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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 088 I 173. Jahrgang I Dienstag, 12. November 2019

«Speedy» anschaffen

Auf der Pirsch

Bonstetten will in eigener Regie auf Geschwindigkeit sensibilisieren > Seite 3

Die Jagdgesellschaft Affoltern führte am Mittwoch eine Treibjagd durch. > Seite 6

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Erzählnacht In Hedingen durften die Jugendlichen sogar in der Bibliothek übernachten. > Seite 7

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Rote Ballone 20 Kunstschaffende aus dem Unteramt haben ihre Ateliers geöffnet. > Seite 8

Als sich der Schwerverkehr noch durchs Säuliamt wälzte 10 Jahre nach der A4-Eröffnung steigen die Verkehrsfrequenzen in den Dörfern wieder In den meisten Gemeinden des Säuliamts brachte die Autobahn die erhoffte Verkehrsentlastung. Vor allem der Transit-Schwerverkehr wälzt sich nicht mehr durch die Dörfer. Der «Anzeiger» widmet dem Jubiläum der Autobahn-Eröffnung eine vierteilige Serie. ................................................... von martin platter Es war ein Aha-Erlebnis, am ersten Montagmorgen nach der A4-Eröffnung vom Freitag, 13. November 2009, auf der Transitachse durch die Dörfer des Knonauer Amts zu fahren. Auf den Verkehrswegen durchs Säuliamt herrschte eine fast gespenstische Ruhe. Vor allem eines fiel auf: Kein einziger Sattelschlepper war anzutreffen. Zehn Jahre später sind die Strassen nicht mehr ganz so verlassen wie am Morgen des 16. November 2009. Das hat mit verschiedenen Faktoren zu tun. Die Bevölkerung hat alleine im Säuliamt in der letzten Dekade von 47 000 auf 54 500 Personen zugenommen und damit auch der Motorfahrzeugbestand von 32 014 auf 38 539. Dazu kommt, dass auch die ans Säuliamt grenzenden Gebiete Wachstumsregionen sind. Der Verkehr zwischen den Wirtschaftszentren Zug, Zürich und Luzern hat nicht zuletzt wegen der A4 deutlich zugenommen. 49 000 Fahrzeuge wurden 2010 werktags im Mittel auf der Autobahn im Islisbergtunnel gezählt. 2017 waren es

Mit 17603 Fahrzeugen täglich ist die Obfelder Dorfstrasse zwischen der Einmündung Bickwil und der Autobahnauffahrt die am stärksten frequentierte. (Bild Martin Platter) bereits 65 000. Mit dem Effekt, dass sich auch auf der A4 die Blechlawinen häufiger stauen. Nur zwei Autobahnanschlüsse im gesamten Säuliamt machen die Umwege, um auf die Autobahn zu kommen, oft grösser und zeitraubender, als wenn der Zielort überland durch die Dörfer angefahren wird.

Markanter Verkehrszuwachs Das alles hat zur Folge, dass die Verkehrsfrequenzen auch abseits der A4

wieder am Wachsen sind. Während sie an der südlichen Peripherie im Oberamt (Uerzlikon: 2879 Autos/Tag. Kappel: 2870. Hausen Albisstrasse: 3451) noch einigermassen moderat sind, steigen die Zahlen markant, je näher man dem Autobahnzubringer in Affoltern kommt. Ein Glück für die, die bereits eine Umfahrung haben wie in Knonau, wo die tägliche Frequenz bei durchschnittlich 4593 Fahrzeugen liegt. Wesentlich höher ist die Belastung dagegen in Obfelden an der Dorfstrasse (im Mittel 5839 Fahrzeuge), in

Ottenbach (Muristrasse: 7305. Affolternstrasse: 9168) und in Bickwil (Muristrasse: 7138), aber auch durch Affoltern an der Zürichstrasse mit bis zu 9467 Fahrzeugen täglich. Ämtler Spitzenreiter bezüglich Verkehrsaufkommen ist jedoch der Abschnitt der Dorfstrasse nach der Bickwiler Einmündung bis zur Autobahnauffahrt mit 17 603 Fahrzeugen. Von der Gegenseite kommen nochmals 10 992 Autos täglich – Tendenz steigend. ................................................... > Erster Teil der Serie auf Seite 5

Zentrum planen

Aktive Gemeinde

Hedingen muss seinem Zentrum besondere Beachtung schenken. Das hat sich im Rahmen der laufenden Gesamtrevision der kommunalen Richtund Nutzungsplanung gezeigt und auch am entsprechenden Workshop mit der Bevölkerung vor einem Jahr. Die entsprechende Planung will der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern angehen. Der entsprechende Projektierungskredit über 280 000 Franken kommt am 12. Dezember vor die Gemeindeversammlung. Vorgängig hat der Gemeinderat vergangenen Freitag über seinen planerischen Weg orientiert: Anstelle eines Wettbewerbs mit Folgeauftrag für den Sieger soll eine Ideenstudie mit verschiedenen interdisziplinären Teams durchgeführt werden. Davon erhofft sich der Gemeinderat eine maximale Innovationskraft. Und allenfalls lassen sich verschiedene Ideen sogar kombinieren. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Über 100 neue Einwohner durfte die Gemeinde Hausen vergangenen Sonntag am Neuzuzügerbrunch im Gemeindesaal begrüssen. Wie lebendig das Dorfleben bereits ist, das zeigten die Präsentationen der 17 Vereine, Organisationen und politischen Parteien. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Knonau weltoffen

Die Fremde und der Lokomotivführer Unter der Regie von Franca Basoli zeigt die Aemtler Bühne in Mettmenstetten die Theaterfassung des Schweizer Filmklassikers «Hinter den sieben

Gleisen». Premiere ist am kommenden Samstag. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Remo Schnellmann, pädagogischer ICT-Supporter der Schule Knonau durfte vergangene Woche gemeinsam mit Schulleiter Jörg Berger die Schweiz am internationalen Bildungskongress «HundrED Summit» in Helsinki vertreten. In seinem Erlebnisbericht schreibt er auch über innovative Ideen aus anderen Teilen der Welt. ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Ins kühle Nass 43 Frauen, Männer und Jugendliche am 15. Martinschwimmen im Hedinger Weiher. > Seite 11

Arbeitsmarkt bleibt robust Die Arbeitslosenquote im Knonauer Amt hält sich weiter bei 1,4 Prozent. Die im Herbst übliche saisonale Zunahme der Arbeitslosenzahlen fiel im Kanton Zürich bisher gering aus. Ende Oktober waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich 445 Personen aus dem Bezirk Affoltern als arbeitslos gemeldet. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einem Zuwachs um fünf, im Vergleich zum Vorjahr allerdings einem Rückgang um 47 Personen. Bereinigt um saisonale Effekte ist die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig. Die Arbeitslosenquote liegt seit Juni bei 1,4 Prozent. Die Zunahme der Arbeitslosenzahlen im ganzen Kanton sei vor allem auf saisonal geprägte Branchen zurückzuführen, heisst es beim Amt für Wirtschaft und Arbeit. Wie mit Herbstbeginn zu erwarten, steigen die Arbeitslosenzahlen im Baugewerbe mit den sinkenden Temperaturen an. Die konjunkturelle Lage sei aktuell zweigeteilt. Während die Finanz- und Baubranche gemäss der Konjunkturforschungsstelle (KOF) eine sehr gute Geschäftslage vermelden, befinden sich Handel und besonders die Industrie in einer Schwächephase. (tst.) anzeigen


Kirchgemeindeversammlung Sonntag, 8. Dezember 2019 im Anschluss an den Gottesdienst um ca. 11.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Traktanden: 1. Genehmigung Kredit Kirchenpark Fr. 119 000.– 2. Genehmigung Kredit gemeindeeigene Pfarrstelle Fr. 17 500.–, wiederkehrend 3. Genehmigung Kredit Seniorenferien Fr. 32 000.–, wiederkehrend 4. Genehmigung Kredit Familienferien Fr. 22 000.–, wiederkehrend 5. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung des Steuerfusses 2020 6. Anfragen (§ 17, Gemeindegesetz) Anschliessend • Informationen • Umfrage Im Anschluss an die Kirchgemeindeversammlung lädt die Kirchenpflege zu einem Apéro ein. Anfragen müssen spätestens bis zehn Arbeitstage vor der Versammlung schriftlich der Kirchenpflege eingereicht werden. Der beleuchtende Bericht zu den Traktanden liegt während der üblichen Öffnungszeiten zwei Wochen vor der Versammlung im Sekretariat im Kirchgemeindehaus auf. Den Abonnenten werden diese Unterlagen zugestellt. Sie können zudem zwei Wochen vor der Versammlung im Sekretariat bezogen werden. Interessenten für ein Abonnement melden sich bitte im Sekretariat (Tel. 044 761 24 00), so dass ihnen zukünftig die Unterlagen zugestellt werden können. Affoltern am Albis 8. November 2019

Einladung an die Stimmberechtigten der Gemeinde Hedingen zu den

Gemeindeversammlungen

Sekundarschulgemeinde Bonstetten

von Donnerstag, 12. Dezember 2019, im Schachensaal (Turnhalle Schachen)

Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a.A.

Geschäfte

Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A. werden zur ordentlichen Gemeindeversammlung am

Reformierte Kirchgemeinde (Beginn 19.15 Uhr) 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss 2020 anschliessend: Mitteilungen Politische Gemeinde (Beginn 20.15 Uhr) 1. Budget 2020 / Steuerfuss 2020, Genehmigung 2. Schiessanlage Moos, Altlastensanierung Kugelfang und Scheibenstand 3. Zentrumsentwicklung, Ideenstudie Die Broschüre mit den beleuchtenden Berichten wird den Stimmberechtigten spätestens zwei Wochen vor der Versammlung zugestellt und kann ab 22. November 2019 unter hedingen.ch heruntergeladen werden. Hedingen, 12. November 2019 Reformierte Kirchenpflege Hedingen Gemeinderat Hedingen

Quando perdi qualcuno che ami , ottieni un angelo che già conosci.

Einladung zur Gemeindeversammlung

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 20.15 Uhr, in die Aula im Trakt B des Schulhauses «Im Bruggen», Schachenrain 1, Bonstetten, eingeladen.

Wenn du einen geliebten Menschen verlierst, bekommst du einen Engel, den du schon kennst.

Con immenso dolore annunciamo la perdita del mio caro marito, nostro papà, fratello, nonno, zio Mit tiefem Schmerz nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Papi, Bruder, Grosspapi, Onkel

Antonio Rago 28.10.1937 – 9.11.2019

Dopo una lunga sofferenza hai trovato la tua pace. Nach einer langen Leidenszeit hast du deinen Frieden gefunden.

Es liegen folgende Traktanden vor: 1. Orientierung Finanzplan 2019 – 2023 2. Festsetzung Budget 2020 3. Festsetzung Steuerfuss 2020 4. Informationen zum Schulhausneubau 5. Informationen aus der Schule

Wir bedanken uns bei den Ärzten und dem Pflegepersonal des Spitals Affoltern.

Der beleuchtende Bericht (Weisungsbroschüre) und die Budgetbroschüre können ab Freitag, 22. November 2019, auf der Webseite www.sek-bonstetten.ch heruntergeladen werden. Sie liegen ebenfalls zur Einsicht auf der Schulverwaltung und den Gemeindekanzleien der Kreisschulgemeinden auf. Die Weisungsbroschüre wird auf Verlangen von der Schulverwaltung kostenlos zugestellt. Die bestehenden Abonnenten erhalten ihr persönliches Exemplar bis am Montag, 25. November 2019.

Die Beisetzung findet am Freitag, 15. November 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Affoltern am Albis statt, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle.

Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz (GG) vom 20. April 2015 sowie dem Gesetz über die politischen Rechte (GPR) vom 1. September 2003. Bonstetten, 12. November 2019 Sekundarschulpflege Bonstetten

Todesfälle Affoltern am Albis Am 9. November 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Antonio Rago geboren am 28. Oktober 1937, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Freitag, 15. November 2019, um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

La famiglia in lutto Die Trauerfamilie Il funerale avrà luogo venerdì, 15 novembre 2019, alle ore 14.00 al cimitero di Affoltern am Albis, con messa nella cappella.

Indirizzo per i cordogli (Traueradresse): Rago Vincenza, Giessenstrasse 11b, 8910 Affoltern am Albis

Ersatzwahl eines Mitgliedes der reformierten Kirchenpflege Maschwanden für den Rest der Amtsdauer 2018 - 2022 Für den aus der Kirchenpflege zurückgetretenen Nikolai Fornaro ist eine Nachfolgerin / ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2018 – 2022 zu wählen. In Anwendung von Art. 6 Abs. 2 der Kirchgemeindeordnung sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am 22. Dezember 2019 Wahlvorschläge bei der Kirchenpflege, Frau Vreni Bär, Hinterdorfstrasse 5, 8933 Maschwanden einzureichen. Wählbar sind alle der reformierten Kirchgemeinde Maschwanden angehörenden Stimmberechtigten, die das 18. Altersjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz in der politischen Gemeinde Maschwanden haben. Stimmberechtigt ist, wer als Mitglied der reformierten Kirchgemeinde Maschwanden das 16. Altersjahr vollendet hat und über das Schweizer Bürgerrecht oder über eine ausländerrechtliche Bewilligung B, C, oder Ci verfügt. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Kirchgemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Formulare für den Wahlvorschlag sind bei der Gemeindekanzlei erhältlich. Der provisorische Wahlvorschlag wird nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, kann der Vorschlag geändert oder zurückgezogen werden oder es kann ein neuer Wahlvorschlag eingereicht werden. Die reformierte Kirchenpflege Maschwanden erklärt die Vorgeschlagene / den Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird am 9. Februar 2020 eine Urnenwahl mit leerem Wahlzettel durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. 12. November 2019


Bezirk Affoltern

Anstellung nur mit Strafregisterauszug Seit Anfang 2000 gilt in der katholischen Kirche im Kanton Zürich eine Nulltoleranz-Politik bei sexuellen Übergriffen. Den Antrag des Synodalrats, die Missbrauchsprävention in der Anstellungsordnung zu verschärfen, hiess das katholische Parlament einstimmig gut. Künftig müssen alle kirchlichen Angestellten einen Strafregisterauszug einreichen. Geht es um Mitarbeitende mit seelsorgerlicher, erzieherischer oder betreuender Funktion, haben diese zusätzlich alle fünf Jahre einen aktuellen Sonderprivatauszug vorzulegen. Die Teilrevision der Anstellungsordnung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft, sofern nicht das Referendum dagegen ergriffen wird.

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Am Mittwoch, 13. November, feiert Anna Lemm in Affoltern stolze 85 Lebensjahre. Wir wünschen Frau Lemm einen schönen Geburtstag und «vil Gfreuts».

Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 14. November, sind Rita Theresia und Horst Walter Klingmann in Affoltern 60 Jahre miteinander verheiratet. Wir gratulieren von Herzen, wünschen einen schönen Feiertag, alles Liebe und gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

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Dienstag, 12. November 2019

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Den Dorfkern gemeinsam gestalten Grosses Interesse am Info-Anlass zur Zentrumsplanung in Hedingen Eine Ideenstudie fürs Hedinger Dorfzentrum – der Kreditantrag über 280 000 Franken kommt am 12. Dezember vor die Gemeindeversammlung. Vorgängig hat der Gemeinderat letzten Freitagabend in der Schachenhalle informiert. Das Interesse war gross. ................................................... von thomas stöckli Aktuell ist er deutlich weniger dicht besiedelt als die angrenzenden Quartiere, der Bereich zwischen Bahnlinie und Zürcherstrasse, zwischen Hinterer Bahnhofstrasse und Zwillikerstrasse. Und doch: Hier soll Hedingen sein würdiges Zentrum bekommen. Daran arbeitet die Gemeinde mit den anderen Landbesitzern. «Die Idee, das Zentrum zu entwickeln, haben wir schon länger», so Gemeindepräsident Ruedi Fornaro. Bei 16 Grundeigentümern und 30 teils sehr kleinen Parzellen ist es klar, dass es eine gemeinsame Planung braucht. Mit dem Einverständnis – und teilweise der Mitwirkung – der Eigentümer, soll es nun vorangehen. «Das Zentrum soll als solches wahrgenommen werden», nennt Planerin Gaby Horvath als Ziel. Ein Stichwort ist dabei natürlich Verdichtung, anderseits soll aber auch ein Dorfplatz als attraktiver, belebter Treffpunkt entstehen – und ein Zugang zum Dorfbach. Im Vordergrund steht weiter die Existenzsicherung der Versorgungsläden und überhaupt der Verbleib des Gewerbes im Zentrum. So sollen nebst

Der Planungsbereich (rot eingerahmt) zwischen Bahnhof (unten links) und «Linden»-Kreisel (oben rechts). (Plan zvg.) unterirdischen Parkplätzen weiterhin oberirdische Kurzzeit-Abstellflächen verfügbar sein. Klar ist auch: zu einem Kahlschlag soll es nicht kommen, ein Teil der bestehenden Bauten werde auf jeden Fall bleiben.

Ideen, die sich kombinieren lassen Statt eines Wettbewerbs mit Folgeauftrag will der Gemeinderat in einer Ideenstudie interdisziplinärer Teams von Juni bis September 2020 verschiedene Varianten sammeln lassen, die dann allenfalls auch kombiniert werden können. Dabei sollen in den vier Teams mindestens je ein Architekt,

ein Landschaftsarchitekt und ein Verkehrsplaner vertreten sein. Die Auswahl der Teammitglieder trifft eine Jury, bestehend aus Vertretern der Gemeinde und derjenigen Grundeigentümer, die sich mit insgesamt 80 000 Franken an den budgetierten Gesamtkosten von 280 000 Franken beteiligen. Im Sinne der grenzübergreifenden Planung will die Gemeinde übers Zentrum eine Planungszone verhängen. «Danke, dass sich der Gemeinderat dem Problem annimmt» und «Bitte die Bevölkerung weiter einbeziehen», durfte die Gemeinde vorwiegend positives Feedback ernten. Zuerst solle die

Erschliessung geregelt werden, forderten zwei Votanten. Fornaro versicherte, dass mit einer gesamthaften Betrachtung auch die Verkehrs- und Schulweg-Situation verbessert werden solle. Den Wunsch nach einem lokalen Planungsteam nahm der Gemeinderat entgegen, während die Frage nach den möglichen Folgekosten unbeantwortet bleiben musste. Schliesslich geht es ja erst darum, Ideen zu sammeln, um die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend anpassen zu können. «Es ist ein weiter Weg», betonte Ruedi Fornaro, «und wir stehen noch ganz am Anfang.»

Ein «Speedy» zur Verbesserung der Verkehrssicherheit Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten ................................................... von gemeindeschreiber christof wicky Im Dorfkern von Bonstetten und rund um die Schulen bestehen bereits seit einigen Jahren 30er-Zonen. Das Thema der Temporeduktion bewegt aber nach wie vor viele Einwohnerinnen und Einwohner von Bonstetten, was sich auch beim Workshop mit der Bevölkerung am 26. Januar zeigte. Deshalb wird die Einführung von allfälligen weiteren Tempo-30-Zonen nach wie vor in die zukünftige Planung der Verkehrssicherheit von Bonstetten mit einbezogen. Mit einem Speedy-Messgerät kann die Gemeinde Bonstetten in eigener Regie statistische Messungen und Auswertungen durchführen, um festzustellen, ob überhaupt weitere Schritte bei einer Örtlichkeit unternommen werden müssen. So kann der Speedy bei Orten wie z.B. Schulhäusern platziert werden, um die Verkehrsteilnehmenden mit der Geschwindigkeitsanzeige auf ihr eigenes Tempo zu sensibilisieren. Der Gemeinderat stimmte dem Kredit für den Kauf eines Speedy-Messgerätes im Betrag von 8900 Franken zu. Der Auftrag wird an die Firma Signal AG vergeben.

Technisches Redesign bei den Internetauftritten Die Gemeinde Bonstetten betreibt seit dem 1. September 2017 ihren Internetauftritt mit dem Gem-Web der Innovative Web AG, Zürich (nachstehend «i-web» genannt). In den letzten Jahren hat sich die Zahl der InternetZugriffe per Smartphone explosionsartig erhöht. 2010 hatten in der Schweiz

nur 20 Prozent der Haushalte einen mobilen Breitbandanschluss. 2017 waren es 72 Prozent. Gemäss Google nutzen heute bereits 74 Prozent der Benutzerinnen und Benutzer die Google-Suchmaschine auf Smartphones. Neben herkömmlichen Smartphones sind auch grössere Geräte wie Phablets und Tablets für das mobile Surfen sehr beliebt. Viele bis vor Kurzem verbreitete Browser waren jedoch nicht auf den raschen Umstieg der Benutzer auf Mobilgeräte vorbereitet. In den letzten Jahren stiegen die Schweizerinnen und Schweizer nun aber rasch auf neue Betriebssysteme mitsamt neuen Browserversionen um. Auch i-web entschied sich zum gleichen Schritt. Das i-CMS ist das Grundsystem, auf dem alle Produkte der i-web für die Website-Gestaltung basieren. Die neue i-CMS-Version 7 bringt neben der Umstellung auf ein fluidresponsives Design (neue Darstellungen) auch noch diverse weitere grössere Neuerungen. Für die Einführung des i-CMS 7 der Webauftritte der Gemeinde und Primarschule entscheidet sich der Gemeinderat für ein technisches Redesign im Betrag von 24 555 Franken (inkl. MwSt.) für die Website der Gemeindeverwaltung und der Primarschule. Die Umsetzung erfolgt im Jahr 2020, unter der Voraussetzung der Genehmigung des Budgets 2020 durch den Souverän.

Personelles Wie bereits kommuniziert, wird Marco Bisa die Gemeindeverwaltung Bonstetten per 30. November verlassen, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Wir danken Marco Bisa herzlich für seine Arbeit und wün-

schen ihm bei seiner neuen Herausforderung viel Freude und Erfüllung. Als Nachfolger von Marco Bisa hat der Gemeinderat Beat Klingelfuss aus Gattikon ZH als neuen Leiter Bevölkerungsdienste gewählt. Beat Klingelfuss bringt breite Erfahrung aus dem Sicherheitsbereich mit. Er arbeitet zurzeit beim eidg. Verteidigungsdepartement im Bereich der militärischen Friedensförderung. Die Aufgaben in der Bundesverwaltung konnte er mehrmals unterbrechen, um sich persönlich in Friedensförderungseinsätzen zu engagieren. Beat Klingelfuss tritt die Stelle als Leiter Bevölkerungsdienste per 1. März 2020 an. In der Vakanzzeit wurden die Aufgaben innerhalb der Gemeindeverwaltung ad interim verteilt. Gemeinderat und Verwaltung freuen sich auf den Arbeitsbeginn von Beat Klingelfuss und heissen ihn heute schon herzlich willkommen.

Sonntagsverkäufe im Jahr 2020 Gemäss eidg. Arbeitsgesetz (ArG) können die Kantone höchstens vier Sonntage pro Jahr bezeichnen, an welchen Arbeitnehmer in Verkaufsgeschäften ohne Bewilligung beschäftigt werden dürfen. Die Eingaben der Gewerbetreibenden beschränken sich auf vier Wunschdaten, wodurch der Gemeinderat diese vier Verkaufssonntage für das Jahr 2020 bewilligen kann. Nach einer Umfrage hat der Gemeinderat festgelegt, dass allen Verkaufsgeschäften in Bonstetten bewilligt wird, ihre Geschäfte an folgenden Sonntagen/Ruhetagen im Jahr 2020 in der Zeitspanne von 9 bis 18 Uhr zu öffnen: Freitag, 1. Mai 2020, Sonntag, 15. November 2020, Sonntag, 22. Novem-

ber 2020 und Sonntag, 20. Dezember 2020.

Baubewilligungen Anzeigeverfahren: STWEG Dorfstrasse 22/24, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2019-0024; Einbau von zwei Dachflächenfenstern bei Dorfstrasse 24 und einem Dachflächenfenster bei Dorfstrasse 22 (publiziert), Grundstück Nr. 2086, Kernzone Hofis (KH). Annette Häcki, Bonstetten, Innere Umbauten Herenholzweg 30, Baugesuch-Nr. 2019-0030; Grundstück Nr. 1542, Zone W2/45.

Im Weiteren hat der Gemeinderat: • Der Beschaffung einer neuen Arbeitszeiterfassung für das Gemeindepersonal, unter der Voraussetzung der Genehmigung des Budgets 2020 durch den Souverän, zugestimmt; • Die Bauabrechnung zur Erneuerung der Strassenbeleuchtung und Werkleitungen an der Birchstrasse genehmigt; • Das Budget 2020 des Zweckverbands Feuerwehr Unteramt gutgeheissen; • Dem Revisionsbericht der Rechnung 2018 der IKA Sozialdienst Unteramt zugestimmt; • Den Geschäftsbericht 2018 der IKA Sozialdienst Unteramt genehmigt.

Sitzung der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 31. Oktober: • Das Leitbild der Primarschule Bonstetten genehmigt; •Die Kosten für die Vereinbarung der Kinder Asylsuchende verabschiedet; •Den Jahresbericht Schulsozialarbeit SJ 2018/2019 gutgeheissen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 12. November 2019

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Kein Thema hat das Knonauer Amt stärker und länger beschäftigt als die N4 Serie 10 Jahre A4 – Teil 1: Erinnerungen an harte, aber weitestgehend faire Auseinandersetzungen Ein Buchstabe und eine Ziffer bildeten die grösste politische Auseinandersetzung im Säuliamt: N4. Der Kampf um das 13 km lange Nationalstrassenteilstück erstreckte sich über Jahrzehnte. Seit exakt zehn Jahren rollt der Verkehr.

vorstellen. Sie hat die Dörfer entlastet, und sie ist auch mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung notwendig», sagt Rolf Hegetschweiler.

Enlastung ja, aber nicht für Obfelden und Ottenbach

................................................... von werner schneiter Keine Frage hat das Knonauer Amt stärker und länger beschäftigt als jene der N4, die 1960 ins Nationalstrassenkonzept des Bundesrates Aufnahme fand. Die eigentliche Auseinandersetzung entbrannte, als sich die nationalrätliche Kommission Biel – Walter Biel war langjähriger LdU-Nationalrat – für die Fertigstellung der Teilstücke aussprach. Es folgten scharfe Auseinandersetzungen und Kontroversen, die sich durch alle politischen Parteien und Gesellschaftsschichten, ja gar Familien zogen. Und jene, die den Bau der Autobahn verhindern wollten, waren anfänglich weit aktiver als die N4Freunde. Es kam zu Demos und Warnfeuern, wobei sich die Gruppierung «Junge Säuliämtler» mit originellen Einfällen Beachtung verschaffte. Gewalt war nie im Spiel. Mit Statistiken, Gutachten, Erhebungen und dergleichen versuchten Gegner wie Befürworter, die eigenen Argumente für oder gegen den Bau zu untermauern. Wer als Gast ins Säuliamt kam, liess dem Grüezi die Frage folgen: «Bist du für oder gegen die N4?». Auch die Restschweiz erfuhr von der Auseinandersetzung, weil das Schweizer Fernsehen im alten Kasinosaal von Affoltern mit der von Werner Vetterli moderierten Sendung «heute Abend in …» live einen Eindruck von der kontroversen Stimmung im Säuliamt vermittelte.

Euphorie in Affoltern, Ernüchterung in Knonau Ausgerechnet am 1. April 1990 setzte das Schweizer Stimmvolk mit dem Nein zu den «Kleeblatt-Initiativen» den Schlusspunkt. Auch alle Ämtler Gemeinden stimmten deutlich gegen die Initiativen und öffneten damit die Türe zum Bau des Teilstücks – 30 Jahre nach dem bundesrätlichen Beschluss. In Erinnerung geblieben sind die Bilder von diesem denkwürdigen Abstimmungssonntag: Hier die Befürworter, die es im Kasinosaal in Affoltern unter den Klängen der Kapelle von Charly Hofmann krachen liessen. Gefeiert wurde mit dem Ämtlerlied, Säuliämtler Alpsegen, Ghacketem und Hörnli. Und ein bisschen Alkohol ... Da die Autobahngegner, bei denen sich auf dem Stampfiplatz in Knonau Ernüchterung und Enttäuschung breitmachte. In der Euphorie rechneten die Befürworter am Abstimmungssonntag mit einer Eröffnung «in einigen Jahren». Es sollten nochmals 29 Jahre ins Land gehen ...

Belebende politische Auseinandersetzung In Ottenbach treffen wir Rolf Hegetschweiler, einen N4-Befürworter, der von 1991 bis 2007 für die FDP im Nationalrat sass. Einen Ordner voll Erinnerungen hat er sich aufgespart und präsentiert den Kleber der Befürworter: «Wohnen im Dorf … fahren ums Dorf». Ja, die N4 sei in seiner politischen Zeit Dauerbegleiterin gewesen. Und mehrheitlich habe sich seine Partei, die FDP, für die Fertigstellung ausgesprochen, auch in der Meinung, die Innerschweiz mit der Stadt Zürich

Grosskundgebung in Affoltern vor der Abstimmung über die Kleeblatt-Initiativen. (Archivbilder «Anzeiger») und dem Flughafen zu verbinden und ein zusammenhängendes Autobahnnetz zu ermöglichen. «Wir haben dazu alle politisch legitimen Mittel ausgenützt, sind aber immer auf der sachlichen Ebene geblieben und haben auch ein gutes Verhältnis zu den gegnerischen Exponenten gepflegt», erinnert sich Hegetschweiler, der von einer belebenden politischen Auseinandersetzung spricht, aber auch von vielen guten Begegnungen, Freundschaften und

interessanten Anlässen zum Thema. Der alt Nationalrat bedauert aber, dass sich die Autobahngegner stets der Fundamental-Opposition verschrieben und keine kooperativen Lösungen unterstützt hätten. Damit meint er zum Beispiel den Islisbergtunnel, damals als landschaftsschonende «De Luxe-Lösung» bezeichnet und von Verkehrsminister Adolf Ogi akzeptiert. «Vater» des Islisbergtunnels ist Albert Rüttimann aus Jonen, lange Jahre CVP-Nati-

Rolf Hegetschweiler, engagierter Kämpfer für den Bau der N4.

onalrat und inzwischen verstorben. Er hat das Thema mit einer Motion lanciert. So richtig erwacht sind aber die N4-Befürworter erst bei der Lancierung der Kleeblatt-Initiativen. Sie gründeten den Verein Ja zur N4 und erhoben «Lücken schliessen» zum Leitthema. Der Verein zählte über 3000 Mitglieder und wurde 2002 mit einem Auftritt von Liedermacher «Nöggi» aufgelöst. «Heute kann sich wohl kaum jemand einen Bezirk ohne Autobahn

Zwei Dörfer, fügt er bei, seien leider noch nicht vom Durchgangsverkehr befreit und von der Autobahn negativ betroffen: Obfelden und Ottenbach, die immer noch auf den Zubringer warten müssen. Leider habe Bundesrat Ogi 1995 den Perimenter zu den Autobahnen reduziert, damit der Bund für Zubringer nicht aufkommen müsse. Dass er das im Falle von Obfelden/Ottenbach ohne Verpflichtung mit 25 Mio. Franken trotzdem getan habe, zeige dessen Notwendigkeit. «Der Zubringer ist klar ein Teil der A4», bekräftigt Rolf Hegetschweiler und bedauert, dass Kanton und Gemeinden dieses Thema «verschlafen» haben. Es wird uns erhalten bleiben, weil der Kantonsrat über einen Zusatz von 15 Mio. Franken befinden muss. Weil sich die politischen Kräfte verschoben haben, ist hier im Parlament an der Limmat eine harte Auseinandersetzung zu erwarten.

