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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 74 I 174. Jahrgang I Dienstag, 22. September 2020

Politische Jugend

In Obfelden und Ottenbach wird das Partizipationsprojekt «engage» lanciert. > Seite 3

Vielfalt an Projekten

Die Standortförderung hat ihre Ideen und laufenden Engagements vorgestellt. > Seite 5

«Stallbraui» eröffnet

Nach zwei Jahren Umbau wird auf dem Hof Allenwinden in Kappel Bier produziert. > Seite 6

Feuersbrünste

Eine neue Broschüre beleuchtet die Geschichte der Feuerwehr in Hausen. > Seite 8

Auf der Erde ist es zu warm Buss- und Bettagstagung in Kappel zum Thema Klimawandel

Stallikons positive Rechnung

> Bericht auf Seite 5

Von Martin Platter

40 Jahre Kirchgemeinde

Klimaforscher Prof. Dr. Andreas Fischlin bei seinem Referat in der Kappeler Kirche. (Bild Martin Platter) illustrieren, brachte der Forscher das Beispiel von zwei Bildern aus dem Luzerner Gletschergarten. Eines zeigte das tropische Klima in der Schweiz vor vier Millionen Jahren und ein anderes vor 18 000 Jahren unter einer Eisschicht. Er schätzte, dass während der Tropenphase und einem Plus von zwei bis drei Grad mehr Durchschnittstemperatur der Meeresspiegel etwa 14 Meter höher war als heute. Während der Eiszeit dagegen sei der Meeresspiegel um etwa 1,5 Meter tiefer gewesen als heute.

Beunruhigende Prognosen Die Zukunft der Erde gehe eher wieder Richtung Tropenphase. Man habe alleine in den letzten 60 Jahren einen

Temperaturanstieg in der Schweiz von 8,5 auf 9,4 Grad festgestellt. Dies während zwei je 30-jährigen Messperioden ab 1960 und ab 1990. Wenn wir so weitermachten, gebe es ein Plus von 4,7 Grad bis Ende des Jahrhunderts. Bis ins Jahr 2300 sei eine Temperaturzunahme von 8,5 Grad möglich. Anhand diverser Charts zeigte Fischlin, dass die Erderwärmung kein Hirngespinst, sondern Realität ist. Er widerlegte die Thesen der Klimaskeptiker, die sagen, dass es Klimaerwärmung schon immer gegeben habe. Im Winter werde es spürbar wärmer, nicht im Sommer. Im internationalen Vergleich habe die Klimaerwärmung in der Schweiz sogar doppelt so stark zugenommen, da wir mehr ländliche und Bergregionen mit Gletschern haben. Die

Folgen betreffen alle Lebensbereiche, vor allem aber den Wald, die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft. Es sei ein Teufelskreis, denn je wärmer es werde, desto stärker äusserten sich auch die negativen Folgen wie extreme Trockenheit und extremer Regen, der zu Überschwemmungen führt. Dazu komme das Schmelzen des Permafrosts, der Bergstürze und Erosionen in Berggebieten bewirke. Die Entwicklungsländer treffe es besonders hart, was wiederum Völkerwanderungen und Flüchtlingsströme auslöse. Mit unserer Lebensweise und unserem Einfluss auf die Politik hätten wir es in der Hand, die Entwicklung zumindest zu bremsen.

FCWB weiter im Hoch

Am vergangenen Freitag fand im Sekundarschulhaus Hausen die Finissage der Ausstellung «Weid Cube» statt. Die Organisatoren blicken auf bewegte und intensive vierzehn Tage zurück.

Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) startete verhalten in die Partie gegen Höngg und geriet nach 20 Minuten durch einen abgefälschten Freistoss prompt ins Hintertreffen. Die Ämtler reagierten bärenstark und schnürten die Gäste fortan in deren Platzhälfte ein. Lohn der immer zwingender werdenden Kombinationen

kamera postierten, Zeichnungen der Gäste anfertigten und in ein System einordneten. In anderen Installationen waren Ölmalereien oder ein Experimental-Spielfilm zu sehen. Eine Künstlerin erfand in ihrer Arbeit «Bork» ein eigenes Entschlüsselungssystem von Käferspuren auf Holz und hinterfragte damit das Bedürfnis des Menschen, alles verstehen zu wollen. Brikena Buqaji wiederum fertigte aus Gelatine und Glycerin 72 Unterhosen. «Heaven ist Empty», hiess ihre Installation, die in Anlehnung an die weibliche Diversität – insbesondere aber an die 72 Jungfrauen entstand, die einem Mann im muslimischen Paradies versprochen werden. Es gab in Hausen also viel zu sehen. Unter den Jugendlichen hat in den vergangenen vierzehn Tagen aber besonders eine Installation zu reden gegeben: diejenige von Aline Peter. Die 22-jährige Luzernerin präsentierte auf den Toiletten delikate Sujets.

> Bericht auf Seite 7

In Bonstetten feierte am Sonntag die katholische Kirchgemeinde St. Mauritius ihr 40-jähriges Bestehen schlicht mit einem Gottesdienst. Generalvikar Josef Annen blickte in seiner Predigt zurück auf die Zeiten vor dem KirchenNeubau, als noch im verrauchten Saal des «Bahnhöfli» Tische und Stühle zurechtgerückt wurden für den Gottesdienst. Und Pfarradministrator Antonio Lee versprach: «Nächstes Jahr wird dann richtig gefeiert!» (red.)

> Bericht auf Seite 9 ANZEIGEN

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> Bericht und Kommentar auf Seite 6

Der «Weid Cube» hat polarisiert

Vor einiger Zeit gelangte der ehemalige Hausemer Sek-Schüler Florian Rubin mit einer Idee an seine frühere Lehrerin Nadine Urmi. Den Jugendlichen zeitgenössische Kunst näherbringen, wie wäre das? «Toll», fand sie, war begeistert und so kam es, dass am 5. September im Sekundarschulhaus Weid 2 die Ausstellung «Weid Cube» eröffnet wurde. Zehn junge Künstlerinnen und Künstler hatte Florian Rubin, inzwischen Kunststudent in Bern, zusammengetrommelt, sie alle stellten in verschiedenen Räumen des Sekundarschulhauses ihre Arbeiten aus. Von Florian Rubin selbst gab es eine Live-Performance zu sehen, in welcher er und seine Co-Organisatorin Anica Nizic sich als analoge Überwachungs-

Der ganztägige Benefiz-Anlass «Papageno» im Park Seleger Moor hat begeistert. > Seite 9

Stallikon kann eine erfreuliche Jahresrechnung 2019 vorweisen. Budgetiert wurde ein Ertragsüberschuss von 92 000 Franken, dieser beträgt aber stattliche 1,76 Millionen Franken, somit ist er 1,67 Millionen besser als budgetiert. Viel zu diskutieren gab es daher an der Gemeindeversammlung in Stallikon nicht. Ohne Einwände und einstimmig hiessen die 26 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Jahresrechnung 2019 gut. (red.)

Es waren düstere Zukunftsaussichten, die der Klimaforscher Professor Dr. Andreas Fischlin in seinem Referat am letzten Sonntag in der Kirche Kappel prognostizierte. Der Vizepräsident des Weltklimarates sagte: «Ein ungebremster Klimawandel gefährdet unsere Zivilisation.»

Coronabedingt wurde der Anlass in der Klosterkirche durchgeführt. Trotz der Einhaltung der Distanzregeln galt eine Maskenpflicht, was bereits beim Zuhören für ein unangenehmes Klima im Gesicht sorgte. Passend dazu sagte Pfarrer Volker Bleil, der durch die Tagung führte, in seiner Einleitung, dass der Buss- und Bettag ein Tag zum Innehalten sei, um sich darüber bewusst zu werden, vielleicht in einer Sackgasse zu stecken. «Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch», zitierte Bleil aus Hölderlins «Patmos». Die Hitze der letzten Sommer habe die Bleifenster der 700 Jahre alten Klosterkirche so stark ausgedehnt, dass sie kaputt gegangen seien. Dann übergab der theologische Leiter des Klosters Kappel das Wort an Andreas Fischlin. Dieser eröffnete pointiert: «Ich glaube nicht, dass Gott die Naturgewalten ausser Kraft setzt, um uns von der Selbstzerstörung zu bewahren. Ich lade Sie deshalb ein, aktiv gegen den Klimawandel zu kämpfen. Denn wir verändern das Klima. Das vom Bund propagierte Ziel ‹netto null› für fossile Energieträger ist die Lösung.» Ab sofort sollten die Investitionen in klimaschädigende Projekte gestoppt werden. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu

«Zauberwald»

bedeuteten nach der Pause die sehenswerten Treffer durch Claudius Brüniger und Nicola Peter, ehe in der Nachspielzeit Ronnie Aeberli gar auf 3:1 erhöhte. WB liegt nun mit zwölf Punkten aus fünf Spielen auf Rang zwei. (kakö)

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Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 16. September 2020 1. Abnahme der Jahresrechnung 2019 2. Genehmigung der Bauabrechnung für das Projekt «Neubau Kindergarten mit Schulraum» Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politische Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtsachen – und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 16. September 2020 liegt in der Einwohnerkontrolle, Gemendehaus, zur Einsicht auf. Hausen am Albis, 22. September 2020 Der Gemeinderat

römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten

Sanierung Einladung zur KirchVollenweidstrasse (Türlen) gemeindeversammlung in Hausen am Albis Sonntag, 25. Oktober 2020, ab 28.09.2020 ca. 11.00 Uhr (anschliessend an den Am 28. September starten die Bauarbeiten für die Sanierung der Vollenweidstrasse beim Türlersee in Hausen a. A.

10.00 Uhr-Gottesdienst) Pfarreisaal, Bifangstrasse 4, Hausen am Albis

Im Bereich der Liegenschaften Türlen 1 bis Türlen 11 werden die Fahrbahn sowie die Strassenentwässerung erneuert. Die Bauarbeiten dauern bei guten Bedingungen ca. 3 Wochen an. Während dieser Zeit wird der betreffende Abschnitt für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt.

Geschäfte: 1) Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler 2) Genehmigung der Jahresrechnung 2019 3) Genehmigung des KirchgemeindeBudgets 2021 4) Wahl des Pfarreibeauftragten der Kath. Kirche Hausen 5) Wahl eines neuen Kirchenpflege-Mitglieds 6) Genehmigung der neuen Kirchgemeindeordnung (KGO)

Fussgänger und Fahrradfahrer werden gebeten, die Baustelle via Chrebsbachweg und Reppischtalstrasse zu umgehen. Eine entsprechende Umleitung wird signalisiert.

Die Unterlagen der Kirchgemeindeversammlung können zwei Wochen vor der Versammlung auf den Sekretariaten der beiden Pfarreien eingesehen werden. Zudem werden die Unterlagen auf der Webseite der Kirchgemeinde, http:// www.kath-hausen-mettmenstetten.ch, publiziert.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten fassten an der Gemeindeversammlung vom 16. September 2020 folgende Beschlüsse: Politische Gemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2019 der Politischen Gemeinde 2. Zustimmung zum Privaten Gestaltungsplan Postareal 3. Genehmigung des Kaufes des Grundstückes Kat.-Nr. 3777 der Landi Obfelden, Genossenschaft, an der Dorfstrasse zum Preis von CHF 1'943'045.00 (CHF 835.00/m²). Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, · wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 21a und § 22 Abs. 1 VRG) · und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 20 und § 22 Abs. 1 VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Obfelden, 22. September 2020 Die Gemeindevorsteherschaft

Mettmenstetten Am Montag, 28. September 2020, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche die Abdankung für

Kirner Ernst Rennweg 8, statt. Der Friedhofvorsteher

Stimm- und wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchgemeinde, welche das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und im Besitze des Schweizer Bürgerrechts oder der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C, Ci und B) sind. Wir freuen uns, Sie auf der Kirchgemeinde-Versammlung begrüssen zu dürfen. Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten, 25. September 2020

ABWASSERVERBAND KNONAU, METTMENSTETTEN UND KAPPEL AM ALBIS

Am 29. November 2020 stimmt die Bevölkerung der Gemeinden Knonau, Mettmenstetten und Kappel am Albis über den Anschluss ARA Knonau an die ARA Schönau in Cham ab.

Wir laden die Bevölkerung herzlich zu einem Informationsanlass ein: Montag, 28. September 2020, 19.30 Uhr im Mehrzweckgebäude Stampfi, Stampfistrasse 8, Knonau Die Präsentation des Abends, sowie weitere Informationen, können im Vorfeld auf den jeweiligen Webseiten der Gemeinden Knonau, Mettmenstetten und Kappel am Albis eingesehen werden. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Lage während der Veranstaltung eine Maskenpflicht obligatorisch ist.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2020

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Jugendliche von Obfelden und Ottenbach sollen politisch mitreden dürfen Projekt «engage.ch»: öffentlicher Kick-off am 1. Oktober in der Brunnmatt In Obfelden und Ottenbach wird die politische Partizipation der jungen Bevölkerung 2020 grossgeschrieben und mit dem Projekt «engage.ch» des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ) gefördert. Los geht es mit einem öffentlichen Kick-off am 1. Oktober. Jugendliche werden selten in politische und gesellschaftliche Prozesse einbezogen, obwohl Potenzial und Interesse durchaus vorhanden sind, wie es etwa die zahlreichen Klimademonstrationen gezeigt haben. Auch der Umstand, dass die Jugend die Bevölkerungsgruppe darstellt, die am längsten mit den

heute getroffenen politischen Entscheiden leben muss, zeigt, dass ihr Einbezug in den politischen Prozess wichtig ist. Den Gemeinden kommt als Basis des politischen und zivilgesellschaftlichen Engagements in der Schweiz eine besondere Bedeutung zu, wenn es um die Partizipation ihrer Einwohnerinnen und Einwohner geht. Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die zentrale Bedeutung der Gemeinden für ihre Anliegen und Bedürfnisse jedoch häufig nicht bewusst. Gerade auf Gemeindeebene könnten Jugendliche ihre Ideen aber auf einfache Weise einbringen und ihre Zukunft sowie Gegenwart mitgestalten.

Der engage-Prozess wird gemeinsam mit O2Jugend und den Gemeinden Obfelden und Ottenbach umgesetzt. Er startet mit einem öffentlichen Kick-off am 1. Oktober, um 18.30 Uhr in der Brunnmatt, Obfelden. Am Kick-off wird sich die Begleitgruppe, bestehend aus Jugendlichen, Politikerinnen und Politiker aus Obfelden und Ottenbach, Jugendarbeitenden und weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal treffen und den weiteren Verlauf des engage-Prozesses planen.

Mitmachen beim engage-Prozess! Nach der Kick-off-Veranstaltung werden alle Jugendliche und junge Erwachsene

aus den Gemeinden Obfelden und Ottenbach in einer Kampagne mit dem Slogan «Fehlt DIR was in Obfelden und Ottenbach? Dann mach was!» aufgefordert, über die Onlineplattform www.engage.ch ihre Anliegen und Wünsche einzureichen. Auf Basis der eingegangenen Ideen wird an einem darauffolgenden engage-Event gemeinsam mit Jugendlichen sowie lokalen Politikerinnen und Politikern diskutiert und konkrete Projekte ausgearbeitet. Diese Projekte werden in einem nächsten Schritt umgesetzt. In einer zweiten Phase wird eine partizipative Mitwirkungsstruktur ausgearbeitet und aufgebaut, damit auch nach dem engage-Prozess die Mitsprache der Jugendlichen und

jungen Erwachsenen in Obfelden und Ottenbach gesichert ist. Wer Lust hat, beim engage-Prozess mitzuwirken, darf sich in der Begleitgruppe engagieren und das Projekt mitgestalten. Interessierte Jugendliche, junge Erwachsene, wie Erwachsene sind herzlich willkommen am 1. Oktober in der Brunnmatt. Da aufgrund der aussergewöhnlichen Situation maximal 30 Personen an der Kick-off-Veranstaltung teilnehmen dürfen, ist eine Anmeldung erwünscht. O2Jugend Kick-off zum Prozess «engage.ch» in Obfelden und Ottenbach am 1. Oktober, um 18.30 bis 21 Uhr in der Brunnmatt, Obfelden. Anmelden an info@o2jugend.ch.

WIR GRATULIEREN Zum 80. Geburtstag Alles Gute zum 80sten Geburtstag wünschen wir heute Dienstag, 22. September, Margaretha Regina Fässler-Iten in Affoltern und Elisabeth BurkhardtGerber in Obfelden und hoffen, dass die Lebensfreude ebenso gross ist wie die Anzahl Jahre.

Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 24. September, feiern in Stallikon Maria und Johann Muggli ihren 60. Hochzeitstag. Wir gratulieren dem Ehepaar ganz herzlich zu diesem Fest und wünschen weiterhin viele gemeinsame Jahre.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Neue Deckenbekleidung für den Schulhaus-Vorplatz

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Die heruntergehängte Holz-Deckenbekleidung über dem gedeckten Vorplatz des Schulhauses Schlossächer wurde 2009 durch ein Aluminium-Paneel-System ersetzt. Diese Konstruktion zeigte sich als wenig stabil und wurde im Laufe der Jahre immer wieder beschädigt. Im Frühling 2019 haben Vandalen grosse Teile der Decke heruntergerissen. Eine Reparatur ist wegen der hohen Kosten und der nicht überzeugenden Konstruktion nicht sinnvoll. Die Deckenbekleidung soll durch ein System mit einer in Dickschichtputz eingebetteten Steinwollplatte ersetzt werden. Für den Ersatz der Deckenbekleidung wurde ein Kredit von 38 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma R. Bischofberger, Mettmenstetten, vergeben.

Gemeindeverwaltung Der Lernende Patrick Zanoli hat die Ausbildung als Kaufmann EFZ bei der Gemeindeverwaltung mit der Gesamtnote betrieblicher Teil von 5.5, schulischer Teil von 4.7 und Berufsmaturität von 4.7 abgeschlossen. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden der Gemeindeverwal-

tung und Gemeindewerke gratulieren ihm herzlich zum ausgezeichneten Lehrabschluss und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Der Regierungsrat hat die Arbeitszeit für die Zentral- und Bezirksverwaltung im Hinblick auf den Jahreswechsel 2020/2021 geregelt. Die Gemeinde Obfelden schliesst sich der kantonalen Arbeitszeitregelung über die Feiertage an. Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben demnach ab Donnerstag, 24. Dezember 2020, bis und mit Sonntag, 3. Januar 2021, geschlossen.

Erneuerungswahl Friedensrichter Der Gemeinderat hat als wahlleitende Behörde die Erneuerungswahl des Friedensrichters, der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2021 bis 2027 angeordnet. Nach Artikel 6 der Gemeindeordnung ist die Friedensrichterin oder der Friedensrichter an der Urne zu wählen. Der 1. Wahlgang wurde auf Sonntag, 7. März, und ein allfälliger 2. Wahlgang auf Sonntag, 13. Juni 2021, festgelegt und die Gemeindeschreiberin beauftragt, die Urnenwahl zu organisieren.

