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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 913 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 89 I 166. Jahrgang I Dienstag, 12. November 2013

Neubeginn nötig

Fröhlich, besinnlich

Spital Affoltern: Dem ehemaligen Verwalter Peter Ackermann fehlt ein Gesamtkonzept. > Seite 7

Kirchenkonzerte des Jodlerklubs Affoltern im Bezirkshauptort und in Jonen. > Seite 8

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Flower Power Mettmenstetten: Der Chor «Vocal emotions» entführte in die Hippie-Zeit. > Seite 8

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Bewegend Zahlreiche Leserinnen und Leser äussern sich zur neuen SpitalRechtsform. > Seiten 10/11/12

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Klimaschutz Wie sich die Lernenden der Ernst Schweizer AG in Hedingen engagieren. > Seite 13

Asylwesen: Bezirk Affoltern erfüllt Kontingent stabil 247 Menschen sind in der Region untergebracht – DV des Zweckverbandes Anlässlich der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst informierten Vorstandsmitglied Rita Ackermann und Tiziana Jurietti, Bereichsleiterin Asyl, über den Status Quo im Asylwesen. ................................................... von urs e. kneubühl Die Migrationsflüsse nach Europa sind weiterhin stark, der Druck auf die Schweiz allerdings hat etwas abgenommen. «Das kann sich aber rasch wieder ändern», hält Tiziana Jurietti fest. Die Bereichsleiterin Asyl und Rita Ackermann, Verbandsvorstandsmit-

glied aus Ottenbach, informierten vergangene Woche anlässlich der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst über den aktuellen Stand und zukünftige Herausforderungen im Asylbereich. Zurzeit erfüllt der Bezirk Affoltern das geforderte Kontingent an aufzunehmenden Personen zu 100%. 247 Menschen waren Ende Oktober im Bezirk untergebracht – 90 Asylbewerber mit sogenanntem N-Status (Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben und im Asylverfahren stehen) und 85 Menschen mit Aufenthaltsbewilligung F (vorläufige Aufnahme, wenn der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist). Dazu

kommen zwei abgewiesene Personen, die allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Nothilfezentrum überwiesen werden können. In der überwiegenden Mehrheit sind es Familien, die im Bezirk untergebracht sind, die Zahl der Einzelpersonen ist gering. Die Situation sei zurzeit stabil, betonen Rita Ackermann und Tiziana Jurietti, die Menschen soweit gut auf die Gemeinden verteilt. Es gäbe zwar zurzeit noch drei Gemeinden im Bezirk, die keine Asylbewerber beherbergen, dort sei man aber daran, dies zu ändern. Die Tatsache, dass der Asyldruck auf die Schweiz und damit auch auf die Kantone und Gemeinden nicht so

hoch ist wie auch schon, dürfe nicht dazu verleiten, sich zurückzulehnen, wissen Rita Ackermann und Tiziana Jurietti. Veränderungen diesbezüglich seien plötzlich und rasch möglich, weshalb es wichtig sei, auf diese rasch reagieren zu können. Die Auswirkungen der geplanten grundlegenden Änderungen im Asylsystem – kürzere Verfahren durch mehr Bundeszentren – würden ebenfalls akribisch verfolgt, etwa die neuen Verfahrensabläufe im vom Bund geplanten Testzentrum für 500 Personen in Zürich, das Anfang 2014 eröffnet werden soll. Im Bezirk Affoltern werde man gewappnet sein. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Arbeitslosenquote Wasser: 9 Grad – Luft: 7 Grad im Säuliamt Martini-Schwimmen am Hedingerweiher mit guter Beteiligung verharrt bei 2,3% Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen im Säuliamt leicht gesunken. Die Quote verharrt bei 2,3 Prozent.

Für einen Tag Nationalratspräsidentin: Sina Brändli. (Bild Thomas Stöckli)

Präsidentin des Nationalrats In der Projektwoche «Schulen nach Bern» lernen Schüler die Spielregeln der direkten Demokratie. Höhepunkt des Planspiels ist jeweils am Donnerstagnachmittag die Debatte im Nationalratssaal. Mit der A3c vom Schulhaus Ennetgraben in Affoltern war auch dieses Jahr wieder eine Ämtler Klasse am Staatskunde-Projekt präsent. Schülerin Sina Brändli wurde sogar zur Nationalrats-Präsidentin gekürt. Sie setzte sich in einer Wahl gegen die Kandidaten der fünf anderen beteiligten Klassen durch. Klassen, die mit bis zu 28 Schülern deutlich grösser waren als die Affoltemer Delegation (mit 17 Jugendlichen). «Das ist ein Beispiel, dass man in der Schweiz auch als Minderheit Chancen hat», so Lehrerin Yvonne Accorinti. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen

664 waren es Ende September, 648 einen Monat später. Der Bezirk Affoltern steht mit einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent kantonsweit nach wie vor sehr gut da – gleich gut wie die Bezirke Meilen und Pfäffikon. Am geringsten ist die Arbeitslosigkeit unverändert im Bezirk Andelfingen (1,6 Prozent). Am anderen Ende der Skala liegt nach wie vor der Bezirk Dietikon: 4,1 Prozent. Im gesamten Kantonsgebiet liegt die Quote bei 3,1 Prozent, also auf dem Niveau des Vormonats. «Die im Herbst üblichen Saisoneffekte, insbesondere im Baugewerbe und bei Temporärfirmen, haben zu einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit geführt. Die konjunkturelle Erholung ist derzeit noch zu schwach, um eine eindeutige Erholung am Arbeitsmarkt zu bewirken», schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit. (-ter.)

150 Jahre Sängerbund am Albis Mit einem prächtigen Melodienstrauss feierte der Sängerbund am Albis am Sonntag in der reformierten Kirche in Mettmenstetten sein 150-Jahre-Jubiläum. Das zahlreich erschienene Publikum kam in den Genuss einer breiten Palette geistlichen, weltlichen und klassischen Chorgesangs. Das Konzert stand unter der Leitung von Reto Huter. ................................................... > Bericht auf Seite 9

Zufrieden, den Härtetest im Wasser bestanden zu haben: Teilnehmende nach dem kühlen Bad auf dem Weg zur TeeAusgabestation. (Bild Werner Schneiter) Derweil sich viele auf den Winter freuen und ihre Skiausrüstungen bereitstellen, tauchen andere noch einmal ins Wasser. Zum 10. Mal lud der Hedinger Gemeindeverein am vergangenen Sonntag zum Martini-Schwimmen am Hedingerweiher – bei harten äusseren Bedingungen: Von Regen und

Wind (der das Aufstellen eines Zeltes verunmöglichte und Schirme knickte) liessen sich aber viele nicht vom kühlen Bad abhalten. Bei gerade mal 7 Grad Aussentemperatur und 10 Grad Wassertemperatur schwammen Frauen, Männer und Kinder während weniger Minuten um die Boje, kehrten la-

chend, und ein bisschen schlotternd an Land zurück. Dort wurden Tee und Gerstensuppe ausgeschenkt, mit denen sich etwas Wärme zurückmeldete. – Daniel Näf, der den Anlass im Namen des Gemeindevereins durchführt, sucht für 2014 einen neuen Organisator oder eine Organisatorin. (-ter.)

200 46 9 771661 391004


Gemeinde Bonstetten Einladung an die Stimmberechtigten der Gemeinde Hedingen zu den

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Bonstetten werden auf

Gemeindeversammlungen

Dienstag, 10. Dezember 2013, 20.00 Uhr, in den Gemeindesaal

vom Donnerstag, 12. Dezember 2013, 19.45 Uhr, im Schachensaal

Geschäfte

Geschäfte A. Reformierte Kirchgemeinde (Beginn 19.45 Uhr) 1) Voranschlag und Steuerfuss 2014. Festsetzung B. Politische Gemeinde (Beginn 20.15 Uhr) 1) Flankierende Massnahmen im Zusammenhang mit der Eröffnung der Nationalstrasse A4. Bauabrechnung 2) Sanierung Flachdächer und Fenster Schulhaus Schachen 1 und Turnhalle Schachen. Kreditbewilligung 3) Anbau an Sek-Spezialraumtrakt Schulhaus Güpf. Kreditbewilligung 4) Sanierung Hintere Bahnhofstrasse. Kreditbewilligung 5) Führung des Jugendtreffs. Bewilligung eines jährlich wiederkehrenden Kredits 6) Schulzweckverband Bezirk Affoltern. Teilrevision der Statuten 7) Voranschlag und Steuerfuss 2014. Festsetzung

zu einer ordentlichen Gemeindeversammlung eingeladen.

A. Politische Gemeinde Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung: 1a.) das Budget 2014 der politischen Gemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 16 947 150.– Ertrag Fr. 18 225 350.– Ertragsüberschuss Fr. 1 278 200.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 8 617 000.– Einnahmen Fr. 4 525 300.– Nettoinvestition Fr. 4 091 700.– • einfacher (100 %iger) Gemeindesteuerertrag Fr. 12 013 947.– • Eigenkapitaleinlage: Fr. 1 278 200.–

Anfragen gemäss § 51 Gemeindegesetz sind schriftlich und spätestens zehn Arbeitstage vor den Gemeindeversammlungen der jeweiligen Gemeindevorsteherschaft einzureichen.

In tiefster Trauer müssen wir Abschied nehmen von meiner lieben Ehegattin, unserer Mutter, Tochter, Schwester, Tante, Cousine und Nichte

Rahel Schneebeli-Meier 30. Oktober 1948 – 6. November 2013

Sie wurde mitten aus dem Leben gerissen. Ihr Leben war Liebe, Arbeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft. Wir sind unendlich traurig. Urs Schneebeli Alexandra Schneebeli Christian Feustel Hildegard Meier Jürg Meier Astrid und Daniel Meier Verwandte und Freunde

2a.) Die Projektvereinbarung zur Einführung von HRM2 per 1. Januar 2015 mit der Direktion der Justiz und des Innern, vertreten vom Gemeindeamt des Kantons Zürich, wird genehmigt. 2b.) Der Gemeinderat wird ermächtigt, das Projekt umzusetzen. 3.

Die Bauabrechnung im Betrag von Fr. 244 351.70 (inkl. MwSt.) über die Erneuerung der Rütistrasse, Isenbachstrasse bis Im Späten (Kredit gemäss Gemeindeversammlungsbeschluss vom 13. September 2005 Fr. 244 000.–) wird genehmigt.

B. Primarschulgemeinde 1.

Hinweise

Bezüglich Stimmberechtigung wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte vom 1. September 2003 verwiesen.

TODESANZEIGE

1b.) den Steuerfuss der politischen Gemeinde auf 38 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen.

C. Apéro

Die Akten und das Stimmregister können ab 25. November 2013 während den üblichen Öffnungszeiten im Gemeindehaus Hedingen, Zürcherstr. 27, eingesehen werden. Die Broschüren mit den beleuchtenden Berichten werden den Stimmberechtigten wie üblich etwa 10 Tage vor den Versammlungen zugestellt.

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Gemeindeversammlung

Der Primarschulpflege beantragt der Gemeindeversammlung: Das Budget 2014 der Primarschulgemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 10 845 800.– Ertrag Fr. 10 637 700.– Aufwandüberschuss Fr. 208 100.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 5 048 100.– Einnahmen Fr. 0.– Nettoinvestition Fr. 5 048 100.– • einfacher (100 %iger) Gemeindesteuerertrag Fr. 12 014 000.– • Eigenkapitalentnahme Fr. 208 100.– • den Steuerfuss der Primarschulgemeinde auf 55 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen.

Urnenbeisetzung am Mittwoch, 13. November 2013, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis; anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle. Traueradresse: Urs Schneebeli, Loorenstrasse 15, 8910 Affoltern am Albis

2a.) Die Projektvereinbarung zur Einführung von HRM2 per 1. Januar 2015 mit der Direktion der Justiz und des Innern, vertreten vom Gemeindeamt des Kantons Zürich, zu genehmigen.

TODESANZEIGE

2b.) Die Primarschulpflege wird ermächtigt, das Projekt umzusetzen.

Unsere langjährige Turnkameradin

3)

Die Primarschulpflege beantragt der Gemeindeversammlung, gestützt auf Art. 13, Ziffer 4 der Gemeindeordnung zu beschliessen:

3a.) Den revidierten Zweckverbandsstatuten des Schulzweckverbandes Bezirks Affoltern (Fassung gemäss Beschluss der Delegiertenversammlung vom 20. Juni 2013) wird zugestimmt.

Hedingen, 12. November 2013

3b.) Die Statuten treten nach Annahme durch die Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden und nach Genehmigung durch den Regierungsrat, voraussichtlich auf den 1. August 2014, in Kraft.

Reformierte Kirchenpflege Hedingen Gemeinderat Hedingen

3c.) Die Verbandsschulpflege und die Primarschulpflege werden mit dem Vollzug des Beschlusses beauftragt.

Rahel Schneebeli hat uns leider viel zu früh verlassen. Wir werden uns, liebe Rahel, gerne an dein liebenswertes Wesen erinnern und dich auf deinem letzten Weg begleiten. Vorstand und Turnkolleginnen

C. Ref. Kirchgemeinde

Bestattungen Affoltern am Albis Am 6. November 2013 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Schneebeli-Meier, Rahel geb. 30. Oktober 1948, Ehefrau des Schneebeli, Urs, von Affoltern am Albis ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Loorenstr. 15. Urnenbeisetzung am Mittwoch, 13. November 2013, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 9. November 2013 ist in Zürich ZH gestorben:

Peter Neu geb. 8. Oktober 1959, von Riggisberg BE, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Untere Bahnhofstrasse 10. Urnenbeisetzung am Donnerstag, 14. November 2013, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH. Es findet kein Trauergottesdienst statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

1.

Die Kirchenpflege beantragt der Gemeindeversammlung, das Budget 2014 der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 837 650.– Ertrag Fr. 781 050.– Aufwandüberschuss Fr. 56 600.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 0.– Einnahmen Fr. 0.– Nettoinvestition Fr. 0.– • einfacher (100 %iger) Gemeindesteuerertrag Fr. 4 526 154.– • Eigenkapitalentnahme: Fr. 56 600.– • den Steuerfuss der Primarschulgemeinde auf 13 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen.

Das bereinigte Stimmregister sowie die Rechnungen, Anträge und Akten liegen ab 25. November 2013 in der Gemeinderatskanzlei zur Einsicht auf. Zusätzlich können in der Woche 48 die Unterlagen auf der Homepage der Gemeinde Bonstetten eingesehen und heruntergeladen werden (www.bonstetten.ch-›Bereich Politik/Gemeindeversammlungen). Stimmbürger und Stimmbürgerinnen, welche die Gemeindeversammlungsbroschüre in Papierform wünschen, können diese auf der Gemeindeverwaltung bestellen. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft spätestens zehn Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen. Nicht stimmberechtigte Personen sind zum Besuch der Gemeindeversammlung freundlich eingeladen; es werden für sie besondere Plätze bereit gehalten.

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.

HERZLICHEN DANK

Margrit Perl-Eggimann gest. 22. Oktober 2013

Wir danken herzlich für – die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, – einen Händedruck, wenn Worte fehlten, – alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, – Blumen und Geldspenden, – die zahlreichen Spenden an die Krebsliga Schweiz, – die grosse Anteilnahme bei der Trauerfeier. Ein besonderer Dank gilt Pfarrer Urs Boller für die einfühlsamen Worte, Arzt und Pflegepersonal des Spitals Hirslanden für die gute Betreuung, der Organistin Anette Bodenhöfer für die musikalische Umrahmung und der Sängerin Marianne Lang für das unvergessliche Ave Maria.

Bonstetten, 12. November 2013 Im Auftrag der einladenden Behörden Gemeinderat Bonstetten

Hedingen, im November 2013

Martin Perl und Familie


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. November 2013

3

Präsident Paul Schneiter tritt 2014 zurück Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst genehmigt Stellenplan und Budget 2014 Die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst genehmigte am vergangenen Donnerstagabend im Neuhofsaal, Ottenbach, sowohl den Stellenplan als auch das Budget für das folgende Jahr. Nicht ohne Fragen. ................................................... von urs e. kneubühl «Der Sozialdienst Bezirk Affoltern hat in den vergangenen Jahren grosse Veränderungen erlebt», schickte Verbandspräsident Paul Schneiter, Hedingen, den Ausführungen zum Stellenplan 2014 voran und erinnerte dabei unter anderem an den Aufbau der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden KESB sowie an rege Personalwechsel. Erstere, das zeigte sich später in der Information zur KESB (siehe Kasten), ist auf gutem Weg und bei letzteren hat sich die Situation in den vergangenen Monaten beruhigt, stellt Schneiter erfreut fest. Im Sozialdienst seien die Mitarbeitenden aber noch immer enormem Arbeitsdruck ausgesetzt, man bewege sich diesbezüglich teilweise am Limit oder zuweilen auch über das Limit hinaus. Es sei daher unabdingbar, um zusätzliche Stellenprozente aufzustocken, um den statutarischen Auftrag erfüllen zu können.

Sozialdienst 245 Stellenprozent und KESB 200 Stellenprozente mehr Insgesamt um 245% soll daher der Stellenplan 2014 im Sozialdienst erweitert werden, beantragte der Vorstand, eine Erhöhung um 200% bei der KESB. Im Sozialdienst fallen dabei 100 Prozent auf den Support (Nachholbedarf, um gestiegenen Anforderungen und neuen Aufgaben gerecht zu werden), 95% auf den Vollzug der Gesetzesänderung bezüglich Ausländer mit

Aus dem Gemeinderat Aeugst Vernehmlassungen Der Gemeinderat Aeugst am Albis hat im Rahmen von laufenden Vernehmlassungsverfahren von folgender Vorlagen Kenntnis genommen und auf eine detaillierte Stellungnahme verzichtet: Baudirektion des Kantons Zürich, Ergänzung Kapitel 4.3, öffentlicher Verkehr (Linienführung Erweiterung Glatttalbahn) und Kapitel 6, öffentliche Bauten und Anlagen (nationaler Innovationspark) im kantonalen Richtplan.

BZO-Revision – Aktueller Stand Die Frist für Eingaben im Rahmen der öffentlichen Auflage ist am 30. September 2013 abgelaufen und es wurde davon rege Gebrauch gemacht. Jetzt muss noch das Ergebnis der Vorprüfung durch den Kanton abgewartet werden. Diese wurde für ca. Mitte November 2013 in Aussicht gestellt. Anschliessend kann die Planungskommission ihre Arbeit wieder aufnehmen bzw. weiterführen. (grk.)

Verbandspräsident Paul Schneiter tritt 2014 zurück. (Archivbild) Aufenthaltsbewilligung F (Wechsel vom Asylbereich in den Bereich Wirtschaftshilfe und Sozialberatung) sowie fünfzig Prozent auf die Assistenz Geschäftsleitung und Vorstand. Die KESB soll mit einer juristischen Fachperson (100 %) erweitert werden sowie in der Administration um weitere 100 Prozent. Daniel Sommer bemerkte seitens der RPK, dass der beantragte Stellenplan 2014 zu beissen gegeben habe, die Rechnungsprüfungskommission dem Antrag aber dennoch zustimme. Gleichzeitig mahnte er: «Mit den Jahr um Jahr steigenden Kosten kommen grosse Probleme auf die Gemeinden zu, weshalb es akribisch zu analysieren und überlegen gilt, wo und wie die Effizienz verbessert werden kann.» Allenfalls sei auch für ein bis zwei Jahre ein Rekrutierungsstopp ins Auge zu fassen. Den kritischen Worten der RPK

Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor

Gesamterneuerungswahlen 2014 Affolterns möglicher Ausstieg Mit ebenfalls elf zu drei Stimmen genehmigten die Delegierten anschliessend auch den Voranschlag 2014. Finanzvorstand Werner Michel hatte bei der Präsentation klargemacht, dass man bestrebt sei, die Kosten zu senken. «Dies soll aber keinesfalls in einer Hauruck-Übung geschehen, sondern überlegt», hielt Michel fest und bestätigte auch die Absicht, dass man transparent und offen informieren werde. Der Voranschlag 2014 schliesst bei einem Aufwand von 11,01 Mio. und einem Ertrag von 3,72 Mio. mit einem Aufwandüberschuss zulasten der Ver-

Die Statutenrevision wird den Vorstand und die Delegierten auch im kommenden Jahr beschäftigen. So sollen der Leistungsauftrag, eine Modularisierung des Angebots, die Finanzierung (Verteilschlüssel) und die Form überarbeitet und Überlegungen, wie die Kosten stabilisiert werden können, angepeilt werden. Die Überarbeitung der Statuten, so der Präsident, werde sicherlich eineinhalb bis zwei Jahre, inklusive einer Vernehmlassung in den Gemeinden, in Anspruch nehmen. Im kommenden Jahr stehen für den Vorstand des Zweckverbandes So-

«Lueg mis Liechtli a, i de dunkle Nacht» Räbeliechtliumzug in Hausen Ein richtiges Gemeinschaftswerk ist jeweils der Räbelichtliumzug in Hausen: Im Vorfeld schnitzten die Kinder ab dem Kindergarten bis zur dritten Klasse die Räben. Dabei halfen die Eltern den Kindergärtnern und die Älteren den jüngeren Schülern. Die Kinder der dritten Klasse dekorierten die Leiterwagen und die Sechstklässer schnitzten die Räben für den Baum beim Kreisel, dem Ausgangspunkt des Umzuges. Freiwillige Eltern verwandelten Kürbisse zu kleinen Kunstwerken, die zur Tischdekoration für das Buffet verwendet wurden, wo es nach dem Umzug für alle Zopf, Wienerli und warmen Tee gab. Aufgrund der immer wiederkehrenden Kritik vieler Eltern in den letzten Jahren wegen der zu langen Routen, beschloss das OK, in der Nähe des Schulhauses zu bleiben. Die Route

Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

schlossen sich verschiedene Delegierte an, was sich in der Abstimmung niederschlug: Der Stellenplan 2014 wurde mit elf zu drei Stimmen genehmigt.

bandsgemeinden von 7,27 Mio. Franken ab; gegenüber dem Voranschlag 2013 entspricht dies einer Zunahme von 14,85 Prozent oder in Franken einem Mehr von 939 900 zulasten der Verbandsgemeinden. Die Frage eines Delegierten, ob man sich im Vorstand Überlegungen gemacht habe, falls Affoltern aus dem Zweckverband Sozialdienst aussteigen würde, beantwortete Präsident Paul Schneiter: «Wir haben uns damit befasst und wollen im Rahmen einer Statutenrevision entsprechende Möglichkeiten schaffen, zum Beispiel dass eine Mitgliedschaft auch nur für die gesetzlich vorgeschriebene KESB möglich sei.»

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Kleine Kunstwerke. (Bild zvg.) führte vorwiegend durchs Bifangquartier. Die Bewohner, entlang der Route, wurden im Vorfeld via Flyer auf den Umzug aufmerksam gemacht. Nach der Ansprache vom Schulleiter Daniel Heim und dem Gesang der Kinder, die vom Musikverein Harmo-

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

nie Hausen begleitet wurden, ging es endlich los. Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe kümmerten sich freiwillig um die Kleineren und deren «Liechtli». Auf der ganzen Strecke waren die Strassenlampen ausgeschaltet. Nur die Räbeliechtli und die Augen der Kinder leuchteten. Dieser traditionelle Spätherbstanlass wurde einmal mehr – dank der vielen Helfer und Helferinnen im Hintergrund – zu einem stimmungsvollen Fest. Darum ein grosses Dankeschön an alle beteiligten Lehrpersonen, das Schulhausabwartpaar, die Gemeinde, die Feuerwehr, die Metzgerei Weiss, das Restaurant Schönegg, die Chlausgesellschaft, die Familie Baumann und alle freiwillig Helfenden.

zialdienst auch Gesamterneuerungswahlen an. Die Delegiertenversammlung wird im Mai 2014 den Vorstand, den Vizepräsidenten und den Präsidenten neu wählen. Fest steht, dass Präsident Paul Schneiter sich ab 2014 nicht mehr zur Verfügung stellt, während die weiteren Vorstandsmitglieder Thomas Ammann, Obfelden (bisher Vizepräsidium) sowie Rita Ackermann, Ottenbach, Matthias Ebnöther, Knonau, Esther Franceschini Guggisberg, Aeugst, Ursula Junker, Mettmenstetten, und Werner Michel, Stallikon, für eine Wiederwahl bereit stehen.

