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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 075 I 173. Jahrgang I Freitag, 27. September 2019

Kläranlage besichtigen Mode aus Zeitungen Die Umweltkommission Aeugst lädt morgen Samstag in die ARA Zwillikon. > Seite 3

Sandra Faiglé bewirbt die neuste Kollektion mit alten «Anzeiger»Ausgaben. > Seite 7

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Geheimnis der Träume Vier Künstler -

Die neuste Produktion des Kinderund Jugendtheaters ohoo! kommt auf die Bühne. > Seite 8

Drei Maler und eine Bildhauerin zeigen ihre Werke in der Galerie Marlène, Ottenbach. > Seite 9

Schulerweiterung Mettmenstetten: Baustart im Januar 2020 Trotz Verzögerung soll das neue Schulhaus im Sommer 2021 bezugsbereit sein Im Januar 2020 beginnt auf dem Schulareal in Mettmenstetten der Aushub für das neue Primarschulhaus und die Doppelturnhalle.

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«Forscherrucksack» Den Park Seleger Moor mit den Augen eines Naturforschenden erleben. > Seite 13

Franz Hohler liest in Knonau Kein Geringerer als der Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler ist am 30. Oktober im Stampfisaal in Knonau zu Gast. Ab 17 Uhr wird er die Kinder mit Gedichten und Geschichten unterhalten. Um 20 Uhr folgt dann für die Erwachsenen ein Spaziergang durchs Gesamtwerk. ................................................... > Veranstaltungshinweis auf Seite 20

Feuerwehrparade

................................................... von thomas stöckli Eigentlich hätten die Baumaschinen bereits im Juli vorfahren sollen. Eine Einsprache hat den Baustart fürs neue Schulhaus, in dem auf zwei Stockwerken acht Klassen Platz finden werden, und die neue Doppelturnhalle mit Tagesstrukturen allerdings verzögert. Gerügt wurde die fehlende Erschliessung. Dies, weil die für 2021 geplante Neulegung der Niederfeldstrasse noch nicht fertig projektiert war. Nun habe man mit den Rekurrenten eine zufriedenstellende Lösung gefunden, so Gemeindepräsident René Kälin. Einem Baustart per Januar 2020 steht damit nichts mehr im Weg. «Die Verzögerung war ärgerlich», so Beat Bär, Liegenschaftenvorsteher der politischen Gemeinde. Seit 2013 hatten die politische Gemeinde und die Primarschule intensiv auf eine Eröffnung Mitte 2021 hingearbeitet. «Mit der Turnhalle werden wir das nun nicht mehr schaffen», so Bär. Zumindest das Schulhaus soll auf den Beginn des Schuljahres 2021/22 bezugsbereit sein – pünklich zum erwarteten Peak der Schülerzahlen. Rund 30 Mio. Franken investiert Mettmenstetten in die beiden Neubauten sowie die Umnutzung der alten Sennerei zu einer Bibliothek mit Begegnungsort. Die Bevölkerung hatte die Schulraumerweiterung vor einem Jahr an der Urne mit einem Ja-Stim-

men-Anteil von 76,3 % gutgeheissen. Ein zentraler Aspekt für dieses deutliche Resultat war sicher, dass das Projekt den Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen entspricht, von Jung bis Alt, von Schule und Vereinen. Der Bedarf nach zusätzlichem Raum stand nie in Zweifel. Die Handarbeit, ein Werkraum und die Tagesstrukturen Domino sind bereits bei der Sek eingemietet, zwei Klassen werden in Provisorien unterrichtet, die demnächst um einen Gruppenraum erweitert werden. Weiter verteilen sich die Tagesstrukturen aktuell auf drei Standorte. Und die Schülerzahlen werden hoch bleiben, «eher noch steigen», wie Fredy Kurmann, Ressortvorstand Liegenschaften der Primarschule betont. Das wirkt sich auch auf die Sek aus, die für 2021 eine

Geschichte live

Weltmeisterin gibt Radquer-Debüt

Spannende Einblicke in die Geschichte von Affoltern bieten Ortsrundgänge, die das Ortsmuseum Affoltern und Zwillikon anbietet. Affoltern war in früheren Jahrhunderten nicht nur ein Bauern-, sondern auch ein Weinbauerndorf. Denn der Konsum von Wein war früher viel höher, da dieser gesünder war als das Trinken von oftmals verunreinigtem Wasser. Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert erlangte Affoltern europaweite Bekanntheit als Kneipp-Kurort. Zu verdanken war dies dem Pfarrer und Arzt Johann Jakob Egli aus Bonstetten, der das Kneippen nach Kräften förderte. Er schaffte es mit seinem Engagement sogar auf Postkarten, die damals rege versandt wurden und auf denen er barfusswandernd mit Kurgästen zu sehen ist. (sts) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Bereits zum vierten Mal wird am kommenden Sonntag das Radquer Mettmenstetten ausgetragen – erstmals als nationale Prüfung. Gespannt sein darf

Hier entsteht das neue Mettmenstetter Schulhaus. Gemeindepräsident René Kälin (Mitte) mit den Liegenschaftenvorstehern Fredy Kurmann (links, Primarschule) und Beat Bär (politische Gemeinde) vor dem Baugrundstück. (Bild Thomas Stöckli) Aufstockung des Schulhauses Wygarten 1 plant.

Nicht die einzige Investition Das Mega-Projekt hat nicht nur den Behördenmitgliedern viel abverlangt, es belastet auch die Gemeindefinanzen. Zumal die 30 Millionen nicht die einzige Investition der nächsten fünf Jahre sein werden. 15 weitere kommen hinzu für Gewässer, Strassen, den Anschluss an die ARA Schönau in Cham und weitere Investitionen, wie Finanzvorstand Beat Bär ausführt. Das macht insgesamt 45 Mio. Franken. 25 Mio. wird Mettmenstetten als Kredit aufnehmen müssen. Das erklärte Ziel: innert zehn Jahren 15 Mio. wieder zurückzahlen können. Will heissen: Jedes Jahr einen Über-

man auf Jacqueline Schneebeli. Die Mountainbikerin gibt ihr Quer-Debüt. ................................................... > Bericht auf Seite 26

OK-Präsident und Trainer Andreas Fuhrer instruiert Radquer-Neuling Jacqueline Schneebeli und Timo Müller in der Technik des richtigen Velotragens. (Bild map.)

schuss von 1,5 Mio. erwirtschaften. «Wir müssen sparen oder nach neuen Einnahmequellen suchen», so Bär. Die Bauarbeiten auf dem Schulareal beginnen Anfang 2020 mit dem Aushub fürs Schulhaus und die Doppelturnhalle. Im März 2020 soll erst das Schulhaus in den Hochbau gehen, im Juni 2020 dann die Turnhalle. Weil diese tief in den felsigen Grund hinein geht, hängt hier der Zeitpunkt allerdings stark von der Geologie ab. Im Herbst 2020 startet schliesslich der Umbau der alten Sennerei. Mitte bis Ende 2021 sollen dann alle drei Teilprojekte abgeschlossen sein. Davor muss die Primarschule rund drei Monate ohne eigene Turnhalle auskommen. Das werde sicher ein Knackpunkt – auch für die Sportvereine –, so Kurmann.

Turnfest Obfelden: 27 000 Franken Gewinn Das Motto «turnen – feiern – geniessen» für das Regionalturnfest Obfelden traf definitiv zu. Rund 4000 Turnerinnen und Turner sind Ende Mai und Anfang Juni nach Obfelden geströmt und haben die Säuliämtler Gemeinde während zwei Wochenenden in eine Sporthochburg verwandelt. Nun steht fest, dass das RTF auch finanziell ein Erfolg war. Anstelle der angestrebten schwarzen Null resultierte ein Plus von rund 27 000 Franken. «Dass trotz unseres Budgets von rund 1,4 Millionen Franken ein grosser Batzen in der Kasse zurückbleibt, freut mich ausserordentlich!», so OKPräsident Mirco Kurt. ................................................... > Bericht auf Seite 27

An der Hauptübung vom 28. September präsentiert die Stützpunktfeuerwehr Affoltern der Bevölkerung in verschiedenen Einsatzübungen ihr Handwerk. Zur letzten Hauptübung von Stützpunktkommandant Marcel Büchner – er übergibt per 1. Dezember an seinen langjährigen Stellvertreter Alex Smolinsky – ist zudem eine Parade mit dem Musikverein Harmonie Affoltern eingeplant. ................................................... > Veranstaltungshinweis auf Seite 23 anzeigen


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Auflage des Kollokationsplanes In der konkursamtlichen Liquidation über den Nachlass von Klara BoccaliBühler, geb. 22. Oktober 1929, gest. 21. August 2018, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen Chlosterstrasse 19, 8914 Aeugst am Albis, liegt der Kollokationsplan den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf.

Konkurseinstellung Über den Nachlass von Rudolf Ernst Kläntschi, geb. 2. November 1954, von Rapperswil BE, gest. 29. Juni 2019, wohnhaft gewesen Bahnhofplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 5. August 2019 die konkursamtliche Nachlassliquidation angeordnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Richters vom 2. September 2019 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger bis zum 7. Oktober 2019 die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von Fr. 5000.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Affoltern am Albis, 20. September 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9 Postfach 8910 Affoltern am Albis

Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 27. September 2019 verwiesen.

Einstellung des Konkurses Über die ASLLANI Gartenbau GmbH, mit Sitz in Affoltern am Albis, Giessenstrasse 15a, 8910 Affoltern am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern Einzelgericht, vom 22. August 2019 der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Gerichtes vom 20. September 2019 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger innert zehn Tagen die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von Fr. 5000.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Jeder Pfandgläubiger kann innert der gleichen Frist beim Konkursamt schriftlich die Verwertung seines Pfandes verlangen, sofern er sich zur Übernahme des nicht gedeckten Teils der Liquidationskosten verpflichtet und daran vorläufig einen Barvorschuss leistet (Art. 230a SchKG).

Inkrafttreten nach Rechtskraft der genehmigten Festsetzung Teilrevision der kommunalen Nutzungsplanung (Bau- und Zonenordnung) und privater Gestaltungsplan Herferswil 84 in der Gemeinde Mettmenstetten Die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung und privater Gestaltungsplan, Herferswil 84, wurde von den Stimmberechtigen der Gemeinde Mettmenstetten an der Gemeindeversammlung vom 23. April 2019 und von der Baudirektion mit Verfügung vom 30. Juli 2019 genehmigt. Gemäss Rechtskraftbescheinigung des Baurekursgerichts vom 17. September 2019 ist kein Rechtsmittel ergriffen worden. Die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung und der private Gestaltungsplan Herferswil 84 treten am Tag nach der Publikation in Kraft. Mettmenstetten, 27. September 2019

Affoltern am Albis, 23. September 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9 Postfach 8910 Affoltern am Albis

Teilrevision kommunale Nutzungsplanung und privater Gestaltungsplan, Herferswil 84 / Inkraftsetzung

Inkraftsetzung Polizeiverordnung Am 17. Juni 2019 hat die Gemeindeversammlung die totalrevidierte Polizeiverordnung unter Berücksichtigung zweier Änderungen genehmigt. Der Gemeinderat Maschwanden hat gestützt auf Art. 46 dieser Verordnung am 24. September 2019 diese Verordnung per 1. November 2019 (unter Vorbehalt eines Rechtsmittels) in Kraft gesetzt.

Gemeinderat Mettmenstetten

Mit Beschluss vom 16. September 2019 hat der Gemeinderat Rifferswil, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Rifferswil aufgenommen:

Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

• Plenk, Matthias Thomas Maria, geb. 24. Juli 1972, von Österreich • Anette Bodenhöfer-Plenk geb. Bodenhöfer, geb. 28. Juni 1974, von Deutschland • Plenk, Amelie, geb. 10. März 2003, von Österreich • Plenk, Lorena, geb. 20. August 2005, von Österreich • Plenk, Mariella, geb. 14. Mai 2007, von Österreich

27. September 2019

27. September 2019

Gemeinderat Maschwanden

Gemeinderat Rifferswil

Jeder Abschied von einem geliebten Menschen ist eine Reise in die Vergangenheit. Roswitha Bloch

Affoltern am Albis, 25. September 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9 Postfach 8910 Affoltern a. A.

Nach einer langen Demenzerkrankung durfte unser lieber Papi, Schwiegervater, Grossätti und Bruder

Fritz Wittwer 16. Juni 1935 – 24. September 2019

nun Ruhe finden. Seine geduldige, gelassene und hilfsbereite Art ist uns ein Vorbild. Die Erinnerung an seine Sprüche wird uns weiterhin ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Elisabeth und Urs Kunz-Wittwer mit Robert und Rita Hanni und Urs Kleiner-Wittwer mit Marcel und Stephanie Helen und Christian Spörri-Wittwer mit Raphael und Ilona Bruno und Elly Wittwer-Hasse mit Benjamin und Michelle Marianne und Daniel Suter-Wittwer mit Romy, Rico, Mario und Cindy Erna Wittwer und Eugen Müller Wir nehmen Abschied von Fritz auf dem Friedhof Obfelden am Freitag, 4. Oktober, um 14.00 Uhr. Anschliessend findet die Abschiedsfeier in der Reformierten Kirche statt. Wir danken allen herzlich, die sich während seiner Krankheitszeit so liebevoll um Fritz gekümmert haben: dem Team der Spitex Obfelden, dem Tagesheim des Spitals Affoltern und den Betreuerinnen des Entlastungsdienstes der Spitex. Seine letzten vier Jahre wurde er vom Team der Pflegi-Muri liebevoll betreut und umsorgt. Wer im Gedenken an Fritz etwas spenden möchte, unterstütze die pflegimuri, Wohngruppe A, IBAN CH58 0900 0000 5000 0286 8, Vermerk: Fritz Wittwer. Traueradresse: Bruno Wittwer, Sennhüttenstrasse 16, 8912 Obfelden


Bezirk Affoltern

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch anzeige

Freitag, 27. September 2019

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Ein Blick hinter die Kulissen Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Aeugst Die Umweltkommission Aeugst lädt die Bevölkerung zu einem Blick hinter die Kulissen oder vielmehr hinter die Kläranlage ein. Wohin fliesst das Aeugster Abwasser und was geschieht in der Kläranlage damit? Auf diese und weitere spannende Fragen gibt es Antwort morgen Samstag, 28. September, bei der Besichtigung der Abwasserreinigungsanlage Zwillikon. Es ist für uns alle selbstverständlich, dass unsere Abwässer abfliessen und gereinigt werden. Hinter dieser Selbstverständlichkeit stecken viele Arbeitsschritte und Prozesse. So braucht es nicht nur ein intaktes, ausgeklügeltes Leitungsnetz in der Gemeinde, sondern eine Reinigungsanlage, die in mehreren Schritten die Abwässer klärt und dann wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgibt. Beim Klärverfahren entstehen Gase, die zur Stromerzeugung genutzt werden können und es bleibt Klärschlamm zurück, der weiter verwertet wird. Was als Abwasser von unseren Spülkästen, Toiletten, Duschen usw. abgeleitet wird, kann in der ARA Zwillikon wiederverwertet werden. Ein Blick hinter diese Kulissen lohnt sich also. Treffpunkt für die Besichtigung ist am kommenden Samstag, um 8.50 Uhr, beim Feuerwehrlokal Aeugst (Shuttle begrenzt vorhanden) oder direkt vor Ort. Dauer der Führung 9.30 Uhr bis 12 Uhr.

Arbeitsvergaben Auf dem Friedhof sind diverse Gehwege, Treppenstufen, Abschrankungen usw. sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat hat zwei ortsansässige Unternehmen eingeladen, eine Offerte für die notwendigen Instandstellungsarbeiten einzureichen. Der Auftrag wurde an die Firma Blaser Gartenpflege, Aeugst am Albis, vergeben. Gemäss Offerte ist mit Kosten von rund 65 000 Franken zu rechnen. Die Kosten sind im Budget 2019 enthalten. Das günstigste Angebot hat der Gemeinderat auch bei der Vergabe von Baumeisterarbeiten im Zusammenhang mit der Kanalisation Uerenberg berücksichtigt. Er hat diesen Auftrag der Firma Landis Bau AG, Zug, zum Preis von 193 000 Franken vergeben. Die Firma Landis hat eine pauschale Unternehmerofferte eingereicht. Im Budget sind für diese Arbeiten 200 000 Franken eingestellt. Weil die Gesamtkosten inklusive Ingenieurleistungen deutlich höher sein dürften, hat der Gemeinderat zulasten seiner Ausgabenkompetenz ausserhalb des Budgets einen Zusatzkredit von 90 000 Franken bewilligt. Es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass die Nettokosten den ursprünglich budgetierten Kredit nicht übersteigen werden, weil die Anstösser einmalige Anschlussbeiträge von 60 000 Franken leisten werden. Für die Sanierung der Wasserleitung am Höchweg hat der Gemeinde-

rat die Baumeisterarbeiten an die Firma Peter Schmid, Baudienstleistungen, vergeben. Den Zuschlag für die Sanitärarbeiten erteilte der Gemeinderat der Firma Ritschard, Haustechnik, Ottenbach. Im Budget sind für diese Arbeiten insgesamt 600 000 Franken eingestellt. Die beiden Arbeitsvergaben erreichen ein Kreditvolumen von rund 430 000 Franken.

Verbrennen von Ästen Der Aeugster Wald leidet, wie viele andere Wälder in Europa, stark unter dem Borkenkäfer. Dieser Käfer kann innerhalb weniger Wochen die Arbeit von Jahrzehnten zunichtemachen. Hauptaugenmerk von Förster und Waldbesitzer ist die Begrenzung von Folgeschäden. Befallene Bäume werden deshalb baldmöglichst gefällt und in die Sägerei gebracht oder in mindestens 500 m Abstand vom nächsten Waldrand entfernt gelagert. Ein Problem sind aber auch die Äste. In ihnen kann sich der Kupferstecher (eine der mehreren Borkenkäferarten) einnisten und vermehren. Eine wirksame Bekämpfungsmethode ist das Verbrennen von befallenen Ästen. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass sich die Waldbesitzer gut überlegen, was die sinnvollste Bekämpfungsmethode ist und bittet die Aeugster Bevölkerung, nicht gleich Polizei und Feuerwehr aufzubieten, wenn im Wald und auf offenem Feld Äste kontrolliert verbrannt werden.

Verschiedenes Der Verein Spitex Knonaueramt erfüllt wichtige Pflege- und Betreuungsaufgaben für die Aeugster Bevölkerung. Die vom Verein für das kommende Jahr ausgearbeitete Leistungsvereinbarung hat der Gemeinderat ebenso genehmigt wie die Leistungsvereinbarung für den Entlastungsdienst für pflegende Angehörige und Familien mit Kleinkindern. Zustimmend zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat auch den Geschäftsbericht der Interkommunalen Anstalt Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (IKA Kesb) für das Jahr 2018. Peter Schlumpf, a.o. Gemeindeschreiber-Stv.

in kürze Mehr Lohn auf Stufe Kindergarten Der Kanton Zürich will künftig Lehrerinnen und Lehrer ausschliesslich so ausbilden, dass sie sowohl im Kindergarten als auch in der Unterstufe unterrichten können. Der Lohn der Kindergärtner würde jenem der Lehrpersonen der Primarschule angepasst. Die Bildungsdirektion startet dazu eine Vernehmlassung.


Hausen am Albis Strassenbau: Neubau Rad-/ Gehweg und Instandsetzung Fahrbahn, Albisstrasse Schonau bis Vollenweid Im Auftrag von Baudirektion Kanton Zürich Tiefbauamt Walcheplatz 2 8090 Zürich Betrifft 8915 Hausen am Albis 8911 Rifferswil Öffentliche Planauflage mit Rechtserwerb Das genannte Projekt wird gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt. Die bestehende Radlücke auf der Albisstrasse in den Gemeinden Rifferswil und Hausen am Albis, wird mit diesem Projekt (2. Etappe) geschlossen. Gleichzeitig erfolgt auch die Strasseninstandsetzung. Rechtliche Hinweise Das Projekt ist, soweit möglich, vor Ort ausgesteckt. Die Projektunterlagen und der Landerwerbsplan liegen - nebst einem Verzeichnis sämtlicher für die Abtretung von Rechten oder für die Leistung von Beiträgen in Anspruch genommenen Personen sowie der an sie gestellten Ansprüche in den Gemeinden Hausen am Albis und Rifferswil zur Einsicht auf. Vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung des Bauplanes an, darf, Notfälle vorbehalten, ohne Einwilligung des Kantons an der äusseren Beschaffenheit des Abtretungsgegenstandes keine wesentliche, mit Beziehung auf die rechtlichen Verhältnisse desselben aber gar keine Veränderung vorgenommen werden. Allfällige Streitigkeiten entscheidet der Bezirksgerichtspräsident im summarischen Verfahren nach freiem Ermessen. Der Expropriant hat für den aus dieser Einschränkung des freien Verfügungsrechts hervorgegangenen Schaden Ersatz zu leisten. Nach Ablauf zweier Jahre vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung an ist der Abtretungspflichtige nicht mehr an diese Einschränkung gebunden. Veränderungen am Abtretungsobjekt, welche im Widerspruch mit diesen Vorschriften vorgenommen würden, sind bei der Ausmittlung der Entschädigungssumme nicht zu berücksichtigen und verpflichten zum Ersatz des dem Exproprianten hieraus entstehenden Schadens. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost bei der Anmeldestelle Einsprache erhoben werden. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projektes geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit als möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG, LS 175.2). Das Verfahren ist für die unterliegende Partei in der Regel kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der Anmeldestelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Entschädigungsbegehren, Bestreitungen von Beitragsforderungen und Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten müssen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist eingereicht werden. Unterlässt ein Grundeigentümer diese Einsprachen, wird gemäss § 23 Abtretungsgesetz angenommen, er sei mit der ihm zugemuteten Abtretung bzw. der gestellten Beitragsforderung einverstanden und anerkenne mit Bezug auf seine eigenen Ansprüche zum Voraus die Richtigkeit des Entscheides der Schätzungskommission. Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse: Bauamt Hausen am Albis Zugerstrasse 6 8915 Hausen am Albis

Todesfälle Kappel am Albis Am 18. September 2019 ist in Affoltern am Albis verstorben:

Stettler geb. Jutzi Anna

WIR DANKEN HERZLICH Für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserem lieben

geb. 16.01.1919, von Landiswil BE, wohnhaft gewesen im Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis.

Florian Josef Püntener-Strub

Obfelden

erfahren durften.

Am 24. September 2019 ist in Muri AG gestorben:

Wittwer Fritz geb. 16. Juni 1935, von Schangnau BE, wohnhaft gewesen in Obfelden, mit Aufenthalt in der Pflegi Muri, 5630 Muri, Witwer der Wittwer-Geissbühler, Lydia. Urnenbeisetzung am Freitag, 4. Oktober 2019, 14.00 Uhr, in Obfelden, anschliessend Abdankung in der reformierten Kirche. Die Friedhofvorsteherin

Ein besonderer Dank gilt: – Den Teams vom Spital Affoltern und Triemli sowie dem Hausarzt Dr. Philippe Luchsinger für die langjährige Betreuung – Der Spitex, Palliaviva und Palliativ Villa Sonnenberg für die liebevolle Pflege – Diakon Franz-Xaver Herger für die sehr einfühlsame Abschiedsfeier – Dem Gemischten Chor Affoltern, der Musikerin Sibylle Tschopp, den Musikern Luigi Lore’ und Konstantin Saltykov für die berührende Umrahmung des Trauergottesdienstes – Den Fahnendelegationen – Für alle grosszügigen Spenden an wohltätige Institutionen und die schönen Blumengestecke. Affoltern a. A., im September 2019

Die Trauerfamilie

Ottenbach Am 21. September 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Ebnöther, Bruno Alfons geb. 7. Februar 1942, von Zürich ZH und Vorderthal SZ, wohnhaft gewesen in Ottenbach mit Aufenthalt in der Langzeitpflege in Affoltern am Albis. Die Abdankung in der evangelischreformierten Kirche Ottenbach findet am Freitag, 4. Oktober 2019, um 14.00 Uhr, statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Friedhofvorsteherin

Stallikon Am 4. Juni 2019 ist in Uetikon am See ZH gestorben:

Stöckli Gottfried Richard geboren am 7. Juli 1937, von Muri AG, wohnhaft gewesen Schwandenstrasse 1, 8143 Stallikon.

Wer einen Fluss überquert muss die eine Seite verlassen. Mahatma Gandhi

Wir nehmen Abschied von meinem Ehemann, unserem Dädi und Grossdädi, Bruder, Schwager und Onkel

Bruno Ebnöther-Tresch 7. Februar 1942 – 21. September 2019

Nach zähen Wochen durfte er die schwere Last ablegen – uns bleibt die Erinnerung.

Bestattungsamt Stallikon

Emmi Daniela und Greg mit Casey Corinne und Marc mit Annika und Wayne Natalie mit Remo und Nico Geschwister, Anverwandte Die Trauerfeier ist in der Kirche Ottenbach am Freitag, 4. Oktober, um 14.00 Uhr. Die Urne wird später der Natur übergeben. Im Amt werden keine Leidzirkulare versandt. Wer Bruno auf besondere Art ehren will, möge bitte den Angelman Verein Schweiz mit einer Spende berücksichtigen: IBAN CH06 8145 5000 0948 9756 9, Raiffeisenbank Cham BLZ 81455 / Kontonummer: 60-9596-7, Vermerk: Bruno Ebnöther. Traueradressen: Emmi Ebnöther, Weidstrasse 3, 8913 Ottenbach Corinne Stuber, Kurzacherweg 6, 8913 Ottenbach

Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. D. Bonhoeffer

WIR DANKEN VON HERZEN Für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von unserem lieben

Klaus Zummach-Rohr erfahren durften. Ganz besonders danken wir – Frau Pfarrerin Bettina Bartels für den persönlichen Abschiedsgottesdienst – Frau Nardone für das einfühlsame Orgelspiel – Herrn Dr. Jörg Schwegler und Team für die jahrelange gute Betreuung – dem Palliativ-Team, dem Spital Affoltern und der Spitex für die liebevolle Pflege – für die grosszügigen Spenden an die Stiftung Villa Sonnenberg – für die vielen trostreichen Karten und Briefe Affoltern am Albis, im September 2019

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Freitag, 27. September 2019

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Geschichte Affolterns hautnah miterleben Das Ortsmuseum führte spannende Rundgänge durch den Bezirkshauptort durch In Affoltern wurde früher auch Rebbau betrieben, der Bahnbau im 19. Jahrhundert veränderte die Dorfstruktur massiv, um 1900 war Affoltern ein europaweit bekannter Kneipp-Kurort – all dies, und noch viel mehr war an einem historischen Ortsrundgang zu erfahren. ................................................... von stefan schneiter «Auf Spurensuche im alten Affoltern am Albis» – unter diesem Titel führte das Ortsmuseum Affoltern kürzlich zwei spannende Ortsrundgänge durch, bei denen Ursula Grob und Hansrudolf Huber den Teilnehmenden eine Vielzahl Einblicke in frühere Zeiten boten. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war Affoltern ein Bauerndorf. Doch nicht nur Wiesen für das Vieh, Ackerland und viele Obstbäume prägten das Ortsbild, auch ausgedehnte Rebberge waren damals noch zu finden. Wie in den andern Gemeinden des Säuliamts wurde auch in Affoltern Rebbau betrieben, denn: «Wein war in früheren Jahrhunderten ein Alltagsgetränk», sagte Ursula Grob. «Man trank viel mehr Wein damals. Goethe, so habe ich einmal gelesen, soll bis zu sieben Liter Wein am Tag getrunken haben.» Dass früher mehr Wein als Wasser getrunken wurde, hing auch damit zusammen, dass Wasser nicht in jedem Haushalt vorhanden war dieses vielerorts unrein war, und Wein zu trinken somit gesünder war. Einen gehörigen Entwicklungsschub erlebte Affoltern durch die Eisenbahn. 1864 hielt der erste Zug in Affoltern an. Den Bahnhof baute man ausser-

Ursula Grob erläutert beim Säulibrunnen, wie 2012 die Bronzefigur gestohlen wurde und auf Nimmerwiedersehen verschwand. Später wurde die Figur nach Fotografien rekonstruiert und «unklaubar» fest installiert. (Bild Stefan Schneiter) halb des Dorfs, mitten im Grünen. In der Folge verlagerte sich das Zentrum des Dorfs, das zuvor am Wasser, entlang des Jonenbachs, gelegen hatte, in Richtung des Bahnhofs. Dass die Bahnverbindung zwischen Zürich und Luzern durchs Säuliamt und nicht durchs Sihltal zu liegen kam, verdankt Affoltern Jakob Dubs, dem Regierungsrat und späteren Bundesrat, der als Affoltemer im Sinne seiner Herkunftsregion geschickt zu lobbyieren verstand. Fünf Züge fuhren im 19. Jahrhundert täglich. Von Affoltern nach Zürich benötigten sie damals, wie Ursula Grob betonte, 33 Minuten. Heute, 150 Jahre später, sind es 31 (S14) respektive 32 (S5) Minuten...

