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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 87 I 170. Jahrgang I Dienstag, 1. November 2016

Dreitägige Übung

200 neue Einwohner

Der Ämtler Zivilschutz plant für Mai 2017 eine Verbundübung mit diversen Partnern. > Seite 3

Die Überbauung Törlenmatt bringt Hausen einen grossen Wachstumsschub. > Seite 5

Die Feuerwehr Unteramt feierte Geburtstag Hauptübung und Fest zum 20-jährigen Bestehen des Zusammenschlusses. Die Feuerwehren der drei Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil haben sich vor 20 Jahren darauf geeinigt, mit der Gründung der Feuerwehr Unteramt die Aufgaben der Feuerwehr gemeinsam zu übernehmen. Am letzten Samstag wurde der Entschluss, welcher sich nachträglich als sehr weise herausstellte, gebührend gefeiert. Die Hauptübung beim historischen Weiler Aumüli zog viel Publikum und prominente Vertreter aus Politik und Behörden an. Ein Verkehrsunfall mit verletzten und eingeklemmten Personen, sowie ein Brand in einer Werkstattscheune, forderten vom Einsatzleiter schnelle und wohlüberlegte Befehle. Die kulturell wertvollen Gebäude besitzen eine überaus hohe Brandlast und verlangten deshalb auch sorgfältige Löschaktionen. Im Feuerwehr-Depot Stallikon stieg im Anschluss an die Hauptübung ein veritables Geburtstagsfest. Die Festredner betonten insbesondere die hervorragende und langjährige Zusammenarbeit der drei Gemeinden. Sämtliche Einsatzkräfte erhielten ein Paar Feuerwehrstiefel als persönliches Geschenk. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Gleicher Meinung Ämtler Bauern unterstützen die Kulturlandinitiative der Grünen. > Seite 7

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Bilder und Keramik Doris Nydegger und Mireille Vetterli zeigen ihre Werke im Kunstforum Stallikon. > Seite 9

Weit über die gängigen Schemata hinausgedacht Zukunftswerkstatt Rifferswil: neue Gemeindeform angedacht Politische Unabhängigkeit bei gemeinsamer Verwaltung: An der Rifferswiler Zukunftswerkstatt wurde eine neuartige Organisationsform für Landgemeinden angedacht. ................................................... von salomon schneider Bisher sahen Gemeindefusionen vor, dass sowohl die Politik als auch die Verwaltung zentral zusammengefasst werden. Damit verbunden ist jedoch oft die Angst kleiner Gemeinden, von den grossen Gemeinden dominiert zu werden. An der Rifferswiler Zukunftswerkstatt wurde eine Idee erarbeitet, die genau diese Problematik entschärfen könnte: Anstatt politische Gemeinden und Verwaltung zusammenzulegen, könnten einfach die Verwaltungen zusammengelegt werden. Für Rifferswil könnte sich die Verwaltung in Hausen oder Affoltern befinden und dort professionell betrieben werden. Gleichzeitig würden sowohl der Gemeinderat als auch die Kommissionen erhalten bleiben.

An der Rifferswiler Zukunftswerkstatt wurde intensiv an neuen Ideen für die Gemeinde gearbeitet. (Bild Salomon Schneider) «Die Entscheidungsgewalt könnte so in Rifferswil bleiben, während die Verwaltung professioneller und effizienter gestaltet werden könnte», lautete das Fazit der Arbeitsgruppe Gemeindeorganisation, die mit dieser Idee eine neue Form für politische Gemeinden entwickelt hatte.

Vielfalt des Ämtler Kunstschaffens Staunende Besucher an der jurierten Ausstellung der GGA

Anfang November wird «Zukunft Rifferswil» die Zukunftswerkstatt auswerten. An der Gemeindeversammlung im Dezember sollen die Resultate präsentiert werden.

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Kunstregion geprägt Elfi Bohrer schliesst ihre Galerie für Gegenwartskunst und das Kunstfenster. > Seite 12

Neuer KapoBezirkschef Kapo Affoltern: per 1. Dezember übernimmt Adrian Peterhans von Jann Leutenegger. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich hat Adrian Peterhans. Jann Leutenegger, (Bild zvg.) Bezirkschef der Kantonspolizei, auf den 1. Dezember zum Offizier ernannt. Er übernimmt das kriminalpolizeiliche Datenmanagement. Seine Nachfolge tritt Adrian Peterhans an. «Mit Adrian Peterhans haben wir einen wertvollen Kadermann als Bezirkschef Affoltern gewonnen», so Willi Meier, Chef der Kapo-Regionalabteilung Limmattal/ Albis. Peterhans absolvierte 1987 die Polizeischule bei der Kantonspolizei Zürich. Neben seiner Stationiertentätigkeit besitzt er langjährige Führungserfahrung als Gruppenchef bei der Regionalpolizei. Seit drei Jahren ist Adrian Peterhans als Gruppenchef beim Verkehrszug Urdorf tätig. Ihm ist der Bezirk Affoltern mit seinen Gegebenheiten bestens vertraut. anzeigen

................................................... > Bericht auf Seite 5

Caspar Selg referierte in Affoltern Im Rahmen der Vorlesungen an der «Volkshochschule im Knonauer Amt», referierte der ehemalige Korrespondent über seine langjährige Tätigkeit beim Schweizer Radio und Fernsehen.

Die Werke der Ämtler Künstler werden bestaunt. Im Vordergrund Skulpturen von Noldi Vogler. (Bild Thomas Stöckli) 68 Künstlerinnen und Künstler haben ihre Dossiers für die jurierte Ausstellung Aemtler Künstler eingereicht, 24 davon durften ihre Werke schliesslich im Kasinosaal präsentieren. Die

Arbeiten der 17 Frauen und sieben Männer, die von der Fachjury um die Ämtler Künstlerin Katrin Zuzàkova ausgewählt wurden, decken eine breite Auswahl an künstlerischen Techni-

ken ab. Entsprechend angetan waren die Besucher von der abgebildeten Vielfalt Ämtler Kulturschaffens. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

Casper Selgs Stimme ist den Zuhörern von Radio DRS wohlbekannt. Er moderierte während vieler Jahre das «Echo der Zeit« und berichtete aus den USA und zuletzt aus Deutschland. Im Referat er- Casper Selg. zählte er nicht nur (Bild Andrea Bolliger) Anekdoten aus seinem Korrespondenten-Leben, sondern dokumentierte auch die technische Entwicklung des Radiomachens und ging auf die Auswirkungen des Online-Journalismus ein. Dem bildhaft vorgetragenen Referat folgten die ebenso interessanten Fragen der Zuhörenden. Ein Ausblick auf die Präsidentschaftswahlen in den USA durfte natürlich nicht fehlen. ................................................... > Bericht Seite 8

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Schulzweckverband Bezirk Affoltern Donnerstag, 24. November 2016 20.00 Uhr: Delegiertenversammlung des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern im Singsaal der Schulanlage Loomatt, Massholderenstrasse 3, 8143 Stallikon. Die Akten liegen ab 2. November 2016 im Sekretariat SZV, Breitenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Die Versammlung ist öffentlich. Verbandsschulpflege Schulzweckverband Bezirk Affoltern

Todesfälle Bonstetten Mötteli, Heinz Paul geboren 11. Juli 1939, von Zürich ZH und Weinfelden TG, wohnhaft Sunnehaldestrasse 18, Bonstetten; gestorben in Zürich am 26. Oktober 2016. Andacht auf dem Friedhof Bodenfeld Bonstetten, am Dienstag, 1. November 2016, um 13.30 Uhr im engsten Familien- und Freundeskreis. Bestattungsamt Bonstetten

Maschwanden Am 19. Oktober 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Messerli, Eleonora geboren am 15. November 1931,von Maschwanden ZH und Rüeggisberg BE, wohnhaft gewesen in Maschwanden. Die Abschiedsfeier findet am Samstag, 26. November 2016, um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden, statt. Die Gemeindeverwaltung

Wettswil am Albis Am 27. Oktober 2016 ist in Schlieren ZH gestorben:

Rosenberger, Werner geboren 18. Juni 1938, Bürger von Birmensdorf ZH, Ehemann der Rosenberger-Steinach, Margot, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Bäumlisächerstrasse 4. Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 4. November 2016, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Birmensdorf ZH statt. Der Friedhofvorsteher

Politische Gemeinde Affoltern am Albis Primarschulgemeinde Affoltern am Albis Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/ Aeugst am Albis

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten werden auf Montag, 5. Dezember 2016, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Gemeindezentrum, Marktplatz 1, zu einer Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages 2017 2. Bekanntmachungen Die Akten liegen ab Montag, 21. November 2016, in der Schulverwaltung der Sekundarschule, Zwillikerstr. 16, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. B) Primarschulgemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages 2017 und Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2017 2. Genehmigung der Kreditabrechnung über die Aufstockung und die Sanierung des Kindergartens Spittel 3. Bekanntmachungen Die Akten liegen ab Montag, 21. November 2016, in der Schulverwaltung der Primarschule, Breitenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. C) Politische Gemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages 2017, Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2017 sowie Verzicht auf Neubewertung Verwaltungsvermögen im HRM2 2. Genehmigung der Bauabrechnung betreffend die Einführung von Tempo-30-Zonen in den Wohnquartieren 3. Genehmigung der Bauabrechnung betreffend Beitrag an die Flankierenden Massnahmen an der Zürichstrasse und Aufwertung der Ortsdurchfahrt 4. Genehmigung der Entschädigungsverordnung 5. Genehmigung der Verordnung über die Subventionen der familienergänzenden Kinderbetreuung im Vorschulalter 6. Bekanntmachungen Die Akten liegen ab Montag, 21. November 2016, in der Gemeindekanzlei, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 1. November 2016 Der Gemeinderat

Gemeinde Aeugst am Albis

Die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag, 30. Oktober, fasste folgende, einstimmige Beschlüsse: Wahl von vier Mitgliedern der Pfarrwahlkommission, die nicht der Kirchenpflege angehören: – Marlise Schori, Alte Landstrasse 27 – Esther Intrass, Maschwanderstr. 4 – Heinrich Eggenberger, Morgenhölzlistrasse 50 – Hans Gebhard, Küferweg 2 Wahl des Präsidenten der Pfarrwahlkommission: – Hans Gebhard, Küferweg 2 Das Protokoll der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung liegt ab Freitag, 4. November 2016, in der Gemeindekanzlei in Obfelden zur Einsicht auf. Beim Präsidenten der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, können schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung erhoben werden. – innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs mit Begehren um Berichtigung des Protokolls erhoben werden. – innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Beschwerde gegen die Beschlüsse der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung erhoben werden. Reformierte Kirchenpflege Obfelden

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Altbaumaterial gratis abzugeben Die Gemeinde Aeugst am Albis realisiert einen kommunalen Ersatzbau der Liegenschaft Dorfstrasse 37 in Aeugst am Albis. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und der Weiterverwendung bestehender Ressourcen, kann im Rahmen des Abbruchs des bestehenden Bauernhofes mit Scheune Altbaumaterial für die Gemeinde kostenneutral übernommen werden: – – – – – – –

Altholz (Balken, Bretter, Treppen, Parkett, Verkleidungen) Fenster, Aussentore Türen Jalousien Biberschwanzziegel Kachelofen mit Holzherd etc.

Interessenten können das Gebäude wie folgt besichtigen und sich um die Materialabnahme bewerben: Montag, 14. November 2016, 10.00 Uhr, Dorfstrasse 37, 8914 Aeugst am Albis. Die Zuschläge für die Abgabe von Altbaumaterial erfolgen direkt vor Ort. Bei mehreren Interessenten für dasselbe Bauteil erhalten ortsansässige Personen den Vorrang. Der Abbruch des Bauernhofes ist für Ende November 2016 vorgesehen.

Herr Flavio De Luigi aus Affoltern liess den Worten Taten folgen. Seit dem Juli 2017 ist er stolzer Besitzer einer dachintegrierten Solarstromanlage am Mehrfamilienhaus Zürichstrasse 22 in Hedingem. Damit stellt er bereits heute die Weichen für die Zukunft. Die schnider solar ag bedankt sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag zur Planung und Ausführung der dachintegrierten Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 10,71 kWp (Solarsystem Solrif-Sunpower Fabrikat E. Schweizer AG Hedingen, Elektroinstallation durch unseren Partner, die Elektro Roth AG in Mettmenstetten)

Die Materialien müssen nach Absprache mit der Bauleitung auf eigene Kosten und Verantwortung abgeholt werden. Allfällige Mehrkosten für den Abbau und die Bereitstellung des Materials sind vom Interessenten zu übernehmen. Aeugst am Albis, 28. Oktober 2016

Baukommission Dorfstrasse 37

Tel. 044 700 02 02

8906 Bonstetten


Bezirk Affoltern

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Den Gordischen Knoten durchschlagen Der Ämtler Zivilschutz plant für Mai 2017 eine dreitägige Verbundübung mit diversen Partnern Die Delegiertenversammlung des Sicherheitszweckverbands Albis bot vergangenen Mittwoch wenig Diskussionsstoff. Ein Höhepunkt im Zivilschutzjahr 2017 wird die dreitägige Übung «Gordius» sein. ................................................... von thomas stöckli Sie wird es in sich haben, die dreitägige Übung «Gordius» – benannt nach dem scheinbar unentwirrbaren Knoten, den Alexander der Grosse der Legende nach mit seinem Schwert durchschlagen haben soll. Mit diversen Partnerorganisationen will die Zivilschutzorganisation (ZSO) Albis insbesondere die Koordination und die Schnittstellen 1:1 trainieren. So werden für die drei Tage vom 9. bis 11. Mai verschiedene Szenarien vorbereitet, die jeweils zwei oder mehr Organisationen gemeinsam bewältigen sollen. Zu möglichst vielen dieser Übung wird auch die Bevölkerung eingeladen sein, verspricht Fredi Haab, Kommandant der ZSO Albis.

Nebst acht Feuerwehren sind an «Gordius» die Kantons- und die Kommunalpolizei beteiligt, dazu Rettungsdienst und Samariter, das Landesmuseum-Sammlungszentrum und das Haus zum Seewadel in Affoltern, das Bergwerk Riedhof, Aeugstertal, sowie die Primarschule Wettswil und die Sek. Hausen. Weiter mischt die Regionale Führungsorganisation (RFO) Albis mit und die ZSO Albis darf auf die Unterstützung durch die ZSO Oberfreiamt und die Kata NoHi aus dem Aargau zählen. Dieses Jahr haben sich die Ämtler Zivilschützer im Wallis verdient gemacht. Den dreiwöchigen VerlegungsWK habe seine Führungs-Crew mit Bravour gemeistert, so Fredi Haab. Das belegten auch die guten Feedbacks aus dem Umfeld der FurkaDampfbahn.

RFO Albis auf Kurs Die Bewährungsprobe bestanden hat auch die RFO Albis: «Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die geleistet wurde», so RFO-Chef Primus Kaiser zur

Erdbeben-Übung «Tellus» vom 24. August. Optimierungspotenzial hat er in der Stabsarbeit geortet. Dort gilt es, die Aufgaben besser zu verteilen. Weiter hat er den Bedarf für fixe Termine zum Austausch während eines Einsatzes erkannt und auch die Bevölkerung soll umfänglich, schnell und kontinuierlich informiert werden. «Wir sind überzeugt, dass es funktionieren würde im Ernstfall», sprach Ruedi Fornaro, Präsident der Sicherheitskommission (Siko) der RFO das Vertrauen aus, auch wenn er natürlich hoffe, dass dieser Ernstfall nie eintrete. Den Voranschlag für 2017 hatten die 13 anwesenden Delegierten der 14 Verbandsgemeinden zuvor einstimmig genehmigt. Der Aufwandüberschuss zu Lasten der Gemeinden ist zwar im Voranschlag 2017 mit 791 000 Franken um knapp 107 000 Franken höher als in der Rechnung 2015 (+ 16 %). Im Vergleich zum Voranschlag 2016 sind es allerdings nur fünf Prozent mehr und künftig soll die jährliche Zunahme sogar unter drei Prozent sinken, so der Siko-Finanzverantwortliche Daniel Schneider.