KESB: Es geht voran KESB-Präsidentin Nicole Holderegger informierte anlässlich der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst über Entwicklung und Situation der Kindesund Erwachsenenschutzbehörden. Diese ist seit mehr als zehn Monaten operativ und ist auf gutem Weg. «Wir sind ein gut entwickeltes und funktionierendes Team», konstatierte Holderegger und bestätigte: «Es geht vorwärts.» Mit Ende September 2013 sind in der KESB insgesamt 993 Dossiers (563 Kinder und 430 Erwachsene) registriert. Seit Anfang Jahr wurden 322 Verfahren (210/112) neu eingeleitet und 78 Massnahmen (53/25) angeordnet. 37 Fälle (28/9) konnten definitiv abgeschlossen werden, während in 33 Fällen (9/24) Abklärungen gemacht wurden, ohne dass eine Massnahme angeordnet werden musste. Als Qualitätssiegel wertet die KESBPräsidentin, dass so gut wie keine Beschwerden und Rekurse hinsichtlich der Entscheide eingegangen sind. (kb.)

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag In Affoltern darf Karl Adam am kommenden Donnerstag, 14. November, den 85. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation! Wir wünschen dem Jubilaren einen frohen Festtag und alles Gute.

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Claudia Kuhn und Catherine Schwegler

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Ottenbach werden am Donnerstag, 12. Dezember 2013, 20.00 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach zur Gemeindeversammlung eingeladen.

«Den Stürmen des Daseins entronnen dem Frieden entgegen»

TODESANZEIGE

Schmerzerfüllt, aber auch dankbar für das lange gemeinsame Leben nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Papi, Gross- und Urgrosspapi

Nach einer langen mit grosser Geduld ertragenen Krankheit durfte heute mein lieber Ehemann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager, Onkel und Götti zu Hause bei seiner Familie friedlich einschlafen. Mit liebevollen Gedanken verabschieden wir uns von

Traktanden: A. Politische Gemeinde 1. Antrag des Gemeinderats betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (35 %) des politischen Gemeindegutes. B. Primarschulgemeinde 1. Antrag der Primarschulpflege betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (45 %) des Primarschulgutes. 2. Antrag der Primarschulpflege betreffend Bewilligung eines Kredites von Fr. 100 000.– für eine neue EDV-Anlage (inkl. Wireless/Server). 3. Antrag der Primarschulpflege betreffend Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes. C. Reformierte Kirchengemeinde 1. Antrag der Kirchenpflege betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (14 %) des reformierten Kirchengutes. 2. Genehmigung der Bauabrechnung für die Renovation der Wohnung im Chilehuus, Jonenstrasse 6.

Werner Studer-Kleiner 19. April 1933 – 8. November 2013

In tiefster Dankbarkeit und Liebe: Elsi Studer-Kleiner Urs und Susanne Studer-Heiniger Martin Studer Regula Studer Nicole und Ueli Ehrler-Studer Anita Studer Nadine Studer Geschwister Verwandte und Freunde Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 15. November 2013, um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden statt. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man: – Verein Spitex Knonaueramt: Postkonto 87-267156-1 – Tixi Säuliamt Affoltern am Albis: Postkonto 80-23029-6

Der Weg war zu steinig, Der Berg war zu hoch, Die Kraft zu schwach und der Atem zu kurz, Da nahmen dich die Engel in die Arme und sprachen: Komm heim.

In Liebe nehmen wir Abschied von meinem lieben Vater, Bruder, Onkel, Götti und Freund

Peter Neu

Die Abdankung findet am Freitag, 15. November 2013, um 15.30 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt. Traueradresse: Bernadette Rohner-von Deschwanden, Schlossmatt 28 a, 8934 Knonau

TODESANZEIGE Tief bestürzt und betroffen nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitarbeiter und Kollegen

Mit Peter Neu verlieren wir nicht nur einen sehr loyalen und äusserst kompetenten Mitarbeiter, sondern vor allem auch einen kollegialen, hilfsbereiten und von allen geschätzten Menschen. Sein überraschender Tod hinterlässt eine grosse Lücke. In Gedanken wird er weiterhin bei uns sein. Seinen Angehörigen sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus. Brütsch/Rüegger Werkzeuge AG, 8902 Urdorf Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitende

«Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.» Konfuzius

8. Oktober 1959 – 9. November 2013

8913 Ottenbach, 1. November 2013

Andrea Neu Pascal Bellwald Verwandte und Freunde

Im Auftrag der einladenden Behörden Namens des Gemeinderates

Die Abdankung findet am Donnerstag, 14. November 2013, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt.

Bestattungen Traueradresse: Andrea Neu, Solibodenstrasse 13, 8180 Bülach

Knonau

TODESANZEIGE Der Lions Club Knonaueramt nimmt in tiefer Trauer Abschied von seinem Lionsfreund und Gründungsmitglied

Heinz Eichenberger 23. August 1921 – 8. November 2013

der im Alter von 92 Jahren von uns Abschied genommen hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Rohner-von Deschwanden, Ernst

Affoltern am Albis, November 2013 Seine Lionsfreunde vom Lions Club Knonaueramt

Schützenverein Hedingen

TODESANZEIGE Wir nehmen Abschied von unserem Ehrenmitglied

Maschwanden Am 8. November 2013 ist in Maschwanden gestorben:

Walter Schmid

Werner Studer-Kleiner

14. Juni 1922 – 26. Oktober 2013

geboren am 19. April 1933, von Maschwanden ZH, Ehemann von Studer-Kleiner Elsa, wohnhaft gewesen in Maschwanden.

Wir danken Walter für seinen langjährigen grossen Einsatz als ehemaliger Präsident und aktives Vereinsmitglied. Walter wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Die Gemeindeverwaltung

Bernadette Rohner-von Deschwanden mit Tochter Monika und Söhnen Ueli, Jörg, Ruedi, Urs und ihren Familien Verwandte und Freunde

Lions Club Knonaueramt

In stiller Trauer:

Die Abdankungsfeier findet am Freitag, 15. November 2013, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Maschwanden statt. Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Du bleibst in unseren Herzen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

8. Oktober 1959 – 9. November 2013

Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft mindestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen.

Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Freitag, 15. November 2013, um 15.30 Uhr auf dem Friedhof in Knonau statt.

Sein grosser Wunsch, zu Hause im Kreise seiner Lieben gehen zu dürfen, ist in Erfüllung gegangen.

Peter Neu

TODESANZEIGE

geboren am 11. August 1918, wohnhaft gewesen in Knonau, Schlossmattstrasse 28, gestorben am 9. November 2013 in Knonau.

11. August 1918 – 9. November 2013

Traueradresse: Elsi Studer-Kleiner, Dörflistrasse 12, 8933 Maschwanden

Die Anträge und Akten liegen ab Montag, 25. November 2013, in der Gemeindekanzlei zur Einsicht auf.

Der Präsident: Kurt Weber Der Schreiber: Gregor Jurt

Ernst Rohner-von Deschwanden

Wir sind sehr traurig, aber auch dankbar, dass die lange Leidenszeit ein Ende gefunden hat.

D. Sekundarschulgemeinde (findet am Dienstag, 10. Dezember 2013 in Obfelden statt) 1. Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2014 (25 %) des Sekundarschulgutes. 2. Antrag der Sekundarschulpflege betreffend Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes.

Bezüglich des Stimmrechts wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte GPR vom 1. September 2003 verwiesen.

TODESANZEIGE

Den trauernden Angehörigen entbieten wir unsere herzlichste Anteilnahme. Schützenverein Hedingen Die Abdankung findet am Mittwoch, den 13. November 2013, um 14.00 Uhr in der Kirche Hedingen statt.

HERZLICHEN DANK sagen wir allen, die sich mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Art und Weise beim Abschied von

Andreas Flückiger 29. April 1951 – 22. Oktober 2013

zum Ausdruck brachten, sowie allen, die ihn auf seinem letzten Weg begleiteten. Uns bleibt die Erinnerung an einen wunderbaren Menschen. Ottenbach, im November 2013

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. November 2013

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Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses «Schulen nach Bern»: Die Sek. A3c aus Affoltern lernte die Spielregeln der direkten Demokratie Kurze Voten, aufmerksame Zuhörer und tiefer Geräuschpegel im Nationalratssaal – das sind Anzeichen dafür, dass nicht das Parlament, sondern die Jugend tagt. Beim Projekt «Schulen nach Bern» mischte diesmal die Sek. A3c aus Affoltern mit. ................................................... von thomas stöckli «Wie in alten Zeiten – nur mit einem vernünftigeren Publikum», scherzte Samuel Schmid, als er den Bundesrats-Platz im Nationalratssaal einnahm. Der alt Bundesrat sollte in der Folge seinen Teil dazu beitragen, dass das jugendliche Parlament äusserst realitätsnah tagen konnte. Die Ehre, die Versammlung zu eröffnen, fiel allerdings einer Affoltemerin zu. Die Schüler der sechs beteiligten Klassen hatten Sina Brändli zu ihrer Nationalratspräsidentin gewählt. Alt Nationalratspräsident Hanspeter Seiler half ihr bei der Versammlungsführung. Gegen Halbzeit ehrte dann auch die aktuelle Nationalratspräsidentin Maya Graf die Schüler mit ihrer Anwesenheit – und fand im Vergleich mit den echten Parlamentariern nur lobende Worte für die Jugendlichen: «Der Geräuschpegel ist tiefer, die Konzentration höher, die Abstimmungen sind effizienter: Ich bin beeindruckt!» Gefallen fand sie insbesondere auch an den kurzen, pointierten Voten und der Art, wie man sich gegenseitig zuhörte. «Ich hoffe, dass Politik Ihnen so viel Spass macht, dass Sie auch einsteigen», gab sie den Schülern mit auf den Weg und betonte: «Vieles, das hier entschieden wird, hat einen Einfluss auf Ihr Leben.»

Bereit für den Verhandlungs-Marathon im Nationalratssaal: Die Schülerinnen und Schüler der Sek. A3c. (Bilder Thomas Stöckli)

Sämi Schmid schlüpfte nochmals in die Rolle des Bundesrats.

Initiative «Abstimmen mit 16» Das Staatskunde-Projekt hatte für die Schüler schon lange vor der Nationalratsdebatte begonnen: Jede Klasse musste bereits im Vorfeld eine Volksinitiative mit mindestens 100 Unterschriften einreichen und eine eigene politische Partei bilden. «Abstimmen mit 16», lautete die politische Forderung der Affoltemer «Partei Jugend wählt» (PJW). Während der Lagerwoche in Bern wurden die Initiativen in Fraktionen und Kommissionen behandelt. Weiter standen für die Ennetgraben-Schüler eine Führung durchs Bundeshaus, ein Treffen mit Nationalrätin Jacqueline Fehr, ein eigens für diesen Zweck konzipierten Stadtrundgang und ein Besuch der griechischen Botschaft auf dem Programm. «Frau Nationalratspräsidentin, Herr Bundesrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ...» – die Schüler bewiesen bei der finalen Debatte am Donnerstagnachmittag im Nationalratssaal von Beginn an, dass sie die Spielregeln beherrschen. Angeregt diskutierten sie um Rechte und Pflichten als Staatsbürger, Sozialleistungen, falsche Anreize und Finanzierungslü-

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Dafür oder dagegen? Die Jugendlichen mussten in knapp fünf Stunden 19 Vorlagen behandeln. cken. Insgesamt wurden 19 Vorlagen behandelt. Die Initiativen wurden zwar allesamt deutlich abgeschmettert, immerhin fanden fünf Kommissions-Vorlagen und ein Gegenentwurf eine Mehrheit.

«Politik gibt es nicht nur in Bern» Einen Teilerfolg durfte schliesslich auch die Affoltemer PJW verbuchen. «Den Jugendlichen gehört die Zukunft, sie sollten sich früh mit Politik befas-

sen, damit später der Gang zur Urne zur Selbstverständlichkeit wird». Mit dieser Parole hatten sich Larisa Zubaku, Jonas Gribi und Jonas Fischer für «Abstimmen mit 16» stark gemacht. Jede Altersgrenze habe etwas Willkürliches, musste auch Samuel Schmid eingestehen: «Ich wurde mit 20 als volljährig erklärt, Sie werden es mit 18 und vielleicht ist es in Zukunft einmal ab 16.» Weiter rief er den Entscheid der Glarner Landsgemeinde in Erinnerung, welche 2007 bereits das

Keine Hemmung, ans Rednerpult zu treten.

Stimmrechtsalter 16 beschlossen hatte: «Der Entscheid zeigt, dass die Bevölkerung oft viel progressiver ist, als die Politiker hier drin», so der alt Bundesrat. Das Rollenspiel endete am Donnerstagabend, das Interesse an der Politik dürfte allerdings beim einen oder bei der anderen bleiben. Philippe Schwab, Generalsekretär der Bundesversammlung, appellierte jedenfalls an die Jugend, dranzubleiben: «Politik gibt es nicht nur in Bern, sondern

auch in eurer Gemeinde, in eurem Kanton.» Und was war für die Ennetgraben-Schüler das Highlight der Woche? Natürlich nannten die meisten die Debatte im Nationalratssaal. So auch Donart Atashi, auch wenn er gestand: «Am Anfang war ich ziemlich nervös.» Lea Kindlimann schwärmte derweil vom Besuch der griechischen Botschaft, «Das Bundeshaus ist mega schön», befand Schüler Shkumbin Beqiri und Victoria Vollenweider fand die Stadtführung spannend ...


Stellenanzeiger

Unsere Bauabteilung stellt den Unterhalt und die Werterhaltung von Strassennetz, Wasserversorgung, Kanalisation, Strom, und Kabelnetz sicher. Ausserdem ist sie für die gemeindeeigenen Liegenschaften (Vermietung, Unterhalt, Werterhaltung) sowie für die Planung und Koordination des Unterhalts der Friedhof- und Gartenanlagen, des Abfallwesens und der Führung des Hausdienstes verantwortlich. Unser Tiefbausekretär wird sich 2014 einer neuen Herausforderung stellen. Wir möchten die Abteilung neu organisieren und u. a. Dienstleistungen von Dritten vermehrt in Anspruch nehmen. Zur Leitung der neu strukturierten Abteilung suchen wir eine fachlich versierte, umsetzungsstarke und teamfähige Persönlichkeit als

Leiter/in Tiefbau und gemeindeeigene Liegenschaften In dieser Funktion leiten und überwachen Sie Projekte im Kernbereich wie auch in der Gesamtverwaltung und arbeiten mit externen Partnern wie Ingenieurbüros, KMUs, Architekten, Behörden, etc. zusammen. Sie nehmen Einsitz in verschiedenen Fachkommissionen und bringen dort Ideen und Lösungen ein. In Verhandlungen vertreten Sie die Interessen der Gemeinde. Ein offenes Ohr für Anliegen aus der Bevölkerung ist uns sehr wichtig. Als Stellvertreter/in der Bausekretärin Hochbau helfen Sie dort punktuell mit, Engpässe zu überwinden. Für diese anspruchsvolle und interessante Aufgabe verfügen Sie über ein fundiertes Wissen primär im Bereich Tiefbau und sekundär im Liegenschaftsbereich. Sie haben grosse Berufs- und Führungserfahrung. Ihre ausgewiesenen Kenntnisse im Bau- und Umweltschutzrecht sowie Management ermöglichen Ihnen ein lösungsorientiertes Arbeiten. Sie sind gewandt im schriftlichen und mündlichen Ausdruck und haben gute IT-Anwenderkenntnisse. Flexibilität und die Bereitschaft für Einsätze ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit ist für Sie selbstverständlich. Wir bieten Ihnen eine vielseitige und spannende Tätigkeit mit attraktiven Anstellungsbedingungen. Für Fragen stehen Ihnen der derzeitige Amtsinhaber Marcel Ehlers, Telefon 044 701 95 31, oder Primus Kaiser, Gemeindeschreiber, Telefon 044 701 95 00, gerne zur Verfügung.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. November 2013

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«Den Mut haben, neu anzufangen» Für Peter Ackermann, ehemaliger Spitalverwalter in Affoltern, fehlt eine Gesamtplanung für das Spital Dass der 30-Millionen-Betrag für ein neues Bettenhaus mit der neuen Rechtsform für das Spital Affoltern verknüpft wird, ist für Peter Ackermann einer der grössten Mängel der Abstimmungsvorlage. Der ehemalige Spitalverwalter fordert einen Neuanfang mit fundierter, umfassender Gesamtplanung. ................................................... von werner schneiter «Es fehlt ein Businessplan, es fehlen Gesamtkonzept und Langzeitplanung», kritisiert Peter Ackermann. Mit den 30 Mio. Franken für ein neues Bettenhaus stelle man den Verantwortlichen einen Blankocheck aus und kaufe die Katze im Sack, weil gesicherte Fakten fehlten. So plädiert er zum Beispiel dafür, zuzuwarten, bis die 120 Betten des Alterspflegezentrums von Senevita belegt sind und erst dann mit der Bettenplanung für den Langzeitbereich zu beginnen. «Es darf nicht sein, was bei der Planung der Demenz-Abteilung passiert ist: dass nach kurzer Zeit bereits zehn Betten fehlen», fügt Ackermann bei und plädiert dafür, das Volk mitreden zu lassen. «Wird diese Spitalvorlage angenommen, so ist der Souverän ausgeschaltet.

Volk soll über Bettenhaus abstimmen Der Kredit für ein neues Bettenhaus müsste unbedingt zur Abstimmung vorgelegt werden, aber erst dann, wenn sowohl für das Akutspital als auch für die Langzeitpflege ein Gesamtkonzept vorliegt», sagt Ackermann. Er verweist auf diesbezügliche Gespräche zwischen der Gemeinde Affoltern und dem Spital in Sachen Haus zum Seewadel und auf offenkundig vorliegende Pläne für ein 150-BettenPflegezentrum auf dem Spital-Areal. «Warum ist es nicht möglich, dass für alle noch offenen Projekte ein Gesamtkonzept erstellt wird, dass sämtliche Bedürfnisse der Bevölkerung abdeckt?», fragt sich Peter Ackermann. Er spricht sich gegen einen Neubau aus, der das Akutspital und die Langzeitpflege umfasst – das müsse getrennt werden. Zuerst den Neubau für ein Akutspital an die Hand nehmen

und nach erfolgter Planung auf Bezirksebene einen solche für die Langzeitpflege. «Wir haben ein gut betriebenes Spital und brauchen für eine gute Zukunft sicher ein neues Bettenhaus», betont Ackermann. Er weist den Vorwurf, ein «Totengräber» des Spitals zu sein, weit von sich. «Ich kämpfe für eine gesicherte Zukunft des Spitals Affoltern, aber auch dafür, dass die Bevölkerung mitreden kann.» Ihn ärgert, dass die Gegner der AG in der Hauszeitung des Spitals als «Totengräber des Spitals» dargestellt werden. «Das ist nicht sachlich und gehört auch nicht in eine Hauszeitung.» Ihn stört auch, dass in der gleichen Hauszeitung zu lesen ist, dass bei einem Ja zur AG alle Mitarbeitenden zwei zusätzliche Ferientage erhalten. Er gönne die beiden Ferientage dem Personal von Herzen. Mit einer solchen Aktion – die schon früher via Zweckverband möglich gewesen wäre – werde aber die Bevölkerung bei einem Nein zum Sündenbock gemacht, was der Sache nicht dienlich sei.

Das Fuder überladen

Für Peter Ackermann, von 1984 bis 1990 Spitalverwalter in Affoltern, fehlt eine Gesamtplanung. (Bild Werner Schneiter)

Ins Bild der fehlenden Gesamtplanung passt für ihn auch der Umstand, dass das Spital auf dem ehemaligen OVAAreal 480 Quadratmeter für Belegärzte gemietet wird. «Wird da am Ende ein Belegarzt-Spital geplant? Auch das wissen wir nicht – keine Facts sind auf den Tisch. Und auch das schürt das Misstrauen.» Weil nach seiner Auffassung derart viele Fragen offen sind, müssten die Verantwortlichen nun den Mut für einen Neustart aufbringen. Mit der Verknüpfung von neuer Rechtsform und neuem Bettenhaus sei das Fuder in der komplex schwer verständlichen Abstimmungsvorlage überladen und der Scherbenhaufen bei einem Nein ab 24. November gross, weil kein Plan B vorliege. Da benötige man fast drei Jahre Vorbereitungszeit für ein solches Projekt und «verbrate» rund 600 000 Franken. «Mit einer Änderung der Zweckverbandsstatuten wäre das innerhalb eines halben Jahres möglich gewesen – und erst noch erheblich kostengünstiger. Dazu ist keine AG nötig», hält Peter Ackermann fest. Er bestreitet auch, dass ein Zweckverband schwerfällig daherkommt; mit einer Statutenände-

rung könnte ebenfalls ein Verwaltungsrat installiert werden. «Das eigentliche Problem liegt nicht beim Zweckverband, sondern bei den Spitalpolitikern selbst». Als positives Beispiel nennt Peter Ackermann das Limmattal-Spital, das in einem Zweckverband – ebenfalls mit einem Verwaltungsrat – organisiert ist. Dort hat die Bevölkerung mit einem Ja-Anteil von 91 Prozent einem 270-Millionen-Kredit zugestimmt. Der Neubau kann 2018 bezogen werden. «Es zeigt, dass auch mit einem Zweckverband gut gearbeitet werden kann – unter Einbezug des Volkes», fügt er bei. Bei einer AG, selbst bei einer gemeinnützigen, die im Gesetz nicht einmal vorgesehen sei und in keinem anderen Spital so existiere, habe der Souverän nichts mehr zu sagen, keinen Einblick mehr, warnt Ackermann. Dann sei es nicht mehr «unser» Spital.

Statuten überarbeiten und Bettenhaus-Planung vorantreiben Was ist zu tun, wenn die Vorlage am 24. November abgelehnt wird? «Dann müssen die Zweckverbandsstatuten schnellstens überarbeitet werden –

und zwar durch externe Fachleute, denn sonst könnten unsere Politiker auf die Idee von einem ‹Gemeinnützigen› Zweckverband kommen. Die Ausarbeitung einer neuen Zweckverbandsvereinbarung ist innert sechs Monaten realisierbar. Und parallel dazu muss das Projekt Bettenhaus vorangetrieben werden, damit im 2016 mit dem Spatenstich begonnen werden kann», sagt der ehemalige Spitalverwalter. Er stört sich im Übrigen auch an der jetzigen Findungskommission für den Verwaltungsrat:. «Sie ist personell völlig falsch besetzt. Das müsste zu 100% externen Fachleuten übertragen werden. Ein VR-Honorar von 20 000 Franken für zirka 10 Personentage pro Jahr findet er zu hoch. Im grösseren Limmattal-Spital erhalten die VR deutlich weniger! Das neu gegründete Komitee «Pro Spital» bezeichnet Ackermann als «verlängerten Arm der Betriebskommission» und erkennt darin einen «Filz auf der ganzen Linie». Und wenn das Volk am 24. November Ja sagt zur neuen Rechtsform? «Dann haben wir ein Spital von Gemeindepolitikern für Gemeindepolitiker» und geben unsere Mitsprachemöglichkeiten aus den Händen.»

Peter Ackermann: Aktiv in der Gesundheitspolitik Obwohl pensioniert, ist der 67-jährige Peter Ackermann immer noch aktiv in der Gesundheitspolitik. Über einen Draht verfügt er unter anderem als Präsident der Vereinigung pensionierter Spitaldirektoren (VPS). In seiner aktiven Berufslaufbahn fungierte Ackermann von 1984 bis 1990 als Spitalverwalter in Affoltern. Danach wirkte er als stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes Zürcher Krankenhäuser (VZK). Von 1992 bis 1996 war er Direktor des Spitals Limmattal und hernach – nach einem schweren Unfall – in der Zürcher Gesundheitsdirektion Personalbeauftragter mit Schwerpunkt der Umsetzung einer strukturellen Besoldungsverordnung. Während vier Jahren gehörte er auch dem Gemeinderat Obfelden an. (-ter.)

suchtprävention der bezirke affoltern und dietikon anzeige

Prävention im Sportverein – eine Bier-Idee? Eine gute Bekannte rief mich kürzlich besorgt an, sie hätte ihren 16-Jährigen Sohn Marco am Turnfest in ihrem Dorf in einem desolaten Zustand vorgefunden. Während dem Fest sei er plötzlich verschwunden und war dann über längere Zeit auch per Handy nicht zu erreichen. Seine Turnerkollegen sagten auf ihre Nachfrage, Marco ginge es nicht so gut, er sitze hinter der Halle. Einerseits erleichtert, andererseits schockiert fand meine Bekannte ihren Sohn dort. Er war bleich und hatte sich soeben übergeben. Später fand sie heraus, dass er in kurzer Zeit über zwei Liter Bier getrunken hatte und sich deshalb nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Diese Geschichte gibt es in unzähligen verschiedenen Varianten. Und aufgrund von Presseartikeln müssen wir annehmen, das Sport und Bier gehören oftmals zusammengehören. «Bierselige Stimmung in Biel. So wild feiert die Turn-Gemeinde», dies die Schlagzeile von Blick.ch vom 16. Juni 2013. Weiter können wir lesen: «Neben Sport muss auch Platz fürs Feiern

sein. In der Nacht auf Samstag verwandeln Tausende junge Turnerinnen und Turner das Gelände in eine FestMeile. «Das ist einfach das Geilste», sagt ein Turner. «Grosi hat immer gesagt, wenn es heiss ist, muss man viel trinken. Genau das setzen wir momentan um», erklärt er und löscht seinen Durst mit dem Gerstensaft.»