Gemeindestrassen Die Randabschlüsse und die Beläge der Alten Landstrasse (Rebhaldenstrasse bis Ottenbacherstrasse) sind in sanierungsbedürftigem Zustand. Der Strassenbelag weist diverse Risse auf. Da die Tragschicht genügend stark ist, muss nur der Deckbelag erneuert werden. Gleichzeitig soll die bestehende Trinkwasserleitung, der Schieber und die Hydranten altershalber ersetzt und die bestehende Meteorabwasserleitung vergrössert werden. Für die Ingenieurarbeiten bei der Sanierung des Teilstückes der Alten Landstrasse wurde ein Kredit von 43 000 Franken bewilligt und die Arbeiten an das Ingenieurbüro gpw, Affoltern a. A., vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Bajrush Bulica und Corinne Traufer, Obfelden für die Überdachung der bestehenden Pergola am Wohnhaus an der Ottenbacherstrasse; Erbengemeinschaft Hablützel, Obfelden, für den Abbruch des Einfamilienhauses und den

Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Carport an der Sentmattstrasse; Gerd und Susanne Kunzelmann, Obfelden, für den Anbau eines gedeckten Gartensitzplatzes am Wohnhaus am Landhusweg; Martin und Marianne Schneebeli, Obfelden, für den Neubau eines Carports an der Rigistrasse; Franz und Christin Seng, Obfelden, für eine Sichtschutzwand an der Alten Schulhausstrasse; Kurt und Sylvia Schärer, Obfelden, für eine Sichtschutzwand an der Schürweidstrasse; Politische Gemeinde Obfelden, für den Ersatz der bestehenden Schmutzwasserleitung an der Tellenstrasse; Tesla Switzerland GmbH, Zürich, Neubau von 12 Elektro-Ladestationen auf dem Gelände der Raststätte MyStop Obfelden / Affoltern in beiden Fahrtrichtungen.

Wirtschaftspolizei Raffaelo Natale, Affoltern a. A., wurde das befristetes Patent mit Alkoholausschank für einen Pizzawagen an der Dorfstrasse bis 31. August 2021 erteilt. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

Traktanden für die Gemeindeversammlung und Termine fürs nächste Jahr festgelegt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2020 hat der Gemeinderat folgende Traktanden definitiv festgesetzt: 1. Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 23. Juni 2020; 2. Genehmigung des Budgets 2021 und Festsetzung des Steuerfusses. Die Publikation der Einladung im «Anzeiger» erfolgt am Dienstag, 27. Oktober. Der Beleuchtende Bericht wird den interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern in der Kalenderwoche 47 zugestellt.

Versammlungen und Termine 2021 Der Gemeinderat hat die Sitzungsdaten und Termine fürs kommende Jahr 2021 festgelegt. Folgende Daten sind auch für die Bevölkerung relevant: Gemeindeversammlungen: Dienstag, 22. Juni 2021 (Verabschiedung Rechnung 2020); Dienstag, 7. Dezember 2021 (Budget 2022). Gemeindliche Anlässe: Neujahrs apéro, Dienstag, 5. Januar 2021, 18.30 Uhr; Koordinationssitzung mit Vereinen, Mittwoch, 17. März 2021, 19.30 Uhr; Neuzuzügeranlass, Dienstag, 18. Mai 2021, 19 Uhr; Freiwilligenanlass, Freitag, 28. Mai 2021, 18.30 Uhr; Jung-

bürgerfeier mit Stallikon und Wettswil, Donnerstag, 17. Juni 2021, 18.30 Uhr; Nationaltagfeier (1. August-Feier), Samstag, 31. Juli 2021; Chilbi Bonstetten, Samstag/Sonntag, 28./29. August 2021; Gewerbeapéro Dienstag, 12. Oktober 2021, 18.30 Uhr. Die Anlässe finden statt, sofern es die Corona-Situation zum jeweiligen Zeitpunkt zulässt.

Wahlen und Abstimmungen Eidgenössische und kantonale Volksabstimmungen sowie Erneuerungswahlen Friedensrichterin, Friedensrichter Sonntag, 7. März 2021; Eidg. und kant. Volksabstimmungen Sonntag, 13. Juni 2021, Sonntag, 26. September 2021 und Sonntag, 28. November 2021.

Behördensprechstunde Die Anliegen der Einwohnerinnen und Einwohner sind dem Gemeinderat wichtig. Deshalb findet auch im Jahr 2021 monatlich eine Behördensprechstunde statt. Nachstehend sind die Daten sowie die anwesenden Gemeinderäte ersichtlich: Dienstag, 26. Januar (Markus Reich, Heinz Schlüchter); Dienstag, 9. März

(Arianne Moser, Erwin Leuenberger); Dienstag, 6. April (Simon Vergés, Christina Kappeler); Dienstag, 25. Mai (Arianne Moser, Heinz Schlüchter); Dienstag, 15. Juni (Christina Kappeler, Erwin Leuenberger); Dienstag, 24. August (Markus Reich, Simon Vergés); Dienstag, 7. September (Christina Kappeler, Heinz Schlüchter); Dienstag, 5. Oktober (Erwin Leuenberger, Simon Vergés); Dienstag, 23. November (Arianne Moser, Markus Reich). Für ein Gespräch sind pro Person oder Gruppe bis zu 15 Minuten vorgesehen. Die Sprechstunde findet jeweils von 17 bis 18 Uhr im Sitzungszimmer (1. OG) des Gemeindehauses statt. Selbstverständlich können auch Termine ausserhalb dieser Zeitfenster vereinbart werden.

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Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • Der Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Sanierung der Masstrasse zugestimmt; • Zum Gestaltungsplan Im Chläb betreffend Offenlegung des Bodenfeldbachs und Gewässerraumausscheidung Stellung genommen. Christof Wicky, Gemeindeschreiber ANZEIGE

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Baubewilligungen Es wurden folgende Baubewilligungen erteilt: Anzeigeverfahren: Arge B31, Daniel Eugster, c/o Knonauer Amt Immobilien AG, 8910 Affoltern am Albis, Baugesuch Nr. 2018-0011, Projektänderung beim Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage nach Abbruch Einfami-

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Gemeinde Stallikon Wahlanordnung für die Erneuerungswahlen des Friedensrichters bzw. der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2021 – 2027 Die Erneuerungswahl (1. Wahlgang) für die Amtsdauer 2021 bis 2027 wird auf Sonntag, 7. März 2021 festgesetzt. In Anwendung von Art. 14 Gemeindeordnung (GO) sowie §§ 48 ff Gesetz über die politischen Rechte (GPR, LS 161.1) sind bis spätestens am Montag, 2. November 2020 Wahlvorschläge beim Gemeinderat Stallikon, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon, einzureichen.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 16. September 2020

Gemäss Art. 8 Abs. 2 GO ist jede stimmberechtigte Person wählbar, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden.

Die Stimmberechtigte der Gemeinde Stallikon haben an der Gemeindeversammlung vom 16. September 2020 folgende Beschlüsse gefasst:

Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde Stallikon unter Angaben von Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung, Schalter Einwohnerkontrolle, erhältlich oder können telefonisch (044 701 92 00) oder via E-Mail (kanzlei@stallikon.ch) bezogen werden.

1. Genehmigung Jahresrechnung 2019 der Politischen Gemeinde 2. Genehmigung Kreditabrechnung Umrüstung Wasseruhren mit Funkfernablesung 3. Genehmigung Kreditabrechnung Sanierung der autonomen Quellen zu öffentlichen Brunnen

Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Der Gemeinderat erklärt die vorgeschlagene Person als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird am Sonntag, 7. März 2021 eine Urnenwahl mit leeren Wahlzetteln und einem Beiblatt durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Stallikon, 22. September 2020

Gemeinderat Stallikon

· wegen Verletzung von Vorschriften über die plotischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schiftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 21a und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2) · und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V. mit § 19b Abs. 2lit. c sowie § 20 und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begrüngung enthalten. Der angefochteneBeschlussist,soweitmöglich,beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. In Stimmrechtssachen werden Verfahrenskosten nur erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtlos ist. 22. September 2020 Gemeinderat Stallikon

Gemeinde Wettswil a. A

Erneuerungswahl Friedensrichter/in Der Gemeinderat hat als Wahltermin für die Erneuerungswahl des Friedensrichters oder der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2021/2027 den 7. März 2021 festgelegt. Die Durchführung erfolgt nach den Bestimmungen des Gesetzes über die politischen Rechte und der Gemeindeordnung. Wahlvorschläge sind bis Montag, 2. November 2020, der Gemeindeverwaltung, Postfach, 8907 Wettswil a. A., einzureichen. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde eigenhändig unterzeichnet sein, welche dabei Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse hinzufügen müssen. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Auf den Wahlvorschlägen sind für die vorgeschlagene Person Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort anzugeben. Bei der Gemeindeverwaltung ist ein entsprechendes Formular erhältlich. Die Wahlvorschläge werden nach Ablauf der Frist veröffentlicht. Innert einer weiteren Frist von sieben Tagen können die Vorschläge geändert, zurückgezogen oder auch neue Vorschläge eingereicht werden. Geht nur ein Wahlvorschlag ein, wird ein amtlicher Wahlzettel mit gedrucktem Wahlvorschlag verwendet, andernfalls wird die Wahl mit einem leeren Wahlzettel durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., schriftlich Stimmrechtsrekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Wettswil a. A., 22. September 2020

Gegen die Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis,

Gemeinderat Wettswil a. A.


Bezirk Affoltern

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Dienstag, 22. September 2020

In Stallikon geht die Rechnung auf Gemeindeversammlung heisst Jahresrechnung mit einem Plus von 1,77 Mio. Franken gut Viel zu diskutieren gab es nicht an der Gemeindeversammlung in Stallikon. Ohne Einwände und einstimmig hiessen die 26 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Jahresrechnung 2019 gut. Von stefan schneiter Die vom Gemeinderat vorgelegt Jahresrechnung 2019 der Politischen Gemeinde schliesst sehr viel besser ab als budgetiert. Budgetiert wurde ein Ertragsüberschuss von 92 000 Franken, dieser beträgt aber stattliche 1,76 Millionen Franken, somit ist er 1,67 Millionen Franken besser als budgetiert. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von 18,11 Millionen Franken und einem Ertrag von 19,88 Millionen mit dem erwähnten Ertragsüberschuss ab. Bei derart erfreulichen Zahlen für Stallikon war es nicht erstaunlich, dass sich zur Gemeindeversammlung vom vergangenen Mittwoch gerade mal 26 Stimmberechtigte in der Turnhalle Loomatt einfanden. Es war auch die erste Gemeindeversammlung in Stallikon unter Corona-Bedingungen mit all den inzwischen bekannten Vorsichts- und Hygienemassnahmen wie Händedesinfektion, Schutzmasken, Registrierungspflicht für alle Anwesenden. Die Stühle für alle Versammlungsteilnehmenden waren in der Turnhalle weit auseinan-

der verteilt, die Gemeinderäte sassen durch Plexiglasscheiben getrennt in gebührendem Abstand nebeneinander. Gemeindepräsident und Finanzvorstand Werner Michel präsentierte die Jahresrechnung, die jedoch, wie er erläuterte, drei Monate vor dem nächsten Budget bereits nicht mehr so gross interessiere. Nichtsdestotrotz, so Michel, sei es «ein sehr erfreulicher Rechnungsabschluss». Es wäre schön, wenn dieser in den kommenden Jahren ähnlich ausfallen würde. Doch sei zu befürchten, dass Corona hier einen Strich durch die Rechnung machen werde. Aktuell jedoch präsentiert sich die Finanzlage sehr positiv. Die schon 2018 sehr hohen Steuereinnahmen von 2018 seien 2019 nochmals übertroffen worden. Sie spülten im letzten Jahr 986 000 Franken mehr als erwartet in die Gemeindekassen. Als wesentlichste Abweichungen gegenüber dem Budget konnte in der Gemeindeverwaltung ein Minderaufwand von 183 000 Franken verzeichnet werden. Der Aufwand für die KESB, Amtsvormundschaft und das Betreibungsamt schlossen allesamt besser ab als budgetiert (-103 000 Franken). Im Bereich Bildung mussten 236 000 Franken weniger als geplant ausgegeben werden, sowohl bei Sonderschulen, der Entschädigung der Lehrkräfte, wie auch beim Beitrag an den Sonderschulzweckverband Affoltern. Bei der Pflegefinanzierung der Alters- und Pflegeheime resultierte ein Mehraufwand von 79 000

Gemeindepräsident Werner Michel präsentierte die erfreulichen Zahlen der Rechnung 2019. Aufmerksam folgte Gemeindeschreiber Roberto Brunelli (rechts) den Ausführungen. (Bild Stefan Schneiter) Franken, vor allem im Bereich Langzeitpflege. In der Sozialhilfe beträgt der Minderaufwand 64 000 Franken, bei den Gemeindestrassen 94 000 Franken.

Geringere Nettoinvestitionen Bei den Grundstücksgewinnsteuern konnte Stallikon ein Plus von 830 000

Franken verzeichnen. Hier wurde das Budget um das Doppelte übertroffen. Finanz- und Lastenausgleich trugen einen Minderertrag von 821 000 Franken ein, doch Zinsen, Liegenschaften des Finanzvermögens, Spezialfinanzierung Wasserwerk wie der Abwasserbeseitigung und der Abfallwirtschaft fielen allesamt mit einem gegenüber dem Budget zu verzeichnenden Minderaufwand aus. Investitionen wurden weitgehend entsprechend dem Budget getätigt. Die Rechnung weist Nettoinvestitionen von 1,27 statt der budgetierten 1,81 Millionen Franken aus. 26 Hände schnellten in die Höhe, als Gemeindepräsident Werner Michel über die Rechnung abstimmen liess – einstimmige Annahme. Zwei weitere Geschäfte standen auf der Tagesordnung der Gemeindeversammlung. Auch diese beiden wurden anstandslos genehmigt. Gutgeheissen wurde ein Kredit von 155 000 Franken, mit dem von 2011 bis 2018 die Wasseruhren in der Gemeinde mit Funkfernablesung umgerüstet wurden. Stallikerinnen und Stalliker profitieren davon, wie Tiefbau- und Werkvorsteher Robert Sidler erläuterte, dass nunmehr kein Ablesen des Wasserstands mehr nötig sei und auch kein Brunnenmeister mehr deswegen vorbeikommen müsse. Als drittes Geschäft hiess die Versammlung schliesslich noch Ausgaben von 103 000 Franken gut für die Sanierung der Quellen, welche öffentliche Brunnen im Dorf speisen.a

«Nichts tarnt sich so geschickt als Schwierigkeit wie eine Chance» Die Standortförderung Knonauer Amt koordiniert und unterstützt vielfältige Projekte

So schlank die Standortförderung auch organisiert ist: die Projekte, die sie anstösst, sind vielfältig und gehen von einer umfassenden Vorstellung von Standortgunst aus, von der «fairen» Milch zum A4-Solar-Kraftwerk, vom Naturnetz zur App. An der Generalversammlung vom letzten Donnerstag wurden laufende und künftige Projekte präsentiert. Von Bernhard schneider Präsident Marcel J. Strebel begrüsste zur GV in der Sagiweid8910, einem Gewerbeneubau im Westen von Affoltern. Gastgeber Dieter Greber führte aus, das Gebäude sei ursprünglich geplant worden, um es einer Produktionsfirma zu vermieten. Eine Einsprache habe zu Verzögerungen von vier Jahren geführt. Die betreffende Firma habe sich längst woanders niedergelassen: «Dennoch haben wir dieses Haus auch ohne Mieter gebaut, denn für Unternehmen ist es ideal, wenn sie Produktionsräume kurzfristig mieten können», fuhr er fort.

Public Private Partnership Alle 14 Gemeinden des Bezirks gehören der Standortförderung an, 13 davon wa-

ren an dieser 5. Generalversammlung des Vereins Standortförderung vertreten. Sie engagieren sich zusammen mit Unternehmen, Vereinen, Verbänden und motivierten Privaten für die Standortgunst der Region Knonauer Amt. Standortförderer Johannes Bartels erörterte anhand der «grossen Linien» des Massnahmenkatalogs, wie breit seine Anstrengungen abgestützt sind, um mit den richtigen Anstössen möglichst viele Aktivitäten innerhalb einer klar definierten Strategie ins Rollen zu bringen. Die Standortförderung sei bei gesellschaftlichen und kulturellen Anliegen kooperativ und unterstützend tätig. Die regionale Gesundheitsversorgung ist ebenso ein Anliegen wie der direkte Absatz landwirtschaftlicher Produkte. Die von der Standortförderung initiierte und getragene Energieregion Knonauer Amt bietet Privaten und Unternehmen Energieberatung an, pflegt den Austausch zwischen Gemeinden und weiteren Akteuren im Energiebereich, plant die grösste Autobahnüberdachung der Schweiz zur Produktion von Solarstrom.

Natur, Kultur und Digitalisierung Während die Energieregion soeben ihr 10-jähriges Bestehen feiern könnte, vernetzt die neu gebildete Projektgruppe Naturnetz die verschiedenen Interessengruppen, die in diesem Bereich aktiv

sind: die Bauern, die Gemeinden und ihre Werkhöfe, die Jäger und Fischer, die Naturschutzorganisationen. «Mit Blick in die Zukunft müssen wir unsere Region digital erschliessen», hielt Johannes Bartels fest, er plane, «s ganze Säuliamt im Hosesack» zugänglich zu machen. Dazu befindet sich die App Knonauer Amt in Entwicklung. Sie digitalisiert die bisherige Sport- und Freizeitkarte, soll Ziele, Touren und Routen für Freizeit, Sport und Tourismus anbieten. Das darauf abgestimmte Projekt «QR-Code» sieht vor, dass an besonderen Orten im Knonauer Amt Informationen über Kultur, Geschichte, Sport und Tourismus abgerufen werden können. Mit diesen beiden Projekten verknüpft wird unter anderem das Projekt E-Bike-Routen zur Arbeit und in der Freizeit, das ergänzend zu den Arbeiten der Zürcher Planungsgruppe Knonauer Amt, die ein Verkehrskonzept entwickelt, erarbeitet wird.

Ehrgeizige Ziele Neben all diesen zukunftsgerichteten Projekten wird auch die «konventionelle» Arbeit der Standortförderung digitaler: das Vermitteln von Geschäftsräumlichkeiten zwischen passenden Unternehmen, Gemeinden und Immobilienbesitzern. Dank der Verknüpfung auf dem Plan Arbeitszonenbewirtschaftung, einem Teil der elektronischen Karte des

Dank an Clemens Grötsch, der aus dem Vorstand zurücktritt: «Ich empfehle nicht, wie Trump, dieses ‹Desinfektionsmittel› intravenös einzunehmen», meinte der Präsident der Standortförderung, Marcel J. Strebel, schmunzelnd. Rechts am Vorstandstisch: Vizepräsident Stefan Gyseler und Standortförderer Johannes Bartels. (Bild Bernhard Schneider)

Kantons Zürich (maps.zh.ch), sind Informationen über konkrete Parzellen für Gewerbebetriebe direkt verlinkt. Raphael Frei, im Vorstand zuständig für das Forum Energie&Umwelt, konkretisierte die ehrgeizigen Ziele im Energiebereich: 2050 sollen 90 % der verbrauchten Energie innerhalb der Region mit nachhaltigen Technologien hergestellt werden. Dabei werde nicht auf die Produktion, Stichwort A4-Kraftwerk, sondern auch auf die Erhöhung der Effizienz gesetzt – etwa mit der Ausdehnung der Energieberatung auf Überbauungen, auch solche mit Stockwerkeigentum. Der Aufbau des Naturnetzes sei von der Coronakrise nur teilweise verzögert worden. Die physischen Treffen, insbesondere der Workshop mit allen beteiligten Interessengruppen, wurden zwar verschoben, dafür wurde die Zeit in den Aufbau des YouTube-Kanals und der Facebook-Seite «Naturnetz Knonauer Amt» investiert.