Pfarrer als Initiator des Kneippens Zu einem doch eher unerwarteten Bekanntheitsgrad, und zwar europaweit,

gelangte Affoltern als Kneipp-Kurort. «Affoltern war ein wichtiger KneippKurort. Man kam in der Zeit um die Wende des 19./20. Jahrhunderts hierher in die Ferien, um zu kneippen», erzählte Ursula Grob den Teilnehmern des Ortsrundgangs. Zu verdanken hatte Affoltern seinen weitreichenden Ruf wesentlich Pfarrer Johann Jakob Egli aus Bonstetten, der auch Arzt war. Er kannte Sebastian Kneipp, den Begründer der Kneipp-Kuren, und forcierte als flammender Anhänger das Kneippen in der Gemeinde. So stellte er etwa für jeden Kurgast eine individuelle Kur zusammen. Einer der Bauzeugen jener Epoche war der 1899 für Kneippgäste gebaute Kasinosaal am Marktplatz. In späteren Jahren fand der Saal auch als Schulraum sowie im Zweiten Weltkrieg als Militärunterkunft Verwendung. Neben

«Barfusslaufen, Wassersaufen, Malzkaffee, O jemine» - humoristische Postkarte, die zeigt, wie der Pfarrer und Arzt Johann Jakob Egli Kurgäste zum Kneippen führt. (Bild zvg.) der «Kneippkuranstalt Arche» im Ort standen den Kurgästen auch die prächtigen Kurhäuser «Lilienberg» und «Lilienhof» auf den Anhöhen von Affoltern zur Verfügung. Wie bedeutend Affoltern als Kneipp-Kurort war, zeigen auch eine Vielzahl von – oftmals humoristischen –- Ansichtskarten, die damals in alle Welt versandt wurden.

Museum ins Gefängnis Was die reformierte Kirche von Affoltern zu etwa Speziellem macht, erläuterte Hansruedi Huber. Der neugotische Turmaufbau stammt vom berühmten Architekten Gottfried Semper, von dem etwa die Semperoper in Dresden oder die ETH Zürich stammt. Als Affoltern vier Glocken wollte, wurde Semper mit dem neuen Turmaufbau beauftragt. Semper, der aufgrund

Renovierte Gruppenhäuser als Hauptattraktion Tag der offenen Tür in Albisbrunn, Hausen Eine Bobby Car Rallye durch eine Schreinerei. Ein Mühlespiel, an welchem Bohrungen mit einem Hochpräzisionsbohrer vorgenommen werden konnten. Wunderbare selbstgebackene Brownies nach einem Rezept aus dem «Cooking Star» dem AlbisbrunnKochbuch von Jugendlichen für Jugendliche. Diese und viele weitere Attraktionen lockten am Samstag, 14. September, mehrere hundert Besucherinnen und Besucher ins Albisbrunn, anlässlich des 95-jährigen Bestehens des Schul- und Berufsbildungsheims. Im Metallbau wurden Teelichter geschweisst und in der Druck- und Werbetechnik konnten T-Shirts bedruckt werden. Wer mochte, konnte sich im Baubetrieb beim Baggerfahren oder Maurern versuchen. In der Trainings- und Orientierungswerkstatt, kurz T&O, wurde die Metallwerkstatt kurzerhand in ein «Kino» umgewandelt, in welchem ein informativer Film, der zusammen mit den Jugendlichen gedreht wurde, zu sehen war. Die Lernenden aller Betriebe informierten die Besucherinnen und Besucher über ihre Tätigkeiten in der Ausbildung und zeigten ihnen spannende Arbeiten. In der Sekundarschule standen die Lehrpersonen Rede und Antwort und man konnte sich an sportlichen und kreativen Herausforderungen versuchen. Vor einer im Retrostil eingerichteten Kulisse und einigen lustigen Verkleidungsutensilien konnte man sich in einem Schulzimmer fotografieren lassen und so ein weiteres Andenken mit nach Hause nehmen. Die Therapie stellte von Jugendlichen bemalte Masken mit ihren Gedanken dazu aus.

Auch Besucherinnen und Besucher erhielten die Möglichkeit, Masken zu bemalen, was vor allem von Kindern rege in Anspruch genommen wurde. Unter fachkundiger und liebevoller Betreuung – unter anderem von zwei Jugendlichen, die in einer Kinderkrippe eine Ausbildung, resp. ein Praktikum absolvieren – konnten Kinder an einer Wand im Sitzungszimmer ihren Handabdruck hinterlassen und schöne Schüttelbilder herstellen.

Freundliche Bewirtung und Feines aus der Küche Wie immer bei Albisbrunn-Anlässen haben die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft, des Technischen Dienstes und der Küche einen hervorragenden Einsatz geleistet, damit Besucherinnen und Besucher, aber auch alle Mitarbeitenden und Jugendlichen einen unvergesslichen Tag erleben konnten. Sie sorgten für eine funktionierende Infrastruktur, freundliche Bewirtung und Feines aus der Küche Albisbrunn. Die eigentliche Hauptattraktion waren jedoch die neu umgebauten Gruppenhäuser. Diese wurden in den letzten vier Jahren nach pädagogischen und konzeptionellen Überlegungen nachhaltig renoviert. Zentrale Elemente sind die grosse Wohnküche sowie der teilweise überdachte Innenhof. In Albisbrunn hergestellte Möbel und sorgfältig ausgesuchte Materialien sorgen für ein schönes und gemütliches vorübergehendes Zuhause für die Jugendlichen und einen modernen Arbeitsplatz. Es war ein gelungener Anlass, an den man sich noch lange gerne zurückerinnern wird. Claudia Gallmann

Im Metallbau konnten die Besucher selber schweissen. (Bild zvg.) anzeige

seiner zu liberalen Gesinnung Deutschland hatte verlassen müssen und heimatlos in der Schweiz lebte, nahm diesen Auftrag gern an. Dafür erhielt er in Affoltern das Bürgerrecht. «Damit war er zufrieden – und Affoltern auch», so Huber. Der historische Ortsumgang endete am Kronenplatz. Bis 1973 wurde das prächtige Bezirksgebäude dort benutzt und bis 1973 sassen im Gefängnis gleich dahinter die Gefangenen. Seither steht das Gefängnisgebäude leer. Nun ist geplant, wie Ursula Grob sagte, das Ortsmuseum Affoltern dort einzurichten. Der Stadtrat will ins bisherige Gebäude in Zwillikon nichts mehr investieren und hat grünes Licht für die Planung des Museumsumzugs ins ehemalige Gefängnisgebäude gegeben. Bis es so weit ist, wird es allerdings noch einige Jahre dauern.

KrankenkassenPrämien sinken Die Krankenkassenprämien 2020 sinken im Kanton Zürich leicht, durchschnittlich um 0,4 Prozent. Die erfreuliche Entwicklung zeuge von einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich, heisst es aus der Gesundheitsdirektion. Betrachtet man nur die Erwachsenen, so liegt die mittlere Prämienbelastung (alle Franchisen und Versicherungsmodelle) mit 364 Franken pro Monat (- 0,2 %) im Kanton Zürich unter dem Schweizer Schnitt von 374 Franken. Bei jungen Erwachsenen (- 3,1 %) sowie Kindern und Jugendlichen (- 0,9 %) sinken die Prämien deutlicher. (pd.)


Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Andreas Pfister, Hormatt 1, 8914 Aeugst am Albis Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Sanierung Heizung mit WP und Erdwärmesonde Hormatt 1, 8914 Aeugst am Albis

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Johannes Bartels Lättenstrasse 10, 8914 Aeugst am Albis Vertretung der Bauherrschaft: Berger Boiler Service AG, Räschstrasse 31, 8912 Obfelden Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Umbau von unbeheizten und beheizten Räumen, Lättenstrasse 10, 8914 Aeugst am Albis

Aeugst am Albis

Hausen am Albis

Obfelden

Bauherrschaft: Nussbaum Marcel und Cateina, Stümelweg 5, 8914 Aeugst am Albis Vertretung der Bauherrschaft: Grünenwald AG, Lauetstrasse 39, 8112 Otelfingen Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaf ist Projektverfasser. Projekt: Umbau von beheizten und unbeheizten Räumen (Keller, Estrich usw.), Stümelweg 5, 8914 Aeugst am Albis

Bauherrschaft: Edith Merel, Houenmattstrasse 2, 8925 Ebertswil Projektverfasser: frickarchitektur, Ebertswilerstrasse 2, 8915 Hausen am Albis, Schweiz Projekt: Um- und Anbau Hauptgebäude mit Dachausbau, Houenmattstrasse 2, 8925 Ebertswil Katasterinformationen: Kreis: Ebertswil, Grundstück-Nr.: 3074, Zone: KII

Bauherrschaft: Stimo + Partner AG, Lindengartenstrasse 6, 8302 Kloten, Schweiz Projektverfasser: Christen Architekten Partner AG, Oskar Bider-Strasse 1, 8600 Dübendorf, Schweiz Projekt: Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, Wolserstrasse, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3001, Zone: Kernzone K1/K2

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Reto Fröhlich, Pilatusweg 3, 8914 Aeugst am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Freistehende Doppelgarage aus Beton-Fertigelementen mit Flachdach, Pilatusweg 3, 8914 Aeugst am Albis

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Stadt Affoltern am Albis, Immobilien, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Abis, Schweiz Projektverfasser: blgp architekten ag, Neustadtstrasse 7, 6003 Luzern, Schweiz Projekt: Ersatzneubau Alters- und Pflegezentrum, Obere Seewadelstrasse 12, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1851, Zone: Zone für öffentliche Bauten

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Stadt Affoltern am Albis, Bau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, 8910 Affoltern am Albis, Schweiz Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Neubau überdachte Veloparkierungsanlage, Obstgartenstrasse, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6928, Zone: viergeschossige Wohnzone W4

Hedingen Gesuchsteller: Gemeinde Hedingen, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen Projektverfasser: FRIEDLIPARTNER AG, Nansenstrasse 5, 8050 Zürich Bauprojekt: Altlastensanierung Kugelfangbereich Schiessanlage Moos (keine Aussteckung), Buchsmattstrasse 1, 8908 Hedingen Kat.-Nr. 2298, Landwirtschaftszone

Hedingen Gesuchsteller: Matthias Bär, Lettenweidstrasse 8, 8908 Hedingen Projektverfasser: Heggli Gartenbau GmbH, Zürcherstrasse 28, 5634 Merenschwand Bauprojekt: Sichtschutz-Holzwand entlang südlicher Grenze, Lettenweidstrasse 8, 8908 Hedingen Kat.-Nr. 2072, Zone W 1.0

Obfelden Bauherrschaft: Stimo + Partner AG, Lindengartenstrasse 6, 8302 Kloten, Schweiz Projektverfasser: Christen Architekten Partner AG, Oskar Bider-Strasse 1, 8600 Dübendorf, Schweiz Projekt: Abbruch Gebäude Vers.-Nr. 93 und Ersatzneubau Wohnhaus, Wolserstrasse 24, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3279, Zone: Kernzone K2

Obfelden Bauherrschaft: Stimo + Partner AG, Lindengartenstrasse 6, 8302 Kloten, Schweiz Projektverfasser: Christen Architekten Partner AG, Oskar Bider-Strasse 1, 8600 Dübendorf, Schweiz Projekt: Abbruch Gebäude Vers.-Nrn. 94 und 95 mit Nebenbauten und Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, Wolserstrasse 26, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4850, 3279, Zone: Kernzone K2

Stallikon Bauherrschaft: Thomas und Rosmarie Treptow, Rainstrasse 109, 8143 Stallikon Projekt: Fensterersatz/Teilerhöhung Sichtschutzwand/Sichtschutzwand aus Holz (bereits erstellt), Loomattstrasse 80, 8143 Stallikon Katasterinformationen: GrundstückNr.: 865, Zone: W2/35

Wettswil Bauherrschaft: Andrea und Andreas Strasser, Oberhausenstrasse 5, 8907 Wettswil a. A. Projektverfasser: SHS Haustechnik AG, Sagistrasse 12, 8910 Affoltern a. A. Projekt: Einbau einer innen aufgestellten Luft/Wasser Wärmepumpe beim Einfamilienhaus Vers.-Nr. 1203, Oberhausenstrasse 5, 8907 Wettswil a. A., Grundstück Kat.-Nr. 3137, Zone W1

HERZLICHEN DANK für das rege Interesse an unserer Informationsveranstaltung zum Thema Bodenverbesserung vom letzten Samstag, 21. September 2019, in der Hauser Allmend. Es hat uns sehr gefreut, dass wir dieses spannende, zukunftsorientierte Thema einem breiten Publikum näherbringen durften und so viele anregende, interessante Diskussionen führen konnten.

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Bezirk Affoltern

Ein Giraffenhals als Spenden-Barometer

Freitag, 27. September 2019

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Anziehender «Anzeiger»

Erfolgreiches Kinderfest «Knonau für Afrika» Sandra Faiglé hat eine Kollektion aus Zeitungspapier kreiert Oft liegt die Zeitung von heute morgen schon auf dem Altpapier-Stapel. Bei Sandra Faiglé ist das anders. Seit Anfang September bewirbt sie mit alten «Anzeiger»-Ausgaben die neuste Kollektion in ihrem Laden. ................................................... von livia häberling

Tino Plaz verzaubert die Leute in der Festwirtschaft. (Bilder zvg.)

Es waren mehr Leute denn je, die am 15. September ans Kinderfest «Knonau für Afrika» auf den Stampfiplatz gefunden haben. Das Spendenziel wurde mit 51 234 Franken übertroffen. Immer höher ging es am Giraffenhals auf dem Plakat, das den Spendeneingang fast in Echtzeit abbildete. «Jeder Franken, der einging, wurde dokumentiert», so Kinderfest-Initiantin Monika Henzler. Diese Transparenz hat die Spendenbereitschaft offenbar angekurbelt. Über 20 000 Franken kamen alleine am Fest-Sonntag zusammen. Dazu trugen vor allem die Festwirtschaft und die Tanzshows bei, aber auch der Sponsorenlauf und weitere Attraktionen. Beim Harassenstapeln zeigte ein Mädchen so viel Geschick, dass Harassen-Nachschub organisiert werden musste. Toll war auch der Auftritt von Bruno Hächler. Mit seinen Kinderliedern hat er im Stampfisaal einmal mehr Gross und Klein begeistert. Beim tollen Spätsommerwetter fand die eigentliche Action allerdings draussen

auf dem Platz statt. Hier stellte sich Thomas Naef, Generalagent der Mobiliar Affoltern, eine ganze Stunde lang den Penalty-Schützen. 77-mal wurde er bezwungen – und spendete für jeden Torschützen 5 Franken. Mehr dürfte ihn allerdings die Blessuren und der Muskelkater geschmerzt haben. Neben dem gesponserten Bullriding wird die Mobiliar Affoltern nun noch zusätzlich 385 Franken als Spende überweisen. Als Hauptgrund für den grossen Andrang sieht Monika Henzler die Verlegung des Anlasses vom Samstag auf den Sonntag – auch wenn dadurch der logistische Aufwand etwas grösser wurde. Das wurde durch den Einsatz von zahlreichen Helferinnen und Helfern kompensiert. «Noch nie haben sich so viele von sich aus gemeldet», so die Kinderfest-Initiantin, «das war eine riesige Freude!» Die 51 234 Franken, die vor, während und unmittelbar nach dem Festtag zusammenkamen, gehen nun an den gemeinnützigen Verein «Mamadou & Bineta», der damit Kindern in Guinea, Westafrika, ein sicheres Umfeld und Bildung ermöglicht. (tst.)

Eines Nachmittags hatte Sandra Faiglé keine Lust mehr auf das Alte. Sie wollte etwas günstiges Neues – und löste das Problem mit etwas Altem. Tönt verworren, war aber ganz simpel: Die alten Kleider im Schaufenster mussten weg, die neue Kollektion rein. Doch dieses Mal sollten die Jupes, Shirts und Hosen nicht aus Stoff sein, sondern aus Papier. Altpapier. «Anzeiger»-Altpapier. Es war Anfang September, als Sandra Faiglé mit einem Stapel Zeitungen aus der Mittagspause in den Laden zurückkehrte. An der Zürichstrasse 67 betreibt sie mit ihrem Ehemann den Laden «Die zehn Gebote von Abraham Faiglé» – ein Tattoo- und Piercingstudio, das unter anderem Kleider und Accessoires im 50er-Jahre-Stil verkauft. Die Schaufensterwerbung sollte dringend neu gemacht werden. Doch das kostet. Durch das Sonnenlicht verbleichen die Kleider schnell, und als Kleinunternehmen kann es sich das Ehepaar nicht leisten, alle paar Wochen ein Dutzend Kleidungsstücke wegzuwerfen. Was tun? Sandra Faiglé dachte nach … – Zeitungen! Damit hatte man in ihrer Kindheit im Dorfladen die Kartoffeln eingepackt, die Blumen und den Salat. Damit hatte sie Girlanden gebastelt und gekleistert, oder den Boden getrocknet, wenn der Hund auf den Spannteppich gepinkelt hatte. «Zeitungen, das ist ein Stück Kindheit für mich», sagte die 43-Jährige.

Nähen ohne Nadel und Faden

Gegen 50 Penaltys erfolgreich abgewehrt: Thomas Naef, Generalagent der Mobiliar Affoltern, gab alles am Penalty-Stand. anzeige

Sandra Faiglé und Praktikantin Michelle Naef machen sich an die Arbeit. Die Idee war, an jedem Modell einen anderen Stil im Look der 50erJahre wiederzugeben – ganz so, wie es das Ladenkonzept vorsieht. «Und natürlich haben wir Modelle ausgewählt, die in dieser Form auch in unserem Laden zu finden sind. Das Schaufenster soll ja möglichst repräsentativ sein», sagt Faiglé. Als Erstes hat Praktikantin Michelle Naef den «Anzeiger»-Stapel durchstöbert, Todesanzeigen, politi-

Sandra Faiglé (links) und Praktikantin Michelle Naef mit zwei ihrer Kreationen, die seit Anfang September an der Zürichstrasse 67 zu sehen sind. (Bild lhä) sche oder religiöse Texte aussortiert, die nicht verwendet werden sollten. Oder andere – die unbedingt rein mussten: die Konzertvorschau im Lieblingslokal oder der Beitrag über das Geschäft des Vermieters mussten zwingend Teil des Projekts sein. Beim anschliessenden «Nähen» arbeiteten die beiden ohne Schnittmuster – das Vorstellungsvermögen reichte ihnen. Auch auf andere Hilfsmittel wollten sie zunächst verzichten, nur reissen, knüpfen oder falten. Das aber war gar nicht so einfach: «Alleine mit den Zeitungen hielt das Kleid an der Büste kaum», musste Michelle Naef feststellen. Weil die Kreation immer wieder herunterfiel, mussten letztlich trotzdem ein paar Klebstreifen, Nadeln oder eine Schere für die Fransen her. Am Schluss des Tages waren alle sieben Schaufensterpuppen im Zeitungs-Look eingekleidet. Dass nur der «Anzeiger» verarbeitet wurde, sei kein Zufall, sagt Sandra

Faiglé. Seit acht Jahren schaue sie nicht mehr fern und lese keine Zeitungen mehr. Ausser den «Anzeiger», weil sie dort erfahre, was in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld passiere. Dass sie heute Schaufenster dekoriert, einen Laden schmeisst und Tattoos sticht, hätte die Affoltemerin vor ein paar Jahren kaum gedacht. Nach einer Lehre als Coiffeuse hat Sandra Faiglé die Berufsmatura nachgeholt, Psychologie studiert und als Lehrerin gearbeitet – «und sich trotzdem nie richtig gefunden», wie sie sagt. Bis sie vermehrt Lust auf kreative Arbeit verspürte, malte und mit den Kindern bastelte – und schliesslich mit ihrem Ehemann vor drei Jahren den Laden eröffnete. Bis Halloween bleiben die Schaufensterpuppen im «Anzeiger»-Look angezogen, dann folgt die Herbst- und Winterdeko. Und danach? «Dann darf die nächste verrückte Idee kommen», sagt sie.


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Bezirk Affoltern

Regional sozial engagiert

Kiwanis unterstützt Lernwerkstatt Bickwil

Freitag, 27. September 2019

Merida und Ben – Anderssein und Freundschaft

Kinder- und Jugendtheater ohoo! kommt auf die Bühne In eine Traumwelt eintauchen und gestärkt in die reale Welt zurückzukehren – das erleben Merida und Ben in der U12Produktion von ohoo! Der «Anzeiger» hat eine Hauptprobe besucht. Die Aufführungen sind dieses Wochenende in Affoltern. ................................................... von denise bohnert

Kiwanisfreunde folgen gespannt den Ausführungen, wie Jugendliche durch die Lernwerkstatt Bickwil unterstützt und begleitet werden. (Bild zvg.) Der Name Kiwanis «Nunc Kee-Wanis» geht auf einen Ausdruck der Otchipew-Indianer zurück. Er bedeutet so viel wie «Wir handeln, wir haben eine gute Zeit». Kiwanis, gegründet 1915 in Detroit, deshalb auch die vielen amerikanischen Begriffe innerhalb der Organisation, ist eine weltweite, internationale und moderne «Serviceorganisation» von selbstständigen Klubs. In der Schweiz sind fast 7000 Mitglieder in 200 lokalen Klubs mit der KiwanisIdee verbunden. Kiwanerinnen und Kiwaner wollen in ihren Zielen durch uneigennützige Dienste sich aktiv einsetzen für das Wohl von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft nach dem gemeinsamen Motto: «Serving the children of the World.» Jeder Kiwanis-Klub bemüht sich um einen gezielten und wirkungsvollen Einsatz in seiner Region. Die benötigten Mittel erwirtschaftet jeder Klub selbst unter Ausnützung der vielfältigen Fähigkeiten seiner Mitglieder. Mit finanzieller Unterstützung und/oder Arbeitseinsätzen werden so ausgewählte Projekte mit sozialem Charakter mit viel Engagement unterstützt.

Viel Freiwilligenarbeit Kiwanis Schweiz-Liechtenstein organisiert sich in mehreren «Divisionen». Kiwanis Knonaueramt bildet zusammen mit sechs weiteren Klubs vom Sihltal, verteilt dem Zürichsee entlang bis Glarus, die Division 16. Die Leitung und Organisation der Serviceklubs sowie der Projekte ist immer mit viel Freiwilligenarbeit verbunden. So werden die Führungsämter in den Klubs sowie Divisionen in jährlicher Rotation gewechselt, was so natürlich auch die Lebendigkeit und Dynamik fördert. Im Vereinsjahr ab Oktober 20182019 stellte Kiwanis Knonaueramt mit seinem Mitglied Anton Meier den Lt. Governor, der eigentliche Präsident einer Division, dessen Aufgabe die Veranzeige

bindung zur Landesorganisation wie auch als Verbindungsglied der Klubs innerhalb der Division die Zusammenarbeit fördert. So erarbeitet der Lt. Governor jährlich ein Divisions-Sozialprojekt aus, das dann in den Partner-Klubs vorgestellt und je nach Gehalt und Grösse gemeinsam mitgetragen und unterstützt wird. So ist es möglich, auch kostenintensivere Projekte erfolgreich durchzuführen und zu finanzieren.

Lernwerkstatt Bickwil Anton Meier hat sich in der Region für verschiedene Projekte interessiert, die nach den Grundsätzen des Kiwanis nachhaltig für die Verbesserung der Situationen von Kindern und Jugendlichen unterstützt werden können. Er hat sich für das Projekt «Lernwerkstatt Bickwil» entschieden. Anlässlich einer Abendveranstaltung Anfang September wurde den Kiwanis-Mitgliedern, in Begleitung der Damen, die Stiftung und die Räumlichkeiten der Schule und des Job-Coaches vorgestellt. Die Tagesschule hat zum Ziel, lernbeeinträchtigten und verhaltensauffälligen Jugendlichen zum Schulabschluss zu verhelfen. Die Job-Coaches begleiten Jugendliche in der Berufsfindung, auf der Lehrstellensuche, während der Erstausbildung und in den Berufseinstieg anschliessend an die Lehre. Mit dem fundiertem Wissen der Stiftung (Schule und Job-Coach) kann den jungen Menschen, die ansonsten nach der Schulzeit oft auf sich alleine angewiesen wären, eine professionelle Begleitung in den Arbeitsmarkt angeboten werden. Der Kiwanis-Club Knonaueramt freut sich zusammen mit den Partnerclubs der Divison dieses Projekt auch nachhaltig finanziell wie mit dem Netzwerk zu unterstützen. Rico Girardi

Ben will einfach nicht mehr rauskommen zum Spielen, nicht einmal Merida, seine beste Freundin, kann ihn locken. Sie merkt, dass etwas nicht stimmt und hakt nach. Ben gesteht ihr, dass er Angst habe. Angst vor den anderen Kindern, die ihn hänseln. Er fühlt, er ist anders. Kinder möchten dazugehören, so sein wie die anderen. «Dann ist man sicher», meint Ben. Doch da taucht ein besonderer Schlüssel auf und die beiden Kinder treten eine magische Reise an, die Reise durch ihr Innenleben. Dort begegnen sie Aspekten ihrer Persönlichkeiten, die für sich agieren und sprechen können, innere Gedanken vertreten. Auch das kleine Monster, das Ben so «anders» macht, ist da.

Engagiertes junges Ensemble «Es gibt viele Geschichten, in denen Kinder in eine Traum- oder Fantasiewelt eintauchen, wo sie etwas erleben und lernen, um dann gestärkt in die reale Welt zurückzukehren – davon haben wir uns inspirieren lassen», so Raffaele Cavallaro, Theaterpädagoge und Gründer des Kinder- und Jugendtheaters ohoo! Im Mai hat die Gruppe u12 des ohoo!-Theaters begonnen mit Improvisationen rund um das Thema, seit den Sommerferien wird das daraus entstandene Stück geprobt. «Wir setzen die Geschichte zusammen aus einer Grundidee und aus Elementen, die von den Kindern entstehen, sie interessieren», erzählt Ramona Gloor, die zweite Theaterpädagogin, die mit Raffaele Cavallaro und den 15 Acht- bis Zwölfjährigen zusammenarbeitet. «Wir sind hier drüben nur drei, letztes Mal waren wir zu fünft.» «Raffaele, macht es Sinn, wenn ich schon hier oben bin und sie dort steht?» Die jungen Schauspielenden denken auch in den Proben mit. Manche haben schon mehrmals mitgemacht. Timo, er ist zwölf, ist auch in der ohoo!-Jugendgruppe dabei. Und bei den Erwachsenen: Im Stück «Herr Peter Squentz», das letzten Mai in Hausen aufgeführt wurde (der «Anzeiger» hat berichtet),

Ben und Merida gehen auf eine magische Reise und begegnen Aspekten ihrer Persönlichkeiten. (Bild Andreas Schwager) hatte er eine Rolle. Ausserdem spielt er Geige und Unihockey. Weil er noch nicht in die Oberstufe gehe, sei das alles möglich, meint er. Dieses Wochenende hat er allerdings seinen Unihockeymatch abgesagt, um voll bei den Theaterproben dabei sein zu können, und dann sind da noch die Hausaufgaben für die Schule und ja, auch er muss noch sein Zimmer aufräumen zu Hause, denn seine Mutter hat Geburtstag …

Ein anspruchsvolles Hobby «Wenn ihr dort hinten steht, müsst ihr stockstill stehen, keine privaten Bewegungen, und bei eurem Stichwort rennt ihr alle zusammen los. Ja, sehr gut. Wenn ihr Text habt, muss der Einsatz sofort kommen – aber sprecht trotzdem langsam, damit man euch versteht. Und vor allem laut! Und wenn ihr gerade nicht am Spielen seid, nicht aussteigen! Ein Theatergesetz ist, dass die schwarzen Vorhänge an der Seite nicht bewegt werden dürfen…» Konzentration, Präsenz und Beherrschen des Texts, Ansprüche, die auch an erwachsene Schauspieler gestellt werden. Für Kinder in einer so grossen Gruppe nicht eben leicht. Und das Regie-Duo muss mit seinen Forderungen stets freundlich bleiben, die Kinder bei der Stange halten, ihre Begeisterung immer wieder anregen. Denn auch in einer Theatergruppe ist jedes Kind zeitweise «anders».

denste Räume simulieren. Und auch die Kostüme (von Nathalie Peclard) sind als Akzente gehalten. Wichtiges Element, wie immer bei ohoo!, ist die Musik, komponiert und live gespielt von Adrian Strickler (Gitarre und Stimme). So etwa das Schlusslied – alle zusammen, dann im Kanon und mit Body-Percussion gesungen – oder das Lied «Dörf i nöd es bitzeli andersch si – Ja, du dörfsch echli andersch si». Individualität braucht Mut und Selbstvertrauen, und Toleranz – ein Prozess des Aufwachsens. Im Mitmachen bei ohoo! lernen die Kinder und Jugendlichen solches «nebenbei», das bestätigen Eltern und Lehrpersonen immer wieder. Gegen Ende des Nachmittags werden alle müde, morgen ist auch noch ein Probentag – und bald sind die Aufführungen! Da müssen die jungen Darstellenden das Stück selbstständig spielen, und dann werden auch noch Mami und Opa im Publikum sitzen. Darauf freuen sie sich. Die Theaterpädagogen machen noch eine Feedbackrunde, sitzen mit den Kindern zusammen auf der Bühne und bringen viel Lob aus. Und schon tauchen Eltern auf, um ihre Sprösslinge abzuholen. «Isch lässig gsi?» Schuhe, Rucksäckli und anderes zusammensammeln und ab in die nächste Welt. «Merida & Ben, auf der Suche nach dem Geheimnis der Träume». ohoo! Kinder- und Jugendtheater Bezirk Affoltern, Gruppe u12. Aufführungen: Freitag, 27. September, 19.30 Uhr,

Musik ist immer dabei Das Bühnenbild besteht aus einfachen variablen Elementen, die verschie-

Samstag, 28., und Sonntag, 29. September, je 16 Uhr. Aula Ennetgraben, Affoltern. Die Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Eintritt frei, Kollekte. Altersempfehlung ab 4 Jahre. www.ohoo.ch.


