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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 913 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 90 I 166. Jahrgang I Freitag, 15. November 2013

Ein Rücktritt

Aufsichtsbeschwerde?

In Stallikon tritt Gemeindepräsident Walter Ess 2014 nicht mehr an. > Seite 3

Für VPOD ist die Meinungsfreiheit der Spital-Mitarbeitenden beschnitten. > Seite 5

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Übergangsausgleich Affoltern kann deshalb 2014 ein ausgeglichenes Budget präsentieren. > Seite 5

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Selbstbestimmung Bei den Bauern ist «ausufernder Landhunger» für Naturschutz ein Thema. > Seite 7

Bevölkerung und Verkehr werden überproportional zunehmen Werkstattbericht an der DV der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt Die Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) wählte am Mittwochabend Ursula Junker, Mettmenstetten, in den Vorstand. Zum Abschluss wurde ein Werkstattbericht zum Richtplanrevision-Teil Verkehr präsentiert. ................................................... von urs e. kneubühl Der Werkstattbericht zum Richtplanrevision-Teil Verkehr, den Bernadette Breitenmoser, Regionalplanerin ZPK, und der Verkehrsplaner Hannes Müller zum Schluss der ZPK-Delegiertenversammlung vorlegten, hatte es in sich. Die Rückschau auf die Verkehrsentwicklung nach Eröffnung der A4

zeigt eine erfreulich starke Reduktion der Verkehrsbelastungen auf fast allen Ortsdurchfahrten im Bezirk. Allerdings ist das Knonauer Amt damit auch verstärkt in den Sog der Städte Zürich und Zug sowie der Agglomerationsgebiete Limmattal und Zürich Nord geraten. So verzeichnet der Bezirk Affoltern im Vergleich der Regionen mit 11% seit 2004 den höchsten Bevölkerungszuwachs.

Überproportionale Zunahmen, Vielzahl von Massnahmen Die Prognosen, welche zudem das Gesamtverkehrsmodell des Kantons Zürich verheisst, zeigen, dass parallel zu den Bevölkerungszahlen auch der Verkehr im Knonauer Amt überproportional zunehmen wird. Das Gesamtver-

kehrsaufkommen hierzulande wird bis 2030 um 32 % (Kanton +20 %) zunehmen und dabei vor allem über den motorisierten Individualverkehr (+38 % im Bezirk und +16 % im Kanton – ohne Transit) abgewickelt. Im Vergleich dazu wird für das ÖV-Verkehrsaufkommen im gleichen Zeitraum im Bezirk lediglich eine Zunahme von 35 % (Kanton +44%) prognostiziert. Die Gründe: Üetlibergtunnel und A4 haben für den motorisierten Individualverkehr (MIV) Reisezeitverkürzungen nach Zürich und Zug und hierzulande auch vermehrt MIV-orientierten Bevölkerungszuwachs gebracht. Für die Planer ist daher klar, dass nur eine Vielzahl von Massnahmen die schlechte Entwicklung bei der Verteilung des Transportaufkommens auf die verschiedenen Verkehrsmittel

dämpfen kann: Siedlungen sollen vor allem um die Bahnhöfe konzentriert und der MIV auf die A4 gelenkt werden. Ortsdurchfahrten müssen attraktiv gestaltet und der MIV dort verstetigt und verlangsamt werden. Parallel sind Attraktivitätssteigerungen beim ÖV vonnöten. Bei allen Massnahmen im Strassenraum sollen zudem Fussund Veloverkehr einbezogen werden.

Ursula Junker neu im Vorstand Die statutarischen Traktanden der vorangegangenen ZPK-Delegiertenversammlung beschränkten sich, nach dem Rücktritt von Willy Weiss, Aeugst, auf die Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes. Einstimmig bestätigten die Delegierten die vorgeschlagene Ursula Junker, Mettmenstetten.

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Neuer Name Das Mütterzentrum in Affoltern heisst ab 2014 Familienzentrum. > Seite 9

David Vogelsanger wird Botschafter in Neuseeland Der Bundesrat hat den aus Uerzlikon stammenden David Vogelsanger per September 2014 zum ausserordentlichen und bevollmächtigen Botschafter von Neuseeland ernannt. Er ist auch zuständig für die Cook-In- D. Vogelsanger. seln, die Republik Fidschi-Inseln für den unabhängigen Staat Samoa, das Königreich Tonga und Tuvalu. Vogelsanger ist derzeit Missionschef in Abidjan. «Es geht für mich – voraussichtlich zum letzten Mal, dafür an den von der Schweiz am weitesten entfernten Botschafterposten – im kommenden September wieder weiter. Meine Frau, die mich diesmal wird begleiten können, und ich freuen uns ungemein, denn Neuseeland ist wirklich der Posten, den ich schon immer wollte. Nach Neuseeland kommt dann das Säuliamt», sagt David Vogelsanger. (-ter.)

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Biblisches Monumentalwerk meisterlich vorgetragen: Der verstärkte Cäcilienverein singt Haydns «Schöpfung» vor vollen Rängen in der katholischen Kirche Affoltern. (Bild Martin Platter)

Volle Kirchen in Affoltern und Baar Beeindruckendes Oratorium des Cäcilienvereins Affoltern Zum 125-jährigen Bestehen hat der Affoltemer Cäcilienverein am letzten Wochenende in den katholischen Kirchen Affoltern und Baar Joseph Haydns «Schöpfung» aufgeführt. Ein schöpferisches Mammutprojekt für den 40-köpfigen Chor. Elf Monate dauerten Vorbereitung und wöchentliche Proben, dazu zwei Wochenenden. Be-

sonders intensiv waren die Tage vor dem Konzert mit je zwei dreistündigen Hauptproben in den beiden Kirchen. – Vor allem Dirigent und Chorleiter Alois Heer musste dabei Herausragendes leisten, galt es doch, insgesamt 70 Laien- und Gastsänger, vier professionelle Solisten (Sybille Diethelm (Sopran), Sarah Widmer (Alt),

Paolo Vignoli (Tenor) und Reinhard Strebel (Bass)) und das Orchester Collegium Cantorum auf das biblische Monumentalwerk des österreichischen Komponisten einzustimmen. Es befasst sich mit der Erschaffung der Welt, wie sie in der Genesis (1. Buch Mose) der Bibel erzählt wird. Je zwei Stunden dauerte das Oratorium in

Affoltern und Baar, das von allen Beteiligten höchste Konzentration verlangte. Die Vorführungen durften sich hören lassen: besinnlich, beeindruckend, grandios! Das zahlreich aufmarschierte Publikum dankte es mit stehenden Ovationen. (map.)

500 46 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Scott William Flury, geb. 29. Juli 1969, von Tujetsch GR, Tägerstein 11, 8910 Affoltern am Albis, ist durch Urteil des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Affoltern vom 5. November 2013 als geschlossen worden. Affoltern a. A., 15. November 2013 Konkursamt Affoltern

Konkurseröffnung Schuldner: Daniel Studerus, geb. 8. April 1962, von Waldkirch SG, Ankengasse 10, 8911 Rifferswil, Inhaber der im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma Studerus Gerüstbau, UID CHE-105.330.758, Ankengasse 10, 8911 Rifferswil. Datum der Konkurseröffnung: 19. April 2012 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist bis 16. Dezember 2013 Vergleiche im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 15. November 2013. Affoltern a. A., 15. November 2013 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albus

Verkehrsbehinderungen auf der Wolserstrasse infolge Kanalisationsarbeiten Ab Montag, 18. November 2013, bis ca. Mitte Dezember 2013, wird die Kanalisation in der Wolserstrasse verlängert, Abschnitt zwischen Wolserbach (Badi) und Liegenschaft Nr. 71. Die Wolserstrasse wird im erwähnten Bereich gesperrt. Bedingt durch die Bauarbeiten ist während der Bauzeit auch mit Behinderungen bei den Zugängen zu den Liegenschaften zu rechnen. Die Bauleitung und die Bauunternehmung sind bestrebt, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Für die Einhaltung der Termine bleiben wetterbedingte Verzögerungen vorbehalten.

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars

Weitere Informationen erhalten Sie beim Tiefbausekretariat Obfelden, Telefon 044 763 53 49 oder thomas.hunziker@obfelden.ch.

Im Konkurs über Herrn Mirko Pavic, geb. 25. September 1968, Bürgerort: Urdorf ZH, wohnhaft Bahnhofplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf.

Der Gemeinderat dankt den Anwohnern und den Verkehrsteilnehmern für das Verständnis.

Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 15. November 2013 verwiesen. Affoltern a. A., 15. November 2013 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über Roland Baserga, geb. 13. Oktober 1949, Bürgerort: Bülach ZH, Rainstrasse 17, 8143 Stallikon, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Schlieren zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 15. November 2013 verwiesen. Schlieren, 15. November 2013 Konkursamt Schlieren Lilie-Zentrum, Uitikonerstrasse 9 8952 Schlieren

Gemeinderat Obfelden

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung Nr. 23/13 mit Beschluss Nr. 228 vom 5. November 2013 dem privaten Gestaltungsplan «Eichhorn» für die in der Wohnzone mit Gewerbe «WG2» gelegenen Grundstücke Kat.-Nrn. 1471 und 1536 im Sinne von § 86 PBG zugestimmt. Die Unterlagen liegen während der Rekursfrist auf der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Ottenbach, 15. November 2013 Gemeinderat Ottenbach

Aufhebung Antennen-Reglement Der Gemeinderat hat mit Beschluss Nr. 292 vom 21. Oktober 2013 das Antennen-Reglement der politischen Gemeinde Affoltern am Albis vom 24. November 1980 ersatzlos aufgehoben. Gegen den Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs eingereicht werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Verfügung ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Affoltern a. A., 15. November 2013 Gemeinderat Affoltern am Albis

(Psalm 36,10)

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

TODESANZEIGE

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

Rosette Ingold-Wälti

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Mit schwerem Herzen nehmen wir Abschied von Dir, liebe

15. März 1934 – 12. November 2013

Würdevoll und tapfer hast Du Deine schwere Krankheit ertragen. Deine Offenheit für Neues, Deine Unternehmungslust und Deine Kontaktfreudigkeit werden wir nie vergessen. Wir vermissen Dich. Affoltern am Albis, 12. November 2013 Daniel Ingold Béatrice und Michael Kutschera-Ingold mit Alexandra und Katharina Geschwister und Anverwandte

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: Spital Affoltern, Sonnenbergstrasse 27, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Umnutzung Wohnhaus in Kinderbetreuungsstätte Spital, Versischerungs-Nummer 799, Kat.-Nr. 6343, Spitalweg 13, Wohnzone W2c

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 20. November 2013, um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis statt. Urnenbeisetzung um 14.00 Uhr auf dem Friedhof. Statt Blumen zu spenden, unterstütze man bitte das Spital Affoltern, Postkonto 80-151-4, oder das Palliative Care Kompetenzzentrum Affoltern a. A., Postkonto 30-728782-8 (Vermerk Rosette Ingold). Traueradresse: Daniel Ingold, Breitlandstrasse 2, 8954 Geroldswil

Hedingen Gesuchsteller/Projektverfasser: Bleuler Peter, Albisstrasse 60, 8135 Langnau am Albis Bauprojekt: Neubau Einfamilienhaus, Lettenweidstrasse 3, Kat.-Nr. 2075, Wohnzone W1.0

Kappel am Albis

Privater Gestaltungsplan «Eichhorn»

Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, und in Deinem Lichte sehen wir das Licht.

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Bauherrschaft: Pensionskasse Pro Schwyz, Bahnhofstrasse 3, 6340 Baar Projektverfasser: Roos Architekten GmbH, Im Winkel, 8910 Affoltern am Albis Bauprojekt: Wohnüberbauung mit 8 Einheiten (2 MFH, 6 DEFH) und Tiefgarage, Kat.-Nr. 1547, Albisstrasse, Kappel am Albis (öffentlicher Gestaltungsplan Chappelermatten).

Maschwanden Bauherrschaft: Leuthold Andreas und Paul, Unterdorfstrasse 7, 8933 Maschwanden Projektverfasser: Leuthold Gartenbau und Tiefbau, Unterdorfstrasse 7, 8933 Maschwanden Bauvorhaben: Nutzungsänderung von Liegeboxen in Pferdefreilaufstall mit neuem Auslauf und Erstellen eines Zirkels und Reitviereck/Allwetterauslauf, bei Unterdorfstrasse 7, Kat.Nr. 756, Reservezone

Ottenbach Bauherrschaft: Grossenbacher Beat und Heidi, Rüchligstrasse 6, 8913 Ottenbach Bauvorhaben: Erstellung Holzpalisade (ca. 10 Meter) als Ersatz bzw. Ergänzung zum bestehenden Zaun (Assek.Nrn. 899, 1114) an der Rüchligstr. 6 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1123 (W2b)

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Lächeln, welches du uns geschenkt hast, fehlt. Ein Mensch, der uns lieb war, ging. Du bleibst uns in lieber und dankbarer Erinnerung.

TODESANZEIGE Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter

Elisabeth (Bethli) Zwyssig-Baumann 1. Juli 1924 – 11. November 2013

Nach einem erfüllten Leben und der mit Geduld und grosser Tapferkeit ertragenen Demenz-Erkrankung durfte sie heute Morgen friedlich einschlafen. In stiller Trauer: Margrit und Othmar Hättenschwiler-Zwyssig Paul und Christine Zwyssig-Fügli Marianne Zwyssig Rolf Bryner-Zwyssig Grosskinder, Urgrosskinder, Anverwandte, Freunde Einen herzlichen Dank an das Pflegeteam des Langzeitpflegeheims Sonnenberg für die liebevolle Betreuung und Pflege. Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. November 2013, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle. Traueradresse: Marianne Zwyssig, Im Feld 13, 8910 Affoltern am Albis

Primarschulpflege Affoltern am Albis

TODESANZEIGE Mit grosser Betroffenheit haben wir vom unerwarteten Hinschied unserer ehemaligen Hauswartin

Rahel Schneebeli erfahren. Während 26 Jahren war Rahel Schneebeli bis zu ihrer Pensionierung Ende Oktober 2012 in den Kindergärten Breiten I und III sowie in der Schulverwaltung als Hauswartin tätig. Wir werden sie mit ihrer liebenswerten und herzlichen Art immer in guter Erinnerung behalten. Der Trauerfamilie sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus. Primarschulpflege Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Freitag, 15. November 2013

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Der Gemeindepräsident tritt zurück – die Ratsmitglieder kandidieren erneut Gesamterneuerungswahlen in Stallikon vom 30. März 2014 – aus den Verhandlungen des Gemeinderates Lüscher zurück. Für eine weitere Amtszeit stellen sich Hans-Rudolf Metzger, Arthur Osbahr und Reto Sonderegger wieder zur Verfügung. Die fünf bisherigen Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission, Daniel Schüepp (Präsident), Paul Alther, Markus Baumann, André Bolli und Rainer Stutz, kandidieren für eine weitere Amtsperiode.

bis Freitag ab 20.00 Uhr) und der Samstagskurse im Rahmen eines vierjährigen Versuchsbetriebes durch die Gemeinde Stallikon. Der neue Fahrplan kann unter www.fahrplanfelder.ch eingesehen werden.

Am 30. März 2014 werden die Gesamterneuerungswahlen für die Amtsdauer 2014 bis 2018 für alle Gemeindebehörden durchgeführt, falls keine stille Wahl möglich ist. Es wird auf die amtliche Publikation vom Freitag, 29. November 2013 verwiesen. Eine Umfrage bei den heutigen Mandatsträgern hat ergeben, dass beim Gemeinderat (sechs Mitglieder) Gemeindepräsident Walter Ess auf das Ende der laufenden Legislatur zurücktritt. Alle übrigen bisherigen Mitglieder Iris Geissbühler, Priska Metzger, Werner Michel, Monika Rohr und Robert Sidler kandidieren für eine weitere Amtsdauer. Für das Gemeindepräsidium beabsichtigen Iris Geissbühler

und Werner Michel zu kandidieren. Bei der Primarschulpflege tritt Schulpräsidentin Iris Geissbühler zurück. Für eine weitere Amtszeit stellen sich Sandra Bellis, Alessandro Lyke Walter Ess. (Archiv) Ghisletta, Gschwend und Fernando Treyer wieder zur Verfügung. Als Schulpräsidentin kandidiert Sandra Bellis. Bei den vier Mitgliedern der Bauund Planungskommission tritt Rolf

Kontaktloses Bezahlen am Ticketautomaten

Grund- und Verbrauchsgebühren in Obfelden

Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV vereinfacht den Bezahlvorgang an einem grossen Teil seiner Ticketautomaten. Ab sofort können die Kundinnen und Kunden ihre Tickets kontaktlos mit der Kreditkarte bezahlen. Unterstützt werden die Zahlungsmöglichkeit payWave (Visa) und PayPass (MasterCard).

Grundgebühren für das Jahr 2014 und Verbrauchsgebühren für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014. Die Grundgebühren konnten beim Wasser und der Abfallbeseitigung gesenkt und beim Abwasser und Kabelnetz beibehalten werden. Die Grundgebühren wurden für das Jahr 2014 wie folgt festgesetzt (in Klammern die Ansätze des Jahres 2013): Wasser: Pro Wohnung 160 Franken (167 Franken), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 224 Franken (Fr. 233.80) resp. individuelle Ansätze, Verbrauchsgebühr: Pro Kubikmeter Fr. 1.66 (Fr. 1.88); Abwasser: Pro Wohnung 51 Franken (51 Franken), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 51 Franken (51 Franken), versiegelte Flächen 33 Rappen (33 Rappen), Klärgebühr: Pro Kubikmeter Wasserverbrauch 65 Rappen (65 Rappen); Abfallbeseitigung, pro Wohnung 179 Franken (200 Franken), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 179 Franken (200 Franken) resp. individuelle Ansätze; Kabelnetzgebühr 162 Franken (162 Franken). Die Mehrwertsteuer ist in diesen Ansätzen nicht inbegriffen. Sie wird zusätzlich mit 2,5% für die Wassergebühren und mit 8% für Abwasser-, Abfall- und Kabelnetzgebühren in Rechnung gestellt.

Inhaber einer Kreditkarte von Visa oder Mastercard können künftig ihre Tickets für den öffentlichen Verkehr noch schneller am Automaten beziehen. Dank der bewährten kontaktlosen Zahlungsmöglichkeiten payWave oder PayPass müssen sie die Kreditkarte nicht mehr in den Automaten schieben. Es genügt, die Kreditkarte nach der Auswahl des Tickets vor das FunkLogo des Zahlterminals zu halten. Bei abgeschlossener Bezahlung erklingt ein Signalton, welcher den Kauf bestätigt. Bei Einkäufen unter 40 Franken entfällt die Pin-Code-Eingabe.

Kundenbedürfnisse erfüllen Der ZVV hat bereits im Sommer 29 Automaten mit der Kontaktlos-Funktion ausgerüstet. Der Test verlief erfolgreich und die Kundenrückmeldungen ergaben, dass die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens einem steigenden Kundenbedürfnis entspricht.

Ausgenommen die SBB Die neue Dienstleistung ist deshalb ab sofort an den ZVV-Ticketautomaten der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), bei der Forchbahn, bei Stadtbus Winterthur, bei der Sihltal Zürich Üetliberg Bahn (SZU), sowie bei den Verkehrsbetrieben Glattal (VBG) aufgeschaltet. Ausgenommen sind die Automaten der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). (pd.)

Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor

Die bisherige Postautolinie 237 wird am 15. Dezember 2013 aufgehoben und durch die neue Linie 227 ersetzt. Die neue Linie 227 verkehrt stündlich

Gemeindemagazin «blickpunktstallikon» Die neue Ausgabe des Gemeindemagazins «blickpunktstallikon» erscheint kurz vor den Weihnachtsfeiertage am Donnerstag, 19. Dezember 2013. Der Redaktionsschluss ist am Freitag, 22. November 2013. (rb.)

Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Gemeindeverwaltung Als Lernende mit Lehrbeginn im August 2014 wurde Frau Dylan Windhaber, Obfelden, gewählt.

Das Patent und die Bewilligung zum Betrieb eines Imbiss-Verkaufsstandes auf dem Parkplatz an der Reuss für die Zeit vom 1. Mai 2014 bis 31. Oktober 2014 wurde an Kha, Seng, Merenschwand, erteilt.

Einbürgerungen Unter dem Vorbehalt der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung und der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes wurde das Bürgerrecht der Gemeinde Obfelden erteilt an: Krasniqi, Elmir, geb. 1997, Krasniqi, Fatime, geb. 1998, Krasniqi, Mazlime, geb. 1999 und Krasniqi, Mirlinde, geb. 2001, alle von Republik Kosovo, Dorfstrasse 45a; Gimigliano, Emilio, 1954, von Italien, Bachstrasse 11c; Fernandez Martins, Sergio Aparecido, geb. 1963 und seiner Ehefrau Faquet Arnejo, Maria Dolores, geb. 1961, beide von Spanien, Im Bächler 27; Ramadani, Sokol, geb. 1990, von Republik Serbien,

180 000-Franken-Einbruch in Knonau Unbekannte Diebe haben in der Nacht auf Montag einen Einbruch in einen Garagenbetrieb in Knonau verübt und zwei Fahrzeuge im Wert von zirka 180 000 Franken gestohlen. Die Täter stiegen zwischen 1.15 und 2.30 Uhr durch ein aufgebrochenes Fenster in den Garagenbetrieb ein. Dort brachen sie den Schlüsseltresor

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Schmittenstrasse 21; Piegatowski, Aleksander, geb. 1997, von Polen, Schützenhausstrasse 25; Valerio, Maurizio, geb. 1967 und seinen Sohn Valerio, Leandro Giuseppe, geb. 1998; beide von Italien, Schmittenstrasse 13.

Wirtschaftspolizei

Teure Fahrzeuge gestohlen

Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Postauto 227 – Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013

von Montag bis Samstag und verknüpft die Gemeinden Birmensdorf, Stallikon und Bonstetten. Zwischen Stallikon Dorf und Bonstetten-Wettswil, Bahnhof, verkehren die Postautos auf direktem Weg. Die Schlaufe über Aegerten-Aumüli-Sunnenberg wird nicht mehr gefahren. In Birmensdorf fahren die Postautos aus Fahrzeitgründen direkt ab der Haltestelle Weissenbrunnen zum Bahnhof. Die Haltestelle Zentrum wird nur noch in Fahrtrichtung Stallikon-Bonstetten bedient. Der Zürcher Verkehrsverbund hat die Fahrten Montag bis Freitag, 06.00 und 20.00 Uhr, ins reguläre ZVV-Angebot übernommen. Hingegen erfolgt die Finanzierung der Abendkurse (Montag

auf und entnahmen diesem die Fahrzeugschlüssel. Damit entwendeten sie schliesslich vom Ausstellungsplatz zwei Fahrzeuge der Marke Range Rover und konnten damit unerkannt flüchten. Der Vorführwagen und das Kundenfahrzeug haben einen Wert von etwa 180 000 Franken. Sachschaden: mehrere hundert Franken. (pd.)

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Schwimmbad Als Pächter für den Schwimmbad-Kiosk für die Saison 2014 wurde Roland Bulliard, Obfelden, gewählt.

Wasserversorgung Im Zusammenhang mit der Umsetzung des genehmigten Nutzungskonzeptes, «Fassungsanlagen und Laufbrunnen» wurde für die Tiefbau- und Sanitärarbeiten für die Fertigbrunnenstube als Ersatz für die Fassungsanlage Isenberg 2 ein Kredit von 24 000 Franken bewilligt und die Arbeiten an die Firmen Ernst Höhener, Obfelden und Ritschard Haustechnik AG, Ottenbach, vergeben.

Liegenschaften Aufgrund der auf dem unterhalb der Kirche liegenden Grundstück erstellten Wohnüberbauung, steht für Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle

wir gratulieren

Zendenfrei nicht mehr genügend Parkplatzfläche zur Verfügung. Für die Anlage eines zusätzlichen Parkplatzes oberhalb der bestehenden Parkfläche (vis-à-vis dem Gemeindehauses) auf dem Grundstück Kat.-Nr. 3578 an der Dorfstrasse wurde ein Kredit von 40 000 Franken bewilligt und die Bauarbeiten an die Firma Ernst Höhener AG, Obfelden, vergeben. – Die Beleuchtung der Beachvolleyball-Anlage muss altershalber ersetzt werden. Für den Ersatz der Beleuchtung wurde ein Kredit von 16 500 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Blum Elco, Obfelden, vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Fritz und Pia Lischer, Obfelden, für Um- und Ausbauten am Einfamilienhaus Vers.-Nr. 1191 zu einem Mehrfamilienhaus an der Bachstrasse; Roberto und Irene Brandolin, Obfelden, für den Anbau eines unbeheizten Wintergartens am Wohnhaus Vers.-Nr. 1515 in der Lindenmatt; Bruno und Isabelle Graf, Obfelden, für Um- und Anbauten am Einfamilienhaus Vers.Nr. 840 an der Rüchligstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

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Zum 90. Geburtstag In Affoltern darf Heinz Dietrich morgen Samstag, 16. November, den 90. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Ereignis gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubilaren ein schönes Geburtstagsfest.

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


Ersatzwahl eines Mitgliedes der Kirchenpflege für den Rest der Amtsdauer 2010/2014 Am 5. November 2013 wurde der untenstehende Wahlvorschlag veröffentlicht. Innert der siebentägigen Frist wurde dieser Vorschlag weder ergänzt noch zurückgezogen. Somit sind die Voraussetzungen für eine Stille Wahl erfüllt. In Anwendung des Gesetzes über die politischen Rechte bzw. der Kirchgemeindeordnung wird damit in Stiller Wahl als Mitglied der ref. Kirchenpflege Stallikon Wettswil als gewählt erklärt: Nicole Penalba-Zingg, 1967, kaufm. Angestellte, Eggstrasse 3, 8907 Wettswil Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Wettswil, 15. November 2013

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.

Traurig nehmen wir Abschied von unserem geschätzten Mitarbeiter

TODESANZEIGE

Christian Schüepp geboren 10. Dezember 1951

Wir nehmen Abschied von Nach schwerer, tapfer ertragener Krankheit hat er uns am 31. Oktober 2013 unerwartet verlassen. Christian Schüepp trat seine Stelle bei ewz am 1. März 1985 an. Als Elektromonteur war er für die Montage, Demontage, Auswechslung und die Funktionsprüfung von Zählern, Wandlern und Rundsteuerempfängern in Niederspannungsanlagen verantwortlich. Er bereicherte ewz durch seine grosse Erfahrung sowie seine ausgeglichene und hilfsbereite Persönlichkeit. Wir haben Christian Schüepp stets als zuvorkommenden und engagierten Mitarbeiter geschätzt. Er hinterlässt bei ewz eine grosse Lücke. Wir verlieren einen liebenswerten Kollegen und werden ihn immer in bester Erinnerung behalten° In dieser schweren Zeit des Abschieds sprechen wir den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl und unser herzliches Beileid aus. Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 15. November 2013, um 15.00 Uhr auf dem Friedhof Obfelden statt.

Lilo Spinner-Krämer 7. September 1927 – 7. November 2013

Sie ist im Langzeitpflegeheim Rigi friedlich eingeschlafen. Wir trauern um sie und werden sie in liebevoller Erinnerung behalten. Für die fürsorgliche Betreuung möchten wir uns beim Pflegepersonal herzlich bedanken. Die Trauerfamilien Wesser, Spinner und Wünn Verwandte und Freunde Trauergottesdienst: Mittwoch, 20. November 2013, 14 Uhr, in der Kirche Aeugst am Albis, anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. Besammlung 13.45 Uhr beim Friedhofsgebäude. Statt Blumen gedenke man der Schweizer Berghilfe, 8134 Adliswil, Postkonto 80-32443-2, Vermerk Lilo Spinner. Gilt als Leidzirkular. Traueradresse: Andy Wünn, Allmendstrasse 48, 8914 Aeugst am Albis

Evang.-reformierte Kirchgemeinde Stallikon Wettswil

ewz Direktion und Mitarbeitende

Die Kirchenpflege

Bestattungen «Bhüeti Gott»

Aeugst am Albis

(4. Mose 6, 24)

Beerdigung am Mittwoch, 20. November 2013, von

Spinner geb. Krämer, Liselotte geboren am 7. September 1927, wohnhaft gewesen in 8914 Aeugst am Albis, Gallenbüel 4, verstorben am 7. November 2013. Abdankung 14.00 Uhr auf dem Friedhof Aeugst am Albis. 13.45 Uhr Besammlung beim Gemeinschaftsgrab.

TODESANZEIGE DANKSAGUNG

Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter

Wir danken von ganzem Herzen all unseren Verwandten, Freunden und Nachbarn für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Götti

Ruth Hauser-Hetzel

Leo Hagenbuch-Grab

Am vergangenen Montag ist sie friedlich gestorben. Wir sind dankbar für ihre Liebe, ihre Herzenswärme und ihren Humor.

Der Friedhofvorsteher

Affoltern am Albis Am 11. November 2013 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Elisabeth Zwyssig geb. Baumann geb. 1. Juli 1924, Witwe des Emil Zwyssig, von Sisikon UR, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Melchior-Hirzel-Weg 42. Erdbestattung am Freitag, 15. November 2013, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Wettswil am Albis Am 12. November 2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Mellini geb. Zollinger, Silvia geb. 4. April 1945, Bürgerin von Zürich und Isorno TI, Ehefrau des Mellini, Nico, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Püntenweg 5. Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

im

erfahren durften. Für die schönen Blumen, die zahlreichen Spenden und die vielen mitfühlenden Briefe danken wir. Die Zeichen der Verbundenheit geben uns die Gewissheit, in der Trauer nicht allein zu sein. Danken möchten wir Frau Omlin für die schöne Trauerfeier und dem Jodlerklub Affoltern für die musikalische Umrahmung. Ebenfalls Dank an Dr. Ph. Luchsinger für die jahrelange Betreuung und all jenen, die Leo in seinem Leben Liebe, Zuneigung und Freundschaft entgegengebracht und ihn bis zur letzten Ruhestätte begleitet haben. Wir sind dankbar für die Liebe und Güte, die er uns all die Jahre hindurch geschenkt hat. Affoltern am Albis, im November 2013

Die Trauerfamilie

10. Mai 1928 – 11. November 2013

Eva Hauser und Christian Candinas Jonas Hauser Philipp Hauser Sämi Hauser Florian Hauser Selina Hauser Walter und Renate Hauser-Hudelmayer Tobias und Francesca Hauser-Piatti Moritz Hauser und Larissa Angst Muriel Hauser Die Abdankung findet am Freitag, 22. November 2013, 14.00 Uhr, in der Kirche Hedingen statt. Anstelle von Blumen bitten wir um Unterstützung der Taifun-Opfer durch HEKS, Seminarstrasse 28, 8042 Zürich, Postkonto 80-1115-1, Vermerk «Taifun Asien». Diese Anzeige gilt als Leidzirkular. Traueradresse: Walter und Renate Hauser, Haldenstrasse 16, 8908 Hedingen


Bezirk Affoltern

Freitag, 15. November 2013

Spital Affoltern: Vpod prüft Aufsichtsbeschwerde

Übergangsausgleich: Ausgeglichenes Budget

Recht auf Meinungsfreiheit der Mitarbeitenden eingeschränkt?