Hans Rudolf Haegi kämpfte für ein autobahnfreies Knonauer Amt. (Bilder -ter.)

«Haben uns für bessere Variante eingesetzt» Hans Rudolf Haegis Engagement für ein autobahnfreies Knonauer Amt Hans Rudolf Haegi, Initiant und Mitbegründer der Arbeitsgruppe autobahnfreies Knonauer Amt, erinnert sich. Und sagt: Wir haben keinen Kampf gegen die N4 geliefert, sondern uns für ein autobahnfreies Knonauer Amt engagiert. «Anzeiger»: Wie haben Sie den langjährigen Kampf für ein autobahnfreies Knonauer Amt persönlich erlebt? Hans Rudolf Haegi: Es war ja «kein Kampf gegen die N4», sondern eine interessante, jedoch aufwändige «Arbeit für ein autobahnfreies Knonauer Amt». In unserer gelebten Demokratie kann und muss man sich für eine bessere Variante engagieren, wenn sich eine solche anbietet. Genau das haben wir getan, ab Frühjahr 1976 mit einer überparteilichen sechsköpfigen Gruppe. Dem im Herbst 1976 gegründeten Verein gehörten ein Jahr später schon 24 Mitglieder an! Die erste grössere Aktion bestand im Sammeln von Unterschriften für eine Petition an die Eidgenössischen Räte. Mehrere tausend Unterschriften brachten wir – begleitet von zwei Ämtler Musikern – direkt in die Eingangshalle des Parlamentsgebäudes in Bern. Es war gera-

de Session, sodass wir die Nationalund Ständeräte nicht nur mit weit hallender Musik, sondern auch mit Äpfeln, Käse und Brot bedienen konnten. Ein grosser Erfolg, denn alle Schweizer Zeitungen berichteten, meist mit Bild, über die friedliche Aktion. Und die «ganze Schweiz» wusste nun, dass man im Säuliamt über die geplante N4 diskutierte. Wie war der Kontakt zur Befürworterseite? Die Voraussetzungen für eine möglichst faire Behandlung des damals neuen Themas waren insofern ideal, als drei der Exponenten sich im Rahmen der damaligen Staatsbürgerkurse bestens kannten: Rolf Hegetschweiler, FDP-Bezirkspräsident, als Befürworter einer Autobahn; Franz Waser, CVP-Bezirkspräsident, und ich, als SVP-Bezirkspräsident, als «Autobahnfreie». Wir achteten uns gegenseitig, operierten mit Argumenten und hatten es nie nötig, auf der persönlichen Ebene irgendwelche Unflätigkeiten auszutauschen oder Angriffe zu starten. Erwähnenswert ist auch der verstorbene Hans-Georg Lüchinger, Wettswil. Noch als FDP-Kantonsrat griff er uns 1976 im «Anzeiger» einmal scharf an und wollte uns in eine links-grüne Ecke stellen. Ein Jahrzehnt später wurde in seinem FDP-Haus in

Wettswil, mittlerweile Nationalrat, die Idee der eidgenössischen «KleeblattInitiative» in die Tat umgesetzt! Mit dabei war auch FDP-Kantonsrätin Margit Huber, Wettswil. Wie empfanden Sie die Auseinandersetzungen? Hart, aber fair? Eine sehr gelungene Veranstaltung, vom Gemeinderat Hedingen organisiert, galt der Stellungnahme der Hedinger Stimmbürgerschaft zur Umfrage der vom Bundesrat eingesetzten sogenannten Kommission Biel. Diese hatte sechs umstrittene Autobahnabschnitte zu überprüfen. Zur Vertretung der N4-Anliegen sass der Präsident der TCS-Gruppe Amt auf dem Podium in Hedingen. Von den Autobahnfreien hatte ich die Ehre. Und ohne dass wir zwei uns irgendwie abgesprochen hätten, hielten wir uns ganz selbstverständlich daran, korrekt und fair unsere Positionen zu vertreten. Kein einziges unanständiges Wort ging von uns gegen den Gesprächspartner und damit ins Publikum hinaus. (Das Ergebnis nach zwei Stunden: Die etwas mehr als 200 Hedinger stimmten im Verhältnis 3:2 für das autobahnfreie Knonauer Amt. Gäbe es in der Arbeit für ein autobahnfreies Knonauer Amt Dinge, die Sie heute – rück-

blickend – anders machen würden? Rückblickend ist es besonders schön zu hören: «Isch guet, het mer sich damals gwehrt!» Das sagen selbstverständlich Leute, die nie dem Verein der Autobahnfreien, der im Rahmen der kantonalen und eidgenössischen Volksabstimmungen auf über 2000 zahlende Mitglieder angewachsen war, angehört haben. Sondern damals Aussenstehende, stille Zuschauer, welche die staatspolitisch höchst interessante Szene beobachteten. Hat die A4 aus Ihrer Sicht die Dörfer wirksam entlastet – so, wie das die Befürworterseite immer wieder als Argument eingebracht hat? Das ist eine Frage, die kontrovers beantwortet werden müsste. Ich verzichte darauf, denn ich studiere die aktuellen Ergebnisse der Verkehrszählungen nicht. Gefühlt jedoch – auf dem Velo unterwegs – hat es offenbar grössere überregionale Verschiebungen gegeben, die vor allem im Oberamt, Knonau, Reusstal spürbar geworden sind. Genau das hatte man in jenen Gegenden nicht erwartet, sondern ehrlich auf eine Entlastung gehofft. Interview: Werner Schneiter


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«Willkommen in einer lebendigen Gemeinde»

Dienstag, 12. November 2019

Über 100 neue Einwohner am Neuzuzügerbrunch in Hausen Dr. med. Nadja Lindenmann, Chefärztin Innere Medizin, Spital Affoltern

Antibiotikaresistenzen: wir sind alle betroffen! Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien abtöten oder deren Wachstum hemmen. Bakterien werden zunehmend gegen Antibiotika resistent, also unempfindlich. So verlieren Antibiotika ihre Wirksamkeit. Infektionen, die von resistenten Bakterien ausgelöst werden, sind immer schwieriger zu behandeln – im Extremfall sind alle Antibiotika unwirksam. In der modernen Medizin spielen Antibiotika nebst der Behandlung von schweren Infektionen eine wichtige Rolle in der Infektionsprävention: zum Beispiel bei chirurgischen Eingriffen, bei Chemotherapien zur Behandlung von Krebs, oder bei Immunschwäche. Ohne wirksame Antibiotika kann auch eine einfache Infektion tödlich sein. Resistente Bakterien treten auf der ganzen Welt auf, sie können von Mensch zu Mensch aber auch vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Die Schweiz kennt diese schleichende Bedrohung auch, Antibiotikaresistenzen betreffen uns alle. In der Schweiz werden jedes Jahr Menschen und Tiere durch Bakterien infiziert, gegen die Antibiotika nichts mehr ausrichten können. Die Konsequenzen sind schwerwiegend und betreffen Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt gleichermassen. Weil die Situation so bedrohlich ist, hat der Bund die sogenannte «Strategie Antibiotikaresistenzen» (StAR) lanciert. Diese verfolgt das Ziel, mit bestimmten Massnahmen bei Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig zu sichern. Der falsche oder zu häufige Einsatz kann zu Resistenzen führen, daher ist es wichtig, dass Antibiotika nur eingesetzt werden, wenn es wirklich nötig ist. Wir alle können mithelfen, Resistenzen zu verhindern, indem wir Antibiotika richtig anwenden: • Nehmen Sie Antibiotika immer nach Vorschrift des Arztes ein. Die Einnahme muss zwingend bis und mit zur letzten Tablette erfolgen. Lassen Sie keine Einnahme aus. • Nehmen Sie Antibiotika nicht unnötigerweise ein. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Erkältungen und grippale Infekte sind virale Erkrankungen, dagegen helfen Antibiotika nicht. Die körperliche Abwehr ist in vielen Fällen ausreichend. • Geben Sie Antibiotika, die der Arzt Ihnen aufgrund einer bestimmten Erkrankung verschrieben hat, nicht an andere weiter. • Wenn Sie vergessen haben, die Antibiotika einzunehmen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. • Bringen Sie angebrochene Packungen in die Apotheke zurück, so vermeiden Sie, dass Antibiotika unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Im Gesundheits-Kompass geben Fachleute des Spitals Affoltern Tipps zu Gesundheitsfragen. Weitere Infos: Telefon 044 714 26 68 oder gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch.

Die Gemeinde Hausen begrüsste am vergangenen Sonntag beim Neuzuzügerbrunch im vollen Gemeindesaal zahlreiche frischgebackene Hausemer. Neben der politischen Gemeinde und der Schule präsentierten sich 17 Vereine, Organisationen und zwei politische Parteien. ................................................... von salomon schneider Hausen ist mit 13,6 Quadratkilometern die flächenmässig grösste Gemeinde des Knonauer Amts und hat rund 3700 Einwohnerinnen und Einwohner – Tendenz steigend. Gemeindepräsident Stefan Gyseler begrüsste die gut 100 anwesenden Neuzugezogenen: «Hausen wächst wie viele Säuliämtler Gemeinden überdurchschnittlich, im Vergleich zum kantonalen Durchschnitt. Das liegt auch daran, dass Hausen eine sehr attraktive Gemeinde ist. Wir haben eine tolle Schule, ein aktives Dorfleben, eine gute Bibliothek, herrliche Naherholungsgebiete, ein breites gastronomisches Angebot und vieles mehr zu bieten. Geniessen Sie die Vorzüge der Gemeinde Hausen und ich ermutige Sie, sich in einem Verein zu engagieren, damit Sie sich möglichst bald als Teil der Gemeinde fühlen.» Damit eröffnete Stefan Gyseler den reichhaltigen Brunch, der genossen wurde, bevor sich die Verwaltung vorstellte. Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte der Oberämtler Chor. Abgeschlossen wurde der Neuzuzügerbrunch mit einem geführten Dorfrundgang.

Attraktive Vereine für alle Interessen Wie lebendig das Dorfleben in Hausen bereits ist, unterstrichen die 17 Verei-

Gemeindepräsident Stefan Gyseler bedankt sich beim Frauenverein Hausen für die Bewirtung. (Bild Salomon Schneider) ne, Organisationen und politischen Parteien, die sich im Rahmen des Neuzuzügerbrunches vorstellten. Der Frauenverein Hausen-Ebertswil engagiert sich beispielsweise seit 1866 in Hausen. Seine Mitglieder organisieren neben zahlreichen weiteren Aktivitäten zweimal pro Jahr die Kinderkleiderbörse, besuchen betagte Menschen zum Geburtstag und bedienten die Besucherinnen und Besucher beim Neuzuzügerbrunch. Ebenfalls alteingesessen ist der Pistolen- und Revolverschiessverein Hausen, der bereits seit 96 Jahren aktiv ist. Im Sommer treffen sich die Vereinsmitglieder wöchentlich auf dem Schiessstand, im Winter ebenfalls, jedoch zu verkürzten Zeiten. Josef Büchner, der ehemalige Vereinspräsident und aktiver Schütze erläutert: «Schiessen ist ein Sport, der die Wenigsten wieder loslässt. Deshalb haben wir vie-

le langjährige Mitglieder. Vor allem im Sommer bleiben wir nach dem Schiessen noch beim Schiessstand und geniessen eine gesellige Runde.» Informationen finden sich auf pistolenschuetzenhausen.ch.

Partizipation ist willkommen Auch die Kinder- und Jugendkommission Hausen nutzte die Plattform des Neuzuzügeranlasses, um sich vorzustellen und die neuen Hausemerinnen und Hausemer zur Partizipation zu motivieren. Marco Müller, Leiter der offenen Jugendarbeit: «Kinder und Jugendliche sollen mit ihren Ideen Teil der Jugendarbeit werden. Wir sind aber auch offen für Ideen und Projekte von Eltern. Die Kinder- und Jugendkommission vernetzt verschiedenste Interessengruppen, vermittelt, informiert, organisiert und trägt so zu

einem attraktiven Dorfleben bei.» Informationen finden sich auf jugendhuuse.ch. Ebenfalls ein Angebot für Kinder und Jugendliche ist die Jubla, Jungwacht-Blauring Säuliamt. Die Scharleiterin Simona Häberling ist bereits als Kleinkind beigetreten und mit der Jubla gewachsen: «Bei uns fühlen sich aktive, vielseitig interessierte Kinder ab fünf Jahren zu Hause. In unseren Gruppenstunden, die jeden zweiten Samstag meistens im Wald bei Affoltern stattfinden, wird gespielt, Sport getrieben und gebastelt. Wir organisieren aber auch andere Veranstaltungen, wie eine Kinder-Disco und ein zweiwöchiges Sommerlager sowie ein Pfingstlager. Kommt einfach für eine Schnuppergruppenstunde vorbei, ich bin sicher, es wird euch gefallen.» Informationen zur Jubla sind auf jublasaeuliamt.ch auffindbar.

Halali, Hundegebell und Jagdhörner Auf der Pirsch mit der Jagdgesellschaft Affoltern Die Gesellschaftsjagd im November und Dezember gehört nicht nur zu den ältesten und traditionellsten, sondern auch zu den meistdiskutierten Anlässen im Säuliamt. Die Jagdgesellschaft Affoltern führte am letzten Mittwoch in ihrem Revier eine Treibjagd durch. ................................................... von martin mullis Der nasse und trübe Mittwochmorgen wirkte weder für die Jäger noch für die Treiber besonders einladend, um sich einen ganzen Tag im Wald aufzuhalten. Allerdings ist so eine Gesellschafts- oder Treibjagd ohnehin kein freundlicher Spaziergang. Wer einen Tag mit den Jägern miterlebt, merkt sehr schnell, dass keine Picknicktour zu erwarten ist. Die Tradition nimmt bei den «Hubertusjüngern» einen grossen Stellenwert ein, allein die Jägersprache verlangt mindestens einen Sprachaufenthalt im Wald mit einer Jagdgesellschaft. Dazu kommt, dass der wohl urzeitlich älteste Beruf im heutigen Zeitgeist in gewissen Kreisen verpönt ist. Allerdings fand die Jagdverbotsinitiative letztes Jahr mit rund 84 % Nein-Stimmen-Anteil in keiner einzigen Zürcher Gemeinde eine Mehrheit. Wer nun aber glaubt, die Initianten würden nach diesen Verdikt Abstand von ihrer Idee nehmen, die Milizjagd abzuschaffen und durch ein System professioneller Wildhüter zu ersetzen, irrt. Bereits sind wieder Forderungen für ähnliche Bestrebungen im Gange.

Mit viel Respekt vor dem Tier: Die Strecke wird verblasen. (Bild Martin Mullis) Ihre Missbilligung bekundete am frühen Jagdmorgen beim Parkplatz Vita-Parcours in Affoltern auch eine Spaziergängerin, ehe sie die kurze Leine ihres kleinen, mit einem Plastikmäntelchen bedeckten Schosshündchens noch etwas kürzer raffte.