Ämtler Zivilschützer im Einsatz. (Archivbild) Rege diskutiert wurde die nach vier Jahren wieder anstehende Erneuerung der IT-Infrastruktur. Basierend auf Erfahrungswerten vom letzten Mal hat die Siko dafür 55 000 Franken budgetiert. Verschiedene Delegierte sprachen sich dafür aus, erst Alternativen

zu prüfen – denkbar wäre etwa ein Outsourcen gewisser Serverleistungen – und Offerten einzuholen. «Wir werden eine Auslegeordnung machen und im Mai einen entsprechenden Vorschlag bringen», versprach Daniel Schneider im Namen der Siko.

Neuer Leiter Abteilung Bevölkerungsdienste Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Per 1. Februar 2017 wird als Leiter Abteilung Bevölkerungsdienste, Stv. Gemeindeschreiber und Leiter der Bereiche Sicherheit und Gesundheit sowie Liegenschaften Herr Christof Wicky aus Baar ZG angestellt. Christof Wicky hat mehrere Jahre Berufserfahrung in öffentlichen Verwaltungen, zuletzt als Gemeindeschreiber einer Zuger Gemeinde. Im Zuge der Reorganisation und im Zusammenhang mit diversen Pensionierungen per Ende Jahr wurden die Aufgaben innerhalb der Gemeindeverwaltung neu zugeordnet. Der Gemeinderat und das Gemeindepersonal heissen den neuen Mitarbeiter bereits heute herzlich

willkommen und wünschen ihm viel Freude an seiner neuen Tätigkeit für Bonstetten.

Baubewilligungen Folgende Baubewilligungen im ordentlichen Verfahren wurden erteilt: Thomas Leimgruber, Im Wolfen 38, 8906 Bonstetten: Baugesuch Nr. 20160028, Vergrösserung des Fahrzeugabstellplatzes auf Grundstück Kat.-Nr. 2753, Im Wolfen 38, Bonstetten.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... – die Gebühren und Tarife für die Abwasserentsorgung, die Trinkwasser-

versorgung, das Abfallwesen und das Kabelnetz sowie die Hundesteuer und SBB-Tageskarte Gemeinde für das Jahr 2017 und die Folgejahre festgelegt. Eine entsprechende Publikation erfolgt im Anzeiger. Die Gebühren bleiben bis auf Widerruf oder neue Beschlüsse bestehen; – eine Wegleitung zur Verordnung über das Friedhof- und Bestattungswesen per 1. November 2016 genehmigt. In der Wegleitung werden gewisse Abläufe definiert und Begriffe detaillierter erklärt. Gerne können Interessierte die Wegleitung über die Gemeindewebseite www.bonstetten.ch herunterladen oder beim Bestattungsamt beziehen;

– Armin Zürcher aus Wettingen das Patent zur Führung einer Gastwirtschaft erteilt. Armin Zürcher übernimmt die Apéro-Bar «Schluck» an der Stationstrasse 5, Bonstetten; – die Tiefbauarbeiten für die Sanierung der Mischwasserleitung, Trinkwasserleitung und der Strasse Ligusterweg im offenen Submissionsverfahren vergeben; – die Sanitärarbeiten für die Sanierung der Trinkwasserleitung Ligusterweg und Friedmattstrasse im Einladungsverfahren vergeben; – die Bauabrechnung über die Sanierung der Randstein- und Trottoirbereiche Im Heumoos mit Minderkosten genehmigt. (dn.)

24 Wohneinheiten und ein Siedlungslokal Grundsteinlegung der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Bahoge in Obfelden Am Montagmorgen, 24. Oktober, wurde in kleinem Rahmen der Grundstein für die Überbauung Rebhaldenstrasse in Obfelden gelegt. Anfang Oktober haben die Arbeiten am aktuellen Neubauprojekt der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Bahoge begonnen. Es handelt

sich dabei um eine Wohnüberbauung mit zwei Mehrfamilienhäusern an der Rebhaldenstrasse in Obfelden mit insgesamt 24 Wohneinheiten sowie einem Siedlungslokal zur gemeinschaftlichen Nutzung. Die Überbauung besteht aus zwei ähnlichen, aber nicht identischen Baukörpern, die mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss ausgelegt sind. Die Untergeschosse kommen

hangseits vollständig unter Terrain zu liegen und werden talseits freigelegt und zu Wohn- und Aufenthaltszwecken ausgebaut. Weiter beinhalten die Untergeschosse Keller- und Technikräume sowie bei einem Haus die Tiefgarage mit 27 Parkplätzen. Alle Wohnungen verfügen über mindestens einen grossen Balkon respektive Terrasse oder Gartensitzplatz.

Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Franz Cahannes (re.), Präsident Bahoge Wohnbaugenossenschaft, bereitet die Dokumente für die Zeitkapsel vor.

Mit vereinten Kräften wird die Zeitkapsel versenkt. (Bilder zvg.)

Bei der Grundsteinlegung wurde eine metallene Zeitkapsel mit dem letzten Bahoge-Jahresbericht, den Plänen zum Projekt und einer aktuellen Ausgabe einer Tageszeitung in die Magerbetonsohle eingelegt. Später soll eine Inschrift auf den Standpunkt hinweisen. (pd.)

Infos unter www.bahoge.ch.


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Bezirk Affoltern

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt in der Turnhalle der Primarschule Rifferswil hören sich die konkreten Vorschläge der Arbeitsgruppe Schule und Jugend an. (Bilder Salomon Schneider)

Für eine vielfältige Gemeinde In der Zukunftswerkstatt in Rifferswil vom vergangenen Samstag entwickelten Einwohner und Behörden Ideen 73 Rifferswiler erarbeiteten an der Zukunftswerkstatt konkrete Lösungen für die Zukunft. Die von konstruktiven Dialogen geprägte Zukunftswerkstatt war für die Bevölkerung und die Behörden ein voller Erfolg.

könnte. «Anstelle einer Fusion wären auch nähere Zusammenarbeiten mit anderen Gemeinden möglich. Grundsätzlich braucht es keine Gemeindeämter in der Gemeinde. Wenn die Arbeit auswärts gegeben würde, könnte eine neue Art Gemeinde entstehen. Die Gemeinden im Oberamt hätten weiterhin einen Gemeinderat, die Entscheidungen würden also im Dorf bleiben, die Verwaltung könnte jedoch zusammengelegt werden. Eine andere Gruppe setzte sich mit Fusion und Übernahme auseinander. «Das Thema Fusion scheint nicht mehr so fern wie noch vor ein paar Jahren. Wir würden uns jedoch eher eine Fusion gleichberechtigter Partner wünschen, anstelle einer Übernahme und Integration in eine grössere Gemeinde», erläuterte der Sprecher der Arbeitsgruppe.

................................................... von salomon schneider Zu Beginn der Rifferswiler Zukunftswerkstatt, in der Turnhalle der Primarschule Rifferswil, erläuterte Martin Lauper, der Gemeindepräsident der fusionierten Gemeinde Glarus Nord, was es bei Gemeindeveränderungen unbedingt zu beachten gilt. Er zeigte Chancen und Gefahren von politischen Veränderungen auf, warnte davor, grosse Veränderungen überstürzt anzugehen und zog eine positive Zwischenbilanz über die Gemeindefusionen im Kanton Glarus. Im Anschluss informierte «Zukunft Rifferswil», eine vom Gemeinderat eingesetzte Kommission über die bisherigen Gedanken zu Rifferswil in 15 Jahren. Sie präsentierten ihre Gedanken und die Teilnehmenden konnten mit weiteren Gedanken ergänzen. Anschliessend wurde, an sechs Tischen, in wechselnden Gruppen eine Gesamtbetrachtung des Dorfes durchgeführt. Es kristallisierten sich dabei Jugend und Schule, neue Gemeindeorganisation sowie Dorfleben und Kultur als zentrale Themen für die Werkstatt heraus.

Diskussion und Dialog standen im Zentrum der Rifferswiler Zukunftswerkstatt. Dorfleben und Kultur Der Wunsch, das lebendige Dorf, in dem man sich grüsst und sich gemeinsam engagiert, zu erhalten, stiess allerseits auf viel Zustimmung. Die Arbeitsgruppe Dorfleben und Kultur erarbeitete aber auch konkrete Wünsche, wie dies bewerkstelligt werden soll. «Damit das Dorfleben nachhaltig gefördert werden kann, wünschen wir uns die Gründung einer Kulturkommission. Damit könnte beispielsweise ein Dorfmarkt aufgebaut werden, der vielleicht sogar interkommunal

Menschen nach Rifferswil locken könnte», teilte die Sprecherin der Arbeitsgruppe dem Plenum mit und ergänzte: «Als zweiten Schwerpunkt haben wir Kommunikation ausgemacht. Sowohl über politische Geschäfte als auch über das Dorfleben soll mehr als bisher im Dorfblatt und an den Gemeindeversammlungen informiert werden. Dadurch wird der Wille zur Partizipation angeregt. Gerade Neuzuzüger sollen jedoch auch aktiv und persönlich abgeholt werden.» Der Erhalt des Volg-Ladens wurde als zentraler Grundstein für den Be-

Schule und Jugend gegnungsort Dorfzentrum festgelegt. «Pro Monat müssten pro Einwohner etwa 50 Franken dort ausgegeben werden, um ihn langfristig zu erhalten», meinte die Sprecherin. Zudem stellte sie ein Modell von zwei Stunden gemeinnütziger Arbeit für alle Erwachsenen Einwohner vor, damit Macher auch auf Helfer zählen könnten.

Gemeindeorganisation Die Gruppe Gemeindeorganisation setzte sich damit auseinander, wie die Gemeinde in Zukunft organisiert sein

Die Arbeitsgruppe Schule wollte die Schule als Bildungsstätte stärken: «Wir wollen das Angebot qualitativ weiter verbessern und offen sein für neue Konzepte. Wir wollen eine zukunftsgerichtete Schule sein. Auch mehr und bessere Angebote im Jugendraum sollen ermöglicht werden.» Eine Besucherin fragte, ob Sparen bei der Schule kein Thema mehr sei? «Es gibt sicher punktuell Optimierungspotenzial. Im Grossen und Ganzen soll aber nicht der Sparhammer kreisen», meinte der Sprecher der Arbeitsgruppe entschieden.

Vor einem grossen Wachstumsschub in Hausen Der Tag der offenen Türe in der Überbauung Törlenmatt zog viele Interessierte an Knapp ein Jahr vor Bezug der Überbauung in der Törlenmatt in Hausen luden Weisbrod Zürrer AG und die Baugenossenschaft Silu zur Besichtigung ein. Sind alle 93 Mietwohnungen belegt, so ergibt das mehr als 200 neue Einwohnerinnen und Einwohner. Auslöser dieser Überbauung war die Wohnbaugenossenschaft Silu, die gemeinsam mit der Gemeinde zu einem Architekturwettbewerb aufrief. Das im Jahr 2010 gekürte Siegerprojekt ist das Werk der Niedermann Sigg Schwendener Architekten AG, das nach den Worten der Jury «auf der ganzen Linie überzeugt» – und sich in die bestehende Dorfstruktur optimal einfügt. Auf dem 15 000 Quadratmeter grossen Areal entstehen je fünf dreistöckige Gebäude der Silu und der Weisbrod Zürrer AG. Sie enthalten insgesamt 93 Wohnungen in «verschärftem» Minergiestandard; bei Weisbrod im westlichen Teil der Überbauung sind es grössere Einheiten mit Viereinhalb- und Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen. Drei dieser Wohnungen konnten am Samstag «inspiziert» werden; die Silu, die ihre fünf Einheiten mit Genossenschaftswohnungen im östlichen Teil baut, lud ihrerseits zu einer

sogenannten Rohbau-Besichtigung ein. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Wohnungen von Silu und Weisbrod durch den Innenausbau, wie Edi Waldesbühl, Mitglied der Baukommission und Verwaltungsrat von Weisbrod, anlässlich eines Rundgangs erläuterte. So lässt die Firma beispielsweise Eichenholz-Parkett, Hebeschiebefenster und Lattenroste sowie Faltläden auf Balkonen einbauen. Bei Silu sind es Anhydrit, Norm-Balkontüren und Betonplatten auf den Balkonen. Während Silu pro Einheit eine Waschküche einbaut, werden die Wohnungen von Weisbrod mit Waschmaschinen bestückt. Neben den 49 Genossenschaftswohnungen der Silu und der 42 Wohnungen von Weisbrod realisiert das Textilunternehmen an der Albisstrasse 3 zwei weitere Mietwohnungen sowie Gewerberäume, ein Café mit Bäckerei, das vom Hedinger Bäcker Pfyl betrieben wird. Somit wird auch eine zusätzliche Erschliessung der Siedlung über die Albisstrasse möglich. Öffentlichen Charakter hat auch Haus 1 der Silu, das der Albisstrasse am nächsten ist. Dort wird im Erdgeschoss die Spitex ihren Platz finden. Dieses Haus 1 wird als Kopfbau der Überbauung bezeichnet, der diese an den Dorfkern anbindet. Mit der Sanierung des Postplatzes, über welche

Edi Waldesbühl, Mitglied der Baukommission und Verwaltungsrat bei Weisbrod, zeigt das Erdgeschoss einer Wohnung. Viele Interessierte kamen am Samstag zum Tag der offenen Tür. (Bild Werner Schneiter) die Gemeindeversammlung am 29. November befindet, soll die Situation verkehrstechnisch abgerundet werden. Neu in Hausen ist der Umstand, dass die Überbauung mit UnterflurContainern versehen wird, womit Kehrichtkübel verschwinden. Auf dem Areal werden 140 Tiefgaragenplätze realisiert; es ist autofrei. Die Zufahrt von Feuerwehr, Notarzt oder Zügelwagen ist aber gewährleistet.

Reaktionen überwiegend positiv Die Reaktionen auf die Resultate der Architekten bezeichnet Edi Waldesbühl als «überwiegend positiv». Kritik werde kaum geäussert, höchstens an der Dichte der Überbauung, die aber gesetzlich in dieser Weise vorgegeben sei. Die Grundrisse der Wohnungen würden als grosszügig empfunden, so Waldesbühl. Dazu heisst es in einem Beschrieb der Situation unter ande-

rem: «Durch die im Grundriss versetzte und abgedrehte Anordnung der Baukörper wechselt die Wahrnehmung zwischen räumlich dichten und weiten Situationen – und nimmt dadurch auf einfache, direkte Weise Stellung zum dörflichen Gefüge.» – Die Silu hat bisher rund zwei Drittel ihrer Wohnungen vermietet, Weisbrod etwa die Hälfte. (-ter.) Weitere Informationen unter www.toerlenmatt.ch.