Bezirk Affoltern

Freitag, 27. September 2019

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Vier Künstler – vier individuelle Welten Werke von Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter und Ferdinand Seiler in der Galerie Marlène, Ottenbach Drei Maler, eine Steinbildhauerin – ein Mix, der aufzeigt, dass in der Kunst die Emanzipation der Geschlechter selbstverständlich geworden ist. Der Ausdruck der Skulpturen von Irma Bucher ist trotz des harten Steins fein und emotional. Die Werke der drei Maler könnten unterschiedlicher kaum sein. ................................................... von regula zellweger Am vergangenen Samstag eröffneten die vier Kunstschaffenden Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter und Ferdinand Seiler gemeinsam in Ottenbach die Ausstellung mit dem Titel «Vier Welten». Jeder der drei Maler beanspruchte einen Raum für seine Bilder, die Skulpturen von Irma Bucher sind überall zu finden und bilden einen verbindenden roten Faden. «Wir sind in eine gute Zeit geraten», meinte Karl Sauter 2011 anlässlich seines 60. Geburtstages, den er in der Galerie Marlène feierte. Er hatte zuvor schon fünf Mal in der Galerie Marlène ausgestellt. Für die aktuelle Ausstellung lud er befreundete Künstler zu einer gemeinsamen Ausstellung ein – wenn man die Ausstellung als Ganzes anschaut, eine hervorragende Wahl. Die Bilder konkurrieren sich nicht, sie sind sehr unterschiedlich – und die Skulpturen wirken wie verbindende Brücken.

Karl Sauter Dass seine positive Aussage von 2011 noch immer stimmt für ihn, beweist

sein Text im Ausstellungsflyer. «Meine Bilder erzählen Geschichten von glücklichen Augenblicken, die ich weitergeben möchte.» Diese schlichte Aussage widerspiegelt die Qualität der Bilder. Es tut gut, sie zu betrachten. Sie vermitteln Leichtigkeit, ruhige Lebendfreude, eine in sich ruhende Befindlichkeit. Sauter ist meist mit dem Fahrrad unterwegs, er er-fährt die Natur – und somit gehen ihm auch die Sujets für seine Bilder nie aus: Landschaften, Rebberge, blühende Wiesen. Die Landschaften erscheinen leicht, friedlich, auch das Winterbild des gut erkennbaren Dorfes Oberembrach. Tagebuchartig wirken die jeweils kleineren neun Bilder, die im Quadrat aufgehängt sind. Sie erzählen Geschichten über Marktbesuche, Fahrten übers Land, von Dörfern und Blumenwiesen.

Irma Bucher «In der Vertrautheit des Steins suche ich nach einem Ausdruck für die Unergründlichkeit des menschlichen Wesens», so der kurze Text von Irma Bucher zu ihrem Schaffen. «Kopfsteine» nennt sie die Skulpturen, bei denen Gesichter aus Steinbrocken herauszuwachsen scheinen. Diese Werke zeigen zugleich die Persönlichkeit des Steins und diejenige einer Person: In Stein gehauene Charaktere von Menschen. Man muss sich Zeit nehmen, um die Skulpturen auf sich wirken zu lassen. Dann beginnen diese Steinköpfe zu erzählen, vermitteln eine Stimmung. Wunderschön fügen sich einige Skulpturen auch in die Natur des Parks um die Galerie ein.

In der Galerie Marlène in Ottenbach ist in diesen Tagen eine faszinierende Ausstellung zu sehen. Mit ihren Werken überzeugen Karl Sauter, Paul Nievergelt, Ferdinand Seiler und Irma Bucher (von links). (Bild Regula Zellweger) Ferdinand Seiler «Ich habe mich der bildenden Kunst zugewandt, weil sie eine Gratwanderung zwischen gesellschaftlich definiertem Erfolg oder Misserfolg ist – für mich jedoch nie ein künstlerisches Scheitern», bezieht Ferdinand Seiler Stellung. Er zeigt in der Galerie Gemälde mit verschiedenen Themen. Wie Irma Bucher reduziert auch er Köpfe auf schemenhafte Formen, die unterschiedlichste Interpretationen zulassen. Über seine Arbeitsweise meint der Künstler: «Ich habe eine Idee, nutze den Zufall, verbinde beides mit meinen Gedanken, treffe Entscheidungen bis meine subjektiven Empfindungen

Gestalt annehmen. Dieser Prozess, der sich durchaus auch mehrere Male wiederholen kann, führt zu einem Ergebnis, welches nicht selten von der ursprünglichen Idee abweicht.»

Paul Nievergelt «Die Bilder orientieren sich an den Strukturen der Natur ohne ein Abbild davon zu sein, mit einem Augenzwinkern zu konstruktiver Kunst», meint Paul Nievergelt zu seinen Werken. Der gelernte Buchbinder hat gelernt, sehr genau zu arbeiten, aber auch zu gestalten. Die Buchbinderei, die er von seinen Eltern übernommen hatte, ergänzte er zusammen mit seiner Frau mit einer Galerie.

Seit 2002 arbeitet Paul Nievergelt als freischaffender Künstler. Seine Werke teilt er ein in Serien, die Titel tragen wie «Strich und Raum», «Quer» oder «Spiel mit Farbe und Form». Er spricht in starken Farben und klaren Formen. Es ist die Unterschiedlichkeit der Künstler, ihrer Persönlichkeiten, Techniken, Themen und Ausdrucksweisen, die diese Ausstellung spannungsreich und vielschichtig machen. Ausstellung «Vier Welten» bis 6. Oktober in der Galerie Marlène, Lanzenstrasse 6 in Ottenbach. Freitag, 14 bis 20 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 14 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 6. Oktober, 14 bis 18 Uhr, interpretiert Saxofonistin Barbara Wehrli musikalische Bilder und Skulpturen. Infos: www.galeriemarlene.ch.

Kunstzentrum gegen Migration

Ausstellung auf dem Stehli-Seiden-Areal in Obfelden

Auch Bilder aus Sand: Künstler Hugo Motor in Obfelden. (Bild Thomas Stöckli) anzeige

Zu Hause ist er auf dem Stehli-SeidenAreal in Obfelden, sein Herz schlägt allerdings für Afrika. Genauer für Äthiopien – die Wiege der Menschheit. Dort plant Künstler Hugo Motor ein Kunstzentrum gegen Migration. Sein «All Art Center» soll jungen Leuten in der südäthiopischen Stadt Hawassa nach der obligatorischen Schulzeit eine Perspektive im eigenen Land bieten, eine Alternative zum illusorischen Traum von Europa. In sechs verschiedenen Ateliers von Malen bis Multimedia sollen die jungen Leute in drei Monaten fit

gemacht werden für eine berufliche Zukunft im eigenen Land, sollen ihre Talente entdecken und in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden. In einer lokalen NGO hat der Obfelder Künstler bereits eine Partnerin gefunden, mit potenziellen Geldgebern ist er in Kontakt. Vorerst ist das Engagement auf drei Jahre befristet. Wenn es nach dem Obfelder geht, soll es allerdings länger andauern und in weitere Regionen ausstrahlen. Doch nach sechs Monaten Peru und weiteren sechs Monaten Äthiopien ist Hugo Motor vorerst wieder auf

dem Stehli-Seiden-Areal. Hier stellt er bis Sonntag seine Bilder und Skulpturen aus. Es sind Werke, die von Menschen sprechen, von ihrer Verschiedenheit, aber auch von Verbindendem. Viele seiner Bilder sprengen den Rahmen des Zweidimensionalen oder gehen ins Taktile. Etwa die Serie aus verschiedenfarbigem Sand, zusammengetragen aus diversen Orten der Welt. (tst.) Ausstellung in Anwesenheit des Künstlers bis Sonntag, 29. September, täglich von 15 bis 20 Uhr, Stehlistrasse 6, Obfelden.


Bezirk Affoltern

«Kurse ahoi!»

Vielfalt im Familienzentrum

Freitag, 27. September 2019

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Andere Länder, andere Lichtsignale

Der Männerturnverein Affoltern auf Reise Am Freitag, 20. September sind 27 Turner vom Männerturnverein Affoltern (Mtva) mit dem Car zur zweitägigen Reise gestartet.

Das Kurswesen-Team des Familienzentrums Bezirk Affoltern. (Bild zvg.)

Im letzten Jahr hat sich im Kurswesen des Familienzentrums viel getan. Das Team hat sich neu aufgestellt und bietet heute so viele Kurse an wie noch nie zuvor. Unter der Leitung von Jolanda Kneubühl und Michelle Furter engagiert sich das Kurswesen-Team mit viel Energie und Herzblut dafür, den Familien im Säuliamt eine vielfältige und spannende Auswahl an Kursen anzubieten. Vom Baby bis zu den aktiven Grosseltern: Immer steht dabei im Zentrum, neue Impulse zu generieren, Familien zu stärken und so das Zusammenleben zu bereichern. Dank ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kann das Team flexibel

und kompetent auf Bedürfnisse eingehen. Wer also eine spannende Idee oder eine Anregung betreffend Seminare, Referate und Anlässe hat, darf dies gerne mitteilen oder vorbeikommen – das Team ist jeden Freitag da. Übrigens sind auch freiwillige Helferinnen und Helfer jederzeit willkommen, die das Familienzentrum an grösseren Veranstaltungen mit einem Einsatz unterstützen. Ein Blick aufs Kursangebot lohnt sich auf jeden Fall! (pd.) Kursangebot unter www.familienzentrum-bezirkaffoltern.ch, Anregung betreffend Seminare, Referate und Anlässe an: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Kontakt Betriebsleitung Michelle Furter und Michèle Hasler: 044 760 12 77 oder mail@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Zuerst gings nach Flawil in die Schokoladenfabrik Maestrani, wo man sich am obligaten Kaffee mit Gipfeli erfreute. Die Führung war sehr interessant. Das Wort Glück kam mindestens dreissig Mal vor, denn Schokolade macht ja bekanntlich glücklich. Anschliessend ging die Reise weiter nach Lustenau zum Rheinbähnle. Zuvor gabs im Restaurant noch sehr feinen Käsekuchen und Apfelstrudel, bevor die Turner mit dem Bähnle zur Rheinmündung fuhren. Es lohnte sich, das Museum über die Geschichte der internationalen Rheinkorrektur zu besuchen. Eine Zahl ist dem Schreibenden besonders haften geblieben, nämlich, wenn man den Rhein in Zukunft nicht mehr ausbaggern würde, dann wäre in 18 000 Jahren der Bodensee verschwunden. Wieder gings per Car weiter nach Dornbirn ins Hotel Vienna House Martinspark. Um 18.20 Uhr war Besammlung vor dem Hotel, wohin und wie weiter, das wusste nur der Reiseleiter Peter Leuenberger. Der Car fuhr zur Karrenseilbahn in Dornbirn. Die Aussicht auf 976 m.ü.M war überwältigend, runter auf den Bodensee und in die Schweiz rein. Nach dem Apéro war für die Affoltemer vorne am Fenster

Die Reisenden des Männerturnvereins Affoltern beim Panorama-Apéro direkt über der Felswand. (Bild zvg.) reserviert, direkt über der Felswand. Das Essen hat uns sehr geschmeckt, ausser das Kartoffel-Schaumgebäck ... Da man ja ein Turnverein ist, war noch ein 40-minütiger Fussmarsch von der Talstation zurück zum Hotel eingeplant. An einem Fussgängerstreifen war die Ampel auf rot, dann kam gelb mit der Schrift «Grün kommt», die Affoltemer gingen los und dann kam die Polizei. Der Schutzpolizist hatte nicht so Freude. Andere Länder, andere Lichtsignale. Am zweiten Tag nach dem Frühstück hatten die Mtva-Reisenden zwei

Rätikon, Partnunsee und Schweizertor

Ämtler Wandergruppe auf viertägiger Tour im Kanton Graubünden Der beliebte Prättigauer Höhenweg führt in vier Etappen von Klosters nach St. Antönien und zu den SAC Hütten Carschina und Schesaplana bis Malans im Bündner Rheintal. Mit der Bahn ging es über Zürich und Landquart bis zum bekannten Tourismusort Klosters Dorf. In wenigen Minuten erreichte man zu Fuss die Talstation der Madrisabahn, die auf die Saaser Alp führt. Von hier wanderte

man über Weiden vorbei an malerischen Ställen bis zum Bauernhof Untersäss und dann links dem Hang entlang nach Mässplatten. Hier begann ein steiler Abstieg im Zickzack, dann über die steile Geröllhalde des Saaser Calanda und zwischen Legföhren und Weiden bergauf zum Weiler Zastia, über Hüschicalanda zur Passhöhe auf dem Fürggli und aufs Jägglischhorn (2290 M.ü.M.) mit grossartigem Ausblick über das ganze Rätikon. In einem längeren Abstieg über Weiden, Bergwege und Alpstrassen erreichte

Die Ämtler Wandergruppe am Morgen vor der Carschina-Hütte SAC. (Bild zvg.) anzeige

man die Alp Ascharina, wanderte dem Alpbach entlang und zum hübschen Walserdorf St. Antönien. Im einfachen Hotel Rhätia gab es ein feines Nachtessen und anschliessend übernachtete man in zwei Mehrbettzimmern.

Übernachtungen in den SAC Hütten Carschina und Schesaplana Die zweite Etappe führte über Partnun zum kristallklaren Partnunsee auf 1870 Meter, wo die Gruppe eine Mittagspause machte und sich aus dem Rucksack verpflegte. Zwei Personen wagten es, mit einem Ruderboot eine Seerundfahrt zu machen. Dann ging es auf einem schmalen Bergpfad dem See entlang und links einen steilen Hang hinauf und über eine Ebene mit vielen Steinen und Felsblöcken zur wunderschön gelegenen Carschina-Hütte SAC am Fusse der Sulzfluh. Nach dem Nachtessen konnte man auf der Terrasse einen eindrücklichen mehrfarbigen Sonnenuntergang beobachten. Am dritten Tag wanderte die Gruppe auf dem gut ausgebauten Höhenweg unterhalb der bis zu 500 Meter hohen Kalkwände des Rätikons, zuerst gemütlich an den drei Türmen und der Drusenfluh vorbei, dann zum mächtigen Schweizertor hinab und über die steile hohe Felswand auf eine unberührte Hochmoorlandschaft. Hier machte man eine Mittagspause an der Sonne. Dann führte der Weg am öster-

reichischen Zollhaus vorbei bis zum Gafalljoch auf 2239 Meter. Hier stand man direkt an der österreichischen Grenze, mit einer grossartigen Aussicht zurück auf die imposanten Kalksteinfelsen der Kirchlispitzen und auf der anderen Seite in Richtung Lünersee, der vom Nebel bedeckt war. Der letzte Abschnitt dieser Wanderung führte über Wiesen hinunter bis zur 1903 Meter hohen Schesaplana Hütte SAC, wo man sich ausruhen, die Sonnenterrasse geniessen und übernachten konnte. Mit einer schönen Sicht auf das Nebelmeer und einige Bergspitzen startete die letzte Etappe über Sanalada zur Alp Ijes, wo der Weg durch einen Felsentunnel führte. Nach einer Mittagspause wanderte man vorbei an der Fläscher Alp Sarina und Bad zum Kammboden, mit einer wunderbaren Aussicht zurück auf das Rätikon mit dem 2964 Meter hohen Schesaplana und nach vorne auf das Bündner Rheintal mit seinen Bergen. Von hier erreichte man über die Jeninser Alp und Mittelsäss die Bergstation der Älplibahn. Im Restaurant gab es auf der Sonnenterrasse eine kleine Erfrischung und die Gruppe konnte eine prächtige Aussicht auf das Bündner Rheintal geniessen. Dann ging es mit der Älplibahn hinunter nach Malans und mit dem Postauto und der Bahn wieder nach Hause. Dölf Gabriel, Wanderleiter

Stunden Zeit, Dornbirn zu besichtigen. Vor allem wurden die Gartenwirtschaften besucht. Nach den «Besichtigungen» fuhr man nach Bregenz, um die Seebühne zu besichtigen. Die Reise ging anschliessend weiter nach Magletsch, dort wartete eine Festung mit Kanonen. Es war eine Zeitreise in den zweiten Weltkrieg. Auf dem Büelsteihof, ganz in der Nähe, gab es dann wieder Futter, Treber-Schinken mit diversen Salaten. Alles, auch die flüssigen Beilagen, waren sehr fein. Die Bilanz: eine sensationelle Reise – inklusive Wetter. (CK)

Velos gestohlen Bei einem Einbruch in ein Verkaufsgeschäft haben Unbekannte vom 20. auf den 21. September in Affoltern ein Fahrrad gestohlen. Durch Aufbrechen der Türe verschafften sie sich Zutritt und hinterliessen Sachschaden von etwa 500 Franken. Über den Wert des Fahrrades ist nichts bekannt. Auf Zweiräder abgesehen hatten es auch Einbrecher in Obfelden. Zwischen dem 19. und 21. September drückten sie in einem Mehrfamilienhaus die Türen von zwei Kellerabteilen ein. Dabei wurde je ein Velo im Wert von 2000 beziehungsweise 6000 Franken gestohlen. Der Sachschaden ist gering. In Aeugst haben Vandalen Fensterladen und Scheibe einer Waldhütte eingeschlagen, wie in den Morgenstunden des 24. September festgestellt wurde. Die Eindringlinge konsumierten Getränke und versprayten das Innere des Gebäudes. Die Kantonspolizei Affoltern spricht von einem Schaden in der Höhe von rund 1000 Franken. Einmal mehr musste die Kapo am Samstag, 21. September, 1 Uhr, wegen zu lauter Musik zu einer Bar in Affoltern ausrücken. Die Verursacher wurden verwarnt. (-ter.)

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Morgen Samstag, 28. September, feiert Rosa Weibel-Trösch in Obfelden ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren ihr herzlich und wünschen ein schönes und unvergessliches Fest.


Stellenanzeiger

Wir suchen für unseren Schülerhort folgende Stellvertretung:

1 Sozialpädagoge/-in oder 1 Fachfrau/-mann Betreuung im Schülerhort

vom 25. November – 20. Dezember 2019 für 15 Std./pro Woche (Montag und Freitag) Für unseren Mittagstisch suchen wir per sofort:

1 Betreuerin am Donnerstag für 2,5 Std./Woche (Festanstellung) und als Springerin Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die ausführlichen Stellenausschreibungen mit Ansprechpersonen sowie weitere Informationen über die Primarschule Affoltern am Albis finden Sie unter: www.psa.ch

Wir, eine aktive, innovative und kooperativ ausgerichtete Sekundarschule mit 150 Schülerinnen und Schüler suchen per sofort oder nach Vereinbarung eine/einen

Schulische(n) Sozialarbeiter(in) oder Schulische(n) Sozialpädagogen(in), 40 % Ihre Aufgabe: • Niederschwellige und unbürokratische Hilfe für Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigten in schwierigen Situationen • Prävention, Früherkennung und Intervention bei Krisen und Konflikten • Beratung und Coaching von Lehrpersonen, der Schulleitung und Schulbehörden im Umgang mit sozialen Themen von einzelnen Schülerinnen und Schülern resp. Gruppen, Klassen und der Schule als Ganzes • Leitung und Konzeptionierung von Angeboten zur Prävention und anderen sozialen Themen der Sek Hausen • Begleitung von Jugendlichen in der Berufswahl und während des Bewerbungsprozesses • aktive Mitarbeit zu Themen der Schulentwicklung sowie wöchentlichen Austausch mit der Schulleitung Ihr Profil: • Abgeschlossene Ausbildung in Sozialpädagogik oder Sozialer Arbeit (HFS/FH) oder eine gleichwertige Ausbildung • Vertrautheit mit dem Arbeitsfeld Schule, deren Fachkräften und professionellen Rahmenbedingungen, vorzugsweise in der Schulsozialarbeit • Bereitschaft zu flexiblem Arbeitseinsatz (Arbeitsorte, Arbeitsformen, Jahresarbeitszeit bzw. erhöhtes Pensum während der Schulzeit) • Hohe Eigenverantwortung, gutes Selbstmanagement und Organisationstalent Wir bieten Ihnen: • ein engagiertes und motiviertes Schulteam • grosse Selbständigkeit • konstruktive und kompetente Unterstützung durch die Schulleitung und die Schulpflege • gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln • kostenlose Parkmöglichkeiten Die Schulleiterin, Frau Astrid Fink, 044 764 83 73, astrid.fink@sekhausen.ch, steht Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche oder elektronische Bewerbung bis 11. Oktober 2019 an: Sekundarschule Hausen Schulleitung Schulhausstrasse 7 8915 Hausen am Albis astrid.fink@sekhausen.ch

Schulen und Kurse


Bezirk Affoltern

Freitag, 27. September 2019

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«Ich will wissen, was geschieht, wenn ich schlafe» Filme für die Erde verbinden Klima und Biodiversität Der Kulturkeller LaMarotte hat am Freitag in der Aula Ennetgraben von morgens um 8.45 bis abends um 10 Uhr sieben Filme gezeigt rund um die Themen Umwelt, Naturschutz und Ökologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

auf die Frage, weshalb es sich für nachtaktive Tiere interessiert: «Ich will wissen, was geschieht, wenn ich schlafe.»

«Beim Mähen lassen wir Bordränder stehen»

................................................... von bernhard schneider «Mir ist wichtig, dass wir von den Tierfilmen den Link zur Klimaerwärmung schaffen», hielt Peter Ackermann von der EnergieRegion Knonauer Amt der Standortförderung fest, die sich als Partner am Filmfestival in Affoltern beteiligte. Dies geschah tatsächlich, wie ein Unterstufenschüler, der mit seiner Klasse den Film über nachtaktive Tiere besuchte, mit einem verständlichen Bild erläuterte: «Wenn die Eisberge schmelzen, können die Eisbären nicht mehr jagen.» Primarlehrerin Brigitte Jossi, die mit ihrer zweiten Klasse aus Birmensdorf angereist ist, konnte den Film über nachtaktive Tiere bestens in den Unterricht einbauen: «Wir behandeln aktuell das Thema Igel in der Klasse,

«LaMarotte»-Geschäftsführerin Isabelle Schaetti begrüsst vier Schulklassen zum Film «Wilde Nächte». (Bild bs) da passt der Film über andere Tiere, die in der Nacht aktiv sind, ausgezeichnet. Wir achten an der Schule generell auf umweltgerechtes Handeln, verwenden beispielsweise keine Plastikbecher. Gestern habe ich den Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge des Triebhauseffekts

mit der Klimaerwärmung erläutert, und welche Folgen dies für Tiere hat.» Welche Tiere erwarten die Kinder im Film? Die Antworten folgen rasch durcheinander: Eulen, Wildschweine, Füchse, Katzen, Wölfe. Ein Kinder erzählt, dass es gerne auf Netflix Tierfilme anschaut, ein anderes antwortet

Walter und Jacqueline Rost-Roche aus Affoltern zählten zu den Besucherinnen und Besuchern des Lunchkinos. Auch im Alltag achten sie auf Biodiversität. Zwar haben sie ihren Hof verpachtet, doch die Mäharbeiten übernehmen sie noch immer. Wenn sie beim Mähen die Ränder stehen lassen, schafft diese einfache Massnahme Raum für viele Lebewesen, von Erdbienen bis zu Schmetterlingen und Nachtfaltern. Auch ein Hermelin fühlt sich bei ihnen zuhause. Was erwarten Sie von den Filmen im Lunchkino? «Wir lassen uns überraschen – ‹LaMarotte› hat uns noch nie enttäuscht.» Ein anderer Gast des Lunchkinos aus Affoltern ist Irma Gerber. Sie ist schon lange Mitglied bei «Filme für die Erde» und hält sehr viel von der Institution, die sie noch besser kennt, seit ihre Tochter dort ein Praktikum absolvieren durfte: «Ich habe grosses Vertrauen gewonnen in die Qualität die-

ser Filmemacher. Es gelingt ihnen, hoch komplexe Themen in verständliche Bilder zu fassen.» Sie hat eine Freundin aus Jonen, Gabi Staubli, motiviert, mitzukommen: «Donald Trump, der versucht, Kalifornien zu weniger strengen Umweltauflagen zu zwingen, hat mich motiviert, mich intensiver mit Umweltthemen auseinander zu setzen. Vielleicht sehe ich mir heute Abend zusammen mit meinem Mann gleich nochmals einen Film dieses Festivals an.» Die rasche Klimaveränderung, die wir zurzeit erleben, wirkt sich direkt auf die Biodiversität aus. Dies erläutert ein Bericht der Vogelwarte, der in der Aula Ennetgraben auflag, am Beispiel Alpenbraunelle: «Wegen des Tempos der gegenwärtigen klimatischen Veränderungen besteht die Gefahr, dass viele Lebewesen zu wenig Zeit haben werden, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. Die Alpenbraunelle lebt im Hochgebirge. Frostiger Kälte kann sie widerstehen und im tiefsten Winter oberhalb der Baumgrenze ausharren. Doch der Klimaerwärmung kann sie nicht standhalten.» Ein Besucher ergänzt: «Hoffentlich schafft dies der Mensch.»

Spannende Stunden im Park Seleger Moor erleben «Forscherrucksack» für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene Der Park Seleger Moor bietet mit dem «Forscherrucksack» Naturinteressierten die Möglichkeit, den Park mit den Augen eines Naturforschenden zu erleben. Mit dem «Forscherrucksack» durchstreifen Naturinteressierte den Park Seleger Moor als Forscher und lösen an neun Posten spannende Aufgaben. Ob als Baumdetektivinnen oder als Experimentatoren mit Spiegel, Düften, Federn oder pH-Papier lernen sie spielerisch viel über die Natur und das Moor. Das kostenlose Angebot richtet sich vor allem an Kinder zwischen sechs und elf Jahren und ihre Begleitpersonen, steht aber auch anderen Interessierten offen. Es gibt vieles zu entdecken und zu lernen über Bäume, Vögel, Wildbienen, Jäger der Luft, Tarnen und War-

nen und das Moor. Beim ersten Posten beispielsweise suchen die Forschenden als Baumdetektive mit Hilfe von Fingerabdrücken (Fotos von Baumrinden) nach Birke, Föhre, Rottanne und Eiche. Dann erleben sie mit Hilfe eines Nasenspiegels ganz praktisch und ohne den Boden zu verlassen, wie es sich wohl anfühlen könnte, sich als Eichhörnchen oder Vogel in den Baumkronen zu bewegen. An den 10 Posten wird gesucht, gerannt, gemessen, verglichen, gezeichnet und beantwortet. Und hoffentlich viele Fragen gestellt.

