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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 079 I 172. Jahrgang I Dienstag, 9. Oktober 2018

Überblickbares Minus

Weiterhin Frühgeläut?

In Hausen bleibt der Steuerfuss der Politischen Gemeinde unverändert bei 90 Prozent. > Seite 3

In Maschwanden wehrt sich ein Einwohner gegen die um 4.46 Uhr ertönenden Glocken. > Seite 5

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Alles stand still Gewerkschaftsbundpräsident Paul Rechsteiner bei der Bezirks-SP über den Generalstreik. > Seite 7

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Kleines Volksfest Treffpunkt: In Maschwanden erfreut sich die Dorfchilbi grosser Beliebtheit. > Seite 8

Grosse Augen in Hausen

................................................... von livia häberling

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Das Jubiläum: nur noch 10 Tage!

vom 9. bis zum 22. Oktobe

Der französische Rafale-Kampfjet war durch seine auffällige Bemalung ein besonderer Blickfang. (Bild Livia Häberling)

Neues Werkgebäude und neue Heizung für die Schule – Warten auf den Autobahnzubringer Ottenbach stellt Weichen für die Zukunft – vorerst mit zwei Urnenabstimmungen

Mit grossem Mehr haben die Stimmberechtigten des Kantons Zürich im September 2012 Ja gesagt zum Autobahnzubringer Ottenbach-Obfelden. Seither hat sich zwar einiges getan. Doch der Termin für den Baustart ist noch nicht bekannt. Derzeit ist noch eine Einsprache hängig. Die Zentrumsplanung kann deshalb nicht im ge-

Erfolg für den Hedinger Spengler Stephan Frank an den Swiss-Skills in Bern. > Seite 9

Der Präsident des HEV Albis, René Homberger, durfte den zahlreichen Gästen am traditionellen Herbstanlass einen eigentlichen Höhepunkt ankündigen. Der in Affoltern wohnende Direktor des HEV Schweiz, Ansgar Gmür, steht unmittelbar vor seiner Pensionierung und sprach als Gastreferent und zum allerletzten Male in dieser Funktion. Nun wird er Pfarrer und Prediger. – Seinen finalen Auftritt als Chef der schweizerischen Hausund Grundeigentümer nutzte er in seiner gewohnt fantasievollen und witzigen Art sozusagen mit Heimvorteil. Seine Ausführungen glichen einem Feuerwerk von Zahlen, Fakten und bissig bösen Aussagen. In der Aula des Schulhauses Ennetgraben unterhielt er trefflich während knapp einer Stunde rund 140 interessierte Haus- und Grundeigentümer. Ansgar Gmür geisselte insbesondere die hohen Steuern und Abgaben, welche die Haus- und Grundeigentümer belasten. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 8

Am 6. und 7. Oktober pilgerten wieder mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher auf den Flugplatz Hausen, um sich von den rund 50 Piloten und ihren Flugshows begeistern zu lassen.

Ottenbach plant die Zukunft. Konkret möglich ist das aber erst mit der Abstimmung vom 25. November 2018 über den Bau eines Werkgebäudes sowie einer neuen Heizung und Fotovoltaikanlage für die Schule. Bei der Gestaltung des Zentrums hängt einiges vom Autobahnzubringer ab, dessen Baustart noch nicht bekannt ist.

Bronzemedaille

«Dumm, dümmer, Hauseigentümer»

Der 39. Modellflugtag war ein Fest für alle Planespotter

In Hausen feiern Modellflugbegeisterte bereits im Oktober Weihnachten. Seit 39 Jahren gibt es für sie am ersten Wochenende des Monats auf dem Flugplatz eine reiche Bescherung. Während zweier Tage präsentieren dort rund 50 Piloten aus der Schweiz und dem nahen Ausland ihre Modellflugzeuge. Auch dieses Jahr habe das Organisationskomitee grossen Wert darauf gelegt, ein möglichst abwechslungsreiches Flugprogramm zusammenzustellen, erklärte OK-Mitglied Wolfgang Auth. Und tatsächlich: Vom Kampfjet über den Helikopter bis zum Segelflugzeug war die Palette bunt gemischt. «Die Piloten und ihre Teams investieren hunderte, teilweise sogar mehrere tausend Arbeitsstunden, um die Modelle möglichst originalgetreu nachzubauen», so Auth. Umso kreativer waren die Piloten bei ihren Flugvorführungen. Einer liess seinen Jet mit 300 Stundenkilometern durch die Luft schiessen, während zwei andere ein minutiös synchrones Helikopterballett aufführten. Und das Publikum? Staunte und applaudierte begeistert. ................................................... > Bericht auf Seite 13

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wünschten Rhythmus ablaufen. Immerhin ist jetzt das Submissionsverfahren für die Bauarbeiten im Gang, weil das Verwaltungsgericht die übrigen Einsprachen behandelt und ihnen die aufschiebende Wirkung entzogen hat – mit besagter Ausnahme. Ein Gang ans Bundesgericht würde hier zweifellos zu weiteren Verzögerungen führen. Derzeit besteht die Hoffnung auf einen Baubeginn im Frühjahr 2019, womit die Vollendung des Zubringers Ende 2021 möglich wäre und der damit verbundene Bau von flankierenden Massnahmen in Jahr 2022. «Das ist zweifellos ein sportlicher Zeitplan», räumte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger anlässlich einer Infoveranstaltung letzte Woche ein. Wegen der Ungewissheit über die Terminierung beim Zubringer hat die

Gemeinde die Zentrumsplanung nicht forcieren können. Nach der Gemeindeversammlung vom März 2016, als der Entscheid gegen eine hinter dem «Engel» durchführende Zwillikerstrasse fiel und ein Ja zu einem Planungskredit von 230 000 Franken resultiert, wurden eine Kern- und eine Begleitgruppe eingesetzt. Diese befassten sich intensiv mit einem Gestaltungskonzept zum Dorfzentrum. Anlässlich eines Workshops im April diesen Jahres stand die konkrete Nutzung des Dorfzentrums auf der Traktandenliste, insbesondere die Nutzung des Dorfplatzes und dessen Gestaltung mit passenden Elementen. Daraus resultierten klare Vorstellungen, welche laut Gaby Noser Fanger die bisherige Planung klar bestätigt haben.

Werkgebäude und Heizung: Urnenabstimmung am 25. November 2018 Die Zukunftsplanung in Ottenbach umfasst auch den Bau eines Werkgebäudes, das an der Stüdlerstrasse in der Gewerbezone am Dorfrand geplant ist. Am 25. November 2018 können die Stimmberechtigten an der Urne über den Baukredit von 2,335 Mio. Franken befinden – und ebenso über eine neue Heizanlage samt Fotovoltaikanlage für die Primarschulgemeinde. Deren Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,35 Mio. Franken. Beide Vorlagen wurden an der Info-Veranstaltung vom letzten Donnerstag ausführlich erläutert. (-ter.) ................................................... > Berichte auf Seite 6

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Todesfälle

Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern vom Oktober 2018 Entlang Strassen und öffentlichen Wegen gelten nachstehende Vorschriften der kantonalen Strassenabstandsverordnung (StrAV, 700.4 §§14-18): • Mauern und Einfriedigungen dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. • Strassenlampen, Verkehrssignaltafeln und Strassennamensschilder dürfen nicht überwachsen sein. • Über Strassen muss der Fahrraum bis auf eine Höhe von mindestens 4.50 m von Pflanzen, Äste- und Blattwerk von Bäumen und Sträuchern frei gehalten werden; über Rad-, Fuss- und Gehwegen muss die lichte Höhe mindestens 2.5 m betragen. • Morsche und dürre Bäume oder Äste sind zu beseitigen, wenn sie auf die Strasse stürzen könnten. • Auf der Innenseite von Kurven sowie bei Strassenverzweigungen und Ausfahrten, sind die erforderlichen Sichtbereiche frei zu halten. In diesen dürfen Pflanzen, Mauern und Einfriedigungen eine Höhe von 0.8 m nicht überschreiten. Der Sichtbereich zwischen 0.8 m und 3.0 m ist immer frei zu halten. Dieser Vorschrift ist spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen, Fusswegen und Plätzen werden aufgefordert, die Bäume, Sträucher, Hecken und Einfriedungen, welche in den Strassen- bzw. Wegraum hineinragen, bis spätestens 5. November 2018 zurückzuschneiden. Nach diesem Termin werden die Mängel auf Kosten des Eigentümers durch die Stadt / Gemeinde oder beauftragte Firma behoben. Es wird jede Haftung für Schäden durch unfachgemässes Schneiden von Bäumen und Sträuchern abgelehnt. Die Stadt- und Gemeinderäte danken für das Verständnis. Stadt und Gemeinden des Bezirks Affoltern

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 18. September 2018 und 2. Oktober 2018 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: – Sandra Collu, 1971, Staatsangehörige von Italien – Predrag Kuzmanovic, 2001, Staatsangehöriger von Serbien – Eliana Sofia Faria Sousa, 2004, Staatsangehörige von Portugal 9. Oktober 2018 Stadtrat Affoltern am Albis

Mettmenstetten

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer

Am Freitag, 12. Oktober 2018, 10.45 Uhr, findet in der katholischen Kirche die Abdankung für

Kostenverrechnung von Feuerwehreinsätzen Fabienne Rogger, ausserhalb des Zürich, statt. Kernaufgabenbereichs Der Friedhofvorsteher Die Feuerwehrkommission Unteramt hat anlässlich ihrer Sitzung vom 29. August 2018 den Verrechnungstarif für die Weiterverrechnung der Feuerwehreinsätze gemäss § 27 Abs. 2 des Gesetzes über die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen (FFG) festgesetzt. Der Verrechnungstarif liegt während der Rekursfrist auf der Gemeindeverwaltung Stallikon während den Schalteröffnungszeiten zur Einsicht auf. Gegen diese Tariffestsetzung kann, von der Publikation an gerechnet, beim Statthalteramt Bezirk Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern am Albis wegen Verletzung von übergeordnetem Recht innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. d und Abs. 4 i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. d VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

Stallikon Am Mittwoch, 26. September 2018, ist in Zürich ZH gestorben:

Nach einem interessanten und glücklichen Leben, wovon rund 50 Jahre mit seiner geliebten Ehefrau, hat ihn der Schöpfer zu sich zurück gerufen. Wir danken allen, welche ihm während seines Lebens Liebe, Freundschaft und auch Verständnis entgegengebracht haben.

Harry H. Bopp-Brühwiler

Steffen August Armin

11. Mai 1940 – 4. Oktober 2018

geboren am 4. März 1936, von Stallikon ZH, Huttwil BE, wohnhaft gewesen Postweg 9, 8143 Stallikon.

Wir werden die vielen schönen Stunden, die wir mit Harry erleben durften, in unseren Herzen in Erinnerung behalten.

Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 10. Oktober 2018, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Stallikon statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Marlis Bopp-Brühwiler Thomas und Maria Bopp-Guimerà mit Martina Familie Kern-Bopp mit Luc, Arlette und Géraldine Paul und Margrit Huber-Bopp Anne-Marie Bopp

Bestattungsamt Stallikon

Wettswil am Albis Am 4. Oktober 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Bopp, Harry Henry geb. 11. Mai 1940, Bürger von Zürich und Dällikon ZH, Ehemann der Bopp Maria Elisabeth, wohnhaft gewesen in Wettswil a. A., Im Haldenächer 7.

Stallikon, 9. Oktober 2018

Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 19. Oktober 2018, 14.30 Uhr, in der ref. Kirche Wettswil am Albis statt.

