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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 85 I 169. Jahrgang I Dienstag, 27. Oktober 2015

Neuer Chef nötig

Abgeschlossen

Regionale Führungsorganisation Albis: Hanspeter Eichenberger tritt per Ende Jahr zurück. > Seite 3

Friedhof-Sanierung in Bonstetten: Gute Zusammenarbeit und Kosten tiefer als budgetiert. > Seite 3

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Tragische Verkettung Hauptübung der Feuerwehr Unteramt: Brände und Unfall mit Schulbus. > Seite 5

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Vielfalt Kunst in Hausen zeigte erstmals ausschliesslich Werke von Künstlern aus dem Dorf. > Seite 7

Sozialdienst: Zehn Gemeinden suchen nach Lösungen Ausserordentliche Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Einstimmig haben die Delegierten der Ämtler Gemeinden anlässlich einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung dem vom Vorstand beantragten Rückzug der Teilrevision der Statuten zugestimmt. Nun machen sich der Vorstand und die Verbandsgemeinden unverzüglich auf die Suche nach neuen Lösungen. ................................................... von urs e. kneubühl Affoltern fährt ab 2016 punkto Sozialdienst mit Ausnahme der Kesb komplett selbstständig. Bonstetten, Stallikon und Wettswil prüfen, ob sie die Sozial- und Wirtschaftshilfe selber anbieten wollen und beantragen an den kommenden Gemeindeversammlungen ihren Stimmbürgern vorsorglich den Austritt aus dem Zweckverband auf Ende 2017. Der Vorstand des Zweckverbandes Sozialdienst stellt, wie Präsidentin Margareta Wildhaber am Donnerstagabend anlässlich der

Cupschlager gegen Thun 1979 gegründet, steht der FC Wettswil-Bonstetten morgen Mittwochabend vor seinem Vereinshöhepunkt. Er spielte sich unter die besten 16 Schweizer Teams und empfängt im Cup-Achtelfinal keinen Geringeren als den Super-League-Verein FC Thun. Im gleichen Wettbewerb traten bereits vor drei und fünf Jahren Prominente des Schweizer Fussballs im Wettswiler Moos an. 2010 verlor der FCWB gegen Servette Genf 0:2 (das zweite Tor fiel erst in der Nachspielzeit), deutlicher dann das 1:5 gegen die Berner Young Boys im 2012. Im Vorfeld des morgigen Schlagerspiels meinte WB-Präsident Markus Fischer: «Alle haben sich dieses Highlight verdient, wir freuen uns riesig auf ein tolles Fussballfest – ausserdem glauben wir an unsere kleine Chance, etwas ganz Grosses erreichen zu können.» Thun hat sich nach verhaltenem Saisonbeginn aufgefangen, die Formkurve zeigt stark nach oben. Die Berner Oberländer wechselten Anfang Oktober ihren Trainer. Der Neue, Jeff Saibene, feierte mit seinem Team prompt zwei Siege (5:1 gegen Zürich, 2:1 gegen Lugano). Demgegenüber stehen die Ämtler, ebenfalls harzig in die Meisterschaft gestartet, die sich zuletzt mit zwölf Punkten aus fünf Partien enorm steigerten. Showdown auf dem Wettswiler Moos ist morgen Mittwochabend um 19.30 Uhr. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 23

ausserordentlichen DV im Konferenzraum Senevita, Affoltern, ausführte, fest, dass «das Bekenntnis zur gemeinsamen Entwicklung des Bezirks im Sozialbereich schwindet». Gemeinsam mit den Gemeindedelegierten wollte man daher im Projekt «Konsens» und mit der Teilrevision der Statuten, die eine Modularisierung der Dienstleistungen beinhaltete, eine Verbesserung der aktuellen Regelung erreichen. Nun ist diese Teilrevision vom Tisch: Die Gemeindedelegierten haben dem Antrag des Vorstandes um Rückzug unisono zugestimmt. Damit behalten die gegenwärtigen Statuten weiterhin ihre Gültigkeit.

Keine finanzielle Transparenz Die im Projekt «Konsens» gemeinsam mit den Delegierten herausgearbeitete Modularisierung, so musste der Zweckverbandsvorstand feststellen, entspricht den gewünschten Vorstellungen einzelner Gemeinden nicht. «Einzelne wollen mehr, andere wiederum weniger», resümiert Margareta

Wildhaber. Da und dort gibt es auch Unbehagen bezüglich der finanziellen Transparenz, wobei befürchtet wird, dass beispielsweise Quersubventionierungen von Backoffice-Dienstleistungen zwischen Sozialdienst und Kesb möglich wären. Klar ist, dass zehn Gemeinden mit den Leistungen des Sozialdienstes zufrieden sind und dass dort ein Austritt kein Thema ist. So hielt an der DV etwa Hausens Sozialund Gesundheitsvorstand Peter Reichmuth stellvertretend fest: «Wir bekennen uns klar zum gemeinsamen Sozialdienst im Bezirk und sind auch mit dessen Leistungen und den Mitarbeitenden zufrieden. Der Rückzugsantrag des Zweckverband-Vorstandes ist allerdings nachvollziehbar und verständlich. Zudem bietet er die Chance zu einem Neuanfang.»

Künftig zwei Zweckverbände? Dieser Neuanfang ist mit einem informellen Austausch der zehn Gemeinden, die den Sozialbereich nach wie vor gemeinsam bestimmen, bearbei-

ten und abwickeln wollen, am 19. Oktober bereits gestartet worden. Herauskristallisiert hat sich da, dass eine zukünftige Lösung wohl nicht in der heutigen Zweckverbands-Form, die man als zu unbeweglich taxiert, gestaltet sein wird. Gemäss Gesetz ist nämlich für viele Reformen Einstimmigkeit notwendig. Daher wird erwogen, den Zweckverband aufzulösen, was lediglich eine Zwei-Drittel-Mehrheit erfordert, und eine geeignetere Organisation zu gründen. Geäussert wurde auch die Idee von zwei Zweckverbänden – Sozialdienst und Kesb. Am Nachmittag des 16. Novembers wird mit dem unverzüglichen Anpacken eines kompletten Neustarts begonnen. In einem Workshop mit allen 14 Gemeinden werden erneut die Bedürfnisse herausgeschält und die Grundlagen skizziert. Ebenso wird eine neue Projektgruppe ins Leben gerufen, welche – begleitet von externer Moderation – den Neuanfang aufbereiten wird. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

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Wildes Tierreich Das Moira Tanztheater feierte in Ottenbach eine gelungene Premiere. > Seite 9

Kantonsstrasse Ottenbach – Birri wieder offen! Die umfassende Sanierung und der Ausbau der Aargauer Kantonsstrasse zwischen der Reussbrücke Ottenbach und Birri ist abgeschlossen. Pünktlich, wie vorgesehen, wurde der verbreiterte Strassenabschnitt, der neu nördlich von einem Parallelweg mit kombinierter Nutzung als Rad- und Landwirtschaftsweg flankiert wird, und die ebenfalls total sanierte und verbreiterte Brücke über den Reusskanal am vergangenen Freitag wieder eröffnet. Der Strassenuntergrund musste auf der gesamten Strecke teilweise bis hinauf zum Koffermaterial massiv stabilisiert werden, da er weitgehend aus unterschiedlich dicken Torfschichten besteht, die hier schwammig und dort trocken und hart sind. Glücklich darüber, dass die monatelange Vollsperrung der Vergangenheit angehört, sind auch die Ottenbacher Gewerbler an der Muristrasse. Sie haben seit dem Frühsommer, abgeschnitten vom Pendlerverkehr, empfindliche Einbussen erlitten. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

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Swiss-Ski empfing in Mettmenstetten Vorsaison-Pressekonferenz im Jumpin und in der Sputnik-Blackbox

Drei Disziplinenchefs von Swiss Ski an der Pressekonferenz in Mettmenstetten. Von links: Sacha Giger, Snowboard, Christoph Perreten, Freestyle, und Hanspeter Birchler, Telemark. (Bild Thomas Stöckli)

Top-Funktionäre von Swiss Ski und Sportjournalisten aus der ganzen Schweiz fanden am Freitag nach Mettmenstetten. Der grosse Höhepunkt fehlt in der beginnenden Saison für die Ämtler Skiakrobaten, Freeskier und Snowboardfahrer. Christoph Perreten, Disziplinenchef Freestyle, sprach denn auch von einer «von Grossanlässen befreiten Saison». Die Snowboardcrosser um Gesamt-Europacupsieger und Natio-

nalmannschaftsmitglied Tim Watter aus Affoltern haben in Mario Fuchs einen neuen Cheftrainer erhalten. «Er soll das Team an die Weltspitze führen», fordert Disziplinenchef Sacha Giger im Hinblick auf die WM 2017 in Sierra Nevada. Das Freeski-Team hat die ersten Erfolge bereits eingefahren. Daran ist Luca Schuler aus Ebertswil beteiligt. «Er hat eine super Einstellung», so sein Trainer Misra Noto aus Mettmenstetten. Weil er sich auf den Rails verbessert habe, sei von Schuler künftig

auch im Slopestyle viel zu erwarten. Um schulischen Support kümmert sich neu ein Zivildienstleistender von der Sportschule Engelberg. Im Team Aerials hat mit Christopher Lambert der letzte Mettmenstetter seine von schweren Verletzungen im unglücklichsten Moment geprägte Karriere beendet. Die Hoffnungen ruhen nun auf Tanja Schärer, die nach überstandener Schulteroperation voll auf Dreifachsaltos setzt, sowie auf dem Duo Mischa Gasser und Dimitri Isler. (tst.)

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Der Gemeinderat Affoltern am Albis hat mit Beschluss vom 20. Oktober 2015 das Geschäftsreglement der Naturschutzkommission einer Totalrevision unterzogen. Der Beschluss liegt während der Rekursfrist bei der Präsidialabteilung, 3. Stock, Markplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen den Beschluss des Gemeinderates kann innert 30 Tagen, vom Tag der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit als möglich, beizulegen. Affoltern am Albis, 27. Oktober 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Evangelisch–reformierte Kirchgemeinde Hausen am Albis Politische Gemeinde Hausen am Albis Gemeindeversammlungen Die Stimmberechtigten der Gemeinde Hausen am Albis werden auf Mittwoch, 2. Dezember 2015, in den Gemeindesaal im Schulhaus Weid eingeladen zur Behandlung folgender Geschäfte: 19.00 Uhr: Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2016 und Festsetzung des Steuersatzes auf 14 % 2. Informationen der Kirchenpflege: Pfarrwahlen 2016 und KirchgemeindePlus (keine Beschlussfassung). (19.30 Uhr: Sekundarschulgemeinde Hausen a.A., Kappel a.A., Rifferswil). 20.00 Uhr: Politische Gemeinde

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 20. Oktober 2015 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – DE IUDICIBUS Anthony, 2003 italienischer Staatsangehöriger – DE IUDICIBUS Alessio, 2001 italienischer Staatsangehöriger – DE IUDICIBUS Samantha, 1999 italienische Staatsangehörige – ALEKSIC Goran, 1985 bosnischer Staatsangehöriger – GLISIC Nebojsa, 2002 serbischer Staatsangehöriger – HAJ GACEM Majed, 1976 sowie seine Kinder HAJ GACEM Ryan, 2011, und HAJ GACEM Yara, 2014 tunesische Staatsangehörige – WÜRKER Rafael Ralf, 1997 deutscher Staatsangehöriger – GRECO Mario, 1968 und seine Ehefrau GRECO Adelina, 1969 italienische Staatsangehörige

1. Genehmigung des Voranschlages für das Jahr 2016 und Festsetzung des Steuersatzes auf 90 % 2. Verabschiedung der Teilrevision der Gemeindeordnung zuhanden der Urnenabstimmung vom 28. Februar 2016 3. Projekt «Radweg Türlen – Ersatz Wasserleitung und Kanalisationsleitung», Projekt- und Kreditbewilligung von Fr. 860 000.– 4. Projekt «Albisbrunnweg / Ersatz Wasserleitung», Projekt- und Kreditbewilligung von Fr. 168 000.– 5. Genehmigung Teilrevision der Zweckverbandsstatuten des Sozialzweckverbandes Bezirk Affoltern 6. Genehmigung eines Projektierungskredites für einen Ersatzneubau Kindergarten Ebertswil von Fr. 620 000.– 7. Information neue Homepage (keine Beschlussfassung). Die Anträge der reformierten Kirchgemeinde sowie der Politischen Gemeinde liegen den Stimmberechtigten mit dem Stimmregister und den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus Hausen am Albis, Zugerstrasse 10, Einwohnerkontrolle (1. Obergeschoss, links), ab Freitag, 30. Oktober 2015, zur Einsicht auf. Diejenigen der Kirchgemeinde können auch im Kirchensekretariat eingesehen werden.

Affoltern am Albis, 27. Oktober 2015

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde wird ein Apéro offeriert.

Gemeinderat Affoltern am Albis

Die Gemeindevorsteherschaften

Herr Dieter Bellmann liess den Worten Taten folgen. Seit dem September 2015 ist er stolzer Besitzer einer dachintegrierten Solarstromanlage am Einfamilienhaus im Wolfen 7 in Bonstetten. Damit stellt er bereits heute die Weichen für die Zukunft.

Bestattungen Hausen am Albis Am 16. Oktober 2015 ist in Hausen am Albis gestorben:

Die schnider solar ag bedankt sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag zur Planung und Ausführung der Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 8.28 kWp (Solarstrommodule Fabrikat E. Schweizer AG Hedingen, Elektroinstallation durch unseren Partner die Elektro Roth AG in Mettmenstetten).

Burlet geb. Aliprandi, Lucia geb. 1. Juli 1937, von Reichenburg SZ, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Urnenbeisetzung findet am Montag, 2. November 2015, um 11.15 Uhr auf dem Friedhof Sihlfeld (beim ehemaligen Krematorium) in Zürich statt. 8915 Hausen a.A., 21. Oktober 2015 Bestattungsamt Hausen am Albis

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Helbling Claudia und Ralph, Dorfstrasse 38, 8914 Aeugst am Albis Projektverfasser: Baureal AG, Leimattenstrasse 6, 8907 Wettswil Bauvorhaben: Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Dorfstrasse 38, Gemeinde Aeugst am Albis, Kat.-Nr. 1725, Zone W2 (neu WB)

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. Oktober 2015

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Regionale Führungsorganisation Albis braucht einen neuen Chef Hanspeter Eichenberger tritt per Ende Jahr zurück Die angekündigten Rücktritte von RFO-Chef Hanspeter Eichenberger und Siko-Mitglied Robert Sidler prägten die 23. DV des Sicherheitszweckverbands Albis vom vergangenen Mittwoch. Für Robert Sidler übernimmt Franz Müller. ................................................... von thomas stöckli Knapp 750 000 Franken lassen sich die 14 Ämtler Gemeinden ihren Sicherheitszweckverband (SZV) Albis im kommenden Jahr kosten. Das sind zwar 164 000 Franken mehr als letztes Jahr, aber auch 60 000 Franken weniger, als für 2015 eingeplant wurden. 20 000 Franken wurden bei der regionalen Führungsorganisation (RFO) eingespart, weitere 40 000 beim Materialwart, der nun statt vollamtlich in einem Teilzeit-Pensum eingestellt ist. Einzig die Mietzinserhöhung gab beim Voranschlag für 2016 Anlass zu Dis-

kussionen. Grund für den Aufschlag um 30 000 Franken ist die Sanierung des Mehrzweckgebäudes. Mit maximal 3 % Kostensteigerung rechnet der Zweckverband für die Jahre bis 2019 – sofern sich am Leistungsauftrag nichts ändere, stellt SZV-AlbisPräsident Ruedi Fornaro klar. Gemessen am erwarteten Bevölkerungswachstum dürften die Kosten pro Kopf sogar sinken.

Zwei Rücktritte aus gesundheitlichen Gründen Seit der Gründung hat sich Röbi Sidler im Sicherheitszweckverband eingebracht. «Mit viel Engagement und kritischen Fragen hat er dazu beigetragen, dass wir den heutigen Stand haben», würdigte Ruedi Fornaro die Leistung des Stalliker Gemeinderats. Sein Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen per Ende Jahr hinterlasse deshalb eine Lücke. Zu seinem Nachfolger in der Sicherheitskommission (Siko) wurde der Obfelder Franz Müller gewählt,

als Delegierter für Obfelden rückt Christoph Kobel nach. «Wir haben Vollbesetzung erreicht», durfte RFO-Chef Hanspeter Eichenberger verkünden. Auch er gibt sein Amt per Ende Jahr ab – ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen. Für die Nachfolge gebe es bereits einen Interessenten, verriet Ruedi Fornaro, weitere dürfen sich gerne bei Verbandssekretär Hans Peter Krieg melden. An der ganztägigen Übung «Aqua due» vom 11. November wird erstmals das neue RFO-Alarmierungstool im Einsatz sein.

Zivilschutz: ein «genügend» vom Kanton «Der neue Materialwart hat die Sache im Griff», verriet Kommandant Fredi Haab, über die Zivilschutzorganisation (ZSO) Albis. Für die Aufgebotsübung des Kantons hat seine Truppe zwar «nur» ein «genügend» erhalten, allerdings seien nur Details bemängelt worden, relativiert Haab.

RFO-Chef Hanspeter Eichenberger (rechts) will aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Franz Müller komplettiert künftig die Siko. (Bild Thomas Stöckli) Im Herbst stand eine interessante Kulturgüterschutz-Übung im Verbund mit den Zivilschutzorganisationen Oberfreiamt und Limmattal Süd im Sammlungszentrum des Landesmuse-

ums an. Im kommenden Jahr will Haab in Detailbereichen nachschärfen, für 2017 soll es dann im Bezirk zu einer grösseren, mehrtägigen Übung mit Partnerorganisationen kommen.

