Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 084 I 173. Jahrgang I Dienstag, 29. Oktober 2019

Kostbares Gut

Leserfoto-Wettbewerb

Die RFO Albis will 2020 das Szenario einer TrinkwasserVerseuchung üben. > Seite 3

«Den Sommer im Säuliamt geniessen»: Die Gewinner sind gekürt. > Seite 5

-

Mehr Blumenwiesen Biodiversität im Säuliamt steigern: Manuel Frei gab in Wettswil Tipps, wie das geht. > Seite 7

-

Strukturen geben Tiefe Ökologische Flitzer -

Blau-, Mint- und Türkistöne prägen die Ausstellung von Ruth Moser im Kunstforum Stallikon. > Seite 9

Mit Herz, Witz und Spontaneität Unterhaltsamer Spendenanlass mit Gänsehaut-Effekt fürs Kispi-Reha-Zentrum Ein guter Zweck, berührende Kinderschicksale, Musik, ein bisschen Zauber, Akrobatik und mit Kiki Maeder eine einnehmende Moderatorin: Das bot am letzten Samstagabend im Affoltemer Kasinosaal, die Kinder-Benefiz-Gala, die beim Publikum grossen Anklang fand. ................................................... von martin platter «Ich bin unheimlich stolz, was Doktor Meyer und sein Team hier in Affoltern leisten. Damit meine ich nicht nur die Benefiz-Gala heute Abend. Damit meine ich die Leistung des gesamten Kinderrehabilitationszentrums.» Das Lob kam spontan während eines kurzen Gesprächs mit Prof. Dr. Michael Grotzer, ärztlicher Direktor des Kinderspitals Zürich, kurz bevor die Spendengala unter dem Titel «Step by Step» am Samstagabend im ausverkauften Kasinosaal losging. Das ein Chef seine Untergebenen derart überschwänglich lobt, kommt nicht alle Tage vor. Die Gala war tatsächlich beeindruckend. 120 Minuten hochprofessionelle Darbietungen im Format einer TV-Unterhaltungs-Show. Durch den Abend führte SRF-Moderatorin Kiki Maeder, die mit Herz, Witz und Spontaneität überzeugte. Höhepunkt neben den nachgezeichneten Kinderschicksalen war ein witziges Kurzinterview mit dem früheren Finanzvorsteher der Stadt Zürich, Martin Vollenwyder. Der heute 66-Jährige übernahm nach seinem Rücktritt aus der Exekutive im Oktober 2013

Garagenbrand und Fahrerflucht Die Hauptübung der Feuerwehr Unteramt (Bonstetten, Stallikon, Wettswil) fand dieses Jahr in Stallikon statt. Das Übungsszenario war ebenso fantasievoll wie realistisch. Die Feuerwehr rückt aus, um den Brand eines Elektro-Autos in einer Tiefgarage zu bekämpfen. Ein Jugendlicher auf Strolchenfahrt kommt wegen der Blaulichter in Panik, will flüchten und baut einen Autounfall. Die Einsatzkräfte meisterten ihre Aufgabe sehr gut. ................................................... > Bericht auf Seite 9

Filmklassiker im Theater

Der trockene Humor von Martin Vollenwyder (rechts) löste nicht nur bei Moderatorin Kiki Maeder und Kispi-Reha-Chefarzt Andreas Meyer-Heim Gelächter aus. (Bild Martin Platter) das Präsidium der Eleonoren-Stiftung, die Trägerin des Kinderspitals Zürich. Mit trockenem Humor erzählte Vollenwyder, wie er früher mit seinen drei Töchtern selber Dauergast im Kinderspital gewesen sei und beinahe ein Abonnement gelöst habe. Der schlimmste Vorfall sei ein Zeckenbiss gewesen, der eine Hirnhautentzün-

Ämtler zeigen sich Neuer Schreiber panaschierfreudig für Aeugst Über mangelnde Auswahl brauchte sich bei den Nationalratswahlen niemand zu beklagen: 966 Kandidierende auf 32 Listen standen für 35 Zürcher Sitze zur Auswahl. Unverändert eingelegt wurden im Knonauer Amt 9441 Wahllisten. 7594 wurden dagegen bearbeitet. Die Auswertung der Panaschierstimmen zeigt, dass die SVP relativ isoliert von den anderen Parteien dasteht: Sowohl ihre Panaschiergewinne als auch ihre -verluste halten sich in bescheidenem Rahmen. Der stärkste Austausch fand zwischen der SP und den Grünen statt: 2684 Namen der Grünen standen auf SP-Listen, umgekehrt waren es 2027. Während die Juso im Bezirk Affoltern in absoluten Zahlen ein positives Stimmensaldo von 1211 aufweisen, gefolgt von den Grünen (+ 1022) und der EVP (+ 1000), weisen die drei grössten Parteien einen negativen Saldo aus (SVP: - 740, SP: - 455, FDP: - 201). Das grösste Minus erlitten die Grünliberalen (- 2363). ................................................... > Bericht auf Seite 3

Spass pur am Workshop Solarautorennen in der Stiftung Rotenbirben, Bonstetten. > Seite 11

Er heisst Vit Styrsky-Keller und wohnt in Hedingen, der künftige Gemeindeschreiber von Aeugst. Im Dezember wird er das Amt übernehmen. Aktuell ist Styrsky Leiter der Fachstelle Integration im kantonalen Sozialamt Zug und absolviert die Ausbildung zum Gemeindeschreiber. Diese wird er im Herbst 2020 abschliessen. In Aeugst tritt Vit Styrsky die Nachfolge von Peter Trachsel an, der sein Arbeitsverhältnis per Ende Februar 2020 gekündigt hat, respektive von Peter Schlumpf, dessen ausserordentlichem Stellvertreter. Der Aeugster Bevölkerung wird sich Vit Styrsky an der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember erstmals persönlich vorstellen. Ein Thema wird dann auch das Budget sein, das bei einem unveränderten Steuerfuss für die politische Gemeinde von 37 % ein Plus von rund 93 000 Franken vorsieht. ................................................... > Gemeinderats-Verhandlungsbericht auf Seite 5

dung und schliesslich sogar ein Koma ausgelöst habe. Er habe seine Töchter im Kinderspital aber stets gut aufgehoben gewusst. Das sei der Grund gewesen, weshalb er das Präsidium der Stiftung übernommen habe. So könne er etwas zurückgeben. In Zeiten der Negativzinsen werde eine Spende schliesslich selbst für den Geber zur

lukrativen Angelegenheit. Bei wohlhabenden Leuten wolle er aber ohnehin kein Geld, sondern das Vermögen, plauderte Vollenwyder unkonventionell aus dem Nähkästchen und löste damit anhaltendes Gelächter im Saal aus. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Gottesdienst und Gerstensuppe

Ironman-Silber für Philipp Koutny

Am 3. November begehen die Säuliämtler Kirchgemeinden den Reformationssonntag gemeinsam in Kappel. Im festlichen Gottesdienst spielt das gemeinsame Singen eine grosse Rolle. Danach folgt ein kleiner Imbiss mit Gerstensuppe und Zwinglibrot. Um 12 Uhr locken zwei Workshops zur Teilnahme: eine «Prophezey» mit Säuliämtler Beteiligung im Kapitelsaal, bei der ein reformatorischer Schlüsseltext aus dem Neuen Testament im Mittelpunkt steht, der zunächst im griechischen Urtext und dann aus einer Froschauer Bibel von 1531 in der Original-Übersetzung von Zwingli & Co vorgelesen wird. Daneben findet die Vernissage des neuen Buches von Barbara Hutzl-Ronge «Zürich – Spaziergänge durch 500 Jahre überraschende Stadtgeschichte» statt. Die Autorin wird Kostproben daraus zum Besten geben: Bekanntes und Unbekanntes,, Skurriles, Bedenkliches und Wegweisendes aus der Reformationszeit. ................................................... > Bericht auf Seite 17

Als 2. im Ziel: Philipp Koutny. (Bild zvg.) Philipp Koutny krönt seine bisher erfolgreichste Saison mit einem sensationellen 2. Platz am Ironman Malaysia, knapp hinter TriathlonLegende Javier Gomez. Dies nur zwei Wochen nach seinem starken 8. Platz an der Ironman-WM in Hawaii. Der Aeugster war sogar lange in Führung, lieferte ein mutiges Rennen und musste sich erst 8 km vor dem Ziel geschlagen geben. ................................................... > Bericht auf Seite 20

Die Aemtler Bühne bringt dieses Jahr einen Filmklassiker auf die Theaterbühne: «Hinter den sieben Gleisen», der von Clochards handelt, die einer Schwangeren bei der Geburt beistehen. Der «Anzeiger» war dabei, als in Mettmenstetten der Trailer, bestehend aus zusammengeschnittenen gefilmten Sequenzen aus dem Stück, der als Werbemittel im Internet, auf Youtube oder in den sozialen Medien dienen soll, produziert wurde. ................................................... > Bericht auf Seite 11 anzeigen


Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten werden am Montag, 2. Dezember 2019, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/Aeugst am Albis 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 2. Bekanntmachungen Der beleuchtende Bericht kann ab Montag, 18. November 2019, auf der Homepage www.osa.ch heruntergeladen werden oder wird auf Verlangen kostenlos zugestellt.

TO D E S A N Z E I G E

H E R Z L I C H E N DA N K

Vor vier Wochen durften wir noch miteinander das 50-JahreJubiläum der Heilpädagogischen Schule Affoltern feiern …

sagen wir allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn für die vielen Zeichen der Verbundenheit und Anteilnahme, die wir beim Abschied von

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von

Martin Wittenwiller-Steinemann 15. Juni 1933 – 16. Oktober 2019

Gründer der Heilpädagogischen Schule Affoltern und Ehrenpräsident des Schulzweckverbandes des Bezirks Affoltern. In dankbarer Erinnerung Schulzweckverband Bezirk Affoltern mit der Heilpädagogischen Schule Die Schulpflege und das gesamte Personal Die Beisetzung findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Aeugst am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche Aeugst am Albis.

B) Politische Gemeinde 1. Genehmigung Budget 2020 und Festsetzung Steuerfuss für das Jahr 2020 2. Genehmigung und Festsetzung der Gebührenrahmenverordnung 3. Bekanntmachungen Die beleuchtenden Berichte können ab Montag, 18. November 2019, auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch heruntergeladen werden oder sie werden auf Verlangen kostenlos zugestellt. 29. Oktober 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil werden eingeladen zur: Kreisgemeindeversammlung vom Freitag, 29. November 2019, 19.30 Uhr im kleinen Mühlesaal in 8926 Kappel am Albis zur Behandlung der folgenden Geschäfte: 1. Genehmigung des Budgets 2020 2. Genehmigung des Steuerfusses 3. Der «Mittelfristige Ausgleich» ist kein Finanzplaninstrument mehr an der Sek Hausen Die Anträge der Sekundarschulgemeinde liegen den Stimmberechtigten mit den dazugehörenden Akten im Gemeindehaus von Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil zur Einsicht auf. Die Weisung ist auf der Homempage der Sek Hausen aufgeschaltet oder kann bei der Schulverwaltung bezogen werden. Die Sekundarschulpflege

25. Dezember 1924 – 8. Oktober 2019

erfahren durften. Besonders danken wir: – für all die Blumen und grosszügigen Spenden für Servants in Manila und die Chrischona-Gemeinde Affoltern am Albis. – Herrn Pfarrer David Ruprecht für die einfühlsame Betreuung in den letzten Monaten und den feierlichen Abschiedsgottesdienst. – Frau Veronica Nulty für die musikalische Umrahmung des Trauergottesdienstes. – Herrn Dr. Erich Villiger und dem Praxis- und Spitexteam für die liebevolle Betreuung in den letzten Jahren. – Herrn Dr. Volker, Hartmut Bünz und dem Pflegeteam im Pilatus 2 Nord, die sie im letzten Abschnitt ihres Lebens betreut haben. – dem Senioren-Besuchsdienst der Chrischona-Gemeinde und allen Nachbarn, Bekannten und Freunden, die Carla besucht haben. In unseren Herzen lebt sie weiter und bleibt unvergessen. 8913 Ottenbach, im Oktober 2019

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinden Obfelden und Ottenbach werden auf Donnerstag, 28. November 2019, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach zur Gemeindeversammlung eingeladen. Es gelangen folgende Geschäfte zur Behandlung:

Sekundarschulgemeinde Hausen am Albis Kappel am Albis, Rifferswil

Klara «Carla» Krieger-Zollinger

1. Genehmigung des Voranschlages 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (26 %) 2. Schaffung einer Fachstelle Sonderpädagogik im Umfang von 30 Stellenprozenten ab frühestens 1. Januar 2020 mit einem Kostendach von CHF 45 000.– pro Jahr Im Anschluss findet die Gemeindeversammlung der Gemeinde Ottenbach statt (siehe separate Publikation). Die Anträge und Akten liegen ab Dienstag, 12. November 2019, auf der Schulverwaltung auf. Der beleuchtende Bericht ist ab diesem Zeitpunkt auf der Webseite der Sekundarschule (www.sek-obfelden.ch) aufgeschaltet. Ebenfalls kann er auf der Schulverwaltung bezogen werden (Telefon 044 776 21 05 oder schulverwaltung@sek-obfelden.ch). Obfelden, 25. Oktober 2019 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Todesfälle Hausen am Albis Am 24. Oktober 2019 ist in Zürich gestorben:

Baer, Friedrich Wilhelm geb. 10. Januar 1933, von Hausen am Albis, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Bestattung am Freitag, 8. November 2019, um 13.30 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Hausen am Albis, anschliessend Trauergottesdienst in der reformierten Kirche Hausen am Albis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Die Trauerfamilie

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Ottenbach werden am Donnerstag, 28. November 2019, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde ObfeldenOttenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (26 %) 2. Schaffung einer Fachstelle Sonderpädagogik im Umfang von 30 Stellenprozenten ab frühestens 1. Januar 2020 mit einem Kostendach von Fr. 45 000.00 pro Jahr Die Anträge und Akten liegen ab Dienstag, 12. November 2019, auf der Schulverwaltung auf. Der beleuchtende Bericht ist ab diesem Zeitpunkt auf der Webseite der Sekundarschule (www.sek-obfelden.ch) aufgeschaltet. Ebenfalls kann er auf der Schulverwaltung bezogen werden (Telefon 044 776 21 05 oder schulverwaltung@sek-obfelden.ch). B) Politische Gemeinde Ottenbach 1. Erteilung des Bürgerrechts an Lehnert geb. Wöllmann, Nicole Waltraud, Fuessmättli 9, 8913 Ottenbach 2. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (41 %) C) Primarschulgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (50 %) 2. Genehmigung eines Baukredites für die Erneuerung der Fensterfronten der Turnhalle von Fr. 190 000.00 3. Genehmigung eines Kredites für die Erneuerung der IT des Schulbetriebes (gemäss ICT Konzept) von Fr. 115 000.00

Wir trauern um unseren ehemaligen Schulpräsidenten

Martin Wittenwiller-Steinemann 15. Juni 1933 – 16. Oktober 2019

Martin Wittenwiller war von 1970 bis 1986 in der Primarschulpflege Aeugst am Albis tätig, davon 12 Jahre als Schulpräsident. In Anerkennung und Würdigung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Schule Aeugst bewahren wir ihm ein ehrendes Andenken. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Schule Aeugst am Albis Schulpflege und Schulhausteam Die Abdankung findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Aeugst am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche Aeugst am Albis.

Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen Mitgliedes

Martin Wittenwiller-Steinemann

D) Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzen des Steuerfusses (14 %) Wahl von Ralph Bänziger als RPKMitglied der ref. Kirchgemeinde

15. Juni 1933 – 16. Oktober 2019

Der beleuchtende Bericht kann ab Mittwoch, 13. November 2019, auf der Homepage www.ottenbach.ch heruntergeladen oder bei der Gemeindeverwaltung (am Schalter, per Telefon: 044 763 40 50 oder per E-Mail: info @ottenbach.ch) bezogen werden.

Seiner Ehefrau und seinen Angehörigen sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus.

29. Oktober 2019 Die Gemeindevorsteherschaften

in Kenntnis zu setzen. Mit viel Enthusiasmus half er bei der Gründung der Ortspartei der FDP Aeugst mit. Wir verlieren mit Martin einen liebenswerten und engagierten Parteifreund.

Aeugst am Albis, 26. Oktober 2019 FDP Aeugst am Albis, der Vorstand Die Beisetzung findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 13.30 Uhr, auf dem Friedhof Aeugst am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche Aeugst am Albis.


Bezirk Affoltern Abstimmungsvorlagen vom 9. Februar 2020 Der Regierungsrat hat beschlossen, dass am 9. Februar 2020 über vier kantonale Abstimmungsvorlagen abgestimmt wird: 1. Gesetz über den Personentransport mit Taxis und Limousinen; 2. Projekt Rosengartentram und Rosengartentunnel in der Stadt Zürich; 3. Volksinitiative «Für die Entlastung der unteren und mittleren Einkommen (Entlastungsinitiative)»; 4. Volksinitiative «Mittelstandsinitiative – weniger Steuerbelastung für alle». Auf eidgenössischer Ebene kommen zwei Vorlagen vors Volk: 1. Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen»; 2. Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes (Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung).

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre miteinander verheiratet sind morgen Mittwoch, 30. Oktober, Karin Maria und Walter Krauer. Am Donnerstag, 31. Oktober, wird es ebenfalls 50 Jahre her sein, seit sich Yvonne Marthe und Gottfried Christian Otto Götz-Binder das Ja-Wort gegeben haben. Wir gratulieren den beiden Paaren in Affoltern zur goldenen Hochzeit und wünschen ein schönes Fest und erlebnisreiche gemeinsame Stunden.

Zum 85. Geburtstag

Dienstag, 29. Oktober 2019

Die Panaschierstimmen helfen den kleinen Listen am meisten Woher kamen die Stimmen bei den Nationalratswahlen im Bezirk – und wohin gingen sie? 966 Kandidierende auf 32 Listen standen für 35 Zürcher Sitze im Nationalrat zur Wahl. Die Möglichkeit, einzelne doppelt zu wählen sowie Kandidatinnen und Kandidaten zwischen den Listen auszutauschen, wurde rege genutzt: 7594 der 17 035 Stimmzettel wurden im Bezirk Affoltern verändert eingelegt. ................................................... von bernhard schneider Den Stimmenzählerinnen und Stimmenzählern hat es viel Mehrarbeit bereitet: Im Bezirk Affoltern änderten 45 % der Wählerinnen und Wähler ihre Nationalratsliste, etwas mehr als im ganzen Kanton, wo 43 % sich fürs Kumulieren oder Panaschieren von Kandidierenden entschieden.