Aus dem Gemeinderat Affoltern

Gemäss einer aktuellen Medienmitteilung prüft der Verband des Personals Öffentlicher Dienste (Vpod) die Einreichung einer Aufsichtsbeschwerde gegen die Leitung des Spitals Affoltern. «Das Recht auf Meinungsfreiheit», so der Vpod, «wird im Spital Affoltern zurzeit gegenüber Mitarbeitenden, die eine kritische bis ablehnende Haltung gegenüber der geplanten Privatisierung des Spitals haben, massiv eingeschränkt.» Der Verband moniert, dass die Chefärzteschaft unter anderem

Der Voranschlag der Politischen Gemeinde Affoltern sieht einen Verlust von Fr. 5 789 899.-- vor, welcher durch den kantonalen Übergangsausgleich ausgeglichen wird. Somit kann ein Ertragsüberschuss von Fr. 94.– ausgewiesen werden. Der jährlich wiederkehrende Gesamtaufwand in der Laufenden Rechnung beträgt im Voranschlag 2014 Fr. 73 650 180.--. Zudem sind Investitionen im Umfang von Fr. 8 724 000.-- geplant. Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde soll für 2014 unverändert bei 61 Prozent bleiben. Durch die geplante Steuerfusserhöhung der Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/Aeugst am Albis wird der Gesamtsteuerfuss jedoch um zwei Prozentpunkte auf 124 Prozent steigen. Die Auszahlung von Übergangsausgleich ist an die Bedingung geknüpft, dass ab 2014 der Gesamtsteuerfuss mindestens das 1,25-Fache des kantonalen Mittels (99 Prozent) beträgt. Ab 2016 steigt der Faktor auf das 1,35-fache. Ein Steuerfuss von voraussichtlich 135% ist jedoch kein finanzpolitisches Ziel des Gemeinderates. Deshalb ist damit zu rechnen, dass die Gemeinde Affoltern am Albis nur bis 2015 Übergangsausgleich beantragen kann. Ab 2016 muss der Aufwandüberschuss von derzeit rund 5,8 Mio. Franken (rund 29 Steuerprozente) durch Einsparungen und/oder zusätzliche Einnahmen ausgeglichen werden. Zusätzliche Einnahmen entstehen einerseits durch das Bevölkerungswachstum. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Steuererträge, sondern auch die Beiträge aus dem Ressourcenausgleich. Andererseits ist das Verursacherprinzip konsequent anzuwenden.

«mit einem eigenen Flyer Propaganda für die Privatisierung des Spitals machen» könne, derweil dies den Mitarbeitenden mit einer ablehnenden Haltung mehr oder weniger deutlich untersagt werde: «Aufgelegte und aufgehängte Flyer der Gegnerschaft einer Privatisierung werden innert kürzester Zeit wieder entfernt.» Spitalpräsident Thomas Jucker bestätigt, dass es ein Verbot für politische Werbung im Spital gibt und auch, dass der Chefärzte-Flyer am

Empfang ausliegt. Zudem sei auch an den Informationsbrettern ein Flyer aufgehängt, in welchem deklariert wird, wer für und wer gegen die Spital-Vorlagen ist. Wegen der allfälligen Aufsichtsbeschwerde, so Jucker, mache er sich keine Sorgen, hingegen sei zu bemerken, dass vergangenen Sonntag Vertreter des Vpod – ohne vorangehende Abklärungen – im Spital Contra-Flyer aufgehängt hätten. Diese, so der Spitalpräsident, seien dann umgehend entfernt worden. (kb.)

Reorganisation Gemeindeverwaltung Nachdem die Stimmberechtigten der neuen Gemeindeordnung mit über 70% Ja-Stimmen zugestimmt haben, hat der Gemeinderat verschiedene Aufgaben den Abteilungen (Ressorts) neu zugewiesen (siehe unten). Die Aufgaben wurden funktional zusammengefasst und der jeweiligen Abteilung mit dem entsprechenden Fachwissen zugeteilt. Die Reorganisation führt innerhalb der Verwaltung zu optimaleren Arbeitsabläufen und soll der Effizienzsteigerung dienen. Sie führt auch zur Verschiebung von Stellenprozenten innerhalb der Verwaltung, nicht aber zu einer Stellenplanerhöhung. Eine ausführliche Übersicht der Aufgabenbereiche pro Abteilung wird Anfang 2014 im Geschäftsreglement abgebildet, welches auf der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden kann.

Aus Regiebetrieb wird Werkhof Im Rahmen der Reorganisation der Gemeindeverwaltung wurde auch die Namensgebung «Regiebetrieb» hinterfragt. Offenbar stand bei der damaligen Namensgebung das Ausführen von Arbeiten für Dritte, zum Beispiel andere Abteilungen, Vereine, Private, im Vordergrund. Im Kanton hat sich jedoch der Begriff «Werkhof» bzw. «Gemeindewerkhof» durchgesetzt. Der Regiebetrieb soll neu als Werkhof der Gemeinde positioniert werden. Somit wird klar, dass der Regiebetrieb primär Aufgaben für die Politische Gemeinde ausführt. Der Gemeinderat hat entschieden, den Regiebetrieb per 1. Januar 2014 in «Werkhof der Gemeinde Affoltern» umzubenennen.

Die Übergabe des Filmplakates an das Wirte-Ehepaar vom Restaurant Löwen in Bonstetten, Elsbeth und Ueli Kündig durch den Past President Markus Schnider und President Beat Ammann. (Bild zvg.)

Neuzuordnungen

25 Jahre Kiwanis-Club Knonaueramt Jubiläumsfeier im Hotel Löwen in Hausen am Albis Kürzlich durfte der Kiwanis Club Knonaueramt sein 25-jähriges Bestehen feiern. Im gleichen Lokal wie am 9. September 1988 die Gründungsfeier mit damals 39 Mitglieder stattgefunden hatte, wurde auch die Jubiläumsfeier durchgeführt! Von den aktuell 34 Kiwanern war rund die Hälfte auch schon bei der Gründung mit dabei gewesen. Unter den «neueren» 17 Mitgliedern sind erfreulicherweise auch einige jüngere Kiwanisfreunde, die für eine gute Altersdurchmischung im KC Knonaueramt sorgen. Bewusst wurde von Past President Markus Schnider eine eher schlichte Feier organisiert, damit die Kiwaner mit ihren Partnerinnen den Abend auch geniessen konnten, statt mit viel Fronarbeit an einer aufwändigen Feier mithelfen zu müssen. So wurden alle eingeladen, einen Abend lang in alten Erinnerungen zu schwelgen, was man bei Jubiläen soanzeige

wieso gerne tut. Der KC Knonaueramt ist seit jeher fest verbunden mit der Gemeinde Bonstetten und seinem Restaurant Löwen. Der ehemalige Besitzer und Dorforiginal Andy «Old» Kündig war auch eines der Gründungsmitglieder. Leider konnte er die Feier in seinem Restaurant nicht mehr miterleben, bis zuletzt ein Aktivmitglied verstarb er am 26. März dieses Jahres. Dafür wurde sein «Löwen» in der Feier gewürdigt: Der Zufall wollte es, dass die reformierte Kirche Bonstetten ihre Programmreihe «Kino in der Kirche» während den Wintermonaten, in diesem Jahr mit dem Film «Es geschah am helllichten Tag» startete. Einige Passagen dieses Filmes aus dem Jahre 1958, u. a. mit Heinz Rühmann, Heinrich Gretler und Gerd Fröbe, wurden in Bonstetten und speziell im Restaurant Löwen gedreht. Grund genug, den Filmanlass als Rahmenprogramm des Jubiläumsan-

lasses zu benützen und zu unterstützen. Die Kiwanisfreunde wurden mit ihren Partnerinnen zum Apéro riche in «ihr» Restaurant eingeladen. Nach dem ausgiebigen feinen Gourmet-Apéro, der offiziellen Begrüssung der Gäste durch den Präsidenten Beat Ammann und einigen weiteren Grussund Festworten wurde dem «Löwen»Wirte-Ehepaar Elsbeth und Ueli Kündig für ihre langjährige Gastfreundschaft ein eingerahmtes Filmplakat des zum Teil in ihrem Restaurant gedrehten Film überreicht. Nach einem kurzen Spaziergang zur ref. Kirche Bonstetten konnte man anschliessend in ungewohnter Kulisse einen packenden Schwarzweiss-Film geniessen, der noch mit bedeutend einfacheren Mitteln und technischen Möglichkeiten als heute gedreht wurde. Nach der Filmvorführung war gemütliches Beisammensein im Restaurant Löwen angesagt. Rico Girardi

Parkuhrenbewirtschaftungen Abteilung bisher: Präsidial Abteilung neu: Sicherheit

Quartierplanverfahren Abteilung bisher: Tiefbau Abteilung neu: Hochbau

Temporäre Strassenreklamen Abteilung bisher: Hochbau Abteilung neu: Sicherheit

Öffentlicher Verkehr Abteilung bisher: Tiefbau Abteilung neu: Hochbau

Kanalisation (Hausanschlüsse) Abteilung bisher: Hochbau Abteilung neu: Tiefbau

Freibad Stigeli Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Immobilien

Bewirtschaftung Parkplätze auf öffentlichem Grund Abteilung bisher: Hochbau Abteilung neu: Sicherheit

Bibliothek Abtreilung bisher: Präsidial Abteilung neu: Sozial

Bewirtschaftung öffentlicher Grund (Veranstaltungen usw.) Abteilung bisher: Hochbau Abteilung neu: Sicherheit Liegenschaften Abteilung bisher: Hochbau Abteilung neu: Immobilien Friedhof und Bestattungswesen (inklusive Bestattungsamt) Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Sicherheit

5

Kläranlage Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Tiefbau Abfallwesen Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Tiefbau Tierkörperentsorgung Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Tiefbau Pflegefinanzierung Abteilung bisher: Gesundheit Abteilung neu: Finanz


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Freitag, 15. November 2013

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Wieder mehr Selbstbestimmung für die Bauern gefordert Nahrungsmittel-Selbstversorgungsgrad und ausufernder Landhunger für Naturschutz im Fokus Die traditionelle Pressekonferenz des Zürcher Bauernverbandes am Martinitag hat erneut in der Gemeinde Hausen stattgefunden. Diesmal stand aber nicht ein geplanter Golfplatz im Mittelpunkt, sondern die ungewisse Zukunft der Huser Allmend. ................................................... von martin platter

Die Vertreter der Zürcher Bauernverbandes, verstärkt durch Kantonsrat Martin Haab und den Vorstand der Flurgenossenschaft, wählten diesmal den Bauernhof Farbüel von von Hans und Hedi Staub an der Rifferswilerstrasse, etwas ausserhalb Hausen. Leicht erhöht hat man von diesem Anwesen einen guten Ausblick auf die Huser Allmend. Bauernverbandspräsident Hans Frei begann seine Ausführungen mit der historischen Einordnung des Anlasses. Der Martini-Tag (11. November) sei stets ein Tag des Bilanzziehens gewesen. An diesem Da-

tum habe der Obrigkeit der Zehnte abgeliefert werden müssen.

Fehlender Frühling drückt auf Erträge Aus meteorologischer Sicht, gehe das Landwirtschaftsjahr 2013 als schwieriges Jahr in die Annalen ein. Der vollkommen fehlende Frühling als wichtigste Vegetationszeit hätten vom warmen Sommer nicht kompensiert werden können. Das habe zu markanten Ertragseinbussen geführt; gegenüber dem Vorjahr 5,4 Prozent bei der pflanzlichen Produktion. «Der Produktionswert im Ackerbau mit Getreide, Zuckerrüben, Ölsaaten und Kartoffeln dürfte 2013 um zehn Prozent zurückgehen», vermutet Frei. Gemäss Schätzungen sei mit der kleinsten Kartoffelernte seit 100 Jahren zu rechnen. Beim Brotgetreide könne die Inlandnachfrage der Müller nur knapp gedeckt werden. Auch die Qualität des Heus habe gelitten. Immerhin: Obst-, Gemüse-, Wein- und Gartenbau, die 60 Prozent des Werts der pflanzlichen Produktion ausmachten, konnten das Vorjahresniveau halten.

Mit Blick auf die Mitte Jahr verabschiedeten Swissness-Vorlage seien die Einbussen tragisch, denn der Inlandbedarf an Rohstoffen könne so nur noch begrenzt abgedeckt werden. Mit der rasch wachsenden Bevölkerung in der Schweiz müssten immer mehr Lebensmittel importiert werden, was Abhängigkeiten vom Ausland schaffe. Deshalb werde sich der Zürcher Bauernverband künftig für mehr Ernährungssicherheit im eigenen Land einsetzen, erklärte Frei. Ferdi Hodel, der Geschäftsführer des ZBV, rückte die Feststellungen Freis in einen globalen Zusammenhang und rief den explosionsartigen Bevölkerungszuwachs in Erinnerung: «Heute leben 7,2 Milliarden Menschen auf der Welt. Bis im Jahr 2050 werden es voraussichtlich 9,6 Milliarden sein.» Die Erde wachse jedoch nicht mit. Im Gegenteil: «Weil immer mehr Fläche überbaut wird, versteppt, verwüstet oder im Wasser versinkt, nimmt die landwirtschaftliche Nutzfläche insgesamt ab. In den letzten zehn Jahren ist die landwirtschaftliche Nutzfläche gemäss der Landwirtschaftsorganisation

Die Bauernvertreter Ferdi Hodel (links), Hans Frei, Karl Burkard und Martin Haab anlässlich der Martini-Pressekonferenz des Bauernverbandes in Hausen. (Bild Martin Platter)

der Vereinten Nationen, FAO, weltweit um 22 Mio. Hektar oder 0,5 Prozent geschrumpft – das ist so viel wie die landwirtschaftliche Nutzfläche von Deutschland und Irland zusammen», führte Hodel aus. Während schon heute knapp eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern hungerten, lande in den Industriestaaten jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Abfall. Nicht nur Wasser werde künftig zur Schlüsselgrösse. Immer mehr Länder, die es sich leisten können, betrieben «LandGrabbing». Das heisst: Reiche Staaten sichern sich damit ihre künftige Nahrungsmittelproduktion im Ausland. «Auch die Schweiz bewirtschaftet im Ausland über den Nahrungsmittelimport nochmals die identische Fläche, wie jene der Schweiz», so Hodel.

Naturschutz gegen die Landwirtschaft

Der Boden auf der Huser Allmend senkt sich ab, wie an den Entwässerungsschächten rechts im Bild gut zu sehen ist. Aushubmarterial könnte das Niveau wieder heben, brächte jedoch eine Bodenqualitätsverbesserung, für die Naturschutz-Ausgleichsfläche ausgeschieden werden müsste. (Bild Martin Platter)

Huser Allmend mit Bauaushub retten? Die 27 ha grosse Huser Allmend sinkt langsam ab und droht zu vernässen. Würde man die Drainage erneuern und das Erdreich mit Bauaushubmaterial aus der Region auffüllen, käme es zu einer Aufwertung der Bodenqualität. Der Kanton würde dann eine NaturschutzAusgleichsfläche von mindestens 5,4 ha verlangen. Anhand der lokalen Begebenheiten auf der Huser Allmend, unterstrich Kantonsrat Martin Haab die Forderungen des Zürcher Bauernverbandspräsidenten Hans Frei. «Aufwertungen von Böden sollen weiterhin gefördert werden, dürfen aber künftig nicht mehr automatisch mit einem Flächenverzicht zugunsten des Naturschutzes verbunden sein. Die Böden sollen bei Bedarf aufgewertet werden können und einer nachhaltigen nahrungsmittelproduzierenden Landwirtschaft künftig vollumfänglich zur Verfügung stehen», forderte

Erdreich nicht stundenlang umherkarren

Aushub aus regionalen Bauprojekten auf der Huser Allmend einzubringen, um so das Bodenniveau wieder auszugleichen und die Drainage ohne Grossaufwand erneuern zu können. Anstatt den Aushub mit unzähligen Lastwagenfahrten in den Kanton Aargau zu karren und dort metertief zu vergraben. Die Verantwortlichen beim Kanton signalisierten Interesse. Da die Massnahme eine Aufwertung der Bodenqualität bewirken würde, sollte dafür aber eine Ausgleichsfläche von mindestens 20 Prozent für den Naturschutz ausgeschieden werden. Eine Fläche, die der Nahrungsmittelproduktion entzogen würde, erklärte Burkard. Haab fordert, dass sich auch die Verwaltung bei Landkäufen künftig ans bäuerliche Bodenrecht halten und marktübliche Preise zahlen müsse. Nur so sei gewährleistet, dass die bäuerlichen Produktionsflächen nicht weiter schwinden.

Auf der Suche nach einer praktikablen Lösung ist die Idee entstanden, den

(map.)

Haab. «Das Anlegen von Biodiversitätsflächen sollte freiwillig sein.» Eine Biodiversitätsfläche müsse aber wieder in die Produktion rückführbar sein. Der Präsident der Flurgenossenschaft Hausen, Karl Burkard, erklärte am Beispiel der Huser Allmend den Sachzwang, in dem sich die Bauern befinden. Das einstige Torf-Abbaugebiet war in den 1940er-Jahren drainiert worden. Das Leitungssystem sei jedoch bald am Ende. Zudem hat sich der Boden durch Zersetzung einer Zwischenschicht stellenweise markant abgesenkt, was eine reine Sanierung des Leitungssystems nahezu verunmögliche. Denn um das Gefälle für den Abfluss des Wassers zu erreichen, müsste auch der Jonenbach abgesenkt werden. Das übersteige die finanziellen Möglichkeiten der Flurgenossenschaft.

Gemäss Frei müsse unter diesen Gesichtspunkten das Naturschutz-Gesamtkonzept (NSK) von 1995 neu beurteilt werden. Der ZBV-Präsident bemängelte, dass die Bauern mit immer mehr Verordnungen konfrontiert seien: «Ursprünglich habe die Umsetzung des NSK auf Freiwilligkeit basiert.» Der geforderte Flächenbedarf von über 10 000 ha landwirtschaftlichen Kulturlandes als Ausgleichsfläche für den Naturschutz sei bereits 2005 anlässlich einer Zwischenbilanz kritisiert woranzeige

den. «Die Flächensicherung mithilfe von Schutzverordnungen führte zu massiven Eingriffen des Staates und liess die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bauern schwinden. Der Landwirtschaft wurden produktive Flächen endgültig entzogen», sagte Frei. Es habe sich schon damals abgezeichnet, dass der Nachweis der 44 400 ha Fruchtfolgeflächen im Kanton Zürich nicht mehr ausgewiesen werden könne. «Dennoch wurden weitere Fruchtfolgeflächen für Naturschutzprojekte geopfert.» Frei nannte explizit die Ausdehnung von Moorund Riedflächen, Massnahmen bei Fliessgewässern, die Ausdehnung von Stillgewässern bei der Rückführung von Abbaugebieten, Ersatzmassnahmen bei Flächenbedarf für Infrastrukturanlagen ausserhalb des Siedlungsgebietes mit der Begründung durch das Natur- und Heimatschutzgesetz. Über den Natur- und Heimatschutzfonds würden weitere Projekte vorangetrieben. «Diese Landkäufe werden nicht öffentlich ausgeschrieben, im Gegensatz zu Handänderungen von Landwirten, die durch das bäuerliche Bodenrecht den Nachweis der Selbstbewirtschaftung erbringen müssen», kritisierte Frei. Das werde vom Bauernverband nicht mehr toleriert. Das NSK müsse überarbeitet werden und der Flächenanspruch der unwiederbringlichen Fruchtfolgeflächen auf dem heutigen Stand eingefroren werden.


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Freitag, 15. November 2013

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Vom Mütter- zum Familienzentrum Neuer Name für den Begegnungs- und Kursort in Affoltern – weiterhin ein umfassendes Angebot Der Entscheid fiel im März, die Umsetzung erfolgt nun auf den 1. Januar 2014: Das Mütterzentrum (MüZe) am Kronenplatz in Affoltern wird zum Familienzentrum. Das reichhaltige Angebot bleibt. ................................................... von werner schneiter Am 3. Oktober 1996 gründete eine Interessengemeinschaft das Mütterzentrum (MüZe) – als Verein, der heute rund 200 Mitglieder zählt und einen offenen Begegnungsort für Mütter und Väter betreibt – mit einem niederschwelligen und kostengünstigen Angebot für Erziehende aus allen sozialen Schichten. Das MüZe leistet Beiträge zur Integration und Prävention. Es ist nicht nur ein Treffpunkt, um Kontakte zu knüpfen, sondern auch eine Stätte der Weiterbildung mit einem umfassenden Kursangebot, Spielmöglichkeiten – und, ein wichtiger Aspekt, eine Arbeitgeberin, die den Wiedereinstieg ins Berufsleben begünstigt. Ist eine Mutter im MüZe tätig, kann sie ihr Kind dort in Obhut geben. Auch wenn Angebote bisweilen gestrichen werden mussten, wie etwa die Ludothek, ist es im Laufe der Jahre gleichwohl reichhaltiger geworden. Vor dem Hintergrund aktueller Erziehungsmodelle wird nun auch der Name geändert. Das Mütterzentrum heisst ab 1. Januar 2014 Familienzentanzeige

rum. Ausschlaggebend dafür sind allerdings nicht nur zeitgemässe Erziehungsmodelle. Das Amt für Jugendund Berufsbildung (AJB), welches das MüZe bislang zur Hauptsache alimentiert und die Liegenschaft von der Gemeinde gemietet hat, zieht sich aus der Finanzierung zurück. Das macht nun die Suche nach neuen Geldquellen nötig. Weil es sich um eine bezirksweite Einrichtung handelt, befasst sich eine von den Ämtler Sozialvorständen eingesetzte Arbeitsgruppe mit Finanzierungs- und Sponsoringfragen. Das Familienzentrum erwirtschaftet mit dem Kurswesen, dem Café und den Mitgliederbeiträgen zwar eigene Mittel, ist aber auf die öffentliche Hand angewiesen. «Wir spüren, dass unsere Einrichtung als wichtig erachtet wird. In welchem Umfang sich Gemeinden, Kanton und andere beteiligen ist noch offen», sagen Vereinspräsidentin Eliane Studer Kilchenmann und Britta Kull, die zusammen mit Claudia Ledermann die Co-Betriebsleitung innehat.

Reichhaltiges Angebot Für Eltern und deren Kinder – vom Baby bis und mit 1. Klasse – bietet das Familienzentrum im ehemaligen Gerichtsgebäude am Kronenplatz ein reichhaltiges Angebot. 45 Mitarbeitende, grossmehrheitlich Frauen, kümmern sich mit viel Herzblut und Engagement um die Knirpse. Im Erdgeschoss bietet das Café eine Treffpunkt-

Sorgen im Familienzentrum in Affoltern ein niederschwelliges, kostengünstiges Angebot: Präsidentin Eliane Studer Kilchenmann (rechts) und Co-Betriebsleiterin Britta Kull. (Bild Werner Schneiter) möglichkeit. Dort gibt es auch den Babytreff und einmal monatlich eine Kleinkind-Erziehungsberatung. Im sogenannten Sprachenkafi wird am Freitagmorgen Deutsch für Fremdsprachige und Spanisch gesprochen. In der ersten Etage ist die Spielsachen- und Kleiderbörse eingerichtet,

die – mit Ausnahme der Schulferien – während des ganzen Jahres geöffnet ist. Auf der gleichen Etage befindet sich auch der Elternbildungsraum, wo vielfältige Kurse stattfinden. Einmal pro Woche ist Mütterberatung, ein Angebot des Kantons. In der zweiten Etage bietet die Kinderhüeti Spielmög-

lichkeiten für die Kleinen. Dort sind eine kleine Küche und – privat – sogar ein Wellness-Zimmer mit Kindercoiffeuse eingerichtet. Ein abgesicherter Spielplatz im Freien, der viele Betätigungsmöglichkeiten bietet, rundet das umfassende Angebot ab.


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Freitag, 15. November 2013

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Rasante Bevölkerungsentwicklung Geringes Interesse am Neuzuzüger- und Jungbürgertag in Kappel am Albis Am Samstagmorgen haben die Verantwortlichen der Gemeinde Kappel die neu Zugezogenen der letzten 30 Monate begrüsst. Doch nur 19 Personen, darunter 6 Kinder, folgten der Einladung, die an alle 149 Neuzuzüger gegangen war. Kappel wird bald 1000 Einwohner zählen.

Hinblick auf den grossen Investitionsbedarf im Schulhaus Tömlimatt. Als Besonderheit hob er die unterschiedlichen Standorte von Kindergarten (in Uerzlikon) und Primarschule (in Kappel) hervor, sowie das DoppelklassenSchulsystem. Plüss bezeichnete es «Rückschritt», dass die Uerzliker Grundstufe wegen des negativen Volksentscheids zurück in den Kindergarten überführt werden müsse.

................................................... von martin platter In Kappel wird der bisher grösste Bevölkerungszuwachs registriert. Allein in den letzten zweieinhalb Jahren stieg die Bevölkerungszahl um knapp 18 Prozent. Mit Blick auf die zahlreichen pendenten Bauvorhaben ist ein Ende des Zuwachses vorerst nicht in Sicht. «Bald werden wir den Tausendsten Einwohner in Kappel begrüssen», stellte Gemeindepräsident Kurt Bär am Samstagmorgen anlässlich seiner Begrüssungsrede im Gemeindesaal fest. Nicht befriedigend konnte für ihn sein, dass keine 15 Prozent der Neuzuzüger der Einladung der Gemeinde folgten. Lag es am Zeitpunkt samstagmorgens um zehn? Für die Jungbürger, die in Kappel traditionell zum gleichen Anlass eingeladen werden, trifft das mit Sicherheit zu. Das bestätigte der einzige Jungbürger von 23 eingeladenen, der gekommen war. Bei den Neuzuzügern könnte das geringe Interesse auch von Verständigungsproblemen herrühren. Denn der Druck, ennet der Grenze des Kantons Zug günstigeren Wohnraum zu suchen, wächst. Laufend mehr Angestellte international tätiger Firmen im Zugerbiet entdecken das verkehrstechnisch gut angebundene Kappel mit seinen Dörfern Uerzlikon und Hauptikon

Dezentrale Organisationen

Das «Tömlimatt-Trio» gab den Kappeler Neuzuzüger- und Jungbürgertag eine alternative Note. (Bild Martin Platter) als Wohnort. Das hat auch eine Kurzumfrage unter den Anwesenden ergeben. Längst nicht alle sprechen jedoch Deutsch. Die meisten haben ihren Freundeskreis und Lebensmittelpunkt nach wie vor in Zug und Umgebung.

Ländlich vielseitig Mit Blick auf die Bemühungen der Behörden-, Kirchen- und Vereinsvertreter, die im Gemeindesaal klar in der Überzahl waren, ist das zu bedauern. Die Kappeler Institutionen präsentierten sich pointiert und multimedial – einige von ihnen sogar auf Grossleinwand. Nicht einmal mehr in der Mu-

sik spiegelte sich der nach wie vor ländliche Charakter der Gemeinde. (Bär: «Wir haben Gott sei Dank noch Landwirtschaftsbetriebe.») Das «Tömlimatt-Trio» mit Roland Andermatt, Simon Gräzer und Timo Homberger interpretierten zur Auflockerung gekonnt Welthits von «Pink Floyd», «Supertramp» und anderen berühmten Bands. Welche Kappeler Besonderheiten hoben die Verantwortlichen hervor? Bär: «Es ist kein Nachteil, dass wir keine einzige politische Partei haben.» Kulturvorstand Hans Arnold strich heraus, dass Kappel wohl die einzige der 171 Gemeinden im Kanton sei, die

über keinen festangestellten Gemeindearbeiter verfüge. Die anfallenden Arbeiten würden unter den interessierten Einwohnern vergeben. Das habe ihr in der Wertung des statistischen Amtes, welches die Pro-KopfAusgaben der öffentlichen Hand in den Zürcher Gemeinden ermittelte, den letzten Platz eingetragen (was der «Blick» letzte Woche dankbar aufgriff). «Mit 247 Franken pro Einwohner und Jahr geben wir fast zehnmal weniger aus wie die Stadt Zürich», sagte Arnold nicht ohne Stolz. Primarschulpräsident und Gemeinderat Christian Plüss relativierte die Zahl aus der Erhebung jedoch im

Sekundarschulpräsident Donatus Stemmle nannte als Besonderheit die politische Organisation der Sekundarschule als Kreisgemeinde. Die Sekundarschülerinnen und -schüler der Gemeinden Kappel, Rifferswil und Hausen gehen zusammen in Hausen zur Schule. Dort werden die drei Stufen A, B und C durchmischt unterrichtet. Die Niveau-Einteilung der Fächer erfolgt anhand der Begabung bzw. der Bedürfnisse der Jugendlichen. Auch die katholische Kirche «Herz Jesu» mit Sitz in Hausen umfasst mehrere Gemeinden, wie Diakon Matthias Kühle berichtete. Nicht so die reformierte Kirche, die in Kappel mit einer eigenen Kirchgemeinde präsent ist. Mit Präsentationen der wichtigsten Vereine in der Gemeinde – Jodlerfründe, Theatergruppe Oberamt, Unihockey Club Albis Devils, Schützenverein, Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon sowie der Autorin und früheren Kappelerin Rosie Loosli – endete die Veranstaltung um 12 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen. Alle Links zu den vorgestellten Organisationen finden sich auf der Gemeindehompepage kappel-am-albis.ch

Graffiti, Einbrüche, Diebstähle, Brände und Lärm Was die Kantons- und Gemeindepolizei in den vergangenen Tagen beschäftigt hat In Affoltern haben Unbekannte vom 7. auf den 8. November an der Unteren Bahnhofstrasse, Richtung Schulhaus Ennetgraben und am Schulhaus selbst Wände mit Graffiti verunstaltet. Die Kantonspolizei spricht von Sachschäden in der Höhe von mehreren hundert Franken. In Vorfall auf der Zürichstrasse zwischen Bonstetten und Birmensdorf ist in die Kategorie Unfug einzureihen: Dort wickelten Schlaumeier einen semi-stationären Radarkasten mit WCPapier ein. Wie viele deswegen nun keine Geschwindigkeitsbusse kassieren, lässt sich nicht sagen ...

Drei Autoeinbrüche auf der Buchenegg Auf dem Buchenegg-Parkplatz wurden am 8. November zwischen 19.40 und 22 Uhr drei Fahrzeuge aufgebrochen. In zwei Fällen schlugen die Täter die Seitenfenster ein, beim dritten Auto beschädigten sie die Türe. Das Deliktsgut wird noch genau abgeklärt. Fest steht: In einem Auto wurde ein Rucksack samt Portemonnaie mit mehreren hundert Franken geklaut. Den anzeige

Sachschaden beziffert die Kantonspolizei auf mehrere hundert Franken. Auch auf einem Waldparkplatz in Uttenberg-Knonau wurde am 10. November zwischen 10.45 und 11.15 Uhr versucht, ein Auto aufzubrechen. Dabei wurde die Seitenscheibe beschädigt, aber gestohlen wurde nichts.