Sozialdienst: Exodus von Mitarbeitenden befürchtet Neue Leiterin Finanzen und Personalwesen Der Wille nach möglichst baldigen Fortschritten in der gemeinsamen Suche nach Lösungen war anlässlich der a. o. Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst deutlich spürbar. Es gelte, rasch wieder Sicherheit für Gemeinden und Mitarbeitende zu schaffen, war zu vernehmen. Dies bestätigt auch die neue Leiterin Finanzen und Personal im Sozialdienst.

Vor dem neuen Urnenhain, hinten von links: Friedhofsplaner Erich Aeschlimann, Gemeinderat Claude Wuillemin und Turi Küng (Guggenbühl), vorne: Renée Schweizar (Gemeindeverwaltung), und Agnes Hedinger (Baggergemeinschaft). (Bild tst.)

Friedhof-Sanierung abgeschlossen Gute Zusammenarbeit und Kosten tiefer als budgetiert Kein Platz mehr im Gemeinschaftsgrab und unpassender Boden für Erdbestattungen – der Handlungsbedarf am Friedhof Bonstetten stand ausser

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280

Frage. Nun ist die Sanierung abgeschlossen. Eigentlich hätte er den Abschluss der Friedhof-Sanierung gerne mit einem ökumenischen Gottesdienst feiern wollen, verriet Gemeinderat Claude Wuillemin. Weil sich kein Termin finden liess, wurde es vergangenen Freitag dann doch ein schlichter Festakt mit den Hauptbeteiligten.

Neue Aschengruft löst Platzproblem Nötig geworden war die Sanierung, weil das Gemeinschaftsgrab voll war und der lehmhaltige Boden für Erdbestattungen denkbar ungeeignet. «Wir haben im späten Frühling angefangen und im Sommer abgeschlossen», so Friedhofsplaner Erich Aeschlimann. Wegen des trockenen Sommers musste die Bepflanzung noch etwas warten. Das Platzproblem löst die neue Aschegruft. «Die wird für Jahrzehnte reichen», versichert Aeschlimann. Die

Namen der Verstorbenen kommen in Bronzeschilder eingraviert auf zwei Stelen zu beiden Seiten des Gemeinschaftsgrabs. Individueller und doch ohne persönlichen Grabpflege-Aufwand funktioniert der parkähnlich gestaltete neue Urnenhain, der das Gemeinschaftsgrab umrahmt.

Erstes grosses Projekt Für Erdbestattungen wurden 30 Reihen- und vier Familiengräber vorbereitet. Ein Drainagesystem und eine geeignetere Erdmischung stellen die für die Verwesung notwendige Belüftung im tiefen Erdreich sicher, während durchgehende Fundamente ein Absenken der Grabsteine verhindern. «Das war mein erstes grosses Projekt als Gemeinderat», verrät Claude Wuillemin. Mit dem Abschluss sei er rundum glücklich – auch finanziell: So sei man unter dem budgetierten Betrag geblieben. (tst.)

Im Rahmen der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst Bezirk Affoltern stellte sich auch die neue Leiterin Finanzen und Personalwesen, Franziska Camenzind, vor. Die Nachfolgerin von Christian Kägi hat ihre Arbeit Anfang September aufgenommen. Sie bringt langjährige Erfahrungen im Finanz- und Rechnungswesen, ebenso im Bereich Human Ressources mit. Sie verglich die momentane Situation im Sozialdienst Bezirk Affoltern mit ihren Erfahrungen, die sie als Leiterin Human Ressources in einer Metallbaufirma gemacht hatte: Dort, so vermerkte Camenzind, habe sie sich mit strategischer Planung, Personalführung und -entwicklung, aber auch mit der Teilauslagerung der Produktion befassen müssen. Im Sozialdienst sei sie nun mit dem Austritt von Affoltern auf Ende Jahr mit Ähnlichem konfrontiert: Dieser habe nicht nur Einfluss auf die Finanzen, sondern vor allem auch auf das Personalwesen. Es sei aber wichtig, gute Mitarbeitende möglichst halten zu können und diesen möglichst rasch zu signalisieren, in welche Richtung es gehen wird. Befürchtungen eines bevorstehenden Mitarbeiter-Exodus liessen in den Gesprächen während des abschliessenden Apéros auch diverse Gemeindedelegierte vernehmen. Die herrschende Unsicherheit, die zweifellos vorhanden ist, wurde da wie dort eingehend thematisiert und die Meinung, dass

dem rasch abgeholfen werden müsse, herrschte allgemein vor. «Genau deshalb ist es enorm wichtig, dass wir am Workshop im November zu richtungsweisenden Entscheiden kommen, damit dann spätestens vor den Weihnachtsferien die Mitarbeitenden über Handfestes informiert werden können», hielt ein Gemeindedelegierter fest. Im Weiteren hielten Vertreter der zehn «zweckverbandstreuen» Gemeinden bezüglich zukünftiger Lösungen fest, dass es vor allem auch darum gehe, dafür zu sorgen, dass Gemeinden, welche zukünftig nur noch wegen der obligatorischen Kesb im Zweckverband mit dabei sind, nicht mehr vollen Einfluss auf den gesamten Sozialdienst haben können, so wie das heute der Fall ist. Stimmrecht, Haftung und Folgekosten seien, weil kantonale Gesetze dies gar nicht zulassen, mit der Teilrevision nicht befriedigend zu lösen gewesen. Ein Neuanfang wird daher rundum begrüsst und dessen Gelingen auch positiv eingeschätzt. Da und dort gibt es aber auch Befürchtungen, dass man als verbleibende Gemeinde für die «Bremsspuren» aufkommen muss, welche Affoltern mit seinem Austritt hinterlässt und die allenfalls auch noch auftreten könnten, wenn weitere Gemeinden aus dem Zweckverband austreten sollten. (kb.)

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Die Kantonsstrasse Ottenbach – Birri ist saniert wiedereröffnet worden Terminliche Punktlandung und Aufatmen bei Ottenbacher Gewerbe Just auf den angekündigten Termin eröffnete das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau vergangenen Freitag die sanierte Kantonsstrasse Ottenbach – Birri. Pünktlichkeit dank gutem Wetter und Vollsperrung; jetzt können Ottenbacher Gewerbebetriebe aufatmen. ................................................... von urs e. kneubühl «Gott sei Dank, dass die monatelange Sperrung pünktlich ein Ende hat», halten Beatrice und Rolf Rimann von der gleichnamigen Bäckerei an der Muristrasse 15 in Ottenbach erleichtert fest. «Wir wissen nicht, wie lange wir ansonsten diese Belastung und Einschränkung noch ausgehalten hätten.» Ein gutes Drittel an Kundschaft täglich habe ihnen die Strassensperrung gekostet. «Vor allem am Morgen und am Abend fehlten die Aargauer und Zürcher Pendler. Diesen Verlust haben die Ottenbacher Kunden, welche uns treu unterstützt haben, selbstredend nicht wettmachen können.» – Die Metzgerei Aregger an der Muristrasse 26, das Restaurant Reussbrücke und die Geschäfte im Haas-Shopping in Ottenbach können ähnliche Lieder singen. Seit Frühsommer dieses Jahres waren sie alle vom Durchgangsverkehr über die Reuss zwischen Birri und dem Knonauer Amt abgeschnitten. Die Umleitung über Merenschwand – Obfel-

den nutzte niemand, um noch rasch in den Geschäften an der Muristrasse in Ottenbach einzukaufen. Nun, so hoffen alle, ist die Leidenszeit vorbei!

Schlechte Statik des Baugrundes Glücklich, dass die umfassende Sanierung der Ausserortsstrecke zwischen Birri und der Reussbrücke bei Ottenbach am Freitag pünktlich wieder dem Verkehr übergeben werden konnte, ist auch Peter Keller von der Abteilung Tiefbau des aargauischen Departements für Bau, Verkehr und Umwelt. «Wie unterschiedlich und ungenügend die Tragfähigkeit des Untergrunds der Kantonsstrasse über die gesamte Strecke ist, hat sich erst beim Bau im tatsächlichen Ausmass gezeigt. Es mussten aufwändige Stabilisierungsmassnahmen vorgenommen werden, was den terminlichen Ablauf der Sanierung eigentlich massgeblich verzögert hätte. Dank dem guten Wetter und vor allem auch dank des vollen und grossartigen Einsatzes aller am Bau Beteiligten haben wir es aber, wie versprochen, auf den Tag genau geschafft.» Projektleiter André Grieder bestätigt die miserable Statik des Untergrundes: «Die Situation war auf den 1,8 Kilometern Länge wegen der immer wieder vorhandenen Torfschichten von ungleicher Dicke höchst unterschiedlich und in der Folge auch entsprechend herausfordernd.» Der Untergrund habe auf der gesamten Strecke teilweise bis hinauf zum Koffermaterial der Strasse stabilisiert werden müssen, unter anderem auf rund

Gemeinsam mit Hannes Küng, Gemeindeammann Merenschwand (links) und René Meier, Gemeindeammann Aristau (rechts) eröffnet Peter Keller vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau die komplett sanierte und ausgebaute Kantonsstrasse Ottenbach – Birri wieder für den Verkehr. (Bild Urs E. Kneubühl) 70 Metern Länge gar mit einer Betonplatte. Saniert präsentiert sich die Kantonsstrasse nun plan und nicht mehr so wellig, wie vor Instandstellung und Ausbau. Genauso ist sie von bisher 5,70 bis 5,90 Meter durchgehend auf 6,50 m – im Kurvenbereich auf 7,00 m – verbreitert worden. Gleichzeitig

wurde die Brücke über den Reusskanal, die ebenfalls zu schmal und genauso in baulich schlechtem Zustand war, der neuen Strassenbreite angepasst, komplett saniert und punkto Tragsicherheit gemäss aktuell gültigen Normen verbessert. Zusammen mit dem neu erstellten Parallelweg mit kombinierter Nutzung als Rad- und

Landwirtschaftsweg sollen die sanierte Strasse und Brücke die Verkehrssicherheit verbessern und die uneingeschränkte Benutzbarkeit der Strasse für alle Verkehrsteilnehmenden gewährleisten. Und, so hoffen die Ottenbacher Gewerbler, sie soll ihnen wieder vermehrten Kundenbesuch durch die Pendler bringen.

Eine Verkettung von tragischen Ereignissen Hauptübung der Feuerwehr Unteramt in Wettswil Die Übungsannahme der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Unteramt (Fwua) hatte es in sich. Auf dem Schadenplatz entwickelten sich die Ereignisse von einem kleinen Containerbrand zum Unfall mit einem Schulbus bis hin zu einem Küchenbrand. ................................................... von martin mullis Einsatzleiter Reto Sonderegger stand am Samstagnachmittag vor einer

kniffligen Aufgabe. Einige übermütige Jugendliche steckten an der Ettenbergstrasse einen Abfallcontainer in Brand. Der Löscheinsatz mit einem Handfeuerlöscher durch die Security Starco neben der Ausfahrt einer Tiefgarage lenkte daraufhin eine Autolenkerin ab, sodass es zu einem heftigen Zusammenstoss mit einem Schulbus kam. Die Geschehnisse auf der Strasse liessen wiederum eine Person in der dritten Etage des daneben stehenden Wohnhauses die Pfanne auf dem Kochherd vergessen, was in der Folge

einen Küchenbrand auslöste. Diese gar nicht so unrealistische Übungsannahme liess in kurzer Zeit Feuerwehr, Sanitäter sowie Rettungs- und Löschfahrzeuge auffahren. Vermutlich gegen hundert Zuschauer – darunter zwei Gemeindepräsidenten und einige Gemeinderäte der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil – verfolgten die Ereignisse der Einsatzkräfte mit grossem Interesse. Mit schwerem Gerät musste das Dach des Personenwagens mit zwei schwer verletzten Insassen weggeschnitten werden. Nach der Erstbetreuung wurden die

Verunfallten mit dem Rettungswagen abtransportiert. Gleichzeitig konnte mit dem Tanklöschfahrzeug und Autodrehleiter der Küchenbrand bekämpft sowie eine Person und ein Hund evakuiert werden.

Die Zuschauer wurden während der Übung fachmännisch instruiert Die Arbeit der Rettungskräfte auf dem Schadenplatz wurde für die Zuschauer durch den Feuerwehroffizier, Jürg Dolder, fachkundig kommentiert. Nach gut 90 Minuten durfte der Kommandant der Fwua, Mathias Baumann, seiner Truppe ein gutes Zeugnis ausstellen. Er bezeichnete die Kommunikation sowie die sofortige Bildung von Verantwortungsbereichen als sehr gut. Vermutlich weil die Rettungskräfte das Unfallfahrzeug auf

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Die verletzte Person wird aus dem Unfallfahrzeug geborgen. (Bild Martin Mullis)

den ersten Blick nicht als verschrottungswürdig taxierten, sei das Aufschneiden und Abtrennen des Daches anfänglich etwas zögerlich in Angriff genommen worden, monierte Kommandant Baumann. Trotz kleiner Unsicherheiten taxierte Mathias Baumann die Hauptübung 2015 als gelungen und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Er nutzte dann die Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer, um auch noch etwas Werbung für die Feuerwehrarbeit zu machen. Die Fwua benötigt für die Bewältigung der Einsätze in den drei Gemeinden mit 13 000 Einwohnern rund 90 Feuerwehrleute. Im Anschluss an die Übungsbesprechung wurde Sven Seeger zum Leutnant und Sabrina Berri zur Unteroffizierin der Feuerwehr Unteramt befördert.


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Dienstag, 27. Oktober 2015

Vielfalt an Kreativität und Talenten Kunst in Hausen zeigte erstmals ausschliesslich Werke von Künstlern aus dem Dorf Von Donnerstag bis Sonntag bot sich in Hausen Gelegenheit, einen Überblick über das künstlerische Schaffen im Dorf zu erhalten. Die Ausstellung «Kunst in Hausen» hat einmal mehr beeindruckt. ................................................... von thomas stöckli Wenn sich im Gemeindesaal Weid die Eva von Mike Knobel mit einer Banane verführen lässt, die organischen Halme von Angelica Bär dem Himmel entgegen wachsen und Kassius Mori Munchs «Schrei» aus einer Bierdose dreidimensional weiterentwickelt, dann ist Kunst in Hausen. Alle drei Jahre findet die Ausstellung statt, diesmal erstmals nur mit Künstlern aus dem Dorf. 29 Künstler stellten sich diesmal der Herausforderung. Sechs davon zeigten ihre Werke erstmals überhaupt der Öffentlichkeit. Ganz genau hingeblickt hat Petra Vaghela, deren Portraits den Betrachter emotionell ansprechen. In der Streetart-Galerie der Legenden sticht neben Grössen wie Sophia Loren, Nosferatu und Jimi Hendrix das Konterfei von alt Gemeinderat Georges Köpfli heraus. «Unverkäuflich», hat Marco Müller den Wert dieses speziellen Werks beziffert. «Ich werde es ihm schenken», erklärt er. «Bereits das Einrichten war ein Highlight», verrät Maya Langhi und schwärmt davon, wie schrille und bodenständige Kunstschaffende, die sonst wohl kaum ein Wort miteinander wechseln würden, gemeinsam anpackten. So gut sei die Stimmung gewesen, dass man deutlich länger als geplant zusammenblieb.

«In the Neighbourhood» Für den ersten Eindruck sorgte an der Vernissage übrigens die Musik von «In the Neighbourhood». Es war der erste gemeinsame Auftritt in dieser Formation – und hoffentlich nicht der letzte, denn das Trio überzeugte mit seiner Mischung aus Blues, Folk und Rock. «Singer-Songwriter-Rock ’n’ Roll» nennt es Sänger Count Vlad mit der erdigen Bass-Stimme. Nebst der Vorfreude auf die nächste «Kunst in Hausen» 2018 – falls der Drei-Jahres-Rhythmus beibehalten wird, bleibt die Erkenntnis, dass in der Gemeinde Hausen ein beeindruckendes kreatives Potenzial vorhanden ist. Das realisierten auch die Ausstellungsbesucher schnell: Die Türen waren noch keine Stunde geöffnet, da hatten bereits sieben Kunstwerke einen neuen Besitzer gefunden.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich von der kreativen Vielfalt in Hausen zu überzeugen. (Bilder Thomas Stöckli)

Die Engelsfiguren von Rita Hürlimann finden Anklang.

Die Portraits von Petra Vaghela ziehen in ihren Bann.

Drei Gitarren, zwei Stimmen: Zur Vernissage hatte die Band «In the Neighbourhood» ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Von links: Count Vlad, Timo Homberger und Timo Sikora.

Organisatorin Maya Langhi durfte von Gemeindepräsident Stefan Gyseler einen Blumenstrauss entgegennehmen.

