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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 074 I 173. Jahrgang I Dienstag, 24. September 2019

Festlicher Empfang

Sessionsbesuch

Die Jumba kehrt mit bleibenden Erinnerungen zurück vom Eidgenössischen. > Seite 3

Mitglieder des HEV Albis waren zu Gast beim Nationalrat im Bundeshaus. > Seite 4

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Drei Anlässe Am Hedinger Chilbi-Wochenende feierten auch Wasserversorgung und Feuerwehr. > Seite 5

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«Heimelig» Die Lesung von Blanca Imboden im Haus zum Seewadel stiess auf Begeisterung. > Seite 6

Endlich rollen die Skateboards 20 Jahre nach der ersten Idee wurde in Hausen die Rollsportanlage eingeweiht Nach jahrelangen Verzögerungen rollten am letzten Samstag endlich die ersten Skater und Kickboarder in die Betonwannen der neuen Rollsportanlage beim Sekundarschulhaus Weid 2. Auch das Reservoir in Ebertswil wurde in Betrieb genommen. ................................................... von martin platter

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Spannende Berufe Die 8. Ämtler Berufsmesse im Sportzentrum Schachen, Bonstetten. > Seite 11

Hubers Siegserie abgebrochen Urs Huber Siegserie erlitt am Wochenende ein jähes Ende. Nach sieben Siegen in sieben Wochen kam für den Mettmenstetter ausgerechnet an der Bike-Marathon-Weltmeisterschaft in Grächen der «Jour sans» im dümmsten Moment. Er erreichte nur den 14. Rang. Die Ursachen für das mässige Abschneiden liegen noch im Dunkeln. Nach dem Rennen mochte sich der masslos enttäuschte Huber nicht zum Ausgang äussern. ................................................... > Bericht auf Seite 18

FCWB siegt wieder

Leuchtende Kinderaugen am letzten Samstagnachmittag auf dem Areal der Sek Hausen: Nach einem feierlichen Einweihungsakt konnte endlich die Rollsportanlage befahren werden. Die erste Idee dazu war im Jahr 2000 entstanden. Aber erst mit der Sanierung der Sportanlage im Jonentäli konkretisierte sich die Idee eines fixen Skateparks. 2010 wurde eine Bestandsaufnahme samt Triage der verschiedenen Sportbedürfnisse erstellt. 2012 hiess das Stimmvolk einem Kredit in Höhe von 0,5 Mio. Franken zu. Doch der Baurekurs eines Anwohners verzögerte das Projekt weiter. Im Juni 2018 schliesslich musste der Gemeindeversammlung ein Nachtragskredit von 280 000 Franken unterbreitet werden. Denn der Baugrund erwies sich nach zusätzlichen Evaluationen als schwieriger als erwartet. Auch dieser Nachtragskredit wurde angenommen. Mit dem Bau konnte endlich begonnen werden. Fürs Konzept zeichnet der erst 27-jährige Noël Eichenberger verantwortlich, der bereits vor zehn

Jahren als Sekundarschüler seine erste Skate-Anlage realisiert hatte. Der Luzerner brachte denn auch seine ganze Skate-Clique mit an die Eröffnung. Die Jungs und das eine Mädel – Spitzensnowboarderin Lia-Mara Bösch –

Buntes Jubiläum

Gesucht: Schweizer Hölzler Meister

Am vergangenen Wochenende stand auf dem Götschihof im Aeugstertal eine besondere Feierlichkeit an: Zum 30-jährigen Bestehen vereinte die Stiftung ihren Traditionsanlass mit einer Jubiläumsfeierlichkeit. Das Besucherinteresse war sehr gross – sowohl am sonnendurchfluteten Samstag wie am zuweilen bewölkten Sonntag. Vom Säuliamt und auch von ausserhalb strömten Interessierte und Sympathisanten heran, um sich auf dem Festgelände zu verweilen. Natürlich hatten die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Angestellten des Wohnheims auch dieses Jahr ein buntes Programm zusammengestellt. Gärtnerei und Werkstätten boten selber kreierte Handwerksarbeiten von subtiler Schönheit an. In der temporären «Galerie» durften Malereien und Karten besichtigt werden, und an den Marktständen gab es allerlei schmucke wie fantasievolle Basteleien und Töpfereien zu bestaunen und zu erstehen, die ebenfalls von und mit den Bewohnenden sowie betreuenden Mitarbeitenden eigenhändig hergestellt werden. Und natürlich war auch musikalisch etwas los auf dem Festgelände. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Einmal im Leben einen Pokal in die Luft stemmen, die Konkurrenz deklassieren, eine Schweizer Meisterschaft gewinnen – auch als durchschnittlich talentierter Mensch. Das war am letzten Samstag im «Adler» in Kappel wieder möglich. Das Organisationskomitee hatte zur achten Schweizer Hölzler Meisterschaft geladen. Und sie

Nach zuletzt zwei Unentschieden bezwingt der FC Wettswil-Bonstetten in einem hart umkämpften Spiel den FC Thalwil knapp mit 1:0. Die einheitliche Mannschaftsleistung war der Schlüssel zum Erfolg in diesem Zürcher Derby, welches die Moral und die Siegeslust des FCWB noch weiter fördern dürfte. Den Siegestreffer erzielte der junge Neuzugang Grujicic schon in der 22. Minute. Nach nun acht Spielen und ausgezeichneten 18 Punkten steht WB als einziges Team noch ungeschlagen da. ................................................... > Bericht auf Seite 19

Am Samstag wurde die Rollsportanlage beim Sekundarschulhaus Weid 2 dem Betrieb übergeben. (Bild Martin Platter) stürzten sich mit grossem Vergnügen in die neuen Betonwannen und shreddeten gekonnt mit ihren Skateboards über die Rails, dass noch manch einem vor Staunen der Kiefer runterging. Noch ist die Anlage aber nicht

kamen, die Hölzlerinnen und Hölzler – oder wie es die Organisatoren sagen: Die Athletinnen und Athleten. Der Spass stand im Vordergrund, die Geselligkeit, das Vergnügen. Aber dann gab man trotzdem alles. Immerhin befand man sich im Titelkampf. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 9

So sehen Athletinnen und Athleten an der Schweizer Meisterschaft im Hölzle aus. Konzentration und etwas Ehrgeiz sind schon gefordert. (Bild Livia Häberling)

ganz fertig. In den kommenden Wochen soll auch noch ein Pumptrack für Mountainbiker entstehen. Es ist der erste im ganzen Bezirk! ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

WM der besten Biersommeliers Diesen Freitag steigt die Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier im italienischen Rimini. 80 Vertreter aus 18 Nationen treten zum Wettkampf um die Krone des besten Biersommeliers der Welt an. Mit dabei ist der Affoltemer Gregor Völkening. Vergangenen November hat er sich an der Schweizer Meisterschaft mit einem vierten Platz die Teilnahme gesichert. Biersommeliers sind Experten in Sachen Bier. Sie verfügen über ein breites Wissen über das Getränk, kennen deren Herkunft und Geschichte, sind in der Lage, Biere sensorisch zu beschreiben und machen den Biergenuss zu einem echten Erlebnis. All diese Fähigkeiten trainiert Gregor Völkening seit Monaten. Zuhause braut er sein eigenes Bier im Keller, er liest sich alles Wissenswerte mit einschlägiger Literatur an, trainiert zusammen mit den Mitgliedern der Schweizer Nationalmannschaft seine Geschmacksnerven. Und nicht nur das: Auf Ende Jahr wird er das erste Säuliämtler Bier auf den Markt bringen, das «Säuli-Bier», für das er die Rezeptur kreiert hat. (sts). ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Einbürgerungen Politische Gemeinde und Primarschulgemeinde Totalrevision der Gemeindeordnung (Bildung einer Einheitsgemeinde) Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 17. September 2019: Die Gemeindeversammlung empfiehlt den Stimmberechtigten, die Totalrevision der Gemeindeordnung an der Urnenabstimmung vom 17. November 2019 anzunehmen. Rechtsmittelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden; • Wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen

Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung hat der Einbürgerungsausschuss der Gemeinde Bonstetten an seiner Sitzung vom 17. September 2019 die folgenden Ausländerinnen und Ausländer sowie Schweizer Bürger in das Bürgerrecht der Gemeinde Bonstetten aufgenommen: • Boll Christoph (m), 1983, von Deutschland • Millerberg Megan (w), 1985, mit Kirkham Kyler (m), 2004, Millerberg Kahri (w), 2008, und Millerberg Avery (w) 2014, von Vereinigte Staaten • Reidt Steffen (m), 1968, von Deutschland • Stucki Valérie (w), 1975, und Stucki Bruno (m), 1976, mit Stucki Céline (w), 2007, Stucki Léonie (w), 2009, aus der Schweiz

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er seinen Arm um sie und sprach: Komm heim.

Traurig, aber mit viel Dankbarkeit erfüllt nehmen wir Abschied von unserem lieben Mueti, Schwiegermueti, Grossmueti, Urgrossmueti, unserer Schwester, Tante und Gotte

Anna Stettler-Jutzi 16. Januar 1919 – 18. September 2019

Ein starkes Herz hat aufgehört zu schlagen. Viele unvergessliche Spuren hast du hinterlassen. Wir danken dir für alles, was du uns gegeben hast. Du wirst uns fehlen. In stiller Trauer: Ueli und Elsbeth Stettler-Ebnöther mit Familien Rolf und Ida Stettler-Müller mit Familien Ruedi und Monika Stettler-Stalder Urs Stettler mit Familien Heinz und Lucia Stettler-Gnesa mit Familien und Verwandte

Bonstetten, 24. September 2019 Einbürgerungsausschuss

• Und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 19. September 2019 Namens der Gemeindevorsteherschaften Gemeinderatskanzlei Aeugst am Albis

Abschiedsgottesdienst: Samstag, 5. Oktober 2019, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Kappel am Albis. Urnenbeisetzung vorab im engsten Familienkreis.

Fahrzeuge

Anstelle von Blumenspenden unterstütze man die Villa Sonnenberg, Palliative Care, Spital Affoltern, Postkonto 85-391373-1, IBAN 44 0900 0000 8539 1373 1, Vermerk: Anna Stettler.

Kaufe Autos

Traueradresse: Urs Stettler, Schützenwies 2, 8926 Kappel am Albis

Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Todesfälle Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Am 11. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Am 18. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Am 19. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Anna Elisabeth Klarmann geb. Hammon

Diana Beatrice Haldemann geb. Blocher

Robert Stricker

geboren am 13. Januar 1942, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

geboren am 17. Juni 1966, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Die Abdankung findet im engsten Familienkreis statt.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bestattungsamt Affoltern am Albis

geboren am 24. August 1938, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. September 2019

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Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch anzeige

Die Harmonie Affoltern spielt für die Jumba (rechts), dazu schwingen die Fahnen der Feldschützen Zwillikon, des Männer- und des Frauenturnvereins. (Bild tst.)

Tradition wieder aufleben lassen Affoltemer Vereine haben die Jumba empfangen Mit Musik und Fahnen wurden am Sonntag die Rückkehrer vom Eidgenössischen Jugendmusikfest in Affoltern empfangen. Das solle wieder zur Tradition werden, war man sich einig. «Schön, dass alle den Sonntagabend ‹geopfert› haben», verlieh Jumba-Präsident Peter Feuz seiner Freude Ausdruck. Seit vielen Jahren hat es das nicht mehr gegeben, dass ein Verein nach dem Eidgenössischen im Bezirkshauptort so feierlich empfangen wurde. Und es solle wieder zur Gewohnheit werden, waren sich alle Beteiligten einig.

Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr war die Jumba ans Eidgenössische Jugendmusikfest in Burgdorf aufgebrochen. Es sollten zwei tolle, erlebnisreiche Tage werden. «Musikalisch wäre mehr dringelegen, aber kameradschaftlich haben wir es sehr genossen», zog Feuz Bilanz. Zumindest ihm selber bleibt auch die Übernachtung auf dem kalten Schulhausboden – nur mit dünnen Matten – in Erinnerung. Keine leichte Aufgabe, nach einer kurzen Nacht am Sonntagmorgen gleich als Erste aufspielen zu müssen. Doch die Ämtler schlugen sich wacker. «Wir sind zufrieden», so ihr Präsident, «das gibt Motivation, weiterzumachen.»

Die musizierende Harmonie, die Fahnenträger der Dorfvereine und zahlreiche Affoltemerinnen und Affoltemer geleiteten die Jungmusikanten zum Marktplatz. Hier wurden die sichtlich müden, aber auch glücklichen Jugendlichen beklatscht. «Wir schätzen Ihren Einsatz sehr», lobte Stadtrat Martin Gallusser. Die Musik bereite Freude und sei Ausdruck von Geselligkeit. Beim Apéro – offeriert von der SHS – bot sich dann Gelegenheit, Eindrücke auszutauschen. Speziell dürfte der Empfang insbesondere für Dirigent Gilbert Théraulaz gewesen sein. Er bleibt der Jumba nur noch bis Ende November erhalten. (tst.)

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Eine Jubilarin in Affoltern hat in den kommenden Tagen Geburtstag und darf stolz auf ihre 85 Lebensjahre zurückblicken. Am Donnerstag, 26. September, feiert Irmgard Maria Roswitha Würker-Austermann. Wir gratulieren ihr herzlich und wünschen viel Spass am Fest und gute Gesundheit.

Zur goldenen Hochzeit Am 26. September 1969 gaben sich Anna und Alfred Gallmann-Huber das Jawort und feierten ein rauschendes Fest. Am Donnerstag wird dieses Ereignis bereits 50 Jahre her sein. Wir gratulieren dem Paar in Affoltern von Herzen und wünschen alles Gute, Liebe und beste Gesundheit.


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Bezirk Affoltern

gesundheits-kompass

Die Hausbesitzer auf Tuchfühlung mit Bundesbern

Dr. med. Helen Roth, Co-Chefärztin Geriatrie und Palliative Care, Spital Affoltern

Wie können Sie sich vor Stürzen im Alter schützen? Mit steigendem Alter nehmen die Sturzgefahr und auch die Anzahl der Stürze deutlich zu. Ungefähr 30 % der über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal jährlich. Die meisten Menschen stürzen häufig bei Alltagsaktivitäten aus dem Stand heraus. Bei betagten Menschen spielt die Summe mehrerer Risikofaktoren eine Rolle. Einerseits können äussere Faktoren wie ein unebener Fussboden oder ungeeignetes Schuhwerk einen Sturz verursachen, andererseits stellen innere Faktoren wie Gangunsicherheit, Blutdruckregulationsstörung, Sehschwäche und geistiger Abbau ein hohes Sturzrisiko dar. Welche Massnahmen können Sie im Alltag treffen, um das Sturzrisiko zu senken? Die wichtigste Sturzprävention ist die regelmässige körperliche Aktivität. Wer sich regelmässig bewegt und damit Kraft, Stabilität und Gleichgewicht fördert, verbessert seine Chancen auf eine langandauernde Mobilität im Alter und die damit verbundene Selbstständigkeit im Alltag. Sie müssen sich dabei nicht völlig verausgaben, schon kleine Übungen (Treppensteigen, Hanteln heben) und ein aktiver Alltag (Spaziergang, Einkaufen, Haushalt, Garten) sind nützlich. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Knochen- und Muskelgesundheit ist eine ausgewogene, eiweissreiche Ernährung. Geniessen Sie ausreichend Milchprodukte, Fleisch und Eier und darüber hinaus achten Sie auf eine genügende Flüssigkeitsmenge (zirka 1.5 Liter pro Tag). Geistige Fähigkeiten sind ein wichtiger Schutzfaktor. Bleiben Sie sozial aktiv, treffen Sie sich mit anderen Menschen. Sozialkontakte trainieren das Gehirn, verbessern das Erinnerungsvermögen und tragen zu einem guten Gefühl bei. Bei einer Seh- oder Hörschwäche empfiehlt sich der Gang zum Augen- oder Ohrenarzt. Bei Brillenträgern ist auf die richtige Brillenstärke zu achten. In ausgewählten Fällen kann ein geeignetes Gehhilfsmittel den Gang sicherer machen. Lassen Sie sich hierbei von einer Fachperson, z. B. einer Physiotherapeutin, individuell beraten. Entfernen Sie zu Hause alle Stolperfallen wie Kabel und lose Teppiche. Bringen Sie Haltegriffe und Handläufe dort an, wo Sie sich oft aufhalten und sich bewegen. Sorgen Sie immer für eine ausreichende Beleuchtung und tragen Sie rutschfeste Schuhe, die Ihnen guten Halt geben. Für alleinstehende betagte Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko empfiehlt sich im häuslichen Umfeld ein Notruf-System. Lassen Sie bei Schwindel und tiefem Blutdruck von Ihrem Hausarzt Ihre Medikamente auf Nutzen und Risiken überprüfen. Manchmal können blutdrucksenkende Medikamente in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt reduziert werden. Im Gesundheits-Kompass geben Fachleute des Spitals Affoltern Tipps zu Gesundheitsfragen. Weitere Infos: Telefon 044 714 26 68 oder gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch.

