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aus dem bezirk affoltern I Nr. 75 I 170. Jahrgang I Dienstag, 20. September 2016

Erste Pfarrfrau

Nachhaltig entwickeln

Elisabeth Wyss-Jenny berichtete am «Frauezmorge» aus dem Leben von Katharina von Bora. > Seite 3

Zukunftswerkstatt in Aeugst: Die Teilnahme steht der ganzen Bevölkerung offen. > Seite 3

Sammlungszentrum in Affoltern wächst weiter Die Objekte im Sammlungszentrum in Affoltern bilden den Fundus für Ausstellungen im Landesmuseum und den dazugehörenden Museen. Rund 50 Mitarbeitende befassen sich hier mit Konservierung, Restaurierung und Forschung. Inzwischen ist der Lagerplatz allerdings knapp geworden. Deshalb musste für drei Jahre ein Provisorium eingerichtet werden. Auf der Ostseite ist ein einfacher, zweckmässiger Erweiterungsbau geplant. Dieser wird allerdings nicht vor 2020 bezugsbereit sein. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Dank für den geleisteten Dienst Nach einer Rekrutenschule von 21 Wochen und zahlreichen Wiederholungskursen (WK) wurden am vergangenen Donnerstag 94 Unteroffiziere, Gefreite und Soldaten aus dem Bezirk Affoltern aus der Armee entlassen. Anlässlich der Materialrückgabe fand in Birmensdorf eine Entlassungsfeier mit Stehlunch statt. Mario Fehr, der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, hielt die Festrede und motivierte die Entlassenen, die neu gewonnene Zeit mit Engagements in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen «oder, wenn es Sie ganz hart trifft, sogar in der Politik» auszufüllen. Neben dem Regierungsrat nahmen sich auch zahlreiche Gemeindevertreter Zeit, sich bei den Armeeangehörigen für die geleisteten Dienste zu bedanken. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 11

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Aufs Schiff 94 Reisefreudige nahmen an der Hausemer Seniorenreise teil. > Seite 6

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Dinkel angebaut Eine Stadtzürcher Schulklasse brachte ihre Ernte nach Stallikon in die Aumüli. > Seite 7

Petra Klingler schreibt Sportgeschichte Die Bonstetterin wurde in Paris Weltmeisterin im Bouldern Mit sehr starken Leistungen im Halbfinal und im Final holte sich Petra Klingler hochverdient den Boulder-Weltmeistertitel – als erste Schweizerin überhaupt. Damit hat die Bonstetterin Sportgeschichte geschrieben. Rund fünfhundert Athletinnen und Athleten aus 53 Ländern massen sich vergangenes Wochenende in den Disziplinen Lead, Bouldern und Speed. Die Weltmeisterschaften in Paris-Bercy (FRA) sind d a s Highlight der Sportklettersaison 2016. Die Wettkämpfe waren ein kleiner Vorgeschmack auf Olympia 2020 in Tokyo und die Leistungen wurden von mehr als 10 000 Zuschauern bejubelt. Entsprechend motiviert kletterten die Athletinnen und Athleten. Mit einer guten Qualifikation zeigte die Bonstetterin Petra Klingler vom Regionalzentrum Zürich, dass die Form stimmt und ein Topresultat in Reichweite liegt. Im Halbfinal meisterte sie zwei von vier Boulderproblemen je im ersten Versuch und erreichte als einzige Athletin alle vier Zonengriffe. Dies reichte für die Finalqualifikation. Im Final boulderten nur noch die besten sechs Athletinnen. Der Finalstart gelang Klingler optimal, den ersten Boulder konnte sie gleich im ersten Versuch topen. Beim zweiten Boulder erreichte sie wie ihre Kolleginnen nur die Zone und den dritten Boulder konnte sie erneut im ersten Versuch

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Automobile Neuheiten An der Auto-Show in Affoltern waren 47 neue Fahrzeugmodelle zu bestaunen. > Seite 9

Von der Poststrasse bis zur Turnhalle «Mettlen» Am Sonntag, 25. September, ist in Wettswil wieder «Herbschtmäärt». An rund 60 Ständen wird ein farbenfrohes Angebot präsentiert. Für das leibliche Wohl sorgen genügend «Beizen». Genauso wichtig sind am Anlass schliesslich die Begegnungen. ................................................... > Bericht auf Seite 15

FC Affoltern fährt zwei Siege ein Einmal verdient gewonnen, einmal den Vorsprung mit Glück über die Zeit gerettet – der FC Affoltern durfte vergangene Woche zweimal als Sieger vom Feld. Am Donnerstag wurde Wädenswil mit 4:2 abgefertigt, am Samstag resultierte im Cup auswärts gegen Zollikon ein 0:1. ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Das Jubiläum! Vom 20. September bis zum 20. Oktober 2016

Jubel total: Petra Klingler (Bonstetten) zeigt in Paris ihren besten Wettkampf und wird verdient Boulder-Weltmeisterin. (David Schweizer, SAC) topen. Damit lag sie auf dem zweiten Zwischenrang und der letzte Boulder musste entscheiden. Im ersten Versuch schaffte sie die Zone noch nicht und die Nervosität stieg, doch im zweiten Versuch konnte sie auch diesen Boulder gleich topen, Platz zwei war bereits gesichert. Als die letzte verbliebene Konkurrentin, Akiyo

Noguchi (JPN), nur die Zone schaffte, war der Weltmeistertitel Tatsache und eine glückliche Klingler kommentiert den Wettkampf wie folgt: «Es war gewaltig, in diesem Final zu klettern und sehr emotional bei dieser unglaublichen Stimmung in Paris. Ich konnte so meine Bestleistung abrufen und bin nun sehr glücklich.»

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Einsprache abgewiesen, Bau kann beginnen Spatenstich für den neuen Kindergarten Räsch in Obfelden

Rund 60 Kindergärtner brachten Schaufeln und Werkzeug zum Spatenstich mit. (Bild Salomon Schneider)

Eine Stimmrechtsbeschwerde hatte den Baubeginn beim Kindergarten Räsch in Obfelden um mehr als drei Monate verzögert. Nachdem der Bezirksrat die Beschwerde zurückgewiesen hatte, konnte am vergangenen Freitag der Spatenstich stattfinden. Neben dem Architekten Melk Nigg, der bereits den Kindergarten Tägerstein in Affoltern realisiert hat, waren auch Schulleitung, Schulverwaltung sowie die gesamte Primarschulpflege Obfelden vor Ort und die Kinder der drei Kindergartenklassen, welche sich bereits riesig auf den neuen Kindergarten freuten. Der neue Kindergarten Räsch wird langlebig gebaut, mit Schweizer Konstruktionsholz. Er wird vier Schuleinheiten Platz bieten und soll im späteren Frühling 2017 bezugsbereit sein. Bis dann müssen die Kinder im Schulhaus Schlossächer etwas näher zusammenrücken. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Wenn du an mich denkst, erinnere dich an die Stunde, in welcher du mich am liebsten hattest. (Rainer Maria Rilke)

DANKSAGUNG Allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlen und ihre tröstende Anteilnahme auf so vielfältige Art beim Abschied unserer lieben

Einführung in die Achtsamkeit Kurse für Kinder und Jugendliche, Samstag, 1. Oktober 2016, 14.00 bis 15.30 Uhr Ort: ergoveda-praxis in achtsamkeit, Alte Affolterstrasse 1, 8909 Zwillikon. Kosten: Fr. 25.–, Alter: ab 9 Jahren. Teilnehmerzahl beschränkt. Anmeldung bis 27. Sept. 2016 per Telefon 079 266 34 65 oder E-Mail an: achtsamkeit@ergoveda.ch. Mehr Infos unter www.ergoveda.ch. Blockkurse (6x): 8. 10./22. 10 /5. 11./19. 11./3. 12. und 10. 12. 2016, von 14 Uhr bis 15.15 Uhr. Fr. 120.–

Berta Diggelmann-Frick zum Ausdruck brachten, danken wir aus tiefem Herzen. Wir danken für die vielen Zeichen der Verbundenheit, die in Worten, Blumen und Spenden zum Ausdruck kamen. Besonderen Dank richten wir an Pfarrerin Bettina Stephan für die Abdankung auf dem Friedhof und die liebevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes. Die gewählten Worte und die Art der Übermittlung haben uns sehr berührt und getröstet. Dank auch dem Organisten Christian Stuckert für die musikalische Umsetzung. Besonderen Dank an alle, die der lieben Verstorbenen in ihrem Leben Gutes erwiesen haben und ihr mit Liebe und Freundschaft begegnet sind.

Die Trauerfamilien

«Herr, es ist Zeit Der Sommer war sehr gross . . . » R. M. Rilke

Personalausflug Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Bauamtes bleiben am Freitag, 23. September 2016,

HERZLICHEN DANK

den ganzen Tag geschlossen (Personalausflug).

für die vielen Beweise der Anteilnahme, die wir beim Abschied von

Notfalldienste: – Bestattungsamt: – Wasserversorgung:

Paula Suter-Eggmann

044 710 99 70 044 701 80 76

Stallikon, 20. September 2016 Gemeindeverwaltung

Todesfälle Stallikon Am Sonntag, 11. September 2016, ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Sidler-Mosimann Margrit geboren am 21. Februar 1928, von Stallikon ZH, wohnhaft gewesen Sellenbüren 52, 8143 Stallikon. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Die Abdankung findet am Mittwoch, 21. September 2016, um 14.30 Uhr in der Kirche Stallikon statt. Bestattungsamt Stallikon

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erfahren durften. Diese Verbundenheit lässt uns spüren, dass Paula in der Erinnerung vieler Menschen weiterleben wird. In den Dank eingeschlossen sind Frau Dr. C. Hämmerli und ihr Team und das Personal des Alterszentrums Limmat. Die einfühlenden Abschiedsworte von Herrn Pfarrer M. Ruff sowie die schöne musikalische Begleitung haben uns sehr berührt. 8907 Wettswil, im September 2016

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. September 2016

Zur nachhaltigen Entwicklung

Sammeln, bewahren, vermitteln

Die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt in Aeugst steht der ganzen Bevölkerung offen.

