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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 91 I 172. Jahrgang I Dienstag, 20. November 2018

Sternenwoche

Räbeliechtli

Rund 30 Schüler der Primarschule Obfelden sammeln Spendengelder für die Unicef. > Seite 5

In Zwillikon fand der traditionelle Umzug eine Woche früher statt als in Affoltern. > Seite 5

«Seewadel» erhält Demenzabteilung

Eine echte Leistungsschau des regionalen Gewerbes

Das Pflegeheim Haus zum Seewadel erhält bereits im bestehenden Bau eine kleine Demenzabteilung. Dadurch können verschiedene Ziele erreicht werden. Die Nachfrage an Plätzen in einer Demenzabteilung steigt stark an. Das stadteigene Pflegeheim Haus zum Seewadel musste bereits Personen aufgrund ihrer starken Demenzerkrankung verlegen und entsprechende Anfragen nach Plätzen abweisen. Eine externe Analyse hat aufgezeigt, dass die gemeinsame Pflege und Betreuung im Haus zum Seewadel beinahe nicht mehr zu bewältigen sind. Der Grund liegt nicht nur bei der Infrastruktur, sondern vor allem auch darin, dass Menschen mit einer hohen Pflegestufe auf derselben Abteilung wohnen, wie Menschen mit Demenz. Allerdings unterscheiden sich die Bedürfnisse sehr stark. Um den bestehenden und künftigen Herausforderungen gerecht zu werden und um eine fachliche Akzentuierung zu erreichen, soll noch im bestehenden Haus eine Abteilung für Menschen mit Demenz, vor allem für solche, welche weglaufgefährdet sind, eingerichtet werden. Der sich in Planung befindende Ersatzneubau wird ungefähr 26 Betten für Menschen mit Demenz in Wohngruppen anbieten. Damit das Personal sich Fachkompetenzen aufbauen kann, braucht es Zeit und Erfahrung. Das notwendige Wissen für diese anspruchsvolle Aufgabe können sich die Pflegenden nicht nur mit Weiterbildungen holen, sondern vorwiegend durch Learning by doing und vor allem durch den Austausch im Team. Das Ziel ist, dass das Personal auf den Wohngruppen für Menschen mit Demenz bereits für den Übergang fachlich besser aufgestellt ist und sich das Haus zum Seewadel den pflegerischen Ansprüchen, die sich stellen und in Zukunft noch vermehrt stellen werden, gewachsen sein wird. Um eine Abteilung für Menschen mit Demenz zu führen, benötigt es neben den personellen Schulungen und Umstrukturierungen auch infrastrukturelle Anpassungen. Dazu gehören insbesondere die Sicherung der Lifte, der Türen und der Fenster sowie das Erstellen und Einrichten eines gemeinsamen Wohnraums. Die Kosten für die baulichen Minimalanpassungen betragen ca. 50 000 Franken. Die zusätzlichen Erträge in einer Demenzabteilung belaufen sich bis zum Umzug in ein Provisorium im Sommer 2020 auf rund 78 000 Franken. (tro) ................................................... > Weiterer Ratsbericht auf Seite 3

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Jubiläumskonzerte Der Gospelchor Affoltern feierte seinen 25. Geburtstag mit dem Ottenbacher Chor. > Seite 6

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Szenische Lesung Irina Schönen und Gian Rupf gestalteten eine Zeitreise in der Bibliothek Ottenbach. > Seite 7

Opfer unterstützen Die Mission am Nil engagiert sich für missbrauchte Frauen im Ostkongo. > Seite 8

Träffpunkt Rössli: Erneut gefragte Gewerbeschau in Mettmenstetten Die etwas andere Gewerbeschau unter dem Titel «Volltreffer» im Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten, versammelte am Wochenende wieder hiesige Aussteller und zahlreiche interessierte Besucher. ................................................... von urs e. kneubühl Reges Treiben in den Räumen des Gasthauses zum weissen Rössli in Mettmenstetten und auch nebenan: Von Freitag bis Sonntag zeigten rund 30 Aussteller aus der Region Erzeugnisse, Produkte und Dienstleistungen beim vor 20 Jahren ins Leben gerufenen «Träffpunkt Rössli». Die Ausstellerpalette an dieser «etwas anderen Gewerbeschau», wie sie beworben wird, war auch dieses Jahr wieder breit gefächert: Handwerker und Dienstleister,

Auf durchaus kleiner Fläche, nichtsdestotrotz repräsentativ ist der «Träffpunkt Rössli» eine Leistungsschau, für die nicht einmal ein halber Besuchstag aufgewendet werden muss. (Bild Urs E. Kneubühl) Gestalter und Hersteller präsentierten auf erstaunlich wenigen Quadratmetern – trotzdem – bunt gemischt. «Das Angebot ist auch in diesem Jahr wieder vielfältig», bestätigt ein Besucher aus Ottenbach und ergänzt: «Deshalb

komme ich auch immer wieder gerne hierher.» Wie in den Vorjahren war der «Träffpunkt Rössli» auch heuer erneut eine, wenn auch kleine, dennoch echte Leistungsschau des regionalen Ge-

werbes. Und wie immer reichte das Angebot an den Ständen der rund 30 Aussteller vom Schreiner- und Malerhandwerk, über Bank und Versicherung, bis hin zum Optiker sowie zum Lebensmittelladen. An allen Ständen waren die Fachleute der einzelnen Aussteller vor Ort, um sich den Fragen von Besucherinnen und Besuchern zu stellen und Informationen aus erster Hand zu liefern. «Wir wollten den Besuchern auch dieses Jahr wieder eine informative Ausstellung bieten», hielt Vreni Spinner fest. Sie sieht es, gerade auch nach der erfolgreichen 20sten Auflage, als eine Art Muss, dass sich Gewerbe, Dienstleistung und Handel alle zwei Jahre am «Träffpunkt Rössli» präsentieren und gemeinsam ihr Können einer interessierten Öffentlichkeit zeigen können. In diesem Sinne: Auf 2020! ................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen

Ohne Brimborium gefeiert

100-Jahre-Jubiläum des TV Hausen Mit einer kurzweiligen Feier wurde am Samstagabend im Hausemer Gemeindesaal der hundertste Geburtstag des Turnvereins Hausen gewürdigt. Kameradschaft, gemeinsam etwas erreichen, füreinander einstehen, zusammen «chrampfen», zusammen festen. Diesen Werten wurde in den letzten 100 Jahren auch im Turnverein Hausen intensiv nachgelebt. Der Erfolg des TV Hausen gründet aber noch

woanders: Der Verein hat den Generationenwechsel stets aufs Neue geschafft. So auch diesmal. Der aktuelle Vorstand hat die Transformation ins digitale Zeitalter vollzogen – ohne dabei sein Erbe zu vergessen. Mit dem Schwingfest diesen Sommer in Hausen hat sich ein Highlight ereignet, das in der jüngeren Geschichte des ganzen Oberamtes bisher einzigartig ist. Das, und noch viel mehr wurde am Samstagabend im Hausemer Ge-

meindesaal anlässlich der 100-Jahr-Feier des TV gewürdigt. Der junge Vorstand, seit 2015 unter der Leitung von Vera Panoussopoulos, verstand es dabei auf unterhaltsame Weise, die verschiedenen Epochen nochmals aufleben zu lassen. Die zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder und Gäste dankten es mit Applaus und einem Jubiläumsfest, das an der Bar erst in den frühen Morgenstunden endete. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 19

Tausende Geschichten Tausende Medien warten in der Bibliothek Obfelden darauf, ausgeliehen zu werden. Deshalb organisiert das Bibliotheksteam regelmässig Buchvorstellungen. So wie am letzten Freitag. (lhä)

................................................... > Bericht auf Seite 7

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Der innovative Vorstand des TV Hausen von links: Stephan Studer, Sven Kammer, Iris Studer, Daniela Hess, Präsidentin Vera Panoussopoulos, Marc Rüfenacht und Sandor Morof, der als Moderator durch den Abend führte. (Bild Martin Platter)


Das schönste Denkmal, was ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen der Mitmenschen. Albert Schweitzer

Nach schwerer unheilbarer Krankheit ist in Affoltern am Albis verstorben

10. Juli 1936 – 15. November 2018

Traurig nehmen wir Abschied und behalten Iris in guter Erinnerung. Freunde, Bekannte und Nachbarn Wir nehmen Abschied von Iris am Montag, 26. November 2018, um 16.00 Uhr. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Freundes- und Bekanntenkreis auf dem Friedhof Hausen a. A. statt. Statt Blumen und Grabschmuck gedenke man der Palliativstation Spital Affoltern a. A., Konto 85-391373-1, IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1, Vermerk: Palliativstation Iris Meissner. Traueradresse: Peter Schweizer, Rigiblickstrasse 26, 8915 Hausen am Albis

Liegenschaftenabgaben für das Jahr 2019

1. Siedlungsentwässerung a) Pauschale Grundgebühr (wie Vorjahr) CHF 180.00 pro Haushaltung; Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe haben grundsätzlich für jede Betriebseinheit eine Grundgebühr von CHF 100.00 zu entrichten; Grundeigentümern, welche für dieselbe Liegenschaft, in der sich ihr Betrieb befindet, bereits für eine selbst bewohnte Wohnung die Grundgebühr entrichten, wird die für den Betrieb geschuldete Grundgebühr auf CHF 50.00 ermässigt. b) Mengenpreis (wie Vorjahr) CHF 1.80 pro Kubikmeter (Grundlage Wasserbezug gemäss Meldung der Wasserversorgungsgenossenschaften für die letzte Abrechnungsperiode). Wo keine Messung der Wassernutzung bzw. eines nicht in die Kanalisation abgeleiteten Anteils mittels Wasserzähler (Wasseruhr) möglich ist, wird die Gebühr pro Gewerbe-, Industrie-, Landwirtschaftsbetrieb oder Haushaltung grundsätzlich pauschal mit CHF 600.00 bzw. quartalsweise (inkl. Grundgebühr) erhoben. Bei Vorliegen besonderer Verhältnisse wird vom Gemeinderat ein Pauschalbetrag nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt. Die gesetzliche Mehrwertsteuer von 7.7 % ist in diesen Beträgen enthalten. 2. Abfallwirtschaft (wie Vorjahr) Pauschale Grundgebühr pro Haushaltung CHF 100.00. Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe haben grundsätzlich für jede Betriebseinheit eine Grundgebühr von CHF 80.00 zu entrichten; Grundeigentümern, welche für dieselbe Liegenschaft, in der sich ihr Betrieb befindet, bereits für eine selbst bewohnte Wohnung die Grundgebühr entrichten, wird die für den Betrieb geschuldete Grundgebühr auf CHF 25.00 ermässigt. Bei Vorliegen besonderer Verhältnisse wird vom Gemeinderat ein Pauschalbetrag nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt. 3. Rechtsmittel Gegen diese Beschlüsse kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich und begründet Rekurs erhoben werden. Kappel am Albis, 15. November 2018 Gemeinderat Kappel am Albis

Hermann Hesse 8143 Stallikon, 16. November 2018 Gratstrasse 556

Iris Meissner

Gestützt auf die Verordnung über die Siedlungsentwässerungsanlagen und in Anwendung der Verordnung über die Gebühren für die Siedlungsentwässerung bzw. der kommunalen Abfallverordnung hat der Gemeinderat die Benutzergebühren für die Siedlungsentwässerung und für die Abfallwirtschaft wie folgt festgesetzt:

Jede Blüte will zur Frucht, jeder Morgen Abend werden, Ewiges ist nicht auf Erden als der Wandel, als die Flucht Auch der schönste Sommer will einmal Herbst und Welke spüren. Halte, Blatt, geduldig still, wenn der Wind dich will entführen. Spiel dein Spiel und wehr dich nicht, lass es still geschehen. Lass vom Winde, der dich bricht, dich nach Hause wehen.

Fassungslos und traurig, aber dankbar für die Erlösung von ihrem kurzen Leiden, nehmen wir Abschied von Mami, Schwiegermutter, Cousine und Schwägerin

Alice Leutenegger-Rose 26. Mai 1942 – 16. November 2018

Du wolltest voller Freude in deine geliebte Toskana verreisen, aber es war dir nicht vergönnt. Stattdessen, völlig unerwartet und mitten aus dem Leben gerissen, hat dich deine geplante Reise ans Ende der Zeit, zu deinem geliebten Ehemann geführt. Viele schöne und unvergessliche Erinnerungen werden tief in unseren Herzen bleiben. In stiller Trauer: André Leutenegger und Melanie Fischer Walter und Anita Leutenegger Hansueli und Francine Widmer Mitarbeitende der Inneneinrichtungen Leutenegger AG, Zürich Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung erfolgt im stillen und engsten Familienkreis.

Todesfälle Affoltern am Albis

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 13. November 2018 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: • Alexander Asam, 1965, Staatsangehöriger von Deutschland • Marlene Böhnlein, 2000, Staatsangehörige von Deutschland • Devris Genc, 1969, Staatsangehöriger von Türkei • Maja Markovic, 2008, Staatsangehörige von Serbien und Montenegro • Bruno Wetton, 2006, Staatsangehöriger von Vereinigtes Königreich • Christopher Wetton, 2002, Staatsangehöriger von Vereinigtes Königreich

Am 14. November 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ernst Bichsel geboren am 2. Januar 1928, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Affoltern am Albis

Erika Anna Henggeler

Wir nehmen Abschied von unserem Vater

geboren am 15. Januar 1934, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Ernst Bichsel

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hausen am Albis Am 15. November 2018 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Hausen am Albis, 20. November 2018 Der Gemeinderat

Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.

Am 16. November 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Stadtrat Affoltern am Albis

Teilrevision Gemeindeordnung / Einzelinitiative «Volkswahl der Bau- und Tiefbaukommissionen»

Traueradresse: André Leutenegger, Alte Landstrasse 107, 8800 Thalwil

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis, 20. November 2018

Ergänzend zu den eidgenössischen Vorlagen findet in Hausen am Albis am Sonntag, 25. November 2018, folgende Gemeindeabstimmung statt:

Anstelle von Blumen oder Geschenken gedenke man in Not geratenen älteren Menschen und Pro Senectute Kanton Zürich, 8032 Zürich, Postkonto 80-79784-4 oder IBAN CH95 0900 0000 8007 9784 4, Vermerk «Todesfallanlass Alice Leutenegger».

Beisetzung am Freitag, 23. November 2018, um 11.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Beisetzung und Abdankung haben im engsten Familienkreis stattgefunden.

Urnenabstimmung vom 25. November 2018

Die Abdankung findet am Freitag, 23. November 2018, um 16.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Peter und Paul, Werdgässchen 26, 8004 Zürich statt.

Meissner geb. Keilholz, Iris geb. 10. Juli 1936, von Regensdorf ZH, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Montag, 26. November 2018, um 16.00 Uhr im engsten Bekanntenkreis auf dem Friedhof Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Knonau Am 16. November 2018 ist in Knonau gestorben:

Schenkel, Werner Otto geboren am 25. Januar 1936, wohnhaft gewesen in Knonau, Waldhof 1. Es findet keine Beisetzung und keine Abdankungsfeier statt. Bestattungsamt Knonau

2. Januar 1928 – 14. November 2018

In Dankbarkeit für alles, was Du uns auf unseren Lebensweg mitgegeben hast: Hubert Bichsel Ursula Bichsel Thomas Bichsel Die Beisetzung findet am Freitag, den 23. November 2018, um 11 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis mit anschliessender Abdankungsfeier in der Friedhofskapelle statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man des Schweizerischen Roten Kreuzes, Postfach, 3001 Bern / Postkonto 30-9700-0. Traueradresse: Ursula Bichsel, Chileweg 9, 8912 Obfelden


Bezirk Affoltern

Wohnungsbrand in Birmensdorf Bei einem Wohnungsbrand in Birmensdorf ist am Samstagabend, 17. November, ein Sachschaden von über 200 000 Franken entstanden. Verletzt wurde niemand. Kurz nach 18 Uhr ging die Meldung ein, dass es in einer Parterrewohnung in einem Mehrfamilienhaus am Mattenweg in Birmensdorf brenne. Die ausgerückte Feuerwehr konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten dieses selbstständig verlassen. Sie wurden in einer Zivilschutzanlage betreut und verpflegt. Ausgebrochen war das Feuer im Schlafzimmer der Parterrewohnung. Durch geborstene Fensterscheiben griffen die Flammen auf die Fassade über und richteten auch in der darüber liegenden Wohnung erheblichen Schaden an. An den beiden Wohnungen und der Hausfassade entstand ein Sachschaden von über 200 000 Franken. Die Bewohner der beiden Wohnungen fanden bei Verwandten Unterschlupf. Die Brandursache wird durch Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kapo Zürich abgeklärt.

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag In Affoltern dürfen in den kommenden Tagen gleich drei Jubilare ihren 80. Geburtstag feiern: Erich Rudolf Wilhelm Hofstetter heute Dienstag, 20. November, am Mittwoch, 21. November, Felix Dietrich Homberger und Jocelyne Sylviane Stoller am Donnerstag, 22. November. In Obfelden wird Keith Barraclough ebenfalls am Donnerstag 80 Jahre jung. Wir wünschen allen Geburtstagskindern ein tolles Fest, viel Freude und gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 20. November 2018

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«Träffpunkt Rössli»: Vielfältig und abwechslungsreich Regional und persönlich, männlich und weiblich, familiär und digital: Das alles und noch einiges mehr war wiederum die «etwas andere Gewerbeschau» im Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten. ................................................... von urs e. kneubühl Der «Träffpunkt Rössli» in Mettmenstetten, seit 20 Jahren alle zwei Jahre durchgeführt, zeigte am Wochenende einen vielfältigen Querschnitt der heimischen Wirtschaft. Mit dem Besucheraufmarsch an den drei Träffpunkt-Tagen durften sich die Veranstalter durchaus zufrieden zeigen; es sind im Vergleich mit den vergangenen Schauen auch dieses Jahr wieder mehr geworden. Kunststück, die «etwas andere Gewerbeschau» spielte ihre Stärken auch diesmal voll aus: Die Besucherinnen und Besucher bekamen bei rund 30 Ausstellern auf eigentlich erstaunlich beschränktem Platz höchst eindrucksvoll vorgeführt, dass man weder in die Ferne schweifen, auch nicht ins Internet abwandern oder wieder sehr lange bis zur nächsten grösseren Messe warten muss, um sich mit einem tollen Angebot an Dienstleistungen und Waren versorgen zu können.

