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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 80 I 173. Jahrgang I Dienstag, 15. Oktober 2019

73 besetzte Nester

Am Bodensee

Der Verein Naturnetz Unteramt fördert Mehlschwalben – mit Erfolg. > Seite 3

Der Wettswiler Gemeindeverein auf Reise im Banne der Fachwerkhäuser. > Seite 8

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Unvergessliche Tage 18 Mitglieder des Turnvereins Wettswil reisten ins «goldene» Oberengadin. > Seite 8

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Muhende Schönheiten 200 Tiere an der Leistungsschau der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten. > Seite 9

Zwei Tage ohne Trinkwasser Leitungswasser in Rifferswil und Mettmenstetten war mit Fäkalbakterien verschmutzt Wegen starker Regenfälle ist ein Trinkwasserreservoir in Herferswil verschmutzt worden. Vom Donnerstag bis Samstag durften die Einwohner von Rifferswil und Teilen von Mettmenstetten kein Hahnenwasser trinken. Die Gründe für die Verschmutzung sind noch unbekannt.

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Leben im Buchladen Ein fantastischer Buchtipp von Nicole Gerber, Bibliothekarin in Hedingen. > Seite 9

Einsatz für die Gemeinde Hausen Bachufer von Gestrüpp befreien, Zäune abbrechen oder Baumschutzhüllen entfernen – fünf junge Männer von der Wohngruppe «Bärenwald» im Albisbrunn, waren während dreier Tage im Einsatz für die Gemeinde Hausen. Sybill Sennhauser, die Wohngruppenleiterin, findet es toll, dass diese gemeinnützigen Arbeitseinsätze zur Tradition geworden sind. Lob für die Jugendlichen gab es auch von Patrick Wyss, Organisator aus dem Amt für Tiefbau und Werke. ................................................... > Bericht auf Seite 8

................................................... von stefan schneiter

Koutny WM-Achter

Bei Routinekontrollen wurden in den Reservoirs Herferswil und Letten Fäkalbakterien entdeckt. Sogleich wurde am Donnerstagmittag die Bevölkerung von Rifferswil und Mettmenstetten über Flyer in alle Haushaltungen und Radio alarmiert und angehalten, das Trinkwasser aus den Leitungshahnen abzukochen. Betroffen waren alle 600 Haushaltungen in Rifferswil sowie 120 Haushaltungen in den Gebieten Gjuch/Leigrüppenstrasse und Herferswil/Hübscheren in Mettmenstetten. Nicht nur bei der Alarmierung der Bevölkerung, sondern auch zur Behebung des Schadens reagierten die Behörden sofort. Am Donnerstagabend reinigte bis nach Mitternacht eine Spezialfirma das Reservoir Letten oberhalb von Herferswil. Nach Ablassen der 400 m³ verschmutzten Wassers mussten Boden und Wände gereinigt und anschliessend desinfiziert werden. Am Freitag folgte das Reservoir Helferswil mit seinen 200 m³ Wasser. Von ihm war die Verschmutzung aus-

Bereits vor einem Jahr hat der Aeugster Triathlon-Profi Philipp Koutny mit dem 15. Platz beim Ironman Hawaii Aufsehen erregt. In Frankfurt qualifizierte er sich als einziger Schweizer neben Ironman-Switzerland-Sieger Jan van Berkel für einen der 50 Profi-Startplätze – und überraschte mit dem 8. Rang beim WM-Rennen. Dies gelang ihm vor allem dank einer sensationellen Radzeit. Koutny ist der erste Schweizer Profi-Mann seit 2011, der einen Top-Ten-Platz in Hawaii errang. ................................................... > Bericht auf Seite 18

Mysteriöses Schild im Tunnel In der Tiefe des Albis-Eisenbahntunnels existiert ein kleines unscheinbares Schild. Genau an der – unterirdischen – Gemeindegrenze von Hausen zu Horgen, dort, wohin nie Tageslicht dringt, hängt es. Den Blicken der Menschen, die in den Zügen vorbeirasen, bleibt es verborgen, da die Zugpassagiere dort in hohem Tempo vorbeirauschen. Ebenso bleibt verborgen, was genau sein Sinn ist. «Km=21.120 Gem. Hausen / Gem. Horgen» steht in schwarzer Schrift auf dem weissen Emailplättchen. Von der Medienstelle der SBB ist wenig zu erfahren. Es sei «äusserst unüblich», dass Gemeindegrenzen in Bahntunnels markiert wurden oder werden. SBB Historic weiss, dass die Zahl Km 21.120 den genauen Abstand der unterirdischen Tunnelstelle von Zürich aus angibt. Aber wieso es vor vielen Jahren tief im Tunnelinnern angebracht wurde, dazu kann sie nur eine Vermutung anbringen. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Die zwei Reservoirs in Herferswil wurden nach der Wasserschmutzung gereinigt und desinfiziert. (Bild Stefan Schneiter) und auf das mit ihm verbundene Lettenreservoir übergegangen. Anschliessend wurden sämtliche Wasserleitungen in den Dörfern vierfach gespült. Es dauerte bis am Samstag 14 Uhr, ehe das kantonale Labor Zürich nach Analyse der Wasserproben Entwarnung geben konnte, welche die Behörden der zwei Gemeinden an die Bevölkerung weiterleiteten. Zugleich erging an die Einwohner die Anordnung, zuerst alle Wasserleitungen im Haus fünf Minuten lang gut durchzuspülen, um eine Wiederverkeimung des Trinkwassernetzes auszuschliessen.

Dachs-und Fuchs als Schuldige? Die Ursachen der Verschmutzung sind noch nicht geklärt. Rifferswils Gemeindepräsident Christoph Lüthi, der sich am Freitag vor Ort ein Bild der Lage verschaffte, vermutet: «Im Bereich der Quellfassung des Reservoirs Herferswil hat es frische, neue Dachs- und Fuchsbauten. Aufgrund der starken Regenfälle ist es möglich, dass Wasser über dieses Höhlensystem in den Fassungsbereich geflossen ist. Vielleicht haben auch Baumwurzeln die Fassung beschädigt.»

Trotti-Fahrer verletzt Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Lieferwagen und einem Elektro-Trottinett ist am frühen Samstagmorgen, 12. Oktober, in Rifferswil ein Mann schwer verletzt worden. Ein 37-jähriger Mann fuhr kurz vor 7 Uhr mit einem Lieferwagen auf der Mettmenstetterstrasse von Rifferswil Richtung Mettmenstetten. Dabei kam es zur Kollision mit einem ElektroTrottinett-Fahrer, welcher in der gleichen Fahrtrichtung unterwegs war,

wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Der 39-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde nach der Erstbetreuung vor Ort mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Wegen des Unfalls musste die Mettmenstetterstrasse für rund drei Stunden gesperrt werden; die Feuerwehr signalisierte eine Umleitung. Neben der Kantonspolizei Zürich standen die Feuerwehr Oberamt, der Rettungsdienst sowie ein Notarzt vom Spital Affoltern sowie ein Rettungshelikopter der Rega im Einsatz.

Die Unfallstelle zwischen Rifferswil und Mettmenstetten. (Bild Kapo ZH)

Das Awel wird zusammen mit dem kantonalen Labor, dem Wassermeister von Herferswil und mithilfe eine Wildhüters die genauen Ursachen abklären. Die Bevölkerung hat auf die Trinkwasserverschmutzung laut Christoph Lüthi «ruhig und verständnisvoll» reagiert. Zwei, drei Leute hätten sich über Unwohlsein beklagt. Rifferswil stellte im Gemeindehaus gratis einige hundert Liter Wasser für die Einwohner bereit. Der Volg Rifferswil verkaufte rund zehn Prozent mehr Mineralwasser als üblich.

Als das Knonauer Amt noch drei Nationalräte stellte Kommenden Sonntag sind nationale Wahlen. Vor 28 Jahren schafften mit Toni Bortoluzzi (SVP), Rolf Hegetschweiler (FDP) und Hans Steiger (SP) gleich drei Ämtler den Sprung nach Bern. Ihre Listenplätze machten Toni Bortoluzzi (SVP), Rolf Hegetschweiler (FDP) und Hans Steiger (SP) 1991 zwar zu Anwärtern auf ein Mandat. Dass gleich alle drei den Sprung nach Bern schaffen würden, durfte damals gleichwohl nicht erwartet werden. Aktuell stellt das Knonauer Amt mit Hans-Ulrich Bigler (FDP, Listenplatz 5), und dem Mettmenstetter Landwirt Martin Haab (SVP, Listenplatz 10) zwei Nationalräte. In knapp einer Woche geht es nun auch um die Frage, ob sie in der neuen Legislaturperiode dabei bleiben können. ................................................... > Bericht auf Seite 4

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römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Sonntag, 17. November 2019, ca. 11.00 Uhr, anschliessend an den 10.00-Uhr-Gottesdienst Pfarrsaal, Bifangstrasse 4, Hausen am Albis Geschäfte: 1) Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler 2) Genehmigung des Voranschlags 2020 der Kirchgemeinde 3) Genehmigung des Steuerfusses 2020 4) Antrag Kirchenpflege «Beitritt Genossenschaft DLZ KG» 5) Varia Die Unterlagen zu dem Geschäft 2, 3 & 4) können zwei Wochen vor der Versammlung auf den Sekretariaten der beiden Pfarreien während den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden. Zudem werden sie auf der Webseite, http://www.kath-hausenmettmenstetten.ch, der Kirchgemeinde aufgeschaltet. Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchgemeinde, welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitze des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C, Ci und B) sind. Anschliessend an die Versammlung wird ein Apéro offeriert. Die Mitglieder der Kirchenpflege und die Seelsorger stehen dann für Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf eine gut besuchte Versammlung. Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten, 15. Oktober 2019

Stellengesuche Welcher «Säuliämtler» Arbeitgeber könnte einer 16-jährigen Schülerin einen Nebenjob anbieten (an einzelnen Nachmittagen und / oder samstags)? Tel. 079 880 00 77

Abstimmungen und Wahlen Der Gemeinderat Aeugst am Albis hat mit Beschluss vom 8. Oktober 2019 die kommunale Abstimmung betreffend Totalrevision der Gemeindeordnung (Bildung Einheitsgemeinde) auf Sonntag, 17. November 2019, festgelegt. Der detaillierte beleuchtende Bericht wird mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 10. Oktober 2019 Gemeinderat Aeugst am Albis

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Am Sonntag, 17. November 2019, findet die Urnenabstimmung betreffend Totalrevision der Gemeindeordnung (Bildung Einheitsgemeinde/Vereinigung der Primarschulgemeinde mit der Politischen Gemeinde) statt. Der detaillierte beleuchtende Bericht wird mit den Abstimmungsunterlagen zugestellt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 15. Oktober 2019 Gemeinderat und Primarschulpflege Ottenbach

WIR BEDANKEN UNS HERZLICH bei allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

Felix Ruh-Wyssenbach

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Die grosse Anteilnahme und Verbundenheit, welche wir in einfühlsamen Gesprächen, stillen Umarmungen, Briefen, Karten, Blumen und Spenden beim Abschied unseres lieben Vaters erfahren durften, geben uns Trost und Zuversicht.

Aeugst am Albis

Urnenabstimmung am 17. November 2019

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. Albert Schweitzer

Bauherrschaft: Doris Meier, Allmendstrasse 12, 8914 Aeugst am Albis Vertretung der Bauherrschaft: SHS Haustechnik AG, Sagistrasse 12, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Sanierung der Heizungsanlage mit Erdsonde und WP, Allmendstrasse 12, 8914 Aeugst am Albis

in Liebe und Freundschaft begegnet sind, ihn ein Stück auf seinem langen Lebensweg begleitet haben und ihn in liebevoller Erinnerung behalten. Ein besonderer Dank geht an Herrn Pfarrer Richard Strassmann und an Frau Renate Wüst für die würdig gestaltete Trauerfeier sowie an den Mauritius-Chor Bonstetten mit seinem Pianisten, Organisten und Dirigenten German Bosshard für die feierliche musikalische Umrahmung.

Affoltern am Albis, im Oktober 2019

Die Trauerfamilie

Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selber gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.

Todesfälle Bonstetten Fuchs, Kurt geboren 13. Februar 1946, von Trimmis GR, wohnhaft gewesen Buecheneggstrasse 23, Bonstetten. Er verstarb am 29. September 2019 in Affoltern am Albis. Andacht: Friedhof in Bonstetten am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 13.30 Uhr. Abdankung: Reformierte Kirche in Bonstetten am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 14.00 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Freitag, 11. Oktober 2019, gestorben:

Lier, Arnaldo José Salvador geboren am 2. Juli 1931, von Zürich ZH, Winterthur ZH, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Bachtalenstrasse 14G. Abdankung am Freitag, 18. Oktober 2019, 15.30 Uhr, in Bonstetten, Heumattstrasse 2, Kirchengemeindehaus Kirche Jesu Christi.

Traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, Bruder, Cousin, Schwager, Onkel und Götti

Kurt Fuchs-Staiger 13. Februar 1946 – 29. September 2019

Er wollte seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen und seine Zeit vermehrt seinen Hobbys widmen. Leider hat eine schwere Krankheit diese Pläne verhindert. In liebevoller Erinnerung: Lilo Fuchs-Staiger Liliane und Roland Rappaz-Staiger Joelle Rappaz und Valentin Fragnière Nicole Rappaz und Kilian Chuat Hanspeter und Susi Staiger-Fankhauser mit Jeannette Reto und Prisca Fuchs-Bernet und Familie Die Abdankung findet am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Bonstetten statt. Die Urne wird im engsten Familienkreis beigesetzt. Anstelle von allfälligen Blumenspenden gedenke man der Stiftung Tixi Säuliamt, Affoltern a.A. Postkonto 80-23029-6, IBAN CH25 0900 0000 8002 3029 6, Vermerk: Kurt Fuchs. Traueradresse: Lilo Fuchs, Buecheneggstrasse 23, 8906 Bonstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Oktober 2019

Mysteriöses Schild – tief in der Unterwelt

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Mehlschwalben fühlen sich wieder wohl

Im Albis-Bahntunnel sorgt ein Schild für Fragezeichen

Förderung von «Naturnetz Unteramt» wirkt

Tief innen, im unendlichen Dunkel des Albis-Eisenbahntunnels, an der Gemeindegrenze von Hausen zu Horgen, hängt seit vielen Jahren ein kleines weisses Schild. Den Blicken der Menschen bleibt es verborgen. Ebenso, was genau sein Sinn ist.

Der Verein Naturnetz Unteramt hat sich zum Ziel gesetzt, die Mehlschwalben zu fördern. Die Aktion in Bonstetten, Stallikon und Wettswil scheint bereits Wirkung zu zeigen: Insgesamt 73 besetzte Nester konnten 2019 gezählt werden.

