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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 073 I 172. Jahrgang I Dienstag, 18. September 2018

Zweirad-affin

Begrüssungsbrunch

Zur «Sputnik»-Wiedereröffnung kamen sechs von sieben Gemeinderäte per Velo. > Seite 3

Gut 70 Neuzuzüger folgten in Mettmenstetten der Einladung der Gemeinde. > Seite 4

60 Jahre Bibliothek Aeugst

Ein Drei-Phasen-Plan für die Spitalzukunft

Als letzte Gemeinde im Bezirk erhielt Aeugst eine Bibliothek. Es war der beliebte Lehrer Gottfried Brugger, der dazu den Anstoss gab. Am Jubiläumsfest zum 60. Bibliotheks-Geburtstag am letzten Samstag waren auch Zeitzeugen dabei, die sich ans Einbinden der neuen Bücher oder an die erste Aufklärungsliteratur erinnerten. Ulrike Rudow, Leiterin der Bibliothek Aeugst, hielt einen kurzen Rückblick und erzählte ein paar Besonderheiten aus den letzten 60 Jahren. Zu Beginn bestand die Bibliothek aus 400 Büchern, die zwei Wände im Handarbeitszimmer füllten. Heute arbeitet in diesem Raum der Gemeindeschreiber von Aeugst. Das Angebot in der Bibliothek umfasst 4800 Medien. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 7

Rang sechs und Luft nach oben Am vergangenen Sonntag fand in Innsbruck das Finale der Olympischen Kombination statt. Dabei handelte es sich um einen Testlauf des zukünftigen Olympischen Formates, welches aus allen drei Disziplinen des Sportkletterns besteht. Auch die Bonstetter Boulder-Spezialistin Petra Klingler hatte sich durch hervorragende Leistungen in den drei Einzeldisziplinen Lead, Bouldern und Speed für den Schlussevent qualifiziert. Im Speed schaffte es Petra Klingler bis ins kleine Finale, in welchem um den dritten Platz geklettert wurde. Im Boulder-Wettkampf erkletterte sich Klingler den 5. Platz, und in der Kombination den 4. Zwischenrang. In der abschliessenden Lead-Route liessen die Kräfte auch bei der Bonstetterin etwas nach. Petra Klingler erreichte die fünfbeste Höhe und schloss den Wettkampf damit auf dem sechsten Rang ab. ................................................... > Bericht auf Seite 16

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Reformator Jürg Kienberger beschäftigt sich in seinem aktuellen Bühnenstück mit Zwingli. > Seite 6

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Letzte Runde Mit diesen Beiträgen schliesst die Debatte zu den Vorlagen vom 23. September. > Seite 7 und 9

Erst Abstimmungen, dann Leistungsaufträge und Neubau im Fokus Zwei Strategieplanungsgruppen arbeiten am Spital Affoltern daran, mit welchen Angeboten das Akutspital und die Langzeitpflege künftig positioniert werden sollen. ................................................... von thomas stöckli Der Spital-Zweckverband soll aufgelöst werden. Diese Massnahme, verbunden mit einer Trennung in eine Interkommunale Anstalt Langzeitpflege und eine gemeinnützige Aktiengesellschaft Akutspital, bleibt prioritäres Ziel des Spitals Affoltern. Die entsprechenden Abstimmungsunterlagen wurden bereits beim Gemeindeamt eingereicht. Der Urnengang vom 19.

Mai 2019 ist allerdings nur der erste Schritt eines Drei-Phasen-Plans, wie Stefan Gyseler, neuer Präsident der Spital-Betriebskommission, im Interview mit dem «Anzeiger» offenbart. Parallel arbeiten zwei Strategieplanungsgruppen daran, mit welchen Angeboten das Akutspital und die Langzeitpflege auf dem Markt positioniert werden sollen. In Phase zwei geht es bis Ende 2019 dann darum, die Gesuche für die künftigen Leistungsaufträge einzureichen. «Ich glaube nicht, dass der Kanton ganze Spitäler von der Liste streicht», meint Gyseler. Die Mindestfallzahlen, von welchen er die Leistungsaufträge abhängig macht, stellen für das Spital Affoltern in gewissen Bereichen allerdings eine grosse Herausforderung dar: «Kein Regionalspital

wird in Zukunft noch ein vollumfängliches Leistungspaket bekommen», so der BK-Präsident. Das Spital Affoltern arbeitet deshalb daran, gewisse Leistungen gemeinsam mit anderen Einrichtungen anbieten zu können, etwa mit dem Kantonsspital Zug, dem Triemli oder der Pflegi Muri. In Phase drei geht es dann um den Spital-Neubau. Die zukünftige Ausrichtung und der Bedarf an Infrastruktur und Betten sind schliesslich abhängig von den Leistungsaufträgen, die das Spital Affoltern erhält. Fest steht: Die Paradedisziplin Akutgeriatrie bleibt ein wichtiger Faktor. Viel erhofft man sich auch von einem starken Ambulatorium – hier könnte Affoltern eine Vorreiterrolle übernehmen. ................................................... > Interview auf Seite 5

Mit Pauken und Trompeten

Haus Brunnental in Heisch: Einweihung nach der Renovation

WB kämpferisch im Tessin Der FC Wettswil-Bonstetten reiste am vergangenen Wochenende in die Sonnenstube der Schweiz. Ziel war es, gegen den FC Mendrisio drei weitere Punkte zu holen. Der Gegner hatte sich in den bisherigen sechs Meisterschaftsspielen lediglich einen Punkt sichern können, und war deshalb unter Zugzwang. Wie erwartet, zeigte sich die Partie hart umkämpft. Nach einem Handspiel der Heimmannschaft verwandelte WB-Topskorer Lugo den Penalty zur 1:0-Führung für WB. Nach der Pause intensivierten die Gastgeber den Druck und stiessen vermehrt in Richtung WB-Tor vor. Das liess die Säuliämtler auf Kontermöglichkeiten hoffen. ................................................... > Bericht auf Seite 17

Der Musikverein Harmonie Hausen erprobte die Belastbarkeit der restaurierten Verandas. (Bild Marianne Voss) Die lange und aufwändige Renovation am altehrwürdigen und unter Schutz stehenden Haus Brunnental in Heisch ist abgeschlossen. Das Gerüst wurde entfernt, und die wunderschönen Jugendstil-Verandas zeigen sich in neuem Glanz. Der Musikverein Harmonie Hausen erprobte am Einweihungsfest vom vergangenen Freitag die Belast-

barkeit der restaurierten Verandas und spielte zu Ehren der neuen Fassade mit Pauken und Trompeten auf. Für dieses besondere Ereignis durfte sogar während der Reden und der Musikvorträge der Verkehr auf der Hauptstrasse aufgehalten werden. Das Haus Brunnental wurde genau vor 150 Jahren gebaut. Zuerst betrieb

der Gemeindeammann darin seine Schnapsbrennerei, später diente das Gebäude als Kinderheim. Seit 1981 gehört der altehrwürdige Bau der Genossenschaft Brunnental und wird auch von den Genossenschaftern bewohnt. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 4

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Angebot erweitert Ab morgen Mittwoch gibt es «Di fair Milch Säuliamt» auch halbentrahmt. > Seite 11

Hans Finsler ist Kantonsrat Im «Anzeiger» vom Freitag ist seine erste Kolumne als Kantonsrat erschienen, gleichentags hat ihn die Direktion der Justiz und des Innern als Mitglied des Kantonsrates als gewählt erklärt. Hans Finsler, Rechtsanwalt, Zwillikon, tritt die Nachfolge der zurückgetretenen Susanne Leuenberger, Affoltern, an. Der 64-Jährige war erste Ersatzperson auf der SVP-Liste des Wahlkreises VIII (Bezirk Affoltern).

FDP-Bewerber in Bonstetten Wer wird FDP-Kandidat für die Regierungsratswahlen? Die drei Bewerber für die Nachfolge von Thomas Heiniger haben sich in Bonstetten vorgestellt: Jörg Kündig ist Gemeindepräsident von Gossau und Kantonalpräsident des Gemeindepräsidentenverbandes; Agrarunternehmer Martin Farner sitzt als Gemeindepräsident von Oberstammheim im leitenden Ausschuss des Gemeindepräsidentenverbandes; Thomas Vogel ist langjähriger Fraktionschef der 30-köpfigen FDP im Kantonsrat. ................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen


Urnenabstimmung vom 23. September 2018 Beim Beleuchtenden Bericht bei den Abstimmungunterlagen für das kommunale Geschäft Teilrevision der Gemeindeordnung (neuer Art. 49b, Kompetenzdelegation an die IKA Sozialdienst Bezirk Affoltern) und die Vereinbarung betreffend Delegation von Kompetenzen bei der Soziale- und Wirtschaftshilfe durch die Gemeinde Hedingen an den Sozialdienst Bezirk Affoltern wurde bei der gedruckten und verteilten Broschüre eine gesamte falsche Seite 3 mitgeliefert. Die korrekte Seite 3 oder auch die gesamte Broschüre kann auf der Homepage der Gemeinde Hedingen (www.hedingen.ch) eingesehen werden.

Der Lebenskreis meines Ehemannes, unserers Vaters, Grossvaters und Schwiegervaters

Liebe und Erinnerung ist das was bleibt, lässt viele Bilder vorüberziehen, uns dankbar zurückschauen auf die gemeinsam verbrachte Zeit.

Werner Läubler-Hermann

WIR DANKEN HERZLICH

hat sich geschlossen. Traurig aber auch mit vielen fröhlichen Erinnerungen nehmen wir Abschied. Wir sind aber auch dankbar, dass er von seinen Altersbeschwerden erlöst wurde. Mit dem Tode eines Menschen verliert man vieles, aber niemals die mit ihm verbachte Zeit!

5. Juli 1926 – 11. September 2018

für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von

Paps wir werden Dich nicht vergessen.

Hans Schubiger erfahren durften.

Sämtliche Unterlagen können auch am Schalter bei der Gemeindeverwaltung gratis bezogen werden.

Ein ganz besonderer Dank geht an: – Diakon Pedro José Guerrero für die feierliche, würdige und gefühlvolle Gestaltung des Trauergottesdienstes – Dr. med. Daniel Zimmermann – das Team vom Senevita Obstgarten – die Turnveteranen für den Fahnengruss – alle Verwandten, Freunde, Bekannten und Nachbarn, die mit lieben, tröstenden Worten und Umarmungen ihr Mitgefühl ausgedrückt und ihn auf dem letzten Weg begleitet haben.

Hedingen, 18. September 2018

Hans wird in unseren Herzen weiterleben.

Gemeinderat Hedingen

Das Bestattungsamt kann in dringenden Fällen über Telefon 078 656 11 31 erreicht werden. Wir danken für Ihr Verständnis. Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke

Todesfälle Hausen am Albis Am 11. September 2018 ist in Ebertswil gestorben:

Läubler, Werner geb. 5. Juli 1926, von Ganterschwil SG, wohnhaft gewesen in Ebertswil. Die Beisetzung findet am Mittwoch, 19. September 2018, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Wir nehmen im engsten Familienkreis Abschied auf dem Friedhof Hausen am Albis. Traueradresse: Fridy Läubler, Giselstrasse 15, 8925 Ebertswil

Die Trauerfamilien

Deine Gedanken wanderten in den letzten Jahren immer weiter weg – in eine Welt, wohin wir dir nicht folgen konnten. Jetzt hat dich dein lange dauernder Abschied ins Licht geführt.

Wegen Personalausflug bleiben die Gemeindeverwaltung und die Gemeindewerke am Donnerstag, 20. September 2018, den ganzen Tag geschlossen.

Fridy Läubler-Hermann Peter und Beate Läubler-Hillebrand Philip Läubler Simone Läubler mit Andrin Biefer Werner Läubler und Jasmine Tognazzo Luana Tognazzo

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, wunderbare Sache. Hermann Hesse

ABSCHIED UND DANK Unsere Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter ist nach einem Sturz und wenigen Tagen im Spital Affoltern von den Leiden des Alters erlöst worden. Ihr Lebenswille hat immer mehr nachgelassen.