Dienstag, 24. September 2019

Mitglieder des HEV Albis besuchten die laufende Session des Nationalrats im Bundeshaus

Führung durchs Bundeshaus: Politisch interessierte Haus- und Wohneigentümer aus dem Säuliamt. (Bild Martin Mullis)

Anstelle des traditionellen Herbstanlasses «Kyburg-Forum» des Hauseigentümerverbands (HEV) Kanton Zürich, besuchte eine handverlesene Schar der Sektion HEV Albis das Bundeshaus. ................................................... von martin mullis Die Dachorganisation des HEV Kanton Zürich vertritt die Interessen von 75 000 Hausbesitzern im Kanton. Im Verbund von 24 Sektionen setzt sich der HEV für die Förderung des privaten Haus- und Wohneigentums ein und bietet eine Vielzahl von Fachkursen und Veranstaltungen an. Der traditionelle Herbstanlass «Kyburg-Forum» im Kasino Winterthur, widmet sich im Wesentlichen den politischen Problemen rund um das Wohneigentum. Die

Sektion HEV Albis nahm die kommenden eidgenössischen Wahlen zum Anlass und lud eine handverlesene Schar, sozusagen als Nebenanlass des «Kyburg-Forums», zu einem Besuch ins Bundeshaus ein. Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Politik, darunter zwei Gemeindepräsidentinnen, der Stadtpräsident von Affoltern und der Standortförderer, fuhren zusammen mit den Vorstands- und Ehrenmitgliedern des HEV Albis mit dem Car in die Bundeshauptstadt. Im Bundeshaus empfangen und auf die Besuchertribüne geführt wurden die Besucher von Nationalrat Hans-Ulrich Bigler. Trotz einer soeben beendeten Klima-Demo einiger Aktivisten herrschte im Nationalratssaal ein ruhiger Geschäftsablauf. Einige Ratsmitglieder im stark dezimierten Plenum lasen den «Blick», mindestens ein halbes Dutzend starrte gebannt auf die Bildschirme ihrer Lap-

tops, während Bundesrätin Simonetta Sommaruga geschäftig in einem Stapel Papiere blätterte.

Wenn die Glocke zur Abstimmung ruft ... Erst als Nationalrätin Jacqueline Badran mit wehendem Wollmantel ans Rednerpult schritt, hoben sich die Köpfe einiger Parlamentarier. Der in dieser Situation doch etwas schmächtiger wirkende Albert Rösti, welcher ebenfalls als Redner bereitstand, wich fast etwas ängstlich dem Polit-Schwergewicht der SP aus. Die Szene schien wie ein Omen für die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in der Schweiz. Die Argumente der Politiker wurden freundlich und sachlich vorgetragen, als plötzlich aus sämtlichen Nebentüren die Parlamentarier hereinströmten und sich die Sitzreihen schlagartig füllten. Die

Mettmenstetter im «Fokus KMU» Schüler der 3. Sek zu Gast in der TV-Politdebatte

Mettmenstetter Schüler im Studio mit Nationalrat Hans-Ulrich Bigler (rechts) und Moderator Filippo Leutenegger. (Bild zvg.) Kürzlich wurden die Schüler der 3. Sekundarschulklassen aus Mettmenstetten zur Aufzeichnung der TV-Politdebatte «Fokus KMU» eingeladen. Es standen neun Plätze zur Verfügung. Trotz des komplexen Themas der Sendung («Sozialversicherungen in der Krise») war das Interesse der Jugendlichen so gross, dass die Teilnehmenden per Los gezogen werden mussten. Die Schüler hatten offensichtlich gemerkt, dass die angesprochene Krise etwas mit ihnen zu tun hat. Nach einer kurzen Einführung durch den Klassenlehrer Stefan Urech diskutierten sie bereits auf der Zugfahrt zum TV-Studio in Wallisellen über die Sanierung der AHV. «Man muss halt

einfach mehr in diesen AHV-Topf einzahlen» meinte ein Schüler. Ein anderer fand es unfair, dass Frauen früher in Pension gehen können, worauf ihm das einzige Mädchen in der Runde einen bösen Blick zuwarf. Im Studio von Tele Z angekommen, führten die Experten die Diskussion weiter, nämlich die vier Nationalräte Hans-Ulrich Bigler (FDP), Gregor Rutz (SVP), Lorenz Hess (BDP) und Yvonne Feri (SP). Diese hatten allerdings auch keine einfache Patentlösung parat. Dabei verwiesen die Politikerinnen und Politiker immer wieder auf die jungen Gäste aus dem Säuliamt, um deren Altersvorsorge es ja schlussendlich gehe.

Die Jugendlichen verfolgten die politische Debatte aufmerksam und kamen am Schluss alle zur Überzeugung, dass schnellstmöglich gehandelt werden müsse. Sie erlebten zum ersten Mal, wie eine Fernsehsendung aufgezeichnet wird und dass die Sendung, die man zu Hause am Bildschirm sieht, ein Zusammenschnitt ist. Das Highlight für die Jugendlichen folgte aber nach der Sendung: beim Fotoshooting im Studio zusammen mit dem Stadtrat Filippo Leutenegger, dem Moderator der Sendung, und dem Nationalrat Hans-Ulrich Bigler. (UrS) Ausstrahlungen bis 29. September täglich um 17.15 Uhr auf Tele Züri, Tele M1 und Tele Bärn.

Präsidentin des Nationalrats, Marina Carobbio Guscetti, hatte mit der Glocke geklingelt, die Volksvertreter schritten zur Abstimmung. Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat und Direktor des schweizerischen Gewerbeverbands, stand der Gruppe aus dem Knonauer Amt in einem Sitzungszimmer des Bundeshauses zusammen mit Nationalrat Gregor Rutz für Fragen zur Verfügung. Die abschliessende Aufforderung der beiden Politiker an ihre Gäste war absolut deckungsgleich: «In vier Wochen wird abgestimmt, bitte gehen Sie an die Urnen.» Die anschliessende Führung durch das Bundeshaus, der Apéro in der «Galerie des Alpes» sowie ein Mittagessen in der Altstadt, bot den Wohneigentümern natürlich ausgiebig Gelegenheit, sich über die gegenwärtige spannende, politische Konstellation auszutauschen.

Wahlzettel richtig ausfüllen In diesen Tagen erhalten die Stimmberechtigten die Unterlagen zu den National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober. Damit ihre Stimme zählt, müssen sie einige Regeln beachten: Auf dem Wahlzettel dürfen höchstens so viele Namen stehen, wie Sitze zu besetzen sind. Jede stimmberechtigte Person darf für die National- und Ständeratswahlen nur je einen Wahlzettel einreichen. Für die Nationalratswahl kann ein vorgedruckter Wahlzettel unverändert eingereicht werden. Der Wahlzettel kann auch verändert werden. Dabei ist es erlaubt, Namen zu streichen, handschriftlich zu wiederholen (Kumulieren), Namen von Kandidierenden anderer Listen auf den Wahlzettel zu schreiben (Panaschieren). Falls der Wahlzettel verändert wird, gilt: Der Wahlzettel muss mindestens den Namen einer Kandidatin oder eines Kandidaten enthalten. Wählbar sind nur Personen, die auf einer der Listen im Wahlzettelset des Kantons Zürich aufgeführt sind. Der gleiche Name darf höchstens zweimal auf dem Wahlzettel stehen. Die Änderungen müssen persönlich und handschriftlich erfolgen sowie klar und eindeutig sein. Für die Ständeratswahl ist jede stimmberechtigte Person mit politischem Wohnsitz im Kanton Zürich wählbar. Jede auf dem Wahlzettel aufgeführte Person muss aufgrund von Name, Vorname und nötigenfalls weiteren Zusätzen (Beruf, Wohnort) eindeutig bestimmbar sein. Eine Person darf nur einmal genannt werden. (ki)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. September 2019

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Kathedrale des Wassers Nach 15-monatiger Bauzeit wurde das Reservoir Ebertswil dem Betrieb übergeben Rund 120 Personen haben am letzten Samstag das neue Reservoir in Ebertswil besichtigt und sich aus erster Hand über die zugehörigen Quellfassungen und Brunnenstuben informiert. Bald wird auch Kappel sein Wasser aus Hausen beziehen. ................................................... von martin platter Von aussen sieht man im Husertal inzwischen nur noch das Holzhäuschen mit dem Eingang zur Betriebswarte. Das riesige Loch, das für den Bau des Reservoirs Ebertswil hatte ausgehoben werden müssen, ist wieder zu. Gefüllt mit den drei Kammern des neuen Wasserspeichers; je zwei mit 300 Kubikmeter Wasser, plus eine mit 150 Kubikmeter, die fürs Löschwasser konzipiert ist. Über drei Etagen erstreckt

sich die Betriebswarte mit zahlreichen Röhren und Schiebern, Schaugläsern und Wartungsluken in die Wasserkammern. Am Samstag führten Projektleiter Thomas Hunziker, der Hausemer Tiefbauvorstand Christoph Tandler und Markus Wetli vom Hausemer Verschönerungsverein, sowie die beiden Wasserwarte Manuel Schneiter und Samuel Schaltegger durch die neue Kathedrale des Wassers und erklärten, wo und wie das Quellwasser gesammelt wird.

Rundgang zu den Quellfassungen Der Rundgang führte zu den Brunnenstuben Waldgatter und Stäpfer, die das Wasser sammeln und ins Reservoir Ebertswil einleiten. Anhand der Brunnenstube Stäpfer am Hinteralbis erklärte Tandler die verschiedenen Schutzzonen und was wo erlaubt bzw.

Wasserwart Manuel Schneiter erklärt die Funktionsweise der verschiedenen Rohre und Schieber in der untersten Etage des Reservoirs. (Bilder Martin Platter)

Nach der Einweihung des Reservoirs Ebertswil stand noch die Eröffnung der Rollsportanlage in Hausen auf dem Programm. Von links: Damian Habegger (Regiebetrieb), Noël Eichenberger (Konzept), Christoph Tandler (Tiefbauvorstand), Kurt Kolb (Architekt), Marco Müller (Leiter offene Jugendarbeit Oberamt), Alain Kehrli Bertholet (Mitglied Kinder- und Jugendkommission).

für die Bewirtschafter der benachbarten Felder verboten ist, damit das Quellwasser nicht verunreinigt wird. Insgesamt 28 Brunnenstuben gilt es im gesamten Einzugsgebiet der Wasserversorgung Hausen zu unterhalten. Alleine die jährliche Reinigung dieser Anlagen nimmt je nach Jahreszeit zwei bis vier Wochen in Anspruch. Die Hausemer Wasserversorgung, zu der hydrologisch bald auch die Kappeler gehört, ist eine komplexe Angelegenheit. Vier verschiedene Druckzonen versorgen die unterschiedlichen Dorfteile, von denen die höchstgelegenen auf dem Albis sind.

220 bis 250 Millionen Liter Wasser verbrauchen die Hausemer pro Jahr. 70 Prozent davon stammen aus den Quellen am Albis, 30 Prozent sind Gruppenwasser. Davon kommen gemäss Tandler wiederum etwa 80 Prozent aus Maschwanden und bestehen aus Reuss- und Grundwasser. Der Rest ist Zürichseewasser und stammt vom Gruppenwasser Amt und Limmattal.

Günstiger als budgetiert Für den Neubau des Reservoirs Ebertswil wurde insgesamt ein Kredit in Höhe von 7,35 Mio. Franken bewilligt.

Davon macht der Reservoir-Neubau rund zwei Millionen Franken aus. «Wir werden etwas tiefer abschliessen», stellte Tandler in Aussicht. Zwei Franken kostet ein Kubikmeter bzw. 1000 Liter Trinkwasser ab Hahn. 4 Franken 45 sinds in Hausen, rechnet man auch noch das Abwasser mit ein. Zur Veranschaulichung, wie günstig das ist, wurde ein Kubikmeter Wasser in 1,5-Liter-Petflaschen in der Landi gekauft. Kostenpunkt: 366 Franken. Mit Markenwasser aus italienischer oder französischer Provenienz hätte der Betrag aber durchaus auch vierbis fünfmal höher ausfallen können.

Ein betriebsames Wochenende in Hedingen Die Feuerwehr übte und zusammen mit der Chilbi jubilierte die Wasserversorgung Das Dorf Hedingen veranstaltete am letzten Wochenende gleich drei Anlässe. Die Feuerwehr führte am Freitagabend ihre Hauptübung durch, die Wasserversorgungs-Genossenschaft feierte ihr 125-Jahre-Jubiläum und an der Chilbi vergnügte sich Jung und Alt.

Die drei im Grunde ziemlich verschiedenen Anlässe, welche die Gemeinde Hedingen am letzten Wochenende feierte, passten trotzdem sehr gut zusammen. Die Hedinger «Chilbi» ist

längst ein traditionelles und beliebtes Dorffest, also durchaus geeignet, um zusammen mit der Wasserversorgungs-Genossenschaft ihr 125-jähriges Bestehen zu feiern. Und ohne das kostbare Nass ist selbst die tüchtigste Feuerwehr auf der Verliererseite, insofern war der Termin der Hauptübung am letzten Freitagabend genau richtig gewählt. Die jährliche grossangelegte Hauptübung ist bei der Bevölkerung stets beliebt und wird immer interessiert beobachtet. So gab es auch diesmal zahlreiche Zaungäste, welche aufmerksam beobachteten wie die Frauen und Männer der Blaulichtorganisation den Gefahren trotzten. Auch Statthalter Claude Schmidt, als obers-

Staunen: Woher kommt das Wasser?

Kniffliges Übungs-Szenario: Explosion und Brand mitten im Dorf. (Bilder Martin Mullis)

................................................... von martin mullis

ter Chef der Feuerwehren, und Gemeindepräsident Ruedi Fornaro zeigten sich sichtlich beeindruckt von der umsichtigen Arbeit, welche auf dem Schadenplatz geleistet wurde. Einsatzleiter Oberleutnant Heinz Appert, wurde mit einem sehr realistischen Szenario gefordert. Mitten im Dorf verursachte eine Explosion einen Brand mit grosser Rauchentwicklung, welche eine Personenrettung im ersten Stock des Gebäudes erforderte.

Blick aus der Vogelperspektive wie eine Postkartenkulisse In der anschliessenden Übungsbesprechung gab es neben einigen Verbesserungsvorschlägen auch viel Anerken-

nung für die Leistungen der Feuerwehr Hedingen. Am Samstagvormittag zeigte sich die Gemeinde oben am Weiher aus der Vogelperspektive von der schönsten Seite. Der strahlend blaue Himmel am herrlich warmen Spätsommertag verwandelte den Platz und die Gartenwirtschaft fast in eine kitschige Postkartenkulisse. Rund um die Tische standen Info-Stände mit Flyern und Broschüren zum 125. Geburtstag der Wasserversorgungs-Genossenschaft Hedingen. Auf einem Rundgang konnte das Reservoir Weierwerd besichtigt und das Innenleben eines Hydranten bestaunt werden. Ein Wettbewerb und verschiedene Informationen über die grosse Bedeu-

tung der lebenswichtigen Ressource Wasser, liessen die interessierten Einwohner staunen. Die Tische am Weiher waren praktisch voll besetzt, die Köstlichkeiten von Mika’s Restaurant (welches noch bis Oktober geöffnet bleibt) fanden die Zustimmung sämtlicher Geniesser, kurz, es herrschte eindeutig Feststimmung.

So sieht ein richtiges Dorffest aus Unten im Dorf dudelte am Nachmittag die nicht zu verwechselnde Chilbimusik, trotzdem standen vor dem Feuerwehrgebäude mehr als zwei Dutzend Mädchen und Knaben, welche samt und sonders in Feuerwehruniformen mit orangem Helm gekleidet waren. Nach einem Appell erfuhren sie die allerersten Instruktionen in ihrer hoffentlich langen Feuerwehrlaufbahn. Nach der Pflicht folgte die Kür, dies gemäss einer zwar wichtigen aber nirgends festgeschriebenen Feuerwehrregel. Die Chilbi wartete mit einer Fülle von Attraktionen, einer Plausch-Stafette, einem Kinderflohmarkt und reizvollen Feuerwehrspielen. Ganz besonders viel Beachtung und ungläubiges Staunen verursachte ein freistehender Wasserhahn, aus dem wie aus dem Nichts unaufhörlich eine Wassersäule floss. Die unzähligen einzelnen Attraktionen verbunden mit spannenden Informationen und geschickt gemischt mit Musik und Vergnügen, liessen einige Dorfbewohner an einem Festtisch zu einem berechtigten Kompliment an die Organisatoren verleiten. «So sieht ein richtiges Dorffest aus», stellte eine Besucherin kategorisch fest und erhielt rundum volle Zustimmung.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. September 2019

Bald der beste Biersommelier der Welt? Gregor Völkening aus Affoltern tritt an der Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier an Bier ist seine grosse Leidenschaft. Gregor Völkening braut seit Jahren seine eigenen Biere. Eignet sich etliches Fachwissen über das Kulturgut Bier an, schult seine Geschmacksnerven, um Bierstile aus aller Welt zu erkennen. So gerüstet, versucht er den Weltmeistertitel als Biersommelier zu erringen. ................................................... von stefan schneiter Seit Monaten dreht sich bei Gregor Völkening alles ums Bier. In seiner Freizeit liest er alles, was ihm in die Finger kommt, über Bier. Er kauft sich Dutzende von Bieren zusammen, degustiert und analysiert sie. Regelmässig trifft er sich zu Trainings mit andern Biersommeliers, um Bierstile und Bier-Flavours richtig zuzuordnen und Bierpräsentation zu üben. Das alles, um an diesem Freitag perfekt vorbereitet zur Weltmeisterschaft der Biersommeliers antreten zu können. In Rimini (Italien) findet diese WM statt. 80 Biersommeliers aus 18 Nationen werden antreten. Vier von ihnen sind Schweizer. Der 39-jährige Gregor Völkening aus Affoltern gehört zu ihnen. Im vergangenen November hat er sich an der Schweizer Meisterschaft in Bern für die WM qualifiziert. Er erreichte dort den 4. Platz, der ihn zur Teilnahme an der WM berechtigt. Ausserdem gehört er seither der anzeige

vierköpfigen Schweizer Nationalmannschaft an. An der WM müssen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten in den Bereichen Fachwissen, Sensorik und Bierpräsentation unter Beweis stellen. In der Vorausscheidung sind theoretisches Wissen rund ums Bier gefragt wie auch sensorische Fähigkeiten im Erkennen von Bierstilen und -geschmäckern. Die zehn Besten treten dann im Halbfinal und Final gegeneinander an. Dabei erhalten sie ein ausgewähltes Bier zugeteilt, über das sie dann vor einer Fachjury sieben Minuten lang in einer gekonnten Präsentation referieren müssen. «Als Biersommelier muss man ein guter Geschichtenerzähler sein», sagt Gregor Völkening. «Man muss sich auf die Bühne stellen und die Leute unterhalten, indem man möglichst spannend und kenntnisreich über Bier erzählt.» Woher stammt das Bier, welche Geschichte hat es, ist es obergärig oder untergärig, blond, braun, schwarz, zu welchem Essen passt es am besten – zu all diesen Fragen gilt es, überzeugende Antworten zu finden und diese in einer virtuosen Präsentation darzulegen. Auf eine gute Körpersprache und sympathische Ausstrahlung ist zu achten. Wer die Botschaft von Bierkultur und -vielfalt am besten zu inszenieren weiss, wird zum Sieger und somit neuen Weltmeister der Biersommeliers. Die Begeisterung für Bier nahm bei Gregor Völkening nach Beendigung des Studiums als Maschinenbauingenieur ihren Anfang. Damals, 2003, noch auf der Suche nach einem Job, stiess er in

er sich genau auf, hält in Protokollen auf die Minute genau den jeweiligen Herstellungsprozess fest. Alle Rezepte, rund 60, hat er ordentlich in einem Ordner abgelegt. Im grossen Kühlschrank im Keller hält er hunderte frisch gebrauter Biere aufbewahrt, jede Flasche mit Braudatum, Stammwürze- und Alkoholgehalt beschriftet.