Breit abgestützter Vorstand Die von Stefan Gyseler präsentierte Rechnung 2019 zeigt einen Gewinn, der es erlaubt, die Aktivitäten auszubauen, ohne die Mitgliederbeiträge zu erhöhen. Zur Übersicht über die aktuellen Mitglieder nach Kategorie ergänzte Standortförderer Johannes Bartels: «Ausser bei den Gemeinden haben wir überall noch Luft nach oben», insbesondere Unternehmen und Privatpersonen, aber auch Stiftungen, Vereine und Genossenschaften seien als Mitglieder willkommen. Kontinuität gibt es im breit abgestützten Vorstand. Als einziges der zehn Mitglieder ist der Affoltemer Stadtpräsident, Clemens Grötsch, zurückgetreten. Auf ihn folgt Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann. Damit sind nicht nur Gemeinden und Privatwirtschaft je hälftig vertreten, auch Männer und Frauen halten sich im Gremium nun die Waage. Mit dem Zitat des humorvollen Dichters und Werbetexters Karl Heinz Karius, «Nichts tarnt sich so geschickt als Schwierigkeit wie eine Chance», lei-

tete Präsident Marcel Strebel über zur Vorstellung eines Neumitglieds der Standortförderung, der Genossenschaft Kiss. Präsidentin Marianne Zimmerli Abrach stellte zusammen mit ihrer Vorstandskollegin Cécile Koller Kiss Knonauer Amt vor: «Wir sind stolz, dass wir für alle 14 Bezirksgemeinden Wertschöpfung erbringen dürfen.» Die Genossenschaft geht davon aus, dass die Bevölkerung immer älter wird. Gleichzeitig leben mehr Menschen länger zuhause, benötigen aber teilweise Unterstützung, damit dies so bleiben kann. Bei der «geldfreien» 4. Säule, die Kiss anbietet, erwirbt man durch Leistung für andere ein Guthaben, das man später wieder beziehen kann. So, wie bei der AHV die erste Generation in den Genuss der Leistungen kam, ohne ein eigenes Guthaben erworben zu haben, ist dies auch hier der Fall. Interessant ist, dass es Kiss einfacher fällt, Menschen zu finden, die helfen wollen, als solche, die sich helfen lassen möchten. Die Chance, sich helfen zu lassen, sollte man nicht als Schwierigkeit sehen. ANZEIGE

Hans-Ulrich Bigler

Direktor Schweizerischer Gewerbeverband, FDP

«Unser Wohlstand beruht auf wirtschaftlicher Offenheit. Die Bilateralen legen dafür das Fundament. Deshalb sage ich NEIN zur verantwortungslosen Kündigungsinitiative.»

kündigung-nein-z

h.ch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2020

Mehrfrontenkampf gegen den Die Botschaft hör ich wohl, allein mir weltweiten Temperaturanstieg fehlt der Glaube KOMMENTAR

VON MARTIN PLATTER

Buss- und Bettags-Podiumsgespräch in Kappel zum Klimawandel

Eine Randbemerkung von Klimaforscher Andreas Fischlin während des Podiumsgesprächs in Kappel hat hellhörig gemacht. Ihm sei aufgefallen, wie wenig Solarzellen auf den Dächern in und um Kappel verbaut seien, sagte Fischlin, als die Energieregion thematisiert wurde.

Im Anschluss an den Vortrag von Klimaforscher Prof. Dr. Andreas Fischlin in der Klosterkirche (Frontartikel), äusserten auf dem Podium zwei Kantonsrätinnen, ein Unternehmer und ein Standortförderer ihre Lösungsansätze gegen den Klimawandel.

Die Bemerkung steht sinnbildlich dafür, wie weit Theorie und Praxis in der Klimapolitik und der angestrebten Energiewende auseinanderdriften; wie wenig die schönen Worte und Absichtserklärungen der Politiker mit der Realität zu tun haben. Seit bald drei Jahren versuche ich in der Kernzone Uerzlikons eine alte Scheune in Wohnraum umzubauen. Dabei hätte ich gerne das 120 Quadratmeter grosse, perfekt geneigte Süddach mit Solarzellen ausgestattet, um dereinst genügend Strom für ein Elektroauto zu erhalten. Seither hat der Amtsschimmel nicht mehr aufgehört zu wiehern. Weil die alte Scheune auch noch unter Schutz gestellt wurde, bin ich gleich doppelt der Geprellte. Für Schutzobjekte gelten besonders umständliche und kostspielige Auflagen, will man etwas zur Energiewende beitragen.

Von Martin Platter An der Podiumsdiskussion, an der auch Referent Andreas Fischlin teilnahm, zeigte sich die grosse Komplexität des Problemkreises der Erderwärmung. Der Klimaforscher erklärte: «Das Problem ist, dass wir bei der Erforschung und Bekämpfung des Klimawandels mehrere Schlüsselfaktoren haben, die Wechselwirkungen auslösen und die sich auch gegenseitig beeinflussen. Die Gletscher schmelzen. Durch die geringere Absorbierung der Sonnenstrahlen führt das schon jetzt zu einer Temperaturerhöhung. Diese Wechselwirkung nimmt mit der abnehmenden Eisfläche immer mehr zu. Das Ausbleichen der Korallenriffe durch die Erwärmung der Meerwassertemperatur ist ein weiterer Schlüsselfaktor. Ebenso die zunehmenden Waldbrände, die enorm viel gebundenes Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Atmosphäre freisetzen, was weitere Waldbrände begünstigen kann. Die Bäume und Meere können aber nicht x-beliebig viel CO2 absorbieren. Wir wissen nicht, bei welcher Temperaturerwärmung dieser Punkt erreicht wird.» Es sei eine Risikoabwägung erforderlich. In einer Demokratie habe es das Stimmvolk in der Hand, das Risiko selber zu bestimmen.

Erfolgsmodell Energieregion

Mein Beispiel ist kein Einzelfall. Ich bin überzeugt: In der Schweiz wäre die Energiewende schon längst geschafft, würde man die Leute machen lassen. Stattdessen macht ein Heer von Beamten und Heimatschützern mit einer Fülle von zeitraubenden und kostspieligen Verfahren und Vorschriften die Chance auf eine baldige Energiewende zunichte. Man zieht es vor, lieber Unmengen warmer Luft abzusondern und Stapelweise Papier zu generieren, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen.

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Zu viel ist zu viel!

Nicht ohne Stolz berichtete Charles Höhn als Vertreter der Energieregion Knonaueramt, dass der im Mai 2013 vorgestellte regionale Energieplan, der von der Standortförderung initiiert wurde, erfolgreich angelaufen sei. Das Projekt hat zum Ziel, bis 2050 80 Prozent des Wärmebedarfs und 20 Prozent des Strombedarfs regional zu produzieren;

Wie in der Echokammer: Podiumsgespräch mit Volker Bleil, Charles Höhn, Marcel Strebel, Esther Staub, Hannah Pfalzgraf und Andreas Fischlin. (Bild Martin Platter) vor allem aus Umweltwärme, Solarthermie, Fotovoltaik, Holz, Biomasse sowie der Abwärme von Kläranlagen und deren Zuleitungen. Höhn sagte: «Bis Ende 2020 wollten wir 22 Prozent der Wärmeenergie schaffen. Nun sind wir bereits bei 27 Prozent.» Andere Regionen eiferten dem Konzept nach. Fischlin kommentierte: «Es ist toll, was sie da machen. Aber leider genügt das nicht. Wir müssen es schaffen, die maximal 1,5 Grad Temperaturerhöhung einzuhalten. Politisch haben wir nun den Kampf, wie viel CO2 im In- und Ausland anfallen darf.» Das wiederum liess Höhn nicht auf sich sitzen: «Wir sind zufrieden, dass wir unser erstes Ziel, bis 2020 erreicht haben. Und dabei die Erkenntnis der Wirtschaft gewonnen haben, dass es uns besser geht, wenn wir nachhaltig wirtschaften. Wir haben bisher 13 Millionen Liter Heizöl durch unsere Bestrebungen eingespart.»

Klimaschädliches Wirtschaftswachstum Der Unternehmer Marcel Strebel, Anta-Swiss-Inhaber und Präsident Standortförderung, fand: «Es braucht mehr Menschen, die sich fürs Klima einsetzen. Es macht Angst, wenn man sich die Fakten von Herrn Fischlin vor Augen führt.»

Für Hannah Pfalzgraf, SP-Kantonsrätin und Juso-Aktivistin, ist der Fall klar: «Der Vortrag hat gezeigt, dass jetzt gehandelt werden muss. Wir in der Schweiz tragen eine enorme Verantwortung, weil wir den Finanzplatz und das Geld dazu haben.» Sie bezweifelt jedoch, ob bei allen politischen Akteuren die Einsicht zur Notwendigkeit des Klimaschutzes vorhanden ist. Obschon die letzten Wahlen klar gezeigt hätten, dass dem Gros der Wählerinnen und Wählern der Klimaschutz am Herzen liege. Pfalzgraf: «Ein wirksamer Klimaschutz ist antikapitalistisch, denn unser System baut auf Wirtschaftswachstum aus, was dem Klima nicht zuträglich ist.» Pfarrerin, Kirchenrätin und SP-Kantonsrätin Dr. Esther Staub doppelte nach: «Es geht um einen Paradigmenwechsel, klimaneutral zu leben. Es sind nicht nur einzelne Massnahmen gefragt, sondern ein Umdenken der ganzen Gesellschaft.» Strebel relativierte: «Umdenken, umlenken und umkehren sind eine grosse Chance, bergen aber auch unternehmerische Risiken.» Vor allem, wenn man die aktuelle Corona-Situation noch miteinbezieht. «Ich finde das antikapitalistische Denken nicht falsch. Aber dazu müsste in öffentlichen Ausschreibungen nicht zu 100 Prozent auf den Preis geschaut werden, sondern auch soziale

begrenzungsinitiative.ch

Die Politik und ihre Thesen Fischlin sagte: «In der Politik geistern sehr viele Thesen umher, die nachweislich nicht stimmen. Zum Beispiel, dass wir uns den Klimaschutz nicht leisten können.» Dabei koste Klimaschutz langfristig weniger als ein Prozent des Bruttosozialprodukts. Strebel: «Kein Unternehmer stellt sich gegen Energiemassnahmen, die rentabel sind.» Staub warf ein: «Im kirchlichen Umfeld tut sich noch wenig in der Bewahrung der Schöpfung, die eigentlich verbildlich für die Kirchgemeinden wäre. Das Label «grüner Güggel» (kirchliches Umweltmanagement) soll deshalb in den nächsten vier Jahren in allen Kirchgemeinden verbindlich werden. Fischlin sagte unverblümt: «Wenn sie keine Messlatte haben, ist das Feigenblattpolitik. Bei solchen Zertifikaten müssen verbindliche und messbare Massnahmen und ein Zeithorizont her.» Man war sich in der Runde jedoch einig, dass die Oberhäupter aller Religionen gut daran täten, ihre Gläubigen für die Thematik des Umweltschutzes und der Klimaerwärmung zu sensibilisieren.

Das Bier für Persönlichkeiten Eröffnung der Stallbraui in Kappel Nach zwei Jahren Stallumbau wird nun in der «Stallbraui» auf dem Hof Allenwinden in Kappel Bier produziert. Bei strahlendem Wetter wurde am letzten Freitag die Eröffnung mit Kappeler Klosterbier, Weisswurst und Brezn gefeiert. Der Anzeiger hat degustiert. Von nePita Santiago

r Jetzt r Schweize ü ätze f rn! l p s t i Arbe siche

und Umweltschutzaspekte miteinbezogen werden.» Der Teufel sitze oft im Detail.

Es sah lauschig und gemütlich aus und war eine tolle Einstimmung ins Wochenende: An langen Tischen unter einem Vordach oder dem weit ausladenden Nussbaum mischte sich ein buntes Völklein von Freunden, Familie, anderen Bierbrauern und neugierigen Biergeniessenden aus der Gegend und plauderte angeregt. Eines hatten jedoch alle gemeinsam; vor ihnen stand ein goldfarbenes Gebräu; das Klosterbier aus der Stallbraui. Auch Weisswürste und Brezn fanden rege Zuspruch sowie der allererste Rampenverkauf. Ganz so gemütlich war es natürlich nicht immer, denn wie heisst es doch so schön: erst die Arbeit, dann das Vergnü-

Stossen auf den gelungenen Umbau der Stallbrauerei an: Simone Michael, Christa Falkensammer und Brauer Christof Eichenberger (von links). (Bild Nepita Santiago) gen. Als der Biologe Christof Eichenberger und seine Frau, die Juristin Simone Michael, Inhabende der See-Brauerei in Oberrieden, einen neuen Standort für ihre Brauerei suchten, trafen sie auf Christa und Markus Falkensammer – sie Wirtschaftsinformatikerin und Landwirtin, er Orthopäde und Chirurg – und fanden in deren seit elf Jahren leerstehenden Kuhstall den idealen Standort für ihre Brauerei. Somit konnte der Umbau beginnen. Gemeinsam haben die

vier morsche Holzbalken ausgebaut, Elektro- und Sanitärrohre verlegt, Böden betoniert und so weiter. Vieles konnten sie natürlich nicht selber in Angriff nehmen, sondern mussten Fachleute beiziehen. Um das finanzieren zu können, hatten sie kurzerhand ein Crowdfundig gestartet. Erfolgreich, wie sich heute zeigte. «Das ist ganz verreckt, wie das aussieht», sagte ein Besucher zu einem anderen, während Christof Eichenberger über Hefen und die Brauprozesse

referierte. Er habe eben noch den alten Stall gekannt. «Also ganz super!», fügte der erwähnte Herr lobend an. Auch der Vater von Christa Falkensammer, Otto Ringger, ehemaliger Landwirt auf dem Hof Allenwinden, schmunzelte zufrieden vor sich hin: «Ich habe Freude, dass es hier belebt ist, dass etwas weiterlebt.» Er sei zwar kein Biertrinker, aber dieses hier, das schmecke ihm. «Ja, der Christof macht das mit Leidenschaft und Präzision.» Auch die Schreibende ist keine Biertrinkerin, aber das sämigerdige des ausgeschenkten Weizenbieres sowie die ausgewogene bittere Note von «Huldrych» mundeten ihr ausgezeichnet. Der Name des Bieres sagt es: Die Kappeler Klosterbiere werden zu Ehren grosser Persönlichkeiten, wie Huldrych Zwingli, gebraut. Der momentan zweite im Bunde, «Heinrich» (Bullinger) ist ein dunkles Bier und momentan erst in der Flasche erhältlich. Ideen für spannende Persönlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Kloster Kappel stehen und mit einem Bier geehrt werden sollten, nehmen die vier übrigens gerne entgegen. Ab Oktober fast jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr Rampenverkauf. Bestellungen: www.stallbraui.ch.


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Dienstag, 22. September 2020

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«Ich will das nicht sehen!» Am Freitag ging in Hausen die Ausstellung «Weid Cube» zu Ende – bei den Jugendlichen hat sie für viel Aufruhr gesorgt Während zwei Wochen stellten zehn junge Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in einem Sek-Schulhaus aus. Zu sehen gab es Fotos von nackten Körperteilen. Nicht nur, aber auch. Das verstörte einige Schülerinnen und Schüler. Sie teilten ihr Befremden auf Post-it-Zetteln mit. So entstand ein Dialog über Kunst – wenn auch ganz anders, als ursprünglich geplant. von livia häberling Aus der Künstlerszene hätte es vielleicht Applaus gegeben. Ein freundliches Lob, ein zustimmendes Nicken, Schultertätscheln – «tolles Werk!» Blöd nur, dass das Publikum dieses Mal nicht aus der eigenen Filterblase heranflaniert kam, sondern eher so aus dem luftleeren Raum zwischen Teenie- und Erwachsenen-Welt antaumelte. Und dann nicht lobte, nicht klatschte, sondern sec mitteilte: «Ich finde das hässlich!» Die Kritik bezog sich vorwiegend auf das, was die Jugendlichen auf der Damen- und Herrentoilette zu sehen bekamen. Dort nämlich zeigte die 22-jährige Luzernerin Aline Peter ihre Arbeit «zwischen den Blutzellen». Diese bestand aus Texten, Zeichnungen, Bildern und Fotografien und sollte Gefühle wie Ausgeschlossenheit, Offenbarung, Zurückweisung oder Zuneigung repräsentieren. Die junge Künstlerin befasste sich in ihrer Arbeit auch mit Beziehungen zu anderen und zu sich selbst. «Ich zeige mich darin sehr verletzlich, sehr offenbarend», erklärt sie, deshalb habe sie sich das WC als Ausstellungsort ausgesucht. «Mir schien das passend, weil es der Ort im Schulhaus ist, an dem sich die Jugendlichen selber am Nächsten sind. Sie sind alleine in diesem intimen Moment, müssen für einmal nicht ‹cool› sein und lassen sich so vielleicht am ehesten darauf ein.»

Aufwühlende Akt-Fotos auf der Schultoilette So kam es, dass den Jungs am Montagmorgen beim Pinkeln auf einer Zeichnung eine nackte, menstruierende Frau «entgegenblutete», während es auf dem Mädels-Klo Fotos von Vulvas oder eine Zeichnung von zwei aufeinanderliegenden Körpern zu betrachten gab. Oder das Gemälde einer Frau, die – nackt auf dem Bett liegend – an ihren Geschlechtsorganen herumfummelte. Das Entsetzen bei den Jugendlichen sei gross gewesen, erzählt Sekundarlehrerin Nadine Urmi, die die Ausstellung mitinitiiert hatte. «Man stellt doch nicht dar, wie man Sex hat oder wie eine Vulva aussieht», sei der Tenor gewesen. «Die Bilder waren kontrovers und wurden sofort zum Riesenthema – bei Schülerinnen und Schülern,

Aline Peter stellte ihre Werke in den Toiletten aus. Nicht alles, was es dort zu besichtigen gab, gefiel den Jugendlichen. Die Vulva-Fotos mussten am ersten Tag wieder abgehängt und durch rote Rahmen ersetzt werden. Einige äusserten ihr Befremden auf Zetteln, die zugleich als «Zensurbalken» dienten. (Bilder Livia Häberling) und auch bei einzelnen Eltern.» Nicht bedacht habe man, dass die Jugendlichen – würden sie die Vulva-Fotos abfotografieren – pornografisches Material auf dem Handy hätten. «Deshalb haben wir die Aufnahmen noch am selben Montag abgehängt», so Nadine Urmi. Einige Eltern hätten kritisch nachgefragt, sich erkundigt, ein Vater hat die Ausstellung besucht, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Diese Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen, um es besser zu verstehen und es vielleicht mit der Tochter oder dem Sohn nochmals zu besprechen, habe sie sehr geschätzt.

Mit Zettelchen entstand ein heimlicher, anonymer Dialog Nach intensivem Austausch mit der Künstlerin und mit dem AusstellungsInitiator Florian Rubin habe man schliesslich entschieden, mit den Jugendlichen den Dialog zu suchen, sie zur Auseinandersetzung mit den Werken zu animieren. «Ich habe gedacht, dass die Schülerinnen und Schüler solche Bilder längst im Internet gesehen haben, dass solche Sujets keine Neuigkeit mehr sind», sagt die Künstlerin Aline Peter

rückblickend. Sie verfasste einen Brief, worin sie den Jugendlichen die Absicht ihrer Werke näher erklärte. Ausserdem kriegten die Schülerinnen und Schüler Post-it-Zettel zur Verfügung gestellt, um persönliche Kommentare zu den Werken zu notieren. «Ich kann nicht ausweichen!», schrieb jemand, «ich will selber bestimmen, ob ich mir das anschaue» oder «Ich finde das hässlich! Ich will das nicht sehen!». Die Zettel durften die Jugendlichen hinkleben, wo sie wollten. Das gab ihnen die Möglichkeit, verpönte Stellen zu zensieren. So entwickelte sich die Ausstellung in beiden Toiletten laufend weiter. Im Herren-WC fehlte schon am zweiten Tag der Tampon, den die Künstlerin an die Wand geklebt hatte. Als sie ihn ersetzt hatte und er erneut entwendet worden war, schrieb sie auf ein Postit: «Tampons klauen ist fies.» Kurz darauf klebte ein zweites Zettelchen darunter: «Nein, ist es nicht. LG der Täter.» Die Künstlerin freute sich über den «heimlichen, anonymen Dialog», der so entstand. Und auch darüber, dass der Tampon auf dem Herren-WC offenbar auf Interesse stiess. Sie fand später die Überreste der Plastikfolie.

