS-Lehrerin, und Christin Scherer (CS), HPS-Lehrerin von 2001 bis 2019. (Bild zvg.) definieren und das in Worte zu fassen, was wir gemeinsam anstrebten. JD: Der Leitbildprozess half uns, den Spirit der Gründerinnen in die Zukunft mitzunehmen und die Kultur der HPS gemeinsam zu definieren. Darauf konnte ich mich immer berufen. BB (zitiert): «Das Kind steht im Mittelpunkt. Das Kind hat ein Recht als einzigartige Persönlichkeit wahrgenommen, akzeptiert und respektiert zu werden.» Das ist immer noch 100 Prozent richtig! Unser Team hat das gesamte Leitbild kürzlich geprüft und gemerkt: Wir brauchen kein neues.

Zielsetzung. Die Einführung des ganzen Systems war eine grosse Herausforderung, «en Rieseschübel», aber der Aufwand hat sich 100-mal gelohnt! JD: Mit zu diesem Prozess gehören die Standortgespräche mit den Eltern. Dabei geht es immer auch um die Frage: Ist die HPS noch das richtige Lernumfeld für das Kind?

Was waren weitere Meilensteine? CS: Für mich war die Professionalisierung der Förderplanung ein sehr wichtiger Schritt. 2008 haben wir diese nach international definierten Kriterien eingeführt. Diese Planung begleitet die Schüler und Schülerinnen das ganze Jahr hindurch. Neu war: Es gab nun für alle Lehrpersonen einen gemeinsamen Raster und der pädagogische Austausch wurde leichter und effizienter.

............................................................... Gab es neben der Mehrarbeit auch Erleichterungen? BB: Klar. Zum Beispiel gibt es heute viel mehr brauchbare Lehrmittel für unsere Zielgruppe als früher. CS: Und für Kinder mit Lernschwierigkeiten gibt es tolle Lernprogramme. Die Klassen arbeiten und üben regelmässig mit Computern und Tablets. BB: ... Und die Whiteboards sind der Hammer, die werden bei uns optimal eingesetzt! JD: Ja, das Internet und die digitalen Medien sind eine grosse Hilfe, auch für die unterstützte Kommunikation.

Was muss man sich unter Förderplanung genau vorstellen? BB: Wir geben keine Noten, sondern wir setzen für jedes Kind individuelle Grob- und Feinziele für die kommende Lernperiode fest. Später folgt die Überprüfung der Ziele, es gibt einen Lernbericht und die neue

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«Unser grösstes Plus ist immer noch die Nähe zur Regelschule.»

Unterstützte Kommunikation? Was ist das? JD: Einige unserer Kinder und Jugendlichen können nicht oder nur mit Mühe sprechen. Das heisst aber

nicht, dass sie nicht kommunizieren können: Zu diesem Zweck arbeiten wir oft mit Piktogrammen, einfachen Gebärden oder speziellen Computerprogrammen. Gibt es immer noch die Unterteilung in schulbildungsfähige und praktisch bildungsfähige Klassen? JD: Nein, die Grenzen sind fliessend. Übrigens stehen in unseren Stundenplänen die regulären Schulfächer – Mathematik, Deutsch, einige Kinder haben auch Englisch. Wir haben mehr Fachlehrerinnen angestellt als früher, beispielsweise für Werken, Schwimmen, Musik und Bewegung/Tanz sowie Theaterpädagogik. Ausserdem gehören eine Logopädin und eine Physiotherapeutin zu unserem Team. Was unterscheidet die HPS Affoltern von anderen HPS im Kanton? JD: Unser grösstes Plus ist immer noch die Nähe zur Regelschule: Wir haben gemeinsame Anlässe und Projekte und können auch bei der Integration von Kindern sehr niederschwellig zusammenarbeiten. Das ist in Affoltern einzigartig. Interview Esther Naef, Ressortleiterin HPS, Verbandsschulpflege Bereits erschienen: Selbstständigkeit als wichtigstes Lernziel, 22. Oktober; Eine Arbeit mit Pioniercharakter, 5. November. Infos: www.hps-affoltern-am-albis.ch

Sieg der Routiniers

SVP-Dorfjass in Mettmenstetten Am letzten Freitag, 15. November, konnte das von vielen Jassern sehnlichst erwartete SVP-Dorfjass-Turnier wieder über die Runden gehen. Der beliebte Anlass kennt viele treue Gäste, die jedes Jahr erscheinen. So auch der diesjährige Sieger, Albert Mettler aus Knonau, der letztes Jahr jedoch nicht über Rang 40 hinauskam. Diesmal gelang ihm der grosse Triumph mit einem deutlichen Vorsprung von 30 Punkten auf den Zweitplatzierten, Peter Kuster, den viele Mettmenstetter als ehemaligen Wirt des Restaurant Bahnhof noch in lebhafter Erinnerung haben. Auch beim dritten auf dem Podium, Fredy Steiner, handelt es sich um einen routinierten Dorfjasser, der nicht zum ersten Mal einen der vorderen Ränge belegte.

Obwohl streng nach den Regeln gejasst wurde, blieben sämtliche Teilnehmer entspannt und bei bester Stimmung. Traditionell wurden vier Runden mit je zwölf Spielen ohne Essenspause gespielt. Gleichwohl kam das leibliche Wohl nicht zu kurz, da die Jasspausen genügend Raum liessen, um sich zwischendurch mit dem zu günstigen Preisen angebotenen Verpflegungsangebot zu stärken. Schon kurz nach Abschluss der letzten Runde konnte OK-Präsident Othmar Zimmermann zur Preisverteilung schreiten. Die SVP liess es sich nicht nehmen, auch dieses Jahr mit einem reich gedeckten Gabentisch aufzuwarten und so durften alle der 56 Teilnehmenden einen schönen Preis mit nach Hause nehme. Natür-

Die Sieger des Abends: Albert Mettler, flankiert von Peter Kuster (li.) und Fredy Steiner. (Bild zvg.) lich geht so etwas nur mit grosszügiger Unterstützung durch viele lokale Gewerbebetriebe, aber auch durch private Sympathisanten. Der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten hat einmal mehr seinen zur Festwirtschaft umgebauten 10-m-Stand zur Verfügung gestellt. SVP Mettmenstetten

Auszug aus der Rangliste: 1. Albert Mettler, 4340 Punkte; 2. Peter Kuster, 4310; 3. Fredy Steiner, 4172; 4. Walter Burkhard, 4107; 5. Vreni Altwegg, 4068; 6. Käthi Roth, 4060; 7. Fredi Rüfenacht, 4043; 8. Marianne Haller, 4034; 9. Toni Ziltener, 3985; 10. Ruth Schmid, 3984. Komplette Rangliste unter www.svp-bezirk-affoltern.ch/sektionen/sektion-mettmenstetten.


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Freitag, 22. November 2019

Weihnachtsmarkt und Bluesmusik

Viel Betrieb auf dem Bio-Hof Müller in Mettmenstetten

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SVP-Vorstand einstimmig für Steuersenkung Zur Gemeindeversammlung Wettswil vom 9. Dezember. Anlässlich der letzten Vorstandssitzung diskutierte der Vorstand der SVP Wettswil die Geschäfte zu den anstehenden Gemeindeversammlungen. Bis auf das Budget 2020 der Politischen Gemeinde Wettswil sind die Geschäfte unbestritten und die Anträge werden gutgeheissen. Der Gemeinderat beantragt der Stimmbevölkerung den Steuerfuss unverändert bei 26 % zu belassen. Die Gemeinde sieht keinen Spielraum für eine Steuersenkung und plädiert für einen kontinuierlichen Steuerfuss, wie dem «Anzeiger» vom 4. Oktober entnommen werden kann. Die Rechnungsprüfungskommission beantragt demgegenüber eine Steuersenkung von 3 % auf 23 %. Sie stellt fest, dass die Ausgaben in den vergangenen Jahren sehr genau budgetiert, der Steuerertrag hingegen äusserst konservativ eingeschätzt wurde. Dies führte dazu, dass die Jahresrechnun-

Höhepunkt des Abends: Die Bluesband Couscous. (Bilder Hch)

Am letzten Wochenende hat sich der Bio-Hof in der Waldmatt in Mettmenstetten in einen Weihnachtsmarkt verwandelt. Höhepunkt des Abends war die bekannte Bluesband «Couscous». Den von nah und fern angereisten Besuchern wurde auf dem Bio-Hof von Sandra und Jürg Müller Wermelinger wieder vieles geboten. Nicht nur der Markt lud zum Verweilen in der Waldmatt ein, sondern auch für das Kulinarische war gesorgt, vom Glühwein bis zur Wurstspezialität war alles zu haben. An den Ständen wurde Weihnächtliches und Kunsthandwerk feilgeboten. «Ruedis Frauenkapelle» sorgte für die musikalische Umrahmung des Nachtessens. Zusätzlich wurde Zirkusluft geboten, eine bemerkenswerte Showeinlage. Der Höhepunkt des

gen der Gemeinde in den letzten Jahren gegenüber dem Budget massiv besser ausgefallen sind. Die jeweiligen Überschüsse (thesauriert) von insgesamt 9 Millionen Franken konnten dem Eigenkapital der Gemeinde zugeführt werden. Die Gemeinde Wettswil weist aktuell ein Eigenkapital von über 48 Millionen Franken aus. Somit gehört unsere Gemeinde zu den besten im Kanton Zürich. Die vergangene Entwicklung zeigt auf, dass nach wie vor von einer konservativen Annahme seitens der Gemeinde ausgegangen werden kann. Die hohe Eigenkapitalreserve erlaubt es, eine Steuersenkung um 3 % vorzunehmen. Es ist an der Zeit, einen kleinen Beitrag an die Wettswiler Bevölkerung zurückzugeben. Deshalb wird der Vorstand anlässlich der anstehenden Generalversammlung der SVP Wettswil am 5. Dezember im Gasthaus Hirschen vorschlagen, den Antrag der Rechnungsprüfungskommission zu unterstützen. Vorstand SVP Wettswil

Gemeindepräsident kündigt «Speedy» an Weihnachtsmarkt auf dem Bio-Hof-Müller in Mettmenstetten. Abends war die bekannte Bluesband «Couscous». Mit Stücken wie «Hello Mary Lou», «Sweet Home Chicago» und dem «Jail House Rock». «Couscous» hat mit diesem Auftritt einmal mehr

bestätigt, dass man diese Band einfach kennen muss ... (Hch) Weitere Infos unter www.sandras-hofzauber.ch, www.couscousbluesband.ch.

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Ämtler Parteien am Chlausmärt Uns geht es um politische Inhalte. Wir zeigen am Stand der SP Bezirk Affoltern, wofür wir uns einsetzen. Kommen Sie doch vorbei und diskutieren Sie mit uns über was Sie bewegt und über die vier Anliegen, für die wir Unterschriften sammeln: Die kantonale Elternzeit-Initiative der SP: Damit möchten wir eine gleichberechtigte Aufgabenteilung zwischen den Eltern ermöglichen. Das wirkt der Diskriminierung von Frauen im Arbeitsmarkt entgegen, fördert die Gesundheit von Mutter und Kind und erhöht das familiäre Engagement der Väter. Und lohnt sich auch wirtschaftlich, denn Familienfreundlichkeit macht Arbeitnehmende zufriedener. Das eidgenössische Referendum «Nein zum digitalen Pass von privaten Unternehmen»: Pass und Identitätskarte sind hoheitliche Aufgaben. Bundesrat und Parlament aber wollen den Systemwechsel: Der digitale Pass (E-ID) soll von privaten Firmen ausgestellt werden. Grossbanken und Versicherungen anstelle des Passbüros. Weil der Staat selber das nicht könne. Das ist eine Bankrotterklärung; sie zeigt, dass man den Interessen der Wirtschaft Vorrang gegenüber jenen der Öffentlichkeit gibt. Die Petition «Lohnklasse 19 für alle» (Vpod): Die Bildungsdirektion will in Zukunft die Kindergartenlehrpersonen analog den Primarlehrpersonen in die Lohnklasse 19 einstufen – ausgenommen sind jedoch diejenigen mit seminaristischer Ausbildung. Das ist unfair gegenüber vielen langjährigen und erfahrenen Kolleginnen. Dagegen wehren wir uns. Das eidgenössische Referendum «Nein zum Steuerbonus für reiche Eltern»: Keine Privilegien und weniger Abzüge – das heutige Steuersystem muss einfacher und gerechter werden. Familien durch eine Abzugsmöglichkeit bei der direkten Bundessteuer zu

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fördern, schafft eine neue Ungerechtigkeit, von der die höchsten Einkommen profitieren und die Allgemeinheit die Ausfälle zu finanzieren hat. Der Steuerbonus für reiche Eltern wurde gegen den Willen der Kantone und des Bundesrats von einer Mehrheit von SVP, CVP und FDP durchgeboxt. Die SP gibt deshalb der Bevölkerung die Möglichkeit, sich dazu an der Urne zu äussern. SP Bezirk Affoltern .........................................................................

EVP: Gewürztrunk und Begegnung Es ist schön im Knonauer Amt zu leben! Denn vielseitige Angebote und engagierte Bürgerinnen und Bürger sorgen für eine grosse Lebensqualität in den Gemeinden und im Bezirkshauptort. Der regelmässig stattfindende Chlausmärt in Affoltern leistet hier ebenfalls einen wertvollen Beitrag an ein lebendiges Miteinander. Mit der Bevölkerung am Chlausmärt auf Tuchfühlung zu gehen, ist auch für die EVP die Motivation, an diesem bunten Anlass dabei zu sein. Wichtig ist ihr dabei, mit Interessierten über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen, ohne dass sich dabei jemand bedrängt fühlen muss. Ein Besuch am EVP-Stand Nr. 69 (vis-à-vis Tierklinik Dennler) lohnt sich aber auch für die Spielfreudigen. Nebst dem altbewährten «Holz-Schusstisch» wartet wie im vergangenen Jahr ein Kunstrasen-Golf. Beim Überwinden der kniffligen Hindernisse wird es ohnehin nur Gewinner geben, denn alle Teilnehmenden erhalten ein schönes, handgearbeitetes Geschenk aus Holz. Wer mehr die Gemütlichkeit sucht, geniesst das knisternde Holzofenfeuer, das den feinen «Gewürz-

Trunk» oder den frischen Kaffee und das legendäre Weihnachtsgebäck noch besser schmecken lässt. Eine menschennahe Politik gelingt nur, wenn ihre Vertreterinnen und Vertreter wissen, wo die Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückt. Darum stehen Kantonsrat Daniel Sommer, Stadtrat Markus Gasser, Gemeinderat Christoph Kobel und viele weitere Vorstandsmitglieder der EVP gerne Red und Antwort. Ärger, Fragen und Anliegen jeglicher Art werden auf offene Ohren stossen. EVP Bezirk Affoltern .........................................................................

Grünliberale mit Wettbewerb Wie in den vergangenen Jahren werden die Grünliberalen am Sonntag, 24. November, am Chlausmärt mit einem Stand teilnehmen. Besucher können an einem kleinen Wettbewerb mit interessanten Preisen (Hauptgewinn ist ein Velo!) teilnehmen und Popcorn, Äpfel und Gummibärli mit auf den Weg nehmen. Am Stand sind Vorstandsmitglieder der Grünliberalen sowie Claudia Ledermann, welche von den Grünliberalen bei der Ersatzwahl vom 9. Februar 2020 zum Stadtrat in Affoltern unterstützt wird. Die Grünliberalen freuen sich darauf, nach dem grossartigen Wahlerfolg vom 20. Oktober mit den Besuchern des Chlausmärts viele interessante Gespräche zu diversen Themen, wie Energie-, Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zu führen und haben ein offenes Ohr für alle Anliegen zur lokalen, regionalen und nationalen Politik, welche die Besucher an sie herantragen. Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt

Wahlapéro der SVP im Rigelhüsli Bonstetten. Nachdem er seine Pflicht als Gemeindepräsident am Wahltag erledigt hatte (Wahlprotokoll unterschreiben) begab sich Erwin Leuenberger ins Rigelhüsli. Über zwanzig Personen erwarteten Erwin Leuenberger, ihn. GemeindepräsiZuerst war es dent Bonstetten. ihm wichtig, zu (Bild zvg.) erwähnen, dass im Gemeinderat eine gute Stimmung herrsche und sehr gut miteinander gearbeitet werde. Für ihn persönlich war es ebenfalls wichtig, eine Fehlerkultur gegenüber dem Verwaltungspersonal einzuführen und zu leben. Es gibt viele Projekte, die angestossen oder aus der letzten Legislatur weiterverfolgt werden. Leider muss auch dieser Gemeinderat feststellen, dass es nicht immer so schnell vorwärts geht wie erhofft.