Entwickelt vom Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern Welche Aktivitäten die Forscherinnen und Forscher an den einzelnen Posten erwarten, ist im einfach und kurz ge-

haltenen «Forscherheft» festgehalten. Begleitpersonen können Fragen der Kinder mithilfe der Hintergrundinformationen des etwas ausführlicheren «Begleitheftes» beantworten. Und alle benötigten Forscherutensilien wie Stoppuhr, Federn, Düfte etc. sind im «Forscherrucksack» untergebracht. Entwickelt wurde der von der Allianzversicherung gesponserte «Forscherrucksack» von Regula Schmidt und Urs Bircher vom Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern (NVBA) in Zusammenarbeit mit dem Park Seleger Moor. Der «Forscherrucksack» kann kostenlos gegen Abgabe eines Pfandes an der Kasse des Parks Seleger Moor ausgeliehen werden. Die Posten sind voneinander unabhängig und können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. (pd.)

Mit dem «Forscherrucksack» im Park Seleger Moor spannende Aufgaben lösen. (Bild zvg.)

zwischen-ruf

Wie die Energieregion ihre Ziele verfolgt Bachelorarbeit untersucht Vorgehen zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 Die Energieregion Knonauer Amt hat das Ziel, bis ins Jahr 2050 weitgehend energieautark zu sein. Dies versucht sie über eine netzwerkartige, wenig institutionalisierte Organisationsform und primär über Information der Bevölkerung zu erreichen, wie eine Bachelorarbeit aufzeigt. ................................................... von stefan schneiter 2010 haben die 14 Gemeinden das Projekt «Energieregion Knonauer Amt» lanciert mit dem Ziel, bis 2050 weitgehend energieautark zu sein, das heisst, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf mindestens 80 Prozent anzuheben – heute liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Flurina Rigling, Studentin der Politikwissenschaft aus Hedingen, hat an der Universität Zürich ihre Bachelorarbeit abgefasst mit dem Titel «Das Konzept der regional governance in der Energieregion

Knonauer Amt – Sicht- und Denkweisen verschiedener Akteure.» In der explorativen Studie ist sie den Fragen nachgegangen, wie die Energieregion entstanden und organisiert ist, welche Akteure eine wichtige Rolle spielen. Weiter hat sie untersucht, wie die Ziele der Energieregion erreicht werden sollen und welches die Vorteile und Schwierigkeiten der Energieregion sind. Interviewt hat sie einige Hauptakteure, so etwa Charles Höhn, ehemaliger Standortförderer und exGemeindepräsident von Bonstetten, Architekt Peter Ackermann aus Hedingen, Martina Marchesi von der Ernst Schweizer AG in Hedingen, sowie den Energieberater Dionys Hallenbarter aus Zürich.

Informieren statt vorschreiben Ein Fazit aus der wissenschaftstheoretischen Arbeit zu ziehen, ist nicht ganz einfach. «Es sind wenige Akteure, die einen solchen Prozess steuern, sie agieren über ein gutes Beziehungs-

Flurina Rigling. (Bild zvg.) netzwerk und mit Leidenschaft für ihre Zielsetzungen. Sie investieren viel, erreichen aber auch viel», erklärt Flurina Rigling. Die Energieregion sei nicht eine staatliche Institution, bei der die Politik von oben nach unten vorgebe, was die Leute zu tun hätten. Inzwischen ist sie als Verein organisiert. Vieles basiere auf Freiwilligkeit. Dadurch stosse man seitens der Bevölkerung auf weniger Widerstand, als dies mit festgeschriebenen Normen

und festen Institutionen der Fall wäre. «Man versucht, die Bevölkerung primär durch Information zu überzeugen, damit die Leute am selben Strick ziehen und mitmachen», streicht Rigling heraus. Dabei komme dem «Anzeiger» eine zentrale Rolle zu. Durch die stete Informationsvermittlung hat die Energieregion eine hohe Präsenz in der Öffentlichkeit und geniesse eine hohe Legitimität und Akzeptanz in der Bevölkerung. Der Vorteil der relativ losen, netzwerkartigen Form ist gleichzeitig auch eine Schwierigkeit. «Dadurch hängt alles von wenigen Personen ab, welche das Ganze vorantreiben», so Rigling. Diese Leute müssen klare Ziele formulieren, damit diese auch erreicht werden können. Bis 2050 ist noch ein langer Weg. Wie schätzt Flurina Rigling die Zukunftsaussichten ein? «Die aktuelle Klimadebatte in der Gesellschaft hilft der Energieregion Knonauer Amt, den Zielen näherzukommen», sagt sie. «Sie ist auf gutem Weg.»

Ich bekam einen Auftrag «Herzallerliebste» flüsterte der blaue Hortensier in meinem Garten der rosaroten Hortensienblüte zu, «heute bist du besonders üppig. Du gefällst mir von Tag zu Tag besser, mit jeder Knospe, die du öffnest.» «Ich öffne sie nur für dich», wisperte Fräulein Rosarot, und der blaue Hortensier rückte etwas näher und schlug vor: «Sollen wir uns nicht zusammentun?» Da wurde Fräulein Rosarot kurz rot. Sie fragte: «Was gibt eigentlich blau plus rosa?» «Violett», antwortete ihr Frischverlobter. Die roten Geranien, die in der Nähe gelangweilt in ihren Töpfen sassen, hatten alles mitangehört und wurden neidisch auf dieses innige Paar. «Wie wärs mit ein bisschen Terrorisieren?», zischte die grösste, die mit den wenigsten Blüten. «Gute Idee!», murmelten ihre Kumpanen, «aber wie?» «Man könnte zum Beispiel in ein paar Zweige einen Knoten machen.» «Suuuper! Und wann?» «Heut Nacht.» «Aber wer führt den Auftrag aus?» «Ich sags der Ute und versprech ihr dafür, dass wir zum Dank schöner blühen.» Ute Ruf


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Forum

Freitag, 27. September 2019

Selber entscheiden

Wahlkampf bei Spätsommerwetter

Die Jungfreisinnigen Kanton Zürich sind mit 35 Kandidierenden fulminant in den Wahlkampf gestartet. Es ist uns wichtig, dass die Menschen selbst entscheiden wollen und diese Möglichkeit auch wahrnehmen. Neben dem «Wollen» kämpfen wir darum, dass die Menschen es auch «können». Darum haben wir auch in einer Nacht-undNebel-Aktion auf die längst überfällige Legalisierung von Drogen wie Cannabis aufmerksam gemacht. Darum führen wir auch weitere ähnliche Aktionen im Bereich der Altersvorsorge, der Verkehrspolitik oder für die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten durch. Wir werden darum auch grosse interaktive Events mit der Zürcher Bevölkerung durchführen, damit jeder Schweizerin und jedem Schweizer klar wird, welche Liste für Freiheit steht! Natürlich sind wir als Jungpartei auch in den wichtigen Sozialen Medien vertreten und werden auf ironische und kreative Art und Weise auf Missstände in unserer politischen Umwelt

Am vergangenen Samstag konnten die Nationalratskandidaten der Grünliberalen aus dem Knonauer Amt bei wunderschönem Spätsommerwetter ihre Botschaft und Flyer an die Besuchenden des Wochenmarkts in Affoltern verteilen. Mit sieben Kandidaten aus dem Knonauer Amt für die drei Listen junior GLP, senior GLP und GLP sind die Grünliberalen aus unserer Region dieses Jahr sehr stark für eine erfolgreiche Klimawende engagiert. Unter dem Motto «Es ist Zeit» diskutierten die Kandidaten mit den Marktbesuchern die Themen und Anliegen, welche diese bewegen. Auch über die Lösungswege, für welche die GLP einsteht, wurde angeregt debattiert.

aufmerksam machen. Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram und Twitter, um spannende und unterhaltsame Beiträge mitverfolgen zu können. Auf unserer Website jfzh.ch können Sie unseren dicht bepackten Veranstaltungskalender einsehen. Die Politik beeinflusst sämtliche Generationen. Zu Zeiten der hitzigen Diskussionen über die Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt eine Debatte über eine gleichmässige Verteilung aller Generationen in politischen Ämtern völlig aus. Es ist an der Zeit, dass auch jüngere Frauen und Männer politische Verantwortung übernehmen. Denn sie können es! Wählen Sie am 20. Oktober die Jungfreisinnigen. Liste 10 für eine liberale, freie Gesellschaft – für Zürich! Zudem würden wir uns sehr freuen, wenn Sie den Säuliämtler Nationalrat Hans-Ulrich Bigler zweimal auf Ihre Liste schreiben würden. Alain Schwald, Vorstand Jungfreisinnige Säuliamt

Den Glauben verloren Affoltemer Vereine haben die Jumba empfangen, «Anzeiger» vom 24. September. Der Jumba möchte ich erst mal für die Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in Burgdorf gratulieren. Mitmachen kommt immer vor dem Rang, und die Kameradschaft bei einem solchen Anlass ist eine unvergessliche Erfahrung für unsere Jugend. Auch Patricia Gmür von der Harmonie Affoltern gebührt mein Dank für die Idee zum Empfang nach der Teilnahme an einem Eidgenössischen

Fest. Dieser Brauch wurde leider vor einigen Jahren abgeschafft. Aber auch der SHS möchte ich meinen Dank aussprechen für den gespendeten Apéro. Auch die Stadträte waren fast vollständig nicht anwesend. Ein Stadtrat wurde offenbar doch noch delegiert. Nachdem von der Stadt angeblich der Kontakt zu den Vereinen gesucht wird, wäre das die Gelegenheit gewesen. Aber ich habe den Glauben verloren, da wird nur leeres Stroh gedroschen. Werner Steiner, Zwillikon

Klimaschutz auf die politische Agenda 8. Dezember 2018 in Bern (mehrere Tausend Menschen weltweit); 18. Januar 2019 in Zürich, Polyterrasse; 2. Februar 2019, Helvetiaplatz Zürich (8000 Demonstrierende); 15. März in Zürich, Polyterrasse; 6. April in Bern (10 000 Menschen); 9. August in Lausanne (2500 Demonstrierende); 31. August in Affoltern a. A. (180 Demonstrierende). Was ist diesen sieben Terminen gemeinsam? Richtig erraten – dies waren alles Klimademos, an welchen ich in den vergangenen Monaten teilgenommen habe. Die achte steht schon vor der Türe: morgen Samstag, 28. September, in Bern! Wollen Sie auf sportlichem Weg nach Bern fahren (per Rennrad oder per E-Bike)? Wenn ja, dann kommen Sie mit uns auf den 6.22 Uhr Zug; Abfahrt Zürich, Rautistrasse 33 um 7.15 Uhr. Oder per Zug ab Affoltern: 11.52 Uhr. In Bern soll es so viele Demonstrierende geben, wie die Schweiz noch nie gesehen hat. Mir ist völlig klar, dass es nicht reicht, auf die Strasse zu stehen und «Ufe mit de Klimaziel, abe mit em

CO²2!» zu schreien. Die Klimademos haben aber viel erreicht. Sie haben geholfen, dass das Thema Klimaschutz endlich auf der politischen Agenda weit nach vorne gerückt ist. Dort, wo es hingehört. Hohe Dringlichkeit! Am 20. Oktober sind Wahlen. Wählen Sie die Grünen und wählen Sie Frauen. Die Grünen engagieren sich schon seit ihrer Parteigründung, seit 36 Jahren, für den Erhalt unseres Planeten, und nicht erst, seit es Mode geworden ist. Und wählen Sie Marionna Schlatter, Grüne, in den Ständerat. Nicht nur, weil sie sich für den Klimaschutz engagiert, sondern auch weil es im Ständerat dringend mehr Frauen braucht. Sollten am 20. Oktober keine neuen Frauen gewählt werden, hätte es im Ständerat in der kommenden Legislatur nur noch eine einzige Frau (und 45 Männer!). Ich freue mich, Sie nächsten Samstag in Bern an der Klimademo zu treffen! Lilian Hurschler-Baumgartner, Affoltern a. A.

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Zuschriften willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief ... ... muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, ... soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen ... und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über Publikation und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)

Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonaueramt

Wahlkampfstand der Grünliberalen am Wochenmarkt in Affoltern. Von links: Roland Schneider, Timon Alder, Nicole Beck-Taubenest, Thomas Beck, Fabian Sidler, Ronald Alder. (Bild zvg.)

Klimawandel – was gilt es zu tun? Wenn Sie einmal statt die provozierenden Schlagworte eines lautstarken Journalisten Fakten von ausgewiesenen Fachleuten hören möchten, gibt es am nächsten Dienstag dazu in Affoltern eine ausgezeichne- Andreas Fischlin, te Gelegenheit. Mitglied WeltkliDen Grünliberalen marat. (Bild zvg.)

ist es nämlich gelungen, mit Prof. Andreas Fischlin ein Mitglied des UNOWeltklimarates zu einer Diskussionsveranstaltung zum Hauptthema des diesjährigen Wahlkampfes nach Affoltern zu bringen! Prof. Fischlin diskutiert unter Leitung von Kantonsrat Ronald Alder, der einst an der ETH seine Vorlesungen besuchte, mit der glp-Nationalrätin und Ständeratskandidatin Tiana Moser, die als studierte Umweltnaturwissenschaftlerin bei ihren Auftritten in der Arena bereits wiederholt durch

ihre Fachkompetenz auffiel. Es geht uns darum, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern der Region eine fundierte und sachliche Meinungsbildung zu ermöglichen und sich aktiv in die aktuelle Diskussion einzubringen. Grünliberale Knonaueramt Grünliberale am Puls: Klimawandel – was gilt es zu tun? Dienstag, 1. Oktober, 20 Uhr, katholisches Gemeindezentrum, Seewadelstrasse 13, Affoltern. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss findet ein Apéro statt.

Klima: Welche Rolle spielt die Schweiz? Die Klimapolitik ist momentan das bestimmende Thema – so auch am UNOGipfel in New York. Dort hat die 16jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg den Politikern vorgeworfen, zu wenig gegen den drohenden Klimawandel zu unternehmen. 2019 hat der Klimawandel weiter an Fahrt zugelegt. Es ist augenfällig, es bleiben nur noch wenige Jahre, um Klimakatastrophen ungeahnten Ausmasses zu verhindern. Und wo steht die Schweiz? Was gegenwärtig im Bundeshaus diskutiert wird, reicht bei Weitem nicht aus. Es braucht endlich griffige Massnahmen, damit wir den erforderlichen Politikanzeige

wechsel in Gang bringen. Nationalrätin Jacqueline Badran weiss das aus erster Hand. Sie zeigt gerne auf, wieso es für Umwelt-, Naturund Klimaschutz – gestern, heute und morgen – eine Nationalrätin starke SP braucht. Jacqueline Badran. (Bild zvg.) Dies wird sie an einer Infoveranstaltung heute Abend in Affoltern erläutern.

Jacqueline Badran sitzt seit dem Jahr 2011 für die Sozialdemokratische Partei im Nationalrat. Sie ist Biologin (dipl. phil. II) und Ökonomin / Staatswissenschafterin (lic. rer. publ. HSG). Ausserdem ist sie Mitinhaberin und Geschäftsführerin der Firma Zeix AG. SP Bezirk Affoltern Welche Rolle spielt die Schweiz in der Klimapolitik?, Infoveranstaltung mit Nationalrätin Jacqueline Badran, Freitag, 27. September, 20 Uhr, Mehrzwecksaal, Senevita Affoltern, Obstgartenstrasse 9, Affoltern.


Forum

Freitag, 27. September 2019

ämtler nationalräte meinen

Cannabis regulieren – Steuern in die AHV statt in den Schwarzmarkt

Hans-Ulrich Bigler (FDP, Affoltern)

Grosse brauchen KMU – auch in der Politik KMU haben gegenüber den Grossunternehmen die Nase vorn. Das gilt sowohl in der Berufsbildung als auch bei der Integration der Frauen. Das gilt für die Innovation als auch in der Milizarbeit. Gerade deswegen brauchen Grossunternehmen KMU – sowohl wirtschaftlich als auch in der Politik.

konstruiert – und sie sind gänzlich unwahr. Sie werden meist aus Unkenntnis kolportiert und aufgebauscht. Sie sind Stereotypen und stimmen nicht einmal im Ansatz. Wie könnten sie auch? Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich die über 550 000 Schweizer KMU alle über den gleichen Leisten ziehen liessen.

Vermögensverwaltung derart verteuern, dass diese Finanz-KMU aus dem Markt geschieden wären. Doch Grossunternehmen brauchen die KMU – vor allem in der Politik. Sie sind nämlich auf die Unterstützung der KMU-Politikerinnen und Politiker angewiesen, um ihre Freiheit zu behalten.

Es bestehen viele Missverständnisse zum Verhältnis von Grossunternehmen und KMU. Sie entstehen, wenn die Vielfalt der Wirtschaft verkannt wird und stattdessen alle Grossunternehmen und alle KMU auf Klischeetypen reduziert werden. Dazu gehören die üblichen Vorurteile, dass nur Grossunternehmen international tätig seien, dass nur sie echte Innovationen tätigen könnten, und dass nur sie progressiv seien und den Arbeitnehmenden mehr als das gesetzlich Verlangte geben.

KMU und Grossunternehmen arbeiten miteinander. In der Politik gibt es jedoch einen bedenklichen Trend im Verhältnis von Grossunternehmen und KMU in der Schweiz. Erstere versuchen immer wieder, sich mittels Regulierung zu behaupten. Sie suchen die Legitimierung ihrer Geschäftsmodelle in neuer Regulierung. Als ob das an sich nicht schon bedenklich genug wäre, versuchen Grossunternehmen vermehrt, mit Regulierung KMU vom Markt zu verdrängen.

Einige Beispiele gefällig? Die 1:12-Initiative hätte KMU kaum betroffen; trotzdem stiegen KMU-Politikerinnen und Politiker in den Ring, sie abzuwehren. Als die Initiative gegen die Masseneinwanderung angenommen wurde, waren es KMU-Politikerinnen und Politiker, die ihre Umsetzung wirtschafts-freundlich konzipierten. Und auch die Konzernverantwortungsinitiative wird ohne KMU nicht zu bodigen sein. Im Rahmen der guten Ordnungspolitik sind KMU-Vertreterinnen und Vertreter gerne bereit, für Wirtschaftsfreiheit zu kämpfen. Aber sie verlangen auch Gegenrecht. Grossunternehmen sollen sich in Zukunft auf die Seite der KMU stellen, statt mit den Linken zu kooperieren und nur egoistisch zu handeln. Grossunternehmen sollten nicht vergessen: Sie brauchen die KMU – wirtschaftlich und politisch.

Aufgrund von historischen Gegebenheiten ist Cannabis in der Schweiz seit 1951 als verbotenes Betäubungsmittel klassifiziert. Nicht nur verschwendet der Staat Gelder für die Bekämpfung von Cannabis, sondern er verschenkt auch die Gewinne an den Schwarzmarkt. Es wird Zeit, dass Cannabis endlich reguliert und legalisiert wird. Durch eine Regulierung können die Prävention und der Schutz der Konsumenten viel wirksamer gestaltet werden. Dem Schwarzmarkt ist es egal, welche gesundheitlichen Folgen z.B. die Verwendung eines bestimmten Streckmittels oder eines Pestizids haben kann, oder wie alt der Käufer ist. Nur durch eine Legalisierung können die Qualität kontrolliert und wirklich wirksame Jugendschutzmassnahmen ergriffen werden. Neben Einsparungen von rund 150 Millionen Franken in der Strafverfolgung könnten durch eine Besteuerung, wie bei anderen Tabakwaren, 300 Millionen Franken an Steuern eingenommen werden. Dieses Geld könnte dann für Prävention und

Ausstiegshilfen genutzt oder anderswo sinnvoll eingesetzt werden («Kiffen für die AHV»). Auch das medizinische Potenzial von Cannabis wird aufgrund des Verbots nicht genutzt. Zum Beispiel kann Cannabis eine deutlich weniger schädliche Alternative zu Schmerzmitteln auf Opiatbasis sein. Opioide können Organschäden verursachen, welche zu hohen Folgekosten führen. Da auch die Herstellkosten bei Cannabis tiefer sind, sollte die Erforschung des medizinischen Potenzials von Cannabis vorangetrieben werden. Doch stattdessen wird die Forschung stark erschwert, da Cannabis nach wie vor illegal ist. Die Legalisierung und Regulierung von Cannabis bringt also viele positive Effekte mit sich, sowohl für Konsumenten als auch den Staat. Deshalb ist es Zeit für eine sinnvollere Drogenpolitik. Dafür am 20. Oktober Junge Grünliberale, Liste 29, in den Nationalrat wählen. Timon Alder, Junge Grünliberale, Ottenbach

CVP-Nationalrat Philipp Kutter am Herbschtmäärt Wettswil treffen

Im Gegensatz dazu werden KMU-Stereotypen bewirtschaftet: Sie seien nur auf die Binnenwirtschaft fokussiert – als ob die Binnenwirtschaft der zwanziggrössten Volkswirtschaft der Welt unbedeutend wäre –, altbacken, wenig mitarbeiterfreundlich und wenig innovativ. Diese vermeintlichen Gegensätze sind

Dieser Trend ist in der Schweiz zwar noch nicht dominierend, aber es gibt ihn. Vor allem ab 2012 nahm er markant zu. Grossunternehmen und ihre Verbände setzten sich öffentlich ein, um mit einer Revision des Aktienrechts die 114 000 KMU-Aktiengesellschaften stärker zu regulieren. Grossbanken wollten tatsächlich mit zwei neuen Gesetzen die unabhängige

Fabian Sidler: Jung, ökologisch, digital

Eveline Fenner: Daniel Sommer: Sauberes Politik mit Herz Verantwortung für Trinkwasser und und Sachverstand Mensch & Umwelt gesunde Böden

SVP-Wahlapéro: Unglückliche Titelwahl

Mein Name ist Fabian, ich bin 21 Jahre alt und kandidiere für die Jungen Grünliberalen Zürich. Ich bin in Affoltern am Albis aufgewachsen. Schon als Kind begeisterte ich mich für alles Techni- Fabian Sidler. sche und Digitale. Nach dem Gymnasium mit dem Schwerpunkt Physik und Anwendung der Mathematik habe ich letztes Jahr mein Elektrotechnik-Studium an der ETH Zürich begonnen. Auch in der Politik interessiert mich alles Technische. Beispielsweise setze ich mich für die Energiewende ein. Da ich mich auch in meiner Freizeit und im Studium mit Clean Tech befasse, kenne ich mich gut mit den Herausforderungen aus und bringe Fachwissen mit. Des Weiteren ist mir die Netzneutralität ein Anliegen. Jegliche Zensur ist ein No-Go. Neben technischen Anliegen setze ich mich für eine wirksame Drogenpolitik (inklusive Cannabis-Regulierung) ein, bei der das Geld in die AHV und nicht in den Schwarzmarkt fliesst. Gesellschaftlich liegt es mir am Herzen, dass endlich gleichgeschlechtliche Ehen ermöglicht werden. Auch der Pay-Gap zwischen Mann und Frau ist von gestern und muss endlich behoben werden. Um frischen Wind nach Bern zu bringen, brauchen wir deine Stimme!

Schon in jungen Jahren hat sich Eveline Fenner für Politik interessiert und Staatskunde gehörte zu ihren Lieblingsfächern. Dabei realisierte sie, dass unser demokratisches System kostbar und Eveline Fenner. keineswegs selbstverständlich ist. Nach längeren Auslandaufenthalten zog sie es in die Privatwirtschaft, wo sie sowohl im internationalen Geschäft wie auch im Bereich KMU Erfahrungen sammeln konnte. Heute blickt sie auf ein reiches Leben als Familienfrau zurück und ist stolz den Wiedereinstieg in den Beruf rechtzeitig gewagt zu haben. Als RPK Präsidentin von Affoltern und Finanzfachfrau im öffentlichen Sektor weiss sie über die Geldströme zwischen Bund, Kanton und Gemeinden Bescheid. Gerne würde sie sich dafür einsetzen, dass Gesetze entstehen, die den Menschen dienen und auch unserer Umwelt gut tun. Politisch ist sie vom Weg der Mitte überzeugt, weil dort jene Lösungen gefunden werden, die auch vom Volk mitgetragen werden. Eveline Fenner ist bewusst, dass wir als privilegierte Menschen eine Verantwortung tragen, damit die Folgen unseres Konsums auch ausserhalb der Schweiz nicht zu Ausbeutung und Zerstörung führen. Auch deshalb setzt sie sich für Menschen ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wer eine Politik unterstützen will, die sich lösungsorientiert um die Nöte unserer Zeit kümmert, gibt Eveline Fenner die Stimme und setzt ihren Namen und den von Daniel Sommer zweimal auf die Liste 8.

Die glanzvolle Wiederwahl in den Kantonsrat ist für Daniel Sommer keine Selbstverständlichkeit. Umso mehr darf sie als Wertschätzung für seine bisher geleistete Arbeit im kantonalen Parla- Daniel Sommer. ment und in der Sachkommission Energie, Verkehr und Umwelt gewertet werden. Sein parteiübergreifendes Denken und Handeln findet breite Unterstützung, weshalb die Kürung zum Panaschierkönig kein Zufall ist. Auch darum kandidiert Daniel Sommer nun auf einem Spitzen-Platz der EVP-Nationalratsliste. Sein unaufgeregter Politstil und sein authentisches Engagement für Mensch und Umwelt würden auch dem nationalen Parlament gut tun. Zu den Schwerpunkten seines politischen Wirkens gehören der Umweltschutz, die Stärkung des öffentlichen Verkehrs und die Förderung von erneuerbaren Energiesystemen. Mit der Erfahrung aus seiner seit 20 Jahren inhabergeführten Schreinerei setzt er sich für das Gewerbe und insbesondere für ein ethisch geprägtes Unternehmertum ein. Zudem gibt ihm seine frühere Tätigkeit als dipl. Sozialpädagoge das nötige Verständnis für die Anliegen von Menschen aller Generationen. Weil Ethik nicht nur gepredigt, sondern gelebt werden muss, stehen Daniel Sommer und seine Partei für Werte ein, die sich an den Grundwerten unseres christlich-abendländischen Kulturkreises orientieren. Wem eine menschennahe und lösungsorientierte Politik wichtig ist, verwendet die Liste 8 und gibt Daniel Sommer zwei Mal seine Stimme. Weitere Informationen: www.daniel-sommer.ch.

Bruno Imthurn, 1955, ist ordentlicher Professor für Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie an der Universität Zürich sowie Direktor der Klinik für Reproduktions-Endokri- Bruno Imthurn. nologie und Leiter des Kinderwunschzentrums am Universitätsspital Zürich. Er wohnt in Aeugst. Bruno Imthurn setzt sich ein für sauberes Trinkwasser und gesunde Böden, das heisst für eine nachhaltige Welt. Was meint er damit? Nun, unsere Bauern stehen immer mehr unter Druck. Einerseits sollen sie gesunde Nahrungsmittel für uns produzieren, andererseits dürfen diese kaum etwas kosten. Viele Konsumenten wählen nämlich das billigste Produkt. Dies hat die Industrialisierung der Landwirtschaft stark begünstigt - mit allen vorteilhaften wirtschaftlichen, aber leider auch negativen Folgen für unsere Umwelt. Beispiele dafür sind unsere Böden und unsere Gewässer, die langsam, aber sicher und für lange Zeit durch Pestizide vergiftet werden. Die Trinkwasserverantwortlichen schlagen Alarm. Zunehmend müssen Trinkwasserfassungen wegen Pestizidverunreinigungen geschlossen werden. Um diese Missstände zu beheben, dafür setzt sich die GLP mit grosser Energie ein. Der Pestizideinsatz muss massiv gesenkt werden. Kritische Substanzen gehören ganz verboten. Selbstverständlich ist sich die GLP bewusst, dass das für die Landwirtschaft nicht einfach ist. So müssen allfällige Ertragsverluste in einer Übergangszeit finanziell kompensiert werden.

Leserbriefe vom 6. und 17. September.