Jugendarbeitende aus dem Amt laden ein Spiel, Spass und Wissenswertes am 31. Oktober vor dem Coopark Affoltern Die Jugendarbeitenden im Bezirk stellen ihre Arbeitsprinzipien und Angebote auf vielfältige Weise vor. Hauptattraktion ist die Wanderausstellung des Dachverbandes der Kantonalen Kinder- und Jugendförderung (okaj). Ein wichtiger Bestandteil der professionellen Offenen Jugendarbeit ist die Vernetzung mit anderen Institutionen aus dem Fachbereich Jugend. Dazu gehören beispielsweise Schulen, Kabel (Lehrstellenberatung), Contact (Jugendberatung), Supad (Suchtprävention), der Jugenddienst der Kantonspolizei Zürich, aber auch andere offene oder kirchliche Jugendarbeitsstellen

in der Region. Ein Vernetzungsgremium, in dem diese Institutionen zusammenkommen, ist die Regionale Jugendarbeit Säuliamt, kurz auch RJS genannt. In erster Linie dient der Zusammenschluss der Vernetzung der offenen Jugendarbeiten. An den vier bis sechs Treffen pro Jahr werden gegenseitig Informationen und Erfahrungen ausgetauscht. Daneben finden einzelne Treffen zu fachlichen Themen statt. Ziel der regulären Vernetzung ist, dass sich die Jugendarbeitenden in der Region gegenseitig bezüglich materieller, ideeller und fachlicher Ressourcen unterstützen. Innerhalb des Leitungsteams, welches die RJS organisiert, entstand das Bedürfnis, die regionale Bevölkerung

auf die einzelnen Jugendarbeitenden aufmerksam zu machen, mit dem Ziel, dass sie deren Arbeitsprinzipien sowie Angebote auf vielfältige Weise kennen lernen. Dazu wird am 31. Oktober ein PR-Event organisiert, zu dem alle eingeladen sind. Direkt vor dem Coop in Affoltern wird Spiel, Spass und Wissenswertes über die offenen Jugendarbeiten aus der Region für Jung und Alt geboten, von 14 bis 18 Uhr.

Fragen und Anmerkungen erwünscht Hauptattraktion wird die im Rahmen der Kampagne «Kinder- und Jugendförderung wirkt! – 90 Jahre im Kanton Zürich» lancierte Wanderausstellung

des Dachverbandes der Kantonalen Kinder- und Jugendförderung (okaj zürich) sein. Diese thematisiert die Geschichte und Vielfalt der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich. Neben dem Ausstellungs-Bus der okaj zürich bietet der Event unter anderem eine Feuertonne an, in der die Hungrigen bei Bedarf ihre Wurst braten dürfen. Des Weiteren gibt es noch viele kleine Stationen, an denen die Methoden der offenen Jugendarbeit exemplarisch aufgezeigt werden. Die Jugendarbeitenden wie auch die okaj zürich stehen zudem für Fragen und Anmerkungen zur Verfügung. (pd.) Informationen zur Kampagne: www.kinder-und-jugendfoerderung-wirkt.ch.

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Dienstag, 27. Oktober 2015

Vielfältige Malerei im Kultur-Kubus Ausstellung in Hedingen – jeweils Samstag und Sonntag offen Noch an zwei Wochenenden, jeweils Samstag und Sonntag, von 11 bis 17 Uhr, präsentiert der Kultur-Kubus an der Zwillikerstrasse 40 in Hedingen die Gruppenausstellung «Kalkbreite». Christa Lanzendörfer, Peter Vecchi und Susanne Wolf stellen ihre Kunstwerke aus. Der Kubus bietet darüber hinaus aber noch einiges mehr. ................................................... von urs e. kneubühl 2014 eröffnet, hat sich der Kultur-Kubus an der Zwillikerstrasse 40 in Hedingen bereits einen guten Namen geschaffen: Als Treffpunkt von Kulturfreunden und Interessierten an gestalterischer Kunst wie Fotografie, Malerei oder Comix. Zurzeit bietet die Gruppenausstellung «Kalkbreite» von Christa Lanzendörfer, Peter Vecchi und Susanne Wolf im kleinen Ausstellungsraum vielfältige Anreize zur Auseinandersetzung mit Kunstmalerei. Drei Künstler – drei verschiedene Stile mit unterschiedlichem malerischen Duktus. Peter Vecchi zeigt Bilder aus seiner Serie «Raumlandschaften», mit Gemälden, die aus dem Wechselverhältnis zwischen Aussenraum und Innenraum entstanden sind. Ebenso sind Exponate aus den Serien «Nachtschnee» und «Restlicht» zu sehen. «Es sind Übergangssituationen», erklärt Vecchi, anzeige

Noch bis 8. November bieten (von links) Peter Vecchi, Susanne Wolf und Christa Lanzendörfer mit ihrer Gruppenausstellung «Kalkbreite» im Kultur-Kubus an der Zwillikerstrasse 40 in Hedingen vielfältige Anreize zur Auseinandersetzung mit Kunstmalerei. (Bild Urs E. Kneubühl) «wobei ich nach Farbeindrücken und Lichtphänomenen suche. Diesen besonderen Moment der Transformation möchte ich festhalten.» Susanne Wolf, die sich mit Peter Vecchi und Christa Lanzendörfer ein Gemeinschaftsatelier in der Kalkbreite, Zürich, teilt, lässt ihrerseits bunte und glänzende, zusammengepresste Aluminiumdosen naturalistisch nochmals aufleben. Ihre grossformatige Malerei von Ausschnitten aus einem Haufen recyclierter Dosen, festgehalten in Öl auf Leinwand, lässt fast keine räumliche oder pers-

pektivische Wahrnehmung zu. Es scheint, als gehe das Bildmotiv über den Bilderrand hinaus ins Unendliche. Als Dritte im Bunde und innerhalb der Ausstellung zeigt Christa Lanzendörfer mit ihren Bildern die seit der Postmoderne und bis heute immer wieder thematisierte Dichotomie «Figuration oder Abstraktion?» Sie ihrerseits scheint die Frage in ihren Werken selbst auflösen zu wollen, indem sie figürlich-abstrakt malt; durch scheinbare Aufhebung des Gegensatzes von Abstraktion und Figuration ei-

ne neue expressive Ausdrucksweise gewinnt.

Mehr als bloss Ausstellungen Der Hedinger Kultur-Kubus ist eine private Initiative von Yamila und Urs Neff Salazar, welche hier, an der Zwillikerstrasse 40 in Hedingen, der Kleinkultur eine Bühne bieten wollen. Ausstellungen wie die gegenwärtige Gruppenschau «Kalkbreite» sind lediglich eine Blume im bunten Strauss an Veranstaltungen. «Wir wollen neben Ma-

lerei, Fotografie und Comix auch der Musik, etwas Jazz und Blues, ebenso Mimik und Tanz sowie für Vorträge eine Bühne bieten», erklärt Urs Neff. Zukünftig soll darüber hinaus wochentags am Abend auch die Erwachsenenbildung ihren Platz im Kultur-Kubus erhalten. Dieser kann zudem für Anlässe auch gemietet werden. «Kalkbreite» im Kultur-Kubus, Zwillikerstrasse 40, Hedingen. Telefon 044 776 17 04, www.kultur-kubus.ch. Öffnungszeiten Ausstellung bis 8. November: jeweils Samstag/Sonntag von 11 bis 17 Uhr.


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«Sensationell, was die Familie Höhn auf die Beine gestellt hat» Voller Gemeindesaal bei der Buchtaufe «Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait» Das dickste Lob fürs neue Bonstetter Kochbuch kam aus dem Munde von Gemeindepräsident Bruno Steinemann, dem Nachfolger von Charles Höhn: «Sensationell, was die Familie Höhn auf die Beine gestellt hat», rief er am Samstagabend in den voll besetzten Gemeindesaal. ................................................... von werner schneiter Ja, es herrschte am frühen Samstagabend sowohl im Foyer als auch im Saal ein veritables Gedränge. Man deckte sich an den Ständen mit Essen und Getränken ein, orderte den Hackbraten, dessen Rezept ebenfalls im Kochbuch zu finden ist – und parlierte angeregt mit Nachbarn und Bekannten. «Fast so viele Leute wie an einer Gemeindeversammlung», witzelte Bruno Steinemann dann auf der Bühne und brachte das wohl eher als Wunsch für künftige Zusammenkünfte der Stimmberechtigten vor. Er sprach dann von einem speziellen Abend für die Gemeinde Bonstetten. «Ich bin förmlich erschlagen von dem, was hier die Familie Höhn auf die Beine gestellt hat – einfach sensationell», sagte Steinemann – eine Feststellung, die mit grossem Applaus quittiert wurde. Ein klares Indiz, dass die Vernissagebesucherinnen und -besucher das genauso sehen. Im Gemeinderat habe man ob dieser Idee eines Kochbuchs zuerst den Kopf geschüttelt. Schnell einmal sein die Erkenntnis gewachsen, dass hier etwas Gutes entsteht. «Deshalb hat sich der Gemeinderat auch für eine Buch-Abnahmegarantie entschlossen», sagte Bruno Steinemann. Das kulinarische Dorfporträt wird künftig den Neuzuzügern abgegeben. Und die finden darin ja nicht nur 114 höchst unterschiedliche Rezepte, sondern von den Rezeptgeberinnen und -gebern auch Aussagen und Gedanken zum Dorf selber. Steinemann betrachtet das Buch von Angela und Raphaela Höhn denn auch als eine Art Standort-

förderung für die Gemeinde. «Bei der Ämtler Standortförderung hat ja der Gemeinderat Bonstetten eher eine zurückhaltende Meinung», fügte er bei. Jedenfalls sehe er an diesem Abend Leute, die er in Bonstetten noch nie gesehen habe. «Vielleicht sind sie gekommen, um dereinst in unsere Gemeinde zu ziehen», fügt er bei. Auch seine Frau hat ein Rezept für Weihnachtsguetzli geliefert und dieses einem 40-jährigen «Fresszettel» entnommen. «Diesen können wir nun wegwerfen, weil ja nun alles in diesem Buch steht!».

«Wir haben nur die Rezepte zusammengetragen» «Hast du vor einem Jahr daran geglaubt, dass wir heute Abend hier auf der Bühne stehen?», fragte Raphaela Höhn ihre Mutter Angela. Und die sagte sofort: «Ja». Nun, die beiden Frauen und Charles Höhn haben gemäss eigenen Aussagen spannende eineinhalb Jahre hinter sich. Nicht nur, dass sie bei der Rezeptsuche auf viele Leute gestossen sind, sondern auf Rezeptgeberinnen und -geber, für die diese Rezepte Herz, Heimat und Sehnsucht bedeuten. «Es ist ein Buch von Bonstetterinnen und Bonstettern. Wir haben nur die Rezepte zusammengetragen», hielt Angela Höhn fest. Ihr Werk umfasst fast 300 Seiten, wiegt rund 1,5 kg und ist in einer Auflage von 1300 Exemplaren vorhanden. Zum Taufakt lud Raphaela Höhn ihre Freundin Claudia Lässer ein, seit 2012 beim Pay-Sender Teleclub verantwortlich für Sportprogramme und 1998 bei der Miss-Schweiz-Wahl auf Platz vier. Sie enthüllten das Buch zusammen mit einer der ältesten Rezeptgeberinnen, Maria Glättli, und mit der jüngsten, Alischa Leuppi. Zum Thema passend dann auch der Auftritt des gemischten Chors Wettswil-Bonstetten mit dem legendären Harry Steinmann am Klavier. Dirigentin Esther Kreis und Daniel Amberg haben einen Kochsong geschrieben, der am Abend uraufgeführt wurde. «Oh, was kochst du ...!?»

Präsentierten das Buch nach dem Taufakt, von links: Maria Glättli, Claudia Lässer, Angela Höhn, Alischa Leuppi und Raphaela Höhn.

Sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen und warteten mit einer Uraufführung auf: Der gemischte Chor WettswilBonstetten mit Esther Kreis und Daniel Amberg, die den Song geschrieben haben. (Bilder Werner Schneiter)

Das Tier im Menschen entdecken Das Moira Tanztheater feierte in Ottenbach eine gelungene Premiere Laientänzer aus dem Raum Affoltern verwandelten letzten Freitag den Gemeindesaal Ottenbach, der mit Tribüne und Kronleuchtern ganz anders daherkam als gewöhnlich, in ein wildes Tierreich. ................................................... von lars heinzer «Das Tierische im Menschen und das Menschliche im Tier sowie die Unschärfen dazwischen mittels Tanz und Musik ausloten», so beschreiben die beiden Regisseurinnen Marina Gantert und Delia Dahinden prägnant ihr neues Tanztheater «Tier». Seit nun fast zwei Jahren befassen sich die beiden Leiterinnen des Moira Tanztheaters mit dem Wesen des Tieres und seinem Verhältnis zum Menschen. In der Recherche, ob in der Literatur oder im direkten Gespräch, fanden sie Widersprüchliches, Aufwühlendes, Faszinierendes. Vieles davon floss direkt in die Bewegungen der 58 Laien-Tänzer ein: Ob auf einsamer Jagd oder im Spiel in der Gruppe, es braucht erstaunlich

Neugierige Tiere blicken auf Marco Volta und Deborah Hofstetter. (Bild Cyrill Grieder) wenig und schon erkennt man in den kleinsten Zuckungen und Drehungen Animalisches, das einem dennoch bekannt vorkommt. Den tierischen Tänzen der Laien werden die «menschlichen» Spielarten der beiden Profi-Tänzer Marco Volta und Deborah Hofstetter entgegengesetzt. Die zivilisierte Fassade bröckelt allerdings während der Aufführung immer wieder, so lässt sich ein vor Wut tobender Ehemann

kaum noch von einem wild gewordenen Tier unterscheiden.

Durch Tanz Generationen verbinden Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 5 bis 67 Jahren stehen in Ottenbach auf der Bühne. «Wir trainieren wöchentlich in kleineren Gruppen, aufgeteilt in verschiedene Alters-, und Stärkeklassen», erklärt Marina Gantert

das Moira Tanztheater. Für grosse Aufführungen wie «Tier», die in etwa alle zwei Jahre stattfinden, werden die Gruppen zusammengelegt. Gemeinsam wird eine Choreografie erarbeitet. «Vor allem die Jüngsten sind sehr kreativ und lassen sich immer wieder neue Arten der Bewegung einfallen», schwärmt Marina Gantert. Im Entstehungsprozess wurde eng mit den Musikern Beat Escher (Violine) und Noby Lehmann (Schlagzeug) zusammengearbeitet, die eigens für «Tier» Musik komponierten. Ihre live gespielten Geräuschkulissen führen teils minimalistisch, teils pompös durch das gesamte Programm. Die Regisseurinnen liessen sich von der Widersprüchlichkeit und Irrationalität des Menschen im Umgang

mit dem Tier leiten. Die Spannung zwischen dem Tier als Faszination, als geliebtes Haustier und dem Tier als gefährliche Bestie sowie als Nahrung für den Menschen wird im Stück immer wieder aufgebaut. Dazu dient neben dem Tanz auch das gesprochene Wort. Zugespitzt wird die Gegensätzlichkeit etwa im Wortlaut eines kleinen Mädchens: «Ich esse sehr gerne Fleisch, möchte aber nicht, dass dafür Tiere sterben müssen.» Als Requisiten dienen wiederum tote und ausgestopfte Tiere, die aber nicht blosse Dekoration sind, sondern im Tanz quasi wiederbelebt werden. Die Zuschauer werden mit diesen Widersprüchen direkt angesprochen. Doch derart klar ist «Tier» nur an wenigen Stellen, die groben Gegensätze weichen schnell wieder den feinen Schattierungen. Viele der inszenierten Bilder bleiben unklar, das Publikum soll Platz haben für eigene Geschichten. Weitere Aufführungen im Gemeindesaal Ottenbach: 30./31. Oktober und 6./7. November, 19.30 Uhr. 25. Oktober, 1. und 8. November, 15 Uhr. www.moira-tanztheater.ch.


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Dienstag, 27. Oktober 2015

«Die Geschichte schockiert sicher» «Amateur Teens»: Herferswiler Nicolas Heini spielt im ausgezeichneten neuen Schweizer Kinofilm mit Bei der Premiere am Zurich Film Festival wurde «Amateur Teens» mit Standing Ovations gefeiert. Als einer von zehn Jugendlichen stand der 15-jährige Nicolas Heini aus Herferswil vor der Kamera. Im «Anzeiger»-Interview erzählt er davon. Cool und sexy wollen sie wirken. «Amateur Teens» ist ein modernes Drama über eine Gruppe 14-jähriger Schüler, deren Alltag geprägt ist von der Allgegenwart der Social Media und der Sexualisierung durch das Internet. Der stetige Druck – sowohl selbst auferlegt als auch von aussen – zwingt die Teenies immer mehr, ihre wahren Gefühle zu verleugnen. Ein Drama nimmt so seinen Lauf, bei dem zwischen Täter und Opfer, Schuld und Unschuld, schliesslich kaum mehr zu unterscheiden ist. Nicolas Heini aus Herferswil verkörpert einen der zehn Jugendlichen im Film. Schon immer habe ihn die Schauspielerei fasziniert, verrät er. Dass sein erstes Projekt gleich ein preisgekrönter Kinofilm sein würde, das hätte selbst er nicht erwartet. «Amateur Teens» hat am Zurich Film Festival den Publikumspreis eingeheimst. Am 15. Oktober war Kinostart. «Anzeiger»: Der Filmtitel «Amateur Teens» hat einen pornografischen Touch. Ist die Jugend wirklich so versext, wie sie dargestellt wird? Nicolas Heini: Es ist nicht jeder so und es sind keine alltäglichen Situationen, aber solche Sachen passieren – und gelangen meist nicht an die Öffentlichkeit. Der Film ist sehr realitätsgetreu, auch wenn ein, zwei Szenen etwas aufgepusht sind. Jugendliche sind auch Amateure im Erwachsenwerden. So ist der Titel passend. Du spielst den Cliquen-Leitwolf «Dave». Wie würdest du die Filmfigur charakterisieren? «Dave» ist nicht die tragende Rolle. Er ist ein Macho, er will cool sein. Und er ist es auch, der den tragischen Höhepunkt anzettelt. ...............................................................

