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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 75 I 169. Jahrgang I Dienstag, 22. September 2015

Pedibus

Nur Freisprüche

Elternrat lanciert in Affoltern einen «Bus auf Kinderfüssen». > Seite 3

Falsche Anschuldigung als auch ein Betrugsversuch nicht rechtsgenügend erwiesen. > Seite 5

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Solarkraft Veranstaltung zum Potenzial der Ämtler Sonne in Aeugst am Albis. > Seite 9

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Gelebte Nachbarschaft «Gütschli» in Sellenbüren: Vor 40 Jahren zogen die ersten Bewohner ein. > Seite 11

Zwischen Tradition und Moderne

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Sozialer Aspekt wichtig Viehschau auf dem Albispass – nicht primär eine Zuchtveranstaltung. > Seite 11

Neues Schulhaus für rund 160 Schülerinnen und Schüler Nach den Sommerferien ist in Bonstetten das Schulhaus Schachenmatten 4 in Betrieb genommen worden – gut zwei Jahre, nachdem die Stimmberechtigten einem Kredit von knapp 10 Mio. Franken zugestimmt hatten. 160 bis 180 Schülerinnen und Schüler finden Platz. Die Räume sind durchlässig. Es gibt Platz für klassenübergreifende Aktivitäten. Am vergangenen Samstag lud die Primarschulpflege zu einer Besichtigung ein. (-ter.)

Das Kloster Kappel befindet sich am Puls des Geschehens Als Aussenposten gegen die katholische Innerschweiz gegründet, hat sich das Kloster Kappel immer wieder neu erfunden. Heute ist es ein gut besuchtes Seminarhotel. Am Sonntag eröffnete zudem die kontroverse Ausstellung Lebenskunst und Totentanz, in den Seitenschiffen der Klosterkirche.

................................................... > Bericht auf Seite 5

Seit dem frühen Mittelalter gibt es Totentanzdarstellungen. In diesen holt der Tod, dargestellt als Knochenmann, tanzend die Menschen aus dem Leben. Kernaussage dieser Totentanzdarstellungen war, dass vor dem Tod alle gleich sind. Denn, obwohl die Menschen nach Klassen abgebildet wurden, machte der Tod auch vor dem Papst nicht Halt. Unter einer Papstdarstellung steht sogar spöttisch: «Heilig wurdest auf Erden du genannt ...» Damit wurde direkt die Heiligkeit des Papstes in Zweifel gezogen.

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Die enormen Jubeltage vom 22. September bis am 19. Oktober 2015: Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren feiern wir die enormen Jubeltage mit unglaublichen Preisen. Kommen Sie zu uns und gewinnen Sie Tausende von Geschenken: Einkaufsgut-

Arbeiten aus sieben Jahrhunderten Der Totentanz und damit auch die Ausstellung beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. Der Tod hat dabei viele Formen und Gesichter und gerade die moderneren Werke können durch ihre Direktheit betroffen machen. Beispielsweise die Bettwäsche von Ikea mit Skelettaufdruck zeigt eindrücklich, dass der Tod auch in Mode sein kann. Durch die modernen Zugänge wirkt

scheine, ein Traum-Week-End im Europa Park, eine

Das Klosterareal in Kappel aus der Vogelperspektive. (Bild Peer Messerli) die Ausstellung für einige Besuchende sicherlich auch kontrovers. Denn nicht alle Gläubigen können Koketterie mit dem Tod verstehen. «Trotzdem passt diese Ausstellung in die Kirche. Denn während die einen mit dem Tod kokettieren, wird das Sterben aus dem Alltag verbannt», probiert Pfarrer Markus Sahli zum Nachdenken anzuregen.

Seminar- und Hotelbetrieb laufen sehr gut Mit seinem Seminar- und Hotelbetrieb hat das Kloster Kappel den Umsatz in den letzten zwölf Jahren fast verdoppelt – auf heute rund 5 Mio. Franken Umsatz. Die Zahl der Übernachtungen konnte zwar in den letzten drei Jahren nicht mehr gesteigert werden, ist

FC Wettswil-Bonstetten im Cup-Achtelfinal gegen Thun Nach dem 3:0-Erfolg beim FC Sierre Im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups entledigte sich der Ämtler 1.-Ligist mit Bravour seiner delikaten Aufgabe im Wallis und schlug den FC Sierre (2. Liga interregional) deutlich 3:0. Schon zur Pause klar führend, qualifizierte sich WB verdient und ohne Wenn-und-Aber für den Achtelfinal. «Die Mannschaft war sehr gut eingestellt, konzentriert und fokussiert, endlich wurden die guten Leistungen und der grosse Aufwand belohnt,» freute sich Trainer Martin Dosch. Das Los bescherte dem FCWB den Super-League-Verein Thun, das Spiel findet unter der Woche am 28. oder 29. Oktober in Wettswil statt. «Auf einen Superligisten zu stossen haben wir uns gewünscht, wir freuen uns alle auf diesen Leckerbissen, er ist der Lohn für die kollektive Topleistung», meinte Teammanager Marc Enskat sehr zufrieden. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 27

Nach dem Schlusspfiff ist die Freude gross: WB steht im Cup-Achtelfinal. (Bild Kaspar Köchli)

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aber mit jährlich 17 500 hoch. Auch der Seminarbetrieb boomt. Je ein Viertel machen kirchliche Gruppen und Individualgäste aus, die restlichen sind Gäste, die «herunterfahren» wollen und Ruhe suchen – und Geschäftstouristen. Das Kloster Kappel bietet jährlich um 80 Kurse an. (sals/-ter.) ................................................... > Berichte auf den Seiten 6/7

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Knonau rannte für den guten Zweck Bereits zum dritten Mal stieg vergangenen Samstag das Kinderfest «Knonau für Afrika». Ein Sponsorenlauf hat die Benefizfeier zusätzlich bereichert. Die Schlange der Läufer scheint kaum abzureissen. Von spazierend über locker joggend bis zu verbissen rennend legen vor dem Mittag die Schüler, am Nachmittag dann ganze Familien die Laufstrecke vom Kindergarten zur Chamstrasse und über die Unterdorfstrasse zum Stampfiplatz zurück. Spätestens wenn der Festplatz in Sichtweite kommt, legen alle noch einen Zahn zu. Schliesslich werden sie zwischen den Festbänken auf dem Stampfiplatz auch lautstark angefeuert. Der Erlös vom ganzen Kinderfest, zu dem nebst dem Sponsorenlauf auch ein Kinderkonzert mit Bruno Hächler sowie diverse Vorführungen und Aktivitäten gehörten, geht an den gemeinnützigen Verein «Mamadou et Bineta», der sich im westafrikanischen Land Guinea für Strassen- und Waisenkinder engagiert. (tst.) ................................................... > Bericht folgt in der Freitagausgabe

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Ersatzwahl Neuwahl zur Ergänzung der Kirchenpflege Ottenbach für den Rest der Amtsdauer 2014/2018 Für die aus der Kirchenpflege zurücktretende Françoise Vaucher ist eine Nachfolgerin bzw. Nachfolger für den Rest der Amtsdauer 2014/2018 zu wählen. In Anwendung von Artikel 6 der Kirchgemeindeordnung sowie den entsprechenden Vorschriften des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) können bis zum 2. Oktober 2015 Wahlvorschläge (mit Angabe von Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Konfession, Beruf, Adresse und Heimatort) eingereicht werden (§ 49 ff GPR). Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der ref. Kirchgemeinde Ottenbach (mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse) unterzeichnet sein. Die Unterzeichnung kann nicht zurückgezogen werden. Die Wahlvorschläge sind schriftlich an den Präsidenten der Kirchenpflege, Hans Peter Stutz, Stüdlerstrassse 4, 8913 Ottenbach, einzureichen. Die Wahlvorschläge werden nach Ablauf der Frist vom 2. Oktober 2015 veröffentlicht. Innert einer weiteren Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge zurückgezogen, aber auch neue eingereicht werden.

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines. Dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein war Teil von unserem Leben, drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.

Traurig müssen wir von meiner geliebten Gattin, unserer Mutter und Schwester Abschied nehmen

Monica Scheidegger-Walser 22. Mai 1948 – 19. September 2015

Nach schwerer Krankheit durfte sie, umgeben von ihren Angehörigen, friedlich einschlafen. Die liebevolle Art, mit der sie sich um uns wie auch um andere gekümmert hat, war beispielhaft. Wir werden uns mit grosser Dankbarkeit an ihr positives und lebensfrohes Wesen erinnern. Wir trauern um Dich und vermissen Dich sehr Heinz Scheidegger Markus Scheidegger Thomas Scheidegger Ursina Scheidegger und Anverwandte Urnenbeisetzung am Freitag, 25. September 2015, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof, anschliessend Abschiedsfeier und der Kirche Aeugst am Albis. Die Verstorbene wünscht, dass keine Trauerkleidung getragen wird. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Krebsliga Zürich, Freiestrasse 71, 8032 Zürich, Postkonto 80-868-5, mit Vermerk «Monica Scheidegger». Traueradresse: Heinz Scheidegger, Chilenacherweg 3, 8914 Aeugst am Albis

Wird für die Vakanz nur eine Person vorgeschlagen und stimmt der zunächst eingereichte Vorschlag mit dem definitiven Vorschlag überein, erklärt die Kirchenpflege die Vorgeschlagene als in stiller Wahl gewählt (§ 54 GPR). Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, vom Datum dieser Publikation an gerechnet, ein schriftlicher Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, c/o Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 6, 8932 Mettmenstetten, eingereicht werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Ottenbach, 22. September 2015 Kirchenpflege der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Ottenbach

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Freiwillige Übung, Vorschiessen für das Endschiessen Donnerstag, den 24. September von 17.30 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Bestattungen Aeugst am Albis Beerdigung am Freitag, 25. September 2015, von

Scheidegger geb. Walser Sigrid Monica geboren am 22. Mai 1948, wohnhaft gewesen in 8914 Aeugst am Albis, Chilenacherweg 3, verstorben am 19. September 2015. Abdankung 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis, 13.30 Uhr Besammlung beim Friedhofsgebäude. Der Friedhofvorsteher

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Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Albert Schweitzer)

TO D E S A N Z E I G E Unendlich traurig und schweren Herzens nehmen wir Abschied von meiner geliebten Frau, unserem lieben Mami und Grossmami, unserer Schwiegermutter, Schwester, Tante und Freundin

Erika Uster-Klement 7. Februar 1942 – 18. September 2015

Machtlos mussten wir akzeptieren, dass ihre Krankheit so schnell und unaufhaltbar fortschritt. Erlöst, sanft und friedlich durfte sie im Kreise der Familie einschlafen. Ihre liebevolle, fröhliche und immer hilfsbereite Art wird uns ewig fehlen. Wir sind tief dankbar für ihre Liebe, für alles, was wir zusammen erleben durften und für alles, was sie für uns getan hat. Sie wird in unseren Herzen immer weiterleben. Küsnacht, 21. September 2015 Wir vermissen Dich ganz fest. Hans Peter Uster Markus und Petra Uster-Jacot mit Jan Barbara und Reto Baruffol-Uster mit Nic, Kim und Ria Viktor und Joza Klement mit Petra und Tomi Majda und Janko Ovsenjak-Klement mit Bostjan und Tina Vesna und Vlado Kolmanic-Klement mit Amir Scarlet Uster, Jennifer Schäpper-Uster, Albert und Adam Uster mit Familien Anverwandte und Freunde Die Trauerfeier findet am Dienstag, 29. September 2015, 11.15 Uhr, in der reformierten Kirche Küsnacht statt. Um 10.45 Uhr findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Dorf im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Traueradresse: Hans Peter Uster, Goldbacherstrasse 54, 8700 Küsnacht


Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2015

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Elternräte stellen Pedibus auf die Beine Aus der Primarschule Affoltern am Albis Viel Neues aus der Primarschule Affoltern per Schuljahr 2015/16: Mit Martin Schwab hat ein erfahrener Schulleiter die Einheit Butzen Semper übernommen. Zudem ist in Affoltern nicht nur ein Recyclingprojekt gestartet – die Elternräte sind dabei, einen «Pedibus» auf die Beine zu stellen. Per Schuljahr 2015/16 hat an der Schuleinheit Butzen Semper Martin Schwab seine Tätigkeit als neuer Schulleiter aufgenommen. In dieser Führungsfunktion ist der 50-Jährige für rund 320 Schulkinder und 45 Lehrpersonen verantwortlich. Der ehemalige Primar-, Real- und Sek-I-Fachlehrer absolvierte die Schulleiterausbildung in Luzern und war während sechs Jahren als Schulleiter an der Primarschule im luzernischen Hildisrieden tätig. Danach wechselte der Vater von vier Jugendlichen als Schulleiter für vier Jahre an die Schule Adligenswil im Kanton Luzern, bevor er seine Aufgabe im August an der Primarschule Affoltern am Albis aufnahm. Schulpflege, Lehrpersonen und Mitarbeitende heissen Martin Schwab herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start. Der ehemalige interimistische CoSchulleiter Butzen Semper und Informatikfachmann Peter Mathis ist befristet für das Schuljahr 2015/16 für die Informatik der Schule verantwortlich. In dieser Zeit wird er insbesondere das pendente ICT-Konzept auf die Bedürfnisse der PSA hin überprüfen, anpassen und zu Ende führen.

Recyclingprojekt in Affoltern lanciert Mit Unterstützung der ansässigen Entsorgungs- und Recyclingfirma Schmid AG («Mulden Schmid») hat die Primarschule in der dritten Schulwoche nach

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

den Sommerferien ein Recyclingprojekt gestartet. An vorerst vier Standorten in Affoltern – den Schulhäusern Butzen, Semper, Chilefeld und Stigeli – wird nun nach allen Regeln der Recycling-Kunst gesammelt: In den Kreislauf zurückgeführt werden Papier, Karton und PET, Organische Abfälle, Kunststoff und Elektro-Geräte. Hauswarte und Lehrpersonen bringen dieses Material an die dafür installierten Sammelstellen. Auch die Schulkinder werden einbezogen: Ihr Ämtli ist das Papiersammeln im Klassenzimmer und der Transport zur Sammelstelle. Die Primarschule Affoltern mit all ihren Akteuren will eine umweltbewusste Schule sein und sich entsprechend verhalten: «Das Vermindern, Trennen und Entsorgen, besser noch das Vermeiden von Abfällen soll zur Selbstverständlichkeit werden», erklärt Leiter Hauswarte und Projektverantwortlicher Thomas Ziegler. Folgerichtig werden in einer zweiten Etappe weitere Liegenschaften der Schule wie Kindergärten, Schülerhort und Schulverwaltung in den Prozess einbezogen. Um dem Thema auch pädagogisches Gewicht zu geben, soll es in verschiedenen Formen verstärkt im Unterricht behandelt werden. Neben dem Lerneffekt für die Schulkinder und der Schonung der Umwelt soll das Rezyklieren die Entsorgungskosten der Schule senken.

Neue Verpflegungsbeiträge für Eltern Ab 1. August gelten gemäss Verfügung des Volksschulamtes erhöhte Elternbeiträge an die Verpflegungskosten: Bei auswärtiger Tagessonderschulung wurde der Betrag von 8 auf 10 Franken pro Tag erhöht, bei Heimschülerinnen und -schülern von 17 auf 22 Franken. Die Primarschulpflege Affoltern wird diese Höchstbeiträge per 1. Januar 2016 übernehmen. Eltern in bescheidenen finanziellen Verhältnis-

sen können einen Antrag um Reduktion stellen (www.psa.ch/Informationen von A-Z/Reduzierte Elternbeiträge). Von dieser Änderung betroffen sind auch die Verpflegungstage für Klassenlager und mehrtägige Schulreisen. Jedoch hat sich die Schulpflege trotz relativ hoher Skilagerkosten dafür ausgesprochen, die bis anhin geltenden Elternbeiträge von 350, 450 bzw. 500 Franken vorläufig zu belassen. Die Eltern entscheiden aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse selber, welchen Lagerbeitrag sie entrichten möchten. «Dies wurde in der Vergangenheit fair gehandhabt. Wenn wir die Beiträge erhöhen, könnten es sich wohl einige Eltern nicht mehr leisten, ihr Kind ins Schneesportlager zu schicken, was schade wäre», begründet Präsidentin Claudia Spörri.

Elternräte organisieren «Pedibus» Die Elternräte der Schuleinheiten Butzen Semper und Chilefeld Stigeli organisieren nach dem Motto «zu Fuss zur Schule!» im Schuljahr 2015/16 den «Pedibus» für alle Kinder der Semper-, Spittel-, Haupel- und Breiten-Kindergärten. Der Pedibus ist eine Art «Bus auf Kinderfüssen» und eine einfache Lösung, den Schulweg der jüngeren, noch verkehrsungewohnten Kinder sicher zu gestalten. Und so funktioniert es: Eltern bestimmen zusammen Route, «Haltestellen» und den «Fahrplan», angepasst auf ihre Bedürfnisse und die ihrer Kinder. Ein Elternteil holt die Kinder an den Haltestellen, die sich in der Nähe der jeweiligen Wohnorte befinden, ab und begleitet die kleinen Schülerinnen und Schüler in die Schule und nach Schulschluss wieder zurück. «Eltern, die ihr Kind für den Pedibus einschreiben, führen ihn selber ein- bis zweimal pro Woche, je nach Bedarf», erklärt Béatrice Zaradez Müller, Vorstandsmitglied des Elternrates Butzen.

Schulkinder sollten früh lernen, sich in unterschiedlichen Verkehrssituationen richtig zu verhalten. (Bild Peter Baumann) Der Schulweg: spannend und gesund! «Die Primarschule Affoltern begrüsst diese Elterninitiative, umso mehr verstärkt bei Schuljahresbeginn wieder zahlreiche Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule brachten», sagt Schulpräsidentin Claudia Spörri. Sie gefährden dadurch andere Schulkinder, weil riskante Parkier- und Wendemanöver bei den Schulhäusern entstehen. Aber nicht nur das: den Schulkindern werden wichtige Erfahrungen genommen. So sollten sie etwa frühzeitig lernen, sich in unterschiedlichen Verkehrssituationen richtig zu verhalten. Das können sie aber nur, wenn sie dazu Gelegenheit bekommen – sei es anfänglich an der Hand der Eltern, unterwegs mit dem Pedibus und später alleine. Zudem sammeln sie auf dem Schulweg, wo sie nicht ständig von Eltern oder Lehrpersonen beaufsichtigt sind, spannende Erfahrungen, die für ihre persönliche Entwicklung wichtig sind: Sie knüpfen soziale Kontakte

Fahrzeuglenkende und Fussgänger belehrt sowie gebüsst Verkehrspolizeiliche Schwerpunktaktion zum Schulanfang Die Kantonspolizei Zürich hat mit der Unterstützung von kommunalen Beamten in der Umgebung von Schulhäusern und Kindergärten Schwerpunktaktionen zum Schulanfang durchgeführt.

Schwerpunktaktion gliederte sich in drei Elemente: Geschwindigkeitsmessungen, Kontrolle des Vortritts bei Fussgängerstreifen verbunden mit sichtbarer Präsenz im Bereich von Schulhäusern sowie das Missachten von Verkehrsregeln durch Fussgänger.

Die Aktion hatte das Ziel, die Schülerinnen und Schüler als jüngste und schwächste Verkehrsteilnehmer zu schützen und in ihrem Verhalten im Strassenverkehr zu unterstützen. Die

320 Mal den Vortritt nicht gewährt Über 2600 Fahrzeuglenkende wurden wegen Überschreiten der signalisier-

ten Höchstgeschwindigkeit im Bereich von Schulhäusern und Kindergärten gebüsst oder verzeigt. Rund 320 Mal gewährten Motorfahrzeuglenkende den Vortritt an Fussgängerstreifen nicht und über 550 Fussgängerinnen und Fussgänger mussten wegen Missachtung von Verkehrsregeln belehrt oder gebüsst werden. (pd.)

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Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Ausgeglichenes Budget und stabiler Steuerfuss Der Regierungsrat kann dem Kantonsrat nach einer intensiven Überarbeitungsphase einen Budgetentwurf für 2016 mit einer schwarzen Null vorlegen: Geplant ist ein Ertragsüberschuss von 10 Millionen Franken. Trotz herausfordernden Rahmenbedingungen beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat zudem, den Staatssteuerfuss für die nächsten zwei Jahre bei 100 Prozent zu belassen. Für die weiteren Planungsjahre bis 2019 hat er eine Leistungsüberprüfung angeordnet, um hohe Defizite abzuwenden. Stabilität und Verlässlichkeit sollen die Finanzpolitik des Kantons Zü-

rich weiterhin prägen. Deshalb hat der Regierungsrat alles darangesetzt, für das in der Finanzplanung noch mit einem Defizit belastete Jahr 2016 einen ausgeglichenen Budgetentwurf zu erreichen. Aus denselben Gründen sowie aus standortpolitischen und wirtschaftspolitischen Überlegungen beantragt der Regierungsrat trotz des finanzpolitisch herausfordernden Umfelds auch für die nächsten zwei Jahre einen gleichbleibenden Staatssteuerfuss. Damit kann die gute Position im Steuerwettbewerb verteidigt werden. (ki.)

oder erforschen mit anderen Kindern die Umgebung. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und fördert ihre Eigenverantwortung. Ebenso fördert der Schulweg an der frischen Luft die körperliche, motorische und geistige Entwicklung und beugt Übergewicht vor. In der Schule können sie sich in der Regel besser konzentrieren und sind leistungsfähiger. Aus diesen Gründen appelliert die Schulpflege einmal mehr an alle «Taxi-Eltern», ihre Kinder unbedingt zu Fuss auf den Schulweg zu schicken. – Pedibus: Am Informationsabend vom Dienstag, 29. September um 19.30 Uhr, Sempersaal, stellt der Vorstand der Elternräte Butzen, Semper sowie Chilefeld/Stigeli das Projekt vor. Eltern aus dem gleichen Quartier, deren Kinder in denselben Kindergarten gehen, können sich austauschen und eventuell bereits eine PedibusLinie planen. Claudia Merki www.pedibus.ch. VCS-Kampagne «Zu Fuss zur Schule»: www.schulwege.ch, «10 Tipps für einen sicheren Schulweg».

wir gratulieren Zur eisernen Hochzeit Morgen Mittwoch, 23. September, dürfen Heidi und Walter Schärer-Mutzner in Affoltern die eiserne Hochzeit feiern. Zum 65-jährigen Ehebund gratulieren wir den ehemaligen Bäckersleuten herzlich, wünschen ein schönes Jubiläumsfest und alles Gute.