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Dienstag, 1. November 2016

Milizfeuerwehr für drei Gemeinden Hauptübung und Feuerwehrfest zum 20-Jahre-Jubiläum der Feuerwehr Unteramt Die Feuerwehr Unteramt feierte am letzten Samstag anlässlich der Hauptübung 2016 auch ihr 20-jähriges Bestehen. Geübt wurde bei der Aumüli, gefeiert im Depot Stallikon. Sowohl am fiktiven Schadenplatz als auch beim abendlichen Fest war viel regionale Prominenz anzutreffen. ................................................... von martin mullis Der Verband «Feuerwehr Unteramt» wurde im Jahr 1996 gegründet und die Bündelung der drei Feuerwehren Bonstetten, Stallikon, Wettswil zeigt sich nach den vergangenen 20 Jahren als kluge Entscheidung. Die Anforderungen an die Blaulichtorganisationen wuchsen stetig und die regionale Zusammenarbeit hilft sowohl bei der Bewältigung der Aufgaben der Milizfeuerwehren als auch bei Erfüllung der Vorgaben der Gebäudeversicherung. Dass die Feuerwehr Unteramt für den Ernstfall gerüstet ist, bewies sie an der Hauptübung 2016 am letzten Samstag. Vermutlich um den festlichen Hintergrund zum 20-Jahre-Jubiläum zu unterstreichen, wurde als Übungsort der geschichtsträchtige Weiler Aumüli ausgewählt. Die traditionelle Hauptübung soll der Bevölkerung einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr ermöglichen. Die Übungsanlage im malerischen

Einsatz unter dem Regenbogen. Vorne: Die Feuerwehrvorstände Priska Metzger (Stallikon) und Patrick Vogel (Bonstetten). (Bilder Martin Mullis) Weiler mit den alten und historischen Häusern war denn auch für den Einsatzleiter, Leutnant Sven Seeger, entsprechend anspruchsvoll. Er hatte sich mit zwei Schadenplätzen zu befassen. Beim Abzweiger von der Reppischtalstrasse zur Aumüli kollidierten zwei Personenwagen. Dabei wurde ein Kind auf dem Velo verletzt sowie ein PWLenker im Auto eingeklemmt.

Historische Gebäude mit grosser Brandlast Aufgrund dieses Vorfalles achtete eine Person in der Aumüli-Werkstatt nicht auf ein offenes Feuer, worauf es zu einem Werkstattbrand mit einem Stromschlag kam. Auch die Tierret-

tung musste einige kleine Schafe unter vielen «Jööhs» der staunenden Kinder, aus dem Rauch befreien. Die unter Heimatschutz stehenden Gebäude mit grosser Brandlast verlangten bei den Löschaktionen eine ganz besondere Vorgehensweise. Die Feuerwehr Unteramt setzte mehr als zehn Einsatzfahrzeuge ein und arbeitete ruhig und zur vollsten Zufriedenheit der anwesenden Spezialisten. Unter den zahlreichen Zuschauern waren ebenfalls Statthalter Claude Schmidt, die Gemeindepräsidenten Werner Michel, Stallikon, Bruno Steineman, Bonstetten, und die in den drei Gemeinden zuständigen Sicherheitsvorstände Priska Metzger, Patrick Vogel und Michael Keller anzutreffen.

Spezialisten gefragt: Ein Personenwagen landete in der Reppisch, der Lenker musste herausgeschnitten werden.

Der Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Affoltern, Marcel Büchner, sowie die Feuerwehrkommandantin von Hausen, Gabi Blickenstorfer, verfolgten das Geschehen ebenfalls mit fachmännischen Blicken.

Für alle Einsatzkräfte als Dank ein Paar Feuerwehrstiefel Nach dem erfolgreichen Abschluss der Hauptübung wurde das Jubiläum im Depot Stallikon gebührend gefeiert. Selbstverständlich durften dabei die Gratulationsreden nicht fehlen. So bezeichnete der Kommandant der Feuerwehr Unteramt, Mathias Baumann, die damalige Zusammenlegung der drei Feuerwehren als eigentliche Pio-

nierleistung. Gemeinderätin Priska Metzger pflichtete ihm bei und hielt fest, dass sich die politischen Kreise mit der Idee der Zusammenlegung anfangs nur sehr schwer anfreunden mochten. Eine erwähnenswerte Besonderheit sei auch die Tatsache, dass in den vergangenen 20 Jahren erst vier Kommandanten der Feuerwehr Unteramt vorstanden, erzählte sie. Sicherheitsvorsteher Michael Keller aus Wettswil erwähnte in seiner Gratulationsrede den hohen Frauenanteil im Team der Blaulichtorganisation Unteramt. Sozusagen als Geburtstagsgeschenk erhielten sämtliche aktiven Angehörigen der Feuerwehr ein Paar währschafte und wertvolle lederne Feuerwehrstiefel.

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Dienstag, 1. November 2016

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kommentar

Ämtler Landwirte auf Schmusekurs mit den Grünen

von martin mullis

Viel Sympathie der SVP-Bauern für die Kulturlandinitiative

W

Zwar konnten sich die Grünen und die Bauern bei der Umsetzung der Kulturlandinitiative auf keine gemeinsame Kampagne einigen. Der gleichen Meinung sind sie jedoch allemal. Auch im Säuliamt werden die Landwirte zum Ärger der SVP grossmehrheitlich ein Ja in die Urne legen.

enn massgebende Personen von bürgerlichen Parteien entgegen den offiziellen Parolen die Auffassung der SP und der Grünen teilen, darf dies sicher als kleines Wunder bezeichnet werden. Und wenn so etwas ohne gehässige oder gar verunglimpfende Behauptungen geschieht, so darf dies sogar als Phänomen angeführt werden.

................................................... von martin mullis Die Grüne Partei lancierte die Kulturlandinitiative im Jahre 2010. Doch den grünen Forderungen weht ein herber Wind entgegen. Der Regierungs- und der Kantonsrat, sowie die grossen politischen Parteien, die SVP, FDP, CVP, EVP und die BDP lehnen die Initiative ab. Sie sind einhellig der Meinung, dass die Forderungen längst erfüllt sind und sprechen von einer Radikalisierung des Planungs- und Baugesetzes. Die Grünen, SP, GP, EDU, AL und CSP, verlangen explizit die Umsetzung der Kulturlandinitiative. Die Forderungen der Initiative dürfen teilweise als bereits erfüllt betrachtet werden, meinen die Gegner. Einige der Begehren sind, zumindest für die Initianten, jedoch noch längst nicht umgesetzt. So ist der Umgang mit dem wertvollen Humus, welcher bei vielen Baustellen anfällt, ein zentrales Anliegen der Abstimmungsvorlage. Das hochwertige Bodenmaterial der ersten HumusSchicht sowie der darunterliegenden zweiten Schicht soll nicht deponiert, sondern zur Schaffung von zusätzlichem oder Aufwertung von bestehendem Ackerland verwendet werden.

Zustimmung der Landwirte entgegen der Parteiparole Wer jedoch genauer hinschaut, stellt erstaunliche Abweichungen der offiziellen Parolen der Parteien und Organi-

Aufwertung eines Grundstückes von Bauer Peter Weiss aus Bonstetten: 70 bis 80 Zentimeter Rotkreide und 25 bis 30 Zentimeter Humus darüber. (Bild Martin Mullis) sationen fest. So fahren auch im Säuliamt namhafte Vertreter der SVP mindestens inoffiziell ein Sonderzüglein. Sie messen dem Stopp der Zersiedelung und den Erhalt von gutem Landwirtschaftsboden grosse ökologische Bedeutung zu und missachten darum die offiziellen Parteiparolen. Allein der Zürcher Bauernverband beschloss eine Parolen-Freigabe, glaubt aber, dass eine Mehrheit seiner Mitglieder ein Ja in die Urne legen wird. Auch Martin Haab, Kantonsrat der SVP und Landwirt in Mettmenstetten, möchte keine formelle Stellungnahme abgeben. Aus seinem ganz persönlichen Standpunkt macht er jedoch keinen Hehl und zeigt für die Zustimmung der Initiative grosse Sympathie. Ebenfalls ein Befürworter der Initiative ist Peter Weiss, ein SVP-naher Bauer aus Bonstetten. Auf einer von ihm

bewirtschafteten und über sechs Hektaren grossen Fläche arbeitet ein Bagger und der junge Bauer kann anhand eines beeindruckenden Beispiels zeigen, was bei einer Annahme der Initiative vermehrt und erleichtert zustande kommen könnte: Die bis anhin mit lediglich einer dünnen Humusschicht bedeckte Wiese wird gegenwärtig mit einer 70 bis 80 Zentimeter dicken Unterschicht aus sogenannter Rotkreide und einer 25 bis 30 Zentimeter dicken Humusschicht zu einer hochwertigen Fruchtfolgefläche aufgewertet.

Die Kulturlandinitiative verhindert das Bauen nicht Weitere Stimmen aus dem bäuerlichen Umfeld im Säuliamt betonen, dass mit der Annahme der Initiative das Bauen nicht verhindert werde. Ein

weiteres Pro-Argument ist die Tatsache, dass noch viele Flächen für die Aufwertung von fruchtbarem Kulturland vorhanden wären. Über die Verweigerung der Parteiparole seiner bäuerlichen Mitstreiter lacht Hans Finsler, Präsident der SVPBezirk Affoltern, lediglich. Sein Ärger halte sich in Grenzen, hält er fest. Es sei nie zu vermeiden, dass sich der Mittelstand und das Gewerbe in politischen Standpunkten in die Quere kämen – und auch er neig persönlich zu einer Ja-Stimme. Immerhin sei der Verbrauch an produktiv nutzbarem Land gerade auch in unserem Bezirk auf längere Sicht hin beängstigend, hält er dezidiert fest. Allerdings seien auch viele Anliegen der Initiative zurzeit bereits gelebte Praxis, meint der Rechtsanwalt und Gemeinderat aus dem Bezirkshauptort.

Sondermüll auf der Kuhweide entsorgt Littering in Rossau: Die Täterschaft hinterliess Kassenzettel mit Cumulus-Nummer Den Umzugs-Müll auf einer Weide in Rossau abgeladen, statt fachgerecht zu entsorgen. Das wird für den Verursacher wahrscheinlich teuer. Er war nämlich so unvorsichtig, einen Kassenzettel mit seiner Cumulus-Nummer zu hinterlassen.

Zwischen den beiden politischen Polen der Grünen und der SVP liegt wohl das gesamte übrige Politspektrum. Ein grösserer Meinungsgraben dürfte zumindest in der schweizerischen Politik nicht mehr zu finden sein. Umso bemerkenswerter muss die Haltung der vorwiegend bäuerlichen Protagonisten bei der bevorstehenden Abstimmung gewertet werden, wenn sie uneingeschränkt die Parole der eigenen Partei missachten und ihre persönlichen Erfahrungen miteinbeziehen. Fern jedes Fundamentalismus springen sie der Sache zuliebe über den eigenen Politschatten. Sie verzichten sowohl auf Plattitüden wie auf Halbwahrheiten und stehen ehrlich zu ihrer Meinung, unabhängig der Vorgaben ihrer politischen Vordenker. Genau diese Haltung würde den meist festgefahrenen Politbetrieb in den Parlamenten und Kommissionen vorwärtsbringen. Wer zuhören kann und dem vermeintlichen «Feind» auch einmal zuzustimmen vermag, zeigt nicht nur Grösse, sondern hilft entscheidend mit, unsere Lebensqualität zu verbessern. In diesem Sinne also an alle Politiker aller Parteien: Bitte mehr gesunden geistigen Politsport treiben und öfters über den eigenen Schatten springen!

Schwer verletzte Frau nach Kutschen-Unfall

................................................... von thomas stöckli Farbkübel, und Putzmittel, Fitnessgeräte und ganze Möbel – das haben Unbekannte in der Nacht auf vergangenen Freitag auf einer eingezäunten Kuhweide in Rossau abgeladen. Einige der Behälter enthielten noch Reste von Flüssigkeiten, die als Sondermüll zu entsorgen wären. Christina und Jürg Meili sind entsetzt über die Rücksichtslosigkeit und den Egoismus, mit denen anscheinend jemand seinen Umzugs-Müll auf ihrem Land entsorgt hat. Zumindest dürften die Verursacher zu eruieren sein: An einer Flasche Javelwasser hing nämlich noch der Kassenzettel von der Migros Schwamendingen – darauf vermerkt die Cumulus-Nummer des Käufers. In solchem Ausmass wurde an dieser Stelle zwar noch nie Müll entsorgt,

Sportlich über den eigenen Schatten springen

Was nach dem Umzug nicht mehr benötigt wird ... Hier weiden sonst Kühe. (Bild Thomas Stöckli) doch insbesondere an den Wochenenden, wenn viele Velofahrer unterwegs sind, landet hie und da etwas im Gras. Und auch aus vorbeifahrenden Autos wird fleissig entsorgt, manchmal gan-

ze Säcke. Dabei können schon einzelne Flaschen oder Getränkedosen grossen Schaden anrichten. Wenn das Gras gemäht und geschreddert wird, entstehen scharfkantige Scherben, die zu in-

neren Verletzungen der Tiere führen können. «Besonders gefährlich sind Aludosen», warnt Jürg Meili. Diese können zu rasiermesserscharfen Splittern werden.

Eine 59-jährige Frau verletzte sich schwer, nachdem ein Pferdekutschengespann ausser Kontrolle geraten war. Ein Rettungshelikopter flog die Verletzte ins Spital. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau erhielt am Freitag, 28. Oktober, kurz nach 18 Uhr die Meldung über einen Unfall eines Kutschengespanns. Gemäss ersten Ermittlungen der Kantonspolizei verunfallte eine 59-jährige Zürcherin, die mit einem Pferdekutschengespann im Waldgebiet in Jonen (unweit der Kantonsgrenze zum Kanton Zürich) unterwegs war. Das Gefährt dürfte aus noch nicht geklärten Gründen ausser Kontrolle geraten sein. Die Frau wurde von der Kutsche geschleudert und dabei schwer verletzt. Jogger konnten dann der Notruf an die Zentrale von Schutz und Rettung in Zürich absetzen. (kapo AG)


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Dienstag, 1. November 2016

Erinnerungen eines Korrespondenten Casper Selg referierte an der «Volkshochschule im Knonauer Amt» Das Wintersemester mit Referaten an der «Volkshochschule im Knonauer Amt» begann am vergangenen Mittwoch, 26. Oktober. Casper Selg, ehemaliger USAKorrespondent und langjähriger «Echo der Zeit»-Mann erzählte. ................................................... von andrea bolliger «18 Uhr, Radio DRS, Echo der Zeit, am Mikrofon Casper Selg.» Die rund 50 Teilnehmenden dieser Vorlesung im Mehrzweckraum des Spitals Affoltern applaudierten ein erstes Mal. Der Grand Seigneur der Korrespondenten zeigte während rund anderthalb Stunden Erinnerungsfotos und erzählte Geschichten aus 36 Radio- und Fernsehjahren. Die erste Fotografie stellt gleich einen Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen her. Es zeigte einen Aufkleber auf einem amerikanischen Lastwagen. «Nobody for President in 80», war darauf zu lesen. Schon damals also hielten gewisse Kreise keinen der Kandidierenden – Carter und Reagan – für wählbar. Die nächsten beiden Bilder zeigten die damaligen technischen Hilfsmittel, die aus Tonbändern, Kassettengeräten und Festnetztelefonen mit Kabeln bestanden. Casper Selg hat nicht nur aus den USA berichtet. Zu Beginn der 80er-Jahre war er in Israel, Syrien und im Libanon. Dort habe er viel Erfahrung gesammelt, sagt er. Mitte 80er-Jahre gehörten die Konflikte in Zentral- und Südamerika zu den Themen eines USA-Korrespondenten. Es war ihm ein Anliegen, diese Länder kennenzulernen, bevor er aus Washington darüber berichten würde. Erst reiste er nach Kuba, dann nach Nicaragua, wo er bei einem Bauern in bescheidenen Verhältnissen unterkam. Ein Foto zeigt eine automatische Schusswaffe neben einem Karton mit Hühnereiern, ein anderes die bescheidene Behausung des Bauers. In Honduras liess er sich die andere Seite dieses Konfliktes zeigen.