Die Jagdhunde jaulen mit erhobenen Schnauzen vor Ungeduld Wie sich der kleine Hund unter seiner umgeschnallten Decke fühlte, kann nur vermutet werden, dass sich jedoch die Jagdhunde unbändig über die Erlebnisse der bevorstehenden Jagd freuten, war unschwer festzustellen. Sie wedelten und hechelten erregt

und jaulten vor lauter Ungeduld mit erhobenen Schnauzen. Jagdobmann Ronald Weisbrod durfte neben den fünf Revierjägern auch zehn Gastjäger und acht Treiberinnen und Treiber herzlich willkommen heissen. Bevor jedoch die Jagd eröffnet werden konnte, erwiesen die Anwesenden dem kürzlich verstorbenen Jagdkollegen, Rolf Nöthiger, mit einer Schweigeminute die letzte Ehre. Jagdleiter Armin Müller beanspruchte danach die Aufmerksamkeit der Jagdbeteiligten, indem er auf den Jagdpass und den Sicherheitsnachweis aufmerksam machte und auf die umfangreichen Vorschriften hinwies. Erst danach kann zur Jagd angeblasen werden.

Vor allem für die Treiberinnen und Treiber gestaltet sich die Arbeit im Wald nicht nur anstrengend, sondern bei einem derartigen «Hudelwetter» auch als ziemlich mühsam. Jäger und Treiber sind denn auch bereits beim Zwischenaser (Mittagessen) von Kopf bis Fuss durchnässt. Kein Wunder, dass sich die gesamte Jagdgesellschaft nach dem letzten Trieb sehr gerne in der gemütlichen Waldhütte ums Cheminée schart. Hier kann es denn auch durchaus passieren, dass von der Jägersprache abgewichen wird, um auf das Jägerlatein zu wechseln. Der Schüsseltrieb (Nachtessen) jedenfalls gab dazu ausreichend Gelegenheit.


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«Hinter den sieben Gleisen» Am Samstag feiert die neue Produktion der Aemtler Bühne Premiere Unter der Regie von Franca Basoli zeigt die Aemtler Bühne ab 16. November die Theaterfassung des Schweizer Filmklassikers «Hinter den sieben Gleisen». Gespielt wird im Gasthaus zum weissen Rössli in Mettmenstetten. ................................................... von tobias sonderegger Der Spielfilm «Hinter den sieben Gleisen» von Kurt Früh erschien vor rund 60 Jahren und lockte Tausende in die Kinos. Die Theaterfassung stammt von der Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin Katja Früh, der Tochter des Regisseurs. «Hinter den sieben Gleisen» stellt eine Welt dar, die es damals tatsächlich gab: Schuppen am Rand des Hauptbahnhofs Zürich, bewohnt von gescheiterten Existenzen, Menschen am Abgrund des aufblühenden Wirtschaftswunders. Nicht der romantischnostalgische Blick auf diese «Clochards» war damals üblich, sondern Misstrauen und Geringschätzung. Gerade ihnen aber galt das Inte-

resse und die Zuneigung von Kurt Früh. Die aufgrund von gründlichen Recherchen und nahem Kontakt mit den Betroffenen erstellte Komödie offenbart seinen liebevollen Blick, auch wenn durchaus Spannungen und Konflikte gezeigt werden. «Hinter den sieben Gleisen»: In dieser Komödie ist das ein Ort, wo gegensätzliche Welten aufeinanderprallen, wo Spannungen und Konflikte entstehen, wo Erschütterung und Neuorientierung geschieht. Wo, um beim Bild der Gleise zu bleiben, Weichen neu gestellt werden und mancher Zug auf neuen Schienen weiterfährt, in eine – das sei verraten – hoffnungsvolle Zukunft.

Selten so entspannt vor der Premiere Im Ensemble der diesjährigen Produktion der Aemtler Bühne sind viele neue Gesichter zu sehen, Männer und Frauen verschiedenen Alters, alle mit grosser Theatererfahrung. Alle waren jeweils interessiert an der bestmöglichen Lösung; gemeinsam wurde entwickelt, probiert und verglichen. Selten blicke sie so entspannt auf eine Premiere wie diesmal, sagte die

Das Ensemble – hier noch ohne Kostüme – probt das Schlussbild. (Bilder zvg.) Franca Basoli, Regie Franca Basoli arbeitet als Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und als Dozentin für szenischen Unterricht, Atem, Stimme und Gesang. Sie war künstlerische Leiterin der Tellspiele Interlaken. Für die Aemtler Bühne inszenierte sie 2011 «Die Irre von Chaillot» sowie 2018 «Lottofieber».

René Ander-Huber, Bühnenbild René Ander-Huber ist Schauspieler und Bühnenbildner. Er spielte u.a. am Theater am Neumarkt und am Schauspielhaus Zürich. Als Bühnenbildner ist er in Deutschland, Österreich und in der Schweiz tätig. Für die Aemtler Bühne entwarf er die Bühnenbilder zu «De Franzos im Ybrig», «Die Irre von Chaillot», «Wachtmeister Studer» und «Lottofieber».

Isabel Schumacher, Kostüme Isabelle Schumacher gestaltet schon zum dreizehnten Mal die Kostüme

der Aemtler Bühne. In ihrer langjährigen Arbeit als Kostümbildnerin arbeitete sie u.a. für das Schauspielhaus Zürich, das Theater an der Winkelwiese, das Zürcher Theater Spektakel Zürich sowie das Theater Kanton Zürich.

Guido Weber, Musik Guido Weber hat bereits in «Lottofieber» mit der Aemtler Bühne zusammengearbeitet. Für die aktuelle Produktion komponierte er die Gesangseinlagen für die Solisten und produzierte die Stimmungsmusik während den Szenen.

Regisseurin Franca Basoli nach dem ersten technischen Durchlauf; derjenigen Probe, wo Licht, Ton und das Spiel des Ensembles zum ersten Mal aufeinandertreffen und in Einklang gebracht werden müssen. Nun gelte es noch, Feinarbeit zu leisten. Denn eine Szene ist nie fertig geprobt. Gerade das macht Theater lebendig. Zum Schluss sei an all jene erinnert, die vor, hinter und im Umfeld der Bühne Grosses geleistet haben und noch leisten werden. Sie liefern die Voraussetzung dafür, dass das Geschehen auf der Bühne zum Erlebnis wird – für die Aemtler Bühne und für das Publikum! Premiere am Samstag, 16. November, 20.15 Uhr,

Frank Bakker, Choreografie Frank Bakker ist Schauspieler, Tänzer und Choreograf. Er ist Leiter der Tanzgruppe «Streethoppers» vom tanzlade in Wohlen und war als Schauspieler in verschiedenen Regionen der Schweiz tätig. Für «Hinter den sieben Gleisen» gestaltete er die tänzerischen Elemente der Gesangseinlagen.

«Hinter den sieben Geleisen, da ist ihre Welt …» singen drei Clochards.

Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten. Weitere Aufführungen: Mi 20. 11.; Fr 22. 11.; Sa 23. 11.; So 24. 11.; Di 26. 11.; Fr 29. 11.; Sa 30. 11.; So 1. 12.; Mi 4. 12.; Fr 6. 12.; Sa 7. 12.; So 8. 12.; Di 10. 12.; Fr 13. 12.; Sa 14. 12. (Derniere). Beginn 20.15; an Sonntagen 17 Uhr. Kassenöffnung eine Stunde, Bistro 1½ Stunden vor Aufführung. Reservieren und Vorverkauf im Gasthaus zum weissen Rössli, Mettmenstetten, oder unter www.aemtlerbuehne.ch. Eintrittspreise: Erwachsene Fr. 35.-; Legi Fr. 20.-; Kinder bis 16 J. Fr. 15.-. Weitere Infos unter www.aemtlerbuehne.ch.

Die Grossen durften sogar in der Bibliothek übernachten Unerwartet hohe Teilnehmerzahl an der Erzählnacht in Hedingen Am Freitagabend, 8. November, war Erzählnacht. In Hedingen wechseln sich die Primarschule und die Bibliothek mit dem nationalen Anlass ab. Dieses Jahr organisierte die Bibliothek zum vorgegebenen Thema «Kinderrechte» einen Abend in zwei Teilen für alle Stufen der Primarschule. Schon vor der Türöffnung um 18.15 Uhr standen viele Kinder vor der Bibliothek Hedingen versammelt. 62 Primarschülerinnen und -schüler der ersten bis vierten Klasse hatten sich angemeldet! Das vierköpfige Team der Bibliothek war somit gefordert und musste das geplante Programm etwas anpassen. Die grosse Gruppe wurde gleich am Anfang in zwei aufgeteilt. Die eine Hälfte genoss ein Kamishibai (japanisches Erzähltheater) zum Thema Flucht und die andere Hälfte lernte das Lied «Jedes Chind hät sini Rächt» von Andrew Bond. An vier verschiedenen Posten wurde das Thema vertieft. Es wurde gebastelt, gepuzzelt, gefaltet und gerätselt. Die Kinder waren mit grossem Eifer dabei und halfen einander beim Falten von «Himmel und Hölle», beim Ausfüllen ihres Erzählnacht-Passes

Lesen im Schlafsack in der Bibliothek Hedingen. (Bild zvg.) oder beim Zusammensetzen der verschiedenen Bilder zu den Kinderrechten. Auch hatten sie grossen Spass beim pantomimischen Beruferaten. Es war ein fröhliches Miteinander, bei welchem die Kinder ihre Rechte kennenlernten. Bei so vielen Kindern ist es nicht verwunderlich, dass man zeitlich etwas in Verzug kam. Dafür wurden die abholenden und geduldig wartenden Eltern mit einem Konzert des soeben erlernten Liedes belohnt.

Für die Bibliothekarinnen ging es um 20.30 Uhr nahtlos weiter in den zweiten Teil der Erzählnacht, den sie mit den Fünft- und Sechstklässlern bestritten. Hier gab es weniger Anmeldungen, dafür wollten fast alle vom Angebot, in der Bibliothek zu übernachten, Gebrauch machen! Auch diese Gruppe startete mit einem Kamishibai. Es war schön zu sehen, dass auch die Jugendlichen still und gespannt der Bildergeschichte

lauschten. Anschliessend hatten die Bibliothekarinnen auch da vier verschiedene Posten zum Thema und dem Alter entsprechend organisiert, welche in einem Turnus und in zwei Gruppen absolviert wurden. «Welche sechs Gegenstände (Sache, Mensch oder Tier) würdest du bei einem sofortigen Aufbruch von zu Hause mitnehmen?» Mit dieser Frage wurden die Jugendlichen konfrontiert. Bei einem anderen Posten konnten sie selber

entscheiden, ob sie ein Spiel spielen oder lieber ein Buch lesen wollten. Das pantomimische Beruferaten und das Zuordnen der Bilder zu dem entsprechenden Kinderrecht kamen bei den Jugendlichen auch gut an. Nach den offiziellen zweieinhalb Stunden gab es für die Übernachtenden einen Snack und man schaute sich noch einen Film an, der auch zum Thema passte. Kurz vor Mitternacht hatte jede und jeder einen Schlafplatz in der Bibliothek gefunden. Alle drei Stockwerke wurden genutzt und es wurde noch lange mit der Taschenlampe gelesen oder im Flüsterton miteinander geschwatzt. Nach einer kurzen Nacht und dem gemeinsamen Frühstück wurden die Jugendlichen ins wohlverdiente Wochenende entlassen. Die Bibliothekarinnen erlebten eine durchwegs positive Erzählnacht und schätzten die rege Teilnahme. Die Danksagungen und Sätze wie: «Leider bin ich dieses Jahr noch zu jung zum Übernachten, aber in zwei Jahren will ich unbedingt auch dabei sein!», freuten sehr und zeigten, dass es nicht nur für die Erwachsenen ein gelungener Abend und eine tolle Nacht war! Nicole Gerber


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Dienstag, 12. November 2019

Von Atelier zu Atelier – ein voller Erfolg Die Besucher folgten den roten Ballonen in Bonstetten, Stallikon und Wettswil Am vergangenen Wochenende öffneten 20 Kunstschaffende ihre Ateliers. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, einige Galerien zu besuchen, und kamen so mit Künstlerinnen und auch mit anderen Besuchern ins Gespräch. Eine gute Gelegenheit, sich in den drei Gemeinden zu vernetzen.

Stallikon

................................................... von regula zellweger «Darf ich dich in deinem Atelier besuchen?», fragte Nada Schönenberger einen befreundeten Töpfer. Dieser wehrte entsetzt ab: «Das ist, als würdest du darum bitten, mich in meinem Schlafzimmer besuchen zu dürfen!» Solche «Berührungsängste» haben die 20 Teilnehmenden des von Marlies Achermann organisierten Projektes nicht. Sie haben keine Angst, dass «Ideenklauer» die Atelierbesuche missbrauchen würden, um abzuschauen, mit welchen Techniken, Kniffs und Tricks die Künstler arbeiten. Doris Ess beispielsweise meint lachend: «Kein Problem – ich habe immer wieder neue Ideen.» Der Keramiker lag aber richtig mit der Vermutung, dass bei Atelierbesuchen einerseits viel über Techniken des künstlerischen Gestaltens gelernt werden kann und dass anderseits Besucher eines Ateliers nicht zuletzt auch in Gesprächen viel über die Persönlichkeit und das Leben eines Kunstschaffenden erfahren können. Kunstwerke betrachten oder gar kaufen, viel über deren Entstehen und die Gedanken und Emotionen der Künstler erfahren, ein Atelier mit allen Sinnen aufnehmen, schauen, riechen, ertasten und zuhören, was die Kunstschaffenden zu ihren Werken erzählen, ist ein besonderes Erlebnis.

Als eine von zahlreichen Kunstschaffenden im Unteramt hat auch Nada Schönenberger, Wettswil, in ihr Atelier eingeladen. (Bild Regula Zellweger) Erst wieder 2021 Man ist sich einig: «Nächstes Jahr würde ich wieder mitmachen.» Geht aber nicht, denn nächstes Jahr wird pausiert. Das Projekt «Offene Ateliers» will nicht die Kunstprojekte der Gemeinnützigen Gesellschaft GGA konkurrieren. Im Oktober 2020 werden wiederum die «Offene Ausstellung» und die «Jurierte Ausstellung» der GGA stattfinden, deshalb wird es 2020 keine «Offenen Ateliers» geben – erst wieder 2021. Es war nicht ganz einfach, die Kriterien zu definieren, die erfüllt sein müssen, um beim Projekt «Offene

Lichtermeer in Mettmenstetten

Ateliers» teilnehmen zu dürfen. Denn diese müssen bestimmt sein, damit Marlies Achermann mit Fundraising die Finanzen für Organisation und Kommunikation zusammenbringt. Das Projekt «offene Ateliers» wurde 2019 von den Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil sowie von der Fachstelle Kultur Kanton Zürich unterstützt. Nicht qualitative Ansprüche an die gezeigten Werke sind für die Teilnahme am Projekt ausschlaggebend, sondern das Vorhandensein eines Ateliers. Damit ist die Palette von Techniken, Materialien und künstlerischem Ausdruck sehr breit.

Wegweiser für die Reise oder Wanderung von Atelier zu Atelier waren knallrote Ballone mit der Aufschrift «Offene Ateliers». Dies war sehr hilfreich, denn man fand Ateliers, wo man keine vermutet hätte. Um zum Atelier von Doris Ess zu gelangen, muss man im Reppischtal zur alten Mühle abbiegen und ein steiles Privatsträsschen zur Reppisch hinunterfahren. Im ehemaligen Stall hat sich die Papierkünstlerin ein gemütliches Atelier mit einer bequemen Sitzgruppe, Arbeitsflächen und einer Fülle von Objekten und Bildern eingerichtet. Ihre Werke sind voller Fantasie, sie zeichnet und malt beispielsweise mit Tusche und Pastellkreiden, erstellt kunstvolle Buch-Objekte, und als gelernte Couture-Schneiderin und Modellistin kommen Textilien und Papier aller Art zur Anwendung. Ganz anders wirkt das Atelier von Esti Frei in Stallikon. Seit rund dreissig Jahren arbeitet sie in zwei Räumen im Dachstock eines Mehrfamilienhauses. Es gibt keinen Wasseranschluss. Kein Problem für die kreative Künstlerin. Sie arbeitet mit Ölfarben und ohne Pinsel. Fürs Auftragen der Farben trägt sie Chirurgenhandschuhe. Typisch für sie sind Bilder mit vielen Farbschichten, in die sie dann mit einem Cutter Linien kratzt. Dadurch entstehen krakelig wirkende Netzwerke, die zusammenhalten, bewahren, schützen, dicht und fest werden. Kein Wasser im Atelier – keine Toilette? Esti Frei löst das, wie in einem Camper, mit chemischer Toilette. Das Wasser, das sie braucht, trägt sie jeweils in einem Kanister in den dritten Stock.

