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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 79 I 166. Jahrgang I Dienstag, 8. Oktober 2013

Abschied

Baubeginn 2015?

Jacqueline De Barro, Präsidentin der Sekundarschule Bonstetten: Eine Ära geht zu Ende. > Seite 3

Umfahrung Ottenbach – Obfelden: Optimistische Prognose des Regierungsrates. > Seite 3

Nationalrat Hans Kaufmann hört 2015 auf

Flugkunst im Oberämtler Luftraum

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Keine Einsprachen Mit dem Umbau des Kindergartens Spittel in Affoltern kann begonnen werden. > Seite 3

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Kontroversen Forum: Die neue Rechtsform des Spitals Affoltern liefert weiter Gesprächsstoff. > Seiten 7/8

Grosser Schritt Das Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten wird erheblich erweitert. > Seite 11

Uto Kulm: Rekurs gutgeheissen Die Rekurrenten des kantonalen Gestaltungsplans auf dem Üetliberg haben weitgehend Recht bekommen: Der Regierungsrat hat den Rekurs von Natur- und Heimatschutzorganisationen wegen unzulässiger Eingriffe in die Schutzziele gutgeheissen und beauftragt die Baudirektion, eine neue umfassende Lösung zu suchen. Der Rekurs gegen die Richtplanänderung des Uto Kulms allerdings wurde abgewiesen. Der Gestaltungsplan verstosse zudem gegen das Waldgesetz und stelle keine ausreichende Grundlage dar für geplante Massnahmen. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Der Finanzexperte aus Wettswil am Albis kandidiert 2015 nicht mehr für eine weitere Amtsdauer. Am Rande einer SVP-Veranstaltung mit Natalie Rickli sagte der Wettswiler Nationalrat dem «Anzeiger», dass er bei den nächsten Wahlen nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Stimmen, auch aus den eigenen SVP-Reihen, welTritt 2015 nicht che die Rücktritte mehr an: Nationalrat Hans Kauf- einiger altgedienmann, Wettswil. ter Parlamentarier fordern, nehme er (Bild mm) zwar zur Kenntnis. Vom Souverän sei er jedoch bis Ende der Legislaturperiode gewählt, und so lange werde er in Bern politische Arbeit leisten. Für die Wahlen im Jahre 2015 stehe er allerdings nicht mehr zur Verfügung. Hans Kaufmann hielt fest, dass er sich durch die Entlastung nicht nur seiner Familie mehr widmen wolle, sondern sich auch mit der Aufgabe als Bankrat der ZKB ebenfalls intensiver befassen könne. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 9

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anzeigen

Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber Glattzentrum) und in Schlieren (gegenüber Mercedes-Garage) feiern wird noch bis am 21. Oktober den 37. Ge-

Hawker Hunter mit Rauchfahne setzen zur Landung an. (Bild Werner Schneiter)

burtstag. Es hat viele Artikel mit bis 50% Rabatt, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Sie

Rund 60 Piloten zeigten am Wochennde beim 34. Modellflugtag der Modellfluggruppe Affoltern auf dem Flugplatz Hausen-Oberamt Steuerkünste. Sie liessen 1:1 nachgebaute Modelle

hochsteigen, mit denen veritable Aktrobatik geboten wurde: Helikopter und Jets, ein Airbus A380 und andere kamen zum Einsatz. Das regnerische Wetter verhinder-

te einen Zuschauerrekord bei der schweizweit grössten Modellflugveranstaltung . (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 6

können auch immer Ihr Glück probieren, um ein Auto zu gewinnen! Siehe Bedingungen im Geschäft oder auf www.conforama.ch. Conforama – so schön wohnen, so günstig.

vor den behördenwahlen 2014

Mangelnde Wertschätzung schreckt viele ab ................................................... von werner schneiter

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rösstenteils sind sie nun bekannt, die Rücktritte aus den Behörden in den Gemeinden des Bezirks Affoltern auf Ende der Legislaturperiode 2010 bis 2014. Parteien und andere Gruppierungen schauen sich nach möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolgern um. Die Suche nach fähigen Leuten, die gewillt sind, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, ist schwieriger geworden. Der Zeitaufwand für ein Behördenamt ist erheblich, sei das im Gemeinderat oder in einer Schulpflege. Dass er sich immer weniger mit einer beruflichen Tätigkeit, familiären Erfordernissen und mit Freizeitansprüchen in Einklang bringen lässt, widerspiegelt sich auch in den häufiger gewordenen Rücktritten, die während einer laufenden Amtsdauer erfol-

gen. Nicht nur das: Arbeitgeber sind immer weniger bereit, ihren Mitarbeitenden während der Arbeitszeit die notwendigen Freiräume zu gewähren, die zur Pflichterfüllung im öffentlichen Bereich oft nötig sind. In früheren Zeiten war das Amt eines Gemeinderates ein prestigeträchtiges; Arbeitgeber ermunterten ihre Mitarbeitenden, sich auch öffentlich zu engagieren. Zeiten ändern sich – und mit ihnen auch das Klima in Politik und Gesellschaft. Gemeinsinn wird durch Eigeninteressen abgelöst. Und die Bereitschaft, etwas zu akzeptieren, was der eigenen Meinung zuwiderläuft, ist spürbar gesunken. Auseinandersetzungen, eigentlich der Nährstoff eines demokratischen Gemeinwesens, sind immer weniger eingebettet in eine Gesprächskultur. Forderungen wollen zunehmend in Rekursen oder Einsprachen durchgesetzt werden. Läuft es nicht nach persönlichem Gusto, so verleiht man ganz persönlichen Vorstellungen mit dem Gang an Gerichte

Nachdruck. Unrecht haben immer die anderen. Schwarz-weiss-Denken herrscht vor, Zwischentöne verschwinden. Es wird – wie etwa bei der Spitalvorlage – nicht die Sache in den Vordergrund gestellt, sondern bewusst auf Person gespielt, die vermeintlichen Sündenböcke in ebendieser Angelegenheit. Auch vor Strafklagen wird nicht zurückgeschreckt – und, wie im Fall von Affoltern, gar das Bundesgericht bemüht. Und dieses dann zum Befund «unbegründet» kommt. Der unlängst angekündigte Rücktritt des Affoltemer Gemeindepräsidenten Robert Marty, der nach nur einer Amtsdauer das Handtuch wirft, ist der Beleg für eine Entwicklung, die zu denken gibt. Jemanden mit Rekursen und Strafanzeigen weich klopfen, «mürbe» – eine Methode, fähige Leute aus dem Amt zu jagen. Auch wenn man damit vor Gerichten scheitert, bleibt beim Beklagten gleichwohl etwas hängen – getreu den Mottos: «Wo Rauch ist, ist auch Feuer» oder «Da war doch mal was.»

Unter solchen Vorzeichen ist es nicht einfach, öffentliche Ämter zu besetzen. In der Freizeit eine Menge nicht fürstlich bezahlter Arbeit in Kauf nehmen und sich ständig «ans Bein pinkeln» lassen? Mangelnde Wertschätzung schreckt viele ab. Wenn sich keine fähigen Leute mehr finden lassen, wirds gefährlich. Denn das bringt das noch immer so hoch gelobte Milizsystem in Bedrängnis, eine der tragenden Säulen des schweizerischen Selbstverständnisses und Pfeiler in der direkten Demokratie. Gerade dieses Milizsystem hat viel zum Erfolgsmodell Schweiz beigetragen, ja es hat eine Schlüsselfunktion – auch auf Gemeindestufe, wo Bürgernähe und Akzeptanz von Entscheidungen grosse Bedeutung haben. Rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer leistet immer noch freiwillige Arbeit in Staat, Gesellschaft, Vereinen, Genossenschaften, Kirchen oder Parteien. Vor 20 Jahren war es noch mehr als die Hälfte. Wie sieht es in 20 Jahren aus?

200 41 9 771661 391004


Menschen begleiten uns. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

TODESANZEIGE Traurig nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Cousin, Götti und Onkel

Hans Wiesmann

geb. 11. 1. 1922, von Trachselwald BE, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 10.10.2013, um 13.45 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. 8915 Hausen a.A., 4. Oktober 2013

Wir nehmen Abschied von meinem Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater, Schwager, Götti und Onkel

Ernst Harisberger 11. Januar 1922 – 2. Oktober 2013

Renate Harisberger-Kuder Selma Hubschmid und Marcel Ineichen

Wir danken innig für Deine Liebe und Hingabe. In unseren Herzen wirst Du immer bei uns sein.

Myriam und Ernst Felder Eliane und Nico Karin und Thomas mit Leona

Wir vermissen Dich sehr Verena Wiesmann

Hausen am Albis

Harisberger, Ernst

TODESANZEIGE

17. Oktober 1926 – 3. Oktober 2013

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Am 2.10.2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

So nimm denn meine Hände und führe mich.

Marlies Wiesmann und Andy Grob

Doris Hugener Linda, Jven

Doris und Walter Wüthrich-Wiesmann mit Riana und Sandro

Yvonne und Hanspeter Bernet Janick, Darko

Verwandte und Bekannte

Verwandte und Freunde

Urnenbeisetzung am Freitag, 11. Oktober 2013, um 14 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle.

Urnenbeisetzung am Donnerstag, 10. Oktober 2013, 13.45 Uhr, auf dem Friedhof, anschliessend Abdankung in der reformierten Kirche Hausen am Albis.

Anstelle von Blumen, bitten wir Euch, die Stiftung Spital Affoltern am Albis (Palliativstation) Postkonto 85-391373-1 zu unterstützen.

Es werden keine Leidzirkulare versandt. Traueradresse: Selma Hubschmid, Alte Hedingerstr. 57, 8910 Affoltern a.A.

Traueradresse: Verena Wiesmann, Zürichstrasse 159a, 8910 Affoltern a.A.

HERZLICHEN DANK Holzkorporation Oberlunnern, Obfelden

Bestattungsamt Hausen am Albis Kappel am Albis Bauherrschaft: Wüest Ueli, Waldhof 1, 8926 Kappel am Albis; Projektverfasser: alectron ag, Wolhuserstrasse 31/33, 6017 Ruswil; Bauprojekt: Einbau Photovoltaikmodule bei Vers.-Nr. 601, Kat.-Nr. 1331, Waldhof, Kappel am Albis, Kat.-Nr. 1331 (Landwirtschaftszone).

Wir danken allen Verwandten, Bekannten, Freunden und Nachbarn für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserer lieben

TODESANZEIGE

Margrit Moroff-Stutz

Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen Mitarbeiters

erfahren durften.

Walter Schüpbach

Danken möchten wir für die Spenden zugunsten der Langzeitpflege Sonnenberg in Affoltern am Albis und die vielen tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben.

Bestattungen

Ein besonderer Dank geht an Frau Pfarrerin Irene Girardet Fischer und den Organisten für die feierliche Gestaltung der Trauerfeier.

Affoltern am Albis

In unseren Dank einschliessen möchten wir das Personal der Langzeitpflege Affoltern am Albis (Haus Rigi) für die umsichtige und liebevolle Pflege in den letzten Jahren.

Am 3. Oktober 2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hausen am Albis, im Oktober 2013

Hans Otto Wiesmann,

26. Februar 1927 – 29. September 2013

in Kenntnis zu setzen. Mit seinem Fleiss und seinem feinen Humor strahlte er stets eine positive Kraft aus. Wir werden den lieben Verstorbenen in bester Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus.

Die Trauerfamilien

Holzkorporation Oberlunnern, Obfelden Der Vorstand

geb. 17. Oktober 1926, Ehemann der Verena Wiesmann geb. Landis, von Neunforn TG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Zürichstrasse 159a. Urnenbeisetzung am Freitag, 11. Oktober 2013 um 14.00 auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Obfelden Am 3. Oktober 2013 ist in Zürich gestorben:

Dr. med. Felix DinkelmannHurter geb. 5. Juli 1945, von Zürich und Hellsau BE, wohnhaft gewesen in Obfelden, Bachstrasse 15s, Ehemann der Dinkelmann-Hurter, Ursula Regina. Abdankung am Mittwoch, 16. Oktober 2013, 14.15 Uhr, in Zürich, Freidhof Üetliberg. Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt.

im

Die Friedhofvorsteherin

Einladung zur Wählerversammlung der Behördenwahlen für die Amtsdauer 2014-2018 auf Mittwoch, 30. Oktober 2013, um 20.00 Uhr in die Turnhalle Maschwanden An der Wählerversammlung stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten behördenweise vor. Die sich zur Wiederwahl stellenden Mitglieder können sich selbst oder durch den bisherigen Präsidenten/in der Behörde vorstellen lassen. Kandidaten, die erst an der Wahlveranstaltung vorgeschlagen werden, müssen für ihre Präsentation und Meldung selbst besorgt sein. Der Bevölkerung wird die Gelegenheit geboten, den sich zur Wahl stellenden Personen Fragen zu stellen. An der Wählerversammlung erfolgen keine «Vorwahlen»; die Wählerversammlung dient lediglich der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten. Wir hoffen auf reges und faires Interesse. Für ergänzende Auskünfte steht Ihnen die Gemeindeverwaltung gerne zur Verfügung. Die Gemeindeverwaltung

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Delegiertenversammlung Donnerstag, 7. November 2013, 19.00 Uhr, Neuhofsaal, Affolternstrasse 5, 8913 Ottenbach A. Statutarische Geschäfte 1. Wahl der Stimmenzähler 2. Kenntnisnahme des Protokolls der Delegiertenversammlung vom 23. Mai 2013. 3. Stellenplan 2014: Bericht und Antrag des Vorstandes 4. Voranschlag 2014 Bericht und Antrag des Vorstandes 5. Informationen 6. Abschluss des statutarischen Teils B. Informationen aus dem Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Die Unterlagen liegen ab Mittwoch, 8. Oktober 2013, beim Sozialdienst Bezirk Affoltern, Obfelderstrasse 41b (3. Stock), 8910 Affoltern am Albis, während der Büroöffnungszeiten zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 2. Oktober 2013 Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Dr. Paul Schneiter, Präsident

Als der Regenbogen verblasste, kam der Albatros. Er trug mich mit sanften Schwingen, weit über die sieben Weltmeere. Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts. Ich trat hinein und fühlte mich geborgen. Ich habe euch nicht verlassen, ich bin euch nur ein Stück voraus. Autor anonym

ABSCHIED Mein geliebter Felix, unser herzensguter Papa, unser Schwager und Freund

Felix Dinkelmann-Hurter 5. Juli 1945 – 3. Oktober 2013

ist von uns gegangen. Machtlos mussten wir zusehen, wie Dich die Krankheit rasch schwächte und zum Tod führte. Wir hatten noch so viele gemeinsame Pläne. Alle schönen Erinnerungen an Dich tragen wir für immer in unseren Herzen. Wir sind unendlich traurig. In Liebe Regina Dinkelmann-Hurter Lena Dinkelmann und Felix Scheuble Jonas Dinkelmann und Jasmin Kämpf Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, 16. Oktober 2013, um 14.15 Uhr auf dem Friedhof Üetliberg in Zürich statt. Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis. Traueradresse: Regina Dinkelmann, Bachstrasse 15a, 8912 Obfelden


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Oktober 2013

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Jacqueline De Barro: Eine Ära geht zu Ende Lehrpersonen, Angestellte und Sekundarschulpflege haben sich in Bonstetten von der Präsidentin verabschiedet Am letzten Donnerstag haben sich Lehrpersonen, Angestellte und die Mitglieder der Sekundarschulpflege von ihrer Präsidentin, Jacqueline De Barro, herzlich verabschiedet. Im Mehrzwecksaal D der Sekundarschule Bonstetten wurde die scheidende Präsidentin mit einer sinnigen Feier überrascht. Es gab launige Reden mit Highlights aus der Behördentätigkeit und auch ein speziell komponierter Abschiedssong der «hauseigenen Lehrer-Band» wurde vorgetragen. Schöne Erinnerungen, lustige Erlebnisse aber auch ernste Momente hatten an diesem Abend Platz. Das liebevoll arrangierte Apéro-Buffet mit kreativen Häppchen aus der Schulküche, rundete den gelungenen Anlass ab. Genau vor 10 Jahren wurden an der Sekundarschule Bonstetten Ersatzwahlen durchgeführt und Jacqueline De Barro übernahm das Ressort Schulbegleitung. Mit viel Einfühlungsvermögen hat sie sich für die Schüler eingesetzt, aber auch stets den Blickwinkel der Eltern und der Lehrpersonen angemessen berücksichtigt. Unter

ihrer Leitung wurde die heutige Schulsozialarbeit eingeführt; dieses einzigartige Modell im Bezirk stellt bis heute eine Erfolgsgeschichte dar. Vor drei Jahren hat Jacqueline De Barro das Präsidium übernommen und wurde dabei mit vielfältigen Aufgaben und personellen Herausforderungen konfrontiert. Sie hat es verstanden, die Schule stets umsichtig zu leiten und Lehrpersonen, Mitarbeitende und Kollegium motivierend und wertschätzend zu führen.