Überall standen Begegnung, intensiver Austausch und informative Gespräche im Vordergrund. (Bilder Urs E. Kneubühl)

Eindrückliches einheimisches Schaffen Die Vielfalt an eindrücklichem einheimischem Schaffen an der kleinen Leistungsschau vom Wochenende im Rössli war jedenfalls bemerkenswert. Banken und Versicherungen präsentierten sich ebenso wie Handwerks-, Landwirtschafts- und Kleinfirmen oder Handels- sowie Dienstleistungsbetriebe. Raiffeisenbank, ZKB oder Mobiliar waren genauso mit einem Stand vertreten, wie Büchi Optik Affoltern oder Vitalis Drogerie Mettmenstetten, Maler Meier Mettmenstetten ebenso wie Strebel Holzbau + Architektur oder R. Künzi Schreinerei, beide Maschwanden. Und selbstredend war die Landi Albis vertreten, die NeuroHörtherapie, Mettmenstetten, war da, ebenfalls Bill & Siegfried Getränke, Affoltern. diWohn Innenarchitektur, Affoltern, und die Schreinerei Arthur Girardi AG, Hedingen, präsentierten an einem gemeinsamen Stand, während KDS Kreativ Design & Schreine-

Landwirt und Lohnunternehmer Hanspeter Kern jun. nimmt den «Träffpunkt Rössli» jeweils auch als Kundenanlass. rei, Knonau, mit magnetischen Holzwänden eine bemerkenswerte Neuheit vorführte und… und… und… Platz für kleinere Firmen gab es zudem auch. Esther Feuz und Irena Dolder von 4eck.ch, Fell und Karo, aus Affoltern etwa erlaubten nicht nur Einblicke in ihr vielfältiges Sortiment, sondern zeigten ebenso, wie ein toller Gürtel entsteht. Hanspeter Kern jun. von der Kern Lohnunternehmen GmbH seinerseits bot sich einmal für

Musterbeispiel für Gewerbe mit Ideen: «Di fair Milch Säuliamt» kam auch im «Rössli» gut an.

landwirtschaftliche Lohnarbeiten an, zum anderen aber präsentierte er auch seinen Hauslieferdienst für Eier von den eigenen 200 Legehennen.

Intensiver Austausch und informative Gespräche «Träffpunkt Rössli» bringt Menschen zusammen, das bestätigte sich wieder über das vergangene Wochenende. So war der Gewerbeschau-Verlauf ent-

sprechend geprägt von intensivem Austausch und informativen Gesprächen. In diesem Sinne dürfen Aussteller und Veranstalter gleichermassen ein positives Fazit 2018 ziehen, nicht zuletzt, weil auch Familien und junge Leute die «etwas andere Gewerbeschau» besucht und dabei festgestellt haben: «Die reale, persönliche Begegnung mit Herstellern, Händlern und Dienstleistern ist allemal besser als der anonyme Einkauf im Internet.»

Neue Beleuchtung am Bahnweg

Aus den Verhandlungen des Stadtrats Affoltern am Albis Die Beleuchtungskandelaber entlang dem Bahnweg, im Abschnitt zwischen der Zwillikerstrasse und dem Schulhaus Ennetgraben, sind in einem schlechten Zustand und störungsanfällig. Die bestehenden Leuchten sind bald 50 Jahre alt und haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Der neu vorgesehene LED-Leuchtentyp ist viel effizienter. Der Energieverbrauch gegenüber der alten Leuchte beträgt nur noch knapp 50 % und die Lebensdauer der Leuchte ist erheblich höher. Für den Ersatz der Leuchten am Bahnweg wurde ein Kredit von 52 000 Franken bewilligt.

Neue Versicherungsverträge Im Rahmen der Umsetzung der Einheitsgemeinde wurden die Versicherungspolicen der Primarschulgemeinde und der Politischen Gemeinde zusammengeführt. Die Neuausschreibung der Versicherungsverträge erfolgte durch die mandatierte Intus AG, Affoltern am Albis. Obwohl Verbesserungen beim Deckungsumfang, beziehungsweise tiefere Selbstbehalte gewählt wurden, sinken die jährlich wiederkehrenden Kosten für die Versicherungen der Stadt um über 60 000 Franken.

Der Bahnweg in Affoltern bekommt neue LED-Leuchten. (Bild tst.) Abschreibung Objektkredit Pavillon Schülerhort Die Primarschulpflege hatte, in ihrer damaligen Eigenschaft als Exekutive der Primarschulgemeinde, für die Erstellung eines provisorischen Schülerhorts in Zwillikon einen Kredit von

300 000 Franken bewilligt. Zwischenzeitlich wurde eine andere Lösung für den Hort gefunden. In der Nähe des Schulhauses Zwillikon konnte ein Reiheneinfamilienhaus gemietet und umgenutzt werden. Für die bereits vorgenommenen

Planungen wurden Fr. 6968.80 ausgegeben. Der Kredit wurde nun durch den Stadtrat, gestützt auf die Universalsukzession infolge Fusion der Politischen Gemeinde mit der Primarschulgemeinde, abgerechnet bzw. abgeschrieben.

Und übrigens … … beginnt die Gemeindeversammlung am 3. Dezember um 19 Uhr mit einem kurzen Konzert der Harmonie Affoltern. Die traktandierten Geschäfte starten wie gewohnt um 19.30 Uhr. (tro)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. November 2018

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Tue Gutes und sprich darüber Pressekonferenz der Primarschule Obfelden zur Sternenwoche der Unicef Rund 30 Schüler der Primarschule Obfelden beteiligen sich auch in diesem Jahr an der Sternenwoche. Mit einem Sternenbasar sammeln sie Spendengelder für die Unicef, um den Zugang zu sauberem Wasser für bolivianische Kinder zu fördern. Als Werbung für ihr Vorhaben veranstalteten sie eine Pressekonferenz. ................................................... von martin mullis Die Sammelaktion der Unicef Sternenwoche findet jeweils kurz vor dem 1. Advent in zahlreichen Schulen der ganzen Schweiz statt. Die 22 altersdurchmischten Kinder der ersten bis zur dritten Klasse sowie einige ältere Schülerinnen und Schüler der Primarschule Obfelden hatten sich für dieses Projekt angemeldet. Für die Schule Obfelden ist es bereits die dritte Teilnahme. Die beteiligten Schüler veranstalteten am Donnerstagmorgen eine perfekt organisierte Pressekonferenz, um ihr Projekt ordentlich vorzustellen. Und die beflissenen Gastgeber hatten denn auch alle Hände voll zu tun, durften sie doch einige prominente Besucher empfangen. Da waren natürlich die Vertreter der Unicef und der Stargast Jonny Fischer vom Cabaret Divertimento, welcher als UnicefBotschafter auftrat, sowie die «Schweizer Familie», die sich entschieden hat-

te, dieses Jahr die Pressekonferenz in Obfelden zu besuchen, anwesend. Selbst der Obfelder Gemeindepräsident Thomas Ammann liess es sich nicht nehmen und besuchte zusammen mit gut 50 Eltern die aufgeregten Kinder im Schulhaus Schlossächer. Bestens einstudiert, stellten die Kinder ihr Projekt mit viel Enthusiasmus, aber auch einiger Nervosität vor. Die Sternenwoche findet vom 19. bis 25. November statt. Die Unicef sammelt dieses Jahr Spenden für sauberes Wasser für Schulen in Bolivien. In Bolivien leben 10 Millionen Einwohner aus über 37 Volksgruppen mit eigenen Kulturen und Sprachen, davon sind 45 Prozent Kinder. Indigene Kinder sind deutlich stärker Armut ausgesetzt und haben kaum Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie sauberem Wasser und Toiletten. Die Sternenwoche schafft und fördert so den Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken und Händewaschen und zu Toiletten.

Jonny Fischer: Komiker statt Polizist An der Pressekonferenz im Zimmer B14 des Schulhauses Schlossächer durften dann die Kinder und die anwesende Presse dem Unicef-Botschafter Jonny Fischer Fragen zu seiner Person und seinem Einsatz zugunsten der Unicef stellen. Fast selbstverständlich, dass der Divertimento-Kabarettist die Gelegenheit nutzte und sowohl die Schüler als auch die Erwachsenen mit

Bereicherung für alle

Zukunftstag im Haus zum Seewadel

Zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Haus zum Seewadel? (Bild zvg.)

Am 8. November waren neben den Mitarbeitenden, Bewohnern und Bewohnerinnen zusätzlich elf junge Menschen im Haus zum Seewadel anzutreffen. Es war der nationale Zukunftstag. An diesem Tag dürfen Schüler und Schülerinnen ab der 5. Klasse mit einem Elternteil bei der Arbeit dabei sein. Für die Kinder hiess es früh aufstehen, um bei Arbeitsbeginn bereit zu sein. Insgesamt fünf Mädchen und sechs Knaben besuchten das Haus zum Seewadel. Es waren sowohl Kinder von Mitarbeitenden, als auch solche, die sich über die Internetplattform «Nationaler Zukunftstag» angemeldet hatten. Die externen Schülerinnen und Schüler wurden jeweils einem Lernenden zugeteilt und erhielten so einen Einblick in die Arbeit der Pflege und Betreuung. Nachdem sie den ganzen Vormittag ihre Eltern oder die Lernenden begleitet hatten, durften sie sich um 12 Uhr endlich einmal hinsetzen und erfuhren die wichtigsten Eckdaten über das Haus zum Seewadel. Die Schülerinnen und Schüler waren froh, denn sie waren es nicht gewohnt, immer auf den Beinen zu stehen. Nach einem kurzen Bildervortrag ging es, noch vor dem Mittagessen, weiter zur Küchenbesichtigung. Dort durften die Kinder einen Hefeteig in Empfang nehmen und daraus eine Figur formen, die dann gebacken wurde. Nach dem Teig-

kneten ging es dann zum Zmittag ins hauseigene Restaurant. Nach so vielen Eindrücken genossen alle die verdiente Pause. Der Nachmittag war abwechslungsreich gestaltet mit verschiedenen Posten, an denen etwas selbst gemacht werden konnte. In der Werkstatt durften sie ein Holzkästchen herstellen, in der Aktivierung verliehen sie einem Bleistift eine persönliche Note, in der Pflege machten sie mittels spezieller Brillen die Erfahrung, wie es ist, sich mit einer Sehbehinderung zurechtfinden zu müssen, ebenso lernten sie einen Verband anlegen oder einander im Rollstuhl fachgerecht über Bordsteine zu schieben. In der Lingerie sahen sie, wie die Wäsche gewaschen und mit den speziellen Maschinen gebügelt wird und in der Gästebetreuung übten sie, einen Tisch fachgerecht aufzudecken. Dazwischen gab es zum Zvieri die am Mittag selbstgeformten, noch warmen und frisch gebackenen Figuren. Der nachmittägliche Rundgang durchs Haus vermittelte den jungen Menschen einen Gesamteinblick in alle Bereiche, die es für das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zum Seewadel braucht. Der Zukunftstag war sowohl für die Mitarbeitenden wie auch für die betagten Menschen erfrischend und bereichernd. Zufrieden und müde verliessen die Schülerinnen und Schüler gegen 16 Uhr den Arbeitsort. Zuhause hatten sie dann sicher vieles zu erzählen. (pd.)

Sympathischer Botschafter für eine gute Sache: Jonny Fischer (Mitte) vom Kabarett-Duo Divertimento. (Bild Martin Mullis) witzigen Bonmots und träfen Sprüchen bestens unterhielt. Auf entsprechende Fragen zu seiner Person hielt er fest, dass er ein sehr ängstliches Kind gewesen sei und deshalb eigentlich Polizist habe werden wollen. Er spielt einige Musikinstrumente, stammt aus einer kinderreichen Familie und setzt sich sehr gerne für eine so gute Sache wie die Unicef-Sammelaktion ein. Einem etwas aufgeregten und darum sehr zögerlich und leise sprechendem Knirps antwortete er

kurzerhand: «Ich verstehe deine Frage zwar nicht so ganz, kann dir aber sehr gerne antworten», worauf nicht nur das Publikum, sondern vor allem der fragende Schüler herzlich lachte. Natürlich waren auch einige bereits fertiggestellte Bastelarbeiten für den Verkauf am Basar im Schulzimmer ausgestellt. Von ganz besonderem Interesse war aber auch das beachtliche Kuchensortiment, welches für die Besucher der Pressekonferenz bereitstand. Der Organisatorin und Lehrerin

Manuela Rothenfluh blieb nur noch, allen Beteiligten herzlich zu danken. Der Unicef, der «Schweizer Familie», dem Cabaret Divertimento, allen beteiligten Lehrpersonen, dem «Dorfmärt» Obfelden, den Eltern und natürlich den Kindern. Sie alle haben sich eingesetzt und hoffen auf ein gutes Ergebnis für eine gute Sache. Der Sternenbasar findet am Donnerstag, 22., und Freitag, 23. November, jeweils von 13 bis 18 Uhr vor dem Dorfmärt/Volg in Obfelden statt.

Die Räben leuchten wieder

Die Zwilliker machten sich vor Affoltern auf den Umzug Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, die Sommerzeit umgestellt wird und die Tage kürzer werden, dann kommt die Zeit der Räbeliechtli. Jedes Jahr führen die Affoltemer Schulen ihren traditionellen Umzug durch. In Zwillikon fand er eine Woche früher statt als im benachbarten Affoltern. Es war ein gelungener, freudiger Anlass, die Kinder voller Aufregung, dass ihre Lichter immer schön leuchten. Das Wetter trug sein Gutes dazu bei: Angenehm warme Temperaturen, windstill und doch herbstlich, sodass Stimmung aufkam. Die eingeübten Lieder wurden von der Musiklehrerin begleitet und gaben dem Anlass einen vorweihnächtlichen Rahmen. Im Vorfeld waren die Messer und Ausstechförmli zum Einsatz gekommen, Eltern oder Grosseltern hatten

Der Räbeliechtli-Umzug – ein Erlebnis für Gross und Klein. (Bild Rolf Erne) emsig mitgeholfen, die Räben auszuhöhlen und mit den Hilfsmitteln zu kleinen Kunstwerken zu gestalten. Zum Umzug starteten die Kinder mit ihren Lehrpersonen, aus der Ferne war ein leuchtender, singender Tatzelwurm zu sehen und hören. Zwischenzeitlich konnten sich die Gäste mit Punsch und einem Schwatz verweilen,

bis die fröhliche Kinderschar zurückgekehrt war. Bevor es zum Essen des «Räbewegge» ging, wurde der Anlass mit weiterem Kindergesang abgerundet. Allen Beteiligten hat es gefallen – die Weihnachtszeit kann beginnen! Doris Schwarz und Manuela Müller, Schulleiterinnen

Mettmenstetter Dorfjass: Susi Hinnen als Siegerin Am letzten Freitag, 16. November, fand wieder das Dorf-Jassturnier der SVP Mettmenstetten statt. Es vermochte eine beachtliche Zahl von Freunden des Jasssports anzulocken. Traditionell herrscht am Mettmenstetter Dorfjass eine entspannte, gemütliche Atmosphäre. Der Anlass kennt deshalb eine treue Schar von begeisterten Jassern, die jedes Jahr erscheinen. Es war deshalb nicht nötig, vor dem Beginn des Jassens noch lange die Regeln zu erläutern. Diese waren allen bekannt und wurden gut beachtet. Dank der effizienten Datenverarbeitung durch Reto Zimmermann, den Sohn des OK-Präsidenten, konnte letzterer schon kurz nach der letzten Runde zur Rangverkündigung schreiten.

ten. Weiter stellte der Schützenverein Dachlissen-Mettmenstetten traditionsgemäss seinen zur Festwirtschaft umgebauten 10-mStand für diesen Anlass zur Verfügung. Einmal mehr Die Sieger des Abends: Susi Hinnen, flankiert von hat die OrganisaEdith Huber und Walter Burkhard. (Bild zvg.) tion reibungslos Die SVP war auch heuer in der Lage, geklappt und so durften die Jassfreunmit einem reich gedeckten Gabentisch de wiederum einen vergnüglichen, aufzuwarten und so war es wiederum heiteren Jassabend verleben. (pd.) möglich, allen Teilnehmer einen schönen Preis mit nach Hause zu geben. Auszug aus der Rangliste: 1. Susi Hinnen, 4384 Natürlich geht so etwas nur mit Hilfe Punkte; 2. Walter Burkhard, 4357; 3. Edith Huber, der grosszügigen Unterstützung des 4162. Vollständige Rang- und Sponsorenliste Anlasses durch das lokale Gewerbe, unter www.svp-bezirk-affoltern.ch/sektionen/ aber auch durch private Sympathisan- sektion-mettmenstetten.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. November 2018

Jubiläumskonzerte Gospelchor Affoltern Verstärkt durch den Ottenbacher Chor, liess der Gospelchor Affoltern sein Publikum begeistert mitswingen Einstudieren mit dem Chor übt sie zu den Songs auch immer passende Choreografien mit den Sängern und Sängerinnen des Chors ein. Dies ergibt somit für die Zuhörer auch ein stimmiges Bild, die Bewegung verhilft zu mehr Rhythmus – sowohl beim Chor wie auch beim Publikum. Sie meistert diese immensen Aufgaben bravourös, hat daneben ja noch andere musikalische Verpflichtungen und eine Familie, die ihre Aufmerksamkeit ebenfalls fordert. Und doch ist und bliebt sie bescheiden und zeigt immer wieder ihre Begeisterung und Hingabe. Der Bezirk Affoltern wäre wohl musikalisch sehr viel ärmer, wenn es sie hier nicht gäbe.

