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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 76 I 171. Jahrgang I Dienstag, 3. Oktober 2017

Bauarbeiten

Verkehrsunfall

Bis Ende Oktober wird der Parkplatz Strebel «Am Marktplatz» in Affoltern saniert. > Seite 3

Zwei Schwerverletzte nach einer Kollision zwischen Personenwagen und Motorrad. > Seite 3

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Herbstanlass

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Hauseigentümerverband informiert über Dinkelmehl und Rosenpflege. > Seite 8

Vorsorgeauftrag 130 Interessierte bei einer Veranstaltung über sinnvolle Vorkehrungen im Alter. > Seite 9

Anspruchsvolle Hauptübung

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Umstritten GV der Wasserversorgung Affoltern genehmigt nach Diskussionen neue Tarifordnung. > Seite 10

Spital Affoltern wehrt sich Die IG Primärspitäler, der auch das Spital Affoltern angehört, hat Beschwerde gegen den Beschluss des Zürcher Regierungsrats eingereicht, dass in Zukunft am Spital Affoltern keine Knie- und Hüftprothesen mehr eingesetzt werden dürfen. Durch diese Anpassungen würde die sich bereits jetzt in einer schwierigen finanziellen Situation befindende Abteilung Chirurgie des Spitals Affoltern zusätzlich geschwächt. Die Anpassungen sollen auf Anfang 2018 und 2019 in Kraft treten. Bis jetzt galt für Spitäler der Planungshorizont 2020. Die Beschwerde macht geltend, dass die Regeln während des Spiels geändert würden. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Der Stützpunktfeuerwehr Affoltern wurde viel abverlangt

anzeigen

Unter strenger Beobachtung von Übungsleitern, Schaulustigen und Figuranten startet der erste Löschtrupp seinen Angriff auf den rauchenden Bahnwagen. (Bild Martin Platter)

Unter den Augen Dutzender Schaulustiger, Feuerwehrvorständen und -Kommandanten aus den Nachbargemeinden, -Kommissionsmitgliedern und dem Säuliämtler Statthalter Claude Schmidt wurde am Samstagnachmittag in der Affoltemer Industrie die Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern durchgeführt. Roger Hostet-

Happy-Jubiläum! Vom 3. bis zum 23. Oktober 2017

ter von der Feuerwehr Albis hatte sich mit seinem Team eine sehr komplexe Übungsannahme ausgedacht, um seinen Kollegen Marcel Büchner und seine 80-köpfige Mannschaft zu testen, die durch Sanität, Polizei und SBB verstärkt wurden: Ein Zusammenstoss zwischen einem Personenzug und einem Lastwagen.

Der Zug, in dem eine grössere Gruppe Kinder unterwegs war, riss dabei die Starkstrom-führende Fahrleitung herunter und begann im Inneren zu brennen. Aus dem Laderaum des Lastwagens tropfte ausserdem eine im ersten Moment undefinierbare Flüssigkeit. Der Chauffeur des Lastwagens, der sich beim Aufprall erheblich am

Kopf verletzt hatte, irrte orientierungslos auf dem Unfallplatz umher. Es dauerte denn auch eine ganze Weile, bis der erste Löschtrupp endlich angreifen konnte. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 8

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Grosses Kino mit kurzen Handyfilmen Das Projekt «Euses Säuliamt» der Jugend- und der Standortförderung Den Anlass der Jugend- und Standortförderung vom letzten Samstagabend mit dem momentan in Zürich stattfindenden Film Festival zu vergleichen, wäre etwas verwegen. Allerdings war die Anzahl der anwesenden Schauspielerinnen und Schauspieler, Filmschaffenden und Regisseure im Schulhauses Ennetgraben ziemlich eindrücklich. Die Uraufführung, der von den Jugendlichen lediglich mit ihren Handys gedrehten zehn Kurzfilme, gestaltete sich ebenfalls beeindruckend. Aus neun Säuliämtler Gemeinden stellten insgesamt 25 Jugendliche zehn Kurzfilme über ihre Lieblingsplätze vor.

Dort treffen sich die Jugendlichen Die jungen Filmenden überraschten mit überaus vielfältigen, informativen und zum Teil fast professionellen Arbeiten. Zu den bevorzugten Freizeitplätzen und Treffpunkten der Jugendlichen im Knonauer Amt zählen ganz verschiedene Standorte und Ecken. Neben den Fussballplätzen und Skaterparks stellten die jungen Filmer auch einzigartige Orte im Säuliamt vor. Das Streichwehr an der Reuss in Ottenbach, das Seleger Moor und der Hedinger Weiher sind sozusagen die Perlen unter den beliebten Treffpunkten.

Sieben der insgesamt 25 Jungfilmer nach der Uraufführung ihrer Kurzfilme über ihre Lieblingsorte im Säuliamt. (Bild mm) Informative Podiumsdiskussion über die Rolle der Jugend Im Anschluss folgte ein mit kompetenten Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Medien und Jugendorganisationen besetztes Podium, das über die Rolle der Jugend sowie deren Förderung und Beratung diskutierte. Die Gesprächsteilnehmer kamen zu verschiedenen und auch überraschenden Feststellungen. Grundsätzlich müsse

die Jugend als ernst zu nehmender Teil der Bevölkerung wahrgenommen werden. Auch die Wirtschaft, als Arbeitgeber, könne und solle wenn möglich mit Verständnis und allenfalls flexibleren Arbeitszeiten für Jugendliche und deren Betreuer ein Zeichen setzen. Die nach den kommenden Gemeindewahlen neu gewählten Behördenmitglieder seien in Sachen Jugendbetreuung und Jugendförderung ebenfalls in der Pflicht. Ein schönes und

aussagekräftiges Fazit zog ein MedienProfi mit der Erkenntnis, dass eine gute (Film-)Story immer auch einen Konflikt beinhalte, damit sei die Jugendpolitik fortwährend auch eine gute Story, denn da bestünden stets Konflikte. Die jungen Filmemacher erhielten in der Aula des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern grosse Anerkennung und verdienten Applaus. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 5

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TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Präsidenten

Hans Bachmann 22. Februar 1951 – 23. September 2017

Mit Hans verlieren wir einen treuen Weggefährten. Wir behalten Hans in dankbarer Erinnerung und sprechen seiner Frau Doris und den Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus. Akkordeon Orchester Bezirk Affoltern Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 4. Oktober 2017, um 14.20 Uhr in der Friedhofskappelle in Affoltern am Albis statt.

Todesfälle Bonstetten Heusser-Rathgeb Ruth geboren am 13. September 1936, von Zürich und Hombrechtikon, wohnhaft am Chrüzacherweg 46 in 8906 Bonstetten. Sie verstarb am 25. September 2017 in Muri. Bestattungsamt Bonstetten


Bezirk Affoltern ratgeber

Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Abzugsfähigkeit für die Verwaltung von Wertschriften Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich hat mit Entscheid vom 31. Januar 2017 festgestellt, dass die Weisung des Kantonalen Steueramtes Zürich über die Abzugsfähigkeit der Kosten für die Verwaltung von Wertschriften des Privatvermögens vom 8. August 2002 in einem Punkt wenig überzeugt und überarbeitungsbedürftig erscheint. Betroffen ist die Regelung bei Depotwerten über zwei Millionen Franken, für deren Verwaltung der verwaltende Dritte eine Pauschalgebühr erhebt. Vor diesem Hintergrund hat das Kantonale Steueramt Zürich die Anpassung der Weisung beschlossen. Neu können bei Depotwerten über zwei Millionen bei Belastung einer Pauschalgebühr als Vermögensverwaltungskosten 6000 Franken plus die Hälfte der um den Betrag 6000 Franken reduzierten Pauschalgebühr steuerlich in Abzug gebracht werden. Beispiel: Depotwert = 20 Millionen mit pauschaler Vermögensverwaltungsgebühr von 30 000 Franken. Abzug = 6000 Franken + (30 000 Franken / 6000 Franken) * 0,5 = 18 000 Franken. Quelle: Kantonales Steueramt Zürich aktuell Hans Ulrich Meuter, lic. iur., dipl. Steuerexperte www.hansulrichmeuter.ch.

Vorübergehend keine Postagentur in Knonau Der Volg-Laden Knonau wird umgebaut. Die Filiale bleibt deshalb von Montag, 9., bis und mit Mittwoch, 25. Oktober, geschlossen. Während dieser Zeit steht – mit Ausnahme des Briefeinwurfs – auch die integrierte Postagentur nicht zur Verfügung. Zur Abholung gemeldete Postsendungen können während des Umbaus bei der Poststelle in Mettmenstetten entgegengenommen werden. Auf Wunsch bringt die Post avisierte Sendungen auch nochmals vorbei (Tel. 0848 888 888). Ab Donnerstag, 26. Oktober, wird die Knonauer Post-Kundschaft wieder im umgebauten Volg begrüsst. (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Echte und imaginäre, aber kostspielige Stolpersteine Der begehrte Parkplatz mitten im Bezirkshauptort wird endlich saniert Der Parkplatz Strebel «Am Marktplatz» wird nach jahrelangen Abklärungen und verschiedenen Projektänderungen schliesslich saniert. Ab Ende Oktober 2017 soll der heissbegehrte Parkplatz im Zentrum von Affoltern wieder geöffnet werden. ................................................... von martin mullis Der begehrte Parkplatz «Am Marktplatz» unmittelbar beim Denner und diversen Läden und Geschäften mitten im Dorfzentrum ist ein eigentliches Unikum. Allein die Eigentums- und Baurechtsverhältnisse scheinen ziemlich komplex zu sein. Die Grundstückbesitzer haben das Areal im Baurecht der Firma Halter AG Immobilien in Zürich abgetreten, welche den Platz auch bewirtschaften. Das bedeutet, dass zwar dort seit Jahren ganz normale Parkuhren eine Gebühr verlangen, jedoch nicht die Polizei, sondern der Hauswart die Einhaltung der Parkzeiten kontrolliert. Wer also die Uhr nicht füttert, muss anstelle einer polizeilichen Busse mit einer privaten Verzeigung rechnen, welche meist mit einer Umtriebsentschädigung endet. Nach dem Wegzug der Garage und der Schliessung der Tankstelle wurde der Parkplatz stark frequentiert und der Belag aus Verbundsteinen hielt der grossen Benützung nicht stand. Der Zustand des Parkplatzes wurde zusehends desolater und böse Zungen lästerten bereits, dass die unmittelbar daneben liegende Physiotherapie im Strebel demzufolge viele auf dem Parkplatz Verunfallte behandeln müsse.

Riesiger Aufwand für zufriedene Kunden: Grossbaustelle Parkplatz mitten im Bezirkshauptort. (Bild Martin Mullis) Unfallgefahr auf dem desolaten Parkplatz Trotz ersten Massnahmen, welche bereits vor fünf Jahren getroffen wurden, zeigte sich die Situation immer schlimmer. Vor zwei Jahren verlangte nun die Gemeinde Affoltern infolge einer tatsächlichen Unfallgefahr von der Firma Halter Immobilien AG eine ordentliche Sanierung.

Zwei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall Töff und Auto kollidierten in Bonstetten

Markus Beglinger, Teamleiter der Immobilienbewirtschaftung der Halter AG, spricht bei der Suche nach einer Lösung der unbefriedigenden Situation von einer eigentlichen Herausforderung. Einige im wahrsten Sinne des Wortes Stolpersteine, wie zum Beispiel die Ableitung des Meteorwassers sowie das Gefälle des Platzes, verlangten umfassende Abklärungen. Die hohen Projektkosten für die Sanie-

rung – gegen eine halbe Million Franken – erforderten eine sorgfältige Planung. Ein der Gemeinde Affoltern im Jahre 2016 eingereichtes Projekt wurde drei Monate später bewilligt und musste jedoch aus technischen Gründen nochmals geändert werden. Nun sind die Bauarbeiten in vollem Gange, die Parkfläche wird asphaltiert und der Parkplatz dürfte ab Ende Oktober 2017 endlich wieder benutzbar sein.

Beschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrates Durch Mitglieder der IG Primärspitäler Im Spital Affoltern sollen in Zukunft keine Knie- und Hüftprothesen mehr eingesetzt werden dürfen. Dagegen legt das Spital Affoltern Beschwerde ein.

Aus bislang unbekannten Gründen geriet der Töff (links) auf die Gegenfahrbahn. (Bild Kapo ZH)

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen sind am Mittwochabend, 27. September, in Bonstetten beide Fahrzeuglenker schwer verletzt worden. Kurz nach 18.30 Uhr fuhr ein 21-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Zürcherstrasse von Hedingen Richtung Birmensdorf. In einer langgezogenen Rechtskurve geriet er aus bislang unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er

seitlich/frontal mit dem entgegenkommenden Personenwagen eines 40 Jahre alten Mannes.