Motorsägen, Funkgeräte und Schmuck gestohlen Im Journal der Kapo in Affoltern sind auch zahlreiche Einbrüche vermerkt: Bei einem sogenannten Einschleichdiebstahl in einer Scheune in Stallikon entwendeten Diebe zwei Motorsägen im Wert von über 2000 Franken. Der Vorfall ereignete sich zwischen dem 1. und 8. November. Diebe machten auch vor einer Relais-Station auf dem Üetliberg nicht Halt. Sie brachen in der Zeit vom 18. Oktober und 11. November die Türe auf und entwendeten Funkgeräte im Wert von mehreren 1000 Franken. Bei einem Einbruch in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Affoltern kamen am 8. November, tagsüber, Schmuck und Bargeld im Wert

von mehreren 1000 Franken weg. Die Diebe verschafften sich durch Aufbrechen eines Fensters Zutritt. In der S9 von Zürich nach Affoltern wurde am 11. November einem Passagier ein Rucksack mitsamt Portemonnaie gestohlen, der auf einem Nebensitz deponiert war. Der Passagier, mit Lesen beschäftigt, stellte den Verlust erst an der Endstation fest. Graffiti an der Unteren Bahnhofstrasse in Affoltern. (Bild Werner Schneiter)

Wegen eines Brandes ausgerückt Am 9. November, 8 Uhr, musste die Stützpunktfeuerwehr Affoltern an die Seewadelstrasse ausrücken. In einer Garage geriet dort das Hinterrad eines Velos in Brand. Das verursachte einen

Schaden von mehreren 1000 Franken. Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Abklärungen. Weil sich beim Entzünden des Cheminées starker Rauch entwickelte, rückte die Feuerwehr Unteramt in Wettswil aus, musste aber nicht aktiv

werden. – Kantons- und Gemeindepolizei mussten auch wegen Lärmimmissionen ausrücken – so am 9. November bei einem Bordell an der Bärengasse in Affoltern. In Bonstetten wurde der Barbetreiber am 10. November nach 1 Uhr zur Ruhe aufgefordert. (-ter.)


Veranstaltungen

Sankt Nikolaus und Schmutzli kommen wieder St. Nikolaus Gesellschaft Affoltern am Albis seit 1949 Wir besuchen vom 3. bis 8. Dezember 2013 alle Gemeinden im Bezirk Affoltern inkl. der Gemeinden Bonstetten, Wettswil a. A., Stallikon. Für den Besuch von Sankt Nikolaus können Sie sich anmelden bei: Familie Stöckli oder Familie Koller

Telefon 044 761 59 56 Telefon 044 768 23 49

oder per E-Mail unter samichlaus@affolternamalbis.ch Anmeldeschluss: 22. November 2013


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Spital nachhaltig erhalten und entwickeln Argumente Thomas Jucker, Präsident der Betriebskommission, und Peter Sandhofer, ehemaliger Direktor a. i. Am Wochenende vom 24. November 2013 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der 14 Ämtler Gemeinden über die neue Rechtsform des Spitals Affoltern zu bestimmen. Nachstehend äussern sich die Befürworter der neuen Rechtsform, der jetzige Betriebskommissionspräsident Thomas Jucker und der frühere Präsident Peter Sandhofer, der auch als Direktor ad interim wirkte. ................................................... von urs e. kneubühl Thomas Jucker und Peter Sandhofer sind beide dem Spital Affoltern verbunden. Sandhofer, ehemals Gemeinderat und Gemeindepräsident in Obfelden, war neun Jahre lang Mitglied der Betriebskommission im Spital, davon fünf Jahre als Präsident sowie Direktor a.i., und Jucker, ehemaliger Gemeinderat in Hausen, ist aktueller Spitalpräsident. Beiden, so versichern sie, liegt das Spital Affoltern sehr am Herzen und beide plädieren mit Überzeugung für die neue Rechtsform, die, so Thomas Jucker, «die erforderliche Flexibilität gewährt, um im Wettbewerb der Spitäler zu bestehen und neue Aufgaben im Auftrag der Gemeinden zu übernehmen». Wie Jucker zeigt sich dabei auch Peter Sandhofer überzeugt, dass die Kultur, die das Spital Affoltern über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, durch die neue Rechtsform nicht leiden wird: «Im Gegenteil, jeder, der unser Spital kennt, weiss, dass die dort gelebte, erfolgreiche Kultur eine

solche Entwicklung nie zulassen würde. Ärzte und Pflegende stellen den Patienten in den Mittelpunkt. Dass mit einer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft der Patient als Ware angesehen werde und nur noch die Erzielung eines Gewinnes im Vordergrund stehe, ist eine bösartige Unterstellung der Gegner der neuen Rechtsform. Viele Patienten im Bezirk schätzen genau diese Kultur und kommen deshalb in unser Haus. Das ist für ein Kleinspital, das auf jeden Patienten angewiesen ist, ein enormer Vorteil. Dieses Modell ist unabhängig von jeder Rechtsform und wird mit Sicherheit auch in einer AG weiter praktiziert.»

Aktiengesellschaft ist die zweckmässigste Rechtsform Für die Betriebskommission und Delegierten gelte nach wie vor als oberstes Ziel, «unser Spital mit LangzeitpflegeAbteilung zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dazu gehört, dass Änderungen der Rahmenbedingungen analysiert werden und bei Bedarf auch einschneidende Schnitte vorgenommen werden. Das Modell Affoltern schliesst wirtschaftliches Handeln nicht aus. Seit Jahren veröffentlicht die kantonale Gesundheitsdirektion jährlich eine Rangliste über die Fallkosten der Zürcher Spitäler. Affoltern war dabei immer sehr gut positioniert.» Die Abgeltung der Spitalleistungen mit Fallpauschalen sowie der Verzicht auf die hoheitliche Steuerung der Leistungsmengen führen zu einem verstärkten Wettbewerb unter den Spitälern. «Gerade deshalb», so Jucker und Sandhofer, «haben rasche, sachgerechte Reaktionen auf Veränderungen

des Umfeldes, eine zweckmässige Infrastruktur, die Attraktivität als Arbeitgeber und die Verlässlichkeit als Kooperationspartner von anderen Leistungserbringern für den Erfolg eines Spitals heute eine höhere Bedeutung als früher.» Die beiden Befürworter führen dazu an, dass im Kanton Zürich verschiedene Spitäler nach eingehender Evaluation möglicher Strukturen beschlossen haben, ihren Zweckverband in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln und nennen das Spital Wetzikon, das 2009 in eine AG umgewandelt wurde, sowie die Spitäler Uster und Bülach, die den jeweiligen Zweckverband ebenfalls in eine Aktiengesellschaft umwandeln und ihre Vorlagen 2014 zur Abstimmung vorlegen werden. «Und die Kantonale Gesundheitsdirektion», fügen sie an, «hat im April 2013 bekannt gegeben, dass sie das Kantonsspital Winterthur in eine Aktiengesellschaft umwandeln will. Diese Beispiele zeigen, dass wir im Knonauer Amt nicht etwas Exotisches anstreben, sondern unserem Spital dank modernen Strukturen eine erfolgreiche Zukunft sichern wollen.»

Spital gehört den Gemeinden und damit der Bevölkerung Deutlich entgegnen Thomas Jucker und Peter Sandhofer auch Bedenken, dass die Umwandlung in eine gemeinnützige AG ein erster Schritt zu einer späteren Privatisierung des Spitals sein könnte: «Das Spital Affoltern gehört den Gemeinden und damit der Bevölkerung. Daran ändert sich auch mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft nichts, das Spital wird nicht privatisiert. Wesentliche Entscheidungen liegen weiterhin in den

Peter Sandhofer. (Archivbilder)

Thomas Jucker.

Händen der Stimmberechtigten, zum Beispiel Änderungen der Zweckbestimmung, Verkäufe von Liegenschaften oder eben der Verkauf von Aktien an Dritte. Dies ist in den verschiedenen Gründungsverträgen so festgehalten. Nicht zuletzt deshalb ist die Vorlage auch so komplex.» Diesbezüglich sehen sie auch die Zustimmung zur Finanzierung des neuen Bettenhauses als Notwendigkeit zur Nachhaltigkeit: «Wer eine Aktiengesellschaft gründet, sollte sie auch ausreichend finanzieren, das heisst, alle absehbaren Investitionen müssen gesichert sein. Es wäre, auf unser Spital bezogen, folglich fahrlässig, das Spital in eine Aktiengesellschaft zu überführen, ohne gleichzeitig die Finanzierung des neuen Bettenhauses zu sichern. Ein neues Bettenhaus ist für die erfolgreiche Zukunft des Spitals eine zwingende Voraussetzung, indem es die gerechtfertigten Komfortansprüche der Patienten befriedigt und ihre Behandlung effizienter mög-

lich macht. Dabei ist die gewählte Variante, das Bettenhaus über Aktienkapital zu finanzieren, auch für die Gemeinden attraktiv. Sie haben das Aktienkapital als Anlage in ihrem Vermögen und schreiben es nicht ab; neben allfälligen Finanzierungskosten belastet diese Anlage die Laufende Rechnung somit nicht.» Für Thomas Jucker und Peter Sandhofer ist daher ein doppeltes Ja bei der in einer Woche stattfindenden Urnenabstimmung der richtige Schritt in die richtige Richtung: «Das Spital ist der grösste Arbeitgeber im Bezirk, und deshalb ist es richtig und wichtig, die Werthaltigkeit des Spitals nachhaltig zu sichern. Die Entscheidungswege beim Zweckverband sind viel zu lange, mit der gemeinnützigen AG werden die Entscheidungswege kürzer, die Führung ist professionell und steht dem Spitalbetrieb sehr nahe, kennt also die komplexen Zusammenhänge. Das verbessert die Wettbewerbsfähigkeit deutlich.»

Neubeginn am Spital Affoltern mit Transparenz Vertrauen und Visionen Warum das Komitee pro Seewadel, Affoltern, für ein zweifaches Nein zur Spitalvorlage eintritt Nachdem vor Jahresfrist die Leistungsvereinbarung mit der Senevita in Affoltern an der Urne scheiterte, hofft nun das Komitee Pro Seewadel, dass die Bevölkerung auch die neue Rechtsform für das Spital und die Langzeitpflege am Spital Affoltern hinterfragt und sich der Folgen bezüglich ihrer Mitsprachemöglichkeiten bewusst wird. ................................................... von werner schneiter Die Pro-Seewadel-Komitee-Mitglieder Hanni Belck und Annagret Camenisch, zwei engagierte Pflegefachfrauen aus zwei Generationen, verweisen auf das gute Beispiel des Hauses zum Seewadel, das in öffentlicher Hand ist: «Dort wird konzeptionell gearbeitet, es herrscht ein gutes Klima und das Mitspracherecht ist gewährleistet.» Bei der Spitalvorlage, mit der der Zweckverband in eine gemeinnützige SpitalAG umgewandelt werden soll, fehle diese demokratische Mitsprache. Um diese zu wahren, sei der Zweckverband mit zeitgemässen, überarbeiteten Statuten im Moment die bessere Variante. Delegierte mit Fachwissen und Fachkompetenz seien zu wählen und umfassend zu informieren über ihre Aufgaben. Dass sich das Spital bei einem Nein zur neuen Rechtsform

nicht mehr finanzieren lässt, widerspreche sämtlichen eingeholten Aussagen von Fachpersonen des Bundes und des Kantons. «Die Bevölkerung hat unser Spital auch in schwierigen Situationen immer unterstützt», sagen sie und verweisen auf das Beispiel der Geburtsabteilung, welche von einer Schliessung durch den Kanton bedroht war, worauf die Bevölkerung auf die Barrikaden ging – mit Erfolg!

Materielle Werte überlagern ethisches Handeln Für Seewadel-Komitee-Mitglied Reto Camenisch richtet sich heute der Fokus zu stark auf materielle Werte – und überlagert ethische Inhalte, die sich an Menschen (Patienten) orientieren. «Neuer Bettentrakt, mit hohen Komfort als Standard» sei wohl eine gesellschaftliche Tendenz, müsse jedoch in Anbetracht der stets steigenden Gesundheitskosten auch in Affoltern kritisch bedacht werden. Den Seewadel-Komitee-Vertreterinnen fehlen seit Beginn der Rechtsform-Debatte eine Werte-Diskussion, und das Gespräch mit allen Interessierten am runden Tisch. «Dies wäre noch immer die beste Grundlage zur Findung einer gemeinsamen und zukunftsweisenden Lösung», dahingehend, dass Pro und Contra für alle Projekte sachlich, fachlich fundiert recherchiert, und transparent kommuniziert werden müssen. Dazu brauche

Vertreterinnen und Vertreter des Komitees Pro Seewadel, das sich für ein Nein zur Spitalvorlage einsetzt, von links: Hanni Belck, Reto und Annagret Camenisch. (Bild Werner Schneiter) es eine Organisation mit Fachleuten, die Engagement und Herzblut einbringen. Wichtig sei ausserdem die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und Solidarität unter den Gemeinden, an der es nach Meinung der Seewadel-Komitee-Mitgliedern heute etwas fehlt. Die Erarbeitung von Konzepten für den Akutbereich und die Langzeitpflege müssen auf Bezirksebene erfolgen. Nur durch interdisziplinäre und kreative Zusammenarbeit entstünden

Resultate, die den eigentlichen Kern erfassten: professionelle Betreuung und Pflege, seelsorgerische Begleitung, medizinische Therapie mit allen ergänzenden therapeutischen Interventionen. «Und das alles im Rahmen des Sinnvollen und Machbaren für betagte und kranke Menschen», fügen Hanni Belck und Annagret Camenisch bei. Und dazu sei eine AG die falsche Einrichtung. Die verschiedenen Orientierungsveranstaltungen waren eingleisig und liessen wenig Spielraum

für Diskussionen, weil diese von den Verantwortlichen der neuen Rechtsform offenkundig nicht gewollt wurde. Man habe immer nur reagieren müssen auf die Aussagen der Wortführer der Spitalvorlage. «Darum müssen wir am 24. November zweimal Nein sagen», betonen sie und weisen den Vorwurf weit von sich, zu den «Totengräbern» des Spitals zu gehören. «Wir setzen uns sehr dafür ein, dass diese wichtige Institution der Bevölkerung erhalten bleibt.»


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Umkämpfte Schulpflege-Ersatzwahl Umfrage bei den drei Kandidatinnen in Hedingen Mit Doris Breuer, Sara Bucher und Jacqueline Grand stellen sich am Wochenende vom 24. November 2013 in Hedingen drei Kandidatinnen zur Ersatzwahl eines Mitglieds der Schulpflege für den Rest der Amtsdauer 2010 bis 2014.

bildung der Lehrerinnen und Lehrer sowie einer Vereinheitlichung der Lehrmittel. Zudem ermöglicht er anstehende Lehrplanarbeiten in vielen Kantonen gemeinsam und effizient auszuarbeiten. In der Deutschschweiz wird der Wohnortwechsel von Familien mit schulpflichtigen Kindern dadurch stark erleichtert.»

................................................... von urs e. kneubühl Sie ist umkämpft, die Ersatzwahl eines Mitgliedes der Hedinger Schulpflege. Mit Doris Breuer, Sara Bucher und Jacqueline Grand-Spillmann stellen sich am Wochenende vom 24. November 2013 gleich drei Kandidatinnen. Der «Anzeiger» hat – im Sinne einer Wahlhilfe für die Hedinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger – den Kandidatinnen in einer Umfrage fünf Fragen gestellt.

Sara Bucher: Mir gefällt das Leitbild der Hedinger Schule Welche Bedingungen ein positives Lernumfeld in der Schule erfordere, wollte der «Anzeiger» etwa wissen. Jacqueline Grand-Spillmann bringt die Antwort mit einem Satz auf den Punkt: «Neben fachlich gut ausgebildetem Lehrpersonal, welches die Schüler gut unterstützen kann, ist vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule sehr wichtig.» Sara Bucher holt zur Beantwortung etwas mehr aus: «Für die Schülerinnen und Schüler braucht es einen sicheren Rahmen, um erfolgreich lernen zu können. Darunter verstehe ich einen respektvollen Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander sowie zwischen den Lehrpersonen und den Lernenden. Dazu gehört auch ein angemessenes Vorgehen in Konfliktfällen. Bei den Lehrpersonen, die genauso zu einem positiven Lernumfeld beitragen, fallen für mich, neben der Sachkompetenz, vor allem auch die Motivation und die Liebe zum Beruf ins Gewicht. In diesem Zusammenhang gefällt mir das Leitbild der Hedinger Schule, es beinhaltet meines Erachtens die wesentlichen Punkte, die ein lernfreundliches Klima an der Schule schaffen und es formuliert auch die Ansprüche an Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen, die dem Erfolg voraus gehen.»

Wie sähe Ihre Schule für Hedingen aus?

Doris Breuer. (Bilder zvg.)

Sara Bucher.

Jacqueline Grand-Spillmann.

Doris Breuer zeigte sich erstaunt darüber, dass der «Anzeiger» eine Kandidatinnen-Umfrage für ein Schulpflegeamt durchführt und liess wissen, dass «ich Ihnen zu den gestellten Fragen keine Antworten abgebe. Diese sind teilweise politischer Natur, zum anderen besteht das Gremium der Schulpflege aus total sieben Mitgliedern und es herrscht das Konkordanzprinzip. Ebenfalls haben sich die Schulen und Schulpflegen an die gültigen Volksschulgesetze und Vorschriften zu halten. Hier eigene Versprechen, Ziele oder Visionen zu veröffentlichen, wäre nicht zielführend. Einige der Fragen sind obsolet: Der Lehrplan 21 ist eine Vorgabe, die von der Schulpflege nicht geändert werden kann. Keiner wird mit der Schule Hedingen bei Null beginnen. Klassengrössen und Betreuungspersonen sind im Kanton Zürich nicht frei wählbar, sondern werden vom Volksschulamt grösstenteils vorgegeben, hier eine Wahlfreiheit zu suggerieren wäre nicht in Ordnung. Ich möchte das bestehende Team unterstützen, Verantwortung übernehmen und mich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit für die Schüler, die Lehrerschaft und die Schulpflege einsetzen.» Aus Gründen der Objektivität sind dennoch im Kasten Ausschnitte aus ihrem persönlichen Datenblatt veröffentlicht.

Jacqueline Grand: Aktiv zum Wohl unserer Kinder beitragen

nen in den Klassen sei, will der «Anzeiger» als nächstes wissen. Für Jacqueline Grand-Spillmann ist hier wichtig, dass es keine Ausgrenzungen gibt: «Durch die verschiedenen Betreuungspersonen, wie zum Beispiel Heilpädagogen, können auch Kinder mit Lernschwierigkeiten bei uns in die Schule integriert werden und werden nicht ausgegrenzt.» Sara Bucher, eine Verfechterin stabiler Lernbeziehungen, befürwortet eine flexible Haltung in dieser Frage: «Im Kindergarten und der Unterstufe plädiere ich für kleinere Klassen, kleiner als sie heute sind. In der Mittel- und Oberstufe kann die Klassengrösse erhöht werden. Hier profitieren die Kinder von Tandemund Halbklassenunterricht.» Gefragt nach der Beurteilung des Lehrplans 21, meint Sara Bucher: «Sie ist grundsätzlich positiv. Die heutige gesellschaftliche Realität verlangt eine Harmonisierung der Lehrpläne. Verbindliche Lernziele sind auch in unserer föderalistischen Bildungslandschaft erreichbar und es besteht Raum für kantonale Besonderheiten wie z.B. die Wahl der ersten Fremdsprache. Klar muss Kritik – vor allem jene der Lehrpersonen, die den Lehrplan 21 schlussendlich umsetzen müssen – ernst genommen werden, damit die Umsetzung gelingt.» Auch Jacqueline Grand-Spillmanns Beurteilung fällt positiv aus: «Er dient als Grundlage für die Koordination der Aus- und Weiter-

«Anzeiger»: Welche Ziele möchten Sie in der Schulpflege verfolgen? Sara Bucher, welche die Schulpflege als eine Ansprechpartnerin auf Augenhöhe sieht, spricht in ihrer Antwort verschiedene Aspekte an: «Ich möchte mich engagiert für die Erhaltung und Weiterentwicklung des positiven Lernumfelds einsetzen, soweit es in der Kompetenz der Schulpflege liegt.» Zwischen den Sozialpartnern soll eine offene und standardisierte Kommunikation gepflegt werden und «für die zukünftige Entwicklung der Schule Hedingen sehe ich drei Bereiche, die gestaltet werden müssen: genügend Raum, um den sich erhöhenden Ansprüchen des Lernens gewachsen zu sein, verstärkte Zusammenarbeit mit dem Hort sowie Erhalt der verschiedenen Schulformen wie altersdurchmischtes Lernen und einklassige Klassen». Jacqueline Grand-Spillmann bleibt auch hier kurz und bündig: «Ich möchte aktiv zum Wohl unserer Kinder beitragen – dazu gehört für mich eine solide Ausbildung.»

Klassengrössen, Betreuungspersonen und Lehrplan 21 Wie ihre Haltung bezüglich Klassengrössen und Anzahl Betreuungsperso-

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Corinne Stutz als Präsidentin Sekundarschulpflege Bonstetten Am 24. September 2013 wurde im zweiten Wahlgang die Präsidentin für die Sekundarschulpflege Bonstetten gewählt. Nach dem Austritt von Jacqueline De Barro Ende September, hat die bisherige Vizepräsidentin Co-

Corinne Stutz. (Bild zvg.)

rinne Stutz die Leitung des Gremiums ad interim übernommen und bereits die erste Schulpflegesitzung sehr souverän, äusserst speditiv und trotzdem charmant geleitet. Corinne Stutz ist neben SVP-Frau Jana Kaufmann die Dienstälteste in der Behörde und hatte die letzten anderthalb Jahre als Vizepräsidentin einen grossen Einblick in die Arbeit der Präsidentin und deren Verantwortlichkeit. Das Präsidium der Sekundarschulpflege hat seit Jahren und gemäss Organisationsstatut alle Personalanliegen unter sich. Corinne Stutz hat Erfahrung in der Führung von Mitarbeitenden, was sie hervorragend für das Amt der Präsidentin auszeichnet. Auch alle anderen Mitglieder der Pflege empfehlen Corinne Stutz für die Besetzung des Präsidiums. Claudia Chinello, Sekundarschulpflege Bonstetten

Wenn Sie bei «Null» beginnen könnten, wie sähe Ihre Schule für Hedingen aus, will der «Anzeiger» zum Schluss noch wissen. Die Antworten der beiden Kandidatinnen bestätigen die gute Arbeit, die in Hedingen an der Schule geleistet wird. Jacqueline Grand-Spillmann: «Mit dem aktuellen Schulsystem in Hedingen bin ich zufrieden. Wir haben eine gut funktionierende Tagesstruktur, welche es den Eltern ermöglicht berufstätig zu sein.» Und Sara Bucher: «Die Schule Hedingen leistet gute Arbeit. Aber zwei Wünsche habe ich: Erstens könnte ich mir in Hedingen neben dem bestehenden Schulmodell eine Tagesschule vorstellen. Zweitens wünsche ich mir eine Grundstufe, die helfen würde, Entwicklungsunterschiede auszugleichen und allen Schulanfängerinnen und -anfängern einen guten Start ihrer Bildungsbiografie zu ermöglichen.»

Optimale Bildungsmöglichkeiten Kandidatin Doris Breuer wollte die Fragen des «Anzeigers» nicht beantworten, aus Gründen der Objektivität sind hier Ausschnitte aus ihrem persönlichen Datenblatt veröffentlicht: «Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern liegt es mir am Herzen, dass alle Kinder optimale Bildungsmöglichkeiten erhalten, um für den beruflichen Weg gerüstet zu sein. Sowohl für Schüler und Lehrerschaft müssen bestmögliche Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen werden. Es macht mir Freude, mit den unterschiedlichsten Personen zusammenzuarbeiten und die Kinder und die Schule in dieser prägenden Zeit zu unterstützen.»


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Vertrauen in die Chefärzte des Spitals Als ehemaliger langjähriger Spitalpräsident, der noch die beeindruckenden spontanen, positiven Bekenntnisse der Ämtler Bevölkerung zu wichtigen Fragen (Spitalliste, Eigenfinanzierung zwecks Weiterführung der Geburtsabteilung) miterlebt hat, unterstütze ich auch die anstehende Änderungen mit Vertrauen. Zugegeben, die Vorlage über die neue Rechtsform ist komplex, und nicht jeder kann sich die Zeit nehmen, die umfangreichen Abstimmungsunterlagen gründlich zu studieren. Das kommt immer wieder vor, wenn wir über neue Gesetze abstimmen. Natürlich muss die Vorlage für mich plausibel sein und mir garantieren, dass wir unser Spital nicht aus den Händen geben. Davon habe ich mich überzeugen können: Es soll zwar nur noch über Grundsätzliches abgestimmt werden – aber dann mit Einstimmigkeit der Urnenabstimmungen

aller Gemeinden, was die stärkste mögliche Form in der Demokratie ist. Für weitere nötige Entscheide stütze ich mich auf Vertrauenspersonen ab, und das sind bestimmt die Chefärzte am Spital Affoltern. Dass sie sich alle zur neuen Rechtsform bekennen, wie im «Anzeiger» vom 8. November 2013 eindrücklich zu lesen ist, bedeutet für mich ein starkes glaubwürdiges Signal. Ich bin überzeugt, die Chefärzte haben ihre Verantwortung wahrgenommen und die Vorlage genau geprüft, geht es doch um ihr Spital. Genau so, wie ich den Chefärzten bei einer medizinischen Behandlung vertraue, vertraue ich ihrer Aussage, dass die neue Rechtsform der Zukunft unseres Spitals dient. Darum stimme ich am 24. November mit Überzeugung zweimal Ja. Bruno Enderli, Affoltern am Albis

Das sind für mich Widersprüche Sehr geehrter Herr Jucker, in Ihrem Leserbrief «Sachlichkeit statt Diffamierungen» («Anzeiger» vom 6. November) schreiben Sie: «Es wird auch mit der neuen Rechtsform nicht möglich sein, Land ohne Zustimmung der Stimmberechtigten der Aktionärsgemeinden zu verkaufen.» Ihrer Aussage liegt wohl noch die Interkommunale Vereinbarung (IKV) vom 24. Juni 2013 zugrunde. Dort war noch zu lesen: In Rechtsgeschäften betreffend Liegenschaften der Gemeinnützigen Spital Affoltern AG bei einem Betrag von 2 Mio. Franken stimmen die Aktionäre an der Generalversammlung gemäss dem Ergebnis der Gemeindeversammlung der jeweiligen Gemeinde. In Artikel 7, Abschnitt 3, Liegenschaften der Interkommunalen Ver-

einbarung vom 2. September 2013 lese ich: «In Rechtsgeschäften betreffend Liegenschaften der Gemeinnützigen Spital Affoltern AG ab einem Betrag von 2 Mio. Franken geben die Aktionäre ihre Stellungnahmen dem Verwaltungsrat gemäss dem Ergebnis der Gemeindeversammlung der jeweiligen Gemeinde ab.» Dazu lese ich in den Abstimmungsunterlagen in Affoltern zur Abstimmung am 24. November: «Diese (Stellungnahme) ist aber nicht bindend. Über den Verkauf entscheidet in jedem Fall der Verwaltungsrat.» Das sind für mich Widersprüche. – Vielen Dank für eine klärende Antwort. Hanni Belck, Affoltern

Neue Rechtsform: Chance oder Risiko? Für die Bevölkerung des Bezirks Affoltern stellt sich die Frage, mit welcher Rechtsform der Betrieb des Spitals bestmöglich abgesichert werden kann. Eine Änderung der Rechtsform wird nötig, da mit der neuen Spitalfinanzierung und DRG-Leistungsabrechnung – die nicht zur Diskussion steht und über die am 24. November 2013 nicht abgestimmt wird – die Spitäler gezwungen werden, sich unternehmerisch zu verhalten. Wir stimmen also am 24. November über die Frage ab: Hat unser Spital mit der vorgeschlagenen Rechtsform einer gemeinnützigen AG eine Überlebenschance als Unternehmen? Ein Unternehmen hat dann die besten Chancen und Voraussetzungen zu überleben, wenn es solide finanziert ist und die Bedürfnisse des Marktes, in unserem Fall die Gesundheits-Grundversorgung, abdeckt. In einem demokratischen Prozess wurde für den Fortbestand des Spitals Affoltern ein guter Lösungsvorschlag entwickelt. Die Finanzierung (inklusiv eines neuen Bettenhauses) ist gesichert. Alle Delegierten der Gemeinden sind willens, Träger einer Gemeinnützigen Spital Affoltern AG zu werden. Die Führung und die Leistungserbringung eines Spitals sind unternehmerische Aufgaben. Die Politik gibt mit Statuten der AG und Aktionärsbindungsvertrag den Rahmen vor und soll/muss sich aus dem operativen Geschäft heraushalten. Für mich steht ausser Diskussion, dass die Ärzteschaft

und die Pflege sich professionell und menschenfreundlich verhalten. Es soll für das Spital Affoltern eine Rechtsform geschaffen werden, die dem Spital eine Chance gibt, sich im umstrittenen und schwierigen Gesundheitsmarkt zu behaupten. Mit der neuen Spitalfinanzierung wachsen bei mangelnder Unternehmungsführung die Defizite schnell ins Unermessliche. Dies kann nur mit klaren Strukturen, professioneller Führung und verbindlicher Zuordnung der Verantwortlichkeiten an die verschiedenen Rollenträger verhindert werden. Ein Unternehmen benötigt einen professionellen Rahmen, um qualitativ gute Dienstleistungen zu erbringen. Ein demokratisch geführter Zweckverband ist die falsche Rechtsform, um ein Unternehmen erfolgsorientiert zu führen, da viele Entscheide kaum zeitgerecht gefällt werden könnten. Erfolgsorientiert heisst in unserem Falle: Es gelingt dem Bezirk Affoltern weiterhin ein finanziell tragbares, öffentliches Spital zu betreiben. Abzocken und Gewinnescheffeln ist bei diesen Rahmenbedingungen ausgeschlossen. Geben wir dem Spital Affoltern eine Überlebenschance! Deshalb gilt: Wenn die Bevölkerung weiterhin ein Spital will und hinter ihrem Spital steht, so sollte sie der Umwandlung des Zweckverbandes in eine Gemeinnützige Spital Affoltern AG mit Ja zustimmen. Urs Lendenmann, Hedingen

Der Vorstand der Jungen CVP Schweiz mit Philipp Büchner aus Affoltern (Dritter von rechts). (Bild zvg.)