................................................... von susanne crimi Martin Eigenmann und seine langjährigen Bandkollegen luden die Zuschauer, die am Samstagabend fast alle Plätze in der reformierten Kirche in Affoltern besetzten, ein, mit ihrem Intro die Chormitglieder, die Solisten und Anette Bodenhöfer als Dirigentin zu begrüssen. Eigenmann beherrscht sein Klavier so selbstverständlich und virtuos, spielt darauf, wie wenn er damit seine ureigene Sprache reden würde und doch versteht und verstand ihn jeder der Anwesenden. Mit «Wade in the Water», einem klassischen Negro-Spiritual begann der Gospelchor sein Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Chors. In der Folge wechselten sich moderne und klassische Gospels ab und wurden mit Herzblut und viel Können vorgetragen. Der 60-köpfige Chor unter der Leitung von Anette Bodenhöfer überzeugte mit jedem Stück sein Publikum mehr und mehr. Geradezu beschwingte Songs reihten sich an solche, die gefühlvoll und schön vorgetragen, die Zuhörer ehrfürchtig zu den Sängern hochblicken liessen. Verglichen mit schwarz-amerikanischen Gottesdiensten, bei denen – nebst dem Prediger – meist der Chor die Besucher zu begeistertem und verzücktem Mitgehen veranlasst, ist es bei einem schweizerischen Publikum nicht immer einfach, die Anwesenden zum Mitswingen zu bewegen. Dem Gospelchor Affoltern anzeige

Kollekte für Kenia Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen – Begeisterung, die ansteckt. (Bild Susanne Crimi) ist das spätestens mit «Hope in my Soul, Hope for us All» gut gelungen. Anette Bodenhöfer forderte das Publikum nämlich kurzerhand dazu auf, einfach mitzusingen und mittels eingeblendetem Text war das für die Anwesenden auch kein Problem mehr.

Solisten aus dem Chor und stimmgewaltige Soul-Frau aus Rifferswil Aus den Reihen des Chors taten sich zwei Solisten besonders hervor: Johanna Werder und Andreas Manz. Zusammen mit Nadine Urmi, der souligen Stimme aus Rifferswil, boten sie Seite

an Seite mit dem Chor ein tolles Gospelerlebnis. Bekannte Songs wie «I Still Haven’t Found what I’m Looking For» von «U2» und «I Will Follow Him», gesungen 1963 von Peggy March und durch «Sister Act» später beinahe in jedermanns Ohr, liess die Zuhörer begeistert Beifall klatschen. Stille und nachdenkliche Stücke wie «Still», «Sometimes I Feel Like a Motherless Child» und «Let Me Fly», welche die beiden Chöre zwei aus ihren Reihen kürzlich verstorbenen Mitgliedern widmeten, zeigten die anderen Seiten des Gospels auf – nachdenklich, melancholisch und gefühlvoll. Und sie

liess den stimmgewaltigen Chor auch gesanglich sein Können erleben und hören. Den anwesenden Zuhörern wurde ein fast eineinhalbstündiges, sehr vielfältiges Programm geboten.

Sehr musikalisch und beinahe zu bescheiden: Anette Bodenhöfer Martin Eigenmann begleitete gefühlvoll mit seinem Spiel die Einleitungen, die passend und doch so anmutig von der grossartigen und ausgesprochen musikalischen Dirigentin der beiden Chöre, Anette Bodenhöfer, angekündigt wurden. Nebst dem

Im Schlusswort erwähnte Kurt Gonzenbach noch die Kollekte. Einen Teil der Einnahmen möchte der Gospelchor Affoltern nämlich einem Projekt in Kenia spenden, das sich für gut zugängliche Wasserquellen einsetzt und unter der Wohltätigkeitsvereinigung «Brot für die Welt» angesiedelt ist. Zusammen mit vielen anderen Gospelchören wurde zwecks Sammlung für dieses Hilfswerk am vergangenen Samstagabend eine «GospelNight» ausgetragen. Der 25-jährige Chor hat sich diesem Vorhaben gerne angeschlossen und spendet deshalb einen Teil seines «Geburtstagsgeldes» – «Halleluja»!


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. November 2018

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Ein ganzes Leben – Szenische Lesung Irina Schönen und Gian Rupf lasen in der Bibliothek Ottenbach Fast zwei Stunden lang lauschten die Besucher der Bibliothek Ottenbach gebannt den Szenen aus dem Leben von Andreas Egger, einem einfachen Seilbahnarbeiter im 20. Jahrhundert. Die Schauspieler Irina Schönen und Gian Rupf gestalteten den Text so, dass tiefe Betroffenheit und Nachdenklichkeit nachklang. ................................................... von regula zellweger Sitzstufen findet man in vielen Bibliotheken. Hier können bei Anlässen Zuschauer und Zuhörer auf relativ kleinem Raum genügend Platz finden. Am vergangenen Freitag war in der Bibliothek alles anders. Stuhlreihen für das Publikum waren auf die Sitzstufen ausgerichtet. Ein schmales Holzpodest war auf den Sitzstufen aufgebaut, abgestützt auf zwei Buchstapel. Auf dem Podest standen ein Taburett und ein dreibeiniger Schemel. Irina Schönen und Gian Rupf stiegen die Sitzstufen hinauf, öffneten das Taburett, entnahmen ihm zwei gleiche Bücher und setzten sich auf die beiden Stühle. Und dann war man mitten in einer anderen Welt.

Verdingkind

Die Schauspieler Irina Schönen und Gian Rupf lasen aus dem Roman «Ein ganzes Leben» von Robert Seethaler und lösten tiefe Betroffenheit aus. (Bild Regula Zellweger)

Im Bergdorf waren die Menschen zu Beginn des letzten Jahrhunderts arm. Manche ärmer und ohnmächtiger als andere. So Andreas Egger, der als vierjähriges Waisenkind zum reichen, sadistischen Bauern Kranzstocker gekommen war. Dieser pflegte den Jun-

gen mit einer Haselrute zu züchtigen. Der Junge lernte spät sprechen, und tat es sein Leben lang selten. Als der Bauer wieder einmal das nackte Hinterteil des kleinen Jungen mit einem Stock traktierte, knackte es. Ein Knochen war gebrochen. Der Knochenrichter schiente das Bein, rieb Kräutersalbe ein und verband das Bein. Als der Verband nach sechs Wochen entfernt wurde, war Andreas Egger gehbehindert. Sein Leben lang. 1910 kam Andreas in die Dorfschule – wenn er nicht für den Bauern schuften musste. Er ging langsam, dachte langsam und sprach langsam. Aber er war körperlich stark. Mit 18 Jahren bot er dem Bauern die Stirn: «Wenn Du mich noch einmal schlägst, bringe ich Dich um.»

Liebe und Krieg Andreas Egger bezog eine Hütte hoch über dem Dorf. Zu dieser Zeit wurde im Tal eine Seilbahn gebaut, der Tourismus hielt Einzug. Egger fand trotz seiner Behinderung Arbeit beim Seilbahnbau und in Marie fand er eine liebevolle Frau. Er bat sie, ihn zu heiraten, indem er an der Felswand die Worte «Für Dich Marie» mit 250 1,5 Kilogramm schweren Säckchen mit Holzstückchen entzünden liess. Marie und er verstanden sich ohne viele Worte. Doch das Glück war von kurzer Dauer, eine Lawine begrub die Hütte und Marie unter sich. Egger fand weiterhin Arbeit beim Seilbahnbau. 1942 wurde er eingezogen, kam in den Kaukasus, um «den Osten zu befreien». Bald geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. Erst 1951 kehrte er zurück. Nun wurde es

immer schwieriger, Arbeit zu finden. Egger lebte und starb in tiefster Armut.

Authentisch Die Zuhörer verfolgten fasziniert die Lesung der beiden Schauspieler, die grobe, schmutzige Bergschuhe mit Wollsocken und Kleider trugen, die zu der Zeit und der Bergwelt passten. Die Dramaturgie der Lesung, der Wechsel der Stimmen, die lebendige Mimik der Schauspieler und die bildhafte Sprache des österreichischen Schriftstellers Robert Seethaler fesselten, berührten, bewegten – man merkte nicht, wie die Zeit verflog. Man war emotional unausweichlich mitten drin. In den Köpfen liefen individuelle Filme ab, die nachhaltig bleiben werden. Es war erklärte Absicht der Schauspieler, Betroffenheit auszulösen. Dies gelang, weil beide den Protagonisten spürbar achten und lieben, einen einfachen, ehrlichen, geraden Menschen. Der Roman beschreibt die Zeit der Grosseltern der Bibliotheksbesucher, eine Generation, die zwei Weltkriege erlebte. Manch einer besann sich zurück an deren Erzählungen, an die Werte, welche diese aufgrund ihrer Zeit vermittelt hatten. Und zog die Parallele zur Gegenwart. Wie stehen wir heute im Leben? Das Team der Bibliothek Ottenbach hat den Besuchern ein tiefgründiges, nachhaltiges Erlebnis beschert und einmal mehr aufgezeigt, dass Bücher, Lebensgeschichten, von professionellen Schauspielern beeindruckend vermittelt, unter die Haut gehen und bewegen können.

Ein Raum voller Bekenntnisse Der «Anzeiger» war zu Besuch in der Bibliothek Obfelden Anders als die meisten bietet die Bibliothek Obfelden keine Lesungen an. Dafür erwarten die Besucherinnen und Besucher rund 10 000 Medien und vier ganz reizende Damen. ................................................... von livia häberling Lexi ist reich, sie ist cool und sie ist ein Junkie. Und weil das so ist, war sie am Freitag in der Bibliothek Obfelden zu Gast. Ihr Job? Ein paar Jugendliche der dritten Sekundarklasse von Bruno Seiler in die Sucht reissen. In die Buchstabensucht. Diese nimmt nämlich während der Sekundarschulzeit eher ab, wie Bibliothekarin Regula Herrmann weiss: «Die Jugendlichen sind während dieser Zeit stark mit der Berufswahl und anderen Interessen beschäftigt. Das Lesen steht dann für die meisten nicht an oberster Stelle.» Um sie wieder für die Lektüre zu begeistern, stellt das Bibliotheksteam den Schülerinnen und Schülern einmal jährlich eine Auswahl von Büchern vor. Am Freitag waren es sechs, und Lexi war die Protagonistin im Roman «Clean» von Juno Dawson.

Schon die Spielgrüppler sind regelmässig zu Besuch «Die Bibliothek Obfelden soll für die Besucherinnen und Besucher ein vertrauter Ort sein, an dem sie gerne verweilen», erklärt Herrmann. Deshalb sind bereits die Spielgrüppler einmal im Monat zu Besuch. Sie kennen zwar das ABC noch nicht, doch für eine schöne Geschichte sind auch die

Kleinsten zu begeistern. Im Kindergarten dürfen sie sich dann ihre Lieblingsbücher für die Bücherecke auswählen, und auch während der obligatorischen Schulzeit sind sie weiterhin regelmässig zu Gast. Die Idee dahinter: Obfeldens Einwohnerinnen und Einwohner sollen bereits im Kindesalter mit der Bibliothek vertraut werden, sich an sie gewöhnen und immer gerne wiederkommen. Auch das Bibliotheksteam von Obfelden hat einst geprüft, öffentliche Lesungen anzubieten. Schlussendlich hat man sich jedoch dagegen entschieden und setzt stattdessen auf die enge Zusammenarbeit mit der Primar- und Sekundarschule. «Mit ‹Kultur Obfelden› gibt es in Obfelden bereits ein attraktives kulturelles Angebot. Ausserdem finden im ganzen Bezirk regelmässig Lesungen statt», betont Herrmann.

Schiller und Shakespeare sind out Was lesen denn die Gäste in der Bibliothek Obfelden am liebsten? «Begehrt sind vor allem die Neuerscheinungen», weiss Herrmann. Ebenfalls wichtig: Dass man die Lektüre auch ohne Königs Erläuterungen und andere Lesekrücken kapiert. Klassiker seien heute nicht mehr gefragt. «Ein Grossteil der Leserinnen und Leser möchte bei der Lektüre abschalten können, viel wichtiger ist deshalb, dass sie unterhaltsam ist.» Jojo Moyes, Lucinda Riley oder Mona Kasten – ihre Bücher wurden dieses Jahr besonders häufig ausgeliehen. Und klar: Wenig überraschend wurde auch Obfelden vom «FerranteFieber» gepackt. Ihre neapolitanische

Saga um die Freundinnen Elena und Lila ist noch immer heiss begeht. Apropos: Heiss – oder auch skandalös, je nach Optik – gehts bekanntlich in der Roman-Trilogie «Fifty Shades» von E.L. James zu und her. Darf man das? Als öffentliche Bibliothek solche einschlägigen Bücher Bücher anbieten? Das Obfelder Team fand: Ja. Ganz zur Freude der Leserinnen und Leser. Auch diese Romane waren während längerer Zeit der Renner.

Aufklärungsratgeber: voll peinlich 1000 neue Medien schafft die Bibliothek Obfelden jedes Jahr an. Ebenso viele werden im selben Zeitraum aussortiert. Das entspricht je einem Zehntel des gesamten Medienangebots. Dieses besteht nicht nur aus Büchern, auch DVD und CDs gehören dazu. Ja: CDs! Der Star darunter: Die Bravo Hits – inzwischen ist die Serie bei der Nummer 103 angelangt. Nicht mehr ganz so beliebt sind hingegen die Sachbücher und Ratgeber für Erwachsene. Besonders schlecht performt eine Gattung: Das Aufklärungsbuch. Es wird nur selten ausgeliehen. Aber gelesen, das werden diese Bücher. Im Geheimen, versteht sich. Es ist ein bisschen wie mit dem Alkohol: Fast alle konsumieren das Zeug irgendwann mal in diesem Alter, doch es ist angenehmer, sich dabei nicht erwischen zu lassen. Und so finden die Bibliothekarinnen die Bücher an allerlei Orten: auf den Tischen oder zwischen die Regale gequetscht. Ist ja auch mega peinlich! Wer braucht in so was denn Nachhilfe…?!

Das Team der Bibliothek Obfelden von links: Sheila Lanz, Elisabeth Frey, Beatrix Casanova und Regula Herrmann. (Bild Livia Häberling) Um zehn Uhr ist die Bücherrunde für die Klasse von Bruno Seiler zu Ende. Zwei Jugendliche haben ein Buch reserviert. «Manche kommen auch später in Ruhe nochmals vorbei», so Herrmann. Gerade, wenn es um Liebesgeschichten geht. Die werden meistens nicht so gerne vor den

Augen der restlichen Klasse ausgeliehen. Literatur ist halt immer auch ein bisschen Bekenntnis. Für Einheimische ist die Ausleihe in der Bibliothek Obfelden gratis, Auswärtige bezahlen eine Jahresgebühr von 40 Franken. Weitere Infos unter www.bibliothek-obfelden.ch.


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Vermischtes

kommentar

Vergewaltigte Frauen in Afrika: Hilfe kommt aus Knonau

Was gehen uns vergewaltigte Frauen in Afrika an? von christine häusermann

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us der Mission, die früher aus Menschen in Afrika und anderswo Christen machte und die wir von unserer «entkolonialisierten» Warte aus mit Naserümpfen betrachten, ist eine Mission entstanden, die das Ziel hat, die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika zu verbessern. Dass dieses Hilfsprogramm und die Aufklärung vor Ort vor allem von Einheimischen angeboten wird, überzeugt. Mit finanzieller Hilfe können wir wenigen Opfern dieser Auseinandersetzungen zwar helfen, «den Laden aufräumen» müssen die Kongolesen aber selber und es wäre an der Zeit! Der Kongo hat seine fundamentalen Probleme, wir haben unsere «Peanuts». Aber auch wir sind gefordert, sei es nun mit Spesenabrechnungen von Politikern und Militärs, die sich im Selbstbedienungsladen Staat glauben, jahrelang zuschauenden Behörden, die einem Tierquäler nicht Einhalt gebieten und lieber Tierschützer kriminalisieren, steigendem Rassismus gegenüber anders Denkenden und Glaubenden, sexuellem Missbrauch insbesondere von Kindern, Führungskräften, an denen die Sexismus-Debatte der letzten 50 Jahre spurlos vorbeigegangen ist, ökologischen Herausforderungen usw. Missstände beseitigen, ob bei uns oder in Afrika, können wir nur indem wir ihnen persönliche Integrität entgegensetzen, für uns Respekt einfordern und andern entgegenbringen, das eigene Konsumverhalten reflektieren und uns in Toleranz, Nachsicht und (Galgen-)Humor üben, auch wenn das im Gedränge von 7.6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten zunehmend schwieriger wird. Nicht immer vielleicht, aber immer öfter.

Dienstag, 20. November 2018

Die Mission am Nil engagiert sich im Ostkongo Sie haben zwar nicht den Friedensnobelpreis 2018 gewonnen, aber die Mission am Nil, die ihren Sitz in Knonau hat, betätigt sich im gleichen Bereich wie Preisträger Dr. Denis Mukwege. Sie führt im Ostkongo ein Rehabilitationszentrum für Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind.

trums sind alles einheimische Kongolesen, Pfarrer Kishibisha gehört der Pfingstgemeinde an und bietet eine Morgenandacht und Gottesdienste an, den Frauen ist es aber freigestellt, ob sie daran teilnehmen möchten oder nicht. Die Hilfe wird allen betroffenen Frauen angeboten, unabhängig von ihrer religiösen Haltung.

«Mehr Kishibishas»

................................................... von christine häusermann Es sind Berichte, die man nicht gerne liest und bei denen einem schlecht wird. Man – insbesondere frau – fühlt sich nach der Lektüre ohnmächtig oder man kriegt die kalte Wut und denkt, warum drücken sie diesen Frauen nicht einen Revolver in die Hand, wenn sie wieder an ihren gefährlichen Wohnort zurückkehren – egal, ob die Täter auch Gewalt erfahren haben oder nicht. Die Wut ist zwar gesünder als die Ohnmacht, aber beide helfen den betroffenen Frauen nicht.

