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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 073 I 173. Jahrgang I Freitag, 20. September 2019

Bald Einheitsgemeinde Was abziehen?

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Netzwerke pflegen

Zwei Perspektiven

Die Aeugster zeigten wenig Interesse an der Vorberatung zur neuen Gemeindeordnung. > Seite 3

Steuerexperte Hans Ulrich Meuter gibt Tipps zur Besteuerung von Liegenschaften. > Seite 7

«Da zeigt sich der Berufsstolz»

«Wir brauchen dringend mehr Raum»

Niklaus Schatzmann, Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts des Kantons Zürich, vor seinem Besuch an der Ämtler Berufsmesse. Rund 60 Lehrberufe an 40 Ständen. Die 8. Ämtler Berufsmesse im Sportzentrum Schachen, Bonstetten, bietet am 4. und 5. Oktober einen repräsentativen Querschnitt über die beruflichen Möglichkeiten im Anschluss an die Schulzeit. Nur der Gastro-Bereich sei schwach aufgestellt, so Xavier Nietlisbach vom Ämtler Lehrstellenforum. Erstmals mit dabei sein wird Niklaus Schatzmann, Amtschef des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamts. Er freue sich riesig auf den Messebesuch, verriet er dem «Anzeiger» beim Interviewtermin in seiner Amtsstube in Zürich. Beeindruckt sei er auch vom Engagement des organisierenden Lehrstellenforums sowie vom Berufsstolz, mit dem die Lernenden ihre Stände selber gestalten. Das ist wertvoll für die Messebesucher: Die Jugendlichen und ihre Eltern erhalten so Informationen und persönliche Eindrücke aus erster Hand. (tst.) ................................................... > Interview auf Seite 5

Das «Rössli» als Genossenschaft

Corinne Staub referierte am Mittagsforum des Gewerbevereins Affoltern. > Seite 10

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Hausen soll eine neue Sporthalle und ein neues Schulhaus erhalten In den letzten zehn Jahren wuchs die Bevölkerung von Hausen um 500 Personen. Dieses Wachstum führte einerseits zu höheren Steuereinnahmen, andererseits zu Platzmangel für Schulen und Vereine. Gerade die Vereine können ihre Angebote trotz Interesse nicht ausbauen, da der Platz fehlt. ................................................... von salomon schneider Trotz zwei Provisorien wird der Hausemer Schulraum erneut knapp. Durch das grosse Bevölkerungswachstum wird erneut mit zwei neuen Klassen gerechnet. Der Gemeinderat hat deshalb eine Erweiterung des Schulraums geplant und am vergangenen Mittwoch an einer Informationsveranstaltung im Gemeindesaal vorgestellt. Anstelle des Provisoriums aus Containern soll ein neues Schulhaus entstehen. Zudem reicht die einzige Turnhalle der Schule Hausen schon seit Jahren nicht mehr aus – die Sekundarschule

weicht momentan in die Sporthalle der Stiftung Albisbrunn aus. Die Vereine nutzen die bestehende Turnhalle gestaffelt, bis in den späten Abend hinein. Der Gemeinderat will deshalb mindestens eine Doppel-, lieber jedoch eine Dreifachsporthalle bauen. Damit würde nicht nur genügend Platz für die Bedürfnisse der Schule geschaffen, sondern auch für jene der Hausemer Vereine. Der Neubau des Schulhauses soll 4,9 Millionen kosten, die Dreifachsporthalle 18,3 Millionen, die Variante mit Doppelsporthalle 16 Millionen.

Das Dorf soll lebendig bleiben Besonders der Turnverein setzt sich für die Variante mit Dreifachsporthalle ein. Sven Kammer, der Oberturner des Turnvereins Hausen erläutert, weshalb der TV dezidiert für eine Dreifachturnhalle einsteht: «Wir haben momentan 347 Aktivmitglieder – Tendenz steigend. Manchmal kommen 30 Personen in ein Training. In unserer kleinen Turnhalle bleiben bei solchem Andrang nur wenige Übungen, die

sinnvoll gestaltet werden können. In solchen Fällen werden wir mit der Dreifachturnhalle flexibler und können eine Wand öffnen – auch wenn noch ein anderer Verein gleichzeitig die dritte Halle nutzt. Zudem haben momentan Mannschaftssportarten Aufwind, die definierten Platz benötigen. Unsere Teams sind teilweise sehr erfolgreich, können aber meistens nur einmal pro Woche trainieren, weil die Turnhalle immer besetzt ist. Mit mehr Raum könnten wir in Aufstiegs- oder Abstiegssituationen das Training intensivieren, was entscheidend sein kann. Wir haben einmal eine Unihockeygruppe gegründet, als an einem Abend die Halle frei war. Als immer mehr Vereine die Turnhalle nutzen wollten, mussten wir die immer besser besuchte Unihockeygruppe einstellen, aus Platzmangel. Vergleichbares soll in Zukunft nicht mehr passieren. Wir wollen die Teilnahme am Dorfleben durch ein aktives Vereinsleben unterstützen und dafür brauchen wir mehr Raum.» ................................................... > Bericht auf Seite 7

Schön, schöner, am schönsten

Das Weiterbestehen des geschichtsträchtigen Gasthauses zum Weissen Rössli in Mettmenstetten als Restaurant und kultureller Treffpunkt sichern – das soll die Gründung einer Genossenschaft gewährleisten. Die Pläne für eine Sanierung sind schon weit gediehen, sodass im Oktober 2019 die Baueingabe erfolgen kann. Läuft alles nach Plan, so beginnt die Sanierung im Sommer 2020 und ist ein Jahr später abgeschlossen. Ab sofort werden Genossenschafterinnen und Genossenschafter gesucht. ................................................... > Bericht auf Seite 13

Am vergangenen Samstag wurden im «Sihlcity» in Zürich die beiden Siegermodels des «Elite Model Look Schweiz» gekürt. In der Finalshow mit dabei: die 17-jährige Nathalie Vollmeier aus Stallikon.

Trends für den Herbst und Winter In der Modebeilage, die immer passend zur neuen Saison die kommenden Trends beleuchtet, stellen die Geschäfte im und ums Säuliamt ihre speziellen Angebote und Dienstleistungen vor. Soll es denn jetzt die neue Brille sein? Endlich das Outfit modisch etwas anpassen? Oder sogar selbst als «Designer» mit Stoff oder Edelmetall tätig werden? Lieber sich etwas verwöhnen und pflegen lassen und dabei trotzdem von Kopf bis Fuss auf Modisches setzen? Die Beiträge im vierten Bund der heutigen Ausgabe bereiten jedenfalls bestens auf die neue Saison vor. (sci) ................................................... > Modebund ab Seite 33

«Männer brauchen Grenzen», sagte Tina Teubner am Sonntag im «LaMarotte». > Seite 10

Nathalie Vollmeier aus Stallikon schaffte es in die Top 14. (Bild Mohammed Shahin)

Ursula Knecht ist immer auf der Suche. Die Chefin der «Option Model Agency» in Zürich sucht nach jungen, vielversprechenden Nachwuchsmodels. Einmal jährlich führt sie dazu den Modelwettbewerb «Elite Model Look Schweiz» durch, und die Anziehungskraft des Modebusiness wirkt auf Jugendliche noch immer: Dieses Jahr haben sich knapp 300 junge Frauen und Männer zwischen 14 und 26 Jahren um einen der 14 Finalplätze beworben. Auch Nathalie Vollmeier aus Stallikon möchte Model werden. Sie habe Heidi Klums Show «Germanys next Topmodel» jeweils am Fernsehen verfolgt, genauso wie die Modeschauen der amerikanischen Marke «Victoria’s Secret». Die schönen Kleider, die hübschen Frauen, das Reisen. All das reizte die Schülerin. Sie bewarb sich bei Ursula Knechts Agentur, durfte das Casting überspringen und ergatterte sich einen Platz im Finale. Am Samstag galt es nun, sich gegen die anderen Finalistinnen durchzusetzen. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Eingeschleppte Arten Die Kehrseite der Medaille bei den Massnahmen zum Schutz der Umwelt. > Seite 11

Eidgenössisches Die Jugendmusik Bezirk Affoltern (Jumba) nimmt dieses Wochenende am Eidgenössischen Jugendmusikfest in Burgdorf teil. Wenn die Jungmusikanten am Sonntagabend dann mit einem hoffentlich guten Resultat in der Tasche zurückkehren, sollen sie in Affoltern gebührend empfangen werden, wie das früher Tradition war. ................................................... > Bericht auf Seite 25

WM im Wallis Nach sieben Siegen in sieben Wochen wird vom Schweizer Meister Urs Huber einiges erwartet an der Weltmeisterschaft vom kommenden Sonntag. Gefeiert wird er in jedem Fall: Seine Wohngemeinde Mettmenstetten lädt am Donnerstag zum Empfang. ................................................... > Bericht auf Seite 27 anzeigen


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Pfarrbestätigungswahlen 2020 – Publikation Bestätigung Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Bonstetten Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Die der Kirchgemeinde im Pfarramt zur Verfügung stehenden Stellenprozente werden für die Amtsdauer 2020 – 2024 der Pfarrerinnen und Pfarrer wie folgt aufgeteilt: Pfarrerin Susanne Sauder mit 100 Stellenprozent. 2. Den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde wird zur Bestätigung für die Amtsdauer 2020 – 2024 mit den Stellenprozenten gemäss Ziffer 1 vorgeschlagen: Pfarrerin Susanne Sauder. 3. Gemäss § 13 Abs. 3 des Kirchengesetzes kann mindestens ein Zwanzigstel der Stimmberechtigten der Kirchgemeinde für die in Ziffer 2 aufgeführte Pfarrerin schriftlich die Wahl an der Urne verlangen. Die Unterschriften sind der Kirchenpflege, Reformierte Kirchgemeinde Bonstetten, Chilestr. 7, 8906 Bonstetten, binnen 30 Tagen seit der amtlichen Veröffentlichung dieses Beschlusses einzureichen. Wird binnen dieser Frist keine Urnenwahl verlangt, so wird die Kirchenpflege die Pfarrerin gemäss Ziffer 2 als in stiller Wahl gewählt erklären. 4. Die stille Wahl und die Wahl an der Urne erfolgen unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer.

Vorläufige Konkursanzeige Schuldner: Urs Keller, geb. 5. Dezember 1952, von Zürich ZH und Kirchberg SG, Kafimüliweg 6, 8914 Aeugst a. A., Zustelladresse: Senevita Obstgarten, Obstgartenstrasse 9, 8910 Affoltern a. A..

5. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Martin Billeter, Präsident, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 6. Mitteilung an Politische Gemeinde Bonstetten, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten, an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 7. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern. Bonstetten, 17. September 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Die Präsidentin: Judith Grundmann Die Aktuarin/Der Aktuar: Susanne Zwyssig

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Vater, Schwiegervater, Opa, Uropa, Bruder, Schwager, Götti und Onkel

Datum der Konkurseröffnung: 6. Juni 2019 Hinweis: Die Publikation betreffend Art, Verfahren, Eingabefrist usw. erfolgt später. Bemerkung: Inhaber der im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragenen Einzelunternehmung «Urs Keller Finanzberatungen» mit Sitz in Aeugst a. A., Kafimüliweg 6, 8914 Aeugst a. A., UID: CHE-110.211.013. Vergleiche Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 20. September 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9 8910 Affoltern a. A.

Die Stimmberechtigten der ev.-ref. Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil werden eingeladen zur Ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung Datum: Mittwoch, 23. Oktober 2019 Zeit: 20.00 Uhr Ort: Kirchgemeindesaal Wettswil anschliessend Apéro Traktandum 1. Genehmigung Zusatzpensen gemeindeeigene Pfarrstellen zweimal 20% für die Amtsperiode 2020-2024 Die Kirchenpflege freut sich über Ihre Teilnahme. Die Akten liegen ab Montag, 23. September 2019, in den Gemeindekanzleien Stallikon und Wettswil auf. Die Kirchenpflege

Felix Ruh-Wyssenbach

Obfelden

10. Oktober 1922 – 15. September 2019

Grundgebühren für das Jahr 2020 und Verbrauchsgebühren für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 Der Gemeinderat setzte am 17. September 2019 die Grundgebühren für das Jahr 2020 und die Verbrauchsgebühren für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 wie folgt fest: 1.1. Wasser Grundgebühr pro Wohnung (Haushalt) Grundgebühr Landwirtschaftsbetrieb Grundgebühr Gewerbe

2020 CHF 80.00 CHF 80.00 CHF 80.00 resp. indiv. Tarife

Vorjahr CHF 75.00 CHF 75.00 CHF 75.00 dito

Verbrauchsgebühr pro m³

CHF 1.40

CHF 1.30

1.2. Abwasser Grundgebühr pro Wohnung (Haushalt) Grundgebühr Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe Versiegelte Flächen (Dächer, Plätze, Strassen) pro m² Klärgebühr pro m³ Wasserverbrauch

2020 CHF 85.00 CHF 85.00 resp. indiv. Tarife

Vorjahr CHF 78.00 CHF 78.00 dito

CHF 0.875 CHF 1.75

CHF 0.80 CHF 1.60

1.3. Abfallbeseitigung Grundgebühr pro Wohnung (Haushalt) Grundgebühr Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe Gewerbepauschale (nach geschätztem Aufwand)

2020 CHF 125.00 CHF 125.00

Vorjahr CHF 145.00 CHF 145.00

indiv. Tarife

dito

Nach einem reich erfüllten Leben und nach kurzer Krankheit durfte er ruhig einschlafen. Wir werden seine stoische Ruhe, sein verschmitztes Lächeln, seinen trockenen Humor, seine Exaktheit und Zuverlässigkeit sehr vermissen. Christina Rüeger-Ruh und Kurt Lehmann Raphael und Silvia Rüeger mit Dario und Luca Bruno und Corinne Ruh-Neff Jeannette Ruh und Christoph Schaub Philippe Ruh und Kerstin Kossen Patrizia und David Contreras Reyes-Ruh Bernhard Ruh und Beatrix Aeschbacher Arno Aeschbacher Ulla Aeschbacher Pater Nicholas Ruh, Canada Ein besonderer Dank geht an das Personal der Senevita Obstgarten und an das Team vom Spital Affoltern am Albis für die geduldige, liebevolle und fürsorgliche Pflege und Betreuung. Die Urnenbeisetzung mit anschliessendem Trauergottesdienst findet am Mittwoch, 25. September 2019, um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt. Anstelle von Blumen gedenke man einer gemeinnützigen Organisation. Traueradresse: Bruno Ruh, Isenbergstrasse 9b, 8913 Ottenbach

1.4. Mehrwertsteuer Die Grund- und Verbrauchsgebühr-Ansätze verstehen sich exkl. Mehrwertsteuer. Für die Wassergebühren werden 2.5 %, für die Abwasserund Abfallgebühren 7.7 % Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Gegen diese Gebührenfestsetzung kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, mit schriftlich begründeter Eingabe beim Bezirksrat 8910 Affoltern am Albis Rekurs erhoben werden. Obfelden, 20. September 2019

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil, das Atmen zu schwer wurde, legte er seinen Arm um Dich und sprach: «Komm heim!»

Gemeinderat Obfelden


Bezirk Affoltern

Nächtlicher Lärm Sechs Mal rückte die Kantonspolizei in den vergangenen Tagen wegen nächtlicher Lärmstörungen aus. Am 13. September mussten beim Schulhaus in Ottenbach kurz vor 23 Uhr Jugendliche ermahnt werden. Gleichentags störten sich um Mitternacht Anwohner an Lärm, der aus einem Wohnhaus in Affoltern nach aussen drang – ebenso um 3.30 Uhr an einer Bushaltestelle im Bezirkshauptort. Am 14. September um 4 Uhr rückten Beamte zu einer Bar in Affoltern aus, weil dort laute Heimkehrer Nachbarn um den Schlaf brachten. In einem Fall setzte es Ordnungsbussen ab: am 15. September wegen «Gegröle» um 2 Uhr in einer Liegenschaft in Wettswil. (-ter.)

Schulter-, Knie- und Fussoperationen weiterhin in Affoltern Ab 1. Januar 2020 wird im Spital Affoltern keine Hüft- und Knieprothetik mehr angeboten. Bis 31. Dezember 2019 werden im Spital Affoltern nebst den Schulter-, Knie- und Fussoperationen auch noch künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Dieselben Operationen führt Dr. med. Jean-Pierre Ziegler auch im Stadtspital Triemli und im Zuger Kantonsspital (Schulter-, Knie- und Fussoperationen erst ab November/Dezember) aus. Ab 1. Januar 2020 wird er in allen drei Spitälern noch Schulter-, Knie- und Fussoperationen durchführen. Für ein künstliches Hüft- oder Kniegelenke muss der Patient dann allerdings nach Zürich oder Baar. (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Freitag, 20. September 2019

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Versammlung in intimem Rahmen Wenig Interesse an der Vorberatung zur Bildung einer Einheitsgemeinde in Aeugst Am 17. November stimmt Aeugst an der Urne über eine neue Gemeindeordnung ab. Es ist nur eine, weil die politische und die Primarschulgemeinde zusammengelegt werden sollen. An der vorberatenden Gemeindeversammlung gab es nur eine kritische Stimme. ................................................... von thomas stöckli Als eine von wenigen Gemeinden muss Aeugst Urnenabstimmungen noch an der Gemeindeversammlung vorberaten. So geschehen auch am vergangenen Dienstagabend. Gerade mal 23 Stimmberechtigte kamen zur Vorberatung zur Totalrevision der Gemeindeordnung und Bildung einer Einheitsgemeinde in die Kirche. Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer sprach in diesem Zusammenhang von einem «intimen Rahmen», das sei nicht repräsentativ und entspreche nicht dem Zeitgeist. Deshalb ist die vorberatende Gemeindeversammlung in der neuen Gemeindeordnung nicht mehr vorgesehen. «Wir wollen die Bevölkerung nach wie vor informieren», betonte die Gemeindepräsidentin, «aber das können wir auch in einer anderen Form machen.»

Interessen sind gleich gelagert Die Einheitsgemeinde, also dass die Primarschule in die politische Gemeinde integriert wird, scheint in Aeugst kaum umstritten. Die Interessen von Schule und Gemeinde seien gleich gelagert, betonten Nadia Hausheer und Schulpräsidentin Verena Commissaris unisono: eine starke und attraktive Schule. Aktuell übernehmen von 162 Gemeinden im Kanton deren 90 bereits Aufgaben der Volksschule, so Nadia Hausheer. Im Bezirk Affoltern treffe das neben Aeugst nur noch auf drei weitere Gemeinden nicht zu, wobei Ottenbach ebenfalls im November über eine Einheitsgemeinde abstimmt. Weil mit der neuen kantonalen Gemeindeverordnung die Gemeindeordnungen angepasst werden müs-

Sie sind von den Vorteilen einer Einheitsgemeinde überzeugt: Primarschulpräsidentin Verena Commissaris (links), Peter Schlumpf, Berater und Gemeindeschreiber a.i. und Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer. (Bild Thomas Stöckli) sen, schien der Zeitpunkt günstig, über eine Einheitsgemeinde zu sprechen. Vom Oktober 2017 bis Mai 2018 wurden die Rahmenbedingungen festgelegt, im Sommer 2018 begann dann die eigentliche Arbeit an der neuen Gemeindeordnung. Die Vernehmlassung diesen Sommer warf ebenso wenig Wellen wie die BehördenSprechstunde zum Thema. Und auch an der Versammlung wurde keiner der 34 Artikel beanstandet. «Wir haben uns sehr stark an die Muster-Gemeindeordnung des Kantons gehalten», so Verena Commissaris.

Ganzheitliche Kommunalpolitik Ein zentraler Punkt ist dabei, dass die Primarschulpflege die Budget- und Steuerfuss-Hoheit abgibt. Dafür kann sie sich aufs Kerngeschäft, die Schulthemen, konzentrieren. Von der Einheitsgemeinde erhofft man sich unter anderem einen intensiveren Austausch für eine ganzheitliche Kommunalpolitik und eine bessere Gesamtsicht der Finanzen. Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer sieht zudem Synergien im Bereich Energiepolitik und Raumplanung. Mit einem direk-

ten Antragsrecht an die Gemeindeversammlung behält die Schulpflege zudem ein wichtiges Stück Autonomie. Die Aufgaben und Kompetenzen bleiben mit der neuen Gemeindeordnung weitgehend gleich. Die Schulpflege macht weiter mit fünf Mitgliedern, den Gemeinderat ergänzt die Primarschulpräsidentin. Mit den nächsten Wahlen wird das Gremium dann wieder auf sieben Personen reduziert. Somit fällt dann ein Behördenamt weg. Die Sozialbehörde wird nach neuer Regelung zur Kommission, deren Mitglieder nicht an der Urne gewählt, sondern vom Gemeinderat eingesetzt werden. Die Finanzkompetenz des Gemeinderats steigt für einmalige Ausgaben von 100 000 auf 150 000 und für jährlich wiederkehrende von 25 000 auf 50 000 Franken. Dafür wird die Finanzkompetenz der Gemeindeversammlung eingeschränkt, von bisher 5 auf neu 2 Mio. Franken – davon ausgenommen sind allerdings die Liegenschaftenkäufe und -verkäufe. Bei einem Ja am 17. November tritt die Gemeindeordnung per 1. Juli 2020 in Kraft und der Kanton wird die

Planung und Umsetzung der Einheitsgemeinde mit einem Staatsbeitrag von 135 000 Franken unterstützen. Und was geschieht bei einem Nein? Dann entfällt dieser Betrag und die politische Gemeinde und die Primarschulgemeinde müssen je eine eigene Gemeindeordnung erstellen.

Eine Frage, eine Vision Die Wortmeldungen beschränkten sich an der vorberatenden Gemeindeversammlung auf eine Frage zur Bilanz – bei der Zusammenlegung kommt es zu keinen Anpassungen – und einer grundsätzlichen Anmerkung: «Ich bin überzeugt, dass wir mit der Zusammenlegung auf dem falschen Weg sind», sagte Urs Bregenzer, Präsident der Sekundarschule Affoltern / Aeugst. Einheitsgemeinden bringen seiner Meinung nach keinen Vorteil, sagte er und brachte stattdessen die Vision ins Spiel, Schulgemeinden zusammenzulegen: «Zwei Schulgemeinden im Bezirk würden reichen.» Mit 16 Ja-Stimmen sprach die Versammlung schliesslich eine deutliche Ja-Empfehlung für die Urnenabstimmung vom 17. November aus.

Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Projekt Wohnen im Alter: die Planung läuft Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Am 26. Januar fand für die Bonstetter Bevölkerung ein Workshop statt, bei dem sie ihre Ideen zur Entwicklungsplanung Bonstetten 2030 einbringen konnten. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer widmeten sich dabei dem Thema Wohnen im Alter, so dass dieses in Bonstetten attraktiv gemacht werden kann. Der Gemeinderat unterstützt dieses Anliegen, musste aber feststellen, dass momentan keine gemeindeeigene Liegenschaft hierfür zur Verfügung steht. Er strebt eine Lösung mit privaten Grundstückbesitzern an. Erste Gespräche dazu wurden geführt. Die ganze Abwicklung eines solchen Projekts von den ersten Gesprächen bis hin zu einer allfälligen Realisierung benötigt ein Know-how, welches die Gemeinde nicht mitbringen kann. Deshalb wurden durch Walter Mätzler (Co-Leiter Projekt Wohnen im Alter) in einem ersten Schritt mehrere Offerten von Beratungsfirmen eingeholt. Danach wurden zwei Beratungsfirmen zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Es handelte sich dabei um «Wohnen Schweiz» und «Zukunft Wohnen». Die Firma «Wohnen Schweiz» überzeugte mit ihren Ideen und mit ihren Erfahrungen, so dass

diese Beraterfirma ausgewählt wurde. Für das Projekt Wohnen im Alter wurden für das kommende Jahr 2020 30 000 Franken Planungskosten in die Investitionsrechnung genommen. Der Start des Projekts erfolgte bereits in den letzten Wochen und somit generiert die Beratung respektive Begleitung der Firma Wohnen Schweiz schon im 2019 Kosten. Deshalb hat der Gemeinderat den Beratungsbetrag von 7500 Franken im Jahr 2019 gemäss Art. 25 der Gemeindeordnung ausserhalb des Budgets bewilligt.

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Die Politischen Gemeinden Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil, Stallikon und Wettswil gründeten als Trägergemeinden unter dem Namen Kesb Bezirk Affoltern per 1.1.2018 eine interkommunale Anstalt (IKA) nach den Bestimmungen des Gemeindegesetzes und wandeln den Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern in diese Anstalt um (Art. 1 Anstaltsvertrag Interkommunale An-

stalt (IKA) Kesb Bezirk Affoltern). Die vorliegende Jahresrechnung 2018 sowie der Geschäftsbericht 2018 sind somit im Namen der neuen Organisation erstellt worden. Gemäss Art. 8 Abs. 2 Ziffer 3 des Anstaltsvertrages IKA Kesb Bezirk Affoltern genehmigen die Trägergemeinden die Jahresrechnung und den Jahresbericht. Beides liegt dem Gemeinderat zur Verabschiedung vor. Die Jahresrechnung 2018 der IKA Kesb Bezirk Affoltern weist einen Aufwand von Fr. 2 703 098.74 und einen Ertrag von Fr. 2 699 729.60 aus und schliesst somit mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 3369.14 ab. Der Aufwandüberschuss geht zu Lasten des Eigenkapitals, welches sich auf Fr. 996 630.86 reduziert. Die Jahresrechnung und der Geschäftsbericht 2018 wurden vom Gemeinderat Bonstetten genehmigt und verabschiedet.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • den Beleuchtenden Bericht (Weisung) für die Gemeindeversammlung vom 26. November z.H. der Rechnungsprüfungskommission (RPK) genehmigt und verabschiedet;

• die Wahl der Kandidaten für den Verwaltungsrat gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) Spital Affoltern z.H. der Findungskommission vorgenommen; • den Voranschlag 2020 für den Zweckverband Kläranlage Birmensdorf genehmigt; • die Planungsvereinbarung und Planungszahlen für das Gemeindebudget 2020 genehmigt; • einen Finanzierungsbeitrag für die Genossenschaft Kiss Knonauer Amt gutgeheissen. Christof Wicky, Gemeindeschreiber anzeige


Obfelden

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Stadt Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, Schweiz Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Fassadensanierung, innere Umbauten, Anbau Garderobentrakt 2. UG sowie Vergrösserung des Anbaus für Abfallentsorgung, Schulanlage Butzen (überkommunales Schutzobjekt), Butzenstrasse 8, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4721, Zone: Zone für öffentliche Bauten

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Wolgelernter Brothers Immobilien, Schöntalstrasse 25, 8036 Zürich, Schweiz Projektverfasser: Adrian Sieber/Partner Dipl. Architekten ETH/Sia, Gubelstrasse 28, 8050 Zürich, Schweiz Projekt: Totalsanierung mit Aufstockung von 7 Wohnungen und Lifteinbau sowie Erstellung von 16 Aussenparkplätzen, Vers.-Nr. 61, Zürichstrasse 166/168/170, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4084, Zone: dreigeschossige Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG3

Mettmenstetten Bauherrschaft: Armin Reichmuth, Neugut 2, 8932 Mettmenstetten Vertretung der Bauherrschaft: Krieger AG, Rütmattstrasse 6, 6017 Ruswil, Schweiz Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Geländeauffüllung, Neugut, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1369, Zone: Landwirtschaftszone

Bauherrschaft: Hegimmo AG, Baarerstrasse 112, 6300 Zug, Schweiz Projektverfasser: Hegmaplan AG, Baarerstrasse 112, 6300 Zug, Schweiz Projekt: Anbau Sitzplatzüberdachung am Wohnhaus Vers.-Nr. 1079; Bachstrasse 9a, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3033, Zone: W2

Ottenbach Bauherrschaft: Nicolas Micros, Jonenstrasse 22, 8913 Ottenbach Projekt: Kunstinstallation «Flaschenpost», Hobacher, 8913 Ottenbach Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1521, Zone: WG2

Wettswil Bauherrschaft: Zett Lucia, Im Cholächer 12, 8907 Wettswil a.A. Projekt: Balkonverglasung: Dach- und Fassadenfenster, Einbau Dachfenster und Erweiterung Bad-Fenster beim Einfamilienhaus Vers.-Nr. 865, Im Cholächer 12, 8902 Wetttswil a.A. Grundstück Kat.-Nr. 2358, Zone: W2a

De Plättlileger walter-staehli@bluewin.ch 079 696 89 21

Qualität aus Freude am Beruf

Todesfälle Affoltern am Albis Am 14. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH, gestorben:

Eveline Susanna Rüegg geb. Huber geboren am 4. Januar 1932, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engstenFamilienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 15. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Felix Ruh geboren am 10. Oktober 1922, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Mittwoch, 25. September 2019 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Wünschen Sie eine besinnliche Feier oder ein persönliches Ritual? eine Segnung? Draussen in freier Natur oder in einer von Ihnen gewählten Räumlichkeit? für Ihre Hochzeit? als Willkommens- und Namengebungsfeier (Taufe) Ihres Kindes? zum Abschied eines lieben Menschen? zu einem runden Geburtstag? oder einem anderen wichtigen Lebensübergang?