Auch ein Rettungshelikopter im Einsatz Beide Fahrzeuglenker wurden schwer verletzt und wurden mit einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance und einem Rettungswagen in Spitäler gebracht. Wegen des Unfalls musste die Feuerwehr Unteramt den Verkehr während ungefähr vier Stunden umleiten. (kapo)

Am 23. August hat der Regierungsrat beschlossen, die Spitallisten für Spitäler per 1. Januar 2018 respektive 1. Januar 2019 anzupassen. Damit ändert der Regierungsrat die Regeln während des Spiels. Er verstösst gegen Treu und Glauben und löst gleichzeitig einen weiteren Regulierungsschub im Gesundheitswesen aus. Die in der IG zusammengeschlossenen Regionalspitäler erheben deshalb Beschwerde gegen diesen Beschluss. Die heutige Spitalplanung beruht auf Vereinbarungen und einer Planung, die bis ins Jahr 2020 gültig ist. Unter diesen Voraussetzungen wurden die Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Mit den nun beschlossenen Massnahmen untergräbt die Regierung die Wettbewerbsfähigkeit der Primärspitäler in Bezug auf Patienten und Mitarbeitende massiv. Dem Eingriff in ein funktionierendes System liegt zudem keine Gesamtstrategie zugrunde, die diesen Schritt rechtfertigen würde. Dass damit – wie von der Gesundheitsdirektion angekündigt – die Qua-

lität gesteigert werden kann, wird nicht schlüssig dargelegt. Diese kurzfristige Anpassung untergräbt vielmehr die Planungs- und Investitionssicherheit der Spitäler. Die Primärspitäler stellen heute in den Regionen des Kantons Zürich eine umfassende Grundversorgung in hoher Qualität sicher. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet wird, sehen sich die Primärspitäler nach dem Beschluss des Regierungsrates gezwungen, den Rechtsweg zu beschreiten. Für das Spital Affoltern hat der Beschluss der Regierung Anpassungen beim Grundversorgung-Angebot zur Folge. So dürften im Spital Affoltern beispielsweise keine Hüft- und Knieprothesen mehr eingesetzt oder ausgewechselt werden. «Für uns ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil», erklärt Michael Buik, Direktor des Spitals Affoltern und ergänzt: «Wir haben Beschwerde eingereicht, weil wir den Grundversorgungauftrag weiterhin mindestens in diesem Ausmass erbringen wollen. Denn die Nähe zu unseren Patientinnen und Patienten ist unsere Stärke und soll auf keinen Fall wegreguliert werden.» Der Eingriff untergräbt zudem die Leistungs- und Ressourcenplanung des Spitals, verteuert die Leistungserbringung und gefährdet die hohe Qualität des Zürcher Gesundheitswesens. (pd.)


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Das Selfie, das nicht zustande kam Mein Exmann schwärmte zeitlebens von seiner rothaarigen Cousine Sybille. Wir hatten sie früher in der damaligen DDR besucht, dem Vater zwei Stangen Zigaretten mitgebracht, der Mutter Kaffee und Strumpfhosen und Sybille auf Wunsch «was Chices». Seit einigen Jahren kommt sie im Sommer eine Woche zu mir ins Säuliamt. «Nein, Sybille, zieh die High Heels wieder aus. Wir gehen nur um den Türlersee.» Für sieben Tage sieben lange Hosen mitzunehmen, dazu noch zwei Kleider – «die hab ich extra für die Schweiz gekauft, machen schön schlank, nicht wahr?» Jaha. Ihre Eitelkeit nervte mich. Aber sonst hatten wir es nett miteinander; sie kann gut kochen, schön erzählen und arbeitet gern im Garten. Neulich holte ich sie in Kloten ab. «Wann fahren wir zu Isabelle?» Meine Tochter hat eine dermatologische Praxis in Lugano und Sybille, die ein paar Falten zuviel um die Mundpartie zu haben glaubt, lässt sich von ihr verschönern. (Ich mach da nicht mit, tut weh.) «In drei Tagen.» Am Donnerstag fuhren wir zum Rheinfall, am Tag darauf gings ins Strandbad und am Abend zu einer tollen Illusionisten-Show. Am Samstag bestiegen wir ein Schiff am Bürkliplatz. Die Rundfahrt beendeten wir am Zürihorn und liefen den schönen Utoquai zurück. In der Nähe des Opernhauses setzten wir uns vergnügt mit einem Schoggi-Cornet auf eine Bank. Sybille zeigte mir auf ihrem Handy Fotos vom Tag zuvor. «Mach ein Selfie von uns beiden», schlug ich vor. «Nein», antwortete Sybille, «ich fotografier uns lieber heute Abend, wenn wir besser aussehen, wenn wir uns zurecht gemacht haben für den Ausgang.» Komisch, dachte ich, das wär doch ein hübsches Foto, wir beide so munter, und ich sogar mit Strohhut! Aber ich sagte nichts. Sybille ging nun näher ans Wasser, um ein Floss zu fotografieren. Kam dann zurück mit einem Züriseefoto und – oh, mit einem Porträt von sich. «Schön, nicht wahr?» «Ich dachte, wir wären momentan nicht hübsch genug fürs Selfie», bemerkte ich. «Es ist wegen dir», erwiderte sie, «du siehst so angestrengt aus.» Ich? Angestrengt? Ach so. Nun muss man wissen, dass Sybille sich immer diplomatisch ausdrückt. Angestrengt bedeutete, dass sie meinte, ich sähe scheisse, äh, schrecklich aus. «Weisst du was» – ich stand auf – «du musst nie mehr in deinem Leben ein Foto von mir machen.» Auf dem Heimweg wurde wenig gesprochen. Zu Hause versuchte sie, sich zu verteidigen. Ich hätte wirklich sehr schlecht ausgesehen, so müde, so matt, so erschöpft, so kaputt. Dabei waren wir nur Schiff gefahren, ich war bester Laune gewesen und topfit, so mein Eindruck von mir selbst. Da verkündete ich – es war inzwischen Abend geworden: «Auf Ausgang hab ich keine Lust und übrigens: Morgen fahren wir nicht zu Isabelle nach Lugano. Du bist schön genug.» Am nächsten Tag brachte ich sie nach Kloten. Ute Ruf

korrekt Im «Anzeiger» vom 26. September wurde der neue Bonstetter Gemeinderat Markus Reich fälschlicherweise als Kandidat der FDP bezeichnet. Es ist zwar korrekt, dass Markus Reich Mitglied der FDP ist. Er wurde jedoch nicht von der FDP Bonstetten-StallikonWettswil portiert. Es handelte sich um eine wilde Kandidatur. (Red.)

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Jugendliche boten zum Thema Säuliamt ganz grosses Kino Kurzfilme «Euses Säuliamt» des Projekts der Jugend- und Standortförderung Unter dem Motto «Die Jugend zeigt sich und ihre Region» stellten 25 Jugendliche mit zehn selbst hergestellten Filmen ihre Lieblingsplätze vor. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Jugendarbeit statt, bei dem über die Rolle der Jugend diskutiert wurde. ................................................... von martin mullis Wie beim Zurich Film Festival versammelten sich am letzten Samstagabend ebenfalls Filmschaffende, Regisseure, Drehbuchautoren, Tontechniker und selbstverständlich die Schauspieler in der Affoltemer Aula Ennetgraben. Klar, dass bei diesem Aufmarsch auch viele neugierige, aber auch kritische Zuschauer anwesend waren. Zwar fehlte der rote Teppich und die Zahl der Paparazzi war durchaus überschaubar, dennoch herrschte in der Aula eindeutig «ganz grosses Kino». Beim Projekt «Euses Säuliamt» handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit der Contact Jugendberatung, der Jugendförderung Bezirk Affoltern und der Standortförderung Knonauer Amt. Das Konzept sieht vor, dass Jugendliche in zwei Phasen Handy- und Videoaufnahmen von verschiedenen Gemeinden im Säuliamt erstellen. In der ersten Phase, unter dem Motto «Die Jugend zeigt sich und ihre Region», stellen die Filmer ihre «Lieblingsorte» (Heimat) vor. In der zweiten Projektphase stehen dann Politik und öffentliche Hand im Vordergrund. An der Veranstaltung in der Aula Ennetgraben wurden die Filmaufnahmen der jungen Filmer zu diesen Themen nun uraufgeführt.

Die neuen Politiker in den Gemeinden sind gefordert Gleichzeitig bot eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, verschiedenen Organisationen und der Jugend aus dem

Die Podiumsteilnehmer von links: Marcel J. Strebel, Samuel Schweizer, Jannis Hotz, Tonja Arpagaus, Marcel Streiff, Prof. Dr. Martin Zimper, Matias Dabbene, Ruth Früh und Esther Franceschini Guggisberg. (Bild Martin Mullis) Knonauer Amt eine Plattform, um das Thema «Jugendpolitik im Bezirk» zu thematisieren. Ein wichtiges Ziel der Debatte war, zukünftigen Politikern – Stichwort Wahlen 2018 – Gelegenheit zu bieten, sich zu den Themen Jugendarbeit, Jugend und Politik zu äussern. Marcel R. Streiff, der Geschäftsführer der Standortförderung Knonauer Amt, durfte neben Marcel J. Strebel, Vizepräsident Standortförderung Knonauer Amt, auch Samuel Schweizer, von der Firma Ernst Schweizer AG in Hedingen als Vertreter der Wirtschaft begrüssen. Weiter diskutierten Gemeinderätin Esther Franceschini Guggisberg aus Aeugst sowie die Bezirksrätin Ruth Früh mit. Das Ressort Neue Medien und Jugendförderung vertraten Professor Dr. Martin Zimper, Head of Cast, Audiovisual Media, Zurich University of the Arts und der Jugendbeauftragte des Bezirks Affoltern, Matias Dabbene. Mit Tonja Arpagaus und Jannis Hotz diskutierten auch zwei der jugendlichen Filmschaffenden mit. Die zehn uraufgeführten Kurzfilme, welche von den Jugendlichen ausschliesslich mit Handys hergestellt wurden, bezeichnete Streiff mit einem Augenzwinkern als «fast einen Teil» des gegenwärtigen Zürcher Film-Festivals. Und so ganz daneben lag der Standortförderer nicht, mindestens,

was den Applaus und die Begeisterung des Publikums betrafen.

Dreharbeiten mit viel Witz und Fantasie Die zehn Filme stammen aus neun Gemeinden und zeigen auf fantasievolle und witzige Art und Weise die Lieblingsplätze der jungen Filmenden. Allein die Vielfalt der Freizeitplätze zeigt deutlich, dass die Dreharbeiten mit grosser Begeisterung erledigt wurden. Die Aussicht auf die Berge, auf der Fussballwiese «im schönsten Dorf der Welt», ein fast professioneller Werbefilm übers Seleger Moor oder die Treffpunkte der zwei besten Freundinnen in Aeugst, um lediglich eine Auswahl der zehn Filme zu nennen, begeisterten die Zuschauer restlos. Die Podiumsdiskussion mit den Themen Freizeit, Tourismus, Politik und Schule zeigte dann aber auch die Schattenseiten der Jugendförderung. Martin Zimper hielt fest, dass das Mitmachen in einem Dorfverein zwar äusserst wichtig zur Bildung einer gewissen Sozialkompetenz der Jugend sei, aber diese dennoch nicht alle Bedürfnisse abdecken können. Überaus interessant auch ein Votum des Jugendbeauftragten Matias Dabbene, welcher festhielt, dass die Infrastruktur für die Freizeit der Jugend eine grosse Rolle spiele.

1041 Hashtags «Säuliamt» auf Instagram In einem zweiten Thementeil wurde auch festgestellt, dass Jugendliche selten ihre Lieblingsplätze in den sozialen Medien wie Snapchat, Facebook, Instagram oder Youtube kommunizieren. Immerhin seien momentan auf Instagram 1041 Hashtags über den Begriff Säuliamt abrufbar, stellte Marcel R. Streiff fest und versorgte sein Handy sofort wieder in seiner Hosentasche. Das summarische Fazit der Podiumsdiskussion lautete, dass die Kurzfilme durchaus einen gewissen Naherholungstourismus im Knonauer Amt fördern könnten. Es ist auch vorgesehen, dass auf den Internetseiten der Gemeinden die Kurzfilme aufgeschaltet werden. In der kurzen Fragerunde beteiligten sich auch einige Gemeinderäte, wie Kantons- und Gemeinderat Ronald Alder aus Ottenbach. Übereinstimmend hielten verschiedene Votanten fest, dass betreffend Jugendförderung neben der Politik auch die Gesellschaft gefordert sei. Der herzliche Dank von Marcel R. Streiff galt allen Beteiligten und den Sponsoren. Die jungen Filmenden erhielten in der Form von Schmetterlings-Pralinen ein kleines, süsses Geschenk.