Schulische Karriere im operativen Bereich Während ihrer Behördentätigkeit hat sie die Ausbildung zur Schulleiterin abgeschlossen und eine Anstellung in einer anderen Zürcher Gemeinde angenommen. Es war eigentlich vorhersehbar, dass beides – Schulleitertätigkeit und Schulpräsidentin – wohl nicht unter einen Hut zu kriegen ist. Per 30. September 2013 ist sie nun von ihrem Amt zurückgetreten und widmet sich ihrer schulischen Karriere im operativen Bereich. Der Abend klang aus mit Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes und Anekdoten. (rms)

Die Sekundarschulpflege an ihrer letzten, gemeinsamen Sitzung: Jacqueline De Barro im Mittelpunkt, flankiert von Jana Kaufmann (Sonderschulung) und Lutz Eichelkraut (Infrastruktur). Ganz links im Bild Claudia Chinello (Finanzen) und ganz rechts Corinne Stutz, Vize-Präsidentin, die am 24. November 2013 als Präsidentin der Sekundarschule kandidiert. (zvg.)

«Fröid a Chind – Fröid für d’Chind» wird aufgelöst

Kindergarten Spittel, Affoltern: Startschuss für den Umbau

Umfahrung Ottenbach: Baubeginn 2015?

Am 19. Juni 1995 wurde der Verein mit dem Namen Fröid a Chind – Fröid für d’Chind gegründet. Seitdem engagierte sich der Verein für hilfsbedürftige Kinder. Nun, nach 23-jährigem Bestehen, musste die Präsidentin anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung den Verein per Ende September 2013 mangels Aktiv-/ und Passivmitgliedern auflösen. Gemäss GV-Beschluss werden die bis dahin eingegangenen Spendengelder vollumfänglich je zur Hälfte den Gruppen des Rehabilitationszentrums Kinderspital Affoltern und deren Schule sowie den Gruppen der PestalozziStiftung in Knonau zugesprochen.

Gegen das geänderte Bauprojekt zur Sanierung und Aufstockung des Kindergartens Spittel in Affoltern gingen keine Einsprachen mehr ein. Somit steht dem offiziellen Baustart am 9. Oktober dieses Jahres nichts im Wege.

Gemäss Strassenbauprogramm 2014 bis 2016 kann mit dem Bau der Umfahrung Ottenbach-Obfelden im Jahr 2015 begonnen werden – sofern keine Rechtsmittel ergriffen werden. Eine optimistische Prognose, nachdem sich das Planauflageverfahren bis im Herbst 2014 verzögern dürfte («Anzeiger» vom 27. September). Grund: Fachämter verlangen Naturschutz-Ausgleichsflächen. Ansonsten setzt der Regierungsrat im Bauprogramm 2014 bis 2016 die Schwerpunkte weiterhin auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Gleichzeitig sollen die Ortsdurchfahrten entlastet und das Verkehrsmanagement weiter optimiert werden. In den nächsten drei Jahren sollen zwischen 94 und 128 Millionen Franken jährlich in die Strasseninfrastruktur im Kanton Zürich investiert werden. Mit dem Bauprogramm erstattet der Regierungsrat Bericht an den Kantonsrat über die in den kommenden drei Jahren geplante Umsetzung von Infrastrukturprojekten zur Erreichung der strategischen und verkehrspolitischen Ziele. Wichtigste Ziele sind die Entlastung der Ortszentren sowie die Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger, sowie Velofahrende. Neben den rund 15 Millionen Franken, die entsprechend der gesetzlichen Vorgabe für die Fertigstellung des Radwegnetzes im Kanton vorgesehen sind, sollen jährlich rund zehn Millionen Franken für Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in den Siedlungsgebieten eingesetzt werden. (pd/-ter.)

Während der Bauzeit bis Sommer 2014 wird die Bushaltestelle «Bezirksspital» um einige Meter bergwärts verlegt. Die Baustellenzufahrt erfolgt über die Mühlebergstrasse 34. Geplant ist,

den Kindergartenbetrieb im sanierten Spittel auf das Schuljahr 2014/15 wieder aufzunehmen. Claudia Merki, Primarschulpflege Affoltern

wir gratulieren Zum 96. Geburtstag In der Langzeitpflege Sonnenberg dürfen wir Pauline Sidler-Wechsler zum 96. Geburtstag gratulieren. Sie feiert ihr hohes Wiegenfest am kommenden Donnerstag, 10. Oktober. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Maria Turco-Mirco, wohnhaft in Affoltern, feiert am Mittwoch, 9. Oktober, ihren 80. Geburtstag. Tags darauf, am Donnerstag, 10. Oktober, feiert Cecilia NyffeneggerMagni in Affoltern ebenfalls ihren 80. Geburtstag. Sie erfreut sich guter Gesundheit und geistiger Frische. Den beiden Jubilarinnen gratulieren wir herzlich zum Ehrentag, wünschen ihnen schöne Geburtstagsfeste und alles Gute.

Nun wird der Kindergarten Spittel in Affoltern saniert und aufgestockt. (Bild Werner Schneiter)

Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 532 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Oktober 2013

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Schlechte Noten für die Baudirektion Der Regierungsrat heisst einen Rekurs zum Gestaltungsplan auf Uto Kulm gut Der Regierungsrat hat den Rekurs von Natur- und Heimatschutzorganisationen gegen den kantonalen Gestaltungsplan wegen unzulässiger Eingriffe in die Schutzziele gutgeheissen. Er beauftragt die Baudirektion, eine neue umfassende Lösung zu suchen. Der Rekurs gegen die Richtplanänderung des Uto Kulms auf dem Üetliberg wurde abgewiesen. ................................................... von urs e. kneubühl Das ist happiger als die Handlung im aktuellen Dinner-Krimi «Schicksalsjahre einer Killerin», die bis Mitte Dezember insgesamt acht Mal im Hotel Uto Kulm auf dem Üetliberg aufgeführt wird. Der von der Baudirektion im Februar 2012 per Verfügung festgesetzte kantonale Gestaltungsplan Uto Kulm – der im Bundesinventar für schützenswerte Landschaften Albiskette-Reppischtal eingetragen ist – bewirkt nach Ansicht des Regierungsrates in zentralen Punkten einen zu weit gehenden und daher unzulässigen Eingriff in diese Schutzziele und in den Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet. Zudem verstosse der Gestaltungsplan gegen das Waldgesetz, stelle keine ausreichende Grundlage für geplante Massnahmen dar oder ist zu wenig bestimmt formuliert, reklamiert der Regierungsrat

Uto Kulm: Gestaltungsplan bewirkt in zentralen Punkten einen unzulässigen Eingriff in Schutzziele. (Bild -ter.)

weiter. Entsprechend heisst er den Rekurs von Natur- und Heimatschutzorganisationen gegen den Gestaltungsplan wegen unzulässiger Eingriffe in die Schutzziele gut. Die widerrechtlichen Bestimmungen des Gestaltungsplans sollen entsprechend aufgehoben und die ungenügend formulierten geändert werden. Damit verpflichtet der Regierungsrat die Baudirektion, für den Gestaltungsplan eine neue umfassende Lösung zu suchen. Üetliberg-Wirt Giusep Fry nimmt den Entscheid zur Kenntnis – mit etwas Verwunderung, wie sein Mediensprecher Clemens Schuster sagt: «Wir sind doch etwas erstaunt über den Entscheid.» Grundsätzlich, betont Schuster, sei aller-

dings weder das Hotel Uto Kulm noch Giusep Fry ja direkt Partei, was den Entscheid des Regierungsrates betreffe. Er hält fest, dass die Verfügung nun vorerst durch die Anwälte rechtlich zu prüfen sei. Dann gelte es abzuschätzen, welche Konsequenzen sich daraus ergeben könnten. Im gegenwärtigen Zeitpunkt könne man aber noch keine konkreten Aussagen machen.

frequentiert wird, sei eine aus den Zeitströmungen herausgelöste, einsame Insel, kann nicht wirklich ernsthaft vertreten werden. Zudem wurde der Gestaltungsplan im Vorfeld über eine lange Zeit und mit zahlreichen Leuten ausgedehnt und eingehend durchdiskutiert.»

Verglaste Bereiche, Helikopterflüge und Turmbeleuchtung

Auch die Änderung des Richtplans wurde durch einige Rekurrenten angefochten. Seit der letzten Teilrevision des Richtplans im Jahr 2001, so deren Meinung, hätten sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben; der Zugang zum Uto Kulm sei für die Öffentlichkeit auch mit den bestehenden Regelungen gesichert. Zudem sei eine Erholungszone auf so kleiner und grösstenteils überbauter Fläche nicht sinnvoll. Der Regierungsrat weist die Rekurse in diesem Punkt ab. Die Entwicklung der letzten Jahre und die zunehmenden Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzern des Gebiets macht seiner Ansicht nach eine umfassende Regelung unumgänglich: «Angesichts der intensiven Nutzung des Uto Kulms als Start- und Zielgebiet von Wanderungen sowie als Aussichtspunkt ist die Aufnahme als Erholungsgebiet von kantonaler Bedeutung trotz der geringen Fläche gerechtfertigt. Insbesondere wird damit auch das öffentliche Interesse an der Zugänglichkeit zur Aussichtsterrasse und zum Aussichtsturm unterstrichen.»

Namentlich der «Baubereich Süd» mit den verglasten Restaurantbereichen und dem Fluchtsteg sind es, die sauer aufstossen, ebenso – im Zusammenhang mit dem Waldgesetz und hinsichtlich der Turmbeleuchtung – stelle der Gestaltungsplan keine ausreichende Grundlage für geplante Massnahmen dar. Der Regierungsrat ist darüber hinaus der Meinung, dass der Gestaltungsplan teilweise nicht mit dem Richtplantext vereinbar ist und hinsichtlich der Helikopterflüge gegen den bau- und planungsrechtlichten Schutz der Aussichtspunkte verstösst. Schliesslich sei dieser auch zu wenig bestimmt formuliert, was die Kontrollund Sanktionsmöglichkeiten betreffend Fahrtenkontingent anbelangt. Für Walter Ess, Gemeindepräsident in Stallikon, ist der regierungsrätliche Entscheid «nicht so recht» nachvollziehbar: «Es steht mir zwar nicht zu, den Entscheid des Regierungsrates zu kritisieren, aber die Ansicht, ein Ort, der im Jahr von einer Million Leute

Richtplanänderung: Rekurs abgelehnt

Ein besonderer Aussichtspunkt auf der Lebenswanderung Pro-Senectute-Ortsvertretung lud die 80-Jährigen in Affoltern zum Geburtstagsanlass

Gemeinderat Martin Gallusser und Susanne Schmid gratulieren und beschenken.

55 Affoltemer wurden oder werden dieses Jahr 80 Jahre alt. Sie alle lud die Ortsvertretung der Pro Senectute Kanton Zürich vergangenen Donnerstag zur grossen Geburtstagsfeier. 20 folgten der Einladung ins reformierte Kirchgemeindehaus. ................................................... von thomas stöckli «Geburtstage sind Aussichtspunkte auf der Lebenswanderung», zitierte Eva Haupt, welche die Glückwünsche von Pro Senectute Kanton Zürich über-

brachte, einen bekannten Sinnspruch. Einen ähnlichen Ansatz hatte zuvor auch schon Martin Gallusser gewählt: In 20-Jahre-Schritten liess er die Entwicklung der aktuell 80-Jährigen und ihrer Umwelt Revue passieren: Von der ersten Liebe in einer Zeit noch ohne Verkehrsstaus um 1953 über den Zenit des Erwerbslebens um 1973, die 90er mit ersten Gedanken an die bevorstehende Zeit als Rentner aber auch unerträglichem Verkehr auf der Zürichstrasse bis in die Gegenwart, wo man beim Einkaufen Waren aus der ganzen Welt findet. «Es freut mich sehr, diesen stolzen Geburtstag mit Ihnen feiern zu dürfen», sagte Martin

Das Quartett «Chriesibrägu» sorgte mit Playback und viel Humor für Unterhaltung. (Bilder Thomas Stöckli)

Unter den Jubilaren: Sr. Bertie Ott.