Alterswohnungen, Energie, Verkehr Die Entwicklungsplanung betreffend Alterswohnungen basiert auf drei Säulen: Gemeindeliegenschaften, eigene Landreserven und Zusammenarbeit mit Privaten. Der Weg dazu ist lang und teuer. Das Thema Energie ist ein Dauerbrenner. Viele Liegenschaften der Gemeinde wären geeignet, Solarenergie zu erzeugen. Leider sind aber auch da

Gesetze und Reglemente einzuhalten. Herr Leuenberger teilte den Zuhörern mit, dass sich alle Privatpersonen, die ihre Heizung erneuern möchten, bei der Gemeinde melden können, um gegen ein geringes Entgelt (Fr. 50.-) eine Beratung von Fachpersonen zu erhalten. Ein erstes Zeichen im Energiebereich setzte die Gemeinde bereits mit einem E-Kleintransporter, der jetzt im Dorf im Einsatz steht. Beim Thema Verkehr gibt es zum Glück fast keine Probleme. Der Gemeinderat beabsichtigt, eine Umfrage darüber zu machen, wo die Bevölkerung Tempo 30 möchte. Als erste Massnahme werden die Autofahrer ab Frühling 2020 dem Speedy begegnen. Er verteilt keine Bussen, sondern entweder ein fröhliches Lächeln oder ein grimmiges Gesicht … Zum Schluss wurden mehrere Fragen zu diversen Themen beantwortet. Ein Zuhörer wollte wissen, ob bei der aktuellen, sehr guten finanziellen Situation der Gemeinde (Schulden abgebaut) schon ein Gedankenblitz zu einer Steuersenkung aufgetaucht sei. Der Gemeindepräsident antwortete schmunzelnd: «Es hat schon geblitzt». Ob ein Brand ausgelöst wurde oder nicht, wird das Publikum an der nächsten Gemeindeversammlung erfahren. Erwin Leuenberger beendete die Serie der Besuche eines Gemeinderates beim Wahlapéro. Im Laufe des Jahres haben diesem Arianne Moser, Christina Kappeler, Markus Reich und Simon Vergés ebenfalls die Ehre erwiesen. Wir wissen es zu schätzen. SVP Bonstetten

Gemeinsamer Auftritt am Chlausmärt Wir begleiten Sie auf Ihrem letzten Weg im Leben. Mit offenem Ohr, Herz und viel Erfahrung. Wabe Knonaueramt, Entlastungsdienst Spitex Knonaueramt und Palliaviva haben gemeinsam einen Stand am Chlausmarkt Affoltern, beim Casino Café. Wabe Knonaueramt: Wir wachen und begleiten schwerkranke und sterbende Personen in Institutionen und zu Hause durch freiwillige, geschulte Begleiterinnen und Begleiter. Entlastungsdienst Spitex Knonaueramt: Wir entlasten Angehörige zu Hause. Damit kranke, betagte und betreuungsbedürftige Personen so lange

wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Palliaviva: Wir pflegen und begleiten als ambulantes Palliative-CareTeam Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden in ihrem Zuhause, lindern komplexe Symptome und bieten dem ganzen Umfeld mehr Sicherheit – auch den Angehörigen. Wir möchten gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen, uns vorstellen und haben ein offenes Ohr für Ihre Fragen und Anregungen. wabe Knonaueramt, Palliaviva, ELD Spitex Knonaueramt


Gewerbe/Dienstleistungen

Klosterbier

Krimi-Festival

Ein Crowdfunding soll den Umbau eines Kappeler Stalls in eine Brauerei finanzieren. > Seite 17

Kinofoyer Lux feiert am 29. und 30. November sein 30-JahreJubiläum. > Seite 23

Gelungenes Jubiläum

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Freitag, 22. November 2019

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Säuliämtler Chlauslauf Diesen Sonntag laufen in Affoltern etwa 600 Läuferinnen und Läufer um Spitzenplätze. > Seite 25

Traditions-Berufe erfinden sich neu

Es war einiges los im «Weingarten» Affoltern Berufsmesse Zürich mit World-Skills-Teilnehmerin Rahel Weber An der Eröffnungsfeier sprachen Regierungsrätin Silvia Steiner sowie Kantonsratspräsident Dieter Kläy vom Wert der Berufsbildung. Und Bäckerin-Konditorin Rahel Weber aus Obfelden erzählte von ihren Erlebnissen an den World Skills in Kasan.

Im ersten Stock erwartet die Gäste ein stilvolles, rustikales Ambiente. (Bild zvg.)

Gelungene Anlässe und eine Renovation: Anita und Andreas Häberling und das Weingartenteam blicken auf ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr zurück. Gefeiert wurde das ganze Jahr mit den Gästen und dem Team: OutdoorRacletteplausch, Valentinstag-Menu, «Music & Dine» mit Gastsänger «Ex-Mister-Tagesschau» Heiri Müller, Zwei Drei-Tage-BBQ-Weekends, ein Tagesausflug mit dem Weingartenteam und die Renovation der Räumlichkeiten im 1. Stock. Die beiden Räume, das Sitzungszimmer «Incontro» und das «Rustico»Stübli, wurden innert zwei Wochen nicht nur optisch mit rustikalen Holzwänden und neuer Möblierung verschönert, sondern dank der SpezialSchalldecke erlebt man auch akustisch eine enorme Verbesserung. Beide Räume sind multifunktional und können einerseits für Sitzungen, Meetings oder Tages-Seminare gemietet werden, denn auch die dafür benö-

tigten technischen Infrastruktur, wie Beamer, Tonanlage und Flipcharts sind selbstverständlich vorhanden. Andererseits sind die beiden Räume auch für gemütliche Feiern im persönlichen Rahmen, wie Tauf-, Konfirmationsoder Geburtstagsessen von 10 bis 20 Personen perfekt. Zudem sind diese Räume auch bei Firmen über Mittag immer beliebter, denn auf Wunsch kann man im «Séparée» das Mittagessen mit Geschäftspartnern ungestört geniessen. Und falls es an einem Abend im Restaurant keinen Platz mehr hat, dann verwöhnt das Weingartenteam seine Gäste im wohnlich privaten Ambiente im 1. Stock mit allen feinen Spezialitäten, welche die saisonale und italienische À-la-Carte-Küche zu bieten hat. Gäste, welche die neuen Räumlichkeiten unverbindlich kennenlernen möchten, sind herzlich zu einer Besichtigung eingeladen. Dazu besteht während der Öffnungszeiten des Gasthofs Pizzeria Weingarten jederzeit die Möglichkeit. (pd.)

Weihnachtliches Einkaufserlebnis Im Emmen Center gibt es eine zauberhafte Vorweihnachtszeit mit vielen Events, einem interaktiven Adventskalender und zahlreichen Geschenkideen. An den Sonntagen 8., 15. und 22. Dezember ist das Center von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das bunt gemischte Weihnachtsprogramm bietet für Gross und Klein eine tolle Unterhaltung. Zudem sind sämtliche Geschäfte des Emmen Centers an den Sonntagen 8., 15. und 22. Dezember geöffnet. Bis an Weihnachten ist der Eventkalender üppig gefüllt, und das Emmen Center bietet ein unterhaltsames Weihnachtsprogramm: Am Samstag, 23. November, findet der «Chnusperhäuschen-Event» statt, an welchem die kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Lebkuchenhaus verzieren können. Ein besonderes Highlight wartet am 30. November auf die Gäste. Der Original-Cast von «Le Théâtre» in Emmen führt einen Ausschnitt des Erfolgsmusicals «Rock of Ages» auf. Am Mittwoch, 4., und Freitag, 6. Dezember, ist der Samichlaus im Emmen Center zu Gast und verteilt für ein schönes Sprüchli ein

prall gefülltes Samichlaussäckli. Am 7. und 8. Dezember können Besucherinnen und Besucher eine Show auf dem Walking-Piano bestaunen und dieses auch gleich selber ausprobieren. Diverse Walking-Acts werden am 14. und 15. Dezember im Emmen Center unterwegs sein und mit ihren Zauber-, Ballon- und AkrobatikKünsten begeistern. Musikalische Unterhaltung der Extraklasse gibt es dann am 21. und am 22. Dezember mit dem Trio Engelsgleich, welches die Gäste mit ihrem Gesang verzaubern wird. Auf dem Vorplatz lädt vom 6. Dezember bis 22. Dezember ein urchiges Raclettestübli zum Verweilen ein. Und natürlich dürfen auch Geschenke nicht fehlen: Der interaktive Adventskalender erfüllt zahlreiche Wünsche. Vom 1. bis zum 24. Dezember werden täglich ein Hauptpreis und zahlreiche Sofortpreise verlost. (pd.) Spezielle Öffnungszeiten in der Adventszeit Sonntag, 8. 12., 10 bis 17 Uhr; Sonntag, 15. 12., 10 bis 17 Uhr; Sonntag, 22. 12., 10 bis 17 Uhr; Montag, 23. 12., 9 bis 21 Uhr; Dienstag, 24. 12., 8 bis 17 Uhr; Freitag, 27.12. 9 bis 21 Uhr; Dienstag, 31. 12., 8 bis 17 Uhr; Donnerstag, 2. 1., 9 bis 18.30 Uhr. Weitere Informationen per Telefon 041 260 61 12 oder auf www.emmencenter.ch.

Die 15. Berufsmesse Zürich hat seit Dienstag zehntausende Oberstufenschülerinnen und -schüler, aber auch viele Eltern und Lehrpersonen angezogen. Zürich werde während fünf Tagen zum Berufs-Hotspot, freute sich Regierungsrätin Silvia Steiner, die auch die Erziehungsdirektorenkonferenz präsidiert. Von rund 55 000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern kämen allein 20 000 aus umliegenden Kantonen. «Die Arbeitswelt entwickelt sich rasant, daran muss sich auch die Berufswelt permanent anpassen», erklärte die Zürcher Bildungsdirektorin. Eine weitere Herausforderung: «Rund 10 000 Lernende mehr brauchen in naher Zukunft eine Ausbildungsstelle.» Wie Steiner wies auch Thomas Hess, Geschäftsführer des KMU- und Gewerbeverbandes Kanton Zürich (KGV) auf den technologischen Wandel hin, der zur Flexibilität zwinge, um alte Berufsbilder stets neu zu interpretieren. «Unsere KMU sind Integrationsmaschinen», sagte Hess vom KGV, der gemeinsam mit der MCH Messe Zürich die Berufsmesse veranstaltet. Doch es sei den Berufsverbänden zu verdanken, dass sie die Ausbildungen und mithin die Berufsbilder den Bedürfnissen einer sich rasant wandelnden Gesellschaft anpassten

und aktuell blieben. In einer Zeit, in der die Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung die Wirtschaft fest im Griff habe, sei eine gute Ausbildung alternativlos. Diesen Faden nahm auch Dieter Kläy auf, Präsident der Bildungskommission des KGV. Die Berufsmesse Zürich als einer Die Obfelder World-Skills-Teilnehmerin Rahel Weber (links), der wichtigsten mit Vanessa Tschümperlin und Thomas Hess. (Bild zvg.) Ausbildungsanlässe der Schweiz gebe einen Überblick beiden Teilnehmerinnen aus dem Kanüber die Berufswelt, in der vor allem ton Zürich, die an den World Skills in eines konstant ist: Der Wandel. Immer Kasan (RU) dabei waren: Die Kosmetimehr Anforderungen hätten junge Be- kerin EFZ Vanessa Tschümperlin (22) rufsleute in der Lehre zu verarbeiten, und die Bäckerin-Konditorin Rahel immer mehr werde entsprechend in Weber (21) aus Obfelden. Gefragt, was die Ausbildungen gepackt. Zwei- bis sie jungen Berufsleuten auf den Weg dreimal werden die angehenden Lehr- geben würden, meinte Tschümperlin linge in Zukunft ihren Beruf wech- im Interview mit Werner Scherrer: «So seln, rechnete er vor, und viele Berufe viel wie möglich schnuppern. Und seien in 20 oder 30 Jahren nicht mehr vielleicht bei der Berufswahl nicht immer auf Vater und Mutter hören.» dieselben. Auch Weber riet, das zu erlernen, Eine wichtige Rolle komme der frühzeitigen Berufswahlvorbereitung was man gern tut. Im Anschluss ehrzu, welcher der Lehrplan 21 schon mit ten Scherrer und Regierungsrätin Modulen ab der 2. Sekundarklasse ge- Silvia Steiner die beiden jungen Fraurecht werde. Im Zuge der Digitalisie- en als Vorbilder für die Jugend mit und Blumenrung, Automatisierung in Industrie Einkaufsgutschein und Gewerbe fallen zwar viele Berufe strauss. (pd.) weg. Doch nehme im gleichen Zuge der Stellenwert von sozialen und Berufsmesse Zürich, noch bis morgen Samstag, Selbstkompetenzen zu. 23. November, Freitag, 8.30 bis 17 Uhr, Samstag, Mit einem guten Selbstvertrauen 10 bis 17 Uhr, Messe Zürich (Hallen 1 und 2). zeigten sich an der Eröffnung auch die Eintritt kostenlos. www.berufsmessezuerich.ch.

Wohnen, wie man sich wohlfühlt

Corinne Huss aus Mettmenstetten lässt Wohnträume wahrwerden Die Einrichtung trägt wesentlich zum Wohlbefinden und somit zu einer besseren Lebensqualität bei. Sie reflektiert die Persönlichkeit, sagt etwas über Vorlieben aus. Deshalb ist die Gestaltung von Lebens- und Arbeitsräumen für Corinne Huss Berufung. Im Grossen wie im Kleinen. Corinne Huss’ traumraum richtet sich an Personen, die Unterstützung bei der Gestaltung des neuen Daheims wünschen oder einen Raum in der Wohnung umgestalten möchten. Zudem auch an Unternehmen, die Arbeitsplätze neu einrichten wollen. Sie begleitet auf Wunsch die Kunden ins Möbelhaus und unterstützt sie bei Terminen mit Handwerkern oder bei der Auswahl von Materialien für das neue Eigenheim. Mit dem Wechsel vom Finanzbereich in die Einrichtungsgestaltung ist für Corinne Huss ein langjähriger Traum in Erfüllung gegangen. Nach mehr als 20 Jahren im Private Banking hat die gelernte Betriebswirtschafterin HF am BWZ Lyss erfolgreich die zweijährige Ausbildung zur diplomierten Einrichtungsgestalterin abgeschlossen. Während der Ausbildung konnte sie ein Praktikum in Innenar-

Corinne Huss. (Bild zvg.) chitektur in Zürich absolvieren. Danach hat sie ihr Wissen in einem renommierten Möbelhaus in der Zentralschweiz eingesetzt. Corinne Huss lebt mit ihrem Mann und den zwei Söhnen in Mettmenstetten. Sie ist gerne in der Natur, und genau da findet sie die Inspirationen für die Farbpaletten. Anhand dieser nimmt sie die Farbgestaltung sowie Materialisierung im Raum vor und erstellt damit sogenannte Farbpaletten.

Sie betont, dass es extrem wichtig sei, den Kunden zuzuhören, Wünsche und Bedürfnisse zu ermitteln. Nebst fachlichem Können brauche es ebenfalls ein waches Auge sowie ein gutes räumliches Gespür. Vielen Leuten fehlt das Vorstellungsvermögen. Mit von Hand gezeichneten und kolorierten Plänen und Perspektiven gibt sie den Kunden einen Einblick in den Raum. Sie wolle Emotionen wecken. Wohnen sei etwas emotionales, es soll die Geschichte der Bewohner erzählen, meint sie. Huss ist überzeugt, dass schön Wohnen nichts mit Geld zu tun hat. Man kann auch mit günstigeren Möbeln und Materialien einen Raum wirken lassen. «Der Weg in die Selbstständigkeit war spannend und lehrreich, und hat extrem Spass gemacht. Ich würde mich wieder für diesen Weg entscheiden», erzählt sie begeistert. Den Arbeitsplatz hat sie bei einem Architekten in Baar eingemietet. «Da habe ich eine tolle Infrastruktur und wir können die Synergien gut nutzen», sagt Corinne Huss. Nun freut sie sich auf Kunden aus dem Säuliamt und Zug, um gemeinsam deren Traumraum zu realisieren. (pd.) Huss traumraum, Haldenstrasse 5, Baar, E-Mail: husstraumraum@gmail.com , Tel. 079 964 59 46, www.husstraumraum.com.


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Hedingen

Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Gedenken der Verstorbenen des letzten Kirchenjahres Pfarrerin Bettina Stephan Susanna Baltensperger, Orgel und Verena Stehli, Querflöte Im Anschluss Chilekaffee Donnerstag, 28. November 14.00 Generation 60+ Adventsbesinnung in der Kirche Pfarrerin Bettina Stephan Der neu gewählte Organist Viswas Orler spielt auf der Orgel. Anschliessend ein Zvieri Sonntag, 1. Dezember 11.00 Gottesdienst zum 1. Advent beginnt nicht um 10.00 Uhr!