Feuerwehrkommission Unteramt

Der Friedhofvorsteher

«Die letzten Jahre meines Lebens waren leider durch eine seltene, unheilbare Knochenmarkerkrankung geprägt. Die Hilfe, Sorge, Betreuung und das Verständnis von meiner Frau und meinem Sohn haben mir ermöglicht, auch in schwierigen Zeiten noch ein gutes Leben zu führen.» Für die intensive, ausgezeichnete ärztliche und menschliche Betreuung während vieler Jahre danken wir der Hämatologin USZ, Oberärztin Dr. Anouk Widmer und der Hausärztin Dr. Corina Bürgi. Die Trauerfeier findet am Freitag, 19. Oktober 2018, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Wettswil statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Schweizerische Vogelwarte Sempach, 3030 Bern, IBAN: CH47 0900 0000 6000 2316 1 oder dem Verein Spitex Knonaueramt, 8910 Affotern a.A, IBAN: CH78 0900 0000 8726 7156 1. Traueradresse: Marlis Bopp-Brühwiler, im Haldenächer 7, 8907 Wettswil a. A.

Der Wunsch, einen eigenen Tod zu haben, wird immer seltener. Eine Weile noch, und er wird ebenso selten sein wie ein eigenes Leben. Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Wir nehmen traurig Abschied von

Rose Marie Oertli, geb. Fluck geboren 19. Mai 1927 in Hausen a. A., gestorben 20. September 2018 in Zürich

Rose Marie hat bis in die letzten Tage das Leben einer Künstlerin gelebt, gestaltet, nicht durch die Realität fremdbestimmt. Sie hat immer gesucht, was ihre Seele in Schwingung bringt, die Blumen und Bäume in ihren Gärten, die Menschen auf den Strassen der Städte der Welt, die Werke der Malerei und der Musik. Diese Sensibilität, ausgedrückt in ihren Zeichnungen und Bildern, bleibt uns. Gedenkfeier 16. Oktober 2018, 13.45 h, Johannes-Kirche, Limmatstrasse 114, 8005 Zürich, mit ihren Bildern und ihrer geliebten Musik Reinhard Oertli und Kristina Martz Caspar Oertli, Balz Oertli und Kiri Santer

Unendlich fern und doch so nah die Sonne sinkt bald leuchten mir die Sterne, so als wärst du da....

Mettmenstetten, 4. Oktober 2018

Fabienne Rogger 21. Dezember 1979 – 4. Oktober 2018

Es bricht uns das Herz euch mitzuteilen, dass Fabienne nicht mehr länger unter uns ist. Der Hirntumor war stärker als all unsere Hoffnungen, Gebete und den Kampf dagegen. Wir fühlen nichts als Trauer und Schmerz. Liebe Fabienne, du warst eine wunderbare Tochter, warmherzig, fröhlich, hilfsbereit und immer für alle da. Wir vermissen dich unendlich. Wir sind traurig Barbara und Marco Jörg-Rogger Norbert Ritzmann mit Frederik, Tamara, Vanessa und Laurenz Hanny und Hansruedi Knecht-Rogger Rebekka und Reto Rossi-Knecht Nina Knecht alle Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins Freundinnen und Freunde Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis um 10.00 Uhr. Wir nehmen Abschied von Fabienne am Freitag, 12. Oktober 2018, um 10.45 Uhr in der katholischen Kirche, Rüteliweg 2, 8932 Mettmenstetten. Gedächtnisgottesdienst (Dreissigster) in Andenken an Fabienne am Sonntag, 4. November 2018, um 9.30 Uhr in der katholischen Kirche, Rüteliweg 2, 8932 Mettmenstetten. Fabienne würde sich über eine Spende an das Kinder- und Jugendwohnheim Paradies in Mettmenstetten freuen. Traueradresse: Barbara Jörg-Rogger, Schulhausstrasse 9, 8932 Mettmenstetten

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Bezirk Affoltern

Einbrecher verhaftet Bei einem Einbruch am 7. Oktober, 23.10 Uhr, in ein Verkaufsgeschäft in Affoltern konnte der Dieb verhaftet werden – dies aufgrund von Beobachtungen einer Drittperson. Sachschaden entstand nicht; das Deliktgut ist noch Gegenstand von Abklärungen der Kantonspolizei. In einem anderen Fall haben die nach Hause zurückkehrenden Einfamilienhausbesitzer am 3. Oktober, nachmittags, zwei Einbrecher in die Flucht geschlagen. Diese hatten versucht, die Balkontüre aufzubrechen und dabei einen Schaden in der Höhe von rund 1000 Franken verursacht. Auch im Albisbrunn in Hausen scheiterte vom 2. auf den 3. Oktober ein Einbruch. Es gelang den Tätern nicht, ein Fenster aufzuwuchten. Den Sachschaden beziffert die Kapo auf rund 400 Franken.

Wohnwagen versprayt In den vergangenen Tagen trieben auch Vandalen ihr Unwesen. So zwischen 3. und 5. Oktober in Maschwanden, wo ein Wohnwagen mit Sprayereien überzogen wurde. Schaden: zirka 1000 Franken. In Mettmenstetten sind Unbekannte am 3. Oktober in ein Pumphäuschen eingedrungen und haben Einrichtungen beschädigt. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 400 Franken. Erneut rückte die Polizei auch wegen Lärmimmissionen aus. Am vergangenen Freitag störten sich Anwohner an Lärm auf der Sportplatz Moos in Affoltern, wo ein bewilligtes Fest im Gang war. Am Samstag, 1 Uhr, wurden die Gesetzeshüter zum Jugendtreff «Hirtschür» in Affoltern gerufen, wo Jugendliche Lärm verursachten. Beim Eintreffen der Polizei war es jedoch wieder ruhig. (-ter.)

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

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Hausen plant mit einem überblickbaren Minus Aus den Verhandlungen des Gemeinderates An seiner Sitzung vom 2. Oktober hat der Gemeinderat von Hausen a.A. den Voranschlag 2019 zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet. Die laufende Rechnung schliesst dabei mit einem Aufwandüberschuss von 121 096 Franken, unter der Voraussetzung, dass der Steuerfuss unverändert bei 90 % verbleibt. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betragen 5,737 Mio. Franken. Davon fallen 3,744 Mio. Franken auf die gebührenfinanzierten Bereiche. Der am 5. Dezember 2018 anstehenden Gemeindeversammlung wird beantragt, den Voranschlag 2019 zu genehmigen und den Steuerfuss unverändert auf 90 % festzusetzen. Im Weiteren sollen der Gemeindeversammlung die Legislaturziele des Gemeinderates für die Periode 2018 bis 2022 präsentiert werden. Der Gemeinderat hat diese an seiner Klausurtagung vom 27. August 2018 auf Basis von fünf Schwerpunkten definiert.

Inkraftsetzung Gebührenverordnung und Gebührentarif Die Gemeindeversammlung genehmigte am 6. Juni 2018 die Gebührenverordnung. Während der 30-tägigen Rechtsmittelfrist wurden keine Einsprachen erhoben. Die Gebührenverordnung und der vom Gemeinderat beschlossene zugehörige Gebührentarif werden gemäss Gemeinderatsbeschluss vom 18. September 2018 auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Details zum neuen Gebührentarif sind auf der Gemeinde-Homepage einsehbar.

Offenlegung der Interessensbindungen

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Gestützt auf eine Vorgabe des neuen Gemeindegesetzes hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Mitglieder des Gemeinderates sowie der übrigen Behörden mit selbstständiger Entscheidbefugnis künftig ihre Interessen offenzulegen haben. Offenzulegen sind alle Funktionen oder Tätigkeiten, die einen Handelsregistereintrag erfordern, sowie darüber hinaus auch entgeltliche und unentgeltliche Tätigkeiten in Führungs- oder Aufsichtsgremien, aber auch berufliche Tätigkeiten und Beratungsmandate mit Interes-

Der neue «Meili» bei der Anlieferung mit den Werkmitarbeitern (v.l.) Damian Habegger, Fabian Gyr, Patrick Wyss. (Bild zvg.) senskonfliktpotential. Die Interessenbindungen sollen per Ende Jahr auf der Gemeinde-Homepage einsehbar sein.

Personelles Als neuer Leiter Tiefbau (100 %) konnte Maik Röhl gewonnen werden. Der in Richterswil wohnhafte und derzeit in einem Ingenieurbüro tätige Maik Röhl wird seine Arbeit für die Gemeinde Hausen ab Anfang Januar 2019 aufnehmen und künftig gemeinsam mit dem Leiter Hochbau, Marcel Graf, die Leitung des Bauamtes wahrnehmen. Wir heissen Maik Röhl bereits jetzt herzlich willkommen und danken dem interimistisch als Leiter Tiefbau eingesprungenen Andreas Kalt für seine – noch andauernde – gute Arbeit. Die Gemeinde Hausen hat per 1. Juli 2018 einen neuen Beauftragten für die Schutzzonenabrechnung. Nach rund 12 Jahren übergibt Hans Rudolf Haegi sein Amt an Daniel Dieth. Er kennt als ortsansässiger Landwirt und Projektleiter für landwirtschaftliche Gebäude die Gegebenheiten der Bauern gut.

Einbürgerungen Der Gemeinderat nahm mit Beschluss vom 21. August 2018 Frau Beyer

Katrin (von Deutschland, geb. 1981) sowie Herrn Waddington Simon (von Grossbritannien, geb. 1963) und Frau Buggey Waddington Sharon (von Grossbritannien, geb. 1956) in das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen auf.

Einheitliche Bachnamen In der Gemeinde Hausen wurden bis anhin für gewisse Bäche unterschiedliche Namen verwendet. So zum Beispiel der Stutzbach respektive Chalberweidbach, der Rotbach respektive Seebodenbach und der Weidbach respektive Heischer Allmendbach. Gestützt auf eine Vorgabe des Kantons hat der Gemeinderat entschieden, dass für diese Gewässer jeweils der erstgenannte Name als offizielle Bezeichnung dienen soll.

Bauwesen Zur Verbesserung der Beleuchtungssituation werden am Reto-Götschi-Weg vier Beleuchtungskandelaber mit einer Masthöhe von 3,5 m angebracht. Hierfür wurde gemeinsam mit der Sekundarschule als Miteigentümerin ein Kredit von gut 16 000 Franken gesprochen, wovon 70 % zulasten der politischen Gemeinde anfallen. Zwecks Erschliessung des Baugebietes Wigarten-

weg sowie der Liegenschaften Bergstrasse, Albisstrasse 2, Im Graben sowie Zugerstrasse 1 bis 5 wurde beschlossen, dass zwischen Albisstrasse 6 und Zugerstrasse 5 eine neue Meteorwasserleitung mit Anschluss an die Leitung der Rifferswilerstrasse zu bauen ist. Hierfür wurde ein Kredit von 147 000 Franken gesprochen. Der Bau des Reservoirs Ebertswil schreitet gut voran und ist auf Kurs. Der Aushub und die Baugrubensicherung sind erstellt und die Bodenplatte wird Anfang Oktober betoniert. Die Leitungsbauten konnten bereits Mitte September beendet werden.