Gallusser und überbrachte den Jubilaren auch «die besten Grüsse vom Gemeinderat.» Auch dieses Jahr hat Susanne Schmid, Leiterin der Ortsvertretung Affoltern von Pro Senectute Kanton Zürich, keine Mühe gescheut, um möglichst viele der 80-Jährigen zu einer Teilnahme zu bewegen. Das gelang ihr diesmal zumindest bei mehr als einem Drittel. Ein Zeichen, dass die bisherigen Veranstaltungen dieser Art gut angekommen sind. Schliesslich locken jeweils auch Kaffee und Kuchen sowie Unterhaltung – diesmal musikalisch-humorvoll mit dem Quartett «Chriesibrägu». «Sie alle haben in den

80 Jahren ganz viel geleistet», waren sich die Redner einig. Aus diesem Grund wird jeweils auch darauf verzichtet, Einzelne besonders hervorzuheben. Für diesmal machte Susanne Schmid allerdings eine Ausnahme: Schwester Bertie Ott wirkt schliesslich schon seit 40 Jahren in der Ortsvertretung mit. «Sie war uns immer eine wertvolle Stütze», verriet Susanne Schmid. Diesmal «durfte» Bertie Ott allerdings nicht mithelfen. Anfang Dezember wird sie selber 80 Jahre alt. Ende Februar 2014 beendet sie dann ihr langjähriges Engagement für die ProSenectute-Ortsvertretung.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Oktober 2013

Im Duett und mit Rauchfahne: Die Hawker Hunter im Einsatz. (Bilder Werner Schneiter)

Von Vrillen und anderen Flugkünsten Rund 60 Piloten boten beim 34. Flugtag der Modellfluggruppe Affoltern auf dem Flugplatz Hausen ein Spektakel ................................................... von werner schneiter

B

eide Hände am Steuergerät, der Blick gegen den Himmel gerichtet. Und an seiner Seite steht der Assistent mit der Stoppuhr in der Hand, mit der festgestellt wird, wie lange der Sprit noch reicht: Ja, sie sind wahre Steuerkünstler, die Modellflugpiloten. Sie und ihre Flugobjekte waren am Wochenende beim 34. Flugtag der Modellfluggruppe Affoltern auf dem Flugplatz Hausen-Oberamt zu bewundern. Einer unter den 60 Teilnehmenden: Hans Wüthrich, der seinen Hawk, einen englischen Jet-Trainer, durch die Lüfte steuerte – keine einfache Aufgabe, weil die schnelle, mit rund 300 km/h fliegende Maschine viel Platz benötigt und nicht aus den Augen verloren werden darf. Und dazu bot der regenverhangene Himmel eine weitere Herausforderung. «Piloten», so der im Verein für Werbung verantwortliche Wolfgang Auth, «haben ihren Flug und ihre Figuren im Kopf». Fast sekundengenaues Abbrechen der Vorführung ist angezeigt, weil die mehrere Liter fassenden Tanks der Modelle Kerosin für eine ganz bestimmte Zeit enthalten. Bei Vollleistung benötigt eine Turbine bis zu einem halten Liter pro Minute! Die Maschinen sind 1:1 nachgebaut, funktionieren also wie ihre grossen Vorbilder. Das Triebwerk eines Jets kommt auf eine Tourenzahl von 100 000 pro Minute. «Die Schaufelblätter der Triebwerke müssen peinlichst genau ausgewuchtet sein. Turbinen werden nach 50 Flugstunden von externen Experten gewartet», erklärt Wolfgang Auth. Verblüffend, was die Piloten mit ihren Maschinen vorführten: Sie zeigten Loopings, Rollen, risikoreiche Vrillen (einseitiger Strömungsabriss, die Maschinen fällt, wie ein Blatt vom Baum), Messerflüge (Maschine fliegt seitwärts). Sie liessen ihre Objekte im Duett hochsteigen. Rauch, erzeugt mit speziellem Dieselöl im Abgasstrahl, verstärkt die Figuren optisch und macht die Objekte am Himmel besser sichtbar. Spektakulär ein «wild gewordener» Helikopter und die beiden Hawker Hunter, die bis in die 90er-Jahre ihre Dienste auch in der Schweiz verrichteten. Oder der Rafale von Dassault, der in Frankreich zum Einsatz kommt. «Der ist besser als der Gripen, aber auch teurer», so Wolfgang Auth. Sogar eine A380, von Peter Michel aus Deutschland nach Hausen gebracht, kam zum Einsatz. Sie ist gut 70 kg schwer und von erheblichem Wert. «Der Eigentümer hat gute Beziehungen zum Airbus-Werk in Hamburg. Ohne diese wäre ein detailgetreuer Nachbau nicht möglich», sagt Auth. Ja, die Piloten kommen auch aus dem Ausland ins Oberamt. Der Flugtag der Modellfluggruppe Affoltern ist schweizweit die grösste Veranstaltung und europaweit eine der grössten. Das regnerische Wochenende verhinderte einen absoluten Grossaufmarsch. Gleichwohl waren es an beiden Tagen Hunderte, die das Spektakel verfolgt haben.

Der Steuermann darf sein Flugobjekt nicht aus den Augen lassen.

Startvorbereitungen für den Rafale, eine französische Konstruktion.

Hawk, englischer Jet-Trainer, im Rückenflug.

Ein Helikopter in ungewohnter Position.

Die Hawker Hunter heben gemeinsam ab.

Ein Airbus A340 wartet auf das Startsignal.


Forum

Dienstag, 8. Oktober 2013

Gemeinderat Ottenbach ist wohlüberlegt für das Spital

Falsch verstandene Entwicklungshilfe

Richtigstellung zu den Falschinformationen von H. Roggwiler.

Die fundierte Zuschrift von Nationalrat T. Bortoluzzi im «Anzeiger» betreffend das falsche «Gutmenschentum» ist voll beizupflichten. Der Beschluss der Gemeinde Hedingen, einen Teil der Glencore-Gelder für Entwicklungshilfe einzusetzen, ist bizarr. Moralische Entrüstung ist eben schnell mobilisiert und so einfach kann man sich selten ein beruhigtes Gewissen erkaufen; man profitiert ja nach wie vor vom Finanzausgleich! Es wird vergessen, dass Glencore auch Arbeitsplätze und Verdienstmöglichkeiten schafft, und dass es sich bei den GlencoreGeldern um deklariertes und ordentlich versteuertes Geld handelt. Ebenfalls wird vergessen, dass mächtige internationale Rohstoff-Konkurrenten von Glencore geschickt mit dem Instrument der moralischen Entrüstung spielen, willig unterstützt von «Gutmenschen» in der Schweiz. Diese Konkurrenten (vor allem auch China) verhalten sich aber in keiner Weise ethischer, im Gegenteil. Entwicklungshilfe ist sowieso Sache des Bundes und nicht von einzelnen Gemeinden. 1960 gab die Schweiz noch keinen Franken für Entwicklungshilfe aus, 2012 waren es 2788 Millionen! Dazu kommt jährlich noch gut eine Milliarde an privater Entwicklungshilfe. Was hat es gebracht? Nicht viel, wenn man den Kontinent Afrika betrachtet. Es geht den Leuten nicht besser als vor 30 Jahren, obwohl seither international mehrere 1000 Milliarden in die armen afrikanischen Länder flossen. Aber eben, das Geld

Das Flugblatt unter dem Titel «Spital Nein», das H. Roggwiler in Ottenbach und offenbar auch in weiteren Gemeinden flächendeckend hat verteilten lassen, enthält so viele Falschinformationen, dass eine Klarstellung angezeigt ist. Nachfolgend die wichtigsten in Kürze: – Roggwiler behauptet, der Gemeinderat habe die Empfehlung, zwei Mal Ja zum Spital zu stimmen, «in Un-

kenntnis von gemeinderelevanten, wesentlichen Punkten» abgegeben. Tatsache ist, dass der Gemeinderat seine Empfehlung am 27. September nach eingehender Analyse der Empfehlungen des Gemeindeamtes und deren Umsetzung in der Vorlage für die neue Rechtsform beschlossen hat. – Roggwiler polemisiert gegen die Sacheinlage von 1,624 Mio – tatsächlich sind es 1.5 Mio. Dabei handelt es sich nicht um eine Ausgabe, wie Roggwiler suggeriert, sondern um die Berechnung des Aktienanteils, welcher

der Gemeinde Ottenbach zusteht. Das Beispiel zeigt, wie oberflächlich sich H. Roggwiler mit den Fakten auseinandersetzt. – Roggwiler behauptet, das Anlagevermögen des Spitals betrage 149 Mio. Franken. Er kommt auf diese beeindruckende Summe, indem er den Substanz- und den Ertragswert gleich zusammengezählt hat, statt sich für den einen oder den anderen zu entscheiden. Damit verdoppelt er den angeblichen Wert des Spitals. Wer solche abenteuerlichen «Berechnungen» anstellt, ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Der Gemeinderat Ottenbach sagt Ja zum Spital Affoltern mit seinem ganzen, umfassenden Leistungsangebot. Er will Stabilität und Planungssicherheit sowohl für das Spital als auch für die Gemeinden und empfiehlt daher, am 24. November zwei Mal Ja zum Spital zu stimmen.

Gemeinderat Ottenbach ......................... > Weitere ForumDer Gemeinderat Ottenbach sagt Ja zum Spital Affoltern mit seinem ganzen, umfassenden Leistungs- Beiträge auf den Seiten 8 und 9 angebot. (Archivbild)

versickert in lokaler Bürokratie, bei korrupten Politikern und in der «Entwicklungshilfe-Industrie.» Entwicklungshilfe sollte ja etwas bewegen; also Hilfe zur Selbsthilfe. Leider ist dies nur sehr selten der Fall. In Gabun feiert dieses Jahr das AlbertSchweitzer-Spital in Lambarene den 100. Geburtstag seiner Gründung. Es wurde also 100 Jahre von der «Entwicklungshilfe» und aufopfernden Ärzten (welche ich bewundere) unterstützt, und dies ist offenbar nach wie vor sehr nötig. Gabun ist aber potentiell ein sehr reiches Land, mit Bodenschätzen etc. Allerdings fliesst seit Jahrzehnten alles Geld zum regierenden Clan, welcher nicht nur über Dutzende von Villen in Frankreich, einen riesigen Park von Luxuslimousinen der teuersten Marken der Welt, sondern auch noch über weiteres Milliardenvermögen verfügt. Nur eines von vielen Beispielen! Die heutige Form der Entwicklungshilfe löst also ganz offenbar die Probleme nicht. Interessant ist auch eine kürzliche Analyse von Dr. G. Schwarz in der NZZ, welche aufzeigt, dass die in den letzten Jahrzehnten neu zur Liste der erfolgreichsten Länder gestossenen Staaten praktische keine Entwicklungshilfe erhielten. (China, Singapur, Südkorea usw.) Der afrikanische Kontinent erhielt am meisten Hilfe, und es geht ihm am schlechtesten! Harry Bopp, Wettswil

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WIR DANKEN HERZLICH für die tröstenden Worte, die uns sehr berührten. Danke allen, die unsere Mutter

Erna Iten-Simmen liebevoll begleitet und betreut haben. Danken möchten wir auch für die Spenden an die Palliativstation Affoltern am Albis. Ottenbach, im Oktober 2013

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Forum

Dienstag, 8. Oktober 2013

Spital: Irreführende und zum Teil falsche Behauptungen des Vereins «Pro Zweckverband Spital Affoltern» Letzte Woche ist ein Flugblatt unter dem Titel «Einige ergänzende Informationen zur vergangenen Veranstaltung über die neue Rechtsform vom Spital vom 10. September 2013», in die Briefkästen in Obfelden geflattert. Dabei wird mit nachweislich falschen Behauptungen operiert. Wo liegt der Verein Pro Zweckverband falsch? Wahl der Delegierten: Die Stimmberechtigten wählen nicht wie in einer Grafik im Flugblatt dargestellt, die Delegierten des Spitalzweckverbandes an der Urne oder an der Gemeindeversammlung. Gewählt werden der Gemeindepräsident und die Mitglieder des Gemeinderates. Wir können ja auch nicht den Finanzvorstand oder den Gesundheitsvorstand usw. bestimmen. Die Ressortverteilung ist alleine Sache des betreffenden Gemeinderates. Auch die Nominierung der Delegierten in die Zweckverbände liegt alleine in der Kompetenz des Gemeinderates. Somit wissen wir jeweils erst nach erfolgter konstituierter Sitzung, wer welches Ressort betreuen wird und wer die Gemeinde in welchem Zweckverband vertritt. Im Bezirk sollen nur noch zwei bis drei Gemeinderäte, Delegierte im Spital sein: Der Verein will, dass nur noch zwei bis drei Gemeinderäte als Delegierte abgeordnet werden dürfen. Die restlichen elf bis zwölf Delegierten sollen Leute aus der Bevölkerung sein, die an der Urne oder durch die Gemeindeversammlung gewählt werden sollen. Gemäss geltenden Statuten des Spitalzweckverbandes ist es zwingend,

dass die Delegierten amtierende Gemeinderäte sein müssen. Ob eine andere Konstellation auch mit neuen Statuten rechtlich überhaupt zulässig wäre, möchte ich infrage stellen. Zudem muss man sich fragen, wie das praktisch ablaufen sollte. Will man alle vier Jahre einen bezirksweiten Wahlkampf für die Nomination von Delegierten des Spitalzweckverbandes durchführen? Welche zwei Gemeinden dürften einen Delegierten stellen und wie, nach welchen Kriterien würden die restlichen Leute nominiert? Wäre damit sichergestellt, dass die «richtigen Leute» auch gewählt würden? Mit Sicherheit nicht.

Der Verwaltungsrat der geplanten AG wird demokratisch gewählt Der Verwaltungsrat wird durch die Generalversammlung gewählt, das heisst. durch die Aktionäre. Gemäss Statuten werden alleine die Bezirksgemeinden Aktionäre sein. Die von uns gewählten Gemeinderäte vertreten uns in den Generalversammlungen der Spital AG und werden mit Sicherheit verantwortungsvoll die richtigen Fachleute als Verwaltungsräte nominieren und wählen. Es ist auch eine ungeheuerliche Unterstellung, dass die zukünftigen Verwaltungsräte nur wegen hohen Honoraren eine solche Aufgabe übernehmen würden. Die Besoldungsrichtlinien werden bekanntlich durch die Aktionäre erlassen und die Gemeindebehörden werden sehr wohl entscheiden können, welche Entschädigung angemessen sein wird.

Die demokratische Einflussnahme der Bevölkerung auf wichtige Entscheidungen zum Spital ist mit der geplanten Rechtsform der AG trotz anderslautenden Behauptungen der Gegner sichergestellt. Änderungen des Zweckes der AG, die Zulassung einer Beteiligung Dritter oder gar die Auflösung sind nur mit Urnenabstimmungen möglich. Dabei ist die Einstimmigkeit aller Trägergemeinden erforderlich. Die von uns gewählten Vertreterinnen und Vertreter in den Gemeindebehörden verdienen unser Vertrauen (darum haben wir sie ja auch gewählt). Stellvertretend für uns werden sie dafür sorgen, dass die strategische Ausrichtung des Spitals zum Wohle der Bevölkerung in unserem Bezirk, durch die richtige Zusammensetzung des neuen Verwaltungsrates erfolgt. Die operative Führung des Spitals, den grössten Arbeitgeber im Bezirk, soll weiterhin Sache der Spitalleitung sein. Diese Gewaltentrennung ist richtig und notwendig.

