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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 81 I 170. Jahrgang I Dienstag, 11. Oktober 2016

Kaum Einfluss

Hilfe

Knonau: Die Möglichkeiten, den Aufwandüberschuss zu reduzieren, sind beschränkt. > Seite 3

Was tun, wenn Schüler schwänzen? Die Suchtprävention berät Schulen. > Seite 3

Chilbi gerettet Das Fortbestehen der Mettmenstetter Chilbi stand auf der Kippe, nachdem in einer ersten Zusammenkunft keine neuen Organisatoren gefunden wurden. An einer öffentlichen Sitzung haben sich nun Freiwillige bereit erklärt, sich in einem eigenständigen Chilbiverein zu engagieren. ................................................... > Bericht Seite 5

FCWB begeistert im Cup Drei Tage nach seiner 0:4-Niederlage in Bellinzona reagierte der FC Wettswil-Bonstetten stark und schlug im Cup den SC Buochs 2:1. Bereits in Hälfte eins besassen die Ämtler gute Chancen, gerieten aber nach einem Konter in Rücklage. WB blieb gelassen, erzielte zwei schöne Treffer und verdiente sich den Erfolg vor allem dank seiner grandiosen Physis. «Das war diese Saison unser bestes Spiel», frohlockte ein begeisterter WB-Fan. Noch ist eine Hürde zu nehmen, ehe in der Cup-Hauptrunde mit Losglück ein Super-League-Verein empfangen werden könnte. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 17

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Spielsachen locken Sonderausstellung Quartettspiele im Spielzeugmuseum Pegasus Small World. > Seite 7

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Äpfel im Kubik Einweihung der erweiterten Kunstinstallation von Yves Netzhammer in Affoltern. > Seite 9

Beschwerden verzögern Autobahnzubringer Baustart des Zubringers Obfelden/Ottenbach frühestens 2019 Der Regierungsrat hat das Projekt des Autobahnzubringers Obfelden/Ottenbach im Juli festgesetzt und den Grossteil der 77 Einsprachen abgewiesen. Gegen die Festsetzung haben fünf Privatpersonen beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben. Deshalb wird sich der für 2018 geplante Baubeginn um mindestens ein Jahr verzögern. Um die Gemeinden Obfelden und Ottenbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten, hat der Kanton Zürich ein Strassenprojekt ausgearbeitet, das eine Umfahrung für Ottenbach und in Obfelden eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt mit Absenkung und Überdeckung für den Ortsteil Bickwil vorsieht. Innerhalb der Beschwerdefrist sind gegen die Projektfestsetzung beim Verwaltungsgericht des Kantons

Zürich fünf Beschwerden von Privatpersonen eingegangen. Diese betreffen projektspezifische Anliegen. Die Beschwerdeverfahren führen dazu, dass der für 2018 geplante Baubeginn kaum mehr realistisch ist und sich voraussichtlich um mindestens ein Jahr verzögern wird.

62,6 Prozent Ja-Stimmen Die Gesamtkosten dieses Autobahnzubringers belaufen sich auf 65,4 Millionen Franken. Davon übernimmt der Bund 25,8 Millionen Franken und die beiden Gemeinden Obfelden und Ottenbach je 350 000 Franken. Der Kantonsrat hat dem Objektkredit am 9. Januar 2012 mit 94 zu 74 Stimmen zugestimmt. Dagegen ist das Kantonsratsreferendum ergriffen worden, weshalb die Stimmbevölkerung an der Urne über die Vorlage entscheiden musste. Am 23. September 2012 sprachen sich 62,6 Prozent der Zürcher Stimm-

berechtigten für den Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach aus.

77 Einsprachen eingegangen Im Oktober 2014 fand in Obfelden und Ottenbach die öffentliche Auflage für das Auflageprojekt statt. Während der 30-tägigen Auflagefrist gingen 77 Einsprachen ein. Rund die Hälfte davon betraf den Landerwerb. Je ein Viertel bezog sich auf den Lärmschutz und die Linienführung. Das kantonale Tiefbauamt führte mit zahlreichen Einsprechenden Gespräche, worauf 15 Personen ihre Einsprache zurückzogen. Anfangs Juli 2016 setzte der Regierungsrat das Projekt gemäss §15 des Strassengesetzes fest und hiess einige Einsprachen gut. Diese sind entsprechend im bereinigten Auflageprojekt berücksichtigt worden. Die restlichen Einsprachen wies der Regierungsrat ab oder verwies sie ins Enteignungsverfahren. (ki.)

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«Bauernleben» Der Erstfelder Bauer Wisi Zgraggen mit beeindruckender Lesung in Affoltern. > Seite 9

Andreas Kapp ist neuer Hausemer Gemeindeschreiber Gemeindeschreiber haben einen sehr anspruchsvollen Beruf. Sie leiten die Gemeindeverwaltung und sind für die Personalführung zuständig. Sie bereiten Andreas Kapp. aber auch alle (Bild sals) Geschäfte des Gemeinderats vor und sorgen als Profis für die juristische Korrektheit der Beschlüsse des Milizgremiums. Sie müssen deshalb in allen Geschäftsbereichen der Gemeindeaufgaben sattelfest und sehr flexibel sein. Denn Sitzungen des Gemeinderats, mit der kantonalen Verwaltung oder Vertretern von Unternehmen oder der Bevölkerung finden oft zu Randzeiten statt. In Hausen hat der Rechtsanwalt Andreas Kapp vergangene Woche diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Er übernahm das Amt von Moritz Koller, dem langjährigen Gemeindeschreiber von Obfelden, der 2007 in Pension ging und die Geschäfte interimistisch geführt hat. (sals)

................................................... > Bericht auf Seite 5

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Gelungene Premiere des Radquers Mettmenstetten Viel Publikum und Radquerprominenz beim Erstling auf dem Stockacher Andreas Moser heisst der erste Elite-Sieger des Radquers in Mettmenstetten. Gewonnen hat am Sonntag aber auch der Quersport. Der neue Anlass, heuer im Rahmen der 900-Jahre-Feierlichkeiten der Gemeinde ausgetragen, fand grossen Anklang. ................................................... von martin platter Graue Wolken hingen am Sonntag fast den ganzen Tag über dem Rennplatz. Das Thermomenter zeigte kaum sechs Grad. Zwischendurch begann es sogar leicht zu graupeln. Doch die Gesichter der Besucher auf dem Mettmenstetter Stockacher waren aufgehellt, denn genau so muss es sein: Typisches, nicht allzu nasses Radquerwetter. Dazu eine attraktive, 2,5 km lange Runde im Gelände mit ordentlich Höhenmetern. Ideale Rahmenbedingungen für ein Radquerspektakel, wie es sie in den 60er- bis 80er-Jahren in der Region noch zuhauf gegeben hat. In den Nullerjahren, parallel zur steigenden Beliebtheit des Mountainbike-Sports, begann jedoch der Abstieg. Das ist sich nun am Ändern. Neue Veranstalter, Kategorien (Jekami, Kinder) und Formate – so zum Beispiel Nachtquers – locken wieder mehr Teilnehmer an die Wettkämpfe und mit

Das 1. Radquer in Mettmenstetten war ein Erfolg. Im Bild kämpft Radrennclub-Amt-Fahrer Michel Bravin, rechts, um den Anschluss an die Spitzengruppe. (Bild Martin Platter) ihnen kommt auch das Publikum. Der Schweizer Rekordradquerweltmeister Albert Zweifel zeigte sich hocherfreut

über die gute Stimmung an und auf der Strecke in Mettmenstetten. Das Feld der Jedermänner und –frauen,

das den Anlass um elf Uhr eröffnete, war das grösste aller Kategorien. Es zählte 72 Starter! – Bericht Seite 15

200 41 9 771661 391004


Einbürgerung

a.o. Delegiertenversammlung vom 29. September 2016 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: Anträge Delegierter Frank Rutishauser, Gemeinde Bonstetten Antrag 1.1 Die BK wird angewiesen, zur Jahresrechnung 2015 (HRM), welche von den Delegierten zu genehmigen ist, eine umfassende, alle Spitalteilbetriebe erfassende Spartenrechnung nach H+ den Delegierten schriftlich zur Verfügung zu stellen. Antrag gutgeheissen Antrag 1.2 Der Delegiertenversammlung ist jeweils ein Quartals- und Halbjahresabschluss auf der oben Ziff. 1 genannten Basis zur Kenntnis zu bringen. Der geänderte Antrag, wonach jeweils Halbjahreszahlen vorzulegen sind, wird ohne Gegenstimme angenommen. Antrag 1.3 und 1.4. werden zusammengefasst Die BK wird angewiesen, die der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2015 (eigener Haushalt) zu Grunde gelegten Bewertungen offenzulegen und soweit die Grundlagen dieser Bewertungen älter als 12 Monate (d. h. vor 1. Januar 2014) sind, neue Bewertungen erstellen zu lassen und per spätestens 30. September 2016 Bilanzanpassungen zu buchen. Antrag teilweise gutgeheissen, Bewertungen offenlegen ja, neue Bewertungen nein Antrag 1.4 Die BK wird angewiesen, bis spätestens Ende September 2016 der Delegiertenversammlung einen Beschluss über die Umbuchung sämtlichen Verwaltungsvermögens in Finanzvermögen zu Verkehrswerten vorzulegen, soweit dieses bisherige Verwaltungsvermögen nicht mehr betrieblichen Zwecken dient. Antrag abgelehnt Antrag 2.1 Die Betriebskommission hat der Delegiertenversammlung die «Lehren» aus dem Untersuchungsbericht schriftlich aufzuzeigen, gegebenenfalls das Organisations- und andere Reglemente entsprechend anzupassen und der DV bis spätestens 30. September 2016 zur Genehmigung vorzulegen resp. die «Lehren» in einem Schlussbericht zur Kenntnis zu bringen. Antrag abgelehnt Antrag Delegierter M. Schnorf über die Erstellung und Publikation eines Schlussberichtes wird zugestimmt Antrag 2.2 Die Betriebskommission hat die in den Berichten nicht untersuchten oder offen gelassenen Fragen weiter zu untersuchen. Dies gilt insbesondere für jene Untersuchungsgegenstände, zu welchen die Gutachter explizit eine weiterführende Untersuchung empfehlen. Antrag abgelehnt Antrag 2.3 Die Betriebskommission hat bis 30. September 2016 in einem schriftlichen Bericht aufzuzeigen, wie sie im Rahmen der Untersuchungen ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeberin gegenüber Mitarbeitern (auch ehemaligen) nachgekommen ist und nachkommt. Antrag abgelehnt Antrag 3.2 Auskunft über Gegenstand, Kosten und engagierte Rechtsvertreter sämtlicher Rechtsverfahren, welche in den Jahren 2014, 2015 und 2016 im Namen und auf Rechnung des ZV geführt wurden (abgeschlossene Verfahren) und noch werden (laufende Verfahren). Antrag abgelehnt

Folgender Antrag wurde durch den Delegierten F. Rutishauser zurückgezogen Antrag 3.1 Auskunft über den Stand des Verfahrens i. S. fristloser Entlassung des ehemaligen Spitaldirektors (inkl. Kosten für den ZV für Lohnzahlungen und evtl. weitere Entschädigungen sowie Anwalts- und Verfahrenskosten). Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlichen Rekurs in Stimmrechtssachen und im Übringen gestütz auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Mit Beschluss vom 4. Oktober 2016 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – Schmitt Timo, 1985, Staatsangehöriger von Deutschland Affoltern am Albis, 11. Oktober 2016 Gemeinderat Affoltern am Albis

WIR DANKEN HERZLICH für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit beim Abschied von unserer lieben

Claire Plüss-Ingold Ein besonderer Dank gilt dem Onkologie-Team des Spitals Affoltern für die einfühlsame und würdevolle Betreuung und Begleitung, dem Palliative-Care-Team der Villa Sonnenberg, Dr. med. Jürg Schwegler mit Team für die gute, jahrelange medizinische Begleitung sowie der Spitex Knonaueramt/Affoltern am Albis für die tatkräftige Unterstützung. Herrn Pfarrer Thomas Müller für die einfühlsamen Abschiedsworte und der Organistin für die musikalische Untermalung. Ein herzliches Dankeschön den Verwandten und Bekannten für die unzähligen, trostspendenden Karten, die schönen Blumen und sonstigen Zuwendungen und allen, die der lieben Verstorbenen in ihrem Leben mit Herzlichkeit, Zuneigung und Freundschaft begegnet sind. Affoltern am Albis, im Oktober 2016

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. Oktober 2016

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Aufwandüberschuss von 826 000 Franken budgetiert Neuigkeiten aus der Gemeinde Knonau Genehmigung Voranschlag 2017 der Gemeinde Knonau

Projektkredit Primarschulhaus Aeschrain

Bei einem Aufwand von 10 809 900 Franken und einem Ertrag von 6 233 900 Franken (ohne ordentliche Steuern Voranschlagsjahr) verbleibt ein zu deckender Aufwandüberschuss von 4 576 000 Franken. Bei einem Gemeinde-Steuerfuss von 88 % resultieren Steuereinnahmen von 3 750 000 Franken. Somit verbleibt ein Aufwandüberschuss zu Lasten des Eigenkapitals in der Höhe von 826 000 Franken. Im Verwaltungsvermögen der Investitionsrechnung sind Nettoinvestitionen von 3 550 500 Franken vorgesehen. Der Gemeinderat hat sich intensiv mit dem Voranschlag 2017 auseinandergesetzt und musste feststellen, dass die Möglichkeiten, den Aufwandüberschuss zu reduzieren, nur sehr beschränkt sind. Auf die meisten Voranschlags-Positionen kann nicht wesentlich Einfluss genommen werden. Insbesondere jene, welche von Gesetzes wegen vorgegeben sind (Soziale Wohlfahrt, Bildung, Raumplanung). Dennoch wurden bereits erste Schritte eingeleitet, dem NegativTrend, welcher im Übrigen bei vielen Gemeinden im Kanton Zürich sichtbar ist, entgegenzuwirken. Die Gemeinde ist jedoch mit einem Eigenkapital von 10 286 000 Franken (Beginn Rechnungsjahr 2017) gut aufgestellt. Zudem ist das Nettovermögen pro Einwohner, von zurzeit 1716 Franken, im kommunalen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Für das Projekt «Werterhaltung Primarschulhaus Aeschrain» hat der Gemeinderat einen Objektkredit von 1 783 676 Franken bewilligt. Das Projekt verfolgt folgende Ziele: a) Energetische Sanierung der Altbauten (ohne Erweiterungsbauten 2001 und 2014); b) Optimierungen Mehrzwecksaal und Werkraum; c) Erdbebensicherheit im Bereich Mehrzweckraum überprüfen und wenn notwendig verbessern; d) Vorgaben zu Hindernisfreiheit und Brandschutz sind, wo notwendig, umzusetzen. Die energetischen Sanierungsmassnahmen sowie die Optimierungen im Mehrzweck- und Werkraum sollen im Jahr 2017 umgesetzt werden. Der Kredit wird der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2016 zur Genehmigung vorgelegt.