Person gefährdet scheint? Sportleitenden im Jugendbereich empfiehlt J+S das Programm «cool and clean». Dieses nationale Präventionsprojekt im Schweizer Sport setzt sich für fairen und sauberen Sport ein. In den Bezirken Dietikon und Affoltern unterstützt die regionale Suchtpräventionsstelle Sportvereine bei Fragen rund um die Prävention. Und was ist mit Marco? Das diesjährige Turnfest ist ihm noch in lebendiger Erinnerung. Dass seine Mutter in jenem Moment präsent war und danach mit ihm den Suchtmittelkonsum thematisierte, war letztlich ein Glücksfall für ihn. Wenn Eltern, Sportleitende und VereinskollegInnen gemeinsam hinschauen – umso besser.

«cool and clean» Gerade in ländlichen Gegenden haben Sportvereine eine wichtige soziale Funktion. Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden finden im Vereinsleben Orientierung. Auch Führungsverantwortliche von Sportverbänden und Sportleiter sowie -leiterinnen müssen im Umgang mit Genussund Suchtmitteln Verantwortung übernehmen. Die Organisation Jugend & Sport (J+S) schärft dieses Bewusstsein, indem in der Aus- und Weiterbildung von TrainerInnen die Vorbildfunktion, unter anderem beim verantwortungsvollen Konsum, thematisiert wird. J+S greift in einem Präventions-

Franziska Schaub. (Bild zvg.) modul folgende Fragestellungen aus der Praxis auf: Wie gehe ich im Sportunterricht, im Training und beim Wettkampf mit Genuss- und Suchtmitteln um? Wie reagiere ich, wenn eine

Franzisca Schaub, Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon Informationen: Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon, Grabenstr. 9, 8952 Schlieren, Telefon 044 733 73 67. www.supad.ch, franzisca.schaub@sd-l.ch. Prävention im Sport «cool and clean»: www.coolandclean.ch

Spital Wollen wir eine Nomenklatura im Spital? Glauben Sie noch immer daran, auch abstruse Beschlüsse eines Verwaltungsrates ändern zu können? Ein Verwaltungsrat ist ein Instrument der Wirtschaft und diese kennt keine Demokratie! Haben Sie schon einmal versucht, die Strompreise, die der VR vom Elektrizitätswerk festlegt, zu verändern? Null Chance! Sollen wir da aus lauter Höflichkeit schweigen? Nach dem 24. November 2013 ist es zu spät, sich zu bewegen. In einer Spital-AG beschliessen nur 7 Verwaltungsräte wie eine Nomenklatura über unser Spital mit einem Vermögen von 149 Millionen Franken. Das erinnert an die Sowjetunion vor 1991! Käme die AG, hätten wir Null Chance, konkrete Zahlen zu erhalten und Vorgänge zu durchschauen. www.verein-zweckverband.ch Aktuell/Tagebuch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. November 2013

Folklore im sakralen Raum Kirchenkonzerte 2013 des Jodlerklubs Affoltern in Affoltern und Jonen Die Jodler und ihre musikalischen Gäste begeisterten in der vollbesetzten Kirche während zweier Stunden das Publikum mit fröhlichen und besinnlichen Jodelliedern. Das Kirchenkonzert mit den urchigen Melodien bot den zahlreichen Besuchern eine ganz spezielle musikalische Unterhaltung. ................................................... von martin mullis Mit der träfen Bemerkung, dass das Jodeln offensichtlich wieder populärer wird, kommentierte ein jüngerer Besucher vor der reformierten Kirche in Affoltern den Grossaufmarsch der Jodlerfans. Die Kirche war am Samstagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Den Chor der Kirche füllten gut und gerne 20 Jodler, begleitet von drei Jodlerinnen in den schönsten Sonntagstrachten. Die Sängerinnen und Sänger verwandelten das Gotteshaus bereits mit dem ersten Lied in einen Raum voller heimeliger Klänge. Sicher und selbstbewusst traten sie auf und wussten auch wohin mit ihren Händen, denn die stecken bei den Jodlern vorzugsweise stets in den Hosensäcken, ihre Hüte liessen sie jedoch ungeachtet des speziellen Ortes auf ihren Häuptern.

Der Reigen von Jodelliedern und Naturjodeln wurde mit einem besinnlichen Lied eröffnet, nachdem das Trio «Bergbuebe» die Besucher mit einem schmissigen Ländler willkommen geheissen hatte. Das Repertoire der Jodler zeigte sich beachtlich gross, unterhaltsam und abwechslungsreich. Die hochstehenden und auch berührenden Vorträge erzeugten bei den Kirchenbesuchern hie und da auch etwas Hühnerhaut. Eine Gruppe von elf Panflötenspielern unter der Leitung von Moni Näf, aus Langnau am Albis und Küssnacht am Rigi, sorgte mit ihren sphärischen Klängen zwischen den Jodelvorträgen für Abwechslung. Auch das Trio «Bergbuebe» verband die einzelnen Auftritte zur Freude der Besucher mit ihren mitreissenden Ländlermelodien.

Lüpfige Klänge im sakralen Raum Zusammen mit dem gesamten Jodlerklub schaukelten die Panflötenspieler sich mit dem Stück «Wolgalied» etwas gar gewagt über die musikalischen Wellen, doch die Zuschauer verdeckten mit zaghaftem Mitsingen die schwierigen Passagen. Viel Applaus erhielt auch das Quartett mit der Dirigentin Theres Lüscher und drei Jodlern. Die Kirche als Ort der Besinnung und der Stille bot den lüpfigen Melodien erstaunlicherweise eine ausge-

Ein einzigartiges musikalisches Erlebnis: Kirchenkonzert des Jodlerklubs Affoltern am Albis. (Bild Martin Mullis)

zeichnete Klangfülle, und im sakralen Raum erhielten die Fröhlichkeit und die Juchzer einen doppelt starken Nachhall. Der Moderatorin Marianne Kölliker gelang es ausgezeichnet, die musikalischen Vorträge mit besinnlichen Geschichten und Gleichnissen zu verbinden. Den erwartungsvollen Be-

suchern wurde ein Klangerlebnis vom Feinsten geboten, das ganz sicher so manches Jodlerherz etwas höher schlagen liess. Am Ende des 12. Kirchenkonzertes seit Bestehen des Vereins, dankte Präsident Werner Haas allen Beteiligten herzlich für ihre Mithilfe. Der Jodler-

klub Affoltern am Albis, feiert übrigens nächstes Jahr seinen 70. Geburtstag. Der warme und langanhaltende Applaus der begeisterten Besucher zeigte deutlich ihre Dankbarkeit für das einzigartige musikalische Erlebnis.

Flower Power in Mettmenstetten Der Chor «vocal emotions» entführte die Konzertbesucher in die Hippie-Zeit Kaum jemand brachte es am vergangenen Samstagabend fertig, unbeweglich auf dem Stuhl in der Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten zu sitzen. Die Songs aus der Zeit der Blumenkinder, dargeboten von rund fünfzig Sängerinnen und Sängern, begleitet von einem VierMann-Orchester, brachten den ganzen Saal zum Mitwippen und Mitsingen.

gann denn auch das Programm, gefolgt von «To my Father’s House» und «Dream a Little Dream of me». Mit «Good Vibrations», einem Titel der Beach Boys, versetzte Solosängerin Isa Wiss mit ihrer tiefen, vollen und wandlungsfähigen Stimme in Erstaunen. Das stimmliche Spektrum der Sängerin ist unglaublich vielfältig – und doch ist sie sich auf eine überzeugende, souveräne Art treu. Wenn beispielsweise «Hey Jude» von John Lennon relativ süsslich begann, explodierte das bekannte Stück vor Kraft und Emotionen, als sie mit ihrer Interpretation einsetzte. Lobend zu erwähnen ist die begleitende Band, die es verstand, den Hippie-Sound authentisch wiederzugeben.

................................................... von regula zellweger «Wer hier alle Lieder mitsingen kann, der ist alt», erklärte Konzertbesucherin Franziska Sykora lachend. Denn Flower Power ist Ausdruck einer Generation, die sich in den Sechzigern von bürgerlichen Zwängen und Tabus lösen wollte und propagierte: «Make love, not war». Was als Protest gegen den Vietnamkrieg viele junge Menschen begeisterte, fand Ausdruck in der Musik von beispielsweise Bob Dylan, Joan Baez, Jimi Hendrix und Janis

Ausklang

Von allen Chormitgliedern geschätzt: der temperamentvolle Dirigent Peter Werlen. (Bilder Regula Zellweger) Joplin oder von Gruppen wie The Doors, The Mamas and the Papas, The Byrds und den Beatles. Das Konzert der «vocal emotions» aus Baar bewies, dass sich heute nicht nur Alt68-er nostalgisch dafür begeistern können, sondern auch junge Menschen.

Buntes Bild

Solosängerin Isa Wiss überzeugte das Publikum. Das Zusammenwirken mit dem Chor, der Band und dem Dirigenten war sehr professionell. Sie steckte mit ihrer sympathischen, natürlichen Begeisterung alle im Saal an.

Sichtlich Spass gemacht haben muss den Chormitgliedern, darunter auch einigen Säuliämtlerinnen und Säuliämtlern, sich in Hippie-Mode zu

kleiden. Schlaghosen, schwingende lange Kleider und Röcke, Häkeljacken und -gilets, Batik-Shirts, lange Halsketten, Haarschmuck, Lederstiefel oder Riemchensandalen – und auf alle Fälle bunte Tücher, um den Kopf, den Hals und die Taille. Was weitgehend fehlte, waren wallende Haartrachten bei den Herren. Allenfalls Dirigent Peter Werlen konnte da mithalten. Der Walliser Chorleiter versteht es, das Beste aus dem Chor herauszuholen. Die Sympathiebezeugungen der Chormitglieder liessen erkennen, wie sehr Peter Werlen seine Begeisterung auf andere übertragen kann.

Grosses Engagement Karolina Moser und Heidi Lerch sitzen in der zweiten Reihe und fiebern mit. Die beiden sind langjährige und begeisterte Chormitglieder und bleiben

heute im Publikum, die eine mit verletztem Bein, die andere mit einer erkältungsbedingten Bierstimme. Karolina Moser erzählt, dass der Chor alle zwei Jahre ein grosses Projekt habe, dazwischen kleinere Konzerte – und dass er auch gebucht werden könne, beispielsweise für Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenanlässe. Einmal hätten sie auch am Neuzuzügeranlass der Gemeinde gesungen – und damit Neumitglieder geworben. Wie bei vielen Chören fehlen «vocal emotions» Männer. Noten lesen können sei nicht zwingend, meint Karolina Moser. Erwartet werden persönliches Engagement, Freude am Singen und regelmässige Probenbesuche.

Anspruchsvolles Programm Die Hippie-Bewegung ging von San Francisco aus, mit «San Francisco» be-

Die Reihe der rund 20 in flottem Tempo dargebotenen Songs wurde unterbrochen von einer Pause. Titel wie «Mr. Tambourine Man», «Where have all the Flowers gone», «In the year 2525», «Son of a Preacher Man», «In the Summertime» und bekannten Stücken aus dem Musical «Hair» liessen die Zeit verfliegen. Mit dem tosenden Schlussapplaus erreichte das Publikum, dass drei Zugaben gegeben wurden. Viele Besucher verköstigten sich noch in den drei Hippie-Bars, plauderten von alten Zeiten, von Geschichten rund um Bands und Stars der FlowerPower-Zeit, um dann beschwingt nach Hause zu gehen. – Für den Chor gibt es jetzt eine kurze Winterpause. Das Thema für das neue Projekt ist noch nicht bestimmt. Zeit also, vor allem für Männer, für das neue Jahr den Vorsatz zu fassen, einmal einer Probe beizuwohnen, um dann zu entscheiden, ob sie dem Chor beitreten wollen. Denn Singen ist gesund und macht eine Menge Spass. Informationen www.vocal-emotions.ch


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Dienstag, 12. November 2013

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Vielstimmig besungene Freude am Leben Jubiläumskonzert 150 Jahre Sängerbund am Albis in der reformierten Kirche in Mettmenstetten

Der Sängerbund am Albis, unterstützt von Sängern aus den Männerchören Mettmenstetten und Wettswil-Bonstetten sowie der Pianistin Seraina Brügger (Bild rechts), gab am vergangenen Sonntag in der reformierten Kirche Mettmenstetten ein lange und viel beklatschtes Jubiläumskonzert. (Bild Urs E. Kneubühl)

Vergangenen Sonntag lieferte der Männerchor Sängerbund am Albis in der sehr gut besetzten reformierten Kirche Mettmenstetten mit einem prächtigen Melodienstrauss einen bravourösen Beweis seines Könnens ab.

Abend mit Claude Debussys «Le Petit Nègre» und der Prelude No 5, Opus 23, von Sergei Rachmaninoff treffend einleitete und in der Pause mit einem von jazzigen Momenten durchsetzten Ragtime von Jelly Roll Morton auch in den zweiten Konzertteil überleitete.

................................................... von urs e. kneubühl

Breite Palette geistlichen, weltlichen wie klassischen Chorgesangs

Sängerbund am Albis heisst Männerchor-Musik mit Tradition. 1863 gegründet, kann er heuer sein 150-JahrJubiläum feiern. Gemacht hat er dies, stimmkräftig unterstützt von Sängern aus den Männerchören Mettmenstetten und Wettswil-Bonstetten, am vergangenen Sonntagabend in der sehr gut besetzten reformierten Kirche Mettmenstetten mit einem lange und viel beklatschten Jubiläumskonzert. Musikalisch fabelhaft umrahmt wurde das Chorkonzert von der talentierten Pianistin Seraina Brügger, die den

Das Programm bot eine breite Palette der vierstimmigen Männerchorliteratur: geistliche, weltliche wie klassische. Zu Ersteren gehören etwa «Schäfers Sonntagslied» von Conradin Kreutzer (Text: Ludwig Uhland), die Hans-Georg-Nägeli-Lieder «Der Mensch lebt und bestehet» (mit Worten von Matthias Claudius) und «Christenglaube» oder das Appenzeller Landsgemeindelied «Ode an Gott/Alles Leben strömt aus Dir». Zur «weltlichen Gattung» gehören Volkslieder wie «s’Vreneli ab em Guggisberg» und Trinklieder wie Karl Attenhofers «Margret am

Tore» – Attenhofer war 1867 bis 1868 Dirigent des Sängerbunds am Albis – oder «Aus der Traube in die Tonne» von Kurt Lissmann und als klassisch dürfen das bekannte Klagelied «Warum bist du gekommen» aus der veristischen Oper «Pagliacci» (Der Bajazzo) von Ruggiero Leoncavallo sowie der prächtig a capella intonierte «Jägerchor» aus Carl Maria von Webers Oper «Der Freischütz» bezeichnet werden. Egal, welche Gattungszugehörigkeit die gesungenen Kleinodien auch hatten, die 28 Sänger, präzise und dynamisch dirigiert von Reto Huter, der die einzelnen Vorträge vorab auch interessant und witzig kommentierte, erbrachten einen beachtlichen Beweis dafür, zu welchen Glanzleistungen sie in der Lage sind. Präsenz, Musikalität und stimmliches Engagement stehen ganz oben, gesungen wurde homogen, Rhythmen wurden präzise umgesetzt und dynamische Wechsel organisch eingebaut. So entstanden für die begeisterte Zuhörerschar herrliche Mo-

mente, die mit anhaltendem Applaus und zwei Zugaben endeten.

Jubiläum 150 Jahre Sängerbund am Albis In seiner kurzen Ansprache zu Beginn des Abends fasste Präsident Kurt Kienast die lange Geschichte des Sängerbundes am Albis zusammen. Im September 1863, ein Jahr vor Inbetriebnahme der Bahnstrecke von Zürich Altstetten über Affoltern am Albis nach Zug, entstand der Sängerbund am Albis als Bund von Sängern aus den verschiedenen Männerchören im Bezirk Affoltern. Es war Emanuel Grob, Pfarrer von Hedingen, der die begabten und motivierten Sänger aus den Vereinen des Bezirks zusammenrief. Sechzehn Leute waren nötig, um sich für das Eidgenössische Sängerfest 1864 anmelden zu können, was knapp geschafft wurde. Das wurde etwas später ganz anders, der Sängerbund erlebte eine regelrechte Hochblüte und im

fünfzigsten Jahr seines Bestehens zählte er siebzig Mitglieder, wovon 24 Lehrer und fünf Pfarrer waren. Heute, so merkte Kienast an, besteht der Sängerbund aus zwanzig Mitgliedern und würde sich über Zuwachs sehr freuen: «Neue Mitglieder sind herzlich willkommen – wir nehmen auch gerne junge Männer auf –, denn wir wollen, dass der Sängerbund bestehen bleibt!» Das erforderliche Engagement sei sehr überschaubar – Proben ca. 14-täglich im Singsaal des Schulhauses Zwillikon –, zumal viele der Sängerbund-Kameraden auch in anderen Chören mitmachen würden. Präsident Kurt Kienast bedankte sich zum Konzertschluss bei den zahlreich erschienenen Gesangsfreunden, der Pianistin Seraina Brügger, Dirigent Reto Huter und Sängerbundchronist Peter K. Jakob, der auf der Homepage www.saengerbund-am-albis.ch die 150-jährige Geschichte des Sängerbunds am Albis ausführlich beschrieben hat.

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Spital: Zweckverband oder AG? Als Arzt und Ökonom verstehe ich mich nicht als komplett uninformiert oder reflexionsunfähig in Sachen Gesundheitswesen. Nach allen Wortmeldungen, Debatten und Artikeln hin zur nationalen Presse, wo Befürworter und Gegner der Umwandlung des Spitals Affoltern in eine AG argumentiert haben, gibt es noch eine Reihe von einfachen Fragen die unbeantwortet bleiben. Da die Kernaufgabe eines Spitals die medizinische Versorgung von Kranken darstellt, schauen wir uns ein konkretes Beispiel an. Nehmen wir an, dass ich am 13. November notfallmässig mit einer doppelten Lungenembolie ins Spital Affoltern eingeliefert werde. Auf die folgenden fünf Fragen erwarte ich einleuchtende Antworten, denn für mich ist die zentrale Frage und der Zweck des Spitals meine Heilung: 1. Eine doppelte Lungenembolie ist lebensgefährlich. Was hat die Umwandlung in einer AG für positive oder negative Konsequenzen auf meine Überlebens- und Genesungschancen? 2. Durch welche konkreten und kausalen Wirkungsmechanismen be-

einflusst die Umwandlung in eine AG eine positive Entwicklung meiner Krankheit, sprich die Rückbildung der Embolien in meiner Lungen? 3. Den Preis für meine Gesundheit können wir durch die Summe der Kosten für alle Leistungen, die für meine Genesung nötig sind, berechnen. Die Krankenkasse wird die Rechnung zahlen. Der Wert meiner Gesundheit wird für mich, meine Familie, meine Freunde und meinen Arbeitgeber spürbar. Welchen positiven oder negativen Effekt (im Vergleich zum Zweckverband) hat die Umwandlung in eine AG auf das ökonomische Resultat? Dieses in der zuversichtlichen Annahme, dass die Angestellten des Spitals mich «State of the Art» behandeln werden, medizinisch, menschlich, marktwirtschaftlich wie das Modell Affoltern es immer gelebt hat, 4. Aus welchen Gründen ist die Form der AG, im Vergleich zur anderen, die geeignete Form, um die Gesundheit der Bevölkerung zu unterstützen, bzw. was kann diese Form für die Gesundheitserhaltung des Patienten /Bürgers oder die Vermeidung einer stetigen Steigerung der Kranken-

prämien bewirken, was andere Formen nicht können? 5. Angenommen, dass die Umwandlung in eine AG wirklich die geeignete und gesündere Form der Organisation für die Ökonomie und das Gesundheitswesen ist, was spricht dagegen, dass wir sinnvollerweise dieses Erfolgsmodell in weiteren Gesellschaftsbereichen anwenden? Das Justizwesen, das Asylwesen, die Armee, die Kirche, die Familie, das Schulwesen usw. Im Klartext, nicht nur das Gesundheitswesen ist mit finanziellen Sorgen konfrontiert. Könnten wir uns die Frage stellen, warum sollten wir nicht auch diese Organisationsformen in gesündere AGs umwandeln? Zum Glück ist die Lungengeschichte nur ein Fallbeispiel, und mich würde sehr freuen nach dem 13. November, mit grosser Achtsamkeit und Dankbarkeit klare und befriedigende Antworten auf diese Fragen zu lesen. Dr. med. Jean-Luc Gerard, Wettswil ................................................... > Weitere Zuschriften auf den Seiten 10, 11 und 12

Haben auch Sie am 25. November 2012 dem Neubau «Verpflegungs- und Energiezentrum» im Spital zusammen mit 12 400 anderen zugestimmt? Sie möchten wir kennen lernen! Von 32 700 Stimmberechtigten im Bezirk haben 14 300 an der Abstimmung teilgenommen. 12 400 stimmten JA, 1900 Nein. Wir haben zwar einen grossartigen Sieg, aber leider nur auf halber Strecke errungen. Dazu ein Beispiel: in Wettingen befand sich das Krankenheim Sonnenblick. Dort wurden innerhalb von 20 Jahren 85 Millionen an öffentlichen Geldern verbaut. Der Betrieb wurde heruntergewirtschaftet und vor wenigen Jahren für 15 Millionen als AG an die Ärzte verkauft und ging dann kurz darauf pleite. Was können wir daraus lernen? Unser Spital bedarf einer stabilen, demokratisch abgestützten Trägerschaft mit einer vorgesetzten Instanz, die von den Wählenden vom Bezirk gewählt oder abgewählt werden. Nur durch das Mitwirken von uns allen kann vermieden werden, dass abstruse Beschlüsse gefasst werden. Die Versuchung liegt sehr nahe, dass ein anonymer Verwaltungsrat einer AG bald einmal der süssen Versuchung erliegen könnte, (auch wenn sie das heute mit einer Vasella-Miene vehement abstreiten) aus unserem Spital eine elitäre Privatklinik für gut Betuchte und gar für Scheichs und russische Oligarchen zu installieren. Man beachte die Entwicklung in der privatisierten Klinik Bethanien in Zürich, da laufen aktuell genau diese Bestrebungen – übrigens mit den bekannten unangenehmen Folgen für das Personal. Wenn wir den Zweckverband vernünftig reformieren und diesen beibehalten, können wir diese Eskapaden vermeiden. Einen Zweckverband kann man nicht verkaufen, eine AG schon. Deshalb bitten wir Sie, machen Sie bei uns mit. 12 400 weitere Mitglieder würden unsere Position massiv stärken und der Betriebskommission positive Inspirationen vermitteln. Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Helfen Sie bitte mit, solche Inserate zu finanzieren. Einzahlungsscheine bitte bei uns bestellen. www.verein-zweckverband.ch

info@verein-zweckverband.ch


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Forum

Dienstag, 12. November 2013

Unser Spital hat Zukunft – mit der neuen Rechtsform Das Spital Affoltern ist mein Spital: hier habe ich gearbeitet, hier sind unsere Kinder zur Welt gekommen, hier bin ich operiert worden. In diesem Spital werden die Patientinnen und Patienten, die mir ihr Vertrauen schenken, von mir zur Abklärung und Behandlung hingewiesen. Weil ich genau weiss, dass sie in guten Händen sind. Alles Gründe, warum für mich persönlich die Zukunft des Spitals ganz wichtig ist. Diese Zukunft war nicht immer gesichert: Erinnern wir uns an die Spi-

talliste von Frau Diener, der einige Spitäler zum Opfer gefallen sind. Affoltern hat dort dank des Einsatzes seines ganzen Teams unter Führung von Dr. Hess überlebt. Und nicht dank des Zweckverbands. Wirren in der Delegiertenversammlung, also im obersten Organ des Zweckverbands, um die Finanzierung der neuen Küche hat das Spital gerade vor Kurzem geschüttelt. Mit der neuen Rechtsform kann das nicht passieren. Die Spitallandschaft hat sich verändert. Konnte man vor 30 Jahren ein