Es braucht ein neues Bettenhaus Mit der neuen Spitalfinanzierung (Fallpauschale) muss sich ein Spital selbst finanzieren, wenn es seinen Leistungsauftrag nicht verlieren will. Das Spital lebt aber von seinen Patienten. Es ist eine Tatsache, dass heute der gute Ruf, die medizinischen Leistungen und die aufmerksame Pflege für die Wahl des Spitals massgebend sind. Immer wichtiger wird auch das Angebot der Hotellerie. Ein Zimmer mit einer eigenen Nasszelle anstelle

Angriff um jeden Preis? Hoffnungslos? Leserbrief von H. Roggwiler, Zwillikon; «Anzeiger» vom 4. Oktober 2013. Dass die bevorstehende Abstimmung zu unserem Spital Emotionen weckt, liegt in der Natur der Sache und ist darum auch in den Diskussionen im Vorfeld des Urnenganges spürbar. Besonders hoch gehen die Emotionen diesbezüglich bei Herrn Roggwiler aus Zwillikon. Wehe dem, der eine andere Meinung vertritt als er! So bin diesmal ich in die Schusslinie geraten, wie auch schon andere vor mir. Eigentlich kann ich einige der kritischen Fragen zur neuen Rechtsform von Herrn Roggwiler nachvollziehen. Was mich aber schon länger und zunehmend stört, ist die Art und Weise, wie Herr Roggwiler seine Positionen vertritt und respektlos auf «den Mann spielt». Mit dem Angriff auf meine Person kann ich umge-

hen. Letztlich sagen solche Äusserungen ohnehin mehr über den Absender als über den Adressaten aus. Nur wer seinen eigenen Argumenten misstraut, muss mit verletzenden Unterstellungen um sich werfen. Ich bin überzeugt, dass im Grunde eine Mehrheit der Bevölkerung im Bezirk das Spital Affoltern erhalten will. Mit welchen Rahmenbedingungen dies am besten geschieht, muss in einem demokratischen Prozess und in der Gegenüberstellung der verschiedenen Argumente geschehen. Die Auseinandersetzung darf durchaus hart sein, muss aber fair bleiben. Niemand kann die alleinseligmachende Lösung garantieren, auch nicht Herr Roggwiler mit seiner an die Verklärung grenzenden Idealisierung des Zweckverbandes. Auch ich habe mir Fragen nach dem richtigen Weg gestellt. Nach intensivem Studium der Unterlagen und nach vielen Gesprächen bin ich

zur Überzeugung gelangt, dass die Rechtsform der gemeinnützigen AG unserem Spital die besten Chancen bietet, in den neuen Bedingungen eines umkämpften Marktes bestehen zu können. Ich respektiere den Einsatz, welcher Herr Roggwiler in der Frage nach der richtigen Lösung für das Spital leistet. Aber er sollte nicht vergessen, dass dies viele andere auch tun. Es ist völlig unnötig, dass Vertreter anderer Meinungen in verunglimpfender und an Ehrverletzung grenzender Weise angegriffen werden. Wen wunderts, wenn es so immer schwieriger wird, geeignete und motivierte Personen zu finden, die sich für ein Behördenamt zur Verfügung stellen. Respekt heisst das Schlüsselwort und muss auch gegenüber dem politischen Gegner gelten. Daniel Sommer Sidler, Affoltern

Ja zur neuen Rechtsform des Spitals Anlässlich der Gemeindeversammlung in Hausen wurde seitens der Gemeinderäte sowie von Thomas Jucker von der Betriebskommission die Argumente für die Vorlage der neuen Rechtsform des Spitals Affoltern vorgetragen. Die Rechnungsprüfungskommission Hausen hatte sich im Vorfeld der Gemeindeversammlung mit dieser Vorlage befasst und den Stimmbürgern empfohlen, der Vorlage zuzustimmen. Der wesentliche Vorbehalt der Rechnungsprüfungskommission äusserte sich in dem Bedauern, dass die Rechtsformänderung mit dem Finanzierungsantrag für die Kapitalerhöhung verknüpft wurde. Dies wurde seitens der RPK im Abstimmungsbüchlein so festgehalten. Der positive Entscheid war innerhalb der Rechnungsprüfungskommission einstimmig und entspricht auch meiner persönlichen Meinung. In gewissen Leserbriefen

konnte ich entnehmen, dass es Missverständnisse aufgrund meiner Äusserungen an der Gemeindeversammlung gab. Ich bin mir nicht sicher, ob die Personen, welche mich zitierten, an der Gemeindeversammlung anwesend waren. Deshalb ist es mir ein Anliegen, Fehlinterpretationen richtigzustellen, welche in den Leserbriefspalten geschrieben wurden. An der Gemeindeversammlung war es mir ein Anliegen, davor zu warnen, dass eine Rechtsformänderung nicht als eine Lösung präsentiert werden darf, dass nun der finanzielle Druck für das Spital weg fällt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es auch in Zukunft eine grosse Herausforderung für die Verantwortlichen des Spitals sein wird, einerseits dem Bedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden und andererseits eine ausgeglichene Rechnung zu präsentieren. Sollte

dies nicht gelingen, steigt entweder der Unmut der Bevölkerung über die Spitalpolitik oder aber jemand wird ein allfälliges Defizit decken müssen. Es ist festzuhalten, dass dieser Spagat unabhängig von der Rechtsform, ob Zweckverband oder AG, für das Führungsgremium des Spitals eine grosse Aufgabe ist. Für die neue Rechtsform in form einer AG spricht, dass wir die Chance haben, durch einen Verwaltungsrat kompetente und in diesem Bereich ausgewiesene Fachpersonen zu rekrutieren, welche ihr dringend notwendiges Know-how bei der strategischen Führung des Spitals zur Verfügung stellen. Sie lösen die Delegierten ab, welche in dieser Aufgabe oft in einer schwierigen Rolle waren. Deshalb glaube ich persönlich, dass das Spital mit dieser neuen Struktur für die hohen Anforderungen der Zukunft besser gerüstet ist. Stefan Gyseler, Hausen

von Duschen und Toiletten auf der Etage ist eine Selbstverständlichkeit. Alle Spitäler rund um unseren Bezirk rüsten diesbezüglich auf, oder haben es bereits getan. Nur wenn wir einen heute angemessenen Standard bieten können, bleibt unser Spital längerfristig attraktiv. Wir dürfen diese Forderung nicht als unnötigen Luxus abtun. Denken wir alle an die Situation, wenn wir selbst im Spital liegen. Nicht alle haben die finanziellen Möglichkeiten, um sich eine Zusatzversicherung zu leisten, nur um in den Genuss einer heute selbstverständlichen Zimmerausstattung zu kommen. Denken wir auch daran, dass heute für Grundversicherte ebenfalls die freie Spitalwahl gilt. Abwanderungen von Patienten hätten fatale Folgen für Affoltern.

Planung für Bettenhaus existiert Im Flugblatt wird behauptet, dass für das geplante Bettenhaus keine Planung und kein Bedarfsnachweis bestehen. Eine weitere Falschmeldung! Vor einigen Jahren haben die Delegierten einen Kredit für die Projektierung eines neuen Bettenhauses bewilligt. Nach einem Architekturwettbewerb wurde ein hervorragendes Projekt als Lösung für die weitere Planung ausgewählt. Diese war damals so weit fortgeschritten, dass der Realisierungskredit hätte beantragt werden können. Wegen einem drastischen Sparprogramm durch den Regierungsrat wurden verschiedene Projekte, darunter leider auch unser Bettenhaus,

aus dem kantonalen Bauprogramm gestrichen. Die fertigen Pläne mussten eingefroren werden, obwohl das Projekt bis zu diesem Zeitpunkt schon hohe Kosten verursacht hatte. Der Bedarf für eine Erneuerung der veralteten Infrastruktur ist bestehen geblieben. Darum wurde zwischenzeitlich ein renommierter Spitalplaner beauftragt, die Möglichkeiten einer Erweiterung des Betten Traktes für den Akutspital zu möglichst günstigen Kosten zu prüfen. In dieser Studie hat es sich gezeigt, dass der seinerzeit geplante Standort nach wie vor der optimale ist und das Projekt mit einigen Anpassungen wesentlich kostengünstiger realisiert werden könnte. Ich war damals Präsident der Baukommission und kenne die Situation. Das seinerzeitige Projekt kann reaktiviert werden, die erwähnten Anpassungen sind möglich und eine schnelle Realisierung des eingefrorenen Projektes ist realistisch. Damit wären auch ein grosser Teil der bereits aufgewendeten Planungskosten nicht verloren.

Darum stimmen wir am 24. November Ja zu den Anträgen des Spitals Damit sichern wir den Weiterbestand unseres Spitals und geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern endlich wieder die schon lange gewünschte Sicherheit und Ruhe, die sie für ihre anspruchsvolle Tätigkeit verdienen. Peter Sandhofer, alt Gemeindepräsident Obfelden und alt Präsident der Betriebskommission des Spitals Affoltern

Einfach immer nur behaupten Seitdem wir vor Monaten aufbrachten, dass eine Spital-AG keine demokratischen Strukturen zulassen, reden die Befürworter der AG ständig von Demokratie. Anscheinend hat dieses, unser Argument verfangen. Man will für unser Spital Demokratie. Da sind wir uns also einig. Aber jetzt wäre ein weiterer Schritt zu tun. Einmal zu schauen, wo Demokratie nur auf der Verpackung steht, und wo sie wirklich drin ist. Letzten Freitag mussten wir wiederum lesen, und zwar von jemandem, der sich in einem Komitee nun für die AG einsetzen möchte, dass die AG demokratisch sei. Und zwar wörtlich: «Für Leonard Grimmer ist auch die demokratische Einflussnahme auf wesentliche Entscheide zum Spital durch die Bevölkerung von grosser Bedeutung». Er fügt Beispiele an, die plausibel tönen, sofern sie der Wirklichkeit entsprächen, aber in der Praxis läuft das eben nicht so. Die Spital-Planer weigern sich schon jetzt, sich in die Karten blicken zu lassen. Änderungen veranlassen sie schon jetzt, und zwar scheibchenweise, in kleinen Schritten. Letztlich bahnen sich aber grosse Änderungen an, man mietet mal da ein Lokal und lässt mal dort Belegärzte mit überrissenen Preisen zu, was ohnehin massiv kostentreibend ist – statt Ärzte im Spital anzustellen! Und so segeln wir fast unbemerkt genau dem entgegen, was wir schon immer befürchtet haben. Weshalb weigern sich die Spital-Planer, das Budget als Führungsinstrument von 14 fähigen, von uns gewählten Fachleuten diskutieren zu lassen? Weshalb weigern sie sich, vor der Abstimmung etwas über die Strategie zu verraten? Am 24. November ist nicht Weihnachten, da wollen wir uns keine (bösen) Überraschungen einhandeln! Weshalb wollen Sie uns erst nach der Abstimmung etwas sagen über die künftige Entwicklung des Spitals?

Weshalb wollen Sie bei den Gemeinden 30 Millionen Franken einsammeln, ohne uns, dem dummen Volk zu sagen, was und wofür sie etwas bauen wollen, aufgrund welchem Businessplan, auf welchen Grundlagen und Absichten? Nein, das ist nicht Demokratie. Und was sagt die kantonale Verwaltung zu dieser AG: «Die Einflussnahme der Stimmbürger auf die Geschicke der Spital-AG ist klein». Voilà, das ist der Punkt. In der Homepage von unserem Verein findet man unter Aktuell/Tagebuch vom 9.9.13 einen Organigramm-Vergleich von AG und Zweckverband. www.verein-zweckverband.ch Rolf Kilchenmann, Affoltern am Albis

Zuschriften immer mit Adresse Die Redaktion erhält regelmässig per E-Mail übermittelte Zuschriften, die keine vollständige Adresse der Autorin oder des Autors enthalten – oft nich einmal ein E-Mail-Adresse. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer für allfällige Rückfragen angeben. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen, dazu auch solche, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen. Über nicht publizierte Texte führt die Redaktion keine Korrespondenz geführt. redaktion@affolteranzeiger.ch.


Forum

Dienstag, 8. Oktober 2013

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Aktuelles und Internes aus Bundesbern Natalie Rickli und Hans Kaufmann: Podiumsveranstaltung der SVP Wettswil mit prominenten Referenten Unter dem Titel «Neues aus Bundesbern» informierten Nationalrätin Natalie Rickli und Nationalrat Hans Kaufmann über die vergangene Session. Ihre Ausführungen zeigten anschaulich die riesigen Hürden, welche zu überwinden sind, um gesetzliche Änderungen im Parlament durchzubringen.

Noch immer gelte in Bundesbern bei einigen Parteien die Devise: Alle gegen die SVP. Ihre Forderungen fasste sie mit spürbarer Vehemenz zusammen: Revision des Sanktionierungsrechts, Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen sowie eine Anpassung des Jugendstrafrechts. Grundsätzlich sollen die Massnahmen nicht mehr die Strafen ablösen, sondern begleiten.

arbeitsfähige Person arbeitslos. Wäre die Schweiz seinerzeit bei der Gründung beigetreten, hätte unser Land bisher mehr als 100 Milliarden der Union bezahlen müssen. Bei Abstimmungen würde dies bedeuten, dass die Schweiz lediglich mit einer marginal kleinen Stimmenzahl mitbestimmen könnte. Abstimmungen würden in unserem Land bloss noch zu einem Folkloreakt degradiert.

................................................... von martin mullis

Die Politik muss genauer hinschauen

Nationalrat Kaufmann tritt 2015 nicht mehr an

Das stellenweise fast etwas zornige Temperament und eine gehörige Portion Verve, welche das Referat der jungen Nationalrätin auszeichneten, liessen keinen Zweifel darüber, dass Natalie Rickli ihr Burnout überwunden hat. Ihre Themen waren an diesem SVP-Abend die innere Sicherheit, Pädophilie, Prostitution von Minderjährigen und ganz generell das Sanktionierungsrecht. Nationalrätin Ricklis Motion betreffend Hafturlaub für verwahrte Straftäter, welche sie lange vor den aktuellen Vorkommnissen eingereicht hatte, wurde behandelt. Zum Erstaunen der weit über 60 Zuhörer im Singsaal des Schulhauses Mettlen in Wettswil hielt Rickli fest, dass die Motion zwar mit 95 zu 79 Stimmen gutgeheissen wurde, dies von vielen Parlamentariern jedoch lediglich aus Gründen der jüngsten verheerenden Geschehnisse und keineswegs aus Überzeugung.

Der Fall «Carlos», bei dem ein Gewalttäter als Therapiemassnahme Kampfsport betreibe, schreie förmlich nach Änderungen. Im Weiteren hielt Rickli fest, dass einzelne Richter bei der Verwahrungspraxis ihre Verantwortung nicht mehr wahrnehmen, hier müsse die Politik unbedingt genauer hinschauen. Bei der anschliessenden Fragerunde wurden von den Zuhörern eher zustimmende Statements anstelle von Fragen abgegeben. Mit dem zweiten Referat an diesem Abend, welches den Titel «Der Bundesrat will in die EU – wir nicht» trug, fand auch der Wettswiler Nationalrat Hans Kaufmann grosse Beachtung beim Publikum. Er sprach über die gegenwärtigen Bestrebungen einzelner Bundesräte und Parlamentarier, mit der Übernahme von EU-Recht den indirekten Beitritt in die Union anzustreben. Die EU sei alles andere als eine Erfolgsgeschichte, so Kaufmann. Immerhin sei in der EU jede neunte

Er gipfelte zum Schluss seiner zahlreichen Argumente gegen einen EU-Beitritt der Schweiz mit der Formel: «EU bedeutet ein Leben auf Pump» und erntete damit Beifall. In der Diskussions- und Fragerunde forderte ein Zuhörer Nationalrat Kaufmann auf, in Bern besonders bei den Themen Mitfinanzierung der Verkehrswege, insbesondere in den Grenzgebieten, etwas mehr «auf den Putz zu hauen». Am Rande der Veranstaltung konfrontierte der «Anzeiger» Hans Kaufmann mit der Tatsache, dass kürzlich Parteimitglieder der SVP ihn und einige andere altgediente SVP-Nationalräte aufgefordert hatten, zum Zwecke einer Verjüngung der Fraktion baldmöglichst zurückzutreten. Hans Kaufmann stellte klar, dass er vom Souverän für vier Jahre gewählt worden sei. Deshalb werde er die Legislaturperiode als Nationalrat auch beenden. Sicher sei, so gab er bekannt, dass er 2015 jedoch nicht mehr kandidieren werde.