Bier aus dem Säuliamt

In seinem Keller braut Gregor Völkening seine speziell aromatisierten Biere. (Bild Stefan Schneiter)

einer Buchhandlung auf ein Buch über Hobbybrauen. «Das wäre noch was», fand er und legte sich ein kleines Starterkit für Brauen in den eigenen vier Wänden zu. Immer mehr wuchs er in sein Hobby hinein. Belegte einen Braukurs für Fortgeschrittene, kaufte sich eine bessere Brauanlage, eine «Brau-Eule» mit Zwei-Pfannen-Sudwerk. legte sich Gärfässer zu und all die diversen Zutaten, die für ein ambitiöses Brauen notwendig sind. Den Hopfen baut er inzwischen selber im Garten an. Immer mal wieder nahm er an HobbyBrauerwettbewerben teil und gewann mehrfach Preise. Heute braut er ein- bis zweimal pro Monat im eigenen Keller. «Rund 400 Li-

ter im Jahr. Das ist die Höchstgrenze», erzählt Völkening, «wären es mehr, müsste ich mich als Brauerei anmelden und Steuern zahlen.» Er stellt verschiedenste Biere her, «querbeet alles – ausser klassisches Lagerbier, das können professionelle Brauer besser produzieren als Hobbybrauer.»

Koriander- und Orangenschalenbier Gern probiert er speziell aromatisierte Biere aus, mischt Früchte, Kräuter, Gewürze wie Koriander oder Orangenschalen mit rein, auch Quitten oder Kürbisse. «Ich experimentiere gern mit Bieren, die man kaum im Handel findet.» Die Rezepte schreibt

Von Beruf ist Völkening Projektleiter bei den SBB. Nun möchte er aber auch kommerziell ins Biergeschäft einsteigen. Er kreierte die Rezeptur für das neue Säulämtler-Bier. Dieses bringt er, zusammen mit Mitinitiator Christian Bachmann aus Stallikon, auf Ende Jahr in den Verkauf. Das «Säuli-Bräu» wurde Anfang August in der EinhornBräu in Hünenberg (ZG) produziert und gärt nun dem Verkaufsstart entgegen. 5000 Flaschen sind vorerst eingeplant. Kommt das Bier gut an, wird die Produktion fortgesetzt. Zunächst aber steht die Biersommelier-WM an. Was, wenn Gregor Völkening gewinnt? Will er dann professioneller Biersommelier werden? Nein, das nicht. Der Affoltemer trägt sich mit dem Gedanken, den Lehrgang «Master of Beer» in Deutschland zu belegen. Teilzeitberuflich könnte er sich vorstellen, an Firmenevents als Sommelier Schweizer Biermarktpräsentationen vorzunehmen, als Juror bei Bierwettbewerben oder als Berater im Bier-Onlinehandel mitzuwirken.


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Dienstag, 24. September 2019

Alle für einen und einer für alle Götschihof: Ein prächtiges Fest zum 30-Jahre-Jubiläum

................................................... von urs e. kneubühl

Musikalische Unterhaltung: MG Stallikon und Crash Band Dottikon Zudem animierte die Wettbewerbsfrage «Aus wie vielen Flaschen besteht

hinter-gründe

«Rössli»: Rückblick auf die Wettstein-Zeit

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Das traditionelle Götschihof-Fest vom vergangenen Wochenende war gleichzeitig öffentlicher Jubiläumsanlass. Begeisterung gab es rundum.

Das Besucherinteresse war wiederum sehr gross – am sonnendurchfluteten Samstag wie am zuweilen bewölkten Sonntag. Ganz nach dem Zitat «Alle für einen und einer für alle» des französischen Schriftstellers Alexandre Dumas der Ältere machte die Bevölkerung am Wochenende auch diesmal in üblich grossem Rahmen dem traditionellen Götschihof-Fest die Aufwartung. Interessierte und Sympathisanten von überall her, Familien mit Kind und Kegel aus dem Säuliamt und darüber hinaus kamen, um am bunten und vergnügten öffentlichen Anlass zur 30-Jahre-Götschihof-Jubiläum mit dabei zu sein. Den Aufenthalt der vielzähligen Besuchenden gestalteten Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angestellte des Wohnheims erneut höchst kurzweilig und abwechslungsreich. Gärtnerei und Werkstätten boten selber kreierte Handwerksarbeiten von subtiler Schönheit und dekorativem Wert an. Dies gilt genauso für die in der temporären «Galerie» gezeigten Malereien und Karten. An den Marktständen gab es allerlei schmucke wie fantasievolle Basteleien und Töpfereien zu bestaunen und zu erstehen, die ebenfalls von und mit den Bewohnenden sowie betreuenden Mitarbeitenden eigenhändig hergestellt werden. Eine Vielzahl an wirklich dekorativen Gegenständen. Auch die Gärtnerei hielt nicht mit Schönem und Verlockendem zurück.

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Tolle Arbeit geleistet: Das OK von links mit Sandro Plank, Cristgina Renggli, Bea Alves, Volker Kessler, Yves Friker, Biggi Feil, Ines Strahl, Urs Dähler und Manuela Ueltschi. (Bild zvg.)

Das Götschihof-Fest brillierte erneut mit selber kreierten Handwerksarbeiten von subtiler Schönheit und dekorativem Wert… dieser Kuchen?» – ein überdimensionierter Jubiläumskuchen aus leeren Getränkeflaschen – zum Rätseln, Zählen und Raten. Einfach, so stellte jedermann rasch fest, ist die exakte oder auch nur eine annähernde Antwort darauf nicht – so wird wohl gewinnen, wer am besten schätzen konnte. Und auch die Bahn des Bergwerks Riedhof war als zusätzliche

Attraktivität in Betrieb. Selbstredend liess an beiden Tagen auch ein solide ausgestatteter Festbetrieb bezüglich Verpflegung mit Essen und Getränken keine Wünsche aus. Auch mit musikalischer Unterhaltung wurden Besucherinnen und Besucher bedient: am Samstagnachmittag mit dem Konzert der Musikgesellschaft Stallikon und am Sonntagnach-

… sowie Attraktionen für die Kinder, wie hier die Rollenbahn. (Bilder kb) mittag mit jenem der Crash Band aus Dottikon. Klar, zur Gaudi der Kinder gab es abermals verschiedenste spezielle Attraktionen vom Ballon-Wettflug und der Rollenbahn, über Geschicklichkeitsspiele und Büchsenwerfen, bis zur Schaumkuss-Schleuder. Wirklich: Ein Fest für alle und alle Besuchenden für den Göschihof!

Ein Zeichen der Verbundenheit Pensionierten-Treffen am Spital Affoltern Rund 60 Rentnerinnen und Rentner sind am 19. September der Einladung der Spitals Affoltern zum diesjährigen PensioniertenTreffen gefolgt. Dieses Jahr war das Interesse am Geschehen des Spitals besonders gross, zählten doch die Pensionierten in der Abstimmung vom Mai zu den grossen Unterstützern.

Dank für die Unterstützung

Die ersten «Kafis» im Foyer des Hauses Rigi wurden erwartungsgemäss schon

Spitaldirektor Michael Buik begrüsste die Zuhörerinnen und Zuhörer mit

deutlich vor dem veranschlagten Besammlungstermin um 10 Uhr serviert. Die Freude über das Wiedersehen war offensichtlich. Viele Pensionierte sind nicht nur beruflich, sondern auch privat eng mit dem Spital Affoltern verbunden. Sie haben ebenfalls ihren Teil zum hervorragenden «3xJa» vom 19. Mai beigetragen.

Pensionierten-Treffen im Spital Affoltern. (Bild zvg.)

einem «Dankeschön» für ihre Unterstützung auf dem wichtigen Weg von der Auflösung des Zweckverbandes in eine neue Zukunft. Unter dem Titel «Fit für die Zukunft» informierte der Direktor dann eingehend über die vielfältigen Herausforderungen, die das Spital in den kommenden Jahren meistern muss. Übergeordnete Ziele bleiben die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung und die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze als grösster Arbeitgeber im Bezirk Affoltern. Die Pensio-

nierten lauschten den Ausführungen des CEOs gebannt. Sie nutzten auch die Gelegenheit, einige der vielen offenen Fragen zu klären. Eher sprachlos wirkten die zwischenzeitlich Hungrigen, die im Anschluss an das Referat vom Spitaldirektor im Restaurant Panorama ein feines Mittagessen erwartete. Am späteren Nachmittag machten sich die Pensionärinnen und Pensionäre mit ihrem «Aadänke» – einem feinen Butterzopf aus der Küche – satt und zufrieden auf den Heimweg. (KeN)

as sind schon sechzig Jahre im langen Leben des Gasthauses «Rössli» in Mettmenstetten? Doch diese (kurze) Zeitspanne habe ich hautnah miterlebt, nachdem mir meine damalige Freundin Annemarie Wettstein, die Metzgers- und Wirtstochter, vor gut 57 Jahren das Ja-Wort vor dem Zivilstandsamt gab. Gut hundert Jahre war die markante Liegenschaft im Dorfzentrum im Besitz der Familie. Mein Schwiegervater Alfred Wettstein-Boesch (1911–2009) übernahm die Gebäulichkeiten von seiner Mutter Fanny Wettstein-Buchmann (1881–1962). Anno 1974 ging der Betrieb dann in die Hände von Sohn Alfred, geb. 1944, über. Dieser wohnt seit Jahren (mit Hündli Marlo) in dem ihm weiterhin gehörenden Wohnhaus hinter dem «Rössli». Leider hatte mein Schwager Ende der Siebzigerjahre einen schweren Reitunfall. Aber seinen Alltag managt er bis heute stets ohne fremde Hilfe. Doch das Restaurant musste damals in andere Hände gegeben werden. Seine letzte Pächterin war Vreni Spinner, welche die Liegenschaft vor zehn Jahren käuflich erwarb. Früher waren Wursterei und Verkaufsladen dort, wo sich heute ein Coiffeursalon und die Laternen-Bar befinden. Später wurde mit der Metzgerei in das Nachbargebäude der Landi gezügelt. Auch ein separates Schlachthaus gehörte zum Betrieb. Renovationen und Umbauten waren auch in meiner «Rössli»-Zeit gang und gäbe. So wurden in den Sechzigerjahren innen und aussen renoviert und neue Fremdenzimmer mit sechzehn Betten eingebaut. Auch Küche und Metzgerei wurden erneuert und das kleine Säli um die damalige Stube erweitert. Nun soll das «Rössli» gemäss Bericht im letzten «Anzeiger» zu einer Genossenschaft werden. Man will die Gebäudehülle samt Dach sanieren, einen Lift und elf Ein-Zimmer-Appartements einbauen. Wie man der interessanten Homepage www.euses-roessli.ch entnehmen kann, stehen viele fähige Personen aus dem Dorf mit grosser Erfahrung in ganz verschiedenen Berufen hinter dem Projekt. Doch es wird aus meiner Optik kein einfacher «Lupf» werden, bei den hohen anfallenden Investitionskosten eine vernünftige Rendite erwirtschaften zu können. Herzliche Gratulation zum Mut zu Neuem. Ich hoffe, dass die Mättmistetter «ihr» Rössli auch mit der Zeichnung von Genossenschaftsanteilen unterstützen werden und nach der hundertjährigen WettsteinZeit ein «neues Rössli» mit Restaurant, Hotel und Kulturtempel in die Annalen eingehen wird. Das würde sicher auch den ganzen Wettstein-Clan freuen. Erich Rüfenacht-Wettstein

Check-in-Ticket kommt definitiv Der Markttest zum automatischen Ticketing ist erfolgreich verlaufen. Aufgrund der positiven Ergebnisse wird die Check-in-Funktion per 2020 ein integraler Bestandteil der ZVVTicket-App. Das automatische Ticketing in der ZVV-Ticket-App wurde im April 2018 lanciert. Nach gut anderthalb Jahren wird bereits rund jedes vierte Ticket in der ZVV-Ticket-App mit der Check-in-Funktion gelöst. Mit einem Fingerwisch checkt man vor der Fahrt auf dem Smartphone ein und nach dem Aussteigen wieder aus. Am Ende des Tages wird dem Fahrgast der korrekte Preis für alle absolvierten Fahrten berechnet. (pd.)


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Frieren im «Réduit»

Sektionsreise der SVP Rifferswil

Dienstag, 24. September 2019

Heimelige Plauderei im Haus zum Seewadel

Die Lesung von Blanca Imboden stiess auf Begeisterung Am letzten Dienstagabend, 17. September, kehrte Blanca Imboden in «ihr Altersheim» zurück, wo sie zu Recherchezwecken für ihren BestsellerRoman «heimelig» ein paar Tage verbracht hatte.

Spannende Einblicke in die Festung Sasso San Gottardo. (Bild zvg.)

Am Mittwoch, 18. September, besuchte die SVP Rifferswil die Festung Sasso San Gottardo. Nach einem Zwischenhalt beim Suworow-Denkmal und einer Kaffeepause, fuhren die 14 Teilnehmer der Sektionsreise der SVP Rifferswil auf den Gotthardpass zum Eingang der Festung, wo die geführte Besichtigung begann. Nachdem die französische Armee im Juni 1940 völlig unerwartet zusammenbrach, war die Schweiz im Würgegriff der Achsenmächte des Deutschen Reichs und Italiens. Die viel zu schwach ausgerüstete schweizerische Armee wäre niemals in der Lage gewesen, einen Angriff abzuwehren. Dieser wurde jedoch immer wahrscheinlicher, weil die Achsenmächte zur Versorgung ihrer Kriegswirtschaft ein grosses Interesse an der Beherrschung der Alpenübergänge hatten. Aus dieser Not heraus entstand die Idee des «Réduit national». Nur die Besetzung der strategisch bedeutendsten publireportage

Alpentransversalen schien genügend abschreckende Wirkung hervorbringen zu können, damit ein Angriff unterblieb. Die Armeeführung beschloss deshalb im Sommer 1940, den grössten Teil der Truppen an den Alpenübergängen zu konzentrieren und die Achsen zu befestigen. Das Artilleriewerk «Sasso da Pigna» wurde zwischen 1941 und 1945 gebaut. Im Herbst 1944 waren alle vier Bunkerkanonen sowie der gesamte Fortabschnitt mit den Kampfstellungen einsatzbereit. Die fertiggestellte Festung wurde schliesslich im Dezember 1945 übergeben. Von da an blieb sie bis 1998 in beinahe unverändertem Zustand einsatzbereit. Anschliessend an die Besichtigung wurden die Rifferswiler im Restaurant Albergo mit einem warmen Mittagessen wieder auf Betriebstemperatur gebracht, denn in der Festung war es nur gerade sechs Grad. Rolf Hurter, Präsident SVP Rifferswil

Bereits 40 Minuten vor der Lesung trafen die ersten Interessierten ein, um sich einen Platz in den vordersten Reihen zu ergattern. Die Autorin mit ihrer lebendigen Sprache begeisterte das zahlreich erschienene Publikum restlos. Peter Bachmann an der Panflöte verlieh der Veranstaltung den musikalischen Glanz. Die Seewadel-Küchencrew verwöhnte das Publikum im

Anschluss an die Lesung mit kreativen Köstlichkeiten. Erfrischend ist die Begegnung mit Blanca Imboden allemal und Lachen tut einfach gut. Das haben sich die Besucherinnen und Besucher auch gedacht und füllten den Mehrzweckraum im Haus zum Seewadel bis auf die letzten Plätze. Mit Begeisterung erzählte Blanca Imboden aus ihrem neusten Buch «heimelig» von ihrer Romanfigur Nelly, die sich nicht ganz freiwillig für den Weg ins Altersheim entschieden hat. Eine kleine Anekdote über das Geniessen von Spiegeleiern unter den Bewohnenden oder über den als Alternative zum Wasser servierten nicht so wohlschmeckenden Melissentee, brachte so manchen Teil-

nehmenden zum Lachen. Der Altersheim-Roman «heimelig» von Blanca Imboden schaffte es in kürzester Zeit auf Platz 1 der Schweizer-Bestsellerliste und hält sich auch jetzt – nach 16 Wochen – immer noch unter den besten 20. Blanca Imboden schwingt auf der Welle der heutigen Zeit mit und bleibt beweglich in ihrer Denk- und Handlungsweise. Sie macht sich bereits Gedanken über ihr nächstes Buchprojekt. Ihre Arbeit bei der Stanserhornbahn ist eine hervorragende Inspirationsquelle, wie die eine oder andere Geschichte verlauten liess. Es bleibt spannend. Einige ihrer Bücher sind auch als Hörbücher oder in Blindenschrift erhältlich.

Blanca Imboden sprach vor vollen Reihen in «ihrem Altersheim», dem Haus zum Seewadel. (Bild zvg.)