Lina Da Rugna-Gröner 4. Oktober 1932 – 13. September 2018

Während der letzten dreieinhalb Jahre lebte sie im Haus zum Seewadel in Affoltern a. A. Dem ganzen Team des Alters- und Pflegeheims gebührt grosser Dank für das vorbildliche und liebevolle Betreuen und Umsorgen der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Trauerfamilie: René Da Rugna mit Familie Ursula Da Rugna mit Familie Sonya Mühlethaler mit Familie Guido Da Rugna Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 21. September 2018, 10.00 Uhr, auf dem Friedhof in Bonstetten statt.

A B S C H I E D Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante

Irma Pianezzi-Maag 12. August 1936 – 11. September 2018

Nach einem arbeitsreichen Leben und ertragener Demenz durftest du nun friedlich einschlafen. Wir gönnen dir die ewige Ruhe und werden dich nie vergessen. In Liebe und stiller Trauer: Colombo Pianezzi Carmen und Edgar Struijk mit Arlene Gisela und Marco Pianezzi mit Marina und Nino Gabi und Fredy Winkler-Pianezzi mit Mario und Franco Rico Pianezzi Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 5. Oktober 2018, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Aeugst am Albis statt. Die Urnenbeisetzung ist um 13.30 Uhr im Kreise der Familie und Angehörigen. Traueradresse: Gabi Winkler, Wolserstrasse 11, 8912 Obfelden

Traueradresse: Sonya Mühlethaler, Rüchligstrasse 4, 8913 Ottenbach

Am Ende eines schweren Weges möge dich die Wärme der Sonne empfangen Irischer Segensspruch

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unserer Sängerkameradin und unserem Ehrenmitglied

Elisabeth Hofstetter in Kenntnis zu setzen. Mit Elisabeth verlieren wir einen liebenswerten, fröhlichen Menschen und eine geschätzte Sängerkameradin. Sie führte den damaligen Frauenchor mehrere Jahre als Präsidentin und war Ehrenmitglied. Wir werden Elisabeth in guter Erinnerung behalten und ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Ihren Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Sängerinnen und Sänger Ottenbacher Chor


Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. September 2018

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Parteiinterne FDP-Kandidaten für den Regierungsrat auf dem Prüfstand Thomas Vogel, Jörg Kündig und Martin Farner zu Gast bei der Bezirks-FDP in Bonstetten Wer wird FDP-Kandidat für den Regierungsrat? Die drei Bewerber Thomas Vogel, Jörg Kündig und Martin Farner stellten sich in Bonstetten dem Publikum und warben in eigener Sache. Der Entscheid, wen die FDP als Nachfolger von Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger ins Rennen schickt, fällt am 4. Oktober. ................................................... von werner schneiter Mit sogenannten «Road-Shows» und im Rahmen von anderen Veranstaltungen touren die drei Bewerber derzeit durch den Kanton Zürich. Sie sind zwar interne Konkurrenten, können aber offensichtlich gut miteinander, wie an einer sehr gut besuchten Veranstaltung der Bezirks-FDP in der Apéro-Bar «Schluck» in Bonstetten unschwer festzustellen war. Sie alle sitzen im Kantonsrat, verfügen über eine langjährige Erfahrung auf politischem Parkett, auf kantonaler wie auf kommunaler Ebene, auch auf Behördensei-

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Am Donnerstag, 20. September, werden zwei Herren in Affoltern 80 Jahre jung. Otto Armin Kalberer und Xaver Franz Mettler wünschen wir zum runden Geburtstag viel Freude und einen unvergesslichen Feiertag.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli

te. Ihr liberales Credo ist zwar weitgehend übereinstimmend, aber die drei Bewerber setzten auf unterschiedliche Gewichtung von Themen. Alle sehen sich im besten Alter, betonen ihre Berufs- und Führungserfahrung, ihre Kenntnisse des politischen Systems, der Dossiers und bezeichnen sich als Teamplayer, wie sie in einer von Bezirksparteipräsident Alain Schwald lancierten ersten Runde bekräftigten. Jörg Kündig (58-jährig), der ein Finanzberatungs- und Treuhandbüro führt, ist Gemeindepräsident von Gossau und Kantonalpräsident des Gemeindepräsidentenverbandes; Martin Farner (55-jährig), selbstständiger Agrarunternehmer, sitzt als Gemeindepräsident von Oberstammheim im Leitenden Ausschuss des Gemeindepräsidentenverbandes. Und Thomas Vogel (46-jährig), am Bezirksgericht Zürich in der Geschäftsleitung tätig, ist langjähriger Fraktionschef der 30-köpfigen FDP im Kantonsrat. Für nicht wenige Beobachter gilt Vogel am 4. Oktober als Favorit in der parteiinternen Ausmarchung; 2015 unterlag er parteiintern Carmen Walker Späh äusserst knapp. Sie wurde danach von den Stimmberechtigten zur Nachfolgerin von Ursula Gut in den Regierungsrat gewählt.

Durchsetzungsvermögen Er sei nicht durch ein bestimmtes Ereignis politisiert worden, sondern habe Freude an der Politik durch seinen Einstieg bei den Jungfreisinnigen bekommen, sagte Thomas Vogel, der sich schon in ganz jungen Jahren für Politik interessierte. Wichtig sei, dass sich ein Regierungsrat auch in der Verwaltung durchsetzen könne, die Dossiers kenne, bürgernah agiere, aber sich durch Überzeugen auch Mehrheiten zu verschaffen wisse. Derweil sich Jörg Kündig von freisinnigen Grundsätzen

Die drei parteiinternen FDP-Regierungsratskandidaten, von links: Jörg Kündig, Thomas Vogel, Martin Farner und Gesprächsleiter Alain Schwald, Präsident der FDP-Bezirkspartei. (Bild Werner Schneiter) beeindruckt zeigt, weil da Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken zentrale Werte bildeten. Gute Rahmenbedingungen, auch finanziell und für Familien, eine gute Infrastruktur und umweltpolitisches Verantwortungsbewusstsein nennt er ebenso – und für Martin Farner gilt: Möglichst wenig Gesetze und Vorschriften, tiefe Gebühren und Steuern und das Gewerbe (zurück-)gewinnen. Die drei Bewerber bezogen auf Geheiss von Alain Schwald Stellung zu unterschiedlichen Themen: Vogel outete sich als Gegner der SVP-Selbstbestimmungsinitiative; das Völkerrecht gewichtet er hoch und von grosser Bedeutung für die Schweiz. Mit Blick auf die SVP sagte er im persönlichen Gespräch aber auch: «Im Kantonsrat arbeiten wir gut zusammen.» Dass die Gemeinden immer mehr unter die Räder kommen und über immer weniger Handlungsspielraum verfügen, bezeichnet Kündig als «grosses Thema». «Es findet hier eine Rollenveränderung statt; wir müssen uns um die Kompetenzregelung kümmern. Ich bin für starke Gemeinden», sagte der

Gemeindepräsident wenig überraschend. «Gemeinden 2030» ist für ihn ein grosses Thema, bei dem er sich einbringen könne. Farner sagt zweimal Nein zu den Agrar-Initiativen, die nach seinem Wortlaut mehr staatliche Eingriffe und mehr Zollvorschriften nach sich ziehen.

Wachstum bewältigen und über die Grenzen schauen Als ein besonders herausforderndes Thema schätzen alle drei das grosse Bevölkerungswachstum im Kanton Zürich ein, einhergehend damit die Verdichtung und die Frage nach einem Ausbau der Infrastruktur bis hin zu Bildungs- und Gesundheitsfragen. «Hier ist das Miteinander im heutigen Regierungskollegium zu wenig sichtbar. Bei gewissen Projekten sind ja jeweils vier Direktionen beteiligt», sagte Jörg Kündig. Farner wie Vogel plädieren für qualitatives Wachstum und für ein klares Definieren, wo was gebaut wird. Aber auch für eine interkantonale Zusammenarbeit, wenn es um Planungsfragen, Strassen- oder ÖV-Ausbau gehe.

Ein Velo-affiner Gemeinderat

Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch

Gelebte Energiestadt in Mettmenstetten

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Vor der Gemeinderatssitzung trafen sich die Mettmenstetter Gemeinderäte vor Wochenfrist zur Wiedereröffnung

des Jugendtreffs Sputnik. Beim Aufbruch zeigte sich dort, wie ernst es ihnen mit der Energiestadt ist: sechs

von sieben waren mit dem Velo unterwegs – ohne vorherige Absprache, wie alle versicherten. (tst.)

Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01

Der Gemeinderat Mettmenstetten von links: Irfan Cantekin, Bea Gallati, Peter Kessler, Ursula Junker, Beat Bär, Gemeindepräsident René Kälin und Edwin Ehrenbaum. (Bild Thomas Stöckli)

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

Aeugstertal: Motorradfahrer mit Kokain verhaftet

Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Am Sonntagnachmittag, 16. September, führte die Kantonspolizei Zürich in Aeugstertal (Gemeinde Aeugst) eine verkehrspolizeiliche Grosskontrolle mit Schwerpunkt auf dem technischen Zustand von Motorrädern durch. Dabei wurden zwischen 12 und 18 Uhr 133 Zweiräder kontrolliert. Bei 32 Zweirädern wurden technische Mängel festgestellt. Dabei

Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Kesb: Aufbau beendet Trotz des anhaltenden Bevölkerungswachstums hat die Zahl der Kindesund Erwachsenenschutzmassnahmen im Kanton Zürich im Jahr 2017 leicht abgenommen. Das geht aus dem Bericht der Aufsichtsbehörde im Kindes- und Erwachsenenschutz für 2017 hervor. Gegenüber dem Vorjahr ging auch die Zahl der Beschwerden an die Rechtsmittelinstanzen um rund zwölf Prozent zurück. Im Vierjahresvergleich blieb das Total stabil.

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Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.–

«Wir müssen in grösseren Räumen denken. Solche Themen muss man künftig auch über eine Tarifierung angehen und über unterirdische Transportsysteme diskutieren», sagten sie und wollen dem Thema Energie die nötige Aufmerksamkeit schenken – auch mit Blick auf das Energiegesetz, das sich in der Pipeline befindet. Wegen der Themen «Umwelt und Klima» habe die FDP 2007 und 2011 massiv Wähleranteile verloren und sich von anderen Parteien «erdrücken» lassen, wie Farner beifügt und hier für liberale Lösungen ohne Bürokratie und ohne zusätzliche Steuergelder einstehen will. Über die Kantonsgrenze hinauszuschauen, gilt für alle drei Bewerber auch bei der Spitalplanung, bei der nicht allein Fallzahlen und Finanzen im Mittelpunkt stehen dürfen, sondern auch die medizinische Qualität. Kooperationen – auch über Kantonsgrenzen hinaus – halten sie für unumgänglich. Das gelte auch für das Spital Affoltern, das aber einen schwierigen Stand habe und sich für das Angebot im Akutbereich möglicherweise einem Verbund anschliessen sollte.

mussten sechs Lenker bei der zuständigen Amtsstelle zur Anzeige gebracht sowie vier Motorräder zur Nachprüfung beim Strassenverkehrsamt angemeldet werden. 22 Zweiräder wiesen kleinere Mängel auf; den jeweiligen Motorradlenkenden wurde ein Beanstandungsrapport ausgehändigt. Von den 151 kontrollierten Lenkern sowie

Soziusfahrern wurden elf Motorradfahrer mit einer Ordnungsbusse belegt. Bei einem 65-jährigen Schweizer wurden rund zwölf Gramm Kokain gefunden. Er wurde vor Ort verhaftet und nach der Befragung wegen Verdachts auf Betäubungsmittelhandel der Staatsanwaltschaft Limmattal/ Albis zugeführt.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. September 2018

Einst Schnapsbrennerei und Kinderheim Das altehrwürdige Haus Brunnental in Hausen erstrahlt in neuem Glanz Dass nach einer HausfassadenRenovation ein ganzes Musikcorps aufspielt und sogar die Hauptstrasse gesperrt wird, ist alles andere als alltäglich. Im Haus Brunnental in Heisch war einst eine Schnapsbrennerei, später ein Kinderheim eingerichtet. Heute wird es von einer Genossenschaft bewohnt. ................................................... von marianne voss «Dort, wo Sie stehen, war einmal ein Springbrunnen mit gutem Wasser. Daher kommt der Name Brunnental für dieses jetzt genau 150-jährige Haus.» Die Begrüssungsrede von Georges Köpfli zur Fassadenrenovations-Feier war kurz. Das musste sie sein, denn während seiner Worte wurde die Hauptstrasse vor dem Haus in Heisch von der Feuerwehr gesperrt. Die Bewilligung dafür hatte die Kantonspolizei erteilt. «Wir wollen den Charakter dieses Hauses erhalten und gemeinsame Wohnformen ermöglichen», sagte der Hausbewohner und Genossenschafter weiter. Auch Verena Schlapfer sprach mitten auf der Strasse zu den zahlreichen Gästen und begrüsste Freunde, Nachbarn, Handwerker, den Architekten Ueli Arbenz sowie den Musikverein Harmonie Hausen, «der heute passend zum rosa Haus in roten Hemden auftritt». Nach jeder Kurzansprache wurde der Verkehr freigegeben, ebenso nach jedem rassigen Stück des Musikvereins. In absolut

einmaliger Aufstellung, verteilt auf den Verandas, spielten die Musikerinnen und Musiker mit Pauken und Trompeten zur Einweihung auf. Die Dirigentin, Rägle Brawand, stand auf der andern Strassenseite auf einem kleinen Podest und schwang den Taktstock.