Sarah Flisch von der Mission am Nil mit bunten Flechttaschen kongolesischer Frauen. (Bild Christine Häusermann)

Fisteln – das Problem armer Frauen in Afrika Schon bei normalen Geburten, aufgrund von mangelndem präventivem Wissen und fehlender Betreuung durch Hebammen oder Ärzte, leiden Frauen in Afrika besonders unter Fisteln, Organdurchbrüchen, nach solchen sich z.B. die Blase oder der Darm über die Vagina entleert. Dadurch werden die Frauen inkontinent. Das Problem der Fisteln kennen aber insbesondere Frauen, die vergewaltigt werden oder gar einer Gruppenvergewaltigung zum Opfer gefallen sind oder einer Vergewaltigung, bei der es gar nicht um die «Belohnung» und Lustbefriedigung der Männer geht, sondern nur um Macht und Terror. Dazu werden die Frauen mit Gegenständen erniedrigt, gefoltert und schwer verletzt. Es ist eine wirksame und zugleich «kostengünstige» Kriegswaffe, um Personen, Familien, ja ganze Gemeinschaften zu zerstören, sei es im Kongo oder in vielen anderen Kriegsgebieten dieser Welt. Finden solche Vergewaltigungen in Konfliktgebieten statt, werden sie als Kriegsverbrechen taxiert. Aber was nützt Art. 27 der Genfer Konvention aus dem Jahre 1949, in der es heisst, dass Frauen besonderem Schutz unterstellt sind, wenn der Staat sie nicht schützt oder schützen kann.

Mit Mut und Ausdauer: Pfarrer Kishibisha (Mitte) mit seinem Team. (Bild MaN) Das Panzi-Zentrum der Mission am Nil Im Panzi-Zentrum in Bukavu, einer Millionenstadt am Kivu-See im Osten der Demokratischen Republik Kongo, führt die Mission am Nil seit 2007 ein Zentrum für betroffene Frauen. Hier werden Frauen während elf Monaten gesundheitlich und seelsorgerisch betreut. Oft sind die Frauen in Begleitung ihrer zwei bis drei Kinder, die auch im Panzi-Zentrum leben können. Die zehn bis zwölf Frauen werden von einer Pflegefachfrau und einem Pfleger gesundheitlich betreut z.B. nach einer Operation im Spital von Friedensnobelpreisträger 2018, Dr. Denis Mukwege, der auch im Stadtteil Panzi, daher der gleiche Name, sein Spital führt. Die Frauen können sich gesundheitlich erholen, sorgen und betreuen ihre Kinder, bepflanzen ein Stück Garten und lernen während ihres Aufenthaltes Taschen zu flechten und auf soliden Tretnähmaschinen Kleider zu nä-

hen. Damit können sie nach ihrem Aufenthalt ein eigenes bescheidenes Einkommen erwirtschaften, das sie mit einem Startkapital von umgerechnet 500 Schweizerfranken der Mission am Nil aufbauen können. Die Kinder werden tagsüber durch eine Ehefrau eines Mitarbeiters des Panzi-Zentrums und einer Primarlehrerin betreut und geschult. Das Panzi-Zentrum holt die Frauen aus ihrer Apathie, vermittelt ihnen wieder Lebensfreude, macht ihnen Mut für die Zukunft, damit sie ihr Leben auch alleine meistern können und es schafft wieder Vertrauen durch positive Erfahrungen, zum Beispiel die, dass nicht alle Männer Vergewaltiger sind. Eine wichtige Erfahrung, die sie auch mit dem Krankenpfleger des Panzi-Zentrums machen. Der Leiter des Zentrums ist Pfarrer Maurice Kishibisha, der die seelsorgerische Betreuung der Frauen übernimmt. Die Mitarbeiter des Panzi-Zen-

Sarah Flisch arbeitet seit fünf Jahren für die Mission am Nil und begleitet das Institutionsprogramm des Hilfswerks zur Qualitätskontrolle. «Es sollte einfach mehr Kishibishas geben», meint sie auf die Frage, wie man die Probleme im Kongo in den Griff kriegen könnte. Pfarrer Maurice Kishibisha führt im Ostkongo, in Zusammenarbeit mit örtlichen Kirchen und freiwilligen Helfern, pro Jahr auch bis zu sieben Weiterbildungsseminare durch. Bis zu 1000 Menschen kämen bei solchen Seminaren zusammen, sagt Sarah Flisch. Kishibisha thematisiere die Verstossung der Frauen durch ihre Ehemänner, weil die Frauen durch die Vergewaltigung «Ehebruch» begangen hätten. Dabei gäbe es auch solche, die die Tat benutzten, um ihre Frauen loszuwerden. Nach der Vergewaltigung erleiden viele Frauen auch noch den Verrat ihrer Familie. Inkontinente Frauen werden oft gemieden oder es wird nichts von ihnen gekauft, weil sie stinken würden. Wichtige Themen seien aber auch HIV/Aids, Gesellschaftsentwicklungen, schädliche Traditionen, Friedensförderung u.v.m. Aber in diesem riesigen Land, bleibt seine Aufklärung ein Tropfen auf den heissen Stein.

Jede Frau zählt Der Ostkongo ist voller wertvoller Rohstoffe und steht im Fokus internationaler Interessen. Präsident Kabila hält ohne Mandat an der Macht fest, Polizei und Armee drangsalieren die Bevölkerung, die UN-Truppen sind zu klein, um viel auszurichten und möchten eigentlich abziehen, bewaffnete Rebellengruppen marodieren durch das Land. Die Vergewaltigungen werden immer brutaler. Sarah Flisch meint auf die Frage, ob sie denn manchmal nicht den Mut verliere und ihre Arbeit sinnlos finde. «Manchmal ist es schon schwierig», sagt sie, «aber was zählt, ist das Individuum, jede einzelne Frau, deren Leben wir verbessern können.»

zwischen-ruf

Zerklüftete Küsten und Mitternachtssonne Gegen 200 Personen folgten der Multivisionsschau über Norwegen im Kasinosaal Affoltern Vom Nordkap bis hin zur fast mediterran anmutenden Südküste – der warme Golfstrom machts möglich – hat Norwegen einiges zu bieten. Einen Eindruck vermittelte die Multivisionsschau von Corrado Filipponi, die kürzlich im Kasinosaal Affoltern zu bestaunen war. Gegen 200 Interessierte folgten seinen Ausführungen. Einige waren dafür sogar aus Biel angereist. Mit Norwegen ging Filipponi dahin zurück, wo er sich vor bald 30 Jahren mit dem Reisevirus infiziert hat. Zum Glück: «Er ist ein grossartiger Fotograf», meinte Co-Organisator Edwin Glättli nach der Multivisionsschau voll des Lobes. Doch nicht nur die eindrücklichen Bilder haben das Publikum begeistert, Filipponi liess

Übrigens … Wir gingen spazieren. Inge blieb stehen und berührte eine Blüte. «Schau, wie wundervoll die Blütenblätter angeordnet sind.» Wir liefen weiter. Inge deutete hoch zum Himmel: «Schau mal das Wolkengebilde. Wunderwunderschön.» Wir kamen zu einem grossen Baum. Inge breitete die Arme aus. «Schau, wie stark diese Eiche ist, einfach wunderbar. Eichen können tausend Jahre alt werden.» Dann senkte sie den Kopf: «Ich habs dir noch nicht gesagt, aber, der Krebs ist zurück.» Ute Ruf anzeige

Das Interesse war gross an der Multivisionsschau «Norwegen und Hurtigruten» im Kasinosaal Affoltern. (Bild zvg.) zusätzlich seine umfassenden Recherchen und persönlichen Erlebnisse einfliessen, etwa über die Fischzucht oder

die Beerenverarbeitung. Edwin Glättli denkt deshalb bereits über einen weiteren Event im nächsten Jahr nach.

Der Termin im November habe sich bewährt. Offen ist, welche Destination dann im Mittelpunkt stehen soll. (tst.)


Forum

Kein Bundesrat am Chlausmärt-Stand

Am Chlausmärt anzutreffen: EVP-Kandidierende der Kantonsratswahlen. (Bild zvg.) Mit der Affoltemer Bevölkerung am Chlausmärt auf Tuchfühlung gehen. Darauf freut sich die EVP jedes Jahr. Auch wenn sie keinen Bundesrat präsentieren kann. Aber dafür sorgt an ihrem Stand ein knisterndes Holzofenfeuer für ein Ambiente, das den feinen «Gewürz-Trunk», den frischen Kaffee und das legendäre Weihnachtsgebäck noch besser schmecken lässt. Und Spielernaturen, ob Gross oder Klein, können sich beim neu konzipierten Kunstrasen-Golf messen. Beim Überwinden der kniffligen Hindernisse wird es nur Gewinner geben. Denn ein schönes, handgearbeitetes Holzlicht werden alle erhalten. Und wem die Glücksfee zublinzelt, der bekommt sogar einen reichhaltigen, mit Produkten aus der Region gefüllten Geschenkkorb.

Beim Weichenstellen mitreden Da auch alle EVP-Kandidierenden für die Kantonsratswahlen anwesend sind, können Marktbesucher erfahren, wer wofür steht. So will sich der bisherige Kantonsrat Daniel Sommer weiterhin für ein gesundes Gewerbe,

einen starken öV und erneuerbare Energien einsetzen. Für Eveline Fenner, Präsidentin der RPK Affoltern, muss staatliches Handeln am Wohlergehen aller Menschen gemessen werden, was auch weniger Verwalten bedeuten kann. Stadtrat Markus Gasser will auch als Kantonsrat dafür sorgen, dass sich die Anliegen der Menschen und der Umwelt vereinbaren lassen. Der Obfelder Gemeinderat Christoph Kobel will notwendige gesellschaftliche Umbauten so angehen, dass unser bestehendes Fundament nicht beschädigt wird. Der Bäuerin und Präsidentin der Sekundarschulpflege Hausen-KappelRifferswil Regula Baer ist ein sorgfältiger und respektvoller Umgang mit Menschen und Natur wichtig. Und Pfarrer Werner Schneebeli steht bekanntlich dafür ein, dass auch politische Entscheidungen dem Leben und der Liebe dienen sollen. Die EVP Affoltern freut sich auf regen Besuch am Stand Nr. 71, wo Spielfreude, Begegnung und Austausch im Zentrum stehen sollen. EVP Bezirk Affoltern

Ein «Krankheitswesen» Von mir aus kann das Spital Affoltern erhalten werden, wenn es kostendeckend betrieben wird. Die Entlohnung muss gedeckelt sein. Mehr als ein Bundesrat darf kein Chefarzt verdienen. Gutes Beispiel Spital Bülach. Vor 50 und mehr Jahren war es sinnvoll, in der Nähe ein Spital zu betreiben. Die öV waren weniger ausgebaut, die Leute noch nicht so mobil und die SpitalLohnkosten dazumal noch vernünftig. Aber heute stehen im Umkreis von Affoltern vier Spitäler, die in 20 Minuten erreichbar sind. Auch im Kantonsspital Zug in Baar, wird man mit Grundversicherung behandelt. Diese Spitäler sind nicht anonyme Betriebe, das Personal ist freundlich und zuvorkommend, selbst erfahren in Baar. Zum Nachdenken: In Schweden – achtmal grössere Fläche als die Schweiz – gibt es weniger Spitäler als allein im Kanton Bern! Es gibt auch Grenzen und Unzufriedenheit im schwedischen «Krankheitswesen». Das Stadtspital Waid und Triemli sind nicht ausgelastet, das Limmattal Spital wurde mit weniger Betten neu gebaut. Über Spitalschliessungen oder kein Leistungsauftrag mit der neuen Spitalplanung im Kanton Zürich bis 2022 wird sicher nachgedacht. Leider wird das gut gemeinte KVG – allen Kranken die notwendige ärztli-

che Versorgung zu gewähren – überstrapaziert. Es ist nicht alt Bundesrätin Ruth Dreyfuss anzulasten, dass daraus eine gesetzlich legitimierte Selbstbereicherung aller Beteiligten und Zulieferer geworden ist. Unsere Politiker lassen das seit Jahren zu, ihre Interessenbindungen gehen vor, die übrige Bevölkerung soll zahlen. Es wäre ihre Aufgabe und Pflicht, die gesetzlichen Leitplanken gegenüber der Pharmaindustrie, Krankenkassen und Ärzten zu setzen. Es ist schon speziell, die Bevölkerung ist zu gesetzlichen Prämienzahlungen verpflichtet, ein Teil der Ärzte, die Pharmaindustrie und Krankenkassen bedienen sich ohne Scham und Grenzen an den Prämiengeldern. Und dann das: die Schweizer Spitäler sind nur noch Mittelmass in der Spitalhygiene, im zweitteuersten «Krankheitswesen» der Welt! Sparen die Spitäler am falschen Ort, damit mehr bleibt für Bonuszahlungen? Auch so ein absolutes Unding. Eigentlich könnte die Bevölkerung gegen das leidige Thema Prämiensteigerungen ein starkes Zeichen setzen, nur noch Grundversicherung wählen und zur günstigsten Krankenkasse wechseln. Kurt Baumann, Ebertswil

Dienstag, 20. November 2018

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Die EDU sagt ja zur Selbstbestimmungsinitiative

Meinungsbildung ermöglichen

Abstimmung vom 25. November.

Am 25. November können wir zu drei Vorlagen Stellung nehmen. Die Meinungsbildung mit Pro und Kontra fällt mir auch dieses Mal nicht leicht. Das neu gestaltete Abstimmungsbüchlein, gegliedert in je vier Abschnitte (in Kürze, im Detail, Argumente Ja/Nein, Abstimmungstext), gefällt mir gut. Aber auch da geben Aussagen und Zahlen zu diskutieren und führten bereits über Einsprachen zu Korrekturen. Deshalb brauchte ich Medien wie Fernsehen, Radio, Print und Internet. Aber welche Titel sind glaubwürdig und ausgewogen? Vor wenigen Tagen wurde der «Media Use Index 2018» publiziert, der seit 2009 jährlich die Art von Mediennutzug und Informationsgehalt nach Altersstufen erhebt. Dabei erzielen SRF-TV und -Radio Spitzenwerte punkto Verbreitung, Qualität und Ausgewogenheit mit verschiedensten ihrer Sendegefässe. Beim Internet-Surfen habe ich folgende Möglichkeiten entdeckt: Mit «Sendungen A-Z» kann ich gezielt aussuchen nach 10vor10, Abstimmung, Arena, Club, Echo der Zeit, Tagesgespräch etc. Zudem habe ich auf Teletext kompakte Informationen ab den Seiten 450, 460, 470 entdeckt. Und dann gehört für mich auch noch etwas Heiteres dazu wie die Satire «Vetters Töne» vom 10. November. Auf jeden Fall ist mir diese Informations- und Meinungsvielfalt jeden Franken meiner SRG-Gebühr wert.

che Schöpfungsordnung. Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen wie es in 1. Mose 1.27 heisst. Die UNO treibt es weiter und die EU machte da auch mit: In der am 28. September 2018 veröffentlichten Erklärung der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen zum «Internationalen Tag der sicheren Abtreibung» werden Regierungen auf der ganzen Welt aufgefordert, die Abtreibung staatlich zu subventionieren und die Gewissensfreiheit von Ärzten, die sich weigern Abtreibungen vorzunehmen, aufzuheben. Sie werden dadurch gezwungen, Abtreibungen vorzunehmen. So weit kann es kommen, wenn wir nicht mit der Selbstbestimmungsinitiative einen Riegel schieben.

Die Schweiz hat die Bundesverfassung als oberste Rechtsquelle, welche mit «Im Namen Gottes» beginnt und auch das zwingende Völkerrecht einschliesst. Das soll so bleiben. Wir haben genug von den Mogelpackungen. In der dieses Jahr von beiden Parlamentskammern verabschiedeten «Istanbul-Konvention zum Schutz der Frau vor Gewalt» wurde das Volk an der Nase herumgeführt. In Art. 3 der Konvention wird unter der Definition des Geschlechts klammheimlich auch die Genderfrage geregelt. Wörtlich heisst es: «Das Geschlecht wird nicht mehr biologisch bestimmt, sondern man stellt auf die gesellschaftlich geprägten Rollen, Verhaltensweisen, Tätigkeiten und Verhaltensweisen ab». Dies ist ein Verstoss gegen die göttli-

Hans Peter Häring, alt Kantonsrat EDU, Wettswil

Bestehendes bewahren

Haben Sie schon abgestimmt?

Glocken wichtiger als Nächstenliebe, Leserbrief vom 8. November.

Abstimmung vom 25. November.

Herr Hegetschweiler, was erlauben Sie sich, sich in Dorfangelegenheiten einzumischen und nicht einmal im Dorf Maschwanden zu wohnen! Ausser beissendem Spott kann ich in Ihrem Leserbrief nichts finden, was sachlich zum Glockengeläut in Maschwanden beiträgt. Schon einmal etwas von Dorfgemeinschaft gehört? Es gab eine Abstimmung mit klarem Ausgang. Jede Familie weiss, wohin sie ihr Zuhause verlegt und notabene steht die Kirche nicht erst seit gestern am Kirchenrain im Dorf Maschwanden. Maschwanden ist noch eines der letzten Dörfer mit mehrheitlich bewirtschafteten Bauernhöfen im Kanton und das, muss man neidlos sagen, mit seit Generationen alteingesessenen Familien. Maschwanden will sich bewahren wie es ist und das finde ich gut so – es lebe die Demokratie! Annemarie Galli-Odermatt, Mettmenstetten

Die Schweiz ist eine Exportnation. Sehr viele unserer Arbeitsplätze und ein erheblicher Teil unserer Steuereinnahmen hängen direkt von Handelsbeziehungen mit dem Ausland ab. Wir und unsere ausländischen Partner brauchen verlässliche Beziehungen. Diese werden in rund 600 Wirtschafts-Verträgen geregelt. Wird die Selbstbestimmungs-Initiative angenommen, müssen diese eventuell neu verhandelt oder gekündigt werden. Das schafft Rechtsunsicherheit und damit Irritation bei unseren Partnern. Zudem ist die Einhaltung des Völkerrechts entscheidend, damit ein Kleinstaat wie die Schweiz seine Interessen international durchsetzen kann. Denn wenn internationale Verträge nicht mehr eingehalten werden, gilt das Recht des Stärkeren. Das kann nicht im Interesse der Schweiz sein. Deshalb habe ich bereits ein überzeugtes «Nein» eingelegt. Sie auch? Arianne Moser-Schäfer, Bonstetten, Kantonsratskandidatin FDP

Novemberstimmungen im Säuliamt. (Leserbild Benjamin Fenner)

Hans Baumann, Zwillikon

Diskussion beendet Mit diesen Beiträgen schliesst der «Anzeiger» die Diskussion zu den Vorlagen vom 25. November ab. Zu anderen Themen sind Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch nach wie vor willkommen. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)


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Chlausmärt & Sonntagsverkauf

in Affoltern an der Oberen Bahnhofstrasse

25. November 10 bis 17 Uhr Chlausmärt Sonntag 25. November 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

10% Degustationsrabatt

Seit 50 Jahren die Buchhandlung in Ihrer Nähe

Chlausmärt und Sonntagsverkauf

Obere Bahnhofstrasse 6, 8910 Affoltern a.A.