EVP Bezirk Affoltern

EVP Bezirk Affoltern

Grünliberale Knonaueramt

Fabian Sidler, Affoltern a. A., Vorstand jglp Zürich, Liste 29 anzeige

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Am Sonntag, 29. September, besucht Philipp Kutter von 11.30 bis 13.30 den Stand der CVP Ortsgruppe Wettswil. Nationalrat Philipp Kutter kennt nicht nur das Bundesparlament, er war auch lange für die CVP im Zürcher Kantonsrat tätig. Als Stadtpräsident von Wädenswil weiss er zudem genau, wie

wichtig die praktische Umsetzbarkeit von parlamentarischen Entscheiden in den Alltags-Sachgeschäften ist. Stellen Sie CVP-Nationalrat Kutter Ihre Fragen zu seiner Arbeit im aktuellen und im künftigen Parlament! Urs Egger, CVP Ortsgruppe Wettswil

Im «Anzeiger» vom 6. September berichtete die SVP Bonstetten über ihren Wahlapéro («Wohnen im Alter neben dem Friedhof»), was am 17. September 2019 zu einer Erwiderung des Gemeinderates Bonstetten führte («Falsche Darstellungen»). Die beiden Artikel haben zu verschiedenen Rückfragen von Einwohnerinnen und Einwohnern auf beiden Seiten geführt. Die von der SVP gewünschte Aussprache fand letzten Montag statt. Die SVP hält fest, dass ihre Berichterstattung inhaltlich korrekt war, was Gemeinderat Markus Reich an der Aussprache bestätigte. Markus Reich bedauerte aber, dass im Artikel nicht erwähnt wurde, dass die Bevölkerung am Schluss darüber zu entscheiden habe. Diese Aussage habe in diesem Artikel gefehlt und somit einen falschen Eindruck erwecken können. Gemeindepräsident Leuenberger hält im Namen des Gemeinderates daran fest, dass die Berichterstattung missverstanden werden konnte und wurde. Die SVP ist davon ausgegangen, dass dies klar sei, dass immer der Souverän das letzte Wort hat. Es liegt sowohl dem Gemeinderat als auch der SVP Bonstetten daran, ein gutes Einvernehmen zu pflegen und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die wichtigen Themen, welche der SVP Bonstetten anlässlich des Wahlapéros von Gemeinderat Markus Reich erläutert wurden, sollen tragfähigen Lösungen zugeführt werden. In diesem Sinne haben sich die Verantwortlichen ausgesprochen und sie möchten damit die Diskussion über die erwähnten Artikel beenden und freuen sich auf gute Lösungen für die Gemeinde. SVP Bonstetten und Erwin Leuenberger, Gemeindepräsident


Veranstaltungen Klimawandel Fakten statt Schlagworte Zwei Fachleute sprechen zum Wahlkampfthema Nr. 1 und versprechen eine spannende Diskussion

ETH-Klimaforscher Prof. Andreas Fischlin (Mitglied im Weltklimarat und Beirat der Gletscherinitiative)

Nationalrätin Tiana Moser

(Umweltnaturwissenschaftlerin und Ständeratskandidatin)

Moderation: Kantonsrat Ronald Alder Anschliessend Diskussion & Apéro.

Dienstag, 1. Oktober, 20.00 – 21.30 Uhr im katholischen Gemeinschaftszentrum Affoltern Eintritt frei


Gewerbe/Dienstleistungen

Scheinbar schwerelos

Nachselektioniert

Fallschirmspringer, Base-Jumper und Wingsuiter Michael Schwery erzählt in Stallikon. > Seite 21

Obfelder Cyrill Scheiwiller startet für die Schweiz am Motocross der Nationen. > Seite 27

Freitag, 27. September 2019

-

Praktische Arbeit Für den Lehrabschluss plant Michelle Stäubli ein soziokulturelles Zentrum. > Seite 31

Alles begann mit einer Sense

In der Firmenchronik lässt sich nachlesen, dass um 1920 der Firmengründer und Schmied Emil Sahli an einem Abend nach der Arbeit über die Knonauer Felder läuft. Vor ihm geht ein Bauer mit seinem Sohn, die offene Sense in der Hand. Ein Wildtier rennt übers Feld. Der Bauer schaut dem Tier hinterher, dreht sich um und verletzt mit der offenen Sense den neben ihm laufenden Sohn schwer. Der Unfall beschäftigt den Schmied und Tüftler Emil Sahli. Immer wieder überlegt er, wie derartige Unfälle verhindert werden könnten. Nächtelang tüftelt er in seiner Schmiede - und erfindet einen neuartigen Sensenhalter. Erstmals überhaupt ist es möglich, nach getaner Arbeit das Sensenblatt einzuklappen, was die Verletzungsgefahr drastisch senkt. Zudem lässt sich das Sensenblatt individuell verstellen, was den Bedienkomfort erheblich verbessert.

Die Bauern nehmen die neuartige Sense begeistert auf. Anfang der 20erJahre patentiert Emil Sahli seine Erfindung, die ein Verkaufsschlager wird. Über die Sensenproduktion erhält der Gründervater tiefen Einblick in die Arbeit der Bauern. Er erkennt, dass Bauern nebst Sensen auch Rechen, Gabeln und weitere Handwerkzeuge von guter Qualität brauchen. Die Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf.

Von der Schmiede zum führenden Grosshändler Aus der 1919 gegründeten Schmiede entwickelte sich über die Jahrzehnte ein florierendes Produktions- und Handelsunternehmen mit einer bedeutenden Marktstellung in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Heute ist die Sahli AG der führende Schweizer Grosshändler für Landmaschinen-Ersatzteile und landwirtschaftliche Geräte. Das Unternehmen beliefert aus seinem Zentrallager in Knonau den Schweizer Fachhandel mit rund 45 000 Produkten aus dem landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich. Zu den wichtigsten Produktlinien zählen Ersatzteile für Landmaschinen und Traktoren, Produkte für die mechanische und hydraulische Antriebstechnik, Produkte für den Werkstatt-

Die 100-jährige Geschichte der Sahli AG beginnt mit der Erfindung eines Sensenhalters. Heute ist das Unternehmen aus Knonau der führende Schweizer Grosshändler für Landmaschinen-Ersatzteile und landwirtschaftliche Geräte. (Bild zvg.) und Fahrzeugbedarf, für die Tierhaltung sowie landwirtschaftliche Handgeräte. Für Claudio Buvoli, Inhaber und Geschäftsleiter von Sahli, liegen die Gründe des Erfolgs in der Produktqualität, der Partnerschaft mit dem Schweizer Fachhandel, der konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Schweizer Bauern und viel harter Arbeit. «Wir sind sehr nahe bei unseren Kunden und kennen deren Bedürfnisse. Besteht Bedarf nach einer neuen Produktlinie, erweitern wir unser Sortiment flexibel. Wir vertreiben

Der neue Cadillac als Vorpremiere Er ist der erste kompakte Premium SUV der Marke Cadillac. Als Vorpremiere enthüllt die Corvette Sportcar Center AG in einer Woche den neuen XT4 in Affoltern.

100 Jahre Sahli in Knonau: Tag der offenen Tür morgen Samstag Sahli ist der führende Schweizer Grosshändler für Landmaschinen-Ersatzteile und landwirtschaftliche Geräte. Dieses Jahr feiert das Familienunternehmen in Knonau seinen 100. Geburtstag. Die Firmengeschichte beginnt mit einer spannenden Erfindung.

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Mit dem von Grund auf neuen XT4 stellt Cadillac den ersten kompakten Premium-SUV der Marke vor, der für anspruchsvolle Kunden konzipiert wurde, die eigene automobile Wege gehen wollen. Entwickelt auf neuer Basisarchitektur für kompakte SUVs, verbindet der XT4 den Einstieg von Cadillac ins europaweit am stärksten wachsende Automobilsegment mit einem ausdrucksstarken Design, mit grosszügigem Innenraum bei kompakten Aussenmassen, überzeugender Performance und neuen Technologien.

Unverwechselbares Styling

hochwertige Produkte zu einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis.» Heute beschäftigt die Sahli AG rund 60 Mitarbeitende und ist grösste Arbeitgeberin in Knonau. Das in der fünften Generation geführte Familienunternehmen ist seinen Wurzeln treu geblieben. Wer im Online-Shop nach «Sense» sucht, erhält 194 Treffer. (pd.)

Der XT4 vereinigt Stil und Komfort, bietet unverwechselbare Styling- und Ausstattungsmerkmale sowie ein 9Stufen Automatikgetriebe. Unter der Haube steckt ein neu entwickelter 2,0-Liter-Turbo-Vierzylindermotor oder – exklusiv für den europäischen Markt – ein 2.0-Liter-Turbo-Dieselmotor mit 170PS / 125kW (Euro 6d). (pd.)

100 Jahre Sahli AG - Tag der offenen Tür, Samstag,

Exklusive Präsentation des XT4 am Freitag, 4. Okto-

28. September, 10 bis 17 Uhr, Oberdorfstrasse 17,

ber, Apéro ab 19 Uhr, Enthüllung 20.15 Uhr, Indust-

Knonau. Der gesamte Erlös wird an die Schweizer

riestrasse 17, Affoltern. Anmelden bis 1. Oktober:

Berghilfe gespendet.

Telefon 043 818 74 14 oder verkauf@corvettecenter.ch. Freie Besichtigung am Samstag, 5. Oktober,

Obstsaft frisch ab Presse – kein Glas gleich wie das andere

Visual des zukünftigen Amag Carrosserie Center Wettswil. (Bild zvg.)

Spatenstich für ein Carrosserie Center in Wettswil Die Amag realisiert in Wettswil ein neues Kompetenzzentrum im Bereich Carrosserie und Lackiererei für die Marken Volkswagen, Audi, Seat, Škoda und VW Nutzfahrzeuge. Vergangene Woche erfolgte der Spatenstich zum Bau des Amag Carrosserie Center Wettswil. Es ist das erste alleinstehende Kompetenzzentrum im Bereich Carrosserie und Lackiererei. Durch modernste Technik und Infrastruktur werden künftig pro Woche rund 100 Reparaturen an der Carrosserie und bis zu 50 Aufbereitungen durchgeführt. Auf zwei Geschossen entsteht in den nächsten Monaten das Amag Carrosserie Center Wettswil. Die Inbetriebnahme ist für das 2. Quartal 2021 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt 23 Millionen Franken. Der Grossbetrieb wird sämtliche Carrosseriereparaturen und Lackierungsarbeiten

für die Marken Volkswagen, Audi, Seat, Škoda und VW Nutzfahrzeuge durchführen. Am neuen Standort werden rund 45 Mitarbeitende, davon acht Lernende, arbeiten. Das Amag Carrosserie Center Wettswil wird nach neusten Standards mit modernen und hellen Arbeitsplätzen eingerichtet. Dank durchdachten Arbeitsprozessen müssen die Fahrzeuge grösstenteils während der Instandstellung nicht mehr gefahren werden. Ein Schienensystem mit integrierten Hebebühnen dient als Alternative. Intelligentes Energiemanagement setzt neue Massstäbe. Durch die modernen Lackierungskabinen kann im Vergleich zu herkömmlichen Lackierungsanlagen bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Dies dank einem intelligenten Energiemanagement, welches die Erwärmung der Lackierkabinen bei Nichtgebrauch selbstständig reguliert. (pd.)

Die Schweizer Mostereien haben mit der Obstsaft-Produktion 2019 gestartet. Wie der Obstsaft schmeckt, hängt von der Mischung und den Sorten der Früchte ab. Seit einigen Tagen laufen die Saftpressen wieder auf Volltouren. In jeder Mosterei, ob gross oder klein, wird nun wieder Saft aus frischen Äpfeln und Birnen gepresst. Die Qualität des Saftes ist ausgezeichnet. «Obstsaft frisch ab Presse» ist eine Mischung von trübem Apfel- und Birnensaft. Da die Apfelund Birnensaftanteile für den Obstsaft frisch ab Presse nicht festgeschrieben sind, ist praktisch jede Abfüllung etwas anzeige

Besonderes. Jedes Glas Saft bietet deshalb stets eine Überraschung. Ein Grossteil des Mostobstes wächst auf ökologisch und landschaftlich wertvollen Hochstammbäumen. Für die Herstellung von einem Liter Obstsaft werden rund 1,3 Kilogramm Obst benötigt. In den letzten Jahren machte «Obstsaft frisch ab Presse» zwischen 10 und 20 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Der frisch gepresste Saft enthält fast unverändert alle wertvollen Inhaltsstoffe baumfrischer Früchte, wie die Vitamine C, B1, B2 und B6 sowie Mineralstoffe und Kohlenhydrate. (pd.)

9 bis 16 Uhr, Rütistrasse 22 +24, Bonstetten.

Der neue Cadillac XT4. (Bild zvg.)


Ref. Kirche Maschwanden

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Freitag, 27. September 14.00 Erzählcafé im Pfarrhaus in Maschwanden Sonntag, 29. September 10.00 Gottesdienst in Mettmenstetten

Samstag, 28. September 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 29. September 10.30 Eucharistiefeier zum Erntedank für die ganze Pfarrei Musik: Kirchenchor Anschliessend Apéro 19.00 Santa Messa Mittwoch, 2. Oktober 15.30 Gottesdienst im Haus Pilatus

Ref. Kirche Mettmenstetten

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Kappel a. A.

Freitag, 27. September 12.00 Kolibri in der Chilestube Samstag, 28. September 12.00 Konfirmanden- und Jukiprojekt «Zukunft säen auf der Buchenegg» Sonntag, 29. September 10.00 Gottesdienst mit Taufe von Yuna Siegenthaler Pfarrerin Bettina Stephan Orgel: Susanna Baltensperger Im Anschluss Chilekaffee

Freitag, 27. September 13.30 bis 15.45 Uhr Kolibri im Pfarrhauskeller Samstag, 28. September 8.30 3.-Klass-Unti 9.30 Auftakt Chor-Projekt im Chor der Kirche Sonntag, 29. September 11.00 Ökumenischer Erntedankgottesdienst mit dem Chor Cappella Diakon M. Kühle Pfrn. I. Girardet und Ch. Menzi Anschliessend Gabenverkauf und Apéro Dienstag, 1. Oktober 16.25 Club 4 im Pfarrhauskeller

Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 27. September 14.00 Erzählcafé «Wie ein Wunder» im Pfarrhaus in Maschwanden Samstag, 28. September 10.00 Familienmorgen: Beginn im Chilehuus, anschliessend Familienkafi 10.00 Trauergruppe «Liechtblick» trifft sich im Zwillikerstübli im Café Seewadel 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfrn. I. Girardet, Hausen Sonntag, 29. September 10.00 Gottesdienst zum Erntedank Pfrn. B. Bartels mit Gospel- und Kirchenchor. Anschliessend Teilete im Chilehuus Donnerstag, 3. Oktober 14.00 Seniorentreff im Ulmensaal Gezeigt wird der neuste Film von Rolf Lyssy «Die letzte Pointe»

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 29. September 19.00 Abend-Gottesdienst mit Pfrn. S. Sauder und C. Crosby, Orgel und Piano

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 29. September 11.00 Ökumenischer Erntedankgottesdienst in Kappel mit dem Chor «Cappella», Diakon Matthias Kühle-Lemanski und Pfarrer Christof Menzi. Anschliessend Apéro und Verkauf der Erntegaben. Erntegaben werden gerne am Samstag von 18.00 bis 19.00 Uhr im Pfarrhauskeller Kappel oder am Sonntag ab 8.00 Uhr in der Klosterkirche entgegengenommen Montag, 30. September 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Dienstag, 1. Oktober 19.00 Jugendgottesdienst Freitag, 4. Oktober 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 29. September 19.00 Musikalischer Abendgottesdienst September-Serenade: Klassische Musikstücke für Flöte und Orgel von Franz Schubert Edvard Grieg und anderen Querflöte: Rägle Brawand Orgel: Anette Bodenhöfer Liturgie: VDM Lukas Zünd

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 29. September 11.00 Ökumenischer Erntedankgottesdienst mit dem Chor Cappella und Pfr. Christof Menzi 17.15 Musik und Wort in der Klosterkirche «Klangsphären» A-cappella-Chor Zürich unter der Leitung von Bohdan Shved mit der Barockkapelle Lviv, Ukraine Lesungen: Pfr. Christof Menzi Eintritt frei, Kollekte Dienstag, 1. Oktober 13.30 Öffentliche Führung durch den Klostergarten (ohne Anmeldung) Mittwoch, 2. Oktober 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 3. Oktober 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Regula Eschle Wyler Voranzeige: KlosterTag Theologie «Heinrich Bullinger – Der unterschätzte Reformator» Sonntag, 6. Oktober, 15.00 Uhr bis Montag, 7. Oktober, 10.30 Uhr: weitere Infos unter www.klosterkappel.ch Voranzeige: Freitag, 11. Oktober 18.00 Zum Todestag – am Sterbeort «Zwingli – was bleibt?» Podiumsdiskussion und Filmvorführung «Zwingli» in der Klosterkirche Kappel Tickets erhältlich unter www.ticketino.com

Freitag, 27. September 14.00 Erzählcafé im Pfarrhaus Maschwanden Thema: «Oh Wunder!» Samstag, 28. September 19.30 Neumondsingen in der Kirche Sonntag, 29. September 10.00 Gottesdienst Pfarrer Jürgen Schultz Orgel: Ursula Hauser 17.00 Jugendgottesdienst in der reformierten Kirche Knonau www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Freitag, 27. September 19.00 Concerto Piccolo mit Organist Luigi Lore’ in der Kirche Sonntag, 29. September Ab 8.15 Uhr Chilezmorge im Singsaal Chilefeld 9.15 Kolibri Sonntagsclub für Kinder Frühstück Singsaal Chilefeld Anschliessend bis 11.00 Uhr Spiel und Spass in der Turnhalle 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Andres Boller Kornél Radics (am Flügel) 17.00 Benefizkonzert in der Kirche Dienstag, 1. Oktober 11.30 Seniorenmittagstisch im katholischen Chilehuus 17.30 Konf-Unterricht im ref. Kirchgemeindehaus Mittwoch, 2. Oktober 9.15 Fiire mit de Chliine in der Kirche Donnerstag, 3. Oktober 12.00 Club 4, Gruppe Alpha www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Samstag 28. September 9.00 bis 11.30 Uhr «Du meine Seele singe» Offene Chorprobe für den Reformationsgottesdienst des Bezirks in Kappel im Singsaal der Primarschule Ottenbach 13.00 Hochzeitsfeier von Anna Crescionini und Lukas Häberling Pfarrer Werner Schneebeli Anette Bodenhöfer, Orgel Sonntag, 29. September 9.15 bis 9.45 Uhr Morgensingen in der Kirche Leitung: Veronica Nulty 10.00 Gottesdienst Pfarrerin Elisabeth Armingeon Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Kafi uf de Heiweg www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Freitag, 27. September 18.30 Jugend-Chile Sonntag, 29. September 11.00 Ökumenischer Erntedank-Gottesdienst in Kappel. Diakon Matthias Kühle-Lemanski, Pfr. Christof Menzi und Pfrn. Irene Girardet

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 29. September Gottesdienst auswärts zu besuchen 17.00 Juki in Knonau Pfr. Maurer und Team Anschliessend Imbiss im Pfarrhaus Dienstag, 1. Oktober 8.15 Gottesdienst im Grossmünster Ab 9.15 Uhr Wahlsynode im Rathaus Zürich Alles öffentlich (Publikumstribüne im Rathaus 2. Etage ) Mittwoch, 2. Oktober 18.00 Konfirmandenunterrricht im Pfarrhaus Knonau Freitag, 4. Oktober 7.00 Abfahrt Stampfiplatz für Gemeindereise nach Tschechien

Sonntag, 29. September 10.00 Aumüli Stallikon Familiengottesdienst zu Erntedank mit Fiire mit de Chliine Mit Pfr. Matthias Ruff und Judith Fries Musik: Folkloreorchester Anschliessend kleines Mittagsbuffet Fahrdienst: Anmeldung bis 28. Sept. unter 044 777 99 72 Montag, 30. September 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Jugendhaus Stallikon Donnerstag, 3. Oktober 10.15 Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil Freitag, 4. Oktober 11.45 Stalliker Senioren Mittagessen im Restaurant Schwarzer Hecht

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 28. September 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 29. September 10.00 Heilige Messe Dienstag, 1. Oktober 19.30 Heilige Messe Mittwoch, 2. Oktober 9.15 Ökumenisches Morgengebet 19.00 Rosenkranz Donnerstag, 3. Oktober 9.00 Heilige Messe Freitag, 4. Oktober 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 28. September 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 29. September Kein Gottesdienst in unserer Kirche 11.00 Ökumenischer Erntedank Gottesdienst im Kloster Kappel Donnerstag, 3. Oktober 8.15 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Samstag, 28. September 13.30 Taufe von Felix Enge Sonntag, 29. September 9.30 Wortgottesdienst mit Diakon M. Kühle-Lemanski Orgel: A. Bozzola Anschliessend Chilekafi

Kath. Kirche Obfelden Samstag, 28. September 18.00 Santa Messa und Festa del pane der MCLI Sonntag, 29. September 10.30 Eucharistiefeier zum Erntedank für die ganze Pfarrei in Affoltern Musik: Kirchenchor Anschliessend Apéro Deshalb entfällt der Gottesdienst in Obfelden

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 28. September 14.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids Sonntag, 29. September 10.00 Erntedank-Gottesdienst Marcel Hager Kinderprogramm, Tweens basic Anschliessend Mittagessen Montag, 30. September 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 27. September Ab 17.00 Uhr Café Chazon (Kaffeestube) Sonntag, 29. September 19.00 ABEND-Gottesdienst mit Filmausschnitten aus «So lange ich atme» (Predigt: Manuel Fuhrer) Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Oktober-Programm 2019 Dienstag, 1./8./15./22./29. Okt. 2019 SENIOREN 60plus Gemeinsames Spiel und Gespräche 14 Uhr, Chilehuus im Park, Affoltern Th. Seeburger+Team, 044 761 58 94 Mittwoch, 2./23./30.Oktober 2019 FITNESS ab 60 Seniorenturnen für sie und ihn Turnhallen: Ennetgraben: 12.45 und 14.00 Uhr Zwillikon: 13.45 Uhr Donnerstag, 3. Oktober 2019 SENIORENTREFF Film: «Die letzte Pointe» 14.00 Uhr, Chilehuus im Park Ausk.: Vreni Eugster, 044 761 53 67 Donnerstag, 3. Oktober 2019 WANDERUNG: Kollbrunn – Eschenberg Wanderzeit: 3 Std. 7.40 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung. / Anmeldung: Ria Lüssi, 044 761 81 65 Donnerstag, 10. Oktober 2019 SPAZIERGRUPPE Uerzlikon – Steinhausen Wanderzeit: 1½ Std. 9.15 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg. / An-/Abmeldung: Guido Jud, 044 761 28 91 Donnerstag, 17. Oktober 2019 BERGWANDERUNG Krienseregg – Alpnachstad Wanderzeit: 4½ Std. 7.30 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung / Anmeldung Hans Heierli, 044 761 71 43 Donnerstag, 24. Oktober 2019 EXK.: Bally – Schuhmuseum Schönenwerd Führung: 1½ Std. 8.00 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitung / Anmeldung Ursula Frutig, 044 761 80 66 Anm. für Wand. und Exk. jeweils bis spätestens Dienstag, 19.00 Uhr Pro Senectute Ortsvertretung Tavolata, So, 13. Oktober, 11.15 Uhr An-/Abmeldung: Heidi Kleinhans, 044 761 09 88 Mittagstisch, Do, 31. Okt., 11.15 Uhr An-/Abmeldung: Regina Helfer, 044 761 03 91

Evang.-methodistische Kirche Affoltern a. A., Zürichstrasse 47 Sonntag, 29. September 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) mit Abendmahl und Chor EMKids Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 29. September 10.30 Gottesdienst Thema: Gott tröstet Psalm 119, 89-96 Hort/Sonntagsschulen/Unterricht 13.00 Freundestreffen Elim International Aktuelle Berichte aus Aethiopien www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

Freitag, 27. September 2019

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Drei Dienstjubiläen gibts zu feiern Schreinerei Girardi ehrt langjährige Mitarbeiter Gleich drei Mitarbeiter durften in diesem Jahr bei der Schreinerei Girardi ihr Dienstjubiläum feiern. Daniel Rickli und Philipp Schaefer sind schon 10 Jahre im Betrieb, Zeno Anselm sogar 25 Jahre. Die Zusammenarbeit mit Martin Birrer währt schon 30 Jahre. Die Schreinerei Girardi bietet ihren Angestellten eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem modernen Betrieb mit kollegialem Arbeitsklima. Und das scheinen diese zu schätzen, denn viele halten der traditionsreichen Schreinerei über viele Jahre hinweg die Treue. Schon ein Vierteljahrhundert arbeitet Zeno Anselm bei der Arthur Girardi AG. Das ist nicht selbstverständlich, denn gesundheitliche Probleme machten ihm zu schaffen. «Es war uns aber ein Anliegen, diesen langjährigen Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können. Also haben wir seine Aufgabengebiete nach seinen Möglichkeiten angepasst», sagt Geschäftsführer Rico Girardi. Ihr Zehnjahrjubiläum durften auch Daniel Rickli und Philip Schaefer feiern. Letzterer absolvierte seine Lehre zum Schreiner im Betrieb und ist

Zusammenarbeit über dreissig Jahre Hätte er nicht zu der aus der Schreinerei entstandenen Firma diWohn Innenarchitektur gewechselt, dürfte auch Martin Birrer sein 30-Jahr-Jubiläum feiern. Nachdem er ab 1989 seine Lehre in der Schreinerei Girardi absolviert hatte und noch einige Jahre im Betrieb arbeitete, entschied er sich jedoch für diesen neuen Weg. Seit 2017 ist er Mitinhaber und Geschäftsführer von diWohn. Mittlerweilen hat sich diWohn von der Schreinerei entkoppelt und agiert als eigenständige Firma im Bereich Innenarchitektur, Planung und Bauleitung. Dennoch dankte ihm Rico Girardi als Geschäftspartner für die 30-jährige Zusammenarbeit.

Die Schreinerei Girardi Rico Girardi (rechts) dankt Martin Birrer für die 30-jährige Zusammenarbeit. (Bild zvg.)

nach entsprechender Weiterbildung mittlerweile auch im Büro im Einsatz. Anlässlich einer Betriebsfeier Ende Sommer dankte Rico Girardi den Jubilaren ganz herzlich für ihre treuen Dienste. Für einen Betrieb wie die

Schreinerei Girardi ist es von grossem Interesse, die Mitarbeiter möglichst langfristig halten zu können. So bleibt das erarbeitete Know-How in der Firma und den Kunden kann eine gleichbleibende Qualität geboten werden.

Mit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Arthur Girardi AG eine der grösseren Schreinereien im Säuliamt. Das Angebot umfasst alles – von der kleinsten Reparatur bis zum Grossauftrag. Komplette Umbauten von Küche, Bad und Wohnraum oder allgemeine Schreinerarbeiten, die Schreinerei Girardi verfügt über das nötige Know-How,

um von der Planung bis zur Umsetzung allen Kundenwünschen gerecht zu werden. diWohn Innenarchitektur ist der ideale Partner für Veränderungen der Wohn- oder Arbeitsumgebung jeder Art und Grösse. Dazu gehören Wohnberatung, Büroplanung und die Umgestaltung von Läden oder Gastronomiebetrieben. Bei Bedarf übernimmt diWOHN auch die Projekt- und Bauleitung bei Umbauten. In und aus einer Schreinerei entstanden, trifft bei diWohn innenarchitektonische Planung auf das konstruktive Wissen des Schreinerhandwerks. diWohn steht für eine gesamtheitliche Planung, einen adäquaten Materialeinsatz und eine saubere Ausführung bis ins kleinste Detail. Die Planer achten auf ein optimales Zusammenspiel von Design und Funktionalität in Verbindung mit gut abgestimmter Technik, sowie Akustik und sinnvoller Beleuchtung. Im Showroom an der Zürichstrasse 120 in Affoltern erhalten Besucher einen Einblick in die Möglichkeiten der Innenraumgestaltung und können sich beraten und inspirieren lassen (geöffnet Dienstag bis Freitag von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr). (pd.)

in kürze

Pfiffig, naturnah und fair - Mode von Fata Morgana

Lagerverkauf in Zwillikon von Mittwoch, 2., bis Samstag, 5. Oktober

Pullover aus Irland aus herrlicher Wolle und in typischen Designs von «Fishermann».

Die gesamte Palette der modischen Teile wie Kleider, Hosen, Jupes, Blusen, Shirt bis hin zu Mänteln sind aus fairer Produktion, immer aus Kleinbetrieben, fast gänzlich aus Europa und mit ausgeprägten ökologischen Standards, all das ist dem Familienbetrieb «Fata Morgana» ein grosses Anliegen. Jede Käuferin der «Fata-Morgana-Mode» tut somit nicht nur sich etwas Gutes, sondern auch den Menschen, die in einer komplexen, unsichtbaren Produktionskette arbeiten.

Kennenlernen und nie wieder missen wollen

Naturgewebe ist schön – zum Anschauen, Anfassen und Tragen Welche Frau mag es nicht, mit pfiffigen Teilen etwas aus dem Mainstream herauszustechen? Die trotzdem zeitlos sind und immer wieder neu kombiniert werden können? Bei «Fata Morgana» ist dies mehr denn je der Fall. Noch dazu sind die modischen Kleidungsstücke allesamt aus Merino, Seide, Bio-Baumwolle und feinsten Gemianzeige

(Bilder zvg.)

Shirt mit hippem Muster – schön, genussvoll und mit gutem Gewissen zu tragen.

schen. Vielseitige und aussergewöhnliche Schnitte von hippen Kurzpullis zu klassisch-lässigen Tunikas sind zu ent-

decken, die Farben wechseln von Purpur zu Curry, Nachtblau bis hin zu tiefem Meergrün. Neu im Sortiment sind

Warm, kuschlig, fair – meergrüner Rollkragenpulli von «Fishermann».