Aufwändige Restauration Diese ganz besondere Einweihungsfeier galt einem ganz besonderen Gebäude. Das geschichtsträchtige Haus Brunnental steht im Inventar der kunstund kulturhistorischen Schutzobjekte von überkommunaler Bedeutung. Was am vergangenen Freitag eingeweiht wurde, waren die restaurierten Verandas. Sie mussten in den letzten zwei Jahren vollständig abgebaut und teilweise mit den alten Materialien, teilweise mittels Rekonstruktionen wieder aufgebaut werden. Das war eine lange dauernde, aufwändige Arbeit, wo viele Spezialisten einbezogen waren. Ganz neu ist auch die repräsentative Eingangstreppe, die früher für die Schnapszulieferung benutzt wurde. Jetzt zeigt sich die gesamte Fassade vom «Brunnental» in neuem Kleid.

Schnaps und Kinderheim Das Haus Brunnental an der Albisstrasse 23 wurde 1868 vom Hausemer Gemeindeammann Heinrich Huber gebaut. Er betrieb eine Schnapsbrennerei und nutzte das gute Wasser vom Brunnen auf der andern Strassenseite. 1903 liess sein Sohn das Haus mit Jugendstil-Verandas, bestehend aus

Die Hausgemeinschaft vom Brunnental auf der neuen Eingangstreppe. Darüber eine der restaurierten Verandas. Von links: Georges Köpfli, Anita Roesch, Verena Schlapfer, Celia und Manuel Bermúdez und Dodo Fessel. (Bild Marianne Voss) einer schmucken Eisenkonstruktion und farbigen Fenstern, verschönern. Nach seinem Tod übernahm eine Familie Nebel das Gebäude und gestaltete es zu einem Kinderheim um. Wo früher Spirituosen eingelagert waren,

entstanden Räume für rund 20 Kinder und Jugendliche, die keine Bleibe hatten. Später wurde das Heim von einem Ehepaar Till geführt. 1978 zogen mehrere Familien ein, die 1981 die Genossenschaft Brunnental grün-

deten und das Haus auch käuflich erwarben. Und was geschah mit dem Brunnen? Es gibt ihn schon lange nicht mehr. Nachdem ein Schneepflug ihn gerammt hatte und der Trog gerissen war, wurde er weggeschafft.

Mettmenstetten – bald mit mehr als 5000 Einwohnern Gut 70 der 600 Personen, die seit 2016 zugezogen sind, am Begrüssungsbrunch der Gemeinde Rund 600 Personen haben in den vergangenen zwei Jahren ihren Wohnsitz nach Mettmenstetten verlegt. Gut 70 sind am Samstagmorgen der Einladung der Gemeindebehörden zum Begrüssungsbrunch gefolgt. ................................................... von werner schneiter Während auf der Bühne der Mehrzweckhalle Wygarten der Musikverein aufspielte, machten Behörden, Vereine, Parteien, Kirchen und andere Institutionen Werbung an Ständen. Der Andrang hielt sich in Grenzen, aber es entwickelten sich gleichwohl rege Gespräche zwischen Alteingesessenen und neu Zugezogenen. «Wir fühlen uns sehr wohl in Mettmenstetten, schätzen die naturnahe Umgebung und freuen uns am schönen Dorfkern mit seinen stattlichen Häusern», sagte Silvan Christen, der zusammen mit Ehefrau Mirjam und den beiden Kleinkindern seit Februar 2018 in Mettmenstetten lebt. Die Familie wohnte zuvor während zehn Jahren in Baar und ist durch den Triathlon-Club Säuliamt schon länger verbunden mit der Region.

Überdurchschnittliches Wachstum Die Neuen fühlen sich also wohl – wie auch Gemeindepräsident René Kälin, der den Begriff «Heimat» in seiner Begrüssung so umschrieb: «Für mich persönlich, der seit bald 50 Jahren in Mettmenstetten wohnt, ist Heimat da, wo ich mich wohlfühle.» Mettmenstetten hat ein grosses Wachstum hinter sich und wird – gemessen an den Baukränen – weiter an Einwohnern zulegen. So sind in den letzten zwei Jah-

ren 600 Personen zugezogen. Und in den letzten zehn Jahren hat die Gemeinde rund 20 Prozent zugelegt – deutlich über dem kantonalen Durchschnitt von 13 Prozent. «Wohl noch dieses Jahr dürfen wir die 5000. Bewohnerin oder Bewohner begrüssen – die sechste Gemeinde im Säuliamt, die diese Zahl erreichen wird», prognostiziert Kälin. Dieses Wachstum bewältigen und die nötigen Infrastrukturen planen – das sei Aufgabe der Behörden, die das mit dem Generationenprojekt für Bildung, Sport und Bewegung entwickelt haben. Am nächsten Wochenende befinden die Stimmberechtigten an der Urne über eine neue Doppelturnhalle mit Tagesstruktur und Energiezentale, über ein neues Primarschulhaus, über einen Um- und Ausbau der alten Sennerei zu einer Bibliothek mit Begegnungsort sowie Dorfspielplatz – ein 30-Mio.-FrankenProjekt. Kälin pries die zwischen zwei Zentren liegende Gemeinde auch mit dem Hinweis auf die heute schon bestehenden Einrichtungen, auf die intakten Natur- und Naherholungsgebiete sowie auf die ÖV-Anbindung . Dazu natürlich die vor 90 Jahren in Fronarbeit errichtete Badi. Und die Vereine, die zwar nicht mehr so viele Mitglieder haben, aber zahlenmässig gewachsen sind und für ein vielseitiges Sport-, Kultur- und Freizeitangebot sorgen. «Wie gefällt es Ihnen auf einer Skala von 0 bis 100 in Mettmenstetten?», fragte der Gemeindepräsident die Anwesenden. «100, weil es mehr Grün hat als in der Stadt» antwortete ein Knabe spontan.

Primarschulpräsidentin Bea Gallati. Sie zitierte aus einem internationalen Ideenwettbewerb zur Zukunft der Schule, die den Behörden auch in Zukunft einiges abverlangen wird: nicht nur hinsichtlich qualitativer Anforderungen und Kostenmanagement, sondern auch wegen eines Wachstums, das Schulraumerweiterung erfordert. Die Primarschule unterrichtet derzeit 502 Schülerinnen und Schüler, wovon etwa 30 auswärts zur Schule gehen. 38 mehr als im Vorjahr. Sie alle werden von 39 Klassenlehr- und zehn Fachlehrpersonen unterrichtet, dazu gibt

es weitere 38 Mitarbeitende. 1,5 Stellenprozente entfallen auf die Schulleitung, 1,4 auf die Verwaltung. «Eine für die Privatwirtschaft eher unübliche Führungsspanne», ergänzte Bea Gallati. Zwischen 30 und 90 Schulkinder besuchen den Mittagstisch. Rund 200 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt auf zehn Klassen, umfasst die Sekundarschulkreisgemeinde Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden, kurz «Sek Mättmi» genannt, wie Céline Lingua ausführte. Sie ist die Präsidentin der ältesten Sekundarschule auf ländlichem Gebiet des Kan-

tons Zürich, 1826 gegründet. Begleitet und gefördert werden die Schülerinnen und Schüler neben den Lehrpersonen auch von Heilpädagogen, Schulsozialarbeiterinnen und Klassenassistenzen. «Wir freuen uns auch über einen aktiven Elternrat. Er leitet wertvolle Beiträge im Bereich Schulwegsicherung, Elternbildung und Berufswahlprozess», so die Präsidentin. Mit Freude verwies sie auch auf das Hallenbad und die sportfreundliche Schulkultur, die Mettmenstetten einen Preis des kantonalen Sportamtes eingebracht hat.

Herausforderungen für die Schulen «Vielleicht waren die guten Schulen in Mettmenstetten auch für einige mit ein Grund, zu uns zu ziehen», sagte

Sie haben die Neuzugezogenen zum Begrüssungsbrunch in die Mehrzweckhalle Wygarten in Mettmenstetten eingeladen: Gemeindepräsident René Kälin, Sekundarschulpräsidentin Céline Lingua und Primarschulpräsidentin Bea Gallati (rechts). (Bild Werner Schneiter)


Bezirk Affoltern

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«Kein Regionalspital wird künftig noch ein vollumfängliches Leistungspaket bekommen» Mit einem Drei-Phasen-Plan in die Spitalzukunft: Interview mit Stefan Gyseler, Präsident der Betriebskommission Kürzlich wurde die Betriebskommission des Spitals Affoltern neu konstituiert, im Mai 2019 sollen die Abstimmungen zur Zukunft über die Bühne gehen. Der BKPräsident verrät im Interview, welche entscheidenden Schritte sonst noch bevorstehen. «Anzeiger»: Stefan Gyseler, Sie haben die Nachfolge von Clemens Grötsch als Präsident der Betriebskommission (BK) Spital Affoltern angetreten. Was hat Sie dazu bewogen? Stefan Gyseler: Vor einem Jahr sind verschiedene Gemeindepräsidenten auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die BK zu unterstützen. Zwei Sachen reizten mich. Einerseits die betriebs- und marktwirtschaftliche Situation, andererseits die kommunikative Herausforderung. Inzwischen habe ich mich ins Spital verliebt. Durch die Menschen, die dort arbeiten und die grosse Bedeutung, die es für den Standort, das ganze Knonauer Amt, hat. Unserem Bezirk fehlt es an Selbstvertrauen: Wir können das auch, was andere können. Ich fände es wahnsinnig schade, wenn wir kein Spital hätten. Zum schönen Lebensraum hier gehört auch ein Ort, der die Gesundheit sicherstellt und wo uns geholfen wird, wenn wir nicht mehr gesund sind. Da spricht auch der Standortförderer. Ja, ich finde es schade, wenn wir alles, das wir brauchen, extern holen müssen, wenn wir immer nach Zürich oder Zug ausweichen müssen. Die Mittelschule haben wir schon nicht erhalten, Hausarzt-Praxen haben wir immer weniger. Deshalb wird unter anderem ein Ambulatorium als Teil des Spitals so wichtig. ...............................................................