Gebührenfinanzierte Bereiche Bei den gebührenfinanzierten Bereichen (Wasser, Abwasser, Abfall) steht die Gemeinde Knonau weiterhin sehr gut da. Die Gebühren können in allen Bereichen weiterhin tief gehalten werden – im Bereich des Wassers sogar auf einem der tiefsten Werte im Kanton Zürich, von 50 Rappen pro Kubikmeter.

Genehmigung Kredit für die Umgestaltung der Chamstrasse Sämtliche Werkleitungen in einem Teilgebiet der Chamstrasse müssen aus unterschiedlichen Gründen (Einführung Trennsystem, Überlastung etc.) saniert oder neu erstellt werden. Zudem ist geplant, nun auch im Bereich «Süd» (Chamstrasse, Eschfeld, Schulhausstrasse, Bahnhofweg) die Tempo-30-Zone einzuführen, was nur mit baulichen Massnahmen möglich ist. Das gesamte Bauvolumen beträgt 3 511 000 Franken. Hiervon sind 1 552 000 Franken gebundene Ausgaben (Wasser- und Abwasserleitungen). Der Gemeinderat hat den Gesamtkredit von 3 511 000 Franken genehmigt und wird die nicht-gebundenen Kosten (Strasse, Strassenentwässerung) von 1 959 000 Franken der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2016 zur Genehmigung vorlegen. Die Chamstrasse wird als Eingangstor vom

Für das Jahr 2017 ergeben sich für die Gemeinde Knonau folgende Steuerfüsse (keine Änderungen). (Grafik Matthias Ebnöther)

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Heute Dienstag, 11. Oktober, feiert Eulalia Agatha Zimmermann-Braun in Affoltern den 90. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein frohes Wiegenfest.

Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 12. Oktober, darf in Affoltern Ruthli Baltisberger-Wenger ihren 85. Geburtstag feiern. Wir wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 11. Oktober, feiert Hans Urmi seinen 85. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem rüstigen Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Fest, beste Gesundheit und alles Gute.

öffentlichen Verkehr wahrgenommen und entlang der Strasse besteht noch viel Wachstumspotential. Der Gemeinderat ist deshalb klar der Meinung, dass das Gesamtprojekt für die Gemeinde Knonau sehr wichtig ist und die Kosten entsprechend gerechtfertigt sind. Da die Werkleitungen zwingend saniert werden müssen, ist der Zeitpunkt für bauliche Massnahmen optimal, da die Strasse aufgrund der Werkleitungsarbeiten ohnehin wieder instand gestellt werden muss.

Genehmigung Bauabrechnungen Liegenschaften Projektierung Schulhauserweiterung (bewilligter Kredit über 175 000 Franken; Bauabrechnung 189 334.50 Franken). Erweiterung Schulhaus Aeschrain (bewilligter Kredit 1 975 000 Franken; Bauabrechnung 1 903 905.49 Franken). Schulraumoptimierung (bewilligter Kredit 183 000 Franken; Bauabrechnung 93 496 Franken). Schulraumerweiterung 3. Kindergarten (bewilligter Kredit 495 000 Franken; Bauabrechnung 513 704.25 Franken). Alle vier Bauabrechnungen werden der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2016 zur Genehmigung vorgelegt.

Austritt aus dem Zweckbereich Sozialdienst Die Analyse der aktuellen Situation des Zweckverbands Sozialdienst ergab, dass für die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Bezirksgemeinden neue Lösungen erforderlich sind. Insbesondere zeigte sich, dass eine organisatorische Trennung der von nationalen Gesetzen und regierungsrätlichen Vorgaben geprägten Kesb mit allen 14 Gemeinden und dem Sozialdienst mit Wahlfreiheit der Gemeinden nötig ist. Es zeichnete sich somit ab, dass zwei organisatorische Einheiten erforderlich werden. Bei der künftigen Einheit für den Sozialdienst sollte zusätzlich die Möglichkeit einer vollen Mitgliedschaft im Sinne der Trägergemeinde oder eine Zusammenarbeit mit Gemeinden, die nur einzelne Dienstleistungen beanspruchen wollen, geschaffen werden. Die Umsetzung dieser Grobkonzeption setzte viel Detailarbeit voraus, weshalb das Projekt «Soziales Netzwerk Knonaueramt» SoNeK initialisiert wurde. Das Projekt wurde

bewusst als Projekt der Gemeinden (und nicht des Zweckverbandes) aufgesetzt, um die Einbindung aller Gemeinden zu gewährleisten. Das Projekt wurde durch eine Steuergruppe mit je einem offiziell vom Gemeinderat delegierten Mitglied aus allen 14 Gemeinden gesteuert und mit einer Projektgruppe, zusammengesetzt aus Gemeindevertretern und dem operativen Leiter des heutigen Zweckverbandes, vorangetrieben. Im Frühjahr 2016 war die Konzeption abgeschlossen. Die wesentlichen Elemente sind: Ab 1. Januar 2018 stehen zwei Organisationen für den Sozialdienst (SD) und die Kesb zur Verfügung. Statt des Zweckverbandes wird die andere mögliche öffentlich-rechtliche Gesellschaftsform, nämlich die interkommunale Anstalt (IKA), verwendet (vgl. Beleuchtender Bericht zur Gründung der interkommunalen Anstalt IKA Sozialdienst). Für die Gründung der zwei interkommunalen Anstalten ist vorderhand notwendig, dass sämtliche Gemeinden den Austritt aus dem Zweckverband Sozialdienst per 31. Dezember 2017 beschliessen, sodass dann an einer Urnenabstimmung im Jahr 2017 über die Gründung einer interkommunalen Anstalt für den Sozialdienst abgestimmt werden kann. Gleiches gilt für den Teil der Kesb. Diese Urnenabstimmung findet ebenfalls im Jahr 2017 statt. Der Gemeinderat ist der festen Überzeugung, dass der nun vorgelegte Fahrplan den Bedürfnissen der Gemeinde Knonau vollumfänglich entspricht. Der Gemeinderat hat dem Austritt aus dem Zweckbereich Sozialdienst zugestimmt und wird das Geschäft ebenfalls der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2016 vorlegen.

wurde an die Firma MAD Bau AG, Steinhausen, erteilt.

Nachkontrolle Einführung Tempo 30 «Nord, West und Weiler» Im April 2015 wurde in den Zonen «Nord, West und Weiler» die Tempo30-Zone eingeführt. Seit Juli 2016 werden die seinerzeit getroffenen Massnahmen hinsichtlich der Zweckmässigkeit und der Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmenden untersucht. Das Ergebnis soll bis Ende Jahr 2016 vorliegen.

Sanierung Bahnhofweg fertig Dank der sehr guten Wetterbedingungen konnten die Sanierungsarbeiten am Bahnhofweg ohne Unterbruch abgeschlossen werden. Das Ergebnis lässt sich sehen. Der Bahnhofweg ist nun eines Eingangstores würdig. Der gleichzeitige Umbau des Bahnhofwegs ist so erfolgt, dass bei Einführung von Tempo 30 keine baulichen Massnahmen mehr notwendig sein werden. Allen Beteiligten besten Dank für den reibungslosen Ablauf und den Anwohnern für ihr Verständnis.

Stabsübergabe der Finanzverwaltung Ernst Schnyder geht nach 15-jähriger Amtszeit per 31. Oktober in seinen verdienten Ruhestand. Sein Nachfolger, Marco Katakalos, hat die Stelle bereits am 1. Juni angetreten und durfte eine intensive Einarbeitungszeit erleben. Am 14. September fand dann, unter Beisein des Bezirksrates Affoltern, die offizielle Amtsübergabe statt. Es durfte festgestellt werden, dass die Finanzverwaltung durch Ernst Schnyder über all die Jahre hinweg sehr gut geführt wurde und es keine grösseren Pendenzen zu übergeben gab.

Tempo 20 auf der Unterdorfstrasse Mit Beschluss vom 1. September 2015 hat der Gemeinderat Knonau die Einführung einer Tempo-20-Zone auf der Unterdorfstrasse beschlossen. Gegen das Projekt sind keine Einwendungen eingegangen, sodass dieses mit Beschluss vom 11. Juli 2016 festgesetzt werden konnte. Auch gegen die Festsetzung sind keine Rekurse eingegangen. Mit der Umsetzung der Tempo20-Zone wurde das Ingenieurbüro ewp, Affoltern, beauftragt. Die Gesamtkosten für die Einführung der Tempo-20-Zone betragen 32 000 Franken. Der Auftrag für die Bauarbeiten

Neuer KV-Lernender ab Sommer 2017 Der Gemeinderat und das Verwaltungsteam freuen sich, mit Elion Miftari, wohnhaft in Affoltern, einen jungen und dynamischen KV-Lernenden ab Som- Elion Miftari. mer 2017 gefunden zu haben. Zurzeit absolviert Elion die Sekundarschule in Affoltern und spielt in seiner Freizeit sehr gerne Fussball. Matthias Ebnöther

Was tun, wenn Schüler schwänzen? Die Suchtprävention berät Schulen und Lehrpersonen Ein Grossteil der sozialen Interaktion von Jugendlichen spielt sich in der Schule ab. Bei Verhaltensauffälligkeiten bietet die Suchtprävention Affoltern Beratungs- und Interventionsangebote an. Was tun, wenn ein Schüler oder eine Schülerin schwänzt oder sich zunehmend anders verhält? Die Erfahrung zeigt: Früherkennungs- und Frühinterventions-Strukturen helfen Schulen, auf kritische Veränderungen frühzeitig und angemessen zu reagieren. An der Fachveranstaltung «Ganz konkret – Frühintervention an Schulen», vom 29. September haben die acht regionalen Suchtpräventionsstellen des Kan-

tons Zürich über die Möglichkeiten orientiert und Methoden vorgestellt. Die vielen Teilnehmenden bestätigen: Das Bedürfnis nach konkreten Handlungsmöglichkeiten an Schulen ist gross. Ein frühzeitiges Wahrnehmen, ein offenes Gespräch mit der Schülerin und eine klare Haltung der Schule kann eine Abwärtsspirale verhindern. Solche Gespräche sind in konfliktgeladenen Situationen schwierig und erfordern viel Fingerspitzengefühl. Sie sind aber eine grosse Chance für die Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Schule mit Früherkennung und Frühintervention auseinandersetzt. Ein gemeinsam erarbeitetes Konzept kann Lehrpersonen, Schullei-

tende und Schulsozialarbeitende entlasten, indem es aufzeigt, wo die Handlungsmöglichkeiten, aber auch die Grenzen liegen. Die in diesem Prozess entstandenen Instrumente bestärken alle Beteiligten frühzeitig passende Interventionen anzustossen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler besondere Unterstützung benötigt. Die Suchtpräventionsstelle der Bezirke Affoltern und Dietikon bietet den Schulen Beratung und Prozessbegleitung bei Früherkennung und Frühintervention an. (pd.) Weitere Informationen zum Angebot der Stelle finden Interessierte unter www.supad.ch. Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen des Ressorts Schule unter supad@sd-l.ch oder 044 733 73 68 zur Verfügung.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. Oktober 2016

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Andreas Kapp ist Gemeindeschreiber In Hausen hat Andreas Kapp die Geschäfte von Moritz Koller übernommen Um sich um ihre junge Familie zu kümmern, hat sich die Hausemer Gemeindeschreiberin Daniela Bommer vorerst aus dem Berufsleben zurückgezogen, worauf Moritz Koller die Geschäfte interimistisch geführt hat. Am vergangenen Donnerstag wurde Andreas Kapp von Statthalter Claude Schmidt als neuer Gemeindeschreiber vereidigt. ................................................... von salomon schneider Die Gemeinde Hausen hatte die komfortable Situation, dass Moritz Koller als pensionierter Gemeindeschreiber die Geschäfte bereits während der Schwangerschaft der ehemaligen Gemeindeschreiberin, Daniela Bommer, übernahm und nach ihrer Kündigung die Geschäfte weiterführte, bis Anfang Oktober Andreas Kapp übernommen hat.

Know-how weitergegeben «Wir waren sehr froh um Moritz Kollers Einsatz, damit hatten wir mehr Zeit, eine optimale Lösung zu finden. Das Know-how von Moritz Koller, der jahrelang Gemeindeschreiber in Obfelden war und seine hervorragende Geschäftsführung wird auch für Andreas Kapp wichtig sein. Jetzt freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Andreas Kapp und werden ihn in der Einarbeitungszeit bestmöglich unterstützen», fand der

Hausemer Gemeindepräsident Stefan Gyseler anlässlich der Amtsübergabe lobende Worte. Andreas Kapp ist in Birmensdorf und Uitikon aufgewachsen. «Ich kannte das Säuliamt bereits als Kind, vom Modellflugtag und vom Fischen im Türlersee. Heute wohne ich in Kilchberg und schätze das Säuliamt als Naherholungsgebiet, zum Biken und Spazieren – und seit letzter Woche auch als Arbeitsplatz», erläutert Andreas Kapp, der an der Universität Zürich Jus studiert und das Anwaltspatent erworben hat. Im Anschluss hat er als Rechtsanwalt gearbeitet und dann in die Baudirektion des Kantons Zürich gewechselt, als Jurist und Projektleiter für Rechtssetzungsprojekte.