«Fata Morgana» ist beinahe ein Synonym für wunderbare und spezielle Schals, die teilweise aus eigenen Entwürfen gefertigt werden und deren Grundstoffe aus Fair-Trade-Produktionen kommen. Seidenweich, herrlich warm und mit wunderbaren Farben und Verarbeitungen bilden sie ein wichtiges und modisches «Must-Have» in Sachen Accessoires. Neu im Sortiment sind zudem eine Serie Ohrringe aus einem Fair-Trade-Projekt, die aus recycelten Textilien gefertigt und in diversen Ausführungen zu haben sind. (sci) Lagerverkauf Fabrik am Weiher, Alte Affolternstrasse 1, Zwillikon. Mittwoch, 2., bis Freitag, 4. Oktober, 10 bis 18 Uhr, Samstag, 5. Oktober, 10 bis 14 Uhr.

Hypnose-Kurse schon im Oktober Im Artikel «Hypnose, Selbsthypnose – wie funktioniert das?» («Anzeiger» vom 20. September), hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die Selbsthypnose-Kurse von Susanne Kintia Nua Weiss im Yogazentrum am Weiher in Zwillikon sind am 4./11. Oktober sowie am 1./8. November, von 19 bis 21 Uhr. (red.)

Details und Buchungen für Einzelsitzungen in Hypnose-Therapie unter www.praxis-lazuli.

in kürze Information Grauer Star Dr. med. Elke Marie Gand, medizinische Standortleiterin der Augenheilkunde Affoltern, informiert am Mittwoch, 9. Oktober, 18.30 bis 19.30 Uhr, über die moderne Grauer Star-Operation mittels Laser. Pallas Zentrum Affoltern, Obstgartenstr. 3.


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Veranstaltungen

Ein Spaziergang durchs Gesamtwerk

Freitag, 27. September 2019

Es geht himmelwärts

Franz Hohler liest in Knonau

Lesung mit Daniela Schwegler am 3. Oktober in Affoltern

Am 30. Oktober ist der Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler im Stampfisaal in Knonau zu Gast.

Daniela Schwegler ist am 3. Oktober um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Scheidegger zu Gast. Sie liest aus ihrem neuen Buch «Himmelwärts – Bergführerinnen im Portrait».

«Es ist unglaublich, was Franz Hohler alles kann», hat dessen inzwischen verstorbener Schriftsteller-Kollege Urs Widmer einst gestaunt: «Er steht auf der Bühne, allein, einen langen und dank ihm kurzen Abend lang. Er spielt Cello und singt. Er schreibt Gedichte. Er schreibt Kürzestgeschichten und kurze Geschichten und längere Geschichten und so lange, dass eine einzige ein ganzes Buch füllt. Er schreibt Geschichten für Kinder. Er hat Wegwerfgeschichten geschrieben, die niemand, ausser ihm selber, jemals weggeworfen hat. Er schreibt Theaterstücke. Er hat ein gutes Dutzend CDs auf-

genommen und jede Menge Rundfunksendungen gemacht, darunter – besonders beachtet – die «Zytlupe» von Radio DRS.» Am Mittwoch, 30. Oktober, bringt Hohler seine Werke nach Knonau. Ab 17 Uhr kommen im Stampfisaal zuerst die Kinder auf ihre Kosten – und das gratis. Franz Hohler wird sie mit Gedichten und Geschichten unterhalten. Um 20 Uhr folgt dann für die Erwachsenen ein Spaziergang durchs Gesamtwerk. (pd.) Franz Hohler am Mittwoch, 30. Oktober, Stampfisaal, Knonau. 17 Uhr: Gedichte und Geschichten für Kinder ab 7 Jahren, Eintritt frei. 20 Uhr: Franz Hohler spaziert durch sein Gesamtwerk, für Erwachsene, Eintritt 15 Franken (Türöffnung 19.30 Uhr). Tickets ab sofort in der Bibliothek, per E-Mail an bibliothek.knonau@datazug.ch oder per Telefon 044 767 12 39. www.franzhohler.ch.

Franz Hohler liest Ende Oktober in Knonau. (Bild zvg.) anzeige

Knapp 40 Frauen zählt der Schweizer Bergführerverband. Und 1300 Männer. Die Autorin Daniela Schwegler porträtiert in ihrem neuen Buch «Himmelwärts» zwölf von ihnen. Bücher Scheidegger und die SAC Sektion Albis haben die Autorin nach Affoltern eingeladen und nun erzählt und liest sie am 3. Oktober in der Buchhandlung aus ihrem neuen Werk. Gewidmet ist dieses allen mutigen Frauen der Welt! 1986 erhielt Nicole Niquille als erste Frau das Schweizer Diplom als Bergführerin. Einfach war das für die Pionierin damals nicht, in einem Land, in dem erst fünf Jahre zuvor die Gleichstellung der Geschlechter in der Verfassung verankert worden war. Nicole Niquille legte damit eine Spur, der bis heute über drei Dutzend Frauen gefolgt sind. Sie sind wenige, aber sie wissen genau, wo sie hinwollen: himmelwärts. Zwölf Frauen erzählen im neuen Buch von Daniela Schwegler von der Leidenschaft, die sie antreibt: es geht ihnen darum, ihre Liebe zu den Bergen an andere Menschen weiterzugeben. Nicht nur sportliche, sondern auch persönliche Träume zu verwirklichen. Und nebenbei mit so manch einem Vorurteil aufzuräumen. Daniela Schwegler, geboren 1970, ist Juristin, Autorin und Journalistin.

Daniela Schwegler ist Juristin, Autorin und Journalistin. (Bild Katharina Lütscher) Seit 2010 freischaffend, schrieb sie als freie Journalistin unter anderem für die NZZ, Die Alpen oder das MigrosMagazin. Heute ist sie vor allem als Autorin tätig. Ihre bekannten Titel sind TraumAlp, Bergfieber und Landluft; in ihnen porträtierte sie Älplerinnen, Hüttenwartinnen und Bergbäuerinnen. Das Thema Frau und Berg zieht sich somit durch ihr ganzes Werk. Sie liebt es, Menschen zu begegnen und sie zu porträtieren; in ihrer Freizeit ist sie, wann immer möglich, in den Bergen unterwegs: zu Fuss, auf

dem Pferderücken oder mit den Langlauf- und Tourenski, vom Alpenkamm übers Tian-Shan-Gebirge bis in den Himalaja. Die SAC Sektion Albis und das Team von der Buchhandlung Scheidegger freuen sich auf einen spannenden Abend mit der umtriebigen Autorin; die Richtung ist klar vorgegeben – es geht himmelwärts! (pd.) Daniela Schwegler: «Himmelwärts – Bergführerinnen im Portrait», Buchhandlung Scheidegger, Donnerstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Eintritt: 25 Franken, mit Apéro.


Veranstaltungen

Freitag, 27. September 2019

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Fliegen wie ein Vogel Am Freitag, 4. Oktober, referiert Michael Schwery in der Kafimüli in Stallikon Scheinbar schwerelos durch die Lüfte gleiten, wie ist das? Der Fallschirmspringer, BaseJumper und Wingsuiter Michael Schwery erzählt. Der Fallschirmspringer, Base-Jumper und Wingsuiter Michi Schwery (47) ist in Stallikon aufgewachsen. Der diplomierte Ingenieur erzählt von der Faszination und den Risiken seines Sportes, zeigt spektakuläre Bilder und Video-Clips, bringt Teil seiner Ausrüstung mit und beantwortet gerne (auch heikle) Fragen. Vor allem aber möchte der routinierte Extremsportler seinen Zuhörerinnen und Zuhörern das unbeschreibliche Glücksgefühl, das beim Fliegen entsteht, vermitteln. Das Kafimüli-Team hat Michi Schwery im Vorfeld ein paar Fragen gestellt. Sie haben 1997 mit dem Fallschirmspringen begonnen. Weshalb gerade dieser Sport? Vor dem ersten Sprung war es für mich eine Mutprobe. Aber nach dem ersten Sprung habe ich gemerkt, wie super das Freifallen ist. Deshalb habe ich mich dann entschieden, weiterzumachen. Wie kommt man dazu, sich für einen Risikosport wie Base-Jumping* zu entscheiden? Als ich von 2000 bis 2005 in Südamerika gelebt habe, bin ich jedes Wochenende Fallschirm gesprungen. Auf dem Sprungplatz habe ich dann einen Base-Jumper (Gabriel Ruiz) getroffen und ihn gebeten, mir zu zeigen, wie das geht. Ich hatte zu dieser Zeit etwas über 300 Fallschirm-Sprünge absolviert. Ich habe das Base-Jumpen nicht als Risikosport gesehen, sondern als Sport, bei dem man sehr, sehr viel Spass haben kann. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass man sich

Nachdem ich etwa 100 Sprünge aus geringer Höhe absolviert hatte, begann ich mit dem Wingsuiten. Bevor ich jedoch das erste Mal in einem Wingsuit von einer Klippe gesprungen bin, habe ich zirka 100 Wingsuitsprünge mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug gemacht. Ich glaube, dass man beim Wingsuitfliegen von Felsen dem Fliegen, wie es Vögel machen, am nächsten kommt. Man hat die Kontrolle über das Fliegen. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Der 47-jährige Ingenieur für Gebäudetechnik Michael Schwery ist in Stallikon aufgewachsen. (Bild zvg.) dabei keine Fehler erlauben darf. Ich habe mich deshalb sehr stark darauf konzentriert, wirklich keine Fehler zu machen. Was fasziniert Sie am Springen? Das erste Jahr bin ich ohne Wingsuit gesprungen, mein höchster Absprungpunkt waren etwa 140 Meter. Es hat mich fasziniert, dass ich von einer Brücke, einem Hochhaus oder einer Antenne springen kann, ohne dass mir etwas passiert. Das Gefühl vor dem Sprung, also viel Respekt, etwas Angst und volle Konzentration, und das Gefühl, wenn man den festen Boden verlassen hat, in den freien Fall kommt und das Glücksgefühl nach der Landung waren das Grösste. Was heisst es, mit dem Wingsuit zu springen?

Welches sind die besonderen Herausforderungen beim Base-Jumpen? Dass man immer voll konzentriert ist, nicht übermütig wird und seine Fähigkeiten nicht überschätzt. Man muss in heiklen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und darf nicht in Panik geraten. Man muss mental stark sein, damit man auch in extremen Situationen fokussiert bleibt. Was ist der besondere Kick? Trifft der Spruch «no risk, no fun» in der Szene zu? Einen Kick gibt es nicht, es ist wie gesagt das Gefühl und das Erlebnis, das einen weitermachen lässt. Die Risiken sind leider die Schattenseite dieses Sports. Es wäre noch viel toller, wenn es weniger gefährlich wäre. Das Risiko ist der Preis, den man leider zahlen muss, wenn man das Gefühl des Fliegens erleben will. Weshalb ist Lauterbrunnen so beliebt in der Base-Jump-Szene? In Lauterbrunnen im Berner Oberland kann man viele Sprünge an einem Tag machen, weil alle Absprünge mit der Bahn und in kurzen Strecken zu Fuss erreichbar sind. Es hat auf einem kleinen Gebiet sehr viele, unterschiedliche Absprünge. Die meisten

Sprünge, die ich mache, erfordern einen Aufstieg von mehreren Stunden – in teils sehr alpinem Gelände. Da kann man höchstens einen oder zwei Sprünge pro Tag machen. Braucht es fürs Base-Jumping besondere Bewilligungen seitens der Behörden oder der Versicherungen? In der Schweiz benötigt man eine gültige Fallschirmspringer Lizenz und eine Haftpflicht-Versicherung für Fremdschäden. Man liest immer wieder von tödlichen Unfällen beim Base-Jumpen? Wie reagiert man, wenn ein Kollege verunfallt? Es ist natürlich immer sehr traurig, wenn eine Person verunfallt, die man gut gekannt hat. Doch in der Szene ist jedem das Risiko bewusst, und jeder entscheidet selbst, ob er springt oder nicht. Welches war für Sie der bisher tollste oder abenteuerlichste Sprung? Das ist schwer zu sagen. Ein Sprung von einem Ort, den man selber gefunden hat und der noch nie vorher gesprungen wurde, ist sehr toll. Aber auch Sprünge mit spannenden und interessanten Fluglinien, welche man zusammen mit guten Freunden springt, sind speziell. Einen eigentlichen Favorit habe ich aber nicht. Welches ist Ihr grösstes Ziel? Den Sport so lange wie möglich unfallfrei ausüben zu können. Sie haben eine Familie. Was sagen Frau und Tochter zu Ihrer Passion? Da ich seit 2003 springe, haben sie sich damit abgefunden. Beide würden es aber sicher begrüssen, wenn ich damit aufhören würde.

Gibt es eine Altersbegrenzung für Base-Jumper? Nein, solange man körperlich und mental fit ist, gibt es fast keine Grenzen. Es gibt einige Springer, die über 60 Jahre alt sind. Wie gehe ich vor, wenn ich selber Fallschirmspringer oder Base-Jumper werden will? Man benötigt mindestens 300 Fallschirmsprünge. Schon beim Fallschirmspringen sollte man sich auf das Base-Jumpen und die Schirmbeherrschung, die Landungen und anderes konzentrieren. Danach kann man sich an einer Base-Jump-Schule für einen Kurs bewerben. Dieser dauert zwischen zehn und 14 Tagen. Man sollte auch einen erfahrenen Mentor finden, der einen mindestens das erste Jahr begleitet. Interview: Kafimüli-Team *Base: B(building/Gebäude) A(Antenna/ Sendemast) S(Span/Brücke) E(Earth/Erdboden, z.B. Felswände, Klippen). Vortrag von Michael Schwery, Freitag, 4. Oktober, Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11 (oberhalb Gemeindehaus) Stallikon. Apéro ab 18.30 Uhr, Vortrag von 19.15 bis 20.15 Uhr. Eintritt gratis, Kollekte, Verkauf von Getränken. Weitere Infos auf www.kafimueli.com oder über Michi Schwery auf www.michibase.com. Neu: Happy Friday@Kafimüli: Beim Happy Friday soll man in der Kafimüli in lockerem Rahmen Leute aus Dorf und Region treffen, mit ihnen aufs Wochenende anstossen, plaudern, etwas Interessantes hören oder sehen, auf jeden Fall aber gemeinsam ein paar gesellige Stunden verbringen. Die Veranstaltungen finden in loser Folge statt. Eintritt kostenlos, Kollekte zur Deckung der Unkosten.Infos unter www.mystallikon.ch.

«Metzgete» in Affoltern Ein Zaubermärchen

Männerturnverein lädt zum Geniessen

Mittwoch, 2. Oktober, 15 Uhr, in Bonstetten

Am Samstag, 5. Oktober, findet die traditionelle Metzgete des Männerturnvereins bereits zum 23. Mal statt.

Am 2. Oktober entführt die Truppe von «Theatersaft» seine Gäste auf witzige, liebevolle und überraschende Weise in die Welt von Wunschpunsch.

Damit der Anlass auch in Zukunft noch durchgeführt werden kann, ist der Mtva auf viele Gäste angewiesen. Deshalb hofft der Verein auf zahlreiche Gäste, die mit Freunden und Bekannten einen gemütlichen Abend im schön eingerichteten Casinosaal geniessen möchten. Auch dieses Jahr werden ab 17 Uhr wieder Blut- und Leberwürste, Rippli, Koteletten und Bratwürste angeboten, dazu die bewährten Beilagen wie Dörrbohnen, Sauerkraut, Salzkartoffeln und Apfelschnitze. Das traditionelle Kuchenbuffet mit den selbstgemachten Süssigkeiten rundet auch dieses Jahr den Anlass ab. Der Vorstand, die Küchenmannschaft und der ganze Verein freuen sich auf

Das Essen findet im Kasinosaal in Affoltern statt. (Bild zvg.) viele Gäste. Und nicht nur das: Der Männerturnverein würde sich auch freuen, neue Vereinsmitglieder in seinen Reihen begrüssen zu dürfen. Das Training findet jeweils am Donnerstagabend statt. Ein Schnuppertraining ist jederzeit möglich. Peter Langhans, Präsident Mtva Weitere Informationen auf www.mtva.ch.

Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein Versprechen abgegeben: Bis Ende Jahr müssen sie zehn Tierarten ausrotten, fünf Flüsse vergiften und Überschwemmungen herbeizaubern. Doch nun ist das Jahr bald zu Ende und sie müssen sich beeilen, um noch alle bösen Taten zu erfüllen. Der Rat der Tiere jedoch schöpft Verdacht. Deshalb schickt er den Kater Maurizio als Spion ins Haus von Irrwitzer, während Jakob der Rabe die Tante auf Schritt und Tritt verfolgt, damit diese ihre bösen Taten nicht unbemerkt umsetzen kann. Als Irrwitzer und

Einweihung in der ARA Schönau Nach rund zweijähriger Bauzeit konnte auf der ARA Schönau Cham die vierte Reinigungsstufe in Betrieb genommen werden. Nun findet am Samstag, 5. Oktober, ein Tag der offenen Türe für die Bevölkerung statt. Bereits seit Mitte Januar können neben den herkömmlichen Schmutzstoffen auch Medikamentenrückstände oder andere Chemikalien aus dem täglichen Gebrauch oder von Industrie und Gewerbe entfernt werden. Am Samstag, 5. Oktober, von 9 bis 16 Uhr

lädt die ARA Schönau, Lorzenstrasse 3, Cham mit einem Tag der offenen Türe die Bevölkerung zum Besuch ein.

Führungen durchs Gelände Essen und Getränke sind zu vergünstigten Preisen vor Ort erhältlich und können im Festzelt konsumiert werden. Gleichzeitig können sich die Besucherinnen und Besucher aus erster Hand über die verschiedenen Themen auf der ARA Schönau informieren. Es werden regelmässige Führungen auf der ARA angeboten. An einem Info-

stand können die Gäste den erstaunlichen Effekt der neuen Reinigungsstufe erleben. Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel (ab Bahnhof Cham, Bus 43, Haltestelle Heiligkreuz) zu benutze. Parkplätze sind nur in beschränktem Umfang vorhanden. Die ARA Schönau soll ab Mitte 2022 auch das Abwasser aus Mettmenstetten, Knonau und Kappel (heute: ARA Knonau) reinigen. Das letzte Wort hat allerdings die Bevölkerung der drei Gemeinden, die Urnenabstimmung ist im November 2020 vorgesehen. (pd.)

Tyrannja in ihrer Not beginnen, einen Zaubertrank zu brauen, ist keine Zeit mehr zu verlieren. Wird es Kater Maurizio und Rabe Jakob gelingen, das teuflische Vorhaben zu verhindern? Auf die Zuschauerinnen und Zuschauer wartet eine Geschichte voll hintergründiger Komik, an der neugierige Kinder im Schulalter und gwundrige Erwachsene ihren Spass haben. (pd.) «Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch», Mittwoch, 2. Oktober, 15.30 Uhr bis zirka 16.40 Uhr, Aula der katholischen Kirche St. Mauritius (vis-à-vis vom Bahnhof Wettswil-Bonstetten). Türöffnung: 15 Uhr. Preise für Familien-Club-Mitglieder: Kinder 8 Franken, Erwachsene 13 Franken; Nichtmitglieder: Kinder 10 Franken, Erwachsene 15 Franken. Reservierung: kinderkonzerte@famclub.ch, Bezahlung vor Ort. Spiel: Giannina Masüger und Viviane Borsos, Regie und Dramaturgie: Delia Dahinden, Musik: Leon Schaetti, Bühnenbild: Antonia Boettmer, Grafik: Alice Bucher.

Es ist fünf vor Zwölf! Die Tiere müssen sich beeilen. (Bild zvg.)

Piano, Posaune und Bass jazzen imLaMarotte Jazz am Donnerstag «Hans Schläpfer and Friends» Bekannte Standards finden sich neben Dixieland-Themen und solchen aus der Swing- und Mainstream-Epoche. Die drei Musiker überzeugen mit wohlklingenden Arrangements und einer grossen Spielfreude. Der Bassist Hans Schläpfer legt das Fundament für seine beiden Freunde, den Pianisten Romeo Borbach sowie den Posaunisten John Service, die beide auch als Sänger mitwirken. (pz.)

Der Posaunist John Service kommt in den LaMarotte-Keller. (Bild zvg.) Donnerstag, 3. Oktober, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen 18 Franken, Platzreservierungen empfohlen über Telefon 044 760 52 62 oder via Homepag www.lamarotte.ch.


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Veranstaltungen

Freitag, 27. September 2019

agenda

Freitag, 27. September Affoltern am Albis

19.00-22.00: «Welcome Disco» ab der 1. Oberstufe, der alkoholfreie Treffpunkt für Jugendliche. Organisiert durch JAAA. Jugendtreff Hirtschür. Jonentalstrasse 3. 19.30: Kinder- und Jugendtheater «ohoo!» spielt: «Merida&Ben- auf der Suche nach dem Geheimnis der Träume» ein musikalisches Theater von Kindern für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene. Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Aula Schulhaus Ennetgraben. 20.15: Text und Musik: «Der Spaziergang» Eine Novelle von Robert Walser. Ueli Jäggi und Jürg Kienberger lesen, singen und musizieren leise und komisch. Eine Veranstaltung von KulturAffoltern. Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Obfelden

19.00-19.30: Concerto piccolo. Luigi Lore’ spielt Orgelwerke von Frescobaldi, Buxtehude, Bach, Valente, Couperin und Sweelinck. Eintritt frei - Kollekte. Reformierte Kirche.

Samstag, 28. September Affoltern am Albis

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, Pasta, Handgemachtes, Honig, Alpkäse, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte, italienische Spezialitäten und frische Ravioli. Marktplatz. 10.00-12.00: Polittalk mit der FDP. H.U. Bigler, A. Moser-Schäfer und R. Noser. Moderation W. Schneiter. Anschliessend Apéro. Restaurant Central. Zürichstrasse 100. 13.45: Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern. Mit Festwirtschaft. Feuerwehrparade mit Harmonie Affoltern 17.15 Uhr. Sammlungszentrum Nationalmuseum. 16.00: Kinder- und Jugendtheater «ohoo!» spielt: «Merida&Ben- auf der Suche nach dem Geheimnis der Träume» ein musikakisches Theater von Kindern für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene. Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar öffnet eine Stunde vor Beginn. Aula Ennetgraben. 19.00-22.00: «SportNight», offene Turnhalle mit Spiel und Spass, ab der 5. Klasse, Hallenschuhe mitnehmen, Eintritt frei. Turnhallen im Schulhaus Ennetgraben. Zwillikerstrasse.

Knonau

11.00: Roger Köppel spricht zum Thema: Stopp der Plünderung des Mittelstandes. Organisation: SVP. Mit Fragerunde und Diskussion. Stampfisaal.

Mettmenstetten

20.15: «Bi Eus z’Mättmistette» präsentiert: «Der Richtige für fast alles» mit Christoph Simon. Abendkasse ab 19.15 Uhr. Ticket-Reservierung: www.bieus.ch anzeige

JUSLänder – Comedy mit Sven Ivanic 24 Stunden nachdem Sven Ivanic das Masterdiplom in Rechtswissenschaft in den Händen hatte, stand der Zürcher bereits zum ersten Mal auf der Bühne. Das nächste Mal am 4. Oktober in Hedingen. Nun präsentiert der junge Komiker sein erstes, abendfüllendes Soloprogramm: «JUSländer». Egal, ob es sich um den Alltag am Gericht, das Schicksal von Migranten, die Mentalität der Romands oder die Tücken des Zürcher Nachtlebens handelt, stets überrascht Sven Ivanic mit originellen und raffinierten Pointen. Ergänzt wird das authentische Stand-Up-Programm durch musikalische Intermezzi, welche selbst dem grimmigsten Zuschauer

oder per Telefon 077 488 00 89. Werk- und Wohnhaus zur Weid (Weid-Saal). Rossau.

Obfelden

08.00-16.00: LandiTag! Obfelder Äpfel frisch ab Baum, Frische Apfelchüechli, Show-Mosten mit Most ab Presse, Herbstpflanzen. Landimärt. Muristrasse 2.

Ottenbach

18.00: Oktoberfest. Türen und Küche offen, ab 19.00 Uhr LiveBand. Gemeindesaal. Schulrain 12.

Comedian Sven Ivanic. (Bild zvg.) ein Lächeln entlockt. Sven Ivanic wurde für den diesjährigen Swiss Comedy Award nominiert. Die Gäste erwartet mit dem Programm «JUSländer» ein unvergesslicher Abend voller Witz und Lebensfreude. (pd.) Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein am

Affoltern am Albis

16.30-18.30: «ALZ-Café» Treffpunkt für Menschen mit Gedächtniseinschränkung und ihre Angehörigen mit musikalischer Begleitung. Monatliche Veranstaltung mit Kurz-Referat von Dr. Jane Morgillo zum Thema «darf ich lachen?». Eintritt frei, Konsumation auf eigene Rechnung. www.alz-zuerich.ch. Café Casino. 19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit einfachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

Kappel am Albis

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Freitag, 4. Oktober, 20.15 Uhr, Chilehuus Hedingen. Türöffnung: 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Weitere Infos auf www.gemeindevereinhedingen.ch.

damals?» Als Kind im zweiten Weltkrieg - Beth Schildknecht, eine Zeitzeugin berichtet. Anschliessend Kaffee und Kuchen. Eintritt frei, Kollekte - keine Anmeldung nötig. Zentrum Kafimüli, im alten Kindergarten Dorf, oberhalb Gemeindehaus. Weidhogerweg 11.

Dienstag, 1. Oktober Affoltern am Albis

Donnerstag, 3. Oktober Affoltern am Albis

10.00-11.00: Offenes Singen mit Elisabeth Studer. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich dazu eingeladen. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen - auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 19.30: Lesung und Buchpräsentation mit Daniela Schwegler: «Himmelwärts-Bergführerinnen im Porträt» mit Apéro (Platzzahl beschränkt - Vorverkauf nutzen). Buchhandlung Scheidegger. Obere Bahnhofstrasse 10 a. 20.15: Jazz am Donnerstag mit «Hans Schläpfer and Friends». Bar offen ab 18.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Wettswil

20.00: «Klimawandel - Fakten statt Schlagworte». ETH-Klimaforscher Prof. A. Fischlin und Nationalrätin Tiana Moser. Leitung Ronald Alder. Eine Veranstaltung der Grünliberalen Partei. Anschliessend Apéro. Katholische Kirche (Im Saal). Seewadelstrasse 13.

Sonntag, 29. September

09.15: Leichte Wandergruppe: Seuzach-Weier-UnterohringenAmelenburg-Rosenberg Winterthur. Wanderzeit ca. 3 Std. Auskunft und Anmeldung: Edith Koch, Tel. 044 700 02 93, Edith Fankhauser, Tel. 044 700 30 25, Kerstin Louis kerstinlouis68@gmail.com. Bahnhof.

19.30-21.00: Neu: Aikido auch für Anfänger mit Toni Lauper, 3. Dan. Anmeldung und Info 078 823 80 03. Weisbrod Areal (Silatplus).

Kappel am Albis

Kappel am Albis

10.00-11.00: Infos und Beratung zur Onleihe. Bibliothek. Dettenbühlstrasse 1. 19.30: Jazzkonzert mit «Loamvalley Stompers». Reservieren 044 700 01 28, Essen ab 18 Uhr. Restaurant Hirschen. Stationsstrasse 38.

Affoltern am Albis

16.00: Kinder- und Jugendtheater «ohoo!» spielt: «Merida&Ben- auf der Suche nach dem Geheimnis der Träume». Ein musikalisches Theater von Kindern für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene. Eintritt frei, Kollekte, Theaterbar eine Stunde vor Beginn. Aula Ennetgraben.

Obfelden

17.00: Benefizkonzert mit Sereina Brügger, Klavier, Regula Vollenweider und Maja Berglas, Panflöten, Erich Eder, Klavier, Duo «Naked» mit Nadine Arnet und Ivo Caponio und Chor Knonau-Obfelden, Leitung Angela Bozzola. Klassik, Oldies, Ohrwürmern und Modernes. Kollekte für Spendengut ref. Kirche Obfelden. Reformierte Kirche.

Ottenbach

14.00-18.00: Musikalische Interpretation von Saxofonistin Barbara Wehrli der «Vier Welten». Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter, Ferdinand Seiler. Galerie Marlène.