Der Anblick eines Sport-Sujets löste in einem Mädchen Unzufriedenheit aus Auch Sekundarlehrerin Nadine Urmi wertet den Austausch, der mit den Jugendlichen entstand, als Erfolg: «Dieser Dialog, die Auseinandersetzung ist das, was wir wollten.» Ihr Anliegen sei es gewesen, ihnen mit dem Projekt die zeitgenössische Kunst näherzubringen. Sie sei sofort begeistert gewesen, als ihr ehemaliger Schüler Florian Rubin – inzwischen Kunststudent – auf sie zugekommen sei mit der Idee, in einem Schulhaus in Hausen eine Ausstellung zu organisieren. Oftmals fehle ihnen dieser Zugang: «Wenn etwas nicht sofort verständlich ist, hängen sie ab.» Malereien müssten nach ihrem ästhetischen Verständnis «schön» sein. Das sei normalerweise der Fall, wenn etwas eindeutig erkennbar sei: «Nichtgegenständliches lehnen viele Jugendlichen ab. Es ist für sie keine Kunst.» In einem Workshop mit zwei Künstlerinnen haben die Schülerinnen und Schüler mit Tusche auf grossen Papierbögen gemalt; mit einem Stift, der ihnen genaues Zeichnen verunmöglicht hat und dadurch vielleicht gezeigt hat, dass nicht alles einem starren Schema folgen muss, sondern dass man auch auf eine andere, abstraktere Art etwas ausdrücken, etwas zeigen kann. Das eigene Verständnis von Ästhetik war auch bei der Betrachtung der Werke Thema: Eine junge Frau kommentierte das Gemälde eines Fitnessgeräts mit den Worten, sie könne dieses Bild nicht anschauen, sonst fühle sie sich dick und schäme sich für ihren Körper.

Experimentierfreude: Ein Schüler platzierte fremde Sujets im Schulhaus

Auch die Installation von Brikena Buqaji mit 72 selbst gefertigten Unterhosen stiess einen Dialog an.

Initiator Florian Rubin und Co-Organisatorin Anica Nizic, hier bei ihrer Live-Performance «Digitale Überwachungskamera».

Immer wieder habe es Schlüsselmomente gegeben in dieser aufregenden Woche. Wenn jemand plötzlich fragte: «Was macht denn nun eine Künstlerin aus?», oder wenn ein Talent zum Vorschein kam, das im regulären Schulbetrieb nicht abgefragt wird. Wenn eine Installation zuerst Ekel und Widerstand auslöste, dann aber einen Dialog anstiess. So geschehen bei den 72 selbstgenähten Unterhosen von Künstlerin Brikena

Buqaji, die auf die 72 Jungfrauen anspielen, welche einem Mann im muslimischen Paradies versprochen werden. Einige haben an der Finissage eigene Zeichnungen ausgestellt, und ein Schüler wiederum liess fremde Sujets in die Ausstellung einfliessen – um zu sehen, ob es seinen Kolleginnen und Kollegen auffällt.

Die Irritation ist geglückt Auch Initiator Florian Rubin und Co-Organisatorin Anica Nizic ziehen insgesamt ein positives Fazit und sind dankbar, dass die Sek Hausen die Ausstellung ermöglicht hat. Es seien lehrreiche, aber auch intensive Tage gewesen. «Es war nicht ganz einfach, den Zugang zu den Jugendlichen zu finden», so der 25-jährige Florian Rubin. In der Kunstschule seien sie sich eine andere Art von Feedback gewöhnt. «Dort geht es viel gesitteter zu und her», sagt er, und muss selber lachen. Von den Jugendlichen jedoch seien sie zu Beginn richtiggehend abgelehnt worden – wenn auch nicht ganz unerwartet. Aber: «Wir haben sie mit unserer Ausstellung irritiert, und manche haben diese Irritation genutzt und wurden neugierig. Das ist für uns ein Erfolg.» ANZEIGE

Stefan Schmid

Gemeindepräsident Niederglatt, Kantonsrat, SVP

Infrastruktur verlottert, Kosten steigen, alle verlieren.

www.strassengesetz-nein.ch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. September 2020

Der Brand, der eine Liebessteuer auslöste Geschichte der Feuersbrünste und Feuerwehr im alten Hausen Die Schrift «Feuer, Blitze und Menschen» beleuchtet die Geschichte der Feuersbrünste und der Feuerwehr im frühneuzeitlichen Hausen. Sie gibt spannende Einblicke in die Sozialgeschichte des 18. und 19.Jahrhunderts in der Zürcher Landschaft. von stefan schneiter Rund 50 Seiten dick ist die Broschüre, welche die Natur- und Heimatschutzgesellschaft Oberamt (NHO) anlässlich ihrer Generalversammlung vergangene Woche vorgestellt und herausgegeben hat. Geschrieben ist sie vom Historiker Sebastian Brändli, der zwar in der Stadt Zürich zuhause ist, sich aber mit der Ortsgeschichte von Hausen bereits derart intensiv beschäftigt hat, sodass er im Vorwort der Broschüre als «Hausemer Ortshistoriker» tituliert wird. Für Hausen sind Feuersbrünste erst ab dem 18. Jahhundert dokumentiert. In der historischen Schrift stehen vier Feuersbrünste in Hausen in den Jahren 1758, 1783, 1810 und 1821 im Zentrum. Der wichtigste und grösste Brand war derjenige von 1758. Ein kleines Quartier an der heutigen Müllistrasse, bestehend aus zwei grossen Bauernhäusern mit insgesamt sechs Haushaltungen, fiel damals einem intern entstandenen Brand zum Opfer. Der damalige Pfarrer beschrieb diesen im Stillstandprotokoll:

«...gestern Morgen in der Frühe zu Hausen eine plözliche Feürsbrunst entstanden, wodurch 2 grosse Heüser und ein Scheürli völlig eingeäscheret, mithin 6 Haushaltungen...Hinterlassenen durch plözlichen Verlust ihrer Haabschaft in grosse Armuth versezt worden.» Der Brand löste nicht nur grosses individuelles Leid, sondern auch kollektive Betroffenheit aus und zog politische Konsequenzen nach sich. Er führte soweit, dass der Zürcher Rat als oberste Behörde des Alten Zürich den Einzug einer so genannten Liebessteuer guthiess. Wieder der Pfarrer 1758: «Anbey die Erlaubnuss ertheilet, in der Herrschaft Knonau, Wädenschweil und auf der Horger Seite des Zürich Sees; dessgleichen in denen benachbarten Vogteyen Bonstetten und Birmenstorf, wie auch nach dem Herbst 3 Wochen lang in hiesiger Statt sich bey gutherzigen Leüthen um eine milde Beysteür anzumelden.» Erhoben wurde diese Liebessteuer, ein Akt bemerkenswerter Solidarität und christlicher Nächstenliebe, also in grossen Teilen des Zürcher Untertanenlands bis hin zum Zürichsee und selbst in der Stadt Zürich. Die schriftlichen Dokumente aus dieser Zeit – Brändli fand diese im Kirchgemeindearchiv Hausen – bietet interessante Einblicke in die Rolle der Obrigkeit und des Pfarrers bei solchen Schadensereignissen. Ein architektonischer Zeuge des Ereignisses ist das Feuerwehrhäuschen von Hausen, das als Reaktion auf den

Quartierbrand von 1758 gebaut wurde und das zeigt, dass man es in Hausen nach den schrecklichen Erfahrungen mit dem Brand ernst meinte mit der Feuerwehr.

Feuerkübel in jeder Familie Geschildert werden im weiteren auch ein Brand von 1783, bei dem eine Scheune mit sieben Stück Vieh abbrannte, was für den betroffenen Bauern eine Katastrophe war. 1810 wurden nach einem Blitzeinschlag ein Wohnhaus, Müh- Das Feuerwehrhäuschen in Hausen wurde 1758 als Reaktion auf den verheerenden Brand von 1758 le, Sägerei und andere gebaut. (Bild Urs Gluck) Gebäude eingeäschert. Über den Brand wurde – neu zum Brand von 1758 wird auch vom Anfänge liegen weitgehend im Dunkeln. für diese Zeit – in den Zeitungen be- Einsatz von Feuerspritzen berichtet, Die Feuerbekämpfung oblag lange Zeit richtet. Etwa in der Zürcherischen Frei- über die Hausen nun offenbar verfügte. der dörflichen Selbstorganisation. Jede Beim vierten Brand, demjenigen Familie hatte bei der Bekämpfung eines tagszeitung am 10.Juli 1810: «Aeusserst schreckhaft war für uns der heutige Tag. einer Scheune im Jahr 1821, kam die Brandes mitzuhelfen und hatte auch Abends zog sich ein fürchterliches Un- Brandassekuranz zum tragen, also eine «Feuerkübel» griffbereit zu Hause. Ein gewitter das Reussthal hinauf. Es folgten Brandversicherung, die für den Geschä- solcher Feuerkübel aus dem 18.Jahrhunsich (Blitze) Schlag auf Schlag. Einer der- digten die Folgen des Brandes etwas ab- dert existiert noch heute in Hausen. selben entzündete die Scheune des bra- milderte. fen Müller Näfen von hier...Welch Ein Kapitel ist dem Entstehen der Die Broschüre ist zu bestellen für 15 Franken bei schrecklicher Anblick.» Im Unterschied dörflichen Feuerwehr gewidmet. Dessen Karin Zgraggen, Ebertswilerstr. 8, 8915 Hausen.

ÄMTLER KANTONSRÄTINNEN MEINEN

Arianne Moser, FDP, Bonstetten

Mobilitätsfinanzierung nach dem Verursacherprinzip Wer Mobilität nutzt, soll auch für die dafür nötige Infrastruktur und die dadurch entstehenden Emissionen auf kommen. In meinem Postulat «Mobilitätsfinanzierung nach dem Verursacherprinzip» bitte ich den Regierungsrat aufzuzeigen, wie die Finanzierung des privaten und des öffentlichen Verkehrs verursachergerecht umgebaut werden kann. Der Regierungsrat hatte beantragt, das Postulat entgegenzunehmen. Gestern im Kantonsrat hat nun aber die SP Diskussion verlangt. Sie will also nicht, dass der Regierungsrat die Arbeit dazu aufnimmt. Das Postulat verbleibt damit auf der Traktandenliste des Rats und wir werden noch ausgiebig darüber diskutieren, ob der Regierung den entsprechenden Auftrag erhält. Wer Mobilität nutzt, soll auch für die dafür nötige Infrastruktur (Bau, Betrieb und Unterhalt) und die dadurch entstehenden Emissionen auf kommen. Entsprechend sollen die Gebühren direkt proportional zur Fahrdistanz und zum Emissionsausstoss erhoben werden. Das neue System soll alle bisherigen Abgaben, Steuern, Subventionen und Finanzierungen ersetzen und möglichst staatsquotenneutral ausgestaltet sein. Sämtliche Verkehrsträger (Strasse, Schiene, Luft, Wasser) sind dabei gleich zu behandeln. Weshalb braucht es diesen Vorstoss? Die kantonalen und nationalen Strassen werden heute zu einem grossen Teil über die Strassenverkehrsabgaben und die Mineralölsteuern finanziert. Die Gemeindestrassen über Steuern. Alternativ angetriebene Autos sind im Kanton Zürich von der Strassenverkehrsabgabe befreit. Da sie

weder Benzin noch Diesel nutzen, bezahlen sie auch keine Mineralölsteuern. Sie bezahlen deshalb nichts an die Strasseninfrastruktur. Man geht davon aus, dass den Elektro- und Wasserstoffautos die Zukunft gehört. Dadurch ist die Finanzierung der Strasseninfrastruktur gefährdet. Damit diese aber langfristig gesichert werden kann, braucht es ein neues Finanzierungssystem. Eine nutzungsabhängige Verkehrsabgabe drängt sich dabei auf, wie wir sie bereits von der Lsva her kennen. Auch eine gleichmässigere Auslastung der Infrastruktur (weniger Staus) könnte mit entsprechender Tarifierung erreicht werden. Die Schweiz hat sich verpflichtet, das Klimaziel von Netto-Null-CO2 bis 2050 zu erreichen. Der Verkehr verursacht zirka ein Drittel der CO2-Emissionen, Tendenz steigend. Wenn auch die Emissionen einen Preis erhalten, kann eine Lenkungswirkung erzielt werden, welche das Erreichen des Klima-Ziels unterstützt. Bereits eine konsequente Internalisierung der externen Kosten führt beim Strassenverkehr zu einer Reduktion der Emissionen. Mit der Gestaltung des Tarifs kann die angestrebte Wirkung gesteuert werden. Zudem ermöglicht eine solche Preisgestaltung, dass sich Investitionen in saubere Technologien lohnen. Jährlich zahlen wir Schweizer für fossile Treibstoffe rund 13 Milliarden Franken ins Ausland. Wenn nur ein Teil dieses Geldes im Inland und in unserem Kanton investiert und ausgegeben wird, stärkt dies unseren Wirtschaftsstandort. Mit meinem Postulat will ich einen Weg aufzeigen für eine liberale und wirkungsvolle Verkehrs- und Umweltpolitik.

Die Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten auf Reisen. (Bild zvg.)

Mit dem «Seestern» durch eine idyllische Landschaft

Die Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten auf dem Zürich-Obersee Erst durften sie die Gastfreundschaft eines Mitglieds geniessen, später über den Zürich-Obersee schippern – die Ü60er des SkiClubs Bonstetten genossen einen besonderen Ausflug. Mit Zug und Bus ging es bei traumhaftem Herbstwetter zum künftigen Wohndomizil von Roger Federer, nach Kempraten bei Rapperswil. Die 38 Ü60er besuchten ihr Mitglied Agnes in ihrem 173-jährigen, unter Heimatschutz stehenden Bauernhof. Begrüsst wurden sie mit Kaffee und von einer aufgestellten Gastgeberin, welche anschliessend einen Rundgang mit Besichtigung des nostalgischen, dekorativen und mit vielen Antiquitäten bestückten Hofs durchführte. Interessierte konnten in ihrem Atelier einmalige Kunst bestaunen.

Das Mittagessen nahmen die Ü60er auf dem Tenn-Heuboden ein, welcher aus dem Jahr 1847 stammt. Dies war ein einmaliges geschichtsträchtiges Erlebnis! Das Buffet bestand aus einer grossen Salatauswahl, Fleisch-Zigeunerspiessen, Grillkartoffeln und Desserts. Sämtliche Getränke wurden von den Gastgebern gesponsort.

Zweistündige Schifffahrt Am Nachmittag ging es gut gelaunt und voller Erwartungen mit Bus und Zug nach Schmerikon am Obersee. Dort wartete das nur für die Ü60er gecharterte private Motorschiff Seestern, ebenfalls ein Ü60er aus dem letzten Jahrhundert, mit Jahrgang 1956. Die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft führt unter der Woche keine Rundfahrten mehr auf dem Zürich-Obersee durch.

Der «Seestern» mit Kapitän Marcel Rickli führte die aufgestellte Truppe während einer zweistündigen Obersee-Rundfahrt durch die traumhafte idyllische Landschaft, welche unter Naturschutz steht. Sowie an den romantischen Dörfern und dem üppig bewachsenen Ufer vorbei. Dazu genossen sie die atemberaubende Panorama-Rundsicht mit den Glarner Alpen. Dies war die einmalige Gelegenheit, den Zürich-Obersee kennenzulernen! Nach den vielen schönen Eindrücken ging es mit dem Zug via Rapperswil zurück nach Bonstetten. Alle freuen sich schon jetzt auf die nächsten interessanten Anlässe mit den Ü60ern. Walti Mätzler Weitere Infos, Jahresprogramm und Fotos unter ue60-scbonstetten.ch.


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Dienstag, 22. September 2020

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«Nächstes Jahr wird richtig gefeiert» 40 Jahre katholische Kirchgemeinde St. Mauritius in Bonstetten Am vergangenen Sonntag feierte die katholische Kirchgemeinde St. Mauritius Bonstetten-StallikonWettswil ihr 40-Jahre-Jubiläum. Wegen Corona beschränkte sich das Fest auf einen besonderen Gottesdienst. Generalvikar Josef Annen betonte in seiner Predigt, dass die Kirchgemeinde der Platz ist, um gemeinsam Gott zu suchen und zu finden. Von Marianne Voss

de. Vorher befanden sich die Kirchenräume in der Liegenschaft des ehemaligen Restaurants Bahnhof, wo die katholischen Gläubigen schon ab 1961 im Saal ab und zu Gottesdienste feiern konnten. Die eigentliche Gründung der selbstständigen Kirchgemeinde fand am 1. Januar 1980 statt. Am ehemaligen «Bahnhöfli» wurden im Laufe der Jahre verschiedene Umbauten vorgenommen. 2005 konnte der Turm eingeweiht werden, im Juni 2016 dann das vollständig neue Kirchengebäude.

Auf der Suche nach Gott

Auch an diesem Jubiläumsanlass hinterliess Corona seine Spuren. Statt eines grossen Festes mit Speis und Trank beschränkte sich das Feiern des 40-Jahr-Jubiläums der katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius Bonstetten-StallikonWettswil auf einen besonderen Gottesdienst im Beisein von Generalvikar Josef Annen. Doch Pfarradministrator Antonio Lee versprach: «Wir verschieben das Fest auf nächstes Jahr. Jetzt findet nur die erste Stufe statt. Nächstes Jahr wird dann richtig gefeiert mit Prozession und Apéro.» Die Gottesdienstbesucherinnen und –besucher sassen am vergangenen Sonntag mit viel Abstand verteilt im Kirchenraum und der anschliessenden Aula der katholischen Kirche in Bonstetten, die erst vor gut vier Jahren eingeweiht wur-

Am feierlichen Jubiläumsgottesdienst vom vergangenen Sonntag hielt Generalvikar Josef Annen eine eindrückliche Predigt. «Wir haben Grund genug zum Danken, zur Erneuerung, zur gegenseitigen Entschuldigung und zum Beten. Heute ist ja auch der eidgenössische Bettag.» Er blickte zurück auf die Zeiten, als noch im verrauchten Saal des «Bahnhöfli» Tische und Stühle zurechtgerückt wurden für den Gottesdienst. «Heute sieht jeder, der in Bonstetten in den Zug steigt, dass sich hier eine Kirche befindet.» So verschieden die äussere Situation von damals und heute aussehe, etwas sei sich gleich geblieben: «Wie damals sind wir alle auf der Suche nach Gott. Wir alle machen die Erfahrung, dass das Leben mehr ist als Ausbildung, Beruf, Familie und Altwerden. Wir alle

40 Jahre Katholische Kirchgemeinde St. Mauritius! Auch ohne grosses Fest ein Grund zur Freude. Von links: Felix Meier (Präsident Pfarreirat), Pfarradministrator Antonio Lee, Pastoralassistent Michal Bursztyn, Generalvikar Josef Annen und Sebastian Mundo (Kirchgemeindepräsident). (Bild Marianne Voss) haben noch ein anderes Zuhause. Unser Leben ist im Tiefsten eine Liebesgeschichte zwischen Gott und uns.»

Alle sind willkommen Josef Annen betonte, dass ein gut ausgestattetes Pfarreizentrum der richtige Ort sei, um Gott gemeinsam zu suchen, zu finden und die Liebesgeschichte mit Gott zu feiern. Doch die Frage sei: «Was

haben wir zu tun, dass Gott sich hier in der Pfarrei finden lässt?» Als Antwort wies er auf die Bergpredigt hin. «Sie ist der Personalausweis der Christen.» Ausgehend vom Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, die alle gleichviel Lohn erhalten, erklärte er: «Bei Gott zählt nicht die Leistung, es gibt kein Zuspätkommen. Alle sind willkommen, auch die, welche enttäuscht wurden und nicht mehr glauben können.»

Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt durch die Sängerinnen Elisabeth Mundo und Friederike Kunath sowie German Bosshard an der Orgel. Zum Schluss nach dem Segen erhielt das 40-Jahr-Jubiläum noch einen speziellen Platz. Eine projizierte Fotopräsentation liess Personen und Aktivitäten aus der Kirchgemeinde aufleben und zeigte auf diese Weise das intensive kirchliche Leben der letzten 40 Jahre auf.

Begeisternder «Zauberwald» im Park Seleger Moor Benefiz-Anlass «Papageno»: ein ganztägiges Konzertprogramm Gegen 500 Besucherinnen und Besucher – Menschen jeden Alters, darunter auch viele Familien mit Kindern – fanden am Sonntag, 13. September, in den Park Seleger Moor. Und niemand konnte sich dem Zauber der an neun Stationen erklingenden Musik entziehen.

Am Schlusskonzert erklangen die schönsten Arien aus Mozarts «Zauberflöte». (Bild zvg.)

Was am Sonntag vor zehn Tagen den Park Seleger Moor bei Rifferswil zum Klingen brachte, grenzt an ein Wunder. An spiegelnden Teichen und unter majestätischen Baumkronen, im Farngarten, in der freien Natur, zum Teil unter kleinen Festzelt-Dächern, konnten die Besucher von 10 Uhr morgens bis am Abend im Halbstundentakt gegen 50 kleinen Konzerten lauschen, von Klassik bis Jazz, von Solisten bis hin zu unterschiedlich grossen Kammermusik-Formationen. Corona hat nicht nur vielen Menschen ihre Sommerpläne durchkreuzt, Corona hat auch ungeahnte schöpferische Kräfte freigesetzt! So bei den Initianten der Konzertreihe «Konzerte im Kulturzelt im Park Seleger Moor» bei Rifferswil. Angesichts des Umstandes, dass der Park wegen der coronabedingten Schliessung im April und Mai – der Hauptblütezeit seiner berühmten Rhododendren-Kulturen – einen Verlust von rund einer halben Million Franken erleiden musste, beschlossen sie, dem Park mit einem Benefiz-Anlass unter die Arme zu greifen. Zugleich wurde den beteiligen Künstlern nach den Wochen

des verordneten Auftrittverbotes die Möglichkeit zum Musizieren vor Publikum geboten. Innert weniger Wochen stellten die Pianistin Nadja Saminskaja und Andreas Fischer, künstlerischer Co-Leiter Kulturzelt.ch, zusammen mit den gegen 50 Musikerinnen und Musikern ein vielseitiges ganztägiges Konzertprogramm zusammen, bauten in den Tagen vor dem Konzert mit vielen freiwilligen Helfenden die Aufführungsplattformen samt Sitzgelegenheiten fürs Publikum auf. Da standen etwa zwei teure Konzertflügel auf Steinplatten auf moorigem Boden, da hatten etliche Musikerinnen und Musiker während dem Musizieren mit Stuhlbeinen zu kämpfen, welche im weichen Waldboden abzusinken drohten, da mussten Saiteninstrumente in der feuchten Waldluft immer wieder neu gestimmt werden. Die Musikerinnen und Musiker liessen sich von solchen Widrigkeiten nicht abhalten und liefen oft zu Hochform auf!

Märchenhaft in bunte Federn gewandet Die Titelwahl «Papageno im Park Seleger Moor» nach dem frechen Vogelfänger aus Mozarts populärer Oper erwies sich als glücklich, denn wer von den älteren Semestern erinnert sich nicht an die sehnsüchtigen Wünsche des Papageno nach einem «Mädchen oder Weibchen»? Märchenhaft tauchten dann und wann eine in bunte Federn gewandete Geigerin mit ihrem schnabelgesichtigen Partner aus den Büschen auf und erfreuten mit

schwedischer oder rumänischer Volksmusik. Ein russischer Harfenspieler unterhielt sein Publikum mit Anekdoten aus seinen Konzert-Erlebnissen rund um die Welt und erklärte die Herkunft seiner Weisen, welche auch als berühmte Filmmusik bekannt sind. Und welch eine Überraschung, wenn mitten im Farnwald eine wie eine Fee himmelblau gewandete Flötistin ihre Zauberklänge ertönen liess! Wenn schliesslich die Solisten aus zwei renommierten Kammermusik-Quartetten sich zum Dvoràk-Klavier-Quintett mit seinen melancholischen slawischen Weisen zusammenfanden, so war das ein musikalischer Hochgenuss. Unter dem Dach des Kulturzeltes fanden sich am Abend alle Musikerinnen und Musiker zum gemeinsamen Orchester zusammen und intonierten gemeinsam mit GesangsSolisten die schönsten Arien aus Mozarts «Die Zauberflöte». Dirigent Kevin Griffith dirigierte zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder ein Orchester, das er in einer halbstündigen Probe auf das abendliche Schlusskonzert einstimmte. Dass sich zum Abschluss beim kleinen Experiment der Übergabe des Dirigierstabes an Freiwillige aus dem Publikum Susanne Schmidt, die Geschäftsführerin der Seleger Moor Stiftung, in einer kurzen Sequenz als musikaffine Dirigentin entpuppte, lässt auf weitere Konzerten in diesem wunderbaren Park im nächsten Jahr hoffen. Esther Burkhardt

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Nein zu KG+: Nur so bleibt die Kirche in den 9 Dörfern Es darf nicht dazu kommen, dass 8 weitere Kirchen von der Zentrale Affoltern aus gesteuert werden. Deshalb stimmen wir am 27. September Nein zum grossen Kirchgemeinden-Fusionsprojekt KG+. Komitee

«Nein zur Auflösung der 9 Kirchgemeinden»

Ruedi und Lisebeth Bieri, Aeugst; Jakob U. Blickenstorfer, Affoltern; Thedy Bolli, Mettmenstetten; Hans Finsler, Zwillikon; Köbi Geissbühler, Rifferswil; Christine und Hans Rudolf Haegi, Affoltern; Hans Huber, Mettmenstetten; Ernst Lüscher, Maschwanden; Hans-Ulrich Meier, Rifferswil; Hans Nägelin, Mettmenstetten; Rosmarie und Ueli Nägelin, Affoltern; Hans-Jakob Schmid, Rifferswil; Köbi Stehli, Maschwanden; Ruth Tanner, Aeugst, Claudia Tschuor, Aeugst; Robert Weber, Dachlissen; u. a.

Kontaktstelle für freiwillige Spenden: Tel. 079 254 70 71. Vielen Dank!


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Forum

Vereinfachte Organisation und mehr Ressourcen für Hauptaufgaben Einheitsgemeinde – Abstimmung vom 27. September in Wettswil. Am Sonntag, 27. September, wird in Wettswil über die Einführung der Einheitsgemeinde – Primarschule/Gemeindeverwaltung – abgestimmt. Aus meiner Sicht überwiegen in dieser neuen Organisation, wie sie schon in vielen umliegenden Gemeinden erfolgreich eingeführt ist, die positiven Argumente. Durch die Zusammenlegung der Schulund Gemeindeverwaltung haben beide Organisationen die Möglichkeit, sich auf ihre wichtigste Hauptaufgaben, strategische Geschäftsführungen der Schule und der Gemeinde, zu konzentrieren. Zusätzliche Aufgaben wie Gebäude, Unterhalt, Finanzen, Infrastruktur etc., die bis anhin von beiden Organisationen eigenständig ausgeführt wurden, werden zusammengefügt. Das dies Synergien bringt, ist absehbar. Durch den Sitz

vom Präsidium der Schulgemeinde im Gemeinderat sind beide Konstrukte aus erster Hand über Herausforderungen, Bedürfnisse, Probleme etc. informiert und können gemeinsam bearbeitet werden. Zusätzliche Zeitaufwendungen für Koordinationssitzungen entfallen. Steuergelder werden nicht mehr in zwei Töpfe verteilt. Geld wird nicht mehr, je nach Bedarf, hin und her geschoben und es gibt einen Steuerfuss, der über den Gesamthaushalt der Gemeinde inklusiv Primarschule bestimmt. Fazit: Beide Organisationen behalten ihre Autonomie und können sich auf ihr Kerngeschäft – ihre Hauptaufgabe konzentrieren. Die Gesamtorganisation wird vereinfacht. Synergien können besser genutzt werden. Aus diesen Gründen empfehle ich ein Ja zur Einheitsgemeinde in Wettswil. Reto Hitz, Wettswil

Die Zuwanderung selber steuern Abstimmung vom 27. September. Die Gegner nennen sie «Kündigungsinitiative», da diesen die Argumente ausgehen und auf reine Angstmacherei machen. Richtig heisst sie Begrenzungsinitiative! Es geht um die Begrenzung der masslosen Zuwanderung in unsere kleine und begrenzte Schweiz. Bei einem Ja zu dieser Initiative hat der Bundesrat ein Jahr Zeit, um die Personenfreizügigkeit mit der EU neu zu verhandeln. Es muss doch machbar sein, mit der EU innerhalb eines Jahres eine Lösung zu finden. Schafft es der Bundesrat nicht oder ist er nicht gewillt zu verhandeln, muss die Personenfreizügigkeit gekündet werden. Dank der famosen «Guillotine-Klausel» (ein Mordinstrument in einem internationalen Vertrag!) würden die restlichen sechs Verträge der Bilateralen 1 dahinfallen. Sämtliche Studien, welche ich kenne, zeigen eindrücklich auf, dass diese sechs

Verträge nicht matchentscheidend sind und entgegen der profilierten Argumentation der Gegner keinen Weltuntergang für die Schweiz bedeutet. Frau Merkel meinte diesen Frühling, dass die EU ja dumm wäre, die Bilateralen 1 zu kündigen. Ja klar, denn die EU profitiert weit mehr als die Schweiz. Weiter ist der freie Warenverkehr mit der EU seit 1972 im Freihandelsabkommen geregelt. Wir haben unser Parlament und diese den Bundesrat gewählt, um für die Schweiz einzustehen und nicht die Schweiz an die EU zu verkaufen. Wir können als Schweiz selbstbewusst mit der EU verhandeln, denn wir haben sehr viele Trümpfe in der Hand! Man muss nur wollen! Deshalb lege ich ein beherztes Ja zur Begrenzungsinitiative in die Urne! Für unsere Schweiz und unsere Nachkommen! Marc Bochsler, Wettswil

Unschöne Beobachtung übers Essen Ich hatte eine Besorgung in der Stadt hinter mir und einen Einkaufszettel für den Heimweg in der Tasche. Da ich mich etwas zu lange in der Stadt aufhielt, kam ich erst kurz vor Mittag in den hiesigen Coop. Hungrige Schüler strömten in den Laden und blockierten die Selfscanning-Kassen. Das bescherte mir die Gelegenheit, zu beobachten, was denn die Schüler so zum Zmittag einkaufen. Ich war entsetzt, was die jungen Leute da auswählten: Sandwiches aus weissem Brot mit einem kümmerlichen Salatblatt und Salamischeiben dazwischen; eine grosse Flasche Coke oder ein Liter Icetea, ein Guetzli zum Dessert – natürlich in einer Plastikpackung. Natürlich ist das alles schmackhaft – es enthält ja auch Geschmacksverstärker. Aber wo bleibt da die gesunde Ernährung? Am Abend sah ich eine Sendung auf 3Sat über das gleiche Thema. 60 Prozent der Jugendlichen hierzulande – in den USA sind es gar 90 Prozent – sind übergewichtig bis dick. Das gab mir zu denken, und ich frage mich, ob da von verschiedenen Seiten die Verantwortung nicht wahrgenommen wird. Ermahnen die Eltern ihre Kinder und Jugendlichen Gesundes einzukaufen? Bietet die SchuANZEIGE

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le geeignete Unterstützung, sei es im Unterricht oder sogar mit einem Mittagstisch? Aber auch die Verkaufsstellen sollten Verantwortung übernehmen, indem sie ein geeignetes Sortiment bereitstellen, wissen sie doch, dass die Schüler über Mittag bei ihnen einkaufen. Selbst wer wenig über die längerfristigen Auswirkung von Übergewicht weiss, wird einsehen, dass sich die Gesellschaft da in eine folgenschwere und sehr teure Zukunft hinbewegt. Schulund politische Behörde, vielleicht auch Elternvereine sollten sich da bewegen. Ist es nicht denkbar, dass man an die Verkaufsstellen gewisse Forderungen richtet. Viel Leid könnte den Jungen erspart bleiben, denn auch sie werden älter. Ein beschwerdefreies Alter ist ihnen zu wünschen, ohne Diabetes, ohne Arthrose in den Knien wegen Überbelastung durch zu grosses Körpergewicht und was der Leiden mehr sein können, die unweigerlich auftreten. Wie wenn diese Erfahrung nicht genügte, las ich anderntags in der Zeitung, dass übergewichtige Jugendliche eher an Covid-19 erkranken können. Adolf Bühler, Bonstetten

Dienstag, 22. September 2020

Stimmen zur KG+-Abstimmung Als Aussenstehender scheint mir, es gehe bei dieser Abstimmung um Leben oder Tod der reformierten Kirche im Bezirk. Ist das wirklich so? Da setzen sich Menschen zusammen und machen sich Gedanken, wie die Kirche attraktiver, schlanker und damit effizienter gestaltet werden kann. Braucht es neue Visionen und Organisationsformen? Hat uns Jesus nicht einen klaren Auftrag gegeben: Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Hat er uns nicht auch auf das Doppelgebot der Liebe aufmerksam gemacht: Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen und mit allem, was du hast und bist und deinen Nächsten wie dich selbst, Luk. 10.27. Bedeutet Nächstenliebe nicht, dass wir die Menschen auf ihre Endlichkeit und danach das Gericht hinweisen? Wäre es nicht die primäre Aufgabe der Kirche sich auf die Verkündigung des Evangeliums zu konzentrieren und die Kirchen würden wieder voll, die Austrittswelle würde gestoppt und vor allem, das Zusammenleben würde durch die Liebe untereinander geprägt? Hans Peter Häring, alt Kantonsrat EDU, Wettswil

Die Verpackung nach dem Inhalt Wenn ich mich mit der geplanten Kirchenreform im Knonauer Amt auseinandersetze, fällt mir auf: Es wird viel über die äusseren Strukturen gesprochen. Darüber, wer alles fusionieren will. Hingegen habe ich das Gefühl, dass es kaum konkrete Vorstellungen gibt, wie die ganze Kiste inhaltlich aussehen soll. Man spricht von Freiräumen, die entstehen. Freier Raum ist gut, aber wichtiger wäre doch, zuerst eine Idee zu haben, welche Angebote man aufbauen und wie die Kiste mit Inhalt füllen will. Und erst dann nach einer dazu passenden übergeordneten Struktur zu suchen. Sonst muss man am Ende den Inhalt und die Angebote, einem am 27. September fix gesetzten Rahmen anpassen. Die Idee, Synergien zu nutzen, finde ich gut. Arbeit, die ein Sekretariat erledigen kann, soll ausgelagert werden. Hingegen hätte ich eine kleinräumigere

Zusammenarbeit, auf die es gemäss gewissen Stimmen auch herauslaufen wird, einer Grossfusionierung vorgezogen. Ich wäre daher für einen Gegenvorschlag, nach welchem jeweils zwei, drei Gemeinden gewisse Angebote gemeinsam anbieten, wie zum Beispiel Jugendangebote. Seniorenarbeit sollte hingegen möglichst ortsgebunden stattfinden, was sie – so hoffe ich – wird. Ansonsten riskieren wir, dass wenig mobile Menschen gerade in den ländlichen Dorfgemeinden den Anschluss verpassen. Naëmi Tanner, Aeugst

Kirche braucht neues Betriebssystem Schon gewusst, dass in unserer direkten Nachbarschaft eine Kirchgemeinde existiert, die etwa genauso viele Mitglieder hat, wie unsere Zusammenschlussgemeinde dann hätte? Die reformierte Kirche des ganzen Kantons Zug ist effektiv genau eine Kirchgemeinde. Und es funktioniert. Oder ist die reformierte Kirche Zug bekannt dafür, dass die Menschen dort unter «Autonomieverlust» litten? Dass dort Liegenschaften einfach verschenkt würden? Dass dort «Kirchenfürsten» über das Leben in den Dörfern diktierten? Dass dort keine Kirchen in den Dörfern geblieben wären? Dass dort keine Pfarrleute mehr in den Dörfern wären? Unsere Kirche hier ist seit Jahrhunderten in örtlichen Kirchgemeinden organisiert, und das funktionierte solange gut, als mehr oder weniger die ganze Bevölkerung einfach reformiert war. Solange funktionierte das alte Betriebssystem «jeder Gemeinde ihre eigene Kirchgemeinde». Heute und in Zukunft ist das aber nicht mehr so. Die Gesellschaft wandelt sich. Heute sind noch knapp 30 Prozent der Bevölkerung in der reformierten Kirche. Und je kleiner eine Kirchgemeinde, desto magerer die Ressourcen, die man so gerne hätte und dringest bräuchte, um aus dem Vollen schöpfen zu können. Was passiert? Wie bei einem Computer bringt das überforderte Betriebssystem die laufenden Programme zum Stocken, zum Hängen und zum Absturz. Nun haben wir ein neues Betriebssystem KG+ entwickelt, das für die Zukunft taugt. Es bildet die Grundlage, dass wir einfach und effizient zusam-

menarbeiten können. Das Prinzip ist einfach: Gemeinsam können wir mit den gegebenen Mitteln mehr machen als alleine. Die Kirche bleibt in unseren Dörfern. Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer bleiben bei uns. Lassen wir uns die Bestimmung über unsere Zukunft nicht von Angst vor einem Update bestimmen, das kommt selten gut. Zuversicht, Gestaltungswille und eine Ja-Stimme helfen. Johannes Bartels, Präsident Kirchenpflege Aeugst

Keine Beton-Organisation Anfang letzter Woche sorgte in der Schweiz eine unerwartete Schlagzeile für Kopfschütteln: UBS und Credit Suisse fusionieren? Die Spitzen der zwei Konkurrenten und sogar der Finanzminister der Schweiz seien über dieses Ansinnen orientiert. Kommentare aus der Finanzwelt überschlugen sich. Die Börsenkurse der beiden Institute reagierten mit einem deutlichen Plus. Als nachvollziehbare Gründe wurden genannt: Synergien, Einsparungen bei den Personalkosten, Digitalisierungsschub, Aussichten auf bessere Dividenden etc. Beim Projekt KG+ tönte es ganz ähnlich: Synergien, Einsparungen bei den Personalkosten, professionelleres Bewirtschaften der zahlreichen Liegenschaften etc. Eigentlich schon beim Start mit Lorbeer auf dem Kopf! Ein besorgtes Mitglied meiner Kirchgemeinde meinte schon vor längerer Zeit, KG+ sei als Projekt völlig falsch aufgesattelt worden. Wir würden nicht weniger, sondern mehr Personal und Zeit und Zuversicht benötigen zur Pflege des aus dem Gleichgewicht geratenen Biotops Landeskirche. Der Wunsch sei, der Situation anpassbare, erfrischende Lösungen mit freien Möglichkeiten zur Zusammenarbeit unter Kirchgemeinden ähnlicher Grössenordnungen und Charakteristika anzustreben. Die grossspurige KG+-Vorlage ist deutlich abzulehnen, da sie organisch gewachsene und austarierte Strukturen mutwillig und praktisch irreversibel aufs Spiel setzt. Hans-Ulrich Meier, Präsident Kirchenpflege Rifferswil von 2006–2018

Passivität, Ignoranz, Überforderung der Behörden? Mit Regelmässigkeit kann man im «Anzeiger» über Lärm, Sprayereien und Sachbeschädigungen im Säuliamt lesen. Ein Brennpunkt ist das «Zendenfrei» in Obfelden. Als Anwohner komme ich fast täglich in den «Genuss» von einschneidender Krawallmache! Vor einigen Jahren habe ich mich bei der Gemeinde über diese Missstände beklagt und angefragt, was die Behörde zu unternehmen gedenke. Die Antwort damals: Das Problem sei erkannt, man brauche noch etwas Zeit. Jetzt – Jahre, einige schlaflose Nächte und Telefonanrufe an die Polizei später – habe ich vor zirka zwei Monaten wieder einen Brief an die Gemeinde geschickt mit ähnlichem Inhalt wie damals. Bis dato ohne Antwort. Dabei besteht ein «Reglement der Aussenanlagen» (gültig seit 1. November 2011), das genau umschreibt, was zulässig ist.