Zur goldenen Hochzeit In Affoltern dürfen wir Margrit und Erhard Schütz-Hämmerli zur goldenen Hochzeit gratulieren. Sie feiern am kommenden Donnerstag, 24. September. Wir gratulieren herzlich und wünschen weitere schöne, gemeinsame Jahre.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2015

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Wo sogar in Gängen Unterricht möglich ist Seit den Sommerferien gehen 160 bis 180 Kinder im Schulhaus Schachenmatten 4 in Bonstetten zur Schule Acht Klassenzimmer, davon drei Kindergärten, Mehrzweckraum, Musikzelle und Werkraum: So präsentiert sich das neue Schulhaus Schachenmatten 4 in Bonstetten, das seit Ende der Sommerferien von 160 bis 180 Kindern genutzt wird – gut genutzt: Sogar in Gängen sind Aktivitäten möglich. ................................................... von werner schneiter Steigende Schülerzahlen machten in Bonstetten ein neues Schulhaus nötig. Und diese Notwendigkeit sahen auch die Stimmberechtigten, die im Juni 2013 mit 1080 Ja gegen 730 Nein einem Kredit von knapp 10 Mio. Franken zustimmten – hohen Kosten, mit der sich die relativ vielen Nein-Stimmen damals erklären liessen. Doch die Investition hat sich gelohnt, wie ein Rundgang anlässlich des Tags der offenen Tür vom letzten Samstag offenbarte. Schachenmatten 4 präsentiert sich als moderne Schulanlage, die sich bei Bedarf problemlos erweitern liesse: Nach den Worten von Architekt Peter Moor, der das Siegerprojekt «Soziotop» gestaltet hat, ist auf der Westseite ein dreistöckiger Erweiterungsbau mit weiteren sechs Klassenzimmern möglich. Die neue Schulanlage ist eigenständig, hebt sich von den anderen Bauten ab und macht das Kindergartenprovisiorium überflüssig. In den Herbstferien wird es entfernt. Zu den beheizbaren Betonböden im Haus gesellen sich Wände aus dunklem Holz. Dieses Interieur sei für

So präsentiert sich die Ostseite des neuen Schulhauses Schachenmatten 4 in Bonstetten. (Bilder Werner Schneiter) die einen «gewöhnungsbedürftig» und «Geschmacksache», sagte der für die Infrastruktur zuständige Schulpfleger Gregor Roth, fügte aber bei, dass man sich schnell daran gewöhne und er von Lehrkräften deswegen keine negativen Rückmeldungen erhalten habe. «Mir jedenfalls gefällt dieses Intérieur sehr», fügte er bei. Die Schulräume, ausgestattet mit modernsten Wandta-

Blick in den Werkraum.

feln, die sich auch von Beamern bestrahlen lassen, sind von Lehrkräften, Schulkindern und Kindergärtlern individuell eingerichtet worden; rund die Hälfte der gesamten Wandfläche kann als Schreibfläche genutzt werden. Und die Räume sind miteinander verquickt, verschmelzen bei Bedarf zu einer Lernlandschaft und machen klassenübergreifende Aktivitäten mög-

lich. Sogar in Gängen kann Unterricht erteilt werden. Mit dem dafür notwendigen Material darf jedoch der durch Punkte am Boden markierte Fluchtweg nicht tangiert werden. Dies zu realisieren bildete laut Peter Moor eine grosse Herausforderung, vor allem, weil feuerpolizeiliche Auflagen berücksichtigt werden mussten. Von Bedeutung ist auch das The-

ma «Energie». Solche wird von einer auf dem Dach montierten Solaranlage vom Verein solarbonstetten mit Unterstützung von Solarspar geliefert. Auf eine kontrollierte Lüftung wurde aus Kostengründen verzichtet. Man beschränkte sich auf eine Teillüftung. Ja, die Kosten: «Wir haben hart gearbeitet, damit wir den Kredit einhalten konnten», sagte Gregor Roth.

Schulpfleger Gregor Roth erklärt das Intérieur eines Schulzimmers. Hinten, im weissen Hemd: Architekt Peter Moor.

Zum Schluss Freisprüche für beide Seiten Bezirksgerichte Affoltern und Dietikon: Kaufmann entlastet Eine angeblich brutale Attacke einer Frau auf einen Kaufmann bei einem Juniorenspiel in Wettswil. Falsche Anschuldigung und beantragte Geldstrafen bis zu 159 000 Franken. Dies waren die brisanten Zutaten für zwei Strafprozesse, die nun beide mit Freisprüchen endeten. ................................................... von attila szenogrady Es war am 8. November 2012, als ein erfolgreicher Unternehmer aus Uitikon/Waldegg auf dem Posten der Kantonspolizei Schlieren erschien und Strafanzeige gegen eine Frau erstattete. Der Kaufmann schilderte dramati-

sche Ereignisse, die wenige Tage zuvor auf dem Sportplatz Moos in Wettswil passiert sein sollen. Während eines Junioren-Fussballspiels habe ihn die verzeigte Frau im Rahmen eines Streites körperlich attackiert und ihm dabei von hinten einen Handkantenschlag gegen das Genick verpasst. Es sei ihm schwarz vor den Augen geworden und er sei zu Boden gegangen, berichtete er. Er habe eine Quetschung am Halswirbel sowie ein Schleudertrauma erlitten. Die Polizei leitete die Anzeige an die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis weiter. Worauf dieses gegen die mutmassliche Schlägerin eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Körperverletzung eröffnete. Im September 2013 erhoben die Untersuchungsbehörden trotz massiver Be-

streitungen der mutmasslichen Täterin Anklage. Die heute 51-jährige Frau musste sich danach am Bezirksgericht Affoltern verantworten. Dabei wurde sie nach dem Grundsatz im Zweifel für die Angeklagte freigesprochen.

zichtigt. Zudem habe er versucht, infolge seiner angeblichen «Verletzung» und Arbeitsunfähigkeit Versicherungsgelder für über 54 300 Franken betrügerisch zu erlangen.

Horrende Geldstrafe gefordert Strafanzeige als Bumerang Nun erlebte der Privatkläger eine böse Überraschung. So eröffnete die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis nach einer Gegenanzeige auch gegen ihn eine Strafuntersuchung und klagte ihn nicht nur wegen falscher Anschuldigung, sondern auch wegen versuchten Betrugs ein. Laut Anklage hatte er vor den Behörden wahrheitswidrig ausgesagt und seine Prozessgegnerin zu Unrecht eines Genickschlags be-

Kürzlich musste sich der heute 62-jährige Kaufmann vor dem Bezirksgericht Dietikon verantworten. Die Anklagebehörde verlangte dabei eine horrende Sanktion von 300 Tagessätzen zu 530 Franken. Was insgesamt eine bedingte Geldstrafe von 159 000 Franken bedeutete. Hinzu kam eine happige Busse von 10 000 Franken. Sollte er die Busse nicht bezahlen, drohte eine Ersatzfreiheitsstrafe von 19 Tagen. Wie nun das Bezirksgericht Dietikon

mitteilte, hat es den Beschuldigten von allen Vorwürfen umfassend freigesprochen. Der zuständige Richter führte dazu aus, dass bereits das Bezirksgericht Affoltern trotz des Freispruchs festgehalten habe, dass ein tatsächlich erfolgter Genickschlag nicht ausgeschlossen sei. Deshalb seien sowohl eine falsche Anschuldigung als auch ein Betrugsversuch nicht rechtsgenügend erwiesen. Dem Beschuldigten wurde eine Prozessentschädigung von 4000 Franken zugesprochen. Die Zivilklage der Geschädigten wurde abgewiesen. Die Gerichtsfälle, die ursprünglich auf ein einfaches JuniorenSpiel in Wettswil mit einem Streit am Spielfeldrand zurückgingen, endeten damit mit Freisprüchen. Fazit: Ausser Spesen nichts gewesen.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2015

Sich mit dem Sterben auseinandersetzen Bis zum 22. November wird in der Kappeler Klosterkirche die Ausstellung Totentanz gezeigt Von den ersten Totentanz-Bildern bis zu Sprayereien von Skeletten, zeigt die Ausstellung Lebenskunst und Totentanz in der Klosterkirche Kappel, chronologisch, wie sich der Umgang mit dem Sterben mit der Zeit verändert hat. Eine Ausstellung, die bewusst provozieren und zum Nachdenken anregen soll. ................................................... von salomon schneider «Das Sterben ist heute aus dem Alltag verschwunden; professionalisiert – anonymisiert», stieg Pfarrer Markus bei der Vorstellung von «Lebenskunst und Totentanz» ein und fuhr fort: «Es ist eine Ausstellung, die sicherlich provoziert, es ist uns jedoch ein Anliegen, das Thema menschliche Vergänglichkeit wieder in die Öffentlichkeit zurückzuholen – Leben und Tod aufeinander zu beziehen.» Um dies symbolisch umzusetzen, sei die Ausstellung in den Seitenschiffen realisiert worden, während das Hauptschiff ursprünglich belassen wurde.

Pfarrer Markus Sahli (links) erläutert, weshalb solche Bilder in der Kirche provozieren und polarisieren dürfen und sollen. (Bilder Salomon Schneider)

Eine Ausstellung, die ein breites Publikum ansprechen soll «Mit dieser Ausstellung wollen wir ausdrücklich auch alle Mitglieder der reformierten Landeskirche ansprechen, die sonst nicht regelmässig eine Kirche besuchen», erläuterte Markus Sahli. In einem Rundgang, der beim Kreuzgang anfängt und durch alle Seitenschiffe der Klosterkirche führt, werden Totentanzdarstellungen aus allen Epochen der seit dem frühen Mittelalter gezeigt. Wiederholend ist, gerade bei den älteren Darstellungen, der Tanz. Eigentlich ein Sinnbild des Lebens, tanzt nun der Tod und die Lebenden müssen mitgehen. Die Abbildungen des Totentanzes verändern sich mit den Epochen. Durch die Aufklärung kommen immer mehr gesellschaftskritische Elemente hinzu – andererseits werden Totentanzdarstellungen plötzlich auch zur Einschüchterung verwendet, um die Bevölkerung von Aufständen abzuhalten. In der neusten Zeit kommen immer mehr Accessoires dazu, die weniger abschrecken, sondern vielmehr im Haus aufgestellt werden können, um mit dem Tod zu kokettieren. Die Führungen werden täglich um 13.30 Uhr durchgeführt. Zudem finden mehrere Veranstaltungen statt, bei denen es jeweils eine Kollekte geben wird.

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In einer Kapelle der Kirche soll dieses lebensgrosse Bild von älteren Menschen, vor dem Altersheim, mit toten Gesichtern, zum Nachdenken über die Abschiebung von Senioren anregen. Abwechslungsreiches Rahmenprogramm Zur Eröffnung, am 20. September, von 13.30 bis 16.45 Uhr steht ein Thementag zu Leben und Sterben im Mittelalter und heute auf dem Programm. Um 17.15 singen die Aemtler Jodlerfründe Lieder zu Sterben und Abschied. Am 1. November, von 13.30 bis 16.45 kann man einen Thementag zu Erinnerungskultur besuchen. Der Fokus wird auf den verschiedenen Arten der Bestattung liegen.

Vom 30. Oktober bis zum 1. November und am 15. und 16. November sind Kurse zu den Themen Kunst des Lebens und schöpferisch Leben geplant. Ein Klostergespräch von 13.30 bis 17.15 Uhr zum Thema Lebensende bildet die Finissage am 22. November, eine Diskussion, bei der Experten für fachliche Fragen zur Verfügung stehen. Infos: www.toten-tanz.ch oder Kloster Kappel, www.klosterkappel.ch, Tel. 044 768 88 10.

Ausstellungsmacher Markus Keller zeigt, anhand eines Deckbetts von Ikea, dass «Tod» salonfähig geworden ist.

Was bedeutet Totentanz? Unter dem Begriff Totentanz wird heute im Allgemeinen die Darstellung von Begegnungen des personifizierten Todes mit Lebenden verstanden. Der Tod wird in den ältesten und mittelalterlichen Darstellungen meistens als Knochenmann gezeigt. Dieser führt die Lebenden tanzend

aus dem Leben. Die Totentänzer führen die Menschen in einer hierarchischen Ständefolge in den Tod, dies versinnbildlicht die Gleichheit aller Menschen im Tod. Oft wurden diese Darstellungen mit Versen untermalt, die Kritik an den Obrigkeiten äusserten. Diese Kritik zeigt sich auch in den bildlichen Darstellungen.


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Dienstag, 22. September 2015

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Der Seminar- und Hotelbetrieb des Klosters Kappel boomt 70 bis 80 eigene Kurse, jährlich rund 17 500 Übernachtungen – heterogenes Publikum Es bietet 70 bis 80 eigene Kurse an, zählt jährlich rund 17 500 Übernachtungen und hat insbesondere im Gastronomiebereich zugelegt: Kloster Kappel, seit 1983 Seminarhotel und Bildungshaus der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich, boomt. ................................................... von werner schneiter «Atem holen, arbeiten, feiern» – so lautet das Credo des Hauses, und genau deswegen kommen auch die Gäste nach Kappel: um sich zurückzuziehen, um Seminare und Kurse zu besuchen, an Retraiten von Firmen neuen Schwung zu holen oder um ein Fest abzuhalten. Beim Besuch traf der «Anzeiger» auf Migros-Kaderleute. Militär und Polizei sind in Kappel mit Führungskräften ebenso präsent wie Firmenchefs, Geschäftsleute auf Reisen oder Privatpersonen – ein heterogen zusammengewürfeltes Volk, das sich da hinter die dicken Klostermauern begibt. Im Seminarbetrieb machen private Firmen mit 50 Prozent den Hautpanteil aus, kirchliche Gruppen und Individualgäste je 25 Prozent. Bei den Individualgästen halten sich jene, die Ruhe suchen, und jene die geschäftlich unterwegs sind, etwa die Waage – ein gut durchmischtes Publikum also. Und auch ein internationales: Universitäten halten in Kappel Symposien ab.

Ein Ganzjahresbetrieb Der Betrieb im Kloster Kappel boomt – und das schon seit geraumer Zeit. Rund 5 Mio. Franken Umsatz werden jährlich erzielt – mit 57 Mitarbeitenden (41 Vollzeitstellen). Das ist fast doppel so viel wie im Jahr 2004, als Jürgen Barth die Geschäftsführung übernahm. Bis vor drei Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen kontinuierlich und bleibt seither mit jährlich rund 17 500 konstant hoch. Die Auslastung der Zimmer mit insgesamt 125 Betten von 55 bis 56 Prozent ist für einen ganzjährig offenen Betrieb sehr gut. Der Ferienmonat August ist zu einem der stärksten Monate avanciert. Der Eurokurs hat in Kappel kaum negativen Einfluss: «Anfang Jahr lief das Geschäft eher verhalten, aber anzeige

Verantworten einen gut laufenden Seminar- und Hotelbetrieb: Jürgen Barth, Geschäftsführer (links) und Markus Sahli, theologischer Leiter – hier im Kreuzgang. (Bild Werner Schneiter)

das hat sich inzwischen geändert», hält Jürgen Barth fest.

Gastrobetrieb – ein wesentliches Standbein Explodiert sind die Zahlen im Gastrobereich, insbesondere seit 2012, nach dem Umbau der Küche. «Wir haben seither mehr Effizienz, können mehr auch gleichzeitig produzieren», sagt der Geschäftsführer, der den Gastrobereich als wesentliches Standbein des Betriebs bezeichnet. Pro Tag werden im Kloster durchschnittlich 100 bis 120 Mittagessen und durchschnittlich 50 bis 60 Abendessen serviert. Dazu kommen spezielle Anlässe wie Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenfeste. «Kürzlich haben wir an einem Anlass 280 Personen bewirtet», freut sich

Jürgen Barth. Dies trägt dazu bei, dass mit dem Seminar- und Hotelbetrieb der Unterhalt des gesamten inneren Klosterbereichs – ohne Kirche – bestritten werden kann. Und gleichwohl fliesst noch ein schöner Teil des Gewinns der Landeskirche zu, die in Kappel adäquat repräsentiert wird. «Wir sind stolz darauf, dass wir die reformierte Landeskirche Zürich auch auf diese Weise zeigen können – als Gastgeber», fügt Barth bei. Er hat Ideen, wie das noch weiter verbessert werden kann, um noch mehr Gäste nach Kappel zu locken, zum Beispiel mit dem Forcieren des Terrassenbetriebs.

Spiritualität und Gastlichkeit Das «Gesamtpaket» des Angebots besteht aus den Begriffen Spiritualität

und Gastlichkeit. Kappel bietet ein riesiges Angebot an Seminaren und Kursen, jährlich 70 bis 80 eigene, zum Beispiel zu Themen wie «Mehr Zeit mit Zen», also östliche Anleihen auf christlichem Boden, «Shibashi Qi Gong», Vertiefung in kontemplative Stille. Es gibt Kurse zu Themen wie Beziehung, Heilung, Paarkurse – und natürlich ein grosses Angebot über die hohen Festtage Weihnachten und Ostern: Konzerte, Vorträge, Gesprächsrunden. Von Freitag bis Sonntag liegen die Schwerpunkte bei kirchlichen, kulturellen und spirituellen Themen, unter der Woche im Bereich der Seminare. Nicht so stark präsent ist die sogenannt formale Bildung. «Wir sind nicht im beruflichen Bildungsbereich tätig und verzichten deshalb auf eine Zertifizierung von Kursen», sagt

Markus Sahli, theologischer Leiter des Klosters Kappel. «Die Leute kommen zu uns, um etwas für sich persönlich zu tun», ergänzt Elisabeth Wyss-Jenny, die Verantwortliche für das Kurswesen im Kloster. Auch Kurse mit biblischen Themen sind keine «Renner». «Dafür müssen wir schon ein Koryphäe nach Kappel verpflichten können», so die Kursleiterin. Besonders gefragt sind Angebote im musikalischen Bereich, dazu Themen wie heilen, berühren. Und immer wieder sind es auch spezielle Anlässe und Ausstellungen, die Interessierte nach Kappel locken. «Musik und Wort» gehört dazu, aktuell auch die Ausstellung «Lebenskunst & Totentanz», die sich mit Begleitveranstaltungen zu den Themen Sterben und Vergänglichkeit befasst (vgl. separaten Beitrag).


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Beitrag zur Unabhängigkeit der Schweiz Veranstaltung zum Potenzial der Ämtler Sonne in Aeugst Die Energiekommission Aeugst stiess mit ihrer Informationsveranstaltung zur praktischen Nutzung der Solarkraft auf grosses Interesse. Die Plätze des Kulturraums im Schulhaus Gallenbüel waren besetzt und die Möglichzeit zu Gesprächen im Anschluss an die Referate wurde ausgiebig genutzt. ................................................... von bernhard schneider Nimmt man diese Veranstaltung als Massstab, scheint das Ziel, das Bruno Fuchs als Präsident der Energiekommission formulierte, bis 2025 ein Zehntel des Aeugster Strombedarfs mit Aeugster Sonne zu decken, durchaus realistisch. Einerseits interessieren sich zahlreiche Hauseigentümer der Gemeinde für Fotovoltaik, anderseits sind auch die Gemeindebehörden engagiert und innovativ.

Gemeinde kann einen Beitrag leisten Gemeindepräsident Ruedi Müller stellte einleitend die Frage, ob Energiepolitik ein kommunales Thema sei, da doch die Gemeinde keinen Einfluss auf die nationalen Entscheide nehmen könne, und kam zu einer positiven Antwort: «Wir sind im Gemeinderat der Meinung, dass wir einen Beitrag leisten sollen, damit auch in 20 Jahren noch genügend Energie zur Verfügung steht.» Die Energiepolitik der Gemeinde sehe sinnvolles Sparen vor – bei den eigenen Liegenschaften und mit kommunikativen Massnahmen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren: «Wenn wir an den Gebäuden der Gemeinde etwas sanieren, überlegen wir uns immer, welche energetischen Massnahmen wir treffen können.» Der ehemalige Standortförderer, Charles Höhn, der durch den Abend

führte, formulierte als Ziel des Anlasses, einen Einblick in das Vorgehen zu geben, damit Hauseigentümer und Mieter einen Beitrag zum Ausbau der Nutzung der Solarenergie leisten können.

des Gebäudes könne viel Energie gespart werden. Gemeinderat Bruno Fuchs, Präsident der Energiekommission, zeigte auf, dass Aeugst am Albis das Ziel, 2020 über mindestens 2000 Quadratmeter Fotovoltaikanlagen zu verfügen, deutlich übertreffen dürfte. Bereits die heute absehbaren Projekte liessen 3300 Quadratmeter erwarten, was etwa fünf Prozent des kommunalen Strombedarfs bedeutet. Bis 2025 sei eine weitere Verdoppelung realistisch. Kantonsrat Olivier Hofmann, Präsident des Vereins EnergieRegion Knonauer Amt, gab Einblick in den regionalen Solarkataster. Von 2221 Dachflächen in Aeugst hätten 679 eine sehr hohe und 481 eine hohe Eignung für den Bau einer Kleinanlage. Er offerierte Interessierten eine individuelle Auswertung der Eignung ihrer Liegenschaft.

Abhängigkeit von Krisengebieten Der Geschäftsführer des Schweizerischen Fachverbandes für Sonnenenergie, «Swisssolar», David Stickelberger, stellte fest, offenbar störe es kaum jemanden, dass 79 Prozent unserer Energie aus dem Ausland stammen, vor allem Erdöl, Uran, Gas und Kohle: «Die meiste Energie, die wir verbrauchen, stammt aus Krisengebieten wie dem Nahen Osten oder Russland. Wir finden dies problematisch.» Heute werde die Hälfte der Energie für Heizung und Kühlung von Gebäuden verwendet, gut ein Drittel für den Verkehr. Es sei daher nicht «die Wirtschaft», die über den Grossteil der Energie entscheide, sondern jeder einzelne Privathaushalt. Die Energiestrategie 2050, die der Bundesrat in der Folge von Fukushima angepackt hat, will die CO2-Emissionen reduzieren, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Energie für alle bezahlbar erhalten. Der definitive Entscheid der eidgenössischen Räte ist für nächstes Jahr vorgesehen, anschliessend findet möglicherweise eine Volksabstimmung darüber statt.

Sonne liefert genügend Energie «In zwei Stunden liefert die Sonne so viel Energie, wie die gesamte Menschheit in einem Jahr benötigt. Wir haben also genügend Energie – wir müssen sie nur nutzen», stellte Stickelberger fest. Das Problem liege darin, dass die Sonne nicht immer scheine: «Wir müssen verschiedene Energiequellen sinnvoll verbinden.» Eine gute Ergänzung zur Sonnenenergie seien Wärmepumpen und Windenergieanlagen, da

Der Präsident der Energiekommission Aeugst am Albis, Gemeinderat Bruno Fuchs, erläutert in einem engagierten Votum vor dicht gedrängten Reihen die Perspektiven der Nutzung von Sonnenenergie in der Gemeinde. (Bild bs) bei uns der Wind am stärksten blase, wenn die Sonne nicht scheine. Wichtig sei auch der Bau von Speichern. Es sei absehbar, dass Speicheranlagen in wenigen Jahren so günstig seien, dass sie auch in Privathäusern wirtschaftlich eingebaut werden könnten. Wer heute eine Solaranlage baut, erhält einerseits eine Einmalvergütung vom Bund, anderseits Steuerabzüge. Stickelberger rechnete vor, dass eine Kilowattstunde des eigenen Stroms 17 bis 20 Rappen kostet, verglichen mit 20 bis 25 Rappen beim Bezug vom Netz. Die Bundessubventionen werden im Gleichschritt mit der Preisreduktion für Solarzellen reduziert. Stickelberger empfahl den Hauseigentümern, die Eignung ihres Gebäudes mit dem Solarkataster (www.energieregion-knonaueramt.ch/solarkataster.html) zu prüfen und sich an-

schliessend von Fachleuten beraten zu lassen, welche Art der Nutzung von Sonnenenergie wirtschaftlich sinnvoll sei. Die Energieberatung der Energieregion findet jeweils am Dienstagnachmittag in Affoltern statt. Die Erstberatung wird von den meisten Gemeinden mitfinanziert. Die Angaben dazu befinden sich auf www.energieregion-knonaueramt.ch/energieberatung.html.

Aeugst: Ziele übertroffen Der Energieingenieur Lukas Zimmermann von der Solar-Werkstatt Affoltern erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten zur Nutzung von Fotovoltaik auf dem Dach, in der Fassade, auf dem Balkon: «Heute betrachten wir ein Haus als ein System mit Fotovoltaik, Wärmerückgewinnung, Wärmepumpe.» Auch mit der Konstruktion

Vermittlung zwischen Privaten und Unternehmen Die Genossenschaft Säulistrom vermittelt zwischen Genossenschaftern, Investoren und Bauherren grösserer Sonnenenergieanlagen, wie deren Präsident, Walter Ackermann, ausführte. Säulistrom hat seit 2011 drei Anlagen in Betrieb genommen, die erste auf dem Dach der Ernst Schweizer AG in Hedingen, die zweite und dritte auf dem Sportgebäude Jonentäli in Hausen am Albis. Nun steht der Bau von Anlagen auf zwei Dächern der Firma Weisbrod in Hausen an. Die Diskussion im Anschluss an die Referate belegte das Engagement sowohl der Gemeinde als auch vieler Aeugsterinnen und Aeugster. Die Gemeinde möchte ihre Vorreiterrolle nutzen, um in der Praxis aufzuzeigen, wie die Solarenergie ohne dirigistische Massnahmen und kommunale Subventionen zu einem relevanten Energielieferanten entwickelt werden kann.