Familieninitiative schafft mehr Gerechtigkeit

Langzeitpflege und die Spital AG

Grundsätzlich liegt die Betreuung der Kinder in der Verantwortung der Eltern. Sind beide Elternteile erwerbstätig, wird die Kinderbetreuung durch andere wahrgenommen, was mit Kosten verbunden ist. Dies muss von den beiden Einkommen der Eltern bezahlt werden. Der Staat möchte diese Kosten mildern, indem Steuerabzüge gewährt werden, wenn die Kinder ausserfamiliär betreut werden. Zusätzlich wird die ausserfamiliäre Kinderbetreuung abhängig von der finanziellen Lage der Eltern vom Staat subventioniert. Betreuen die Eltern die Kinder selber, müssen sie in der Regel auf ein Einkommen verzichten. Im Gegensatz zu den Paaren mit zwei Einkommen können die Paare, welche die Kinder selber betreuen, und dadurch nur mit einem Einkommen leben, keinen steuerlichen Abzug für die Kinderbetreuung geltend machen. Der Staat bevorzugt dadurch das Familienmodell der doppelt verdienenden Eltern nach dem Motto: Wer hat, dem wird gegeben. Die Familieninitiative schafft im Bereich der finanziellen Belastung infolge der Kinderbetreuung Gerechtigkeit, indem auch der Aufwand für die Eigenbetreuung der Kinder angemessen berücksichtigt wird und kann darum zur Annahme empfohlen werden. Mauritius Bollier, Hedingen

Dank nach Brand Wir bedanken uns vor allem bei der Feuerwehr Affoltern für die rasche und kompetente Hilfe. Sie haben unser Zuhause so gut es ging zu retten versucht und uns sehr gut betreut. Wir bedanken uns bei den Nachbarn für die Hilfe, sei es mit Jacken, Getränken und jegliche Fürsorge. Wir bedanken uns bei allen, die uns Hilfe angeboten haben und weiter zur Seite stehen, für all die tröstenden Worte die Unterstützung und für jede Umarmung. Wir bedanken uns bei Freunden, die uns ein Dach über dem Kopf geben, bei allen, die uns Kleider und das Nötigste schenken. Wir sind wie viele anderen sprachlos und geschockt. Wir sind dankbar, dass wir uns retten konnten und werden versuchen, das wunderbare Sunehuus wieder aufzubauen. Maya Streich, Reto Lang, Andrea Streich, Marcel Auner, Affoltern

In den letzten Monaten wurde von den AG-Befürwortern der Aspekt Alters- und Langzeitpflege immer dann ins Spiel gebracht, wenn es den eigenen Interessen dienlich war. In den offiziellen Erklärungen des Gemeinderates Affoltern zur Vorlage werden nun unter dem Abschnitt «Plätze in der Langzeitpflege werden durch die GSA gesichert» eindeutig falsche und widersprüchliche Aussagen gemacht. Tatsache ist, dass die Gemeinden nach wie vor in der Verantwortung sind, für ihre Bevölkerung «genügend Pflegeplätze» nicht nur anzubieten sondern auch sicher zu stellen. Der Gesetzgeber lässt allerdings die zu wählende Form offen. Vor einem Jahr haben die Stimmbürger von Affoltern eine Leistungsvereinbarung mit der Senevita AG als Ersatz des Hauses zum Seewadel klar abgelehnt. Der wichtigste Grund war die Unsicherheit über die Kostenentwicklung bei einem privaten Unternehmen und die Mitsprachemöglichkeiten zu Qualität. Die hochbetagten Menschen bedürfen der Unterstützung durch ihre Familien und Vertrauenspersonen, welche ihre Anliegen vertreten können und sollen. Bei einem Ja zur GSA entfällt diese

Spital verwalten, wie Herr Hintermeister das vorbildlich getan hat, so ist in der heutigen Zeit ein rasches Reagieren auf plötzlich sich verändernde Situationen wichtig. Der Zweckverband ist da zu träge, zu langsam. Nur mit der neuen Rechtsform kann sich das Spital Affoltern an die Bedürfnisse der Bevölkerung anpassen, und ihnen gerecht werden. Jede Veränderung weckt Ängste. Aber Stillstand bedeutet Untergang. Als Stimmbürger kann ich in der neuen Rechtsform über die Gemeinden,

Möglichkeit. Denn in der Information zur Urnenabstimmung Seite 5 unter «Weshalb eine Gemeinnützige Aktiengesellschaft? Demokratischer Einfluss» das heute bestehende Initiativ- und Referendumsrecht wird abgeschafft, Strategie und operatives Geschäft liegen einzig in der Kompetenz der GSA. Diese Aussage drückt klar aus, dass wir nicht oder kaum angehört werden, oder anders ausgedrückt «Ade, demokratisches Mitspracherecht». Wollen wir dies? Die hohen Kosten sind Teil der grossen und berechtigten Sorgen im Alter. Bei einer Spital-AG stehen wir bei der Langzeitpflege Sonnenberg vor den genau gleichen Fragen wie vor einem Jahr bei der Senevita: Was werden ältere Leute, die eine Pflegeleistung in Anspruch nehmen müssen im Bereich Langzeitpflege zu bezahlen haben? Die Leistungen der Langzeitpflege und des Akutspitals werden völlig unterschiedlich berechnet und finanziert, laufen aber beide unter der gleichen Gesellschaft, welche bei den Leistungsvereinbarungen mit den Gemeinden «die kostendeckende Finanzierung» festlegt (Zitat aus der Interkommunalen Vereinbarung) Und es ist

die ja die einzigen Aktionäre sind, Einfluss nehmen. Im Verwaltungsrat werden Leute sitzen, die in ihrem Bereich vom Fach sind. Und nicht dort sitzen, weil sie in der Gemeinde gerade dieses Ressort unter sich haben. Unser Spital verdient es, für die Zukunft optimal aufgestellt zu werden: mit einem Ja zum Austritt aus dem Zweckverband und einem überzeugten Ja zur neuen Rechtsform. Dr. med. Philippe Luchsinger, Hausarzt, Affoltern

naheliegend, Geld bei der Langzeitpflege zu holen. Pensionspreise sind einfacher zu erhöhen als vorgegebene Fallpauschalen! Wir sind gegen die Auflösung des Zweckverbandes zum heutigen Zeitpunkt, weil eine AG, gemeinnützig oder nicht, in erster Linie eine gewinnorientierte Organisation ist! Als zahlenmässig starke Bevölkerungsgruppe erheben wir den Anspruch mit unseren Anliegen ernst genommen zu werden. Die heutige ältere Generation hat durch ihre Schaffenskraft Wohlstand erzeugt! Um diesen Wohlstand zu erhalten, benötigen wir keine AG sondern Gemeinden, welche das Gemeinwohl und das Gemeingut schützen. Dass wir in der GSA nichts zu sagen haben bei einem möglichen Liegenschaftenverkauf ist ebenfalls deklariert. Bei einem Verkauf über 2 Millionen werden wir zwar unsere Meinung äussern können, doch wir lesen: «Diese ist nicht bindend. Über den Verkauf entscheidet in jedem Fall der Verwaltungsrat.» Deshalb im Interesse unserer Bevölkerung: zweimal Nein am 24. November! Hanna Belck-Spahn und Annagret Camenisch-Nägeli, Komitee Pro Seewadel

Haben die Chefärzte die Abstimmungsvorlage gelesen? Zum Interview mit den SpitalChefärzt/innen zur Abstimmung «Neue Rechtsform» vom 24. November im «Anzeiger» vom 8. November 2013. Im «Anzeiger» vom 8. November machen die sechs Chefärztinnen und -ärzte des Spitals Affoltern Propaganda für die Spital-AG. Ihre Vorbehalte gegen die AG seien ausgeräumt, nachdem mit der Überarbeitung der Vorlage eine Beteiligung Dritter bzw. gewinnorientierter Investoren ausgeschlossen sei und es nur noch eine AG im Besitz der Gemeinden geben soll, lassen sie sich verlauten. Haben die Chefärzt/innen die Abstimmungsvorlage überhaupt studiert oder lassen sie sich einfach in die Propaganda-Maschinerie der Befürworter einspannen? Mit der Umwandlung des Spitals in eine AG wird der Einstieg profitorientierter Investoren erst möglich ge-

macht. Zwar bleiben die Aktien zuerst im Besitz der Gemeinden, aber bereits nach fünf Jahren dürfen sie ihre Aktien verkaufen – bei Zustimmung der anderen Aktionäre sogar schon früher. Auch die Beteiligung privater Investoren an der Spital-AG ist nicht ausgeschlossen, wie dies immer wieder behauptet wird. Die Beteiligung privater Dritter ist sogar ohne Aktienverkauf durch die Gemeinden möglich, indem sich Investoren bei einer Kapitalerhöhung an der Spital-AG beteiligen könnten. Ausländische Spitalketten wie die deutschen Fresenius, Ameos oder Rhön stehen in den Startlöchern, um in der Schweiz öffentliche Spitäler zu übernehmen. Auch Konzerne wie die Genolier Swiss Medical Network (GNMS) wollen Spitäler kaufen: Der GSMN gehören bereits 14 Kliniken in der Schweiz, und sie will mindestens noch ein Dutzend dazukaufen. Ihr Ziel: ein Spital in jedem Kanton. Privaten Investoren geht es vor allem um

eines: Sie wollen mit der Behandlung und Pflege kranker und verunfallter Menschen Gewinne machen. Im Spital Affoltern könnten sie ihr Geschäft noch auf die alten Menschen in der Langzeitpflege ausdehnen.

Aus den Fehlern unserer Nachbarn unsere Lehren ziehen Den Rendite-Vorgaben privater Investoren können sich auch Chefärzte nicht entziehen. Das weiss, wer die Entwicklung in Deutschland beobachtet, wo mittlerweile rund 75% der Spitäler privatisiert sind. Wir dürfen aus den Fehlern unserer Nachbarn unsere Lehren ziehen. Keine Aktionärsgewinne auf Kosten unserer Gesundheit! Darum: zweimal Nein zur Privatisierung des Spitals Affoltern. Brigitte Gügler, Gewerkschaftssekretärin VPOD Zürich

Die Alternative ist passender In grosser Einigkeit sprechen sich die Gemeinden dafür aus, dass das Spital Affoltern in öffentlicher Hand bleiben soll. Warum wählen sie denn dafür nicht eine Trägerschaft, die sich dafür eignet, eine Interkommunale Anstalt oder einen Zweckverband? Das Abstimmungscouvert wäre weit weniger dick, es bräuchte nicht die vielen Seiten und Erklärungen, um abzusichern und darzulegen, dass eine Rechtsform, erfunden für das private Recht, sich demokratisch zurechtbiegen lässt. Bleiben wir doch beim passenden Original, dem Zweckverband. Mit den neuen gesetzlichen Grundlagen und basierend auf Musterstatuten vom Kanton gelingt es der Projektleitung sicher in kurzer Zeit, Statuten auszuarbeiten, die dem Spital die nötige Freiheit und den erforderlichen Handlungsspielraum ermöglichen, die Gemeinden aber in der Verantwortung belässt. Die Vorarbeiten sind ja gemacht: Die Zahlen für den eigenen Finanzhaushalt des Zweckverbands liegen vor; die Überlegungen, wie sich die ideale Betriebskommission zusammensetzen sollte, sind gemacht – was für einen Verwaltungsrat gelten soll, kann auf eine Betriebskommission übertragen werden. Ob die Anzahl Delegiertenstimmen auf die Gemeindegrösse abgestimmt werden soll, könnte neu eingeführt und diskutiert werden – bei der AG wäre die Stimmkraft der Gemeinden nach Aktienkapital gewichtet. Und ob die Delegierten unabhängig stimmen oder ob festgelegt wird, dass sie die Meinung ihres Gesamtgemeinderates zu vertreten haben, könnte, muss aber nicht, in die neuen Statuten einfliessen.

Zusammenarbeit im Bezirk Wie auch immer der neue Zweckverband aussehen wird, eines bleibt den Gemeinden erhalten: sie müssen ein Budget genehmigen und behalten damit die Kontrolle über die zukünftige Entwicklung des Spitals. Es bleibt auch erhalten, dass unsere Gemeinden im Bezirk Affoltern eng zusammenarbeiten und sich zusammen setzen, um wichtige Entscheide zu diskutieren. Die enge Zusammenarbeit im Bezirk ist mir ein Anliegen. Das Kleinräumige und die persönliche Verbundenheit in unserem Bezirk sind einmalig. In einem Zweckverband wird der Austausch zwischen den Gemeinden gepflegt, das ist wertvoll. Ich bin überzeugt, dass ein modern ausgestalteter Zweckverband Spital kaum träger sein wird, als diese propagierte AG, die bei wichtigen Entscheiden ja auch die Gemeinden befragen muss, aber dann die Freiheit hat, allenfalls doch anders zu entscheiden. Vielleicht ist auch «immer schneller» gar nicht immer besser? Lassen wir uns nicht beirren von den in den Abstimmungsunterlagen dargelegten Nachteilen des Zweckverbandes gegenüber einer AG! Diese beziehen sich vor allem auf den alten Spitalzweckverband. Die Projektleitung hat sich nicht im Detail mit einer Alternative auseinandergesetzt. Geben wir unser Spital nicht aus der Hand – wer zweimal Nein stimmt, sagt Ja zu einem Spital in der Verantwortung der Gemeinden. Franziska Sykora, SP Bezirk Affoltern


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Dienstag, 12. November 2013

Ja zur Zukunft unseres Spitals!

Sachlichkeit statt Diffamierung

Die Ziele sind klar formuliert: Die rechtlichen und die finanziellen Grundlagen für das Spital Affoltern sollen über die Trägerschaft so beschaffen sein, dass eine solide Basis für die Erhaltung, die Erneuerung und die Erweiterung der baulichen Anlagen sowie der künftigen Aufgaben gewährleistet wird. Die Gemeinden als Eigentümerinnen der Anlagen samt Landreserven bilden weiterhin die Trägerschaft. Darauf aufbauend, kann eine kompetente und ertragreiche Führung des Spitalbetriebs mit seinen verschiedenen Zweigen gesichert werden. Nicht ausgeschöpfte Reserven können künftig genutzt werden, ohne dass Immobilien veräussert werden müssen. Die Gemeinden werden so nicht nur personell, sondern auch finanziell entlastet. Die Stimmbürgerschaft soll weiterhin über die Gemeinden ihren Einfluss geltend machen können. Diesem Aspekt ist vor allem über die Gemeindeordnungen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Wenden wir uns nun endlich der Gestaltung der Zukunft des Spitals zu, schauen wir vorwärts! Es wartet genug Arbeit für alle. Im Kreis drehen bringt keine Lösungen. Legen wir jetzt einen tragfähigen Grund, auf dem dann gesichert weiter gebaut werden kann. Zweimal Ja, es lohnt sich!

Nachdem ich entschieden hatte, mich nicht öffentlich zur Abstimmung vom 24. November zu äusseren, ist nun der Zeitpunkt, auf Grund des Leserbriefs von Thomas Jucker vom 8. November im «Anzeiger», doch gekommen. «Sachlichkeit statt Diffamierung» war der Titel. Das wünschte ich mir und mit mir wohl viele andere, in den letzten Monaten oft auch. Diffamiert wurde viel, auf verschiedensten Ebenen, vielleicht nicht immer in der Zeitung, was nicht wirklich besser ist. Die Diffamierungen, die öffentlich wurden, schienen allerdings die AG-Befürworter bisher nicht zu stören. Dazu gehört zum Beispiel die Finanzierung des Klinikinformationssystems, die nur durch Finanztricks von Herrn F. Furrer möglich war. Der daraus folgende diffamierende Vorwurf an die CT-Projektgruppe von damals schaffte es sogar auf die Titelseite des «Anzeigers». Eine Richtigstellung von R. Wegmann und mir kam nur als bescheidener Lesebrief daher und ist in der gewählten Politik des «nur ja auf nichts reagieren» zumindest für die Betroffenen und die Öffentlichkeit untergegangen. Dabei geht es um handfeste, beweisbare, schriftlich festgehaltene Fehler, um Manipulationen von Zahlen mit Umgehung aller Delegierten. Keine Reaktion der Betriebskommission, mit immerhin zwei Juristen, keine Reaktion des Bezirksrates oder der RPK. Keine Reaktion auch nur eines einzigen Delegierten.

Hans Rudolf Haegi, BDP-Gründer, Affoltern

Mit Zweckverband für erfolgreiches Spital Angeblich gewähre nur die neue Rechtsform einer Aktiengesellschaft eine erfolgreiche Zukunft für das Spital Affoltern. Unbestritten erfolgreich wurde unser Spital aber noch unter der bestehenden Rechtsform des Gemeindezweckverbandes. Auch unter den neuen nationalen und kantonalen politischen Vorgaben wäre die Fortführung des Zweckverbands ohne weiteres möglich und nicht nachteilig für das Spital und die Gemeinden; es brauchte nur ein paar Anpassungen, welche deutlich günstiger zu haben wären als das jetzt vorliegende Projekt. Viel Geld ist schon geflossen, und es kommt mir etwas erpresserisch vor, dass wir nun keine Wahl mehr haben sollen. Entscheidend für eine gute und sichere Gesundheitsversorgung im Knonauer Amt ist der Einsatz von kooperativem, motiviertem und innovativem Personal bei anständigen Arbeitsbedingungen. Um das zu gewährleisten braucht es keine undurchsichtigen und kostensteigernden Konstrukte, die mich in meiner Angst vor einer fortschreitenden Privatisierung bis zum Ausverkauf der Liegenschaften nicht wirklich beruhigen können. Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft würden wir einen unumkehrbaren Weg Richtung Verlust der demokratischen Mitbestimmung beschreiten. Bei schwierigen Entscheiden beherzige ich oft den bekannten Ratschlag: «Never change a winning team!» Unser Spital hat in den letzten Jahren Grossartiges erreicht. Das konnte ich als praktizierender Arzt eingehend mitverfolgen. Stimmen wir Nein zu den beiden Spitalvorlagen! Lassen wir uns nun nicht verunsichern! Lukas Nietlispach, Hedingen

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Zweites Beispiel: Der Jahresbericht 2012 Er ist immerhin der Rechenschaftsbericht des Spitals der Öffentlichkeit und den Behörden gegenüber. Mal abgesehen davon, dass man versuchte ihn möglichst wenig zu streuen, um keine Unruhe auszulösen, steht darin nichts von vier Spitalleitungsmitgliedern, die zusammen weit über 60 Arbeitsjahre Spitalgeschichte mitverantwortet haben, die im Jahr 2012, alle wegen des neuen CEO Furrer, ausgeschieden sind. Damit das alles nicht so auffällt, wurden im Jahresbericht 2012

kurzerhand Organigramme und Listen leitender Spitalmitarbeiter aus dem Jahr 2013 abgedruckt! Man kann ja nur hoffen, dass wenigstens die Zahlen vom richtigen Jahr und nur von diesem, mit allen Aufwändungen, korrekt abgebildet sind. Das ist, auf indirekte Weise, eine Diffamierung übelster Art. Keine Reaktion von den Verantwortlichen der Aufsichtsbehörden oder der Stiftung. Das scheint offensichtlich nicht unter deren Begriff von Sachlichkeit zu fallen.

Drittes Beispiel: Komitee Ja zum Spital Affoltern Schon der Name eine Diffamierung, eine Diffamierung alle jener die, wie ich selber, auch Ja zum Spital Affoltern und einem neuen Bettenhaus sagen. Im Text wirds dann noch aggressiver formuliert: «Wem das Bekenntnis der Gemeinden für unser Spital nicht so wichtig ist, kann gegen die Vorlage stimmen und damit die Zukunft des Spitals Affoltern gefährden.» Diese undemokratische Drohung diffamiert alle, die aus ehrlicher Sorge mit der Umwandlung in eine AG nicht einverstanden sind. Zumindest unsachlich ist auch die Drohung der sog. anstehenden Gemeindeaustritte aus dem Zweckverband. Diese sind gemäss geltenden Statuten nur mit einer zweijährigen Kündigungsfrist, unter Vorbehalt der Zustimmung der Gesundheitsdirektion, möglich und dann nur unter Verlust aller einbezahlten Gelder und sonstiger geldwerter Anteile. Zudem werden bereits eingegangene Verpflichtungen durch den Austritt nicht berührt (Verpflegungszentrum!) Ganz im Gegensatz zur gefährlichen Situation, die für das Spital bei einem Ja einzelner Gemeinden zur Auflösung des Zweckverbandes, aber einem Nein zum Beitritt zur interkommunalen Vereinbarung betreffend der Bildung einer gemeinnützigen Spital Affoltern AG (GSA) am 24. November entstünde. Hier würden die entsprechenden Gemeinden sofort ausscheiden und müssten ausbezahlt werden, was die Last für die andern möglicherweise zu

hoch werden liesse. Was dann geschehen könnte, was der Plan B der Verantwortlichen für diese Situation ist, habe ich bisher nirgends erfahren können. Und nun noch der Leserbrief «Sachlichkeit statt Diffamierung» im «Anzeiger» vom 8. November. Thomas Jucker schreckt offensichtlich nicht einmal davor zurück, mich noch indirekt zu Abstimmungspropaganda zu benützen, nach dem Motto, wenn schon nicht im Jahresbericht erwähnt, dann wenigstens um Roland Kunz zu schützen. Es ist schlicht nicht wahr, dass ich an anderen Spitälern Beratungen und Anstellungen gehabt habe.

Eine Frage des Vertrauens Eine Privatisierung im Gesundheitswesen ist grundsätzlich ein problematischer Schritt, den ich persönlich nicht befürworte. Letztlich ist aber die Rechtsform eine Hülle und abhängig von den Personen, die sie tragen und in ihr arbeiten. Das Vertrauen in die aktuellen Personen der Spitalführung habe ich in den letzten zwei Jahren leider vollständig verloren. Es braucht deshalb aus meiner Sicht einen Neuanfang mit neuen Verantwortungsträgern, denen wir als Bevölkerung wieder vertrauen können, und die neben Geld- und Rechtsfragen auch inhaltliche Visionen haben, die sie öffentlich diskutieren. Dafür braucht es zurzeit den Zweckverband mit revidierten Statuten und in der Zukunft zwei ausgearbeitete Rechtsformen mit ihren Vor- und Nachteilen über die die Bevölkerung abstimmen kann. Das könnte neben dem Zweckverband durchaus auch eine Stiftung sein. Die Entwicklung der Zürcher Spitäler mit AG Format stimmen ja eher pessimistisch für diesen Weg.