Der Platz im Sammlungszentrum in Affoltern wird knapp – Erweiterung ist geplant

Am Samstag, 24. September, findet die «Zukunftswerkstatt – Zur nachhaltigen Entwicklung von Aeugst am Albis» von 9 bis 15.30 Uhr in der Schulanlage Gallenbüel, Aeugst, statt. Eine entsprechende Einladung wurde in die Haushaltungen versandt. Die Teilnahme ist für die gesamte Bevölkerung von Aeugst am Albis offen. Die Spurgruppe freut sich, wenn eine grosse Zahl von Einwohnerinnen und Einwohnern die Gelegenheit nutzen wird, eigene Ideen zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde einzubringen. Alle Ideen, Meinungen und Vorstellungen sind gefragt! Anmeldungen nimmt die Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis gerne bis Mittwoch, 21. September, entgegen. (th)

Gratis-Apfel Der September ist die Zeit der Apfelernte und es sind wieder frische Äpfel erhältlich. Dies muss gefeiert werden. Deshalb verteilen Schweizer Obstbauern und unzählige Helfer kommenden Freitag an 19 Bahnhöfen (unter anderem auch am Zürich HB und in Zug) sowie auf zehn öffentlichen Plätzen in der Schweiz frische Äpfel an Passanten. Gratis-Äpfel gibt es am 23. September auch bei Coop und in einigen anderen Geschäften. Rund 16 kg Äpfel pro Jahr isst jeder Schweizer. Als kalorienarmer Snack begeistert der Apfel Klein und Gross. Durch seine grosse Vielfalt ist er sehr vielseitig einsetzbar und trifft die unterschiedlichsten Geschmäcker. Seine Inhaltsstoffe reichen von Vitamin C über Eisen bis hin zu Kalium. Nicht ohne Grund wird der Apfel in vielen Kulturen als Symbol der Gesundheit und Fruchtbarkeit angesehen. (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Sammeln, bewahren, vermitteln: Diese drei Begriffe bilden den Kern des Sammlungszentrums in Affoltern, das den Fundus bildet für Ausstellungen im Landesmuseum und den angegliederten Museen. Rund 850 000 ObjektDatensätze sind vorhanden. Der Platz wird knapp. Eine Erweiterung auf der Ostseite steht an. ................................................... von werner schneiter Das Mitte der 80er-Jahre in der Schweiz zuletzt errichtete Zeughaus in Affoltern wurde 20 Jahre später im Zuge der Armeereform überflüssig und 2007 einem neuen Zweck zugeführt. Im Sammlungszentrum, damals von Bundesrat Pascal Couchepin eingeweiht, brachte das Nationalmuseum (Landesmuseum) die an sieben Orten (!) eingelagerten Schätze aus der Vergangenheit an einem Ort zusammen. Sie bilden den Fundus für Ausstellungen im Landesmuseum (seit 1. August mit Neubau) und den dazugehörenden Museen. Rund 50 Mitarbeitende befassen sich in Affoltern mit Konservierung, Restaurierung und Forschung – insbesondere mit der Frage, wie die Materialien länger haltbar gemacht werden können. Insgesamt sind es rund 40 Vollzeitstellen. Regelmässig werden auch Zivildienstleistende beschäftigt, die für zwei oder drei Monate bei der Materialeinlagerung helfen.

Optimale klimatische Bedingungen Im Gebäude 1 befindet sich das sogenannte Objektzentrum, wo unter optimalen klimatischen Bedingungen eingelagert wird. «Im Sammlungszentrum wird präventiv gearbeitet», sagt Edgar Hiltebrand, pensionierter Leiter Einlagerung, anlässlich einer Führung der FDP-Ortsgruppe Obfelden. Während des ganzen Jahres beträgt die Raumtemperatur 19,5 bis 20 Grad; die Luftfeuchtigkeit 50 Prozent, die Abweichung darf höchstens 5 Prozent betragen. Skulpturen zum Beispiel werden während zweier Monate in einer sogenannten Klimakammer aufbewahrt. Schädlinge, die sich in Holz einnisten, werden nicht chemisch bekämpft, sondern mit Stickstoff.

Edgar Hiltebrand (rechts) zeigt das erste, aus dem Jahr 1978 stammende Natel. Es wiegt 15 Kilogramm und kostete damals 16 000 Franken. (Bild Werner Schneiter) In Gebäude 2 sind KonservatorenRestauratoren am Werk. Dort ist auch das Labor der Konservierungsforschung untergebracht. Es wird inventarisiert, über den Zustand der Gegenstände rapportiert und wenn nötig Sofortmassnahmen ergriffen. «Sind Objekte für Ausstellungen oder als Leihgaben vorgesehen, werden sie zuvor nochmals überprüft. Den Entscheid, was ausgestellt wird, fällen Kuratoren. Im dritten Gebäude befinden sich das Dienstleistungszentrum, Registrierung und Fotolabor, Fachbibliothek, Lesesaal, Seminar- und Schulungsraum, dazu Arbeitsplätze für Gäste.

Zukauf und Schenkungen Aktuell sind im Sammlungszentrum rund 850 000 Datensätze von Objekten vorhanden. Weil zum Beispiel ein historisches Zimmer aus mehreren Teilen besteht, sind es wesentlich mehr Objekte, die in Affoltern eingelagert sind. «Sicher mehr als eine Million», ergänzt Edgar Hiltebrand. Woher stammen sie? Zum einen aus Privatsammlungen, etwa dann, wenn Nachkommen fehlen. Zum anderen werden historisch bedeutsame Objekte zugekauft. Dazu verfügen die 15 Kuratoren jähr-

lich über ein Budget, «eine hohe sechsstellige Summe», so Hiltebrand. Sie entscheiden, welche Schenkungen angenommen und was zugekauft wird. «Einlass finden nur Objekte mit Qualität, die auch in die Sammlung passen. Dem Sammlungszentrum kommt eine Vorreiterrolle zu und dient anderen Museen als gutes Beispiel», wurde an der Führung betont.

Fast 91 Meter langes Bild von Hans Erni Ein Teil davon war beim freitäglichen Rundgang zu sehen – darunter auch sogenannte «Schwellenobjekte»: Gegenstände mit Geschichte. Zum Beispiel das erste, aus dem Jahr 1978 stammende Natel – ein 15 kg schwerer Brocken, der damals 16 000 Franken kostete. Oder eine elektrisch wie manuell bedienbare Singer-Nähmaschine, eine Dirigenten-Orgel aus Bern, Spielsachen, viel Militaria, darunter Hellebarden von kantonalen Streitkräften, eine Kanone, mit der fünf Schüsse pro Stunde möglich sind – und 380 Bataillonsfahnen, allesamt 1,1 mal 1,1 Meter. Auch gesichtet: Ofenkeramik, die von besonderer Bedeutung ist, ein Kranzkasten des Turn-

vereins Mettmenstetten, Textilgeschichte mit Musterbüchern von Abraham (Lyoner-Bücher) und WeisbrodZürrer. Dazu Gemälde von unschätzbarem Wert, wie dasjenige des im vergangenen Jahr im Alter von 106 Jahren verstorbenen Malers Hans Erni. Es trägt den Titel «Die Schweiz, das Ferienland der Völker», misst 4,98 mal 90,97 Meter und entstand im Zuge der Landesausstellung von 1939. Vor einigen Jahren wurde es restauriert.

Erweiterung nicht vor 2020 Inzwischen ist Lagerplatz im Sammlungszentrum knapp geworden. Deshalb musste für drei Jahre ein Provisorium eingerichtet werden. Im Gebäude sind derzeit historische Zimmer eingelagert. Die auf der Ostseite des Sammlungszentrums geplante Erweiterung wird nicht vor 2020 bezugsbereit sein. An einem vor drei Jahren ausgeschriebenen Wettbewerb haben sich weltweit 50 Büros beteiligt, darunter eines aus Japan. Das Siegerprojekt, das nun noch exakt ausgearbeitet werden muss, sieht einen einfachen, zweckmässigen Bau vor. Wichtig ist ja vor allem eines: die Erweiterung der knapp gewordenen Lagerkapazitäten.

Die erste reformierte Pfarrfrau Katharina von Bora – interessantes Referat am Frauezmorge Stallikon Wettswil Der Frauezmorge am vergangenen Freitag in Wettswil war sehr gut besucht. Referentin Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny berichtete spannend und humorvoll aus dem Leben von Katharina von Bora, der Frau des Reformators Martin Luther.

gross. Die Plätze an den Tischen waren alle besetzt, und die feinen Köstlichkeiten auf dem Zmorgebüffet schwanden.

Vom Spott zur Hochachtung

................................................... von marianne voss Was wäre wohl aus dem Reformator Martin Luther geworden ohne seine starke und manchmal auch rebellische Frau Katharina von Bora? Sie nahm nicht nur die Rolle der Gattin und Mutter ein, sie war auch Unternehmerin, Gutsherrin und Gastgeberin. Unter ihrer Leitung wurde das ehemalige Kloster, in dem das Paar – immer zusammen mit vielen Gästen und Studenten – lebte, zu einem gepflegten Pfarrhaus, dem ersten reformierten Pfarrhaus. Katharina ist gewissermassen der Prototyp der reformierten Pfarrfrau.

Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny berichtet über das Leben von Katharina von Bora. (Bild Marianne Voss) Am Frauezmorge in der Reformierten Kirche Wettswil referierte am vergangenen Freitag Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny zum Thema «Katharina von Bora – die Frau an Luthers Seite». Das Interesse an dem Thema war

Die Referentin erklärte, dass es von Katharina wenige Überlieferungen gebe. Briefe oder Schriften von Frauen seien zu jener Zeit nicht als wichtig erachtet und daher auch nicht aufbewahrt worden. Dennoch verstand sie es, den Zuhörerinnen ein farbiges und umfassendes Bild dieser ungewöhnlichen Frau zu vermitteln. Die Berichte von Schicksalsschlägen wie dem Tod von zwei Töchtern oder der harten Zeit als Witwe stimmten nachdenklich. Andere Erzählungen, wie zum Beispiel ein Bericht, wie sich vielleicht die Hochzeitsnacht der entlaufenen Nonne und des ehemaligen Mönchs abgespielt haben könnte, gaben Anlass zum Schmunzeln. Katharina von Bora stammte aus verarmtem Adel und wurde im Kloster gross. Der Vorteil dabei war, dass sie

dort Bildung erhielt. Sie konnte lesen, schreiben und singen, was damals nicht allen Mädchen möglich war. Trotz der verschlossenen Klostermauern drang die Botschaft von Luthers neuer Lehre bis zu den jungen Nonnen. In der Osternacht von 1523 flüchtete sie zusammen mit acht anderen Nonnen aus dem Kloster. Sie hatte niemanden, an den sie sich wenden konnte, lebte zuerst in der Familie einer Kollegin und heiratete dann schliesslich Martin Luther. Aus der Vernunftsehe wurde im Laufe der Jahre eine Liebesbeziehung. Katharina nahm mit viel Energie das Leben im Haus in die Hand und bewirtschaftete auch zur Selbstversorgung verschiedene Gärten. Als gebildete Frau nahm sie auch Anteil an den Tischgesprächen von Luther mit seinen Studenten, die auf Lateinisch geführt wurden. Aus dem anfänglichen Spott über eine entlaufene Nonne wurde im Verlaufe der Jahre Hochachtung. Sie starb gut sechs Jahre nach Luther, nachdem sie sich auf der Flucht vor der Pest das Hüftgelenk gebrochen hatte.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. September 2016

«Der Kindergarten war völlig baufällig» 1973 günstig erstellt, ist es höchste Zeit, dass der Kindergarten Räsch in Obfelden neu gebaut wird Im Kindergarten Räsch fand sich zum Schluss kaum eine Ecke, an der sich die Baufälligkeit des Schulhauses nicht offen zeigte. Umso mehr freuten sich alle Beteiligten am vergangenen Freitagmorgen, dass der Spatenstich für den neuen Kindergarten stattfinden konnte. ................................................... von salomon schneider Anfang der 1970er-Jahre war das Erdöl noch billig und der Begriff Nachhaltigkeit war noch kaum bekannt. Dementsprechend wurden auch die Häuser gebaut, gerade von der öffentlichen Hand. Der ehemalige Kindergarten Räsch war ein gutes Beispiel für einen dieser Bauten. «Die Lebensdauer des Gebäudes war definitiv abgelaufen. Die Wände bestanden aus Karton – auf Isolation im herkömmlichen Sinn war ganz verzichtet worden. Das Flachdach war zudem derart baufällig, dass bei Schneefall immer Messungen durchgeführt werden mussten, um sicherzustellen, dass das Dach überhaupt noch trägt», erklärt Nigg Melk den Zustand des Gebäudes.

Schimmel und spitze Ecken Ein kleines Mädchen schaute anlässlich des Spatenstichs das Haus an und meinte etwas wehmütig zur Lehrerin: «Es isch schön gsi, aber es gheit halt fasch zäme.» anzeige

Für den Spatenstich durften die Kinder ausnahmsweise auf den Bagger klettern, was ihnen sichtlich Spass machte. (Bilder Salomon Schneider) Auch im Innern des Gebäudes zeigte sich an allen Ecken und Enden, dass die Zeit des Gebäudes abgelaufen war. In manchen Zimmern zeigte sich Schimmel an den Wänden, Platten lösten sich und sorgten für spitze Ecken. Zudem hing das Flachdach sichtbar durch.