Wenn Lovely Lucy vom Hasenschreck Rehschweiss riecht 15 Jäger absolvierten am Sonntag die im Reppischtal die Schweissprüfung von JagdZürich für Jagdhunde

W

er am Sonntag schon vor 7 Uhr auf den Beinen ist, ist Jogger. Oder Jäger. 15 Grün-

röcke versammelten am Sonntagmorgen noch in der Dunkelheit beim Schützenhaus in Stallikon. Ohne

Gewehre, aber mit ihren Vierbeinern, denen auf der Jagd eine zentrale Rolle zukommt. Sie nennen sich Aiko vom

Begleitet vom Meister und beobachtet von der Richterin nimmt der Hund die Fährte auf. (Bild Werner Schneiter)

Steinriegel, Erla vom Hirschgehege, Lovely Lucy vom Hasenschreck. Und sie setzen (an-)geschossenem Wild nach. Und auch das will natürlich gelernt sein, indem sie mit ihrem Meister zur sogenannten Schweissprüfung kommen. Schweiss hat in diesem Fall nichts mit Schwitzen gemein. Schweiss heisst gemäss Jägerlatein Blut. Blut von Wild, das der Hund aufzustöbern hat, indem er die Fährte aufnimmt. Die Prüfung erfolgte in Gruppen mit einem zugeteilten Richter, die sich im Reppischtal verteilten und zwei unterschiedlich schwierige Prüfungen absolvierten. Die eine geht über 500 Meter, die andere über 1000 Meter. Auf diesen Distanzen gib es Winkel, also Richtungsänderungen, und Wundbetten. Dieses markiert jenen Ort, in dem sich das Reh aufgehalten hat. Gemäss Prüfungsleiter Sepp Sticher muss die lange Fährte mindestens 18 Stunden alt sein, jene auf der kürzeren Distanz 12 Stunden. Bei der Prüfung darf 1 dl Rehblut verwendet werden. Weiteres Hilfsmittel ist ein Fährtenschuh, der Schalenabdruck eines Rehs. Die maximale «Arbeitszeit» auf der 500-Meter-Distanz beträgt eine Stunde, jene über 1000 Meter 90 Minuten; maximal darf der Schweisshund zweimal abgerufen werden. Beim Briefing der Richter vor der Prüfung sagte Sepp Sticher: «Bitte richtet so, wie ihr das gerne selber auch hättet – also auch ohne Belehrungen,

wenn der Hund eines Jägers nicht bestanden hat.» Die Schweissprüfung ist auch nicht Pflicht für Jäger. Aber in jedem Jagdrevier gibt es ein sogenanntes Nachsuche-Gespann (Jäger und Hund), das nur dann ausserhalb des eigenen Reviers aktiv werden kann, wenn die Schweissprüfung erfolgreich absolviert worden ist. (-ter.)

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Dienstag, 22. September 2015

Gleichgültig hingenommene Verwahrlosung In Rolf Lapperts neuem Roman kehrt ein verlorener Sohn nach Hamburg zurück – Lesung bei Scheidegger «Hier ist erstaunlich gute Luft», meinte der Autor Rolf Lappert nach seiner gutbesuchten Lesung in der Affoltemer Buchhandlung Scheidegger. Er stellte «Über den Winter», seinen neusten, für den deutschen Buchpreis nominierten Roman vor.

rühren. Salm ermöglicht ihm ein paar schöne Momente – beispielsweise als er ihn auf der gefrorenen Aussenalster kurzerhand auf einen Schlitten packt – und taucht damit selbst aus seinem Schleiernebel auf. Und er merkt, dass ihm seine Familie doch etwas bedeutet und vielleicht eine Art Heimat sein könnte. Ganz definitiv wird jedoch in diesem Roman auch am Schluss nicht ausgesprochen, wie und wo sein Leben weitergehen wird. Aber er stösst einen langen Schrei aus – endlich. Schon beim Anblick des toten Babys wollte er schreien, beim Tod seiner Schwester weinen. Beides gelang ihm nicht wirklich und als er dann im ehemaligen Auto seiner Schwester schluchzte, war es ihm zu peinlich.

................................................... von denise bohnert Sowohl Martin Grob wie auch Annette Markwalder, die die Lesung in der Bücherei Scheidegger organisiert hatten, haben ihn (fertig) gelesen und waren begeistert von Rolf Lapperts neuem Werk «Über den Winter». Am 10. September wurde er in Affoltern «angeschwemmt», der mittlerweile erfolgreiche und verschiedentlich preisgekrönte Schweizer Autor Rolf Lappert. Seine Kleidung ist ganz in Sandfarben gehalten, sässe er am Meeresufer, würde er sich optisch nahtlos in die Umgebung auflösen. Auch andere autobiografische Parallelen finden sich in seinem neuen und viel beachteten Roman, der sich um den Künstler Lennard Salm dreht. Dieser sammelt Strandgut, um damit Installationen zu gestalten. Als Künstler ist er ganz gut dran, hat ein Atelier in New York, einen Mäzen und Freund, der ihn unterstützt, auch mental. Aber Salm ist unzufrieden geworden mit seinem Leben, er hinterfragt sich selbst, den Kunstbetrieb im Allgemeinen. Und als er eines Tages in einem Boot den Leichnam eines Säuglings findet – ein weiteres Opfer der Flüchtlingswelle, das Boot ist gekentert, das Baby war an der Bank festgebunden und am Ufer werden ganze Koffer mit Habseligkeiten angeschwemmt – will dieses Bild ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er kommt sich vor wie ein Fledderer, der aus der verzweifelten Lage anderer Menschen für sein Ego Profit zieht.

Lesen mit einem langen Atem

«Über den Winter»: Rolf Lappert las in Affoltern (Bild Denise Bohnert) Zurück nach Hamburg in den Winter Da kommt, wenn es ihn auch traurig stimmt, die Nachricht vom Tod seiner herzkranken Schwester nicht so ungelegen. Sie zwingt ihn, zu seiner Familie nach Hamburg zu fahren – anders hätte er das wohl nicht geschafft. Er trifft auf seine Schwester Bille, mit der ihn auch eine innige Freundschaft verbindet und die ihn mit ihrer kindlich spontanen Art immer wieder anstupft und momentweise aus seiner Lethargie holt. Diese ist ein Dauerzustand,

lieber steigt er in einem schäbigen Halbwelthotel ab als in dem, welches sein Mäzen für ihn gebucht hat. «Sterne sind nichts für mich.» So kann er untertauchen, unerreichbar sein. Mit seinem Halbbruder Paul versteht er sich nicht besonders, die Erinnerung an seine Kindheit ist geprägt vom Krieg gegen die «norwegische Königin», wie er seine Mutter nennt. Sein Vater jedoch, der im Alter gebrechlich geworden ist, mit seiner polnischen Pflegerin Bascha aber recht gut über die Runden kommt, scheint ihn zu be-

Lappert fordert von seinem Leser Zeit. Zeit sich einzulassen auf die Zitate zeitgenössischer Autoren, die er über jedes Kapitel setzt, und für seine breiten und detaillierten Beschreibungen von Situationen, Orten, Stimmungen, Begegnungen, die scheinbar zusammenhangslos dastehen, schliesslich aber als Puzzlestücke die Entwicklung seiner Figur prägen. Das Unentschlossene, Begeisterungslose, etwas Resignierte von Salm, der ohne Zeitempfinden sich fühlt wie Treibgut am Meeresstrand – zufällig und doch schicksalhaft angeschwemmt. Der lange Atem, um ein Leben ohne Träume auszuhalten, nicht dort sein zu wollen, wo man ist, kommt wohl auch vom Vater, der seinen Beruf als begeisterter Vulkanologe aufgab, um seine Mutter zu pflegen. Salm oder Lachs, der Fisch, der flussaufwärts schwimmt, um an den Ort seiner Entstehung zurückzukehren und damit seinen Lebenskreis zu schliessen. Und im Falle von Lennard Salm: anzukommen, genauso wie sein verloren gegangenes Fluggepäck.

Verdienter Erfolg – ein Grund zu bleiben? Lappert ist und war nicht nur Schriftsteller, obwohl das Schreiben ihn seit jungen Jahren begleitet. Er hat sich auf verschiedene Lebensentwürfe eingelassen, hat sich über Jahre in Irland eine Ökoeinsiedelei gebaut, hat einen Jazzclub gegründet und viel gute Musik gehört und dabei zu wenig Geld eingenommen, hat in Frankreich gelebt und in verschiedenen Städten Deutschlands (auch in Hamburg, dem Hauptschauplatz in «Über den Winter»), reiste in Asien, in der Karibik. Woher kommt dieses Ankerlose? Nun, Rolf Lappert kommt aus Olten. Bahnknotenpunkt. Genauso wie sein Berufskollege Alex Capus, der im gleichen Haus aufwuchs. In seiner Gesellschaft verbringt Lappert gerne ab und zu einen Abend in dessen Bar, da er jetzt wieder in der Region wohnt, um seinen Eltern näher zu sein in der noch verbleibenden Zeit. Seit ihm 2008 der erstmals verliehene Schweizer Buchpreis zugesprochen wurde («Nach Hause schwimmen») und «Über den Winter» auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis steht, sein Jugendroman und Drehbuch Pampa Blues nun verfilmt wurde – dass er die Drehbücher für die Fernsehserie Mannezimmer schrieb, mag nicht allgemein bekannt sein – geniesst er weitherum Beachtung. Ob er nun für den Rest des Lebens sesshaft werden soll, ist für den 57Jährigen noch zu früh zu entscheiden und der Schluss seines Werkes spiegelt genau diese Situation wider. Rolf Lappert, «Über den Winter», Carl Hanser Verlag, München 2015. Buchpreis Siegerwahl am 12. Okt. «Pampa Blues» wird am 2. Oktober, 20.15 Uhr, auf ARD ausgestrahlt. Weitere Infos über Anlässe in der Buchhandlung Scheidegger und mit KulturAffoltern auf www.scheidegger-buecher.ch oder im Laden an der Oberen Bahnhofstrasse 10A in Affoltern.

24 Stunden für Leserinnen und Leser da! Neue Öffnungszeiten der Bibliothek in Wettswil: 25 Prozent länger offen Sechs Tage die Woche jeweils vier Stunden pro Tag. Das bedeutet eine Verlängerung der Öffnungszeiten um mehr als 25 Prozent. In einer Umfrage äusserten die Kunden den Wunsch nach verlängerten Öffnungszeiten. Gemeint war nicht nur eine Ausdehnung in die Abendstunden, sondern auch am Wochenende. Entsprechend passte die Bibliothek ihre Öffnungszeiten mit Beginn des neuen Schuljahres an und empfängt nun montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr die Kundschaft. Die neuen Öffnungszeiten riefen ein positives Echo hervor. Besonders geschätzt werden die vereinheitlichten Zeiten an Werktagen, denn nun sind die Zeiten eingängiger und leichter zu merken. Die längeren Öffnungszeiten am Abend sowie am Samstag werden denn auch schon rege benutzt. «Toll, dass ich nun jeden Tag nach der Arbeit in die Bibliothek kommen kann, wenn ich Lust habe», meinte bereits am ersten Tag eine Kundin. «Sehr schön, dass ihr jetzt so viel offen habt! Ich geniesse das sehr!», lobte eine weitere Nutzerin. Vorbei sind die Zeiten, in denen man in der Bibliothek ganz still sein

musste und nur kam, um Bücher zurückzubringen und auszuleihen. Die Kunden verweilen immer länger und gerne in der Bibliothek, die somit zu einem dritten Ort wird. Ein Ort, neben dem Zuhause und der Schule, dem Arbeitsort, der ohne Konsumzwang genutzt werden kann, ein Ort, der zum Verweilen einlädt, ein Ort der Begegnung. Heute treffen sich Mütter und Väter mit ihren Kindern in der Bibliothek, tauschen sich aus, erzählen Geschichten oder spielen zusammen. Im Wintergarten kann gemütlich ein Kaffee getrunken und in Zeitschriften geblättert werden. Schüler und Schülerinnen treffen sich nach der Schule in der Bibliothek und schauen zusammen Bücher an, kichern und tauschen sich aus. Darüber hinaus bietet die Bibliothek Wettswil vielfältige Veranstaltungen für jedes Alter an. Beim Buchstart-Treff haben bereits die Jüngsten Gelegenheit, zusammen mit ihren Eltern die Bibliothek als Ort der Begegnung kennenzulernen und gemeinsam mit Gleichaltrigen ersten Versen, Kniereitern und Geschichten zu lauschen. Fortgeführt wird die Lust auf Bücher in der Geschichtenzeit für Kinder von drei bis fünf Jahren. So sind viele Kinder schon «erfahrene Hasen», wenn sie mit der Kindergartengruppe das erste Mal die Bibliothek besuchen.

Schon die Kleinsten interessieren sich für Bücher! Buchstart-Treff in der Bibliothek Wettswil. (Bild zvg.) Auch Schulkindern und Erwachsenen bietet die Bibliothek das ganze Jahr ein abwechslungsreiches Programm: Bilderbuchkino, Schweizer Erzählnacht, Kindertheater, Lesezirkel, Bücher im Gespräch, Lesungen und Vorträge stehen auf der Agenda. Die Bibliothek Wettswil übernimmt somit auch einen wichtigen Teil des kultu-

rellen Lebens der Gemeinde und freut sich auch über eine aktive Teilnahme der Bevölkerung. Inspiriert von der Veranstaltung «Bücher im Gespräch – Asien», bei der neben den literarischen Neuerscheinungen auch asiatische Speisen im Mittelpunkt standen, initiiert das Bibliotheksteam eine Sammlung von

Lieblingsrezepten. «Von Wettswilern für Wettswiler» ist die Idee einer Broschüre zum Ausleihen in der Bibliothek. Fabienne Maurer Interessiert? Man melde sich in der Bibliothek oder sende sein Lieblingsrezept direkt per Mail an: wettswil@bibinetz.ch. Das Team der Bibliothek freut sich auf viele persönliche Rezepte!


Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2015

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«Hinter jeder Tür eine andere Welt» «Gütschli» in Sellenbüren: Vor 40 Jahren zogen in der aussergewöhnlichen Siedlung die ersten Bewohner ein 50 Häuser habe er allein in Sellenbüren gebaut, verrät Architekt Hans J. Keller. Am meisten überzeugt hat ihn anscheinend das Konzept der selbstverwalteten Siedlung Gütschli. Schliesslich wohnt er hier selber bereits seit 40 Jahren.

keine Mercedesfahrer-Siedlung … und Ferrari hatten wir auch noch keinen.» Zum Jubiläumsfest, das vor einem Monat gefeiert wurde, waren auch einige langjährige ehemalige Bewohner eingeladen. Viele der damaligen Kinder empfinden es als Privileg, dass sie im «Gütschli» aufwachsen durften. An Spielgefährten mangelte es hier nie. Lange bevor Kinderkrippen populär wurden, haben ihre Mütter sich arrangiert – ganz selbstverständlich.

................................................... von thomas stöckli Gelebte Nachbarschaft und gegenseitiger Respekt – das zeichnet das Zusammenleben in der «Tobleronesiedlung» im Norden von Sellenbüren aus. An den Eigentümerversammlungen wird gemeinsam gegessen und getrunken statt wie andernorts gestritten. «Der Gemeinschaftsgeist funktioniert seit Beginn», sagt Bewohnerin Marianne Egli. Die Kommunikationsfachfrau muss es wissen, gehören sie und ihr Mann doch zu den Ersten, die vor 40 Jahren ihr Reiheneinfamilienhäuschen im «Gütschli» bezogen haben. Als ein Grund für die nachhaltige Entwicklung nennt der Architekt das harmonische Wachstum. Ab 1974 entstanden die neun ersten der insgesamt 24 Backsteinhäuser, die weiteren Einheiten folgten schrittweise. So konnte sich eine Kultur entwickeln, etablieren und wachsen. Ein wichtiger Faktor ist dabei sicher die Selbstverwaltung: Jeder – Eigentümer oder mittlerweile auch Mieter – übernimmt eine Aufgabe. Das spart nicht nur Kosten, die Bewohner haben so auch ein grundeigenes Interesse, ihr Amt gut zu machen.

Spielplatz im Zentrum Im Zentrum der Siedlung liegt der grosse, asphaltierte, und teilüberdachte Spielplatz. Hier finden auch die jährlichen Versammlungen und andere gesellschaftliche Anlässe statt. Er sei mit dem Grundeigentümer damals

Verschiedenen Ebenen

Mit einem fröhlichen Fest wurde am 22. August das 40-Jahre-Jubiläum des «Gütschli» in Sellenbüren gefeiert. An den Häusern oben sieht man auch, woher der Übernahme «Tobleronesiedlung» stammt. (Bilder Klaus Prommersberger)

Architekt Hans J. Keller (Mitte) erklärt sein Werk am Modell. in der ganzen Schweiz herumgefahren und habe Spielplätze angesehen, verrät Hans Keller. Dabei fiel ihm auf, dass auf den möblierten Rasen-Spielplätzen meist nur Halbwüchsige zu sehen waren. Die Erkenntnis daraus:

Pinsel, Farbe und viel Fantasie: Spielplatz 1976. (Bild Dieter Egli)

Kinder haben mehr von einem Teerplatz, auf dem sie mit ihren Velos und Rollschuhen herumkurven können. Und tatsächlich: Nach wie vor kommen Mütter mit kleinen Kindern aus der ganzen Umgebung. Der Platz gilt

sogar als Geburtsstätte des mittlerweile bestens etablierten Unihockeyclubs Buccaneers Sellenbüren. Der Bewohner-Mix im «Gütschli» ist äusserst heterogen. Hans Keller macht eine Einschränkung: «Wir sind

Seine 40 Jahre sieht man dem «Gütschli» kaum an, es gilt als zeitlos. Markant sind der dreifarbige Kamin der zentralen Heizung, die blaue Garageneinfahrt und natürlich die üppigen Grünflächen und das Bächlein, das mitten durch die Siedlung fliesst. Doch was würde man heute anders planen? «Für mich würde ich es wieder gleich machen», spricht Keller Klartext. Er mag die kleinen Räume und die Treppen, die die Wohneinheiten strukturieren. «Der Essbereich könnte etwas gösser sein», schränkt Marianne Egli ein. Gleiches gilt auch für die Garagenplätze: Für Autos aus den 70ern konzipiert, wird es um Familienvans und SUVs etwas gar eng. Kritisch beäugt wurden oft die Trennmauern zwischen den Häusern. Tatsächlich sind sie es, die in der Gemeinschaft die Privatsphäre abstecken. Innerhalb dieser Mauern spricht einen niemand an, so ein ungeschriebenes Gesetz im «Gütschli». Inoffizielle Begegnungsorte gibt es auch sonst genug: den Briefkasten, den Spielplatz, die Schrebergärten oder die Garage, um nur einige zu nennen. Und zwischen den uniformen Mauern bietet sich den Bewohnern genügend Raum, sich individuell zu entfalten. «Hinter jeder Tür öffnet sich eine andere Welt», bringt es Marianne Egli auf den Punkt.

«Die Verbindung mit dem Reusstal pflegen» Am vergangenen Samstag fand auf dem Albispass die Viehschau der Braunviehzuchtgenossenschaft Sihltal statt Früher waren Viehschauen primär Zuchtveranstaltungen; heute steht der soziale Aspekt im Vordergrund. Deshalb lud die Braunviehgenossenschaft Sihltal zum fünften Mal befreundete Zuchtgenossenschaften aus dem Säuliamt zur Viehschau auf dem Albispass ein. ................................................... von salomon schneider Alphornmusik, beste Aussicht, Menschen aller Altersklassen, eine Festwirtschaft und Rotfleck-, Schwarzfleck- und Braunvieh: das ist die Viehschau auf dem Albispass. «Wir sind nur noch vier Landwirte in der Genossenschaft im Sihltal. Deshalb haben wir auch die Holsteingesellschaft Albis und die Fleckviehgenossenschaft Affoltern eingeladen. Durch die Viehschau werden die guten Beziehungen unter den Tälern aufgefrischt», freut sich Niklaus Biser, von der Braunviehgenossenschaft Sihltal.

Auch für die jungen Landwirtinnen und Bauern ist die Viehschau ein willkommener Ort des Austausches. (Bilder Salomon Schneider)

Braun- oder Fleckvieh? Die verschiedenen Rassen wurden in separaten Kategorien prämiert, da jede Rasse ihre Vorteile hat. «Braunvieh ist etwas kleiner, eignet sich dafür sowohl für Fleisch- als auch für Milchwirtschaft – Fleckvieh ist primär für Milchwirtschaft optimal», erläuterte Niklaus Biser.

Der Knonauer Landwirt Jean Jacques Duperrex präsentiert seine Kuh, ...

... während das Braunvieh geduldig auf die Prämierung wartet.


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Vermischtes

Dienstag, 22. September 2015

Von der I-Phone-Holzhülle bis zum Lift-Design Der Gewerbeverein Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden bei KDS Kreativ Design & Schreinerei in Knonau Die KDS AG in Knonau stattet Hotels, Gastrobetriebe, Wohn- und Geschäftsräume aus und ist im Bereich Innengestaltung von Liften in eine Nische vorgestossen. Nicht alltäglich ist auch der berufliche Weg von Judith Kall, seit gut einem Jahr Firmeninhaberin. ................................................... von werner schneiter Rund 60 Mitglieder des Gewerbevereins Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden folgten der Einladung der KDS AG zu einer Betriebsbesichtigung an der Haseltalstrasse 14 in Knonau. Unter ihnen auch René Kälin, Walter von Siebenthal und Andreas Binder, die drei Gemeindepräsidenten. Eine gute Gelegenheit also für Judith Kall, das zu tun, was ihr als KMU-Vertreterin wichtig ist: den Kontakt, den Dialog mit den Behörden und mit anderen Gewerblern pflegen. Sie gewährte den Gästen einen interessanten Blick hinter die Kulissen ihres Betriebes, in welchem elf Mitarbeitende tätig sind, darunter vier Lehrlinge. Judith Kall hat im Juli 2014 den Betrieb von Hans Zemp übernommen, der das Geschäft ab 1996 in Knonau aufgebaut, aber letztlich keine Nachfolge gefunden hatte. Judith Kalls Werdegang bis zur Inhaberin eines solchen Betriebes mag erstaunen. Sie hat in französischer Literatur promoviert und unter anderem auch als IT-Chefin einer KMU-

Gruppe gewirkt. «Ich war also schon in der Informatik eine Quereinsteigerin», sagt sie lachend und nennt den Grund für den jetzigen Schritt. «Ich wollte unbedingt etwas Eigenes, mein eigener Chef sein.» Mit Ehemann Christian, selbstständiger Bauleiter, hat sie einen Fachmann zur Seite. «Devis habe ich schon zuvor geschrieben, aber vom Schreinern hatte ich tatsächlich keine Ahnung.» Ihre Führung durch den Betrieb verrät jedoch, dass sie zur Fachfrau geworden ist, die den Betrieb weiterbringen will. «Mittelfristig will ich den Mitarbeiterstab verdoppeln», sagt sie, während sie die Gäste durch CNC-Bearbeitungscenter, Bankraum, Metallverarbeitung, Spritzkabine, Cafeteria und Showroom führt – und dabei Kehlmaschine, Breitrand-Schleifmaschine, Kantenleim-Maschine, Abrichthobelmaschine und anderes erklärt.