Juso als Hauptgewinner Wenn man die Gewinne und Verluste dank Panaschierstimmen im Bezirk

Affoltern beachtet, waren die Juso Hauptgewinner mit einem positiven Saldo von über 31 %, gefolgt von den jungen Grünliberalen und den jungen Grünen: Die Jungparteien erhielten mehr Stimmen von der Hauptliste als umgekehrt, was allerdings ohne Einfluss auf das Resultat blieb, da alle Jungparteien die Liste mit der Mutterpartei verbunden hatten. Dies gilt auch für die junge SVP mit einem positiven Saldo von 25 %, die in der Tabelle fehlt, da hier aus Gründen der Übersicht nur die zwölf Listen mit mehr als 5000 Listenstimmen aufgeführt sind, was 2,75 % der Stimmen entspricht. Während die Juso im Bezirk Affoltern in absoluten Zahlen ein positives Stimmensaldo von 1211 aufweisen, gefolgt von einem Plus der Grünen von 1022 und der EVP von exakt 1000, weisen die drei grössten Parteien einen negativen Saldo aus: SVP minus 740 Stimmen, SP minus 455, FDP minus 201. Das grösste Minus erlitten die Grünliberalen – der negative Saldo beträgt minus 2,9 % oder 2363 Stim-

men, während sich die kleineren Mittelparteien EVP, CVP und BDP deutlich im Plus befinden. Offenbar wollten viele Wählende mit der grünliberalen Liste ein Zeichen setzen, strichen dann aber ihnen unbekannte Namen, um bekannte anderer Listen zu panaschieren.

SVP mit wenig Stimmenaustausch Die untenstehende Grafik stellt die Panaschiergewinne der Listen den -verlusten gegenüber. Hier zeigt sich, dass die SVP relativ isoliert von den anderen Parteien dasteht, was wohl unter anderem auf den Wahlkampf mit Angriffen auf sämtliche anderen Parteien zurückzuführen ist. Sowohl die Panaschiergewinne als auch die -verluste der SVP halten sich in bescheidenem Rahmen. Die bezüglich Wähleranteil nachfolgenden Parteien SP, FDP, GLP und Grüne tauschten deutlich mehr Stimmen aus. In absoluten Zahlen verlor die SVP im Bezirk Affoltern 4587 Stimmen durch Panaschieren, die SP 6643, die FDP 5290 und die GLP 7703. Interes-

Morgen Mittwoch, 30. Oktober, dürfen Zwillingsschwestern ihren 85. Geburtstag erleben. Käthi Leuthold-Bühlmann in Aeugst und Elsbeth SuterBühlmann in Affoltern haben als Zwillinge fast gleichzeitig das Licht der Welt erblickt und feiern noch immer gemeinsam im Kreise der Familie. Am Donnerstag, 31. Oktober, wird Hans Ulrich Kunz in Affoltern ebenfalls in den Kreis der 85-Jährigen aufgenommen. Wir gratulieren den Jubilarinnen und dem Jubilar ganz herzlich, wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch

Panaschiergewinne und -verluste der Parteien mit mehr als 5000 Listenstimmen im Bezirk Affoltern. Die SVP hat nur wenige Stimmen mit anderen Parteien ausserhalb ihrer Listenverbindung ausgetauscht. Der Austausch der Mitte-LinksParteien von der FDP und den Grünliberalen bis zur SP und den Grünen war wesentlich grösser. Prozentual am meisten haben die Jungparteien Stimmen mit der Hauptliste ausgetauscht. (Grafik bs)

Speditive 32. DV des Sicherheitszweckverbands Albis

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Der Aufwand ist für 2020 etwas höher budgetiert. Ansonsten ist der Sicherheitszweckverband Albis auf Kurs. In der kurzen Versammlung wurden den Delegierten Infos aus allen Teilbereichen vermittelt.

Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

sant ist, wohin die Stimmen gingen: Auf SVP-Listen standen 1520 Kandidierende der FDP, davon 299 an den nicht mehr gewählten Affoltemer HansUlrich Bigler. Umgekehrt waren es lediglich 1401, davon 197 an Gregor Rutz und 155 an den Mettmenstetter Martin Haab. Ansonsten gingen am meisten SVP-Stimmen an die Unterlisten SVP55plus und Junge SVP. Die FDP tauschte viele Stimmen mit den Grünliberalen aus, gegenseitig flossen gut 1000 Stimmen hin und her, aber auch mit der SP und der CVP, wesentlich mehr als mit der eigenen Jungpartei. Die Bonstetter FDPKantonsrätin Arianne Moser-Schäfer sticht dabei mit 474 Panaschierstimmen hervor; am meisten, 147 Stimmen, erhielt sie von der GLP, gefolgt von SVP und SP.

Starke Überschneidung SP–Grüne Der stärkste Austausch überhaupt fand zwischen der SP und den Grünen statt: 2684 Namen der Grünen standen auf SP-Listen, umgekehrt waren es 2027. Auch der Austausch zwischen SP und Grünliberalen war rege, die SP gewann 1405 Stimmen von grünliberalen Listen und verlor umgekehrt 957. Sodann flossen 589 SP-Stimmen zu den Juso, wovon allein 359 auf SP-Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf aus Mettmenstetten entfielen. Blickt man auf die Namen, die im Bezirk am meisten panaschiert wurden, findet man an der Spitze Daniel Sommer aus Affoltern mit 1619 Panaschierstimmen, gefolgt von der Grünliberalen Ständeratskandidatin Tiana Angelina Moser mit 1551 und der Sozialdemokratin Jacqueline Badran mit 1535. Daniel Sommer erhielt aus einem breiten Spektrum Zusatzstimmen, am meisten von der SP, gefolgt von der GLP, der SVP, den Grünen und der FDP. Tiana Moser punktete vor allem bei SP, FDP und den Grünen, Jacqueline Badran bei den Grünen und den Grünliberalen.

Verseuchtes Trinkwasser als Übungs-Szenario

Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter

Gesamtauflage: 26 352

3

................................................... von thomas stöckli 761 600 Franken zahlen die Ämtler Gemeinden kommendes Jahr voraussichtlich in den Sicherheitszweckverband ein, das sind gut 25 000 Franken mehr als im Budget 2019. Damit sei man an der oberen Grenze, so Rico Roth, Gemeinderat von Knonau und Rechnungsführer in der Sicherheitskommission (Siko), «wir müssen schauen, dass es wieder nach unten geht.» Potenzial sieht er insbesondere bei den Personalkosten. Da sei ein Rechtsstreit Hauptursache für den Anstieg. Beim Sachaufwand hingegen stehen von 2021 bis 2023 grössere Ersatzbeschaffungen an. Was den Zivilschutz anbelangt, sieht Kommandant Fredi Haab auf einen erfolgreichen Sommer zurück. Ein Sommer, in dem die ZSO Albis zwei grössere Anlässe unterstützt hat.

Rund 30 Mann standen am Regionalturnfest Obfelden im Einsatz. Zwei Wochen half der Zivilschutz beim Aufbau und eine Woche beim Abbau. Am Eidgenössischen Schwingfest in Zug packten Ämtler Zivilschützer je eine Woche beim Auf- und Rückbau mit an. Es sei interessant gewesen, in einer so grossen Organisation mit den Kollegen aus der Zentralschweiz zusammenzuarbeiten, so Haab. Die überregionale Vernetzung ist ihm denn auch sehr wichtig. Bereit sein, andere zu unterstützen, lautet die Devise, denn bei einem Ernstfall in der Region seien die eigenen Leute absorbiert, da selber betroffen. So übte man mit dem Oberfreiamt zwei Tage gemeinsam im Kulturgüterschutz. Den Sollbestand von 300 Mann übertrifft die ZSO Albis aktuell um ein Dutzend. «Wir haben Überbestand bei der Mannschaft und Unterbestand beim Kader», präzisiert Haab. Kommendes Jahr steht wieder dreimal eine Woche Verlegung an den Furkapass auf dem Programm. Mit eigenem Material beteiligen sich die Ämtler dort an der Instandsetzung der alten Bahnstrecke – ein sinnvoller Einsatz für die Mannschaft und eine organisatorische Herausforderung fürs Kader. Auch was die periodische Schutzraum-

kontrolle (PSK) betrifft, ist der SZV Albis auf Kurs. Momentan läuft die Überprüfung in Mettmenstetten, ab der zweiten November-Woche ist erstmals Bonstetten dran, danach folgt 2020 turnusgemäss Hedingen. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sei toll, so Kontrolleur Haab, der in dieser Funktion neu von ZivilschutzMaterialwart Sven Gerlach unterstützt wird. Im letzten Informationsteil hatte Primus Kaiser, Chef der Regionalen Führungsorganisation (RFO), das Wort. In verschiedenen Workshops hat er mit seinem Stab das Szenario Erdbeben weiter ausgearbeitet – und die Zuanzeige

sammenarbeit mit dem Führungsrat der Gemeinden trainiert. Es sei wichtig, die Köpfe zu kennen und Abläufe zu testen, so Kaiser. In einem nächsten Schritt sollen die Kommunikation verbessert und die Sicherheitsvorstände zusätzlich einbezogen werden. Sie könnten die Gemeindepräsidenten bei längeren Ernstfällen ablösen. Als nächstes Szenario will die RFO im kommenden Jahr das Vorgehen im Fall einer bakteriellen Verseuchung des Trinkwassers in der Gruppenwasserversorgung Amt testen. «Wasser ist eines der kostbarsten Güter», so Primus Kaiser, «wenns uns dort trifft, siehts schlimm aus.»


Pfarrbestätigungswahlen 2020 – Publikation Bestätigung Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rifferswil Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Die der Kirchgemeinde im Pfarramt zur Verfügung stehenden Stellenprozente werden für die Amtsdauer 2020 – 2024 der Pfarrerinnen und Pfarrer wie folgt aufgeteilt: Pfarrerin Yvonne Schönholzer mit 50 Stellenprozent. 2. Den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde wird zur Bestätigung für die Amtsdauer 2020–2024 mit den Stellenprozenten gemäss Ziffer 1 vorgeschlagen: Pfarrerin Yvonne Schönholzer, Rifferswil. 3. Gemäss § 13 Abs. 3 des Kirchengesetzes können mindestens ein Zwanzigstel der Stimmberechtigten (19 Stimmberechtigte) der Kirchgemeinde für die in Ziffer 2 aufgeführte Pfarrerin schriftlich die Wahl an der Urne verlangen. Die Unterschriften sind der Kirchenpflege Rifferswil, Sennengasse 5, 8911 Rifferswil, binnen 30 Tagen seit der amtlichen Veröffentlichung dieses Beschlusses einzureichen. Wird binnen dieser Frist keine Urnenwahl verlangt, so wird die Kirchenpflege die Pfarrerin gemäss Ziffer 2 als in stiller Wahl gewählt erklären. 4. Die stille Wahl und die Wahl an der Urne erfolgen unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der gewählten Pfarrerin in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 5. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 6. Mitteilung an die Politische Gemeinde Rifferswil, an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis sowie an den Kirchenrat. 7. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern am Albis. Rifferswil, 23. Oktober 2019

Pfarrbestätigungswahlen 2020 – 2024 Publikation Bestätigung Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Knonau Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde wird zur Bestätigung für die Amtsdauer 2020-2024 vorgeschlagen: Pfarrer Thomas Maurer mit 50 Stellenprozent 2. Gemäss § 13 Abs. 3 des Kirchengesetzes kann mindestens ein Zwanzigstel der Stimmberechtigten der Kirchgemeinde für den in Ziffer 1 aufgeführten Pfarrer schriftlich die Wahl an der Urne verlangen. Die Unterschriften sind der Kirchenpflege, Präsident Maximilian Hofmann, Dorfstrasse 1A, 8934 Knonau, binnen 30 Tagen seit der amtlichen Veröffentlichung dieses Beschlusses einzureichen. Wird binnen dieser Frist keine Urnenwahl verlangt, so wird die Kirchenpflege den Pfarrer gemäss Ziffer 1 als in stiller Wahl gewählt erklären. 3. Die stille Wahl und die Wahl an der Urne erfolgen unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 4. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 5. Mitteilung an Politische Gemeinde Knonau, Stampfistrasse 1, 8934 Knonau, an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 6. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern.

Beschluss der ev. ref. KirchgemeindeVersammlung Stallikon Wettswil Die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung vom Mittwoch, 23. Oktober 2019, fasste folgenden Beschluss: 1. Genehmigung Zusatzpensen gemeindeeigene Pfarrstellen zweimal 20 % für die Amtsperiode 2020 – 2024, gemäss Antrag. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen ab Veröffentlichung schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Das Protokoll liegt für die Stimmberechtigten auf den Gemeinden Stallikon und Wettswil, ab 29. Oktober 2019, zur Einsichtnahme auf. Beschwerden gegen die Richtigkeit des Protokolls müssen innert 30 Tagen, gerechnet vom Beginn der Auflage, bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, eingereicht werden. Ev. ref. Kirchenpflege Stallikon Wettswil

Knonau, 23. Oktober 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Der Präsident: Maximilian Hofmann Die Aktuarin: Martina Röthlisberger

Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Der Präsident: Urs Guldener Die Aktuarin: Sarah Bally

Liegenschaften Pfarrbestätigungswahlen 2020 – Publikation Bestätigung und Aufteilung der Stellenprozente Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Stallikon Wettswil Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Die der Kirchgemeinde im Pfarramt zur Verfügung stehenden Stellenprozente werden für die Amtsdauer 2020–2024 der Pfarrer wie folgt aufgeteilt: Pfarrer Matthias Ruff mit 100 Stellenprozent, davon 20 Stellenprozent für die gemeindeeigene Pfarrstelle (Beschluss a.o. KGV vom 23. Oktober 2019). Pfarrer Otto Kuttler mit 100 Stellenprozent, davon 20 Stellenprozent für die gemeindeeigene Pfarrstelle (Beschluss a.o. KGV vom 23. Oktober 2019) 2. Den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde werden zur Bestätigung für die Amtsdauer 2020 – 2024 mit den Stellenprozenten gemäss Ziffer 1 vorgeschlagen: Pfarrer Matthias Ruff Pfarrer Otto Kuttler 3. Gemäss § 13 Abs. 3 des Kirchengesetzes können mindestens 100 Stimmberechtigte der Kirchgemeinde für jeden der in Ziffer 2 aufgeführten Pfarrer schriftlich die Wahl an der Urne verlangen. Die Unterschriften sind der Kirchenpflege Stallikon-Wettswil, Husächerstrasse 12, 8907 Wettswil, binnen 30 Tagen seit der amtlichen Veröffentlichung dieses Beschlusses einzureichen. Wird binnen dieser Frist keine Urnenwahl verlangt, so wird die Kirchenpflege die Pfarrer gemäss Ziffer 2 als in stiller Wahl gewählt erklären. 4. Die stille Wahl und die Wahl an der Urne erfolgen unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der gewählten Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 5. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege, Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 6. Mitteilung an Gemeindeverwaltung, Ettenbergstrasse 1, 8907 Wettswil, an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 7. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern. Wettswil, 24. Oktober 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Stallikon Wettswil Die Präsidentin: Monika Stierli

Die Aktuarin: Nicole Monti

Vermietungen Sonnige 3.5-Zi-WHG mit Gartensitzplatz Im Wängli 13, Affoltern a. A., per sofort oder n. A., 75 m², Küche mit GSP/GKH, Bad, Parkett, Einbauschrank, Haustiere erlaubt, Fr. 1598.– inkl. HK/NK, PP Fr. 60.–/Monat. Interessiert? Hertli & Partner AG, Tel. 044 878 72 72*

Büro-/Gewerbe Zu vermieten in Knonau:

zwei Scheunenhallen 160 m², bzw. 245 m²

Geeignet als Lagerraum Jahresmiete Fr. 72.– pro m² oder als Wohnwagen-Einstellplatz: Jahresmiete Wohnwagen: Fr. 1200.– bis 2400.– Telefonische Auskunft bei Tel. 079 455 29 67 / 079 522 97 69

Umzüge, Räumungen, Transport, Reinigung Egal, obein Umzug ins Altersheim, ein Todesfall der Grund zur Räumung einer Wohnung, oder eines ganzen Hauses ist, wir übernehmen alles. Holen Sie sich noch heute eine Offerte. Telefon 079 389 61 46


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Oktober 2019

5

Schwalbe und Eisvogel im Anflug «Den Sommer im Säuliamt geniessen»: Die Gewinner des Leserfoto-Wettbewerbs sind gekürt Kennengelernt haben sie sich auf einer Fotoreise in Madagaskar. Kürzlich kam es überraschend zum Wiedersehen auf der «Anzeiger»-Redaktion: Katrin Züger und Werner Utzinger sind die Gewinner des LeserfotoWettbewerbs im «Anzeiger».

Problem: «Mir macht das Spass. Ich kann auch mal vier Stunden hinsitzen, um Murmeltiere zu fotografieren.» Das lange Stillsitzen reizt Katrin Züger weniger. «Ich habe zwar ein Tarnzelt, aber ich habe es noch nie gebraucht. Sie schlendert lieber durch die Natur und schaut genau hin. Und ein- bis zweimal im Jahr nimmt sie an geführten Fotoreisen teil, wie jene nach Madagaskar, an der sie Werner Utzinger kennengelernt hat. Aktuell ist sie unterwegs in den US-Südstaaten: von Louisiana bis Tennessee und in den Zypressenwäldern des Mississippi-Deltas. Nächstes Jahr steht dann im Mai eine Reise nach Costa Rica an, das für seine Vogel-Vielfalt berühmt ist.

................................................... von thomas stöckli «Was machst denn du hier?» «Offenbar dasselbe wie du ...» Es war ein überraschendes Wiedersehen im WeissMedien-Haus. Der «Anzeiger» hatte die Gewinner des Leserfoto-Wettbewerbs «Den Sommer im Säuliamt geniessen» zur Preisübergabe eingeladen. Beide hatten sie eine Vogelfütterung festgehalten, sie zwei Schwalben, er zwei Eisvögel. Nach der zweistufigen Jurierung nach sechs Kriterien gab gerade mal ein Punkt (von 105 möglichen) den Ausschlag für die Schwalben von Katrin Züger aus Aeugst. Geschossen hat sie das Bild am Türlersee, der häufig Ziel ihrer regelmässigen Spaziergänge ist. Dort fotografiert sie gerne die Spiegelungen im Wasser. Spannend findet sie auch Strukturen, etwa in einem Gerstenfeld oder wenn Blütenstaub auf der Wasseroberfläche treibt. Und natürlich fotografiert sie auch sehr gerne Kleintiere, Insekten, Libellen, Käfer – und Vögel, wenn sich denn mal welche zeigen. So blieb die Aeugsterin stehen, als sie beim Ausfluss der Reppisch Schwalben auf einem Gebüsch entdeckte, und wartete, um die Elterntiere im Flug zu erwischen. Das Ergebnis hat die «Anzeiger»-Jury überzeugt.