Sonntag, 24. November 19.00 Musikalischer Abendgottesdienst zum Ewigkeitssonntag Liturgie und Predigt: VDM Lukas Zünd. Musik: Matous Mikolasek, Cello und Anette Bodenhöfer, Orgel

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 23. November 9.30 bis 11.30 Uhr Offenes Singen im Bezirk im Chilehuus Leitung: A. Bodenhöfer Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag. Für alle in diesem Jahr verstorbenen Gemeindeglieder wird eine Kerze entzündet Predigt: Pfr. W. Schneebeli Musik: A. Nardone (Orgel) und M. Fliegauf (Fagott) Anschliessend Apéro im Chilehuus 17.00 Konzert in der Friedhofkapelle zum Ewigkeitssonntag mit A. Nardone (Orgel) und M. Fliegauf (Fagott) Mittwoch, 27. November 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfr. W. Schneebeli Freitag, 29. November 18.00 Vernissage in der Kirche mit Apéro riche und Verkauf der Broschüre «Vom Betpur zur Semperkathedrale» von U. Boller

Ref. Kirche Bonstetten Freitag, 22. November 20.00 Kino in der Kirche «Lang lebe Ned Devine!» Freigegeben ab 6 Jahren Samstag, 23. November 9.30 Kolibri-Treff im Kirchgemeindehaus Sonntag, 24. November 17.00 Ewigkeitssonntag mit Gedenken der im vergangenen Jahr verstorbenen Bonstetterinnen und Bonstetter Wort: Pfrn. Susanne Sauder Musik: Casey Crosby Anschliessend Apéro/Imbiss im Chilesaal

Ref. Kirche Hausen a. A. Samstag, 23. November 17.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Völker in der katholischen Kirche Mit dem Projektchor unter der Leitung von Anette Bodenhöfer Anschliessend Apéro mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern Sonntag, 24. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Keiko Fujiwara, Klarinette Vincent Dallèves, Orgel und Pfarrerin Irene Girardet Fischer Montag, 25. November 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der katholischen Kirche Freitag, 29. November 6.00 Kontemplatives Morgengebet 12.00 Zäme Zmittag in der Zwinglistube. Anmeldung bis Mittwochabend bei sonja_billeter@datazug.ch oder Tel. 044 764 02 15 (Pfarramt)

Ref. Kirche Kappel a. A. Freitag, 22. November 13.30–15.45 Kolibri im Pfarrhauskeller Samstag, 23. November 8.30 3.-Klass-Unti 9.30 Chor-Projekt Christnachtfeier im Chor der Kirche Sonntag, 24. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Ch. Menzi anschliessend Gemeindeversammlung

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr im Kapitelsaal Sonntag, 24. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag mit Pfr. Christof Menzi anschliessend Kirchgemeindeversammlung 15.30 Vernissage Ausstellung «ohne Worte – das Bild wirkt» Zeichnungen, Bilder, Installationen von Carmen Cabert. Musikalische Begleitung: Peter Landis, Saxofon Dauer der Ausstellung bis 6. Januar 2020. Die Künstlerin ist jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr anwesend 17.15 Musik und Wort in der Klosterkirche «Tanz vom Tod zum Leben»: Getanztes Konzert mit dem Ensemble ultraSchall. Lesungen: Pfr. Volker Bleil. Eintritt frei – Kollekte Mittwoch, 27. November 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 28. November 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Regula Eschle Wyler

Ref. Kirche Knonau

Ref. Kirche Rifferswil

Kath. Kirche Obfelden

Sonntag, 24. November Ewigkeitssonntag 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Thomas Maurer Abendmahl mit Totengedenken Sandi Toka Nova, Cello Einsegnung und Begrüssung neue Sigristin Caroline Wehrli und neuer Kirchenpfleger Walter von Siebenthal anschliessend Gräberbesuch 17.00 Juki in Mettmenstetten Mittwoch, 27. November 19.00 Lesekreis im Pfarrhaus

Sonntag, 24. November 9.30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag Jeremia 29,11: «Gedanke vom Friede und vo de Hoffnig» Pfrn. Yvonne Schönholzer Therese von Büren, Orgel Barbara Carnielli, Geige

Sonntag, 24. November 10.30 Gottesdienst

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst am Ewigkeitssonntag zu Psalm 90 mit Pfrn. C. Mehl Musik: Veronica Hvalic Freitag, 29. November 20.00 Taizégottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. C. Mehl und dem Taizéteam Klavier: Angela Bozzola

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag Pfarrer Andreas Fritz Orgel Marina Wehrli Dienstag, 26. November 19.30 Neumondsingen in der Kirche Freitag, 29. November Ab 20.00 Uhr NAchtsamkeit Meditationsnacht in der Kirche Leitung Andreas Fritz www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst mit Pfrn. Eva Eiderbrant Musik: Flora Padar (Fagott) und Kornél Radics (Orgel) Anschliessend Chilekafi 9.45 Kolibri Sonntagsclub für Kinder im ref. Kirchgemeindehaus Dienstag 26. November 17.30 Konf-Unterricht im ref. Kirchgemeindehaus Mittwoch, 27. November 14.00 Seniorennachmittag Mehrzweckgebäude Brunnmatt Donnerstag, 28. November 12.00 Club 4 Gruppen Alpha und Omega Freitag, 29. November 19.00 Concerto piccolo in der Kirche www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst zur Erinnerung an die Verstorbenen Pfarrerin Sonja Weisenhorn Heather Holden, Querflöte und Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Kafi uf de Heiweg www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 24. November 10.00 Kirche Wettswil Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag Gedenken an die Verstorbenen mit Pfr. Matthias Ruff und Pfr. Otto Kuttler Musik: Ursula Hauser (Orgel) Gunta Abele (Cello) Anschliessend Chilekafi Fahrdienst: Anmeldung bis 23. November unter Tel. 044 700 45 45 Dienstag, 26. November 19.30 Bildersturm im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 28. November 12.30 Wettswiler Senioren Mittagessen im Restaurant Hirschen 14.30 Kafi Träff im Kirchgemeindesaal Wettswil

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 23. November 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 24. November 10.30 Eucharistiefeier Musik: Kirchenchor und Ai Furuya, Pianistin Anschliessend Chilekafi 19.00 Santa Messa

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 23. November 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 24. November 10.00 Heilige Messe zum Christkönigsonntag mit Trompetenbegleitung Dienstag, 26. November 19.30 Heilige Messe Anschliessend Gebetsgruppe Mittwoch, 27. November 9.15 Ökumenisches Morgengebet 19.00 Rosenkranz Donnerstag, 28. November 9.00 Heilige Messe

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 23. November 17.00 Wortgottesfeier Tag der Völker mit Anette Bodenhöfer und Projektchor Sonntag, 24. November 11.00 Wortgottesfeier Donnerstag, 28. November 8.15 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 24. November 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Firm-Einschreibung Orgel: A. Bodenhöfer Jahresgedächtnis von Fabienne Rogger

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Freitag, 22. November 19.00 Infoabend Kurs «lieben–scheitern–leben» 19.30 Feuerabend - Männer unter sich Samstag, 23. November 19.15 Tweens deeper Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst Andi Wolf Kinderprogramm Montag, 25. November 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Affoltern a. A., Zürichstrasse 47 Sonntag, 24. November 9.45 Liturgischer Gottesdienst (Urs Baumann) mit EMKidz Anschliessend Gemeindegespräch Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 22. November 19.30 Feuerabend (Männerabend) am Hedingerweiher Sonntag, 24. November 17.00 ABEND-Gottesdienst (Predigt: Manuel Fuhrer) Donnerstag, 28. November 14.30 Frauen-Treff 17.00 VIP-Gebet Freitag, 29. November Ab 17.00 Uhr Café Chazon Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 24. November 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm Mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 24. November 10.30 Gottesdienst Thema: Ein erwartungsvolles Volk 1. Thessalonicherbrief 1, 9–10 Kleinkinderhort Sonntagsschulen und Unterricht proben für die Weihnachtsaufführung Donnerstag, 28. November 20.00 Bibelabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.10 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

Freitag, 22. November 2019

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Vier Akademiker für ein Klosterbier Bald soll in Kappel ein Kappeler Klosterbier gebraut werden Christof Eichenberger und Simone Michael von der SeeBrauerei brauchen einen neuen, grösseren Standort für ihre Bierbrauerei, Christa und Markus Falkensammer vom Hof Allenwinden in Kappel haben einen leeren Kuhstall, der sich bestens dafür eignet. Ein Crowdfunding soll nun den Umbau des Stalls in eine Bierbrauerei finanzieren. ................................................... von nepita santiago Nachdem Vater Otto Ringger nach seiner Pensionierung mit seiner Frau ins Stöckli dislozierte, zog Tochter Christa Falkensammer mit ihrer Familie ins Bauernhaus. Seither ist der Hof Allenwinden in Kappel mit seinen Obstbäumen, der Imkerei und der eigenen Brennerei ein Ort, wo die Ideen nur so sprudeln. Cider, Schorle, Wachteleier, Wachstücher als Alternative zur Frischhaltefolie, Honig, etc. werden hier produziert, und nun soll ausserdem ein Klosterbier gebraut werden. Und das kam so: Als der Biologe Christof Eichenberger und seine Frau, die Juristin Simone Michael, Inhabende der See-Brauerei in Oberrieden, sich beim Verein Kloster Kappel wegen eines Wohnhauses vorstellten, wurden sie gefragt, ob sie nicht ein Klosterbier brauen wollen. Die beiden griffen die Idee sofort auf, zumal sie im leerstehenden Kuhstall der Falkensammers bereits einen Platz für ihre Brauerei gefunden hatten. Für Christa und Markus Falkensammer – er Orthopäde und Chirurg, sie Wirtschafts-

Simone Michael (hinten, 1.v.l.), Christa Falkensammer, Markus Falkensammer (1.v.l.) und Christof Eichenberger. (Bild zvg.) informatikerin und seit Kurzem auch Landwirtin – ist Bierbrauen nicht ganz fremd. Bis anhin jedoch nur für den Eigenbedarf, und da gab es auch mal ein Malheur mit Flaschen, die zu viel Kohlensäure enthielten. Das darf beim professionellen Brauen natürlich nicht passieren. Aber sein Wissen bringt Christof Eichenberger, der seit 20 Jahren Bier braut, natürlich nach Kappel mit. «Geplant ist ein Bier im Stil der belgischen Trappisten-Biere, aber es soll natürlich nicht einfach eine Kopie werden, sondern etwas Eigenes sein», sagt Eichenberger. «Traditionelles Klosterbier lebt geschmacklich eher von Geschmacksnoten, die von der Hefe,

Diamantenfieber in der Schreinerei

dem Malz und allenfalls den Gewürzen herrühren», erklärt er weiter.

Ein Viererteam, das harmoniert Die Reinzuchthefen zieht der Biologe selber auf. Auch sonst soll das ganze Allenwinden-Brau-Projekt möglichst nachhaltig werden. So ist geplant, in naher Zukunft die Braugerste von regionalen Bauern anbauen zu lassen, oder in dem Teil des Gebäudes, der noch als Stall erschlossen ist, Schafe zu halten, denen die Brauereirückstände, der Treber, verfüttert wird. Auch das Züchten von Pilzen auf der Basis von Biertreber ist ein Thema. Die

vier Akademiker sind ein Team, das harmoniert. Das konnten sie in dem Jahr, das sie bereits in den Umbau investierten, unter Beweis stellen. Gemeinsam haben sie morsche Holzbalken ausgebaut, Elektro- und Sanitärrohre verlegt, Böden betoniert und so weiter. Vieles können sie natürlich nicht selber in Angriff nehmen, sondern muss von Fachleuten ausgeführt werden. «Nur für meine paar Hofprodukte wäre der Stallumbau viel zu teuer geworden, zusammen mit dem Bierprojekt lohnt sich dies schon eher», sagt Christa Falkensammer. Um nun den Umbau fertigstellen zu können, haben sie kurzerhand ein

Infos zum Produkt und zum Crowdfunding finden sich auf www.hofallenwinden.ch/bier.

Einen Tag lang in die Arbeitswelt der Eltern eintauchen

14. November: Teilnehmerinnenrekord

Zukunftstag am Spital Affoltern

Der Zukunftstag bei der KDS AG in Knonau stiess auf grosses Interesse.

Am nationalen Zukunftstag vom 14. November durfte das Spital Affoltern 30 Jugendliche der 5. bis 7. Klasse begrüssen. Einen Tag lang konnten sie ihren Eltern bei der Arbeit über die Schultern schauen.

der Schreinerei so alles hergestellt wird. Man würde dies auf Anhieb nicht mit dem Schreinerberuf in Verbindung bringen, aber ein Blick in den «Diamonds are a girl’s best friend», Showroom der KDS zeigt: Beim Innensagt das Klischee aus dem berühmten ausbau von Liftkabinen gibt es keine Film mit Marilyn Monroe, seit wel- Grenzen, und neben edlen Materialien chem wir ja alle wissen, dass Männer sind heutzutage auch clevere LösunBlondinen bevorzugen … Der diesjäh- gen für den Einbau von Multimediarige Zukunftstag bei der KDS AG be- Lösungen gefragt, wie ein HD-Screen, lehrte eines Besseren: Die 11 Teilneh- der unsichtbar hinter einem Spiegel merinnen aus den Kantonen Zürich, montiert ist. Zug und Aargau, welche sich für das Unter kundiger Anleitung der ausProgramm «Ein Tag als Schreinerin» gelernten Schreinerin Eliane Koch angemeldet hatten, waren erfrischend fertigten die Mädchen bis am Nachneugierig, technisch interessiert und mittag ihr eigenes und personalisierhatten keinerlei Berührungsängste im tes «Kubb»-Spielset an, lösten ein Quiz Umgang mit Technik. Im Gegenteil: zu Holzarten und knobelten an der LöSie waren beeindruckt von den gros- sung von 3D-Holz-Puzzles, bei der sie sen Maschinen, die «halt schon ganz Zentrifugalkräfte entdeckten. anders sind als die Maschinen bei uns Auch wenn die Medien den Einim Werken in der Schule». Und beim druck vermitteln, dass die «Generation Diamanten-Sägeblatt wollten sie dann Z»-Teenie-Girls nichts anderes im Kopf ganz genau wissen, ob das wirklich hätten, als den Nachfolgerinnen von echte Diamanten sind, die für das Marilyn Monroe auf YouTube und InSchneiden der Holzplatten verwendet stagram nachzueifern und kreischend werden. Mit Begeisterung machten in der Mall auf ihr Idol zu warten: Es sich die Schülerinnen ans Werk, nach- gibt sie, die Mädchen, die auch andere dem sie bei einem Rundgang durch Interessen haben, und die mit einer die Werkstatt gesehen hatten, was in Selbstverständlichkeit an handwerkliche Arbeit herangehen, welche ihren gleichaltrigen Schulkollegen in nichts nachsteht. Edelmetall und Diamanten gerne, aber bitte nicht nur als Schmuckstück, sondern auch als Werkzeug! Gruppenbild mit Damen: Eliane Koch mit den (pd.) Teilnehmerinnen des Zukunftstags 2019. (Bild zvg.)

Crowdfunding gestartet. Das läuft noch bis Mitte Februar. Selbstverständlich locken für die Unterstützenden Goodies, wie beispielsweise Bier im Holzkistli, eine Übernachtung im Kloster mit Apéro auf dem nahen Bauernhof oder ein Brau-Kurs mit Christof Eichenberger. Es ist dies bereits die zweite Kampagne dieser Art. Auch ihr Cider-Projekt wurde auf diesem Weg finanziert, und so sind sie zuversichtlich, dass es auch diesmal klappt. Aber wer nun denkt, dass nach dem Umbau des Stalls zur Brauerei, auf dem Hof Allenwinden langsam eine ruhige Alltagsroutine einkehren wird, der oder die irrt. Denn die vier haben bereits weitere Ideen, was im ehemaligen Kuhstall noch verwirklicht werden könnte. Er soll ein Foodlab werden, wo neben dem Klosterbier noch weitere Biere gebraut werden sollen. Vielleicht ein Bier mit Früchten, die auf dem Hof wachsen oder ein spezielles Farmhouse-Ale usw. Weiter sind Fermentier-, Brotback- oder Kefir-Kurse angedacht, wofür der Biologe natürlich prädestiniert ist. Christa Falkensammer hingegen bringt durch ihre frühere Tätigkeit als Innovationsmanagerin Erfahrung in Produktentwicklung mit auf den Hof, ihr Mann hilft in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne bei allen Projekten rund um den Hof mit, und Simone Michael hilft beim Bierprojekt bei rechtlichen Fragen aus. Wie heisst es so schön? Gelernt ist gelernt, auch wenn die Fähigkeiten nicht nur im angestammten Bereich eingesetzt werden.

Der Arbeitstag begann für einige der Jugendlichen um 8 Uhr in der Umkleidekabine, da das Tragen der offiziellen Berufskleidung für Pflegende oder Köche selbstverständlich Pflicht war. Nach zwei Stunden am Arbeitsplatz der Eltern ging es mit einem Vortrag der Leiterin Bildung, Sonja Burgardt, weiter. Sie hat den Jugendlichen alle Berufsgruppen vorgestellt, die im Spital Affoltern vertreten sind, und ihnen gezeigt, wie der Berufsalltag im Spital – im Speziellen im Spital Affoltern – aussieht. Weiter ging es mit einem spannenden Spitalrundgang mit dem

Der Rettungswagen ist immer ein Highlight. (Bild zvg.) Sicherheitskoordinator des Spitals, Marcel Rabinig. Die Jugendlichen erhielten einen Einblick in die Bereiche Küche, Notfallstation, Rettungsdienst und Physiotherapie. So viele neue Eindrücke machen hungrig und so wurde

der vollgepackte Morgen mit einem leckeren Mittagessen im Restaurant Panorama gekrönt. Am Nachmittag waren die Jugendlichen wieder gemeinsam mit ihren Eltern an der Arbeit. (KeN)

Kleiner, aber feiner Adventszauber Die Gärtnerei H. Schuler in Hausen lädt am Freitag und Samstag, 29. und 30. November, zum Stöbern. Es kommt weihnachtliche Stimmung auf am Freitag und Samstag, 29. und 30. November. Dann findet in Hausen, in der Gärtnerei Schuler, ein kleiner, gemütlicher Adventsmarkt statt. An festlich geschmückten Ständen finden die Besucherinnen und Besucher Ad-

ventskränze und Gestecke, gestaltet von H. Schuler. Als Geschenk eignet sich ein Schmuckstück, eine coole Strickmütze oder feine Guetzli – oder auch Trinkschokolade aus einer weihnachtlichen Tasse. Vielleicht kommen die Gäste aber auch ins Staunen, wenn sie sehen, was man aus Veloschläuchen und Kaffeekapseln alles machen kann. Für einen weihnachtlichen Brunch finden sie ausserdem Alpkäse oder selbstgemachte Konfitüre. Im Ka-

fistübli zeigt Brigitte Zehnder, wie mit Klöppeln wunderschöne Arbeiten aus Garn entstehen. Dabei können sich die Gäste vom offerierten Glühwein verwöhnen lassen. Und natürlich ist auch für den Hunger gesorgt: mit Cervelats und Bratwürsten vom Grill. (pd.) Adventszauber in der Gärtnerei H. Schuler, Freitag, 29. November, 16 bis 21 Uhr, und Samstag, 30. November, 10 bis 16 Uhr. Ebertswilerstrasse 48, Hausen.