................................................... von stefan schneiter

Start der Mehlschwalben-Aktion des Vereins Naturnetz Unteramt (VNU) war im Frühling 2018. Vereinsmitglieder versuchten vorerst in Bonstetten und Wettswil alle Niststandorte zu finden und zählten die besetzten Nester. Das Ergebnis war etwas ernüchternd – sie fanden nur noch etwa 24 besetzte Nester an fünf Standorten. Der VNU kontaktierte darauf die Besitzer und Verwalter der Häuser mit Schwalben, um zu erreichen, dass weitere Nisthilfen angebracht werden können. Ab Dezember 2018 war es so weit: An drei Standorten konnte der Verein mit Hilfe der Feuerwehr insgesamt 30 neue Nester montieren, zudem wurden viele weitere Nisthilfen gereinigt (der «Anzeiger» berichtete). Natürlich war der VNU gespannt, ob die neuen Nisthilfen angenommen werden und wie sich der Brutbestand entwickelt. Die Erwartungen wurden übertroffen: 2019 konnten in den Gemeinden Bonstetten und Wettswil 43 besetzte Nester gezählt werden, was einer Steigerung um 75 Prozent entspricht! Die neuen Kunstnester wurden gut angenommen, und vor allem die Schwalben am Weierbrünneliweg in Wettswil schienen nur auf die Hilfe zu warten: Hatten 2018 hier nur sechs Paare gebrütet, waren es 2019 nun 15. In Stallikon wurden die Mehlschwalben-Nester erst 2019 gesucht – insgesamt 30 besetzte Nester fanden die Vereinsmitglieder auf Gemeindegebiet. Bei einem Bauernhof an der Reppisch konnte der VNU den interessierten Landwirt noch vor der Brutsai-

«Km=21.120 Gem. Hausen / Gem. Horgen» steht in schwarzer Schrift auf dem weissen Emailplättchen. Das son-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Grenzschild an der Wand des Albis-Bahntunnel, an der Grenze zwischen Hausen und Horgen. (Bild Manuela Matt) derbare Schild steht nicht etwa hoch oben auf dem Albis, wo der Grat die Grenze zwischen dem Säuliämtler und dem Zürichsee-Dorf und damit auch zwischen den Bezirken Horgen und Knonau markiert. Nein, es hängt tief unter der Erde zwischen Sihlbrugg und Baar im finsteren Bauch des Albistunnels. Und damit an einem ziemlich unheimlichen Ort, wo Hausen und Horgen tief im Untergrund aneinanderstossen. Zu Gesicht bekommen es die Zugpassagiere, die dort in hohem Tempo vorbeirauschen, nie. Wie, warum und wann kam dieses Schild an seinen Ort? Man führe dazu keine Unterlagen, lässt die SBB-Medienstelle auf Anfrage verlauten. Doch ist von ihr zu erfahren, die Tafel an der unterirdischen Ortsgrenze des 1897 erstellten Eisenbahntunnels sei sicher erst nach 1952 montiert worden. Und, es sei «äusserst unüblich», dass Gemeindegrenzen in Bahntunnels markiert wurden oder werden. Wieso dies ausgerechnet im einspurigen Albistunnel dennoch geschah, bleibt eine offene Frage.

Eine Vermutung Auch nicht viel mehr zu erfahren ist bei SBB Historic, der Stiftung für das Historische Erbe der SBB. Immerhin, so die Auskunft, liesse sich sagen, dass die Zahl Km 21.120 den genauen Abstand der unterirdischen Tunnelstelle von Zürich angibt. Wieso das Schild aber überhaupt dort seinerzeit angebracht worden sei, darüber lasse sich lediglich eine Vermutung anstellen. Gemäss dieser Vermutung könnte der Grund darin liegen, dass man bei allfälligen Renovationen wisse, bei welcher Gemeinde ein Baugesuch einzuholen sei. So fristet das kleine Schildchen weiterhin sein geheimnisvolles Dasein in pechschwarzer, nie von Tageslicht aufgehellter Umgebung. Von menschlichem Auge wird es nur alle paar Wochen einmal wahrgenommen. Und zwar vom Augenpaar des jeweiligen Streckenwärters der SBB, der regelmässig Schienen, Schwellen und Schrauben im Tunnelinnern kontrolliert.

Verkehrssicherheit für Senioren Seit letzter Woche und noch bis zum 1. November läuft die Fortsetzung der Verkehrssicherheitskampagne «Senioren im Strassenverkehr» der Kantonspolizei Zürich. Dabei werden Verkehrsteilnehmende mit verschiedenen Massnahmen darauf aufmerksam gemacht, dass ältere Menschen zu den gefährdetsten Personen im Strassenverkehr gehören. Dies aufgrund von altersbedingten Faktoren wie vermindertem Hörvermögen, reduzierter Sehfähigkeit und Beweglichkeit sowie erhöhter Verletzlichkeit. Die Kampagne will unter anderem zu einem rücksichtsvolleren Verhalten gegenüber älteren Verkehrsteilneh-

menden beitragen. Gleichzeitig richtet sich die aktuelle Kampagne auch an die Seniorinnen und Senioren selbst, die mit vorsichtigem Verhalten und einer besseren Erkennbarkeit selbst einen wesentlichen Beitrag für ihre eigene Sicherheit leisten können.

Die Mehlschwalbe scheint sich im Amt wohlzufühlen. (Bild Andreas Trepte) son mit zehn neuen Nisthilfen unterstützen, auch hier mit Erfolg: Die Kolonie vergrösserte sich von zehn auf 19 Brutpaare. An diversen weiteren Standorten wird der VNU im Herbst 2019 Abklärungen treffen und wenn möglich neue Nisthilfen aufhängen. Insgesamt zählten die Vereinsmitglieder des VNU in den drei Gemeinden dieses Jahr 73 besetzte Nester. Natürlich hofft der Verein, dass der Aufwärtstrend dank den künstlichen Nisthilfen auch zukünftig anhalten wird. Es kann aber aufgrund von schlechtem Wetter in der Brutzeit auch jederzeit wieder zu einem Rückgang kommen – solche Schwankungen sind bei der Mehlschwalbe normal. Die Mehlschwalben-Förderung ist nötig, da die Schwalben schweizweit immer seltener werden. Noch in den 1990er-Jahren wurde der Bestand auf 100 000 bis 200 000 Paare geschätzt. Er ist seither auf 70 000 bis 90 000 Paare geschrumpft. Die Mehlschwalbe leidet unter zwei Problemen. Einerseits findet sie immer weniger Insekten. Das andere Problem ist der Mangel an Nistmaterial und Nistplätzen. Vielerorts fällt es den Schwalben schwer, Lehmklümpchen für den Nestbau zu finden. Nester werden manchmal mutwillig zerstört, trotz des gesetzlichen Schutzes der Vögel und ihrer Nester. Umso schöner ist es, dass es auch Menschen gibt, die die Schwalben willkommen heissen. Hausfassaden können gut mit Kotbrettern vor Verschmutzungen geschützt werden. Stefan Bachmann Anleitungen zur Förde-

wir gratulieren

rung von Schwalben bei BirdLife Schweiz unter

Zum 90. Geburtstag Zum 90. Geburtstag heute Dienstag, 15. Oktober, dürfen wir Adelheid Peter in Affoltern herzlich gratulieren. Wir wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit.

www.birdlife.ch/ratgeber oder beim VNU, www.naturnetz-unteramt.ch. Niststandorte melden an Stefan Bachmann,

Die Schwalben nisten fleissig in den montierten Nestern.

sbachmann@naturnetz-

(Bild Michael Gerber)

unteramt.net).


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Oktober 2019

Als drei Ämtler gleichzeitig den Sprung in den Nationalrat schafften Toni Bortoluzzi, Rolf Hegetschweiler und Hans Steiger sorgten 1991 für einen denkwürdigen Wahlsonntag Derweil sich mehrere Kantone mit einem Nationalratsmandat begnügen müssen, schafften vor exakt 28 Jahren gleich drei Säuliämtler den Sprung nach Bern: Toni Bortoluzzi (SVP), Rolf Hegetschweiler (FDP) und Hans Steiger (SP) – auch dank ihrer Arbeit im Kantonsrat. ................................................... von werner schneiter Nationalratskandidatinnen und -kandidaten senden heute ihre Werbebotschaften durch verschiedene Kanäle, markieren auch auf Facebook und Co. Dauerpräsenz. Anfang der 1990erJahre beschränkte sich der Wahlkampf auf Plakate, Inserate, Standaktionen oder Podiumsveranstaltungen, die schon zu dieser Zeit beim breiten Publikum auf nicht allzu grosses Interesse stiessen. Die drei Protagonisten aus dem Säuliamt waren dem Wahlvolk aber schon wegen ihrer bisherigen Arbeit im Kantonsparlament bekannt – nicht nur im Bezirk Affoltern, was in den 80er-Jahren auch dem heftig tobenden Kampf um die N4 im Knonauer Amt geschuldet war. Ihre Listenplätze machten die drei Ämtler zwar zu Anwärtern auf ein Mandat. Dass am 20. Oktober 1991 gleich alle drei den Sprung nach Bern schaffen würden, durfte im Vorfeld gleichwohl nicht erwartet werden. Immerhin stand die FDP mit einem Minus von knapp zwei Prozent Wähleranteil auf der Verliererseite. Aber damals trat die Partei mit einer Landund einer Stadtliste an und gewann mit der Landliste vier Mandate, wo Rolf Hegetschweiler auf Platz vier aussichtsreiche Mitbewerber vom linken und rechten Zürichseeufer hinter sich liess. Das erfuhr er aber erst am Montagmorgen im Kantonsrat, weil zu dieser Zeit am Sonntag nicht vollständig ausgezählt werden konnte. «So gegen Mittag informierte uns der Kantonsratspräsident», erinnert sich Hegetschweiler, den seine Wahl überrascht hatte. «Ich war ja erst rund ein Jahr Geschäftsführer des Zürcher Hauseigentümerverbandes. Aber ein grosser Verband als Stütze – das hilft natürlich. An seine 16 Jahre in Bern erinnert er sich gerne. Die Interessen der Hauseigentümer habe er stets mit Überzeugung vertreten können; es sei beruflich eine ideale Kombination gewesen, sagt Hegetschweiler, der aber auch über Parteigrenzen hinaus gute und wertvolle Kontakte pflegte – und Kompromisse schmiedete, was er im anzeige

Blumen für die Bürgerlichen am Wahlsonntag, 20. Oktober 1991: Toni Bortoluzzi (links) und Rolf Hegetschweiler. (Archivbilder «Anzeiger») Parlament als unabdingbar sah, weil man oft nur so zum guten Resultat kommt. Die Politik verfolgt der 81-jährige Ottenbacher natürlich immer noch, sei es via NZZ oder auch als esucher von Veranstaltungen.

«Kein Gesandter des Papstes» Als Viertplatzierter auf der SVP-Westliste erzielte Toni Bortoluzzi, damals noch Affolterns Gemeindepräsident, als Neuer ein beachtliches Resultat – auch dank einer Listenverbindung mit der EDU, die sich über die Wahl des Katholiken Bortoluzzi anfänglich nicht sonderlich gefreut hat. «Die haben aber rasch gespürt, dass ich kein Gesandter des Papstes bin», erinnert er sich lachend. Die Wiederwahl schaffte er in jedem Fall problemlos: 24 Jahre sass er im Parlament und hat sich dort vor allem als Gesundheitspolitiker über die Fraktionsgrenzen hinaus Bekanntheit verschafft. Als Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit kam Bortoluzzi auch zu vielen Medienauftritten und erlangte als häufiger

Gast in der «Arena» von SRF schweizweiten Bekanntheitsgrad. Und dazu auch wegen umstrittener Äusserungen. «Für mich waren es unglaublich schöne, lehrreiche Jahre», hält Bortoluzzi rückblickend fest. Die Politik hat ihn bis heute nicht losgelassen: Nach der Wahlschlappe im Frühjahr sitzt der 72-Jährige als einer der Vizepräsidenten der SVP des Kantons Zürich wieder an den Schalthebeln der (Partei-) Macht.

Gasmaske von der Gemeinde Mit der Wahl von Hans Steiger aus Obfelden delegierten Wählerinnen und Wähler auch ein «Kontrastprogramm» zu den beiden bürgerlichen Vertretern aus dem Säuliamt nach Bern, nachgerade in Umwelt- und Verkehrsfragen. Er fiel nicht nur durch sein Outfit auf, sondern galt – zu den Massstäben von damals – durchaus als Radikaler und Ideologe, der sich an Aufsehen erregenden Aktionen beteiligte und auch als Zivilschutzverweigerer für Schlagzeilen sorgte. Sein «Vorstrafenregister» nutzte er 1991 auch

Auch in Sachen Bekleidung und Posen nicht wie andere: Hans Steiger nach seiner Wahl in den Nationalrat.

gleich für Wahlwerbung. Die damalige Empörung der bürgerlichen Seite stufte Steiger in einem «Anzeiger»-Beitrag als «organisiert» ein. Dieses «Vorstrafenregister» hielten viele seiner Gesinnungsleute nicht für nötig. Steiger aber ging damals in der Meinung in die Offensive, dass solche Geschichten von anderer Seite im Wahlkampf aufgewärmt worden wären. Von der Gemeinde Obfelden erhielt er – in Anlehnung ans erwähnte Thema – eine Gasmaske als Wahlgeschenk. «Eine originelle Blüte», bedankte sich Steiger. Er kam auf der SP-Männerliste auf Platz vier in den Nationalrat. Dort stellte er sich – ziemlich desillusioniert – nach vier Jahren nicht mehr der Wahl und trat später auch noch aus der SP aus. Seit vielen Jahren lebt Hans Steiger, inzwischen 75-jährig, im Tösstal, etwas abgelegen in einem Bauernhaus. Als ihn dort der «Anzeiger» vor Eröffnung der A4 vor zehn Jahren interviewte, gab er unumwunden zu, dass er wegen der von ihm vehement bekämpften Autobahn aus der Region weggezogen sei. Wir haben ihn telefonisch leider nicht erreichen können.