Schindler gehört zum Kundenkreis Ihre Firma hat sich zur Spezialistin für Ausstattungen von Liften entwickelt und zählt sogar die Schindler Aufzüge AG zum Kundenkreis. In diesem Bereich erzielt die KDS bereits gut 50 Prozent ihres Umsatzes und bietet auch dieser Kundschaft am Geschäftsdomizil die Möglichkeit, Lift-Ausstattungsvarianten 1:1 zu «erleben». Mit einer Musterkabine lässt sich die Einrichtung nach den Vorstellungen des Kunden herrichten. Nach den Worten von Judith Kall gehört der Lift in einem Geschäftshaus zu dessen Visi-

KDS-Inhaberin Judith Kall erklärt auf dem Betriebsrundgang den Maschinenpark. (Bild Werner Schneiter) tenkarte. «Es gibt Kunden, die für die Ausstattung des Lifts so viel aufwenden wie für den Einbau des Lifts. Den Showroom hat Judith Kall nach ihren persönlichen Vorstellungen hergerichtet. Da gibt es den Gastro- und Hotelbereich. Auch Firmen

werden neu möbliert, Bäckereien ebenfalls – individuell mit Teilen, die aus verschiedenen Materialien angefertigt werden. «Wir fertigen keine Standard- und Massenware für Möbelhäuser an und sind nicht im Objektgeschäft tätig», sagt Judith Kall. Im

Privatkundenbereich des Showrooms stehen Schränke – «begehbare» und «motorisierte». Auch bei Schrankeinbauten und -türen ist Individualität Trumpf. Mit Holz ist man auch in neue Bereiche vorgestossen. So produziert KDS I-Phone-Hüllen aus Holz.

forum

Das Einkaufsparadies im «Rössli» Secondhandverkauf für Damenmode Dank der Hilfe von unzähligen freiwilligen Helferinnen wurde der Saal des Restaurants Rössli in Mettmenstetten während der vergangenen Woche zum Einkaufsparadies für Damenkleider im Säuliamt. Es konnte völlig stressfrei gestöbert und eingekauft werden. Hunderte von Frauen nutzten die Gelegenheit, des ersten Secondhandverkaufs für Damenmode, um sich von ihren nicht mehr getragenen Kleider, Schuhen, Taschen etc. zu trennen, oder sich günstig mit Neuem einzukleiden. Bereits am ersten Verkaufstag herrschte ein reges Treiben zwischen den Kleiderständern und nicht nur die

vielen tollen Feedbacks der Frauen, die teils von weither kamen, haben die Organisatorinnen gefreut. Es wurde anhand der angelieferten Mengen von Kleidern schnell klar, dass ein solcher Verkauf ein Bedürfnis ist. Sicher ist dabei nicht nur der finanzielle Aspekt ausschlaggebend, sondern auch der ökologische Gedanke. Rund ein Drittel der angelieferten Artikel fand eine neue Besitzerin und wohl kaum eine Besucherin hat den Saal verlassen, ohne nicht ein neues Stück erworben zu haben. Nicht nur für die Organisatorinnen, sondern für alle Beteiligten war der erste KleiderKram ein toller Erfolg und bestimmt gibt es eine Neuauflage im nächsten Jahr.

Kommt der Terror nach Europa? Vortrag «Kommt der Terror nach Europa?» vom 10. September, wozu die EDU eingeladen hat. Das Fazit von Frau Michal Hoffmann lautet: Ja, er ist schon in Europa. Die Israelin zeigt die Entwicklung des Islams und der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa an einem Vortrag auf, zu dem die EDU des Bezirks Affoltern eingeladen hatte. Frau Hoffmann wies auf die Strategie der Islamisierung Europas hin. Die Geburtsraten der Muslime bringen konstant eine Erhöhung ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung. Jedes im Islam geborene Kind wird Muslim, ein Konvertieren ist praktisch unmöglich, im Gegensatz zu den christlichen Kirchen, die durch Austritte geschwächt werden. Der sogenannte Arabische Frühling hatte bereits in den Jahren vorher Flüchtlingsströme verursacht und jetzt kommt noch die Barbarei des IS dazu. Die Flüchtlingsströme überflu-

ten Europa und dank unserer Gesetze werden viele in Europa bleiben. Die reichen arabischen Länder weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen, für den Bau von 200 Moscheen in Deutschland sind sie jedoch bereit, die dafür notwendigen Finanzen bereitzustellen. Auf diese Weise wird Europa «muslimisiert».

Vermehrt IS-Terror Mit dem Flüchtlingsstrom werden nach Angaben des israelischen Geheimdienstes auch IS-Terroristen nach Europa eingeschleust. Mit IS-Terror ist deshalb vermehrt zu rechnen. Mit unserem Verhalten tragen wir aber auch selber zum Niedergang unserer Kultur bei und unterstützen den Vormarsch des Islams. Wir verbannen Gott aus den öffentlichen Schulen, den Gefängnissen und den Spitälern. Unsere Gottesdienste werden von immer weniger Leuten besucht, Ehen

werden laufend geschieden, die Ehe soll auch für Homosexuelle möglich werden, Kinder werden abgetrieben, der Egoismus blüht.

Vermehrt zu christlichen Werten stehen Ein Licht war die Aufforderung der Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Überreichung der Ehrendoktorwürde an der Uni Bern. Sie forderte auf, zu unseren christlichen Werten zu stehen, vermehrt Gottesdienste zu besuchen und uns von der Bibel, dem Wort Gottes, leiten zu lassen und den Dialog mit Muslimen aufzunehmen. Tun wir dies und erzählen wir ihnen von der befreienden und lebensverändernden Kraft des Evangeliums. Brigitte Wettstein, Präsidentin EDU Bezirk ................................................... > Weitere Zuschriften auf Seite 13

Mirjam Vierling, Daniela Lackner, Romy Peter anzeige

Die Frustration von Bauherren

Völlig stressfrei stöbern und eingekaufen bei «KleiderKram». (Bild zvg.)

Vor bald 12 Jahren haben wir unsere neue Wohnung bezogen. Auf die Bauabrechnung, da warten wir immer noch. Wir warten auf eine Abrechnung, die dem tatsächlich Gebauten entspricht, keine Fantasiepositionen enthält, keine gröbsten Rechenfehler und überrissene Ausmasse aufweist. Wir warten nach einigen Sitzungen einfach auf eine Bauabrechnung, die dem Werkvertrag, den SIA-Normen sowie dem minimsten Anstand ent-

spricht. Wir warten aber auch auf die Unterschrift im Grundbuch, in dem sich der Baumeister bereit erklärt, für seine Parkplätze in unserer Tiefgarage paritätisch an den Kosten für Sanierung und Unterhalt aufzukommen. Die Parkplätze, seit eh und je sicher gut vermietet, hat er sich damals gratis gesichert. Oder müssen wir für unsere Rechte zum wiederholten Male einen Rechtsanwalt einschalten? Martin Bosshard, Mettmenstetten


Forum

Dienstag, 22. September 2015

Martin Bäumle – Ständeratskandidat der Grünliberalen «Intakte Umwelt, gesunde Finanzen und eine innovative Wirtschaft – mit liberalem Ansatz!», dies ist das Motto von Martin Bäumle. Er hat Chemie an der ETH studiert und ist Atmosphärenwissenschaftler. Seit vielen Jahren ist er politisch tätig, unter anderem als Stadtrat (Finanzvorstand) von Dübendorf seit 1998, als Nationalrat der Grünliberalen für den Kanton Zürich seit 2003, als Präsident der Grünliberalen Partei Schweiz seit 2007 und als Präsident Green Cross Switzerland seit 2013. Zu seinen Hobbies zählt er das Billardspielen, Skifahren, Ronald Alder, Nationalratskandidat (links) und Martin Motorradfahren Bäumle (Nationalrat, bisher) und Ständeratskandidat. (zvg.) (max. 200 Liter Benzin/Jahr), gutes Essen, gute Weine, ralen sieht er als dynamische und inKino und Diskussionen. Die Grünlibe- novative Partei der ökologischen Mit-

Martin Bäumle kommt nach Affoltern Martin Bäumle, der Ständeratskandidat der Grünliberalen, stellt sich am kommenden Samstag, 26. September, zwischen 9 Uhr und 10.30 Uhr am Informationsstand der Grünliberalen am Wochenmarkt in Affoltern vor. Martin Bäumle hat Chemie an der ETH studiert und ist Atmosphärenwissenschaftler. Er ist Mitgründer der Grünliberalen, seit 2003 im Nationalrat und seit 2007 Präsident der Grünliberalen. Ausserdem ist er Stadtrat in Dübendorf und dort für die Finanzen zuständig. Er kandidiert nun als Nachfolger für Verena Diener für den Ständerat. Neben Martin Bäumle wird auch der regionale Nationalratskandidat der Grünliberalen, Ronald Alder aus Ottenbach, am Informationsstand der Grünliberalen anwesend sein. Beide beantworten gern alle Fragen zu Themen wie: – Wie sieht die Umweltpolitik der Grünliberalen für Klimaschutz und Atomausstieg konkret aus? – Was verstehen die Grünliberalen unter einer liberalen Wirtschafts- und einer nachhaltigen Finanzpolitik? – Warum unterstützen die Grünliberalen in der Gesellschaftspolitik eine echte Gleichstellung von Mann und Frau, aber auch von gleichgeschlechtlichen Lebensformen mit der «normalen» Familie? – Warum treten die Grünliberalen für den bilateralen Weg und den Freihandel in der Welt ein? – Was verstehen die Grünliberalen darunter, wenn sie fordern, dass der Flughafen Anliegen der Wirtschaft, Umwelt und der Bevölkerung dienen muss? – Was stellen sich die Grünliberalen unter einem finanzierbaren Sozialsystem ohne Fehlanreize vor? Selbstverständlich sind Interessierte auch mit allen Fragen zu anderen Themen herzlich am Informationsstand der Grünliberalen am Wochenmarkt in Affoltern am Albis willkommen! (pd.)

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Zwei interessante Wahlveranstaltungen der SVP Wettswil te, die im Handeln grün und im Denken liberal ist. Sie sind die glaubwürdige Verbindung von Ökonomie und Ökologie. Sie halten so Umwelt, Wirtschaft, Staatsfinanzen und Soziales im Gleichgewicht und damit die Gesellschaft zusammen. Mit überzeugenden Argumenten wird sachlich statt polarisierend politisiert und so werden Lösungen gefunden, die tragfähig sind.

Atomausstieg und Klimaschutz sichern Die Grünliberalen setzen sich für einen Ausstieg aus der Atomenergie und einen wirksamen Klimaschutz ein. Alternative Energiequellen sollen ausgeschöpft werden statt endliche Ressourcen verbraucht. Ein Lenkungssystem ist der richtige Weg zu einer sicheren Energieversorgung und setzt liberale und wirksame Anreize, damit sich Energieeffizienz und Energiesparen lohnen. So ist der Umstieg von CO2-lastigen Technologien und der Atomkraft hin zu einer Versorgung mit erneuerbaren Energien möglich. Zudem wird unsere Importabhängigkeit von Öl, Gas und Uran reduziert. Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt Mehr zu Martin Bäumle auf: www.baeumle.ch

Ende September bietet die SVP Wettswil der Bevölkerung gleich an zwei Daten die Möglichkeit an, National-, bzw. Ständeratskandidaten kennen zu lernen und zu erleben: Am Herbschtmäärt vom Sonntag, 27. September, werden Martin Haab aus Mettmenstetten und Barbara Steinemann aus Watt-Regensdorf, beide Kandidaten für den Nationalrat, am Stand der SVP anwesend sein und der interessierten Bevölkerung bei Süssmost und Gebäck Auskunft zu ihren Programmschwerpunkten geben. Am Mittwoch, 30. September, 20 Uhr, findet das traditionelle Podiums-

gespräch im Singsaal des Schulhauses Mettlen statt. Unter der fachkundigen Leitung von Alt-Nationalrat Hans Kaufmann, präsentiert Ständeratskandidat Hans Ueli Vogt das «Wirtschaftsprogramm der SVP». Begleitet wird er von Nationalrat Gregor Rutz, welcher ein Referat zu «Aktuellen Themen im Bundeshaus» halten wird. Der Vorstand der SVP Wettswil freut sich, der Bevölkerung mit beiden Veranstaltungen die Möglichkeit zur persönlichen Meinungsbildung für die bevorstehenden Parlamentswahlen vom 18. Oktober zu geben. SVP Wettswil

SVP auf dem Bauernhof Am kommenden Samstag, 26. September, ab 17.30 Uhr, findet auf dem Hof der Familie Haab in Mettmenstetten eine öffentliche Wahlveranstaltung der SVP Bezirk Affoltern statt. Nebst dem Ständeratskandidaten Hans Ueli Vogt sind der amtierende Nationalrat Alfred Heer sowie die NationalratsKandidaten Roger Köppel und Gastgeber Martin Haab anwesend. Es besteht die Möglichkeit, die bekannten Persönlichkeiten anzusprechen und kennen zu lernen. Für das

leibliche Wohl ist mit Speis und Trank gesorgt. Die Gastgeber-Familie und die SVP Bezirk Affoltern freuen sich eine grosse Zahl Besucher zu einem offerierten Apéro, zu Wurst und Brot und vor allem zu einem gemütlichen Abend gespickt mit Politik willkommen heissen zu können. Die Veranstaltung ist öffentlich, jedermann ist herzlich willkommen. SVP Bezirk Affoltern

Im direkten Gespräch statt vom Plakat: Die Antworten der SP

Kandidatinnen und Kandidaten der SP stehen Red und Antwort. (Bild zvg.)

Nationalratskandidatinnen und -kandidaten der SP sind am 26. September in Affoltern und Bonstetten. Am Samstag, 26. September, machen sechs Kandiatinnen und Kandidaten der SP Halt im Säuliamt. Im Gespräch mit den Passanten erläutern sie, wie sie sich in Bern für sichere Renten, bezahlbare Wohnungen und Löhne, von denen man anständig leben kann, einsetzen würden. Von 9 bis 10.15 Uhr trifft man Pia Holenstein, Martin Naef, Yvonne Apiyo Brändle-Amolo, Qëndresa Sadriu, Lucas Tschann und Davide Loss auf dem Marktplatz in Affoltern. Von 10.30 bis 11.15 Uhr sind sie in Bonstetten. Im Oktober wird das nationale Parlament neu gewählt. Während andere Parteien das Land mit ihren Plakaten zukleben, tragen die Kandidierenden der SP ihre Position persönlich auf die Strasse. Im direkten Kontakt bringen sie die Antworten der SP auf die aktuellen politischen Fragen unter die Leute. Pia Holenstein (Jg. 1955, Affoltern a.A.) tritt für die Bezirkspartei für die Wahlen an. Die Gymnasiallehrerin war mehrmals als Menschenrechtsbeobachterin im Nahen Osten unterwegs. Sie setzt sich unbestechlich für die Menschenrechte und ein Leben in

Würde für alle Menschen ein. Eine Haltung, die besonders in der aktuellen Zeit mehr denn je gefordert ist. Martin Naef (Jg. 1970, Zürich, bisher) gehört seit vier Jahren dem Nationalrat an. Als Co-Präsident der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz meinte er unlängst zum Verhältnis Schweiz – EU: «Auch wenn Europa fast noch das grössere europapolitische Problem hat als wir, sollte die Schweiz gerade darum auch über Europa sprechen. Sprechen über eine andere europäische Politik gegenüber Kindern aus dem Krieg. Und eine andere Stabilisierung Europas als eine ‹Austerität›, die Banken rettet und Massen von Menschen ins Elend treibt.» Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (Jg. 1975, Weiningen) erlangte im Sommer einige Bekanntheit als erste weibliche, schwarze 1.-August-Rednerin in Oberengstringen. Die Künstlerin kenianischer Abstammung sieht sich selbst als Brückenbauerin zwischen den Kulturen: «Unsere Gesellschaft, unsere Kultur- und Wissenschaftsbetriebe sowie auch unsere Wirtschaft haben von Einwanderern stark profitiert. Dass unser Land auch in Zukunft weltoffen und ausländerfreundlich bleibt, dafür will ich mich einsetzen.» Qëndresa Sadriu (Jg. 1994, Glattbrugg) zählt zu den jüngsten Kandida-

tinnen für den Nationalrat. Sie setzt sich dafür ein, dass jedes Kind die gleichen Chancen bekommt. Alle Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Dabei darf das Elternhaus oder die Hautfarbe keine Rolle spielen: Letztendlich sollten alle Menschen nur durch ihr Handeln beurteilt werden. Lucas Tschan (Jg. 1988, Zürich) ist Betriebsökonom und tritt für eine offene und fortschrittliche Schweiz ein. Er sieht die Politik als Mittel, gemeinsam optimale Rahmenbedingungen für Menschen, Wirtschaft und Umwelt zu erreichen. Er verfolgt stets einen liberalen Ansatz und gilt grundsätzlich als ein Verfechter des freien Marktes. Dort wo dieser versagt, muss jedoch der Staat eingreifen und die Gesamtbevölkerung vor Auswüchsen Einzelner schützen. Davide Loss (Jg. 1987, Adliswil) war als 19-Jähriger das jüngste Mitglied im grossen Gemeinderat von Adliswil und ist seit April 2011 im Kantonsrat. Er geht als bestes Beispiel voran für eine starke Jugend in der Politik: «Es sollte im Interesse von uns allen sein, auch junge Leute an der Politik partizipieren zu lassen, denn es braucht sowohl junge als auch erfahrene Leute in der Politik. So können

auch die Interessen aller in den politischen Entscheidungsprozess einfliessen.»

Geschmacklos «Asylchaos stoppen!» steht auf vielen SVP-Wahlplakaten. Das ist geschmacklos. Selbst wer nur mit einem Auge die Berichterstattung zum aktuellen Asyldrama in den Medien mitverfolgt, muss verstehen, dass es hier fast ausschliesslich ums nackte Überleben geht. Zudem: die vor Willkür und Gewalt fliehenden Menschen wollen die Allermeisten gar nicht in die Schweiz. Wo ist hier das Asylchaos, das es zu stoppen gilt? Helena Heuberger, Obfelden anzeige


Gewerbe/Dienstleistungen

«Gömmer Stampfi»

Frischer Wind

Bänz Friedli macht sich in Knonau einen Reim auf die Jugend. > Seite 19

Chilbi in Hedingen: Vollgashöckler laden zum Kinderkonzert mit Caroline Graf. > Seite 23

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Kunstturn-Silber Erfolgserlebnis für Michael Meier an den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften. > Seite 26

Primitivo und Sizilianer Degustation in der Weinhandlung Maurer Eine Degustation mit Primitivoweinen aus Apulien und Weinen aus Sizilien erleben. Diese Gelegenheit bietet sich am Freitag, 25. September, von 14 bis 19 Uhr und am Samstag, 26. September, von 10 bis 16 Uhr in der Weinhandlung Maurer in Affoltern.

Eine Vielfalt an Marken und Modellen präsentierte sich auf dem Kronenplatz in Affoltern. (Bilder Thomas Stöckli)

«Es gibt keine bessere Plattform» Ausstellung mit 14 Automarken auf dem Kronenplatz in Affoltern Gemeinsam eine höhere Reichweite erzielen. Die Idee der Auto Show auf dem Kronenplatz bewährt sich seit Jahren. Vergangenen Samstag gab es wieder über 40 Automodelle zu bestaunen. Alles was Rang und Namen hat, zeigt seine Neuheiten an der «Auto Show» auf dem Kronenplatz. Nach vielen Jahren hat sich die organisierende Promotionsagentur Wirz nun allerdings zurückgezogen. Der Ottenbacher Garagist Albin Herzog sprang in die Bresche und übernahm die Gesamtverantwortung. «Das ist eine gute Sache», fand der Volvo-Vertreter. «Affoltern ist ein geeigneter Platz», so Herzog weiter, «und ich würde es jedem Garagisten empfehlen, mitzumachen.» So sei der Aufwand für die Aussteller minimal und nicht zuletzt fördere der gemeinsame Auftritt das Einvernehmen untereinander. Am Stand der Volvo-Garage Herzog erhält der XC90 mit Twin Engine besonders viel Aufmerksamkeit. Bis zu 50 km legt der grosse Hybrid rein elektrisch zurück. Noch machen

die Hybridfahrzeuge nur einen kleinen Teil der verkauften Fahrzeuge aus. «Die Verkäufer sind noch zu wenig daran gewöhnt, das «Plugin» zu forcieren», nennt Albin Herzog einen Grund. Bei Nissan laufe aktuell der Qashqai am bes- Den Ssang Yong Tivoli (r.) gibts in diversen Ausführungen. ten, verrät der Obfelder Garagist Stefan Müller. Kein me allerdings nur das Chassis, die BrüWunder, ist das Erfolgsmodell doch cke werde in der Schweiz aufgebaut, auf den Strassen weit verbreitet und verrät Garagist Josef Arnold. Die Zukunft der Auto Show auf bestens bekannt. Um den selben Nimbus zu erhalten, braucht der Pulsar dem Kronenplatz scheint gesichert. noch etwas Zeit. Schon jetzt ein Zug- «Es gibt keine bessere Plattform», so pferd ist der Navara. Man darf ge- Albin Herzog. Um den Aufwand für spannt sein auf das neue Modell, das die Organisation etwas zu senken, spricht der Organisator sich dafür aus, im November kommt. Mit DFSK sind an der Ausstellung dass sich die Aussteller jeweils für auf dem Kronenplatz auch die Nutz- mindestens ein Jahr, lieber zwei Jahre fahrzeuge vertreten. Seit knapp einem im Voraus verpflichten. «Ich will nicht Jahr ist die Chinesische Marke in der jedes Jahr allen nachlaufen», so Schweiz erhältlich. Aus Fernost kom- Herzog. (tst.)

Primitivo, eine interessante Traubensorte! Seit über 250 Jahren wird Primitivo in Apulien angebaut und hat von dort aus die Weinwelt erobert. Bereits 1919 gehörte sie in Kalifornien, dort wird sie Zinfandel genannt, zu einer der fünf wichtigsten Sorten. Es wird vermutet, dass die Amerikaner die aus Österreich importierten Rebstöcke der Sorte Zierfandler dem Zinfandel zuordneten. Ihren Ursprung hat die Sorte in der Berggemeinde Gioia del Colle südwestlich der Stadt Bari. Der Name Primitivo stammt vom Wort «il primo» ab, die erste Rebe, die im Herbst ausgereift ist. Ihre Urheimat wird in Albanien, Ungarn und möglicherweise auch in Griechenland vermutet. Die Kroaten nehmen für sich in Anspruch, dass ihre Sorte Crljenak die Mutter aller Primitivo-Weine ist! Seit Jahrzehnten wird über die Heimat und Identität der Traube recherchiert. DNA-Analysen der University of California in Zusammenarbeit mit kroatischen Spezialisten zeigen auf, dass der Zinfandel nicht identisch ist mit der Primitivotraube, sondern beides Klone der kroatischen Sorte Plavac Mali sind, das heisst somit nahe Verwandte.