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Bezirk Affoltern

Freitag, 20. September 2019

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Das Erfolgsmodell der Grundsolidarität in der Berufsbildung erhalten Berufsmesse in Bonstetten: Interview mit Niklaus Schatzmann, Leiter Mittelschul- und Berufsbildungsamt Zur Berufsmesse in Bonstetten wird auch Niklaus Schatzmann, Leiter des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamts erwartet. Im Interview spricht er über den Wert der Messe, das Schweizer Bildungssystem und gibt Tipps für die Lehrstellensuche. «Anzeiger»: Am 4. und 5. Oktober stellen Lernende aus dem Knonauer Amt ihre Berufe in Bonstetten vor. Wie sehen Sie die Bedeutung dieser «Berufsmesse»? Niklaus Schatzmann: Ich gehe zum ersten Mal und freue mich riesig darauf. An der Messe können sich Jugendliche konkret informieren, welche Berufe es gibt. Natürlich sind nicht alle 230 Berufe vertreten, aber ein repräsentativer Querschnitt. Hier erhalten die Schüler eine konkrete Vorstellung, können Fragen stellen und in Interaktion treten mit Leuten, die den Beruf ausüben. Ein ganz wichtiges Nebenthema ist es, dass Jugendliche den Respekt vor der Berufswahl abbauen können. Viele haben Angst, weil sie denken, sie müssen einen Entscheid fürs Leben fällen. Dabei sind heute sogar Branchenwechsel im Laufe eines Berufslebens ganz selbstverständlich. Die Ausbildung beinhaltet deshalb viel Allgemeines, das in allen Berufen hilfreich ist. Das ist keine verlorene Zeit. Aber man muss sich natürlich während der Ausbildung und idealerweise noch einige Jahre darüber hinaus wohlfühlen können. Informationen zu den Lehrstellen bekommen die Jugendlichen auch im biz, was bietet die Messe an Mehrwert? Ein wichtiger Mehrwert ist sicher das Abbauen von Hemmungen. An der Messe können Jugendliche ihre Fragen direkt an Lernende richten, können sie fragen, was die Herausforderungen sind und wo man sich vielleicht durchbeissen muss. Dass die Lernenden die Stände selber gestalten, beeindruckt mich. Da zeigt sich der Berufsstolz. Das kann am biz so natürlich nicht transportiert werden. Hier können sich Jugendliche anstecken am Feuer, mit dem gerade Handwerker ihren Beruf ausüben. Wie können sich die Jugendlichen auf den Messebesuch vorbereiten und worauf sollten sie vor Ort besonders achten? Grundsätzlich sollten sie sich überlegen: Was könnte ich mir vorstellen? Da ist der Austausch mit den

persönlich Seit zwei Jahren Amtschef Niklaus Schatzmann leitet das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich seit September 2017. Er absolvierte sein Studium der allgemeinen Geschichte, deutschen Literaturwissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Zürich und Paris und schloss es in Zürich mit dem Doktorat ab. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Verlagswesen erlangte er das Lehrdiplom für Maturitätsschulen («Höheres Lehramt») für Deutsch und Geschichte. Nach Lehraufträgen an der Universität Zürich und verschiedenen Mittelschulen unterrichtete er ab 1998 als Mittelschullehrer an der Kantonsschule Freudenberg. Von 2007 bis 2017 führte Niklaus Schatzmann die Schule als Rektor und engagierte sich in kantonalen und nationalen Gremien. (mba)

zudem auch die Löhne steigen, weil es die Leute braucht. Kontrovers diskutiert werden die Auswirkungen der Digitalisierung und Robotisierung auf den Arbeitsmarkt. Welche Branchen sind davon am stärksten betroffen – positiv wie negativ? Das ist schwierig zu sagen. Im Dienstleistungsbereich und bei den kaufmännischen Berufen ist Digitalisierung sicher ein grosses Thema. In den Berufen, in denen es um Beratung und Empathie geht, wird es immer Menschen brauchen. Dafür fallen die einfachen, monotonen Tätigkeiten weg. Das sind halt oft genau die Dinge, die ein «Stift» im ersten Lehrjahr machte. Im KV ist man deshalb dabei, das Ausbildungsmodell zu überdenken und den steigenden Anforderungen an Allgemeinwissen und Kommunikationskompetenz anzupassen. Vielleicht könnten künftig die Lernenden am Anfang der Lehre mehr in die Schule gehen, dafür dann, wenn sie mehr können, mehr im Betrieb arbeiten. Grundsätzlich geht man in der Schweiz aber davon aus, dass die Digitalisierung nicht zu weniger Stellen führt.

«Wichtig ist, dass Jugendliche den Respekt vor der Berufswahl abbauen», sagt Niklaus Schatzmann, Leiter des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamts. (Bild Marion Nitsch) Angehörigen und Kollegen wichtig. Ich finde es aber auch wichtig, offen zu sein, bereit sein, sich anstecken zu lassen, von dem, was man sieht. Es tauchen sicher auch Optionen auf, an die man nicht gedacht hat. Viele lassen sich in der Berufswahl von Peers mitziehen und verpassen dadurch Chancen, die sie gar nicht auf dem Radar hatten. ...............................................................

«Die Jugendlichen haben aktuell eine Luxussituation: Sie können auswählen.» ............................................................... Die Stände werden ja wie gesagt von Lernenden betrieben. Wie können diese vom Anlass profitieren? Für die Lernenden ist es eine Auszeichnung – und eine Form der Talentförderung. Sie können hier ihre Auftrittskompetenz entwickeln und die Verbundenheit mit ihrem Beruf stärken. Hinter dem Anlass steht das Ämtler Lehrstellenforum, bestehend aus Vertretern von Schulen und Lehrbetrieben. Wie erleben Sie dessen Engagement? Ich bin beeindruckt. Und dieses Engagement ist auch extrem wichtig. Der zeitliche Aufwand, Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen, ist sehr gross. Und das sind ja alles Unternehmen, die in einem wirtschaftlich harten Umfeld schauen müssen, dass die Kasse stimmt. Produktive Zeit in die Ausbildung zu investieren, das ist nicht selbstverständlich. Aber das macht die Schweizer Berufsbildung so erfolgreich: Wir haben die tiefste Jugendarbeitslosigkeit, eine hohe Innovationskraft und Zugang zur Tertiärbildung. Es kommen Delegationen aus Singapur, den USA und aktuell grad aus Mazedonien, um unser System kennenzulernen. Aber sie stellen auch immer wieder fest, dass es schwierig zu exportieren ist. Essenziell ist der Gedanke der Grundsolidarität. Man bildet aus, obwohl man weiss, dass

viele das Unternehmen nachher verlassen. Dafür erhält man gut ausgebildete Mitarbeitende, die anderswo eine solide Ausbildung erhalten haben. Diese nachhaltige Denkweise fehlt in den USA komplett. Dort werden die Leute mit den gerade benötigten Qualifikationen nach dem Prinzip «hire and fire» angestellt und wieder entlassen. Selber auszubilden kommt niemanden in den Sinn. Dieses Erfolgsmodell der Grundsolidarität müssen wir in der Schweiz unbedingt erhalten. Gegründet wurde das Forum 1998 als Folge des Lehrstellenmangels im Bezirk. Heute ist es umgekehrt: Viele Lehrstellen können nicht besetzt werden. Ja, die Jugendlichen haben aktuell eine Luxussituation: Sie können auswählen. Wird sich das weiter akzentuieren? Nein, mit dem Bevölkerungswachstum wird das wieder drehen. Wir rechnen bis 2030 im Kanton Zürich mit 10 000 zusätzlichen Lernenden. Für diese müssen wir Ausbildungsplätze finden. Und natürlich den bestehenden Ausbildern Mut machen, ihre Plätze weiterhin anzubieten. In den kommenden Jahren wird die Auswahl für die Lernenden also nicht mehr so gross sein. Umso mehr muss man dann die Gelassenheit stärken, dass es schon gut kommt. Auch ein «Plan B» kann zu einem erfolgreichen Karriereweg führen. Unbeliebt scheinen etwa Lehrstellen auf dem Bau und im Gastgewerbe. Woran liegt das und wie lässt sich die Attraktivität steigern? Besonders schwer haben es die Berufe mit schwierigen Rahmenbedingungen: Wenn man den ganzen Tag stehen muss, unregelmässige Arbeitszeiten hat, immer draussen ist oder das Lohnniveau tief ist. Umso mehr muss man als Ausbildungsbetrieb dann investieren, um Jugendliche zu gewinnen: Dort, wo man halt kann, gute Arbeitsbedingungen schaffen und entgegenkommen, wo es möglich ist. Wenn ein Mangel herrscht, werden

Wie können sich Jugendliche fit machen für diese Herausforderung? Mit dem Lehrplan 21 (LP21) kommt «Medien und Informatik» bereits in die Primarschule. Wichtig ist es, im letzten Schuljahr dabeizubleiben und nicht abzuhängen, auch wenn man die Lehrstelle schon im Herbst gefunden hat. Der Übergang in die Arbeitswelt ist bisweilen ruppig. Deshalb sollte man die Chance nutzen, Defizite noch zu beheben. Wir sind in einem grossen Projekt, wie sich der Übergang noch besser stützen lässt. Der LP21 lässt Freiräume für individuelle Vorbereitung. Wichtig ist ein guter Mix zwischen dem Fokus auf das, was kommt und einem guten Abschluss. Als Alternative zur Lehre gibt es den gymnasialen Weg. Wem empfehlen sie diesen und wem nicht? Das ist immer die Gretchen-Frage: Grundsätzlich ist das Gymnasium für die 20 % der leistungsstärksten Jugendlichen konzipiert. Gleichzeitig haben wir seit 20 Jahren den ähnlich anspruchsvollen Weg über die Berufsmatura. Da muss man in drei Welten klarkommen: zwei verschiedene Schulklassen und die Kollegen am Arbeitsort. Das ist mindestens so anspruchsvoll, wie ans Gymi zu gehen. Die Kernfrage ist: Was liegt mir mehr? Das Gymi ist kopflastig, die Berufsmatura für andere, die genauso intelligent sind, aber gerne mit den Händen arbeiten oder nach neun Jahren Vollzeit-Schule genug haben. Die Angst vor der Berufswahl ist ein häufiger Grund, ans Gymi zu gehen. So kann man den Entscheid hinauszögern. Es ist allerdings schade, wenn dies der einzige Grund ist. ...............................................................

«In ländlicheren Regionen ist für viele eine Lehre der attraktivere Weg.» ............................................................... Die Gymi-Quote im Knonauer Amt liegt tiefer als im kantonalen Durchschnitt. Das dürfte auch am weiten Weg liegen. Wann bekommt die Region ihre eigene Mittelschule? Ich glaube nicht, dass es am Weg liegt. Gerade in den ländlicheren Regionen ist für viele eine Lehre – mit Lehrlingslohn – aber ein attraktiverer Weg als in den Städten. Und auch oh-

ne gymnasiale Matur kann man in Spitzenpositionen kommen. Für ein eigenes Gymi hat das Knonauer Amt nach wie vor zu wenig Schüler. Aber wir behalten die Bevölkerungsentwicklung im Auge und beurteilen die Situation laufend neu. Das Grundstück für ein Gymi hat der Kanton ja bereits. Man hört auch immer wieder, dass Buben die Verlierer sind im Bildungssystem. Wie erleben Sie das? In den Gymi-Quoten zeigt sich das nicht offensichtlich, aber die Mädchen sind so im Alter zwischen 12 und 15 Jahren tatsächlich oft pflichtbewusster, früher reif und legen mehr Ernsthaftigkeit bzw. Fleiss an den Tag. Das zeigt sich etwa in den Fremdsprachen, wo man Wörtli lernen muss. Und wer das nicht kann oder will … Aber deswegen kann man nicht für die Buben die Ansprüche senken. Zurück zur Lehre: Auf deren Attraktivität dürfte sich auch die Berufs-WM von Ende August in Kazan ausgewirkt haben. Da war mit Rahel Weber auch eine Ämtlerin dabei. Haben Sie Ihren Einsatz verfolgt? Ein Mitarbeiter meines Amtes war in Kazan dabei, um die Zürcher zu unterstützen. Rahel Weber hat da ja ganz viel Pech gehabt. Aber so etwas wegstecken zu können, das ist eben typisch für junge Berufsleute: Die stehen anders im Leben. ...............................................................

«Auch wenn der Knopf mal etwas später aufgeht, kann man noch alles nachholen.» ............................................................... Wie profitiert das Bildungssystem der Schweiz von solchen Wettkämpfen? Diese Wettkämpfe sind super, um die Berufsbildung zu stärken. Das ist für die jungen Menschen eine tolle Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Davon profitieren die Berufsbildung, das System als Ganzes und natürlich die jungen Menschen persönlich. Welche Tipps können Sie Lehrstellensuchenden mit auf den Weg geben? Neugierig sein. Selbstbewusst und mit Gelassenheit herangehen. Sie sollen nicht das Gefühl haben, dass ihr ganzes Leben von diesem Entscheid abhängt. Das System ist durchlässig. Auch wenn der Knopf mal etwas später aufgeht, kann man noch alles nachholen. Die berufliche Tertiär-Stufe ist attraktiv. Und vieles kann man auch berufsbegleitend machen, so dass man noch etwas verdient. Sie haben selber den gymnasialen Weg eingeschlagen, würden Sie das rückblickend wieder tun? Die Alternativen waren bei meinen Eltern nie ein Thema. Mit meinem heutigen Wissen würde ich andere Optionen sicher ernsthaft prüfen. Ich bin Historiker und habe mich damit immer wohlgefühlt. Aber ich bin auch fasziniert von modernen Technologien wie Raumfahrt, grünen Energien und Elektromobilität. Wenn ich nochmals starten würde, könnte ich mir auch vorstellen, dass es mich in diese Richtung ziehen würde. Vielleicht auch in einer technischen Lehre mit Berufsmatur und Fachhochschulstudium … Interview: Thomas Stöckli Berufsmesse am Freitag, 4. Oktober, 13.15 bis 17 Uhr und Samstag, 5. Oktober, 10 bis 14 Uhr, Sportzentrum Schachen, Bonstetten. Weitere Infos: www.lehrstellenforum.ch.


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Besteuerung von Liegenschaften Sind Abwassergebühren als Gebäudeunterhalt abzugsfähig? Bei vermieteten Liegenschaften können Abwassergebühren in Abzug gebracht werden, soweit diese Kosten nicht auf den Mieter überwälzt und somit vom Eigentümer selbst getragen werden. Bei selbstgenutzten Liegenschaften können Abwassergebühren – unabhängig von der Rechnungsstellung (Aufteilung Grund- und verbrauchsabhängige Gebühren) – nicht in Abzug gebracht werden. Die gesamten Abwassergebühren gelten als nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten. Für den Kauf einer Eigentumswohnung haben wir dieses Jahr eine Anzahlung geleistet. Fertigstellung und Bezug sind aber erst nächstes Jahr geplant. Wie müssen wir die Anzahlung in der diesjährigen Steuererklärung deklarieren? Sie können die Anzahlung als «übrige Vermögenswerte» deklarieren. Können Baukreditzinsen bei der Staatsund Bundessteuer vollumfänglich abgezogen werden? Staatssteuer: Ja, sofern sich die Liegenschaft im Privatvermögen befindet. Bundessteuer: Nein, da diese Aufwendungen bei der Bundessteuer als Investitionskosten (Anlagekosten) gelten. Beim Ausfüllen der Steuererklärung haben wir festgestellt, dass die Bewertung unserer Liegenschaft aus dem Jahr 2009 stammt. Wo können wir eine aktuelle Bewertung verlangen? Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum werden im Kanton Zürich nach der «Weisung des Regierungsrates über die Bewertung von Liegenschaften und die Festsetzung der Eigenmietwerte ab Steuerperiode 2009» vom 12.8.2009 bewertet. Grundsätzlich bleiben diese Werte in den nachfolgenden Steuerperioden bis zu einer allgemeinen Neubewertung unverändert (ausser bei einer Handänderung, Totalrenovation oder bei Abbruch/Neubau). Wie werden Häuser, die im Bau begriffen sind, bewertet? Bei im Bau begriffenen, zum Verkehrswert zu bewertenden Häusern werden zum Landpreis 60 % der investierten Baukosten zugeschlagen. Ist die Eigentumswohnung im Ausland im Vermögen aufzuführen? Ja. Es sind alle Liegenschaften zu deklarieren, ohne Rücksicht darauf, ob sich das Objekt im Inland oder Ausland befindet. Das Steueramt wird aufgrund der Angaben eine Steuerausscheidung vornehmen. Der Vermögensanteil in der Schweiz (ohne Liegenschaft Ausland) wird zum Steuersatz des Gesamtvermögens (inkl. ausländischer Liegenschaft) besteuert.

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Max Brunner in Affoltern darf am Samstag, 21. September, auf stolze 90 Jahre anstossen. Viel Freude und alles Gute wünschen wir ihm von Herzen.

Zum 85. Geburtstag Zum 85. Geburtstag am Sonntag, 22. September, dürfen wir Jakob Alois Käslin in Affoltern herzlich gratulieren. Wir wünschen ihm ein schönes Fest und gute Gesundheit.

Freitag, 20. September 2019

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Hausemer Schulraum erweitern Der Gemeinderat stellte seine Pläne für zwei Neubauten und eine Umnutzung vor Aufgrund des grossen Wachstums der Gemeinde Hausen wird der Schulraum knapp. An der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember kann das Hausemer Stimmvolk über einen Projektierungskredit für einen Neubau einer Doppel- oder Dreifachturnhalle sowie ein neues Schulhaus entscheiden. ................................................... von salomon schneider An der Orientierungsversammlung vom vergangenen Mittwochabend, die von 50 Hausemerinnen und Hausemern besucht wurde, stellte der Gemeinderat die Planung zur Erweiterung des Schul- und Sportraums vor. Gemeinderätin und Schulpflegepräsidentin Andrea Sidler stellte die Schulraumplanung vor: «Wir haben in der Schule Hausen bereits zwei Provisorien und in den nächsten Jahren werden noch zwei weitere Schulzimmer fehlen. Wir planen deshalb einen Neubau, anstelle des weissen Pavillons. Der Neubau soll drei Schulzimmer enthalten, inklusive Gruppenräume sowie Büros für die Schulleitung, die Schulverwaltung, ein Sitzungszimmer, ein Lehrerzimmer, zwei Logopädiezimmer – die Logopädie wurde ausgelagert und soll nun wieder auf dem Schulareal Platz finden – sowie eine Werkstatt für das Hauswartungsteam.»

Dauergäste in der Stiftung Albisbrunn Gemeindepräsident Stefan Gyseler stellte die Planung der neuen Sporthalle vor: «Unsere Einfachturnhalle ist während des Schulbetriebs immer ausgelastet und auch am Abend ist sie immer ausgebucht. Sogar die Turnhalle im Albisbrunn wird jeden Abend von Vereinen genutzt und die Sekundarschule ist untertags Dauergast im Albisbrunn. Grundsätzlich würde eine Doppelturnhalle für die momentanen Bedürfnisse ausreichen. Wir hätten aber keine Möglichkeiten für Zusatznutzungen – weder von Vereinen noch von der Schule. Der Gemeinderat wird an der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember ein Projekt für eine Doppel- und eine Dreifachturnhalle zur Abstimmung bringen. Wir empfehlen jedoch eine Dreifachturnhalle; einerseits ist sie vielfältiger nutzbar, andererseits haben wir damit eine zukunftsträchtige Lösung.» Die Dreifachturnhalle wird 2,3 Millionen mehr kosten als die Doppelturnhalle. Im Gebäude der neuen Doppel- oder Dreifachsporthalle werden auch Räume für Tagesstrukturen der Schule Hausen Platz finden. Zudem soll der Parkierraum im «Chratz» erweitert werden. Für die Doppelsporthalle sind 56 Parkplätze geplant, für die Dreifachsporthalle 66.

Hausen steht finanziell hervorragend da Mit der neuen Turnhalle wird die bisherige, sanierungsbedürftige Einfachturnhalle nicht mehr gebraucht. Die Fassade sowie der Innenkörper sind denkmalgeschützt, weshalb ein Neubau nicht infrage kommt. «In der ehemaligen Turnhalle möchten wir schlussendlich die Bibliothek unterbringen, die zur Schule gehört und in der Nähe der Schule sein soll. Der Umbau der bisherigen Turnhalle wird aber erst in einer späteren Phase Thema sein. Über den Projektierungskredit für diesen Umbau wird am 4. Dezember nicht abgestimmt», erläuterte Stefan Gyseler. Beatrice Sommerauer Nägelin erläuterte die Finanzplanung: «Die Variante mit Doppelturnhalle würde 20,9 Millionen kosten, jene mit Dreifach-

Die alte Hausemer Turnhalle steht unter kantonalem Denkmalschutz, kann deshalb weder abgerissen noch ersetzt werden. Deshalb soll sie zu einer Bibliothek umgebaut werden, wenn die neue Sporthalle steht. (Bild Salomon Schneider) turnhalle 23,2 Millionen. Auf das Schulgebäude entfallen 4,9 Millionen, auf die Sporthalle 16 respektive 18,3 Millionen. Am 4. Dezember wird jedoch nur über den Projektierungskredit abgestimmt. Dieser beträgt 500 000 Franken für den Schulraum und 1,18 Millionen für die Doppel- oder 1,31 Millionen für die Dreifachsporthalle. Die Gemeinde Hausen steht finanziell jedoch sehr gesund da. Ende 2018 standen 28,7 Millionen Eigenkapital 3,5 Millionen Fremdkapital gegenüber – und dies seit Jahren ohne Steuererhöhungen.»

Schule frühestens 2023 bezugsbereit Wenn die Gemeindeversammlung vom 4. Dezember einer der beiden Ausbauvarianten zustimmt, können Ende 2020 oder Anfang 2021 Volksabstimmungen über die jeweiligen Ausführungskredite stattfinden. Damit könnte das neue Schulhaus im Sommer 2023 und die Sporthallen im Somanzeige

mer 2024 in Betrieb genommen werden. Nach der Genehmigung des Ausführungskredits für die neue Sporthalle könnte mit der Detailplanung für die Sanierung und Umnutzung der bisherigen Turnhalle begonnen werden. Im Anschluss fand eine engagierte Diskussion statt. Ein Hausemer warnte die Gemeinde davor, für notwendige Schulraumerweiterungen Land oder Liegenschaften zu verkaufen, da es sich nicht lohne, für planbare Ausgaben das Tafelsilber zu verkaufen. Mehrere Voten brachten Sorgen über die hohen Kosten für die Schul- und Sportraumplanung zum Ausdruck. Sie begrüssten es, dass der Gemeinderat der Bevölkerung eine Minimalvariante sowie eine längerfristig funktionierende Variante zur Abstimmung vorlegt. Ein anderes Votum betraf den Mangel an für Musikunterricht geeigneten Schulräumen: «Meine Kinder und viele ihrer Freunde machen oft und gerne Musik. Die Räumlichkeiten der Schule sind jedoch unzureichend

und ich bin enttäuscht, dass diesbezügliche Räume wieder nicht einberechnet worden sind.» Der Gemeinderat konnte ihn beruhigen, da die Gruppenräume der neuen Schulzimmer nach der Schule für Musikunterricht genutzt werden sollen. Ein Hausemer fragte, inwiefern die Vereine in die Schulraumerweiterung integriert worden seien. Stefan Gyseler antwortete: «Wir haben Fragebogen an alle Vereine versendet und der Turnverein war in der Projektgruppe dabei. Uns ist eine lebendige Gemeinde sehr wichtig. Deshalb empfiehlt der Gemeinderat auch die Variante mit Dreifachsporthalle.» Die Turnhalle sei zudem vielfältig nutzbar, für Konzerte, Theatervorführungen und weitere Bedürfnisse. Ein letzter Votant bedankte sich beim Gemeinderat für die geleistete Arbeit: «So kann Hausen eine lebendige Gemeinde bleiben.» Das Votum löste spontanen Applaus aus.


Bezirk Affoltern

Freitag, 20. September 2019

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Einkaufstaschen und ein Hauch von Jetset Im «Sihlcity» fand am Samstag das Finale des «Elite Model Look» statt. Mit dabei: Nathalie Vollmeier aus Stallikon Nathalie Vollmeier aus Stallikon hat sich für das Finale des Modelwettbewerbs «Elite Model Look Schweiz» qualifiziert. Am Samstag kämpfte sie zusammen mit 13 Nachwuchsmodels um den Sieg. Ihr Ziel: Ein Modelvertrag und das Ticket fürs Weltfinale. ................................................... von livia häberling Zwei Stunden vor der Show ist es zum ersten Mal Zeit für Showtime. «Toi, toi, toi, mes amours», ruft eine der Stylistinnen. Der Jupe sitzt, die Haare sind frisiert, die Nase ist gepudert. Sie sind parat für den Auftritt vor dem Auftritt. Sie, das sind acht junge Frauen und sechs Männer zwischen 15 und 22 Jahren, die einen gemeinsamen Traum haben: Model werden. Oder noch besser: Topmodel. Sie alle haben sich für den «Elite Model Look Schweiz» angemeldet, sie alle haben es unter knapp 300 Teilnehmenden ins Finale geschafft, und sie alle stehen jetzt, kurz vor 15 Uhr, in einem Büroraum im Einkaufszentrum «Sihlcity» und warten, bis der Startschuss für den nächsten Punkt auf der To-Do-Liste fällt. Es steht an: eine «Guerilla-Aktion». Unter den Kandidatinnen und Kandidaten wartet auch Nathalie Vollmeier. Die 17-Jährige wohnt seit einem Jahr in Stallikon, besucht die Fachmittelschule und möchte Lehrerin werden. Eigentlich. «In letzter Zeit bin ich auf Instagram vermehrt von Fotografen angeschrieben worden, oder Personen aus meinem Umfeld haben mich auf das Modeln angesprochen», sagt sie. Ihre Mutter sei einverstanden gewesen, «sie bestand jedoch darauf, dass ich mich bei einer professionellen Agentur anmelde». Nathalie bewarb sich bei der «Option Model Agency», Inhaberin Ursula Knecht lud die junge Frau zum Gespräch ein – und weil sie gleichzeitig auch den «Elite Model Look Schweiz» veranstaltet, war Nathalie bald im Rennen um einen der Finalplätze. Im Juli kam dann der Anruf mit der erhofften Botschaft: Nathalie hat es unter die besten 14 geschafft.

Noch gehört ihnen der Laufsteg nicht allein Inzwischen sind die Nachwuchsmodels im Sihlcity in ihre GuerillaAktion gestartet. Es gilt, die Show zu bewerben, die um 17 Uhr im ersten Stock stattfindet. Wortlos marschieren die Frauen und Männer durch die Verkaufsetagen und klappern jeden anzeige

Laden ihrer Kleidersponsoren einzeln ab. Rolltreppe hoch, Rolltreppe runter, hoch, runter, hoch, runter. Später werden die beiden Rolltreppen für eine Stunde ihnen gehören, noch aber müssen sie den Laufsteg mit den Sihlcity-Kunden teilen. Denn: Noch sind sie am Anfang ihrer Karriere und fangen ganz unten an. Sie laufen und laufen, wortlos – noch immer, tragen Jacken mit Papageien-Print, Socken, die aussehen wie Stulpen und Werbeplakate, die man halten und auch mal festhalten kann.

Besuch aus Paris Eine Stunde vor der Finalshow ist im ersten Stock noch wenig los. Ein Display, ein paar Scheinwerfer, drei Jurysessel das Equipment der Tontechnik, ein Podest für die Fotografen – und ein paar Crewmitglieder. Während die Models backstage noch den letzten Schliff verpasst bekommen, trudelt eine halbe Stunde später langsam das Publikum ein. Auch Nicole Vollmeier ist gekommen. Sie sei sehr stolz, ihre Tochter plötzlich vor dem «Sihlcity» auf einem Plakat zu sehen. Auch wenn sie zu Beginn gespalten war über die ModelAmbitionen ihrer Tochter. Zehn Minuten vor Showstart werden die Rolltreppen abgestellt, ein Count-Down wird an die Wand projiziert. 9 Minuten 56 – 9 Minuten 55. Die Sitzbänke füllen sich. Mit Kindern und stolzen Eltern, mit Neugierigen und Fashionistas, die auch im dunkelsten Shoppingcenter eine Sonnenbrille tragen. Und später, unter grossem Applaus, füllen sich auch die drei Jurysessel. Mit Ursula Knecht, der Agenturinhaberin, mit Sabina HanselmannDiethelm, der Chefredakteurin des «Style Magazin» – und mit Sami Sabarrini, dem Model Agenten, der – extra aus Paris angereist – für den internationalen Touch sorgt.

Alle Models sind gross, gertenschlank – und weiss Die Gewinnerin und der Gewinner erhalten einen Vertrag bei der «Option Model Agency» und dürfen die Schweiz am Elite Model Look Weltfinale im Ausland vertreten. Was braucht es, um im «Sihlcity» zu gewinnen? «Persönlichkeit, eine schlanke Figur, die richtige Grösse und einen guten Look», sagt Ursula Knecht vor der Show. Als die Nachwuchsmodels die erste Kollektion vorführen, wird klar, was sie meint: Alle 14 Models sind gross, gertenschlank – und weiss. Sie habe vor dem Finale nicht speziell Diät gemacht, sagt Nathalie. Auch das Sportprogramm habe sie nicht extra ausgeweitet.