Weniger Lokalpatriotismus In knapp einer Woche geht es nun auch um die Frage, ob die beiden Nationalräte aus dem Bezirk Affoltern auch in der neuen Legislaturperiode dabei sein können. Sowohl HansUlrich Bigler (FDP, Listenplatz 5), seit vielen Jahren in Affoltern lebender Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes svg, als auch der Mettmenstetter Landwirt Martin Haab (SVP, Listenplatz 10) haben reelle Chancen, auch in der neuen Legislaturperiode dabei zu sein. Derweil Bigler seit fast vier Jahren in Bern politisiert, strebt der Anfang Juni 2019 für Natalie Rickli nachgerückte Haab am 20. Oktober die erste ordentliche Wahl an. Wie schneiden sie im Säuliamt ab? Lokalpatriotismus und das «Wir-sindSäuliämtler-Gefühl» ist in der ausgesprochenen Wachstumsregion nicht mehr so ausgeprägt wie vor 28 Jahren. «Wir haben drei Nationalräte» – ein Satz mit stolzem Unterton, der damals über Parteigrenzen hinaus oft zu hören war.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Oktober 2019

Drei unvergessliche Tage Im Banne der Fachwerkhäuser

TV Wettswil im «goldenen» Oberengadin Beteiligt: 18 Mitglieder des Turnvereins Wettswil. Ziel: Oberengadin. Wetter: Drei Tage ungetrübter Sonnenschein. Programm: top. Im Mittelpunkt: das Piz-Bernina-Massiv. Erstmals dauerte die jährliche Turnfahrt des TV Wettswil drei Tage. Nach Ankunft in Pontresina und kurzer Fahrt nach Samedan startete das Programm ohne langes Warten. Ein kurzer Spaziergang führte die Teilnehmenden zum Helikopter-Stützpunkt der HeliBernina beim Flugplatz. Adi Gloor, einer der Piloten des Unternehmens, erzählte aus seinem Alltag, über die täglichen Aufträge und Transporte, die Wartung, die Ausbildung des Personals und die Anforderungen an die fliegende Truppe. Es folgte ein für alle Teilnehmer unerwarteter und unvergesslicher Höhepunkt: ein zirka 25-minütiger Rundflug mit zwei Helikoptern ab Samedan über den Morteratschgletscher, entlang der gewaltigen Kulisse von Piz Palü, Piz Bernina, über die Engadiner Seenlandschaft zum Piz Corvatsch und dann in einer Schleife zurück zum Flugplatz. Und das alles bei bester Sicht und bis auf 4000 Meter über Meer. Nicht nur der Schreibende hatte bei einigen der starken Windböen in der engen «Kiste» weiche Knie. Am nächsten Tag standen zwei Programmpunkte an: die Gletschermühlen von Cavaglia und ein Ausflug zur Diavolezza. Morgens fuhr die Gruppe mit der Berninabahn bis zum Weiler Cavaglia, der in einem Tal am

Fusse der Palü-Gletschers liegt. Bei einer natürlichen Talsperre haben dort in Jahrtausenden die vom Gletscher abfliessenden Gewässer eine ganze Anzahl von imposanten Gletschermühlen geschliffen. Ein Weg in diesem «Garten» führt die Besucher von Mühle zu Mühle, die bis zu 12 Meter tief in die Erde ragen. Fachleute graben nach und nach in mühevoller Arbeit weitere dieser «Töpfe» aus. Nachmittags führte die Berninabahn die Teilnehmer zurück bis zur Talstation der Diavolezza-Schwebebahn, die dann die Gruppe zur gleichnamigen Bergstation hochfuhr. Dort öffnete sich in der gleissenden Sonne eine ungetrübte Aussicht auf die Spitzen und Gletscher des mächtigen Bernina-Massivs. Die «Hardcore-Alpinisten» unter den Teilnehmern wagten ab Bergstation noch einen Ausflug zum 200 Meter höher gelegenen Aussichtspunkt Mont Pers. Am Schlusstag hiess es, sich zu bewegen. Bei der Bergstation Muottas Muragl bildeten sich zwei Wandergruppen mit dem gleichen Ziel: Alp Languard. Eine Gruppe wanderte auf einem gemütlichen Höhenweg hoch über Pontresina zum Zielpunkt, die «Hochgebirgsjäger» wählten den deutlich beschwerlicheren Weg über die Segantini-Hütte. Beide Gruppen hatten eines gemeinsam: einen ungetrübten Blick in die prachtvolle Engadiner Seen- und Berglandschaft. Dem Organisator dieser Turnfahrt, Martin Rast, verdanken die Teilnehmer ein grossartiges Programm und drei Supertage. (EME)

Wettswiler Gemeindeverein unterwegs in der Region Bodensee

Die Reiseschar vor dem Hotel Feldbach in Steckborn. (Bild zvg.)

Am Samstag, 5. Oktober, reisten Mitglieder und Witwen der verstorbenen Mitglieder in die traumhafte Region des Bodensees. Der Besuch von Stein am Rhein war einer der Höhepunkte der Reise. Die morgendliche Begrüssung vor dem Hess-Car auf dem Dorfparkplatz Wettswil war trotz der schlechten Wetteraussichten freudig und das Tagesprogramm verhiess viel Gutes. Chauffeur Leo führte die Teilnehmenden Richtung Schloss Schwandegg in Waltalingen, wo in den geschichtsträchtigen Räumen Kaffee und Gipfeli serviert wurden.

Stein am Rhein Der magische Ort ennet dem Rhein war das nächste Ziel der Reise. Die sympathische Kleinstadt westlich des Bodensees im Nordosten der Schweiz

ist für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkhäuser mit Fassadenmalereien bekannt. Stein am Rhein ist vor allem rund um den Rathausplatz bekannt, die Ausflugsgruppe durfte jedoch durch die geniale Reiseführerin Carmen viel mehr von Stein am Rhein erfahren, so zeigte sie auch Bereiche, wo wenige Touristen Halt machen. Das Kloster St. Georgen, am Rheinufer gelegen, war dann Schlusspunkt der sehr interessanten Führung. Stein am Rhein bietet so einiges und alle Teilnehmenden waren begeistert.

Historisches Kloster als kulinarischer Höhenflug Nach dem Apéro ging es weiter nach Steckborn, wo im Hotel Feldbach, welches nicht nur dank seiner direkten Lage am See, sondern auch mit seiner gehobenen Kulinarik nach allen Regeln der Kunst zu überzeugen vermochte. Die Geschichte des zur Berninagruppe gehörenden Hotels geht

zurück bis 1252. Die traumhafte Umgebung mit prachtvollem Rosengarten, weitläufiger Parkanlage, Uferpromenade und Yachthafen ist beliebtes Ausflugsziel in allen Jahreszeiten. Das Feldbach-Team unter der Leitung von Direktor Steffen Volk überzeugte durch perfekte Gastfreundlichkeit sowie ein Gastronomieerlebnis pur.

Von der Traube zum Wein Gut gestärkt führte die Reise weiter nach Scherzingen, wo eine spannende Tour des Weines begangen wurde. In einem Weinunternehmen, wo seit 130 Jahren die Passion Wein gelebt wird, durfte die Gruppe verschiedene Eigenkelterungen kosten und die traditionsreichen Weinkeller besichtigen. Am Abend traf man wieder in der Heimat im schönen Wettswil ein. Nach der Verabschiedung galt es, die vielen Eindrücke zu verarbeiten, und die Vorfreude auf die nächste Reise ist gross. Gemeindeverein Wettswil

«Seichnass» und zufrieden

Die Teilnehmenden der diesjährigen Turnfahrt wurden mit einem HelikopterRundflug überrascht. (Bild H.R. Huber)

zwischen-ruf

Etliche Takte zu viel Sonntagnachmittag in einem Schlosshof in Italien. Ein Steinway-Flügel, links und rechts davon Rosenbäume in Töpfen. Schön sah das aus! Meine Gruppe wollte unbedingt zu diesem Konzert. Nun ja, warum nicht. Die beiden Künstler erschienen in weissem Hemd und schwarzer Hose. Einer setzte sich ans Klavier, der andere nahm die Geige unters Kinn. Meiner Mutter, die einen Vortrag über Schumann gehalten hat, werde ich sagen müssen, dass jener kompositorische Schwachstellen hat. (Sie wünscht anzeige

immer, dass ich seine Arabeske am Klavier intoniere. Beherrsche aber nur noch die erste Seite.) Jetzt kam Dvorák an die Reihe. Die beiden Musiker waren mit Feuereifer dabei. Ich aber nicht mehr. Schaute auf die Uhr. Nach einer halben Stunde hatte ich genug. Begann mich zu langweilen. Dann schimpfte ich mit mir: Es gibt Schlimmeres, als bei dieser wunderschönen Atmosphäre Musik zu hören! Doch meine Ungeduld wuchs. Jeder Ton, jeder Takt war nun einer zu viel. «Was lerne ich aus dieser Situation?», fragte ich mich. Dass mir der Musikstil nicht gefällt, dass ich keine Romantiker mag. Und mich bei Konzerten das nächste Mal an den Rand setze. Endlich Schlussapplaus. Die Brahms-Zugabe wäre meiner Meinung nach nicht nötig gewesen. Die beiden hatten schliesslich geackert, Tasten und Saiten bearbeitet. Ich hielt mich mit Klatschen zurück, doch die anderen Zuhörer riefen: «Bravo! Bravo!», worauf die Künstler noch einmal Brahms bemühten. Nach dieser zweiten Zugabe erhoben sich die Leute. Endlich! Die Musiker verbeugten sich und – ach, der Geiger versprach einen weiteren Brahms. Beim Weggehen sah ich lauter glückliche Gesichter und schämte mich ein bisschen. Ute Ruf

Drei Tage Einsatz für die Gemeinde statt Schule Fünf junge Männer von der Wohngruppe «Bärenwald» im Albisbrunn, waren während drei Tagen im Einsatz für die Gemeinde Hausen. Bachufer von Gestrüpp befreien, Zäune abbrechen oder Baumschutzhüllen entfernen, waren dabei ihre Arbeiten. Der «Anzeiger» besuchte die Schlussbesprechung. ................................................... von nepita santiago Er habe an der Viehschau sein Mittagessen eingenommen, erzählte Felix Meier von der Holzkooperative Oberrifferswil, und da hätte einer zu ihm gesagt: «Spinnst du, bei diesem Wetter in den Wald zu gehen?» Am Mittwoch goss es in Strömen, und obwohl die fünf jungen Männer gut eingekleidet wurden, waren sie bis am Mittag «seichnass», er könne es nicht anders sagen, entschuldigt sich Meier. Er war mit den Lehrlingen unterwegs, um Baumschutzhüllen zu entfernen. Dabei müsse man halt auch im Gestrüpp herumkriechen. Aber er ist sichtlich stolz auf die Leistung der fünf. Sie hätten sicher 300 solcher Hüllen entfernt, sagt er, und dafür fehle sonst die Zeit. Am Montag und Dienstag wurden Bachufer von Ästen und Totholz etc. befreit, sodass das Wasser wieder gut fliessen kann. Ausserdem wurden ein alter, eingewachsener Zaun abgerissen und Forststrassen gesäubert. An allen drei Tagen dabei war auch Sajad Hussein, der neue Lehrling von Tiefbau und Werke. Ihm haben die Einsätze mit den Albisbrunn-Jungs

Spass gemacht, erzählte er. Gefallen hat die Arbeit auch Joel Bebie, der sich im Albisbrunn zum Werbetechniker ausbildet. In diesen drei Tagen wurde aber nicht nur geschuftet, sondern es ging in der Gruppe bei der ungewohnten Arbeit in der Natur, auch lustig zu und her, wie er sagte. Sybill Sennhauser, die Wohngruppenleiterin, findet es toll, dass diese gemeinnützigen Arbeitseinsätze zur Tradition geworden sind. Jede der sechs Wohngruppen vom Albisbrunn absolviert in den Herbstferien einen solchen. Sei es in der Berghilfe, bei Pfarrer Sieber, Caritas etc., oder eben für die Gemeinde Hausen. Auch der Ausbildungsleiter vom Albisbrunn, Toni Schönbächler, begrüsst diese Ein-

sätze als gute Erfahrung und er hofft sehr, dass es im nächsten Herbst erneut zu einem gemeinnützigen Einsatz komme, denn es sei auch wichtig, dass die Jungs nicht nur auf dem Dorfplatz präsent seien. Dem schliesst sich Patrick Wyss von Tiefbau und Werke an, der den Einsatz organisiert hat. Er spricht allen Beteiligten ein grosses Dankeschön aus, und dass sie trotz aller Widrigkeiten – die er hier nicht weiter ausführen wolle, wie er schmunzelnd sagte – einen grossen Einsatz geleistet haben. Schon klar, wenn Presse dabei ist, wird nicht alles ausgeplaudert! Und so stand am Schluss nichts mehr im Weg, sodass der Einsatz mit einem wohlverdienten Zvieri abgeschlossen werden konnte.

Sie waren während drei Tagen im Einsatz für die Gemeinde Hausen. (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Oktober 2019

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Muhende Schönheiten auf dem Kuhfladenlaufsteg Leistungsschau der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten Auch an der diesjährigen Leistungsschau der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung (VZG), wurden den Experten rund 200 Tiere vorgestellt. Wie gewohnt wurden die Viehzüchter mit grossem Interesse vonseiten der Bevölkerung für ihre Arbeit belohnt. ................................................... von martin mullis Sie tragen weltbekannte und schillernde Namen wie Rubina, Eliane, Lolita, Babette und Gardena. Und sie werden ihren populären Namen durchaus gerecht. Die muhenden Schönheiten benehmen sich auch entsprechend launenhaft und zum Teil ziemlich kapriziös. Für die Landwirte heisst das auch, sich durchzusetzen und manchmal wird dafür auch etwas Kraft eingesetzt. Einmal aus dem Anhänger ausgeladen und angebunden wird ungeniert mit der Nachbarin um genügend Platz gebuhlt und bei einigen der Tiere mit den grossen schöntraurigen Augen herrscht unzweifelhaft ein eigentlicher Zickenkrieg. Wer jedoch genau hinschaut, merkt bald einmal, dass ziemlich viel Nervosität hinter der schrulligen Art steckt, immerhin

Auf dem Hof Schürmatt: Neben dem Experten begutachten auch viele Kenner die Kühe. (Bild Martin Mullis) mussten sie sich am Morgen einer ungewohnt langen und genauen Putzerei unterziehen und wurden früher als sonst aus dem Stall geführt. Ein älterer Viehzüchter erklärt, dass sich nur junge Tiere, welche das erste Mal an einer Viehschau teilnehmen, so unruhig benehmen. Für die älteren Kühe sei der Ausflug an die Viehschau ein freudiges Ereignis. Die klugen Tiere spüren und geniessen die Aufmerksamkeit, die ihnen geschenkt

buch-tipp

Property ist ein Mädchen, das vor sechs Jahren in einem Buchladen zurückgelassen und zu den Fundsachen in den Schrank gesteckt wurde. Ihr Name kommt von Lost Property (Fundsa- Nicole Gerber. chen). Inzwischen lebt das elfjährige Mädchen mit der Buchladenbesitzerin Netty Miller und deren Sohn Michael in dem Buchladen und gehört zur Familie. Die drei führen das Geschäft, welches gleichzeitig auch ihr Zuhause ist, wo sie wohnen, schlafen und essen. Obwohl Property Bücher liebt und überall von ihnen umgeben ist, hat sie ein Geheimnis: Sie kann nicht lesen! Sie verfügt aber über eine unglaubliche Beobachtungsgabe und nimmt Bücher anhand ihres Geruches, ihrer Geräusche und über den Tastsinn wahr. Als die Millers mit ihrem Buchladen nur noch rote Zahlen schreiben, kommt ein Wettbewerb gerade richtig. Der Hauptpreis ist das «Bücherparadies», ein riesiger und sehr speziell konzipierter Buchladen in London. Ausgerechnet die Millers gewinnen! Netty, Michael und Property ziehen also mit ihren wenigen Habseligkeiten los zum riesigen Laden. Sie staunen, als sie das Bücherparadies zum ersten Mal sehen. Man betritt einen grossen runden Raum, der mit bequemen Sesseln ausgestattet ist. Von diesem Raum führen zwölf Türen in verschiedene Buchabteilungen. Über einen Hebel an jeder Tür und einer Messingwählscheibe kann man weitere Räume aufrufen und diese werden dann – ähnlich wie die Kabinen bei einem Riesenrad – herbeigefahren. So gelangt jeder Kunde zu seinem gewünschten Buch.