Fünf Jungs im Gegenlicht

Katrin Züger, Siegerin im Leserfoto-Wettbewerb des «Anzeigers», flankiert vom zweitplatzierten Werner Utzinger und von Barbara Roth, Geschäftsführerin der Weiss Medien AG. (Bild Thomas Stöckli) Drei Monate intensiv hinter dem Eisvogel her Während sich das Bild von Katrin Züger also eher zufällig ergeben hat, folgte Werner Utzinger einem Plan: «Drei Monate war ich intensiv hinter dem Eisvogel her.» Zuerst versuchte er sein Glück am «Büsisee», dann an der Töss bei Freienstein. Ein älterer Herr gab ihm dort den Rat, bei einem zufliessenden Bach zu schauen. «Dort habe ich ihn erst gehört und dann gesehen, wo er nistet, in einer SteilwandHöhle», so Utzinger. Naiv habe er sich hingesetzt und abgewartet, doch der

Eisvogel sei nur wie ein geölter Blitz vorbeigeflitzt. So begann der passionierte Fotograf sich zu tarnen und schliesslich hinter einer Tarnblache zu verstecken. Insgesamt sei er sicher 20 Mal dort gewesen und habe bis zu sieben Stunden lang beobachtet, wie die Elterntiere einzeln mit Fisch an- und einige Sekunden später wieder zur Jagd abflogen. Dabei legten sie mit dem erbeuteten Fisch jedes Mal einen Zwischenhalt auf demselben Ast ein, bevor sie die Höhle ansteuerten. «Es war eine spannende Zeit», blickt Utzinger zurück, «aber jetzt

habe ich genug Eisvögel fotografiert.» Demnächst will er sich dem Biber oder den Eulen widmen. Die nächste grosse Herausforderung wartet Ende Januar 2020 im südafrikanischen Botswana. Dort will er insbesondere Grosskatzen fotografieren. Im August geht die nächste Reise dann nach Brasilien, wo er sich auf eine Vielfalt an Vögeln im Pantanal freut und Jaguare zu sehen hofft. Diese Raubkatzen gelten als besonders schwierig zu entdecken, doch Utzinger weiss, worauf es ankommt: «Man muss Leute dabeihaben, die sich auskennen.» Und wenn es mal länger dauert, ist das auch kein

Siegerin Katrin Züger durfte einen Einkaufsgutschein der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse im Wert von 100 Franken entgegennehmen, Werner Utzinger einen im Wert von 50 Franken. Der dritte Preis, ein 30-Franken-Gutschein, ging an Martina RisiBrugger aus Rifferswil. Wie das Siegerbild von Katrin Züger ist auch ihres am Türlersee entstanden. Es zeigt eine Abendstimmung mit fünf Jungs im Gegenlicht. «Im Sommer sind wir bei schönem Wetter oft am Türlersee, das ist unser Naherholungsgebiet», so Martina Risi. Das Foto habe sie aufgenommen, bevor sie von der Ausschreibung des Wettbewerbs gelesen habe: «Ich bin gerne am Wasser und mache Fotos. Es war ein schöner Sonnenuntergang und ich habe den Jungs gesagt, sie sollen mal hinstehen.»

korrekt

Feier für die 80-Jährigen Auf der Frontseite des «Anzeigers» vom 25. Oktober steht: «Der Stadtrat von Affoltern lud am Mittwoch alle Einwohnerinnen und Einwohner mit Jahrgang 1939 zu einer stimmigen Geburtstagsfeier in den Ulmensaal der reformierten Kirchgemeinde ein.» Als Leiterin der Ortsvertretung Affoltern der Pro Senectute Kanton Zürich muss ich folgendes richtigstellen: Zu der traditionellen Feier für die 80-Jährigen von Affoltern und Zwillikon lädt immer die Ortsvertretung Affoltern der Pro Senectute Kanton Zürich ein und nicht wie irrtümlich geschrieben der Stadtrat. Zudem werden wir von der Stadt Affoltern nicht finanziell unterstützt. An die Feier wird von uns jeweils ein Mitglied des Stadtrats als Gast eingeladen um die «Grussbotschaft des Stadtrats» zu überbringen. Auch von der Pro Senectute Kanton Zürich nimmt immer ein Mitglied des Dienstleistungscenters Limmattal und Knonauer Amt an der Feier teil, um die Jubilarinnen und Jubilare zu begrüssen. Brigitte Sandhofer, Leiterin Ortsvertretung Affoltern a.A., Pro Senectute Kanton Zürich

in kürze Informationen über Grundstücke Die Schweiz errichtet einen Kataster, in dem behördliche Einschränkungen, die für Grundstücke massgebend sind, systematisch dokumentiert sind. Der Kanton Zürich hat nun alle 20 Themen flächendeckend erfasst (www.oereb.zh.ch).

Der neue Gemeindeschreiber heisst Vit Styrsky

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Aeugst Der Gemeinderat hat den in Hedingen wohnhaften Vit StyrskyKeller auf den 1. Januar 2020 als Gemeindeschreiber angestellt. Vit Styrsky tritt die Nachfolge von Peter Trachsel an, der sein Arbeitsverhältnis per Ende Februar 2020 gekündigt hat. Die Amtsübergabe erfolgt im Dezember. Es ist nicht einfach, für eine kleine Gemeinde einen Gemeindeschreiber oder eine Gemeindeschreiberin zu finden. Neben ausgewiesenen Fachkenntnissen, vor allem in verwaltungs- und organisationsrechtlichen Belangen, muss ein Gemeindeschreiber oder eine Gemeindeschreiberin selbst in die Tasten greifen oder auch einmal die Post selbst abholen oder Briefmarken aufkleben. In einer Verwaltung mit sechs Mitarbeitenden gibt es kaum Delegationsmöglichkeiten. Diese Seiten der Verwaltungstätigkeit sind für Vit Styrsky selbstverständlich und es ist die Überschaubarkeit des Betriebs, die Vielfältigkeit, die Nähe zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zu den Behörden und zur Bevölkerung, die ihn an der Aufgabe als Verwaltungschef reizen. Vit Styrsky absolviert im Moment die Ausbildung zum Gemeindeschreiber an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und schliesst diese im Herbst 2020 ab. Seit mehreren Jahren arbeitet der künftige Gemeindeschreiber von Aeugst in der Verwaltung, aktuell als Leiter der Fachstelle Integration im kantonalen Sozialamt Zug. Vit Styrsky wird sich an der Gemeindeversammlung im De-

zember 2019 der Aeugster Bevölkerung erstmals persönlich vorstellen.

Budget 2020 mit unverändertem Steuerfuss Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung am 10. Dezember 2019 ein Budget mit einem unveränderten Steuerfuss für die politische Gemeinde von 37 %. Die Nettoinvestitionen in der Höhe von 2 419 000 Franken sind gegenüber dem laufenden Jahr unverändert hoch und belasten die Erfolgsrechnung entsprechend. Dank positiven Aussichten bei den Grundstückgewinnsteuererträgen rechnet der Gemeinderat im kommenden Jahr mit einem Ertragsüberschuss von rund 93 000 Franken. Sofern die Stimmberechtigten am 17. November 2019 der Bildung einer Einheitsgemeinde zustimmen, wird das Budget 2020 letztmals als separates Budget der Politischen Gemeinde zur Diskussion gestellt.

Arbeitsvergaben Für die Sanierung der Kugelfangbereiche der Schiessanlagen Bolet und Müliberg hat der Gemeinderat die Bauarbeiten an die Firma Büwe AG, Rotkreuz, vergeben. Insgesamt sind drei Angebote eingegangen. Das Angebot der Büwe AG erfüllte die Zuschlagskriterien am besten und der offerierte Betrag von rund 201 000 Franken liegt im Rahmen des Kostenvoranschlags. Die Firma Friedlipartner, Zürich, ist beauftragt worden, ein hydrogeologisches Gutachten im Zusammenhang mit der Sanierung der Abwasserlei-

tung Wängibad zu erstellen. Für den in der Investitionsrechnung 2019 vorgesehenen Ersatz der Tore am Feuerwehrlokal hat der Gemeinderat einen Kredit von 23 000 Franken bewilligt und den Auftrag der Mechanischen Werkstätte Hausen am Albis vergeben. Der Gemeinderat hat bei allen Arbeitsvergaben das wirtschaftlichste Angebot berücksichtigt.

Mitarbeiter Werkhof Im Rahmen seiner Kompetenz hat der Gemeinderat den Stellenplan für den Werkdienst von 280 auf 300 % erhöht. Diese Erhöhung steht im Zusammenhang mit der Übernahme von Leistungen, die bisher von externen Anbietern erbracht worden sind. Die zusätzliche Stelle für den Werkdienst ist bereits öffentlich ausgeschrieben worden.

Gemeindebürgerrecht Der Gemeinderat hat Familie SchäferNater, Höchweg 4, ins Gemeindebürgerrecht aufgenommen.

Urnenabstimmung vom 17. November Weil es beim Ständerat zu einem zweiten Wahlgang kommt, werden die Unterlagen für die kommunale Abstimmung vom 17. November 2019 später als üblich zugestellt. Die Stimmberechtigten sollten spätestens am 7. November im Besitz der Wahlund Abstimmungsunterlagen sein. Der beleuchtende Bericht und die neue Gemeindeordnung sind bereits auf der Homepage www.aeugst-albis.ch/ Urnenabstimmungen publiziert.

Letzte Behördensprechstunde 2019 Die Behördensprechstunde wird von der Bevölkerung nach wie vor rege genutzt. Die nächste und letzte Möglichkeit in diesem Jahr dazu ist am 18. November, von 17.15 bis 18.15 Uhr, im Gemeindehaus, Sitzungszimmer 2. Stock. Für die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner haben Nadia Hausheer (Gemeindepräsidentin) und Marlyse Blatter Burger (Ressort Finanzen & Kultur) ein offenes Ohr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Verschiedenes Der Gemeinderat hat mit dem Familienzentrum Affoltern am Albis eine Leistungsvereinbarung für drei Jahre abgeschlossen. Bereits früher hat der Gemeinderat einen Beitrag von Fr. 1.25 pro Einwohner an das Familienzentrum bewilligt. Das Budget des Dienstleistungszentrums Amt (Dileca) für das kommende Jahr ist vom Gemeinderat genehmigt worden. Der Gemeinderat begrüsst die Initiative «Demenzfreundlicher Bezirk Affoltern» der Pro Senectute. Ziel der Initiative ist Aufklärung und Information der Bevölkerung, insbesondere von betroffenen Angehörigen. In einer kantonalen Gesundheitskonferenz sollen die Interessen der Gemeinden in der Gesundheitsversorgung gebündelt werden. Der Gemeinderat hat beschlossen, der Gesundheitskonferenz beizutreten. Der Mitgliedschaftsbeitrag beträgt 120 Franken pro Jahr. Peter Schlumpf, a. o. Gemeindeschreiber-Stv.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Oktober 2019

7

Shows und Schicksale Gelungene Spendengala für das Rehazentrum des Kinderspitals Zürich im Kasinosaal Affoltern Die Einzelschicksale der betroffenen Kinder lösten an der Benefiz-Gala für das Affoltemer Rehazentrum des Kinderspitals Zürich Betroffenheit, aber auch Anerkennung und Freude aus. Sie zeigten beeindruckend, wie man sich von Schicksalsschlägen erholt. ................................................... von martin platter Yannick Müller ist ganz aufgeregt, denn er wird bald auf die Bühne gebeten, um von seinen Erfahrungen in der Rehaabteilung des Kinderspitals in Affoltern zu berichten. Vor 13 Jahren wurde er zu früh in der 29. Woche geboren und kam mit einer Cerebralparese zur Welt. Das ist eine Bewegungsstörung, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Lange konnte sich Yannick deshalb nur eingeschränkt bewegen und sass im Rollstuhl. Mit unbändigem Lebenswillen und dank der guten Betreuung durch seine Eltern und die Reha in Affoltern hat sich der junge Hausemer aber ins Leben gekämpft und verfügt heute über ein frohes Gemüt – wie sein Vater. Auch Laufen geht inzwischen immer besser. Nur das Lampenfieber macht ihm etwas zu schaffen – obschon er seit dem sechsten Altersjahr immer wieder von Tele Züri auf seinem ungewöhnlichen Lebensweg begleitet wird.

Morgan Crowley leitete mitreissend den Schülerchor aus Herrliberg. (Bilder Martin Platter)

Wenn nur das Lampenfieber nicht wäre Dann kommt er, der grosse Moment. Zusammen mit Moderatorin Kiki Maeder steht Yannick auf der grossen Bühne und verblüfft das Publikum im vollen Kasinosaal mit seinen scharfsinnigen und wortreichen Antworten sowie mit seiner unbekümmerten Art. Der Jugendliche ist einer von fünf Patienten, deren Werdegang anlässlich der Kinder-Benefizgala «Step by Step» vorgestellt wurde. Allen gemein ist die grossartige Lebensfreude, mit denen sich die Kinder nach Unfällen oder Krankheiten wieder zurück in ein möglichst normales Leben kämpfen. Die digitale Technik ist dabei ein wichtiger Helfer, wie von Chefarzt Dr. Andreas Meyer-Meim zu erfahren war. Denn mit computeranimierten Videospielen und Robotern lassen sich die Kinder lieber für die Bewegungsübungen motivieren.

Der Überraschungsgast zum Schluss Aufgelockert wurden die Geschichten durch den Gesang des Schülerchors aus Herrliberg unter der mitreissenden musikalischen Leitung von

Das Cirque-du-Soleil-Duo Adage mit Jennifer und Philipp Moretti in Aktion. Morgan Crowley. Dazu Zauberweltmeister Pat Perry, eine artistische Kurzvorführung des Cirque-du-SoleilDuos Adage mit Jennifer und Philipp Moretti, eine Step-Tanz-Einlage der Maguire O`Shea Academy und weitere

Kurzinterviews mit dem Präsidenten der Eleonoren-Stiftung, Martin Vollenwyder, Rollstuhl-Marathon-Olympiasieger Marcel Hug und dem Präsidenten des Leichtathletik-Meetings «Weltklasse Zürich», Christoph Joho. Auch

Moderatorin Kiki Maeder mit Yannick Müller aus Hausen. die beiden Patronatsgeber, Opernsängerin Cecilia Bartoli und Astronaut Claude Nicollier, meldeten sich per Videobotschaft zu Wort. Eine besondere Überraschung wartete jedoch im Anschluss an den Galaabend. Während

der anschliessenden Party im Foyer stand der erfolgreiche 400-Meter-Hürden-Läufer und Arzt Kariem Hussein für Autogramme und Selfies zur Verfügung. Für viele der gelungene Abschluss eines unterhaltsamen Abends.

Weniger «aufräumen» und zurückschneiden im Garten Biodiversität im Säuliamt – Vortrag von Manuel Frei in der Bibliothek Wettswil Manuel Frei ist in Wettswil aufgewachsen und schon als Kind mit Kamera und Notizbuch in der Natur herumgestreift. Seine Liebe zur Natur hat er zum Beruf gemacht. Heute berät er als Umweltnaturwissenschafter Behörden und Vereine und begleitet Projekte. Zum Thema «Natur entdecken – erleben – schützen» führte er die vielen interessierten Besucher in die Welt der Biodiversität und Artenvielfalt ein. «Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens. Die Vielfalt der Ökosysteme, der Arten und Rassen. Der Begriff Ökosystem bezeichnet das Zusammenspiel zwischen einem Lebensraum und

seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern», erklärt Manuel Frei. Rund 50 000 verschiedene Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen) gibt es in der Schweiz. Diese Vielfalt ist aber bedroht: Etwa 40 Prozent stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Manuel Frei zeigte einfach umsetzbare Massnahmen und Beispiele zum Schutz und Erhalt dieser Arten auf, die jeder einzelne Besucher ohne viel Aufwand und Kosten umsetzen kann. Eine Blumenwiese statt eines englischen Rasens, lärmige Laubbläser weglassen, Stein- und Holzhaufen für Igel, Echsen und Insekten aufschichten,

weniger «aufräumen» und zurückschneiden im Garten, auf den Kauf von Neophyten verzichten, keinen Kunstdünger einsetzen ... Die Besucher waren sich einig: ein spannender und informativer Vortrag über die Situation der Natur vor der Haustüre. «Nächstes Jahr werde ich eine Naturwiese in meinem Garten anlegen, das wollte ich schon lange machen», hat sich eine Besucherin schon entschieden. Beim anschliessenden Apéro mit saisonalen Produkten aus der Region benutzten die Besucher die Gelegenheit, sich mit Manuel Frei auszutauschen und Fragen zu stellen. Ein lehr-

reicher und kurzweiliger Abend mit vielen Vorschlägen zur Aufwertung der Umgebung. Das Team der Bibliothek hat zum Thema Nachhaltigkeit, Natur und Umwelt eine Broschüre mit Medien zusammengestellt. Neben Sachbüchern auch Romane und Filme; ein eigener Bereich mit Kinder- und Jugendmedien steht zur Verfügung. Die grosszügige Kollekte wird in Absprache mit Manuel Frei dem Verein Naturnetz Unteramt für Projekte in der Region gespendet. Karin Auf der Maur

Manuel Frei zeigte einfache Massnahmen für eine Artenvielfalt. (Bild zvg.)


8

Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Oktober 2019

Es wird kühler – aber auch farbenfroher Die Natur im Bezirk Affoltern im herbstlichen Farbenrausch

Im bunten Blätterkleid zeigt sich zurzeit das Reussufer und spiegelt sich – selbstvergessen oder eitel – im stillen Wasser vor dem Wehr. (Bilder Mohammed Shahin)

Die tiefroten Beeren des Wasserholders gelten als giftig, werden aber nach dem Frost in der Volksmedizin verwendet.

Auenlandschaft, Vogelparadies, Weitsicht – mit fast keinen Anzeichen von Zivilisation im Bild.

Der Kürbis, Symbol der Herbsternte schlechthin, bietet mit seiner üppigen Körperfülle viel Inspiration für die Herbstküche.

Diese zarten Bäumchen beim Holiday Inn in Affoltern streuen ihre goldgeben Blätter und bilden so mit der Bodenmarkierung und dem «Wäspi»-Pfosten ein Gesamtkunstwerk.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Oktober 2019

9

Tiefgaragenbrand und eine Strolchenfahrt Hauptübung der Feuerwehr Unteramt (Fuwa) in Stallikon Die Feuerwehr Unteramt (Bonstetten, Stallikon, Wettswil) inszenierte an der diesjährigen Hauptübung eine fantasievolle, aber durchaus realistische Übungsanlage. Sie wurden dabei von Experten, Behördenmitgliedern und einer grossen Schar Zuschauer beobachtet. ................................................... von martin mullis Die Hauptübung der Feuerwehr Unteramt wurde dieses Jahr turnusgemäss in Stallikon durchgeführt. Kommandant Mathias Baumann, hatte sich bei der Übungsanlage etwas einfallen lassen. Die Tatsache, dass sich in Stallikon aussergewöhnlich viele Tiefgaragen befinden, spielte bei der Kreation des Übungsszenarios eine grosse Rolle. Die angenommene Situation sah vor, dass ein Jugendlicher ohne Fahrausweis seinem Vater das Auto für eine Strolchenfahrt entwendet hatte. Fast gleichzeitig fing in einer Tiefgarage an der Weidelacherstrasse in Sellenbüren ein Elektro-Auto Feuer. Innert kurzer Zeit entwickelte sich viel Rauch und die Feuerwehr fuhr mit Blaulicht zum Brandort. Als der Autodieb in die Weidelacherstrasse einbog, sah er die flackernden Blaulichter und in der

Besorgter Blick: Gemeinderätin Valérie Battiston am «Unfallort». (Bild Martin Mullis) Meinung, er fahre der Polizei in die Arme, flüchtete er. Dabei geriet er in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und verursachte mit dem entgegenkommenden Auto einen Frontalzusammenstoss. Vor diesem Szenario stand Leutnant Dominik Scaglioso, der erstmals als Einsatzleiter einer derart grossen Übung gefordert wurde. Innert kurzer Zeit fuhren mehrere Einsatzfahrzeuge in die Durchgangsstrasse und die Brandbekämpfer standen auf dem Schadenplatz vor kniffligen Aufgaben. Auf dem rauchverhangenen Balkon

Farben im Fluss

Ruth Moser stellt im Kunstforum aus

eines mehrstöckigen Wohnhauses riefen Bewohner um Hilfe. Weil das Treppenhaus voller Rauch war, sprangen einige Jugendliche panikartig vom Balkon auf den Rasen und verletzten sich dabei. Gleichzeitig drang aus der Einfahrt der Tiefgarage dunkler Rauch.

