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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 86 I 168. Jahrgang I Dienstag, 4. November 2014

Herausforderungen

Schulraumplanung

Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern: Neue Kräfte und grosser Investitionsbedarf. > Seite 3

Gesamtentwicklungskonzept in Hausen: Gemeinderat will beste Variante empfehlen. > Seite 3

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Jugendpolitik Neue Serie im «Anzeiger»: Der Jugendbeauftragte des Bezirks im Interview. > Seite 8

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Was will die Jugend? 1. Runder Tisch «Jugend in Knonau – was gibt es, was braucht es?». > Seite 8

Ein Bezirksparlament für das Knonauer Amt? Öffentliche Podiumsdiskussion «Die Zukunft unserer Dörfer» in Hausen Liegt die Zukunft unserer Dörfer in einer Fusion von starken Einheitsgemeinden oder wird weiter auf starke Gemeindeautonomie bestanden? Die SP Hausen lud vergangenen Donnerstagabend zu einer öffentlichen Podiumsveranstaltung, in welcher auch die Bildung eines Bezirksparlamentes diskutiert wurde. ................................................... von urs e. kneubühl Nicht gerade gerappelt voll war der Gemeindesaal in Hausen, aber immerhin kamen am vergangenen Donnerstagabend gut 50 Interessierte zur öffentlichen Podiumsdiskussion der örtlichen SP. Die Veranstaltung versprach unter dem Titel «Die Zukunft unserer Dörfer» und mit Referenten wie dem Soziologen Prof. Dr. Ueli Mäder, dem Ottenbacher Kantonsrat Moritz Spillmann, und Charles Höhn, dem langjährigen Leiter Standortförderung Knonauer Amt, durchaus einiges an Aktualität und Brisanz. So verwunderte nicht, dass erfreulicherweise auch eine stattliche Anzahl an Behördenvertretern aus verschiedenen Bezirksgemeinden sich in Hausen einfand. Die kurzen Referate

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Auch Werbung An der Hauptübung der Feuerwehr Obfelden konnte das Publikum Hand anlegen. > Seite 10

Schulpflege Obfelden unter Druck Die Einführung von altersdurchmischtem Lernen (ADL) in allen Klassen der Primarschule Obfelden stiess am Informationsabend neben positivem Feedback auch auf heftige Kritik. Am vergangenen Donnerstagabend informierte die Obfelder Primarschulpflege über die Einführung von ADL-Klassen auf allen Stufen. Bisher wurden nur in der Hälfte der Klassen altersdurchmischt unterrichtet. Im Frageteil der Veranstaltung im Singsaal Chilefeld meldeten sich neben positiven auch viele kritische Stimmen. Die Schulpflege wurde teilweise heftig attakiert. (sas) ................................................... > Bericht und Kommentar auf Seite 7 anzeigen

Gemeindeversammlungen – schwach besucht, wenn keine eigenen Interessen tangiert sind. (Archivbild) der drei Podiumsteilnehmer brachten in der Folge informativ die einhellige Erkenntnis, dass Diskussionen um die Zukunft von Gemeinden zwingend nötig sind. Ebenso einhellig war die Meinung, dass dem scheinbar allgemeinen Politik-Verdruss, der – so die Referenten – unter anderem ebenso auf den Niederschlag von globalen Trends im lokalen Bereich, als auch auf die heutige Ich-Gesellschaft zurückzuführen sei, zwingend beizukommen nötig sein werde. Ueli Mäder, Ordinarius für

Soziologie an der Universität Basel, sieht denn auch grosse Chancen für die Gemeinden, die Zukunft innovativ zu gestalten und von den 08/15-Modellen wegzukommen. Kantonsrat Moritz Spillmann seinerseits titulierte die Gemeindeautonomie provokativ als Mythos und regte die Schaffung seines Bezirksparlaments an, «zur Stärkung der Selbstständigkeit der Gemeinden und der Mitwirkungsrechte». Charles Höhn seinerseits sieht innerhalb des Bezirks ebenfalls «andere

Feuer und Rauch rund ums «Rössli» Spektakuläre Schlussübung der Feuerwehr Knonaueramt Süd

Möglichkeiten der Zusammenarbeit als in den bisherigen Zweckverbänden». Grundsätzlich, so zeigte auch die von Franziska Sykora geführte, offene Diskussionsrunde, fehle es in den Gemeinden an richtigen politischen Auseinandersetzungen; selbst der Wahlkampf auf Gemeindeebene wurde in mehreren Voten als praktisch nicht existent reklamiert. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Kommandant Ueli Vollenweider (mit rotem Helm) war bei seiner letzten Schlussübung gefordert. (Bild Thomas Stöckli) Vom Apéro im «Käsekeller» des Restaurants Rössli direkt an den Autounfall vor dem Haus: Weite Wege musste Ueli Vollenweider am vergangenen

(kakö) ................................................... > Berichte und Kommentar auf Seite 21

Brandübergriff aufs Gasthaus hatte es in sich. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 10

zwischen dem 4. und 17. November grosse Rabatte auf eine breite Auswahl an Produkten. Kommen Sie zu uns und entdecken Sie Polstergruppen, Matratzen, Deko und Fernseher zu unglaublichen Preisen! Verpassen Sie nicht die Aktion 1 Tag = 1 unschlagbarer Preis. Attraktive Produkte aus unserem Sortiment sind jeweils an einem bestimmten Tag zu einem absoluten Tiefpreis erhältlich, solange der Vorrat reicht! Conforama – so schön wohnen, so günstig.

Spielabbruch in der 86. Minute wegen Nebels Der Fussballclub Wettswil-Bonstetten (1. Liga) führte gegen Balzers ab der 3. Minute 1:0. Im kampfbetonten Spiel schenkten sich beide Teams nichts. Ab der zweiten Halbzeit hielt starker Nebel auf dem Wettswiler Moos Einzug. Die zurückliegenden Liechtensteiner reklamierten beim Schiedsrichter, dieser taxierte die Verhältnisse jedoch als regelkonform. Umso überraschender – es war keine Sichtverschlechterung eingetreten – dann seine Entscheidung kurz vor Schluss, das Spiel abzubrechen. Wie die Partie gewertet wird, liegt nun in den Händen des Fussballverbands. Der FC Affoltern (3. Liga) gewann das Derby gegen die zweite Mannschaft Wettswil-Bonstettens standesgemäss mit 2:0. Der unangefochtene Tabellenleader war seinem Nachbarn auf dessen Platz in allen Belangen überlegen. Der FCA schloss damit die Vorrunde mit seinem zehnten Sieg im elften Spiel ab.

Freitagabend nicht machen. Gefordert wurde der abtretender Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd trotzdem. Das Szenario mit dem

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Affoltern am Albis Submission (offenes Verfahren)

Sekundarschulgemeinde Bonstetten Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A.

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil am Albis, werden in den Mehrzweckraum des Sekundarschulhauses «Im Bruggen», Trakt D, Bonstetten, eingeladen am:

– Bauvorhaben: Gesamtsanierung Schulhaus Ennetgraben, Affoltern am Albis – Leistungen – BKP 222/223/224 – Spenglerarbeiten/Blitzschutz/Bedachungsarbeiten – BKP 283 – Deckenbekleidungen – BKP 285 – Malerarbeiten – Bezug der Ausschreibungsunterlagen: www.simap.ch

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 20.15 Uhr zur Behandlung des folgenden Geschäfts: 1. Genehmigung des Budgets 2015 und Festsetzung des Steuerfusses Der Antrag und die Akten sowie das Stimmregister liegen auf den Gemeindekanzleien der Kreisgemeinde ab 11. November 2014 während der Bürozeiten zur Einsicht auf. Die Weisungsbroschüre wird nicht mehr automatisch in alle Haushalte der Kreisgemeinde verteilt. Die Broschüre kann bei den Gemeinden und der Schulverwaltung abgeholt werden. Zusätzlich kann sie auf www.sek-bonstetten.ch als PDF heruntergeladen werden. Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz sowie dem Gesetz über die politischen Rechte vom 1. September 2003. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Sekundarschulpflege spätestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung schriftlich einzureichen. Bonstetten, 4. November 2014 Sekundarschulpflege Bonstetten

Einladung zu der am 3. Dezember 2014 im Saal der Engelscheune (Dorfplatz) stattfindenden Orientierung über die gemeinderätlichen Legislaturziele und den nachfolgenden Gemeindeversammlungen 20.00 Uhr Politische Gemeinde Orientierung Legislaturziele Gemeinderat 20.30 Uhr Gemeindeversammlung Genehmigung Voranschlag 2015 (Festsetzung Steuerfuss 90%) 20.45 Uhr Evang.-ref. Kirchgemeinde Gemeindeversammlung: 1. Genehmigung Voranschlag 2015 (Festsetzung Steuerfuss 14 %) 2. Zustimmung für die Gesprächsaufnahme durch die Kirchenpflege mit umliegenden Kirchgemeinden betreffend einer zukünftigen Zusammenarbeit

Die Stimmberechtigten unserer Gemeinde werden auf Mittwoch, 3. Dezember 2014, 20.15 Uhr, Turnhalle Loomatt, zur

Gemeindeversammlung eingeladen. Traktanden: 1. Voranschlag 2015 der Politischen Gemeinde und Festsetzung des Steuerfusses 2. Umfrage und Verschiedenes

Bestattungen Affoltern am Albis

Angela Kaufmann-Da Rugna geb. 27. November 1929, von Triengen LU, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Grossmatt 10. Urnenbeisetzung am Donnerstag, 13. November 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH.

Anfragen im Sinne von § 51 Abs. 2 des Gemeindegesetzes sind bis spätestens Ende Woche 47 an den Gemeinderat oder an die evang.-ref. Kirchenpflege schriftlich einzureichen. Im Auftrag der Behörden Gemeindeverwaltung Rifferswil Rifferswil, 4. November 2014

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TODESANZEIGE In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem geliebten Vater, Schwiegervater und Opa

Hans Seematter-Huggel

Bestattungsamt Affoltern am Albis

24. März 1926 – 28. Oktober 2014

Hausen am Albis

Du wurdest von Deinen Leiden, die Du mit bewundernswerter Würde getragen hast, erlöst und durftest friedlich einschlafen. Wir sind dankbar für die schöne Zeit, die wir zusammen mit Dir verbringen durften. Deine Liebe und Fürsorge und die Erinnerung an all das Schöne mit Dir wird stets in unseren Herzen weiterleben. Wir vermissen Dich unendlich.

Am 30. Oktober 2014 ist in Hausen am Albis gestorben:

Frutiger, Rosa Olga geb. 12. Mai 1930, von Oberhofen am Thunersee BE, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

Affoltern am Albis, 28. Oktober 2014

Die Abdankung findet auf Wunsch der Verstorbenen im engsten Familienkreis statt.

Hanspeter und Ruth Seematter-Schütz Markus und Violeta Seematter-Garzo Richard Seematter Victoria Seematter Verwandte und Freunde

Bestattungsamt Hausen am Albis

Der Trauergottesdienst findet am Montag, 10. November 2014, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt. Urnenbeisetzung anschliessend auf dem Friedhof.

Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz (LS 131.1) und nach dem Gesetz über die politischen Rechte (LS 161).

Für allfällige Spenden gedenke man der Spitex, Zentrum Affoltern am Albis, Postkonto 87-267156-1. Traueradresse: Hanspeter und Ruth Seematter-Schütz, Goldiger Berg 4C, 8910 Affoltern am Albis

Die Anträge und Akten sowie das Stimmregister liegen während der gesetzlichen Ankündigungsfrist (18. November bis 3. Dezember 2014) in der Gemeindekanzlei (Schalter Erdgeschoss) zur Einsicht auf. Broschüren mit detaillierter Erläuterung der Geschäfte der Gemeindeversammlung: Die Abonnenten werden ihr persönliches Exemplar bis am 18. November 2014 erhalten. Solange Vorrat können Reserveexemplare im Gemeindehaus oder bei der Poststelle bezogen werden. Zudem steht die Broschüre während der gesetzlichen Ankündigungsfrist im Internet zur Verfügung (www.stallikon.ch/ gemeindeversammlung).

Wir lassen nur die Hand los – nicht aber den Menschen.

DANKSAGUNG Wir danken herzlich für die Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserer geliebten

Ursula Richnovsky-Maier 8. Juli 1947 – 23. September 2014

Stallikon, 4. November 2014

entgegennehmen durften. Herzlicher Dank gilt Euch allen für die Begleitung auf ihrem letzten Weg, für Eure tröstenden Worte in persönlichen Briefen und Karten, für all die Zeichen der Liebe und Freundschaft. Namentlich danken wollen wir für die Spenden an karitative Institutionen sowie die Beiträge für einen späteren Grabschmuck. Unser Dank gilt auch Herrn Pater Bernhard Herzog für seine einfühlsamen Worte bei der Abdankungsfeier und Frau Marina Wehrli für den musikalischen Rahmen mit den persönlichen Akzenten.

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Hinweise Anträge und Unterlagen zu den vorstehenden Traktanden sowie das Stimmregister können ab dem 19. November 2014 in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Am 2. November 2014 ist in Schlieren ZH gestorben:

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. November 2014

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Neue Kräfte und grosser Investitionsbedarf Die Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern stellt sich den Herausforderungen der Zukunft Das unscheinbare Häuschen über der Allmend in Affoltern hat es in sich – oder besser gesagt unter sich: Die Anlage reicht nämlich mehr als zehn Meter in die Tiefe. Die 2800 m³ Wasser hier decken rund einen Tagesbedarf von Affoltern. Für 330 000 Franken wurde die grösste Reservoir-Anlage der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern (WVA) saniert, bekam ein Satteldach anstelle des undichten Flachdachs, dazu eine neue Fassade. Das Dachwasser sei ins Mauerwerk geflossen und habe über die Jahre den Verputz abgesprengt und Teile des Mauerwerkes beschädigt, erklärt Betriebsleiter Ueli Hug.

Reservoir Rohrenmoos reaktivieren Über Jahre hat sich die WVA auf das Netz konzentriert, nun stehen wieder die Anlagen im Fokus: Auf 5,3 Mio. Franken beziffert Renato Vincenti, im Vorstand der Genossenschaft für die Anlagen und das Leitungsnetz zuständig, den Investitionsbedarf für Reservoirs, Pumpwerk und Quellen in den nächsten fünf Jahren. Weitere 7 Mio. Franken dürften gleichzeitig in den Leitungsbau und ein zusätzliches Reservoir fliessen. Konkret geht es um das Reservoir Rohrenmoos, zwischen der Unteren Allmend und der Jonentalstrasse, welches vor Jahren ausser Betrieb gesetzt wurde und nun reakti-

viert werden soll. Schliesslich kommen im Jonental aus verschiedenen Quellen pro Minute rund 700 Liter Wasser zutage. Überhaupt deckt Affoltern mehr als die Hälfte seines Wasserbedarfs aus Quellen – 36 sind es insgesamt.

Neu eingekleidet und elektrisch mobil Aus dem operativen Team der WVA hat sich René Steiner nach 25 Jahren in die Pension verabschiedet. Für ihn hat Dominik Grab die Aufgaben des Brunnenmeisters übernommen. Anlagewart Tobias Rösti und Jean-Claude Bulliard ergänzen das Team, welches auch gleich neu eingekleidet wurde. Grund ist primär die Arbeitssicherheit: Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit, wenn die WVA-Mitarbeiter etwa am Strassenrand einen Hydranten oder Schieber bedienen. Zudem geben die Mitarbeiter in der neuen Kleidung ein einheitliches Bild ab. Der Wiedererkennungswert ist auch beim neuen Arbeitsfahrzeug von Betriebsleiter Ueli Hug gewährleistet. Spritzwasser-Aufkleber machen es zum Hingucker, zu hören ist der Renault Zoe allerdings fast nicht. Für die Kurzstrecken-Fahrten im Dorf sei das Elektrofahrzeug bestens geeignet, verrät Ueli Hug: «Es reicht, wenn ich es einmal pro Woche auflade.» (tst.)

Von links: Renato Vincenti, Jean-Claud Bulliard, Tobias Rösti, Dominik Grab, Ueli Hug und im Fenster Klara Schaub. (tst.)

Die Schulraumplanung läuft Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

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Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hausen Nach Vorliegen der Raum- und Bedarfsanalyse werden durch eine Begleitgruppe, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates, Primarschulpflege und einzelner Nutzergruppen, räumliche Betriebskonzepte für die Schulanlagen in den beiden Ortsteilen Hausen und Ebertswil erstellt. Ziel ist es, dem Gemeinderat die möglichen Varianten inklusive des geschätzten Investitionsvolumens aufzeigen und die beste Variante in Form eines Gesamtentwicklungskonzeptes empfehlen zu können.

Gemeindeverwaltung Als Lernender für die kaufmännische Ausbildung 2015/2018 wurde Ramon Vollenweider, Hauptikon, gewählt. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Ramon Vollenweider bereits heute herzlich willkommen und freuen sich auf eine erfolgreiche Ausbildungszeit. Am 1. November 2014 feiert Priska Wetli ihr Dienstjubiläum. Der

Gemeinderat gratuliert Priska Wetli, Abwartin Kindergarten Gomweg, zu ihren 15 Jahren «im Dienste aller». Der Gemeinderat bedankt sich für ihren kompetenten und hilfsbereiten Einsatz in dieser Zeit und wünscht ihr weiterhin viel Freude und Elan bei ihrer täglichen Arbeit.