«Es war eindrücklich, was alles hinter den Kulissen abgeht.» ............................................................... Was hat Dave mit Nicolas gemeinsam, was unterscheidet euch? Wenn man sich so lange mit einer Rolle beschäftigt, wächst man auch rein. So sehr, dass wir uns am Set gegenseitig beim Rollennamen nannten. Wie ich ist er ruhig, steht eher am Rand und setzt doch Impulse. Kritiker lobten insbesondere die Rollenbesetzung – wie hast du das Casting erlebt? Für mich war es der allererste FilmJob. Ich habe im Internet vom Casting gelesen und bin ohne grosse Erwartungen hingegangen. Das Drehbuch wurde dann auf uns aufgebaut. Weil wir uns mit der Rolle und der Ge-

schichte identifizieren, auch so echt rüber.

kommt

es

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet? Ich habe das Drehbuch oft durchgelesen. Es war mir wichtig, die Geschichte und die anderen Figuren zu kennen. Weiter habe ich mit Kollegen gesprochen, die Mobbing erlebt haben und sie gefragt, wie sie damit umgegangen sind. Im Mai 2014 begannen die Schauspiel-Workshops mit Lager und Wochenenden. Der Dreh begann dann im November. Wie war es? Es war eindrücklich, was alles hinter den Kulissen abgeht. Da waren immer Visagistinnen um einen herum. Als wir in der Novemberkälte einen Sommertag spielten, wurden wir bei jeder Pause sogleich in warme Jacken eingehüllt. Am Set hatten wir es lustig. Wir Darsteller waren nicht nur im Film Kollegen, sondern wurden es auch im echten Leben. Was hat dich überrascht? Schauspielerei ist wirklich ein Knochenjob. In jeder Pause habe ich zur Entspannung den Kopfhörer mit klassischer Musik aufgesetzt – das höre ich sonst nie. Was hat am meisten Spass gemacht? Das Highlight war sicher die Premiere am Zurich Film Festival: erstmals über den Teppich und nach der Filmvorführung standing ovations. Ich habe mich immer wohl gefühlt, ging immer mit Freude ans Set. Es war eine schöne Zeit. Für was brauchte es Überwindung? In meiner Rolle musste ich nicht weinen, aber teilweise Sätze ernst sagen, zu denen ich sonst lachen würde. «Amateur Teens» ist ein Drama – drückt es auf die Stimmung, wenn man etwas Schlimmes darstellt? Natürlich. Man kann eine Szene nur spielen, wenn man Emotionen lebt. Der Film läuft seit dem 15. Oktober. Wer sollte ihn anschauen und weshalb? Sehenswert ist er für alle, die sich dafür interessieren. Das Weshalb wird für jede Altersgruppe ein anderes sein. Es ist ein spannender, ein dramatischer Film. Die Geschichte schockiert sicher. Hast du mit den anderen Darstellern noch Kontakt? Es war allen wichtig, dass wir zehn eng zusammen sind. Wir sind gemeinsam durch alle Lager gegangen und kennen uns entsprechend gut. Nun treten wir auch als Team auf. Du hast eine Homepage mit Links auf Instagram und Facebook. Wie nutzt du als «Digital Native» die sozialen Medien? Facebook nutze ich wenig und mehr für Privates. In Instagram bin ich sehr aktiv. Es ist ein cooles Medium, die Nutzung macht Spass. Und es ist auch ein Promo-Werkzeug. Facebook ist nicht so öffentlichkeitswirksam. Was würdest du nie von dir online posten? Sicher nichts Freizügiges. Aber auch Politisches würde ich nicht posten. Man muss halt wissen, dass dies sehr viele Leute sehen.

Nicolas Heini als «Dave» im Film «Amateur Teens».

Mobbing ist im Film ein grosses Thema. Hast du selber schon Erfahrung damit gemacht?

In den ersten beiden Schuljahren hatte ich abstehende Ohren und musste mir deshalb einiges anhören. Eine Kollegin traf es schlimmer. Sie war selbstmordgefährdet. Ob aktiv oder passiv, mit Mobbing kommt heute jeder Jugendliche in Kontakt. Du willst das Schauspielen weiter verfolgen, was sind die nächsten Schritte? Ich habe darauf geachtet, dass ich am Ball bleibe. Für diesen Winter bin ich im Gespräch für eine grosse Hauptrolle in einem Kinofilm. In drei Jahren möchte ich dann für ein paar Monate nach Los Angeles. Es wäre ein Traum, dort Fuss fassen zu können. ...............................................................

«Mit Mobbing kommt heute jeder Jugendliche in Kontakt» ............................................................... Wie lassen sich Schauspielerei und Schule vereinbaren? Das ist schwieriger geworden. Es bleiben nur Wochenenden und Ferien. Wie sind die Reaktionen von Familie, Mitschülern und Freunden auf die grosse Rolle? Meine Eltern sind stolz, sie holen mich aber auch auf den Boden zurück. Alle wollen den Film mit mir schauen gehen. Jetzt muss ich halt 20-mal ins Kino (lacht). Ich bin erstaunt, wie viele Leute sich dafür interessieren. anzeige

Starrummel am Zurich Film Festival: Nicolas Heini (Mitte) mit Produzent Valentin Greutert, den Darstellerinnen Fayrouz Gabriel und Zoë Pastelle Holthuizen sowie Regisseur Niklaus Hilber (von links). (Bilder zvg.) Welches Rollenangebot wäre dein grösster Traum? Fast noch lieber als in einem Kinofilm würde ich in einer Serie mitspie-

len. Da hat man viel mehr Zeit, den Charakter der Rolle zu entwickeln. Interview Thomas Stöckli


Forum

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Chilbi in Affoltern: Schwindelnde Höhen und Zuckerwatte

Zuckerwatte gehört zur Chilbi.

Mit Tempo in schwindelnde Höhen. Dreht sich der Magen?

Auf dem Töff Runden drehen. (Bilder Werner Schneiter)

forum

Ein Gemeinderat ohne Kompass

Eklat (oder Mobbing) im Gemeinderat Ottenbach

Eklat im Gemeinderat Ottenbach, «Anzeiger» vom 23.10.

sichtlich nicht in der Lage, den Gemeinderat zu einem wirkungsvollem Team zu formieren, sich als motivierende Führungskraft zu profilieren. Benötigt viel Rat und Lobby-Unterstützung im Hintergrund. In der Privatwirtschaft wären die Konsequenzen absehbar: Der Chef, tritt so er will, ins Glied zurück oder ganz aus. Ein neuer von ausserhalb wird gesucht. Und was geschieht in der Politik: Wir Ottenbacher sind zur Ersatz-Wahl eines zurücktretenden Mitglieds des Gemeinderats aufgerufen. Ein Mediator soll es mit dem bisherigen Team richten. Angesichts der verkorksten Situation als letzte Chance vertretbar. Aber nur, wenn der Einsatz zeitlich klar begrenzt und der gemeinsame Wille aller Beteiligter spürbar ist. Ottenbach hätte Besseres verdient. Unschöne Aussichten ...

Solche Rundumschläge sind doch sehr kontraproduktiv. Wie viel Energie geht bei diesem Hick-Hack verloren? Liebe Behördenvertreter, setzten Sie Ihre überschüssige Energie ein zum Wohl unserer Gemeinde! Wo ist die ganze Sache einzuordnen? – Sind es parteipolitische Nachwehen der Gemeinderatswahlen 2014? – Ist es Mobbing? – Ist es vielleicht sogar Neid? – Parteilos, jung, Frau – oder – Partei, älter und Mann? – Alle gegen eine? – Missachtung des Kollegialitätsprinzipes? Möglicherweise ist es von allem etwas – kumuliert ergibt das ein grosses «Paket». Unverständlich, dass fünf (oder gar sechs) erwachsene Personen, zum Teil

Walter Herrmann, Ottenbach

Eklat im Gemeinderat Ottenbach: So nicht

gezeigt und Gott sei Dank nach eineinhalb Jahren der Kriminalisierung vom Bezirksgericht Zürich freigesprochen. Es ist unglaublich, was das ganze Verfahren den Steuerzahler gekostet haben dürfte, nur weil sich die Viererbande und der alte Gemeindepräsident vom ehemaligen Gemeindeschreiber Gregor Jurt instrumentalisieren liessen, statt das eigene Hirn einzuschalten. Dass nun das Quartett Ackermann, Hatzi, Schneider und Weis unsere neue engagierte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger mobbend ausschalten will, ist inakzeptabel, insbesondere wenn man die Inkompetenz der Vier in meiner Sache mitberücksichtigt. Wozu wählt man Gemeinderäte? Damit sie Probleme lösen und nicht selber welche kreieren und dann noch mit ihrem Scherbenhaufen eitel an die Öffentlichkeit gehen. Wollen Sie einen Gemeinderat mit diesen schwachen Figuren? Soll er zudem mit einem 2014 nicht wiedergewählten ehemaligen Gemeinderat künftig zusätzlich geschwächt werden? Ich fordere die Herren Hatzi, Schneider und Weis auf, selbst zurückzutreten. Wenn sie nicht einmal in der Lage sind, konstruktiv zusammenzuarbeiten, wie sollen sie da die Aufgaben und Probleme unserer Gemeinde lösen können?

Geschätzte Bewohner von Ottenbach: Als «runtergeschwemmter» Bündner wohne ich seit über 20 Jahren in Ottenbach. Ich gelte zwar wohl noch nicht als «Alteingesessener», aber als Unternehmer, der in Ottenbach mit seiner Firma lokale Arbeitsplätze schafft und 10 Jahre als Präsident den lokalen Gewerbeverein führte, fühle ich mich sehr wohl in der Gemeinde und integriert. Geschätztes Vierer-Team des Gemeinderates Ottenbach: Dass im Gemeinderat nicht immer die beste Stimmung herrscht, ist natürlich auch mir nicht entgangen. Aber als Unternehmer weiss ich, dass man derartige Herausforderungen annehmen und lösungsorientiert begegnen muss. Dies war auch meine entsprechende Erwartung. Und hier ist genau der wunde Punkt der vier Mitglieder. Ich will dabei gar nicht auf irgendwelche Vorwürfe im Einzelnen eingehen (Wahrheitsfindung und Amtsgeheimnis «beissen» sich ja sicher auch hier), sondern ich frage mich lediglich, warum ihr vier euch mit dieser Problematik an die Öffentlichkeit und damit letztendlich an uns Bewohner gewandt habt. Peinlich für Ottenbach schon jetzt, und sollte dies auch noch weitere mediale Kreise ziehen und zum Beispiel im «10vor10» kommen, dann solltet ihr vier einen Verdienstorden für die Image-schädigendste Aktion er-

Wahrlich ein Desaster, was unser Gemeinderat vollbringt! Blenden wir zurück: Nach einem Jahr als Gemeinderätin wird Gaby Noser Fanger ins Präsidium gejubelt. Aktive Behördenvertreter werden mit unschönen Leserbriefen diffamiert, nicht wieder gewählt. Neuer Wind sei gefragt, Führungsqualitäten hervorgehoben, Frauenpower beschworen. Und heute: Ein Gemeinderat, der im 4:1-Verhältnis operiert, sich unkoordiniert in der Öffentlichkeit blamiert. Sein Leistungsausweis meines Erachtens bescheiden: Bei der Umfahrung keine Initiative, beim Dorfzentrum wirken im Dunkeln, die Schlüsselfunktion Gemeindeschreiber infolge Wechsel kaum vorhanden, Steuererhöhung im 2015. Die Gemeindepräsidentin isoliert. Offen-

«Viererbob» Man stelle sich vor: Die Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger ist in den Ferien und ihre «Kollegen» spielen infame Vorwürfe an sie hinter ihrem Rücken der Presse zu. Die Abwesende wird in die Pfanne gehauen und es wird ihr Verletzung des Kollegialitätsprinzips vorgeworfen, obwohl die Vier dies mit ihrer Information an die Presse gerade selber tun. Ackermann, Hatzi, Schneider, Weis – was haben wir da für Leute gewählt, die unsere Gemeinde leiten sollen? Es gibt nur eines für solches Verhalten und Vorgehen: Weg mit diesen Hinterrückslern! Eine geht zum Glück von selbst, nachdem sie ihr falsches Spiel ausgeführt hat. Ein peinliches Beispiel wie man zum Schluss noch seine politische «Karriere» an die Wand fahren kann. Tipp: Demaskiert muss man sich bei Wegzug weniger schämen. Nun es passt alles zusammen, wurde ich doch von diesem Quartett im Sommer 2014 angezeigt, eine weitere Amtsgeheimnisverletzung begangen zu haben, nachdem mich der überforderte alte Gemeindepräsident Kurt Weber bereits im Januar 2014 angezeigt hatte. Nur weil ich einen Vorschlag zum Quartierplan Affolternstrasse eingereicht hatte, den ich schon als Mitarbeiter der Baudirektion neutral bearbeitet hatte. Von diesem «Viererbob» wurde ich nochmals bei der Staatsanwaltschaft I in Zürich an-

Hans Häusermann, Ottenbach

mit langjähriger Behördenerfahrung, nicht fähig sind, Sachpolitik zu machen ohne persönliche Angriffe und Auseinandersetzungen. Die Wahrung der Amtsgeheimnisse gilt nicht nur für eine Seite. 1. Zitat aus ihrem Artikel vom 23. Oktober: «... dass über Ratsverhandlungen Stillschweigen bewahrt wird.» 2. Zitat aus dem Artikel vom 23. Oktober: «Gemeindeschreiber Stefan Mettler wurde an der Gemeinderatssitzung vom 16. September vom Statthalter direkt auf sein Vertrauen zur Gemeindepräsidentin angesprochen. Daraufhin hat der Gemeindeschreiber bekräftigt, dass er überhaupt kein Vertrauen zu ihr habe». Dass diese Aussage des Gemeindeschreibers an die Öffentlichkeit gelangt, ist ungeheuerlich. Das ist eine

halten! Seid ihr denn nicht in der Lage, das Problem zu lösen? Ihr seid ja von uns gewählt, um miteinander für uns zu arbeiten, und zwar in der Zusammenstellung, in der wir euch gewählt haben. Und wenn ihr vier nun an uns Dorfbevölkerung über die Medien gelangt, was erwartet ihr von uns? Dass wir euch zujubeln und gratulieren, dass ihr endlich aussprecht, was ihr Gaby alles vorwirft (und dass sie gemäss Interview offenbar belegbar widerlegen kann). Wir können ja als Bevölkerung diesem Trauerspiel nur zusehen und formaljuristisch gar nichts machen, oder? --- Halt, nein! Nach einigem Überlegen bin ich mir meiner Rechte als Bewohner bewusst geworden; ich kann ja an der kommenden Gemeindeversammlung konkrete Anträge stellen. Geschätzter Gesamtgemeinderat: Hiermit kündige ich an, dass ich termingerecht entsprechende Anträge an die Gemeindeversammlung stellen werde. Ich werde diese noch vertieft prüfen und ausformulieren, aber in etwa werden diese in die Richtung gehen, die ich nun bereits im vorliegenden Leserbrief an euch richte: Ich fordere eine vom gesamten Gemeinderat getragene Strategie zur Bewältigung dieser Vertrauenskrise im Sinne einer lösungsorientierten Vorgehensweise mit konkreten Schritten, Meilensteinen und Ergebniserwartungen. Diese

grobe Verletzung des Amtsgeheimnisses. Das gehört ins Sitzungszimmer! Die Aufgabe des Gemeindeschreibers ist unter anderem die Unterstützung und Beratung der Gemeinderäte in sachlicher und fachlicher Hinsicht. Schlichten statt schüren ist gefordert. Liebe Gemeinderäte, kommen Sie wieder auf den Boden und machen Sie Ihre Arbeit, wofür Sie gewählt wurden: die Führung der Amtsgeschäfte und die Erarbeitung mehrheitsfähiger Lösungen in Sachgeschäften. Beweisen Sie, dass die Ottenbacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürgen bei der Wahl der Gemeinderäte 2014 den richtigen Leuten das Vertrauen geschenkt haben. Trudi Streule, ehemalige Gemeinderätin (1994 bis 2006), Ottenbach

ist mit dem Bezirksrat als eure Aufsichtsbehörde abzustimmen und an der Gemeindeversammlung vorzustellen. Es ist euch freigestellt, bereits an der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember konkrete erste Ergebnisse vorzustellen. Es ist auch zu begrüssen, wenn an dieser Versammlung der Bezirksrat anwesend ist. Als Randbemerkung: Wer meinem Vorschlag als Gemeinderat nicht zustimmt, der soll konsequent sein und abtreten. Roland Brüniger, Ottenbach

Mit vollständiger Adresse Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Namensangabe oder Adresse der Autorin oder des Autors enthalten. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen, dazu auch solche, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen. (Red.)


