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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 075 I 172. Jahrgang I Dienstag, 25. September 2018

Aus der Reihe getanzt

Feuer und Flamme

Als einzige Ämtler Gemeinde hätte Rifferswil die Fair-Food-Initiative angenommen. > Seite 3

Die Feuerwehr Hausen empfing am Samstag zum Tag der offenen Tür. > Seite 5

Bezirksgericht Affoltern: Mehr Stellenprozente?

Deutliche Zustimmung zur Schul-Erweiterung

Das Bezirksgericht beantragt, das Pensum der Richter um 15 auf 50 Prozent zu erhöhen. Zwar entspricht die Zahl der Fälle meist denjenigen der Vorjahre, aber viele sind komplexer und zeitintensiver. In Affoltern wirken am Gericht fünf Richterinnen und Richter. Vier von ihnen haben ein Teilpensum von 35 Prozent, ein Richter ist zu 100 Prozent beschäftigt. Dazu gesellen sich sieben nebenamtliche Ersatzrichterinnen und -richter. Das ist nach den Worten von Gerichtspräsident Peter Frey knapp bemessen – nicht etwa, weil die Zahl der Fälle gestiegen ist, sondern weil diese komplizierter und zeitintensiver sind: insbesondere das neue Unterhaltsrecht und Scheidungen, wo die Parteien häufiger streiten. Damit erhöht sich auch der Bedarf an Gutachten über Erziehungsfähigkeit und andere schriftliche Berichte. Auch die Zahl der Eheschutzverfahren steigt an. Über die Erhöhung der Stellenprozente hat das Obergericht noch nicht entschieden. Peter Frey hofft, dass das Anliegen in Zürich Gehör findet: «Es wäre eine grosse Erleichterung für uns».

Verkehrsdelikte bis Mord In der jüngsten Statistik sind keine Ausreisser festzustellen. Den hochstrittigen Fällen im Zivilbereich steht ein leichter Rückgang im Strafbereich gegenüber. Seit Inkrafttreten der neuen Strafprozessordnung befassen sich Bezirksgerichte mit der ganzen Palette, also auch mit Mord – in Affoltern zweimal seither: mit jenen in Aeugst und in Bonstetten. Am häufigsten auf der Traktandenliste zu finden sind Verkehrsdelikte, darunter auch jene von Rasern. Oft kommt es hier zu abgekürzten Verfahren. In diesem Rahmen hat das Bezirksgericht lediglich zu prüfen, ob es den Urteilsvorschlag der Staatsanwaltschaft akzeptieren kann. Das ist mehrheitlich der Fall. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

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Tag der Entscheidung Der Zürcher Gemeinderat behandelt morgen den umstrittenen Hausverkauf in Rossau. > Seite 6

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GeGes Spräggele «Ottenbach kreativ»: Interview mit Katharina Gessler zur Sonderausstellung. > Seite 7

76,3 % Ja-Stimmen zum 28,5-Mio.-Kredit in Mettmenstetten 70 % sagten vor einem Jahr Ja zur Projektierung der SchulraumErweiterung, mit 1306 Ja- zu 406 Nein-Stimmen fiel das Ja zum Baukredit sogar noch deutlicher aus. Als Hauptgrund nennt Beat Bär, Leiter des Bauausschusses, den Einbezug der Bevölkerung.

Wiesenmeister Auf rund einem Drittel der landwirtschaftlichen Fläche von insgesamt 62,8 ha wachsen seltene Pflanzen, tummeln sich viele Insektenarten und seltene Vögel: Daniel Derrer aus Sellenbüren hat in zwei von vier Kategorien der Zürcher Wiesenmeisterschaft gewonnen. Gemeinsam mit Robert Sidler unterhält er eine Betriebsgemeinschaft. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 9

ENDLICH das Jubiläum!

Das Turnhallengebäude mit den darüberliegenden Tagesstrukturen ist ein Teil der nun beschlossenen Schulraum-Erweiterung. (Visualisierung zvg.) Selber hat Bär die Erwartungen bewusst tief gehalten und bis zum letzten Moment zu mobilisieren versucht. Mit 51 % Ja-Stimmen hat er gerechnet, insgeheim auf 65 bis 70 % gehofft, dass es sogar 76,3 % werden würden, das habe niemand erwartet. Als Hauptgrund nennt er die aktive Kommunikation, das Auf-die-LeuteZugehen: «Jeder konnte sich äussern und wir haben die Argumente aufgenommen und so weit wie möglich

berücksichtigt.» Hilfreich sei auch gewesen, dass seit fünf Jahren dieselben Personen das Projekt mittragen – und nun auch die Chance erhalten, es gemeinsam zu vollenden. Im Juni 2019 sollen die Bauarbeiten am Schulhaus und an der Turnhalle beginnen. Bei der Sennerei ist der zeitliche Spielraum noch etwas grösser. Ziel ist, dass zu Beginn des Schuljahres im August 2021 alles bezugsbereit ist.

FCWB triumphiert zu Hause

Die Ämtler gewinnen 2:0 und wahren den Anschluss an die Spitze

Vor grosser Kulisse bot der FC Wettswil-Bonstetten Spektakel und bezwang Thalwil souverän. (Bild Kaspar Köchli) Dem FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) glückte der Abschluss seiner «englischen Woche» – drei Spiele in Wochenfrist – mit einem sicheren 2:0Sieg gegen Thalwil. Dabei reagierten die Ämtler stark auf ihre schmerzliche Niederlage am Mittwochabend, als sie sich trotz starkem Auftritt Eschen 1:2

In Zwillikon ist am Freitag ein Motorrad mit einem Lieferwagen kollidiert. > Seite 9

vom 25. September bis zum 22. Oktober

Spitzenfussball in Affoltern Mit nur zwei Gegenstimmen hat die Gemeindeversammlung Affoltern im Juni die Erneuerung des Kunstrasenplatzes Moos für eine halbe Million Franken deutlich gutgeheissen. Die Arbeiten wurden bereits in dieser Sommerpause ausgeführt, sodass der Platz für die Rückrunde wieder zur Verfügung steht. Heute Dienstagabend, 25. September, wird der neue Kunstrasenplatz im Moos nun eingeweiht. Der FC Affoltern empfängt die zweite Mannschaft (U21) des FC Zürich (Promotion League) zu einem Freundschafts-Spiel. Anpfiff ist um 19.30 Uhr auf Platz 4 (Kunstrasen). (tst.)

Töfffahrer verletzt

anzeigen

................................................... von thomas stöckli 28,5 Mio. Franken wird Mettmenstetten von Juni 2019 bis August 2021 in die Erweiterung der Primarschulanlage investieren. Das hat die Dorfbevölkerung am Sonntag an der Urne entschieden. Zum Projekt gehören eine Doppelturnhalle mit Räumen für die Tagesstrukturen darüber, ein neues Schulhaus und die Umnutzung der alten Sennerei zur Bibliothek mit Begegnungsort. Diesen Mix bezeichnet Beat Bär, Leiter des Bauausschusses, denn auch als mit ein Grund für die hohe Zustimmung: «Dadurch ist die ganze Bevölkerung angesprochen.»

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beugen mussten. Knapp 300 Zuschauer sahen im Wettswiler Moos ein von Beginn weg dominantes Heimteam, das bereits nach vier Minuten zweimal das gegnerische Aluminium traf. Kurz vor der Pause brachte Lugo mit einem Kopfball die Rotschwarzen auf Kurs, der gleiche Spieler sorgte nach einer

Stunde mit seinem zehnten (!) Saisontreffer für die endgültige Entscheidung. Nach acht Spielen liegt WB mit 14 Zählern auf dem fünften Rang, in Tuchfühlung mit den Spitzenplätzen. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 18

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Todesfälle Affoltern am Albis Am 13. September 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Gertrud Suter geboren am 16. April 1936, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis. Beisetzung am Freitag, 28. September 2018, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Mittwoch, 19. September 2018, gestorben:

Wirth-Meyer, Anne-Marie geboren am 8. Mai 1947, von Zürich ZH, Eriswil BE, geschieden, wohnhaft gewesen in Hedingen, Unterdorfstrasse 7. Abdankung am Mittwoch, 24. Oktober 2018, 14.00 Uhr, in Hedingen

WIR DANKEN VON HERZEN für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied unseres Vaters, Bruders und Schwiegervaters

Emil Landis erfahren durften. Herzlichen Dank für alle Zeichen der Anteilnahme, die liebevollen Karten, jeden Händedruck, jede Umarmung und für all die tröstenden Worte. Ganz herzlichen Dank allen, die Emil im Leben ehrlich begegnet sind und ihn auf seinem letzten Weg begleitet haben. Herzlichen Dank allen Vertretern und Delegationen der verschiedenen Schützenvereine, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Besten Dank den Ärzten und dem Pflegepersonal der Spitäler Triemli und Affoltern sowie der Langzeitpflege Sonnenberg. Besonders danken wir Herrn Pfarrer M. Ruff für die sehr einfühlsam gestaltete Abschiedsfeier und den Herren F. Engelhardt, J. Schmid-Kunz und F. Pezzatti für die wunderbare musikalische Begleitung. Ebenfalls danken wir herzlich für die Blumen und Spenden für späteren Grabschmuck. Wettswil a. A., im September 2018

Die Trauerfamilien

TO D E S A N Z E I G E Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von unserer Schwägerin, Tante und Cousine

Trudi Suter 16. April 1936 – 13. September 2018

Am Donnerstagabend wurde Trudi von ihren Beschwerden erlöst und durfte ruhig und friedlich einschlafen.

Liegenschaften

In stiller Trauer: Peter Wirth-Suter, Buchs ZH Barbara und Oliver Lutz, Wädenswil Patrick Wirth, Regensdorf Verwandte und Freunde

Verkäufe

Die Urnenbeisetzung und Abdankung findet am Freitag, 28. September 2018, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle des Friedhofs Affoltern am Albis statt. Anstelle von Kranz- und Blumenspenden gedenke man der Schweiz. Multiple Sklerose Gesellschaft, Postkonto 80-8274-9. Traueradresse: Barbara Lutz, Rötibodenstrasse 36, 8820 Wädenswil

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Unser liebes Mami, Grossmami und unsere Schwester

Anne-Marie Wirth-Meyer 8. Mai 1947

ist am Mittwoch, 19. September 2018, für immer friedlich eingeschlafen. Schweren Herzens nehmen wir von dir Abschied. Viel zu schnell wurdest du aus deinem und unserem Leben fortgetragen. Wir sind unendlich dankbar, dass du unser Mami, Grossmami und unsere Schwester warst… und immer sind da Spuren deines Lebens, Bilder, Augenblicke und Gefühle, die uns an dich erinnern und uns wissen lassen, dass du bei uns bist – wir vermissen dich so sehr. In stiller Trauer: Manuela und Andrea Tassone-Wirth mit Luca und Alessandra Christian und Wanida Wirth mit Fabian Franziska Wirth und Oliver Strickler Peter Meyer Raphael und Rita Meyer mit Familie Barbara und José Fuentes Trauergottesdienst: Mittwoch, 24. Oktober 2018, 14.00 Uhr, Kirche Hedingen. Anne-Maries Wunsch: fröhlich und farbig gekleidet!!! Anstelle von Blumenspenden gedenke man ihren FlüchtlingsSchützlingen und der Integrationsgruppe Hedingen (Kollekte). Traueradresse: Franziska Wirth, Aemättlistrasse 1c, 6370 Stans


Bezirk Affoltern

Dienstag, 25. September 2018

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Mehr hochstrittige Fälle bei Scheidungen, Eheschutz und Unterhaltsklagen Keine namhaften Ausreisser in der Statistik des Bezirksgerichtes Affoltern Das Bezirksgericht Affoltern verzeichnet in seiner jüngsten Statistik keine namhaften Ausreisser. Während sich bei Scheidungen, Eheschutzverfahren und Unterhaltsklagen der Anteil der hochstrittigen Fälle deutlich erhöht hat, ist bei Straffällen ein leichter Rückgang festzustellen. Die Arbeitsbelastung ist – wie in den Vorjahren – konstant hoch.

me der Bevölkerungszahl Grund für die nach oben zeigende Kurve sein.

Viele Verkehrsdelikte, brave Jugend

................................................... von werner schneiter Neben dem vollamtlichen Präsidenten Peter Frey wirken am Gericht in Affoltern fünf Richterinnen und Richter, wovon vier mit einem Teilpensum von je 35 Prozent und einer mit einem Vollpensum. Dazu kommen sieben nebenamtliche Ersatzrichterinnen und -richter. Ein Blick in eine per 20. September erstellte Eingangsstatistik zeigt, dass die Zahl der Fälle in den meisten Bereichen dem Mittel der Vorjahre entspricht oder leicht darunter liegt. «Die Arbeitsbelastung der Richterinnen und Richter ist aber über alle Verfahrensarten hinweg betrachtet konstant hoch – wie auch in den Vorjahren», sagt Peter Frey. Er ergänzt: «Sie arbeiten in der Regel mehr als diese 35 Prozent – vor allem, weil viele Fälle komplizierter und zeitintensiver sind.» Aus diesem Grund hat das Bezirksgericht dem Obergericht den Antrag zukommen lassen, das Pensum der Richterinnen und Richter um 15

Das Bezirksgebäude in Affoltern, wo auch das Bezirksgericht domiziliert ist. Es kann sich nach wie vor nicht über Arbeitsmangel beklagen. (Bild Werner Schneiter) auf 50 Prozent zu erhöhen. Der Entscheid dazu steht noch aus. «Das wäre eine grosse Erleichterung für uns», fügt der Präsident bei. So ist das neue Unterhaltsrecht bedeutend aufwändiger; viele Fälle sind hoch strittig und aufwändig. Der Bedarf an Gutachten über Erziehungsfähigkeit und weitere schriftliche Berichte zehren an den Ressourcen. Die Parteien streiten vermehrt über Unterhaltsbeiträge, deren Berechnung sich in manchen Fällen schwierig gestaltet und Zeit erfordert.

Mehr Kampf zwischen scheidungswilligen Eheleuten Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Zunehmend ist auch die Zahl der Eheschutzverfahren. Der Einzelrichter – zum grössten Teil Otto Steinmann, der letzte Nicht-Jurist am Gericht – muss über das Getrenntleben, über die Zu-

sprechung von Unterhaltsbeiträgen entscheiden und Besuchsrechte festlegen. «Es kommt, zwar nicht häufig, aber doch vereinzelt zu Strafanzeigen unter den Noch-Eheleuten», hält Peter Frey fest. Gleiches gilt auch bei Scheidungen. Mit den strittigen befassen sich in Affoltern ausschliesslich Juristinnen und Juristen. Die Zahl der Scheidungen (68 in diesem Jahr bis heute) liegt etwa im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Bei Schlichtungen in Miet- und Pachtsachen verzeichnet das Gericht einen Rückgang, weil sich der Referenzzinssatz nicht verändert hat. 2018 kam es in Mietsachen bisher zu 54 Schlichtungen; 2017 waren es 101. Ein ganz kleiner Teil (um die 5 Prozent) muss hernach vom Mietgericht behandelt werden. Das zeigt die gute Arbeit der Schlichtungsbehörde, bei welcher der Gerichtsschreiber den Vorsitz innehat

und trotz Fallrückgang stark belastet ist. Sie tagt immer mittwochs, muss bei Bedarf aber auch zusätzliche Verhandlungstage einschieben», sagt Peter Frey. Auch in anderen Bereichen sind keine Ausreisser festzustellen: Bei Forderungen (Streitwert ab 30 000 Franken und über 30 000 Franken fünf bzw. 21 Fälle), bei Konkursen (106) und Betreibungen (140) entsprechen die Zahlen ebenso dem Mittel der letzten fünf Jahre. Erbangelegenheiten (zum Beispiel Ausstellen von Erbscheinen, Eröffnen von Testamenten) kommen im Vergleich zu den letzten Jahren häufiger vor: 508 Fälle behandelte das Gericht im Jahr 2017; in diesem Jahr sind es bisher 365 – leicht über dem Mittel der vergangenen Jahre. Sie generieren viel Arbeit, die vor allem ausserhalb von Verhandlungen stattfindet. Laut Frey mag hier die Zunah-