«Die Hektik hat sicher nicht zu einer besseren Stimmung beigetragen.» ............................................................... In der BK gab es einige personelle Änderungen, was waren die wichtigsten Überlegungen? In der Person von Jana Faehnrich haben wir jemanden mit medizinischem und gesundheitspolitischem Hintergrund gefunden. Hans-Ruedi Meier ist als ehemaliger Gemeindeschreiber prädestiniert für die formaljuristischen Verfahren im Zusammenhang mit Kreditbegehren, Beschlüssen und deren Publikation. Daniel Eugster schliesslich bin ich persönlich angegangen. Er ist ein erfolgreicher Unternehmer und zudem Stiftungspräsident einer Alters- und Langzeitpflege-Einrichtung. Seine Erfahrung in beiden Bereichen bringt uns weiter. Die letzten Jahre waren geprägt von dringlichen Beschlüssen, jetzt hat die neue BK Tempo rausgenommen. Weshalb? Durch die Dringlichkeit ist viel Hektik aufgekommen. Als Erstes haben wir einen sehr detaillierten Zeitplan aufgestellt mit dem Ziel: Abstimmungen im Mai 2019. Hätte man nicht schon früher entschleunigen müssen? Die Idee war, die Abstimmungen noch mit den damaligen Gemeinderäten durchzubringen. Daher stammte der Zeitdruck. Wenn sich neue Leute in die komplexe Materie einarbeiten müssen, geht Zeit verloren. Die Hektik hat sicher nicht zu einer besseren Stimmung beigetragen.

Das Spital Limmattal hat soeben seinen Neubau fertiggestellt. Was bedeutet das fürs Spital Affoltern? Der Verdrängungskampf ist in vollem Gang. Neue Spitäler können in Bezug auf Hotellerie mehr bieten als wir im Moment und sind moderner konzipiert für effiziente Betriebsstrukturen. Das Spital Affoltern behält den Vorteil der persönlichen Betreuung und Nähe zum Patienten. Das können so grosse Spitäler wie das Limmattal nicht bieten. Aber langfristig reicht dieser Vorteil natürlich nicht aus, um überleben zu können. Hätten Sie gleich gebaut? Unser Vorteil ist der Zeitpunkt. Die meisten neuen Spitäler wurden auf eine stationäre Ausrichtung geplant. Nun geht der Kanton in Richtung ambulant statt stationär. Wir wollen einem starken Ambulatorium viel Raum geben.

Hat sich ins Spital Affoltern verliebt: Stefan Gyseler, neuer Präsident der Betriebskommission. (Bild Thomas Stöckli) Sind aus dieser Zeit noch Verfahren hängig? Nein, die Rechtsfälle sind beigelegt. Mit welchen Kosten? Es standen Entschädigungsforderungen im Raum, die nicht vollumfänglich bestritten werden konnten. Die Natur eines Vergleichs ist, dass sich beide Seiten einen Schritt entgegenkommen. Darüber haben wir aber Stillschweigen vereinbart. Die Anwaltskosten allein belaufen sich auf mehrere zehntausend Franken. Von aussen hört man zuweilen den Vorwurf: Es läuft ja nichts. Was läuft wirklich hinter den Kulissen? Wir verfolgen einen Drei-PhasenPlan. In Phase eins geht es um die Abstimmungen vom Mai 2019. Parallel dazu sind die zwei Strategieplanungsgruppen Akutspital und Langzeitpflege am Arbeiten. Wir wollen den Leuten vor der Abstimmung aufzeigen können, mit welchen Angeboten wir das Spital auf dem Markt positionieren möchten. Phase zwei ist die Einreichung der Gesuche für die künftigen Leistungsaufträge bis Ende 2019. Im Laufe des Jahres 2020 erhalten wir dazu das Feedback des Kantons. In Phase drei geht es dann um den Spital-Neubau. Erst wenn wir die Leistungsaufträge kennen, kennen wir die Grundlagen, wie die zukünftige Ausrichtung und den Bedarf an Infrastruktur und Betten. Der Kanton macht Druck mit Fallzahlen und Kostendruck – was brauchts, dass Affoltern die geplante «Ausdünnung» übersteht? Ich glaube nicht, dass der Kanton ganze Spitäler von der Liste streicht. Aber er wird genau schauen, welchen Leistungsauftrag er wohin vergibt. Das macht er über die Mindestfallzahlen. Das birgt für das Spital Affoltern in gewissen Bereichen eine grosse Herausforderung. Will das Spital Affoltern auf die bestehenden Leistungsaufträge setzen oder wo liegen die Schwerpunkte? Die allgemeine Stärke ist bekannt, das ist die Akutgeriatrie. Kein Regionalspital wird in Zukunft noch ein vollumfängliches Leistungspaket bekommen. Das würde auch keinen Sinn machen. Es macht Sinn, gewisse

Leistungen gemeinsam anzubieten. Da sind wir auch schon in intensiven Gesprächen mit Einrichtungen wie dem Kantonsspital Zug, dem Triemli und der Pflegi Muri. ...............................................................

«Das Modell des Zweckverbands beim Spital hat definitiv ausgedient.» ............................................................... Weshalb hat der Zweckverband keine Zukunft? Das Modell des Zweckverbands beim Spital hat definitiv ausgedient. Aus verschiedenen Gemeinden wird uns signalisiert, dass der Gemeinderat bei einem Nein zur Auflösung des Zweckverbandes den Austritt analog Hedingen und Bonstetten den Stimmbürgern vorlegen würden. Würden das erste Gemeinden tun, entsteht ein Domino-Effekt, da keine Gemeinde am Schluss noch mit wenigen anderen die alleinige Verantwortung tragen möchte. Die Frage ist bei der kommenden Abstimmung nicht mehr, Zweckverband oder gemeinnützige AG für das Spital, sondern ganz einfach nur noch: Spital in Form einer gemeinnützigen AG oder kein Spital mehr im Bezirk Affoltern. Es braucht also zwingend die Einstimmigkeit aller Gemeinden für die Auflösung des Zweckverbands. Ausserdem braucht es auch zwingend Klarheit und ein Bekenntnis für das Spital Affoltern in Form einer Neuorganisation für die vielen Menschen, die im Spital Affoltern arbeiten und jeden Tag ihr Bestes geben. Es gibt zwei Möglichkeiten, um erfolgreich zu sein auf dem Markt: Grösse oder Schnelligkeit. Die Grösse haben wir zweifellos nicht. Die Schnelligkeit mit dem Zweckverband auch nicht. Der Zweckverband ist sehr heterogen, die Eignerschaft hat unterschiedliche Bedürfnisse. Die Struktur ist sehr träge. Man muss sich vorstellen: Beim grössten Arbeitgeber im Bezirk entscheiden Nicht-Profis! Die BK hat eine Ausgabenkompetenz von 150 000 Franken. Kreditbegehren, die darüber liegen, müssen bei der Delegiertenversammlung abgeholt werden. Deren Entscheid kann dann angefochten werden. In der Zwischenzeit ist das

Unternehmen nicht handlungsfähig. Diese Anfechtbarkeit hat in den letzten Jahren grosse Probleme, Kosten und eine extreme Trägheit verursacht. Weshalb brauchts die Trennung von Akut und Pflege? Langzeitpflege (LZP) und Akutspital brauchen separate Rechnungen, da auch die Verantwortung woanders liegt. Zudem sieht es so aus, dass nicht die gleichen Gemeinden bei der LZP und beim Akutspital dabei sein wollen. Wenn wir schon zwei neue Organisationen brauchen, dann lohnt es sich auch, die beste Rechtsform für beide zu finden. Für die Langzeitpflege ist dies die Interkommunale Anstalt (IKA). Sie wird von einem Verwaltungsrat geführt, mit weiterreichenden Entscheidungsbefugnissen als im Zweckverband. Mit der IKA haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel bei der IKA Sozialdienst. Und weshalb die gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG) fürs Akutspital? Wir reden hier von einem Unternehmen mit einem Umsatz von rund 45 Mio. Franken. Da braucht es einen professionellen Verwaltungsrat (VR), der Entscheidungen treffen und diese dann auch umsetzen kann, ohne ein halbes Jahr auf die nächste Delegiertenversammlung warten zu müssen. Dieser VR kann durch die Aktionäre (das sind die Gemeinden, Anm. d. Red.) gewählt und auch wieder abgewählt werden. Weiter gilt die Revisionspflicht, ein Antragsrecht und das Recht, eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen zu lassen. Entscheidungen wie eine Kapitalerhöhung – für den Neubau rechnen wir mit einer Kapitalerhöhung um 10 Mio. Franken – werden den Gemeinden zur Abstimmung vorgelegt. Wie ist der Stand der Dinge bezüglich Splitting? Per 1. September haben wir alle Abstimmungsunterlagen beim Gemeindeamt eingereicht. Wir erwarten eine Stellungnahme bis Ende September. So bleibt danach genug Zeit, allfällige Korrekturen zu berücksichtigen. Anlässlich der Delegiertenversammlung vom 29. November wird dann alles vorgelegt.

Was ist anders, wenn man auf ambulante Behandlungen fokussiert? Moderne ambulante Strukturen zeichnen sich durch möglichst kurze Wege und damit auch Wartezeiten aus. Ankunftsbereich, Wartebereich – wenn überhaupt notwendig –, Diagnose- und Behandlungsbereich sind räumlich direkt beieinander. Idealerweise in einer Reihenfolge hintereinander gelegen. Die Anwesenheit der behandelnden Ärzte orientiert sich an der Anwesenheit der Patienten und nicht anders herum. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist durch eine lückenlose Kommunikation geprägt. Unvorhergesehenes wird praktisch komplett eliminiert. ...............................................................

«Medizinisch ist das Spital Affoltern auf dem neusten Stand.» ............................................................... Aktuell kann kein Spital im ambulanten Bereich kostendeckend arbeiten. Woran liegt das? Das hat zwei Gründe. Einerseits sind die Tarmed-Vergütungen (Tarifsystem für ambulante ärztliche Leistungen in der Schweiz, Anm. d. Red.) sehr tief, darüber wird immer wieder intensiv diskutiert. Andererseits sind die Strukturen nicht ideal – und das können wir beeinflussen. Eines darf man nicht vergessen: Ein Ambulatorium ist auch Zuweiser für stationäre Aufenthalte. Was kann Affoltern besser als die anderen und weshalb? Ich höre immer wieder, hier sei es familiärer und die Leute fühlen sich wohl. Für Krankenbesuche aus dem Bezirk ist es nahe. Probleme bereitet die Erreichbarkeit mit dem öV. Da will ich mal mit der Stadt Affoltern das Gespräch suchen. Ich bin sicher, eine bessere ÖV-Anbindung ist auch in ihrem Interesse. Affoltern müsste ja alles tun, um das Spital in der eigenen Gemeinde, finanziell mitgetragen durch die Bezirksgemeinden, erhalten zu können. Medizinisch ist das Spital Affoltern auf dem neusten Stand, nicht aber bei der Gebäudeinfrastruktur und Hotellerie. Die Kombination LZP und Akutgeriatrie in unmittelbarer Nachbarschaft ist ein Vorteil, den wir nicht aus der Hand geben dürfen. Wenn ein Patient in der LZP medizinische Versorgung braucht, muss er nicht im Rettungswagen ins Spital, sondern bekommt diese vor Ort. Auch vom Spital in die LZP fällt der stressige Transport weg. Interview: Thomas Stöckli


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Dienstag, 18. September 2018

Musikalisch-leichtfüssige Hommage an Huldrych Zwingli Musiker, Schauspieler und Kabarettist Jürg Kienberger im Interview vor seiner Vorstellung im «LaMarotte» persönlich

Jürg Kienberger beschäftigt sich in seinem aktuellen Bühnenstück mit dem Reformator Zwingli. Wie geht das und hilft das Bündner Blut mit? Das und mehr verrät er im Interview. «Anzeiger»: Zu Ihrem Programm «eingerockt und ausgesungen» zitieren Sie Zwingli: «Der Mensch ist zur Arbeit geschaffen, wie der Vogel zum Fliegen». Nun, Sie sind der Sohn eines Hoteliers. Wäre das die falsche Arbeit gewesen? Jürg Kienberger: Die beiden Berufe, der des Hoteliers und meiner, sind insofern vergleichbar, dass beide einen Tag und Nacht beschäftigen. Ich bin mit dem gewählten Beruf des «Musikspielers» zufrieden, da ich mich jeweils nur für die kurze, konzentrierte Zeit einer Aufführung meinem Publikum ausliefere, während der Hotelier praktisch rund um die Uhr seinen Gästen zulächelt. ...............................................................