Ein netter Kommunist 1988, als es den Warschauer Pakt noch gab, sei man in den USA von Michail Gorbatschow irritiert gewesen. George Bush brauchte ein Jahr, bis er bereit war, sich mit diesem «netten Kommunisten» zu treffen. Der Gipfel dazu fand auf Malta statt. Die ganze Journalistenmeute sei dorthin gereist und die Hotels seien dementsprechend hoffnungslos ausgebucht gewesen, anzeige

erzählt Casper Selg. Man kann sich die Bilder dazu vorstellen. Schliesslich erzählt ein Radiomoderator, dessen Aufgabe es ist, Bilder in Worte zu fassen. 1991 kam Casper Selg in die Schweiz zurück, wo er das «Echo der Zeit moderierte und als stellvertretender Chef der Abteilung Information beim Schweizer Radio Sendungen koordinierte.

Das Ende der 25-Cent-Münzen in der Hosentasche Mit der Digitalisierung erfuhr das Radiomachen 1995 eine grosse technische Veränderung. Die analogen Bänder seien weiterhin bespielt worden für den Fall, dass die digitale Technik abstürze – was auch immer wieder vorkam. Agenturmeldungen, die bis dahin unter unzähligen, an Wände geklebten Telex-Ausdrucken ausgesucht werden mussten, konnten jetzt zeitsparend am Bildschirm nach Stichworten abgerufen werden. Das sei ein Riesenwandel gewesen. Zurück in den USA, wurde er zwar wieder mit einem analogen Tonband ausgestattet, aber immerhin standen ihm nun auch ein Laptop und ein Mobiltelefon zur Verfügung. Das war auch das Ende der 25-Cent-Münzen, die er immer in der Hosentasche mit dabei hatte – fürs Telefonieren aus der Kabine. Näher als während Bill Clintons zweiter Amtszeit, sei man nie an einer Nahostlösung gewesen, erinnert sich Casper Selg. Dieser habe hart dafür gearbeitet. Doch ihm war es stets ein Anliegen, nicht nur über Washingtoner Themen zu berichten, sondern auch zum Beispiel über die Entsorgung von Atommüll. Ein Thema, das in den USA kaum jemanden interessiert habe. Am 11. September 2001 arbeitete Casper Selg wieder in der Schweiz. Trotzdem hat er über die Terroranschläge in New York berichtet, als wäre er vor Ort. Der zuständige USA-Korrespondent sei just an diesem Tag beim Zahnarzt gewesen. Er sei auch auf dem Mobiltelefon längere Zeit nicht zu erreichen gewesen. Bei der ersten Maschine habe er noch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um ein Unglück handle und eine Maschine von der Flugschneise über dem Hudson River abgekommen sei. Als jedoch das zweite Flugzeug in den Wolkenkratzer prallte, sei ihm sofort klar gewesen: «Das wird die Welt verändern.» Jede halbe Stunde habe er über die neuesten Ereignisse berichtet. Auch als der Korrespondent in den USA erreicht worden war und dieser seinen Beitrag fertiggestellt hat-

te, konnte Selg sich nicht zurücklehnen, denn die Telefonleitungen waren inzwischen zusammengebrochen und der Beitrag war nicht im Studio angekommen. Ab 2010 war Casper Selg im Schweizer Radio und Fernsehen die Stimme aus Berlin. Binationale Themen wie die Anflüge über deutsches Gebiet auf den Flughafen Zürich hat er ebenso aufgegriffen wie deutsche. Etwa jenes, als sich im Thüringer Wald «Grüne» gegen den Bau von Hochspannungs-Stromleitungen gewehrt haben. Diese wird gebaut, um die Stromversorgung nach Abschaltung der Atomkraftwerke zu sichern, indem sie Strom aus erneuerbaren Energien von Nord- nach Süddeutschland bringen soll. Auch in Deutschland war es ihm wichtig, unterwegs zu sein und mit den Beteiligten zu sprechen. Dies gebe ein anderes Bild als nur aus den Zeitungen abzuschreiben, sagt Casper Selg.

Korrespondenten sind zu teuer Das «Nagra», ein sechseinhalb Kilogramm schweres Tonbandgerät und eine Hermes-Schreibmaschine waren in den Anfängen seine Arbeitsgeräte. «Radiomachen war ein Handwerk», sagt Selg. Tonband und Schreibmaschine mussten natürlich mit auf Reisen. Auch wenn es bei seiner Körpergrösse unbequem gewesen sein musste: Er sei nur in der «Holzklasse» gereist und habe in Zweisterne-Hotels logiert. Den ersten Computer habe er sich gegen den Willen der SRG gekauft. Das Equipment der Korrespondenten ist deutlich leichter und weniger geworden. Ein Laptop und ein Mikrofon für Aufnahmen nimmt Casper Selg heute noch mit. Mit diesen Möglichkeiten sei der Beruf kreativer geworden. Allerdings hätte ein Journalist früher wesentlich mehr Zeit gehabt, sich zu überlegen, worüber und was er schreiben wollte. Heute würden die Berichte kurz nach den Ereignissen online gestellt und bei Bedarf aufdatiert. In solchen Portalen arbeiten keine Fachjournalisten mehr, sondern Generalisten. Casper Selg bedauert, dass die Auslandredaktionen abgeschafft wurden. «Für den Markt sind Korrespondenten schlicht nicht mehr finanzierbar», sagt er. Während Inserate in Printmedien rückläufig sind, bringen Klicks auf Onlineportalen Geld. Diese sagen aber nichts über die Qualität eines Artikels aus oder ob dieser überhaupt gelesen wurde. Oft würden Titel dazu verleiten, einen Beitrag zu öffnen. «Das sind die Kehrsei-

Casper Selg erzählte im Säuliamt von der weiten Welt. (Bild Andrea Bolliger) ten», so Casper Selg. Ihn ärgert es, wenn es heisst, die SRF wende da zu viel Geld auf. Dabei produziere ein Korrespondent pro Tag einen bis drei Beiträge. Dazu gehört, dass er die Themen aufbereitet, Reisen plant und organisiert, Abrechnungen erstellt und Konten führt. Das alles erledigte eine Person. Wenn die No-Billag-Initiative angenommen würde, ist sich Casper Selg sicher, könnte das Schweizer Radio und Fernsehen. den Standard der heutigen Berichterstattung nicht mehr anbieten.

Wer wird Präsident der USA? Die Zuschauer liessen sich nicht lange bitten Fragen an den Referenten zu stellen: Warum er immer wieder selbst als Korrespondent hinaus an die Front gehe? Die Chef-Rolle habe ihm nicht am besten gefallen, so Casper Selgs Antwort. Er habe sich als Korrespondent wohler gefühlt. Zudem sei sein Motto stets gewesen: «Was der

Chef predigt, muss er auch können.» Die letzte Frage lautete – man ahnt es – wer in Amerika künftig regieren werde. Casper Selgs Prognose ist klar: Trumps Bild als starker Manager sei in der Bevölkerung verankert. Clinton habe einen grossen Vorsprung, den Trump nicht mehr einholen könne. Allerdings garantiere er für nichts, wenn in den letzten Wochen vor den Wahlen noch ein Anschlag passiere. Es sei ein stressiger und anstrengender Job, der viel Nerven kosten könne, sagt Casper Selg und erzählt wie ein Wahltag in den USA aus Sicht des Korrespondenten ablaufe. Er beginne morgens um 10 Uhr mit dem Einrichten des Studios. Man decke sich mit ausreichend Verpflegung ein. Rund 36 Stunden später könne man die Füsse hochlagern und schlafe dann meist sofort ein. «Im Grossen und Ganzen ist es aber ein fantastischer Job», schliesst er sein Referat. Und die Zuhörenden bedankten sich mit langem und kräftigen Applaus.


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Dienstag, 1. November 2016

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«Schauen und nie das Erstaunen vergessen» Grosses Interesse an der jurierten Ausstellung Ämtler Künstler im Kasinosaal Affoltern 68 Dossiers wurden eingereicht für die jurierte Ausstellung Ämtler Künstler. 24 Kunstschaffende hat die Jury daraus ausgewählt, die ihre Werke im Kasinosaal Affoltern zeigen durften. Das Publikum kam zahlreich und zeigte sich angetan von der Vielfalt hiesigen Kunstschaffens. ................................................... von thomas stöckli Mit einem Zitat von Friedrich Glauser hat Georges Köpfli, Präsident der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA), die jurierte Ausstellung Ämtler Künstler eröffnet: «Schauen, schauen, schauen! Und nie das Erstaunen vergessen ...» Diese Aufforderung passe wunderbar zum Anlass, so Köpfli: «Eine Kunstausstellung fordert uns heraus, uns einzulassen auf Unvorhergesehenes, auf Unerwartetes, vielleicht auf den ersten Blick Unverständliches.»

GGA-Präsident Georges Köpfli (rechts) mit einem Teil der ausstellenden Künstler auf der Bühne des Kasinosaals Affoltern. (Bilder Thomas Stöckli)

Spielraum für verschiedenste Interpretationen Schlicht überwältigend wirken die wilden Alpenlandschaften, von Patricia Högger in aufwendiger klassischer Ölmaltechnik festgehalten. Sie ziehen sofort in ihren Bann, ebenso wie die ausdrucksstarken Gesichter, die Istvan Takacs mit Kugelschreiber filigran auf Papier gezeichnet hat. Weiter waren Druckgrafiken, Fotografien und Scherenschnitte zu bestaunen und natürlich auch Dreidimensionales wie Skulpturen, Objekte aus diversen Materialien und Installationen. «Bitte berühren» hiess es im Ausstellungsbereich von Marco Müller. Er zeigte in Affoltern nicht seine StreetArt-Werke, sondern seine Schusswaffensammlung. Allesamt hat er sie selber entworfen. Als Pazifist wählte er dazu das Material Holz, teils Multiplex-Platten, teils Recyceltes wie Stuhl-

Staunen und diskutieren vor einer Alpen-Landschaft in Öl von Patricia Högger.

Drahtgeflecht-Figuren, gefangen im «Safety Cage» von Rosi Loosli.

beine und Schalelemente. Spielraum für verschiedenste Interpretationen liess die Installation «Safety Cage» von Rosi Loosli mit den beiden darin eingesperrten (oder die Welt aussperrenden?) Figuren aus Drahtgeflecht. Oder frei nach Friedrich Glauser: «Kunst muss nicht Rätsel erklären, sondern Rätsel erfinden.»

leicht plötzlich eine ganz andere, bisher unbekannte Seite offenbarten. Und schliesslich zeigte die Ausstellung auch noch, wie ehrenamtliches Engagement das kulturelle und gesellschaftliche Leben bereichern kann. Zwei Jahre lang hat sich die Kunstkommission um Silvia Marthaler ins Zeug gelegt, um den Kunstschaffen-

Eine Plattform bieten und Begegnungen ermöglichen Genauso spannend wie die Kunstwerke selber war die Begegnung mit den Ämtler Künstlern, die an ihrem kreativen Schaffen teilhaben liessen. Gesichter, die man teilweise aus dem Dorfleben kennt, Persönlichkeiten, die viel-

den die Plattform zu bieten, die sie auch verdient haben. Um dies zu würdigen, bedachte Georges Köpfli die Kommissionsmitglieder mit je einem Rosensträusschen. «Schauen und nie das Erstaunen vergessen» – daran hat sich das Publikum im Kasinosaal Affoltern auf jeden Fall gehalten.

Zwei Künstlerinnen – eine Leidenschaft Neue Ausstellung im Kunstforum Stallikon In der Bibliothek in des LoomattSchulhauses in Stallikon sind bis am 22. Dezember Bilder von Doris Nydegger und Keramik von Mireille Vetterli zu sehen. ................................................... von andrea bolliger

Das Kunstforum Stallikon holt die Kunst vor die Haustür und zeigt in der Bibliothek regelmässig Ausstellungen lokaler Künstler und Künstlerinnen. Die beiden Ausstellenden kannten sich vorher nicht. Dennoch haben sie etwas gemeinsam. Sie sind im positiven Sinn besessen von dem, was sie tun. Für Doris Nydegger ist Malen ein Muss. Ihre Bilder sind farbenfroh und zeigen Formen und Struktur. Die Künstlerin war schon als Kind hungrig nach Farben und hatte mit 20 Jahren anzeige

ihre erste Ausstellung. Sie übermalt schon einmal Bilder bis es passt. Ihre Lehr- und Wanderjahre in Beruf und Familie formten sie und beeinflussten ihre Malerei. Das künstlerische Rüstzeug holte sie sich auch in Seminaren.

Kunst zum Brauchen Im Gegensatz zur Malerei kann Mireille Vetterli ihre Werke nicht gänzlich beeinflussen. Der Brand und das Feuer gestalten das Resultat ihrer Keramik mit. Sie lebt zur einen Hälfte des Jahres in Stallikon und zur andern an der Costa Blanca, in Spanien, wo sich auch ihr Atelier befindet. Mit dem Töpfern begann sie erst vor fünf Jahren wieder. Neben ihrer beruflichen Aktivität blieb zuvor schlicht keine Zeit dafür. An einer Ausstellung über italienische Keramik erwähnte sie einer Freundin gegen-

über beiläufig, dass sie vor 25 Jahren auch getöpfert habe. Diese entdeckte das Leuchten in den Augen Mireille Vetterlis und ermunterte sie doch wieder damit anzufangen. Vetterli verwendet verschiedene Techniken und bildet sich stets weiter. Sie ist spezialisiert auf japanische Teeschalen. Während in unserer Kultur alles aufgespart wird, ist dort das Motto «was man macht, das braucht man». Die «Chawans» (Teeschalen) wie die übrigen Gegenstände sind zum Brauchen und nicht zum blossen Aufstellen gedacht. Zur Eröffnung am Donnerstag, 27. Oktober, kamen viele Bekannte der Künstlerinnen in die Bibliothek. Elsbeth Schweizer umrahmte die Vernissage mit Akkordeonklängen und Gesang. Zum Abschluss schenkte sie der Leidenschaft der beiden Künstlerinnen ein ebensolches ungarisches Roma-Lied.

Mireille Vetterli, links und Doris Nydegger, rechts an der Vernissage zu ihrer Ausstellung. (Bild Andrea Bolliger)


Gewerbe/Dienstleistungen

Gut besucht

Mit Tanzbühne

Der 8. Elternbildungsmorgen im Unteramt lockte 130 Wissbegierige nach Bonstetten. > Seite 13

Der Musikverein Harmonie Affoltern lädt zum Jahreskonzert in den Kasinosaal. > Seite 15

Dienstag, 1. November 2016

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Dank Kampfgeist WB reagierte auf die Niederlage gegen Red Star und bezwang Mendrisio 2:0. > Seite 17

Starke Kräuter für turbulente Zeiten

Es schlägt 14 bei der Finetra AG

Kurs über die Anwendung von Heilkräutern

Die Finetra AG, das Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel, feiert seine Geburtstage jedes Jahr mit Jubiläumsschnäppchen und Sonderkonditionen. Heuer ist es das 14-Jahre-Jubiläum – vom 4. bis 6. November.