Abfall sammeln und sich informieren lassen 8. Umweltschutznachmittag der Sekundarschule Hausen Am Dienstag, 26. September, fand der 8. Umweltschutznachmittag der Sekundarschule Hausen statt. Dabei gab es für jeden Jahrgang ein spezifisches Programm. Nach einem Theorie-Input zum Thema Littering machten sich die Siebtklässlerinnen und -klässler gemeinsam mit Senioren und Seniorinnen aus der Gemeinde auf den Weg, um rund um Hausen Abfall zu sammeln. Denn Abfall schadet nicht nur der Natur, sondern auch Mensch und Tier. Die Schüler lernten, dass Aluminiumdosen sowie PET-Flaschen in der Schweiz pro Jahr 2400 Kühen das Leben kosten, da diese Abfallteile durch das Futter in deren Mägen gelangen und dort innere Blutungen verursachen. Ganz nach dem Motto «Bliib suuber, uf jederä Linie» wurde aufgeräumt und gesäubert. Der gesammelte Abfall wurde gewogen – ganze 119 Kilogramm – und zuletzt fachmännisch entsorgt. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse wurden vom praktischen

Auch wenn es stinkt: Die Siebtklässler der Sek. Hausen sammeln fleissig Abfall. (Bild zvg.) Umweltschutz Schweiz («Pusch») zur Thematik Abfall unterrichtet. Parallel dazu wurde ein Sportprogramm

betrieben. In Perlen LU waren derweil die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler unterwegs, wobei sie diverse

Aufgaben anlässlich der Besichtigung der Kehrichtverbrennungsanlage durchführten. (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Technisch anspruchsvoll, künstlerisch überzeugend und emotional aufwühlend Dakar Produktion spielte «Matto regiert» im LaMarotte Am Schluss standen am vergangenen Freitag drei Personen zu neunt auf der Bühne und bekamen begeisterten Beifall. Wie das geht? Gespielt wurde ein Puppentheater nach dem dritten Wachmeister-Studer-Roman von Friedrich Glauser – mit sechs lebensgrossen Figuren. ................................................... von regula zellweger Eigentlich müsste man sich das Stück mehrmals anschauen. Denn es ist extrem dicht: emotional, sprachlich, akustisch, visuell, inhaltlich, spielerisch… Im LaMarotte wurde am letzten Freitag Puppentheater höchster Qualität und Professionalität geboten. Die drei Schau- und Puppenspieler Delia Dahinden, Anna Karger und Lukas Roth sprachen, spielten und sangen unter der Regie von Dorothee Metz gleichzeitig als Sprecher, in ihren Rollen und in den Rollen ihrer Puppen. Ort des Geschehens: Die normale Welt des Irrsinns.

Anspruchsvoll Friedrich Glausers sozialkritischer Roman «Matto regiert» aus dem Jahr 1936 spielt in einer psychiatrischen Klinik und ist atmosphärisch äusserst dicht. Die Handlung geht unter die Haut. In «Mattos Reich», dem Reich des Wahnsinns, leiden und scheitern Menschen an der Grausamkeit ihrer Mitmenschen, an patriarchalen Machtstrukturen und an ungerechten sozialen Gegebenheiten. Sie enden deshalb in einer unheilbaren psychischen Krankheit oder in der Kriminalität. Es wird gemordet, gestohlen und gedemütigt in diesem Stück. Glauser lässt seinen Wachtmeister Studer mit grosser Einfühlsamkeit ermitteln. Nicht zuletzt macht die biografisch geprägte Geschichte tief

Drei Schauspieler zu neunt auf der Bühne. Sie zeigten eine hervorragende Leistung, sodass man Puppen und Menschen auf derselben Ebene wahrnahm. (Bild Regula Zellweger.)

betroffen, weil der Schweizer Schriftsteller selbst Erfahrungen mit Heilanstalten, Spitälern und Gefängnissen gemacht hatte.

Menschen, Rollen, Puppen Die drei Schauspieler zeigten an diesem Abend in Affoltern höchste Professionalität. Sie wechselten von Schriftsprache in Dialekte, von Frauen- in Männerrollen, von Schauspielern zu Sprechern, Sängern und Puppenspielern, bauten gleichzeitig im-

mer wieder die raffinierte Kulisse um, erzeugten Klänge und Geräusche und dies alles mit höchster Präzision und in hohem Tempo. Ihre hervorragende Leistung verlangte auch vom Publikum einiges, wollte man auch nur einen Teil der differenzierten, vielschichtigen Vorstellung mitbekommen.

Ausdrucksstarke Puppen Die von Delia Dahinden kunstvoll gestalteten lebensgrossen Puppen sind

nicht schön. Mit ihren riesigen Mündern und den glitzernden, übergrossen Augen spielen sie sich aber in die Herzen der Zuschauer. Wachtmeister Studer, brillant gespielt von Lukas Roth, besteht beispielsweise nur aus Kopf, Armen und dickem Bauch. Mit einer Hand tragen die Puppenspieler den Kopf und bewegen den Mund, mit der anderen führen sie eine Hand. Physisch anstrengend. Manchmal übernimmt ein zweiter Spieler die zweite Hand oder bewegt die ganze Puppe weg, weil der erste Spieler

bereits eine andere Puppe zum Bespielen übernommen hat. Was so kompliziert klingt, sind komplexe Abläufe, die minuziös einstudiert sind und trotzdem völlig selbstverständlich und präzise ablaufen – eine Höchstleistung von Regie und Schauspielern. Technisch anspruchsvoll, künstlerisch überzeugend und emotional betroffen machend – gerade deshalb, weil Wachtmeister Studer im Kontext einer psychiatrischen Klinik fragt: «Was hat das mit uns zu tun?»

Exkursion der speziellen Art in die Gartenstadt Winterthur Volkshochschule startet ins Wintersemester 2017/2018 Am letzten Freitag trafen sich 17 Interessierte am Bahnhof Winterthur zu einer Führung der speziellen Art mit dem Historiker Peter Niederhäuser. Es standen für einmal nicht Kirchen, Villen oder Museen im Zentrum, sondern die frühere Industriestadt mit der weltbekannten Firma «Sulzer» und was aus dem grossen Areal geworden ist sowie die für damalige Zeit weitsichtige Stadtplanung. Zunächst ging es durch die ehemaligen Industrieanlagen der Firmen «Sulzer» und der «SLM». Weitsichtige Planer verstanden es, nach dem Niedergang der Schwerindustrie in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts nicht einfach alles niederzureissen, sondern in den alten Hallen neue Branchen anzusiedeln oder Neubauten so zu gestalten, dass städtebaulich der Charakter der Schwerindustrie erhalten bleibt. Nach englischem Vorbild entstanden parallel zur industriellen Entwicklung während der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts in der Ebene zwischen dem Industriequartier und Töss die ersten Arbeitersiedlungen. Noch heute sind Teile davon erhalten. Je nach hierarchischer Stellung wurden den Arbeitern einfachste Reihenhäuschen oder etwas komfortablere Bauten zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz dazu verwandelte sich die Westseite gegen den Brühlberg zur besseren Wohnlage. Ab 1900 entstand dort, wo bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Reben dominierten, basierend auf einem ersten Bauzonenplan ein gutbürgerliches Wohnviertel. Mit der Idee einer offenen, durchgrünten Bauweise wurde das Ideal einer Gartenstadt, «das von England her den Kontinent eroberte und sich gleichermassen gegen ungesunde Wohnverhältnisse wie gegen die Bodenspekulation richtete», propagiert. Ruedi Wegmann, Mettmenstetten Quelle: Peter Niederhäuser: «Von der Industrie- zur

Der Historiker Peter Niederhäuser vor einer noch heute vorhandenen Arbeitersiedlung der Schwerindustrie des 19. Jahrhunderts. (Bild zvg.)

Gartenstadt – Das Brühlbergquartier in Winterthur», Winterthurer Bau-Geschichten, Band 1.


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Dienstag, 3. Oktober 2017

Schwieriger Einsatz unter Hochspannung Viel beachtete Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern Es war eine sehr komplexe Aufgabenstellung, welche die Mannschaft der Stützpunktfeuerwehr Affoltern am Samstagnachmittag in der Affoltemer Industrie zu lösen hatte. Ein heruntergerissenes Fahrleitungskabel mit 15 000 Volt Spannung erwies sich dabei als Stolpersein. ................................................... von martin platter Der subjektive Eindruck des Zuschauers deckte sich letztlich mit der Beurteilung an der Übungsbesprechung. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich der Löscheinsatz begann und die 30 Schulkinder aus dem rauchenden Zug gerettet wurden. Auch die Absperrung der Unfallstelle und die Kommandokette wiesen Verbesserungspotenzial auf. Im Ernstfall hätte das unter Umständen Leben gekostet. Aber genau deshalb wird ja geübt. Die Übungsanlage hatte es in sich. In der Affoltemer Industrie kam es zu einem simulierten Zusammenstoss zwischen einem Personenzug mit einer 30-köpfigen Gruppe Kindern an Bord und einem Lastwagen. Als Folge davon wurde die Hochspannung-führende Fahrleitung der SBB heruntergerissen und es brach ein Feuer mit starker Rauchentwicklung im Zug aus. Als zusätzliche Erschwernis schlug durch den Aufprall ein Gebinde im Laderaum des Lastwagens leck und dessen Chauffeur irrte infolge einer Kopfverletzung geistig verwirrt auf dem Unfallplatz umher.

Schwächen in der Befehlskette Rasch trafen die ersten Feuerwehrfahrzeuge samt Truppe auf dem Unfallplatz ein. Rasch und korrekt erfasste Feuerwehrkommandant Marcel Büchner die heikle Unfallsituation mit der herumliegenden Starkstrom-

Komplexe Anlage für die diesjährige Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern: In der Affoltemer Industrie ist ein Lastwagen mit einem Personenzug zusammengestossen. (Bild Martin Platter) leitung und der auslaufenden, undefinierten Flüssigkeit und forderte weiteres, spezialisiertes Personal an. Doch irgendwo in der Befehlskette seiner Offiziere schlichen sich bald Fehler ein; Anordnungen wurden nicht weitergegeben. Mit fatalen Folgen: Plötzlich lag ein Feuerwehrmann mit supponiertem Stromschlag am Boden. Mit einem Megafon wollte er die Kinder im Bahnwagen wegen ebendieses Stromkabels warnen und auffordern, im Zug zu bleiben, bis Hilfe kommt. Der Vorstoss des Löschtrupps geriet ins Stocken und damit auch der ganze Rest der Übung. «Es wurde zu lange

gewartet mit der Absperrung», so das Urteil der Übungsleitung. In den anderen Bereichen, die beurteilt wurden – Organisation des Rettungsplatzes, Handhabung der Gerätschaften, Ausführen der Befehle und Einsatz – wurde der Mannschaft ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Beliebte Leistungsschau Wie in anderen Jahren auch, nutzte die Stützpunktfeuerwehr die Gelegenheit, um das zahlreich erschienene Publikum im Anschluss an die Hauptübung zu einem Rundgang im Feuer-

wehr- und Mehrzweckgebäude an der Büelstrasse einzuladen, wo auch die regionale Zivilschutzorganisation des Sicherheitszweckverbandes des Bezirks einquartiert ist, die ihrerseits die Gelegenheit nutzte, um auf ihr Sicherheits- und Leistungsangebot aufmerksam zu machen. Heinz Jäggi, Abteilungsleiter von Schutz und Rettung Zürich und zuständig für die Vertragsgemeinden, Partnerorganisationen und nichtplanbare Grossereignisse, referierte über die Veränderungen, welche die Attentate in Deutschland, Frankreich, Belgien und England auch bei den hiesigen

Rettungsorganisationen ausgelöst haben. Er sagte, einen Schadenplatz zu koordinieren, sei kein Problem. Aber wenn wie in Paris vier oder fünf Schadenplätze gleichzeitig auftreten, dann werde die Organisation sehr viel komplexer. Dem wolle man Rechnung tragen, indem man der Dynamik der Ereignisse gerecht werde. Man stelle keine Zelte mehr auf, sondern bringe die Patienten so schnell wie möglich in die nächstgelegenen Spitäler. Das sei eine ganz besondere Herausforderung für die Einsatzleitung, die man künftig vermehrt mit allen Einsatzkräften auch in der Schweiz trainieren wolle.

Lernen in den Baumschulen Reichenbach Gut besuchter Herbstanlass des Hauseigentümerverbandes Albis 148 Mitglieder des HEV Albis liessen sich am Freitagabend in den Baumschulen Reichenbach in die Geheimnisse einweihen, wie man Rosen und Sträucher richtig schneidet und was es mit dem Getreidesorte Dinkel auf sich hat.

in der Produktion aufwenden, denn der Dinkelteig geht langsamer auf und ist weniger luftig. Dafür bleiben die Backwaren länger frisch und knusprig, weil die Rinde weniger hygroskopisch ist. «Zwei Jahre dauert es, bis der Dinkel verbacken werden kann», erklärte Iten. Selbst das Mahlen sei reglementiert. Der lokale Dinkel dürfe nicht weiter als 30 Kilometer durch die Gegend kutschiert werden, ergänzte Mohni. Glücklicherweise habe man mit der Bachtalmühle in Sins einen Müller innerhalb dieses Radius’ gefunden.