«Ironie darf erst sein, wenn man etwas gut kann.» ............................................................... Sie kreisen auf der Bühne die historische Figur und den Reformator Huldrych Zwingli ein. Erhielten Sie während der Vorbereitung ein neues Bild von ihm? anzeige

Täglich Livemusik gehört

Jürg Kienberger lädt ein zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit einer aussergewöhnlichen Schweizer Persönlichkeit. (Bild Ute Schendel) Zwingli kannte ich bis zu unserer intensiven Auseinandersetzung mit ihm eigentlich nur von der Briefmarke und – ah ja – meine Grossmama mütterlicherseits wohnte an der Zwinglistrasse in St. Gallen. Auf die Idee, ihm einen Theaterabend zu widmen, wären meine Frau Claudia Carigiet und ich nie gekommen. Dazu brauchte es einen klaren Auftrag.

Nach mühseligem Durchforsten der Geschichtsbücher bekam die historische Figur des Reformators nach und nach seine «roten Wangen». Gäbe es eine heute lebende Person, die Sie auch so porträtieren würden? Beim Porträtieren einer heute lebenden Person würde der verlockende Aspekt des Erfindens einer Kindheit

Der in Sils-Maria geborene Jürg Kienberger lebt und arbeitet heute als Musiker, Theater-Schauspieler, Sänger und Kabarettist. Als jüngstes Kind der Hoteliersfamilie im «Waldhaus» hörte er täglich LifeMusik, diese Kaffeehaus-Melodien haben ihn zu seiner Karriere wohl inspiriert. Nach abgebrochenem Germanistikstudium und autodidaktischem Erlernen seines heutigen Berufes wirkt Kienberger seit 1984 freischaffend an Theaterhäusern in Zürich, Basel, Berlin oder Hamburg. Zusammen mit Christoph Marthaler erarbeitet er an die 30 Theater- und Opernabende an den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, an der Pariser Oper, in Avignon und Grönland. derselben wegfallen. Über das Aufwachsen eines Jungen in Wildhaus und Weesen am Ende des 15. Jahrhunderts weiss man ja praktisch nichts, was unsere Fantasie angestachelt hat. Was war für Ihre künstlerische Arbeit zuerst da, die Ironie oder die Musik? Die Musik. Ironie darf erst sein, wenn man etwas gut kann, finde ich.

2017 erhielten Sie den Schweizer Musikpreis, 2014 den Schweizer Kleinkunstpreis und 2011 den Salzburger Ehrenstier. Prägen solche Auszeichnungen die Arbeit? Solche Auszeichnungen bestätigen einen künstlerischen Weg. Sie geben das Selbstvertrauen und den nötigen Mut, unbeirrt weiterzuarbeiten. Sie sind in Sils-Maria geboren, touren über die Bühnen der deutschsprachigen Länder und entwickeln mit Ihrer Frau Claudia Carigiet Themen und Stücke. Gibt es im Bündner Blut etwas, das eventuell für Ihre Kreativität nachwirkt? Die gute Luft und die wunderbare Berg- und Seen-Landschaft des Oberengadins hat bekannterweise viele Menschen inspiriert und so auch mich. Meine Musik würde anders klingen, wenn ich meine Kindheit in – sagen wir mal – Landquart, oder Bochum, wo ich mich grad aufhalte, verbracht hätte. Mit welcher mentalen Haltung sollte das Publikum Ihre Vorstellung besuchen? Lassen Sie – wenn nötig – Ihren «katholisch- oder reformierten Kleinkram» zu Hause und freuen Sie sich auf eine spielerische Auseinandersetzung mit einer aussergewöhnlichen Schweizer Persönlichkeit. Interview: Urs Heinz Aerni Vorstellung am 28. September, «LaMarotte», Affoltern.


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Dienstag, 18. September 2018

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Von 400 Büchern zu 4800 Medien Die Bibliothek Aeugst feierte den 60. Geburtstag Eine Bibliothek für ein so kleines Bauerndorf war vor 60 Jahren eine ungewöhnliche Sache. Am vergangenen Samstag wurde das Jubiläum im Rahmen eines kleinen, feinen Festes mit Spielen, Musik und Verpflegung gefeiert. ................................................... von marianne voss Am kleinen, feinen Jubiläumsfest in und vor der Bibliothek herrschte am vergangenen Samstag gemütliche Atmosphäre. Die Kinder vergnügten sich mit verschiedenen Spielen, das Trio «SaxmitBass» bot musikalische Unterhaltung und für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Mehrere Personen, die selber während ihrer Schulzeit die Gründung der Bibliothek in Aeugst miterlebt hatten, waren am Anlass anwesend. Und alle sprachen vom Lehrer Gottfried Brugger. Er sei eine wichtige Persönlichkeit gewesen, habe sich ganz allgemein stark fürs Dorf eingesetzt und viele Projekte gefördert, war zu vernehmen. Er beschloss vor 60 Jahren, dass auch Aeugst – als letzte der Bezirksgemeinden – eine Bibliothek haben sollte. Um Geld zusammenzubringen für die Anschaffung von 400 Büchern, verschickte er unzählige Bettelbriefe.

Erste Aufklärungsliteratur Ein Besucher bemerkte humorvoll: «Ich bin gleich alt wie die Bibliothek.» Die Aeugsterin Trudi Baer hingegen

Die Kinder vergnügen sich am Jubiläumsfest beim Bücherstapeln. ging zur Gründungszeit schon zur Schule. «Das war ganz toll», betonte sie. «Wir durften Bücher ausleihen, das hatte es vorher noch nicht gegeben. Und wir nutzten das auch rege.» Sie kann sich auch gut erinnern, dass sie helfen durfte, die Bücher einzufassen, die Kleber anzubringen und sie in die Regale einzuräumen. Daran kann sich auch Sonja Hegnauer-Köpfli gut erinnern. Sie war am Samstag für das Jubiläum extra von Hausen nach Aeugst gekommen. «Es waren alles neue Bücher, zwei Wände voll.» Auch sie nutzte die Ausleihe intensiv. «Unter den ersten Büchern waren zum Beispiel Werke von Karl May oder ‹Die rote Zora› von Kurt Held.» Und sie be-

Das Bibliotheksteam mit der selber gebackenen Jubiläumstorte. Von links: Jacqueline Angehrn, Amy Charles, Ulrike Rudow und Conny Hofmann. (Bilder Marianne Voss)

richtet schmunzelnd noch von zwei ganz besonderen Büchlein, die sich extremer Beliebtheit erfreuten. «Vom Mädchen zur Frau» und «Vom Knaben zum Mann» hiessen sie. «Da wir damals noch keine Aufklärung erhielten von unsern Eltern, waren diese Büchlein sehr begehrt.»

Vieles gleich – einiges verändert «In den Anfängen wurde die Bibliothek von Freiwilligen betreut», berichtete die Bibliotheksleiterin Ulrike Rudow während ihrer Jubiläums-Ansprache. «Sie erhielten einen Franken pro Stunde, wurden aber zugleich mit schönen Ausflügen belohnt.» Besonde-

re Meilensteine in der BibliotheksGeschichte waren der Umzug ins Erdgeschoss des Schulhauses und die Anschaffung von neuem Mobiliar. Das Legat von Paula Weidmann ermöglichte einige Neuerungen. 2006 wurde das alte Schulhaus zum Gemeindehaus. Die Bibliothek erhielt durch einen Anbau mehr Platz. 2008 konnte das 50Jahr-Jubiläum gefeiert werden. «Und 2015 erhielten wir die Website, die übrigens rege genutzt wird», so Ulrike Rudow. Rückblickend meinte sie, vieles sei sich trotz der vergangenen Zeit gleich geblieben. «Wir kämpfen immer noch mit denselben Problemen wie zum Beispiel kaputten Büchern oder nicht

eingehaltenen Rückgabeterminen.» Aber auch die positiven Ereignisse hätten sich nicht stark verändert. «Ich denke da an schöne Anlässe wie Autorenlesungen oder Spielnachmittage.» Etwas jedoch habe sich sehr wohl verändert seit 60 Jahren: «Heute arbeiten wir hier zu viert, wir sind angestellt und es stehen 4800 Medien zum Ausleihen zur Verfügung.» Vom Gemeinderat Aeugst war Marlyse Blatter anwesend. Sie überbrachte ein Geschenk und gratulierte dem Bibliotheks-Team im Namen der Gemeinde herzlich. Auch eine Geburtstagstorte in Buchform wurde präsentiert. Amy Charles von BibliotheksTeam hatte sie selber gebacken.

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Mehr als nur eine Erweiterung von Schulraum Die SP Mettmenstetten sagt Ja zum Baukredit für die Erweiterung der Primarschulanlage.

Biobauer Hansjörg Schneebeli flankiert von Hans Wiesner (links) und Daniel Sommer. (Bild zvg.)

Faire Preise für anständig produzierte Lebensmittel! Abstimmung vom 23. September. Biobauer Hansjörg Schneebeli bringt es anlässlich der Veranstaltung vom 11. September von EVP und glp zur Fair-Food-Initiative deutlich auf den Punkt. Unser Umgang mit Lebensmitteln ist wenig verantwortungsvoll und geht zu Lasten von Mensch, Tier und Umwelt. Unangenehme, aber reale Beispiele über Massentierhaltung machen es überdeutlich: Vieles vom hierzulande angebotenen Fleisch ist für Tiefstpreise zu haben. Dass dies nur mit himmelschreienden Bedingungen in der Tierhaltung möglich ist, sieht man der Verpackung jedoch nicht an. Damit ist auch schon ein grosser genereller Mangel bei den Nahrungsmitteln angesprochen. Denn nur eine minimale oder gar fehlende Deklaration gibt den Konsumentinnen und Konsumenten schon gar keine Chance, auf fair produzierte Produkte zu achten. Dass

diese auch ihren gerechten Preis haben sollen, steht für Hansjörg Schneebeli ausser Frage. Aus seiner Sicht ist es schlicht inakzeptabel, wenn tiefe Preise nur dank tieferer Umwelt-, Tierschutz- oder Sozialstandards erreicht werden. Die Fair-Food-Initiative beauftragt den Bund, Anforderungen an die Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln festzulegen, die sich im Wesentlichen an der Schonung von Umwelt, dem Tierwohl und fairen Arbeitsbedingungen orientieren. Sie verlangt jedoch kein Verbot von Importen, sondern vielmehr, dass diese eine nachhaltige Entwicklung fördern. Gleichzeitig wird die Produktion von regional und saisonal produzierten Lebensmitteln gestärkt. Die Bezirksparteien von EVP und glp empfehlen ein klares Ja zur FairFood-Initiative. Daniel Sommer, EVP Bezirk Affoltern

Nach fünf Jahren Planung ist es nun so weit: An der Urnenabstimmung vom nächsten Sonntag gilt es, die letzte Hürde zu nehmen. Das Projekt riri bietet weit mehr als nur genügend Schulraum für die kommenden Jahre. Es ist eine gut durchgedachte Neuordnung der Primarschulanlage, die das neue Schulhaus mit einer Doppelturnhalle und neuen Räumen für die Tagessstrukturen ergänzt und mit dem Umbau der Alten Sennerei zu einer

zeitgemässen Bibliothek mit Begegnungsort und Dorfspielplatz das Areal zu einem Ganzen abrundet. Die Visualisierung zeigt, dass die neuen Gebäude gut eingepasst sind und mit der naturnahen Umgebungsgestaltung Nischen und Spielraum für die Kinder geschaffen werden. Die SP Mettmenstetten stimmt dieser Vorlage zu. Ja, der Baukredit ist sehr hoch. Aber wir bekommen dafür auch viel. Nicht nur genügend Schulraum für die Kinder, auch eine gute Infrastruktur für die Tagesbetreuung, die damit ihre von Vielen gerühmte Qualität halten kann.