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Dienstag, 24. September 2019

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«Ich säg sächs» – «Was? Muesch lüter rede!» Am Samstag wurde im Restaurant Adler in Kappel der 8. Schweizer Hölzler Meister erkoren Einmal im Leben landesweit eine Rangliste anführen, für einmal der Beste sein? 32 «Athleten» wollten dieses Ziel am letzten Samstag im «Adler» erreichen. Sie kämpften um den Schweizer Meistertitel im «Hölzle». ................................................... von häberling livia Pünktlich da, und doch zu spät. Der Köppel Roger habe drum grad eine Suppe gelöffelt, sagt Schönbächler Renata, die Wirtin. Hier, im «Adler» in Kappel, wo Ländler läuft und Schweizerkreuz-Girlanden hängen, hier, wo man an der Theke ein «Herrgöttli» bestellt, wenn man ein Bier möchte. Hier, wo noch gut bürgerlich gekocht wird. Für bürgerliche Ständeratskandidaten auf Wahlkampftour sowieso. Hier also wird heute der 8. Schweizer Meister im «Hölzle» erkoren. Um 14 Uhr beginnt das Turnier, noch ist man sich am Aufwärmen, am Vorglühen. Man grüsst sich, man schätzt sich – man kennt sich. Gerstensuppe, Bier und Saurer Most. «Und suscht so, wie hättmers?» – «Bi zfridä» – «Isch rächt».

Schluss mit dem «Bschiisse» Dieses Jahr machen 32 Teilnehmer mit, darunter fünf Neue. Lüthi Werni, der Spielleiter, erklärt die Regeln: «Am Tisch sitzen vier Spieler. Jeder erhält drei Holzstäbchen. Jeder entscheidet sich für eine Anzahl zwischen null und drei, nimmt sie in die eine Hand und legt die Faust auf den Tisch. Jeder gibt einen Tipp ab, wie viele Hölzchen sich total in den vier Fäusten befinden. Dann werden die Fäuste in der Luft geöffnet, und die Hölzchen fallen auf den Tisch. Wer richtig tippt, scheidet aus, die anderen spielen weiter, bis der, der keinen Treffer landen kann, das Strafholz erhält. Wer drei Strafhölzchen hat, verliert. Für die anderen gibts Punkte.» Lüthi Werni wird dieses Mal noch genauer hinsehen, damit im Kampf um den Titel alles mit rechten Dingen zu und hergeht. In der Vergangenheit soll es Schlaumeier gegeben haben,

die bei Bedarf ein zusätzliches Hölzchen zwischen ihren wülstigen Fingern «hervorzaubern» konnten. Mit solchen Praktiken ist Schluss. Lüthi Werni hat aufgerüstet, grössere Hölzchen organisiert, für den Notfall die Gelbe und Rote Karte im Sack. Es geht hier schliesslich um die Landesehre.

Auf dem Gabentisch wartet der WC-Deckel Hölzle. Das tut man am Stammtisch im «Adler» seit Jahren, Jahrzehnten. Dort hatten sechs Kumpels vor acht Jahren die Idee zu einer Schweizer Meisterschaft. Seit 2012 wird sie durchgeführt. Zuerst aber heisst es: Einschreiben. Die Startnummer fassen, den Ansteck-Pin mit Hölzler-Logo. Die Spielregeln und der Zeitplan wurden vorab verschickt. Es ist 13 Uhr 30, Spörri Fredy tritt ans Mikrofon, dankt dem Sponsor, begrüsst die Wettkampfteilnehmer, reicht weiter an Lüthi Werni, der daran erinnert: «Dänkid dra, es isch es Spiel. Es dörf e chli Ehrgiz debi sii, aber es sell gmüetlich zu und her gah. Es preicht am Schluss jede en Priis.» Auf den Sieger wartet der gravierte Wanderpokal, auf die anderen der Gabentisch. Ob Reisekoffer oder Sonntagszopf, ob «Adler»-Gutschein oder Wein, ob Raclette-Öfeli oder WC-Sitz. Lüthi Werni hats gesagt: Es hat für jeden was.

«Ha gmeint, es göch de Ohrfiige nah» Dann wird die Tischeinteilung verlesen, die «Athleten» setzen sich. «13.57: Abspielen und Singen der Schweizer Nationalhymne», so stehts im Zeitplan. «Fürd Hymne erhebä mer eus», sagt Lüthi Werni. Also wieder aufstehen. Alle singen. Fast alle. «Ich chönnt si usswändig», sagt eine Spielerin, «aber ich singe nöd gern.» Nach der ersten Strophe reichts auch Lüthi Werni. Die Musik wird abgestellt. Man sei ja schliesslich zum «Hölzle» hier, und nicht zum Singen. An Tisch sechs gehts jetzt noch um die Formalitäten. «Wer schribt?» – «Di Jüngscht.» Na gut. Und dann wird munter drauf losgeraten.

«Wer isch dra?» «Du!» «Jä soo, ha gmeint es göch de Ohrfiige nah?» «Näi, im Uhrzeigersinn!» «Ich säg sächs.» «Was? Muesch lüter rede!» «Ich säg SÄCHS.» «Näi, sächs hätt scho öpper gseid!» «Dänn sägi halt SIBÄ.» Später ist zu erfahren: Raten, das tun hier nur Laien. Genauso wie nur Laien im Affekt mit der rechten Hand gestikulieren, damit jeder am Tisch weiss: In der linken Faust sind drei Hölzchen. Nein, wer Spielerfahrung hat, der gehe taktisch vor – ganz klar, erklärt Kalt Maya. Nach welcher Taktik denn? Sie, die Siegerin an Tisch sechs, formuliert es nach der ersten Spielrunde so: «Es isch au ä chli Glück debii. Aber ebe nöd numä. Es git en Trick 77. Aber de chani nöd vor em Finale verrate.»

Die Tochter weiss es besser Zweite Spielrunde im «Adler», inzwischen riechts nach Schweiss und Stumpen. Wieder wird die Tischeinteilung verlesen, wieder setzt man sich. «Wer schriibt?» – «De wo fröögt.» Man lernt dazu. Am Tisch sitzt jemand aus dem Amt, ein anderer ist von Arth angereist oder aus dem Aargau. Um allen «Athleten» die Ehre zu erweisen, haben die Organisatoren auf dem Balkon extra die 26 Kantonswappen aufgehängt. Nach zwei Runden wird ausgezählt. Die besten 16 spielen ums Finale, die anderen 16 um die Klassierung – und um den Vortritt am Gabentisch. An Tisch sieben sitzen in der dritten Spielrunde vier, die für den Finaleinzug schlecht geraten oder falsch taktiert haben. Darunter sind auch zwei ehemalige Sieger. Wie viel ist Glück, wie viel ist Können? Moos Beat, der Schweizer Meister von 2016, muss es wissen. Er sagt: «Es isch öppe Fifty-Fifty. Mer mues d Mitspieler chönne läse und iischätze.» Die Teenietochter, ins Handy vertieft, hört das, schaut ihren Vater an und ruft: «Papi! Es isch numä Glück!»

Dalla Valle Sergio (links) aus Hausen ist neuer Schweizer Hölzler Meister und darf die Gratulation von Spielleiter Lüthi Werni entgegennehmen. (Bild Spörri Fredy)

Zeigt her eure Fäuste: Wenn alle einen Tipp abgegeben haben, wird gezählt. (Bild Häberling Livia)

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Von Ägypten übers Wallis ins Unteramt

Pfarrei Unteramt feiert ihren Namensgeber Saint-Maurice VS, St. Moritz GR, und Mauritius im Indischen Ozean; sie alle verdanken ihren Namen einem gewissen Mauritius. Dieser legendäre Befehlshaber der Thebäischen Legion, einer römischen Einheit aus Ägypten, gilt als Märtyrer. Jedoch war er nicht etwa Anführer in einem Religionskrieg, sondern übte sich im Gewaltverzicht. Die Absage, gegen Christen vorzugehen, kostete ihn und seine Soldaten Anfang des 4. Jh. ihr Leben. Als ihren Schutzpatron feierte die Unter-

ämtler Pfarrei Sankt Mauritius am 22. September den Walliser Heiligen. Mauritius-Chor und die Solisten Kumiko Jöhl, Alphorn, Jasmine Schneider, Klavier, und Barbara Seiler, Querflöte, sorgten für den musikalischen Rahmen. Sie brachten neben dem Mauritiuslied auch die Jubiläumsmesse des Jodlerklubs Giswil von Edi Gasser in der Bearbeitung von German Bosshard zum Klang. Michał Niezborala

Das war nie meine Frage Wer hats erfunden?, Leserbrief vom 20. September. Im ersten Satz in meinem Lesebrief, die Rote Kuh in Mettmenstetten schrieb ich: Sie wurde von geschäftstüchtigen Bauern erfunden. Wo diese Geburtsstätte sich befindet und dessen Werdegang war mir nicht bekannt. Ihre Erklärung dazu, Herr Locher, war informativ und interessant, aber nicht mein Thema und somit auch nicht meine Unwahrheiten. Sie sollten auch das unschöne Wort nicht in der Mehrzahl benutzen, wenn Sie nur eine Aussage von mir bemängeln, die ich zudem so nie geschrieben habe.

Aber dass sich nur der Bauer hinter der roten Kuh – der fairen Milch – versteckt und mehr Einnahmen will, das befremdet mich sehr. Korrekt wäre es, wenn der Bauer vor die Kuh stehen würde und klipp und klar sagt, ich will mehr für mich. Dann weiss ich wenigstens wo das Geld hingeht. Klarheit schaffen auf landwirtschaftlichen Produkten wäre dringend nötig. So viele Gütesiegel, Marken und Bezeichnungen. Sie verwirren mehr als sie klären. Auch ich war so naiv zu glauben, ich könnte etwas zur Verbesserung der Tierhaltung beisteuern. Vreni Weibel, Mettmenstetten

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation und Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)

Namenstagsfeier in der katholischen Kirche Bonstetten. (Bild zvg.)

Im zweiten Satz schrieb ich, dass der Nationalrat Herr Marin Haab federführend hinter dieser Idee der Vermarktung stand. Diese Aussage von mir toppten Sie in Ihrem Leserbrief noch auf. Nicht nur federführend, nein Herr Martin Haab war Mitbegründer des EMB. EMB steht, gemäss Herrn Werner Locher, für den europaweiten Verkauf von fair bezahlter Milch. Und hier scheiden sich unsere Geister. Ich bezahle mehr für die faire Milch, damit es der Lieferantin, der Kuh besser geht. Ich meine damit: Dass sie in ihrem kurzen Leben ein bisschen mehr Würde erfahren darf.

«Am 17. September am Sunnebergweg in Bonstetten habe ich den Mist aufgesammelt und entsorgt. Ich bin für eine Pferdesteuer.» (Leserbild Irene Huber, Bonstetten)


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Forum

Vorschlag: Fahrverbot

ämtler kantonsräte meinen

Hans Finsler (SVP, Affoltern)

Tempo 30 an der Islisbergstrasse? Gemeinderats-Verhandlungsbericht vom 13. September. Der Beschluss des Gemeinderats Bonstetten, Tempo 30 bei der Hofdurchfahrt Lätten-Islisbergstrasse umzusetzen ist wohl ein verspäteter 1.-AprilScherz. Jetzt steht dort schon eine Tafel «Freiwillig» Tempo 20. Autofahrerinnen und -fahrer mit gesundem Menschenverstand fahren an dieser Stelle auch nicht schneller. Jetzt wird die Geschwindigkeit erhöht auf Tempo 30! Um zu diesem unnützen Beschluss zu kommen, musste man eine externe Ingenieur-/Planer-Firma beauftragen. Der Steuerzahler dankt! So sind weitere Unfälle vorprogrammiert. Der Durchgangsverkehr auf der schmalen und unübersichtlichen Strecke ist enorm und gefährlich. Ich bewirtschafte Landwirtschaftsland auf dem Gibel und befahre diese Strecke mit div. Fahrzeugen bis zulässiger 3 m Breite, ebenfalls die an der Strecke wohnhaften Berufskollegen. Auch Landwirte vom Islisberg, die Land bewirtschaften in Bonstetten. Für den vorgeschriebenen Weidebetrieb muss die Strasse immer wieder mit Tieren überquert werden. Bis in die 70er-Jahre war es eine Kies-Flurstrasse. 1975 wurde sie geteert, der Verkehr nahm zu. Mit der Autobahn und den guten ÖV-Angeboten ist der Verkehr stark steigend. Hofdurchfahrt, Anwohner und Landbewirtschafter sind die gleichen geblieben. Vorschlag: Ab Zürcherstrasse bis Kantonsgrenze Fahrverbot (Zubringerdienst für Anwohner, Forst- und Landwirtschaft gestattet). Anwohner des Islisberg können eine Durchfahrkarte beantragen. Das braucht drei Verkehrstafeln und die dazugehörenden Verkehrskontrollen. Als Alternative besteht eine Hauptstrasse mit neuem Radweg Arni – Aesch und weiter. Ebenfalls die sanierte Strasse Arni – Hedingen (Arnistrasse, Maienbrunnenstrasse, Zürcherstrasse). Muss es zuerst weitere überfahrene Kleintiere oder Personen und Materialschäden geben? Andy Aeberli, Landwirt, Bonstetten

Grüne Liste für die Nationalratswahlen Für die Nationalratswahlen kandidiert auf der Liste der Grünen Vera Anders als Vertreterin des Säuliamts. Alle reden über das Klima, und trotzdem bewegt sich in der Klima- Vera Anders. politik wenig. Zu wenig, um die Ziele zu erreichen, die sich die Staaten der Welt und auch die Schweiz im Pariser Abkommen gesetzt haben, damit die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad beschränkt werden kann. Die Grünen des Kantons Zürich haben aktuell nur zwei Sitze im nationalen Parlament. Das soll sich ändern. Ziel ist es, mehr als vier Sitze zu gewinnen, um den ökologischen Umbau, aber auch Artenvielfalt und Naturschutz, Gleichstellung und eine solidarische Gesellschaft voranzubringen. Hierfür wurde eine starke Liste aufgestellt mit Kandidierenden aus allen Bezirken. Vera Anders wohnt seit über 30 Jahren im Säuliamt und vertritt den Bezirk auf dieser Liste. Es geht ihr nicht um eine persönliche Wahl, sondern ihr Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, die Grüne Liste einzulegen, damit Klimaanliegen und Naturschutz eine starke Stimme erhalten im Nationalrat. Sie empfiehlt die Wahl von Marionna Schlatter in den Ständerat. Grüne Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. September 2019

Aus dem Kantonsrat Stammt das Wort «Parlament» vom altfranzösischen «parlement» (Unterredung), oder ist es aus den Wörtern «parler» (sprechen) und «mentir» (lügen) gebildet worden? Jedenfalls wird auch im Zürcher Parlament so viel geredet, dass es an dem einen halben Sitzungstag pro Woche jeweils nur für wenige Geschäfte reicht. Am 16. September wurde zunächst ein Postulat von GLP und SP behandelt, welches eine neue und weitere Arbeitszeitstudie über die Lehrkräfte forderte. Die Ratsmehrheit wollte aber erst die Evaluation des neuen Berufsauftrags abwarten. Das nächste Postulat hatte zum Ziel, die betrieblichen Vorgaben für Kinderkrippen zu entschlacken, damit diese

kostengünstiger und auch für Normalverdiener eher erschwinglich würden. Ausgerechnet die linke Ratsseite wandte sich mit grossem Einsatz dagegen: dass die Krippen in Zürich besonders teuer sind, wurde zwar nicht bezweifelt, aber behauptet, dass die Lockerung der bestehenden Regelungen zu Qualitätsverlusten führe. Dieses Postulat fand aber trotzdem die für die Überweisung an die Regierung erforderliche Mehrheit. Ob Lehrkräfte ein jährliches Mitarbeitergespräch erhalten sollten, war Gegenstand des nächsten Postulats. Gegen die jährliche Mitarbeiterbeurteilung sprach aus Sicht der Gegner, dass dadurch die Schulpflegen weniger attraktiv und Kandidat(inn)en für diese Behörde noch schwieriger zu finden

sein würden. Die Ratsmehrheit entschied aber anders. Alsdann war die Frage, ob auch die Zürcher Universität und die Fachhochschulen ihre Studiengebühren um Fr. 500 pro Semester erhöhen sollten. So kurz vor den Wahlen ist das natürlich ein undankbares Thema; es wurde denn (nach einiger Diskussion) auch mit grosser Mehrheit abgelehnt. Danach schaffte der Rat nur noch die Behandlung eines weiteren Postulats betreffend die Verlängerung der befristeten Zulassung für Lehrpersonen, die noch ohne abgeschlossene Heilpädagogen-Ausbildung in der integrativen Förderung tätig sind. So wurden von der Traktandenliste, welche 183 Punkte aufführte, insgesamt sieben erledigt.