Ich habe sicher nichts dagegen, dass ums «Zendenfrei» Sport betrieben wird und dabei ein gewisser Lärmpegel entsteht. Das, was dort aber abläuft, hat gar nichts mit Sport zu tun, vor allem nicht in späten Nachtstunden! Da werden von einigen Krawallbrüdern und Krawallschwestern ganze Wohnquartiere terrorisiert und ihrer Wohnqualität beraubt. Nach einem Telefon mit einer Behördenvertreterin bekam ich folgende Antworten: Die Polizei sei am Anschlag, private Sicherheitsfirmen hätten nicht die nötige Kompetenz, um durchzugreifen und man sei ein wenig ratlos! Warum ermahnt die Polizei noch und noch (zu lesen im «Anzeiger») und spricht nicht mal Bussen oder Rayonverbote aus? Haben wir bald Zustände wie in der Reitschule in Bern? Kapituliert hier der Staat vor einer rücksichts-

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losen Minderheit? Ich erwarte von den Behörden, dass sie den Bürger ernst nehmen und zeitnah Lösungen suchen, die diesen Namen verdienen. Clemens Staub, Obfelden

Ja zur Zukunft Ersatzwahl Stadtrat Affoltern. Selbstlosigkeit und Einsatz für die, die nicht im gleichen Masse sprechen können. Dies sind zwei mögliche Beschreibungsweisen für Claudia Ledermann, wie ich sie in den vergangenen Monaten kennenlernen durfte. Nachhaltigkeit, Umsicht und zukunftsgerichtetes Denken für alle; dies wird mit ihr sicherlich weiter gefördert werden können. Tobias Schär, Merenschwand


Gewerbe

Rollenbild im Wandel

Was bedeutet Mann sein im 21. Jahrhundert? Darüber wurde in Rifferswil diskutiert. > Seite 13

HINTER-GRÜNDE

Ein Kommen und Gehen

D

ie Bankenwelt ist stets in Bewegung, auch in unserem Bezirk. So hat die ZKB ihre Aussenposten in Mettmenstetten, Bonstetten und Hausen dicht gemacht. Wer als ZKB-ler zwingend ein Schaltergeschäft erledigen muss, nimmt heute den Weg in den Bezirkshauptort unter die Räder. Raiffeisen ist in unserer Region recht gut präsent, obschon diese gesamtschweizerisch in den letzten fünf Jahren 170 Geschäftsstellen geschlossen hat. Auch CS und UBS reduzierten ihr Filialnetz und werden dieses noch weiter ausdünnen. Doch gibt es auch Gegenwind. Mitte September hat sich die Migros Bank im Einkaufszentrum Oberdorf, Affoltern, direkt neben der Swisscom, eingenistet. Beim kürzlichen Augenschein vor Ort fanden sich dort farblich ansprechende Räumlichkeiten mit modernster Technologie vor. Weil die Niederlassung nicht immer besetzt ist, kann die Kundschaft ihr Bankgeschäft auch in «Verrichtungsboxen» diskret hinter verschlossenen Türen selbstständig erledigen. Bei Problemen kann man gar eine persönliche Videounterstützung anfordern. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Art von Bank der neue, erfolgreiche Trend ist und wie stark andere, eher traditionelle Platzbanken darunter leiden werden. «Hoi, wottsch e Hypothek?», war kürzlich im Tages-Anzeiger als etwas überspitzte Frage eines CS-Mitarbeiters an einen Kunden formuliert. Fakt ist, dass die Tenue-Regeln auch bei den Banken gelockert werden, Krawatten verschwinden immer mehr. Bleiben soll bei der CS das Siezen, auch wenn sich ein Kundenberater neu gelegentlich mit seinem Vornamen vorstellen wird.

Dienstag, 22. September 2020

«Mödeli»

Um Rituale und Gewohnheiten geht es am Montag in der «Kafimüli», Stallikon. > Seite 15

Erich Rüfenacht

Ziel: Heim-WM

Die junge Hausemerin Alena Huber in der Spur von Skeleton-Crack Gregor Stähli. > Seite 17

Die ganz grossen Wünsche der kommunalen Regiebetriebe Präsentation der Fahrzeuge des Kommunal-Angebotes für den Werkdienst Während zwei Tagen stellten die Firmen Mercedes-Benz Automobil AG und die Menzi Muck ihre Palette an Spezialfahrzeugen und Baumaschinen vor. Der Parcours zur Demonstration der modernsten Fahrzeuge für den kommunalen Werkdienst und kleinere Bauunternehmungen, fand bei den Teilnehmern aus der ganzen Schweiz grosse Beachtung. VON MARTIN MULLIS Die Kiesgrube der Agir AG in Obfelden verwandelte sich am letzten Donnerstag und Freitag in ein kleines Eldorado für die Leiter der kommunalen Regiebetriebe, Bauunternehmer, Gartenbauer oder Landschaftsgärtner sowie Kehricht- und Entsorgungsbetriebe. Die Nummernschilder der zahlreichen Personenwagen am Kiesgrubenrand bewiesen nicht nur das ausserordentlich grosse Interesse, sondern auch, dass wissbegierige Besucher aus der ganzen Schweiz angereist waren. Der «Anzeiger» sprach mit Kleinunternehmern aus dem Wallis und der Waadt, aus Disentis sowie mit einem Chef eines Regiebetriebes einer grösseren Ortschaft aus der Ostschweiz. Daniel Bruhin, CEO der Merbag Nutzfahrzeuge, Mercedes-Benz Automobil

AG, hiess die angereisten Besucher in der riesigen Kiesgrube der AGIR herzlich willkommen. Der Kaffee und die Gipfeli wurden zwar sehr dankbar konsumiert, das Interesse an den an verschiedenen Orten aufgestellten Fahrzeugen und Maschinen war jedoch unübersehbar. Klar, dass die Live-Präsentation der Firmen Mercedes-Benz Automobil AG und Menzi Muck mit den neuesten Produkten die anwesenden Profis faszinierte. Grosses Interesse fand auch ein Elektro-Kehrichtentsorgungsfahrzeug, welches den Müll gänzlich ohne CO2 entsorgt. Die Teilnehmer wurden in Gruppen geführt, um die Ausstellungsobjekte in der Kiesgrube zu bestaunen. Nur kurze Zeit später dröhnten die Motoren, da wurde mit allerneusten Fahrzeug-Produkten geschaufelt, gebaggert und gesaugt.

Probefahren war auch über die steilste Piste möglich Strassenunterhaltsgeräte, Schneepflüge, Saugbagger und viele andere Spezialfahrzeuge liessen keine Wünsche der anwesenden Unternehmer und Werkdienstleiter offen. Auf einem Parcours mit acht Posten durften die jeweils gegen 50 Teilnehmer die Spezialfahrzeuge und Bagger nicht nur bestaunen, sondern auch gleich selbst lenken. Ein Unimog Abrollkipper mit einem Schnee-

Eindrucksvoll und spektakulär: Probepiste für die neuesten Nutzfahrzeuge in der Agir Kiesgrube. (Bild Martin Mullis) pflug, Mulchen mit Menzi-Dumper, Radlader-Dumper und Unimog Böschungsmäher standen zum Besteigen und Selberfahren zur Verfügung. Ganz besonders eindrucksvoll waren da die Kipperfahrzeuge, welche zum Probefahren eine sehr steile Piste hinunterrollen mussten, das allerdings nur in Begleitung eines professionellen Firmenbegleiters. Manch einer der Teilnehmer sass da am Steuer und schluckte erst einmal, bevor er es wagte, den spektakulären Abhang hinunterzurollen.

Der hervorragend organisierte «Kommunal- und Unimog Event» der Firmen Mercedes-Benz Automobil AG und Menzi Muck dürfte bei den Teilnehmern sicher einiges Begehren für diese neuen und modernen Geräte ausgelöst haben. Immerhin waren die mechanischen Männerträume greifbar nahe. Die dafür notwendigen Investitionen allerdings, gerade in diesen schwierigen Zeiten, werden vermutlich noch für einiges Kopfzerbrechen sorgen.

Heggli Gartenbau sagt Danke

Mega-Fusion Noch einen Blick in den grossen Bankenhimmel. Zwar wird es kaum zur kürzlich als Gerücht verbreiteten Fusion von CS und UBS kommen. Denn ein solches Konglomerat wäre in einer Notlage kaum mehr als «to big to fail» zu retten. Kantonalbank, Kreditanstalt, Bankgesellschaft und Volksbank sind mir älterem Semester noch ein Begriff. Aber ich habe mich längst auch an Namen wie Clientis Sparcassa 1816, UBS, CS und Cler (früher Coop Bank) gewöhnt. Daher erstaunt es eher, dass der Koloss Migros mit Denner, Velo-, SportXX-Geschäften, Fitnesszentren, Klubschulen usw. immer noch die banale Bezeichnung Migros Bank führt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Mega-Fusion der Giganten Migros und Coop. Ihre gemeinsames Bänkli würde dann vielleicht «Migroop-Bank» heissen.

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Der Erlebnistag der Franz AG stiess auf grosses Interesse. (Bild zvg.)

Grosses Kino in der Franz AG Am Samstag, 12. September, lud die Franz AG in Wettswil zum grossen Erlebnistag (E-Day) ein. Im Zentrum standen Hybridund Elektrofahrzeuge der fünf Hausmarken (Peugeot, Mazda, Volvo, Škoda und Subaru). Diese live zu erleben, stiess beim Publikum auf reges Interesse. Auch am Street-Food-Festival und im Kinder-Paradies herrschte Grossandrang. «Die Franz AG hat mit dem E-Day den Nerv der Zeit getroffen», stellt Michael Tschanz, Geschäftsleiter des Standorts Wettswil, erfreut fest. Denn die

Schlüssel zu neuen Mobilitätskonzepten seien die Erlebnisse bei einer Probefahrt sowie die Erkenntnis, dass bei der Anschaffung weder das Laden noch die Reichweite ein Hindernis darstellen. Nach dem E-Day verwandelte sich die Franz AG in ein Openair-Kino. Rund 200 Kundinnen und Kunden erlebten bei perfektem Spätsommerwetter unvergessliche Autokino-Abende. Franz AG Weitere Infos unter www.franz.ch.

Beste Steinmetzin

Grosses Herbst-Fest bei Möbel Egger

Nach fast vier Tagen ist die Schweizer Meisterschaft der Steinmetze EFZ in Schmerikon im Rahmen der Swiss Skills zu Ende gegangen. Alle Kandidatinnen und Kandidaten gaben ihr Bestes. Auf dem ersten Platz landetet Marlena Senne aus Affoltern. Sie beendete ihre Lehre bei der J&A Kuster Steinbrüche AG, Bäch, in diesem Jahr. (red.)

Möbel Egger in Eschenbach startet den Möbel-Herbst an diesem Wochenende mit einem Fest. Ein vielfältiges Rahmenprogramm machen diese Tage zum Familien-Event und die attraktiven Preisvorteile, herbstlichen Inspirationen und genussvollen Köstlichkeiten sind einen Besuch wert. Zu geniessen gibts LiveKonzerte mit den «the 69ers», feine Köst-

lichkeiten vom Grill usw. Wer in der grossen Ausstellung sein Traummöbel entdeckt, profitiert aktuell von bis zu 25 % Rabatt auf fast alle Möbel. Möbel Egger Möbel Egger, Luzernstrasse 101, Eschenbach 041 449 40 40, www.moebelegger.ch.

Die Solidarität war riesig, jetzt will die Grüne Branche etwas davon zurückgeben: Der 24. September ist der Tag, an dem Heggli Gartenbau sich bei all den Kundinnen und Kunden bedankt, auf deren Treue sie seit Beginn der Coronakrise zählen kann. Der Shutdown am 16. März 2020 hat viele Unternehmen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht – und darüber hinaus. Auch für viele Gärtnereien war die Situation herausfordernd: Gerade in der Hauptverkaufszeit um die Ostertage mussten die Geschäfte geschlossen bleiben. Frühlingsboten wie Narzissen und Tulpen blieben unverkauft und mussten teils vernichtet werden. Die Gärtner, die Pflanzen ziehen und zur Blüte bringen wollen, traf das besonders hart. Doch trotz aller Schreckensmeldungen war auf eines Verlass: Auf die Treue der Kundinnen und Kunden, welche auch im Shutdown nicht auf Blumen und Pflanzen verzichten wollten. «Die Zeit zwischen dem 16. März und dem 27. April hat die Pflanzenproduzenten an den Rand der Belastbarkeit gebracht», sagt Rainer Heggli. «Wir haben sehr schnell gespürt, wie gross der Bedarf nach Blühendem und einem schönen Garten ist. Da wir selber unseren Betrieb nicht schliessen mussten, unternahmen wir alles, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und haben unseren Lieferanten und

Pflanzenproduzenten, die Gärtnerei Huber aus Waldhäusern, unterstützt und seine Pflanzen an unsere Kunden vermittelt und verkauft. Per E-Mail und Telefon erreichten uns viele Bestellungen – mehr, als wir uns jemals hätten vorstellen können. Die bestellten Pflanzen, Erden und andere Materialen bereitzustellen, bedeutete einen grossen Mehraufwand. Dass wir das geschafft haben, ist unserem Superteam zu verdanken. Niemals hätten wir eine solch grosse Solidarität von Seiten der Kunden erwartet, wofür wir wirklich sehr dankbar sind.»

Präsent für alle Um den Kunden ein wenig dieser Wertschätzung der ganzen grünen Branche zurückzugeben, findet am Donnerstag, 24. September, eine «Wir sagen Danke!»-Aktion statt. Der Tag ist nicht zufällig gewählt: Bei den Floristen und Gärtnern gilt der letzte Donnerstag im September generell als Dankeschön-, Merci-, Grazie-, Grazia-fitg- und thankyou-Tag. «Jeder, der uns an diesem Tag im Magazin in Merenschwand besucht, erhält ein kleines Präsent, das wirklich von Herzen kommt», so Rainer Heggli. Am 24. September ist der Betrieb von 7.30 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Heggli Gartenbau Heggli Gartenbau GmbH, Benzenschwilerstrasse 7, Merenschwand. Telefon 056 670 98 68, www.heggligartenbau.ch.


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Vermischtes

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Mit der inneren Sicherheit in die äussere Unsicherheit gehen Unter der Leitung von Werner Streicher und Claudio Rütimann wurde in Rifferswil Männlichkeit erörtert Am vergangenen Donnerstagabend trafen sich 13 Säuliämtler in Rifferswil, um darüber zu diskutieren, was Mann sein im 21. Jahrhundert bedeutet. Es stellte sich heraus, dass Männlichkeit auch mit vielen Ängsten verbunden ist und ein grosses Bedürfnis nach einem öffentlichen Diskurs besteht. Von Salomon Schneider Wann ist ein Mann ein Mann? Der Duden definiert Mann als erwachsene Person männlichen Geschlechts. Eine genaue Definition, was einen Mann ausmacht, gibt es nicht oder besser gesagt, ist kulturell bedingt, konstant in Wandel begriffen und je nach persönlichem Hintergrund wird Mann sehr individuell definiert. Der Kursleiter Werner Streicher erläuterte: «Der Grossteil der Definitionen von Männlichkeit passieren unbewusst und sind nicht manifest. In unserer westeuropäischen Gesellschaft hat seit den 1960er-Jahren jedoch ein fundamentaler Wandel stattgefunden.» «Früher waren im Privat- und Berufsleben primär Eigenschaften wie Stärke und Entscheidungsfähigkeit gefragt», so Streicher weiter, «heute sind es viel mehr Eigenschaften wie emotionale Intelligenz, die typischerweise weiblich besetzt sind.» Traditionell männliche Qualitäten gehen Männern in unserer Gesellschaft tendenziell eher verloren. Gleichzeitig werden Frauen im Geschäftsleben in männliche Rollen gedrängt. «In Partnerschaften führt dies zu viel Zündstoff.»

Regelmässige Kontrollen gegen Strassenlärm Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstagnachmittag, 19. September, auf der Albispasshöhe eine Motorradkontrolle durchgeführt. Den kontrollierten Töfffahrern kann aus technischer Sicht ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Während rund vier Stunden kontrollierten Verkehrspolizisten sowie Fachleute des Technischen Verkehrszugs der Kantonspolizei Zürich auf dem Albispass im Rahmen einer Spezialkontrolle rund 150 Motorräder. Dabei mussten drei Lenker wegen unerlaubter technischer Abänderungen an den Motorrädern beim zuständigen Statthalteramt zur Anzeige gebracht werden. Vier Zweiräder wurden aufgrund technischer Mängel dem Strassenverkehrsamt zur Nachprüfung gemeldet. Zudem wurden sieben Ordnungsbussen sowie neun Beanstandungsrapporte ausgestellt. Die Kantonspolizei kontrollierte im laufenden Jahr regelmässig die Einhaltung der Verkehrsregeln. Dabei führte sie zwischen März und August auf der Passstrasse, dem Übergang Buchenegg und den Zufahrtsachsen sechs verkehrspolizeiliche Spezialkontrollen, fünf allgemeine Polizeikontrollen und 35 Geschwindigkeitskontrollen durch. Daraus resultierten vier Strafanzeigen wegen überhöhter Geschwindigkeit, wovon in einem Fall ein Raserdelikt rapportiert wurde, sowie je eine Verzeigung wegen illegalem Tuning und unnötigem Verursachen von vermeidbarem Lärm. Weiter wurden 893 Schnellfahrer beim zuständigen Statthalteramt zur Anzeige gebracht und 27 Ordnungsbussen ausgestellt. Kapo ZH

Stehpinkeln - längst nicht mehr reine Männersache. (Archivbild Salomon Schneider) Mannwerdung ist Ablösung und Entwicklung Am Kurs nahmen Männer zwischen 30 und 70 Jahren teil. In einem ersten Austausch fanden sich jeweils zwei Männer in Teams und tauschten sich über die für sie wichtigsten drei Schritte in der Mannwerdung aus. Beim anschliessenden Zusammentragen der Ergebnisse fiel eindrücklich auf, dass Mannwerdung zentral mit Schmerz, Ablösung und Mut verbunden ist. Werner Streicher erläuterte, Ziel einer modernen Männlichkeit müsse es sein, in sich hineinzuhören, sich treu zu bleiben und trotzdem offen zu sein für gesellschaftliche Entwicklungen. Denn evolutionär gebe es viele Verhaltensmuster, die Mann und Frau unterscheiden. Die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau haben in der Evolution tendenziell zu sehr unterschiedlichen Eigenschaften von Männern und Frauen geführt.