Heilkräuter werden seit Urzeiten bei verschiedenen Beschwerden oder vorbeugend zur Gesunderhaltung eingesetzt. Ernestine Astecker hält am 12. November dazu einen Kurs in Jonen. Grossmütter wussten um die vielfältigen Wirkungen als wohltuender und heilsamer Tee, stärkende Tinktur, belebendes Kräuterelixier oder lindernde Salbe. Der Alltag ist oft geprägt von Hektik, Mehrfachbelastungen, Stress, Überforderung. Als Folge können sich Nervosität, Unruhe, Gereiztheit, Spannungszustände, Schlafstörungen, Erschöpfung, Burn-out, Ängste, depressive Verstimmungen, Herzund Kreislaufbeschwerden zeigen. Da können Kräuter Abhilfe schaffen. Entspannende oder schlaffördernde Tees, stärkende Kräuterelixiere, belebende Kräuteröle aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und helfen Körper, Seele und Geist ins Gleichgewicht zu bringen. Rosmarin weckt die Lebensgeister und wirkt stärkend bei Erschöpfungszuständen. Andere Kräuter helfen bei Stimmungsschwankungen. Passionsblume wird bei Schlafstörungen oder Anspannung eingesetzt. Lindenblüten oder Melisse helfen Kindern in den Schlaf. Engelwurz ist ein wichtiger Bestandteil in einer konzentrationsfördernden Teemischung. Auch bei Herzund Kreislaufbeschwerden können

Ernestine Astecker. (Bild zvg.) Kräuter unterstützend wirken. Wertvolle Tipps rund um die Anwendung von Kräutern gibt der Kräuterkurs von Ernestine Astecker.

Selber ein Kräuterprodukt herstellen Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in diesem Kurs Heilkräuter, Wirkungen, Kräuter-Rezepturen und Anwendungsmöglichkeiten zur Selbstanwendung kennen und stellen selber ein belebendes oder entspannendes Kräuterprodukt her. Die Grenzen der Selbstbehandlung werden aufgezeigt. Die Kursleiterin Ernestine Astecker ist Homöopathin und Apothekerin. (pd.) Samstag, 12. November, von 9 bis 12.30 Uhr, im Kreativ- und Gesundheitshaus Zum Löwen, Obschlagenstr. 2 in Jonen. Kurskosten 80 Franken, inkl. Skript und Material für das im Kurs hergestellte Kräuterprodukt. Anmeldung: kontakt@eastecker.ch, Telefon 043 322 86 70, Infos: www.eastecker.ch.

Der ideale Begleiter für unterwegs Mobil dank mobiler Steckdose Wer viel unterwegs ist und immer mit genügend Licht und Strom versorgt sein möchte, findet im neuen «TäschliLED» der Firma Noserlight AG den perfekten Begleiter.

und fällt auch im Werkzeugkoffer, dem Reise- oder Tourenrucksack und dem Campinggepäck nicht ins Gewicht. Der «TäschliLED» lässt sich ganz einfach via mitgeliefertem USB-Kabel laden und leuchtet bis zu vier Stunden. Der «TäschliLED» mit integrierter Powerbank ist für 49 Franken zuzüglich Versandkosten im Webshop der Firma Noserlight AG erhältlich. In der LED-Ausstellung der Noserlight AG in Zwillikon können innovative und energiesparende Lichtkonzepte für jeden Bedarf besichtigt und erworben werden. (pd.)

Der kompakte Zwei-in-eins- LED-Strahler sorgt nicht nur im Dunkeln für Helligkeit und klare Sicht, sondern ist gleichzeitig auch eine Powerbank, an der alle Geräte mit USB-Anschluss aufgeladen werden können. Mit einer Lichtleistung von mehr als 450 lm ist der Noser®«TäschliLED» so leuchtstark wie eine 60-Watt-Halogenlampe. Er ga- Noserlight AG, 8909 Zwillikon. Persönliche Beratung rantiert, dass Handys, Navigationssys- unter Tel. 044 701 81 81 oder info@noserlight.ch. teme, Tablets, Digitalkameras und www.noserlight.ch/shop. sämtliche anderen Geräte stets betriebsbereit sind. Sich über den leeren Akku ärgern, weil keine Steckdose in Reichweite ist, gehört dank dem «TäschliLED» ab sofort zur Vergangenheit. Das Multitalent passt mit griffigen 10,2 x 8 x 2,6 cm in jede Handtasche Licht und Stromversorgung für unterwegs. (Bild zvg.)

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Affoltemer Fachgeschäft feiert Geburtstag

«Die Idee, den Geburtstag der Finetra AG jedes Jahr zusammen mit unseren Kunden und Interessierten zu feiern, erklärt sich daraus, dass unser Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel grundsätzlich so speziell ist wie die Angebote, Produkte und Dienstleistungen, die wir anbieten», sagt Geschäftsführer Besim Bulica. Der Mann weiss, wovon er spricht. Die Finetra AG an der Zürichstrasse 130 in Affoltern ist tatsächlich besonders: Betten, Matratzen und alles, was zum himmlischen Schlafen gehört, dazu Gartenmöbel: Das ist eine eher aussergewöhnliche Kombination. Bei Finetra passts. Und zudem fällt die Werbung des Affoltemer Fachgeschäftes seit Jahren ebenso passend aus dem Rahmen: Besim Bulica schlüpft dazu auch schon mal in die Rolle von Indiana Jones oder James Bond.

Geburtstag wird bayerisch gefeiert – und mit Sonderkonditionen Zum dreitägigen Geburtstagsfest vom Freitag, 4. November, bis Sonntag, 6. November, geben sich Besim Bulica und sein Team einmal mehr ganz als Gastgeber. «Wir wollen mit unseren Kunden und Besuchern an diesen drei Tagen typisch bayerisch feiern – mit

Bei Besim (rechts) und Bajrush Bulica vom Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel, schlägts 14. (Bild zvg.) Weisswürsten und Brezen», sagt Bulica und ergänzt: «Selbstverständlich präsentieren wir an diesen drei Jubiläumstagen auch Herbstneuheiten im Bereich Schlafen, bieten Jubiläumsschnäppchen und gewähren auf die regulären Preise denselben Rabatt, wie an der vergangenen Zuger Messe.» Während des verlängerten Jubiläumswochenendes vom 4. bis 6. November soll es aber vor allem auch festlich-gemütlich zu- und hergehen, wie der rührige Finetra-Geschäftsführer ausführt: «Wir freuen uns, mit den Besuchern und treuen Kunden auf unser 14-Jahr-Jubiläum anzustossen. Natürlich gibt es für interessierte Nachtwandler und Tagträumer auch entsprechende Information und Beratung. Dazu bieten wir ausgespro-

chene Jubiläumsschnäppchen zu Tiefstpreisen». Die Finetra AG ist, neben den qualitativ hochstehenden Markenprodukten, die geführt werden, auch für ihre individuelle, fachlich kompetente und lösungsorientierte Beratung sowie dynamischen Service bekannt. Besim Bulica: «In der Beratung und im Kundenservice kommt bei uns die gleiche Sorgfalt zum Tragen, die wir der Auswahl unserer Lieferanten widmen. Deshalb können sich die Kunden bei uns jederzeit auf fachkundige und tatkräftige Unterstützung verlassen.» (kb.) Jubiläumswochenende «14 Jahre Finetra AG», Zürichstrasse 130, Affoltern. 4. bis 6. November. Öffnungszeiten: Freitag, von 9 bis 18.30 Uhr, Samstag, von 9 bis 17 Uhr und Sonntag, von 10 bis 17 Uhr.

Obfelder Maler kämpft um den Schweizer Meistertitel Nachwuchstalent Luca Launer an den «SwissSkills» in Luzern Vom 3. bis 6. November messen sich die besten Nachwuchstalente der Maler- und Gipserbranche an den Schweizer Berufs--Meisterschaften in Luzern. Auch Maler Luca Launer aus Obfelden stellt seine Fähigkeiten unter Beweis. Schnell, genau und kreativ müssen sie sein: die Finalisten der Schweizer Berufs-Meisterschaften «SwissSkills», die Anfang November in den Kategorien Gipser–Trockenbauer und Maler gegeneinander antreten. Während vier Tagen kämpfen sie vor Publikum um den begehrten Meistertitel. So auch Luca Launer aus Obfelden: Der 20-Jährige hat sich mit zehn weiteren Malerinnen und Malern für das grosse Finale qualifiziert. Diese-Meisterschaften bieten jungen Berufsleuten die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten, die sie sich während der Lehre angeeignet haben, unter Beweis zu stellen. Luca Launer sieht in der Teilnahme aber auch die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und neue Techniken zu lernen. Weil er momentan für die Titelkämpfe übt, liegen die sportlichen

führen zu können. Momentan arbeitet er für die Bösiger Malerei AG in Zug.

Genauigkeit und Kreativität Luca Launer muss in seinem Beruf vor allem Genauigkeit und Kreativität an den Tag legen. Ein Maler gibt Luca Launer verbringt seine Freizeit mit Vorbereitungen für dem Bauwerk den letzten Schliff. Dadie Berufs-Schweizer-Meisterschaft. (Bild zvg.) bei beschichtet er Hobbys des Leichtathleten vorüberge- nicht nur, er wendet auch dekorative hend auf Eis. Mitte Oktober stand eine Techniken wie Lasieren, Marmorieren Trainingswoche auf dem Plan, in wel- oder Maserieren an. Weiter isoliert er cher sich die Finalisten gemeinsam Räume, trägt Verputze auf und tapeauf den bevorstehenden Wettbewerb ziert Wände. Wer dem Obfelder bei der Arbeit vorbereitet haben. Luca Launer ist Maler aus Leidenschaft. «Der Beruf ist zusehen und ihn während des Wettbekreativ und ich freue mich jedes Mal werbs motivieren möchte, kann die darüber, wenn aus etwas Altem wieder Schweizer Berufs-Meisterschaften vor etwas Schönes entsteht», schwärmt er. Ort mitverfolgen: Das Finale in den Nach den Berufs-Meisterschaften Kategorien Gipser–Trockenbauer und möchte Luca Launer Malermeister Maler findet vom 3. bis 6. November werden, um in einigen Jahren das Ge- täglich von 9 bis 17 Uhr in der Halle 1 schäft seines Vaters erfolgreich weiter- der Messe Luzern statt.


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Vermischtes

Dienstag, 1. November 2016

Ein Stück Ämtler Kunst-Geschichte endet 26 Jahre Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten Am 28. Oktober 1990 übernahm Elfi Bohrer die Galerie in Bonstetten. Während 26 Jahren leistete sie einen prägenden Beitrag zum Kunstgeschehen im Knonauer Amt. Nach der laufenden Ausstellung schliessen die Galerie für Gegenwartskunst und das Kunstfenster endgültig. ................................................... von regula zellweger Eli Bohrer ist mit Freude Dienstleisterin in Sachen Kunst: «Galeriearbeit ist Organisation und Vernetzungsarbeit.» Sie liebt den persönlichen Kontakt mit Kundinnen und Kunden, Interessenten, Künstlerinnen und Künstlern. Basis für den Erfolg als Galeristin sieht die ehemalige Bankerin unter anderem in der Leidenschaft für die Kunst, im Interesse an den Künstlern und Toleranz im Umgang mit ihnen, in hohe Leistungsbereitschaft und Ausdauer. Für Elfi Bohrer ist aber ihr Mann Arthur ausschlaggebend, dass die Galerie so viele Jahre immer wieder neue Werke und Künstler präsentieren konnte. Er hat sie in allen Belangen auf praktischer und emotionaler Ebene unterstützt: ruhig, gelassen und mit konstanter Selbstverständlichkeit. «Ich bin die quirlige Macherin, Arthur ist der ruhige Pol.»

Hartes und jahrelanges «Learning on the Job» 1984 wurde Elfi Bohrer selbstständig als Unternehmensberaterin und Softwareentwicklerin, spezialisiert auf den Bank-Zahlungsverkehr. Heute sagt sie mit dem für sie typischen Humor: «Damals wurde ich übermütig und ha-

Austausch und Treffpunkt Unternehmerinnen und Solopreneurinnen dürfen bei «wirkwork» vorbeischauen und dort Gleichgesinnte treffen. Silvia Suter ist Gastgeberin für den Verband Frauen Unternehmen Schweiz und hostet den Unternehmerinnen-Treff. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen. Das Thema fokussiert Silvia Suter. (zvg.) sich auf «Kreativität im Business». Kreativität steht für creare, was so viel wie etwas erfinden, erzeugen oder herstellen bedeutet. So entsteht und wirkt Business. Doch wie kann man kreativ oder schöpferisch werden, wodurch kommt Innovation zustande und woher kommen die guten Ideen? Silvia Suter hat dazu zwei Gäste und Unternehmerinnen eingeladen. Gabrielle Schmid ist Kreativitätstrainerin, Gestalterin und Querdenkerin und hat spielende Antworten auf diese Fragen. Petra Rüegg, Unternehmerin, Künstlerin und Perspektiven-ermöglicherin verhilft zu neuen Sichtweisen. Bei einem «kleinen Podiumsgespräch» hören Frauen, was hilfreich ist und was sie weiterbringt. Anschliessend gibt es genügend Zeit, um sich bei einem Apéro auszutauschen oder Gehörtes zu vertiefen. (pd.) Austausch und Treffpunkt für Unternehmerinnen

be neben meiner Tätigkeit begonnen, mit viel Begeisterung und Naivität, meinen Spleen einer eigenen Galerie zu verwirklichen – mit der Hoffnung, alle würden auf mich warten. Es hat sich dann als hartes und jahrelanges Learning on the Job erwiesen, das ich allerdings nicht missen möchte.» Seine Ursprünge hatte dieser «Kunst-Spleen» in einem eineinhalbjährigen Aufenthalt in Paris, als die junge Bankerin alle Museen abklapperte und mit dem Kunst-Virus infiziert wurde. Aufgewachsen mit der alleinerziehenden Mutter weit ausserhalb eines kleinen Dorfes im Nachkriegs-Österreich war kein optimaler Start für eine spätere Galeristin. Mit 18 zog sie bereits in die weite Welt, weil sie befürchtete, dass das Leben einfach an ihr vorbeiziehen würde, wenn sie im Dorf bliebe. Die grosse Welt bestand damals für Elfi Bohrer aus dem Appenzell, wo sie als kaufmännische Angestellte ihre erfolgreiche Laufbahn im Finanzbereich begann.

Das Galerie-Kind wird erwachsen Es waren eine Expressionisten-Ausstellung, eine intensive Weiterbildung im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und die bedingungslose Unterstützung durch ihren Mann, was sie schliesslich bewog, mutig ihre Galerie zu eröffnen. Einige Jahre kombinierte sie Beratung im Finanzbereich und den Aufbau der Galerie: «Ich arbeitete, um mein Galerie-Kind durchzufüttern.» Sie erzählt gern über diese strengen Aufbaujahre: «Begonnen habe ich mit Künstlerinnen und Künstlern, die ich persönlich kannte, von denen wir beispielsweise bereits Werke besassen. Zudem bekam ich von meiner Gale-

unter wirkwork.ch oder frauenunternehmen.ch. Anfragen an silvia.suter@wirkwork.ch, anmelden unter office@frauenunternehmen.ch.