Im Schlossächer Platz gemacht Momentan sind die Kindergärtner im Schulhaus Schlossächer untergebracht. «Dort war noch etwas Platz

übrig und da alle bereit waren etwas zusammenzurücken, konnten wir den zusätzlich benötigten Platz schaffen», erläuterte Schulpfleger Martin Birrer. Der Schulweg für die Kindergärtner ist indes derselbe geblieben. Die Kindergärtner besammeln sich bei der Kirche, von wo sie mit dem Schulbus ins Schulhaus Schlossächer gefahren werden. «Der Schulweg wäre für die Kinder aus dem Unterdorf einfach zu weit gewesen, bis hinauf in den Schlossächer», erläuterte Martin Birrer.

Typische Situation im Innern des Kindergartens Räsch.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. September 2016

Von Gruyères an den Genfersee

Auf dem Hallwilersee

Zweitageswanderung mit «Erlebnisse»

Hausemer Senioren auf Reise

Bei herrlichem Spätsommerwetter wanderte die Erlebnis-Gruppe von Gruyères vorbei am Moléson und via Les Paccots nach Blonay.

94 Reisefreudige nahmen am Mittwoch, 14. September, an der Hausemer Seniorenreise teil.

Zehn Wandersleute fuhren am Samstag, 10. September, mit Bahn und Bus via Zürich und Freiburg nach Bulle und von da weiter nach Gruyères. Nach einem «Start-Kaffee» auf 746 Meter über Meer begann bei Sonnenschein der etwa zwei Stunden dauernde Aufstieg in Richtung Moléson. Dieser Berg im Greyerzerland ist 2002 Meter hoch und ein markanter Fixpunkt in der Region. Die Gruppe wanderte bis nach Petit Plané auf 1478 Meter über Meer, dem höchsten Punkt der Wanderung. Nach dem Picknick gab es in der Alpwirtschaft auf Gros Plané einen Kaffee. Frisch gestärkt begann dann der angenehme Abstieg in Richtung Les Paccots. Am späten Nachmittag stand die Gruppe plötzlich vor einer SAC-Hütte bei Les Pueys. Nach einem ersten kühlen Bier gab es selbst gemachte Meringue mit einer Riesenmenge Doppelrahm. Nebst der speziellen Reihenfolge von Bier und Doppelrahm wurde es sehr gemütlich und die Wandergruppe wurde von den Welschen bestens bedient. Nach einer weiteren Wanderstunde traf die Gruppe in Les Paccots ein und konnte in der Pension Les Rosalys die heimeligen Zimmer beziehen.

Die beiden Cars holten die Seniorinnen und Senioren an den verschiedenen Einstiegsorten ab und schlussendlich traf man sich auf dem Platz vor dem Hotel Löwen. Um 10.15 Uhr ging die Reise los. Das erste Ziel war der Hallwilersee. Schönes Wetter begleitete die Senioren auf ihrer Fahrt dorthin. Um 12 Uhr wurde Meisterschwanden, der Ort mit dem Schiffsteg am Hallwilersee, erreicht und das Boot mit dem Namen Brestenberg holte die Gesellschaft ab. In Erinnerung an eigene rheumatische Gebresten konnten natürlich einige Senioren das Witzeln nicht lassen, sie tauften das Schiff um und gaben ihm den Namen Gebrestenberg. Doch das feine Mahl und der gu-

Am zweiten Tag bis an den Genfersee Am Sonntagmorgen begann die Wanderung nach einem feinen Morgenes-

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te Wein auf dem Schiff und auch das schöne Wetter liessen einem die eigenen Beschwerden schnell vergessen. Der Hallwilersee hat eine Fläche von zehn Quadratkilometern und das Schiff zog gemächlich seine Runden in einer genussvollen Fahrt. Um halb drei Uhr verliessen die Senioren in bester Stimmung an der Station Meisterschwanden das Schiff und stiegen wiederum in die zwei Cars ein, um die Reise zum zweiten Ziel, dem Restaurant Post in Bözen fortzusetzen. Hier gab es Kaffee mit feinen Mandelgipfeln, die ohne zu übertreiben, ein Gaumenkitzel waren. Nach diesem gemütlichen Halt ging die Fahrt heimwärts, zurück nach Ebertswil, Hausen und Türlen. Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden und ein Dank geht an das Organisationskomitee, das sich aus Vreni Zürcher und Esther Grabherr zusammensetzt. (pd.)

Die «Erlebnisse»-Wandergruppe vor der Pension Les Rosalys, Les Paccots. (Bild zvg.) sen um 8 Uhr und führte zuerst, immer leicht ansteigend, durch einen Wald hinauf nach Les Joncs. Auf dem schönen Wanderweg und mit besonderer Morgenstimmung begann der erste Teil des Abstiegs in Richtung Genfersee. Immer wieder gab es kleinere, aber happige Aufstiege. In der schönen hügeligen Landschaft gab es nach etwa einer Stunde in Les Mossettes einen Kaffee. Kurz vor Mittag durchwanderte die Gruppe das Hochmoor in der Region von Les Pléiades und traf dann in Lally ein. Hier hätte die Möglichkeit bestanden, mit der Zahnradbahn nach Blonay hinunterzufahren. Doch die Säuliämtler-Gruppe

wollte den treppenartigen und steilen Abstieg unter die Füsse nehmen. In Blonay eingetroffen waren alle froh, dass nun die Bahn die geschafften Füsse bis nach Vevey entlastete. Dort angekommen genossen die Wanderleute, in einem Gartenrestaurant ein Glas Weisswein. Die Erlebnisse-Wanderer lernten mit dem Greyerzerland und dem Waadtland zwei unterschiedliche Regionen kennen und genossen die Wanderung in der kleinen Gruppe, das feine Essen und das Übernachten in einer Pension mit Zweierzimmer. Otto Steinmann Fotos und Infos unter www.erlebnisse.ch.

Die Fahrt mit der MS Brestenberg liess Gebresten vergessen. (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. September 2016

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Vom Schulacker in die Mühle Schulklasse mit schwerem Gepäck unterwegs in die Aumüli Stallikon Zwölf Schulklassen haben eigenen Dinkel angebaut. Am 15. September wurde die Ernte einer Stadtzürcher Schulklasse in die Aumüli gebracht. Dabei haben die Schüler spannende Einblicke in die Funktionsweise einer Wassermühle erhalten.

Bruno Hächler. (Bild zvg.)

Die beliebtesten Lieder vereint Mit seinen Kinderliedern ist Bruno Hächler ein regelmässiger und gern gesehener Gast im Säuliamt. Seine beliebtesten Lieder der letzten 15 Jahre hat er nun mit dem neuen Titelsong «Finn» sowie einer Neuaufnahme von «De Schnägg» auf einer CD vereint. Der fröhlich groovende Titelsong stimmt auf die Reise durch die Jahre ein. «Finn, Finn, er tröimt so gern, er tanzt und singt ...», singt Bruno Hächler im Intro. Und er klingt dabei so zärtlich und verschmitzt, dass sofort klar wird: Da weiss jemand, wovon er redet. Eindrücklich ist die Vielfalt der Songs. Der Bogen spannt sich vom wunderschönen «Maiechäfer flüg devo» über die Ohrwurmmelodie von «De Reiher» bis hin zur schieren Energie von «Sibesache». Der unverwüstliche «Schnägg» kommt in einer neuen Version ziemlich ungestüm daher. «Das Lied hat sich entwickelt, ist auf der Bühne frecher, verwegener geworden», erklärt Bruno Hächler. «Das wollten wir mit der Neuaufnahme einfangen.» Am Kinderfest in Knonau singt Bruno Hächler jeweils für einen guten Zweck, dieses Jahr war er ausserdem in Aeugst und Affoltern zu hören. Sein Markenzeichen sind seine Texte, aber auch der Groove, der seine Melodien antreibt. Das Publikum weiss das zu schätzen. «Langi Ohre» wurde 2006 mit dem Lollipop-Award für die beste Kinder-CD ausgezeichnet und mit «Stadtfüchs» und «Zwei Streife» erreichte Hächler die Schweizer Hitparade. Infos unter www.brunohaechler.ch.

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Die Sechstklässler aus dem Zürcher Schulhauses Gubel stiegen gegen 9 Uhr an der Bushaltestelle Aumüli aus. Im Leiterwagen brachten sie die reich ausgefallene Dinkelernte mit. Diese Klasse ist eine von zwölf aus der Region Zürich und Aargau, die im Rahmen des UrDinkel-Projekts vom Verein Bioterra, der Organisation für Biound Naturgarten, eigenen Dinkel angebaut hat. Der Besuch in der Aumüli gewährte den 18 Kindern spannende Einblicke in die Funktionsweise einer Wassermühle und die Möglichkeit, den Weg vom Dinkel zum Mehl direkt zu verfolgen. Seit November 2015 standen die Schülerinnen und Schüler mit Stiefeln und Hacken in ihrem Schulgarten und übernahmen die Rolle eines Urdinkelbauern oder einer -bäuerin. Die Kinder erlebten auf praktische Art und Weise, wie Urdinkel im Kleinen angebaut und verwertet werden kann. Begleitet

an. Es folgte noch eine Wanderung über die Felsenegg auf den Üetliberg. Die erfreulichen Erfahrungen mit den Dinkelklassen haben im AumüliTeam eine Idee reifen lassen. Im grossen Bauerngarten vor der Mühle steht eine grosse Fläche für eine Schulklasse aus der Region bereit. Interessierte Lehrpersonen der 3. bis 6. Klasse können sich melden und an dem von Gartenkind geleiteten Dinkel-Projekt teilnehmen. (Pascal Pauli) Infos bei Pascal Pauli, Projektleiter «Gartenkind» unter 079 534 74 04 oder p.pauli@bioterra.ch.

Interessiert folgten die Kinder den Erklärungen von Fredi Hofmann. (Bild zvg.) wurden sie dabei von schulexternen Gartenfachpersonen, die die Arbeit auf dem «Acker» mit den Kindern umsetzten.

Vom Dinkelacker zur Mühle und wieder zurück Die Aumüli ist die einzige Mühle in der Region, die den Dinkel entspelzt und anschliessend zu Mehl vermahlt, und dies nur mit Wasserkraft. «Das fasziniert die Kinder natürlich umso mehr», meint Fredi Hofmann vom Verein Aumüli. Die Mühle ist erstmals 1328 in einer Urkunde erwähnt. Die Kinder tau-

chen in alte Zeiten ein. Denn das Wasserrad betreibt nicht nur die Mühle, sondern auch eine Sägerei und eine Waschtrommel. Fredi Hofmann und Toni Amrein vom Verein Aumüli waren begeistert von den Schulkindern, die mit grossem Interesse und Neugierde die Arbeitsschritte verfolgten. Der eigene Dinkel förderte den Zugang und den Bezug zum Thema. Die Dinkelklasse aus Zürich konnte 13 kg Mehl abpacken und belud den Leiterwagen mit dem fertigen Produkt. Nach der Verabschiedung vom Aumüli-Team traten die Schülerinnen und Schüler zufrieden die Weiterreise

Projekt Gartenkind Im Jahr 2014 startete das BioterraProjekt «Gartenkind». Es fördert den Aufbau von Gärten für Kinder. Im Zentrum stehen Gartenkurse für Kinder in der Freizeit. Mittlerweile gehören 68 Gartenstandorte dem Netzwerk an und zurzeit besuchen schweizweit rund 900 Kinder einen Gartenkurs. Ein weiteres Angebot von Gartenkind sind Pflanzprojekte zum Thema Kartoffel oder UrDinkel für Schulklassen. Info: www.gartenkind.ch.