Neues Unterhaltsfahrzeug Mitte September wurde der neue «Meili», ein Unterhaltsfahrzeug, in Empfang und Betrieb genommen. Mit dem «Alleskönner» sind die Werkbetriebe der Gemeinde Hausen unter anderem bestens für einen allfälligen frühzeitigen Schneefall gerüstet. Das Fahrzeug kostete fast 150 000 Franken und wurde mit Gemeinderatsbeschluss vom 27. März 2018 als Ersatz für das aus dem Jahr 2005 stammende Vorgängerfahrzeug angeschafft. Christoph Rohner, Gemeindeschreiber

Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Vogelschwärme und Raritäten EuroBirdwatch-Jubiläum am 6. und 7. Oktober Anlässlich des 25. EuroBirdwatch luden am Wochenende 58 lokale Sektionen von BirdLife Schweiz zur Beobachtung des Vogelzugs ein. Die Schweiz nahm zusammen mit 39 weiteren Ländern am jährlich stattfindenden Grossanlass der BirdLife-Partner teil. Dabei zählten hierzulande mehr als 4000 Teilnehmende insgesamt um die 145 000 Zugvögel. Seit 25 Jahren steht das erste Oktoberwochenende in der Schweiz und in vielen weiteren Ländern in Europa und Zentralasien ganz im Zeichen der Zugvögel. Der herbstliche Vogelzug bietet ein faszinierendes Schauspiel; oft können spezielle Naturbeobachtungen gemacht werden. Dieses Jahr wurden mit rund 145 000 Individuen in der Schweiz wiederum besonders viele Zugvögel gezählt und Raritäten

wie Rotfussfalke, Merlin und Pfuhlschnepfe beobachtet. Zudem wurden aussergewöhnlich viele Fichtenkreuzschnäbel und Heidelerchen gesichtet. Bei der Zugvogelbeobachtung während des Häufig beobachEuroBirdwatch tet: der Fichtenwerden jeweils kreuzschnabel auch die drei häu- wurde ( M. Gerber) figsten Arten bestimmt; dazu gehörten in diesem Jahr in der Schweiz der Buchfink (72 883 Vögel), die Ringeltaube (21 059 Vögel) und der Star (13 843 Vögel). Mit Fernrohren und Feldstechern konnten die interessierten Besucherinnen und Besucher grosse Schwärme, aber auch einzeln ziehende Vögel beobachten; dabei beantworteten fachkundige Personen ihre Fragen rund ums Thema

Vogelzug. Mit dem EuroBirdwatch wird jedes Jahr Anfang Oktober auf das Phänomen Vogelzug aufmerksam gemacht und gleichzeitig auf die Gefahren hingewiesen, denen die Vögel auf ihrem Weg in den Süden ausgesetzt sind. Dazu zählen – nebst schlechtem Wetter und natürlichen Hindernissen wie hohen Bergen, Meer oder Wüste – zum Beispiel die Vogeljagd, Stromleitungen oder Windenergieanlagen. Fritz Hirt, Ehrenpräsident von BirdLife Schweiz, der den populär gewordenen Zugvogelanlass von BirdLife Europa mitinitiiert hatte, erklärt dazu: «Im vergangenen Vierteljahrhundert hat BirdLife mit seinen Partnern viele Projekte wie Ankauf und Management von Brutgebieten, Rastplätzen sowie die Bekämpfung der illegalen Vogeljagd im Mittelmeerraum realisiert.» Dieses Jahr waren Partnerorganisationen aus 40 Ländern am EuroBirdwatch beteiligt und lockten mit ihren

rund 1000 Anlässen insgesamt über 20 000 Teilnehmende an. Diese zählten weit über 4 Millionen Zugvögel auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Die detaillierten Schweizer Resultate sind unter www.birdlife.ch/ebw einsehbar.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Morgen Mittwoch, 10. Oktober, haben sich Ramona und Karl Eduard Soraperra-Ros, Affoltern, vor 50 Jahren ihr Ja-Wort gegeben. Wir gratulieren dem Jubelpaar in Affoltern zur goldenen Hochzeit und wünschen ein schönes Fest.

Zum 96. Geburtstag Ebenfalls morgen Mittwoch, 10. Oktober, wird Felix Ruhin in Affoltern 96 Jahre jung. Wir gratulieren ganz herzlich.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Oktober 2018

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Um 4.46 oder um 6.46 Uhr läuten? In Maschwanden wehrt sich ein Einwohner gegen das Frühgeläut – die Kirchenpflege lancierte eine Umfrage In Maschwanden wehrt sich ein neu zugezogener Einwohner gegen das Glocken-Frühgeläut um 4.46 Uhr. Die Kirchenpflege lässt nun versuchsweise zwei Stunden später läuten und will mittels Umfrage erfahren, wie die Bevölkerung darüber denkt. ................................................... von werner schneiter In Maschwanden, der kleinsten Gemeinde im Säuliamt, ticken die Uhren oft anders als anderswo. Derweil Gemeinden das Frühgeläut in den letzten Jahren wegen Widerstands aus der Bevölkerung verstummen liessen oder in die späteren Morgenstunden verschoben haben, ertönen die Morgenglocken in Maschwanden bereits um 4.46 Uhr – so früh wie nirgendwo in der Schweiz. An dieser Tradition wurde bereits vor 15 Jahren gerüttelt, als sich ebenfalls Neu-Maschwander in ihrer nächtlichen Ruhe gestört fühlten, aber mit ihrem Ansinnen abblitzten. Damals wurde die Polizeiverordnung einfach entsprechend geändert und das Brauchtum zementiert. Daran will nun ein in die Gemeinde gezogener Mitbürger rütteln, der in unmittelbarer Nähe der Kirche wohnt. Er wandte sich an die Kirchenpflege, die daraufhin das um 4.46 Uhr ertönende Frühgeläut zeitlich von fünf auf zweieinhalb Minuten reduzierte, aber den Anwohner damit nicht besänftigen konn-

te. Er erwache auch bei kürzerem Geläut regelmässig, tat er Kirchenpflegepräsidentin Vreni Bär kund. Daraufhin entschied die Behörde, das Frühgeläut zwei Stunden später, um 6.46 Uhr, ertönen zu lassen – versuchsweise bis am 25. Oktober 2018. Die Kirchenpflege macht nun ihren Entscheid über den Beginn des Geläuts von einer Umfrage in der Bevölkerung abhängig. Diese kann ihre Meinung bis 14. Oktober kundtun. «Danach legen wir uns fest», fügt Vreni Bär bei. Sie stellt in Aussicht, dass bei einem klaren Ja die alte Regelung beibehalten wird. Aus der Bevölkerung habe sie bisher unterschiedliche Reaktionen erhalten. «Auch heftige», schiebt sie nach.

Initiative des alt Gemeindepräsidenten Deutlich reagiert hat auch alt Gemeindepräsident und Rechtsanwalt Koni Messikommer, der vor 15 Jahren das Ansinnen auf späteres Läuten auf juristischem Weg bodigte. In einem Schreiben an die Kirchenpflege gibt er seiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass man sich durch einen Neuzuzüger verleiten liess, später zu läuten. Er fragt sich, ob die Kirchenpflege dazu berechtigt ist und zitiert Bundesgerichtsentscheide, wo jeweils die Politische Gemeinde Partei gewesen ist. Messikommer beruft sich auf die unter seiner Ägide geänderte Polizeiverordnung, wonach weder der viertel-

stündliche Glockenschlag noch das traditionelle Kirchengeläute Lärmimmissionen darstellen. Falls sich der Nachbar gestört fühle, so müsse er den Nachweis erbringen, dass der Glockenlärm bei halboffenem Fenster mindestens 60 Dezibel überschreite, argumentiert der ehemalige Gemeindepräsident. Er stützt sich dabei auf bundesgerichtliche Rechtssprechung.

Brauchtum möglichst wahren Jurist Messikommer zitiert im Weiteren ein Bundesgerichtsurteil in Sachen Frühgeläut im zürcherischen Bubikon, wo dieses als «Brauchtum der ländlichen Gemeinde» bezeichnet wird. Eine solche Tradition rechtfertige es, Einschränkungen nur mit Zurückhaltung anzuorden, heisst es im Urteil der höchsten Instanz. Koni Messikommer versteht sein Schreiben an die Kirchenpflege auch als Einzelinitiative mit dem Wortlaut: «Das Kirchengeläute der Kirche Maschwanden soll bis zum Widerruf durch die Gemeindeversammlung um 4.46 Uhr erklingen.» «Wir haben diese Initiative natürlich noch nicht behandelt, weil wir erst die Meinung der Bevölkerung erfahren wollen», sagt Vreni Bär. Koni Messikommer will die Initiative dann zurückziehen, wenn die Kirchenpflege auf ihren Entscheid zurückkommt und das bisherige Frühgeläute wieder zum Zug kommt.

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DIE POST IST DA. FÜR ALLE. Mit viel Herz auch in Wettswil. Paketzustellerin Belinda Rickli schätzt den Kontakt mit den Menschen in Wettswil, und die Wettswiler schätzen sie. post.ch/belinda

Nirgendwo ertönen die Morgenglocken so früh wie in Maschwanden. Ob das so bleibt, wird eine Bevölkerungsumfrage zeigen. (Bild Werner Schneiter)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Oktober 2018

Investitionen in Ottenbachs Zukunft Neuer Werkhof, eine neue Heizanlage für die Schule und Zentrumsgestaltung : gut besuchte Info-Veranstaltung Ein nachhaltiger, preisgünstiger Bau, funktional und nicht protzig: So wurde das Projekt eines neuen Werkhofs in Ottenbach vorgestellt – zusammen mit einer neuen Heizanlage für die Schule eine Investition in die Zukunft. Die Stimmberechtigten entscheiden am 25. November an der Urne. ................................................... von werner schneiter Kunst, Kultur und Begegnungen standen im Rahmen von «Ottenbach kreativ» ein paar Tage zuvor im Mittelpunkt. «Heute geht es um wichtige Investitionen in Infrastrukturvorhaben, um Investitionen in die Zukunft von Ottenbach», sagte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger zu Beginn der Info-Veranstaltung, zu der rund 80 Personen in den Gemeindesaal gekommen waren. Investitionen notabene, die schon lange auf der Agenda vorhanden sind, im Falle des Werkhofs aber erst mit den Kaufentscheid des 1600 Quadratmeter grossen Areals an der Stüdlerstrasse konkret wurden. Und natürlich mit dem Ja der Gemeindeversammlung vor Jahresfrist zum Projektierungskredit von 140 000 Franken. Unmittelbar danach kam es zum Projektwettbewerb und im Januar 2018 zur Wahl des Architekturbüros MN Architekten GmbH aus Zürich. Vorwärts machen, lautete gemäss Walter Herrmann, Chef der Arbeitsgruppe Werkhof, die Devise. Das wurde beherzigt; noch vor dem kommen-

den Urnenentscheid über die 2,335 Mio. Franken standen die Baugespanne, was nach dem Ja zum Projektierungskredit vonseiten der Gemeinde auf viel Optimismus schliessen lässt. «Das Projekt hat Hand und Fuss, ist ökologisch nachhaltig, der Bau ästhetisch», so Walter Herrmann, der ausserdem von einer kostengünstigen Lösung spricht. Laut Mauro Malpetti vom siegreichen Architekturbüro sind alle Nutzungen in einem kompakten Gebäudevolumen möglich – und zwar auf zwei Ebenen, die das Verschieben von Material mit einer Kranlösung möglich machen. «Das begünstigt auch die Energiebilanz», fügte er bei. Alle für den Werkhof wichtigen Nutzungen – Büro, Aufenthaltsraum, Garderoben, WC, Archiv – sind im Erdgeschoss möglich, derweil in der zweiten Etage insbesondere Lagerflächen vorhanden sind. Auch Werkstatt und Lager sind getrennt, dazu gibt es eine FahrzeugEinstellhalle, Benzinlager und Waschplatz, der mit sogenannten Grauwasser (Regenwasser) bedient wird. Auf eine Aufbereitung für Dusch- und WCAnlagen wird aus Kostengründen verzichtet. Technik ist in der Galerie untergebracht. Das Gebäude weist Minergiestandard auf; aus Kostengründen wird aber auf eine Zertifizierung verzichtet. Ein Teil der Bauelemente wird vorfabriziert, was die Bauzeit erheblich verkürzt.

Wärmeversorgung mittels Wärmepumpe Arbeitsgruppe und Gemeinderat haben sich aus wirtschaftlicher und öko-

Nicht protzig, sich gut in die Umgebung einfügend, preisgünstig und nachhaltig: Der geplante Werkhof in der Gewerbezone am Dorfrand in Ottenbach. (Fotomontage aus dem Beleuchtenden Bericht der Gemeinde Ottenbach) logischer Sicht für eine Wärmeversorgung mittels Wärmepumpe entschieden, die in Kombination mit Fotovoltaik am besten abschnitt. Die 400 Quadratmeter grosse Dachkonstruktion biete beste Voraussetzungen für eine Fotovoltaik-Anlage. Damit wäre die Produktion von bis zu 75 000 kWh Strom möglich. Mit einem solchen Maximalausbau würde jedoch der Eigenverbrauch deutlich überschritten. Ein solcher Vollausbau wird dann ins Auge gefasst, wenn sich Marktbedingungen ändern. Aktuell wird ein Drittel der 400-Quadratmeter-Fläche mit Fotovoltaik versehen.