Mit der neuen Turnhalle und der umgebauten Alten Sennerei entsteht für die ganze Bevölkerung ein Nutzen. Eine wichtige und grosse Vorlage, die breit abgestützt und demokratisch unter Einbezug von Arbeitsgruppen, Bevölkerung, Vereinen, Mitarbeitenden erarbeitet wurde. Das gilt es zu honorieren: Mit einem überzeugten Ja am 23. September. Mettmenstetten zeigt mit dem Projekt riri Weitblick und den nötigen Mut, für die Zukunft zu planen. Für die SP Mettmenstetten: Franziska Sykora, Präsidentin

Kompetenzen für den Sozialdienst Abstimmung vom 23. September. Die Abstimmung über die Vereinbarung zwischen der Gemeinde Mettmenstetten und dem Sozialdienst Bezirk Affoltern betreffend die Delegation von zwei Kompetenzen bei der Sozial- und Wirtschaftshilfe hat den Charakter einer reinen Formsache: Der Sozialdienst soll bei Neuanmeldungen während der Abklärungsphase sofort Geld sprechen können, wenn es erforderlich ist. Bei laufenden Fällen soll er sofort eine Notunterstützung von 3000 Franken ausrichten können. Die FDP unterstützt diese Kompetenzdelegation im Sinne einer sofortigen und unbürokratischen Hilfe für Hilfsbedürftige. Schnelle Hilfe ist wirksame Hilfe. Die Gemeinde Mettmenstetten ist 2017 der interkommunalen Anstalt Sozialdienst Affoltern zusammen mit

sieben anderen Gemeinden beigetreten. Die Stimmbürger haben damit auch dem Anstaltsvertrag zugestimmt, welcher gemäss Art. 3 die Abstimmung vom 23. September notwendig macht. Gemäss Vertrag sind die Trägergemeinden verpflichtet, fünf Standarddienstleistungen (Berufsbeistandschaften, Sozial- und Wirtschaftshilfe, persönliche Hilfe, Suchtberatung, und Asyl- und Migrationswesen) in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig bietet der Sozialdienst acht weitere Dienstleistungen an. Auf der Website des Sozialdienstes werden andere massgeschneiderte Dienstleistungen offeriert. Im Anstaltsvertrag wird denn auch von Kunden gesprochen. Die Dienstleistungen werden zu Vollkosten mit Zuschlägen verrechnet. Zusätzlich wird ein Solidaritätsbeitrag von 10 % für den Lastenausgleich unter den Gemeinden verlangt.

Es soll offenbar eine kleine Industrie aufgebaut werden, deren Dienstleistungen deutlich über dem Standardbedarf der Gemeinden liegen. Überschneidungen mit anderen sozialen Institutionen sind kaum zu vermeiden (z.B. RAV). Es werden Kapazitäten aufgebaut, deren Kosten natürlich gedeckt sein wollen. Beruhigend ist immerhin, dass die Zusatzdienstleistungen in einer Vereinbarung mit der Gemeinde geregelt werden müssen. Die Vereinbarung von Mettmenstetten, falls vorhanden, ist uns noch nicht bekannt. Wir werden sehr aufmerksam, wenn eine von den Gemeinden initiierte, soziale Institution eigene Interessen verfolgt. Es lohnt sich, die Entwicklung genau zu beobachten. Der Vorstand der FDP Mettmenstetten


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Nicht vom Traktor heruntergerissen «4500 Turnerinnen und Turner aus der ganzen Schweiz», im «Anzeiger» vom 7. September. Da habe ich schon ein wenig gestaunt, als ich im «Anzeiger» vom 7. September gelesen habe, dass es schwierige Verhandlungen mit den Landbesitzern gab. Dass die Bauern regelrecht vom Traktor gerissen werden mussten, wie wenn das Traktorfahren unsere einzige Tätigkeit wäre und wir ständig mit Traktorfahren beschäftigt wären, die weiteren Arbeiten werden vermutlich von selbst erledigt. Komisch, mit seinen Äusserungen stimmt was nicht. Da ich auch so ein Landbesitzer bin und in seinem Bericht von «allen Bauern» die Rede ist, jedoch habe ich bis heute nichts von einem Herunterreissen vom Traktor gemerkt. Auch vom erwähnten Tisch und einem Bier habe ich nichts mitbekommen. Ja, Verhandlungen mit Tücken, wie erwähnt. Sicher, wenn einem ein Vertrag vorgelegt wird, der bereits ausgefüllt ist, und der nur noch unterschrieben werden muss, mit einer eigenmächtigen, lächerlichen Entschädigung drauf, für eine Zeit vom 11. Mai bis 15. Juni, wie vom Turner-OK gewünscht, da geht uns glatt ein ganzer Schnitt verloren, auch die Fruchtfolge mussten wir ihretwegen umstellen. Dass alles nur noch Wiesland ist, dadurch hatten wir bereits zusätzliche Kosten in der Bewirtschaftung.

Habt ihr eigentlich das Gefühl, wir Landbesitzer seien erfreut über euer Turnfest? Kürzlich habe ich mit einem anderen Besitzer darüber gesprochen, er sagte: «Ich wär froh, dä Scheiss wäri scho dure.» Das tönt jedenfalls gar nicht erfreut. Wie uns dann das Land wieder übergeben wird, das steht noch in den Sternen. Es wird vermutlich in einem Zustand sein, dass es keine andere Lösung mehr gibt, als dass wir alles bearbeiten und neu ansäen müssen. Und für diesen Aufwand reicht die grossgekotzte Entschädigung bei Weitem nicht aus, da müsst ihr jetzt schon mit Nachzahlungen rechnen. Da die Turner auf dem Gelände nächtigen, wird es mühsam sein, wenn nach den Saufgelagen die Glasscherben eingesammelt werden müssen, oder gebt ihr das Bier in Petflaschen ab? Die Landwirtschaft wird in den Medien tagtäglich kritisiert, es wird von Wucher und jenen Ungerechtigkeiten geschrieben, den Bauern werden die Direktzahlungen angeschwärzt, wo es nur geht, 90 % der Leser glauben daran, und solch Geschriebenes ist bestes Futter dazu. Dass wir «alle Bauern» putzeverruckt gewesen seien, entspricht in keiner Weise der Wahrheit, aber ich kann versichern, wenn so etwas in der Zeitung über uns geschrieben wird, dann kann man es noch werden. Ruedi Bühlmann, Obfelden

Fleisch und Gemüse aus «unfairer Produktion»? Abstimmung vom 23. September. Genau das finden wir täglich undeklariert im Gestell bei den Grossverteilern. Die korrekte Produktedeklaration müsste beispielsweise lauten: «Dieses Produkt enthält Eier aus Frankreich, gelegt in einer mehrstöckigen Legebatterie mit 60 000 Hühnern, wie sie in der Schweiz verboten ist», oder «Peperoni aus einem Plastiktreibhaus in Spanien, mehrfach gespritzt ohne Schutzkleidung von afrikanischen, nicht nach EU-Norm entlöhnten Billigarbeitern, die in Zelten ohne hygienische Einrichtungen und ohne die Möglichkeit, am Abend zu duschen, untergebracht sind.» Genau davor fürchten sich Nestlé, Migros und Coop und schüren hinter den Kulissen mit viel Geld die Angst vor «höheren Preisen» und die NeinKampagne gegen die sinnvolle FairFood-Initiative, die stufenweise eine bessere Deklaration, faire Arbeitsbedingungen und eine artgerechte Tierhaltung anstrebt. Auf ausländische Billigimporte lässt sich nämlich eine hohe Marge schlagen.

Wer will unfair produzierte Billigprodukte? Ich glaube, bei einer solch präzisen Deklaration oder dem Bild einer ausländischen Schweinemasthalle auf dem in Plastikfolie verpackten Schnitzel würden viele Schweizer Konsumenten, die heute diese Produkte zum «Aktionspreis» in den Wagen legen, zum Gestell mit den 50 Rappen teureren Schweizer Produkten weitergehen. Wurden denn die Bodenhaltungseier viel teurer, als in der Schweiz vor 25 Jahren die Legebatterien verboten wurden? Auch heute können sich noch alle Schweizer Eier leisten! Einmal mehr wird eine völlig unbegründete Angst geschürt. Mit einem klaren Ja zur Fair-FoodInitiative erreichen wir eine bessere Deklaration und können verhindern, dass der Bundesrat durch ein Freihandelsabkommen mit Brasilien unseren Markt noch mehr mit Billig-Fleisch aus erbärmlicher Massentierhaltung überschwemmt. Hans Wiesner, alt Kantonsrat, Bonstetten

Versuchen, neue Wege zu gehen Initiative «Wildhüter statt Jäger», Abstimmung vom 23. September. Der eidgenössischen Jagdstatistik ist zu entnehmen, dass im Jahr 2016 11 010 Rehe im Kanton Zürich lebten und 4434 Rehe erlegt wurden. Dazu kommen 1576 Stück Fallwild (Unfälle, von Hunden gerissen, vermäht). Ein Reh hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwölf Jahren. Wie soll es da noch alte Rehe geben, welche die Jäger zu erlegen vorgeben? Im Tössstockgebiet haben vor kurzem Jäger gefordert, Luchs und Wolf abschiessen zu dürfen, weil sie angeblich zu viele Rehe fressen würden. Offensichtlich funktioniert dort die natürliche Regulierung und es würde gar keine Jäger mehr brauchen.

In meinem Privatwald habe ich vor zirka zwölf Jahren auf einer abgeholzten Fläche 100 Rottännchen gesetzt, aber nicht mit Körbchen geschützt. Bei meinen regelmässigen Kontrollgängen habe ich bewusst auf Wildverbiss geachtet, aber nie auch nur einen entdeckt, obwohl anhand von Kotspuren zu sehen war, dass sich dort regelmässig Rehe aufgehalten haben. Ein Forstwart hat mir bestätigt, dass Wildverbiss nur marginale Schäden verursache und vor allem dort vorkomme, wo intensive Landwirtschaft betrieben würde. Meiner Ansicht nach sollten wir versuchen, neue Wege zu gehen und die Hobbyjagd abschaffen. Ruedi Schneebeli, Zwillikon


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Gewerbe/Dienstleistungen

«Kürbisfäscht»

Schwäbische Kultband

Die herbstliche Kürbisausstellung auf dem Hof der Familie Duperrex in Knonau hat Tradition. > Seite 12

«Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle» spielt im «Pöschtli» Aeugstertal auf. > Seite 16

«Di fair Milch Säuliamt»: neu auch halbentrahmt

Lancierung morgen Mittwoch

Dienstag, 18. September 2018

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Eine Runde weiter Der FC Affoltern gewinnt im Regional-Cup gegen CCD Lautaro-Chile. > Seite 17

Die neuesten Modetrends für sie und ihn Modeschau bei Käppeli Mode in Muri Am vergangenen Samstag präsentierten Models auf dem Laufsteg vor dem Verkaufslokal die neue Kollektion der Saison Herbst/Winter 2018.

Werner Locher, Präsident Genossenschaft di fair Milch Säuliamt, zeigt die neue teilentrahmte Alternative zu «Di fair Milch Säuliamt». (Bild Thomas Stöckli)

Seit Dezember 2017 verkauft die Genossenschaft faire Milch Säuliamt ihre regionale Pastmilch. Nun kommt mit der «Drinkmilch» eine teilentrahmte Alternative. Sie ist eine Erfolgsgeschichte, «Di fair Milch Säuliamt». In diesen Tagen geht die 100 000. Packung über die Ladentheke. «Der Verkaufserfolg ist unser bestes Argument», sagt denn auch Werner Locher, Präsident der Genossenschaft di fair Milch Säuliamt. Für die Volg-Läden, welche das Nischenprodukt vertreiben, hat dieses eine messbare Steigerung der Kundenfrequenz gebracht. Ob es am Faktor Regionalität liegt, am besonderen Geschmack, weil die Milch nicht standardisiert wird, oder doch am fairen Preis, den die Bauern erhalten, das weiss Locher nicht. «Der Verkaufserfolg hat selbst die grössten Optimisten unter uns überrascht», gibt Locher unumwunden zu.