Mehr Nähe zur Bevölkerung «Es war Zeit für eine Veränderung. Deshalb habe ich mich für die Stelle als Gemeindeschreiber interessiert. Ich wollte auch näher an der Bevölkerung und an den Entscheidungen arbeiten und mehr Verantwortung übernehmen», erklärt Andreas Kapp. Er sieht die Stelle als Gemeindeschreiber als grosse Herausforderung. Da er den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in Hausen gerecht werden muss. Zudem ist er dem Gemeinderat, dem Verwaltungsteam und der Bevölkerung verpflichtet. «Und natürlich auch den Medien», meint Andreas Kapp schmunzelnd. In Andreas Kapps erster Arbeitswoche war sein Vorgänger Moritz Koller noch vor Ort und hat ihm die Geschäftsführung übergeben.

Amtsübergabe in Hausen: Der neue Gemeindeschreiber Andreas Kapp, flankiert von seinen Vorgängern, Moritz Koller und Daniela Bommer. Hinten: Bezirksratsschreiberin Eliane Potratz, Statthalter Claude Schmidt und der Hausemer Gemeindepräsident Stefan Gyseler. (Bild Salomon Schneider) Andreas Kapp zu seinen Zielen: «Es ist sicher ein Stück weit ein Sprung ins kalte Wasser. Ich kann aber auf ein sehr kompetentes und

eingespieltes Team zurückgreifen. Ziel ist es, ein zuverlässiger, bürgernaher und effizienter Dienstleister und Partner für die Bevölkeruntg und Unter-

nehmen zu sein. Zudem werde ich mich für die Interessen der Gemeinde einsetzen, gerade auch gegenüber dem Kanton.»

Der Fortbestand der Mettmenstetter Chilbi scheint gesichert Trotz Skepsis gegenüber einer Vereinsgründung Der Gewerbeverein beziehungsweise Samy Nachmansohn ziehen sich aus der Organisation der Chilbi in Mettmenstetten zurück. Eine erste Zusammenkunft brachte keine neuen Organisatoren zutage. Die Gemeinde lud erneut zu einer Sitzung ein.

eignete Rechtsform sei. Sie bietet auch die Möglichkeit, ein Bankkonto zu eröffnen oder Versicherungen abzuschliessen. Damit können die Risiken bestmöglich begrenzt, die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und auch die dringend notwendige Transparenz geschaffen werden.

Skepsis und Respekt vor der Aufgabe

................................................... von andrea bolliger Rund 30 Personen jeder Altersgruppe, Private wie Vertreter von Vereinen, versammelten sich am Abend des 4. Oktobers im Giebel des Gemeindehauses, wo Beat Bär als Gemeinderat die Sitzung moderierte. Er verdankte zuerst das Engagement von Samy Nachmansohn, der die Chilbi während der vergangenen 23 Jahre alleine und mit Erfolg organisiert hatte. Eine Präsenzliste wurde herumgereicht und jeder wurde gebeten, sich der Runde kurz vorzustellen und den Grund für sein Erscheinen zu nennen. Die Motivationen reichten von purer Neugierde bis zum Willen, sich für den Erhalt des Anlasses zu engagieren. Beat Bär stellte klar, dass die Organisation und Durchführung der Chilbi keine Gemeindeaufgabe darstelle, die aus Steuergeldern zu finanzieren sei. Dennoch verlangten einige Votanten ein grösseres finanzielles Engagement seitens der Gemeinde und argumentierten mit Beispielen aus Knonau und Maschwanden. Diese Aussagen wurden jedoch schnell durch Fakten relativiert.

Die Mettmenstetter wollen weiterhin Chilbi feiern. (Bild Andrea Bolliger) Nicht alle konnten sich mit dem Vorschlag, einen eigenständigen Chilbi-Verein zu gründen, anfreunden. Ob man nicht einfach einen Club machen könnte, wollte jemand wissen. «Ein

Club ist auch ein Verein», berichtigte Beat Bär. Jemand anderes schlug vor, doch eine Kommission aus den Vereinen heraus zu bilden. Auch mit dem Beispiel des «Wettswiler Vierzger-

fäscht», wurde versucht, eine andere Lösung anzustreben. Vergebens – Beat Bär verdeutlichte, dass ein Chilbi-Verein eine zweckmässige und ausserdem eine nach Schweizerischem Recht ge-

Es war schnell klar, warum eine Vereinsgründung bei Einzelnen auf Ablehnung stiess. Es war nicht nur die Angst, Verbindlichkeiten einzugehen. Das finanzielle Risiko wurde ebenso gefürchtet, wie auch die Möglichkeit, dass der Chilbiplatz im Erspach dereinst einem Neubau weichen müsste. Tatsächlich sei die Überbauung des Platzes schon seit Jahren immer wieder Thema, warf Samy Nachmansohn ein. Beat Bär versprach, die Gemeinde würde in diesem Fall aktiv und bei der Suche nach einem alternativen Standort helfen und wenn nötig mit Landeigentümern verhandeln. Er offerierte sogar, bei der Vereinsgründung behilflich zu werden, etwa beim Verfassen von Statuten und generell bei der Gründung des Vereins. Schliesslich stellte er die Frage, wer denn bereit sei, sich über das blosse Interesse hinaus für die Vorbereitung eines ChilbiVereins zu engagieren. Rund die Hälfte, also 15 Teilnehmende trugen sich in die Liste ein und bekannten sich dazu. Damit scheint der Fortbestand des beliebten Dorf- und Vereinsanlasses gesichert.


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Dienstag, 11. Oktober 2016

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Faszination Spielsachen Sonderausstellung Quartettspiele im Spielzeugmuseum Pegasus Small World Hinter dem Türlersee im Aeugstertal findet sich ein weiteres Ausflugsziel. Im Spielzeugmuseum Pegasus Small World sind wertvolle Spielsachen aus einer anderen Zeit zu bestaunen. Eine Sonderausstellung zeigt noch bis Ende März 2017 Quartettspiele.

vor 35 Jahren mit dem Sammeln begonnen, weil ihr die Darstellungen auf den Karten gefielen. Auf Flohmärkten wurde sie damals schnell fündig. Ihre Sammlung zählt über 1500 Quartettspiele. Rund 200 davon sind in der Sonderausstellung im Pegasus zu sehen. Darunter findet sich auch Skurriles, wie jenes mit den Abbildungen von Würsten. Die Karten müssen aber nicht zwingend bebildert sein. Sie können auch nur Text aufweisen. Andere enthalten Text und Bilder: zum Beispiel Koch- und Backrezepte. Diese seien allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. Der einmal nachgebackene Gugelhopf sei trocken gewesen und habe nicht gut geschmeckt, sagt Mariann König. Das Quartett mit jenem Rezept stammte aus den 1920er Jahren.

................................................... von andrea bolliger Fast ein wenig wie in einer heilen Welt kommt man sich zwischen den ausgestellten Kuscheltieren und Blechspielzeugen vor. Modelleisenbahnanlagen lassen das Herz von Technikfans höher schlagen und bringen Kinder zum Staunen. Diese Art Spielzeug kennen die meisten Kinder nicht mehr. Ewald Schuler führt ab und zu Schulklassen durch seine Sammlung. Auch Erwachsene erinnern sich gerne an ihre Jugendjahre zurück, wenn sie das eine oder andere Plüschtier der Marke Steiff wiedererkennen. Erzgebirgische Volkskunst mit prächtigen Pyramiden und Spieldosen und allerlei Weihnächtliches ergänzen die Ausstellung. Noch bis Ende März 2017 sind im obersten Geschoss des Hauses Quartettspiele zu bestaunen. Die ersten dieser beliebten Kartenspiele erschienen um 1880. Sie eignen sich, um sich auf spielerische Weise Kenntnisse in allen möglichen Gebieten zu erwerben. Die in den Spielen dargestellten Themen sind sehr vielseitig. Mariann König hat

Eintauchen in eine Welt voll wertvoller Spielsachen und Raritäten. (Bilder Andrea Bolliger)

Sonderausstellung Quartette.

Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr.

Spielwelt mit Steiff-Tieren.

Brand eines Sportwagens

Vier Jahre Bauzeit

Zeugenaufruf zu einem Vorfall vom 24. September in Hausen

Umfahrung Ottenbach/Obfelden

Durch einen Brand am späteren Samstagnachmittag, dem 24. September, in Hausen, ist ein teurer Sportwagen total zerstört worden.

dienst der Kantonspolizei Zürich ist die Brandursache zurzeit noch nicht geklärt.

Die Kantonspolizei Zürich bekam kurz nach 16 Uhr von Schutz und Rettung Zürich die Meldung, dass an der Albisstrasse ein Personenwagen in Flammen stehe. Sofort wurden die Feuerwehr Oberamt und die Kantonspolizei Zürich aufgeboten. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug schnell, jedoch entstand am Sportwagen ein Totalschaden. Als das Feuer ausgebrochen war, war das Auto geparkt und der Besitzer befand sich nicht beim Fahrzeug. Trotz intensiven Ermittlungen durch den Brandermittlungs-

Zeugen gesucht

Verschiedene Massnahmen zum Ausbau und zur Optimierung des Kantonsstrassennetzes: Das enthält das vom Regierungsrat verabschiedete StaatsstrassenBauprogramm 2017 bis 2019.

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Personen, die Angaben zum Brand des Personenwagens machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen. Kantonspolizei Zürich, Beat Jost

Der ausgebrannte Porsche Carrera. (Bild Kapo Zürich)

Die Regierung äussert sich auch zum Stand ausgewählter Projekte. So wurde die Umfahrung Ottenbach/Obfelden im Sommer 2016 festgesetzt. Aufgrund von Rechtsmittelverfahren rechnet der Regierungsrat nicht mit einem Baubeginn vor 2018. Die Bauzeit beträgt rund vier Jahre. Im Weiteren heisst es in einer Medienmitteilung: «Für den Zeitraum von 2017 bis 2019 rechnet der Regierungsrat mit jährlichen Nettoinvestitionen ins Staatsstrassennetz zwischen 97 und

107 Millionen. Angesichts regelmässig überlasteter Strassenabschnitte, insbesondere in den stark verkehrsbelasteten Agglomerationsgebieten, unternimmt der Regierungsrat grosse Anstrengungen, die im Richtplan eingetragenen Schlüsselvorhaben einer raschen Umsetzung zuzuführen. Gleichzeitig werden – wo möglich – kurzfristige Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit umgesetzt. Neue Anlagen zu Busbevorzugungen und separate Busspuren sollen zur Vermeidung von Verlustzeiten durch Staus und zur Gewährleistung der Fahrplanstabilität des öffentlichen Verkehrs beitragen. Nebst diesen Massnahmen umfasst das Bauprogramm auch Massnahmen zur Sicherstellung des hindernisfreien Zugangs zum öffentlichen Verkehr. (ki)


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Vermischtes

Dienstag, 11. Oktober 2016

buchtipp

Eggen, Höhenweg und Fernsicht

Auf den Spuren des Vaters ................................................... von gianina caviezel, bibliothek ottenbach Der Erzähler, ein pensionierter Lehrer, stösst in der Auslage eines Antiquariats in Paris auf ein Bild, welches er von Besuchen bei seinem Onkel während seiner Kindheit zu kennen glaubt. Erinnerungen kommen hoch an seinen Vater Julius F., den er früh verloren hat und an den er sich nur schemenhaft erinnern kann. Von der jungen Buchhändlerin des Antiquariats erfährt er, dass ihre jüdischstämmige Grossmutter durch eine Erbschaft in den Besitz des Bildes gekommen ist. Der Sohn ahnt hier eine Verbindung und beginnt zu forschen. So kommt er über einen Kunsthändler an Patientenakten der Heilanstalten Illenau und Wiesloch. Dort findet er bündelweise ärztliche Notizen, Gutachten und Briefe, die belegen, dass sein Vater Julius F. während Jahren, von der Familie entmündigt, als unheilbar geltender Patient einsass. Darunter befinden sich auch vom Vater selbst verfasste Briefe, die von einer äusserst kreativen, aber rastlosen und kindlich naiven Persönlichkeit zeugen, aber auch dokumentieren, wie hoffnungslos seine Lage war. Wie durch ein Wunder wurde er 1943, noch während des Euthanasieprogrammes der Nationalsozialisten, entlassen. Weitere Dokumente bezeugen, dass Julius F. einer Jüdin zur Flucht verholfen hat. Die Fragmente fügen

Gianina Caviezel. (Bilder zvg.) sich zu einer bruchstückhaften und beklemmenden Lebensgeschichte eines Mannes, der seit seiner Jugend einen etwas anderen Weg eingeschlagen und sein unangepasstes Verhalten mit der Freiheit bezahlt hat. Dem Sohn zeigen sich langsam die Konturen des Vaters und es beginnt eine Auseinandersetzung mit seiner Familiengeschichte und letztendlich mit sich selbst. Omnia casu fiunt – alles ist Werk des Zufalls. So ist eine Familiengeschichte endlich reif, nach langen Jahren des Schweigens aufgedeckt zu werden. Mithilfe der jungen Buchhändlerin, zu der sich der Erzähler

sehr hingezogen fühlt, folgt er den Spuren des Vaters. Er stösst durch Zufall auf einen Teil seiner Familiengeschichte, die ihm bisher unbekannt gewesen ist. Und doch ist der Zweifel sein ständiger Begleiter: Wie glaubwürdig sind die Quellen, wie vertrauenswürdig seine Begleiterin? Der Autor Magnus Schleich alias Karl Friedrich nimmt die Lesenden mit auf seine Suche nach der Wahrheit, die letztlich trotz vielen Belegen eine Ahnung, Vermutung und auch Interpretation bleibt. Er lässt uns mitforschen, mitdenken, mitfiebern und mitleiden. Er nimmt uns mit an die Schauplätze des Lebens von Julius F.: Nach Wiesloch, Strassburg, Zürich, Trento und München und beleuchtet auch historische Fakten während des nationalsozialistischen Deutschland. Die zentrale Frage nach der Wahrheit führt wie eine Achse durch den Roman und lässt den Leser immer wieder mitphilosophieren. Er zeichnet ein liebevolles Bild einer sehr komplexen und intelligenten Persönlichkeit, die trotz jahrelanger Aufenthalte in der Psychiatrie den Lebensmut nicht verloren hat. Magnus Schleich gelingt es, nicht zuletzt durch seine Sprachgewalt, eine eindringliche Geschichte mit einer Behutsamkeit zu erzählen, die autobiografische Züge vermuten lässt. Magnus Schleich wurde 1949 in Wiesloch bei Heidelberg geboren, lebte und arbeitete seit 1973 als Gemeindepfarrer im Val Müstair, als Religions-

und Philosophielehrer in den Schulen Schiers und Zuoz und als Ausbildner für Katecheten in Graubünden. Heute lebt und schreibt er im Engadin. Dies ist sein zweiter Roman.