Gebührentarif Sammelstelle Chratz Der geltende Gebührentarif der Sammelstelle Chratz aus dem Jahr 2011 überarbeitete die beratende Umweltkommission und genehmigt der Gemeinderat. Die bisherigen Unkostenbeiträge für das Abliefern von Altmetall, Velos, Elektrogeräte sowie Leuchtstoffröhren und Sparlampen in der Sammelstelle Chratz werden ab 1. Januar 2015 erlassen, um der Bevölkerung das kostenlose Entsorgen des oben erwähnten Materials zu ermöglichen. Die restlichen Gebühren (Sperrgut) werden nicht geändert. Gleichzeitig beschloss der Gemeinderat Hausen

am Albis an der Sammelstelle Chratz ab 1. Januar 2015 PET-Getränkeflaschen entgegenzunehmen.

Geschwindigkeitskontrollen Die Kantonspolizei Zürich führte in der Zeit vom 17. bis 23. September 2014 in Hausen am Albis Geschwindigkeitskontrollen durch. In dieser Zeit wurden insgesamt 7623 Fahrzeuge kontrolliert, daraus resultierten 94 Übertretungen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 72 km/h (anstelle der signalisierten 50 km/h). Die Gemeindepolizei Affoltern am Albis führte am 10. September 2014 und 12. September 2014 in Hausen Geschwindigkeitskontrollen durch. In dieser Zeit wurden 960 Fahrzeuge kontrolliert, daraus resultierten 134 Übertretungen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 81 km/h (anstelle der signalisierten 50 km/h).

Kommunales Naturschutzinventar Im Frühling 2012 startete eine Begleitgruppe mit der Überprüfung des kommunalen Naturschutzinventars aus dem Jahr 1985. Bei jeweiligen Begehungen im Feld wurden die Objekte beurteilt und neu eingeteilt. Das Naturschutzinventar zeigt sämtliche schutzwürdigen Objekte in der Gemeinde auf. Es dient den Behörden als Grundlage für Schutzerlasse und hilft bei der Beurteilung von Bauvorhaben, welche den Bereich Natur- und Landschaftsschutz tangieren. In diesem Inventar sind alle grösseren schützenswürdigen Flächen und die landschaftlich bedeutungsvollen Hecken, Gehölze, Feucht- und Trockenstandorte enthalten. Mittels Anreizsystem und Vereinbarungen mit den jeweiligen Besitzern, kann die Qualität und Pflege nachhaltig gefördert werden. (Bo.)


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Wir sind ein international tätiger Schmiedebetrieb in der Metallbranche mit ca. 150 Mitarbeiter/-innen. Wir stellen Schmiedeteile für unsere Kunden in der ganzen Welt her. Zur Verstärkung unseres Lehrlingsteams suchen wir Auszubildende in folgenden Ausbildungsberufen

Lehrstelle als Produktionsmechaniker EFZ Fachrichtung Industrieschmied Lehrstelle als Produktionsmechaniker EFZ Fachrichtung Drehteilefertigung Produktionsmechaniker ist ein Beruf für praktisch und handwerklich begabte Menschen. Sie verarbeiten Metalle zu Werkstücken, die in Maschinen, Anlagen und Geräten eingebaut werden. Schmiedebereich. Fachrichtung Industrieschmied: Im ersten Lehrjahr absolvierst du eine mechanische Grundausbildung, anschliessend wechselst du in die Schmiedeabteilung, wo du in verschiedenen Abteilungen lernst, Schmiedeteile bis vier Tonnen mittels Schwerstbearbeitungsmaschinen herzustellen. Fachrichtung mechanische Bearbeitung: Du wirst in den vielfältigen Bereichen der mechanischen Bearbeitung ausgebildet. Diese umfasst die Herstellung von Werkstücken in Handarbeit, an konventionellen Maschinen und an computergesteuerten Bearbeitungszentren. Voraussetzungen: Abgeschlossene Volksschule Sek. B, mittleres Niveau, jedoch gute Leistungen in Mathematik Sprachkenntnisse: Deutsch mündlich und schriftlich gut Ausbildungsdauer: 3 Jahre Handwerkliches Geschick, Freude an Arbeiten mit Metall, technisches Verständnis, Anforderungen: gutes Vorstellungsvermögen und Pünktlichkeit. Du kannst jederzeit bei uns Schnuppertage absolvieren. Vereinbare einfach einen Termin mit uns, und schon kannst du interessante und lehrreiche Eindrücke deiner künftigen Ausbildungsstelle gewinnen. Sollten wir dein Interesse geweckt haben, so sende uns bitte deine schriftliche Bewerbung mit Kopien aller OberstufenSchulzeugnisse, Basic Check oder Multicheck an: SCHMIEDEWERK STOOSS AG Frau Margrit Stöckli/Leiterin Personalwesen Maienbrunnenstrasse 8 8908 Hedingen Telefon +41 (43) 322 62 00 margrit.stoeckli@stooss.com


Bezirk Affoltern

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Eigene Stärken pflegen und neue Formen für Gemeinden suchen «Die Zukunft unserer Dörfer» – ein spannendes Podium der SP Hausen

In Hausen referierten und diskutierten am vergangenen Donnerstagabend v. l. Kantonsrat Moritz Spillmann, Prof. Dr. Ueli Mäder (am Mikrofon), Moderatorin Franziska Sykora und Charles Höhn, langjähriger Leiter Standortförderung Knonauer Amt, öffentlich über «Die Zukunft unserer Dörfer». (Bild Urs E. Kneubühl)

Wie sieht die Zukunft unserer Dörfer aus, wenn das Interesse am Engagement, Dorfleben und -politik mitzugestalten, schwindet? Über diese Frage referierten und diskutierten in Hausen Prof. Dr. Ueli Mäder, Kantonsrat Moritz Spillmann, Ottenbach, und Standortförderer Charles Höhn, Bonstetten, vergangenen Donnerstag öffentlich. ................................................... von urs e. kneubühl «Dörfliche Strukturen sind seit längerer Zeit einem grossen Wandel unterworfen. Viele Begegnungsstätten verschwinden, Post- und Bahnschalter, Läden oder Beizen schliessen. Vereine und Parteien klagen über Nachwuchsmangel und es ist zunehmend schwierig, für die Übernahme politischer Mandate Leute zu finden…» stellt – nicht nur – die sozialdemokratische Ortsgruppe Hausen fest und fragt sich: «Was braucht es, um das Zusammenleben in den Dörfern, die sozialen Netzwerke und den kulturellen Austausch weiter zu entwickeln?» Zur breiten Auseinandersetzung mit dem Thema und den daraus resultierenden Fragen lud sie daher vergangenen Donnerstagabend zu einer öffentlichen Veranstaltung. Ein gutes halbes Hundert an interessierten Zuhörern fand sich dazu im Gemeindesaal Hausen ein, darunter – wie die Veranstalter erfreut feststellen durften – etliche amtierende Gemeinderäte aus einigen Bezirksgemeinden.

Mäder: «Zukunft ist offen, aber sie muss innovativ sein» Auf Dörfer komme eine spannende Zeit mit grossen Chancen zu, hielt der Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder in seinem Inputreferat fest. Vorerst al-

lerdings warf der Ordinarius für Soziologie an der Universität Basel einen Blick in die Geschichte unserer Gesellschaft und bilanzierte: «Die Chance, eine hohe Lebensqualität zu realisieren, war noch nie so gross wie heute. Aber obwohl der Reichtum zunimmt, sinkt gleichzeitig der Wille für Sozialausgaben. Die Vermögensverteilung bricht seit 1989 auf und die finanzielle und damit soziale Kluft in der Schweiz vergrössert sich.» Das Verhältnis von Kapital und Arbeit habe sich stark verschoben und der Wert der Arbeit werde heute alleine durch den Markt definiert. In keinem Land habe zudem eine solche Konzentration des Vermögens stattgefunden wie in der Schweiz. Mäder hält dazu fest: «Diese Entwicklungen bergen Gefahren. Sie führen zu Wut und damit zu einer Verstärkung von autoritären, fundamentalen Strömungen.» Globale Trends würden sich auch im lokalen Bereich niederschlagen, meinte der Basler Soziologieprofessor und das gelte es auch bei der Diskussion um die Zukunft der Dörfer zu beachten. «Die Zukunft ist offen, aber wenn man diese mitgestalten will, muss man zwar die eigenen Stärken pflegen, aber von 08/15-Modellen wegkommen, innovativ sein und neue Formen suchen.»

beim Kanton. Zudem wird mit dem Beibehalten dieser falschen Vorstellung die Demokratie geschwächt und wir verpassen damit die Zukunft.» Aufgaben wie Langzeitpflege, Verkehr, Sozialdienst, Energie, Raumplanung, Entsorgung, Bau- und Zonenordnung oder im Bezirk auch Spitalversorgung und Standortförderung seien nicht gemeindeautonom zu denken. Entsprechend müssten Probleme und Herausforderungen längst mindestens regional angegangen und auch so gelöst werden. Zweckverbände sieht Spillmann dabei allerdings als «Krücken, die den Schein der Gemeindeautonomie aufrechterhalten», während die Ausgliederung der Aufgaben Intransparenz schaffe und eine effektive Steuerung durch die Politik verunmögliche. Als mögliche Lösung sieht der Ottenbacher Kantonsrat einen Zusammenschluss zur Bezirksgemeinde: «Will das Säuliamt die eigene Zukunft gestalten – und um das geht es in der Gemeindeautonomie – dann dürfen wir uns nicht in 14 einzelnen Gemeindeperspektiven verzetteln. Erst mit einer Bezirksgemeinde sind wir in der Lage, die Zukunft anzupacken – autonom und selbstbestimmt, nach innen wie nach aussen.»

Spillmann: Provokante Thesen – Gemeindeautonomie als Mythos

Der langjährige Leiter der Standortförderung Knonauer Amt, Charles Höhn aus Bonstetten, vermutet die Tatsache, dass etwa Budget-Gemeindeversammlungen schwach besucht sind, während spezielle Themen die Stimmbürger zu mobilisieren vermögen, als ein erstes Indiz der heutigen Ich-Gesellschaft. «Man hat Ansprüche und man nimmt – sprich: konsumiert –, aber ist nicht bereit, sich für mehr einzusetzen, als für sich selbst. Also geht man an jene Gemeindeversammlungen, in denen es um Geschäfte geht, die einen ganz persönlich auch betreffen oder

Der Ottenbacher SP-Kantonsrat Moritz Spillmann hat heuer im «Anzeiger» bereits seinen Standpunkt bezüglich der Situation der Dörfer vertreten. Sein Tenor: «Wir leben die Gemeindeautonomie und Gemeindedemokratie als Mythos, was die Sicht auf Probleme und die Entwicklung von Lösungen verstellt. Das Beharren auf diesem Mythos führt zu Zentralisierung, denn je weniger die Gemeinden die Aufgaben effektiv und gut erfüllen können, desto eher werden diese zentralisiert

Höhn: «Ich-Gesellschaft lässt sich nicht mit Fusionen ändern»

an denen man ein persönliches Interesse hat.» Innerhalb des Bezirks Affoltern sieht Höhn – trotz guter Beispiele an Zweckverbänden, wenn auch wenigen – heute «andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die bezüglich Kosten und Bürgerdistanz gut dastehen». Sein Fazit ist ein bedingtes Ja zu Gemeindefusionen, wenn diese aus der Bevölkerung der entsprechenden Gemeinden gesucht, respektive von dieser getragen werden. «Eine Zusammenarbeit oder Verwaltungsgemeinschaft zur Effizienz- und/oder Kompetenzsteigerung kann jederzeit zwischen zwei und mehreren Gemeinden umgesetzt werden. Es braucht dazu nicht einmal einen Zweckverband, Gemeinderatsbeschlüsse reichen.» Dies bedinge allerdings, dass genügend, «hoffentlich gut geeignete» Bürger für die Mitarbeit in Behörden, Kommissionen und Arbeitsgruppen gefunden würden. Der langjährige Standortförderer sieht dabei allerdings das egoistische Verhalten der heutigen Gesellschaft als Hindernis. «Das zentrale Problem ist die heutige Gesellschaft, wo jeder zuerst für sich schaut, gleichzeitig Forderungen stellt und für alles, was schief läuft, jemanden anders schuldig macht. In diesem Sinne haben gerade Schuldzuweisungen an die Behörden fast schon Tradition. Und diese Ich-Gesellschaft lässt sich nicht durch Gemeinde-Fusionen ändern. Hier braucht es einen anderen Ansatz und eine andere Diskussion.»

Diskurs fehlt in vielen Gemeinden – Aufbau eines Bezirksparlamentes Der Einbezug der interessierten Zuhörerschaft gelang anschliessend unter der Moderation von Franziska Sykora reibungslos und gut. Etliche Zuhörer, darunter auch Behördenmitglieder, nahmen die von der Referenten vertretenen Ansichten und Meinungen auf und äusserten sich beipflichtend

oder kontrovers. Die Aussage von Referent Moritz Spillmann «Es fehlt an politischem Wettstreit, an Auseinandersetzung über die Zukunft in den Gemeinden und im Bezirk» etwa unterstützte der Bonstetter FDP-Gemeinderat Frank Rutishauser: «Ein echter Diskurs fehlt tatsächlich in vielen Gemeinden, weshalb selbst der Wahlkampf kaum mehr als Wettstreit der Ideen stattfindet. Der SP gebührt daher Dank für diese Veranstaltung, welche eine solche Auseinandersetzung ermöglicht. Und Affolterns Gemeindepräsident Clemens Grötsch hakte bei der Frage nach der Zusammenarbeit auf Bezirksebene am Beispiel eines möglichen zukünftigen MittelschulStandortes in Affoltern ein: «Die Idee, von der sowohl der Bezirk, als auch die 14 Gemeinden profitieren könnten, fand in der Zürcher Planungsgruppe Knonauer Amt bei den Vertretern sämtlicher Bezirksgemeinden Anklang und Zustimmung, weshalb sich Affoltern auch beim Regierungsrat darum beworben und dafür stark gemacht hat. Im Rahmen der grossen Richtplan-Debatte im Kantonsrat allerdings setzten sich die beiden bürgerlichen Vertreter aus dem Säuliamt nicht vehement für eine Mittelschule in Affoltern ein und stimmten mit der, zugegeben, deutlichen Mehrheit der Prüfung einer Erweiterung der Kantonsschule Limmattal in Urdorf zu. Affoltern setzt sich zwar noch für den Bau einer Mittelschule im Bezirkshauptort ein, persönlich bin ich aber überzeugt, dass wir nun wieder für gut zwanzig Jahre abgekoppelt sind.» Martin Gallusser, Sozialvorstand Affoltern, seinerseits nahm die Idee eines Bezirksparlaments auf und forderte: «Seien wir mutig und machen wir es einfacher und besser. Warum also nicht ein Bezirksparlament aufbauen?» Die Frage blieb infolge der vorgerückten Zeit im Raum, dürfte aber da wie dort Ansatz zu bewegten Diskussionen geben.


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Dienstag, 4. November 2014

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kommentar

Altersdurchmischtes Lernen kommt Die Primarschule Obfelden führt ab Sommer 2016 nur noch altersdurchmischte Klassen

«Wutbürgertum» in Obfelden von salomon schneider

P

olitische Ämter sind exponierte Ämter. Was die Schulpflege der Primarschule Obfelden am vergangenen Donnerstagabend über sich ergehen lassen musste, war mehr als einfache Unzufriedenheit. Gerade gegen Ende der Informationsveranstaltung zu altersdurchmischten Lernformen wurden die Stimmen lauter und gehässiger. Es gab zwar auch für einige Pro-ADL-Voten Applaus, der Grossteil des Applauses entfiel aber auf Anti-ADLVoten. In Rage schreckten einige nicht vor persönlichen Angriffen zurück und steigerten sich richtiggehend in einen Diffamierungsrausch. Die Schüler der ADL-Klasse von Ursula Bosshard schreiben auf, was ihnen in dieser Woche gefallen hat und wo sie Schwierigkeiten hatten. (Bilder Salomon Schneider)

Am vergangenen Donnerstag informierten Schulleitung und Schulpflege der Primarschule Obfelden über die Einführung von altersdurchmischtem Lernen (ADL) für alle Klassen. An der Informationsveranstaltung im Singsaal Chilefeld meldeten sich auch kritische Stimmen. ................................................... von salomon schneider Werner Kurt, der Obfelder Primarschulpflegepräsident, begrüsste die Eltern und strich hervor, dass er sicher sei, dass den Eltern nichts mehr am Herzen liege als ihre Kinder. Es gelte aber, zu berücksichtigen, dass die Schulpflege möglicherweise eine andere Meinung vertrete als die Eltern: «Die Schule ist auch Sachzwängen ausgesetzt. Über Budget, Lehrplan und Klassengrössen können wir nicht entscheiden – da entscheidet das Volksschulamt.» Aufgrund dieser Sachzwänge und der Eignung von ADL für die Entwicklung der Kinder, habe die Obfelder Primarschulpflege einstimmig entschieden, in der gesamten Primarschule ab Sommer 2016 ausschliesslich altersdurchmischte Klassen einzuführen. Im Anschluss erörterte Schulleiter Kaspar Oettli die Geschichte der ADL an der Primarschule Obfelden. Im Jahr 2000 hat die Primarschule Obfelden

aufgrund extrem unterschiedlicher Klassengrössen ADL in zwei Klassen eingeführt. Seit 2006 führt die Primarschule Obfelden sieben ADL Klassen: «In beiden Unterrichtsformen kann hervorragend unterrichtet werden. Primär hängt der Erfolg von den Lehrpersonen ab. Wie geschildert, ist ADL in Obfelden organisch gewachsen.» Deshalb sei die breite Einführung von ADL nicht ein Experiment, sondern eine konsequente Weiterführung des eingeschlagenen Kurses. Die Primarschule Obfelden wolle die Kinder möglichst gut auf das spätere Leben vorbereiten: «Selbstständiges Lernen ist in Jahrgangsklassen gut möglich. Die Struktur von ADL-Klassen unterstützt Selbstständigkeit und das Eingehen auf andere aber entschieden besser.»

