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Sport

Dienstag, 9. Oktober 2012

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Schweizer Meisterin mit neuem Landesrekord Petra Klingler verteidigt ihren Titel im Speed-Klettern Im Rahmen der Züspa wurden kürzlich die Schweizer Meisterschaften im Speed-Klettern ausgetragen. Bonstetterin Petra Klingler verteidigte ihren Titel zum achten Mal in Folge. Michael Meier (links) gewinnt hinter Claudio Capelli Silber beim Sprung. (Bild zvg.)

Silber für Michael Meier Kunstturn-Elite: Schweizer Meisterschaften Der Obfelder Michael Meier gewinnt hinter dem Olympiateilnehmer Claudio Capelli Silber beim Sprung. Die diesjährigen Meisterschaften wurden am vergangenen Wochenende vom Oberbürer Fanclub Pablo Brägger, dem letztjährigen Mehrkampfmeister, durchgeführt. Da auch die unbestrittene Schweizer Turnkönigin, Julia Steingruber in der Region zu Hause ist, war das Interesse an dieser Turngala gross. Die Zuschauer füllten die Halle proppenvoll und es entstand eine grossartige Stimmung.

Optimaler Start in den Sechskampf Michael Meier hatte sich für den Sechskampf viel vorgenommen und der Start gelang ihm mit 15.60 Punkten beim Sprung auch optimal. Damit

war auch schon klar, dass er sich für den Sprungfinal vom Sonntag qualifiziert hatte. Dann aber fing es an zu hapern. Die Barrenübung gelang zwar noch einigermassen. Die Bodenübung aber, deren Schwierigkeitsgrad er stark erhöht hatte, misslang ihm gründlich. Zwei Stürze musste er in Kauf nehmen und weg war der angestrebte Mehrkampfrang unter den ersten Sechs. Damit schien auch die Luft für die folgenden Übungen draussen zu sein. Die Enttäuschung über Rang dreizehn war riesig, zeigte aber einmal mehr, wie nahe Sieg und Niederlage beim Sport zusammenliegen. Aber da kam ja noch der Sprungfinal vom Sonntag, wo Michael Chancen auf eine Medaille hatte. Und die nutzte er auch. Beide Sprünge gelangen ihm fast optimal und nur gerade Claudio Capelli konnte ihn schlagen. Die Silbermedaille war ein Trost für den missglückten Sechskampf.

Petra Klingler konnte ihren an der Weltmeisterschaft in Paris aufgestellten Schweizer Rekord von 11.40 Sekunden gleich im ersten Qualifikationslauf unterbieten und sich im darauffolgenden Halbfinale sogar noch steigern: Vom Publikum getragen unterbot sie ihre eigene Bestmarke um weitere 0.4 auf 10.46 Sekunden.

Urdorferin Rebekka Stotz auf dem vierten Platz Wie zu erwarten war vermochte auch ihre Finalgegnerin Noemi Langenkamp (Aarburg, AG), die einen hervorragenden Wettkampf zeigte, Petra Klingler nicht zu schlagen. Die Bonstetterin verteidigte ihren Schweizer Meistertitel souverän zum achten Mal in Folge. Die Urdorfer Lead-Spezialistin Rebekka Stotz musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Der Bündner Gian-Luca Grichting setzte sich – ebenfalls mit zweimaligem neuem Schweizer Rekord – an die Spitze des Herren-Klassements. Mit dem Triumph an der Züspa steht nun auch fest, dass Petra Klingler dieses Jahr erneut den Bächli Swiss Climbing Cup gewinnt.

Ämtler Volleyballer an der WM Sechs Mitglieder von Volley S9 in den USA Die Ü50-Nationalmannschaft im Volleyball ist unterwegs an die Ü50-Weltmeisterschaft in die USA. Darunter sechs Vereinsmitglieder von Volley S9. Das Projekt nahm vor zwei Jahren seinen Anfang. Hausi Grossenbacher, ein Spieler von Volley S9, begann in der ganzen Schweiz ehemalige Spitzenspieler zu kontaktieren. Gesucht wurden Spieler, die das Alter von 50+ hatten, über eine gute Fitness verfügten und immer noch regelmässig Volleyball spielten. Diesen Frühling war es soweit, mit zwölf Spielern aus allen Ecken der Schweiz war das Kader komplett. Es begann eine intensive Zeit, mit Trainingseinheiten alle paar Wochen in Bonstetten. Auf die Schweizer Seniorenmeisterschaft folgte die Teilnahme an einem internationalen Turnier in Kroatien, von der die Spieler mit einer Bronze-Medaille nach Hause kamen. Zwischendurch immer wieder Test-

spiele gegen Teams aus der 1. und 2. Liga. Im September dann die Generalprobe am bekannten zweitägigen Turnier in Davos. Da dort nur NLB- und 1.Liga-Teams zugelassen sind, brauchte es einige Überredungskunst, bis der Organisator schliesslich einwilligte und den Globalboys einen Startplatz zugestand. Das Team von Coach Hugo Lombriser war in Davos die Attraktion. Resultatmässig vermochte das Team nicht ganz mit den fast 40 Jahre jüngeren Athleten mitzuhalten, dafür wurden ihm viel Sympathie und Respekt entgegengebracht und zahlreich waren die guten Wünschen für die WM. Den grossen Lacher hatte ein Jugendlicher, der feststellte, dass am Turnier ein Team mitspielte, deren Spieler sich alle die Haare grau gefärbt hatten. In St. George (Utah), an den Huntsman Senior Games, eine Art Olympiade für Senioren, messen sich 10 000 Sportler aus aller Welt in über 25 verschiedenen Sportarten. Als spezielles

Highlight dieser Spiele findet die Weltmeisterschaft der Veteranen unter dem Namen Global Cup statt. 2012 steht zum ersten Mal die Schweiz auf der Teilnehmerliste und spielt gegen die USA, Canada, Russland, Brasilien und Costa Rica.