Obwohl das Jahres-Soll von 100 000 Packungen bereits erreicht ist, lehnt die Genossenschaft di fair Milch Säuliamt nun nicht zurück. Im Gegenteil: Auf vielfachen Wunsch kommt morgen Mittwoch, 19. September, zusätzlich eine halbentrahmte Drinkmilch in die Verkaufsregale. Und davon darf man sich einiges erhoffen, schliesslich wird grundsätzlich mehr teilentrahmte Milch als Vollmilch verkauft. Vor jeder Volg-Filiale werden zwei Milchbauern die neue Milch den Kunden vorstellen. Zum besonderen Anlass hat die Ämtler Genossenschaft auch internationale Gäste eingeladen, welche in ihrem Land ebenfalls sehr erfolgreich mit Fairmilch-Produkten gestartet sind. Erwin Schöpges, Präsident EMB (Belgien), kommt zur Lancierung ebenso ins Knonauer Amt wie Freddy de Martinez, Präsident Luxcop (Luxemburg). (tst.) Lancierung teilentrahmte «faire Milch Säuliamt» am 19. September, Volg-Läden im Knonauer Amt, Lärchemärt Bonstetten und einige Hofläden.

Die modeinteressierten Besucherinnen und Besucher genossen die Show und natürlich auch die Bratwurst, die vom Modehaus immer zweimal pro Jahr an den Modeschauen offeriert wird. Die Temperaturen waren noch immer sehr angenehm warm, aber ein Herbstduft in der Luft war schon klar auszumachen. Wie jedes Mal moderierte Roger Huwiler gekonnt und kurzweilig. Tom, das bereits seit Jahren immer wieder präsente männliche Model an den Modeschauen bei Käppeli, stammt aus dem Freiamt und offenbar kennen sich Moderator und Model seit Langem. So nutzte Roger Huwiler die Gelegenheit und zog Tom mit kleinen und witzigen Sticheleien auf. Dieser blieb – ganz Profi – stumm und liess alles ungerührt über sich ergehen. Nur hie und da stahl sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht. Um eines gleich vorwegzunehmen: Sowohl die Damen- als auch die Herrenmode bei Käppeli Mode in Muri ist wunderbar bunt und gar nicht dunkel und grau, wie der nahende Winter vermuten lassen könnte. Durchs Band erschien sie für diese Saison auch ziemlich sportiv, sowohl für Frauen als auch bei den Herren-Kombinationen. Viel Karo ist in dieser Saison angesagt, Animal-Prints bei DamenJacken und auch Lammfell, entweder als herausnehmbares Futter oder gar als ganzer Mantel, sind wieder in.

Damenmode mit viel sportiven Details Bei den Damen gibt es einige Besonderheiten. Was sich in den vorangegangenen Saisons angekündigt hat, wird im kommenden Halbjahr ganz grosser Trend. Hosen mit Seitenstrei-

Materialmix mit floralen Mustern kombiniert. (Bilder Susanne Crimi)

Zwiebellook und Farbe – Alan (vorne), und Tom führen es vor.

fen, und zwar beginnend bei Jeans, bis hin zu eleganteren Hosen. Die Joggpants, Hosen mit Gummi- und Kordelzug im Bund, sind chic und sehr bequem. Mit schicken Blusen kombiniert, sind sie sogar bürotauglich und alles andere als eine reine Sportbekleidung. Der Mix verschiedener Kombinationen und Materialien ermöglicht immer wieder andere Looks. Samt, beschichtete Stoffe, die wie Leder wirken, sogar Brokat und ganz feiner Cord, kombiniert mit bunten, floralen Mustern wurden vorgeführt. Auffällig gemusterte Hosen werden mit aussergewöhnlich gestalteten Pullis, die alleine schon Eyecatcher sind, die Herbstfülle feiern.

freiheit und sind bequem. Vestons mit leuchtenden Karomustern lassen eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten zu. Der gezeigte lässige Zwiebellook zeigt auf, wie «Mann» sich für jede Temperatur und Wettersituation wappnen kann. Es ist durchaus möglich, über einem Shirt ein Hemd zu tragen und für draussen eine Jacke mit heraustrennbarem Futter zu wählen. Männerschuhe sind bei Käppeli Mode Muri auch immer wieder wahre Hingucker und setzen manchem Outfit noch das nötige i-Tüpfelchen auf. Nach der Modeschau, noch bevor die Models backstage verschwunden waren, strömten viele Besucher eilig in den Laden. Offenbar gefiel, was vorgeführt worden war. Viele Einkaufstaschen verliessen gut gefüllt etwas später das Modehaus. Glücklicherweise werden in den kommenden Wochen noch viele neue Outfits geliefert, später eintreffende Käufer haben demnach durchaus Chancen ,auch für sich neue modische Winterkleidung ergattern zu können.(sci)

Herrenmode mit farbigen Highlights Männern sind in der kommenden Saison, was Farben betrifft, keine Grenzen gesetzt. Leuchtend orange Steppjacken, kombiniert zu leuchtend blauen Chinos dürften die grauen Tage aufpeppen. Hosen in Kupferbraun oder Bordeaux, Jeans mit lässigen Schnitten und Farben getragen mit weichen sportlichen Sakkos, lassen Bewegungs-

Käppeli Mode Muri, Seetalstrasse 2, 5630 Muri, www.kaeppelimode.ch.

50 Modelle und 14 Autoaussteller Vielbeachtete Auto-Show am 15. September auf dem Kronenplatz in Affoltern Die regionalen Markenvertreter luden wieder zur Auto-Show in Affoltern und vermochten auch dieses Jahr viele Interessierte anzuziehen. Diesel? Benziner? Plug-in-Hybrid? SUV? Kombi oder gar ein Oldtimer? Die grosse Vielfalt der Autowelt war am vergangenen Samstag wieder an der traditionellen Auto-Show auf dem Kronenplatz in Affoltern zu sehen. 13 regionale Markenvertreter und eine Oldtimer-Garage aus dem Bezirk Affoltern zeigten mehr als 50 Modelle, vom klassischen Familienvan über

trendige Cross-overs bis zum sportlichen Flitzer. Dies bot dem zahlreich aufmarschierten Publikum einen willkommenen Überblick über das Fahrzeugangebot in der Region, war Hilfe und Orientierung – nicht nur bezüglich der Antriebsarten, sondern auch über das mittlerweile sehr umfangreiche Angebot an Assistenzsystemen und Ausstattungspaketen.

Eine grosse Auswahl – direkt vor Ort Der grosse Vorteil für die Besucher: Es ist kein langes Herumfahren von Autohaus zu Autohaus notwendig, um

sich über das Wunschfahrzeug und mögliche Alternativen zu informieren. Auf dem Kronenplatz befanden sich 19 Marken und etliche Modelle vor Ort, Stand an Stand. So waren Neuwagen der Marken Audi, BMW, Cadillac, Chevrolet, Dacia, DFSK, Ford, Honda, Kia, Mazda, Nissan Opel, Renault, Seat, Ssang Yong, Suzuki und VW genauso nebeneinander zu sehen, wie ein Alvis-Vorkriegsrennwagen. Die Wege waren kurz und die Beratung der einzelnen Aussteller gewohnt professionell. Die Affoltemer Auto-Show, die jeweils im Frühjahr und im Herbst stattfindet, ist aber

nicht nur für die Kunden eine Chance auf Übersicht und ausführliche Informationen aus erster Hand – auch die Aussteller profitieren. Sie können einem interessierten Publikum neueste Modelle zeigen, hochmoderne Technologien erläutern und Neuwagen verschiedenster Marken waren auf dem Kronenalternative Antrie- platz genauso zu sehen, wie ein Alvis-Vorkriegsrennwagen be vorführen. (kb.) und die gelbe Corvette Stingray im Hintergrund. (Bild kb.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 18. September 2018

Herbstfrüchte in vielfältigen Farben und Formen Ein spätsommerliches Erlebnis: «Kürbisfäscht» auf dem Bauernhof Stöckweid in Knonau

................................................... von martin mullis

Girlanden aus Schwemmholz Sie freuen sich auf fröhliche Besucher: Serge Duperrex mit seinem Neffen Kai, seiner Schwester Chantal und Vater Jean-Jacques von der Stöckweid. (Bild Martin Mullis) Muskat-Kürbissorte auf sich ziehen. Das Fleisch dieser Herbstfrucht weist einen seltenen Muskat-Geschmack auf. Ebenfalls sehr geeignet und beliebt für herrliche und schmackhafte Suppen oder andere vielfältige Gerichte ist der Butternutkürbis mit seinem nussig schmeckenden Fruchtfleisch.

Unzählige Ess- und Zierkürbisse Doch die beliebten Herbstfrüchte bieten sich natürlich vor allem auch als Blickfang für herbstliche Dekorationen an. Die Zierkürbisse mit ihren zum Teil geradezu skurrilen Figuren

und Formen eignen sich hervorragend, um eine herbstliche Stimmung zu zaubern. Die Familie Duperrex auf der Stöckweid in Knonau ist jedenfalls bereit, auch in diesem Jahr zwischen 1500 und 2000 Besucher an der 21. Kürbisausstellung herzlich willkommen zu heissen. Erstmals werden auf der Stöckweid am Wochenende vom 22. und 23. September gleichzeitig mit der Ausstellung auch die Neubauten mit der Kaffeestube und dem Hofladen in Betrieb genommen. Das «Kürbisfäscht» hat sich in Knonau und Umgebung längst auch gleichzeitig als Herbstmärt und Dorf-

fest etabliert. Eine Wirtschaft mit kulinarischen Köstlichkeiten, urchige Musik und Markstände mit unzähligen regionalen Produkten dürften nicht nur für die richtige Stimmung sorgen, sondern auch sämtliche kulinarischen Wünsche befriedigen. Nach einem herzlichen Willkommen der Familie Duperrex genügt übrigens ein freundliches «Grüezi» der Besucher als Eintrittsgebühr.

Kürbisfäscht mit Herbstmärt auf der Stöckweid in Knonau am Samstag, 22. September, 9.30 bis 18 Uhr und Sonntag, 23. September, 9.30 bis 17 Uhr.

Über Nachhaltigkeit informieren und zum Handeln inspirieren

Wieder haben sich diesen Sommer die schockierenden Nachrichten zu Umweltkatastrophen gehäuft. Die Dringlichkeit eines Lebenswandels drängt in das Bewusstsein der Allgemeinheit. Vom Umwelt-Novizen, der sich bisher noch kaum mit Umweltthemen auseinandergesetzt hat, bis hin zu Nachhaltigkeitsexperten: Rund 16 000 Besuchende kommen an 20 Standorten in der Schweiz, im Liechtenstein und erstmals auch in Deutschland zusammen. Austragungsort in Affoltern ist das Kellertheater LaMarotte, in Partnerschaft mit der Standortförderung Knonauer Amt. Die Filme sorgen für Inspiration und vermitteln das nötige Rüstzeug, um das eigene Leben Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten.

Film «The Empire of Red Gold», welcher die unbekannte Geschichte der weltweit am meisten konsumierten Frucht, der Tomate, aufdeckt. Um 18 Uhr beleuchtet «The Messenger» mit beeindruckenden Aufnahmen die Schönheit und Bedeutung des gefährdeten Singvogels und die globalen Ursachen für den dramatischen Rückgang. Das Highlight des Abends ist die exklusive Premiere des Films «The Human Element» um 20 Uhr. Mit sensationellen Aufnahmen dokumentiert der weltbekannte Fotograf James

Balog wachrüttelnd und berührend, wie die Umweltveränderungen sich auf Natur und Menschen auswirken. Offiziell kommt der Film erst 2019/20 in die Kinos.