Eine geballte Ladung Sizilien Auf nach Sizilien. Fürstlich kommt er daher, der mächtige Sizilianer mit dem klingenden Namen «Amarama». Fürstlich ist auch sein Inneres: Nero d’Avola oder – wie die Inselbewohner auch gerne sagen – Principe Siciliano (also sizilianischer Fürst) und Cabernet Sauvignon spielen in diesem Ensemble die erste Geige. Die Trauben

Esther Maurer freut sich, viele bestehende und neue Kunden beraten zu dürfen. (Bild Thomas Stöckli) aus der nordwestlichen sizilianischen Provinz Trapani harmonieren wunderbar und lassen den Weinliebhaber eine geballte Ladung Sizilien spüren. Der reichhaltige, samtige Geschmack, ein Hauch von Brombeeren, Pflaume, Sauerkirsche und Himbeere, dann die Aromen von Vanille und Kakao und die sanften Holznoten im Abgang haben ganz klar überzeugt: 96 Punkte – ein Topwein! Viele sind verzaubert! Wer am Wochenende die Weinhandlung Maurer besucht, kann auf wunderschöne Entdeckungen gehen. Die Inhaber können viele Geschichten rund um die Weine und Produzenten erzählen. Fragen lohnt sich. Unter dem Motto «Wir verkaufen nur was wir selber trinken» bedienen Esther Maurer und Thomas Hunziker gerne an der Oberen Bahnhofstrasse 17, in Affoltern. Sie freuen sich, viele bestehende und neue Kunden beraten und bedienen zu dürfen. (pd.) Weinhandlung Maurer, Obere Bahnhofstrasse 17, Affoltern. Tel. 044 760 09 01 oder 079 358 58 18 und 079 601 99 82. Di bis Fr 14 bis 18.30 Uhr, Sa 10 bis 16 Uhr. www.weinhandlung-maurer.ch.

Gartenmöbel zu Schnäppchenpreisen bei Finetra Ausverkauf beim Fachgeschäft für Gartenmöbel und Schlafkomfort in Affoltern Vom 22. bis 26. September bietet das Affoltemer Fachgeschäft Finetra an der Zürichstrasse 130, beim grossen GartenmöbelAusverkauf die Gelegenheit, den Garten zum Schnäppchenpreis wohnlicher zu gestalten. «Absoluter Wohnsinn!» – übertitelt Finetra, das Affoltemer Fachgeschäft für Gartenmöbel und Schlafkomfort, seinen Gartenmöbel-Ausverkauf. Zu Recht, denn einerseits propagiert Finetra seit eh und je einen «wohnlichen Garten», und andererseits verkaufen Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica und sein Team das aktuelle, reguläre Sortiment an Gartenmöbeln vom Dienstag, 22. September, bis Samstag, 26. September, zu besonders attraktiven Schnäppchenpreisen. Rabatte bis

zu 50 Prozent werden geboten, und die Lieferung, bei Selbstfahrern der Lieferbus (bis 25 km Distanz) sowie das Aufstellen oder die allfällige Montage sind erst noch kostenlos. «Alles muss raus; wir wollen keine Gartenmöbel bei uns überwintern», hält Bulica dazu fest und ergänzt: «Ramsch gibt es aber nicht bei uns, sondern ausschliesslich hoch qualitative Gartenmöbel wie Tische, Stühle, Sessel, Lounges und Bartische – darunter etliche Einzelstücke. Deshalb kommt man nie günstiger zu Wohnlichkeit für Garten, Vorplatz, Wintergarten oder Veranda, als während unseres Ausverkaufs!» Während der fünf Tage gelte bei allen Gartenmöbeln grundsätzlich: «Gefällt mir – will ich – bekomme ich sofort!» Dabei sei aber prinzipiell «de Schnäller de Gschwinder».

Besim Bulica und sein FinetraTeam sind erfahrene Fachleute und ihr Fachgeschäft an der Zürichstrasse 130 in Affoltern gilt seit mehr als zehn Jahren als begehrte Adresse für Gartenmöbel sowie Schlafkomfort. Die qualitativ hochstehenden Markenprodukte, die verkauft werden, sowie die individuelle, fachlich kompetente und lösungsorientierte Beratung und der dynamische Service sind bestens bekannt. Übrigens: Während des Gartenmöbel-Ausverkaufs vom 22. bis 26. September gewährt Finetra auch auf das reguläre Bettensortiment 10 Prozent Rabatt! (kb.) Gartenmöbel-Ausverkauf. Finetra, Zürichstrasse 130, Affoltern. 22. bis 26. September 2015. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 18.30 Uhr und Samstag von 9 bis 18 Uhr.

Bajrush Bulica, Bernadette Schneebeli und Besim Bulica (v. l.) von Finetra freuen sich, ihren Kunden vom 22. bis 26. September das gesamte reguläre Gartenmöbel-Sortiment mit Rabatten bis zu 50 Prozent anbieten zu können. (zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 22. September 2015

Naturheilpraktiken: Was ist «TEN»? Fiorella Vedova neu an der Alten Obfelderstrasse 2 in Affoltern

Der Familienmärt wartet mit zahlreichen Köstlichkeiten auf. (Bild zvg.)

Familienmärt in der Baumschule Reichenbach 25. und 26. September, von 10 bis 18 Uhr Lokale Kreativköpfe präsentieren auf dem Familienmarkt hand- und hausgemachte Spezialitäten für Herz und Bauch: Bauernhofspezialitäten der Familien Frutiger und Weiss, Blumiges von Maya Baer, Stoffiges und Papieriges von Glückssternli & Waldgräfin, 4eck mit Fell & Karo sind vor Ort, wie auch Keramik vom Atelier zum Schärbe, Papieriges von Paper Pearls, Süsses von Caro Röthlisberger, Kafigenuss von Armin Vollenweider, Silbernes von Margrit Bayer, Wachsiges von Manuela Göggel, Glasiges von Christine Rey und Wohltuendes von Elsbeth Gautschi und Rebekka Rossi.

Das Herbstbeizli verwöhnt mit Kürbissuppe, Käsebrot und Süssmost. Dazu wird das Baumschulleben zelebriert. Die Besuchenden werden eingeladen, dem «Freiberger» zuzuschauen, wie er mit der Hacke durch die Felder stapft, wie Pflanzen rundum richtig versorgt werden und können selbst Hand anlegen. Es darf getopft und geerdet werden, was das grosse und kleine Herz begehrt. Führungen durch die Baumschule finden jeweils um 10.30 und 13.30 Uhr statt. (pd.)

www.baumschulen-reichenbach.ch/veranstaltungen

Kurse von Nüesch Fitness in Obfelden

Mit den wunderbaren Eigenschaften des Wassers und unter Einfluss der Schwerelosigkeit entlasten wir die Wirbelsäule und trainieren den Muskelapparat. Trainingsschwerpunkt sind die Bauchmuskulatur, Rückenund Brustmuskulatur sowie der Hüftbeuger. Erhöhung der Beweglichkeit / Mobilität und Verbesserung der Stabilisation sind weitere Kernziele in diesem Kurs. Kraft und Ausdauer kommen dabei auch nicht zu kurz. Zur Musik werden Laufübungen im Rah-

men der eigenen Möglichkeiten durchgeführt. Der Kurs eignet sich für alle, die ihre Rumpfmuskulatur kräftigen möchten. Prophylaktisch oder aufgrund verschiedener Rückenbeschwerden wie Bandscheibenvorwölbung, Skoliose u.a. (nach Absprache mit Arzt). Studien zeigen, dass gezieltes Aquatraining durch gleichmässige Druck- und Zugbelastung auch bei Osteoporose-Patienten geeignet ist, um das Muskelkorsett zu verbessern. (pd.) Tiefwasser-Rückenkurse in Obfelden: Montag, 12.15 Uhr, Freitag, 9.10 Uhr; und in Langnau a.A.: Freitag, 13 Uhr. Weitere Aqua-Fit-Kurse auf Anfrage oder unter www.nueschfitness.ch. Infos: Telefon 056 664 69 42 oder info@nueschfitness.ch.

Grosse Auswahl aus der ganzen Welt Weinwochen im Emmen Center Bis zum Samstag, 10. Oktober, sind auch in diesem Jahr die Weinwochen von Manor im Emmen Center zu Gast. Eine Auswahl an über 60 verschiedenen Weinen erwartet die Besucherinnen und Besucher bis zum Samstag, 10. Oktober im Emmen Center. Entdeckt werden können zahlreiche Neuheiten sowie bewährte Klassiker aus allen Kontinenten. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Vielfalt und Qualität der Schweizer Weinerzeuger, aber auch Weine aus Italien, Spanien und Frankreich werden präsentiert. Ein grosses Augenmerk liegt dieses Jahr auf Magnum-Flaschen. Zudem stellen sich während der gesamten

Ausbildung auf der Basis von drei wichtigen Säulen: Die manuellen Therapieformen mit der Manuellen Lymphdrainage (nach OP, Teilprothesen, nach Verstauchungen und Knochenbrüchen, in der Schwangerschaft, bei Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen), mit der Fussreflexzonenmassage (zur Harmonisierung des ganzen Körper- und Nervensystems, zur Organbehandlung via nervale Verbindungen) und mit der Klassischen Massage inklusive manuelle Schmerzpunkt-Therapie (zur Lockerung der Muskulatur, Stärkung und Entschlackung des Bindegewebes, zur Tonisierung oder Sedierung bestimmter Körperteile, zur Unfallprophylaxe, zur Wohltat). Die Ernährung (Diätetik) bei der Begleitung in einem Krankheitsbild (beispielsweise bei Bluthochdruck wirkt roher Sellerie täglich Wunder), wie aber auch im Fall von Ausleitungen von Stoffwechsel-Endprodukten (Harnsäure bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht oder von Schwermetallen). Darmsanierungen werden bei Allergien, bei Nahrungsmittelunverträg-

lichkeiten, als Begleitung in Teilfastenkuren oder bei der Ernährung eingesetzt, bei Sportlern zur Leistungsverbesserung im muskulären Bereich. Die Kräuterheilkunst mit individuell abgestimmten Teemischungen, Tinkturen, Spagirischen und Gemmo(Knospen)-Sprays, mit homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln, wie auch mit Wickeln und Kompressen, Salben und Ölen (beispielsweise das Weihrauch-Schmerzöl bei Gelenkarthrosen). Als Systemischer Coach in Familiendynamik kombiniert Fiorella Vedova oft die Behandlungsmethoden und findet im Erkundungsgespräch (Anamnese) heraus, welche Methodenkombinatinon die richtige ist. Danach erstellt sie ein Behandlungskonzept, welches über möglichst alle Säulen plus die Bewegung und Entspannung aufgebaut wird. (pd.) Seit Juli 2015 ist die Praxis von Fiorella Vedova an die Alte Obfelderstrasse 2, vis-à-vis des Bahnhofs Affoltern umgezogen. Kontakt: 079 388 29 19 oder f.vedova@bluewin.ch

ratgeber

Zahnentfernung als Puzzleteil eines Ganzen

Weitere Informationen sind unter:

Rückentraining im Tiefwasser Nüesch Fitness bietet neu spezifische Wassertrainings für Teilnehmende mit Rückenbeschwerden an.

Wo «TCM» – die traditionell Chinesische Medizin – ein mittlerweile verstandener Begriff ist, ist «TEN» hingegen oft noch wenig bekannt, obwohl der Inhalt Fiorella Vedova. von unseren Vor- (Bild zvg.) fahren gelebt wurde. Einmal ausgeschrieben versteht man die drei Buchstaben aber sehr gut: Traditionell europäische Naturheilkunde. Wenn man in der europäischen Vergangenheit sucht, so kommen wir bald auf das Wissen der Kräuterheilkunst des Paracelsus, welcher in Einsiedeln als Arzt gelebt und gearbeitet hat. Zudem kennen viele noch das Kräuterwissen des Pfarrer Künzle oder die Niederschriften von Rudolf Steiner in der anthroposophischen Medizin. Zuletzt sollen noch der Pfarrer Sebastian Kneipp, wie auch die Äbtissin Hildegard von Bingen erwähnt werden. Als Naturheilpraktikerin TEN arbeitet man ganzheitlich und je nach

vier Wochen lokale Weinerzeuger vor und bieten attraktive Angebote. Ein weiterer Schwerpunkt der Weinwochen ist das erlesene Sortiment der Selektion Alexander von Essen, welches in der Schweiz exklusiv bei Manor erhältlich ist. Seine Weine stammen alle aus hochwertigen Einzellagen renommierter Weinbauern. Die Manor-Weinexperten suchen auf der ganzen Welt die besten und interessantesten WeineWährend den Weinwochen warten attraktive Angebote auf die Besucherinnen und Besucher: Die Hit-Angebote in den 6er-Kartons von Manor werden mit bis zu 50 Prozent Rabatt offeriert. (pd.) Mehr Weinwissen unter www.wein.manor.ch.

................................................... von milan herzog* Wie ich Ihnen im letzten Artikel beschrieb, haben sich in den letzten Jahren die Strategien in der Implantologie drastisch geändert. Ein Knochenaufbau gehört mittlerweile zur Standardtherapie, der Einsatz von kurzen Implantaten an besonders kritischen Problemzonen ist klinisch ausreichend gesichert, die Verwendung von konischen Implantatverbindungen und der Einsatz von rauen Oberflächen sowie das Setzen der Implantate auf Bonelevel ( Knochenhöhe) ist mittlerweile das Non plus Ultra in der implantologischen Praxis. Ebenso hat in den letzten Jahren die Komplexität der Behandlungsmassnahmen zugenommen. Der chronologische Ablauf einer Therapie ist heute um ein Vielfaches aufwendiger als in der Vergangenheit. Hat man noch vor einigen Jahren «einfach» einen Zahn entfernt, haben sich heute die Behandlungsansätze aufgrund vieler wissenschaftlicher Untersuchungen bahnbrechend verändert. So hat man heute die Kenntnis, dass es in den ersten Monaten nach einer Zahnextraktion zu einem immensen Knochenverlust des alten Zahnfachs kommt. Es liess sich ermitteln, dass etwa 60 Prozent des Knochenvolumens in den ersten sechs Monaten nach der Zahnentfernung abgebaut werden und es dadurch besonders im Frontzahnbereich, wo der zahntragende Knochen von vornherein schon eher dünn ist, zu dramatischen Verlusten des Knochenvolumens kommt. Im Ergebnis zeigen sich diese dann in starken ästhetischen Beeinträchtigungen im Frontzahnbereich, welcher ja eine wichtige psychosoziale Funktion besitzt. So kann man heute also nicht mehr nach dem Motto «Zahn raus und ade» herangehen, sondern muss sich genau überlegen, wo man zusammen mit dem Patienten ankommen will (Therapieziel). Sollte nämlich der Wunsch nach einer Implantat-Versorgung bestehen, müssen zwingend schon mit der Zahnentfernung entsprechende Massnahmen getroffen werden, um einem Knochenverlust entgegenzuwirken. Dies beginnt schon mit der Zahnentfernung selbst, eine atraumatische Extraktion des

Zahnes sollte dabei erfolgen, ob mit Ultraschall, mit Extractor oder andern Techniken ist dabei nicht so relevant. Entscheidend ist es, den Knochen so gering wie möglich zu stressen. Um das Zahnfach in seinem Volumen zu erhalten, hat es sich als entscheidende Massnahme bewährt, dieses mit Knochenersatzmaterial zu versorgen (Socket Preservation, Ridge Preservation), da es nicht vom Körper resorbiert wird. So kann das Knochenvolumen gehalten werden. Dies ist besonders auch unter dem Aspekt wichtig, dass das knochenbedeckende Weichgewebe mit einer Knochenschrumpfung auch verloren geht. Dadurch wäre sozusagen zu wenig Zahnfleisch vorhanden, was für eine Implantation eine schlechte Voraussetzung ist. Dies wird aber mit dem Knochenerhalt verhindert. In der Zahnheilkunde sagt man: «das Weichgewebe folgt dem Knochen», ist er weg, ist auch das Zahnfleisch weg. Ein weiterer wichtiger Faktor, um dem Knochenverlust entgegenzuwirken oder diesen gar zu verhindern, ist die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes, um das Implantat zu setzen. Wenn man von dem Knochenverlust, bedingt durch die Heilung des Zahnfaches, nach der Zahnentfernung ausgeht, wäre der richtige Zeitpunkt eigentlich, sofort nach der Zahnentfernung ein Implantat zu setzen. Nun, theoretisch ist das richtig, aber aufgrund folgender damit verbundener Schwierigkeiten kompliziert umzusetzen. Erstens muss man wissen, dass das Implantat nicht genau dort hingehört, wo der Zahn war, sondern in der Regel eine leicht versetzte Position gegenüber dem Zahn hat, da der Zahn ja auch eine andere Form als das Implantat besitzt und schlussendlich auch anders im Knochen verankert ist als ein Implantat. Der Zahn wird über das Parodont am Knochen fixiert und ist quasi wie ein Stossdämpfer durch Fasern gelagert, während das Implantat im Knochen verknöchert. Man müsste also durch das Zahnfach bohren, um die korrekte Achse für das Implantat zu bekommen, dies zeigt sich in der Praxis meist schwierig, weil gerade der Knochen des Zahnfaches ausserordentlich stabil und fest ist, und eine korrekte Bohrung verhindern kann. Des Weiteren ist das Zahnfach nicht durch das Implantat einfach aus-

zufüllen, sondern bildet komplizierterweise bei einer Sofortimplantation ein erschwerendes Hindernis, um das Implantat zu verankern. Das heisst, der Querschnitt der Zahn- Milan Herzog. wurzel ist nicht (Bild zvg.) gleich dem Querschnitt des Implantates. Ferner macht es eine Sofortimplantation meist nötig, längere Implantate zu benutzen, als die Zahnwurzel lang war, weil man ja das Implantat stabil einbringen muss. Dies ist meist nur im umliegenden Knochen des Zahnfaches möglich, besonders dort wo die Zahnwurzelspitze war. Und zum Schluss kann man den Bereich, den man dann operiert hat und das Implantat eingebracht, nicht einfach vernähen. Da man ja eine Lücke im Weichgewebe hat, wo die Zahnkrone herausragte. Welches damit auch die Verwendung von Knochenersatzmaterialien kompliziert macht. Aus diesem Grund wird meist verzögert ein Implantat gesetzt, in der Regel nach 8 bis 14 Wochen. Der Vorteil ist hier, dass das Knochenvolumen noch nicht massiv abgebaut wurde und meist schon eine Art junger Knochen in dem alten Zahnfach vorhanden ist, der besonders heilungsaktiv ist und eine Verknöcherung des Implantates (Osseointegration) positiv begünstigt und dass eine geschlossene Weichgewebsdecke vorhanden ist, die es ermöglicht, Knochenersatzmaterial zu verwenden und dann mittels Membrantechnik und Weichgewebe dicht zu adaptieren (GBR). Somit ist es also besonders von Bedeutung, dass man bevor man zur Zange greift, weiss, was eigentlich am Ende das Ergebnis sein soll. Die Zahnextraktion ist wie ein Baustein einer chronologischen Kaskade und ist damit Bestandteil der Implantation. Das Implantationsergebnis hinsichtlich Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Ästhetik wird entscheidend vom Beachten dieser Chronologie beeinflusst. * Der Autor ist Zahnarzt mit eigener Praxis in Affoltern. Infos unter www.praxisherzog.ch


Gewerbe

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Jeder Fuss ist so einzigartig wie sein Träger Manuela In-Albon pflegt und verwöhnt Füsse in Obfelden

Tina Graziano (Mitte) mit Tochter Deborah (links) und Mitarbeiterin Martina. (Bild Thomas Stöckli)

Zehn Jahre Coiffeur Tina Das Jubiläum wird mit einem Apéro gefeiert «Es war Glück», blickt Tina Graziano zurück auf ihre Situation vor zehn Jahren: Im Wissen, dass die Liegenschaft ihres damaligen Coiffeursalons in absehbarer Zeit einem Neubau weichen musste, ergriff sie die Gelegenheit, sich an der Betpurstrasse 18 einen neuen Salon einzurichten. Von Dienstag bis Freitag sowie am Samstagmorgen werden hier Damen, Herren und Kinder frisiert und gestylt. «Ich bin zufrieden, wie es läuft», sagt Tina Graziano nun, zehn Jahre später. Als Gründe für den Erfolg nennt sie die zahlreichen Stammkunden, aber auch die guten Mitarbeiterinnen, die sie auf dem bisherigen Weg begleitet und unterstützt haben. Vor fünf Jahren hat die Salon-Inhabe-

rin ihre Tochter Deborah mit an Bord geholt, seit bald zwei Jahren komplettiert deren Ausbildungs-Kollegin Martina, ebenfalls eine erfahrene Damen- und Herren-Coiffeuse, das Team. Durch regelmässige Kurse halten sich alle drei auf dem aktuellen Stand, was Farben und Schnitte anbelangt. Am kommenden Samstagnachmittag, 26. September, laden Tina Graziano und ihr Team dazu ein, mit ihnen auf das Jubiläum anzustossen. «Alle, die gerne kommen möchten, sind willkommen», sagt die SalonInhaberin. (tst.) 10 Jahre Coiffeur Tina, Samstag, 26. September, 13 bis 16 Uhr, Betpurstrasse 18, Affoltern. Telefon 043 322 82 30

Seit April führt Manuela In-Albon die Fusspflegepraxis Happy Feet an der Dorfstrasse 49b in Obfelden. Die Behandlung ist sowohl wohltuend als auch gesund und wer will, erhält sogar noch die Zehennägel professionell lackiert. Die freundlich eingerichtete Praxis an der Dorfstrasse 49b empfängt die Kunden mit sonnigen Farben und einem feinen Duft nach ätherischen Ölen. «Bei mangelhafter Pflege können Zehennägel einwachsen und es kann zu unangenehmen Druckstellen und Geruchsentwicklung kommen. Unsere Füsse brauchen Pflege und Fürsorge, damit sie uns durchs Leben tragen können. Immer mehr Menschen sind sich bewusst, dass unsere Füsse Schwerstarbeit leisten und gönnen sich in regelmässigen Abständen eine fachgerechte Fusspflege. Zudem wird die Behandlung als Erleichterung und Wohltat empfunden», erläutert Manuela In-Albon.

Entspannendes Fussbad als Einstieg Da sich an eingeweichten Füssen besser arbeiten lässt, nimmt die Kundschaft vor der Behandlung ein knapp fünfminütiges Massagefussbad. Erst

Jedes Blechteil in Form gebracht

Einfach ausziehen Bieri zeigt neue Generation von Eckbänken

Am 4. September 2015 konnte Miroslav Grozdanovic nach etwas mehr als 27 Jahren bei der Schmidlin AG in den wohlverdienten Ruhestand treten. Miroslav Grozdanovic hat seine Tätigkeit am 22. Februar 1988 in der Abteilung Schlosserei/Metallbau aufgenommen und ist dieser Abteilung die ganze Zeit über treu geblieben. Mit seiner freundlichen Art und seiner Zuverlässigkeit hat er viel zum guten Betriebsklima beigetragen. Während all der Miro Grozdanovic. Jahre bediente er «seine» Cincinnati (Bild zvg.) Abkantmaschine. Dabei war ihm kein Teil zu kompliziert. Wenn es sein musste, hat er auch die Abwicklungen selbst berechnet und aufgezeichnet. Und wenn es galt, spezielle Teile anzufertigen und das Standardwerkzeug nicht passte, hat er kurzerhand die entsprechende Einrichtung oder das fehlende Werkzeug selbst gebaut. Es hat schlichtweg kein Blechteil gegeben, dass er nicht in die richtige Form gebracht hätte. Mit ihm verliert die Schmidlin AG nicht nur einen versierten Fachmann, sondern auch einen zuverlässigen Mitarbeiter und guten Arbeitskollegen. Kurz gesagt, er wird der Firma sehr fehlen! Für seine langjährige Mitarbeit, seinen treuen Einsatz und seine Loyalität dankt ihm die Geschäftsleitung auch an dieser Stelle ganz herzlich. Der Dank geht ebenfalls an seine Frau für die Unterstützung ihres Gatten während all der Jahre. Die Schmidlin AG wünscht Miroslav Grozdanovic und seiner Familie für den neuen Lebensabschnitt alles Liebe und Gute, viel Freude und ganz besonders gute Gesundheit. (pd.)

während des Bades legt Manuela In-Albon die ultraschall-gereinigten und sterilisierten Geräte bereit. Sie verwendet mit Scheren, Schabern und Fräseraufsätzen ähnliche Geräte wie Zahnärzte. «Der Schaber ist sogar derselbe», lacht Manuela In-Albon. Anschliessend schneidet sie die Nägel, pflegt eingewachsene Stellen, reinigt die Nagelzwischenräume Manuela In-Albon gibt neben der umfassenden Fusspflege und kümmert sich auch Tipps für Fusspflege zu Hause. (Bild Salomon Schneider) um die Hornhaut. «Beim Pflegen der Hornhaut ist Vor- de im Sommer lassen sich viele Frausicht geboten. Der Fuss braucht sie als en anschliessend noch die Fussnägel Schutz, bei zu viel kann es leicht zu ei- lackieren. «Je nachdem benötige ich ner starken Schuppenbildung und für den einen oder anderen Arbeitssehr häufig zu richtigen Rissen in der schritt mehr Zeit. Denn, jeder Fuss ist Hornhaut kommen, da diese mit zu- so einzigartig wie sein Träger und nehmender Dicke auch immer unfle- braucht deshalb individuelle Pflege», weiss Manuela In-Albon. (sals) xibler wird», berät Manuela In-Albon. Zum Schluss führt sie an beiden Füssen einzeln eine wohltuende Mas- Fusspflege Happy Feet, Manuela In-Albon, sage durch, für die sie eine rückfetten- Dorfstrasse 49b, Obfelden. 043 322 87 88, de Fusscreme verwendet. Rund eine info@happyfeet-fusspflege.ch, Stunde dauert eine Behandlung. Gera- www.happyfeet-fusspflege.ch.