Die 17-jährige Stallikerin Nathalie Vollmeier (links) während der Finalshow im «Sihlcity». (Bild Mohammed Shahin) Am Ende reichts nicht ganz für den Sieg Durch die Show führt Nives Arrigoni. Nach dem ersten Walk erkundigt sie sich bei Sami Sabbarini, welches die wichtigste Eigenschaft eines Models sei. «What we are looking for, is personality», sagt er, und sie übersetzt gewissenhaft ins Deutsche, «für alle, die

kein Englisch können.» Sechs Durchgänge gilt es für die Models zu absolvieren, sechs Choreografien richtig umzusetzen. Mal präsentieren sie Abendroben, mal Business-Look oder Freizeitkleidung. «Es gibt viel zu entdecken», verspricht Nives Arrigoni zu Beginn, was das Publikum ähnlich sieht – es knipst und filmt und knipst und filmt. Dann, kurz vor sechs Uhr,

fällt die Entscheidung. Mit Alissa Hutter gewinnt die Dünnste, Nathalie Vollmeier schafft es nicht unter die Top drei. Einen Modelvertrag erhält sie trotzdem – wie alle Finalistinnen und Finalisten. Enttäuscht sei sie nicht: «Mein Ziel war es, einen Modelvertrag zu erhalten, das hat geklappt.» Ganz aufgeben muss sie ihn also nicht, ihren Traum vom Modeln.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 20. September 2019

«Networking ist keine Eintagsfliege, sondern eine Lebenseinstellung» Spezialistin Corinne Staub beim Mittagsforum des Gewerbevereins Affoltern Wie kann ein Netzwerk aufgebaut, erhalten und erweitert werden? Das ist auch für Gewerbebetriebe eine kapitale Frage. Corinne Staub, Spezialistin mit eigener Firma in Zürich, gab Mitgliedern des Gewerbevereins Affoltern einige Anregungen. Die professionelle Netzwerkerin startete im Restaurant Rosengarten nicht mit einem Referat, sondern bediente sich der Interaktion, indem sie den Mitgliedern des Gewerbevereins Fragen stellte. Was ist am Thema spannend, was wollen Sie wissen, und was sind Ihre Erwartungen? Die Runde gab rasch zu verstehen, was sie von der Referentin erhofft: unter anderem Rezepte für Aufbau und Pflege von Netzwerken und wie viel Zeit investiert werden soll.

Händedruck und den Augenkontakt Der Faktor Zeit spielt bei Firmeninhabern natürlich immer mit. So stellt

Experiment Nichtrauchen: Jetzt anmelden Beim Experiment Nichtrauchen setzen sich Schülerinnen und Schüler mit dem Rauchen und seinen Folgen auseinander. Thema ist auch die E-Zigarette, die auf den Pausenplätzen zunehmend präsenter wird. Das Rauchverhalten von Jugendlichen befindet sich momentan im Umbruch. Die herkömmliche Zigarette wird mehr und mehr von der E-Zigarette eingeholt. Das legen die Zahlen der neusten Schülerinnen- und Schülerbefragung nahe, die im Frühling erschienen sind: Fast ein Fünftel der 15-Jährigen hat demnach in den Wochen vor der Befragung elektronische Zigaretten benutzt. Oftmals entscheidet sich in der Jugend, ob jemand ein Leben lang raucht oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass Informationen über den Nikotinkonsum einen festen Platz im Schulunterricht besitzen. Mit dem Projekt «Experiment Nichtrauchen» setzen sich Schülerinnen und Schüler während sechs Monaten im Klassenverbund mit dem Rauchen und seinen Folgen auseinander. Sie verpflichten sich zudem, während dieser Zeit keine tabak- oder nikotinhaltigen Produkte zu konsumieren. Mit etwas Losglück gewinnt die Klasse einen von hundert Reisegutscheinen für eine Schulreise oder einen Ausflug. Lehrpersonen können sich mit ihrer Klasse bis am 31. Oktober anmelden. (pd.) Infos unter www.experiment-nichtrauchen.ch.

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Feuerwehr oder des Männerchors. Aber beileibe nicht nur. Gezieltes Vorgehen ist angesagt. Erleichternd ist dabei auch die hohe Dichte an Familienunternehmen und die Kleinräumigkeit der Schweiz, die in vernünftiger Zeitspanne Treffen möglich macht. Die Nutzung von Onlineplattformen ist für Corinne Staub durchaus sinnvoll; sie hat unterstützenden Charakter, aber als noch wichtiger bezeichnet sie den persönlichen Austausch, den Händedruck und den Augenkontakt. Nur das könne letztlich Vertrauen fördern.

Mut zur Lücke

Referierte über Beziehungsmanagement: Corinne Staub mit Gewerbevereinspräsident René Ammann (rechts) und Manuel Alonso, im Gewerbeverein für Events und PR zuständig. (Bild Werner Schneiter) sich die Frage, wie viel will und kann ich hier investieren – auch auf sozialen Netzwerken. Die Intensität hängt auch von der Branche und von der

Zeit ab, aber in jedem Fall gilt: Es muss professionelles, effizientes Netzwerken sein. Und das kann man durchaus offline auch als Mitglied der

Eine Präsenz auf mehreren Plattformen sei nicht nötig und aus Zeitgründen bei vielen gar nicht machbar. «Haben Sie Mut zur Lücke, aber lösen Sie mit Ihren Botschaften Emotionen aus, wecken Sie damit Bedürfnisse und zeigen Sie, was Sie zu bieten haben. Aber tun Sie das mit aktuellen Fotos und fehlerfreien Texten. Stellen Sie sich die Frage, wie Sie wahrgenommen

werden wollen, was Sie selbst in Netzwerke investieren wollen, was Sie zu bieten haben», riet die Referentin den anwesenden Gewerblerinnen und Gewerblern. Sie empfiehlt ausserdem, Geschäftsbeziehungen nicht nur im Bekanntenkreis zu pflegen, sondern die Komfortzone zu verlassen und Orte aufzusuchen, wo man gewöhnlich nicht hingeht – zu Leuten, für die man weniger Sympathie hegt. «Fokussieren Sie dabei das Positive. Das ist dem Gegenüber sympathischer.» Am Schluss geht es um Transparenz, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Natürlich könne man auf einer Geburtstagsfeier oder beim Dorfjass eine fürs Geschäft wichtige Person treffen, das sei aber Zufall. Gezieltes Vorgehen, planen, eine Namensliste erstellen und sich fragen: Wen kenne ich, wer ist wichtig für mich, und wie kann ich Kontakte am Laufen halten? Ratsam seien auch fixe Termine in der Agenda, bei denen Netzwerken angesagt ist. «Networking ist keine Eintagsfliege, sondern eine Lebenseinstellung», schloss Corinne Staub. (-ter.)

Eine reizende Grenzwächterin

«Männer brauchen Grenzen», sagte Tina Teubner am Sonntag im «LaMarotte». Wirklich? ................................................... von christine häusermann Klar brauchen sie. So wie Frauen sie auch brauchen. In einer langjährigen Paarbeziehung kann es rasch passieren, dass man/frau übergriffig wird – den Mann ohne Rückfrage zur Matinee mit Tina Teubner «einteilt» zum Beispiel, weil man seinen Kulturkonsum auch mitmanagt. Oder automatisch davon ausgeht, dass die Frau die Karten für Tina Teubner besorgt. Wichtig ist doch, dass der andere seine Grenze zieht. Selber schuld, wenn man nie Stopp sagt. «Mit 59 kriegen die alle Sodbrennen – Quatsch Sodbrennen! Gibt gar keinen Sod.» Schon besser, wenn man einträchtig ein Glas Rotwein trinkt am Abend, oft bleibt es aber nicht bei dem einen. Die Tina Teubner hat ja auch vor ihrer bald leeren Flasche Rotwein gesessen, und sich das ganze Programm über im Gender-Elend verloren. Und nach zu viel Rotwein stehen wir dann am nächsten Morgen wieder mit unserer «Hackfresse» auf und steigen in unsere «ocker-erbrochenen Trainingsanzüge mit den fliederfarbenen Applikationen» oder wir «sind schon gestanden Beige», damit wir auch auf all die obligaten Studienreisen mitgehen können, die bei gestandenen Paaren so in sind, natürlich nur, wenn wir nicht «gruppo-phob» sind. Tina Teubner hat eine mächtige Kölner Klappe mit einer scharfen Zunge. In diesem Programm mit witzigen, intelligenten Dialogen, zielen die Giftpfeile allesamt auf ältere Frauen und Männer oder Paare: «Die wenden sich

dem Buddhismus zu, damit sie nicht mehr intellektuell sein müssen.» Ben Süverkrüp, der Bühnenpartner gab den zurückhaltenden Mann und überzeugte als virtuoser Pianist besonders in der Komponistennummer. Ein Programm mit nur einem Thema, das kann schon etwas langatmig werden, besonders wenn es einem nicht so wichtig ist, oder ist das grad das Zeichen, dass es wichtig wäre, die Botschaften mitzunehmen? In ihrem Chanson am Ende der Vorstellung gab sich Tina Teubner aber wieder versöhnlich: «Männer brauchen Frauen und Frauen brauchen Männer, da bringt es gar nichts, aufeinander einzuhauen.» Aber das tun wir ja eh nicht.

................................................... von livia häberling «Männer brauchen Grenzen», behauptet Tina Teubner. Kann man so sehen, kann man so sagen – aber nur, wenn man eine Frau ist. Wäre Tina Teubner ein Mann und die zu limitierende Person eine Frau, dann flöge ihr der Satz längst um die Ohren. Unterdrückung! Diskriminierung! Sexismus! Die passenden Assoziationen wären schnell hergeleitet. Aber Tina Teubner ist eine Frau. Wenn sie es sagt, ist es kein Sexismus. Kann nicht sein, weil es per Definition keinen umgekehrten Sexismus geben kann – sagen manche. Deshalb ist es anders, wenn Tina Teubner

«Männer brauchen Grenzen», heisst Tina Teubners Kabarettprogramm, das sie am 14. und 15. September auf Einladung von KulturAffoltern im «LaMarotte» aufgeführt hat. (Bild Livia Häberling)

sagt, dass Männer Grenzen brauchen. Dann ist es Satire über das strukturelle Machtgefälle, und nach oben darf man bedenkenlos treten. Wirklich? Tina Teubner spielt ihre Rolle als Grenzwächterin mit Verve. Sie, die «alleinerziehende Ehefrau», die findet, «was fürs Kind gut ist, ist auch für den Mann gut», sie, die glaubt, dass René Descartes falsch lag: «Ich denke also bin ich. Dann wär mein Mann nicht da. Der ist aber da.» Aua. Erst schüttelts einen, dann blinken im Kopf die Alarmlämpchen, mal rot, «es ist Sexismus», mal grün, «es ist Satire». Rot, grün, rot, grün. Irgendwann gehts, und man ist drin, in Teubners Narrativ. Frauen sollten Männer mit strenger Hand führen, damit Männer ihre Grenzen verschieben und sich dabei wie ein Rebell fühlen können. Wie das geht? Sie erklärts praxisnah: «Wenn Ihr Mann Sie verlassen möchte, bleiben Sie souverän. Sagen Sie: «Ich möchte das nicht. Du bleibst.» Bei aller Schärfe schafft es Tina Teubner, auch die Männer abzuholen. Die Frauen kriegen ebenfalls ein paar Streifschüsse ab. Schuhfetisch, Kaufsucht, Schönheitswahn. «Ja genau, so isch es!», applaudierts zurück. Am Schluss fühlen sich beide Geschlechter irgendwie verstanden und charmant therapiert. Bühnenpartner Ben Süverkrüp schlüpft derweil in mehrere Rollen. In jener des Pianisten erntet er tosenden Applaus. In jener des Ehemanns pariert er ihre Strenge mit Kontern, und manchmal, da erwidert er ihre Sticheleien nicht – und lächelt das Lächeln des heimlichen Gewinners.


Bezirk Affoltern zwischen-ruf

Coci mit Wespe Erinnerung an eine Schulstunde. Ein Mädchen kommt ins Klassenzimmer mit einer dicken Lippe. Sie erzählt: «Ich hab ein Glas Coci getrunken, wo eine Wespe drin war und schau mal, die hat mich einfach in den Mund gestochen!» Daraufhin zeigt uns ein anderes Mädchen den Wespenstich am Knie, vor ein paar Jahren passiert: «Lueget, de Abdruck siet mer immer no.» Ein Junge berichtet von einem Wespennest, das der Vater mit einem Stock zerstört hat. «Jetzt haben unsere Nachbarn das Problem.» Das Themengebiet wird erweitert durch Mückenstiche. Da ist die Rede von tausend Mückenmännchen am Zürisee, die man aber mit einem Glacebecher fangen konnte. Deckel drauf, schütteln, Becher ins Wasser tauchen, Deckel wieder aufmachen und die Mücken frei lassen. Das sei doch besser als töten. «Diese tollen Geschichten könnte man doch aufschreiben», schlug ich vor, und die Kinder waren sofort einverstanden. «Dan komt eine Biene und dann haben wir Sant geworffen und dann hat die Biene mich erstochen.» «Ich schwumm aufs vlos und da …» «Mami stant im Bach auf eine Wesppe. Es tat ser we. Die Wesppe war tod, aber das intresirte Mami nich.» Das waren unterhaltsame Stunden, das Erzählen und das Lesen. Ich selber hatte natürlich auch eine Story: Nämlich wie meine Mutter, als sie 75 war, auf einer Wanderung in ein Wespennest trat und vierzehn Stiche abbekam. Ja, was tun? Zähne zusammen beissen und weiterlaufen. Ute Ruf

Freitag, 20. September 2019

Neophyten und andere Ärgernisse Die Kehrseite der Medaille bei den Massnahmen zum Schutz der Umwelt Wer mit offenen Augen durch die Welt schreitet, stellt bald einmal fest, dass wir unserer Umwelt Sorge tragen müssen. Auch im Knonauer Amt passiert in dieser Hinsicht einiges. Allerdings sind auch Ungereimtheiten festzustellen. ................................................... von martin mullis «Alle Vögel sind schon da», könnte Obstbauer Robert Huber jeden Tag bei Arbeitsbeginn singen. Das fröhliche Trällern ist ihm jedoch längst vergangen, hat er doch in seiner Obstplantage bei einigen Obstsorten bis zu 70 Prozent Ertragseinbussen (der «Anzeiger» hat berichtet). Ganze Vogelschwärme plündern seine Tafelobstplantage und es fehlen ihm Mittel, um die unerwünschten gefiederten Gäste zu vertreiben. Lärm oder Knallpetarden würden die nahen Siedlungsbewohner stören und an Raubvogelschreie dürften sich die gefrässigen Vögel schnell gewöhnen. Obstbauer Huber stellt aber fest, dass sich die Vögel von Jahr zu Jahr stark vermehren. Der Mediensprecher der Vogelwarte Sempach, Livio Rey, hält allerdings fest, dass von Vogelschwärmen im Herbst nicht direkt auf die Entwicklung der Brutvogelbestände in der Schweiz geschlossen werden kann. Während in landwirtschaftlicher Umgebung die Vogelbestände eher abneh-

Gemüseernte in der Region: Kohlrabi aus Obfelden mit dem Label «SwissGaP». (Bild Martin Mullis)

men, zeigen viele Vögel in den Wälder Bestandszunahmen. Doch die Meisen und Amseln sind nicht das einzige Ärgernis von Landwirt Huber. Neuerdings bedient sich auch die aus China eingeschleppte marmorierte Baumwanze, auch Stinkkäfer oder Stinkwanze genannt, an seinen Früchten. Auch da sieht sich der Obstbauer mehr oder weniger wehrlos und fordert vehement, dass gegen die Einschleppung von fremden Schädlingen wie zum Beispiel der Feuerbrand, Buchsbaumzünsler oder der asiatische Laubholzkäfer mehr getan werden sollte. Ähnliches bestätigt auch Revierförster Flurin Farrér, stellt er doch fest, dass sich vor allem in hellen und offenen Flächen im Wald inva-

sive Pflanzen wie der Sommerflieder und Kirschlorbeer vermehrt verbreiten. Auch das Tiefbauamt des Kantons Zürich hat seine liebe Mühe mit den unerwünschten Neophyten.

Der Bund verlangt eine rigorose Bekämpfung der Neophyten Offensichtlich liebt besonders das einjährige Berufkraut, welches als Überlebenskünstlerin bezeichnet wird, die Ränder der Kantonsstrassen. An unzähligen Stellen im Säuliamt blühen die Margeriten ähnlichen Blumen und vermehren sich rasant. Im Wettkampf um die schnelle Verbreitung des einjährigen Berufkrauts steht der Strassenunterhaltsdienst des Kantons anzeige

Zeitreise mit Anbindung ans Jetzt Denk mal ans Denkmal – das haben am vergangenen Wochenende in Ottenbach über 100 Interessierte getan und das historische Kleinkraftwerk besucht. Technik und Stoff begeisterte Männer und Frauen liessen sich in alte Zeiten entführen, wo ein Kanal gegraben (ca. 1840), das Reusswasser zur Fabrik geleitet, die alte Turbine 1920 mit einer Francisturbine ersetzt wurde und der Generator daraus Strom produzierte. Der Strom trieb die Webstühle der damaligen Firma Bodmer-Hürlimann an, bei der das halbe Dorf Arbeit fand, sei es als ‹Zäpflibub›, Weberin, Mechaniker oder Nachtwächter. Ein Heidenlärm muss das in den Websälen gewesen sein. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen möchte, schaue sich den Film «North and South» an, eine stilsichere BBC-Produktion, die zur Zeit der Industrialisierung im Norden Englands spielt. Eine Führung hinauf zum Streichwehr und die Besichtigung des Turbinenhauses ist eine technische Zeitreise. Ueli Roth, im feschen Maschinisten-Tschööpli, liebt diese Exkurse in die Vergangenheit. Entsprechend ist nicht nur das Ottenbacher Kleinkraftwerk Thema, er erzählt auch über die Einführung der Zwirnmaschine um 1800, den dadurch entstandenen Arbeitsverlust für die Menschen auch im Säuliamt, von schlechten Ernten, Hunger und in der Folge der Gründung eines Armenhauses in Kappel. Grossimporte von amerikanischer Baumwolle sind ebenso Thema wie auch der Eisenbahnbau und die Dampfmaschine. Die Störche auf dem Fabrikkamin holen den unermüdlichen Erzähler wieder in die Gegenwart. Auch dieses Jahr gab es wieder zwei Jungstörche, die mittlerweile schon gegen Süden gezogen sind. Die Augen der Technikfans fangen an zu leuchten, wenn sie im Turbinen-

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haus die Francis-Turbine in der Tiefe erblicken, das tiefe Brummen und Summen des Antriebs hören und die polierten Messgeräte aus Messing auf der Marmor-Schaltwand bestaunen können. Die Männer beginnen zu fachsimpeln und die Frauen verschwinden eine Rampe tiefer ins Musterzimmer von Haas Shopping, wo Ihnen Silvia Falett auf drei Handwebstühlen das Weben zeigt.

Leuchtende Farben bevorzugt Die Textilgestalterin Handweben hat drei Webstühle aufgebaut, am kleinsten können Mädchen und Buben interaktiv ihre ersten Zentimeter weben. Einige der jungen Besucherinnen und Besucher sind sehr ausdauernd und die Geschirrspültücher ‹wachsen› Zentimeter um Zentimeter. Auch das Spinnen von Garn können sie versuchen. Die Wolle, die sie verspinnen dürfen, stammt von Ottenbacher Schafen. Die Freude ist gross, wenn Silvia Falett das selber gesponnene Garn abwickelt und sie es nach Hause neh-

men dürfen. Am zweiten Webstuhl demonstriert sie das Bandweben. An den ausgestellten Säuliämter Trachten wird veranschaulicht, wo Bänder eingesetzt werden, einerseits sind sie Zierde, halten aber andererseits auch das Mieder oder den Hemdkragen zusammen. Am grössten Webstuhl zeigt Silvia Falett ihre hohe Kunst des Webens, erklärt Kette, Schuss und Bindungen, macht Exkurse in die Textilgeschichte und beantwortet Fragen. «Gibt es eine Lieblingsfarbe, die Sie haben», fragt ein Besucher die Fachfrau. «Sagen wir es so: Ich liebe alle leuchtenden, präsenten Farben und Kontraste. Olivund Bruntön sind für mich äs Müese, das chunt mer suur a.» Ueli Roth hat sich zu den diesjährigen Denkmaltagen ein attraktives Konzept ausgedacht, indem er die Technik mit dem sinnlichen Endergebnis, dem Stoff verbunden hat – neckisch, dass es von Hand hergestellte Stoffe sind und nicht Meterware von Strom betriebenen Webstühlen. (ch)

Faszination Farben, Material und Selbermachen: Eyleen schiesst konzentriert die Schiffchen durch die Fäden. (Bild Christine Häusermann)

jedoch auf der Verliererseite. Von den Landwirten verlangt der Bund eine rigorose Bekämpfung der Neophyten auf Biodiversitätsförderflächen, dort müssen solche Pflanzen ausgegraben und verbrannt werden. Werden Ausbreitungen invasiver Pflanzen unterlassen, drohen den Bauern laut der Direktzahlungsverordnung Beitragskürzungen. Die Landwirtschaftsinitiative, die Biodiversitätsinitiative sowie die Massentierhaltungsinitiative stehen alle im Fokus des Umweltschutzes und zielen ebenfalls auf die Bauern, welche sich vermehrt als Sündenböcke verunglimpft fühlen. Dass die Landwirte zugunsten der Natur und der Umwelt sehr viel unternehmen, wird gerne vergessen. Viele Bauernbetriebe geben auf ihrem Land bewusst Öko-Elementen Raum. Mit Ast- oder Steinhaufen fördern sie die Biodiversität, indem sie unzähligen Kleintieren und Bodenlebewesen einen Lebensraum bieten. Die grossen Flächen der Bienenweiden, freilaufende Hühner, sowie die zahllosen Vogelkästen in den Hochstammbäumen sind nur einige von vielen Massnahmen zugunsten einer intakten Natur. Überfüllte Flughäfen zu Ferienbeginn und die SUVs, mit denen zahlreiche Sprösslinge zum Waldkindergarten gebracht werden, zeigen jedoch deutlich, dass die Anstrengungen für den Umwelt- und Klimaschutz nicht nur von den Landwirten geleistet werden müssen. So formulierte es jedenfalls ein älterer Bauer, der seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen wollte.


Bezirk Affoltern

Wenn es nach faulen Eiern riecht WWZ überprüft die Erdgasleitungen und -installationen im Knonauer Amt. Erdgas ist leichter als Luft und verflüchtigt sich im Falle eines Austritts. Da Erdgas nahezu geruchlos ist, ist es standardmässig mit einem Geruchsstoff odoriert. Dies ist eine wichtige Sicherheitsmassnahme, um bereits kleinste Gasaustritte frühzeitig zu erkennen. Dafür werden für den Menschen unbedenkliche Mittel verwendet, die an den Geruch fauler Eier erinnern. Zweimal pro Jahr prüft WWZ zudem die Erdgasleitungen und Hausinstallationen mittels Stossodorierung. Dabei wird dem Gas eine höhere Dosis des Geruchsstoffes beigemischt. Diese Stossodorierung wird ab dem 20. September auch im Knonauer Amt – genauer in Affoltern, Hedingen, Knonau, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach – durchgeführt. Es dauert zwei bis drei Tage, bis sich der Geruchsstoff im Erdgasnetz verteilt hat. Am 6. Oktober endet die Stossodorierung. (pd.) Geruchswahrnehmungen, die auf Erdgasaustritte hindeuten könnten, melden unter 041 748 48 48.

Keine unnötigen Behandlungen Bis zu 30 % der medizinischen Massnahmen nützen nichts, können aber schaden. Um dies zu vermeiden, ist der Dialog zwischen Arzt und Patient entscheidend. Patienten sollten die richtigen Fragen stellen, um gemeinsam die der Situation angemessene Entscheidung zu treffen. Der Konsumentenschutz stellt dazu die wichtigsten 5 Fragen: Gibt es andere mögliche Behandlungen oder Untersuchungen? Was sind die Vor- und Nachteile? Wie wahrscheinlich ist es, dass die Vorund Nachteile eintreten? Was passiert, wenn ich darauf verzichte? Was kann ich selbst zu meiner Gesundheit beitragen? (pd.) Infos: www.konsumentenschutz.ch/arzt-fragen.

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Freitag, 20. September 2019

«Clean-Up-Day»

Mutter und Lernende

Mettmenstetter Schüler machten mit am Nachhaltigkeitstag der IG saubere Umwelt. > Seite 14

Cari Pfister hängt nach der Attestausbildung die Lehre zur Kauffrau EFZ an. > Seite 15

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Verschwundener Ort Willy Hug suchte Spuren des Hofs und der Ziegelei Meili im Chapf, Bonstetten. > Seite 19

Das «Rössli» als Restaurant und kulturellen Treffpunkt erhalten Das traditionsreiche Mettmenstetter Gasthaus soll zur Genossenschaft werden Mit der Gründung einer Genossenschaft soll die Zukunft des geschichtsträchtigen Gasthauses zum Weissen Rössli in Mettmenstetten gesichert werden – als Restaurant und kultureller Treffpunkt. Deren Gründung ist im Dezember vorgesehen, Umbau und Sanierung im Sommer 2021. ................................................... von werner schneiter Das «Rössli» in Mettmenstetten hat eine mehr als 550-jährige Geschichte und zählt zu den bedeutendsten Gaststätten im Säuliamt und wird weit über die Region hinaus wahrgenommen. Seit zehn Jahren ist es im Besitz von Vreni Spinner, die weit mehr ist als Wirtin, weil sie den Betrieb auch als kulturellen Treffpunkt erhalten bzw. ausgebaut hat. Und das geht über Vereinsanlässe hinaus. Das «Rössli» ist unter anderem Schauplatz von Gewerbeausstellungen, Spielort der Aemtler Bühne und von «Klanghotel Rössli». Und jüngst gar Drehort für die sechsteilige Serie «Frieden» des Schweizer Fernsehens, die im kommenden Jahr ausgestrahlt wird. Das «Rössli» ist also mehr als ein Gasthaus mit stilvollem Ambiente und sollte, so Vreni Spinner, «dem Volk gehören».

Teil des Prozesses, aber danach nicht mehr Wirtin Eine Sanierung der Liegenschaft in eigener Regie macht aus ihrer Sicht keinen Sinn, weil keine Nachkommen vorhanden sind. So hat sie sich bereits vor zwei Jahren Gedanken gemacht, wie die Zukunft des Gasthauses gesichert werden könnte. Und sie ist – zu-

Befassen sich intensiv mit der Zukunft des «Rössli», von links: IG-Präsident Markus Tschan, Miro Hegnauer, Kommunikationsverantwortlicher, Wirtin Vreni Spinner und Kurt Schaltegger, Vertreter der Baukommission in der IG. (Bild Werner Schneiter) sammen mit ihrem grossen Bekanntenkreis – zum Schluss gekommen: Mit der Gründung einer Genossenschaft liesse sich die Zukunft nachhaltig sichern. Das konkretisierte sich vor rund einem Jahr mit der Bildung einer von Markus Tschan präsidierten Interessengemeinschaft (IG) und parallel dazu einer Baukommission, die mit viel Herzblut und grosser Wertschätzung und Engagement gegenüber dem Traditionshaus agiert. «Ich will Teil dieses Prozesses sein», sagt Vreni Spinner und macht gleichzeitig klar, dass sie künftig – wenn die Genossenschaft «steht» und die Nachfolge definitiv geregelt ist – nicht mehr Mieterin und nicht mehr Wirtin sein wird. Die Pläne für eine Sanierung sind schon weit gediehen, sodass im Oktober 2019 die Baueingabe erfolgen

kann. Ab sofort werden Genossenschafterinnen und Genossenschafter gesucht, die Genossenschaftsscheine à 5000 Franken zeichnen. Interessierte können sich aber auch mit individuellen Beiträgen beteiligen – oder mit handwerklichen Leistungen.

Ziel: Abschluss der Finanzierung im Frühjahr 2020 Neben einer attraktiven Verzinsung werden die Genossenschafter Teil der «Rössli»-Gemeinschaft und können die Zukunft des Hauses aktiv mitgestalten. Ausserdem profitieren sie von Vorteilen bei kulturellen Anlässen im «Rössli», wie der für die Kommunikation zuständige Miro Hegnauer ergänzt. Potenzielle Investoren werden auch persönlich angegangen. «Wir

möchten die Hälfte des nötigen Kapitals bis im Dezember 2019 beisammen haben und die Finanzierung bis im Frühjahr 2020 abschliessen können», sagt IG-Präsident Markus Tschan. Das schafft dann die Voraussetzungen einer Frischkur der Liegenschaft. In erster Linie will man mit einer Sanierung der Gebäudehülle – Fassade, Fenster und Dach – die Energieeffizienz erhöhen, im Hoteltrakt und Estrich elf Ein-Zimmer-Appartements sowie einen behindertengerechten Zugang mit Lift schaffen. Läuft alles nach Plan, so kann voraussichtlich im Sommer 2020 mit Sanierung/Umbau begonnen und exakt ein Jahr später abgeschlossen werden. Dialoganlass «euses Rössli» am 28. Oktober um 19.30 Uhr im «Rössli». Infos: www.euses-roessli.ch.