Ybriger 7-Egg-Weg. Die Wanderung führt entlang von sieben markanten Eggen der Innerschweiz. Ein Höhenweg mit imposanter Fernsicht auf die Hochalpen, Seen und Täler. Ab Affoltern am Albis geht es mit der Bahn über Zug, Arth-Goldau und Biberbrugg nach Einsiedeln und weiter mit dem Postauto nach Unter- und Oberiberg bis zur Talstation der Luftseilbahn Weglosen. In einer Sektion führt uns die Luftseilbahn zum Seebli im Hoch-Ybrig und zugleich Ausgangspunkt unserer Wanderung. Nun geht es zu Fuss zum Spirstock, den Forstund Druesberg im Rücken, links der Blick ins Muotatal und zum Stoos, rechts die endlose Weite über den Sihlsee, den Zürichsee und das Zürcher Oberland. Vom Spirstock führt der Weg weiter vorbei am LaucherenChappeli zur Windegg und über die Sternenegg bis zur Ibergeregg-Passhöhe. Die 7-Egg-Wanderung führt weiter von der Ibergeregg zur Müsliegg und über die Stäglerenegg zur Holzegg am Fuss des Grossen Mythen. Der letzte Abschnitt ist der Abstieg ins Brunni. Von dort geht es mit dem Postauto nach Einsiedeln und mit der Bahn wieder nach Hause. Dölf Gabriel Die Wanderung ist am Samstag 22. Oktober 2016.

«Aus dem Leben des Julius F.» von Karl Friedrich. Tredition GmbH, Hamburg 2016. ISBN 978-3-7323-8015-2.

Anmelden kann man sich bis 20. Oktober per E-Mail miteinander.wandern@bluewin.ch, per Telefon 044 761 99 36 oder 079 288 22 72. Weitere Informationen auf www.miteinanderwandern.ch

forum

glosse

Sich für einen Kompromiss öffnen

Das Vorderamt

FDP-Nationalräte: Verfassungsbruch, «Anzeiger» vom 7. Oktober.

Die Mettmenstetter Viehschau sei auch als kultureller Anlass für Menschen aus dem gesamten Vorderamt wichtig, war kürzlich im «Anzeiger» zu lesen. Wer zählt eigentlich alles dazu? Wo liegt die Grenze zwischen Oberamt, Vorderamt und Unteramt? Wo befindet sich das Ausseramt? Gibt es sogar noch ein Hinteramt, mit Stallikon im Reppischtal, am Fuss des Üetlibergs? Und sind die Obfelder und Ottenbacher bereits Reusstaler, aus Sicht der Freiämter gar «Ennetreussler»? «See im Reppischtal» war schon mehr als einmal eine Frage im Kreuzworträtsel des Tages-Anzeigers. Gehört der Türlersee also nicht mehr zum Oberamt? Endlich Unklarheiten zu beseitigen gilt es auch für die Bezeichnungen Amt, Knonauer Amt und Säuliamt. Dass die Kälber seinerzeit auf dem Albisgrat Richtung Zürich drängten und die Schweine ins Säuliamt zurückgingen, weiss man zwar aus dem Volksmund. Aber wie gut dies wissenschaftlich verbürgt ist, wäre vielleicht auch eine tiefere Abklärung wert. Ein weiterer wunder Punkt bleibt die ewige Frage, ob unser Bezirk hinter oder vor dem Albis liegt. Zugegeben, die Sonne geht im Osten über

Nun muss auch die Leserin, der Leser des «Anzeigers» das Gequassel der SVP lesen. Der SVP Wettswil fällt nichts Gescheiteres ein, als auf den Masseneinwanderungsartikel (MEI) zurückzukommen. Wie viele vor ihr, behauptet sie, das Volk habe die Initiative angenommen. In Tat und Wahrheit sind es 50,3 Prozent der Stimmenden, also eine klitzekleine Mehrheit von etwa 18 000 Stimmen, die den Ausschlag gegeben hatten. Da wäre den SVP-lern, und nicht nur jenen aus Wettswil, zu raten, den in der vergangenen Woche in der NZZ erschienenen Artikel im Zusammenhang mit dem knappen Ausgang – 50,1 % – der Abstimmung über den Friedensvertrag in Kolumbien zu lesen. Sinngemäss heisst es dort aus sehr berufener Feder, dass die knappen Gewinner einer Abstimmung

tunlichst nicht auf ihrem Standpunkt stur festhalten sollten, sondern sich für einen Kompromiss öffnen sollten. Gerade lächerlich ist zudem der Vorwurf an die FDP-Ratsmitglieder, sie hätten den Eid auf die Bundesverfassung gebrochen. Wenn ich mich recht erinnere, lautet der Eid beim Einzug ins Parlament «das Wohl des Volkes zu mehren». Mit ihrer Initiative, die eben durch 50,3 % der Stimmenden angenommen wurde, riskiert die Rechtsaussen-Partei die Aufhebung der Bilateralen und eine nachhaltige Verschlechterung der Beziehungen mit unseren Nachbarstaaten. Will das das Schweizer Volk? Wenn man bei alledem noch bedenkt, welche Mittel an Personal in der Verwaltung in Bern und anderwärts und die Kosten dafür diese unselige Initiative bindet, kommt mir kalter Schweiss auf die Stirn und Schauer den Rücken runter. Die Schweiz hat

wohl noch andere Probleme, die gelöst und wofür Personal und Geld eingesetzt werden sollten. Nun kommt zu allem Übel noch das Referendum über die Unternehmungssteuerreform III auf uns zu. Das Volk soll hier bestimmen. Wofür haben wir eigentlich die Parlamentarier gewählt? Die sollten doch befähigt sein, solche sehr komplizierten Probleme zu lösen. Sie haben sich in Kommissionen und anderen Gremien damit befasst, und wir sollen uns aufgrund des Bundesbüchleins und tendenziösen Inseraten schlau machen. Das Volk ist sicher nicht dumm, aber es gibt doch Grenzen. Zudem kostet jede Abstimmung 1,4 Millionen Franken – habe ich kürzlich gelesen. Damit will sich die SVP profilieren – und wir sollen die Kosten tragen. Übrigens: Ich gehöre nicht der FDP an. Adolf Bühler, Bonstetten

FC Hausen: Juniorinnen gesucht – Warteliste bei den Junioren Um Unklarheiten nach den letzten beiden Berichten des FC Hausen auszuräumen: Es sind die Juniorenmannschaften des FC Hausen, die derzeit voll besetzt sind, und nicht die der Juniorinnen. Deshalb können derzeit keine weiteren Spieler aufgenommen werden. Es wird eine Warteliste geführt. Aktualisierungen der Warteliste fin-

den sich auf der Homepage des FC Hausen.

Keine Warteliste bei Juniorinnen Bei den Mädchen und Frauen sieht es anders aus, da werden Spielerinnen gesucht. Die Juniorinnen sind deshalb von der Warteliste ausgenommen und der FC Hausen kann weitere Girls auf-

nehmen. Neue talentierte Mädchen sind sehr erwünscht und können unverbindlich jederzeit in ein Probetraining vorbeikommen. Wer Lust hast, in einer Mädchenmannschaft des FC Hausen zu spielen, melde sich unter leiterin.frauenfuss ball@fchausen.ch. Florence Jucker

Bei Zuschriften ist eine vollständige Adresse notwendig Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Namensangabe oder Adresse der Autorin oder des Autors enthalten. Bitte

in jedem Fall einen Absender vermerken. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum

notwendig. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften ohne Rücksprache mit der Absenderin oder dem Absender zu kürzen. (Red.)

dem Zürichsee auf und erreicht uns gerade in dieser Jahreszeit erst, wenn sie den Sprung über den Albisgrat geschafft hat. Aber sie scheint dann so lange zu uns bis sie hinter dem Lindenberg verschwindet, dass wir uns getrost als vor dem Albis daheim fühlen dürfen. Das schleckt keine Geiss weg. Hinter dem Berg liegt doch das Sihltal, eingeklemmt zwischen Zimmerberg und Albiskette. Eigentlich ist es längst an der Zeit, den vorstehend aufgeworfenen Themenkreisen nachzugehen und die vorhandenen Unsicherheiten aus der Welt zu schaffen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer dafür zuständig ist. Vielleicht die Bezirks-Gemeindepräsidenten-Konferenz, die zwar keine Entscheidungsbefugnis hat, aber gewisse Empfehlungen abgeben könnte? Oder sonst halt der neue bzw. vermutlich wieder alte Bezirksrat, der sich nach seiner Neuwahl im nächsten Februar neben der Aufsicht über die Gemeinden und Spitalfragen ja auch einmal mit einem solchen Anliegen auseinandersetzen könnte. Das jedenfalls meint der im Oberamt aufgewachsene und jetzt scheinbar im Vorderamt wohnhafte Erich Rüfenacht

Eine Mauerlösung fürs Kloster Kappel? Warum die neue Mauer eine Chance ist, «Anzeiger» vom 7. Oktober. Es ist gut möglich, dass eine Klostermauer zum Kloster Kappel passen würde. Ob sie schön ausfällt, werden wir dann sehen und ist letztendlich auch Geschmacksache. Sie wird aber mit ihrer Höhe von 1,8 Meter sicher keine Räume der Stille abgrenzen, wie die Planungsgruppe verspricht, weil es in Kappel einfach zeitweilig rund um die Uhr sehr laut ist. Ruhe findet man

in Kappel sicher nicht, da der Verkehr sehr lärmig ist, die Landwirtschaft auch nicht auf der faulen Haut liegt und die Rinder Tag und Nacht mit ihren Glocken aus traditionellen Gründen auf der Weide direkt bei den Wohn- und Gästehäusern des Klosters Kappel weiden. Eine effektive Verkehrsberuhigung durch Kappel und weniger Glockensound in der Nacht wäre sicher nützlicher und würde der ganzen Dorfbevölkerung etwas bringen. Ursula Rey, Kappel


Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. Oktober 2016

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Äpfel im Kubik im Affoltemer OVA-Areal Einweihung der erweiterten Kunstinstallation von Yves Netzhammer Die letzte Bauetappe im OVAAreal in Affoltern ist beendet. Investor Hermann Hess setzt mit der neuen Kunstinstallation und der Pflanzung von 15 Apfelbäumen einen krönenden Schlusspunkt zum Projekt, von dem er überzeugt ist. Die gesamte Bauphase sei geprägt gewesen von einer hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten. ................................................... von regula zellweger Der kühle Herbstwind liess die Blätter wirbeln, als gegen dreissig Personen mitten in der Überbauung die Kunstinstallation von Yves Netzhammer, ein Kubikmeter in Aluminium gegossene Äpfel und einen Wegweiser, einweihten. Kunst kann nicht nur faszinieren und zum Denken anregen, gewisse Kunstobjekte können auch klingen, bespielt werden wie ein Musikinstrument. Künstler Yves Netzhammer und der Vertreter der Kunstgiesserei St. Gallen, Gabriel Badertscher, freuten sich besonders, als der bekannte Schlagzeuger Lionel Friedli der Installation beeindruckende Rhythmen und Klänge entlockte.

Am Anfang stand das Areal Die OVA war ein Markenzeichen des Bezirks, findet man doch auch im Wappen von Affoltern den Apfel. Historisch gesehen war auch die Textilindustrie – und hier findet sich in der Person des Investors Hermann Hess die Schnittstelle – prägend für die Entwicklung der Wirtschaft im Säuliamt. Hermann Hess entstammt einer Textil-Familiendynastie. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung zum KonzertPianisten und Ökonomen übernahm er nach dem frühen Tod seines Vaters

im Jahre 1979 die Esco H. Hess & Co. AG Kleiderfabrik in Amriswil. Die Krise in der Textilindustrie führte dazu, dass er die für die Textilindustrie genutzte Industriefläche in erfolgreiche Immobilienprojekte umwandeln musste. Industriegelände umgestalten zu Wohn- und Gewerbeareale wurde zu seinem Markenzeichen. Neben dem erfolgreichen Projekt in Affoltern bebaut er momentan grosse Industrieflächen in Zürich, Basel und Stuttgart.

Brückenbauerin Friederike Schmid verbindet Kunst mit Gesellschaft und Wirtschaft – ein Traumberuf. «Für mich ist es immer faszinierend zu spüren, dass Werke ankommen an den Orten und bei den Menschen, für die sie gedacht sind.» Sie hält Rückblick: «Wir hatten 2012 einen internationalen Wettbewerb für dieses Projekt im OVA-Areal ausgeschrieben – die Rahmenbedingungen dazu hatten wir mit den beiden Investoren Mobimo AG und Hess Investment und der Stadt Affoltern gemeinsam erarbeitet. Der in Affoltern geborene Yves Netzhammer erfüllte gemäss Jury-Bericht unsere Visionen und Vorgaben für dieses Quartier am besten.» 2014 wurde Netzhammers Arbeit im Rahmen der 175-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten von Affoltern als Bezirkshauptort eingeweiht. Gern legte Investor Hess die Realisierung der zweiten Phase auch in die Hände der Projektmanagerin und Kuratorin Friederike Schmid. Das Ergebnis ist ein Gewinn für ganz Affoltern. Sie fasst zusammen: «Ich bin überzeugt, dass Kunst heutzutage eine der wenigen ‹Disziplinen› ist, mit denen man Menschen faszinieren, emotional binden, Innovation anregen und auf neue Ideen und Gedanken bringen, inspirieren und eine Diskussion und ein Gespräch anregen kann. Kunst spricht eine andere Sprache –

Investor Hermann Hess übergibt Künstler Yves Netzhammer (Mitte rechts) einen Apfel von einem der 15 neu gepflanzten Apfelbäumen im OVA-Areal. Friederike Schmid (links) begleitete das Kunstprojekt federführend und Gabriel Badertscher (rechts) realisierte es in der Kunstgiesserei St. Gallen. (Bild Regula Zellweger) während praktisch alles andere in unserer heutigen Welt einen «geldwerten» Nutzen oder Zweck haben muss, darf Kunst einfach SEIN.»