Bedingt durch diese Fotovoltaik und mehr Gebäudehöhe resultiert eine Kostensteigerung von 2,01 auf 2,335 Mio. Franken. «Unter dem Strich» sei es jedoch günstiger, versicherte Walter Herrmann, der von einem preiswerten, funktionalen, schönen, nachhaltigen Bau sprach, der nicht protzig daherkomme und sich gut in die Umgebung (Gewerbe und Wohnen) einfüge. Resultiert am 25. November 2018 ein Ja an der Urne, so wird im ersten Quartal 2019 mit dem Bau begonnen. Die Inbetriebnahme ist im vierten Quartal 2019 vorgesehen. Die Rech-

Unklarer Baubeginn für die Umfahrung behindert Planung der Zentrumsgestaltung Vom Bau des Zubringers sind in Ottenbach einige Projekte abhängig Weil der Terminplan für den Bau des Autobahnzubringers immer noch unklar ist, hat Ottenbach die Planung für die Zentrumsgestaltung nicht mehr forciert. Sie hängt aber auch von anderen Projekten ab. Der Bau des Autobahnzubringers ist nach wie vor blockiert, weil derzeit noch eine Einsprache hängig ist und ein Weiterzug ans Bundesgericht nicht ausgeschlossen werden kann. In diesem Fall würde eine aufschiebende Wirkung wieder in Kraft treten. «Es bleibt schwierig. Den Terminplan gibt es erst dann, wenn das Bauprogramm mit dem definitiven Baustart bekannt ist», sagte Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger im Rahmen der Info-Veranstaltung. Bis jetzt gilt: Realisierung des Zubringers in den Jahren 2019 bis 2021. 2022 soll der Bau der flankierenden Massnahmen erfolgen. Immerhin ist bekannt, dass das Tiefbauamt das Zubringer-Projekt vorantreibt und das Submissionsverfahren am Laufen ist. Das ist möglich, weil das Verwaltungsgericht mit einer Ausnahme alle Einsprachen behandelt und deren aufschiebende Wirkung entzogen hat. «Der Zeitplan ist aber sportlich», fügte die Gemeindepräsidentin bei.

Mehrere Projekte Im Rahmen der flankierenden Massnahmen ist eine Abklassierung der Affolternstrasse zur Gemeindestrasse geplant. Hier soll Tempo 30 gelten. Diese teilweise Tempo-30-Begrenzung

andergesetzt und über die Gestaltung des Dorfplatzes diskutiert. Daraus resultierten konkrete Vorstellungen: Bäume, Brunnen, Spielmöglichkeiten für Kinder, Spräggele-Märt und andere Veranstaltungen. Zum Ausdruck kam auch der Wunsch nach Tempo 30 auf der Affolternstrasse, die Aufwertung des Restaurants Post und dort ein angegliedertes Gesundheitszentrum sowie günstiger Wohnraum. «Im Rahmen dieses Workshops ist die bisherige Planung klar bestätigt worden», so Gaby Noser Fanger.

Mit dem Kauf des Postgebäudes will die Gemeinde ihren Anteil im Bereich des Dorfplatzes verdoppeln. (Bild Werner Schneiter) ist auch auf der Muristrasse Richtung Affoltern geplant – und zwar bereits ab Abzweiger zur Umfahrung. Da besteht aber noch Diskussionsbedarf mit dem Kanton. Mit dem Ziel von mehr Verkehrssicherheit werden auf der Achse Rickenbacherstrasse, Affolternstrasse und Jonenstrasse auch gesicherte Fussgängerübergänge ins Auge gefasst. Und auch ein Trottoir auf der Rickenbacherstrasse eingangs Dorf. All das muss mit dem Kanton noch ausgehandelt werden. «Das Ziel ist klar: Nicht mehr so viel Verkehr im Dorf wie heute», so Gaby Noser Fanger.

Wer zahlt? Vom Bau des Zubringers sind auch andere Vorhaben der Gemeinde betroffen: etwa der Verkauf der alten Mühle mit der neuen Parkierung für Haas Shopping, die Velowegstrategie des Kantons oder die behindertengerechte Umrüstung aller Bushaltestellen. Auf

dem Radar befindet sich ausserdem ein Projekt, mit dem man den Schleichwegverkehr eliminieren will. «Bei allen Vorhaben stellt sich die Frage der Finanzierung. Da sind wir mit dem Kanton in Verhandlung», sagte die Gemeindepräsidentin.

Kredit für Projektierung am 11. April 2019 Keine wesentlichen Neuerungen gibt es in Sachen Zenrumsgestaltung zu vermelden. Der letzte Entscheid datiert aus dem Jahr 2016, als die Gemeindeversammlung entschied, auf eine hinter dem «Engel» verlegte Zwillikerstrasse zu verzichten. Und zu 230 000 Franken Planungskredit Ja sagte. Seither sind Kern- und Arbeitsgruppe an der Arbeit, und im Rahmen einer Zukunftswerkstatt am 7. April 2018 haben rund 50 Personen Ideen entworfen, sich mit Fragen nach den Bedürfnissen der Bevölkerung ausein-

Kauf des Postgebäudes beantragt Sie betonte auch die Wichtigkeit eines Kaufs des ehemaligen Poststellengebäudes durch die Gemeinde, womit sich der öffentliche Anteil im Bereich des Dorfplatzes von heute 11,3 Prozent in etwa verdoppelt. An der Gemeindeversammlung vom 29. November 2018 wird über den Kaufpreis des Postgebäudes (290 000 Franken) abgestimmt. Weil eine geeignete Nutzung fehlt, soll auf ein zweites geplantes Haus westlich des Restaurants Post verzichtet werden; der Platz soll offen bleiben und mit einem grossen Baum versehen werden. Abklärungen haben ergeben, dass eine einzige Bushaltestelle im Zentrum auf der Kantonsstrasse nicht möglich ist und die bisherige Haltestelle bleibt, aber behindertengerecht ausgebaut wird. Die Haltestelle «Engelwiese» soll mit Fussgängerstreifen ausgestattet werden. (-ter.) Infos unter www.ottenbach.ch

nungsprüfungskommission (RPK) hegt in ihrem Kommentar im Beleuchtenden Bericht jedoch Bedenken wegen einer deutlichen Abnahme des Nettovermögens. «Es stellt sich die Frage, ob alle geplanten Investitionen realisiert werden sollen respektive wo die Prioritäten gesetzt werden sollen», hält die RPK fest. Einwände, die Finanzvorstand Hubert Treichler nicht gelten lassen will. Trotz Investitionen, die überdies auch im Wasser-/Abwasserbereich keinen Aufschub dulden, schloss er eine Steuererhöhung in den nächsten fünf Jahren aus. «Wir haben genügend liquide Mittel».

Neue Heizanlage und Fotovoltaik für die Primarschule Ottenbach Beim Urnengang vom 25. November 2018 befinden die Stimmberechtigten in Ottenbach auch über eine neue Heizanlage (1,231 Mio. Franken und eine Fotovoltaikanlage (117 824 Franken) der Primarschule. Laut Paul Schelbert, dem Leiter des Ressorts Infrastruktur, eine Notwendigkeit, weil die alte Anlage aus dem Jahr 1994 störanfällig geworden ist. Die Stimmberechtigten genehmigten im Juni 2018 einen Planungskredit von 150 000 Franken. Mit der Planung beauftragt wurde die Generalplanerin EBP Schweiz AG (ehedem Basler Partner). Man hat sich für eine monovalente Holzschnitzelanlage mit grossem Wärmespeicher entschieden, welche die benötigte Energie während des ganzen Jahres garantiert. Mit dem Verzicht auf einen zweiten Wärmeerzeuger beschränken sich die Unterhaltsarbeiten, werden einfacher und kostengünstiger. Die Anlage, die das Rennen unter mehreren Varianten machte, bezeichnete Paul Schelbert als nachhaltig und wirtschaftlich.

Ertrag und viele Fragen Wirtschaftlichkeit, so wurde betont, resultiere auch aus der Fotovoltaikanlage, die innerhalb von 20 Jahren etwa 55 000 Franken abwirft – eine Zahl, die an der Info-Veranstaltung viele (Verständnis-)Fragen aufwarf. Laut Beleuchtendem Bericht ist die neue Anlage in 15 Jahren amortisiert und hat eine Lebensdauer von 25 Jahren. Ein Ja an der Urne vorausgesetzt, sollen die neuen Anlagen zwischen Juni und September 2019 installiert werden. Auch hier wurde versichert, dass die Investition keine Steuererhöhung nach sich ziehe. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Oktober 2018

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Vor 100 Jahren stand alles still Gewerkschaftsbundpräsident Paul Rechsteiner über den Generalstreik in der Schweiz von 1918 Mitte November 1918 führte die Verarmung vieler Schweizer Familien während des Ersten Weltkriegs zum viertägigen Generalstreik. Paul Rechsteiner befasste sich im Referat in Hedingen auf Einladung der SP des Bezirks Affoltern mit Ursachen und Folgen des «wohl wichtigsten Ereignisses der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts». ................................................... von bernhard schneider Wenn er bei Referaten das Publikum nach der Bedeutung des Generalstreiks von 1918 frage, seien vor allem Junge erstaunt über die Dimension dieses wohl wichtigsten Ereignisses der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts, begann Rechsteiner seine Ausführungen. «Der Generalstreik wurde lange verdrängt, nicht nur in bürgerlichen Kreisen, sondern auch in Teilen der linken.» Erst seit 1968, vor allem seit den 80er-Jahren, werde der Generalstreik historisch differenziert gewürdigt. Rechsteiner ist seit 20 Jahren Präsident des Gewerkschaftsbundes und gehört dem Ständerat an.

Verelendung der Bevölkerung Paul Rechsteiner startete mit einer Beschreibung der gesellschaftlichen Situation vor dem Generalstreik: Die Verelendung eines grossen Teils der Bevölkerung sei heute kaum mehr vorstellbar. Obwohl die Schweiz vom

Referent Paul Rechsteiner (2.v.l.) zusammen mit dem Organisationsteam der SP des Bezirks Affoltern, Franziska Sykora, Georges Köpfli und Rolf Vollenweider (v.r.). (Bild Bernhard Schneider) Ersten Weltkrieg (1914–1918) verschont blieb, litten die Familien unter dem Aktivdienst der Männer, der damals finanziell nicht abgegolten wurde, und den tiefen Löhnen der Frauen. Viele waren auf Volksküchen angewiesen, um nicht zu verhungern. Diese Armut kontrastierte zu enormem Reichtum beispielsweise von Unternehmern der Waffen- und Maschinenindustrie. Ausgelöst wurde der viertägige Generalstreik von der Auseinandersetzung um den Milchpreis, den die meisten Arbeiterfamilien nicht mehr bezahlen konnten. Beschleunigend wirkte die Bewegung der Bankangestellten, die den Kaufmännischen Verband verliessen, um militanter als «mit freundlichen Briefen» einen Gesamtarbeitsvertrag zu fordern. «Bankangestellte mussten zwar in Anzug und Krawatte arbeiten, verdienten

aber weniger als ein Facharbeiter», erläuterte Rechsteiner. Die Arbeiterunion, der damalige Gewerkschaftsbund, verfügte über das logistische Knowhow, um einen Streik geordnet abzuwickeln, und unterstützte damit die Zürcher Bankangestellten.

Umsichtige Organisation Rechsteiner erläuterte, dass die organisierten Arbeiter und Angestellten dafür sorgten, dass nach der Ausrufung des Generalstreiks Gewaltausbrüche auf beiden Seiten vermieden wurden, unter anderem auch mit einem konsequenten Alkoholverbot. Da Teile der Polizei mit den Streikenden sympathisierten, wurde die Armee eingesetzt, unter dem Kommando von Emil Sonderegger, der sich in den 1930erJahren der hitlerfreundlichen Frontistenbewegung anschloss.