So stimmten die Ämtler Gemeinden

Eidgenössische, kantonale und interkommunale Vorlagen

Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Kantonale Kantonale Volksinitiative Bundesbeschluss vom 13. März Volksinitiative «Für gesunde Volksinitiative vom 30. März 2016 Kantonale Volksinitiative «Film- und Volksinitiative «Stoppt die Limmattalbahn – 2018 über die Velowege sowie sowie umweltfreundlich und fair «Für Ernährungssouveränität. Die die Fuss- und Wanderwege hergestellte Lebensmittel» Landwirtschaft betrifft uns alle» Medienförderungsgesetz» «Wildhüter statt Jäger» ab Schlieren!» Aeugst a.A. Affoltern a.A. Bonstetten Hausen a.A. Hedingen Kappel a.A. Knonau Maschwanden Mettmenstetten Obfelden Ottenbach Rifferswil Stallikon Wettswil a.A. Bezirk Affoltern

72.55 72.95 73.98 70.85 74.36 66.79 76.2 67.86 71.3 70.09 71.56 74.28 63.72 71.97 71.75

45.01 32.18 35.01 39.63 36.63 36.65 34.3 38.27 34.38 29.37 34.36 50.66 32.23 27.02 34.24

31.35 24.58 24.28 31.35 26.71 31.39 26.72 31.96 25.22 21.7 25.57 38.83 22.26 19.32 25.34

17.5 15.12 13.97 16.88 18.68 11.15 12.84 12.77 16.44 15.11 13.82 23.31 13.25 11.09 15.04

23.27 15.63 13.64 20.42 15.9 9.09 17.31 9.14 14.55 14.8 16.19 21.15 15.64 13.44 15.73

14.33 14.69 17.69 16.13 15.3 18.6 12.27 17.93 14.42 13.15 18.27 11.11 18.65 16.73 15.6

Rifferswil hätte die «Fair-Food-Initiative» angenommen – die Ja-Stimmen-Anteile zu den Vorlagen. (Quelle: Statistisches Amt ZH) Die beiden eidgenössischen Volksinitiativen Fair Food und Ernährungssouveränität vermochten auch im Knonauer Amt keine Mehrheit zu überzeugen. Am deutlichsten fiel die Ablehnung zur Ernährungssouveränität in Wettswil aus. Über 80 % waren hier dagegen. Als einzige Gemeinde im Bezirk hätte Rifferswil Ja gesagt zur Fair-Food-Initiative. Das Ja zum «Bundesbeschluss Velo» fiel im Kanton Zürich nur in den Stadtbezirken Zürich und Winterthur deutlicher aus als im Knonauer Amt. In Knonau, Hedingen und Rifferswil sagten mehr als 74 % der Urnengänger Ja dazu. Nur in Stallikon, Kappel und Maschwanden blieb die Zustimmung unter 70 %. «Sorgfältig geplante Velo-

wege können vielerorts die Unfallzahlen minimieren», freut man sich bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Dies sei dringend nötig, denn das Unfallrisiko von Velofahrern stagniert in der Schweiz seit Jahren. Auf kantonaler Ebene blieben alle drei Initiativen chancenlos. Am deutlichsten wurde das Film- und Medienförderungsgesetz abgeschmettert. Am meisten polarisiert hatte im Vorfeld jene zur Abschaffung der Milizjagd. Diese wurde in Kappel und Maschwanden von über 90 % der Urnengänger abgelehnt. Nur in Aeugst, Rifferswil und Hausen überstieg die Zustimmung die 20-Prozent-Marke – ein deutlicher Vertrauensbeweis für die Arbeit der Milizjäger.

Nur Formsache war die Delegation von finanziellen Kompetenzen für die Sozial- und Wirtschaftshilfe an den Sozialdienst Bezirk Affoltern. Dieser durfte bisher – im Gegensatz zur Vorgängerorganisation Zweckverband (bis 31. Dezember 2017) – keine Zahlung bewilligen. Künftig darf er bei Neuanmeldungen während der Abklärungsphase sofort Geld sprechen, wenn es erforderlich ist. Bei laufenden Fällen kann er sofort eine Notunterstützung ausrichten. In beiden Fällen ist die Summe auf 3000 Franken beschränkt. Die Trägergemeinden des Sozialdiensts Bezirk Affoltern haben dieses Geschäft mit über 80 % Ja-Stimmen gutgeheissen. Im Maschwanden betrug die Zustimmung gar 90 %. (tst.)

Seit dem Inkrafttreten der neuen Strafprozessordnung im Jahr 2011 und der damit einhergehenden Liquidation des Geschworenengerichts, befassen sich Bezirksgerichte mit der ganzen Palette in Strafsachen. So behandelte es 2014 mit einem Mord in Aeugst den ersten grossen Fall. Danach folgte der Mord in Bonstetten, der im Mai 2018 auch vom Obergericht behandelt wurde. Es schloss sich hier zwar dem Urteil von Affoltern an, verzichtete aber auf eine Verwahrung des Täters (der «Anzeiger» hat darüber berichtet). Im Strafbereich beanspruchen die Strassenverkehrsdelikte (Raser) die Mehrzahl der Fälle. Häufig kommt es hier aber zum abgekürzten Verfahren – dann, wenn das Gericht nur noch über den Urteilsvorschlag der Staatsanwaltschaft beraten muss. In der Regel ist dann das Gerichtsurteil deckungsgleich mit dem Antrag der Anklagebehörde. In einem anderen Fall, bei dem kein abgekürztes Verfahren galt, erhöhte das Gericht die Strafe für einen Raser massiv («Anzeiger» vom 24. August 2018). In diesem Jahr hat das Kollegialgericht (Strafen ab 12 Monaten Gefängnis) neun Fälle behandelt, das Einzelgericht (bis 12 Monate) deren 10 – beides leicht unter dem Mittel der letzten Jahre. Das Jugendgericht hat seit 2011 erstmals wieder einen Fall behandelt – ein gutes Zeichen. Beim Zwangsmassnahmengericht (inklusiv Gewaltschutz und häusliche Gewalt) entsprechen die bisher 18 Fälle dem Mittel der vergangenen fünf Jahre. Dass Fälle von Affoltern vergleichsweise nicht so häufig ans Obergericht weitergezogen werden, kann einerseits mit der guten Arbeitsqualität am Bezirksgericht begründet werden, aber auch mit dem Umstand, dass in Affoltern die Fallzahlen tiefer sind als etwa in den Bezirken Dietikon, Meilen oder Uster.

Kirchenordnung angenommen Die Mitglieder der reformierten Landeskirche haben der Teilrevision der Kirchenordnung mit 76,31 % Ja-Stimmen zugestimmt. Der Kirchenrat zeigt sich erfreut über das Resultat und will die Umsetzung nun rasch an die Hand nehmen. Im Bezirk Affoltern betrug der JaStimmen-Anteil 77,8 %, dies bei einer Stimmbeteiligung von 38,32 %. In der Hälfte der Ämtler Gemeinden legten sogar über 80 % ein Ja ein, allen voran Ottenbach mit 84,29 % Ja-Stimmen sowie Stallikon (83,27) und Bonstetten (83,12). Am anderen Ende: Knonau mit 59,62 % Ja-Stimmen, sowie Kappel (61,90) und Hedingen (64,96). Im Vorfeld der Abstimmung war insbesondere die künftige Pfarrstellenzuteilung bemängelt worden. Ein Vorwurf: Kleine und mittelgrosse Gemeinden sollen durch «Aushungern» bei den Pfarrstellen fusionsbereit gemacht werden. Anders sieht dies Kirchenratspräsident Michel Müller: Mit dem neuen Modus erhalte die Landeskirche die nötige Flexibilität, um künftigen finanziellen Herausforderungen besser begegnen zu können, meint er. Ausserdem hätten die stärker betroffenen Gemeinden eine fünfjährige Übergangsfrist und der Kirchenrat könne Härtefälle und besondere Situationen berücksichtigen. (tst.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 25. September 2018

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Feuer und Flamme für die Sicherheit Tag der offenen Türe der Feuerwehr Hausen vom 22. September Spraydosen, Pfannen und eine Puppe: Am letzten Samstag ging in Hausen so einiges in Flammen auf. Dahinter steckte für einmal ausgerechnet jene Institution, die normalerweise gegen das Feuer ankämpft. ................................................... von livia häberling Wenn die Fritteuse an einem öffentlichen Event die Hauptattraktion ist, spricht das meist nicht für das Organisationskomitee. Es sei denn … man brutzelt darin keine Fritten, sondern lässt das Ding in Flammen aufgehen. Das tat die Feuerwehr Hausen am vergangenen Samstag stündlich. Natürlich nicht zum reinen Vergnügen, wie Kommandantin Gabi Blickenstorfer erklärte: «An diesem Beispiel möchten wir die schwerwiegenden Folgen eines Fettbrands demonstrieren.» Was passiert, wenn man in die brennende Fritteuse Wasser kippt, sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer live vor Ort: Bereits anderthalb Liter verwandelten das kleine lodernde Feuer innert Sekunden in eine meterhohe Feuerwolke. «Wasser und Fett vertragen sich nicht. Im Fall eines Brands sollte man besser eine Löschdecke über das Feuer legen, um es zu ersticken.» Wie diese korrekt benutzt wird, wurde anhand von Pfannen und an einer Puppe demonstriert, die für das Publikum in Brand gesetzt wurden. Auch eine Spraydose wurde angezündet, und ein paar Mutige durften die verschiedenen Löschinstrumente sel-

Kirchenpflege komplett Keine 23 % betrug die Stimmbeteiligung beim Wahlgeschäft der reformierten Kirchgemeinde Wettswil-Stallikon. Immerhin gelang es nun endlich, das siebenköpfige Gremium zu komplettieren. Wir erinnern uns: In der Meldefrist vor dem ersten Wahlgang hatten Anfang Jahr nur zwei Personen ihr Interesse bekundet. Aus Stallikon erhielt Evelyne Schäppi im dritten Wahlgang 79 und Samuel Wunderli 75 Stimmen, aus Wettswil gabs für die beiden Stalliker je 126 Stimmen. Nach wie vor vakant bleibt das Präsidium. Monika Stierli aus Stallikon hat sich bereit erklärt, dieses Amt zu übernehmen. Ihre Wahl zur Kirchenpflegepräsidentin wird aber erst am 25. November an der Urne möglich sein. (tst.)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 27. September, können zwei Ehepaare in Stallikon ihre goldene Hochzeit feiern. Es sind dies Peter und Ruth Schwob sowie Erwin und Silvia Noll. Wir gratulieren zu diesem Jubiläum und wünschen den Jubelpaaren alles Gute und Liebe für die weitere gemeinsame Zukunft.

Zum 90. Geburtstag Am Donnerstag, 27. September, feiert in Knonau Bertha Iten ihren 90. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert ganz herzlich, wünscht ihr ein freudvolles Fest und alles Gute für die Zukunft! Wir schliessen uns an.

Zum 93. Geburtstag Heute Dienstag, 25. September, wird Hanni Gysi in Affoltern 93 Jahre jung. Wir wünschen einen schönen Festtag, gute Gesundheit und alles Gute.

Frittieröl und Wasser sind keine ideale Kombination: Bereits 1,5 dl Wasser können eine meterhohe Stichflamme erzeugen. ber einmal ausprobieren. Die Sensibilisierung sei ein Ziel dieses Tages, so Blickenstorfer. «Wir möchten der Bevölkerung jedoch auch die Arbeit der Feuerwehr näherbringen und ihnen etwas zurückgeben.»

In spätestens zehn Minuten am Einsatzort In Hausen zählen derzeit 45 Feuerwehrleute zum Team. Sie alle engagieren sich nebenamtlich und sind

durchschnittlich 13 Stunden pro Jahr im Einsatz – die Übungen nicht miteingerechnet. Nachwuchs zu finden sei zwar herausfordernd, aber wenn man sich darum bemühe, dann klappe es. Umso stolzer ist Gabi Blickenstorfer, dass per 1. Januar 2019 sechs Neue zum Team dazustossen. Im Durchschnitt rückt die Feuerwehr Hausen pro Jahr 28 Mal aus. Je nach Art des Einsatzes kommen dabei das Sanitäts-, das Tanklösch- oder das Öl- und Wasserwehrfahrzeug zum Ein-

Fast ein bisschen wie Chilbi: Mit dem Hubretter konnten sich die Gäste 32 Meter in die Höhe chauffieren lassen. (Bilder Livia Häberling) satz. All diese Fahrzeuge konnten die Besucherinnen und Besucher natürlich ebenfalls besichtigen – und dabei beispielsweise erfahren, dass im Tanklöschfahrzeug nicht nur sieben Personen, sondern auch 2800 Liter Wasser platz finden. Oder dass zum Fahrzeugpark seit zehn Tagen ein neues Salzstreufahrzeug gehört. Oder dass den aufgebotenen Einsatztruppen vom Eingang des Alarms fünf Minuten verbleiben, um – ob am Tag oder in der Nacht – in der Zentrale einzutreffen.

Weitere fünf Minuten später muss das erste Fahrzeug den Einsatzort erreicht haben. Nicht zum Fahrzeugpark der Feuerwehr Hausen gehört der Hubretter. Er wird bei Bedarf bei Schutz und Rettung Zürich aufgeboten. Am Samstag war dennoch einer vor Ort: Die Feuerwehr Wädenswil war mit ihrem zu Besuch. Wer also von den Feuerwolken noch nicht genug hatte, konnte sich damit 32 Meter in die Höhe transportieren lassen und das Geschehen aus der Höhe beobachten.

Martinshörner, Baumstämme und giftige Dämpfe Hauptübung der Feuerwehren der Gemeinde Hedingen und der Firma Kolb AG Die Betriebsfeuerwehr der Firma Kolb und die Feuerwehr Hedingen führten die jährliche Hauptübung gemeinsam durch. Eine spektakuläre Übungsanlage verlangte vom Kommando und von der Mannschaft vollen Einsatz. ................................................... von martin mullis Mit heulenden Martinshörnern und flackernden Blaulichtern fuhren am letzten Freitagabend die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zum Parkplatz vor der Firma Dr. W. Kolb AG an der Maienbrunnenstrasse in Hedingen. Dass die Feuerwehr der Gemeinde zusammen mit der Betriebsfeuerwehr der Firma W. Kolb AG die jährliche Hauptübung gemeinsam durchführte, war eine Premiere. Die beiden Kommandanten Hauptmann Peter Wenk von der Ortsfeuerwehr und Ismael Jareño von der Betriebsfeuerwehr liessen sich denn auch ein eindrückliches Szenario als Übungsanlage einfallen. Ein Personenwagen war in einen mit Baumstämmen beladenen Traktoranhänger gekracht. Dadurch bohrte sich ein Holzstamm durch die Heckscheibe des Unfallwagens. Im Fahrzeug und neben den Rädern des Traktors befanden sich verletzte Personen. Selbstverständlich spielte bei der Übungsanlage der Chemiebetrieb der Firma W. Kolb AG eine nicht unbedeutende Rolle. Ein Gabelstaplerfahrer der durch die Ereignisse abgelenkt wurde, touchierte anschliessend an den Auffahrunfall die Laderampe. Dadurch kippte seine Ladung und aus dem Gebinde floss eine hochgiftige Flüssigkeit, welche ausserdem gelbliche Nebelschwaden erzeugte. Schadenplatzkommandant

Anspruchsvolle Aufgaben und ein eindrückliches Unfallszenario an der Hauptübung in Hedingen. (Bild Martin Mullis) Leutnant Pasquale Di Nolfi hatte alle Hände voll zu tun, um die Einsatzfahrzeuge und die eintreffende insgesamt 65-köpfige Mannschaft zweckmässig einzusetzen.