Seit 13 Jahren betreiben Cornelia und Hanspeter Bieri an der Gewerbestrasse 7 in Cham ihr Geschäft mit traditionellen und neuen Eckbänken und Tischen – ein Nischenprodukt auf dem Möbelmarkt.

Wie der Wagen über der Kürbis-Ausstellung geschmückt wird, das halten JeanJacques Duperrex (rechts) Chantal Arnold und Serge Duperrex noch geheim. (Bild Thomas Stöckli)

Intensive Farben und Rekord-Ernte «Kürbisfäscht» zeigt besondere Vielfalt Über eines der besten Kürbis-Jahre darf sich die Familie Duperrex in Knonau aktuell freuen. Am 26. und 27. September lädt sie zum Kürbisfäscht auf die Stöckweid. Die einzelnen Riesenkürbisse werden dieses Jahr aufgrund der Trockenheit zwar keine Gewichtsrekorde brechen, die Gesamternte dürfte mit geschätzten 20 Tonnen allerdings um 10 bis 20 % höher ausfallen als sonst. Schon die Befruchtung sei sehr gut gewesen, beim Setzen war man früh dran, sodass die Pflanzen – über 150 Sorten – in der grössten Sommerhitze bereits den Boden bedeckten. Doch nicht nur die Menge ist dieses Jahr top, die vielen Sonnenstunden haben auch für besonders intensive Farben gesorgt. Und da die Kürbisse trocken gewachsen und optimal ausgereift sind – fast drei Wochen früher als sonst – lassen sie sich erst noch länger lagern.

Bereits zum 18. Mal lädt Familie Duperrex zum Kürbisfest – allerdings zum ersten Mal als GenerationenGemeinschaft. Seit diesem Jahr führt Serge Duperrex den Hof zusammen mit seinem Vater. «Das gibt neue Ideen», ist dieser überzeugt. Gemeinsam wollen sie ihren Gästen wieder einiges bieten. So wird eine fast drei Meter hohe «Minions»-Figur aus Siloballen die Aufmerksamkeit auf die Stöckweid lenken. An diversen Marktständen können sich die Besucher mit Hofprodukten eindecken. Ein besonderer Hingucker sind sicher die Ständerlampen mit einer getrockneten Kalebasse als Schirm. (tst.) Kürbisfäscht mit Festwirtschaft und Marktständen am 26. und 27. September, 9.30 bis 18 Uhr, Bauernhof Stöckweid, Knonau. Sonntag um 11 Uhr Platzkonzert des MV Maschwanden, am Sonntagnachmittag spielt das Trio Räbbergfäger. Die Kürbisausstellung bleibt bis Ende Oktober.

Die Eckbank, mit zugehörigem Tisch und Stühlen, gibt es nicht nur als herkömmliche Möbelstücke, sondern auch in modernem Design und mit Funktionen. Wie die Eckbank mit Auszieh-Verlängerung, als zusätzliche Schlafgelegenheit, oder ein Tisch, der auch als Bar genutzt werden kann. Die Eckbänke erfüllen heute verschiedene Funktionen. Die Möbelstücke sehen nicht nur gut aus, sie sind auch funktional und bestens verarbeitet und können als Raumteiler frei in den Raum gestellt werden. Die Eckbank passt in die moderne Wohnküche, ins Wohnzimmer oder in die Ferienwohnung. Die neue Generation an Auszieh-Eckbänken besticht durch das moderne Aussehen, wie auch durch diverse Funktion wie Verlängerung oder die Nutzung als Gästebett. Bestaunt werden kann auch die Weiterentwicklung der Tischmodelle. Als Neuheit präsentieren sich Tische mit Mittelfuss, in denen die Ansteckplatte direkt im Tisch verstaut wird und nicht extern gelagert werden muss.

durch eine grosse Auswahl an Bezügen wie Kunst- und Echtleder, MicroFasern, sowie diversen Stoff-Kollektionen. Sämtliche Möbel werden nach Mass hergestellt, das ist der entscheidende Unterschied zum grossen Möbelhaus! Alle Wohngruppen aus Eckbank, Tisch und Stühlen lassen sich aus der grossen Vielfalt selber zusammenstellen. Seien es gepolsterte Stühle mit Leder, die gewünschte Holzart oder ein Tisch mit Glasplatte. Auf Wunsch kommt Hanspeter Bieri zum Kunden nach Hause, um fachmännisch zu beraten, eine individuelle Lösung zu finden und die Masse des Wohnraumes zu nehmen. Ebenfalls eine Selbstverständlichkeit beim Eckbank-Center ist auf Wunsch die Lieferung in die ganze Schweiz und die Montage vor Ort. An den Ausstellungstagen gibt es ausgesuchte Ausstellgruppen zum absoluten Vorteilspreis. Beim Wettbewerb lassen sich Möbelgutscheine gewinnen. Die Besucher werden gratis bewirtet mit Getränken, Kaffee und Kuchen und Hot Dogs. Die Kinder dürfen sich in der Spiel- und Bastelecke vergnügen. Zudem gewährt das Eckbank-Center Bieri 20 % Rabatt auf Neubestellungen. (pd.) Ausstellungstage am Samstag, 3. Oktober, vom 9 bis 17 Uhr und und Sonntag, 4. Oktober, 10 bis 16 Uhr, an der Gewerbestrasse 7 in Cham. Telefon 041 741 12 60 www.eckbank-center.ch.

Einheimische Kernobst-Hölzer Neben den bekannten Holzarten wie Buche, Eiche oder Nussbaum, finden sich im Eckbank-Center Bieri auch diverse einheimische Holzarten wie Apfelbaum, Zwetschgenoder Aprikosenholz. Ergänzt wird Cornelia und Hanspeter Bieri vom Eckbank-Center Bieri. das Sortiment (Bild zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 22. September 2015

«Die schlimmsten Stunden unserer Flucht» Als Asylant im Säuliamt, Teil 12 Wie kommt man illegal vom Iran in die Schweiz? So war der Plan: Iran – Türkei – Griechenland – Schweiz. Doch schon das Teilstück von Istanbul über die Grenze nach Griechenland hatte es in sich. ................................................... von ute ruf Gorjis waren mit Hilfe von Schleppern heimlich in die Türkei eingereist und hatten das Land per Bus durchquert in mehr als 24 Stunden. Drei Tage lang warteten sie nun in einer Wohnung in Istanbul auf ihren neuen Schlepper. Der fuhr sie abends zu einem Rastplatz an einer Autobahn. Dort standen sechs Busse. «Viele, viele Menschen (es waren 250) kommen von Büschen und Bäumen um einzusteigen. Ich sitze mit Maryam vorne beim Fahrer und der sagt immer: Hoffentlich kommt nicht Polizei.» Zwei Stunden lang fuhren sie durch Dörfer, bis ein Schlepper bekannt gab: «Ihr steigt in Edirne aus und lauft dort durch einen niedrigen, harmlosen Grenzfluss hinüber nach Griechenland. Wir helfen euch dabei.» Zehn oder zwölf Schlepper führten die Flüchtlinge zuerst über Wiesen und Felder. Männer trugen circa fünfzehn eingerollte Schlauchboote. Nach 40 Minuten erreichten sie den Fluss.

ten viel viel mehr als 250 kg. Zehn Erwachsene mit Gepäck! Wir waren zu schwer! Und wir haben gemerkt: Unser Boot hat keine Kraft. Sitzen alle auf Rand. Im Boot unten ist sofort Wasser. Schlepper geben uns zwei Ruder. Ein Afghaner sitzt vorne links und muss rudern, einer hinten rechts. Aber alle noch nie gerudert! Es geht los. Die Schlepper steigen in Auto und fahren fort. Ich sage zu Maryam: Bald sind wir tot. Es ist Nacht. Schwarz. Regnet. Ich halte meine Frau im Arm. Unser Schlauchboot dreht sich immer, macht Kreisel, Kreisel, Kreisel. Geht schnell, sehr schnell, weil Fluss ist stark. Wasser kommt ins Boot. Bis oben. Bis ganz oben. Bis Boot voll. Niemand kann schwimmen. Niemand hat Schwimmweste. Zwei oder drei Boote neben uns kippen. Alle Leute fallen ins Wasser, rufen: Hilfe, mein Kind! – Help! – Papa! Sie ertrinken.» Plötzlich stiess das Boot irgendwo an. Sie bekamen Baumäste zu fassen und hielten sich daran fest. «Oh, wir sind an Land», dachten sie. Alle stiegen aus und liessen das Boot los, das sofort den Fluss weiter hinabtrieb. Die grosse Frage war: Sind wir jetzt in Griechenland?

Auf einer Insel gelandet

Die Männer machten einen Erkundigungsgang und merkten gleich: Sie waren auf einem Inselchen gelandet, etwa 100 m lang, mitten im Fluss zwiSchlauchboote und Velopumpen schen der Türkei und Griechenland. Hossein: «Ich war sehr sehr wütend! Als Nichtschwimmer und ohne Boot! Die Schlepper haben uns nicht Kom- Das Baby hatte eiskalte Füsse, weinte pressor gegeben, sondern nur Velo- aber nicht, lag bewegungslos im Arm pumpen für die Schlauchboote! So seiner Mutter. Ob es tot war? Sie verkann man ein Boot nicht hart aufpum- suchten, ein Feuer zu entfachen. Gepen. Ist unmöglich! Ich dachte: Flucht gen die Kälte, und auch, um auf sich ist nicht schwierig und gefährlich. Ich aufmerksam zu machen. Doch alle habe ja viel Geld dafür bezahlt! Es war Zweige, die sie sammelten, waren Nacht. Es hat geregnet. Ich habe im nass. Nun holte der Vater des Babys Gesicht von Maryam gesehen: Angst, Pampers aus seinem Rucksack. Damit viel Angst! Der Fluss war eineinhalb gelang es endlich. Als das Feuer gross Meter unter Wiese. Wir müssen sprin- war, konnten auch Äste hinein geworgen von Wiese in Boot. Wir waren elf fen werden. Die Jugendlichen riefen: «Wir bleiPersonen: Ein iranisches Ehepaar mit Kind, halbes Jahr alt, 6 junge Afgha- ben nicht. Wir versuchen, uns zu retten.» Hossein sagte: «Wir kommen ner, Maryam und ich. Jedes Boot darf 250 kg tragen. Das mit!», doch Maryam hielt ihn zurück: war aber nur kleines Boot für maxi- «Wir lassen diese Familie mit ihrem mum drei bis vier Personen. Wir hat- Baby nicht im Stich!» So blieben sie und hielten das Feuer in Gang von nachts um zwei bis morgens um zehn. Wie Hossein später erfuhr, hatten die jungen Männer am Ende des Inselchens ein gestrandetes, halb zerfetztes Schlauchboot gefunden. (Waren dessen Insassen alle ertrunken? Auf dem Hossein Gorji wohnt zusammen Inselchen war jedenfalls ausser ihnen mit Frau und kleinem Sohn seit niemand.) Sie hatten sich daran wie drei Jahren im Säuliamt. an einem Schwimmring festgehalten und waren mit vereinten Kräften bis Bisher erschienen: «Nichts wie weg! Flucht ans griechische Ufer gestrampelt. aus dem Iran in die Schweiz», 18. Juli 2014; Am Morgen um zehn Uhr hörte «Mit falschem Pass in Kloten gelandet», 22. Juli Hossein Autos fahren am gegenüber2014; «Ohne Arbeit ist es langweilig», 30. Juli liegenden Ufer, dem griechischen, an 2014; «Velos reparieren und Wortschatz erweidem sie eigentlich mit dem Boot antern», 5. August 2014; «Jetzt viele Leute sagen kommen wollten. Er rief die anderen Grüezi», 12. August 2014; «Viel Polizei im herbei. Der Vater hielt sein Baby in die Haus», 21. November 2014; «Kamrans Höhe und sie schrieen alle: «Help! missglückte Flucht», 27. Januar 2015; Help!» «Nein, das darf nicht sein!», 6. März 2015; «Sie Eine halbe Stunde später kam die sind ja noch da!», 28. April 2015; «Fertig lusPolizei mit einem Schiff und holte die tig», 17. Juli 2015; «Keine Farbe dunkler als Frierenden ab. An Land sah Hossein schwarz», 7. August. Autos mit griechischen Kennzeichen. Da erst war er sicher: Wir sind in Griechenland! Sie wurden ins Spital gebracht und versorgt. Die Polizei nahm ihren Fingerabdruck und verkaufte jedem ein 70 Euro-Ticket nach Athen. Der Bus brauchte 18 Stunden. Noch waren sie nicht in der Schweiz! Insel im Grenzfluss Türkei-Griechenland. (Bild zvg.)

Als Asylant im Säuliamt

Mit dem Verschönerungsverein Hausen am Türlersee unterwegs. (Bild zvg.)

Ort mit magischer Anziehungskraft Der Verschönerungsverein Hausen lud zum Erlebnis Türlersee Türlersee erleben! Dies ist den Organisatoren des Verschönerungsvereins Hausen a. A. (VVH) an der Veranstaltung vom 19. September eindrücklich gelungen. Das gesamte grosse Einzugsgebiet der zweiten Naturschutzverordnung, welche die erste Schutzverordnung von 1944 ablöste, gehört heute zu den wertvollsten Naturlandschaften des Kantons Zürich. Es war denn 1944 auch das erste Gebiet im Kanton Zürich, welches unter Naturschutz gestellt wurde. Die vielfältige Umgebung um den Türlersee mit Mooren, Sumpfgebieten, Riedflächen, Wald und Wiesland bietet einen idealen Lebensraum für eine artenreiche Flora und mannigfaltige Fauna. Eine Seeumwanderung mit offenen Augen und Ohren für seltene Vögel, Insekten, Amphibien, Fische, Krebse, Ringelnattern, Wollgras, Enzian, Orchideen und vieles mehr, lässt uns mit offenen Sinnen in diese vielschichtige Naturlandschaft eintauchen und bereichert unseren Alltag nachhaltig.

Türlerseeschutzverband und dem Campingplatzbetreiber, die heimische Idylle Türlersee lustwandelnd näherbringen. Die Fischer stellen dem See ein gutes Zeugnis für den Gesundheitszustand aus. Der artenreiche Fischbestand beflügelt eine grosse Anzahl Fischer mit ihren Massnahmen den Bestand nachhaltig zu pflegen und Neufischer in naturgerechtem Fischfang auszubilden. Der aus der Sage um Frau Vrene und das Vrenelisgärtli im Glärnischgebiet bestens bekannte Türlersee entstand nicht etwa aus der Rache einer betrogenen Bauerstochter, die dem Herrn der Schnabelburg zugeführt wurde, sondern durch den Rückzug des Reppischgletschers nach Ende der Eiszeit. Mitglieder des Nvba konnten mit Erklärungen zum Vogelbestand aus dem Vollen schöpfen. Die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz des Sees zeigen eindeutig Wirkung. Die Naturlandschaft ist intakt. Buntspecht, Zilpzalp und Rotkehlchen, als kleine Auswahl, sowie verschiedene Wasservögel lassen uns die vielstimmige Idylle erleben.

Belüftung und Schutz Artenreicher Fischbestand Der VVH konnte den zahlreichen Teilnehmern zusammen mit Partnern, wie dem Fischerverein, dem Naturund Vogelschutzverein Bezirk Affoltern (Nvba), dem Awel (Kant. Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft), dem

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts hat der Türlersee unter sehr hohem Phosphoreintrag stark gelitten. Die Wasserqualität ist auf dem Tiefpunkt mit gezielten Massnahmen, wie dem Verzicht auf das Einleiten von Abwässern und das Düngen der

Wassereinzugsgebiete durch die Landwirte, sowie dem Einsatz einer Sauerstoff-Injektorpumpe sehr rasch wesentlich verbessert worden. Das Awel lässt die Belüftungsanlage auch in den nächsten Jahren, jeweils während der Wintermonate, den Sauerstoffeintrag in das Tiefengewässer mechanisch ausführen. Bereits 1930 machten sich umsichtige Bürger von Hausen und Aeugst Gedanken wegen der unkontrollierten Inanspruchnahme des Kleinods auf der Albissüdseite durch Gäste aus der Umgebung. 1934 wurde der Türlerseeschutzverband gegründet, mit der Aufgabe, den See und die Ufer besser zu schützen, um einer weiteren Bautätigkeit zuvorzukommen. Motto: der Türlersee wird nicht verkauft! Der Türlersee hat eine magische Anziehungskraft auf Ruhesuchende und Sportler, welche sich zu allen Jahreszeiten an den beschaulichen See begeben. Die aufklärende Haltung der Schutzwarte trägt vermehrt zum gepflegten Geniessen der zahlreichen Besucher dieser Landschaft bei. Badelandschaft, Campinganlage und das sehr gut frequentierte Campingrestaurant begeistern an sonnigen Wochenenden drei- bis viertausend Besucher. Das bewusste naturnahe Erleben der Idylle erfordert Sinn und Lust auf Natur, Flora und Fauna. Den Teilnehmern der Tagung hat der VVH mit seinen Partnern dies eindrücklich nahegebracht. Peter Schweizer

Bronzemedaille für Schweizer Jungmathematiker Aeugsterin Viera Klasovita vertrat das Knonauer Amt Junge Mathematiktalente aus Mitteleuropa trafen sich kürzlich in Slowenien, um sich an der Mitteleuropäischen MathematikOlympiade (Memo) 2015 zu messen. Die Schweizer um Aeugsterin Viera Klasovita gewinnen eine Bronzemedaille und drei Honourable Mentions. Marco Cavalieri (Collège de Candolle, GE) aus Genf konnte die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Seine Kollegen Sijing Huang (CEC André-Chavanne, GE) aus Grand-Saconnex,

Patrick Stalder (Kantonsschule Beromünster, AG) aus Menzinken und Ari Jordan (Gymnasium Thun Schadau, BE) aus Steffisburg erhielten eine Honourable Mention für ihre Leistungen. Pascal Sommer (Gymnasium Hofwil, BE) aus Ittigen und Viera Klasovita (Realgymnasium Rämibühl, ZH) aus Aeugst am Albis vervollständigten das Schweizer Team. Die Aeugsterin hatte im Frühling bereits an der European Girls’ Mathematical Olympiad (Egmo) in Weissrussland teilgenommen. Die Memo bietet jedes Jahr jungen Mathematiktalenten die Gelegenheit, sich ihrer Leidenschaft in internatio-

nalem Umfeld zu widmen und sich dabei mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Erlebnis motiviert und begeistert Teilnehmende und Begleitpersonen gleichermassen. Nachwuchsförderung wird aktiv mittels Wissenschafts-Olympiaden betrieben. Die Schweiz macht mit und organisiert im Juli 2016 die 47. Internationale Physik-Olympiade (IPhO), gemeinsam mit Liechtenstein, an der Universität Zürich. 2017 stehen die Mädchen im Mittelpunkt, wenn die European Girls’ Mathematical Olympiad (Egmo) in der Schweiz stattfinden wird. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 22. September 2015

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Seit 23 Jahren ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender 23. Wettswiler Herbschtmäärt vom Sonntag, 27. September, 11 bis 17 Uhr, mit neuer Homepage Der Wettswiler Herbschtmäärt bietet den Besucherinen und Besuchern seit 23 Jahren einen wunderschönen Määrt, wo eingekauft, flaniert und kulinarisch genossen werden kann. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz. Einladung an alle Leser, einen schönen Määrt-Sonntag zu geniessen und vom grossen Angebot zu profitieren. ................................................... von remo buob, ok-präsident wettswiler herbschtmäärt Alles ist im Wandel, die Säuliämtler Dörfer sind ebenfalls davon betroffen. Umso mehr Sinn macht es, die Traditionen aufrechtzuerhalten und zusammen zu feiern. Aufgerufen sind alle Einwohner, Neuzuzüger und die ganze Region Säuliamt. Die Natur verändert sich und der traumhafte Sommer macht dem Herbst Platz. Für Wettswil heisst das ganz eindeutig Herbschtmäärt. Das OK setzt sich uneigennützig dafür ein, Wettswil und der Umgebung einen wunderbaren Määrt zu bieten. Menschen mit verschiedenen Interessen treffen sich, können sich austauschen, an den Vereinsspielen

teilnehmen, vom grossen Angebot der Aussteller profitieren oder ganz einfach durch den Määrt schlendern. Der Musikverein Bonstetten verwöhnt die Besucher bereits vor dem Mittag mit musikalischen Tönen auf dem Määrtgelände.

Mittagessen am Herbschtmäärt Auch von der kulinarischen Seite kommen die Besucher auf ihre Kosten. Das Angebot ist reichhaltig und so muss bestimmt niemand hungrig nach Hause gehen. Wieso also nicht das Mittagessen am Määrt planen? Bereits ab 11 Uhr werden köstliche Speisen, im Türmlihaus vom Frauenverein oder bei der Turnhalle Mettlen in der eigentlichen Festbeiz, angeboten. Das beliebte Raclette wird wiederum vor der Schenk & Caramia AG gegenüber dem Gemeindehaus angeboten. Selbstverständlich kommen auch die jüngsten Besucher nicht zu kurz. Beispielsweise am beliebten Kinderflohmarkt, wo bereits der Määrtnachwuchs um Preise feilscht, tauscht, verkauft und kauft. Das bunte Treiben auf den Treppen vor der Turnhalle Mettlen begeistert viele Besucher. Aber auch sonst haben die Kinder tolle Möglichkeiten (Kindereisenbahn, Gumpischloss, Fussball-Torwand etc.).

Der Wettswiler Herbschtmäärt bietet über 60 Stände und viel Unterhaltung für die Kleinen. (Bild zvg.) Weit über 60 Stände Die Aussteller mit ihrem kunterbunten und reichhaltigen «Vielerlei» bieten eine tolle Palette. Von der Poststrasse bis zum Türmlihaus und durch die Schulanlage bis zur Turnhalle Mettlen, können an weit über 60 Ständen Einkäufe aller Art getätigt wer-

den. Alle Leser sind eingeladen, dieses Fest zu feiern und Bekannten und Freunden davon zu erzählen. Für allfällige Ruhestörungen danken die Organisierenden den Anwohnern bereits heute für das Verständnis. Wie üblich wird der grösste Teil des Erlöses aus dem Advents- und Herbschtmäärt gemeinnützigen Insti-

tutionen zukommen. Besondere Unterstützung erfährt in diesem Jahr www.sintegra-zh.ch Weitere Helfer können sich gerne bei Remo Buob, 079 355 90 90, melden. Auch zu reservieren ist das Datum des 17. Wettswiler Adventsmäärts, vom Sonntag, 29. November (1. Advent). Neu ist der informative Webauftritt: www.määrt.ch

«Gömmer Stampfi»

Wilde Tiere und Studenten

Bänz Friedli kommt nach Knonau

Vortragsabend des Gemeindevereins Stallikon, mit Marianne Egli

Die Kulturkommission Knonau lädt zu einem humoristischen Abend in die Stampfi ein. Mit seinem Programm «Gömmer Starbucks» tritt Bänz Friedli auf. Am Samstag, 26. September.