Sonntag, 25. November 2018, 10.00 bis 17.00 Uhr Besuchen Sie unsere Buchhandlung am Chlausmärt in Affoltern am Albis. Nebst einer grossen Auswahl an aktuellen Weihnachtstiteln finden Sie auch alles andere was das Leser-, bzw. Schenkerherz begehrt. Auch in diesem Jahr können Sie mit unserem Weihnachtswettbewerb Büchergutscheine im Gesamtwert von CHF 500.- gewinnen.

Sonntagsverkauf

25. November 2018, 10.00-17.00 Uhr mit 10% auf das gesamte Sortiment. Karin Schlatter freut sich auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten ab 18. Dezember bis Weihnachten Morgens 10.00 bis 12.00 Uhr, mittags 14.00 bis 18.30 Uhr Achtung Am Montag, 24. Dezember, ist das Geschäft von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Accotravel Reisebüro Alfilo Hairdesign ⁄ Kosmetik Allianz Suisse Amavita Apotheke, GaleniCare AG Astrid Rellstab Treuhand + Immobilien Bäckerei Iten Bäckerei-Konditorei Nussbaumer Bala Bauservice Café Casino Coiffure+Kosmetik Siegfried expert Senn Engel & Völkers Fashion Dreams Fressnapf Hausauktionen.ch Huber-Bijouterie GmbH Ing. Fust AG like home genussoase Moser Treuhand myoptix.ch AG Nachtflug Lounge Spyre Bar Orthovital GmbH Quickline Shop Affoltern Roman Peter Tabak Roots Lounge und Bar Scheidegger Buchhandlung seematter's personal home concepts Silca Textilpflege Sohu Coaching Tiefenbacher Schuhe AG Tierklinik Dennler V. Oldies Bar Vista Optic Weinhandlung Maurer GmbH Weiss Medien AG Wenzinger Finanz AG Zürcher Kantonalbank

Sonntagsverkäufe im Dezember

... Weihnachtsaccessoires – festlich gedeckter Tisch – kuschelige Decken, Düfte, Kissen und vieles mehr ...

Neueröffnung

... alles zum Freude schenken

Sonntag, 25.11.2018 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr Äussere Grundstrasse 3, 8910 Affoltern am Albis

Sonntag, 16. und 23. Dezember 2018, 10.00 bis 17.00 Uhr Profitieren Sie an diesen Sonntagen von unserem grossen Angebot an lesenswerten Büchern und weihnachtlichen Geschenkideen. Buchhandlung Scheidegger&Co AG. Obere Bahnhoftstrasse 10A 8910 Affoltern am Albis

www.scheidegger-buecher.ch info@scheidegger-buecher.ch Tel P 044 762 42 42

Special: Nähe Dir dein eigenes Chlaussäckli, Tannenbäumli oder Herz und 10% auf Stoffe und Nähzubehör Es gibt Apéro und Getränke Hanni, Bianca und Sandra Stutz freuen sich über Deinen Besuch

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich bei uns bei einem Prosecco auf die kommende Adventszeit einstimmen. Am Chlausmärt vom 25. Nov., 11 bis 17 Uhr und am Sonntagsverkauf 23. Dez., 11 bis 16 Uhr.

Bei uns kannst du während den Öffnungszeiten einen Nähplatz für Fr. 12.-/h mieten. Es stehen sechs Nähmaschinen, zwei Overlocks und ein Bügelsystem bereit. Ladenöffnungszeiten ab 27.11.2018 Montag geschlossen Dienstag bis Donnerstag 08:30-12:00 Uhr und 13:30-18:30 Uhr Freitag 13:30-22:30 Uhr Samstag 08:30-16:00 Uhr

Wichtiges aus dem Säuliamt Wohnträume werden wahr

steht im

barbara ott obere bahnhofstrasse 3 8910 affoltern am albis likehome@genussoase.ch

Traditioneller Chlauslauf 10-12 Uhr


Gewerbe/Dienstleistungen

Bauernhof-Praktikant

Flöten und Pfeifen

Vor dem Studium will Maxime Schmutz den bäuerlichen Alltag kennenlernen. > Seite 12

Nicole Meule (Flöten) und Antonia Nardone (Orgel) spielen in Affoltern. > Seite 15

Wenn der Name schon fast alles sagt

Dienstag, 20. November 2018

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Pro-Podest Team-Koach-Profi Urs Müller errang am Ironman in Malaysia den 3. Rang. > Seite 19

Neue Geschäftsstelle in Uitikon Waldegg

«yummy» – regionale Produkte am Chlausmärt

Raiffeisen-Filiale eröffnet am 22. November

Am Chlausmärt Affoltern vom 25. November und am Ottenbacher Spräggele-Märt vom 14. Dezember können die «yummy»Produkte nicht nur eingekauft, sondern auch probiert werden.

Gegen den allgemeinen Trend der Bankfilialen-Schliessungen eröffnet die Raiffeisen Mutschellen-Reppischtal am 22. November im neuen Zentrum Waldegg in Uitikon Waldegg eine zusätzliche Geschäftsstelle. Diese wird mit einem «Tag der offenen Türen» am Samstag, 24. November, gefeiert.

Ausgewählte Spezialitäten aus Ottenbach und Umgebung – dafür steht «yummy». Seit einem Jahr verarbeitet Remo Marchioni Früchte, Gemüse und Getreide aus dem Reusstal zu hochwertigen Spezialitäten. Den Anfang machten in der Produktepalette der reine Gärungsessig aus Ottenbacher Schellerbirnen von Ruedi Ruch und das kaltgepresste Öl aus Bio-Raps der Familie Schneebeli. Bald kamen Bärlauch-Senf, Schokolade mit gerösteten Rapskernen und exklusive PralinenKugeln mit einer leichten Cremefüllung aus dem Edelbrand der Ottenbacher Schellerbirne dazu. Vor allem geschmacklich vermögen die «yummy»-Produkte zu überzeugen. Schliesslich können die Früchte voll ausreifen und werden erntefrisch verarbeitet. Die Qualitätskontrolle wird in engem Kontakt zwischen Erzeuger und Verarbeiter sichergestellt. Weiter tragen die regio-

«Yummy» - Bei Remo Marchioni stehen die Produkte im Vordergrund. (Bild tst.) nalen Produkte dazu bei, die prächtige Hochstammlandschaft im Knonauer Amt und im Reusstal zu erhalten und die Transportwege kurz zu halten. In diesem Herbst sind zahlreiche neue Spezialitäten im Angebot. Aus frischen Tomaten entstand ein fruchtiges und würziges Ketchup ohne Zuckerzusatz. Ebenso gesund wie schmackhaft sind die neuen DinkelTeigwaren.

Und als exklusive Weltneuheit ist die «yummy-Ruby-Schokolade» aus einer besonderen neuen Kakao-Sorte im Sortiment: fruchtig schmeckend und rosafarben! (pd.) «yummy» am Chlausmärt Affoltern vom 25. November und am Ottenbacher Spräggele-Märt vom 14. Dezember. Ausgewählte Produkte sind erhältlich bei Chäs Stöckli in Affoltern, im Obfelder Dörfmärt, im Volg Ottenbach und im Volg Zwillikon.

«Klein-Ballenberg» in Adventsstimmung

Weihnachtsmarkt Hämikerberg Auch dieses Jahr laden Obfelder Hans Schmutz und Ines Thomi wieder zum beliebten Weihnachtsmarkt auf den Hämikerberg. Über 40 Aussteller bieten am 24. und 25. November Handgemachtes an. Der «Klein-Ballenberg» von Ines Thomi und Hans Schmutz ist so schon einen Ausflug wert. Noch märchenhafter wird die Anlage mit den alten Häusern, wenn er von adventlichem Lichterglanz in Szene gesetzt wird. Die Besucher, die erfahrungsgemäss jeweils auch in Scharen aus dem Säuliamt auf das Lindenberg-Plateau finden, dürfen viel Bewährtes, aber auch einiges Neues erwarten. Im Saal und Innenhof der Anlage präsentieren die Aussteller wieder ihre selber hergestellten Produkte. Unter den 42 ausstellenden Kunsthandwerkern sind Peter Stutz aus Hedingen, der seine Holzarbeiten und insbesondere Krippen anbietet, und Gabriela Stettler, Obfelden, mit Etuis und Taschen

aus Veloschläuchen. Um das leibliche Wohl kümmern sich die Veranstalter als neue Betreiber des Gasthauses Hämikerberg gleich selber. Damit diesmal möglichst alle Marktgänger bewirtet werden können, haben sie die Gaststube um ein Festzelt erweitert. Eine kulinarische Laden zum Weihnachtsmarkt in ihr «Klein-Ballenberg»: Alternative bietet Ines Thomi und Hans Schmutz. (Bild tst.) die Grillhütte, im «AlpStubli» können sich die Gäste von musik freuen. Sofern das Wetter mitden Skilehrern der Skischule Klewe- spielt, steht auch einer Runde Spielnalp-Stockhütte verwöhnen lassen. golf nichts im Weg. (tst.) Auch der Samichlaus ist an beiden Tagen auf dem Gelände anzutreffen und Weihnachtsmarkt Hämikerberg am 24. und Susanne Schneebeli aus Mettmenstet- 25. November, zwischen Muri (AG) und Hitzkirch (LU). ten erzählt als «Märlifee» wieder span- Samstag 14 bis 21 Uhr; Sonntag 11 bis 18 Uhr. nende Geschichten. Diesmal dürfen Märlistunde: Samstag 16 Uhr und Sonntag 15 Uhr. sich die Marktbesucher sogar auf Live- www.hämikerberg.ch.

Shopping-Glück im Zugerland Vom 21. bis 24. November können Zugerland-Kundinnen und -Kunden um ihr «Shopping-Glück» spielen. Insgesamt gibt es dabei Center Taler im Wert von 4000 Franken zu gewinnen.

Auf der Oberen Verkaufsebene können sie beim Gewinnspiel mitmachen: Einfach den Buzzer drücken und wenn das Licht beim vollen Einkaufswagen stehenbleibt, gibt es Center Taler zu gewinnen.

Die Center Taler sind wie elektronische Geschenkkarten in allen Geschäften des Einkaufscenters Zugerland einlösbar. (pd.) Weitere Informationen: www.ekz-zugerland.ch.

auch helfen, dass Raiffeisen verdientermassen den Ruf geniesst, nah bei den Kundinnen und Kunden zu sein, deren Wünsche und Anliegen zu kennen und so ein vertrauenswürdiger Partner bei allen Finanzangelegenheiten zu sein. Im neu gestalteten Zentrum Waldegg wird die Filiale im Rahmen der Feierlichkeiten am 22. November eröffnet. Am darauffolgenden Samstag, 24. November, präsentiert sich das wiedereröffnete Zentrum Waldegg mit einem «Tag der offenen Türen» aller Geschäfte. Anlässlich der Eröffnung besteht für Interessierte auch die Möglichkeit, die sehr attraktiv verzinsten Raiffeisen-Anteilscheine zu zeichnen. Die Aktion ist allerdings zeitlich limitiert. (pd.)

Erstmals erhält Uitikon Waldegg eine eigene Bankfiliale. Als einzige Bank vor Ort hat sich das kompetente Team um Geschäftsstellenleiter Daniel Laubi viel vorgenommen und wird mit grossem Fachwissen und fundierter Kompetenz in den Bereichen Anlagen und Kreditwesen eine neue Kundschaft gewinnen. Natürlich ist das Team um Geschäftsstellenleiter Daniel Laubi, der in Schlieren wohnhaft ist, auch für alle weiteren Bankgeschäfte wie beispielsweise Vorsorge oder Sparen ein verlässlicher Partner. Bei dieser Her- Das Team der Geschäftsstelle Uitikon Waldegg: (v.l.) Roger ausforderung wird Tanner, stv. Geschäftsstellenleiter; Nicole Werginz, Privates dem neuen kundenberaterin; Daniel Laubi, Geschäftsstellenleiter und Team bestimmt Nina Monachesi, Privatkundenberaterin. (Bild zvg.)

Die richtige Adresse für Geschenke

«The Crafty Crab»: Neueröffnung in Obfelden Am 24. November findet von 13 bis 20 Uhr die Eröffnung des neuen Atelierladens der Obfelder Grafikerin Stefanie Batur statt. Wer durch die Glastür in den alten Bauernschopf an der Sennhüttenstrasse 4 in Obfelden tritt, gelangt in einen Raum der viel Wärme ausstrahlt. Die schweren Holzbalken an der Decke vermitteln eine behagliche Atmosphäre und laden zum Verweilen, Schwatzen und sich Inspirieren lassen ein. Wer auf der Suche nach einem speziellen handgemachten Geschenk, modischem Schmuck, Accessoires oder einem schönen Dekoartikel ist, ist bei «The Crafty Crab» an der richtigen Adresse. «Ich liebe es, mit den verschiedensten Materialien und Techniken zu arbeiten und lege viel Wert auf präzises Arbeiten. Die meisten Dinge, die ich herstelle, spiegeln meinen eigenen Geschmack wider, aber ich gehe natürlich auch gerne auf Kundenwünsche ein», sagt die Grafikerin und Atelierbesitzerin Stefanie Batur. Wer zum Einkaufen kommt, kann sich auch gerne auf einen Kaffee hinsetzen und die schöne Aussicht auf die reformierte Kirche von Obfelden und die Alpen im Hintergrund geniessen. Im Atelierladen gibt es aber nicht nur

Bei «The Crafty Crab» finden alle ein passendes Geschenk. (Bild zvg.) Handgemachtes von Stefanie Batur und anderen Kreativen zu kaufen. Die Eigentümerin geht hier auch mit ihrer Werbeagentur «Wunderwerk Werbung» ihrem eigentlichen Beruf der Grafikerin nach und kreiert Logos, Prospekte und sonstige Werbemittel für Kunden. (pd.) The Crafty Crab & Wunderwerk Werbung, Stefanie Batur, Sennhüttenstrasse 4, Obfelden. www.craftycrab.ch, www.wunderwerk-werbung.ch.


gewerbe

Vor dem Studium den bäuerlichen Alltag kennenlernen Praktikant auf dem Sunnehof, Mettmenstetten

Freude an der Arbeit bei Tieren: Maxime Schmutz bei den Kälbern, beobachtet von Daniela und Beat Stübi sowie deren Sohn Marcel Stübi. (Bild Werner Schneiter)

Wer Agrarwissenschafter, Agrar- oder Forstingenieur werden will, muss neben dem Studium die praktische Seite kennenlernen. Wie Maxime Schmutz aus Belfaux FR derzeit auf dem Hof der Familie Stübi in Mettmenstetten, wo er nun ein Jahr tätig ist – von der Saat bis zur Ernte. ................................................... von werner schneiter Seit Mitte August 2018 lernt Maxime Schmutz auf dem Sunnehof in Mettmenstetten während eines Jahres den bäuerlichen Alltag kennen, der von der Saat bis zur Ernte reicht – dies, nachdem der 21-Jährige das Gymi in Fribourg absolviert und im Militär ein Jahr als sogenannter «Durchdiener» verbracht hat. Ein Jahr arbeitet er nun auf einem vielseitigen Betrieb in Mettmenstetten, um danach an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaft (Hafl) Agrarwissenschaft zu studieren.

«Am Anfang war ich müde» Nun lernt Maxime Schmutz bei der Familie Stübi in Mettmenstetten den harten Bauernalltag kennen, der eine 55-Stunden-Woche mit sich bringt. «Ja, das ist eine strenge Arbeit. Am Anfang war ich deswegen müde. Aber ich bin hier sehr zufrieden und sozusagen Familienmitglied», sagt der Romand mit guten Deutschkenntnissen. Aufgewachsen ist er fernab der Landwirtschaft und muss nun täglich Arbeiten verrichten, die er zuvor nicht gekannt hat: Täglich steht er im Stall, mistet aus, füttert Kühe und Kälber – das Melken muss er noch lernen, das besorgt noch der Meister. «Ende Jahr sollte er bei uns alles können», sagt Beat Stübi, der sehr zufrieden ist mit den Leistungen seines Praktikanten. «Er verrichtet die ihm aufgetragenen Arbeiten sorgfältig und in eigener Verantwortung», lobt er. Aufgrund seiner Erfahrungen als Ausbildner weiss er: Praktikanten sind anders als Lehrlinge, älter natürlich. Und sie tragen mehr Verantwortung, handeln mehr in Eigenregie und stellen andere Fragen als «Stifte». Maxime Schmutz, ein aufgestellter, fröhlicher Mensch, schätzt die vielseitige Arbeit auf dem Hof, die sich oft nach den Jahreszeiten richten. Noch ist er aber nicht mit allen Maschinen vertraut. Einfache Arbeiten kann er damit inzwischen verrichten, kommt aber nach eigenen Worten schon mal in Schwitzen, weil die Konzentration auf die damit

verbundenen Arbeitsgänge alles abverlangen.

Kolumne in der «Bauernzeitung» Bei der Frage, welche Arbeit ihm denn auf dem Sunnehof in Mettmenstetten besonders gefalle, kommt die Antwort schnell: «Der Kontakt mit den Tieren.» Das kommt in seinen bisher zwei Kolumnen in der «Bauernzeitung» zum Ausdruck, die er alle 14 Tage abliefert. Angetan ist er von der Geburt eines Kalbes, die in Abwesenheit des Meisters erfolgt ist. «Das war bis jetzt die schönste, aber auch stressigste Erfahrung», hielt er in der Kolumne fest. Angetan ist er auch von der Abwechslung. «Kein Tag ist so wie der andere.» Seine Erlebnisse hält Maxime Schmutz auch in einem Tagebuch fest. Dazu zählen auch Kundenkontakte. Auf dem Sunnehof werden Früchte und Bohnen verkauft, die Kunden selbst pflücken. Der Praktikant fühlt sich wohl im Kreis der Familie. «Ich komme nach dem Wochenende gerne zurück nach Mettmenstetten», bekräftig er. Dreimal täglich sitzt er am Esstisch der Familie Stübi, die auch immer wieder Lehrlinge ausbildet und ETH-Studenten zu Gast hat – für jeweils zehn Wochen. Weil Praktikanten auch am Arbeitsort wohnen, ist natürlich das Potenzial für Reibereien grösser als bei Lehrlingen. «Bei Maxime ist das kein Problem. Er ist unser erster Praktikant, der aus der Romandie kommt. Auch für uns ist das eine Bereicherung», hält Daniela Stübi fest.