Galeristin mit Herzblut «Beim Kauf eines Kunstwerks sind es mindestens drei, die sich freuen: der neue Besitzer, der Künstler und die Galeristin. Die immer wieder erlebte Bestätigung, dass sehr gute, eigenständige Kunstwerke einem Raum, einem Umfeld das gewisse Etwas geben und es einzigartig machen – sei es in der Galerie oder bei Kunden – lassen das Galeristinnen-Herz höherschlagen.» Wer eine professionelle Galerie besucht, ahnt nicht, wie viel Arbeit getan sein muss, um eine Ausstellung zu organisieren, die auf Beachtung stösst. «Zum Berufsalltag gehört viel Organisationsarbeit in zeitlich straffem Rahmen. Die sieben bis neun Ausstellungen in beiden Galerie-Räumlichkeiten mit rund zwanzig Künstlerinnen und Künstlern pro Jahr, plus eine Kunstmesse und Events ausser Haus verlangen ein rundum gut eingespieltes Team und entsprechende Koordination, pausenlos. Kunden- und Künstlerbetreuung und Beratung, Jahresprogramme für die Zukunft erstellen, Administration, Atelier- und Ausstellungs-Besuche, Presse-Arbeit, Druck und Versand von Einladungskarten – um nur einiges zu nennen.»

Elfi Bohrer hat zusammen mit ihrem Mann Arthur über 26 Jahre die Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten geführt. (Bild Regula Zellweger) Über die Pensionsgrenze hinaus Elfi und Arthur Bohrer haben ihre Begeisterung für das Engagement im Kunstbereich weit über das Pensionsalter hinaus intensiv gelebt. Die Abmachung war: «Wir bleiben dran, so lange es uns unsere Gesundheit erlaubt.» Nun ist es Zeit, aufzuhören. Elfi Bohrer hat Visionen für die Zukunft. Vorerst will sie das Leben mit ihrem Mann geniessen. Sie freut sich auf Zeit zum Lesen, Musik hören. Sie ist offen und strahlt Zuversicht aus: «Es kommt, was kommen soll.» Sie ist offen, will Volkshochschulkurse besuchen, will sich sozial engagieren. «Ich habe keine Bedenken. Es geht interessant weiter, ich vertraue ins Leben, in meine Intuition.» Rückblickend auf ihre Tätigkeit als Galeristin erklärt Elfi Bohrer: «Keine meiner vorherigen Berufstätigkeiten hat ein nur annähernd ähnliches Spektrum an Herausforderungen mitgebracht. Sie setzt Klarheit voraus. Ab-

kürzungen und Ausflüchte sind nicht möglich. Die Kunst besteht darin, der Freiheit verpflichtet zu sein und gleichzeitig Struktur zu geben.» Und weiter mit ihrem typischen Lächeln: «Ich hatte eine Vision: In jedem Haus in Bonstetten und Wettswil soll ein Bild aus meiner Galerie hängen. Ich habe es nicht ganz geschafft.» Mit der Schliessung der Galerie geht ein Stück Ämtler Kunstgeschichte zu Ende, auch eine Aera in Elfi Bohrers Leben. Nicht ein Ende, sondern ein Übergang zu Neuem, das sich zeigen wird. Ausstellung mit Werken von Maria Moser und Stefan Gort bis 4. Dezember, Donnerstag und Freitag, 14 Uhr bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr, in der Galerie für Gegenwartskunst in Bonstetten. Apéro: Sonntag, 20. und 27. November; Finissage: 4. Dezember Im Kunstfenster an der Dorfstrasse 13: Fortsetzung der Ausstellung mit Maria Moser und dem GalerieProgramm, Sonntag von 14 bis 17 Uhr und nach Absprache. www.ggbohrer.ch.

Kaffee, Kuchen und Mundartgeschichten Pro Senectute Affoltern feierte mit 23 Achtzigjährigen Das traditionelle Pro-SenectuteFest für Affoltemer und Zwilliker, die heuer ihren 80. Geburtstag feiern können, fand im Ulmensaal des reformierten Chilehuus in würdigem Rahmen statt. ................................................... von urs e. kneubühl Amüsiert wird den «züritüütsche» Geschichten des pensionierten Primarlehrers und Buchautors Richard Ehrensperger gelauscht – bei Kaffee und Kuchen, Mineralwasser oder einem Glas Wein. Die 23 Affoltemer und Zwilliker Geburtstagskinder, die heuer ihr 80. Wiegenfest feiern können, sind im Ulmensaal des reformierten Chilehuus, Affoltern, entsprechend ganz Ohr. Ehrenspergers Geschichten, musikalisch untermalt von der Akkordeonistin Esther Morgenthaler, wecken Erinnerungen und locken immer wieder zum Schmunzeln und Lachen. Egal, ob nun die Historie über die gemeindeeigene Bandsäge «Paula», die wegen einer gescheiterten Liebesgeschichte zu ihrem Namen kam, die Sache mit dem im Feuerwehrweiher verlorenen Gebiss eines Dorforiginals oder aber jene mit dem «Knorrli», der beim akrobatischen Pyramidenbau des Turnvereins zur Erst-August-Feier ganz plötzlich und unvermittelt an der Dachrinne hing …

am Donnerstag, 3. November, 18 bis 20 Uhr, an der Seewadelstrasse 5 in Affoltern am Albis. Infos

rie-Vorgängerin Trudi Mäusli verschiedene Vorschläge und Kontakte. Ausstellungsbesuche und Empfehlungen von Künstlerinnen waren wertvoll. Galeriearbeit ist Vernetzungsarbeit! Ich bekomme zahllose Bewerbungen und kann wählen, was mir entspricht. Spannende Entdeckungen machte ich oft bei Kunden, denen ich Werke liefern durfte. Seit Jahren ist mein Programm praktisch ausgebucht, auch wenn ich immer wieder auf Entdeckungsreise bin.»

Rund ein Drittel aller Eingeladenen Mit der Lesung des Mundartautors war die Geburtstagsfeier, welche die Orts-

Die Ortsvertretung Affoltern/Zwillikon der Pro Senectute lud am Mittwochnachmittag Affoltemer und Zwilliker Geburtstagskinder, die heuer ihr 80. Wiegenfest feiern können, zur traditionellen Geburtstagsfeier. (Bild Urs E. Kneubühl) vertretung Affoltern/Zwillikon der Pro Senectute für die 80-Jährigen durchführte, so richtig lanciert. Jetzt, bei Kaffee und Kuchen, wurden untereinander rege ebenso Geschichten und Müsterchen von damals ausgetauscht. Und Jede und Jeder wusste etwas zu berichten, was seltsam oder lustig war. Man war entsprechend im Element. 23 Jahrgänger von 1936 waren der Einladung der Pro Senectute (PS) zur

traditionellen 80er-Geburtstagsfeier heuer gefolgt, rund ein Drittel aller eingeladenen Senioren, wie Heidi Kleinhans-Meili, Leiterin der PS-Ortsvertretung, vorab vermerkt hatte. Sie wurden im herbstlich-nett dekorierten Ulmensaal auch von Affolterns Sozialvorstand Martin Gallusser herzlich begrüsst, der gleichzeitig die Geburtstagswünsche des gesamten Gemeinderates überbrachte. Und ebenso liess es sich Iris Ott, die Vertreterin

von Pro Senectute Kanton Zürich, nicht nehmen, ihrerseits Glück- und Gute-Gesundheitswünsche zu vermitteln. Die traditionelle Geburtstagsfeier für 80-Jährige aus Affoltern und Zwillikon, welche die Pro Senectute heuer zum achten Mal durchführte, bescherte den Senioren einen gemütlichen wie unterhaltsamen Nachmittag, von dem sie mit Sicherheit noch lange erzählen werden.


Vermischtes

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Erziehung will gelernt sein 8. Elternbildungsmorgen im Unteramt Am Samstag wurde in Bonstetten der 8. ElBi-Morgen Unteramt durchgeführt. Der überaus gut besuchte Anlass der Elternräte will mit Referaten und aktiven Workshops Eltern von schulpflichtigen Kindern bei Erziehungsfragen unterstützen. ................................................... von martin mullis Die Elternräte der Unteramt-Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil organisierten auch dieses Jahr den bereits traditionellen Anlass mit Themen, die für Eltern von schulpflichtigen Kindern interessant und alltäglich sind. Der Aufmarsch im Sekundarschulhaus Bonstetten war am Samstagmorgen mit 130 wissbegierigen Personen denn auch beachtlich. Die Veranstalter verlangten für die sechs überaus interessanten Referate mit begleiteten Workshops immerhin einen kleinen Unkostenbeitrag. Natürlich darf man auch den zeitlichen Aufwand, welche die Erziehungsberechtigten opferten, nicht ausser Acht lassen. Die grosse Anzahl der Besucher darf jedoch ganz sicher als dankbare Anerkennung für das

OK-Präsident Denis Protzmann begrüsste die wissbegierigen Eltern. (Bild Martin Mullis) vielköpfige Organisationskomitee für ihre Bemühungen gewertet werden. Sozusagen als Hausherrin hiess die Schulleiterin der Sekundarschule Bonstetten, Beate Kuhnt, die Eltern herzlich willkommen. Sie hielt fest, dass das Elternberatungsprojekt weit über die Region hinaus grosse Beachtung finde. Denis Protzmann, Präsident des 21-köpfigen Organisationskomitees, begrüsste die Besucher zum Elternbildungsmorgen und betonte, wie sehr

er sich über die stets steigenden Teilnehmerzahlen freue.

Lernlust statt Lernfrust Er dankte allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit, insbesondere auch für das grosse Engagement der Schulbehörden. Die Besucher wurden denn auch nicht enttäuscht, erwartete sie doch nicht nur ein gut organisierter Bil-

dungsanlass, sondern auch sechs Referate von namhaften Erziehungsfachleuten und Lehrpersonen. Die Fachvorträge behandelten Alltagsthemen mit Titeln wie «Lernlust statt Lernfrust», «Pubertät oder die Kunst einen Kaktus zu umarmen» oder «Speed – ist Rasen männlich? Grosse Aufmerksamkeit fanden auch die Ausführungen von Walter Minder, Fachpsychologe für Psychotherapie, zum Thema «Geschwister-

streit – Störfaktor in der Familienpolitik». Er verstand es ausgezeichnet, mit vielen anschaulichen und zum Teil amüsanten Beispielen die Konflikte in einer Familie aufzuzeigen und entsprechende Ratschläge beliebt zu machen. Ziel der Veranstaltung war es, in den auf die Referate folgenden Workshops persönliche Situationen im Plenum zu besprechen und Lösungen zu erarbeiten.

Kunst und handgemachte Besonderheiten Bickwiler «Art & Market» in der Galerie openArt Katrin Zuzàkova und Luigi a Marca hatten es sich 2014 zum Ziel gesetzt, die alte Schreinerei im Obfelder Dorfteil Bickwil zu einem Begegnungsort, zu einem Zentrum für Kunst und Kreativität zu machen. Nach zwei Jahren kann man sagen: Es ist gelungen. Der Vorstand des Vereins Lokalkult. Von links: Nico Langhi, Eliane Heinzer, Martin Gaisser und Lydia Hartmann. (Bild Lars Heinzer)

Schrecklich schöne Kultnacht Aktive und innovative Ämtler Musikszene Auch die zweite Kultnacht am Samstag in Hausen am Albis war von einem abwechslungsreichen Musikprogramm und herzlicher Stimmung geprägt. ................................................... von lars heinzer Es war das Wochenende von Halloween, dem von Amerika importierten Horror-Feiertag. So kamen an die Kultnacht im Kultlokal beim WeisbrodAreal in Hausen nicht nur nach kultureller Unterhaltung trachtende Gäste, sondern auch einige Gestalten, die hinter grusligen Masken eher einem Totenkult statt der lebendigen Ämtler Kulturszene huldigten. Doch das Kultlokal sei ein «Public House» nach irischem Vorbild, hier seien alle willkommen, erklärt die Vereinspräsidentin «Lokalkult», Lydia Hartmann. Das irische Flair erfährt man nicht nur durch die starken Whiskies und dunklen Biere, nein, dank dem Kultlokal wird mit einer einmaligen wohligen Wärme auch die kälteste und nebligste Oktobernacht zu einem Anlass geprägt von gemütlichem Zusammensein.

Den Abend leitete Singer-Songwriter Patrick Harbor mit feiner Stimme und gefühlvollen Texten perfekt ein. Die für harte Gitarrenriffs und dröhnende Drums bekannten «Mantra» übten speziell für die Kultnacht ein akustisches Set ein. Die Band mit Schlagzeuger Janick Siedler aus Ebertswil konnte auch mit leiseren Tönen überzeugen. Kultstatus in Hausen hat die lokale Coverband The Lost Keys ohnehin schon, entsprechend war die Stimmung bei den 60er-Jahre-Coversongs auf dem Höhepunkt des Abends. Von stürmisch-rockig bis zum heiteren Reggae überraschte die Band Cloud zum Abschluss das Publikum immer wieder. Mit Sänger, Gitarrist und Trompeter Micha Bütikofer aus Affoltern sowie dem virtuosen Simon Plüss aus Rifferswil am Schlagzeug gilt auch «Cloud» als Ämtler Band. Die zweite Kultnacht darf sich mit einem abwechslungsreichen und hochstehenden Programm ein Gütesiegel, das Logo des Vereins Lokalkult, aufdrücken lassen. Und auch die maskierten Horrorfiguren fand man bis spät in die Nacht um das Lagefeuer am Parkplatz beim fröhlichen Mitsingen, eher zu schnulzigen Liedern als zu dunklen Beschwörungen.

Katrin Zuzàkova ist ein kreativer, herzlicher, offener Mensch, gern bereit, auch Ideen von anderen aufzunehmen und Räumlichkeiten und Zeit für gemeinsame Projekte zur Verfügung zu stellen. Der neuste Erfolg war «Bickwiler Art & Market» am letzten Samstag. In den Räumlichkeiten der alten Schreinerei konnten neben den Werken des Künstlerpaares Katrin Zuzàkova und Luigi a Marco kunsthandwerkliche Produkte verschiedener Anbieter erstanden werden. Initiatorinnen des Marktes mit Pizzaplausch und Barbetrieb waren drei Frauen: Michèle Brüllhardt, Katrin Zuzàkova und Claudia Hinners. Tatkräftig wurden sie von ihren Männern unterstützt, die den Barbetrieb und die Pizzeria vor der Galerie betreuten. Und von ihren Kindern, die einen eigenen Stand betreiben durften. Von

Innovative Frauen: Claudia Hinners, Michèle Brüllhardt und Katrin Zuzàkova (v.l.) freuen sich über den Erfolg des Bickwiler Art & Market. (Bild Regula Zellweger) 11 Uhr bis spät abends herrschte ein Kommen und Gehen, denn immer mehr Obfelder entdecken, dass sich in Bickwil stetig ein neues Kulturzentrum entwickelt und dass es sich in der Galerie openArt gemütlich sein lässt. Katrin Zuzàkova betont: «Es ist uns ein Anliegen, etwas mit Leuten aus der Region auf die Beine zu stellen. Während die Kunstausstellungen kunstaffine Menschen anspricht, ist der Markt ein Anlass für das Dorf.» Michèle Brüllhardt ist Fachfrau im Bereich Aroma- und Bachblütentherapie. Sie bot nicht nur ätherische Öle

und Pflegeprodukte an, sie beriet die Besucher auch kompetent. Claudia Hinners bot Selbstgenähtes zum Kauf an, wollte aber auch über ihre Herzensangelegenheit informieren und von ihrem persönlichen Einsatz für den Muskathlon, einem Projekt, das Kindern in Afrika zugutekommt, erzählen. Was doch alles entstehen kann, wenn sich drei innovative Frauen zusammentun! (rz) Weitere Infos: www.zuzakova.ch, www.openart.ch, www.urmi-natur.ch, www.muskathlon.com.

Ein Comic-Heft mit Affoltemer Wurzeln

Der Comic-Autoren-Nachwuchs mit Mónica Verena Keusch. (Bild zvg.)