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Rückentraining im Wasser im Hallenbad Obfelden jeweils Fr 8.20 – 9.00 Uhr Stabilisation und Kräftigung. Von div. Krankenkassen anerkannt. Nüesch Fitness Telefon 056 664 69 42 info@nueschfitness.ch www.nueschfitness.ch

«FährFrau»

«Typisch kameradisch» Souverän

Ein Gespräch mit Sabine Brönnimann, der «FährFrau», die Zurückbleibenden hilft. > Seite 15

Die «Krainerkameraden» tauften am Freitag in Kappel ihre dritte CD. > Seite 17

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Mountainbiker Urs Huber gewinnt Crocodile Trophy zum dritten Mal. > Seite 22

Landi Albis produziert in Mettmenstetten jetzt auch Strom Sanierung an der Albisstrasse 3 mit Fotovoltaikanlage Die Landi Albis produziert in Mettmenstetten nicht nur Backwaren, sondern auch Strom. Im Zuge einer Sanierung an der Albisstrasse 3 wurde eine Fotovoltaikanlage realisiert, mit der 10 Prozent des Bedarfs gedeckt werden können.

entschied man sich dann zum Einbau. Mit der 29,8 Kilowatt-Anlage kann Landi rund 10 Prozent ihres Strombedarfs in Eigenregie produzieren. Über den Produktionsstand informiert beim Eingang zum Volg eine Visualisierungsanlage. Es handelt sich um ein integriertes System, das erst seit zweieinhalb Jahren auf dem Markt ist. Gemäss Jean-Marc Fontana von der gleichnamigen Dach- und Fassaden AG «Während Jahren haben wir in Mettin Hausen wurde die Liegenschaft mit menstetten gebaut – mit der Sanieneuer Wärmedämmung versehen – eirung der Liegenschaft an der Albisne aufwändige Sache. Rund 2000 Arstrasse 3 folgt nun der letzte Akt», sagbeitsstunden wurden investiert. te Landi-Albis-Präsident Jürg Meili. Die Sanierungsmassnahmen schliessen nun eine ganze Reihe von baulichen Massnahmen der Landi Albis in Mettmenstetten ab. «Wir haben damit im Zentrum einiges zu einem schönen Erscheinungsbild beigetragen», betonte Landi-Albis-Geschäftsführer Armin Heller. Der mit der Fotovoltaikanlage produzierte Strom wird im Volg vollumfänglich benötig. «Es fliesst nichts zurück ins Netz», versicherte Freuen sich über die bald beendeten Sanierungsmassnahmen an der Liegenschaft Albisstrasse 3 der Geschäftsfühin Mettmenstetten, von links: Markus Stocker von Mozzatti Schlumpf Architekten AG, Landi-Albisrer. (-ter.) Präsident Jürg Meili und Geschäftsführer Armin Heller. (Bild Werner Schneiter) Die Landi vermietet oberhalb des Volg-Ladens sechs Wohnungen und hat nun auch diesen Trakt einer umfassenden Sanierung unterzogen. Die Arbeiten, für welche die Generalversammlung der Landi Albis im Frühjahr einen Kredit von 945 000 Franken beschloss, werden in den nächsten Wochen abgeschlossen. Eine Fotovolktaikanlage sei nicht von Anfang an geplant gewesen, sagte Projektleiter Markus Stocker von Mozzatti Schlumpf Architekten (Baar) anlässlich der kleinen Einweihungsfeier. Nach Konsultation eines Fachplaners

Franz Taferner mit den Töchtern Karoline, Sabine und seiner Frau Ilona. (zvg.)

Top-Winzer kommt Taferner im «Central» und in Mü’s Vinothek Franz Taferner vom gleichnamigen Weingut Taferner in Göttlesbrunn (Carnutum) gehört heute zu den Top-Winzern der österreichischen Weinszene. Mit seinen kapitalen Rotwein-Crus hat er in den letzten Jahren national und international für Furore gesorgt. Der «Tafi» wie er liebevoll genannt wird, zeigt eine Auswahl seiner imposanten Weine. Angeführt vom Primus inter pares V.I.B (Very Important Bottle) der neue Jahrgang, 2012. Eine mächtige Cuvée aus 50 % Cabernet Sauvignon und 50 % Merlot ausgebaut während 30 Monaten in neuen amerikanischen Eichenholz-Barrique. Diese streng limitiere Cuvée wird nur in ausgezeichneten Jahren vinifiziert. Dazu die neuen Jahrgänge der Lagen-Weine Zweigelt «Bärenreiser» und Merlot «Haidacker». Seine Klassiker «Excali-

bur» und «Tribun» dürfen in dieser Reihe natürlich keinesfalls fehlen. Und so läuft das Ganze ab: Am Freitagabend, 20. Oktober, von 17 bis 19 Uhr Präsentation und freie Degustation der Weine in Mü’s Vinothek. Ab 19.30 Uhr geht es dann im Restaurant Central weiter. Franz Taferner präsentiert die Weine in Symbiose mit einem fein abgestimmten viergängigen Schlemmermenu. Els Imhof und ihre bewährte «Central»-Crew werden diesen Abend zu einem unvergesslichen Genuss-Erlebnis zelebrieren. Am Samstag, 21. Oktober, von 10 bis 16 Uhr, ist dann noch einmal Gelegenheit, die Weine in Mü’s Vinothek zu verkosten. Alles, was das Herz begehrt: exzellente Weine und ein kulinarisches Event. (pd.) Österreich-Event in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Menü Wine & Dine sowie Degustationsliste zum Downloaden unter www.mues-vinothek.ch.

Lichtes Wohnen am «Sonnenhang» in Wettswil Wohnüberbauung «Im Grundächer»: Tag der offenen Baustelle am Samstag, 31. Oktober Am Fusse des Ättenbergs – dem Wettswiler Sonnenhang – entsteht seit Frühjahr 2013 die Wohnüberbauung «Im Grundächer» mit 18 EFH/DEFH-Einheiten und fünf Mehrfamilienhäusern. Während die Einfamilienhäuser inzwischen bezogen wurden und sich die Hauseigentümer am Wohnkomfort im Minergiestandard, den lichten Räumen und dem herrlichen Ausblick in die südwestlich gelegene Pilatus-Region erfreuen, wird mit hoher Konzentration an der Fertigstellung der Mehrfamilienhäuser gearbeitet, damit sie ab März 2016 bewohnt werden können. Anlässlich eines «Tags der offenen Baustelle» hat die interessierte Bevölkerung am Samstag, 31. Oktober, von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit, selbst einen Augenschein zu nehmen und die sich im Roh- oder Innenausbau befindlichen Wohnungen zu besichtigen. Der Bauplatz liegt an idealer Lage und ist gut erschlossen, sowohl mit dem öffentlichen als auch privaten Verkehr: In bloss 15 Minuten mit dem

Bus 200 ins aufstrebende «Sihlcity» oder nach Affoltern am Albis zum Shopen; in 20 Minuten mit der S-Bahn mitten ins pulsierende Leben Zürichs. Oder aber mit dem Privatwagen in Kürze auf der Autobahn in alle Him-

melsrichtungen. Auskunftspersonen der Grundächer AG sowie des zuständigen Bankinstituts sorgen am Samstag für kompetente Beratung in Fragen rund um den Bau, den Ausbaustandard oder die Finanzierungsmög-

lichkeiten. Auch für das kulinarische Wohl ist gesorgt: Bei Wurst, Brot und fristgepresstem Süssmost lässt sich die einmalige Atmosphäre der Gesamtüberbauung mit Spielplatz, Begegnungsstrasse und Wohnen an der

So könnte die Wohnüberbauung «Im Grundächer» in Zukunft aussehen. (Illustration zvg.)

Grenze zum Landwirtschafts-Grüngürtel ausgiebig geniessen. (pd.) Weitere Infos: www.im-grundaecher.ch / Walter Huwiler: Tel. 079 245 51 51 / Beat Pfiffner: Tel. 079 740 49 11.


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Vermischtes

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ratgeber

Mut zur (Zahn-)Lücke? Lieber nicht! ................................................... von milan herzog*

Frische Berliner – ein Genuss für Jung und Alt. (Bild Marianne Voss)

Die Berliner-Saison ist eröffnet Stände bei den Volgfilialen der Landi Albis Das Berlinerbacken ist in den Volgfilialen der Landi Albis zur beliebten Tradition geworden. Sowohl die Kundschaft wie auch die Mitarbeitenden der Läden freuen sich auf die Stände und die feinen frischen Krapfen, Schenkeli und Berliner. ................................................... von marianne voss «Unsere Berlinerstände sind bei allen beliebt, schwärmt Elisabeth Holliger, Filialleitern des Volgladens Hausen. «Ob Handwerker, Arbeiter von Baustellen, Kinder, Laufkundschaft oder die

treuen Stammkundinnen und -kunden – alle freuen sich, wenn es bei uns wieder nach frisch Gebackenem duftet.» Das Berlinerbacken vor den elf Volgläden der Landi Albis ist seit vielen Jahren zu einer festen Wintertradition geworden und ein schönes Erlebnis für die Kundschaft wie auch für die Mitarbeitenden, die an den Ständen die feinen Wintergebäcke herstellen. Ab sofort werden jeweils am Freitag und Samstag vor einer oder zwei der betreffenden Volgfilialen Vanilleund Konfiberliner sowie Zigerkrapfen und Schenkeli gebacken und verkauft. «Viele Kinder schauen gerne zu und staunen darüber, wie so ein Berliner entsteht», so Elisabeth Holliger.

Die Stände «wandern» jede Woche in ein anderes Dorf. «Unser Ziel besteht darin, dass der Stand während der Wintermonate zweimal bei jeder unserer Volgfilialen platziert ist», erklärt Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis. «Zudem backen wir auch am Rifferswiler Weihnachtsmarkt und am Spräggelemärt in Ottenbach.» Der Auftakt der Berlinersaison fand in Hausen und Aesch statt. Am kommenden Freitag und Samstag gibt es in Rifferswil frische Gebäcke und am Wochenende darauf in Knonau und Hedingen. Die Bevölkerung der Dörfer wird jeweils mit einem Flugblatt auf die Aktion hingewiesen.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestalten Hausen mit Kinder- und Jugendkommission lädt zum Impulsanlass Die Kinder- und Jugendkommission der Gemeinde Hausen lädt am Mittwoch, 4. November, ein zu einem Impulsanlass. Ziel ist das Aufzeigen von konkreten Mitgestaltungsmöglichkeiten an einer kinder- und jugendgerechten Gemeinde. Zum Programm gehört das Forum-Theater Zürich mit Dagmar Kossow und Jan Weissenfels. «Carpet Stain» mit Jan und Jonas unterhalten mit Musik und Phil, Ram, Sharu und Leonardo der Gruppe Twirah bieten Break-Dance. Zu Beginn der Veranstaltung werden alle Besucher verpflegt und am Schluss trägt jede Familie ein kleines nachhaltiges Geschenk nach Hause. (pd.) Mittwoch, 4. November, 17 bis 19.30 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen.

Ob bei einem Unfall, beim Sport, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparats, Karies oder Gewalteinwirkung – es gibt viele unterschiedliche Ursachen, die zum Verlust eines Zahnes führen können. Auch die mittlerweile hoch komplexen und aufwendigen Methoden, die im Rahmen moderner zahnmedizinischer Therapien zum Erhalt geschädigter Zähne genutzt werden können, garantieren die Vermeidung des schlussendlichen Zahnverlusts nicht immer. Oft tritt dieser erst nach Jahren auf, wie es zum Bespiel bei wurzelbehandelten Zähnen der Fall ist. Mit vielen Therapiemethoden gewinnt man Zeit, aber was in den meisten Fällen bleibt, ist bekannt: In der vormals geschlossenen Zahnreihe klafft eine Lücke. Die verschiedensten Arten des Zahnersatzes, von der Einzelkrone über eine Brücke bis hin zum Implantat, sind den meisten Patienten hinlänglich bekannt. Dennoch stellt sich für viele die Frage der Notwendigkeit, die Lücke überhaupt durch eine Versorgung zu schliessen. Muss das sein, wenn die Lücke gar nicht als unschön oder störend empfunden wird?

Nicht nur eine Frage des Aussehens Dass mit einer Lücke im Bereich der Frontzähne kein schönes Lächeln zu gewinnen ist, darüber herrscht wohl Einigkeit. Die einhergehende Einschränkung von Lebensqualität und Selbstbewusstsein wird kaum jemand ernstlich bestreiten. Hier wünschen die allermeisten Patienten vom Zahnarzt eine schnelle Versorgung mit Zahnersatz, um wieder unbeschwert «Zähne zeigen zu können». Was nicht oder nur kaum zu sehen ist, stellt jedoch für den einen oder anderen kein ästhetisches Problem dar und ist damit nur ein Aspekt bei der Frage der Sinnhaftigkeit eines baldigen Lückenschlusses. Notwendig wird ein solcher vielmehr aufgrund der negativen Folgen einer unversorgten Lückensituation für die Gesundheit der Mundhöhle und damit des gesamten Körpers.

Zähne sind keine «Einzelkämpfer»

«Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind grosszuziehen!», sagt ein afrikanisches Sprichwort. (Bild Marco Müller)

Wer glaubt, dass jeder Zahn für sich alleine steht, sitzt einem Irrtum auf, denn die Zähne stehen auf vielfältige Weise miteinander in Verbindung. Das Kauorgan des Menschen stellt ein funktionelles, einheitliches und bewegliches System dar. Fehlt ein Zahn, kommt dieses fein abgestimmte System schnell ins Ungleichgewicht. Alle Zähne haben in einem vollständigen Gebiss einen Gegenspieler (Antago-

nist). Mit diesem Gegenüber kommt der Zahn beim Zubeissen in Kontakt und bestimmt durch Druck und Gegendruck zeitgleich ihre Position. Fehlt der Ant- Milan Herzog. agonist, wächst der Zahn bei seiner Suche nach dem Gegenspieler immer weiter in die Lücke hinein. Auch unmittelbar benachbarte Zähne laufen Gefahr, immer stärker in die Lücke hineinzukippen. Das System als Ganzes gerät in Unordnung. Mögliche Folgen sind beispielsweise Funktionsstörungen wie nächtliches Pressen (Bruxismus), das wiederum die Ursache für starke Kopf- oder Nackenschmerzen sowie von Ohrengeräuschen (Tinitus) sein kann. Somit kann der Verlust und Nichtersatz eines einzelnen Zahnes negative Auswirkung auf die körperliche Gesamtbefindlichkeit haben und das nachhaltig!

Frage nach der richtigen Versorgung Dass eine Zahnlücke schnell geschlossen werden sollte, um negative Auswirkung auf die Mund- und Allgemeingesundheit zu vermeiden, steht fest. Offen ist jedoch die Frage nach der passenden Form des hierfür benötigten Zahnersatzes. Über die vielfältigen Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin wurde bereits ausschnittweise berichtet. Der Zahnersatz sitzt entweder fest im Mund oder kann herausgenommen werden. Doch neben Brücke, Implantat oder mit Klammer befestigten Prothesen gibt es eine weitere hochwertige Lösung: der Kombinationsersatz. Hier wird ein fest verankerter Teil mit herausnehmbarem Zahnersatz kombiniert. Dies wird meist empfohlen, wenn grössere Lücken im Gebiss vorhanden sind, die mit Hilfe einer Brückenversorgung nicht mehr geschlossen werden können. Viele Patienten fühlen sich sicherer, wenn herausnehmbare Elemente fest verankert werden können. Erste Ansprechpartner in dieser Frage sollte für alle Patientinnen und Patienten der Hauszahnarzt sein. Niemand kennt die individuelle Mundsituation besser und eine Therapie vor Ort stellt sich immer wieder als sorgenfreier, weil nachhaltiger dar. Auch sind die Gebührenstrukturen im Gegensatz zur Betreuung vor, während und nach der Therapie beim Hauszahnarzt wesentlich transparenter und im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung oft auch günstiger als im Ausland. Dieses Thema wird in einem späteren Beitrag behandelt. * Der Autor ist Zahnarzt mit eigener Praxis in Affoltern. Infos unter www.praxisherzog.ch

Leben mit Demenz

«Hotel Mama» wieder attraktiver

Informationsveranstaltung in Obfelden

Einpersonenhaushalte verlieren etwas an Bedeutung

Ursula Jarvis zeigt in ihrem Referat Wege auf, wie sich der Alltag mit Menschen mit Demenz gemeinsam besser bewältigen lässt. Am Dienstag, 3. November, im Saal Brunnmatt, Obfelden.

Die langjährige Entwicklung in Richtung immer kleinerer Haushalte scheint sich in letzter Zeit etwas abzuschwächen.

In der Schweiz leben zur Zeit rund 116 000 Menschen mit Demenz. Die Hälfte davon, nämlich etwa 58 000, lebt zu Hause. Pro Jahr erkranken bis zu 28 000 Personen neu an Demenz. Im Jahr 2050 dürfte die Zahl der Erkrankten aufgrund der Alterung der Bevölkerung auf 300 000 Personen angestiegen sein. Soweit die Zahlen der Alzheimervereinigung Schweiz. Was

heisst das nun aber für die rund dreimal so grosse Anzahl der Angehörigen und übrigen Betroffenen, die mit den erkrankten Menschen zu tun haben? Wie lebt es sich mit Demenz? Zu diesen Fragen führt die Kommission für Altersfragen in Obfelden am Dienstag, 3. November 2015, 19.30 Uhr, die Veranstaltung «Leben mit Demenz» durch. Frau Ursula Jarvis, dipl. Sozialberaterin SSB, geht in ihrem Referat auf die spezielle Welt der Menschen mit Demenz ein und zeigt Wege auf, um mit ihnen gemeinsam den Alltag besser zu bewältigen. (pd.) Dienstag, 3. November, 19.30 Uhr, im Saal Brunnmatt in Obfelden.