Tunnellüfter aus Zürich angefordert Mit Atemschutzgeräten wurde das Feuer in der Garage bekämpft und nach Eintreffen des Tunnellüfters konnte die Tiefgarage vom Rauch befreit werden. Die Sanitätsabteilung

hatte unterdessen die schlimmen Verwundungen der Verletzten behandelt und auch der eingeklemmte Strolchenfahrer konnte befreit werden. Die Lösch- und Rettungsarbeiten wurden von einer grossen Zuschauermenge beobachtet. Ebenfalls anwesend waren natürlich die Vorsteher der Sicherheitsressorts. Aus Bonstetten Gemeinderat Heinz Schlüchter, aus Stallikon Gemeindepräsident Werner Michel, begleitet von Gemeinderätin Valérie Battiston und aus Wettswil Michael Keller. Die Kantonspolizei vertrat Peter Wenk. Die Arbeit der Eisatzkräf-

te beeindruckte die Beobachter sichtlich. Dazu leistete die Moderation durch Oberleutnant Jürg Dolder, welcher als Stabsoffizier die Zuschauer während der gesamten Übungsdauer gekonnt informierte und die besonderen Vorgänge fachlich erläuterte, einen wesentlichen Beitrag. An der Übungsbesprechung zeigte sich Kommandant Matthias Baumann sehr zufrieden. Er erwähnte, dass die Prioritäten richtig gesetzt und der Schadenplatz hervorragend organisiert wurde. Ganz besonders hob er hervor, dass die hohen Sicherheitsanforderungen bestens bewältigt wurden. Auch der Einsatzleiter, Leutnant Dominik Scaglioso, welcher auch als Kommandant der Jugendfeuerwehr des Bezirks Affoltern amtet, erhielt für seine Arbeit eine sehr gute Note. Wie es der sympathische Brauch bei der Feuerwehr Unteramt will, benutzte Kommandant Baumann die Schlussbesprechung der Hauptübung, um die Beförderungen in seiner Truppe vor den versammelten Zuschauern vorzunehmen. Sandra Müller und Michael Moll wurden zu Korporalen befördert. Ausbildungschef Urs Bachmann und Zugchef Sven Seeger stehen künftig im Grad eines Oberleutnants. Als Zugabe zum Schluss wurde das neue Materialfahrzeug, ein Ford F 150, offiziell vorgestellt.

Den Dualismus «Brauchbares – Abfall» durchbrochen

Tanja Weber zeigt in Aeugst erstmals ihre neuen Werke «Der Moment ist nichts als eine Erinnerung», heisst die Ausstellung von Tanja Weber, die noch bis zum 19. Dezember in der «KommBox» im Gemeindehaus Aeugst zu sehen ist. In der Ausstellung hat die Künstlerin ihre Perspektive gewechselt und jene Dinge in Szene gesetzt, die sie sonst wegwirft. Künstlerin Ruth Moser (li.) mit Ariane Buffat, Leiterin Kunstforum Stallikon. (san)

Im Kunstforum Stallikon bleibt mit der aktuellen Ausstellung die Kirche im Dorf. Ruth Moser lebt in der Gemeinde und zeigt unter dem Titel «Farben im Fluss» Gemälde in Acryl-Mischtechnik. Noch bis zum 30. Januar 2020. ................................................... von nepita santiago Als Erstes fällt der Blick auf Bilder in Blau-, Mint- und Türkistönen, den Lieblingsfarben von Ruth Moser. Sie müsse sich manchmal dazu ermutigen, auch Bilder in anderen Farben zu malen, erzählt sie schmunzelnd. Das ist kaum zu glauben, denn da sind auch sehr wirkungsvolle Gemälde in warmen Erdtönen oder kraftvollem Rot. Rot wie der Blazer, den die Künstlerin zur Feier des Tages trägt. Denn es ist nicht nur Vernissage, sondern auch ihr Geburtstag. Eine Schnapszahl. Ruth Moser lebte, bevor sie nach Stallikon zog, ennet dem Hügel, beim Albisgüetli, also fast schon in Stallikon, wie Ariane Buffat, Leiterin des Kunstforums in der Einleitung sagte. Ursprünglich machte Moser eine KVAusbildung im Textilbereich, was ihr sehr entgegenkam, denn Farben und das Kreative faszinierten sie schon seit der Kindheit. Später besuchte sie eine Textilfachschule und machte sich mit Damen- und Kindermodedesign selbstständig, bis sie vor 20 Jahren das

Malen wiederentdeckte. Sie bildete sich in diversen Kursen, bei verschiedenen Lehrern und in den unterschiedlichsten Techniken weiter. Sie arbeitet vorwiegend mit Acryl, Pigmenten, Sand, Collagen, Marmormehl oder Tusche. Die Künstlerin gibt ihren Bildern keine Namen. Sie überlässt des dem Betrachter und der Betrachterin, ob sie in ihren Blaukreationen Luft oder Wasser, oder in einem warmtonigen Bild einen Herbstwald, eine verdorrte Ackerlandschaft sehen, oder sich ganz einfach an Farben und Strukturen erfreuen wollen. Diese Strukturen machen Mosers Bilder interessant, verleihen ihnen Tiefe. Es sind Schichten von Farben, Strukturpaste oder Sand, die sich mischen, ineinander verlaufen, sich wieder überdecken lassen oder auch nicht, die Rinnsale hinterlassen oder sanfte Grenzen und Formen schaffen. Aber Ruth Mosers Bilder entstehen natürlich nicht zufällig, sie nimmt das auf, was entsteht und führt es gekonnt weiter, bis sie sagen kann «jetzt ist es gut». Dann hängt sie das Bild auf und schaut es immer wieder an, bis auch die Perfektionistin in ihr sagt: «Ja, es gefällt mir.» Und diese Bilder sind noch bis Ende Januar 2020 im Kunstforum zu bewundern und natürlich auch käuflich zu erwerben.

................................................... von salomon schneider

rend mein eigentliches Werkstück Form annimmt.» Die Arbeit mit der Motorsäge, bei der die Ohren mit einem Pamir geschützt sind, der Geist voll auf das Werkstück fokussiert, hat für Tanja Weber fast etwas Meditatives. Umweltreize sind ausgesperrt, der Geist ist fokussiert, aber nicht ausgelastet. Dadurch entsteht Zeit für intensive Gedankengänge. Bei einem dieser Gedankengänge ist sie auf die Idee für die Ausstellung in der «KommBox» gekommen.

Tanja Webers künstlerisches Schaffen dreht sich meistens um die Materialien Holz und Gips; sie beherrscht aber auch andere Materialien und zahlreiche Techniken. In ihrem letzten Projekt arbeitete sie vor allem mit der Motorsäge an Baumstämmen und schaffte mit diesem brachial wirkenden Instrument detailreiche Holzskulpturen. Während des Schaffensprozesses lag deshalb immer viel Abgefallenes am Boden. Tanja Weber: «Wenn ich die Rinde vom Stamm abschäle, zerspringt sie in Stücke verschiedenster Grössen und Formen. Kambium und Bast fallen als lange, feine Streifen auf den Boden und Sägemehl und Holzstücke entwickeln verschiedenste Farben und Formen, wäh-

«Die Suche nach dem Wesentlichen stellt die Frage: Ist das Wesentliche überhaupt wesentlich? Ist nicht genau das Gegenteil zu beachten, gar das Absurde, das an Bedeutung gewinnen kann? […] Das Holz am Boden, Ab-Fallendes. Unbeachtet meist, doch wesentlich und prägend für das Bleibende. Gesammelt, betrachtet – unscheinbare, grossartige Schönheit – Skulpturen des Moments. Zu-Fallendes», beschreibt Tanja Weber poetisch, wie sie darauf gekommen ist, einmal dem «Abfall» des Kunstprozesses Bedeutung zu verleihen, ihn in Szene zu setzen und damit eine Ausstellung zu gestalten. Sie habe deshalb begonnen, sich

Die Einzigartigkeit des Beliebigen

Ausstellung im Kunstforum im Schulhaus Loomatt, Sellenbüren, bis 30. Januar 2020. Werktags 15 bis 19 Uhr (Di bis 20 Uhr), samstags 10 bis 12 Uhr.

Tanja Weber: «Der Moment ist nichts als eine Erinnerung.» (Bild Salomon Schneider)

dem «Abfall» zuzuwenden, ihn zu betrachten und zu sortieren. Dabei sei sie immer wieder von Demut und Erstaunen erfüllt gewesen, wie eigenständig und spannend auf den ersten Blick Beliebiges wirken kann.

Dualistische Gesetzmässigkeit durchbrochen Für das Konzept der Ausstellung hat sich Tanja Weber an Insektensammlungen orientiert: «Wie unscheinbares sorgsam gesammelt, katalogisiert, aufgespiesst und präsentiert wird und dadurch den Betrachtenden staunende Welten eröffnet, das hat mich fasziniert. Bei der Ausstellung habe ich mich konkret an Schmetterlingen orientiert. Was aufgehängt ist, sind alles Teile, die bei der Arbeit genauso angefallen sind. Ausgewählt und in Szene gesetzt habe ich die Stücke jedoch natürlich schon.» Eigentlich bedingt das Endprodukt den Abfall, wie beispielsweise Verpackungen oder eben in der Kunstproduktion. Durch ihre künstlerische Leistung hat Tanja Weber die eigentlich dualen Kategorien «Brauchbares – Abfall», «nützlich – unnütz» durchbrochen und durch die Kategorien absolut sehenswert und zum Nachdenken anregend ergänzt.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Oktober 2019

11

Ein Filmklassiker auf der Theaterbühne Die Aemtler Bühne probt in Mettmenstetten «Hinter den sieben Gleisen»

Die drei Clochards mit einer Gesangseinlage. Links: Trailerproduzent Ruedi Niederer. (Bilder Werner Schneiter)

Der Lok-Führer kümmert sich um die Frau und ihr Neugeborenes.

«Hinter den sieben Gleisen»: Der Spielfilm von Kurt Früh lockte Tausende in die Kinos und sorgte später auch im Fernsehen für hohe Einschaltquoten: Nun hievt die Aemtler Bühne den Klassiker auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Der «Anzeiger» war bei der Trailerproduktion dabei.

«Der Bananensack hängt zu hoch» ruft sie Richtung Bühne, während Niederer bittet, während der Dreharbeiten aufs Fotografieren und – wegen des knarrenden Bodens – aufs Herumlaufen zu verzichten. Dann hat es wieder zu viel Schatten auf den Gesichtern, was nach einer Neuausrichtung der Scheinwerfer verlangt. «Sehr gut gemacht», quittiert die Regisseurin die soeben abgedrehte Sequenz, die beim Betrunkenen endet, der unsanft aus dem Lagerschuppen entfernt wird. Dann erlebt man die drei Clochards auch singend. Das Theaterstück lehnt sich eng an den Film. «Eine wunderschöne Vorlage», findet Marcel Landolt. Den Schauspielerinnen und Schauspielern wird einiges abverlangt. Gegen 50 Proben werden es bis zur Premiere am 16.

................................................... von werner schneiter «Den Film habe ich mir im Fernsehen mehrmals angeschaut», sagt ein Kollege, fasziniert von der Handlung, aber auch von den Bildern aus der Stadt Zürich Ende der 50er-Jahre. Und dazu kommen die damals ganz grossen Schweizer Schauspieler: unter ande-

ren Zarli Carigiet, Ruedi Walter, Max Haufler in ihren Rollen als Clochards, die Inge, einer Schwangeren aus Deutschland, bei ihrer Geburt beistehen – flankiert auch vom Lokomotivführer (Hannes Schmidhauser), der zuvor seine Lokomotive vor der suizidwilligen Frau gerade noch anhalten kann. Sie flieht in einen Schuppen. Dort trifft sie auf drei Randständige, die der Frau erst mit offener Ablehnung begegnen, sich dann aber wundersam wandeln. Es ist ein phasenweise heiterer Stoff mit Tiefsinn und gesellschaftskritisch – letztlich mit Happyend. Kurt Früh zeichnete prägnante und feine Charaktere. Seine Tochter, die Schauspielerin, Dramaturgin und Regisseurin Katja Früh, formierte aus der Filmgeschichte ein Theaterstück, das die Aemtler

Bühne ab 16. November im Mettmenstetter «Rössli» aufführt.

Trailer als Werbemittel Beim Probenbesuch des «Anzeigers» geht es in erster Linie um einen sogenannten Trailer, bestehend aus zusammengeschnittenen Sequenzen, die als Werbemittel dienen, sei dies im Internet, auf Youtube oder in den sozialen Medien. «Wir wollen die Leute neugierig machen ohne allzu viel vom Inhalt preiszugeben», sagt der bei der Aemtler Bühne für Kommunikation verantwortliche Marcel Landolt. So sind also im «Rössli»-Saal diverse «Filmer» am Werk, dirigiert vom Trailerproduzenten Ruedi Niederer, derweil sich Regisseurin Franca Basoli aufs Schauspielerische konzentriert.

Workshop Solarautorennen: Achtung – fertig – los!

November sein. Unter den Darstellenden gibt es einige neue Gesichter. «Eine gute Besetzung», fügt Landolt an und spricht von einer guten Stimmung im Team, das sich sehr engagiert zeigt.

Premiere am 16. November «Hinter den sieben Gleisen» startet am Samstag, 16. November, 20.15 Uhr, im «Rössli»-Saal Mettmenstetten (Premiere). Weitere Aufführungen: Mittwoch, 20. November; Freitag, 22. November; Samstag, 23. November, jeweils 20.15 Uhr; Sonntag, 24. November, 17 Uhr; Dienstag, 26. November; Freitag 29. November; Samstag, 30. November, jeweils 20.15 Uhr. Sonntag, 1. Dezember 17 Uhr; Mittwoch 4. Dezember; Freitag, 6. Dezember; Samstag, 7. Dezember, jeweils 20.15 Uhr; Sonntag, 8. Dezember, 17 Uhr; Dienstag, 10. Dezember; Freitag, 13. Dezember; Samstag, 14. Dezember (Derniere), jeweils 20.15 Uhr. Infos und Tickets: www.aemtlerbuehne.ch.

Eine andere unbequeme Wahrheit

Spass pur in der Stiftung Rotenbirben, Bonstetten

Ein Affoltemer warnt vor dem «Peak Oil»

Zum ersten Mal wurde am letzten Mittwochnachmittag der Naturerlebnis Workshop «SolarSpielauto bauen» im grossen Bienenhaus des Bauernhofes in Bonstetten durchgeführt.

Vor einem halben Jahr hat der Affoltemer Michael Bommel in Zusammenarbeit mit der SES (Schweizerische Energie Stiftung) die Arbeit der Association for the Study of Peak Oil (Aspo) Schweiz übernommen.

Die einmalige Kulisse mit dem Bienenhaus und der sonnige Tag liess den ausgebuchten Anlass zu einem Highlight werden. Gestärkt mit Most vom Hof und Tee wurde fleissig an den verschiedensten Konstruktionen getüftelt und gebaut. Welche Raddimension soll gewählt werden? Guter Rat war gefragt bei einem Schalter einbauen, windschnittige Spoiler ausschneiden und so weiter. Emsig wie die Bienen und mit viel Herzblut entstanden die verschiedensten Kreationen. Am Schluss war es so weit für ein Rennen um das schnellste Auto. Es gab aber auch äusserst schön geschmückte Fahrzeuge und zum Teil wurde am Ende noch schnell das Gefährt auseinandergenommen und ein selbstgefertigtes Windrad montiert. Das Bienenhaus beherbergt Schweizer Bienen der Gattung Melifera melifera und Kursleiter wie Teilnehmende konnten sich zum Thema Energie und Umwelt weiterbilden. Am Hof wird diese einzige auf der Alpennordseite heimische Bienenart und Urtyp aller Honigbienen gezüchtet. Die Bienen bestäuben den alten Baumbestand an Hochstämmern. Die Stiftung Rotenbirben hat zum Ziel, den Obstgarten mit seinen mindestens 150 Hochstammbäumen für die Obstge-

Volle Konzentration beim Solarflitzer Bauen in Bonstetten. (Bild zvg.) winnung, welche zum Teil «Pro-SpecieRara»-Sorten enthalten, zu bewahren. Die strahlenden Kindergesichter waren die Belohnung für die Betreuer und Organisatoren des unter fachkundiger Leitung der Maschinenbauingenieurin Saskia Kaufmann geführten Workshops. Die Ingenieure und Informatiker im Projekt MintWare, unterwegs zur Förderung von Mint- (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie Energie-Wissen im schulischen und ausserschuli-

schen Bereich werden unterstützt von WWF Zürich, Siemens Schweiz und der Standortförderung Knonaueramt. Die Workshops finden mehrheitlich im Zentrum Kafimüli in Stallikon statt, aber bei Anfrage auch über die ganze Region Knonauer Amt. (EiL) Nächster Workshop am 6. November in der Kafimüli Stallikon: www.kafimueli.com. Infos bei Lutz Eichelkraut: lutz@kafimueli.com oder Telefon 079 355 63 56, Mehr zur Stiftung Rotenbirben unter www.stiftung-rotenbirben.ch.

«Als Hochseesegler hat mich das Thema Energie schon immer interessiert», sagt Michael Bommel. «Ich bin weder Geologe noch Ingenieur, aber ich befasse mich nun doch seit 20 Jahren mit dieser Problematik.» Vor einem Jahr wurde dann der Verein Aspo, welcher sich mit Peak Oil und der Verfügbarkeit von fossilen Energien befasst, aufgelöst. Nach Absprache mit der Schweizerischen Energiestiftung SES führt der Affoltemer sie nun weiter. Hauptthema ist die Seite mit News zum Thema Erdölfördermaximum. Der Club of Rome hat vor bald 50 Jahren das Versiegen der Erdölquellen prophezeit. Seither ist das Thema weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. «Nur weil wir am Benzinpreis an der Zapfsäule nichts bemerken, ist das Thema noch lange nicht vom Tisch», so Bommel.

Die besten und rentabelsten Ölfelder sind bereits abgeerntet Das Maximum der konventionellen Ölförderung habe schon 2005/06 stattgefunden – ganz still und heimlich. «Die besten und rentabelsten Ölfelder wurden bereits abgeerntet.