100 Cevi-Leiter trafen sich in Bonstetten Am Sonntag, 18. September, trafen sich Cevianerinner und Cevianer aus der ganzen Region Zürich in Bonstetten. Nach einem abenteuerlichen Geländespiel verbrachte man den Abend etwas ruhiger im Gemeindehaus. Um 14 Uhr wurde es rund ums Gemeindehaus in Bonstetten etwas lauter. Vom Bahnhof her kamen zu Fuss oder im überfüllten Bus 100 Cevianerinnen und Cevianer aus der ganzen Region Zürich zusammen. Zuerst stand ein Geländespiel auf dem Programm. Es ging zur Waldhütte, wo sie sich in vier Gruppen aufteilten und das Spiel nun endlich beginnen konnte. Trotz schlechtem Wetter wurden fleissig Rätsel gelöst, Gedichte auswendig gelernt oder Blachen-Zelte aufgestellt. Nur so konnten Maiskörner gewonnen werden, um diese wiederum in Ligrettokarten umzutauschen. Nach einem Kartenkampf mit einer anderen Gruppe bestand die Möglichkeit, die eigene Karte und die des Gegners (falls man gewonnen hatte) nochmals in Schlüssel umzutauschen.

Wo ist die Schatzkiste vergraben? Erst nach dem Enträtseln des Morsebriefes wurde auch klar, wofür die Schlüssel gebraucht wurden. Anhand von Azimuten und Koordinaten mussten die Teilnehmenden die genaue Stelle finden, wo die Schatzkiste vergraben war. Am Schluss gewann die Gruppe Rot, die die Schatzkiste mit

Auch der Glücksfaktor spielte eine Rolle. (Bilder zvg.) dem richtigen Schlüssel aufbekam, dem Hinweis im Innern folgte und den Vulkan in der Spielmitte zum Leuchten brachte. Anschliessend ging es ins Gemeindehaus zum Abendessen. So richtig Cevi-mässig gab es Hörnli und Gehacktes mit Apfelmus. Zusätzlich wurden die ausgedachten

Geschichten vom Nachmittag zu den verschiedenen Cevinamen, fleissig in Rollenspielen vorgetragen. Mit vielen tollen Erinnerungen und Ideen für ein nächstes Ceviprogramm ging es dann sehr müde nach Hause. Quirli, Cevi Bonstetten / Hedingen


forum

Wer rechnet, stärkt die AHV! Die Volksinitiative AHVplus der Gewerkschaften, über die wir am 25. September abstimmen, kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Pensionskassenrenten schrumpfen und werden immer weiter zusammengestrichen. Die AHV hingegen ist gut aufgestellt: Obwohl heute weniger Erwerbstätige mehr Rentnerinnen und Rentner finanzieren müssen, ist der Anteil der AHV-Ausgaben in den letzten 40 Jahren konstant geblieben. Und bis auf ein Mehrwertsteuerprozent brauchte die AHV auch keine zusätzlichen Einnahmen. Kommt dazu, dass in der zweiten Säule die Verwal-

tungskosten wesentlich höher sind als in der ersten Säule, der AHV. Die AHV-Renten hinken immer mehr den Löhnen hinterher. Es ist darum Zeit, alle AHV-Renten um 10 Prozent zu erhöhen. Eine Erhöhung der Lohnbeiträge um je 0,4 Prozent für Arbeitgeber und Arbeitnehmer reicht, um 10 Prozent höhere AHV-Renten zu finanzieren. Für einen 30-Jährigen mit 5000 Franken Lohn wären das 20 Franken mehr pro Monat für monatlich fast 200 Franken mehr Rente. Wer rechnet, stärkt die AHV. Felix Keller, Hedingen

Besser ist noch lange nicht gut Tierwohl oder Massentierhaltung, im «Anzeiger» vom 9. September. Der Artikel suggeriert, dass Begriffsverwirrungen zu unangenehmen Hürden bei Stallausbauten führen würden. Konsumenten, welche sich für das Tierwohl einsetzen, sind nicht selbsternannte Experten, sondern kümmern sich um die Herkunft und Produktion der Produkte und übernehmen Verantwortung. Stallausbauten, welche den Tieren mehr Platz, mehr Bewegungsfreiheit und mehr Licht zur Verfügung stellen, sind besser im Vergleich zum jetzigen Zustand, aber noch lange nicht gut im Sinne einer artgerechten Haltung. Eine solche orientiert sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere. Rinder sind Herdentiere, welche pro Tag mehrere Kilometer zurücklegen. Sie grasen im Gehen, wobei die Futteraufnahme bis zu 10 Stunden pro Tag betragen kann. Von «extrem hohen Tierschutzvorschriften in der Schweiz» kann nicht gesprochen werden. Auch wenn die Vorschriften zur Haltung von sogenannten «Nutztieren» in der Schweiz strenger als im Ausland sind, sind sie für eine tierfreundliche Haltung keineswegs ausreichend. Als aktuelles Beispiel für «unbegründete Besorgnis unter Konsumen-

ten» erwähnen Sie den geplanten Stallneubau auf dem Gutsbetrieb Götschihof im Aeugstertal durch die Stiftung Schweizerische Nationalspende. Gemäss deren Präsident stand bei der Planung das Tierwohl an oberster Stelle. Dies entspricht nicht der Realität. Vielmehr ist es die mangelnde Rentabilität des jetzigen Betriebes, welche zur Überprüfung verschiedener Projekte führte. Beim aktuellen Projekt ist eine Verdopplung der Anzahl Tiere von ca. 150 auf 300 geplant. Bei Raus und BTS handelt es sich um Programme des Bundes zur Ausrichtung von Ökobeiträgen. Bei BTS handelt es sich um eine reine Stallhaltung, welche Laufställe vorschreibt und Anbindehaltung verbietet. Gemäss Raus reicht bei einem BTS-Stall ein permanent zugänglicher Auslauf, Weidezugang ist für Rindviehmast und Kälber nicht vorgeschrieben. Das heisst, die Rinder und Kälber auf dem Götschihof werden nie in ihrem Leben eine Weide betreten können! Tierfreundlich ist anders und ob die Kälber und Rinder an der Linde auf dem Begegnungsplatz Freude haben werden, ist zu bezweifeln. Viel lieber wäre ihnen wohl Zugang zu einer Wiese. Nicole Holzherr, Aeugst a. A. Vorstandsmitglied Tierpartei Schweiz (TPS)

Wirkliche Verbesserung Arnistrasse verkehrstechnisch beurteilen, aus dem Verhandlungsbericht des Gemeinderates Hedingen im «Anzeiger» vom 2. September. Das Komitee für eine sichere Arnistrasse hat auf die prekäre Verkehrssituation an der Arnistrasse in Hedingen mehrmals hingewiesen und eine Untersuchung der Verkehrsverhältnisse durch eine unabhängige kompetente Stelle gefordert. Der Gemeinderat

von Hedingen hat beschlossen, diese Untersuchung erstellen zu lassen und danach an einer Orientierungsversammlung die Bevölkerung über die Ergebnisse zu informieren. Das Komitee begrüsst dieses Vorgehen, vorausgesetzt, dass der Gemeinderat gewillt ist, sämtliche Erkenntnisse der Untersuchung offenzulegen und Massnahmen umzusetzen, welche zu einer wirklichen Verbesserung der Situation beitragen. Mauritius Bollier, Hedingen

Zuschriften sind willkommen Zum Abstimmungssonntag vom 25. September hat der «Anzeiger» die letzten Leserbriefe in dieser Ausgabe veröffentlicht. Zuschriften zu anderen Themen sind nach wie vor willkommen. Allerdings gilt es einige Punkte zu beachten: Ein Leserbrief … – muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein. – soll ein Thema aus dem

«Anzeiger» oder der Region aufgreifen. – soll sich auf ein Thema beschränken und nicht mehr als 2000 Zeichen lang sein. – darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.) Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch.


Gewerbe/Dienstleistungen

Grossandrang

Fokus öffnen

Der «Chäs Stöckli» in Affoltern hat am Samstag sein 60-Jahre-Jubiläum gefeiert. > Seite 10

SP-Veranstaltung zu Kooperation statt Konkurrenz bei Spitälern am 22. September. > Seite 14

Dienstag, 20. September 2016

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Markt feiern Am Sonntag, 25. September, findet der 24. Wettswiler Herbschtmäärt statt. > Seite 15

Die ganze Vielfalt an Kürbissen

Imposante Italiener

Familie Duperrex lädt zum Fest mit Markt auf ihren Hof

Degustations-Event in Mü’s Vinothek

«Dieses Jahr sieht es nicht so gut aus», verrät Jean-Jacques Duperrex, angesprochen auf die Kürbisernte. Nach dem grandiosen Vorjahr fällt die Ausbeute diesmal bescheiden aus. Schuld ist der nasse Frühling. «Wir hatten Schwierigkeiten mit der UnkrautBekämpfung», so Duperrex, der lieber auf Hacken setzt als auf Herbizide. Entsprechend lässt sowohl die Stückzahl als auch die Grösse zu wünschen übrig. Zumindest hat der schöne Spätsommer es ermöglicht, dass die Kürbisse rechtzeitig schön ausgereift sind. So wird am Kürbisfäscht wieder die ganze Vielfalt zu bestaunen sein: Über 150 Sorten Zier- und Speisekürbisse. Wegen des sommerlichen Wetters hält sich die Lust auf Kürbissuppe aktuell noch in Grenzen. Trotzdem kann sich die Familie Duperrex über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Beliebt ist etwa der «Spaghetti-Kürbis» mit dem fadenförmigen Fruchtfleisch, das sich wie Spaghetti kochen lässt. Angesichts der bescheidenen Ernte dürfte diesmal auch die Verkaufszeit auf der Stöckweid deutlich kürzer ausfallen. «Die Zierkürbisse werden nach dem Fest alle weg sein», prognostiziert Jean-Jacques Duperrex. Ein

Amarone, Veneto und eine beeindruckende Reihe Südtiroler Weine stehen zur Degustation bereit.

Familie Duperrex und Helfer laden wieder zum «Kürbisfäscht». (Bild tst.) Grund mehr also, den Anlass vom 24. und 25. September zu besuchen. Rund 1000 Kürbisse werden für die Festwirtschaft verarbeitet, dazu Würste, Rösti und Kuchen. 50 Helfer kümmern sich ums Wohl der Gäste. Ein Hingucker sind die Pflanzen-Dekos aus dem Treibhaus und die von Tochter Fabienne – für die Kürbissaison hat sie eigens ihren Auslandaufenthalt in Amerika für einen Monat

unterbrochen – kunstvoll bemalten Kürbisse. Wieder mit dabei ist die Weinbauern-Familie Dufour mit einer Degustation. Am Samstag spielt um 11 Uhr der Musikverein Maschwanden auf, am Sonntagnachmittag das «Trio Räbbergfäger». (tst.) Kürbisfäscht mit Herbstmarkt und Kürbisausstellung am 24. und 25. September, 9.30 bis 18 Uhr, Bauernhof Stöckweid, Knonau.