Schwankende Jahrgangsgrössen Der zweite Schulleiter, Hans-Ruedi Holzer, ergänzte: «Wir haben seit 2008 Klassencockpit-Tests durchgeführt und ADL- und Jahrgangsklassen haben leistungsmässig vergleichbar abgeschnitten.» ADL werde vieles vereinfachen, da die Schülerzahlen pro Jahrgang immer stärker schwankten. Mit ADL sei es möglich, ausgeglichene Klassen zusammenzustellen, und es sei möglich, zu verhindern, dass Kinder zwischen den Schulhäusern hin- und hergeschoben werden müssten. Auf diese Ausführung kam ein Einwurf aus dem Publikum: «Was wäre,

wenn alles Jahrgangsklassen wären?» Kaspar Oettli erklärte: «Dann würden wir neun Klassen brauchen, um alle Schüler unterzubringen. Das Volksschulamt des Kantons Zürich bewilligt uns bei dieser Schülerzahl aber nur acht Klassen.» Hans-Ruedi Holzer erörterte weiter, wie die ADL-Klassen zusammengesetzt werden: «Wir wollen nicht nur nach Schülerzahlen ausgeglichene Klassen. Wir teilen auch nach Leistungsfähigkeit, sprachlicher Herkunft, Geschlecht und sekundär nach Wohnort ein.» Zudem sei geplant, die Lehrkräfte mit Weiterbildungstagen zur Vorbereitung auf ADL gezielt weiterzubilden. Es sei extrem wichtig, dass die Lehrkräfte ADL mehrheitlich mittragen, auch wenn nicht alle damit einverstanden seien; entsprechend werde es unter Umständen auch Wechsel geben.

Bedenken aus der Bevölkerung Während Hans-Ruedi Holzer erwähnte, dass die Eltern sich am kommenden Freitag, am Besuchstag, mit ADLUnterricht vertraut machen können, nahm die Unruhe im Publikum spürbar zu. Dies machte sich auch in der Diskussion bemerkbar, die Werner Kurt leitete. Die Frage, ob die Lehrkräfte in den Entscheid, ADL einzuführen, miteinbezogen worden seien, verneinte der Schulpräsident, worauf der Besucher

Auch beim altersdurchmischten Turnunterricht können die Kleineren von den Grösseren etwas lernen.

nachhakte: «Weshalb nicht, wenn sie so betonen, dass die Lehrer extrem wichtig seien?» Die Antwort von Werner Kurt: «Es waren zu einem grossen Teil organisatorische Sachzwänge, die uns zu diesem Entscheid bewogen haben. Manche Lehrkräfte präferieren ADL, manche Jahrgangsklassen. Wir steigen um auf ein gleichwertiges System, das zeigt unsere Erfahrung und wird von wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauert.» Mehrere Besucher äusserten Bedenken, dass organisatorische Sachzwänge stärker gewertet würden als das Kindeswohl. Werner Kurt wiederholte, dass beide Systeme gleichwertig seien: «Bei uns steht immer das Wohl des Kindes im Vordergrund. Bei gleichwertigen Systemen dürfen auch organisatorische Fragen berücksichtigt werden.» «Ist es nicht möglich, dass wir uns als Eltern stärker dazu einbringen können, wie ADL umgesetzt wird?», fragte ein Besucher. Der Schulpräsident antwortete: «Altersdurchmischte Lernformen werden kommen. Bezüglich der Umsetzung haben wir aber jederzeit ein offenes Ohr.»

Kinder gewöhnen sich schnell an ADL «Ich bin froh, dass es diese Informationsveranstaltung gibt. Mein Kind wird im Sommer 2016 eingeschult. Zudem bin ich nicht unglücklich, dass nicht mehr alles so ist, wie es war, als ich noch zur Schule ging», hielt eine Besucherin fest. Eine andere Mutter hielt dagegen: «Ich habe Bedenken, dass ADL wirklich für alle Kinder die beste Lösung ist. Wir sind unter anderem nach Obfelden gezogen, weil es hier beide Systeme gibt.» Kaspar Oettli kommentierte: «Beim Lernerfolg können ADL-Klassen mithalten, bei der schwieriger quantifizierbaren Sozialkompetenz hat ADL die Nase klar vorne.» Eine andere Mutter unterstützte das Konzept: «Ich habe mir bei meiner Tochter nicht vorstellen können, dass sie mit ADL umgehen könnte – meine Tochter ist in ihrer ADL-Klasse aber völlig aufgeblüht. Ich als Mutter hatte viel mehr Mühe mit ADL als mein Kind. Ich glaube, das geht noch einigen so.» Im Anschluss versuchten einige Veranstaltungsbesuchende, die Schulpflege mit teilweise heftigen Angriffen dazu zu bringen, ihren Entscheid zu revidieren. «Wir würden den Entscheid sicher noch einmal überdenken, wenn wir von dessen Richtigkeit nicht tief und fest überzeugt wären – aus den genannten Gründen», schloss Werner Kurt die Veranstaltung.

Die Schulpflege wusste, dass sich Widerstand gegen ADL formierte. Dass sie trotzdem eine Informationsveranstaltung durchführte und sich bewusst zwei Stunden lang attackieren liess, ist ein Zeichen von Stärke. Die Primarschulpflege hätte durchaus auch die Möglichkeit gehabt, den Shitstorm auszusitzen, wie es nicht selten geschieht. Sie haben der Wut einiger Bürger Mut gegenübergestellt. Solche Veranstaltungen sind vielleicht symptomatisch für die momentane politische Situation in der Schweiz. Sicherlich hätte keiner der «Wutbürger» mit der Schulpflege tauschen wollen. Am Informationsabend wurde kritisiert, ohne auf die Argumente der Schule einzugehen, ohne andere Lösungen zu präsentieren. Wer nur kritisiert, macht sich nicht angreifbar, im Gegensatz zu denjenigen, die Lösungen präsentieren. Die Schweizer Demokratie hat ein Problem, wenn destruktive gegenüber konstruktiver Kritik überhandnimmt. «Wutbürger» wollen nicht regieren oder Volksvertreter sein – sie wollen, dass alles nach ihrer Pfeife tanzt oder vielmehr: dass gar nichts tanzt. Denn: Was nützt ein Nein, wenn kein umsetzbares Konzept dahintersteht? Jedes Mal wenn das «Wutbürgertum» über pragmatische Sachpolitik siegt, wird ein Stück direkter Demokratie zu Grabe getragen. Denn die Demokratie lebt von konstruktiver Kritik, nicht von der Demontage von Konzepten und Behörden.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. November 2014

«Jugendkommissionen und -ausschüsse in den Gemeinden sind wichtig!» Neue Serie «Jugendpolitik im Bezirk Affoltern» – Interview mit dem Jugendbeauftragten Matias Dabbene Mit einer neuen Serie, die im Verlaufe des Novembers startet, bietet der «Anzeiger» Einblick in die Jugendkommissionen und -ausschüsse, der Bezirksgemeinden. Zum Auftakt haben wir dem Jugendbeauftragten im Bezirk, Matias Dabbene, einige Fragen gestellt.

und Jugendausschüsse für die Jugendförderung? Die Jugendkommissionen sind ein wichtiges Instrument, um planerische und strategische Aufgaben in der Jugendarbeit einer Gemeinde zu steuern. Die JuKos haben nicht nur direkt eine planerische Aufgabe in der offenen Jugendarbeit, sondern sind für die gesamte Jugendförderung der Gemeinde zuständig. Gemäss der Konferenz der kantonalen Beauftragten für Kinder- und Jugendförderung ist eine Jugendkommission ein zentraler Aspekt der Jugendförderung.

«Anzeiger»: Für Konzipierung, Planung und Umsetzung der Jugendförderung sind Kantone und Gemeinden zuständig. Wie ist dies im Kanton Zürich geregelt? Matias Dabbene: Der Kanton Zürich regelt seine Jugendpolitik im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes vom März 2011, wobei der Bereich «Jugendförderung» an die Gemeinden in Form einer «Kann-Formulierung» delegiert wird. Wie handhaben dies die 14 Ämtler Gemeinden? Es ist erfreulich, dass sich alle Bezirksgemeinden für ausserschulische Jugendangebote einsetzen. Dank diesem politischen Engagement verfügt der Bezirk Affoltern über ein breites Angebot an gut etablierten Einrichtungen der ausserschulischen Jugendarbeit. Sie alle tragen dazu bei, dass es den Jugendlichen im Bezirk gut geht. Was bietet dies den Jugendlichen im Bezirk? Die ausserschulische Jugendarbeit bietet ihnen die Chance, sich freiwillig und ihren Interessen entsprechend zu engagieren.

Mit den kommunalen Wahlen dieses Jahr haben diese Kommissionen und Ausschüsse personelle Änderungen erfahren ... Ja, das ist so. Allerdings sind alle auch weiter mit bestandenen Mitgliedern besetzt. Das garantiert einerseits Kontinuität, andererseits auch Innovation, weil Neumitglieder oft auch neue Impulse einbringen.

Matias Dabbene, Jugendbeauftragter Bezirk Affoltern: «Jugendkommissionen sind ein wichtiges Instrument, um planerische und strategische Aufgaben in der Jugendarbeit einer Gemeinde zu steuern.» (Bild Urs Kneubühl) Vereine und Institutionen, welche sich hier engagieren, haben wir mit der «Anzeiger»-Serie «Jugend in den Gemeinden» im Frühjahr dieses Jahres gewürdigt. Wie sieht dies im Rahmen der Gemeindepolitik aus? Für die strategische Planung und Umsetzung einer kommunalen Jugendpolitik ist der Gemeinderat zuständig. Um diese Aufgabe bedarfsgerecht erfüllen zu können, verfügt der Gemeinderat in der Regel über eine beratende Jugendkommission (JuKo), wel-

che ihn bei themenspezifische Fragestellungen berät und unterstützt. Sind in allen Ämtler Gemeinden JuKos eingesetzt? Wir haben im Bezirk Affoltern ein Gemisch aus lokalen Jugendkommissionen einzelner Gemeinden, aber auch Zusammenschlüsse von mehreren Gemeinden, welche gemeinsame Jugendausschüsse bilden. Wie wichtig sind Jugendkommissionen

Und wie können sich Neumitglieder auf ihre Arbeit vorbereiten? Als Jugendbeauftragter des Bezirks Affoltern biete ich am kommenden 10. November einen entsprechenden Crash-Kurs «Aufgaben und Kompetenzen der Jugendkommissionen im Bezirk Affoltern» an, welcher in Ottenbach stattfinden wird (siehe Kasten). Wer nimmt teil, und wo sowie bis wann meldet man sich an? Der Kurs steht Gemeinderäten, Sozialvorständen, Verwaltungsangestellten, Mitgliedern von Jugendkommissionen und -ausschüssen, Jugendleite-

rinnen und -leitern der offenen, verbandlichen und kirchlichen Jugendarbeit sowie Vereinspräsidenten offen. Anmelden kann man sich noch bis 6. November direkt bei mir (siehe Box). Interview: Urs E. Kneubühl

Crash-Kurs «Jugendkommission» Der Crash-Kurs «Aufgaben und Kompetenzen der Jugendkommissionen im Bezirk Affoltern» findet am Montag, 10. November, 19 bis 21.30 Uhr, im Neuhofsaal, Affolternstrasse 5, in Ottenbach statt. Anmeldeschluss ist der 6. November. Der Kurs richtet sich an Gemeinderäte, Sozialvorstände, Verwaltungsangestellte, Mitglieder von Jugendkommissionen und -ausschüssen, Jugendleiterinnen und -leiter der offenen, verbandlichen und kirchlichen Jugendarbeit sowie Vereinspräsidenten. Die Aufgaben und die Rolle der Jugendkommission stehen bei den Fachinformationen von Lucia Kuhn (Projektleiterin okaj zürich – kantonaler Dachverband der offenen, verbandlichen und kirchlichen Jugendarbeit) sowie von Matias Dabbene (Jugendbeauftragter Bezirk Affoltern) im Vordergrund. Anmeldung und Fragen: Matias Dabbene, Jugendbeauftragter Bezirk Affoltern, 079 922 88 37, matias.dabbene@ajb.zh.ch.

In Knonau soll Arbeitsgruppe klären, was die Jugend will 1. Runder Tisch «Jugend in Knonau – was gibt es, was braucht es?» In Knonau hat die Gemeinde auf Anregung des Elternforums der Schule Knonau Vertreterinnen und Vertreter von Primar- und Sekundarschule sowie der Einrichtungen und Träger der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit zu einem Runden Tisch eingeladen. Dabei stand die Frage «Jugend in Knonau – was gibt es, was braucht es?» im Fokus.

Reger Austausch und etliche Ideen Gemeinderätin und Schulvorsteherin Brigitta Trinkler durfte eine stattliche Zahl an Akteuren, die sich für die Jugendlichen in Knonau einsetzen und einbringen, begrüssen. Neben der Primar- und Sekundarschule und dem Elternforum waren auch Vertretungen der Kirche und der Knonauer Vereine – Frauenverein, Pfadi, Turn- und Schützenverein, Unihockey, Musikverein etc. –, ebenso Repräsentanten der offenen Jugendarbeit – zum Beispiel Sputnik – sowie der offenen Turnhalle

gekommen. Alle guten Willens und zuversichtlich, Jugendarbeit und Jugendförderung in zukunftsweisende und richtige Bahnen zu lenken. «Wir wollen mit dieser Veranstaltung, dass sich alle in der Jugendarbeit und der Jugendförderung Engagierenden kennenlernen und dabei sowohl ein Austausch über die aktuelle Situation wie auch zu Visionen für die Zukunft stattfinden kann», fasste Brigitta Trinkler das Ziel dieses 1. Runden Tisches zusammen. Professionell und umsichtig moderiert wurde dieser von Maya Kipfer und Franzisca Schaub von der

Suchtpräventionsstelle der Bezirke Affoltern und Dietikon. Sie liessen den Akteuren Raum und Zeit für rege Diskussionen und zielgerichtete Ideenfindung.

Kleine Steuergruppe nimmt Fäden in die Hände Daraus resultierten Erkenntnisse wie die Wichtigkeit der Eltern bei der Animation ihrer Kinder zum Mitmachen in der Jugendarbeit und in Vereinen, ebenso wie die Gewährung und Förderung von Selbstverantwortung in ent-

................................................... von urs e. kneubühl Basis für die informative Veranstaltung im Parterre der Stampfi in Knonau, in welcher es einerseits um eine Bestandsaufnahme der Jugendangebote in der Gemeinde, zum anderen um Visionen für die Zukunft ging, bildeten drei Standortbestimmungen: Da war die Inventarisation der Jugendförderung in Knonau, welche der Jugendbeauftragte Bezirk Affoltern, Matias Dabbene, vorgenommen hat, ebenso die Ergebnisse einer Umfrage unter den Jugendlichen, durchgeführt vom Elternforum und dem Jugendbeauftragten, und schliesslich die Ideen und Anregungen, welche das Elternforum anlässlich einer Informationsveranstaltung im Juni dieses Jahres gesammelt hat. Gesprächsstoff im Plenum und in den Gruppen gab es reichlich, zumal die vom Elternforum protokollierten Meinungen der Eltern und die Wahrnehmung der Jugendlichen, gemäss deren Antworten auf die Umfrage, teilweise auseinanderklaffen.

sprechend offenen Angeboten. Es gab auch etliche Anstösse zur Verbesserung der Kommunikation des bestehenden Angebotes sowie zur aktiveren Einbindung der engagierten Jugendlichen. Als Essenz wurde ein klarer Handlungsbedarf ausgemacht, welcher nun von einer kleinen Steuergruppe, in welcher sich Vertretungen diverser Organisationen und verschiedenen Alters freiwillig einbinden, näher ermittelt wird. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit Jugendlichen geschehen. Der Wille, Jugendarbeit und Jugendförderung in Knonau klar im Sinne der Jugend und zur weiteren Bereicherung des aktiven Dorflebens anzupacken, aufzustellen und umzusetzen, ist allseits deutlich erkennbar. anzeige

Engagiert und zielgerichtet diskutierten beim 1. Runden Tisch «Jugend in Knonau» Vertretungen von Primar- und Sekundarschule sowie der Einrichtungen und Träger der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Eingeladen hatten die Gemeinde und das Elternforum. (Bild Urs E. Kneubühl)


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Dienstag, 4. November 2014

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Rhythmisch, crazy, aber auch anmutig «Girls on the Dancefloor» begeisterten in der Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten Rhythmisch, sportlich, crazy, aber auch anmutig: 18 «Girls on the Dancefloor» begeisterten mit ihrem Auftritt in der Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten. «Girls on the Dancefloor» ist ein Tanzprojekt der Jugendarbeiten Affoltern, Mettmenstetten, Knonau, Maschwanden, Obfelden, Ottenbach sowie Hausen, Kappel und Rifferswil. «Die männliche Jugend ist in den Treffs eher stär-

ker vertreten. Deshalb sagten wir uns: Wir machen etwas für Mädchen», hält Lucy Dill von der Jugendarbeit Oberamt fest. Das erste Tanzprojekt wurde im vergangenen Jahr realisiert, damit noch mit finanzieller Unterstützung der Laureus-Stiftung. Für die aktuelle Produktion fanden sich Sponsoren. Auch sie ist das Produkt einer intensiven Vorbereitung, die nach den Sommerferien begann. Einmal wöchentlich wurde unter der Leitung von Tanzlehrerin Sarah-Jane Rendina trainiert. In den Herbstferien folgte eine

Eine Nobelpreisträgerin erinnert sich ... «Träffpunkt» in Bonstetten eröffnet Zweihundert Schritte vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil entfernt hat die offene Jugendarbeit Unteramtplus der Gemeinden Bonstetten, Stallikon, Wettswil und Islisberg AG am Freitagabend den Jugendraum Träffpunkt» als zentrale Anlaufstelle eröffnet – ein Bijou. Hell und gemütlich präsentiert sich der vergangenen Freitag im Beisein von Jugendlichen, Eltern und Behördenvertretern neu eröffnete Jugendraum «Träffpunkt». Die offene Jugendarbeit der Politischen Gemeinden Bonstetten, Wettswil, Stallikon und Islisberg AG – Unteramtplus – bietet damit eine neue zentrale Anlaufstelle für Jugendliche. Hier, an der Stationsstrasse 43, zweihundert Schritte von der SBBStation Bonstetten-Wettswil entfernt, können sich diese in einem betreuten Rahmen treffen, sich austauschen, Anliegen äussern, Ideen und Pläne für eine sinnvolle Freizeitgestaltung schmieden, gemeinsam mit den Zuständigen der offenen Jugendarbeit Unteramtplus.