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Bezirk Affoltern

Auf den Spuren von Bruder Klaus

EVP-Pilgergruppe auf dem Jakobsweg Mit der diesjährigen Etappe von Stans nach Sachseln hat die EVP Bezirk Affoltern Anfang September die zweite Hälfte auf dem Jakobsweg von Rorschach nach Genf in Angriff genommen. Bereits ist es zur Tradition geworden, dass ein wanderfreudiges Grüppchen nicht gerade im Morgengrauen, aber dennoch relativ früh die Zugsankunft in Affoltern am Albis erwartet. Bereits früher Zugestiegene wurden begrüsst und noch weitere Pilger wurden an den nächsten Stationen erwartet. In Stans reichte die Zeit für einen Kaffeehalt, bevor ein kleines Postauto die Pilgergruppe nach St. Jakob zum Ausgangspunkt der diesjährigen Etappe brachte. Bei angenehmen Wanderwetter, interessanten Gesprächen und

zwei Aufenthalten bei Kapellen mit Informationen und Gesang erreichte die Gruppe genau zur Mittagszeit das aussichtsreich gelegene Restaurant in St. Niklausen, wo einmal mehr auch der kulinarische Aspekt zum Tragen kam. Die angekündigte Gewitterfront liess auf sich warten. Somit konnten die Sehenswürdigkeiten im Flüeli-Ranft besucht werden und zum gelungenen Abschluss dieses Wandertages auch noch der Abstieg nach Sachseln mit tollen Weitblicken absolviert werden. Mit dem Gruppenfoto beim Bahnhof und der kurzweiligen Heimreise kamen alle noch vor dem einsetzenden Regen nach Hause. Ein Tag, der den NeueinsteigerInnen und den «alten Hasen» in bester Erinnerung bleiben wird. Arno Rudolf, EVP Bezirk Affoltern Bilder unter www.evp-affolternamalbis.ch.

Sachseln: Am Ziel der siebten Jakobsweg-Etappe. (Bild zvg.)

Freitag, 20. September 2019

Thema Umwelt und Nachhaltigkeit

Mettmenstetter Sek- und Primarschüler am Clean-Up-Day Den nationalen Clean-Up-Day der IG saubere Umwelt (Igsu) haben die Mettmenstetter Schulen vergangenen Freitag zum Anlass genommen, Umwelt und Nachhaltigkeit zu thematisieren. So unterstützten zwei Klassen den Werkdienst beim Abfalsammeln, andere besuchten die Umwelt-Arena in Spreitenbach, das Vergärungs-Kraftwerk Ökopower in Ottenbach oder den Ökihof in Affoltern. Auf dem Primarschul-Areal brachten sich die Kinder derweil mit Begeisterung beim Geländespiel «Ressourcen und Littering» ein. Hier galt es, Abfälle zu finden und in den richtigen Ressourcenkreislauf – Metall, Pet, Glas oder Papier – zurückzubringen. Dabei traten jeweils vier Gruppen in einem Wettkampf gegeneinander an. Ein Umwelttag gehöre auch sonst zum Jahresprogramm, sagt Gemeinderat Edwin Ehrenbaum, nun habe man diesen auf den Clean-Up-Day gelegt. «Die Bereitschaft der Schulen, mitzumachen, hat mich begeistert», so Ehrenbaum. Der Gemeinderat würdigte den Einsatz der rund 750 Schülerinnen und Schüler mit einem Znüni oder Lunch – gereicht in einem für den Obst- oder Gemüseeinkauf geeigneten Mehrwegsäckli. Die Igsu führt den nationalen Clean-Up-Day bereits zum siebten Mal durch. Der Umwelttag in Mettmenstetten war eine von schweizweit über 650 Aktionen, womit der letztjährige Rekord erneut gebrochen wurde.

Recycling-Kunstwerke der Primarschüler. (Bilder tst./zvg.)

«Fötzele» kann Spass machen.

Müll sortieren beim Geländespiel.

Schätzungsweise 40 000 Personen haben sich beteiligt. «Ich ziehe den Hut vor so viel Engagement», so Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU. «Gerade in der heutigen Zeit, in der die Freizeit so wertvoll ist, finde ich es beeindruckend, wie viele Menschen einen oder mehrere freie Tage opfern,

um der Umwelt etwas Gutes zu tun.» Die Schauspielerin und Moderatorin Melanie Winiger unterstützt den Clean-Up-Day dieses Jahr als Patronin. «Es ist ein gutes Gefühl, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen und sie von Säcken, Zigistummel und Glasflaschen zu befreien», berichtet sie. (tst.)

Erlebnisreiche und sonnige Tage in der Schwäbischen Alb

Seniorenferien von Kappel, Rifferswil und Hausen in Bad Urach Schon frühmorgens kurz vor 8 Uhr war am Montag, 9. September, der Apfelcar von Walter Madörin unterwegs im Oberamt und machte Halt in Rifferswil, Kappel und Hausen, wo rund 30 Seniorinnen und Senioren zustiegen, um gemeinsam eine Ferienwoche in Bad Urach zu verbringen. Die Fahrt führte über Merishausen, wo kurz vor der Grenze im Gemeindehaus Kaffee und Gipfeli genossen wurden, an den legendären Ortschaften Tengen, Engen, Blumenfeld («... sind die schönsten Städtchen der Welt») vorbei zur Donauversickerungsstelle bei Tuttlingen und weiter der Donau entlang, die in dieser Gegend als beschauliches Flüsschen dahinfliesst. So liess Chauffeur Walter Madörin auch vergeblich nach einem Donauschiff Ausschau halten. Beim Mittagshalt im Bergrestaurant «Knopfmacher» konnte wenige Gehminuten entfernt eine wunderschöne Aussicht ins obere Donautal genossen werden. anzeige

Weiter ging es Richtung Bad Urach. Im Hotel Graf Eberhard, das nach dem berühmten Württembergischen Herrscher Eberhard (1445 – 1496) benannt ist, bezogen die Oberämtler ihre Zimmer. Kleine Läden, Biergarten, Kaffeeterrasse, die nahe gelegene Alb Therme und ein Kurpark gleich beim Hotel versprachen einen abwechselungsreichen Aufenthalt. Der erste Tag galt der Erkundung der näheren Umgebung, Bad Urach mit dem Residenzschloss Graf Eberhards, den vielen Fachwerkhäusern und dem schönen Marktplatz. Hier durfte man beim Mittagshalt im Café Ruf draussen an der Sonne den Alphornklängen von Walter und Siggi lauschen. Wer gut zu Fuss war, beschloss den Tag mit einem Spaziergang zum eindrücklichen Uracher Wasserfall. Weitere Ausflüge an den folgenden Tagen, die immer mit einer Andacht am Morgen im Hotel begannen, führten zum malerischen Städtchen

Blaubeuren, wo man die als «Blautopf» bekannte Karstquelle der Blau bewunderte. Danach chauffierte Walter durch das schöne Lautertal, wo sich die Lauter in vielen Windungen ihren Weg durch eine auf den Anhöhen von Burgen und Ruinen gesäumte idyllische Landschaft bahnt. Im Dorf Gächingen empfing Frau Pfarrer in ihrem Gotteshaus, das ursprünglich als Wehrkirche erbaut wurde. Sie erzählte über das Leben in der Schwäbischen Alb, das in früheren Jahrhunderten durch Mangel an Wasser geprägt war, weil dieses durch das poröse Gestein schnell versickert. Die Oberämtler besuchten das ehemaligen Dorf Gruorn, das 1938 einem Truppenübungsplatz weichen musste, und von dessen Existenz nur noch die Kirche und das Schulhaus zeugen. Letzteres dient heute als Gaststätte und Museum. Gerne liess man sich vom Vorsitzenden des Komitees zur Erhaltung der Kirche Gruorn

Die Oberämtler Seniorenferiengruppe vor der Kirchhofmauer in Gruorn. (Bild zvg.) durch das Gebiet des ehemaligen Dorfes führen und lauschte in der Kirche der schicksalsträchtigen Geschichte. In der auf den 30-jährigen Krieg folgenden Zeit hatten sich nicht wenige Schweizer Auswanderer in Gruorn niedergelassen, weshalb es an diesem Ort auch eine Schweizergasse gab. Ein Spaziergang auf den Breitenstein bei Ochsenwang am letzten Tag führte zu einem einmaligen Aussichtspunkt. In Neidlingen schliesslich, der

letzten Etappe, wurden die Oberämtler beim Kugelmüller in die Geheimnisse der Steinkugel-Herstellung eingeweiht. Das Mittagessen im Restaurant «Rumpelstilzchen» in Rengetsweiler war ein letzter Höhepunkt auf der Heimreise am Samstag. Noch einmal machte der Apfelcar seine Tour durchs Oberamt und lud die um viele schöne Erlebnisse reicher gewordenen Teilnehmenden der Seniorenferienwoche in der Nähe ihres Wohnortes wieder aus. (pd.)


Bezirk Affoltern

Freitag, 20. September 2019

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Nach der Attestausbildung weiter zum Abschluss Kauffrau EFZ Serie Lernende: Cari Pfister, Lernende Büroassistentin EBA bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen Cari Pfister wurde sehr früh Mutter und hat deshalb ihre Lehre abgebrochen. Dank der «Stiftung Chance» hat die 24Jährige nun die Möglichkeit, bei der Ernst Schweizer AG die Attestausbildung nachzuholen und danach in zwei Lehrjahren das eidg. Fähigkeitszeugnis als Kauffrau EFZ zu erlangen. ................................................... von regula zellweger Als Cari Pfister mit 18 Jahren ihre kleine Tochter Suriana zur Welt brachte, waren ihre beruflichen Zukunftspläne, ein Lehrabschluss im Detailhandel, geplatzt. Sie blieb während dem ersten Lebensjahr ihrer Tochter zuhause bei ihren Eltern. Als Suriana mit einem Jahr in die Krippe kam, packte Cari Pfister eine Ausbildung zur Büroassistentin EBA an. Das hiess 100 Prozent arbeiten und das Kind betreuen. Der Lehrlingslohn und die Alimente reichten kaum für die Krippe. Vor dem Abschluss brach sie ein zweites Mal eine Lehre ab. Ihre Mutter war in ihre Heimat, die Dominikanische Republik, zurückgekehrt, auch diese Hilfe blieb nun aus.

Projekt MIA der Stiftung «Chancen» Mit etwas Glück kam Cari Pfister in das Projekt MIA – Mütter in Ausbildung der «Stiftung Chance». Im Rahmen dieses Projektes wird jungen Müttern eine Lehrstelle vermittelt, damit sie eine Berufsperspektive haben und eine Berufsausbildung mit Eidgenössischem Berufsattest EBA erlangen können. Dies mit einem reduzierten Pensum von 80 Prozent an vier Tagen. Während dieser Zeit besuchen die jungen Mütter neben der Arbeit im Lehrbetrieb 1.5 Tage die reguläre Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse. Es bleiben also 2.5 Tage im Unternehmen. Cari Pfister braucht den freien Tag, um die Aufgaben der Berufsschule zu erledigen, denn abends, wenn Suriana schläft, ist sie müde. Am freien Tag erledigt sie zudem Hausarbeiten und kauft ein. Ihre Woche ist gut durchgeplant. «So schaffe ich mein Pensum gut», erklärt sie. Cari Pfisters Tag beginnt morgens um 5 Uhr. Um 6.45 Uhr bringt sie ihr Kind in den Hort. Der Arbeitsweg beträgt eine Stunde. Frühestens um 8.10 Uhr kann sie am Arbeitsplatz sein, spätestens um 16.20 Uhr muss sie ihren Arbeitsort verlassen. Spontan kann sie Überstunden nicht leisten. Weiss sie aber frühzeitig, dass zusätzliche Arbeitsstunden erbracht werden müssen, sucht sie eine Lösung, dass beispielsweise der Vater ihrer Tochter diese rechtzeitig aus dem Hort abholt. Xavier Nietlisbach, Leiter Berufsbildung bei der Ernst Schweizer AG, ist überzeugt vom Projekt MIA. «Wir wissen, dass junge Mütter betreffend Überstunden weniger flexibel sein können. Durch ihre Lebenserfahrung bringen sie aber Werte mit, die dies aufwiegen. Cari Pfister ist die zweite junge Mutter, die mit seiner Begleitung den Lehrabschluss nachholen wird.

Win-Win-Situation Cari Pfister und Xavier Nietlisbach sind sich einig: Wenn die Mütter die Motivation und den Willen für einen Lehrabschluss mitbringen, wenn sie in einer stabilen Wohn- und Lebenssituation stehen, wenn sie eigenverant-

wortlich die Kinderbetreuung geregelt haben und wenn für ausserordentliche Situationen wie Krankheit oder Schulferien Lösungen bereits organisiert sind, können sich junge Mütter eine gute berufliche Perspektive schaffen und damit die soziale Sicherheit für Mutter und Kind sicherstellen. Der Lehrbetrieb, der jungen Müttern eine Lehre ermöglicht, positioniert sich als sozial engagierter Betrieb und zeigt den Willen, dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken. «Zudem bringen Lernende mit der Verantwortung für ein Kind grössere persönliche Reife, mehr soziale Kompetenzen, gefestigtere Selbstverantwortung und ein gefestigtes Verantwortungsbewusstsein mit», weiss Xavier Nietlisbach aus Erfahrung.

Nachholbildung fördern Die Ernst Schweizer AG ist betreffend Lehrlingsausbildung für ihr vorbildliches Engagement bekannt. Von jungen Menschen in persönlich besonderen Situationen bis hin zu hochbegabten jungen Menschen finden hier alle einen optimalen Start in ein ihren persönlichen Werten und Zielen entsprechendes, erfolgreiches Berufsleben. Eine Vorbildfunktion will auch Cari Pfister wahrnehmen, für ihre kleine Tochter, für junge Frauen, die bereits in der Lehrzeit schwanger werden und sich für ihr Kind entscheiden, und auch für junge Mütter, die Kinderbetreuung und berufliche Karriere unter einen Hut bringen wollen. «Meine Situation ist anders als diejenige der andere Lernenden bei der Ernst Schweizer AG», dessen ist sich Cari Pfister bewusst. Andere Themen bewegen sie als junge Lernende unter Zwanzig. Sie geht auch nicht mit ins Lehrlingslager der Ernst Schweizer AG. Sie kommt mit den anderen Lernenden klar, aber es gibt wegen der Lebenssituation wenig gemeinsame Interessen oder Lebensthemen und auch zeitlich wenig Schnittstellen, denn die anderen Lernenden haben an anderen Wochentagen Berufsschule und sie arbeitet lediglich 80 Prozent im Betrieb.

Berufliche Ziele Cari Pfister weiss, was sie will: Zuerst den Attestabschluss, dann nochmals zwei Jahre in den Lehrabschluss mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis investieren. Was sie danach anpacken wird, weiss sie noch nicht genau. Sicher ist, dass sie ihren Weg gehen wird. Zuerst steht die schriftliche Abschlussarbeit im Zentrum. Sie befasst sich mit dem internationalen Unternehmen Nestlé. Xavier Nietlisbach möchte Lehrlingsverantwortliche von anderen Unternehmen motivieren, Nachholbildung unbedingt zu unterstützen und sich bei der Lehrstellenvergabe nicht nur die schulisch Besten herauszupicken. Nachholbildung ist übrigens auch nach Artikel 32 der Berufsbildungsverordnung möglich. Sie besagt: «Wurden Qualifikationen ausserhalb eines geregelten Bildungsganges erworben, so setzt die Zulassung zum Qualifikationsverfahren eine mindestens fünfjährige berufliche Erfahrung voraus.» Cari Pfister rät jungen Müttern: Denkt an Eure Zukunft und an die Eurer Kinder. Wählt eine Ausbildung, die Euch Freude macht. Wenn man wirklich will, und wenn man die nötige Hilfe und Unterstützung sucht und annimmt, ist vieles möglich!» (Merkblatt zur Nachholbildung: www.berufsbildung.ch/download/mb6.pdf ).

Cari Pfister arbeitet bei der Ernst Schweizer AG in einem Grossraumbüro. Das kommt ihr entgegen, denn sie arbeitet sowohl gern im Team als auch konzentriert für sich selbst. (Bild Regula Zellweger) In unregelmässigen Abständen porträtiert der «An-

bach; Selina Frey, Augenoptikerin, Büchi Optik Affol-

Schweizer AG, Hedingen; Marco Stocker, Baumaschi-

zeiger» Lehrlinge in Ämtler Unternehmen. Bereits

tern, Nina Plocher, Polymechanikerin, Hawa Sliding

nenmechaniker, Leuthard Bau AG, Merenschwand;

erschienen: Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin,

Solutions AG, Mettmenstetten; Tobias Rutishauser,

Robin Oberholzer, Polymechaniker, AS Aufzüge AG,

Ernst Schweizer AG, Hedingen; Ueli Fehr, Automo-

Schreiner, Schneebeli Schreinerhandwerk, Otten-

Wettswil; Saranda Ahmeti, Detailhandelsfachfrau,

bil-Mechatroniker, Garage Albin Herzog AG, Otten-

bach; Alina Beck, Produktionsmechanikerin, Ernst

Lärchen-Märt, Bonstetten.

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Forum

Volksentscheid von 2012 endlich umsetzen

Verkehrsprobleme verlagern statt lösen

Zur Umfahrung Obfelden/ Ottenbach.

Verkehrssicherheit soll nicht warten, «Anzeiger» vom 13. September.

Am Montag, dem 23. September 2019, jährt sich die Abstimmung bezüglich des Autobahnzubringers Obfelden/ Ottenbach zum siebten Mal. Volksentscheide gilt es zu respektieren und umzusetzen. Deshalb setzt sich die FDP Bezirkspartei dafür ein, dass der klare Volksentscheid von 2012 endlich umgesetzt wird. Die Umfahrung Obfelden/Ottenbach war als Zubringer immer Bestandteil der A4, der Landerwerb dazu ist schon vor 30 Jahren erfolgt. Die nun entstandenen Mehrkosten sind zwar ärgerlich, aber bei einer solchen Verzögerung leider normal. Die Bevölkerung von Obfelden und Ottenbach wartet nun schon lange genug auf dieses für die beiden Dörfer essenzielle Projekt. Es ist nun am Kantonsrat, den Zusatzkredit möglichst schnell zu verabschieden, sodass die Bauarbeiten 2020 endlich beginnen können und die Bevölkerung nicht noch einmal Jahre warten muss. Alain Schwald, Präsident FDP Bezirk Affoltern

Unser Spital Alterschirurgie im Spital Affoltern – öffentlicher Vortrag vom Donnerstag, 12. September. Alle Besucher konnten an diesem Abend von wichtigen Informationen profitieren. Es wurde auf eine sehr verständliche Art mit Fallbeispielen erklärt. Bedenken, welche man eventuell hatte, wurden beruhigt und Fragen entsprechend beantwortet. Daher recht herzlichen Dank an Frau Dr. med. H. Roth und Herr Dr. med. P. Pozgainer – und für den Apéro. Bethli Ibig-Stemmle, Merenschwand (Ex-Säuliämtlerin)

Guter Service und gute Politik «Der Kunde zahlt meinen Lohn.» Wie gerne zitiere ich diesen Satz eines Bekannten, der damit alles gesagt hat, was zu einer guten Servicekultur gehört. Für mich als Dienstleister heisst das: Ich will meinen Kunden verstehen und alles daransetzen, seine Bedürfnisse zu erfüllen. So will ich es auch als Politiker machen: Ich will verstehen, was meine Wähler beschäftigt, und alles daransetzen, ihre Anliegen zu vertreten. Bundespräsident Ueli Maurer hat das kürzlich anlässlich eines Besuch des Gesamtbundesrates und eines anschliessenden Apéros mit der Zürcher Bevölkerung, zu dem alle eingeladen waren, sehr schön gesagt. Kernbotschaft seiner Rede: «Ihr, das Volk, seid unsere Chefs und bezahlt mit Euren Steuern unseren guten Lohn – vielen Dank dafür! Heute besuchen wir Sie, unsere Chefs, um Ihnen zuzuhören und zu verstehen, was Sie beschäftigt.» Damit hat er mir aus der Seele gesprochen und ich habe ihm herzlich gedankt. Ein Hoch auf einen guten Service – und eine gute Politik! Manuel Moser, FDP Affoltern a. A. Im Vorfeld der nationalen Wahlen vom 20. Oktober stellt der «Anzeiger» Raum für die Präsentation der Ämtler Kandidierenden zur Verfügung: einmalig maximal 1500 Zeichen (inklusive Leerzeichen) Text und ein Bild, zu senden bis Donnerstag, 26. September, an redaktion@affolteranzeiger.ch. (Red.)

Die Anfrage von Thomas Schweizer (Grüne) und Hannah Pfalzgraf (SP) an den Regierungsrat, mit den Bauarbeiten an der Dorfstrasse in Obfelden per sofort zu beginnen, zeigt, wie widersprüchlich deren Politik in Bezug auf den A4-Zubringer ist. Ein vorgezogener Baubeginn behindert zwar unverzüglich den Verkehrsfluss. Allfällige 30er-Zonen entschleunigen oder reduzieren gar den Durchgangsverkehr – allerdings wohl kaum, weil die Leute ihr Fahrzeug öfters stehen lassen. Nein, die Verkehrsteilnehmenden werden sich stattdessen einen anderen Weg nach Affoltern suchen, und der führt über die Muristrasse, welche Teil des geplanten Autobahnzubringers ist. Dies ist ja eigentlich richtig so, denn dem Anliegen der IG «Sicherer Schulweg» nach mehr Sicherheit und Lebensqualität an der Dorfstrasse in Obfelden wäre Rechnung getragen. Mit dem Beschluss, den Nachtragskredit für den Autobahnzubringer im

Freitag, 20. September 2019

Kantonsrat zu bekämpfen, trägt die grüne Partei leider n i c h t dazu bei, dass auch die Verkehrsprobleme in Bickwil nachhaltig verbessert werden. Auch an der Muristrasse wird gewohnt und gelebt! Auch diese Strasse muss von Schulkindern überquert werden. Wer fernab der Problemzonen wohnt, kann offenbar kühlen Kopfes beurteilen, was für die betroffene Bevölkerung erträglich ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Mehrheit des Kantonsrates den Volksentscheid von 2012 respektiert und mit einem Ja zum Zusatz-Kredit den Weg zur Realisierung des Autobahnzubringers endlich frei macht! Übrigens: Die Behauptung, der Strassenverkehr in Obfelden sei zu einem grossen Teil hausgemacht, stimmt für die Muristrasse nicht. Als Anwohner der Muristrasse habe ich selber eine einfache Verkehrs-Beobachtung an einem Werktag-Morgen durchgeführt und Folgendes festgestellt: AG 62 % / LU, UR, Div. 16 % / ZH 22 %. Hans Häberling, Obfelden

Wer hats erfunden? Rote Kuh in Mettmenstetten, Leserbrief vom 17. September. Der Wahlkampf läuft auf Hochtouren. Nun hat es sogar die Faire Milch Säuliamt geschafft, zum Thema zu werden. Frau Weibel hat aber in ihrem Leserbrief etliche Unwahrheiten und Unterstellungen in die Welt gesetzt, welche unbedingt berichtigt werden müssen: Die Idee einer fair bezahlten Milch hat nicht Martin Haab erfunden, sondern sie entstand 2005 in Österreich. Drei Jahre später erwarb das European Milkboard (EMB) die Rechte, damit die Idee auch in anderen Ländern umgesetzt werden konnte. Das EMB ist ein Zusammenschluss von über 100 000 Milchbäuerinnen und Milchbauern aus 16 Ländern Europas, welche erkannt haben, dass der permanente Preisdruck zu einem katastrophalen Höfesterben führt. Mitbegründer des EMB war unter anderem Martin Haab aus Mettmenstetten. Der Verkauf einer fair bezahlten Milch ist mittlerweile in verschiedenen Ländern sehr erfolgreich. Seit zwei Jahren gibt es eine solche Milch auch bei uns im Säuliamt. Wer diese Milch kauft, hat die Gewähr, dass mit diesem Produkt die anfallenden Kosten auf einem durchschnittlichen Be-

trieb gedeckt sind. Die wirtschaftliche Weiterexistenz eines Betriebes kann nur über kostendeckende Preise gesichert werden. Erst wenn dies der Fall ist, kann über weitere Auflagen, welche meist mit Mehrkosten verbunden sind, diskutiert werden. Der Trend, dass die meisten Jungbauern für sich in der Milchproduktion keine Zukunft sehen, ist alarmierend. Das EMB fordert daher mit Nachdruck, dass im Milchmarkt klare Regelungen gesetzt werden, welche die heutige sinnlose Überproduktion endlich stoppen. Noch ein Wort zum Ressourcenverbrauch: Natürlich verbraucht die Landwirtschaft wie jede andere Produktion und jeder Haushalt Ressourcen. Die Bäuerinnen und Bauern sind aber wie die meisten Privatpersonen bemüht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, diese so gering als möglich zu halten. Dass diese Bemühungen fortgesetzt und noch gesteigert werden müssen ist allen klar. Der ökonomische Druck in der Landwirtschaft ist leider eine Realität und setzt diesen Bemühungen enge Grenzen. Hier muss in der Gesellschaft unbedingt ein Umdenken einsetzen. Werner Locher, Bonstetten, Präsident Genossenschaft Faire Milch Säuliamt

Konkrete Massnahmen Menschenkette fürs Klima, «Anzeiger» vom 3. September. Vor fast drei Wochen haben 200 Menschen in Affoltern demonstriert, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Die Lage ist unmissverständlich: Die Menschheit zerstört durch Treibhausgasemissionen ihre eigene Lebensgrundlage. Die nächsten 17 Monate werden für das Bestehen der Zivilisation entscheidend sein. Die schweizweiten Demonstrationen vom 31. August wurden vom Klimastreik Schweiz initiiert. Es sollen Massnahmen ergriffen werden, welche die Lebensgrundlage für die jetzige und die kommenden Generationen sichern. Dazu stellt der Klimastreik drei zentrale Forderungen. Klimanotstand ausrufen: Der Klimawandel soll als eine Krise behandelt werden und die Bevölkerung über die Ursachen und existenzbedrohenden Folgen informiert werden.

Netto Null bis 2030: Zudem wird gefordert, dass die Schweiz und somit auch alle Gemeinden und die Stadt des Bezirk Affoltern ihre Treibhausgasemissionen bis im Jahr 2030 auf Netto Null reduzieren. Damit soll die Schweiz ihren Teil dazu beitragen, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten (1850) zu begrenzen. Klimagerechtigkeit: Länder, welche die nötigen technischen, politischen und finanziellen Mittel besitzen, sollen eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Schweiz kann den Umbau als Chance nutzen. Wir fordern die Gemeinderäte und Stadträte des Bezirks Affoltern auf, sich konkrete Massnahmen auszudenken, wie die oben stehenden Klimaziele auf Gemeinde- und Stadtebene erreicht werden können. Sophia Schlör, Hausen, im Namen der 200 Klimastreikenden Affoltern a. A.

FDP lädt zum Polittalk Nationalrat HansUlrich Bigler, Affoltern, Nationalratskandidatin Arianne Moser-Schäfer, Bonstetten, Ständerat Ruedi Noser, Zürich, stellen sich den Fragen der Ämtler Bevölkerung – ein Podium Nationalrat Hanszu aktuellen Her- Ulrich Bigler. ausforderungen, moderiert von Werner Schneiter, ehemaliger Chefredaktor des «Anzeigers». Im Anschluss an die Diskussion besteht beim Apéro die Gelegenheit zum ungezwungenen Gedankenaustausch mit den anwesenden Politikern und Politikerinnen und den weiteren FDP-Nationalratskandidierenden Bettina Balmer (Kantonsrätin Zürich), Stefan Brupbacher (ehemaliger Generalsekretär FDP Schweiz, Direktor Swissmem), Astrid Furrer (Kantonsrätin, Stadträtin Wädenswil), Barbara Günt-

Kantonsrätin Arianne Moser.

Ständerat Ruedi Noser. (Bilder zvg.)

hard-Maier (Stadträtin Winterthur), Prisca Koller (Kantonsrätin bis Mai 2019, Ortsparteipräsidentin Hettlingen), Andri Silberschmidt (Gemeinderat Zürich, Präsident Jungfreisinnige Schweiz). Der Vorstand der FDP Bezirk Affoltern freut sich auf eine aktive Beteiligung. FDP Bezirk Affoltern Polittalk am Samstag, 28. September, 10 bis 12 Uhr, Restaurant Central, Zürichstrasse 100, Affoltern. www.fdp-knonaueramt.ch.

Nach dem Wochenmarkt direkt an die Klima-Demo Aktiv für das Klima: Das ist das Motto der Grünen Bezirk Affoltern am Samstag, 28. September. Am Vormittag besucht Ständeratskandidatin Marionna Schlatter den Stand am Wochenmarkt. Danach reisen die Grünen Affoltern direkt nach Bern, um an der Nationalen Klima-Demo mit dabei zu sein. Es war die grosse Überraschung bei den Zürcher Wahlen im Frühjahr: Die Grünen legten nicht nur im Kantonsrat stark zu – unter anderem mit einem Sitzgewinn im Bezirk Affoltern. Mit Martin Neukom gewannen sie unerwartet auch einen Sitz im Regierungsrat. Die prägende Kraft hinter diesem Wahlerfolg war Marionna Schlatter, die als Kantonalpräsidentin mit viel Energie und grosser Überzeugungskraft den Weg für einen grüneren Kanton Zürich geebnet hat. Nun ist die 38-jährige Soziologin und Pilzkontrolleurin aus Hinwil als Ständeratskandidatin der Grünen im Kanton unterwegs. Am Wochenmarkt vom 28. September sucht sie auch in Affoltern das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern (9.15 bis 10.30 Uhr). Am Stand der Grünen sind zudem auch die Spitzenkandidatin der Nationalrats-

liste, Katharina Prelicz-Huber, die Junge Grüne Kandidatin Anika Brunner und Vera Anders aus Hausen, die als Vertreterin des Bezirks Affoltern auf der StänderatskandiListe der Grünen datin Marionna antritt. Schlatter. (Bild zvg.)