Internationaler Tag gegen die Todesstrafe Am 10. Oktober – Zitate, Fakten, Gedanken Du sollst nicht töten (2. Mose 20,13) -Kain schlug seinen Bruder Abel tot; Gott schickte Kain weg vom Ackerboden; Kain sagte zu Gott: dann können mich alle töten, meine Strafe ist zu gross und Gott bezeichnete ihn, damit er nicht getötet würde (mit dem «Kains-Mal»). Gott tötete Kain nicht, er verfügte keine Todesstrafe. Die Todesstrafe gab es dennoch über Jahrtausende. Am 30. November 1786 aber erliess der Herzog der Toscana in Italien für sein Herzogtum ein Verbot der Todesstrafe. In der Erklärung der Menschenrechte durch die UNO 1948 wird deutlich ein Recht auf Leben festgeschrieben und damit die Todesstrafe im Grunde verboten. Seit der Erklärung der Menschenrechte wird das Recht auf Leben hochgehalten und weltweit wird für Leben und gegen Tod, gegen die Todesstrafe gekämpft. Im Moment haben 97 Staaten die Kapitalstrafe für sämtliche Verbrechen abgeschafft, in 8 Staaten wird sie für aussergewöhnliche Verbrechen ausgesprochen, in 35 Staaten ist sie im Gesetz noch geschrieben, hingerichtet wurde niemand mehr. 140 Staaten haben also de iure oder de facto diese unmenschliche Strafe abgeschafft. Aber in 21 Staaten fanden leider immer noch Hinrichtungen statt: In Europa ist dies lediglich in Weissrussland der Fall, in Afrika wurde in fünf Ländern hingerichtet, auf dem ganzen amerikanischen Kontinent haben einzig die Vereinigten Staaten 2012 Menschen zur Strafe getötet. In Asien sticht China mit mehreren tausend Hinrichtungen hervor, im Mittleren Osten wurde in Iran, Irak, Jemen und vor allem in Saudi Arabien die kapitale Strafe ausgeführt. In den USA schaffen sukzessive immer mehr Staaten die Todesstrafe

ab: seit 2007 New Jersey, New Mexico, Illinois, Connecticut und als 18. Bundesstaat im Frühjahr 2013 Maryland. Mit einer elektronischen Unterschriftensammlung durch eine weltweite Organisation zur Abschaffung der Todesstrafe wurde der Gouverneur von Maryland unterstützt, und ich bekam von seinem Office einen Dankesbrief wie alle, die unterschrieben hatten, was mich sehr berührte. Acat (Aktion der Christen zur Abschaffung von Folter und Todesstrafe) startet für den 10. Oktober eine Unterschriftensammlung zur Abschaffung der Todesstrafe in den Karibik-Staaten: Das sind 25 grosse und kleine Staaten, von denen zehn die Strafe abgeschafft haben, zwei de facto, 13 Staaten jedoch an der Todesstrafe festhalten. Für zwei von ihnen, Guatemala und Trinidad und Tobago, wird eine Unterschriftensammlung an Regierungen und Parlamente gestartet (Unterlagen und Unterschriftenbögen unter www.acat.ch).

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben Denken wir also am 10. Oktober daran, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, dass Töten nicht Rechtsprechung ist und dass Gott ein Gott des Lebens und nicht des Todes ist. Zwei zum Nachdenken animierende Zitate: Frage eines Kindes, dessen Vater hingerichtet wurde: «Wenn töten schlecht ist, warum tötet dann der Staat meinen Papa?» Und von Holly Near, einer amerikanischen Künstlerin und Aktivistin: «Weshalb töten wir Menschen, die getötet haben, um zu zeigen, dass Töten ein schwerer Fehler ist?» David Künzler, Hausen

Informierten über die vergangene Session: Hans Kaufmann und Natalie Rickli, durch den Abend führte Jürg Comminot, SVP Wettswil (rechts). (Bild Martin Mullis)

Und die rücksichtslosen Manager?

Tempo-30-Zone in Affoltern, die nichts nützt

Eine Industrie wird beschäftigt, Gutmenschentum, Folge 1. Leserbrief im «Anzeiger» vom 1. Oktober.

Seit dem 30. September sind wir an der Giessenstrasse in Affoltern auch Tempo-30-Zone! Von fast niemandem gewollt und mit viel Steuergeld (38 000 Franken allein für die Giessenstrasse!) für die stumpfsinnigen und scharfkantigen künstlichen Hindernisse erkauft, nützt uns die ganze Übung nichts: Die wenigen Autos hört man nach wie vor kaum, aber die SBB, die sich in diversen Inseraten mit 125 km/h Höchstgeschwindigkeit innerorts rühmen, lärmen nach wie vor bis ein Uhr nachts und am Wochenende rund um die Uhr durch unser Quartier. Völlig ungebremst.

Auch wenn ich den Überlegungen von Toni Bortoluzzi folgen kann, wundere ich mich, dass diese ausgerechnet aus der Ecke der SVP kommen, der Partei, deren Deregulierungs-Ideologie auf den Gutmenschen in der Wirtschaft basiert. Sie gehen davon aus, dass wir keine Regulierung brauchen, weil die Manager ausschliesslich Gutmenschen sind, die auch ohne Gesetze durch verantwortliches Handeln dafür sorgen, dass in der Wirtschaft alles fair und ethisch zugeht.

Auch hier hat das Gutmenschentum versagt Sie wollen offensichtlich nicht zur Kenntnis nehmen, dass die rücksichts-

lose Gewinn-Maximierung v.a. der Finanz-Wirtschaft und der multinationalen Konzerne, der Gesellschaft beziehungsweise dem Gemeinwohl weltweit ein Mehrfaches an Schaden zugefügt hat als alle Diebe und Einbrecher zusammen. Auch hier hat das Gutmenschentum versagt, davon spricht die SVP nicht. Deshalb muss das hier ergänzt werden. Dass dieses Versagen mangels Gesetzen nicht als kriminell bezeichnet werden darf, macht es aber nicht besser, sondern ist eine Folge der mangelnden Regulierung bzw. der Deregulierung. Meynard Keynes hat zu diesen Gutmenschen gesagt: «Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.»

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Peter Flubacher, Affoltern

Noch ganz andere teure Industrien Es ist immer wieder erstaunlich, was für weite gedankliche Bögen gespannt werden. Oder haben Sie schon gewusst, dass dieselbe Grundhaltung, die Leute Geld spenden lässt, die Ursache dafür ist, dass Straftäter im Freigang Sozialtherapeuten umbringen? Ich habe in meinem Leben schon einiges an Blödsinn in der Zeitung gelesen, aber der Beitrag zum Gutmenschentum von Herrn Bortoluzzi am 1. Oktober ist preisverdächtig. Aber gut, vielleicht sollte ich mehr Nachsicht haben, wenn es einen halt so fuchst, dass jetzt Geld, dass doch ehr- und redlich uns gehört ... gespendet wird.

Matthias Werner, Affoltern

Ah, und dann noch die beschäftigte Industrie: Naja, das ist ja im Grunde keine schlechte Sache. Leute bekommen immerhin Arbeit. Und falls es eventuell doch so ganz sinnlos sein sollte, was all die Helfer und Gutmenschen tun, so sei es uns Trost, dass es in der Schweiz noch ganz andere, viel grössere und teurere Industrien gibt, die vielen Menschen auch gänzlich zweckfrei vorkommen. Vielleicht den gleichen, die gerne Glencoregelder spenden. Ich weiss es nicht. Balint Berg, Hedingen

Spital Weshalb so nachsichtig? Da kassieren 2 Herren von unserem Spital 360’000 Franken, um 46 Seiten für eine AG-Gründung zu schreiben. Ein Elaborat, das von der kantonalen Verwaltung an nahezu 80 Stellen reklamiert werden musste. Soll diesem Versagen und Abkassieren demnächst ein Denkmal gesetzt werden? Ja wirklich, denk mal! Keine Behörde, keine Partei rügt das, alle schlucken leise. Wir schaden unserem Spital auf diese Weise. Das reine Gelddenken hält Einzug. Künftig billiges Personal aus Polen, keine Gespräche, kein Lächeln, keine Umarmung unserer Pflegedürftigen wegen dem fehlenden Geld, das in der Teppichetage abgezügelt wird? Wollen wir das? www.verein-zweckverband.ch unter Aktuell/Tagebuch


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Gewerbe

Dienstag, 8. Oktober 2013

10-Jahre-Jubiläum

Chilbi mit Charme

Urs Koffel schreibt mit dem Mettmenstetter «Bahnhöfli» Erfolgsgeschichte. > Seite 13

Gelebte Geselligkeit am Sonntag in der und um die Mehrzweckhalle Maschwanden. > Seite 15

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Schwarzer Tag Obwohl tonangebend, verlor der FC Wettswil-Bonstetten gegen Mendrisio 0:1. > Seite 17

Ein grosser Schritt nach langer Planung Die Familie Küng erweitert das Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten mit einem Neubau Die Familie Küng, Inhaberin des Gartencenters Guggenbühl in Bonstetten, erstellt ein neues Gartencenter mit 3500 Quadratmetern überdachter Verkaufsfläche und einer Aussenverkaufsfläche von 2500 Quadratmetern. Ein Spatenstich symbolisierte am Freitag den Baubeginn. Das neue Gartencenter an der Südwestflanke des bestehenden, 22 000 Quadratmeter Fläche umfassenden Betriebes Richtung Aumülistrasse in Bonstetten wird auf einem Areal von 19 000 Quadratmetern Fläche errichtet. Der hochisolierte Holz- und Glasbau stellt eine energetische Verbesserung dar und wird mit Sonnenkollektoren bestückt – mit einer der grössten Anlagen in der Region. Die Bewässerung, wesentliches Element eines Gartenbaubetriebes, erfolgt autark. 25 Prozent der neuen Anlage sind unterkellert.

Betrieb läuft während der Bauarbeiten weiter Während der Bauarbeiten läuft der Betrieb des Gartencenters ungehindert weiter. «Auch die kommende Frühjahr- und Sommersaison werden wir in gewohntem Umfang bestreiten können – dann vielleicht schon mit mehr Parkplätzen», sagte der Inhaber. Eröffnet werden soll das neue Center im Herbst 2014. Das hängt allerdings von den kommenden Witterungsverhältnissen und von der Strenge des Winters ab.

Viel Unterstützung erfahren Für Arthur Küng und seine Familie bedeutet die Erweiterung einen grossen Schritt – dies nach einer ausserordentlich langen Planungszeit, die vor dem Hintergrund vieler Auflagen zwar geprägt gewesen war von einigen Mühen. Andererseits aber haben die Küngs auch viel Unterstützung und Anerkennung aus der Öffentlichkeit für ihre Pläne erfahren – nicht zuletzt

an der Gemeindeversammlung im Jahr 2010, die den dafür notwendigen Gestaltungsplan mit grossem Mehr befürwortet hat. Warum die Inhaberfamilie diese Mühen und auch Risiko in Kauf genommen hat, illustrierte Arthur Küng auch mit einem Zitat seiner Tochter Ramona: «Papi, da ist zu viel Herzblut und Engagement dabei, die es verbieten, den Bettel einfach hinzuschmeissen.»

Von Swisspor-Alpstäg die Chance erhalten Und das begründet sich auch mit den vielen Jahren, die Arthur Küng mit dem Gartencenter Guggenbühl verbinden. Angefangen hat er vor exakt 25 Jahren als Geschäftsführer. Damals gehörte der Betrieb Georges Alpstäg, Mitinhaber der Swisspor. Er hat ihm vor 25 Jahren die Chance gegeben, etwas zu bewirken. Und er hat sie gepackt, mit ebendiesem Herzblut und mit Risikobereitschaft. Inzwischen zählt das Gartencenter gegen 50 Mitarbeitende, zum Teil in Teilzeit, und bildet neun Lehrlinge aus. Ein erster Entwicklungsschritt folgte im Jahr 1995 mit dem Abbruch des alten Produktionsbetriebes. Damals entstanden neue Gewächshäuser. Dem folgte um die Jahrtausendwende die eigentliche Zäsur – dies im Rahmen von strategischen Überlegungen über die Zukunft. Nach langen und auch zähen Verhandlungen mit Inhaber Alpstäg wagte Turi Küng den Schritt in die Selbstständigkeit. «Vom Geschäftsführer zum Unternehmer – nochmals ein grosser Schritt», so der Inhaber. 2007/2008 stellte sich die Frage, ob der bestehende Betrieb saniert oder renoviert werden soll. Bei einer Sanierung wäre die Aufrechterhaltung des Betriebes nicht einfach gewesen. So fiel der Entscheid zugunsten eines Neubaus aus. Für Arthur Küng ist dieser Schritt nur durch familiäre Unterstützung und durch das Engagement der Mitarbeitenden, das «Guggi-Team», möglich geworden. (-ter.)

Beobachtet von Gästen und Mitarbeitenden (in Rot), symbolisieren die Inhaber-Familie Küng und der Ingenieur mit dem Spatenstich den Baubeginn des neuen Gartencenters, von links: Ramona, Lars und Ruth Küng, Ingenieur Harry Weber und Turi Küng. (Bild Werner Schneiter)

So präsentiert sich der Neubau, der voraussichtlich im Herbst 2014 eröffnet wird. (Visualisierung zvg.)

Wohnfreiheit, die beflügelt «Residenz Milan»: Eigentumswohnungen in Affoltern An schöner Hang- und Zentrumslage entstehen in Affoltern 26 attraktive 3½- bis 6½-Zimmer-Eigentumswohnungen. Der Baustart ist bereits erfolgt. Am 17. und 18. Oktober lädt die Intus AG zu einem Informationsanlass.

An Hanglange klafft ein riesiges Loch. Hier entstehen 26 Eigentumswohnungen. (Bild zvg.)

Die entrée Generalunternehmung AG realisiert auf dem Grundstück die Wohnüberbauung Residenz Milan mit 26 hochwertigen und modernen Eigentumswohnungen. Vor rund zwei Monaten haben die Abbruch- und Rodungsarbeiten an der Wolhausenstrasse / Zürichstrasse begonnen. An der begehrten Hanglage klafft daher zurzeit ein riesiges Loch. Aber

nicht mehr lange: Das Wohnungskonzept umfasst die angesagte SingleWohnung, die beliebte Garten-Maisonette bis hinauf zur exklusiven Penthouse-Attika. Alle Wohnungen verfügen nebst den grosszügigen Grundrissen mit mindestens zwei Sanitär-Räumen auch über genügend Stauraum im Innen- wie im Aussenbereich. Selbst bei der Single-Wohnung braucht man auf diese Aspekte nicht zu verzichten. Benötigt man für das Hobby, die Passion einen geeigneten Raum? Dann ist man auch hier richtig! Denn die geräumigen Keller/Disponibel grenzen überwiegend direkt an die Wohnungen an und bieten Platz für die individuellen Freizeitwünsche. Die attraktiven Aussenplätze – Loggias, ge-

deckte Sitzplätze und Terrassen (bis 267 m2) – lassen viel Bewegungsfreiheit zu. Ab Herbst 2014 sind die ersten exquisiten Wohnungen bezugsbereit. Mit der kubischen Architektur, den klaren Linien, dem exquisiten Innenausbau sowie der ökologischen Bauweise im Minergie-Standard wurde der Zeitgeist getroffen. Die mit der Vermarktung beauftragte Intus AG lädt am 17. und 18. Oktober alle Interessierten zu einem Informationsanlass ein, damit offene Fragen geklärt werden können. Donnerstag, 17. Oktober, von 17 bis 19 Uhr. Freitag, 18. Oktober, von 16 bis 18 Uhr. Intus AG «Treffpunkt Immobilien» Zürichstrasse 82, Affoltern.