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Gewerbe

Freitag, 22. November 2019

Dem Stress entgegnen

«Der Schmerz entsteht im Gehirn»

Mentaltraining für Kinder und Erwachsene

Infoabend am 28. November in Hedingen: Axel Daase im Interview

Lilian Dörig bietet in Affoltern Meditationen und Mentales Training im Alltag für Erwachsene und Kinder an.

Es hat sich herumgesprochen, dass Sie und Ihr Team Arthrose-Patienten nur mit den Händen innert kürzester Zeit schmerzfrei therapieren! Wie ist das möglich? Axel Daase: Das stimmt. Zunächst einmal wird der Schmerz im Gehirn und nicht im Gelenk erzeugt. Wir nutzen den biologischen Mechanismus «conditioned pain modulation». Durch manuelle Stimulation mit unseren Fingern an ganz bestimmten Zonen der Knochenhaut wird der Schmerz im Gehirn abgeschaltet.

Viele Menschen werden von ihrem Alltag überrollt und reagieren mit Stress und Unzufriedenheit. Die Situationen werden nicht als normale Herausforderungen vom Leben gesehen, sondern als Überforderung empfunden. Der Abstand zu den eigenen Emotionen ist relativ gering und Kleinigkeiten wachsen schnell zu handfesten Problemen heran. In der Meditation kann dieser Abstand zu seinen Emotionen wieder auf ein vernünftiges Mass gebracht werden. Die Sinne werden geweckt und eine wache Wahrnehmung anstelle von Ungeduld und Gereiztheit tritt in den Vordergrund. Die Dinge können wieder so wahrgenommen werden wie sie wirklich sind. Einzeln oder in kleinen Gruppen werden Meditationstechniken geübt. Das Angebot umfasst Gespräche, Bewegung zu Musik, leich-

te Dehnübungen und eine umfassende Einführung in die drei Grundschritte einer Meditation.

Mentaltraining für Kinder Viele Kinder können ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen. Die Nachahmung von Gelerntem überdeckt oft die eigene Kreativität der Kinder. Besonders für Schulkinder hilft das Mentaltraining zu höherem Selbstbewusstsein und Fokussierung zu Hause wie in der Schule. Die soziale Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein können sich so schneller entwickeln. Die aus Mexiko stammende Methode entfaltet ihre Möglichkeiten am besten nach zehn Sitzungen mit dem Kind zu je 60 bis 90 Minuten Dauer. Für etwa 30 Minuten sollte zusätzlich ein Elternteil anwesend sein. In den Sitzungen verlieren die Kinder schnell ihre Scheu und begreifen, dass das Training ihnen hilft, mehr Sicherheit und positive Energien zu entwickeln. Lilian Dörig kommt aus Guatemala und ist Mutter dreier Kinder. Sie lebt seit dreissig Jahren in der Schweiz und arbeitet seit 15 Jahren mit Meditationstechniken, Yoga und Mentaltraining. Seit einigen Jahren ergänzt Tai Ji ihre Arbeit. (pd.) Der Kursort befindet sich im Shindo-Zentrum, Zürichstrasse 49, Affoltern. Weitere Infos unter

Meditations- und Mentaltrainerin Lilian Dörig. (Bild zvg.)

www.enbeme.ch oder Telefon 079 859 63 93.

Dann ist diese Manuelle Schmerztherapie für alle Schmerzpatienten anwendbar? Für alle Schmerzen am menschlichen Bewegungsapparat! Diese Manuelle Schmerztherapie wurde bereits in den späten 20er-Jahren in der Klinik Charité in Berlin angewendet. Das stimmt. Der Erfinder war der Arzt und Wissenschaftler Professor Paul Vogler. Von seinen Studenten habe ich diese Technik in Berlin erlernt und stetig erweitert und verbessert. Seit Juli bietet das Team Training Hedingen unsere Manuelle Schmerztherapie sowie seit September unsere erfolgreichen Schmerzfrei-Bewegungstherapie-Gruppen-Kurse (Painless-motion) an. Zusätzlich zur allgemeinen Physio- und Medizinischen Trainingstherapie. Werden Ihre angebotenen Therapien von den Krankenkassen übernommen? Wir sind bei allen Grundversicherungen sowie bei den Zusatzversicherungen über die Physiotherapie anerkannt. Wir streben kooperative Zusammenarbeit mit Ärzten an. Sie bilden auch Fachpersonal im Gesundheitswesen aus, stimmt das? Das ist korrekt. Es ist mir persön-

Axel Daase sagt, Arthrose und andere Schmerzen seien durch die «Manuelle Schmerztherapie» regulierbar. (Bild zvg.) lich ein grosses Anliegen, diese so hochwirksame Schmerztherapie-Methode möglichst vielen Ärzten und Therapeuten näherzubringen damit schweizweit Schmerzpatienten gesunden können. Dieses ist mit dieser Methode möglich! Hohe Kosten im Gesundheitswesen könnten mit dieser Methode eingespart werden. Das Fachpersonal des Team Training Hedingen habe ich in dieser Methode ausgebil-

det. Schmerzpatienten, Gesundheitssportler und Leistungssportler können von dieser Methode profitieren hinsichtlich Schmerzfreiheit und Leistungssteigerung. (pd.) Infoabend am Donnerstag, 28. November, 19 Uhr, im Team Training, Maienbrunnenstrasse 12, Hedingen. Nur mit Voranmeldung, Telefon 044 760 06 06. Platzanzahl limitiert auf 80 Personen.

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Freitag, 22. November 2019

Grosser Advents-Basar in Obfelden

Am Samstag, 30. November, im Mehrzweckgebäude Brunnmatt Der diesjährige ökumenische Basar findet am 30. November statt. Der Erlös geht an das Spital in Bembéréké (Bénin) und an «Die Alternative» (Ottenbach). Im Angebot sind Adventskränze, Weihnachtsdekorationen, Backwaren und handwerkliche Produkte. Der Advents-Basar in Obfelden hat bereits seit Jahrzehnten Tradition. Am 30. November lädt das ökumenische Basarteam wieder alle herzlich in das Mehrzweckgebäude Brunnmatt ein. Am Basar finden die Besucherinnen und Besucher an den verschiedenen Ständen eine Fülle von originellen Geschenk- und Deko-Artikeln wie hübsch verpackte Lebensmittel, Liköre, Konfitüren, Handwerksarbeiten, Produkte aus Afrika sowie hausgebackene Zöpfe, wunderschön individuell verzierte Lebkuchen und vieles mehr. Wie jedes Jahr kreieren auch dieses Jahr wieder fleissige Basarfrauen schöne Advents- und Türkränze. Und die Kinder vom Club 4 sind bereits im Vorfeld am Basteln für ihren Basarstand und freuen sich auf viele Kundinnen und Kunden. Ausserdem locken attraktive Preise an der Tombola, und draussen beim Car-Port können sich Jung und Alt selber eine Kerze ziehen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Alle sind zum SpaghettiPlausch eingeladen, und danach steht das grosse Dessertbuffet bereit.

Begünstigte Organisationen vor Ort Die Veranstaltung steht unter dem Patronat der reformierten Kirchgemeinde Obfelden. Dieses Jahr wird mit den Einnahmen nebst dem Spital Bembé-

Auch dieses Jahr kommt zum Beginn der Adventszeit in Mettmenstetten der Samichlaus. Der Sankt Nikolausverein und der Gewerbeverein organisieren dieses gemütliche Beisammensein für Kinder und Erwachsene. Es findet am 30. November, von 17.15 bis 18 Uhr, auf dem Rössliplatz statt.

Im Spital von Bembéréké müssen die Verwandten für ihre Patienten kochen. Fatima hat einen feinen Yamswurzel-Stock zubereitet und bringt ihn sogleich auf dem traditionellen Email-Plateau ihrer kranken Mutter. (Bild zvg.) réké auch «Die Alternative» (MutterKind-Bereich) unterstützt. Vertreter der «Alternative» informieren Interessierte an ihrem Info-Stand. Am Afrikastand präsentiert Annelies Meier Köstlichkeiten, wie Mango-Konfitüre, Zitronengras, Nüsse und textile Handwerksarbeiten, Taschen und diverse «Mitbringsel» aus Bénin. Dank ihrer früheren Tätigkeit im Spital und

ihrem direkten Draht nach Bembéréké wird das Basarteam seit Jahren mit neusten Informationen aus erster Hand versorgt. Das ökumenische Basarteam lädt Interessierte herzlich ein, die Projekte auf die eine oder andere Art zu unterstützen. (mvo) Samstag, 30. November, 11 bis 16 Uhr, Brunnmatt, Bächlerstrasse 11, Obfelden.

Am Samstag, 30. November, im Schachensaal Hedingen

Sämtliche Artikel im Verkauf wurden von verschiedenen Gruppen des Frauenvereins in Handarbeit hergestellt: attraktive Adventskränze, weihnachtliche Gestecke und Türdekorationen. Handwerksartikel aus verschiedenen Materialien, eingemachte süsse und

«De Samichlaus zündet d’ Liechter aa»

Besuche und Beisammensein

Hediger Sternäzauber

Jeder Kauf ist eine Spende: Der Erlös des «Sternäzauber» geht dieses Jahr vollumfänglich an den Götschihof, Aeugstertal, für einen Winterausflug der Wohngruppe 5 und an die Stiftung Theodora für den Einsatz der Traumdoktoren im Kinderspital Affoltern.

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saure Delikatessen, selbstgebackene Bauernbrote, Butterzöpfe, Torten, Kuchen, Guetzli etc. werden auch dieses Jahr wieder angeboten. Die Ausstellung ist dieses Mal dem Recycling gewidmet: «Upcycling and more» von Bernie Rudari. Sie stellt aus «Abfallmaterialien» einmalige und ideenreiche Gegenstände her. Erstaunlich! Ab 9 Uhr ist die Kaffeestube offen zum Kaffee oder Apéro, das Mittagessen wird von den Hobbyköchen Hedingen ab 11.30 Uhr serviert. Die Hobby-Köche kochen seit 20 Jahren am Adventsbazar für den Frauenverein Hedingen. Weiter werden auch Hotdogs oder Sandwiches angeboten, und zum Dessert kann man sich mit Kaffee

und Kuchen verwöhnen lassen. Vor dem Schachensaal bietet Brigitta Moser heisse Marroni an (von 10 bis 12 Uhr, und 14 bis 15 Uhr). Natürlich sind auch verschiedene Attraktionen für Kinder geplant: Das Päckli-Fischen wird sicher wieder viele kleine Gäste begeistern. Das FamilienForum Hedingen organisiert das Kerzenziehen für Jung und Alt von 10 bis 16 Uhr beim Werkgebäude. Der Gemeindeverein präsentiert um 13.30 Uhr im Singsaal des Schulhauses Schachen das FigurenTheater Finderill mit Madlen Hatt: «Im Land vo de Elfe» (ab 5 Jahren). Die verschiedenen Gruppen des Frauenvereins arbeiten das ganze Jahr durch auf diesen Anlass hin. Zusätzlich erstellen viele Freiwillige vom 25. bis 28. November weihnachtliche Gestecke aus verschiedenen Tannästen und Sträuchern im Zivilschutzraum beim Werkgebäude Hedingen. Dazu sind alle herzlich eingeladen, die gerne etwas Kreatives zum Bazar beitragen möchten. Wer in seinem Garten immergrüne Sträucher und Bäume schneidet, kann diese Äste im Zivilschutzraum abgeben. Das Organisationskomitee nimmt auch gerne selbstgemachte Esswaren entgegen: ob Brote, Zöpfe, Eingemachtes, Guetzli, Kuchen oder Torten – alle Spenden sind sehr willkommen. (pd.)

Bald ist der Samichlaus wieder da und beschenkt Mädchen und Buben mit Köstlichkeiten. Sein bester Freund, der Schmutzli, unterstützt ihn dabei. Samichlaus und Schmutzli werden am Mittwoch 4., Donnerstag 5., Freitag 6., und dieses Jahr auch am Samstag, 7. Dezember, von Haus zu Haus gehen. Anmeldungen sind bis 22. November möglich unter: www.mettmenstetten.ch/Dorfleen/Vereinsliste. Fragen werden gerne unter Telefon 079 416 43 55 beantwortet. Ausserdem findet am 3. Dezember, um 17 Uhr, in der katholischen Kirche Mettmenstetten der Auszug des Sankt Nikolaus statt. Der Sankt Nikolaus erzählt eine Geschichte, die Kinder dürfen, wenn sie möchten, ein Versli aufsagen und zum Abschluss

Samichlaus und Schmutzli besuchen Mettmenstetten. (Bild zvg.) gibt es feine Sachen zum Knabbern aus dem mitgebrachten Sack von Schmutzli. Ursula Storz, St. Nikolausverein Knonau-Mettmenstetten

Vorfreude aufs Fest

Feierlicher Adventszauber in Bonstetten Am Mittwoch, 27. November, verwandelt sich der Dorfplatz rund um den Dorfbrunnen von 14 bis 20 Uhr in ein stimmungsvoll geschmücktes Weihnachtsdörfli. Der Adventszauber des Frauenvereins Bonstetten ist immer eine gute Wahl, wenn man nach einem reich geschmückten Adventskranz, Türschmuck oder nach einem festlichen Kerzengesteck Ausschau halten möchte. Wer frische und feine Backwaren mit nach Hause nehmen will, findet seinen Weg ganz bestimmt zu den Tischen der Landfrauen. Dort locken die heissbegehrten Weihnachtsguetzli, goldgelbe Butterzöpfe, Backwaren, Eingemachtes und auch die Zwiebelzöpfe sind beliebte Mitbringsel. Wem der Sinn mehr nach etwas aus gedrechseltem Holz, aus Wolle, aus Stoff, einem Schmuckstück, einem handgefertigten Messer oder nach etwas Besonderem fürs liebe Haustier steht, der wird bestimmt bei einem der anderen Handwerks-Stände fündig. Besonders viel Weihnachts-Stimmung verbreitet sich beim Kerzenziehen und bei den Weihnachts-Krippen. Für den kleineren Hunger vorher, nachher oder zwischendurch, ist ein

Blick auf die feinen selbst gebackenen Kuchen und Torten in der Kaffeestube vom Verein 60+ im Gemeindesaal genau richtig. Bei grösserem Hunger sei der Gang zu den herzhaften Angeboten draussen bei den Essenständen empfohlen: Bratwürste, Pommes Frites, Hot Dog, Fondue, Crèpes – dazu einen Süssmost, ein prickelndes Cüpli oder einen wärmenden Glühwein. Für die Kinder wird von 14 bis 17 Uhr im Gemeindehaus ein geführtes Adventsbasteln angeboten, und draussen das Kerzenziehen. Um 15 Uhr ist «Gschichte-Zyt» im reformierten Kirchgemeindesaal. Bestimmt ist für jeden Geschmack etwas mit dabei. Alle Produkte am Adventszauber sind von den Anbietern und Vereinen in Handarbeit selber hergestellt! Und man kann auch noch etwas Gutes tun: Der Erlös aus allen Verkäufen vom Frauenverein wird jedes Jahr für wohltätige Zwecke gespendet; heuer für das tolle Freizeit-Angebot der Säuliämter-Jugendvereine von Pfadi, Cevi und Jubla, und wie immer einen Beitrag an den Frühlingsausflug von 60+ mit den Bonstetter Senioren. (pd.)

Adventszauber, Mittwoch, 27. November, 14 bis 20 Uhr, Dorfplatz Bonstetten.

«Hediger Sternäzauber», 30. November, 9 bis 15 Uhr, Schachensaal Hedingen, mit Kaffeestube. Ab 11.30 Uhr: Mittagessen; Marroni-Stand von 10 bis 12 und 14 bis 15 Uhr. Päckli-Fischen für Kinder ab 9 Uhr. Kerzenziehen von 10 bis 16 Uhr im Werkgebäude. FigurenTheater Finderill mit Madlen Hatt: «Im Land vo de Elfe» um 13.30 Uhr im Singsaal Schachen. Weitere Auskünfte erteilt Ursula Decurtins, Frauenvereins-Präsidentin, gerne

Der Erlös des Sternäzaubers wird vollumfänglich gespendet. (Bild zvg.)

unter Telefon 044 761 70 56. Infos auch auf www.frauenvereinhedingen.ch.