Philipp Büchner aus Affoltern im Vorstand der Jungen CVP Schweiz Die Junge CVP Kanton Zürich hat, vertreten durch den Affoltemer Philipp Büchner, neu Einsitz im Vorstand der Jungen CVP Schweiz genommen. Philipp Büchner aus Affoltern wurde am Samstagnachmittag am Parteikongress der Jungen CVP Schweiz in den Vorstand der nationalen Jungpartei ge-

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wählt. Das Vorstandsmitglied der kantonalen Jungpartei vertritt die Anliegen des Kantons Zürich. Der jüngste Ortsparteipräsident der Schweiz freut sich darauf, im Vorstand der nationalen Jungpartei zusammen mit den weiteren Mitgliedern und dem neu gewählten Präsidenten Jean-Pascal Ammann sich für Anliegen der Jungen einzusetzen. Ihm ist eine

Jungpartei, «die hinasusgeht – auf die Strasse, zu den Leuten – und nicht nur provoziert, sondern aktiv zuhört und konstruktiv sowie konsensorientiert handelt» wichtig, und er setzt sich genau für diese Werte ein. Für die kommenden Aufgaben wünscht ihm der Vorstand der kantonalen Jungpartei viel Freude und Erfolg. (pd.)


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Freitag, 15. November 2013

Einsame Entscheide nach subjektiven Einschätzungen Mobile Jugendarbeit: Affoltern erwägt Ausstieg, «Anzeiger» vom 1. November. Die Verantwortlichen der Gemeinde Affoltern am Albis haben im Herbst 2012 der Dienstleistung MJAS auf unbestimmte Zeit zugestimmt, ein Jahr nach den anderen Gemeinden. Dies aufgrund eines ausführlichen Auswertungsberichtes. So hätten in diesem Jahr die anstehenden Neuerungen und Entwicklungen in Angriff genommen werden können. (Rechtsform, Begleitgruppen usw.) Unser politisches System bringt es mit sich, dass nach Wahlen neue Gemeinderäte und Gemeinderätinnen die Verantwortung für die Dienstleistungen übernehmen. Hermann Brütsch hat sein Amt Anfang Jahr übernommen und war dadurch auch in der für MJAS verantwortlichen Steuergruppe involviert Darum war ich ziemlich erstaunt, dass ich mit dem Entschluss zur Kündigung im Oktober im Rahmen eines Zweiergespräches über Personalfragen direkt informiert wurde. Vorausgegan-

gen sind keine Gespräche in der Steuergruppe, keine Auswertungen, Umfragen, Gespräche oder auch nur Stellungnahmen. Professionelle und kontinuierliche Jugendarbeit ist unter solchen Bedingungen nicht leistbar. Solang politische Amtsträger nicht verstehen, dass Jugendarbeit ein gelernter Beruf mit Konzepten und definierten, breit abgestützten Inhalten ist, wird sich daran auch nicht viel ändern. Was in keiner anderen Abteilung möglich ist, scheint in der Jugendarbeit angebracht. Einsame Entscheidungen basieren ausschliesslich auf subjektiven Einschätzungen und finanziellen Überlegungen. MJAS ist nach Ansicht von Herrn Brütsch zu wenig spürbar. Aber genau dies ist unsere Absicht. Wir wirken auf der Beziehungsebene, im Hintergrund. Ich verweise auf die Zustände vor vier Jahren. Auch nach der Einschätzung der Polizei greifen die verschiedenen Massnahmen, gerade weil wir auf verschiedene Art und gut vernetzt agieren. Politisch ist es dann sehr kurzsichtig, nur weil es im Moment ruhiger ist, zu sagen, weg da-

mit. Diese andauernden Legitimationen verursachen Unruhe, Kündigungen und verhindern kontinuierliche Arbeit. Abgesehen davon verursachen diese Prozesse, weil sie nicht definiert und offen ausgetragen werden, ziemliche Kosten. Zum Beispiel habe ich in Absprache mit Herrn Brütsch ein Vernehmlassungs-Papier verfasst (verfassen müssen), das allen Vernetzungspartnern mit Bitte um Beantwortung per Mail zugeschickt wurde. Im Wissen, dass wir den zahlreichen Rückmeldungen nach bedingungslos auf Kurs sind. Dieses Papier hat dann auch offenbar den Weg auch zum «Anzeiger» gefunden. Ich bin gar nicht unglücklich darüber. Ich glaube immer noch daran, dass auch in Affoltern am Albis irgendwann eine Politik und Verwaltung entsteht, die auf Vertrauen, Inspiration und einem offenem Umgang basiert. Wir an der Basis praktizieren dies schon seit längerer Zeit erfolgreich. Die Türen für inhaltliche und strukturelle Diskurse sind weit offen. Thomas Zehnder, Affoltern

Keine dogmatischen, planwirtschaftlichen Lösungen! Über 100 Jahre Schweizer Erfolgsgeschichte – und wie bei den Befürwortern für die 1:12-Initiative die Zusammenhänge verloren zu gehen drohen. Es wird niemand, der sich ernsthaft mit den Fakten auseinandersetzt, bestreiten können, dass das, was die Schweiz in den letzten über 100 Jahren erreicht hat, hervorragend ist. Heute leben in der Schweiz über 8 Millionen Menschen auf weltweit höchstem wirtschaftlichen Niveau. Dies ist das Ergebnis einer demokratischen, liberalen Gesellschaft und einer ausbalancierten sozialen Marktwirtschaft! Wir profitieren von einem hohen Sicherheitsniveau, haben ein ausgezeichnetes Bildungssystem für alle Be-

völkerungsschichten, ein sehr gut funktionierendes Gesundheitswesen, einen sehr gut ausgebauten Sozialstaat mit guter Altersvorsorge und ein gerechtes Steuersystem. Wie verschiedene Studien zeigen, steht die Schweiz weltweit an der Spitze. Auch bei der Lohngerechtigkeit steht die Schweiz international ganz vorne! Die Lohnschere geht allen Unkenrufen zum Trotz in der Schweiz nicht auseinander. Lohnexzesse à la Barnevik und Vasella waren schon immer Einzelfälle und werden nicht mehr toleriert werden. In Zukunft kann zudem die Generalversammlung der betroffenen Gesellschaften solche Auswüchse auch verhindern. Was steht also hinter den Argumenten der Befürworter der 1:12-Initiative? Ist es einfach deswegen, weil

wir so lange erfolgreich waren, dass gewisse Kreise nicht mehr wissen warum? Ist es einfach so, dass zu lange andauernder Erfolg «blind» macht. Muss sich die Geschichte, wie zum Beispiel bei den alten Griechen oder den Römern, wiederholen? Nein! Besinnen wir uns auf die Schweizer Tugenden. Glauben wir an unsere Fähigkeiten und Stärken und daran, dass wir mit unserem demokratischen liberalen Rechtssystem genügend Handhabe haben, Ausreisser und Auswüchse zu bekämpfen. Dogmatische planwirtschaftliche Lösungsansätze zerstören die Grundlage des Erfolgsmodells Schweiz und unseres Wohlstandes und sind abzulehnen, darum Nein zu 1:12! Hans-Peter Schwald, Wettswil

1:12 aus bürgerlicher Sicht Wer konstruktive Politik machen will, sollte sich auch in die Position des Gegners versetzen können. Ich versuche daher oft, Vorlagen mit den Augen unserer bürgerlichen Partner zu sehen. Meist verstehe ich ihren Standpunkt, auch wenn ich ihn nicht teile. Bei der 1:12-Initiative ist es aber nicht einfach, die Position der Gegner nachzuvollziehen, denn das Anliegen ist sozusagen urbürgerlich. Liest man ihre Plakate, haben die Gegner Angst vor Planwirtschaft und neuen staatlichen Vorschriften. Gut, Regeln haben wir weiss Gott schon genug. Andererseits halten gerade Bürgerliche die gesetzliche Gleichstellung von Frauen und Männern bei den Löhnen für wichtig. Vor Kurzem hat die Abzocker-Initiative gezeigt, dass viele von ihnen auch Lohnexzesse für schädlich halten. Selbst Henry Ford, politisch eine äusserst umstrittene Figur und wahrlich kein Linker, würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, wie seine Nachfolger in den Führungsetagen ihren Wert und denjenigen ihrer Mitarbeiter taxieren. Für Gewerbler sind Lohnunterschiede von 1:12 ohnehin tabu. Mir kommt mein Götti in den Sinn. Seine Fensterfabrik hat in den 70er-Jahren immer so gut nach Fensterkitt geduftet. Oft genug haben er und meine Tante lieber jeden vorigen Franken in den Betrieb

Liberaler Geist: Blaue Fahnen wären besser gewesen ... (Bild Roger Weber) gesteckt, als sich einen Luxus zu gönnen. Wenn das nicht so gewesen wäre, wer weiss ob die Firma die Umstellung auf Isolierverglasungen überlebt hätte? Heute führt mein Cousin den Betrieb – ein Beispiel dafür, dass es sich wirtschaftlich lohnt Mass zu halten. Da ein Ehrenkodex der führenden Unternehmen des Landes aber derzeit nicht in Sicht ist, hilft nur ein Gesetz. Viele Bürgerliche stellen das Leistungsprinzip in den Vordergrund. Wer kann sagen, dass seine Leistung sich nicht genug lohnt, wenn er zwölfmal mehr verdient als der am schlechtesten bezahlte Mitarbeiter? Die Leistung des Betriebs hängt von der Stärke des Teams ab. Nur wenn alle etwas von ih-

rem Beitrag haben, setzen sie sich auch bedingungslos für die gemeinsame Sache ein. Henry Ford und mein Götti wussten das. Ford meinte einmal, wer mit Erdnüssli («peanuts») zahle, brauche sich nicht zu wundern, wenn er von Schimpansen umgeben sei. Vielen liberalen Unternehmern der Vergangenheit war der alte Adel ein Gräuel, denn dessen Angehörige hatten vom ersten Tag ihres Lebens an eigentlich keinen Ansporn für echte Leistungen. Heute entsteht eine vergleichbare Schicht, deren Kindern ein ähnliches Schicksal droht. Ford zumindest hätte man Neid bei solchen Gedanken nicht vorwerfen können. Der Staat soll sich auf notwendige Eingriffe beschränken, finden viele Bürgerliche. Natürlich braucht es für die unterschiedlichen Funktionen im Betrieb Abstufungen bei den Löhnen. Die Initiative schafft dabei eine Bandbreite, die vielen Linken zu gross ist. Ausserdem operiert sie nicht mit fixen Zahlen, sondern schreibt nur ein Verhältnis für die minimale Erfolgsbeteiligung aller Mitarbeitenden vor. Flexibler geht es eigentlich nicht. Bleiben nur die vielen roten Fahnen, die jetzt überall aus den Fenstern hängen. Stimmt: Wir hätten sie besser blau machen sollen, um den liberalen Geist zu symbolisieren, den die Initiative atmet. Roger Weber, SP Bezirk

Aufmerksamer Regiebetrieb Affoltern: Die Streusalzkiste neben der Sitzbank am Bahnübergang Bergstrasse/Alte Obfelderstrasse in Affoltern. (Bild zvg.)

Grosses Dankeschön an Regiebetrieb und Gemeinde Affoltern Freudig überrascht durfte ich in den letzten Tagen am Bahnübergang eine Entdeckung machen. Die Behörden haben offenbar veranlasst, dass eine Streusalzkiste neben dem Bänkli am Bahnübergang Bergstrasse/Alte Obfelderstrasse in Affoltern deponiert wird. Mit grosser Dankbarkeit nehme ich dies zur Kenntnis und freue mich über diese Aufmerksamkeit. Für uns ältere Personen in den Alterswohnungen und bestimmt auch für die Bewohner des Altersheims Seewadel ist nämlich gerade dieser Bahnübergang in der Winterzeit eine recht gefährliche Angelegenheit. Besonders in den Morgenstunden oder bei lang anhaltender Kälte wird der schwarze Gummibelag zu einem eisigen und sehr schlüpfigen Untergrund. Wir Betagten, oft nur durch Stockoder Rollatorgebrauch noch zu Fuss unterwegs, haben uns manchmal gar nicht mehr getraut, über diese eisige Fläche Richtung Dorf zu gehen, fürch-

teten einen Sturz oder gar eine Verletzung. Nun hoffe ich, dass bei der kommenden kalten Jahreszeit einige Mitmenschen, die diesen Bahnübergang auch begehen, sich hin und wieder Zeit nehmen, mittels dem kleinen Kübel, der sich in der Salzstreukiste befindet, soviel Salz zu streuen, dass für uns nicht mehr ganz jungen Fussgänger das Überqueren der Geleise wieder gefahrlos möglich ist. Bitte lassen Sie das Kübeli auch für spätere Mithelfer in der Streusalzkiste, so ist es für alle einfacher, ein kleines gutes Werk für die Allgemeinheit zu tun. Zusammen mit unseren noch intakten Oberschenkelhals-Knochen und Handgelenken bedanken wir älteren Einwohner in dieser Gegend uns heute schon bei den anonymen Salzstreuern und natürlich bei der Gemeinde und dem Regiebetrieb. Cecilia Nyffenegger-Magni, Affoltern

Hausen solidarisch Erwiderung auf die Beiträge im Forum des «Anzeigers» vom 8. November, die sich kritisch zu den Solidaritäts-Initiativen äusserten. Ende November und Anfang Dezember finden in fünf weiteren Gemeinden des Bezirks Abstimmungen zu den Solidaritäts-Initiativen statt. Es ist erfreulich, dass auch im «Anzeiger» dazu eine sachliche Diskussion in Gang kommt. Die ganze Problematik des Rohstoffhandels hat sich still und heimlich in wenigen Jahren zu gewaltigen Ausmassen entwickelt. Weltweite Konzerne, nicht nur Glencore, haben sich in den Kantonen Zug und Genf niedergelassen und organisieren zwei Drittel der weltweiten Rohstoffproduktion und des Rohstoffhandels. Normalerweise agieren Rohstoffkonzerne sehr diskret, doch der Börsengang von Glencore hat ein Licht auf die gewaltigen Dimensionen der Rohstoffbranche, ihre Gewinnvermehrungspraktiken und ihre globalen Auswirkungen geworfen, die nachdenklich machen. Man stellt sich Fragen und reibt sich verwundert die Augen, wenn man zum Beispiel. erfährt, wie sehr internationale Grosskonzerne im Kanton Zug steuerlich begünstigt werden. Dann erhielten unsere Gemeinden im Finanzausgleich einen rechten Batzen. Ein Geschenk, aber eines, das nicht recht Freude machen kann. Erstaunlich viele Leute aus unserem Bezirk waren aufgebracht, als sie sich um die Hintergründe zu informieren begannen. Man wollte etwas tun! Da

kam die Idee auf, einen «Zehnten», einen kleinen Teil dieses Geschenkes an diejenigen zurückzugeben, die unter dem Rohstoffabbau zu leiden haben, deren Gesundheit und Lebensgrundlagen in Gefahr sind und deren Rechte missachtet werden. Die ausgewählten Hilfswerke können uns Einblicke geben in die Konsequenzen ihrer Arbeit vor Ort. In Hedingen hat die Initiative Zustimmung gefunden. Das Ereignis hat in der nationalen und sogar in der internationalen Presse Aufmerksamkeit erregt. Die Problematik scheint die Menschen zu beschäftigen. Kappel, Affoltern, Obfelden, Mettmenstetten und Hausen sind nun herausgefordert, das Zeichen zu bestätigen. Viele Informationen zu der ganzen Problematik können abgerufen werden unter www.hausensolidarisch.ch (Hintergrund) oder im Buch «Rohstoff» der «Erklärung von Bern». Die Gefahr, dass die Gemeinden andauernd zu Spenden gezwungen werden könnten, besteht nicht. Mit dieser einmaligen Aktion soll der Finger auf einen wunden Punkt gelegt werden. Im besten Fall kann sie ein bisschen Wind in die Segel des Bundesrates geben. Der muss bis 2014 einen Plan vorlegen, wie die UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umgesetzt werden könnten. Mehr Transparenz-Regeln für bei uns angesiedelte Konzerne könnten helfen. Übrigens: Was privates Engagement und Spenden anbelangt: Die seien ja niemandem verwehrt! Antoinette Leisinger, Hausen


Forum

Freitag, 15. November 2013

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Für eine gedeihliche Zukunft: Nein Herbstlaub ade, zur Auflösung des Zweckverbandes scheiden tut weh Vor gut 30 und dann wieder vor rund 15 Jahren hallte ein Aufschrei durch das ganze Knonauer Amt. Die kantonale Gesundheitsdirektion wollte am Spital Affoltern die Wöchnerinnenabteilung schliessen. Vor allem Frauen sammelten eifrig Unterschriften für den Fortbestand. Die Abteilung wurde gerettet. Wie in allen Abstimmungen im Spital-Zweckverband seit der Gründung vor 55 Jahren traten auch hier das Ansehen des Spitals, die Wertschätzung der Leistungen des Personals, die Patiententreue und die Solidarität unter den Gemeinden zutage. In krasser Verkennung dieses wichtigsten «Kapitals» unseres Spitals posaunt der Zeitgeist heute das Dogma in die Welt, der Zweckverband sei ein Auslaufmodell und die Zukunft werde am besten in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft gesichert. Ausgerechnet mit einer Art GmbH, einem «grossen Geschäft mit beschränkter Haftung»!

Verlust von Volksrechten! Selbstverständlich könnten die Statuten des Zweckverbandes zukunftstauglich überarbeitet werden. Es wären weder eine Interkommunale Vereinbarung noch ein komplizierter Aktionärsbindungsvertrag noch neue AGStatuten nötig. Die Entscheidungswege könnten durchaus auch in einem

Zweckverband verkürzt werden. Die Gemeinden trügen keine unverantwortlichen Risiken, wie behauptet wird. Wenn ich nun lese, welche Befugnisse ein nur siebenköpfiger Verwaltungsrat erhalten soll und sehe, dass vier (und in besonderen Fällen fünf) Verwaltungsräte, Kalkül über ethische Erwägungen stellen und wichtige Entscheide fällen könnten, erschreckt mich der Verlust der direkten Volksrechte der Initiative und des Referendums.

Abbau der Solidarität! Bei Aufgaben, die die Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden überfordern, wurden vor 50 Jahren Zweckverbände gebildet, die diese zu Bezirksaufgaben machten. Die Investitionskosten wurden insbesondere bei sozialen Aufgaben so auf die Gemeinden verteilt, dass jeder Steuerzahler im Bezirk Affoltern nach seinen steuerlich massgeblichen Verhältnissen unabhängig von der Steuerkraft seiner Wohngemeinde beizutragen hatte. Neu sollen die Steuerzahler in steuerstarken Gemeinden weniger belastet werden. Herr Toni Bortoluzzi zum Beispiel soll im steuerlich geplagten Affoltern ans Bettenhaus mehr beitragen als wenn er seinen Wohnsitz in steuerkräftigen Aeugst hätte. Auch das ist eine Ausgeburt des Zeitgeistes!

Privatrechtliche Stiftung? Bei der Gründung der Stiftung Solvita vor bald 40 Jahren, welche geistig behinderten und psychisch kranken Menschen Arbeit, Betreuung und Unterkunft bietet, erwog man sorgfältig, ob die Rechtsform des Zweckverbandes oder der privatrechtlichen Stiftung zu wählen sei. Da 25 Gemeinden beteiligt sind, wäre der Zweckverband etwas schwerfällig gewesen. Die Wahl hat sich auch finanziell gelohnt. Die Stiftung erhielt schon im ersten Jahr mehr als eine halbe Million Franken Spenden. Die Gemeinden haben sich an den Bauten finanziell beteiligt, mussten aber keine Betriebsbeiträge leisten. Die Stiftungsurkunde bestimmt, dass auch der Elternverein im Stiftungsrat vertreten sein muss. Im Aktionärsbindungsvertrag zur Spital-AG fehlt eine Bestimmung zugunsten einer Vertretung der Patienten und der Spitexorganisationen. Die Stiftung Solvita hat bewiesen, dass in dieser Rechtsform gute gemeinnützige Arbeit geleistet werden kann. Im Bericht zuhanden der Stimmbürger wird diese Form mit keinem Wort erwogen! Wer dem Spital eine gedeihliche Zukunft wünscht, stimmt Nein zur Auflösung des Zweckverbandes! Rolf Grob, Obfelden, 1970 bis 2006 Mitglied von Behörden des Bezirksspitals

Die farbigen Zeiten sind fast vorbei, bald folgt die Winterzauberei. Säuliämtler Gartenzwerg sinniert über den Jahreszeitenwechsel. (Bild Monika Costello)

Es gibt gute Argumente für und gegen die Rechtsform AG für das Spital Affoltern! Von den Gegnern der Spitalvorlage wünsche ich mir mehr Fairness. Persönlich bin ich überzeugt, dass die AG die Rechtsform ist, die unserem Spital am ehesten eine erfolgreiche Zukunft ermöglicht. Noch wichtiger als die Rechtsform scheint mir aber, dass das Spital möglichst schnell wieder klare Rahmenbedingungen erhält, um seinem Hauptauftrag, menschenwürdige medizinische Leistung zu erbringen, gerecht zu werden. Ein Spital, welches mittelfristig nicht über ein den heutigen Bedürfnissen entsprechendes Bettenhaus verfügt, wird kaum langfristig bestehen können. Deshalb finde ich es richtig und ehr-

lich, dass gleichzeitig mit der neuen Rechtsform die Möglichkeit zum Bau eines neuen Bettenhauses geschaffen wird – dies immer unter der Voraussetzung, dass man unserem Spital wirklich eine langfristige Zukunft geben möchte. Bei den Argumenten der Gegner der Vorlage unterscheide ich zwei Kategorien: – Kritische Haltung gegenüber der Rechtsform «AG» und Angst, es könnte sich um eine Privatisierung handeln. Diesen Befürchtungen ist man mit einem sehr differenzierten Aktionärsbindungs-Vertrag entgegentreten. Differenziert heisst aber leider auch kom-

pliziert und schwer lesbar – dies dürfte unvermeidbar sein. Einfach gesagt: Nur die Gemeinden werden Aktionäre und damit Besitzer des Spitals. Trotzdem versuchen die Gegner immer wieder das Schreckgespenst einer Privatisierung zu thematisieren. – Bewusst falsche Argumente mit dem Ziel: Man verunsichere die Stimmberechtigten, dann werden sie schon «Nein» stimmen. Neben sachlich falschen Aussagen (z.B. angebliche Nebenbeschäftigungen der Chefärzte) gehören zu dieser Kategorie von Argumenten auch Unterstellungen und Angriffe an alle Personen, die überzeugt sind, dass es für das Spital das Beste ist

Ja und Ja zu stimmen. Zum Beispiel behaupten Gegner der Vorlage, ich hätte gesagt, ich würde mein Knie nicht in Affoltern operieren lassen, da das Spital sowieso keine Zukunft habe. Diese Behauptung ist nicht nur lächerlich, sondern auch bewusst falsch! Andere Befürworter sind noch viel perfider persönlich diffamiert worden. Ich hoffe sehr, dass sich nur wenige Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verunsichern lassen. Geben Sie mit einem zweifachen Ja klare Rahmenbedingungen, damit wir noch lange von den hervorragenden Leistungen des Spitals profitieren können! Ruedi Müller, Aeugst

Spital Affoltern: Stunde der Entscheidung rückt näher In den letzten Wochen und Monaten wurde sehr viel über das Spital und die kommende Abstimmung diskutiert und geschrieben. Dabei wurde nicht nur auf der sachlichen Ebene, sondern auch polemisch argumentiert und leider mehr als einmal auch auf den Mann gespielt. Jetzt kommt der Tag der Entscheidung immer näher und es gilt, sich noch einmal die Sachlage vor Augen zu führen. Die Zukunft des Spitals ist sehr wichtig für den Bezirk. Bei der Abstimmung geht es dabei um die Frage, welches die beste Rechtsform ist und wie viel «Mitgift» das Spital auch mit Blick auf seine Zukunft erhalten soll.

Angemessene Organisationsform

Szenarien möglicher Abstimmungsresultate Durch die Annahme des neuen Gesundheitsgesetzes sind Gemeinden nicht mehr für die Spitalversorgung zuständig. Deshalb wird über die Auflösung des Zweckverbandes abgestimmt. Ich möchte mit diesem Leserbrief die Szenarien möglicher Abstimmungsresultate erläutern und Ihnen somit die Entscheidung in diesem wichtigen Thema erleichtern. Von den vier Abstimmungsmöglichkeiten ist eine (Nein/Ja) unmöglich, weil der Spital dann der AG und dem Zweckverband gehörte, deshalb schreibe ich nur zu den drei anderen Varianten.

2x Nein (Beibehaltung Zweckverband) Dank des Gesundheitsgesetzes besteht kein gesetzlicher Auftrag – «Zweck» – mehr für den Verein. Trat bisher eine Gemeinde aus dem Zweckverband aus, musste sie sich jeweils einen Neuen suchen. Heute entfällt dies. Bislang hatte also der Zweckverband die Gemeinden in Geisselhaft. Neu haben die Gemeinden den Zweckverband in Geisselhaft. Zudem haften die Gemeinden unbeschränkt für Verluste. Ein Verein ist rechtlich zwar zulässig, jedoch wenig praktikabel. Ein doppel-

tes Nein ist also nur statthaft, wenn man die Idee einer Aktiengesellschaft ablehnt und stattdessen eine andere Rechtsform (etwa eine Stiftung oder Genossenschaft) präferiert. Die Stiftung hat per Definition eine gemeinnützige Aufgabe: beispielsweise eine möglichst gute Gesundheitsversorgung im Bezirk Affoltern. Die Stiftung ist zwar gänzlich undemokratisch, ist jedoch an den gemeinnützigen Zweck gebunden. Die Genossenschaft ist die demokratischste aller Lösungen, sofern die Anteilscheine an alle Einwohner des Bezirks ausgegeben werden (statt den Gemeinden). In den Statuten können verschiedene Demokratie-Elemente vermerkt werden. Beispielsweise, dass bei Schliessung einer Abteilung zwingend eine Versammlung oder Urabstimmung abgehalten werden muss.

keine Information, was bei wiederholten, hohen Verlusten geschieht. Da eine Staatsgarantie nicht explizit ausgeschlossen wird, muss eine implizite Staatsgarantie angenommen werden. Wichtige Entscheide trifft der Verwaltungsrat alleine. Einfluss kann auf zwei Arten genommen werden: Einerseits durch ein kompliziertes Prozedere via Gemeindeversammlung, Gemeinderat und Aktionärsversammlung. Andererseits durch die Parteien. Wie kommt das? Wie bei Staatsbetrieben üblich, wird ein Verwaltungsrat nur in zweiter Linie aufgrund seiner Fähigkeiten bestimmt (vgl. ZKB, EKZ, SBB, Post und vor allem SRG!). Viel wichtiger ist die Parteizugehörigkeit. So wurden bei der Suche nach geeigneten Kandidaten auch im vorliegenden Falle primär die Parteien angefragt – ein in der Privatwirtschaft sehr unübliches Verfahren.

2x Ja (Neue Spital AG) Diese Form wird von allen zuständigen Gemeinderäten vorgeschlagen. Durch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft soll der Grundstein für den Erfolg gelegt werden. Dividendenausschüttungen sind marginal («in Höhe eines Gemeindedarlehens»). Es gibt

Ja zur Auflösung, Nein zur Spital AG Die dritte, bislang wenig diskutierte Möglichkeit, besteht darin, dass sich die Gemeinden ganz aus dem Spital zurückziehen, weil die Verpflichtung der Gemeinden entfallen ist, ein Spital

zu betreiben. Damit wird man dem Geiste des neuen Gesundheitsgesetzes am ehesten gerecht, welches verstärkt Marktkräfte auch im Gesundheitswesen spielen lassen will. Dadurch sparen die Gemeinden Millionen. Dies wird dadurch möglich, indem der «Blankocheck» (30 Millionen nichtliberiertes Aktienkapital) zuhanden des Spitals nicht eingereicht wird und zusätzlich eine Kapitalrückzahlung an die Gemeinden stattfindet. Dies macht für die drei Gemeinden des Unteramtes, deren Bürger sich zu über 80 Prozent in anderen Spitälern behandeln lassen, 17 Millionen Franken aus. Aufgrund finanzieller Nöte wegen Schulhausbauten, brauchen sie dieses Geld anderweitig. Affoltern und die kleineren Gemeinden werden sich mit dem neuen Gemeindegesetz, welches keinen Höchststeuerfuss mehr vorsieht, demnächst über Steuersätze in astronomischen Höhen befassen. Will man in dieser Lage nicht lieber den Spatz in der Hand, statt die Taube auf dem Dach? Florian Maier, Wettswil, Vorstand Jungfreisinnige Säuliamt und Kanton Zürich

Unser Spital muss sich im immer härter werdenden konkurrierenden Umfeld der anderen Spitäler behaupten können. Dazu braucht es auch eine angemessene Organisationsform, schlanke Entscheidungswege und eine moderne Infrastruktur. Aus diesem Grund werde ich aus Überzeugung ein Ja zur Auflösung des Zweckverbands Spital Affoltern und ein Ja zum Beitritt zur Interkommunalen Vereinbarung (IKV) betreffend Umwandlung des Zweckverbands in die Gemeinnützige Spital Affoltern AG in die Urne legen. Olivier Hofmann, Präsident FDP-Bezirkspartei und Vertreter des Bezirks Affoltern im Kantonsrat

Zuschriften zur Abstimmung vom 24. November Zuschriften zu den Abstimmungsvorlagen vom 24. November werden letztmals am Dienstag, 19. November, veröffentlicht. Sie müssen die Redaktion bis Samstag, 16. November, 12 Uhr, erreichen. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen. Bitte eine vollständige Adresse angeben. (Red.)


GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST ELFI BOHRER

Vortrag von Bruno Jelk, Rettungschef von Zermatt Mittwoch, 20. Nov. 2013, 20.15 Uhr im Mehrzwecksaal Schulhaus Schachen 8908 Hedingen Der erfahrene und international gefragte Bergretter Bruno Jelk berichtet in Wort und Bild über seine Tätigkeit. (Keine Platzreservierungen möglich, beschränkte Anzahl Parkplätze beim Schulhaus und auf dem Lindenplatz)

Burgwies 2 CH-8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10, Fax 044 701 10 27 www.ggbohrer.ch www.kunst-heimberatung.ch

Einladung zur Ausstellung 19. Oktober bis 8. Dezember 2013

MARIA MOSER JAYA SCHÜRCH Malerei, Marmor-Skulpturen, Bronze-Plastiken Apéro: Sonntag, 17. November 2013, 13–17 Uhr Apéro: Sonntag, 24. November 2013,13–17 Uhr Finissage: Sonntag, 8. Dezember 2013, 13–17 Uhr Di–Fr, 14 bis 18 Uhr, Sa und So 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung Schaulager KUNSTFENSTER Dorfstrasse 13: Geöffnet So von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Ausstellung 3. Nov. bis 1. Dez. 2013

Charlotte Liedtke Shimmi Schadegg Sa, 16. November 2013 grosser Flohmarkt in Wetzikon/ZH ab 8 Uhr! Bei der Eishalle. Infos: Tel. 079 356 67 00, Mail: froggy1@gmx.ch

Bilder

Skulpturen Apéros jeden Sonntag 13–17 Uhr Offen: Mi–Fr, 14–18 Uhr, Sa und So 13–17 Uhr


Gewerbe/Dienstleistungen

Musikalische Weltreise Rock-Legende Gelungenes Chränzli 2013 des Oberämtler Chors in Hausen. > Seite 22

«Welt für Geniesser» Indische Spezialitäten im «Lärche-Märt» In Rothenhausen (TG) werden in einer kleinen Manufaktur kulinarische Spezialitäten mit indischem Touch hergestellt. Die Manufaktur ist am 16. und 17. November zu Gast im «Lärche-Märt» Bonstetten. Gurinder Chahal, in Punjab (Nordindien) geboren, wurde vor allem von seiner Mutter in die Welt der indischen Genüsse eingeführt. 1990 kam er in die Schweiz und arbeitete jahrelang in der Gastronomie und als selbstständiger Detaillist. Seine grosse Leidenschaft galt und gilt dem Kochen und Geniessen. Gepackt von der Idee, etwas Kulinarisches herzustellen, das es so in der Schweiz noch nicht gibt, machte er sich ans Rezeptieren von Chutneys. Die Begeisterung der Kunden bei den ersten Degustationen ermunterte ihn, sich auf ein neues Arbeitsfeld zu konzentrieren. Gurinder Chahals Ansprüche an die Qualität der Zutaten, die Zubereitung und die Endprodukte sind sehr hoch. Gemüse und Früchte werden – so weit sortenmässig möglich – bei Thurgauer Produzenten, die man persönlich kennt, in optimalem Reifezustand erntefrisch eingekauft. Für die Produktion werden die Gewürze in der Manufaktur teilweise mit einer Mühle selbst gemahlen. Die Herstellung der Gurinder-Spezialitäten ist reine Handarbeit. Waschen, Rüsten, Zerkleinern, Kochen, Abfüllen werden von Hand vorgenommen. Die Zutaten für die Gurinder-Pro-

Dr. Feelgood spielen einmal mehr live in der Break Eventhall, Affoltern. > Seite 25

Freitag, 15. November 2013

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Top-Athletin Bonstetterin Petra Klingler war erneut erfolgreichste Kletterin auf nationaler Ebene. > Seite 33

Edles aus dem Weinkeller für die Festtage Attraktive Angebote bis zum 31. Dezember bei Divino Wenn die Tage kürzer und die Abende kühler werden, ist die Zeit reif für Feuer im Kamin, ein Glas Rotwein und Kerzenlichter. Die Jahreszeit für gemütliche Abende zu Hause hat begonnen und damit auch die Zeit für Gastlichkeit, kulinarische Köstlichkeiten und harmonische Begleiter aus dem Weinkeller.

Gurinder Chahal. (Bild Reto Martin) dukte sind zu 100% natürlich, rein pflanzlicher Herkunft, frei von Laktose und Gluten; Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Verdickungs- und Konservierungsmittel werden absolut keine verwendet. Jeder Löffel garantiert puren Genuss. Am Freitag, 16. November, und Samstag, 17. November, wird Gurinder Chahal persönlich im Lärche-Märt im Bonstetter Schachenquartier die Spitzenprodukte in einer vielfältigen Warm- und Kalt-Degustation präsentieren und anbieten. Die Öffnungszeiten des Lärche-Märts sind am Freitag von 8 bis 12.15 und 14.15 bis 18.30 Uhr, am Samstag durchgehend von 8 bis 16 Uhr.

Es bleibt ganz dem persönlichen Geschmack überlassen, ob man zu einem eleganten Essen mit rotem Fleisch, Grilladen, Wildgerichten oder einem herzhaften Hartkäse lieber einen charaktervollen Deutschschweizer Wein wie den «Laudatio» aus heimischen Rebsorten bevorzugt oder sich einen wuchtigen «Divoto Riserva» aus Apulien gönnt, erklärt Thomas Wettach, Geschäftsführer der VOLG Weinkellereien in Winterthur. «Unser Festtagsangebot verspricht für jeden Gaumen etwas Passendes.»

Klasse statt Masse So stammt beispielsweise der «Armilla», ein Brunello di Montalcino, aus einem Familienbetrieb mit rund 2.5 Hektaren Reben. Zugunsten einer ausgezeichneten Qualität des Weines wird der Ertrag für diesen Brunello di Montalcino streng auf 5200 Liter pro Hektare limitiert. Zudem muss der Wein mindestens zwei Jahre im Ei-

chenfass reifen, ehe er zur Abfüllung gelangt. Ein schönes Granatrot mit dichten Aromen von reifen Früchten verleihen diesem ausgewogenen und traditionellen Vertreter der Region eine weiche Fülle, viel Schmelz und eine saftige Frische im Gaumen. Ein weiterer Familienbetrieb ist die Kellerei Casa Vinicola Apollonio in Monteroni di Lecce, der von den beiden Brüdern Marcello und Massimiliano Apollonio geführt wird. Intensive Studien an einem der bedeutendsten Weininstitute Italiens (Locorotondo) und die Einführung fortschrittlicher Technologien haben dazu beigetragen, dass der «Divoto Riserva» in der Intensität absolut herausragend ist und zu einem internationalen Aushängeschild dieses erfolgreichen Hauses wurde. Der Wein präsentiert sich dekantiert und in grosse Gläser eingeschenkt von seiner schönsten Seite.

Traditionsreiches aus Gaubünden Neben der traditionellen Rebsorte Pinot Noir pflegen die VOLG Weinkellereien in der Bündner Herrschaft eine historische Rebsorte, deren Ursprung bereits im Jahr 1321 namentlich erwähnt wurde. Auf nur wenigen Aren und an den besten Lagen wird die Rebsorte «Completer», angebaut. Dank den Malanser Winzern, die diese Rebstöcke über Jahrhunderte gepflegt und kultiviert haben, erlebt die Rebsorte «Completer», auch «Malanstraube» geanzeige

Yoga für Kerle in Affoltern Gratis-Lektion am Männertag, 19. November Ziele des internationalen Männertages sind, den Fokus auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben. Thomas H. Würmli, Leiter des «Mangalam Yoga & Ayurveda» an der Obstgartenstrasse 5 im neuen OVA Areal in Affoltern, lädt an diesem Tag alle interessierten Männer zu einer gratis Yoga Lektion ein. Diese ist für Einsteiger sowie auch für erfahrene Yogapraktizierende geeignet. Was bedeutet es in der heutigen Zeit, ein männliches Vorbild zu sein? Ist Mann nur cool als fussballspielender Haudegen, der nach dem Training ordentlich auf den Putz haut oder darf Mann auch Zeit dafür investieren, innere Ausgeglichenheit zu pflegen? Das eine schliesst das andere nicht aus. Viele Spitzensportler haben die Wichtigkeit der geistigen und körperlichen Ausgeglichenheit erkannt und lassen diese in ihr tägliches Training einfliessen. Männer, die Yoga praktizieren, berichten, dass sie sich entspannter und glücklicher fühlen, mit weniger Stress mehr erreichen und so in Beruf und Familie als angenehme Persönlichkeiten wahrgenommen werden. Es ist schon erstaunlich, dass das aus dem eher patriarchalischen Indien stam-

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mende Yoga ursprünglich nur Männern erlaubt war. Obwohl die Stress- und Burnout-Statistiken von Männern angeführt werden, sind es im Westen vermehrt Frauen, die Yoga praktizieren. Thomas H. Würmli, ursprünglich selber leidenschaftlicher Leichtathlet, praktiziert und unterrichtet seit über 20 Jahren Yoga und durfte in dieser Zeit viele Männer auf diesem Weg begleiten. Jede Krankheit, Unausgeglichenheit kündigt sich über Warnsignale an. Mann kann die- Energien freisetzen. (Bild zvg.) se ernst nehmen, einen Gang herunterschalten und sich schied, dass der Motor weder Überhitneu orientieren. Mit einem gesunden zung noch Abnutzungserscheinungen Körper und ausgeglichenen Geist lässt zeigen wird. sich im Beruf das gleiche Ziel im fünften Gang erreichen, welches andere Yogalektion am 19. November von 20 bis 21.30 Uhr. Mitarbeiter im zweiten Gang errei- Anmelden unter Telefon 044 760 36 88, chen. Mit dem wesentlichen Unter- info@mangalam.ch. Infos: www.mangalam.ch.

nannt, eine Renaissance. Die 15-monatige Lagerung im Barriquefass schenkt dem Wein Komplexität und eine Haltbarkeit von bis zu vier Jahren. Die Aromen erinnern an Honigmelone, Kokos und Quitte. Ein langanhaltender Abgang mit einer schönen Vanillearomatik rundet den Genuss ab. Dieser kräftige Weisswein eignet sich hervorragend zu Entenbrust, Krustentieren oder Rauchlachs und zu reifem Bergkäse. Mit einer Goldmedaille wurde der «Laudatio Cuvée Assemblage 2011» bei der Berliner Wein Trophy 2013 ausgezeichnet. Eine harmonische Vermählung der Rebsorten Cabernet Dorsa, Gamaret und Pinot Noir, angebaut in Deutschschweizer Kantonen und vinifiziert bei den Volg-Weinkellereien, verleiht diesem Wein ein vielschichtiges Aroma mit einem weichen Auftakt am Gaumen und einem eleganten Körper. Seine dezente Barriquenote macht ihn zu einem perfekten Begleiter von Wildspezialitäten, Lammsteaks oder Schweinsfilet im Blätterteig. Alle vier Weine: Brunello di Montalcino DOCG Cantina Armilla 2006, Divoto Copertino DOC Riserva Casa Vinicola Apollonio 2004, Malanser Completer AOC Graubünden VOLG Weinkellereien 2011/12’ und Laudatio Cuvée Assemblage Volg Weinkellereien 2011/12 sind vom 1. November bis zum 31. Dezember 2013 als attraktives Festtagsangebot bei 74 Divino-Partnern in den Landi-Filialen oder unter www.divino.ch erhältlich.


Ref. Kirche Rifferswil

Kath. Kirche Obfelden

Freitag, 15. November 18.30 Jugend-Chile Sonntag, 17. November 9.30 Gottesdienst, Pfr. Christof Menzi Montag, 18. November 15.45 Kolibri

Sonntag, 17. November 10.30 Wortgottesfeier mit hl. Kommunion zum Elisabethensonntag Mitwirkung und anschl. Kuchenverkauf durch den Frauenverein Obfelden-Ottenbach Dienstag, 19. November 20.00 Bibelabend mit Pfr. Hans Schwegler im Pfarreizentrum Affoltern

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Knonau

Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst Pfarrer Stefan Morgenthaler 18.30 Musik am Sonntagabend: Christian Stuckert (Klavier, Orgel), Sebastian Bohren und Arata Yumi (Violine) spielen Werke von Vivaldi, Bach, Mozart und Leclair Mittwoch, 20. November 17.00 Singwerkstatt mit Eva Stückelberger Freitag, 22. November 18.00 bis 20.30 Uhr Jugendprojekt: «Blue Evening» (für 6. Klasse, 1. und 2. Oberstufe) – wir sehen und hören von krassen Alkoholerfahrungen und ihren Hintergründen und wir mixen alkoholfreie Drinks. Anmeldung bis zum 20. November an bettina.stephan@zh.ref.ch oder Telefon 044 761 44 74

Samstag, 16. November 12.30 Treff am Bahnhof Knonau für Achtklässler Ausflug nach Zürich Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst mit Pfr.Thomas Maurer Thema: «Die Reformation geht weiter» 17.00 JUKI, Jugendgottesdienst in Maschwanden Pfr. Fritz und Wey Mittwoch, 20. November 12.00 Senioren-Essen im «Giebel» 20.00 Lesekreis im Pfarrhaus

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 16. November 16.30 Konzert-Gottesdienst im Haus zum Seewadel mit A. Nardone, Klavier und Pfrn. B. Bartels Sonntag, 17. November 17.00 Gottesdienst plus «Gottes Schöpfung – ein Mensch zu sein». Pantomimenpredigt: Chr. Schwager Liturgie: Pfrn. B. Bartels Anschliessend einfacher Znacht im Chilehuus

Ref. Kirche Bonstetten Freitag, 15. November 20.00 Kino in der Kirche «Alles koscher» Wenn man plötzlich zu den anderen gehört (freigegeben ab 12 Jahren) Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst mit Pfrn. S. Sauder; Taufen von Michelle Cochard und Laila Anna Thoma Mitwirkung der 3.-Klass-UntiKinder und Manuela Rapp, Katechetin, anschliessend Chilekafi im Kirchgemeindehaus

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 17. November 9.30 Gottesdienst mit Pfarrerin Irene Girardet Freitag, 22. November 6.00 Meditatives Morgengebet in der Kirche mit anschliessendem Frühstück

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst mit Pfarrer Urs Boller 17.00 Jubiläumskonzert des Gesangvereins unter der Leitung von Meret Burkhard anschl. Kafistube

Ref. Kirche Kappel a. A. Samstag 16. November 9.30 Chor-Projekt Christnachtfeier im Chor der Kirche (auch 13.45) Sonntag 17. November 19.30 Abendgottesdienst mit Pfr. Ch. Menzi 18.30 Gemeinsames Singen

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 im Kapitelsaal Mittwoch, 20. November 17.15 Offenes Singen in der Klosterkirche mit Christof Menzi Donnerstag, 21. November 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli im Kapitelsaal

Ref. Kirche Maschwanden Freitag, 15. November 20.00 Gebetsabend in der Kirche Leitung: R. Künzi Samstag, 16. November 12.30 cool@ref Ausflug der Jugendlichen der 2. Oberstufe Besammlung: 12.30 Uhr Bahnhof Mettmenstetten Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst in Knonau Predigt: Pfr. Thomas Maurer Anmeldung zum Fahrdienst bei Yvonne Ilg bis Samstagabend 18.00 Uhr, Telefon 044 768 26 81 10.00 Familienfeier mit «Fiire mit de Chliine», anschliessend Spaghettiplausch im Pfarrhaus Leitung: das Fiire Team 17.00 Jugendgottesdienst in Maschwanden Leitung Pfarrteam: A. Fritz Th. Maurer und S. Wey anschliessend Verpflegung im Pfarrhaus

Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 15. November ab 20.00 Uhr NAchtsamkeit im Chor Leitung Pfarrer Andreas Fritz Sonntag, 17. November 10.00 Taufgottesdienst mit den Drittklässlern Pfarrer Andreas Fritz Taufe von Ray Stauffacher Orgel Angela Bozzola Donnerstag, 21. November 19.30 Offener Lesekreis im Pfarrhaus Asta Scheib «Das Schönste was ich sah» Teil 2 www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 17. November 9.30 Gottesdienst Pfr. Christoph Hürlimann Erich Eder (Orgel) 11.00 Treffpunkt Begegnung «Wunderwelt der Rituale» ref. Kirchgemeindehaus Montag, 18. November 16.00 Kolibri, ref. Kirchgemeindehaus Mittwoch, 20. November 12.00 Club4, Mittwochgruppe Donnerstag, 21. November 12.00 Club4, Donnerstaggruppe Freitag, 22. November 13.30 Jassen für alle, kath. Chilehuus www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Samstag, 16. November 9.30 Fiire mit de Chliine «Wuschelbär», erzählt von Lynn Berli, Robin Berli und Sämi Haitz Elisabeth Armingeon, Pfarrerin Paula Gut, Orgel Anschliessend Znüni im Chilehuus Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst Pfarrerin Elisabeth Armingeon Veronica Nulty, Orgel 20.30 Vollmondsingen im Chor der Kirche mit Walti Winkler

Sonntag, 17. November 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Otto Kuttler Thema: «Unheil und Heil: Zwei Bilder aus dem ApokalypseZyklus von Max Beckmann» anschliessend: Chilekafi Fahrdienst: Anmeldung 16. November, Telefon 044 777 99 72 11.15 Kirche Stallikon: Jugendgottesdienst Mittwoch, 20. November 9.15 + 10.15 Uhr Elki-Singen im Jugendhaus Stallikon 14.00 bis 16.00 Uhr Kolibri-Treff im Jugendhaus Stallikon 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 21. November 9.15 + 10.15 Uhr Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil Freitag, 22. November 12.30 Stalliker Senioren-Mittagessen im Rest. Burestübli

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 16. November 17.30 Eucharistiefeier mit Firmpaten Sonntag, 17. November 10.30 Eucharistiefeier mit Ministrantenaufnahme, anschl. Chilekafi 17.00 Gottesdienst für die Kroaten Dienstag, 19. November 20.00 Bibelabend mit Pfr. Hans Schwegler im Pfarreizentrum Mittwoch, 20. November 9.15 Eucharistiefeier zum Elisabethentag anschl. Kaffee und Verkauf von Kleingebäck zugunsten des Elisabethenopfers 15.30 Gottesdienst im Haus Pilatus Donnerstag, 21. November 17.00 Anbetung

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 16. November 18.00 Vorabendmesse mit Salvatorianerpater P. Marius Sonntag, 17. November 10.00 Eucharistiefeier mit Salvatorianerpater P. Marius 11.15 Taufe von Eric Juillerat, Wettswil Dienstag, 19. November 19.30 Abendmesse anschliessend Gebetsgruppe 20.15 Kirchgemeindeversammlung Mittwoch, 20. November 9.00 Ökum. Morgengebet Donnerstag, 21. November 19.00 Rosenkranz

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 16. November 17.00 Eucharistiefeier Sonntag, 17. November 11.00 Wortgottesfeier, HGU-Eröffnung-Gottesdienst

Kath. Kirche Mettmenstetten Samstag, 16. November 9.00 bis 10.00 Uhr Kinderchorprobe 9.30 bis 15.30 Uhr Intensivtag für 6.-Klässler (Firmweg) Sonntag, 17. November Tag der Völker 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti Musikalische Umrahmung durch den Seniorenchor Steinhausen Anschl. werden alle mit Köstlichkeiten aus 8 Ländern verwöhnt Mittwoch, 20. November 13.30 bis 17.00 Uhr Jubilaren-Fest im kath. Pfarreizentrum

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Freitag, 15. November 19.30 Twens: Pit-Stop Samstag, 16. November 14.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids 20.00 Konzert Brass Band «Hope & Glory» Sonntag, 17. November 9.45 Gottesdienst, Andi Wolf Kinderhüeti, Kids-Treff, Teenie-Godi Montag, 18. November 11.30 Mittagstisch Dienstag, 19. November 19.30 Eltern-Coaching Mittwoch, 20. November 14.15 Kleingruppe Senioren 19.00 Teens: peech Donnerstag, 21. November 9.30 MuKi-Treff «Wirbelwind» Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Samstag, 16. November 20.00 Konzert der Brass Band Hope&Glory in der Chrischona Sonntag, 17. November 10.30 Gottesdienst in der ETG Mettmenstetten, mit Chor

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst mit Hort und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 17. November 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter: www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Weidstrasse Mettmenstetten, Sonntag, 17. November 10.30 Gottesdienst Kinderprogramm Mittwoch, 20. November 20.00 Frauenabend Thema: Jakobs Reise nach Ägypten, 1. Mose 46,1–7

Gemeinde für Christus Schulweg 1 Ottenbach, Sonntag, 17. November 10.00 Gottesdienst Wir heissen Sie herzlich willkommen

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Vermischtes

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«Weihnachtsmärt» in der Güggel-Bar Bar trifft Advent in Rickenbach-Ottenbach Insider wissen es: Der Weg lohnt sich in die Güggel-Bar nach Rickenbach. Am Wochenende vom 23. und 24. November treffen sich dort alle, die das Spezielle für die Adventszeit suchen. Auf drei Etagen bieten Kreative aus der Region ihre Werke und Kreationen zum Verkauf an. In diesem Jahr ist die Auswahl besonders gross. Nebst Advents- und Weihnachtsdekorationen, Accessoires, Ess- und Trinkbarem findet man viele kleine und grosse Geschenkideen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auf einem Rundgang

kann man sich selbst davon überzeugen. Der Marktbetrieb dauert am Samstag bis 23 Uhr, da findet sich genügend Zeit, in Ruhe die Ausstellung zu besuchen. Daniela und Kurt verwöhnen, gemeinsam mit ihrem Team, die hungrigen und durstigen Besucher in der gemütlichen Bar. Wer kein Nachtschwärmer ist, kann am Sonntag, sei es zu Fuss, mit dem Auto oder den öV, den Markt besuchen und sich bei einem Glas Glühwein aufwärmen. Ausstellung und Bar sind geöffnet: Samstag, 23. November, 16 bis 23 Uhr. Sonntag, 24. November, 11 bis 17 Uhr.

Marina Galliker mit ihrem Werk «Abendstimmung in der Toscana». (Bild Werner Schneiter)

«Ich sehe die Welt farbig» Marina Galliker stellt im Mettmenstetter «Kuhstall» aus Intensive Farben, die Wärme, Wind, Sommer und Licht spüren lassen: Landschaften und Natur sind Marina Gallikers Welt – zu sehen bis 5. Dezember in der Galerie Kunst im Stall von Bernadette Galli in Mettmenstetten.

Farbenprächtige Weihnachtsdekorationen. (Bild zvg.)

Die Ausstellung trägt den Titel «Traumfarben – Farbträume». Marina Gallikers Bilder, ausschliesslich in Öl gemalt, sind intensiv und kraftvoll, aber keineswegs martialistisch. Sie widerspiegeln in ihren Farben Lebens-

freude. In impressionistischem Stil entstehen Landschaften, die frei sind von hektischem Treiben, Ruhe ausstrahlen. Sie zeigen sozusagen die glückliche Seite der Natur. Die Zivilisation scheint fern. «Ich sehe die Welt farbig», sagt Marina Galliker. Und das in intensiven Tönen, ihre offenkundige Präferenz ist Blau. Tiefblau sogar die Lagune. Sie malt Natur von ihrer schönsten Seite, angereichert mit viel Blumen. Die Bilder strahlen Harmonie und Schönheit aus, geben Stimmungen wieder, die Träume, vielleicht sogar Sehnsucht produzieren. «Arbeite

ich in meinem Atelier, so tauche ich gedanklich voll ab in eine Lagune», sagt die Künstlerin. – Während Bilder in Ölfarben entstehen, verwendet Marina Galliker für ihre zweite Leidenschaft Tusche und Feder: Ihre Weihnachtskarten enthalten liebliche Motive, lassen ebenso in Tagträume entführen. (-ter.) Die Ausstellung «Traumfarben – Farbträume» dauert bis 5. Dezember. Galerie/Atelier Kunst im Kuhstall, Untere Bahnhofstrasse 6, Mettmenstetten. 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18.30 Uhr. 1. Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr. www.kunstimstall.ch.

Fröhliche Kindergesichter an der Erzählnacht in Hedingen «Geschichten zum Schmunzeln» lautete das Motto der diesjährigen Schweizer Erzählnacht am 8. November Passend zum Thema lud die Bibliothek Hedingen, unterstützt vom Gemeindeverein und der Schule, zu einem heiteren Abend mit dem Theater Dampf ein. Sehr viele erwartungsvolle Kinder mit ihren Eltern strömten ins Werkgebäude und genossen einen unterhaltsamen Theaterabend. Das Theater Dampf führte das Theaterstück «Uiii ... Manpanga Inslä» auf, eine witzige Geschichte für Kinder ab fünf Jahren: «Nach tagelanger Irrfahrt über sämtliche Weltmeere lichten sich die Nebel. Chümmel und Bartholomäus stranden auf einer merkwürdigen Insel. Von Bewohnern keine Spur, nur ein seltsames Geräusch ist ab und an zu hören. Es kümmert die beiden vorerst wenig. Froh, gerettet zu sein, widmen sie sich den Alltäglichkeiten wie Essen, Schlafen und lautem Denken. Das Gefühl, nicht die Einzigen dieser kleinen Welt zu sein, erwacht in ihnen erst, als es schon fast zu spät ist. Die Insel wird kleiner und kleiner, sie verliert an Luft! Chümmel mit seinen Angelhaken und Bartholomäus mit

anzeige

Die Kinder fieberten mit den tollpatschigen, liebenswerten Hauptfiguren mit. (Bilder zvg.) seinem Sonnensegel, haben ihr neues Zuhause in eine gefährliche Schieflage gebracht. Jetzt machen sie sich gegenseitig Vorwürfe, was die Situation auch nicht verbessert. Da taucht der geheimnisvolle Fremde, der Hüter der Insel, auf. Nach anfänglichem Schre-

cken lernen sie ihn kennen und schätzen, obwohl sie kein Wort seiner eigenartigen Sprache verstehen. Gemeinsam retten sie sich vor dem drohenden Untergang. Chümmel und Bartholomäus begreifen allmählich, dass ihr Überleben

Chümmel, Bartholomäus und der geheimnisvolle Fremde.

auf der Insel nur in allseitiger Achtung möglich ist.» Es wurde viel gelacht an diesem Abend. Die Kinder fieberten mit den tollpatschigen, liebenswerten Hauptfiguren mit, amüsierten sich über ihre Missgeschicke und freuten sich über den glücklichen Ausgang

der Geschichte. – Eine fröhliche Kinderschar machte sich im Dunkeln auf den Heimweg und freut sich bestimmt schon auf die nächste Erzählnacht. Was gibt es denn Schöneres als lange aufzubleiben und Geschichten zu lauschen?


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Vermischtes

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Sehnsucht und exotische Destinationen Musikalische Weltreise: Chränzli 2013 des Oberämtler Chors in Hausen Ein Abend, der nicht vergessen geht: Dem Chränzli vom Oberämtler Chor von Hausen war ein voller Erfolg beschieden. Schon die beachtliche Anzahl Besucher, die am Samstag, 9. November, im Gemeindesaal den Darbietungen ihre volle Aufmerksamkeit schenkten, war einmalig.

sprang so auf das Publikum über, dass es in der Folge drei Zugaben verlangte!

«Theääterle macht Fröid»

................................................... von hanspeter zürcher Schon der Empfang war prima organisiert, denn kaum hatte man das Entrée betreten, wurde man von der CoPräsidentin des Chores, Silvia Kälin Geisseler, persönlich begrüsst. Anschliessend orientierte sie, wo man sich im Saal hinsetzen soll. Gleich fühlte man sich wohl und man kam in den Genuss eines sehr guten Programms. Zusammengefasst: Die Liedervorträge sowie die Aufführung der Theatergruppe und die Arbeit der Küchencrew und der Damen im Service waren einfach bestens.

Flamenco, Sombreros und Heimweh Im ersten Teil des Abends führte Dirigentin Luzia Büchler-Meier den Chor,

Der Oberämtler Chor unter der Leitung von Luzia Büchler-Meier. (Bild Thomas Stöckli) besetzt mit Damen und Herren, auf eine musikalische Reise, nach dem Motto «»Uf und dervoo …», um die halbe Welt. Unter dem Pseudonym Franziska und Hausi Hugentobler gaben zwei Chormitglieder jeweils zwischen Liedern das neue Reiseziel humoristisch

Festliches Konzert

bekannt. Der Chor sang dann die zu dieser Destination passende Melodie. So konnten toll vorgetragenen Gesangsstücken wie «Baraba Ba», «Mexico», «Hit the Road, Jack», «I want to Break Free» und anderen mehr, der verdiente Applaus gespendet werden.

Beeindruckend waren auch die Solostimmen sowie die instrumentale Begleitung und Schlagzeug durch die vier jungen Männer Lars Heinzer (Gitarre), Jonas Plüss (E-Bass), Etienne Beyeler (Keyboard) und Andri Urfer (Schlagzeug). Der zündende Funke

Im zweiten Teil bewiesen sechs Chormitglieder, vier Damen und zwei Herren, dass sie nicht nur musikalisch begabt sind, sondern auch die Kunst des Theaterspielens beherrschen. Regie führten Hans Schwendener und Susi Zogg. Der Einakter mit dem Namen «Theääterle macht Fröid» löste bei den Chränzli-Besuchern Lachsalven aus. Pointe folgte auf Pointe und der lange Beifall für diese gelungene Aufführung war mehr als angemessen. Der dritte Teil schloss das Chränzli mit der obligaten Lotterie ab; schöne Preise verwöhnten diejenigen, die etwas Glück hatten. Co-Präsident Marcel Brun durfte in seiner Schlussansprache seinen Dank an das Publikum, an die Sponsoren, an seine Chormitglieder und an alle Helfer für den gelungenen Anlass aussprechen. Und noch etwas in eigener Sache: Hat jemand Lust am Singen und möchte beim Oberämtler Chor schnuppern, so ist er oder sie eingeladen, an einem Mittwoch um 20 Uhr im Singsaaltrakt der Schule Hausen an einem Probeabend teilzunehmen.

«Die Fitze lassen wir draussen»

Duo Sibylle und Isabel Tschopp in Obfelden Der Samichlaus bereitet sich auf die strenge Saison vor Etwas früher als andere Jahre laden die beiden Schwestern Sibylle und Isabel Tschopp am Sonntag, 24. November, 17 Uhr, zum vorweihnachtlichen «Festlichen Konzert» in die reformierte Kirche Obfelden.

der USA, Südafrikas, Zentral- und Südamerikas (u.a. Lucerne Festival, Tonhalle Zürich, Laeiszhalle Hamburg, Wigmore Hall London, Royce Hall Los Angeles, Bolshoji-Saal Moskau). Sie hat mehrere CDs eingespielt, ist in Radio und Fernsehen präsent und gibt Meisterkurse im In- und Ausland. Sie ist Violindozentin der Fachhochschule Kalaidos/Samp und unterrichtet an der Musikschule Knonauer Amt. Sie erlangte Lehr-, Konzertreife- und Solistendiplome mit Auszeichnung und gewann wichtige internationale und nationale Preise. Pianistin Isabel Tschopp übt eine vielseitige Tätigkeit als Kammermusikerin, Klavierpädagogin, Korrepetitorin, Leiterin von Interpretationskursen und Jurorin aus. Sie hat Lehraufträge an der Kantonsschule Wettingen und der Musikschule Knonauer Amt und ist eine gefragte Klavierpartnerin. Nebst zahlreichen Auftritten in der Schweiz konzertierte sie in wichtigen Kulturzentren Europas, der USA, Südafrikas und in Abu Dhabi. Radio-/TV-Auftritte, CD-Einspielungen und unkonventionelle Programmgestaltung vervollständigen ihre pianistische Tätigkeit.