Montag, 30. September Stallikon

14.00-15.00: «Wie war das

Bonstetten

13.30: Öffentliche Führung durch den Klostergarten. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Mittwoch, 2. Oktober Aeugstertal

20.30: Marco Zappa - «IlVentoSoffia...Ancora» Tessiner Cantautore zusammen mit Tochter Daria und Shaher Fawaz spielt und stellt sein Buch vor. Essen um 19 Uhr, Reservieren: 044 761 61 38. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg. anzeige

Hausen am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach

09.25: OTTENBACH60plus: Fahrt mit Postauto (215) nach Affoltern, dann weiter bis Sennhof-Kyburg. Wanderung der Töss entlang, Mittagessen unterwegs, Wanderzeit zirka 2 Std. Billette: ZVV 9-Uhr-Pass, bitte selber besorgen. Mehr unter ottenbach60plus.ch. Postautohaltestelle (Engelwiese).

Ausstellungen Aeugstertal

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Zoo, Indianer, Ritterburgen usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.

Affoltern am Albis

Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Bilder, Zeichnungen und Keramik Objekte». Esther Könz, Bilder, Marlis Brunner, Objekte. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 11-14 Uhr. Bis 29. September.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Aquarelle», Bilder von Christian Keller. Öffentlich zugängliche Räume (Klostercafé, Klosterkeller, Gänge). Bis 8. Oktober.

Obfelden

Pferdestall «the crafty crab», Sennhütenstrasse 4: «Kunst und Handwerk im Pferdestall». Katharina Proch, Bilder, Stefanie Batur, Schmuck. Mo-Do, 10-12/16-18.30 Uhr, Fr-So 16-18.30 Uhr. Bis 29. September.

Ottenbach

Galeriemarlène, Lanzenstrasse 6: «Vier Welten». Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter, Ferdinand Seiler. Fr 14-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr. Bis 6. Oktober.

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Veranstaltungen

Freitag, 27. September 2019

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Ämtler Bibliotheken im Oktober Die Herbstferien dauern im ganzen Bezirk Affoltern von Montag, 7. Oktober, bis Samstag, 19. Oktober.

Bibliothek Aeugst Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Regionalbibliothek Affoltern Bereit für den Ernstfall. (Bild zvg.)

Feuerwehrübung mit Marschmusik Nur wer übt, ist für den Ernstfall bereit. Dies gilt auch für die Stützpunktfeuerwehr. An der Hauptübung vom 28. September präsentieren die Affoltemer der Bevölkerung ihr Handwerk. An 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr sind die Feuerwehrfrauen und -männer in Bereitschaft, der Bevölkerung von Affoltern und der Umgebung in Notlagen zu helfen und im Bevölkerungsschutzverbund zusammen mit Polizei, Rettungsdienst, Zivilschutz und technischen Werken für ihre Sicherheit zu sorgen. Wer die Hauptübung auf dem Platz hinter dem Sammlungszentrum Lindenmoos besucht, erhält in verschiedenen Einsatzübungen einen Einblick in die Tätigkeit der Feuerwehr und ihrer Partnerorganisationen. Die Stützpunktfeuerwehr betreibt während der Übung eine Festwirtschaft und für die ganz kleinen Gäste wird eine Hüpfburg aufgebaut. An der Hauptübung wird Stützpunktkommandant Major Marcel Büchner verabschiedet. Er übergibt per 1. Dezember an seinen langjährigen Stellvertreter Hauptmann Alex Smolinsky. Im Anschluss an die Hauptübung präsentiert sich die ganze Stützpunktfeuerwehr mit ihren Fahrzeugen auf der Lindenmoosstrasse und der Industriestrasse bis zum Feuerwehrlokal. Die Parade wird vom Musikverein Harmonie Affoltern angeführt. Die Parade startet um 17.15 Uhr beim Sammlungszentrum. (pd.) anzeige

Dienstag, 1. Oktober, bis Donnerstag, 31. Oktober: Bilderausstellung von Catherine Morier. Die Ausdrucksmalerin zeigt eine kleine Auswahl von Bildern, die in den letzten Jahren entstanden sind. Die Ausstellung kann während der üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Dienstag, 1. Oktober, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Freitag, 4. Oktober, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Montag, 14. Oktober, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 16. Oktober, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Vom Ende der Einsamkeit» von Benedict Wells diskutiert. Donnerstag, 17. Oktober, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff. Freitag, 18. Oktober, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. An dieser Sprechstunde an. Sie können Interessierte gerne mit Ihren Fragen und Geräten vorbeikommen. Samstag, 19. Oktober, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig: Kinder ab vier Jahren sind herzlich eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Samstag, 26. Oktober, 11 bis 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Während der Herbstferien ist die Bibliothek zu den normalen Zeiten offen.

Bibliothek Bonstetten Dienstag, 3. Oktober, 17 bis 19 Uhr: Spieleabend in der Bibliothek für Kinder. Ab 19 bis 21 Uhr: Spieleabend für Erwachsene. Es können Spiele mitgebracht oder diejenigen der Bibliothek genutzt werden. Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Montag und am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Samstag, 26. Oktober, 9.30 Uhr: «Gschichte-Zyt». Für Kinder ab 4 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 30. Oktober, 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiele» mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 1 ½ bis 4 Jahre in Begleitung.

Bibliothek Hausen Ab dem 1. Oktober bis 31. März 2020 ist die Bibliothek wieder zusätzlich am Mittwochnachmittag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 2. Oktober, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Reime und Fingerspiele sind für Babys das Tor zur Sprache. Mit dem Kind in die Welt der Verse eintauchen und die Zeit geniessen! Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwoch, 31. Oktober, 14.30 bis 15.15 Uhr: Das Geschichtentaxi startet wieder durch! Es dürfen sich alle Gäste auf die erste Reise am Mittwoch freuen.

Bibliothek Kappel Während der Herbstferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Knonau Mittwoch, 2. Oktober, 15 bis 15.45 Uhr: Gschichtä-Ziit. Für Kinder ab 3 Jahren. Während der Herbstferien bleibt die Bibliothek geschlossen. Mittwoch, 30. Oktober, 17 Uhr: Franz Hohler liest aus «Am liebsten

ass der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo». Für Kinder ab 7 Jahren. Eintritt frei. Mittwoch, 30. Oktober, 20 Uhr: Lesung mit Franz Hohler – Spaziergang durch sein Werk. Im Stampfisaal. Eintritt: 15 Franken. Vorverkauf via Telefon 044 767 12 39 oder E-Mail bibliothek.knonau@datazug.ch.

Bibliothek Maschwanden Während der Herbstferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Mettmenstetten Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Montag und Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 23. Oktober, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen.

Bibliothek Obfelden Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Dienstag von 17 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr offen. Mittwoch, 30. Oktober, 19.30 Uhr: 4. Lesekreis. Diskutiert wird über das Buch «Erinnerung eines Mädchens» von Annie Ernaux.

Bibliothek Ottenbach Dienstag, 1. und 22. Oktober, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder zwischen 0 und 3 Jahren – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Freitag, 25. Oktober, 15 bis 17 Uhr: Kafi International. Ungezwungener Begegnungstreff für alle mit Kaffee und Kuchen. Freitag, 25. Oktober, 19.30 Uhr: Schokolade – von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel. SchokoladenDegustation mit Sensoriktraining und einem Vortrag zum Thema Anbau, Fairtrade, direct marketing. Eintritt: 20 Franken, inklusive Kursmaterial. Anmeldung bis zum 20. Oktober in der Bibliothek. Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. (Während der Ferien wird nicht gemahnt.) In der Bibliothek Ottenbach gelten über das Win-

terhalbjahr erweiterte Öffnungszeiten: Nach den Herbstferien bis zu den Frühlingsferien 2020 ist die Bibliothek jeweils wieder zusätzlich am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Bibliothek Rifferswil Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet.

Bibliothek Stallikon Ab Montag, 30. September, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Mittwoch, 2. Oktober, und Freitag, 4. Oktober, jeweils von 15.30 bis 18 Uhr: Bastelnachmittage zum Thema «Halloween». Gemeinsam die BibiFenster schmücken. Material ist reichlich vorhanden. Alle Kinder sind herzlich eingeladen. Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwoch, 30. Oktober, 15.30 bis 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Cornelia Ramming. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 1 und 3 ½ Jahren. Die Bibliothek ist offen für alle: Gönnen Sie sich einen Kaffee und eine kleine Auszeit mit einer Zeitschrift oder Buchneuheit.

Bibliothek Wettswil Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Mittwoch und am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Freitag, 25. Oktober, 19.30 bis 21 Uhr: Natur entdecken, erleben, schützen. Vortrag des Umweltnaturwissenschaftlers Manuel Frei über die Vielfalt, die Schönheit und den Schutz unserer Umgebung. Mit Apéro. Samstag, 26. Oktober, 10 bis 11 Uhr: Infos und Beratung zur Onleihe. Mittwoch, 30. Oktober, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 30. Oktober, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 30. Oktober, 16 bis 18 Uhr: Halloween. Tipps und Tricks für Halloween. Für Kinder ab der 2. Klasse. (I.S.)


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Sport

Freitag, 27. September 2019

Erstmals eine nationale Prüfung

Quer Mettmenstetten am Sonntag, 29. September Bereits zum vierten Mal wird am kommenden Sonntag, 29. September, in Mettmenstetten ein Radquer ausgetragen. Obwohl also nicht mehr ganz neu, ist an diesem von der IG Radquer Mettmenstetten organisierten Cross-Rennen diesmal einiges anders. Trotz Niederlage: Die Sonne geht für den FC KMM nicht unter. (Bild zvg.)

Bittere Niederlage im Derby FC KMM 1 – FC Wettswil-Bonstetten 3 1:2 Nach den starken Auftritten der letzten 4.-Liga-Partien war klar, auch gegen den Nachbar möchte man die drei Punkte ins Dorf holen. Die Truppe des Trainergespanns Gjoshi/Ismailaj startete topmotiviert ins Ämtler Derby. Der FC Knonau-Mettmenstetten-Maschwanden startete gleich mit vollem Elan und in gewohnter Manier mit Offensiv-Power. Die Highlights blieben lange aus und richtige Torchancen waren Mangelware. Der Spielfluss wurde durch den Unparteiischen, welcher nicht gerade seinen Top-Tag erwischt hat, immer wieder unterbrochen. In der 30. Minute war es das Gäste-Team, welches nach einem schnell ausgeführten Freistoss zum 0:1-Führungstreffer kam. Die Abwehr des FC KMM wurde regelrecht überrascht und war nicht auf ihrem Posten. Die Platzherren liessen den Kopf aber nicht hängen und spielten weiter nach vorne. In der 39. Minute Handspiel durch einen Wettswiler im Strafraum, Entscheid Penalty! L. Sefedin trat an, doch der Keeper hielt. Es dauerte jedoch nur fünf Minuten bis zur nächsten Aktion. L. Sefedini schnappte sich an der Strafraumgrenze den Ball, trickste einen Gegenspieler aus und

schlenzte den Ball ins Tor. Ein Tor mit dem Prädikat «traumhaft»! Nach dem Wiederanpfiff war der FCKMM klar die dominierende Mannschaft. Die Gäste waren mehrheitlich mit dem Verteidigen beschäftigt. Trotzdem wollte der Ball nicht im Tor landen. In der 81. Minute dann der Super-Gau, der FC WB traf nach einer Unkonzentriertheit zum 1:2. In der Folge powerte der FC KMM nochmals und das Trainerduo warf alles nach vorne. M. Ismajlaj traf aus aussichtsreicher Position den Ball nicht optimal und bei der nächsten Aktion hält der Keeper von WB spektakulär. 90 Minuten gespielt, Abpfiff. Fazit: Erste Saisonniederlage beim Derby. Kopf hoch und weiterschauen, der nächste Brocken kommt diesen Sonntag. Man gastiert beim Leader FC Langnau. (pd.) Aufstellung: D. Bekcic (85’ M. Schacher), M. Gjini (65’ F. Krasniqi), J. Ewason, J. Steinemann, A. Cantekin (45’ B. Gjoshi), L. Sefedini (70’ A. Jurcevic), A. Kouadio (81’ D. Lüscher), M. Ismajlaj (C), Milot Ismajlaj, L. Ismajlaj (45’ K. Ismajlaj), A. Mazza. Bemerkungen: FCKMM ohne: Y. Renold, L. Vollenweider, F. Sula, G. Ismajlaj (verletzt), T. Erpen (krank), N. Ahmeti (Familie).

In den letzten Jahren verschwanden die Querfeldein-Rennen in der Schweiz eher, als dass es neue gab. Das Radquer von Mettmenstetten, das immer noch den traditionellen Namen führt, obwohl inzwischen überall von «Cross Rennen» die Rede ist, ist eines der wenigen in den letzten Jahren neu ins Leben gerufenen Rennen und findet am Sonntag bereits zum vierten Mal statt. Nachdem in den letzten zwei Jahren die Schweizer Meisterschaft der Masters/Senioren im Mittelpunkt des Anlasses stand, wird das Rennen vom 29. September, erstmals als nationale Prüfung durchgeführt. «Die MastersSchweizer Meisterschaft wurde wieder ins Programm des offiziellen Meisterschaftsrennens von anfangs Januar in Baden integriert. So haben wir nun die Möglichkeit, mit einer nationalen Prüfung allen Querfahrern eine Startgelegenheit bieten zu können», erklärt OK-Präsident Andreas Fuhrer den Wandel des Rennens im Säuliamt von einer regionalen zu einer nationalen Prüfung. Mit dem auf der bewährten Strecke durchgeführten Rennen geben gemäss Fuhrer die Mettmenstetter damit auch Gegensteuer zum Verschwinden von weiteren Querfeldein-Rennen in der Schweiz: «Obwohl im Februar die Weltmeisterschaften in der Schweiz stattfinden, ist der hiesige Querkalender sehr dünn. Mit der Aufwertung zu einem nationalen Anlass können wir nun allen Lizenzfahrern eine Startgelegenheit bieten». Angeführt von Vorjahressieger Severin Sägesser haben sich denn auch etliche Spitzenfahrer für das Hauptrennen der Kategorie A, zu dem

Fabian Lienhard (rechts) und Severin Sägesser, die beiden Ersten vom letzten Jahr, im Wiesenaufstieg. Er ist auch am 29. September wieder das Herzstück des Quers von Mettmenstetten. (Bild August Widmer) am Sonntagnachmittag um 14.15 Uhr gestartet wird, gemeldet. Unter den gemeldeten Fahrern befinden sich auch einige Mitglieder der IG Radquer Mettmenstetten. So startet Felix Stehli erstmals in der Kategorie A. Zusammen mit den Gebrüdern Samparisi aus Italien dürfte der Lokalmatador der gefährlichste Gegner von Vorjahressieger Sägesser sein. Wie in den vergangenen Jahren gilt das Rennen von Mettmenstetten auch als Zürcher Kantonalmeisterschaft und als Meisterschaft des Internationalen Bodensee-Verbandes IBMRV. Die Organisatoren freuen sich auch über eine rege Beteiligung in den übrigen Kategorien. Besonders am Herzen liegt dem Veranstalter der Nachwuchs, der im «Kids-Rennen» sowie in den Schüler-Kategorien Startgelegenheiten erhält. Zahlreich haben sich auch die Frauen zur Teilnahme gemeldet. Bei ihnen ist ein steigendes Interesse an den Querfeldeinrennen festzustellen. Auch beim «Cross für Alle» zeichnet sich ein schönes Teilnehmerfeld ab. Dieses «Jedermanns-Rennen», für das sich auch Frauen gemeldet haben, eröffnet um 10 Uhr den abwechslungsreichen Renntag, der am südöstlichen Dorfausgang von Mettmenstetten, beim Weidhof, stattfindet. (aw)

Jacqueline Schneebeli am Start Am Querfeldein von Mettmenstetten vom Sonntag zeichnet sich in der Frauen-Kategorie eine starke Besetzung ab. So hat Jacqueline Schneebeli aus Kappel-Hauptikon ihre Startzusage abgegeben. Schneebeli ist auf dem MountainBike die Überfliegerin der Saison 2019. Nachdem sie Schweizer- und Europameisterin geworden war, holte sie sich Ende August in Kanada bei den Juniorinnen auch den WM-Titel auf dem Bike. Der Gewinn dieser drei Titel in einer Saison gelang vor ihr nur Ausnahmekönnerinnen und -könnern wie Nino Schurter und Jolanda Neff. Auf den Start von Schneebeli am Querfeldein von Mettmenstetten darf man gespannt sein. Zum Rennen der Frauen Elite wird um 13 Uhr gestartet. Mit von der Partie ist auch die Bernerin Zina Barhoumi. Sie war beim Saisonauftakt am letzten Sonntag in Illnau als Dritte die beste Schweizerin. In Mettmenstetten dürfte es zu einem Zweikampf zwischen Barhoumi und Lokalmatadorin Schneebeli kommen. (aw)

TC Hausen: Clubübergreifender Tennis-Mixed-Plausch Am letzten Samstag fand die 2. Auflage des clubübergreifenden MixedPlauschturniers der Tennisvereine Steinhausen und Hausen statt. Bei idealen äusseren Bedingungen nahmen über 30 Tennisbegeisterte am Turnier teil, bei dem der Spass und das gemütliche Beisammensein im Vordergrund standen. Abgerundet wurde die tolle Veranstaltung mit einem gemeinsamen Essen, bei dem man die Erlebnisse des Tages nochmals Revue passieren lassen konnte. Tagessieger wurden Ruth Ganz (TC Hausen) und Remo Beck (TC Steinhausen).

Das Team des Wassersportclubs Albis. (Bild zvg.)

Starke Ämtler Schwimmer in Kloten Gleich zum Saisonauftakt konnte sich der Wassersportclub Albis (Wsca) in Kloten stark zeigen. Am vergangenen Samstag reiste der Wassersportclub Albis mit 20 Schwimmerinnen und Schwimmern an den Klotener Jahrgangswettkampf. Dies war der erste Wettkampf für die Teilnehmenden nach der Sommerpause. Dennoch erreichte jede Schwimmerin und jeder Schwimmer neue Bestzeiten und einige erhielten für ihre Leistungen auch eine Medaille. An diesem Anlass fanden Einzelrennen in den Disziplinen Delfin, Rücken, Brust und Freistil (Crawl) statt. Die älteren Schwimmer traten jeweils über 100 Meter an und die jüngeren über 50 Meter. Zudem gab

es ein Rennen über 200 Meter Freistil. Leonie Bollier durfte sich gleich über fünf Medaillen freuen. Jeweils vier Medaillen durften Sophia Theiler, Alina Hindriks und Cédric Gurtner mit nach Hause nehmen. Iloy Lamers schwamm in drei Disziplinen auf das Podest. Mit zwei Medaillen durften sich Cora Bollier und Melina Brem schmücken. Alex Cervera, Alessio Chechele, Leandra Dupont, Tim Joller, Yannic Petrovic und Lena Schatzlmayr konnten sich jeweils eine Medaille sichern. Viele Schwimmer und Schwimmerinnen erreichten mit ihren Zeiten auch vierte und fünfte Ränge. Weitere Teilnehmende für den Wsca waren: Eloise Garand, Sabrina Huber, Lya Niehausmeier, Neele Niehausmeier,

Brianna Ray, Luca Stutz und Noemi Villiger. Eines der Highlights dieses Wettkampfes war die 4 x 50 m Lagen Staffel. Dabei schwimmt jeder der vier Schwimmer 50 Meter einer Disziplin, in der Reihenfolge Rücken, Brust, Delfin, Crawl. Der Wsca startete mit drei Damenmannschaften und einer Herrenmannschaft. Die stärkste Damenmannschaft konnte sich auf dem vierten Rang klassieren. Noch besser lief es für die Herrenstaffel. Durch die starken Auftritte aller Schwimmer (Iloy, Cédric, Yannic und Alex) konnten sie sich den silbernen Pokal sichern. (asv) Die vollständigen Resultate und weitere Informationen unter www.wsca.ch.

Oldies-Night im TC Hausen Morgen Samstag findet im Clubhaus des TC Hausen die traditionelle und äusserst populäre Oldies-Night statt. Der in der Region bekannte Star-DJ anzeige

Ruth Ganz (TCH) und Remo Beck (TCS). (Bild zvg.)

«RT» legt Musik aus den 80er- und 90er-Jahren auf, die zum Tanzen und Shaken einlädt. Und für die benötigte Erfrischung in der Tanzpause sorgt die TCH-Bar, an der feine Drinks gemixt werden. Die Veranstaltung ist öffentlich und startet um 21.30 Uhr, der Eintritt ist frei. (cw)


Sport

Freitag, 27. September 2019

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Iron Bike Race mit neuen Siegern Emma Pooley und Kai Stainhauer schaffen den Sprung aufs Podium Die Absenz der Vorjahressieger Urs Huber und Ariane Lüthi hat am Iron Bike Race neue Gewinner an die Spitze befördert: Andrea Ming und Michael Stünzi. Mit Emma Pooley und Kai Steinhauer erreichten auch zwei Säuliämtler einen Podestplatz.

Wieder vermehrt auf dem Velo unterwegs In den letzten Monaten ist die vierfache Duathlon-Langdistanzweltmeisterin und Langstreckenläuferin wieder vermehrt auf dem Velo unterwegs gewesen. Obschon sie eigentlich nicht mehr als Aktive Sport treibt, sondern seit April einem geregelten Job als Bauphysikerin bei «Werkstatt Architektur Energie» in Hedingen nachgeht, ist sie im August zum Langstreckenrennen «Further» in den französischen Pyrenäen gestartet – und hat prompt gewonnen. Vier Tage war sie unterwegs mit Sack und Pack auf einem Quer-Velo mit Mountainbike-Reifen, das Meiste auf unbefestigten Strassen und Singletrails. Das hat sie für den Start am Iron Bike Race inspiriert. Mit dem Ottenbacher Kai Steinhauer, vor 20 Jahren U23 Cross-Country-Schweizermeister, schaffte noch ein weiterer Säuliämtler den Sprung aufs Podium. Der 41-jährige RRC-Amt-Fahrer wurde auf der Mitteldistanz über 77 km Dritter bei den Lizenzierten.

................................................... von martin platter Emma Pooley möchte kein grosses Aufheben um ihre Teilnahme am Iron Bike Race machen – obschon sie derzeit wieder im nationalen Rampenlicht steht. Ab Oktober übernimmt die in Hausen wohnende Britin das Projekt #fastandfemaleSUI des nationalen Radverbandes Swiss Cycling. #fastandfemaleSUI will im Rahmen der Bundesunterstützung für die Strassen-Radweltmeisterschaften 2020 in AigleMartigny und 2024 in Zürich möglichst viele Frauen fürs Velofahren begeistern – egal, auf welchem Niveau. Fernziel des Projekts ist, an den Strassen-Weltmeisterschaften 2024 in Zürich ein kompetitives Frauenteam am Start zu haben. Dies, nachdem Swiss Cycling vor vier Jahren das StrassenTeam der Frauen aus Kostengründen zusammengestrichen und den damaligen Frauennationaltrainer entlassen hatte. Zum Iron Bike sagt die frühere Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Einzelzeitfahren: «Das war erst das zweite Bike-Rennen in meinem Leben, das erste seit 20 Jahren.» Es sei ein Erlebnis gewesen. «Die Aussicht von den Anhöhen rund um den Sihlsee war dank des Föhnwetters mega. Viele Leute an der Strecke haben mich angefeuert.» Die 101 km seien ihr allerdings megalang vorgekommen. Dennoch liess es sich Pooley nicht nehmen, nach dem Rennen die 30 km von Einsiedeln nach Hause ebenfalls mit dem Bike zu fahren. Auf einem geliehenen, notabene. Bei den Lizenzfahrerinnen erreichte die 36-Jährige den dritten Rang, wobei anzumerken

Resultate Männer (101 km): 1. Michael Stünzi (Grüsch) 4:23:58. 2. Konny Looser (Hinwil) 5:21. 3. Mattia Longa (It) 11:31. Ferner die weiteren Säuliämtler: 59. Thomas Reif (Aeugst) 1:33:11 (18. HF3). 68. Köbi Schneebeli (Hauptikon) 1:39:40 (24. HF3). 84. Hanspeter Aeberli (Aeugstertal) 1:50:05 (14. HF4). Frauen (101 km): 1. Andrea Ming (Edlibach) 5:51:58. 2. Carmen Zaugg (Oensingen) 23:52. 3. Barbara Besel (Lachen, SZ) 36:36. Männer (77 km): 1. Manfred Steinbacher (Bad Ragaz) 3:25:15. 2. Christian Sonderegger (Losone) 4:45. 3. Andreas Plüss (Aarau) 5:01. Ferner die weiteren Säuliämtler: 8. Kai Steinhauer

Dank Föhnlage verwöhnte das diesjährige Iron Bike Race die Teilnehmer mit einer grandiosen Fernsicht. (Bild Martin Platter) ist, dass wegen der Terminüberschneidung mit dem Bike-Marathon-WM im Wallis die meisten lizenzierten BikeMarathon-Spezialisten auf das Iron Bike verzichtetet haben. Für sie war das Resultat ohnehin zweitrangig. Es ging ihr einzig ums Erlebnis. Beson-

Erster Sieg in 2. Liga für Floorball Albis Aufgrund der eher schwachen Leistung in der Vorwoche sahen sich die Coaches der Ämtler gezwungen, einige Anpassungen in der Aufstellung vorzunehmen. Die neu zusammengestellten Linien funktionierten auch gleich richtig gut. Es entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Partie in diesem Zürcher Kantonal Derby gegen die Crusaders, bei welchem Torchancen zu Beginn jedoch Mangelware waren. Beide Teams, normalerweise nicht eben für ihre Physis gefürchtet, versuchten für einmal, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Dennoch blieb die Partie, zumindest bis in die Schlussphase, sehr fair und war überhaupt nicht gehässig. Die Crusaders gingen zuerst in Führung, Mike Heiniger stellte aber umgehend wieder auf unentschieden, nachdem er einen Abpraller verwerten konnte.

Massive Steigerung in sämtlichen Mannschaftsteilen Spielerisch konnte Albis im zweiten Abschnitt dann leicht zulegen und sich Vorteile erspielen, sodass es immer öfters nur noch durch Fouls gebremst werden konnte. Kurz vor Ende des Mitteldrittels zirkulierte der Ball hervorragend durch die eigenen Reihen und landete schlussendlich bei Marco Schindler, welcher den Ball zur viel umjubelten Führung unter die Latte drosch. Somit wurde in dieser Saison mit zwei Toren in zwei Powerplays das Maximum herausgeholt.

Die Partie blieb lange offen. Die Crusaders suchten den Ausgleich, die Ämtler versuchten, die Entscheidung mittels einer der immer zahlreicher werdenden Konterchancen herbeizuführen. Silas Haab im Tor von Albis zeigte eine bärenstarke Vorstellung, rettete mehrere Male in extremis und legte so den Grundstein zum Sieg, welcher schlussendlich nach zwei weiteren Toren feststand, nachdem zuvor zahlreiche hochkarätige Chancen, teilweise fahrlässig, vergeben wurden. Captain Benjamin Schiller und der neu zur Mannschaft gestossene Roman Bolli machten schlussendlich den Deckel drauf. Mit drei Punkten nach zwei absolvierten Runden konnten sich die Ämtler nun im Mittelfeld der Tabelle einreihen, welche allerdings noch wenig Aussagekraft hat. Somit wurde die Anzahl Vollerfolge der gesamten Spielzeit vor drei Jahren, als man zum letzten Mal in der 2. Liga gestartet war, bereits egalisiert. Coach Ibernini betonte nach der Partie aber, dass man nun das Momentum nutzen muss und mit aller Konsequenz am kommenden Sonntag gegen Sursee bereits den nächsten Sieg anstreben will. (pd.) Floorball Albis – Crusaders Zürich 4:1 (1:1, 1:0, 2:0). Zentrumshalle Urdorf – 36 Zuschauer 16. 0:1. 18. Heiniger (Bolli) 1:1. 40. Schindler (Bolli) 2:1. 50. Schiller (Stöckli) 3:1. 54. Bolli (Engel) 4:1. Floorball Albis: S. Haab, Hanselmann; J.Haab, Engel, Ibernini, Stöckli, J.Wuillemin; Bolli, Schindler, Heiniger, Hintermann, Schiller, Eckert, E.Wuillemin, N.Grass.

ders herausgefordert war Pooley in den Abfahrten: «Die waren teilweise happig, zumal ich die Strecke nicht gekannt habe. Ich bin oft abgestiegen und runtergelaufen, auch, um die Leute, die gefahren sind, nicht zu behindern.»