Nobelpreisträgerin erzählt In rund 200 Tagen wurde in einer gemieteten alten Werkhalle der Rellog AG ein Bijou eingerichtet. Die Räumlichkeiten mit Aufenthaltsraum, Büro-/Arbeitsraum etc. bieten Platz, sie lassen Licht herein und erhellen damit Perspektiven und Visionen. Darauf wies auch Frank Rutishauser, Bonstettens zuständiger Gemeinderat für Jugendarbeit, in seiner Eröffnungsansprache hin. Er las aus den Erzählungen einer fiktiven Bonstetter Nobelpreisträgerin vor. Im Jahre 2044 erinnert sich diese, wie sehr sie sich dreissig Jahre zuvor über die Eröffnung des Jugendraums «Träffpunkt» gefreut habe, weil sie und andere Jugendliche

damit einen Ort erhalten hätten, an dem sie sich treffen und austauschen, sich gleichzeitig aber auch aktiv und kreativ beschäftigen konnten. Das, so lässt die gedachte Nobelpreisträgerin deutlich durchblicken, sei mitunter ein wichtiger Grundstein für ihre erfolgreiche Arbeit gewesen.

Geregelte Nutzung, verbindliche Öffnungszeiten Zurück in die Realität 2014. Hier haben bei der Renovation neben professionellen Handwerkern, welche Fenster, Böden, Brandschutzmassnahmen und die WC-Anlagen erneuerten, die Jugendlichen von ganz jung bis 20-jährig selbst tatkräftig mit angepackt – vor allem bei der Innengestaltung mit Malen und Einrichten. Entstanden ist ein guter und zweckmässiger Dreh- und Knotenpunkt, der einen Betrieb mit geregelter Nutzung und verbindlichen Öffnungszeiten ermöglicht. Die Anlaufstelle und ihre Angebote stehen Jugendlichen ab dem 10. und bis zum 20. Lebensjahr, die in den Gemeinden des Unteramts oder Islisberg wohnhaft sind, offen. Der Name «Träffpunkt» übrigens wurde in Form eines Jugend-Wettbewerbs gefunden, an dem sich 87 Jugendliche beteiligt hatten. Zu guter Letzt entschied bei der finalen Ermittlung auf dem Pausenplatz der Sekundarschule eine überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler für den Vorschlag von Eva Gutknecht, Bonstetten. (kb.) Jugendraum Träffpunkt - zentrale Anlaufstelle der Offenen Jugendarbeit Unteramtplus, Stationsstrasse 43, Postfach 170, Bonstetten. Telefon 044 700 03 23, www.jugendplus.ch Öffnungszeiten: Mittwoch 13.30 bis 17 Uhr, Freitag 17 bis 19 Uhr (September bis Mai bis 22 Uhr, während Sommer- und Weihnachts-Schulferien geschlossen).

«Träffpunkt» – die neue Anlaufstelle für Jugendliche der Unterämtler Gemeinden und Islisbergs an der Stationsstrasse 43, nahe beim Bahnhof BonstettenWettswil, wurde vergangenen Freitagabend feierlich eröffnet. (Bild kb.)

«Girls on the Dancefloor» – auch mit einer sportlichen Note. (Bild Werner Schneiter) Intensivwoche mit täglich vier bis fünf Stunden Tanztraining. Eine nicht immer ganz einfach Aufgabe, wie die Leiterin lachend anfügt. «Die Mädchen kannten sich anfänglich nicht, es bildeten sich Grüppchen. Und nicht zu vergessen: Sie sind in der Pubertät», sagt sie. Aber es gelang ihr, die «Dianzeige

ven» zu formen. Und trotz ein paar grauer Haare hat sie diese dann ins Herz geschlossen. Dass sich er immense Aufwand gelohnt hat, davon legte die Aufführung am frühen Samstagabend in der etwa zur Hälfte gefüllten Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten Zeugnis ab. Die 11- bis 15-

jährigen Mädchen können sich bewegen und offenbarten viel Talent. Den einzelnen Tanzszenen ging jeweils ein kurzer Trailer voraus, in welchem die Fortschritte filmisch festgehalten wurden. Ihr Lohn für die schweisstreibenden Bewegungen auf der Bühne: tosender Applaus. (-ter.)


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Dienstag, 4. November 2014

Hauptübung – auch zu Werbezwecken Die Feuerwehr Obfelden, leicht unter dem Sollbestand, liess auch das Publikum an die Geräte An der Hauptübung demonstrierte die Obfelder Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft und liess auch das Publikum an die Geräte – beste Werbung in eigener Sache, denn der Mannschaftsbestand liegt derzeit leicht unter dem Soll. ................................................... von werner schneiter Die Hauptübung vom Samstagnachmittag lockte im Bereich der Post viel Publikum an (darunter der fast vollständige Gemeinderat) und gliederte sich in zwei Teile. Auftakt machten eine Ernstfallübung mit Autounfall und einer Rettung mit der Leiter, die von Übungsleiter Beat Kunz inszeniert wurde. Mit Spreizgeräten musste der eingeklemmte und verletzte Fahrer geborgen werden. Solche Ernstfälle gibt es natürlich immer wieder. Sie erfordern neben technischem Geschick und Können auch die Fähigkeit, Situationen schnell einschätzen und entsprechend handeln zu können. Und sie sind, trotz vorhandener Routine, eine echte Herausforderung. Fehler sind nie ganz ausgeschlossen. Gesamthaft betrachtet, lief die Übung gut ab, Fehler wurden vom «Schiedsrichter» Marc Engeli, Vizekommandant und Ausbildungschef, dennoch angesprochen. Nach dem abrupten Übungsabbruch durfte das Publikum an fünf Posten selber Hand anzulegen. Für Junge und ganz Junge natürlich ein besonderes Erlebnis, mit Spreizwerkzeugen ein Auto zu «knacken», mit der

Wärmbildkamera Messungen durchzuführen, Schläuche zusammenzustecken, am Samariterposten einen Verband anzulegen oder mit Luftkissen Gewichte anzuheben.

Verstärkte Zusammenarbeit Vielleicht fand der eine oder die andere im Rahmen dieser Hauptübung Gefallen an der vielfältigen und verantwortungsvollen Arbeit der Feuerwehr. Damit wäre dann für Kommandant Sämi Schneebeli ein Ziel erreicht. Denn die Feuerwehr Obfelden kann Nachwuchs gebrauchen. Der Mannschaftsbestand liegt leicht unter dem Soll von 60, weil an anlässlich der Hauptübung drei Feuerwehrleute verabschiedet wurden. Die Situation, bekräftigt Schneebeli, sei aber keineswegs bedrohlich. Nötigenfalls können der Stützpunkt Affoltern und/oder andere benachbarte Feuerwehren aufgeboten werden. Verstärkte Zusammenarbeit ist ja ein Thema, das weiter an Bedeutung gewinnt. So ist für 2015 eine gemeinsame Übung der Feuerwehren Obfelden und Knonauer Amt Süd geplant, dazu möglicherweise eine gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Merenschwand. Sämi Schneebeli spricht zwar von einem bisher in Obfelden ruhig verlaufenen Feuerwehrjahr mit lediglich 28 Einsätzen, die jeweils mit kleiner Mannschaft bewältigt werden konnten. Das kann sich natürlich in den zwei restlichen Monaten des Jahres noch ändern. Im Durchschnitt sind es in Obfelden jährlich 30 bis 50 Einsätze, in Spitzenjahren 50 bis 60.

Erster Teil der Hauptübung: Abtransport einer durch einen Autounfall verletzten Person. (Bilder Werner Schneiter)

Nachwuchs mit Spreizer an der Arbeit.

Zeigen, wie der Arm verbunden wird.

Flammen-Spektakel im Dorfzentrum von Mettmenstetten Die Schlussübung der Feuerwehr Knonaueramt Süd vom vergangenen Freitag hatte es in sich Bei seiner letzten Schlussübung als Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd wurde Ueli Vollenweider nochmals richtig gefordert. Die eingesetzte Brandsimulationsanlage liess das Ereignis auch für die Zuschauer zum Spektakel werden. ................................................... von thomas stöckli «Wir wollten ihm noch einmal eine Herausforderung stellen», verrät Übungsplaner Martin Pfister. Gefordert war Ueli Vollenweider, der nach vier Jahren als Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd zurücktritt. Was mit einem Verkehrsunfall begann, liess die Übungsleitung deshalb immer mehr eskalieren: ein brennender Anhänger, plötzlich dringt Rauch aus den Fenstern des ganzen Hauses – ein Schreckens-Szenario. Die Feuerwehrleute zeigen entsprechend Einsatz, sie legen Löschleitungen, stellen Leitern und dringen ins Gebäude vor, um Verletzte zu bergen. «Ihr habt das Ereignis sehr gut bewältigt!», sollte Pfister an der anschliessenden Übungsbesprechung loben.

Neun Jahre an vorderster Front Neun Jahre lang hat Ueli Vollenweider die Feuerwehr der drei Gemeinden Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden an vorderster Front mitgeprägt, fünf als Vizekommandant und Ausbildungschef, vier als Kommandant. In dieser Zeit spielte er auch in der Planung des neuen Feuerwehrgebäudes in Mettmenstetten eine tragende Rolle. Ihm selber bleiben aber die Begegnungen und die entstandenen

Schlusspunkt einer spektakulären Übung: Ueli Vollenweider rettet mit der Autodrehleiter seine Lebenspartnerin Karin Nievergelt und «Rössli»-Wirtin Vreni Spinner (links) aus dem Dachgeschoss.

Begonnen hatte der Abend ganz friedlich beim Apéro: Ueli Vollenweider im Gespräch mit Beat Schmid (Bezirksfeuerwehrverband, links) und Statthalter Claude Schmidt. Freundschaften in Erinnerung. «Ich übergebe dir die Feuerwehr Knonaueramt Süd», wandte er sich am festlichen Teil des Abends an seinen Freund und Nachfolger Markus Tschan, «trag ihr Sorge, sie ist es wert!» Tschan seinerseits versprach, das bisher Geschaffene erhalten und nach Möglichkeit ausbauen zu wollen und liess die Feuerwehrlaufbahn seines

Ein brennender Anhänger und die entsprechende Pagermeldung lockten den Kommandanten dann ins Freie.

Vorgängers in Bildern Revue passieren. Statt in den Einsatz, geht Ueli Vollenweider demnächst auf die Rennstrecke. Seine Feuerwehrkollegen spendieren ihm und seiner Lebenspartnerin eine Reise nach Zandvoort. Dort darf er einen ganzen Tag in verschiedenen PS-Boliden seine Runden drehen. «Ich bin überwältigt», so Vollenweider.

Bereit für die Rettungen: Rings ums «Rössli» wurden Leitern gestellt. (Bilder Thomas Stöckli)

Statthalter Claude Schmidt lobte den «langjährigen und vorbildlichen Einsatz» des abtretenden Kommandanten. Ueli Vollenweider ist allerdings nicht der Einzige, der Ende Jahr seine – übrigens 23-jährige – Dienstzeit beendet. Insgesamt gehen 135 Jahre Feuerwehr-Erfahrung verloren. Fourier Edi Gamma zieht nach 26 Jahren einen Schlussstrich, Heinrich Nägeli

bringt es auf 28, Rolf Wüthrich gar auf 31 Dienstjahre. Sieben Rekruten rückten bereits dieses Jahr nach, weitere sechs folgen 2015. Als Knonauer Ortschef wurde Matthias Gasser ebenso zum Oberleutnant befördert wie der neue Vizekommandant Stefan Kämpfer. Daniel Künzi und Marco Wolfisberg durften die gelbe (Offiziers-)Jacke entgegennehmen.


Forum

Dienstag, 4. November 2014

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Kantonsratswahlen: SP bereit, anzupacken Die SP Bezirk Affoltern hat an ihrer Mitgliederversammlung vom 22. Oktober ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kantonsratswahlen vom 12. April 2015 nominiert. Der Kantonsrat ist klar bürgerlich dominiert und macht eine Politik für Privilegierte. In vielen zentralen Fragen liegen politische Baustellen brach. Das soziale Klima wird kälter, der Gemeinsinn nimmt ab und der Egoismus zu. Die SP stellt sich dieser Entwicklung entgegen. Wir machen eine Politik, die Gerechtigkeit hochhält, auch Schwächeren im Alltag- und Berufsleben Chancen gibt und einen schonungsvollen Umgang mit der Natur pflegt. Eine Politik für alle statt für wenige. Dafür brauchen wir viele Wahlstimmen! Die Mitgliederversammlung der SP Bezirk Affoltern hat für die Kantonsratswahlen drei Frauen und drei Männer nominiert, die sich alle im Alltag in der Gesellschaft engagieren und denen eine gerechtere Gesellschaft ein Herzensanliegen ist. Die SP Bezirk Affoltern freut sich auf den Wahlkampf mit diesem Team:

Jeannette Hubli Zürrer Jeannette Hubli Zürrer (56), Pflegefachfrau/Arztsekretärin, Affoltern, ist im Bezirk Affoltern aufgewachsen. Von jung auf interessierte sie sich für gesellschaftliche Fragen und politische Zusammenhänge; praktische politische Erfahrung sammelte sie in der Schulpflege Schlieren. Durch ihre Arbeit mit Suchtkranken erlebt sie, wie wichtig es ist, dass transparent informiert wird, wofür konkret Gelder eingesetzt werden. Dem Schlagzeilenund Empörungsjournalismus muss entschieden entgegengetreten werden, damit unsere Gesellschaft nicht zersetzt wird. Sorgen und Ängste müssen ernst genommen werden, sie dürfen von Politikern nicht instrumentalisiert werden. Ihr ist auch die Eigenverantwortung wichtig – Integrationsarbeit zum Beispiel, wie sie es als Mutter selber ganz unverkrampft geleistet hat mit einem für alle Kinder offenen Haus. In der Gesundheitspolitik braucht es eine gute Grundversorgung für alle; der Trend zur Privatisierung von Spitälern muss gestoppt werden.

Hannah Pfalzgraf Moritz Spillmann Moritz Spillmann (35) Mittelschullehrer, Ottenbach, hat vier lehrreiche Jahre hinter sich – familiär und politisch. Er erfuhr, welche Schwierigkeiten und Freuden der Familien- und Berufsalltag mit drei kleinen Kindern mit sich bringt und in seiner ersten Amtsdauer im Kantonsrat lernte er viel Spannendes und Interessantes über die Politik. Sein Talent wurde schnell entdeckt: Die SP Bezirk Affoltern verlor 2012 ihren Präsidenten, weil er als Vizepräsident und Mitglied der Geschäftsleitung der Kantonalpartei gewählt wurde. Bildungspolitik ist Spillmanns politischer Schwerpunkt und er ist Mitglied der kantonsrätlichen Kommission für Bildung und Kultur. Die SP freut sich sehr, dass Spillmann für eine weitere Amtsdauer kandidiert; seine Fähigkeiten werden geschätzt und seine klugen, gut formulierten Kolumnen im Anzeiger zeigen, dass Spillmann über die Alltagspolitik hinaus zu denken vermag.