Auf dem Laufsteg zeigen sich die Schönheiten gesittet Bei der Bewertung durch die Juroren zeigen sie sich jedoch gesittet, ganz so, als ob sie genau wüssten, dass ein begehrter Titel vergeben wird. Roman Auer, Experte des Kantons und des anzeige

«Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde» ................................................... von nicole gerber, bibliothek hedingen

wird und viele Tiere präsentieren sich förmlich den Zuschauern, weiss der Landwirt.

Die Millers richten sich in ihrem neuen Reich ein und freuen sich schon am nächsten Tag über die vielen Kunden. Zu ihrem Besitz gehört nun auch Gunther, ein junger Perserkater, welcher sich gleich mit Property anfreundet. Property findet sich schnell zurecht im grossen Buchladen und kann auch bald gut mit der Wählscheibe umgehen und somit ist sie zuständig für die Kundenwünsche. Eine kurze Zeit läuft alles prima, bis plötzlich ein Mann auftaucht, dem der ehemalige Buchladenbesitzer einen grossen Betrag schuldet. Er fordert das Geld nun von den Millers ein, die ihn aber natürlich nicht bezahlen können. Kurzerhand werden sie aus dem Bücherparadies verbannt und haben nun kein Dach mehr über dem Kopf. Mit dem feinen Gespür von Property kommen sie aber einem Betrug auf die Schliche und die Sache geht doch noch gut aus. Sylvia Bishop nimmt die Leserinnen und Leser mit auf ein fantastisches Abenteuer, das spannend und lustig ist. Sie werden direkt angesprochen, womit die Geschichte noch lebendiger und warmherziger wird. Das Buch ist für kleine und grosse Kinder ab 8 Jahren geeignet, welche sich gerne in einen Lesesessel verkrümeln.

«Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde» von Sylvia Bishop. Fischer KJB, Frankfurt a. M. 2018. ISBN 978-3-7373-4131-8. (Bilder zvg.)

Verbands Braunvieh Schweiz, ist aus Wetzikon nach Mettmenstetten angereist und begutachtet die Tiere. Auf dem Hof Schürmatt der Familie Haab ist an diesem Donnerstagmorgen praktisch kein Durchkommen mehr. Für die Bewertung kommt eine ganz bestimmte Terminologie zur Anwendung, so werden die unwillig muhenden Tiere in einer Reihe nicht etwa angebunden, sondern eingestellt. Das Gutachten des sachkundigen Richters strotzt nur so von Fachausdrücken. Erst wird die Harmonie (Ausdruck, Gesamterscheinung) beachtet. Dabei spielen der Widerrist (Verhältnis des Halses zu den Schultern) und der Korb (Brust-Volumen) eine grosse Rolle. Das Becken muss leicht abgezogen sein und für einen problemlosen Geburtsablauf sorgen. Auch das Fundament (Gangwerk) wird beurteilt sowie das Gewicht, welches gut verteilt sein sollte und sich damit gelenkschonend auswirkt. Die Euteraufhängung gehört ebenfalls zu den Kriterien, welche für den entsprechenden Rang im Schönheitswettbewerb zählen.

Viehzucht heisst Liebe zu den Tieren Für den Braunviehzüchter Erich Burkhard, Landwirt im Grüt Gross-

holz, ist die Viehschau ein wichtiges Ereignis. Sein Betrieb ist seit Generationen mit der Viehhaltung verwurzelt. Die Viehzucht betreibt er als leidenschaftliches Hobby. Um ein solches Vergnügen auszuleben, wird jedoch vor allem eine grosse Liebe zu den Tieren verlangt. Zucht bedeutet vor allem auch Pflege und einen recht grossen administrativen Aufwand. So muss ein Zuchtplan aufgestellt werden und die Paarungen sind sorgfältig und mit viel Fachkenntnis zu planen. Viehzüchter Burkhard nennt die Zucht einen schönen Zeitvertreib und geniesst die Viehschau vor allem auch zum Austausch mit den Züchterkollegen. Die Viehschau auf der Schürmatt in Mettmenstetten zeigt sich dieses Jahr sogar international. Die Ehefrau eines Kollegen von Betriebsleiter Dominic Haab, Pamela Ruoff, stammt aus Kalifornien und hilft kräftig bei der Einstellung der Tiere mit. Unterdessen erklärt Monika Haab, die Ehefrau des Nationalrats Martin Haab, einem weissrussischen Ehepaar die Vorgänge der Viehprämierung auf der Schürmatt. Und so ganz nebenbei sei hier natürlich auch noch die wichtigste Mitteilung des Schönheitswettbewerbes erwähnt: Die Miss Mettmenstetten heisst Alino-Kitty und steht im Stall von Stefan Brunner aus Uerzlikon.


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Forum

Dienstag, 15. Oktober 2019

Vielfalt und Lebensgrundlage Für ihre jährliche Veranstaltung «Polit-Talk und Kultur» im «LaMarotte» wählte die EVP Bezirk Affoltern das Thema Biodiversität. Wie aktuell dieses ist, ging eindrücklich aus dem Referat von Ursina Wiedmer hervor, umrahmt von Annette Bodenhöfers melodischer «Musik von Flüssen und Bergen». Biodiversität – ein Begriff, der im Fremdwörter-Duden von 1988 noch nirgends zu finden ist. Viel spannender als ein Wörterbuch definierte Ursina Wiedmer, die Leiterin der Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, diesen Begriff: Vielfalt des Lebens, so die wörtliche Übersetzung. In den Farben der Blumenwiese zeigt sie sich, in den verschiedenartigen Vögeln, in den Tönen, den unterschiedlichen Düften und vieles mehr. Biodiversität hat mit Wahrnehmung und den Sinnen zu tun. Und sie meint die Vielfalt der Lebensräume, der Arten innerhalb des

Ökosystems und der Gene innerhalb der Arten. Diese Vielfalt hat in den letzten Jahrzehnten teils massiv abgenommen. Biodiversität ist die zentrale Grundlage für das Leben auf unserer Erde. An ihr misst sich Lebensqualität. Sie ist nicht nur Lieferantin von Nahrung und Energie, sie erbringt unersetzliche Leistungen für das Ökosystem wie beispielsweise die Bestäubung. Der ökonomische Wert der Biodiversität beträgt nach Aussage der Referentin weltweit etwa 33 000 Milliarden Dollar pro Jahr. Ihr gilt es Sorge zu tragen, denn sie ist kaum ersetzbar. In ihrem Referat schilderte sie die Zusammenhänge und die akute Gefährdung. Dabei berichtete sie auch, wie der Kanton Zürich mit seinem Naturschutz-Gesamtkonzept und mit ersten Massnahmen in den Bereichen Schutzgebiete und Qualitätsförderung, Magerwiesen, Moore, Wald und Gewässer zur Erhaltung der Biodiversität begonnen hat. Ganz praktisch enga-

gieren sich die Mitglieder des Naturund Vogelschutzvereins im Bezirk Affoltern, wie Präsidentin, Heide Keller, aufzeigte. Mit Umwelteinsätzen, wie beispielsweise Hecken- und Waldrandpflege oder im Schaugarten des Nvba leisten sie freiwillig einen nützlichen Dienst an der Natur und der Allgemeinheit. Kantonsrat Daniel Sommer unterstrich die Wichtigkeit des Erhalts der Biodiversität und berichtete, wie er sich im Parlament dafür einsetzt. Hier werden die Grundlagen geschaffen, dass die kantonalen Aufgaben für den Naturschutz erfüllt werden können. Mit verschiedenen Vorstössen nimmt er die Verwaltung in die Pflicht und als Mitglied der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt setzt er sich mit Nachdruck für Nachhaltigkeit, gesunde Lebensgrundlagen und Erneuerbare Energien ein. Aus Verantwortung für Mensch und Umwelt – Dies braucht es auch in Bern. Wir wünschen Daniel Sommer, Liste 8, ein gutes Wahlergebnis. EVP Bezirk Affoltern

20 von 22 Ämtler Kandidierenden für A4-Zubringer Wie stellen sich die 28 Nationalratskandidierenden aus dem Säuliamt zum Zusatzkredit für den A4-Zubringer Obfelden/Ottenbach? Die IG Sicherer Schulweg wollte es genau wissen und hat sie direkt angesprochen und bei Nichtmeldung mehrfach aufgefordert, ihre Meinung zu äussern zu folgenden Fragen: Wie gut ist er/sie über den aktuellen Stand bezüglich Zubringer informiert? Soll ein Volksentscheid respektiert werden? Befürwortet er/sie den Zusatzkredit von 5.36 Mio. Franken? Weshalb ist er/sie dafür? Von 28 Kandidierenden haben total 22 geantwortet. Von den 22 erreichten Kandidierenden haben sich

20 für den Zusatzkredit ausgesprochen. Vera Anders-Oettli (Grüne, Hausen) war dagegen, Richard Frick (PdA, Affoltern) gab keine Antwort.

Zustimmung zum A4-Zubringer bleibt parteiübergreifend hoch Das Resultat der Umfrage ist erfreulich. Wir stellen fest, dass die Zustimmung zum Projekt auch sieben Jahre nach der Volksabstimmung parteiübergreifend hoch bleibt. Und kein einziger der Kandidierenden wagte es, einen derart klaren Volksentscheid grundsätzlich infrage zu stellen. Dieses Demokratie-Verständnis stimmt uns zuversichtlich im Hinblick auf

den Kantonsrats-Entscheid zum Zusatzkredit. Der Tenor der Befragten war grossmehrheitlich, dass Volksentscheide respektiert werden und Obfelden und Ottenbach dringend vom Durchgangsverkehr entlastet werden müssen. Spannend war der Kommentar von Bruno Imthurn (GLP, Aeugst). Er meinte, dass Strassen als Grundlage für die individuelle Mobilität langfristig wichtig bleiben würden – irgendwann würden sie dann einfach von CO2-neutralen Fahrzeugen genutzt. Philipp Metzler, Co-Präsident IG Sicherer Schulweg

Alder verliert sich im Dschungel der Gesundheitspolitik Tarife im Schilf, KantonsratsKolumne vom 8. Oktober. Warum Ronald Alder sich vergangene Woche als Kantonsrat unter dem Titel «Ämtler Nationalräte meinen», zu Wort gemeldet hat, dürfte den «Anzeiger»-Machern zuzuschreiben sein. Seine Forderung nach besserer finanzieller Abgeltung ambulant durchgeführter Leistungen in Spitälern allerdings, ist aus der Feder von Kantonsrat Alder und zweifellos nicht im Interesse der obligatorisch Krankenversicherten. Aus Sicht der Spitäler ist ein verbesserter Taxpunktwert, wie ihn Alder fordert, für die von ihnen erbrachten ambulanten Leistungen zweifellos gerechtfertigt. Es gilt jedoch zu beach-

ten, dass ambulante Versicherungsleistungen allein von den Krankenkassen bezahlt werden, während stationäre Leistungen mit einem Schlüssel 45 zu 55 Prozent von Kassen und Kanton gemeinsam finanziert werden. Ihre Forderung Herr Alder, mehr ambulant als stationär, ist für die gesamten Kosten im Gesundheitswesen sinnvoll, geht aber letztlich mit einer stärkeren Belastung der Prämienzahler einher. Ihr Vorstoss ist nur dann zweckmässig, wenn Sie gleichzeitig die sogenannt monistische Finanzierung der Gesundheitsleistungen verlangen. Seit dem Jahr 2011 versucht das BundesParlament, diesen Knoten einer uneinheitlichen Finanzierung von ambulant und stationär im Gesundheitswesen

zu lösen. Scheitert bisher aber am Widerstand der Kantone. Ihr Postulat ist aus Sicht der Versicherten einseitig und unausgewogen. Sie müssten sich in erster Linie für eine einheitliche Finanzierung der Gesundheitsleistungen einsetzen. Bisher haben sich die Verwaltung und der Kanton standhaft geweigert, zu dem für die Versicherten wichtigen Schritt Hand zu bieten. Ihre Forderung heisst letztlich, Entlastung für den Kanton, dafür weiter steigende Krankenkassen-Prämien. Das kann es wohl nicht sein. Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat und Vizepräsident der SVP Kanton Zürich, Affoltern

Köppel sprach in Mettmenstetten Klartext Auf seiner Wahlkampftour durch sämtliche 162 Gemeinden des Kantons Zürich hatte Ständeratskandidat Roger Köppel am vergangenen Freitag, 11. Oktober, einen glänzenden Auftritt im Gasthaus Rössli in Mettmenstetten. In seinem spannenden Referat streifte er alle neuralgischen Punkte der schweizerischen Politik, mit dem Schwerpunkt Rahmenvertrag mit der EU. Er überzeugte die begeisterten Zuhörer

Ende der Diskussion Mit diesen Beiträgen schliesst der «Anzeiger» die Diskussion zu den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober ab. Zu anderen Themen sind Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch nach wie vor willkommen.

nicht nur mit brillanter Rhetorik, sondern auch durch einleuchtende Argumente. Von den Befürwortern hört man stets, dass die Schweiz ohne das Institutionelle Rahmenabkommen nicht mehr wie bisher in die EU exportieren könne. Das ist absolut falsch, denn massgebend ist hier das Freihandelsabkommens (FHA) von 1972. Das FHA zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) stellt den tragenden Pfeiler der Handelsbeziehungen mit der EU dar. Es schafft eine Freihandelszone für industrielle Erzeugnisse und regelt auch den Handel mit verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten. Die Exportindustrie braucht also definitiv kein Rahmenabkommen, um weiterhin prosperieren zu können. Köppel bezeichnet den Rahmenvertrag als das seit 700 Jahren schwächste Vertragswerk, das die Schweiz je ausgehandelt

hat. Es ist unfassbar, dass alle Parteien ausser der SVP dessen Unterzeichnung befürworten, obwohl damit die direkte Demokratie in der Schweiz ausser Kraft gesetzt, der Stimmbürger entmachtet und die Gesetzgebungshoheit an die EU delegiert würden. Die beiden bisherigen Ständeräte Noser und Jositsch gehören ganz klar zu den Befürwortern. Sie sind auch in Sachen Zuwanderung und Energiepolitik ganz anderer Auffassung als der Referent, der aus persönlicher Überzeugung stets für freiheitliche Lösungen eintritt. Das war vor ein paar Jahren auch der Grund, warum er der SVP beitrat. Wem die direkte Demokratie, die Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz lieb ist, dem bleibt gar nichts anderes übrig, als am 20. Oktober Roger Köppel zum Ständerat zu wählen. SVP Mettmenstetten

Viel, viel Wasser: Der Jonenbach trat am Mittwoch in Zwillikon wegen der starken Regenfälle über die Ufer. (Bild Reni Sigg)