Der Gemeindeverein Stallikon lädt am Donnerstag, 1. Oktober, um 20 Uhr, im Singsaal Schulhaus Loomatt zum traditionellen Vortragsabend ein. Marianne Egli aus Sellenbüren erzählt von ihren Einsätzen als Gastdozentin an Hochschulen in Namibia und Sambia. Sie zeigt auf, wie Bildung als effiziente Entwicklungshilfe funktioniert, und weshalb sie vom Afrika-Virus befallen ist.

Doch keine Angst: Der Realsatiriker Friedli hält da voll mit. Sein Tempo und die pointierte Sprache garantieren einen spannenden Abend und zwar für Junge und Alte. Wer also gerne über andere, aber auch über sich selber lacht und sich ab und zu, den Kopf etwas schräg haltend, Gedanken über die eine oder andere Tatsache macht, kommt an dieser Veranstaltung sicher auf seine Rechnung.

Bänz Friedli macht sich einen Reim auf die Jugend. Doch gerade die Jugend stellt uns so oft vor ungereimte Tatsachen, vor allem mit ihrer Sprache. Hat das überhaupt noch einen Samstag, 26. September, 19.30 Uhr, Stampfi, Sinn, was die da miteinander reden? Knonau. Abendkasse, Türöffnung 18.30, Eintritt Diesem Phänomen nimmt sich Bänz 15 Franken. Keine nummerierten Plätze. Friedli, Träger des Salzburger Stiers 2015, in sprachlich treffender Form an. Es ist wohl schon eine Herausforderung, darüber ein Programm zusammen zu stellen, denn hat man sich mal auf trendige Formulierungen konzentriert, die gerade in sind, sind sie bei den Jugendlichen schon wieder out. So rasant geht das ab bei der Entwicklung der Jugendsprache. Realsatiriker Bänz Friedli kommt. (Bild Vera Hartmann)

Seit 2010 reist die Kommunikationsfachfrau regelmässig nach Namibia und Sambia, wo sie jeweils während einiger Wochen Studierende am Polytechnikum in Windhoek respektive an der Universität von Sambia in Lusaka als freiwillige Expertin im Bereich Marketing und Kommunikation unterrichtet. Ihre Einsätze erfolgen im Rahmen ihres Engagements für B360 education partnerships, einer 2009 gegründeten Schweizer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Zug. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Bei-

Marianne Egli (Mitte) mit Studierenden. (Bild zvg.) trag zum Auf- und Ausbau von Fachwissen in Entwicklungsländern im südlichen Afrika zu leisten. Das Hauptziel ist, Studierende mit praktischem Know-how in ihrer Ausbildung zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich für den Einstieg ins Berufsleben besser zu rüsten. Zusätzlich ermöglicht B360 Studierenden der afrikani-

schen Partneruniversitäten Praktika in der Schweiz zu absolvieren. (-/Bi) Infos: www.b360-education-partnerships.org Donnerstag, 1. Oktober, um 20 Uhr, Marianne Egli im Schulhaus Loomatt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an den Vortrag wird ein kleiner Apéro offeriert.

Gemeinsam säen für eine Zukunft ohne Gentechnik

Zirkusartisten gesucht

Am Samstag, den 26. September, um 13.00 Uhr, in Stallikon

Im Pipistrello hat es noch freie Plätze

Die Stiftung Puureheimet Brotchorb organisiert ein gemeinsames Sähen gentechnikfreien Saatguts.

Der Familienclub Affoltern organisiert in den kommenden Herbstferien ein weiteres Gastspiel des Kinder-Mitspiel-Zirkus Pipistrello. In der zweiten Ferienwoche, vom Montag, 12. Oktober, bis Samstag, 17. Oktober, schlägt der Zirkus auf der Butzenwiese wieder sein Zelt auf. Kinder von der ersten Primarschule bis zur zweiten Oberstufe dürfen eine Woche in die Rolle des Artisten, der

Zauberin, des Feuerschluckers oder der Zirkusdirektorin schlüpfen und am Freitag eine Zirkus-Vorstellung aufführen. Wer hat Lust auf eine unvergessliche Zirkuswoche? Für Kurzentschlossene hat es noch freie Plätze! Anmelden kann man sich am Mittwoch, 30. September, von 19 bis 20 Uhr im Atelier 4eck, Betpurstrasse 6, in Affoltern. Weitere Infos bei Simone Klaming, 079 392 41 48 oder unter www.familienclubaffoltern.ch.

Das, was wir heute säen, steht morgen auf den Feldern und ist übermorgen unsere Nahrung. Für diesen naturgegebenen, lebendigen Kreislauf tragen wir Verantwortung. Der sich daraus ergebenden Verpflichtung wird durch ein gemeinsames Säen von gentechnikfreiem Saatgut Ausdruck verliehen. Diese Aussaat ist ein Fest, welches Konsumierende und Produzierende gemeinsam begehen.

Bei dieser Aktion werden jeweils Getreidefelder von Hand gesät, um gemeinsam Keime für die Zukunft zu legen. Mit dem Bewusstsein, zu essen was selber gesäht wird, frei von Gentechnik, wird auf dieses wichtige Thema hingewiesen und alle sind eingeladen, sich an der Aktion «Zukunft säen» zu beteiligen: Für das leibliche Wohl wird gesorgt: Nach der Aussaat besteht die Möglichkeit, sich bei einer wärmenden Suppe sowie Kaffee und Kuchen auszutauschen.

Am Samstag, den 26. September, um 13 Uhr, auf dem Hof der Stiftung Puureheimet Brotchorb, Hinterbuchenegg, 8143 Stallikon. Die Stiftung Puureheimet Brotchorb begrüsst die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Wegbeschreibung aus Zürich: • S4 Richtung Langnau-Gattikon bis Adliswil – von Adliswil mit der Luftseilbahn LAF zur Bergstation Felsenegg – Wanderung von der Felsenegg Richtung Hinterbuchenegg bis Brotchorb, ca. 20 Min. Marschzeit. • Buslinie Nr. 235 Zürich von Bahnhof Wiedikon Richtung Hausen a. A. bis Haltestelle Tägerst. – Wanderweg von Tägerst Richtung Hinterbuchenegg bis Brotchorb, ca. 25 Min. Marschzeit.

(Emanuel Wagner)

Infos: http://www.puureheimet.ch


veranstaltungen

Spontaner Auftritt während der Chorreise in der Kirche St. Urban. (Bild zvg.)

Ein Stück Heimat – auch für Gastsänger Chor sucht Verstärkung im Oberamt Um alle Register gut zu besetzen, sucht der katholische Kirchenchor Hausen-Mettmenstetten Ad-hoc-Sängerinnen und -Sänger. Wer im Oberamt lebt, vielleicht erst seit Kurzem, und in eine Gemeinschaft hineinwachsen möchte, der findet eine kleine Heimat im katholischen Kirchenchor Hausen-Mettmenstetten. Der Chor begleitet das Kirchenjahr – Advent, Weihnachten, Ostern – mit Messen, Spirituals und Gospelliedern, die wöchentlich eingeübt werden unter der Leitung eines erfahrenen Chorleiters. Im Oberamt leben sehr viele engagierte und aufgeschlossene Menschen, die gerne mit Gleichgesinnten etwas gestalten. Das Mitsingen in einem anspruchsvollen Chor ist eine wunderbare Gelegenheit, Menschen zu begegnen. Wer mitsingt, erlebt, wie ein Musikstück Gestalt annimmt und dass jeder Einzelne dabei wichtig ist. Der glanzvolle Höhepunkt ist die Aufführung vor Publikum. Das Erarbeiten eines Stücks bringt einen auch tiefer in die Musik hinein. Man bewundert eine Komposition und

beginnt, ein Stück von innen her zu verstehen, was durch passives Zuhören nicht möglich ist. Willkommen sind Menschen jeder Konfession, die gern singen (eine musikalische Vorbildung ist hilfreich, aber nicht Bedingung) und zu einem ernsthaften Engagement bereit sind. Nur mit einem gewissen Einsatz sind Resultate zu erreichen. Auch Sängerinnen und Sänger für einzelne Projekte sind willkommen und schnuppern ist erwünscht. Eine solche Gelegenheit zum Schnuppern bietet sich jetzt. Der Chor wird am 24. Dezember in der Mitternachtsmesse die Spatzenmesse von Mozart aufführen. Um alle Register gut zu besetzen, sind Ad-Hoc-Sängerinnen und -Sänger gesucht, welche ihre Stimme ab sofort bis an Weihnachten in diesem lebendigen Chor einbetten möchten. Der Chor probt jeweils am Dienstagabend von 20 bis 22 Uhr im Singsaal des alten Sekundarschulhauses Hausen und freut sich über neue Gesichter und neue Stimmen. (CS) Infos bei Präsidentin Beatrice Gaisser, Telefon 079 305 44 84 oder unter www.kchausen.ch.

Musik-Leckerbissen aus der Welt des Films Konzert des GemischtenChors Affoltern Unter dem Titel «Song Factory in Concert» lädt der GemischteChor Affoltern am 26. und 27. September zum Konzert in der reformierten Kirche Affoltern ein. Unter der Leitung von Christoph Schönenberger haben die Sängerinnen und Sänger des Chors mit viel Begeisterung Lieder aus weltbekannten Filmen und Musicals geprobt und einstudiert. Zusammen mit den Solisten Romina Peter (Sopran), Valerie Jost (Alt) und Markus Barth (Tenor), werden am Konzert musikalische Highlights in verschiedenen Sprachen er-

klingen und garantieren einen genussvollen Abend. Der Cäcilienchor Wallisellen/Dietlikon/Wangen-Brüttisellen bereichert das Programm mit ihren Darbietungen aus der gleichen Musikrichtung. Zeitweise werden bis 80 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne stehen. Nach dem musikalischen, kommt auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Die Festwirtschaft im Ulmensaal hält Speis und Trank bereit und freut sich auf regen Zuspruch. (fr) Samstag, 26. September, 20 Uhr, und Sonntag, 27. September, 17 Uhr, reformierte Kirche Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

Die Sängerinnen und Sänger des GemischtenChors Affoltern. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 22. September 2015

Klangbegegnung in der Klosterkirche

Vollgashöckler machen Stimmung an der Chilbi Hedingen

A-cappella-Chor trifft auf Klangkünstler

Kinderkonzert mit Caroline Graf am Samstag im Festzelt

Am Sonntag, 27. September, erklingt die Kappeler Klosterkirche unter dem Titel «musica caelestis». Nebst dem Chorgesang werden in der Reihe «Musik und Wort» Gongs, Klangschalen und Trommeln zu hören sein. Pfarrer Christof Menzi liest Texte.

Ein Festzelt voller Spiele – das tragen die Vollgashöckler zur Hedinger Dorfchilbi bei. Höhepunkt ist das Kinderkonzert am Samstag, 26. September. Selber treten die Guggenmusiker am Sonntagnachmittag auf.

Musica caelestis – himmlische Musik, nennen die Musizierenden das Programm und beziehen sich dabei auf die Komponistin und grosse Mystikerin Hildegard von Bingen, in deren Vorstellung der gesamte Kosmos von einer klingenden Ordnung durchdrungen ist, der Sphärenharmonie, die in der Welt als musica mundana widerhallt und in die sich der Mensch als musica humana mit seiner eigenen Stimme oder als musica instrumentalis einfügt. Die Sehnsucht, mit Klang und Rhythmus seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, in Einklang zu kommen mit sich und der Welt, scheint so alt wie die Menschheit selbst. Auch der moderne Mensch kennt sie. Musik ermöglicht ein Innehalten, ein Einsinken, losgelöst von Raum und Zeit. Mit Trommeln, Gesang und Tanz begleitet

man rituelle Handlungen, versetzt sich in Trance.

Stimme und Musikinstrument Das Programm führt die beiden Klangkörper Stimme und Musikinstrument zusammen. Der A-cappella-Chor Zürich beruft sich dabei auf seine namensgebende vokale Tradition. In Gjeilos durchsichtigem, windspielartigen «The spheres» sowie in Mykhaylo Shveds für den Raum komponierten Werk, wird Hildegards Auffassung einer durch die kosmische Ordnung in Resonanz gebrachten Welt besonders erfahrbar. Pudi Lehmann nimmt diese Erfahrungen auf und führt sie weiter. Mit Trommeln, Gongs und Klangschalen schafft der Klangkünstler Übergänge. Klänge werden durch den Raum getragen, sie entfalten sich in der Akustik der Klosterkirche und laden ein, sich der himmlischen Harmonie hinzugeben. Musik und Wort am 27. September, 17.15 Uhr in der Klosterkirche Kappel. Eintritt frei, Kollekte. Anschliessend Möglichkeit zum gemeinsamen Imbiss. Weitere Infos unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

«Unsere Chilbi braucht frischen Wind», haben die Vollgashöckler gedacht und nach neuen Ideen gesucht. Etwas mit Musik sollte es sein und so entschied man sich für ein Kinderkonzert. So bietet sich den Chilbi-Besuchern am Samstag das Vergnügen, in die fantasievolle Welt von Caroline Graf und ihren «Superhaasen» einzutauchen. Die energiegeladene Powerfrau versteht es mit ihrem abwechslungsreichen, humorvollen Repertoire Kinderherzen zu öffnen, sie zu begeistern und zu verzaubern. Mit spannenden Texten, eingängigen Melodien und schauspielerischen Einlagen gelingt es den «Superhaasen», ihr Publikum in den Bann zu ziehen, sodass nicht nur Kinder fasziniert mitsingen und tanzen, sondern auch Erwachsene vom «Haasen-Virus» befallen werden. Tagsüber ist das Festzelt der Vollgashöckler ein wahres Kinderparadies:

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Caroline Graf und ihre «Superhaasen» werden im Festzelt der Vollgashöckler für Stimmung sorgen. (Bild zvg.) Es locken Attraktionen wie Büchsenwerfen und Kegeln, Stiefel-Weitwurf und ein Glücksrad, weiter können die Kleinen ins Ballbad hüpfen, sich schminken lassen oder diverse Spielgeräte ausprobieren. Natürlich gehört auch familiengerechte Verpflegung dazu. Am Freitag- und Samstagabend kommen beim Barbetrieb mit Caipi-

rinha und Mojito die Erwachsenen auf ihre Kosten. (pd./tst.) Vollgashöckler an der Chilbi Hedingen vom 26. und 27. September. Freitagabend Barbetrieb. Samstag, 16.30 Uhr: Kinderkonzert mit Caroline Graf, Vorverkauf (Bibliothek Hedingen) 12, sonst 15 Franken; am Abend Barbetrieb. Sonntag, 16.30 Uhr: Konzert Vollgashöckler.

Bruno Gentinetta zeigt An Jam Sessions Farbholzschnitte zusammengefunden

Susanna Andres (links) und Barbara T. Kämpfer. (Bild zvg.)

Mit Acrylbildern und Quilts aus Mettmenstetten Neun Künstlerinnen der Art Group 10 aus der Region zeigen ab dem 25. September ihr vielfältiges Schaffen in der Altstadthalle in Zug. Anlass dieser Ausstellung ist die 10. Jubiläumsausstellung und das 20-jährige Bestehen der Art Group 10. Facettenreich gestaltet, reflektiert sie die Individualität dieser Frauen. Gezeigt werden Werke in Öl, Acryl, Aquarell, Mischtechniken auf diversen Trägermaterialien, sowie Quilts und Skulpturen. Mit ihren neuen Werken zeigen die Künstlerinnen was sie bewegt und ihre Gefühle zum Ausdruck bringen lässt. Sie kennen keine Berührungsängste, lassen ihren Fantasien freien Lauf. Sämtliche Arbeiten sind unabhängig voneinander erarbeitet worden. Seit Mitte der Neunzigerjahre stellt die Art Group 10 in regelmässigen Abständen in der Altstadthalle Zug aus. Der Zusammenhalt der Gruppe ist die bildende Kunst. Unter den Künstlerinnen sind Susanna Andres (Acryl) und Barbara T. Kämpfer (Quilts), beide aus Mettmenstetten. (pd.) Art Group 10 in der Altstadthalle Zug. Vernissage: Freitag, 25. September, 18.30 bis 20.30 Uhr. Täglich offen von 11 bis 19 Uhr. Finissage: Sonntag, 4. Oktober, 11 bis 18 Uhr.

Ausstellung in der Galerie Kunstkammer

Nic’s Dixieland Selection in Wettswil

Der Mettmenstetter Bruno Gentinetta, Mettmenstetter stellen die beiden Mitglied der Künstlerorganisation Künstler Fred Bauer aus Küsnacht und Xylon, stellt seine neuesten Farbholz- Duri Galler aus Winterthur aus. (pd.) schnitte in der Galerie Kunstkammer in Zürich aus. Zu seinen aktuellen Ar- Vernissage: 3. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Ausstellung beiten sagt der Künstler: «Ich drucke bis 18. Oktober, Dienstag bis Samstag, 13 bis 19 Uhr. verschiedene Holzschnitte übereinan- Galerie Kunstkammer, Eglistrasse 8, 8004 Zürich, der. Obwohl meine Arbeiten von be- www.kupferdruckwerkstatt.ch. stimmten Vorstellungen ausgehen, sind die Resultate auch von Zufällen abhängig.» Ist er mit dem Resultat nicht zufrieden, überdruckt er das Blatt immer wieder, bis ihn das Bild überzeugt. «Auf Fotos von Moscheen haben Ornamente meine Fantasie so angeregt, dass kein Ende absehbar ist. So entstehen ganze Serien», so Gentinetta weiter. Die Galerie Kunstkammer ist ein Projekt der Kupferdruckwerkstatt Mathias Gen- Bruno Gentinetta druckt verschiedene Holzschnitte übertinetta. Mit dem einander, bis er mit dem Resultat zufrieden ist. (Bild zvg.)

Die vier Musiker, die am 26. September im Hirschen Wettswil auftreten, braucht man eigentlich nicht vorzustellen. Sie gehören zur Elite der Schweizer Jazzmusiker des traditionellen Stils. Gefunden haben sie sich im Hotel Montana in Luzern an Jam Sessions, die dort jeden Donnerstag stattfinden. Und da jeder ein Top-Könner ist, können sie zusammen musizieren, ohne Details und Arrangements vorher zu trainieren. Im Gegenteil, aus dem freien Spiel entstehen einmalige Darbietungen, musikalische Erlebnisse und Überraschungseffekte, die, wären sie geplant, niemals die packende, spontane Ausstrahlung und Wirkung auf das Publikum erreichen würden. Die vier Musiker sind Nic Engler, Markus Hächler, Thom Grüninger und Jimmy Wettach. Bekannt von den New Harlem Ramblers und Hambone Kelly Jazzband, ist Nic Engler ein Klarinettist, der sich auf feine, variantenreiche Soli mit «musikalischem Humor» versteht. Profi-Trompeter Markus Hächler spielt in verschiedenen bekannten Jazzbands der Schweiz, etwa bei der Herb Miller Jazzband, Jazz Point Dixieland Band, Old Rivertown Jazzband und The Jumping Notes. Mit seiner präzisen, gefühlvollen Art der Themeninterpretation kann er sich schnell in eine Musikergruppe einfühlen.

Pianist Thom Grüninger arbeitet mit vielen prominenten, internationalen Jazzmusikern. Sein Spiel orientiert sich an Bud Powell, Tommy Flanegan und Billy Taylor. Thom Grüninger ist der progressivste Musiker des Quartetts und sein Spiel ist eine Mischung von Swing und Bebop. Der Lebenslauf von Jimmy Wettach, Bass, ist eine Erfolgsgeschichte in der Jazzszene Schweiz. Wenn internationale Grössen Tourneen planen, ordern sie ihn als Mitmusiker. In der Schweiz hat er mit Bernita Bush, Buddha Scheidegger, Hambone Kelly und Herb Miller gespielt. Er war Mitglied bei den Harlem Ramblers, dem Metronome Quartett und vielen anderen Bands. Sein virtuoses, sicheres Bassspiel ist berühmt und gibt jeder Band einen sicheren Boden. Vier Spitzenexponenten des Jazz, vereint in einer Gruppe, das gibt es sonst nur selten zu erleben. Und das im kleinen Saal des Restaurants Hirschen in Wettswil. Reservieren ist deshalb angebracht. Ab 18.30 Uhr ist Einlass. «Hirschen»-Wirtin Brigitte Gubler, stellt wie zu jedem Jazzkonzert eine spezielle Menükarte zusammen, sodass bis zum Konzertbeginn auch dem Gaumen eine Freude gewährt werden kann. (pd.) 26. September, Reservieren unter 044 700 01 28.

Feuerwehrleuten über die Schulter blicken Öffentliche Hauptübung in Affoltern Eine Explosion, ein brennendes Auto in einem Garagenbetrieb mit Tankstelle und zahlreiche Verletzte – die Feuerwehr Affoltern hat sich für ihre Hauptübung einiges vorgenommen. Los geht es am kommenden Samstag, 26. September, um 15 Uhr. Besucher können sich im Hof des Feuerwehrgebäudes einfinden, das Übungsobjekt, die Garage Ruckstuhl, liegt gleich da-

neben. Nebst der Stützpunktfeuerwehr Affoltern sind an der Übung auch die Rettungsdienste Affoltern und Limmattal beteiligt. Im besten Fall wird als «Zückerchen» sogar noch ein Rettungshelikopter zu bestaunen sein. Für die Einsatzübung wird die Zürichstrasse zwischen dem Kreisel Bühlstrasse und der Einmündung Loorenfeldstrasse gesperrt. (tst.)

Wie an der letzten Hauptübung steht auch diesmal die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst im Fokus. (Archivbild)


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Sport

Dienstag, 22. September 2015

Volley S9 startet siegreich

Ein Kampf mit schöner Aussicht 23. Jungfrau-Marathon bei perfektem Wetter Unter den 3781 Läuferinnen und Läufern, die beim Jungfraumarathon klassiert wurden, befanden sich 17 aus dem Bezirk Affoltern. Sie haben den Kampf mit sich selbst in einer herrlichen Landschaft bei besten Wetterbedingungen gewonnen.

Michael Meier. (Archivbild)

Silbermedaille an der Schweizer Teammeisterschaft Nachdem er in den letzten Monaten dauernd von Verletzungen geplagt war, gibt es nun wieder einmal ein kleines Erfolgserlebnis für Michael Meier: Mit seiner Aargauer Mannschaft gewinnt er an den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften Silber. Es ist, als ob die Verletzungshexe all das nachholen will, von welchem sie Michael Meier in seiner Juniorenzeit verschont hat. Zahlreiche grössere und kleinere Zerrungen und Verstauchungen verhinderten in den letzten Monaten ein geregeltes Training. Entsprechend mässig fielen die Resultate des Obfelders an den vergangenen Wettkämpfen aus. Zu den ersten Ausscheidungen für die Weltmeisterschaften von Ende Oktober in Glasgow startete er vorletzte Woche in Magglingen quasi aus dem Nichts und mit einer nicht ausgeheilten Fingerzerrung. Entsprechend nervös wie noch nie verpatzte er schon die ersten Übungen und blieb somit weit unter seinen Möglichkeiten.