Noch ein Wort zum Modell Affoltern Als Initiant des Modells Affoltern erlaube ich mir folgende Bemerkungen: Der Begriff Modell Affoltern ist zentral mit dem Begriff der Interdisziplinarität verbunden. Leider erscheinen aber

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seit geraumer Zeit nur noch Ärzte als Porträt für das Spital, als ob es keine Pflege, keine Psychotherapie, keine Physiotherapie, kein Röntgen, kein Labor, keine Ernährungsberatung, keine Diabetesberatung, keine Apotheke usw. in diesem Spital gäbe. Das ist alarmierend und hat nichts mit dem Modell Affoltern zu tun. Dieses geht von einem anderen Menschenbild und damit einem anderen Betriebsbild und einer anderen Betriebskultur aus. Die Stiftung, die sich für dieses Modell stark machen sollte, scheint das nicht zu stören. Dafür tritt sie nun, entgegen ihrem eigenen Versprechen sich aus den politischen Diskussionen herauszuhalten, indirekt im erwähnten Komitee auf. Zudem scheinen sich Exponenten der Stiftung nun auch in der Findungskommission für den Verwaltungsrat zu befinden. Die Zusammensetzung dieser Findungskommission ist der Öffentlichkeit allerdings ebenso wenig bekannt, wie deren Kriterien für die Auswahl fähiger Leute. Es stimmt mich ausserordentlich nachdenklich und traurig zu sehen, dass ein gut funktionierendes Spital, finanziell gesund (im Mittelfeld des Zürcher Benchmark) mit einer weitherum beachteten, besonderen Ausstrahlung und mit bestem Leistungsauftrag, innerhalb kurzer Zeit in eine Krise geführt wurde. Zu lösen scheint mir die Situation, wie beschrieben, nur mit neuen Verantwortungsträgern. Am 24. November stimme ich deshalb zweimal Nein. Es braucht einen klaren Neubeginn mit Transparenz und Vertrauensaufbau, mit inhaltlichen Visionen und neuen Personen. Mit der Weiterführung des Zweckverbands ist die Versorgung für die Zukunft bestens gewährleistet. Mit einer Aktiengesellschaft dagegen wird die beschriebene Intransparenz und Selbstherrlichkeit, bis hin zur Manipulation als Kultur etabliert, die dann wohl nicht mehr zu korrigieren sein wird. Dr. med. Christian Hess, Chefarzt Innere Medizin (1988 bis 2012) und Ärztlicher Leiter am Spital Affoltern

Neue Rechtsform birgt unzählige Risiken Laut Projektleitung vollbringt eine Aktiengesellschaft Wunder: Aus jährlichen Defiziten und Abschreibungen der Investitionsbeiträge entstehen Dividenden – aus Pech und Schwefel entsteht also Gold! Die Projektleitung behauptet im Bericht zur neuen Rechtsform, dass die Gemeindehaushalte wegen entfallender Defizite weniger belastet werden und die zu erwartenden Dividenden den Steuerfuss grundsätzlich «eher günstig beeinflussen» würden – eine Spekulation also. Ebenso legt der Bericht nahe, dass die 30 Millionen für das Bettenhaus bei der Liberierung eine «aufwandneutrale Transaktion» sei, die keine finanziellen Folgen für die Gemeinden hätte. Eine Aussage, welche in einer Stellungnahme des Gemeindeamtes als klar unzutreffend bezeichnet wurde. Das alles ist schönfärberisch. Entscheidend ist zuerst, ob das Spital wirtschaftlich arbeitet – also keine Verluste erleidet. Dazu hat es sich im Wettbewerb mit den anderen Spitälern zu

behaupten, was von einer klaren Positionierung und einem professionellen, wirtschaftlichen Betrieb abhängt. Die Rechtsform tut hier nichts zur Sache. Wenn alles in diesem Sinn gut geht, kann es so kommen, wie von der Projektleitung erwünscht – zum Beispiel könnte die Gemeinde Hausen die Zinsen, die für zu beschaffendes Fremdkapital von 2 Mio. Franken zu bezahlen sind, aus den Dividenden der Spital AG finanzieren. Was bei der Argumentation der Projektleitung völlig aussen vor bleibt, sind die Risiken. Die 30 Mio. Aktienkapital sollen heute gesprochen werden, doch sind wir sicher, dass sich das Spital in Zukunft behaupten kann? Wo sind die handfesten Vorzüge und Stärken gegenüber den zum Teil neuen, bestens eingerichteten Spitälern in der näheren Umgebung? Die Nachteile des Spitals Affoltern sind bekannt – veraltete Infrastruktur mit sehr grossem Nachholbedarf. Es könnte eine Zeitbombe ticken: Bei möglichen zu-

künftigen Defiziten, die sich zwar nicht sofort auf die Gemeindehaushalte auswirken, jedoch jährlich vom Aktienkapital abzubuchen wären – im schlechtesten Fall bis dieses aufgebraucht wäre. Bekanntlich decken die Investitionsanteile in den Fallkostenpauschalen (DRG) die Investitionskosten nicht – selbst bei Vollauslastung eines Bettenhauses entstehen jedes Jahr durch die Abschreibungen Verluste. Die Gemeinden finanzieren heute das Bettenhaus vor, doch kann das Spital ihre Auslagen in Zukunft refinanzieren bzw. zurückzahlen? Mit welchen Erträgen zusätzlich zu den DRG sollen diese Verluste gedeckt bzw. die Auslagen refinanziert werden? Für die Spital AG ist zwar ein grosses Aktienkapital vorteilhaft. Gegenüber einem Zweckverband ist eine AG jedoch mit Sicherheit weniger kreditwürdig, das heisst es wird schwieriger von Banken Kredite erhalten. Man muss schon fast übermutig sein, wenn man vor diesem Hintergrund einen

Volksentscheid erwirken will, welcher nicht einmal rückgängig zu machen ist. Und schlussendlich ist die Verknüpfung der Rechtsform mit der Finanzierung des Bettenhaus fragwürdig: Um einem bestehenden Nachteil zu begegnen, ist eine Grossinvestition von 60 Mio. Franken in ein neues Bettenhaus vorgesehen. Wir würden mit den Worten des Gemeindeamtes Kanton Zürich «die Katze im Sack kaufen». Interessant ist ja, dass einige RPKs entsprechende Bedenken geäussert haben und dem Projekt trotzdem zustimmen. Kommt hier vielleicht Marktideologie einer rationalen Entscheidung in die Quere? Fazit: Sowohl die Finanzierung mit Aktienkapital als auch die Grossinvestition Bettenhaus bergen sehr grosse Risiken – doch über mögliche Chancen und wie diese zu nutzen wären, hat man bis heute vom Spital wenig Handfestes gehört! Bastian Nussbaumer, Hausen


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Dienstag, 12. November 2013

Zeichen setzen – falsche Geschenke Warum ein Nein zu an den Absender zurück dieser Initiative? Seit rund 50 Jahren bin ich in verschiedenster Art und Weise in der sogenannten Entwicklungshilfe tätig: Im Dienst der Basler Mission, als Arzt in Ghana, als Mitarbeiter bei «Brot für Brüder», später Brot für Alle», als Mitorganisator von Informationsveranstaltungen und schliesslich auch in Direkthilfe an persönlich bekannte Personen und Organisationen in der sog. Dritten Welt. Ich kenne also die Probleme, die Wirkung und die Mängel und positiven Seiten des Ganzen. Des Weitern bin ich als Mitglied von ACAT (Aktion der Christen zur Abschaffung von Folter und Todesstrafe) und Amnesty International auch sehr gut mit der Menschenrechtsproblematik vertraut. Letztlich bin ich auch ein Mitglied unserer hiesigen Gesellschaft und kenne unsere Lebensweise und vor allem unsere materiellen Bedürfnisse und weiss, dass vieles besser werden könnte, wenn wir (ich denke ich muss mich einbeziehen), im Ganzen bescheiden(er) leben würden. Beim Einsatz für menschliche Verhältnisse im Gebiet des Rohstoffabbaus und der Vermarktung geht es ja im Prinzip darum, dass wir, die wir hier in Europa gut leben, versuchen, den Arbeitern in den Rohstoffgewinnungsfirmen auch zu einem menschenwürdigen und guten Leben zu verhelfen. Dafür sind in den betreffenden Ländern primär einmal die Regierungen derselben verantwortlich mit dem Auftrag für ihre Landsleute menschliche Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Im Prinzip sollten die Menschen dort die Sache an die Hand nehmen können. Wir wissen aber, dass dies leider durch die überall wirkende Korruption bis in die höchsten Regierungsstellen oft vereitelt wird. Leider arbeiten die grossen internationalen Firmen wie Glencore

usw. in diesem Umfeld und von hier aus betrachtet, gelingt es ihnen nicht immer oder überhaupt nicht, einerseits gute Arbeitsbedingungen, anderseits eine gerechte Verteilung des Gewinns an die Menschen in diesen Ländern zu bewerkstelligen. Statt den Gewinn an die Menschen der betroffenen Länder zu überweisen, machen sie grosse Gewinn, die sie nach Europa schaufeln, und statt Steuern und Beiträge dort zu zahlen, zahlen sie grosse Summen von Steuern hier. Und um das geht es: Diese Steuern fliessen in unsere Kassen, als zusätzliche Einnahmen von etwas, wo wir keinerlei Leistung getan haben. Wir bekommen also einfach Geld geschenkt, das andern vorenthalten wird. Und das ist der Sinn der Initiativen an vielen Orten, dass man dieses Geld nicht will. Es geht nur um diese Beträge, die man beziffern kann, und die man in irgendeiner Weise wieder in die betreffenden Länder zurückfliessen lassen möchte. Theoretisch müsste man den Organisationen dieses Geld geben, damit sie es in geeigneter Art dorthin zurückgeben. Nun möchte man aber dies einfach indirekt tun. Ich finde es leider falsch, weiss aber im Moment keinen bessern Weg und wenn man sagt, das sei gegen das Gesetz, so ist dies doch ein sehr spezieller Fall, wenn man einfach Geld aus einer gewissen Unrechtshandlung bekommt und dann für sich beansprucht. Das Gesetz hat so etwas nicht vorgesehen, doch sehe ich in unserer Demokratie kein Hindernis, dass in diesem Spezialfall Gemeinden eine Ausgabe bewilligen mit Geld, das man einfach so bekommen hat, das dort, wo Unrecht und Missbrauch geschehen sind, ein klein wenig hilft, dies gutzumachen. Es ist also nur ein Zeichen, das vielleicht den Behörden in den betref-

fenden Ländern die Augen und vielleicht die Herzen öffnet, zum Rechten für ihre Bevölkerung zu sehen. Es ist ein vorläufiges Zeichen, das hoffentlich wahrgenommen wird, damit die Verantwortlichen dann etwas tun. Herr Christoph Balmer, bekannt von der Buchhandlung Balmer in Zug, hat ein «Forum Kirche und Wirtschaft» gegründet, hat die Problematik an einer Tagung aufgegriffen (im «Anzeiger» beschrieben) und daraus ist Anfang September ein Gespräch zwischen Vertretern der katholischen und reformierten Kirchen in Zug und der Firma GlencoreXastra hervorgegangen, wo es in einer Medienmitteilung unter anderem heisst: «Erstmals überhaupt fand kürzlich ein Gespräch zwischen fünf Verantwortlichen der GlencoreXastra pcl und sechs Vertretern der katholischen und reformierten Kirchen des Kantons Zug statt. Themenschwerpunkte waren Transparenz und Vertrauen, Würde des Menschen und Gemeinwohlverantwortung, aber auch GlencoreXastra als lokales Unternehmen und Arbeitgeberin in der Nachbarschaft mit den Kirchen im Kanton Zug. Ein nächstes Treffen wurde für Anfang 2014 vereinbart.» Das ist das Ziel. Aber bis es soweit ist, soll man deutliche Zechen wie die Beiträge aus den geschenkten Tausenden von Franken Steuern an die Menschen dort zurückzugeben. Es ist darum sinnvoll und sicher nicht gegen das Gesetz, wenn solche Aktionen beschlossen werden, sicher ist es keine Entwicklungshilfe. Schliesslich gibt es doch eine grössere Partei, die immer feststellt, dass das letzte Wort beim Volk sei, und wenn das Volk in der Gemeinde beschliesst, so ist es sicher rechtens und menschenwürdig. David Künzler, Hausen

«Sehe jeder, wo er bleibe!» Ich hoffe, dass an der Gemeindeversammlung in Hausen am 3. Dezember viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an dieses Zitat denken. Goethe weist damit dem Einzelnen die Verantwortung für sein Leben zu. Ein Ratschlag, der nebst zusätzlichen Argumenten, die ich weiter unten erwähnen werde, zur Ansicht führt, dass die Initiative «Rohstoffmillionen – Hausen handelt solidarisch» abzulehnen ist. Man darf dies tun, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, denn Glencore, die unserer Gemeinde diese extra Steuereinnahmen bringt, ist eine Firma, die wegen verschiedener Fehler wider Mensch und Natur in der Kritik stand, aber sich nun in der Sache Sicherheit und Verantwortung zu hohen Normen verpflichtet hat. Zu betonen ist auch, bei uns in Hausen haben wir bis jetzt den sozialen Werten stets grösste Beachtung geschenkt. Siehe das Budget der Gemeinde, siehe den Eifer und die Bereitschaft für die Freiwilligenarbeit im

Dienste von Alt und Jung und im Einsatz für die vielen Vereine und die etlichen Gremien und Kommissionen. Man vergesse nicht, die Politische Gemeinde und übrigens auch die zwei Kirchgemeinden stellen Lokale und Plätze und Einrichtungen nicht etwa nur für den Sport, sondern auch für die vielen weiteren Anlässe jeglicher Art kostenlos zur Verfügung. Für diese Angebote braucht die Gemeinde Geld, und schon deshalb dürfen wir den steuerlichen Beitrag aus der Glencore Kasse annehmen und für uns allein verwenden. Im Weiteren ist es richtig, dass aufgrund der momentan gespannten Finanzlage der Gemeinderat diese Initiative ebenfalls zur Ablehnung empfiehlt. Als Schlussbemerkung: Wer Hilfswerke im Inland oder im Ausland unterstützen möchte, kann dies jederzeit tun, indem man die entsprechenden Einzahlungsscheine ausfüllt und damit zur Post geht und einzahlt; ich selbst, altmodisch wie ich bin, mache es so. Hanspeter Zürcher, Hausen

Ja zur Familieninitiative Am 24. November stimmen wir über Steuerabzüge für Familien ab, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Abzüge für solche, die auswärts betreut werden, gibt es schon länger. Ob die Kinder nun auswärts oder zu Hause betreut werden, die Arbeit und der Aufwand sind identisch und es gibt keinen Grund, ein Modell dem andern vorzuziehen. Familien mit Kindern tragen eine grosse Verantwortung, die mit viel Freude, aber auch mit beträchtlicher Arbeit und mit Verzicht verbunden ist. Die Steuerbelastung für Familien hat entsprechend gerecht zu sein

und darf nicht einzelne Familien oder bestimmte Familienformen benachteiligen. Es geht bei der Familieninitiative aber nicht darum, den fremdbetreuenden Eltern ihre Steuerabzüge wegzunehmen, sondern diese auch den eigenbetreuenden Familien zu gewähren. Die Familieninitiative verlangt faire, das heisst gleich hohe Steuerabzüge für alle Familien. Kein Familienmodell soll dabei vom Staat dem anderen vorgezogen werden. Ich stimme überzeugt Ja. Bettina Bucher, Ottenbach

Nationalrat Luzi Stamm Das «Reförmchen» für das Spital kommt nach Wettswil! Affoltern ist durchaus sinnvoll Der Vorstand der SVP Wettswil freut sich, dass 2014 die erfolgreiche Serie der Podiumsveranstaltungen fortgesetzt werden kann: Am Mittwoch, 15. Oktober 2014, kommt Nationalrat Luzi Stamm nach Wettswil! Zusammen Nationalrat, Hans Kaufmann wird er zum guten Gelingen des Anlasses beitragen. Anlässlich der Vorstandssitzung vom 7. November hat Gemeinderat Michael Keller über den Status «Feuerwehrgebäude» orientiert. Aus ursprünglich elf Lösungsvarianten wurden drei für die weitere Bearbeitung selektioniert. Die Dringlichkeit für eine neue «Feuerwehr--Unterkunft» in Wettswil ist relativ, denn heute «funktioniert» es ja noch, aber eben nicht optimal! Eine Verbesserung muss realisiert werden! Die Frage, wie die SVP Wettswil helfen kann, konnte aber – für den Moment – nicht beantwortet werden. Sie macht dem Gemeinderat erneut das Angebot, in Arbeitsgruppen mitzuhelfen und mitzutragen. Für die Abstimmungen vom 24. November hat der Vorstand der SVP Wettswil folgende Parolen verabschiedet: Sie lehnt die Volksinitiative «1:12 – für gerechte Löhne» der Juso einstimmig ab. Die Initiative will, dass der Staat künftig allen Firmen in der Schweiz ein fixes Verhältnis von 1 zu maximal 12 zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn vorschreibt. Der Staat soll sich in die Festsetzung der Löhne einmischen. Das darf nicht sein! Die Initiative führt alleine bei der AHV zu jährlichen Beitragsausfällen von bis zu 2,5 Milliarden Franken (das entspricht über 1,3 Millionen AHV-Renten!), und bei der direkten Bundessteuer wäre das Minus zirka

1,5 Milliarden Franken pro Jahr! Die «Familieninitiative» empfiehlt die SVP Wettswil einstimmig zu Annahme. Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft. Auch die SVP will Familien mit Kindern steuerlich entlasten. Allerdings dürfen diese Steuererleichterungen nicht nur Familien zugute kommen, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen – auf diese Weise werden Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen, steuerlich benachteiligt. Zum Referendum wegen der Erhöhung des Preises für die Autobahnvignette haben wir Stimmfreigabe beschlossen. Obwohl die Weisungen für die kommenden Budgetgemeinde-Versammlungen noch nicht verteilt sind, hat sich der Vorstand der SVP Wettswil auch mit diesen Geschäften befasst. Die Budgetdaten sind ja publiziert worden, und die Stellungnahmen der RPK dazu sind auch bekannt. Der Vorstand der SVP Wettswil sagt Ja zu allen Voranschlägen. Auch für die Bauabrechnung für die Gehweg-Ergänzung Kirchgasse empfiehlt sie einstimmig Annahme. Nur für die Verabschiedung der Teilrevision der Statuten des Schulzweckverbandes des Bezirks Affoltern (betrifft sowohl die Primarschule wie auch die Sekundarschule) gab es Enthaltungen zur Annahme-Parole. Die Vorbereitung der Generalversammlung vom 2. Dezember (Verabschiedung Voranschlag) und der Tätigkeiten im 2014 (Jahresprogramm) und natürlich auch die Erneuerungswahlen (Behörden) für die Amtsdauer 2014/2018 waren ebenfalls wichtige Themen der Vorstandssitzung. Jürg Comminot, SVP Wettswil

Diverse Leserbriefe zur Spitalvorlage. 1. Die Spitalfinanzierung im Bereich der OKP (obligatorischen Pflegeversicherung) wird durch Bundesgesetze und -verordnungen, die vom Kanton (Spitalliste und Leistungsaufträge) ausgeführt werden geregelt. Die Gemeinden haben weder zum Leistungskatalog, den ein Spital anbieten kann, noch zur Entschädigung, den das Spital für seine Leistungen kriegt, auch nur das Geringste zu sagen. Wir stimmen also am 24. November nicht über die Beibehaltung der DRG (Fallpauschalen) ab und insbesondere auch nicht darüber, ob das Spital eine stationäre Behandlung für Borreliose im Rahmen der OKP anbieten darf (Leserbrief Nyffenegger). Wenn das Eidgenössische Departement des Innern eine solche Behandlung für nicht wissenschaftlich, zweckmässig und wirtschaftlich hält – was ich nicht weiss – hätten im Übrigen die Krankenkassen deren Übernahme auch dann ablehnen können, wenn noch das alte Tagespauschalensystem in Kraft wäre. 2. Natürlich trifft es zu, dass bei einer AG der Verwaltungsrat die Verantwortung für die Geschäftsführung hat. Er kann diese allenfalls auf Direktoren delegieren, kann sie aber nicht an die Generalversammlung übertragen. Aber das heisst nicht, dass die Verwaltungsräte das Spital verkaufen, zu einer Uni-Klinik ausbauen oder nur noch Patienten mit einem Einkommen von 10 Millionen aufnehmen können und was dergleichen Befürchtungen mehr sind. Die Aktionäre des neuen Spitals sind die Gemeinden, und diese können ihre Aktien auf-

grund der neuen interkommunalen Vereinbarung nicht frei verkaufen, namentlich nicht an Spekulanten. Die Aktionäre wählen den Verwaltungsrat und können ihn jederzeit abberufen. Die gewählten Verwaltungsräte müssen treuhänderisch die Interessen der Aktionäre wahrnehmen (theoretisch könnte man sogar Treuhandverträge mit ihnen abschliessen). 3. Das ist anders als bei der UBS AG, wo der Verwaltungsrat keine Rücksicht auf die Kleinaktionäre nehmen muss, weil diese ihn nicht abwählen können (wohl aber muss auch die Leitung der UBS AG auf die Grossaktionäre, zum Beispiel den Staatsfonds von Singapur, Rücksicht nehmen). Es ist völlig undenkbar, dass der Verwaltungsrat der neuen Spital AG irgendwelche strategischen Entscheide gegen den Willen der Mehrheit der Gemeinden fällt. Dann wäre er schnell aus seinem Amt entfernt. Wer wissen will, wie eine im Besitze der öffentlichen Hand stehende AG mit öffentlich-rechtlichen Zwecken funktioniert, dem sei das Studium der Jahresberichte des SIFEM (http://www.sifem.ch/about/annual-reports/) empfohlen, dem Investitionsfonds des Bundes für Schwellenländer, der als AG von unabhängigen Anlagespezialisten geführt wird, sich aber an genaueste Vorgaben des Bundesrates und der zuständigen Bundesämter halten muss, was detailliert im Jahresbericht ausgeführt wird. 4. Man kann das Spital unter dem neuen Recht sowohl als AG als auch als Zweckverband führen. Was man aber sicher nicht mehr kann, ist die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes mit dem operativen Geschäft betreuen. Auch bei der Beibe-

haltung des Zweckverbandes müsste man eine Geschäftsleitung einsetzen, die das operative Geschäft selbstverantwortlich führt. Ich habe volles Verständnis für Herrn Roggwilers Kampf für Demokratie; die dilettantische Art, wie die Delegiertenversammlung unter Verschleuderung von Steuergeldern dieses Minireförmchen über die Bühne bringt, ist aber das beste Argument gegen einen solchen «demokratischen» Zweckverband. Ein Unternehmen mit einigen hundert Mitarbeitern kann nicht demokratisch geführt werden. Dass man 14 in der komplexen Führung eines Spitals erfahrene Delegierte finden würde, ist ja wohl eher unwahrscheinlich. 5. Noch einmal: Das «Reförmchen» unseres Spitälchens ist durchaus sinnvoll; den ganzen Sturm im Wasserglas rechtfertigt es aber nicht. Die Annahme oder Ablehnung hat namentlich keinen Einfluss darauf, wie Spitalleistungen honoriert werden und welche Leistungen im Rahmen der OKP erbracht werden dürfen. Hans Hegetschweiler, Hedingen

Abstimmung vom 24. November Zuschriften zu den Abstimmungsvorlagen vom 24. November werden letztmals am Dienstag, 19. November, veröffentlicht. Sie müssen die Redaktion bis Samstag, 16. November, 12 Uhr, erreichen. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen. Bitte eine vollständige Adresse angeben. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

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Spitze Zunge

Literaturgenuss

Rosi Loosli brachte das Publikum in Hausen zum Schmunzeln und Nachdenken. > Seite 17

Catalin Dorian Florescu liest in Aeugst aus seinen abenteuerlichen Romanen. > Seite 19

Dienstag, 12. November 2013

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Wichtiger Punkt Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge schaffte der FCWB in Lugano ein Remis. > Seite 22

Mit myblueplanet und myclimate Die Lernenden der Ernst Schweizer AG engagieren sich für den Klimaschutz Anfang Oktober waren die Lernenden der Ernst Schweizer AG, Metallbau aus Hedingen mit ihren Berufsbildnerinnen zwei Tage im Lehrlingslager in Luzern, das in Zusammenarbeit mit den Umweltorganisationen myblueplanet und myclimate organisiert wurde. Das Lehrlingslager war dem Thema Klimaschutz gewidmet. Zuerst führte die Reise mit dem Zug nach Luzern und per Schiff anschliessend zum Verkehrshaus, wo die Gruppe von den Vertretern der beiden Organisationen myblueplanet und myclimate erwartet wurde. Am ersten Tag drehte sich alles um die Einführung in den Klimaschutz. Daniel Lüscher, Gründer von myblueplanet, und Miss Earth Switzerland, Djoa Strassburg, boten eine interessanten Einblick in die vielfältigen Projekte von myblueplanet und, im zweiten Teil, in die Arbeit einer ökologischen Botschafterin. Mit ihren Impulsreferaten brachten sie die anschliessenden Gespräche in den verschiedenen Gruppen so richtig in Gang.

Strom-, Papier- und Wasserverbrauch thematisiert Der zweite Tag fand in einem sehr speziellen Seminarraum statt, nämlich

Ungewohnte Räumlichkeiten für das individuelle Erarbeiten der Klimaschutz-Thematik. (Bild Markus Leutwyler) im ausgemusterten Hallenbad Neubad. Die kühl anmutende Atmosphäre war vortrefflich geeignet für die folgenden Arbeiten in den Gruppen. Intensiv wurden dabei die Themen Strom-, Papier- und Wasserverbrauch besprochen.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz hat zum Ziel, dass jede Gruppe schlussendlich ein Projekt erarbeitet und umsetzt, das einen Nutzen zu den erwähnten Themen bringen wird. Dafür stellt die Ernst Schweizer AG jedem Lernenden bis

Köstlichkeiten aus dem Schlemmerparadies Weinausstellung 2013 in Mü’s Vinothek, Affoltern Über 60 Weine verwandeln Mü’s Vinothek in einen Degustations-Tempel. Italien: Antonio Fattori ist wieder persönlich anwesend. Und er kommt natürlich nicht mit leeren Händen. Er bringt seinen Amarone, Ripasso und «Motto Piane» Soave und Recioto di Soave mit. Doch der bunte Reigen geht nahtlos weiter, Weine aus dem Piemont, Toscana, Marken, Abruzzen, Apulien, Basilicata und Sizilien. Österreich: Weingut Taferner; der «Tafi» wie der Winzer liebevoll gerufen wird, hat wieder zugeschlagen. Mit Merlot «Haidacker» und Zweigelt «Bärenreiser» werden zwei hochinteressante Neuerungen präsentiert. Weingut Frostreiter (Kremstal) und Weingut Frauwallner (Steiermark) und Weingut Leberl (Neusiedlersee-Hügelland bieten einen tollen Einblick in die Weinvielfalt Österreichs.