Bonstetten Carmen Cabert Steiner liess ein Atelier ans Wohnhaus anbauen. Im hellen Raum laufen die Vorbereitungen auf

die nächste Einzelausstellung, «Ohne Worte – das Bild wirkt» im Kloster Kappel, auf Hochtouren. Am Sonntag, 24. November, um 15.30 Uhr findet dort die Vernissage statt – mit Musik von Peter Landis am Saxofon. Den Besuchern der «offenen Ateliers» präsentierte sie das Buchprojekt «Brief an Bruder Bruno» und Bilder aus ihrer Schaffenszeit in der Kartause Ittingen. Die Autorin des gemeinsamen Bildbandes, Gisa Lang-Heyn, war am Sonntag anwesend. Das Atelier von Rita Tomasini wirkt wie ein Kleiderladen. Nach langer Schaffensperioden als Künstlerin und Seidenmalerin hat sie sich dem kreativen Upcycling von alten Kleidern verschrieben. Sie arbeitet auch mit Kunstleder, in welches sie Streifen von wertvoller Seite einflicht.

Wettswil Nada Schönenbergers Atelier ist im Untergeschoss ihrer modernen, lichtdurchfluteten Wohnung. Über den Sommer arbeitet sie an eher grossen Bronze- und Steinskulpturen in Kroatien. In Wettswil schafft sie kleinere Objekte, beispielsweise Lippenstifte, aus denen man kleine Objekte mit Fundstücken von Spaziergängen am Meer hinausdrehen kann. Noch immer spielt die Kugel als perfekte Form eine wichtige Rolle in ihren Werken. Die Besucher der Ateliers äusserten sich sehr positiv zum Projekt. Sie schätzten es, durch die Gestaltung des Projektes mit den roten Ballonen als Wegweisern die Schwellenangst leichter überwinden zu können, direkt mit Künstlerinnen in ihren Ateliers in Kontakt zu kommen – ohne einen Kaufzwang zu verspüren. Die teilnehmenden Künstler nutzten die Gelegenheit, sich miteinander zu vernetzen – sie besuchten sich am Freitag und am Montag gegenseitig in den Ateliers.

Kindertheater, Halloween-Basteln und Erzählnacht

Stimmungsvoller Räbeliechtliumzug

Vielfältiges Kinderprogramm der Bibliothek Wettswil

Der Räbeliechtliumzug in Mettmenstetten hat letzte Woche mit zahlreichen Teilnehmenden und bei freundlichem Wetter stattgefunden.

Aufgeregt folgten die Theater-Besucher am Samstag, 9. November, dem Schauspieler Simon Gisler in den Mehrzwecksaal Ägerten in Wettswil. Der Musiker Daniel M. Schneider empfing die Besucher mit Musik von seinem Banjo und seiner «Schnorregiige». Im Stück «Gopf, Martha!», organisiert von der Bibliothek Wettswil, gespielt vom Theater Bilitz aus Frauenfeld, geht es um einen Bäcker und seinen Hund Martha, die ihre Rollen tauschen. Das Chaos ist vorprogrammiert! Die Wähenbleche liegen am Boden, die Baumnüsse sind aus dem Sack gekugelt, die Guezliformen in der ganzen Bäckerei verstreut und Marthas Fell ist teigverschmiert. Kinder und Erwachsene hatten ihre helle Freude am Spiel des Bäckers Schmidli und seiner Martha. Gespannt verfolgten sie den Alltag in der Bäckerei und die Geschichte, in der Neid, Selbstvertrauen und Freundschaft eine grosse Rolle spielen. Der Hund Martha bleibt unsichtbar – die Kinder sollen sich ihren Hund selber vorstellen können. «Sie können sich mit Martha identifizieren», sagt Agnes Caduff, die das Stück geschrieben hat. Am Mittwoch vor Halloween trafen sich über 30 Kinder in der Bibliothek, um aus einem Milchkarton ein Gruselhaus zu basteln. Bei so viel Andrang mussten die Kinder in Gruppen aufgeteilt werden. Die einen

Der Räbeliechtliumzug wird überall etwas anders ausgetragen. In Mettmenstetten ist es das Elternforum der Primarschule, das den Anlass organisiert – und dabei jedes Jahr auf die tatkräftige Unterstützung der Schule und vieler Helfender zählen darf. Nach der musikalischen Einstimmung zusammen mit dem Musikverein Mettmenstetten wurde es für die grosse Gruppe Zeit, durch die dunkle Nacht zu ziehen. Die wunderschönen,

Liebevoll geschnitzte Räben. (Bild zvg.)

liebevoll geschnitzten Räben, die beleuchteten Motivtafeln der Kindergärten und einige kunstvoll dekorierte Wagen erleuchteten den Weg und erwärmten die Herzen aller Zuschauenden. Nach etwa der Hälfte der Route wartete ein weiteres Highlight: Beim grossen Stein beim Niederfeld spielte eine Musikgruppe und trug damit zur zauberhaften Stimmung bei. Zurück beim Schulhaus waren die Grilleure und Helfenden bereits in vollem Einsatz. Es wurden 720 Würste grilliert, 120 Liter Tee und 50 Liter Glühwein ausgeschenkt. Es war ein stimmungsvoller und gelungener Abend. Carolin Baumann, OK Räbeliechtli Mättmi

Das Theater Bilitz aus Frauenfeld zeigte «Gopf, Martha!». (Bild zvg.) bemalten zuerst den Karton, die anderen kümmerten sich um die gruselige Dekoration und wieder andere sammelten draussen Holzstöcke für den Kamin. Nach einem gruseligen Zvieri mit Glubschaugenbowle und MonsterSchokoküssen verliessen lauter zufriedene Kinder die Bibliothek. Die Erzählnacht 2019 am 8. November stand unter dem Motto «Wir (Kinder) haben auch Rechte.» Ein schwieriges Thema; aber Artikel 31 – Recht auf Spiel und Erholung – passte perfekt zu diesem Abend. Als Einstieg spielten die Bibliothekarinnen unter

Einbezug der teilnehmenden Kinder eine Szene aus den USA der 50er-Jahre nach. Rosa Parks wurde 1955 in Alabama festgenommen, weil sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz in einem öffentlichen Bus für einen Weissen freizumachen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden so gleich auf die Reise zu den Kinderrechten mitgenommen. Beim HarryPotter-Pausenquiz wurde mit viel Enthusiasmus mitgeraten, bevor man sich nochmals mit ausgesuchten Kinderrechten befasste. Ein gelungener Abend zu einem speziellen Thema.


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Dienstag, 12. November 2019

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Von grossen Ideen und kleinen Schritten Die Schule Knonau repräsentierte die Schweiz am internationalen Bildungskongress «HundrED Summit», Helsinki Für ihre innovative Unterrichtsreihe «Robot Your Classroom» wurde die Schule Knonau kürzlich ausgezeichnet. Deshalb durften Schulleiter Jörg Berger und Remo Schnellmann, pädagogischer ICT-Supporter, die Schweiz am «HundrED Summit» (6. bis 8. November) in Helsinki vertreten. Ein Erlebnisbericht.

Bildung lebendig und stark machen

................................................... von remo schnellmann Gebannt steht das kleine Mädchen auf der Bühne. Neben ihr ragen gigantische Dinosaurierskelette in die Höhe, die einem vor Millionen von Jahren in Angst und Schrecken versetzt hätten. Die Dinosaurierknochen sind es aber nicht, die sie etwas nervös machen. Es sind die etwa 250 Zuhörerinnen und Zuhörer, die im Naturhistorischen Museum in Helsinki gespannt auf ihre Worte zur Eröffnung des «HundrEDSummits 2019» warten. In ihrer eleganten Bluse, dem Jäckchen und den glitzernden Ballerinas wirkt die 10jährige Marigold Mioc, zumindest äusserlich, eher wie eine prominente Rednerin als wie eine normale Schülerin. Sie ist aus Kanada an den «HundrED»-Kongress nach Finnland gereist, um als Botschafterin der Lernenden ihre Gedanken und Wünsche mit Entwicklern, Investoren und Personen aus der Bildung zu teilen. Aus ihrer Sicht erklärt sie, wie sich die Schule entwickeln soll, damit sie nicht so endet wie die mächtigen Dinosaurier rundherum: angsteinflössend, trocken und ausgestorben. Dabei erzählt sie von einer Schule, welche ermutigt, Verantwortung übergibt, Fehler als Chance wertschätzt, Lernende individuell anspricht und ihnen selber eine Stimme gibt. Unter den Zuhörern befindet sich auch Jörg Berger, Schulleiter der Schule Knonau, den ich als Pädagogischer

Für die Schule Knonau in Helsinki: Schulleiter Jörg Berger (li.) und Remo Schnellmann, Pädagogischer ICT-Supporter. (Bild zvg.) ICT-Supporter der Schule Knonau mit zwölf weiteren Teilnehmenden aus Schweizer Bildungsinstitutionen begleiten darf. Sie alle wurden anlässlich des Spotlight-Projektes eingeladen. Die «HundrED»-Organisation, die zu diesem Treffen geladen hat, setzt sich zum Ziel, innovative Ideen zu unterstützen, Entwickler und Investoren zu vernetzen und den Ideen zu Wachstum zu verhelfen. Dazu gehören auch digitale Innovationen, wie sie an der Schule Knonau mit dem ausgezeichneten Robotik-Projekt umgesetzt wurden.

Ganz andere Formen der Entwicklung von Bildungsinhalten Schnell wird am kommenden Morgen im Nokia-Center aber klar, dass es um mehr als bloss eine technische Aufarbeitung traditioneller Bildungsinhalte

geht. Doch während einige dieser traditionellen Inhalte, ähnlich der digitalen Geräte, auf der Polarität zwischen richtig und falsch, zwischen 0 und 1 basieren, beinhalten die Veränderungen, die davon ausgehen, ein viel breiteres Spektrum. Nicht nur innerhalb der Schweiz, wie Jörg Berger als Botschafter der Schweizer Delegation auf der Hauptbühne betont, sondern auch im internationalen Kontext sind die Voraussetzungen verschieden. So stellt Rob Houben die Agora-Schule aus den Niederlanden vor, an der Marigold Mioc ihre wahre Freude hätte. Lernende arbeiten an ihren eigenen Lerngeschichten. Bilder auf dem modernen Podium zeigen während der Präsentation eine kunterbunte Mischung aus traditionellen Arbeitsstationen, auseinandergebauten Autokarosserien und Indoor-Zelten.

Demgegenüber stehen beispielsweise zwei Botschafter des AmblemaProjekts aus Venezuela, die davon erzählen, wie sie ihre Kinder durch kleine Trainingseinheiten in der Leseund Rechenfertigkeit sowie der Achtsamkeit für ihre Umwelt stärken. Dabei erwähnen sie, fast nebenbei, dass sie in dieses Projekt auch das Hauspersonal, den Gärtner und das Sicherheitspersonal einbeziehen. Spätestens jetzt ist klar, dass es hier um eine ganz andere Form der Entwicklung von Bildungsinhalten geht. Mut, wie ihn Marigold Mioc gefordert hat, gehört hier ganz besonders dazu. Einen weiteren Einblick dieser Art bietet Alemayehu Hailu Gebre, der in Äthiopien mit seiner «Speed School» dafür sorgt, dass Jugendliche ohne Schulabschluss zurück in die Schule und zum lebenslangen Lernen geführt werden.

Was alle Teilnehmer und die weiteren Referenten an diesem symbolischen Ort finnischer Wirtschaftsgeschichte vereint, sind die grossen Ideen und die kleinen Schritte, die es dazu braucht, Bildung lebendig und stark zu machen. Und sie alle teilen die Erfahrung, dass dieser Weg nicht alleine zu gehen ist. Von der imposanten Oodi Bibliothek, in welcher der letzte Kongresstag stattfindet, nehmen die Teilnehmer symbolisch für den fantastischen Ausblick aus dem 3. Stock viele Sichtweisen, aber auch Kontakte und Strategien mit nach Hause. Was diese Visionen lebendig hält, ist gemäss Gregg Behr, Gründer von «Remake Learning» aus Pittsburgh, der Fokus auf die Anfänge, auf eine ganzheitliche Bildung und schliesslich auf eine regionale Umsetzung, in der diese gedeihen können. Nach der berührenden Schlussrede von Deepak Ramola über die «Lektionen des Lebens» in seinem Herkunftsland Indien gelingt es, zwischen Kuchen, Kaffee und Tee nochmals kurz mit Marigold Mioc zu sprechen. Auf die Frage, ob sie denn nun das gehört habe, was sie sich am ersten Tag gewünscht hat, reagiert die Zehnjährige mit einem spontanen Ja und einem breiten Lächeln. Nach der Zusatzfrage, was denn ihre bisherige «Lektion des Lebens» gewesen sei, bleibt die aufgeweckte Schülerin jedoch einen Moment stumm. Nach einer Weile entschuldigt sie sich, dass es ihr schwer falle, so spontan eine Antwort auf diese Frage zu geben. Ihrem Wunsch während der Begrüssungsrede entsprechend erklärt der Schreibende, dass dies kein Fehler sei und sie sich dafür nicht entschuldigen müsse. Noch etwas zögerlich lächelnd meint sie schliesslich: «Vielleicht ist das gerade eine Lektion des Lebens – mich nicht dafür entschuldigen zu müssen, egal ob ich eine passende Antwort habe oder nicht.»

Weindegustation mit Geschichten zum Schmunzeln Abendveranstaltung im Weinladen am Küferweg in Obfelden Myriam und Roland Bulliard sind nicht nur Fachleute, wenn es um Wein geht, sondern auch herzliche Gastgeber. So waren die Degustationsabende vom vergangenen Freitag und Samstag schnell ausverkauft. Zur guten Stimmung trug Erzählerin Dominique Janine Sarbach mit vier Märchen bei. ................................................... von regula zellweger In einer kleinen Einführung erzählte Roland Bulliard, aufgewachsen am Küferweg, die Entstehungsgeschichte der Weinhandlung. Ende der 70er-Jahre erstand Heiner Stolz Wohnhaus und Scheune am Küferweg 3. Er übersiedelte seine Zierfischhandlung von Zwillikon nach Obfelden und bald blubberte es in zahlreichen Aquarien in der ganzen Scheune, Zierfische aus aller Herren Länder wurden an Tierhandlungen und Aquarien geliefert. Heiner Stolz ist ein Mensch, der nichts halb macht. Literatur, Zierfische, Pilze, Wein, heute Ornithologie – in allem, was er anpackt, ist er bald anerkannter Fachmann. Sein Interesse für biologische Weine zeigte sich zuerst in der Form eines kleinen Weinladens im Keller seines Wohnhauses. Nach dem Auszug der Fische und dem Einzug der

Flaschen in die Scheune wurden die Weine vom Küferweg ab 1986 ein Begriff in der Fachwelt und beliebt bei den Endkunden. 2005 verkaufte Heiner Stolz seine Weinhandlung.