Es braucht männliche Vorbilder In der Mannwerdung komme die Triade Mutter-Sohn-Vater eine zentrale Rolle zu. «Die Mutter nimmt beim Mann eine ganz spezielle Rolle ein, wie bei der Frau der Vater. Wer sich nicht richtig von seiner Mutter gelöst hat, wird sich Partnerinnen suchen, die der Mutter ähnlich sind. Es gibt vier Stufen der Mannwerdung, die chronologisch stattfinden müssen: Loslösung von der Mutter und Versöhnung mit dem Vater, Lieben lernen und eigenes Bewusstsein in der Sexualität entwickeln, lernen für sich Stellung zu beziehen und positive wie auch negative Gefühle zu leben, Vereinigung von Weiblichkeit und Männlichkeit im Mann und Entwicklung eines männlichen Selbstvertrauens», erläuterte Werner Streicher und ergänzte: «Dafür braucht es männliche Vorbilder.» Dass Entwicklungen in den seltensten Fällen chronologisch vor sich gehen, zeigen die fünf Phasen im Trauerprozess

«Die Kunst der schönen Buchstaben» Handlettering-Workshop in Wettswil Am Freitag, 18. September, trafen sich in der Bibliothek Wettswil 19 Mädchen zu einem HandletteringWorkshop. «Mädchen lieben das Schreiben mit speziellen Filzstiften und zeichnen gerne Handlettering-Motive ab. Die Kinder sind keine Anfänger auf diesem Gebiet. Die unterschiedlichen Fähigkeiten unter einen Hut zu bringen, war die Schwierigkeit», so die kursleitende Bibliothekarin, die selber einen Handlettering-Kurs für Erwachsene besucht hat. Nach einer kurzen Einführung und einer Erklärung zum Gebrauch der Kursunterlagen konnten die Mädchen bereits selber loslegen. Wichtig war: Jede konnte ihr Tempo selber bestimmen: «Mache ich es jetzt ganz exakt oder eher etwas zügiger, fülle ich das ganze Übungsblatt hier aus oder nehme ich mir zu Hause

«Handlettering»-Kurs in der Bibliothek Wettswil. (Bild zvg.)

mehr Zeit?» Bereits jetzt entstanden spannende Diskussionen, wie man am einfachsten zur Lettering-Spezialistin wird. Jede Teilnehmerin fand dann bald ihren Stil und es wurde konzentriert gezeichnet, geschrieben, ausradiert, Farben getauscht und Tipps weitergegeben. Fürs Handlettering braucht es eigentlich keine speziellen Stifte: Fineliner, Bleistift oder Filzstift, alles was zu Hause rumliegt, eignet sich. Regeln gibt es auch keine – erlaubt ist, was gefällt! Ein ideales Konzept für Jugendliche: keine Gewinnerinnen, keine Untalentierten. Schmuckelemente waren das Thema nach einer kurzen Pause. Die Kursleiterin zeigte kurz vor, wie man einzelne Schmuckelemente Schritt für Schritt aufs Papier bringt. Danach durften die Kinder sich aus dem Sortiment an Brushpens, Glitzer- und Metallicstiften bedienen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die Bibliothek Wettswil hat verschiedene Bücher zum Thema Handlettering angeschafft. Diese wurden rege benutzt, um Ideen zu sammeln und Schmuckelemente abzuzeichnen. Eine grosse Auswahl an verschiedenen Schriften inspirierte die Mädchen zu kleinen Kunstwerken. Absoluter Favorit bei den Verzierungen war der Kaktus, knapp gefolgt von Herbstmotiven und der Melonen-Schrift. «Der Abend ging viel zu schnell vorbei, zwei Stunden sind viel zu kurz!», so eine Rückmeldung. «Gibt es nächstes Jahr auch wieder einen Kurs?», war eine andere Frage. Die Mädchen haben toll mitgemacht und würden sich auf eine Fortsetzung freuen! Karin Auf der Maur, Bibliothek Wettswil

nach Elisabeth Kübler-Ross. Trauernde vollziehen nicht zuerst Leugnung, dann Zorn, dann Verhandeln, dann Depression und schlussendlich Annahme. Trauernde springen immer wieder zwischen den Phasen, können an einem guten Tag Vieles annehmen und können, direkt wieder in Leugnung verfallen, wenn sie unvorbereitet mit dem Gegenstand der Trauer konfrontiert werden – beispielsweise den immer noch geliebten Ex-Partner begegnen. Vergleichbar verhält es sich bei der Mannwerdung. Die Persönlichkeit als Mann ist genauso auf konstante Reflexion und Erneuerung angewiesen wie die anderen Teile der Persönlichkeit. Bei Trennungen und anderen Situationen emotionaler Überlastung fallen die meisten Menschen zurück in kindliche Verhaltensmuster. Mit der Männlichkeit verhält es sich wie mit dem Glück. Es gibt Zeiten, die zahlreiche Momente der Männlichkeit oder des Glücks bieten. In anderen Zeiten hadert Mann stärker mit sich selbst oder ist sich nicht bewusst, dass Mann sich gerade weit von seiner Vorstellung von Männlichkeit entfernt.

Krise der Männlichkeit Dafür verantwortlich ist der Umstand, dass Männlichkeit sich nur im Kontrast zu anderen Menschen und der Gesellschaft definiert. Für sich selbst ist jeder Mensch primär einfach ich. Je nach gesellschaftlichem Umfeld oder Gegenüber verändert sich das Verhältnis zur eigenen Männlichkeit, wird wichtiger oder ist nebensächlich. Die Krise der Männlichkeit sei eine Krise des Unbewusstseins – wie auch die

Krise der Weiblichkeit. Werner Streicher: «Durch die tendenziell besseren Fähigkeiten zur Veränderung haben es Frauen diesbezüglich einfacher – aber nur ein bisschen.» Ob es in der westlichen Welt eine Krise der Männlichkeit gibt, steht in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass die männliche Herrschaft mindestens seit Beginn der menschlichen Sesshaftigkeit immer stärker zementiert worden ist. Männer also bis zum Aufkommen feministischer Strömungen ihre Rolle nicht reflektieren mussten. Nun wird die Herrschaft der Männer im westlichen Kulturkreis von verschiedenen Seiten herausgefordert und viele dieser Männer reagieren mit Angst und wollen eine Gegenbewegung – zurück zur unbestrittenen männlichen Herrschaft. Es gibt jedoch kein Zurück. Denn das gesellschaftliche Bewusstsein hat sich massgeblich verändert.

Und trotzdem im Stehen pinkeln Ein Besucher des Workshops drückte es so aus: «Früher haben Männer im Stehen gepinkelt und Frauen haben die Toilette geputzt. Durch feministische Strömungen ist die Idee aufgekommen, dass Männer im Sitzen pinkeln sollen. Nun kann man sich unterwerfen, sich weigern oder den Weg einer selbstbewussten Männlichkeit gehen. Schlicht und einfach weiterhin im Stehen pinkeln, aber regelmässig die Toilette zu putzen. Nur wenn wir mutig und progressiv an die Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklungen herangehen, können wir als gestärkte Gesellschaft aus diesen Herausforderungen hervorgehen.»

Pilgerwanderung im Sonnenschein

Die Ämtler EVP auf dem Jakobsweg

Marschhalt bei der Burgkapelle mit Blick auf den Lungernsee. (Bild zvg.)

Mit der Etappe von Giswil über Kaiserstuhl, dann dem Lungernsee entlang und nach dem Mittag dem schönen Aufstieg über die Burgkapelle auf den Brünigpass, erreichten die Pilgerwanderer der Ämtler EVP in diesem Jahr den Kanton Bern. Seit acht Jahren bietet die EVP des Bezirks Affoltern in einzelne Etappen aufgeteilt eine Pilgerwanderung vom Bodensee zum Genfersee an. Per Pedes konnte die Pilgergruppe diesmal eine von Auto- und Bahnfahrten bekannte Gegend neu kennenlernen. Ein kurzer Halt in der Kapelle bei Bürglen hat Raum gegeben für einige Gedanken von Anselm Grün zur aktuel-

len Pandemie und dem Klimawandel. Sein Fazit: «Wer sich nicht wandelt, der erstarrt.» Wie immer hatte neben dem Wandern mit vielen interessanten Gesprächen auch die kulinarische Verwöhnung ihren Fixpunkt.

Künftig Zweitagesetappen Das Ziel aller Jakobsweg-Etappen ist es, im Jahr 2024 in Genf anzukommen. Ab nächstem Jahr ist man darum dann in Zweitagesetappen unterwegs. Genauere Infos folgen zu gegebener Zeit. Arno Rudolf, EVP Bezirk Affoltern Weitere Infos und Impressionen der diesjährigen Wanderung unter www.evp-affolternamalbis.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 22. September 2020

Mit mystischem Pop und Folk in die nebligen Tage des Herbsts

Konzert auf der Stiftung Rotenbirben in Bonstetten Am Donnerstag, 24. September, treten in Bonstetten die beiden Bands «Specific Ocean» und «Heymoon» auf. «Zukunft säen» – garantiert gentechfrei – auf der Hinterbuchenegg. (Bild zvg.)

Für eine Zukunft ohne Gentechnik

«Zukunft säen» im Puureheimet Brotchorb

Das, was man heute sät, steht morgen auf den Feldern und ist übermorgen Nahrung. Für diesen naturgegebenen, lebendigen Kreislauf trägt der Mensch Verantwortung! Der sich daraus ergebenden Verpflichtung soll das gemeinsame Säen von gentechnikfreiem Saatgut Ausdruck verleihen. Diese Aussaat ist ein Fest, welches Konsumierende und Produzierende gemeinsam begehen. Bei dieser Aktion auf dem Hof der Stiftung Puureheimet Brotchorb bietet sich Gelegenheit, zusammen ein Getreidefeld von Hand zu säen, um gemeinsam Keime für die Zukunft zu legen. Mit

dem Bewusstsein, zu essen, was man sät, frei von Gentechnik, möchte die Aktion auf dieses wichtige Thema hinweisen und einladen, sich an der Aktion «Zukunft säen!» zu beteiligen: Am Samstag, 26. September, um 13 Uhr auf dem Hof der Stiftung Puureheimet Brotchorb, Hinterbuchenegg 38, Stallikon. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Nach der Aussaat besteht die Möglichkeit, sich bei einer wärmenden Suppe sowie Kaffee und Kuchen auszutauschen. Emanuel Wagner, Puureheimet Brotchorb

Energierundgang durch Bonstetten Am kommenden Samstag, 26. September, findet ein unterhaltsamer Energie-Rundgang in Bonstetten statt. Er führt über neun Stationen und zeigt an Praxisbeispielen den Einsatz unterschiedlicher, erneuerbarer Energien. Neben Auskünften winken bei einem Wettbewerb auch Preise. Wärmegewinnung aus Abwasser, Holzschnitzel-Wärmeverbund, Strom und Wärme aus Sonnenenergie, Maschinen-

Der Energierundgang gibt vielfältige Einblicke. (Bild zvg.)

antrieb mit Wasserkraft, Wärmedämmung im Holzbau, WärmepumpenHeizung, ein energieautarkes Mehrfamilienhaus und ein 236-jähriges Haus mit Minergie-Standard. Diese Vielfalt bietet sich in Bonstetten auf knapp drei Kilometern an. Das zeigt, dass sich erneuerbare Energiearten schon heute lohnen und bewähren. Alle Objekte sind alltagstauglich und die Erfahrungen sind messbar. Die Teilnehmenden können in die Anlagen reinschauen und mit Fachleuten und Nutzern austauschen. Selbst erneuerbare Energie aus den Anfängen fehlt nicht. Das Turbinenmuseum bildet den geschichtlichen Teil des Rundgangs. Es zeigt, wie früher Maschinen mit Wasserkraft angetrieben wurden. Der Energie-Rundgang, der ursprünglich während den Tagen der Sonne geplant war, beginnt um 14 Uhr bei der katholischen Kirche am Bahnhof Bonstetten-Wettswil, geht über neun Stationen und dauert insgesamt rund zwei Stunden (reine Gehzeit: zirka 45 bis 55 Minuten). Gestartet wird alle zehn Minuten in Gruppen bis maximal acht Personen. Letzter Start ist um 15 Uhr. Nach dem Rundgang sind alle Teilnehmenden ins reformierte Kirchgemeindehaus am Dorfplatz zu einem Umtrunk, Kuchen und Kaffee eingeladen. Charles Höhn

Die spezielle Situation hat den Veranstaltungssommer völlig auf den Kopf gedreht. Trotzdem konnte der Verein Rotenbirben drei wundervolle Abende veranstalten. Nun geht es an diesem Donnerstag in die letzte Runde. Mystisch startet man in den Herbst mit «Specific Ocean» und «Heymoon». Die beiden Bands besingen Ozeane und Wälder. Wohl die perfekte lyrische Kombination zum frischen Birben-Most. Die Pop Band aus Zürich hat mit ihrer ersten EP «Time Seems Just Like a Waste of Time» schon bewiesen, dass ihnen die eine oder andere Muse begegnet ist. «Flying Man» wiederum ist noch ein Geheimtipp, der bereit ist für grosse Bühnen. Und wenn sie schon auf die grossen Bühnen gehen, dann sollten sie «Heymoon» mitnehmen. Die Band aus Winterthur legt mit ihrem letztjährig veröffentlichten EP musikalisches Können an den Tag. Die harmonischen Frauenstimmen, welche sich vielschichtig über Folkklänge von

Die Band «Heymoon» aus Winterthur spielt ebenfalls in Bonstetten. (Bild zvg.) Gitarren, Synthesizer und Glockenspiel legen, berühren. Es lohnt sich, nochmals vorbeizuschauen auf der «Rotenbirben». Die Besucherzahl ist beschränkt. Um garantiert einen Platz zu haben, kann man kostenlos ein Ticket via Eventfrog.ch beziehen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation werden am Eingang die Kontaktdaten sämtlicher Besucherinnen und Besucher aufgenommen, da die Einhaltung der Zwei-Me-

ter-Distanzregel am Anlass nicht garantiert werden kann. Die Bar ist offen ab 18 Uhr. Livemusik gibt es von 19.30 bis 21.45 Uhr. Simon Vergés, Verein Rotenbirben Konzert am Donnerstag, 24. September, ab 18 Uhr. Stiftung Rotenbirben, Rütistrasse 5, Bonstetten. Eintritt Frei, Kollekte. Kostenlose Tickets via Eventfrog/Abendeinlass.

Musikalische Reise mit «SylviA»

Konzert in der evangelisch-methodistischen Kirche Affoltern Am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr lädt das Duo «SylviA» in der EMK Affoltern zu einem Konzert ein.

Sylvie Chopard (Violine) und Silvia Meier (Akkordeon) nehmen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Länder und Kulturen: Wenn Brahms ungarische Tänze erklingen, wähnt man sich in einer eben solchen Dorfschenke. Die weiten Landschaften Irlands haben zu manch sehnsuchtsvoller Melodie inspiriert, die erklingen wird, aber auch die Pubkultur des Landes, wo fröhliche Hornpipes und schnelle Reels an der Tagesordnung sind, soll nicht zu kurz kommen. Weiter geht die Reise nach Frankreich, eine Musette lässt Bilder von einem Frühstück in Paris auf kommen. Die osteuropäische-jüdische Volksmusik, Klezmer, verbreitet dann mitreissende Tanzstimmung und mit einem Sprung über den Ozean zu den argentinischen Tangos, wird das Konzert ausklingen. Sylvie Chopard und Silvia Meier haben sich über ihre gemeinsame Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Oetwil am See kennengelernt. Die Vielseitigkeit ihrer Instrumente ermöglicht den beiden Musikerinnen, in verschie-

Das Duo «SylviA» lädt ein zu einer musikalischen Reise. (Bild zvg.) denste Stilrichtungen einzutauchen (unter anderem Klassik, Tango, irische Volksmusik) und sich jedes Mal wieder neu von diesen unterschiedlichen Klangwelten begeistern zu lassen.

Konzert am Sonntag, 27. September, 17 Uhr, Evangelisch-methodistische Kirche, Zürichstrasse 47, Affoltern. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben, Dauer des Konzertes: zirka eine Stunde. Um die Corona-Hygienevorschriften einzuhalten, ist die Platzzahl beschränkt. Es wird daher um

Sylvie Chopard

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2018 wurde die Filiale im Center Oberdorf in Affoltern eröffnet. Passend zum 2-jährigen Jubiläum lädt Doctor Eyepoint am Samstag, 26.09.20 von 10.00 - 15.00 Uhr die treue Kundschaft – natürlich unter Einhaltung der Hygiene-Regeln – zu einem Cüpli ein. Zur Feier des Jubiläums bietet Doctor Eyepoint zudem das Angebot für alle Lebenssituationen an: Alle Kunden erhalten beim Kauf von 2 Korrektur-Brillen eine dritte kostenlos dazu, können so bis zu 1149.- sparen und sind beispielsweise mit einer normalen Korrekturbrille, einer Sonnen- und einer Computerbrille bestens für alle Situationen gerüstet!

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Veranstaltungen

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Rituale, Gewohnheiten und «Mödeli» Forum Kafimüli: Veranstaltung von und mit Beth Schildknecht Auch bei ihrer dritten Forumsveranstaltung vom 28. September in der «Kafimüli» greift Beth Schildknecht ein Thema auf, dessen Elemente in unserem Alltag fest verankert sind, die uns lieb und lästig zugleich sein können. Rituale sind wiederkehrende Handlungen, die Halt, Sicherheit und das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Rituale können helfen, Angst und Stress zu verhindern oder schwierige Lebenssituationen zu bewältigen. Rituale sind meist formelle, oft auch feierliche Handlungen mit hohem Symbolgehalt. Mit Sprache, Gestik, Musik oder Bewegung werden Gedanken und Wünsche modelliert und in die Welt geschickt oder an bestimmte Personen gerichtet. Sie sollen eine heilende und aufbauende Wirkung erzielen sowie in besonderen Zeiten, Mut und Trost spenden. Der Beginn oder das Ende eines Lebens werden davon begleitet, aber auch das Gelingen in besonderen Momenten, bis hin zum Erfolg im Sportgeschehen. Die Weihnachtszeit hierzulande wird beispielsweise durch vielerlei Rituale gestaltet, getragen vom Wunsch und Gedanken, das Licht in die Welt zu bringen. Das Öffnen der Türchen am

Beth Schildknecht studierte in Zürich Musik- und Heilpädagogik. (Bild zvg.) Adventskalender oder das Anzünden der Kerzen am Adventskranz sind Beispiele für die Hoffnung, die durch diese kleinen Rituale Gestalt erhalten. Jedoch, sind beispielsweise die vielfältigen Arten

der Begrüssung Rituale, Gewohnheiten oder auch nur «Mödeli», die sich durch Corona bei den Menschen etabliert haben? Welche Botschaft signalisiert ein erhobener Daumen dem Gegenüber, und ist dies ein Ritual oder nur ein «Mödeli»? Fest steht, dass solche Handlungen, je nach kulturellem Hintergrund, Lebensstil und -alter anders gestaltet und entsprechend gewichtet werden, eine Botschaft jedoch in jedem Fall damit verbunden ist. Beth Schildknecht geht diesen Fragen nach. Die Stallikerin ist eine talentierte Erzählerin und weiss ihr Publikum mit Spannendem, Amüsantem, mit musikalischen Einlagen, treffenden Zitaten und Beispielen aktiv einzubeziehen, zu begeistern und zum Nachdenken anzuregen. Bei Kuchen und Kaffee bietet sich anschliessend Gelegenheit, eigene Erfahrungen auszutauschen oder in lockerem Rahmen über persönliche und lieb gewonnene Rituale oder Mödeli zu erzählen. Zentrum Kafimüli Montag, 28. September, 14 bis 16 Uhr, Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11 (oberhalb Gemeindehaus), Stallikon. Eintritt gratis, Kollekte, keine Anmeldung erforderlich. Weitere Infos unter kafimueli.com.