Der Dorfplatz wird zu einem Weihnachtsdörfli. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Freitag, 22. November 2019

agenda

Freitag, 22. November Affoltern am Albis

19.00-21.00: Vernissage Kunstausstellung KA: «Trans–›Formation» Andreas Gerig, Holzobjekte mit Charakter, Wolfram Schulz, Reliefs und Bilder in Mischtechniken. Galerie Märtplatz. Obere Bahnhofstrasse 7. 19.30: Jugendtheater «ohoo!» U16 spielt: «Biedermann und die Brandstifter». Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Aula Ennetgraben. 20.15: Kazalpin auf Abschiedstournee, das Albin Brun Alpin Ensemble mit dem belarussischen Vokaltrio Akana. Eine Veranstaltung von KulturAffoltern. Eintritt frei, Kollekte. Reformierte Kirche.

Bonstetten

20.00: Kino in der Kirche: «Lang lebe Ned Devine», ab 6 Jahren. Eintritt frei. Reformierte Kirche.

Hausen am Albis

17.00-20.00: Adventsausstellung. BlumenStil. Albisstrasse 19.

Mettmenstetten

17.00-20.00: Vernissage: «Natur und Farbenspiel». Bilder in Acryl und Mischtechnik von Erika Affolter, Mühlau, und Uschi Müller, Mettmenstetten. Atelier und Galerie «Kunst im Stall». Untere Bahnhofstrasse 6. 20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbuehne.ch, Kasse und Bistro öffnen eine Stunde vor der Vorstellung. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal.

Samstag, 23. November Affoltern am Albis

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck und anderes. Marktplatz. 16.00: Jugendtheater «ohoo!» U16 spielt: «Biedermann und die Brandstifter». Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Aula Ennetgraben. 20.15: Text und Musik: «Stubete» mit Poesie von Ernst Eggimann mit Schnyder & Schnyder & Schnyder & Schnyder, ein visuell-musikalisches Projekt. Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

08.30-16.30: «Weihnachtliche Weltreise». Weihnachtsausstellung mit Kaffeestube des Frauenvereins Bonstetten. Mobile Bäckerei, «Grittibänze»-Backen und Basteln für Kinder. Gartencenter Guggenbühl Pflanzen AG. Am Lochenweiher 16.

Hausen am Albis

08.00-17.00: Adventsausstellung. BlumenStil. Albisstrasse 19.

Mettmenstetten

10.00-19.00: Jungschar Mettmen-

anzeige

stetten: Kerzenziehen mit Bienenwachs. Mit Teestube und Kuchenbuffet. Alte Sennerei, neben dem ehemaligen Restaurant Sunnetal, Albisstrasse 27. 10.00-16.00: Naturschutzgruppe: Bauen eines eigenen Hummelhotels für den Garten, (eigenen Akkuschrauber inkl. Bits Kreuzkopf Nr. 1 und Nr. 2 mitbringen). Mehr Infos: Martin Schnorf, 079 247 59 24. Schulhausanlage Wygarten (Wygarten II, Holzwerkstatt). 20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbuehne.ch, Kasse und Bistro öffnen eine Stunde vor der Vorstellung. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal.

Sonntag, 24. November Affoltern am Albis

10.00-17.00: 24. Chlausmärt mit Chlauslauf. Der Lauf des LVA findet von 10 bis 12 Uhr statt. Siegerehrung: 12 Uhr. Kulinarische Köstlichkeiten und Stände mit Handwerklichem, Adventsdeko und Informationen. Samichlaus und Schmutzli. Prämierung der schönsten Stände um 14 Uhr vor dem Kasino-Kopfbau. Obere Bahnhofstrasse (Begegnungszone). 10.00-17.00: «klein aber fein». Weihnächtlicher Centralmärt vor dem Restaurant Central, Zürichstrasse 100. 16.00: Jugendtheater «ohoo!» U16 spielt: «Biedermann und die Brandstifter». Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Aula Ennetgraben. 17.00: Barock-Konzert zum Ewigkeitssonntag mit Fagottist Mihaly Fliegauf und Organistin Antonia Nardone. Eintritt frei, Kollekte. Friedhofskapelle.

Bonstetten

10.00-16.00: «Fabelhafte Weihnachten». Weihnachtsausstellung mit vielen Attraktionen. Kaffeestube vom Frauenverein Bonstetten, mobile Bäckerei, Grillstand, Kinderkarussell, Ponyreiten und Gschichte-Egge. Gartencenter Guggenbühl Pflanzen AG. Am Lochenweiher 16.

Kappel am Albis

15.30: Vernissage: «Ohne Worte – das Bild wirkt». Zeichnungen, Bilder und Installationen von Carmen Cabert, musikalisch begleitet von Peter Landis, Saxofon. Kloster Kappel. Kappelerhof 5. 17.15: Musik und Wort in der Klosterkirche: «Tanz vom Tod und Leben», getanztes Konzert mit dem Ensemble «ultraSchall». Lesungen: Pfr. Volker Bleil. Eintritt frei, Kollekte. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Knonau

15.30: Konzert des Musikvereins Maschwanden. Einstimmung mit abwechslungsreichem Programm auf die kühlere Jahreszeit. Eintritt frei/Kollekte. Stampfisaal. 17.00-18.30: Gospelkonzert der Happy Voices. «Sing Joy!» Die Weihnachtsbotschaft mit Groove.

15 Jahre Happy Voices in concert. Reformierte Kirche.

Maschwanden

20.00: Konzert des Musikvereins Maschwanden. Reformierte Kirche.

Mettmenstetten

10.00-18.00: Jungschar Mettmenstetten: Kerzenziehen mit Bienenwachs. Mit Teestube und Kuchenbuffet. Alte Sennerei, neben dem ehemaligen Restaurant Sunnetal, Albisstrasse 27. 17.00: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbuehne.ch, Kasse und Bistro öffnen eine Stunde vor der Vorstellung. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal.

Stallikon

17.00: DinnerKrimi: «Blutiger Laufsteg». Für den Gaumen ein lukullisches Mahl, für das Gemüt ein witziger Kriminalfall. Mehr unter: www.utokulm.ch. Hotel-Restaurant Uto Kulm. Üetliberg.

Montag, 25. November Affoltern am Albis

20.15: Jazz Extra: «Stubenjazz feat. Arkady Shilkloper». Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Dienstag, 26. November Mettmenstetten

20.15: Aemtler Bühne präsentiert: «Hinter den 7 Gleisen». Bühnenfassung von Katja Früh nach dem Filmklassiker von Kurt Früh. Regie: Franca Basoli. Vorverkauf und Infos: www.aemtlerbuehne.ch, Kasse und Bistro öffnen eine Stunde vor der Vorstellung. Gasthaus zum weissen Rössli, Theatersaal.

Stallikon

18.30-19.30: 11. Stalliker Wintersport-, Kraft- und Konditionstraining zur Unfallprävention auf der Ski- oder Snowboardpiste. Ignaz Geissmann und Marcel Kaister vom MTV Stallikon laden zum Mitmachen ein. Unkostenbeitrag pro Stunde: 5 Franken. Schulhausanlage Loomatt (Turnhalle).

Mittwoch, 27. November Affoltern am Albis

18.00: Referat der Kantonsund Stadtpolizei für die gesamte Bevölkerung zum Thema «Enkeltrickbetrug und Verhalten im Strassenverkehr». Kasinosaal. Marktplatz 1. anzeige

19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit einfachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

Bonstetten

14.00-20.00: AdventszauberWeihnachtsmarkt und Bazar in Bonstetten mit Kaffeestube. Frauenverein, Landfrauen und viele Anbieter. Dorfplatz.

Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ausstellungen Aeugst am Albis

14.00: Seniorennachmittag. Vortrag «Das Glücksbuffet» - Glück müssen wir immer haben. Mehrzweckgebäude Brunnmatt.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Der Moment ist nichts als Erinnerung». Tanja Weber zeigt neueste Kleinobjekte zur Auseinandersetzung mit der Zeit, dem Wandel, den Prägungen des Lebens. Mo, 8-11.30/ 16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 19. Dezember.

Wettswil

Aeugstertal

Kappel am Albis

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Obfelden

10.00-21.30: Buchstarttreff bis 10.30 Uhr: Verse und Reime für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Ab 14.30 Uhr bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung, ab 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel, Buchbesprechung «Balaton Brigade» von György Dalos. Bibliothek. Dettenbühlstrasse 1.

Donnerstag, 28. November Affoltern am Albis

10.00-11.00: Offenes Singen mit Elisabeth Studer. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich dazu eingeladen. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 11.15: Ortsvertretung Pro Senectute: Mittagstisch, Fr. 17.- An/Abmeldung: Brigitte Sandhofer, 044 761 48 00. Restaurant Rosengarten. 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung für aktive, ältere Personen auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 20.15: Jazz-Extra: «Grassroot», eine Work-in-Progress-Serie der Musikhochschulen Luzern HSLU und Zürich ZHdK. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

08.15: Mittelschwere Wanderung, gemächliche Gruppe: Zürich Rehalp-Rumensee-Feldmeilen. Wanderzeit ca. 3 Std. Anmeldung und Auskunft: Ursula Schärer, 044 700 24 91. Treffpunkt Bahnhof.

Hausen am Albis

20.30: In Concert: «SoulContract» Acoustic Soul-Pop. Barbetrieb ab 20.00 Uhr. Mülibar. Gemeinschaftsraum Mülimatt. Rifferswilerstrasse.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.

Affoltern am Albis

Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Trans-›Formation». Andreas Gerig, Holzobjekte mit Charakter, Wolfram Schulz, Reliefs und Bilder in Mischtechniken. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 11-14 Uhr. Bis 8. Dezember.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Ohne Worte – das Bild wirkt». Zeichnungen, Bilder und Installationen von Carmen Cabert. Die Künstlerin ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr anwesend. Öffentlich zugängliche Räume (Klostercafé, Klosterkeller, Gänge). Bis 6. Januar.

Mettmenstetten

Atelier und Galerie «Kunst im Stall», Untere Bahnhofstrasse 6: «Natur und Farbenspiel». Bilder in Acryl und Mischtechnik von Erika Affolter, Mühlau, und Uschi Müller, Mettmenstetten. Mi, 9-12, Do, 9-12 und 14-18, jeden ersten Sa im Monat, 14-17 Uhr. Bis 21. Dezember.

Stallikon

Kunstforum Stallikon, Schulhaus Loomatt: «Farben im Fluss». Bilder in verschiedenen Techniken von Ruth Moser, Stallikon. Mo, Mi, Do, Fr, 15-19, Di 15-20, Sa, 10-12 Uhr. Bis 30. Januar.


Veranstaltungen

Bach en miniature in der Kirche Obfelden

Freitag, 22. November 2019

«Wann ich ‹Mein Name ist Eugen› zuletzt gesehen habe?»

Weihnachtlich geprägtes Kleinkonzert

Kultur Obfelden veranstaltet morgen Samstag einen Filmabend

Das nächste Concerto Piccolo findet am 29. November statt.

Janic Halioua spielte als 15-Jähriger im Filmklassiker den Wrigley. Als 29-Jähriger blickt er zurück – auf ein Erlebnis, das sein Leben prägte.

Am kommenden «Concerto Piccolo» erklingt eine ganze Bach-Kantate in Kleinstbesetzung: Die Kantate «Süsser Trost, mein Jesus kömmt» von Johann Sebastian Bach (1685–1750) wird von Rei Tasaki (Sopran), Sabine Geiger (Mezzosopran), Mirjam Kühni (Flöte) und Satoko Kato (Klavier) gesungen und gespielt. Diese sehr kammermusikalisch anmutende Kantate eignet sich besonders gut für eine kleine Formation und passt hervorragend in die Advents- und Weihnachtszeit, wurde sie doch ursprünglich für den dritten Weihnachtstag geschrieben. Davor führen das Duett «Nun komm der Heiden Heiland» von J.S. Bach, Auszüge aus dem Gloria und dem Magnificat von Antonio Vivaldi und altbekannte Advents- und Weih-

nachtslieder thematisch auf Weihnachten hin. Rei Tasaki und Sabine Geiger musizieren schon seit einigen Jahren gemeinsam, mehrheitlich als Solistinnen des Vokalensembles i cantanti aus Küssnacht am Rigi. Für dieses «Concerto Piccolo» werden sie von Mirjam Kühni und Satoko Kato mit Flöte und Klavier begleitet. Das Konzert am Freitag, 29. November, beginnt um 19 Uhr und dauert wie gewohnt eine halbe Stunde. Die «Concerti Piccoli» stehen unter dem Patronat der Reformierten Kirche Obfelden. «Musik soll Freude sein.» Mit dem Besuch unterstützen Konzertbesuchende dieses Motto. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (mvo) «Concerto Piccolo» no. 6 mit einer Bach-Kantate in Kleinstbesetzung in der Kirche Obfelden, Freitag, 29. November, Beginn 19 Uhr, Dauer bis zirka 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte.

In «Mein Name ist Eugen» spielte Janic Halioua den Franz Stalder, den alle «Wrigley» nennen. Das war 2005 und er für kurze Zeit ein Kinderstar? Janic Halioua schüttelt den Kopf. Im Filmgeschäft ist er trotzdem gelandet – als Regisseur und Kameramann. Janic Halioua, wann wurden Sie zuletzt auf «Mein Name ist Eugen» angesprochen? Erst kürzlich, an einem Filmset von einer Produzentin. Wir wussten, dass wir uns von irgendwoher kennen, konnten es aber nicht einordnen. Dann zeigte sich, dass sie bereits beim «Eugen» auf dem Set war, wir uns also schon seit 16 Jahren kennen. Und wie ist es mit Kindern? Wie oft bekommen Sie zu hören: «Ist das nicht…?» Selten bis gar nicht. Kinder, die heute 12 Jahre sind, waren damals, als der «Eugen» seine Premiere feierte, noch gar nicht auf der Welt. Zudem würden sie sich vermutlich auch gar nicht getrauen, mich anzusprechen, auch wenn ich nicht beisse. Nein, es ist schon mehr meine Generation, die mich aktiv anspricht. Die ist mit dem Film ja auch aufgewachsen. Gibt es auch Situationen, wo es nervt, auf ewig der Wrigley zu sein? Nein, eigentlich nicht.

Die Musikerinnen Mirjam Kühni, Rei Tasaki, Sabine Geiger und Satoko Kato lassen eine Bach-Kantate erklingen. (Bild zvg.)

Es grüssen Dr. Ruth, Udo Jürgens und Arthur Ein beeindruckendes Porträt der bekannten amerikanischen Sexologin Dr. Ruth, ein Feelgood-Musical-Film mit Melodien von Udo Jürgens und ein Psychothriller sind am nächsten Donnerstag und Freitag im Kino Mansarde in Muri zu sehen. Ruhestand gebe es für sie nicht, sagt Ruth Westheimer alias Dr. Ruth einmal im Film. Nach den rund 100 Minuten mit der lebensklugen, quirligen, kleinen Frau kann man sich das auch fast nicht vorstellen. Bekannt wurde sie in den 80er-Jahren als Dr. Ruth mit der Sendung «Sexually Speaking», zuerst im amerikanischen Radio, danach auch im Fernsehen. Mit Archivmaterial, aktuellen Interviews aus Westheimers Umfeld und ihren eigenen Erzählungen, stellt Regisseur Ryan White ein umfassendes Porträt der heute 91-Jährigen zusammen und lässt das Publikum an ihrem bewegenden Leben teilhaben.

«Ich war noch niemals in New York» Das Musical «Ich war noch niemals in New York» begeisterte mehrere Millionen Fans. Philipp Stölzl hat daraus einen Musical-Film für die Grossleinwand gemacht. Die Mutter der selbstbewussten Moderatorin Lisa Wartberg stösst sich aufgrund einer Unachtsamkeit in der Küche den Kopf und verliert ihr Gedächtnis. Im Krankenhaus kann sie sich nur an etwas erinnern: Sie war noch nie in New York. Es gelingt der rüstigen, älteren Frau, sich als blinder Passagier an Bord eines Luxusschiffes zu schmuggeln, wo sie von ihrer Tochter in dem Moment gefunden wird, als das Schiff ablegt.

«Joker» - der heimtückische Clown Der Film von Regisseur Todd Phillips spielt Anfang der 1980er-Jahre in der Grossstadt Gotham City. Der psychisch instabile Arthur Fleck hält sich als Werbeclown über Wasser. Immer wieder bekommt er auf den Strassen am eigenen Leib die Rücksichtslosigkeit seiner Mitmenschen zu spüren. Als er in der U-Bahn von einigen Wall-StreetGestalten drangsaliert wird, drückt er ab. Die Tat befeuert nicht nur Proteste in der Bevölkerung gegen das Establishment, sie lässt Arthur endgültig in eine Abwärtsspirale stürzen. Die Momente, in denen der ausgemergelte Protagonist mit seinem zwanghaften Lachen ringt, sind von quälender Intensität – gespielt von Joaquin Phoenix in Bestform. (pd.)

Und umgekehrt? Was waren für Sie die besonderen «Wrigley»-Momente? Da mein Nachname speziell ist, konnte man damals meine Adresse ziemlich einfach ausfindig machen. So kams immer mal wieder vor, dass ich mit speziellen Geschenken oder Ähnlichem überrascht wurde, oder, dass jemand mit einer Flasche Wein vorbeikam. War zum Teil ziemlich schräg aber meistens eigentlich ganz witzig. Der Wein galt wohl eher dem jungen Erwachsenen. Wie war es als 15-Jähriger, als der Film in die Kinos kam? Waren Sie

Ein Clown, dem nicht zum Lachen zumute ist: «Joker». (Bild zvg.)