................................................... von martin platter

HEV-Präsident René Homberger war bester Laune. Am späten Freitagnachmittag lockerte sich die Wolkendecke auf. Partiell zeigte sich sogar die Sonne und blauer Himmel. Die Temperaturen stiegen wieder auf einen angenehmen Wert. Ideale Bedingungen für einen gediegenen Herbstanlass in den Baumschulen Reichenbach, die sich für den alljährlichen Herbstmarkt herausgeputzt hatten. Nach einer kurzen Begrüssung durch den HEV-Präsidenten und Gastgeber Andi Reichenbach führten zuerst Getreidebauer, Notar und HEVEhrenmitglied Andres Mohni sowie Bäcker Andreas Iten in die Geheimnisse der Getreidesorte Dinkel ein, die unter dem Schweizer Markennamen UrDinkel gehandelt wird. In der Baaregg zwischen Knonau und Rossau baut Mohni auf dem elterlichen Bauernhof auf einem drei Hektaren grosses Feld Dinkel an. Eine Getreidesorte, die jün-

Rosen brauchen mehr als Mist

Es referierten von links, Bäcker Andreas Iten, Rico Vollenweider, HEV-Präsident René Homberger, Martina Villiger, Getreidebauer und Notar Andres Mohni, Reinhard Tausendpfund sowie die Gastgeber Andrea und Andi Reichenbach. (Bild map.) ger ist als der in der Nahrungsmittelindustrie allgegenwärtige Weizen, der allerdings bei immer mehr Menschen Unverträglichkeiten auslöst, aber wesentlich ergiebiger ist. «Wir haben sehr strenge Auflagen, um Dinkel anbauen und nutzen zu dürfen. Fungizide und Pestizide sind weitestgehend verboten. Auf Dünger verzichten wir, weil das ohnehin schon hohe Getreide (zirka 1,5 Meter) dann noch höher wachsen würde und die Gefahr des Umknickens damit steigt.» Auf die Flä-

che gerechnet, liegen die Erträge beim Dinkel rund um die Hälfte tiefer als beim Weizen. Entsprechend gering ist der finanzielle Ertrag. Für Mohni, der hauptberuflich als stellvertretender Notar auf dem Grundbuchamt in Affoltern wirkt, ist die Landwirtschaft willkommener Ausgleich, aber auch Überzeugungs- und Herzensangelegenheit. Er blieb nicht der Einzige in der Baaregg. Auch Nachbar Markus Gut wird im Oktober ein Feld mit Dinkel anpflanzen.

Dinkelmehl ist im Knonauer Amt besonders begehrt Das freut Abnehmer Bäckermeister Andreas Iten aus Knonau. Er könnte noch wesentlich mehr Dinkel aus der Region verarbeiten, denn die Säuliämtler Kundschaft liebt die speziellen Dinkelbrote und Weggen, Wähen- und Pizzaböden, wegen des feinen Geschmacks und der guten Verträglichkeit. Dafür müssen Iten und sein Team allerdings wesentlich mehr Zeit

In vier Gruppen aufgeteilt, liessen sich die HEV-Mitglieder anschliessend von den Reichenbach-Mitarbeitern Rico Vollenweider, Martina Villiger, Reinhard Tausendpfund und dem Chef persönlich in die Geheimnisse der Rosenund Sträucherpflege einweihen. Anschliessend gab es schmackhafte und bekömmliche Dinkelhäppchen und Sandwiches. Dazu wurde feiner Roter – ein 2016er Milvus – aus der Nachbarschaft gereicht. Dessen Reben werden von Nicole und Röbi Eberhard in der Vollenweid nach biologischen Kriterien angebaut, gemäss Andi Reichenbach der höchstgelegene Weinberg im Kanton Zürich. Als kleines Präsent wurde am Schluss der Veranstaltung jedem HEV-Mitglied ein Dinkelbrot überreicht.


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Dienstag, 3. Oktober 2017

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Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag Grosses Interesse an der Info-Veranstaltung Der Pfarreirat der katholischen Pfarrei St. Burkard in Mettmenstetten hat am Dienstagabend, 26. September, zur Informationsveranstaltung eingeladen. Gut 130 Interessierte kamen. Wer seinen Willen bei Urteilsunfähigkeit (z. B. nach einem Unfall oder einer Krankheit) oder nach dem Ableben im Voraus mit einer «Patientenverfügung» und einem «Vorsorgeauftrag» regelt, stellt sicher, dass nach seinem Willen gehandelt wird. Man erspart so den Angehörigen manche Schwierigkeiten und Umtriebe. Dieses Thema ist keineswegs nur für ältere Personen von grosser Bedeutung. Der grosse Ansturm und das riesige Interesse zeigen, dass diese Themen sehr aktuell sind und zahlreiche

Menschen beschäftigen. Im prall gefüllten Pfarreisaal in Mettmenstetten lauschten die gut 130 Anwesenden den kompetenten Ausführungen der Referentin Iris Ott von Pro Senectute. Es wurden zudem zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantwortet. Moderiert wurde der Anlass von Pfarreirat Peter Hegi. Anschliessend standen den Besucherinnen und Besuchern zahlreiche Unterlagen verschiedener Institutionen zum Mitnehmen zur Verfügung. Die offiziellen Mustervorlagen der katholischen Kirche, Bistum Chur, können gratis bezogen werden. Luzia Züger Mustervorlagen unter www.bistum-chur.ch/ download/handreichungen oder im Pfarreisekretariat, Tel. 044 767 01 21, kathmestetten@bluewin.ch.

Die Reisegruppe aus dem Knonauer Amt um Pfarrerin Claudia Mehl und Alessandra Castagnaro. (Bild zvg.)

Spannende Eindrücke aus der Gegenwart und der Geschichte 30 Frauen aus dem Knonauer Amt auf Mailandreise 30 Frauen aus dem Knonauer Amt verbrachten vom 15. bis 17. September zusammen mit Pfarrerin Claudia Mehl aus Maschwanden und Alessandra Castagnaro ein interessantes, lehrreiches und lebensfrohes Wochenende in Mailand.

Gut 130 Interessierte lauschten im vollen Pfarreisaal in Mettmenstetten den Ausführungen der Referentin Iris Ott von Pro Senectute. (Bild zvg.)

Sie kamen unter anderem in den Genuss einer Führung durch den beeindruckenden Dom, einige

Vom Müller zum Bio-Weinbauern Der Frauenverein Knonau auf Spurensuche

erklommen gar das Domdach und fühlten sich im wahrsten Sinne des Wortes wie im Himmel. 30 Frauen aus dem Knonauer Amt reisten am 15. September zusammen mit der Maschwander Pfarrerin Claudia Mehl und der ortskundigen Alessandra Castagnaro nach Mailand. In der Kirche Maria delle Grazie sahen sie das Originalfresco «Das letzte Abendmahl» von Leonardo da Vinci, betrachteten bei Bachkantaten die Bilder des Da-Vinci-Schülers Bernardino Luini in

Gegenwind in Usbekistan und Kirgisistan Am 12. März haben Marie-Claire Diemand und Markus Hummel aus Obfelden ihre Weltreise gestartet. Momentan radeln sie Richtung Tadschikistan.

Die anheiternde Weindegustation bescherte dem Frauenverein eine zweistündige Verspätung. (Bild zvg.)

Am Freitag, 22. September, fuhr die muntere Schar von 27 Frauen des Frauenvereins Knonau auf ihre jährliche Reise. Diesmal führte die Spurensuche zur Mühle Oberembrach, dann zum Bio-Weinbauer in Uesslingen. ................................................... von christine risi Bereits um 8 Uhr startete der Ausflug der munteren Schar vom StampfiPlatz in Knonau direkt nach Embrach zum Znünihalt. Nach einer kurzen Weiterfahrt nach Oberembrach wurde man herzlich, informativ und mit lustigen Anekdoten empfangen vom Mühlen-Besitzer Brunner. Die Mühle mit Restaurant steht seit 350 Jahren im Familienbesitz. Nach dem Rundgang durch die mahlenden Walzen, vorbei an fertig abgepackten Mehlsäcken und einer lange benutzten Sprossenwand (bei Rückenschmerzen nach dem vielen Tragen) durften die Frauen – je zu

zweit – im äusserst spektakulären Sacklift wieder ins Parterre fahren. Ob dieser Lift wirklich von der Suva abgenommen wurde, wie Brunner fest versicherte, zweifelt die Schreiberin heute noch an. Im angrenzenden MühliLaden konnten sich alle Hausfrauen mit dem nötigen Jahresvorrat an Mehl eindecken. Fahrer Dani Föllmi von der Garage Karl Graf Automobile AG hatte alle Hände voll zu tun, um diese vielen zusätzlichen Kilos zu verstauen. Das äusserst schmackhafte Mittagessen im Restaurant Mühle war hübsch herbstlich angerichtet und ein Gedicht!

Traubenlese in vollem Gang Mit vollem Magen und fröhlicher Stimmung ging die Reise weiter. Im schönen Thurgau beim Bio-Weinbauernhof der Familie Lenz im Iselisberg oberhalb Uesslingen stand die zweite Führung an. Der Betrieb ist sehr modern und steckt zurzeit voll in der Lese der Wein-Trauben. Sehr eindrücklich konnte deshalb auch

jeder Gang vom «Trübel» am Rebenstock bis zur Fässlieinlagerung aufgezeigt werden. Und dann konnte der sonstige Alltag komplett ausgeblendet werden: Die Weindegustation stand an! Vom Weisswein zum Rosé, vom heimischen bis zum chilenischen Rotwein wurde durchprobiert. Jeder Flaschengang gespickt mit Erklärungen wie ein BioWeinbauer seine Trauben hegt und pflegt, wie das chilenische Weingut aufgebaut und bewirtschaftet wird und wo in der Schweiz die KnospenWeine aus diesen zwei Weingütern vertrieben werden. Dementsprechend angeheitert war die Damengesellschaft nach zweistündiger Verspätung wieder im Bus. Leider musste man dann den Aufenthalt in Frauenfeld ausfallen lassen. Die Schreiberin rätselt heute noch, ob dies aus mangelnder Zeit passierte oder aus Angst, dass die Knonauer Frauen in der Thurgauer Hauptstadt kaum mehr zu bremsen gewesen wären ...? Jedenfalls genossen alle diesen von Conny Blattmann bestens organisierten Prachtstag.

der Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore und erlebten einen katholischen Gottesdienst in der Chiesa Sant’ Ambrogio. Auch ein Opernbesuch in der Mailänder Scala stand auf dem Programm. Ein Abendessen in einer feinen Pizzeria, Flanieren im Navigli-Viertel, ein Bummel durch die Galleria Vittorio Emanuele sowie der allabendliche Schlummertrunk im sehr schönen, zentral gelegenen Hotel rundeten die dreitägige Reise ab. (pd.)

Die Hauptstadt von Usbekistan heisst Taschkent und hat Besuch aus dem Säuliamt erhalten. Die Velotouristen aus dem Säuliamt sind auf ihrer Reise in der Millionenstadt angekommen. Auf ihrem Blog berichten Marie-Claire Diemand und Markus Hummel, dass auch in Usbekistan der Herbst begonnen hat, mussten sie doch ihre langärmligen Veloshirts und die Windstopperjacken aus ihrem schmalen Gepäck hervorkramen.

In ihrem Reisebericht schreiben sie, dass die 500-Kilometer-Etappe durch Turkmenistan infolge eines stetigen Gegenwindes der bisher härteste Abschnitt ihrer Veloreise war. Obwohl das Prozedere am Zoll bei der Einreise genauso wie in Turkmenistan das Ausfüllen von Formularen, das Vorzeigen des gesamten Gepäckes sowie der Medikamente verlangte, klappte die Einreise problemlos. Mit einem Ausrufezeichen bemerken sie in ihrem Mail an den «Anzeiger»: «Wir haben es geschafft!», und freuen sich ausgesprochen, in der Welt von 1001 Nacht angekommen zu sein. In den Städten Buchara und Samarkand erkundeten sie die schönen Moscheen, Medresen und Bazare. Die Obfelder Velotouristen kämpfen jedoch nicht nur mit Steigungen und gegen Wind, hie und da lassen sie es sich auch so richtig gut gehen. In den Städten geniessen sie immer wieder in gepflegten Restaurants usbekische Speisen und Spezialitäten. Sicher ist, dass weder in ihrem Blog, in ihren kurzen Reiseberichten noch in den Mails an den «Anzeiger», auch nur die kleinste Bemerkung betreffend Heimweh nach dem Säuliamt zu finden ist. (mm)

Markus Hummel beim Grenzübertritt zu Usbekistan Anfang September. (Bild zvg.)

Reiseblog unter www.2initinere.com.