Gastsängerinnen und -sänger gesucht! Cantalbis plant das nächste Highlight

Schauspielerin Madlen Arnold. (Bild zvg.)

«Die Kirschin Elfriede» Im Rahmen des Familienmorgens wird in der reformierten Kirche Affoltern am 26. September das musikalische Märchen «Die Kirschin Elfriede» aufgeführt. Elfriede war eine Kirschin und sie wollte nicht gegessen werden. Als Michael, der Sohn des Bäckermeisters Fröschle kam, um die Kirschen zu pflücken, sagte Elfriede zu den anderen Kirschen: «Ihr landet im Einmachglas, aber ich werde die Welt sehen. Adieu!» Sie sprang flink vom Baum, auf dem sie wohnte, und machte sich aus dem Staub... Hauptpersonen dieser musikalischen Geschichte sind die Kirschin Elfriede, der Mond und die Wolke Marie-Claire. Ähnlich wie bei Prokofievs «Peter und der Wolf» hat jede Hauptperson ein eigenes musikalisches Thema, das zu Beginn vorgestellt wird. Zum Teil werden die Kinder interaktiv miteingebunden und in die Geschichte miteinbezogen. Die Schauspielerin Madlen Arnold ist 1985 in Altdorf geboren und aufgewachsen. Heute arbeitet sie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an Schulen sowie Laien- und Profitheatern. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und erlebt die Theaterarbeit als sehr sinnvoll. Antonia Nardone, Reformierte Kirche Affoltern

Für sein neustes, irisch-keltisches Projekt sucht der Kirchenchor Cantalbis Gastsängerinnen und Gastsänger mit Erfahrung im Chorgesang oder mit gutem musikalisch-sprachlichem Flair. Cantalbis – von 1910 bis 2019 bekannt als ein traditionsreicher Kirchenchor im Oberamt – führt jährlich ein bis zwei Konzerte auf. Nach den erfolgreichen Auftritten in diesem Frühjahr zum Thema «Magnificat» stehen im nächsten Konzert, unter dem Titel «Celtic Music», irisch-keltische Lieder auf dem Programm. Dazu wird der Chor vom Duo Larkin and Friends aus Rifferswil musikalisch mit Harfe, Gitarre, Whistel, Pipe, Geige und Trommel begleitet. Das Konzertprogramm enthält Lieder wie «Loch Lomond», «The Wild Rover» und «The Whistling Gypsy» und «Auld Lang Syne». Cantalbis zählt rund 35 Sängerinnen und Sänger. Geleitet wird der Chor seit über 25 Jahren von Markus Etterlin. Er versteht es immer wieder, die Sängerinnen und Sänger mit abwechslungsreichen Proben zu motivieren und den Chor gezielt auf neue Konzert-Highlights hinzuführen. Für das irisch-keltische Projekt sind Gastsängerinnen und Gastsänger mit Erfahrung im Chorgesang oder mit gu-

tem musikalisch-sprachlichem Flair herzlich willkommen. Geprobt wird im Gemeindesaal Weid in Hausen. Dank der Grösse des Saales und unter Einhaltung der verschiedenen BAG-Schutzmassnahmen ist es möglich, dass sich der Chor jeden Dienstagabend von 20 bis 22 Uhr zur Probe trifft. Weitere Informationen wie Probeplan und Hörproben sind auf www.cantalbis.ch aufgelegt. Die Konzerte finden am 1. und 2. Mai 2021 in der reformierten Kirche Affoltern und in der Klosterkirche Kappel statt. Cantalbis freut sich auf viele neue Stimmen.

Einen Vorgeschmack des Chors gibts am nächsten Sonntag Wer Cantalbis einmal live hören und erleben möchte, hat am kommenden Sonntag die Möglichkeit dazu. Am 27. September umrahmt der Chor den Erntedankgottesdienst in der Klosterkirche Kappel mit der Toggenburger Messe «Juchzed und singed» von Peter Roth. Cantalbis wird begleitet von zwei Klarinetten (Bruno und Camillo Jost), Hackbrett (Sepp Gähwiler) und Kontrabass (Dario Weiss). Leitung Markus Etterlin, Beginn um 9.30 Uhr. Nik Egger, Cantalbis Konzert am Sonntag, 27. September, 9.30 Uhr, Klosterkirche Kappel.

Jochen Maier versteht sein künstlerisches Gestalten als ein immer neues spielerisches Vorwärtstasten. (Bild zvg.)

Vernissage und Konzert

Kunst und Klänge im Kloster Kappel Am Sonntag, 27. September, sind im Kloster Kappel gleich zwei Highlights zu erleben: eine Vernissage mit Jochen Maier und ein Konzert mit dem A Cappella Chor Zürich. «Die Kunst spielt mit den letzten Dingen ein unwissend Spiel – und erreicht sie doch!», hat Paul Klee einmal über die Kunst gesagt. Entsprechend dieser Erwartung ist für Jochen Maier als Künstler, der im Hauptberuf Theologe ist, das Spiel mit Möglichkeiten ein Grundmotiv seines künstlerischen Gestaltens. Wie die Schöpfung kein stillstehender Zustand, sondern ein fortwährender Wandlungs- und Formungsprozess ist, so versteht Jochen Maier auch sein künstlerisches Gestalten als ein immer neues spielerisches Vorwärtstasten, durch das der eigene Weg und Horizont in Verwandlung begriffen ist. Im Prozess der Auslotung unterschiedlicher Themenkreise entfalten, formen und verwandeln sich die Motive und Herangehensweisen, wie in den in der Ausstellung gezeigten Zyklen «Resonanz», «Engel», «Gebet» und «Himmelsleitern». Nicht nur im beschreibenden Wort, sondern mindestens ebenso im Bild werden wichtige Wahrnehmungen und Lebensbegegnungen anschaulich und mitteilbar. Themen der Spiri-

Eintritt frei, Kollekte.

Anlass der Stiftung Reusstal mit Toni Masafret. Schillernde Farben – filigrane Formen. Federn faszinieren und fordern den Finder immer wieder detektivisch heraus. Von welchem Vogel stammt mein Fundstück? Worauf muss ich achten, damit ich eine Feder bestimmen kann? Dies und noch viel mehr lernen die Gäste im Kurs. Es werden die theoretischen Grundlagen der Federerkennung vermittelt und gezielte Bestimmungsübungen mit eigenen und von der Kursleitung zur Verfügung gestellten Federn gemacht. Die umfangreiche Federsammlung und der ungewohnte Zugang

Die Welt der Pilze «Pilze sind eine Augenweide und verzaubern mit ihrem ursprünglichen Reichtum», sagt Susanne Hofmann, Pilzexpertin der Stiftung Wildnispark Zürich. Sie und die Fachleute des Pilzvereins Horgen bringen den Gästen am Sonntag, 27. September, im Wildnispark Zürich die farben- und formenreiche Vielfalt von Pilzen näher. Die Pilzkontrolleure blicken erfahrenen Sammlern gern ins Körbchen und überprüfen die Funde, bevor sie im Kochtopf landen. Vor Ort warten auch eine Pilzausstellung, und Spiele sorgen für Unterhaltung für die ganze Familie. Der Anlass findet von 11 bis 17 Uhr auf dem Areal des Besucherzentrums in Sihlwald statt und ist gratis. Stiftung Wildnispark Zürich Pilztag, Sonntag, 27. September, 11 bis 17 Uhr.

Cantalbis am Konzert «Magnificat» vom Januar 2020 in Bonstetten. (Bild zvg.)

Kloster Kappel Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei (Kollekte). Weitere Informationen sind erhältlich unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Faszination Vogelfedern

Familienkonzert am Samstag, 26. September, 10 Uhr, reformierte Kirche Affoltern. Dauer zirka 30 Minuten,

tualität, die Jochen Maier als Theologen beschäftigen, werden daher zugleich zu Ausgangspunkten für sein künstlerisches Gestalten. Glaube und Kunst entsprechen einander darin, dass beide als «Sehschule» wirken können. Mit seinen Zeichnungen, Grafiken und Malereien möchte der Künstler in diesem Sinn Wahrnehmungshorizonte und Entfaltungsräume eröffnen: für innerliche Aussichtspunkte, für Helligkeiten und Dunkelheiten, für Lebendigkeit und Hoffnung, für Wünsche nach Wandlung. Die Ausstellung im Kloster Kappel wird am Sonntag, 27. September, um 15.30 Uhr eröffnet. Die Vernissage wird musikalisch begleitet von Barbara Suter-Kraft am Piano. Anschliessend um 17.15 Uhr ist der A Cappella Chor Zürich mit Werken von Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein in der Reihe «Musik und Wort» in der Klosterkirche zu hören. Texte, ausgewählt und gelesen von Pfarrer Christof Menzi umrahmen die Musik. Mit diesem Programm verabschiedet sich der langjährige Chorleiter und Dirigent Bohdan Shved.

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zur Erweiterung der Vogelkenntnisse machen diesen praxisnahen Kurs einzigartig. Der Kurs unter Leitung von Toni Masafret, Ornithologe und Federexperte, richtet sich an alle Interessierten. Kenntnisse mindestens im Rahmen eines ornithologischen Grundkurses sind von Vorteil. Stiftung Reusstal Samstag, 21. November, 10 bis ca. 16.30 Uhr, Treffpunkt: Zieglerhaus, Rottenschwil. Anmelden bis 16. November an sarah.wettstein@stiftungreusstal.ch (Teilnehmerzahl ist beschränkt). Kosten: 115 Franken pro Person (inklusive Material). Verpflegung selber mitbringen oder einkehren im Restaurant Hecht in Rottenschwil (auf eigene Kosten).

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Sport

Dienstag, 22. September 2020

Sieg des FCWB nach verschlafenem Start

400 statt 600 Plätze am Juskila

Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Wettswil-Bonstetten – SV Höngg 3:1 (0:1) Nach zuletzt drei Siegen in Folge wollte der FCWB an seine Leistungen anknüpfen. Doch dieser Elan wurde schnell von den Hönggern gebremst, die gut in die Partie starteten. Nach dem 0:1-Rückstand fingen sich die Ämtler rechtzeitig auf und übernahmen mit feinem Passspiel das Spieldiktat. Am Ende gewann WB die Partie verdient mit 3:1. Wie erwartet, war Höngg der unbequeme Gegner, mit harten Zweikämpfen und der etwas feineren Klinge brachten sie die Ämtler abermals in Bedrängnis. Mit einem perfekt getretenen Freistoss der unhaltbar von Derungs abgelenkt wurde, gingen die Gäste in der 21. Minute in Führung. Dies war der Weckruf für die Oswald-Elf, ab dann nahm sie das Zepter in die eigene Hand. Mit gutem Passspiel drückte sie die Stadtzürcher in die eigene Hälfte. Immer wieder kam sie in vielversprechende Positionen, dennoch waren guten Torchancen Mangelware. Doch mit dieser Dominanz war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ball im Netz landen würde.

Dominante Ämtler nach der Pause Der FCWB knüpfte nach der Pause an die guten Leistungen an und kam fulminant aus der Garderobe. Nach einem Eckball klärten die Höngger nur ungenügend und der Ball landete bei Grujicic, der mit einem satten Schuss den Pfosten traf. Dennoch blieb der Ball in den Reihen von Rot-Schwarz. Nach einer schönen Hereingabe von Heini stieg Brüniger am höchsten und versenkte den Ball per Kopf im Netz. WB drückte auf

Brüniger steigt am höchsten und erzielt für die Rotschwarzen den 1:1-Ausgleichstreffer. (Bild Kaspar Köchli) den Führungstreffer und liess den Ball gekonnt in den eigenen Reihen laufen. Plötzlich tauchte Heini allein vor dem Höngger Torhüter auf, sein Pass fand jedoch keinen Abnehmer. Kurze Zeit später schloss Nicola Peter, nach schöner Ballstafette, hervorragend ab und erzielte in der 72. Minute den Führungstreffer. Die Höngger stemmten sich gegen die Niederlage und warfen nochmals alles nach vorne. Die Einwechselspieler von WB brachten Stabilität und frischen Wind in die Partie. So kam es, dass Marjanovic den mitlaufenden Aeberli bediente. Mit dem ersten Ballkontakt präparierte er den Ball und schloss gekonnt zum 3:1 ab. Danach war Schluss

und der FCWB konnte das angestrebte Punktetrio einfahren.

Englische Woche mit Nachtragsspiel gegen Red Star Am Mittwoch geht es direkt weiter mit dem Nachtragspiel gegen den FC Red Star in der Allmend Brunau. Nach dem unglücklichen Saisonstart der Rotsterne, mit Corona-bedingter Pause, darf man gespannt sein, wie diese sich präsentieren. Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen, müssen dringend Punkte her. Die Ämtler ihrerseits müssen an den gezeigten Leistungen anknüpfen, wenn sie die angestrebten drei Punkte gewinnen wollen.

Anpfiff auf der Allmend Brunau ist um 20 Uhr. (FPe) Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil, 250 Zuschauer. FCWB: Rüegg; Brüniger, Todzi (63. Bitterli), Thalmann, Rüegger, Heini, N. Peter, F. Peter, Miljkovic (90. Marjanovic), Schneebeli (90. Hager), Grujicic (76. Aeberli). 21. Derungs 0:1; 53. Brüniger 1:1; 72. N. Peter 2:1; 90.+1 Aeberli 3:1. Weitere WB-Resultate: Schlieren – Sen. 30+ 3:1, Sen. 40+ - Wald 1:4, Jun. Dc – Kilchberg/Rüschlikon 2:1, Adliswil – Jun. Db 1:11, Jun. Cb – Red Star 1:4, Kilchberg/Rüschlikon – Jun. Dd 2:14, Jun. Ba (JL) – Cham 2:2, Kilchberg/Rüschlikon – Jun. Da 0:4, Altstetten – Jun. Ca 1:12, Jun. Aa (JL) – Team Obwalden 2:0.

Das Juskila – grösstes J+S Schneesportlager der Schweiz – kann unter den aktuellen Vorgaben betreffend Covid-19 vom 2. bis 8. Januar 2021 an der Lenk im Simmental stattfinden. Als einschneidendste Massnahme wurde die Anzahl der Teilnehmenden von 600 auf neu 400 Jugendliche reduziert. Als Flaggschiff aller Schneesportlager des Landes möchte das Juskila nichts unterlassen, um einen sicheren Lagerbetrieb zu gewährleisten. Das Juskila-Projektteam hat sich entsprechend intensiv mit den Vorgaben des BAG betreffend Covid-19 auseinandergesetzt und Gespräche mit Fachexperten des BAG sowie mit allen Partnern, wie Lagerarzt, Bergbahnen, Gastronomie oder Unterkünfte, geführt. Alle Abklärungen und Beratungen haben gezeigt, dass bei gleichbleibender Corona-Situation eine Durchführung des Juskila unter bestimmten Justierungen des Lager-Konzeptes möglich ist. Die wesentlichste Massnahme ist die Reduktion der Anzahl Teilnehmenden: statt wie üblich 600 Jugendliche reisen am 2. Januar 2021 nur deren 400 an die Lenk. «Das hat es noch gar nie gegeben, seit 1967 waren es immer 600 Jugendliche», weiss Lagerleiter Gary Furrer. «Zuletzt abgesagt werden musste das Lager im Jahr 1957. Damals wurde die Unterkunft an der Lenk den ungarischen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.» Anstelle von 150 betreuen 120 freiwillige Leiterinnen und Leiter die 400 Jugendliche. Dank diesen Anpassungen kann die Zuteilung der Unterkünfte unter Einhaltung der Abstandsregeln gewährleistet werden. Weiter werden die Jugendlichen im gesamten Lagerbetrieb (Schneesport, Verpflegung, Unterkunft, Rahmenprogramm) in sechs beständige Gruppen eingeteilt. Swiss-Ski

Alena Huber in der Spur von Skeleton-Crack Gregor Stähli Zehn Jahre nach den glorreichen Skeleton-Zeiten Gregor Stählis macht sich die Hausemerin Alena Huber auf, in dessen Spur zu treten. Ziel: die Weltmeisterschaften 2023 auf dem Olympia-Bobrun in St. Moritz. Von Urs E. KnEUbühl Alena Huber weiss, was sie will – und sie ist auf gutem Weg. Die junge Skeleton-Athletin aus Hausen hat seit ihrem leistungssportlichen Einstieg in den Eiskanälen Erfolge wie eine markante Entwicklung vorzuweisen: Top-12 an der Junioren-WM, Vize-Schweizermeisterin und vergangene Saison mit dem neunten Rang in Königssee auch ein Top-10-Resultat im Europacup.

Ziel: WM 2023 in St. Moritz Das sind bemerkenswerte Resultate, die auf erfolgreiche Aussichten hindeuten.

Alena Huber: «Ich möchte nun einen weiteren Schritt wagen und mir den Traum von einem neuen Skeleton-Schlitten ermöglichen. Deshalb habe ich auf der Plattform www.ibelieveinyou.ch ein entsprechendes Projekt geschaltet, mit welchem ich auf die Unterstützung von Gönnern und Sponsoren hoffe. Jeder Betrag ist dabei sehr willkommen.» Das Ziel ist, die Ausgaben für den neuen Skeleton-Schlitten, die rund 7000 Franken betragen, bestmöglich zu decken. Wie wichtig das Material bei Erfolgen ist, wissen Skeletonis ebenso, wie auch, dass dazu einiges an privater finanzieller Unterstützung nötig ist. Skeleton ist, wenngleich olympisch (Gregor Stähli gewann neben vier Weltmeistertiteln auch zwei olympische Bronzemedaillen), eine Randsportart, welcher nur gerade bescheidene Unterstützung zukommt. Wer Erfolg haben will, der muss sich gehörig strecken. Alena Huber bringt dazu solide Grundlagen mit, so, dass sie nun für ihr grosses Ziel, die Weltmeisterschaften 2023 in St. Moritz, gewillt ist, weitere persönliche Einschränkungen in Kauf und sportliche Herausforderungen anzunehmen.

Neuer Trainer und neuer Schlitten

Alena Huber. (Bilder zvg.)

Vom Skeleton-Sport begeistert ist Alena Huber, seit sie vor Jahren, nach einer Bob-Taxifahrt mit dem Hausemer Fredi Steinmann auf der Bobbahn in Igls, den österreichischen Nachwuchs-Skeletonis bei ihren rasanten Fahrten zugeschaut hat. 2014 wollte sie es dann selber wissen und nahm an einem Starter-Wettkampf teil – mit Erfolg. Seither geht sie ihren Weg zielgerichtet, und dieser zeigt in erster Linie aufwärts.

Hat Grosses vor: Skeleton-Talent Alena Huber, Hausen, setzt sich eine erfolgreiche WM 2023 in St. Moritz zum Ziel. Mit Courage und Elan hat die junge Skeleton-Athletin nun alles für die kommende Saison aufgegleist. Ein hochwertiges Sommertraining ist absolviert, unterstützt von ihrem neuen Trainer Tommy Herzog, dem ehemaligen Schweizer Bob-Athleten und Anschieber. Zusätzlich kann Alena weiterhin auf das Athletik-Training unter der Obhut von Martin Galliker zählen. Und nun hofft sie selbstredend vor allem auch auf die Sportfreundlichkeit und Unterstützung der Säuliämtler. «Es wäre toll, wenn mein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform www. ibelieveinyou.ch entsprechend geäufnet würde, damit ich meinen Traum von einem neuen Skeleton-Schlitten

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realisieren und weiter auf mein Ziel der WM 2023 im eigenen Land ausrichten kann.» ANZEIGE

http://ibiy.net/AlenaHuber – Unterstützung für Skeleton-Talent Alena Huber, Hausen. Jeder Beitrag ist willkommen.


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