Ein eindrückliches Unfallszenario Kommandos hallten über den Platz, Rettungswerkzeuge und Absperrmaterial wurden eingesetzt und die Sanitäterinnen und Sanitäter arbeiteten konzentriert, um die verletzten Personen zu bergen und zu betreuen. Das eindrückliche Unfallszenario verfolgten neben der durch die Blaulichter und Sirenen erschreckten Bevölkerung auch eine ganze Reihe Prominenz. Gemeindepräsident und Sicherheitsvorsteher Ruedi Fornaro, die Gemein-

deräte Claude Hafner und Ronald Schneider, von der Kolb AG die für die Sicherheit zuständige Ruth E. Blumer Lahner, sowie Vizekommandant Mathias Baumann. Ganz besonders kritisch beobachtet wurden die Geschehnisse der grossangelegten Hauptübung jedoch von rund 60 Männern. Die Herrschaften mit eher grauem oder weissem Haar vom «FüürwehrVerein Hedingen» verfolgten sichtlich beeindruckt die Ereignisse, begleitet von fachkundigen Kommentaren. In den Reihen der ehemaligen Feuerwehrleute befanden sich zwei ehemalige Feuerwehrkommandanten und mehrere Offiziere. Auch einige Experten vom Stützpunkt Affoltern interessierten sich für die anspruchsvolle Arbeit ihrer Kollegen in Hedingen. Für

die beiden an der Hauptübung beteiligten Teams zeigten sich die Aufgaben als eigentliche Herausforderung. Doch die Feuerwehren erledigten ihren Auftrag unaufgeregt und hochkonzentriert. Die Kommandanten Peter Wenk und Ismael Jareño zeigten sich bei der Übungsbesprechung denn auch sehr zufrieden. Kommandant Peter Wenk hielt fest, dass der Führung und Kommunikation bei einer Übung mit zwei Feuerwehren ganz besondere Beachtung geschenkt werden muss. Daraus konnten wertvolle Lehren für den Ernstfall gezogen werden. Am Sonntag fanden die Feuerwehrspiele auf dem Chilbiplatz grosse Beachtung und Gross und Klein beteiligten sich am neuen und ganz besonderen Chilbiplausch.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 25. September 2018

Diverse Ausflüge, eine Schifffahrt und kleine Wanderungen

Knonauer und Maschwander Senioren in den Ferien im Tessin

Hoffen, dass es doch noch klappt

Familie in Rossau: morgen Abstimmung An der Gemeinderatssitzung vom 26. September wird über den Rückweisungsantrag zur vorliegenden Weisung des Stadtrats zum Verkauf der Liegenschaft in Rossau abgestimmt. Die Initiantin der Protestaktion, Karin Schärer, wird ebenfalls teilnehmen.

Die Knonauer und Maschwander Senioren genossen die Woche in der «Sonnenstube». (Bild zvg.)

Die diesjährigen Seniorenferien vom 9. bis 16. September führten 27 Teilnehmer und vier Leiter via Walensee und San Bernardino nach Ponte Tresa ins Hotel Tresa Bay, direkt am See gelegen. Die schöne Lage des Hotels und das super Wetter machten auch diese Ferien zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Nähe zur italienischen Grenze hatte natürlich ihren besonderen Reiz. Begleitet wurde die Reise dieses Jahr anzeige

von der Maschwander Pfarrerin Claudia Mehl. Um den hohen Temperaturen zu entfliehen, unternahmen die Senioren Ausflüge auf die diversen Berggipfel wie San Salvatore, Monte Generoso und Monte Lema. Eine Schifffahrt, aber auch kleine Wanderungen waren auf dem Programm, viele Senioren sind ja auch im hohen Alter noch ganz rüstig. Der Abschlussabend in einem echten Tessiner Grotto mit Weindegustation und Tessiner Musik bleibt sicherlich allen in guter Erinnerung.

Nur allzu schnell war die Woche vorbei und die Heimreise wurde angetreten. Zuerst nahm man aber an einem deutschsprachigen Gottesdienst in Ascona teil. Anschliessend verwöhnte die Köchin dieser Kirchgemeinde mit einem feinen Mittagessen. Nach einer Fahrt über den Gotthard gab es in Andermatt noch ein feines Dessert und so kamen am späteren Nachmittag alle Teilnehmer wieder gesund zu Hause an. Remo Duda

«Ich möchte gar nicht daran denken, was wäre, wenn der Antrag nicht durchkommt», so Karin Schärer. Sie war die Frau, die im Frühjahr dieses Jahres die Protestaktion gegen den Entscheid des Stadtrats initiiert hatte. Sie entwarf nicht nur einen Musterbrief, sondern gestaltete auch eine Website mit den Einzelheiten zum Fall. «Ein paar Freinächte waren schon nötig», erklärt sie und lacht, wenn sie etwas in Angriff nehme, dann mache sie es gleich richtig.

«Leider nur 858 Unterschriften» Der Kontakt mit Familie Chiesa/Weber habe sich eher zufällig ergeben, so Schärer. Zwar sei Frau Weber früher jeweils bei ihr in der Kinderkleiderbörse vorbeigekommen, näher gekannt habe man sich bis dahin allerdings nicht. Auf einem Spaziergang mit ihrem Hund sei sie zufällig am Hof vorbeigelaufen und mit der Familie ins Gespräch gekommen. Nach der Briefaktion hat Karin Schärer im Juni

eine Petition lanciert. 858 Unterschriften sind dabei zusammengekommen, «leider nur», kommentiert Schärer. Sie habe sich mehr erhofft. Dass die Solidarität nachgelassen habe, nachdem zu vernehmen gewesen war, dass die Käuferfamilie ebenfalls Kinder im schulpflichtigen Alter und diverse Tiere habe, glaubt sie nicht. «Viele Unterstützer haben ihren Unmut bereits mit einem Brief an den Gemeinderat kundgetan und die Petition deshalb nicht mehr unterschrieben», erklärt sie. Der Zuspruch im Amt sei aber nach wie vor gross. Jetzt wartet Karin Schärer gespannt auf die morgige Abstimmung, an der sie anwesend sein wird. «Es wird wohl knapp, aber mit etwas Glück könnte es klappen», gibt sie sich zuversichtlich.

Jede Stimme zählt Ab und zu werde sie gefragt, was für sie bei diesem Engagement herausschaue. Viele Menschen seien der Ansicht, dass ihre Stimme alleine nicht viel ausrichten könne. Sollte der Rückweisungsantrag angenommen werden, so sei das für sie der beste Beweis dafür, dass auch im Kleinen viel bewirkt werden kann. Morgen nicht dabei sein wird Peter Chiesa. Für ihn sei die nervliche Aufregung zu gross, teilt er mit. Seine Frau, Elvira Weber, wolle jedoch teilnehmen. Ganz hoffnungslos sei er nicht, allerdings wollte er keine Prognose abgeben. (lhä)


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Dienstag, 25. September 2018

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Ein starkes Stück Ottenbacher Kultur «Ottenbach kreativ» mit GeGes Spräggele: Interview mit Katharina Gessler zur Sonderausstellung Die Kreativausstellung «Ottenbach kreativ» des Vereins Kultur Ottenbach bringt neben der Gemeinschaftsausstellung im Gemeindesaal sowie offenen Ateliers auch eine Sonderschau mit Werken zweier verstorbener Ottenbacher Künstler. «Anzeiger»: Werke von GeGe kann man zurzeit und bis März 2019 in Bern sehen, parallel dazu werden am letzten Septemberwochenende auch in Ottenbach Werke von ihm gezeigt … Katharina Gessler: Ja, die Sonderausstellung, die im Rahmen von «Ottenbach kreativ» auf der Bühne im Gemeindesaal zu sehen sein wird, widmet sich zwei verstorbenen Ottenbacher Kunstmalern: Ge Gessler und Otto Gampert … ...............................................................

«Dem Verein geht es um die Erhaltung und Veröffentlichung von GeGes Lebenswerk» ............................................................... Stellen Sie, bitte, beide Künstler kurz vor … Otto Gampert (1842–1924) war bis 1883 als Arzt in Ottenbach, danach künstlerisch in München tätig und ein vor allem in Deutschland bekannter Landschaftsmaler – ein ausgesprochener Impressionist – und herausragender Radierer. GeGes (1924–2012) künstlerisches Schaffen – Malerei, Zeichnungen wie Radierungen – bewegte sich in einer Synthese von Fauvismus, Expressionismus, Orphismus und Kubismus.

GeGes Ehefrau Katharina Gessler bereitet Exponate zur Sonderschau im Rahmen von «Ottenbach kreativ» am letzten Septemberwochenende im Gemeindesaal Ottenbach vor: Hier Büttenabzüge von GeGes Radierungen zur Spräggele. (kb.) Da gibt es vor allem Gegensätze zu sehen, oder? Durchaus, ja. Allerdings werden die Exponate von GeGe lediglich einen minimalen Teil seines an sich tiefgründigen und vielschichtigen Schaffens zeigen: Wir vom Verein GeGe-

Freunde sind glücklich, dass wir das 1976 gemalte Dorfgemeindebild «Spräggele», ein starkes Stück Ottenbacher Kultur, zeigen können. Zudem werden GeGes Radierungen zur Spräggele sowie – in Kunstmappen – expressiv-naturalistische Aquarelle aus dem

farbenreichen Süden, Holz- und Linolschnitte und weitere Radierungen von GeGe (in Sichtmappen) zu sehen und zu erstehen sein.

und Sohn GeGessler im Kontext einer bewegten Epoche zwischen 1880 und 2012 einander gegenüber.

Sie erwähnen den Verein GeGe-Freunde; um was geht es da und wer macht mit? Menschen, die von GeGes künstlerischem Werk überzeugt sind und sich dafür engagieren. Dem Verein geht es um die Erhaltung und Veröffentlichung (Ausstellungen etc.) von GeGes Lebenswerk, dessen künstlerische Bedeutsamkeit in Aussage, Form und Farbe noch immer aktuell ist. Mitmachen können alle, die daran interessiert sind: als Passiv-, oder Aktivmitglied, einzeln oder als Paar und Familie. Alle Informationen dazu gibt es am Sonntag, 30. September, 11 bis 16 Uhr, im offenen Atelierhaus von GeGe am Landhausweg 1.

«Die Ausstellung zeigt, wie Verbundenheit und Distanz zwei Leben prägen können.»

Was kann man da sehen? Alles. Ich mache Führungen durch das komplette Haus, vom Parterre bis hinauf, unter das Dach, durch GeGes Lebens- wie Arbeitsräume und beantworte natürlich gerne Fragen. Das Haus, in dem er von 1985 bis 2006 arbeitete und lebte, ist nach GeGes Tod unverändert geblieben. Es ist ein Bijou mit viel Cachet, ein Haus, das noch immer Kunst und Künstler atmet und lebt. Für viele dürfte es ganz besondere Entdeckungen bergen. Jedermann ist willkommen! Gegenwärtig und noch bis 6. März im kommenden Jahr läuft in Bern die Ausstellung «Zwei Gessler – zwei Welten». Weshalb «zwei Gessler»? Die Ausstellung in der Bibliothek am Guisanplatz (BiG) stellt Vater Dr. Eduard Achilles Gessler, den Historiker mit Spezialgebiet Waffenkunde,

Sitzungsdaten und Termine für 2019 festgelegt

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten ................................................... von gemeindeschreiber christof wicky Der Gemeinderat hat die Sitzungsdaten und Termine für das kommende Jahr 2019 festgelegt. Folgende Daten sind auch für die Bevölkerung relevant: Gemeindeversammlungen: Dienstag, 11. Juni 2019 (Verabschiedung Rechnung 2018); Dienstag, 26. November 2019 (Budget 2020). Gemeindliche Anlässe: Neujahrsapéro am Dienstag, 8. Januar 2019, 18.30 Uhr; Koordinationssitzung mit den Vereinen am Mittwoch, 13. März 2019, 19.30 Uhr; Jungbürgerfeier mit Stallikon und Wettswil am Donnerstag, 13. Juni 2019, 18.30 Uhr; Nationaltagfeier (1.-August-Feier) am Mittwoch, 31. Juli 2019; Chilbi Bonstetten am Samstag/Sonntag, 24./25. August 2019. Wahlen und Abstimmungen: Eidg. und kant. Volksabstimmungen am Sonntag, 10. Februar 2019; Kantonsund Regierungsratswahlen am Sonntag, 24. März 2019; Eidg. und kant. Volksabstimmungen am Sonntag, 19. Mai 2019; Allf. Kantonale Volksabstimmungen am Sonntag, 1. September 2019; National- und Ständeratswahlen am Sonntag, 20. Oktober 2019; Eidg. und kant. Volksabstimmungen am Sonntag, 24. November 2019.

Erneuerungswahlen (Kreiswahlen) der römisch-katholischen Synode Der Synodalrat der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich hat für die Neubestellung der Synode für die Amtsdauer 2019–2023 den Sonntag, 10. Februar 2019, als Wahltermin festgesetzt. Der Synodalrat be-

auftragt mit der Durchführung der Wahl die Kirchengemeinden bzw. die Politischen Gemeinden gemäss Wahlanordnungsbeschluss vom 14. Mai 2018. In der Kirchgemeinde Bonstetten – umfassend die Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil – ist ein Mitglied der Synode zu wählen. Mit Beschluss vom 5. September 2018 beauftragte die römisch-katholische Kirchenpflege Bonstetten, gestützt auf Art. 7 ihrer Kirchenordnung, die politische Gemeinde Bonstetten mit der Aufgabe des Wahlbüros und der Wahlleitung. Für die Erneuerungswahlen der an der Urne zu wählenden Gemeindeorgane gelten gestützt auf Art. 22 der Kirchenordnung die Bestimmungen über die politischen Rechte. Das Vorverfahren mit der Möglichkeit der stillen Wahl findet bei Erneuerungs- und Ersatzwahlen statt. Sind die Voraussetzungen für die stille Wahl nicht erfüllt, werden gedruckte Wahlvorschläge verwendet. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, welche ihren politischen Wohnsitz in den Gemeinden Bonstetten, Stallikon oder Wettswil a. A. hat und der römisch-katholischen Kirche angehört. Die Wahlvorschläge können innert 40 Tagen beim Bereich Präsidiales eingereicht werden. Die eingegangenen Wahlvorschläge werden nach Ablauf dieser Frist veröffentlicht. Gleichzeitig wird eine neue Frist von sieben Tagen angesetzt, innert welcher die Vorschläge geändert oder zurückgezo- gen, aber auch neue eingereicht werden können. Sind die Voraussetzungen für die Durchführung einer stillen Wahl gemäss § 54 GPR nicht erfüllt, findet eine Urnenwahl statt. Der Zeitplan sieht Fol-

gendes vor: Fr., 21.9. 2018: 1. Publikation im «Anzeiger» mit 40-tägiger Frist (inkl. Erwähnung Datum der Urnenwahl); Mi., 31.10. 2018: Ablauf der 40tägigen Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen Di., 6.11. 2018: 2. Publikation im «Anzeiger» mit 7-tägiger Nachfrist; Di., 13.11. 2018: Ablauf der 7-tägigen Nachfrist; Di., 20.11. 2018: Stille Wahl durch den Gemeinderat, sofern Voraussetzungen erfüllt. Ansonsten Verwendung von gedruckten Wahlvorschlägen; So., 10.2. 2019: Wahlsonntag; So., 19.5. 2019: Allfälliger 2. Wahlgang.

Baubewilligungen Der Gemeinderat genehmigte folgende Bauvorhaben im ordentlichen Verfahren: Stweg Obstgarten, c/o Ringger und Bolt, Affoltern a. A., Baugesuch-Nr. 2018-0016; Vordachanbau bei Garageneinfahrt, Birchstrasse 16, Grundstück Nr. 2649. Schindler Waigel Kaspar und Waigel Schindler Regula, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0020; Aussenaufstellung Luft/Wasser-Wärmepumpe, Bleikistrasse 39, Grundstück Nr. 2515.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • den Beitritt zum Verein Standortförderung Knonauer Amt gutgeheissen; • das Resultat der Urnenabstimmung vom 4. März 2018 betreffend der Kündigung der Mitgliedschaft und Austritt der Gemeinde Bonstetten aus dem Zweckverband Spital Affoltern im Sinne von § 83 Abs. 1 GPR erwahrt; • das Haushaltsgleichgewicht (HhGgw) gemäss dem neuen Gemeindegesetz definiert;

• das Budget 2019 anlässlich der Gemeindeversammlung vom 27. November 2018 in 2. Lesung verabschiedet; • die Vernehmlassung zur Verordnung über die Ausbildungspflicht in der Langzeitpflege genehmigt; • den Kredit und Auftrag von Fr. 50 343.45 (inkl. MwSt.) zur Randsteinsanierung der Gemeindestrassen gutgeheissen; • die Bauabrechnung für die Sanierung der Gemeindestrasse Züriweg in der Höhe von Fr. 42 544.05 (inkl. MwSt.) mit Minderkosten von Fr. 2455.95 genehmigt; • die Bauabrechnung für die Sanierung der Gemeindestrasse Im Gibel in der Höhe von Fr. 45 976.85 (inkl. MwSt.) mit Minderkosten von Fr. 4023.15 verabschiedet; • der Erneuerung der Verträge zur Wasserlieferung durch die Wasserversorgung Zürich, der Gruppenwasserversorgung Amt und der Gruppenwasserversorgung Amt Limmatttal und Mutschellen, unter Vorbehalt der noch fehlenden Präzisierung bei der Überschreitung in Notfällen (Definition von Notfällen), zugestimmt; • die Erneuerung der Optionen über den Trinkwasserbezug der Gruppenwasserversorgung Amt (Gwva) und der Gruppenwasserversorgung Amt Limmat Mutschellen (Galm) festgelegt; • den anteilmässigen Kredit für die Sanierung des Reservoirs Bernhau (inkl. Ersatz der Transportleitung) genehmigt; • den Voranschlag 2019 des Zweckverbands Kläranlage Birmensdorf mit einem anteilsmässigen Betrag der Gemeinde Bonstetten (15.87 %) von 568 800 Franken verabschiedet.