Johann Sebastian Bachs Sonate in fMoll für «Violine und obligates Cembalo» ist geprägt von Fantasie und formaler Vollendung. Im ersten Satz klingt die Motette «Komm Jesu, komm» (BWV 229) an. Zwischen dem lebhaften Allegro und dem Schlusssatz mit seinem eindringlichen Thema entspinnt sich ein meditatives Adagio. Antonín Dvo7r4 ák schuf mit seiner Romanze in f-Moll ein Meisterwerk von zarter Poesie. Er offenbart eine zauberhafte Ausdruckswelt zwischen schwebendem Gesang und Dramatik. Béla Bartóks «Rumänische Volkstänze» gehören zu seinen bekanntesten Werken. 1915 für Klavier komponiert, wurden sie mit seinem Einverständnis vom Geiger Zoltán Székely für Violine und Klavier transkribiert. Ludwig van Beethoven erhebt in seinen Sonaten für Violine und Klavier die zwei Instrumente zu vollkommener Ebenbür- Kollekte anstelle eines Eintritts. Der Reinerlös wird tigkeit. Die Sonate in D-Dur Op. 12/1 wiederum für Direkthilfe in Armenien verwendet. entstand 1797/98 in Wien und fesselt Infos und Platzreservierung für Rollstühle: Telefon durch ihren kontrastreichen Aus- 044 761 35 03, tschoppmusic@bluewin.ch, druck, ihre harmonische wie rhythmi- www.sibylletschopp.com. sche Eigenwilligkeit und berührende Gesanglichkeit. Das Duo Sibylle und Isabel Tschopp beeindruckt das Publikum durch sein fein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. Gemeinsame Konzerte führten die Schwestern um die halbe Welt. Geigerin Sibylle Tschopp ist in 25 Ländern aufgetreten und konzertiert in bedeutenden Musikzentren Europas, Isabel (links) und Sibylle Tschopp. (Bild Ursula Markus)

Der 6. Dezember rückt näher. Doch die Arbeit von Samichlaus und Schmutzli beschränkt sich nicht auf diesen einen Tag. Dem «Anzeiger» haben sie verraten, was es bereits jetzt zu tun gibt. ................................................... von thomas stöckli Er besucht unzählige Familien, Schulen und Kindergärten, Kinder-, Altersund Pflegeheime. Die Tage um den 6. Dezember sind streng für den Samichlaus und seinen treuen Begleiter. Kein Wunder, ist er auf zahlreiche Helfer angewiesen. Geschichten müssen aufgeschrieben, Nüsschen und Mandarinen, Lebkuchen und Schokolade eingekauft werden. Weiter gilt es, das schöne Sonntagsgewand, Laterne und Glöckchen wieder auf Hochglanz zu bringen. Rund 200 Familien-Besuche koordiniert allein die St. Nikolaus Gesellschaft Affoltern. Das sind über 800 Kinder aus dem ganzen Bezirk. «Viele Familien spannen heute zusammen», weiss der Samichlaus zu berichten. Das heisst, dass zwei, drei oder vier Familien den Besuch des Nikolaus gemeinsam feiern.

Ein Mahner, kein «Bölimann» Die Zeiten, als sich Kinder um den 6. Dezember unter dem Bett oder im

Besuche vom 3. bis 8. Dezember Die St. Nikolaus Gesellschaft Affoltern ist ein selbsttragender Verein. Im ganzen Säuliamt organisiert sie vom 3. bis 8. Dezember Besuche vom Samichlaus im prächtigen Bischofsgewand. Die besuchten Familien sind eingeladen, sich mit einem Beitrag an den Unkosten zu beteiligen. Allfällige Überschüsse gehen an wohltätige Zwecke – vor allem für Kinder. Infos: www.affolternamalbis.ch/samichlaus/.

Samichlaus und Schmutzli freuen sich darauf, Kindern Freude zu bereiten. (Bild zvg.) Schrank verstecken mussten, sind glücklicherweise vorbei. «Wir wollen Freude bringen», verrät der Samichlaus, «die Fitze lassen wir draussen.» Statt Schelte gibt es mahnende Worte – und natürlich Lob. Weniger Freude bereitet die Entwicklung, dass der Samichlaustag vermehrt mit Weihnachten verwechselt wird, der Schmutzli entsprechend statt Nüssen und Mandarinen Spielzeug und Multimedia schleppen muss ...

Und auf was freuen sich Samichlaus und Schmutzli selber? «Die strahlenden Kinderaugen», verraten sie einstimmig: «Es gibt nichts Schöneres als fröhliche Kinder», so der Samichlaus, «Und natürlich Kinder, die ein Verslein können, etwas singen oder ein Instrument spielen», ergänzt der Schmutzli. Die Eltern sind willkommen, mit dekorativen Elementen zum stimmungsvollen Erlebnis beizutragen.


Vermischtes

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So bringt man Männer in die Bibliothek Einführung in die Onleihe und Whisky-Tasting in der Bibliothek Ottenbach «Was hat Whisky mit Büchern zu tun?», fragte Bibliotheksleiterin Rosmarie Weber in ihrer Einleitung. Ohne Whisky gäbe es viele Bücher nicht, denn für viele Schriftsteller hiess die Muse, die sie zu Glanzleistungen führte, «Whisky». Mit Peter Hofmanns Whisky-Enzyklopädie stand auch beim Tasting ein Buch im Mittelpunkt.

schriften und Zeitungen.» Für das Herunterladen des E-Books braucht es die Gratis-Software Adobe Digital Editions. Die Ausleihe erfolgt via Download auf den PC. Die Medien können dort gelesen, angeschaut oder angehört – oder auf weitere Geräte überspielt werden, beispielsweise auf einen EReader oder ein Tablet. Nach zwei Wochen ist die Ausleihfrist abgelaufen und der Zugang wird automatisch gesperrt. «Also gibt es auch keine Mahnungen», meinte Rosmarie Weber.

................................................... von regula zellweger

Fortschrittliche Zürcher Bibliotheken

Bibliotheksleiterin Rosmarie Weber gab es ganz ehrlich zu: «Mit dem Whisky-Tasting wollten wir vor allem männliche Besucher in die Bibliothek locken.» Das war gelungen, die Männer waren für einmal klar in der Überzahl. Meistens sieht es aber anders aus: Sehr viele Frauen und nur vereinzelte Männer bei Bibliotheksanlässen. Doch bevor es an den Whisky ging, musste man sich etwas gedulden. Die Einführung in die Online-Ausleihe von Medien, kurz Onleihe genannt, fand reges Interesse – auch das der Männer, denn die technischen Möglichkeiten sind faszinierend.

Onleihe von Medien Rosmarie Weber führte kurz und verständlich in die neue Nutzungsmöglichkeit der Bibliothek ein: «Unter Onleihe versteht man das Ausleihen von digitalen Medien. Dazu gehören EBooks, E-Audios wie Hörbücher, Musik CDs, E-Videos und E-Papers, wie Zeit-

Viele Bibliotheken im Kanton Zürich haben sich der «Digitalen Bibliothek Ostschweiz» kurz Dibiost angeschlossen. Das ist im Moment der grösste Verbund mit digitalen Medien im gesamten deutschsprachigen Raum. Das bedeutet, dass man Zugriff auf ein sehr grosses Angebot hat. Man kann zu jeder Zeit rund um die Uhr Medien ausleihen. Es gelten allerdings Ausleihfristen: E-Books vierzehn Tage, Musik und Filme sieben Tage – höchstens zehn Titel, Zeitschriften ein Tag und Tageszeitungen zwei Stunden. Auf diese kurzen Ausleihfristen hat man sich geeinigt, damit die Medien nicht zu lange blockiert sind. Denn auch wenn man sie früher zurückgibt, bleiben sie doch zwei Wochen gesperrt. Man kann Medien reservieren, auch ein zweites Mal. Unter www.dibiost.ch kann man sich informieren und auch die Bibliothekarinnen erklären gern, wie die Onleihe funktioniert. Vor dem Tasting stellte Bibliothekarin Doris Niederer verschiedene Lesegeräte vor.

Tasting mit Peter Hofmann Als Ingenieur war Peter Hofmann viel in der Welt unterwegs. So stiess er in Schottland auf den Whisky, seine Geschichte und die traditionellen Destillerien. Aus der Liebe zum Single-Malt wurde eine Leidenschaft: Peter Hofmann reiste um die Welt, besuchte Hunderte Destillerien, fotografierte und machte sich Notizen. Daraus entstand die erste Ausgabe seiner Whisky-Enzyklopädie. Die zweite, aktualisierte und ergänzte Auflage wurde mehrfach prämiert. Der Whiskyfachmann aus Oberentfelden ist überzeugt, dass sein Buch als Schmöker, als Bilderbuch, als Reiseführer und als Nachschlagewerk verstanden werden kann. Mit den Bibliotheksbesuchern machte er eine Reise von Kanada über die USA, Irland und Japan nach Schottland. Das Vergleichen der edlen Tropfen aus fünf verschiedenen Kulturen machte den Männern und Frauen sichtlich Spass und die Stimmung war locker und herzlich. Hofmann ist ein sehr versierter, aber auch toleranter Whisky-Fachmann, der seine Freude am Single Malt gern weitergibt, aber auch nicht verhehlt, dass er selbst für Blended Whisky nicht so viel übrig hat. Er betreibt ein Inn, einen Laden und einen Onlineshop mit dem Namen www.angelsshare.ch.

Medienkompetenz und soziale Beziehungen Mit diesem Anlass bewies die Bibliothek Ottenbach einmal mehr, dass eine Bibliothek weit mehr ist als ein

Der Whiskyabend in der Bibliothek Ottenbach war ein voller Erfolg. Von links: Renate Utzinger, Whisky-Enzyklopädie-Autor Peter Hofmann, Bibliotheksleiterin Rosmarie Weber und Doris Niederer. (Bild Regula Zellweger) Ort, wo man sich Medien ausleihen kann. Die Bibliothek ist ein Kompetenzzentrum – aber auch ein Kulturzentrum und ein Begegnungsort, der das Dorfleben fördert. Schneiden sich die Bibliotheken jetzt ins eigene Fleisch, wenn die Menschen nicht mehr aus dem Haus müssen, um sich Bücher und andere Unterhaltungsund Informationsmedien auszuleihen? Rosmarie Weber ist überzeugt: «Die Bibliotheken haben schnell gemerkt, dass sie sich den modernen Zeiten mit digitalen Medien anpassen und daneben auch als Begegnungsort und Kulturvermittler attraktiv bleiben müssen.» Sie hofft, dass sich vor allem auch Väter vermehrt Zeit nehmen, mit ihren Kindern die Bibliothek zu besuchen. Es ist unbestritten, dass

heute Medienkompetenz eine wichtige Kernkompetenz ist. Insbesondere für Neuzuzüger ist die Bibliothek ein neutraler Ort, wo man andere treffen und kennenlernen kann, das gilt für junge Familien ebenso wie für Paare und Singles. Mit einem regelmässigen Anlass zum Spielen, insbesondere auch Jassen, werden ältere Menschen angesprochen. Der Whisky-Abend in der Bibliothek war ein schönes Erlebnis – Whisky beflügelt nicht nur Schreibende, sondern auch Leserinnen und Leser. Bücher ohne Leser oder Bibliotheken ohne Nutzer machen wenig Sinn – dass die Bibliothek Ottenbach noch mehr Kundinnen und Kunden aller Altersstufen bekommt, wünscht man dem engagierten und kreativen Team.

buch-tipp

Man muss sich auch trennen können!

Interview mit Philipp Fankhauser zum Auftritt in Obfelden Nach seinen Auftritten am Jazz Festival in Montreux und im Schweizer Fernsehen als Jurymitglied in der Sendereihe «Voice of Switzerland», hatte sich Philipp Fankhauser für eine Auszeit in die USA abgesetzt. Nun bringt er neue musikalische Inspirationen auf die heimischen Bühnen.

................................................... von simone eutebach bibliothek wettswil Frühjahrsputz, Grossreinemachen, Ausmisten. Das steht im Laufe eines Jahres immer mal wieder an. Doch für Luisa hat das Ganze eine existenzielle Bedeutung. Ihre verSimone Eutebach meintliche AlibiReise nach Wien führt nämlich gegen Süden, von Zürich nach Genua und genau dort will sie anfangen aufzuräumen – mit ihrem Leben. Als Erstes muss ihr Mann Alfred weg. Alfred, der Egosaurier, der in ihrem ganzen Leben immer zuerst an sich gedacht hat. Im Gepäck hat sie deshalb eine Portion Gift, das sie unter ein wohlschmeckendes, selbstgemachtes Mahl mischen wird. Denn Alfred hat sich lange genug nicht gekümmert, sie betrogen, ihr die Lust am Lachen genommen. Vieles geht Luisa durch den Kopf auf der Zugfahrt nach Italien: wie sie Alfred kennengelernt hat, wie es war, als ihre beiden Mädchen klein waren, wie Alfred sich immer mal wieder einfach aus dem Staub gemacht hat, während sie sich immer um alle(s) kümmerte, alle Last auf ihren Schultern lag. Doch wie das Leben manchmal so spielt, verläuft auch ihre Reise alles andere als geplant. Der Zug bleibt im Tunnel stecken, eine Achse ihres Rollkoffers bricht, ungewollte Bekanntschaften führen zu unvorhergesehenen Übernachtungen. Doch irgendwann kommt sie an, in Genua.

«Wir werden frisch und munter sein!»

«Aufräumen» von Angelika Waldis. Europa Verlag Zürich 2013, ISBN 978-3-905811-76-6. (Bilder zvg.) Die Schweizerin Angelika Waldis hat einen feinen, wunderbar komponierten Roman geschrieben, der das Leben einer Frau stimmig und in ruhigen, unaufgeregten Bildern Stück für Stück mal heiter, mal melancholisch zusammensetzt. In einfachen, klaren Sätzen vermag sie Luisas Enttäuschung vom Leben ebenso präzise in Worte zu fassen wie ihre wieder neu entdeckte Lebenslust. Trotz ihrer mittlerweile stattlichen 70 Jahre fühlt sich Luisa nicht zu alt, um der Welt neugierig gegenüberzutreten, nicht zu alt für neue Erfahrungen, nicht zu alt, um skurrile Sätze aus Zeitschriften zu sammeln und jung genug, um endlich frei zu sein. In diesem Sinne, so die Autorin in einem Interview, sei auch der Inhalt dieses Buch zu verstehen als Appell: «Liebe Freundinnen und Freunde – vergnügt Euch.»

Kultur Obfelden ist es gelungen, den Bluesspezialisten Philipp Fankhauser nach Obfelden zu holen, wo er in der Mehrzweckhalle Zendenfrei sein neues Programm in erweiterter Formation präsentieren wird. Der Zufall will es, dass es sich dabei im Grossraum Zürich sogar um eine Premiere handelt. Aufgrund der Grösse des Anlasses sind die Organisatoren froh, auf die Unterstützung von zahlreichen Helferinnen und Helfern zählen zu können. Tickets können bei allen Poststellen, beim Volg Obfelden und im Internet bei «Starticket» erworben werden. Da bis Ende Oktober bereits mehr als 400 Tickets verkauft wurden, ist Interessierten ein frühzeitiger Ticketkauf empfohlen. Kultur Obfelden: Wir freuen uns hier auf Ihren Auftritt am 30. November im Mehrzweckgebäude Zendenfrei. Sie haben Ihre Bandformation nun zu einem Oktett erweitert. Heisst das, wir hören ganz andere Musik als an früheren Tours? Philipp Fankhauser: Die Erweiterung zu einem Oktett ist an sich nichts Neues, bzw. wir sind immer wieder als Oktett auf der Bühne. Aber ja, nach Obfelden kommen wir tatsächlich mit ein paar neuen Songs und auch solchen, die wir schon seit vielen Jahren nicht mehr gespielt haben.

Philipp Fankhauser ist zurück – und er kommt nach Obfelden. (Bild zvg.) Die Eventbesucher werden also in den Genuss eines ganz neu inspirierten Gigs kommen? Nun, das ist der Plan! Neu vor allem, weil es das zweite Konzert nach meiner Auszeit ist. Wir werden frisch und munter sein!

Werden Sie in der nächsten TV-Stafffel von «Voice of Switzerland» wiederum als Jury-Mitglied dabei sein? Ja, ich freue mich sehr darauf. (Interview Peter Leemann) Konzert Philipp Fankhauser, Mehrzweckhalle Obfelden, Schmittenstr. 5, Beginn 20.30 Uhr,

Wie ist es zum neuen Tour-Titel «Bringin’ it all back home» gekommen, steht er in Bezug zu Ihrer USA-Reise? Ja, ich bringe viele Eindrücke und Inspirationen der Reise zurück nach Hause.» Wann dürfen wir mit einem neuen Album rechnen, wo auch das Oktett zu hören sein wird? Ich gehe davon aus, dass es in einem knappen Jahr so weit sein wird. Mit Ihrer Jury-Tätigkeit bei «Voice of Switzerland» fördern Sie Nachwuchstalente. Hören wir bei Ihrem Gig in Obfelden gar ein Duett mit einem Nachwuchstalent? Wenn dem so wäre, würde ich es nicht verraten.

Türöffnung und Abendkasse 19.30 Uhr, Eintritt Fr. 45.-, Barbetrieb.

Blues mit Leib und Seele Mit über 30 000 verkauften Einheiten seines Albums «Try my Love» und der zweiten Platin-Auszeichnung ist Fankhausers Band die erfolgreichste Bluesband der Schweiz. Auf seiner letzten Tour begeisterte er an über 100 Konzerten im In- und Ausland mehr als 100 000 Zuhörerinnen und Zuhörer.


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Vermischtes

Freitag, 15. November 2013

Fröhliche Fasnachtseröffnung in Hausen

forum

50-Jahr-Jubiläum der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon am 11. 11. offiziell begonnen

Doris Breuer in die Schulpflege!

Mit dem traditionellen Helferessen bei Kari Burkhard in Hausen hat sich die Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon am 11. 11. bei ihren Helfern bedankt. Erstmals wurden die neue Plakette in natura gezeigt und das Jubiläumsprogramm vorgestellt. Das Jubiläumsprogramm der FGU ist ambitioniert. 50 Stunden soll die Fasnacht 2014 dauern. 50 Sujets sollen sonntags am längsten Fasnachtsumzug Europas durch die Oberämtler Dörfer tingeln. Bezüglich Dekoration und Ballmotto wird auf das Geburtsjahr der FGU (1964) fokussiert. Dabei sollen alle Altersgruppen auf ihre Rechnung kommen. Der Anlass beginnt am Freitagmittag, 7. März, mit einer Kinderfasnacht. Am Abend sind dann die «Grossen» dran mit dem traditionellen Maskenball im Kappeler Gemeindesaal. Samstag wird mit einem Gala-Nachmittag das Jubiläum gefeiert. Am Abend ist dann wieder Musik im Saal. Aufwändig werden die Aufbauten vor dem Gemeindesaal, in denen diverse Beizli und Bars die unterschiedlichen Geschmäcker und Ansprüche der Fasnächtler spiegeln. Mit der Uslumpete am Sonntagabend nach dem Umzug endet die Party. Ein echtes Mammutprojekt für die FGU. Mit von der Partie sein wird auch Fasnachtszeitung «Klatschbäsi». Seit 20 Jahren ist Edith Suter Bindeglied zwischen dem fasnächtlichen Lästermaul und der Fasnachtsgesellschaft. Dafür dankte FGU-Präsident Christian Müller

Edith Suter mit Blumen, flankiert von den FGU-Vorstandsmitgliedern Julia Leibacher (links) und Andrea Schuler, sowie von links Reto Gantenbein, Präsident Christian Müller und Ruedi Berweger anlässlich des Fasnachtsauftakts am 11. 11. in Hausen. (Bild Martin Platter)

Am 24. November 2013 wählen die Stimmberechtigten von Hedingen ein neues Mitglied in die Schulpflege. Es stellen sich drei Kandidatinnen zur Verfügung. Aus folgenden Gründen werde ich die parteilose Kandidatin, Doris Breuer, die unterstützt wird von der FDP, wählen. Doris Breuer lebt seit rund 12 Jahren in Hedingen und hat zwei schulpflichtige Kinder, die in der Unterund Mittelstufe zur Schule gehen. Sie kennt sich also nicht nur bestens mit den Gegebenheiten im Dorf aus, sondern möchte auch aus eigenem Interesse, dass die Schule in Hedingen ihren Standard halten und ausbauen kann. Nebst ihrer Haupttätigkeit als Hausfrau und Mutter ist Doris Breuer als kaufmännische Angestellte in Affoltern am Albis tätig. Sie meistert selbst den Spagat zwischen Hausfrau/Mutter und Erwerbstätigkeit und wird sich dementsprechend in der Schulpflege einbringen. Zudem engagiert sich Doris Breuer auch sehr für die Gemeinde, so ist sie z.B. seit 12 Jahren bei der Feuerwehr aktiv dabei. Mit Doris Breuer wähle ich eine offene, ehrliche und engagierte Person, die Verantwortung übernimmt und sich für eine gut funktionierende Schulpflege zum Wohle unserer Kinder einsetzen wird!

und überreichte einen Blumenstrauss. Suter freute sich und gab den Dank weiter an ihr Redaktionsteam, das gemäss «Klatschbäsi»-Impressum jedoch

Sonja Hochegger-Huber, Hedingen ................................................... > Weitere Forum-Beiträge auf den Seiten 15/16/17

verschollen ist. Man darf gespannt sein, welche Geschichten das «Klatschbäsi» zum Jubiläum aus dem Archiv ausgraben wird. Weitere Informa-

tionen: fgu.ch. – Weiterer Beitrag zur Fasnachtseröffnung auf Seite 35. (map.)

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Veranstaltungen

Freitag, 15. November 2013

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Musik aus allen Himmelsrichtungen Die nächsten zehn Tage im Kellertheater LaMarotte «Grosse Klaviermusik» mit Timur Gasratov Der ukrainische Pianist Timur Gasratov spielt ein rein klassisch-romantisches Programm mit gewichtigen Klaviersonaten von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven («Appassionata») und Frédéric Chopin. Heute Freitag, 15. November, Bar und Türöffnung ab 18.30, Konzertbeginn 20.15 Uhr. Eintritt: 40 / 30 Franken. Ab 19 Uhr Kleines Essen: «Gulaschtopf» 15 Franken (Reservation erwünscht).

Piano Jazz der Extraklasse

Bekannt für ihre Live-Auftritte: Die Band Dr. Feelgood. (Archivbild)

Legenden des englischen Pub-Rocks Dr. Feelgood live in der Break Eventhall Die Rhythm’n’Blues-Legende des englischen Pub-Rocks muss nicht lange vorgestellt werden. Mit ihren Hits «Down at the Doctors», «Milk & Alcohol» haben sie sich in die Herzen ihrer Fans gespielt. Am Dienstag, 19. November, sind sie bereits zum fünften Mal in Affoltern zu Gast. Wie viele andere Pub-Rock-Bands der 70er-Jahre wurden Dr. Feelgood damals erstmals durch ihre Live-Auftritte bekannt. Daneben waren jedoch auch die Alben wie «Down by the Jetty» und «Malpractice» sehr beliebt. Den Durchbruch brachte der Band 1976 das Live-Album «Stupidity», das

auf Platz Eins in den englischen Charts landete. Und obwohl 1994 das letzte verbliebene Gründungsmitglied verstarb, sind die «neuen» Gutfühl-Ärzte heute besser denn je. Sänger Robert Kane (Ex-Animals II) überzeugt nicht nur auf dem Album «Chess Masters», sondern auch live bereits seit über 1000 Konzerten! Die Band ist ein absolutes Muss für jeden R&B-Fan. Türöffnung 20, Konzertbeginn 21 Uhr, Vorverkauf 28, Abendkasse 35 Franken. Weitere Infos unter www.break.ch und www.drfeelgood.org.

Begegnet sind sich Paolo Alderighi und Stephanie Trick erstmals am Stride and Swing Piano Summit 2008 in der Alten Kirche Boswil; danach trafen sie an internationalen Jazz-Events immer wieder aufeinander. Obwohl auf verschiedenen Kontinenten geboren und stilistisch unterschiedlich, fühlten sie viele Gemeinsamkeiten und beschlossen, als Piano Duo aufzutreten. Während sich Stephanie Trick auf die Meister des klassischen Jazz-Pianos wie Fats Waller, James P. Johnson und Albert Ammons konzentriert, gibt Paolo Alderighi der Musik von Erroll Garner, Earl Hines und Teddy Wilson den Vorzug. Zusammen bilden sie ein virtuoses Gespann. Seit 2010 treten sie mit grossem Erfolg in Europa und den USA gemeinsam auf. Im Herbst 2012 begeisterten sie am Kobe Jazz Street Festival in Japan. «One Piano – Four Hands», Sonntag, 17. November, Bar und Abendkasse ab 19.15, Konzertbeginn 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken. Nur noch wenige Plätze!

«Zwei Freunde» - Geschichten und Musik Es ist in der heutigen Zeit kaum glaubhaft: Peter Meili und Heinz Lüthi sind

«A Touch of Swing». Von links: Manfred Junker, Dani Solimine, Flavia Vasella und Geri Zumbrunn. (Bild zvg.) seit bald 70 Jahren befreundet, wenngleich sie sich künstlerisch auf verschiedene Wege begaben. Aus Meili wurde ein Jazzmusiker in der Nachfolge Sidney Bechets, aus Lüthi ein Kabarettist und Schriftsteller. Nun treffen sich die beiden in Erinnerung an verflossene Zeiten zu einer einmaligen Reunion im «LaMarotte», Meili begleitet von seinen Musikerfreunden Ruedi Kraetzer (Piano) und Andi Reinhard (Bass), Lüthi mit seinen humorvoll-satirischen Texten. Ein beschwingter, fröhlicher Abend, gestaltet von zwei Senioren, deren Vitalität und Lebensfreude seit dem Kindergarten anhält! Mittwoch, 20. November, Bar und Abendkasse ab 19.15, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 25 / 15 Franken. Nur noch wenige Plätze!

«Jazz am Donnerstag» mit der Band «A Touch of Swing» Finest Acoustic Jazz: Der geschmeidige Sound wird von zwei Gitarren, Kontrabass und einer warmen Frauenstimme geprägt. Die raffiniert und witzig arrangierten Songs stammen zum grossen Teil aus dem Amerika der 30erund 40er-Jahre. Flavia Vasella (Gesang), Manfred Junker, Dani Solimine (beide Gitarre) und Geri Zumbrunn (Bass) mischen aber auch gerne einen anzeige

Satelliten geben Auskunft (GPS) Wo bin ich? – Vortrag an der Ämtler Volkshochschule Hinter den komplexen satellitenunterstützten Ortungstechniken steckt viel Mathematik und Physik. Referent Louis-Sepp Willimann versteht es aber, den teilweise theoretischen Stoff anschaulich zu vermitteln. Während Jahrhunderten stand die Antwort auf die Frage «Wo bin ich?» anzeige

buchstäblich in den Sternen. Auf hoher See war die genaue Kenntnis der eigenen Position überlebensnotwendig, und entsprechend war der astronomisch geschulte Navigator ein wichtiger Mann an Bord. Die Verwendung von Navigationshilfen ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Jeder Wanderer, Biker oder Autofahrer kann heute mit einem handlichen und erschwinglichen Gerätchen in der Grös-

Auto-Navigationsgeräte – wie funktionieren sie? (Bild zvg.) se einer halben Tafel Schokolade sein eigener Navigator sein. Digitale Fotos «wissen» heute ihren Aufnahmestandort. Das Feld der weiteren Anwendungen wächst fast täglich. Wie funktioniert die satellitengestützte Ortung? Die Antwort vermittelt dieser Vortrag.

Auf allgemein verständliche Art Für all jene, die sich für technische Zusammenhänge in der modernen Welt interessieren, ist der Vortrag ein Muss. Weder ein Mathematik- noch ein Physikstudium ist Voraussetzung, um vom Vortrag profitieren zu können: Louis-Sepp Willimann hält seit seiner Emeritierung als Professor für Mathematik an der Hochschule für Technik in Rapperswil populärwissenschaftliche Vorträge mit mathematischem Hintergrund auf allgemein verständliche Art. Donnerstag, 21. November, 19.30 bis ca. 21 Uhr, Mehrzweckraum des Spitals Affoltern, Haus Rigi, 1. Stock, Melchior-Hirzel-Weg 40 (Wegweiser: Langzeitpflege Sonnenberg), Affoltern. 25.– pro Referat oder fünf frei wählbare Referate für 100.– (nur Abendkasse). Infos: www.orientiert.ch.

Latin-Rhythmus, ein Solo im Gipsy-Stil oder eine Prise Italianità unter die Jazz-Standards. Eine ungeheuer swingende Band. Donnerstag, 21. November, Bar ab 18.30, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.

«Buenos Aires»: Argentinischer Tango, Wiener Klassik, Spanische Romantik Das Temperament, der Rhythmus aber auch die Melancholie und Sehnsucht der lateinamerikanischen Musik bilden den Schwerpunkt des Duos. Beide brachten zudem ihre Favoriten ein, und so hat sich der Kreis um die Tangos von Astor Piazzolla ständig erweitert. Steht beim Argentinier Carlos Guastavino das Akkordeon klar im Fokus, ist die Suite populaire espagnole von de Falla ein Klassiker des Geigenrepertoires. Deborah Marchetti und Christophe Dufaux haben eine eigene Klangsprache entwickelt, in der die beiden Stimmen zuweilen so verschmelzen, als ob sie einem einzigen Instrument entlockt würden. Samstag, 23. November, Bar und Abendkasse ab 19.15, Beginn: 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken Platzreservationen für alle Anlässe dringend empfohlen unter www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.


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Veranstaltungen

agenda

Theater-Präsenz trifft Jazz und Folk

Freitag, 15. November Affoltern am Albis 18.00-22.00: Öffentliches Kerzenziehen Verein Bauspielplatz und Familienclub Affoltern am Albis. Freitagabend nur für Erwachsene. Bauspielplatz. Jonentalstrasse. 19.30: «Quellwasser» Jubiläum 20 Jahre Moira Tanztheater. Wasser ist stets in Bewegung auf der Reise von der Quelle zum Meer. Mit Tanz erzählen zwei Profis und über 60 Laien diese Geschichten. Live-Musik Trio Kraah. Abendkasse/Bar 1 Std. vor Beginn offen. Schulh. Ennetgraben (Aula). Zwillikerstrasse. 20.15: Klavierkonzert mit Timur Gasratov. Bar & Abendkasse ab 18.30 Uhr, ab 19 Uhr Gulaschtopf (Reservieren erwünscht). Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Samstag, 16. November Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, Tiroler Spezialitäten und griechische Köstlichkeiten, Handwerk und Schmuck, frische Fische. Marktplatz. 13.00-17.00: Öffentliches Kerzenziehen Verein Bauspielplatz und Familienclub Affoltern am Albis. Bauspielplatz. Jonentalstrasse. 19.30: «Quellwasser» Jubiläum 20 Jahre Moira Tanztheater. Wasser ist stets in Bewegung auf der Reise von der Quelle zum Meer. Mit Tanz erzählen zwei Profis und über 60 Laien diese Geschichten. Live-Musik Trio Kraah. Abendkasse/Bar 1 Std. vor Beginn offen. Schulh. Ennetgraben (Aula). Zwillikerstrasse.

Bonstetten 10.00-16.00: Weihnachtsmarkt mit Kaffeestube des Frauenvereins Bonstetten, mobile Bäckerei mit «Grittibänze»-Backen für Kinder. Guggenbühl Pflanzen AG, Gartencenter. Am Lochenweiher 16.

Mettmenstetten 10.00-16.00: Brocki - breites Angebot in guter Qualität. Evang. Missionshaus Güetli. Rossau.

Ottenbach 21.00: Vollmond-Disco Jahresrückblick, DJ’s Fix, Tomko und Hegi mit viel Funk, Disco Rock . . . nichts ist unmöglich! Bar offen ab 20.00 Uhr. Güggel-Bar, Rickenbach 3.