Ausser höheren Löhnen forderten die Streikenden unter anderem das Frauenstimmrecht, eine AHV, Proporzwahlrecht für den Nationalrat, eine Beschränkung der Wochenarbeitszeit auf maximal 48 Stunden. Bis die letzte dieser Forderungen erfüllt wurde, das Frauenstimmrecht, dauerte es allerdings noch mehr als in halbes Jahrhundert, betonte Rechsteiner. Andere Forderungen wurden früher erfüllt: Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Lohnersatz für Soldaten eingeführt. Auf dieser Basis wurde nach dem Krieg die AHV geschaffen. Entscheidend für die Wirkung des Generalstreiks waren die gut organisierten Eisenbahner und Drucker, die einerseits den Bahnverkehr lahmlegten, anderseits keine Zeitungen erscheinen liessen. 250 000 Menschen, schwergewichtig in den Städten, beteiligten sich aktiv am Generalstreik. In Grenchen wurden vier Arbeiter von Rekruten aus der Waadt von hinten erschossen. Dies bewog die Streikführung, den Streik nach vier Tagen abzubrechen, um weiteres Blutvergiessen zu vermeiden, zumal Divisionär Sonderegger den Truppen hatte Handgranaten verteilen lassen.

Arbeitsrechtliche Folgen Einen historischen Exkurs widmete Rechsteiner dem Acht-Stunden-Tag, der ab 1890 weltweit am 1. Mai gefordert würde – dem einzigen globalen Feiertag, der nicht religiös begründet ist, wie der Referent bemerkte. Da damals noch an sechs Tagen pro Woche gearbeitet wurde, lautete die Forderung auf 48 Stunden pro Woche.

Ferien waren 1918 für die wenigsten Arbeiter ein Thema: «Die Unternehmer waren der Ansicht, Bauarbeiter seien immer im Freien, da brauchten sie gar keine Ferien, um an die frische Luft zu kommen.» Neben der Umsetzung politischer Forderungen wirkte sich der Generalstreik langfristig auf das Arbeitsrecht aus. Namentlich mit allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen habe die Schweiz eine weltweite Vorbildfunktion übernommen. «Die sogenannte Selbstbestimmungsinitiative würde uns diesbezüglich weit zurückwerfen – die Sozialpartner in der Schweiz haben gelernt, dass Verbindlichkeit von Verträgen allen dient. Ein Verfassungsartikel, der erlaubt, Verträge jederzeit einseitig zu kündigen, würde dem radikal entgegenstehen», betonte Rechsteiner.

«Demokratisches Recht» Nach 20 Jahren als Gewerkschaftsbundpräsident bilanzierte Paul Rechsteiner, Streik sei ein wichtiges demokratisches Recht: «Ein Unternehmer, der bestreikt wird, wird künftig unabhängig vom Ausgang des Arbeitskampfs alles daransetzen, um nicht mehr bestreikt zu werden.» Der Bauarbeiterstreik von 2002 beispielsweise habe Rentenalter 60 auf dem Bau durchgesetzt. Der Streik bei der Medienagentur SDA habe Massnahmen zur Abfederung der Entlassungen durchgesetzt. Das Fazit von Paul Rechsteiner: «Praktisch alle Streikbewegungen haben direkt oder indirekt zu Verbesserungen geführt.»

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Oktober 2018

Die Immobilienlandschaft hat sich verändert Ansgar Gmür – Auftritt des HEV-Direktors Schweiz am Herbstanlass des HEV Albis in Affoltern Er hat die Entwicklung des Immobilienmarktes über Jahre verfolgt und zum Teil auch mitgeprägt: Das letzte Referat als Direktor des HEV Schweiz hielt Ansgar Gmür am traditionellen Herbstanlass vor den Mitgliedern des HEV Albis.

doch bei seinen Ausführungen ebenfalls ihr Fett weg.

Unterhaltungsshow mit ernsten Facts

................................................... von martin mullis Der Präsident des HEV Albis, René Homberger, durfte am vergangenen Donnerstagabend in der Aula vom Schulhaus Ennetgraben in Affoltern rund 140 Besucher herzlich willkommen heissen. Er begrüsste ganz besonders auch die eingeladenen interessierten Nichtmitglieder, sowie die ebenfalls anwesenden Mitglieder aus Birmensdorf und Aesch. In seinem kurzen Begrüssungswort stellte er die Aktivitäten des HEV Albis vor und unterstrich dabei vor allem die wichtige politische Arbeit, welche der Verband leistet. Die Sektion Albis ist von den 24 Sektionen des HEV Kanton Zürich die sechstgrösste. Bevor er das Wort dem Gastreferenten Ansgar Gmür erteilte, hielt er fest, dass dieser als Direktor des HEV Schweiz ein letztes Mal als Referent auftrete. Der Grund für den ausserordentlich grossen Aufmarsch der Gäste war denn auch zweifellos der angekündigte Gastreferent. Unter den Mitgliedern des HEV ist hinlänglich bekannt: Niemand versteht es besser, während

Ein Feuerwerk mit Fakten ...

... Zahlen, Gestik und Mimik ...

... HEV-Direktor Ansgar Gmür. (mamu)

knapp einer Stunde ein relativ trockenes und theoretisches Thema wie die Entwicklung der Immobilienlandschaft unterhaltsamer, witziger und spannender vorzutragen als Ansgar Gmür. Der scheidende Direktor des HEV und zukünftige Prediger enttäuschte seine Zuhörer nicht, mit einem Feuerwerk von Witzen, Sprüchen begleitet von ausufernder Gestik behandelte er die zum Teil beunruhigende Thematik. Seine zahlreichen Folien über Steuern, Abgaben, amtliche Stolpersteine für Grundeigentümer und ausufernde Bauvorschriften wurden immer wieder aufgelockert mit einigen politisch nicht ganz korrekten Witzen. Er verstand es ausgezeichnet, das Gelächter seiner Zuhörer abrupt

mit manchen durchaus ernüchternden Tatsachen zu unterbrechen.

lich definiert wird. Ganz besonders geisselte der scheidende Direktor der HEV Schweiz die zahlreichen Steuern und Abgaben für die Haus- und Grundeigentümer. So erwähnte er die in Bundesschubladen wartenden Sondersteuern wie zum Beispiel eine Wohnflächensteuer. Wenn der Staat kein Geld hat, holt er es bei den Hauseigentümern, war sein Fazit über das Thema Steuern und gliederte dabei auf einer Folie den Begriff Regierung in drei Silben mit Re-Gier-Ung. Den politischen Gegner der Haus- und Grundstückbesitzer nannte er zwar nicht allzu direkt, erntete aber grosse Heiterkeit mit dem Spruch: «Lieber ein Haus im Grünen als ein linker Grüner im Haus». Die Geldinstitute bekamen je-

Erstaunliche statistische Zahlen Dabei bediente er sich einiger simpler, aber auch alarmierender statistischer Zahlen. In der Schweiz würden sich aktuell 65 000 leere Wohnungen befinden, was eine Summe von 864 Millionen Franken an fehlenden Mietzinseinnahmen verursache. Die Statistik der Umzugsquoten zeige, dass im Kanton Zürich jeder Mieter alle acht Jahre seine Wohnung wechsle. Ebenfalls erschreckend die Tatsache, dass zum Beispiel bei den Bauvorschriften der Begriff «Gebäudehöhe» in der Schweiz von jedem Kanton völlig unterschied-

Die privaten Hausbesitzer müssten vor den Geldinstituten geschützt werden, behauptete Gmür und die Bankenlogik «Das Geld ist nicht verloren, es gehört nur jemand anderem» sei durchaus gängig, höhnte er zwar lachend, dennoch nicht weniger anklagend. Er forderte die Hauseigentümer auf zu kämpfen und erwähnte dabei ganz besonders die aktuellen Anstrengungen zur Beseitigung des Eigenmietwertes. Die vierzigminütige pure Unterhaltungsshow mit ernsten Facts und besorgniserregenden Zahlen beendete Ansgar Gmür aber schliesslich doch noch versöhnlich. Trotz seiner unmittelbar bevorstehenden Pensionierung absolviert er momentan eine Ausbildung als Theologe und folgt seinem bereits als junger Student gewählten Grundsatz «Ora et labora». Ansgar Gmür wird seinen künftigen Lebensabschnitt als Pfarrer und Prediger beschreiten. Bereits am 21. Oktober 2018 wird Pfarrer Gmür in der Kirche Bonstetten predigen. Zur Frage aus dem Publikum, warum er den Weg zur Kirche wähle, antwortete er, dass er sein Talent zum Reden künftig für Gott einsetzen möchte. Darüber, ob er dafür dereinst im Himmel ebenso grossen Applaus wie in der Aula Ennetgraben erhält, mussten die Hausbesitzer selber spekulieren.

Junge Detektive Familientreffen beim Kinderkarussell ermitteln in den Schweizer Bergen Sonniger Herbstsonntag für die beliebte Dorf-Chilbi in Maschwanden Amélie, Sam, Matteo und Lena sind die «MounTeens». Der Titel «Berge, Ski und falsche Spuren» macht den Anfang der gleichnamigen Buch-Serie über die Abenteuer der neuen Schweizer Detektivbande. In ihrem ersten Fall sind die «MounTeens» mit einer fremdenfeindlichen Botschaft an einem Hotel im Bergdorf konfrontiert. Natürlich nehmen die vier engagierten Jugendlichen sofort die Ermittlungen auf. Als in der Nacht dann auch noch eine geheimnisvolle Gestalt auf über 2000 Meter über Meer herumschleicht, müssen die vier Freunde zusammenhalten, um den Täter zu stellen.

Mobbing und Fremdenfeindlichkeit Im Jugendbuch von Marcel Naas finden heranwachsende Jugendliche nicht nur ein spannendes Abenteuer und sympathische Protagonisten, sondern auch ein Thema, was auch im realen Leben immer öfter unter den Nägeln brennt: Mobbing und Fremdenfeindlichkeit. «Meine Söhne fanden es immer schade, dass es keine DetektivAbenteuer in den Schweizer Bergen gibt. Diese Herausforderung packte ich und erfand die Reihe «MounTeens»», erzählt Naas. Die Illustrationen und Covergestaltung von Natalie Behle erweitern das Buch zu einem visuellen Erlebnis für Kinder ab 9 bis 15 Jahre. «Berge, Ski und falsche Spuren» seit dem 1. Oktober im Buchhandel. www.mounteens.ch.

Die Dorf-Chilbi in Maschwanden erfreut sich nicht nur bei der Maschwander Bevölkerung grosser Beliebtheit. Am traditionellen Dorffest treffen sich ganze Familienclans, HeimwehMaschwander und die Liebhaber kleiner, aber umso fröhlicher Volksfeste. ................................................... von martin mullis Der legendäre Chilbi-Braten am Sonntagmittag in der Mehrzweckhalle besitzt bei der Bevölkerung im kleinen Bauerndorf einen grossen Stellenwert. So schätzten denn in der Mehrzweckhalle sozusagen die gesamte Dorfbevölkerung sowie zahlreiche Heimweh-Maschwander bei Braten, Wurst und Brot das fröhliche Fest. Organisiert wird die Chilbi vom Musik- und Frauenverein, unterstützt durch einen finanziellen Zustupf der politischen Gemeinde. Martin Zimmermann, Präsident des Musikvereins, nennt die Chilbi ein bestens verankertes Dorffest und freut sich, dass die Gelegenheit zum Kennenlernen von Alteingesessenen und Neuzuzügern so rege genutzt wird. Bereits vor dem Mittagessen stand der Musikverein auf der Bühne und erhielt für sein Konzert grossen Applaus. Die Original Reusstal Musikanten (ORM) begleiteten anschliessend die schnabulierenden Festbesucher musikalisch und der Frauenverein sorgte mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet ebenfalls für gute Stimmung. Die Schulkinder warben mit diversen Verkaufsständen und Geschicklichkeitsspielen, wobei der Erlös stets einem guten Zweck zugeführt wird.