...............................................................

............................................................... Auch in dieser grossen wie grossartigen Ausstellung in der öffentlich zugänglichen Leitbibliothek von Bundesverwaltung und Schweizer Armee geht es um Gegensätze. Können Sie den Ausstellungsinhalt kurz zusammenfassen? Die Ausstellung zeigt, wie Verbundenheit und Distanz zwischen Vater und Sohn zwei Leben prägen können: Hier die Welt des humanistisch geprägten, eher rückwärtsgewandten Waffenforschers, da jene des heranwachsenden Künstlers mit seinen kräftigen Farben und düsteren Zukunftsvisionen. Ein über 100-seitiger Ausstellungskatalog liefert diesbezüglich Ausführliches in Text und Bild. Interview: Urs E. Kneubühl «Ottenbach kreativ», Samstag und Sonntag, 29. und 30. September. Gemeinschaftsausstellung im Gemeindesaal mit Sonderausstellung Otto Gampert und GeGessler sowie diversen offenen Ateliers (Sonntag, 11 bis 16 Uhr). Eröffnung mit Matinée: Samstag, 11 Uhr. Bistrobetrieb: Samstag 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Ausstellung «Zwei Gessler – zwei Welten», bis 6. März 2019, Bibliothek am Guisanplatz, Papiermühlestrasse 21 A, 3003 Bern. Werktags, 8.30 bis 11 und 14 bis 16.30 Uhr. Infos www.big.admin.ch unter Aktuell und Agenda. Infos zum GeGe-Verein unter www.gege-atelier.ch unter «Verein» oder am Sonntag, 30. September, 11 bis 16 Uhr, im offenen Atelierhaus von GeGe am Landhausweg 1.

Prämiensteigerung unter dem Schnitt Im Kanton Zürich steigen die Krankenkassenprämien 2019 wie schon in den letzten drei Jahren deutlich schwächer als im Schweizer Mittel. Bei jungen Erwachsenen sinken sie gar. Im Kanton Zürich steigen die Prämien 2019 um durchschnittlich 0,7 Prozent; im gesamtschweizerischen Durchschnitt beträgt die Prämiensteigerung 1,2 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit am Montag bekannt gegeben hat. Betrachtet man nur die Erwachsenen, so liegt die mittlere Prämienbelastung (alle Franchisen, alle Versicherungsmodelle) mit 363 Franken pro Monat im Kanton Zürich unter dem Schweizer Schnitt von gut 372 Franken. Die Prämien für Erwachsene steigen mit 1,9 Prozent auch weniger stark als im schweizerischen Durchschnitt, wo ein Anstieg von 2,4 Prozent zu verzeichnen ist. Bei jungen Erwachsenen sinken die Prämien aufgrund einer Anpassung des Risikoausgleichs um 16 Prozent. Damit verringert sich die mittlere Prämienbelastung in dieser Alterskategorie im Kanton Zürich pro Monat um knapp 52 Franken auf 273 Franken. Im Vergleich mit den anderen Standortkantonen von Universitätsspitälern und generell mit städtisch geprägten Kantonen fällt damit die Prämienbelastung im Kanton Zürich weiterhin deutlich tiefer aus. Das Prämienwachstum konnte zwar erheblich abgeschwächt werden, dies ändert aber nichts daran, dass die steigenden Gesundheitskosten und Prämien auch künftig eine Herausforderung bleiben. (pd.)


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Dienstag, 25. September 2018

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Die «Wiesenkönige» aus Sellenbüren Landwirt Daniel Derrer gewinnt zwei Kategorien der Zürcher Wiesenmeisterschaft Für seine Halbtrockenrasen und Feuchtwiesen hat Daniel Derrer, Landwirt aus Sellenbüren, zwei der vier Kategorien der Zürcher Wiesenmeisterschaft gewonnen. Die Auszeichnung gilt auch für Robert Sidler, mit dem der Preisträger eine Betriebsgemeinschaft unterhält.

fernen von Unkraut gehört, haben sich gelohnt. Denn auf diesen Wiesen wächst, was andernorts nicht mehr zu sehen ist: die Knollige Kratzdistel, Wildorchideen, gar Enziane und vieles mehr. Zudem sind die Areale veritable Insekten- und Vogelparadiese, von denen es schweizweit immer weniger gibt. Auf den Flächen gibt es ausserdem 67 Hochstammbäume, 80 Prozent Birnen und 20 Prozent Äp fel, wichtige Horte für Insekten und Vögel. Für die Pflege und das Mähen wendet Daniel Derrer jährlich gut einen Monat auf. Und er verrichtet auch Mäharbeiten für Naturnetz Unteramt und für andere Landwirte. Für die Gemeinde findet er Worte des Lobes. «Sie unterstützt die Bauern bei der Bewirtschaftung dieser Flächen. Nützlich sind auch die von der Gemeinde initiierten Veranstaltungen: ein Neophytentag und alternierend ‹Grümpel und Gulasch› – ein Anlass, der für die Beseitigung von Unrat genutzt wird», hält Daniel Derrer fest.

................................................... von werner schneiter Daniel Derrer, 29-jährig, ist in Bonstetten aufgewachsen und hat – wie sein Vater – den Beruf des Kaminfegers erlernt. Landwirtschaft hat ihn aber schon als Knabe interessiert und ihn immer wieder auf den Bauernhof getrieben. Seine Affinität zu diesem Beruf festigte Derrer schliesslich mit einer Lehre als Landwirt, verbunden mit siebenmonatigem «Studium» am Strickhof. Später kam noch die Betriebsleiterschule dazu. Zwei Jahre arbeitete er hernach als Angestellter auf einem Betrieb in Wettswil, ehe er 2012 den Hof von Arthur Stutz in Sellenbüren in Miete übernahm und zwei Jahre später zum Pächter wurde. Seit diesem Zeitpunkt übt er seinen Beruf in einer Betriebsgemeinschaft mit Landwirt Robert Sidler aus: 28 Milchkühe plus ein Stier, Aufzucht von Mastkälbern, dazu 19 Mutterkühe und ein Stier – so lautet der derzeitige Stand auf den beiden Höfen; Robert Sidler ist für die Fleischproduktion verantwortlich. Produktionszweige bilden auch Fruchtfolgeflächen mit Silomais, Wintergerste und -weizen sowie Triticale, IP-Suisse-Brotweizen.

Mit sorgsamer Pflege der Biodiversitäts-Förderflächen Preise gewonnen: Landwirt Daniel Derrer auf der Feuchtwiese im Diebis am Üetliberg. Im Hintergrund der Fernsehturm. (Bild Werner Schneiter) Ein Drittel als Biodiversitäts-Förderflächen ausgeschieden So weit die ökonomische Seite. Naturschutzflächen gibt es am Hang des Üetlibergs schon seit vielen Jahren. «Robert Sidler hat die Gebiete von 1980 bis 2012 betreut. Er unterstützt mich tatkräftig», sagt Daniel Derrer. Heute sind 20,7 ha der insgesamt 62,8 ha der Gesamtbetriebe als Biodiversitäts-Förderflächen (BFF) ausgeschieden, die extensiv bewirtschaftet

Töfffahrer verletzt

werden müssen und Bestandteil sind der vor noch nicht langer Zeit erlassenen Schutzverordnung am Üetliberg. Diese Flächen werden auch von Biologen überwacht und dürfen jährlich ein- bis dreimal gemäht werden – auch das ist heikel. «Beim Mähen muss ich jeweils einen Plan zur Hand nehmen», hält der Preisträger fest. Die beiden Bewirtschafter müssen auch beim Mähvorgang besondere Vorsicht walten lassen, beispielsweise nur Messerbalken verwenden und die

Schutzzonen mit möglichst leichtem Gefährt befahren. Was nicht immer einfach ist: Auf einer Fläche von fast 13 ha betragen die Steigungen am Üetliberg bis zu 35 Prozent, auf 2 ha sogar 50 Prozent. Es ist klar, dass Ökofutter allein nicht für die Milchproduktion reicht, sondern jeweils gemischt wird mit Gras aus fetten Wiesen. «Das ist eine gute Kombination», sagt Daniel Derrer. Die besonderen Anstrengungen, zu denen auch das regelmässige Ent-

Die «Info DräSchiibe» auf Vereinsreise

Bei einem Verkehrsunfall in Zwillikon ist am Freitagnachmittag, 21. September, ein Motorradlenker verletzt worden.

Der Verein Info DräSchiibe, Mettmenstetten, lud seine Mitglieder am 15. September zur ersten Vereinsreise ein.

und Fantasiewesen in allen möglichen Farben und Formen.

Bei trockenem, noch etwas frischem Wetter, trafen sich um neun Uhr acht Teilnehmer am Bahnhof Mettmenstetten. Der Bus fuhr das gut gelaunte Grüppchen zum Bahnhof Dietikon. Das Umsteigen war für öV-ungeübte Benützer wunderlich: Aus dem Bus ausgestiegen, wechselte dieser seine Kennzeichnung und wurde zum Bus 306 bis Stadthalle Ost, also hiess es auf dem Absatz kehrtmachen und wieder in denselben Bus einsteigen. Ab Stadthalle Ost spazierten die Mettmenstetter eine Viertelstunde, vorbei an Familiengärten und einem Pferdehof, hinauf zum Eingangstor des Bruno Weber Parks. Dort wartete bereits die letzte Teilnehmerin. Die imposanten Hirschlampen führten, einer Allee gleich, zum Theaterplatz. Weiter ging es zum Tag- und Nacht-Tor vor dem Wohnhaus der Familie Weber. Dieses hat der Künstler, Bruno Weber, in Eigenregie selbst erbaut, in seiner einzigarten Art und Weise mit vielen Bildern, Skulpturen

Damit die Gruppe die Kunstwerke und den Künstler besser kennenlernen konnten, hatte die DräSchiibe eine einstündige Führung durch den Park gebucht. Zehn nicht aus dem Staunen herauskommende Vereinsmitglieder folgten den erklärenden Ausführungen der Führungsleiterin. Unter anderem hörten sie, dass Bruno Weber das Ziel anstrebte, seine Kunstwerke mit der Natur zu verbinden und nicht die Natur zu zerstören, damit seine Werke Platz erhalten. Oder, dass die Urne des Künstlers heute in seiner Wohnskulptur «Stierpavillon», die früher der Familie Weber als Weihnachtsfeierplatz diente, aufbewahrt wird. Ein Videofilm über das Schaffen und Leben, von und mit Bruno Weber beendete den Rundgang in eine andere Welt. Der nachfolgende Spaziergang zurück nach Dietikon in ein Restaurant zu einem Imbiss bot Gelegenheit, wieder vollständig ins Hier und Jetzt zurückzukommen. Nach dem gemütlichen und guten Imbiss begaben sich

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Was bedeutet ihm der Preis der Wiesenmeisterschaft? «Viel. Wir sind überglücklich. Ich war baff, als ich die Nachricht erhielt», freut sich der Preisträger. Grund zur Freude haben auch andere Ämtler Bauern: So erreichten Alfred und René Etterlin aus Obfelden in der Kategorie Blumenwiese Platz zwei und Simone und Fabian Schneebeli, ebenfalls Obfelden, in der gleichen Kategorie Platz drei. Insgesamt haben sich 44 Bauernbetriebe für den Wettbewerb angemeldet.

In einer Welt der Fabelwesen

In Zwillikon mit Lieferwagen kollidiert

Gegen 16.45 Uhr fuhr ein 25-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Ottenbachers- Der Motorradfahrer schlitterte auf die Gegenfahrbahn, trasse Richtung Ot- wo er mit einem Lieferwagen kollidierte. (Bild Kapo ZH) tenbach. Ausgangs Zwillikon verlor er in einer RechtskurNebst der Kantonspolizei Zürich ve aus unbekannten Gründen die Kon- und der Stadtpolizei Affoltern standen trolle über sein Fahrzeug und stürzte. Angehörige der Feuerwehr Affoltern Der Lenker sowie das Motorrad schlit- im Einsatz. Wegen des Unfalls wurde terten auf die Gegenfahrbahn, wo es die Ottenbacherstrasse bis zirka 19 zur Kollision mit einem entgegenkom- Uhr gesperrt. Durch die Feuerwehr menden Liefer-wagen kam, wie die wurde eine örtliche Umleitung einKantonspolizei mitteilt. gerichtet. Der Zweiradlenker wurde nach Personen, die Angaben zum Under Erstversorgung durch ein Ambu- fallhergang machen können, werden lanzteam und dem Team des Alpine gebeten sich bei der Kantonspolizei Air Rettungshelikopters mit einem Zürich, Verkehrszug Urdorf, Telefon Rettungswagen ins Spital gebracht. 044 247 64 64, zu melden.

Auch zwei Obfelder Familien vorne dabei

Kunstwerke mit der Natur verbunden

Mystischer Ort: Der Bruno-Weber-Park. die Mettmenstetter zur Bushaltestelle für den Heimweg. Am Bahnhof Dietikon konnten sie diesmal im Bus sitzen bleiben, da dieser wiederum nur seine Kennung änderte und dann weiter zum Bahnhof Urdorf Weihermatt fuhr. Nach und nach stiegen die Teilnehmenden auf der ganzen Heimfahrt aus dem Bus oder Zug aus, bis zum Schluss in Mettmenstetten die letzten vier die S-Bahn verliessen und die erste Vereinsreise der «DräSchiibe» Geschichte war.Sabine Scherzer


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Restaurant Brüelmatt, Birmensdorf

1. Huus-Metzgete Mittwoch, 26. Sept. 2018 ab 18.00 Uhr Donnerstag, 27. Sept. 2018 ab 11.00 Uhr Freitag, 26. Sept. 2018 ab 11.00 Uhr Freitag ab 19.00 Uhr musik. Unterhaltung mit em «Mani» ! Auf Ihren Besuch freut sich M. + J. Korpar und Personal. Tel. 044 737 35 50


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Kirchenburgen

Am Sonntag, 30. September, findet wieder der «Herbschtmäärt» statt. > Seite 12

An der Fachtagung im Kloster Kappel steht dieses Wochenende Siebenbürgen im Fokus. > Seite 16

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Letzter Säuli-Cup Lokalmatador Stefan Meier gewann bei der Derniere erneut die Silbermedaille. > Seite 17

Sich selbst einmal kreativ ausleben Zwei Ateliers in Zwillikon bieten Raum und Hand dazu

Alexandra Meier. (Bild zvg.)

Gegen Lern- und Konzentrationsschwächen Alexandra Meier bietet in Mettmenstetten eine NeuroHörtherapie zur Behandlung auditiver Wahrnehmungsstörungen und deren Folgen an. Das Auftreten von Wahrnehmungsstörungen des Hörsinns kann sich bei Kindern durch verschiedene Symptome und Verhaltensweisen zeigen: Es können Schulschwierigkeiten oder Konzentrationsschwächen auftreten, betroffene Kinder sind in der Schule häufig unaufmerksam und gelten als «Träumer» oder ein «Zappelphilipp». Einige Kinder können sich nicht gut mitteilen, sprechen undeutlich oder haben Kontaktschwierigkeiten. Andere hatten im Kleinkindalter auffällig viele Mittelohrentzündungen, waren als Säugling Schreikinder, unruhig oder wirkten apathisch. Oftmals war auch die Schwangerschaft oder Geburt des entsprechenden Kindes für die Mutter körperlich oder seelisch belastend. Die Systemische Hörtherapie ist eine Methode zur Diagnose und Behandlung auditiver Wahrnehmungsstörungen und ihrer Folgen für Kommunikation und Beziehung. Betroffene Kinder missverstehen Fragen oftmals und kommen Aufforderungen nicht nach. Sie sind leicht ablenkbar durch Geräusche, reagieren überempfindlich auf Lärm (und halten sich oft die Ohren zu). Hingegen sind sie zuhause noch relativ ruhig, im Kindergarten jedoch zunehmend unruhig und aggressiv oder zurückgezogen, und nicht selten sind auch Sprachentwicklung und Sprachverständnis verzögert. Alexandra Meier praktiziert systematisch Hörtherapie und kann betroffenen Kindern helfen. Die NeuroHörtherapie ist vom EMR (Erfahrungsmedizinisches Register) unter Tomatis Nr. 190 und der ASCA (Stiftung zur Anerkennung und Entwicklung der Alternativ- und Komplementärmedizin) unter Audio-Psycho-Phonologie Nr. 208 mit der Zusatzversicherung für Komplementärmedizin anerkannt. Wichtig: Jeder Patient und jede Patientin sollte sich vor Behandlungsbeginn bei seiner Krankenkasse über eine Kostendeckung oder Kostenbeteiligung erkundigen. (pd.) Detaillierte Informationen zur Neuro-Hörtherapie auf www.neuro-hoertherapie.ch. Gerne informiert Alexanda Meier persönlich übern das Spektrum der Neuro-Hörtherapie und beantwortet Fragen. Telefon 079 484 52 27 oder 044 767 00 16.