Künstler Finanzierung und Vermittlung von Kunst sind wichtige Erfolgsfaktoren – am Anfang aber steht die Idee eines Künstlers. Einen Haufen AluminiumÄpfel in natürlicher Kegelform fand man bereits im OVA-Areal. Nun regt ein Kubikmeter Äpfel zum Denken an. Kubikmeter ist ein wichtiges Mass in der Immobilienbranche, es dürfte auch damals, als die Traktoren mit An-

hängern voller Äpfel vorfuhren, ein bestimmendes Mass gewesen sein. Yves Netzhammer brachte die Idee, umgesetzt wurde sie in der Kunstgiesserei St. Gallen. Fünf Platten mit zwei Schichten Äpfeln wurden in Formen gegossen, zu deren Herstellung Äpfel und Ton zum Einsatz kamen. In Aluminium gegossen sehen die Äpfel von der Form her richtigen Äpfeln absolut gleich – aber sie altern nicht, schrumpfen und faulen nicht. An den realistisch abstehenden Stielen hatte der Perkussionist Lionel Friedli besonders Freude, denn nicht nur miteinem gezielten Anschlagen oder Reiben der Äpfel entlockte er

dem Kubus Töne, auch das achtsame Zupfen der Stiele liess faszinierende Klänge entstehen. Kunst soll leben. Das tut sie, wenn sie Beachtung findet. Wenn sich Betrachter darauf einlassen. Für einen Spaziergang durch das neue OVA-Areal mit Musse, um sich mit den Aluminium-Installationen und den Worten auf den Wegweisern zu beschäftigen, sollte sich jeder Säuliämter Zeit nehmen. Denn mit dem Werk des international preisgekrönten Künstlers Yves Netzhammer hat Affoltern eine künstlerische Präsenz, um die sie manche Stadt beneiden könnte.

«Es ist nicht so schlimm, ich lebe noch» Die unglaubliche Geschichte des Wisi Zgraggen – Lesung in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern Kürzlich beeindruckte der Erstfelder Bauer Wisi Zgraggen die Besucher der Lesung in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern mit seinem Lebensmut, seiner Offenheit und seinem Familiensinn. Vorgestellt wurde das Buch «Bauernleben», das Barbara Lukesch nach Gesprächen mit Wisi Zgraggen und seinem Umfeld und nach intensiven Recherchen geschrieben hat.

Herzlichkeit parierte. Beeindruckend vor allem aber auch seine Frau Angelika, die ganz bescheiden im Publikum sass – und die ihrem Mann die 14 schweren Jahre nach dem Unfall zur Seite stand. Das Paar hat gemeinsam Unglaubliches geleistet, die gegenseitige Liebe und die Liebe zu den vier Kindern ist echt und tief.

Der Tag, der alles veränderte

................................................... von regula zellweger Auf dem Cover ist ein strahlend lächelnder Bauer mit einer schwarzen Dexterkuh vor alpiner Landschaft zu sehen. «Bauernleben» ist der Titel. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass die Arme fehlen. Die Geschichte von Wisi Zgraggen beschreibt gelebte Resilienz, die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen für die persönliche Entwicklung zu nutzen. Bei Wisi Zgraggen geht es noch weiter. Es beschreibt seine Fähigkeit, trotz der körperlichen Behinderung nach einem schweren Unfall zusammen mit seiner Familie die Existenz zu sichern und seinen vier Kindern ein grosses Vorbild zu sein.

Der Urner Bauer Wisi Zgraggen erzählte in der Buchhandlung Scheidegger über sein Leben nach einem schweren Unfall, bei dem er beide Arme verlor. (Bild rz) Humor hat viele Farben Gelacht wurde viel an diesem Abend. Lustig war es aber nicht immer wirklich. Denn die Geschichte von Wisi Zgraggen und seiner Familie macht

betroffen, nachdenklich. Frank Baumann vom Wörthersee Verlag moderierte mit leichtfüssigem Humor, Barbara Lukesch las professionell, beeindruckend war Wisi Zgraggen, der den Fragen des Moderators mit offener

Als Wisi Zgraggen vom Unglückstag erzählt, als er mit beiden Armen in die Rundballenpresse geriet, ist auch bei seiner Frau Angelika zu spüren, dass dieser Tag tiefe Spuren hinterlassen hat. Auch wenn Wisi Zgraggen auf der Unfallstelle seiner Frau sagte: «Es ist nicht so schlimm, ich lebe noch» und dem Vater versicherte, auch ohne Arme weiter bauern zu wollen. Zum Glück können Wisi und Angelika Zgraggen heute herzlich lachen, wenn sie von den alltäglichen Herausforderungen erzählen, die ein Mann ohne Arme zu bewältigen hat. Sie sind ein super Team. Auf dem Tisch steht ein Glas Wasser. Wie immer bei Lesungen. Was soll es dort? Er kann es ja nicht zum Mund führen. Schnell geht Wisi zu seiner Frau, flüstert etwas, sie öffnet die Handtasche, Wisi schnappt sich mit dem Mund einen Trinkhalm, kehrt zum Tisch zurück und trinkt. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, was man

alles nicht mehr kann, wenn man keine Arme mehr hat.

Beeindruckende Grossfamilie Das Buch «Bauernleben» kreist nicht nur um den Unfall und wie Bauer Wisi Zgraggen es geschafft hat, ohne Arme sein Leben neu zu gestalten. Es zeigt auch auf, wie Bauern in der Innerschweiz Familienbande haben, die wirklich halten, wie Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird, mit welchen Herausforderungen Bauern im täglichen Leben zu kämpfen haben. Bewundernswert ist Zgraggens Zuversicht: «Gott wird Dir nichts zumuten, was man nicht stemmen kann.» Alte Fotos der verschiedenen Generationen der Bauernfamilie Zgraggen und neue Fotos von René Lukesch illustrieren die Familiengeschichte. Die weiter geht. Thomas, der älteste Sohn, will in die Fussstapfen des Vaters treten. Wisi Zgraggen meint: «Die Belastung ist zu gross.» Auch wenn sein Credo «Just do it» heisst, steht er zu seinen Grenzen und freut sich auf kommende Zeiten, in denen er mehr Zeit für die Beziehung mit seiner Frau und für Hobbys haben wird. Zgraggens Geschichte ist unter dem Titel «Bauernleben» von Barbara Lukesch geschrieben und beim Wörthersee Verlag herausgegeben worden.


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Pari Ravan stellt in der Galerie100 in Affoltern aus. > Seite 14

Erfolg für Swiss Volley Masters 50+, die regelmässig in Bonstetten trainieren. > Seite 16

Wohnherbst mit Neueröffnung

Dienstag, 11. Oktober 2016

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Ernüchternd Fussball, 2 Liga: Der FC Affoltern verliert gegen den FC Srbija mit 1:3. > Seite 17

Majestätischer Brunello di Montalcino Jahrgang 2011

Einrichtungshaus Ulrich präsentiert «Brühl» Am 13., 14. und 15. Oktober, Degustation bei Mü’s Vinothek Mit den Tagen der offenen Tür zum Wohnherbst 2016 lädt das Einrichtungshaus Ulrich am Samstag, 15., und Sonntag, 16. Oktober, zur freien Besichtigung ein. Als Highlight werden auf einer umgebauten Ausstellungsfläche von über 250 Quadratmetern die bekannten Polstermöbel «Brühl» präsentiert. Als grösstes «Brühl»-Studio der Schweiz zeigt Ulrich einen grossen Querschnitt dieser internationalen Polstermarke. Viele weitere Neuheiten aus dem Wohn- und Schlafbereich werden angeboten. Ein interessanter Rundgang mit kulinarischen Leckerbissen erwartet die Besucher. Zudem profitieren die Kunden von Sonderkonditionen während der Herbstschau.

«Brühl» – Authentic value made in Germany Die international bekannten BrühlPolstermöbel wecken Fantasie und Lebensfreude. Die mehr als 30 Modelle bieten ganz unterschiedliche Lösungen auf die sich verändernden Lebensgewohnheiten an. So sorgen Verwandlungsfunktionen für vielseitige Nutzungen. Zahlreiche Modelle sind mit abnehmbaren, meist waschbaren, Wechselbezügen ausgestattet. Möglichkeiten wie dies bieten nicht nur kundenorientierten Zusatznutzen, sie zeichnen sich auch durch Umweltfreundlichkeit aus, im Sinne einer hohen Produktlebensdauer und Ressourcenschonung. Der Einsatz langlebiger und schadstoffarmer Materialien ist selbstverständlich.

Kulinarische Höhepunkte Ein feines Rindsragout mit Champignons, serviert mit Apfelrotkraut und Kartoffelstock aus der Küche des Seminarhotels Sempachersee, erwartet die Besucher. Zu diesem Gratis-Menü wird im Festzelt gerne kostenlos ein Getränk serviert. Für die Kinder steht «Spiel und Spass» im betreuten Kinderparadies auf dem Programm. (pd.) Ulrich Erlebnis Wohnen, Kottenstrasse 2, Sursee.

Formvollendung von «Brühl». (Bild zvg.)

Tage der offenen Tür, am 15. und 16. Oktober.

Die Heimat des Brunello liegt knapp 50 Kilometer südlich von Siena, in einer hügeligen Landschaft zwischen den Flüssen Orga, Ombrone und Asso. Er profitiert dort vom typischen Mittelmeerklima, dem eigentlichen Geheimnis seiner hohen Qualität. Heute ist er einer der gefragtesten Weine der Welt. Brunello di Montalcino wird von Kennern geschätzt, weil er majestätisch und dabei trotzdem elegant ist.

Ein Blick auf die Degustationsliste Collemattoni: zum ersten Mal gezeigt werden der Brunello und der Rosso di Montalcino der neuumgebauten Kellerei am Fusse des Städtchens Sant’Angelo in Colle. Seit 2012 produziert Marcello Bucci auf dem acht Hektaren grossen Betrieb tolle Weine nach biologischen Kriterien. Constanti: Bereits seit 1983 vinifiziert Conte Andrea Constanti mit beeindruckender Konstanz Brunello di Montalcino, die begeistern. Ciacci Piccolomini: Aus Casteluovove Abate, einer Enklave der Brunello Zone, bringen Paolo und Lucia Bianchini Montalcino Weine mit Kultstatus auf den Markt. Talenti: Das Weingut Talenti wurde 1980 von Pierluigi Talenti gegründet, 1999 hat Riccardo Talenti, Enkel von Pierluigi, die Führung übernom-

«Gwand» setzt auf Italienisches In Merenschwand kommt neu auch Pizza auf den Teller Wer Osman hört, der denkt an Pizza. Im Säuliamt hat sich Osman Duman bereits einen Namen gemacht. Nun übernimmt er die operative Leitung im «Gwand», Merenschwand.

Um auch fürs Mittagsgeschäft, fürs junge Publikum und für Familien attraktiver zu werden, setzt das Restaurant neu auf italienische Küche. Der Pizzaofen ist schon seit einigen Wochen in Betrieb und in der Person von Osman Duman – im Raum Affoltern bestens bekannt – hat Roland Schoch einen ausgewiesenen Fachmann an Bord geholt. «Pizzas kann sich jeder leisten, auch für die ganze Familie», erklärt Schoch die Idee hinter der Umstellung. Und der Erfolg gibt ihm recht: Die Pizzas kommen

men. Seither wurde der traditionelle Betrieb mit Unterstützung des bekannten Önologen Carlo Ferrini umstrukturiert. Piancornello: Claudi Monaci führt den Kleinstbetrieb im südlichsten Teil des Anbaugebietes. Piancornello mag ein kleines Weingut sein und nicht einmal 25 000 Flaschen pro Jahr erzeugen, doch die Weine sind grosse Klasse.

Der Kundschaft bietet sich vom 13. bis 15. Oktober die Möglichkeit, in die faszinierende Welt des Brunello einzutauchen. (pd.) Brunello-Toscana-Event in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, 8910 Affoltern. Donnerstag, 13. und Freitag, 14. Oktober, 18 bis 20 Uhr. Samstag, 15. Oktober, 10 bis 15 Uhr/www.mues-vinothek.ch (Degustationsliste zum Herunterladen).

Neuheiten bei den Holz/Metall-Systemen Die Ernst Schweizer an der Fachmesse Holz Am Stand D02, in der Halle 1.1 der Fachmesse Holz in Basel zeigt die Ernst Schweizer AG unter anderem ihr neues Pfosten/Riegel-System und die im Design überarbeitete Schiebetür ST FV Drive.

«Im Gwand» heisst das sympathische Lokal neben der Post in Merenschwand. Vor dreieinhalb Jahren als Café gestartet, hat es sich seither immer mehr auch zum Speiserestaurant entwickelt. Ein Geheimtipp ist etwa der üppige Burger. Mit seinen 45 Sitzplätzen ist das «Gwand» vor allem abends ein beliebter Treffpunkt – auch für Vereine, die nach der sportlichen Betätigung den Durst oder Hunger stillen wollen.

Neuer Pizzaofen soll Mittagsgäste und Familien anziehen

Fabiola Koffel (Globalwine) und Ruedi Müller zeigen majestätische Brunello di Montalcino. (Bild Salomon Schneider)

Besucherinnen und Besucher erwartet ein grosses Spektrum an Produkten des Geschäftsbereichs Holz/Metall-Systeme mit entsprechender Fachberatung. Anhand von 1:1-Exponaten oder auch Handmustern können sie sich direkt am Stand von der Qualität und der Technologie der Produkte überzeugen.

Freuen sich auf mehr «Italianità» im «Gwand»: Osman Duman, Lale Bajrami, Roland Schoch, Patricia Fernandes und Ben Nejib (von links). (Bild Thomas Stöckli) an. Hausgemachte Pasta soll das Angebot schon bald ergänzen.