Neue Parkuhren – und der Datenschutz? Keine Münzsuche auf dem Parkplatz, «Anzeiger» vom 10. September. In Affoltern wurden kürzlich neue Parkuhren installiert (was war eigentlich schlecht am alten System?). Anstelle einer Parkplatznummer ist nun die Autonummer einzugeben, und bezahlt werden kann wie bisher mit Münz oder mit einer Bezahl-App via Natel (z.B. Twint). Dafür braucht die Parkuhr wahrscheinlich eine Internetverbindung. Alle Eingaben werden

gespeichert, damit sie zu Kontrollzwecken auch überprüft werden können. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, jedoch stellen sich mir einige Fragen bezüglich Sicherheit resp. der möglichen Verwendung dieser Daten. Theoretisch könnte ein Bewegungsprofil einer Person erstellt werden: Wer hat wann, wo und wie lange parkiert? Die Autonummer könnte mit den Kreditkartendaten, den Bankdaten und evtl. auch mit der Natelnummer des Fahrzeughalters verknüpft werden. Falls solche Daten

Sibylle Schmid: Ingrid Spiess: Politik zum Wohle Lösungsorientiert der Menschen vernetzen Für die EVP steht der Mensch im Mittelpunkt. Das gefällt Sibylle Schmid, der vierfachen Mutter und Sozialarbeiterin, die auch beruflich mit Menschen unterwegs ist. Im Kin- Sibylle Schmid. der- und Jugendschutz tätig, kann sie dank früher Problemerkennung junge Menschen auf ihrem Weg begleiten und einem gelingenden Pfad zuführen. Die Kraft dazu schöpft die Mettmenstetterin aus dem Glauben an Gott, in der freien Natur, beim Wandern, Sport und Geselligkeit und auch beim Singen im CantAlbis Chor. Ein guter Ausgleich, oder «Life Balance» wie es auf Neudeutsch heisst, verstärkt die Schaffenskraft. Sibylle Schmid kandidiert auf der EVP Frauenliste Nr. 21 zusammen mit Lisette Müller und Ingrid Spiess. Sie unterstützt damit auch die Listen 8 und 27 der EVP, die sich entschieden auf die Seite der Schwachen stellt. «Menschen sind keine Ware» – dafür steht sie auch persönlich ein und stellt sich hinter die Resolution der EVP Schweiz vom vergangenen Samstag mit dem konsequenten Kampf gegen Menschenhandel und Ausbeutung. Dass sie auch den EVP Ständeratskandidat Nik Gugger zur Wahl empfiehlt, hat mit seinem Engagement für eine ethisch verantwortliche Politik zu tun. Der Nationalrat aus Winterthur setzt sich zielorientiert für gemeinsame Lösungen und Kompromisse ein und für eine menschenwürdige Generationenpolitik. Als Sozialunternehmer bietet er zudem Arbeitsplätze für junge Menschen an und fördert erfolgreich ihre Berufsfindung und berufliche Integration. EVP Bezirk Affoltern

Gute Lösungen liegen oft in der Mitte, auch politisch. Dort, wo die EVP seit den 100 Jahren ihres Bestehens zu finden ist. Ob Klimawandel, Gesundheitskosten oder Altersvorsor- Ingrid Spiess. ge – wir müssen die Probleme erkennen und rechtzeitig handeln. Die Berner Oberländerin Ingrid Spiess wohnt seit 25 Jahren in Stallikon. Dass sie vor einem Jahr in den Gemeinderat gewählt wurde und als Schulvorstand die Bildung unter sich hat, ist ihr Ehre und Verpflichtung zugleich. Mit Kindern kennt sich die dreifache Mutter und Pflegemutter eines verwaisten Neffen bestens aus. Dank Sprachaufenthalten in der Westund Südschweiz spricht sie fliessend italienisch und französisch. Als die Kinder flügge wurden, konnte sie ihrem Wunsch zur Weiterbildung im Sozialbereich nachkommen und sich bis zur Heimleiterin und zur Expertin der Eidg. Berufsprüfung Teamleiterin in sozialen und medizinischen Organisationen hochschaffen. Doch am bekanntesten ist Ingrid Spiess als Mitgründerin der Genossenschaft Kiss Knonauer Amt. Diese Nachbarschaftshilfe und Möglichkeit, sich Freiwilligenarbeit mit Stundengutschrift abgelten zu lassen, ist eine Antwort auf die drohende Kostenexplosion im Sozialund Gesundheitswesen. Als Vorstandsmitglied im Zentrum Kafimüli und örtliche Leiterin von Pro Senectute will sie Ressourcen teilen, verschiedene Altersgruppen miteinander vernetzen und der wachsenden Vereinsamung entgegenwirken. Auf Liste 21 der EVP-Frauen unterstützt sie die EVP-Listen 8, 21, 27. EVP Bezirk Affoltern

in falsche Hände geraten, kann das äusserst unangenehme Folgen für den Betroffenen haben. Deshalb frage ich mich: Wo und wie lange bleiben diese Daten gespeichert? Wer hat Zugriff darauf ? Sind die Daten gegen unberechtigte Zugriffe geschützt? Ich gehe davon aus, der Stadtrat hat diese Thematik sorgfältig geprüft und für grösstmögliche Sicherheit gesorgt. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es bekanntlich nicht. Isabella Horvath, Affoltern a. A.

Die Weichen auf Zukunft stellen Auf meinen Bergwanderungen erlebe ich hautnah, wie die Firnfelder und Gletscher in den letzten 20 Jahren an Grösse und Dicke massiv eingebüsst haben. Das Gipfelkreuz des einst wunderschön Hans Wiesner. firnbedeckten Titlis steht seit zweit Jahren auf einem Schotterhaufen. Im Türlersee schwamm ich noch diese Woche in 22 Grad warmem Wasser! Wie kann man nur über all das hinwegsehen? Leider haben diese Beobachtungen im Nationalrat noch zu keinen sichtbaren Erkenntnissen geführt: Konsequent wurden in den letzten vier Jahren von der bürgerlichen SVP/FDP/ CVP-Mehrheit sämtliche klimapolitische Vorstösse abgeschmettert und die längst fällige Flugverkehrsabgabe wiederholt erfolgreich verhindert. Während wir mit dem Auto, Bahn und Bus mit Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer kräftig zur Kasse gebeten werden, zahlen Fluggesellschaften bis heute nicht einmal sechzig Rappen für den Liter Treibstoff! Dafür wurden von denselben Nationalräten Waffenexporte nach Saudi-Arabien unterstützt und auch die dringend notwendige Revision der AHV brachten sie noch nicht auf die Reihe! Mit den Wahlen vom 20. Oktober können und müssen wir Politiker nach Bern wählen, die im Sinne der Bevölkerung der Natur und dem Leben auf lange Sicht Sorge tragen und vor allem auch der künftigen Generation eine intakte, lebenswerte und sichere Schweiz garantieren. Aus diesem Grund finden Sie meinen Namen auf der Liste 23 der Grünliberalen Senioren. Hans Wiesner, Präsident Grünliberale Knonaueramt

Bezirksgericht: SVP nominiert Martin Bürgi Die Delegiertenversammlung der SVP des Bezirks Affoltern hat sich am 18. September in Rifferswil unter anderem über die anstehende Erneuerungswahl für die Mitglieder und den Präsidenten des Be- Martin Bürgi. zirksgerichts informiert: es wird davon ausgegangen, dass von den Bisherigen die beiden vollamtlichen Mitglieder wieder antreten werden, von den vier teilamtlichen Mitgliedern – einer davon unser Mitglied Otto Steinmann – aber nur deren zwei. In der Schweiz werden Richter vom Volk auf Amtsperioden gewählt. Es ist damit Aufgabe der politischen Parteien, geeignete Kandidaten zu präsentieren. Seit Anfang 2017 ist als Richterin oder Richter an einem Zürcher Bezirksgericht nur noch wählbar, wer ein juristisches Studium abgeschlossen hat. Die SVP des Bezirks Affoltern will weiterhin am Bezirksgericht vertreten sein. Sie verfügt mit dem in Aeugst wohnhaften Martin Bürgi, geb. 1970, Master of Law der Universität Luzern, über einen nicht nur fachlich hervorragend geeigneten, sondern auch im persönlichen Kontakt äusserst gewinnenden Kandidaten. Das Rechtsstudium hat er 2011 mit dem Prädikat «Magna cum Laude» abgeschlossen. In der Folge hat er umfangreiche Berufserfahrung im Vertrags-, Sozialversicherungs-, Schuldbetreibungs-, Immaterialgüter- und Strafrecht erworben. Seit 2017 ist er als Anwalt bei Steiger Legal in Zürich primär im Informatikrecht tätig (beratend wie prozessierend). Sein erstes Studium hat Martin Bürgi aber in Boston (USA) als Musiker geleistet. Seit 25 Jahren ist er aktiver Saxofonist, hat viele Jahre lang Musik unterrichtet, wirkt an Konzerten, Tourneen und Auftritten im In- und Ausland mit, und hat auch schon CDs herausgebracht. Die SVP des Bezirks Affoltern empfiehlt, Martin Bürgi als Richter am Bezirksgericht Affoltern zu wählen. Seine Kandidatur für ein Teilamt mit 35 % Beschäftigung ist bereits eingereicht worden. Hans Finsler, Präsident SVP Bezirk Affoltern

Wahlpodium der SVP in Bonstetten Am nächsten Dienstag, 1. Oktober, findet das einzige Wahlpodium der SVP im Bezirk Affoltern statt. Dieses Wahlpodium bringt Kandidaten aus drei Generationen zusammen und dürfte somit für jede Alterskategorie sehr interessant sein. Es sind dies: Martin Haab, 57-jährig, (Liste 1, SVP), Nationalrat, Meisterlandwirt, leidenschaftlicher Braunviehzüchter; Camille Lothe, 25-jährig, (Liste 32, JSVP), Präsidentin junge SVP Kanton Zürich, Politikwissenschaftlerin; Guido Tognoni, 69-jährig, (Liste 28, SVP 55Plus), Jurist, Mister Fifa. Sie werden ihre Argumente präsentieren und erklären, warum man ihre Kandidatur unterstützen sollte. Drei Wochen vor den Wahlen hat die Bevölkerung die Gelegenheit, diese Kandidaten auf Herz und Nieren zu prüfen. Es dürfen Fragen zur Politik, zu Mehrheiten im Parlament, zur Belastung des Mittelstandes, zum EURahmenabkommen, zum Verkehr usw. gestellt werden. Auf all diese Fragen werden fundierte Antworten gegeben. Die Veranstaltung im Gemeindesaal beginnt um 19.30 Uhr. Ab 19 Uhr werden Getränke und Nussgipfel angeboten. Im Anschluss der Diskussion wird ein Apéro offeriert. SVP Bonstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

Kabarett

Mobile Hühner

Christoph Simon tritt im Saal der Stiftung zur Weid in Rossau auf. > Seite 13

Es gibt viel zu entdecken am Herbstmarkt in der Baumschule Reichenbach. > Seite 15

Dienstag, 24. September 2019

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Niederlage und Sieg Nach dem Cup-Out in Volketswil gewinnt der FC Affoltern gegen Industrie. > Seite 19

Nach vier Jahren in Rifferswil «ein wunderbares Geschenk» «Schwiizer Pöschtli» neu in der «Gilde etablierter Schweizer Gastronomen» Vitto Laubscher, seit vier Jahren Wirt im Restaurant Schwiizer Pöschtli in Rifferswil, ist in die «Gilde etablierter Schweizer Gastronomen» aufgenommen worden – eine Auszeichnung, die der 60-Jährige als «wunderbares Geschenk» bezeichnet.

renommiert. Namhafter Gildenbetrieb mit fundierter klassischer Küche». Vier und fünf Kronen erfordern GaultMillau-Punkte – etwas, das Laubscher nicht anstrebt.

Einziges Gilde-Lokal im Säuliamt

................................................... von werner schneiter Der Erhalt der «Post», des einzigen Dorfrestaurants in Rifferswil, geriet zum Geduldsspiel mit Happy End, nachdem eine Gruppe die Gründung einer Genossenschaft und einen umfassenden Umbau realisieren konnte. Das nahm fast zwei Jahre in Anspruch, und vor exakt vier Jahren startete Vitto Laubscher – mit neuem Namen: «Schwiizer Pöschtli» heisst das schmucke Lokal mit Säli, Saal, einer vor zwei Jahren vergrösserten Gartenwirtschaft und sechs Hotelzimmern, die inzwischen fast immer belegt sind. Insbesondere dank Mund-zu-Mund-Propaganda vergrösserte sich der Kundenkreis sukzessive. Gäste kommen aus den USA, aus Saudi Arabien, aus umliegenden Ländern, aber auch aus der Region und aus den benachbarten Kantonen. «Seit der Eröffnung Mitte September 2015 haben wir rund 70 000 Gäste bewirtet», sagt der Wirt

Gerhard Kiniger, Präsident der Gilde etablierter Schweizer Gastronomen» (links), überreicht «Schwiizer-Pöschtli»-Wirt Vitto Laubscher die Tafel, die ihren Platz an der Eingangstüre hat. (Bild Werner Schneiter) nicht ohne Stolz. Entwickelt hat er auch das kulinarische Angebot. Zur einfachen, verständlichen Küche, die auch ein saisonales Angebot kennt, gesellen sich jetzt auch Besonderheiten wie Schmorgerichte, Innereien usw. Laubscher ist gelernter Koch, der die Schweizer und die französische Küche à fonds kennt. Daran muss jemand besonderen Gefallen gefunden haben und hat des-

Faire Mode statt «Fast Fashion»

Boutique Calimba: Event am 26. September Wer Wert auf nachhaltig produzierte Kleider legt, ist bei der Boutique Calimba goldrichtig: Dort finden die Kundinnen eine erlesene Auswahl an Damenmode und Accessoires – nachhaltig, einzigartig und zeitlos. Um faire Mode anbieten zu können, erfolgt jeweils ein intensiver Einkaufsprozess von Nicole Reichlin, der Inhaberin und Geschäftsführerin der Boutique Calimba. Ein Jahr vor der kommenden Saison wählt sie die Modelle bei den Designern aus, anhand der Erfahrungswerte und Kundenwünsche der letzten drei Jahre. Anschliessend findet die faire Produktion in Europa in kleiner Stückzahl statt. Bei der Anlieferung der Ware wird jedes Kleidungsstück aufgebügelt und kontrolliert. Spannend ist nun, diese aussergewöhnlichen Modelle der richtigen Person zu empfehlen, indem der individuelle Stil der Kundin berücksichtigt wird. «Die Kundinnen sollen sich im neuen Kleidungsstück wohlfühlen und strahlen», erklärt sie abschliessend und freut sich schon auf

«Rhumaa», Fairtrade-Mode aus Holland. (Bild zvg.) die neuen Herbstmodelle, die laufend eintreffen. (pd.) Herbst-Event mit Glücksspiel am Donnerstag, 26. September, von 11 bis 20 Uhr. Obere Bahnhofstrasse 17, Affoltern. Weitere Infos unter www.calimba.ch.

halb das «Schwiizer Pöschtli» der «Gilde etablierter Schweizer Gastronomen» gemeldet. Dort forderte man Laubscher auf, die notwendigen Unterlagen einzureichen. Worauf sein Lokal von Spezialisten mehrmals getestet wurde – und Aufnahme fand. Die Gilde vergibt innerhalb dieser Auszeichnung maximal fünf Kronen. Das «Schwiizer Pöschtli» erhält deren zwei, und das heisst: «Traditionell und

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Die Aufnahme in die Gilde erfolgt nicht nur wegen der exzellenten Küche. Der Gast müsse sich im Lokal wohlfühlen und spüren, dass der Wirt mit Herzblut und Leidenschaft dabei sei. Das widerspiegle sich dann automatisch in der Qualität des kulinarischen Angebots, sagt Gilde-Präsident Gerhard Kiniger, der dem «Pöschtli»Wirt die Tafel überreichte; sie findet ihren Platz bei der Eingangstüre. Welche Art von Restaurants wird aufgenommen? «Pizzerien, Systemgastronomie oder Grosskonzerne kommen nicht infrage», fügt der Präsident bei. Derzeit sind schweizweit knapp 270 Betriebe Mitglied der 1954 gegründeten Gilde – im Säuliamt derzeit nur das «Schwiizer Pöschtli». Maximal dürfen es um die 300 sein. «In meinem 60. Altersjahr ist diese Aufnahme der Hammer und ein wunderbares Geschenk», freut sich Vitto Laubscher. Seit Mai 2019 ist er übrigens auch Pächter des Restaurants Hecht in Rottenschwil AG, das jetzt «Schwiizer Hecht» heisst und autonom betrieben wird.

Klare Sicht, auch im Alter Was kann man tun bei Makuladegeneration? Am Mittwoch, 2. Oktober, von 18.30 bis 19.30 Uhr, findet im Pallas Zentrum in Affoltern eine Info-Veranstaltung zu diesem Thema statt. Wer über 50 Jahre alt ist, Gesichter nicht mehr gut erkennt oder die Uhrzeit vom Zifferblatt kaum mehr ablesen kann, hat sehr wahrscheinlich eine Makuladegeneration. Die häufigste Form der altersbedingten Makuladegeneration ist die trockene Form. Dabei werden überflüssige Stoffwechselprodukte nicht mehr vollständig abgebaut und unter der Netzhaut abgelagert. Dadurch wird die Versorgung der Sehzellen mit Nährstoffen blockiert und die Sehfähigkeit wird beeinträchtigt. Für die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration existiert derzeit noch keine Behandlung, in Einzelfällen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll, Rauchen ist ein bekannter Risikofaktor. Bei manchen Patienten kann die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration in die aggressivere Form der feuchten altersbedingten Makuladegeneration übergehen. Daher sind auch bei der trockenen Form regelmässige Kontrollen sinnvoll, um einen Übergang in ein feuchtes Stadium rechtzeitig zu erkennen. (pd.) Informationsveranstaltung in der Pallas Klinik, Mittwoch, 2. Oktober, 18.30 bis 19.30 Uhr. Referentin: Dr. med. Elke Marie Gand, medizinische Standortleiterin der Augenheilkunde Affoltern. Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung (Telefon 058 335 00 00) wird gebeten. Pallas Zentrum Affoltern, Obstgartenstrasse 3, Affoltern.