Brigitte Schranz und Madeleine Friedrich sind zwei völlig unterschiedliche Frauen. Beide haben dennoch ähnliche Ideen und sind in der «Fabrik am Weiher» in Zwillikon zu finden. Nun stellen sie sich zusammen mit einem Offene-Türen-Tag interessierten Menschen vor, die gerne selbst kreativ werden wollen. ................................................... von susanne crimi Brigitte Schranz nennt ihr Refugium «Kreativ-Werchstatt». Schon vor Jahren leistete sie sich, damals stand sie noch voll im Berufsleben, die Miete für ihre Allerlei-Werkstatt. «Da konnte ich hingehen und einfach mal ausprobieren, wonach mir der Sinn stand. Ich konnte tüfteln, probieren und experimentieren, so viel ich wollte und dann alles einfach stehenlassen, um am nächsten Tag weiterzumachen», erzählt sie. So kamen immer mehr Materialien zusammen, alles Mögliche wie Draht, Folien, Stoffe und Bändel, Gips, Beton, Leimarten – alles, was als Bastelmaterial denkbar ist. Aber auch ganz viele Dinge, die gar nicht als Kreativ-Produkte angedacht waren,

sich aber wunderbar zu Figuren, Bildern, Taschen, Objekten und vielem mehr verarbeiten lassen. «Bestimmt gibt es viele Leute, die eine Idee, aber weder Platz noch Werkzeug oder genügend Ruhe haben, ihren Eingebungen folgen zu können. Ihnen möchte ich den Raum, aber auch die Zeit und die Umsetzungsmöglichkeiten bieten, die sie sonst nicht finden können. Ein Möbel aufmotzen, aus dem Hausrat von Grosspapi einen schönen Engel gestalten, ein entdecktes Kunstwerk auf eigene Art nachbauen – dafür möchte ich da sein», erklärt Brigitte Schranz ihre «Kreativ-Werchstatt».

«Schaff-Bar» Madeleine Friedrich ist Handarbeitslehrerin im Teilzeitpensum und hat Ausbildungsmodule in Gestaltungspädagogik absolviert. Auch sie hat sich in der «Fabrik am Weiher» in Zwillikon ihre «Schaff-Bar» eingerichtet. Sie möchte Platz bieten, um zur Ruhe zu kommen, ungehindert und kreativ Eigenes zu erschaffen, Skulpturen oder Masken zu formen, mit Draht oder auch anderen Materialien Formen zu bilden oder ganz eigene, künstlerische Lampen entstehen zu lassen. «Eines meiner bevorzugten Ma-

terialen ist Kork. Er lässt sich wunderbar formen und es können auch mal grosse und massige Figuren und Skulpturen entstehen». Sie sagt von sich, dass sie – anders als Brigitte Schranz – eher gerne fürs «Gröbere» da sein will. In ihrem Wirkungsbereich stehen Sägen, Bohrmaschinen und viele andere Werkzeuge. Wo bei Brigitte diverse Nähmaschinen auf Einsätze warten und die Gestelle voll von «Chrims-Chrams» sind, steht im Arbeitsraum von Madeleine ein grosser quadratischer Tisch, über dem ein bunter Pappmache-Vogel fliegt, und auf dem Raumtrenner sind einige kleinere Arbeiten ausgestellt. Sie hat jeweils am Donnerstag sogenannte «Insel-Abende» ins Leben gerufen. Menschen mit Essstörungen, solche die sich ausgebrannt, rastlos und unsicher fühlen, können sich hier treffen. Durch kreatives Tätigsein kann der Wahrnehmung der eigenen Person und des Umfelds wieder vermehrt Aufmerksamkeit zuteilwerden.

Sich trauen kreativ zu sein Am Tag der offenen Tür am kommenden Samstag möchten die beiden den Besuchern ihre Vorschläge, Ideen, Gedanken und Vorstellungen präsentieren. Brigitte Schranz sprüht vor Enthusiasmus und freut sich auf rege Frequenz von Gross und Klein. Madeleine Friedrich hält Korkstücke und Werkzeuge bereit, um ihre Gäste eine Kostprobe in kreativer Handarbeit erleben zu lassen. Beide haben ähnliches zu bieten und doch sind sie grundverschieden. Sie unterstützen einander, weil sich ihre Angebote komplementieren, und tauschen sich auch gerne aus. Was jetzt noch fehlt, sind die Leute, die sich durch dieses Angebot endlich trauen, ihre schlummernde Kreativität zu erwecken und so sich selbst neu kennenlernen können.

Am Herbstmarkt in Hausen wird allerlei Kulinarisches und Künstlerisches angeboten. (Bild zvg.)

Start in die Herbstsaison Markt in der Baumschule in Hausen am Freitag, 28. September, 11 bis 18 Uhr, und Samstag, 29. September, 10 bis 16 Uhr. Lokale Kreativköpfe präsentieren hand- und hausgemachte Spezialitäten auf dem Areal der Baumschule Reichenbach in Hausen am Albis: Lente Franken, Kräuterfreude; Margrit Bayer, Silberschmuck; Familie Frutiger, Hofprodukte; der Landladen, Hofprodukte; Weinbau Eberhard, Bio-Wein; Margrit Nötzli, Crèpes; 4eck, Fell und Karo; Stoffbude Gmür, Genähtes; Diamant Kaffee; Maya Baer, Floristik; Hof Allenwinden, Destillat; Drechsler Lüthy, mit Drehbank; AtelieR, Holzschnitzerei; um-style, Möbel; Christine Rey, Glasiges; Rosenlädeli und Superfood-Pflanzen. Auch Kinder kommen an diesen beiden Tagen nicht zu kurz: Sie können Pflänzchen eintopfen, frischen Most pressen und allerlei Interessantes entdecken. Das Herbstbeizli bietet Kürbissuppe und Käsebrot. Mit dem Herbstmarkt startet auch die ideale Pflanzzeit für alles Grün. Wer sich etwas Neues für den Garten gönnen oder sich einfach inspirieren lassen möchte, ist herzlich eingeladen. Es werden auch Betriebsführungen angeboten: Diese finden jeweils am Freitag um 14 Uhr und am Samstag um 11 und 14 Uhr statt. Die HerbstmärtFamilie freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher. (pd.) Gartenpflanzen mit heimischen Wurzeln,

Brigitte Schranz (links) und Madeleine Friedrich freuen sich auf neugierigkreative Besucher. (Bild Susanne Crimi)

Tag der offenen Tür: Samstag, 29. September,

Baumschulen Reichenbach, Schonau 1, Hausen.

14 bis 17 Uhr. Fabrik am Weiher, Zwillikon. Weitere

E-Mail: info@baumschulen-reichenbach.ch,

Infos auf : www.kreativ-werchstatt.ch und auf

Telefon: 044 764 03 04. Detaillierte Informationen

www.schaff-bar.ch.

auf www.baumschulen-reichenbach.ch.

Das eigene Potenzial entdecken

«Pferdestarke Selbstführung» am 25. Oktober in Hausen Die Coachings und Workshops der «Selbst-Empowerinnen» Rebecca Böniger und Susanne Spalinger schaffen Raum für individuelle Entwicklung und Potenzialentfaltung, um erfolgreich durchzustarten. Viele Menschen haben manchmal das Gefühl, überfordert zu sein oder nicht weiterzuwissen. «Wir stärken unsere Coaching-Teilnehmenden in ihrer Persönlichkeit, damit sie charaktereigene Ressourcen aufbauen und ihr Poten-

zial leben können», erklärt Rebecca Böniger das «Selbst-Empowerment»Programm. Zusammen mit CoachingPartnerin Susanne Spalinger hilft sie ihren Kunden etwa beim Erarbeiten von Selbstvertrauen und Führungsstärke oder bei der Konfliktbewältigung sowohl in der Karriere als auch im Privatleben. Dank ihrem langjährigen Engagement in der Wirtschaft, als Familienfrauen und Coaches sind die zwei «Selbst-Empowerinnen» in der Lage, massgeschneiderte Workshops zu konzipieren. «In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden ent-

wickeln wir individuelle, auf die Persönlichkeit zugeschnittene Strategien und bieten Tools zur praktischen Umsetzung, damit der Transfer in den Alltag gelingt», rundet Susanne Spalinger die Erklärung ihrer Geschäftspartnerin ab. Fabio Lüdi Die nächsten Workshops: Pferdestarke Selbstführung, am 25. Oktober, in Hausen. Ressourcen & Potenzialentfaltung, am 24. November, im Kloster Kappel. Jetzt anmelden per Telefon 076 374 23 12 oder auf www.selbst-empowerment.ch.

Rebecca Böniger und Susanne Spalinger. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Ein herbstliches Treffen

26. Wettswiler Herbschtmäärt

Der letztjährige Herbstmarkt zog viele Besucherinnen und Besucher nach Wettswil. Auch dieses Jahr sind wieder gegen 60 Aussteller dabei. (Bild zvg.)

Am Sonntag, 30. September, findet von 11 bis 17 Uhr zum 26. Mal der Wettswiler «Herbschtmäärt» statt. Der Markt mit überregionalem Charakter findet stets am letzten Sonntag im September statt. Er verbindet Menschen – und das für den gemeinnützigen Zweck. Nach dem letztjährigen Jubiläumsjahr mit einigen zusätzlichen Highlights wird die diesjährige Ausführung mit einem spannenden Angebot und Unterhaltungsmöglichkeiten für Gross und Klein durchgeführt. Die Vorfreude ist gross, und was gibt es Gemütlicheres, als mit der Familie und Freunden durch den Markt zu schlendern, vom Angebot zu profitieren und es sich gut gehen zu lassen. Für kurzentschlossene Aussteller hat es noch wenige Plätze frei, und auch Helfer sind immer willkommen. Wie üblich wird ein ansprechendes kulinarisches Angebot präsentiert: Nicht nur für Fans von Würsten ist gesorgt, auch sonst wird einiges geboten. Ein Hit ist der Kinderflohmarkt bei den Treppen neben der Turnhalle

Mettlen. Die jüngeren Besucherinnen und Besucher toben sich im «Gumpischloss» aus, erfreuen sich an der Holzeisenbahn, dem Torwandschiessen und den Spielen der Vereine, bei denen auch junggebliebene Besucher ihren Spass haben werden. Die Wettswiler Ponyranch bietet als Alternative zwischen 14 und 16 Uhr beim Gemeindehaus Wettswil ein Ponyreiten an. Die Musikgesellschaft Stallikon wird um die Mittagszeit auftreten und die Besucher mit musikalischen Grüssen verwöhnen. Von der Poststrasse bis zum Türmlihaus und durch die Schulanlage bis zur Turnhalle Mettlen darf ein farbenfrohes Angebot von gegen 60 Ständen erwartet werden. Die Erlöse aus dem Advents- und Herbschtmäärt werden gemeinnützigen Institutionen und Vereinen zugesprochen. Und auch im Advent ist in Wettswil einiges los: Am Sonntag, 2. Dezember, findet der 20. Wettswiler «Adventsmäärt» statt. Remo Buob, OK-Präsident Weitere Infos für Aussteller und Besucher sind auf www.määrt.ch zu finden.

Reh, Hirsch und Gämse – auch im Unteramt

Herbstexkursion auf der Buchenegg Der Verein Naturnetz Unteramt lädt am Samstag, 29. September, um 13 Uhr zur Herbstexkursion ein. Die einen waren schon immer da und die anderen sind wieder zurück. Am 29. September erhalten Interessierte die Gelegenheit, Zeichen und Spuren der Tiere im Wald zu erkennen. Nach einer kurzen Einführung in die unterschiedlichen Lebensweisen der drei Tierarten und deren Verbreitung bei uns, werden die Teilnehmenden in den Wald geführt, und zwar von der Buchenegg Richtung Albis. Bei dieser Exkursion wird nicht nur auf Spuren und Zeichen geachtet. Es wird auch allerhand zur Biologie der Tiere erzählt. Und es geht ums Kennenlernen der Lebensräume und der daraus

entstehenden Herausforderungen an Mensch und Tier. Man kann gespannt sein, was dieser Nachmittag für Überraschungen bescheren wird. Welches werden die Höhepunkte der Beobachtungen sein? Mit welchen interessanten Erläuterungen wird der Exkursionsleiter die Teilnehmenden erfreuen? Der Exkursionsleiter, Christian Breitler, hat fundierte Kenntnisse über die in unserem Wald lebenden Tierarten. Er ist seit diesem Jahr auch Jagdaufseher in Stallikon. Die Exkursion findet bei jeder Witterung statt und steht allen Interessierten offen. Mitglieder gratis, Gäste 5 Franken. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bitte keine Hunde mitführen. (pd.) 2½-stündige Exkursion, Samstag, 29. September, Treffpunkt 13 Uhr Parkplatz Buchenegg.

Auch Hirsche hinterlassen Spuren im Wald. Welche, das wird Exkursionsleiter Christian Breitler den Teilnehmenden am 29. September verraten. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Ein komödiantisches Erzählkonzert

Dienstag, 25. September 2018

100 Jahre Landesstreik

Am 29. September in Mettmenstetten

Paul Rechsteiner referiert am 4. Oktober in Hedingen

Am Samstag, 29. September, tritt Cornelia Montani mit ihrem Bühnenprogramm «Lili Pastis Passepartout» im «Rössli» in Mettmenstetten auf.

Am Donnerstag, 4. Oktober, feiert die SP Bezirk Affoltern «100 Jahre Landesstreik». Als Referent ist Paul Rechsteiner, Ständerat und Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, eingeladen.

Ungewöhnliche Geschichten von ganz gewöhnlichen Menschen. Lieder aus den Schweizer Alpen, italienische Canzoni, französische Chansons, Klezmer-Melodien und ein Hauch von Jazz. Ein Leckerbissen – fulminant, kurz und bündig aufgetischt, währschaft räss oder raffiniert delikat. Auf jeden Fall gut bürgerlich gekocht, aber fremdländisch gewürzt. Herzlich, verführerisch und bar jeglicher Vernunft. «Chasch mi gärn ha!» ist das Leitmotiv des aktuellen Bühnenprogramms. Ein

herzzerreissendes Puzzle von unmöglichen Liebesgeschichten. Herzklopfen und weichen Knien, himmelhoch jauchzend und doch nie betrübt. Rolf Brüsse und Carmen Blaser Samstag, 29. September, 20.15 Uhr, Bühne Rössli. Eintritt: 35 Franken. (Legi/AHV: 30 Franken). Ticketreservierungen auf www.bieus.ch oder im Restaurant Rössli, Telefon 044 767 02 01. Bistro und Abendkasse ab 19.15 Uhr geöffnet. Gäste, die vor der Vorstellung im Restaurant Rössli essen, können mit der Tischbestellung auch Sitzplätze auf ihren Namen im Theatersaal reservieren lassen. Die übrigen Plätze können frei gewählt werden. Weitere Infos zur Künstlerin auf: www.cornelia-montani.ch.