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Dienstag, 3. Oktober 2017

Kostenloses Wasser-Bezugsrecht verstösst nicht gegen Gleichheitsprinzip Nach Diskussionen genehmigte die GV der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern die Tarifordnung Mitglieder der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern (WVA) können jährlich 250 Kubikmeter Wasser kostenlos beziehen, was laut Experten nicht gegen das Gleichbehandlungsprinzip verstösst. Das beschloss die ausserordentliche GV entgegen der Empfehlung des Vorstandes, der eine Gutschrift von 250 Franken beantragt hatte. Die revidierte Tarifordnung fand nach einigen Diskussionen Zustimmung. ................................................... von werner schneiter Verstösst dieses kostenlose Wasserbezugsrecht der WVA-Genossenschafter gegen das Gleichheitsprinzip und benachteiligt Nicht-Genossenschafter? Diese Frage liess sich anlässlich der ordentlichen Generalversammlung im Mai dieses Jahres nicht beantworten; die revidierte Tarifordnung wurde von der Traktandenliste gekippt, um die Frage auf der juristischen Ebene klären zu können. Laut WVA-Präsident Werner Steiner kommen Experten zum Schluss, dass mit einer solchen Regelung Nicht-Genossenschafter nicht benachteiligt werden und die überarbeitete Tarifordnung in vorliegender Form rechtens ist. Auch das Verwaltungsgericht hat sich dazu in diesem Sinne geäussert. Im Rahmen von Verhandlungen zwischen WVA und Gemeinderat war von einer jährlichen Gutschrift von 150 Franken für Genossenschafter die Rede; der WVAVorstand hält 250 Franken für angemessen und unterbreitete diesen Vorschlag der ausserordentlichen GV. Damit rief er Genossenschafter Toni Bortoluzzi auf den Plan, der sich für ein kostenloses Bezugsrecht von 250 Kubikmetern – und nicht Franken – stark machte. Mit einem Franken pro Kubikmeter sei das Wasser in Affoltern vergleichsweise günstig, doch das könne sich ändern, der Preis eventuell sogar mal auf 1.30 Franken steigen. «Bei 250 Franken ist die Teuerung ausgeschlossen, wodurch Genossenschafter benachteiligt sind», sagte der alt

Der WVA-Vostand musste sich bei der Revision der Tarifordnung bei einigen Punkten mit kritischen Anmerkungen auseinandersetzen, von links: Werner Steiner (Präsident), André Herrmann, Markus Gasser, Ueli Hug, Hans Grimmer und Renato Vincenti. (Bild Werner Schneiter) SVP-Nationalrat. Er geisselte dabei die Haltung des Gemeinderates, dessen Mitglieder die Beziehung zur Gemeinde verloren hätten und mit dörflichen Traditionen nicht mehr vertraut seien. Es gelte, die Rechte der Genossenschafter zu stärken – sie und deren Vorfahren hätten dank klugen Handelns die WVA zu einer guten, wertvollen Institution gemacht. «Die WVA hat heute einen Wert von über 50 Mio. Franken – dank ihren Mitgliedern», rief er an den Vorstandstisch.

Vereinbarung mit Gemeinderat gefährdet? Gemeinderat Markus Gasser, von Amtes wegen WVA-Vorstandsmitglied, sieht mit einer solchen Wassergutschrift die Vereinbarung mit dem Gemeinderat gefährdet. Dieser müsse einer Anpassung (Kubikmeter statt Frankenbetrag) letztlich zustimmen; später könne immer noch geändert werden. Gasser attestierte der WVA gute Arbeit. Latent vorhandene Beden-

ken, wonach die Gemeinde die Wasserversorgung übernehmen könnte, zerstreute er mit dem Hinweis auf die unlängst der WVA erteilte Konzession für die nächsten 25 Jahre. – Die Versammlung stimmte Bortoluzzis Antrag, den Genossenschaftern jährlich 250 Kubikmeter Wasser gutzuschreiben, mit 29 Ja gegen 10 Nein zu.

Verkauf eines Bezugsrechts Sollen Genossenschaftern bei einem Verkauf des Wasserbezugsrechtes (früher Hahnenrecht) der ursprünglich bezahlte oder der jetzige, marktübliche Preis bezahlt werden? Auch diese Frage provozierte Diskussionen. Hier votierten Toni Bortoluzzi und alt SVPKantonsrat Jakob Schneebeli, ehemaliger Gemeinderat, erneut zugunsten eines aktuellen Preises – zum Schutze der Genossenschafter, die man – weil sie grosse Leistungen erbracht hätten – «nicht mit einem Butterbrot abspeisen darf». Zum Beispiel mit einem Preis aus dem Jahr 1891 . . . Laut Präsi-

dent Werner Steiner kann nur der damals bezahlte Preis zurückerstattet werden, weil die WVA Steuerbefreiung geniesse. Über diesen Punkt konnte nicht abgestimmt werden, weil ein Antrag auf Statutenänderung zuvor zurückgezogen worden war. Der gegenwärtige Preis für ein Wasserbezugsrecht beträgt 5250 Franken. Pro Grundstück können höchstens drei Bezugsrechte erworben werden. Toni Bortoluzzi bestand hier auf Besitzstandswahrung – auch wenn jemand über mehr als drei solcher Rechte verfügt. Offenbar ist das nicht der Fall; der Passus fand aber Zustimmung. Einer weiteren Änderung der Tarifordnung gemäss Antrag des Vorstandes wurde – ebenfalls nach Diskussionen – zugestimmt. Bei einer Steigerung der Gebäudeversicherung ab 50 000 Franken beträgt die Nachzahlung für Bezugsrecht-Besitzer bei 2 Prozent der Schätzung – auch wenn keine Änderungen an den Wasserleitungen vorgenommen werden. Jakob Schneebeli, ehemaliger Präsident des

Hauseigentümerverbandes Albis, bezeichnete diese Regelung «nicht den idealen Umgang mit Hauseigentümern», weil hier Leistungen verrechnet werden, welche die WVA nicht erbringt. Er drang damit nicht durch. Zu kompliziert, zu grosser Aufwand, wenn die WVA jedes Baugesuch «auseinandernehmen» müsse, argumentierte Betriebsleiter Ueli Hug. Die Versammlung folgte dem WVA-Antrag mit 27 gegen 8 Stimmen, bei einigen Enthaltungen. Auch der Passus über die Wasser-Fernablesung durch die WVA bleibt. Verweigert ein Hausbesitzer aus strahlungstechnischen Gründen den Einbau eines Funkzählers, so wird ihm jährlich pauschal 120 Franken verrechnet. Und bei fristgerechter, korrekter Ablesung entfällt diese Gebühr; stattdessen erhält der Eigentümer eine Gutschrift von 15 Franken. Die revidierte Tarifordnung wurde schliesslich einstimmig angenommen, worauf sich die Versammlungsteilnehmer in der Senevita beim grosszügigen Apéro riche verköstigen durften.

forum

Bezirksrichterwahlen — Statt Klostermauern, eine Nachbetrachtung Mauern gegen Murgänge in Bondo Das Ergebnis der Bezirksrichterwahl fiel deutlich aus. Mit aktiver Unterstützung seiner Kumpels hat Kandidat Huber klar mehr Stimmen erreicht als der Unterlegene Bischoff. Das ist zu akzeptieren. Wie diese Wahl zustande kam, da bleibt ein schaler Nachgeschmack. Es war eine Zusammenarbeit unter Verletzung von Regeln oder Gesetzen. Man kann es als Kumpanei bezeichnen und schadet dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit des Gerichts. Wenn die ehemaligen SVP-Bezirksgerichts-Präsidenten Gerber und Hayden einen Parteilosen dem SVP-Kandidaten vorziehen, ist das natürlich zulässig, aber letztlich eine Frage des Charakters. Wenn politische Parteien einen parteilosen Kandidaten einem ebenso qualifizierten Parteimitglied vorziehen, ist das ebenso zulässig, nur müssen sie sich fragen, ob sie sich mit diesem Verhalten nicht selbst abschaffen. Weil dafür braucht es keine politischen Parteien. Schwieriger wird die Kumpanei, wenn die vom gewählten Kandidaten

fachlich beaufsichtigten Amtsträger ihn öffentlich in der Wahl unterstützen. Mit der Unterstützung bei der Wahl von Huber durch Notar, Friedensrichter und Betreibungsbeamte geht es um Vorteilsgewährung oder Vorteilsannahme. Das fällt unter das Korruptionsstrafrecht vom 25. September 2015, wo es zusammengefasst wörtlich heisst: «Wer einem Mitglied einer richterlichen Behörde einen Vorteil anbietet oder verspricht, sich versprechen lässt oder annimmt, wird mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe verurteilt.» Nun könnte man natürlich bei den zuständigen Instanzen diese Wahl anfechten. Das tue ich sicher nicht, weil es mir widerstrebt, Gerichte und Amtsstellen auf Kosten der Allgemeinheit zu beschäftigen. In diesem Fall dürfte die Chance auf Erfolg denn auch äusserst gering sein, weil dort, wo eine Anfechtung rechtlich beurteilt wird, sitzen die anderen Kumpels. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Das Kloster Kappel soll unseren Nach- nachtsgesellschaft, die vermutlich kommen erhalten bleiben. Dazu sind eine Mauer aus Pappe auf einem Investitionen unumgänglich. Es fragt Gefährt bereits geplant hat. Um das historische Erbe der Nachsich nur, was sinnvoll ist. Ist eine neue kommenschaft zu erhalten, könnten Klostermauer wirklich notwendig? Wenn wir die Kosten, die durch wir ja ein Modell der Klosterkirche einen Mauerbau verursacht werden, von anno dazumal basteln und im in Form einer Spende den hart geprüf- Kloster zur Schau stellen, dann wäre ten Einwohnern von Bondo überwei- doch allen recht getan? sen, hilft es ihnen vielleicht, ihr Dorf für die Zukunft vor Murgängen und Julius Gaisser, Hausen Steinschlag besser zu schützen: Mauern um Hab und Gut zu retten. Ich bin überzeugt, dass die 13 Kirchgemeinden im Säuliamt einer solchen Geste vernünftigerweise zustimmen würden. Enttäuscht Die Mauer um das Kloster in Kappel ist seit Jahren ein wäre dann die Fas- Politikum. (Bild sals)

Wer macht so etwas? Jemand schlägt absichtlich grüne Feldschlösschen Flaschen zu Bruch und nimmt damit Schmerzen und Schäden bei Tier und Mensch in Kauf. Dies geschah auf der gesamten Maibrunnenstrasse, vom ehemaligen Standort der Firma Kolb bis zur Unterführung, nach dem Parkplatz der Zingg Transporte in Hedingen. Dasselbe passiert auch am Strassenrand Richtung Arni und Richtung Litzi. Ich konnte gar nicht alles aufnehmen. Jede Woche wiederholt sich dieser gefährliche Unfug. Es sindjeweils an die 10 bis 15 Flaschen. Seit zirka sechs Wochen ist mir das aufgefallen. Wenn jemand etwas beobachtet, bitte an die zuständigen Behörden melden – Gemeinde oder Polizei. Danke für Ihre Mithilfe. Ruth Weisskopf, Zwillikon

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Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 3. Oktober 2017

Unterhaltsames

Chlauslauf Affoltern

«Die Claunigen» Carotta & Pomodora traten in der Bibliothek Knonau auf. > Seite 13

Neben weiteren Änderungen wird eine neue Streckenführungt gewählt. > Seite 15

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2. Radquer Am nächsten Sonntag erstmals mit Schweizer Meisterschaften der Masters. > Seite 16

Nicht nur Einkaufs-, auch Begegnungsort Das neue Zentrum Oberdorf in Affoltern wurde vergangenen Donnerstag festlich getauft Das Zentrum Oberdorf hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Nach dreijähriger Bauzeit wurde zum Auftakt des Herbstfestes nun auch eine Zentrumstaufe zelebriert. ................................................... von thomas stöckli «Hier ist Affoltern entstanden», betonte Clemens Grötsch, Affoltemer Gemeindepräsident, in seiner Festrede die historische Bedeutung des Oberdorfs. Deshalb sei es dem Gemeinderat auch wichtig gewesen, dass dem Oberdorf der Einkaufsort erhalten bleibt. Nachredner Reto Bühler thematisierte die Beziehung «seiner» Zürich Versicherung, welcher der ursprüngliche Teil des Zentrums gehört, mit der ehemaligen Mieterin und nun Besitzerin des neuen Zentrum-Teils, der Migros: «Wie ein Konkubinatspaar», hätten sie 20 Jahre zusammengelebt, nun habe die Migros zwar die Trennung vollzogen, man lebe aber weiter glücklich zusammen unter einem Dach.

Bereit für die Zentrumstaufe: Gemeindepräsident Clemens Grötsch (links) und Reto Bühler, Zürich Versicherung.

Kurz vor 17 Uhr ist es so weit: Nach drei Jahren Bauarbeiten wird das neue Einkaufs- und Begegnungszentrum getauft. (Bilder Thomas Stöckli)

Zauberei, Spiele und Musik Mit zehn Geschäften bietet das Zentrum Oberdorf einen attraktiven Mietermix, vereint vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und eine zentrale Piazza zum Verweilen, aber auch für Kultur und Informatives. Am Herbstfest wurde die Kundschaft von Donnerstagabend bis Samstag mit einer Festwirtschaft, Rabatten und Sonderangeboten sowie einem Wettbewerb beglückt. Vor allem die kleinen Gäste kamen dabei voll auf ihre Kosten. Mit Zauberei, Spiel und Spass sowie Basteln wurden sie bestens unterhalten. An den musikalischen Einlagen hatten die Erwachsenen gleichermassen Freude.

Fasziniert verfolgen Gross und Klein die Zaubershow auf der Piazza.

Beliebte Plätze auf dem Karussell.