Einblick in spannende Berufe

8. Ämtler Berufsmesse im Sportzentrum Schachen, Bonstetten Am 4. und 5. Oktober lädt die Ämtler Berufsmesse bereits zum achten Mal Jugendliche und ihre Eltern ein, Berufe im direkten Kontakt mit Lernenden kennenzulernen. An rund 40 Ständen werden über 50 Lehrberufe vorgestellt. Für die Jugendlichen ist dies eine optimale Gelegenheit, einen ersten Einblick in verschiedene Berufe zu bekommen. Die Auswahl ist gross; vertreten sind ganz unterschiedliche Berufsrichtungen von handwerklichen und technischen Berufen über Detailhandel und KV bis zu Gesundheits- und sozialen Berufen. Die Lernenden an den einzelnen Ständen präsentieren ihren Beruf auf anschauliche Weise. Gern erklären sie den Schülerinnen und Schülern, worum es in ihrem Beruf geht, und geben Tipps. Schade wäre es, wenn die Jugendlichen nur jene Berufe anschauen, für die sie sich sowieso interessieren – der Vorteil einer Berufsmesse liegt gerade darin, auch unbekannte Berufe zu entdecken und seinen Horizont zu erweitern. So können die Schülerinnen und Schüler, die am Anfang ihrer Berufswahl stehen, spannende neue Impulse erhalten. An der Berufsmesse anwesend sind auch das biz Urdorf und weitere

Beratungsstellen. Das biz Urdorf beantwortet gern alle Fragen zu Berufen und Ausbildungswegen. Ein Thema, über das viele zu Beginn der Berufswahl noch nicht gut Bescheid wissen, ist die Berufsmaturität (BM). Wer mehr darüber wissen möchte, erfährt, dass es fünf verschiedene Ausrichtungen der Hautnahe Einblicke in Berufe. (Bild zvg.) BM gibt (z.B. die Ausrichtung Technik, Architektur, Life Lernenden. Die Preisverleihung findet Sciences für die Informatikerin oder am Samstag um 13.15 Uhr statt. Gesundheit und Soziales für den FachOrganisiert wird die Berufsmesse mann Gesundheit) und dass der BM- vom Lehrstellenforum Affoltern. EröffAbschluss den direkten Zugang zu den net wird sie am Freitag, 4. Oktober Fachhochschulen ermöglicht. Damit von Dr. Niklaus Schatzmann, dem bildet die Berufsmaturität – in einer Amtschef des Mittelschul- und BerufsWelt, die sich rasch verändert – eine bildungsamtes des Kantons Zürich. Am Freitagnachmittag ist die Mesgute Basis für die berufliche Weiterentwicklung. Diese ist allerdings auch se für Klassenbesuche aus dem Bezirk mit den vielfältigen Angeboten der hö- geöffnet, am Samstag sind Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern willheren Berufsbildung möglich. kommen. (pd.)

Beste Stände erhalten einen Preis Eine Fachjury bewertet die mit viel Engagement aufgebauten Stände der

Öffnungszeiten: Freitag, 4. Oktober, von 13.15 bis 17 Uhr, Samstag, 5. Oktober, von 10 bis 14 Uhr. Weitere Infos unter www.lehrstellenforum.ch.


Stellenanzeiger Die Gemeinde Bonstetten – auf der Sonnenseite des Albis – bietet ihren rund 5500 Einwohnern optimale Wohnbedingungen und ein vielseitiges Freizeitangebot mit bestmöglichem Anschluss an das Individual- und öffentliche Verkehrsnetz. Die Gemeindeverwaltung erbringt als Dienstleistungsunternehmen vielseitige und kundenorientierte Angebote. Wir suchen per 1. Dezember 2019 oder nach Vereinbarung eine/-n

Leiter/-in Bevölkerungsdienste (100 %) Sie sind verantwortlich für • die kunden- und sachorientierte Leitung, Planung und Organisation der Abteilung Bevölkerungsdienste mit den Bereichen Sicherheit und Gesundheit, Liegenschaften sowie Soziales • die selbständige Betreuung und Bearbeitung der Sachbereiche Sicherheit und Gesundheit, wie Gewerbe- und Wirtschaftspolizei, Verkehrssicherheit und Signalisationen, Kranken- und Gesundheitspflege usw. • die Betreuung des Bestattungsamtes und des Friedhofwesens • die Leitung des Bereichs Liegenschaften mit einem Direktunterstellten und 10 Mitarbeitenden • die Beratung und Unterstützung der Ressortvorsteher/-innen Sie verfügen über • eine kaufmännische Grundausbildung, eventuell Erfahrung bei einer öffentlichen Verwaltung • eine adäquate Weiterbildung (z.B. CAS/DAS des IVM) • Projektleitungserfahrung • eine sehr gute schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit • ein kompetentes und dienstleistungsorientiertes Auftreten mit guten Umgangsformen • sehr gute PC-Anwenderkenntnisse, von Vorteil mit Erfahrung der NEST-/Abacus/CMIAXIOMA-Applikationen Wir bieten Ihnen • eine verantwortungsvolle, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit in einem lebendigen Arbeitsumfeld • engagierte und unterstützende Teamkolleginnen und -kollegen • attraktive Anstellungsbedingungen mit guten Sozialleistungen • einen modernen Arbeitsplatz Haben wir mit unserem Stellenangebot Ihr Interesse geweckt? Wir würden uns über Ihre Bewerbung freuen. Zur Beantwortung von Fragen steht Ihnen der Leiter Gesamtverwaltung, Gemeindeschreiber Christof Wicky, Telefon 044 701 95 90 oder der heutige Stelleninhaber, Marco Bisa, Telefon 044 701 95 72 gerne zur Verfügung. Ihre schriftliche Bewerbung (keine Online-Bewerbung) mit Foto und den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis 15. Oktober 2019 an Gemeindeschreiber Christof Wicky, Gemeindeverwaltung Bonstetten, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten. Mehr über unsere Gemeinde erfahren Sie unter www.bonstetten.ch

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Veranstaltungen

«Der Richtige für fast alles»

Dienstag, 24. September 2019

Von Klassik bis Moderne

Kabarett mit Christoph Simon

Benefizkonzert in der reformierten Kirche Obfelden

Am Samstag, 28. September, um 20.15 Uhr tritt Christoph Simon im Saal der Stiftung zur Weid in Mettmenstetten auf.

Die reformierte Kirchgemeinde lädt herzlich zu einem Benefizkonzert unter dem Motto «ObfelderInnen für Obfelden» ein. Der Anlass findet am Sonntag, 29. September, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Obfelden statt.

In seinem dritten Kabarettprogramm erzählt Christoph Simon eine romantische Komödie. Zwei Menschen, zwei Welten. Er: Ein Vagabund. Sie: Eine Geschäftsfrau. Er erhöht mit seiner Gitarre den Umgebungslärm. Sie sitzt von der Liebe enttäuscht im Büro. Tränen tropfen auf den Computer, was der Tastatur gar nicht guttut. Also beschliesst er, ihr einen Mann zu finden: Den Richtigen für fast alles. Neunzig Minuten Turbulenz, Drama und Verführungsfrust. Christoph Simon, der von sich behauptet, er habe keine Ideen, sondern Probleme, hat 2018 den renommierten Salzburger Stier gewonnen. Man darf sich auf einen unvergesslichen Abend mit einem herausragenden Bühnen-Poeten freuen! Christine Fehr-Mürset und René Geiger

Christoph Simon. (Bild Ayse Yavas) Samstag, 28. September, 20.15 Uhr, Weid-Saal, Stiftung zur Weid, Mettmenstetten. Spiel: Christoph Simon. Ticket-Reservierungen unter www.bieus.ch oder per Telefon 077 488 00 89. Eintritt: 35 /30 Franken (Legi/AHV). Abendkasse ab 19.15 Uhr. Weitere Informationen unter www.christophsimon.ch.

Eltern-Kind-Singen und Musik

Musig Chäferli im Familienzentrum Das Eltern-Kind-Singen im FaZe findet jeden Dienstag, jeweils von 9.30 bis 10.15 Uhr statt.

lische Früherziehung ist kein reiner Tanzkurs und auch kein Instrumentalunterricht. Hier wird Wert auf ganzheitliche, musikalische und motorische Förderung gelegt. Ruhe und Bewegung wechseln sich ab. Die Kinder dürfen, die Eltern oder die Begleitpersonen sollen mitmachen, denn sie sowie die Kursleitung sind wichtige Vorbilder, an denen sich die Kinder orientieren. (GS)

In der musikalischen Früherziehung werden Musik, Spiel und Tanz miteinander verbunden. Kinder und Eltern oder andere Begleitpersonen erfahren so, wie viel Freude im gemeinsamen Musizieren, Singen, Spielen und Tanzen liegt. Das Eltern-Kind-Singen ist ausgerichtet auf Kinder ab anderthalb Jahren, zusammen mit einer erwach- Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136, senen Begleitperson. In den fröhlichen Affoltern. Anmeldungen per Telefon 044 760 12 77 Kursen lässt die Kursleiterin Eve Ri- oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. ckenmann Elemente aus Rhythmik Informationen und komplettes Kursangebot: und Psychomotorik einfliessen. Hö- www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. ren, Konzentration, Körper- und Rhythmusgefühl, Sprache und soziale Kompetenz werden spielerisch gefördert. Das Singen und Sammeln erster Erfahrungen mit Rhythmusinstrumenten, Kreis-, Bewegungsspielen, Kniereiter sowie Tanzen gehören zu den Bausteinen dieser wertvollen In der musikalischen Früherziehung werden Musik, Spiel Lektionen. Musika- und Tanz miteinander verbunden. (Bild zvg.)

Nach dem grossen Erfolg des ersten Benefiz-Konzertes vor zwei Jahren hat sich die reformierte Kirchgemeinde Obfelden entschlossen, dieses Jahr eine neue Auflage zu initiieren. Es musizieren Musikerinnen und Musiker aus Obfelden und der näheren Umgebung. Mit dabei sind diesmal Seraina Brügger (Klavier), Maja Berglas und Regula Vollenweider (Panflöten), das Duo «naked» mit Nadine Arnet und Ivo Caponio (Gitarre und Gesang) sowie der neu formierte Chor Obfelden-Knonau unter der Leitung von Angela Bozzola. Am Klavier wird Erich Eder die eine und andere Formation begleiten. Der musikalische Hintergrund und Stil der Mitwirkenden sind sehr unterschiedlich. Dadurch wird das Programm sicher abwechslungs-

27. Wettswiler Herbschtmäärt am Sonntag, 29. September Seit 27 Jahren treffen sich am letzten September-Wochenende Menschen am traditionellen Herbschtmäärt in Wettswil. Das nächste Mal findet er am 29. September, von 11 bis 17 Uhr statt. Es ist schön zu beobachten, was Menschen vereint bewirken können. Gegen 100 Helferinnen und Helfer arbeiten gemeinnützig für den Herbschtmäärt. Wie jedes Jahr bietet der Määrt den Besuchern so einiges und die Aussteller präsentieren ein ansprechendes Vielerlei. Auch die Vereine leisten ihren Beitrag, und so können sich Jung und Alt amüsieren, den zahlreichen Ständen entlangschlendern und sich dabei erst noch kulinarisch verwöhnen lassen. Auf www. määrt.ch sind Bilder vom letzten Jahr zu sehen und Informationen für Aussteller und Besucher sind aufgeschaltet. Für kurzentschlossene Aussteller hat es noch wenige Plätze frei, und Helfer sind auch immer willkommen. Egal ob Wurst, Raclette oder Pommes, es hat für jeden Geschmack das passende Angebot. Magenbrot, Marroni, Zuckerwatte – das kulinarische Verwöhnprogramm ist beliebt. Ein Hit

Samstag, 28. September: Exkursion zu den Gästen des Vogelzuges Am Samstag, 28. September, ab 9 Uhr, findet ab Reussbrücke Unterlunkhofen (ostseitig) eine geführte Exkursion in der Flusslandschaft der Reuss statt. Auf der Exkursionsroute beobachtet die Gruppe durchziehende Wat- und Singvögel aus dem Norden und hält Ausschau nach gefiederten Raritäten wie Eisvogel oder Silberreiher. Bitte Feldstecher mitnehmen, etwas zum Trinken und dem Wetter entsprechende Kleidung. (pd.) Samstag, 28. September, ab 9 Uhr, Dauer: zirka 2½ Stunden. Durchführung bei jedem Wetter. Weitere Infos auf www. naturnetz-unteramt.ch.

für jeden Geschmack etwas dabei. Wie schon beim letzten Mal verzichten wiederum alle Teilnehmenden auf ein Honorar. Die Kollekte der Veranstaltung kommt daher vollumfänglich dem Spendgut der reformierten Kirche zugute. Aus diesem unterstützt die Kirchgemeinde punktuell, niederschwellig und unbürokratisch bei akuten Notsituationen. Es bleibt also garantiert jeder Franken im Dorf. Auch sie musizieren am Benefizkonzert: Maja Berglas und Alle sind herzlich Regula Vollenweider. (Bild zvg.) zu diesem unterreich. Die Besucherinnen und Besu- haltsamen Konzert eingeladen. (ee) cher können sich auf einen vielfältigen, bunten Mix von Klassik über Benefizkonzert 2019 in der reformierten Kirche Oldies und Ohrwürmer bis hin zu mo- Obfelden, Sonntag, 29. September, um 17 Uhr. dernen Klängen freuen. Es ist gewiss Eintritt frei, Kollekte.

Zusammensein und Gutes tun

Gefiederte Gäste auf der Durchreise

Unkostenbeitrag für Nichtmitglieder: 5 Franken.

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Mit etwas Glück zeigt auch er sich: der Eisvogel. (Bild Ruedi Aeschlimann)

Die Einnahmen des Herbschtmäärt werden gespendet. (Bild zvg.) ist der Kinderflohmäärt bei den Treppen neben der Turnhalle «Mettlen». Die jüngeren Besucherinnen und Besucher erfreuen sich am Gumpischloss, an der Holzeisenbahn, am Torwandschiessen und an den Spielen der Vereine, wo auch Junggebliebene ihren Spass haben werden. Die Wettswiler Ponyranch bietet als Alternative zwischen 14 und 16 Uhr beim Gemeindehaus Wettswil ein Ponyreiten an. Die Musikgesellschaft Stallikon wird um die Mittagszeit auftreten und die Besucher mit musikalischen Grüssen verwöhnen. Auch die Bibliothek

ist offen und wartet mit einem speziellen Programm auf interessierte Besucherinnen und Besucher. Von der Poststrasse bis zum Türmlihaus und durch die Schulanlage bis zur Turnhalle «Mettlen», wird wiederum ein farbenfrohes Angebot erwartet. Der Erlös wird traditionell gemeinnützigen Institutionen und Vereinen gespendet. Remo Buob OK-Präsident Weitere Infos für Aussteller und Besucher sind auf www.määrt.ch zu finden.

Du meine Seele singe Am Samstag, 28. September, findet in Kappel ein offenes Chorprojekt zum ReformationsJubiläumsgottesdienst statt. Wie schon in den vergangenen Jahren, feiern die reformierten Kirchgemeinden des Bezirks den Reformationssonntag am 3. November gemeinsam in Kappel. Ein Schwerpunkt des festlichen Gottesdienstes, welcher um 10 Uhr beginnt, wird diesmal das gemeinsame Singen sein. Alle, die gerne singen, sind herzlich eingeladen, diesen Gottesdienst in einem offenen Chorprojekt zusammen mit dem Gospelchor Affoltern und dem Ottenbacher Chor unter der Leitung von Anette Bodenhöfer musikalisch mitzugestalten. Die erste Probe findet am kommenden Samstag von 9 bis 11.30 Uhr im Singsaal der Primarschule Otten-

Der Eingang zur Kirche Kappel. (Bild Judith Grundmann)

bach statt. Weitere Proben, ebenfalls von 9 bis 11.30 Uhr, finden am Samstag, 26. Oktober und am Samstag, 2. November, in der Klosterkirche Kappel statt. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 24. September 2019

Herbstmarkt und mobile Hühner Es gibt viel zu entdecken in der Baumschule Reichenbach Zur Baumschule Reichenbach geht man nicht nur, weil man eine Pflanze oder ein Geschenk aus dem Rosenlädeli kaufen will. Hier geniesst man den Blick in die Berge und inmitten blühender Rosen, umgeben von Tieren, trinkt man auch gern einen Kaffee. Am kommenden Freitag und Samstag ist Herbstmarkt mit Betriebsführungen. Höhepunkt: Die Hühner auf Rädern.

Label «Feins vom Dorf» nehmen die Volg-Filialen von Hausen und Aeugst, zudem der Chäs-Stöckli in Affoltern und die Metzgerei in Bonstetten die Weideeier aus den Baumschulen in ihr Sortiment auf.

Herbstmarkt

................................................... von regula zellweger 220 Hühner, braune und weisse, leben ihr hühnergerechtes Leben – mit einem einzigen Hahn – in Reihen von jungen Bäumen. Gemeinsam picken sie rund drei Millionen Mal täglich. Sie ziehen immer mal wieder um. Im mobilen Hühnerstall. Abwechslung finden neugierige Hühner interessant. Vor allem schätzen sie es, Schutz unter Büschen zu finden. Das kommt ihrem Urinstinkt seit Jahrtausenden entgegen. Neu schätzen sie aber auch den Zaun, der Füchse und andere Hühnerdiebe fernhält. Die Weidehühner sind glücklich, die Bäume sind glücklich, weil rund um ihr Wurzelwerk gejätet wird, und glücklich ist auch Familie Reichenbach.

Projekt mit langer Vorbereitungsphase Andrea und Andreas Reichenbach führen ihre Baumschulen mit grossem Verantwortungsbewusstsein, gegenüber der Natur, gegenüber ihren Mitarbeitenden und vor allem auch gegenüber der nächsten Generation. Chemische Spritzmittel versuchen sie möglichst nicht oder sparsam zu verwenden. Bei den Recherchen, wie man Unkraut und Schädlingsbefall von Pflanzen anders als mit Chemie vermeiden oder bekämpfen kann, entstand die Idee vom Hühnermobil, einem Hühnerhaus auf Rädern. Seit einem halben Jahr kann man nun aus einem abgesteckten Gebiet in den Baumschulen Reichenbach Hühnergegacker und Hahngeschrei hören. Morgens werden die Hühner aus dem Wagen gelassen. Es herrscht jeweils

Andrea Reichenbach liebt ihre Hühner, auch wenn sie die 220 nicht alle von einander unterscheiden kann. (Bild Regula Zellweger) ein Riesengedränge. Sie rennen los, scharren endlos, baden im Sand und fressen Insekten und junges Gras. Zusätzlich bekommen sie Leghennenfutter, denn ein Ei pro Tag zu produzieren, ist eine gewaltige Leistung. Jeden Morgen legen die Hühner ihre Eier in einen verdunkelten Ablageraum im Hühnermobil. Von der Aussenwand des Wagens kann eine Klappe zum Legeabteil im Wageninneren geöffnet werden. So kann Andrea Reichenbach die Eier bequem einsammeln, ohne sich bücken zu müssen. 50 Tage lang können die Eier als Nahrungsmittel gebraucht werden. Auch das Misten ist im Hühnerwagen einfach. Der Mist, hochwertiger Dünger, kommt zum Kompost. Abends kehren die 220 Hühner in den Wagen zurück. Nur wenn das Thermometer weit über dreissig Grad klettert, machen sie es sich zum Schlafen auf den Ästen der Bäume bequem. Zum Glück leben sie in einer Baumschule, von den kleinen Bäumen kann man sie leicht pflücken.