Verdienstvollen Initiator und Promotor verunglimpft Alterswohnungen adieu, Zuschrift im «Anzeiger» vom 28. Oktober. «Hochwürden» war zu viel: «Alterswohnungen adieu» gilt so nicht mehr»! So geht das wirklich nicht! «Gottesdiener» und «Botschaften des Herrn Pfarrer» wäre ja noch gegangen, aber «Hochwürden» lässt aufhorchen und beweist dem geneigten Leser, dass es diesen Leuten nicht um die Sache geht, sondern ausschliesslich darum, den verdienstvollen Initiator und Promotor des Mauritiusparks auf schäbige Weise zu verunglimpfen. Solche Leute kann man nicht ernst nehmen! Mit dieser miesen Vorgehensweise disqualifizieren sie nicht nur sich selbst, sondern auch den Wahrheitsgehalt ihrer Aussage! Reto Huter, Bonstetten

Hannah Pfalzgraf (18), Studentin, Mettmenstetten, ist ein lebhaftes Beispiel dafür, dass heute viele engagierte junge Menschen für eine gerechtere Welt kämpfen und sich dafür einsetzen, dass die Schweiz nicht als egoistisches, sich auf die Vergangenheit zurückziehendes Land wahrgenommen wird. Hannah Pfalzgraf möchte mit ihrer Kandidatur auch andere anstecken mit der Freude am Politisieren. Sie will erreichen, dass sich die Jungen in die Politik einmischen; es geht um deren Zukunft. Wer Hannah Pfalzgraf so frei von der Leber weg referieren hört, wundert sich, dass sie erst 18 Jahre alt ist, aber gar nicht darüber, dass sie bereits in den Vorstand der Juso der Stadt Zürich gewählt wurde.

Massimo De Salvador Massimo De Salvador (50), Elektroingenieur, Mettmenstetten, hat bereits Parlamentserfahrung: Er war von 2002 bis 2007 SP-Gemeinderat in der Stadt

Die Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten der SP, von links: Hannah Pfalzgraf, Alexandra Neuhaus, Massimo De Salvador, Jeannette Hubli Zürrer, Moritz Spillmann und Roger Schmutz. (Bild zvg.) Zürich und Mitglied der Einbürgerungskommission. Das Thema Migration ist dem 1999 Eingebürgerten aber auch aus eigener Erfahrung bekannt und wichtig. De Salvador war Finanzvorstand in der grossen Kirchgemeinde Zürich Altstetten und ist heute Vizepräsident der römisch-katholischen Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten und seit Juli 2014 auch Finanzvorstand. In seiner Tätigkeit als EDV-Fachmann in einer grossen Firma erlebt er, wie es sich anfühlt, wenn immer neue Reorganisationen immer wieder den eigenen Arbeitsplatz infrage stellen.

Alexandra Neuhaus Alexandra Neuhaus (46), KV/ Sozialpädagogin, Obfelden, ist in jungen Jahren der SP in Dietikon beigetreten. Ihr war das soziale Engagement immer wichtig und sie merkte als Familienfrau, dass durch gemeinsame Aktio-

nen und Projekte nicht nur der Zusammenhalt im Quartier und im Dorf etwas gewann, sondern dass diese Erfahrungen auch sie selber bereicherten. Alexandra Neuhaus war Mitglied der Fürsorgebehörde Obfelden. Ihr sozialpädagogischer Berufsalltag konfrontiert sie immer wieder mit Problemen der Armut und der Migration. Unser soziales System darf nicht demontiert werden – wer das fordert, nimmt fahrlässig in Kauf, dass unsere Gesellschaft zerfällt. Dagegen soll die SP mit starker Stimme antreten.

Roger Schmutz Roger Schmutz (36), selbstständiger Webdesigner/-programmierer, Wettswil, präsidiert seit 2012 die SP Bezirk Affoltern. Seit 2010 ist er Schulpfleger in Wettswil. Die Politik fasziniert Schmutz in ihrer ganzen Breite und er interessiert sich für vieles. Gerne diskutiert er auch über neue philosophi-

sche oder wirtschaftliche Ansätze wie zum Beispiel die Vollgeldreform. Im politischen Alltag aber ist Schmutz durchaus pragmatisch und plädiert oft für einfache, niederschwellige Wege, die oft schneller und günstiger zum Ziel führen als gross aufgezogene Konzepte. Die SP Bezirk Affoltern ist stolz auf diese Wahlliste, die gut repräsentiert, was unsere Sektion ausmacht: Frauen und Männer, Junge und Ältere, die sich gemeinsam für ein Ziel stark machen und sich wünschen, dass der Gemeinsinn in der Gesellschaft gestärkt wird und im Kanton Zürich alle gehört werden, nicht nur die wirtschaftlich Mächtigen. Dafür braucht es viele Stimmen für die SP und die Regierungsratkandidaten Mario Fehr, Jacqueline Fehr (beide SP) und Martin Graf (Grüne). Für den SP Bezirk Affoltern: Franziska Sykora

«Man hat um so mehr von einer Sache, je weniger man davon versteht» Das soll ein berühmter Mann gesagt haben, die Worte werden Peter Bichsel zugeschrieben. Ein paar Gedanken zum GratisPamphlet «Ja zur Goldinitiative». Von Ausländern, die Schweizer werden wollen, verlangt man Kenntnisse in einer Landessprache. Über diese verfügen einige der Urheber der Initiative anscheinend nicht in besonderem Masse. Wie anders ist zu erklären, dass die Schweizer Nationalbank konsequent mit einer Sparkasse (Sparsäulibildchen) verwechselt wird. Lesen sie selber nach, was die Aufgabe 1) der SNB ist. Ich habe Links für Sie bereitgestellt. Oder wie erklärt sich, dass Sinn und Wirkung des Breton-Woods 2) Abkommen von 1944 einigermassen merkwürdig dargestellt werden – siehe «Pamphfletli». Selbiges haben wir alle bekommen, gratis und ohne es zu verlangen. Oder warum weiss Herr L. Stamm anscheinend nicht mehr, welche Antwort er bekam vom Bundesrat, auf sein Postulat zu den Goldverkäufen, am 28. Juli 2008, 3). Vieles, was in besagtem Pamphletli steht, ist entweder ungenau oder in tendenziellem Zusammenhang dargestellt. Halt so, wie es gewisse Kreise gerne tun. Was aber an dieser Initiative besonders «gelungen» scheint, ist

das Verkaufsverbot vom Gold für die SNB. Wir haben ja Erfahrung, siehe nachfolgende Ausführungen. Der Bund empfiehlt den Bürgern bekanntlich die Haltung eines Notvorrats 4). Reis, Wasser, Zucker etc. Seit der Revision vom 31.2.1989 des Gesetzes über Haltung, Pflege und Ersatz von Vorräten für Notzeiten (Hapflevono) vom 1.4.1914, leider etwas in Vergessenheit geraten, gehört der Zwangsanteil von dauerhaft haltbarem Erbsensuppentrockenkonzentrat (Ersutroko) nicht mehr dazu. In der dazugehörigen Verordnung (lesen Sie stets das Kleingedruckte) findet man warum: der damals (1914) gutgemeinte Zwang zur Mindesthaltung mit gleichzeitigem Verzehrverbot (ausser der Bundesrat hätte den Verzehr angeordnet) führte im Laufe der Zeit zu gigantischen Mengen von gelagertem Ersutroko (Marke eingetragen). Die übermässige Anhäufung von Ersutroko rührte daher, dass bei jeder Ergänzung von zum Beispiel Reis, Mineralwasser oder Nudeln eben auch ein Zwangsanteil von Ersutroko dazu genommen werden musste. Bürger beklagten sich bei den Behörden, dass sie gerne auch noch etwa eine Zwiebel im Keller lagern würden, doch dass die ungeliebte Suppe alles versperren würde. Ein ganz besonders tragischer Fall war aus dem Bündnerland be-

kannt geworden, wo ein mit Ersutroko vollgestopfter Stall zusammenbrach und einige Geissen unter sich begrub. Laut verlässlicher Quelle, war darunter auch der SVP Zottel, der, wie Sie wissen, seit geraumer Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde. – Zurück zur Retterinitiative. Da steht drin, dass die SNB Gold kaufen müsse, es aber nicht mehr verkaufen dürfe. Offensichtlich haben die Initianten bei der Beratung der Revision des Hapflevono im Nationalrat, wie so oft, gefehlt oder diese nicht verstanden (auch gut denkbar). Es erhebt sich die von den Initianten unbeantwortete Frage, was mit dem Edelmetall geschehen sollte. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Vorschlag A: Wie Sie wissen, bemüht sich die Nagra seit Jahren vergeblich, den Atomabfall irgendwo zu verbuddeln. Da ja das Gold nie mehr gebraucht werden wird, da unverkäuflich, könnte man doch zu jedem Portiönchen verbrauchtem Uran ein paar Nuggets beigeben. Ich bin fast sicher, die Gemeinden würden sich reissen um die Lagerstätten. Vorschlag B: Da die Neat bald fertig sein wird, stellt sich die Frage, was man mit dem, dannzumal unnützen, alten Tunnel anfangen könnte: Idee: Umgestalten in eine «Nationale Lagerstätte für Familiäres Volksvermögen».

Stellen Sie sich das so vor: Jedem Schweizer Bürger und / oder Familie wird ein Portiönchen Gold zugeteilt. Bei zirka 6 Mio. Schweizern ergibt das bei etwa 1 500 000 kg Gold ein Bärreli von je ca 248 Gramm, also etwa 13 cm³ oder 6x4x0,54 cm. Jedenfalls ein schönes Plättli aus Gold auf dem man je nach individuellem Wunsch verschiedenartige Sujets prägen lassen kann (kostenpflichtig, gemäss Reglement). Die so verzierten Bärreli werden in schmucken Schaukästchen, jedes mit AHV-Nummer, ausgestellt in langen Reihen – darum der Tunnel – und können bei Führungen besichtigt werden. Familien können grössere Familiengoldgrüftchen mieten (auch kostenpflichtig) und Pensionierte, sofern sie der Auns angehören, dürfen als Führer(innen) amten. Eine solche Besichtigungswanderung (Eintritt frei), immerhin fast 16 000 m mit geschätzten 4 Mio. Schaukästli wird sicher ein nationaler Renner, besonders am 1. August. Als Sujets stelle ich mir vor: Globi (für Kinder), Michael Jackson, Gerry Müller, Madonna, Smileys aller Art, die Gebrüder Blocher, Pfarrer Sieber, Heidi und der Geissenpeter am Fusse des Matterhorns in diversen, auch nicht jugendfreien Stellungen... Der Tunnel wird in «Seldwylas Goldloch» umbenannt. Ueli Graf, Mettmenstetten


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Gewerbe/Dienstleistungen

Diamant der Küche

«Very British»

Trüffelsucher Lothar Zeissler ist unterwegs in den Wäldern rund um Wettswil. > Seite 17

Die Harmonie Affoltern lud zur musikalischen Reise von Orkney bis nach London. > Seite 19

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Sechs Medaillen Ottenbacher Michael Leiser glänzt an der Haidung-Gumdo-EM in Paris. > Seite 20

Wilma Ski-Sport in Affoltern ist für den Winter gerüstet Rabattwoche im Geschäft an der Betpurstrasse 2 Der Winter steht vor der Tür, und Wilma Ski-Sport in Affoltern ist auf den weissen Zauber gut vorbereitet. Neben dem üblichen Ladenverkauf gibts während der Wintersaison ein Veranstaltungsprogramm.

Gesundheit hängt auch vom guten Schlafkomfort ab, deshalb prüft das Affoltemer Fachgeschäft Finetra – hier Geschäftsführer Besim Bulica – sämtliche Betten vor dem Verkauf auf Herz und Nieren. (Bild zvg.)

Sonderkonditionen aufs ganze Bettensortiment Finetra feiert Zwölf-Jahre-Jubiläum Finetra, das Affoltermer Fachgeschäft für Schlafkomfort an der Zürichstrasse 130, lädt vom Freitag, 7. November, bis Sonntag, 9. November, zum Jubiläumsverkauf und gewährt dabei Zuger-Messe-Konditionen, Fachberatung und Erfrischungen. Richtig, das Elf-Jahre-Jubiläum vor Jahresfrist war Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica bereits ein Jubiläumsverkauf wert. Vom kommenden Freitag, 7., bis Sonntag, 9. November, feiert das Fachgeschäft für Schlafkomfort, ganz nah beim Kronenplatz im Bezirkshauptort domiziliert, nun das 12Jahre-Jubiläum und bietet «für Nachtwandler und Tagträumer» wiederum attraktive Jubiläumsschnäppchen zu Messekonditionen. «Wir gewähren den Leuten im Bezirk Affoltern während dieser drei Tage denselben Rabatt, den wir an der Zuger Messe geboten haben. Das heisst: Jubiläumsschnäppchen zu Tiefstpreisen bei Boxspringbetten, ausziehbaren Bett-Sofas, Aqua-DynamicWasserbetten und Air-Bed-Luftbetten

sowie Bico-Matratzen – solange der Vorrat reicht», verspricht Besim Bulica. Sämtliche am Wochenende preisgünstig angebotene Markenware, darunter auch die neuste Kollektion an Bettwäsche, ist im Fachgeschäft an der Zürichstrasse 130, Affoltern, ausgestellt. Das Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort ist neben den qualitativ hochstehenden Markenprodukten auch für seine individuelle, fachlich kompetente und lösungsorientierte Beratung sowie dynamischen Service bekannt. Am Jubiläumswochenende verstärkt es sich zusätzlich mit Fachleuten seiner Lieferanten, die sich Zeit zur individuellen Beratung nehmen, und ist selbstredend rundum für Erfrischungen besorgt. Besim Bulica: «Wir freuen uns über jeden Besucher an unserem Jubiläumsverkauf mit den Zuger-Messe-Konditionen. Die Erfrischungen, die wir anbieten, sehen wir auch als Dankeschön für unsere treuen Kunden.» (kb.) Jubiläumswochenende Finetra, Zürichstrasse 130, Affoltern. 7. bis 9. November. Freitag 9 bis 18.30, Samstag 9 bis 18 und Sonntag 10 bis 17 Uhr.

Vielseitige Cupcakes-Coiffeuse Diana Huber am Martinimarkt in Muri, AG. Vor gut sieben Jahren fand die engagierte Jung-Coiffeuse ihren Weg ins «Beauty-huus» in Muri und bildete sich mit grossem Interesse weiter. Im Jahr 2012 reiste sie zum zweiten Mal nach Ecuador, – gewappnet mit Kamm und Schere – und schloss das Land und besonders die Kinder gleich ins Herz. Auch das Praktikum in einer Kita war für sie eine wichtige Erfahrung. Diana Huber fühlt sich mit der Natur sehr verbunden, nächstes Jahr will sie einen Imkerkurs besuchen. Jetzt ist es an der Zeit, Haarschnitte und ihre wunderschönen Cupcakes, die sich bereits schon herumgesprochen haben, unter ein Dach zu bringen. Die Coiffeur-Kundinnen kommen jeden Freitag und Samstag vor Monatsende gratis in den Genuss dieser selbstgemachten Küchlein. Gerne

Den Auftakt macht die Rabattwoche vom 1. bis 8. November. Während dieser Zeit erhält man im Sportgeschäft an der Betpurstrasse 2 in Affoltern auf das gesamte Sortiment einen Rabatt – und zwar für Skis, Skischuhe, Bindungsmodelle, Stöcke, Snowboard, Helme und Nordic Walking. Beratungsunterstützend, aber auch aus gesellschaftlichen Gründen führt das sympathisch geführte Sportgeschäft während der Wintersaison interessante und originelle Veranstaltungen durch. So stehen am Samstag, 24. Januar 2015 und am Freitag, 6. Februar, Schneeschuhtouren an. Schon seit mehreren Jahren bietet Wilma Ski-Sport den Occasions- und Skimarkt an. Dieser findet jeweils mittwochs und samstags statt, erstmals am Mittwoch, 12. November. Alle wichtigen Infos zur neuen Saison finden sich unter www.wilmaskisport.ch.

Bald wieder auf Skis: Wilma Liebhart bietet auf das gesamte Sortiment einen Rabatt – bis nächsten Samstag, 8. November. (Bild -ter.) Informationen zu den Veranstaltungen, Produkten,

erhältlich oder unter Telefon 044 761 56 37 bezie-

Öffnungszeiten, Anmeldungen usw. sind direkt beim

hungsweise per E-Mail unter info@wilmaski-

Skigeschäft an der Betpurstrasse 2 in Affoltern

sport.ch.

Stromsparhilfen günstiger beziehen Die EKZ unterstützen ihre Kunden beim Energiesparen Kunden der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) können Energiemessgeräte und Abschalthilfen aktuell bis zu 60 Prozent günstiger beziehen. Die Aktion dauert bis Ende Januar 2015. Rund 2 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen die Schweizerinnen und Schweizer im Jahr für Geräte im Stand-by-Modus. Das entspricht in etwa einem Fünftel des Stromverbrauchs des Kantons Zürich. Im Haushalt entfallen rund 10 Prozent des Stromverbrauchs auf Geräte im Stand-by-Modus. Mit dem Einsatz von

Stromsparhilfen kann dieser fast halbiert werden.

Mit EKZ bis 60 Prozent günstiger Stromsparhilfen kaufen Viele Geräte im Haushalt verbrauchen auch Strom, wenn sie nicht genutzt werden. Zwar werden die einzelnen Geräte energetisch immer effizienter, deren Anzahl im Haushalt ist im Laufe der Jahre aber konstant gestiegen. So stehen in vielen Haushalten ein Internet-Router, eine TV-Box und mehrere Fernseher und Computer, welche beispielsweise tagsüber im Stand-by-Mo-

dus sind. Mit Abschalthilfen kann dieser Stromverbrauch ohne Nutzen fast halbiert werden. Die EKZ unterstützen mit ihrem Förderprogramm seit mehreren Jahren den effizienten Umgang mit Energie und fördern diesen finanziell. Bei der jetzigen Aktion profitieren darum EKZ Kunden beim Kauf von Strom sparenden Abschalthilfen, wie Steckdosenleisten und Zeitschaltuhren sowie einem Energiemessgerät von bis zu 60 Prozent Vergünstigung. (pd.) Infos und bestellen beim EKZ-Kundendienst oder unter www.ekz.ch/kundenaktion.