Sonntag, 17. November Affoltern am Albis 11.00-16.00: Öffentliches Kerzenziehen Verein Bauspielplatz und Familienclub Affoltern am Albis. Bauspielplatz. Jonentalstrasse. 15.30: «Quellwasser» Jubiläum 20 Jahre Moira Tanztheater. Wasser ist stets in Bewegung auf der Reise von der Quelle zum Meer. Mit Tanz erzählen zwei Profis und über 60 Laien diese Geschichten. Live-Musik Trio Kraah. Abendkasse/Bar 1 Std. vor Beginn offen. Schulh. Ennetgraben (Aula). Zwillikerstrasse. 20.15: One Piano - Four Hands. Ragtime, Stride, Blues und Swing mit Paolo Alderighi & Stephanie

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Freitag, 15. November 2013

Ausstellungen Aeugst am Albis

Erika Stucky und Knut Jensen im Gemeindesaal Hausen

Kommbox im Gemeindehaus: «Nichtwerke». Carlo Vagnières und Team gestalten Räume mit Naturmaterialien wie Kalk, Kreide, Pigmenten. Mo, 8-11.30/1618.15 Uhr, Di/Do, 8-11.30 Uhr, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 21.11.

Erika Stuckys Performances sind wild und schnell, unbescheiden, selbstironisch und sprühend vor Ideen und Lebendigkeit. Samstag, 23. November, Gemeindesaal Hausen. Ping – Erika Stucky kommt! Pong – Knut Jensen kommt! Ping – Vocals, Performance, Miniakkordeon. Pong – Ukulele, Keys, Electronics, Stimme. Wieder dabei sind natürlich die wunderlichen Trash-Super-8-Filme, die das Duo live vertont. Endlich eine Band also, könnte man meinen, die nur mit Handgepäck reist. Einem gewichtigen Handgepäck allerdings. Ping – Da ist Erika Stuckys Biographie, die Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen geradezu provoziert: In einer Hippie-Kommune bei San Francisco aufgewachsen, genoss Stucky zunächst die Unbekümmertheit der «Achtundsechziger», ehe sie als Schülerin im Oberwallis eine Art Kulturschock zu verdauen hatte. Schon damals ein Ping-Pong-Spiel: In Amerika nach dem Motto erzogen: «Du kannst alles sein, was du willst», sollte ihr das in der Schweiz schnell wieder ausgetrieben werden. Aber das «amerikanische Grundgefühl» blieb als wesentlicher Bestandteil ihrer Persönlichkeit, während der Schauspiel- und Jazzgesangsausbildungen in Paris und Amerika, genauso wie in all ihren späteren Projekten wie «The Sophisticrats» in den 80ern, oder Bubble-Town in den 90ern und bis heute. Als Grenzgängerin der Künste, entwickelte Stucky ihren charakteristischen Sound, der sich leichtfüssig gängigen Kategorien entzieht. Geschickt spielt sie mit Stilmitteln aus alten Filmen und mo-

Trick. Bar & Abendkasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Affoltern am Albis Galerie am Märtplatz Kunstausstellung KiA: Bruno Arnold, Bilder - Angelo de Moliner, Holzobjekte. Fr 17-20, Sa 9-14, So 14-17 Uhr. Bis 17.11.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Malerei, Marmor-Skulpturen, Bronze-Plastiken mit Maria Moser und Jaya Schürch. Di-Fr, 14-18 Uhr, Sa und So 13 bis 17 Uhr. Schaulager Kunstfenster, Dorfstr. 13: So 14 - 17 Uhr und nach Vereinbarung. Bis 8.12. Erika Stucky: Ein Ping-Pong-Spiel der besonderen Art. (Bild zvg.) dernem Jazz und klingt auf der Bühne so lebendig, als lauerte hinter jede Note ein halbes Dutzend spontaner Einfälle.

Jazz, Filmmusik und Alpen-Folk Pong – Auch ihr Bühnenpartner Knut Jensen reist mit gut gefülltem Handgepäck. Er studierte Kammermusik, Komposition und Querflöte an der Musikakademie Basel. Neben seiner musikalischen Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre als Tontechniker für verschiedene Theater, bevor er sich als Komponist, Sounddesigner, Musiker und Produzent selbstständig machte. Erika Stucky und Knut Jensen arbeiten schon seit 15 Jahren zusammen. Er ist

formationsabend: Kurzfilm, Referat von Urs Rybi und Diskussion. Im Ulmensaal. Ref. Kirchgemeindehaus. Zürichstrasse 94.

Hedingen Schreinerei Arthur Giradi AG, Maienbrunnenstrasse 5: HandWerkKunst: Bilder von Monika Marti-Andermatt in den Ausstellungsräumen der Schreinerei Girardi. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 und 14-18, Sa 9-12.

Produzent ihrer CDs, war Gastmusiker live und im Studio, und jetzt regelmässiger Duo-Partner auf der Bühne. Das Ping-Pong-Spiel gilt als schnellste Rückschlagsportart. Das passt zu Stucky, denn ihre Performances sind wild und schnell, ihre Ironie und ihre mal lakonische, mal theatralische Präsenz wirken authentisch und unbekümmert und ihr Wechsel zwischen Jazz, Filmmusik und Schweizer Alpen-Folk geschieht mit grösster Selbstverständlichkeit. (san)

Ottenbach Galerie Marlène, Lanzenstr. 6: Bilder von Charlotte Liedtke, Skulpturen von Shimmi Schadegg. Apéros jeden Sonntag 13-17 Uhr, Galerie offen: Mi-Fr 14-18, Sa+So 13-17 Uhr. Bis 1.12.

Samstag, 23. November, 20.15 Uhr,

Stallikon

Gemeindesaal Weid. Kulturbar ab 19.30 Uhr.

Schulhaus Loomatt: Kunstforum Stallikon: Bilder auf Keramik und Leinwand von Cecilia Betancourt. Öffungszeiten Mo 19-20.30, Di 9-11/ 19-20.30, Mi 15.30-17, Do 9-11/ 15.30-17 Uhr, Sa 10-12, während Schulferien: Di 19-20.30. Bis 18.1.2014

Infos: www.erikastucky.ch / www.knutjensen-sounddesign.com.

Kappel am Albis 17.15: Offenes Singen mit Pfarrer Christof Menzi. Kloster Kappel. Kappelerhof 5. 0

Bonstetten 10.00-16.00: Weihnachtsmarkt mit Kaffeestube des Frauenvereins Bonstetten, mobile Bäckerei mit «Grittibänze»-Backen für Kinder. Guggenbühl Pflanzen AG, Gartencenter. Am Lochenweiher 16. 13.00-17.00: Apéro. Malerei, Marmor-Skulpturen, Bronze-Plastiken von Maria Moser und Jaya Schürch. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2. 17.00-21.00: Letzter Tag Kunstaustellung «Familienkreis - Werke der Gebrüder Eduard, Ernst und Max Gubler».Kirche Jesu HLT, Bonstetten

Hedingen 17.00: Jubiläumskonzert des Gesangsvereins Hedingen, Leitung: Meret Burkhard, am Piano Anne Hinrichsen. Eintritt frei/Kollekte. Anschliessend «Kafistube im Chilehuus». Reformierte Kirche.

Montag, 18. November Affoltern am Albis 20.00: «Rohstoffe - das gefährlichste Geschäft der Schweiz». In

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Dienstag, 19. November

Donnerstag, 21. November

Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

21.00: «Dr. Feelgood» is back! Rhythm’n’Blues-Legende des englischen Pop-Rock. Türöffnung 20.00 Uhr, Vorverkauf und Abendkasse. Break Event-Hall. Industriestr. 19.

18.30-19.50: «Heavy Metal» Konservierung von technischem Kulturgut mit M. Ledergerber. Anmeldung erforderlich: 044 762 13 13 oder fuehrungen.sz@snm.admin.ch. Sammlungszentrum Schweizerische Landesmuseen. Lindenmoosstr. 1. 20.00: SAC Sektion am Albis: Von der Arktis zur Antarktis. Lichtbildersinfonie von Paul Roos. Kasinosaal. Marktplatz 1. 20.15: Jazz am Donnerstag: «A Touch Of Swing» mit Flavia Vasella, voc, Manfred Junker, g, Dani Solimine, g, Geri Zumbrun, b. Bar ab 18:30, Eintritt frei/Kollekte. LaMarotte. Centralweg 10.

Mittwoch, 20. November Affoltern am Albis 18.30-19.50: «Heavy Metal» Konservierung von technischem Kulturgut mit M. Ledergerber. Anmeldung erforderlich: 044 762 13 13 oder fuehrungen.sz@snm.admin.ch. Sammlungszentrum Schweizerische Landesmuseen. Lindenmoosstr. 1. 19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Ausser in den Schulferien. Sporthalle Stigeli. 20.15: Geschichten & Musik: «Zwei Freunde» Heinz Lüthi, Text, und Peter Meili, Saxophon. Ein beswingter Abend gestaltet von zwei Senioren, unterstützt durch ihre Musikerfreunde Ruedi «Santos» Kraetzer, Piano, und Andi Reinhard, Bass. Abendkasse und Bar ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

kino kino kino Tel. Reservation/Auskunft: Mo bis Fr 9–12 h sowie ab 14 h, Sa/So ab 12 h

SEEHOF 1 041 726 10 01 ZUG

13.30: Öffentliche Führung durch die Klosteranlage. Kloster Kappel (Treffpunkt: Amtshaus). Kappelerhof 5.

LES GRANDES ONDES (Á L’OUEST)

Premiere/Nur kurze Zeit!

Do/Fr/Mo/Di/Mi 18 h So 11.45 h, F/d, ab 16/14 J.

LA VENUS A LA FOURRURE Von Roman Polanski 4. Woche! Do/Fr/Sa/Mo 20.15 h Fr/Sa auch 22.45 h (im Kino Seehof 2) ACHTUNG, FERTIG, WK!CHD, ab 12/10 J. Mit Marco Rima uva. 3. Woche/3D! So/Mi 20.15 h THOR – 3D-E/d/f, ab 12/10 J.

THE DARK KINGDOM Von Alan Taylor, mit Natalie Portman uva.

SEEHOF 2 041 726 10 01 ZUG

7. Woche/Reduz. Eintrittspr.!

TURBO

Sa 14.30 h 3D, D gespr., ab 6/4 J.

4. Woche/3D/Reduz. Eintrittspr.! So/Mi 14.30 h, 3D-D gespr., ab 6/4 J.

WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN 2 Mi 12.15 h E/d/f, 98 Min. Von Woody Allen, mit Cate Blanchett uva. 2. Woche! Tägl. 17.30 h EXIT MARRAKECH D gespr., ab 14/12 J. Von Caroline Link, mit Ulrich Tukur uva. Premiere/Nur kurze Zeit! Tägl. 20.30 h LAST VEGAS E/d/f, ab 12/10 J. Von Jon Turteltaub, mit Michael Douglas uva. Lunch-Kino/Vorpremiere!

BLUE JASMINE

GOTTHARD 041 726 10 02 ZUG

Sa 17 h E/d/f, ab 16/14 J. Von Denis Villeneuve, mit Hugh Jackman uva. Letzte Vorstellung! So 17 h RUSH E/d/f, ab 10/8 J. Von Ron Howard, mit Daniel Brühl uva. Premiere! Do/Fr 18 h, Sa/So 14.30 h, Mo/Di/Mi 18 h THE LUNCHBOX OV/d/f, ab 10/8 J. Letzte Vorstellung!

PRISONERS

(DABBA) Von Ritesh Batra, mit Irrfan Kahn uva. Filmreihe «Im Gotthard um die Welt»!

Hausen am Albis 08.10: Seniorenwanderung, Gruppe 2 (mittlere Anforderung): Vom Üetliberg auf dem Albisgrat zum Albispass. Marschzeit: ca. 3 Std. Auskunft/Anmeldung: Fredy Laimbacher, Telefon 044 764 06 44. Postplatz (Treffpunkt). 19.30: Fitness für alle. SC Hausen. Primarschulhaus (alte Turnhalle).

FACK JU GÖHTE

F/d, ab 10/8 J. Von Lionel Baier, mit Valérie Donzelli uva. 2. Woche! Sa/So 17 h DON JON E/d/f, ab 16/14 J. Von und mit Joseph Gordon-Levitt, mit Scarlett Johansson uva.

08.30: Mittelschwere Wanderung, Gruppe 1: Männedorf - Esslingen Gossau. Wanderzeit ca. 3¼ Std. Anmeldung und Auskunft: Rosmarie Baumann, Tel. 044 700 08 06. Bahnhof (Treffpunkt).

Kappel am Albis

Fr/Sa 22.30 h, Sa/So/Mi 14.30 h D gespr., ab 12/10 J. Von Bora Dagtekin, mit Katja Riemann uva. Letzte Vorstellung! Di 20.15 h 2. Woche!

Ottenbach

ILO ILO

13.00: Ottenbach60plus: Wanderung: Bremgarten - Erdmannlistein - Wohlen. Dauer der Wanderung ca. 2 Std. Mit Kaffeehalt im Rest. Bünzbrücke. Anmeldung bis spätestens 10 Uhr, bei Vreni Fanger, Telefon 044 761 26 13. Postautohaltestelle (Treffpunkt).

Premiere!

Mo 20.15 h OV/d/f

Ausser Mo tägl. 20.15 h E/d/f, ab 14/12 J. Von Paul Greengrass, mit Tom Hanks uva.

CAPTAIN PHILLIPS LUX 041 726 10 03 BAAR

4. Woche!

Sa/So 14.30 h, CHD, ab 12/10 J.

ACHTUNG, FERTIG, WK! Mit Marco Rima uva. 3. Woche!

THOR – THE DARK KINGDOM

Sa/So 17 h D gespr. ab 12/10 J.

Von Alan Taylor, mit Natalie Portman uva. 2. Woche! Tägl. 20.15 h FACK JU GÖHTE D gespr., ab 12/10 J. Von Bora Dagtekin, mit Katja Riemann uva.


Veranstaltungen

Freitag, 15. November 2013

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Bildhafte Texte In 1000 Tagen zu den schönsten musikalisch umgesetzt Enden der Welt «Musik und Wort» im Kloster Kappel

Arktis bis Antarktis – Lichtbilder-Sinfonie von Paul Roos, Rifferswil

Die Zuger Musikerin Myriam Birrer hat den Text «Die Schönheit des Todes» des im Libanon geborenen Dichters Khalil Gibran musikalisch umgesetzt. Am Sonntag, 24. November, sind dieses und weitere Werke der Zugerin im Kloster Kappel zu hören.

Die Lichtbilder-Sinfonie «In 1000 Tagen zu den schönsten Enden der Welt» bietet einen Rückblick über die Abenteuerreisen der letzten 20 Jahre. Sie beinhaltet eine Auswahl der besten, bislang noch nie gezeigten Bilder aus über 25 Ländern.

Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren und gehörte der christlichen Kirche der Maroniten an. Er war Maler, Philosoph und Dichter. Die zentralen Motive seiner Dichtung und seines philosophischen Denkens kreisen um seine Lebenserfahrungen, die Liebe und den Tod. Sein Werk besticht durch die bildhafte poetische Sprache. Es wird als Bindeglied zwischen den philosophischen Richtungen des Orients und den vom Christentum geprägten Philosophien des Westens gesehen. Der wenig bekannte dreiteilige Text «The Beauty of Death» (Die Schönheit des Todes) ist um das Jahr 1928, wenige Jahre vor Gibrans Tod entstanden. Aus der orientalischen Vorstellung der Schönheit Gottes, dem keine Wirklichkeit entzogen ist, folgt die Schönheit des Todes. Der Text beschreibt die Auflösung des Menschen in eine grössere Dimension des Seins.

Zustände des Bewusstseins «The Beauty of Death» wird ergänzt durch die wortlosen Kompositionen «Sommerschlaf» und «Winterschlaf». Diese beschreiben verschiedene Zustände des Bewusstseins: Erwachen, Träumen, Einschlafen, Tiefschlaf. Myriam Birrer hat die Musik, die von der Stille, dem gregorianischen Choral und von hohen schwingenden Tönen inspiriert ist, komponiert. Die freischaffende Musikerin und Komponistin lebt und arbeitet in Zug. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Tod und lässt das Thema immer wieder in ihre Arbeit einfliessen. Myriam Birrer (Violine und Percussion) musiziert in Kappel zusammen mit Manuela Hager (Sopran), Elisabeth Schneider (Violine) und Beate Schnaithmann (Cello). Texte werden von Auke Kempkes und Pfr. Markus Sahli gelesen. Konzert am Sonntag, 24. November, um 17.15 Uhr im Klosterkeller Kappel. Eintritt frei (Kollekte). Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit am gemeinsa-

Der grosse Fundus an Bildern reicht aus für zwei Lichtbilder-Sinfonien. Die erste umfasst geografisch Nord- und Südamerika mit der Antarktis, die zweite zeigt Nordeuropa, Asien, Afrika und Australien. Die Sinfonien sind von einem ganz besonderen Stil geprägt, der in der Schweiz einmalig ist. Die Bilder berühren und beleben die Sinne des Betrachters. Sie sind in ihrer Art eigentliche Kunstwerke, entstanden durch einfühlsames Beobachten und fotografisch analoge Feinarbeit mit dem kontrastreichen Spiel von Licht und Schatten. Die gleiche unmittelbare Sprache sprechen auch die Landschaftsaufnahmen im Bildband «Island» von Paul Roos.

Alaska.

men Imbiss teilzunehmen (Fr. 15.-, inkl. 1 Getränk; Jugendliche bis 16 Jahre zum halben Preis, Kinder unter 12 Jahren gratis, bitte anmelden: 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch). Weitere Infos unter www.klosterkappel.ch.

Ohne Worte Pantomimengottesdienst in Affoltern Gottesdienste – zumal die reformierten – gelten ja gemeinhin als «wortlastig». Das verwundert nicht weiter, steht doch im Zentrum des reformierten Gottesdienstes immer die Verkündigung des Wortes Gottes. Dass man eben dieses Wort Gottes aber auch ganz ohne Worte zur Sprache bringen kann, zeigt Pantomime und Theologe Christoph Schwager im Gottes- Pantomimenprediger: Christoph Schwager. (Bild zvg.) dienst plus vom 17. November auf eindrückliche Wei- Bartels verantwortlich. Wer mag, ist se. Seine pantomimische Predigt öff- nach dem Gottesdienst noch zu einem net die Augen für «Gottes Schöpfung» einfachen Znacht ins Chilehuus eingeund die Zumutungen des Mensch- laden. Seins. Antonia Nardone, Klavier, Martin Gut, Bass, und Christine Sommer, Gottesdienst plus: «Gottes Schöpfung – ein Mensch Querflöte u.a., begleiten den Gottes- zu sein» mit einer Pantomimenpredigt von Christoph dienst musikalisch. Für Lesungen und Schwager, Sonntag, 17. November, 17 Uhr, in der Liturgie zeichnet Pfarrerin Bettina reformierten Kirche Affoltern.

USA und Kanada - Stimmungsbilder des nordamerikanischen Kontinents Faszinierende Aufnahmen zeigen die wildromantische Pazifikküste von Kalifornien und Oregon, sowie das Death Valley – die heisse Wüste unter dem Meeresspiegel. Einblicke in Milliarden Jahre Erdgeschichte geben die eindrücklichen Bilder des Monument Valley und der Arches N. P., wo aufgestellte, hauchdünne Felsplatten Parade stehen und die längste Naturbrücke ihren Bogen spannt. Highlights offenbaren auch die Nationalpärke Bryce Canyon, Zyon N.P., Yosemite, Grand Teton und Yellowstone. In Alaska und Kanada präsentieren sich die Gegenden um den Mt. Mc Kinley und entlang des Yukon- und Mackenzie-Rivers im weichen, warmen Herbstlicht der letzten Tage vor dem langen Polarwinter.

Südamerika Land der extremen Gegensätze Zwischen Arica im hohen Norden Chiles und Feuerland im tiefen Süden sind es rund 4000 Kilometer – ein Bilderbogen mit Landschaften von majestätischer Schönheit: Heisse Wüsten, eisbedeckte Andengipfel, rauchende Vulkane, riesige Gletscher und endlose Grassteppen. Es ist Nichts – ein massloses Nichts. Masslos in Weite und herber Schönheit.

Patagonien dort wo die Welt zu Ende ist Aus der topfebenen Pampa steigen die bizarr geformten Fels- und Eiszacken des Fitz Roy und der Torres del Paine.

Pazifik. (Bilder Paul Roos) Sie sind sturmumtost und oft wolkenverhangen. Azurblaue Seen vor gleissenden, blaugrün schimmernden Eismassen, wild schäumende Flüsse und donnernde Wasserfälle, sowie üppige Südbuchenwälder prägen das Bild der südlichen Anden. Die Grossartigkeit dieses Anblicks wird noch gesteigert durch das Tiefblau des patagonischen Himmels, den oft wütend jaulenden Sturm und die Kondore, welche die Felsnadeln umkreisen.

höher als die bergige Schweiz und auch leerer als die Sahara. Es gibt nur einen Ort auf der Welt, auf den diese Beschreibung zutrifft: Die Antarktis – dieser fremde, aber wunderschöne Kontinent im südlichsten Teil der Erde. Lichtbilder-Sinfonie «In 1000 Tagen zu den schönsten Enden der Welt», Benefizveranstaltung zugunsten des SAC am Albis, Donnerstag, 21. November, 20 Uhr, Kasinosaal, Marktplatz 1, Affoltern. Eintritt: 25 Franken, inkl. Apéro.

Antarktis Ein Kontinent der Extreme Man stelle sich ein Land vor, so gross wie Australien und Europa zusammen. Sonniger als Kalifornien und doch kälter als das Gefrierfach eines Kühlschranks. Trockener als Arabien und

Kasinosaal Zufahrt via Obere Bahnhofstrasse oder Zürichstrasse.

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Einladung

Schweizer Premiere im Kino Cinepol

Weihnachtsguetzli backen mit Papa

«Captain Phillips» – Geisel von Piraten

Workshop für Kinder ab vier und ihre Väter

Der Film erzählt die Geschichte des US-amerikanischen Container-Frachtschiffs Maersk Alabama, welches im April 2009 vor der Ostküste Somalias von Piraten gekapert wurde. Um seine Crew zu schützen, bietet der Kapitän sich den Piraten als Geisel an. Gleichzeitig gelingt es Mitgliedern seiner Crew, das Schiff manövrierunfähig zu machen und sich vor den Piraten zu verstecken. Als die Erstürmung des dahintreibenden Schiffes durch Spezialeinheiten droht, entsteht eine Pattsituation, die jederzeit in einem Blutbad

münden kann. Phillips muss sich vor allem mit dem Anführer Muse auseinandersetzen, der sein Opfer immer wieder mit Gedanken zur Globalisierung und ihren Auswirkungen konfrontiert und auf diese Weise die eigene Piraterie verteidigt. Die Lage ist verfahren, Phillips versucht jedoch alles, um Zeit zu gewinnen. Im Hintergrund beginnen die Vorbereitungen für eine Befreiungsaktion. Kino Cinepol, Bahnhofstrasse 28, 5643 Sins.

Am Samstag, 7. Dezember, von 9 bis 11.30 Uhr bietet das MüZe einen Backkurs für Kinder zum Thema Weihnachtsguetzli für Mama an. Gemeinsam mit ihren Vätern und unter der Leitung von Stefanie Aubele kneten die Kinder den Teig, wallen ihn aus und backen das ausgestochene Weihnachtsgebäck aus verschiedenen Teigsorten. Anschliessend besteht die Möglichkeit, die Backkreationen nach

Wunsch bunt und ideenreich zu verzieren. Mitzubringen sind eine Küchenschürze, ein Wallholz, eine Guetzlidose und ein Backpinsel, es wird im Weiteren empfohlen, alte Kleider anzuziehen. Anmeldungen bis 29. November an MüZe, Kurswesen, Zürichstrasse 136, Affoltern, Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter) oder kurse@mueze-affoltern-am-albis.ch. Weitere Infos und das ganze Kursprogramm unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.

«Open Day» – Tag der offenen Tür Tagesschule Maschwanden Wann: Samstag, 23. Nov. 2013 von 9.00 bis 11.30 Uhr Wo: Tagesschule, Dorfstrasse 48, 8933 Maschwanden Die Schulgemeinde Maschwanden lädt alle Interessierten aus nah und fern ein, die Tagesschule unverbindlich und ohne Voranmeldung zu besichtigen. Schulbehörde und Tagesschulleitung stehen während des Rundgangs für Fragen rund um das Thema Tagesschule zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie! Primarschulgemeinde Maschwanden


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Veranstaltungen

Freitag, 15. November 2013

Kabarettsolo mit Liedern Nils Althaus: «Ehrlich gheit» in der Galerie Märtplatz in Affoltern Seit mehreren Jahren sorgt er mit seinen Auftritten auf den Kleinkunstbühnen für staunende Augen. Jetzt kommt sein 3. Soloprogramm: «Ehrlich gheit».

Die Zöllner: Fabrizio Pestilli (links) und Federico Dimitri. (Bild zvg.)

Grenzüberschreitendes Kabarett

Irgendwo in der zweithintersten Reihe zählt eine merkwürdige Gestalt die Theaterstühle. Er zieht ein Diktafon hervor und spricht ein paar Sätze auf Schwäbisch hinein. Plötzlich wechselt er seinen Ausdruck. Jetzt ist er ein weichherziger Basler Anthroposoph, der inbrünstig den Künstler des Abends ankündigt. Eine kleine Haltungsänderung – vor einem steht ein knorriger Ostschweizer. Man fragt sich kurz: kann das sein, alles ein- und derselbe? Und schon reisst es einen mit in den Strudel von skurrilen Figuren, virtuosen Wortjonglagen und schillernden Liedern.

Scharfsinniger Autor und Liedermacher Nils Althaus steht für die grössten Schweizer Regisseure vor der Kamera, zuletzt für den Oscarpreisträger Xavier Koller als «Dällenbach Kari». Doch hinter dem Filmstar steckt ein scharfsinniger Autor und Liedermacher. Mit «Ehrlich gheit» sprengt Nils Althaus die Genres und nimmt mit auf eine atemberaubende Reise durch seinen sprühenden Geist. Figuren werden zu Liedern, Lieder zu Szenen und alles verwebt sich zu einer einzigen Geschichte. Bis es aufhört. Und wie. Samstag, 23. November, Galerie Märtplatz Affoltern, Bar und Abendkasse ab 19.00 Uhr, Konzertbeginn 20.15 Uhr, Eintritt: 30 / 15 Franken, Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, 044 762 42 42. Musik, Texte, Schauspiel: Nils Althaus; Regie: Didi Sommer (Comedia Zap); Weitere Infos: www.nilsalthaus.ch.

Nils Althaus. (Bild Lena Maria Thüring)

«I Doganieri» in der Weid, Rossau Der Verein Freundeskreis Werkund Wohnhaus zur Weid präsentiert am 22. November in Rossau bei Mettmenstetten das zweisprachige Kabarett «I Doganieri» mit Fabrizio Pestilli und Federico Dimitri. Das Stück erzählt die Geschichte von zwei Zöllnern, die Seite an Seite in einer von der Welt vergessenen Grenzstation in den Bergen arbeiten. Nach anfänglich gegenseitiger Skepsis, lernen sich die beiden mit der Zeit über die Grenze hinweg näher kennen. Zu kontrollieren gibts niemanden. Die Zeit ist stehen geblieben an diesem einsamen Ort und so erfinden unsere Helden sich und ihre Funktionen neu. Sie werden zu Schmugglern, Rettern von Steinbockbabys und rufen letztlich die Murmeli-Republik aus – ein Land, das für beide die Erfüllung ihrer Träume darstellt.

Spiel mit kulturellen Unterschieden zwischen Italien und der Schweiz «I Doganieri» – die Zöllner – ist eine zweisprachige Komödie (schweizerdeutsch-italienisch), die mit den kulturellen Unterschieden zwischen Italien und der Schweiz spielt – ein witziges Wortfeuerwerk, produziert von zwei Absolventen der Scuola Teatro Dimitri. Die Bar im Weid-Saal ist geöffnet ab 19 Uhr. Für Hungrige wird vor der Vorstellung eine Suppe zur Stärkung angeboten. Nach der Vorstellung lädt der Verein Freundeskreis zum traditionellen Cervelats-Braten an den grossen Feuerkörben ein. 22. November, 20 Uhr, Weid-Saal, Werk- und Wohnhaus zur Weid, Rossau bei Mettmenstetten. Eintritt: 25 (Studenten/AHV 20) Franken. Reservieren: Werk- und Wohnhaus zur Weid, Telefon 044 768 50 80, zur-weid@zuerich.ch oder info@vereinfreundeskreis.ch.

9 Bedingungen, damit es gelingt Patchwork-Familie, ja! – Veranstaltung in der Regionalbibliothek Die Autoren und erfahrenen Paar- und Familientherapeuten Doris Beerli und Stefan Ecker lesen und diskutieren mit dem Publikum und Kollegen von der ökumenischen Beratungsstelle. Doris Beerli und Stefan Ecker laden mit dem klar strukturierten Aufbau des Buches dazu ein, über sich, die Partner und die Familie viel Neues zu erfahren und mehr Durchblick zu erhalten, sodass Patchwork-Familien die grosse Herausforderung an ihr Zusammenleben erfolgreich gestalten können. Es ist ein Wegbegleiter- und Arbeitsbuch, welches zum gemeinsamen Diskutieren, Nachdenken und Ausprobieren anregt und deshalb auch im-

Das heikle Rohstoffgeschäft «Obfelden handelt solidarisch» lädt zur Info-Veranstaltung «Obfelden handelt solidarisch» lädt zu einer Informationsveranstaltung mit dem früheren Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster und Andreas Missbach von der «Erklärung von Bern», am Mittwoch, 20. November, um 20 Uhr im Singsaal Chilefeld, Obfelden. Viele der ärmsten Länder verfügen über immense Bodenschätze. Selten aber trägt dieser Reichtum zur ihrer Entwicklung bei. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Ressourcenreichtum und Armut. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben den Begriff: «Fluch der Rohstoffe» geprägt. Sie benennen damit den Abfluss der Gewinne aus dem Rohstoffgeschäft vom verarmten Süden in die industrialisierten Länder. Rohstoffkonzerne, viele davon domiziliert in der Schweiz, sichern sich weltweit den Abbau und den Handel der wertvollen und für moderne Technologien unerlässlichen Stoffe. Sie tun dies unter Missachtung von Umweltstandards und mit menschenverachtenden Arbeitsbedingungen für die lokale Bevölkerung. An der Veranstaltung wird Hanspeter Uster in seinem Referat «Was die Gletscher in den Anden, der Napf und der Rohstoffhandel in Zug gemeinsam haben» Bedenkliches zutage fördern. Hanspeter Uster, Jurist mit Anwaltspatent, war 15 Jahre lang Regierungsrat im Kanton Zug. Heute leitet er unter anderem das Kompetenzzentrum für Wirtschaftskriminalitätsbekämpfung und Staatsanwaltsausbildung an der

Die Referenten: Stefan Ecker ...