Ein Traum für die Kleinen: Das klassische Kinderkarussell vor der Mehrzweckhalle. (Bild Martin Mullis) Bierkrugmeisterschaft: Schwer zu beschreibendes Gaudi Die Bierkrugmeisterschaft hingegen gehört zwar nicht zu den olympischen Sportarten vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil das Gaudi ziemlich schwierig zu beschreiben ist. Es gilt dabei, einen Bierkrug so weit wie möglich über eine Holzrutsche zu befördern, aber letztendlich doch nicht so stark, dass der Bierkrug über das Ende hinausschiesst. Die damit erziel-

ten Punkte werden per Computer notiert, und je nach Zahl der Punkte dürfen die besten Bierkrug-Schubser Preise vom Gabentempel auswählen. Martin Zimmermann weiss beim besten Willen nicht, wann die erste Chilbi im Dorf stattgefunden hat. Vermutlich beim Bau der Kirche, ganz sicher aber durfte er auch als kleines Kind jährlich einmal auf dem Karussell mitfahren. Er weiss aber bestimmt, dass das Dorffest immer wieder als Familientreffen genutzt wird

und für ganz viele Familien mit Kindern aus der ganzen Region steht die Maschwander Dorf-Chilbi als Highlight im Kalender. Der Frauenverein und der Musikverein versichern, auch künftig alles zu unternehmen, dass der kleine aber sehr beliebte Anlass weiter bestehen bleibt. Mit der Wechselausstellung «Licht – einst und heute» lud das Dorfmuseum zu einem spannenden Rundgang als interessanten Abschluss des traditionellen Dorffestes.


Gewerbe/Dienstleistungen

Einweihungskonzert

Erfolg in Malaysia

Eine neue Orgel für die katholische Kirche Affoltern. > Seite 11

Volleyball: Goldmedaille für die Swiss Mixler – vor Australien. > Seite 14

Elegante Schnitte, feine Stoffe, Gedichte und Klang

12. und 13. Oktober: Herbst-Event in der Mode-Manufaktur Hanna Lukes präsentiert am 12. und 13. Oktober ihre neue Herbst- und Winterkollektion im Laden-Atelier in Hausen. Neben der bewährten vielseitigen Kollektion sind Hosen-Modelle zum Wohlfühlen mit einer Auswahl neuer Stoffe die Attraktion des Anlasses. Designerin Hanna Lukes kreiert Damen-Mode mit persönlicher Note. Sportlich, weiblich, chic und elegant. Jedes Kleidungsstück ist ein handgefertigtes Unikat. Die Modelle sind raffiniert in der Schlichtheit sowie klar im Schnitt. Die Kleinserien und Einzelstücke entstehen liebevoll im Detail ausgearbeitet im örtlichen Atelier. Lokale Produktion für eine regionale Ausstrahlung. Kompetente und persönliche Beratungen stehen bei Hanna Lukes im Mittelpunkt. Sie setzt ihr spezielles Gespür für individuelle Kundenwünsche zu passenden Lösungen um. Das Ziel ist stets, dass sich ihre Kundinnen

Dienstag, 9. Oktober 2018

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Lauter Siege Cup und Meisterschaft: Erfolgreiches Wochenende für Ämtler Fussballclubs. > Seite 15

20 Jahre Jumbo: ganz der Alte, nur besser

Jumbo feiert, die Kunden profitieren

nem Stil und unabhängig von aktuellen Modetrends kleiden. Business-Kundinnen finden Alternativen zu klassischen Hosenanzügen und Deuxpieces. Auf Wunsch fertigt Hanna Lukes die ausgestellten Stücke auch in anderen Grössen oder Farben sowie auf Mass an.

Rabatte, Gedichte und Improvisation am Piano

Zeitlose und elegante Kreationen warten auf ihre Kundschaft. (Bild zvg.) in der «zweiten Haut» wohlfühlen. Die zeitlosen und eleganten Kreationen sprechen Damen an, die sich mit eige-

Klare Linien und raffinierte Schnitte sind auch das Markenzeichen der neuen Modelle. Am Herbst-Event vom 12. und 13. Oktober offeriert Hanna Lukes bei den Hosen-Modellen einen Rabatt von 50 Prozent ab dem zweiten Paar. Zu Gast ist Rudolf Brenner mit «Feinstofflichem». Er rezitiert eigene Gedichte und untermalt diese mit Improvisationen am Piano (Freitag, 17 Uhr, und Samstag, 15 Uhr). (pd.) Herbstevent, Atelier Hanna Lukes Fashion, Weisbrod-Areal 3, Hausen. Freitag, 12. Oktober, von 13.30 bis 18 Uhr. Samstag, 13. Oktober, von 10 bis 16 Uhr. Weitere Infos auf www.hannalukes.ch.

Bronzemedaille der Schweizer Spengler geht nach Hedingen

Dritter Rang für Stephan Frank an den Swiss-Skills in Bern Der Spengler Stephan Frank gewann bei den diesjährigen Swiss-Skills Bronze und holte damit eine der beiden Medaillen für das Säuliamt.

August als Kantonsbester mit der Note 5.3 abgeschlossen. Daraufhin folgte das Aufgebot für die Schweizer Berufsmeisterschaft «Swiss-Skills» in Bern. «Ich hatte zwei Wochen Zeit, um mich auf die Swiss-Skills vorzubereiDer gelernte Zimmermann hat im ten», erzählt der Hedinger. «Das WichSommer 2016 eine Zusatzlehre als tigste war, den Fokus zu behalten. Ich Spengler bei der Birchmeier AG konnte mich im Betrieb sehr gut vorSpenglerei Flachdach Fassade in Brem- bereiten und erhielt viel Unterstütgarten begonnen. Diese hat er im zung.» Der Betrieb wird von seinem Vater André Frank geleitet. Als Vorgesetzter, Coach, Vater und Obmann der Spengler im Kanton Aargau, fieberte auch er dem Event entgegen. Er war vor Ort, als sein Sohn das Podest bestieg. «Wir sind unheimlich stolz auf seine Leistung», lautet sein Resümee. «Die investierte Zeit hat sich für alle gelohnt.» Stephan Frank, der seine Freizeit am liebsten mit seinen drei Kindern verbringt, war überglücklich, als er von der Bühne zurück zu Freunden und Familie kam. «Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die mich in meiner Ausbildung Zwei Wochen bereitete er sich auf die Swiss-Skills vor.

20 Jahre jung – der Jumbo in Affoltern feiert Geburtstag. (Bild zvg.)

Zum Jubiläum wird kräftig gefeiert – und die Besucher erhalten vom 10. bis 13. Oktober zehn Prozent Rabatt auf das komplette Sortiment. Eine geballte Ladung Attraktionen erwartet die Besucherinnen und Besucher bei Jumbo vom 10. bis 13. Oktober: Neben zehn Prozent Rabatt auf alles wirft Jumbo den Grill an und bietet Wurst und Brot ebenso wie Kaffee mit Kuchen – alles zum absoluten Tiefpreis. Ein Wettbewerb mit tollen Preisen und der beliebte JumbolinoClown zum Spass für Klein und Gross runden das Programm ab. Jumbo gehört heute zu Affoltern wie der Hammer zum Nagel. Die hohe Zahl an Stammkunden zeigt, wie ver-

wurzelt Jumbo in der Region ist. Die gute Parkplatzsituation mit ober- und unterirdischen Abstellplätzen sowie eine Manor-Filiale im gleichen Gebäude tragen ebenfalls zum Erfolg bei. Filialleiter Christoph Meyer: «Trotz einem neuen Mitbewerber sind wir sehr zufrieden und schauen zuversichtlich in die Zukunft.» Gut, dass er dabei auf ein eingespieltes Team zählen kann: «Auf meine 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bin ich ausserordentlich stolz. War der Verkaufstag auch noch so streng, erscheinen meine Leute am nächsten Tag wieder mit einem Lächeln auf den Lippen.» (pd.) Jubiläumstage vom 10. bis 13. Oktober im Jumbo in Affoltern.

Gelungenes Herbstfest

Frischer Most im Landimärt Obfelden Passend zur Jahreszeit wurde im Landimärt Obfelden am Samstag, 29. September, frischer Apfelsaft gepresst und zur Degustation und zum Kauf angeboten. Natürlich kam auch die Kulinarik nicht zu kurz. Stephan Frank holte in Bern die Bronzemedaille. (Bild zvg.) und meiner Teilnahme unterstützt haben. Ich hätte es ohne euch nicht geschafft. Die Erfahrung war unbezahlbar.» Mittlerweile kann die BronzeMedaille am Empfang der Firma Birchmeier AG Spenglerei Flachdach Fassade in Bremgarten bestaunt werden. Stephan Frank wird weiter im Betrieb arbeiten. «Es freut uns sehr, einen so qualifizierten und tollen Menschen und Mitarbeiter bei uns zu haben», so André Frank, Geschäftsleiter der Birchmeier AG Spenglerei Flachdach Fassade. Er freut sich, mit Stephan die nächsten Projekte in Angriff zu nehmen. Das ganze Team der Birchmeier AG Flachdach Spenglerei Fassade gratuliert Stephan zu dem sensationellen Erfolg. (pd.)

Zum Most frisch ab Presse wurden zudem auch saftige, frisch geerntete Äpfel von der Obstplantage der Familie Huber aus Obfelden in Sechs- und

Zehn-Kilo-Boxen angeboten. Auch für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher war gesorgt: Zum Apfelsaft gab es frisch gebackene und verführerisch duftende Öpfelchüechli. Aktuell findet sich im Landimärt ein vielseitiges Herbstpflanzen-Angebot. Das Parkieren auf dem neu erweiterten Parkplatz ist gratis. (pd.) Landimärt Obfelden, Muristrasse 2. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr und Samstag, 8 bis 17 Uhr.

Im Landimärt Obfelden lockt ein grosses herbstliches Pflanzenangebot. (Bild zvg.)


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vermischtes

Auf den Flügeln des Concerto ...

Einweihungskonzert der Orgel in Affoltern In der katholischen Kirche Affoltern wird am Sonntag, 14. Oktober, um 17 Uhr die neue Orgel eingeweiht. Antonia Nardone (Organistin der reformierten Kirche Affoltern) und Luigi Lore’ (Chorleiter Gemischter Chor Affoltern, Kantor der katholischen Kirche Engstringen und Chorleiter der reformierten Kirche Cham) spielen am 14. Oktober das Einweihungskonzert der Orgel in der katholischen Kirche Affoltern. Auf dem Programm stehen Werke von Ballico, Bach, Kotter, Händel und Yon.

Auf zwei Tastaturen

certi des jungen Komponisten Mirko Ballico (geboren 1976). Beide Werke, Concerto in F-Dur und Concerto su O capo insanguinato (O Haupt voll Blut und Wunden) sind im Barockstil komponiert. Umrahmt von diesen zwei wunderbaren und filigranen dreiteiligen Werken, werden Kochesperger Spanieler von Hans Kotter (XVI Jh.), Humoresque von Alessandro Yon (1886–1943), die Chaconne von Friedrich Händel (1685–1757) und ein berühmtes Concerto von Bach-Marcello unsere Seelen beflügeln. Gemeinsam mit Antonia Nardone (Orgel) und Luigi Lore’ (Flügel) heisst die katholische Kirche Affoltern alle herzlich willkommen zu diesem Konzert mit zwei Tastaturen ... auf den zauberhaften Flügeln der Musik.