Glückliche Hühner Bis jetzt haben – bis auf eines – alle Hühner überlebt. Eines wurde von seinen Artgenossen gequält und durfte darum zu den freilaufenden Appenzeller Spitzhaubenhühnern von Conny Reichenbach umziehen, wo es aber «unter einen Fuchs kam». Hackordnung herrscht generell, aber Weide-

hühner sind viel weniger aggressiv als Hühner aus herkömmlicher Bodenhaltung. Denn ihnen ist nie langweilig. Durch den regelmässigen Ortswechsel sind die mobilen Hühner signifikant weniger krank. Bis sie wieder im gleichen Territorium herumgackern, sind Krankheitserreger von der Sonne weggebrannt und vom Regen weggewaschen. Das Ergebnis sind wirklich frische Eier von gesunden Hühnern. Wie geht es mit den 220 Hühnern weiter? Das wollen Besucher und vor allem Schulkinder, die mit der Klasse die Hühner besuchen, wissen. Ganz genau wissen das Andrea und Andreas Reichenbach noch nicht. Sie lernen noch und tauschen sich mit anderen Hühnermobilbesitzern aus. Ein befreundeter Metzger könnte sie zu Suppenhühnern verarbeiten. Der Termin im nächsten Jahr ist noch unbekannt, aber es wird bereits eine Liste geführt, wer ein Suppenhuhn bekommen wird. Denn schon die alten Indianer wussten: Hühnersuppe macht gesund und glücklich. Das Projekt Hühnermobil bedeutet eine 20-Prozent Arbeitsstelle. Die Eier müssen geputzt und gewogen werden. Sie sollen über 53 Gramm schwer sein. Kleinere Eier werden von den Mitarbeitenden gebraucht. Gern nehmen sie auch die zu grossen mit, die sich der Norm der Eierkartons nicht fügen können. 110 Gramm wog das bisher grösste Ei. Unter dem

Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem unterhaltsamen FamilienGottesdienst rund um das Thema «Vom Korn zum Brot». Der Pfarrer Matthias Ruff und die Katechetin Judith Fries gestalten diesen Gottesdienst gemeinsam. Und sie spielen in einem lustigen Sketch vor, was so ein Getreidehalm alles erlebt, bis aus ihm

ein feines Brötchen wird. Die Kinder erleben den Beginn des Gottesdienstes mit, natürlich bis und mit dem Sketch. Danach gehen sie mit Judith Fries zum lässigen Kinder-Programm. Dort dürfen sie mithelfen bei der Teig-Herstellung und dann ihr Schlangenbrot über der Feuerschale backen. Die Aumüli ist für Kinder aber auch sonst ein kleines Paradies mit den vielen Tieren, dem alten Mühlrad und dem Sägewerk. Es gibt ganz viel zu entdecken! Die Musik am Erntedank-Fest wird vom Prova Folklore Orchestra gespielt. Mit über 30 Liebhabermusikerinnen

Das Prova Folklore Orchestra begleitet das Erntedank-Fest musikalisch. (Bild zvg.)

Herbstmarkt in der Baumschule Reichenbach, Schonau 1, Hausen. Freitag, 27. September, 11 bis 17 Uhr, und Samstag, 28. September, 10 bis 16 Uhr. Führungen: Freitag, 14 Uhr und Samstag, 11 und 14 Uhr, finden geführte Rundgänge statt. Chäsbrot, Kürbissuppe, Crèpes und Süessmost sorgen für das leibliche Wohl bis Sonnenuntergang. Informationen: www.baumschulen-reichenbach.ch.

Zweite Chance für Kleider und Co. Am Samstag, 28. September, von 13.30 bis 15 Uhr, findet im Gemeindesaal Weid in Hausen die Kinderkleiderbörse mit Kinderhüeti statt. Am kommenden Samstag besteht die Möglichkeit, die Kinder, Enkel oder Patenkinder für die Herbst-/Wintersaison auszurüsten: Der Frauenverein Hausen-Ebertswil organisiert wieder seine Kinderkleiderbörse. Angeboten werden Kinderkleider bis Grösse 176 sowie Schuhe, aber auch Sportartikel, Velos, Autositzli, Kinderstühle, Kinderwagen, Spiele und vieles mehr. Während der Verkaufszeit stellt der Spielgruppenverein Tazzelwurm eine betreute Mal- und Spielecke für Kinder zur Verfügung. Wer gerne eigene Artikel zum Verkauf abgeben möchte, darf sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei Miriam Haller, (mimi.huegi@datazug.ch, Telefon 079 758 39 04) und erhält von ihr eine Nummer zugewiesen sowie spezielle Anhänge-Etiketten. Es werden nur Artikel mit einer bestätigten Nummer und offiziellem Etikett angenommen. Die Annahme ist von 9 bis 10 Uhr und ist auf 100 Artikel pro Person beschränkt. Die Rückgabe der nicht verkauften Waren erfolgt von 16.30 bis 16.45 Uhr. Zur Deckung der Unkosten gehen 20 Prozent des Verkaufspreises an den Frauenverein. Übrigens: Auch für alle, die weder Kleidung noch Spielzeug brauchen, lohnt sich ein Besuch: Die Kaffeestube ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet und verwöhnt alle mit feinen Kuchen. Andrea Reichenbach Aktuarin Frauenverein

Musik und Wort Am 29. September treten der A cappella Chor Zürich, unter der Leitung von Bohdan Shved, und die Barockkapelle Lviv gemeinsam im Kloster Kappel auf. Sonntag, 29. September, 17.15 Uhr (Klosterkirche): Musik und Wort mit dem a cappella Chor Zürich und der Barockkapelle Lviv (Ukraine) unter der Leitung von Bohdan Shved: «Klangsphären», Werke von Samuel Barber, Vladimir Zubitsky, Sergei Rachmaninov, Alfred Schnittke und Eric Whitacre. Lesungen: Pfarrer Christof Menzi. Eintritt frei, Kollekte. (pd.)

Auftragsvergabe in der Region

Gemeinsam feiern und Danke sagen Am Sonntag, 29. September, findet in der Aumüli das jährliche Erntedank-Fest der reformierten Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil statt.

Am Herbstmarkt am nächsten Freitag und Samstag beteiligen sich einige regionale Anbieter. Lokale Kreativköpfe präsentieren auf dem Familienmarkt hand- und hausgemachte Spezialitäten für Herz und Bauch. Wer nach herbstlichen Dekorationen, nach frischen Kürbissen und Herbststräussen sucht, wird bestimmt fündig. Und für das Pflanzen neuer Bäume und Sträucher ist es auch noch nicht zu spät. Selbstverständlich kann man Weideeier kaufen. Vielleicht lohnt es sich, zuhause den Geschmack von Weideeiern und herkömmlich produzierten Eiern zu vergleichen. Nicht verpassen: Führungen durch die Baumschule. Man besucht das Hühnermobil, schaut dem FreibergerPferd zu, wie es mit der Hacke durch die Felder stapft und erlebt, wie die moderne Maschine «Flunick» durch die Kulturen fährt. Andreas Reichenbach hat mit seinen Söhnen Flurin und Nick die «Jätmaschine» erfunden, eine Innovation, die in den Medien und in der Fachwelt grosse Beachtung bekam. Besucht man die Reichenbach Baumschulen, wirkt alles leicht, idyllisch, fast romantisch. Dabei vergisst man meistens, wie viel harte Arbeit das Reichenbach-Team tagtäglich leistet. Das Management eines solchen Unternehmens verlangt auch wirtschaftliches Denken und korrektes Vorgehen in unterschiedlichsten Belangen. Dazu gehören auch Aufgaben, die sich der Laie gar nicht vorstellen kann. Für das Hühnermobil beispielsweise musste ein Baugesuch eingereicht werden.

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und -musikern und über zehn verschiedenen Instrumenten, ist es schweizweit das grösste Orchester dieser Art. Die Melodien laden ein zur Reise in nahe und ferne Länder. Sie stammen aus Osteuropa und Südamerika, aus der Schweiz, Irland und Skandinavien. Auch Romamusik und jiddische Tänze gehören dazu. Traditionelle Stücke werden neu interpretiert – ein Hörvergnügen in selten gehörter Klangfülle. Dirigent ist Urs Bösiger, ehemaliger Hackbrettlehrer an der Musikschule Prova in Winterthur und Musiker in verschiedenen Folkgruppen. Nach dem Gottesdienst spielt das Folklore Orchestra noch einige Stücke und begleitet die Besucher und Besucherinnen gemütlich zum Apéro. Dieser wird liebevoll hergerichtet vom Aumüli-Team. Und wer noch etwas länger bleiben möchte, darf gerne noch einen kleinen Imbiss am Mittag zu sich nehmen. Die Aumüli ist ein wunderbarer Ort zum Verweilen und Geniessen, eingebettet in die schöne Natur des Reppisch-Tals. Ein idealer Ort für das Erntedank-Fest. (pd.) Erntedank-Fest, Sonntag, 29. September, ab 10 Uhr, Aumüli Stallikon.

Am 22. Oktober laden die Standortförderung und das Haus zum Seewadel zum dritten Immo-Zmorge ein. Der Netzwerkanlass richtet sich an die Immobilienbranche und an Behörden im Säuliamt. Eine Gemeinde hat im Tief- und Hochbau immer wieder Aufträge zu vergeben. Es ist ein breit akzeptiertes und geteiltes Interesse, das Gewerbe in der Region zu berücksichtigen. Aber was heisst «berücksichtigen» konkret? Die Gemeinden sind jedenfalls nicht ganz frei, denn die Submissionsverordnung hält hierfür einige Vorschriften bereit. Zum Beispiel sind alle Anbietenden gleich zu behandeln, unabhängig davon, ob sie aus anderen Gemeinden, Regionen, Kantonen oder Staaten stammen. Und das «wirtschaftlich günstigste Angebot» ist zu berücksichtigen. – ist damit der Fall klar und alles gesagt? Nein. Erstens hält die Submissionsverordnung noch viel mehr Regeln bereit und zweitens sorgen Auftragsvergaben immer noch für spannende Diskussionen. Gibt es Interessenskonflikte zwischen der Submissionsverordnung und dem volkswirtschaftlich-politischen Interesse, dass

das örtliche Gewerbe floriert? Und wie gehen die verschiedenen Akteure damit um? Und gibt es vielleicht Potenzial, etwas zu verbessern? In einem kurzen Podiumsgespräch werden dazu Vertreter unterschiedlicher Perspektiven ihre Einschätzung abgeben: Fabrizio Meo, Abteilungsleiter Immobilien Stadt Affoltern, und Roman Jeker, Architekt bei Caretta+Weidmann, sowie René Ammann, Präsident des Gewerbevereins Affoltern. Der Immo-Zmorge ist kein Seminar, sondern ein Vernetzungsanlass, der die Immobilienbranche und deren Exponenten in Politik und Verwaltung sowie die unterschiedlichen Interessen zusammenbringt. Das heisst, er kann all die offenen Fragen nicht lösen, bietet jedoch Gelegenheit, diese bei Kaffee und Frühstück zu diskutieren. Wenn daraus weitere Impulse erwachsen, umso besser. Eingeladen sind alle Führungskräfte von Firmen der Immobilienbranche mit Sitz im Knonauer Amt, die Bauvorstände und Immobilienverantwortlichen der Gemeinden und alle am Thema Interessieren. (pd.) Immo-Zmorge am 22. Oktober, von 7 bis 8.30 Uhr im Café Seewadel, Affoltern. Anmeldung bis 7. Oktober an info@knonauer-amt.ch, beschränkte Teilnehmerzahl. Infos: www.knonauer-amt.ch.


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Sport

Dienstag, 24. September 2019

Jähes Ende einer Siegserie Urs Huber beendet die Bike-Marathon-Weltmeisterschaft in Grächen im 14. Rang So hatte sich Urs Huber die Weltmeisterschaften vor Heimpublikum nicht vorgestellt. Nach sieben Siegen in sieben Wochen kam der «Jour sans» im dümmsten Moment. Die Ursachen liegen noch im Dunkeln. ................................................... von martin platter Derart enttäuscht und wortkarg hatte man Urs Huber noch selten zuvor erlebt. Im Ziel in Grächen mochte er sich weder zum Ausgang des Rennens noch zu seiner Leistung äussern und verschwand schnurstracks unter die Dusche. Kein Wunder. Seine ausserordentliche Siegserie der letzten Wochen hatte dazu beigetragen, dass die Erwartungen immer höher geschraubt wurden. Wohl auch die, die Huber an sich selber gestellt hat. Zu Beginn sah es zwar tatsächlich so aus, als ob er die hohen Erwartungen erfüllen könnte. Landsmann Mathias Flückiger versuchte kurz nach dem Start mit einer Soloflucht, die Kontrahenten in die Defensive zu zwingen. Doch damit schnitt er sich auf dem 95 km langen und mit 4000 Höhenmetern überaus kraftraubenden Parcours ins eigene Fleisch. Der Oberaargauer wurde wieder von der ersten Verfolgergruppe, der temporär auch Huber angehörte, gestellt und das Rennen begann von Neuem. Am

Schluss büsste der Cross-Country-WMSilbermedaillengewinner für seinen Effort und wurde bis auf den 15. Platz durchgereicht.

Schweizer unter «ferner liefen» Sein Bruder Lukas Flückiger nahm den umgekehrten Weg. Er musste sich aus einer schlechten Startposition zuerst an die Spitze vorkämpfen und erlitt dabei auch noch einen Raddefekt, dessen Behebung Zeit und Kraft kostete. Als die Marathon-Spezialisten und späteren Medaillengewinner Leonardo Paez (1.), Kristian Hynek (2.) und Samuele Porro (3.) auf den letzten 20 Kilometern jedoch den Turbo zündeten, fehlte auch beim älteren der beiden Flückiger-Brüder die Kraft zum Kontern. Als bester Schweizer wurde

er Achter. Huber dagegen teilte das Schicksal des jüngeren Flückiger-Bruders. Der Mettmenstetter musste für sein frühes Tempoforcing büssen – und erlangte als zweitbester Schweizer den 14. Platz. Besser lief es beim letzten Wettkampf des Proffix Swiss Bike Cups U19-Weltmeisterin Jacqueline Schneebeli. In Lugano galt es ein Short Race zu bestreiten, sechs Runden auf einer etwa 1,5 km langen Rundstrecke an der Promenade in Lugano. Die Hauptikerin griff in der fünften Runde an und vermochte eine Lücke zu ihren Mitstreiterinnen zu öffnen, die sich bis ins Ziel auf fünf Sekunden ausbaute. Sie gewann damit zum zweiten Mal in Folge auch die Schlusswertung der nationalen Cross-Country-Rennserie.

Öffentlicher Empfang von Urs Huber Am kommenden Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr, wird Urs Huber für seine Leistungen im BikeSport geehrt. Der 34-Jährige hatte heuer bereits zum fünften Mal den Schweizer Meistertitel im Bike-Marathon gewonnen und dazu alle namhaften Schweizer sowie einige der bedeutendsten österreichischen, französischen und italienischen Marathons. Der öffentliche Empfang

findet im Mettmenstetter Jumpin an der Rossauerstrasse 33 statt. Gemeindepräsident René Kälin bittet die Besucher, entweder zu Fuss oder mit dem Velo zu kommen, denn die Parkierungsmöglichkeiten auf dem Areal der Sprungschanze sind beschränkt. Kommt jemand mit dem Auto, empfiehlt Kälin, die Badi-Parkplätze an der Bolletstrasse 10 zu benutzen. (map.)

Schweizer Meister, aber nicht Weltmeister: Urs Huber. (Bild Martin Platter)

Einige Podestplätze der Affoltemer Tischtennisspieler am Heimturnier

Nationales Tischtennisturnier in der Stigelihalle Von Jahr zu Jahr kommen wieder mehr Tischtennisspieler ans Turnier des TTC Affoltern, dieses Jahr waren die 110 Plätze für Lizenzierte schnell ausgebucht, einige kamen sogar aus der Welschschweiz oder dem Tessin. Zudem kamen über 60 Nichtlizenzierte zum Plauschturnier, so viele wie lange nicht mehr. Pünktlich um 8.30 Uhr konnte der Turnierchef in der Affoltemer Stigelihalle die vielen Teilnehmer begrüssen. Gestartet wurde mit der Doppelkonkurrenz und kurz darauf ging es mit den Einzelserien los. Es wurde wie immer engagiert um jeden Punkt gekämpft – und nicht selten gab es Applaus von der Tribüne. Tischtennis kommt bis hinauf zur 1. Liga ohne Schiedsrichter aus – im Zweifelsfall wiederholt man einen Punkt – und man lobt sogar zwischendurch den Gegner bei einem besonders schönen Punkt. Nach den Gruppenspielen sassen ausgeschiedene Teilnehmer sogar

Serie U15: 2. Mirza Raees, Baar; 1. Alban Burgat, TTC Affoltern; 3. Adrian Raschle, TTC Affoltern.

Serie A19, von links: 2. Julian Busslinger, YSZ; 1. Tobias Klee, TTC Affoltern; 3. Samir von Däniken und Julien Bregger. (Bilder zvg.) als Punktezähler an der Tischplatte – auch ein Service für die vielen Zuschauer, die so die Matches besser mitverfolgen konnten.