Andere Klimafragen Verbunden mit dem Windkraftausbau in Deutschland sind tausendfache Entlassungen. Wieso ist der Aufschrei um Arbeitsplätze hier so viel leiser als in der Kohleindustrie? XR Gail Bradbrook: «Das ist eine Rebellion. Es ist okay, wenn die Leute ein bisschen Spass haben wollen und ein bisschen tanzen. Wir wollen eine politische Krise auslösen.» Art und Weise, wie vernünftige Menschen ihre Probleme lösen? Weltweit sind 111 neue Atomkraftwerke geplant. Was ist die Antwort darauf ? Der Anteil der Importe am Bruttoenergieverbrauch 2017 betrug 75,3 Prozent. Woher kommt der Ersatz? Meyer Burger, der grösste Solarplayer in der Schweiz hat das Geschäftsjahr 2018 mit dem siebten Jahresverlust abgeschlossen. Meyer Burger plant Zusammenarbeit mit Subfirma von ChemChina. Was tun dann die Arbeitslosen in Steffisburg? Roger Hallam: Entweder wir geben uns dem Tod hin, oder wir rebellieren, um die politischen Eliten

dazu zu bringen, unser aller Überlebenschancen zu maximieren. Sind das die neuen Sonnentempler? Extinction Rebellion: Sie haben sich sogar Rituale ausgedacht, um mit den psychischen Krisen umzugehen, die aus der ständigen Konfrontation mit der befürchteten Zerstörung des Planeten erwachsen. Sind wir schon so weit? Schätzungen zur Migration aufgrund von Umweltproblemen gehen von 50 bis 150 Mio. betroffenen Menschen aus. Was tun wir mit diesen Menschen? Apokalyptik: Aus dieser Weltsicht werden unterschiedlichste Konsequenzen gezogen, die von Weltflucht bis zu aktivistischer Weltveränderung, von Pazifismus bis zu Terrorismus führen. Wählen wir Personen am 20. Oktober, die sich mit Verstand, nicht von Ideologien und Rattenfängern beeinflusst ans Werk setzen, unterschiedliche Probleme unvoreingenommen, vernünftig lösen? Kurt Meister, Nationalratskandidat CSV, Obfelden

Anti-SVP-Reflex hinterfragen Liebe Frau Stucki, schon die alten Griechen wussten, dass es nicht hilft, den Überbringer schlechter Nachrichten umzubringen. Genau das tun Sie, indem Sie die SVP diffamieren als die Partei, die Hetze, Angst und Zweifel schüre. Und gerade weil Sie unsere wunderschöne, vielseitige und freie Schweiz lieben, wollen Sie nicht SVP wählen. Leider begründen Sie Ihre Einschätzung nicht. Ihre Beschreibung der SVP ist schlicht falsch. Da muss eine Verwechslung vorliegen, oder gar ein Druckfehler? Welche Partei setzt sich denn seit Jahrzehnten als einzige konstant für den Erhalt der Freiheit und Unabhängigkeit der Schweiz ein? Welche Partei ist als einzige seit Jahren dagegen, dass die unbegrenzte Zuwanderung aus dem EU-Raum in unsere wunderschöne Schweiz weiter andauert? Jahr für Jahr kommt die Bevölkerung einer mittleren Stadt wie St. Gallen oder Luzern dazu! Und welche Partei warnt als einzige davor, dass die Verteuerung

fossiler wie elektrischer Energieträger als Folge grüner Klimaschutzmassnahmen uns alle viel Geld kosten, aber weder der Welt noch uns selbst irgendeinen Vorteil bringen wird? Ich verrate Ihnen die Antworten auf diese drei Fragen nicht. Vielleicht machen Sie sich gelegentlich Ihren unüberlegten Anti-SVP-Reflex bewusst. Oder Sie lesen mal das Rahmenabkommen, etwa bis zum Wort «Ausgleichsmassnahmen» (Art. 10.6, S. 8 in der deutschen Version). Sie werden es im Internet problemlos finden. Oder Sie überlegen sich, ob eine Schweiz mit 10 oder 12 Millionen Einwohnern ebenso wunderschön wäre, wie sie heute noch ist. Nach meinem Geschmack hat sie im Vergleich zur Schweiz mit sechs Millionen Einwohnern, wie wir sie Ende des letzten Jahrtausends noch kannten, schon sehr viel Schönheit verloren. Hans Finsler, Zwillikon

Sonniger Wahl-Herbst 2019 Seit Wochen begleiten uns viele lächelnde Gesichter, die gewählt werden möchten. Auf den grösseren und viel häufigeren Plakaten und in den Zeitungsinseraten strahlt uns in jeder Ausgabe der Lokalzeitung mehrfach gar das Sünneli an, unterstützt von Textbeiträgen, die uns Freiheit und Sicherheit und oft noch viel mehr versprechen. Wenig informierte Wahlberechtigte lassen sich von solcher und häufiger Werbung auch in den Briefkästen, bei der geklotzt worden ist, beeinflus-

sen. «An ihren Taten sollt ihr sie messen» und nicht an ihren Versprechungen und Beschimpfungen Andersdenkender. Bürgerinnen und Bürger, die sich während all den Jahren informiert haben, wissen, wer ihre Interessen vertritt und wer dagegen gestimmt hat. Für einige wird am Abend des 20. Oktober der sonnige Herbst zu Ende sein und die Sonne untergehen. Ein stetes Wachstum ist auch in der Politik nicht möglich. Heinrich Schneebeli, Affoltern a. A.


Gewerbe/Dienstleistungen

Ökologischer Badespass Blues-Legende 250 Quadratmeter grosse Sonnenkollektor-Anlage der Ernst Schweizer AG im Jura. > Seite 13

Der mehrfach preisgekrönte Sänger und Gitarrist Morgan Davis tritt in Aeugstertal auf. > Seite 14

Dienstag, 15. Oktober 2019

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Fussballer punkten Team 2 von Wettswil-Bonstetten besiegte Wollishofen, der FCA Republika Srpska. > Seite 19

Das Traumbett zu Messe-Preisen

Ganz viel Italianità

Die Finetra AG setzt vom 19. bis 27. Oktober an der traditionellen Zuger Messe den Schwerpunkt auf gesunden Schlaf und die passenden Qualitätsbetten. Selbstverständlich werden Spezialrabatte gewährt.

Am nächsten Wein-Event in Mü’s Vinothek vom 18. Oktober stehen Bolgheri, Brunello und Chianti im Rampenlicht.

Das Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort an der Zuger Messe Wein-Event in Mü’s Vinothek in Affoltern

«Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Umso wichtiger ist es deshalb, das passende Modell zu finden. Gesunder Schlaf ist nämlich wichtig für die körperliche, geistige und psychische Erholung, aber auch für das Lernen und das Gedächtnis», hält Besim Bulica fest. Der Geschäftsführer des Affoltemer Fachgeschäftes für Schlafkomfort und Gartenmöbel, Finetra, legt daher den Schwerpunkt beim Auftritt an der Zuger Messe nicht zufällig auf dieses Thema. Schliesslich werden just zum Ende der grössten Herbstausstellung für Handel und Gewerbe in der Zentralschweiz die Uhren wieder auf Winterzeit zurückgestellt.

Ohne klassisches Probeliegen geht nicht! «Die Umstellung der Uhrzeit im Frühling und im Herbst bedeutet jeweils Stress für die innere Uhr, für Gesundheit und Wohlbefinden», weiss der Chronomediziner Professor HorstWerner Korf. Gerade deshalb taxiert Besim Bulica die sorgsame Wahl des Bettes als äusserst wichtig. «Die Auswahl an Schlafmöglichkeiten ist riesig. Daher kann man sich bei jeder Neuanschaffung – von Gestell bis

«Pssst...», flüstert Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica, «die Messekonditionen gelten auch in unserem Fachgeschäft in Affoltern.» (Bild zvg.) Matratze – zuweilen rasch verwirrt und überfordert fühlen», fügt der Fachmann für «himmlisches Schlafen» an. Hier sehen Bulica und sein Team an der Zuger Messe, genauso im Finetra-Ladengeschäft an der Zürichstrasse 130 in Affoltern, die individuelle, umfassende und transparente Beratung als elementare Aufgabe. «Am klassischen Probeliegen allerdings führt kein Weg vorbei», klärt der Finetra-Geschäftsführer auf und ergänzt: «Entscheidend beim Kauf eines Bettes ist natürlich, dass man sich darin wohlfühlt und dies erfährt man am besten beim Probeliegen.» Hier können die Fachleute auch ganz exakt auf die Wirbelsäule achten und Fragen nach unterschiedlichen Betttypen – Luft-, Wasser-, Box Spring oder klassisches Bett –, dem Material sowie nach Vor- und Nachteilen klären. Der Finetra-Auftritt an der Zuger Messe,

Ein stolzer Gewinner

die im Stierenmarkt- und Hafenareal Zug stattfindet, ist diesbezüglich sicher eine gute Gelegenheit, sich bezüglich Bett und gesundem Schlaf schlauzumachen. Den Finetra-Stand findet man in Halle B3, Stand 12. Hier gibt es nicht nur ausführliche Beratung, sondern ebenfalls spezielle Messekonditionen. Also doppelter Profit für die Kunden. Das Finetra-Ladengeschäft an der Zürichstrasse 130 in Affoltern allerdings ist während der gesamten Messe ebenfalls offen. Auch hier gibt es selbstverständlich fachlich kompetente Beratung und ebenso werden dieselben Konditionen wie an der Zuger Messe gewährt. (pd.) Finetra an der Zuger Messe, Halle B3, Stand 12, 19. bis 27. Oktober. Ladengeschäft: Zürichstrasse 130, Affoltern. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 18.30 Uhr und Samstag von 9 bis 18 Uhr.

Grossartige Weine und eine liebliche Landschaft prägen die Toskana. Bolgheri, vor 50 Jahren ein verschlafenes Örtchen in der Maremma, seit 1994 haben die Weine DOC Status; heute gehören sie zu den glänzendsten Sternen am italienischen Weinhimmel. Bolgheri; Azienda Agricola I Luoghi, Castagneto Carducci, Paola de Fusco und Stefano Granata und ihre Weine sorgen weiter für Furore. Mikroproduktion von fünf verschiedenen Weinen; aber eben Top-Raritäten, die ihresgleichen suchen. Die 2015er«Podere Ritorti» und «Campo al Fico» – beide zu 80 Prozent Cabernet Sauvignon und zu 20 Prozent Cabernet Franc – bestätigen das sehr beeindruckend. Brunello di Montalcino; Talenti. Das Weingut Talenti wurde 1980 von Pierluigi Talenti gegründet und umfasst 21 Hektaren Rebgärten, die vorwiegend mit Sangiovese-Trauben bestockt sind. 1999 hat Riccardo Talenti, Enkel von Pierluigi, die Führung übernommen. Seither wurde der traditionelle Betrieb mit Unterstützung des bekannten Önologen Carlo Ferrini umstrukturiert. Argiano; aus diesem auf einem herrlichen Hügelzug liegenden mittelalterlichen Palazzo kommt Jahr für Jahr ein kapitaler Brunello, der jedes Mal aufs Neue zu faszinieren vermag. Ciacci Piccolomini; direkt neben der weltberühmten Benediktiner-Abtei

Klare Linien mit Eleganz

Übergabe eines Gutscheins bei Expert Senn

Herbst-Event am 19. Oktober in Hausen

Toni Jäggi gewinnt einen Einkaufsgutschein und darf nun bei Expert Senn, dem Affoltemer Fachgeschäft für Radio, TV mit integriertem WWZ/QuicklineShop und Handy-Werkstatt für 1500 Franken einkaufen.

Hanna Lukes präsentiert am Samstag, 19. Oktober, in ihrer Damenmode-Manufaktur die neuen Modelle zum Herbst mit einem Event.

Mit grosser Freude durfte am Mittwochabend Toni Jäggi aus Affoltern den grosszügig dotierten Gutschein als Wettbewerbsgewinn von Geschäftsinhaber Werner Senn und André Reich-

muth, Leiter des WWZ/QuicklineShops, entgegennehmen. Im komplett umgebauten, sich hell, offen und mit viel Cachet präsentierenden Fachgeschäft an der Oberen Bahnhofstrasse 13 findet nicht nur der gekürte Gewinner alles Aktuelle, was der Markt bietet: TV, Radio und Unterhaltungselektronik (werden bei Expert Senn auch repariert!), Abos für Internet, TV und Festnetztelefonie im Paket sowie Handy-Zubehör und eine Handy-Werkstatt. Kompetente Beratung ist selbstverständlich inklusive. (kb.)

Werner Senn von Expert Senn (rechts) und André Reichmuth (links), Leiter des WWZ/Quickline-Shops, mit dem glücklichen Gewinner Toni Jäggi. (Bild kb.)

Brunello-Produzent mit grossem Namen: Riccardo Talenti. (Bild zvg.) San Antimo ansässig, ist er ein Garant für den eleganten Brunello-Typ. Chianti classico; Castello di Volpaia, Radda. Die Familie Stianti Mascheroni vinifiziert ein ganz besonderes Juwel im Chianti classico. «Il Puro» 2015; ein Chianti der Klassifikation «Gran Selezione» aus 100 % Sangiovese-Trauben. Ein Paradebeispiel für den Chianti-Typ. der neue Massstäbe zu setzen vermag. Die Toskana ist eben die wahre Heimat grosser italienischer Rotweine. (pd.) Bolgheri - Brunello - Chianti: Event in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Freitag, 18. Oktober, 18 bis 20 Uhr, und Samstag, 19. Oktober, 10 bis 15 Uhr. Weitere Informationen und Degustationsliste zum Herunterladen: www.mues-vinothek.ch.

Reparieren am Reparaturtag

Hanna Lukes kreiert mit viel Begeisterung alltagstaugliche sowie elegante Kleidung. Klare Linien und raffinierte Schnitte sind auch das Markenzeichen der neuen Modelle. Aus Softshell- und Wollstoffen gefertigte Mäntel sowie Hosen aus Dryskin-Stoffen in verschiedenen Farben überzeugen als schicke Outdoor-Kleidung für den Waldspaziergang oder den Stadtbummel. Die vielseitigen Kreationen sind sportlich, weiblich, chic und elegant. Die Kleinserien und Einzelstücke entstehen liebevoll zum Detail ausgearbeitet im örtlichen Atelier. Lokale Produktion für eine regionale Ausstrahlung. Hanna Lukes legt grossen Wert auf die kompetente und persönliche Beratung ihrer Kundinnen. Sie setzt ihr spezielles Gespür für ganz individuelle Kundenwünsche zu passenden Lösungen um. Die neuen Modelle können in diversen Farben und Grössen ausgewählt werden. (pd.)

Am Samstag, 19. Oktober, findet der vierte Schweizer Reparaturtag statt. Auch beim Bauspielplatz Affoltern an der Alten Jonentalstrasse 1 bis 3 in Affoltern wird von 9 bis 15 Uhr repariert und geflickt, um den Rekord vom letzten Jahr zu überbieten. Jede und jeder kann kaputte Dinge von zu Hause mitbringen, und im Repair Café Säuliamt unter Anleitung von Reparatur-begeisterten ehrenamtlichen Profis wiederherstellen. Die Idee der Repair Cafés ist so einfach wie wirkungsvoll: Wer etwas reparieren möchte, bringt es von zu Hause ins Repair Café mit. Dort kann sie oder er es flicken, und dabei die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen. Die Fachleute machen dies freiwillig und unentgeltlich. Handarbeitslehrerin, Sattler, Elektriker/Elektroniker und Spenglermeister helfen mit Rat und Tat beim «Reparieren statt Wegwerfen». Werkzeug und Werkstatt sind vorhanden, Ersatzteile müssen bezahlt werden. Am letztjährigen Reparaturtag wurden so an nur einem Tag insgesamt 5,6 Tonnen Material oder über 1800 Dinge repariert statt weggeworfen! Das hilft mit, die Abfallberge unserer Konsumgesellschaft zu reduzieren. (pd.)