Amarone ist ein opulenter und reicher Wein. Mit seinem Prunk und der Fülle seiner reifen, satten Frucht und dem diskreten Tannin steht er einzigartig da. Amarone ist vielleicht der italienische Wein, der am besten und am längsten reifen kann. Klingende Namen wie Speri und Zenato lassen die Herzen der Amarone-Liebhaber höher schlagen. Soeben auf den Markt gekommen ist der imposante Sergi Zenato Riserva 2009. Dieser Jahrgang ist mit vier Sternen bewertet. Antonio Fattori aus Roncà hat in den letzten 10 Jahren einen bemerkenswerten Aufstieg verzeichnet. Mü’s Vinothek ist stolz darauf, diese Weine in der Schweiz führen zu dürfen. Gezeigt werden der Amarone, Ripasso 2014 «Col di Bastia» sowie eine Reihe exzellenter Weissweine. Das Südtirol ist eine einmalig schöne Landschaft und ein Weinparadies. Die Dichte an Spitzenweinen aus Südtiroler Weinanbaugebieten und Kellereien ist einzigartig. Nahtlos in diesen Rahmen passt die Kellerei Meran unter der kundigen Leitung von

Manfred Wohlgemuth. Zur Degustation steht eine beeindruckende Reihe von Lagrein, Lagrein Riserva, Merlot Riserva, Weissburgunder und Sauvignon blanc «Graf von Meran» bereit. Südtiroler Weine zählen heute zu den anerkanntesten und beliebtesten Weinen aus Italien. (pd.) Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Donnerstag und Freitag, 22. und 23. September, 18 bis 20 Uhr, Samstag, 24. September, 10 bis 15 Uhr. Degustationsliste www.mues-vinothek.ch.

Manfred Wohlgemuth der innovative Chef der Kellerei Meran. (Bild zvg.)

Wein und Essen im Möbelhaus

Automobile Neuheiten haben das Ämtler Publikum begeistert

Neue Boutique bei Möbel Egger

47 neue Fahrzeugmodelle auf dem Kronenplatz in Affoltern

Rechtzeitig zur herbstlichen Saison eröffnet Möbel Egger mit einem grossen Fest die neue Wein- und Food-Boutique im Restaurant «Eggspresso». Am Samstag und Sonntag, 24. und 25. September, überrascht Möbel Egger mit fantasievollen Inspirationen, attraktiven Rabatten und genussvollen Degustationen. Das attraktive Sortiment der Wein- und Foodboutique begeistert mit saisonalen Spezialitäten aus dem Foodbereich und Trouvaillen aus der Welt des Weins, kombiniert mit fantasievollen Accessoires. Kein Zweifel, hier lässt man sich gerne inspirieren. Und hier findet sich auch stets ein perfekt passendes Geschenk für jede Gelegenheit. Besucherinnen und Besucher dürfen übrigens nicht nur schauen, sondern auch genussvoll degustieren. Neben den Food- und Weinspezialitäten

gibts süsse oder pikante Muffins, welche bei der Live-Back-Show ofenfrisch angeboten werden. Und wer in der grossen Ausstellung sein Traummöbel entdeckt hat, profitiert von zusätzlich 10% Rabatt, der sich gar noch mit 15 % Abholrabatt bei fast alle Möbel kumulieren lässt. Dieses Angebot gilt übrigens vom 21. bis 25. September. Während die Kinder sich am Samstag und Sonntag beim Basteln vergnügen, haben die Eltern Zeit für einen Bummel durch die Möbelwelten und die Wohnboutique. Wer dann noch an sein Glück glaubt, nimmt am Wettbewerb teil und macht es sich vielleicht schon bald in einem komfortablen Stressless-Sessel im Wert von 1995 Franken gemütlich. (pd.) Möbel Egger Herbst-Fest Samstag, 24. September, 9 bis 16 Uhr und Sonntag, 25. September 10 bis 17 Uhr. Möbel EGGER, Luzernstrasse 101, Eschenbach. Telefon 041 449 40 40, info@moebelegger.ch www.moebelegger.ch

Zeit für einen Bummel durch die Möbelwelten und Boutiquen. (Bild zvg.)

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Begehrte Modelle an der Auto-Show auf dem Kronenplatz. (Bild Martin Mullis)

Fast 50 neue Automodelle waren am letzten Samstag auf dem Kronenplatz zu besichtigen. Ein Dutzend Autogaragen aus dem Säuliamt sowie zwei ausserkantonale Händler zeigten in kleinem und intimem Rahmen ihre interessanten Neuheiten. Der bereits traditionelle Open-Air-Autosalon auf dem Kronenplatz im Bezirkshauptort findet jeweils im Frühling und im Herbst statt. Auch an diesem Samstag fühlten sich die zahlreichen Besucher sofort gut aufgehoben und natürlich persönlicher betreut, als beim Original, dem internationalen Auto Salon in Genf. Auf dem grossen Parkplatz wurden fast 50 neue Modelle von insgesamt 13 Ausstellern präsentiert. Neben den elf Säuliämtler

Garagen waren auch zwei ausserkantonale Autogaragen, nämlich aus Merenschwand und aus Baar, anwesend. Organisatorin und «Pressesprecherin» Ines Herzog hält fest, dass der kleine Rahmen der Ausstellung eine sehr individuelle Präsentation ermöglicht, was von den Kunden überaus geschätzt werde. Daneben herrsche aber auch unter den Autohändlern ein reger und wertvoller Austausch. Die Möglichkeit für sofortige Vergleiche an Ort und Stelle, sei natürlich sowohl für Kaufinteressenten wie auch für die Autohändler sehr interessant.

Glänzende Augen bei den Autofreaks Die Gegenüberstellungen der vielen verschiedenen Modelle wurde denn auch rege genutzt und hie und da waren bei einigen Autofreaks bei genau-

erem Hinschauen auch glänzende Augen auszumachen. Die begehrlichen Blicke wurden lediglich bei den Zahlen an den Autoscheiben etwas getrübt, kostete doch das auf dem Platz teuerste Auto annähernd 100 000 Franken. Marco Grilli, Verkäufer der BMW-Garage Winter in Zwillikon, zeigte auf einen (bereits verkauften) BMW «M2 Performance», welcher trotz des stolzen Preises nur mit einer Wartefrist von einem Jahr geliefert werden kann. Übereinstimmend bezeichneten die Aussteller die Auto-Show in Affoltern als Erfolg, die Möglichkeit der ganz persönlichen Beratung, die Vergleichsmöglichkeit der diversen Marken und die unverbindlichen Verkaufsgespräche im kleinen Festzelt würden jeweils für wertvolle Kundenbeziehungen sorgen. (mm)


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Gewerbe

Dienstag, 20. September 2016

Viel besser als online einkaufen Käppeli Mode Muri punktete am Samstag mit Modeschau und Beratung Zweimal jährlich findet in Muri am Anfang der Winter- und Sommersaison eine Modeschau unter freiem Himmel statt. Erstaunlicherweise schaffen es Benno Käppeli und seine Crew immer, trotz schlechter Prognosen, den Event trocken durchzuführen.

jacken stehen für Kult und Coolness. Augenfällige schöne Teile wurden in Schwarz-, Braun- oder Cognactönen gezeigt. Bei Leder ist immer der authentische Charakter wichtig. An den Anzügen der neuesten Generation wird auf Übertreibungen verzichtet. Das Mass der Dinge ist nach wie vor der dunkle Business-Anzug ist. Mit kurzem Sakko und konsequent schmaler Linie verkörpert er souveräne Eleganz und Lässigkeit. Glänzende Stoffe kommen nebst dezenten Stoffstrukturen gekonnt zur Geltung. Erfolgsfarben für Anzüge sind Anthrazit, Grau in allen Zwischentönen, Silber, Marine und subtile Blau-Grau-Abstufungen.

Wie immer fällt schon die mit Ballonen verzierte Ladenumgebung festlich auf. Auch der seit diesem Jahr neu gestaltete Laden animiert dazu, einzutreten und sich umzusehen. Die Präsentation der Ware und die unaufdringliche Art des Verkaufspersonals machen Lust auf Entdecken, Stöbern und Probieren. Aber zuerst wollten die Anwesenden die Modeschau geniessen und sich inspirieren lassen.

Wichtige Trend-Merkmale sind vor allem ungetrübte Natürlichkeit

Pudrige Farben dominieren die Herbst- und Wintermode für Damen In Sachen Styling werden sanftere Töne angeschlagen. Statt kräftigen Farben und harten Kontrasten spielen jetzt zarte Farben in unterschiedlichen Nuancen die Hauptrolle. Rosa in den unterschiedlichsten Tönen, von Altrosa bis Dunkelrot, über kräftige Beerentöne bis hin zu hellem Puderrosa und Nude waren am augenscheinlichsten. Dazu dunklere Töne als Kombination wie Marsala, Tannengrün, Grautöne oder Schwarz, wohl damit der Look nicht zu lieblich wirkt. Lange Schnitte scheinen zu den Modetrends in der kommenden Saison zu gehören. Dies vor allem in der Oberbekleidung. Auch kastige Jacken

Jastina, Svetala und Frieda zeigen Trends für wohliges, zartes und vor allem weibliches Gefühl. (Bild Susanne Crimi) und Pullis sind Styling-Stars. Die Hosen hingegen sind entweder weit und angenehm, es gab auch Culottes aus Leder zu entdecken oder eine Hose mit Schlag, andererseits die bequemen Freizeithosen in Jeansoptik in allen Farben aus den neuen Technostoffen, die mit Stretchmaterial locken. Die unterschiedlich langen Kleidungstücke sind optimal geeignet, um den beliebten Lagenlook zu stylen. Plüsch, Kuschel-Strick und Fleece sind die trendigsten Stoffe des Winters. Passend zu den eher deckenden Farben, zeigt sich die Herbstmode von

ihrer kuscheligsten Seite. Weiche Materialien wie Strickstoffe aus flauschigem Garn, voluminöser Plüsch sowie Kunstpelz sind modern: Ein Wintertrend der toll aussieht und warm ist.

Mode ist mehr als nur Kleidung Ein Streifzug durch die Modeschau bei Käppeli-Mode in Muri ist aufschlussreich. Männer und Mode sind heute fürwahr kein Widerspruch mehr. So sind die Individualisten angesprochen, die viel und gerne mit diversen Stilen und Farben spielen.

«Darum – Männer, einfach nur Mut zur Individualität!», will wohl Benno Käppeli seine männliche Kundschaft auffordern, das zumindest vermitteln die gezeigten Herrenkleider. Farbentechnisch dominieren wohl in der kommenden Saison eher düstere Töne. Aufgelockert werden diese mit der einen oder anderen Knallfarbe und gewagteren Mustern, die sich auf Schals, Pullovern und Jackenbesätzen wiederfinden. Die Jacken zeigen eine grosse Vielzahl an Formen und Ausstattungen. Aufgesetzte Taschen oder heraustrennbare Futter sind nur einige der verschiedenen Varianten. Leder-

Wichtigstes Stilmerkmal ist aber sicher das unbekümmerte Kombinieren – dies sowohl bei der Damen- wie auch der Herrenmode. Es sollte nicht mehr in Schubladen wie Sports- und Casualwear gedacht werden. Der neue Look trägt alles zusammen und durcheinander, alles mit der nötigen Lässigkeit. Nach der gezeigten Modeschau waren die Besucher angetan und stürmten den Laden. «Svetlana trug doch diese Kombination», «Jastina kleidete sich mit der tollen Jacke» und «Frieda hatte den schönen Schmuck um», tönte es aus den Kabinen des Modegeschäftes Käppeli. Frauen und Männer waren sichtlich angetan vom Gezeigten, so wurden viele Schränke neu bestückt und das Strassenbild im kommenden Winter wird um modische Individualisten bereichert. (sci)

«Familienmärt» in der Baumschule Lokale Kreativköpfe präsentieren auf dem Familienmarkt hand- und hausgemachte Spezialitäten für Herz und Bauch: Bauernhofspezialitäten der Familien Frutiger und Weiss, Blumiges von Maya Baer, Stoffiges und Papieriges von «Glückssternli» und «Waldgräfin», Silberschmuck von Margrit Bayer, Reni Sigg mit Kunst auf Seide und 4eck mit Fell und Karo sind vor Ort. Kaffee wird von Diamantkaffee Armin Vollenweider frisch gebrüht und Familie Eberhard fährt auf Wunsch für eine Besichtigung in den eigenen Rebberg ganz in der Nähe. Das «Herbstbeizli» verwöhnt die Besucher bis

Sonnenuntergang mit Kürbissuppe, Käsebrot und Süssmost. Dazu wird das Baumschulleben zelebriert: Pflanzen-Eintopfen für Kinder, Pflanzplanung für Grosse und das Rosenlädeli ist für Liebhaber geöffnet. Weiter kann man dem «Freiberger»Pferd zuschauen, wie er mit der Hacke durch die Felder stapft: Führungen durch die Baumschule finden um 10.30 und 13.30 Uhr statt. Freitag und Samstag, 23. und 24. September, 10 bis 17 Uhr, Baumschule Reichenbach, Schonau, Hausen. Weitere Infos unter www.baumschulenreichenbach.ch/veranstaltungen.