Mit stilvollem Rahmenprogramm Frankreich: Isabelle Ferrando gilt heute als die «grande dame» des Châteauneuf-du-Pape. Die Cru-Weine «Colombis», «Collection Charles Giraud» und «Reservé Auguste Favier» gehören heute zum Besten dieser renommierten Appellation.

ternationalen Vergleich stand. Spanien: Abgerundet wird das tolle Angebot mit Klassikern und Newcomern von der iberischen Halbinsel. Ein stilvolles Rahmenprogramm gehört in Mü’s Vinothek immer dazu: Panettone der Extraklasse, weltberühmter Aceto tradizonale di Modena in den Varianten 12- und 25-jährig, Kürbiskernöl und die Kürbiskerne aus der Steiermark. Weiter delikate Olivenöle soRuedi Müller hält den Amarone von Fattori bereit. (Bild zvg.) wie feinste Amaretti und Tartufi Schweiz: Monsieur Charles Rolaz, neri und bianchi (Schokolade). Ein Propriétaire grossartiger Domänen am wahres Schlemmerparadies öffnet seiGenfersee hat dem Schweizer Wein- ne Pforten … bau zu neuen Höhenflügen verholfen. «Apicius», ein im Barrique ausgebauter Weinausstellung in Mü’s Vinothek, Affoltern, Merlot aus Villeneuve oder «Quintes- Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, sentia», ein nach Amarone-Art vinifi- von 10 bis 16 Uhr. zierter Wein aus Bex halten jedem in- Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.

Ende Februar 2014 fünf Arbeitstage zur Verfügung. Zum Start des neuen Lehrjahres konnte die Ernst Schweizer AG 17 neue Lernende begrüssen, womit die Gesamtzahl der Lernenden nun 47 beträgt. (pd.)

Thema Burnout 7. Nationaler Tag der chinesischen Medizin: Gabriela Krauer lädt am Samstag, 16. November, in ihre Praxis für traditionelle chinesische Medizin in Affoltern. Der Tag der Akupunkur/TCM ist ein Tag der offenen Praxistüren. Therapeuten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in der ganzen Schweiz öffnen ihre Praxen Gabriela Krauer. und zeigen ihre Methoden. So auch Gabriela Krauer in Affoltern. Speziell im Fokus ist in diesem Jahr die Behandlung von Burnout. Immer mehr Menschen fühlen sich «ausgebrannt», erschöpft, nicht mehr leistungsfähig. Die Folgen können Depressionen, Suchtverhalten oder auch gesteigerte Aggressionen sein. Die TCM kennt verschiedene Wege, das Burnout erfolgreich zu behandeln. Dafür werden verschiedene Methoden der TCM angewendet: Akupunktur, chinesische Kräuter, Tuina, Ernährung und Schröpfen. Gabriela Krauer führt eine Praxis für traditionelle chinesische Medizin in Affoltern, direkt beim Bahnhof. Tag der offenen Tür am Samstag, 16. November, von 11 bis 17 Uhr, Bahnhofplatz 1, (bei Remax), Affoltern, 079 523 80 80, www.akupunktur-krauer.ch.


Vermischtes

Dienstag, 12. November 2013

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300 Franken für Kinder-Reha Shukokai Karate Albis und «Der Allrounder» sammelten Spenden

Zürichstrasse/Wollengasse: zwölf Wohnungen entstehen. (Visualisierung zvg.)

Attraktiver Wohnraum an zentraler Lage Baustart für «wzwei» in Affoltern Am 21. Oktober haben mitten in Affoltern an der Zürichstrasse 150 die Bauarbeiten für die Wohnüberbauung «wzwei» gestartet. Verantwortlich für die Projektentwicklung, Planung und Realisierung ist die p-4 AG in Zug. Auf dem Grundstück angrenzend an die Zürichstrasse und Wollengasse realisiert das Zuger Unternehmen p-4 AG das Wohnbauprojekt «wzwei». Es entsteht ein neues Mehrfamilienhaus an zentraler Lage in Affoltern mit insgesamt zwölf Eigentumswohnungen. Durch die Gliederung des Volumens fügt sich der gut strukturierte Baukörper in die bestehende Umgebung des Kronenplatzes ein. Ebenso wichtig wie die architektonischen Kriterien sind der p-4 AG auch die ökologischen Aspekte, denen die kontrollierte Lüftung, die Wärmedämmung sowie das Fernheizsystem vom Wärmeverbund HEA in Affoltern Rechnung tragen.

Vielseitiges Wohnangebot Das Mehrfamilienhaus zeichnet sich durch unterschiedliche Grundrisstypologien für Zweipersonen- und Familienhaushalte aus. Die zwölf Wohnungen in der Grösse zwischen 2½- und 5½-Zimmern sind optimal auf den Standort ausgerichtet. Vor allem wurde auch ein grosses Augenmerk auf die Schallschutzmassnahmen gelegt. Die Wohnungen sind grosszügig konzipiert und bieten dank des p-4 Kundenberatungs- und Planungstools Together viel Freiraum in der Gestaltung des Innenausbaus und der Material-

Energielieferanten für kalte Tage Die Saison von Sommergemüse ist zu Ende. Nun bringen Rosenkohl, Rotkabis oder Weisskabis Farbe und wertvolle Vitamine auf dem Teller. Früher gehörte Kohlgemüse eher zum Arme-Leute-Essen, heute jedoch findet man Kohl oder Kabis in allen Variationen. Die Schweiz ist ein richtiges Kabisland. Das sieht man auch auf vielen Speisekarten im Winter: Rotkabis ist von einem Wildteller nicht mehr wegzudenken und ist auch roh in Salaten beliebt. Kohlgemüse hat den ganzen Winter lang Hochsaison, ob roh oder gekocht. Gerade in den kalten Monaten, in denen die Auswahl an einheimischem Gemüse kleiner ist, ist die vielseitige Verwendbarkeit von Kohl optimal. Ausserdem enthält das Gemüse neben Ballastoffen sehr viel Vitamin C und B. Der Rosenkohl dagegen ist sehr nährstoffreich und enthält besonders viel Vitamin B1.

auswahl. Die 4½- bis 5½-Zimmer-Gartenmaisonettewohnungen verfügen mit ihren Sitzplätzen sowie eigenem Hauseingang und teilweise offenem zweigeschossigem Galerieraum über Qualitäten eines Reihenhauses. Im Obergeschoss befinden sich praktische 2½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen. Die beiden Attikawohnungen verfügen über ein spannendes Grundrisskonzept und grosszügige Terrassen. Verkehrstechnisch hervorragende Infrastruktur in einer ländlich vertrauten Umgebung runden das Wohnangebot «wzwei» ab. Die zentrale Lage bietet zudem die Möglichkeit, Einkäufe und öffentliche Verkehrsmittel bequem zu Fuss zu erreichen.

Letzte Gelegenheit Bei der Überbauung «wzwei» handelt es sich um ein Eigenprojekt der p-4 AG. Sowohl Architektur, Vermarktung und Realisierung tragen von A bis Z die bewährte Handschrift des über 100-jährigen Zuger Unternehmens. Mit seinem effizienten, hochprofessionellen Projekt- und Baumanagement sorgt es dafür, dass der Rohbau bis Sommer 2014 beendet ist und die Wohnungen Ende Mai 2015 bezugsbereit sein werden. Jetzt bietet sich noch die letzte Gelegenheit, auch den Grundriss – unter Berücksichtigung des Architektur- und Statik-Konzeptes – nach eigenen Wünschen zu gestalten. Neben dem Standard-Grundriss werden in verschiedenen Varianten einige Möglichkeiten aufgezeigt. Weitere Infos unter Telefon 041 726 66 11.

Das Karate Center Albis hat im Oktober sein 20-jähriges Bestehen gefeiert und in die neuen, hellen und grosszügigen Räumlichkeiten eingeladen – gemeinsam mit dem neuen Nachbarn «Der Allrounder». Gemeinsam sammelten Dojo-Leiter Andi Müller und der selbstständige Handwerker Fabian Wyss bei dieser Gelegenheit auch Spenden fürs Kinderspital-Rehabilitationszentrum in Affoltern. 300 Franken kamen am Anlass zusammen. Dieses Geld wurde vergangene Woche übergeben. Doch es soll noch mehr werden: «Im Dezember dürfen alle Interessierten einen Monat lang gratis schnuppern», verspricht Müller, «und für jeden, der kommt, spendet Shukokai Karate Albis weitere 20 Franken.» Längst nicht «nur» Karate wird im Center von Andi Müller unterrichtet. Gewaltprävention und Selbstverteidigung machen einen wichtigen Teil des Angebots aus. Andi Müller und Fabian Wyss blicken übrigens zufrieden auf ihren Anlass zurück. Sie spielen sogar mit dem Gedanken an eine Wiederholung in deutlich grösserem Rahmen – allenfalls mit den Nachbarn von der Lindenmoos- und Industriestrasse. (tst.)

Spendenübergabe an der Lindenmoosstrasse 10 in Affoltern: Ruth Meierhofer, Leiterin Ökonomie und Verwaltung am Kispi-Rehazentrum mit «Allrounder» Fabian Wyss (links) und Karateka Andi Müller. (Bild Thomas Stöckli)

Für SuppenPrinzessinnen Meditatives flüssiges Malen in Mettmenstetten und -Prinzen

Bilder als Ausdruck In der Adventszeit kommt das Reich der Engel dem der Menschen immer etwas näher. Da es auf diesen lichtvollen Ebenen keine Atmosphäre gibt, die als Tonträger dient, drücken die Wesen dort ihre Gedanken und Gefühle in bewegten Bildern aus. Mithilfe der Meditation tauchen die Kursteilnehmer in diese Welt der fluktuierenden Farben ein. Hier entstehen und vergehen in geheimnisvollen Lichtquellen mystische Schatten, offenbaren ihre wandelbare Gestalt und nur die Kunst hält die darin enthaltenen Botschaften fest. Die Maltechnik mit der flüssigen Acrylfarbe, die sensible Formkraft des Wassers, sowie das Mysterium der Farben und ihre Wesensart werden im theoretischen Teil behandelt. Die geführten Meditationen helfen, während des Malprozesses mit den Farben zu kommunizieren. Der Tageskurs Meditatives flüssiges Malen findet am Samstag, 30. November, von 11 bis 18 Uhr in Mettmenstetten statt. Urs Küng ist Kunstmaler und entwickelte in den Achtzigerjahren die meditative flüssige Malerei. Heidi Bleiker ist Spirituelle Lehrerin, Shiatsu- und Stimmgabeln-KlangTherapeutin und leitet Meditations-

Am Samstag, 30. November, bietet das MüZe in Affoltern über den Mittag einen Kochkurs für Kinder von fünf bis neun Jahren an. Kinder lassen gemeinsam mit der Kinderkochkursleiterin Brigitte Marti, dipl. Ernährungsexpertin IKP und Eventmanagerin, duftende Suppen aus frischen Zutaten und selbst gebackene Brötli entstehen. Anschliessend werden die gluschtigen Kreationen gegessen.

Alte Kleider anziehen Mitzubringen ist eine Küchenschürze oder es wird empfohlen alte Kleider anzuziehen. Wichtig: Bei Anmeldung allfällige Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten angeben.

Meditative flüssige Malerei von Urs Küng. (Bild zvg.)

Anmeldungen bis 15. November an MüZe, Kurswesen, Zürichstrasse 136, 8910 Affoltern, Telefon

Gruppen für Bewusstseinsentwicklung und spirituelles Wachstum.

044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeant-

Infos und Anmeldung unter Telefon 044 767 15 34,

Weitere Infos und ganzes Kursprogramm

www.urs-kueng-kunst.ch / www.heidi-bleiker.ch

unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.

worter) oder kurse@mueze-affoltern-am-albis.ch.

Gourmet-Metzgete im «Sonnental»

Kunstwerke aus Paraffin und Bienenwachs

Ruth und Tony Abächerli verwöhnen

Kerzenziehen in Affoltern

Das 1. Lokal im Säuliamt mit der Auszeichnung «Schwii»-Pokal empfängt bis Sonntag, 17. November, täglich ab 19 Uhr, am Sonntag ab 12 Uhr in Rossau, Mettmenstetten.

Vom Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. November, findet auf dem Bauspielplatz das traditionelle Kerzenziehen statt.

Der «Schwii»-Pokal ist eine unter Gastronomen sehr begehrte Auszeichnung für besondere Verdienste rund ums «Schweinefleisch als Köstlichkeit in Gasthäusern». Das Wirteehepaar Ruth und Tony Abächerli-Häfliger verwöhnte die illustre Gästeschar an der Verleihung des Pokals mit einem hervorragendem kulinarischen Höhepunkt. Als exklusive Vorspeise wurde ein Schweins-Carpaccio serviert. Den Bra-

ten, saftig, leicht rosa, bereitete der Wirt (von Beruf Metzger) mit Niedergartemperatur köstlich zu. Die GourmetMetzgete im Herbst erfreut sich grosser Beliebtheit. Gourmet-Teller. Wen «gluschtets» (Bild zvg.) da nicht, einmal Gast zu sein? Mit ihren vielseitigen Schweinefleisch-Angeboten hat sich das Ehepaar Abächerli den Schweinepokal verdient. Reservieren unter Telefon 044767 01 18, info@sonnental.ch, www.sonnental.ch.

Organisiert wird dieser Anlass vom Verein Bauspielplatz und dem Familienclub und auch dieses Jahr können Kinder und Erwachsene selber ihre leuchtenden Kunstwerke ziehen. Ob es eine wohlriechende Bienenwachskerze oder eine mehrfarbige Paraffinkerze werden soll, entscheiden Gross und Klein selber. Auch bei den Verzierungen gibt es tausend Ideen und der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Im Kafistübli kann man sich bei einem warmen Getränk und einem

Stück Kuchen stärken und die Kerzen können etwas auskühlen.

Freitagabend für Erwachsene Der Freitagabend ist für Erwachsene reserviert. Bei einem Glas Glühwein und einem Teller Kürbissuppe lassen sich tolle Kunstwerke ziehen. Kreativität und Geselligkeit lassen sich hier optimal verbinden. Kerzenziehen vom Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. November, auf dem Bauspielplatz, Affoltern. Mittwoch 14 bis 17.30 Uhr, Donnerstag 15.30 bis 17.30 Uhr, Freitag (für Erwachsene) 18 bis 22 Uhr, Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr. Infos: www.familienclubaffoltern.ch, www.bauspielplatz.ch.


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Abfallthriller in der Engelscheune Am kommenden Donnerstag lädt die Gruppe Welt Oberamt mit «Taste the Waste» zu einem bewegenden Film zur globalen Verschwendung von Lebensmitteln ein. Beginn ist um 20 Uhr in der Engelscheune in Rifferswil. Der Eintritt ist frei, im Anschluss an den Film gibt es eine Kinobar. Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg – so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen. Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die Berge verrottender organischer Stoffe, denn das entstehende Methangas wirkt sich auf die Erderwärmung 25 Mal so stark aus wie Kohlendioxid. Kinoabend der Gruppe Welt Oberamt am Donnerstag, 14. November, um 20 Uhr in der Engelscheune, Rifferswil.

Dienstag, 12. November 2013

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Herrliche Frauen, dämliche Männer Rosi Loosli las im Restaurant Schönegg in Hausen Rosi Loosli schreibt und malt geschlechterneutral. Sie nimmt beide primären biologischen Geschlechter zu gleichen Teilen auf die Schippe. Mit spitzer Zunge, untermalt von eigenen Kunstwerken, brachte sie ihr Publikum zum Schmunzeln und Nachdenken. ................................................... von salomon schneider Rosi Loosli unterhielt das Publikum am vergangenen Montagabend, in der vollen Stube des Restaurants Schönegg, mit einer Mischung zwischen Stand-up-Comedy, Kunstausstellung und klassischer Lesung. «Ich kann weder super gut schreiben, noch super gut malen, noch super gut reden. Ich bin aber bei allen dreien ziemlich sattelfest, deshalb verbinde ich alles zu einem.» Rosi stieg mit gezielten Provokationen ein. Sie warf die Frage auf, weshalb Leute, die Lesen können, an eine Lesung gehen. Deshalb wolle sie nicht einfach lesen, sondern spannende, spontane Geschichten erzählen. Die moderne Sprache werde, wie die moderne Kunst, immer einfacher: «Sogar ich sehe eine schwarz mit Ölfarbe bemalte Leinwand mit einem weissen Punkt als Kunst. Heute Abend will ich euch aber mit einer komplexeren Mischung konfrontieren.» Um den roten Faden nicht zu verlieren, hatte sie eine Schnur in derselben Farbe dabei und für den Fall von spontaner Langeweile verteilte sie ans gesamte Publikum Malblock und Stifte. Nachdem auch noch die Getränke serviert waren, waren alle parat für die eigentliche Lesung.

Lila erwartet «Eine herrliche Frau und ein dämlicher Mann, beides ist möglich», fing

Rosi Loosli an. Solche Worte seien mehr als nur einfache Worte. Oft unbewusst verwendet, sagten sie doch so vieles explizit und implizit. «Auch ich bin manchmal so dämlich, unsere herrliche Sprache unreflektiert zu verwenden.» Heute werde das aber nicht passieren. Sie schreibe und lese deshalb kurze Gedichte, in denen nur noch die Essenz von komplexesten Inhalten vorhanden sei: «Wenn ich eine Geschichte auf ihre Essenz reduziere, kann ihr jeder Zuhörer sein eigenes Leben einhauchen. Das ist lebendige Kunst.» Dann fing sie an zu lesen. Lila hat ihr ganzes Leben lang gewartet, auf den Zug, den Bus, im Supermarkt, im Restaurant und auf den richtigen Mann. Als sie des Wartens satt war, begann sie zu suchen, nach Glück, nach Ruhe, nach Freude und nach dem richtigen Mann. Nachdem sie alles gefunden hat, bekam sie es mit der Angst zu tun – der Angst zu verlieren, ihren Mann, ihre Privilegien, ihr Glück. Schlussendlich wurde Lila schwanger. Auch hier wurde sie zuerst von Angst gepackt, dass das Kind ein «Satansbraten» werden könnte, doch schliesslich entschied sie sich, einfach zu erwarten.

«Der Mensch ist ein komisches Wesen, er redet, wenn er nicht gefragt wird, er isst, ohne Hunger zu haben, und schläft nach Uhrzeit, nicht wenn er müde ist», meint Rosi Loosli. (Bild Salomon Schneider) ter», und die anderen Ausstellungsbesucher rannten hinaus, weil es sie unvorbereitet traf. Für sie ging die Installation unter, durch den Mangel an Kontextualisierung. Nicht nur deshalb mache sie gut umschriebene Kunst. Alle ihre Geschichten seien deshalb persönlich, aus eigener Erfahrung, recherchiert.

Cannabis für die Jugend Schweinesteak von einer armen Sau

Zwitter an der Art Basel «Ich mache schwierig zu verstehende Kunst. Deshalb hoffe ich auch nicht auf Erfolg, sondern darauf, in ein paar Menschen etwas zu bewegen», erklärte Rosi Loosli. Sie mache Kunst aus Müll und Abfall. Sie gebe aber immer ein Statement dazu ab. Das sei extrem wichtig. Sie sei einmal in der Art Basel in eine Installation gegangen, in der einfach nackte Menschen auf einer Leinwand hüpften, ohne Erklärung, ohne Titel. Plötzlich bemerkte sie, dass alle diese hüpfenden Menschen zwischengeschlechtlich waren. Sie rief erstaunt aus: «Das sind ja alles Zwit-

«Stellt euch vor, man würde einen Bundesrat ausstellen, mit einer Tafel mit Hobbys, Lieblingsgerichten und seinen sonstigen Vorlieben in seinem primären Habitat. Das ist doch tierisch.» Sie glaube nicht, dass der Zoo in seiner heutigen Form ein noch lange währendes Erfolgsmodell sei.

Als nächstes machte sich Rosi Loosli Gedanken über die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Sie stellte fest, dass sie im Geiste Vegetarierin sei, Fleisch einfach über alles liebe. Das Einsperren seltener Tiere zu voyeuristischen Zwecken verstehe sie aber nicht. Natürlich gebe es das Argument, dass Tiere so geschützt und die Menschen sensibilisiert werden könnten. Für sie reiche das aber nicht als Rechtfertigung. Über Zirkus redete sie nicht einmal, sondern stürzte sich auf den Zoo. Früher habe man auch Menschen ausgestellt im Zoo, es sei schade, dass das nicht mehr passiere:

Zum Abschluss erzählte sie eine Geschichte aus ihrer Zeit als Schulrätin in Hausen. Bei einer Diskussion zum Thema Jugend und Sucht habe ein Pädagoge gemeint, dass Kinder kiffen, weil die Familie zerfalle. Mit Hilfe von Zebras als Symbol für Schwarz-WeissDenken, einem Cannabisblatt und einem Stück Holz erklärte sie, weshalb auch die besten Absichten nicht immer zu positiven Resultaten führen müssen: «Jugendliche machen nun einmal Unfug und normalerweise orientieren sie sich inhaltlich daran, was die Erwachsenen stört. Wer Jugendliche vor Unfug bewahren will, beisst sich also oft in den eigenen Schwanz.»

Improvisation brachte die ausgestellten Werke zum Klingen Gelungene Eröffnung der Kunstausstellung «Familienkreis – Werke der Gebrüder Gubler» in Bonstetten Feinfühlig, mit einer Prise Schalk und Charme, ging die brillante und äusserst sympathische Galina Vracheva anlässlich der Vernissage zur Ausstellung «Familienkreis» auf die Gemälde der Gebrüder Eduard, Ernst und Max Gubler ein. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert vom Improvisationstalent der Künstlerin, deren Kompositionen «aus dem Stand» die ausgestellten Werke zum Klingen brachten: Die Wärme des Zusammenseins im Kreise der Familie; die Herumwirbelnde Spreu anlässlich einer Kornernte; das Filigrane an einem Stillleben mit Trockenblumen oder die tief empfundenen Gefühle des Bruders Eduard bei der Schaffung des Gemäldes «Zum Gedenken an Ernst» an den relativ früh verstorbenen Bruder. Interessant wurde es, als zwei Besucherinnen sich eine Komposition zum gleichen Bild «Balm im Riedertal» von Eduard Gubler wünschten: Einmal gab die Künstlerin den Blick von unten nach oben wieder, das zweite Mal den Blick in umgekehrter Richtung. Beide Male erklang ganz andere Musik - und jedes Mal erkannte man das Werk wieder. Noch lange hätte man den Klängen Vrachevas lauschen mögen, doch irgendwann kam der Zeitpunkt, wo die Meisterin ihres Fachs die Ausstellungsbesucher mit einer majestätischen, gottesfürchtigen Würdigung des Gemäldes «Kloster Fahr» von Max Gubler in die Nacht entliess. Der «Familienkreis» würdigt auch den Vater Heinrich Eduard Gubler

Enkel Eduard Meier erläutert Ausstellungsbesucherinnen ein Gemälde seines Grossvaters Eduard Gubler. (Bild zvg.) (1865–1948) mit einigen Werken, der als Dekorationsmaler mit bedeutenden Restaurationsarbeiten beauftragt worden war und seine Söhne, insbesondere Max, schon früh in die Auftragsarbeiten, die er teilweise zu Hause in seinem Kleinatelier erledigte, einbezog. Prägend sind seine Gemälde eines einfachen Bauernhauses im Riedertal UR, wo die Familie Anfang des 20. Jahrhunderts regelmässig die Sommerferien verbrachte. Diese Tradition wurde von Sohn Eduard mit seiner eigenen Familie fortgeführt, und so nimmt das Riedertal einen bedeutenden Stellenwert im Familienleben ein. Eduard notierte einst dazu: «Das Riedertal UR ist das erste (…) kleine Sei-

tental des Schächentals. Acht Familien in übereinander gestaffelten Heimwesen bewohnten das Tälchen. Etwa in der Mitte steht die Kapelle von Riedertal mit Sigristenhaus, ursprünglich als kleine gotische offene Kapelle errichtet. Die Legende berichtet auch hier von der Begegnung eines Jägers mit einem Hirsch mit leuchtendem Geweih. Die Steinmetzzeichen am Masswerk sind die gleichen wie an der Wasserkirche in Zürich. Im 17. Jahrhundert wurden dieser Kapelle ein Schiff und ein Turm vorgebaut (die ursprüngliche Kapelle bildet jetzt den Chor). Sie ist Wallfahrtskapelle. 1914 wurden beim Abbruch einer Empore unter einem dicken Verputz gut erhaltene, jedoch

durch eine Spitzhacke arg beschädigte Fresken blossgelegt, die die Wände von der Höhe des Getäfels und das ganze Gewölbe lückenlos bedeckten. Pfarrer Loretz von Bürglen, dessen Pfarrhaus einem Kunstmuseum glich, setzte sich für die Restaurierung dieser Fresken ein. Im Jahre 1915 führte mein Vater diese Arbeit aus. Er bewohnte mit einigen Gesellen ein Bauernhaus, das leer gestanden hatte. Der Lehrjunge fungierte als Koch und Zuträger des Proviants aus dem Schächental. Da fasste Mutter den Entschluss, während der Sommerferien (…) den Haushalt für den Vater, die Gesellen und die Söhne zu führen. Seither verbrachte die Familie und

später auch ich mit der meinigen die Sommerferien dort. Die Schulferien im Frühling und im Herbst verbrachte ich oft allein im Riedertal, die Winterferien 1917/18 mit Karl Stamm. Das brachte Max auf den Gedanken, das gleiche zu tun. 1918 hielt er sich einige Zeit dort auf. Aber das selbstständige Hausen unter Wahrung einer notwendigen Ordnung lag ihm nicht. Von dem, was er dort gemalt hat, ist wenig erhalten. Zu einer engeren Beziehung zur Bergwelt ist Max nie gelangt. Als ich einmal ein Motiv vom Kloster Fahr mit der Glärnischgruppe im Hintergrund malte, die bei Föhn deutlich sichtbar wird, sagte er, er habe gar nicht gewusst, dass man von hier aus die Berge sehe.» (Zitiert in Gotthard Jedlicka, «Max Gubler»). Der «Familienkreis» zeigt die gemeinsamen Wurzeln, aber auch die Verschiedenartigkeit der drei Brüder anhand ihrer Werke auf eindrückliche Weise auf: Während bei Eduard die Familienszenen aus dem Alltag, die durchaus kleinräumig betrachtet werden können, dominieren, bringen die Bilder von Max ihre Wirkung und Leuchtkraft erst auf die Distanz zur vollen Entfaltung. Bei Ernst dagegen fällt das klar Strukturierte, Direkte ins Auge. Ausstellung «Familienkreis - Werke der Gebrüder Eduard, Ernst und Max Gubler» noch bis Samstag, 16. November, jeweils von 17 bis 21 Uhr. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten.