Das Spielen auf zwei Tasteninstrumenten in Abwechslung war in der Zeit zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert Antonia Nardone die gewöhnliche Praxis. Die zwei Musiker traten in einer Art «Zweikampf» Einweihungskonzert vom Sonntag, 14. Oktober, auf, wobei sie dem Publikum ihre 17 Uhr, katholische Kirche Affoltern. Eintritt frei, Fähigkeiten durch eine Kombination Kollekte. von virtuosen Stellen und cantabilen Passagen vorstellten. Gleichzeitig entwickelte sich die Idee, dass die Concerti von einem einzigen Tasteninstrument (Klavier oder Orgel) – so wie bei den Soloinstrumenten – mit dem Orchester durchgeführt werden sollten. Dabei wurden die Stücke ad hoc für einen einzigen Spieler überarbeitet. Wie es im Titel steht, ist das Concerto als Stil ein ganz besonderer Schwerpunkt dieses Programms. Beginn und Ende dieses Musikabends Antonia Nardone und Luigi Lore’ weihen am 14. Oktober bilden zwei Con- die Orgel ein. (Bild zvg.)

30 Frauen unterwegs

Ausflug nach Nürnberg mit Claudia Mehl Vom 28. bis 30. September fuhren 30 Frauen aus dem Knonauer Amt mit Pfarrerin Claudia Mehl aus Maschwanden in deren fränkische Heimatstadt Nürnberg. Nürnberg hat eine über 1000-jährige Geschichte. Als erste deutsche Stadt wurde hier die Reformation durchgeführt und Luther sagte von ihr, sie sei «das Auge und das Ohr Deutschlands». Die Reisegruppe genoss das Flair der malerischen Altstadt mit der Kaiserburg, ihren historischen GebäudeEnsembles, den imposanten Altstadtkirchen und den romantisch verwin-

kelten Gassen. Die Besucherinnen hörten Geschichten aus der Vergangenheit dieser Stadt – aus längst vergangenen Tagen als Zentrum des Heiligen Römischen Reiches bis zu der dunklen Zeit unter den Nazis im Dritten Reich und dem Wiederaufbau der Stadt. Auch speisten sie wie die Ritter in einem alten Gewölbekeller, schlenderten bei Tag unter der warmen Sonne und dem blauen Himmel die Pegnitz entlang und gönnten sich am idyllischen Trödelmarkt eine kurze Ruhepause. Wie immer ging es auch diesmal wieder recht lustig zu. Lachen und Geniessen kamen jedenfalls nicht zu kurz. (pd.)

Die Reisegruppe genoss ein Wochenende in Nürnberg. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 9. Oktober 2018

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Ein wildes Luftspektakel Über 8000 Besucherinnen und Besucher auf dem Flugplatz in Hausen Am vergangenen Wochenende schossen, wirbelten und segelten auf dem Flugplatz Hausen zum 39. Mal diverse Modelle durch die Luft. ................................................... von livia häberling Sie heissen Slick 580, Dauntless SBD, Yak 11, Elfe oder Swift. Oder auch Tiger F-5, Morane D-3801 und Mirage 2000-B. Und sie waren am vergangenen Wochenende auf dem Flugplatz in Hausen die Stars. Unzählige Stunden hatten die Piloten an ihren Maschinen gewerkelt und getüftelt, nun navigierten sie diese geschickt durch die Luft. Manche Modelle setzten zum Looping an, holen in weiten Bogen aus und flitzten dann dermassen rasant an den begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern vorbei, dass man sie kaum vor die Linse kriegte. So beispielsweise die SR 71 Blackbird, ein ehemaliges Spionageflugzeug der Amerikaner, die in der Luft auf bis zu 300 Stundenkilometer beschleunigte. Andere liessen es ruhiger angehen. Aus einem Helikopter der Rega wurde vor den Augen der staunenden Zuschauerinnen und Zuschauer eine Rettungsaktion durchgeführt. Dass es gar nicht so leicht ist, ein Modellflugzeug sicher durch die Lüfte zu manövrieren, zeigte der rasante, aber kurze Auftritt eines Piloten. Sein Modell startete fulminant, schlug allerdings kurz nach dem Start auf dem Boden auf und musste defekt von der Startbahn getragen werden. Dazu flöteten Andrea Bocelli und Sarah Brightman «Time to say goodbye» ... Dass die Modellflugtage in Hausen jedes Jahr aufs neue ein Highlight sind, zeigte der enorme Besucheransturm. Mehr als 8000 Begeisterte zog es bei strahlend schönem Herbstwetter auf den Flugplatz. Ausgerüstet mit Kameras und Handys bestaunten sie die Manöver in der Luft, und wenn die Modelle nach ihrer Kür wieder sicher zur Landung angesetzt hatten, quittierten sie den gelungenen Auftritt mit begeistertem Klatschen. Entsprechend zufrieden zeigte sich OK-Mitglied Wolfgang Auth nach dem Anlass. Im nächsten Jahr findet der Flugtag der Modellfluggruppe zum 40. Mal statt. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein spezielles Jubiläumsprogramm.

Die Kunstflugmaschine Extra 300 setzte ihrem Auftritt mit farbigem Rauch die Krone auf.

Auch im Cockpit wird Wert auf möglichst hohe Authentizität gelegt.

Der AJ Aircraft Laser 230z am «hovern». Dabei wird das Modell nur vom Antrieb des Propellers in der Luft gehalten. (Bilder Livia Häberling)

Sogar die Rega rückte aus. Zum Glück nur im Kleinformat.

Im Ersten Weltkrieg kamen aus solchen französischen Kampfflugzeugen des Typs Nieuport 17 c1 noch Bomben geflogen. Heute ist es friedlicher unterwegs. Und mit Herzchen verziert.


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Sport

Dienstag, 9. Oktober 2018

Erfolgreiche Volleyballer in Malaysia Ein erfolgloser Kampf

Goldmedaille für die Swiss Mixler – vor Australien

Auswärtsniederlage für die Volley S9-Herren

Für die ersten Asia Pacific Master Games in Penang, Malaysia hatten sich die Swiss Mixler viel vorgenommen, um an die Erfolge von Neuseeland anzuknüpfen.

Das Volley S9-Herren-Team verlor gegen die Pläuschler Einsiedeln mit 1:3.

Zwar waren sie nicht so gut vorbereitet (Abwesenheiten und Ferien) wie ein Jahr zuvor an den World Master Games. Trotzdem waren die Spiele erfolgreich: Bronze im Beachvolleyball, Tennis und Tischtennis (man darf an mehreren Sportarten teilnehmen). Das grosse Highlight jedoch war das Finalspiel gegen den sehr starken Gegner aus Australien. Die Taktik spielte hier eine unglaublich wichtige Rolle. Wie kann man gegen einen übermächtigen Gegner bestehen? Es musste einfach alles passen. Da wesentlich weniger Spiele im Mixedturnier zu bestreiten waren, teilte man das Team von Australien und der Schweiz auf. So gab es ein Frauenund ein Männerteam mit dem Namen «Swaussie». Die Australier hatten vor-

Adrian Rüegg bei einem seiner vielen erfolgreichen Einzelblocks. (Bilder zvg.) gängig bereits am Beachturnier die Goldmedaille erkämpft. Dann bestritten sie auch die nächsten vier Männerspiele. Einzig Heino Keller und Adrian Rüegg ergänzten das «Swaussie»-Team. Jürg Fischer kam sporadisch zum Einsatz und konnte so seine Kräfte sparen. Im Vorrundenspiel waren die Australier zu stark und schlugen die Schweizer klar in zwei Sätzen. Jedoch spielten die Australier mit vier Män-

Das siegreiche Team aus dem Säuliamt: Karin Hofer, Sandra Stam, Eveline Christen, Sabine Schuhmacher, Adrian Rüegg, Jürg Fischer, Andreas Grasreiner, Hausi Grossenbacher und Heino Keller. anzeige

nern und die Schweizer nur mit drei. Der gute Einsatz der Frauen genügte nicht, um die grossgewachsenen Australier auszuschalten. Das war jedoch die Taktik des Trainers Andreas Grasreiner. Denn er wollte mit seinem Team das Finale gewinnen.

Dank Husarenstreich zum Sieg Am nächsten Tag stellte der Trainer ebenfalls vier Männer auf: Hausi Grossenbacher spielte Pass mit Eveline/ Sabine und verstand es, die grossartig spielenden Schweizer Angreifer immer wieder richtig einzusetzen. Karin Hofer und Sandra Stam ergänzten die Männer hervorragend, so konnte man den stärkeren Gegner erschrecken. Zur grossen Überraschung aller Teilnehmer gewann die Schweiz die Goldmedaille mit einem klaren 3:1. Dieser Husarenstreich des Erfolgstrainers Andreas Grasreiner ermöglichte die zweite Goldmedaille auf internationaler Ebene. Hausi Grossenbacher

Das S9-Herren-Team ist ein Mix aus jüngeren und älteren erfahrenen Spielern, bei denen der Spass am Spielen im Vordergrund steht. Seit einigen Jahren spielen sie mit mehr oder weniger Erfolg in der stärkeren Liga der Züri Meisterschaft. Der Auftakt in die Volleyball Saison 2018/2019 in der Züri Meisterschaft ist der Volley S9-Herrenmannschaft gelungen. Vor zwei Wochen gewannen sie ihr erstes Heimspiel gegen den VT Meilen komfortabel mit 3:1. Mit diesem Sieg im Rücken sind die Herren mit viel Enthusiasmus und Vorfreude nach Einsiedeln gefahren. Dort erwarteten sie die Pläuschler Einsiedeln, eine routinierte Mannschaft, gegen die S9 immer interessante Spiele ausgetragen hat. Der erste Satz verlief so, wie die S9-Herren es sich gewünscht haben – er wurde 25:19

gewonnen. So durfte es weitergehen. Aber wie das manchmal im Sport so geht, stimmen Wunsch und Realität nicht immer überein. S9 verlor den zweiten Satz nach einem harten Kampf und einigen unnötigen Fehlern 21:25. Im dritten Satz kämpfte Volley S9 vehement gegen die Pläuschler, aber gegen die gut aufgestellten und gut verteidigenden Einsiedler hatte S9 das Nachsehen und musste den Satz mit 19:25 abgeben. Der vierte Satz war lange Zeit ausgeglichen. Gegen Ende des Spiels wurde aber klar, dass Einsiedeln dieses Mal stärker war. Sie liessen S9 keine Chance und gewannen den Satz mit 22:25 und somit das Spiel mit 1:3. Das S9-Herren-Team hat stark gekämpft, es hat aber nicht gereicht. Sie freuen sich auf eine Revanche im Rückspiel. Das nächste Heimspiel findet am 29. Oktober um 20.30 Uhr im Wolfetsloh in Wettswil statt. Paddy

Am Schluss reichte es nicht ganz zum Sieg. Volley S9 verlor gegen die Pläuschler Einsiedeln mit 1:3. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 9. Oktober 2018

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FCWB gewinnt Cupfight in Goldau Fussball Cup-Qualifikation: SC Goldau – FC Wettswil-Bonstetten 2:3 n.V. Der FCWB entscheidet ein dramatisches Cup-Spiel in der Innerschweiz durch einen Treffer Schneebelis in der Verlängerung zu seinen Gunsten. Die zweite Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2019/2020 folgt dann im kommenden Frühjahr. Nach zuletzt zwei Siegen in der Meisterschaft wollte der FC WettswilBonstetten am Samstag nun auch in der ersten Qualifikationsrunde des Schweizer Cups weiterhin siegreich bleiben. Auswärts gegen den SC Goldau entwickelte sich ein enorm spannendes Cup-Drama, welches die Ämtler erst in der Verlängerung für sich entscheiden konnten.