Die verstärkte Crew vom «Chäs Stöckli» durfte einen tollen Jubiläumstag erleben. (Bild tst.)

Grossandrang zum 60. Geburtstag Der «Chäs Stöckli» in Affoltern hat Jubiläum gefeiert Mit Käse zum Preis von 1956, Speis und Trank sowie Kundengeschenken hat «Chäs Stöckli» vergangenen Samstag zum 60-Jahre-Jubiläum gelockt. Die Gratulanten kamen in Scharen.

Naturerlebnis in der Baumschule Reichenbach, Hausen. (Bild zvg.)

«Das hat alle meine Erwartungen übertroffen», meinte Stefan Stöckli nach dem Jubiläums-Samstag. Von 8 bis nach 14 Uhr hat ihm die Kundschaft pausenlos den Laden eingerannt. Nicht nur, weil die zehn Käsesorten, mit denen das Familienunternehmen 1956 in Affoltern gestartet war, zum damaligen Preis angeboten wurden, sondern auch, um persönliche Glückwünsche zu übermitteln und mit der Eignerfamilie und der Be-

legschaft auf das Jubiläum anzustossen. So nahmen sich an den Bistrotischen vor dem Laden vier Generationen Stöcklis Zeit, sich bei einem Glas Wein oder Saft mit der Kundschaft auszutauschen. Auch einige ehemalige Mitarbeiterinnen liessen es sich nicht nehmen, dem Anlass einen Besuch abzustatten. «Das damalige Käseangebot erfreut sich heute noch gleicher Beliebtheit», konnte Esther Stöckli nach einem strengen, aber auch sehr erfreulichen Tag zufrieden resümieren. Erstaunt zeigt sich die Kundschaft immer wieder, wie gross das Angebot ist. Aus 150 Käsesorten bietet sich die Wahl. «Wir haben die besten Kunden», durfte die «Chäs Stöckli»-Crew nach dem Jubiläumstag zufrieden feststellen. (tst.)

Raclette-Saison ist lanciert Ein Countdown im Laden hatte in den vergangenen Wochen auf den Start der Raclette-Saison aufmerksam gemacht. Mittlerweile ist der Start erfolgt und die Kunden haben die Auswahl aus rund 20 Sorten. Ebenso beliebt sind die hauseigene Fonduemischungen, sei es konventionell im Papiersack oder im «Chübeli» samt Maizena, Kirsch und Wein. So gelagert entwickelt das Fondue einen noch intensiveren Geschmack.


Vermischtes

Dienstag, 20. September 2016

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Zwiespältige Gefühle nach der Entlassung Am vergangenen Freitag fand in Birmensdorf die Wehrmännerentlassung statt 94 Armeeangehörige aus dem Säuliamt wurden am letzten Freitag von Regierungsrat Mario Fehr feierlich entlassen. ................................................... von salomon schneider Der Zürcher Sicherheitsdirektor brachte die Gefühlslage zahlreicher Soldaten, die entlassen worden sind auf den Punkt: «Ich denke, vielen geht es heute wie mir damals. Ich hatte bei der Entlassung aus der Dienstpflicht zwei Herzen in der Brust. Ich freute mich riesig, habe aber bis heute 1000 gute Erinnerungen an die Armee.» Mario Fehr hatte vor einigen Jahren durchgesetzt, dass neben Wein und Verpflegung an der Wehrmännerentlassung auch Bier ausgeschenkt wird. «Wenn ich es mir recht überlege, hätte jeder Tag in der Armee so sein sollen», meinte Daniel Plazevski und prostete dem diesjährigen Regierungsratspräsidenten zu. Die Rekruten schätzen aber auch die Anwesenheit zahlreicher Gemeinderäte aus ihren Wohngemeinden, mit denen sie sich beim Apéro angeregt austauschten.

Ehemalige Soldaten aus Ottenbach freuten sich mit Mario Fehr anzustossen, dem Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich. (Bilder Salomon Schneider)

Zum Abschluss der Materialrückgabe wurde auch das Dienstbüchlein zurückgegeben.

Gut 90 Prozent der Armeeangehörigen gaben ihr Sturmgewehr 90 zurück, die Übrigen werden auf Einzelschuss plombiert und gehen ins Privateigentum über.

Berge von Kleidungsstücken wurden zur Wiederverwendung zurückgegeben.

Der Knonauer Gemeindepräsident Walter von Siebenthal bedankt sich bei ehemaligen Soldaten für ihr Engagement in der Armee.

Der Affoltemer Sicherheitsvorstand Markus Meier übergibt einem Soldaten zum Dank ein Sackmesser.


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Veranstaltungen

Dienstag, 20. September 2016

Mit Musik verwebte Texte Texte und klassische Klaviermusik im Kleintheater Oberdorf Max Helfenstein (rechts) und die Apple’s Paradise Big Band. (Bild zvg.)

Die Big Band spielt auf Ein swingender Film und Tanzabend Am Samstag, 24. September, präsentiert das Kinofoyer Lux in der renovierten Aula Ennetgraben, Affoltern den Film «Swing Kids», der von der einheimischen Apple’s Paradise Big Band musikalisch umrahmt wird. Im Säuliamt braucht man die Apple’s Paradise Big Band aus Affoltern unter der Leitung von Max Helfenstein kaum mehr vorzustellen. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat die Band in und ausserhalb der Region immer wieder begeistert. Nach dem erfolgreichen Auftritt am Züri Fäscht Anfang Juli kündigt die Band einen nächsten Höhepunkt in erstmaliger Zusammenarbeit mit dem Kinofoyer Lux an. In klassischer Big-Band-Besetzung mit Trompeten, Posaunen, Saxofone und Rhythmusgruppe werden die Ämtler Musikerinnen und Musiker mit mehreren Swing Standards in den nachfolgenden Film «Swing Kids» einstimmen. Nach dem Film lädt die Band – wie immer begleitet von der ausdrucksstarken Sängerin Caroline Spörri – zum Tanz ein.

Die Erfolgswelle des Swing Am Anfang der Dreissiger Jahre begann sich im Jazz der Swing als neuer Stilbereich zu entfalten. Ausgehend von den USA und sich mit entsprechender Verzögerung auch im alten Kontinent ausbreitend entwickelte sich die neue Musik in ihrer Blütezeit, der Swing Aera, weit über die Jazzszene hinaus zum Inbegriff amerikanischer Tanzmusik. Das Repertoire war auch geprägt durch die Schlagerproduktion der damaligen Zeit. Die aufkommenden Big Bands gewannen die Gunst eines breiten Publikums. Herausragende schwarze Musiker und

Bandleader wie Count Basie und Duke Ellington, aber auch weisse wie Glenn Miller und Benny Goodman («King of Swing») schrieben Jazzgeschichte. Der Swing als wohl populärste Stilrichtung des Jazz, als eigentliches Massenphänomen, nicht zuletzt wegen seiner Tanzbarkeit und dem vollen Sound, erzielte in der Blütezeit der Jahre 1935 bis 1940 riesige kommerzielle Erfolge.

Swing galt als entartete Kunst Das seit 1933 mächtige deutsche Naziregime erklärte die «Negermusik» nichtarischen Ursprungs zur entarteten Kunst. Der Jazz als Produkt amerikanischer Denk- und Lebensart, der in seiner individuellen Spielweise (Solo im Kollektiv) letztlich demokratisches Gedankengut spiegelt, stand der nationalsozialistischen Philosophie und Praxis diametral gegenüber. Nichtsdestotrotz bildete sich in den deutschen Grossstädten eine oppositionelle Jugendkultur, die sogenannte SwingJugend. Sie suchte im amerikanischen Lebensstil, vor allem in der SwingMusik und dem Swing-Tanz, eine autonome Ausdrucksmöglichkeit und grenzte sich zur nationalsozialistischen Gesellschaft, hauptsächlich zur Hitler-Jugend ab. Der Film «Swing Kids» mit dem swing-lastigen Soundtrack ist jenen jungen Deutschen gewidmet, die während der Nazizeit dem Sieg-Heil das Swing-Heil entgegensetzten und wegen ihrer mutigen Überzeugung verfolgt, verhaftet und streng bestraft wurden. Ein tief berührendes Filmdokument. (Hanspeter Merz) Samstag, 24. September 2016, 19 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern am Albis, Bar und Kasse geöffnet ab 18 Uhr. Eintrittspreis 28 Franken (unter 20 Jahren 20 Franken), nicht im Jahrespass LUX inbegriffen. Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern. Telefon 044 762 42 42 www.bigbandsound.ch.

Melodische Improvisation In der Konzertreihe «Jazz am Donnerstag» ist am 22. September Brodway und Filmmusik zu hören, im «LaMarotte». Wie klingt Broadway- und Filmmusik der 30er- bis 50er-Jahre, gespielt von einem herausragenden Jazz-Quartett? Adam Taubitz, Stimmführer der zweiten Geigen der Berliner Philharmoniker und Thomas Dobler, einer der vir-

tuosesten Vibraphonisten Europas, treffen auf die hervorragenden Begleiter Dani Solimine, einen der seltenen Gitarristen, der eine siebensaitige Gitarre spielt, und Thomas Dürst, einen vielgefragten Jazz-Bassisten. Sie lieben Swing und melodische Improvisation. Donnerstag, 22. September, Bar ab 18.30 Uhr. Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Kleines Essen 15 Franken.

Für die kalte Jahreszeit ausrüsten Der Frauenverein Hausen-Ebertswil organisiert in Hausen den Kauf und Verkauf gebrauchter Kleider, Schuhe und Spielsachen, aber auch Wintersportartikel für Kinder. Angeboten werden Kinderkleider bis Grösse 176 sowie Schuhe für die Herbst- und Wintersaison, aber auch Sportartikel wie Skis, Skischuhe, Snowboards, Schlittschuhe, Schlitten, Autositze, Kinderstühle, Kinderwagen und Spiele. Ein Besuch der Kinderkleiderbörse ist die ideale Gelegenheit, Kinder, Enkel oder Patenkinder für die kältere Jahreszeit auszurüsten. Wer Artikel zum Verkauf abgeben möchte, kann sich bei Priska Rösch, Telefon 043 466 52 28 oder priska.roesch@datazug.ch melden. Die Anbieter erhal-

ten von ihr eine Nummer zugewiesen sowie spezielle Anhänge-Etiketten. Es werden nur Artikel mit einer bestätigten Nummer und vom Frauenverein erstellten Etiketten angenommen. Die Annahme ist von 9 bis 10 Uhr und auf 100 Artikel pro Person beschränkt. Die Rückgabe der nicht verkauften Waren erfolgt von 16.15 bis 16.30 Uhr. Zur Deckung der Unkosten gehen 20% des Verkaufspreises an den Frauenverein. Auch wer keine Kleider oder Spielzeug erwerben will, ist willkommen. Eine Kaffeestube mit einer grossen Auswahl an köstlichen Kuchen ist von 13 bis 16.30 Uhr einen Besuch wert. Andrea Reichenbach, Aktuarin Frauenverein Hausen-Ebertswil Kinderkleiderbörse am Samstag, 24. September, 13.30 bis 15 Uhr, Kaffeestube von 13 bis 16.30 Uhr, Gemeindesaal Weid, Hausen.