Auch mit Lieferservice Besonders günstig sind die Pizzas über die Gasse, besonders bequem hat mans, wenn man sie nach Hause liefern lässt. Zum Start des erweiterten Konzepts kosten die Pizzas kommenden Samstag, 15. Oktober, gerade mal fünf Franken. Aufs normale Tagesgeschäft hat die Umstellung keine Auswirkung:

Weiterhin kann man im «Gwand» gemütlich «käfele» und sich dazu ein «Guzi» oder einen Nussgipfel gönnen. Auch auf die bewährten Menüs müssen die Gäste künftig nicht verzichten. Einzig im Gastraum steht eine Änderung an. So muss die bestehende Vitrine zusätzlichen Sitzplätzen weichen. (tst.) Start mit neuem Konzept am 15. Oktober, im «Gwand», Bremgartenstrasse 11, 5634 Merenschwand, 056 664 15 93, www.kafi-gwand.ch.

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Vermischtes

Dienstag, 11. Oktober 2016

Impressionen des Herbstwaldes

Ein von Pilzen überwachsenes Stück Holz schimmert blau im abnehmenden Licht, kurz vor der Dämmerung – daneben Moosblüten. (Bilder Salomon Schneider)

Einige Moospolster schimmern bereits in herbstlichem Rot.

Auf den Spinnweben sammeln sich über Nacht grosse Tautropfen.

Die Sonne erreicht den Waldboden nur noch mit halber Kraft.

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veranstaltungen

Pari Ravan in der Galerie100 Ausstellung der Cat-Ikone aus Nizza Die Galerie100 an der Zürichstrasse 100 in Affoltern zeigt vom 13. bis 22. Oktober Werke der mehrfach preisgekrönten Künstlerin Pari Ravan. Sie ist an der Vernissage am 13. Oktober anwesend. Die Kunst der in Nizza lebenden deutsch-iranisch-französischen Künstlerin Pari Ravan ist seit geraumer Zeit weltweit gefragt. Die mehrfach international preisgekrönte Künstlerin erhielt vor Monatsfrist den Kunstpreis der Stadt Nizza und hat an mehr als 150 Gruppen- und Einzelausstellungen in Europa und den USA teilgenommen. Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen ausgestellt, wie dem Kunstmuseum Solingen, dem Kölnischen Stadtmuseum, dem Phantasten Museum in Wien sowie dem Southern Nevada Museum of Fine Art in Las Vegas. Vom 13. bis 22. Oktober gastiert die Künstlerin mit ihren skulpturalen Werken, den bemerkenswerten Cat-Lady-Plastiken, in der Galerie100 in Affoltern. Die plastischen Katzendamen von Pari Ravan, die Mitglied des Comité National Monégasque de l’association internationale des arts plastiques ist, sind doppeldeutig; sie sind sinn- und geistreich. Die nackten Frauenkörper mit Katzenkopf spiegeln die verschie-

densten Situationen wider – in ihrem Ausdruck, ihrer Pose, ihrem Habitus. Die Skulpturen, in diversen Haltungen und Farben modelliert, mögen oberflächlich äusserst reduziert erscheinen, zeugen aber in Wirklichkeit von höchster Konzentration, was sich erst beim genaueren Hinsehen eröffnet. Der Künstlerin gelingt es so, die Betrachtenden in eine situative Stimmung mit hineinzuziehen, die sie stringent aufbaut und ironisch ebenso durchbricht. Die Cat-Ladys führen gleichermassen hinein in den Alltag, wie gleichzeitig aus diesem heraus, indem sie zum Innehalten und Nachdenken einladen. Dabei bieten sie Raum für einen eigenen Zugang, gestalten Möglichkeiten, Verbindung zu schaffen und geben Impulse für die Wahrnehmung eigener Gefühle. Von blossen Zurschaustellungen des weiblichen Körpers allerdings sind sie weit entfernt; die Cat-Ladys von Pari Ravan stellen Fragen, die sich an den Sinn, an Befindlichkeit und Gefühle richten und sie erzählen Geschichten, die immer ein Staunen und befreiendes Schmunzeln zurücklassen. (kb.) Galerie100, Zürichstrasse 100, Affoltern: CatladySkulpturen von Pari Ravan, Nizza. 13. bis 22. Oktober. Vernissage: Donnerstag, 13. Oktober, 17 bis 21 Uhr. Öffnungszeiten: Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung: 079 821 13 61.

Pari Ravans Cat-Ladys sind doppeldeutig. (Bild zvg.)

«Blues & Ballads» im Pöschtli Aeugstertal Am Donnerstag, 20. Oktober, 20.30 Uhr, treten «Sir» Oliver Mally und Martin Gasselsberger im Pöschtli Aeugstertal auf. Schon viermal traten «Sir» Oliver Mally und Martin Gasselsberger in den letzten Jahren im ausverkauften Pöschtli-Saal auf und begeisterten das Publikum. «Sir» Oliver Mally ist als Österreichs Blues-Aushängeschild weit über die Grenzen hinaus geschätzt und hat sich zum Songwriter von internationalem Format entwickelt. Bereits 13 Mal wurde er zum «Besten Blues-Rootskünstler» Österreichs gewählt. Seine Stimme und Gitarre verkörpern den Blues, wie man ihn selten zu hören bekommt: Wenn Mally lustvoll leidend B. B.-King-Klänge aus seiner Gitarre zutzelt, ist Memphis, Tennesse nichts weiter als eine geografische Nebensächlichkeit. Unterstützt von der diffizilen Tastenarbeit seines kongenialen Songwriterpartners Martin Gasselsberger beweist Mally, dass sich akustischer Blues, einfühlsame Balladen und melodischer Jazz wunderbar ergänzen. Die beiden Ausnahmekünstler spielen fast ausschliesslich eigene Songs, die sich teils in der Tradition eines Steve Earle oder Townes van Zandt bewegen aber auch von Blues-Legenden wie Muddy Waters, Lightnin’ Hopkins oder John Lee Hooker stark beeinflusst sind; und es hört sich an, als hätten sie die letzten 60 Jahre nichts anderes gemacht,

als in den Südstaaten der USA gegen Kost und Logis aufzutreten. Mally und Gasselsberger strotzen bei ihren Auftritten nur so von Energie, ihre Mimik zeugt von der tiefen Leidenschaft, die sie für die Musik aufbringen. Aufgrund ihres feinnervigen Zusammenspiels und des Gefühls für Atmosphäre ist ein musikalisch spannender Abend garantiert. Die internationale Presse bis hin zur amerikanischen «BluesRevue» überbietet sich denn auch mit Lob für ihre gemeinsame Aufnahme: «...und wieder ein Geniestreich. Da leuchtet die Musik! Ein Album für die Ewigkeit!» Konzertbeginn: 20.30 Uhr. Essen gibt es um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38.

Die Musiker (links): «Sir» Oliver Mally (Guitar & Vocals), Martin Gasselsberger (Piano & Vocals). (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 11. Oktober 2016

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«Ein bisschen wie in alten Zeiten» Die Freude von Radquer-Legende Albert Zweifel über das Radquer in Mettmenstetten 165 Teilnehmer zählte die Erstaustragung des Radquers in Mettmenstetten. OK-Präsident Andreas Fuhrer war zufrieden. Er will das Rennen auf dem Stockacher auch künftig im Swiss-Cycling-Rennkalender etablieren. ................................................... von martin platter «Ich habe gelitten. Der Parcours mit seinen Steigungen und nicht einfach zu fahrenden Abfahrten hatte es in sich. Dazu die angriffige Fahrweise meiner Mitstreiter.» So wie Andreas Moser, der am Radquer in Mettmenstetten seinen ersten Elitesieg feiern konnte, ist es wohl den Meisten der 165 Teilnehmern ergangen. Der 2,5 Kilometer lange Parcours, den OK-Präsident Andreas Fuhrer, zusammen mit Streckenchef, Landbesitzer und Teilnehmer Ueli Stauffacher (er wurde Elfter im Jedermann-Cross), im coupierten Gelände ausgesteckt hatte, war anforderungsreich. Vor allem die etwa 100 Meter lange Steigung im hinteren Teil der Strecke zeigte die konditionellen Unterschiede. Während die stärkeren Fahrer hier hochwuchteten, galt es für die anderen zu entscheiden, ob man nicht gescheiter läuft. Auf der letzten Rille hochfahren, könnte sich nämlich wegen der übersäuerten Beinmuskulatur rächen. Je nach Kategorie dauern Radquers zwar nur 20 bis 60 Minuten. Die kurze Renndauer führt jedoch dazu, dass schneller gefahren wird. In der Elite-Kategorie fuhr Moser mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von beinahe 29 km/h!

Die geschichtlichen Hintergründe Das erklärt die grossen Abstände und zeigt, weshalb nur acht Fahrer ohne Überrundung durchkamen und es auch in den anderen Kategorien zu zahlreichen Überrundungen kam, aber nur zum Teil. Noch immer werden Radquers von den meisten hauptsächlich zum Ausgleich für die radsportlichen Aktivitäten in den Sommermonaten oder einfach zum Spass betrieben. Die grossen Leistungsunterschiede haben auch geschichtliche Hintergründe. Ursprünglich sollte die Disziplin «cross cyclo-pédestre» Radfahrten unter Wettkampfbedingungen während der Vorkriegszeit supponieren. Es galt die Regel, befestigte Strassen weitgehend zu meiden. Auf leicht abgeänderten Rennrädern mit stärker profilierten Reifen pedalte man hauptsächlich querfeldein über Äcker und durchs Unterholz. Steile Böschungen

Das Radquer in Mettmenstetten soll künftig einen festen Platz im Swiss-Cycling-Rennkalender erhalten. und Gräben wurden zu Fuss mit dem Rad auf einer Schulter gemeistert – ein Bild, das die Sportart bis heute charakterisiert. Initiiert wurde die neue Disziplin von Veloenthusiast und Journalist Géo Lefèvre, der gemäss französischer Radsport-Historie auch die Idee zur Gründung der Tour de France hatte. Im Winter 1902/03 vor der ersten Austragung der Grand Boucle, hat Lefèvre in Avray das erste «cross cyclo-pédestre» ausgerufen. Die Rundstrecke führte hauptsächlich über Feldwege – wie im folgenden Sommer oft auch die knüppelharte Tour de France. Die Verdienstmöglichkeiten waren für die arg gebeutelten Helden der Landstrasse damals noch bescheiden. Jede zusätzliche Ertragsquelle, die über den Winter auch noch einen Formaufbau versprach, wurde dankbar angenommen. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte «cyclo cross» (so die heute noch gültige, internationale Bezeichnung) sportlich an Bedeutung. 1950 wurde in Paris die erste offizielle Radquer-Weltmeisterschaft ausgetragen, die zu Gunsten von Jean Robic endete, dem Tour-Sieger von 1947. Robic war eine Ausnahme, wie sich in den folgenden Jahren zeigen sollte. Die zunehmende Popula-

Der Wettswiler Jorin Gabriel (vorne) auf dem Weg zum Junioren-Sieg. (Bilder Martin Platter)

rität des Radsports hatte eine Fokussierung der Cracks zur Folge, die im Vergleich zu heute allerdings noch weniger ausgeprägt war. Dennoch wurde die Szene zunehmend von Quer-Spezialisten dominiert. Während des Sommers verdienten sie ihr Brot als Wasserträger in Strassenradteams oder gingen einem Handwerksberuf nach und kreierten so den Begriff des «Feierabendprofis».

zwei Wochen die nationale Mountainbike-Marathon-Rennserie Garmin-Classics auf dem dritten Rang beendet. Und auch der beste U19-Fahrer in Mettmenstetten, Jorin Gabriel aus Wettswil, zählt zu den besten CrossCountry-Fahrern seines Jahrganges (1999). Gabriel freute sich ganz besonders über den Sieg vor eigenem Publikum: «Vor vier Monaten hatte ich einen Unfall und musste am Knie operiert werden. Ich rechnete deshalb nicht damit, hier ganz vorne mitfahren zu können. Umso schöner ist der Sieg.» Stark fuhr auch Michel Bravin, der den Wettkampf als Dritter in der Masters-Kategorie beendete. Am meisten Säuliämtler Teilnehmer wiesen die Schülerrennen auf, gefahren von zahlreichen Kindern des RRC-Kids-BikeTreffs. Mit Jan Tillmann als Dritter der U15 und Jan Graf und Vitus Venzin als Sieger und Zweiter der U11, gab es hier einige Podestplätze. Bei den meisten aber ging es hauptsächlich um den Spass. Entsprechend wohlwollend verhielt sich auch das Publikum, dabei auch Radquer-Legende Albert Zweifel, der es sich nicht nehmen liess, der Premiere in Mettmenstetten beizuwohnen.

Dominierten in der ersten Dekade noch die Französischen Seriensieger Roger Rondeaux und André Dufraisse die Titelkämpfe, lebte der Sport bis Ende 1960 vom epischen Zweikampf zwischen dem Italiener Renato Longo und dem Deutschen Rolf Wolfshohl. Dann brach die bisher unerreichte Serie des Belgiers Eric de Vlaeminck an, der zwischen 1968 und 1973 sechs Mal in Folge ungeschlagen blieb und insgesamt sieben Titel errang. Nach de Vlaemincks Vorherrschaft begann die Schweizer Ära. Ältere Querfans erinnern sich mit glänzenden Augen an die packenden Duelle der beiden Eidgenossen Peter Frischknecht und Albert Zweifel, die wie zu Kübler-Koblet-Zeiten auch das Publi-

kum in zwei Lager spaltete. Mit fünf WM-Goldmedaillen von 1976 bis 1986 ist Zweifel mit Abstand der erfolgreichste hiesige Querathlet. Derweil Frischknecht den Begriff des «ewigen Zweiten» kultivierte. Mit rund 50 Rennen pro Saison erlebte das Radquer in dieser Zeit seinen Höhepunkt. Zwar vermochten Schweizer Repräsentanten wie Pascal Richard (1988 in Hägendorf) und Dieter Runkel (1995 in Eschenbach, SG) jeweils noch perfekt getimte Glanzlichter an Heim-WMs zu setzen. Danach hatte der Schweizer Quersport jedoch einen schleichenden Rückgang an Veranstaltungen und Topathleten zu gewärtigen. Träfe Figuren wie Beat Breu, der auch in Mettmenstetten zugegen war, traten zurück. Bekannte Strassenprofessionals zierten sich im Gelände zu fahren. Immer mehr Querfahrer, so zum Beispiel auch Thomas Frischknecht, verlegten ihr Hauptinteresse auf den ungleich lukrativeren und auch sportlich abwechslungsreicheren Bikesport. Das hat sich bis heute nicht geändert. Während zu Zweifels und Runkels Zeiten noch die Strassenradsportler im Radquer den Ton angaben, sind es heute auch die Mountainbiker. Andreas Moser beispielsweise hat vor

Andreas Moser feierte in Mettmenstetten seinen ersten Elite-Sieg.