Vielseitiger Betrieb Der Sunnehof der Familie Stübi in Mettmenstetten ist ein vielseitiger Betrieb. Er umfasst 32 ha landwirtschaftliche Nutzfläche: Kunstwiese, Silomais, Gerste, Raps und Weizen. 0,75 ha entfallen auf Kirschen und Zwetschgen mit Hagelnetz, Regendach, Vogelschutz und Bewässerung. 0,6 ha sind Erdbeeren (Dammkultur) mit integrierter Fertigation (Tropfbewässerung) – mit dem Beimischen von Flüssigdünger über das Wasser. Dazu gesellen sich 30 Kühe, 30 Stück Jungvieh und 4000 bis 4500 Mastpoulets. Bewirtschaftet wird der Sunnehof von Daniela und Beat Stübi sowie Sohn Marcel Stübi. Hinzu kommen ein Lehrling, Erntehelferinnen und -helfer – und derzeit ein Praktikant.


Veranstaltungen

Dienstag, 20. November 2018

Teuer bezahlter Reichtum

Orgelkonzert in Zürich mit Anna Buczek Merz

«Knonaueramt solidarisch» zeigt den Film «Das Kongo Tribunal»

Am 22. November um 19.30 Uhr

Am Mittwoch, 28. November, zeigt der Verein Knonaueramt solidarisch in der Aula Ennetgraben «Das Kongo Tribunal», einen Film von Milo Rau. Vor der Vorführung gibt es Informationen zum Kongo und zur Entstehung des Filmes.

Mit Orgelspiel und Gesang gestaltet die Musikerin aus Bonstetten am Tag der heiligen Cäcilia ein Konzert in der Kirche St. Josef in Zürich. Das Konzert bildet den dritten Akt des Orgelfestes zum 50-Jahre-Jubiläum der Metzler Orgel in St. Josef.

Der Kongo ist das rohstoffreichste Land der Welt, das weckt Begehrlichkeiten bei den Industrienationen. Der Rohstoffreichtum führte immer wieder zu Konflikten und Kriegen. Allein im Ostkongo haben die Auseinandersetzungen bis zum Zeitpunkt des Filmdrehs bereits über sechs Millionen Tote gefordert. Im Film geht es darum, das Unrecht im Kongo an drei konkreten Fällen zur Verhandlung zu bringen: anhand eines Massakers mit 35 Opfern und zwei Konflikten um Rohstoffminen. Milo Raus Ziel mit diesem ambitiösen Kunstprojekt war, aufzuzeigen, wie das Lokale mit dem Internationalen zusammenhängt, in diesem Fall der Kongo und Europa. Dafür versammelte der Schweizer Theatermann Milo Rau, das «enfant terrible» in der Theaterszene, im kongolesischen Bürgerkriegsgebiet 60

Der Rohstoffreichtum im Kongo führt zu Konflikten und Kriegen. (Bild zvg.) Zeugen und Experten zu seinem Kongo Tribunal. Darunter waren hohe Regierungsvertreter, Oppositionspolitiker, Vertreter von Minenfirmen, Rebellen, Militärs, NGOs, Klein-Schürfer und von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffene Menschen. Diese mussten dafür gewonnen werden, auf der Bühne des Theatertribunals auszusagen. «Rückblickend ist es schlicht unglaublich, dass das damals tatsächlich gelang. Uns kommt es vor, als sei es ein Traum gewesen», resümierte Milo Rau, als sein Film in die Schweizer Kinos kam. Dies notabene erst nachdem er seinen Film an den Drehorten im Ostkongo gezeigt hatte, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Im Film werden Rohstofffirmen, westliche Konsumenten, lokale Politiker und Warlords in ihrem problemati-

schen Verhalten gezeigt. Milo Rau sagt über seinen Film: «Das Kongo Tribunal handelt von der Düsternis, dem Tod, aber auch der Hoffnung auf eine bessere, gerechtere Welt. Und von einigen Menschen – etwa unserem Untersuchungsleiter, Maître Sylvestre Bisimwa –, die sich auf den Weg machen, ihr einen Schritt näherzukommen.» Helena Heuberger, Franz Schüle, für«Knonaueramt solidarisch» Mittwoch, 28. November, 20 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte. «Knonaueramt solidarisch» ist ein Verein mit dem Ziel, die Verantwortung für Menschenrechte und Umwelt in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unternehmen zu stärken und die Konzernverantwortungsinitiative zu unterstützen.

Scherenschnitte von Heidi Zbinden und «Musik und Wort»

Siebenwöchige Ausstellung im Kloster Kappel Am Sonntag, 25. November, wird die Ausstellung «Schnittiges im Kloster Kappel» von Heidi Zbinden eröffnet. Anschliessend spielen Susanne Ehrhardt (Klarinette, Blockflöte) und Swetlana Christoffel (Klavier) in der Reihe «Musik und Wort». Heidi Zbinden fand durch Zufall in jungen Jahren zur ScherenschnittTechnik. Sie besuchte nie einen Kurs. Mit einem Schmunzeln erinnert sie sich an ihre ersten Schnittversuche mit zu grossen Scheren. Heute lässt sie die Bilder erst im Kopf wachsen, zeichnet sie dann auf spezielles schwarzes Scherenschnittpapier oder das von ihr in verschiedenen Farbnuancen eingefärbte Papier. Dadurch kann sie mit den Farben variieren. Es entstehen Scherenschnitte in dreidimensionaler Ausstrahlung, die mehrschichtig hintereinander aufgestellt werden. Zudem kreierte und erfand sie die sogenannten «Nebelbilder». Heidi Zbinden ist 1951 in Wiler bei Seedorf (BE) geboren. 1992 durfte sie ihre Werke zum ersten Mal im Rahmen der «Schweizerischen Scherenschnitt-Ausstellung» in Winterthur ausstellen. Es folgten weitere

Anna Buczek Merz, gebürtige Polin und seit 24 Jahren in Bonstetten zu Hause, spielt als Organistin regelmässig die prachtvolle Orgel in der katholischen Kirche St. Josef in Zürich und hat die Feierlichkeiten des Jubiläums organisiert. Die Orgel gehört zu den schönsten Instrumenten in Zürich. Die heilige Cäcilia wird seit dem frühesten Mittelalter als Patronin der Kirchenmusik geehrt. Sie wurde Namensgeberin von vielen Kirchenchören und Musikkompositionen. Die Werke aus verschiedenen Epochen und Zeiten, aus Spanien, Niederlanden, Deutschland und Frankreich vertreten verschiedene Ausdrucksformen. Dabei wünschte die Interpretin, dass sich etwas aus der NovemberStimmung im Programm spüren lässt – die Dramatik des Vergehens und die Melancholie. Das Konzert wird mit einem Gregorianischen Choral beginnen. «Cantantibus organis» – sind die ersten Worte einer gregorianischen Antiphon zur Vesper am Fest der heiligen Cäcilia. Es folgen Werke von Bach, Sweelink, Correa de Arauxo. Die Kompositionen der beiden letzten Komponisten unterscheiden sich stark voneinander und zeigen deutlich, wie

Anna Buczek Merz. (Bild zvg.) andersartig die Musik im Norden und im Süden Europas war. Die zwei letzten Positionen im Programm – Musik von Hildgard von Bingen und Louis Vierne – vertreten im Weiteren zwei absolut verschiedene Welten. Obwohl die Musiksprache verschiedener nicht sein könnte, wird die Antiphon mit der «Idylle mélancholique» durch den grosszügigen Umgang mit der Zeit und meditative Ruhe verbunden. Erst die Toccata, das FinalStück, bring wieder das Virtuose und den dramatischen Affekt mit. Die Zuhörerinnen und Zuhörer können das Orgelspiel auf der grossen Orgelempore aus der Nähe erleben. (pd.) Orgelkonzert mit Anna Buczek Merz, 22. November, 19.30 Uhr, Kirche St. Josef, Röntgenstrasse 80, Zürich. Eintritt frei.

Vorfreude auf die Weihnachtszeit

Alljährliches Kerzenziehen in Affoltern Vom Mittwoch, 21. November, bis Sonntag, 25. November, findet im Gemeinschaftszentrum Affoltern wieder das beliebte Kerzenziehen statt. Heidi Zbinden stellte ihre Werke 1992 zum ersten Mal aus. (Bild zvg.) Gruppen- und Einzelausstellungen. Nach einem reich gefüllten und vielfältigen Berufsleben geniesst sie heute ihre Pension. Sie lebt in Baar. Jeweils am Sonntag, 2. und 16. Dezember, finden öffentliche Führungen mit der Künstlerin Heidi Zbinden durch die Ausstellung statt (jeweils von 14 bis 16 Uhr). Die Ausstellung wird am 25. November um 15.30 Uhr eröffnet und dauert bis 13. Januar 2019. Die Vernissage wird musikalisch umrahmt von Florian Haupt, Saxofon. Anschliessend, um 17.15 Uhr, spielen Susanne Ehrhardt (Klarinette, Blockflöte) und

Swetlana Christoffel (Klavier) Werke von Ludwig van Beethoven, Riohei Hirose, Jacob van Eyck, Felix Mendelssohn Bartholdy und andere in der Reihe Musik und Wort. Texte, ausgewählt und gelesen von Pfarrer Theo Haupt, umrahmen die Musik. Neu: Die Platzzahl im Klosterkeller ist feuerpolizeilich beschränkt. Es ist keine telefonische Platzreservierung möglich (Website beachten!). (pd.) Weitere Infos zur Ausstellung und zu «Musik und Wort» unter Telefon 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Die Stiftung «Denk an mich» braucht Unterstützung

«Papi, dini Kärze gseht us wie äs Rüebli», so tönt es nächste Woche wieder aus diversen Kindermündern. Wo? Na klar: beim alljährlichen Kerzenziehen, welches die beiden Vereine Familienclub und das Gemeinschaftszentrum organisieren. Neben Rüebli, Würsten und Knubbel entstehen aber auch wahre Kunstwerke. Erstaunliche Meisterwerke, verziert mit Blumen und Girlanden. Eigentlich zum Abbrennen viel zu schade. Aber sicher eine schöne persönliche Geschenkidee. Dieser Geheimtipp gilt übrigens für all diejenigen, welche wieder kurz vor Weihnachten mangels Geschenken in den alljährlichen Stressmodus verfallen. Deshalb heisst es: selber aus-

probieren, ob alleine oder mit Kindern. Neben Bienenwachs stehen Paraffinwachstöpfe mit bunten Farbtönen bereit. Da kann ganz nach Wunsch mit Farben und Formen experimentiert werden. Und am Schluss kann man seine Kerze einschneiden und verzieren und sich dabei vom erfahrenen Betreuerteam beraten lassen. Da es zum Gelingen solch wunderbarer Meisterwerke neben Zeit und Geduld auch etwas zum Aufwärmen braucht, hat das Organisationskomitee die Kaffeestube wieder gemütlich eingerichtet. Neben Kaffee und Kuchen stehen Hotdogs und Toasts im Angebot. Ausserdem gibt es am Wochenende neben vielen Leckereien auch Würste vom Grill. Freitagabend ist Erwachsenenzeit. Ganz in Ruhe, ohne Rummel und Kinder, sich einfach nur auf die Adventszeit einstellen. Dazu gehören natürlich wärmender Glühwein und eine feine hausgemachte Gerstensuppe. Dieser weihnachtliche Anlass bietet eine entspannte und entschleunigte Atmosphäre. Vorbeikommen lohnt sich. (pd.)

Strickwarenverkauf am 22. und 23. November im Coopark Die Strickfrauen aus der Region Affoltern und Zug führen am 22. und 23. November, im Coopark Affoltern einen Strickwarenverkauf zu Gunsten der Stiftung «Denk an mich» durch. Im Angebot sind Herren- und Kindersocken, Pullover und Jäggli für Kinder, Puppenkleider sowie «glismeti» Engeli

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für die Weihnachtsdekoration. Seit über 40 Jahren spenden Vereine und Firmen in der Schweiz zugunsten dieser Stiftung und ermöglichen behinderten Kindern Ferien- und Freizeiterlebnisse. Jährlich profitieren auch die Familienangehörigen, in denen sie einige Tage von der Sorge und Pflege ihres behinderten Kindes entlastet werden. Ferien für behinderte Kinder

Kerzenziehen am Mittwoch, 21. November: 14

sind auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Die Strickfrauen freuen sich auf regen Besuch im Coopark Affoltern und bedanken sich bereits heute für die Berücksichtigung dieses Hilfswerkes. (pd.) Strickwarenverkauf, Coopark Affoltern, Donnerstag und Freitag, 22. und 23. November.

bis 17.30 Uhr; Donnerstag 22. November: 16 bis 19 Uhr; Freitag 23. November; 18 bis 22 Uhr (nur für Erwachsene); Samstag 24. November: 13 bis 17 Uhr; Sonntag 25. November:

Am Kerzenziehen in Affoltern entstehen richtige Kunstwerke. (Bild Michel Stadler)

11 bis 16 Uhr. Alte Jonentalstrasse 1 bis 3, Oetlistal, Affoltern.


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Veranstaltungen

Dienstag, 20. November 2018

«Asphalt» – Landstreichmusik mit Christine Lauterburg

Freitag, 30. November, um 20.30 Uhr im Pöschtli Aeugstertal Das Auftaktkonzert zur jährlichen Pöschtli-Stubete spielt die Landstreichmusik, eine Gemeinschaft von Wandermusikanten rund um «Giigämaa» Matthias Lincke. Mit erfolgreichen Tourneen im In- und Ausland hat sie sich einen Namen gemacht. Seit Jahren begeistert sie durch ihren unverkrampften, schwungvollen Umgang mit Schweizer Volksmusik in Verbindung mit neuen Einflüssen aus diversen Genres ein Publikum von jung bis alt. Unterwegs auf Strassen aus Asphalt, als Musikanten von heute, jenseits von Alprausch und blühenden Matten. So zelebrieren die eigenwilligen «Landstreicher» eine verschüttete Tradition: Eine «Musik der Landstrasse», aufgelesen am Wegrand, weitertransportiert und transformiert mit altbewährten und modernen Mitteln. Matthias Lincke mit seiner Tanzgeige und Dide Marfurt mit seiner kuriosen Vielfalt an historischen Instrumenten, bilden das Herz der Truppe. Simon Dettwiler repräsentiert das Schwyzerörgeli als stilbildendes Instrument der Ländlermusik. Hinzu kommt die legendäre Jodlerin Christine Lauterburg:

«Asphalt» betreibt die Landstreichmusik eine konsequente Weiterentwicklung ihres letzten Programmes: Urbane Farbgebung, schroffe Kanten und eine klare Absage an müden Traditionalismus bestimmen die Richtung. Eigene und traditionelle Lieder gesellen sich zu alten und neuen Melodien, Von links: Dide Marfurt (E-Gitarre, Drehleier, Trümpi), destilliert aus dem Simon Dettwiler (Schwyzerörgeli), Christine Lauterburg (Gesang, Geige, Bratsche), Matthias Lincke (Geige, Gesang, unermesslichen Horizont vernetzHallicraft Samples). Es fehlen: Elias Menzi (Hackbrett) und ter Welten. Ihre Matthias Härtel (Kontrabass, Schlüsselfiedel). (Bild zvg.) Musik bewegt sich Seit Jahrzehnten bereits ist sie unter- eigensinnig zwischen Betonbauten wegs mit Geige, Bratsche, Schwyzer- und virtuellen Welten, rollt rasend örgeli und ihrem unvergleichlichen vorüber auf Autobahnen und vegetiert Juuz- und Jodel-Gesang. Und für stets zwischen Agglo und Grosstadtdschunwillkommene Verstärkung aus dem gel als knorriger «Asphaltländler». (pd.) Osten sorgen Elias Menzi am Appenzeller Hackbrett und der öster- Landstreichmusik mit Christine Lauterburg – reichische Tausendsassa Matthias «Asphalt», Freitag, 30. November, Pöschtli Härtel an Kontrabass und Schlüssel- Aeugstertal. Konzertbeginn: 20.30 Uhr, Essen gibts fiedel. Auf ihrem aktuellen Album um 19 Uhr. Reservieren unter 044 761 61 38.