Veranstaltungen

Dienstag, 12. November 2013

Das volle Potenzial erschliessen

Familienepos als sinnlicher Literaturgenuss

Neues Buch der Hausemerin Ruth Wenger

Catalin Dorian Florescu liest in der Bibliothek Aeugst

Ende Oktober erschien im Verlag «Business Village» das zweite Buch von Ruth Wenger aus Hausen: «Der Alpha Faktor – erschliessen Sie Ihr volles Potenzial». Vernissage ist am Donnerstag, 14. November, in Cham.

Der Autor und Gewinner des Schweizer Buchpreises 2011 liest aus seinen abenteuerlichen Romanen «Jacob beschliesst zu lieben» und «Zaira».

In einer vierjährigen, umfassenden Recherchearbeit hat die Autorin an die 100 Personen befragt, die Hochleistungen in Wirtschaft, Politik oder Sport erbringen, dies mit dem Ziel, das «Geheimnis des gesunden Leistens» zu ergründen. Dabei zeigte sich, dass der Leistungsmodus, in dem die beste Performance abgerufen werden kann, von allen als ein mental klarer, körperlich lockerer und energievoller, höchst angenehmer – ja beglückender – Zustand erfahren wird. In der Gehirn- und Bewusstseinsforschung wird dieses Befinden «Alpha Zustand» genannt. Mit vielen praktischen Anleitungen und Tipps macht die Autorin erfahrbar, wie sich durch den «AlphaFaktor» Leistung energiereicher, müheloser und freudvoller und sofort

spürbar entsteht und dadurch bessere Resultate erzielt werden können. Das fundierte Wissen der Autorin aus der Gehirn- und Bewusstseinsforschung sowie die Erkenntnisse der neurophysiologischen Zusammenhänge gesunden Leistens macht dieses Werk zu einem nutzbringenden Praxisbuch für «Kopfarbeiter» und Sportler. Ruth Wenger, seit 2001 wohnhaft in Hausen, ist Entwicklerin der alphaSkills, Inhaberin der alphaSkills AG und seit 2001 mit ihrem Unternehmen in Baar/ZG ansässig. Sie hat 2005 im campus Verlag ihr erstes Buch «alphaSkills – effizienter lesen, besser zuhören, entspannter arbeiten» und im Eigenverlag einen gleichnamigen, computergeführten Lehrgang veröffentlicht. Sie ist eine erfahrene Trainerin und schult vorwiegend im oberen Management. Buch-Vernissage am Donnerstag, 14. November, 18.30 bis ca 20 Uhr, Villa Villette, im Park am See, Cham. Der Alpha-Faktor - erschliessen Sie Ihr volles Potenzial. Verlag Business Village, Preis Fr. 25.80, ISBN/GTIN 978-3-86980-234-3.

«In jedem Sturm steckt ein Teufel.» Mit diesem Satz beginnt «Jacob beschliesst zu lieben», geschrieben von Catalin Dorian Florescu. 1967 in Rumänien geboren, flüchtete der Autor mit seinen Eltern in den Westen und lebt heute als freier Schriftsteller mit Schweizer Bürgerrecht in Zürich. Seine beiden letzten grossen Romane sind gewaltige Lebens- und Familiengeschichten, «gewaltig» im ursprünglichen und im übertragenen Sinn des Wortes. Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich Jacobs Vorfahren, wie viele tausend andere aus Lothringen ein besseres Leben suchend, auf den gefährlichen Weg nach Rumänien gemacht, um ihr Glück zu finden und eigenes Land zu besitzen. Die Geschichte von Jacob spielt im Banat in Rumänien, am Südostrand der ungarischen Tiefebene.

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Im Zentrum steht die Lebensgemeinschaft der Banater Schwaben im Dorf Triebswetter zwischen dem Ende der 20er-Jahre bis in die 50er-Jahre des kommunistischen Regimes. In der brutalen und rauen Welt der Bauern wird Jacob mit dem Kampf um Macht und Besitz konfrontiert. Er wird vom eigenen Vater verraten, verliert seine erste Liebe, wird denunziert und vertrieben. Obwohl ihm sehr viel Unrecht und Misere widerfährt, bewahrt Jacob trotzdem seine Menschlichkeit und Liebesfähigkeit. Florescus dichte Sprache ist gewaltsam, zupackend, hin und wieder geradezu archaisch, dann aber wieder von leiser Zärtlichkeit und Wehmut. Die Ereignisse werden ins Licht des Märchenhaften getaucht. Der Autor versteht sich als wunderbarer Erzähler: ein paar knappe Sätze – und schon stehen die Figuren vor uns: lebendige, unvergessliche Gestalten, Protagonisten seiner fesselnden, bewegenden Bücher.

Catalin Dorian Florescu. (Bild zvg.)

Catalin Florescu liest am Freitag, 15. November,

bibli.aeugst@bluewin.ch.

20 Uhr in der Bibliothek Aeugst. Eintritt: Fr. 10,

Jacob beschliesst zu lieben, C.H. Verlag, München,

anschliessend Apéro. Platzreservierung:

2011. Zaira, C.F. Beck Verlag, München, 2008.

Vier Buben auf grosser Reise «Mein Name ist Eugen» als Musical Am 16. und 17. November lädt die Aeugsterin Flurina Schai im Gemeindesaal Ottenbach zu den Musical-Aufführungen von «Mein Name ist Eugen».

Adventsritual. (Bild zvg.)

Wunderwelt der Rituale Rituale sind die treuesten Diener oder die schlimmsten Herren, sagt der Volksmund. Sie begründen Gewohnheiten und sind Anker zum Festhalten. Sie schaffen Verlässlichkeit und Vertrautheit. Rituale haben eine besondere Kraft. Sie werden geliebt, denn sie liefern eine gewisse Orientierung in dieser hektischen Welt. Auch geben sie uns Dauerhaftigkeit, Tiefe und Heimat. Die Ökumene Obfelden-Ottenbach, d.h. der «Treffpunkt Begegnung» lädt nun Singles, Einsame und Alleinerziehende mit ihren Kindern zur Veranstaltung «Wunderwelt der Rituale» für Sonntag, den 17. November, 11 Uhr ein. Dabei werden alltägliche und spirituelle Rituale näher betrachtet.

Mittagessen und besinnliches Ritual Teilnehmende können auch eigene Rituale vorstellen und Erfahrungen austauschen. Dazwischen steht ein Mittagessen samt Dessert auf dem Programm. Die Veranstaltung beschliesst den Nachmittag mit einem besinnlichen Ritual in der Kirche. Zur Deckung der Unkosten wird um eine freiwillige Spende gebeten. Wunderwelt der Rituale, Sonntag, 17. November, 11 Uhr, Treffpunkt Begegnung, reformiertes Kirchgemeindehaus Obfelden, Räschstrasse 8, Eintritt frei, Kollekte. Anmelden bis 12. November bei Uschi Schneebeli, Telefon 044 761 69 22 oder E-Mail u.schnee@datazug.ch.

Wer kennt sie nicht: Die Geschichte der vier mutigen Berner Lausbuben, die sich auf die grosse Reise nach Zürich wagen, um ihr Idol Fritzli Bühler zu treffen. Bis anhin nur als Buch und Film vorhanden, lässt sich die Geschichte in Ottenbach erstmals als Musical geniessen. Gespickt mit süffisantem Humor und moderner musikalischer Untermalung hat die Ämtlerin Flurina Schai im Rahmen ihrer Maturitätsarbeit die Geschichte von Eugen

& Co. als Musical neu interpretiert. Schauspielerisch unterstützt wird die Aufführung vom Musicalverein Säuliamt. In den Hauptrollen wirken Samuel Wenk, David Bangerter, Philipp Moor und David Bock. «Manchmal denke ich wirklich, es stünden Eugen, Wrigley, Eduard und Bäschteli vor mir», antwortet Schai schmunzelnd auf die Frage nach der Wahl der Schauspieler, «Ich hätte mir keine bessere Besetzung wünschen können.» Premiere feiert das Stück am 16. November um 20 Uhr im Gemeindesaal Ottenbach. Wer an diesem Tag verhindert ist, hat einen Tag später, am 17. November um 14 Uhr die Möglichkeit, sich die Geschichte der vier muti-

Die Geschichte von vier mutigen Lausbuben als Musical. (Bild zvg.) gen Pfadfinder anzusehen. Statt eines Eintrittspreises gibt es eine Kollekte. «Der gesamte Reingewinn kommt der

Aladdin-Stiftung zugute, welche Kinder mit Behinderung und deren Familien unterstützt», so Schai. (EM.)

«Hiver Nomade» Roadmovie-Filmvorführung in Knonau Auf Einladung der Kulturkommission Knonau macht am Freitag, den 15. November Roadmovie – ein nicht-kommerzielles Kinoprojekt zur Förderung der Schweizer Filmkultur – Halt in Knonau und verwandelt den nüchternen Stampfisaal in eine glitzernde Filmwelt. Ein nicht einfaches Hin und Her zwischen den Kulturen: Moslem Mahmud Nasir erfährt, dass er adoptiert wurde – und eigentlich jüdisch ist! (Bild zvg.)

Alles Koscher! Kino in der Kirche Bonstetten Eine Entdeckung stürzt den erfolgreichen Geschäftsmann und überzeugten Moslem Mahmud Nasir in eine Identitätskrise: Er wurde adoptiert – und ist eigentlich jüdisch! Zudem heisst er in Wahrheit nicht Mahmud, sondern Solly Shimshillewitz. Kurzerhand beschliesst der unfreiwillig Konvertierte, seinen noch lebenden Vater aufzusuchen. Da der in die Jahre gekommene Mann allerdings schon reichlich angeschlagen ist und krank im Bett liegt, hält es der betreuende Rabbi für ange-

bracht, dass Mahmud sich angemessen auf das Treffen vorbereitet. Und so begibt sich dieser widerwillig in die Hände des jüdischen Taxifahrers Lenny, der ihm die religiösen und kulturellen Gepflogenheiten näher bringen soll. Es beginnt ein nicht einfaches Hin und Her zwischen den Kulturen. Eine Komödie aus Grossbritannien, der Heimat des schwarzen Humors. Freitag, 15. November, 20 Uhr in der ref. Kirche Bonstetten. Eintritt frei, freigegeben ab 12 Jahren.

Seit gut zehn Jahren reist Roadmovie, mit einem mobilen Kino durch die Schweiz und zeigt an Orten ohne eigenen Kinosaal attraktive und aktuelle Filme. Am Freitag nächste Woche soll sich der nüchterne Stampfisaal in eine glitzernde Filmwelt wandeln. Damit dies gelingt, arbeiten die Schüler der 3. bis 6. Klasse an einer Dekoration, welche die jungen Besucher am Nachmittag und die Erwachsenen am Abend zum Träumen einladen wird! Am Nachmittag ist der Kinosaal für alle Schülerinnen und Schüler reserviert. Für die Schüler der 5. und 6. Klasse ist dieser Nachmittag gleichzeitig die Krönung ihrer filmischen Arbeit. Die zwei Klassen, unter der Leitung der beiden Lehrerinnen Marie Louise Lörcher und Martina Desax, haben sich seit dem Frühjahr mit einem filmischen Projekt beschäftigt und mit viel Fantasie, Körpereinsatz und vie-

len, vielen Fotos ein Daumenkino erarbeitet. Mit dieser Arbeit bewarben sich die beiden Klassen um einen Platz beim Trickfilmworkshop von Roadmovie und wurden dank ihrer hervorragenden Arbeit auch aufgenommen. Danach wurde nun, unter der Leitung von Maja Gehrig von Roadmovie, das Daumenkino zu einem Film verarbeitet, der zum ersten Mal als Vorfilm am 15. November gezeigt wird.

Produzent Heinz Dill anwesend Der Filmabend wird ab 19 Uhr mit einem Apéro, offeriert von der Gemeinde Knonau, eröffnet. Nachdem zur Einleitung in die Abendvorführung um 20 Uhr nochmals der Vorfilm des Daumenkinos gezeigt wird, steht der Abendfilm dann ganz im Zeichen des preisgekrönten Dokumentarfilmes «Hiver nomade»: Ein Film über ein Hirtenpaar, welches zusammen mit 800 Schafen, vier Hunden und drei Eseln während des Winters über die Felder der französischen Schweiz zieht. Den Blick hinter die Kulissen über die Entstehung eines Filmes gibt an diesem Abend der Produzent Heinz Dill, welcher ebenfalls in Knonau anwesend sein wird. Anschliessend an die Vorführung ist die Kino-Bar geöffnet.


veranstaltungen

Der Gesangverein Hedingen besingt die 500 Jahre alte Kirche. (Bild zvg.)

Hoch lebe die Freude! Gesangverein besingt 500 Jahre Kirche 500 Jahre steht sie da – in schlichter Schönheit! Da verdient sie auch ein angemessenes Geburtstagsständchen. Die Kirche Hedingen. So zeitlos anmutig wie sie selbst sind auch die Gesänge, die ihr dargeboten werden. Musik aus vielen hundert Jahren wird der Gesangverein der Kirche widmen. Bach hat sie schon oft gehört, Rossini wohl auch, Gershwin vielleicht und Fauré gerne immer wieder. Ganz bestimmt freut sie sich über ein Ave Maria von Bruckner und dieser sich darüber, dass es in dieser Kirche so wunderschön tönt.

Manchmal sind fünf Jahrhunderte in einem einzigen Lied vereinigt. Der Vater der Figur, geboren im sechzehnten, das Stück komponiert im zwanzigsten Jahrhundert und dazwischen eine zeitlos skurrile Geschichte: Don Quichotte et Sancho Pansa. Ein Abendlied singt der Gesangverein ihr auch, vor dem Lichterlöschen und dann gibt es Kaffee und Kuchen für die Geburtstagsgäste. Und wenn Jubilarin und Gäste zum Schluss zufrieden sind, dann sind es der Gesangverein, Meret Burkhard (Leitung) und Anne Hinrichsen (Piano) auch. Konzert am Sonntag, 17. November, 17 Uhr, reformierte Kirche Hedingen.

Anspruchsvoll-festlich Konzerte des Musikvereins Maschwanden Der Musikverein Maschwanden führt auch dieses Jahr seine traditionellen Konzerte im Spätherbst durch. Am Sonntag, 17. November, nachmittags in Knonau und abends in Maschwanden Ein Ensemble ausgelesener Stücke wartet auf die Zuhörer, wobei hier sicher die solistische Einlage vom Soprano-Cornet im Stück Rendezvous aus der Feder von Jan Hadermann und das

Castanets-Solo Hernando’s Hideaway von R. Adler und J. Ross besonders zu erwähnen ist. Mit viel Hingabe und intensiver Probenarbeit haben die Maschwander Musikanten zusammen mit ihrem Dirigenten Heinz Aeberhard ein anspruchsvolles und festliches Programm einstudiert. Konzerte im Spätherbst am Sonntag, 17. November, 15.30 Uhr Stampfisaal Knonau und 20 Uhr Kirche Maschwanden.

Kunst am Bach Austellung im Optikergeschäft, Affoltern BOA Büchi-Optik lädt am Samstag, 23. November, von 15 bis 18 Uhr zur Vernissage. Der Künstler Bruno Berchtold stellt Bilder aus, die zu bewundern wie auch zu kaufen sind. BB-Bilder begeistern. «Meine inneren Gefühle wollen nach draussen. Sie zeigen mir meinen neuen Weg, mit vielen verschlossenen Türen und einigen, die leicht geöffnet waren.» berichtet der Künstler. Die Kombination der ver-

Petit France, Strasbourg. (Bild zvg.)

schiedenen Hilfsmittel (Kohle, Pastellkreide, Bleistift und Weissstift, Tusche etc.) zeigen Kreativität und man spürt den Energiefluss des Künstlers. Die Ausstellung «Kunst am Bach» mit Bruno Berchtold dauert mindestens drei Wochen. «Wer möchte, kann sich natürlich zuerst eine Brille anpassen lassen und dann mit «neuen Augen» die Bilder von Bruno Berchtold betrachten, und natürlich kaufen», sagt Michèle Büchi. Mehr Infos: www.ihroptiker.ch


Veranstaltungen

Dienstag, 12. November 2013

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International gefragter Lawinen- und Rettungsexperte Bruno Jelk referiert in Hedingen Er ist Bergretter, Entwickler von Rettungsgeräten und -techniken, sowie international gefragter Experte. Am Mittwoch, 20. November, 20.15 Uhr berichtet der bekannte Rettungschef von Zermatt, Bruno Jelk, im Mehrzwecksaal des Schulhauses Schachen. Netnakisum, das singende Streichtrio im «weissen Rössli». (Bild zvg.)

Liebeserklärung an die Musik! «Epochale Saitenschreie» in Mettmenstetten Das singende Streichtrio Netnakisum wird am Samstag, 16. November, mit «Epochale Saitenschreie» im Restaurant Rössli in Mettmenstetten auftreten. Auf einer musikalischen Gratwanderung bewegen sich Claudia Schwab (Violine, Stimme), Marie-Theres Härtel (Viola, Stimme) und DeeLinde (Cello, Stimme) virtuos und ohne Scheuklappen zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz, Schlagerklängen und Orchesterwerken. Grooviges Jodeln, soulige Rock-Eskapaden, Heublumenjazz – direkt, frech, ernst, frisch und mit der notwendigen Portion Tiefgang. Jeder Ton ist ehrliche Lust am Musizieren, denn alles andere wäre reine Zeitverschwendung, meinen die Musikerinnen über sich. Netnakisum ist der Volksmusik verbunden, aber nicht an sie gefesselt.

Ihre klassische Streichausbildung würzen die drei Virtuosinnen mit einem kräftigen Schuss Humor. Der rückwärts zu lesende Name des steirischen Ensembles ist Programm. Begeisterung für das grosse universelle Ereignis Musik schlägt in den Netnakisumschen Klängen um sich. Für alle, die gespannt auf ein neues Konzerterlebnis sind, denn hier gibt es Spontaneität, passiert kribbelndes Risiko. Für Besucher, die vor der Veranstaltung im Restaurant Rössli ein gemütliches Nachtessen geniessen möchten, werden im Saal Sitzplätze reserviert. Rita Röllin, «Bi eus…. z’Mättmistette» Samstag, 16. November 2013, 20:15 Uhr, Restaurant Rössli, Mettmenstetten. Eintritt 35 (Legi / AHV 30) Franken. Billetreservierung unter Telefon 044 767 02 01, Abendkasse ab 19.30 Uhr.

Der Rettungschef von Zermatt, Bruno Jelk ist aus vielen Fernsehreportagen und Zeitungsberichten sehr bekannt. Dank persönlicher Bekanntschaft mit einer Hedinger Skifahrergruppe gelang es, Bruno Jelk trotz seines gedrängten Terminkalenders für einen spannenden Vortrag nach Hedingen zu locken. Er wird als unterhaltsamer Erzähler im ersten Teil bis zur Pause über «Bergrettung einst und jetzt», sowie anschliessend über seine Ausbildungs- und Beratungstätigkeit in Nepal, Pakistan und Russland berichten. Als international gefragter Lawinenund Rettungsexperte ist er momentan stark bei den Vorbereitungen für die olympischen Winterspiele vom Februar 2014 in Sotschi engagiert. Seine Ausführungen wird er natürlich mit faszinierenden und eindrücklichen Bildern ergänzen.

Neue Rettungsgeräte entwickelt Bruno Jelk war ursprünglich Grenzwächter mit Skilehrer- und Bergführerbrevet. Nach seiner Stationierung in Zermatt (1972) wurde er 1980 Rettungschef von Zermatt und Lawinenfachmann für das ganze Mattertal. Später war er wegen seiner enormen Erfahrung als Ausbildner sehr gefragt, beginnend beim SAC und seit vielen

Bruno Jelk (rechts) bei einer Einsatzbesprechung mit Sherpa Tsering. (Bild zvg.) Jahren zunehmend auch im Ausland. Er entwickelte neue Rettungsgeräte, insbesondere im Zusammenhang mit Spalten- und Helikopterrettungen. Für all seine Verdienste zur Verbesserung der Rettungsmöglichkeiten und Beratungen erhielt er diverse Auszeichnungen. Selber war er auch als Bergsteiger oder Expeditionsleiter hauptsächlich im Himalaja und in Südamerika unterwegs. Mit diesem Erfahrungshintergrund und seiner unterhaltsamen Art ist ein interessanter und spannender Vortrag zu erwarten. Der Anlass mit diesem gefragten Referenten dürfte viele Personen aus der näheren und weiteren Umgebung und insbesondere Berggänger aus SAC-Kreisen interessieren. Hedinger und Hedingerinnen sind gebeten, zu Fuss zu kommen und Auswärtige –

wenn möglich – mit ÖV anzureisen, damit auf das Auto angewiesene Besucher die limitierten Parkplätze beim Schulhaus (Zufahrt via Zwillikerstrasse) und auf dem Lindenplatz (beim Kreisel im Dorfzentrum) benützen können. Die Initianten dieses Vortrages und der Gemeindeverein Hedingen erwarten einen grossen Besucherandrang. Platzreservierungen können vorgängig aber leider keine entgegengenommen werden. Der Eintritt ist – wie beim Gemeindeverein Hedingen üblich – frei, am Ende der Veranstaltung erfolgt eine Kollekte zugunsten einer Bergrettungsstiftung von Bruno Jelk. Martin Kehrer Infos unter www.gemeindevereinhedingen.ch.

20 Jahre Moira Tanztheater auf hoher See Wasser ist Leben, Leben ist Wasser, Wasser ist alles. In ihrem neusten Projekt lässt Marina Gantert Mensch und Natur aufeinandertreffen. Hingabe und Zauber, Kalkül und Beherrschung, Profit, Optimierung und Verlust. ................................................... von delia dahinden, regisseurin von «quellwasser» Ich habe mich sehr gefreut, dass ich bereits zum zweiten Mal mit Marina Gantert und ihren Schülerinnen und Schülern ins gleiche Boot sitzen durfte. Es galt wieder, eine eigene Bilderund Körpersprache zu finden. Stille sollte hörbar werden, denn wir haben vergessen, wie Stille klingt. In intensiven Gesprächen entwickelten wir die

Dramaturgie des Stückes, liessen unserer Fantasie freien Lauf und suchten nach realisierbaren Umsetzungen, um unsere Gedanken auf der Bühne sinnlich erfahrbar zu machen. Indem wir mit verschiedenen Elementen arbeiten, ist es uns gelungen, Musik, Körper, Tanz, Sprache, Freude und Schmerz, Leidenschaft und Gewalt in berührenden Bildern zusammenzuführen.