Dufterlebnis-Abend, der die Sinne Ferien mit Ponys anregt und das Immunsystem stärkt Der KiTi-Hof hat einiges zu bieten Schnuppern und schmecken im Rigelhüsli Bonstetten Sanfte und wirkungsvolle Unterstützung in der kühlen Jahreszeit mit ayurvedischen Gewürzen und wohltuender Entspannung. Seit Jahrhunderten gilt eine gesunde Lebensführung und Ernährung als Grundlage für ein zufriedenes und glückliches Leben. Auch Kräuter- und Gewürzmischungen spielen im Ayurveda eine grosse Rolle. Sie verfeinern nicht nur unsere Speisen und Getränke, sondern haben gezielt und regelmässig angewendet, eine heilende und präventive Wirkung. Am Samstag, 28. Oktober, öffnen sich im Rigelhüsli Bonstetten die Türen zu sinnlichen Duft- und wohligen Entspannungs-Momenten. Interessierte haben die Gelegenheit zu schnuppern und zu schmecken und werden in einer angenehmen Atmosphäre Ge-

würz-Mischungen selbst herstellen. Wie Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und andere auf das Immunsystem wirken können, stellt Petra Schmitz, Ayurveda Gesundheits- und Ernährungsberaterin, an diesem Abend vor.

Die Welt der Düfte Isabelle Jenni, Hypnose-Therapeutin, wird Interessantes zum Thema Entspannung zur Gesundheitsförderung erläutern und praktische Tipps zur Anwendung im Alltag aufzeigen. Anschliessend werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, bei einer sinnlichen Meditation die Welt der Düfte mittels ihrer eigenen Vorstellungskraft zu bereisen. Zum Abschluss des Abends wird eine wohltuende und stärkende Herbstmeditation angeboten, mit der Möglichkeit,

diese auf einer Audiodatei noch einmal zu Hause anzuhören. Die Gäste erwartet ein Willkommens-Snack, eine kurze Einführung in die ayurvedische Heilküche, ein Lexikon der wichtigsten ayurvedischen Gewürze, gemeinsames Herstellen von erlesenen Gewürzmischungen, Interessantes zum Thema Entspannung zur Gesundheitsförderung, und eine geführte Duft- und Herbstmeditation. (pd.) Dufterlebnis-Abend am Samstag, 28. Oktober, 16.30 bis ca. 19 Uhr im Rigelhüsli, Am Rainli 2, Bonstetten. Kosten: 75 Franken pro Person, inkl. 2 Gewürzmischungen, Skript und Audiodatei. Anmelden: info@vivayu.ch, die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Petra Schmitz, Ayurveda Gesundheitsberatung und Ernährung, Schachenmatten 4, 8906 Bonstetten, www.vivayu.ch; Isabelle Jenni, Hypnosetherapie, Schachenmatten 4, Bonstetten, www.innerland.ch.

Welches Kind will schon lange seine Ferien in der Natur mit Ponys verbringen? Draussen im Freien mit anderen Kindern und Ponys lustige und spannende Momente erleben? Auf dem KiTi-Hof bei Baar ist das möglich. Jeden Tag empfangen in den Herbstferien das KiTi-Hof-Team und die Ponys für ein vielfältiges Programm: Die Teilnehmenden lernen, wie man Ponys versteht, wie man sie pflegt, was sie essen, wie man sie sattelt und wie man auf ihnen reitet. Wer noch nie oder nicht oft geritten ist, teilt mit den Kollegen ein Pony. Auf und neben dem Pony gibt es gemütliche Spaziergänge im Wald, lustige Spiele auf dem Platz und Reitstunden, in denen man lernt, auf dem Pony mit diesem zu kommunizieren. Das Angebot ist je nach Kurs für Kinder ab 3 und bis 15 Jahren.

Ponys verstehen lernen. (Bild zvg.) Auf dem KiTi-Hof lässt sich auch der Geburtstag feiern. Wenn es kalt ist, kann man zum Beispiel am Lagerfeuer Schlangenbrot machen oder bei Schnee mit dem Schlitten fahren! (pd.) Anmelden unter www.kitihof-online.ch. Infos unter www.kitihof.ch oder bei kurse@kitihof.ch.


veranstaltungen

Wort verloren In der Bibliothek Knonau

Carotta und Pomodora. (Bild zvg.)

«Die Claunigen» Carotta und Pomodora begeisterten in der Bibliothek Knonau mit dem Bühnenstück «Wortverloren». Kann ein Wort aus einem Buch verschwinden? Genau dies passierte den zwei «Claunigen» in ihrem äusserst vergnüglichen Bühnenstück am Mittwoch, 27. September, in Knonau. Eine grosse Gästeschar aus 35 Kindern und 15 Erwachsenen liess sich davon hinreissen und half tatkräftig mit, das «verlorene Wort» wiederzufinden. Aus lauter Begeisterung für die Büchermengen in der Bibliothek warfen Carotta&Pomodora stapelweise Bücher in einen grossen Reisekoffer, nur um des zu schweren Koffers wegen alle wieder auszuladen. Doch ein Wort ging dabei verloren. «Das Wort ist fort, das Wort ist fort, wo ist es nur, an welchem Ort?» Das Publikum antwortete singend mit «Fidirallalla.. Fidirallalla...». Ob das Wort wirklich in einem Piratenbuch versteckt war? Mit Gummiboot, wilder Paddelei und Hilfe der Kinder ging die turbulente Suche los. Auf der Schatzinsel wartete bereits

eine Schatztruhe mit allerlei Wörtern drin. Aus diesen Wörtern wurden dann plötzlich Papierflieger, die wild durchs Publikum schossen. Weiter ging die lustige Suche mit allen Sinnen. Ob man die Wörter in einem Buch riechen kann? Stinkfüsse, WCEnte und Bratwürste konnten die feinen Nasen riechen, jedoch nicht das verlorene Wort. Carotta und Pomodora liessen sich nicht unterkriegen und unverzagt wurde weitergesucht. Ein grosses, geheimnisvolles Wunderbuch brachte schliesslich Erlösung und die wunderbar herzliche und lustige Suche nach dem Wort kam zu einem Ende. Die beiden ausgebildeten Clowns in ihren liebevollen Kostümen überzeugten durch Herzlichkeit, Nähe zum Publikum und eine wunderschöne clowneske Poesie. Zuletzt blieb die Frage, was denn nun zu tun sei, da das Wort gefunden sei. Prompt kam die Antwort von den Kindern: «Eine neue Geschichte lesen!» Corinne Meier, Bibliothek Knonau Weitere Infos unter dieclaunigen.com.

Blues und Balladen Konzert im «Pöschtli» Aeugstertal «Sir» Oliver Mally und Martin Gasselberger spielen am Mittwoch, 11. Oktober, im «Pöschtli» Aeugstertal. Wäre doch alles, was Europa von den USA übernommen hat, so erfreulich wie die Musik von Oliver Mally! «Sir» Oliver Mally ist als Österreichs BluesAushängeschild weit über die Grenzen hinaus geschätzt und hat sich längst zum Songwriter von grossem internationalen Format entwickelt. Er absolviert mittlerweile jährlich rund 150 Auftritte, seine Tourneen führen ihn durch ganz Europa. Mally spielte schon mit Künstlern wie Louisiana Red, Champion Jack Dupree, Big Jay Mc Neely, Lucky Peterson und der Bluesharp-Legende Sugar Blue. Bereits 13-mal wurde er zum «Besten BluesRootskünstler» Österreichs gewählt. In den letzten Jahren fand das akustische Spiel immer mehr Einzug in sein Programm. Mit seinen Produktionen sprengt er längst gängige Bluesschemata und integriert gekonnt und mit viel Charisma starke Elemente des Singer-Songwriter-Genres in seine Musik. Seine Songs sind voller poetischer Sanftmut, und wenn Mally lustvoll leidend B. B. King-Klänge aus seiner Gitarre zutzelt, ist Memphis, Tennesse, nichts weiter als eine geografische Nebensächlichkeit. Unterstützt von der diffizilen Tastenarbeit seines kongenialen Songwriterpartners Martin Gasselsberger beweist Mally, dass sich akustischer Blues, einfühlsame Balladen und melodischer Jazz wunderbar ergänzen. Die beiden Ausnahmekünstler spielen fast ausschliesslich eigene Songs, die sich teils in der Tradition eines Steve Earle oder Townes van Zandt bewegen, aber auch von Blues-Legenden wie Lightnin’ Hopkins

«Sir» Oliver Mally (links) und der kongeniale Martin Gasselsberger. (Bild zvg.) oder John Lee Hooker stark beeinflusst sind; und es hört sich an, als hätten sie die letzten 60 Jahre nichts anderes gemacht, als in den Südstaaten der USA gegen Kost und Logis aufzutreten. Wenn «Sir» Oliver Mally und Martin Gasselsberger miteinander musizieren, dann geben sie Emotionen neue Dimensionen. Das leise Zusammenspiel von zwei Männern, die sich zulassen und nicht vordrängen, trifft in jedem Moment. Aufgrund ihres feinnervigen Zusammenspiels und des Gefühls für Atmosphäre ist ein musikalisch spannender Abend garantiert. Die internationale Presse bis hin zur amerikanischen «Blues-Revue» überbietet sich denn auch mit Lob für ihre gemeinsame Aufnahme: «... und wieder ein Geniestreich. Da leuchtet die Musik! Ein Album für die Ewigkeit!!!» Konzert mit «Sir» Oliver Mally (Gitarre, Gesang) und Martin Gasselsberger (Klavier, Gesang) am Mittwoch, 11. Oktober, 20.30 Uhr «Pöschtli» Aeugstertal. Essen um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38.


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Sport

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Grosses Juniorinnen-Turnier von Volley S9 25 Teams massen sich in der Sporthalle Schachen in Bonstetten Kurz vor Saisonstart haben sich in der Sporthalle Schachen in Bonstetten 25 Teams in den Altersklassen U15 – U23 am Turnier von Volley S9 gemessen. Am Samstag spielten die Mädchen von U15 und U17, am Sonntag die U19 und U23. Aufgefallen ist eine durchwegs positive, muntere Stimmung im und um die Volleyballfelder. Die Zuschauertribüne war an beiden Tagen gut besucht, was die Spielerinnen speziell anspornte. In den Morgenstunden war da und dort noch ein Zögern sichtbar und anstelle einer aktiven Geste ging ab und zu ein Raunen durch das Team: Ich? Du? Wer soll den Ball nehmen? Andere Teams traten schon von Beginn weg bemerkenswert kompakt, selbstsicher und lautstark auf dem Volleyballfeld auf, was den Spielverlauf stark beeinflusste und sich positiv auf ihr Teamresultat auswirkte. Im Laufe des Tages vermochten aber alle Teams Fortschritte in der Abstimmung zu erzielen. Bei den Mädchen der U15 ging das Team «zuzu 1» (Zürich Unterland) als klarer Sieger hervor, gefolgt von ihren Clubkameradinnen «zuzu 2» und «Voléro ZH». Die zwei neu formierten Teams von «Volley S9», von welchen viele zum ersten Mal 6 gegen 6 spielten, schlugen sich tapfer, konnten erste Punkte und Sätze gewinnen und schlossen das Turnier hinter dem 4.-Platzierten «zuzu 3» auf Rang fünf und sechs ab. Bei der U17 gewann «Voléro ZH 1» ohne Satzverlust vor ihren Clubkameradinnen «Voléro ZH 2». Als 3.-Platzierte durfte sich «Steinhausen» am tollen Gabentisch bedienen, gerade noch vor

dem heimischen «Volley S9»-Team und den Juniorinnen aus «Obfelden». Am Sonntag massen sich acht Teams in der Kategorie U19. Die Girls

von «Voléro ZH» erspielten sich in einem packenden Final gegen «Hünenberg» den wohlverdienten Turniersieg. Den 3. Platz holte sich «zuzu» vor

Volle Konzentration am Service.

Gute Stimmung beim erfolgreichen U23-Team von Volley S9. (Bilder zvg.)

Jubiläumslauf mit Neuerungen 20 Jahre Säuliämtler Chlauslauf in Affoltern Am Sonntag, 3. Dezember, organisiert die LV Albis zum 20. Mal den beliebten Säuliämtler Chlauslauf. Eine der Neuerungen ist die verkürzte Laufrunde. Damit wird die Attraktivität für Läufer und Zuschauer gesteigert.

Der Lauf wird auf der Oberen Bahnhofstrasse, Höhe Bäckerei Nussbaumer, gestartet. Via Breitenweg, Betpurstrasse, Innere Grundstrasse führt die Runde über den Marktplatz und ums Gemeindehaus zurück auf die Obere Bahnhofstrasse. Der Zieleinlauf befindet sich auf dem Marktplatz. Die Schlaufe hinauf Richtung Gefängnis und über die Alte Kanzleistrasse zurück auf die Obere Bahnhofstrasse,

auf welcher die längeren Distanzen gelaufen wurden, wird weggelassen. Somit werden sämtliche Läufe auf einer Runde von zirka 600 Metern ausgetragen. Die Läufer werden etwa alle zwei Minuten zu sehen sein. Je nach Kategorie haben die Läufer mindestens eine Runde (Mutter/Kind – Vater/ Kind) bis maximal neun Runden (Frauen und Männer) zu absolvieren. Die Sie+Er-Staffeln für Hobbyläufer und Vereine erfährt ebenfalls eine Neuerung. Ein Viererteam, bestehend aus zwei Läuferinnen und zwei Läufern, absolviert eine Distanz von etwa 1200 Metern, zwei Läufer laufen je 400, einer etwa 250 und der Schlussläufer etwa 150 Meter. Die Wechselzonen befinden sich auf dem Breitenweg und auf der Inneren Grundstrasse.