Vorabend der Reformation: Jan Hus und das Konzil Eine Exkursion nach Konstanz am Freitag, 7. Dezember. In Konstanz, der schönen Stadt am Bodensee, trug sich vor gut 600 Jahren Ungeheuerliches zu: Von 1414 bis 1418 hatten sich hier nicht weniger als 600 hohe kirchliche Würdenträger aus aller Herren Länder versammelt, um mit vereinten Kräften die Missstände anzugehen, die die christliche Welt schon seit Jahrzehnten in Jan Hus auf dem Scheiterhaufen, Spiezer Chronik, 1485 / Atem hielten: Gemeinfrei. (Bild zvg.) Nicht nur, dass es drei Päpste gab, die sich gegenseitig nikanerkloster, in dem Jan Hus gefanmit dem Bann belegten, auch die gen war. Nach einem späten MittagsVolksfrömmigkeit hatte mancherlei imbiss rundet ein Besuch des kleinen, Blüten hervorgebracht, die den kirch- aber feinen Jan-Hus-Museums das Prolichen Herren ein Dorn im Auge wa- gramm ab. ren und die es ein für alle Mal auszurotten galt. Und dann war da noch dieser Tscheche, Jan Hus, mit seinen ket- Imperia und Weihnachtsmarkt zerischen Ideen zum Abendmahl und Das Programm in Konstanz endet um zur Volkssprache im Gottesdienst! 16.30 Uhr. Wer den nächsten Zug Richtung Säuliamt nimmt, ist bequem gegen 19 Uhr wieder in Affoltern. Päpste, Ketzer, Kurtisanen Doch vielleicht lockt ja noch die EinWas sich damals in Konstanz zutrug, kehr in ein Restaurant, ein Abstecher kann im Rückblick als Vorgeschichte zur skandalumwitterten Imperia oder der Reformation betrachtet werden. ein Bummel über den stimmungsvolAm Freitag, 7. Dezember, besteht die len Weihnachtsmarkt am See? Gelegenheit, diese im Rahmen einer Der Unkostenbeitrag für das Prokleinen Exkursion vor Ort kennen- gramm beträgt 20 Franken. Dazu zulernen. Wer gerne in der Gruppe kommen die individuellen Fahrt- und und mit den öffentlichen Verkehrsmit- Verpflegungskosten. Da die Teilnehteln reist, fährt mit der S5 um 7.53 ab merzahl begrenzt ist, ist eine verbindAffoltern. Treffpunkt in Konstanz ist liche Anmeldung bei Pfarrerin Bettina um 10 Uhr. Im Gemeindehaus der Bartels erbeten. Alle Interessierten evangelischen Luther-Pfarrei erwartet sind herzlich eingeladen mitzukomdie Teilnehmenden zunächst eine men! (pd.) kleine Einführung in mittelalterliche Frömmigkeit und Leben und Wirken «Vorabend der Reforma-tion» - Exkursion nach von Jan Hus. Danach begibt sich die Konstanz am Freitag, 7. Dezember. Anmeldung und Gruppe auf eine zweistündige Tour nähere Auskünfte unter 044 761 60 15 durch die Konstanzer Altstadt. Besich- (Anrufbeantworter) oder bettina.bartels@zh.ref.ch. tigt werden unter anderem das Unkostenbeitrag 20 Franken (nur Programm). Konstanzer Münster, einst Tagungsort Das SBB-Billett mit Halbtax kostet retour rund 40 des Konzils, und das ehemalige Domi- Franken, Mittagessen zirka 15 Euro.

«Les trois Suisses»

Am 24. November in Mettmenstetten Exakt 200 Jahre nach der Erfindung des Velos nehmen «Les trois Suisses» die Zuschauer mit auf eine amüsante Reise durch die Höhen und Tiefen der Befindlichkeiten und zeigen die Freuden und Leiden des Radfahrers als Parabel für das Leben schlechthin. Die Welt des Radsportes hält viele Träume, Erlebnisse und Geschichten bereit. «Les trois Suisses» beschreiben sie auf ihre Art: mit Witz und viel Musik. Dabei sparen sie nicht mit satirischen Seitenhieben und optischen Überraschungen. Wir treffen zwei Velo-Freaks in sportlichem Tenue in einem Hotelzimmer an, das den beiden auch als Garderobe und Garage dienen muss. Die beiden Hobby-Pedaleure heissen Pascal, nebst Sänger und Gitarrist ein versierter Fahrradmechaniker, und Resli, Multi-Instrumentalist und Velofan. Ihre Vorbilder sind die Helden aus ihrer Jugendzeit: Coppi, Bartali, Kübler, Koblet und Co. Pascal und Resli haben über Monate hart trainiert für ein nostalgisches Velorennen. Sie stecken in den letzten Vorbereitungen für diesen lange ersehnten Anlass. Dabei kommen im letzten Moment Zweifel auf. Stimmen

Pascal Dussex und Resli Burri sind «Les trois Suisses». (Bild zvg.) die Form und die Liedauswahl? Denn die beiden dürfen auch die musikalische Untermalung der Siegesfeier bestreiten. Tricots, Lederhelme und Startnummern werden montiert, das Senioren-Tandem-Rennen beginnt. Pascale Aubry, «bi eus z Mättmistette» Samstag, 24. November, 20.15 Uhr, Bühne Rössli, Mettmenstetten. Spiel: Pascal Dussex und Resli Burri, Abendkasse und Bistro ab 19.15 Uhr, Billettreservierung: www.bieus.ch oder Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01. Eintritt: 35 Franken / 30 Franken (Legi/AHV). Weitere Informationen auf: www.lestroissuisses.ch. Für Gäste, die im Restaurant Rössli essen, sind die Sitzplätze im Theatersaal mit Namen reserviert. Für Ticketbestellungen ohne Essen gibt es einen reservierten Sitz mit freier Platzwahl.

Die vorweihnachtliche Einstimmung

25. November: Chlausmärt, Centralmärt und Sonntagsverkauf Zum über 20-jährigen traditionellen «Chlausmärt» an der Oberen Bahnhofstrasse kam vor ein paar Jahren ein weiterer, kleinerer Markt auf dem Platz vor dem Restaurant Central hinzu. Zusammen mit den kleineren Läden an den Standorten der beiden Märkte wird «Vorweihnachtsstimmung» grossgeschrieben. Die Organisatoren des «Centralmärt» bezeichnen ihren Markt als «klein, aber fein». Der ganze Platz wird stimmungsvoll dekoriert – wie die Stände natürlich auch. Ein offenes Feuer, Tannenbäume und ein Streichelzoo mit Ziegen laden zum Verweilen ein. Neben handwerklichen Ständen, die mit Schmuck- und Lederwaren, Adventsdekorationen, Holzspielzeug und Krippen punkten, darf auch geschlemmt werden. Im Angebot stehen Marroni, Raclette, Suppe, Würste, Kaffee und Kuchen.

Chlausmärt – sportlich, traditionell und vielfältig Der «Chlausmärt» an der Oberen Bahnhofstrasse ist etwas weitläufiger. Über die gesamte Strasse zieht sich der Weihnachtsmarkt. Am Morgen zwischen 10 bis 12 Uhr startet dieser Tag mit dem Chlauslauf des Leichtathletik-Verbandes Albis. Die Läuferinnen und Läufer nutzen die ungewöhnliche Rennstrecke, die teilweise zwischen den Marktständen durchführt, als Vorbereitung für den im Dezember stattfindenden Silvesterlauf

in der Stadt Zürich. Die Rangverkündigung findet um die Mittagszeit vor dem Kasino-Kopfbau statt. Ebenfalls locken über 70 Stände mit vielfältigen Angeboten. Handwerkliches ist zu entdecken, regionale und hausgemachte Köstlichkeiten, politische Parteien bieten Spiele oder ein offenes Ohr für Anliegen aus der Bevölkerung. Spendeaktionen, die über Sinn und Zweck der verwendeten Spende informieren und sogar ein wunderschön umgebauter Zirkuswagen, der für diverse Zwecke angemietet werden kann, ist zu entdecken. Auch die Kulinarik wird grossgeschrieben, über den gesamten Markt verteilt kann alles Mögliche genossen werden. Ob nun Süsses in Form von Crêpes, Guetzli oder Waffeln, Salziges wie Suppen, Würste, Hamburger, «Hörnli mit Ghackets» oder Raclette im Zelt der Feldschützen in Zwillikon, was immer die Geschmacksnerven befeuert, steht zum Verkauf. Die Feuerwehr ist mit einem Tanklöschfahrzeug anwesend. Es darf bestaunt, berührt und begangen werden. Unterwegs sind auch, wie schon der Name des Adventsmarktes verspricht, Samichlaus und Schmutzli, die Leckereien verteilen und gerne Verse und Liedchen entgegennehmen.

Kleinere Läden sind geöffnet Ebenfalls sind die Läden entlang der Oberen Bahnhofstrasse und um den Centralmarkt an diesem Sonntag geöffnet. Da die Grossverteiler Migros, Coop und Aldi nicht öffnen, dürfte sich der Strom der Kunden auf diese zwei Standorte konzentrieren. Manor

Der «Centralmärt»: klein aber fein. (Bilder zvg.)

sowie die beiden Baumärkte «Jumbo» und «Hornbach» nutzen den verkaufsoffenen Sonntag mit einem etwas anderen Warensortiment. Auch in unmittelbarer Nähe der beiden Märkte sind kleine, besondere Angebote zu beachten. Das «4eck» an der Betpurstrasse bietet ein «offenes Atelier» mit Kaffee, Kuchen und einem speziellen Birnenpunsch. Und die «Näh-Loft59», ein Atelier für Nähkurse, Stoffe und allem, was dazu gehört, feiert an der Äusseren Grundstrasse just an diesem Tag die Neueröffnung.

Untere Bahnhofstrasse: Ein letztes Mal beleuchtet Musikalisch wird mit speziellen Klängen Stimmung verbreitet. Eine kleine Formation der «Säuligugger» spielt an wechselnden Standorten kleine weihnachtliche Ständchen. Die Stadt Affoltern stellt an diesem Wochenende die neue Weihnachtsbeleuchtung vor. Sie besteht im Wesentlichen aus den mit Lichterketten bestückten Bäumen vom Bahnhofplatz entlang der Oberen Bahnhofstrasse. Die Zürichstrasse erhält die gewohnte Adventsbeleuchtung. Die Kandelaber an der Unteren Bahnhofstrasse werden kommende Woche ein letztes Mal mit den alten Sternen bestückt. Nächstes Jahr soll diese ja nach dem Willen der Stadtverwaltung nicht mehr speziell weihnachtlich beleuchtet werden. Für dieses Jahr und am Sonntag ist dies noch kein Thema – die Advents- und Weihnachtszeit hält am Centralplatz und an der Oberen Bahnhofstrasse Einzug. (sci)

Der «Chlausmärt: sportlich, traditionell und vielfältig.


Veranstaltungen

Der Familien-Skiclub im Bezirk

Scia am Chlausmärt in Affoltern Am Sonntag, 25. November, können sich am Chlausmärt in Affoltern Kinder und Erwachsene für die Ski- und Snowboardkurse des Scia auf dem Stoos informieren und anmelden. Der Scia ist mit rund 250 Mitgliedern einer der grösseren Vereine im Säuliamt. Ziel des Scia ist es, Kindern und Erwachsenen die Bergwelt und insbesondere den Wintersport zu vorteilhaften Konditionen näherzubringen. Der 1984 als Sci Club Italiano Affoltern gegründete Verein hat sich in den letzten 34 Jahren zum Familien-Verein entwickelt. Längst ist es mehr so, dass nur Italiener im Club vertreten wären. Seit einigen Jahren sind Mitglieder verschiedener Nationen Teil der «Famiglia». In den letzten Jahren konnten in jeder Saison rund 90 Kinder und Erwachsene auf unserem «Hausberg» Stoos von den vergünstigten Angeboten profitieren und ihre ersten Skiund Snowboardversuche machen oder die bereits angelernte Technik verbessern. Die Skischule findet jeweils sonntags von 9.30 bis 13 Uhr statt. Bei den rund 20 Skilehrern sind die Kids und natürlich auch die Eltern bestens

aufgehoben. Das Mindestalter für die Skischule beträgt fünf Jahre, für Snowboard acht Jahre. Mit der Eröffnung der neuen Stoosbahn ist das Skigebiet in knapp 45 Minuten nun auch besser und schneller erschlossen. Für das fakultative gemeinsame Mittagessen ist auch dieses Jahr im Hotel Restaurant Alpstubli ein Saal reserviert. Der Club verfügt zudem über ein eigenes Depot auf dem Stoos, wo Skis, Snowboards, Stöcke, Skischuhe die Woche durch deponiert werden können. Die Wintersaison beginnt am 13. Januar 2019, dauert sieben Sonntage (inklusive Skischulrennen) und endet mit einem grossen Mitgliederfest am 2. März 2019 in Mettmenstetten. Das Scia-Team freut sich darauf, am Chlausmärt vom 25. November viele Besucherinnen und Besucher an seinem Stand begrüssen zu dürfen. Wie gewohnt stehen feine Salsiccias und hausgemachter Glühwein im Angebot. Zudem gibt es Informationen über den Club, und natürlich ist auch die Anmeldung für die Skischule vor Ort möglich. Der Scia Vorstand Anmelden unter www.sciaa.ch. Weitere Infos unter www.sciaa.ch, auf Facebook oder per Mail: info@sciaa.ch.

Der Familien-Skiclub Scia freut sich am Chlausmärt auf Besuch. (Bild zvg.)

Dienstag, 20. November 2018

«Flöten und Pfeifen» zum Ewigkeitssonntag Sonntag, 25. November, Friedhofkapelle Affoltern

Nicole Meule ...

... und Antonia Nardone spielen am Sonntag zusammen in Affoltern. (Bilder zvg.)

Nicole Meule (diverse Flöten) und Antonia Nardone (Orgel) spielen am Sonntag, 25. November, um 17 Uhr das traditionelle Konzert zum Ewigkeitssonntag in der Friedhofkapelle Affoltern.

Meule Altblockflöte, Frühbarocksopran, Sopranblockflöte, Low Whistle und Tin Whistle spielen, begleitet von Antonia Nardone an der Orgel. Seit Jahrhunderten lassen sich Komponisten von Volksmusik inspirieren, die ihren Ursprung in kleinen Städten oder Bauerndörfern hat. In diesen Melodien spiegeln sich Lebensweise und Traditionen der damaligen Bevölkerung. Die Sonate in C-Dur von F. Händel, die Toccata und die Bergamasca von G. Frescobaldi, die «Variations on the Scottish Air ‹When she Cam Ben›» von T. O’Carolan und «Miss McDermott or the Princess Royal» sind nur einige der interessanten

Erklingen wird eine Schatzkiste voll mit englischer, niederländischer, irischer und schottischer Musik, die aus dem Frühbarock, dem Barock und der traditionellen irischen Volksmusik stammt. Das Konzertprogramm umfasst Werke für verschiedene Blockflöten. So wird die Gastmusikerin Nicole

Hoffnung, dass es weitergeht

22. DOG-Turnier der «Alternative» im Kasinosaal Affoltern Die einen mit der farbigen Teamnummer auf der Brust: die Eltern der bei uns frisch ausgebildeten Kauffrau, die Bereichsleitung «Kanu» sowie der Geschäftsführer mit seinen Töchtern und auch das Paar, welches jährlich der «Alternative» eine Spende aus einem privaten DOG-Turnier im Freundeskreis zukommen lässt. Die Spielenden, welche ihrer Spiellust frönen. Andere mit dem Staff-Kleber auf dem Rücken: die oben erwähnte Fachkraft, der ehemalige Mitarbeiter des Ulmenhofs, die Küchen-Crew, das Ersatzteam, der Speaker. Die vielen Helfenden, welche dank ihres ehrenamtlichen Engagements das Turnier erst möglich machen. Und dann noch jene ohne Zahl oder Buchstabe: Neugierige aus der Gemeinde, Angehörige und aktuelle oder ehemalige Mitarbeitende. Die Besuchenden, welche sich von der Atmosphäre anstecken lassen. Auch das 22. DOG-Turnier der «Alternative» gestaltet sich familiär und dynamisch. Das Publikum ist durchmischt und die Anwesenden kennen einander, der Kasinosaal sowie der Vorraum sind voll. 80 Teams kämpfen sich durch die bewährten sechs Runden. Auf der Empore locken prachtvolle Preise für die Glücklichen im Rahmen der Tombola sowie für die Besten des Turniers. Selbst der kunstvoll gestaltete Pokal wurde hervorgekramt. Einzig: Der Verkaufsstand fehlt. Bei Halbzeit ein Kopf-an-KopfRennen. Zahlreiche Teams zieren mit drei Siegen die Ranglistenspitze. Die Spielverläufe können noch einmal analysiert, die Taktik justiert werden. Nichts ahnend und getrieben vom

Spieleifer, warten die Teilnehmenden nach dem köstlichen Mittagessen auf den Gong zur vierten Runde. Da verkündet der Speaker die Nachricht vom grossen Wandel: Die «Alternative» hat im Zuge der Reorganisation die Verkaufsabteilung aufgelöst, die Herstellung der meisten Produkte zu Beginn dieses Jahres eingestellt. So werde auch das DOG nicht mehr produziert. Gesucht werde eine Werkstatt, welche diese Aufgabe weiterführen möchte. Das Know-how werde gerne zur Verfügung gestellt. Die Zukunft des Turniers sei aktuell ungewiss. Nach einem kurzen Moment des Innehaltens geben sich die Teams einen Ruck und steigen ein in die zweite Turnierhälfte. Zwischen den Pausen werden die Produktionsverantwortlichen der «Alternative» belagert. Bis Abend gehen sechs konkrete Anfragen zur Wiederaufnahme der Her-

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stellung des DOG-Spiels ein. Der Verweis auf diese tolle Reaktion wird mit spontanem Applaus bedacht. Die Anwesenden lieben das DOG und auch dieses Turnier. Fast schon der Tradition entsprechend setzt sich auch dieses Jahr ein Frauenteam durch. Müde, zufrieden und betroffen wird am späten Nachmittag der Heimweg angetreten. Viele tragen die Hoffnung in sich, dass es in irgendeiner Form weitergeht. Derweil sich Die «Alternative» mit Elan wieder ihrem Kerngeschäft zuwendet: der Sozialtherapie für suchtbelastete Personen und Familien. Ohne Verkaufsabteilung, jedoch mit einem differenzierten und modernen Therapieangebot, wozu unter anderem die Ergotherapie und diverse Möglichkeiten für ein internes oder externes Arbeitstraining zählen. Stephan Germundson

«Flöten und Pfeifen», Konzert zum Ewigkeitssonntag, 25. November, 17 Uhr, in der Friedhofkapelle Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

Weihnachtsmarkt in Stallikon Am 23. und 24. November findet im Zentrum Kafimüli in Stallikon ein Weihnachtsmarkt statt. Dem OK-Team ist es gelungen, 15 Aussteller und Künstler aus Stallikon und Umgebung zum Mitmachen zu begeistern. Entstanden ist ein bunter Weihnachtsmarkt, der allen Besucherinnen und Besuchern eine Fülle von aussergewöhnlichen, kreativen Geschenkideen bietet. An den verschiedenen Marktständen zu entdecken und zu kaufen gibt es unter anderem Holzskulpturen von Toni Lengen, glitzernden Weihnachtsschmuck und Karten von Marianne Haas, Swarovski Schmuckketten von Isabelle & Melanie Saner, Raku Gebrauchskeramik von Ursula Marti, Pralinen und Patisserie von Christine Hostetter, Adventskränze und -dekorationen von Conny

Gmür, gestrickte Mützen, Handschuhe, Lampen, Seifen, Kerzen, Kleinmöbel und Dekoartikel im Vintage Stil und vieles mehr. Die Künstlerinnen und Künstler haben für ihre Objekte die verschiedensten Techniken angewendet und die unterschiedlichsten Materialien verwendet. Beim Weihnachtsmarkt darf natürlich auch das kulinarische Angebot nicht fehlen: In der Kafimüli gibts wärmende Suppen, Wienerli mit Brot, am Nachmittag hausgemachte Kuchen, zum Trinken Glühwein, Punsch, Prosecco, Mineral und anderes. Während die Eltern die Marktstimmung und das Buffet geniessen, können die Kinder in der Kreativ-Werkstatt von Cécilia Betancourt ein eigenes Kunstwerk kreieren. (pd.) Freitag, 23. November, 16 bis 22 Uhr, und Samstag, 24. November, 11 bis 22 Uhr. Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11 (oberhalb Gemeindehaus). Weitere Infos auf: www.kafimueli.com.