Wenn nicht schleunigst neue entdeckt werden, müssen wir ab 2025 mit 40 % weniger Erdöl auskommen», sagt Bommel, mit Bezug auf die Energy Watch Group und die Internationale Energieagentur (IEA). Als «gigantische Neufunde» angepriesene Felder erweisen sich bei genauerer Betrachtung als gar nicht so gigantisch. Oder es handelt sich wie in Venezuela um extra schweres Öl, welches schwer abbaubar ist. Zudem seien neuentdeckte Felder wie Tupi vor Brasilien extrem schwierig auszubeuten, sagt Bommel. Der Aufwand werde immer gigantischer und energieaufwendiger: «Öl wird es zwar auch weiterhin geben – keine Sorge. Aber einfach immer weniger – massiv weniger.» (pd.) Weitere Infos unter www.peakoil.ch.

anzeige


Veranstaltungen

Stellenanzeiger ROMAN PETER schöne Pfeifen

Gesucht – motivierte, einsatzfreudige Person in einem Teilzeitpensum (50 – 60 %) per sofort oder nach Vereinbarung zur Ergänzung unseres kleinen Verkaufsteams Sind Sie ca. 40- bis 50-jährig, auch bereit nebst dem Verkauf einfache Büroarbeiten zu übernehmen, haben ein Flair für schöne Dinge und lieben den Umgang mit Menschen, dann sind Sie genau richtig bei uns. Gerne erwarte ich Ihre Bewerbung unter: mail@roman-peter.ch Roman Peter, Tabakgeschäft, Affoltern am Albis

Wir sind ein kleiner, familiärer Betrieb und sind seit über 27 Jahren auf Warmwasser spezialisiert. Unser Tätigkeitsgebiet: Boiler, Solar, Korrosions- und Kalkschutz. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine/-n gelernte/-n Sanitär-, Heizungs-, Elektroinstallateur/-in oder Mechaniker/-in als

Servicetechniker/-in, 100 %

Haben Sie Interesse, sich tagtäglich mit dem Warmwasser auseinanderzusetzen, sind flexibel und schätzen es dem Kunden zu dienen? Nach einer gründlichen Einführungsphase führen Sie bei unseren Kunden selbständig Servicearbeiten an Warmwasserboilern aus. Ihnen steht dazu ein eigenes, speziell eingerichtetes Servicefahrzeug zur Verfügung. Daneben können Sie auch Ihre Fähigkeiten aus Ihrem erlernten Beruf einsetzen, zum Beispiel bei Installationen von Boilern, Solaranlagen sowie Korrosions- und Kalkschutzgeräten. Wir bieten Ihnen interessante Anstellungsbedingungen. Fühlen Sie sich angesprochen? Für weitere Informationen rufen Sie uns an oder senden Sie uns Ihre Bewerbung. Berger Boiler-Service AG Lukas Berger Räschstrasse 31 8912 Obfelden Tel. direkt 079 678 08 24 lukas.berger@boiler-service.ch


Gewerbe/Dienstleistungen

1000 Jahre Rifferswil

Feiern und tanzen

Am Herbstfest vom kommenden Wochenende steht das Spielerische im Vordergrund. > Seite 15

Die Mittelstufendisco-Saison in Affoltern beginnt am Samstag. > Seite 16

Erleichterung verschaffen bei belastenden Lebensthemen

Dienstag, 29. Oktober 2019

-

Immer besser in Fahrt Tim Weiersmüller: Die Steigerung gegen Ende der BMX-Saison stimmt zuversichtlich. > Seite 20

Beweglich sein mit sanftem Lu Jong Yoga

Aktuelles Angebot in der Praxisgemeinschaft Orembora

Fünf-Jahr-Jubiläum von tutwohl.ch

Schon seit einigen Jahren praktizieren Ursula Klose, diplomierte Hebamme und spiritueller Bewusstseins-Coach und Gertrud Rosenberger, Personalfachfrau/Masseurin/Coach, in Affoltern. Ursula Klose wendet bei belastenden Lebensthemen, (z.B. Schmerzen in Schultern und Rücken, Schlafstörungen, drohendem Burnout, mangelndem Selbstvertrauen), die aussergewöhnliche Matrix-Inform Zweipunkt-Energiebehandlung an. Dank ihrer ausgeprägten Intuition erreicht sie mit ihren Klienten ungewöhnlich schnell ein Gefühl der Erleichterung. Ein neuer Fokus wird ermöglicht und die belastende Thematik nimmt deutlich ab oder verschwindet ganz.

Im gemütlichen Dachgeschoss des Weisbrod-Areals 4 in Hausen findet am Freitag, 1. November, von 17 bis 20 Uhr ein Eröffnungs-Apéro statt. Seit fünf Jahren erteilt Barbara Fuchs in kleinen Gruppen das wertvolle Lu Jong Yoga. Das Angebot an Kurszeiten wird erweitert. Neu gibt es auch die Möglichkeit, Einzel-Coachings zu buchen. Ein eigener Raum und die Erweiterung des Kurs-Angebotes in Verbindung mit dem Fünf-Jahres-Jubiläum sind Grund genug, die Türen zu öffnen. Interessierte Menschen sind herzlich willkommen, die Kursleiterin, den Raum und die Angebote in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen, sich auszutauschen und sich zu informieren. Lu Jong Yoga ist ein faszinierender Weg, der zur Auflösung von körperlichen Beschwerden sowie emotionalen Verspannungen beitragen kann. Durch weiche Bewegungen wird der Körper flexibler. Das Bindegewebe wird tiefgreifend gedehnt. Mit aktivem Beckenbodentraining wird der Körper von der Mitte her gestärkt. Elemente aus der funktionellen Neurologie helfen, Bewegungsabläufe zu verbessern. Die achtsame Konzentration auf die Atmung hilft, Ruhe in den Gedanken zu finden. Eine abschliessende Meditation bereichert die Wirkung der Übungen, gibt Energie für den Alltag und baut Stress ab. Lu Jong Yoga hat zum Ziel, sich gesund und in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Barbara Fuchs versteht es auf einfühlsame Art, die Übungen für alle Teilnehmenden anzupassen. Sitzende Posen können auf dem Stuhl gemacht werden, wenn der Sitz auf dem Boden

Veränderungen sind rasch spürbar Nach drei bis acht Sitzungen – manchmal schon nach der ersten Sitzung – sind die Klientin oder das Kind wieder offen für neue Lösungswege und erlebt ein Gefühl der Klarheit, Leichtigkeit und Stärke. Aktuell hilft Ursula Klose, aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Hebamme, auch Eltern mit Schrei-Babys. Zusätzlich eignet sich die Energiebehandlung auch für Schulkinder mit Kopfweh, Schulproblemen oder geringem Selbstwert. Gertrud Rosenberger ist ausgebildete Berufsmasseurin, Fussreflexzonen-Therapeutin und Coach. Neben diversen Massagen bietet sie in ihrer Praxis hochwertige Naturprodukte aus Wildpflanzen an. Etwa das «MeinForm»-Programm, welches das innere (viszerale) Fettgewebe reduziert und gleichzeitig eine Körpermodellierung, sowie eine Veränderung des Lebens-

Ursula Klose kann ihren Klientinnen Erleichterung verschaffen bei übermässiger Belastung. (Bild zvg.) stils bewirkt. Ganz neu bietet Gertrud Rosenberger ein Coaching auf Basis des Enneagramm-Persönlichkeitsmodells an. Dieses bietet einen tiefen Einblick in die eigene Persönlichkeit und zeigt faszinierende Entwicklungsmöglichkeiten auf. (pd.)

Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica ist ein Mann der Tat. «Pack ma’s», heisst seine Devise zum Geburtstagsfest. (Bild zvg.)

Finetra erfüllt zum 17. Geburtstag Träume Am kommenden Wochenende, vom Freitag, 1. November, bis Sonntag, 3. November, feiert die Finetra AG, das Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel, auch dieses Jahr ihren Geburtstag drei Tage lang mit speziellen Schnäppchen, einem temporären Outlet gleich nebenan sowie Sonderkonditionen. Mit dem traditionellen Oktoberfest lassen

Besim Bulica und sein Team damit Träume gleich in mehrfachem Sinne in Erfüllung gehen: «Besucher und Kunden geniessen bei uns Brezn und Weisswürste, sowie Herbstneuheiten im Bereich Schlafen, Geburtstagsschnäppchen – und denselben Rabatt, wie an der vergangenen Zuger Messe. ‹Pack ma’s›, heisst die Finetra-Geburtstagsfest-Devise!» (pd.)

Praxisgemeinschaft Orembora, Alte Obfelderstrasse 50, Affoltern. Ursula Klose, diplomierte Hebamme und MatrixInform-Energie-Coach, Telefon 079 629 56 02 / 043 499 93 20, www.ursulaklose.ch. Gertrud Rosenberger, Praxis Orembora, Telefon 076 383 54 04, www.orembora.ch.

13

Barbara Fuchs. (Bild zvg.) nicht bequem ist. Lu Jong Yoga ist für alle Menschen, egal welchen Alters, geeignet und kann ohne Vorkenntnisse angewendet werden. Es ist ein geeigneter Einstieg in ein ruhiges, aber sehr wirksames ganzheitliches Körpertraining.

Einzel-Coaching gegen Stress Neu im Angebot ist das Einzel-Coaching, in dem Barbara Fuchs ganz gezielt auf Bedürfnisse und Wünsche eingehen kann. Wenn Umbrüche, Entscheidungen oder Stressmomente die Energie absorbieren, bietet das Einzel-Coaching Tools an, um die Gedanken zu ordnen und mit Bewegung und achtsamer Atmung alles in Einklang zu bringen und Ruhe und Konzentration zu finden. (pd.) Lu Jong Yoga, Weisbrodareal 4, Hausen. Einweihung/Jubiläum: Freitag, 1. November, 17-20 Uhr; Offene Tür am Adventsmärt, Samstag, 7. Dezember, ab 11 Uhr. Kursangebot und Einzel-Coaching auf www.tutwohl.ch oder Telefon 044 776 60 36.

Auch im Alter klare Sicht: Was tun bei Makuladegeneration?

«Grippe? – Nein Danke!»

Wer über 50 Jahre alt ist, Gesichter nicht mehr gut erkennt oder die Uhrzeit vom Ziffernblatt kaum mehr ablesen kann, hat sehr wahrscheinlich eine Makuladegeneration. Die Makula ist der Bereich der Netzhaut, mit dem wir die kleinsten Details erkennen können. Wie beugt man vor und was ist zu tun, wenn man betroffen ist? Die häufigste Form der altersbedingten Makuladegeneration ist die trockene Form. Dabei werden überflüssige Stoffwechselprodukte nicht mehr vollständig abgebaut und unter der Netzhaut abgelagert. Dadurch wird die Versorgung der Sehzellen mit Nährstoffen blockiert und die Sehfähigkeit wird beeinträchtigt. Für die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration existiert derzeit noch keine Behandlung, in Einzelfällen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll, Rauchen ist ein bekannter Risikofaktor für eine altersbedingte Makuladegeneration und sollte, wenn möglich, aufgegeben werden. Bei manchen Patienten kann die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration in die aggressivere Form der feuchten altersbedingten Makuladegeneration übergehen. Daher sind auch bei der trockenen Form

Die Grippe ist im Winter eine häufige Infektionskrankheit der Atemwege, welche im schlimmsten Fall zu Hospitalisation oder zum Tod führen kann. Ausgelöst wird diese durch Influenzaviren, die regelmässig und meist während der kalten Monate Dezember bis März zirkulieren. Unter die besonders gefährdeten Personengruppen gehören auch Menschen ab 65. Die Senevita Obstgarten ist ein Alters- und Pflegeheim mit 120 Pflegezimmern und 48 Wohnungen. Bis auf wenige Personen überschreiten die Bewohnenden das Alter von 65 deutlich, womit diese eindeutig in die Risikogruppe der Grippe fallen. Im Rahmen der Empfehlungen der Grippeprävention vom Bundesamt für Gesundheit führt die Senevita Obstgarten aktuell eine Präventionskampagne durch. Die Senevita Obstgarten will auf die Wichtigkeit der Grippeimpfung aufmerksam machen, legt aber sehr viel Wert auf Selbstbestimmung und möchte daher über den Weg der Aufklärung eine möglichst hohe Anzahl an Grippeimpfungen erreichen. Weiterführende und ausführliche Informationen sind auf www.impfengegengrippe.ch zu finden. (pd.)

Dr. med. Elke Marie Gand. (Bild zvg.) regelmässige Kontrollen sinnvoll, um einen Übergang in ein feuchtes Stadium rechtzeitig zu erkennen. Dr. med. Elke Marie Gand, medizinische Standortleiterin der Augenheilkunde Affoltern, informiert am 6. November über gutes Sehen in jedem Lebensalter. Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. (pd.) Pallas Zentrum Affoltern, Obstgartenstrasse 3, Affoltern. Mittwoch, 6. November, 18.30 bis 19.30 Uhr. Anmeldung: Pallas Kliniken, Telefon 058 335 00 00, Weitere Infos auf: www.pallas-kliniken.ch/infoveranstaltung.


14

Vermischtes

Dienstag, 29. Oktober 2019

Gelenkschonend fit

«Pigeons on the Gate»

Nüesch Fitness GmbH, mit Frontfrau Daniela Nüesch, feiert in dieser Saison das 25-Jahre-Jubiläum.

Öffentliches Budenkonzert in Ottenbach

Nüesch Fitness feiert das 25-Jahre-Jubiläum

Frau Nüesch, wie sind Sie vor 25 Jahren auf die Idee gekommen, Aqua Fitness anzubieten? Daniela Nüesch: Ich komme aus dem Langdistanzbereich und machte Triathlon. Nach einem Autounfall konnte ich als einzige sportliche Betätigung die Fortbewegung im Wasser nutzen. Da habe ich die Vorteile des Wassers erst so richtig entdeckt. Ich konnte mich an Land nicht ohne Schmerzen bewegen, im Wasser aber schon. Dieses Training im Wasser hat mir physisch und psychisch geholfen. Sie bestritten zusammen mit Ihrem Exmann René Ultra-Läufe und lange Velorennen: 650 km durch die Wüste Australiens, 700 km im Winter von Anchorage nach Fairbanks. Wie lässt sich dies mit Aqua Fit vergleichen? Auf den ersten Blick scheint es nicht vergleichbar, ist es aber doch. Für uns war es eine Herausforderung, 30 Stunden ohne Schlaf Velo zu fahren, für andere ist ein Intervall-Training im Wasser bereits eine hervorragende Leistung. Entscheidend ist die Ausgangslage, das Level von dem aus man startet und der Wille durchzuhalten. Wenn man es dann geschafft hat, ist es ein grossartiges Gefühl. Im Volksmund wird Aqua Fit belächelt, und als «Altersturnen im Wasser» abgestempelt. Heute wissen alle, dass die Bewegung im Wasser gelenkschonend und vor allem für ältere Menschen sehr geeignet ist. Doch die Intensität macht anzeige

Daniela Nüesch. (Bild zvg.) es aus. Jede Person kann selbst wählen, wie intensiv sie trainieren möchte. Da kommen auch sehr sportliche Menschen an ihre Grenzen. Nicht umsonst empfiehlt Spitzensportler Markus Ryffel Lauftraining im Wasser. Was macht Ihre Lektionen speziell? Ich gehe auf meine Teilnehmenden und auf ihre gesundheitlichen Probleme ein und fördere diejenigen, die ihre Fitness verbessern möchten. Ausserdem lege ich grossen Wert auf Haltung und Technik. Wir fordern, schlagen vor, kontrollieren und lachen auch viel. Viele der Teilnehmenden sind bereits mehr als zehn Jahre dabei, einige sogar seit Beginn. Was wünschen Sie sich zum grossen Jubiläum? Weiterhin zufriedene Kursteilnehmer und solche, die es noch werden wollen. Ich möchte mich bei meinen Kursteilnehmenden für ihr Vertrauen sowie für ihre Treue bedanken. Es werden nicht mehr 25 Jahre werden, aber ich freue mich auf das, was noch vor uns liegt. (pd.)

Dass «Pigeons on the Gate» zu den erfolgreichsten Bands in Winterthur zählt, bestätigt ein Blick in ihren Tourkalender: Diverse Festivals im deutschsprachigen Raum haben sie bereits mit ihrem Irish-Folk-Rock bereichert. Roger und Lajescha O’Dubler, die charismatischen Köpfe der Band, fordern einander immer wieder heraus und ergänzen sich gegenseitig mit ihren verschiedenen Gesangs- und Songwriting-Stilen. «Pigeons»-Konzerte sind Leckerbissen der besonderen Art mit einem unwiderstehlichen Mix von eigenem Stil und irischer Musik. (pd.)

Die «Pigeons» begeistern mit irischer Musik in ganz eigenem Stil. (Bild zvg.)

Budenkonzert am Samstag, 2. November, 20 Uhr

Kein Vorverkauf, Türöffnung und Abendkasse

Organisiert durch chili-feet Wärmesohlen, Albin

bei der Albin Herzog AG, Jonenstrasse 32, Ottenbach.

(25 Franken) ab 19 Uhr. Für Getränke ist gesorgt.

Herzog AG und Schneebeli AG Schreinerhandwerk.

Ist flirten noch erlaubt?

Männersache Knonau lädt zum Vortrag in die Stampfi Das Weltbild von manch einem Mann ist heutzutage durcheinandergeraten. Rollenbilder verschieben sich. Was lange Zeit gültig war oder schien, ist nicht mehr akzeptabel, zumindest nicht mehr ohne Wenn und Aber. «Was dürfen wir noch?», fragt sich manch einer und auf welche Art und Weise gehen Männer und Frauen künftig richtig miteinander um? Nichts scheint mehr selbstverständlich, Unsicherheit prägt den Alltag. Die Männersache Knonau möchte darüber diskutieren, über die Grenzen

im Alltag, die man sich selbst setzt, aber auch die von anderen gesetzt werden; insbesondere die zwischen Männern und Frauen. Dafür konnte Prof. Dr. Udo Rauchfleisch für ein Referat zum Thema «Ist flirten nicht mehr erlaubt? Vom Umgang mit Grenzen im Alltag» gewonnen werden. Rauchfleisch ist emeritierter Professor an der Universität Basel für Klinische Psychologie und Gastprofessor verschiedener in- und ausländischer Universitäten und Fachschulen. Er forschte und lehrte an der Uni Basel zu

Psychoanalyse, Gewalt, dem Grenzgebiet Psychologie–Theologie und Referent Professor Homosexualität, Udo Rauchfleisch. Transsexualität/ (Bild zvg.) Transidentität. Nach dem Vortrag bleibt noch genügend Zeit, um bei Wurst und Bier weiter über das Thema zu diskutieren und zu debattieren. (pd.) Montag, 4. November, 19 Uhr, Stampfi Knonau. Infos / Anmeldelink: maennersacheknonau.home.blog/.


Veranstaltungen

Bonstetten bis 2050 energieautark?