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Im November jährt sich die grösste Massenstreikbewegung der bisherigen Geschichte der Schweiz zum 100. Mal. Die Woche vom 7. bis 14. November 1918 gilt als die schwerste innenpolitische Krise seit der Gründung des Bundesstaats von 1848. 250 000 Arbeiterinnen und Arbeiter folgten dem Streikaufruf des Oltener Aktionskomitees. Dieses forderte unter anderem den Achtstundentag und das Proporzwahlrecht, das Frauenstimm- und Wahlrecht sowie eine Alters- und Invalidenversicherung. Der Streik wurde abgebrochen, ohne dass die Forderungen erfüllt worden wären. Dennoch markiert er eine entscheidende Weichenstellung, denn in seiner Folge kam es zu Fortschritten bei den Arbeitsbedingungen, in der Sozialpolitik und der politischen Partizipation. Der Landesstreik ist eines der wichtigsten historischen Ereignisse des schweizerischen Bundesstaates. Die SP Bezirk Affoltern organisiert

Alltag nötig ist. Er bringt über 40 Jahre parlamentarische Erfahrung auf verschiedenen Ebenen mit. Unter anderem war er während 25 Jahren Mitglied des Nationalrates, seit 2011 prägt er im Ständerat die Politik entscheidend mit. Viele kennen ihn als engagierten Präsidenten des SchweiReferent Paul Rechsteiner, Ständerat und Präsident des zerischen GewerkSchweizerischen Gewerkschaftsbundes. (Bild zvg.) schaftsbundes. 100 zum Jubiläum «100 Jahre Landes- Jahre Landesstreik – und wo ist heute streik» eine öffentliche Veranstaltung Mut gefragt wie damals?» Dieser Titel und freut sich, als Hauptredner Paul der Veranstaltung charakterisiert auch Rechsteiner im Knonauer Amt begrüs- den Referenten. Paul Rechsteiner ist ein leidenschaftlicher, mutiger Kämpsen zu dürfen. In seinem Referat wird er die Le- fer für eine soziale und gerechte bensrealität der damaligen Bevölke- Schweiz und ein begeisternder Redrung aufzeigen und die politischen Er- ner. Die SP Bezirk Affoltern heisst ihn rungenschaften und Widerstände auf und alle Interessierten herzlich willdem langen Weg zu einer sozialen kommen. Schweiz skizzieren. Neben dem historischen Blick wird er auch auf die heu- Georges Köpfli, SP Bezirk Affoltern tigen zentralen Herausforderungen für die Zukunft unseres Landes einge- Öffentliche Veranstaltung, Donnerstag, 4. Oktober, hen. Paul Rechsteiner weiss, wie viel 20 Uhr, reformiertes Chilehuus, Oberdorfstrasse 1 Beharrungsvermögen im politischen Hedingen.

Herbstanlass mit Ansgar Gmür

Donnerstag, 4. Oktober, in der Aula Ennetgraben Cornelia Montani arbeitet als Schauspielerin, Musikerin, Autorin und Regisseurin. Am 29. September tritt sie in Mettmenstetten auf. (Bild zvg.)

«De Anderscht vo Anderschtwo»

Theatererlebnis in Affoltern Ein witziges Theatererlebnis zu einem hitzigen Thema für «Menschen ab fünf Jahren» zeigt das Ensemble des Theaters Dampf am 30. September in Affoltern. Mäus und Chümel sind langjährige Nachbarn und obwohl sie extrem verschieden sind, sind sie trotzdem echte Freunde geworden. Mäus steht immer früh auf – Chümel schläft und träumt fürs Leben gern. Nur heute nicht – denn heute ist alles «anderscht»! Heute

feiern die beiden das 10-Jahre-Jubiläum ihrer Freundschaft. Sie tischen sich ein prächtiges Buffet auf und liefern mit Gesangs- und Spieleinlagen gleich selber die Unterhaltung mit. Doch dann geschieht das Unvorstellbare. Ein Fremder steht vor ihrem Festtisch und glotzt gierig auf ihre Leckerbissen. Wer ist das? Was will der da? Wir brauchen nichts und geben auch nichts. Der Fremde spricht ausländisch und Chümel und Mäus verstehen kein Wort. Mäus ist dieser Störenfried unheimlich und er will ihn fortjagen. Chümel aber ist neugierig und interessiert sich für den Fremden. Vielleicht wird er ein neuer Freund – das weiss man nie! Was Mäus und Chümel über ihn erfahren, verändert ihr Leben – und plötzlich ist alles «anderscht». (pd.) Sonntag, 30. September, 16 Uhr, Singsaal Schulhaus Semper, Affoltern. Ab fünf Jahren, Dauer: 55 Min. WunderBar und Kasse ab 15.30 Uhr geöffnet. Reservierungen auf www.kulturaffol-

Plötzlich ist alles «anderscht». Die Aufführung des Ensembles des Theaters Dampf verspricht ein witziges Theatererlebnis mit Tiefgang. (Bild zvg.)

tern.ch und Vorverkauf in der Buchhandlung Scheidegger unter Telefon 044 762 42 42.

Am 4. Oktober ab 19 Uhr lädt der Hauseigentümerverband Albis zu seiner traditionellen Herbstveranstaltung ein. Referieren wird dieses Jahr der Ökonom Ansgar Gmür. Ansgar Gmür ist eine schillernde Persönlichkeit in der Immobilienbranche und nebenbei des Bauchredens fähig. Er wird auf Ende dieses Jahres sein Amt als Direktor des Schweizer Hauseigentümerverbandes abgeben, welches er dann (seit Mai 2000) über 18 Jahre lang innegehabt haben wird. Ansgar Gmür wird an diesem Abend über die Entwicklungen in der Immobilienbranche der letzten Jahre und Jahrzehnte referieren, über die in dieser Branche herrschenden Risiken, Gefahren und die Tendenzen, wohin sich die Branche entwickelt. Ebenso spannend werden seine persönlichen Erfahrungen aus seinen zahlreichen Tätigkeiten sein, allen voran jene des Direktors des HEV. Ansgar Gmür wird

aber auch über seine persönliche Zukunft sprechen, welche ihn in die Arme Gottes führen werde. 1953 in Amden geboren und auf einem Bauernhof – gläubig erzogen – aufgewachsen, war Ansgar Gmür schon früh mit Grund und Boden vertraut. Er absolvierte 1971 in Basel eine Chemielaborantenlehre und schloss in Zürich ein Betriebswirtschaftsstudium ab, wofür er vorgängig die Akad-Matura auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt hatte. Danach war er, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Chronologie, während mehrerer Jahre als Dozent (unter anderem am Institut für Management und Kaderausbildung) tätig, als Experte, als Sekretär des Schweizerischen Gewerbeverbandes, als Vizedirektor beim Verband der Arbeitgeber der Textilindustrie und als Direktor des Verbandes der Schweizerischen Zellstoff-, Papier- und Kartonindustrie. Nebenamtlich betätigte er sich unter anderem als Arbeitsrichter am Bezirksgericht Zürich und wirkte in zahlreichen Kommissionen und

Arbeitsgruppen mit. Unter seiner Führung entwickelte sich der HEV zu einer der grössten Organisationen der Schweiz, brach der HEV Schweiz das Bankenmonopol im Hypothekenbereich, baute den Verlag und die Mitgliederzeitung aus und rüstete sich digital für die Zukunft. Als Chefredaktor für die Verbandszeitung, welche an über 600 000 Leser verteilt wird, schrieb Ansgar Gmür jeweils seine Kolumnen, welche den Lesern bestens vertraut sein dürften. 2015 erschien ein Buch (best of Ansgar), in welchem 108 seiner Kolumnen der vergangenen Jahre zusammengetragen wurden. Zudem ist er Autor zahlreicher Artikel zum Immobilienwesen. Ansgar Gmür setzte sich stets auf nationaler Ebene für die Interessen der Haus-, Grundund Stockwerkeigentümer ein. Herbstanlass des HEV, Aula Schulhaus Ennetgraben, Affoltern. Türöffnung um 19 Uhr. Im Anschluss an den Vortrag und die Fragen verköstigt der HEV Albis die Referatsbesucherinnen und Besucher mit einem Apéro Riche. Eintritt frei, Kollekte.

Ein Dialog über die Jahrhunderte

Requiem mit dem a cappella Chor Zürich in der Klosterkirche Am Sonntag, 30. September, singt der Chor unter der Leitung von Bohdan Shved in der Reihe «Musik und Wort» im Kloster Kappel. Das Requiem von Maurice Duruflé, wohl sein berühmtestes Werk, wurde im Jahr 1947 uraufgeführt, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Grundhaltung ist nicht Auflehnung oder Verzweiflung über den Tod, der uns liebe Menschen nimmt und uns alle eines Tages dahinraffen wird, sondern vielmehr Trost und Versöhnlichkeit. Darin ist es dem Requiem von Fauré nahe, das auch sonst in vielem ein Vorbild war. Viel stärker ist aber der Einfluss des gregorianischen Chorals zu spüren, von dem sein Requiem, nach Duruflés eigenen Worten, «ganz

und gar durchdrungen» ist. Jeder einzelne Satz basiert auf dem entsprechenden Thema der gregorianischen Totenmesse. Die aus dem ersten Jahrtausend überlieferten Melodien, einstimmig und tief berührend in ihrer archaischen Schlichtheit, liegen dem Werk als tragendes Fundament zugrunde und schimmern überall durch. Der a cappella Chor Zürich stellt die beiden grossartigen Werke nebeneinander, das einstimmige gregorianische Requiem aus den Tiefen der Vergangenheit, und Duruflés moderne Schöpfung für Chor, Soli und Orgel. Die Zuhörenden können dabei an einem Dialog über die Jahrhunderte weg teilnehmen, der sich als wunderbar fruchtbar erweist. Wie immer bei «Musik und Wort» begleiten Texte, gelesen und ausgewählt von Pfarrer

Christof Menzi die Musik. Duruflé hat uns vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik hinterlassen. Die Organistin Olga Zhukova bringt in Kappel ein besonders eindrückliches Werk zur Aufführung: die Toccata aus der Suite opus 5 für Orgel. Das ist ein hochvirtuoses, leidenschaftlich bewegtes Stück, mächtig und zart, voller überraschender Wendungen in Harmonie und Rhythmus. Auch mit diesem Instrument schliesst sich Duruflé würdig und eigenständig an eine ruhmreiche musikalische Tradition an. (pd.) «Musik und Wort», Sonntag, 30. September, 17.15 Uhr in der Klosterkirche des Klosters Kappel. Eintritt frei, Kollekte. Weitere Informationen sind unter Telefon 044 764 88 10, per E-Mail info@klosterkappel.ch sowie auf der Website www.klosterkappel.ch erhältlich.


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Veranstaltungen

Dienstag, 25. September 2018

Christliche Werte im Jahr 2018

Referat von Dr. Samuel Behloul am 2. Oktober in Affoltern Christliche Werte stehen hierzulande noch immer hoch im Kurs, während Menschenrechte auch zunehmend in Frage gestellt werden. Eine Ausstellung im reformierten Chilehuus Affoltern, ein Vortrag und ein Themenabend laden zum Nachdenken ein und geben Impulse. Sind christliche Werte bedroht, umkämpft oder längst überholt? Ob es um das Thema Migration und Integration, um Genderfragen oder um andere Herausforderungen unserer Zeit geht: Immer wieder stehen dabei auch «unsere christlichen Werte» zur Debatte. Gleichzeitig herrscht aber grosse Uneinigkeit. Nicht nur darüber, was man sich unter christlichen Werten vorstellen soll, sondern auch darüber, ob das Christentum oder eher die Aufklärung die Basis unseres Wertesystems bilden. Was sind christliche Werte in Zeiten grosser gesellschaftlicher Veränderungen, angesichts von Individualisierung der Gesellschaft, Migration und religiöser Vielfalt? Und warum werden sie so heftig diskutiert? Diesen Fragen geht Dr. Samuel Behloul, Titularprofessor der Universität Luzern und Fachleiter Christentum am Zürcher Institut für Interreligiösen Dialog, am kommenden Dienstag, 2. Oktober, ab 19.30 im reformierten Chilehuus

Dr. Samuel Behloul referiert am 2. Oktober in Affoltern. (Bild zvg.) Affoltern nach. Im Anschluss an seinen zirka einstündigen Vortrag besteht die Möglichkeit, seine Thesen – auch kontrovers – zu diskutieren. Kritische Geister sind erwünscht.

Und wie steht es um die Menschenrechte? Ab dem 2. Oktober wird im Chilehuus auch die Wanderausstellung «Meine Geschichte, mein Recht – bewegende Porträts aus der Schweiz» zu sehen sein. In der Schweiz sind die Menschenrechte als sogenannte «Grundrechte» in der Bundesverfassung verankert. Dennoch gibt es auch in unserem Land Menschen, die sich in ihren Menschenrechten verletzt sahen und

um ihre Rechte kämpfen mussten – mit Unterstützung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Neun von ihnen kommen in der Ausstellung zu Wort. Wie soll man sich zu ihren Geschichten stellen? Das bleibt den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung selbst überlassen. Zur Vernissage mit Apéro ab 18 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Um 18.30 gibt es eine kurze Einführung in die Ausstellung durch Kirchenpfleger Herbert Gerber und Kuratorin Andrea Huber, Initiantin und Geschäftsführerin von «Schutzfaktor M». Die Ausstellung kann bis 11. Oktober besucht werden. Sie ist wochentags von 8 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet. Am 4. Oktober schliesslich findet, ebenfalls ab 19.30 Uhr, ein ImpulsAbend zum Thema Menschenrechte unter Beteiligung von Amnesty International und Schülern und Schülerinnen der Oberstufe Affoltern statt. Mitdenkende und Mitdiskutierende sind sehr willkommen.

Zum Abschluss der Erntezeit

Erntedank in der Aumüli Stallikon Am Sonntag, 30. September, findet in der Aumüli Stallikon ein festlicher Gottesdienst der reformierten Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil statt. Feste und Rituale zum Abschluss der Erntezeit sind in den meisten Religionen und Kulturen ein fester Bestandteil. Die Freude über alles, was ge-

Mitfeiern in der Aumüli Danken, Nachdenken und Feiern − all das hat Platz am Familien-Gottesdienst zum Erntedank. Die reformierte Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil lädt alle herzlich zum Mitfeiern ein auf dem Areal der Aumüli Stallikon. Die Musikgesellschaft Stallikon wird den Festgottesdienst musikalisch begleiten. Judith Fries und Pfarrer Otto Kuttler gestalten den Gottesdienst, zu dem auch alle Kinder vom «Fiire mit de Chliine» herzlich eingeladen sind. Im Anschluss an den Gottesdienst wird Renate Wassmer mit einem kleinen Buffet für das leibliche Wohl besorgt sein. (pd.)

«Meine Geschichte, mein Recht» – Ausstellung vom 2. bis 11. Oktober, Vernissage am Dienstag, 2. Oktober, ab 18 Uhr. «Christliche Werte: bedroht, umkämpft oder längst überholt?» - Vortrag und Diskussion mit Dr. Samuel Behloul am Dienstag, 2. Oktober, 19.30 bis 21.15 Uhr. «Themenabend Menschenrechte» am Donnerstag 4.10 ab 19.30. Alle Veranstaltungen im reformierten Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Eintritt frei.