Gesund durch den Winter mit Heilkräutern Kurs in der Gesundheitspraxis von Ernestine Astecker in Jonen

Diana Huber mit Cupcakes. (Bild zvg.) kreiert Diana Huber auch individuelle Cupcakes auf Bestellung. Sie freut sich auf Besuch – auch am Martinimarkt vom nächsten Dienstag, 11. November, in Muri. Dort wird sie nämlich mit einem Stand präsent sein. (pd.) Coiffure Diana, Beauty-Huus, Zürcherstrasse 42, 5630 Muri, Tel. 076 383 88 23.

Winterzeit – Erkältungszeit. Welche Kräuter helfen bei Husten, verstopfter Nase, gereiztem Hals, Kopf- und Gliederschmerzen? Antworten liefert der Kräuterkurs von Ernestine Astecker. Seit Urzeiten werden Heilkräuter bei verschiedensten Beschwerden angewendet. Die alten Kräuterkundigen wussten, dass gegen jede Beschwerde ein Kraut gewachsen ist. Als wärmender Tee, stärkende Tinktur, lindernde Salbe oder wohltuender Wickel aktivieren die Heilkräuter die Selbsthei-

lungskräfte des Körpers und unterstützen das Immunsystem. Wie werden Heilkräuter gezielt zur Vorbeugung von Grippe und grippalen Infekten eingesetzt? Welche Ernestine Astecker. Kräuter helfen bei (Bild zvg.) krampfartigem Husten, chronischer Bronchitis oder Stirnhöhlenentzündung? Was ist zu tun bei Anfälligkeit für Erkältungen?

Und wie erkennt man die Grenzen der Selbstbehandlung? Die Kursteilnehmenden lernen, Heilkräuter, Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten kennen und stellen selber einen wohltuenden Brustbalsam her. Kursleiterin Ernestine Astecker, Homöopathin und Apothekerin, freut sich auf Interessierte. (pd.) Kräuterkurs am 15. November, 9 bis 12.15 Uhr, Gesundheitspraxis, im Haus zum Löwen, Obschlagenstrasse 2, Jonen. Kurskosten 60 Franken, inkl. Skript und selbst hergestelltes Produkt. Infos und Anmeldung: kontakt@eastecker.ch, 043 322 86 70.


gewerbe

Am Jubiläumsfest unterhielten Paul und Priska die Gäste mit traditionellen Klängen von nah und fern. (Bild Salomon Schneider)

44 Jahre in der Gastronomie Zehn Jahre «Spycher» in Mettmenstetten Guido und Annemarie Eggerschwiler wirten seit zehn Jahren im Spycher in Mettmenstetten. Am vergangenen Sonntag feierten sie Jubiläum. Die Gaststube des Spychers war am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt. Über 100 Gäste assen das Festmenu und genossen die gesellige Atmosphäre. Guido Eggerschwiler freut sich: «Wir haben nur 48 Plätze. Da sind 100 Menus eine grosse Menge. Wir haben sehr viele treue Kunden und bei diesen wollten wir uns bedanken.» Musikalisch wurde der Anlass vom Duo Paul und Priska umrahmt. Sie bewegten sich von Tisch zu Tisch und spielten Schweizer und Englische Volkslieder. Guido Eggerschwiler zu

seiner Musikwahl: «Paul und Priska haben schon vor zehn Jahren, bei der Eröffnung, hier gespielt. Deshalb wollten wir sie wieder haben.» Guido Eggerschwiler hat sein gesamtes Arbeitsleben in der Gastronomie gearbeitet. Nach der Lehre als Koch, machte er sich bereits in jungen Jahren selbstständig und führte 23 Jahre lang das Hotel Forsthaus Sihlwald. Jetzt ist er bereits 44 Jahre in der Gastro-Branche tätig. Seine Arbeitstage fangen um halb acht Uhr morgens an und enden, wenn der letzte Gast gegangen ist. «Da ich als Wirt auch selber koche, kann ich durchgehend warme Küche anbieten», erzählt Guido Eggerschwiler. Bis zum 23. November bietet der Spycher ein DankeschönMenu mit Rindsfilet für 44 Franken an. (sas)

Wirkungsvolles und schonendes Trainieren im Wasser Aqua Strong im Hallenbad Ottenbach Fabienne Zubler führt im Hallenbad Ottenbach kostenlose Aqua Strong-Schnupperkurse durch. Sie hat die Trainingsmethode selber entwickelt. Wer wünscht sich nicht einen wohlgeformten, vitalen, beweglichen und vor allem einen gesunden Körper? Seit über 17 Jahren erteilt Fabienne Zubler, dipl. Wasserfitnessinstruktorin ihre sehr effizienten Kurse mit der selbst entwickelten Methode Aqua Strong. Immer wieder erfreut es sie, die vielen positiven Aussagen ihrer Kunden zu erhalten. Fabienne Zubler meint: «Wasser ist ein wunderbares Element, um sich körperlich fit zu halten. Es bereitet mir immer wieder unglaublich viel Freude, die Vorteile und Vielseitigkeit des Wassers effizient auszunützen und dabei Jung und Alt, Mann und Frau gezielt zu fördern. Mein Augenmerk setze ich auf Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und eine korrekte Körperhaltung. Durch das Ausnutzen der Beinahe-Schwerelosigkeit ist das Training im Wasser sehr gelenkschonend und Bewegungen werden möglich, die an Land beschwerlich sind oder gar nicht möglich. Schmerzende Gelenke, Wirbelsäule und Muskeln können im Wasser leichter und schmerzfreier bewegt werden.» Gesundheit ist nicht ein Kapital, das man aufbrauchen kann, sondern sie ist nur dort vorhanden, wo sie in jedem Augenblick des Lebens erzeugt wird.

Fabienne Zubler. (Bild zvg.) Durch ein regelmässiges Aqua Strong-Training wird der Körper fester und wohlgeformt, die Gelenke werden beweglicher, der Rücken entspannter und oftmals verschwinden körperliche Beschwerden. Durch den Massageeffekt wird die Blutzirkulation angeregt und die Lungen- und Herzfunktion verbessert. Der Aufenthalt im Wasser entspannt Körper, Geist und Seele. Jedermann kann Aqua Strong ausführen und hat die Möglichkeit seine Anstrengungen gemäss seinen Fähigkeiten zu dosieren. (pd.) Schnupperkurs nach Anfrage gratis im Hallenbad des Schulhauses Ottenbach. Jeden Montag, um 13.05 und Donnerstag, um 13.35 Uhr. Kontakt: Fabienne Zubler, Tel. 056 624 00 80, inspirationsquelle.ch. f.zubler@inspirationsquelle.ch.


Vermischtes

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Trüffel in den Wäldern rund um Wettswil Nicht nur in Frankreich oder Italien – auch im Knonauer Amt gibt es diesen schwarzen Edelpilz Der Trüffelsucher Lothar Zeissler aus Wettswil ist jetzt wieder mit seinem Lagotto Romagnolo «Yari» in den Wäldern rund um Wettswil unterwegs, um die schwarzen Diamanten der Küche zu suchen. Früh am Morgen macht er sich auf den Weg zu seinen Trüffelplätzen. Die Trüffel liegen meist dicht unter der Erdoberfläche. Wenn der Trüffel reif ist, sendet dieser einen bestimmten Botenstoff aus. Der Trüffel sorgt mit diesem Botenstoff dafür, dass er gefunden und gefressen wird. Die unverdauten Sporen werden von den Tieren ausgeschieden und so im Wald verteilt. Dadurch sorgt er indirekt selber für die Weiterverbreitung. Der Mensch hat sich früher Schweine für die Suche nach diesem edlen Pilz zu Nutzen gemacht. Man musste aber sehr schnell sein, um zu verhindern, dass das Schwein den gefunden Trüffel nicht selber frisst. Zudem war es auch nicht einfach, ein ausgewachsenes Schwein mit dem Auto an die Trüffelstellen zu transportieren. Ein weiteres Problem bei der Suche mit Schweinen war, dass die Fundstellen sehr stark beschädigt wurden. Aus letzterem Grund ist heute ist die Suche mit dem Schwein verboten und wird nur noch vereinzelt für Touristen gezeigt. Es wird nur noch mit ausgebildeten Hunden gesucht.

Trüffelsuche ist Teamwork Es braucht Erfahrung und Ausdauer bis man ein Auge dafür bekommt, worauf man achten muss. Lothar Zeissler erinnert sich an seine Anfangszeit: «Yari fand den von mir versteckten Dummy regelmässig. Als ich dann in den Wald ging, um mit im wild wachsende Trüffel zu suchen, kam die Ernüchterung. Wir fanden wochenlang keine Trüffel, obwohl ich sicher war, dass Yari anzeigen würde,

Trüffel aus Fundstelle in Wettswil.

Lothar Zeissler mit seinem Lagotto Yari. (Bilder zvg.)

wenn eine Trüffel in der Nähe wäre. Erst als ich einen erfahrenen Trüffelsucher um Rat fragte, zeigte mir dieser, worauf ich achten müsse. Er nahm mich und Yari an einen seiner Trüffelplätze mit. Innert kurzer Zeit fand Yari fünf Trüffel. Natürlich bekam Yari für die gute Arbeit eine schöne Belohnung. Dies war für mich ein Schlüsselerlebnis. Jetzt hatte ich die Gewissheit, dass mein Hund Trüffel anzeigen würde. Der Fehler hatte bei mir gelegen, weil ich ihn nicht an die richtigen Stellen geführt hatte. Mit diesem Wissen fuhren wir nach Hause und begannen aufs Neue, Trüffelplätze zu suchen. Heute habe ich Trüffelstellen im ganzen Knonauer Amt.» Trüffelsuche ist Teamwork zwischen Hund und Herrchen. Die meisten Hunderassen können für die Trüffelsuche ausgebildet werden. Lothar

Zeissler hat schon unterschiedliche Rassen ausgebildet. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Hunde spielerisch auf den Geruch der Trüffel geprägt werden können. Die Nasenar-

8000 Euro für ein Kilo Die wohl bekannteste Trüffel ist der Tuber magnatum pico oder auch Weisse Albatrüffel. Diese Trüffel wächsen hauptsächlich in Italien, im Gebiet um Alba. In einem Jahr mit geringer Ernte, kann das Kilo bis zu 8000 Euro kosten. In der Schweiz findet man ausschliesslich die schwarzen Trüffel wie die Burgundertrüffel (Tuber uncinatum) oder die Sommertrüffel (Tuber aectivium).

beit ist für den Hund sehr anstrengend und sollte aus diesem Grund nicht zu lange dauern. Schwieriger als den Hund auszubilden, ist es, die Plätze zu finden, an welchen Trüffel wachsen. Es gilt, den Hund an die Plätze heranzuführen, an welchen es Trüffel haben könnte. Trüffel wachsen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Sie wachsen in Symbiose mit Wurzeln bestimmter Wirtsbäume wie Eiche, Buche oder Haselnuss. Die Spore verbindet sich mit dem Feinwurzelgeflecht (Myzel) des Wirtsbaumes. Über diese Verbindung liefert die Trüffel dem Wirtsbaum Wasser und Mineralsalze. Der Baum liefert der Trüffel im Gegenzug Kohlenhydrate in Form von Zucker. Der Boden sollte einen pHWert von 7 bis 8,5 aufweisen. Vermeintliche Trüffelstellen erkennt man zum Beispiel auch an der Oberflächen-

beschaffenheit des Waldbodens. Eines der sicheren Zeichen für eine Trüffelfundstelle ist der sogenannte Hexenkreis (französisch auch Brulée genannt). In dieser kreisförmigen Zone um einen Wirtsbaum gibt es fast keinen Oberflächenbewuchs.

Respektvoller Umgang Die Trüffelsuche ist kantonal gesetzlich geregelt. Im Kanton Zürich darf man erst ab dem 11. des Monats Pilze suchen und die Tagesmenge ist auf maximal ein kg beschränkt. Wichtig bei der Trüffelsuche ist ein respektvoller Umgang mit der Natur. So lässt Lothar Zeissler kleine Trüffel im Boden und arbeitet Trüffelreste wieder in den Waldboden ein. Zudem deckt er die Fundlöcher wieder zu, damit die Wurzeln nicht austrocknen. (pd.)

ratgeber

Zürcher Bevölkerung sportlich über dem Durchschnitt

Abzugsfähigkeit von Aus- und Weiterbildungskosten Bis Ende 2015 gelten nachstehende Regelungen für die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aus- und Weiterbildungskosten. Ab Anfang 2016 kommen dann neue Bestimmungen zur Anwendung.

Nicht abzugsfähige Ausbildungskosten Ausbildungskosten sind Auslagen, die anfallen, um die notwendigen Fähigkeiten zur Ausübung eines bestimmten Berufs zu erlernen. Als Ausbildungskosten gelten auch Auslagen, die im Zusammenhang mit dem Aufstieg in eine eindeutig höhere Berufsstellung oder einem Umstieg in einen anderen Beruf anfallen. Solche Auslagen stehen nicht in einem sehr engen Zusammenhang mit der bisherigen beruflichen Tätigkeit. Sie sind daher nicht abzugsfähig.

Abzugsfähige Weiterbildungs- und Umschulungskosten Abzugsfähige Weiterbildungskosten sind Kosten, die für die Erhaltung der erreichten beruflichen Stellung oder für den Aufstieg in eine höhere Stellung im bisherigen Beruf aufgewendet werden. Der geforderte sehr enge Zusammenhang mit der bisherigen beruflichen Tätigkeit ist dann gegeben,

Hans Ulrich Meuter. (Bld zvg.) wenn sich die Weiterbildung auf die zu erlangenden Kenntnisse bezieht, die für die aktuelle berufliche Tätigkeit verwendet werden können. Zur Anerkennung als abzugsfähige Weiterbildungskosten ist es nicht notwendig, dass das Erwerbseinkommen ohne die Auslage nicht hätte erzielt werden können, sondern es genügt, wenn die Aufwendungen für die Erzielung des Erwerbseinkommens nützlich und üblich sind. Sie sind daher in der Regel abzugsfähig. Die Umschulung dient nicht der Ausübung des gegenwärtigen Berufs, sondern bezweckt die Vorbereitung

auf einen neuen Beruf. Die Abzugsfähigkeit der Umschulungskosten hängt davon ab, ob die Ursache für die Umschulung im bisherigen Beruf begründet ist oder nicht. Es müssen gewichtige Gründe vorliegen, dass der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Der Abzug der Umschulungskosten wird zum Beispiel gewährt, wenn die Umschulung aufgrund einer Betriebsschliessung, dem Aussterben eines Berufs sowie wegen Krankheit oder Unfalls des Arbeitnehmers nötig war. Wenn ein Umschulungslehrgang dagegen aufgrund von rein persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben besucht wird, gelten die diesbezüglichen Aufwendungen als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten.

Abzugsfähige Wiedereinstiegskosten Die vorstehend erwähnten abzugsfähigen Weiterbildungs- und Umschulungskosten, die eng mit dem Beruf zusammenhängen oder die im Beruf begründet sind, schliessen auch die so genannten Wiedereinstiegskosten mit ein. Darunter sind insbesondere solche Kosten zu verstehen, die aufgewendet werden müssen, um nach längerer Zeit wiederum im seinerzeit erlernten und ausgeübten Beruf tätig zu werden. Die Kosten sind nur abziehbar, wenn in der betreffenden Steuer-

periode ein entsprechendes Erwerbseinkommen aus dem beruflichen Wiedereinstieg erzielt wird.

Neue Bestimmungen ab dem 1.1.2016 Die vorstehend erwähnte steuerliche Unterscheidung zwischen den nicht abziehbaren Ausbildungskosten und den abziehbaren Weiterbildungskosten führt in der Praxis immer wieder zu schwierigen Abgrenzungsfragen. Mit dem neuen Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung der berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten sollen diese schwierigen Unterscheidungen entfallen. Es wird neu ein einheitlicher steuerlicher Abzug für die Kosten der berufsorientierten Aus- und Weiterbildung per 1.1.2016 eingeführt. In einer der nächsten Kolumnen werden diese neuen Bestimmungen dargestellt. Quelle: Merkblatt des kantonalen Steueramtes über die Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für Bildungsmassnahmen vom 11. November 2009. Hans Ulrich Meuter ist dipl. ing. agr. ETH, lic. iur und dipl. Steuerexperte. Er leitet die Division Dienstleistungen des kantonalen Steueramtes Zürich und ist Co-Präsident der FDP Ortspartei Affoltern. Seine Ko-

Die Zürcherinnen und Zürcher sind im schweizerischen Vergleich überdurchschnittlich sportlich. Und sie wünschen sich einen Ausbau der Jugend- und Nachwuchsförderung im Sport. Dies ergab eine kantonale Befragung von 2796 Personen zu ihrem Sportverhalten. Die heute in Zürich, von Studienleiter Markus Lamprecht, vorgestellte Studie «Sport im Kanton Zürich 2014» ist nach 2003 und 2008 die dritte solche Studie, die das Observatorium Sport und Bewegung Schweiz im Auftrag des Kantons Zürich durchgeführt hat. Sie liefert damit Vergleichswerte zum Stellenwert des Sports auf nationaler Ebene und beleuchtet gleichzeitig die Entwicklung der letzten Jahre.