Öffentlicher Anlass am 7. November Die obige Frage versucht solarbonstetten am 7. November, im Anschluss an ihre Generalversammlung, zu beantworten. Um 20 Uhr präsentiert Charles Höhn aktuelle Daten, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre auf und stellt Prognosen vor. Kann eine Gemeinde wie Bonstetten jemals unabhängig von Öl-, Gas und Uran-Lieferanten ihren Energiebedarf decken? Was ist machbar, was macht Sinn und welche Projekte sind aktuell angedacht? Mit dabei sind Vertreter des Gemeinderates, der sich seit Längerem schon mit der Energiezukunft der Gemeinde befasst. Der Anlass ist öffentlich. Das Beispiel der Gemeinde Bonstetten dürfte sich ähnlich bei anderen Gemeinden

«Früh übt sich, was ein Meister werden will!», schrieb Friedrich Schiller in seiner Erzählung Willhelm Tell. Besonders bei der gesunden, abwechslungsreichen Ernährung kann man

Die PV-Anlage auf dem Primarschulhaus Schachenmatten 2. (Bild zvg.) im Bezirk und darüber hinaus präsentieren. Mit dem Anlass will solarbonstetten einen Beitrag dazu leisten, sich sachlich mit der Energiezukunft, ihren Herausforderung und Chancen auseinanderzusetzen. (pd.) 7. November, 20 Uhr, Rigelhüsli Bonstetten, Der Eintritt ist frei.

nicht früh genug anfangen. Erlebniskochen für Kinder macht viel Spass und fördert gleichzeitig die Kreativität. Sich mit vollwertigen Lebensmitteln auseinanderzusetzen, diese dann zu einem leckeren Menü zuzubereiten und die Köstlichkeiten gemeinsam zu essen, ist ein Genuss für alle Sinne. Am 9. November zeigt die Ernährungsberaterin Simone Kleiner den Kindern, wie das geht. Kreiert werden handgemachte Nudeln mit Tomatensauce und Parmesan. Als Dessert entstehen selbstgebackene Cake Pops. Jedes Kind kann seinen Cake Pop schön verpackt mit nach Hause nehmen! Es werden vorzugsweise Bioprodukte und Vollkornmehl verwendet. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an

Gesunde Ernährung kann richtig viel Spass machen. (Bild zvg.)

kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Durch Meditation zur Ruhe kommen Am Freitagmorgen, 8. November, von 10.15 bis 11.15 Uhr, startet ein dreiteiliger Meditationskurs speziell für Menschen, die am Abend weniger Zeit und Musse haben, einen Kurs zu besuchen. Meditation ist viel mehr, als einfach nur dazusitzen und die Augen zu schliessen. Es heisst, bei sich zu sein, den Moment im Hier und Jetzt ganz bewusst zu erleben, sich Zeit für sich zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu den Beschwerlichkeiten des Alltags zu erhalten. Am 8. November startet ein dreiteiliger Meditationskurs im Familienzentrum. Dieser wurde speziell für Menschen entwickelt, die am Abend weniger Zeit und Musse haben, einen Kurs zu besuchen. Mit der diplomier-

ten Wellnesstrainerin und Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner lernen die Teilnehmenden verschiedene Meditationstechniken kennen und erhalten Einblick in die Kunst des stillen Sitzens in der Präsenz und mit ruhigem Geist. Herzlich willkommen sind auch Eltern, die neue Techniken für eine schnelle Entspannung und Gelassenheit für den Familienalltag lernen möchten. Für Kinder ist die hauseigene Kinderhüeti mit freundlichem Ambiente für die Dauer des Kurses gegen einen kleinen Aufpreis von sechs Franken pro Kind und Stunde geöffnet. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

«Die grüne Lüge» Im Zentrum Kafimüli in Stallikon läuft am 1. November im Rahmen des sechsten «Filme für die Erde»-Kinoabends der Film «The Green Lie». Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Hurra! Schenkt man den Konzernen Glauben, lässt sich per Kaufentscheid die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote («Plastic Planet», «Alles unter Kontrolle») in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können. (pd.)

15

«Rifferswil spielt wie verrückt!» Herbstfest zum Abschluss des Jubiläumsjahrs

Kochen: ein gesundes Erlebnis Am Samstag, 9. November, von 11 bis 13 Uhr, zeigt die Ernährungsberaterin Simone Kleiner im Familienzentrum, wie Kinder aus gesunden Zutaten ein leckeres Menü zaubern.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Am Herbstfest vom 1. bis 3. November können Klein und Gross Körper und Geist herausfordern, bei Bogenschiessen, Brett- und Kartenspielen, einer Schnitzeljagd oder auf dem Kissenschlachtbalken. Zur körperlichen und mentalen Stärkung gibts feines Essen und Musik. Anstelle einer einzigen Sause drei Fest-Wochenenden aufs ganze Jahr verteilt – so feiert Rifferswil sein 1000-jähriges Bestehen. Das Frühlingsund das Sommerfest sind längst passé (der «Anzeiger» hat berichtet), nun steigt vom 1. bis 3. November das Herbstfest unter dem Motto «Rifferswil spielt wie verrückt!» Zum Auftakt laden die Schule und der Kindergarten am Freitagabend zu einem Lichter-Klangfest auf den Pausenplatz. Es gibt Kürbissuppe und Brot für alle. Der Samstagmorgen beginnt um 9.30 Uhr mit Spielen und Basteln für Kleinkinder im Spielgruppenraum der Schule. Es folgt um 11 Uhr ein Keramik-Wokshop. Über Mittag wird in der Mehrzweckhalle Raclette mit Gschwellti gereicht. Das Nachmittagsprogramm beginnt um 13.30 Uhr mit Alphornklängen auf dem Pausenplatz, ehe die Kindergärtler bis Zweitklässler um 14 Uhr auf die Schnitzeljagd gehen. Der Start ist beim Tränkegass-Brunnen. Gleich-

Bereits das Sommerfest stiess auf viel Anklang, nun steht das Herbstfest an. (Archivbild Marianne Voss)

zeitig kann man sich beim Bogenschiessen, beim Tischtennis, auf dem Kissenschlachtbalken, beim Boule oder bei anderen spielerischen und gestalterischen Aktivitäten amüsieren. Um 16 Uhr startet dann am Tränkegass-Brunnen die grosse Schnitzeljagd durchs Dorf für alle ab der 3. Klasse. Als «Fest des Schenkens» – oder «Potlatsch», wie es bei den Indianern im pazifischen Nordwesten hiess – steigt dann um 18.30 Uhr das Abendessen in der Mehrzweckhalle. Jeder darf Speisen zum gemeinsamen Büffet beitragen, gerne auch exotische und unbekannte. Und nach dem Konzert der Band Dacustico rundet die Volleyballnacht für alle den Samstag ab.

Den Sonntag lanciert am Mittag das Pilzrisotto für alle in der Mehrzweckhalle, musikalisch begleitet durch die «Jungjodler vo Huuse», ehe um 14 Uhr der Spiele- und Workshop-Betrieb weitergeht. Das Konzert des Collegium Vocale Grossmünster um 17 Uhr in der Kirche läutet dann das Ende des Festwochenendes ein. Zu hören ist Musik aus 10 Jahrhunderten – und natürlich das Riffi-Lied. Um ca. 18.15 Uhr folgt noch der Apéro für alle beim Dorfbackofen – eine Gelegenheit, die Erlebnisse des Wochenendes noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen. (pd./tst.) Weitere Infos: www.1000jahrerifferswil.ch.

Zu Hause wohnen, auch wenn es alleine nicht mehr geht

Sorgende Gemeinschaft Obfelden – es geht weiter Sorge um andere als Gemeinschaftsaufgabe – dazu werden in Obfelden aktuell Lösungsansätze erarbeitet. Das nächste Treffen ist am kommenden Montag, 4. November. Nicht mehr selbstständig zu sein, ist für die meisten Menschen ein Schreckensszenario. Für viele, die mit einer chronischen Krankheit oder Behinderung leben oder durch das Alter stark gezeichnet sind, ist dies allerdings Alltagsrealität. Damit sie trotzdem zu Hause wohnen können, braucht es Unterstützung. Wer gewährt diese Unterstützung? Angehörige leisten den Löwenanteil – und werden dabei nicht selten selbst krank. Das Förderprogramm zur Entlastung betreuender und pflegender Angehöriger des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) läuft gerade aus, Ende Oktober werden die Resultate veröffentlicht. Eine der ersten Veröffentlichungen dieses Förderprogramms widmet sich Sorgenden Gemeinschaften – ein Konzept, das gerade viel diskutiert

Die Sorgende Gemeinschaft setzt sich dafür ein, dass Menschen auch dann weiterhin zu Hause wohnen können, wenns alleine nicht mehr geht. (Bild zvg.) wird. Betreuung von Menschen, die ihren Alltag nicht (mehr) selbstständig bewältigen können, ist in Sorgenden Gemeinschaften auf viele Schultern verteilt: Gemeinde, Professionelle, Angehörige, Freiwillige. Sorge um andere als Gemeinschaftsaufgabe, jede und jeder trägt einen Teil bei. Könnte dies die Lösung sein, die es Menschen ermöglicht, länger zu Hause zu leben? Diese Frage stellt man sich in Obfelden. Am 2. September wurde über das Projekt «Sorgende Gemeinschaft Obfelden» informiert (der «Anzeiger» hat berichtet).

Es kamen über 80 Personen, von denen mehr als 10 mitarbeiten wollen. In zwei Arbeitsgruppen werden nun gemeinsam Unterstützungsbedürfnisse erfasst und Lösungs-Ideen für Obfelden entwickelt. Das Projektteam lädt alle Interessierten ein, die ersten Umsetzungsschritte zu gehen. Heidi Kaspar Erstes Arbeitstreffen am Montag, 4. November, 18 bis 20 Uhr, Mehrzweckgebäude Brunnmatt, Obfelden. Weitere Informationen sind per E-Mail bei sorgende.gemeinschaft@obfelden.ch erhältlich.

Unterstützung für Menschen mit Demenz In diesem Tagebau in Deutschland wird Braunkohle gefördert. (Bild zvg.) Freitag, 1. November, 20 Uhr, (Türöffnung um 19.30 Uhr), Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11, Stallikon. Der Eintritt ist kostenlos (Kollekte zur Deckung der Unkosten). Sprache: Deutsch/Englisch, Untertitel: Deutsch. Infos: www.adrianavogt.ch, www.FILMEfürdieERDE.org/events.

Alzheimer Zürich arbeitet seit Neustem mit der Stiftung Sonnweid im Bereich der ALZ-Gipfeltreffen zusammen. Damit werden Betroffene zukünftig direkt unterstützt. Alzheimer Zürich bietet an verschiedenen Standorten Aktivierungs- und Gesprächsgruppen für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten und begin-

nender Demenz an. Diese finden dabei Gleichgesinnte, mit denen sie unter fachkundiger Leitung einen Nachmittag lang diskutieren, sich austauschen, spielen, rätseln, sich in der Natur bewegen oder kreativ und künstlerisch tätig sind. Die Stiftung Sonnweid unterstützt finanziell Menschen mit Demenz, die einen Heimaufenthalt nicht aus eigenen oder staatlichen Mitteln finanzie-

ren können. Seit dem 1. Oktober 2019 vergünstigt sie jede Teilnahme in allen ALZ-Gipfeltreffen mit 25 Franken pro Teilnehmer. Der Eintritt in die Gruppe ist jederzeit möglich. Das ALZ-Gipfeltreffen in Affoltern finden jeweils am Montag und am Donnerstag von 11.30 bis 16.30 Uhr statt. (pd.) Weitere Auskünfte über Ort und Kosten erteilt Ursula Jarvis, Tel. 078 676 10 22.


16

Veranstaltungen

Dienstag, 29. Oktober 2019

«Female Pleasure»

«Entspann dich!»

Am Mittwoch, 6. November, präsentiert das Kinofoyer Lux den Film «Female Pleasure» von Barbara Miller. Die Regisseurin ist vor Ort.

Dreiteiliger «Entspann dich!»-Kurs im Familienzentrum Affoltern

Doku-Film im Kinofoyer Lux

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm, welcher die Protagonistinnen in ihren Heimatländern oder in die von ihnen bereisten Regionen begleitet. Dokumentiert wird die Arbeit der ehemaligen Ordensfrau Doris Wagner, der japanischen Künstlerin Rokudenashiko, der für die Selbstbestimmung muslimischer Frauen kämpfenden Somalierin Leyla Hussein, der Jüdin Deborah Feldman, die sich mit ihrem Buch «Unorthodox» von ihrer Herkunft freischrieb und der Inderin Vithika Yadav, die via Online-Plattform und Strassenaktionen ermuntert, sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren. Die Aktivistinnen brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, welches ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit positiver Energie schildert die Dokumentation, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Me-

Im Entspannungskurs, der am 8. November um 19 Uhr startet, lernen die Teilnehmenden verschiedene und alltagstaugliche Entspannungstechniken, wie progressive Muskelrelaxation, Meditation, Atemtechniken, Stretching und Energiearbeit kennen.

«Jodelphonie» zusammen mit der Harmonie

In einem ausgeglichenen Leben wechseln sich die Zustände von Anspannung und Entspannung in einem natürlichen Fluss ab. Ständig in einer körperlichen und geistigen Anspannung oder Entspannung zu sein, wirft die Balance des Körpers aus dem Gleichgewicht. Für die optimale Gesundheit sind somit beide Zustände von Wichtigkeit. Leider ist es heute so, dass unser Körper durch die Hektik des Alltages sehr viel öfter in einem stressigen Zustand und ständig unter Spannung als unter Entspannung steht. Viele Menschen entwickeln dadurch verschiedene Symptome, die sich über den Körper, Geist, Gefühle und Verhalten ausdrücken. Die Folgen sind mittlerweile bekannt. Es stellen sich Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindel, Herzrasen, Atembeschwerden, Schmerzen im Kopf, Nacken, Rücken und Gelenken ein. Chronische Müdigkeit, Antriebs-

Am Samstag, 9. November, sowie am Sonntag, 10. November, finden zwei Kirchenkonzerte des Jodlerklubs Affoltern statt.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Mit dem Kirchenkonzert beschliesst der Jodlerclub sein 75-Jahr-Jubiläum. Unter dem Motto Jodelphonie verspricht dieses Konzert ein ganz spezielles Hörvergnügen. Was geschieht,

Fünf mutige, selbstbewusste Frauen stehen im Zentrum des Films. (Bild zvg.) chanismen sind, welche die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann. (pd.) «Female Pleasure». Dok, CH/D 2018, 97 Minuten, von Barbara Miller, Mittwoch, 6. November, 20.15 Uhr, Aula Oberstufe Ennetgraben, Affoltern. Die Regisseurin ist anwesend.

wenn sich Blasmusik und Jodeln verbinden ? Ist ja klar: Blasjomudeln! Für alle Mitglieder ist es eine grosse Freude, zusammen mit der Harmonie Affoltern dieses Konzert aufzuführen. Unter der bewährten Leitung von Therese Lüscher, Dirigentin des Jodlerklubs, und Martin Schiesser, Dirigent der Harmonie, möchte der Club seinen Gästen wunderbare Jodelmelodien und Blasmusik präsentieren. Das Publikum erwartet ein stimmiges und einzigartiges Kirchenkonzert. (pd.)

Wie wäre es, dieses Jahr professionelle, weihnachtliche Fotos oder Fotogeschenke an Weihnachten zu verschenken? Im Familienzentrum findet am 9. November von 13.30 bis 16.30 Uhr ein professionelles FotoShooting mit der Fotografin Rima Nader statt.

November, 19 Uhr, reformierte Kirche Affol10. November, 17 Uhr, Pfarrkirche Jonen.

losigkeit, bis hin zur Erschöpfung, sind oft Folgen von Schlafstörungen oder auch Störungen des gesamten Magen-Darmtraktes. Bis hin zu Gereiztheit, innerer Unruhe und einem Gefühl von Hilflosigkeit. Im «Entspann dich!»-Kurs lernen die Teilnehmenden verschiedene und alltagstaugliche Entspannungstechniken kennen. Diese helfen ihnen, sich bewusst in einen entspannten Zustand zu bringen. Die diplomierte Wellnesstrainerin und Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner

zeigt ebenfalls an praktischen Beispielen auf, wie Bewusstsein und Unterbewusstsein funktionieren oder warum der Atem für das Wohlbefinden so wichtig ist. Im Kurs wechseln sich Theorie und das direkte, körperliche Erleben der Entspannung ab. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Professionelles Foto-Shooting am Samstag, 9. November

Konzert am Samstag, 9.

tern oder am Sonntag,

Bei permanentem Stress können Herz- und Kreislaufbeschwerden oder Erschöpfung die Folge sein. Umso wichtiger ist die Entspannung. (Bild zvg.)

Geschenkidee der anderen Art: professionelle Fotos. (Bild zvg.)

Alle Interessierten können sich auf dem eingerichteten Shooting-Set in einer wunderschön-weihnachtlichen Dekoration mit ihren Kindern fotografieren lassen. Das Shooting dauert pro Kind oder Geschwister-/Eltern-Kind-

Paar ungefähr 15 bis 20 Minuten. Nach dem Shooting werden alle nachbearbeiteten Bilder per E-Mail zugeschickt. Das Shooting findet in zwei Gruppen statt, sodass die Wartezeit für die Kleinen überschaubar bleibt. Während der Veranstaltung ist das Kafi mit Spielzimmer im Erdgeschoss geöffnet. Alle Gäste können dort ihre Wartezeit mit einem feinen Kaffee und Kuchen überbrücken. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Info finden sich auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Weitere Infos auf

Der Jodlerclub Affoltern lädt zum Konzert. (Bild zvg.)

www.jodlerklubaffolternamalbis.ch.

Falten bügeln – einfach, schnell und tadellos Das Ortsmuseum Affoltern und Zwillikon wartet einmal mehr mit Fundstücken aus längst vergangenen Zeiten auf. Dieses Mal im Fokus: ein Bügeleisen. Und so geht es weiter in der Werbung: Falbu ist einfach und handlich. Jeder Herr kann sich seine Hosenfalten in wenigen Minuten spielend selber bügeln. Eine Wohltat für Herren, die viel auf Reisen sind und Wert auf tadellose Bügelfalten legen! Eingebaut ist ebenfalls ein Tauchsieder, der es ermöglichte, Wasser zu erhitzen, beispielsweise für die Rasur, fürs Zähneputzen oder zum Waschen. So wurde dieses Produkt in den 50er-Jahren angepriesen, und laut Prospekt soll es eine solide Schweizer Konstruktion sein, bekannt in allen europäischen Ländern und in den USA. Hergestellt wurde es in Villingen. Schön, dass bereits vor bald 70 Jahren die Herren zu mehr Selbstständigkeit erzogen wurden, mindestens auf Reisen. (UG)

Das Museum ist jeweils am 1. Samstag im Monat, von 10 bis 16 Uhr, geöffnet. Das nächste Mal am Samstag 2. November. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Besuche und Führungen mit Gruppen sind auf Voranmeldung jederzeit möglich. Telefon 044 761 81 76 (Hansruedi Huber) oder 044 761 77 42 (Ursula Grob).