Samstag, 19. Oktober, 10 bis 16 Uhr. Atelier Hanna

Reparaturtag, Samstag, 19. Oktober, von 9 bis 15

Lukes Fashion, Weisbrod-Areal 3, Hausen. Auf alle ausgestellten Fashion-Modelle offeriert Hanna Lukes 10 Prozent Rabatt. Infos auf www.hannalukes.ch.

Hanna Lukes präsentiert ihre neue Herbstkollektion. (Bild zvg.)

Uhr, Repair Café Säuliamt, Bauspielplatz, Alte Jonentalstrasse 1-3, Affoltern. www.repair-cafe.ch/de/cafes/repair-cafe-saeuliamt


Gewerbe

Coopark: «Go West!» Cowboys, Indianer, eine weite Prärie sowie ein einladender Saloon: Bis am 19. Oktober wird der Coopark zum «Wilden Westen». Einsame Berglandschaften und weite Wüsten, weidende Kühe, Indianer auf der Pirsch und Cowboys auf Pferden – so kennt man den Wilden Westen von Amerika aus unzähligen Filmen. Für zwei Wochen verwandelt sich das Coop Einkaufszentrum in Affoltern in eine klassische Prärie-Landschaft. Unter dem Motto «Go West» dreht sich alles um die klassischen WildwestKlischees. Dabei lockt als Höhepunkt ein grosses Goldgräberspiel zum ausgiebigen Sandsieben, bei dem es attraktive Sofortpreise zu gewinnen gibt. Am Freitag, 18. Oktober, sowie am Samstag, 19. Oktober, können alle Goldsucher jeweils von 10 bis 17 Uhr ihr Glück versuchen und um die Wette sieben. Die Teilnahme ist kostenlos und der Siebaufwand nicht zu unterschätzen.

Kinderprogramm im «Go West-Style» Am Mittwoch, 16. Oktober, steht der Indianer-Nachmittag auf der Agenda. Von 13.30 bis 17.30 Uhr können die kleinen Wild-West-Fans kreativ und spielerisch in eine Fantasiewelt abtauchen und einen Sheriff-Stern, beziehungsweise Indianerschmuck basteln. Zum Abschluss des Go-West-Kinderprogramms steht am Samstag, 19. Oktober, von 11 bis 15 Uhr ein Verkleidungs-Nachmittag auf dem Programm. Professionelle Kinder-Schminkerinnen verwandeln die Kleinen in ihre Lieblingscowboys oder ihre Lieblingsindianerinnen. Verkleidet, mit den zur anzeige

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Warmwasser aus Sonnenenergie und Holz

Badespass mit gutem Gewissen im Jura Über 100 Sonnenkollektoren der Ernst Schweizer AG aus Hedingen sowie eine Holzschnitzelheizung sorgen für ökologisches Warmwasser im Schwimmbad der jurassischen Gemeinde Boncourt. Der Coopark in Affoltern ist bis Ende Woche eine Wild-West-Zone. (Bild zvg.) Verfügung gestellten Indianer- und Cowboykostümen, können lustige Erinnerungsfotos zum Mitnehmen geschossen werden.

Go West-Wettbewerb Mit ein bisschen Glück warten beim grossen Go-West-Wettbewerb sieben Übernachtungen im Kinderhotel Original für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 12 Jahre inklusive Halbpension als erster Preis auf die Gewinner. Eine Woche im wilden Osten mit Ferien für zwei Erwachsene und zwei Kinder inklusive Frühstück im Reitstall und Saloon «San Jon» ist der 2. Preis. Der 3. Preis ist ein Kurzgenuss in einem Original Kinderhotel Europa für zwei Nächte für eine vierköpfige Familie und als 4. Preis gibt es zwei Übernachtungen für eine Familie samt Erlebniskarte auf dem Atzmännig. Teilnahmekarten gibt es im Coopark und können bis am 19. Oktober in die bereitstehende Wettbewerbsurne geworfen werden. (pd.)

Rund 1200 Einwohnerinnen und Einwohner zählt die Grenzgemeinde Boncourt. Eine der Hauptattraktionen des jurassischen Dorfes ist das Schwimmbad. Das 1993 erbaute und durch seine pinkfarbene Fassade augenfällige Hallenbad bietet seinen Besuchern zwei Schwimmbecken, ein Jacuzzi, eine Sauna und ein Dampfbad. Da nach 25 Jahren Betrieb das bestehende Heizsystem am Ende seiner Lebensdauer angelangt war, wurde es im Frühling 2019 komplett erneuert. Bauherrin ist die Gemeinde Boncourt, welche die Anlage von der bisherigen Eigentümerin, einer Stiftung, übernommen hatte. Im Zuge der Sanierung wurde die bisherige, insbesondere für den Sommerbetrieb nicht optimal dimensionierte Heizung ersetzt und das Schwimmbad an das von der Gemeinde bereits realisierte, mit einer Holzschnitzelanlage betriebene Fernwärmenetz angeschlossen. Während der kalten Jahreszeit erfolgt die Wärmeerzeugung hauptsächlich mit dem Holzkessel. Sollte die Holzschnitzelheizung einmal ausfallen, besteht allerdings die Möglichkeit, das Schwimmbad mit einer Öl-Zusatzheizung weiter zu beheizen.

Die Sonnenkollektor-Anlage von Schweizer sorgt für ökologischen Badespass in Boncourt. (Bild zvg.) Hohe Qualität und einfache Montage Zur Wärmegewinnung trägt neu auch auch eine 250 Quadratmeter grosse Sonnenkollektor-Anlage von Schweizer bei, die mit einem Neigungswinkel von 30° auf dem Flachdach installiert wurde. Die Solarproduktion wird hauptsächlich während den Sommermonaten zur Deckung des Bedarfs für die beiden Schwimmbecken und die Warmwasserbereitung genutzt. Gemäss Planung wird die fertige Anlage jährlich einen Solarertrag von 746,7 kWh/m² erbringen. Der Entscheid zugunsten der Sonnenkollektoren des Typs FK2-XS von Schweizer fiel aufgrund der hohen

Materialqualität, der einfachen Montage und des hohen Wirkungsgrads. Um den Energiebedarf des «Piscine des Hémionées» zu reduzieren, entschied sich die Gemeinde gleichzeitig für die Umsetzung energetischer Sanierungsmassnahmen. So wurde das Dach mit einer Isolation versehen und die gesamte Verglasung ersetzt. Die Erneuerungsarbeiten und Installation der ersten 83 Kollektoren erfolgten während dem laufenden Betrieb und im Frühling 2019, weitere 24 Kollektoren werden noch folgen. Jetzt baden und wellnessen die Besucherinnen und Besucher des «Piscine des Hemionées» also deutlich ökologischer. (pd.)


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Veranstaltungen

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«Canada’s Blues Legend ...»

«Kämmerlimusik»

Mit Frölein Da Capo – in Mettmenstetten

Morgan Davis spielt am 27. Oktober im «Pöschtli» Aeugstertal Am Sonntag, 27. Oktober, ab 19 Uhr verzaubert Morgan Davis die Gäste im «Pöschtli» Aeugstertal mit leidenschaftlichem Blues. Der mehrfach preisgekrönte Sänger und Gitarrist Morgan Davis kann auf eine unvergleichliche Karriere zurückschauen. In seiner Heimat Kanada, wo er seit 1968 lebt, gilt er längst als Blueslegende. Aufgewachsen mit dem Rhythm and Blues von Jimmy Reed, Ike und Tina Turner, Chuck Berry und Fats Domino, begann er bald, sich für den Delta-Blues und besonders die Musik von Robert Johnson zu interessieren. Torontos lebendige Musikszene der frühen 70er-Jahre war der ideale Ort für den jungen Gitarristen, hatte er dort doch die Möglichkeit, legendäre Bluesmusiker wie Bukka White, Johnny Shines, Sunnyland Slim, Snooky Pryor und Hubert Sumlin zu hören und mit ihnen zusammenzuspielen. Bald schon gründete er eigene Bands, erste Tourneen führten ihn durch Kanada und die USA. Mittlerweile tourt er seit über 45 Jahren unermüdlich durch die ganze Welt und spielte mit seinen Formationen als Opener für Willie Dixon, John Lee Hooker, Albert King, John Hammond, Albert Collins und Eric Bibb. Er stand auf der Bühne mit Grössen wie James Cotton, Hubert Sumlin, Gene Taylor, James Harmon und Dutch Mason. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war, als ihn Dr. John als Begleitmusiker engagierte. Daneben war er aber auch als Solokünstler erfolgreich. 2017 veröffentlichte Davis sein 10. Album «Home Away From Home». Er ist mehrfacher Preisträger

Seit nunmehr zehn Jahren multipliziert sich die Solistin via Loopgerät live zum Einfrauorchester und endlich hat auch ihr Zeichenstift einen festen Platz in der Partitur. Im kleinen Musikkämmerli schöpft Frölein aus dem grossen Kosmos in ihrem Kopf und entwirft daraus musikalische Alltagsweisen, gesungene Gedankenspiele oder auch vom Leben Gezeichnetes. Nun wagt sich die passionierte Nesthockerin vor die Tür und offenbart das Resultat ihrer Odyssee quer durchs Musikkämmerli. Gabriella Adorjan und Rolf Brüsse

Morgan Davis gilt in seiner Heimat Kanada längst als Blues-Legende. (Bild zvg.) des «Maple Blues Awards» in den Sparten Songwriter, Male Vocalist, Acoustic Vocalist, Producer und Blues Album of the Year. 2005 wurde er mit dem «Juno Award», dem kanadischen Grammy, ausgezeichnet. Mit E-, Slideund selbstgebauter Cigar-Box-Gitarre präsentiert er sein grosses BluesRepertoire, das sowohl aus traditionellem Blues aus dem Mississippi-Delta

wie auch aus seinen eigenen Songs besteht. An Davis’ Konzerten spürt man seine grosse Leidenschaft für den Blues, und auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. (pd.) Sonntag, 27. Oktober, «Pöschtli» Aeugstertal. Morgan Davis (vocals & guitar). Konzertbeginn: 19 Uhr, Essen gibts um 18 Uhr. Reservierungen unter Telefon 044 761 61 38.

anderen Musiker sind: Der Posaunist Bruno «Tiger» Steiner, der Gitarrist Christoph Haefeli und der Banjist Bernie Flammer. Jeder Musiker kennt noch andere Instrumente und deshalb ist der Sound nicht stetig gleich, sondern durch Abwechslung geprägt. Die Konzerte im «Hirschen» Wettswil haben ein spezielles Gepräge. Infolge des kleinen Raumes bilden Musiker und Publikum eine kompakte Einheit. Das Publikum spornt die Musiker mit Applaus an und die Musiker bedanken sich mit Top-Leistungen. Im «Hirschen» Wettswil traten schon viele Stars der Oldtime-Jazzszene auf und alle sagen, sie würden wegen der tollen Stimmung gerne wiederkommen. (pd.)

/30 Franken (Legi/AHV). Billetreservierungen auf www.bieus.ch oder Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01. Bistro ab 19.15 Uhr geöffnet, Abendkasse ab 19.15 Uhr. Für Gäste, die im Restaurant Rössli essen, werden Sitzplätze im Theatersaal reserviert, alle anderen Plätze sind nicht nummeriert. Freie Platzwahl. Weitere Infos auf www.einfrauorchester.ch.

Im November veranstaltet der Turnverein Mettmenstetten sein Chränzli. Wer sich das nicht entgehen lassen will, kann bereits heute online sein Ticket bestellen. Wenn der Herbst Einzug hält und in den Turnhallen von Mettmenstetten getanzt anstatt geturnt wird, dann kann dies nur bedeuten, dass es wieder Chränzli-Zeit ist. Damit im November auch alles sitzt, sind die rund fünfzehn verschiedenen Riegen seit geraumer Zeit wieder mit Basteln und Proben beschäftigt. Das diesjährige Motto «Tele Einhorn, Lokales Fernsehen Mättmi» verspricht beste Unterhaltung. Ob Schweizer Trash TV oder Oskar prämierter Spielfilm, nichts bleibt in der Fernsehlandschaft vor den Neuinterpretierungen der Turnenden sicher. Durch den Abend wird das aufstrebende Komiker-Duo «Larsig» führen, welche abermals mit originellen Zwischennummern und witzigen Seiten-

hieben für ausgiebige Lacher sorgen werden. Wie gewohnt kann man sich vor den Abend-Darbietungen vom Küchenteam kulinarisch verwöhnen lassen. Im Anschluss an die Vorstellungen hat man die Möglichkeit, den Abend in der klassischen Turnerbar fortzusetzen oder zu bester Live-Musik das Tanzbein zu schwingen. Da das Turnerchränzli Mettmenstetten in den letzten Jahren praktisch ausverkauft war, hat sich das OK entschieden, neu am Freitagabend, 15. November, eine weitere Vorstellung aufzuführen. Daniel Rissi Tickets für das Turnerchränzli sind erhältlich auf: www.tvmettmenstetten.ch/sitzreservation. Vorstellungen: Samstag, 9. November, 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Sonntag, 10. November, 14 Uhr, Einlass ab 13.15 Uhr. Freitag, 15. November, 20 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Samstag, 16. November, 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt für die Abendvorstellungen kostet 15 Franken pro Person und 5 Franken für die Sonntagsvorstellung.

Das diesjährige Programm am Turnerchränzli in Mettmenstetten heisst «Tele 1-Horn – Lokalfernseh Mättmi». (Bild zvg.)

Jazzkonzert, Gasthof Hirschen, Stationsstrasse 38,

Die Musiker von Mountain Boosters. (Bild zvg.)

Wettswil, 19. Oktober, Essen ab 18 Uhr, Konzertbeginn 19.30 Uhr. Reservieren Tel. 044 700 01 28 bei Wirtin Brigitte Gubler.

Die Geschichte des Klosters Muri erleben

Anhand einzigartiger Exponate erlebt der Besucher die Geschichte des im Jahr 1027 von den Habsburgern gestifteten Klosters Muri. Eine beeindruckende und wechselvolle Zeitgeschichte von der Reformation, dem Barock mit seiner Pracht- und Machtent-

Spiel: Frölein Da Capo im «Rössli» Mettmenstetten, Samstag, 19. Oktober, 20.15 Uhr. Eintritt: 35 Franken

Turnerchränzli Mettmi: jetzt Tickets sichern

Jazzkonzert im «Hirschen» Wettswil am 19. Oktober

Die nächste öffentliche Führung durch das Museum des Klosters Muri findet am Sonntag, 20. Oktober, um 14 Uhr statt. Der Rundgang ist kostenlos.