Auch Radquer-Ikone Albert Zweifel (links) und Beat Breu waren am Radquer Mettmenstetten zugegen.

Schweizer Ära spaltete das Publikum

Alle Resultate auf www.radquermettmenstetten.ch.


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Sport

Dienstag, 11. Oktober 2016

Swiss Volley Masters 50+ holen Gold in Vancouver

Frauenturnverein Ottenbach im Alpstein

Die Volleyballer trainieren regelmässig in Bonstetten

Die Turnfahrt des FTVO im Appenzellerland

Das Swiss Volley Masters Team wurde 2012 – damals noch unter dem Namen Globalboys Schweiz – gegründet und verfolgt seit diesem Zeitpunkt die Idee der Masters Games und der Huntsman World Senior Games.

Prächtiges Wetter war den Turnerinnen des FTVO beschieden, als sie sich am letzten Samstag im September auf ihre Turnfahrt begaben.

Masters Games werden von der IMGA (International Masters Games Association) mit Sitz in Lausanne als Multisport-Event nach den Idealen der Olympischen Spielen organisiert. Es gibt Sommer- und Winter- World Masters Games und kontinentale Master Events in Europa und Amerika. Masters Games ist der grösste Multisportanlass auf der Welt mit bis zu 30 000 Sportlern ab dem 35. Altersjahr, aus über 100 Ländern. Die Huntsman World Senior Games mit dem Global Cup verfolgen die gleichen Ziele wie die Masters Games, jedoch nur für Sportler ab 50 Jahren. Der Global Cup ist die Weltmeisterschaft der Volleyballer ab 50+ und wird abwechselnd in den Orten St. George (Utah, USA), Loutraki (Griechenland) und Sao Paulo (Brasilien) ausgetragen. Das neu formierte Team mit dem Trainer Andreas Grasrainer trifft sich regelmässig zu den Trainings in Bonstetten und hat in den letzten Jahren an einigen internationalen Turnieren teilgenommen. Unter anderem 2014 an den World Masters Games in Torino (Italien) und Globalcup in St. George (USA); 2015 am Globalcup in Loutraki (Griechenland) und an den European Masters Games in Nizza (Frankreich) und eben in diesem Jahr

Frank Fitzlaff im Angriff gegen den italienischen Zweierblock (Bild zvg.) an den Americas Masters Games in Vancouver (Kanada). Als Gruppensieger ging es im Halbfinale gegen das viertplatzierte Team der FOG Canada 60, welches die Schweizer klar mit 2:0 gewannen, sodass es im Finale zur Revanche gegen das Team aus Italien kam. Wie das erste Spiel war auch die zweite Begegnung der beiden besten Teams höchst umkämpft und bot den zahlreichen Zuschauern immer wieder packenden, hochstehenden Volleyballsport. Schlussendlich gewannen

Golfplatz-Betreiber in Affoltern hat Nachfolger gefunden Freiwillige Helfer willkommen

Mit dem ÖV ging es in Richtung Ostschweiz, nach Gossau. Von dort aus brachte die Appenzeller Bahn die Turnerinnen nach Wasserauen, wo sich die Talstation der Ebenalp-Bahn befindet. Dies war der Ausgangspunkt der Wanderung. Drei bis vier Stunden ging es ziemlich steil hinauf, was sehr gute Kondition erforderte. Entschädigt wurden die Turnerinnen durch beeindruckende Bergmassive. Allen voran der bekannte Säntis. Die Mittagsrast wurde beim idyllischen Seealpsee gemacht. Am Nachmittag liessen sich die Turnerinnen vom in den Fels gebauten Gasthaus Äscher und dem Wildkirchli beeindrucken. Schliesslich erreichten sie die auf 1644 Meter über Meer gelegene Ebenalp. Vom Ausgang der Wanderung bis zum Ziel haben die Turnerinnen 776 Höhenmeter überwunden. Gerne liess man sich nach dem Zvieri mit der Seilbahn wieder ins Tal hinunterbringen. Das Nachtquartier hatten die Organisatorinnen der Turnfahrt, Beatrice Rimann und Sara Hoppler, auf dem Kronberg reserviert. Alle waren froh, dass das Berg- Die Turnerinnen bei der Mittagsrast am Seealpsee. (Bild zvg.)

Buccaneers verlieren drittes Spiel UHC Buccaneers – Schüpfheim 5:1 Auch ihr drittes Spiel konnte der UHC Buccaneers Sellenbüren nicht gewinnen und verloren gegen Schüpfheim mit 5:1. Nach den beiden Pleiten zum Saisonauftakt waren die Ämtler bestrebt, im ersten Auswärtsspiel der Saison zum ersten mal Punkte einzufahren. Die rund 60 Zuschauer, überwiegend Fans von Gastgeber Schüpfheim, bekamen ein zu Beginn sehr ausgeglichenes Spiel zu sehen. Nach der 2:11-Niederlage aus der Vorwoche legte man bei

Herr und Frau Golfer dürfen aufatmen, denn nach langem Suchen ist ein geeigneter Nachfolger gefunden worden. Die Zukunft vom Kurzspiel Golfplatz Affoltern am Albis ist somit gesichert. Lange Zeit war die Zukunft vom Weiterbestehen der Kurzspiel Golfanlagen ungewiss. Die «Short Game World AG» mit Beat Grossmann und Markus Rath sind ausgewiesene und erfahrene «Swiss PGA Pro». Sie planen die Golfanlagen zum Spielen attraktiver zu gestalten und zum Benützen günstiger anzubieten. Der Leitsatz «Bei uns dürfen alle Golf spielen», soll auch im zukünftigen Konzept erhalten bleiben. Mit einem vielseitigen Schulungsangebot möchten Beat Grossmann und Markus Rath alle Alters- und Niveaugruppen ansprechen. Sie planen Veränderungen, die neue und attraktive Möglichkeiten zum Trainieren bieten. Aufatmen für Cathy und Emilio Biasio. Vor 16 Jahren hatten sie die Vision, eine Kurzspiel-Golfanlage zu bauen, wo alle ohne Schwellen Golf ausprobieren oder spielen dürfen. Der Schweizerische Golfverband und die Migros haben die Vorteile von Kurzspielanlagen entdeckt und plädieren neuerdings für mehr Golfanlagen wie in Affoltern. Auch sollen sich die Gemeinden mehr für den Golfsport engagieren. Eine letzte Gelegenheit, sich von Cathy und Emilio Biasio zu verabschieden, bietet sich noch bis zum 30. Oktober. Bis dann sind sie noch für den

die Italiener knapp den dritten Satz mit 16:14 und damit das Turnier. In der Alterskategorie 50+ holten aber die Schweizer ihre erste Goldmedaille an einem internationalen Anlass. Die WM 2016 findet vom 10. bis 13. Oktober 2016 in St. George, Utah, statt und mit den Teams aus Kanada, USA und Russland warten vier starke Gegner auf die Schweizer Volleyballer. Auf der Webseite www.swissvolleymasters.ch kann das Geschehen zeitverschoben mitverfolgt werden. (pd.)

restaurant bequem mit der Bahn zu erreichen war, denn die anstrengende Bergwanderung auf die Ebenalp spürten doch einige in den Beinen. So freuten sich alle auf einen gemütlichen Abend. Dass beim feinen Nachtessen noch ein faszinierender Sonnenuntergang bestaunt werden konnte, war eine willkommene Überraschung. Am Sonntagmorgen lachte erneut die Sonne. Nach einem reichhaltigen Frühstück machten sich die Turnerinnen hoch motiviert an den Abstieg: Das Ziel war die Kronberg-Talstation. Beim Erreichen der Talebene wurde noch ein wohltuender Umweg eingebaut. Zwei Stunden lang ging es dem Barfussweg entlang: Gonten, Gontenbad und zurück nach Jakobsbad. Das Wandern im kühlen Gras tat den strapazierten Füssen wahrhaftig gut. Einige Turnerinnen vergnügten sich zwischenzeitlich im Seilpark oder auf der Rodelbahn. Nach einer Stärkung im Restaurant hiess es für die ganze Gruppe, in den Zug einsteigen und in Richtung Säuliamt zu reisen. (bea)

vorerst Wert auf ein solides defensives Auftreten. Zwar ging dieses Unterfangen nicht lange gut, denn bereits nach wenigen Minuten geriet man nach einem tollen Weitschuss in den Rückstand, jedoch hielt dieses Resultat bis zur ersten Pause und es hätte durchaus auch der eine oder andere Treffer auf der anderen Seite fallen können. Torchancen wurden ausgelassen und der Gegner traf in regelmässigen Abständen. Sven Eckert war an diesem Samstag der Einzige, welcher seine Torchance zum zwischenzeitlichen

1:3-Rückstand verwerten konnte. Alles Anrennen brachte danach nichts mehr. Am Schluss stand es 1:5 für Schüpfheim, was gleichbedeutend mit der 3. Niederlage im 3. Spiel ist. Trainer Nicola Grass war dennoch nicht gänzlich unzufrieden, konnte man immerhin das Spiel grösstenteils ausgeglichen gestalten. «Zur Zeit müssen wir hartes Brot essen. Ich bin aber überzeugt, dass wir eher früher als später die ersten Punkte einfahren werden», liess er sich kurz nach dem Spiel zitieren.. (pd.)

So spielten die Streethockeyaner Ein Sieg und eine Niederlage für den SHC Bonstetten-Wettswil Viel, aber auch schöne Golfplatzpflege. (Bild zvg.) Golfbetrieb und die Platzpflege verantwortlich. Es besteht auch die Möglichkeit, mit den zukünftigen Besitzern in Kontakt zu treten. Sie suchen insbesondere «Saison-Spielrecht Interessierte», Sponsoren, die mit einem Werbeauftritt auf dem Golfgelände ihre Firma Gewinn bringend platzieren möchten. Auch freiwillige Helferinnen und Helfer, welche zu interessanten Gegenleistungen kommen möchten, werden gesucht. Ab dem 31. Oktober ist geplant, Teile vom Golfplatz zu verändern. Auch da sind freiwillige Helfer willkommen. (pd.) Infos: Markus Rath, info@golfrath.com oder Telefon 079 525 05 66. Öffnungszeiten im Oktober: Samstag und Sonntag, 10 bis 19 Uhr. Ab dem 17. Oktober, 12 bis 18 Uhr. Für Gruppen ab 6 Personen und für Golf Events (auch mit Essen) sind flexible Öffnungszeiten und Reservierungen während dem ganzen Monat Oktober möglich. Anmeldungen für Gruppen Telefon 044 760 04 80.

Das Nationalliga-A-Team verlor sein Heimspiel gegen den SHC Grenchen Limpachtal. Der zweiten Mannschaft lief es deutlich besser. Gegen einen starken Gegner vermochte die erste Mannschaft lange mitzuhalten, verlor am Ende aber doch klar mit 3:7. Am letzten Samstag empfing das Fanionteam aus dem Zürcher Säuliamt die erste Mannschaft des SHC Grenchen Limpachtal. Die Grenchner, welche sich auf die neue Saison hin erstmals mit zwei ausländischen Spielern verstärkt haben, gelten als heisser Titelanwärter hinter den Rebells. Die Ämtler starteten gut ins erste Drittel und kämpften beherzt, kassierten aber zu viele Strafen. Diese blieben aber glücklicherweise weitgehend ungenutzt. Gegen Ende des ersten Drittels gelang den Solothurnern dann der Führungstreffer. Es folgte ein weiteres starkes Drittel, in welchem beide Teams zwei Tore schiessen konnten,

sodass es nach 40 Minuten 3:2 für die Mannschaft aus Grenchen stand. Im Schlussdrittel holte sich das kleine Kader des SHC Bonstetten-Wettswil wiederum viele Strafen und die Kräfte liessen mehr und mehr nach. So konnten die Solothurner mit vier weiteren Toren das Spiel schlussendlich klar mit 7:3 für sich entscheiden. Die zwei ersten Drittel können das Fanionteam sicherlich positiv stimmen, jedoch müssen die Strafen im nächsten Spiel reduziert werden. Die erste Mannschaft hat nun ein spielfreies Wochenende und spielt wieder am 14. Oktober um 14 Uhr auswärts in Bettlach.