Vogelfedern erkennen Am Samstag, 1. Dezember, findet im Zieglerhaus in Rottenschwil von 9 bis 16 Uhr ein zweiteiliger Einführungskurs zum Thema «Vogelfedern» statt.

Mann oder Frau, jung oder alt, hitzig oder temperiert – alle ungeachtet des Zeitdrucks eifrig bemüht, das Maximum aus ihren Karten rauszuholen. (Bild zvg.)

Musikstücke, die an diesem Konzert zu hören sein werden. Die Gastmusikerin Nicole Meule wohnt in Luzern und studierte Blockflöten bei Professor Matthias Weilenmann an der Hochschule der Künste in Zürich. Im Unterricht und in verschiedenen Meisterkursen erhielt sie weitere wichtige Impulse auf ihrem Instrument. Nebst dem Unterrichten an drei Musikschulen tritt sie mit ihren Flöten in verschiedenen Formationen auf und singt in zwei Vocalensembles mit. (pd.)

Schillernde Farben, filigrane Formen: Es gilt, unterschiedliche Federn zu bestimmen und sie den entsprechenden Vogelarten zuzuordnen. Der Kurs vermittelt im ersten Teil die theoretischen Grundlagen der Federerkennung. Im zweiten Teil stehen Bestimmungsübungen mit selber mitgebrachten oder von der Kursleitung zur Verfügung gestellten Federn auf dem Programm.

Der Kurs wird von Toni Masafret, dem erfahrenen Ornithologen und Erwachsenenbildner, geleitet. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, deshalb ist eine Voranmeldung bis Dienstag, 27. November, erforderlich (per EMail: thomas.burkard@stiftung-reusstal.ch oder per Telefon: 056 634 45 75 und 079 640 88 85). (pd.) Samstag, 1. Dezember, 9 bis zirka 16 Uhr. Treffpunkt: Zieglerhaus, Hauptstrasse 8, Rottenschwil. Kosten: 100 Franken (inklusive Material). Die Verpflegung ist selber mitzubringen oder kann auf eigene Rechnung im Restaurant Hecht, Rottenschwil, eingenommen werden. Weitere Infos auf: www.stiftung-reusstal.ch.


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Sport

Dienstag, 20. November 2018

Unterhaltsame Centenniumfeier

Dem TV Hausen ist die Transformation in die Neuzeit gelungen Vereine haben in der heutigen Zeit ein eher verstaubtes Image. Es geht aber auch anders, wie die 100-Jahr-Feier des TV Hausen gezeigt hat. Mit dem Generationenwechsel ist neuer Schwung in den grössten Oberämtler Verein gekommen – nicht ohne das Erbe zu vergessen. ................................................... von martin platter Vera Panoussopoulos ist nervös. Es ist Samstag und gleich erfolgt die Saalöffnung für den Jubiläumsabend zum 100-jährigen Bestehen des Turnvereins Hausen im Gemeindesaal. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste haben sich bereits um 18 Uhr zum Apéro im Foyer des Sekundarschulhauses Weid eingefunden. Die Atmosphäre ist angeregt. «Wir haben uns bewusst für ein lockeres Programm entschieden, das auf Spontanität aufbaut. Da kann einiges schiefgehen», erklärt die junge Präsidentin des TV Hausen, die 2015 an der Spitze des Vereins gewählt wurde. Ihr zur Seite steht der noch jüngere Sandro Morof, der als Moderator durch den Abend führen wird. Die beiden kichern. Panoussopoulos, die bis zu ihrer Heirat Studer geheissen hat, sagt: «Das Abendprogramm soll eine Überraschung werden. Deshalb haben wir es geheim gehalten, was für einige Irritationen gesorgt hat.» So viel vorweg: Die Jubiläumsfeier gedieh schliesslich zum Erfolg. Die jungen Vorstandsmitglieder, drei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 25 bis 35 Jahren, haben es geschafft, für jede Altersgruppe eine kurzweilige Einlage zu präsentieren. In den drei Gesprächsrunden mit den jeweiligen Zeitzeugen wurde natürlich viel in Erinnerungen geschwelgt – ohne dabei aber allzu sehr in Pathos zu verfallen oder zu langatmig zu werden. Zuerst aber begrüsste Präsidentin Panoussopoulos. In ihrer Ansprache liess sie zunächst das ereignisreiche Vereinsjahr Revue passieren, das mit dem Schwingfest einen bezüglich Zuschaueraufmarsch bis dato einzigartigen Höhepunkt im Oberamt darstellt. Im späteren Verlauf des Abends

Modeschau mit den Trainern und Vereinsoutfits des Turnvereins Hausen in den letzten Dekaden. Die Vorstellung wurde zuweilen mit Gelächter und Applaus quittiert. (Bild Martin Platter) würdigte sie den OK-Präsidenten Fredy Steinmann und schlug diesen zum neuen Ehrenmitglied vor, was die Anwesenden im Saal mit tosendem Applaus quittierten.

Vereinsgeschichte mit viel Kameradschaft Dann leitete sie über zur Vereinsgeschichte. Dabei fiel ihr Moderator Morof immer wieder relativierend oder mit einer Pointe ins Wort, was den Vortrag fürs Publikum sehr unterhaltsam machte. Auch die drei Gesprächsrunden, die Morof moderierte, vermittelten eine kurzweilige Momentaufnahme aus der jeweiligen Epoche. Unterbrochen wurden die drei Showblöcke vom Essen, währenddem Bilder aus der 100-jährigen Geschichte des TV Hausen auf die Grossleinwand gebeamt wurden. Gemeindepräsident Stefan Gyseler brachte es auf den Punkt, was den Erfolg des TV Hausen ausmacht: «Nicht viele Vereine können ein 100Jahre-Jubiläum feiern.» Das funktioniere nur, wenn die Generationenablösung klappe. Den neuen Generationen Verantwortung übertragen und sie dann machen lassen; das sei das Geheimnis. In Hausen sei das typisch. Gyseler betonte die Wichtigkeit von Vereinen wie dem TV, die enorm wichtig seien fürs Dorfleben und die Integration von Auswärtigen. Mit den Worten «Ich hoffe, dass wir noch manches Jubiläum wie dieses feiern können», beendete Gyseler die Glückwünsche des Gemeinderates. In der letzten Gesprächsrunde zeigte sich dann, was

es sonst noch braucht, um als Verein Erfolg zu haben. Vorstandsmitglied und Riegenleiterin Daniela Hess betonte: «Wir haben im Vorstand eine extrem coole Gruppe zusammen.» Christian Baer, der den Verein vor Vera Panoussopoulos von 2006 bis 2014 präsidiert hatte, würdigte die Arbeit seiner Nachfolger: «Mit neuen Leuten kommen frischer Wind und neue Ideen.» Das sieht man insbesondere auch am Internetauftritt des TV, der sich zeitgemäss und informativ präsentiert und auch auf Smartphones leicht bedienbar ist. Nach dem Dessert präsentierten die Aktiven in einer humorvollen Modeschau die Trainer und Vereinsoutfits der letzten Jahrzehnte von dezent gestreift bis knallbunt. Zum Schluss stellte Hansueli Rüfenacht alias «Znachtli» die 85-seitige Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen des TVs vor. Seit 40 Jahren ist Rüfenacht Redaktor des «Oberämtler Sportler» – in dem auch die anderen Dorfvereine ihren Auftritt haben – und hat in dieser Zeit nicht nur die Transformation vom handschriftlichen, persönlich überbrachten Protokoll bis zur E-Mail und Social-Media-Kanälen erlebt, sondern auch so manchen Präsidenten und Aktuar. In Bezug auf den TV Hausen stellte er fest, dass vieles in den letzten Jahren sehr gut gemacht wurde. Er betonte die Wichtigkeit des Vorlebens der Eltern: Nicht umsonst hätten bei sechs der sieben Vorstandsmitgliedern bereits die Eltern in prägender Funktion im TV mitgewirkt. Weitere Infos unter tvhausen.ch.

Die B-Jugend des Teams Region Affoltern schreibt Geschichte

Für diese Saison wurde der Spielerkader dann erweitert und ein dritter Trainer, Mauro Angelillo, kam hinzu, um das Team optimal auf die Saison vorzubereiten. Die neue Mannschaft überzeugte bereits in den ersten Testspielen und deutete ihr Potenzial an. Kurz vor dem ersten Meisterschaftsspiel musste die erste Runde des Cups gemeistert werden. Das Team Region Affoltern startete mit einem 17:0-Sieg und hatte keine Absichten einen Gang herunterzuschalten. So kam das erste Meisterschaftsspiel gegen Thalwil, welches man dann aber eher holprig überstanden hat und mit einem knappen 4:3-Sieg gewann. Der Mannschaft wurde klar, dass es in der höheren Liga mehr braucht, um oben mitzuspielen. So kam es, dass sie die nächsten vier Spiele gewann. Darauf folgte die zweite Runde des Cups, welche sie ebenfalls mit Bravour meisterte. Langsam wuchs die Erkenntnis, dass man um die Meisterschaft mitspielen könnte. Nun sehr

Erster Pro-Podestplatz von Urs Müller

Erfolgreicher Saisonabschluss in Malaysia

Der Aufstieg ist geglückt

Noch letztes Jahr spielte die Mannschaft unter der Leitung von Sandro Kaufmann und Manfred Hauptmann in der ersten Stärkeklasse. Durch eine starke Saison gelang es dem Team aufzusteigen.

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Das letzte Spiel gegen den Zweitplatzierten ging dann, wie in der Vorsaison, verloren. Dennoch wurde gefeiert und die B-Jugend schrieb Die B-Jugend des Team Region Affoltern. (Bild zvg.) Vereinsgeschichte, entschlossen, gewann das Team auch da man erstmals in die Coca-Cola aufdie nächsten drei Spiele und legte in gestiegen ist. Zehn von elf gewonneder Tabelle vor. Der nächste Gegner nen Spielen sind ein tolles Ergebnis für die nächste Cuprunde wurde be- und das Team hatte am Ende der Saikannt gegeben: Veltheim. Die Mann- son nicht nur die meisten Punkte, sonschaft musste sich in der dritten Run- dern auch am wenigsten Tore hinnehde mit dem Ersten der höchsten Liga men müssen. Die Mannschaft konnte Zürichs messen. Doch anstatt sich ein- sich unter Anleitung der sehr engaschüchtern zu lassen, nahm die Mann- gierten Trainer kontinuierlich steischaft diese neue Herausforderung an, gern. Auch wenn im Training manchdas Spiel war hart umkämpft und am mal noch mehr Einsatz und Präsenz Ende der regulären Spielzeit stand es wünschenswert wäre, ist der Teamspiunentschieden. Die Spannung stieg, rit toll und es macht Spass, in der als es dann kurz vor 22 Uhr direkt Mannschaft zu spielen. Nach der Meiszum Elfmeterschiessen kam. Die sechs terschaft stand aber noch ein weiteres Schützen des Teams trafen und schos- Cup-Spiel aus. Ziel war es, auch im sen die Mannschaft somit in das Ach- neuen Jahr weiterhin im Cup dabeizutelfinale, da einer der gegnerischen sein und den Einzug in das ViertelfinaSchützen das Tor verfehlte. In der le zu schaffen. Und so kam es auch. In Meisterschaft trennten das Team nur einem sehr hartumkämpften Spiel – noch drei Spiele vom möglichen Meis- gegen eine starke Mannschaft aus tertitel. Die Mannschaft zeigte weiter- Buchs-Dällikon – gewann das Team 4:2 hin eine starke Leistung und gewann und setzte somit der Torte die Kirsche auch die nächsten Spiele. Schon vor auf. Alle sind nun gespannt, wie sich dem letzten Spieltag war der Aufstieg das Team in der höchsten Spielklasse schlagen wird. (pd.) dann bereits besiegelt.

Team Koach-Profi Urs Müller hat nach einer langwierigen Knieverletzung den Tritt buchstäblich gefunden: Im Hitzerennen in Malaysia errang er den 3. Rang und stand damit erstmals als Pro auf dem Podest eines Ironman-Rennens. Sein Teamkollege Balázs Csoke wurde dank einer starken Leistung auf dem Marathon Fünfter. Ein leichtes Gewitter am Morgen konnte nicht verhindern, dass die Temperaturen immer höher stiegen und der Marathon zu einer eigentlichen Hitzeschlacht ausartete. Die beiden Koach-Profis starteten stark: Csoke führte nach 3.8 Kilometer Schwimmen vor Vorjahressieger Romain Guillaume aus Frankreich. Urs Müller lag als 4. vier Minuten zurück. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke übernahm Guillaume gleich die Führung, während der Ukrainer Daniil Sapunov kontinuierlich Boden gut machte und auf der zweiten Radrunde den Franzosen überholte. Urs Müller fuhr taktisch geschickt zusam-

Erstmals als Profi auf einem Ironman-Podest: Urs Müller hat in der Hitzeschlacht von Malaysia gut taktiert. (Bild Kurt Müller)

men mit dem Japaner Kaito Tohara, mit dem er sich in der Führungsarbeit abwechselte. Während der eine Favorit, der Däne Jens Petersen-Bach, bereits auf der ersten Radrunde das Rennen aufgab, brach der andere Favorit, Guillaume, auf dem Marathon ein. Urs Müller konnte nach neun Kilometern an ihm vorbeiziehen und den dritten Rang dank einer ausgeglichenen Laufleistung zunehmend festigen. Das Ziel erreichte er nach 9:09 Stunden, 35 Minuten hinter Sieger Sapunov, 14 Minuten hinter Tohara, 16 Minuten vor dem Australier Nathan Groch, 19 Minuten vor Teamkollege Balazs Csoke – und 3:22 Stunden vor Vorjahressieger Guillaume. Coach Kurt Müller stellte fest, dass aufgrund der Trainingsleistungen noch mehr dringelegen hätte, wenn er mit seinen Leuten etwas früher angereist wäre: «Der Wechsel von den Novembertemperaturen in Europa in die Hitze von Malaysia hätte offensichtlich mehr Akklimatisationszeit erfordert. Vorjahressieger Guillaume hielt beim Marathon gerade acht Kilometer durch und spazierte anschliessend zusammen mit ausgepowerten Amateuren, weil er schlicht nicht mehr konnte. Urs und Balázs dagegen erreichten zwar nicht ihr gewohntes Leistungspotenzial, schätzten die Situation aber richtig ein, dosierten die Kräfte von Beginn weg gut und erreichten ihre Top-Plätze dank einer gleichmässig durchgezogenen Pace.» Nun beginnt auch für Urs Müller und Balázs Csoke die Off-Season, die für ihren Teamkollegen Philipp Koutny nach dem erfolgreichen WMRennen auf Hawaii bereits vor einem Monat begann. Provisorisch plant Teamchef Kurt Müller, dass Urs Müller im nächsten Frühjahr in Texas, Philipp Koutny in Südafrika startet: «Ausser beim Heimrennen in Zürich werden sie an unterschiedlichen Wettkämpfen teilnehmen, damit sie sich nicht um den Hawaii-Startplatz duellieren müssen. Beide haben das Potenzial, nächstes Jahr nach Kona zu reisen. Dementsprechend muss ich taktieren, um ihre Chancen zu optimieren.» (tk) Weitere Informationen: www.kmsportcoaching.ch.

Bouldern: 5. und 12. Rang für Zoé Felder und Michel Erni In der Boulderhalle Minimum in Zürich-Altstetten fand der dritte und letzte Wettkampf der Zürcher Klettermeisterschaften 2018 statt. An diesem Boulder-Wettbewerb nahmen in den Nachwuchskategorien U10 bis U16 sowie in der Elitekategorie 205 Athletinnen und Athleten aus fast allen Teilen der Schweiz teil. Aus dem Säuliamt konnten sich zwei

Teilnehmende auf den vorderen Rängen platzieren: Die Nachwuchs-Klettererin Zoé Felder startete in der Kategorie U14 und konnte sich den ausgezeichneten 5. Rang sichern. In der Kategorie Herren ging Michel Erni aus Affoltern an den Start. Auch ihm gelang eine starke Leistung: Am Schluss reichte es ihm für den 12. Schlussrang. (pd.)

Chlausschiessen des Schützenvereins Dachlissen-Mettmenstetten Bereits zum 18. Mal heisst es am 24. und 25. November sowie am 1. und 2. Dezember im Schützenhaus Wissenbach: Feuer frei! Über 900 Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz versuchen mit einem Topresultat ein gutes Kranzresultat zu erzielen oder sogar einen der begehrten Siegerpreise zu gewinnen. Die beliebte Chlausstube lädt zum Verweilen ein: Das Wirtschaftsteam heisst alle Gäste – egal ob Schützen oder Nichtschützen – ganz herzlich willkommen. Heiss geniessen können

die Gäste Spezialitäten aus der Küche: Chlaussuppe, Wädli, Rauchwürste ... Und auch für Stimmung ist gesorgt! An beiden Samstagen lädt das Organisationskomitee ab 15 Uhr mit musikalischer Unterhaltung zum gemütlichen Beisammensein ein! (A.N.) Chlausschiessen im Schützenhaus Wissenbach, Schiesszeiten: Samstag, 24. November, und 1. Dezember: 8 bis 16 Uhr, Sonntag, 25. November, und 2. Dezember: 9 bis 13 Uhr. Öffnungszeiten Chlausstube: Samstag, 24. November, und 1. Dezember: 8 Uhr bis ... (open end). Sonntag, 25. November und 2. Dezember, 8 bis 18 Uhr.


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091_2018  

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