Eine magische Hörwelt Deborah Hofstetter als Wasserfrau und Marco Volta als Vertreter des Menschen tragen die Handlung, berühren und ziehen mit ihrer Tanzsprache alle in ihren Bann. Christian Zehnder und das Trio Kraah bauen mit ihren Klängen eine magische Hörwelt. Diese Musik fliesst durch die Gehör-

gänge wie ein reissender Fluss, bohrt sich in die Eingeweide, löst das Zeitgefühl auf und lässt nicht mehr los. Mit Video-Projektion fanden wir die Möglichkeit, Wasser auf die Bühne zu zaubern und die Grenzen zwischen Bühnen- und Zuschauerraum aufzulösen und so die Zuschauer für gewisse Momente ganz Teil des Geschehens werden zu lassen. So viele Menschen verschiedenster Altersstufen in ein gemeinsames Projekt einzubinden, verlangt grosses Vertrauen zueinander. Und genau das schafft Marina Gantert mit ihrer Arbeit. Sie macht es möglich, dass Profis und Laien nebeneinander auf der Bühne stehen und gemeinsam die Geschichte des Wassers erzählen. Jede und jeder hat seinen Platz, seinen, ihren Raum und ist Teil eines grossen Ganzen. Ich glaube, gemeinsam an einem solchen Projekt zu arbeiten, Schweiss, Zeit und Energie zu investieren und zu erleben, dass alle aufeinander angewiesen sind, ist eine wichtige und bleibende Erfahrung für alle – Klein und Gross, Profis und Laien. Ich bin stolz und glücklich über diese wunderbare Zusammenarbeit und danke allen Beteiligten für ihr Vertrauen. Unser Boot ist vom Stapel gelaufen, hat den sicheren Hafen verlassen und befindet sich nun auf hoher See. Erfahrungsgemäss reift das Spiel mit jeder Aufführung weiter, somit lohnt auch ein zweiter Besuch im letzten Drittel der Spielzeit. Letzte Vorstellungen von «quellwasser» am 15., 16. November 19.30 Uhr und am 17. November 15.30 Uhr; Schulhaus Ennetgraben, Aula. Vorverkauf respektive Platzreservierung Buchhandlung Scheid-

Die Tanzenden fliessen ineinander im Element Wasser. (Bild Mikel Carlos, zvg.)

egger, Affoltern, und www.quellwasser-tanz.ch

Olympia war 2011 das Thema, diesmal geht es ins Weltall ... (Archivbild)

Space Odyssee in Mettmenstetten Turnerchränzli in Mehrzweckhalle Wygarten Die turnenden Vereine Mettmenstettens nehmen das Publikum am diesjährigen Turnerchränzli mit auf eine einzigartige Odyssee durch das Weltall. Alle Turnerinnen und Turner sind sich bereits intensiv am Vorbereiten, um eine einmalige Vorstellung zu bieten. Egal ob draussen auf dem Sportplatz oder drinnen in der Turnhalle, überall sieht man die kleinen und grossen Astronauten, welche gerade ihre Choreografien für das Turnerchränzli perfektionieren. Das Publikum wird entführt auf eine wunderbare Irrfahrt durchs Universum. Ein ausserirdisches Spektakel mit viel Witz, Charme und Talent erwartet es in der Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten. Neu ist dieses Jahr der Eintritt gratis. Da-

her wird auch kein Vorverkauf stattfinden. Da erfahrungsgemäss die Abendvorstellungen gut besucht sind, wird empfohlen, sich frühzeitig in der Mehrzweckhalle einzufinden. Unter der Leitung von Daniel Hürlimann verwöhnen die Organisatoren wieder, an beiden Samstagabenden, mit einem köstlichen Nachtessen. Im Anschluss an die Abendvorstellungen gibt es gute Live-Musik mit dem Palmbeachduo, in Ergänzung mit der allseits bekannten und beliebten Bar. Die turnenden Vereine Mettmenstettens freuen sich schon jetzt auf die Besucher und Besucherinnen. Daniel Rissi Vorstellungen am Samstag, 16. November, 13.30 Uhr (Türöffnung 18.30 Uhr); Sonntag, 17. November, 14 Uhr (Türöffnung 13.30 Uhr); Samstag, 23. November, 20 Uhr (Türöffnung 18.30 Uhr).


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Sport

Dienstag, 12. November 2013

Ein Nuller gegen den Tabellen-Leader

Wichtiger Auswärtspunkt

FC Lachen/Altendorf – FC Affoltern 2:0 (1:0)

Fussball 1. Liga: Team Ticino U21 – FC Wettswil-Bonstetten 2:2 (1:1)

Tabellenleader gegen den Tabellenletzten FCA: Im letzten Spiel der Hinrunde gab es auswärts beim FC Lachen/Altendorf ein 2:0 für die Heimmannschaft. Der FCA ging punktlos vom Platz.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge konnte der FC WettswilBonstetten am vergangenen Sonntag mit einem wichtigen Auswärtspunkt im Gepäck die Heimreise aus Lugano antreten. Die Ämtler zeigten dabei grosse Moral, musste doch zweimal ein Rückstand aufgeholt werden.

................................................... von volkmar klutsch Das letzte Spiel der Hinrunde war eines der besseren Spiele des FCA in den dreizehn Matchs der Hinrunde. In 90 Minuten konnte der Tabellenführer lediglich sechs echte Chancen verbuchen. Schade für den FCA, denn aus den Chancen resultierten zwei Tore. Neu dabei mit Im Gegenzug hatte der Nr. 4: Mirko der FCA ebenfalls Plantic. (Bild zvg.) gute Möglichkeiten, konnte diese aber nicht in zählbare Tore ummünzen. Der Reihe nach: Gleich mit dem Anpfiff gingen die Lachener mit Vollgas in die Partie. Dies verunsicherte die Verteidigung des FCA dermassen, dass dem Gegner innerhalb von 8 Minuten zwei Mal der Ball leicht ausserhalb des 16-ers vor die Füsse gelegt wurde. Glücklicherweise, aus FCASicht, nahmen die Gastgeber die Geschenke nicht an. Gleich im Anschluss an diese beiden Patzer ergab sich eine gute Chance für Ismajlaj, der wuchtig aus ca. 18 Meter den Ball verzog.

Abseitsfalle schnappte wiederholt zu Gut funktionierte bei den Ämtlern die Abseitsfalle. Diese schnappte wiederholt zu und wurde von den Linienrichtern gut erkannt. Die Abseitsfalle sollte aber nicht nützen, als in der 38. Minute der Rechtsaussen der Seebuben sich gegen zwei FCA-ler durchsetzen konnte, zum Flanken kam und butterweich den Ball dem Stürmer aufs Haupt legte. Der brauchte nur noch hinzuhalten und konnte das erste Tor des Matches erzielen. Das zweite Tor fiel in der 68. Minute. Der Stürmer, gleichzeitig auch der Schütze des ersten Tors, wurde an der halbrechten Strafraumgrenze angespielt. Er konnte den Ball behaupten und legte ihn sich leicht vor. Dann

schlenzte er den Ball bogenförmig in die linke Torwartecke. Steiner war machtlos und das 2:0 perfekt. Zwei sehr gute Chancen hatte auch der FCA. Die eine war die von Bilic. Dieser kam kraftvoll zum Kopfball und wurde vom Unparteiischen abgepfiffen. Ein vermeintliches Foul soll der Grund gewesen sein. Sehenswert war die Zweierkombination Luchsinger-Antenen-Luchsinger. Los ging es in der eigenen Hälfte als Luchsinger Antenen anspielte. Dieser behauptete den Ball und legte ihn auf den durchlaufenden Luchsinger. Flankiert von zwei Seebuben kam er zum Schuss, den der Torwart nur mit Not parieren konnte.

Mirco Plantic als Bereicherung Luchsinger war es wiederum, der für den FCA aufgrund seines hitzigen, lauten, südländischen Temperaments die Farbe Gelb ins Spiel brachte. Aus taktischen Überlegungen wurde er in der 82. Minute durch den offensiv eingestellten Stähli ersetzt. Zwei neue Spieler waren ebenfalls dabei. Der eine, Mirco Plantic, spielte bis zur 85. Minute. Mit seinem Spielstil im Zentrum brachte er eine gewisse Maturität in das FCA-Spiel. Der zweite, Kristian Grebenar, ist für die Verteidigung vorgesehen und war dieses Mal nur Ersatzspieler. Schlusskommentar von Filipovic zum Hinrundenende: «Die Jungs zeigen Engagement. Sie bringen sich zu 100% ein. Der Gegner hat aus wenigen Chancen 2 Tore gemacht. Und wir keins. Ausserdem haben wir immer noch etliche verletze Stammspieler, die uns einfach fehlen.» Wie gehts weiter? In der laufenden Woche findet das letzte reguläre Training statt. Danach geht es in die verdiente Winterpause bis Ende Januar. Die Rückrunde steigt im März, genauer gesagt am 23. Dann fährt der FCA nach Wollishofen, trifft auf den dortigen FC und macht einen ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt. Kleiner Exkurs: Der Spieltipp, der von Padi Wälter abgegeben wurde, war zu 50% richtig. Er hatte auf einen Sieg des FCA mit 2:4 getippt. Die Lachener haben ihre beiden Tore geschossen. Fehlen nur noch die vier des FCA. Spieler: Steiner, Bala I., Kaufmann, Ammann, Luchsinger (82’ Stähli), Good, Bilic, Antenen C., Äschli-

Nach einer Viertelstunde des Abtastens ging das Heimteam aus dem Tessin mit 1:0 in Führung. Der Angreifer konnte dabei nach einem Vorstoss über die linke Seite nicht erfolgreich an der Hereingabe gehindert werden und der Stürmer der Tessiner hatte keine Probleme den Ball in der Mitte freistehend vor Merlo zu verwerten. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Ämtler in der ersten Halbzeit besser ins Spiel und wurden für ihre Be-

Steigerung nach der Pause Nach dem Pausentee fand der FCWB besser ins Spiel, musste nach 60 Minuten jedoch wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Ein Befreiungsschlag nach einer Rückgabe an Torhüter Merlo landete in den Füssen eines Tessiners. Welcher aus rund 25 Metern dem WB-Keeper keine Chance liess. Das Spiel plätscherte in der Folge so dahin, bis Gisi in der 80. Minute herrlich auf den zweiten Pfosten flankte, wo Lucas Schlüchter per Kopf zum 2:2 einnetzen konnte. In der Nachspielzeit hatten die Ämtler sogar noch die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Popov scheiterte mit seinem

Kopfball jedoch am Torhüter des Heimteams.

Zuversicht für den Jahresendspurt Trainer Dosch zeigte sich mit dem Resultat und der Einstellung der Mannschaft durchaus zufrieden. Der Punktgewinn sollte der Mannschaft den entsprechenden Rückenwind für die letzten beiden Spiele im Fussballjahr 2013 am nächsten Samstag um 16.00 Uhr im heimischen Moos und für das Auswärtsspiel vom übernächsten Mittwoch um 20 Uhr in Winterthur geben. Matchtelegramm: Stadio Cornaredo, Lugano, 50 Zuschauer. FCWB: Merlo, Balaj, Bonnemain, Popov, Gisi, Acosta (86. Yondhen), Kalyon, Y. Schlüchter, Dakouri (69. L. Schlüchter), Constancio (72. Benbiri), Günes. Weitere Resultate: Jun. Ea - Glattbrugg 14:1, Feusisberg/Schindellegi - Jun. Dc 1:8, Jun. Ca (CCJL) - Blue Stars 7:0, Affoltern a/A - Jun. Cb 0:3, Jun. A - Horgen 11:1, Jun. Da - FCZ Letzikids 1:0, Jun. B1 (CCJL) Phönix-Seen 2:0, Jun. B2 - Birmensdorf 1:7.

Klarer Sieg im ersten Spiel Erfolgreicher Saisonstart für Damen 2 von Volley S9 ................................................... von thomas hack Am Donnerstag, 31. Oktober, stand das erste Meisterschaftsspiel der Damen 2 Mannschaft von Volley S9 an. Endlich würde sich zeigen, was vom Training haften blieb und wer über sich hinauswachsen konnte. Der Gegner hiess Einsiedeln. Eine junge aufstrebende Mannschaft. Das Damenteam, angeführt von Captain Jeannine Peña de los Santos, zeigte von Beginn weg eine starke Leistung. Auch wenn der eine oder andere Angriff danebenging, konnten starke Services die Lücken schliessen. Es war schön anzusehen, wie Variationen und Abwechslung im Angriff stattfanden. So gewannen Volley S9 den ersten Satz relativ klar mit 25:17. Im zweiten Satz nahm Trainer Thomas Hack einige Auswechslungen vor, sodass jede Spielerin Spielpraxis und Wettkampffeeling erhielt. Auch der Gegner tat dies und der Satz gestaltete sich ausgeglichen. Volley S9 unterliefen aber ungewohnt viele Eigen- und Abstimmungsfehler. Eine

Das Team harmoniert: Damen 2 von Volley S9. (Bild Stephan Tuor) Vier-Punkte-Führung wurde so schnell verspielt und man musste dem Gegner sogar einen Satzball zugestehen. Doch mit einem guten Angriff und einem starken Service von Chantel Furrer konnte der zweite Satz mit 27:25 gewonnen werden. Im dritten Satz konnten die Zuschauer ihren Augen kaum trauen. Dem Damen 2 Team gelang einfach alles. Jeder Angriff passte genau, sämtliche Pässe kamen an und die Eigenfeh-

lerquote war praktisch null. Volley Einsiedeln fand kein Mittel gegen diese kompakte Einheit und ging mit 25:6 (Sicht Volley S9) unter. Ein verdienter Sieg. Das Team harmoniert sehr gut und die Stimmung unter den Damen ist super. Das Saisonziel aufzusteigen, ist zwar noch in weiter Ferne, aber wenn diese Mannschaft so weiterspielt, dann stehen die Chancen gut, es zu erreichen.

mann (86’ Joos), Plantic (86’ Antenen C.), Ismajlaj. Ersatz: Correia, Stähli, Joos, Antenen S., Grebenar.

A-Junioren des FCWB in der «Coci-League»

Die A-Junioren des FCWB präsentieren ihre neuen Trikots. (Bild Kaspar Köchli) Selbst eine Niederlage ohne gelbe Karte hätte zum Aufstieg gereicht. Die A-Junioren des FC Wettswil-Bonstetten gaben sich im letzten Match jedoch keine Blösse, traten gewohnt souverän auf und kanterten Horgen mit 11:1 nieder. Kurz nach dem Abpfiff wurden die Spieler durch Juniorenobmann Patrik Schönbächler mit

................................................... von marc enskat

mühungen nach 30 Minuten mit dem 1:1-Ausgleich belohnt. Bonnemain war im Anschluss an einen Eckball mit dem Kopf zur Stelle. Dass der Treffer im Anschluss an eine Standardsituation fiel, war jedoch bezeichnend für die erste Halbzeit.

den neuen Trikots ausgestattet, die sie denn auch sogleich stolz präsentierten. Elf Spiele, 31 Punkte, 72:15 Tore sind Zeugnis ihrer krassen Dominanz. Der gesamte Verein freut sich, dass er nebst den C- und B-Junioren neu auch mit dem A-Team in der höchsten Juniorenliga vertreten ist. (kakö)

Volleyball-Nachwuchs auf Kurs Erste Spieltage der Damen-U15-Teams von Volley S9 Noch ein wenig müde und statisch traten die 1.Liga U15-Spielerinnen den ersten Match gegen TV Rüschlikon, den stärksten Gegner an diesem Spieltag, an. Beim Gegner war von Müdigkeit nichts zu sehen, was sich auch im Spiel gut zeigte. Beide Sätze verloren die Ämtlerinnen deutlich mit 9:25 und 8:25. Beim zweiten Match gegen Einsiedeln konnte man mit einem guten Aufbau den ersten Satz, wenn auch knapp, für sich entscheiden mit 25:23. Die Motivation stieg und damit auch der Einsatz, dennoch reichte es für den zweiten Satz nicht ganz (21:25). Der Ehrgeiz der Spielerinnen war jedoch geweckt, was sich im entscheidenden dritten Satz auszahlte (15:12). Der Ehrgeiz beflügelte bis in den 3. Match, wo die Ämtlerinnen TSV Jona die Stirn boten. Den ersten Satz gab man, trotz starkem Einsatz, ab (17:25). Die Spielerinnen wurden immer dynamischer, holten jeden möglichen Ball und gaben vollen Einsatz, was sich mit einem Sieg im zweiten Satz auszahlte (25:19). Mit immer noch starkem Wil-

len, jedoch langsam breitmachender Erschöpfung, reichte es im dritten Satz (7:15) nicht für einen Sieg. «Mit dem 3. Platz in der 1. Liga haben wir uns im Vergleich zum letzten Jahr stark gesteigert», so das Fazit von Trainer Silvan Stierli, «jetzt gilt es, diesen Platz zu verteidigen und zu verbessern.»

Drei Niederlagen für 2.-Liga-U15 Der erste Spieltag führte das 2.-LigaTeam Damen U15 nach Kloten. Die Spielerinnen waren motiviert und ehrgeizig, trotzdem wurden sie im ersten Satz vom überaus starken Gegner Rickenbach überrannt und verloren 7:25. Im zweiten Satz fassten sie neuen Mut. Die Aufholjagd startete aber etwas spät und so gewannen die Gegner mit 16:25 – etwas weniger deutlich. Der zweite Match gegen ZuZu startete ausgeglichen, es war lange sehr ausgeglichen, bis die Gegner davonzogen und den Satz mit 25:19 für sich

entschieden. Im zweiten Satz wurden alle Kräfte mobilisiert: Die Spielerinnen rannten um jeden Ball, holten einen Rückstand von 23:19 auf und glichen aus auf 24:24. Es folgte ein Kopfan-Kopf-Rennen, spannend, nervenaufreibend, packend – bis schliesslich den Gegnern der Zweipunkteabstand gelang und sie den zweiten Satz mit 31:29 für sich entschieden. Der letzte Gegner, TV Rüschlikon, hatte bereits starke Leistungen gezeigt an jenem Spieltag, so wussten wir, dass es nicht leicht sein würde. Sie gewannen den ersten Satz mit 25:20. Im zweiten Satz war die zunehmende Müdigkeit deutlich zu spüren, die Ämtlerinnen bewegten sich zu wenig, zeigten zu wenig Einsatz, und der Satz ging ganz klar mit 25:8 an die Gegner. Drei Matches, drei Mal verloren, aber das Resultat täuscht. «Die Mannschaft bewies Stärke im Zusammenhalt und im Zusammenspiel», so Trainerin Karin Hasselberg, «jetzt müssen wir vor allem noch unsere Services verbessern und unsere Ausdauer trainieren.»


Sport

Dienstag, 12. November 2013

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Unter erschwerten Bedingungen Nachtschiessen der Ämtler Jungschützen Daniela Keller gewinnt das Nachtschiessen und die Schützen von Affoltern holen sich den Wanderpreis. Die Nachwuchsschützen des Bezirks Affoltern trafen sich am letzten Freitag in der Schiessanlage in Zwillikon zum Nachtschiessen 2013. Dieser Anlass wird vom Bezirks-Schützenverein Affoltern durchgeführt. Für die jungen Schützinnen und Schützen ist dies ein spezieller Wettkampf, denn in der Dunkelheit sind die Anforderungen für das Schiessen und die Handhabung des Gewehres wesentlich anspruchsvoller. Nach dem Schiessen gibt es jeweils ein gemeinsames Fondue- oder Raclette-Essen. Mit hervorragenden 57 Punkten erzielte Daniela Keller (Affoltern) das höchste Resultat und verwies den Standardgewehr-Schützen Andree Meili (Wettswil) mit 56 Punkten auf den

Peter Studer mit seinem Lotus 24 (links) in Zandvoort auf Überholspur. (Bilder zvg.)

zweiten Rang. Für den letzten Podestplatz fiel die Entscheidung durch den bessern Schuss der letzten Serie (in Hunderterwertung). Dank einer 91 platzierte sich Moritz Fankhauser (Zwillikon) vor Anja Scherer (Knonau), Beide hatten im normalen Programm 54 Punkte geschossen. Im Vereins-Wettkampf gewannen die Schützen von Affoltern mit dem Durchschnittsresultat von 50,3 Punkten den Wanderpokal. Mit 49,2 Punkten erreichten die Knonauer Schützen den zweiten Platz. Dritte wurden die Schützen von Obfelden-Maschwanden mit 48,6 Punkten, welche mit sieben Schützen die grösste Teilnehmerzahl stellten. Bei den Jungschützenleitern erzielte Andreas Schneiter (Affoltern) mit 54 Punkten das beste Resultat. Zweiter wurde Gion Kuster (Obfelden-Maschwanden) vor den punktgleichen Urs Scheidegger (Knonau) und GianReto Spörri (Zwillikon).

Mit dem Lotus 24 von Jo Siffert auf der Erfolgsspur Historische Rennautos: Peter Studer Sieger Kategoriensieger Peter Studer, in Obfelden aufgewachsen und in Widen AG wohnhaft, kann sich in der Grand Prix Cars Association als Kategoriensieger feiern lassen – mit seinem Lotus 24 von Jo Siffert aus dem Jahr 1962. Grosse Geschichte zahlreicher Ex-Formel-1-Rennwagen, mit denen innerhalb der Grand Prix Association gestartet wird: Peter Studer, in Obfelden immer noch bei den Faustballern aktiv, hat in Deutschland einen besonders geschichtsträchtigen Lotus 24 erwerben können, mit dem der 1971 tödlich verunfallte Jo Siffert in den

60er-Jahren Erfolge feierte. Das ehemalige Formel-1-Rennauto hat Jahrgang 1962; Siffert ist den Jahren 1962/63 mit der Bolide über 20 Rennen gefahren. Der 60-jährige Peter Studer bewegt sich heute damit ebenfalls auf der Erfolgsspur und darf sich als Kategoriensieger der Rennserie in der Klasse der Jahrgänge 1962 bis 1966 feiern lassen, in der 4-Zylinder-Motoren zugelassen sind. In Pau und in Dijon stand er zweimal zuoberst auf dem Podest, in Zandvoort kam er auf die Plätze 1 und 2, in Spa auf die Plätze 3 und 4. Das reichte zum Gesamtsieg. 25 bis 50 Rennfahrer, zum Teil bekannte Namen, lassen sich pro Rennen jeweils

einschreiben. Sie dauern eine halbe Stunde, sind also eine Art Sprintrennen, bei denen Geschwindigkeiten von bis zu 260 km/h erreicht werden. «In den Rennen wird gefightet und zum Teil am Limit gefahren», sagt Peter Studer, der sein wertvolles Gefährt selbst wartet. Über Winter will der selbstständige Architekt daran einiges ändern. Vorerst gehts aber noch an die Preisverleihung nach London – ein weiterer Höhepunkt eines langen Rennfahrerlebens. Studer fährt seit 1986 historische Autorennen und konnte sich zweimal in der Formula 2 zweimal als Europameister feiern lassen. (-ter.) anzeige

Peter Studer fährt seit 1986 historische Autorennen.

Eisbären-Marathon René Nüesch trainiert Frostresistenz Es ist November, kalt und nass, die Sonne blickt an dem Tag nur blass zwischen den Wolken durch. Die Szenerie: René Nüesch begibt sich zu seinem Training ins 7° kalte Wasser des Hedinger Weihers. Nicht genug damit. Danach gehts ins Tiefkühllager der Migros, wo René Nüesch bei -30°, die idealen Bedingungen vorfindet, die ihn auch am 22. November um 8 Uhr in Churchill, Kanada, erwarten. Man darf gespannt sein, was René Nüesch danach zu berichten hat. Nebst einem erfolgreichen Lauf hofft er, seinen Traum erfüllt zu sehen: die Eisbären erleben.

René Nüesch im Tiefkühllager. (Bild zvg.)

Siegerin Daniela Keller, flankiert von Andree Meili (links) und Moritz Fankhauser. (Bild zvg.)


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Einladung für folgende Anlässe:

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24. 11. Meditation Gebet für die Mutter Erde Jeweils sonntags 10 bis 11 Uhr/ Eintritt frei

Universaler Begegnungsort Steinackerstr, 24, 8902 Urdorf

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Einladung zur Generalversammlung Freitag, 15. November 2013, 20.00 Uhr, Restaurant Hörnli, Knonau. Der Vorstand

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089 2013  

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