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Vermischtes

Dienstag, 8. Oktober 2013

Schubert in der katholischen Kirche Bonstetten Den Kirchgängern ist die Schubertmesse ein Begriff: süss, überschwänglich, schnulzig. Doch damit wird man ihr nicht gerecht. Franz Schubert (1797-1828) hat sie schlicht und durchsichtig komponiert. Es ist eine Frage der Interpretation, dass die hohe Kunst zur Geltung kommt und nicht albern wirkt. Lieder der Schubertmesse werden immer wieder gewünscht, ein Zeichen, dass die Messe beliebt ist. Messen grosser Meister vertonen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Die «Deutsche Messe» vertont dagegen Gedichte. Inhaltlich berühren die acht Lieder der Schubertmesse alle wichtigen Aspekte christlichen Daseins: ohne Gott ist Verlorenheit, die Schöpfung, Gabe des Seins und des Lebens, Heiligkeit Gottes, Jesus als Heiland, Erhörung durch Gott. Die Lieder haben mit dem Leben

im Dasein vor Gott zu tun. Das spricht an, weil die eigenen Fragen, das Zweifeln, die Unsicherheit angesprochen sind. Darin mag wohl die Beliebtheit der Messe liegen. Schubert hat für seine «Deutsche Messe» (D872) Gedichttexte des Johann Philipp Neumann vertont. Reto Huter, Leiter des MauritiusChors, wählte für die Aufführung im Gottesdienst die Fassung für Chor, Orgel und Bläser. An der Orgel begleitete Seraina Brügger. Vier Bläser kamen dazu: Renato Bizotto, Oboe; Reto Wildeisen, Klarinette; Andreas Kamber, Horn; Gustavo Quintero, Fagott. Die Leistung des MauritiusChors ist gross. Der Chorklang war perfekt, keine der vier Stimmen überwog. Die vier Bläser fügten sich in den Chorklang wunderbar ein, ohne je den Chor zu dominieren.

Meisterlich war die Leistung der Organistin. Die erst 17-jährige Klavierspielerin begleitete zum ersten Mal auf der Orgel. Reto Huter hat Chor und Musikanten zu einer harmonischen Einheit zusammengebracht und glänzend dirigiert. Schubert mag sich gefreut haben, dass seine Kunst eine würdige Interpretation gefunden hat. Die Schubertmesse eignet sich hervorragend als Gestaltungselement der Eucharistiefeier. Diese ist als Gottesdienst zentral. Auch dem muss der Chorleiter gerecht werden. Der Gottesdienst darf als sehr gelungene Gesamtleistung in Erinnerung bleiben.

Regina Luthiger verabschiedet Dem feierlichen Gottesdienst vom 29. September 2013 stand P. Perry Da Sil-

Der MauritiusChor unter der Leitung von Reto Huter hat begeistert. (Bild zvg.) va vor. Im Anschluss an den Gottesdienst verabschiedete Kirchenpräsident Anton Gasser zusammen mit Rita Renggli, Personalvertreterin der Kirchenpflege, und dem Pfarrer Regina Luthiger. Nach 25 Jahren Treue zur Pfarrei und zum Katechetikunterricht verlässt sie die Arbeit und geht in Pension. Das Präsidentenamt des MauritiusChors führt sie indessen weiter.

Der Präsident verdankte ihre wertvolle Arbeit für die Kirche mit lieben Worten. Als kleines Zeichen der Dankbarkeit erhielt sie ein Präsent und einen Blumenstrauss. Mit grossem Applaus dankte die Kirchgemeinde. Das Bläserquartett spielte als Abschluss das Quartett für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott von Carl Stamitz. (-h-)

Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten käsen in den Flumserbergen 15 Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten starteten am Morgen um 7.15 Uhr vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil mit dem Zug via Zürich HB, Ziegelbrücke nach Unterterzen, anschliessend ging es mit der Gondelbahn via Oberterzen nach Tannenboden. Dass es nicht einfach ist, mit 15 gesprächsfreudigen hoch motivierten Ü60ern drei Mal umzusteigen – dies bei relativ kurzen Umsteigezeiten – zeigte sich schon bald. Dank dem Antreiben von Reiseleiter Walti Mätzler an der Spitze und dem Nachstossen am Schluss der Kolonne durch Rosmarie klappte alles perfekt. Kein Anschluss wurde verpasst, ja sogar die reservierten Plätze in den Zügen waren noch frei. Somit kamen alle 15 Hobbykäser gut gelaunt bei der Bergstation der Gondelbahn an. Auf Tannenboden gab es dann den ersten Kaffeehalt. Gestärkt und frohen Mutes wurde während 15 Minuten bei schönstem Herbstwetter über die Tannenbodenalp zur Alpkäserei marschiert. Beim Eintreffen war Franz der Alpkäser bereits beim Einfeuern.

Täglich 2000 Liter Milch Franz erklärte in spannender Art und Weise über die Geschichte und Tradition der Alpkäserei. Die Alp- und

anzeige

Peter Reust arbeitet mit Zuschauern.

Das aufgestellte Ü60er Team nach dem anstrengenden Käsen. (Bilder zvg.)

Brauchtumskäserei Tannenboden wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Während der Alpsaison sind ca. 100 Kühe auf der Tannenbodenalp, und produzieren täglich 2000 Liter Milch. Diese wird in ca. 30 Arbeitsschritten verarbeitet und ergibt schlussendlich 200 Kilo feinsten Alpkäse. Alle 15 Ü60er konnten während rund drei Stunden aktiv mithelfen, die 120 Liter Rohmilch zu verarbeiten. Aus 120 Liter Milch wurden schliesslich 12 kg Alpkäse produziert. Die ca. 30 Arbeitsschritte waren sehr spannend und interessant. Für die Unterländer sehr überraschend war, wie viel Arbeit es

braucht, um 12 kg Käse herzustellen. Streng war vor allem das dauerhafte Rühren mit Rechen und Harfe im Milch-Kupferkessel während einer Stunde über dem Holzfeuer, bis die Milch eine Temperatur von 44 Grad erreicht. Spannend war das Finale, als zwei Ü60er, ausgerüstet mit Stiefeln und Plastikschürze, den Käse aus dem Kessel mit einem speziellen Tuch unter Mithilfe von Händen und Mund die 12 kg Käse abschöpfen konnten. Der Käse wird bis Ende März in der Käserei wöchentlich gedreht, gesalzen und abgebürstet, bis er dann den Ü60ern nach Bonstetten geschickt werden

kann. Sie werden dies natürlich benutzen, um einen Anlass zur sogenannten «Kästeilete» zu organisieren.

Alprundgang oder ein Jass Nach drei Stunden harter Arbeit, waren alle aufgestellt und begeistert vom Käsen. Anschliessend konnten sie sich gemütlich in der schönen rustikalen Sennenstube an den Mittagstisch setzen. Bis zum Mittagessen war noch genügend Zeit, um bei einem Apéro einander die spannenden Käser-Erlebnisse zu erzählen. Das Älpler Menü, Hackbraten mit Kartoffelstock, Gemü-

se und Dessert war hervorragend. Den Kaffee gab es dann auf der schönen Terrasse bei strahlendem Sonnenschein, mit traumhaftem Ausblick auf die Churfirsten Bergkette. Der restliche Nachmittag konnte individuell gestaltet werden. Walti schlug einige Möglichkeiten vor: Alprundgang, leichte Wanderungen rund um den Tannenboden, Besichtigung des Kräutergartens, Rodeln, was aber für Ü60er nicht ungefährlich ist, oder die gemütliche Variante auf der Sonnenterrasse: Jassen, Beine und Köpfe hängen lassen, dazu die schöne Aussicht geniessen. Zwei wagten sich auf die anspruchsvolle, steile und rasante Rodelstrecke. Um 16 Uhr war für alle Treffpunkt bei der Gondelbahn Tannenboden. Es war spannend, über die verschiedenen Nachmittags-Erlebnisse zu hören, vom Rodeln über die schönen gemütlichen Wanderrouten bis zum Terrassenfeeling. Aufgestellt und glücklich, mit einer gesunden Müdigkeit, nahmen die Ü60er die Heimreise mit Gondel und wiederum dreimaligem Umsteigen nach Bonstetten in Angriff. Alle freuen sich schon jetzt auf den nächsten interessanten, spannenden und gut organisierten Ü60er-Anlass: «Brauseminar bei der Wädi Bräu in Wädenswil».


Vermischtes

Dienstag, 8. Oktober 2013

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«Nur das tun, was man wirklich kann» Urs Koffel hat mit dem Mettmenstetter «Bahnhöfli» in den letzten zehn Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben «Full House» beim 10-Jahre-Jubiläum im Steakhouse Bahnhof in Mettmenstetten. Das widerspiegelt die Erfolgsgeschichte, geschrieben von Urs Koffel. Unablässig trafen sie ein, die Stammgäste, Gäste und Freunde. Küsschen hier, Glückwünsche da. Allüberall fröhliche Gesichter und eine gelöste Stimmung am Sonntagnachmittag im Steakhouse Bahnhof in Mettmenstetten. Urs Koffel und Partnerin Caroline Biel wurden mit Geschenken und Glückwünschen überschüttet, sie schüttelten Hunderte von Händen. Man prostete sich zu – mit gutem Grund: In den zehn Jahren hat sich einiges getan im «Bahnhöfli», wie es in aller Regel liebevoll genannt wird. Urs Koffel erinnert sich noch genau an den ersten Tag seines Wirkens: «Erst stellte ich mir die Frage: Kommt überhaupt jemand? Dann mussten wir 25 Mittagessen und 30 Nachtessen servieren.» Ein vielversprechender Start, dem hernach bisweilen ein veritables Durchstarten folgte. Es kamen immer mehr Gäste, vor allem wegen der qualitativ hochstehenden Fleischprodukte. Im Jahr 2008 die erste Erweiterung: Urs Koffel liess auf dem Areal der Gartenwirtschaft einen Anbau realisieren

und erweiterte damit die Gesamtkapazität im «Bahnhöfli» auf 250 Plätze. Mit der Übernahme eines Eventlokals im Grindel, jenseits der Bahngeleise, folgte Anfang 2012 ein weiterer bedeutender Schritt. Das Lokal mit 160 Plätzen für Essen wird stark frequentiert, vor allem von Festgesellschaften jeglicher Art. Und dort wird auch das eigene Bier gebraut: rund 600 Liter pro Woche, das ausschliesslich in der Eventhalle und im Steakhouse ausgeschenkt wird, aber auch für Catering-Kunden geliefert wird. Catering ist neben den Grillkursen ein weiteres Standbein des Koffel-Unternehmens, das inzwischen 28 festangestellte Mitarbeitende und 35 Aushilfen beschäftigt.

Glück, Können, Gespür und Personal, das mitzieht «Ich hatte bisher viel Glück», sagt Urs Koffel. Ein Satz, der wohl etwas zu kurz greift: Neben Glück ist in diesem nicht ganz einfachen Business natürlich auch Können und viel «Gschpüri» notwendig – und Personal, das voll mitzieht. Nicht nur das ergibt die Erfolgsformel im «Bahnhöfli». Entscheiden, so Urs Koffel, sei auch die Einsicht, nur das zu tun, was man wirklich könne. Und das dann perfekt umsetze. (-ter.)

Volles Lokal und fröhliche Gesichter beim 10-Jahre-Jubiläum am Sonntagnachmittag im «Bahnhöfli» in Mettmenstetten: Urs Koffel mit Partnerin Caroline Biel. (Bild Werner Schneiter)

Autos, Autos: Mekka der Neuwagen Herbstliches in Affoltern Schlaraffenland Traditionelle Herbstausstellung auf dem Kronenplatz

Erntedankfest auf dem Schwalbenhof

Die traditionelle Herbstausstellung etlicher bekannter Automarken-Vertreter der Region liess den Kronenplatz am vergangenen Samstag einmal mehr zu einem Mekka der Neuwagen werden. Autos, nichts als neue Autos sah man weit und breit. Acht Stunden lang bot

Seit vielen Jahren wird auf dem Schwalbenhof in Hauptikon ein Erntedankfest gefeiert. Diese Tradition übernahm auch der Biobauer Simon Schmutz mit seiner Lebenspartnerin Milena Laneve. Am fröhlichen Fest mit Musik und Köstlichkeiten vom Hof nahmen gegen hundert Kunden, Freunde und Nachbarn teil.

sich Interessierten so die Möglichkeit, sich auf dem grossen Parkplatz über das, was der Automarkt aktuell hergibt, zu informieren – von Audi, über Chevrolet, Dfsk-Transporter, Ford, Honda, Jeep, Kia, Mazda und Mercedes, bis zu Skoda, Ssang Yong und Volvo.

Trotz trübem Wetter nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher neugierig die Auto-Schau vor der Haustüre, verglichen Marken sowie Modelle und liessen sich von den Fachleuten vor Ort die Vorteile der einzelnen Vehikel erläutern. (kb.)

Zahlreiche neue Modelle auf dem Kr0nenplatz in Affoltern. (Bild Urs E. Kneubühl)

Markenartikel zu Schnäppchenpreisen Liquidations- und Rampenverkauf im Kasinosaal Affoltern Auf ca. 500 Quadratmetern gibt es im Oktober in Affoltern vier Tage lang einen grossen Liquidations- und Rampenverkauf. Die Schnäppchenjagd findet von Mittwoch, 9. Oktober, bis Samstag, 12. Oktober, im Kasinosaal statt. Der Verkauf dauert von Mittwoch bis Freitag von 9 Uhr durchgehend bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr. – Dank Direktimport, Kauf von Neuheiten, Liquidationsposten, Überproduktionen und Konkurswaren kann

die Schweizer Firma Reliko AG eine sehr grosse Palette von rund 3000 verschiedenen Artikeln, teilweise 50 bis 80 Prozent günstiger anbieten. So gibt es beim Gang durch den über 500 Quadratmeter grossen Markt viele Schnäppchen zu entdecken: Kerzen, die um bis zu 70 Prozent reduziert sind, Kinderspielsachen, Papeterieartikel, Werkzeug, Damenjeans ab drei Franken und diverse andere Artikel zu minimalen Preisen. Besondere Schnäppchen sind

die Original-Parfums, ein Hit die Riesenauswahl an Bett- und Frottewäsche sowie die grosse Auswahl an Kissen, Decken und Steppdecken. Elektrogeräte wie Föhn, Bügeleisen oder Haarschneidesets gibt es zum halben Preis und einmalig sind auch die Party- und Festzelte: 100% wasserdicht und in nur zwei Minuten aufgestellt. Liquidations- und Rampenverkauf vom 9. bis 12. Oktober, ab 9 Uhr, Kasinosaal Affoltern.

der Arbeit folgte dann im Schwalbenhof auch das Vergnügen. Aus dem Suppentopf durften sich die «Helfer» verpflegen und sich von der, für die Allermeisten ungewohnten Feldarbeit, erholen. Fast wie im Schlaraffenland wurden aber auch Dinkelbrotköstlichkeiten wie Zöpfe, Brot und Mehl sowie Dörrbohnen, Eier, Obst und verschiedene Gemüsearten angeboten. Selbstverständlich, dass sämtliche dieser Erzeugnisse aus der eigenen Bio-Produktion stammten. Die zwei Bienenvölker auf dem Schwalbenhof betreut der Hobby-Imker Thomas Zbinden aus Herferswil. Unter dem Titel «Wie geht es unseren Bienen», erzählte er viel Wissenswertes über die Bienenzucht. Der 90-jährige ehemalige Besitzer des Schwalbenhofes, Alfred Schneiter, wohnt im alten Spycher unmittelbar neben dem Hof. Er weiss vieles vom Säen und Ernten aus früheren Zeiten zu erzählen. Die bio-dynamische Landwirtschaft und das Gedankengut seiner Nachfolger auf dem Hof unterstützt er und freut sich jedes Jahr über Erntedankfest und Zukunftssäen. (mm)

Milena Laneve und Simon Schmutz sind überzeugte Biobauern und führen den Schwalbenhof mitten im Weiler Hauptikon nach den Grundsätzen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Der Schwalbenhof mit Kälbern, Rindern, 13 Kühen, zwei Schweinen, 20 Hühnern und zwei Bienenvölkern darf ohne Übertreibung als eigentlicher Bilderbuch-Bauernhof bezeichnet werden. Simon Schmutz muss auf die Frage nach dem Grund des Festes auf dem Hof nicht lange überlegen. Es sei ihm ein grosses Anliegen, so der Biobauer, der Natur für die Ernte zu danken und mit seinen Kunden und Freunden diesen Dank mit einem fröhlichen Fest auch zu unterstreichen. Um den Kreislauf der Landwirtschaft und Bodenkulturen aufzuzeigen, führte Simon Schmutz seine Gäste zu Beginn des Anlasses auf einen in der Nähe gelegenen Acker wo das sogenannte Zukunftssäen gemeinsam und von Hand durchgeführt wurde. Der Dinkel wird im August des nächsten Jahres dann geerntet wer- Biobauern mit Leib und Seele: Milena Laneve und Simon den können. Nach Schmutz mit Töchterchen Mira Elisa. (Bild Martin Mullis)


veranstaltungen

Bei den Kindern beliebt: Das Karussell vor der Mehrzweckhalle Maschwanden.