Der 2. Mannschaft glückte die Revanche Nachdem die zweite Mannschaft des SHC Bonstetten-Wettswil doch etwas unerwartet und auch unter ihrem Wert aus dem Cupwettbewerb flog, gab es gegen den selben Gegner, die Strassenteufel aus Wollerau, nun die

Möglichkeit, sich zu revanchieren. Bereits das erste Meisterschaftsspiel hatte aufgezeigt, dass auch in diesem Jahr, eine Spielklasse höher, mit den Reserven des SHC zu rechnen ist. An die Leistungen des ersten Saisonspiels anzuknüpfen war das Ziel und dies gelang vollends. Hatte man sich im Cupspiel noch an den harten Verteidigungslinien des Gegners die Zähne ausgebissen, lief die Tormaschinerie an diesem schönen Sonntagvormittag von der ersten Spielminute an. Die Ämtler kombinierten sich mal für mal durch die Reihen des Gegners und je länger das Spiel dauerte, desto dominanter wurden die Zürcher. Auch wenn es mehrere Torschützen in diesem Spiel gab, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, welche dieses klare Resultat von 2:15 schlussendlich einbrachte. Diesen Schwung gilt es mitzunehmen und beim nächsten Auftritt, im heimischem Moos, am 15. Oktober, 14 Uhr, erneut umzusetzen. ( Federico Benelli & Jens Bürki)


Sport

FCWB zeigt Reaktion FC Wettswil-Bonstetten – SC Buochs 2:1 Nach der zuletzt sehr deutlichen Niederlage gegen Bellinzona, wusste sich der FCWB innert drei Tagen gut zu erholen und sich auf das wichtige Qualifikationsspiel im Cup gegen Buochs gut einzustellen. Die englische Woche endete für den FCWB mit der ersten Runde der CupQualifikation für den Schweizer Cup 2017/18 gegen den SC Buochs. Dabei wusste man nicht, wie man die Leistungen der Dosch-Elf einzuschätzen hat. Vergangenen Samstag gewann man bei Aufsteiger Seefeld mit einer souveränen Leistung 2:1. Darauf folgte dann aber die Kanterniederlage am Mittwochabend im Tessin gegen Bellinzona, bei der man gar keinen guten Eindruck hinterliess. Umso wichtiger für die Moral war nun ein Sieg im Schweizer Cup. Aufgrund der hohen physischen Belastung, welche die Woche mit sich brachte, war Trainer Dosch gezwungen, viele Änderungen in der Startelf vorzunehmen. Das Terrain auf dem Wettswiler Moos verunmöglichte den beiden Teams einen gepflegten Spielaufbau und das Geschehen war bereits in den Startminuten sehr kampfbetont. Dennoch versuchten die Innerschweizer mit Flachpässen zum Torerfolg zu kommen. Die Gäste erwischten den besseren Start in die Partie und wurden bereits nach 22 Minuten für ihre Bemühungen belohnt. Nach einer schönen Kombination im Angriffsviertel der Gäste konnte Bucheli in aller Ruhe den letzten Querpass direkt einschieben. Sofort änderte sich das Geschehen auf dem Platz. Wettswil erarbeitete sich nach der frühen Führung durch die Innerschweizer ein Chancenplus und hatte folglich auch mehr Spielanteile. Der FCWB kam regelmässig zu guten Torgelegenheiten, welche man allesamt nicht nutzen konnte. Auf der Gegenseite hatte Torhüter Bachmann nur sehr wenig zu tun. Somit pfiff der Unparteiische zur Halbzeitpause und die Ämtler mussten die zweite Hälfte mit einem Rückstand in

Angriff nehmen. Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie zur zweiten Halbzeit angepfiffen, zappelte das Leder im Tor. Dieses Mal aber für den FCWB. Denn bereits in der 48. Minute konnte Schneebeli ein kurzes Durcheinander im Gästestrafraum ausnutzen und zum Ausgleich einschieben. Das war der Startschuss zur WB-Offensive. Sie konnten sich in der Folge sehr viele Bälle durch ein aggressives Offensivpressing zurückerobern und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. Zuerst konnte man ein Überzahlspiel im gegnerischen Strafraum nicht ausnutzen. Kurze Zeit später beging ein Defensivspieler des SC Buochs als letzter Mann ein Handspiel, sodass Torschütze Schneebeli nicht alleine aufs Tor zulaufen konnte. Überraschenderweise taxierte der Unparteiische dieses Vergehen aber nur als gelbwürdig und somit standen dem FCWB weiterhin elf Mann gegenüber. In der 78. Minute war es aber soweit. Dukhnich, der das erste Tor vorbereitete, krönte seine gute Leistung mit einem wunderschönen Kopfballtor. Bozic preschte ein weiteres Mal auf der rechten Seite vor und konnte zur Flanke ansetzen. Dukhnich stieg am höchsten und nickte zur erstmaligen WB-Führung ein. In den Schlussminuten versuchte Buochs nun noch einmal alles, um in die Verlängerung zu kommen. Doch der FCWB liess nichts mehr zu und rettete das Resultat über die Zeit. Damit erreicht die Dosch-Elf die zweite Cup-Qualifikationsrunde, in welcher im März des nächsten Jahres wiederum ein 1. Ligist wartet. Entsprechend kann sich das Team nun wieder voll auf den Meisterschaftsbetrieb einstellen, der nächsten Samstag zu Hause gegen Locarno weiter geht. (LSt) Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil. FCWB: Bachmann; Badalli, Hotnjani, Studer, Bozic; Gouiffe à Goufan, Gjergji (84. Le Bigonsan), Schneebeli, Siefkes, Constancio (90. Berisha); Dukhnich (90. Waser).

Ernüchternde Niederlage gegen Srbija Fussball 2. Liga: FC Srbija – FC Affoltern 3:1 (2:0) Der stark ersatzgeschwächte FC Affoltern musste gegen den eigentlich in Reichweite liegenden FC Srbija die dritte Niederlage in Folge einstecken. Dadurch ist der FCA nun auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Die beiden Mannschaften operierten mit unterschiedlichen Spielanlagen. Die Einheimischen suchten den Erfolg mit weiten Zuspielen auf die schnellen Aussenstürmer. Der FCA versuchte es zu oft spielerisch durch die Mitte, blieb aber immer wieder an der dichtgestaffelten Abwehr hängen. Beide Seiten liessen in der ersten Halbzeit nur wenige Torchancen zu. In der 17. Minute hätte Stähli das Spiel in eine andere Richtung lenken können. Nach einem Alleingang scheiterte er am gut reagierenden Torhüter. Besser machten es die Gastgeber mit ihrer ersten Chance in der 26. Minute. Die FCA-

Abwehr liess den Linksaussen flanken und vor dem Tor konnte Pranj ungehindert zur Führung einnicken. In der 39. Minute lancierte Srbija einen schnellen Vorstoss über die rechte Seite. Die Hereingabe wurde von einem Affoltemer Verteidiger direkt vor die Füsse von Pranj abgewehrt, der mühelos zum 2:0 einschoss. Zwei Chancen, zwei Tore. Die Gäste hatten sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, wurden aber schon nach wenigen Minuten eiskalt erwischt. Mit dem dritten Tor sorgten die Einheimischen für die Vorentscheidung. Die Säuliämtler bestimmten in der letzten halben Stunde vermehrt das Spielgeschehen und kamen auch zu guten Torchancen, Zählbares schaute vorerst nicht heraus. In der 79. Minute wurden die Angriffsbemühungen doch noch belohnt. Der unermüdlich rackernde Bilic erzielte, nach schönem Durchspiel mit Rätz, über den Torhüter hinweg den Ehrentreffer. Die Verunsiche-

rung im Team ist offensichtlich. Zu viele Akteure spielen zurzeit weit unter ihren Möglichkeiten und bei einigen Spielern ist das Selbstvertrauen vollkommen weg. Wegen den zahlreichen Abwesenden fehlen Trainer Filipovic aber valable Alternativen. Ein Lichtblick ist die Rückkehr von Stäger, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kam. Am Mittwochabend muss der FCA im Regional-Cup schon wieder beim FC Srbija antreten. Diese Partie würde die Gelegenheit bieten, um den einen oder anderen Nachwuchsspieler einzusetzen und unter Wettkampfbedingungen auf die Zweitliga-Tauglichkeit zu prüfen. (Walter Zech) Sportanlage Juchhof 2, 150 Zuschauer. Tor: 26. Pranj 1:0, 39. Pranj 2:0, 49. Z. Nikic 3:0, 79. Bilic 3:1. FCA: Steiner, Premananthan (Stäger), Scicchitano, Luchsinger, Sb. Bala, M. Nikic, Markanovic, Ismajlaj, C. Antenen, Bilic, Stähli (Rätz). Nicht eingesetzt: Aegerter (ET), Grebenar, V. Shala.

Zwei Ämtler Finisher in Hawaii Ironman Weltmeisterschaften in Kailua Kona An der Ironman-Weltmeisterschaft haben zwei Ämtler den Weg über den roten Teppich ins Ziel beschreiten dürfen: Der Rifferswiler Mathias Koethe und der Ottenbacher Bernhard Schneider. Mathias Koethe freute sich an den Ironman Weltmeisterschaften vom Sonntag über seine persönliche Bestzeit. Er erreichte das Ziel nach 10 Stunden und 17 Minuten. Der starke Schwimmer hielt sich im Wasser und auf dem Rad zurück, um beim Marathon zuzulegen, der mehr als zur Hälf-

te über coupierte Strassen durch die Wüste führt. Seine Marathon-Zeit von 3:37 Stunden, nach 180 Kilometern auf dem Rad, bei Temperaturen von bis zu 40 Grad ist beeindruckend. Bernhard Schneider beschreibt die Erfahrung in der untenstehenden Mathias Koethe auf dem Weg zur persönlichen HawaiiPostkarte. (es) Bestzeit. (Bild Erika Schmid)

Tuggen 1:3, Jun. Ca (CCJL) – Urdorf 1:1, Wiedikon – Jun. Dc 3:3, Wädenswil – Sen. 40+ 3:4, Lachen/Siebnen – Sen. 30+ 1:2.

Erfolgreiche Kämpfende aus Hausen

Pencak Silat-Schulen aus Berlin, Wien, Amsterdam, Hausen am Albis und Winterthur nahmen an diesem Turnier teil. Die Kämpfenden durften nicht mehr als fünf internationale Turniere bestritten haben. Die Perisai Diri Schule vom SilatPlus in Hausen nahm mit einer Gruppe von 13 Schülern teil. Der jüngste Teilnehmer, Jamie Waser, ist 8 Jahre alt. Er hat sein erstes Turnier mit Bravour gemeistert. Mit Stolz durfte er die silberne Medaille nach Hause nehmen. Nina Frei nahm nach

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Weitere Resultate: FCWB 2 – Siebnen 1:0, FCWB 3 –

Pencak Silat-Schule an Zürcher Turnier Am Wochenende vom 1. und 2. Oktober fand das internationale «1. Pencak Silat Open for Beginners» für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.

Dienstag, 11. Oktober 2016

spannenden Kämpfen mit stark kämpfenden Berlinerinnen die Goldmedaille in Empfang und wurde als beste Kämpferin des Silat Open ausgezeichnet. Marius Schülin, welcher als einziger Schweizer Formenwettkämpfer gegen die ausgezeichneten Formenwettkämpfer von Wien antrat, durfte sehr zufrieden mit seiner Leistung und über seine verdiente Goldmedaille sein. Am Samstagabend zeigten die Schweizer Schulen aus Zürich, Wädenswil und Hausen am Albis eine mitreissende Show mit grossem Unterhaltungswert. Mit Stolz erfüllt die Perisai Diri Schule SilatPlus der stattliche Medaillenspiegel von 7x Gold, 4x Silber und 2x Bronze sowie der Kristallpokal für das beste Team.

Die Hausemer Pencak Silat-Schüler. (Bild zvg.)

Ein einmaliges Erlebnis Postkarte aus Hawaii (2): Der Ironman Der Wüstenwind blies straff mit bis zu 40 Grad auf der unendlich langen Fahrt durch Lavafelder. Ich wusste, dass ich nach der langen Reise und der kurzen Akklimatisationszeit nicht die Leistung des Ironman Switzerland, wo ich mich im Juli für die Weltmeisterschaft qualifiziert habe, würde abrufen können – ganz im Gegensatz zu den beiden Deutschen meiner Altersklasse, die in Zürich mit mir das Podest teilten und nun in Hawaii ebenfalls gewannen. Auf sie habe ich gegenüber Zürich rund 90 Minuten verloren.

Die WM-Delegation des Teams Koach am Vortag des Ironman. (Bild Erika Schmid) Massiver Seegang beim Schwimmen Vor dem Rennen beriet ich die Taktik mit Coach Kurt Müller. Er empfahl mir, beim Wasserstart im Meer einen Platz in der Mitte zu suchen, da die Schnellen rechts, die Langsamen links starten. Ich hielt mich anfangs zurück, bis ich Raum hatte, mein Tempo zu schwimmen. Meist gelang es mir, mich hinter einem anderen Schwimmer einzureihen, der mir die in den hohen Wellen nicht ganz einfache Suche nach dem geraden Weg abnahm. Für das Rad empfahl mir der Coach, deutlich zurückhaltender als in Zürich zu starten. Wie recht er hatte! Da ich im hinteren Mittelfeld aus dem Wasser kam, hatte ich keine Probleme, korrekt ohne Windschatten zu fahren. Wer zehn Minuten vor mir die Radstrecke begonnen hatte, kam gar nicht darum herum, vom Windschatten der anderen zu profitieren. Bereits bei der zweiten Verpflegungsstelle

schüttete ich einen halben Liter Wasser über mich, um mit dem Kühlen zu beginnen, bevor ich überhitzt war.

Ein kleiner, schmerzhafter Fehler Wir waren elf Athleten vom Team Koach und haben alle das Ziel erreicht. Kurt Müller stand zentral, dort, wo alle insgesamt sechs Mal vorbeikamen. So hatte er stets den Überblick. Nach 16 Laufkilometern, im steilen Aufstieg, riet er mir, auf Cola umzustellen, um die Übersäuerung des Magens mit dem isotonischen Getränk nicht weiter voranzutreiben. Ich habe dies mit Erfolg umgesetzt: Ich konnte auf diese Weise wieder Energie aufbauen. Das letzte Drittel des Marathons war das Schnellste. Mit knapp über 12 Stunden habe ich ziemlich das Optimum dessen erreicht, was unter den gegebenen Umständen möglich war. Nur einen Fehler habe ich gemacht: Nach dem

Schwimmen im Meer zog ich Socken für die Radschuhe an, die ich für den Marathon nicht wechselte. Das Ergebnis waren Blasen an beiden Fussflächen. Zwischendurch habe ich deshalb nicht mehr geglaubt, dass ich es ins Ziel schaffe – umso grösser war die Freude, als ich dort eintraf. Bernhard Schneider aus Kailua Kona, 9. Oktober

Bernhard Schneider an der WM in Hawaii Der Ottenbacher Triathlet und Historiker Bernhard Schneider hat sich im Alter von 58 Jahren erstmals für die Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifiziert. Im «Anzeiger» berichtet er über die Vorbereitungen und die Teilnahme an einem der härtesten Wettkämpfe der Welt. (red.)


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