Studienergebnisse bestärken bestehende Fördermassnahmen Die Zürcher Bevölkerung spricht sich klar für eine breite Sportförderung aus, wobei insbesondere ein Ausbau der Jugendsport- und Nachwuchsförderung erwünscht ist. Die Ergebnisse der Studie stärken die bestehenden Massnahmen, basierend auf dem sportpolitischen Konzept des Regierungsrats, zugunsten der Jugend- und Breitensportförderung. (pd.)

lumnen beinhalten vor allem das Steuerrecht, die Steuer- und die Agrarpolitik. Dabei handelt es sich

Ausführlicher Bericht und Fakten aus der Studie

um persönliche Auffassungen. (Red.)

unter www.sport.zh.ch/studie.


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Veranstaltungen

Dienstag, 4. November 2014

Zu den schönsten Enden der Welt Vom Orient nach Australien – Lichtbildersinfonie von Paul Roos Die Reise in Bildern offenbart dem Besucher den ganzen Reichtum und die einzigartige Vielfalt der Landschaften und Kulturen von Jemen über Ägypten, Libyen, Algerien, Marokko, Namibia und Botswana bis nach Australien. «Land des Lichts» wird der Jemen oft genannt oder auch die Wiege arabischer Kultur. Ob auf Spuren der legendären Königin von Saba, bei den Lehmhochhäusern von Shibam – dem Manhattan der Wüste – oder der Blick über die Altstadt von Sanaa’a im Abendlicht: dieses Land der arabischen Halbinsel erscheint wie aus einem Märchen von «tausendundeiner Nacht». Die an den Hügeln des westlichen Nilufers errichteten Gräber der altägyptischen Würdenträger erinnern daran, dass diese Seite des Nils den Toten vorbehalten war. Die «Weisse Wüste» ist ein Denkmal auf Zeit. Während mehr als 100 Millionen Jahren stand das Kalkgestein in der Weissen Wüste der Witterung, dem Wind und dem Sand Modell und liess bizarre Überreste zurück. Der Fezzan, das Wüstengebiet, besitzt die Grösse Frankreichs und zählt zu den historischen Landschaften

Libyens. Zahlreiche Hammadas breiten hier ihren endlosen, steinernen Teppich aus. In riesigen Ergs türmen sich Milliarden Kubikmeter Sand zu mächtigen Sanddünen. Wau en Namus: Der schwarze Krater eines erloschenen Vulkans ragt nur knapp aus der endlosen Sandebene hervor – ein Juwel in der umgebenden Einöde.

Urtümliche Landschaften Ein architektonisches Meisterwerk inmitten einer endlosen Steinwüste sind die fünf Mozabitenstädte – Ghardaïa soll die Schönste sein. Die Oasen im Saoura-Tal, Algerien, schmiegen sich an den Rand des grossen Ergs – eine Sanddünenlandschaft so gross wie die Schweiz. Die Querung von 750 Kilometern unbewohnten Gebietes von Tamanrasset nach Djanet ist einer der Höhepunkte der abenteuerlichen Reise. Marokko zählt mit seinem aussergewöhnlichen Reichtum an landschaftlichen Gegensätzen, dem kulturellen Angebot und der Verschiedenheit seiner Bewohner unbestritten zu den schönsten Ländern unserer Erde. Die Vielfalt der Landschaften zeigt sich im Wechsel zwischen Ebene und Gebirge, Sand und Wasser, köstlicher

Frische des Hohen Atlas und gleissender Hitze der Sahara. Von besonderer Schönheit sind die prachtvollen Kasbahs und Ksours, welche die Wehrhaftichkeit der entlegenen Dörfer noch betonen.

Elefanten, Löwen und Zebras Noch immer sind Botswana und Namibia ein Ausnahmereiseziel, noch immer ist es ein Abenteuer und eine Herausforderung, wenn man sich mit Jeep und Zelt in die Einsamkeit der Wildnis wagt. Interessant für Abenteurer sind die sehr abgelegenen Regionen wie die Makgadikadi-Salzpfanne, das Okovangodelta und der Chobe N.P. mit seinen 75 000 Elefanten. In Namibia streifen Elefanten, Löwen und Zebras durch die grossartige Etoscha-Salzpfanne. Aber das ist längst nicht alles an Exotik: Von mächtigen Sanddünen bis zur schauerlich klingenden Skelettküste lässt sich «Afrikas Diamant» mit keinem anderen Land des Kontinents vergleichen.

Stimmungsvolle Kontraste Die Bilder Australiens offenbaren den Reichtum und die einzigartige Vielfalt der Landschaften, die stimmungsvol-

Während mehr als 100 Millionen Jahren war das Kalkgestein in der Weissen Wüste der Witterung, dem Wind und dem Sand ausgesetzt. (Bild Paul Roos) len Kontraste des roten Kontinents. Hervorgerufen durch das wechselnde Licht über den Bergen, den farbenfrohen, sanft geschwungenen und wilden Küsten, den riesigen Ebenen mit dem blonden Grasmeer. In diesen unendlichen Weiten sorgen immer wieder dramatische Vorkommnisse aus der

Der Königsweg zum Sonntagsbraten

Mit Humor gegen den «Fortschritt-Tsunami»

Puppenspiel um «Fausta Fux» in Wettswil

Rob Spence im «Rössli», Mettmenstetten

«Fausta Fux oder der Königsweg zum Sonntagsbraten» heisst das neueste Werk der Theatergruppe Roos & Humbel. Das Puppenspiel eignet sich für Kinder ab 4 Jahren. Am Samstag, 15. November ist es in Wettswil zu sehen. Das kleine Fuchskind Fausta wirbelt das beschauliche Waldleben ordentlich durcheinander, denn sie ist alles andere als still und scheu, nämlich wild und unbändig. Mit der stillen Fuchsjagd ist es nun vorbei und als dann der Winter kommt, bringt das die Familie in arge Bedrängnis: klirrende Kälte, knurrende Fuchsmägen und ein Überfall auf den Hühnerstall, ob das gut geht? Natürlich, denn zum Glück gibt es ja Fausta, die mit Mut und Fantasie Familie samt Sonntagsbraten rettet.

Bereits zum wiederholten Mal in Wettswil Dieses wunderbare Puppenspektakel durch die vier Jahreszeiten und mit allerlei Getier wird präsentiert von der Bibliothek Wettswil. Bereits zum wie-

Wer den australischen Comedian Rob Spence schon einmal live erlebt hat, der weiss: Er ist «echt stark» – und so heisst auch sein neues Programm. Sein sechstes.

derholten Mal hat das Bibliotheksteam das Kreativduo, welches früher unter dem Namen Roosaroos durch Schweizer Landen tourte, nach Wettswil eingeladen, wo es in vergangenen Jahren Gross und Klein bereits mit Pitschi und dem Märchen vom Wolf und den sieben Geisslein begeisterte.

Unsere heutige Gesellschaft ist überfordert. Ganz ehrlich, wer versteht diesen «Hightech-Internet-SocialWahn» überhaupt noch? Doch es gibt Hoffnung. Rob Spence stemmt sich mit unwiderstehlicher Kraft gegen den digitalen «Fortschritt-Tsunami». Er verbindet klassischen Stand-Up mit meisterhafter Pantomimen-Kunst. Hemmungslos frech und verblüffend trifft er ins Schwarze und vergisst dabei nie das Wesentliche: die Pointe. Es wartet ein Zwerchfell-strapazierender Abend mit dem Meister der Physical Comedy: Rob Spence – «echt stark».

Liebevolle Einzelanfertigungen Nun haben Silvia Roos und Stefan Roos Humbel wieder viel Herzblut in die neueste Produktion gesteckt: die Tiere sind liebevolle Einzelanfertigungen, handgemacht von den Schauspielern selbst, und werden handbespielt mit vollem Körpereinsatz. Gleiches gilt für das einfache und wandelbare Bühnenbild und auch die Musik kommt mal mit leisen, mal mit lauten Tönen zum Einsatz. Dies ist Theater der besonderen Art: fantasievoll und poetisch, mal anders statt klassisch. Ein Nachmittag zum Staunen und Geniessen. (pd.) Fausta Fux oder der Königsweg zum Sonntagsbraten, Samstag, 15. November, 15 Uhr im Singsaal des Schulhaus Mettlen, Wettswil. Billette für 6 Franken in der Bibliothek Wettswil.

Frühzeit der Erde für Aufmerksamkeit, wie die Bungle Bungle Range oder im roten Herzen Australiens – der Uluru Rock oder die Olgas. (pd.) Lichtbildersinfonie von Paul Roos am Donnerstag, 6. November, 20 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Eintritt 25 Franken, inkl. Apéro. Erlös geht an Aarohi Stiftung.

Vom Aushalten und Aushandeln «Das Spiel mit den Grenzen» – Ein Kurs im Familienzentrum in Zusammenarbeit mit der Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon. Nur wer Grenzen kennt, kann Freiräume geniessen. Sie geben Orientierung und Sicherheit. Am 19. und 26. November von 19.30 bis 22 Uhr findet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein Kurs zum Thema Grenzen setzen statt. Die teilnehmenden Eltern erhalten die Gelegenheit, sich mit ihrem eigenen Erziehungsstil auseinanderzusetzen. Anhand von Theaterszenen und Filmbeispielen aus dem Alltag von Kindern werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert, wie die Kursteilnehmer als Mutter oder Vater reagieren können. Dabei steht die Stärkung der Kinder im Vordergrund. Weitere Infos und ganzes Veranstaltungsprogramm unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmelden bis 7. November über die Homepage

Rob Spence. (Bild zvg.)

Dienstag, 25. November, 20 Uhr, «Rössli», Mett-

oder Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag,

menstetten

sonst Anrufbeantworter).

Subtile Komik und beseelter Gesang «Spotlights!»: Esther Hasler im Chilehuus Hedingen Nach drei Einfraustücken in sieben Jahren präsentiert Esther Hasler «Spotlights!» solo im Duo mit dem Piano.

Die Schauspieler Roos und Humbel hauchen ihren tierischen Akteuren mit vollem Körpereinsatz Leben ein. (Bild zvg.)

Esther Hasler lässt das über Jahre liebgewonnene «Personal» ins Rampenlicht treten: Annerös Zgraggen schmiedet grosse Businesspläne, Frau Friedli urteilt auf Vorrat, Adoptivgrossmütterchen Gruschenka erklärt die Welt und Hannelore aus Hannover liebt einmal mehr transkulturell und unerfüllt. Hasler hoch drei ist Essenz in Potenz! Subtile Komik, brillantes Schauspiel, ausdrucksstarke Stimme, beseelter Gesang, virtuoses Klavierspiel, glasklare Zwischentöne, stupende Mimik und Wortakrobatik.

Sie vereint Komik, Schauspiel und Musik: Esther Hasler. (Bild zvg.) Man darf sich auf einen spannenden Theaterabend mit viel Humor, Witz und Charme freuen. (pd.)

Freitag , 7. November, 20.15 Uhr, Chilehuus, Hedingen. Eintritt frei, Kollekte, Infos unter www.gemeindevereinhedingen.ch.


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Dienstag, 4. November 2014

Hoffnung und Orgelgewitter

Zwischen neuer Volksmusik und Jazz

Familienkonzert mit Organistin Rosemarie Ott und Schlagzeuger Sandro Hofmann in Affoltern. Auf den ersten Blick scheint es ohne Zusammenhang, Hoffnung und Orgelgewitter in einem Atemzug zu nennen. Wer zum Familienkonzert vom Freitagabend, 7. November, in die katholische Kirche Affoltern, kommt, darf sich also überraschen lassen: In einer Kehrtwende wird das Publikum vom andächtigen Hören in eine andere Welt voller dramatischer Dynamik geworfen. Die Orgel, die vorher gläubige Gefühle und hoffnungsvolle Gedanken geschenkt hat, wird zur wilden Kämpferin gegen die Naturgewalten. Eine kleine szenische Darstellung mit drei Kindern (Selina und Adriana Ott als Hirtenmädchen und Maurus Messerli als Obersenn) veranschaulicht das Geschehen. Der lustige Schluss führt zum Anfang zurück: Hoffnung, dass man allen Gewittern des Lebens entkommen möge. «Hoffnung – Orgelgewitter», Familienkonzert mit Sandro Hofmann, Schlagzeug, und Rosemarie Ott, Orgel, am 7. November, 19 Uhr, kath. Kirche, Seewadelstrasse 13, Affoltern.

Nächsten Freitag, 7. November, spielt Albin Bruns Nah-Quartett in der Galerie am Märtplatz in Affoltern.

Die Harmonie Affoltern in Aktion. (Bild Susanne Crimi)

Harmonie Affoltern «very British» Erstklassiges Konzert im Kasinosaal Affoltern Eine musikalische Reise von der schottischen Insel Orkney bis nach London – warum die Harmonie Affoltern nicht nur an Dorfanlässen glänzt. ................................................... von susanne crimi Beim Surfen auf der Webseite des Vereins stösst man beim Beschrieb bald auf die – für Laien etwas missverständliche – Bezeichnung «guter Zweitklasseverein». Dabei stellt die Harmonie Affoltern nicht etwa ihr Licht unter den Scheffel, es handelt sich hierbei um die Klassierung bei Musiktagen. Anhand dieser Angabe wählt ein Musikverein seine Stücke aus und misst sich mit anderen Musikvereinen, die auf gleichem Niveau spielen.

Literaturkritiker Hardy Ruoss. (Bild zvg.)

Unwiderstehliche Leselust

Alte Burgen und saftig grüne Wiesen Das diesjährige Jahreskonzert begeisterte die Besucher – und dies mit erstklassig gespielten Musikstücken. Unter der Leitung von Fabian Temperli wurden die Zuhörer musikalisch nach

Grossbritannien mitgenommen. Im ersten Teil brauchte es nicht mehr viel Fantasie, um sich gedanklich nach Schottland aufzumachen – die Tondichtungen «Stirling Castle» und «Balfour Castle» liessen vor dem inneren Auge Bilder von alten Burgen und verfallenen Ruinen entstehen, bei «Caledonia» und «Hymn oft the Highlands» wurden die saftigen grünen Wiesen, moosige Klippen und die fliegenden Wolken am blauen Himmel fast greifbar. Mit «Caledonia», der lateinischkeltischen Bezeichnung für Schottland übrigens, holte sich die Harmonie Affoltern am Fest der Musik in Küssnacht am Rigi den 2. Platz in ihrer Stärkeklasse. Erstaunlicherweise wurden die beiden letztgenannten Kompositionen gar nicht von Schotten geschrieben. Beim Erfolgsstück handelt es sich um ein Werk eines Schweizers (Oliver Wespi) und bei der dreisätzigen Suite «Hymn oft the Highlands» schreibt man den ersten Satz «Highland Cathedral» deutschen Komponisten zu. Im zweiten Teil der Aufführung wurde es wesentlich britischer. Ein Medley aus vier Bond-Filmen, unter-

Der bekannte Literaturfreund und SRF-Literaturkritiker Hardy Ruoss stellt in der Bibliothek Hausen Neuerscheinungen des laufenden Bücherjahres vor. Wo immer Hardy Ruoss auftaucht, sind die Säle voll und die Menschen fasziniert! Das ist nicht verwunderlich: Nur er versteht es mit ungebremster Leidenschaft, viel Gestik und Mimik dem aufmerksamen Publikum seine persönlichen Lieblingsbücher ans Herz zu legen. Wenn er das erste Buch vom Stapel nimmt und loslegt, kann sich niemand mehr der Faszination der Literatur entziehen. Ruoss, ausgestattet mit einer natürlichen Liebenswürdigkeit, empfiehlt die besten Bücher des Jahres mit profunder Sachkenntnis und viel Humor, ohne je das Spannende zu verraten. Man kann ihm und seiner unbändigen Leselust nicht widerstehen und muss sofort und unbedingt eines der Bücher ergattern. Sämtliche Titel liegen in der Bibliothek auf und können ausgeliehen oder reserviert werden. Wer also in der Fülle der Neuerscheinungen 2014 die Übersicht nicht verlieren will, wer sich bereits Gedanken machen möchte zu literarischen Geschenkideen für Weihnachten oder wer ganz einfach die unverwechselbare Ruoss’sche Vorstellung geniessen möchte, reserviere sich einen Platz in der Bibliothek. (pd.) Freitag, 7. November, 19.30, Türöffnung 19 Uhr, Bibliothek, Zugerstrasse 10, Hausen. Eintritt 10 Franken, inkl. Apéro, Reservierung erwünscht. Kontakt: bibliothek@hausen.zh.ch, Telefon 044 764 21 73.

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stützt durch eine kleine Bildschau über den Köpfen der Musiker, liess den «Agenten 007 Ihrer Majestät» in Bild und Ton lebendig werden.

Die Sau rauslassen Die Beatles, die in den Anfängen ihrer Karrieren die englische Königin bestimmt oft «not amused» haben, wurden später ja durch ihre Erfolge doch «Member of the Order of the British Empire». Ein kleiner Querschnitt aus ihren Songs liess die Pilzköpfe wieder auferstehen. Charly Chaplins «Limelight», sehr gefühlvoll vorgetragen, gab der gesamten Aufführung den romantischmelancholischen Touch. Und mit einem Medley aus «Deep Purple»-Stücken klang das Jahreskonzert rockig aus. Durch das Programm führte mit witzigem Charme Felix Schertenleib. Selbst die Bezeichnung, dass die Harmonie Affoltern mit den rockigen Klängen der Altrockband Deep Purple «die Sau rauslassen» würden, verzieh man ihm umgehend, schliesslich wies er dabei auf das lustige Plüschschwein in seinem Arm.