Ein europäisches Kulturerbe

Absprache betreffend Erntedank-Gaben zum Schmücken bitte mit Heinz Dietiker, Telefon

Einladung zur internationalen Fachtagung in Kappel An der internationalen Fachtagung vom 28. bis 30. September im Kloster Kappel wird die Kirchenburgenlandschaft in Siebenbürgen beleuchtet. Siebenbürgen, auch «Transsilvanien (trans, lat. jenseits; silva, lat. Wald) – Das Land hinter den Wäldern» genannt, ist eine viel zu wenig bekannte Region (Enklave) im Südosten Europas. Das von dem Karpatengürtel umschlossene fruchtbare Hochland weist nicht nur überwältigende Landschaftspanoramen, sondern auch eine unerschöpfliche Vielfalt an Baudenkmälern auf. Die historische Kulturlandschaft in ihrem eigenständigen Charakter geht bis weit ins 12. Jahrhundert zurück. Über 800 Jahre lang war dieses Gebiet vor allem von Siedlern aus dem Rhein- und Moselgebiet geprägt. Der ungarische König Géza II. rief sie zur Erschliessung des Landes. Von Mongolen- und Türkeneinfällen bedroht, entstanden befestigte Städte und zahlreiche dörfliche Kirchenburgen. Über 160 Kirchen- und Wehrburgen sind bis heute erhalten und bilden

und Nutzung oder Umnutzung der Kirchenburgen. Einerseits ist die Erhaltung des kulturellen Erbes entscheidend und andererseits die wissenschaftliche Aufarbeitung der Entstehungs- und Baugeschichte der Kirchenburgen Siebenbürgens im soDie Kirchenburg Tartlau/Prejmer. (Bild Georg Gerster) zialen, kulturellen, durch ihre Dichte und Vielfalt eine religiösen und politischem Umfeld weltweit einzigartige Kirchenburgen- über Jahrhunderte hinweg von Bedeulandschaft. Doch die Situation der Kir- tung. Es gilt nun, dieses kulturelle Erchenburgenlandschaft in Siebenbür- be Europas zu sichern, das gleichzeitig gen hat sich in den letzten zwei Jahr- eine kulturelle Identität für die Bevölzehnten stark gewandelt. Als Folge der kerung in Siebenbürgen beinhaltet. stetigen Aussiedlung nach dem Zwei- Auch soll die wirtschaftliche Nachhalten Weltkrieg und vornehmlich durch tigkeit im Tourismus langfristig geförden Exodus der Siebenbürger Sachsen dert werden. nach der politischen Wende 1989, sind diese Kulturdenkmäler vom Ver- Datum: 28. bis 30. September, Beginn 14.30 Uhr, fall bedroht. Die Tagung diskutiert Zwinglisaal, Kloster Kappel, Anmeldung über diesen Wandel mit Blick auf seine das Kloster: info@klosterkappel.ch, Telefon kulturhistorischen Aspekte, das heisst 044 764 88 10. Das Programm ist auf der Website aus der Perspektive von Erhalt www.verein-siebenbuergen-schweiz.ch zu finden.

Zukunft säen, Vielfalt ernten Am Samstag, 29. September, lädt die Stiftung Puureheimet Brotchorb in Stallikon zur jährlichen Aktion «Zukunft säen» ein, die sich landes- und europaweit für den Erhalt von gentechnisch unverändertem Saatgut engagiert. Unter dem Motto: «Das, was wir heute säen, steht morgen auf den Feldern und ist übermorgen unsere Nahrung», wird ein Nachmittag lang gemeinschaftlich ein Getreidefeld von Hand gesät und damit ein lebendiges Zeichen für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft ohne Gentechnik gesetzt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Nach der Aussaat besteht für Gross und Klein die Gelegenheit, sich

wachsen ist und über den Erfolg der eigenen Arbeit soll zum Ausdruck kommen. Auch der Dank für das Wunder, welche Vielfalt der Boden, den wir manchmal etwas lieblos Dreck nennen, hervorbringen kann, gehört dazu. Wie sensibel und gefährdet dieses Wunder ist, wurde uns in diesem Hitzesommer sehr anschaulich und hautnah vor Augen geführt. Ein Grund mehr, um für alles zu danken, was trotzdem gewachsen ist. Ein Grund auch, darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft mit der unendlich wertvollen Ressource Wasser umgehen, die so kostbar ist, dass Menschen im ganzen Universum danach suchen.

079 700 20 86.

Der Erntedank-Gottesdienst findet am 30. September im Weiler Aumüli in Stallikon statt. (Bild zvg.)

Der Anlass findet bei jedem Wetter statt, er beginnt am Sonntag, 30. September, um 10 Uhr. Parkplätze sind ausgeschildert.

Gemeinsam danken

Erntedankfeier in Obfelden Das katholische Pfarramt Affoltern lädt am Sonntag, 30. September zum Erntedankfest nach Obfelden ein und freut sich auf viele Begegnungen. Am 30. September ist die gesamte Pfarrei herzlich zur Erntedankfeier eingeladen. Auch in einem Land mit vielen Möglichkeiten wird immer wieder bewusst, dass vieles nicht selbstverständlich ist. Dafür danken wir an diesem Tag besonders. Besonders erfreulich ist, dass Generalvikar Dr. Josef Annen mitfeiern wird. Ebenfalls ein besonderes Ereignis wird die musikalische Gestaltung mit Musik aus Südosteuropa durch das Trio Weliona. Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich zum Apéro eingeladen. (pd.)

Danke sagen, für das, was die Natur bietet. (Bild zvg.) Erntedankfeier in Obfelden, Sonntag, 30. September, 10.30 Uhr, katholische Kirche St. Antonius, Obfelden, mit Mcli. Musik: Trio Weliona, Orgel: Konstantin Saltykov. Mit anschliessendem Apéro.

Etwas zurückgeben

Erntedank mit der Feuerwehr in Hausen

Heute gesät, morgen geerntet, übermorgen auf dem Teller. (Bild zvg.) bei einer Kürbissuppe mit selbstgebackenem Brot sowie Kaffee und Kuchen auszutauschen. (pd.) «Zukunft säen, Vielfalt ernten», Samstag, 29. September, ab 13 Uhr auf dem biologischdynamischen Hofbetrieb der Stiftung Puureheimet Brotchorb, Hinterbuchenegg 38, Stallikon. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es wird empfohlen, mit den ÖV anzureisen.

Am Sonntag, 30. September, um 11 Uhr laden die katholische und die reformierte Kirche zusammen in den Stützpunkt der Feuerwehr in Hausen ein. Der katholische Kirchenchor singt die Toggenburger Messe «Juchzed und singed» von Peter Roth, die mit ihren volkstümlichen Melodien einen zugleich besinnlichen und heiteren Akzent setzt. Dabei stehen der Dank für die Gaben der Schöpfung und der Dank für Schutz und Rettung durch die Engel der Feuerwehr im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Schöpfung, Schutz und Rettung erinnern uns – nicht zuletzt vor dem aktuellen Hin-

tergrund des sommerlichen Wassermangels und der allgemeinen Klimaveränderung – an das kostbare Gut des Lebens, das als Gabe Gottes auf vielfältige und manchmal dramatische Weise bedroht ist. Ohne den Segen der Schöpfung und ohne die hohe Einsatzmoral von Frauen und Männern unserer Feuerwehr, die einen heldenhaften, aber oftmals unbesungenen Kampf für das Leben austragen, wäre sowohl der einzelne Mensch als auch die Gesamtgesellschaft weder sicher noch überlebensfähig. Schöpfung und Schutz, beide Grund- bzw. Grenzbereiche unseres Daseins werden im Gottesdienst gefeiert und gesegnet. Die Kollekte, die in diesem Rahmen aufge-

nommen wird, möchte den Bereich der Feuerwehr unterstützen, der dem sozialen Zusammenhalt der Feuerwehr-Engel dient. Es werden dann auch Erntegaben verkauft, die dem Sozialprojekt Pfarrer Siebers zugutekommen. Beeinem feinen Apéro Riche gibt es im Anschluss an den Gottesdienst noch schöne Gelegenheiten, miteinander zu reden und zu plauschen. (pd.) Am Samstag, 29. September, ab 10 Uhr können Erntegaben, die für den guten Zweck Pfarrer Siebers verkauft werden sollen, im katholischen Pfarrhaus abgegeben werden. Erntedank, Feuerwehrstützpunkt Hausen, Bifangstrasse 1, Sonntag, 30. September, 11 Uhr.


Sport

Dienstag, 25. September 2018

Quer durch die Natur

Eine Ära geht zu Ende

René Nüesch aus Obfelden wagte sich an eine Herausforderung der besonderen Art: den Goldsteig Ultra.

Letzter Säuli-Cup Obfelden vom Samstag, 22. September

169, 2 Kilometer in 33 Stunden

Der Goldsteig durchquert mit seinen 660 Kilometern das grösste zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas und führt durch fünf Nationalparks in Deutschland und Tschechien. Startend in Marktredwitz, nahm sich René die Distanz von 169.2 Kilometern vor. René orientierte sich an den längs der Route angebrachten Goldsteigsymbolen. Ausserdem konsultierte er noch das GPS, denn die Gefahr war gross, bei all den vielen Spuren den falschen Pfad zu nehmen. Immerhin verteilten sich die 50 Startenden nach kürzester Zeit , und alle Teilnehmer liefen vollkommen alleine. Nicht vergessen werden durfte ausserdem die Tatsache, dass der erste Verpflegungsposten erst nach 35 Kilometern kam. René ging die Strecke vorsichtig und nicht zu schnell an. Kurz nach dem Start lief man auf Asphalt, dann auf Naturstrassen, nach bereits sechs Kilometern begann über weitere sechs Kilometer ein Anstieg, bei dem 400 Höhenmeter zu bewältigen waren. Der Grossteil der Strecke verlief im Wald, wobei man von den Lichtungen aus schauend die unermessliche Weite dieses Waldgebietes nur erahnen konnte. Nach dem ersten Verpflegungsposten bei Kilometer 35, wo es nur Wasser und Kekse gab, änderte sich die Landschaft. Während der nächsten 25 Kilometer folgte ein flacher Wegabschnitt, das «Land der 1000 Teiche», der sich neben diesen durchschlängelt. Für die nächsten 50 Kilometer war man dann verpflegungstechnisch ganz auf sich gestellt. Der Rucksack wog zehn Kilogramm, und vor dem Start mussten alle Teilnehmer die verlangte, absolut obligatorische Ausrüstung vorlegen. Dazu gehörten unter anderem Schlafsack, Regenjacke und Hose, Lampe mit Ersatzbatterien, Ladegerät fürs Mobile, Erste-Hilfe-Set, Proviant und Wasser (3 Liter). Nach 14 Stunden erreichte René die 85 Kilometer-Marke. Nach einer halbstündigen Pause

Mit dem Cup-Wettkampf wurde am vergangenen Samstag der 12. und letzte Säuli-Cup eröffnet. In der Vorrunde wählten die Turner ihre drei besten Geräte, um sich eine optimale Ausgangslage für die anschliessenden Duellwettkämpfe zu erturnen. René Nüesch aus Obfelden absolvierte den Goldsteig Ultra. (Bild zvg.) machte er sich zur zweiten Hälfte auf, bei der noch 2000 Höhenmeter zu bewältigen waren. Inzwischen wurde es langsam Tag. Eine besondere Herausforderung für René war es ausserdem, dass er «autonom» lief, also ohne Begleitfahrzeug und damit ohne Gelegenheit, sich nach Bedarf zu verpflegen oder hinzulegen. Am zweiten Tag erwartete den Läufer um 16 Uhr bei Kilometer 139 ein Highlight. Die Strecke stieg im Wald an und verlief weiter über die «Steinerne Wand». Nach rund einer Stunde Aufstieg in diesem unwegsamen Terrain folgte noch ein ebenso langer Abstieg. Die Unfallgefahr war auf diesem Streckenabschnitt besonders gross. Dann folgte die nächst Herausforderung: Der Veranstalter hatte die Läufer im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Route an dieser Stelle vom Goldsteig trennt, und man voll und ganz auf das GPS angewiesen sei. Der schlechte Empfang und die mittlerweile aufkommende Müdigkeit bescherten René zwei Umwege. Endlich auf dem richtigen Weg, befand sich René in der Endetappe. Diese verlief in einer Zickzacklinie mit diversen An- und Abstiegen um den See. Nun hatte René zunehmend mit Schmerzen und der Müdigkeit zu kämpfen. Zwischendurch halluzinierte er sogar; so meinte er einmal, in nicht zu weiter Distanz, einen Ambulanzwagen auf der Strecke zu sehen. Dann endlich, nach 33 Stunden und fünf Minuten waren die 169,2 Kilometer geschafft. (pd.)

Nachdem in den Achtelfinals die Favoriten gegen einfachere Gegner turnen mussten, gab es in den Viertelfinals interessante Begegnungen. Auch drei Obfelder Turner war zu diesem Zeitpunkt noch im Rennen um den Einzug in die Halbfinals. Das schwerste Los hatte Martin Häberling gezogen. Er bekam es mit dem Vorjahressieger Simon Stalder zu tun, der ihm nicht den Hauch einer Chance liess. Auf gleicher Augenhöhe turnten Stefan Meier und Simon Müller (Wettingen). Der leicht bessere Auftritt am Boden sicherte Stefan Meier mit 0.15 Punkten Vorsprung am Ende den Einzug in den Halbfinal. Noch enger ging es im Duell von Roman Niederhäuser (Obfelden) und Janis Fasser (Sempach) zu und her. Nachdem beide ihre Darbietungen gezeigt hatten, war Punktegleichstand. Aufgrund der besseren

Stefan Meier aus Obfelden gewann erneut die Silbermedaille. (Bilder zvg.)

3. Radquer in Mettmenstetten am Sonntag, 30. September

Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, das auch im Säuliamt das eher etwas in Vergessenheit geratene Radquer (Cyclo Cross) wieder grosse Beliebtheit erlangt. Auch in diesem Jahr wird in den verschiedenen Alters- und Stärkeklassen gefahren – von den Kids bis zu Masterfahrer. Wie bereits letztes Jahr darf das Organisationskomitee als spezielles Highlight die Schweizer Meisterschaft der Masterfahrer organisieren. Die Mitglieder des Vereins IG Radquer Mettmenstetten freuen sich speziell, da es bei diesem Rennen unter anderem um die Titelverteidigung

in der Kategorie Master 40-50 geht. 2017 durfte der Verein dank Michel Bravin, Pius Stucki und Gabor Michel einen dreifachen Sieg feiern. Um 8.30 Uhr wird die Festwirtschaft geöffnet, ab 9.30 Uhr können die Startnummern abgeholt werden (Kurzentschlossene können vor Ort nachmelden). Ab diesem Zeitpunkt ist auch die Strecke für das Training freigegeben. Während der ganzen Veranstaltung können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer am Streckenrand im spektakulären «Flieger-Café» verpflegen. Eröffnet wird das Rennen um 10.45 Uhr mit dem «Jedermann-Cross» (bei welchem selbstverständlich und sehr gerne auch Frauen mitfahren dürfen). Beim diesem Rennen braucht es kein spezielles Velo, es darf mit dem normalen

Auf grosses Interesse stossen die Rennen der Schüler und Kinder. (Bild zvg.)

In der Kategorie Mixed holten die Obfelder Teams den ersten und dritten Rang. Platzierung in der Vorrunde erreichte Janis Fasser schliesslich das Halbfinale. Im Duell André Keller (Wettingen) gegen Yves Strässle (Urdorf ) reichten André Keller zwei solide Auftritte, und so war auch er im Halbfinal. In den Halbfinals standen sich die vier Besten der Vorrunde gegenüber. Stefan Meier vs. André Keller (Wettingen) und Janis Fasser (Sempach) vs. Simon Stalder (Rickenbach). Die Finalisten des Vorjahres liessen ihren Gegnern jedoch keine Chance und so kam es zur Neuauflage des letztjähren Duells Stefan Meier vs. Simon Stalder. Mit ihren jeweils besten Geräten versuchten sie, sich den entscheidenden Vorteil herauszuturnen. Nach einem hochstehenden Duell, begleitet von vielen «Ahhs» und «Ohhs» der Zuschauerinnen und Zuschauer, entschied am Ende ein Zehntelspunkt erneut zugunsten von Simon Stalder. Er konnte sich mit diesem Sieg zum vierten Mal die Goldmedaille umhängen lassen und den Hauptpreis, ein echtes Säuli, mit nach Hause nehmen.

Obfelder Titelverteidigung im Mixed

Packenden Radsport live erleben

In fünf Tagen findet in Mettmenstetten zum dritten Mal das Radquer auf dem Weidhof statt.