Start Nachwuchskategorie. (Bild Mario Grond)

Staffelrennen auch für Schulklassen Auch die Schulklassen laufen neu ein Staffelrennen mit den gleichen Distanzen wie die Sie+Er-Staffeln, mit vier Schülerinnen und Schülern aus der gleichen Klasse. Jede Klasse kann so viele Staffeln anmelden, wie sie möchte. Die Schulklasse, welche mit der grössten Anzahl Staffeln die Läufe beendet, gewinnt einen Zustupf in die Klassenkasse. Anfang Oktober werden die Ausschreibungen verschickt oder können von der Homepage www.lvalbis.ch heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 24. November. Für Spätentschlossene gibt es wieder die Nachmeldemöglichkeit am Samstag, 2. Dezember, am Wochenmarkt. Hanspeter Feller

«Steinhausen». Auch in der Kategorie U23 siegte «Voléro ZH» vor «VBC Rämi» und dem stark aufspielenden heimischen Team von Volley S9.

Volley S9 erhielt grosse Komplimente von Teilnehmern und Zuschauern. Klar, dass der Anlass nächstes Jahr wieder stattfinden wird. (pd.)

Baarer Schachturnier mit Ämtler-Beteiligung Musil Zlatko gewann zum dritten Mal Am 24. August 2017 starteten 23 Club- und 5 Hobbyspieler zum Baar Schachturnier 2017. Gewonen hat zum dritten Mal Musil Zlatko. Gespielt wurden sieben Runden und pro Partie hatte jeder Spieler 60 Minuten Bedenkzeit. Nach sechs Runden konnten bei den Clubspielern noch sechs Spieler auf den Turniersieg hoffen. Musil Zlatko, Zug, Barnard Tertius, Baar, und Leuthold Cyrill, Cham, führten die Rangliste mit je fünf Punkten an. Wenn nicht alle drei die letzte Partie verlieren, so machen sie den Sieg unter sich aus. Für Spannung war gesorgt. Am 28. September trafen sich die Kontrahenten zur entscheidenden siebten Runde. Barnard Tertius musste seine Partie vorspielen und hat diese gewonnen. Dadurch waren seine beiden Gegner gefordert. Cyrill Leuthold musste seine Ambitionen schon bald begraben, verlor er doch sein Spiel. Total spannend machte es Musil Zlatko. In einer ausgeglichenen Partie überschritt sein Gegner die Zeit. Dadurch stand der Sieger mit einem halben Buchholzpunkt mehr fest. Zum dritten Mal gewonnen hat das Baarer Schachturnier Musil Zlatko aus Zug vor Barnard Tertius aus Baar. Er gewann damit als bester Baarer Spieler den begehrten clubinternen Pokal. Dritter wurde Cyrill Leuthold auch Cham. Das Turnier der Hobbyspieler gewann Achermann Marc vor Dosa Katalin. Das Turnier wurde wiederum von Frieda und Kurt Gretener sehr profes-

sionell organisiert und betreut. Der

Musil Zlatko. (Bild zvg.) Vorstand des Schachclubs Baar bedankt sich bei allen Spielern für die durchwegs fairen Spiele. Unter www.schachclubbaar.ch/turniere.htm ist die vollständige Rangliste ersichtlich. Für den Schachclub Baar: Bruno Meyer


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Sport

Dienstag, 3. Oktober 2017

Erstmals mit Schweizer Meisterschaften der Masters

Petra Klingler klettert in Zürich

2. Radquer Mettmenstetten am kommenden Sonntag auf dem Weidhof

Mit dem Start der Züspa, der Zürcher Herbstausstellung, beginnt für die Schweizer Sportkletterer die kurze und intensive Speed-Saison. Am Dienstag, 3. Oktober, finden die Zürcher Speed-Meisterschaften statt. Auf der Startliste sind in allen Kategorien 60 Athletinnen und Athleten aus weiten Teilen der Schweiz. Für etliche Athleten ist dieser Wettkampf der letzte Test vor den Schweizer Speed-Meisterschaften. Diese finden am Samstag, 7. Oktober 2017, im Eingangsbereich der Züspa statt. Auf der Startliste sind in allen Kategorien (U12, U14, U16, U18 und Elite) aktuell knapp 120 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz, darunter auch die stärkste Speederin der letzten Jahre und Titelverteidigerin bei den Damen Elite, Petra Klingler aus Bonstetten vom Regionalzentrum Zürich. (pd.)

OK-Präsident Andreas Fuhrer und sein Team präsentieren fürs zweite Radquer Mettmenstetten eine neue Strecke auf dem Weidhof der Familie Wyss. Das Rennen zählt wieder als Zürcher Kantonalmeisterschaft. In der Kategorie Masters locken zudem nationale Titel. Andreas Fuhrer mag keine halben Sachen. Das spiegelt sich auch in der Organisation des Radquers in Mettmenstetten. In der Zwischenzeit hat der Radsportbegeisterte einen Verein für den Sportanlass gegründet. Einige der stärksten hiesigen Nachwuchsund Master-Fahrer repräsentieren das Säuliämtler Radquer mit ihrer Präsenz an den wieder zahlreicher werdenden Cross-Rennen in der Deutsch- und Westschweiz. Darüber hinaus bemüht sich Fuhrer, den Stellenwert seines Rennens im nationalen Radquerkalender zu etablieren. Probates Mittel dazu ist, Titelkämpfe auszutragen und sich Rennserien anzuschliessen. Wiederum gilt der Wettkampf in allen Kategorien ausser bei den Kids als Zürcher Kantonalmeisterschaft. Dazu werden erstmals nationale Titel in der Kategorie Masters vergeben. Die Masterskategorie umfasst Fahrerinnen und Fahrer ab Jahrgang 1988, unterteilt in drei verschiedenen Altersgruppen: 30- bis 39Jährige, 40- bis 49-Jährige und 50 Plus. Vor allem bei den 40- bis 49-Jährigen fahren etliche Medaillenanwärter

aus dem Säuliamt. Titelhalter Pius Stucki wohnt seit einigen Monaten in Knonau. Der Ottenbacher Michel Bravin gewann bei der letzten SM die Bronzemedaille und auch Michel Gabor aus Affoltern kämpft im Trikot der IG Radquer Mettmenstetten um Titelehren. Bei den Master 50+ strebt Hermann Blaser nach einer Medaille. Der Aeugster stand bereits bei der Strassen-SM in Affoltern diesen Sommer als drittbester Hobbyfahrer seiner Altersklasse auf dem Podium. Die Säuliämtler treffen allerdings auf starke Konkurrenz. Beispielsweise auf den Berner Sepp Freiburghaus, der im Januar in Dielsdorf überraschend den Masters-Titel geholt hatte. Oder die Familie Graf aus Kriessern, die mit Urs, Paul und Jürg immer gut für eine Medaille sind.

«Jedermänner» eröffnen den Wettkampftag Der Renntag beginnt wie letztes Jahr um 10.45 Uhr mit dem JedermannCross, wo mit Ueli Stauffacher, Tomi Müller, Michi Grimm und Jürg Stettler gleich ein ganzes Quartett Fahrer des Vereins IG Radquer Mettmenstetten auf einen Podestplatz aspirieren; bei den Frauen Yvonne Waltert. Im Schülerrennen (U15, U11) trifft um 11.45 Uhr der Sieger des Radquers vor Wochenfrist in Illnau, Laurin Lagler, auf eine ganze Armada Spitzenfahrer des Radrennclub Amt: Francesco Caruso, Elia Felsberger, Nico Huter und Leonie Müller.

Am Dienstag, 3. Oktober, finden die Zürcher und am Samstag die Schweizer Speed-Meisterschaften statt.

Der Ottenbacher Michel Bravin ist einer der Säuliämtler Medaillenanwärter an der Masters-Schweizer-Meisterschaft am 2. Radquer Mettmenstetten. (Bild Martin Platter) Kurz nach Mittag startet um 12.30 Uhr das Kids-Cross der Jahrgänge 2009 und jünger. Am Nachmittag gilt es ernst mit den Lizenz-Kategorien. Den Anfang machen um 13 Uhr die Frauen (FE und U19, U17), die zusammen mit den männlichen U17 fahren werden. Ein ganz heisser Sieganwärter ist der Mettmenstetter Timo Müller, der nach seinem zweiten Platz in Illnau sehr motiviert ist. Um 14 Uhr startet das Hauptrennen mit Junioren, Amateuren und Elite (U19/M/A/E). Vorjahressieger Andreas Moser, der mit dem Flückiger-Cross in Madiswil übrigens selber ein Radquer organisiert, ist auch diesmal wie-

der ein Anwärter auf den Tagessieg. Den Abschluss macht um 15.15 Uhr die Masters-SM. Die neue Rennstrecke um den Weidhof von Daniel und Barbara Wyss an der Zürichstrasse in Mettmenstetten garantiert abwechslungsreiche Radquer-Action. Vor Ort ist auch diesmal Adrian Meier mit seinem Salon-Wagen. Die Festwirtschaft ist ab 8.30 Uhr geöffnet. Frische Pasta kann bereits ab 10 Uhr bestellt werden. Kurzentschlossene können sich vor Ort bis eine halbe Stunde vor dem Start noch anmelden. (map.) Infos unter www.radquermettmenstetten.ch, auf Facebook und Twitter.

Petra Klingler. (Bild zvg.)

Zweiter Gesamtrang im Martin Elmigers Abschiedstour Swiss Proffix Bike Cup Zurücktretender Radprofi künftig vermehrt in Affoltern Versöhnlicher Abschluss für Jorin Gabriel Versöhnlicher Abschluss für den Mountainbiker Jorin Gabriel. An seinem letzten Rennen in Carona erreichte er den zweiten Gesamtrang.

Schluss. Nach 1 Stunde und 13 Minuten war klar, mit diesem Rang verteidigte Jorin Gabriel erfolgreich seinen zweiten Gesamtrang hinter Vizeweltmeister Joel Roth. Nach 18 Rennen in fünf Ländern und sieben Podestplätzen geht diese von Höhen und Tiefen geprägte Saison nun zu Ende. Zu den Höhepunkten zählten der zweite Rang am Sunshine Cup in Zypern, die ersten Plätz in Amathous, in Rivera und in Obertraun, aber auch der dritte Rang an der Schweizermeisterschaft und die Teilnahme an den Europameisterschaften in Italien. Jetzt wird das Bike drei Wochen in die Ecke gestellt und ausgeruht. (pd.)

Das letzte Mountainbike-Rennen für Jorin Gabriel fand in Carona statt. Ein malerischer Ort im Tessin, der aber verkehrstechnisch für so einen grossen Anlass ungünstig gelegen ist. Auf engstem Raum mussten die vielen Autos und Camper in den Strassen und Plätzen geparkt werden. Nachdem Jorin Gabriel am Samstag die interessante Strecke besichtigt hatte, war tags darauf der Start zum letzten Swiss Proffix Bike Cup. Vor dem Rennen war er auf dem zweiten Gesamtrang und diesen galt es zu verteidigen. Der Start führte in einen langen Aufstieg, welcher fünfmal bewältigt werden musste. Die Abfahrt hatte es in sich. Während dem Rennen stürzte der eine oder andere. Nach der ersten Runde waren noch zehn Fahrer beieinander. Jorin Gabriel auf Platz 9. Nach der zweiten von fünf Runden, hatte er sich auf den vierten Platz vorgearbeitet und den behielt er bis zum Jorin Gabriel in Carona. (Bild zvg.)

Es war ein illustres Grüppchen, das sich am Dienstagnachmittag in Affoltern für die vorgezogene Abschiedsvelotour zu Ehren des zurücktretenden Radprofis Martin Elmiger zusammengefunden hat. Am Japan-Cup (22. Oktober) endet Elmigers Radkarriere. Zwei Dutzend Familienmitglieder, Weggefährten, Mitstreiter, Trainingspartner, Kunden und Fans haben es sich trotz wechselhaftem Wetter am letzten Dienstagnachmittag nicht nehmen lassen, den zurücktretenden Radprofi Martin Elmiger auf seiner Abschiedstour mit dem Velo zu beglei-

ten. Treffpunkt war bei Neoprop Lichtwerbung in der Affoltemer Industrie, deren Teilhaber Elmiger bereits seit sechs Jahren ist. Das Unternehmen wird von seiner Frau geführt. Zunächst lag leise Wehmut in der Luft. Immerhin hat es der vierfache Strassen-Schweizermeister und ClassiqueSpezialist auf eine 17-jährige Radsportkarriere gebracht, was in diesem Metier nicht viele von sich sagen können. Dennoch wirkte der 39-jährige Zuger nicht wirklich sportmüde. Auch wenn er sagte: «Nun ist es Zeit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.» Am Japan-Cup am 22. Oktober will Elmiger sein Rennrad definitiv an den berühmten Nagel hängen.