Laden mit 220 Weinsorten Myriam Bulliard arbeitete bereits seit 1996 in der Weinhandlung mit und erwarb sich viel Fachwissen über Önologie. Nach Besitzerwechseln führt sie seit 2011 den Laden mit 220 Weinsorten ohne den Versandhandel. Ihr Mann Roland unterstützt sie dabei tatkräftig. Die beiden sind mit ihrem Weinangebot auch an privaten und öffentlichen Anlässen präsent und betreiben zusätzlich im Sommer das Badibeizli in Obfelden. Myriam Bulliard präsentierte an den beiden Abenden in einer leichtverständlichen Weinsprache drei Weissweine, drei Rotweine und einen Süsswein. Alle stammen vom langjährigen Küferweg-Lieferanten Telmo Rodriguez, der an verschiedenen Orten in Spanien preisgekrönte Bio-Weine produziert. Zur Degustation gelangten die Weissweine Basa, Gaba do Xil, Branco St. de Cruz, die Rotweine Dehesa Gago, Gago und Pago la jara und der Süsswein MR Moscatel. In einer Zwischenrunde kredenzte Myriam Bulliard den Besuchern drei Jahrgänge vom Dehesa Gago, um zu veranschaulichen, welches Entwick-

Geschichtenerzählerin Dominique Janine Sarbach (Mitte) trug viel zur guten Stimmung an den beiden Degustationsanlässen im Weinladen am Küferweg von Myriam und Roland Bulliard bei. (Bild Regula Zellweger) lungspotenzial in diesem Wein liegt. Der Weisswein Basa aus Verdejo- und Viura-Trauben ist seit vielen Jahren ein Verkaufsschlager. Manche nennen ihn liebevoll Pepita-Wein, denn in seinem Bouquet dominieren Grapefruitund Zitrusnoten. Gute Akzeptanz fand auch der Rotwein Pago la jara aus Trauben aus fünf einzigartigen Parzel-

len. Der hervorragende Süsswein MR Moscatel bildete den Höhepunkt der Veranstaltung.

Dominique Janine Sarbach Mutabor, die Schweizer Märchenstiftung, setzt sich für die Kultur des Märchenerzählens ein. Dazu gehört auch

seit über 20 Jahren die Ausbildung von Märchenerzählerinnen. In der zweijährigen Ausbildung zur Märchenerzählerin werden Aspekte des öffentlichen Vortragens von Märchen, der Sprache, Mimik und Gestik vermittelt. Im Februar hat Dominique Janine Sarbach diese Ausbildung abgeschlossen. Für die Degustation am Küferweg hat sie vier Märchen ausgewählt. «Die Eidechse im Rebberg» ist ein typisches Entwicklungsmärchen, in dem ein Vater seine Söhne ausschickt, um Aufgaben zu lösen. Der naive Jüngste erhält Hilfe von einer Eidechse, die sich als verzauberte Prinzessin entpuppt. «Die gute Gretel» ist eine schlaue Köchin, die ihren eigenen gegrillten Poulets nicht widerstehen kann. Märchen sind immer auch Metaphern. Dies zeigte sich ganz besonders im Märchen vom Gesicht im Spiegel. Als Zugabe erzählte die professionelle Märchenerzählerin die Geschichte vom Fass. Was hineinfällt, vermehrt sich auf wundersame Weise. Wunderbar, wenn man eine Münze hineinwirft. Leider fällt auch der Grossvater hinein, stirbt und seine Leiche multipliziert sich. Dominique Janine Sarbach mag humorvolle Märchen mit Tiefgang, sie erzählt mit angenehmer Stimme, adäquater Gestik und Mimik und man hört ihr gern zu. Sie erzählt wieder am 24. Januar 2020, am Abend in der Bibliothek Obfelden.


Bezirk Affoltern hinter-gründe

Hans Meier oder Meier Hans? «Erreicht sämtliche Haushaltungen im Bezirk» war als Füller und Eigenwerbung auf Seite 17 in der letzten Ausgabe des «Anzeigers» zu lesen. Schön für uns Ämtler, dass diese Zeitung seit vielen Jahren aufgrund von Abmachungen zwischen Verlag und Gemeinden zweimal pro Woche gratis in alle Briefkästen flattert. Früher erschien das Blatt gar dreimal wöchentlich und berichtete auch über Wichtiges ausserhalb der Region. Doch seit dem «back to the roots» hat man sich längst an den Inhalt mit Schwergewicht Knonauer Amt gewöhnt. Daran änderte sich auch nichts, als die Weiss Medien AG von der früheren Besitzerfamilie mit Vater Walter Weiss und den Söhnen Peter und Oskar, beide einige Zeit im Geschäft tätig, verkauft wurde.

Kein einheitliches Schema Im vorderen Teil der Zeitung haben die amtlichen Anzeigen ihren festen Platz. Dazu gehören auch die Todesanzeigen der Bestattungsämter. In der letzten Ausgabe waren neun Fälle abgedruckt, was mich zu einem kleinen Vergleich der Texte verführt hat. Wer nämlich glaubt, dass man solche Publikationen in allen Gemeinden nach einem einheitlichen Schema macht, liegt falsch. Beispiele gefällig? Zweimal steht bei Verstorbenen zuerst der Vorname, bei allen anderen Fällen der Geschlechtsname fettgedruckt. Eine Gemeinde erwähnt kein Geburtsdatum, andere keinen Bürgerort. Nur in einem Fall wird der Zivilstand angegeben. Lediglich bei zwei Drittel der Fälle ist von den erwähnten Personen die genaue Wohnadresse aufgeführt. Bei verheirateten Frauen wird mit einem Bindestrich oder mit «geb.» auf den früheren ledigen Namen hingewiesen. Wichtig scheint aber, dass hinter Obfelden und Ottenbach jeweils ZH steht, weil es ja immer noch Leute geben soll, welche diese Gemeinden sonst dem Aargau zuordnen würden.

Bei den Baupublikationen geht es Es geht mir keineswegs darum, in dieser Rubrik jeweils möglichst viel Persönliches über die Verstorbenen zu erfahren, das möchte ich betonen. Aber eigentlich gelten für alle Kommunen die gleichen Rahmenbedingungen für den Datenschutz. Deshalb wäre doch vernünftig, wenn sich die 14 Bezirksgemeinden auf ein einheitliches Textschema einigen würden. Bei den Baupublikationen geht es ja auch, oder? Die Ausschreibungen der einzelnen Gemeinden erfolgen immer nach dem genau gleichen Ritual. Und wenn im letzten «Anzeiger» bei den Bauprojekten unter Obfelden als Adresse einer Zimmerei gar «Hünenberg, Schweiz», angegeben war, kann man ja nur schmunzeln. Zum Schluss wünsche ich allen Leserinnen und Lesern weiterhin eine rege Unterhaltung beim Durchstöbern unserer Regionalzeitung. Erich Rüfenacht

Dienstag, 12. November 2019

An der Schwelle zur Skisaison nochmals in die Badehose 15. Martinischwimmen am Hedinger Weiher mit 43 Teilnehmenden Zwei Monate nach dem Ende der Badesaison eintauchen ins kühle Nass: 43 Frauen, Männer und Jugendliche beteiligten sich am 15. Martinischwimmen im Hedinger Weiher. Winterkleider weg, hinein in die Badehose. Und das im November, an der Schwelle zur Skisaison. Diese Anachronie hat in Hedingen Tradition, wo am zweiten Novembersonntag zum Martinischwimmen im idyllischen See oberhalb der Gemeinde eingeladen wird. Dieses Jahr beteiligten sich 43 Frauen, Männer und Jugendliche – etwas weniger als im vergangen Jahr, als leicht bessere Witterungsbedingungen herrschten. Aber auch in diesem Jahr brauchte zumindest der «Hardcore»Teil keine besondere Überwindung, sich bei Windstille ins 10 Grad kalte Wasser zu stürzen – dies bei einer Lufttemperatur von 5 Grad. Susanne Grond, Vizepräsidentin des Samaritervereins, der die Organisation des Anlasses vor fünf Jahren vom Gemeindeverein übernommen hat, gab am Sonntag um 14 Uhr das Signal. Und alle entledigten sich des Bademantels und schwammen hernach zumindest um eine Boje; die einen bewältigten gar eine ganze

Eine Runde schwimmen – dann vom Bikini in trockene Wäsche und die wärmende Suppe geniessen. (Bild Werner Schneiter) Weiherrunde. Hernach gabs wärmende Suppe oder Punsch. Und zufriedene Gesichter, auch bei Max Flick aus Affoltern, der sich auch in Wintermonaten regelmässig in die Reuss stürzt.

«Nur im Dezember und Januar nicht, wenn ich mich wegen der mangelnden Sonne nicht trocknen kann», sagt er, derweil eine junge Frau nach dem Besuch im kühlen Nass sagt: «Das tut

einfach gut.» Etwas, das der zum 13. Mal teilnehmende Arzt Lukas Steigmeier medizinisch untermauert: «Schwimmen im kalten Wasser ist gut für den Kreislauf.».(-ter.)

Umweltschutz pur bei der Altpapiersammlung Der Turnverein Ottenbach setzte bei der Papiersammlung ganz neue Massstäbe Die Ottenbacher Turner sahen sich letzten Samstag gezwungen, eine ziemliche Parforceleistung zu verrichten. Da im Turnus der Jahrespapiersammlung ein Termin ausgefallen war, fiel doppelt so viel Altpapier an. Die sportlichen Frauen und Männer setzten zudem ein überaus ökologisches Gefährt ein. Ist doch das Sammeln des Altpapiers und Karton per se schon eine sinnvolle und umweltfreundliche Aktion, setzte der Turnverein Ottenbach bei der letzten Sammlung noch eine Nummer drauf. Greta Thunberg jedenfalls hätte mit Garantie ihre helle Freude gezeigt, wenn sie dem Papiersammel-Gefährt am letzten Samstagmorgen in Ottenbach begegnet wäre. Neben riesigen Traktoren mit noch grösseren Anhängern zirkulierte auch ein nostalgisches Fuhrwerk durchs Dorf. Hansjörg Funk hatte nämlich seine zwei Freiberger Kaltblüter vor ein Fuhrwerk und einen Anhänger älteren Datums gespannt. Die beiden Pferde, der 24-jährige Flip und der elf-jährige Larry zogen den

Umwelt- und Klimaschutz mit Flip und Larry: CO2-freies Altpapiersammeln. (Bild Martin Mullis) Sammelwagen völlig CO2-frei und mit stoischer Ruhe durch die Strassen. Passanten, Kinder und Spaziergänger blieben verwundert stehen und schauten mit einem Schmunzeln zu, wie mit viel Schwung Papierbündel auf den hölzernen Karren mit Anhänger ge-

worfen wurden. Einzig einige wenige Automobilisten auf der stark befahrenen Durchgangsstrasse schauten etwas missbilligend auf das nostalgische Fuhrwerk. Fuhrmann Funk betonte aber dezidiert, dass der Einsatz seiner Pferde

vor allem wegen deren Bewegung und weniger des Klimas wegen stattfinde. Immerhin machte das viel beachtete Gefährt mit der fünfköpfigen Besatzung fünf Fuhren vom Dorf zur Sammelstelle auf den Parkplatz an der Reuss. (mm)

forum

Nicht geschlechtsspezifisch wählen Zürich braucht wieder eine Ständerätin, Leserbrief vom 5. November. Mit Interesse habe ich das Statement von Lilian Hurschler für die Frauen gelesen. Obwohl auf meinem Wahlzettel derselbe Name steht wie auf ihrem, möchte ich meine Meinung dazu äussern: Wir sollten nicht geschlechtsspezifisch wählen. Es geht um Inhalte in der Politik. Jeder wählt mit seiner Verantwortung und Haltung. Demokratie ist eine wunderbare Sache.

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Frauenquoten demütigen mich. Wir Frauen beweisen tagtäglich, dass wir Gleichwertiges leisten wie Männer. Wir sollten von der Opferrolle wegkommen. Es wird der Tag kommen, da im Parlament sowie im Bundesrat mehr Frauen als Männer den Ton angeben. Das ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass jeder(Mensch) sein Amt mit Leidenschaft ausübt. So wird Politik immer spannend und wichtig bleiben! Barbara Bosshard-Kern, Affoltern a. A.

Das kann kein Zufall sein: Just in dem Moment als ich die reformierte Kirche Wettswil vor mir habe, um den Abendgottesdienst des Reformationssonntags zu besuchen, erscheint der Regenbogen am Himmel ... (Leserbild Denise Hegglin, Wettswil)


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 12. November 2019

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Markt mit Unterhaltung Erstes Rückrundenspiel «Chränzli»-Premiere -

Die Familie Müller lädt am Wochenende auf ihren Bio-Hof in Mettmenstetten. > Seite 14

Der FC Wettswil-Bonstetten verabschiedet sich mit einem Sieg in die Winterpause.. > Seite 19

Die 13 Riegen des Turnvereins Mettmenstetten bescheren einen erlebnisreichen Abend. > Seite 19

Ein interessanter kulinarischer Bogen

EnergieeffizienzPreis für Migros

Stimmungsvoller Wine&Dine-Event in der Ottenbacher «Reussbrücke»

Das Energie-Modell basiert auf der Idee, dass die Energieeffizienz gesteigert werden kann, wenn sich Unternehmen in einer Gruppe gemeinsam und freiwillig zu ambitionierten Zielen verpflichten. Das Erreichen dieser Ziele wird erleichtert, wenn sich die Unternehmen sowohl im eigenen Bereich als auch für die Gruppe engagieren. Die Mitglieder des Energie-Modells Zürich sind seit 33 Jahren daran, in gegenseitiger Unterstützung die Energieeffizienz zu verbessern, die CO2-Emissionen zu reduzieren und damit die Unternehmen nachhaltig aufzustellen. Im sportlichen Wettbewerb spornen sich die Unternehmen gegenseitig an und steigern sich so zu besseren Leistungen. Ein wichtiges Element ist dabei der intensive Erfahrungsaustausch. Dieser identifiziert Schwachpunkte und fördert innovative Ideen und Lösungen.

Von der Auster zum Spanferkel: Der Wine&Dine-Event in der Ottenbacher «Rüssbrugg» bot einen interessanten kulinarischen Bogen und den Genuss edler Tropfen aus der Winzerei zur Metzg, Marthalen. Neblig-regnerisch und eine in fahlem Licht still fliessende Reuss: Das eher triste Novemberwetter vom letzten Freitag bildete den scharfen Kontrast zu dem, was da im hell erleuchteten und voll besetzten im Wintergarten des Restaurants Rüssbrugg bei Wirt Klaus Imhof geboten wurde: Ein Festival der Gaumenfreuden, das sich über mehr als drei Stunden erstreckte und mit frischen Austern aus dem Wattenmeer begann – ein exklusiver Genuss. Nur gerade 12 Lizenzierte dürfen dort die Köstlichkeit an Land ziehen. «Die erste müssen Sie ohne Beigabe von Zitronensaft geniessen», empfahl Daan van Hasselt, der die Austern von Shuck’n’Roll (Zürich) nach Ottenbach brachte. Tatsächlich spürt man bei diesen nicht gezüchteten, voluminösen Exemplaren das pure Meer.

Weine mit «Kultstatus» Gleichzeitig rief Patrick Thalmann, Inhaber der Winzerei zur Metzg in Marthalen, die Gäste von Holland zurück in die Schweiz, genauer – ins Zürcher Weinland, wo der Winzer ein 3,6 ha grosses Weingut bewirtschaftet.