Heute umfassen 230 000 der 640 000 Privathaushalte im Kanton Zürich nur eine Person – das ist ein Anteil von 36 Prozent und damit 3 Prozentpunkte weniger als noch im Jahr 2000. Nach wie vor sind Einpersonenhaushalte jedoch die mit Abstand häufigste Haushaltsform. Dagegen leben in 28 Prozent der Zürcher Privathaushalte kinderlose Paare und in knapp einem Viertel (24 Prozent) Paare mit Kindern. Die restlichen 12 Prozent sind andere Haushaltsformen wie WGs oder Allein-

erziehende mit ihren Kindern. Die Tatsache, dass der Anteil der Einpersonenhaushalte in den letzten Jahren rückläufig war, hat vor allem mit demografischen Veränderungen zu tun: 1. Die Lebenserwartung der Männer hat sich seit 1970 um zehn Jahre erhöht und damit an jene der Frauen angeglichen. Deshalb stieg der Anteil jener Menschen an, die sich auch in hohem Alter noch einen Haushalt mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner teilen. 1970 lebten 36 Prozent der über 79-Jährigen in einem Paarhaushalt, heute sind es 44 Prozent. 2. Heute wohnen lediglich 14 Prozent der 20- bis 29-Jährigen allein, im Jahr 2000 waren es dagegen noch 23

Prozent. Übrigens: 39 Prozent der 20bis 29-Jährigen leben noch im Elternhaus und 12 Prozent in Nichtfamilienhaushalten, meist wohl in WGs. Offenbar ist das «Hotel Mama» attraktiver geworden, denn 1970 wohnten nur 28 Prozent der 20- bis 29-Jährigen im Haushalt ihrer Eltern. 3. Die in den Jahrzehnten vor 2000 zu beobachtende Individualisierung der Haushaltsformen zeigte sich bei den 30- bis 59-Jährigen am deutlichsten. Sie scheint sich in jüngster Zeit jedoch abzuschwächen. Der Anteil der Alleinlebenden stagniert unter den 30bis 59-Jährigen seit 2000 auf einem Niveau von 19 Prozent. (Statistisches Amt Kanton Zürich)


Veranstaltungen

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«Es geschieht nur dieses eine Mal» Ein Gespräch mit Sabine Brönnimann, der «FährFrau», die Zurückbleibenden hilft Sabine Brönnimann nennt sich «FährFrau», denn sie geleitet Menschen auf die andere Seite des Lebensstroms. Und sie hilft den Zurückbleibenden, bei allem, was dieser Abschied mit sich bringt. Sabine Brönnimann, Sie erhalten auf Ihre Telefonnummer als FährFrau einen Anruf. Was erwartet Sie da? Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Jemand will mit uns Kontakt aufnehmen, Sabine Brönnium sich beraten zu mann. (Bild zvg.) lassen, vielleicht um die eigene Bestattung zu besprechen. Das kommt vor allem bei Alleinstehenden vor, auch bei Menschen, die ihre Angehörigen nicht belasten möchten. Es kann auch sein, dass sich Angehörige an uns wenden, sei es dass sie einen Todesfall in der Familie erlebt haben, sei es, dass es um einen Sterbenden geht. Die Bedürfnisse sind je nach Situation, aber auch je nach Persönlichkeit sehr verschieden. Nehmen wir an, es geht um einen Todesfall. Was geschieht nun? Häufig nimmt man erst dann mit uns Kontakt auf, wenn es um ein Abschiedsritual geht. Aus der Sicht von uns FährFrauen wäre es jedoch wünschenswert, wenn wir schon früher gerufen würden. Wir verstehen unseren Beruf als Handwerk, dazu gehören die Pflege des toten Körpers – das Waschen, das Anziehen, das Aufbahren, dann später das Einsargen. Wir übernehmen diese letzten Dienste, aber wir ermutigen vor allem die Angehörigen, es selber zu tun. Es ist wichtig für den Prozess des Abschiednehmens. Sie kommen also an ein Totenbett, zu einem unbekannten Menschen. Was erfahren Sie da? Ich kann diesen Menschen durchaus noch kennen lernen. Je weniger Zeit seit dem Tod vergangen ist, umso dichter kann ich seine Präsenz wahrnehmen. Aber es ist vor allem eine Frage der Atmosphäre in diesem Zimmer. Ich ermutige die Angehörigen, sich in diese Atmosphäre hineinzubegeben. Den Kontakt mit dem Toten aufzunehmen, mit ihm zu sprechen, sei es mit Worten, sei es in einem inneren Dialog.

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Und Sie selber sprechen auch mit dem Verstorbenen? Natürlich. Aber es muss nicht sein. Diese Zeit nach dem Tod eröffnet eine ungewöhnliche Welt, es ist auch eine Welt der Stille. Ich möchte es den Angehörigen, den Trauernden ermöglichen, sich auf diese Welt einzulassen. Es ist gut, wenn der Abschied in kleinen Schritten geschehen kann. Eile und Effizienz sind nicht angebracht und nicht nötig. Ist es auch das, was Ihre Arbeit von den üblichen Vorgehen mit den sogenannten Leichenüberführungen unterscheidet? Ich kenne vor allem die Vorgehensweisen im Kanton Zürich. Da sind Todesfälle Sache der Gemeinden, meistens ist alles genau geregelt und wird effizient durchgeführt, denn hier geht es auch um Steuergelder. Es kann sein, dass der Leichnam zehn Minuten nach Eintreffen des Überführungswagens bereits abtransportiert wird. Ich ermuntere die Betroffenen, die Toten länger in der eigenen Wohnung ruhen zu lassen, sich die Zeit zu nehmen, die sie brauchen, damit sie wirklich begreifen, was geschehen ist. Was, wenn Sie an ein Totenbett im Spital oder in einem Pflegeheim gerufen werden? Da hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. In der Onkologie, erst recht in Palliativ-Abteilungen sind Rituale meistens willkommen, auch viele Pflegeheime haben eine gute Abschiedskultur entwickelt. Greift man wieder auf alte Traditionen zurück? Ja, aber wo sie nicht mehr nachvollziehbar sind, gestalten wir sie neu. Zum Beispiel die Totenwache. Man durfte früher einen Verstorbenen nicht allein lassen. Heute gibt es aber viele Menschen, die allein gewohnt haben, es würde nicht passen, wenn sie nun aus nächster Nähe und ununterbrochen begleitet würden. Man kann ja zum Beispiel auch im Gastzimmer übernachten, wie man auch vorher hin und wieder Gast war. Verstehe ich es richtig, dass Sie sich in erster Linie für den Verstorbenen und das, was er braucht einsetzen? Er ist die Hauptperson. Ich versuche, die Handschrift seines Lebens zu entziffern und den Abschied entsprechend zu gestalten. Die Begegnungen mit den Toten belasten mich nicht, belastend sind jedoch Spannungen in der Familie, wenn Angehörige die ei-

genen Interessen durchsetzen wollen, wenn sie manipulativ handeln, fühle ich mich gefordert. Dann versuche ich, bei ihnen im Namen des Verstorbenen einen Perspektivenwechsel herbeizuführen, mich zu seinem Sprachrohr zu machen. Wie können Sie denn so sicher wissen, was er oder sie sich gewünscht hätte? Ich bin nicht Teil des Systems und nehme darum vielleicht manches wahr, was den Angehörigen nicht bewusst ist. Bei meiner Arbeit als FährFrau brauche ich zwei Ohren: Eines hört nach aussen, es nimmt wahr, was gesprochen wird, das andere hört in mein Inneres hinein, es ist in Kontakt mit meiner Intuition, die dann auf das «Aussen» reagieren kann. ...............................................................

«Es ist ein langer Weg. Intuition und Erfahrung gehören dazu.»

immer erfüllt von Neugier dem gegenüber, was auf mich zukommt. Es ist eine Herausforderung für mich, den einzelnen Menschen gerecht zu werden. Es gibt ja sicher auch Menschen, deren Persönlichkeit und Leben Ihnen nicht sympathisch sind? Es ist ein professioneller Anspruch, dass ich meinen negativen Gefühlen nicht Raum gebe. Wenn mir eine Person Mühe macht, setze ich mich so lange mit diesem Menschen und seiner Umwelt auseinander, bis ich etwas gefunden habe, das ich würdigen kann, das mir liebenswert erscheint. Einmal waren die Voraussetzungen sehr schlecht: Es war ein unbequemer Einzelgänger mit einem negativ belasteten Beruf. Nach langem Fragen und Suchen kam ich darauf, dass er gerne in einem See fischte, und dass er das Wasser dort liebte, weil es am Morgen früh so klar ist. Daraufhin haben die Angehörigen in der Morgenfrühe dort Wasser geschöpft und es zur Abschiedsfeier mitgebracht.

............................................................... Was tun Sie, wenn der Leichnam schon abtransportiert, vielleicht schon kremiert wurde? Ich lege Wert darauf, dass ich dann wenigstens die Räume erleben kann, in der die Verstorbene gewohnt hat, wo sie sich gerne aufhielt. Auch die Wände erzählen manches, die Möbelstücke, die Umgebung ... Natürlich lasse ich mir auch von den Angehörigen erzählen. Das kann sehr idealisierend sein. Darum bin ich gerne auch noch beim Leichenmahl dabei, weil dann die anderen Seiten dieses Menschen zur Sprache kommen und er damit auch wirklich menschlich wird. Wie haben Sie sich das alles angeeignet? Es ist ein langer Weg, Intuition und Erfahrung gehören dazu. Aus der Ahnung, aus dem Suchen kommt mit der Zeit die Sicherheit. Aber jede von uns drei FährFrauen macht es wieder anders, entsprechend ihrer Persönlichkeit. FährFrau ist aber kein Beruf ? Noch nicht? Wir machen es jetzt seit zehn Jahren. Es wird eine Weile dauern, bis sich unsere Arbeit als Beruf durchgesetzt hat. Eigentlich entspricht es dem Beruf der Hebamme – sie hilft beim Ankommen in der Welt, ich als FährFrau beim Weggehen. Meine Arbeit ist voll von Überraschungen, jede Begegnung ist wieder anders, und ich bin

Sie versuchen also immer, Rituale zu gestalten, die dem Verstorbenen entsprechen? Mein Ritualverständnis ist einfach: Es geht darum, dass ich das, was zu tun nötig ist, innerlich begleite, dass ich das, was ich mache, bewusst mache. Das gilt für das Waschen oder Einkleiden des Toten. Das gilt auch für die Urnenbestattung: Wir gehen miteinander vom Eingang des Friedhofs zum Grab. Ich sage, dass wir auf diesem Weg die Alltagssprache beiseite lassen, das heisst nicht, das Schweigen geboten wäre, aber wir befinden uns in einer besonderen Welt. Ich ermögliche es den Angehörigen, die Urne selber zu tragen, ich trage sie nur dann, wenn niemand es machen möchte. Am Grab stehen wir im Kreis und ich gehe mit der Urne bei jedem vorbei. Die einen berühren die Urne, andere bedanken sich oder murmeln etwas, andere tun nichts, es ist alles möglich, wenn es den Anwesenden entspricht, wenn es echt ist. Warum legen Sie so grossen Wert auf diese Handlungen? Weil die Erinnerung besser erhalten bleibt, wenn wir etwas ganz bewusst tun. Es gibt die Alltagsrituale, die wir immer wiederholen können. Bei den Ritualen zwischen Tod und Beerdigung ist es anders: Das geschieht nur dieses eine Mal und kann nicht mehr wiederholt oder anders ausgeführt werden. Es geht um die Einmaligkeit dieses Abschieds.

Manche Menschen haben Berührungsängste, eine grosse Scheu vor den Toten. Sie haben ja auch kaum Gelegenheit, den Tod zu erleben. Vor ein paar Jahren gab es noch die Limousinen mit verspiegelten Scheiben, in denen die Toten überführt wurden. Heute erscheinen sie wie gewöhnliche Lieferwagen, damit man nicht erkennen kann, dass es sich um einen Totentransport handelt. Es gibt sogar einen Friedhof, auf dem die Regel gilt, dass man eine Urne nicht zum Grab tragen darf, weil das die Spaziergänger im Areal verstören könnte. Wie kommt es, dass Sie eine so natürliche Einstellung zum Tod haben? Ich bin im Emmental aufgewachsen, dort gab es noch die Leichenwagen und -züge. Meine Grossmutter sagte jeweils: Jetzt kommt die Leiche, jetzt will ich mich «sunntige» – das heisst, sie stopfte den unteren Zipfel ihrer Schürze oben in den Gürtel, dass die saubere Hinterseite die gebrauchte verdeckte; dann stellten wir uns zusammen an den Strassenrand, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Das hat mich immer fasziniert. Es geht mir bei meiner Arbeit nicht um meine Sicht der Dinge, auch nicht um meine Spiritualität, sondern darum, dass die Feiern so gestaltet werden können, dass es den Betroffenen entspricht. Interview: Käthi Koenig

«In unseren Herzen lebst du weiter» Ein Thementag zur Erinnerungskultur am 1. Novmber in Kappel. Die FährFrau Sabine Brönnimann und Ralph Kunz, Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich, sprechen über Totengedenken und den Wandel der Erinnerungskultur. Referate und moderiertes Gespräch. Sonntag, 1. November, 13.30 bis 16.45 Uhr im Kloster Kappel. Eine Begleitveranstaltung zu der Ausstellung «Lebenskunst & Totentanz» vom 20. September bis 22. November in der Klosterkirche Kappel. www.toten-tanz.ch.


veranstaltungen

Eine spannende und abwechslungsreiche Ausstellung im Kunstforum. (Bild zvg.)

Kunst direkt vor der Haustüre präsentiert Jubiläumsausstellung im Kunstforum Stallikon Zum 50-Jahre-Jubiläum der Bibliothek stellt das Kunstforum Werke von fünf Stalliker Künstlerinnen aus. Marghi Boeschenstein, Sandra Canonica, Doris Ess, Esti Frei und Katrin Zuzáková haben sich mit den Themen Jubiläum, Bücher und lesen auseinandergesetzt. Ein halbes Jahrhundert bereits bereichert die Bibliothek Stallikon das Dorfleben. Nebst den vielseitigen Medien ist die Bibliothek Stallikon, kurz Bibi genannt, auch ein Kunstforum. Seit unzähligen Jahren bietet das Kunstforum vielen Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform, die den Stallikern Kunst direkt vor der Haustüre präsentiert. Weit über 100 Künstler haben in dieser Zeit ihre Bilder, Objekte, Skulpturen, Kunsthandwerke, Fotografien, Grafiken, Zeichnungen uvm. gezeigt. Einige Künstler stellen heute auch in renommierten Galerien im In- und Ausland aus. Zu Beginn war das Kunstforum bekannt als «Stägehuus-Galerie». Bilder, Objekte verwandelten das Treppenhaus, welches in die Bibi führte in eine Galerie. Viele Vernissagen fanden im «Stägehuus» statt und gemeinsam mit der Bibi wurden sie mit Lesungen

abgerundet. Seit bald 20 Jahren ist das Kunstforum in die Bibliothek integriert. Die Wände der dazumal neu konzipierten Bibliothek wurden freigelassen, um genug Platz für die Kunstwerke zu haben.

Die Vernissage am Sonntag, 1. November, von 11 bis 14 Uhr Als Hommage und Geschenk zum 50jährigen Bestehen der Bibliothek stellt das Kunstforum Werke von sechs Stalliker Künstlerinnen aus. Marghi Boeschenstein, Sandra Canonica, Doris Ess, Esti Frei, Michaela Temperli und Katrin Zuzáková haben sich mit den Themen Jubiläum, Bücher, Bibliothek, Lesen etc. auseinandergesetzt und werden ihre Bilder und Objekte vorstellen. Es verspricht eine spannende und abwechslungsreiche Ausstellung zu werden. Die Vernissage «50 Jahre Bibi Stallikon» findet am Sonntag, 1. November, von 11 bis 14 Uhr statt. Die Künstlerinnen werden anwesend sein und die Besucher mit einem Apéro verwöhnen. Die Ausstellung dauert bis zum 1. Februar 2016. Öffnungszeiten Kunstforum: Montag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr, Dienstag bis 20 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr, während den Schulferien dienstags 15 bis 20 Uhr.

«Kunst 15» wieder mit Ämtler Beteiligung Elfi Bohrer bietet Einblick in ihr Programm Vom 29. Oktober bis 1. November findet in der ABBHalle 550 in Zürich Oerlikon zum 21. Mal die internationale Kunstmesse Kunst 15 Zürich statt. Die jurierten Aussteller-Galerien kommen aus der Schweiz und dem Ausland. Elfi Bohrer zeigt auf ihrem 90-m²-Stand E3 einen ausgewählten Einblick in ihr Bonstetter GalerieProgramm. Unter anderem sind neue Werke von Marlies Achermann-Gisinger oder Rosemary Rauber zu sehen. Vernissage: Donnerstag, 16 bis 22 Uhr, Ausstellung Freitag, 12 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag, 11 bis 19 Uhr. Karten für die Vernissage liegen in der Galerie auf.

Ämtler Kunst für Zürich. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

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«Typisch kameradisch» Die «Krainerkameraden» tauften im ausverkauften Gemeindesaal von Kappel ihre dritte CD Die «Krainerkameraden» haben am Freitag im ausverkauften Gemeindesaal von Kappel ihre dritte CD getauft – im Beisein von Hackbrettvirtuose und «Potzmusig»-Präsentator Nicolas Senn. ................................................... von werner schneiter Erklingen Oberkrainertöne, so sind die Fans der slowenischen Volksmusik schnell wach – auch im Gemeindesaal von Kappel. Schon beim musikalischen Auftakt durch die «Krainerkameraden» stieg der Stimmungspegel, abzulesen auch am rhythmischen Mitklatschen. Nicolas Senn nahm an diesem Abend eine Doppelrolle ein: Der Appenzeller moderierte – so wie er das bei den samstäglichen Fernsehsendungen «Potzmusig» tut. Und er begeisterte das Publikum als veritabler Virtuose am Hackbrett, derweil der von der Satiresendung Giacobbo/Müller her bekannte Stefan Heuss mit seinen «Erfindungen» die Lachmuskeln strapazierte. Ein schöner Rahmen also für die CD-Taufe, bei der Monika Andermatt und Stefan Wiesendanger als «Gotte» bzw. «Götti» agierten. Wiesendanger ist sozusagen der «Vater» dieser neuen CD. Er hat die Titel komponiert, zum Teil in den Ferien, manchmal auf dem Liegestuhl und sogar auf dem WC. «Typisch kameradisch» lautet der Überbegriff der 16 Titel, die von «Alpenpublireportage

Prost auf die neue CD: «Krainerkameraden» mit «Gotte», «Götti», Stefan Heuss und Nicolas Senn. (Bilder Werner Schneiter) pracht» bis «Freie Natur» reichen. «Die schönen Harmonien faszinieren mich», gestand «Gotte» Monika Andermann, Ehefrau von André Andermatt aus Obfelden, in der Formation am Bariton. «Es sind spezielle Tonarten mit herausfordernden solistischen Passagen», sagte Stefan Wiesendanger, der am Freitag auch am Mischpult sass. Es ist die dritte CD der «Krainerkameraden», die seit 15 Jahren musizieren und jährlich 10 bis 15 Auftritte be-

streiten. Die Zusammensetzung: Thomas Dolder (Trompete), Erich Andermatt (Klarinette), Daniel Rusterholz (Akkordeon), André Andermatt (Bariton) und Emil Dahinden (Gitarre).