Albin Bruns Nah-Quartett, das sind Albin Brun (Schwyzerörgeli), Marc Unternährer (Tuba), Andy Aegerter (Schlagzeug) und Andy Gabriel (Geige), der neu zum Nah-Trio gestossen ist. Ihre musikalisch offene Liebe zur Schweizer Volksmusik lässt sich inspirieren von Musikkulturen rund um den Globus. Dabei geht es «weniger um eine Erneuerung der Tradition, sondern vielmehr um die Suche nach einer eigenen, persönlichen Volksmusik im Spannungsfeld zwischen Nähe und Ferne.» Albin Brun ist einer der bedeutendsten Vertreter der neuen Schweizer Volksmusik. Seine Kompositionen passen nicht in die Schublade «worldmusic», zu gut sind regionale, ost- und aussereuropäische und jazzig-freie Elemente miteinander verwoben. Es entsteht eine Musik, die «einfährt», mal poetisch und meditativ, dann wieder voller Schalk, Leidenschaft und ausgelassener Spielfreude, genial und anrührend. Albin Bruns Nah-Quartett, Freitag, 7. November, 20.15 Uhr, Galerie am Märtplatz, Affoltern. Billettverkauf und Reservierung bei Buchhandlung Scheidegger, Telefon 044 762 42 42. Märtkafi und Abendkasse ab 19.30 Uhr.

Albin Brun. (Bild zvg.)

«Musik wischt den Staub von der Seele» Klavier-Recital mit Mirco Bergo in Affoltern Die Musikschule Knonauer Amt präsentiert am Sonntag, 9. November, 17 Uhr im «LaMarotte» in Affoltern den Pianisten Mirco Bergo in einem Lehrerkonzert. Er spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, Giuseppe Bonamico und Claude Debussy.

Als musikalische Gäste sind diesmal die Jugend-Trachtenmusik Menzingen, und die «Jodel-Brass», eine Formation des MV Jonen, mit dabei. Diese beiden Formationen werden mit ihrer Musik dazu beitragen, herbstliche Atmosphäre in die Kirchen in Affoltern und Jonen zaubern. (pd.)

Konservatorium «A. Buzzolla» in Adria sein Diplom «Summa Cum Laude» als Konzertpianist erworben. Danach studierte er Komposition, Psychologie und Musiktherapie. An internationalen Wettbewerben wurde er mehrfach als Preisträger ausgezeichnet. Seine Konzerttätigkeit umfasst mehr als 1000 Auftritte. Er bestritt Konzerte, Festivals, Konzerte für die Schulen, Solo-Recitals, Radio- und TVSendungen. Wirkte aber auch als Mitglied bei Kammermusik-Ensembles und in verschiedenen Formationen von Duo bis Orchester mit. In Italien hat er in den wichtigsten Konzertsälen, wie dem Teatro «La Fenice» in Venezia, Vicenza, Firenze, Bologna, Ravenna, Ferrara, Milano, Roma, im Vatikanstaat für den Papst Giovanni Paolo II°, musiziert. Konzertreisen führten ihn nach Rovinj und Pula in Kroatien sowie nach Frankreich und Deutschland. Heute ist er in Hausen am Albis wohnhaft und vollamtlich an der Musikschule Knonauer Amt als Klavierlehrer angestellt. (pd.)

Kirchenkonzerte am Samstag, 8. November, 19 Uhr

Konzert am Sonntag, 9. November, 17 Uhr im

in der ref. Kirche in Affoltern und am Sonntag,

«LaMarotte», Affoltern. Platzzahl beschränkt.

Mirco Bergo, der schweizerische Pianist mit italienischen Wurzeln, ist in Venedig aufgewachsen und hat am

Die Gastformation Jodel Brass. (Bild zvg.)

«Im Buechewald» Konzerte des Jodlerklubs Affoltern «Im Buechewald» heisst das Motto des diesjährigen Kirchenkonzertes des Jodlerklubs Affoltern. Passend zum Thema hat die Dirigentin Therese Lüscher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Wenn sich im Herbst die Farbenpracht des Waldes präsentiert, so passen die Worte aus dem gleichnamigen Lied «Im Buechewald» sehr gut in die hektische Zeit: «Blib es Wyli stah, gniess die Farbepracht, nur zu gli chunnt die Winternacht.»

9. November, 17 Uhr in der Pfarrkirche Jonen. Infos unter www.jodlerklub-affolternamalbis.ch.

Reservieren unter Telefon 044 760 52 62 oder

Pianist Mirco Bergo. (Bild zvg.)

www.lamarotte.ch. Eintritt frei, Kollekte.


sport

Vier Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie einen Ehrenpokal für die höchste Anzahl Medaillen pro Person brachte der Ottenbacher Michael Leiser von den Hadong-Gumdo-EM in Paris ins Säuliamt zurück. (Bilder Urs E. Kneubühl)

Sechs EM-Medaillen für Ottenbacher Europameisterschaft Haidong Gumdo Der Ottenbacher Schwertkunstkämpfer Michael Leiser ist von der Haidung-Gumdo-Europa Meisterschaft in Paris mit insgesamt sechs Medaillen und einem Sonderpreis für die höchste Anzahl Medaillen pro Person zurückgekehrt. Haidong Gumdo und Ottenbach – da war doch schon mal etwas? Richtig, vor zwei Jahren gewann Michael Leiser aus Ottenbach an den Weltmeisterschaften in der asiatischen Schwertkampfkunst Haidong Gumdo in Südkorea Gold im SchwerttanzTeamwettbewerb und Silber im Papier-Präzisionsschneiden. Jetzt kehrte er von den Europameisterschaften in Paris gar mit sechs Medaillen zurück. Und dafür wurde er, wie drei weitere Schweizer Kämpfer, zusätzlich mit einem Ehrenpokal für die «höchste Anzahl Medaillen pro Person» ausgezeichnet, ein Erfolg, wie es diesen für eine Schweizer Nationalmannschaft im Haidong Gumdo noch nie gab.

Viermal Silber, zweimal Bronze

Michael Leiser ist dies Master Chul-Kyung Lee. Der in der Schweiz lebende Master Lee ist technischer Direktor des europäischen Haidong-Gumdo-Verbandes und vermittelt seine Künste im Dojang Chon Ji in Baar, wo auch er erfolgreiche Ottenbacher Schwertkunstkämpfer trainiert. «Würde, Ehre und Disziplin sind charakteristische Eigenschaften des Haidong Gumdo und zentrale Bestandteile dieses Trainings», erklärt der Ottenbacher EM-Medaillengewinner. Dabei führen Einzelübungen, Schwertformen und Partnerübungen den Schüler zum perfekten Umgang mit dem Schwert. Michael Leiser profitiert, wie er sagt, auch beruflich und privat vom Training: «Ziel der Ausbildung ist, die absolute Harmonie zwischen Geist und Körper zu erreichen. Die daraus folgende innere Ruhe ist in allen Lebenslagen hilfreich. Das Wissen um die eigene Kraft fördert konsequentes, aber auch besonnenes Handeln. Der exakte Bewegungsablauf stärkt die Muskulatur in Rücken, Schultern, Armen und Beinen – die Körperhaltung wird geformt.» (kb.) Haidong Gumdo. Chon Ji Dojang Baar, Blickensdorf-

Der Ottenbacher Schwarzgurt reüs- erstrasse 2a, 6340 Baar, Telefon 078 679 30 00. sierte in den Disziplinen Kerzen lö- Probetrainings während der Trainingszeiten möglich. schen, Ball schneiden und Bambus Infos unter www.haidong-gumdo.ch. schneiden und gewann jeweils die Silbermedaille. Dazu kommt ebenfalls Silber, welches Michael Leiser als Mitglied des Schweizer Schwerttanz-Nationalteams einheimsen konnte, und schliesslich errang er auch noch je eine Bronzemedaillen im «Gumbub», dem Formenlaufen, sowohl im Einzelwettkampf, als auch im Team. Haidong Gumdo ist die koreanische Form der Schwertkampfkunst und blickt auf eine lange Tradition von über 1700 Jahren zurück. Die ausgefeilten Übungen und Techniken wurden unter strengster Geheimhaltung entwickelt und jeweils nur vom Meister selbst an seine Schüler vermittelt. Bei Kerzen löschen: Michael Leiser im Wettkampf.


Sport

Nebel als Spielverderber FCWB-Spiel gegen Balzers kurz vor Schluss abgebrochen. Als um 16 Uhr die Partie gegen Balzers angepfiffen wurde, genossen die Zuschauer einen schönen Herbstnachmittag. Die frühe Führung der Ämtler durch Gjergji sorgte zudem für gute Stimmung. Kurz nach der Pause zog aber Nebel auf und es wurde für Spieler und vor allem auch für das Schiedsrichter-Gespann zunehmend schwieriger. In der 86. Minute entschied der Unparteiische dann tatsächlich auf Spielabbruch, was aufgrund der fortgeschrittenen Spieldauer eher unverständlich war. Es bleibt nun abzuwarten, wie die Offiziellen entscheiden. Vorerst bleibt der FCWB damit auf 20 Punkten und Rang vier, allerdings mit einem Spiel weniger als die direkten Konkurrenten. In der nächsten Spielrunde steht das Zürcher Derby gegen Dietikon auf dem Programm. Oliver Hedinger Resultate: WB 2 - Affoltern 0:2, WB 3 - Wädenswil 3:2, Jun. A (CCJL) - Red Star 1:1, Jun. B1 (CCJL) Red Star 0:1, Jun. B2 - Affoltern 3:10, Senioren 30+ Richterswil 4:2, Jun. Ed - Richterswil 12:2, Jun. Da Thalwil 3:3, Jun. Cb - Wollishofen 1:6, Veltheim Jun. Ca (CCJL) 1:2, Thalwil - Jun. Db 0:8.

kommentar

Nebulöse Einmann-Show von kaspar köchli

C

hronik: Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) führt gegen seinen Liechtensteiner Gegner Balzers ab der dritten Minute 1:0 – notabene bei recht sonnigem Herbstwetter. Nach der Pause zieht im Moos dichter Nebel auf, welcher Einfluss aufs Spiel zu nehmen droht. In der 60. Minute tut Gasttrainer Mario Frick, mit seinem Team immer noch im Rückstand liegend, dem Schiedsrichter offiziell seine Bedenken kund. Der Unparteiische taxiert die Gegebenheiten als tolerierbar und lässt weiterspielen. Weiter und weiter. Die Sichtverhältnisse werden in der Folge nicht schlechter, eher besser. Dann ein Pfiff in der 86. Minute: Plötzlich ist es dem Schiedsrichter doch zu neblig, er unterbindet die Partie, die Spieler ziehen sich in die Kabine zurück. Nach zwanzig Minuten ist der Entscheid gefällt: Spielabbruch. Wettswiler wie auch Liechtensteiner reiben sich die Augen, sind erstaunt. Weshalb der Abbruch, wenn überhaupt, nicht schon nach einer Stunde? Nun liegt der Ball beim Fussballverband. Er entscheidet. Mögliche Szenarien sind: das Resultat bei Abbruch wird gewertet, da über 85 Minuten gespielt wurden. Oder die Liechtensteiner müssen nochmals erscheinen, um die Restminuten zu spielen. Oder das Spiel wird gänzlich wiederholt (eher unwahrscheinlich). Der Ausgang ist demzufolge noch nicht sicher. Ganz sicher aber ist, dass der Unparteiische mit seinem unverständlichen, machtdemonstrierenden Entscheid ein Eigengoal fabriziert hat.

Dienstag, 4. November 2014

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FCA gewinnt das Säuliamt-Derby Fussball 3. Liga: FC Wettswil-Bonstetten II – FC Affoltern I 0:2 (0:2) Im letzten Spiel der Hinrunde in der laufenden Meisterschaft bezwingt der FC Affoltern I den FC Wettswil-Bonstetten II mit 0:2. ................................................... von volkmar klutsch «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel» ist eine alte Fussballerweisheit. Vor dem Spiel drängten sich etwa 150 fussballbegeisterte Zuschauer am Spielfeldrand, und nach dem Spiel drängten sich zahlreiche geladene Gäste am kalten Buffet. Die Supportergemeinschaften der beiden Vereine gaben sich ein Stelldichein. Es war «wie in alten Zeiten». Fussball wurde auch gespielt. 90 Minuten lang. Die Affoltemer legten gleich in der 7. Minute vor und gaben die Marschrichtung an. Aus abseitsverdächtiger Position überlupfte der Stürmer Claudio Antenen den herauseilenden Torwart Anicic und traf zum 0:1. Das Zuspiel kam vom Stürmerkollegen Bilic. Genau dreissig Minuten später war der grossgewachsene Torwart Milan Anicic zu klein, um den erneut gelupften Ball abfangen zu können. Wieder war das Stürmerduo des FCA erfolgreich. Dieses Mal hiess der Torschütze Bilic und der Passgeber Claudio Antenen.

Übermacht der FCA-Defensive Ungeachtet der beiden Tore war der Torwart der beste FCWB-ler auf dem Platz. Er wehrte einige gefährliche Bälle gekonnt ab und bewahrte seine Mannschaft vor einem noch grösseren Rückstand. Gute Ansätze im Spiel der

Der FCA stellte die Weichen früh auf Sieg: Claudio Antenen (links) überlobt Milan Anicic zum 1:0. (Bild Kaspar Köchli) Gastgeber kamen von Yondhen, wobei er sich wiederholt der drückenden Übermacht der FCA-Defensivarbeit beugen musste. Zwar waren die RotSchwarzen als Gastgeber zweikampfstark und aufsässig, jedoch unterm Strich waren es die Gäste, die zu mehr Chancen kamen. Richtig torgefährlich war der FCWB nicht, sieht man von einigen wenigen Halbchancen ab.

Die Stimmen zum Spiel kamen von den beiden Trainern und den beiden Vereinspräsidenten. WB-Trainer Carsten Bellis: «Affoltern hat verdient gewonnen. Gratuliere.» Und Trainer Filipovic brachte es mit einem Wort auf den Punkt: «Zufrieden!». Markus Fischer (Präsident FCWB): «Verdienter und überlegener Sieg des FCA.» und Samy Baumann (Präsident FCA) teilt

mit: «Das Soll ist erreicht.» Der FCWB II überwintert mit 19 Punkten auf dem Tabellenplatz vier, und der FCA ist Herbstmeister mit 30 Punkten. Zwischen den beiden Mannschaften drängen sich Thalwil (24 Punkte) und Adliswil (21 Punkte). Die Rückrunde beginnt am 29. März und endet mit dem Spiel der beiden Säuliamtvereine am 21. Juni 2015.

Im Team-Wettkampf mussten möglichst viele Teilnehmende gleichzeitig über zwei Seile springen. (Bild Salomon Schneider)

Seilspringen – ein gesunder Teamsport Schweizer Rope-Skipping-Meisterschaft in Bonstetten Am vergangenen Sonntag fand im Bonstetter Sportzentrum Schachen die Schweizer Meisterschaft im Rope Skipping (Seilspringen) statt. 160 Athleten und Athletinnen, von sechs bis 62 Jahren massen sich in verschiedenen Disziplinen. Rope Skipping ist als Sportart betriebenes Seilspringen. Es wird zwar auch

alleine gesprungen, meistens aber als Paar oder als Gruppe. Einerseits wird Geschwindigkeit trainiert, andererseits auf Koordination, Ästhetik und Tricks. An den Schweizer Meisterschaften nahmen 160 Sportbegeisterte aus allen Landesteilen statt. «Rope Skipping ist sicher eine Randsportart, die aber in der gesamten Schweiz praktiziert wird. Die bestehenden Vereine können sich zum Glück über konstante

Mitgliederzahlen freuen», erzählt OKPräsidentin Anita Fischer.

Möglichst viele und möglichst oft Die Athletinnen und Athleten traten in drei verschiedenen Kategorien an. Im Einzelwettkampf musste in zwei Minuten möglichst oft gesprungen werden. Nicola Fischer, der neue Schweizer Meister, schaffte 582 Sprünge in zwei Minuten, was 4,85 Seilum-

drehungen pro Sekunde entspricht. Im Teamwettkampf wurde mit zwei grossen Seilen gearbeitet. Ziel war es, dass möglichst viele Springende gleichzeitig über die Seile springen. Während der Wettkampfpausen gab es Workshops in Breakdance und Hiphop. Zudem wurden von verschiedenen Sportlerinnen und Sportlern Choreografien einstudiert, die sie zum Abschluss mit musikalischer Begleitung aufführten. (sas)


Veranstaltungen AFFOLTERN a. A.

Cordon bleu Take away Telefon 044 761 62 72

Grosse Hobbyund KunsthandwerkAusstellung Waldmannhalle Baar mit Verkauf, Eintritt frei Samstag, 8. Nov. 2014 Sonntag, 9. Nov. 2014

11–18 Uhr 10–17 Uhr

Mini-Truck-Showfahren, Festwirtschaft www.hobby-verein-baar.ch

Martinischwimmen im Hedinger Weiher Sonntag, 9. November 2014, um 14.00 Uhr Tauchen Sie ein, wir freuen uns auf Sie! Der Samariterverein Hedingen lädt Sie herzlich zu dieser traditionellen Veranstaltung ein. Nach dem Schwimmen offerieren wir Ihnen gerne eine warme Suppe oder Tee. Unterstützt durch die Gemeinde Hedingen

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086 2014  

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