... und Doris Beerli. (Bilder zvg.)

mer wieder zur Hand genommen werden kann.

vom Bahnhof. Eine Veranstaltung der ökumenischen Fach-und Beratungsstelle für Beziehungsfragen Affoltern, Telefon 044 761 11 55,

Donnerstag, 21. November, 19.30 Uhr,

info@beziehungsfragen,

Regionalbibliothek Affoltern, Im Seewadel 14, 5 Min.

www.beziehungsfragen.ch

«Das gefährlichste Geschäft der Schweiz» Rohstoff – ein Infoabend in Affoltern Am nächsten Montag findet im reformierten Kirchgemeindehaus in Affoltern eine Informationsveranstaltung statt. Nach einem filmischen Einstieg kommt unter anderem Forscher und Buchautor Urs Rybi zu Wort.

Bild aus dem Reporter-Film «Glencores Hinterhof». Es zeigt eine Kupferhütte von Glencore in Sambia mit hohem Schwefeldioxid-Ausstoss. (Bild zvg.) Fachhochschule Luzern und er ist Präsident der Gesellschaft für ethische Fragen.

«Glencores Hinterhof» Andreas Missbach ist Sozialwissenschaftler. Er hat über den Nord-SüdKonflikt in der internationalen Umweltpolitik promoviert. Bei der «Erklärung von Bern» leitet er die Abteilung Rohstoffe – Handel – Finanzen. Andreas Missbach ist Co-Autor des Buches «Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz», herausgegeben von der «Erklärung von Bern». Er zeigt an der Veranstaltung den Dokumentarfilm Glencores Hinterhof. Der Film führt nach Mufulira in Sambia, wo Glencore

eine riesige Kupferhütte sowie diverse Minen betreibt, und er geht der Frage nach, wie weit die Bewohner der Minenstadt von der Anlage profitieren. Er stösst dabei auf Familien, die aufgrund der Schwefeldioxid-Abgase schwere Gesundheitsschäden davontragen. Diese Veranstaltung bietet allen, die sich mit dem Thema Rohstoffhandel auseinandersetzen und die aktuelle Entwicklung mit Unbehagen verfolgen, kompetente Informationen aus erster Hand. Initiativkomitee Obfelden handelt solidarisch Mittwoch, 20. November 2013, 20 Uhr, im Singsaal Chilefeld, Obfelden. www.obfeldenhandelt.com.

Einige Leserbriefe und Reaktionen auf die Initiativen in sechs Gemeinden unseres Bezirks haben es gezeigt: Die Rohstoffgewinnung findet fern von hier statt, und man weiss wenig darüber. Obwohl die grössten Firmen in der Nähe angesiedelt sind und die meisten Transaktionen über die Schweiz laufen – weil sie hier vom Steuergesetz und einer Politik des Wegschauens profitieren. Es gibt Informationsbedarf über die Praktiken der Rohstoffgewinnung und die Wege, wie diese zu Geld gemacht werden. Denn warum sollten wir plötzlich «eigenes Geld» aus unserer Gemeindekasse in hilfsbedürftige Länder schicken, wenn wir keinen Zusammenhang zwischen unserem Gewinn und ihrer Not sehen? Immer mehr Menschen erkennen aber die Gelegenheit und auch die Verpflichtung, dass wir als Standortland und Empfänger der Steuerausschüttung vom Börsengang der Firma Glencore ein Zeichen setzen sollen, damit die Konzerne zu verantwortlichem, menschenwürdigem Handeln auch in den Abbauländern gezwungen werden.

Weitherum beachtete Bewegung Die engagierten Gruppen im Bezirk haben eine Bewegung ausgelöst, die weitherum beachtet und kommentiert wird, und inzwischen haben auch weitere Gemeinden des Kantons Zürich den Ball aufgenommen. Hier mitzumachen, ist keine enge politische Angelegenheit: Verantwortung für die Zukunft der Welt, Bekämpfung der Ungerechtigkeit, Ausbeutung der Armen gehen uns alle an. Kommenden Montag findet im reformierten Kirchgemeindehaus in Affoltern eine Informationsveranstaltung statt, zu der die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Ein Kurzfilm zeigt die Probleme auf, welche in den Drittweltländern von der Rohstoffgewinnung, die kaum durch Gesetze reglementiert wird, geschaffen werden: Tagabbau, die billigste Vorgehensform, vergiftet Luft und Grundwasser – kein westliches Land würde das tolerieren. Urs Rybi, Forscher und Buchautor, Mitglied der «Erklärung von Bern», wird ein Kurzreferat halten. Vor allem wird genügend Zeit eingeräumt, damit das Publikum seine Fragen stellen und mitdiskutieren kann. Für die Initiativgruppe: Pia Holenstein Montag, 18. November, 20 Uhr, im Ulmensaal bei der reformierten Kirche in Affoltern, Zürichstrasse 94. Mehr Infos zu den Rohstoff-Initiativen im Knonauer Amt: www.hausensolidarisch.ch/Gemeinden.


Sport

Freitag, 15. November 2013

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Pflichtsieg gegen Martigny SHC Bonstetten-Wettswil – SHC Martigny 8:2 (1:2, 4:0, 3:0) Mit einem 8:2-Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus Martigny sicherten sich die Ämtler Streethockeyaner drei weitere Punkte – und dies ohne gross zu glänzen. Bereits im ersten Spiel der Saison schlugen die Ämtler Martigny diskussionslos mit 8:4. Auch im zweiten Aufeinandertreffen spielte nur eine Mannschaft. Martigny, mit einem Rumpfkader und mehreren Junioren angetreten, fand nie richtig ins Spiel. Von Beginn weg machte das Heimteam Druck auf das Tor der Martinacher. Etliche Chancen wurden ausgelassen bis Hedinger zur Drittelsmitte endlich den ersten Treffer markieren konnte. Im gleichen Stil ging es weiter. Doch zur Überraschung aller glichen die Gäste mit dem gefühlten ersten Torschuss das Spiel wieder aus und kurz vor Drittelsende kamen sie durch einen Abstimmungsfehler in der De-

fensive der Ämtler sogar noch zu einem weiteren Tor.

und so konnte ein diskussionsloser 8:2-Sieg gefeiert werden.

Mitteldrittel bringt die Wende

Heimspiel gegen Schlusslicht

Mit einem Rückstand in die erste Pause – so hatte man sich das natürlich nicht vorgestellt beim Favoriten. Zumal die Führung auch absolut entgegen dem Spielverlauf war. Doch die vielen ausgelassenen Chancen wurden knallhart bestraft. Das Heimteam zeigte im Mitteldrittel aber sofort die erwartete Reaktion. Vehement wurde der Ausgleichtreffer gesucht. Es dauerte nicht lange, bis Seiler dann auch einnetzen konnte. Nun endlich konnten einige der unzähligen Chancen in Tore umgemünzt werden. Bis zur Drittelspause erhöhten Coray, Bürki und nochmals Seiler auf 5:2. Das letzte Drittel verkam zu einem Trainingsspiel. Das Heimteam kontrollierte die harmlosen Gäste nach Belieben. Thürig, Wyman und Curti erzielten drei weitere Treffer

Dank diesem Sieg gegen Martigny stehen die Zürcher momentan auf dem 3. Tabellenrang. Darauf kann aber nicht ausgeruht werden. Die Tabellensituation ist so eng wie seit Jahren nicht mehr. Zwischen dem 1. und 6. Rang liegen lediglich fünf Punkte. Umso mehr ist ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Kernenried Pflicht. Zu Beginn der Saison siegte man auswärts nur knapp, dies war aber vielmehr auf das sehr schwierig zu bespielende Terrain der Rieder zurückzuführen, als auf die Qualität der beiden Mannschaften. War seitens Gäste zu Beginn der Saison noch von direkten Konkurrenten die Rede, trennen die beiden Teams zwischenzeitlich nicht weniger als 19 Punkte. Anpfiff ist am Samstag, 16. November, um 14 Uhr.

Erneut beste Schweizerin: Petra Klingler aus Bonstetten. (Archivbild David Schweizer)

Fredi Rütimann, hier am Berglauf Bannalp im Juni. (Archivbild)

Berglauf-Silber für Fredi Rütimann Die Zentralschweizer Berglaufmeisterschaft 2013 ist abgeschlossen. Elf Bergläufe wurden in der abgelaufenen Saison ausgetragen. Das Absenden der diesjährigen Meisterschaft fand am 9. November in Engelberg statt. Zum Absenden mit anschliessendem Nachtessen werden jeweils die ersten drei jeder Kategorie eingeladen. In der Kategorie Senioren 2, 40 bis 49 Jahre, schaffte Fredi Rütimann wie letztes Jahr den 2. Rang.

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Ein goldenes Jahr für Aline Erni

Top-Athletin im Schweizer Kletter-Team

Triumphe an diversen Judo-Turnieren

Petra Klingler gewinnt Gesamtwertung

Aline Erni startete dieses Jahr an 16 in- schen dem regionalen Judo-Leistungsternationalen und nationalen Turnie- zentrum in Uster, dem Kantonalkader ren. Davon holte sie sich mehrere Ti- Zürich und dem Budo Sport Club Aftel wie: Zürcher Meisterin U15 und foltern. Zudem nahm Aline an verU18, Bündner Meisterin U15, Boden- schiedenen Turnieren im In- und Aussee Meisterin U15 und U18. Insgesamt land teil. Ein strenges Programm, aber stand Aline 18-mal auf dem Podest eines, dass sie sich ausgesucht hat und und davon durfte sie sich 15-mal die das ihr gefällt. «Judo ist für mich der beste Gebrauch der geistigen und körGoldmedaille umhängen lassen. Weil Aline im Besitz einer Swiss perlichen Energie», sagt Aline Erni. Olympic Talent Card ist und ihre schulischen Leistungen auch stimmen, schaffte sie den Sprung ins Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl in Zürich. So kann sie neben der Schule einen Trainingsaufwand von 14 Stunden pro Woche bewältigen. Das erfordert aber ein hohes Mass an Disziplin und Selbstverantwortung. Aline Erni ist viel unterwegs zwi- An Erfolg gewöhnt: Aline Erni. (Bild zvg.)

Zum achten Mal fand am Samstag 9. November die Swiss Climbing Night statt. Athleten, Trainer, Schiedsrichter, Organisatoren und Mitarbeiter des Bereichs Leistungssport des SAC trafen sich im Haus des Sports in Ittigen, um die Saison Revue passieren zu lassen. Im ersten Teil des Abends wurden die ersten Drei der Gesamtwertung des Bächli Swiss Climbing Cup geehrt. Einmal mehr konnte Petra Klingler diesen für sich entscheiden. Mit dem Gewinn der Schweizer Meistertitel im Boulder und im Speed, sowie dem des Vizemeisters im Lead beendet Petra diese Saison auf nationaler Ebene erneut äusserst erfolgreich. An den internationalen BoulderWettkämpfen blieb die Bonstetterin mit nur zwei Top-Ten-Platzierungen (7. Rang in München, 10. Rang in Innsbruck) in dieser Saison zwar weit unter ihren Erwartungen, trotzdem verbesserte sie sich im Ranking des IFSC Climbing Worldcup 2013 vom 25. auf den 16. Rang – bei 95 aufgeführten Athletinnen.

Aufgrund ihrer konstant guten Leistungen auf hohem Niveau wurde Petra Klingler an der «Swiss Climbing Night» des SAC verdient zur «Top Athlete Damen 2013» gekürt. Bei den Herren ging diese Auszeichnung erwartungsgemäss an Cédric Lachat aus Porrentruy. Der Jurassier nutzte die Gelegenheit, mit Familie und Förderern seinen Rücktritt aus dem Wettkampfsport zu feiern. Für Petra Klingler beginnt nun wieder die Eisklettersaison. Als amtierende Junior-Weltmeisterin wurde sie von der UIAA an die im Februar in Sotschi stattfindenden olympischen Winterspiele eingeladen, um dort an einem, im Rahmenprogramm durchgeführten Schauklettern teilzunehmen.

Der provisorische Kalender der Eiskletteranlässe: 11./12. Januar 2014: Weltcup Cheongsong KOR; 16. bis 18. Januar: Weltcup Busteni ROM; 18. Januar: Schweizer Jugend- und Elite-Meisterschaft Saas Fee SUI; 24./25. Januar: Weltcup Saas Fee SUI; 31. Januar bis 1. Februar: Weltcup Champagny en Vanoise FRA; 7. bis 9. Februar: Weltcup Rabenstein ITA; 8./9. Februar: Jugend-Weltmeisterschaft Champagny en Vanoise FRA; 28. Februar bis 2. März: Weltcup und Europameisterschaft Ufa RUS.


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Sport

Freitag, 15. November 2013

Noch wenige Wochen bis zum Start 16. Säuliämtler Chlauslauf am 8. Dezember in Affoltern Die Tage werden kürzer, die Nächte frischer und schon bald ist es wieder Zeit für den Säuliämtler Chlauslauf. Am Sonntag, 8. Dezember, erfolgt der Startschuss. Neben einigen Spitzenläuferinnen und -läufern werden etwa 600 Breiten- und Nachwuchssportler erwartet. ................................................... von hanspeter feller Nach ihrem Sieg am Lausanner Marathon ist Emma Pooley natürlich die grosse Favoritin in Frauenrennen. Der OL-Läufer Raffael Huber ist zurzeit im Ausland und wird höchstwahrscheinlich nicht starten und Patrick Rhyner absolviert die Rekrutenschule und wird, wenn überhaupt, nicht in Höchstform antreten. Das Männerrennen ist somit offen. Für die Breitensportler ist der Säuliämtler Chlauslauf eine Abwechslung im Wintertraining und eine gute Vorbereitung für den Zürcher Silvesterlauf, welcher eine Woche später stattfindet. Wieder durchgeführt wird der Wettbewerb für Schulklassen. Ganze Klassen können mit oder ohne Lehrperson für ein moderates Startgeld teilnehmen. Es geht nicht in erster Linie um die Leistung. Die Wertung erfolgt nach der Anzahl Schülerinnen und Schüler, welche das Ziel erreichen. Diejenigen Klassen mit den

meisten Finishern in Bezug zur Klassengrösse gewinnen einen Preis. Ist die Lehrperson mit von der Partie, wird diese doppelt in die Wertung genommen.

Neu Behörden- und Firmenstafette Auf grosses Interesse stossen jedes Jahr die Mutter/Kind- und Vater/KindLäufe. Für die Zuschauer sind diese Rennen jeweils ein grosses Spektakel. Neu eingeführt wurde für dieses Jahr die Behörden- und Firmenstafette. Zwei Mitglieder einer Behörde oder eines Unternehmens laufen eine Stafette. Der erste Läufer übernimmt die

erste Runde über 600 m, der zweite Läufer die zweite Runde und gemeinsam laufen sie die Schlussrunde. Am Säuliämtler Chlauslauf ist das Gedränge auf der Laufstrecke weniger gross als am Silvesterlauf in Zürich. Auf der Oberen Bahnhofstrasse treffen die Läufer auf Marktleute, welche ihre Stände am Streckenrand aufgestellt haben. Dies gibt dem Lauf eine festliche Vorweihnachtszeit-Stimmung. Anmeldeschluss ist der 29. November. Kurzentschlossene können sich bis Samstag, 7. Dezember, beim LV Albis-Stand am Wochenmarkt noch nachmelden.

Von links: Markus Schlegel (Präsident Gönnervereinigung Crystal Schaffhausen), René Hess (Gemeindepräsident Hausen), Rico Schuler, Gemeinderat Hans Binzegger, Luca Schuler und Laudator Eskil Läubli. (Bild zvg.)

2500 Franken für Ebertswiler Brüder Unterstützung von Crystal Schaffhausen Junge Schneesport-Talente aus der Region fördern – das hat sich die Gönnervereinigung Crystal Schaffhausen zum Ziel gesetzt. Rico und Luca Schuler sind seit Jahren Mitglieder beim Skiclub Schaffhausen. So kam es, dass beide für den Förderpreis vorgeschlagen – und auch angenommen – wurden. Die Ebertswiler Freeski-Brüder, die beide dem Challenger-Team von

Kinder am Chlauslauf. (Bild Max Loder)

Swiss-Ski angehören, durften kürzlich Checks in Höhe von 1500 (Rico) bzw. 1000 Franken (Luca) entgegennehmen. Ihr Laudator war Eskil Läubli, Geschäftsführer der Schweizerischen Sportmittelschule Engelberg. Der Hausemer Gemeindepräsident René Hess gab vor der Checkübergabe seiner Freude Ausdruck, dass Oberämtler Sportler auch über die Kantonsgrenze hinweg bekannt werden. (tst.)

Zwei Mal Silber für die Die neue Standarte wurde gefeiert Turnveteranen Mettmenstetten luden nach Rifferswil Turner aus Obfelden Schweizer Meisterschaft in Bazenheid/SG Nach dem eindrücklichen Auftritt am ETF in Biel waren die Erwartungen der Obfelder Geräteturner gross, und es gelang ihnen erneut, in allen Kategorien eine Top-4 Platzierung – ein Leistungsausweis, den kein anderer Schweizer Turnverein in diesem Jahr vorweisen kann. Mauro Nussbaumer (am ETF noch Dritter) setzte sich kein geringeres Ziel als den Titel im K5. Von Beginn weg konnte er an der Spitze mitmischen. Seine Darbietungen wurden jeweils mit hohen Noten belohnt und die 46.35 Punkte reichten zum Gewinn der Silbermedaille. Vereinskollege Roman Niederhäuser, am ETF noch neben dem Podest, konnte sich in der zweiten Saisonhälfte klar steigern und zählte in den Insiderkreis zu den Titelfavoriten. Nach einem fulminanten Start an den Ringen (9.30) und am Sprung (9.60) befand er sich an der Spitze des Feldes. Der Wettkampf blieb spannend und vor dem letzten Gerät war er mit Fabio Gasser (Luzern) gleich auf. Die 9.40 am Boden reichten nicht ganz und er wurde mit dem knappsten Rückstand den es im Geräteturnen gibt, hervorragender Zweiter. Nico Nussbaumer (17. Rang) erturnte sich

im K5 noch eine Auszeichnung und Sandro Anneler platzierte sich auf dem 30. Rang.

Ein überragender Simon Stalder im K7 Die Titelverteidigung war für Stefan Meier eine grosse Herausforderung. Nach zwei Durchgängen bildete sich ein Quartett, wobei Simon Stalder (Rickenbach) von Beginn weg in Front war und diese bis zum Schluss auch nicht mehr abgab. Stefan Meier konnte bis zum zweitletzten Gerät gut mithalten, musste sich dann aber noch von Andreas Gasser (Bern) und Daniel Schacher (Rickenbach) überholen lassen. Mit 5 Hundertstel Rückstand wurde Stefan Vierter. Martin Häberling gelang sein bester K7er-Wettkampf seit er in dieser Kategorie an den Start geht, und er platzierte sich auf dem hervorragenden 8. Rang.

Bronze für Zürich 1 bei den Mannschaften

Nach elf Jahren gelang dem Züricher ATeam wieder einmal den Sprung aufs Podest. Mit Unterstützung der drei Obfelder Turner Stefan, Martin und Roman konnte sich das Züri-Team die Bronzemedaille knapp vor den Aargauern erturnen. Die alten und neuen Schweizer Meister heissen Luzern, Nid- und Obwalden. Sie kamen nie in Gefahr und siegten mit zwei Punkten Vorsprung auf Bern. Am kommenden Wochenende finden nun noch die Gerätefinals in Wil/SG statt. Aus Obfelden haben sich Roman Niederhäuser (Reck) und Stefan Meier (Boden, Sprung, Barren und Reck) Silbermedaillengewinner: Mauro Nussbaumer (links) und qualifiziert. Roman Niederhäuser. (Bild Stephan Niederhäuser)

Rund 40 «ältere» Kameraden ehrten bei einem geselligen Hock das neue Banner. Gemeindepräsident René Kälin bekräftigte mit seiner Anwesenheit die Wertschätzung der Behörden. Die Ortsgruppe wurde 1920 gegründet, heute zählt sie 76 Mitglieder. ................................................... von hans jud Die bisherige Standarte (1960) hatte durch all die Jahre ausgedient. Es wurde allseits der Wunsch gehegt, eine neue anzuschaffen. Die meistgenannten Bedeutungen einer Standarte kommen aus dem Militär (Fahne einer Truppe) oder sie gelten als Hoheitszeichen (z.B. eines Staatsmannes, am Auto). Es handelt sich um eine kleine, viereckige Fahne und es hat sich bei den Veteranengruppen im Zürcher Turnverband eingebürgert, dass diese mit einem solchen Hoheitszeichen ins Feld ziehen. Dank grosszügiger Spenden seitens der Mitglieder (rund 6500 Franken) war die Finanzierung mehr als gesichert, die Vereinskasse musste kaum noch belastet werden.

Sportlicher Auftakt zur Einweihung

bührlich geniessen konnten. Obmann Eugen Stähli hiess sie alle freundlich willkommen, speziell auch den Gast, Gemeindepräsident René Kälin. Auch die Gemeinde hat einen Obolus zur neuen Standarte beigesteuert. In einem kurzen Abriss hat Stähli die Entstehungsgeschichte für die Neuanschaffung vorgetragen und, auch anhand von Video-Bildern, sehr interessante Erinnerungen an frühere Zeiten der Ortsgruppe aufgezeigt und kommentiert. Und dann der Höhepunkt: Fähnrich Reini Gubser enthüllte die neue Standarte, welche viel Gefallen gefunden hat. Unter kräftigem Applaus und nachher mit Erheben von den Sitzen und langem Anstossen zollten die Turnveteranen der kleinen Fahne Anerkennung, Respekt und Ehre. Die Obmannschaft dankte nochmals allen Spendern für die Grosszügigkeit.

Das Rad der Zeit zurückgedreht 1920 wurde die Gründung (Mitgliederbestand unbekannt) noch als «loses Gebilde» vollzogen, später der Beitritt zur Veteranenvereinigung des damaligen Kantonalturnvereins Zürich (KTVZ), heute Zürcher Turnverband (ZTV), total 143 Gruppen. In der Anfangszeit amtete keine Obmannschaft,

der legendäre Heinrich Vollenweider alias «Joggebene-Heiri» wirkte im Alleingang. Protokolle sind nicht vorhanden. Erst viele Jahre danach bildete sich ein erstes Führungsgremium mit Gottli Vollenweider, Ernst Jufer und Karli Müller. Als Jahresbeitrag wurde ein Franken einverlangt, heute sind es zwanzig Franken.

«Landsgemeinde» im Jahr 1947 als Meilenstein 1946 figurierten 48 Mitglieder im Etat. Als Meilenstein darf die Organisation der kantonalen Veteranentagung «Landsgemeinde» im Jahr 1947 in Mettmenstetten bezeichnet werden. Total 2500 Turner und Zugewandte strömten ins Säuliamt und nahmen auch am Umzug durchs Dorf teil. Karl Funk sen. (alt Gerichtspräsident) stand dem OK als umsichtiger Präsident vor. Die erste Mitgliederversammlung wurde 1948 im Restaurant «Hottinger» abgehalten. Jedes Jahr besucht die Gruppe die kantonalen Veteranentagungen, inskünftig mit der neuen Standarte. Ab dem 40. Altersjahr ist der Beitritt zur Gruppe möglich. Zurzeit sind in Mettmenstetten die Jahrgänge 1922 bis 1971 eingeschrieben, Karl Funk (1.7.1922), Erich Burkhard (13.4.1971).

Die marschtüchtigen Kameraden starteten am Nachmittag in Mettmenstetten zu einer Wanderung via Homberg, mit Apéro/Zvierihalt, nach Ober-Rifferswil. Am frühen Abend gesellte sich noch «der Rest» zur Festgemeinde im Gasthof zur Post, wo dann rund 40 Turnveteranen Speis und Trank, Geselligkeit und Kameradschaft am Von links: René Kälin (Gemeindepräsident), Emil Gut (Aktuar), Reini Gubser (Fähnrich), Eugen Stähli 8. November ge- (Obmann) und Walter Rimensberger (Kassier). (Bild Andreas Bachmann)


Extra

Freitag, 15. November 2013

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ratgeber

Aufteilung des Vermögens bei Scheidung?

Vergangenen Donnerstag in Affoltern: Die Kirchturmuhr zeigt 11.11 Uhr: Die Fasnachts-Saison beginnt. (Bilder Thomas Stöckli)

Die 5. Jahreszeit ist da Säuligugger spielten am 11.11. um 11.11 Uhr in Affoltern auf Zum Fasnachtsstart spielten die Säuligugger im Zentrum Oberdorf in Affoltern. Die Ämtler Narrenzeit beginnt am 25. Januar 2014 und endet 50 Tage später am 16. März in der Früh. Gut 20 Guggenmusiker und etwa dreimal so viele Zaungäste stehen vor dem Zentrum Oberdorf bereit – die meisten bibbernd, denn es ist kalt. In wenigen Augenblicken startet die Fasnachtssaison 2013/14. Bereits zeigt die Uhr der reformierten Kirche 11.10 Uhr. Dann beginnt der Countdown: «Zehn, neun, acht, . . .», die Vorfreude scheint greifbar, «. . . drei, zwei eins», und pünktlich um 11.11 Uhr beginnen die Säuligugger zu spielen. Wie entfesselt tanzt der Tambourmajor den Takt vor, das Publikum klatscht mit und so mancher wiegt sich im Takt der Musik. Passanten bleiben spontan stehen, um den Auftritt zu verfolgen. Seit dem 11.11. ist die Fasnachtssaison zwar lanciert, bis zum Höhepunkt der Ämtler Fasnacht muss man

Höhepunkt der Säuligugger ist der eigene Ball am 7. März in Ottenbach. sich aber noch etwas gedulden: Am 25. Januar 2014 steigt der «Füürball» in Obfelden, am 14. und 15. Februar laden die Vollgashöckler nach Hedingen, am Wochenende vom 7. bis 9. März feiert die Fasnachts-Gemeinde in

Kappel, am Freitag zudem in Ottenbach (Säuliguggernacht) und am Samstag am Fasnachtsball in Maschwanden, der fulminante Abschluss folgt in der Nacht vom 15. auf den 16. März wie gewohnt in Zwillikon. (tst.)

wetter

Nach drei Jahren Trennung hat meine Frau die Scheidung eingeleitet. Wie ich gehört habe, wird bei der Scheidung das Vermögen aufgeteilt. Bedeutet dies, dass ich mein ganzes Vermögen teilen muss, auch das Vermögen, das ich von meinen Eltern geerbt habe? Ich habe diese Erbschaft erst nach unserer Trennung erhalten. Falls Sie keinen Ehevertrag abgeschlossen und keinen anderen Güterstand gewählt haben, gilt von Gesetzes wegen der ordentliche Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung (Art. 197 ff. ZGB). Bei der Errungenschaftsbeteiligung gilt es zwei Begriffe zu unterscheiden: die Errungenschaft und das Eigengut. Die Errungenschaft umfasst alles, was die Ehegatten während der Dauer der Ehe entgeltlich erwerben (z.B. Arbeitserwerb, Leistungen von Personalfürsorgeeinreichtungen und Sozialversicherungen, Entschädigungen wegen Arbeitsunfähigkeit, etc.). Ferner fallen Ersatzanschaffungen für Gegenstände der Errungenschaft darunter und die Erträge des Eigengutes (z.B. Zinsen von einem Konto oder Erträge aus Liegenschaften). Zum Eigengut gehört alles, was die Ehegatten in die Ehe eingebracht haben und was Sie während der Ehe unentgeltlich empfangen haben (z.B. Erbschaften, Erbvorbezüge, Schenkungen, etc.). Ferner fallen die Gegenstände zum ausschliesslichen persönlichen Gebrauch eines Ehegatten darunter (z.B. Kleider, Schmuck, etc.). Bei einer Scheidung wird lediglich die Errungenschaft geteilt. Ihr Eigengut dürfen die Ehegatten behalten. In einem ersten Schritt ist das Vermögen beider Ehegatten zu ermitteln. Innerhalb dieses Vermögens sind dann die Errungenschaft und das Eigengut beider Ehegatten zu bestimmen. Von der Errungenschaft der Ehegatten gilt es noch die Schulden abzuziehen. Die Errungenschaft nach Abzug der Steuern nennt man Vorschlag. Dieser Vorschlag wird dann hälftig geteilt mit dem anderen Ehegatten. Massgebender Zeitpunkt für die Aufteilung der Vermögenswerte ist das Datum der Einleitung des Schei-

Alexandra Imhof. (Bild zvg.) dungsverfahrens. Auch wenn Sie also bereits seit drei Jahren getrennt leben und seither getrennte Kassen führen, wird die Aufteilung des Vermögens erst auf den Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens vorgenommen. Anders wäre dies nur, wenn Sie bei der Trennung die Gütertrennung vereinbart hätten (durch Ehevertrag oder durch Eheschutzverfahren). Für die güterrechtliche Auseinandersetzung ist somit die Errungenschaft, die Sie im Zeitpunkt der Einleitung der Scheidung besitzen, relevant. Die Erbschaft ihrer Eltern gehört zum Eigengut, das Sie nicht teilen müssen. Alexandra Imhof ist Inhaberin einer Anwaltskanzlei in Bonstetten. Rechtsfragen können direkt an sie gestellt werden. Schriftlich an Anwaltskanzlei Imhof, Stallikerstrasse 1b, 8906 Bonstetten oder info@kanzlei-imhof.ch.

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2 Eigelb 100 g Zucker 250 g Mascarpone 1 EL Puderzucker 2 Eiweiss, steif geschlagen 2 dl Rahm, steif geschlagen 2 EL Amaretto 250 g Amaretti, weich Pfefferminze, Früchte zum Dekorieren nach Belieben

Zubereitung 1. Eigelb mit Zucker mixen. Mascarpone und Puderzucker vermischen, Rahm und Eiweiss unterziehen, Amaretto untermischen. Amaretti in einer Schüssel zerbröseln. 2. Amaretti und Mascarpone-Mischung abwechslungsweise in vier Gläser schichten. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach Belieben mit Pfefferminzblättern und Saisonfrüchten, z.B. Trauben, dekorieren.

Spital Gedanken Manchmal passiert es uns, Wichtiges zu verpassen. Die Spital-AG-Förderer wollen ihr Projekt strikte durchziehen. Fair wäre, parallel dazu dem bestehenden Zweckverband in revidierter Form auch eine Abstimmungs-Chance zu geben. Er würde uns passendere Möglichkeiten für den Fortbestand unseres Spitals bieten. Mehr MenschenMedizin und weniger Finanztechnik. Der Zweckverband benötigt kein Aktienkapital von 30 Mio. Wegen dieser AG-Forderung müssten sich unsere Gemeinden weiterhin verschulden. Affoltern a.A. mit seinem Beitrag von 6,7 Mio. und bestehendem Fremdkapital von 75 Mio. käme kaum mehr aus seinem Loch. So laden wir Sie herzlich ein, am 24. November 2013 abzustimmen. Für unser Spital mit unserem Zweckverband mit öffentlichen Verhandlungen. www.verein-zweckverband.ch Aktuell/Tagebuch


090 2013  
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