Gemeinsam nach Bern Die Grünen fahren danach direkt mit dem Zug nach Bern, um an der grossen Klima-Demo teilzunehmen. Viele tausend Menschen werden dort erwartet, die ihrer Sorge um den Klimawandel zum Ausdruck bringen wollen. Vor dem Bundeshaus soll der Politik vermittelt werden, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. Die Zeit, in der die Erderwärmung noch gestoppt werden kann, wird knapp. Die Grünen reisen mit dem 11.52 Uhr Zug ab Bahnhof Affoltern via Zürich nach Bern. Alle, die sich der Gruppe anschliessen möchten, um an der Klima-Demo mit dabei zu sein, sind herzlich willkommen. Grüne Bezirk Affoltern

Lokalkomitee Bonstetten-Wettswil im Gespräch mit der Bevölkerung Im August wurde auch in BonstettenWettswil ein lokales UnterstützungsKomitee für die Konzernverantwortungsinitiative gegründet. Am 7. September führten Mitglieder des Lokalkomitees eine erste Standaktion im Zentrum Heumoos durch und sprachen mit der Bevölkerung über die Konzernverantwortungsinitiative. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung stimmten sehr positiv: Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie Menschen mit Gewalt von ihrem Land vertreiben oder das Trinkwasser vergiften. Das Lokalkomitee will sich in den kommenden Monaten weiter engagieren und das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. Wir finden es wichtig, dass wir uns auch in Bonstetten-Wettswil mit der Konzernverantwortungsinitiative befassen. Heute können Konzerne wie Glencore Menschen für die Vergrösserung von Kohle- und Kupferminen vertreiben, Flüsse und Felder mit Abwässern und die Luft mit Abgasen vergiften. Nestlé gewinnt Mineralwasser aus Grundwasserzonen, wodurch in nahen Dörfern die Brunnen versiegen. Die Konzernverantwor-

Mitglieder des Lokalkomitees an der Standaktion. (Bild zvg.) tungsinitiative schafft endlich klare Regeln, um diesem Verhalten einen Riegel zu schieben. Interessierte können sich melden (michael.nanz@fian-ch.org) oder sich direkt unter konzern-initiative.ch/lokalkomitee-bonstetten-wettswil informieren, als unterstützende Person oder Mitglied eintragen. Weitere Aktivitäten zur Information der Bevölkerung werden folgen. Michael Nanz, Bonstetten, Lokalkomitee für die Konzernverantwortungsinitiative


Serie

Freitag, 20. September 2019

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Spurensuche an einem verschwundenen Ort: Hof und Ziegelei Meili im Chapf, Bonstetten Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (137)

Der Bauernhof Meili von der Bahnlinie aus gesehen. In der linken Scheune befand sich einst der Ziegelbrennofen. Ölbild von Theres Meili-Stalder, 1984.

Karl Meilis Schimmel führen einen Kutschen-Korso in Bonstetten an. (Archivbilder zvg.)

«Schimmel-Meili» wurde der letzte Besitzer auch genannt, weil er mit seinen zwei Schimmeln Hochzeitskutschen führte. Heute erinnert kein einziger Stein mehr an seinen Bauernhof und die einstige Ziegelhütte an der Kantonsstrasse, von Hedingen her kommend, kurz vor Bonstetten.

stand. Eile war geboten, denn pünktlich fuhr der Zug weg. Abnehmer war der Milchverband in Zürich.

Die Ziegelhütte Meili

................................................... von willy hug Die beiden prächtigen, weissen Pferde, die Schimmel Nelli und Bernia von Karl Meili sind legendär. Einer Landauer-Hochzeitskutsche vorgespannt, verliehen sie vielen Hochzeitsfesten eine glanzvolle und festliche Note. Aber auch an vielen anderen Anlässen führte Karl Meili mit seinen beiden Schimmeln den Kutschen-Korso an, oft auch an Festumzügen in Zürich. Im Stall des Hofes stand aber auch immer ein «Eidgenoss». Das waren Pferde, welche er als Dragoner bei der Kavallerie von der Armee ersteigerte und auf dem Hof einsetzte. Wer heute auf der Hauptstrasse im Chapf (früher auch Kapf ) im Auto an den Wiesen vorbeifährt, kann sich wohl kaum vorstellen, dass hier einst beidseits der Strasse, ein Bauernhaus und grosse Scheunen mit einer Ziegelhütte standen. Alte Bilder zeigen denn auch eine Idylle. Eine Strasse, umsäumt von Obstbäumen, welche mitten durch den Hof führt. Das stetig zunehmende Verkehrsaufkommen war denn auch der Grund, weshalb der eng an die Strasse angrenzende Bauernhof weichen musste. Nach 1985 verschwanden nach und nach die beiden grossen Scheunen. Bis etwa 2011 stand noch lange als letzter Zeuge das Bauernhaus alleine an der Strasse. Verschwunden sind auch die vielen Obstbäume. Unmittelbar beim Hof führte einst die Kantonsstrasse geradeaus nach Birmensdorf und eine Abzweigung zum Dorf Bonstetten. Aber bereits zu Zeiten von Gemeindepräsident Max Huber konnte eine Umfahrungsstrasse um Bonstetten gebaut werden. Die einstige Zufahrtsstrasse zum Dorf ist heute nur noch eine Nebenstrasse mit Fahrverbot, ausser für die Anwohner. Der Flurname Chapf deutet auf die rundliche Kuppe, den vorspringenden Hügelzug bei Bonstetten.

Der Bauernhof von Karl Meili um 1950.

Die Schimmel Bernia und Nelli von Karl Meili waren an jedem Anlass ein Hingucker. Hochzeitsfest um 1940. Landwirt, Kutscher, Obstlieferant, Milcheinnehmer Die Meilis im Chapf, der 1892 geborene Karl und seine Frau Wilhelmine, eine geborene Bohli von Stallikon, mit ihren Kindern Mina, Karl junior und Alice beschreiben Zeitgenossen als «Chrampfer». Anfänglich halfen den Eheleuten auf dem Bauernhof Karls Brüder Rudolf, Ernst und Paul Werner. Dazu gesellten sich auch die Schwestern Mina und Rosa. Fast alle blieben

später im Säuliamt verheiratet. Nach und nach übernahm Karl den Hof alleine und führte ihn zusammen mit einem Knecht. Zum Verdienst trugen nebst der Landwirtschaft und den Kutschenfahrten auch Kundenlieferungen nach Zürich bei. Er lieferte Obst und Kartoffeln. Seine 1925 geborene Tochter Mina kann sich heute noch daran erinnern, wie eine Familie in Zürich immer nur die kleinsten Äpfel für ihre Kinder wünschte. Auch Turpen zum Heizen lieferte er. Gegenüber dem

Bahnhof Bonstetten wurden diese in einem grossen Torfmoor gestochen, anschliessend getrocknet und im Winter zum Heizen verwendet. Viele Jahre war Karl Meili in Bonstetten auch der Milcheinnehmer. Die Bauern brachten ihre Milch zur Milchsammelstelle, der «Hütte». Zum Teil geschah dies mit am Rücken angehängten Taussen. Es kamen dann bis zu 40 Milchkannen zusammen. Mit Ross und Wagen führte er diese zum Bahnhof, wo ein Güterwagen bereit-

Die Talmulden zwischen Hedingen und Wettswil mit ihren mächtigen Lehmvorkommen aus der Gletscherzeit gaben ideale Bedingungen für die Ziegelherstellung. Den Lehm nutzten bereits Karl Meilis Grossvater, der 1813 geborene und mit Rosina Baur verheiratete Hans Rudolf und sein 1859 geborener Vater, Johann Rudolf Meili-Dubs, als saisonalen Nebenerwerb. Den Lehm holten sie zuerst in unmittelbarer Nähe bei den heutigen Bahngeleisen, später zwei Kilometer nördlich auf der Talebene «im Moos». 1856 baut Karls Grossvater im Chapf eine Scheune. In der Folge wird er als Ziegler erwähnt und auch seine Ziegelhütte wird aktenkundig. Um die Vermischung mit Strassenstaub zu vermeiden, wurde der Lehm im Winter mit einem Pferdeschlitten geholt. Genauere Angaben über die Ziegelei Meili sind von 1907 bekannt: «Die obersten Partien der Lehmgrube wurden für Backsteine, die tieferen und fetteren Lehmschichten für Ziegel verwendet. Der jährliche Aushub betrug 220 bis 400 m³, Brandfarbe der Ziegeleikeramik war beige.» 1916 taxiert die Brandversicherung den Ziegelbrennofen als baufällig. Eine Handziegelei konnte auch nicht mehr konkurrieren gegen die mechanischen Ziegeleien. Die Ziegelhütte Meili war nicht die einzige in dieser Gegend, bekannt ist zum Beispiel auch eine Ziegelhütte im Schachen, Bonstetten. Johannes Nievergelt, Konrad und ein weiterer Bruder übernahmen dort 1867 die von ihrem Vater Felix betriebene Ziegelhütte. 20 Jahre später kam es jedoch zum Konkurs. Zwischen 1837 und 1855 wird auch ein Leonhard Baumann, Ziegelhüttenbesitzer in Bonstetten erwähnt. Aus Hedingen ist zur selben Zeit ein Johannes Rinderknecht, sowie sein Sohn Leonhard bekannt. Das Ende des Ziegeleigewerbes im erwähnten Gebiet bedeutete 1932 die Schliessung der 1781 gegründeten, grossen, mechanischen Ziegelei beim Bahnhof Bonstetten/Wettswil. Die ehemaligen Lehmgruben, heute die Weiher am Bahngeleise und noch einzelne Backsteingebäude, erinnern an das einstige Gewerbe.


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Gewerbe

Freitag, 20. September 2019

Baustart von d’Albis Beck Café in Ottenbach Am Dorfplatz in Ottenbach entsteht bald ein Bäckereiladen mit Café. Der Umbau und die Umnutzung des alten Postgebäudes haben bereits begonnen. D’Albis Beck, welche für eine über 120-jährige regionale Bäckerstradition steht und zur Landi Albis gehört, eröffnet ihre erste Bäckerei- Filiale.

so Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, welche d’Albis Beck betreibt. Und erklärt weiter: «Ein wichtiger Punkt ist, dass wir noch vermehrt regionale Produkte im Sortiment anbieten, damit unsere Landwirte und lokalen Produzenten an Bedeutung gewinnen.» Der neue Betriebsleiter, Carlo Saner aus Muri, wird mit seinem Team ab Ende November für die Kundschaft bereit sein. Als versierter Gastgeber mit einem langjährigen Erfahrungsspektrum weiss er, worauf es bei den Gästen ankommt. Er freut sich sehr auf die grosse Herausforderung, einen neuen Standort aufzubauen und mit einem ansprechenden Konzept zu überzeugen. Im neuen Verkaufsladen findet der Kunde sämtliche Produkte, welche in der Backstube d’Albis Beck in Mettmenstetten frisch und von Bäckershand hergestellt werden. Das ku-

linarische Angebot beinhaltet Gross-, Spezial- und Kleinbrote, Sandwiches und Canapés, frische Salate, Blätterteig- und Süssgebäck, Torten, Cakes sowie eine grosse Auswahl an feiner Patisserie und Wähen. Weiter lädt ein Café mit 30 Sitzplätzen drinnen und 20 Sitzplätze in der Gartenwirtschaft an sieben Tage in der Woche zum Verweilen ein. Nebst dem Kaffeebetrieb, bei welchen eine breite Palette von Leckereien bereitstehen, werden auch Snacks zum Mittagessen angeboten. Mit Rösti in verschiedenen Varianten möchte d’Albis Beck eine besondere Spezialität auftischen. Die Bäckerei bürgt für Frische, weshalb auch vor Ort gebacken wird. Mit viel Elan geht das Team d’Albis Beck diese Herausforderung an und freut sich auf die Kundschaft am neuen Standort in Ottenbach. (pd.)

Von der Einrichtung der Poststelle, welche letztes Jahr noch in Betrieb war, ist bald nichts mehr zu sehen. Anstelle von Paketen und Briefen werden bald kulinarische Köstlichkeiten über die Theke angeboten. Der Dorfplatz ist eine wichtige Begegnungszone. Die Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit dem Stockwerkeigentümer ein Projekt erarbeitet, um der Dorfbevölkerung ein attraktives Angebot zu bieten. Nun gilt es, das Besprochene umzusetzen. Die Einbauarbeiten des Albis Beck Cafés sind voll im Gange. Alle Beteiligten freuen sich auf das vorliegende Projekt d’Albis Beck. Damit konnte ein geeigneter Mieter gefunden werden, welcher den Bedürfnissen der Einwohner entspricht. «Für d’Albis Beck ist dies die erste Filiale in dieser Art und daher möchten wir uns ganz besonders für ein Armin Heller, Geschäftsführer Landi Albis, Mechthild Schindler, Bauleiterin Ladenmacher, Gabi Noser, erfolgreiches Ge- Gemeindepräsidentin Ottenbach, und Bruno Etterlin, Liegenschaftsverwalter LGO (v.l.n.r.) freuen sich lingen einsetzen», auf den neuen Ausbau im Stockwerkeigentum des ehemaligen Postgebäudes. (Bild zvg.)

Nähen - wieder voll im Trend

Bernina-Nähcenter neu im Coopark Affoltern

Hypnose – ein Begriff der zu oft Bilder von hypnotischen Opfern hervorruft, die unglaubliche Dinge tun. Show-Hypnose nennt sich das. Auch sie unterliegt, wie jede andere Hypnoseform, dem freien Willen des Hypnotisanten. Susanne Kintia Nua Weiss. (Bild zvg.) Doch was ist Hypnose wirklich? Wie funktioniert sie und wie wird sie im therapeutischen, medizinischen und in Coaching-Bereichen angewandt? Hypnose (abgeleitet vom altgriechischen hypnos = Schlaf) bezeichnet einen Zustand künstlich erzeugten, partiellen Schlafes. Wie aus der Gehirnforschung bekannt ist, durchschreiten die Menschen im Übergang vom Tagesbewusstsein zum Tiefschlaf verschiedene Bewusstseinszustände. Das Gehirn schwingt in beta-, alpha-, theta- und delta-Wellen. Diese Zustände sind absolut natürlich und kommen im Leben eines gehirngesunden Menschen täglich vor. Nun kann man sich das menschliche Gehirn als einen Bio-Computer vorstellen. Die Hardware wird in den ersten Lebensjahren programmiert. Ein Kind lernt sein Verhalten von seinem nächsten Umfeld. Ein Baby, zum Beispiel, ist vollständig offen. Es hat keine Bewusstseins-Filter und nimmt von seinem Umfeld alles vollständig und direkt auf. Dieses Lernen sichert ihm somit sein späteres selbstständiges Überleben als Mensch. Die Grundprogrammierung wird im Alter von 13 bis 16 Jahren abgeschlossen und durch die Trennung von Tages- zu Unter-Bewusstsein gesichert. Die im Unter-Bewusstsein abgespeicherten Programme laufen vollautomatisch ab. Wir müssen uns nicht weiter bewusst darum bemühen. Eine geniale Sache! Was wir gelernt haben

Susanne Kintia Nua Weiss. (Bild zvg.) (programmiert), fällt uns leicht und benötigt einen geringeren Energieaufwand. Doch was ist mit den Fehlprogrammen? Solche, die Missbehagen und Krankheit hervorrufen und uns an einem glücklichen und erfolgreichen Leben hindern? Das ist genau der Punkt, wo Hypnose-Therapie ansetzt. Durch die induzierte Tiefenentspannung öffnen wir das Tor zum Unterbewusstsein und lösen dort die Fehlprogramme raus. Eine Neuprogrammierung kann stattfinden. Im medizinischen Bereich dient sie der Unterstützung von Narkose und Schmerzmanagement, während Sportler beispielsweise durch hypnotisches Suggerieren zu Höchstleistungen gepusht werden. Kurse zu Selbst-Hypnose finden am 4./11. November und 1./8. November jeweils von 19 bis 21 Uhr im Yogazentrum am Weiher in Zwillikon statt. Der Kurs beinhaltet Einführung in Selbst-Hypnose und arbeitet mit Suggestionen. (pd.) Details und Buchungen für Einzelsitzungen in Hypnose-Therapie unter www.praxis-lazuli.

Ein grosses Fest zum 100-Jahr-Jubiläum In Oberlunkhofen herrschte am vergangenen Wochenende tolle Feststimmung. Dafür verantwortlich war die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis, die anlässlich ihres 100-Jahr-Jubiläums für die Region ein rauschendes Fest auf die Beine gestellt hat.

Das Bernina-Nähcenter ist neu im Coopark in Affoltern. Inhaber Toni Imboden erzählt im Interview, wie sich das Nähen verändert hat und warum es wieder voll im Trend ist. Die Digitalisierung geht auch an Ihrem Business nicht spurlos vorbei, Nähmaschinen funktionieren heute wie Computer mit Touch-Screen-Steuerung. Muss ich als Bediener überhaupt noch etwas selber machen? Toni Imboden: Also, das Einfädeln funktioniert noch genau gleich wie früher. Die neuen Maschinen sind aber jetzt intuitiv bedienbar und können beispielsweise auch sticken – das ist sehr beliebt. Durch die neuen Maschinen hat sich in den letzten Jahren auch das Nähverhalten verändert. Während man früher die Nähmaschine fast nur bediente, um etwas zu flicken oder in der Grösse anzupassen, geht es heute eher um das kreative Moment. Braucht es für moderne Nähmaschinen eine Schulung oder einen Kurs? Wer in einer unserer Filialen eine Nähmaschine kauft, erhält eine ausführliche Instruktion. Danach sollte man alle Möglichkeiten kennen und die Maschine vollumfänglich nutzen können. Und falls doch noch Fragen auftauchen, sind wir jederzeit für unsere Kunden da. Im Moment bieten wir übrigens die Bernina 5er-Serie mit bis zu 1000 Franken Rabatt an. Eine tolle Gelegenheit, um sich den Traum von einer eigenen Nähmaschine zu erfüllen. Ist Nähen überhaupt noch angesagt?

Hypnose, Selbsthypnose – wie funktioniert das?

Geschichte aufgearbeitet

«Lassen Sie sich vom Nähfieber anstecken» – Bernina-Inhaber Toni Imboden. (Bild zvg.)

Und wie! Gerade die Jungen, die Digital Natives, die mit dem Computer quasi zur Welt gekommen sind, machen gerne wieder Dinge selbst. Sie mögen die Haptik, lassen mit viel Begeisterung etwas selbst entstehen und halten am Schluss stolz ein Resultat in den Händen. Schon 13- oder 14-jährige Teenager bestürmen ihre Eltern, eine Nähmaschine zu kaufen. Gibt es spezielle Trends in Ihrer Branche? Ja, natürlich. Die Gesellschaft verändert sich und damit auch die Mode und die Textilien. Im Moment zum Beispiel bestätigt sich auch bei uns der Trend zu ökologischem Bewusstsein. Die Leute wollen weniger wegwerfen und bewusster konsumieren. Da passt das Nähen per se hervorragend dazu.

Zudem gibt es auch immer mehr ökologische Stoffe und wir haben gar ökologischen Faden im Angebot, der aus recycelten Pet-Flaschen hergestellt wird. Nachhaltigkeit ist also ganz sicher ein Trend. Deshalb legen wir als Unternehmen auch grossen Wert auf unseren After-Sales-Service: Nebst der bereits erwähnten, ausführlichen Beratung vor dem Kauf, bieten wir für alle unsere Maschinen einen eigenen Reparatur-Service an. So haben unsere Kundinnen lange Freude an ihrer Nähmaschine, denn eine sorgfältig gewartete Bernina-Nähmaschine hat eine Lebensdauer von gut und gerne 20 Jahren. (pd.) Bernina Nähcenter AG, Büelstrasse 15, Coopark, Affoltern.

Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis hat sich bewusst nicht ins Zentrum des Festwochenendes gestellt. Lediglich eine kleine aber feine Plakat-Ausstellung zeigte den Wandel der Bank und der Region in den letzten 100 Jahren auf. Physische, von Hand nachgeführte Kassenbücher, Protokolle und Sparhefte veranschaulichten die Fortschritte, die die Digitalisierung seit dem Gründungsjahr 1919 mit sich gebracht hat, auf eindrückliche Art und Weise.

Für jeden etwas Auf dem abwechslungsreichen Programm standen unter anderem Oesch’s die Dritten, Peach Weber oder Baba Shrimps. Letztere überraschten das Publikum mit einem spontanen Auftritt inmitten der Zuschauer. Für grosse Kinderaugen sorgten zudem das Zauberduolino Domenico – die übrigens auch bei den Eltern für Verblüffung sorgten – sowie «Pfote mampf Quark», die für den kurzfristig verhinderten Ueli Schmezer eingesprungen sind. Die Stars scheuten den Kontakt zu den Besuchern keineswegs, gaben doch viele Künstler im Anschluss an die Konzerte und Vorführungen eine Autogrammstunde oder stellten sich

Sorgte für gute Stimmung: Peach Weber. (Bild zvg.) ohne Wenn und Aber für ein Foto zur Verfügung. André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung, war nach den Festtagen erleichtert: «Es ist genauso gekommen, wie wir es uns gewünscht haben. Viele schöne Begegnungen und eine gute, friedliche Stimmung. Vielen Dank an alle Helfer, Vereine und Caterer, die uns unterstützt und dieses Fest so überhaupt möglich gemacht haben.» (pd.)


Veranstaltungen

Freitag, 20. September 2019

Crashkurs Reformation EM-Kletterer Wegen des grossen Interesses bietet Pfarrerin Bettina Bartels den Kurs noch einmal an. > Seite 23

Michel Erni darf die Schweiz an den kontinentalen Titelkämpfen in Italien vertreten. > Seite 27

Was strahlt auf uns zu? Info-Veranstaltung zu 5G in Wettswil Am kommenden Donnerstag, 26. September, lädt der Verein «Stop 5G in Wettswil» zum Info-Anlass mit Baubiologe Peter Schlegel. Seit drei Monaten sammelt in Wettswil der Verein «Stop 5G in Wettswil» Unterschriften gegen neue Sendeanlagen, gegen die Aufrüstung von bestehenden Anlagen und für die Ausserbetriebsetzung von bereits auf 5G aufgerüsteten Anlagen. «Wir stehen kurz davor, unser erstes Etappenziel von 1000 Unterschriften zu erreichen», sagt Wolfgang Wolfsgruber. An zwei Unterschriften-Sammelaktionen suchten die Vereinsmitglieder den Kontakt mit der Bevölkerung und legten ihre Sicht der Dinge dar. Für Erstaunen sorgte etwa die benötigte Netzdichte, die hohen Anlagekosten und vor allem, dass es bisher keine unabhängige Unbedenklichkeitsstudie zu 5G gibt.

Eva Wolfsgruber, Präsidentin von «Stop 5G in Wettswil» bei der Unterschriftensammlung. (Bild zvg.) Die Wettswiler 5G-Gegner haben ihre Petition auch anderen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Urdorf etwa hat darauf alle Baugesuche von

Mobilfunkbetreibern vorläufig sistiert. In Rifferswil läuft die Unterschriftensammlung bereits und auch aus anderen Ämtler Gemeinden hätten sich Personen gemeldet, die an einer lokalen Petition Stop 5G interessiert seien, so Wolfsgruber. Am kommenden Donnerstag, 26. September, lädt der Verein «Stop 5G in Wettswil» zum Info-Abend mit ETH-Ingenieur und Elektrosmog-Experte Peter Schlegel. Er wird die 5G-Technologie grundsätzlich vorstellen, aber auch auf deren Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen eingehen und Möglichkeiten, sich gegen Strahlung zu schützen. Anschliessend bleibt Zeit für eine Diskussion und die Beantwortung von Fragen sowie einen Apéro. (tst.) Mobilfunk 5G: Segen oder Fluch? Info-Anlass am Donnerstag, 26. September, 20 Uhr, Mehrzwecksaal Schulhaus Ägerten, Dettenbühlstrasse 1, Wettswil. Eintritt frei, Kollekte.

Präsentation und Information zum Ersatzneubau des «Seewadels»

Seit der Annahme des Projektierungskredites im Juni 2018 haben das Projektteam und der Objektausschuss zusammen mit dem Generalplanerteam viel Arbeit geleistet. Nun ist die

Der Klang der Stimme Die Erbauer der Kirche in Kappel waren wahre Baumeister. Dass die Baumeister aber auch hervorragende Akustiker waren, wird einem erst klar, wenn man darin singt. Dafür wurde sie gebaut, als Klangraum für das gesungene Lob Gottes. Alle Interessierten sind am Samstag, 28. September, herzlich eingeladen, diese Akkustik mit ihrer eigenen Stimme und jenen der anderen gemeinsam zu erleben. Gesungen werden für die Christnachtfeier das sphärische «Panis angelicus», Engelsbrot, des lettischen Komponisten Rihards Dubra und ein «Choral Amen in F» von John Rutter. Dazu kommt das «O nata lux de lumine» von Morten Lauridsen. Die Gruppe von rund vierzig Sängerinnen und Sängern singt ohne Noten und lässt sich ganz von Klangsinn und Gehör leiten. (pd.) Gemeinsames Singen am Samstag, 28. September, 9.30 Uhr. Danach singt die Gruppe jeden Samstag ab dem 2. November bis zur Christnachtfeier (diese findet am 24. Dezember um 23 Uhr statt). Nähere Auskünfte: Pfarrer Christof Menzi, Telefon 044 764 12 59, christof.menzi@zh.ref.ch, kirchekappel.ch.

Grundlage erarbeitet, damit die Unterlagen für die Urnenabstimmung vom 9. Februar 2020 erstellt werden können. Dem Objektausschuss, unter der Leitung der Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann, ist es ein Anliegen, allen Interessierten den aktuellen Stand des Ersatzneubaus Haus zum Seewadel zu präsentieren. Der Bevölkerung und den Interessengruppen wird die Gelegenheit geboten, mit dem verantwortlichen Generalplaner und Architekten, Lukas Bucher von blgp-architekten, Fabrizio Meo, Projekt- und Abteilungsleiter Immobilien, Verena Feller, Leiterin Haus zum See-

wadel, sowie weiteren Mitgliedern des Projektteams das direkte Gespräch zu suchen. Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit, die Pläne zu studieren, den anwesenden Fachpersonen Fragen zu stellen und dazu im Café Seewadel ein Flying Dinner zu geniessen. Die Bevölkerung von Affoltern am Albis kann sich an diesem Abend aus erster Hand die wichtigsten Informationen holen. (pd.) Präsentation und Information zum Ersatzneubau Haus zum Seewadel, Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr, Mehrzweckraum, 5. Stock, Haus zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern.

Ein feiner, nachhaltiger Markt Am Sonntag, 24. November, von 10 bis 17 Uhr, findet in der Umweltarena in Spreitenbach der «Mamalicious Sustainable Market» statt. Im Fokus steht das Thema Nachhaltigkeit. Frühzeitig nachhaltige Weihnachtsgeschenke einkaufen und so dem Einkaufsstress vor Weihnachten galant entkommen? Genau einen Monat vor Weihnachten bietet der «Mamalicious Sustainable Market» den Besucherinnen und Besuchern der Umweltarena einen zeitgemässen «Eco-Indoor-Weihnachtsmarkt» mit spannenden Ausstellern, Produkten und hochwertigen Angeboten. Zu kaufen gibt es bezaubernde, einzigartige und innovative Geschenkideen für die ganze Familie. Dies in der nachhaltigsten Event-Location der Welt, der Umwelt Arena Schweiz. Der Sustainable Market bietet Kinder- und Babybetreuung, eine Bastel-, Tanz- und Sing-Ecke, einen Indoor-Parcours für Testfahrten mit Zwei-, Drei- und Vierrad-E-Fahrzeugen, Workshops und ei-

Das Leben geniessen Serie Menschen im Säuliamt: Sylviane Ney ist selbstständig als Weinfachfrau tätig. > Seite 31

Aufrütteln oder trösten?

Die nächsten Tage im «LaMarotte»

Alle Informationen aus erster Hand

Die Planungsarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass die Abstimmungsunterlagen erstellt werden können. Doch vorher ist es dem Projektteam eine grosse Freude, am Donnerstag, 26. September, um 18.30 Uhr der Öffentlichkeit die Pläne vorzustellen.

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ne Nachhaltigkeits-Ausstellung. Nachhaltige Kulinarik liefert das Restaurant Klima, im Restaurant selber oder direkt am Markt mit Raclette, Glühwein und vielem mehr. Im Eintritt inbegriffen ist der Besuch der Umweltarena mit ihren 45 interaktiven Ausstellungen voller Anregungen zu einem modernen, bewussten Leben. Besucherinnen und Besucher erfahren viel Neues und Spannendes über Energieeffizienz im Alltag, ausgewogene Ernährung und über Trends im Umweltbereich. An jenem Sonntag profitieren alle Umweltarena-Besucherinnen und -Besucher von speziellen Eintrittspreisen: Der Spezial-Eintritt in die Umweltarena inklusive «Mamalicious Sustainable Market» kostet am 24. November 10 Franken, Kinder bis zwölf Jahre sind gratis. (pd.) Öffnungszeiten Umweltarena Schweiz: Besucher: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Events/Führungen: täglich, nach Vereinbarung. Aktuelle Öffnungszeiten und Daten Indoor-Parcours siehe www.umweltarena.ch.