Dorf-Chilbi mit Charme Gelebte Geselligkeit in Maschwanden Ein Karussell, dazu Bierkrug-RutschBahn, und Mohrenkopfschleuder – wenn der Dorfgeist stimmt, braucht es nicht viel, um die Bevölkerung anzulocken. Das hat Maschwanden einmal mehr bewiesen: Der Mehrzwecksaal an der Chilbi war vergangenen Sonntag nämlich einmal mehr gut gefüllt. Bei Musik und gutem Essen genossen die aktuellen, früheren und vielleicht auch der eine oder andere künftige Maschwander die Geselligkeit. Denn genau darum geht es primär, wie mehrere Chilbi-Besucher glaubhaft versicherten. So treffe man denn auch jedes Jahr wieder einige HeimwehMaschwander, die sich den Anlass nicht entgehen lassen wollen. (tst.)

Möglichst weit soll der Bierkrug gleiten, aber ohne runterzufallen.

Edi’s Blasmusikanten spielten zur Unterhaltung auf. (Bilder Thomas Stöckli)

Waffelspass im MüZe-Kafi Die Blätter werden schön farbig, draussen wird es langsam kühler und immer schneller dunkel. Die Herbstferien sind da. Während dieser kühlen Jahreszeit versüsst das MüZe-Kafi die Ferien mit dem beliebten Waffelspass. Es riecht schon von Weitem, die Erholung und der Genuss sind in einem familienfreundlichen Rahmen garantiert. Im eigenen Spielzimmer haben die Kinder die Möglichkeit sich auszutoben. In den Affoltemer Schulferien öffnet das MüZe jeweils am Donnerstagnachmittag die Türen. Am 10. und 17. Oktober zwischen 14 und 17 Uhr sind alle Kinder und ihre Eltern zum beliebten Waffelspass eingeladen.

Die Kinder verzieren ihre frischgebackenen Waffeln nach Lust und Laune. In dieser Zeit können die Mamis und Papis einen feinen Kaffee, Cappuccino oder Tee trinken und danach noch in der Börse stöbern. Die kleinen Kunstwerke dürfen sofort im Kafi oder später zu Hause genossen werden. Die erste Waffel kostet fünf Franken, jede weitere noch drei Franken. Dekorationsmaterial ist im Preis inbegriffen. Das MüZe-Kafi-Team freut sich auf viele kleine und grosse Confiseure und Dekorationskünstlerinnen. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Infos unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.

«Tanz durch die Galaxien» Die Kirche Jesu Christi lädt zum Herbstball nach Bonstetten. Zum diesjährigen Herbstball lädt die Kirche Jesu Christi in ihr Kirchgemeindehaus in Bonstetten (Heumattstrasse 2). Zu den Klängen der Liveband @mission schweben die Tänzerinnen und Tänzer weit entfernten Galaxien entgegen. Nicolas Fischer, bekannt aus den «Grössten Schweizertalenten», lädt zum Astronautentraining. Weitere Showblocks und selbstverständlich ein passendes Astronautenmenü runden den Abend in gediegenem Rahmen ab. Freitag, 1. November, ab 19 Uhr. Anmelden bis zum 20. Oktober unter hlt-bonstetten@gmx.ch. Bei Fragen: 044 273 17 72. Unkostenbeitrag (inkl. Menu und Getränke): 60 Franken pro Person.

Galaktisches Ball-Erlebnis. (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 8. Oktober 2013

Training beginnen und teilnehmen! 16. Säuliämtler Chlauslauf in Affoltern

Rückblick auf die letzte Säuliämtler Nacht des Sports: Finale auf der Bühne des Kasinosaals in Affoltern. (Archivbild)

Gewinnen – und darüber sprechen! Säuliämtler Sportler des Jahres: Bewerbungsfrist läuft Ende Januar 2014 kommt es zur 7. Austragung der Säuliämtler Nacht des Sports. Athletinnen und Athleten, die 2013 dank ihrer Leistungen immer wieder zuoberst auf dem Treppchen standen, können sich ab sofort bewerben. ................................................... von michèle scherz-spörri Nach ihrem überzeugenden Auftritt und dem grandiosen Gewinn der Silbermedaille an den Weltmeisterschaften schafften es die Schweizer Hockeyaner auf die Titelseiten der grossen Schweizer Zeitungen. Und für ein paar Tage waren wir alle kleine Hockeyexperten. Auch die Fussballnati wird wohl in aller Munde sein, wenn sie sich für die Weltmeisterschaften in Brasilien qualifiziert. Und wenn die OL-Läuferin Simone Niggli-Luder ihren Rücktritt erklärt, so ist dies immerhin eine Meldung in den Sportseiten wert. Doch wie sieht dies bei den lokalen Sportlerinnen und Sportlern aus? Sicher, wenn die mehrmalige Gewinnerin der Säuliämtler Sports Awards,

Petra Klingler, einmal mehr mit ihren Kletterkünsten brilliert, findet sich ein Bericht im «Anzeiger». Und auch Raffael Huber und Adrian Brennwald, die beiden Ausdauersportler, sind der lokalen Bevölkerung bekannt. Doch neben diesen «Schwergewichten» der Säuliämtler Sportwelt gibt es noch unzählige weitere Athletinnen und Athleten, die sich mit hartem Training, grossem persönlichem Einsatz, einer fast endlosen Begeisterung für ihren Sport und vor allem mit herausragenden Leistungen einen Platz auf den Zeitungstitelseiten oder zumindest in den Kurzmitteilungen verdienen. Die IG Säuliämlter Sports Awards hat sich genau dies zum Ziel gesetzt. Bereits zum 7. Mal sucht sie nach den besten Sportlerinnen und Sportlern aus dem Säuliamt, gibt ihnen eine Plattform für sich und ihren Sport und kürt an der Säuliämtler Nacht des Sports zusammen mit der lokalen Bevölkerung die Allerbesten unter ihnen.

Der Countdown läuft Am Freitag, 31. Januar 2014, findet im Kasinosaal in Affoltern die 7. Säuliämt-

ler Nacht des Sports statt. Dann werden in den fünf Kategorien Männer, Frauen, Nachwuchs Männer, Nachwuchs Frauen und Team die jeweils drei Erfolgreichsten des Jahres 2013 auf der Bühne stehen und gebannt darauf warten, bis niemand geringerer als René Rindlisbacher verkündet, wer es am nächsten Tag als Säuliämtler Sportler des Jahres auf die Titelseite schaffen wird. Bis es so weit ist, müssen die Säuliämtler Sportlerinnen und Sportler, das heisst, alle Athletinnen und Athleten, die entweder im Knonauer Amt leben oder für einen hiesigen Verein starten, für einmal aber nicht nur Gewichte stemmen, Kilometer abspulen, Zielscheiben anvisieren oder Magnesium von den Händen klopfen, sondern sich auf der Website www.saeuliaemtlersportsaward.ch über die Sports Awards schlau machen und sich bewerben. Sie sollen siegen – und darüber sprechen! Das OK der Säuliämtler Nacht des Sports freut sich auf zahlreiche Bewerbungen und einen weiteren denkwürdigen Galaabend in Kasinosaal mit den besten Sportlerinnen und Sportlern aus dem Knonauer Amt.

Am Sonntag, 8. Dezember, anlässlich des Chlausmarktes der Voba, kommt es zur 16. Austragung des Säuliämtler Chlauslaufs der LV Albis. Neben den zahlreichen Kids von Vereinen und Schulen und Breitensportlern werden auch Leistungssportler am Start sein. ................................................... von hanspeter feller An diesem Sonntagmorgen gehören die Strassen im Zentrum von Affoltern für einmal nicht dem motorisierten Verkehr. Sie sind gesperrt für den Chlausmarkt und den Säuliämtler Chlauslauf. Auf die Teilnehmenden wartet eine attraktive Laufveranstaltung mit Start auf der Poststrasse und Ziel auf dem Platz vor dem Gemeindehaus. Auf der Oberen Bahnhofstrasse begegnen die Läuferinnen und Läufer einer grosse Zuschauerkulisse und Marktleuten. Der Säuliämtler Chlauslauf hat sich zu einem bedeutenden Laufanlass entwickelt, der weit über die Grenzen der Region bekannt geworden ist. Die

Spitzenläufer aus dem Säuliamt erhalten Konkurrenz aus anderen Teilen des Kantons und vor allem aus der Innerschweiz. Im goldenen Buch des Säuliämtler Chlauslaufs sind prominente Spitzensportler zu finden. Emma Pooley und Raffael Huber gewannen 2012. Blättert man weiter zurück, stösst man unter anderen auf Rosa Moreira, Beat Blätter und Adrian Brennwald, alles einheimische Spitzenathletinnen und Athleten. Der Säuliämtler Chlauslauf bietet allen Laufbegeisterten etwas. Die Breiten- und Spitzensportler laufen mehrere Runden mit einer Gesamtdistanz von 5.6 km. Für den Nachwuchs stehen altersgerechte Distanzen im Programm. Familien können den beliebten Mutter/Kind- Vater/Kind-Lauf über 1.2 km bestreiten. Auch dieses Jahr sind die Schulklassen eingeladen. Ganze Klassen können für ein kleines Startgeld teilnehmen und erst noch einen Preis für die Klassenkasse gewinnen. Neu im Programm steht eine 2erStafette für Behörden- und Firmenteams. Angesprochen sind Mitglieder von Gemeinderäten, Schul- und Kirchenpflegen aber auch Parteivorstände sowie Mitarbeitende von den zahlreichen Unternehmen in unserer Region. Auch die Prominentenstafette steht wieder im Programm. Informationen werden demnächst unter www.lvalbis.ch

Chlauslaufstimmung. (Bild Max Loder)

aufgeschaltet.

Nerven und Ausdauer bewiesen

Paul Stutz gewinnt die Bundesgabe

D1 von Volley S9: Sieg im Entscheidungssatz

Mit 71 von 75 möglichen Punkten sicherte sich der Pistolenschütze Paul Stutz aus Zwillikon den Sieg am 68. Historischen Schwaderlohschiessen in Alterswilen. Damit gewann der Kantonspolizist und Abteilungsleiter Pistole im Zürcher Schiesssportverband (Zhsv) das dritte Historische Schiessen in diesem Jahr.

Am Freitagabend, 27. September, hat für das erste Damenteam von Volley S9 die Saison 2013/14 begonnen. Die Ämtlerinnen fuhren ins entfernte und merklich kühlere Einsiedeln, in der Hoffnung die Saison besser als letztes Jahr zu starten. Das sollte ihnen auch gelingen.

Zur Erinnerung an das denkwürdige Ereignis des Schwabenkrieges, insbesondere des eidgenössischen Kriegslagers in Schwaderloh, veranstaltet die Schwaderloh-Kommission alljährlich am letzten Sonntag im September das historische Schwaderlohschiessen, verbunden mit einer patriotischen Feier, zur Hebung der schweizerischen Wehrkraft und zur Pflege freundeidgenössischer Gesinnung.

Die Halle ist gleichzeitig ein Mehrzweckzentrum und so mussten sich die Spielerinnen zuerst an die kleine Grundfläche, das spezielle Licht und die niedrige Decke gewöhnen. Die ersten beiden Sätze gingen jeweils knapp an Volley Einsiedeln (25:20, 26:24). Volley S9 machte zu viele Fehler beim Service und auch in der Annahme, spielte zu vorsichtig im Angriff und konnte deshalb nicht mithalten mit den Einheimischen. So erfolglos wollten sie aber nicht wieder nach Hause fahren und konnten sich im Verlauf des dritten Satzes deutlich steigern und so kam die Wende.

nehmenden 71 Punkte schoss, kam es zu keinem Ausstich. Somit durfte sich Paul Stutz von der Kantonspolizei Zürich als souveräner Schwaderlohmeister 2013 feiern lassen. Die Gruppe der Kantonspolizei Zürich gewann überlegen mit 382 Punkten den Gruppenwettkampf bei den Gastsektionen.

schluss vom 13. September 2013, Paul Stutz in der Abteilung Pistole zum Ressortleiter Freie Schiessen und Ressortleiter Vereinskonkurrenz gewählt. Alterswilen TG. Historisches Schwaderlohschiessen Pistole 50 m. Einzel: 1. Paul Stutz (Zwillikon/Kapo Zürich) 71 (Schwaderlohmeister und Gewinner der Bundesga-

Funktionär im SSV Der Vorstand des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV) hat mit Be-

be). 2. Dominik Reis (PS Arbon) 68. 3. Robert Weilemann (Wil Stadt) 68. - 446 klassiert. Sektionen: 1. Kapo Zürich 382. 2. Pistolenschützen Arbon 368. 3. Wil Stadt 367 - 47 klassiert.

Souveräner Schwaderlohmeister

Matchball abgewehrt Die Einsiedlerinnen machten plötzlich viele Fehler, was dem Damen-1-Team mehr Selbstvertrauen gab. Zudem konnte Volley S9 im Angriff mehr Punkte holen und machte auch beim Service viel weniger Fehler. Der Satz endete mit 12:25. Der vierte Satz war sehr ausgeglichen und ging am Ende knapp an die Zürcherinnen (24:26). Im fünften und entscheidenden Satz lag Volley S9 zuerst voraus, machte dann aber zu viele Fehler in der Annahme und beim Angriff, liess so das

68. Historisches Schwaderlohschiessen in Alterswilen TG

Konzentration vor dem Service. (Bild Stefan Tuor)

Team aus Einsiedeln wieder aufschliessen und musste sogar einen Matchball abwehren. Am Ende ging es dann trotzdem gut aus und Volley S9 konnte den Match mit 16:14 nach Hause tragen. Denise Künzli Infos unter www.volley-s9.ch.

Der Pistolenwettkampf wurde auf der Anlage der Handrohrschützen Alterswilen auf acht Scheiben durchgeführt. Das anspruchsvolle Programm umfasst 15 Wettkampfschüsse auf die Scheibe F 5er (Morgarten). Ein Schuss in 30 Sekunden, drei Schuss in 40 Sekunden, fünf Schuss in 60 Sekunden und sechs Schuss in 60 Sekunden ohne Probeschüsse. Der Pistolenwettkampf umfasst einen Gruppenwettkampf mit je sechs Schützinnen oder Schützen. Der beste Schütze des Pistolenwettkampfes erhält die vom VBS als Ehrengabe gestiftete Ordonnanzpistole zu Eigentum. Der Einsatz von Paul Stutz war einmal mehr beeindruckend. Er erzielte elf Fünfer und vier Vierer. Da nur ein Schütze von insgesamt 446 Teil-

Armin Scherb (Chef Pistole) übergibt Sieger Paul Stutz (rechts) den Gutschein für die Bundesgabe und die Wappenscheibe für den Gruppensieg. (Bild zvg.)