Irene Brügger alias Frölein Da Capo. (Bild Elisa Brügger)

«Tele Einhorn» geht bald auf Sendung

The Mountain Boosters

Ein besonderer Genuss für die Besucher wird das Jazzkonzert im «Hirschen» Wettswil am Samstag, den 19. Oktober, bieten. In den Schweizer Bergen, auf der Alp Obererbs im Glarnerland, haben sich Jazzmusiker getroffen, miteinander gespielt und – der Umgebung entsprechend – auch Instrumente der Schweizer Volksmusik eingesetzt. Nicht nur Standardmelodien aus dem Oldtime-Jazz wurden gespielt, sondern auch Themen aus der Volksmusik. So entstand eine interessante Mischung – allerdings jazzlastig – aber aufgelockert und aufgeheitert mit fröhlichen Einlagen am Alphorn. Und weil das Resultat viel musikalische Freude erzeugte, haben die Musiker das Treffen auf der Alp mehrfach wiederholt und sind zu einer Band gewachsen mit dem Namen Mountain Boosters (Bergbläser). Mit dabei ist der im Säuliamt bekannte Klarinettist/Saxofonist Thomas Gilg aus Knonau. Die

Frölein Da Capo präsentiert am Samstag, 19. Oktober, im «Rössli» ihren dritten Streich – und das in kämmerlimusikalischer Besetzung: Frau, Blech, Tasten, Saiten und Gesang.

faltung bis hin zur Vertreibung des Ordens und der Auflösung des Klosters 1841. Die Führerinnen und Führer freuen sich auf neugierige und zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Dieses Angebot richtet sich an interessierte Einzelbesucher. (pd.) Führung durch das Kloster Muri, Sonntag, 20. Oktober. Treffpunkt: Muri Info, Besucherzentrum. Dauer: 90 Minuten, keine Anmeldung erforderlich Die Führung ist kostenlos, der Museumseintritt: kostet 10 Franken. (Freier Eintritt mit Raiffeisenkarte und Schweizer Museumspass)

Das Kloster Muri. (Bild zvg.)

Psychische Gesundheit im Alter – was braucht es dazu? Heute Dienstagabend, um 19 Uhr, hält Dr. med. Jacqueline Minder im «Seewadel» ein Referat zum Thema Psychische Gesundheit im Alter. Entscheidend für die psychische Gesundheit im Alter ist ein gutes Gleichgewicht zwischen den Anforderungen, die das Leben und die Person selbst an sich stellen und ihren externen sowie internen Ressourcen. Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, wenn der Zugriff auf die eigenen Ressourcen vorübergehend blockiert ist oder

(noch) nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen? Frau Minder zeigt einen system- und traumatherapeutischen Ansatz auf und gibt Anregungen zu Prävention und Behandlung. Frau Dr. med. Jacqueline Minder ist Chefärztin und Bereichsleiterin der Psychiatrie für ältere Menschen in der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland. (pd.) Fachreferat Psychische Gesundheit im Alter – was braucht es dazu? Dienstag, 15. Oktober, 19 Uhr im Mehrzweckraum des Hauses zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern.


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Vermischtes

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Philipp Koutny mitten in der Weltelite 8. Rang bei den Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii dank sensationeller Radzeit Bereits vor einem Jahr hat der Aeugster Triathlon-Profi Philipp Koutny mit dem 15. Platz beim Ironman Hawaii Aufsehen erregt. In Frankfurt qualifizierte er sich als einziger Schweizer neben Ironman-Switzerland-Sieger Jan van Berkel für einen der begehrten 50 Profi-Startplätze – und überraschte am Samstag mit dem 8. Rang beim WM-Rennen.

Für Team Koach verlief der Ironman Hawaii perfekt

................................................... von bernhard schneider Alle erwarteten einen Sieg von Überfliegerin Daniela Ryf beim Ironman Hawaii. Unter den sechs Schweizerinnen auf der Startliste wurde im Voraus auch Imogen Simmonds und Caroline Steffen eine Top-Ten-Platzierung zugetraut. Von den beiden Schweizer Männern dagegen war kaum die Rede. Schliesslich resultierten bei den Frauen die Ränge 12 und 13 für Simmonds und Ryf, die mit heftigen Magenbeschwerden zu kämpfen hatte, für die Männer dagegen überraschend die Ränge 8 und 11. Um in Hawaii vorne zu sein, muss alles stimmen. Dennoch, der Start verlief für Philipp Koutny nicht nach Wunsch. Beim Ho’ala Swim, dem jährlichen Test über die originale Schwimmstrecke sechs Tage vor dem Ironman, war er als 9. nach 49:47 Minuten aus dem Wasser gestiegen, lediglich 3:40 Minuten hinter Olympiasieger Alistair Brownlee. Beim Ironman am Samstag fühlte er sich bereits beim Einschwimmen nicht richtig wohl. Es liege nicht an den hohen Wellen, damit könne er umgehen, meinte er, sondern an der Atmung, die ihn nicht in einen guten Schwimmrhythmus kommen lasse. Im Rennen konnte er nicht wirklich pushen und hatte den Eindruck, bloss herumgetrieben zu werden: «Es gelang mir einfach nicht, einen Gang höher zu schalten.» Beim WM-Rennen sind die Schwimmzeiten langsamer als beim Test, um nicht zu viel Energie im Wasser liegen zu lassen. Sieger Jan Frodeno meinte dazu: «Wenn du bei einem Rennen in Europa zu früh in den roten Bereich kommst, kannst du das noch kompensieren. Beim Klima auf Hawaii ist dies nicht möglich, Overpacing rächt sich hier immer.» Josh Amberger, der am Samstag als Erster wieder an Land stieg, schwamm mit 47:28 Minuten 1:14 langsamer als

Dank Philipp Koutny errangen die Schweizer Profi-Männer erstmals seit 2011 wieder einen Top-Ten-Platz beim Ironman Hawaii. (Bild Dominique Christen) beim Testrennen. Koutny war mit 52:20 Minuten 27. Profi-Triathlet, 2:33 langsamer als beim Test.

Spitzenzeit auf dem Rad Nach einem raschen Wechsel fand er sich in einer relativ grossen Gruppe auf dem Rad zusammen mit Sebastian Kienle, der schliesslich auf dem 3. Schlussrang landete. Nun fühlte sich Koutny gut und hielt in der Gruppe mit, als diese auf den ersten 60 Kilometern einen Abnützungskampf austrug und entsprechend kleiner wurde. Bis zum Wendepunkt in Hawi machte er über zwei Minuten gut auf den Führenden, Jan Frodeno, der das Rennen schliesslich souverän mit neuer Rekordzeit gewann, und fuhr mittlerweile auf Platz 10. Die Kette, die unter-

wegs heraussprang, mochte ihm nichts anzuhaben, er konnte das technische Problem lösen, ohne die Gruppe zu verlieren. Auf dem Rückweg von Hawi konnte er endlich den angestrebten Rhythmus fahren. Die Gruppe schluckte Brownlee und liess Amberger stehen. Koutny erreichte als 6. die Wechselzone, direkt hinter den Weltstars Kienle und Brownlee in der nur noch fünfköpfigen ersten Verfolgergruppe. Mit der drittbesten Radzeit von 4:15:15 war er sogar 48 Sekunden schneller als Jan Frodeno. Doch auch Philipp Koutny stellte fest, dass die Aufholjagd nicht ohne Folgen blieb: «Beim Laufen spürte ich auf den letzten 12 km, dass ich viel Energie investiert hatte, um auf dem Rad zur Spitze vorzustossen.» Auf den ersten zwei Dritteln des Mara-

Die stärksten Altersklassen-Triathleten treffen bei den Qualifikationswettkämpfen rund um das Jahr nach dem Zufallsprinzip auf andere EliteAthleten. An den Weltmeisterschaften spielt dieser Zufall nicht, denn hier ist auf jeden Fall mit namhaften Konkurrenten zu rechnen. Besonders spannend verlief das Rennen in der Kategorie M50-54. Koach-Athlet Stephan Meinecke verliess nach 3,86 km Schwimmen als 2. in der dicht besetzten Führungsgruppe nach 57:06 Minuten das Wasser. Den Rückstand von 1:20 Minuten auf den Führenden kompensierte er bereits auf den ersten 7,5 km auf dem Rad. Bis zu Kilometer 80 konnte er den Vorsprung auf über vier Minuten ausbauen, bis zum Vorstoss des ehemaligen Radstars Laurent Jalabert, der mit knapp drei Minuten Rückstand auf Meinecke zum Marathon startete. Jalabert war von 1995 bis 2000 fast durchgehend der Erstplatzierte der UCI-Weltrangliste der Radprofis und ist auch heute noch in seiner Altersgruppe auf dem Rad kaum zu schlagen. Auf 180 Rad-Kilometer folgte der Marathon über die klassische Distanz von 42,195 km. Nach dem Halbmarathon musste Meinecke den Franzosen Anthony Philippe an sich vorbeiziehen lassen, anschliessend kam ein spannender Zweikampf mit Jalabert um die weitere Rangfolge auf dem Podest zustande, mit dem besseren Ende für den Franzosen, der eine Minute vor Meinecke das Ziel erreichte. Mit seiner Zeit von 9:26:57 Stunden konnte der Koach-Athlet aber alle anderen Triathleten seiner Altersklasse deutlich distanzieren.

Weltmeister mit klarem Vorsprung Das Rennen von Hermann Hefti war vielleicht weniger spannend, aber keineswegs weniger beeindruckend. In der Altersklasse M70-74 konnte er

thons kämpfte er sich auf Rang 5 vor, musste dann aber bis zum Ziel drei starke Läufer an sich vorbeiziehen lassen. Dennoch: Er ist der erste Schweizer Profi-Mann seit 2011, der einen Top-Ten-Platz in Hawaii errang, und

es in Kenntnis seiner Stärke auf dem Rad beim Schwimmen gemütlich angehen lassen. Als 8. verliess er das Wasser mit 23:42 Minuten Rückstand auf den Führenden der AK. 50 Radkilometer später lag er mit einem Rückstand von nur noch 7:20 Minuten auf dem 6. Platz, beim Wendepunkt in Hawi fehlten ihm 2:16 Minuten und er lag auf Zwischenrang 2, nach 120 km übernahm er die Spitze, die er nicht mehr abgab. Im Gegenteil: Bis ins Ziel konnte er den Vorsprung auf rekordverdächtige 28:35 Minuten ausbauen. Starke Leistungen zeigten auch die beiden anderen Koach-Athleten, Jörg Brassel und Alexander Meier. Coach und Teamchef Kurt Müller verfolgte – nebst dem Rennen an der Spitze – seine Altersklassen-Athleten zusammen mit Koach Teammitgliedern und Fans in seinem Tri-Shop Sportster24 in Birmensdorf und erläuterte das Geschehen. Sein Fazit: «Zentral ist die Fokussierung auf Hawaii, um dort eine Topleistung zu erbringen. Dabei ist jeder Athlet anders, und die Situation hängt davon ab, wann man sich qualifiziert hat. Für voll Berufstätige ist es sicher ein Vorteil, sich bereits im Herbst des Vorjahres den Startplatz zu sichern, damit man Planungssicherheit hat und die Ferien am Arbeitsplatz eingeben kann. Stefan Meinecke hat dies im letzten Herbst in Italien erreicht. Eine spätere Qualifikation muss aber sportlich kein Nachteil sein, wie Mäni Hefti zeigt, der Formaufbau hat dann allerdings mehrphasig zu erfolgen, zuerst für den Qualifikations-Ironman, dann für Hawaii. So oder so ist es zentral, die Saison so aufzubauen, dass man in Hawaii das Maximum geben kann. Dies zu steuern ist komplex und erfordert viel Erfahrung.» (tk) Weitere Informationen: www.kmsportcoaching.ch.

seine Schlusszeit von 8:10:29 ist hervorragend. Er distanzierte damit den zweiten Schweizer, Jan van Berkel, um beachtliche fünf Minuten und Olympiasieger Alistair Brownlee um eine Viertelstunde.

veranstaltungen

Senioren gehören umsorgt – nicht entsorgt Sich im Alter abgeschoben, überflüssig oder gar vergessen zu fühlen, das wünscht sich niemand. Pro Senectute Kanton Zürich setzt sich dafür ein, dass ein selbstbestimmtes Altern in Würde für alle möglich ist – gestern, heute und morgen. Das Sujet der diesjährigen Herbstsammlung von Pro Senectute Kanton Zürich stimmt nachdenklich. Eine Seniorin sitzt in einem vollgestellten, dunklen Estrich, zwischen Schachteln und ausgemusterten Kinderspielsachen. Sie wirkt verloren und traurig, vergessen zwischen altem Gerümpel, im schlimmsten Fall sogar absichtlich in den Estrich abgeschoben. «Senioren gehören nicht ent-, sondern umsorgt», besagt die provokative Überschrift zum Bild. Pro Senectute Kanton Zürich setzt sich dafür ein, dass es nicht so weit

kommt, und das seit über 100 Jahren. Älteren Menschen und deren Angehörigen wird mit Rat und Tat zur Seite gestanden und dafür gesorgt, dass Seniorinnen und Senioren unbesorgt alt werden können. Zum Beispiel indem Betroffene in finanziellen Notlagen unterstützt werden oder mit Beratung bei Fragen zur Vorsorge, Lebensgestaltung und Wohnsituation. Pro Senectute Kanton Zürich hilft älteren Menschen zudem, mobil zu bleiben und soziale Kontakte zu pflegen. Die Entlastungs- und Besuchsdienste geben Halt und Sicherheit im Alltag. Nur dank Spenden aus der Bevölkerung können diese Angebote weiterhin flächendeckend im ganzen Kanton Zürich angeboten werden. (pd.) Kontakt: Pro Senectute Kanton Zürich, Monica Flückiger, Abteilungsleiterin Marketing & Kommunikation Direktwahl: 058 451 51 25, monica.flueckiger@pszh.ch, www.pszh.ch

Kinofilm intensiver erleben Am 1. November um 16.45 Uhr gibt es im Kino Seehof in Zug eine Spezialvorstellung mit Einführung zu «Portrait de la jeune fille en feu» (Preis für bestes Drehbuch und Queer Palm in Cannes 2019). Im Zentrum des Films steht eine junge Malerin, die auf einer Insel in der Bretagne im Geheimen das Porträt einer eigensinnigen Braut malen soll. Dabei entwickelt sich ein sinnlicher Dialog über Leben, Freiheit und Kunst. Die französische Filmemacherin Céline Sciamma hat in ihren bisherigen Filmen hauptsächlich Kinder und Jugendliche porträtiert. Für «Portrait de la jeune fille en feu» arbeitet sie nun erstmals mit professionellen erwachsenen Schauspielern und einem historischen Setting. Neben Sciammas Lebenspartnerin Adèle Haenel brillieren Noémie Merlant, Luana Bajrami und Valeria Golino. In einer halbstündigen Einführung zeigt der Filmwissenschaftler Oswald Iten anhand von Filmausschnitten die Merkmale von Céline Sciammas authentisch wirkender,

aber minimalistisch stilisierter Filmsprache auf. Er weist auf formale und inhaltliche Merkmale hin, die dem Publikum eine zusätzliche Sicht auf das Werk eröffnen und im besten Fall den Film intensiver erleben lassen.