9. Festival «Filme für die Erde» Das von der Unesco ausgezeichnete Festival zeigt heute – in Zusammenarbeit mit LaMarotte – in der Aula Ennetgraben auserlesene Filme rund um die Themen Umwelt, Naturschutz und Ökologie. Der Eintritt ist – mit Ausnahme fürs Lunchkino um 12 Uhr – frei. Heute Freitag, 20. September, 12 bis 13.15 Uhr Lunchkino (für Jugendliche und Erwachsene) Eintritt 22 Franken. 16 bis 17.30 Uhr: Honeyland (für Jugendliche und Erwachsene). 18 bis 19.30 Uhr: The Biggest Little Farm (After-Work-Filmvorführung) 20 bis 22 Uhr: Serengeti Rules (Abendveranstaltung, Eröffnung mit Livestream). Türöffnung jeweils 30 Minuten vor Beginn.

Jazz am Donnerstag Mit dem LaMarotte Swingtett und ihrem neuen Programm «Jumping the Blues», passend zum Spät-SommerBlues, denn wer kennt ihn nicht, diesen Blues: Die Tage werden deutlich kürzer, die Abende kühler und morgens hängt wieder Nebel in den Wiesen …

Der Posaunist Vincent Lachat ist Gastsolist beim Konzert des «Marotte Swingtetts.» (Bild zvg.) Das LaMarotte Swingtett hält dagegen. Es spielen der Gast-Posaunist Vincent Lachat, der Saxofonist Duke Seidmann, der Pianist Peter Niederer und die kompakte Rhythmusgruppe mit dem Gitarristen Christoph Haefeli, dem Bassisten Arno Calonder und Thomas Gütermann am Schlagzeug. Die Band bietet unter anderem mehrere Stücke als «Tribute to Benny Goodman». (pz) Donnerstag, 26. September, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Essen 18 Franken. Platzreservierungen empfohlen über Telefon 044 760 52 62 oder www.lamarotte.ch.

Geburt: gut vorbereitet

Achtteiliger Kurs im Familienzentrum Ab Freitag, 25. Oktober, jeweils von 8.45 bis 9.45 Uhr findet im Familienzentrum Affoltern der achtteilige Geburtsvorbereitungskurs mit Schwangerschaftsgymnastik statt. Die Vorfreude auf ein neues Familienmitglied ist gross. Ein Baby zu bekommen, ist immer eine lebensverändernde Erfahrung. Umso wichtiger ist es, sich auf die Geburt und auch die Zeit danach vorzubereiten. Bewegung, Sport sowie Entspannungs- und Atemübungen während der Schwangerschaft sorgen für ein gutes, selbstbewusstes Körpergefühl und können diverse Schwangerschaftsbeschwerden vorbeugen und die Geburt erheblich erleichtern. Die erfahrene Hebamme Judith Wyss-Kaufmann gestaltet die Lektionen in einer lockeren Atmosphäre und vermittelt den Teilnehmerinnen ihr Wissen und ihre Erfahrungen über diese intensive Zeit. Der Körper wird mit angepassten Übungen fit gehalten und verschiedene Themen rund um die Schwangerschaft, Geburt, körperlianzeige

Im Kurs werden auch Entspannungsund Atemübungen gemacht. (Bild zvg.) che Veränderungen, Stillen, Wochenbett sowie Partnerschaft und das Neugeborene werden eingehend besprochen und so Platz für einen persönlichen Austausch geschaffen. (GS) Weitere Infos und Anmeldung unter 044 760 12 77, kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch oder www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Hedingen

Sonntag, 22. September 10.00 Gottesdienst Pfarrer Jürgen Schultz Orgel: Susanna Baltensperger Donnerstag, 26. September Generation 60+ Ausflug nach Zug mit Stadtrundgang (mit Stadtführer vom Tourismusbüro) Anschliessend Mittagessen Abfahrt ab Aeugst, Dorf: 9.21 Uhr. Bitte bis Montag, 23. September, bei Ruth Bieri anmelden: 078 826 50 65 Freitag, 27. September 12.00 Kolibri in der Chilestube

Sonntag, 22. September 11.00 Chile (nöd nur) für di Chliine a de Chilbi Nach dem Landfrauen-z’Morge und vor dem «schnällschte Hediger» laden wir Jung und Alt zum traditionellen ökumenischen Chilbi-Gottesdienst in den Singsaal vom Schulhaus Schachen ein

Ref. Kirche Affoltern a. A. Sonntag, 22. September 9.30 bis 9.55 Uhr «Morgenlob» Singen in der Kirche mit Chr. Sommer 10.00 Gottesdienst Pfr. Th. Müller Mittwoch, 25. September 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfr. W. Schneebeli 19.00 Living Library im Ulmensaal Freitag, 27. September 14.00 «Wie ein Wunder» Erzählcafé im Pfarrhaus in Maschwanden

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 22. September 10.00 Erntedank-Gottesdienst auf der Rotenbirben (Rütistr. 5) Mit Pfrn. S. Sauder, Taufe von Amélie Mia Arnold, Hedingen Mitwirkung der Minichile-Chind & dem Musikverein Bonstetten Anschliessend «RotebirbeApéro» mit Moscht und Brot

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 22. September 11.00 Gottesdienst mit Pfarrer Christof Menzi Montag, 23. September 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Donnerstag, 26. September 19.00 Jugendgottesdienst Freitag, 27. September 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche 12.00 Zäme Zmittag in der Zwinglistube Anmeldung bis Mittwochabend an sonja_billeter@datazug.ch oder 044 764 02 15 (Pfarramt)

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 22. September 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Ch. Menzi Dienstag, 24. September 19.00 Jugendgottesdienst 20.00 Gesprächskreis im Pfarrhaus

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche. Freitag, 20. September 19.30 Offenes Taizé Singen in der Klosterkirche Sonntag, 22. September 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Christof Menzi Mittwoch, 25. September 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 26. September 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Regula Eschle Wyler Voranzeige Sonntag, 6. Oktober 15.00 Uhr bis Montag, 7. Oktober 10.30 Uhr KlosterTag Theologie «Heinrich Bullinger: Der unterschätzte Reformator» Weitere Infos unter: www.klosterkappel.ch

Ref. Kirche Knonau Freitag, 20. September 18.00 Konfirmandenunterricht im Pfarrhaus Sonntag, 22. September Gottesdienst auswärts zu besuchen

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 22. September 11.00 Ökumenischer Chilbigottesdienst in Mettmenstetten Freitag, 27. September 14.00 Erzählcafé im Pfarrhaus in Maschwanden

Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Freitag, 20. September 19.30 Benefizkonzert «BRASSISSIMO» zugunsten von Sano Prakash Sonntag, 22. September 11.00 Ökumenischer Familiengottesdienst an der Chilbi Montag, 23. September 14.00 Themennachmittag «Wie war das damals?» im reformierten Pfarrhauskeller Freitag, 27. September 14.00 Erzählcafé im Pfarrhaus Maschwanden Thema: «Oh Wunder!» www.ref-mettmenstetten.ch

Samstag, 21. September 10.00 Fiire mit de Chline im Pfarreizentrum Thema: Erntedank 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 22. September 10.00 Firmung mit Monsignore Andreas Markus Fuchs 19.00 Santa Messa

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 22. September 9.45 Kolibri Sonntagsclub für Kinder im ref. Kirchgemeindehaus 10.00 Mitmach-Gottesdienst Pfrn. Eva Eiderbrant und Team Erich Eder, Orgel Anschliessend Chilekafi Montag, 23. September 15.45 Minichile im ref. Kirchgemeindehaus Dienstag, 24. September 17.30 Konf-Unterricht im ref. Kirchgemeindehaus Mittwoch, 25. September 15.00 und 17.00 Uhr «PFARRCOURS» für die 6. Klasse und Oberstufe Donnerstag, 26. September 12.00 Club 4, Gruppe Omega www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 22. September 10.00 Gottesdienst Pfarrer Andres Boller Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Kafi uf de Heiweg www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 22. September 10.30 Ökumenischer Chilbi-Gottesdienst zum Erntedank, «Gott sorget» Im Festzelt, Diakon Matthias Kühle-Lemanski und Pfrn. Yvonne Schönholzer Gesangsverein Rifferswil

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 22. September 19.00 Kirche Stallikon Taizé-Gottesdienst mit Abendmahl Pfr. Otto Kuttler und Musikerin Zhanel Messaadi Fahrdienst: Anmeldung bis 21. Sept. unter 044 700 45 45 Montag, 23. September 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Jugendhaus Stallikon Donnerstag, 26. September 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil 12.30 Wettswiler Senioren Mittagessen im Restaurant Hirschen 14.30 Kafi Träff im Kirchgemeindesaal Wettswil

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 21. September 18.00 Vorabendmesse 19.30 Santa Messa in lingua italiana Sonntag. 22. September 10.00 Heilige Messe Patrozinium mit dem MauritiusChor Dienstag, 24. September 19.30 Heilige Messe 20.15 Gebetsabend «Laudemus» Mittwoch, 25. September 9.15 Ökumenisches Morgengebet 19.30 Heilige Messe zu Bruder Klaus Donnerstag, 26. September 9.00 Heilige Messe 19.00 Rosenkranz

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 21. September 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 22. September Kein Gottesdienst in unserer Kirche 10.30 Ökumenischer Gottesdienst an der Chilbi Rifferswil Donnerstag, 26. September 8.15 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 22. September 9.30 Keine Eucharistiefeier in der St. Burkard Kirche Mettmenstetten 11.00 Ökumenischer Gottesdienst im Chilbizelt Mettmenstetten mit Pfr. L. Huber und Pfr. A. Fritz Musikalische Umrahmung mit Jodler-Klub am Albis

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 22. September 10.30 Gottesdienst

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 21. September 19.15 Tweens grow Sonntag, 22. September 10.00 Gottesdienst David Ruprecht Kinderprogramm Montag, 23. September 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 25. September 14.15 60plus Bibeltreff Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 22. September 9.45 Gottesdienst (Hanspeter Baer) mit EMKids Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 22. September 10.00 Gottesdienst (Predigt: Emmanuel Lippuner) Hüeti und KingsKids Donnerstag, 26. September 14.30 FrauenTreff Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 22. September 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm Mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 22. September 10.30 Gottesdienst Hort/Sonntagsschulen/Unterricht Donnerstag, 26. September 20.00 Bibelabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Veranstaltungen

Freitag, 20. September 2019

Verbundenheit und Begehren in der Partnerschaft

Wie war das genau?

Crashkurs Schweizer Reformation Wegen des grossen Interesses bietet die Affoltemer Pfarrerin Bettina Bartels den Crashkurs zur Schweizer Reformation zum Abschluss des Zwinglijahres ab dem 22. Oktober noch einmal an. Alle Interessierten – nicht nur Reformierte – sind herzlich eingeladen.

Paar-Session in sinnlicher, vertrauter Atmosphäre In einer Paar-Session, das ist wie ein Date mit dem eigenen Partner, der eigenen Partnerin. Zu zweit geniesst das Paar einen entspannten Abend und erhält dabei einige bereichernde, vielleicht auch aufrüttelnde Inputs. Die «Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich» lädt am 2. Oktober zum dritten Mal alle interessierten Paare zu einem anregenden Anlass ins Café Casino in Affoltern ein. ................................................... von marianne voss Paar-Session ist kein fortlaufender Kurs, der lückenlos besucht werden muss, oder wo peinliche Gesprächsrunden mit anschliessender Präsentation der Ergebnisse stattfinden. An einer Paar-Session, geniessen Paare mit der Partnerin/dem Partner einen bereichernden und durchaus auch humorvollen Abend. Das Ziel: Ein gemütliches Date mit der vertrauten Person, wo gleichzeitig die Beziehung gestärkt und vielleicht auch neu entdeckt werden kann. Der Raum für Gespräche zu zweit als Paar steht im Vordergrund. Die Paarberaterin und der Paarberater geben Inputs mit Themen und Anregungen für den Austausch. Bereits zweimal fand eine PaarSession in Affoltern statt. Beide Anlässe wurden rege besucht, und die Teilnehmenden – im Alter von 30 bis 80 Jahren – genossen den lockeren und inhaltsreichen Austausch. Am 2. Oktober findet um 19 Uhr im Café Casino in Affoltern die nächste Paar-Session statt, diesmal zum Thema: «Sex ist nicht das Wichtigste – oder doch? Wie Verbundenheit zunimmt und Begehren in der Partnerschaft Platz findet.» Durch den Abend führen wieder die Paarberaterin Dr.

Zukunft säen Am Samstag, 28. September, lädt die Stiftung Puureheimet Brotchorb in Stallikon zur jährlichen, landes- und europaweiten Aktion «Zukunft säen» ein. Unter dem Motto: «Das, was wir heute säen, steht morgen auf den Feldern und ist übermorgen unsere Nahrung», wird ein Nachmittag lang gemeinschaftlich ein Getreidefeld von Hand gesät und damit ein Zeichen für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft ohne Gentechnik gesetzt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Nach der Aussaat gibts Kürbissuppe, Kaffee und Kuchen. Beginn ist um 13 Uhr auf dem Hofbetrieb der Stiftung. (pd.) Stiftung Puureheimet Brotchorb, Hinterbuchenegg 38 in Stallikon, Tel. 044 710 98 92. Anmeldung nicht erforderlich, Anreise mit den ÖV wird empfohlen.

Mobil im Alter: Kurs in Bonstetten Am 3. Oktober findet in Bonstetten ein kostenloser Kurs für Senioren statt. Organisiert wird dieser vom Zürcher Verkehrsverbund und der Pro Senectute Kanton Zürich. Im Kurs zeigen Experten, wie man im Alter mithilfe der öffentlichen Verkehrsmittel selbstständig mobil bleiben kann. In einem Praxisteil üben die Teilnehmenden den Billettkauf am Automaten und erhalten praktische Tipps fürs sichere Unterwegssein (pd.)

Ist Sex wichtig? Oder nimmt der Alltag so viel Platz ein, dass die Lust vergeht? (Bild Marianne Voss)

Rebekka Kuhn und Paarberater Viktor Arheit, die beide für die «Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich» tätig sind. Sie geben anregende und auch erheiternde Gedankenanstösse, um die Partnerschaft zu stärken und in ungezwungener Atmosphäre dem Glück unter die Arme zu greifen. Ein paar Gedanken und Fragen zum Thema des Abends: «Was sind die Hoffnungen und Wünsche an die Intimität und Sexualität in der Beziehung? Wie erschaffen wir uns eine sinnliche Atmosphäre? Wie könnte ein sinnlicher Abend aussehen?» Es lohne sich sicher auch, dem Gedanken nachzugehen, warum und in welchen Situationen ich den Partner, die Partnerin eigentlich besonders attraktiv finde, erklären die beiden Fachpersonen und sie ergänzen: «Natürlich hat Sex in jeder Beziehung und in jeder Lebensphase einen anderen Stellenwert. Doch ganz ohne fehlt vielen Paa-

ren etwas.» Rebekka Kuhn (Leiterin der Beratungsstelle Dielsdorf) und Viktor Arheit (Leiter der Beratungsstelle in Affoltern) freuen sich wieder auf einen intensiven Abend mit vielen interessierten Paaren. Besonders wichtig ist ihnen im Zusammenhang mit dem Thema: «Wir wollen an diesem Abend einen behaglichen Rahmen schaffen, damit auch intime Gespräche zu zweit Platz haben.» Die Paar-Session-Abende stehen allen Paaren offen, unabhängig von Konfession, Alter oder der Form des Zusammenlebens. Der Preis (inkl. einem Begrüssungsgetränk nach Wahl) beträgt 15 Franken pro Person. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Den Zwinglifilm gesehen? Ab und zu etwas zu «500 Jahre Reformation» gelesen? Vielleicht sogar den einen oder anderen Anlass von «Brot und Brainfood im Zwinglijahr» besucht? Wer immer noch nicht genug hat oder das Gefühl, dass es noch am grossen Überblick fehlt, kommt im Crashkurs Schweizer Reformation ebenso auf seine Kosten wie Interessierte ohne Vorkenntnisse. Alles was es zur Teilnahme braucht, sind Neugier und die Bereitschaft zur vertieften Auseinandersetzung mit jenem Ereignis, das anfangs des 16. Jahrhunderts die westliche Kirche spaltete – mit weitreichenden Folgen für die Eidgenossenschaft, Europa, ja, die ganze Welt.

Daten und Themen Der Kurs umfasst drei Dienstagabende und findet im Chilehuus Affoltern statt. Alle Abende können einzeln besucht werden, doch ist eine Teilnahme an mindestens zwei Abenden wünschenswert. Jeder Abend dauert von 18.30 bis 21.30 Uhr, inklusive einer Pause mit kleiner Zwischenverpflegung. Der erste Abend am 22. Oktober beleuchtet die Zeit vor der Reformation und das Umfeld, in dem sie statt-

fand. Dabei wird das kirchlich-religiöse Umfeld ebenso betrachtet wie das politische und wirtschaftliche. Eine Woche später lernen die Kursteilnehmenden unter anderem Buchdruck und Humanismus als wesentliche Voraussetzungen der Reformation kennen. Der abschliessende Abend am 5. November nimmt schliesslich den Verlauf der Reformation in den Blick, wobei auch das eigene Gepräge der Schweizer Reformation gegenüber der deutschen sichtbar wird.

Fokus und Arbeitsweise Der Kurs legt den Fokus auf die Zürcher Reformation unter Ulrich Zwingli, was ein paar Seitenblicke nach Basel und Bern aber nicht ausschliesst. Darüber hinaus wird ein besonderes Augenmerk auch herausragenden Frauengestalten gelten. Die Reformation in Genf unter Calvin ist hingegen in vielerlei Hinsicht «ein Kapitel für sich» und wird hier nicht berücksichtigt. Gearbeitet wird mit unterschiedlichen Methoden: Inputs wechseln mit Textarbeit, Bildbetrachtungen und Diskussion. Der Besuch des Kurses ist gratis. Eine Anmeldung ist bis zum 20. Oktober erbeten bei Pfarrerin Bettina Bartels. (pd.) Crashkurs Schweizer Reformation: Dienstag, 22. Oktober, 29. Oktober und 5. November, jeweils 18.30 bis 21.30 Uhr, reformiertes Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Der Kursbesuch ist gratis. Maximale Teilnehmendenzahl: 25, die Mindestzahl ist bereits erreicht. Anmeldungen sind erbeten bis 20. Oktober an bettina.bartels@zh.ref.ch oder per Telefon 044 761 60 15 (Anrufbeantworter).

Paar-Session am Mittwoch, 2. Oktober, 19 bis 21 Uhr, im Café Casino in Affoltern. Anmeldung bis 30. September unter Tel. 044 204 22 11 oder E-Mail: kontakt@paarberatung-mediation.ch. Weitere Informationen unter www.zusammenreden.ch.

«Der Spaziergang»

Mit Jürg Kienberger und Ueli Jäggi Am 27. September findet im «LaMarotte» ein poetischer Theaterabend nach Robert Walser statt. Jürg Kienberger und Ueli Jäggi verzaubern wunderbar leise und herzzerreissend komisch. «Auch das Nichtstun ist ein Metier, es stellt sehr viele Anforderungen. Nüchterne und fleissige Menschen haben davon keine Ahnung.» (Robert Walser) Zeit seines Lebens war der 1878 in Biel geborene Schriftsteller Robert Walser ein leidenschaftlicher Spaziergänger und Wanderer. 1917 entstand eine seiner schönsten Novellen: «Der Spaziergang». Walser spielt mit den Ebenen der Erzählung, dem Spaziergänger, dem Autor, der auch sein Schreiben zum Thema macht. Ein Text mit doppeltem, dreifachem und vielfachem Boden! Nach einer psychischen

Krise kam Walser Anfang 1929 in die Heil- und Pflegeanstalt Waldau in Bern, 1933 in die Heil- und Pflegeanstalt in Herisau. Dort stellte er das Schreiben ein und lebte noch 23 Jahre in stiller Zurückgezogenheit als fast vergessener Autor. Er starb 1956 am Weihnachtstag während eines Spaziergangs im winterlichen Appenzellerland.

Eine poetische Miniatur Lesend, singend und spielend folgen Jürg Kienberger und Ueli Jäggi dem «Spaziergang» und dessen leiser Melancholie und verspielter Heiterkeit. Ueli Jäggi rezitiert die vordergründig harmlosen Monologe des Spaziergängers, Jürg Kienberger als sanft-ironischer Gegenton greift sachte in die Tasten. Ein poetischer Theaterabend mit zwei wunderbaren Künstlern, eine intime Annäherung an den bekannten, aber immer noch wenig gelesenen Schweizer Schriftsteller. (pd.) Freitag, 27. September, «LaMarotte», Centralweg 10, Affoltern. Beginn 20.15 Uhr, Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr. Eintrittspreis 30/15 Fran-

Seniorenkurs, Donnerstag, 3. Oktober, 13.30

ken. Vorverkauf: Buch-

bis 17 Uhr im katholischen Kirchgemeindehaus

handlung Scheidegger,

in Bonstetten. Anmeldungen bis Dienstag,

044 762 42 42.

24. September, per E-Mail an contact@zvv.ch oder

Reservierung auf

unter Tel. 0848 988 988 (täglich von 8 bis 17 Uhr).

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Jürg Kienberger (links) und Ueli Jäggi. (Bild zvg.)

www.kulturaffoltern.ch.

Gründe, Voraussetzungen und Verlauf der Reformation in der Eidgenossenschaft werden im Kurs erklärt. (Bild Ev.-ref. Landeskirche Kanton Zürich)

Orgelmusik in der Kirche Obfelden Das nächste Concerto piccolo findet am Freitag, 27. September, um 19 Uhr statt. Es spielt Luigi Lore’. Der Pianist, Organist und Kantor Luigi Lore’ spielt auf der Orgel in der Reformierten Kirche Obfelden Werke der Komponisten Frescobaldi, Buxtehude, Valente, Couperin, Bach und Sweelinck. Luigi Lore’ wurde 1979 in Monopoli (Italien) geboren. Nach seinem Studium am Konservatorium «Nino Rota» in seiner Heimatstadt, das er mit dem Klavierdiplom beim berühmten Pianisten Benedetto Lupo abschliessen konnte, ergänzte er seine Ausbildung mit dem Orgel- und Cembalodiplom und dem Diplom für Musikpädagogik. Er übte eine ausgedehnte Konzerttätigkeit für zahlreiche Musikvereine in Italien sowie in ganz Europa aus und erhielt bei Wettbewerben verschiedene Preise. Von der musikwissenschaftlichen Suche fasziniert, widmet er sich mit besonderem Interesse den eher unbekannten Autoren und der Übertragung aus alten Manuskripten. Luigi Lore’ hat auch eine Ausbildung als Chorleiter absolviert und leitet unter anderen den Gemischten Chor Affoltern. Das Konzert am Freitag, 27. September, dauert wie gewohnt eine hal-

be Stunde und beginnt um 19 Uhr. Die «concerti piccoli» stehen unter dem Patronat der Reformierten Kirche Obfelden. «Musik soll Freude sein.» Mit dem Besuch unterstützen Konzertbesuchende dieses Motto. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Mit dieser weiteren Ausgabe der Konzertreihe können diese sicher wieder den Auftakt ins kommende Wochenende geniessen. (mvo) Concerto piccolo no.4 mit Luigi Lore’ (Orgel) in der Kirche Obfelden, Freitag, 27. September, Beginn 19 Uhr, Dauer bis zirka 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte.

Luigi Lore’ spielt am 27. September Orgelmusik in der Kirche Obfelden. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

agenda

Mitlaufen und mitgestalten

Freitag, 20. September Affoltern am Albis

08.45: «Filme für die Erde». 1 Tag, 20 Städte, 7 Filme, 3 Länder. Unesco-ausgezeichnetes Festival mit Themen Umwelt, Naturschutz und Ökologie. Öffentliche Vorstellungen: 12 Uhr, Lunchkino (Fr. 22.-), 18 Uhr: Serengeti Rules, 20 Uhr: The Biggest Little Farm. Türöffnung jeweils 30 min vor Beginn. Eintritt frei, Kollekte. Aula Schulhaus Ennetgraben. 18.00-22.00: «Girls Friday», Mädchenabend nur für Mädchen ab der 5. Klasse bis zur 3. Oberstufe. «Pimp your Toilet!». Jugendtreff Hirtschür. Jonentalstrasse 3.

Hedingen

18.00: Hauptübung mit Feuerwehr Hedingen mit Nachtessen und Chilbi. Anmelden: feuerwehr@ hedingen.ch. Beginn der Übung 18 Uhr. KLK Oleo Areal (ehemalig Kolb).

Kappel am Albis

19.30: Offenes Taizé Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Stallikon

18.00: «Uetliberger Oktoberfest Das Höchste der Stadt». Bayrische Spezialitäten essen, auf den Bänken tanzen, Bier trinken und mitfeiern. Ab 18 Jahren. Mehr unter www.utokulm.ch. HotelRestaurant Uto Kulm. Üetliberg. 20.15: Kino im Zentrum: «Schultze gets the Blues». Eintritt frei / Kollekte. Beschränkte Platzzahl, Verkauf von Getränken, Snacks und Glace. Türöffnung 19.30 Uhr. Zentrum Kafimüli, im alten Kindergarten Dorf, oberhalb Gemeindehaus. Weidhogerweg 11.

Öffentlicher Rundgang durch die Erholungszone Friedgraben Erfüllt die Erholungszone Friedgraben in Bonstetten noch die Erwartungen der Bevölkerung? Am 25. September findet eine Besichtigung statt, zu der alle herzlich eingeladen sind. Der Spiel- und Begegnungsplatz unter der Schule wurde 2002 eröffnet und belebt seither Bonstetten. 17 Jahre später geht es nun darum, wieder zu schauen, ob der Spielplatz die Bedürfnisse der Einwohnerinnen und Einwohner noch abdeckt. Diesbezüglich wird eine Arbeitsgruppe «Friedgraben-

zahme, ungiftige Echsen und Schlangen. Kleine Tombola. Kuchenbuffet. Tierauffangstation Tierschutz Limmattal und Säuliamt. Dorfstrasse 5.

Hausen am Albis

09.00-12.00: Infoveranstaltung zur Bodenverbesserung. Fachleute informieren die interessierte Bevölkerung. Allmend.

Hedingen

10.00-16.00: «125 Jahre Wasserversorgungsgenossenschaft» mit Präsentationen, Reservoir-Besichtigung, Musik und Festwirtschaft. Hedinger Weiher.

Kappel am Albis

Samstag, 21. September

11.00: Roger Köppel spricht zum Thema: Stopp der Plünderung des Mittelstandes. Organisation: SVP. Mit Fragerunde und Diskussion. Kleiner Mühlesaal. 14.00: «Mostfest» mit Spielen und Festwirtschaft. Mehr unter www.schwalbenhof-bnb.ch. Bauernhof Familie Schneiter (Schwalbenhof). Hauptikon.

Aeugstertal

Knonau

12.00-18.00: 30 Jahre Götschihof! Festbetrieb mit Kinderattraktionen, Bahnbetrieb Bergwerk, Bildergalerie, Verkaufsstände, Gärtnereiartikel. Mit Livekonzert Musikgesellschaft Stallikon um 14 Uhr. Götschihof Stiftung Solvita. 20.00: Echo vom Locherguet «Musig quer dur d’Schwiiz und drüberus». Reservieren 044 761 61 37. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg.

Affoltern am Albis

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, Brot und Gebäck, Pasta, Handgemachtes, Honig, Alpkäse, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte und italienische Spezialitäten. Marktplatz.

Bonstetten

13.00-17.00: Open-House mit Schwerpunkt Beate Bitterwolf. Arbeiten auf Leinwand sowie Einblick ins GG-Programm. Galerie für Gegenwartskunst, GG-Kunstfenster. Dorfstrasse 13. 14.00-17.00: Tag der offenen Tür. Kaninchen in den Gehegen, Ziegen im Garten. Reptilienfachfrau zeigt anzeige

Freitag, 20. September 2019

09.30-18.00: «Kürbisfäscht mit Herbstmärt» Ess- und Zierkürbisse, Festwirtschaft, Ländlermusik und Marktstände. Bauernbetrieb Duperrex (Stöckweid/Uttenberg). Stöckweid/Uttenberg.

Mettmenstetten

10.00: Tag der offenen Tür «Wertvoll» und ab 18 Uhr «Special Event» (dafür Anmeldung erforderlich). Auskunft und Anmeldung: www.beunlimited.org. Hilfswerk «Be Unlimited». Wissenbach 12.

Ottenbach

14.00-18.00: Vernissage «Vier Welten» Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter, Ferdinand Seiler, mit Rundgang um 15 Uhr. Galeriemarlène. Lanzenstrasse 6.

Rifferswil

14.00-18.00: Chilbi. Anlass für Gross und Klein mit vielen bunten Kinderständen und weiteren Attraktionen. 13.30 Uhr Feuerwehr-Hauptübung. Bei schönem Wetter bis 19.00 Uhr. Dorfplatz.

Stallikon

18.00: «Uetliberger Oktoberfest Das Höchste der Stadt». Ab 18 Jah-

weg/Begegnungsplatz» gegründet. Das Ziel der Gruppe soll es sein, die Bedürfnisse, Wünsche und Meinungen zum Begegnungsplatz aufzunehmen, um die Gestaltung und Funktion dieses Platzes und des Weges zu verbessern. Als erster Termin wird der Mittwoch, 25. September, gesetzt. Die Gruppe trifft sich im Kreisel Hofwies um 18 Uhr, macht einen Spaziergang zum Spielplatz und betrachtet die einzelnen Elemente des Friedgrabenweges und des Spielplatzes. Interessierte können sich spontan diesem Treffen anschliessen. (pd.)

Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5. Erfüllt die Erholungszone Friedgraben noch die Erwartungen? (Bild zvg.) Mittwoch, 25. September, 18 bis 19.30 Uhr. Treffpunkt: Kreisel Hofwies. Fragen bitte per E-Mail an simon.verges@bonstetten.ch.

ren. Infos:www.utokulm.ch. HotelRestaurant Uto Kulm. Üetliberg.

einfachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

Sonntag, 22. September

Kappel am Albis

Aeugstertal

11.00-17.00: 30 Jahre Götschihof! Festbetrieb mit Kinderattraktionen, Bahnbetrieb Bergwerk, Bildergalerie, Verkaufsstände, Gärtnereiartikel. Mit Livekonzert Crash-Band Dottikon um 14 Uhr. Götschihof Stiftung Solvita.

Bonstetten

13.00-17.00: Open-House mit Schwerpunkt Beate Bitterwolf. Arbeiten auf Leinwand sowie Einblick ins GG-Programm. Galerie für Gegenwartskunst, GG-Kunstfenster. Dorfstrasse 13.

Knonau

09.30-17.00: «Kürbisfäscht mit Herbstmärt» Ess- und Zierkürbisse, Festwirtschaft, Ländlermusik und Marktstände. Bauernbetrieb Duperrex. Stöckweid/Uttenberg.

Rifferswil

12.30-17.00: Chilbi. Anlass für Gross und Klein mit vielen bunten Kinderständen und Chilbi-Kafi. Festwirtschaft ab 11.45 Uhr. 14 Uhr Chasperli ab 3 Jahren, 15.30 Uhr Chasperli ab 4 Jahren. Dorfplatz.

Montag, 23. September Mettmenstetten

14.00-15.00: «Wie war das damals?» Als Kind im zweiten Weltkrieg - Beth Schildknecht, eine Zeitzeugin berichtet. Anschliessend Kaffee und Kuchen. Eintritt frei, keine Anmeldung. Pfarrhauskeller.

Mittwoch, 25. September Affoltern am Albis

19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit anzeige

Anmeldung und Info 078 823 80 03. Weisbrod Areal (Silatplus). 20.30: In Concert: «Troubadour» Mix aus Latin, Jazz und Mundart. Barbetrieb ab 20.00 Uhr. Mülibar. Gemeinschaftsraum Mülimatt. Rifferswilerstrasse.

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kappelerhof 5.

Wettswil

10.00: Buchstarttreff bis 10.30 Uhr: Verse und Reime für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Ab 14.30 Uhr bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Bibliothek. Dettenbühlstrasse 1.

Donnerstag, 26. September Affoltern am Albis

11.15: Ortsvertretung Pro Senectute: Mittagstisch, Fr. 17.- An/Abmeldung: Brigitte Sandhofer, 044 761 48 00. Restaurant Rosengarten. 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen - auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 20.15: Jazz am Donnerstag mit «LaMarotte Swingtett». Bar ab 18.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 20.15: «Cold War» Spielfilm von Pawel Pawlikowski mit Thomas Kot und Joanna Kulig. PL/FR/UK 2018, 84 min. OV/d. Bar und Kasse geöffnet ab 19.30 Uhr. Kinofoyer Lux. Aula Ennetgraben.

Bonstetten

08.15: Mittelschwere Wanderung, gemächliche Gruppe: Baden-RüslerNeuenhof. Wanderzeit ca. 3 Std. Anmeldung und Auskunft: Rosmarie Baumann, 044 700 08 06. Bahnhof.

Hausen am Albis

19.30-21.00: Neu: Aikido auch für Anfänger mit Toni Lauper, 3. Dan.

Wettswil

20.00: Referat: «Was strahlt auf uns zu?» mit Peter Schlegel, Dipl. ing. ETH/SIA, Baubiologe zur Beurteilung der Auswirkungen von 5G mit Diskussion und Fragenbeantwortung mit Apéro. Eintritt frei, Kollekte, organisiert vom Verein www.stop5gwettswil.ch. Schulhaus Ägerten (Mehrzwecksaal). Dettenwilstrasse 1.

Ausstellungen Aeugstertal

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo, Indianer, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.

Affoltern am Albis

Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Bilder, Zeichnungen und Keramik Objekte». Esther Könz, Bilder, Marlis Brunner, Objekte. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 11-14 Uhr. Bis 29. September.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Aquarelle», Bilder von Christian Keller. Öffentlich zugängliche Räume (Klostercafé, Klosterkeller, Gänge). Bis 8. Oktober 2019.

Obfelden

Pferdestall «the crafty crab», Sennhütenstrasse 4: «Kunst und Handwerk im Pferdestall» Katharina Proch, Bilder, Stefanie Batur, Schmuck. Mo-Do, 10-12/16-18.30 Uhr, Fr-So 16-18.30 Uhr. Bis 29. September.

Ottenbach

Galeriemarlène, Lanzenstrasse 6: «Vier Welten» Irma Bucher, Paul Nievergelt, Karl Sauter, Ferdinand Seiler. Fr 14-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr. 21. September bis 6. Oktober.


Veranstaltungen

Der Breitengrad der Liebe Das Kinofoyer Lux zeigt den Film «Cold War» Am Donnerstag, 26. September, läuft in der Aula Ennetgraben eine der schönsten kinematografischen Liebesgeschichten der letzten Jahre. Der neue Film des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski spielt von 1949 bis 1964 überwiegend in Polen und Paris. Der Musiker Wiktor bereist mit seinen Kollegen die polnische Provinz, um im Auftrag des Regimes ein Folkloreensemble zu gründen. Beim Casting lernt er die überaus hübsche Zula kennen und eine tragische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Was Wiktor nicht weiss: Zula mimt nur zum Schein das naive Bauernmädchen. Die echte Zula attackierte ihren Vater mit einem Messer, als der sie «mit ihrer Mutter verwechselte». Jetzt ist sie auf Bewährung frei und muss im Gegenzug für das Regime arbeiten. Dass sie Wiktor bespitzelt, gesteht sie ihm einen Atemzug später, nachdem sie ihm ihre ewige Liebe bekundet. Doch auch der Verrat hat seine Anziehungskraft und die beiden planen zusammen, während eines Gastspiels in Berlin, in den Westen zu flüchten. Gegen die Zwänge des Eisernen Vorhangs kommt ihre Liebe letztlich nicht an. Wiktor überwindet die Grenze allein. Er landet in Paris, wo er bald als Jazzpianist Erfolg hat. Ihre Liebe wird trotzdem anderthalb Jahrzehnte bestehen, muss aber nie die Prüfungen des Alltags meistern, da sich die Wege der beiden immer nur für kurze Zeit kreuzen. Die grossen historischen Entwicklungen dieser Jahre, die Grenzpolitik und ihre unterschiedlichen Ansichten zu Heimat und Exil, machen eine Beziehung unmöglich.

Freitag, 20. September 2019

25

Faszinierende Rhythmen, Klänge und Stimmungen Marco Zappa im Pöschtli Aeugstertal Der 70-jährige Cantautore Marco Zappa ist einer der vielseitigsten und profiliertesten Vertreter der Schweizer Musikszene. Am 2. Oktober tritt er im «Pöschtli» auf.

Wiktor und Zula: zwischen Liebe und Verrat. (Bild zvg.) Visuell erinnert «Cold War», im Academyformat (4:3) gedreht und in kontrastreichem Schwarzweiss, an die Filme aus jener Zeit, in der er spielt. Es ist aber die Musik, die dem Film den emotionalen roten Faden verleiht. Das melodramatische, aber betörende Volkslied «Dwa serduszka, cztery oczy» (auf Deutsch: «Zwei Herzen, vier Augen») unterlegt den Film in unterschiedlichen Versionen. Zu Anfang noch bäuerlich und sozialistisch pathetisch, später in einer herrlich entrückten schwebenden Jazzfassung. «Cold War» ist ein Film von jener Art, wie sie eigentlich schon lange nicht mehr gemacht werden. Geschichten wie jene von Wiktor und Zula wird es hingegen geben, solange es Nationen und Grenzen gibt und solange es Liebende gibt, die von diesen Grenzen getrennt werden. (pd.) «Cold War», Spielfilm von Pawel Pawlikowski

Im Laufe der Jahre hat sich der Tessiner mit vielen unterschiedlichen musikalischen Bereichen befasst, darunter Blues, Jazz, Klassik, Film- und natürlich Volksmusik, vornehmlich die des Tessins und Norditaliens. Vorletztes Jahr konnte er das 50-Jahre-Jubiläum seiner Erstlings-Single «Complication», die im Jahre 1967 erschienen ist, feiern. Dieses Jahr wurde er mit dem Schweizer Musikpreis für sein künstlerisches Schaffen, in dem er immer wieder die Volksmusiktradition seiner Tessiner Heimat mit musikalischen Einflüssen aus der ganzen Welt zu verbinden wusste, geehrt. Marco Zappas Musik schöpft aus dem reichen Fundus der Erfahrungen, die er auf seinen Konzerttourneen in zahlreiche Länder gemacht hat. Sie bilden die Grundlage für sein einmaliges musikalisches Schaffen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und einer Vielzahl an Instrumenten, die er in Ländern wie Indien, Griechenland oder Albanien gesammelt hat, schafft er eine äusserst vielfältige Musik, reich an faszinierenden Klängen, Rhythmen und Stimmungen. Tessiner

Im Laufe der Jahre hat sich der Tessiner Cantautore mit vielen musikalischen Bereichen befasst, darunter Blues, Jazz, Klassik und Volksmusik. (Bild zvg.) Dialekt, Schweizerdeutsch, Englisch und Italienisch, begleitet von einer griechischen Bouzouki oder einer albanischen Laute. Musik und Poesie begegnen sich dabei auf Augenhöhe, ein untrügliches Kennzeichen des geborenen Cantautore, wie auch seine Aussage: «Wir machen nicht Musik für die grossen Bühnen, wir brauchen die Nähe zum Publikum.» Begleitet wird er von seiner Tochter Daria – sie hat sich als Stimmführerin der Geigen im Zürcher Kammerorchester einen Namen gemacht und ist als Solistin mit renommierten Orchestern in der Schweiz, Italien und

Südamerika aufgetreten. Sie ist aber genauso im Folk, Jazz und Blues zuhause – und dem syrischen Perkussionisten Shaher Fawaz. Auf seiner aktuellen Tour wird Marco Zappa auch sein eben erschienenes Buch «IlVentoSoffia...Ancora (CanzoniDiUnaVita-UnaVitaDiCanzoni)» vorstellen. (pd.) Konzert am Mittwoch, 2. Oktober, 20.30 Uhr, im Pöschtli Aeugstertal. Essen gibts um 19 Uhr. Reservieren: 044 761 61 38. Die Musiker: Marco Zappa (Voce, Chitarra, Basprim, Liuto cretese, Bouzouki, Clarinetto, Armonicha, Flauto), Daria Zappa (Violino, Voce), Shaher Fawaz (Percussioni).

mit Tomasz Kot und Joanna Kulig, PL/FR/UK 2018, 84 Minuten, OV/d, 26. September, 20.15 Uhr, Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben, Affoltern. Weitere Infos auf www.kinolux.ch.

Die Jubla bekannt machen

Jublatag und Aktivitätenwoche in Affoltern

Die Jumba spielt in Burgdorf Die Jugendmusik Bezirk Affoltern nimmt am Wochenende vom 21. und 22. September am Eidgenössischen Jugendmusikfest in Burgdorf teil. Über 4000 Musizierende sind an diesem Grossanlass, welcher nur alle fünf Jahre stattfindet, dabei. Das Abenteuer der «Jumbaner» beginnt schon morgen Samstag mit der Marschmusikparade. Experten bewerten dabei verschiedene Kriterien. Nach einer vermutlich eher kürzeren Nacht sind sie am Sonntagmorgen bereits um 8.30 Uhr mit dem Wettspiel gefordert. Nebst dem Selbstwahlstück bekommt jeder Verein wenige Wochen vor dem Fest ein Aufgabenstück zugeteilt. Auch dieser Auftritt wird von Ex-

Die Jugendmusik Bezirk Affoltern nimmt dieses Wochenende am Eidgenössischen Jugendmusikfest in Burgdorf teil. (Bild zvg.) perten bewertet und soll für die Vereine eine Standortbestimmung sein. Die Schlussfeier mit der Rangverkündigung bildet schliesslich einen letzten Höhepunkt für die über 100 teilnehmenden Formationen. Traditionsgemäss wird die Jumba bei ihrer Rückkehr am Sonntagabend um zirka 19

Uhr durch die Harmonie Affoltern auf der Poststrasse in Affoltern empfangen und mit Marschmusik zum Marktplatz begleitet. Ein gemeinsamer Apéro, zu welchem die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, bereitet diesem Weekend einen würdigen Abschluss. (pd.)

«Komm und folge mir nach» Die Jubla Säuliamt hat ein abwechslungsreiches Programm angeboten. (Bild zvg.)

Wie auch etliche andere Jubla-Scharen in der ganzen Deutschschweiz beteiligte sich die Jubla Säuliamt am Jublatag vom Samstag, 7. September. Vor einigen Jahren wurde der nationale Jublatag ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Jubla (Jungwacht & Blauring) in der Bevölkerung bekannt zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen. So verteilten an diesem Nachmittag Leiter und Kinder zusammen fleissig Werbeartikel in Affoltern. Beim anschliessenden Zvieri im Wald war so mancher Arm bedeckt mit Jubla-Tattoos und an den Handgelenken baumelten Jubla-Bändeli. Schon im Vorfeld hatte sich die Gruppe der kleinsten Kinder ins Zeug gelegt. Sie kreierte ein Video, in welchem die Kinder mittels Zeichnungen

erklärten, was für sie Jubla bedeutet. Der Clip überzeugte die Kantonsleitung und so holte sich die Truppe den zweiten Platz bei einem Werbewettbewerb der Jubla Zürich (auf Instagram: jublasaeuliamt). Auf den Jublatag folgte die Aktivitätenwoche. An vier Abenden wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Am Dienstag wurde gebacken, am Mittwoch ein Riesen-Monopoly mit selbstgebastelten Spielfiguren gespielt. Am darauffolgenden Casino-Abend vergnügten sich die Jublaner bei Roulette und verschiedenen Kartenspielen. Der Einsatz wurde jeweils mit Sugus bezahlt, welche am Ende des Abends natürlich gegessen werden durften. Am letzten Abend stand Drachenbasteln auf dem Programm. Das Resultat liess sich sehen: reich bemalte und verzierte Drachen aus Draht und Seidenpapier. (pd.)

In Bonstetten findet am Sonntag, 22. September, um 11.10 Uhr ein Gottesdienst statt, der von Kindern gestaltet wird. Die Aufforderung Jesu Christi, zu ihm zu kommen und ihm nachzufolgen, findet sich allenthalben in den Evangelien des Neuen Testaments. Sie ist das Motto des diesjährigen Gottesdienstes der Kirche Jesu Christi der

Heiligen der Letzten Tage, der von den Kindern gestaltet wird. Passende Lieder, die die Kinder im Laufe des Jahres einstudiert haben, werden dargeboten; ebenso vermittelt jedes Kind eine kurze Botschaft, welche die verschiedenen Facetten einer aktiven Nachfolge Christi aufzeigt und vielfach auf eigenen Erlebnissen beruht. Alle Interessierten sind eingeladen, am Gottesdienst teilzunehmen, sich in Herz und Sinn von den Gedanken der Kinder leiten und für die persönlichen Herausforderungen im Leben inspirieren zu lassen. (pd.) Gottesdienst, Sonntag, 22. September, 11.10

Jedes Kind vermittelt am Gottesdienst eine kurze Botschaft. (Bild zvg.)

Uhr, Kirche Jesu Christi HLT, Heumattstrasse 2, Bonstetten.

Es warten wieder Geschichten in der Bibliothek Stallikon. (Bild zvg.)

Das kleine Gespenst in der Bibi Stallikon Am Mittwoch, 25. September, von 15.30 bis 16 Uhr, veranstaltet die Bibliothek Stallikon für alle Kinder ab vier Jahren in ihren Räumlichkeiten wieder den «Geschichtenkoffer». Dieser bringt diesmal die lustige Geschichte vom kleinen Gespenst mit. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es ein kleines Zvieri und es kann ein Gespenst gebastelt werden. Eltern und Bezugspersonen der Kinder sind herzlich willkommen. (pd.)


Stellenanzeiger Lust und Wunsch nach einer neuen beruflichen Herausforderung?

Kath. Pfarrei St. Josef & St. Antonius Affoltern am Albis

Die Gemeinde Aeugst am Albis hat die verantwortungsvolle Stelle als

Für unser Pfarreisekretariat St. Antonius Obfelden suchen wir per 1. März 2020 oder nach Vereinbarung eine einsatzfreudige, flexible Persönlichkeit als

Pfarreisekretärin/Pfarreisekretär (60 – 70 %)

Gemeindeschreiber / Gemeindeschreiberin (80 – 100 %)

Das vielseitige Arbeitsfeld eignet sich für Personen, die in einem Team das kirchliche Leben an der Front mitprägen wollen und zugleich bereit sind, im Hintergrund an die vielen kleinen Dinge zu denken.

neu zu besetzen. Aeugst am Albis liegt zwischen Zürich und Zug, eingebettet in eine wunderschöne, naturnahe Landschaft; eine bevorzugte Wohnlage für die rund 2000 Einwohner.

Aufgabenbereich: – Allgemeine Sekretariatsaufgaben – Pfarramtsführung für die ganze Pfarrei – Raumvermietungen und Reservationen – Administration in der Katechese mit Protokollführung – Betreuung der Homepage – Telefondienst und viele kleine Dinge mehr

Ab sofort oder nach Vereinbarung

Kita sucht Koch / Köchin 40 – 50 %

Planung, Einkauf, Kochen, Reinigung, Auto erwünscht!

Anforderungen: – Kaufmännische oder gleichwertige Ausbildung – Freude am selbständigen Arbeiten – Stilsicheres Deutsch in Wort und Schrift – Exaktes Arbeiten und vernetztes Denken und Handeln – Fähigkeit in hektischen Zeiten Ruhe zu bewahren – Sehr gute EDV-Kenntnisse (MS Office, Internet) – Interesse am Pfarreileben Die Anstellungsbedingungen richten sich nach der Anstellungsordnung der Römisch-Katholischen Körperschaft des Kantons Zürich.

kita KiBiZ Sunneland Alte Obfelderstrasse 55 8910 Affoltern am Albis Sirah Henzen, Kita-Leiterin, 044 760 24 60 Mehr Infos: www.kita-sunneland.ch Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Wir bieten Ihnen: – Herausfordernde, vielseitige und kreative Tätigkeit – Einbindung in ein engagiertes Team – Eigens Büro im Pfarreisekretariat St. Antonius Obfelden – Kostenloser Parkplatz vor dem Haus – Gute Infrastruktur Haben wir Sie angesprochen? Dann freuen wir uns, Sie kennen zu lernen! Für weitere Auskünfte melden Sie sich bitte bei unserem Gemeindeleiter: Diakon Pedro Guerrero Tel. 043 322 61 14, E-Mail pedro.guerrero@kath-affoltern.ch Informationen über unsere Pfarrei finden Sie unter www.kath-affoltern.ch Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte an das Katholische Pfarramt, Kirchenpflege Personalkommission, Pietro Martinelli, Seewadelstrasse 13, 8910 Affoltern a. Albis.

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Bonstetten Wir suchen in unsere Kirche per sofort oder nach Vereinbarung eine selbstständige, engagierte, gastfreundliche Person als Aufgrund eines Ausfalles suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung Ihre Kompetenz als

Mitarbeiter / Mitarbeiterin Aktivierung und Alltagsgestaltung 60 % Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Detaillierte Informationen finden Sie unter: www.pflegezentrum-baar.ch Pflegezentrum Baar, Landhausstrasse 17/19, 6340 Baar

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Per sofort oder nach Vereinbarung suchen wir Taxi Aushilfschauffeure/-eusen. Sie verfügen über den Fahrausweis Kat. B mit Code 121 (gewerbsmässiger Personentransport). Sie sind belastbar, haben eine sichere, angenehme und korrekte Fahrweise, ein sauberes Auftreten und sind gegenüber unserer anspruchsvollen Kundschaft freundlich und hilfsbereit. Mündliche Englischkenntnisse sind von Vorteil. Die Bereitschaft, flexibel zu arbeiten rundet Ihr Profil ab. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre auch eine Festanstellung mit fixem Pensum denkbar. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen oder setzen sich mit Herrn Sven Sattler in Verbindung. Taxi Keiser AG, Chamerstrasse 84, 6300 Zug, Tel. 041 747 10 71 oder 041 740 11 11, sven.sattler@taxi-keiser.ch

Sigrist/-in oder Hauswart/-in (30 % – 40 %) Ihre Aufgaben • Vorbereitung und Begleitung von Gottesdiensten und Anlässen • Betreuung der technischen Anlagen • Allgemeine Reinigungsarbeiten in Kirche und Nebenräumen • Unterhalt und kleinere Reparaturen Wir erwarten • Flexible, belastbare und dienstleistungsorientierte Persönlichkeit • Freude am Kontakt mit Menschen • Gute technische Kenntnisse und vielseitiges, handwerkliches Geschick • Eigenständige, zuverlässige Arbeitsweise • Interesse am Gemeindeleben • Bereitschaft zur Teamarbeit • Flexibilität und Bereitschaft für unregelmässige Arbeitseinsätze • Führerschein und PW erwünscht Wir bieten • Eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit • Gutes Betriebsklima • Zeitgemässe Anstellungsbedingungen • Ein lebendiges Gemeindeleben mit knapp 2000 Mitgliedern Weitere Informationen zu unserer Kirchgemeinde finden Sie auf unserer Homepage www.kirchebonstetten.ch. Für Fragen steht Ihnen Susanne Zwyssig, Mitglied der Kirchenpflege, Tel. 044 700 17 26 gerne zur Verfügung. Kontakt Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 1. Oktober 2019 an susanne.zwyssig@zh.ref.ch oder an Susanne Zwyssig, Reformierte Kirchgemeinde, Chilestr. 7, 8906 Bonstetten.

Folgende vielseitige Aufgaben erwarten Sie bei uns: – Personelle und administrative Führung der Gemeindeverwaltung und des Werkbetriebes – Unterstützung und Beratung des Gemeinderates in organisatorischen, fachlichen und rechtlichen Belangen – Vorbereitung der Gemeinderatssitzungen und Gemeindeversammlungen, die Protokollführung und den Vollzug der Beschlüsse – Vorbereitung und Durchführung von Wahlen und Abstimmungen – Leiten von bereichsübergreifenden Projekten – Führung des Sekretariates der Sozialbehörde Wir erwarten von Ihnen: – Berufserfahrung als Gemeindeschreiber/in oder Kadermitarbeiter/in in einer kleinen oder mittelgrossen Verwaltung – Gemeindeschreiberdiplom, Fachausweise VZGV/IVM oder die Bereitschaft, diese zu erwerben – Gute Kenntnisse des Gemeinde-, Zivil- und Verwaltungsrechtes – Ausgeprägtes Verständnis für politische Abläufe – Informations- und Kommunikationsfähigkeit – Gute Ausdruckskraft in Wort und Schrift – Führungs- und Sozialkompetenz – Belastbarkeit und Dienstleistungsorientierung – Gute IT-Kenntnisse – Offenheit für die Anliegen der Bevölkerung, der Mitarbeiter sowie Behördenmitglieder Nebst einer anspruchsvollen, abwechslungsreichen Stelle bieten wir Ihnen: – Fortschrittliche Arbeitsbedingungen – Die Möglichkeit, Ihren Arbeitsbereich selbständig zu gestalten – Die Chance, sich in Projekten aktiv einzubringen – Perspektiven für die persönliche und fachliche Weiterbildung und Entwicklung – Die Einarbeitung durch einen erfahrenen Springer – Stellenantritt nach Vereinbarung Die Gemeindepräsidentin, Frau Nadia Hausheer, freut sich auf Ihre vollständige Bewerbung: nadia.hausheer@aeugst-albis.ch. Gerne erteilt Ihnen der interimistische Stelleninhaber Peter Schlumpf unter Tel. 044 763 50 61 oder per E-Mail: peter.schlumpf@aeugst-albis.ch weitere Auskünfte. Der detaillierte Stellenbeschrieb ist auf www.aeugst-albis.ch publiziert.

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Sport

Freitag, 20. September 2019

Auf Wolke 7 – aber noch nicht am Ziel Urs Huber gewinnt mit dem La Forestière den siebten Bike-Marathon in Folge Sieben Siege in sieben Wochen – das ist selbst für Bike-MarathonSchweizer Meister Urs Huber aussergewöhnlich. Seine Wohngemeinde Mettmenstetten würdigt diese Leistung mit einem öffentlichen Empfang am 26. September im Jumpin – egal, wie Huber am Sonntag an der WM im Wallis abschneidet. ................................................... von martin platter Das hat`s in der Säuliämtler Sportgeschichte auch noch nicht oft gegeben, dass ein Empfang für einen Athleten bereits in der Woche vor der Weltmeisterschaft angesetzt wird. Mettmenstettens Gemeindepräsident René Kälin findet: «Die sportlichen Leistungen von Urs Huber rechtfertigen diesen Empfang schon seit geraumer Zeit. Nicht viele Sportler vermögen in ihrer Karriere fünf Schweizer Meister-

Fünfmal Schweizer Meister: Urs Huber wird in Mettmenstetten empfangen.

titel zu gewinnen. Urs Huber ist dies vor zwei Wochen gelungen.» Urs Huber stand auch am letzten Sonntag wieder zuoberst auf dem Podium. Diesmal im französischen Jura am La Forestière-Marathon. Ein Rennen, das dem 34-Jährigen bisher nicht viel Glück gebracht hatte. Es war nämlich sein erster Triumph, der ihm zugleich den zweiten Gesamtsieg des MTB Alpine Cup eingebracht hat. Umso grösser war Hubers Freude: «Sieben Siege in sieben Wochen. Eine derart lange Siegesserie hatte ich bisher noch nie.»

Gute Erinnerungen an 2008 Blättert man in der Sportkarriere des RRC-Amt-Fahrers zurück, waren nur 2008 und 2016 ähnlich erfolgreich wie dieses Jahr. Gemessen an Siegen war 2016 der Überflieger. 23 Mal erklomm Huber die oberste Stufe des Podiums. Es begann fulminant mit dem Triumph am Cape Epic und setzte sich fort mit dem Gewinn des dritten Schweizer Meistertitels. Wie in diesem Jahr wurde Huber Zweiter an der Bike-Transalp und begann die zweite Saisonhälfte mit der Siegserie Ischgl Ironbike, Eiger Bike, Grand Raid, Nationalpark-Marathon, O-Tour und Iron Bike. Die WM ging jedoch gründlich in die Hose – obschon er nach der Schweizer Meisterschaft guten Mutes war. Nach wenigen Kilometern setzten bei ihm aber so starke Rückenschmerzen ein, dass er aufgeben musste. Bezüglich Titelkampf dämpft Huber deshalb die hohen Erwartungen. Er sagt: «Nach den letzten Wochen sehen mich viele als Titelkandidaten. Doch eine WM ist eine andere Nummer als die Wettkämpfe, die ich in den letzten Wochen gewonnen habe. Da stehen noch zehn Leute mehr mit Weltklasse-Niveau am Start und es wird ohne Rücksicht auf Verluste gefahren. Ich

Hoch hinaus: Mit sieben Siegen in sieben Wochen hat Urs Huber seine bisher längste Siegesserie erreicht. (Bilder Martin Platter) zähle mich dazu, weiss aber, dass für eine Medaille alles zusammenpassen muss und es auch eine gehörige Portion Glück braucht. In den Abfahrten wird nämlich alles riskiert.» Deshalb erinnert sich Huber gerne an die Saison 2008 zurück. Damals war er eben erst zum Siegfahrer gereift und als 23-Jähriger noch unbeschwerter. Überraschend holte er mit zweimal Bronze seine beiden bisher einzigen EM- und WM-Medaillen. Mit diesem Gedanken wird er auch ins WM-Rennen in Grächen starten. Huber: «Das Wallis hat mir heuer bereits zweimal Glück gebracht. Ich konnte den sechsten Grand-Raid-Triumph und den dritten Sieg am Raid Evolenard feiern. Ich hoffe, dieses Glück bleibt mir am Sonntag noch ein drittes Mal treu.»

Wichtiges Wiesenturnier Die im aargauischen Buttwil beheimatete und teilweise im Kanton Grau-

bünden tätige Larina Lenz stellte mit ihrer neunjährigen Schweizerstute Chaccota de Rosere eine Zeit auf, die von den anderen Stechteilnehmern nicht annähernd erreicht wurde. Mit über zwei Sekunden Vorsprung siegte sie vor der Amateurreiterin Saida Notarfrancesco aus Birmensdorf mit der ebenfalls neunjährigen Stute Onida und dem Glarner Berufsreiter Christophe Borioli, der den im Besitz von Meinrad Kälin stehenden, sechsjährigen Schweizerhengst Vigo vom Steig gesattelt hatte.