Das Trio «Flyrik» zeigt im Kleintheater Oberdorf in Aeugst eine originelle Collage aus Lyrik, Kurzgeschichten und Musik aus verschiedenen Epochen. Die sonore und wandlungsfähige Stimme des Rezitators Marco Caduff kennt man unter anderem von Radio Swiss Classic und von verschiedenen Hörbüchern her. Im aktuellen Programm trägt Caduff Texte von Goethe, Heine, Rilke, Morgenstern, Ringelnatz und weiteren Autoren vor. Ingrid Naef, die schon in mehreren «Opernhausen»Produktionen zu sehen und zu hören war, begleitet dazu mit klassischen Klavierstücken und Eigenkompositionen. Diese verwebt sie mit den Texten

zu neuen Einheiten. Felix Naef, der in Vorstellungen: 24. September, 20 Uhr; 25. Septemallen «Opernhausen»-Veranstaltungen ber, 17 Uhr; 1. Oktober, 20 Uhr. Kleintheater für das Lichtkonzept verantwortlich Oberdorf, Oberdorfstrasse 12, Aeugst. Parkplätze zeichnete, lässt die dazu passenden vor dem Volg oder der Kirche. Eintritt frei, Kollekte. Stimmungen entstehen. Platzreservierung: Telefon 044 761 86 63 Das Programm enthält nachdenk- oder ingrid.naef@naefcom.ch. liche und dramatische wie auch romantische, vergnügliche, kurzweilige und heitere Passagen. Nach zwei Programmen für «Kultur pur» in Aeugst und drei weiteren Programmen ist dies die sechste Produktion Stimmungsvolle Klang-Text-Reise mit Marco Caduff, des Trios. (pd.) Ingrid Naef und Felix Naef. (Bild zvg.)

Bonstetter machen Musik Einige Bonstetterinnen und Bonstetter haben beschlossen, zusammen zu musizieren. «Musik machen ist halt einfach etwas vom Schönsten!», sagte sich kürzlich jemand. Das finden auch einige Bonstetter – und haben sich zu einem heiteren und schmissigen Konzert in der Kirche Bonstetten zusammengetan. Es

spielen Rägle Brawand (Flöte/Piccolo), Nino Wrede (Fagott), Janick Müller (Klarinette), Julia Hofer (Orgel), Aurelia Neidhart (Akkordeon) und Werner Brawand (Euphonium). In einem Septett treten Andy Brüesch, Richard Frech, Peter Steiner, Ruth Küng, Annelies Weiss und Marcel Dinkelmann und Werner Brawand auf. Sie spielen Stücke von Rudolf

Herzer, Kurt Noack, Louis-James-Alfred Lefébure-Wely, Carl Stamitz, Wolfgang Amadeus Mozart, Julius Fucik, Adam Hudec, Henry Kling. Das Konzert wird von Pfarrerin Susanne Sauder moderiert. (pd.) «Bonstetter mached Musig», Sonntag, 25. September, 17 Uhr, reformierte Kirche Bonstetten. Infos: www.ursulahauserorgel.ch.

Selber gemacht – Kurse für Kinder und Erwachsene Neue Kurse im Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz Das Angebot im Bauspielplatz beschränkt sich längst nicht mehr nur aufs Hüttenbauen. Kinder und natürlich auch Erwachsene, die eine Hütte bauen wollen, können sich seit 1979 auf dem Bauspielplatz ausleben. Das Areal bietet aber 2016 Vieles mehr und nennt sich deshalb auch Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz. Da gibt es mannshohe Kügelibahnen, von denen die Kinder kaum mehr wegzubringen sind. Da lockt das Bistro Frosch mit seinem Kaffee mit hauseigener Röstung. Da gibt es einen Partyraum zu günstigen Konditionen und eine Werkstatt. Im Gegensatz zu dem Teil des Geländes, auf dem Hütten gebaut werden können, kennt das Gemeinschaftszentrum keine Saisonpause. Das ganze Jahr hin-

durch und besonders auf den Herbst hin sind wieder Kurse ausgeschrieben, die mannigfaltiger nicht sein könnten. Die Liste reicht von handwerklichen Angeboten (Vogelhaus bauen, Beton giessen) über feinere Handarbeiten (Traumfänger, Strukturbilder malen) bis hin zu sportlichen Kursen wie Speedstacking, zu Deutsch: Schneller Becher stapeln als das Auge erlaubt. Die meisten Kurse dauern einen halben Tag, mit einer grossen Ausnahme. In der zweiten Herbstferienwoche findet ein Comicworkshop statt. Innerhalb von fünf Tagen entstehen gezeichnete Geschichten aus eigener Hand. Die Vernissage am Freitagabend ermöglicht allen einen Einblick in die entstandenen Werke. Da das schöne Fremdwort «Partizipation» im Leitbild des Gemeinschafts-

zentrums Bauspielplatz verankert ist, sollen die Angebote nicht nur in eine Richtung laufen; jede und jeder (auch Kinder), der oder die eine Idee für ein Kursangebot hat, ist eingeladen, diese Plattform zu nutzen und anderen sein Steckenpferd näherzubringen. Die Kurse richten sich an Kinder und Erwachsene ab dem jeweils angegebenen Alter. Viele Angebote dürfen aber auch von kleineren Kindern mit Begleitung besucht werden. (pd.) Kurse, Infos und Anmeldung auf www.bauspielplatz.ch oder auf Plakaten an der Litfasssäule auf dem Bauspielplatz-Areal. Telefon Dodo Weiss 076 583 34 77. 25. September Traumfänger knüpfen, 1. Oktober, Speedstacking; 8. Oktober, Beton giessen; 17. bis 21. Oktober, Comics zeichnen; 29. Oktober, Repair Café – kaputte Sachen unter Anleitung reparieren; 9. November, Vogelhaus bauen.

Fokus öffnen für neue Strategien SP-Veranstaltung zu Kooperation statt Konkurrenz bei Spitälern Wie kann das Spital Affoltern in Konkurrenz zu den umliegenden Spitälern bestehen? Die SP möchte diese Frage an einer Veranstaltung aufgreifen. Über das Spital Affoltern ist in letzter Zeit viel geschrieben und diskutiert worden. Dabei wurde oft die Frage nach der Zukunft gestellt: Wie kann das Spital in Konkurrenz zu den umliegenden Spitälern bestehen? Die SP möchte diese Frage an einer Veranstaltung aufgreifen. Dabei interessieren allfällige Verfehlungen in der Vergangenheit nicht. Vielmehr möchte die SP mit dieser Informationsveranstaltung den Fokus öffnen und nach politischen Strategien in einem grösseren Zusammenhang suchen. Heidi Hanselmann, Gesundheitsdirektorin des Kantons St. Gallen, informiert über das Modell des Spitalverbundes, wie es im Kanton St. Gallen erfolgreich praktiziert wird. Als Heidi Hanselmann vor zwölf Jahren ihr Amt antrat, sollten

gemäss den Plänen ihres Vorgängers zwei von neun Spitälern (Flawil und Altstätten) geschlossen werden. Mit ihrer Politik, die auf Kooperation statt auf Konkurrenz setzt, konnten diese Schliessungen bis heute vermieden werden. Ähnlich wie vor 12 Jahren in St. Gallen sieht es heute im Kanton Zürich aus. Die neue Spitalfinanzierung führt im Kanton Zürich zu einer gefährlichen und teuren Deregulierung in der Gesundheitsversorgung. Der Kanton gibt seine Steuerungsinstrumente in der Spitalplanung immer mehr aus der Hand. Mit einer sogenannten Spitalliste wird lediglich der Bedarf festgelegt und die diversen Spitäler im Kanton Zürich bewerben sich um die entsprechenden Leistungsaufträge. Welche Spitäler überleben, soll der vermeintliche «Markt» bestimmen. Das führt zu einem Wettrüsten der Spitäler bei der Infrastruktur. Um das zu erreichen, wird eine Erhöhung der Fallzahlen angestrebt. Dies führt zur

Gefahr einer Überversorgung in lukrativen und einer Unterversorgung in weniger lukrativen Bereichen. Andreas Daurù, Kantonsrat der SP aus Winterthur, erläutert die aktuelle Lage des Gesundheitswesens im Kanton Zürich. Und er informiert über Ziele hinter der eingereichten Motion, welche die Einführung eines solchen Spitalverbundes im Kanton Zürich fordert. Ein Spitalverbund, zum Beispiel analog zum Modell des ZVV, kann die nötige und sinnvolle Koordination in der Spitalplanung übernehmen. Das könnte die Zukunft des Bezirksspitals Affoltern langfristig sichern. Mit dieser Veranstaltung will die SP einen konstruktiven Diskussionsbeitrag leisten. Im Anschluss an die beiden kurzen Referate wird es genügend Zeit für Fragen aus dem Publikum geben. Die Veranstaltung ist öffentlich. (pd.) Infoveranstaltung am 22. September, 20 Uhr, Ulmensaal der reformierten Kirche, Zürichstrasse 94, Affoltern.


Vermischtes

Dienstag, 20. September 2016

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sport

Zwei Siege in einer Woche FC Affoltern – FC Wädenswil 4:2 (3:0), FC Zollikon – FCA 0:1 (0:0) Markstimmung in Wettswil. (Bild zvg.)

Ein Dorf feiert Markt 24. Wettswiler Herbschtmäärt Entlang der Poststrasse treffen sich am Sonntag, 25. September, Wettswiler und Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung. Zurück zu den Wurzeln heisst das Motto für 2016. Ein Dorf lebt von Begegnungen, den zahlreichen Vereinen und Parteien und von deren Verbundenheit und Solidarität. Diese Aussage trifft auf viele Gemeinden zu und so dient die Plattform des Wettswiler «Herbstmäärt» nicht nur Wettswilern, sondern auch den Besuchern von nah und fern, die den beliebten Anlass besuchen werden. Das Ziel war es stets, einen Anlass zu präsentieren, welcher von Begegnungen lebt. Zusammen mit allen Beteiligten präsentiert sich ein Ort mit kulinarischen, spielerischen und glücklichen Momenten. Von der Poststrasse bis zum Türmlihaus und durch die Schulanlage bis zur Turnhalle «Mettlen» wird an rund 60 Ständen ein farbenfrohes Angebot präsentiert. Kinder sind herzlich willkommen. Für sie werden verschiedene Spiele angeboten. Ein Highlight ist der Kinderflohmäärt bei den Treppen neben der Turnhalle «Mettlen». Für Unterhaltung wird in unterschiedlicher Form gesorgt. Viele Vereine bieten lus-

tige Spiele an. Zur Tradition gehört das Armbrustschiessen des Feldschützenvereins, die Torwand des FC Wettswil-Bonstetten und das beliebte Turnschuh-Werfen des Turnvereins. Für das leibliche Wohl sorgen genügend «Beizen». Alle Speisen werden direkt vor Ort zubereitet. Die fleissigen Frauen des Frauenvereins setzen sich dabei für die gemeinnützigen Ziele des OKs ein und sorgen für Wohlfühlmomente im und bei schönem Wetter ausserhalb des Türmlihauses. Die eigentliche Määrtbeiz ist in oder bei der Turnhalle «Mettlen» untergebracht. Das Angebot reicht von feinem Risotto, Grilladen und Pommes-Frites bis hin zum beliebten Raclette. Der grösste Teil der Erlöse aus dem Herbscht- und dem Adventsmäärt wird gemeinnützigen Institutionen zukommen. Die Vorfreude bei den Veranstaltern ist gross. Sie hoffen auf zahlreiche Besucher an ihrem Fest. OK Wettswiler Herbschtmäärt Remo Buob, OK-Präsident 24. Wettswiler Herbschtmäärt. Sonntag, 25. September, 11 bis 17 Uhr. Infos: www.määrt.ch. Vorschau: 18. Wettswiler Adventsmäärt vom Sonntag, 27. November (1. Advent).