Eine besondere Ehre

Die Anmeldung aus der Schweiz hat in Santa Clara, einer Nachbargemeinde von St. George, grosse Aktivität ausgelöst. Dort leben viele Auslandschweizer, mit uns sehr geläufigen Namen wie Gubler, Reber, Tanner oder Stucki. Diese Gemeinde rollt den Globalboys den roten Teppich aus und organisiert einen Schweizer Abend (Swiss Night), an dem der Bürgermeister, Mitglieder der Historical Society und auch der Schweizer Konsul, Julius Anderegg, anwesend sein werden. Das Team freut sich, dass es endlich losgeht und ist gewillt, grosse Ehre für die Schweiz einzulegen. Dank vieler Sponsoren, die das Projekt unterstützen, war es möglich, das Team einheitlich auszurüsten. Sowohl auf wie auch neben dem Feld werden alle Teammitglieder immer dasselbe Outfit tragen. Die Weltmeisterschaft startet am 15. Oktober und endet mit dem Final am 18. Oktober. Das Geschehen kann täglich unter www.globalboys.ch, WM-NewsDas WM-Team um Hansueli Grossenbacher (Manager, vorne Mitte) und Hugo Lombriser (Coach, hin- ticker, mitverfolgt werden. ten links). (Bild zvg.)

Das Ziel im Blick: Petra Klingler verteidigt ihren Speed-Titel. (Bild David Schweizer )

Paul Stutz wird erneut Schweizer Meister Polizeifernschiessen 2012: Final in Lugano Krönender Abschluss des Schweizerischen Polizeifernschiessens ist jeweils der Final, welcher im Herbst ausgetragen wird. Der traditionelle Ausstich auf die Sportdistanzen 25, 50 und 300 Meter fand im Stand Civici Carabinieri Lugano statt. Der eigentliche Wettkampf beginnt aber viel früher. In der «Heimrunde» vorzugsweise im eigenen Stand, hat sich jeder Schütze beim Feldschiessen und im obligatorischen Programm zu qualifizieren. Nur wer ein absolutes Spitzenresultat meldet, kann sich Hoffnungen auf die «Endrunde» machen. Während sich 50-Meter-Schützen in der Qualifikationsrunde knapp 20 Verlustpunkte leisten können, Gewehrschützen vielleicht deren 7, müssen die Teilnehmer der 25-Meter-Kategorie fast das Punktemaximum abliefern, um unter den 10 besten Polizeischützen zu figurieren. Paul Stutz qualifizierte sich mit einem Verlustpunkt (Feldschiessen 180 Punkte und Obligatorisches Programm 199 Punkte) souverän für den Final in Lugano.

Verdientes Meistergold über 25 Meter Bei der Disziplin 25 Meter stehen Sieg und Niederlage sehr nahe beieinander. Ein Punkt mehr oder weniger kann entscheidend sein. Der als Titelverteidiger startende Paul Stutz (Kantonspolizei Zürich) präsentierte sich in Topform und machte bereits im ersten Durchgang mit 198 Punkten im obligatorischen Programm klar, dass er Lorbeeren pflücken will. Den Titel zu gewinnen ist relativ einfach – nicht aber die Verteidigung desselben. Bertrand Mollier (Police neuchâteloise) erzielte 199 Punkte und übernahm die Führung. Das Duell gegen Bertrand

Mollier konnte beginnen. Der Zwilliker Pistolenschütze, ein Winnertyp bester Güte, zeigte im Feldschiessen seine starken Nerven und liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Im Feldschiessen blieb Stutz konstant, zwei Verlustpunkte konnte er verschmerzen, weil sein Verfolger «nur» 177 schaffte. Nach dem 38. Schuss – beide totalisierten 376 Punkte (Paul Stutz 198/178 Punkte; Bertrand Mollier 199/177 Punkte). Aufgrund des besseren Feldschiessens konnte der Ämtler erneut zum Schweizer Meister 2012 gekürt werden.

Interessanter Fernmatch Über 1000 Polizistinnen und Polizisten aus allen Landesteilen beteiligen sich an diesem traditionellen Fernmatch. Das obligatorische Programm und Feldschiessen fördern den gezielten Schuss unter Zeitdruck. So können diese Übungen auch die polizeilichen Trainings ergänzen. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass der sichere Schuss über Präzision und nicht über die Geschwindigkeit wachsen muss. Wünschenswert wäre es, wenn die einzelnen Korps dem Polizeifernschiessen, welches auch die kameradschaftliche Verbundenheit der Polizisten und Polizistinnen fördert, wieder mehr Beachtung schenken und so diesen Wettkampf über die Kantonsgrenzen hinaus am Leben erhalten würden. Leider hat sich für das nächste Polizeifernschiessen noch kein Organisator gemeldet. Gesichert ist der Austragungsort 2014. Dann wird das Polizeifernschiessen in das 125-Jahre-Jubiläum des Schiessvereins der Kantonspolizei Zürich eingebunden.

080_09_10_2012  
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