Heftiger Sturz vom Reck Auch zur Mannschaftsmeisterschaft vom letzten Samstag in Lenzburg startete er mit Schmerzen am Finger. Es wurde der erwartete Kampf zwischen den Zürchern und den Aargauern. Beide Teams bestehen aus lauter Kadermitgliedern, welche den vielen Zuschauern hochstehende Übungen und vor allem einen spannenden Wettkampf zeigten. Mal lagen die Zürcher und mal die einheimischen Aargauer vorn. Mit jedem Gerät stieg die Spannung, welche Mannschaft denn nun den Titel nach Hause bringt. Vor dem letzten Gerät lag Meiers Team knapp mit nur 0.1 Punkten vorne und turnte zum Abschluss am Boden. Für die Zürcher stand als letztes Gerät das Reck auf dem Programm. Bis zum Einsatz von Meier als zweitletztem Turner blieb das Resultat offen. Aber statt der erhofften hohen Note musste der Obfelder einen Sturz in Kauf nehmen und aus war es mit dem Sieg. Beim Sturz schlug Meier zudem so unglücklich mit dem Hinterkopf auf, dass er die Übung nicht mehr fertig turnen konnte. Einem Einsatz an den am nächsten Wochenende in Winterthur stattfindenden Schweizer Einzelmeisterschaften sollte allerdings nichts im Wege stehen. Diese gilt als zweite Ausscheidung für die Weltmeisterschaft von Ende Oktober in Glasgow. Die Elite der Damen beginnt am Samstag um 15 Uhr mit ihrem Mehrkampf, während die Männer um 18.30 Uhr starten. Am Sonntag werden die Gerätefinals ausgetragen. Von 11 bis 12 Uhr der erste, von 14 bis 15 Uhr der zweite Teil. Der Wettkampf findet in der Eulachhalle an der Wartstrasse 73 statt. (Hü)

Ohne Schmerzen kommt beim Jungfrau-Marathon niemand ins Ziel. Auf den ersten zehn flachen Kilometern ab dem Start in Interlaken kann man nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren. Bis zum Halbmarathon sind anschliessend die ersten 250 Höhenmeter zu überwinden. Auch hier gilt vor allem: Kräfte sparen, auf den Puls, nicht auf die Zeit achten. Beim Aufstieg nach Wengen geht es bereits ans Eingemachte. Die 4.6 Kilometer ab Lauterbrunnen führen auf steilen Serpentinen zum 470 Meter höhergelegenen Wengen. Bis zur Wixi auf 1855 Metern über Meer wechseln sich flachere Stücke mit steilen Rampen ab.

Anschliessend führt der Weg kurz und schmerzhaft steil abwärts, bevor auf der Eigermoräne die steilsten Abschnitte zum Kilometer 41 führen. Die letzten Meter zur Kleinen Scheidegg hinunter sind geprägt von der Vorfreude auf den Sieg über sich selbst und dem Genuss eines einmaligen Alpenpanoramas auf 42.2 Kilometern mit 1850 Steigungsmetern. Schnellster Ämtler war Andreas Gaussmann aus Affoltern. Er teilte seinen Lauf klug ein, war beim Halbmarathon 79. seiner Altersklasse, in Wengen bereits 66. und stiess bis zum Ziel zum 62. Rang vor. Ihm folgte Urs Plankensteiner, Mettmenstetten; auch er startete zurückhaltend und gewann auf der zweiten Streckenhälfte Rang um Rang. Schnellste Ämtlerin war Laurence Lhommel aus Mettmenstetten. Ihr stärkster Abschnitt war der steile Aufstieg nach Wengen, auf dem sie zehn Plätze in ihrer Altersklasse gewann. Bis zur Wixi konnte sie die Position halten, erst im letzten Abschnitt zollte

sie dem Risiko, das sie zuvor eingegangen war, Tribut und verlor noch einige Positionen. Auch sie gewann den Kampf mit sich selbst – mit schönster Aussicht auf die Berner Alpen. (bs.)

Ämtler, die das Ziel auf der Kleinen Scheidegg erreicht haben: Andreas Gaussmann, Affoltern, 4:32.18,6, 60. M 50; Urs Plankensteiner, Mettmenstetten, 4:54.06,2, 131. M 35; Stefan Kemmler, Ottenbach, 4:55.36,7, 145. M 50; Bruno Rigoni, Obfelden, 5:06.12,2, 242. M 45; Alexander Kaufmann, Obfelden, 5:10.31,3, 262. M

45;

5:10.48,6,

Laurence 51.

F

Lhommel, 40;

Rolf

Mettmenstetten, Kluser,

Affoltern,

5:14.17,4, 90. M 55; Monika Loder, Bonstetten, 5:16.29,4, 44. F 35; Walter Roth, Rifferswil, 5:20.23,5, 14. M 65; Matthias Wiens, Hausen, 5:27.22,5, 298. M 50; Silvan Rutz, Hausen, 5:32.48,1, 384. M 20; Peter Strassmann, Bonstetten, 5:49.22,2, 391. M 50; Vanessa Strassmann, Aeugst, 5:49.22,3, 137. F 20; Gioia Lüscher, Stallikon, 5:53.56,5, 28. F 55; Kurt Wahl, Stallikon, 5:55.48,3, 77. M 60; Arthur Graber, Hedingen, 5:56.37,7, 79. M 60; Roberto Molina Thomae, Mettmenstetten, 6:23.08,7, 282. M 55.

Cupgewinn zum Saisonabschluss Jorin Gabriel gewinnt den Argovia Cup Nach dem Sieg in Hochdorf vor drei Wochen, doppelte Jorin in Giebenach mit einem zweiten Platz nach. Im letzten Rennen der Saison holte sich Jorin am letzten Sonntag in Giebenach den Gesamtsieg im Argovia Cup. In den sieben Cup-Rennen war Jorin Gabriel sechsmal aufs Podest gefahren, dreimal stand er ganz zuoberst. Das reichte, um den Cup für sich zu entscheiden. Das Rennen am Sonntag war nur noch eine Formsache, da Joel Roth verletzt war und Jorin durch seinen Sieg in Hochdorf seinen Gesamtsieg bereits gesichert hatte. Trotzdem war das letzte Rennen brisant, trafen sich doch hier alte Bekannte. Das jbFelt-Team mit Jorin und Tim traf auf Tims alte Kollegen, vom deutschen Lexware-Team. Das versprach, ein harter Kampf zu werden.

Top motiviert wurde um 9 Uhr gestartet und das Feld ging ab wie die Feuerwehr. Schnell hatten sich Jorin, Tim und zwei der Lexware-Fahrer vom Rest abgesetzt und von nun an gab es einen offenen Schlagabtausch an der Spitze. Keiner der vier konnte sich aber absetzen und es hielten auch alle mit, bis zur letzten Runde. Im letzten Aufstieg brachte Jorin seinen Teamkollegen Tim in die vorderste Position und hielt die Lexware-Fahrer in Schach, was nochmals alle Kräfte von ihm forderte. Im Endspurt verwies er die Konkurrenz auf die Plätze 3 und 4 und feierte einen tollen zweiten Rang und somit einen Doppelsieg. Damit bedankten sich die jb-Felt-Jungs bei ihrem Teamchef und Trainer Joe Broder, für die erfolgreiche Saison. Nun freut sich Jorin auf eine Pause, bevor anschliessend das Wintertraining beginnt, zu dem auch ein bis zwei Querrennen gehören. (pd.)

Jorin Gabriel in Jubelpose. (Bild zvg.)

Urs Huber zu Besuch bei den RRC Amt Kids kots geschrieben. Im Anschluss gings auf eine kleine Bikerunde, wo die Kleinsten ihr Können zeigen durften. Urs Huber half bei schwierigen Passagen dem einen oder anderen, um über das Hindernis zu kommen. So kam jeder auf seine Kosten, sich von Urs hel-

Mit dem Team «Innomix» kam ein gut befreundetes, jedoch auch schwächer eingestuftes Team in die Sporthalle «Bruggen», Bonstetten. Bei «La Bamba» gab es in der Zwischensaison mehrere Veränderungen, angefangen bei der Teamleitung bis hin zum Ausfall einiger Spielerinnen und Spieler wegen Verletzungen und eine neu einstudierte Aufstellung auf dem Feld. Eines vorweg: Das Match wurde mit 3:1 Sätzen gewonnen. Im ersten Satz war jedoch bei allen noch ein wenig Rost in den Gelenken zu spüren. Die Aemtler agierten etwas träge, die Annahmen und Zuspiele waren zu wenig präzise – und weg war der erste Satz mit 22:25. Der zweite Satz verlief dann ganz anders. Durch eine Service-Serie konnte gleich ein komfortabler Vorsprung herausgespielt werden, welcher dem Team viel Sicherheit brachte. Der Satz ging verdientermassen mit 25:10 an «La Bamba». Die Sätze drei und vier waren hart umkämpft. Es ergaben sich zahlreiche tolle Ballwechsel und nicht selten verhinderte der grosse Einsatz – sei es mit Fuss, Schulter oder einem «big save» – eines Spielers oder einer Spielerin einen Punktgewinn für das gegnerische Team. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die individuelle Klasse der S9er immer deutlicher durch. Das Team fand zurück zur gewohnten Sicherheit auf dem Feld, womit die Sätze drei und vier mit 25:22 und 25:20 gewonnen werden konnten. Noch bleibt viel Arbeit an Details, damit das Leistungsniveau innerhalb der gespielten Sätze nicht zu stark schwankt. Allerdings verdient das Team «La Bamba» mit seinem Potenzial nach dem gestrigen Auftritt einigen Kredit in der Gruppe A2. Patrick Fischer

Erfolgreicher Abschluss

Autogramme und wertvolle Tipps vom Vorbild Für die einen Kinder ist es der Saisonhöhepunkt, wenn Urs Huber sich die Zeit nimmt, allen Nachwuchsfahrern vom RRC Amt ein Autogramm zu geben und ein gemeinsames Foto zu schiessen. Die Autogramme werden dann auf Karten, Helme, Velo oder Tri-

Am 15. September stand für das Team «La Bamba» von Volley S9 das erste Match der Saison 2015/16 an. Die ersten drei (budgetierten) Punkte konnten verbucht werden.

fen lassen oder bei der Fahrt ein wenig mit ihm zu plaudern. Der Kids Bike Treff wird nur noch bis Ende September stattfinden. Nach der Winterpause geht es nächsten Frühling weiter – hoffentlich wieder mit zahlreichen Teilnehmenden.

Gemeinsames Foto mit Urs Huber (hinten) – ein Saisonhöhepunkt für die Nachwuchsfahrer des RRC Amt. (Bild zvg.)

Das letzte der acht Bikerennen im Rahmen des EKZ-Cups fand in Fischenthal statt. Für den RRC-Amt gingen über 20 Kinder an den Start. Fischenthal bietet eine spannende Startphase, auf einer breiten Wiese können gleich zwölf Fahrer nebeneinander starten. Die ersten 150 Meter geht es bergab, um dann in eine Landstrasse Shana Huber. einzubiegen. Wenn (Bild zvg.) man da weit vorne einbiegt, kann man diesen Vorteil für ein gutes Resultat nutzen. Am besten gelang dies Shana Huber bei den Pfüderi Mädchen, die mit ihrem Kategoriensieg als Einzige von den RRC-AmtFahrern aufs Podest kam. Der Skiclub Fischenthal bietet den Zuschauern eine gute Übersicht auf einen grossen Teil der Strecke. Bei der grossen Runde sieht man die Nachwuchsfahrer dreimal die Wiese traversieren, bevor sie die Betonüberführung hinabfahren. Diese Überführung dient im Winter den Skifahrern als Strassenüberführung. Diese Rampe ist relativ steil und für einige Fahrer eine Mutprobe. Im Gesamtklassement schafften es acht Fahrer in die Top Ten. Sarina Rüttimann und Shana Huber in ihrer Kategorie jeweils auf den dritten Rang. Drei Fahrer schafften es auf den undankbaren 4. Schlussrang. Diese werde nächstes Jahr sicher versuchen, aufs Podest zu kommen. (pd.)


Sport

Dienstag, 22. September 2015

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WB triumphiert und steht im Achtelfinal Schweizer Cup, Sechzehntelfinal: FC Sierre – FC Wettswil-Bonstetten 0:3 (0:2) Das Wallis gilt als Schweizer Cup-Hochburg. Grund ist, dass der FC Sion bei all seinen 13 Finalteilnahmen als Sieger vom Platz ging. WB stand aber nicht dem Super-League-Verein, sondern dem FC Sierre (2. Liga interregional) gegenüber. Die Ämtler gewannen verdient und ziehen in den Achtelfinal ein – da empfangen sie Ende Oktober keinen Geringeren als den FC Thun.

der schmucken Abendrotstimmung über dem Tal der Rhone. Inmitten dieser stärksten Walliser Phase erhöhte WB das Skore. Am Schluss des klug und präzis gespielten Konters lancierte Gjergji mit einem Seitenwechsel Rocha Sampaio, dieser bediente in der Mitte Machado, der abgeklärt einschoss. Kurz vor dem Pausentee annullierte das gute Schiedsrichtertrio zu Recht ein Tor Sierres; der Ball befand sich einen halben Meter hinter der Grundlinie, ehe er zur Mitte geflankt wurde.

Der FCWB triumphierte dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wohl kein einziges Kopfballduell ging verloren und die sattelfeste Abwehr blieb erstmals ohne Gegentor.

Der FC Thun kommt ins Moos! Mit seinem Sieg stiess der FCWB unter die besten sechzehn Schweizer Teams vor. Bei seinem Vereinshöhepunkt empfängt er am 28. oder 29. Oktober im Achtelfinal den FC Thun. Stade des Condémines, 200 Zuschauer, Schiedsrichter

................................................... von kaspar köchli Beiden Protagonisten war der Saisonstart nicht wunschgemäss gelungen. Sierre und WB wollten nun im Cup den Befreiungsschlag landen – primär, um in der nächsten Runde mit Losglück auf einen Superligisten zu treffen, aber auch, um in der Meisterschaft endlich richtig loszustarten. Ein Doppelstockcar fuhr am Samstagmorgen um 12 Uhr in Wettswil los; nebst den Spielern und Staff reisten auch Fans mit. Nach dem Mittagessen im bernischen Muntelier – verbunden mit einem Spaziergang am malerischen Murtensee – wurde die Reise fortgesetzt und das Ziel Sierre wie geplant zwei Stunden vor Matchbeginn um 17 Uhr erreicht.

WB glückt Traumstart Die Ämtler legten auf dem holprigen Rasen sofort los, schon nach 30 Sekunden gelangten sie nach einem Corner zur ersten Minichance. WBs Aufstel-

Bachmann «killt» Penalty

Kopfball ins Glück: Mario Rocha Sampaio wuchtet den Ball in den Walliser Netzhimmel. (Bild Kaspar Köchli) lung überraschte, so nominierte Trainer Dosch den pfeilschnellen Verteidiger Rocha Sampaio erstmals als Stürmer. Der Joker stach bereits früh (4. Minute), als er eine gefühlvolle Freistossflanke Gjergjis per Kopf wuchtig im Walliser Netzhimmel unterbrachte – ein Leckerbissen für alle Freunde des Fussballs. Die eingeschüchterten Heimischen suchten ihr Glück nun immer wieder mit Schüssen aus der Distanz. So zog ihr Vuille aus 25 Metern ab – einige Zuschauer rissen bereits jubelnd die Arme in die Höhe – da lenkte WB-Keeper Bachmann den Ball fantastisch aus dem Lattendreieck in Cor-

ner. Diese Warnung nahm WB ernst. Fortan agierte es konzentriert, kombinierte flüssig und strebte den zweiten Torerfolg an. Der blieb ihm vorerst verwehrt, als Machado am hinteren Pfosten knapp am Ball vorbeirutschte und später Sierres Torhüter Da Cruz aufmerksam vor seinem Machtrevier mit dem Kopf befreite. Rocha Sampaio scheiterte abermals am herauslaufenden «Gardien», das zündete eine kleine Druckperiode der Gastgeber. Mit zügigen Ballstafetten brachten sie sich ein paarmal in gute Schussposition, so behändigte Bachmann zwei Walliser Geschosse souverän, ein weiteres flog hoch in die Lüfte und verschwand in

Kaum zehn Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, da verursachte WBs Badalli mit ungeschicktem Zweikampfverhalten einen Elfmeter. Louro Ferreira scheiterte mit seinem Versuch am brillant in die Ecke tauchenden Bachmann, der damit die Walliser Aufholgelüste im Keim erstickte. Sierre bemühte sich weiterhin, allerdings schwanden seine Kräfte offensichtlich. Ab sofort war WB in allen Belangen Herr der Lage, niemand zweifelte mehr am Ausgang des Spiels. Die Walliser entluden ihren Frust nun zum Teil mit Fouls, eines davon hatte die direkte Rote Karte für Vuille zur Folge. Kurz darauf schloss der eingewechselte Peter einen Bilderbuchangriff zum 3:0 ab, jetzt stellte sich nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Die Ämtler liessen einige Chancen ungenutzt, sie spielten nicht mehr mit letzter Konsequenz. Nachvollziehbar, im Hinterkopf dachten sie wohl bereits an das schwere Meisterschaftsspiel von morgen Abend in Mendrisio.

Cibelli. FCWB: Bachmann, Waser, Badalli, Studer, Goljica; Gouiffe à Goufan, Kalyon (83. Schneebeli), Gjergji, Bozic (75. Constancio); Rocha Sampaio (59. Peter), Machado. Tore: 4. Rocha Sampaio 0:1; 38. Machado 0:2; 73. Peter 0:3.

Englische Woche Bereits morgen Mittwochabend geht es fürs Fanionteam des FCWB mit dem nächsten Ernstkampf weiter. In der englischen Woche steht nach der Reise ins Wallis die nächste längere Carfahrt auf dem Programm. Um 20 Uhr spielt die Dosch-Elf gegen den FC Mendrisio. Gespielt wird auf dem Campo comunale und beide Teams wollen unbedingt gewinnen. Der FCWB will endlich den ersten Vollerfolg in der Meisterschaft und damit den Anschluss ans Mittelfeld halten, während Mendrisio mit einem Sieg weiterhin an den Spitzenteams GC II und Locarno dranbleibt.

Der FCA schlägt sich selbst 2. Cup-Runde: FC Affoltern – FC Töss 0:1 (0:0) Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird im Fussball bestraft. Entgegen dem Spielverlauf hat sich Töss für die 3. Cuprunde qualifiziert. Die Ämtler führten im Spielaufbau die feinere Klinge. Bereits nach zwei Zeigerumdrehungen versiebte Stähli eine gute Einschussmöglichkeit. Nach 20 Minuten war das auch bei Claudio Antenen der Fall. Kurz vor der Pause knallte Stähli die runde Kugel knapp über das Tor. Die Gäste trafen bei einem Freistoss knapp neben das Gehäuse und wurden von ihrem Trainer lautstark angefeuert. Markanovic zog im Mittelfeld geschickt die Fäden und trotzdem konnte sich Töss torlos in die Halbzeit retten. Nach dem Tee musste Goalie Steiner in der 53. Minute das erste Mal richtig eingreifen und auf der Gegenseite hielt der Töss-Torwart einen Schuss von Rako. Danach kombinier-

ten die Filipovic-Schützlinge weiterhin gut zusammen, Bilic donnerte den Ball aus guter Position über die Latte. Nach 75 Minuten leisteten sich die Einheimischen an der Mittellinie einen folgenschweren Fehlpass. Die Tösser agierten schnell und Captain Murina schob eiskalt zum 0:1 ein. Gleich danach rutschte Konaté (einen Tag vor seinem 36. Geburtstag) in einem Zweikampf unglücklich aus und sein Fuss kam in die Nähe eines gegnerischen Kopfes. Der Mann in Schwarz zeigte unmissverständlich die rote Karte. Nach 86 Minuten entschied der Schiedsrichter nach einem Handspiel im Strafraum von Töss auf Penalty für den FCA. Goalie Fawer konnte den unplatzierten Scharfschuss von Rako abwehren und avancierte so zum Matchwinner. Jetzt kam auch noch ein bisschen Hektik ins Spiel – beide Teams hielten aber die Fairness immer hoch. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde Claudio Antenen auf der rechten

Seite herrlich freigespielt, sein Abschluss zischte aber am Tor vorbei. Töss-Trainer Baumeler hat seine Schützlinge mehrmals zurechtgewiesen – nach dem Schlusspfiff trug er ein schelmisches Lächeln im Gesicht.

Spielwiederholung: Termin offen Die Disziplinarkommission des Fussballverbandes der Region Zürich (FVRZ) hat entschieden, dass wegen dem Lichtausfall im Heimspiel gegen den FC Birmensdorf kein strafbares Verhalten seitens des FCA vorliegt. Über die Neuansetzung dieses Spiels hat nun die Abteilung Spielbetrieb zu entscheiden. Weitere Informationen folgen. (we) FCA-Mannschaftsaufstellung: Steiner, Premananthan (82. Bauza Adrover), Konaté, Mühlemann, Bala Shkembim, Antenen Sandro (50. Aegerter), Markanovic, Stähli (60. Rako Marco), Rako Alen, Antenen Claudio, Bilic. 145 Zuschauer. Tor: 75. Murina 0:1.

Ein mühsamer Auswärtssieg Fussball 5. Liga: BC Albisrieden 3 – FC KMM 4:5 (2:3) Im Spiel gegen den BC Albisrieden 3 tat sich der FC KnonauMettmenstetten lange Zeit schwer. Dass es im Auswärtsspiel gegen BC Albisrieden 3 nicht einfach werden würde, wussten die Ämtler, waren diese Spiele in der letzten Saison doch immer hart umkämpft. Auch am vorletzten Wochenende sollte es nicht anders sein. Nach einem Missverständnis zwischen Verteidiger Steinemann und Keeper Beuchat gerieten die Ämtler

bereits nach fünf Minuten in Rückstand. Drei Treffer zwischen der 17. und 25. Minute brachten den FC KMM mit 3:1 in Front. Mangelnde Abstimmung und unnötige Fehler in der Verteidigung, brachten den Gegner allerdings immer wieder ins Spiel. So auch zwei Minuten vor dem Pausentee, als SC Albisrieden 3 aus dem Nichts zum 3:2-Anschlusstreffer kam. Motiviert vom Anschlusstreffer, konnte die Heimmannschaft nach der Pause gar ausgleichen. Es entstand ein regelrechter Schlagabtausch. Der FC

Knonau-Mettmenstetten legte in der 68. Minute vor, die Heimmannschaft glich vier Minuten später erneut aus. Das bessere Ende blieb jedoch dem FC Knonau-Mettmenstetten vorbehalten: Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff traf Mergim Ismajlaj zum 5:4 Schlussresultat. Der FC Knonau-Mettmenstetten zeigte eine gute Mannschaftsleistung und wusste über weite Strecken mit gutem Kombinationsfussball zu gefallen. In der Verteidigung lassen die Mechanismen noch zu wünschen übrig.

Die Herren von Floorball Albis und den Unicorns holen sich den letzten Schliff im Testspiel. (Bild zvg.)

Floorball Albis bereit für den Saisonstart Trainingsweekend in Bonstetten Kurz vor Meisterschaftsstart haben sich die Teams von Floorball Albis in Bonstetten den letzten Schliff geholt. Floorball Albis führte bereits zum zweiten Mal ein Trainingsweekend durch. Die Schachenhalle war über das ganze Wochenende für Trainings, Testspielen und Theorie besetzt. Die über 200 Mitglieder wurden so teamweise auf die neue Saison vorbereitet,

welche Mitte September startet. Neben der Saisonvorbereitung stand das Vereinsleben im Fokus. Einerseits wurde während dem ganzen Wochenende die Verpflegung (Grill- und Spaghettiplausch) organisiert, andererseits fand am Sonntag zum Abschluss ein Plauschturnier auf dem Programm. Die «Grossen» und die «Kleinen» wurden bunt gemischt – so konnten sich die Mitglieder über sämtliche Alterskategorien kennenlernen. (pd.)


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