Irische Energie tanken

Trotz zwei weiteren Verletzten (Matteo Scicchitano und Shkembim Bala) zeigte der FC Affoltern am Donnerstagabend wieder einmal eine kompakte Mannschaftsleistung gegen Wädenswil. Im zweiten Spiel lieferte der FC Zollikon gegen den arg dezimierten FCA eine einsatzfreudige Leistung. Auf dem stumpfen Kunstrasen waren die Gastgeber am Samstagabend eigentlich das bessere Team. ................................................... von willi weber Im Spiel gegen den FC Zollikon vergaben die Einheimischen in der 13. Minute die erste Möglichkeit und nur eine Zeigerumdrehung später setzte sich Bilic nach einem Einwurf gegen drei Gegenspieler durch und traf mit einem Flachschuss zum 1:0 in die linke Torecke. In der 16. Minute spielte sich der FCA mit einer Traumkombination auf der linken Seite durch. Antenen wurde herrlich freigespielt und er traf ebenfalls mit einem unhaltbaren Flachschuss zum 2:0 in die Maschen. Nach über einer halben Stunde profitierte der fleissige Stähli von einem Prellball im gegnerischen Strafraum. Seine Direktabnahme platzierte er zur verdienten 3:0-PausenFührung in den Netzhimmel.

Gleich zwei Angriffe verschlafen Nach dem Wiederanpfiff schienen die Ämtler jedoch gedanklich immer noch beim Pausentee zu sein. Fast unbedrängt konnten sich die Wädenswiler durchspielen und Fagone konnte seelenruhig zum 3:1 verkürzen. Die Filipovic-Schützlinge rafften sich aber

wieder auf und kamen in der 54. Minute zu zwei Einschussmöglichkeiten. Kurze Zeit später verhinderte Steiner mit einer mirakulösen Abwehr einen weiteren Treffer der Seebuben. Leider musste dann auch noch Luchsinger verletzt vom Platz. In der 78. Minute zirkelte Markanovic einen Freistoss von der linken Seite angeschnitten in die Mitte und Antenen köpfte kaltblütig zum 4:1 ein.

Corner direkt verwandelt Ein Spiel ist bekanntlich erst fertig, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Bereits in der Nachspielzeit schoss Cannazza einen Corner in die Mitte, der direkt zum 4:2 ins Tor flog. Es ging ein klares Foul an Goalie Steiner voraus – die Abwehr machte dieses eine Mal aber trotzdem nicht den besten Eindruck. Trotz diesen beiden Aussetzern hat der FCA überzeugt und den Zuschauern einen attraktiven Match geboten. FCA-Mannschaftsaufstellung: Steiner, Luchsinger (70. Salis), Alen Rako, Shkelqim Bala, Good, Konate, Markanovic, Ismajlaj, Stähli (83. Nikic), Antenen (87. Premananthan), Bilic. 105 Zuschauer. Die Torfolge: 14. Bilic 1:0, 16. Antenen 2:0, 37. Stähli 3:0, 46. Fagone 3:1, 78. Antenen 4:1 und 93. Cannazza 4:2.

Cupspiel gegen Zollikon Im zweiten Spiel der vergangenen Woche stellten die Zollikofer von Beginn weg bis zu sechs Akteure in die Defensive. Sie wollten ein frühes Tor des FCA verhindern. Erst nach etwa 20 Zeigerumdrehungen konnte Konate den lauffreudigen Stähli mit einem Steilpass erstmals lancieren. Dem Abschluss fehlte aber noch die letzte Präzision. Das Spiel wogte in der Folge hin und her – es konnten aber kaum Torchancen

beobachtet werden. So war es eigentlich fast logisch, dass sich die beiden Teams torlos zum Pausentee verabschiedeten.

Lattenknaller weckt den FC Affoltern abrupt auf Auch in der zweiten Hälfte änderte sich noch nicht viel. Nach genau einer Stunde wurde der FCA mit einem Lattenknaller aufgeweckt. Rako verliess nun seinen Libero-Posten und versuchte, weiter vorne den Match anzukurbeln. Nach einem Eckball köpfte er nur knapp über die Latte. In der 74. Minute brachte er einen Eckball zur Mitte. Konate stieg am höchsten und köpfelte zum 0:1 ein.

Ersatzgoalie Aegerter avanciert zum Matchwinner Das bisher recht defensive Zollikon suchte nun den Ausgleich und der FCA musste noch ein paar heisse Momente überstehen. Torhüter Aegerter durfte im Cup für Stammgoalie Steiner zwischen die Pfosten – und ihm konnte am Schluss als eigentlicher Matchwinner gratuliert werden. Mit einer mirakulösen Parade macht er zehn Minuten vor dem Ende die beste Einschussmöglichkeit der Gastgeber zunichte und nur kurze Zeit später verhinderte er mit einer tollen Fussabwehr den sicher geglaubten Ausgleich für Zollikon. Der FCA konnte den knappen Vorsprung über die Zeit retten, muss sich aber für das kommende Meisterschaftsspiel in Schlieren steigern. FCA-Mannschaftsaufstellung: Aegerter, Luchsinger, Shkelqim Bala, Good, Alen Rako, Konate, Ismajlaj, Markanovic, Claudio Antenen (82. Grebenar), Nikic (62. Salis), Stähli (77. Premananthan). 85 Zuschauer. Torfolge: 74. Konate 0:1.

Musik und Tanz im «Pöschtli» Aeugstertal

Erfolgreicher Start bei Volley S9

Mit Oisín Mac Diarmada konnten Gudrun Walther und Jürgen Treyz einen der besten irischen Fiddler für ihre Auftritte verpflichten. Tänzerin Samantha Harvey ergänzt das Trio mit Tanz. Nach der «Two Duos» Tour und der daraus entstandenen Gruppe «Litha» mit Claire Mann und Aron Jones ist «Fiddles and Feet» ein weiteres Projekt von Gudrun Walther und Jürgen Treyz, diesmal mit Oisín Mac Diarmada aus Irland und Samantha Harvey aus den USA. Oisín Mac Diarmada ist ohne Zweifel einer der besten Fiddler, den die grüne Insel in den letzten 30 Jahren hervorgebracht hat und ist so etwas wie der musikalische Botschafter Irlands. Er kommt aus dem County Sligo und pflegt nebst dem rasanten, traditionellen Lokalstil auch eine sehr individuelle, eher modernere Spielweise. Samantha Harvey ist Tänzerin und hat sich mit Haut und Haar dem Séan-Nos verschrieben, jener alten, irischen Tanzform, die mit der Musik ein lebendiges Ganzes bildet und den Ausdruck der Musik mit perkussiver Unterstützung vereint. Daneben spielt sie virtuos Akkordeon und Piano.

Kreativ und spontan In diesem Quartett spielen die beiden Fiddles von Gudrun Walther und Oisín Mac Diarmada die Hauptrolle. Kennengelernt haben sie sich in einem Workshop. Beide Musiker sind in der Lage, sehr kreativ und spontan zu reagieren und spornen sich so zu gegenseitigen Höchstleistungen an. Samantha Harveys Tanz verleiht der Energie und Lebensfreude der irischen Musik Ausdruck. Es ist hypnotisierend, wie die Musik ihre Füsse in immer rasantere Steps treibt. Am Akkordeon und Piano bringt sie

Nachdem das Team Damen 3 im Februar das letzte Spiel gegen Volley Höngg verloren hatten, gab es für die Ämtlerinnen gegen die Zürcherinnen noch eine offene Rechnung zu begleichen.

Oisín Mac Diarmada und Samantha Harvey. (Bilder zvg.)

Gudrun Walther und Jürgen Treyz. Abwechslung in den Sound der Band und interagiert charmant mit Jürgen Treyz, der mit Gitarre und Dobro das harmonisch-rhythmische Fundament legt. Abgerundet wird das Programm durch die humorvolle Präsentation und die klare, warme Stimme Gudrun Walthers, mit der sie die Zuhörer in ihren Bann zieht. (pd.) Konzert am Donnerstag, 29. September, 20.30 Uhr, im Pöschtli Aeugstertal. Essen um 19 Uhr. Reservieren unter Telefon 044 761 61 38.

Zum ersten Spiel der Zürimeisterschaft durften die Spielerinnen vom Volley S9 D3 am 14. September als Gast Volley Höngg empfangen. Die Stimmung vor dem Spiel war gut; die Mannschaft war über den Sommer vom neuen Coach Brigitte Leimgruber optimal auf die neue Saison vorbereitet worden. Pünktlich um 20.30 Uhr wurde das Spiel vom Schiedsrichter Claude Schmidt angepfiffen. Der Auftakt gelang nach Wunsch und die Ämtlerinnen konnten mit guten Spielzügen Punkt um Punkt auf ihrer Seite verbuchen. Beim Stand von 11:4 wurde das erste Time-out vom Gast aus Höngg beansprucht. Auch die Unterbrechung brachte dem Spielverlauf keine Wendung und so konnte das S9-Team zügig auf 19:8 erhöhen. Das zweite Time-out von Höngg brachte dem Gast dann den gewünschten Input und Coach Leimgruber konnte dank einem geschickt eingesetzten Time-out beim Stand von 22:13 das Blatt wieder wenden und den ersten Satz mit 25:13 für sich entscheiden.

Ausgeglichener zweiter Satz Der zweite Satz gestaltete sich sehr ausgeglichen, die Punkte wurden abwechselnd an die Gast- und die Heimmannschaft vergeben. Trotz gutem Spielaufbau konnten die Angriffe nicht mit der gewohnten Konsequenz

Alex Papidas im Angriff. (Bild Gabi Schweikert) abgeschlossen werden und brachten entsprechend auch nicht den gewünschten Erfolg. Bis zum Schluss war der zweite Satz hart umkämpft und ging schliesslich mit 24:26 knapp an die Gäste aus Höngg. Obwohl Coach Leimgruber die Spielerinnen zu mutigeren Angriffen motivierte, konnte dies im 3. Satz noch nicht richtig umgesetzt werden. Somit war auch der dritte Satz sehr ausgeglichen und die Punkte wurden auf beiden Seiten gleichmässig gesammelt. Beim Spielstand von 21:19 für S9 konnte auch das zweite Time-out den drohenden Satzverlust für Höngg nicht verhindern. Endlich lief es auch im Angriff besser und so entschied S9 den 3. Satz mit 25:21 für sich.

Im vierten und letzten Satz konnte dann endlich auch die Angriffsstärke der S9-Spielerinnen umgesetzt werden und so ging auch dieser Satz mit 25:13 klar an die Heimmannschaft. Das Schlussresultat mit 3:1 für das Team Damen 3 von S9 entsprach dann auch dem Spielverlauf. Mit einem geglückten Saisonauftakt können die D3-Spielerinnen sich jetzt voll auf das nächste Spiel konzentrieren. Bereits am 28. September wird die Mannschaft zu Hause den Erstplatzierten der letzten Saison, das Team des VBC Engstringen, begrüssen. Anpfiff ist wie bei allen Heimspielen um 20.30 Uhr, in der Bruggenhalle in Bonstetten. Zuschauer sind dazu herzlich willkommen. Karin Glaus


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