Acht Kinder arbeiteten in den Ferien hart mit Mónica Verena Keusch (Atelier für Gestaltung, Oberwil) an ihrem selbst geschriebenen und gezeichneten Comic. Fünf Tage feilten sie im Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz Affoltern am Albis daran. Nun sind Linus Halter, Joel Weiss, Jorick Ledermann, Luka Steinke, Limo Ledermann, Jérôme Stierli, Ava Martin und Sophie Weiss stolz auf ihren ersten veröffentlichten Comic, erhältlich bei Dodo Weiss, Telefon 076 583 34 77. (pd.)


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Veranstaltungen

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Neu im Ortsmuseum Haspeln ergänzen die Objekte Das Ortsmuseum Affoltern befindet sich in Zwillikon und ist am 5. November geöffnet. Neu wird eine Haspel gezeigt. Dies ist ein technisches Hilfsmittel zum Auf- und Abwickeln von Garn, Wolle oder Seide. Die Harmonie Affoltern bittet am Jahreskonzert zum Tanz. (Bild zvg.)

Kasinosaal wird zum Tanzpalast Die Harmonie Affoltern lädt zum Jahreskonzert Am Samstag, 5., und Sonntag, 6. November, führt der Musikverein Harmonie Affoltern im Kasinosaal das traditionelle Jahreskonzert durch. Unter der Leitung von Dirigent Martin Schiesser hat sich die Harmonie Affoltern dieses Jahr etwas ganz Spezielles einfallen lassen. Eine ganze Tanzbühne steht zur Verfügung. Zu bekannter Musik verschiedener Tanzrichtungen, gespielt von der hauseigenen Bigband, nämlich der Harmonie

Affoltern, wird das Publikum sich hoffentlich nicht auf dem Stuhl halten können. Es ist aufgefordert, die Tanzschuhe anzuziehen und die Bühne und das Tanzparkett zu rocken. Tanzpaare sind sehr willkommen und werden mit einem Bargutschein belohnt. Aber auch als Zuschauer wird es nicht langweilig werden. Die Mitglieder der Harmonie sowie auch die Tänzerinnen und Tänzer werden eine Augenweide sein. Die Harmonie Affoltern freut sich, zahlreiche Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher begrüssen zu dürfen.

Der Eintritt für die Konzerte ist frei. Das Kochteam 92 wird, wie bereits in den letzten Jahren, am Samstagabend für das leibliche Wohl sorgen und mit einem vielversprechenden Menü aufwarten. Neu ist, dass am Samstag nach dem Konzert zur Musik von «DJ Fix in the Mix» getanzt werden kann und, dass auch am Sonntag an der Tombola teilgenommen werden kann. Janine Langhans, Aktuarin Samstag, 5. November, 20 Uhr (Türöffnung 18.30 Uhr) und Sonntag, 6. November, 14 Uhr (Türöffnung 13.30 Uhr).

In der Spinnerei diente die Haspel dazu, Garn in die Form eines Stranges zu bringen, der dann durch Waschen, Bleichen, Färben weiterverarbeitet oder in dieser Form verkauft oder verarbeitet werden konnte. Diese Haspel besitzt ein Zählwerk. Bei der sogenannten Uhrenhaspel bewegt das Zahnradgetriebe einen Zeiger auf einem Zifferblatt und zeigt die Zahl der Umdrehungen. Damit lässt sich die Länge des Fadens errechnen. Der Umfang einer Haspel – und damit die Stranglänge – wurde seit dem 17. Jahrhundert durch regionale Verordnungen genau festgelegt und musste durch Eichung nachgewiesen werden. Die neue Haspel im Museum hat einen Umfang von 150 cm. Vor der Industrialisierung und noch weit ins 19. Jahrhundert hinein, standen in vielen Bauernstuben ein Webstuhl und

Vierarmige Drehhaspel für Garn mit Zählwerk und Zifferblatt. (Bild zvg.) eine Haspel. Diese werden manchenorts auch heute noch verwendet. Kulturgut wird im Dorfmuseum gesammelt. Die Objekte und Fotos, die dort eingesehen werden können, sind vielfältig. (pd.) Geöffnet jeweils am ersten Samstag im Monat. Ottenbacherstrasse 79, in Zwillikon neben dem Volg. Besuche und Führungen mit Gruppen auf Voranmeldung jederzeit möglich. Telefon 044 761 01 32 (Herbert Gübeli) oder 044 761 77 42 (Ursula Grob).

Fünf Kantanten

ALF: Arbeit Liebe Freizeit

Begegnung mit Buxtehude in Hedingen

Eine szenische Lesung in der Bibliothek Ottenbach

Der Singkreis Bezirk Affoltern konzertiert am Sonntag, den 6. November, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Hedingen und lässt fünf von Dietrich Buxtehudes Kantaten erklingen,

Am Tag der schweizerischen Erzählnacht, 11. November, findet um 20 Uhr in der Bibliothek Ottenbach eine szenische Lesung statt.

Mehr als 400 Kilometer pilgerte der junge Johann Sebastian Bach nach Lübeck, um von dem älteren Dietrich Buxtehude zu lernen. Dank dem Singkreis Bezirk Affoltern besucht Buxtehude am Sonntag, den 6. November, um 17 Uhr die reformierte Kirche Hedingen: Es werden gleich fünf von dessen Kantaten erklingen, vier chorisch, eine solistisch. Erstaunlich, wie vielfältig diese Musik ist, wie schlicht und meisterhaft zugleich. Begleitet wird der Singkreis von einem Streicherensemble mit dem polnischen Geiger Jan Sosinski. Zwischen den

gesungenen Werken erklingt Orgelmusik des norddeutschen Komponisten: die Toccata in F-Dur, Präludien und Fugen und Variationen über die Melodie «Wie schön leuchtet der Morgenstern». Solistin ist die junge Musikerin Iona Haueter, die auch an der Orgel zu hören sein wird. Die Leitung hat Brunetto d’Arco. Wer Freude am Singen hat und Lust, «Die Schöpfung» von Joseph Haydn mit anderen Sängerinnen und Sängern einzustudieren, die im Juni zusammen mit Solisten und Orchester aufgeführt wird, ist im Singkreis willkommen. Dieser freut sich auf Zuwachs in allen Stimmlagen. (pd.) Konzert Sonntag, 6. November, 17 Uhr, ref. Kirche Hedingen. Kollekte zur Deckung der Unkosten. Infos zu Schnupperproben: Regula Klee-Hauser, Telefon 044 761 94 11 oder www.singkreisaffoltern.ch

Von Fischenthal über den Bachtel nach Wald Wanderung in der Voralpenlandschaft Das Zürcher Oberland ist wie geschaffen für Menschen, die sich für einen Tag in einer stillen und wenig begangenen Voralpenlandschaft erholen möchten. «Miteinanderwandern» lädt am 12. November zu einer Wanderung dorthin ein. Im Südosten des Kantons Zürich liegt eine abgeschiedene Hügel- und Bergregion mit unzähligen Tälern und Tobeln, urigen Wäldern und versteckten Wasserfällen. Das Zürcher Oberland bildet einen Gegensatz zum sonst so intensiv genutzten Land. Und es ist wie geschaffen für Menschen, die sich für einen Tag in einer stillen und wenig begangenen Voralpenlandschaft erholen möchten. Mit der Bahn geht es über Zürich und Rüti ZH nach Fischenthal, das zugleich Ausgangspunkt der Wanderung ist. Den Bahnhof verlässt man Richtung Süden und steigt nach der Kirche zum Ferenwaltsberg hinauf, vorbei an den Höfen Widenreiti und Hinter Sädel. Dann zweigt es nach rechts ab und man ge-

langt am Waldrand entlang, zum Frauenbrünneli. Von hier aus ist die 50 Meter tiefer gelegene Täuferhöhle zu besichtigen. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man Allmen und schon geht es wieder abwärts zur Schaufelberger Egg und weiter zum Bachtel auf 1109 Meter. Er ist der höchste Punkt und südliche Abschluss der langen Hügelkette zwischen den Tälern Töss und Jona im Osten und des Pfäffikersees und der Kempt im Westen. Vom Aussichtsturm geniesst man eine wunderbare Fernsicht, die vom Jura über den Alpenkamm bis zum Säntis reicht, während im Norden das Land allmählich bis zum Rhein abfällt. Nach einer kleinen Erfrischung im Restaurant geht es dem Bachtelspalt zu, einer seltenen, imposanten Spalte im Nagelfluhgestein und weiter über Tänler nach Wald, von wo aus die Bahn nach Hause bestiegen wird. Dölf Gabriel, Wanderleiter 12. November. Anmeldung bis 10. November Telefon 044 761 99 36 oder 079 288 22 72. oder miteinander.wandern@bluewin.ch Infos: www.miteinanderwandern.ch.

Hintersinnige Texte genialer Autoren, lieblich-verstörende Klänge und todsichere Lebenstipps von und mit Anna Karger und Delia Dahinden. Musik: Martin Schumacher, Konzept: Anna Karger, Puppenbau: Delia Dahinden. Während die zwei windigen Typen Fred und Hermann den Weg zum Erfolg in drei Schritten propagieren oder besser: dem Publikum ihre Glücksseminare und andere Rezepte verkaufen, graben zwei Bibliothekarinnen, Irma und Berta, in den Tiefen der menschlichen Seele. Sie schleppen stapelweise Bücher aus dem Keller und finden darin Texte über das Leben, die Ängste und Sehnsüchte der Menschen. Durch diese beiden Handlungsebenen werden die vielschichtigen Texte von vier Autorinnen und Autoren einer schnelllebigen, oberflächlichen Marketingwelt gegenübergestellt. Das verleiht der Lesung Leichtigkeit und Humor, andererseits bleibt dem Publikum das Lachen zwischendurch im Hals stecken, wenn plötzlich der Blick in menschliche Abgründe frei wird. Die Verschiedenheit der beiden Ebenen wird dadurch unterstrichen, das Fred und Hermann mit lebensgrossen Puppen, die Bibliothekarin-

Fred und Hermann sind lebensgrosse Puppen. (Bild zvg.) nen dagegen von den Schauspielerinnen selbst gespielt werden. Der Musiker Martin Schumacher vertont und begleitet die Lesung auf dem Saxofon und einem nicht alltäglichen Instrumentarium von Alltagsgegenständen. Delia Dahinden ist Schauspielerin und Flamencotänzerin, sie ist als Regisseurin und Dramaturgin tätig und erarbeitet eigene Choreografien. Sie organisiert kleinere Festivals und ermöglicht anderen Künstlerinnen neue Begegnungen. Für spezielle Anlässe wie Firmenfeiern oder Hochzeiten erarbei-

tet sie massgeschneiderte Szenen, die mit Tiefsinn und Humor die jeweiligen Anliegen thematisieren. Anna Karger ist ausgebildete Schauspielerin, Tänzerin und hat eine Clown-Ausbildung. Neben ihrem Engagement beim Theater «anundpfirsich» ist sie auch als Dozentin tätig. Nach der Lesung lädt das Bibliotheksteam zu einem Apéro ein. Der Eintritt ist frei. (pd.) Weitere Infos unter www. deliadahinden.ch, www.dakar-produktion.ch oder www.pfirsi.ch.

Schlager, Lotto und Jassturnier Das Emmen Center wird für drei Tage zur Festhütte Am Mittwoch, 2., und Freitag, 4. November, geben Schlagerstars im Emmen Center einen Vorgeschmack auf die Schlager-Nacht. Am 3. November wird Lotto gespielt, am 5. November gejasst. Im November verwandelt sich das Emmen Center für drei Tage in eine Festhütte. Am Mittwoch, 2. November, und Freitag 4. November heizen die Schlagerstars Linda Fäh, Stefan Ross und Marc Pircher im Emmen Center den Besuchern mit drei Konzerten so richtig ein. Anschliessend haben die Kunden die Möglichkeit, ihre Stars

persönlich zu treffen und neben Autogrammen ihr ganz persönliches Foto mit den Musikern zu machen. Die vier Acts geben einen kleinen Vorgeschmack auf die Schlager-Nacht vom 19. März 2017, an welcher sie ihren grossen Auftritt haben werden. Das Emmen Center verlost während des Schlager-Events 5 mal 2 Tickets in der 1. Kategorie mit Cüpli und 3Gang-Dinner im Gesamtwert von 1780 Franken. Am Donnerstag, 3. November, organisiert das Emmen Center einen gemütlichen Lotto-Nachmittag mit tollen Preisen im Gesamtwert von über 2000 Franken. Am Samstag, 5. Novem-

ber, findet zudem im Rahmen des Schlager-Events ein geselliges Jassturnier statt, bei welchem vor allem die Freude am Spiel im Mittelpunkt steht. Gespielt wird ein Partnerschieber mit deutschen Karten. Zu gewinnen gibt es Gutscheine im Gesamtwert von über 700 Franken sowie viele weitere kleine Preise. Anmelden kann man sich bis Dienstag, 1. November. (pd.) Mittwoch, 2. November, 16 bis 18 Uhr: Konzert Linda Fäh und Stefan Ross. Donnerstag, 3. November, 14 bis 16 Uhr: Lotto-Nachmittag. Freitag, 4. November, 18 bis 20 Uhr: Marc Pircher, Konzert. Samstag, 5. November, 18 bis 20 Uhr: Jassturnier. Infos: www.emmencenter.ch.


sport

Mit Erfahrung, Konstanz und Glück zum Triumph Crocodile Trophy: Gesamtsieg für Urs Huber

Urs Huber (vorne) konnte seinen härtesten Konkurrenten Sébastien Carabin bis zum Schluss der Cocodile Trophy auf Distanz halten. (Bild Regina Stanger)

Die Erfolgsbilanz von Urs Huber in Australien und überhaupt in dieser Saison kann sich sehen lassen. Mit fünf Etappensiegen gewann der Mettmenstetter nach 2009, 2010 und 2015 zum vierten Mal die Crocodile Trophy im Bundesstaat Queensland. ................................................... von martin platter Dem zweitplatzierten Belgier Sébastien war die Enttäuschung im Ziel auf der Four Mile Beach in Port Douglas anzusehen. Hätte er keine Krise auf der zweiten von acht Etappen gehabt, wäre der 27-Jährige womöglich als Sieger aus dem Rennen gegangen. Mit Hätte und Wäre werden jedoch keine Rennen gewonnen. Das sah schliesslich auch der Belgier ein. Er sagte denn auch: «Hinter Urs Huber, einem der weltbesten Marathon-Biker den zweiten Platz zu gewinnen, ist keine Schande.» Huber indes beschränkte seine Taktik auf den letzten beiden Teilstücken darauf, Carabin nicht aus den Augen zu verlieren und in den Abfahrten keine unnötigen Risiken mehr einzugehen. Das klappte so gut, dass der 31-Jährige sogar beide Etappen vor Carabin gewinnen konnte. Vor allem beim letzten Teilstück, einem Zeitfahren von Wetherby Station über 30 km nach Port Douglas, war dies keineswegs selbstverständlich. Der Abschnitt wies lediglich 250 Höhenmeter auf

und wäre damit eigentlich auf Crosscountry-Spezialist Carabin zugeschnitten gewesen.