Sport

Eishockey: Affoltern startet mit Sieg Dem EHC Affoltern ist der Auftakt zur Spielzeit 2013/14 geglückt. Die Säuliämtler besiegten am Sonntag bei der 4.-LigaPremiere den EHC Uri mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0).

Die Affoltemer starteten mit einem frühen Tor in die Partie. Joel Heller fand in der 8. Minute eine Lücke. Doch lange konnten sich die Gastgeber über den Vorsprung nicht freuen. Bereits in der 10. Minute gelang den Gästen aus dem Urnerland das 1:1. Hernach taten sich die Stürmer schwer. Die Affoltemer hatten wohl mehr vom Spiel, brachten sich aber mit unnötigen Strafen zu Beginn selber in Bedrängnis. Zum Glück wussten die Urner mit den Überzahlsituationen nichts anzufangen. So blieb es bis zur 27. Minute beim ausgeglichenen Spielstand. Dann war wiederum Joel Heller zum 2:1 erfolgreich. Doch mehr schaute trotz guter Chancen nicht heraus. Erst im letzten Abschnitt konnten die Affoltemer etwas für die Schonung ihrer Nerven tun. In Überzahl schoss Verteidiger Sandro Strebel das 3:1. Die Urner taten zwar alles, um nochmals heranzukommen, doch selbst die Herausnahme des Torhüters – 40 Sekunden vor Schluss der Partie – änderte nichts mehr am Spielstand. Der Sieg für die Affoltemer geht in Ordnung. Nach dem neuerlichen Abstieg in die Niederungen der vierten Liga wollen die Säuliämtler eine Saison der Konsoldierung einschalten. Der Generationenwechsel ist dabei voll im Gange. Mit Thomas Binzegger, Daniel Toggenburger, David Bechelen, Claudio Bitzi, Joel Nietlisbach und Silvio Bischof haben zahlreiche langjährige Kaderspieler des EHC Affoltern-Hedingen ihren Rücktritt vom aktiven Sport erklärt. Für sie sind junge Kräfte nachgerückt. Doch bis wieder ein starkes Gerüst aufgebaut werden kann, wird es wohl ein wenig dauern. Deshalb haben die Affoltemer auch den sofortigen Wiederaufstieg nicht auf ihre Fahnen geschrieben. Es wird ein möglichst guter Platz in der vierten Liga angestrebt. Am kommenden Samstag gastieren die Affoltemer bei Seetal II (19.45 Uhr, Südi Hochdorf). Das nächste Heimspiel findet dann am 20. Oktober gegen Engelberg-Titlis II statt (14.30 Uhr, Trainingshalle Zug). Thomas Winter EHC Affoltern-Hedingen - EHC Uri 3:1 (1:1, 1:0, 1:0). Trainingshalle Zug. - 10 Zuschauer. - SR: Forni/ Gerhard. - Tore: 8. Heller (Kolm) 1:0. 10. Zemp 1:1.

dingen: El Nadeim; Rüeggsegger, Strebel; Blöchlin-

Fussball 1. Liga Classic: FC Wettswil-Bonstetten – FC Mendrisio 0:1 (0:1) Der FC Wettswil-Bonstetten kassierte am Samstag im heimischen Moos-Stadion eine bittere 0:1-Niederlage gegen Mendrisio. Bitter, weil man die dominierende Equipe war, mehrmals nur die Torumrandung traf und auch noch einen Elfmeter verschoss. ................................................... von andreas wyniger In der Offensive personell arg geschwächt gingen die Ämtler in die Partie gegen Mendrisio. Der schon längere Zeit disziplinarisch fehlende Gjergji fand unter der Woche bei Linth 04 Unterschlupf und der zuletzt stark aufspielende Acosta fehlte, wegen eines Testtrainings bei einem vietnamesischen Profiverein, ebenfalls. Trotzdem versuchten die Ämtler sofort, das Zepter zu übernehmen und offensiv aufzutreten. Prompt erhielt man nach 13 Minuten eine erste, riesige Chance, um in Führung zu gehen: Nach einem energischen Zupfen und Reissen im Tessiner Strafraum entschied der Schiedsrichter zum Entsetzen der Gäste aus Mendrisio auf Strafstoss für Wettswil-Bonstetten. Captain Buchmann, welcher normalerweise sicher wie das Amen in der Kirche trifft, übernahm die Ausführung. Er wollte es wohl zu genau machen und traf nur den Pfosten, von welchem der Ball zuerst an den Rücken des Torhüters und dann in Corner abprallte. Auch dieser Corner hatte es in sich und nur mit letzter Not gelang es Mendrisio, ihn abzuwehren. 360 Sekunden später steht die Ämtler Ab-

ten. Uri 2-mal 2 Minuten. - Bemerkungen: Affoltern-Hedingen ohne Nietlisbach, Portmann, Risi.

Ämtler Derby in Küssnacht Bereits zum zweiten Mal treffen sich am Samstag, 12. Oktober, im Rahmen des Molson-Cups das dominierende Team aus der Zürcher EishockeyPlauschmeisterschaft, der «HC Türlersee Haie» und die aufstrebende Equipe der «Spyre Mayas» zu einem PlauschMatch. Im vergangenen Jahr musste das frisch zusammengewürfelte Team der «Spyre» noch bitteres Lehrgeld bezahlen und verlor das hochklassige Spiel trotz grösstem Einsatz und einigen (ungewollten) Bielmann-Pirouetten und anderen unorthodoxen schlittschuhtechnischen Show-Einlagen unglücklich mit 12:2 Toren. Für die zweite Auflage hat man sich aber viel vorgenommen ... Eishockey High Noon am Samstag, 12. Oktober, 12 Uhr, Eishalle Küssnacht am Rigi. Anschliessend Apéro (Beginn: 15 Uhr) und Party in der «Spyre», Affoltern.

Fast-«Wembley-Tor»: Popovs (links) Geschoss fliegt an die Latte und dann auf die Torlinie. (Bild Kaspar Köchli) wehr schlecht und eröffnet dem Gästeangreifer Elia eine Riesenchance allein vor Goalie Merlo. Bravourös wehrte Merlo den Abschluss jedoch ab und es blieb beim 0:0. Wunderschön dann eine Ämtler Aktion in der 39. Minute. Buchmann leitete einen Ball herrlich in den Lauf von L. Schlüchter, dessen Flanke schliesslich Eggmann erreichte. Wie Merlo zuvor für die Ämtler zeigte diesmal der Mendrisio Schlussmann Cataldo seine Klasse und konnte den Ball mit einer Prachtsparade aus dem Lattendreieck fischen. 60 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dann urplötzlich das 0:1: Ein abgelenkter Ball flog Mendrisios Salerni vor die Füsse. Ohne gross zu überlegen drosch dieser auf die Kugel und hämmerte sie unhaltbar ins Dreieck zwischen Pfosten und Latte. Noch war der erste Umgang jedoch nicht zu Ende. Einen langen Ball konnte Eggmann herrlich per Kopf verlängern, anstatt ins Tor fiel der Ball jedoch nur auf die

Latte und es blieb beim für Mendrisio sicher schmeichelhaften 0:1 zur Pause.

Bemüht, aber ohne Wettkampfglück Nach dem Pausentee dauerte es sieben Zeigerumdrehungen bis zur nächsten Möglichkeit für Wettswil-Bonstetten. Mit einem perfekten Seitenwechsel bediente Popov Constancio, welcher jedoch in Gästehüter Cataldo erneut seinen Meister fand. 16 Minuten vor dem Ende dann erneut eine Riesenmöglichkeit für die Platzherren: Goalie Cataldo nahm den Ball zweimal hintereinander in die Hände, worauf ein indirekter Freistoss im Tessiner Strafraum verhängt wurde. Das Leder wurde Popov vor die Füsse gelegt und dessen Geschoss prallte von der Latte an den Pfosten und von da anstatt hinter nur auf die Linie. In der Folge waren die Ämtler zwar bemüht noch den Ausgleich zu schaffen. Aber, in einigen Situationen fehlte es an der entscheidenden Kalt-

«Die ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit total verpennt» FC Affoltern – FC Schwamendingen 2:4 (1:0) Das Spiel FC Affoltern gegen den FC Schwamendingen endete mit 4:2 für den FC Schwamendingen. «Danke für Ihren Besuch», verabschiedete Stadionspeaker Willi Ebner nach dem Spiel vielsagend. ................................................... von volkmar klutsch

ger, Roth; Jud, Heller, Kälin; Kolm, Sattlegger, Sidler; Brügger, Bärtsch. - Strafen: Affoltern 7-mal 2 Minu-

17

Eine schmerzliche Niederlage

27. Heller (Kälin, Blöchlinger) 2:1. 49. Strebel (Kälin, Bärtsch, Ausschluss Schuler) 3:1. - EHC Affoltern-He-

Dienstag, 8. Oktober 2013

Manchmal dauert ein Fussballspiel viel zu lang. Das Spiel vom letzten Sonntag war wieder mal so ein Spiel, dass der Schiri nicht nach 90 sondern nach 45 Minuten hätte abpfeifen können. Wäre das der Fall gewesen, hätte die Matchzusammenfassung von einer ordentlichen Leistung des FCA und von einem 1:0-Sieg berichtet. Der Vorbereiter des Erfolgs wäre Halilovic gewesen und der Vollstrecker Claudio Antenen. Hätte! Wäre! Wenn! Aber ein Spiel dauert zwei Halbzeiten und die zweite war aus Sicht des FCA höchst unerfreulich. Die schicksalhaften Momente waren zwischen der 55. und der 62. Minute. In diesem kurzen Zeitintervall waren die Ämtler auf dem Platz nicht präsent. In der 2. Liga wird so etwas sofort bestraft. Folgerichtig hiess es 1:2 für die Stadtzürcher. Es sollten zwei Tore sein, die die Heimmannschaft in ihren Grundfesten erschütterte und von denen sie sich nicht mehr erholen sollte. Die Gäste legten in der 82. und 86. Minute nach; wobei dem vierten Tor ein überflüssiger Foulelfmeter voranging. Es folgte ein kurzes Aufbäumen des FCA in den letzten 10 Minuten des Spiels, das durch ein sehenswertes Tor gekrönt wurde. Nach schöner Vorar-

beit auf der Grundlinie und einem präzise zurückgelegten Pass an die Strafraumgrenze durch Äschlimann konnte Ismajlaj mit einem fulminanten Schuss verwerten. Das sollte lediglich Ergebniskosmetik ohne zählbare Punkte auf dem FCA-Konto sein. Der Moral hilft es, aber nur minim. Ein weiteres «so-gut-wie»-Tor für den FCA hätte in der 83. Minute fallen müssen. Den flachen Schuss von Antenen in die rechte Ecke hätte der Schwamendinger Goalie nie erreicht. Jedoch lenkte Antenens Mannschaftskollege Konate, ganz im Stile eines Verteidigers, den Ball aus drei Metern vor dem Tor stehend an die Latte. Dann war da noch das grobe Foul an Luchsinger, der verletzt vom Platz getragen werden musste und das nur mit Gelb geahndet wurde. Luchsinger, der in höchster Not den Ball zur Ecke grätschen konnte wollte gerade aufstehen, als der Gegner mit beiden Beinen, die Stollen voran, mit vollem Körpergewicht auf die Oberschenkel des Innenverteidigers sprang. Höchst unsportlich vom Schwamendinger, höchst kulante Entscheidung des Unparteiischen. Die abschliessenden Worte zum Spiel gehören erneut dem FCA-Trainer Filipovic. Er kommentierte das Spiel mit folgenden Worten: «Wir haben die ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit total verpennt. Wir hatten das Gefühl, es ginge weiter wie in den ersten 45 Minuten. Leider konnten wir die beiden Aussenläufer der Schwamendinger nie ganz ausschalten». Erneut gilt es für die Blauen, das verloren gegangene Spiel ganz schnell aus den Köpfen zu kriegen und sich auf das kommende Auswärtsspiel zu

Im Dienste der Mannschaft: Marco Good. (Bild zvg.) fokussieren. Am kommenden Wochenende heisst der Gegner Einsiedeln. Matchtelegramm: Mannschaft: Steiner, Luchsinger (80’ Antenen Sandro), Bala I, Ammann, Joos (in der

schnäuzigkeit und vielleicht auch an mangelnder individueller Klasse. So blieb es bei der ärgerlichen, weil absolut unnötigen 0:1-Heimniederlage. Entsprechend laut wurde es unmittelbar nach Spielschluss. Zu Recht, denn da wäre definitiv mehr dringelegen. Der Meisterschaftsbetrieb ruht nun für zwei Wochen, dafür steht am kommenden Samstag die erste Runde im Schweizer Cup 2015 auf dem Programm und der FCWB reist hierfür zum Gruppenkonkurrenten Chur 97. Matchtelegramm: FCWB - FC Mendrisio 0:1 (0:1); Stadion Moos, 186 Zuschauer; Tor: 44. Salerni 0:1. FCWB: Merlo; Buchmann (86. Gisi), Popov, Ukaj, Balaj; Constancio, Y. Schlüchter, Günes (64. Dakouri), Kalyon, L. Schlüchter (80. Benbiri); Eggmann. Weitere Resultate: FCWB 2 - Morava 7:0, FCWB 3 Buttikon 1:3, Veteranen - Rapperswil-Jona 1:4, Jun. Ed - Industrie Turicum 1:11, Jun. Eb - Urdorf 2:8, Affoltern a/A - Jun. Dc 4:4, Horgen - Jun. Cb 13:0, Jun. Ca (CCJL) - Schlieren 3:3, Jun. A - Thalwil 12:0, Jun. B1 (CCJL) - YF Juventus 2:9.

SC Schweizer schlägt sich selbst SC Schweizer/BW Mode – Atletico Almodobar 1:3 (1:1).

Es begann alles nach Plan für das Heimspiel gegen die schlechter platzierten Gäste aus Altstetten: Nach einem fulminantem Start und zahlreichen Torchancen markierte Ackermann in der 29. Minute per Kopf das hochverdiente Führungstor für die Hedinger. Kurz vor Ende der ersten Spielhälfte wurde der SC Schweizer allerdings wegen einer Notbremse auf zehn Mann reduziert und der nachfolgende Penalty bedeutete das unglückliche 1:1-Pausenresultat. Auch nach dem Unterbruch behielten die Hedinger das Spiel in der Hand, ehe in der 62. Minute erneut ein Spieler des Feldes verwiesen wurde. Ein verschossener Elfmeter und das darauffolgende Kontertor schockten das Heimteam, sodass der SC Schweizer/BW Mode am Schluss unglücklich verlor. Abgesehen von Kleinigkeiten lässt die Leistung aber doch zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Aufwärmphase verletzt, 0’ Stähli, 76 Äschlimann), Good, Halilovic, Shala, Konate, Iasmajlaj L, Antenen

Es spielten:

C. Ersatz: Äschlimann, Vollenweider, Stähli, Antenen

M. Merz (44.), Britt (45. Kolaj), Caruso, Lüthi, Traber,

Sandro. Tore: Antenen C., Iasmajlaj L.

T. Merz, Schacher (62.), Fecker, Ackermann, Sabani

Zuschauer: 82.

(65. Neinhaus), Tomasulo (44. Carluccio).

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