Pausenmilch für 325 375 Kinder Einmal im Jahr bewerben Swissmilk und der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (Sblv) die Milch. Dann kommen mehr als ein Drittel der Schweizer Schul- und Kitakinder in der Pause in den Genuss dieses Naturprodukts. Am 7. November genossen insgesamt 325 375 Kinder an 2858 Standorten schweizweit in der grossen Pause eine Portion Milch. Ziel des «Tag der Pausenmilch» ist es, die Kinder auf Milch und Milchprodukte als gesunde Pausenverpflegung aufmerksam zu machen und den Lehrpersonen die Facetten der Milch als Unterrichtsthema aufzzuzeigen. An vielen Schulen gibt es Znüniregeln. Schulleitungen, Lehrpersonen und Eltern legen zunehmend Wert auf ein gesundes und ungesüsstes Znüni. Milch entspricht diesen Kriterien. Das ist auch der Grund, weshalb Schweizer Ernährungsfachpersonen sowie nationale und internationale Ernährungsfachgesellschaften offiziell drei Portionen Milch pro Tag empfehlen. Eine Portion ist beispielsweise ein Glas Milch, ein Becher Joghurt oder ein Stück Käse. (pd.)

Der neue Zürcher Baudirektor Martin Neukom hat am 7. November den Wanderpreis des Energie-Modells Zürich an die Genossenschaft Migros Zürich übergeben.

Verbesserte Kühlmöbel

Die Protagonisten des Wine&Dine-Events in der «Rüssbrugg»: Gastgeber Klaus Imhof (Mitte) mit Austernspezialist Daan Van Hasselt (links) und Winzer Patrick Thalmann. (Bild Werner Schneiter) Seine Produkte finden sich seit einigen Monaten auf der Weinkarte des Restaurants Reussbrücke, das sich heute «Rüssbrugg» nennt. Sie wurden von Insidern gar in den «Kultstatus» gehievt und in einschlägigen Publikationen als «raffinierte Pinot Noir» und fassvergorene Weissweine gelobt.

Das Spanferkel, auf dem Holzkohlengrill im Aussenbereich der «Rüssbrugg» zubereitet, bildete mit seinem zarten, mild-würzigem Fleisch einen interessanten Fortgang der nicht alltäglichen kulinarischen Reise. Sie erreichte gegen das Ende mit der Käseauswahl von der Käserei Jumi aus

Bern einen weiteren Höhepunkt und mit der «besten Saint-Honoré-Torte der Schweiz», kreiert von der Confiserie Yulia AG in Basel, den süssen Abschluss. (-ter.) Weitere Informationen finden sich auf: www.reussbrucke.ch.

Vielfältige Weinausstellung 2019

Mü’s Vinothek bietet eine Galavorstellung mit über 60 Weinen Am 16. und 17. November bietet Ruedi Müller in Mü’s Vinothek einen Anlass der Extraklasse. Mehr als 60 Weine möchten probiert werden. Schweiz: Premiere; «Felixer am Ölberg», der beeindruckende und steile Weinberg, gelegen in Walenstadt, ist bestockt mit Chardonnay- und PinotNoir-Rebstöcken. Die stolzen Besitzer Klaus Kappeler aus Aeugst und Alois Walser werden persönlich anwesend sein und ihre feinen Weine präsentieren. Domaine Grillette, Cressier, die Rotweine des Jahrgangs 2017 haben heuer bereits auf verschiedenen Veranstaltungen für Furore gesorgt. Ergänzt natürlich durch eine Reihe ebenfalls bestechender Weissweine. Abgerundet wird das Schweizer Angebot durch Weine von Nadine Saxer, Neftenbach, und Guido Brivio aus dem Kanton Tessin. Italien: Vini Fattori Roncà, die persönlich vor Ort weilende Giorgia Costa zeigt exzellente Weissweine und als Sahnehäubchen den kapitalen Amarone aus dem Jahrgang 2015. Italien bedeutet aber auch einen weiten Reigen

Ruedi Müller und Klaus Kappeler vom Weingut Felixer am Ölberg, Walenstadt. (Bild zvg.) toller Provenienzen und Weine, aus Piemont, Toscana, Marken, Basilicata und Sizilien. Österreich: Hier wartet eine weitere Premiere – ein bestechender Weissburgunder und ein mächtiger

Chardonnay aus der charmanten Hand von Karoline Taferner, der Tochter des bestens bekannten Franz Taferner. Natürlich stehen auch die neuen Jahrgänge Grüner Veltliner des Produzenten Meinhard Forstreiter zur Verkostung bereit. Spanien: auch von der iberischen Halbinsel stehen imposante Tempranillo- und Garnacha-Trouvaillen bereit. Präsentiert werden Weine aus Costers del Segre, Rioja, Ribera del Duero, Ucles und Toro. Ein stilvolles Rahmenprogramm gehört in Mü’s Vinothek immer dazu; die Besucherinnen und Besucher können in eine funkelnde und glitzernde Geschenkwelt eintauchen. Verführerische Panettone und Amaretti, die auf der Zunge zergehen. Und natürlich immer dazu passend: delikate Süssweine. Feine handgemachte Teigwaren aus Italien dazu schmackhafte Olivenöle. Stillvolle Verpackungen geben den Geschenken die ganz besondere Note. (pd.) Weinausstellung in Mü’s Vinothek, Affoltern, Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, 10 bis 18 Uhr (Die Degustationsliste für den Download ist zu finden auf www.mues-vinothek.ch).

Der Wanderpreis für besonderes Engagement wurde dieses Jahr zum elften Mal vergeben. Er geht jeweils an ein Unternehmen, das in den vergangenen zwei Jahren zahlenmässig gute Resultate vorweisen konnte, qualitativ vorbildlich war und innovative Ansätze realisiert hat. Zudem muss das Engagement für mehr Energieeffizienz im Management des Unternehmens breit abgestützt sein und sich für das Energie-Modell als Ganzes einsetzen. Dieses Jahr ging der Wanderpreis an die Genossenschaft Migros Zürich. Sie wurde für ihre ausserordentlichen Leistungen für die Periode 2017 und 2018 geehrt. Unter anderem hat sie mit innovativen Ansätzen im Bereich der Kühlung überzeugt, die ein grosses Potenzial haben und langfristig Wirkung erzeugen. Kühlmöbel verbrauchen in Lebensmittelläden in der Regel über 50 Prozent der gesamten Elektrizität. Die Genossenschaft Migros Zürich hat verbesserte Kühlmöbel lanciert, Raum für neue Technologien geschaffen, zunehmend weniger klimaschädliche Kältemittel eingesetzt, die Regelung der gesamten Kälteversorgung verbessert, die Abwärme der Kühlmöbel weitgehend zurückgewonnen und damit deutlich weniger (in einigen Fällen sogar gar keine) Heizenergie mehr verbraucht. Auch die CO2-Emissionen konnten signifikant reduziert werden. (pd.) anzeige


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Veranstaltungen

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Wo das Christkind und der Samichlaus wohnen Raclette-Plausch und Weihnachtsmarkt auf der Waldmatt Es dürfte schwierig sein, einen weihnachtlich passenderen Ort für einen Christkindmarkt zu finden. Der traditionelle Weihnachtsmarkt der Familie Müller in Mettmenstetten findet am 17. November statt. Zur Einstimmung darf man am 16. November Zirkusluft schnuppern und Raclette sowie Musik geniessen. Es ist zwar nicht gesichert, aber wer den Bio-Hof Waldmatt der Familie Müller aus der Ferne betrachtet, könnte glauben, dass sich das Christkind zusammen mit dem Samichlaus irgendwo in dieser Gegend auf Weihnachten vorbereitet. Ganz sicher ist jedoch, dass auch dieses Jahr wieder ein überaus stimmiger Weihnachtsmarkt stattfindet. Sandra und Jürg Müller laden ihre Gäste bereits am Samstag, 16. November, zu einem zünftigen Raclette-Plausch ein. Der Abend beginnt mit Ruedis Frauenkapelle und einer Show mit Zirkusluft. Nach dem kulinarischen Teil spielt dann die Bluesband Couscous. Am Sonntag, 17. November, werden daraufhin auf der Waldmatt einmal mehr über 2000 Gäste zum Weihnachtsmarkt unter dem Markenzeichen «Sandras Hof-Zauber» erwartet.

Ein kinderfreundlicher Weihnachtsmarkt in Mettmenstetten Der bestens bekannte und vor allem auch sehr kinderfreundliche «Christchindlimärt» bietet eine vielfältige Palette von Artikeln an. An über 30 Markständen finden die Marktbesu-

Sie sorgen für einen weihnachtlichen «Hof-Zauber» (von links): die Familie Müller mit Sandra und Jan, Jonas, Luca und Vater Jürg. (Bild Martin Mullis) cher neben Schmuck, Drechsler-, Nähoder Bastelarbeiten sowie Deko-Artikeln und Holzsternen, auch selbst hergestellte und eingemachte Köstlichkeiten. Nicht zu vergessen sind auch die Bio-Produkte des Waldmatt-Hofes wie Konfitüren, Gemüseboxen und verschiedene Fleischsorten, welche bei den Stammkunden längst bestens bekannt und beliebt sind. Für die Kinder warten ganz spezielle Attraktionen, unter anderen auch Pony-Reiten mit

den Tieren von der Seilermatt. Selbstverständlich dürfen hungrige und durstige Gäste auf ein attraktives kulinarisches Angebot zählen. Eine gut geheizte Festwirtschaft bietet Grilladen, Suppe und weitere Spezialitäten, sowie natürlich auch Kaffee und Kuchen an. (mm) Raclette-Abend mit Musik am 16. November ab 18 Uhr und Weihnachtsmarkt am Sonntag, 17. November, 10 bis 17 Uhr, Waldmatt 1, Mettmenstetten. Infos: www.sandras-hofzauber.ch.

«A Celebration To Latin, Salsa, Soul, Jazz and Swing» Ein musikalischer Hochgenuss mit der Apple’s Paradise Big Band am Samstag, 16. November, im Gemeindesaal Bonstetten. Bringt besinnliche Stimmung ins Haus: der Adventskranz. (Bild zvg.)

Einen eigenen Kranz kreieren Die Floristin Manuela Lentini bindet am 27. November im Familienzentrum Affoltern mit den Kindern aus frischem Grün einen Adventskranz. Warum einen Adventskranz kaufen, wenn man ihn ganz einfach selbst kreieren kann? Ein selbstgemachter Adventskranz ist ein absoluter Hingucker, auf den man ganz schön stolz sein kann. Kein Gekaufter aus dem Laden ist so einzigartig und individuell. Da freut man sich noch mehr, im Advent jede Woche eine Kerze anzuzünden. Einen Adventskranz selber machen und dann die Kerzen anzünden – das ist und bleibt ein wunderschönes und besinnliches Ritual. Mit vier Kerzen und ganz verschiedenen, süssen Accessoires und einer Menge Deko-Materialien wird der Kranz im Kreativ-Workshop zum Einzelstück ausgeschmückt. (GS)

Nach einer überaus erfolgreichen Jahrestournee 2019 mit Konzerten am Züri-Fäscht, in Affoltern, Weggis, Bellinzona und Cham freut sich die Apple’s Paradise Big Band, ihren letzten Event dieses Jahres anzukünden. Die Band präsentiert diesmal eine besondere Mischung von rhythmusvollen Latin-Nummern, betonten Soul-Noten und traditionellen SwingWerken. Mit Stücken wie Chucho, El Abrazo, La Suerte de Los Tontos, Sabor De Cuba und weitere mehr wird das Publikum hautnah ein temperamentvolles südamerikanisches Sentimiento erleben. Die Apple’s Paradise Big Band steht wie immer unter der musikalischen Leitung von Max Helfenstein, langjähriger Musiker der Schweizerischen und Deutschen Big-Band-Szene

und Trompeter in der legendären DRS Big Band. Die gemeinsame Freude und Begeisterung durch inspirierende, mitreissende, ausdrucksstarke Musik prägt die volle Motivation seiner Tätigkeit mit der Apple’s Paradise Big Band. Die Formation besteht aus Instrumentalisten und Solisten, die ein musikalisch hohes Niveau garantieren und jeden Auftritt zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Vokale Glanzpunkte werden durch die imposante Stimme der neuen Sängerin Patricia Moos präsentiert. Einen zweiten vokalen Höhepunkt wird René Reichner anbieten. Die Apple’s Paradise Big Band freut sich, mit diesem Konzertabend Gäste und Freunde zu einem faszinierenden Live-Erlebnis leidenschaftlicher Musik einzuladen. (pd.) Apple’s Paradise Big Band – A Celebration To Latin, Salsa, Soul, Jazz & Swing, Samstag, 16. November, Gemeindesaal Bonstetten, 20 Uhr. Barbetrieb ab 19 Uhr, Türöffnung ab 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Infos auf www.bigbandsound.ch.

Kreativ-Workshop für Kinder ab 6 Jahren, Mittwoch, 27. November, 13.30 bis 15 Uhr oder von 15.30 bis 17 Uhr. Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Freude und Spass an der Musik: die Apple’s Paradise Big Band. (Bild zvg.)

Menschenrechte in der Wirtschaft – Zwiespalt?

Podiumsdiskussion in Kappel Am Donnerstag, 21. November, findet im Kloster Kappel eine Podiumsdiskussion statt. Dabei wird es um die Frage gehen, wie viel Verantwortung Unternehmen übernehmen müssen. Allgemein wird akzeptiert, dass Unternehmen eine Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten haben. Hingegen scheiden sich die Geister über die Frage, wie Verantwortung zu definieren ist. Manche Unternehmen fühlen sich primär ihren Aktionären verpflichtet und befürchten Konflikte, wenn sie sich von den Auswirkungen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen leiten lassen. Andere gehen über den reinen Shareholder-Value-Ansatz hinaus und setzen vermehrt auf gesellschaftliche und soziale Werte. Für NGOs müssen sich in Unternehmen an den Rechten der betroffenen Menschen über die gesamte Lieferkette, über die Schweiz hinaus, befassen. Was heisst Verantwortung für einen Schweizer Grossverteiler, wenn es bei der Produktion von T-Shirts zu Menschenrechtsverletzungen eines ausländischen Zulieferers kommt? Welche Rolle spielen Banken? Können sie dank ihres Einflusses eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Men-

schenrechten spielen? Und welche Rolle übernehmen NGOs tatsächlich? Diesen und anderen Fragen gehen folgende Expertinnen und Experten auf den Grund: Prof. Dr. iur. Christine Kaufmann, Professorin für öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Zürich. Vorsitzende des Ausschusses für verantwortungsvolle Unternehmensführung der OECD. Sie wird ein Referat halten zum Thema «Menschenrecht und Wirtschaft: Verantwortung – ja, aber?» Ebenfalls mitdiskutieren werden Liselotte Arni, Leiterin Umwelt- und Sozialrisiken bei der UBS; Marius Lang, Stellvertretender Bereichsleiter Sozialstandards beim Migros-Genossenschafts-Bund; Bernd Nilles, Direktor Fastenopfer Schweiz; die Moderation übernimmt Christoph Keller; Reporter, Moderator, Autor. Für eine besinnliche Einstimmung in der Klosterkirche sorgen Pfarrer Manuel Bieler, Pfarramt Baar West und Martin Lüönd (Flöte), aus Unterägeri. (pd.) Donnerstag, 21. November, 18.30 bis zirka 22 Uhr, Kloster/Gemeindesaal Kappel. Unkostenbeitrag, inklusive Apéro riche: 45 Franken (beim Eintritt in den Gemeindesaal zu entrichten). Infos und anmelden (bis Donnerstag, 14. November) unter www.forum-kirchewirtschaft.ch.