Reaktion gefordert Trainer Oswald war letztes Wochenende nach dem knappen Sieg seiner Mannschaft alles andere als zufrieden. Aufgrund dessen forderte er von seinem Team bezüglich Einsatzwillen und Leidenschaft eine Reaktion auf die dürftige Leistung gegen United Zürich. Auf dem Platz wurde die Oswald-Elf jedoch schon in der sechsten Minute kalt geduscht. Nach einem Eckball konnte Walker am vorderen Pfosten den Ball entscheidend an Torhüter Thaler vorbei ablenken. Jedoch brauchte der FCWB nach dem frühen Gegentor nicht lange, um sich zu fassen, das Spieldiktat wurde sofort übernommen. Zunächst war aber die verbittert kämpfende Verteidigung der Schwyzer immer wieder Endstation. Die Goldauer, welche auf dem tiefen Boden einen sehr geradlinigen Fussball spielten, kamen immer wieder zu Kontermöglichkeiten, welche aber nicht zum Führungsausbau genutzt wurden. In der 42. Minute übernahm Zoller einen Abpraller am gegnerischen Strafraum und dribbelte sich durch bis zur Grundlinie, von welcher er mit viel Gefühl auf Lugo flankte. Der Torgarant hatte keine Mühe, den Ball

Erfolgreich trotz Schattendasein

Fussball 2. Liga: FC Wettswil-Bonstetten II – Schlieren I 3:1 (1:1) Im Rampenlicht des Ämtler Fussballs steht Erstligist FC Wettswil-Bonstetten. Fast unbemerkt avancierten in dessen Schatten die Reserven zum zweitbesten Team im Bezirk.

Echter Cupfight in der Verlängerung

................................................ von kaspar köchli Ende letzter Saison stieg der FC Affoltern in die 3. Liga ab, gleichzeitig schaffte WB II mit der Promotion in die 2. Liga sein ersehntes Ziel. Aber würde sich das aus eigenen Nachwuchsspielern bestehende Team in dieser Klasse auch halten können? Die Equipe von Trainer Pechoucek startete unerschrocken, fand sich erstaunlich schnell mit dem höheren Rhythmus zurecht und marschierte bis auf Platz fünf vor. Am letzten Sonntagmorgen gastierte Schlieren im Moos.

Dominantes WB – vorerst mit Abschlussschwäche Die Rotschwarzen begannen furios, bereits nach 50 Sekunden vereitelte Gästekeeper Vollenweider mirakulös einen Gegentreffer. WB bestimmte auf dem Kunstrasen mit guter Technik und passgenauem Spiel das Geschehen. Allerdings sündigte es abermals im Abschluss, sodass Schlierens plötzliche Führung durch

In der 87. Minute erhielten die Schwyzer einen Freistoss direkt an der Strafraumgrenze. Die ganze WBAbwehr erwartete einen Flankenball. Die Kugel wurde jedoch flach zurückgelegt und Suter hämmerte das Spielgerät unter die Latte. Die beiden Mannschaften mussten den Sieger in der Verlängerung ausmachen.

Attraktiver 2.-Liga-Fussball im Moos: WB II gewinnt gegen Schlieren. (Bild kakö) Sorrentino eine der vielen Fussballweisheiten bewahrheitete. WB blieb cool, kreierte weiterhin Chancen und belohnte sich kurz vor dem Pausenpfiff mit Buchmanns 1:1-Ausgleichstreffer. In der zweiten Hälfte vermochte das erstarkte Schlieren die Partie lange ausgeglichen zu gestalten und kam durch Dos Santos zu einer Kapitalchance (69. Minute). Praktisch im Gegenzug setzte sich Flückiger brillant bis zur Grundlinie durch und seinen Flankenball verwertete Eckert mit einem gezielten Kopfball zum 2:1. Fortan agierten die Heimischen sehr konzentriert, liessen nichts mehr zu und kamen ihrerseits noch zu Topchancen – eine davon verwertete Eckert zum verdienten 3:1-Schlussresultat. Mit 14 Punkten aus acht Spielen hat Wettswil-Bonstetten den her-

vorragenden fünften Tabellenrang gefestigt. Basis des Erfolgs ist die starke Physis sowie der tolle Teamgeist und das Funktionieren als Kollektiv. Trainer Pechoucek: «Ich kann bekanntlich nur elf Spieler aufstellen, aber wenn jemand eingewechselt wird, «zerreisst» er sich.» Auf die Frage, wie das nun weitergehe, lacht er: «In Aufstiegsgefahr sind wir ja noch nicht. Wir geniessen jedes Spiel und wissen, dass noch sehr starke Gegner auf uns warten. Im Fussball kann sich schnell alles wieder ändern.» WB II – Schlieren I 3:1 (1:1). Jimenez; Roth, Rizzo, Halter (85. Hodel), Brunner; Tobler (62. Von Wattenwyl), Buchmann (46. Yondhen N.), Maurer,

Bei einigen Spielern gab es auf dem tiefen Untergrund die ersten Krampferscheinungen, was sich auch auf das Tempo des Spiels auswirkte. In der siebten Minute der Verlängerung wurde Lugo nach einem abgewehrten Eckball von Zoller auf die Reise geschickt. Lugo spurtete übers ganze Feld bis an die gegnerische Grundlinie, wo er dann mit viel Übersicht auf Schneebeli zurücklegte, welcher die Ämtler mit einem Schuss in die weite Ecke wieder in Führung schoss. Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen im Verlauf der Verlängerung zu zwei guten Chancen nach Eckbällen. Thaler konnte jedoch alle Angriffe entschärfen. In der 120. Minute tauchte dann nochmals ein Goldauer alleine vor Torhüter Thaler auf. Mit einer Glanzparade rettete Thaler sein Team vor dem Elfmeterschiessen. Die Wettswiler waren am Ende allesamt komplett ausgepumpt aber glücklich darüber, das ausgeglichene Spiel doch noch gewonnen zu haben. Damit steht der FCWB in der zweiten Qualifikationsrunde des Schweizer Cups 2019/2020, welche dann im kommenden März ausgetragen wird. (NSc)

Flückiger (80. Lauper, 88. Voit); Yonden Ch., Eckert 13. Sorrentino 0:1; 45. Buchmann 1:1; 70. Eckert

Matchtelegramm: Sportplatz Tierpark, Goldau,

2:1; 90. Eckert 3:1.

300 Zuschauer. FCWB: Thaler, Studer, Todzi, Dzelili, Rüegger (82. Massaro), Peter (101. Hager), Mollet

ins Netz einzuköpfen. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Verrückte Schlussminuten In der zweiten Halbzeit gingen beide Mannschaften keine grossen Risiken

ein. Die Wettswiler erspielten sich mehr Ballbesitz, während die Goldauer nach Standards immer wieder gefährlich wurden. Jedoch kam es lange zu keiner klaren Tormöglichkeit. In der 81. Minute wurde der eingewechselte Capone auf der rechten Seite frei-

gespielt. Dieser passte den Ball flach in den Strafraum zu Schneebeli, welcher den Ball im Netz unterbringen konnte. Nach dem Führungstreffer warfen die Gastgeber nun alles in die Waagschale und der FCWB versuchte die Führung über die Zeit zu bringen.

(82. Miljkovic), Schneebeli, Marjanovic (64. Capone), Zoller, Lugo. Weitere Resultate: FCWB 2 – Schlieren 3:1, Wollerau – FCWB 3 1:6, Hard – FCWB 4 3:0, Witikon-Neumünster – Sen. 40+ 0:0, Sen. 30+ – Wallisellen 0:3, Wollishofen – Jun. Dc 6:2, Jun. A (CCJL) – Schaffhausen 2:4.

Temporäre Übernahme der Tabellenspitze 3. Liga: FC Affoltern – FC Oberrieden 4:1 (2:0) Gegen den Tabellenletzten aus Oberrieden hätte der FCA seine Tordifferenz aufbessern können. Aufgrund schlechter Chancenauswertung wurden jedoch nur vier Tore erzielt. Für dieses Spiel wurde vom FCA ein souveräner Sieg erwartet, da der FC Oberrieden noch keinen Sieg und nur zwei Unentschieden in der laufenden Saison erspielen konnte. Ausserdem hatten die FCA-Fans auf ein Torspektakel gehofft, da der FCO die meisten Tore kassiert hatte. Zwar konnte der FCA vier Tore erzielen, blieb damit jedoch weit unter den eigenen und den Erwartungen der anwesenden Zuschauer. So war Kapitän Luchsinger nach dem Spiel ausser sich, dass das Ergebnis nicht klarer ausgefallen war.

Selten auf Augenhöhe Von Beginn an nahm der FCA das Spiel in die Hand und machte auf die Gäste Druck. Durch die technische Überlegenheit konnte sich der FCA viele Chancen aus dem Spiel heraus erarbeiten, während die Gäste aus Oberrieden einzig nach Standardsitua-

Der FC Affoltern erzielte vier Tore, der Sieg hätte jedoch noch deutlicher ausfallen können. (Bild zvg.) tionen gefährlich wurden. Zwar hatten die Gastgeber in den ersten Minuten schon zahlreiche Chancen, es dau-

erte jedoch bis in die 17. Minute, dass diese auch in einem Tor endeten. So konnte Bilic nach einem Auskick von

Steiner den Ball mit dem Kopf in den Lauf von Rama lenken, welcher sich in einem Zweikampf behaupten konnte und den Ball zum 1:0 einschob. Sehr ähnliche Umstände führten zum 2:0, bei welchem Antenen den Ball nach einem Abstoss unter Kontrolle bringen konnte und mit einem guten Auge die FCO-Verteidigung ausspielen konnte und Rama perfekt anspielte, welcher dann allein vor dem Torhüter stand. Es wurde immer offensichtlicher, dass der FCO kein Mittel gegen das Kurzpassspiel des FCA finden konnte und es kam zu zahlreichen Chancen, welche leider nicht verwertet werden konnten. Kurz vor der Pause wurde ersichtlich, dass der FCA ein wenig an Konzentration verlor, da eine schlechte Absprache in der Abwehr zu einer Grosschance für den FCO führte, die nicht genutzt wurde.

FCA hatte zwar weiterhin das Spiel im Griff, nicht jedoch wie in der ersten Halbzeit und man nutzte die Schwächen der Gegner bei Weitem nicht stark genug aus. Trotzdem konnte das Duo Antenen/Rama in der 77. Minute sein Können zeigen, als Antenen das 3er-Pack von Rama vorbereitete. In der 78. Minute wurde dann auch Shala eingewechselt, welcher nach einer Verletzung erstmals wieder ein Spiel bestreiten konnte und somit eine weitere Stütze bildet. Die Leistung des FCA liess jedoch weiter nach und in der 88. Minute leistete sich die Verteidigung eine weitere Unkonzentriertheit, welche dieses Mal jedoch durch den FCO genutzt wurde und durch einen Weitschuss zum 4:1-Endstand führte. Zwar fiel das Resultat mit 4:1 für die FCA-Fans zu niedrig aus, so blieb das Spiel jedoch sehr fair und der FCA erhielt keine Verwarnungen.

Rückkehr von Shala

Patrick Hutzler

Die zweite Hälfte startete gleich wie die erste mit einem spielbestimmenden FCA. Bereits die erste Chance konnte zum Ausbau genutzt werden, als der FCO-Goalie einen Schuss von Rama nur abprallen konnte und Antenen, welcher dies antizipierte, gedankenschnell den Ball einschob: 3:0. Der

Moos Affoltern, 90 Zuschauer. FCA: Steiner (Vanetta), Scicchitano (Shala), Luchsinger, Bala, Arsic (Halilovic), Oetterli, Srteigmeie, Antenen (Stähli), Fedier (D Acunto), Rama, Bilic (Bosshard). Tore: 17. Rama 1:0, 22. Rama 2:0, 47. Antenen 3:0, 77. Rama 4:0, 88. Härter 4:1


Veranstaltungen

Stellenanzeiger

PUBLIKUMSVORTRÄGE IN DER ANDREASKLINIK CHAM ZUG Dienstag, 16. Oktober 2018, 1C.00 – 20.00 Uhr

MÖGLICHKEITEN DER MAMMAREKONSTRUKTION NACH BRUSTKREBS

Dr. med. Dorrit Winterholer, Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie Dienstag, 23. Oktober 2018, 1C.00 – 20.00 Uhr

SCHULTERSCHMERZEN: WANN IST EINE OPERATION SINNVOLL?

Dr. med. Sebastian Gathmann, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates

Ihre Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Deshalb bitten wir Sie um telefonische Anmeldung unter 041 784 07 84 oder unter www.hirslanden.ch/andreasklinik Ort: AndreasKlinik Cham Zug, Rigistrasse 1, 6330 Cham

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