Genauer hinschauen Es geht in den Einführungen weniger um Anekdoten und Trivia, wie man sie aus Making-Of-Videos und einschlägigen Webseiten kennt, sondern darum, wie audiovisuelles Erzählen am konkreten Beispiel funktioniert. Diese Spezialvorstellungen sind deshalb auch eine Einladung, genauer hinzuschauen, Filme und audiovisuelle Medien generell aufmerksamer wahrzunehmen, auf mehreren Ebenen schätzen zu können und das Interesse am Werk eines Filmemachers zu wecken. Die Einführungen sind im Eintrittspreis inbegriffen. (pd.)

«Diego Maradona» kommt nach Muri Das Kino Mansarde zeigt den Film «Diego Maradona». Ein packender Dokumentarfilm aus teils noch nie verwendetem Material über Diego Maradona. Auf dem Fussballplatz war er ein Genie – neben dem Spielfeld feierten sie ihn wie einen Gott. Asif Kapadia führt in seiner Dokumentation vor Augen, dass im Leben des Sportidols selten etwas mittelmässig war. Im Film «Les Invisibles» treffen sich Edith Piaf, Brigitte Macron und Lady Di – so nennen sich die arbeitslosen Frauen, um ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein aufzumöbeln. Drei Frauen in einem kleinen Kaff in Frankreich, die mit viel Humor und Selbstironie auf bessere Tage hoffen. (pd.) «Diego Maradona»: Donnerstag, 17. Oktober, 18 Uhr, und Freitag, 18. Oktober, 20.30 Uhr. «Les Invisibles»: Donnerstag, 17. Oktober, 20.30 Uhr, und Freitag, 18. Oktober, 18 Uhr. Kino Mansarde Muri, Seetalstrasse

«Portrait de la jeune fille en feu», Freitag, 1. Nov.,

6, Muri. Tickets buchen auf kinomansarde.ch oder

16.45 Uhr. Kino Seehof, Schmidgasse 8, Zug.

erhältlich an der Abendkasse.


Sport

Dienstag, 15. Oktober 2019

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WB II weiter auf dem Vormarsch Fussball 2. Liga: Wollishofen I – WB II 1:3 (1:2) Die Reserven Wettswil-Bonstettens bestätigten ihre gute Form und bezwangen Wollishofen auf dessen Platz verdient. ................................................... von kaspar köchli WB II fand vor Wochenfrist mit zielstrebigem Kombinationsspiel zu seiner Stärke zurück und deklassierte zu Hause Horgen 4:0. In der nächsten Runde wartete mit dem FC Wollishofen ein Gegner auf Augenhöhe, der als Fünfter einen Rang vor den Ämtlern klassiert war. Auf schwer bespielbarem Terrain – der Naturrasen war holprig und glitschig – entwickelte sich von Beginn weg eine intensive Partie. Mit frühem Pressing überraschte WB seinen Kontrahenten. Diesem unterliefen dadurch einige Ungenauigkeiten, die vorerst knapp ohne Folgen blieben. Auf der Gegenseite lancierte Kukaj geschickt den agilen Ljatifi, der bei seinem Schuss das Visier aber zu hoch eingestellt hatte. Die Reihe war wieder an den Gästen. Goalgetter Eckert zündete auf dem linken Korridor seinen Turbo, brachte sich in ideale Schusslage, jedoch ohne zu reüssieren. Ursprung der darauffolgenden WBFührung (13. Minute) war ein TraumDiagonalpass von Njama Yondhen auf Flückiger. Dieser trickste mit einem Haken seinen Gegenspieler aus und bediente uneigennützig den besser postierten Buchmann. Trocken wie sein erfolgreiches Geschoss meinte der Schütze nach dem Spiel: «Ich stand gut und habe draufgehauen.» Das Heimteam reagierte postwendend und Baldé verfehlte den Aus-

gleich nur um Handbreite. WB begann jetzt kontinuierlich, die Drähte zu ziehen und Chancen zu kreieren – eine davon nutzte Spielmacher Chamba Yondhen schnörkellos zum 2:0. Die Wollishofer Abwehr kam nun ins Rudern. Dank Glück, der rettenden Torumrandung sowie dem Können von Schlussmann Braschler fiel noch keine Vorentscheidung in Form des dritten Gegentreffers. Urplötzlich erwachte dann aber der Gastgeber und Baldé krönte seine vorzügliche Leistung mit einem sehenswerten Lobball über den verdutzten WB-Torsteher Meili hinweg. Es folgte die beste Phase der Platzherren, die vehement am Ausgleich schnupperten. Dieser schien Tatsache, als Loosli das 2:2 bewerkstelligte. Allerdings aberkannte der Schiedsrichter nach merkwürdig langem Zögern korrekterweise den Treffer, da der geahndete «indirekte Freistoss» ohne Berührung eines anderen Spielers ins Netz spediert worden war. Das angezählte WB rettete sich daraufhin in die Pause.

Unglückliche 13. Minute für Wollishofen; Captain Buchmann (Zweiter von links) erzielt die WB-Führung. (Bild Kaspar Köchli) WBs 3:1 bricht Wollishofen das Genick «Eine tolle erste Hälfte mit vielen spannenden Torszenen hüben wie drüben», fasste ein Zuschauer das fesselnde Geschehen zusammen. Nach Wiederanpfiff wurde je länger desto mehr spürbar, dass beide Teams in den ersten 45 Minuten viel Kraft gelassen hatten. Dennoch ergaben sich weitere Gelegenheiten, wobei Wollishofen vorerst ein leichtes Chancenplus aufwies. Augenfällig traten immer wieder seine beiden Youngsters Baldé (19) und Alberto (18) in Erscheinung. Den Aktionen fehlte es jedoch letztlich an der

Präzision und zweimal rettete Meili in höchster Not. Effizienz bewies darauf WB. Einen klug vorgetragenen Blitzangriff schloss Jost überlegt zum 3:1 ab (67. Minute), was den Genickbruch für die Gastgeber bedeutete. Sie waren nicht mehr imstande, entscheidend zu reagieren. Im Gegenteil, den Ämtlern offenbarten sich bei Konterattacken zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, die allesamt vergeben wurden. «Aber die drei Punkte nehmen wir auch so», lachte nach dem Schlusspfiff Mittelfeldstratege Chamba Yondhen.

Drei Punkte, mehr nicht

Meisterschaft 3. Liga: FC Affoltern – FC Republika Srpska 8:4 (2:1) «Hauptsach 3 Pünkt», dies war der allgemeine Tenor bei Fans, Staff und Spielern des FC Affoltern. Trotz gutem Start in die Partie, entwickelte sich diese vermeintliche Pflichtaufgabe gegen den FC Republika Srpska zu einem Torfestival auf beiden Seiten. Die Ämtler starteten konzentriert in die Partie und setzten mit einem Kopfball von Stähli bereits in der dritten Minute ein Ausrufezeichen. Zu Beginn der Partie kannte die Mannschaft von Jevremovic nur eine Richtung: Vorwärts. Folglich erarbeitete sich der FC Affoltern einige vielversprechende Möglichkeiten. Nachdem der Torhüter von Republika Srpska den Abschluss von Himmelreich noch mirakulös parierte, konnte Toski nur noch abstauben und das hochverdiente 1:0 erzielen. Einige Minuten später konnte Himmelreich einen sauber vorgetragenen Angriff über Antenen erfolgreich zum 2:0 verwerten. Im Anschluss verpassten es die Ämtler, die Führung trotz einiger hochkarätiger Chancen auszubauen. So kam es, dass die verletzungsbedingt geschwächten Serben nach einer halben Stunde wieder besser ins Spiel fanden. Kurz vor dem Pausentee gelang den Gästen sogar der Anschlusstreffer, dem ein Kommunikationsfehler zwischen der Abwehr und Torhüter Vanetta vorausgegangen war. Der Weckruf in der Pausenansprache von Trainerduo Jevremovic/Dzajic schien zumindest kurzzeitig Wirkung zu zeigen. Denn bereits in der 48. Minute konnte Antenen zum 3:1 erhöhen. Doch anstelle einer abgeklärten zweiten Hälfte des Heimteams entwi-

Und fügte hinzu: «Lohn für unser Pressing waren zwei frühe Tore, allerdings kostete es auf diesem tiefen Terrain enorm Kraft. Kompliment an unseren spielstarken und sehr fairen Gegner, der uns alles abverlangte.» WB gewann über den gesamten Match betrachtet verdient. Es zeigte sich eine Spur pass- und ballsicherer und bestritt zudem die Zweikämpfe resoluter – auch wenn das bekanntlich keine Sieggarantien sind. Trainer Pechoucek meinte abschliessend: «Wir begannen richtig gut, standen dann aber gegen Ende erster Hälfte viel zu

hoch und mussten um unseren erarbeiteten Ertrag zittern. In den zweiten 45 Minuten konnten meine Spieler dann exakt umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten, Gratulation an alle.» Wettswil-Bonstetten ist mit diesem Sieg auf Rang fünf vorgerückt. Sonnau, ca. 350 Zuschauer, Wollishofen I – WB II 1:3 (1:2). Meili; Hodel, N. Yondhen, Tobler, Roth; Buchmann, Wenk (46. Jost), Siegenthaler (76. Horak), Flückiger (60. Lauper), C. Yondhen; Eckert (79. Voit). 13. Buchmann 0:1, 19. C. Yondhen 0:2, 40. Balde 1:2, 67. Jost 1:3.

Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht

Unihockey: Floorball Albis verliert 3:5 Wenig bis gar nichts passte im Spiel von Floorball Albis gegen Unihockey Langenthal Aarwangen zusammen. Trotz gutem Start in die Partie, hatte man ab dem zweiten Drittel nichts mehr zu bestellen. Das knappe Resultat täuscht darüber hinweg.

Naim Rama konnte sich nach seiner Rückkehr sogleich über mehrere Treffer freuen. (Bild Manuela Huber) ckelte sich ein offener Schlagabtausch in dem vom herrlichen Freistoss über verschossene Elfmeter bis hin zu sauber vorgetragenen Konter alles dabei war. Bei diesem Schützenfest konnte sich Rama dreimal in die Torschützenliste eintragen und meldete sich so eindrücklich aus seiner Verletzungspause zurück. Neben dem Hattrick von Rama und dem Doppelpack von Antenen konnte sich auch Suter in der zweiten Halbzeit als Torschütze feiern lassen.

Trotz Torfestival nicht zufrieden Trotz vieler Tore kann der FC Affoltern mit der gezeigten Leistung nicht zu-

frieden sein. Die bis anhin tadellose Abwehr um Captain Luchsinger musste in einem Spiel vier Gegentore hinnehmen. Dies sind vier Tore mehr als in allen bisherigen Heimspielen zusammen. Nun gilt es, die drei Punkte mitzunehmen und die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen, denn bereits am kommenden Wochenende wartet mit Blue Stars eine neue Herausforderung auf den FC Affoltern. Lars Oetterli FCA: Vanetta, Luchsinger, Tustonja (Oetterli), Toski, Mijatovic, Steigmeier, Ismajlaj (Shala), Huber (Arsic) Antenen (Suter), Himmelreich (Rama), Stähli (Premananthan)

Es ging gut los. Mit etwas Glück gelang Sandro Ibernini der Führungstreffer kurz nach Spielbeginn. Knapp vor dem eigenen Tor wollte er mit einem langen Ball Roman Bolli lancieren, der Ball ging an Freund und Feind vorbei, und der Torhüter von Langenthal sah den Ball, aufgrund etwas verdeckter Sicht erst, als er bereits die Torlinie überquerte. Auch danach waren die Ämtler eigentlich gut im Spiel und erarbeiteten sich mehr Torchancen, welche aber allesamt ungenutzt blieben, sodass es mit einer knappen Führung in die erste Pause ging. Allerdings gilt es anzumerken, dass von ULA auch wenig bis keine Gegenwehr auszumachen war. Ein komplett anderes Bild dann aber ab dem Mittelabschnitt. ULA stand etwas höher, griff ein bisschen früher an und plötzlich ging bei Floorball Albis gar nichts mehr. Mal für Mal wurde man ausgekontert, ausgedribbelt oder ausgespielt. Die eigene Box in der Defense war schlecht organisiert und mehrere Male kassierte man den sogenannten tödlichen Pass durch den eigenen Slot hindurch, wonach es jeweils lichterloh brannte und in kurzen Abständen auch die Gegentore kassiert wurden. Christian Grass

konnte zwischenzeitlich noch ausgleichen, aber ansonsten passte in diesem Drittel rein gar nichts zusammen.

Verdiente Niederlage Auch im letzten Drittel wurde es nicht wesentlich besser. Insbesondere eine fünfminütige Überzahl, in welcher man keine einzige Torchance erspielen konnte, kam einer Bankrott-Erklärung gleich. Sven Hanselmann im Tor wehrte ab, was er konnte, hielt Albis im Spiel und als Nicola Grass wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer gelang, wurde es tatsächlich nochmals spannend. Die Schlussoffensive wurde allerdings fast gleichzeitig wieder gebremst, als man exakt sieben Minuten vor Schluss eine 5- und eine 2-Minutenstrafe aufgebrummt bekam und die restliche Zeit der Partie in Unterzahl verbringen musste. Bezeichnenderweise wachten die Ämtler erst jetzt richtig auf, als es zu spät war. Zwar konnten dank vollem Risiko trotz Unterzahl dennoch ein paar Torchancen erspielt werden, mehr als ein Lattentreffer von Mike Heiniger schaute aber dennoch nicht heraus. Albis hängt mit vier Punkten aus vier Spielen weiter in der unteren Tabellenregion fest. (pd.) Unihockey Langenthal Aarwangen II – Floorball Albis 5:3 (0:1, 4:1, 1:1), Dreifachturnhalle Kreuzfeld, Langenthal – 35 Zuschauer 3. Ibernini 0:1, 26. 1:1, 26. 2:1, 27. C. Grass (Hintermann) 2:2, 30. 3:2, 38. 4:2, 55. N. Grass (J. Wuillemin) 4:3, 60. 5:3, Strafen: 3 mal 2 Minuten und 1 mal 5 Minuten gegen ULA. 1 mal 2 Minuten und 1 mal 5 Minuten (C. Grass) gegen Floorball.


Veranstaltungen

Liegenschaften AT E L I E R A U S S T E L L U N G 18. bis 20. Oktober 2019

ELISABETH JACOB Freitag, 18. Oktober 2019 Samstag, 19. Oktober 2019 Sonntag, 20. Oktober 2019

11.00 – 17.00 Uhr 11.00 – 17.00 Uhr 11.00 – 17.00 Uhr

Landschaften, Blumen, Stillleben, Abstrakt Auch Kunst zu kleinen Preisen. Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen. Atelier Elisabeth Jacob Obermühle 10 | 6340 Baar | Mobil 079 311 01 84 Kursprogramme unter www.atelier-jacob.ch

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