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit Am Mittwochnachmittag, den 27. November, von 14.30 bis 16 Uhr, tauchen die Kinder ab fünf Jahren in die Welt der Wichtel ein und lernen eine Wichtelfamilie kennen, die auf einem Hof auf dem Land lebt. Der Wichtel, der gute Geist des skandinavischen Brauchtums: In Dänemark heisst er Nisse, in Schweden und Finnland Tomte. Er ist ein kleiner Kobold, der Haus und Hof beschützt und allen Glück bringt. Gern belohnt er die Kinder, wenn sie besonders brav waren und Gutes getan haben. Und genau um diese Wichtel, besser gesagt um eine Wichtelfamilie, geht es in der Weihnachtsgeschichte des berühmten Kinderbuchautors Sven Nordqvist. Die Wichtelfamilie, welche die Kinder am 27. November kennenlernen, freut sich schon sehr auf Heiligabend. Dann stellen die Menschen immer eine Schale vom berühmten Weihnachtsbrei für die Wichtelfamilie hin. Damit danken sie ihnen für all die Dienste, die sie ihnen im Laufe des Jahres erwiesen haben. Doch an diesem Abend kommt es ganz anders als gewohnt und die Wichtelfamilie erlebt ein kleines Abenteuer. Zwischendurch basteln die Kinder zusammen

Eintauchen in die Welt der Wichtel. (Bild zvg.)

mit der diplomierten Gesprächstherapeutin, Gabriella Steiner eine Wichteltür aus Holz, malen sie mit Farbe und Pinsel an und verzieren diese nach Lust und Laune. Die kleine Wichteltür wird dann aufgestellt und mit diversen Natur- und Dekorationsmaterialien ausgeschmückt. Ein wundervoller, kreativer Nachmittag, der die Fantasie der Kinder anregt und eine alte Tradition aus dem Norden wieder aufleben lässt. Die Wichteltür und mit dem Dekorationsmaterial können die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen und dort hübsch dekoriert im Kinderzimmer aufstellen. (GS) Weitere Informationen und Anmeldung unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch, Telefon 044 760 12 77.

Werken für die Natur Am Freitag, 22. November, werden in Muri gemeinsam Nisthilfen für Singvögel gebaut. Alle freiwilligen Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen. Alle Naturfreunde, die im nächsten Frühling Vögel in ihrem Garten beim Nisten und Füttern der Jungen beobachten möchten und Lust haben auf Bohren, Schrauben und Hämmern, sind am 22. November im Schulhaus Badweiher in Muri am richtigen Ort. Unter fachkundiger Anleitung können sie zusammen mit ihren Kindern Nisthilfen für Meisen bauen. Dieser öffentliche Anlass ist an Kinder im Mittelstufenalter in Begleitung eines Erwachsenen gerichtet. Organisiert wird er von

Mit einer Nisthilfe können im Frühling die Vögel beobachtet werden. (Bild zvg.) der Stiftung Reusstal und dem Naturschutzverein Muri und Umgebung (Namu). (pd.) Anmeldung bis 17. November an: info@namu.ch, oder 056 664 21 75. Treffpunkt: Schulhaus Badweiher 1, Muri. Beginn: 18 Uhr, Kosten: keine.


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Sport

Dienstag, 12. November 2019

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Traumschuss ins WB-Glück Fussball 1. Liga, FCWB – St. Gallen II 3:2 (1:1) Vor Wochenfrist schloss WB die Vorrunde gegen Dietikon fulminant mit 5:0 ab. Nun verabschiedete es sich im ersten Rückrundenspiel mit einem weiteren Sieg in die Winterpause. ................................................... von kaspar köchli Beim Spiel WB gegen St. Gallen trennten die beiden Kontrahenten neun Tabellenränge und 13 Punkte. Allerdings waren die Ämtler gewarnt, die jungen Ostschweizer mussten zwar herbe Niederlagen einstecken, überraschten aber auch immer wieder mit Topleistungen. Das Heimteam kam besser aus den Startlöchern und sorgte in den Anfangsminuten nach zwei Eckbällen erstmals für Gefahr. Später dribbelte sich St. Gallens Oliveira elegant durch die Abwehr der Rotschwarzen, anstatt direkt zu schiessen, passte er ins Niemandsland. WB gelangte seinerseits durch Lugo zu einem erfolgsversprechenden Angriff, der foulträchtig unterbunden wurde. Während die Heimischen noch haderten, setzten die Olmastädter zum Gegenangriff an. Viel zu ungestüm stieg daraufhin Brüniger in den Zweikampf und als logische Folge ertönte der Foulpfiff – WB-Keeper Thaler entschärfte jedoch mit einer mirakulösen Parade den keinesfalls schlecht geschossenen Elfmeter. Nach knapp einer halben Stunde zirkelte Miljkovic einen Freistossball

Alles Strecken nützt nichts: St. Gallens Torhüter Abaz ist beim 3:2-Siegestreffer von Miljkovic machtlos. (Bild Kaspar Köchli) in den Strafraum, Capone verlängerte technisch versiert mit der Hacke und der Ball landete via Pfosten im Tor. Der St. Galler Schiedsrichter Hänggi «gehorchte» seinem Assistenten, der die Fahne gehoben hatte, und annullierte den Treffer. Grund war wohl eine vermeintliche Abseitsstellung. Noch bitterer für WB war, dass die Ostschweizer praktisch im Gegenzug durch Alves das 1:0 bewerkstelligten.

Hochverdienter Ausgleich WB war angesäuert und gab Gas. Zuerst scheiterte Lugo am starken

Keeper Abaz, wenig später reagierte Rüegger nach einer unübersichtlichen Situation am schnellsten und vollstreckte zum 1:1. Nur eine Minute später führten die Gastgeber einen Freistoss listig und schnell aus, worauf Miljkovic den Querbalken traf. Dazu gesellten sich eine Chance von Lugo und eine sogenannt hundertprozentige durch Capone, der aus fünf Metern den Ball neben das Gehäuse hämmerte. Die Zuschauer durften beim Pausenbier über einen hochstehenden ersten Durchgang fachsimpeln. Und es ging spannend weiter. WB kitzelte an der Führung, als Lugo aus spitzem

Es gab richtig was zu sehen

Winkel Abaz überwand, jedoch ein auf der Torlinie stehender Verteidiger in extremis sein Veto einlegte. Besser klappte es nach einer Stunde. Eine rasche Passfolge via Capone über Peter führte zu Dzelili, welcher schnörkellos zum 2:1 abschloss. Später musste der bärenstarke WB-Hüter Thaler wegen einer Zerrung vom Platz. Der eingewechselte Baumgartner hatte kurz darauf bereits das Nachsehen, als Keller aus dem Hinterhalt zum 2:2Ausgleich traf, bewahrte aber sein Team eine Minute später mit einem kühnen Panthersprung vor dem Rückstand. Die Ostschweizer hatten nun

ihre beste Phase und wollten den Sieg. Den Ämtlern offenbarten sich immer wieder Chancen bei ihren Gegenstössen. Nach 80 Minuten wurde der eingewechselte Hager zwanzig Meter vor dem Tor gefoult, Spezialist Miljkovic legte sich den Ball zurecht. Egal welchem Fan-Lager angehörend, der Gewaltschuss zum 3:2 bedeutete für alle Zuschauer einen Augenschmaus. WB agierte fortan souverän und durfte sich in der Folge verdient über weiteren Punktezuwachs freuen. «Wir alle sind jung und haben noch nicht die Erfahrung unseres starken heutigen Gegners», meinte der talentierte 17-jährige St. Galler Torsteher Abaz. Sein Team zeigte allerdings bereits eine erstaunliche Reife, vor allem beim Umschalten vom Defensiv- zum Offensivspiel. Das Schlusswort gehörte schliesslich Matchwinner Miljkovic, der bescheiden meinte: «Klar zielte ich ins obere linke Eck. Schön, dass es dann wirklich dort einschlug. Ich bin glücklich für das Team wie auch für die tollen Fans, dass wir mit diesem Sieg in die Winterpause gehen.» Mit 30 Punkten aus 14 Spielen gelang dem FCWB eine ausgezeichnete Hinrunde. Als Zweitklassierter liegt er vier Punkte hinter Leader Tuggen und ebensoviele Zähler vor dem Dritten, Linth. Moos, 300 Zuschauer, FCWB – St. Gallen II 3:2 (1:1). Thaler (69. Baumgartner); Brüniger, Studer, Rüegger, Heini; N. Peter (75. Hager), F. Peter, Miljkovic, Dzelili; Capone (76. Schneebeli), Lugo (85. Grujicic). 27. Alves 0:1; 39. Rüegger 1:1; 61. Dzelili 2:1; 72. Keller 2:2; 82. Miljkovic 3:2.

Die Dunkelheit besiegt

Volle Turnhalle an der «Chränzli»-Premiere in Mettmenstetten

Gelungenes Nachtschiessen der Jungschützen

Die 13 Riegen des Turnvereins Mettmenstetten haben wieder alles gegeben, um dem Publikum einen erlebnisreichen Abend zu bescheren. Am kommenden Freitag und Samstag, 15. und 16. November, bieten sich noch letzte Gelegenheiten, um die Turnvorstellung zu erleben.

Am vergangenen Freitag fand in Knonau das jährliche Nachtschiessen statt.

Nachdem die Gäste sich durch das kulinarische Angebot geschlemmt hatten, welches unter neuer Führung von Fabian Suter stand, eröffnete das Komiker-Duo «Larsig» den Abend. Nach dem diesjährigen Motto «Tele Einhorn – Lokalfernsehen Mättmi» drehte sich der ganze Abend um die beliebte Flimmerkiste. Das Duo mochte wieder mit lustigen und amüsanten Einlagen zu überzeugen. Vom aussergewöhnlichen Verkaufstalent bis zum Hellseher – die beiden Komiker schlüpften für eine gute Unterhaltung in jede erdenkliche Rolle. Den Anfang der ersten Turnvorstellung machten wieder die Jüngsten. Die kleinste Mädchenriege zeigte im urchigen Stil, wie das Grösserwerden im Fernsehen so abläuft. Die im Anschluss aufgetretene kleine Mädchenriege griff dieses Thema mit dem «Bachelor» gleich auf. Im Unterschied zum Original legten sie mehr Beweglichkeit an den Tag und verzichteten auf die hirnlosen Sprüche. Was in der deutschsprachigen Fernsehlandschaft nicht fehlen darf, ist natürlich «Wetten, dass ...?». Dies sagten sich auch die kleine Mixed-Jugi und wetten, dass die kleine Bühne im Wygarten mehr Platz bietet als gedacht. Die jüngsten Geräteturner und Geräteturnerinnen zeigten zur Sendung Mis Hobby Zambo stolz ihre Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Es liegt wohl auf der Hand, welche das ist … Sportlich blieb es auch im Anschluss durch die kleine Knaben-Jugi. Mit ihrer neu-

Die Turnerinnen und Turner begeisterten an der Premiere. (Bild zvg.) en Interpretation eines gendergerechten Super-10-Kampfes brachten sie das Publikum zum Schmunzeln. Der Musikgeschmack des Riegenleiters bleibt wie bereits vor zwei Jahren gewöhnungsbedürftig. Kurz vor der Pause wurde es aber dann gefährlich. Eine Bande von jungen Banditinnen klaute einer armen Oma die Handtasche. Zum Glück gibt es die mittlere Mädchenriege, welche die Verbrecherinnen schnell einfangen konnte. In der Pause wurden die lang ersehnten Lose verkauft. Die Tombola war wieder mit ihren vielen und sensationellen Preisen beeindruckend. Nachdem auch die letzten Lose verkauft waren, ging es spektakulär weiter. Das grosse GeTu zeigte mit viel Athletik und Geschick, dass sie wahre Ninja Warriors sind. Eine Armee von Tänzern führte vor Augen, dass nur ein Teil des Eurovision Song Contest aus Singen besteht. Erleichterung war dem Publikum anzusehen, dass nicht die beiden Riegenleiter zum Mikrofon griffen, sondern es Playback gespielt wurde. Daher auch klar: «Mättmi 12 Points»! Farbenfroh ging es mit der grossen Mädchenriege weiter, wobei hier nicht nur die Augen der Zuschauer leuchte-

ten. Ein Hollywood-Klassiker führten im Anschluss die Aktiven Herren auf. Beim Schnelldurchlauf durch den Film Titanic wurde gar einer der grössten Filmfehler aufgedeckt. Jack hatte doch noch Platz auf dem Treibholz, und so gab es für einmal Applaus statt Tränen. Auf die jungen Herren folgten die reiferen beinahe-Senioren und es wurde brenzlig. Doch die Erfahrung machts, dass bei ihrer Nummer nicht Chicago, sondern das Publikum «on Fire» war. Die Aktiven Damen baten im Anschluss zum Tanz. Ihre Vorstellung war so überzeugend, dass Stimmen für eine Aerobic-Riege laut wurden. Den Abschluss lieferte, wie im Fernsehen üblich, das Wetter. Die Geräteturn-Sektionsriege zeigte fulminant, dass es nicht nur Hund und Katzen regnen kann. Aufgrund der ausverkauften Vorstellungen der letzten Jahre wurde entschieden, eine zusätzliche Abendvorstellung einzuführen. Es bietet sich Gelegenheit, die Turnvorstellung am kommenden Freitag und Samstag zu erleben. Daniel Rissi

Zum Abschluss der Jungschützenkurse Gewehr 300 Meter organisiert der Bezirksschützenverein jeweils das Nachtschiessen für alle Vereine des Bezirks Affoltern. Einmal mehr übernahm der Feldschützenverein Knonau die Durchführung dieses Anlasses. Beim Schiessen in der Dunkelheit sind nur die Scheiben im Zielhang beleuchtet. Die Schützen liegen im Dunkeln und das Zielen ist wesentlich anspruchsvoller, als bei Tageslicht. Die erhöhten Anforderungen meisterten die Jungschützen von Knonau am besten. Sie konnten den Pokal vom letztjährigen Sieger Dachlissen-Mettmenstetten übernehmen. Mit dem Durchschnitt von 52,1 Punkten gewannen sie den Vereinswettkampf vor Bonstetten (51,6 Punkte) und Zwillikon (49,5 Punkte). Beim Einzelwettkampf hatten die besten drei Jungschützen das gleiche Resultat von 54 Punkten erreicht. Somit musste der Tiefschuss (bester Schuss der Serie in Hunderterwertung) über die Vergabe der Medaillen entscheiden. Mit dem Tiefschuss von 94 Punkten ge-

wann Alex Foster aus Zwillikon die Goldmedaille. Für Dominic Mattille aus Hausen reichte es mit 88 Punkten für die Silbermedaille, und Fabian Landis aus Bonstetten durfte sich mit 83 Punkten über die Bronzemedaille freuen. Beim zweiten Teil dieses Anlasses waren die Helfer in der Wirtschaft gefordert. Die Schützenstube war bis auf den letzten Platz belegt und auf jedem Tisch stand ein Raclette-Ofen. Da brauchte es keine zusätzliche Heizung mehr. Die Schützen konnten sich nach dem Schiessen in der warmen Schützenstube wieder aufwärmen und genossen das Raclette mit vielen Zutaten. Zum Dessert gabs verschiedene Torten und Kuchen, gespendet von den Jungschützenleitern. Für die jungen Schützinnen und Schützen im Bezirk Affoltern war es – dank den verantwortlichen Schützenmeistern von Knonau für den gut organisierten Schiessbetrieb und Jürg Pfister und seinen Helfern für die tolle Bewirtung in der Schützenstube – wiederum ein gelungener Abschluss der Schiesssaison mit einem nicht alltäglichen sportlichen Wettkampf. Albert Suter, Bezirks-Jungschützenchef

Turnerchränzli Mettmenstetten, Freitag, 15. November, und Samstag, 16. November, 20 Uhr, Turnhalle Wygarten, Mettmenstetten. Tickets unter www.tvmettmenstetten.ch oder an der Abendkasse.

Die Siegergruppe vom Feldschützenverein Knonau. (Bild zvg.)


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