Die Falbu-Haushalthilfe aus den 50er-Jahren ergänzt die Sammlung von Bügeleisen. (Bild zvg.)

Zusammen feiern und tanzen

Die Mittelstufendisco in Affoltern geht am 2. November wieder los Die Tage werden wieder kürzer, dafür öffnet der Jugendtreff Hirtschür seine Pforten für die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe. Gemeinsam mit dem Familienzentrum und dem Familienclub hat die Jugendarbeit Affoltern die Mittelstufendisco geschaffen, ein Angebot für alle aus der vierten, fünften und sechsten Klasse. Diese ermöglicht den Jugendlichen nicht nur die Teilnahme an einer altersgerechten Disco, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich zu engagieren. Nachdem die Mädchen und Jungen einen Bar- oder DJ-Kurs absolviert haben, können sie dieses Wissen gleich umsetzen. Hinter der Bar werden alkoholfreie Cocktails gemischt und Hot Dogs zubereitet, die DJs können beim Mischpult ihre Musikkünste zur Schau stellen und den Abend mit abwechslungsreicher Musik begleiten. Die erste Disco findet am 2. November unter dem Motto «Halloween» statt. Nicht nur der Treff verwandelt sich in eine Schreckenskammer, son-

dern auch die Besuchenden können sich verkleiden. Das lohnt sich, denn die Person mit dem gruseligsten Kostüm erhält einen Preis! Ausserdem gibt es die Möglichkeit, sich schminken zu lassen. Die zweite Disco findet am 7. Dezember statt und widmet sich der «Weihnachtsbäckerei». (pd.)

2. November (Halloween) und 7. Dezember (Weihnachtsbäckerei), 19 bis 22 Uhr, Eintritt: 5 Franken. Die Jugendarbeit, das Familienzentrum und der Familienclub freuen sich über Teilnehmende und neue Mitwirkende hinter der Bar und dem DJ Pult. Bei Fragen oder Interesse zum Mitmachen: Jessica Volmar, Jugendarbeiterin, 079 721 58 78. jessica.volmar@vjf.ch, , www.ja-aaa.ch.

Am 2. November startet die Mittelstufendisco zum Motto «Halloween». (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 29. Oktober 2019

17

Vielseitiger Reformationssonntag in Kappel Gottesdienst, Prophezey und Buch-Vernissage am 3. November Auch in diesem Jahr begehen die Säuliämtler Kirchgemeinden den Reformationssonntag am 3. November gemeinsam in Kappel. Auf den festlichen Gottesdienst folgt ein kleiner Imbiss mit Gerstensuppe und Zwinglibrot. Und wer mag, besucht noch einen der beiden Workshops oder stösst dazu. «Du meine Seele singe» – Das Motto des gemeinsamen Gottesdienstes in der Klosterkirche, der um 10 Uhr beginnt, lässt es erahnen: Das Singen wird in diesem Gottesdienst eine grosse Rolle spielen. Ein Projektchor, bestehend aus dem Ottenbacher Chor, dem Gospelchor Affoltern und Gastsängern trägt unter der Leitung von Anette Bodenhöfer das Seine dazu bei und lädt zum Mitsingen ein. Das Wort führt in diesem Gottesdienst ein gemischtes Pfarrteam: Elisabeth Armingeon, Ottenbach, Andreas Fritz, Mettmenstetten, Claudia Mehl, Maschwanden und der Kappeler Christof Menzi gestalten den Gottesdienst mit Abendmahl zusammen. Wer im letzten Jahr dabei war, hat erlebt, wie belebend ein solcher vielstimmiger Gottesdienst ist und wie schön es ist, wenn Menschen aus verschiedenen Gemeinden zusammen feiern. Der Besuch des Gottesdienstes ist wärmstens empfohlen. Dicke Socken und Jacken ebenso. Die Kirche ist nicht beheizt!

In der historischen Prophezey übersetzten Zwingli und seine Mitstreiter zwischen 1525 und 1529 die gesamte Bibel. Nahrung für Seele, Leib und Geist Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es – je nach Witterung unter Dach oder im Freien – eine Kappeler Gerstensuppe und dazu ein letztes Mal das feine Zwinglibrot, das der Albis Beck zusammen mit der Kirchgemeinde Mettmenstetten eigens zum Zwinglijahr kreiert hat. Um 12 Uhr locken dann zwei zirka 90-minütige Workshops: eine «Prophezey» mit Säuliämtler Beteiligung im Kapitelsaal und die Vernissage des neuen Buches von Barbara Hutzl-Ronge «Zürich – Spaziergänge durch 500 Jahre überraschende Stadtgeschichte» im Zwinglisaal. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ungeachtet ihrer Konfessi-

Mit spitzer Feder und österreichischem Charme: Barbara Hutzl-Ronge hat ein neues Buch geschrieben. (Bilder zvg.)

ons- oder Religionszugehörigkeit. Die Gäste haben die (Qual der) Wahl!

Die «Prophezey»: eine Übersetzungswerkstatt Was machen reformierte Theologinnen und Theologen eigentlich mit der Bibel? Seit Zwinglis Zeiten: übersetzen! Vom Urtext ins Deutsche und vom Text ins Leben. Und dies am besten im Team. Diesmal steht ein reformatorischer Schlüsseltext aus dem Neuen Testament im Mittelpunkt, der zunächst im griechischen Urtext und dann aus einer Froschauer Bibel von 1531 in der Original-Übersetzung von Zwingli & Co vorgelesen wird. Nach diesem Hörerlebnis der besonderen

Art, diskutieren die Obfelder Pfarrerin Eva Eiderbrandt, ihr Affoltemer Kollege Pfarrer Werner Schneebeli und der Zürcher Neutestamentler Prof. Stefan Krauter unter der Leitung des neuen theologischen Leiters des Klosters Kappel, Volker Bleil, wie der Text nach heutigen Erkenntnissen «richtig» zu übersetzen und für Heutige zu verstehen ist. Wie zu Zwinglis Zeiten dürfen bei dieser sogenannten «Prophezey» alle Anwesenden mitdiskutieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

«Magisches Zürich» bekannt. Andere haben sie vielleicht als versierte und unterhaltsame Stadtführerin durch die Zürcher Reformationsgeschichte kennengelernt. Für ihre nicht weniger als sieben Führungen, mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten hat die begeisterte Wahl-Zürcherin eine Fülle von Geschichten und Anekdoten zur Zürcher Reformation zusammengetragen, die sie nun auch zu einem Buch verarbeitet hat, das soeben erschien. In diesem Workshop – eigentlich eine Vernissage – wird sie Kostproben daraus zum Besten geben: Bekanntes und Unbekanntes, Erhellendes und Skurriles, Bedenkliches und Wegweisendes aus der Reformationszeit, hervorragend recherchiert und lebendig dargeboten. Natürlich kann das druckfrische Buch anschliessend auch noch erworben werden: Die Affoltemer Buchhandlung Scheidegger steht mit einem Büchertisch bereit und Barbara Hutzl-Ronge signiert. (pd.) Sonntag, 3. November, Kirche und Kloster Kappel: Gottesdienst mit Abendmahl und Projektchor um 10 Uhr. Imbiss. Workshops von 12 bis zirka 13.30 Uhr. Büchertisch bis 14 Uhr. Besucherinnen und Besucher nutzen für die Fahrt nach Kappel, wenn möglich, bitte den

Reformationsgeschichten für Kenner und Neulinge Einigen ist die Autorin Barbara HutzlRonge vielleicht durch ihren Bestseller

öffentlichen Verkehr. Parkplätze sind beim Kloster und Gemeindesaal Kappel in beschränkter Anzahl vorhanden. Ob von der eigenen Kirchgemeinde ein Fahrdienst angeboten wird, ist der jeweiligen Website zu entnehmen.

Ämtler Bibliotheken im November Bibliothek Aeugst Mittwoch, 6. November, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer für Kinder ab 3 Jahren. Freitag, 8. November, 18 Uhr: Schweizer Erzählnacht unter dem Motto «Wir haben auch Rechte!». Schulkinder von der 1. bis 6. Klasse gestalten den Abend. Mittwoch, 13. November, 15 Uhr: Wie Kinder die Sprache entdecken. Buchstart-Infoveranstaltung von Dominique Sigrist, Logopädin der Schule Aeugst. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen 6 und 36 Monaten. Anmeldung erforderlich. Freitag, 15. November, 19 Uhr: Reisebericht über Chile und Patagonien. Maja und August Scheiwiller berichten von ihrer erlebnisreichen Reise. Kleiner Apéro, Eintritt frei, Kollekte.

Regionalbibliothek Affoltern Freitag, 1. November, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Dienstag, 5. November, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Donnerstag, 14. November, 19.30 Uhr: Lesung und Gespräch mit dem irakischen Schriftsteller Usama Al Shahmani. Der Autor erzählt von seinem Leben zwischen zwei Kulturen und liest aus dem Buch «In der Ferne sprechen die Bäume arabisch». Mit Apéro. Eintritt 15 Franken. Freitag, 15. November, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 16. November, 11 bis zirka 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren begeben sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten. Anmeldung nicht erforderlich. Montag, 18. November, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinfüh-

rung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 20. November, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Aus dem Leben eines Taugenichts» von Joseph von Eichendorff diskutiert. Donnerstag, 21. November, 15.30 bis ca. 16 Uhr: Buchstart-Treff. Freitag, 29. November, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 30. November, 11 bis 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung.

Bibliothek Bonstetten Samstag, 2. November, 10 bis 13 Uhr: e-book-Sprechstunde. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Dienstag, 5. November, 17 bis 19 Uhr: Spielabend für Kinder und von 19 bis 21 Uhr: Spielabend für Erwachsene. Das eigene Lieblingsspiel mitbringen oder die Spiele der Bibliothek ausprobieren. Freitag, 8. November, ab 18.15 bis 20.30 Uhr: Erzählnacht in der Primarschule und Bibliothek. Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Primarklasse lesen. Mittwoch, 20. November, 9.30 bis zirka 10 Uhr: «Buchstart und Reim». Für Kinder von 1½ bis 4 Jahre in Begleitung. Mittwoch, 27. November, 15 Uhr: Gschichte-Zyt am Adventsbasar. Samstag, 30. November, 9.30 bis 10 Uhr: Gschichte-Zyt in der Bibliothek. Für Kinder ab 4 Jahren in Begleitung. Bibliothekarinnen erzählen eine Geschichte oder zeigen ein Bilderbuchkino.

Bibliothek Hausen Mittwoch, 13. November, 19.30 Uhr: Lesung mit Arno Camenisch in der Bibliothek. Der Bündner Autor und Performer liest aus seinem neuesten Roman «Herr Anselm» – ein frisches, witziges und herzenswarmes Buch

über das Werden und Vergehen. Eintritt 20 Franken. Beschränkte Platzzahl, Anmeldung empfohlen unter bibliothek@hausen.ch oder unter Telefon 044 764 21 73.

Bibliothek Hedingen Freitag, 8. November: Erzählnacht in der Bibliothek Hedingen für Hedinger Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Primarstufe. Mittwoch, 13. November, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treffen. Für Eltern mit Kindern von 9 bis 24 Monaten. Mit Reimen und Versen in die Welt der Sprache eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen. Mittwoch, 20. November, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren.

Bibliothek Knonau Samstag, 2. und 16. November, 10 bis 12 Uhr: Die Bibliothek ist geöffnet. Mittwoch, 13. November, 15 bis 15.45 Uhr: Gschichtä-Ziit. Für Kinder ab 3 Jahren. Mittwoch, 20. November: Senioren-Mittagstisch.

Bibliothek Mettmenstetten Montag, 4. November, 9 bis 10 Uhr. Büchermorgen. Bibliothekarinnen stellen Herbstneuheiten vor. Mittwoch, 13. November, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen.

Bibliothek Obfelden Freitag, 1. November, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 20. November, 14 bis ca. 15 Uhr: Adventskalender – Figurentheater mit Susi Fux. Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt 5 Franken pro Person. Anmeldung bis 13. November. Die Bibliothek bleibt während der Aufführung geschlossen.

Freitag, 22. November, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren.

Bibliothek Ottenbach Dienstag, 5. und 19. November, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Mittwoch, 27. November, 14 Uhr: Kamishibai-Koffertheater für Kinder ab 3 Jahren. Freitag, 29. November, 15 bis 17 Uhr: Kafi International. Ungezwungener Begegnungstreff für alle mit Kaffee und Kuchen. Erweiterte Öffnungszeiten während des Winterhalbjahres: Bis zu den Frühlingsferien 2020 ist die Bibliothek jeweils wieder am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Bibliothek Rifferswil Samstag, 2. November, und Sonntag, 3. November, von 14 bis 16 Uhr: Brettspiele und Kuti am Herbstfest. Anlässlich des Jubiläumsjahrs «1000 Jahre Rifferswil» können die Besucherinnen und Besucher verschiedene Brettspiele, auch mitgebrachte, ausprobieren und kennen lernen. Ausserdem werden den ganzen November lang zwei Kutis (eine einfache Spielkonsole mit schnellen und lustigen Spielen und Quizzen für alle Altersgruppen) in der Bibliothek zur Verfügung stehen. Mittwoch, 20. November, 14 bis 17 Uhr: Gestaltungsnachmittag für Kinder von 5 bis 10 Jahren in der Bibliothek. Eigene Karten mit Chris Husi (www.atelier-allegra.ch) malen, kleben und gestalten. Unkostenbeitrag 3 Franken pro Kind.

Bibliothek Stallikon Ab Montag, 4. November, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Mittwoch, 13. November, 15.30 bis 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und

Spiel». Alle Eltern und Grosseltern mit Kleinkindern sind herzlich eingeladen. Freitag, 22. November, und Mittwoch, 27. November, von 15.30 bis 18 Uhr: Weihnachts-Bastelnachmittage. Das Team freut sich auf alle Kinder, die Lust haben zu basteln. Freitag, 29. November, 19.30 Uhr: Kabarett-Duo Satz & Pfeffer mit «Alle echte Orth». Sprachakrobatik vom Feinsten! Verabschiedung der langjährigen Co-Leiterin Silvia Bürgisser. Alle sind herzlich willkommen. Eintritt 10 Franken, mit Apéro. November und Dezember: grosser Thementisch mit Bastel-, Geschichtenund Hörbüchern und DVDs zur Advents- und Weihnachtszeit.

Bibliothek Wettswil Freitag, 8. November, 20 bis 22 Uhr: Schweizer Erzählnacht zum Thema «Wir haben auch Rechte!» für Jugendliche ab der 4. Klasse. Anmeldung bis 6. November, Platzzahl beschränkt. Samstag, 9. November, 14 bis 15 Uhr: «Gopf, Martha!». Kindertheater (ab 5 Jahren) des Theaters Bilitz. Billette à 6 Franken in der Bibliothek erhältlich, Platzzahl beschränkt. Mittwoch, 27. November, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 27. November, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 27. November, 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel. Es wird das Buch «Balaton Brigade» von György Dalos besprochen. Anmeldung in der Bibliothek. Samstag, 30. November, 10 bis 17 Uhr: Adventsmäärt. Die Bibliothek ist durchgehend geöffnet. Der Maker Space «Roboter» steht zum Ausprobieren zur Verfügung. Ausgeschiedene Medien werden verkauft. Ausserdem: 10 bis 11 Uhr: Infos und Beratung zur Onleihe / 13 bis 16 Uhr: Basteltisch für Kinder ab 5 Jahren in Begleitung / 14 bis 14.30 Uhr: Adventsgeschichte für Kinder ab 4 Jahren in Begleitung. (I.S.)


20

Sport

Dienstag, 29. Oktober 2019

Von Hawaii direkt aufs Podium Philipp Koutny holt sich den 2. Platz am Ironman Malaysia Nur knapp 13 Tage nach seinem sensationellen 8. Platz an der Ironman Weltmeisterschaft in Kona setzte Philipp Koutny ein weiteres Ausrufezeichen mit einem überragenden 2. Platz am Ironman Malaysia.

Vorsprung von elf Minuten auf den Drittplatzierten.

Eine klare Ansage

Nur gerade 13 Tage nach seinem Top10-Rang an der Ironman-Weltmeisterschaft in Kona ging der Aeugster Triathlon-Profi Philipp Koutny in Malaysia direkt wieder an den Start eines Langstrecken-Triathlons. Er sei gut in Form und wolle nochmals ein Zeichen setzen, meinte der 36-Jährige. Das Rennen in Malaysia war gut besetzt, mit Namen wie Javier Gomez, mehrmaliger Weltmeister, oder Andy Potts, auch schon Ironman Weltmeister. Dennoch war Koutny nicht als Tourist in Malaysia und hatte sich mindestens einen Podestplatz als Ziel gesetzt.

Ein mutiges Rennen Das Rennen in Langkawi begann, anders als in Hawaii, mit einem guten Schwimmstart. Der Baselbieter kam als Vierter aus dem Wasser, knapp zwei Minuten hinter den beiden Favoriten Javier Gomez und Andy Potts, welche beide nicht in Hawaii am Start waren. Danach gings los mit der Aufholjagd. Bereits nach wenigen Kilometern hatte Koutny die Verfolgergruppe ein- und überholt und konnte zu Gomez an der Spitze aufschliessen. Kurz vor Hälfte der Radstrecke griff er an und begann seine einsame

Der Aeugster Philipp Koutny krönt seine bisher erfolgreichste Saison mit einem 2. Platz am Ironman Malaysia. (Bild zvg.) Flucht. «Gomez gilt als einer der besten Läufer in der Geschichte des Triathlons, aber auf dem Rad kann ich ihn aus der Reserve locken», meinte ein zuversichtlicher Koutny zu seiner mutigen Rennstrategie, «ich fühlte mich gut und wusste, dass wenn ich hier gewinnen will, muss ich den Unterschied auf dem Rad machen.»