«Mein Name ist Eugen» und «Wolkenbruch» – zwei Filme, vier Dinge haben sie gemeinsam: Beide zählen sie zu den erfolgreichsten Schweizer Produktionen. Bei beiden führte Michael Steiner Regie. Bei beiden stand ein Erfolgsbuch Pate. Beim «Eugen» Klaus Schädelins Kinderbuchklassiker. Beim «Wolkenbruch» Thomas Meyers Bestseller. Und beide laden am Samstag zu einem Wiedersehen – im Singsaal Chilefeld.

da etwas wie der Star in der Klasse, im Quartier …? Nein. Ich komme aus einem kleinen Dorf, wo man sich sowieso kennt. Vielleicht hatten gewisse Leute damals den Eindruck, ich sähe mich als «Star». Das war aber definitiv nicht der Fall, im Gegenteil: Der Rummel war mir eher unangenehm. Und ich war ja auch noch der Gleiche wie vor dem Film, da hatte sich nichts geändert. Einen gewissen Einfluss scheint der «Eugen» doch auf Sie gehabt zu haben. Sie arbeiten heute als Kameramann und Regisseur. Welcher Anteil hat der Film daran? «Mein Name ist Eugen» war für mich eines der prägendsten Erlebnisse und hat in mir die Leidenschaft für den Film geweckt, die ich noch heute spüre und jeden Tag intensiv lebe. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Ausserdem bin ich unglaublich froh, dass ich bereits so früh wusste, in welche Richtung ich mich beruflich bewegen möchte. Ich hatte bis heute nie Zweifel daran. Der Film ist mittlerweile 14 Jahre alt und funktioniert noch immer gut. Ihre Erklärung? Einerseits ist der Film handwerklich unglaublich gut gemacht: Grossar-

tige Regie, die Kamera, Cast, Ausstattung und, und, und …, da haben sehr viele ihr Herzblut investiert, und ich glaube, das sieht man sofort. Und als Familienfilm mit einer solch bekannten Buchvorlage funktioniert das Konzept meiner Meinung nach sowieso zeitlos. Sie selber, schauen Sie sich den Film auch noch an? Klar. Wann ich ihn aber zuletzt gesehen habe? Das ist schon eine Weile her. Zwei, drei Jahre vielleicht? Was sehen Sie, wenn Sie den Film sehen? Sich, Wrigley? Ein «normaler» Film ist es für mich jedenfalls nicht. Es sind einfach zu viele Erinnerungen damit verknüpft. Das ist ganz schwierig zu erklären. Am Anfang war das unglaublich seltsam. Irgendwann gewinnt man aber Abstand und lernt zu abstrahieren. Schliesslich handelt es sich ja auch um eine Figur und nicht um einen persönlich. (pd.) Janic Halioua ist 29 und in Langnau am Albis geboren. Nach «Mein Name ist Eugen» spielte er in Nebenrollen in «Grounding – die letzten Tage der Swissair» und im Oscar-nominierten «Auf der Strecke». Seit einigen Jahren arbeitet er als Regisseur und Kameramann.

Das Programm. 15 Uhr: «Mein Name ist Eugen», sprich die Abenteuer von drei Berner Laus- und einem Milchbub, die aus dem Pfadilager ausreissen, um in Zürich den König der Lausbuben zu finden. Ein herrlicher Jugendfilm für Klein bis Gross. 102 Minuten, Dialekt gesprochen. 19 Uhr: «Wolkenbruch», sprich die Reise des jungen orthodoxen Juden Motti in die Arme einer Schickse, einer Nichtjüdin, in die er sich zum

Entsetzen seiner Mutter verliebt. Ein amüsanter, herzerwärmender Einblick in die Welt der jüdischen Gemeinde in Zürich. 93 Minuten, Hochdeutsch gesprochen. Und dazwischen gibts kulinarische Köstlichkeiten von Grill und Cupcake-Stand. (pd.) Samstag, 23. November; Singsaal Chilefeld. Tickets: 15 Franken pro Film für Erwachsene, 7.50 für Kinder und Jugendliche bis 16. Reservieren ist nicht notwendig. www.kulturobfelden.ch.

Ländlerweihnacht in Benzenschwil Am Samstag, 30. November, findet in der Mehrzweckhalle Benzenschwil Freiamt die Ländlerweihnacht statt. Türöffnung ist ab 19 Uhr.

ber, 18 Uhr. «Joker», Freitag, 29. November, 20.30

Marlies Konrad begrüsst an der Ländlerweihnacht in Benzenschwil.

Uhr. Kino Mansarde Muri, Seetalstrasse 6, 5630 Muri.

(Bild zvg.)

28. November, 20.30 Uhr und Freitag, 29. Novem-

Janic Halioua als Franz Stalder (3.v.l.), den im Film alle «Wrigley» nennen. (Bild zvg.)

Obfelden macht den Singsaal am Samstag zum Dorfkino

«Ask Dr. Ruth», Donnerstag, 28. November, 18 Uhr. «Ich war noch niemals in New York», Donnerstag,

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Die Gäste werden in einem weihnachtlich geschmückten Saal empfangen und haben die Möglichkeit, gemeinsam ein Nachtessen zu geniessen. Das Programm beginnt um 20 Uhr mit bester Ländlermusik. «Das Echo vom Paradiesli» – das sind vier jugendliche Geschwister aus dem Ybrig, die schon in jungem Alter einiges erreicht haben und grossen Musikvorbildern nacheifern. «D’ Freiämter» sind – wie der Name schon sagt – vom Freiamt aus Oberrüti, wo Vater Hansjörg Birrer mit

seinen zwei Söhnen verschiedenen Instrumenten wunderbare Töne entlockt. Und «D’Aentlibuecher Stubehöckeler» kommen natürlich aus dem Entlebuch. Sie sind zu diesem Namen gekommen weil sie immer Sonntags in der Stube sassen, musizierten und dabei einen Entlebucher Kaffee tranken. Diese drei Formationen sorgen für abwechslungsweise Unterhaltung, und auch Tanzfreudige werden an diesem Abend auf ihre Kosten kommen. Wer einen unterhaltsamen Abend geniessen und sich auf die Adventszeit einstimmen will, ist an der Ländlerweihnacht richtig. (pd.) www.laendlerweihnacht-benzenschwil.ch. Fragen und Reservierungen auf 079 320 12 31 (ab 19 Uhr).


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Veranstaltungen

Freitag, 22. November 2019

Die Balance finden Buchpremiere von Sereina Heim in Affoltern Die in Affoltern wohlbekannte Familientherapeutin und Autorin Sereina Heim stellt am Freitag, 29. November, in der Buchhandlung Scheidegger ihr neues Buch «Familienbalance. 7 Wege zu einer harmonischen und starken Eltern-KindBeziehung.» vor. Die Familie ist für viele Menschen der Mittelpunkt ihres Lebens. Es gibt aber auch in keinem anderen Lebensbereich so viele Herausforderungen zu meistern wie im Familienalltag. Die zentrale Frage, die sich die meisten Eltern stellen ist: Was können wir machen, damit es allen gut geht? Das Wohlbefinden des Einzelnen und der Gemeinschaft ist das Ziel, welches jede Familie für sich erreichen möchte. Es ist gewissermassen das «Sein oder nicht sein» der Familie. Aber wie realistisch ist dieses Ziel? Können Eltern das gemeinsame Leben und den Alltag tatsächlich so gestalten, dass sich alle wohlfühlen? Sereina Heim sagt: «Das ist möglich! Vielleicht nicht in jedem einzelnen Moment, aber über das grosse Ganze gesehen schon.» In ihrem neuen Elternratgeber erzählt sie einfühlsam aus ihrem Praxisalltag und gibt Eltern sieben energetische Grundsätze an die Hand, mithilfe deren das Familienleben harmonisch gestaltet werden kann. Sereina Heim ist Expertin für die Kombination von Familie und Spiritualität. Nach ihrem ersten Buch «Seelenkinder und wie sie in ihrer Familie wirken», in dem sie die Bedeutung von Kindern, die bei einer Fehlgeburt oder

Abtreibung verstorben sind, verdeutlicht, vermittelt sie nun ihr gesammeltes Wissen über versteckte Dynamiken in Familien. Dabei bedient sie sich einer pointierten Sprache, ihre Ausführungen sind lebenspraktisch und leicht verständlich. Das Buch ist als Übersichtswerk gestaltet und beschreibt Themen wie Paarbeziehung, Elternrolle oder Geschwisterstreit aus einem ganzheitlichen Blickwinkel und geht zusätzlich auf die Herausforderungen von Patchworkfamilien ein. Einfache Übungen, mit denen Familien ohne professionelle Hilfe in einen neuen Umgang miteinander finden, ermöglichen eine neue Harmonie des Miteinanders. Sereina Heim hat an der Universität Zürich Erziehungswissenschaften

studiert und ist seit vielen Jahren in eigener Praxis tätig. Sie entwickelte ihre eigene Familientherapieform «Familienbalance», in der sie energetische Körperarbeit mit Lebens- und Erziehungsberatung kombiniert. Die Autorin hat viele Jahre in Affoltern gelebt und gearbeitet. Ihr Lebensmittelpunkt hat sich inzwischen nach Luzern verschoben und doch bleibt Affoltern eine wichtige Station in ihrem Leben und ist damit der perfekte Ort, um das neue Buch zu feiern. Im Anschluss an die Lesung offeriert die Buchhandlung einen gemütlichen Apéro, der zum Verweilen einlädt. (pd.) Buchpremiere: Freitag, 29. November, 19.30 Uhr. Vorverkauf: Bücher Scheidegger, info@scheideggerbuecher.ch, Telefon 044 762 42 42.

Die Sängerinnen und Sänger des Gospelchors «Happy Voices» zelebrieren anlässlich ihres diesjährigen Konzerts ihr 15-Jahre-Jubiläum. (Bild zvg.)

«Sing Joy!» «Happy Voices» machen Halt im Säuliamt Die Weihnachtskonzertreihe der «Happy Voices» steht dieses Jahr ganz im Zeichen des 15-Jahre-Jubiläums. Auch in Knonau und Mettmenstetten finden je eine Aufführung statt.

Sereina Heim hat an der Universität Zürich Erziehungswissenschaften studiert und ist seit vielen Jahren in eigener Praxis tätig. (Bild zvg.)

Klangvoller Hörgenuss unter neuer Leitung

Der Gospelchor Happy Voices aus Bremgarten tritt mit seinem Weihnachtsprogramm zwei Mal im Bezirk Affoltern auf – in Bonstetten und Knonau. Mit einem mitreissenden Programm präsentieren die über 30 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung der Dirigentin Bea Buob die frohe Weihnachtsbotschaft und versetzen das Publikum in weihnachtliche Stimmung. Die Konzerte werden professionell begleitet von unseren langjährigen Musikern: dem Pianisten Erich Eder, Markus Seiler am Bass und

Tobias am Schlagzeug. Die Chorleiterin hat mit der Musikwahl und ihrem Stil Sänger und Sängerinnen sowie die Solistinnen und Solisten aus den eigenen Reihen auf ein hohes Niveau und zum Bekanntheitsgrad über Bremgartens Grenzen hinaus geführt! (pd.) Konzertdaten: Samstag, 23. November, 19 Uhr, reformierte Kirche Widen; Sonntag, 24. November, 17 Uhr, reformierte Kirche Knonau; Sonntag, 30. November, 19 Uhr; reformierte Kirche Bonstetten; Samstag, 8. Dezember, 10 Uhr (Begleitung der Märtchile in der reformierten Kirche in Bremgarten); Samstag, 14. Dezember, 19 Uhr, ebenfalls in der reformierten Kirche in Bremgarten. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte dient zur Deckung der Unkosten. Türöffnung ist 30 Minuten vor Konzertbeginn.

Dreimal Jazz – dreimal äusserst raffiniert präsentiert

Der MV Mettmenstetten lädt zum Konzert

Die nächsten sechs Tage im Kellertheater LaMarotte Affoltern

Am 1. Dezember führt der Musikverein Mettmenstetten sein neues Programm auf. Um 15 Uhr in der reformierten Kirche Knonau, und um 19.30 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten.

Multimedia – «Stubete» mit Poesie von Ernst Eggimann

Die Vorbereitungen für die diesjährigen Kirchenkonzerte des Musikvereins Mettmenstetten laufen auf Hochtouren. Nach einem fulminanten Start des neuen Dirigenten Tobias Loew wird seit dem Frühherbst fleissig und motiviert geprobt und ein vielfältiges Programm mit winterlichen und weihnächtlichen Stücken aus aller Welt und aus verschiedenen Musiksparten einstudiert. Tobias Loew bezeichnet sich selber als «Musiker aus Leidenschaft» und spielt seit seinem vierten Lebensjahr Trompete. Nebst seinem Engagement für den Musikverein Mettmenstetten ist er als Dirigent des Musikvereins Harmonie Eintracht Küsnacht tätig.

Als Musikschulleiter der Musikschule Dallenwil und Lehrer für Trompete an der Musikschule Bülach und an der Jugendmusik Affoltern fördert er junge Talente. Tobias Loew spielt in verschiedenen Kammermusikformationen und Ensembles mit und bestreitet solistische Auftritte mit Orgel, Klavier und Streichorchester. Das Konzertprogramm des Musikvereins Mettmenstetten unter der neuen Leitung verspricht ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Konzert, das für jeden Geschmack etwas bereithält, vom mystischen Konzertmarsch Orion bis zum fröhlichen Jingle Bell Rock. Als besonderes Highlight wird die Geschichte vom Schellenursli nicht nur musikalisch vorgetragen, sondern auch live erzählt. Ursula Wirth Sonntag, 1. Dezember, 15 Uhr, reformierte Kirche Knonau und gleichentags, 19.30 Uhr, reformierte Kirche Mettmenstetten. Eintritt frei, Kollekte.

Ernst Eggimann war ein Schweizer Schriftsteller und Lehrer. In den frühen 1970er-Jahren. Er erregte über das Emmental hinaus Aufsehen mit seiner spielerischen, rhythmischen Lyrik. Viele Spoken-Word-Poeten bezeichnen Eggimann als Urvater ihrer Kunst. Mit dem Projekt «schnyder & schnyder & schnyder & schnyder spielen Eggimann» bringt Willy Schnyder (Piano, Gesang, Komposition) mit den übrigen, nicht verwandten Schnyders – Géraldine (Gesang), Patrick (Saxofon, Gesang), Emanuel (Bass) – seine Eggimann-Vertonungen auf die Bühne. Texte zum «Losen» und nicht zum «Lesen» also. Der Illustrator Daniel Misteli erschafft dazu eine Bühnensituation. Durch das Verbinden von Wort, Musik und Bildern erlebt das Publikum eine künstlerisch reizvolle, moderne «Stubete».

Detailliertes Programm auf www.mettmenstetten.ch. Samstag, 23. November, Bar und Abendkasse ab 19.15, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken, mit KulturLegi 20 Franken.

Crossover – «Stubenjazz» Feat. Arkady Shilkloper

Seit dem Frühherbst wird unter der Leitung des neuen Dirigenten Tobias Loew fleissig geprobt. (Bild zvg.)

«Stubenjazz» mit Musikern um den deutschen Jazztrompeter Michael T. Otto (Kuhlohorn) verbindet traditionelles deutsches Liedgut mit Jazzklängen des 21. Jahrhunderts. Alten Melodien und Texten wird neues, zeitgenössisches Leben eingehaucht. Instrumentales Können, eine variable Dynamik und die aussergewöhnlich schöpferische Spiellust der Band lassen ver-

Die vier «Stubenjazzer» um den deutschen Trompeter Michael T. Otto. (Bild zvg.) gessene Lieder neu erblühen. Arkady Shilkloper am French Horn, Flügelund Alphorn gilt als einer der ungewöhnlichsten russischen Musiker. Arkady spielte von 1978 bis 1985 im Orchester des Bolshoi Theaters, 1985 bis 1989 im Orchester der Moskauer Philharmonie. Shilkloper hat zeitgenössische Instrumentaltechniken wie das Overdubbing auf das Waldhorn und später auch auf das Alphorn übertragen. Seine Kontrolle des Alphorns und die Kreativität als Bläser haben nach Leonard Feather einen neuen Standard gesetzt. Andi Schnoz an der Gitarre und Heiner Merk am Kontrabass komplettieren die Formation.

Jazz am Donnerstag: «Grassroot» mit Musikhochschul-Studierenden Während dreier Monate intensiver Proben erarbeiteten die Studierenden Luca Koch (Gesang), Niki Jaeger (Trompete), Marina Iten (Saxofon), Niklaus Münger (Klavier), Elias Kirchgraber (E-Bass) und Oliver Borel (Schlagzeug) unter der Leitung der Dozenten JeanPaul Brodbeck, Piano, und Dominique Girod, Bass, eine gemeinsame musikalische Bandsprache. Neue improvisatorische Kontexte werden im Spannungsfeld mit der Komposition ausgelotet. Zu hören sind Standards und Eigenkompositionen. (pz) Donnerstag, 28. November, Bar ab 18.30, Musik ab

Montag, 25. November, Bar und Abendkasse ab

20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Nachtessen: Fr, 18.-

19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40/30 Franken,

Platzreservierungen Telefon 044 760 52 62 oder

mit KulturLegi 20 Franken.

www.lamarotte.ch.