Starke Leistungen des Nachwuchses vom TTCAA Die meisten Spieler stellte wiederum Young Stars ZH, aber auch Bremgarten und Affoltern selbst waren unter den Spielern aus rund 50 Klubs stark vertreten. In der höchsten Kategorie A19 war Tobias Klee, Trainer und Spieler der 1.-Liga-Mannschaft, Favorit, allerdings verlangte ihm vor allem sein früherer Teamkollege Samir von Däniken auf dem Weg in den Final in fünf Sätzen alles ab. Den Final gewann er dann sicher in drei Sätzen und zeigte damit seinen Nachwuchsschützlingen, wie Gewinnen geht. In der vierthöchsten Serie C8 kam der Nachwuchsspieler Adrian Raschle bis in das Viertelfinale, wo für ihn dann knapp Endstation war. Eine Serie weiter unten spielte sich mit Alban Burgat ein anderer Jüngling klar durchs Tableau, im Viertelfinale gewann er dann im fünften Satz in der

Verlängerung mit 14:12. Im Finale bezwang er einen Spieler aus dem Tessin nach 0:2-Rückstand doch noch. Dass die beiden Nachwuchshoffnungen auch die U15-Serie auf den Plätzen eins und drei abschlossen, versteht sich daher fast von selbst. Dabei half ihnen auch, dass der stärkste Spieler verletzungsbedingt absagen musste.

Plauschturnier am Nachmittag Am Nachmittag tauchten dann die über 60 nichtlizenzierten Spielerinnen und Spieler auf, darunter auch viele Jugendliche. Einige von ihnen trainieren bereits wöchentlich im Tischtennisclub Affoltern mit. Natürlich gab es auch bei ihnen am Schluss eine Siegerehrung und eine Preisverteilung! Der Klub hofft, dass die einen oder anderen talentierten Spieler – oder noch besser Spielerinnen – zu einem Probetraining am Montagabend ab 20 Uhr vorbeikommen. Auch wenn fast alle elf Mannschaften des Klubs gut in die aktuelle Meisterschaft gestartet sind, braucht es immer wieder Verstärkung! (pd.)

Rudern im Mondschein Zum Ende der Saison massen sich die Pontoniere aus der ganzen Schweiz an einem letzten Wettfahren. Dieses fand unter ganz neuen Bedingungen statt; in der Nacht. Freitag, der Dreizehnte, stand für die gesamte Pontonierfamilie unter einem besonderen Stern. Für einmal fand ein Wettfahren nicht am Tag, sondern in der Nacht statt. Als der organisierende Verein Basel die Idee publik machte, kamen viele Fragen in den Vereinen auf und nur wenige wussten, wie das Ganze gestaltet wird. So reisten die Ottenbacher nach dem Feierabend nach Basel. Weil die Wettkampfzeit aufgrund der Ruhezeit in Rücksichtnahme auf die Bewohner am Rhein eher kurz ausfiel, waren nur die Aktiven, also alle Frauen und die Männer ab 21 Jahren, zugelassen. In Basel angekommen, wurde der Parcours auskundschaftet und mögliche Schwierigkeiten vom Ufer aus benannt. Die Sonne verschwand hinter der Stadt und es dunkelte langsam ein. Die Parcourselemente wurden abschliessend installiert und man sah, wie alles beleuchtet wurde. Die Spannung stieg, und als das erste Boot über das Wasser glitt, wurde schnell klar, die doch eher spärliche Beleuchtung reichte gut aus. Auf 22.22 Uhr war die Startzeit der Ottenbacher Pontoniere festgelegt, und es durfte in dieser doch etwas besonderen Nacht über den Rhein gerudert werden. «Ein aussergewöhnliches Erlebnis», wie danach viele Stimmen im Verein verlauten liessen. Nach dem Wettfahren kehrte ein Grossteil der Ottenbacher in die Heimat zurück, da das Wochenende bevorstand und viele noch weitere Aktivitäten geplant hatten, oder schlicht und einfach nicht die ganze Nacht durchmachen wollten. Die wenigen die blieben, genossen die Stimmung am Rhein mit ihren Pontonierfreunden. Für viele war es nicht ganz einfach, die Distanzen richtig einzuschätzen. Trotzdem erfuhr sich der Verein

mehrere hervorragende Platzierungen. So durften Corinne Leutert mit Anita Stanger in der Kategorie der Frauen, morgens um fünf Uhr an der Rangverkündigung, das Podest auf dem zweiten Platz besteigen. Irene und Michèle Leutert freuten sich über ihre mit dem siebten Platz redlich verdienten Kranzauszeichnungen. In der Kategorie der Herren über 42 Jahre konnte sich Kurt Hegetschweiler mit Beat Vögele ebenfalls den neuen Umständen gut anpassen und die Kranzauszeichnung entgegennehmen. Über den Sieg von Christian Schnopp und Martin Guthauser in der Kategorie der bis 42-Jährigen wurde wiederum heftig geklatscht und gejubelt. Mit der Kranzauszeichnung von Dennis Berli und Thomas Leutert zum Schluss bestand für die noch anwesenden Ottenbacher definitiv ein Grund zu feiern.

Martin Guthauser Vereinsmeister Am Sonntag reisten die Ottenbacher erneut nach Basel. Das Endfahren, wo sich nur acht Vereine für einen letzten Spasswettkampf und ein gemütliches Beisammensein trafen, sollte stattfinden. Wie immer wurden die Fahrerpaarungen gelost, damit die Vereinsmeisterschaft abschliessend entschieden werden konnte. Der einzige Unterschied zum Freitag bestand darin, dass bei Tag gefahren wurde. Wiederum konnten viele eine fast fehlerfreie Runde zeigen. Corinne Leutert fuhr mit ihrer Schwester Michèle Leutert auf den ersten und Nicole Betschart mit Alina Keller auf den zweiten Platz bei den Frauen. Ernst Humbel und Martin Berli durften sich über den ersten Platz in der Kategorie D und Kurt Hegetschweiler und Martin Guthauser über den zweiten Platz in der Kategorie C freuen. Damit war dann auch der diesjährige Vereinsmeister klar: Martin Guthauser. Ende September steht für die Jungfahrer die Leistungsprüfung an. Anschliessend werden die Schiffe ausgewassert und geputzt. Am darauffolgenden Sonntag findet dann die letzte Talfahrt dieses Jahres statt. (al)


Sport

Dienstag, 24. September 2019

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FCWB zurück auf der Siegesspur Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Thalwil – FC Wettswil-Bonstetten 0:1 (0:1) Nach zuletzt zwei Unentschieden bezwingt der FCWB in einem hart umkämpften Spiel den FC Thalwil. Mit den erzielten drei Punkten können die Wettswiler mit Leader Tuggen Schritt halten und verweilen punktgleich auf dem zweiten Tabellenrang. Man hatte zwar in den letzten beiden Spielen nicht verloren, trotzdem waren die zwei Unentschieden aus der letzten Woche ein kleiner Einbruch im starken Saisonbeginn des FCWB. Es war deshalb klar, dass Trainer Oswald einen Sieg von seiner Mannschaft forderte, um wieder zurück auf die Siegesspur zu finden. Doch die Thalwiler waren keinesfalls zu unterschätzen. Denn nach einem verkorksten Saisonstart gewann der FCT letztes Wochenende mit neuem Trainer an der Seitenlinie gleich mit 5:0 gegen die St. Galler U21. Es waren auch die Gastgeber, welche besser in die Partie starteten. Vor allem die beiden wirbligen Stürmer Itoko und Mukinisa setzten sich immer wieder in Szene. Jedoch waren die Angriffsbemühungen im letzten Drittel jeweils zu ungenau, um die neu formierte Abwehr rund um Brüniger vor ernsthafte Probleme zu stellen. So war es der FCWB, welcher trotz weniger Spielanteile zu den gefährlicheren Möglichkeiten kam. In der 15. Minute traf Allemann nach einem Fehlgriff des Thalwiler Torwarts nur die Latte. Ansonsten war das Spiel wenig spektakulär und zeichnete sich hauptsächlich durch hart geführte Zweikämpfe zwischen den beiden Strafräumen aus. So war es nicht verwunderlich, dass der Führungstreffer der Gäste nach einer Standardsituation fiel. In der 22. Minute brachte Miljkovic einen Eckball von der linken

Der Jüngste als Matchwinner: Kessler hechtet vergebens nach dem «Hüftschuss» des 18-jährigen Grujicic (Mitte). (Bild Kaspar Köchli) Seite in den Strafraum, in welchem Verteidiger wie auch Angreifer alle den Ball verpassten, bis er Grujicic an die Hüfte spickte und im Netz landete. Der Neuzugang markierte damit etwas skurril, jedoch nicht weniger wichtig, sein erstes Tor für die Ämtler. Einige Minuten nach dem 1:0 hatte Miljkovic den zweiten Treffer auf dem Fuss, schoss den Ball jedoch aus kürzester Distanz über die Querlatte. Danach verlagerte sich das Spielgeschehen wieder ins Mittelfeld. Kurz vor der Pause kam Thalwil nach einem Freistoss ebenfalls gefährlich vors Tor. Nach einem Durcheinander im Strafraum, bei dem sich die Ämtler Defensive selbst etwas in Bedrängnis brachte, konnte Torhüter Baumgartner den Ball aus der Luft schnappen und die Möglichkeit damit vereiteln.

Wenig spektakuläre zweite Hälfte Auch in der zweiten Hälfte wurden die Zuschauer nicht mit sehenswerten Ballstafetten unterhalten. Thalwil verzeichnete zwar weiterhin mehr Ballbesitz, konnte diesen jedoch nicht in Torchancen ummünzen. Meist zerschellten die Angriffsbemühungen wie schon in der ersten Hälfte am Brüdergespann Peter im WB-Mittelfeld. Die Gastgeber mussten, je länger das Spiel dauerte, immer mehr Platz zum Kontern preisgeben. Die schnellen Umschaltmomente des FCWB sahen im Ansatz zwar gut aus, wurden jedoch meist ungenau zu Ende gespielt. Somit konnten beide Mannschaften, abgesehen von einem schönen CaponeFreistoss in der 74. Minute, keine grosse Gefahr herstellen. Der FC Thalwil

schaffte es auch in den letzten Minuten nicht, noch einmal Druck aufs gegnerische Tor auszuüben. Somit konnten die Ämtler die knappe Führung abgebrüht ins Trockene bringen.

Punktgleich mit Tuggen an der Spitze Mit diesem Arbeitssieg in Thalwil kann sich der FCWB zusammen mit Tuggen etwas von den Verfolgern absetzen. Die einheitliche Mannschaftsleistung war der Schlüssel zum Erfolg in diesem hart umkämpften Zürcher Derby. Nach nun acht Spielen und ausgezeichneten 18 Punkten steht WB als einziges Team noch ungeschlagen da. Auch nächstes Wochenende wird WB im heimischen Moos versuchen, auf der Siegesspur zu verbleiben. Mit Aufsteiger Paradiso reist jedoch ein

Verdorbene Cup-Freude und spätes Glück FC Volketswil – FC Affoltern 2:1; FC Industrie – FC Affoltern 1:3 Im Cup gegen Volketswil begann die Heimmannschaft besser und war gut auf den Gegner eingestellt. Sie hatte von Anfang an mehr Ballbesitz und setzte effizient ihre beiden schnellen Flügelläufer ein. Nach einer Viertelstunde liess sich die FCA-Abwehr durch einen weiten Einwurf von rechts überlisten und der dadurch freigespielte Mittelstürmer konnte den Ball ohne Probleme an Torhüter Aegerter zum 1:0 vorbeischieben. Fünf Minuten später setzte der FCA zu seiner besten Aktion der ersten Hälfte an: Captain Ismajlaj erkämpfte sich auf der linken Seite knapp vor der Mittellinie im Zweikampf den Ball und köpfte ihn zum Mittelstürmer Himmelreich, der ihn per Kopf für Ismajlaj verlängerte. Dieser spielte den Ball direkt mit einem weiten Pass auf die rechte Seite, wo Antenen den Ball nach optimaler Annahme aus 25 Metern zum Ausgleich ins lange obere Eck hämmerte. In der Pause schien das Trainerduo Jevremovic und Dzajic die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der FCA begann die zweite Hälfte mit viel Druck. Etwas unverhofft leitete Volketswil in der 60. Minute einen Freistoss aus dem Mittelkreis hoch in den Strafraum, wo das Kopfballduell verloren ging und der Ball zum 2:1 im Tor landete. In der letzten halben Stunde schnürte der FCA den Gegner in der eigenen Platzhälfte komplett ein und erarbeitete sich Chance um Chance, scheiterte jedoch am gegnerischen Torhüter oder am eigenen Unvermö-

Fabio Suter nach seinem Torerfolg. (Bild Marco Bilic) gen. Zum Unvermögen kam Pech dazu, was darin gipfelte, dass kurz vor Schluss dem FCA ein Tor zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wurde. Beim Freistoss aus 17 Metern liess der Torhüter den Ball gegen vorne abprallen und der weit vor der gegnerischen Mauer gestartete Ismajlaj versenkte ihn im langen Eck. Statt Penaltyschiessen ging das Cupspiel unverdient verloren.

Physische Überlegenheit gegen Industrie In einer sehr bescheidenen ersten Halbzeit, praktisch ohne Torchancen, hatte der FC Industrie mehr Spielanteil und war stets einen Schritt schnel-

ler als der FCA. Die einzige Torchance nutzten die Einheimischen in der 22. Minute zum Halbzeitstand von 1:0. Wie bereits im Cupspiel am letzten Dienstag fand das Fanionteam rund um den Mittelfeldmotor Ismajlaj nach dem Pausentee besser ins Spiel. In der 52. Minute wurde Stähli auf halbrechts angespielt und zirkelte das Zuspiel in Robben-Manier in die linke obere Ecke zum verdienten Ausgleich. Danach verpasste es der FCA zunächst, das Zepter zu übernehmen, aber in der Endphase zeigte sich die physische Überlegenheit. In der 89. Minute wurde Suter steil in den Strafraum angespielt und verwandelte, kalt wie eine Hundeschnauze, zum 1:2. Drei Minu-

ten später klappte endlich das Pressing auf den gegnerischen Torhüter, was Ismajlaj zum Endstand von 1:3 ausnützte und die FCA-Fangemeinde aufjubeln liess. Benjamin Luchsinger Volketswil: FC Volketswil – FC Affoltern 2:1, 56 Zuschauer. Aegerter, Arsic (46. Luchsinger), Tustonja, Wildi, Premananthan (84. Mijatovic), Ismajlaj (C), Oetterli (46. Huber), Steigmeier, Antenen (72. Buqa), Himmelreich, Stähli (72. Suter). Hardhof: FC Industrie – FC Affoltern 1:3, 71 Zuschauer. Vanetta, Luchsinger (C) , Tustonja, Wildi, Mijatovic (46. Premananthan), Ismajlaj, Shala (69. Steigmeier), Huber (69. Oetterli), Buqa (75. Suter), Himmelreich, Stähli (77. Toski).

spannender und sicherlich unangenehmer Gegner aus dem Tessin nach Zürich. Anpfiff zu dieser interessanten Affiche ist wie gewohnt um 16 Uhr. (NSc)

Matchtelegramm: Sportplatz Im Brand, Thalwil, 170 Zuschauer. Tor: 22. Grujicic 0:1. FCWB: Baumgartner, Brüniger, Rüegger, Thalmann, Heini, Miljkovic, Peter N., Peter F., Allemann (65. Schneebeli), Capone (89. Brunner), Grujicic (54. Marjanovic).

Weitere WB-Resultate: FCWB 2 – ZH-Affoltern 4:0, Knonau-Mettmenstetten – FCWB 3 1:2, Engstringen – FCWB 4 1:5, Jun. A (CCJL) – Lachen-Altendorf 1:1, Jun. Ba (CCJL) – Schaffhausen 5:6, Jun. Ca – Altstetten 1:1, Jun. Cb – Richterswil 2:2, Freienbach – Jun. Da 14:0, Jun. Db – Altstetten 1:3, Pfäffikon – Sen. 30+ 0:0, Sen. 40+ – Freienbach 0:4.

EM-Erfahrung für Michel Erni In Brixen (ITA) fanden am Wochenende die Jugend-Europameisterschaften im Bouldern statt. In den Kategorien Juniorinnen/Junioren, Jugend A und Jugend B starteten total 282 Jugendliche aus 30 Ländern teil, darunter neun Damen und zehn Herren aus der Schweiz. Für das Regionalzentrum Zürich startete bei den Herren Jugend A Michel Erni (Affoltern a. A.). Die Schweizer Athletinnen und Athleten zeigten eine gute Qualifikation. Über alle Kategorien qualifizierten sich acht Athletinnen und Athleten für das Halbfinal. Leider konnte sich niemand für den Final der besten sechs qualifizieren. Am nächsten dran war Louis Guignard (Zürich) bei den Herren Jugend B. Im Halbfinal konnte er sich alle vier Zonen und drei von vier Tops gutschreiben lassen. Dies hätte grundsätzlich für den Final gereicht, doch braucht Guignard zu viele Versuche für dieses tolle Resultat. Mit Rang neun erreichte er das beste Resultat des Schweizer Teams und als Einziger ein Top-Ten-Resultat. Michel Erni erreichte in der Qualifikation vier Zonen und zwei Tops. Dies reichte ihm zu Rang 32. (pd.) anzeige


Veranstaltungen

Klimawandel Fakten statt Schlagworte Zwei Fachleute sprechen zum Wahlkampfthema Nr. 1 und versprechen eine spannende Diskussion

ETH-Klimaforscher Prof. Andreas Fischlin

(Mitglied im Weltklimarat und Beirat der Gletscherinitiative)

Nationalrätin Tiana Moser

(Umweltnaturwissenschaftlerin und Ständeratskandidatin)

Moderation: Kantonsrat Ronald Alder Anschliessend Diskussion & Apéro. Dienstag, 1. Oktober, 20.00 – 21.30 Uhr im katholischen Gemeinschaftszentrum Affoltern Eintritt frei

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