Zuerst aber wurde nochmals gefahren. «Nur» 55 km für die ebenfalls anwesenden Professionals Gregory Rast, Michi Schär und Nicola Rohrbach; 55 km von Affoltern über Rifferswil, Hausen, Ebertswil, Kappel, Blickensdorf, Steinhausen, Hagendorn, Bützen, Mühlau, Hagnau übers Litzi wieder zurück nach Affoltern für die anderen, die die 700 Höhenmeter mehr in den Beinen spürten, zumal es im Aargau noch zu regnen begann. Danach gab es eine heisse Dusche, Häppchen und die angeregten Gespräche wurden weitergeführt. «Vielleicht machen wir das im nächsten Jahr wieder», stellte Martin Elmiger in Aussicht und bekam dafür Applaus. (map.)

Bereit für die Abschiedstour mit dem zurücktretenden BMC-Profi Martin Elmiger (Bildmitte). (Bild Nick Soland)


Sport

Dienstag, 3. Oktober 2017

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Bittere Niederlage im Tunnelderby Fussball 1. Liga: FC Red Star – FC Wettswil-Bonstetten 1:0 (0:0) Ein Spiel mit zwei Gesichtern fand am Ende einen glücklichen Sieger, denn der Siegtreffer für Red Star fiel erst in der Nachspielzeit. Am Samstag empfing der FC Red Star den FC Wettswil-Bonstetten zum Tunnelderby. Letzte Saison gab es jeweils in beiden Affichen deutliche Heimsiege. Vor allem die Ämtler schnitten dabei gar nicht gut ab und gingen vor einem Jahr gleich mit 4:1 unter. Am Wochenende wurde somit ein besserer Auftritt gefordert als im letzten Spiel gegen Winterthur. Die Elf von Oswald begann stark. Von Beginn weg stand man in der Defensive gut und durch schnelles Umschaltspiel konnte immer wieder für Gefahr vor dem Gästetor gesorgt werden. Der junge Loosli setzte bereits nach zwei Minuten ein Zeichen und erhielt für seine Intervention die gelbe Karte. Der Schiedsrichter verfolgte während dem Spiel eine kleinliche Linie, so dass etliche weitere Spieler noch den gelben Karton gezeigt bekamen. In der Anfangsphase hatte der FCWB die Partie gut im Griff, allerdings brachten die schnellen Konter nichts Zählbares, denn die Angriffe wurden von den Red Star Verteidigern oft mit Fouls unterbunden. Nach 20 Minuten hatte der FCWB die erste nennenswerte Chance durch einen Freistoss. Der Ball blieb vor Stürmer Srdic liegen, welcher direkt abzog. Doch der Heimkeeper Ryffel tauchte in die tiefe Ecke ab und konnte den Treffer verhindern. Die darauffolgende Ecke sorgt wieder für Gefahr. Nach einer ungenügenden Klärungsaktion kam Loosli aus dem Rückraum zum Abschluss, der das Ziel allerdings um einige Meter verfehlte.

Chancen bleiben ungenutzt Die Defensive vom FCWB wurde in der ersten Halbzeit kaum gefordert. Somit machte sich die Sperre von Aggressivleader Gouiffe a Goufan nicht bemerkbar. Nach rund einer halben Stunde hatten die Ämtler wiederum einen stehenden Ball zu vermelden. Der Ball wurde von Peduzzi but-

Nach starken 45 Minuten baute WB in der zweiten Hälfte ab und besass nur noch diese Chance durch Capone, der daneben köpfelte. (Bild Kaspar Köchli) terweich in die Mitte gezirkelt, wo Innenverteidiger Peter hochstieg und auf Studer ablegte. Der WB-Captain beförderte den Ball gekonnt Richtung Tor, doch Ryffel wehrte den Ball von der Linie ab direkt zu Capone, welcher aus zwei Metern den Ball gegen die Latte drosch. Eine riesige Möglichkeit, die wiederum zeigte, dass es im Moment vor allem an der Chancenauswertung hapert. Die erste Halbzeit wurde vom Schiedsrichter beendet und Torhüter Thaler musste keinen erwähnenswerten Abschluss abwehren. In der Pause wurde der FCWB von Trainer Oswald ermutigt, «dran zu bleiben». Man hatte in der ersten Halbzeit die umkämpfte Partie grösstenteils im Griff. Allerdings bekundeten die Ämtler in der zweiten Hälfte grös-

sere Mühe. Man war nervös und die Aufteilung im 3-4-3 System stimmte nicht mehr immer. Ausserdem versuchten die Ämtler vor allem, mit hohen Bällen zu operieren, was gegen die kopfballstarken Gastgeber kein gutes Rezept war. Auf der anderen Seite hatte die Heimmannschaft auf der Brunau kaum Torchancen. Nach 70 Minuten kippte das Zepter und Red Star Stürmer Durand brachte die Hintermannschaft von WB ins Wanken. Zuerst schoss D’Angelo nach einer Kombination neben das Tor und danach kam wiederum der gleiche Spieler nach einem Abschlag vom eigenen Torhüter alleine vor Keeper Thaler zum Abschluss. Sein Heber verfehlte das Tor nur knapp.

Turbulentes Ende Die starke Schlussphase von den Gastgebern wurde noch zusätzlich durch eine ärgerliche Schiedsrichterentscheidung beflügelt. Mittelfeldmotor Schneebeli sah nach seinem zweiten Foul in diesem Spiel die gelb-rote Karte. Eine fragwürdige Entscheidung, welche die Pläne von Trainer Oswald über den Haufen warf. Somit war der Auftrag ab der 80. Minute, die Null zu halten und einen Punkt aus der Brunau zu entführen. Wenige Minuten vor Schluss köpfte ein Heimstürmer den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten. Grosses Dusel für den FCWB, der für einmal das Glück beanspruchte. Allerdings kam es dann doch noch schlimmer. In der Nachspielzeit wurde

ein weiter Einwurf unglücklich von einem WB-Verteidiger verlängert, der Ball landete vor den Füssen von Stürmer D’Angelo, welcher keine Mühe bekundete, den Ball aus naher Distanz ins Tor zu befördern. Wenig später war das Spiel beendet und der FCWB hatte seine vierte Auswärtsniederlage zu verzeichnen. (LTh) Sportplatz Brunau. FCWB: Thaler; Peter, Hotnjani, Studer; Siefkes, Loosli, Schneebeli, Temperli; Srdic (84. Berisha), Capone (79. Le), Peduzzi (68. Machado). Weitere WB-Resultate: Lachen-Altendorf 2 – FCWB 2 1:2, Horgen – Sen. 30+ 1:4, Jun. Dc – Adliswil 4:0, Jun. Dd – Buchs-Dällikon 0:5, Dietikon – Jun. Db 3:3, Red Star – Jun. Da 4:6, Jun. Cb – Adliswil 7:2, Team Region Affoltern – Jun. Bc 6:0, Uster – Jun. Ca (CCJL) 7:1, Jun. Ba – Stäfa 1:0, Wädenswil – Jun. Bb 2:1, Jun. A (CCJL) – Veltheim 0:0.

Niederlage trotz engagiertem Auftritt

Erfolgreiche Junioren des HSV Säuliamts

2. Liga: FC Lachen/Altendorf – FC Affoltern 4:1 (1:0)

Gegen die Albisfüchse gewonnen

Der FC Affoltern musste trotz einem engagierten Auftritt beim Tabellenzweiten FC Lachen/Altendorf letztendlich eine herbe Niederlage einstecken. Der Ausgang der Partie war nicht so eindeutig, wie das Resultat vermuten lässt. Die Gegentreffer drei und vier fielen erst in der Nachspielzeit.

In der Sporthalle Hochweid wollten vergangenen Samstag die U15-Junioren ihren erfolgreichen Start in die Saison weiterführen.

Für jeden Rückkehrer zwei neue Ausfälle. Das ist in dieser Saison die gängige Formel beim FC Affoltern. Einerseits kehrte Mühlemann in die Startformation zurück, andererseits musste Trainer Filipovic den angeschlagenen Luchsinger ersetzen und für Torhüter Steiner ist nach dem im Stäfa-Spiel erlittenen Sehnenriss die Vorrunde zu Ende. Die Einheimischen kamen bereits in der 2. Minute zur ersten Grosschance, scheiterten aber am gut reagierenden Torhüter Aegerter. Auch der FCA kam zu Chancen. M. Rako vergab aus bester Position und ein Knaller von A. Rako ging nur knapp über das Tor. Nach einer halben Stunde bekam Lachen einen Handelfmeter zugesprochen, der zur 1:0-Führung verwer-

tet wurde. Die Gäste kamen nach Eckbällen zu Torchancen. Dass man den Ball zweimal freistehend aus kurzer Distanz nicht einmal aufs Tor brachte, widerspiegelt das zurzeit fehlende Selbstvertrauen und die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Kurz vor der Pause vergaben die Einheimischen zwei gute Gelegenheiten zum Ausbau der Führung. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam der FCA besser ins Spiel. In der 54. Minute wurde M. Rako an der Strafraumgrenze rüde gefoult, der Schiedsrichter liess den Vorteil laufen und C. Antenen versenkte den Ball zum Ausgleich im Lachner Gehäuse. Kurz darauf hätte Ismajlaj mit etwas Glück sogar die Führung erzielen können.

Spielentscheidender Platzverweis Nach einem zu kurz geratenen Rückpass eines Kollegen brachte Mühlemann beim Rettungsversuch den Lachner Stürmer ausserhalb des Strafraums zu Fall und wurde mit Platzverweis bestraft. Beim folgenden Freistoss nutzen die Gastgeber die noch herrschende Unordnung in der FCA-Ab-

wehr zur erneuten Führung aus. Auch in Unterzahl versuchten die Gäste noch den Ausgleich zu erzielen. Die offensive Ausrichtung der Säuliämtler in der Schlussphase kam dem schnellen Mattia entgegen, der mit zwei Treffern in der Nachspielzeit den letztendlich zu hoch ausgefallenen Lachner Erfolg sicherstellte. Der FC Affoltern war dem Tabellenzweiten ebenbürtig und konnte den Ausgang der Partie bis in die Nachspielzeit hinein offen halten. Durch individuelle Fehler ist man auf die Verliererstrasse geraten und stand schliesslich mit leeren Händen da. Auf der gezeigten Leistung kann für die nächste Partie aufgebaut werden. Ein Sieg im Heimspiel gegen Küsnacht ist nun Pflicht, um sich aus der ungemütlichen Tabellensituation zu befreien. Walter Zech Peterswinkel Lachen, 100 Zuschauer. Tor: 31. Spagnuolo 1:0, 54. C. Antenen 1:1, 71. Materazzi 2:1, 91. Mattia 3:1, 94. Mattia 4:1. FCA: Aegerter, Hirzel, Sq. Bala, Mühlemann, Premananthan, Steigmeier (S. Antenen), Oetterli, Ismajlaj, M. Rako (E. Shala), C. Antenen (Bilic), A. Rako. Nicht eingesetzt Vanetta (ET), Luchsinger.

Dass dies ein schwieriges Unterfangen sein würde, war dem Trainerstab Deiss/Schudel sehr bewusst. Die Tatsache, dass man das letzte Spiel mit 20 Toren Vorsprung gewonnen hatte, aber die allererste Partie der Saison mit ebenso vielen Toren verloren hatte, zeigte die Unausgeglichenheit der Gruppeneinteilung. So konnte niemand die Stärke der SG Albis Foxes/GC Amicitia als Gegner vorhersagen. Ein beteiligter Junior, welcher die Partie zusammengefasst hat, erlebte den Match wie folgt: «Zu Beginn des Spiels in Kilchberg war unsere Verteidigung sehr stark. Wir gaben alles. Unser neu gelerntes Verteidigungssystem funktionierte sehr gut. Wir sicherten uns gegenseitig ab, sodass der Angriff der Albis Foxes immer stecken blieb. Ein Spieler von Albis Foxes war sehr gefährlich. Wir sorgten aber dafür, dass er nicht richtig durchkam. Dank unseres schnellen Spiels führten wir in der ersten Halbzeit immer mit 4 bis 6

Goals Vorsprung. Die, die auf der Bank sassen, feuerten die Spielenden an. In der zweiten Halbzeit kamen die Albis Foxes besser ins Spiel. Unser Angriff hatte etwas von der Spritzigkeit der ersten Halbzeit verloren. Es wurde richtig spannend und sehr emotional. Es gab zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten. In den letzten 10 bis 15 Minuten holten die Albis Foxes immer mehr auf. Wir kämpften wie die Verrückten – alle gaben alles. Auf einmal stand es dann aber trotzdem nur noch 24:23 für uns. Wir rissen uns zusammen und sagten: ‹Kein Goal mehr kassieren!› Das gelang uns auch und wir gewannen!» Dank diesem Sieg eroberte sich die U15-Junioren den momentanen zweiten Tabellenplatz und sind auf Kurs für den angestrebten Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Damit dies auch gelingt, braucht das Team möglichst viel Unterstützung. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag, 28. Oktober, um 15.30 Uhr in der heimischen Sporthalle Stigeli in Affoltern. Joris Süess


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076 2017  

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