Vermischtes

Ein clowneskes Spektakel

Freitag, 22. November 2019

Festliches Weihnachtskonzert mit Sibylle und Isabel Tschopp

Am Freitag, 29. November, in Hausen

Am 1. Dezember in der Reformierten Kirche Obfelden

Das letzte Stück von Kultur im Dorf im laufenden Jahr trägt den bezeichnenden Titel «HaHaHa». Das Clown-Duo «Okidok», bestehend aus Xavier Bouvier und Benoît Devos, wird mit seiner Show garantiert für Heiterkeit sorgen.

Zur feierlichen Einstimmung auf die Adventszeit laden Sibylle und Isabel Tschopp am 1. Dezember um 17 Uhr zum traditionellen Weihnachtskonzert in die reformierte Kirche Obfelden ein – der Reinerlös geht als direkte Hilfe nach Armenien.

«Ha Ha Ha», viel gibt es bei einem Stück mit diesem Titel wohl nicht zu schreiben. Ausser, da stehen zwei überbordend fantasievolle Künstler – Xavier Bouvier und Benoît Devos – auf der Bühne, in originellen Kostümen und spielen mit nur zu gut bekannten Alltäglichkeiten und Missgeschicken, mit Unerwartetem, mit Poetischem. Es ist eine Aufeinanderfolge von witzigen Skizzen. Manchmal skizzieren sie raffiniert, mal tollpatschig, mal akrobatisch, manchmal auch sanft und leise wie eine Schneeflocke. Aber eines ist sicher: Sie tun es für ein Publikum von Jung bis Alt! Die beiden witzigen Gestalten in ihren kuriosen Kostümen erinnern zuweilen an Oststaaten-Clowns. Aber diese Anspielung auf Tradition ist bei «Okidok» mit ausgeprägter Fantasie verbunden, mit einem wie angeboren wirkenden Sinn für Humor kombiniert und mit herausragendem akrobatischem Können gepaart. Das zusammen ergibt eine skurrile Show rund um das mysteriöse Universum dieses clownesken Duos. Die beiden bewegen sich an der Grenze zum Comic, ganz nach dem Motto von Tex Avery, einem amerikanischen

Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann ist dieses Konzert der grossartigen Musik von vier Komponistinnen gewidmet, die stark und mutig ihren Weg gingen. Während Jahrhunderten stiessen talentierte Frauen, die ausserhalb von Haus und Familie ihre musikalische Bestimmung suchten, auf Widerstand. Erst in neuerer Zeit wird Komponistinnen die verdiente Anerkennung zuteil. Die meisterhaften Kompositionen von Clara Schumann, Rebecca Clarke, Margarethe Danzi und Grazyna Bacewicz werden umrahmt von zwei wunderschönen Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann. Clara Schumann, als grosse Pianistin, Komponistin und Förderin ihres Mannes Robert Schumann verehrt, schrieb die «Drei Romanzen» als eines ihrer letzten Werke – es ist die tiefempfundene Musik einer starken Frau, die trotz vieler Hindernisse eine Familie mit sieben Kindern und ihre Karriere gleichzeitig managte und durch Konzertreisen über Wasser hielt. Grazyna Bacewicz etablierte sich in einer patriarchalischen Musikwelt als eine der bedeutendsten polnischen Komponistinnen, als brillante Geigerin und Pianistin. Margarethe Danzi – von Mozarts Vater Leopold ausgebildet – war eine gefeierte Sängerin und profilierte Komponistin, erhielt die Anerkennung für ihr Œuvre jedoch erst posthum. Rebecca Clarke zählt zu den wichtigsten britischen Komponistinnen und konzertierte weltweit als erfolgreiche Bratschistin. Auch in diesem Jahr geht der Reinerlös aus dem

Traditionelle Clownkunst mit Fantasie und umwerfender Komik. (Bild zvg.) Trickfilmregisseur: «In einem Cartoon ist alles möglich». Wie gesagt: Der Titel ist Programm, ein clowneskes Spektakel, reduziert auf das Wesentliche, mit originellen Kostümen und umwerfender Komik. Ein Spektakel an dem Erwachsene ihre Freude haben werden, genauso wie auch Kinder und Jugendliche. (san) Freitag, 29. November, 20.15 Uhr Gemeindesaal Weid. Kasse und Kulturbar ab 19.30 Uhr. Weitere Infos auf www.okidok.be.

Ein Krimi-Festival zum Jubiläum Kinofoyer Lux feiert am Wochenende vom 29. und 30. November sein 30-Jahre-Jubiläum. Es wartet ein gehaltvolles Programm. In das Jubiläumsprogramm startet das Kinofoyer Lux am Freitag, 29. November, mit der leicht verdaulichen Kriminalkomödie «The Old Man an the Gun». Am Samstag, 30. November, geht es weiter mit einer konzertanten Lesung des Glauser Quintetts. In der Pause erwartet die Gäste ein feiner Imbiss. Frisch gestärkt können sie anschliessend ihren kriminalistischen Spürsinn unter Beweis stellen und ein Krimirätsel lösen. Abgerundet wird das Programm mit der Glauser-Verfilmung «Studers erster Fall».

«The Old Man and the Gun» Robert Redford brilliert in seiner voraussichtlich letzten Kinorolle mit unverwechselbarem Charme. Der Film erzählt die unglaubliche und wahre Geschichte des 70-jährigen Gentlemans Forrest Tucker. Trotz seines hohen Alters wird er nicht müde, eine Bank nach der nächsten auszurauben. Insgesamt sass er schon 17-mal im Gefängnis, doch jedes Mal gelang ihm die Flucht.

Glauser Quintett «Knarrende Schuhe» In einer Trioformation (Daniel R. Schneider, Markus Keller und Martin Schumacher) bringt das Glauser Quintett eine Wachtmeister-StuderGeschichte auf die Bühne. In dieser eigenwilligen und überzeugenden Umsetzung von «knarrende Schuhe» entwickelt sich Glausers Erzählung weg vom Krimi, hin zu einem Charakterbild des Wachtmeisters. Musik umfliesst den verdichteten Text und sorgt so für viel Atmosphäre zwischen den Zeilen.

«Studers erster Fall» Dies ist der erste Langspielfilm der mittlerweile bekannten Regisseurin Sabine Boss. Voller Freude und guter Vorsätze beginnt die Kriminalbeamtin Claudia Studer (Judith Hofmann) ihre neue Stelle in der Mordkommission. Dort trifft sie jedoch auf einen muffligen und desillusionierten Vorgesetzten (Roland Koch), der nicht viel von Anfängern zu halten scheint, insbesondere nicht von weiblichen Kommissaren. Aus einem harmlosen Fall entwickelt sich ein kompliziertes Verwirrspiel rund um die psychiatrische Klinik Sommerfeld. (pd.) Freitag, 29. November, 20.15 Uhr: «The Old Man and the Gun»; Samstag, 30. November, 17 Uhr: «Glauser Quintett»; Samstag, 30. November, 20 Uhr: «Studers erster Fall». Kasse/Bar geöffnet:

Eintritte: Freitag 14 Franken, Samstag 35 Franken, Freitag

Claudia Studer ermittelt weiter. Allen Widerständen zum Trotz. (Bild zvg.)

und Samstag: 40 Franken. Jugendliche bis 20 Jahre zum halben Preis.

Isabel und Sibylle Tschopp laden zum festlichen Weihnachtskonzert. (Bild zvg.) Konzert als Direkthilfe an Menschen in Armenien, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und andere Schicksale in Not sind. Als erster christlicher Staat der Welt erlebt das Hochgebirgsland seit Jahrhunderten eine bewegte Geschichte. Nach dem friedlichen Regierungswechsel von 2018 schöpft das von Korruption und sozialer Ungerechtigkeit geprägte Land wieder Zuversicht. Dennoch leben vor allem Familien, kranke und ältere Menschen nach wie vor in schwierigen Verhältnissen. Das festliche Weihnachtskonzert ist seit 19 Jahren ein fester Bestandteil des Obfelder Kulturlebens. In seinen bewegenden Interpretationen grosser Meisterwerke und neu entdeckter Schätze der Musik begeistert das Duo Sibylle und Isabel Tschopp durch fein differenziertes Zusammenspiel. Als Duo oder solistisch traten die Schwestern in vielen Ländern Europas, Amerikas, in Südafrika und Nahost auf und haben mehrere CDs eingespielt. Die Geigerin Sibylle Tschopp ist in bedeutenden Sälen von 25 Ländern aufgetreten. Sie erlangte ihre Diplome

mit Auszeichnung und gewann internationale und nationale Preise. Ihre Studien absolvierte sie bei Aïda Stucki Piraccini, Franco Gulli (Indiana University Bloomington USA), Herbert Scherz, Rudolf Baumgartner und Yehudi Menuhin. Sie ist Violindozentin der Musikhochschule Kalaidos, lehrt an der Musikschule Knonauer Amt, leitet Meisterkurse und wirkt als Expertin. Die Pianistin Isabel Tschopp ist vielseitig tätig als Kammermusikerin, Klavierpädagogin, Korrepetitorin, Leiterin von Interpretationskursen und Jurorin. Sie unterrichtet an der Kantonsschule Wettingen und an der Musikschule Knonauer Amt. Durch ihr stilsicheres, einfühlsames Spiel ist sie eine gefragte Klavierpartnerin. Sie studierte bei Eva Serman, Hans Schicker, Nora Doallo, Enrica Cavallo (Indiana University Bloomington USA) und Alexander Malter. (pd.) Sonntag, 1. Dezember, 17 Uhr, reformierte Kirche Obfelden. Kollekte anstelle eines Eintritts, Reinerlös für Armenien. Info und Platzreservierung für Rollstühle: Telefon 044 761 35 03, tschoppmusic@bluewin.ch.

Vereins-Zögling neu im Vorstand

Speditive Generalversammlung des FC Hausen endete erfreulich An der 17. Generalversammlung des FC Hausen hat sich gezeigt, dass nicht nur die erste Mannschaft bevorzugt mit den eigenen Nachwuchsspielern beschickt wird. Mit Dario Vollenweider wurde erstmals ein aktiver Spieler in den Vorstand gewählt, der seit Vereinsgründung dabei ist und alle Nachwuchsstufen im Verein durchlaufen hat. Kurz nach 19.30 Uhr begrüsste FC-Hausen-Präsidentin Gogi Marini die 52 Stimmberechtigten, die sich am Freitagabend im Saal des Restaurants Löwen in Hausen zur 17. ordentlichen Generalversammlung eingefunden hatten. Nach den personellen Mutationen und der Abnahme der Jahresberichte übernahm Finanzchef Thomas Irminger das Wort. Er konnte eine erfreuliche Jahresrechnung präsentieren, die mit einem Plus abgeschlossen hat. Die Rechnung, der Revisionsbericht sowie das Budget wurden danach von der Versammlung einstimmig und mit Applaus angenommen und dem Vorstand die Decharge erteilt.

Freitag ab 19.30 Uhr, Samstag ab 16.15 Uhr.

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Huber kommt für Kunz, Vollenweider für Huber Die Stimmberechtigten wählten Präsidentin Marini und die verbleibenden Vorstandsmitglieder diskussionslos für ein weiteres Jahr. Für Vizepräsident

Mit einem Präsent dankt FC-Hausen-Präsidentin Gogi Marini Dani Kunz für seinen Einsatz im Vorstand. Im Hintergrund Dario Vollenweider. (Bild Marco Bisa) Daniel Kunz, der vier Jahre im Vorstand gewirkt hatte, konnte ein valabler Ersatz aus den eigenen Reihen gefunden werden. Marini dankte Kunz für seinen grossen Einsatz. Das vakante Amt des Vizepräsidenten inklusive Marketing wird künftig der Leiter Aktive, Roland Huber, übernehmen. Für seinen freiwerdenden Posten konnte Dario Vollenweider gewonnen werden. Beide wurden von der Versammlung einstimmig und mit Applaus gewählt. Mit Vollenweider nimmt damit erstmals ein Zögling des Vereins im Vorstand Einsitz, der seit der Gründung des FC Hausen dabei ist und alle Nachwuchsabteilungen im

Verein durchlaufen hat. Der 24-Jährige ist seit einigen Jahren einer der Leistungsträger der ersten Mannschaft und ist bestens mit dem Club vertraut. Die Motivation für seine Arbeit sieht er in der Unterstützung des Neuaufbaus der ersten Mannschaft zusammen mit dem neuen Trainer und der Integration von jungen Spielern. Er will diese weiter fördern und auch die erneute Gründung einer zweiten Mannschaft ist für ihn ein Thema. Nach gut einer Stunde war die Generalversammlung bereits Geschichte und der Abend ging mit einem feinen Nachtessen und dem EM-Qualifikationsmatch der Schweiz gegen Georgien in die zweite Runde. (mab./map.)


Veranstaltungen

Im Rahmen unserer Herbstversammlung spricht Herr

Dr. sc. nat. Walter Rüegg

Energieexperte ehem. Chefphysiker der Schweizer Armee über

Klimawandel und Energiewende – für einmal nüchtern betrachtet im Pfarrhauskeller (reformiertes Pfarrhaus) Albisstrasse 10 8932 Mettmenstetten

Freitag, 29. November 2019 um 20.00 Uhr Wir laden alle Interessierten freundlich ein, dieses hochinteressante und aktuelle Referat mit uns anzuhören. Selbstverständlich freuen wir uns auf eine angeregte Diskussion im Anschluss an das Referat. Eintritt frei. SVP Ortspartei Mettmenstetten

Stellenanzeiger

Zur Erweiterung unseres Teams suchen wir einen selbstständigen, flexiblen

Kundenmaurer / Gipser (20- bis 45-jährig)

Interessante und abwechslungsreiche Arbeitsstelle in Obfelder Baugeschäft. Wir machen vor allem Umbauten, Renovationen und Plattenarbeiten. Ein Allrounder mit Maurerlehre und einigen Jahren Berufserfahrung wird gesucht. Exaktes und sauberes Arbeiten, gute mündliche Deutschkenntnisse und Autoprüfung sind die Voraussetzungen. Bewerbungen an: info@haeberling-bau.ch oder Telefon 079 664 40 89 Häberling Bau GmbH Ottenbacherstrasse 80 8912 Obfelden Infos auf www.haeberling-bau.ch


Sport

Freitag, 22. November 2019

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Goldener Saison-Abschluss für Stefan Meier Erfolgreiche Schweizer Meisterschaften für die Obfelder Turnerinnen und Turner Die Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen fanden dieses Jahr in der Westschweiz statt. Im Mehrkampf konnten sich die Turnerinnen und Turner aus Obfelden gut in Szene setzen und sich eine der begehrten Auszeichnungen sichern. Stefan Meier qualifizierte sich an vier Geräten für das Finale und durfte auf eine Medaille hoffen. Am Mehrkampf vor einer Woche in Yverdon/VD platzierte sich Stefan Meier auf dem ausgezeichneten vierten Rang in der Königsklasse K7. Zur Wettkampfhälfte befand er sich noch auf einem Podestplatz, doch am Schlussgerät Sprung gelang ihm kein optimaler Auftritt. Die 9.50 war zwar eine hohe Wertung, doch reichte es nicht, sich damit auf dem Podest zu halten. Hingegen qualifizierte er sich mit Noten zwischen 9.65 und 9.75 für das Finale am Boden, den Ringen, Barren und Reck. Auch die beiden SM-Neulinge Berin Demiri und Andy Wydler überzeugten mit ihrem Auftritt im K5 und gewannen ihre erste Auszeichnung. Berin gehörte am Sprung mit 9.20 zu den Top-3-Turnern und platzierte sich auf dem 15. Rang. Andy konnte an den Ringen überzeugen und sich mit 9.15 ebenfalls eine hohe Note erturnen. Andy erreichte den 21. Rang. Für Sandro Anneler reichte es im K6 nur knapp nicht zu einer Auszeichnung.

Eine Auszeichnung für Vanessa Flütsch im K7 In der Königsklasse der Frauen nahm Vanessa Flütsch am vergangenen Wochenende in Gland/VD konzentriert und leicht nervös am Reck ihren Wettkampf in Angriff. Reck ist ihr stärkstes Gerät, und sie liebäugelte hier mit einem Finalticket, doch den Abgang konnte sie nicht sauber zum Stand turnen und musste so ihre Hoffnungen begraben. Trotz leichter Enttäuschung konnte Vanessa sich an den folgenden Geräten steigern und zum Abschluss am Sprung mit 9.25 ihre Bestnote erturnen. Mit 36.25 Punkten und dem 21. Schlussrang gewann Vanessa eine Auszeichnung und konnte damit eine tolle Saison erfolgreich beenden.

Stefan Meier wird Schweizer Meister an zwei Geräten Ebenfalls in Gland/VD fanden die Gerätefinals statt. Bereits im Vorfeld liess Stefan verlauten, dass die Verteidigung des Titels am Boden sich schwierig gestalten wird und er sich auf die Schaukelringe konzentrieren werde. Bis zur letzten Bahn war er jedoch am Boden noch voll im Rennen um eine Medaille, doch die Standunsicherheiten beim Doppelsalto am Schluss verunmöglichten die Titelverteidigung. Am Reck gehörte er nicht zu den Favoriten, konnte sich aber mit einem sauberen Vortrag und sicherem Stand die bronzene Auszeichnung sichern.