Sensationelle Saison-Bilanz Doch es kam auch diesmal anders. Als Führender konnte Huber das Zeitfahren als Letzter in Angriff nehmen. Er wusste, dass sein Vorsprung von 101 Sekunden reichen müsste, würde er nicht einen kapitalen Defekt am Mountainbike erleiden. Er minimierte das Risiko in den Abfahrten deshalb auf ein Minimum und powerte dafür bergauf und auf den Flachstücken umso mehr. Das Vorhaben klappte. Der Leistungsträger des Radrennclubs Amt konnte dem Belgier am Schluss sogar noch fünf Sekunden abnehmen und den fünften Etappensieg an der diesjährigen Crocodile Trophy einfahren. «Ich bin überglücklich, dass ich erneut den Gesamtsieg holen konnte», sprudelte es im Ziel auf der Four Mile Beach aus Huber heraus. Es war der Abschluss der bisher erfolgreichsten Saison in der zwölfjährigen Karriere des Marathon-Profis, die damit so zu Ende ging, wie sie begonnen hatte: mit einem Sieg. Insgesamt stand Huber heuer 23 Mal zuoberst auf dem Podest, zählt man auch noch die Etappensiege an den vier Mehrtagesrennen mit, von denen er drei als Sieger beendet hatte – eine wahrhaftig sensationelle Bilanz. Weitere Infos unter www.crocodile-trophy.com

ratgeber

Autofahren in der dunklen Jahreszeit Im Herbst und Winter sind Autofahrer wesentlich häufiger im Dunkeln unterwegs. Umso wichtiger ist es, dass die Lichtanlage in Ordnung ist. Schnee, Regen und Nebel – die dunkle Jahreszeit macht es Verkehrsteilnehmern nicht einfach. Damit Autofahrer weiterhin den Durchblick behalten, sollten sie jetzt ihr Licht am Auto prüfen lassen. Funktionsfähige und richtig eingestellte Scheinwerfer sind in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Zum Beispiel können zu hoch

ausgerichtete Scheinwerfer den Gegenverkehr blenden. Zu niedrig positionierte dagegen verschenken ihr Potenzial und leuchten die Fahrbahn nicht richtig aus. «Ein Check von Fern- und Abblendlicht, Bremslicht, Nebellicht und Blinkern beim Garagisten sollte wie die Montage der Winterräder jährliche Routine sein», rät Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt beim Auto Gewerbe Verband Schweiz. Funktioniert eine Lampe nicht, müssen die kaputte Birne oder die durchgebrannte Sicherung so schnell wie möglich ausgetauscht werden. (pd.)


Sport

Dienstag, 1. November 2016

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WB findet zur Teamstärke zurück Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Mendrisio 2:0 (2:0) WB reagierte auf seine vor Wochenfrist erlittene Niederlage gegen Red Star grandios und bezwang Mendrisio ohne Wenn und Aber 2:0. Der Sieg war dank grossem Kampfgeist mehr als verdient. ................................................... von kaspar köchli

Claudio Antenen zieht vor dem heranbrausenden Verteidiger ab und erzielt das 2:0. (Bild Hansruedi Good)

Favoritenrolle gerecht geworden FC Affoltern – FC Zürich-Affoltern 5:1 (2:1) Der FC Affoltern hat den Schwung aus dem Sieg vergangene Woche mitgenommen und mit einer guten Leistung einen klaren Heimsieg eingefahren. Taktisch wurde den Spielern von Trainer Filipovic mitgegeben, dass sie die Gegner früh unter Druck setzen sollten. Dies wurde teilweise erfüllt. Chancen wurden herausgespielt, jedoch kamen auch die Gegner gelegentlich zu Möglichkeiten.

Einzelaktionen bringen Führung Das Mittel der Wahl in der ersten Halbzeit waren lange Bälle. Diese hatten zwar nicht immer die erhoffte Präzision, jedoch konnte in der 13. Minute Markanovic einen solchen sauber annehmen und ihn blitzschnell zu Ismajlaj in die Tiefe spielen, welcher eiskalt einnetzte. Der FCA spielte weiter offensiv und hatte allein in der 25. Minute drei Chancen den Ball zu versenken. Und nur drei Minuten später setzte der FCA erneut nach: ein Abschlag von Steiner wurde von Bilic perfekt in den Lauf von Antenen verlängert, welcher zuerst einen Verteidiger tunnelte und anschliessend souverän am Torhüter vorbei einschob. Kurz vor der Halbzeit machte sich der FCA jedoch das Leben nochmals schwer. In der 35. Minute gab es nach einer misslungenen Flanke des FC Zürich-Affoltern Abspracheprobleme in

der Defensive, wodurch ein Spieler ungedeckt blieb und auf 2:1 verkürzte.

Platzverweis ermöglicht erleichtertes Aufspielen Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm der FCA das Ruder in die Hand. Das Spiel wurde aber bereits in der 59. Minute vorentschieden: Nachdem ein Spieler des FC ZH-Affoltern in der 56. Minute die rote Karte bekam, nutzte Markanovic den Schock der Gegner aus und hämmerte in der 59. Minute einen Ball aus 20 Metern unter die Latte. Nun war sämtlicher Druck weg und der FCA kombinierte immer flüssiger und nutzte den entstandenen Raum, um das Spiel noch mehr zu kontrollieren. So wurde in der 76. Minute Stähli auf der linken Seite mit einem langen Ball in Szene gesetzt. Als er dann vor dem Torhüter stand, zeigte er Überblick und spielte zum freistehenden Ismajlaj ab, welcher seinen zweiten Treffer erzielte. Den Schlusspunkt setzte Stäger, nach einer Ballstafette am Strafraum. Er bekam einen Pass in die Tiefe, welchen er dann zum 5:1-Schlussstand versenkte. Patrick Hutzler

Am Samstagnachmittag lugte die Sonne zuerst scheu hinter den Wolken hervor, ehe sie sich strahlend präsentierte. Bei bestem Fussballwetter erwärmten sich die Zuschauer auch am starken Auftritt der Ämtler (auf Kunstrasen). Der von weit angereiste Gegner Mendrisio war ausgezeichnet in die Meisterschaft gestartet, blieb jedoch in den letzten Partien hinter den Erwartungen zurück – und kam auch jetzt nicht richtig in die Gänge. Das lag aber vor allem an WB, das von Beginn weg sein Bestreben auf drei Punkte mit aggressivem Spiel untermauerte.

Sehenswerte Treffer Trainer Dosch musste seinen gesperrten Captain Gouiffe à Goufan ersetzen – und überraschte mit der Startnomination des jungen «Eigengewächses» Berisha. Der 20-Jährige integrierte sich gut und bedankte sich mit einer tollen Leistung für das Vertrauen. Schon mit dem ersten gepflegten Angriff nach zwei Minuten erarbeitete sich WB eine kapitale Chance. Plötzlich lag der Ball einschussbereit vor dem wendigen Le Bigonsan, der «erschrocken» darüber schoss. WB holte kurze Zeit später das Versäumte nach. Wiederum wurde mit einer sauberen Ballstafette das Mittelfeld überbrückt und Kurs Richtung Strafraum genommen. Am Schluss der Aktion stand der glänzend aufgelegte Gjergji, welcher den Ball

Kaum war wieder angepfiffen, vergab WB die endgültige Entscheidung, als Le Bigonsan am gut reagierenden Tessiner Torsteher Cataldo scheiterte. Die Rotschwarzen blieben konzentriert und lancierten ihre Vorstösse immer

Funktionierendes Kollektiv Der FCWB verdiente sich den Sieg als gut funktionierendes Kollektiv und fand damit zu seiner alten Teamstärke zurück. Captain Studer meinte: «Wir spielten von Beginn weg ruhig und auch klug – jeder kämpfte für jeden.» Und Trainer Dosch fügte an: «Es war auch in den letzten Spielen nicht alles schlecht, umso schöner, dass sich die Mannschaft jetzt mit drei Punkten belohnen konnte.» Das letzte Vorrundenspiel am nächsten Sonntag in Winterthur hat kapitalen Charakter. Der FCWB als Zwölfter trifft auf die einen Rang hinter ihm liegenden Eulachstädter. Moos, 120 Zuschauer, WB – Mendrisio 2:0. Thaler; Badalli, Studer, Bozic, Waser; Hotnjani, Berisha (75. Peter), Le Bigonsan (88. Dukhnich), Schneebeli, Constancio (77. Siefkes); Gjergji. Tore: 17. Gjergji 1:0; 34. Le Bigonsan 2:0.

Beide Teams des FC Hausen haben unentschieden gespielt

Tore: 13. L. Ismajlaj 1:0, 29. C. Antenen 2:0, 37. Y. Hofstetter 2:1, 59. M. Markanovic 3:1, 76. L. Ismajlaj 4:1, 82. J. Stäger 5:1. FCA: Steiner, Luchsinger, Sq.Bala, Matteo, Stäger, Good, Ismajlaj, C. Antenen, Markanovic (Stähli), Nikic (Kaufmann), Bilic. Nicht eingesetzt: Vanetta, Salis.

Sowohl die Spitzenmannschaft als auch das Frauenteam des FC Hausen sind am Sonntag zu Hause im Jonentäli unentschieden aus ihren Matches gegangen. Die Frauen gegen den FC FeusisbergSchindellegi glücklich; bei den Männern wäre gegen den FC Horgen 2 mehr dringelegen. ................................................... von martin platter

Der Eishockeyclub AffolternHedingen ist mit zwei eindeutigen Niederlagen in die Saison gestartet.

Der FC Hausen 1 spielte im vorletzten Spiel der Saison gegen den FC Horgen 2. Vor einer Woche hatten die Oberämtler Drittligisten auswärts gegen den FC Wiedikon ZH ein 6:1 kassiert. Das Spiel gegen die Aufsteiger des FC Horgen 2 begann tatsächlich turbulent. Zuerst wurde der Trainer der Gäste wegen lautstarker Kritik gegen einen Schiedsrichterentscheid vom Schiri von der Seitenlinie verbannt. Wenig später kassierte der Horgener Stürmer Valmir Mehukaj Gelb wegen einer Schwalbe. Was ihn allerdings nicht daran hinderte, vier Minuten vor der Pause den Führungstreffer für die Gäste zu schiessen. Nach einer Flanke tauchte der Stürmer plötzlich alleine vor dem Tor von Mischa Bircher auf.

Im zweiten Spiel unterlag Affoltern dann den Limmattal Wings mit 2:7 (1:3, 0:3, 1:1). Da Affoltern nur gerade

WB bleibt konzentriert

wieder auf dem rechten Korridor durch Gjergji. Ab der letzten Viertelstunde versuchte Mendrisio etwas zu bewirken. Bei den einzigen guten Chancen scheiterte ihr Goalgetter Vinatzer zweimal. Das «Schlusswort» hatten die Ämtler, als Siefkes Freistoss den Pfosten touchierte.

Ausgeglichene Partien mit hektischen Ende

EHC Affoltern-Hedingen mit Niederlagen

Zu wenige Spieler

scharf und überlegt in der Tessiner Torecke unterbrachte. Anders als im letzten Spiel, in dem WB nach der 1:0-Führung die Arbeit quasi einstellte, marschierte es nun weiter munter nach vorn. «Wir sind wieder gierig aufs Toreschiessen, so muss es sein,» frohlockte ein heimischer Zaungast. Zwischendurch machte sich Mendrisio bemerkbar, den Freistössen seiner Nummer 10, Mascazzini, fehlte es aber zweimal an Präzision. Besser machte es WB. Den schönsten Angriff des Spiels krönte Le Bigonsan mit einem fulminanten Geschoss in den Tessiner Netzhimmel, zum 2:0 (34. Minute). Zehn Minuten später waren die Ämtler gedanklich wohl schon beim Pausentee, als sie Mendrisios schnellen Sarr entwischen liessen. WB-Keeper Thaler sprintete aus dem Tor, verkürzte den Winkel lehrbuchmässig und vermochte den Ball mit den Fingerspitzen abzulenken.

Sportanlage Moos, 90 Zuschauer

Saisonstart missglückt

Den Saisonstart hat sich das Team des EHC Affoltern-Hedingen (4. Liga) resultatmässig anders vorgestellt. Im ersten Heimspiel setzte es gegen die ZSC Lions II eine 1:10-Niederlage (0:3, 0:3, 1:4) ab. Das Ergebnis widerspiegelte jedoch das Spielgeschehen nicht richtig, denn auch die Affoltemer hatten ihre Chancen, aber es fehlte also auch an der Effizienz. Zudem war der Affoltern-Goalie nach einer langen Verletzungspause noch überhaupt nicht in Form und liess zu viele haltbare Treffer zu.

Cataldo kann nur staunen, wie das Geschoss von WBs Le Bigonsan (ganz links) im Lattenkreuz landet. (Bild Kaspar Köchli)

sieben Spieler aufbieten konnte – neben vielen Verletzten kamen auch noch Grippeausfälle dazu – war von Beginn weg klar, dass Punkten unter diesen Voraussetzungen schwer werden würde. Und so kam es mit nur gerade sieben Feldspielern auf dem Matchblatt denn auch. Hätten die Säuliämtler mit Vollbestand spielen können, hätte das Resultat wohl anders ausgesehen. Aber immerhin konstatierte der AffolternHedingen-Coach-Präsident Werner Reiterhauser erfreut: «In meiner Zeit bei Affoltern habe ich noch nie ein Spiel erlebt, bei dem es keine Strafe gab. Und ich bin bei diesem Club mittlerweile seit 35 Jahren dabei.» Nun haben die Spieler des EHC Affoltern-Hedingen etwas Zeit, um Verletzungen oder Krankheiten auszukurieren. Das nächste Heimspiel gegen Luzern II tragen die Affoltemer am 6. November, um 14.45 Uhr, in der Academy-Arena in Zug aus. (pd.)

Erst am Schluss der Weckruf Das wirkte allerdings erst später wie ein Weckruf bei den Hausemern.

Hausens Stürmer Pascal von Aesch schiesst wuchtig ein zum 1:1-Ausgleichstreffer gegen den FC Horgen 2. (Bild Martin Platter) Mischa Bircher musste sich fünf Minuten nach der Pause bereits wieder mächtig strecken, damit die Gäste nicht noch weiter davonzogen. Beide Mannschaften kamen immer wieder zu guten Abschlüssen, die jedoch in den Händen der Goalies landeten. Erst in der 70. Minute schaffte Hausens Stürmer Pascal von Aesch aus einem Zweikampf heraus den sehenswerten Anschlusstreffer. Nun war endgültig Feuer im Dach. Doch der Sturmlauf der Hausemer scheiterte entweder an der Torumrandung – Verteidiger Michael Wüst traf mit einem wuchtigen Schuss nur die Latte – oder am reflexstarken Goalie Patrick Füeg, der

das 1:1 für die Gäste über die Zeit rettete. Die Hausemer verliessen den Platz mit der Gewissheit, dass der Sieg durchaus dringelegen wäre. Auch das Spiel des Hausemer Frauen-Fanionteams in der 4. Liga gegen den FC Feusisberg-Schnidellegi 1 begann animiert – allerdings zunächst mehr für die Gäste, die prompt in der 32. Minute in Führung gingen. Es war das erste Gegentor der Saison für den Tabellenführer aus dem Oberamt! Doch die Hausemerinnen liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. In der 71. Minute glich Daniela Guidon mit einem sehenswerten Kopfballtor aus zum 1:1-Schlussstand.


Schulen/Kurse

Veranstaltungen Generalversammlung Skiclub Hausen a. A. Samstag, 5. November, um 20.00 Uhr im GEMEINDESAAL Hausen Gäste und Interessenten für eine Neumitgliedschaft (ab Jahrgang 2000) sind herzlich willkommen. Gratis-Nachtessen und Souvenirstand nach der Versammlung. Homepage: www.skiclub-hausen.ch

Grosse Hobbyund KunsthandwerkAusstellung mit Verkauf Waldmannhalle Baar Eintritt frei Samstag, 5. Nov. 2016 Sonntag, 6. Nov. 2016

11–18 Uhr 10–17 Uhr

Mini-Truck-Showfahren, Festwirtschaft www.hobby-verein-baar.ch

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