(Ottenbach) 7:36. 39. Fredi Rütimann (Hausen) 28:36 (13. HF3). 53. Jonas Stehli (Hausen) 36:32 (8. HEL). 118. Pascal Pensa (Wettswil) 59:01 (32. HF2). 204. Oliver Stemmer (Rifferswil) 1:24:34 (74. HF3). 280. Ueli Spinner (Aeugst) 1:56:56 (80. HF4). 292. Roger Mollemann (Hedingen) 2:01:10 (86. HF4). 357. Ingo Bartels (Mettmenstetten) 3:07:15 (126. HF3). Frauen (77 km): 1. Alexandra Zürcher (Oey) 4:03:03. 2. Letizia Strimer (Ardez) 6:55. 3. Tinetta Strimer (Scuol) 15:50.

Cyrill Scheiwiller startet am Wochenende für die Schweiz am Motocross der Nationen. (Bild Martin Platter)

Überraschend aufgeboten Das Motocross der Nationen am kommenden Wochenende im holländischen Motorradmekka Assen hat mit 34 teilnehmenden Ländern den Stellenwert einer Weltmeisterschaft. Überraschend hat Cyrill Scheiwiller das Startaufgebot erhalten. Jeweils die drei besten Fahrer eines Landes bilden am Motocross der Nationen eine Nationalmannschaft; die beiden schnelleren zählen für die Wertung. Mit Vizeweltmeister Jeremy Seewer, Schweizer Meister Valentin Guillod und dem WM-Fünften Arnaud Tonus galt die Schweiz als eine der favorisierten Nationen. Doch beim letzten WM-Rennen in China verletzte sich Tonus an der Hand und fällt aus. Ersetzt wird er kurzfristig durch den in Obfelden lebenden Toggenburger Cyrill Scheiwiller. Der Vize-Schweizer-Meister musste buchstäblich alles stehen und liegen lassen, um der Anfrage nachzukommen. Aber er tat es gerne. Denn es ist für den 27-Jährigen eine grosse Ehre und ein Lebenstraum, im Team mit den besten Schweizer Motocrossern zu fahren. Man darf gespannt sein, wie sich der talentierte Amateur im Kreise der beiden Profis schlagen wird. Scheiwiller mag die Unterlage Sand, auf der in Assen gefahren wird. Am letzten Wochenende ist der Yamaha-Pilot extra nach Italien gedüst, um auf Sand zu trainieren. (map.)

Turnfest Obfelden mit Gewinn Rund 4000 Turnerinnen und Turner verwandelten Obfelden Ende Mai und Anfang Juni während zwei Wochenenden in eine Sporthochburg. Mit einem Plus von rund 27 000 Franken wurden die Erwartungen der Organisatoren übertroffen. Mehrere Jahre dauerten die Vorbereitungen für das Regionalturnfest Obfelden, an dem auch das 77. Zürcher Kantonale Nachwuchsschwingfest stattfand. Zeltbau, Tribünen, Lieferanten für Verpflegung, Ländereien, Wettkampfpläne für Turner und Jungschwinger, Strom, Marketing, Unterhaltung, Sicherheitsdienst, Notfallkonzepte, Helfersuche und vieles mehr – in alle Aufgaben steckten die Verantwortlichen rund um OK-Präsident Mirco Kurt Unmengen an Energie, Zeit und Leidenschaft. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigte sich bereits an den beiden Festwochenenden, als tausende Turnerinnen und Turner mit unzähligen Besucherinnen und Besuchern aus der Region Obfelden in eine Sporthochburg und Festhütte gleichermassen verwandelten.

Was hinter den Zahlen steckt Zu guter Letzt blieb die Frage, ob sich der Aufwand auch finanziell gelohnt hat. Jürg Dolder, Leiter des Ressorts Finanzen, konnte dazu vor wenigen Tagen die mit Spannung erwarteten

definitiven Zahlen präsentieren. «Das RTF Obfelden schliesst mit einem Gewinn von rund 27 000 Franken ab», so Dolder. Mit dem Gewinn hat das OK seine eigenen Erwartungen übertroffen, wie Mirco Kurt ausführt. «Trotz unseres Budgets von rund 1,4 Millionen Franken haben wir immer mit einer schwarzen Null gerechnet. Dass nun ein grosser Batzen in der Kasse zurückbleibt, freut mich ausserordentlich!» Ein Blick in die Zahlen bringt Spannendes zum Vorschein: So hat das RTF Obfelden zum Beispiel fast 67 000 Franken an die «Chrampfer» ausbezahlt, hinzu kommen die Kosten für den Zivilschutzeinsatz von rund 13 000 Franken. Rund 39 000 Franken kosteten die Sicherheitsvorkehrungen. An die verschiedenen Turnverbände leistet das RTF Obfelden Abgaben von rund 75 000 Franken. Mit Abstand der grösste Posten entfiel auf das Ressort Infrastruktur, das insgesamt Aufwände von rund einer halben Million Franken ausweist. Eine bemerkenswerte Geste verbirgt sich ausserdem hinter dem Gewinn, der eigentlich noch höher ausfiel: Das OK schüttete mehrere tausend Franken als Geschenk an verschiedene Nachwuchsriegen aus. Auch der weitere Gewinn soll in geeigneter Form an all jene zurückfliessen, die für das RTF Obfelden besonders hart «gechrampft» haben. An einem grossen Abschlussessen

Der Turnfest-Tower bleibt vielen als markantes Symbol für das RTF Obfelden in Erinnerung. (Bild zvg.) kommt das gesamte erweiterte OK nochmals zusammen und lässt während eines Abends die Highlights zum RTF Obfelden Revue passieren. Und die zentralen Mitglieder des OK begeben sich im Frühjahr 2020 auf eine kurze gemeinsame Auszeit. Mirco Kurt hält abschliessend fest: «Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht und geschaffen haben. Dafür danke ich allen Beteiligten von ganzem Herzen.» (dan)


Sport

Freitag, 27. September 2019

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Allein durch Nacht und Nebel geirrt Grenzerfahrung für Adrian Brennwald am Adamello Ultra Trail in Italien Für einmal kam er nicht als Erster ins Ziel. Und doch war es eine beeindruckende Leistung, die Adrian Brennwald aus Aeugst am Adamello Ultra Trail gezeigt hat, über 170 km Lauflänge, gespickt mit 11 500 Höhenmetern, als Sieger seiner Altersklasse.

Danach ging es mir gleich etwas besser.» Vertieft ins Höhenprofil sollte er später dann bei einem Abstieg eine Abzweigung verpassen und nochmals fünf bis zehn Minuten verschenken.

Podest wäre in Reichweite gewesen

................................................... von thomas stöckli Am rechten Fuss habe er an jeder Zehe mindestens eine Blase, sagt Adrian Brennwald drei Tage nach dem Zieleinlauf in Vezza d’Oglia, zwischen St. Moritz und Trento. «Das war wohl etwas viel für meine Füsse», so der Ultrasportler. 28 Stunden ist er mit denselben Schuhen gerannt - und dazwischen auch ein-, zweimal in einen Bach getreten. Erst dreieinhalb Wochen vor dem Start hatte sich Brennwald für einen Start am Adamello Ultra Trail entschieden. Sonst plante er auf so lange Läufe jeweils Monate hin. Den Start um 9 Uhr am letzten Freitagmorgen habe er dann etwas verschlafen. Die stärksten Läufer gingen zügig weg, während er sich noch mit den Stöcken herumschlug, die sich nicht in der Höhe verstellen liessen. «Da habe ich unnötig viel Energie verbraucht», so Brennwald. Trotzdem schaffte er den Anschluss an die Verfolgergruppe hinter dem Führenden. Bis Kilometer 35 hielt er mit, ehe er bei einer Verpflegung den Anschluss verlor. Sein Handicap: Als einziger Läufer der Gruppe hatte er keinen Betreuer dabei und brauchte deshalb etwas länger als die

Adrian Brennwald am Adamello Ultra Trail – hier noch vor dem zweitplatzierten Luca Manfredi Negri. (Bild zvg.) Widersacher. Die restlichen 135 Kilometer musste der Aeugster darum ganz alleine bewältigen. «Das hat mir mental enorm zugesetzt.» Doch es gab auch immer wieder aufbauende Momente. Etwa, als er nach über acht Stunden Laufzeit im Nebel ein anderes Tal erreichte und die Sicht plötzlich klar wurde.

Stärkende Suppe in der Alphütte Ärgerlich war dann wieder der Zeitverlust in der grossen Zwischenbasis nach 80 Kilometern. Dort wollte er unter anderem seine Schuhe wechseln, doch die vorgängig abgegebene Tasche

war erst nicht auffindbar. «Bei einer Laufzeit von 38 Stunden kommt es auf fünf, zehn Minuten Warten nicht an», weiss er zwar, doch in der Wettkampfsituation nervt es sehr wohl. So ging denn auch der Schuhwechsel unter, was zu den Blasen führte. Zumindest haben ihn diese während des Laufs noch nicht geplagt, so Brennwald. Stattdessen waren es Motivationsprobleme, die ihm zusetzten, alleine auf weiter Flur, bei Nacht und Nebel. So kam er zweimal vom Weg ab und musste zurück. Die Stirnlampe war im dichten Nebel auch keine grosse Hilfe, weil ihr Licht ihn mehr blendete, als dass es den Weg ausgeleuchtet hätte.

Siege und Podestplätze fest in Schweizer Hand Am 21./22. September fand das internationale Vierkampfturnier in Herbertingen (D) statt. Auch Junioren aus der Schweiz waren mit dabei. Das Team Kategorie A bildeten die Kadermitglieder Luc Kern, Lisa Lipp und Mira Gabathuler. In der Kategorie E starteten Fiona Eicher, Florence Ott, und Luise Felner (Birkenhof) und Flavia Bachmann, Jasmin Gwerder (Lorze). Begleitet wurden die Vierkämpfer von der Mannschaftsführerin Silvia Kuri. Eine mehrtägige Erfolgsgeschichte für die Teams aus der Schweiz, betreut von der Mannschaftsführerin Silvia Kuri und dem grössten Fan und Chauffeuse Judth Felner erlebten die motivierten Vierkämpfer/Innen im Ausland. Bereits am Freitag durften die zur Verfügung gestellten Pferde geritten werden. Die Begeisterung über die tollen Vierbeiner war gross und die Hoffnung auf gute Klassierungen geweckt.

Tolle Leistung – auf Fremdpferden Dass die Schweizer/Innen in den Disziplinen Schwimmen (50 m Freistil), Laufen (Kat. A 3000 m, Kat. E 1500 m) den Ton angaben, ist dem Trainingseifer zu verdanken. Rang 1 schaute für Fiona Eicher heraus. Zum Abschluss des Tages stand noch das Laufen auf dem Programm. In der Kategorie E wurden 1500 m und in der Kategorie A 3000 m gerannt. Die erst 13-jährige Luise kam in der kleinen Tour mit einer Zeit von 7.10 als Erste ins Ziel, Rang 3 gab es für Florence, gefolgt von Fiona. Die grosse Runde konnte Luc mit grossem Abstand für sich entscheiden – seine Zeit 12.12. Am Sonntag stand die alles entscheidende Disziplin, das Springen auf dem Programm, und hier zeigten die

MU17: drei Spiele - drei Handballsiege zum Saisonauftakt Die MU17 des HSV Säuliamtes stiegen gleich mit einer englischen Woche in die neue Saison. Mit drei Siegen aus drei Spielen ist der Saisonauftakt hervorragend gelungen.

Das erfolgreiche Schweizer Team. (Bild zvg.) Schweizer sehr ansprechende Leistungen. Fiona sicherte sich ihren Vorsprung mit einer tollen Runde (7.6) Auch in der Hauptprüfung über 100 cm konnten sich unsere Vierkämpfer behaupten. Mira (Team Egnach) und Luc erhielten die beiden höchsten Stilnoten von 8.0 bzw. 7.8. Das A-Springen war als reguläre Prüfung mit Stechen ausgeschrieben. Das ganze Team fieberte sehr mit Mira und Luc mit, und es wurde ein spannendes Stechen, denn auch die einheimischen Reiter waren sehr schnell unterwegs. Schlussendlich konnte Mira mit einem professionellen Ritt sowohl das Stilspringen des Vierkampfs als auch das Zeitspringen für sich entscheiden. Luc behielt im Stilspringen den Ehrenplatz und kam im Zeitspringen auf den 5. Rang. Erwähnenswert ist sicher, dass diese hervorragenden

So musste der Aeugster mit Handy und GPS navigieren. Darüber hinaus hatte er offenbar zu wenig gegessen. So begann er zu frieren, schlüpfte in die Jacke, um danach dann zu heiss zu haben. Gegen drei, vier Uhr am Samstagmorgen folgte dann endlich wieder ein Aufsteller: Auf einer Alp erreichte er den nächsten von insgesamt 22 Verpflegungsposten: Eine Steinhütte, mit Fackeln ausgeleuchtet, deren Bewohner zwar schliefen, aber sofort aufstanden, um ihm Suppe und Getränk zu reichen. «Die Suppe war so gut, da bin ich etwas länger sitzen geblieben und habe zwei Teller voll gegessen.

Weil der Fünftplatzierte immer näher kam, verzichtete Brennwald an den letzten fünf Verpflegungsposten auf die Suppe. Am letzten Hügel wurde er dann doch noch eingeholt – und stehengelassen: «Ich hatte keine Energie mehr», so der Aeugster. Aus Angst, noch einen weiteren Rang zurückfallen zu können, mobilisierte er in der letzten Stunde bergab noch die letzten Reserven und kam wieder bis an fünf Minuten an den Vierten heran. Das Podest verpasste er um rund 35 Minuten – ohne die erwähnten Probleme wäre das in Reichweite gewesen. Trotzdem: «Ich bin mit Rang 5 zufrieden», so Brennwald, schliesslich habe er seit zwei Jahren keinen so langen Lauf mehr bestritten. «Und es war ein tolles Erlebnis.» Beeindruckt haben ihn insbesondere die Bollwerke und Schützenstellungen aus dem Weltkrieg an der Strecke. Das habe seine Probleme immer wieder relativiert. Am Freitagmorgen hatten die Schüler des Ortes frei bekommen, um die Ultraläufer am Start anzufeuern, am Sonntagnachmittag wurden dann die 69 Finisher gefeiert. Brennwald war zu diesem Zeitpunkt schon 24 Stunden im Ziel, als Gesamtfünfter und Altersklasse-Sieger in 28 Stunden und 32 Minuten. Die letzten Läufer kamen direkt und noch mit der Startnummer zur Ehrung.

Resultate auf Fremdpferden erzielt wurden und die anderen Teilnehmer mit ihren eigenen Pferden angereist waren. Der Trainer Markus Kuri zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen in der Dressur und im Springen.

Einzelwertung Vierkampf über alle Disziplinen In der Kategorie E waren die Podestplätze fest in Schweizer Hand. Fiona konnte sich den Siegerpokal abholen. Auf den Ehrenplätzen folgten Flavia (Lorze) und Jasmin (Lorze). Auf dem 4. und 6. Rang Luise und Florence. Ähnlich sah es in der Kategorie A aus. Luc stand zuoberst auf dem Podest, gefolgt von Mira auf dem Ehrenplatz. Der dritte Platz ging an die badenwürtembergische Meisterin Clara Erkens. (pd.)

Die Vorbereitung mit der MU17 begann bereits im Juni. Neu war, dass die Jungs bereits jetzt mit den Herren zusammen trainieren, damit sie einerseits dasselbe Spielkonzept übernehmen, aber auch, damit sie lernen mit Härte, Schnelligkeit und Routine umzugehen. Zu Beginn taten sich einige Jungs schwer damit, gegen Erwachsene antreten zu müssen, jedoch je länger die Vorbereitung ging, desto mehr merkten sie, dass sie nur profitieren können. In den beiden Vorbereitungsturnieren konnten die jungen Spieler mit guten Leitungen überzeugen und gewannen die Turniere in Bülach und Neftenbach. Mit viel Selbstvertrauen und Motivation freute man sich dann auf den Saisonstart in Dübendorf. Hochmotiviert und voller Selbstvertrauen startete man gegen ein eher überfordertes Team in Dübendorf. Der Gastgeber konnte einem über weite Strecken des Spiels fast leidtun. Die körperlich überlegenen HSVler konnten das Spiel nach Belieben dominieren und kontrollieren und gewannen deutlich mit 34:10 Toren. Bereits zwei Tage später hiess es im ZHV Regio CUP im 1/8 Finale anzutreten. Gegner war der HC Rüti Rapperswil-Jona. Wiederum startete man hervorragend in die Partie und führte bald deutlich. Auch in diesem Spiel war der Gast aus Rüti Rapperswil-Jona mit der Spielweise des Gastgebers überfordert. Mit konsequenten Durchbrüchen und Rückraumschüssen legte man Tor um Tor vor. Am Ende der Par-

tie gewann man verdient mit 40:16 Toren und war nun im CUP eine Runde weiter, im ¼ Finale. Da sich aber herausgestellt hat, dass sich der Gegner für den ¼ Finale zurückgezogen hat, steht man bereits als Teilnehmer im ½ Finale fest.

Mit Steigerungslauf zum Sieg Am darauffolgenden Samstag stand schon die nächste Partie an, gegen den Handballclub Brugg. Beim Einlaufen sah man schon, dass der Gegner wohl besser war, als die beiden, die man bisher schlagen konnte. Körperlich war Brugg ebenbürtig, auch spielerisch zeigte es zu Anfang, dass es guten Handball spielen kann. Das Spiel stand in der 14 Minuten 4:4. Doch der Gast aus Brugg machte in der Folge einige Fehler im Angriff, die von den HSVlern gnadenlos ausgenutzt wurden um einfache Tore zu schiessen. Auch bekundete der Gast grosse Mühe mit dem körperlichen Einsatz in der Verteidigung und im Angriff der Säuliämtler. Es war nie unfair, aber hart und konsequent. Die Folge war, dass das Heimteam nun davonziehen konnte und mit 17:8 in die Pause ging. Nach der Pause konnte man da ansetzen, wo man zuvor aufgehört hatte. Brugg versuchte nochmals alles, um ins Spiel zurückzukommen, doch scheiterten sie an der Verteidigung oder am Torhüter, der an diesem Tag hervorragend hielt. Je länger das Spiel dauerte, desto entnervter reagierten die Gäste und verloren so die Konzentration völlig. So konnte man auch das dritte Spiel der englischen Woche verdient mit 33:19 gewinnen. Die MU17 hat nun eine Spielpause und bestreitet ihr nächstes Spiel auswärts am 2. November in Stettbach Zürich gegen den TV Witikon. (pd.)


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Extra

Freitag, 27. September 2019

Für den Lehrabschluss ist ein Soziokulturelles Zentrum in Planung Serie Lernende: Michelle Stäubli, Zeichnerin bei der «Werkstatt Architektur Energie», Hedingen Michelle Stäubli ist gern in Kontakt mit Bauherrschaften, sie fühlt sich auf Baustellen und im Büro vor den beiden Bildschirmen wohl – am liebsten aber findet sie im Austausch mit einem Team Lösungen für komplexe Aufgaben. ................................................... von regula zellweger Kreativität ist Michelle Stäubli wichtig. Während ihrer beruflichen Grundbildung aber steht Gestalterisches weniger im Vordergrund. Denn anders als man es sich vielleicht bei der Berufsbezeichnung «Zeichner» vorstellt, geht es in diesem Beruf darum, minuziös nach den Vorgaben von Architekten, Bauingenieurinnen oder Raumplanern technische Pläne zu konstruieren. Dazu sitzt Michelle Stäubli vor zwei Bildschirmen und arbeitet meistens mit CAD-Programmen. Sie erstellt technische Zeichnungen, massstabgetreue Darstellungen und 3-D-Ansichten. Kreativ betätigt sich Michelle Stäubli in der Freizeit, sie malt Bilder in Mischtechnik, Aquarell und Öl. Obwohl ihre Arbeit nicht übermässig kreativ ist, erzählt sie begeistert von ihren Tätigkeiten und ihrem Lehrbetrieb.

Wissen wozu Insbesondere auch junge Menschen wollen ihre persönlichen Werte leben. Ihre Arbeit soll sinnvoll sein. Die Philosophie ihres Lehrbetriebes ist klar formuliert: «Gebäude müssen schon heute den Anforderungen der 2000Watt-Gesellschaft gerecht werden.» Michelle Stäubli lernt ihren Beruf in einem Umfeld, wo Neu- und Umbauten nach neusten Erkenntnissen zu nachhaltigem Bauen realisiert werden. «Unsere Aufgabe umfasst die Analyse des bestehenden Gebäudes und die Planung nach den Bedürfnissen und Wünschen der Bauherrschaft. Die Lösungsfindung ist ein Prozess, ein Hinterfragen und Analysieren. Dabei sind wir fortwährend im Gespräch mit der Bauherrschaft», diese Aussage von Lehrmeister und Betriebsinhaber Mike Weber kommt Michelle Stäublis Vorstellungen von sinnvoller Arbeit entgegen. Die Werkstatt Architektur Energie ist zusätzlich zum nachhaltigen Bauen spezialisiert auf Bauphysik

Zeichnerin Michelle Stäubli ist gewohnt, Pläne vergleichend mit zwei Bildschirmen zu arbeiten. (Bild Regula Zellweger) und Lärmdämmung. Wichtig ist ihr auch die Sichtbarkeit ihrer Arbeit. Mit Freude zeigt sie auf einen Neubau oder ein saniertes Gebäude und kann sagen: «Da habe ich mitgearbeitet.»

Schwierige Berufswahlphase Michelle Stäubli fiel die Wahl ihres Lehrberufes nicht leicht. Sicher war sie sich: «Ich will keinen Bürojob!» Sie schnupperte als Köchin und in einer Kinderkrippe. Anlässlich der Berufsmesse sprang der Funke. Sie konnte sich mit einem jungen Mann austauschen, der mitten in der Zeichnerlehre steckte. «Das hat mir viel gebracht», erinnert sie sich. Sie schnupperte zwei Mal im Zeichnerberuf und wählte schliesslich aus den möglichen Fachrichtungen Architektur, Ingenieurbau, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Raumplanung. Wie fand sie den Übergang von der Schule in die Lehre? «Taff», meint sie kurz und bündig. «Aber je mehr man weiss und kann, desto mehr Spass machts.» Ihr Oberstift war mit 24 Jahren deutlich älter als sie. Ihr fehlten die Gleichaltrigen. Im Rückblick meint sie aber: «Die drei Jahre vergingen wie im Flug.» Sie fühlt sich wohl im Team der «Werkstatt Architektur Energie», bestehend aus zwei Lernenden, zwei Architektinnen, zwei Bauphysikern, einer Hochbauzeichnerin und dem Chef. Sie war schon immer gut in Mathe und Geometrie, die Schule bereitet ihr

wetter

keine Mühe. Besonders gefallen haben ihr auch die praktischen Einsätze auf der Baustelle, sie durfte je mit einem Plattenleger und einem Bauführer ein Paar Tage auf einer Baustelle zusammenarbeiten.

Praktische Prüfungsarbeit Michelle Stäubli arbeite mit zwei Mitschülern am Prüfungsprojekt. Ziel der Arbeit: Beschreibung, Pläne und Modell eines Soziokulturellen Zentrums in Zürich Wipkingen. Die drei Lernenden bekamen den Plan der konkreten, aktuellen Situation mit Auflagen. Es müssen beispielsweise eine Gemeindeund Schulbibliothek und ein Streichelzoo integriert werden. Bestehende Bäume dürfen nicht gefällt werden. Insbesondere auch auf den Lärmschutz ist zu achten, einerseits soll es in den vielfältig genutzten Räumen ruhig sein, anderseits soll der Lärm beispielsweise von einer Party nicht die Nachbarschaft stören. Der Bau des Modells mit der Umgebung wird einiges an finanziellen Aufwänden bedeuten, beispielsweise für das Baumaterial oder die Bäume, die genau positioniert werden. Michelle Stäubli lacht: «Die Finanzierung ist noch nicht gesichert – aber ich habe einen grosszügigen Chef.» Geschäftsführer Mike Weber hat selbst als Hochbauzeichner begonnen, dann gleich eine zweite Lehre als Zimmermann angehängt. Er hat sich stetig weitergebildet: zum Techniker TS

Holzbau, Bauphysiker und Architekten und schloss diverse CAS im Bereich nachhaltiges Bauen und Akustik ab. Ihm liegt die Nachwuchsförderung am Herzen, er ist auch Dozent an der Bauleiterschule in Wetzikon. Er lobt Michelle Stäubli: «Sie ist eine sehr gute Beobachterin, offen, interessiert, zuverlässig, selbstständig, arbeitet gut im Team und reflektiert ihre Arbeit auch mal selbstkritisch.» Wie es nach der Lehre weitergeht? Wahrscheinlich absolviert Michelle Stäubli die Berufsmatura und wählt ein Studium. Architektur – oder Innenarchitektur, auf alle Fälle eine Tätigkeit, zu der auf der Basis des eher technischen Zeichnerberufes Gestalterisches mehr zum Tragen kommen wird. In unregelmässigen Abständen porträtiert der

herkömmliches

Glauben Das Tätigkeitswort glauben beruht auf einer indogermanischen Sprachwurzel und bedeutet ursprünglich für lieb halten oder gutheissen. Es wurde schon in vorchristlicher Zeit auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu einer Gottheit bezogen. Und auch nach biblischem Verständnis ist glauben ein anderes Wort für vertrauen. Im christlichen Sprachgebrauch wurde es allerdings je länger desto mehr auf das «Fürwahrhalten» bestimmter Glaubensinhalte eingeengt: «Ich glaube an Gott, den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde und halte für wahr, dass sein einziger Sohn von einer Jungfrau geboren wurde, dass er Wasser in Wein verwandelt hat und von den Toten auferstanden ist …». Ob man solche und ähnliche Glaubensvorstellungen für wahr hält oder nicht, ist nicht entscheidend. Man braucht sie nicht als bare Münze zu nehmen und kann sie auch nicht verordnen. Aber sie weisen in bildhafter Ausdrucksweise darauf hin, dass bei Gott manches möglich ist, was für Menschen unvorstellbar bleibt. Und ihre Absicht ist es, das Gottvertrauen zu bestärken. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

Im Spital Affoltern geboren

Nelia, 7. September. (Bilder Irene Magnin)

«Anzeiger» Lehrlinge in Ämtler Unternehmen. Bereits erschienen: Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker, Garage Albin Herzog AG, Ottenbach; Selina Frey, Augenoptikerin, Büchi Optik Affoltern, Nina Plocher, Polymechanikerin, Hawa Sliding Solutions AG, Mettmenstetten; Tobias Rutishauser, Schreiner, Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach; Alina Beck, Produktionsmechanikerin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Marco Stocker, Baumaschinenmechaniker, Leuthard Bau AG, Merenschwand; Robin Oberholzer, Polymechaniker, AS Aufzüge AG, Wettswil; Saranda Ahmeti, Detailhandels-

Fiorella, 17. September.

fachfrau, Lärchen-Märt, Bonstetten; Cari Pfister, Büroassistentin EBA, Ernst Schweizer AG, Hedingen. Berufsmesse: 4. und 5. Oktober im Sportzentrum Schachen in Bonstetten.

volg-rezept

Schinkensalat Zutaten für 4 Personen 250 g 1 2 EL 1 1 1 1 1 2 1 2

bauernregel «Wenn im September die Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.»

Hinterschinken, in Streifen geschnitten Dose Maiskörner, abgespült, abgetropft Kräuter, gehackt Zwiebel, gehackt Essiggurke, feingewürfelt Peperoni, rot, feingewürfelt EL Senf EL Zitronensaft EL Milch EL Mayonnaise EL Nussöl

100 g Brunnenkresse, gewaschen Salz, Pfeffer

Timea, 21. September.

Zubereitung Alle Zutaten bis und mit Peperoni in eine Schüssel geben. Senf, Zitronensaft, Milch, Mayonnaise und Öl in einem Massbecher gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sauce und Brunnenkresse über den Salat geben, gut mischen, portionenweise in saubere Gläser füllen oder in einer Schüssel aufs Buffet stellen. Zubereitung ca. 30 Min. Tipp: Anstelle von Brunnenkresse Kresse oder Rucola verwenden. Am besten am Vortag zubereiten, damit er schön durchziehen kann. Weitere Rezepte unter www.volg.ch/rezepte/.

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Alina Luna, 22. September.

gedankensprünge Lautstärke In der Wüste ruft der Rufer schon Seit Wochen etwas leiser Vielleicht braucht er ein Megafon Oder ist ganz einfach heiser Martin Gut


Veranstaltungen MARCO ZAPPA TRIO «CanzoniDiUnaVita – UnaVitaDiCanzoni» Mittwoch, 2. Oktober, 20.30 Uhr PÖSCHTLI AEUGSTERTAL Tel. 044 761 61 38

GROSSER FLOHMÄRT Samstag, 28. September 2019 9.00 – 16.00 Uhr Mehrzweckhalle Maschwanden Tel. 079 297 72 31 fit-maschwanden@hotmail.com

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