Stefan Meier konnte die Goldmedaille an den Schaukelringen verteidigen und holte Gold am Barren. (Bilder Stephan Strässle) An den Schaukelringen gelang ihm der erhoffte Auftritt. Mit einer Leichtigkeit turnte er die Ein- und Auskugeln und schloss die Übung souverän mit einem Doppelsalto gestreckt mit einer Schraube ab. Am Barren gelang Stefan die Übung des Jahres: Keine Unsicherheiten bei den Hand-

ständen und der Ausgang zum sicheren Stand liessen Gutes erahnen. Als der Speaker Stefan Meier als Goldmedaillengewinner an den Schaukelringen und am Barren verkündete, war die Freude gross und Stefan meinte, dies sei der perfekte Abschluss einer langen Saison. (pd.)

Vanessa Flütsch lief es nicht ganz nach Wunsch. Sie klassierte sich auf dem 21. Schlussrang.

Kommt es bei den Männern zu einer Revanche um den Tagessieg?

Der 22. Säuliämtler Chlauslauf in Affoltern verspricht Spannung Am nächsten Sonntag, am 24. November, laufen etwa 600 Läuferinnen und Läufer, vor allem Jugendliche, um Spitzenplätze in den verschiedenen Kategorien am Säuliämtler Chlauslauf. Während bei den Männern einige Favoriten auf den Tagessieg gemeldet sind, ist bei den Frauen noch alles offen. Hinten von links: Willi Vajda (Schulleiter), Ronja Rüegg, Lydia Nocco, Ylenia Nocco, Diego Nocco, Raphael Spörri und David Schneebeli (Schiedsrichter). Vorne von links: Samira Neininger (Wettkampftrainerin), Patrizia Krähenmann, Pia Nussbaumer, Lina Geissbühler und Arjen Gallardo. (Bild zvg.)

Vier Mal Gold! Säuliämtler an Kung-Fu-Meisterschaft top Am vergangenen Sonntag, 17. November, fand die Schweizer Meisterschaft im Kung Fu in Bern statt. Über das ganze Jahr, in drei Qualifikationsturnieren, wurden Punkte gesammelt, um sich für die Schweizer Meisterschaft Ende Jahr zu qualifizieren. Die Chin Woo Kung-Fu-Schule Affoltern startete mit zehn gut vorbereiteten Athletinnen und Athleten in den harten Wettkampf. Nur die besten sechs jeder Disziplin durften antreten. Das Niveau war sehr hoch und wegen des Temperatureinbruchs war die Sporthalle Wankdorf frostig. Doch dank gutem Coaching und harten Wettkampftrainings über das ganze Jahr, konnten die Teilnehmenden aus dem Säuliämtler die Stimmung anhei-

zen und ein hervorragendes Resultat erzielen. Fünfmal Bronze, siebenmal Silber und vier Schweizer Meistertitel konnte das Team der Chin Woo KungFu-Schule Affoltern ins Säuliamt mitbringen. Das ganze Team ist sehr stolz auf die Leistung der Athletinnen und Athleten und gratuliert allen herzlich. Einen Schweizer Meistertitel mit nach Hause gebracht haben: Samira Neininger, traditionelle Formen Langwaffen (F) Erwachsene, traditionelle Formen Kurzwaffen (F) Erwachsene. Ronja Rüegg, traditionelle Formen Langwaffen (F) Jugendliche, und Lydia Nocco, traditionelle Formen ohne Waffen (F) Jugendliche. Doch für die Athletinnen und Athleten gilt: Ende Jahr ist Anfang Jahr. Daher bleibt nicht viel Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Schon bald startet wieder das Wettkampftraining für die nächste Saison. (pd.)

................................................... Von Hanspeter Feller Die Favoriten bei den Männern sind der Vorjahressieger Angus Fölmi vom TSV Rotkreuz und Raffael HuberSvensson, OLG Säuliamt/livemotion. Letztes Jahr gewann Fölmi das Rennen mit einer Sekunde Vorsprung auf Huber. Spannender könnte die Ausgangslage somit nicht sein. Zum weiteren Favoritenkreis gehören auch der Langstreckenläufer Philipp Arnold vom LC Zürich und der Trailläufer Adrian Brennwald aus Aeugst. Bei den Frauen ist zurzeit noch alles offen. Gemeldet ist Anina Brunner, sie belegte letztes Jahr einen Spitzenplatz. Da das Anmeldefenster am Samstag nochmals geöffnet wird, wäre es durchaus möglich, dass sich noch weitere Favoriten anmelden. Die grössten Startfelder stellen wie erwartet die Jugendkategorien und die beliebten Mutter-Kind/VaterKind-Läufe. Hochwacht Zug, die Laufgruppe Cham und die LV Albis sind die Vereine mit den meisten gemeldeten Teilnehmern. Am Start sind auch über 30 Staffeln der Säuliämtler Schulen. Um 10 Uhr fällt der erste Startschuss. Der Start erfolgt auf der Oberen Bahnhofstrasse. Vom Start geht es Richtung Breitenweg, die Betpurstrasse hinauf und durch die Innere

Die letztjährigen Nachwuchs-Sieger bei der Rangverkündigung. (Bild Mario Grond) Grundstrasse zum Ziel auf dem Marktplatz vor dem Stadthaus. Je nach Altersklasse laufen die Teilnehmenden zwischen einer und acht Runden. Besondere Stimmung wird an der Oberen Bahnhofstrasse aufkommen. Dort sind die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer anzutreffen und die Läufe führen an den Marktständen auf beiden Seiten der Strasse vorbei. Ab zirka 12.30 Uhr finden auf der Oberen Bahnhofstrasse die Rangverkündigungen statt. Die Startnummern

können bereits am Samstag, von 8.30 bis 11.30 Uhr am LV-Albis-Stand am Wochenmarkt bezogen werden. Am Sonntag befindet sich die Startnummernausgabe vor dem Stadthaus. Die letzten Anmeldungen werden ebenfalls auf dem Wochenmarkt entgegengenommen. Am Lauftag gibt es keine Nachmeldemöglichkeit mehr. Die Ausschreibung, die Streckenpläne und weitere Informationen zum Säuliämtler Chlauslauf sind auf www.lvalbis.ch zu finden.


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Extra

Im Spital Affoltern geboren

Freitag, 22. November 2019

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«Unser Dorf ist noch sehr ursprünglich, das gefällt mir» Menschen im Säuliamt: Hans Zimmermann hat sein ganzes Leben in Maschwanden verbracht

Luan, 15. November.

Ladina, 17. November.

Anastasia, 18. November. (Bilder Irene Magnin)

herkömmliches

Idee Der Begriff Idee ist optischer Herkunft – hergeleitet vom griechischen Verb idein, was schlicht und einfach sehen bedeutet. Eine Idee ist etwas, das spontan auftaucht und zunächst nur in der Vorstellung zu sehen ist: Ein kreativer Einfall, ein Gedanke oder ein Plan, der sich zuerst im Kopf abzeichnet, bevor die innere Vision Gestalt annimmt und einen äusseren Ausdruck findet. Gute Ideen sind gefragt, willkommen und erwünscht, während Ideologien gefährlich sind, von Idolen abzuraten ist und allzu hochgesteckte Ideale oft das Gegenteil bewirken. Es gibt eine Reihe prominenter Worte, die ebenfalls von «sehen» abstammen, aber irgendwie übers Ziel hinausschiessen. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

Nach grösseren Reisen stand Hans Zimmermann nie der Sinn. Er ist in Maschwanden aufgewachsen seit jungen Jahren dort als Bauer und als Mitarbeiter der Korporation im Wald tätig. Die Musik hat in seinem Leben einen hohen Stellenwert. Er spielt Cornett und ist der älteste Musikant im Musikverein Maschwanden.

«Doch das kam nicht in Frage, das war zu teuer.» Da der Musikverein für den Nachwuchs Gratis-Unterricht anbot, erlernten die Zimmermann-Brüder aber Blasinstrumente. «Und wir machten wieder Musik im Trio. Ich kaufte mir dafür dann sogar noch ein Saxofon.» Jetzt ist Hans Zimmermann seit 56 Jahren aktiv im Musikverein Maschwanden. Ob es für diese lange Treue eine besondere Auszeichnung gebe? «Ja, ich bin sogenannter Kantonaler Ehrenveteran.» Doch das sei ihm nicht so sehr wichtig. Rückblickend berichtet er von seiner langen Zeit im Vorstand und auch von den vielen Theatern, wo er immer mit viel Herzblut seine Rollen spielte.

................................................... mit hans zimmermann sprach marianne voss «Mein Vater starb, als ich 17 Jahre alt war. Mein Lehrmeister gab mir aus diesem Anlass vier Tage frei.» Hans Zimmermann übernahm den elterlichen Hof dann gezwungenermassen gleich nach der Lehre und bewirtschaftete ihn zusammen mit seiner Mutter. «Ja, das waren noch andere Zeiten», sinniert er ohne Groll. Seine Schwester sei noch klein gewesen. Für sie habe er fast ein bisschen eine Vaterrolle eingenommen. «Wir hatten nur etwa zehn Stück Vieh und ein paar Hektaren Land. Ich musste neben der Landwirtschaft noch auswärts arbeiten gehen, und wir haben natürlich zu allem ganz fest Sorge getragen.» Bis vor zwei Jahren bewirtschaftete Hans Zimmermann seinen Hof noch, der etwas ausserhalb von Maschwanden liegt. Da keines der drei Kinder Landwirt werden wollte, hat er das Land nun verpachtet und ist mit seiner Frau in eine Wohnung ins Dorf gezogen. «Aber ein bisschen Bauer bin ich immer noch», erklärt er. «Ich habe vier Hektaren Land behalten, wo ich noch Mais und Grassilo produziere. Und ich pflege auch zusammen mit meiner Frau Therese den grossen Garten beim Bauernhaus. Das macht uns viel Freude.»

Der eigene Chef sein Sein zweites Standbein war seit jungen Jahren die Waldarbeit für die Holzkorporation. «Auch da bin ich immer noch aktiv und gehe jeweils halbtags in den Wald.» Er habe sich nie in der Politik engagiert, dafür aber intensiv in den bäuerlichen Genossenschaf-

wetter

Zu Hause geniessen

Hans Zimmermann spielt Cornett und ist seit 56 Jahren Mitglied im Musikverein Maschwanden. (Bild Marianne Voss) ten. «In der Holzkorporation war ich zum Beispiel als Aktuar und Präsident während 25 Jahren im Vorstand.» Das Protokoll habe er sehr ausführlich und von Hand geschrieben. «An der GV habe ich das dann jeweils vorgelesen. Das hatte natürlich einen gewissen Unterhaltungswert.» Hans Zimmermann war gerne Bauer. Die selbstständige Arbeit draussen mit der Natur gefiel ihm. «Ich war immer mein eigener Chef und auch nie krank.» Doch er ergänzt nachdenklich: «Wenn ich heute nochmals wählen könnte, würde ich wohl lieber Förster werden.» Inzwischen sei er nun auch einmal krank geworden. «Das war vor zwei Jahren, im Alter von 71.» Er schmunzelt.

Vom Jodeln zum Kornett Nun kommt er auf die Musik zu sprechen. Er habe immer gerne und gut gesungen. Er erinnert sich an ein Singspiel in der Schule, wo er die Hauptrolle erhielt und solistisch auftrat. «Auch meine beiden Brüder waren sehr musikalisch. Wir sangen und jodelten zu dritt jeweils auf dem Weg, wenn wir die Milch in die Hütte brachten.» Im Laufe der Zeit sei das «BubenTrio» bekannt geworden. «Wir traten an Anlässen oder Hochzeiten auf und schliesslich auch an einem grossen Jodlerfest in Affoltern.» Dort seien dann von Fachleuten Stimmen laut geworden, dass diese Buben eine Gesangsausbildung erhalten sollten.

Heute ist er musikalisch mit seinem Cornett nach wie vor voll im Verein dabei. «Die Musik hört ja zum Glück mit der Pensionierung nicht auf.» Er weist gleich noch auf die aktuellen Höhepunkte hin: «Am kommenden Sonntag geben wir in Knonau und Maschwanden ein Konzert.» Was ihm die Musik bedeute? «Alles! Das Musikzieren im Verein mit den verschiedenen Generationen ist für mich eine riesige Bereicherung.» Und die Geselligkeit sei ihm auch wichtig. «Wir haben es immer gut zusammen.» Für andere Vereinsaktivitäten habe ihm die Zeit gefehlt. «Wobei, ich war auch einige Zeit im Schützenverein und ein guter Schütze.» Doch neben Musik und Theater sei das zu viel geworden. Hans Zimmermann wird es auch trotz Pensionierung nicht langweilig. Neben der Arbeit auf dem Feld, im Garten und im Wald freut er sich auch über die Zeit mit seinen sechs Enkeln. «Wir müssen nicht reisen gehen, um es zu geniessen», betont er. «Es ist hier so schön. Unser Dorf ist noch sehr ursprünglich, das gefällt mir. Auch die Natur hier mit der Riedlandschaft ist doch etwas ganz Besonderes.» Ob er und seine Frau denn noch nie auf Reisen gewesen seien? «Kaum. Wir waren das einfach gar nicht gewohnt.» Einmal seien sie ein paar Tage ins Südtirol und einmal nach Kärnten gefahren. «Ja, für die Umwelt haben wir unsern Beitrag geleistet, und das ohne grossen Verzicht.»

volg-rezept

Schweinsnierstück mit Birnenkartoffelstock Zutaten für 4 Personen 2 dl Wasser ¼ Pack Volg-Trockenfrüchte-Mix 600 g Schweinsnierstück 1 EL Senf 1 Knoblauchzehe, fein geschnitten Salz, Pfeffer aus der Mühle Küchenschnur 1 EL Bratbutter 2 dl Kalbsfond oder starke Bouillon 40 g Butter, kleingewürfelt und eiskalt 600 g Kartoffeln, mehlig kochend, dunkelblaue Verpackung 2 Birnen 1 dl Kokosnussmilch 10 g Butter Muskat

Zubereitung

lebensweisheit «Alles, was ich über das Leben gelernt habe, kann ich in drei Worten zusammenfassen: Es geht weiter.» (Robert Frost)

Wasser aufkochen, über Trockenfrüchte-Mix giessen und einweichen lassen. Ofen auf 80 °C vorheizen. Schweinsnierstück längs einschneiden. Einschnitt mit Senf einstreichen, Knob-

lauch darüberstreuen und mit Salz und Pfeffer würzen. Einweichwasser abgiessen und 1 dl auffangen. Früchte im Einschnitt verteilen. Öffnung mit Zahnstochern schliessen und mit Küchenschnur binden. Fleisch würzen und in der heissen Bratbutter rundum anbraten. Fleisch im Ofen 2 bis 2½ Std. niedergaren. Bratensatz in Pfanne mit dem Einweichwasser ablöschen, Kalbsfond dazugeben und alles auf die Hälfte einreduzieren. In saubere Pfanne sieben. ½ Std. vor Garzeitende Wasser aufkochen und salzen. Kartoffeln schälen und würfeln, im Salzwasser weich garen. Von den Birnen in der Mitte je eine Scheibe für Dekoration herausschneiden und in der Sauce kurz mitköcheln. Restliche Birnen schälen, entkernen und würfeln. Zu den Kartoffeln geben und mitgaren. Kochwasser abgiessen, Kartoffeln und Birnen in Passevite geben und verdampfen lassen. Kokosnussmilch und Butter erhitzen, Kartoffeln und Birnen hineinpas- sieren. Mit Salz und Muskat abschmecken. Warm halten. Birnen-

scheiben aus Sauce herausnehmen und beiseitestellen. Sauce erhitzen, Butterwürfel einzeln darunterrühren, nicht mehr kochen. Fleisch in Tranchen schneiden, Birnenkartoffelstock mit Birnen- scheiben dekorieren und mit Sauce dazu servieren. Zubereitung ca. 2¾ Std. Weitere Rezepte unter www.volg.ch/rezepte/.


Veranstaltungen Sonntag, 24. November 2019

grosser Innen-Flohmarkt in Uster/ZH, ab 9 Uhr im Stadthofsaal, Infos: Tel. 079 356 67 00, flohmi-uster@gmx.ch

Sankt Nikolaus und Schmutzli kommen wieder

St. Nikolaus Gesellschaft Affoltern am Albis seit 1949 www.SamichlausAaA.ch Wir besuchen vom 4. bis 8. Dezember 2019 alle Gemeinden im Bezirk Affoltern inkl. der Gemeinden Bonstetten, Wettswil, Stallikon. Für den Besuch von Sankt Nikolaus können Sie sich anmelden bei: Familie Stöckli oder Familie Koller

Telefon 044 761 59 56 Telefon 044 768 23 49

oder per E-Mail unter: mail@SamichlausAaA.ch Anmeldeschluss: 23. November 2019

Seniorennachmittag in Obfelden Die Kommission für Seniorennachmittage lädt alle Seniorinnen und Senioren ein

Mittwoch, 27. November 2019 14.00 Uhr Mehrzweckgebäude Brunnmatt

Vortrag «Das Glücksbuffet» Glück müssen wir immer haben Wir freuen uns, Sie zahlreich im Mehrzweckgebäude Brunnmatt begrüssen zu dürfen.

Vorankündigung Mittwoch, 22. Januar 2020 14.00 Uhr Mehrzweckgebäude Brunnmatt

Vortrag «Älter werden ohne Medikamente» Gesund das Alter geniessen

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091_2019  

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