Nicolas Senn, der Shootingstar in der Volksmusikszene Mit Nicolas Senn haben die «Krainerkameraden» den Shootingstar der Volksmusikszene nach Kappel geholt.

Der 26-jährige Appenzeller hat seinen Bekanntheitsgrad durch die preisgekrönte SF-Sendung «Potzmusig» und durch die grosse Live-Gala «Viva Volksmusik» gesteigert – und auch Kappel stilsicher moderiert. Er ist ein Hackbrettvirtuose und seit dem vierten Altersjahr, als er bei einem Konzert der legendären Alderbuebe zugegen war, von diesem 125-Saiten-Instrument begeistert. In Kappel spielte er im ausverkauften Gemeindesaal, hat das

Hackbrennvirtuose Nicolas Senn. aber schon live vor 120 000 Zuschauern getan. «Im Moment bin ich etwa zu 70 Prozent mit öffentlichen und privaten Konzerten sowie Moderationen von Anlässen beschäftigt und 30 Prozent beim Fernsehen», sagt Senn. Das wird vorderhand auch so bleiben, aber der vielseitig Interessierte und Begabte hat ein Wirtschaftsstudium absolviert und kann sich vorstellen, später im Immobilien/Architekturbereich zu arbeiten.


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Veranstaltungen

«Electa Forever» «bi eus ... z Mättmistette»: Konzert am 31. Oktober im «Rössli» in Mettmenstetten. Mit Piano, Gitarren, Trommeln und vielen anderen Instrumenten singen, rasseln, schreien, quietschen und flüstern sich die zwei Sängerinnen und Performerinnen Andrina Bollinger und Marena Whitcher in Ekstase. Es geschieht nicht alle Tage, dass ein Duo musikalisch dermassen harmonisiert, wie es bei Eclecta Forever zurzeit passiert. Hier verschmelzen die Stimmen dieser zwei Musikerinnen, werden von auffälligen Schlagzeug- und feinfühligen Piano-Passagen begleitet, mit Pop weich abgefedert und mit ruppigem Rock durchschüttelt. Genregrenzen werden gerne ausgereizt. Und es geht nichts über eine gute Performance. Hier können schon mal die Fetzen fliegen, wenn ihre Instrumente in den Hintergrund rücken und sie mit ihren Darstellungen die Bühne bis zur letzten Ecke nutzen. Eclecta Forever ist tatsächlich ein eklektisch elektrisches Musikfeuerwerk! Sie ecken an und zaubern dennoch (oder gerade deshalb) einen wunderbar knalligen Stilmix auf die Bühne – dies ganz leicht und ungezwungen. Ecken und Kanten wohin das Ohr hört, für die Ewigkeit bestimmt, für das Herz gespielt. So entsteht wundervolle Musik aus dissonantem Wohlklang, kratzbürstigem Pop, dichterischen Melodien und musikalischer Poesie. Jürg Berger Samstag, 31. Oktober, 20.15 Uhr, Bühne Rössli, Mettmenstetten. Eintritt: 35/30 Franken (Legi/AHV).

Dienstag, 27. Oktober 2015

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Musikalische Leckerbissen aus der Welt der Oper Singkreis Bezirk Affoltern zusammen mit Solisten im Gemeindesaal Bonstetten

Der Singkreis Bezirk Affoltern. (Bild Fabien Hurschler) Am letzten Oktobertag, am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr, bieten Sängerinnen und Sänger des Singkreis Bezirk Affoltern zusammen mit Solisten im Gemeindesaal Bonstetten besondere musikalische Leckerbissen aus der Welt der Oper dar. Darunter befinden sich bekannte Opernchöre aus Glucks Orfeo, aus Webers Freischütz, Verdis Aida und Nabucco sowie der Summ-

chor aus Madama Butterfly. Und natürlich darf auch der Brautchor aus Richard Wagners Lohengrin nicht fehlen. Dazwischen werden die junge Sopranistin Iona Haueter und der versierte Opernsänger Yongfan Chen-Hauser das Publikum mit Arien beglücken. Am Flügel begleitet die Pianistin Evelyne Hauser Chen. Die Leitung hat

Brunetto d’Arco. Der Singkreis Bezirk Affoltern freut sich auf ein interessiertes Publikum und einen abwechslungsreichen Opernabend! Wer gerne singt und Lust hat, einmal oder wieder einmal das Mozartrequiem mit rund 50 Sängerinnen und Sängern einzustudieren und im Juni zusammen mit Solisten und Orchester aufzuführen, der melde sich. Der Sing-

kreis Bezirk Affoltern freut sich auf Zuwachs in allen Stimmlagen, insbesondere bei den Männerstimmen. Der Chor probt am Montag von 20 bis 22 Uhr in Zwillikon. Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, Gemeindesaal Bonstetten. Kollekte zur Deckung der Unkosten. Für weitere Infos: Regula Klee-Hauser, Telefon 044 761 94 11, regula.klee@singkreisaffoltern.ch.

Bunter Mix an gelungenen Kompositionen

Tickets: Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01. Freie Platzwahl. Abendkasse ab 19.30 Uhr. Für Gäste, die im «Rössli» essen, wird im Saal reserviert.

Jahreskonzert des Musikvereins Harmonie Affoltern im Kasinosaal

Infos: www.bieus.ch oder www.eclectaforever.com.

Am Samstag, 7., und Sonntag, 8. November, führt der Musikverein Harmonie Affoltern im Kasinosaal im Gemeindezentrum Affoltern das traditionelle Jahreskonzert durch.

Sängerinnen und Performerinnen Andrina Bollinger und Marena Whitcher.

Seit August 2015 steht die Harmonie Affoltern am Albis unter einer neuen Leitung. Mit Martin Schiesser konnte ein kompetenter und erfahrener Dirigent gefunden werden. Unter dem Di-

rigierstab von Martin Schiesser haben die Musikanten ein spannendes und unterhaltsames Konzertprogramm für ihr Publikum einstudiert. Mit Highlights aus Porgy and Bess und Dirty Dancing, Musik von Henry Mancini, Adele und Beny Rehmann sowie vielen weiteren gelungenen Kompositionen ist für alle Zuhörer etwas dabei. Das Stillsitzen wird sich für einige bestimmt schwierig gestalten. Es steht ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Abend zum Geniessen bevor.

Ein vielversprechendes Menü Die Harmonie freut sich, am Samstag, 7. November, um 20 Uhr (Türöffnung 18.30 Uhr) und Sonntag, 8. November, um 14 Uhr (Türöffnung 13.30 Uhr) zahlreiche Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher begrüssen zu dürfen. Der Eintritt für die Konzerte ist frei. Das Kochteam 92 (bisherige KochCrew unter neuem Namen) wird wie bereits in den letzten Jahren am Samstagabend für das leibliche Wohl sor-

gen und mit einem vielversprechenden Menü aufwarten: Grosi’s Hackbraten an Cognac-Champignonsauce, Kartoffelstock und Rüebli-Duett oder für alle Vegetarier: Kartoffelstockring mit Cognac-Champignonsauce und Gemüsetrilogie. Musikverein Harmonie Affoltern Janine Langhans, Aktuarin Infos über die Harmonie Affoltern und ihre Auftritte unter www.harmonie-affoltern.ch.

Exodus – Götter und Könige

Märlisalat zum Bühnenjubiläum

Kino in der Kirche Bonstetten

Mit «Heicho – ohni Znacht is Bett» erlangte «Schtärneföifi» bereits Mitte der 90er-Jahre grösste Beliebtheit bei Gross und Klein. Seither hat die Kultband unzählige Kinder an über 1000 Konzerten mit immer wieder neuen Ohrwürmern begeistert. Und nun gibts zum 20-Jahre-Bühnenjubiläum so richtig Theater. «Schtärneföifi im Märlisalat» heisst das neueste Projekt des Zürcher Quintetts. Mit von der Partie sind unter anderem der böse Wolf, der etwas weniger böse Möchtegernwolf, ein fliegender Teppich, ein einsamer Riese, ein Flaschengeist und ein dreiköpfiger Drache. Aber auch ein Grosswesir, ein König und drei mutige Prinzessinnen, die sich mächtig ins Zeug legen müssen, damit sie das Königreich ihres Vaters retten können. Mit viel Liebe zum Detail hat «Schtärneföifi» die Schätze aus dem «Märlifundus» in eine spannende Geschichte gepackt und mit vielen neuen Songs und bekannten Hits angereichert. Regie bei diesem einmaligen musikalischen Theaterspektakel für die ganze Familie führt Meret Matter. Unterstützt wird das Team von den beiden renommierten Schauspielerinnen Fabienne Hadorn, die in Affoltern aufgewachsen ist, und Rahel Hubacher. (pd.)

Der bekannte Bibelepos vom Regisseur Ridley Scott monumental neu verfilmt – am Freitag, 30. Oktober, in der ref. Kirche Bonstetten.

erscheint und ihm aufträgt, die Israeliten durch die Wüste in das kanaanäische Land zu führen, um sie so von der Unterdrückung zu befreien. Moses wird dem Befehl folgen. Mit insgesamt 600 000 Ex-Sklaven geht er auf eine vierzig Jahre währende Wanderung zum gelobten Land, dem Willen und den Streitkräften Ramses zum Trotz … (pd.)

Moses und Ramses wachsen zusammen in der ägyptischen Pharaonenfamilie auf. Obwohl sie keine Blutsverwandtschaft verbindet, stehen sie sich doch sehr nahe. Während sie älter Freitag, 30. Oktober, 19 Uhr, reformierte Kirche werden, nimmt das gegenseitige Ver- Bonstetten (Eintritt frei, freigegeben ab 12 Jahren). ständnis jedoch immer weiter ab. Ramses steigt zum Pharao auf – Moses, der als Kind im Fluss gefunden wurde und aufgrund seiner Herkunft eigentlich gar nicht Ägypter ist, wird zur Stimme der unterdrückten Israeliten, die in Ägypten als Sklaven zum Bau der Pyramiden gezwungen werden. Eines Tages hat Moses eine Vision, Wie Ramses wächst Moses in der ägyptischen Pharaonenin der Gott selbst familie auf. (Bild zvg.)

Theater mit «Schtärneföifi» im Kasinosaal Affoltern

Sonntag, 1. November, 14 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Infos unter www.kindermusicals.ch.

Märlifiguren im Selfie-Fieber ... (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 27. Oktober 2015

Urs Huber gewinnt Crocodile Trophy zum dritten Mal Souveräne Leistung des RRC-Amt-Fahrers zum Saisonabschluss Sieben von neun Etappen gewonnen: Das ist die Bilanz von Urs Huber an der australischen Crocodile Trophy, die er bereits 2009 und 2010 für sich entscheiden konnte. Pech hatte diesmal sein zunächst härtester Widersacher Nicholas Pettina. ................................................... von martin platter Die diesjährige Mountainbike-Etappenfahrt im australischen Bundesstaat Queensland wurde zur Triumphfahrt für Urs Huber. Der Bulls-Teamfahrer, der den Wettkampf auf sich alleine gestellt bestritt, musste sich nur im Prolog (durch den Italiener Nicholas Pettina) und nach dem siebten Tagespensum (vom Österreicher Lukas Islitzer) geschlagen geben. Huber legte die 700 km und 17000 Höhenmeter in 26:32:40 Stunden zurück. Dabei distanzierte er den zweitplatzierten dänischen Mountainbike-Marathonmeister Sören Nissen um 21:26 Minuten und den drittplatzierten australischen Meister Brendan Johnston um 40:59 Minuten. Nicholas Pettina, der Huber im Prolog um mehr als drei Minuten distanzierte, musste seine Siegambitio-

nen nach mehreren Reifendefekten begraben. Der junge Italiener wurde schliesslich vierter mit mehr als 50 Minuten Rückstand.

«Kein Sonntagsspaziergang» Nach seinem dritten Gesamtsieg am ältesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt sagte Urs Huber: «Auch wenn es von aussen vielleicht nicht so ausgesehen hat, aber das war alles andere als ein gemütlicher Sonntagsspaziergang. Mir wurde hier nichts geschenkt und ich musste von der ersten bis zur letzten Minute aufmerksam sein.» Ein bisschen Glück war natürlich auch dabei. Huber wurde gänzlich von grösseren Defekten verschont. Im Gegensatz zu seinen früheren Siegen hat er diesmal aber keine Ferien mehr angehängt und ist direkt nach dem Wettkampf zurück nach Hause gereist. Es gilt nun endlich, sich von den Strapazen der langen Saison zu erholen – und den Bau des eigenen Hauses im Mettmenstetten zu verfolgen.

Timo Müller Zürcher Radquermeister A propos Mettmenstetten: Noch ein weiterer Biker des Dorfes, der ebenfalls für den Radrennclub Amt fährt,

Urs Huber und Frauensiegerin Sarah White feiern im Ziel an der Four Mile Beach in Port Douglas ihren Gesamtsieg an der diesjährigen Crocodile Trophy. (Bild Regina Stanger) war am Sonntag am ältesten Radquer der Schweiz in Steinmaur erfolgreich: Timo Müller. Als Zürcher Kantonalmeisterschaft ausgetragen, erreichte der Schüler, der bereits vor zwei Wochen das Radquer in Beromünster ge-

wonnen hatte, erneut den ersten Platz. Wie in dieser Altersklasse üblich, galt es zuerst einen Geschicklichkeitsparcours zu meistern und danach ein Rennen. Heute Dienstagabend beginnt übrigens von 18.30 bis 20 Uhr

Der Nachwuchs übernimmt Verantwortung Vier Nachwuchsleiter aus dem Bezirk Affoltern ausgezeichnet Am Wochenende hat das Sportamt des Kantons Zürich im Sportzentrum Kerenzerberg in Filzbach die ersten 1418coaches – 14- bis 18-jährige Nachwuchsleitende – ausgebildet. Vier Jugendliche aus dem Bezirk Affoltern gehören zu den Pionieren. Hoch motiviert und mit einem grossen Lernhunger ausgestattet, trafen sich vergangenes Wochenende im kantonalen Sportzentrum Kerenzerberg rund 60 Jugendliche aus den Sportarten Turnen, Fussball und Orientierungslauf, um ihren ersten Schritt in ihrer künftigen Leiterkarriere zu machen. Das Projekt 1418coach hat das Ziel, potenzielle Leiter in den Vereinen frühzeitig zu erkennen und diese zu fördern. Das Finden und Behalten von ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern steht im Sorgenbarometer der Vereine ganz oben.

Grosse Nachfrage, interessanter Ausbildungsinhalt Das erste Ausbildungswochenende des Projekts 1418coach stiess auf breites Interesse. Das Sportamt des Kantons Zürich rannte mit dem Projekt bei den

Zürcher Sportvereinen offenbar offene Türen ein. Projektleiterin Stefanie Vögeli vom Sportamt erklärt dazu: «Viele Vereine sagten mir, das sei genau das, was sie bräuchten. Die freien Plätze waren schnell weg. Wegen der grossen Nachfrage führen wir bereits am 21./22. November ein zweites Wochenende durch.» Das 1418coach-Weekend besteht aus allgemeinen und sportartenspezifischen Schulungselementen. Am Samstag werden sportartenübergreifende Grundlagen des Leitens vermittelt. Der Sonntag steht im Zeichen der sportartenspezifischen Leiterausbildung. Damit wird den Individualitäten der einzelnen Sportarten Rechnung getragen. Teilnehmende lernen, wie man kleine Spiele selber organisiert und die Kinder entsprechend instruiert, besprechen Merkmale eines guten Trainings und was sie dazu beitragen können. Sie erhalten Tipps und Tricks, wie sie Trainingsteile in ihrer Sportart optimal leiten können. Alexandra Heinzelmann vom TSV Bonstetten war als Teilnehmerin vor Ort. «Ich habe viele neue Ideen bekommen, wie ich mich im Training einbringen kann. Das Weekend hat mir sehr geholfen», zeigte sich Alexandra von der Ausbildung begeistert. Mit den Themen Vorbildfunktion und dem

Rollenwechsel vom Teilnehmenden zum Leitenden befassten sich die Jugendlichen gemeinsam mit dem cool&clean-Botschafter des Kantons Zürich. Neben Alexandra Heinzelmann wurden auch ihre Schwester Nathalie sowie Lauro Gallmann und Philip Schönbächler vom FC Wettswil-Bonstetten ausgezeichnet. Die Jugendlichen erhielten an den zwei Tagen einerseits ein Rüstzeug, um im Umgang mit Kindern im Training ihren Beitrag im Verein leisten zu können. Andererseits waren es aber auch einfach zwei coole Tage, an denen die Jugendlichen viele neue Gleichgesinnte aus ihrer und anderen Sportarten kennenlernten und viel Spass hatten. «Im Vergleich zu normalen altersdurchmischten Ausbildungskursen war schon eine besondere, jüngere und frischere Dynamik spürbar», meinte Judith Hotz, Ausbildungsverantwortliche beim Zürcher Turnverband.