Das Laufduell gegen eine Legende Beim Wechsel auf die Laufstrecke hatte Koutny einen Vorsprung von zehn

Minuten auf Gomez, der nun seinerseits die Verfolgung aufnahm. Eine beeindruckende Leistung, und dies nur zwei Wochen nach seinem letzten Ironman. «Es war heisser und feuchter als in Hawaii und gleich von Anfang an erinnerten mich meine Beine daran, dass Kona erst vor zwei Wochen war», so Koutny, der auf die übliche Erholungsdauer von mindestens einem Monat nach einem Langstrecken-Triathlon verzichtete. Trotzdem konnte der Schweizer seine Führung lange behaupten. Doch

der Ausnahmeläufer Gomez vermochte stetig Meter gutzumachen und holte den Säuliämtler neun Kilometer vor dem Ziel ein. Der Spanier übernahm auch sogleich die Führung und gewann den Ironman von Malaysia und somit das Ticket für die Weltmeisterschaft in Kona. Der Schweizer kam als hervorragender Zweiter ins Ziel und meinte nach dem Rennen: «Mit frischeren Beinen hätten mir diese zehn Minuten wohl gereicht, um den Sieg nach Hause zu bringen.» So aber wurde er undankbarer Zweiter mit einem

«Solche Rennen machen Lust auf mehr», gab Koutny mit einem lachenden und einem weinenden Auge preis. «Ich bin hierhergekommen, um einen Sieg und somit bereits einen HawaiiSlot für 2020 zu holen. Diesen so knapp zu verpassen tut weh. Gleichzeitig ist dieser zweite Platz ein riesiger Erfolg», fügte ein müder, aber doch zufriedener Koutny hinzu. Am Ende des Rennens hatte die fehlende Frische den Unterschied gemacht. Auf die Frage, ob er in zwei Wochen den nächsten Ironman mache, antwortete Koutny herzhaft lachend: «Heute zu starten war bereits sehr unkonventionell, nun freue ich mich auf ein paar Wochen Erholung.» Er merke aber, dass er vorne in der Weltspitze angekommen sei und bei jedem Rennen vorne mitmischen könne. «Ich fühle mich sowohl körperlich wie auch mental immer stärker. Ich freue mich bereits jetzt auf die Saison 2020 und hoffentlich auch eine Revanche», sagte der Schweizer, auf seine Medaille blickend. Koutny schliesst somit seine erfolgreichste Saison mit einem Podestplatz ab und verpasst die frühe Qualifikation für Hawaii nur knapp. Um sich diese zu sichern, hat er aber noch ganze elf Monate Zeit. Mit dieser starken Saison hat der Schweizer klar aufgezeigt, dass im nächsten Jahr mit ihm zu rechnen ist. (pd.)

Der Weg an die BMX-Weltspitze

Saisonbilanz des Obfelders Tim Weiersmüller

Das Damen ZM Team 2019/2020 (Bild zvg.)

Saisonstart nach Wunsch Damen-ZM-Team siegt im Auftaktspiel Am Mittwochabend startete das Zürimeisterschafts-Damenteam von Volley S9 mit dem ersten Spiel zu Hause in die neue Saison. Bereits dreimal in Folge gelang es dem Team, diese Meisterschaft zu gewinnen. Nachdem vor einigen Wochen ein Trainingsspiel gegen ein internes Team nicht sehr erfolgreich endete, waren die Spielerinnen leicht verunsichert. Würde es weiterhin gelingen, siegreich zu punkten? Im ersten Satz gegen die Lemon Chicks aus Zürich schien es rasch klar. Mit vielen guten Angriffen und wenig Gegenwehr der Gäste schafften es die Ämtlerinnen, den ersten Satz mit 25:15 für sich zu entscheiden. Aber schon im zweiten Satz drehte das Team aus Zürich auf, holte erfolgreich viele Bälle und blieb immer an S9 dran. Diese wehrten sich erfolgreich und holten sich auch den zweiten Satz mit 25:19. Mit zehn Spielerinnen als Einsatzmöglichkeit konnten die bei-

den Coaches des Heimteams nochmals alle Register ziehen. Das war auch nötig, denn die Zürcherinnen zeigten im 3. Satz ihr Können, fischten schwierige Bälle erfolgreich und setzten die Gegenmannschaft unter Druck. Es sah schon beinahe nach einem Verlust des 3. Satzes an die Gäste aus, als das Heimteam nochmals alle Reserven und volle Konzentration auspackte und sich den 3. Satz mit 25:23 und somit den Sieg holte.

Nachdem der BMX-Race-Fahrer Tim Weiersmüller 2018 die Swisscup-Meisterschaft in der Kategorie 15/16-Jährige gewonnen hatte, wurde er von Swiss Cycling ins U19-Nationalkader aufgenommen. Voraussetzung dafür war, die nächsten zwei Jahre in der Kategorie Junior Men (Vorstufe der professionellen Elite Men Kategorie) und nicht weiterhin als Challenge Fahrer, zu starten. Was für Tim immer schon klar war, denn er liebt die acht Meter hohe Startrampe und die viel grösseren Sprünge der Pro-Section und Pro-Lines welche für die Junior Men Pflicht sind. Voller Zuversicht und Motivation startete er im Winter die Saisonvorbereitung für 2019. Dabei wurde er aber immer wieder von wachstumsbedingten Rückenproblemen gebremst und verlor einige Wochen der wichtigen Vorbereitung. Der Start in die nationale und internationale Saison verlief dann auch nicht nach seinen Vorstellungen. Mit viel Ehrgeiz und zusätzlichen Trainings holte er Stück für Stück der feh-

Reichts auch dieses Jahr wieder? Erleichtert und erfreut über diesen ersten Sieg geht es nun ans Training für die kommenden Spiele im Verlaufe des Winters. Man darf gespannt sein: Wird es dem Team von S9 gelingen, die Meisterschafts-Siegesserie auch in dieser Saison wieder für sich zu entscheiden? Dorina Waibel

lenden Vorbereitung wieder auf und wurde immer stärker. Als zusätzliches Training nahm er auch an einigen Deutschschweizer Meisterschaftsrennen teil, welche er auch meistens gewann. Obwohl er nicht alle Rennen dieser Meisterschaft bestritt, beendete er sie auf dem 2. Gesamtrang.

International immer besser In der Swisscup Meisterschaft, musste er mit den Schweizer Elite-Fahrer starten, da es keine Junior Men Kategorie gibt. Auch da konnte er sich bei jedem Rennen steigern und erreichte am Schluss noch den starken 5. Gesamtrang. Auch international lief es immer besser. Bei den Europacup-Rennen erreichte er gegen Ende der Saison den Halbfinal, was im jüngeren Jahrgang eine respektable Leistung ist. Bei einem wichtigen UCI-C1-Rennen, Anfang Oktober in Esselbach (Deutschland) stand er im Finale der besten acht und belegte den 5. Platz. Am 19. Oktober nahm er am Open Night Rennen in Besancon Frankreich teil. Bei diesem Rennen startete Tim gemeinsam mit der Kategorie Elite Men und preschte bis ins Halbfinale vor. Mit dem 12. Platz war er mit Abstand der beste Junior Men Fahrer und wurde mit dem 1. Platz dieser Kategorie ausgezeichnet. Diese Steigerung gegen Ende der Saison lässt ihn für das nächste Jahr, wo er dann im älteren Jahrgang der Junior Men Kategorie startet, einiges erhoffen und gibt ihm die Kraft, sich diesen Winter noch besser vorzubereiten.

Die Leidenschaft treibt ihn an

Tim Weiersmüller. (Bilder zvg.)

Die grosse Leidenschaft zum Sport und die Faszination, wie viel Tempo man auf dem BMX-Rad mit nur einem

BMX – eine dynamische Sportart. Gang herausholen kann, ist es, die ihn immer wieder antreibt. Da die Rennen auf der ganzen Welt stattfinden, ist der finanzielle Aufwand enorm und ohne Sponsoren nicht zu stemmen. Darum hat sich Tim bei der Schweizer Sporthilfe angemeldet, welche den jungen Nationalkader-Athleten die Möglichkeit bietet, finanzielle Unterstützung zu finden (www.sporthilfe.ch/de/Wem-helfen-Sie/Athletenportraits/Patenathleten.html, Sportart Rad: BMX). (pd.)


Sport

Dienstag, 29. Oktober 2019

21

FCWB gewinnt das Tunnelderby Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Red Star – FC Wettswil-Bonstetten 1:2 (1:0) Nach dem Sieg am Mittwoch bei Balzers gelang dem FCWB am Samstag gegen Red Star ein weiterer Vollerfolg. Spielerisch sicherer als im Ländle, schlossen die Ämtler die englische Woche mit zwei Siegen ab. In der Startviertelstunde konnten die Zuschauer auf der Allmend-Brunau ein spielstarkes WB bestaunen, welches sich einige Chancen herausspielte. Nach einem schönen Spielaufbau über den gesamten Platz spielte der junge Hager zu Flavio Peter. Dieser fand allerdings in der Mitte keinen Abnehmer und so verstrich diese gute Möglichkeit. Nur wenige Minuten nach der ersten Chance wurde der agile Capone auf dem Flügel lanciert. Seinen Abschlussversuch sah er von Red Star-Hüter Beeler abgewehrt. Nach 15 Minuten gaben dann auch die Gastgeber ein erstes Lebenszeichen von sich. Nach einem Eckball stieg Stürmer Durand am höchsten und köpfelte den Ball knapp am weiten Pfosten vorbei. Ein munterer Auftakt in diesem Derby, und WB erspielte sich viel mehr Chancen als noch am Mittwochabend. Dies hatte aber vor allem auch mit dem Gegner zu tun. Denn die Stadtzürcher wollten jede Situation spielerisch lösen und begaben sich damit immer wieder in heikle Situationen, die meist in einem Ballverlust in der eigenen Hälfte endeten.

Erneute Niederlage des FC Hausen Am letzten Sonntag kassierte der FC Hausen beim Heimspiel gegen den FC Freienbach 2 im Jonentäli die siebte Niederlage im neunten Spiel. Somit bleiben die Hausemer unter dem Strich in der dritten Liga auf Platz 11. Bei herrlichem Herbst-Fussballwetter gastierte der FC Freienbach 2 in der neunten Runde der laufenden Saison im Jonentäli. Nach einem beidseitigen Abtasten in den ersten Minuten konnten die Gäste nach zehn Minuten den ersten Torerfolg feiern. Die Platzherren liessen sich durch den frühen Rückstand aber nicht beirren und spielten weiterhin nach vorne. Nach 26 Minuten wurde dies auch belohnt. Flurin Locher schloss eine schöne Kombination über mehrere Stationen mit dem Ausgleich ab. Trotz weiterer Szenen vor beiden Toren gingen die Teams mit dem Unentschieden in die Pause.

Weitschuss der Gäste führte zur Niederlage In der zweiten Halbzeit kamen beide Mannschaften im weiterhin ausgeglichenen Match zu Möglichkeiten. In der 57. Minute landete ein Weitschuss der Freienbacher von der Mittellinie zum Entsetzen der Hausemer im Tor. Das Heimteam versuchte in der restlichen halben Stunde alles und setzte die Gäste unter Dauerdruck. Doch wie schon seit Anfang der Saison fehlte im Abschluss das nötige Wettkampfglück. Statt dem sicher verdienten Punkt – oder sogar dem möglichen Sieg – standen die Hausemer am Schluss mit leeren Händen da. Nun gilt es, morgen Mittwoch beim Heimspiel gegen den Tabellensiebten aus Siebnen drei Punkte zu gewinnen, um über den Strich zu klettern. (mab.)

Chancen herauszuspielen. Doch nach Ablauf der regulären Spielzeit eroberte Dzelili mit einem Energieanfall den Ball und seine Flanke erreichte den eingewechselten Gruijicic. Der Schuss des jungen Stürmers landete am Querbalken, doch Lugo war zur Stelle und staubte zur 2:1-Führung in der 93. Minute ab. Danach ertönte der Schlusspfiff. Die Oswald-Elf steht nun mit 24 Punkten auf Rang zwei in der Tabelle. Diesen erfolgreichen Abschluss durfte die Mannschaft am Abend anlässlich der Supporter-Gala in einem speziellen Rahmen feiern. Nun stehen vor der Winterpause noch zwei Partien an und die Ämtler setzen alles daran, dem Leader aus Tuggen weiterhin an den Fersen zu kleben. Nächsten Samstag empfängt man im Moos den FC Dietikon und will auch zu Hause wieder einmal drei Punkte gewinnen. (LTh)

Trotz guter Chancen vermochten die Rotschwarzen in Hälfte eins nicht zu reüssieren. (Bild Kaspar Köchli) Attraktive Startphase Nach zwanzig Minuten marschierte Lugo die linke Flanke runter und stand plötzlich alleine vor Beeler. Doch anstatt selber abzuschliessen versuchte der Torjäger den mitgelaufenen Capone einzusetzen. Dies klappte nicht, da ein Verteidiger gerade noch dazwischengrätschte. Bei einem der wenigen Angriffe der Stadtzürcher verhielt sich die WB-Abwehr dann un-

geschickt, und nach einem Zweikampf im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Penaltypunkt. Diese Chance liess Red Star nicht ungenutzt und stellte das Skore auf 1:0. In der 34. Minute spekulierte Lugo bei einem zu kurz gespielten Rückpass der Red Stars und wurde von Keeper Beeler als «letztem Mann» unfair gebremst. Folgerichtig wurde dieser des Feldes verwiesen und WB war nun rund eine Stunde lang in Überzahl.

Siegtreffer in der Nachspielzeit Nach der Pause standen die Gastgeber tief in der eigenen Platzhälfte und versuchten das Resultat über die Zeit zu bringen. Dies gelang bis zur 66. Minute, als Capone sich den Ball zum Freistoss zurechtlegte und diesen zum überfälligen Ausgleich in die Maschen zirkelte. WB drückte nun auf den Siegtreffer, ohne wirklich erwähnenswerte

Matchtelegramm: Sportplatz Allmend Brunau, Zürich, 200 Zuschauer. FCWB: Baumgartner; Thalmann (50. Rüegger), Todzi, Studer, Brüniger (61. Heini); N. Peter; Miljkovic (61. Dzelili), F. Peter, Hager (81. Grujicic), Capone; Lugo Weitere WB-Resultate: Altstetten – FCWB 2 4:2, FCWB 3 – Wollishofen 0:4, Oetwil-Geroldswil – FCWB 4 2:2, Dübendorf – Jun. A (CCJL) 2:3, Jun. Ba (CCJL) – Red Star 1:1, Jun. Bb – Stäfa 1:6, Jun. Ca – Dietikon 1:5, Knonau-Mettmenstetten – Jun. Cb 6:0, Jun. Da – Wollishofen 5:3, Wollishofen – Jun. Db 1:1, Altstetten – Jun. Dc 4:3, Sen. 40+ – Srbija 1:1, Sen. 30+ – Schlieren 4:3.

Hauptsache 3 Punkte

3. Liga: FC Wädenswil 2 – FC Affoltern 1:2 Der FCA gastierte vergangenes Wochenende bei der zweiten Mannschaft des FC Wädenswil, nachdem am Tag zuvor der FCA II auf demselben Platz gegen die erste Mannschaft des FCW spielte. An diesem schönen Herbstwochenende waren die Ränge ordentlich gefüllt, als die Partie zwischen dem FCW II und dem FCA I vom Schiedsrichter angepfiffen wurde. Für die Spieler des «Eis» war klar: Heute mussten drei Punkte her. Von Beginn weg wurde versucht, das Zepter in die Hand zu nehmen. Auf dem holprigen Rasen musste der Ball sauber gespielt und verarbeitet werden. So kam es, dass die anfängliche Dominanz des FCA mit Fehlpässen durchzogen war. Dennoch wurden immer wieder schöne Kombinationen herausgespielt; vor dem Tor jedoch war man noch nicht resolut genug. In der 25. Minute wurde ein strittiger Entscheid beim Einwurf durch Loick Himmelreich schnell ausgeführt. Er fand den sich freilaufenden Jael Huber im Strafraum. Dieser fackelte nicht lange und knipste verdient zum 0:1 ein. Auf der anderen Seite des Spielfelds konnte das Heimteam kaum Chancen herausspielen. Nach einem

Corner, bei dem für einmal das Luftduell verloren ging, prallte der Ball von der Latte. Glück gehabt! Nach der Pause hatte man das Gefühl, der absolute Wille, die fussballerische Überlegenheit auch resultatmässig auf den Platz zu bringen, fehle. Das Spiel verlief statisch, das Selbstvertrauen des Heimteams stieg. In der 55. Minute musste Goalie Aegerter den Ball nach einem Weitschuss aus dem eigenen Netz holen. Neuer Spielstand 1:1. Dies war der Weckruf für den FCA. In den folgenden zehn Minuten spielte das Team den Fussball, den man von ihm kennt. So stand es nach 60 Minuten, wenig überraschend, 1:2 nach einem sauberen Angriff über die Seite (Torschütze Stähli). Der Rest der Partie war geprägt von Fouls und Top-Chancen beider Teams. Letztendlich blieb es jedoch beim 1:2 für den FCA.

(v.l.) Beat Reichmuth (Technischer Leiter), Marco Fischer (Kassier), Roman Nägeli (Präsident), Serge Duperrex (Versicherungskassier), Remo Boss (Betreuer Nachwuchsschwinger) und Daniel Meier (Aktuar). Nicht auf dem Foto: Nico Vollenweider (Medienverantwortlicher). (Bild Anja Bernhard)

Schwingklub: Vorstand für ein weiteres Amtsjahr gewählt

Jan Wildi

Die diesjährige Generalversammlung des Schwingklubs am Albis fand am 26. Oktober, im Restaurant Krone in Hedingen statt. Präsident Roman Nägeli, führte die Versammlung effizient durch die Traktanden Der Vorstand und der Präsident wurden einstimmig für ein weiteres Amtsjahr von den Anwesenden gewählt. Neu als Aktivmit-

Aufstellung: Aegerter, Luchsinger, Wildi, Toski, Mija-

anzeige

tovic (Premanathan), Stähli (Buqa), Tustonja, Steigmeier, Huber, Antennen (Arsic), Himmelreich. Tore: 25’ 0:1 Huber, 55’ 1:1 Gegner, 60’ 1:2 Stähli.

Jael Huber brachte den FCA in der ersten Halbzeit in Führung. (Bild Manuela Huber)

glieder im Schwingklub sind Roman Brand und Sandro Naef aufgenommen. Roman Brand ist bereits seit einigen Jahren als Nachwuchsschwinger dabei und zählt neu auch als Aktivschwinger. Seit einem Jahr schwingt Sandro Naef bei den Ämtlern mit, dieser war zuvor im Schwingklub Cham dabei und hat nun gewechselt. Anja Bernhard


Veranstaltungen Generalversammlung Skiclub Hausen a. A. Samstag, 2. November um 19.00 Uhr, im RESTAURANT LÖWEN in Hausen Gäste und Interessenten für eine Neumitgliedschaft (ab Jahrgang 2003) sind herzlich willkommen. Anmeldung direkt an der Generalversammlung. Gratis-Imbiss nach der Versammlung Homepage: www.skiclub-hausen.ch

Grosse Hobbyund KunsthandwerkAusstellung mit Verkauf Waldmannhalle, Neugasse 55, Baar Eintritt frei Samstag, 2. Nov. 2019 Sonntag, 3. Nov. 2019

11–18 Uhr 10–17 Uhr

Mini-Truck-Showfahren Festwirtschaft www.hobby-verein-baar.ch

Freitag, 1. November 2019 20.15 Uhr im Chilehuus, Hedingen Thomas Lötscher, alias «Veri» mit seinem Programm «UniVerität», eine kabarettistische Bildungsdefensive Türöffnung ca. 19.30 Uhr Parkplätze beim Kreisel Lindenplatz benützen.

Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Turnverein Mettmenstetten

Einladung zur

ausserordentlichen GENERALVERSAMMLUNG Samstag, 16. November 2019, 13.30 Uhr Turnhalle Wygarten 8932 Mettmenstetten Die Teilnahme an der Generalversammlung ist für Aktivmitglieder obligatorisch. Ehren-, Frei- und Passivmitglieder sind herzlich willkommen.

Der Eintritt ist frei, Kollekte am Schluss der Veranstaltung.

Profile for AZ-Anzeiger

084_2019  

084_2019