«Für meine Stute, die in dieser Saison bereits erste Erfahrungen bis zu 125 Zentimeter machen durfte, bietet dieses schöne und gut organisierte Turnier eine ausgezeichnete Gelegenheit, wieder einmal über eine etwas tiefere Hindernishöhe zum Einsatz zu kommen», meinte Larina Lenz im Anschluss an ihren Sieg. «Ausserdem müssen solch kleine Wiesenturniere unterstützt werden. Diese werden je länger, je mehr von Turnieren mit Sandplätzen verdrängt und stellen aber bei der Ausbildung von jungen

Auch in diesem Jahr bietet Volley S9 ein Nachwuchs-Turnier für die Volleyballjugend an. Morgen Samstag werden sechs U15 Teams um den U15-Turniersieg kämpfen, sowie sechs Teams der Kategorie U16-U19. Die Spiele finden zwischen 10 und 15 Uhr statt. Am Sonntagmorgen zwischen 9 und 11 Uhr sind unsere jüngsten Kids eingeladen. Sie werden ein gemeinsames Training mit Übungen und einem Parcours absolvieren. Ihre Eltern sind herzlich eingeladen zum Mitmachen. Die Kids Volleyballer der Kategorie U11 sind gerade mal 6 Jahre und älter. Ab 11.30 Uhr starten die neun U13 Teams gegeneinander und spielen um den U13-Turniersieg. Über das Wochenende werden gegen 170 Kinder und Jugendliche erwartet. Mit dabei etliche Volley S9 Teams, welche vor Heimpublikum um den Turniersieg kämpfen. Wie immer bei S9 werden auch dieses Jahr wieder alle mit einem Preis belohnt werden! Volley S9 freut sich auf viele junge Nachwuchstalente und Zuschauer, welche kräftig mitanfeuern. Ein Besuch in der Schachenhalle in Bonstetten lohnt sich auf jeden Fall. Zum einen wegen den unterhaltsamen Volleyballspielen und zum anderen wegen der beliebten Volley S9 Festwirtschaft. (pd.)

Hereinspaziert! «Bitte mit dem Velo oder zu Fuss kommen», fordert Mettmenstettens Gemeindepräsident René Kälin die Besucherinnen und Besucher von Urs Hubers öffentlichem Empfang am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr, im Mettmenstetter «Jumpin» an der Rossauerstrasse 33 auf. Denn die Parkierungsmöglichkeiten auf dem Areal der Sprungschanze sind beschränkt. Kommt jemand mit dem Auto, empfiehlt Kälin die BadiParkplätze an der Bolletstrasse 10 zu benutzen. (map)

Die Volleyballjugend tritt an diesem Wochenende zum Turnier an. (Bild zvg.)

Michel Erni für die Jugend-EM selektioniert

Pferdesporttage des Kavallerievereins Bezirk Affoltern in Mettmenstetten

Die tieferen Hindernishöhen ermöglichen es auch weniger erfahrenen Reiterinnen und Reitern, Turnierpraxis zu sammeln. (Bild Mohammed Shahin)

Volley S9 lädt zum Nachwuchsturnier

Infos unter: www.volley-s9.ch/nachwuchs_turnier

Übung macht den Meister Besser hätte das Wetter für die Pferdesporttage des Kavallerievereins des Bezirks Affoltern nicht sein können. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen traten die Springreiterinnen und Springreiter während zwei Tagen auf dem Wiesenplatz bei der Reithalle Grüthau in Mettmenstetten gegeneinander an. Mit den durchgeführten Prüfungen über Hindernishöhen von 70 bis 110 Zentimetern sollten insbesondere unerfahrenere Reiterinnen und Reiter die Gelegenheit erhalten, Turniererfahrungen zu sammeln. Dabei mussten einige der zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfahren, wie nahe Erfolg und Misserfolg im Pferdesport teilweise beieinanderliegen. Eines war aber allen gemeinsam: Die Unterstützung durch ihre Begleitpersonen und die gemachten Erfahrungen haben sie im Hinblick auf einen weiteren Start an einem Turnier weiter gebracht. Bekanntlich macht erst Übung den Meister. Unter diesem Blickwinkel erstaunt es auch nicht, dass die Hauptprüfung über 110 Zentimeter, die mit einem separaten Stechen durchgeführt wurde, die Beute einer Berufsreiterin wurde.

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Pferden eine wertvolle Ergänzung dar», meinte die Siegerin weiter. Neben dem Erfolg in der Hauptprüfung erreichte das Paar bereits in der vorangegangen Prüfung über 110 Zentimeter den fünften Platz. Es scheint, als habe sich am Turnier in Mettmenstetten nicht nur Larina Lenz, sondern auch ihre Stute wohl gefühlt. Wenn alles gut läuft, dürfte es für Chaccota de Rosere der letzte Start in Mettmenstetten gewesen sein. Im nächsten Jahr dürfte nicht nur ihre Reiterin, sondern auch Chaccota de Rosere zu den Routiniers gehören und somit nicht mehr für die Basisprüfungen in Mettmenstetten zugelassen sein. Gerne wird Larina Lenz aber mit ihren anderen Nachwuchspferden zurückkehren. Möglicherweise ist es dann am fünfjährigen Wim von Feld, in die Fussstapfen von Chaccota de Rosere zu treten. In diesem Jahr ist es dem im Besitz seines Züchters Christoph Koch stehenden Schweizerwallach aufgrund seines jugendlichen Alters nicht gelungen, bei seinen zwei Starts über 100 Zentimeter eine Klassierung zu erreichen. Aber auch Wim von Feld ist aufgrund der gemachten Erfahrungen einen Schritt weitergekommen und könnte den Parcours im nächsten Jahr bereits mit mehr Routine absolvieren. Claudia Brunner

Vom 20. bis 22. September findet in Brixen (ITA) die Jugend- und JuniorenEuropameisterschaft im Bouldern statt. Swiss Climbing hat für den Wettkampf neun Athletinnen und zehn Athleten selektioniert. Unter ihnen ist auch Michel Erni aus Affoltern. Die Qualifikation in seiner Kategorie Jugend A findet morgen Samstag, 21. September, von 8 bis 10.15 Uhr statt. Das Halbfinale folgt am Sonntagmorgen, 10 bis 12.15 Uhr, das Finale dann am Sonntagabend, 19 bis 20.45 Uhr. (pd.)

Michel Erni. (Bild zvg.)


Sport

Freitag, 20. September 2019

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Sandro Näf souveräner Sieger

Klubschwinget 2019 des Schwingklubs am Albis Jim Haller gewinnt am Klubschwinget des Schwingklubs am Albis bei den Jungschwingern und Sandro Näf bei den Aktiven. ................................................... von nico vollenweider Zum ersten Mal wurde der Klubschwinget am 15. September auf dem Aussenschwingplatz, auf dem Hof Stöckweid der Familie Duperrex in Knonau ausgetragen. Bei super Spätsommerwetter durften die Zuschauer

spannende Zweikämpfe der Jung- und Aktivschwinger beobachten. Die total 16 Jungschwinger und acht Aktivschwinger zeigten ihr Können auf dem Sägemehlplatz. Bei den Jungschwingern konnte Jim Haller aus Hedingen seiner Favoritenrolle gerecht werden und mit sechs Siegen und dem Punktemaximum von 60.00 Punkten das Klubschwinget 2019 für sich entscheiden. Im Schlussgang bezwang er nach kurzer Gangdauer den Affoltemer Max Gmür platt.

Bei den Aktivschwingern war bereits vor dem Festbeginn klar, dass es einen neuen Sieger geben wird. Dies, weil die Sieger der letzten fünf Jahre, Marco Nägeli (vier Titel), Roman Nägeli (ein Titel) und Beat Reichmuth (ein Titel) wegen Rücktritt oder Verletzungen nicht teilnahmen. So konnte sich der in Mettmenstetten wohnhafte Sandro Näf seinen ersten Sieg am Klubschwinget erkämpfen. Er setzte sich mit sechs Siegen und 59.50 Punkten souverän durch. Im Schlussgang konnte er den jungen Obfelder Janic Amstutz mit Hüfter platt auf den Rücken legen. Sandro Näf hat erst vor knapp einem Jahr mit dem Schwingen begonnen, dies zeigt sein Talent im Schwingen noch mehr auf, hat er doch langjährige Schwinger aus den eigenen Reihen bezwingen können. Man darf gespannt sein, wo sein Weg noch hinführen wird, wenn er verletzungsfrei weiter schwingen kann. Schlussrangliste: Kategorie Aktivschwinger: 1. 59.50 Näf Sandro 2. 56.75 Furrer Matthias 3. 56.00 Amstutz Janic 4a. 55.25 Junker Nik 4b. 55.25 Glättli Beny 5. 54.75 Stähli Jan 6. 54.50 Biser Niklaus 7. 51.00 Brand Roman Kategorie Jungschwinger: 1. 60.00 Haller Jim 2.a. 56.75 Gmür Max 2.b. 56.75 Heiniger Reto 3. 56.50 Widmer Patrick 4.a. 56.00 Röllin Juri 4.b. 56.00 Müller Jonas 4.c. 56.00 Heiniger Adrian 5. 55.50 Meier Silvan 6.a. 55.25 Hug Simon 6.b. 55.25 Müller Luca 7. 55.00 Weibel Sascha 8. 54.25 Lüthold Nicolai

Sandro Näf (links) zieht erfolgreich Hüfter gegen Janic Amstutz im Schlussgang.

9a. 54.00 Calcegnile Valerio 9b. 54.00 Meier Laurin

(Bild Nico Vollenweider)

10. 53.50 Buchli Dario 11. 51.00 Cec Mauro

Niederlage zum Saison-Auftakt Floorball Albis verliert nach dem Aufstieg in die 2. Liga die erste Partie gegen den UHC Biel Seeland auswärts mit 4:7. Zu viele Spieler waren noch nicht bereit für das höhere Tempo. Nach einer Saison ohne eine einzige Niederlage und dem damit verbundenen Aufstieg von der 3. in die 2. Liga startete Floorball Albis am letzten Samstag in die neue Saison und sah sich mit deutlich mehr Ungewissheit konfrontiert als vor einem Saisonstart üblich. Einerseits warten nun deutlich stärkere Teams als im Vorjahr, andererseits bestritt man in der Vorbereitung einige Spiele gegen deutlich stärkere Gegner, welche keine eindeutige Standortbestimmung zuliessen. Highlight der Preseason war zweifellos das Cup-Spiel gegen Waldkirch St.Gallen aus der NLA. Die Partie ging erwartungsgemäss haushoch verloren (1:19). Für die Spieler zwar ein tolles Erlebnis, Erkenntnisse für das Coaching Duo um Nicola Grass und Sananzeige

dro Ibernini jedoch praktisch gleich null. Daher reisten die Ämtler mit ziemlich unkonkreten Erwartungen Richtung Westen zum ersten Saisonspiel gegen den UHC Biel Seeland. Erfreulicherweise gestaltete sich die Partie zu Beginn äusserst ausgeglichen. Sandro Ibernini mittels Distanzschuss und Mike Heiniger nach einer herrlichen Powerplay Kombination waren dafür besorgt, dass es nach dem ersten Abschnitt 2:2 stand. Die Führung wechselte weiterhin regelmässig ab, weder Biel, noch Albis konnten davonziehen und nach je zwei weiteren Toren stand es auch nach zwei Dritteln unentschieden. Mike Heiniger erzielte beide Albis-Treffer im zweiten Abschnitt und konnte sich bereits als Hattrick-Schütze feiern lassen. Im letzten Abschnitt erhöhte Biel aber dann nochmals das Tempo und störte die Unterämtler bereits früh im Spielaufbau, welche damit sichtlich Mühe bekundeten. Einfache Fehler und Ungenauigkeiten häuften sich.

Durch zwei herrliche Weitschüsse und einen Treffer ins verlassene Tor, wenige Sekunden vor Schluss, wurde die Entscheidung herbeigeführt und die Partie ging aus Albis-Sicht schlussendlich mit 4:7 verloren. Eigentlich schade, denn auch der Gegner war sichtlich noch nicht in Top-Form. Bei Albis zogen jedoch zu viele Schlüsselspieler gleichzeitig einen schwachen Abend ein. Somit musste man ohne Punkte im Gepäck die Rückreise antreten. Mitgenommen wurde jedoch die Erkenntnis, dass auch 2.-Liga-Teams durchaus in Reichweite liegen können, wenn das übliche Leistungsniveau wieder abgerufen werden kann. Bereits am kommenden Samstag gibt es gegen die Crusaders Zürich die Chance auf Wiedergutmachung.

Wie zuletzt gegen Höngg möchte WB auch morgen Samstag die Abwehr Thalwils unter Druck setzen. (Bild Kaspar Köchli)

FCWB will in Thalwil punkten Erneut steht ein Auswärtsspiel für den Erstligisten FCWB auf dem Programm. Am Samstag heisst der Gegner Thalwil, ein nominell gut besetztes Team, gegen welches jedoch Zählbares möglich sein sollte. von andreas wyniger Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann die Mannschaft vom Zürichseeufer gar nicht zufrieden sein. Mit der eigenen Aussage «Wir sind Transfersieger» hat man sich bestimmt keinen Gefallen gemacht, den Druck unnötig erhöht und wohl darum bisher noch nicht frei aufspielen können. Anstatt wie geplant und erhofft in der Spitzengruppe, sind die «Linksufrigen» plötzlich unter den Abstiegsstrich gerutscht. Mit dem Potenzial, welches zweifellos in der Mannschaft steckt, eine glatte Enttäuschung. Klar, dass Thalwil nun schnellstmöglich Schritte nach vorn tun will. Immerhin, nach dem Trainerwechsel vor Wochenfrist hat die Mannschaft ein sehr positives Zeichen gesetzt und in St. Gallen einen beeindruckenden 5:0-Sieg eingefahren. Nun kommt ein Heimspiel gerade gelegen und gegen das sich in der Spitzengruppe befindliche Wettswil-Bonstetten will man beweisen, dass die Fähigkeiten viel besser als der aktuelle Tabellenplatz sind. Für die Ämtler gilt es darum, sich auf einen kämpferisch alles in die Waagschale werfenden Gegner einzustellen, der gewillt ist, die schlechte erste Saisonhälfte vergessen zu machen und darum erst recht anzugreifen.

mehr sagt er jedoch nicht aus. Den Ämtlern muss klar sein, dass weiterhin jeder Zähler hart erarbeitet werden muss, eigene Erfolge nur über das funktionierende Kollektiv errungen werden können und der Weg zu einem echten Spitzenteam noch viel mehr Konstanz, Demut und restlose Fokussierung benötigen. Ja, man weiss, dass man es draufhat. Das heisst, man kann mit Selbstvertrauen und Mut an die Aufgabe herangehen. Dementsprechend darf auch ein optimistischer, offensiver Auftritt erwartet werden. Gelingt es, die eigenen Attribute wie Leidenschaft, taktische Disziplin und endlose Laufbereitschaft abzurufen und vor allem die letzte Kaltschnäuzigkeit und Konsequenz im Abschluss auf den Platz zu bringen, ist Punktezuwachs in Thalwil realistisch. Personell erfreulich ist, dass Goalgetter und Stürmer Lugo das Training wieder aufgenommen hat. Allerdings, für einen Einsatz in der Startelf ist es wohl noch zu früh. Andererseits muss eine Mannschaft wie Wettswil-Bonstetten sowieso in der Lage sein, auch solche Ausfälle kompensieren zu können. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt, die Affiche verspricht interessanten Erstligafussball und die fast schon «derbymässige» Nähe an den Zürichsee sollte viele Ämtlerfans zum Besuch der Partie animieren. Kickoff ist am Samstag um 16 Uhr auf der Anlage im Brand in Thalwil. Weitere WB-Spiele, Freitag: 20.30 Uhr Sen 40+ – Freienbach und Pfäffikon – Sen 30+; Samstag: 10 Uhr Jun. Ec – Langnau a/A, Jun. Ea – Urdorf, Jun. Ed – Wiedikon und Jun. Eb – Richterswil; 12 Uhr Freienbach – Jun. Da und Jun. Db – Altstetten, 14 Uhr

UHC Biel Seeland – Floorball Albis 7:4 (2:2, 2:2, 3:0)

Jun. Bb – Wollerau und Jun. Cb – Richterswil, 16 Uhr

Sporthalle Esplanade, Biel – 40 Zuschauer, Floorball

Jun. Ca – Altstetten und Thalwil – FCWB 1; Sonntag:

Albis: Hanselmann, S.Haab; Ibernini, Sandhofer, J.Wuillemin, J.Haab, Engel; Schiller, Schindler, Eckert; Jacomet, Hintermann, C.Grass, Heiniger, Kern, N.Grass.

Besserer Tabellenplatz bedeutet nicht die Favoritenrolle Der aktuell gute Ranglistenplatz WBs ist zwar angenehm anzuschauen, viel

10.15 Uhr FCWB 2 – ZH-Affoltern, 12.30 Uhr Jun. B (CCLJ) – Schaffhausen, 13 Uhr Knonau-Mettmenstetten – FCWB 3, 14 Uhr Engstringen – FCWB 4, 15 Uhr Jun. A (CCJL) – Lachen/Altendorf.


Veranstaltungen


Extra

Freitag, 20. September 2019

«Meine Arbeit hat viel mit Entdecken und Genuss zu tun» Menschen im Säuliamt: Sylviane Ney ist selbstständig als Weinfachfrau tätig Sie hatte schon immer Freude an schönen Dingen und am Kontakt zu Kunden. So beschloss Sylviane Ney mit 30 Jahren, etwas Neues zu beginnen, absolvierte die Ausbildung zur Weinfachfrau und stieg beim Vater in den Weinhandel ein.

Beratung und Kundenkontakte Sie berichtet aus ihrem Geschäftsalltag: «Durch Events und die Teilnahme

wetter

Sylviane Ney im geschmackvoll dekorierten Verkaufsraum ihrer Weinhandlung. (Bild Marianne Voss) an Weinmessen konnten wir einen grossen Kundenstamm aufbauen. Jetzt sind wir regelmässig an Messen anzutreffen, wie zum Beispiel der Expovina oder im September an der Weinmesse in Luzern.» Das gehöre zu ihrer Haupttätigkeit. «Die Auftritte sind wichtig und anregend − aber auch anstrengend.» Der persönliche Kundenkontakt und die Beratung beim Verkauf bereiten ihr viel Freude. Zum absoluten Höhepunkt ihrer Tätigkeit gehören jedoch die jährlichen Weinreisen zu den Produzenten. «Meine Arbeit hat viel mit Entdecken und Genuss zu tun. Und diese Reisen, die Kontakte, das Degustieren, das alles ist immer sehr spannend und bereichernd. Das gehört zur Essenz meiner Arbeit.» Dabei seien schon viele Freundschaften entstanden. «Wir haben uns auf Ni-

schenprodukte spezialisiert, auf Weine, die man hier nicht bei jedem Händler antrifft.»

Das Leben geniessen Sylviane Ney geniesst ihre Selbstständigkeit. «Diese Art zu arbeiten gibt mir Unabhängigkeit, aber sie verlangt auch sehr viel Eigenverantwortung.» Die Weinhandlung führt sie inzwischen fast alleine, ihr Vater wirkt noch im Hintergrund mit. Als Ergänzung zu ihrer Weinleidenschaft hat die Sommelière auch Freude an Kultur und Kunst, besucht gerne andere Länder oder fremde Städte. «Auf Reisen entdecke ich oft neue Gerichte, zu denen ich dann einen Wein aussuchen kann.» Als Ausgleich zu ihrer Arbeit geniesst sie die

Arbeit im Garten oder entspannt sich beim Lesen einer spannenden Biografie. Zudem singe sie in einem Gospelchor. «Die Probe findet jeweils am Montag statt, das ist ein schöner Wochenstart mit Singen und guten Gesprächen.»

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen, die im Säuliamt wohnen oder im Bezirk Affoltern ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

digitalisierung in worten

Creative Commons ist eine 2001 gegründete gemeinnützige Organisation, die es Entwickelnden digitaler Inhalte ermöglicht, ihre Inhalte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne zu riskieren, dass die Inhalte gestohlen oder missbraucht werden. Diese Idee der kreativen Allmende entstand in der jungen Internetgemeinschaft der 1990er-Jahre. Zahlreiche progressiv Denkende setzten sich gemeinsam dafür ein, dass Wissen digital und kos-

Globale Digitalisierung

«Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.»

Der ein paar Millimeter kleine Borkenkäfer ernährt sich ausschliesslich von Fichten. Diese sterben dabei ab. In Wirtschaftswäldern werden Waldschäden beklagt. In einem Naturwald wie dem Sihlwald ist es anders: Hier ist der Käfer Teil des Ökosystems.

Vom Wirtschafts- zum Naturwald

Creative Commons

bauernregel

Der Borkenkäfer – ein Puzzleteil im Naturwaldkreislauf

Mit Bohrmehl am Stammfuss und Löchern in der Baumrinde beginnt der eindeutig sichtbare Fichtenbefall des Borkenkäfers – fast immer ist der Buchdrucker, die am weitesten verbreitete Borkenkäferart, am Werk. Er befällt durch Stürme geschwächte oder frisch gefallene Fichten. Der Käfer und seine Larven fressen im saftführenden Teil der Rinde, dem Bast. Das erschwert den Nährstofftransport des Baumes. Weil sich der Buchdrucker sehr rasch vermehrt, haben befallene Fichten keine Chance. Kurz nach dem Befall liegen erste Rindenstücke am Boden, die Kronen färben sich braun. Fahlgrüne Fichtennadeln fallen zu Boden. Sterbende Bäume – und gleichzeitig neu gewonnener Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Durch die absterbenden Fichten kommt an zuvor dunklen Standorten plötzlich Licht bis zum Boden. Junge Bäume, die bisher im Schatten ausharrten, streben dem Licht entgegen. Auf grösseren Flächen beginnen Pionierarten wie Holunder, Birken oder Weiden zu wachsen. Eine neue Generation Wald entsteht.

................................................... mit sylviane ney sprach marianne voss Von Wettswil, wo Sylviane Ney wohnt, bis zur Weinhandlung in Birmensdorf ist es nicht weit. Im schlichten Industriegebäude befindet sich das Büro. Der Raum, in dem sie Kunden empfängt und berät, ist geschmackvoll eingerichtet, und der lange Tisch ideal für Degustationen. «Wir betreiben hier keinen Weinladen, hier befinden sich nur unsere Büroräumlichkeiten mit dem Weinlager. Zu unseren Kunden zählen vorwiegend Privatpersonen und die Gastronomie», erklärt sie. «Selbstverständlich kann man Weine auch über das Internet bestellen.» Es ist jetzt schon 20 Jahre her, seit sie bei «Gil Vins» eingestiegen ist. Aufgewachsen ist sie in Bonstetten. «Mein Vater ist Waadtländer und hatte immer gerne Wein. Irgendwann beschloss er, eine Import-Lizenz zu erwerben und sein Hobby zum Beruf zu machen.» So sei die Weinhandlung «Gil Vins» entstanden. Sylviane Ney absolvierte die Handelsschule, reiste für Sprachaufenthalte ins Ausland und absolvierte diverse Weiterbildungen. «Ich hatte immer Freude an schönen Dingen und am Kundenkontakt und arbeitete längere Zeit im Verkauf von Luxusgütern.» Doch mit 30 Jahren beschloss sie, etwas ganz Neues zu beginnen. Sie ging an die Université du vin in Suze-la-Rousse (Südfrankreich) und bildete sich dort zur Sommelière aus. Durch die Ausbildung habe sie eine Leidenschaft für diese faszinierende Wein-Welt entdeckt, erzählt sie. «Und das war dann der Moment, mich selbstständig zu machen und beim Vater ins Geschäft einzusteigen.»

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In der Serie «Digitalisierung in Worten», erläutert der «Anzeiger» die Bedeutung von primär aus dem Englischen stammenden Begriffen, die sich im 21. Jahrhundert auch im deutschen Sprachgebrauch durchgesetzt haben.

tenlos zugänglich sein sollte. Sie vertraten die Idee, dass Patente und Urheberrechte Fortschritt verhindern. Creative Commons bietet zahlreiche Standardurheberrechtsverträge an, mit denen Texte, Programme, Musikstücke, Bilder und Videoclips für den Urheber geschützt und gleichzeitig frei zur Verfügung gestellt werden können. Säuliämtler die selber keine Musik machen, aber beispielsweise ein Youtube-Video mit Musik hinterlegen wollen, sind auf Creative Commons angewiesen. Denn Youtube erlaubt keine Hinterlegung mit Musik, die urheberrechtlich geschützt ist, was für die Musik der meisten Verlage gilt. Interessierte müssen jedoch darauf achten, dass sie die Creative Commons richtig nutzen. Viele Urheber vor Creative Commons bestehen beispielsweise darauf, dass ihre kostenlos zur Verfügung gestellten Inhalte nicht kommerziell genutzt werden. (sals)

Im natürlichen Waldkreislauf nimmt der Borkenkäfer eine wichtige Aufgabe wahr: Er startet den natürlichen Zyklus von Vergehen und Werden. Im Sihlwald wird diese Entwicklung der Natur überlassen. Im Rahmen des Prozessschutzes wachsen auf den neu entstandenen Flächen jene Baumarten, die dem Standort und den Gegebenheiten vor Ort in diesem Moment am besten entsprechen. «Der Borkenkäferbefall ist eine natürliche Methode, anhand welcher der Sihlwald über Jahrzehnte in ein einzigartiges Mosaik aus unterschiedlichen Baumarten und Baumgenerationen verwandelt wird», erklärt Isabelle Roth, Leiterin des Bereichs Naturwald der Stiftung Wildnispark Zürich, den langen Prozess vom Wirtschafts- zum Naturwald. Zusätzlich entstehen neue Lebensräume aus Totholz für unzählige Käfer, Pilze, Moose und Flechten. Der Borkenkäfer stellt zudem eine Futterquelle für andere Waldtiere dar. Er ist ein gern gesehenes Fressen von Spechten, Schlupfwespen wie auch von Buntkäfern. Im Wirtschaftswald bedeutet der Fichtenbefall durch Borkenkäfer für die Waldeigentümer einen finanziellen Verlust. Durch Holzschläge mit zusätzlichem Entrinden der Bäume versuchen die Eigentümer, die Vermehrung der Käferpopulation zu begrenzen. Dieses Management wird im Randbereich des Naturerlebnisparks Sihlwald ebenfalls umgesetzt. (pd.)

zur sache Die Fichte – ein Gebirgsbaum Die Fichte ist ursprünglich ein Gebirgsbaum, der feuchtes und kühles Klima oberhalb von 800 Metern über Meer bevorzugt. Der Nadelbaum wächst schneller als andere Baumarten. Deshalb, und weil Fichtenholz lange kostendeckend oder sogar mit Profit geerntet werden konnte, pflanzten Waldeigentümer und Forstleute den Baum weit über sein natürliches Verbreitungsgebiet hinaus auch im Schweizer Mittelland an.


Veranstaltungen

Was strahlt auf uns zu?

Sa, 21. September 2019, grosser

Mobilfunk 5G: Segen oder Fluch?

ab 8 Uhr! Bei der Eishalle. Infos: Telefon 079 356 67 00 E-Mail: flohmi-wetzikon@gmx.ch

Flohmarkt in Wetzikon ZH

Donnerstag, 26. September 2019, 20.00 Uhr Schulhaus Ägerten, Mehrzwecksaal Dettenbühlstrasse 1, 8907 Wettswil am Albis

Referent: Peter Schlegel, Dipl. Ing. ETH/SIA, Baubiologe Zur Beurteilung der Auswirkungen von 5G braucht es unabhängige Informationen. Der Bauingenieur Peter Schlegel informiert zu folgenden Themenkreisen: – – – – –

Strahlung hör- und sichtbar gemacht Was ist das Neue an 5G? Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen Was strahlt alles? Wie können wir uns schützen?

Anschliessend Diskussion/Beantwortung von Fragen und Apéro Sie sind herzlich eingeladen, sich zu informieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Eintritt frei, Kollekte Verein Stop 5G in Wettswil, www.stop5gwettswil.ch

Carfahrten, Umzüge & Spezialtransporte

Reisen mit Freunden

Kürbisfäscht Herbstmärt Kürbisausstellung am 21./22. September 2019 von 9.30 bis 18.00 Uhr auf dem Bauernhof Stöckweid

Über 150 Sorten Zier- und Speisekürbisse Festwirtschaft und verschiedene Marktstände Am Sonntagnachmittag spielt das Trio Räbbergfäger Die Kürbisausstellung ist bis Ende Oktober offen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch Familie J. Duperrex und Helferteam Stöckweid 1, 8934 Knonau, Tel. 044 767 03 17 www.stoeckweid.ch

Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten 2019 Ostschweiz Fr. 40.– Donnerstag, 3. Oktober 2019 Bohrerhof – Kürbiswelt Fr. 42.– Donnerstag, 24. Oktober 2019 Restaurant Sternen, Fr. 120.– Murzelen Sonntag, 3. November 2019 Fahrt inkl. Gourmetmittagessen Zibelemärit Fr. 40.– Montag, 25. November 2019 Kaffee und Weggli Weihnachtsmarkt Ulm Freitag, 29. November 2019 Kaffee und Weggli

Fr. 52.–

Weihnachtsmarkt und Fr. 42.– Shopping in Konstanz Dienstag, 3. Dezember 2019 Chlausfahrt Freitag, 6. Dezember 2019 Fahrt mit Mittagessen und Chlaussäckli

Fr. 88.–

Ferienreisen 2019 Klingender Advent 2019 Fr. 670.– in Seefeld DZ/HP mit Semino Rossi und Petra Frey 10. –13. Dez. 2019

www.aemtler-car.ch


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