Anerkennung durch den höchsten Sportler im Kanton Die Sportvereine benötigen dringend Leiternachwuchs, um ihre Jugendarbeit ausüben zu können. Hierfür nehme er gerne den Weg nach Filzbach an einem Sonntagnachmittag auf sich,

60 Jugendliche sind bereit, den ersten Schritt in ihre künftige Leiterkarriere zu machen. (Bilder zvg.)

meinte Regierungsrat Mario Fehr. Der Sportminister liess es sich nicht nehmen, den ersten frischgebackenen 1418coaches für ihren Einsatz zu danken und die Diplome persönlich zu überreichen. Der Regierungsrat stellte in seiner Rede klar, wie wichtig die Leitertätigkeit in den Vereinen für den Sport und unsere Gesellschaft im Allgemeinen sei. 1418coach baut auf drei Bausteinen auf. Startpunkt bildet erstens ein Ausbildungswochenende, an dem den 14- bis 18-Jährigen sportartenübergreifend die Grundlagen des Leitens vermittelt werden. Die gezielt auf Jugendliche ausgerichtete Leiterausbildung befähigt, im Verein erste Leitereinsätze zu übernehmen. Zweitens entrichtet der Kanton Zürich aus dem Sportfonds Unterstützungsbeiträge für den Einsatz als 1418coach. Drittens beinhaltet 1418coach ein Gotti/Götti-System: Erfahrene J+S-Leitende begleiten und unterstützen die 14- bis 18-Jährigen im Training, übergeben ihnen angepasste Verantwortungsbereiche und bauen diese mit zunehmender Erfahrung aus. So wird der 1418coach zu einem aktiven Bestandteil des Leiterteams. (pd.)

Weitere Infos unter www.1418coach.zh.ch.

Die Diplome überreicht Sportminister Mario Fehr persönlich.

das wöchentliche Wintertraining des RRC Amt in der Turnhalle des Schulhauses Zwillikon. Neumitglieder sind herzlich willkommen! Weitere Informationen: rrc-amt.ch

Vier Schweizer Meister auf der Mitteldistanz Am letzten Wochenende fand in Glarus die Schweizer Meisterschaft des Orientierungslaufes in der Mitteldistanz statt. Der Samstag begann für einige Säuliämter früh. Der Grund war die Schweizer Meisterschaft in der Mitteldistanz. Bei steilem, feinkupiertem Gelände mit abwechselnd Wald- und Wiesenabschnitten wurde den Läufern ein spannender Lauf geboten. In der Elite Kategorie lief der Hedinger Rafael Huber auf den sehr guten 9. Platz. Ebenfalls sehr gut hat sich Thomas Stüdeli in der Kategorie Herren A Kurz mit dem siebten Platz von 70 Teilnehmern klassiert. Ebenfalls auf dem siebten Platz landete Kurt Baumann in der Kategorie H65 mit einer super Zeit von 32.52 Minuten. Auf dem ersten Platz rannten hervorragend Yvette Zaug (D65), Enikö Stüdeli (DAM) und Kaspar Oettli (H55). Bei H80 gewann August Grüniger vor dem Teamkollegen Walter Bickel das Rennen und wurde dadurch ebenfalls Schweizer Meister. Am Sonntag gab es in Braunwald einen Nationalen Langdistanz-OL, der sich in einem alpinen und deshalb auch steilen Laufgelände befindet und aus abwechselnden Teilen besteht. An diesem Tag konnte Andres Müller bei der Herren Elite auf den siebten Platz rennen. Knapp neben dem Podest landete Thomas Stüdeli in der Kategorie HAK mit einer Zeit von 34.49 Minuten. Kaspar Oettli gewann am Sonntag ebenfalls in der Kategorie H55. In derselben Kategorie wurde René Vock mit 9 Minuten Rückstand auf Kaspar Oettli Fünfter, was ebenfalls ein super Resultat ist. Kurt Baumann (H65) ist hervorragender Zweiter geworden. Bei den Damen A Mittel konnte Enikö Stüdeli wieder den 1. Platz erreichen. Yvette Zaugg verpasste diesmal den ersten Platz mit 2.30 Minuten Rückstand, landete aber trotzdem auf dem sehr guten 2. Rang. Fabian Pöschel


Sport

Dienstag, 27. Oktober 2015

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Das grosse Spiel rückt in die Nähe Im Cup-Achtelfinal empfängt der FC Wettswil-Bonstetten morgen Mittwoch den FC Thun Bereits 2010 (gegen Servette) und 2012 (gegen Young Boys) empfing WB im Cup Grosse des Schweizer Fussballs. Vereinshöhepunkt ist aber aktuell das Erreichen des Cup-Achtelfinals und dadurch die Begegnung mit dem SuperLeague-Verein FC Thun. ................................................... von kaspar köchli Auf seinem Weg unter die besten 16 Schweizer Teams eliminierte der FCWB in den Qualifikationsrunden Gossau und Yverdon, darauf folgten Siege in den Hauptrunden eins und zwei gegen Länggasse Bern (3. Liga) und Siders (2. Liga). Achtelfinal-Gegner Thun bodigte Solothurn (1. Liga) und Lausanne (Challenge League).

2005 in der Champions-League Der FC Thun (gegründet 1898) schaffte 2002 den Sprung in die Nationalliga A,

Basel Vizemeister wurden. Siege in der Qualifikation gegen Dynamo Kiew und Malmö FF – legendär Lustrinellis Traumtor aus 35 Metern – bescherten die Teilnahme an der Champions League. Es folgten Spitzenspiele gegen Arsenal, Sparta Prag und Ajax Amsterdam. Höhepunkt dabei war der 1:0-Triumph über die Tschechen. Gegen die WB-Trainer Martin Dosch: «Wir sind bereit für das grosse Engländer verpassSpiel.» (Bild kakö) te Thun zweimal der heutigen Super League. Mit Aus- knapp eine Sensation. Auswärts erzielnahme der Jahre 2008 bis 2010 figu- te Bergkamp in der 90. Minute Arseriert er in der höchsten Liga. Überra- nals 2:1-Siegestor, zu Hause schoss gend schlossen die Berner die Meister- Pires die Londoner mit seinem 1:0 schaft 2005 ab, als sie hinter dem FC Sekunden vor Schluss ins Glück. Trotz

ihres Ausscheidens überraschten die Berner Oberländer unter Trainer Schönenberger mit keckem Spiel und machten gute Propaganda für den Schweizer Fussball.

Thun in Form – aber auch WB In den letzten Jahren erreichten die Thuner in der Meisterschaft zumeist Mittelfeldplätze. Seit 2011 bestreiten sie ihre Heimspiele in der neu erbauten, hochmodernen Stockhorn Arena. Diese Saison starteten sie harzig und wechselten Anfang Oktober ihren Trainer. Der neue Besen heisst Jeff Saibene und amtierte schon vor acht Jahren kurze Zeit bei Thun. Nun scheint er bei den Bernern wieder Freude entfacht zu haben, bei seinem Einstand demütigten sie den FCZ gleich mit 5:1 und auch der zweite Match wurde gewonnen (2:1 gegen Lugano). Sieben Treffer in den letzten 180 Minuten, ob die Berner ihr Pulver bereits verschossen haben? «Nein», lacht Nik Thomi, Leiter Medien und

Kommunikation, «betreffend Toren besteht leider noch einiger Nachholbedarf – das was wir Anfang Saison versäumt haben.» Demgegenüber stehen die Ämtler, deren Saisonstart ebenfalls misslang und die nun mit zuletzt zwölf Punkten in fünf Spielen Boden gutmachten. Die Frage, wie gross die Nervosität bereits sei, beantwortet Trainer Martin Dosch selbstbewusst: «Unsere Form stimmt, zudem sind wir wieder zu einer Einheit gewachsen. Wir alle freuen uns auf die Partie und wollen sie geniessen. Klar wird die Anspannung noch frappant steigen – meine Aufgabe ist, diese den Spielern zu nehmen, um die richtige Balance zu schaffen.» Und auch Präsident Markus Fischer meint vorfreudig: «Das ganze Team hat sich dieses Highlight verdient. Und wir besitzen die kleine Chance, ganz Grosses zu erreichen.» Showdown ist morgen Abend um 19.30 Uhr auf dem Wettswiler Moos. Noch sind Stehplatzbillette erhältlich, via Ticketcorner oder morgen an der Tageskasse.

Siegeszug des FCWB gestoppt 1. Liga: Grasshoppers II – FC Wettswil-Bonstetten 2:0 (0:0) Die letzten fünf Pflichtspiele entschieden die Ämtler für sich, jetzt wurde ihre Siegesserie beendet. Auf dem FussballCampus in Niederhasli verdiente sich der GC-Nachwuchs den Sieg vor allem dank seiner starken zweiten Halbzeit. ................................................... von kaspar köchli An diesem schönen Herbstsamstag trafen zwei starke Mannschaften aufeinander, die sich nichts schenkten. Wettswil fehlten seine Stammkräfte Sampaio Rocha (verletzt), Studer (gesperrt) und Machado (Hochzeit – seine eigene), trotzdem startete es gegen den Tabellenzweiten initiativ und mit viel Zug nach vorn. Richtig Aufregendes passierte in der zwölften Minute. Gjergji dribbelte sich an seinem Gegenspieler vorbei in den Strafraum, wo er unsanft, aber wohl regelkonform gebremst wurde. Der folgende Eckball beschwor höchste Not herauf, Hoppers-Keeper Matic vermochte aufmerksam gleich drei WB-Versuche zu vereiteln. Bei einigen weiten Out-Einwürfen blieben die Gäste gefährlich, sie schnupperten definitiv am Führungstreffer. Nach einer halben Stunde kamen die Heimischen besser in die Partie, WB-Torsteher Bachmann

demonstrierte zweimal hechtend sein Können. Noch je eine Chance auf beiden Seiten, dann entliess Schiedsrichterin Ghisletta die Protagonisten zum Pausentee.

Der Jüngste als Matchwinner Hatten die Ämtler in Hälfte eins noch einige Pluspunkte zu verzeichnen, änderte sich das Geschehen rapid. Die jungen Stadtzürcher kombinierten vermehrt mit schnellen und genauen Pässen nach vorn, im Abschluss fehlte es vorerst an der Präzision. Anders in der 53. Minute. Die Unparteiische machte nach einem WB-Foul im Mittelfeld den Vorteil GCs geltend und liess weiterspielen – den überfallartigen Angriff schloss der Jüngste auf dem Platz, Imeri (17½-jährig), sicher zum 1:0 ab. In dieser stärksten Phase der Platzherren verhinderte Bachmann vorerst weitere Treffer, aber beim strammen Schuss Imeris in die weite Ecke (60. Minute) blieb auch ihm buchstäblich nur das Nachsehen. WB reagierte trotzig, aus einigen guten Aktionen resultierte aber nichts Zählbares. Und als der Ball doch einmal im blauweissen Netz zappelte, «hisste» der Linienrichter wegen Offside energisch seine Fahne. Die Zeit schritt unaufhaltsam voran, drei frische Spielerkräfte läuteten WBs Schlussoffensive ein. Zwischendurch

sorgte GC mit einem «WembleySchuss» für Furore, das Scharfgeschoss liess die Latte sekundenlang erzittern. Auf der anderen Seite hoffte WB bei zwei hart geführten Zweikämpfen im Hoppers-Strafraum vergebens auf den Pfiff der Spielleiterin. Die Ämtler probierten es noch abermals im Abschluss, es blieb aber stets bei den Versuchen. Es schien, als hätte man die Uhrzeit schon während dem Spiel auf Winter stellen können – und WB hätte auch mit einer Mehrstunde nicht reüssiert. GC spielte clever, stand hinten kompakt und schaltete immer wieder mit sauberen Pässen blitzschnell in den Angriff um. So war der Sieg des Tabellenzweiten über die gesamte Spieldauer betrachtet gerecht.

Morgen Vereinshöhepunkt Bereits morgen Mittwoch ist der nächste Ernstkampf. Für das Spiel des Jahres, den Cup-Achtelfinal gegen den FC Thun, kehren die Abwesenden zurück. Trainer Dosch bieten sich dadurch wichtige zusätzliche taktische Möglichkeiten. Anpfiff zum Spektakel ist um 19.30 Uhr im Moos.

In der 45. Minute hämmert Claudio Antenen den Ball zum 2:2 in die Birmensdorfer Maschen. (Bild Kaspar Köchli)

Zwei unterschiedliche Auftritte des FCA 2. Liga: Niederlage und Unentschieden Der FC Affoltern musste am Donnerstag nach einem enttäuschenden Auftritt eine bittere Niederlage gegen Birmensdorf einstecken. Mit der richtigen Einstellung und einer klaren Leistungssteigerung wurde zwei Tage später Spitzenreiter Blue Stars in letzter Sekunde ein Unentschieden abgerungen. ................................................... von walter zech

Campus Niederhasli, Schiedsrichterin Ghisletta. FCWB: Bachmann; Buchmann (75. Jasiqi), Waser, Badalli, Gouiffe à Goufan; Kalyon, Gjergji, Constancio, Bozic (65. Pepperday); Peter, Dukhnich (65. Schneebeli). Tore: 53. Imeri 1:0, 60. Imeri 2:0.

In den ersten zwanzig Minuten passte beim FC Affoltern gegen Birmensdorf überhaupt nichts zusammen. Die Gäste nützten das eiskalt aus und gingen mit zwei Toren in Führung. Die Einheimischen fingen sich dann auf, kamen in der 28. Minute unter Mithilfe eines Gästespielers zum Anschlusstor und kurz vor Halbzeit erzielte Claudio Antenen den 2:2-Ausgleich. Zu Beginn der zweiten Halbzeit bestimmte der FCA das Spiel, vermasselte aber zwei Riesenchancen zur Führung. Die Gäste gingen in der 57. Minute mit einem Elfmeter erneut in Führung und nur eine Minute später führte ein leichtsinniger Ballverlust zum 2:4. Die Einheimischen bemühten sich zwar in der verbleibenden Zeit, es schaute aber nichts Zählbares mehr heraus.

minierung von Stürmer Alen Rako als Innenverteidiger brachte Stabilität in die Defensive. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung war man dem souveränen Tabellenführer ebenbürtig und bleibt weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Nach ausgeglichenem Spielgeschehen in der ersten halben Stunde schloss Pangellieri seinen sehenswerten Sololauf in der 33. Minute mit dem 0:1 für die Gäste ab. Kurz vor Halbzeit verhinderte ein Gästeverteidiger nach einem Schuss von Bilic kurz vor der Torlinie den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit kamen die zahlreichen Zuschauer in den Genuss einer hochstehenden Zweitliga-Partie. Nach 52 Minuten erzielte Shala nach Vorarbeit von Good und Bilic mit einem trockenen Schuss den Ausgleich. Es folgte nun ein offener Schlagabtausch mit Torszenen auf beiden Seiten. Die beiden Torhüter verhinderten mit guten Interventionen vorerst weitere Treffer und ein Gewaltschuss von Shala verfehlte kurz vor Schluss das Tor nur knapp. Nach der erneuten Führung der Gäste in der 91. Minute ging bei den Einheimischen nochmals ein Ruck durch die Mannschaft. In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Bilic nach einer gut getimten Freistossflanke von Rako den letztendlich hoch verdienten Ausgleich. FC Affoltern – FC Birmensdorf 2:4 (2:2). Tore: 4. 0:1,

Dem souveränen Tabellenführer ebenbürtig

GC klärt mit vereinten Kräften, hinten lauern die Rotschwarzen vergeblich auf den Ball. (Bild Kaspar Köchli)

Mit der richtigen Einstellung und einer klaren Leistungssteigerung reagierte der FC Affoltern auf den dürftigen Auftritt vom Donnerstag. Trainer Filipovic nahm nur gerade zwei Spielerwechsel vor, die überraschende No-

16. 0:2, 28. Eigentor 1:2, 45. Claudio Antenen 2:2, 57. 2:3, 58. 2:4. FCA: Steiner, Good (71. Luchsinger), Sq. Bala, Konate (71. Dushaj), Sb. Bala, M. Rako, Ismajlaj, Shala, C. Antenen (79. Stähli), Bilic, A. Rako. FC Affoltern – FC Blue Stars 2:2 (0:1). Tore: 33. 0:1, 52. Shala 1:1, 91. 1:2, 95. Bilic 2:2. FCA: Steiner, Luchsinger, Sq. Bala, A. Rako, Sb. Bala (69. Stähli), Good, Shala, Ismajlaj, Dushaj, C. Antenen, Bilic.


Einladung zur öffentlichen Informationsveranstaltung des Hauseigentümerverbandes Albis zum Thema

Einwintern von Topf- und Gartenpflanzen Donnerstag, 29. Oktober 2015, ab 18.30 Uhr Im Gartencenter der Guggenbühl Pflanzen AG, Am Lochenweiher 16, 8906 Bonstetten Programm: 18.30 Uhr: Türöffnung und Willkommens-Apéro 19.00 Uhr: Referat zum Thema «Einwintern von Topf- und Gartenpflanzen» von Christian Weber, eidg. dipl. Obergärtner, Abteilungsleiter Baumschulen/Pflanzen Gruppenführungen durch das Gartencenter der Guggenbühl Pflanzen AG mit Arthur Küng, eidg. dipl. Gärtnermeister, Inhaber ab zirka 20.30 Uhr: Ausklingen bei Kaffee und Getränken 21.30 Uhr: Schluss der Veranstaltung Der Eintritt ist frei. Auch Nicht-HEV-Mitglieder sind herzlich willkommen. HEV Albis (www.hev-albis.ch)

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Restaurant

Rütli Metzgete

Donnerstag, 29. Oktober Freitag, 30. Oktober Samstag, 31. Oktober (jeweils durchgehend) Restaurant Rütli Gebrüder Geretto Dorfstr. 129, 8912 Obfelden Telefon 044 770 07 07

Yvonne Moore Bluesband Sonntag, 1. November, 19 Uhr

Pöschtli Aeugstertal 044 761 61 38

085 2015  
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