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Mountainbike gestartet werden. Somit bietet das Jedermann-Cross allen Interessierten die Möglichkeit, die Dynamik und die Herausforderung des Radquers einmal selbst zu erleben. Und vielleicht wird manch neue Leidenschaft für diesen spannenden Sport entfacht. Für all jene, die neugierig, aber noch unsicher sind, ob sie selber mitfahren sollen, bietet der Verein IG Radquer Mettmenstetten ein offenes Training an. Dieses findet am Samstag, 29. September, von 13.30 bis 15 Uhr auf dem Stockacherhof in Mettmenstetten (vis-à-vis des «Jumpin») statt und kostet 30 Franken pro Person. Weitere Informationen zum Training, Verein und Rennen sind zu finden unter: www.radquermettmenstetten.ch. Ab 12.30 Uhr ist dann die Strecke für die jüngsten Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer offen. Beim Kids-Cross dürfen Kinder ab 3 drei Jahren teilnehmen (auch mit Laufrad). Das Leuchten in den Kinderaugen und den bereits vorhandenen Ehrgeiz zu beobachten, ist immer wieder etwas Besonderes. Um 15.15 Uhr erfolgt dann – als krönender Abschluss – der Start zur Schweizer Meisterschaft der Masterfahrer. Egal, ob als Fahrer, Fahrerin oder ob vom Streckenrad aus: Dabeisein ist alles, was zählt. Helen Marbot, IG Radquer Mettmenstetten

18 Mannschaften präsentierten in zwei Kategorien ihr Können einem interessierten Publikum. Neben den treuen Vereinen Lufingen, Mettmenstetten und Bonstetten, waren auch in diesem Jahr wieder Teams aus dem

Solothurnischen am Start. Vor einem interessierten und begeisterten Publikum zeigten die K1- bis K4-Turnerinnen und -Turner tolle Leistungen. Nach jedem Durchgang waren neue Teams an der Spitze und der Kampf um den Sieg blieb bis zum Ende offen. In der Kategorie Turnerinnen trumpften die Gäste aus Solothurn gross auf und sicherten sich mit einem tollen Schlussspurt die Ränge 1 und 2 und so den Doppelsieg. Die Bronzemedaille ging an Mettmenstetten und knapp am Podest vorbei turnten die Turnerinnen aus Bonstetten und Obfelden. In der Kategorie Mixed hatte sich das einheimische Team die erneute Titelverteidigung zum Ziel gesetzt. Doch die Konkurrenz war stärker geworden und der harzige Start der Obfelder Teams liess zusätzlich Spannung in der Halle aufkommen. Mit einer Top-Leistung in den beiden letzten Durchgängen konnte sich Obfelden am Ende doch noch durchsetzen. Obfelden gewann den Pokal zum dritten Mal in Folge und kann diesen jetzt definitiv behalten. Die Gäste aus Solothurn erturnten sich den 2. Rang. Mit einer hervorragenden Leistung am Schlussgerät Sprung sicherte sich das Team 2 der Obfelder die Bronzemedaille. Eine weitere Auszeichnung ging an die Mädels und Jungs aus Mettmenstetten, die in der Schlussrangliste Rang 5 belegten. (pd.)

Das Obfelder Turner-Chränzli neu mit Vorverkauf Ab 1. Oktober gibt es Tickets für das Chränzli vom 17. und 24. November im Zendenfrei Obfelden. Zusammen mit dem Turnverein Obfelden und seinen Sektionen besuchen die Zuschauerinnen und Hohe Sprünge waren am Turner-Chränzli 2016 von der Zuschauer dieses Geräteriege zu bewundern. (Bild zvg.) Jahr die interessantesten Städte der Welt. Erstmals gibt Die Tickets sind ab dem 1. Oktober es dieses Jahr die Tickets für die um 9 Uhr auf www.tvobfelden.ch verAbendvorstellungen im Vorverkauf. fügbar und können online bestellt Dieser startet am Montag, 1. Oktober, und direkt zu Hause ausgedruckt werauf der TV-Website. den. So haben die Besucherinnen und An den beiden letzten November- Besucher ihren Eintritt fürs TurnerWochenenden treffen die Gäste am Chränzli 2018 bereits einige Wochen Obfelder Turner-Chränzli auf die Mu- im Voraus auf sicher. Gäste mit einem ki-Kinder in Sydney, können Sprünge Gutschein werden ebenfalls gebeten, der Geräteriege auf dem Airtrack in im Vorverkauf ein kostenloses Ticket Las Vegas oder die Damenriege am zu bestellen, um sich ihren Platz zu siStufenbarren in London bewundern. chern. Die Reise geht über Helsinki, Paris Der Turnverein Obfelden und oder Neapel bis nach Alexandria. Wie seine Sektionen freuen sich, auch diegewohnt, werden neben der Unterhal- ses Jahr ein abwechslungsreiches Turtung auch ein feines Abendessen, eine ner-Chränzli 2018 zu präsentieren und grosse Tombola, zwei Bars sowie Live- hoffen auf regen Besuch in der Mehrzweckhalle Zendenfrei. (dst) Musik geboten. Neu gibt es dieses Jahr einen Vorverkauf für die Abendvorstellungen. Weitere Infos und Tickets unter www.tvobfelden.ch.


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Sport

Dienstag, 25. September 2018

Shani Tarashaj als Stargast im Jonentäli Erfolgreiches Heimspiel-Wochenende des FC Hausen Das tolle Fussballwetter lockte am Heimspiel-Wochenende des FC Hausen zahlreiche Fans und Spieler ins Jonentäli. Stargast war Grasshoppers-Stürmer Shani Tarashaj, der einst beim FC Hausen seine Fussballkarriere begonnen hatte. In Gruppen belagern die Nachwuchsspieler des FC Hausen immer wieder den kleinen Tisch unter dem Sonnenschirm, an dem Shani Tarashaj am letzten Samstagmittag eifrig Autogramme schrieb. An seiner Seite der frühere FCZ- und FC-St.-Gallen-Spieler Heinz Rütti, der heute die Jüngsten des FC Hausen betreut, wo auch Tarashajs Karriere einst begonnen hatte. Fünf Jahre spielte der heute 23Jährige im Oberamt, ehe er über den FC Red Star zu den Grasshoppers kam. Nach nur zwei Saisons in der ersten Mannschaft wurde er 2016 für vier Millionen Euro zum FC Everton nach England transferiert, wo er im ersten Team bisher jedoch nicht zum Einsatz kam. Die Briten liehen den Youngster zunächst an Eintracht Frankfurt aus und dann wieder an die Grasshoppers.

Immer wieder von Verletzungen gebremst Immer wieder bremste das Verletzungspech Tarashajs Offensivdrang. Zuletzt ein Riss im Fussknochen, den er derzeit am Auskurieren ist. «Natürlich würde ich jetzt lieber mit meinem Team gegen Xamax spielen. Doch der Knochenriss braucht seine

Shani Tarashaj, rechts, beim Autogramme-Schreiben am Tisch des FC Hausen. Links Nachwuchstrainer Heinz Rütti. (Bild Martin Platter) Zeit, bis er wieder verheilt ist», erklärt Tarashaj und kann dem Abstecher nach Hausen sehr viel Positives abgewinnen. Er sagt: «Tapetenwechsel wie diese sind schön, um auf andere Gedanken zu kommen.» Er könne sich durchaus vorstellen, nach seiner Aktivzeit wie Heinz Rütti als Nachwuchstrainer zu wirken. Es würde ihn mit Freude und Stolz erfüllen, wenn er dereinst seine Erfahrung an Kinder vergeben könne, sagte Tarashaj. Bei den Heimteams wartete vor allem der Nachwuchs abermals mit guten Leistungen auf. Von den sieben Juniorinnen- und Juniorenmannschaf-

ten gestalteten fünf ihre Spiele erfolgreich und schickten ihre Gegner mit einer Niederlage nach Hause. Die Juniorinnen B erreichten ein gerechtes Unentschieden und die Junioren A+ verloren ihre Partie. Das Frauenteam siegte gegen Blue Stars mit 2 zu 0. Es war bereits der dritte Sieg im dritten Spiel. Die Hausemer liegen damit an der Tabellenspitze. Leider verlor die Herrenmannschaft das wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Buttikon unglücklich mit 0 zu 1. Das Siegestor für die Gäste fiel erst in der 90. Minute. (mab./map.)

Remis gegen den Tabellenführer

3. Liga: FCA – FC Wollishofen 1:1 (0:1) Für die Säuliämtler wäre am vergangenen Sonntag mehr als nur ein Punkt in Reichweite gelegen. Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen, traten die Einheimischen – wohl nach einer Standpauke von Trainer Filipovic – in der zweiten Hälfte zielstrebiger und lebendiger auf. Bevor der FCA überhaupt einigermassen ins Spiel fand, waren bereits dreissig Minuten absolviert und der Tabellenführer aus Wollishofen lag, nach einem verwandelten Strafstoss, in Front. Bala II und Steigmeier agierten an der Strafraumgrenze etwas zu heftig, was der Schiedsrichter mit dem Pfiff und dem Zeig auf den Penaltypunkt quittierte. In der ersten Halbzeit agierten die Ämtler allgemein oft zu langsam, vor allem bei eigenen Ballverlusten in der Rückwärtsbewegung. Die Gäste hatten noch weitere, sehr gute Einschussmöglichkeiten und die Feldspieler durften sich bei Torhüter Steiner bedanken, welcher mehrmals mirakulös reagierte und den Rückstand nicht anwachsen liess. Eine gute Aktion seitens der Einheimischen fand dann aber doch noch Erwähnung im Matchbericht. Steigmeier zielte, nach einem Fallrückzieher von Antenen, knapp am entfernteren Aluminium vorbei.

Pausenansprache zeigte Wirkung Bereits nach einer Zeigerumdrehung konnte sich Rama auf der linken Seite durchtanken und in der Mitte brauchte Goalgetter Antenen das Leder nur noch über die Linie zu drücken. Ein Start nach Mass in den zweiten Durchgang und es schien, als hätten die

Worte von Trainer Filipovic ihre Wirkung nicht verfehlt. Immer mehr gelang es den Einheimischen das Spiel zu kontrollieren und auch Chancen herauszuspielen. Aus guten Positionen verpassten Stankovic, Antenen und Rama sehr gute Einschussgelegenheiten. Der FCA wollte unbedingt einen Vollerfolg und alle drei Punkte im Säuliämt behalten. Es war deshalb nichts als logisch, dass sich mit der offensiveren Spielausrichtung auch den Gästen Entlastungs- und Abschlussmöglichkeiten boten. In einer hektischen Schlussphase, welche dem Schiedsrichter phasenweise zu entgleiten schien, fand zuerst ein Tor der Stadtzürcher wegen Abseits keine Anerkennung, und in der 80. Minute wäre ein Abspiel von Antenen auf den mitgelaufenen Rama wohl die bessere Entscheidung gewesen. Es passte ins Bild, dass nach einer Intervention im Strafraum an Arsic auch die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb. Der FCA hat während einer Halbzeit gezeigt, was alles möglich wäre. Um weiter im vorderen Mittelfeld zu bleiben und auch nach ganz oben zu schauen, braucht es aber noch mehr Konstanz und dies über die volle Spielzeit. Bereits heute Abend findet zur Einweihung des neuen Kunstrasenspielfeldes im Moos ein freundschaftlicher Vergleich mit dem Nachwuchs des FC Zürich (U21) statt. Die Anspielzeit ist um 19.30 Uhr. Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich willkommen. (hw) Sportplatz Moos, 145 Zuschauer; SR Di Cerbo; FCA: Steiner, Fedier (Arsic), Scicchitano, Luchsinger, Bala II, Maissen (Bilic), Mühlemann, Steigmeier, Antenen, Rama, Stankovic. Tore: 16. Min. 0:1, 46. Min. Antenen 1:1.

Den Teamspirit gesucht FCWB hält Anschluss ans obere Tabellendrittel und gefunden

Meisterschaftsstart: Sieg im fünften Satz

Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Thalwil 2:0 (1:0)

Das verwöhnte ZM-Damenteam (Züri-Meisterschaft) von Volley S9 bekundete Startschwierigkeiten im ersten Meisterschaftsspiel. Im entscheidenden fünften Satz passte jedoch alles zusammen.

Zum Abschluss der englischen Woche schlug der FCWB am vergangenen Samstag den FC Thalwil verdient mit 2:0. Luiyi Lugo zeichnete sich dabei als doppelter Torschütze aus.

mon Chicks» packten ohne zu zögern ihr Können aus, liessen die Ämtlerinnen mit immer grösserem Rückstand zurück und gewannen den ersten Satz. Jetzt waren die beiden Coaches der Heimmannschaft gefragt. Ob es an den motivierenden Worten, an der Während der Frühlings- und Sommer- veränderten Aufstellung oder gar an zeit wurde fleissig trainiert. Einige der Hitze in der Halle lag, bleibt offen neue Spielerinnen wurden ins Team – jedenfalls drehte das Team von S9 aufgenommen und die individuellen auf und gewann den zweiten und den Fertigkeiten trainiert. Nun empfingen dritten Satz souverän mit 25:15 und die Damen der Plauschmeisterschaft 25:12. Im vierten Satz deutete dann alihre ersten Gegnerinnen der Saison – les auf einen Heim-Sieg hin, als die die «Lemon Chicks» aus Zürich – zu Gegnerinnen nochmals alle Kräfte hereinem Heimspiel. Die Vorfreude auf vorzauberten und den Satz mit 27:25 dieses Spiel war gross und die Spiele- für sich entschieden. Somit hiess es, rinnen waren motiviert am Start. den letzten und entscheidenden Satz Doch schon bei den ersten Spielzügen gewinnen! Gegnerinnen wie Heimzeigte sich, dass das heimische Team team gaben alles, was noch aus den noch nicht ganz im Meisterschaftsmo- mittlerweile etwas müden Beinen und dus angekommen war. Viele Angriffe Armen rauszuholen war. Schlussendgingen ins Netz, es haperte am Zusam- lich gelang es den Damen von Volley menspiel und am Spielaufbau. Die «Le- S9, den fünften Satz mit 15:6 und somit das Spiel für sich zu entscheiden – die Erleichterung war gross und im ganzen Team spürbar. Für die weiteren Spiele der Meisterschaft muss nun das Zusammenspiel noch verbessert werden, damit der Teamgeist in den nächsten Spielen von Anfang an stimmt. Das Team von Volley S9 konnte den fünften Satz mit 15:6 für sich entscheiden und erkämpfte sich so den Sieg Dorina Waibel im ersten Meisterschaftsspiel. (Bild Nadia Gurtner)

................................................... von marc enskat Das Heimteam begann furios und hatte Pech, als Zoller nach vier Minuten die Führung knapp verpasste. Die Torumrandung rettete für die Gäste vom Zürichsee. Wer nach der Startphase auf eine intensive und spannende Partie gehofft hatte, wurde jedoch enttäuscht. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend. Das Tempo wurde aus dem Spiel genommen. Die dritte Partie innert Wochenfrist schien bei beiden Mannschaften ihren Tribut zu fordern, wobei der FCWB mehr vom Spiel hatte und sich als aktivere Mannschaft präsentierte. Als sich die zahlreich erschienenen Zuschauer bereits mit einem 0:0 zur Pause anzufreunden begannen, schlug WBs Torschütze vom Dienst, Luiyi Lugo, einmal mehr zu und sicherte dem Heimteam per Kopf die so wichtige 1:0-Pausenführung.

Thalwil chancenlos Nach Wiederbeginn änderte sich am Geschehen zunächst wenig. In der 58. Minute wurde Lugo für sein hartnäckiges Nachsetzen belohnt und

Lui Lugo (liegend) erzielt kurz vor der Pause mit einem wuchtigen Kopfball die WB-Führung. (Bild Kaspar Köchli) konnte seine Balleroberung mit seinem bereits zehnten Saisontreffer solo zum 2:0 für die Mannen von Cheftrainer Oswald abschliessen. Dies sollte in dieser Partie bereits die Entscheidung sein. Nur drei Minuten später reduzierten sich die Gäste durch eine Rote Karte nach hartem Einsteigen gegen Dzelili gleich selbst und schränkten die Möglichkeiten auf Punktezuwachs auf fremdem Terrain entscheidend ein. Der FC WettswilBonstetten verwaltete seine Führung nun sicher und reduzierte seinerseits das Tempo. Der FC Thalwil war zu keiner Reaktion mehr fähig. Zu harmlos agierte man im Offensivbereich. Der Heimsieg für die Ämtler geht auf-

grund der Spielanteile in Ordnung und hätte gegen Ende der Partie noch höher ausfallen können. Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil, 214 Zuschauer. FCWB: Thaler, Massaro, Todzi, Studer, Rüegger, Dzelili, Peter, Miljovic (65. Loosli, 81. Hager), Schneebeli, Zoller (57. Capone), Lugo (74. Marjanovic). Weitere Resultate: Männedorf – FCWB 2 2:2, FCWB 3 – Oberrieden 6:2, FCWB 4 – Fortuna-Hedingen 5:0, Sen. 30+ – Pfäffikon 2:0, Adliswil – Jun. Cb 1:6, Red Star – Jun. Ca 1:5, Jun. Dc – Knonau-Mettmenstetten 0:4, Albisrieden – Jun. Db 5:4, Jun. Bb – Team Witikon-Neumünster 8:4, United Zürich – Jun. Da 3:6, Jun. B (CCJL) – Glattbrugg 1:0, Jun. A (CCJL) – YF Juventus 3:4.

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