«Filme für die Erde» – mit Gratisberatung Das Festival ist eine von der Unesco ausgezeichnete Nachhaltigkeitsinitiative und möchte mit ausgewählten Filmen möglichst viele Menschen erreichen, Wissen über Nachhaltigkeit

Dekorationen aus natürlichen Materialien sind voll im Trend. Sie bringen die Natur zurück in unseren Wohnraum und sind ein Blickfang in jedem Zuhause. Im Kreativ-Workshop für Erwachsene am Freitag, 28. September, fertigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 19 bis 22 Uhr Girlanden aus Schwemmholz und verschiedenen weiteren Materialien, ganz individuell und nach eigenem Gusto. Dies unter der fachkundigen Anleitung der Erwachsenenbildnerin und Kursleiterin Maya Langhi. So entstehen einzigartige, handgemachte Designerstücke aus Schwemmholz und anderem Material. (GS)

unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen finden sich auf

weitergeben und zum Handeln inspirieren. Am hiesigen Standort konkreter als anderswo, denn am 21. September steht der diplomierte Energieberater Peter Ackermann, treibende Kraft der Energieregion Knonauer Amt, im «LaMarotte» für kostenlose Fachauskünfte zur Verfügung. Filme für die Erde am 21. September, Kellertheater LaMarotte, Affoltern. Lunchkino um 12.15 Uhr, 22 (nur Kino 15) Franken, Reservierung erwünscht unter www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62. Um 18 und 20 Uhr freier Eintritt mit Kollekte.

www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Grenzen setzen – Freiräume leben Am Montag, 1. Oktober, leitet Manitoscha Zehr im Familienzentrum Affoltern einen Kursabend zum Thema Grenzen und Freiräume. Wo begrenzen uns die Grenzen und wo eröffnen sich Freiräume? Wann brauchen wir Grenzen und wann behindern sie uns? Zwischendurch so richtig aus der Reihe tanzen oder doch lieber im Rahmen bleiben? Am Montag, 1. Oktober, von 19 bis 21.30, Uhr führt die Sozialpädagogin und Persönlichkeitstrainerin Manitoscha Zehr mit viel Einfühlungsvermögen durch all diese Fragen. Die Teilnehmenden dürfen sich an diesem Abend selbst erkennen, um ihre persönlichen Grenzen zu versetzen und neue Freiräume zu entdecken. Inputs zur Gelassenheit im Alltag zu geben, Austauschmöglichkeiten zu haben, Frauen in ihrem Sein zu stärken und über kreative Methoden andere Zugänge zu sich und dem herausfordernden Familienalltag zu finden – das sind die Ziele des Workshops. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne

Mit vier Filmen entdecken, was global passiert Den Auftakt des Festivals macht das Lunchkino um 12.15 Uhr, mit dem

Am Freitag, 28. September, findet im Familienzentrum Affoltern ein Kreativ-Workshop mit Maya Langhi statt.

Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne

Brisante Umweltthemen am 8. «Filme für die Erde»-Festival in Affoltern Waldbrände, Trockenheit und Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels, Vogel- und Insektensterben: Die Themen des diesjährigen Festivals «Filme für die Erde» sind hochaktuell. Am Freitag, 21. September, werden in Affoltern Filme zu Umweltthemen gezeigt.

Am Samstag, 22. September, findet im Postlonzihus in Merenschwand wieder die beliebte «Moschtete» mit dem Markt der Landfrauen statt. Ab 9 Uhr startet der Markt der Landfrauen mit vielen feinen Köstlichkeiten, die frisch aus den Gärten und Küchen hiesiger Bauenhöfe stammen. Um 10 Uhr wird die altehrwürdige Mostpresse in Betrieb genommen. Dabei dürfen die Kinder beim Pressen tatkräftig mithelfen. Das feine Resultat des Mostens, der süsse Apfelmost frisch ab Presse, darf gerne gratis gekostet werden. Die Festwirtschaft verwöhnt die Besucher mit dem beliebten «Lonzitopf», verschiedenen Getränken sowie Kaffee und Kuchen. Die Kinder können die Treffsicherheit nach dem 1. Druck der Mostpresse am Armbruststand unter Beweis stellen. (pd.)

Die herbstliche Kürbisausstellung auf dem Eventbauernhof der Familie Duperrex auf der Stöckweid in Knonau hat längst Tradition. Auch dieses Jahr kann der Kauf des beliebten Herbstgemüses mit einem einmaligen Erlebnis in stimmiger Umgebung verbunden werden.

Auf der «Stöckweid» in Knonau scheint auch in diesem Jahr der Herbst präsenter zu sein als anderswo. Bereits Wochen vor der legendären Kürbissaustellung erheischen die farbigen Herbstfrüchte auf dem Hof unübersehbar die Aufmerksamkeit. Der heisse und trockene Sommer gefiel den Kürbissgewächsen (lat. Cucurbita) offensichtlich sehr gut. Juniorchef Serge Duperrex musste trotz der Trockenheit keine Ernteeinbussen hinnehmen. Sein Vater Jean-Jacques Duperrex hält zudem fest, dass die Sonne sogar für eine intensivere Reife gesorgt habe. Bei einzelnen Exemplaren der farbigen Herbstfrüchte hätte allerdings der schnelle Wetterwechsel zu kleinen Schäden geführt, weiss der Seniorchef. Junior Serge schmunzelt dabei ein wenig und hält fest, dass bei der Kürbisausstellung mit ca. 160 bis 180 Sorten und gut 20 Tonnen Früchten, dies durchaus zu verkraften sei. An der Kürbisschau werden auf der Stöckweid auch dieses Jahr wieder unzählige Ess- und Zierkürbisse in allen Farben und Formen zu bestaunen und zu erwerben sein. Ganz besondere Aufmerksamkeit dürfte eine neue

«Moschtete» mit Markt

unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail

Waldbrände sind heute in Kalifornien nicht nur 20-mal grösser als früher, sondern auch 20-mal häufiger. (Filmbild aus «The Human Element»)

kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen finden sich auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 18. September 2018

Skrupellose Hausmusik 26. September: Konzert der «Stumpfes» im Pöschtli Aeugstertal

Drei internationale Produktionen

Die nächsten Filme im Kino Mansarde Am 27. und 28. September präsentiert das Kino Mansarde in Muri die Filme «Don’t worry», «McQueen» und «303».

Die «Stumpfes» sind in ihrer Heimat längst Kult. Am 26. September beehrt die Band das Aeugstertal.(Bild zvg.)

Am Mittwoch, 26. September, um 20.30 Uhr, spielt die schwäbische Band «Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle» im Pöschtli Aeugstertal. Da sag noch einer, die Schwaben könnten nix ausser «schaffa»! Nein, die neue Tour der «Stumpfes» versinnbildlicht wie kein anderes Bühnenprogramm aus den mittlerweile 25 Schaffensjahren der schwäbischen Kultband, dass das bei unseren italienischen Nachbarn gelebte «dolce far niente» auch in der schwäbischen Lebensart schon immer sprachlich verwurzelt war. In ihrer Heimat sind sie eine feste Grösse und spielen in meist ausverkauften Hallen jährlich rund 150 Konzerte. Ihre CDs verkaufen sich wie von selbst. In den Sendungen «Hannes und der Bürgermeister» sowie «Freunde der Mäulesmühle» auf SWR sind sie als Hauskapelle mit festem musikalischen

Block zu sehen. Mit ihrem neuen Programm «Heut nemme ond morga net glei» beehren sie nun auch wieder das Pöschtli. Es gibt ja Lieder, die sind an sich nicht schlecht, nur eben versehentlich nicht auf Schwäbisch geschrieben worden. Glücklicherweise schaffen die «Stumpfes», einem gesellschaftlichen Auftrag folgend, hier Abhilfe. Sie sprengen sämtliche Klischees und singen Klassiker aus Rock und Pop urkomisch in schwäbischem Dialekt. Voller Wortwitz, mit ungebremster Musikalität und einem schier unüberschaubaren Fundus an Zieh-, Zupf-, Streich- und Blasinstrumenten klauen sie anderer Leute Lieder und machen eigene daraus. Zur Melodie von «Suzie Q.» heisst es plötzlich «I will so sei wie Du», aus Sades «Smooth Operator» wird ein «Cooler Trompeter», und aus «Highway to Hell» «Em Schreiner sei Gsell». Dazu kommen auch immer mehr eigene Songs, die von alltäglichen

Begebenheiten aus dem Leben der Schwaben handeln; und sie schrecken auch vor heissen Eisen nicht zurück, sei es nun die Sexualität von Handlungsreisenden, die Unzulänglichkeit asiatischer Kampfkunst oder die zeitliche Reglementierung beim Verzehr von Gerstenkaltschalen. Ihre «skrupellose Hausmusik» macht vor nichts Halt, weder vor dem Ohr, noch vor dem Zwerchfell. Dabei bedienen sie sich natürlich ihres auf der Bühne aufgebauten «fahrenden Musikalienhandels»: Es wird gezupft, gezogen, geblasen, gesungen, gebrüllt, gestrichen, geschlagen, getrunken, gegessen und geschwitzt, was das Zeug hält. Kommet in Scharen und lasst euch beglücken (in so kleinem Rahmen sind sie sonst nirgends mehr zu hören)! (pd.)

Der Film «Don’t worry – weglaufen geht nicht» des Regisseurs Gus van Sants basiert auf der Biografie des Cartoonisten John Callahan (19512010), der seit seinem 21. Lebensjahr aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sass. Joaquin Phoenix spielt den zynischen Zeichner, der vor seinem Unfall das Leben, die Frauen und den Alkohol liebte, mit unglaublicher Präsenz. Callahan kämpft zeit seines Lebens gegen Bitterkeit, Verzweiflung und seine Alkoholsucht, kann aber dank seines schwarzen Humors selbst dem härtesten Schicksal noch ein Lachen entlocken. Lee Alexander McQueen, ein einfacher Junge aus East London, brachte es dank seiner Motivation und Willenskraft und dank seines gewaltigen schöpferischen Talentes an die Spitze der Modewelt in Paris. Regisseur Jan Bonhote war es wichtig, einen Film über den Menschen McQueen zu drehen. Das gelang ihm dank Gesprächen mit Weggefährten und Vertrauten des sensiblen Modeschöpfers. Der Zuschauer erhält das Bild einer von Selbstzweifeln und inneren Dämonen zerfressenen Persönlichkeit, die bei der Arbeit regelrecht aufblühte.

Joaquin Phoenix in der Rolle des Cartoonisten John Callahan. (Bild zvg.) Die Protagonisten des Regisseurs Hans Weingartner berauschen sich nicht an der Geschwindigkeit, sondern an der Intensität ihrer Diskussionen. Jule (Mala Emde) möchte mit ihrem 303-Oldtimer-Wohnmobil zu ihrem Freund nach Portugal. Sie bietet Jan (Anton Spieker) eine Mitfahrgelegenheit an. Den beiden zuzusehen, wie sie sich in ihren Gedanken und letztlich in ihrem Gegenüber verlieren, ist hinreissend. Ein wundervolles Roadmovie, bei dem es weniger um das Erreichen des Ziels geht, als um die Bewegung an sich. (pd.) «Don’t worry» (113 Minuten, E/d/f, ab 16 Jahren): Donnerstag, 27. September, 18 Uhr und Freitag, 28. September, 20.30 Uhr. «McQueen» (111 Minuten, E/d/f, ab 16 Jahren): Donnerstag, 27. September, 20.30 Uhr. «303» (120 Minuten, D, ab 12 Jahren): Freitag, 28. September, 18 Uhr. Reservierungen auf www.kinomansarde.ch oder telefonisch unter 056 664 21 21.

Wichtige Punkte geholt

Qualifikation zur Schweizer Meisterschaft

Die Musiker: Manne Arold, Flex Flechsler, Selle Hafner & Benny Banano, Konzertbeginn: 20.30 Uhr, Essen gibts um 19 Uhr. Reservierungen per Telefon: 044 761 61 38.

Petra Klingler klettert auf den sechsten Schlussrang

Finale der Olympischen Kombination in Innsbruck Dank überzeugender Leistungen in den drei Einzeldisziplinen Lead, Bouldern und Speed war die Bonstetterin Petra Klingler im erstmals ausgetragenen Finale der Olympischen Kombination mit dabei und wurde Sechste. Ein hochkarätiges Teilnehmerinnenfeld traf sich am Sonntagvormittag in der Olympiaworld von Innsbruck zum Testlauf des zukünftigen Olympischen Formates, welches aus allen drei Disziplinen des Sportkletterns besteht. Nacheinander galt es, im Speed möglichst schnell die 15 Meter hochzuklettern, im Bouldern vier Probleme zu lösen und abschliessend im Lead in einer Route möglichst hochzuklettern. Die sechs Athletinnen mussten sich im Verlaufe der WM für diesen begehrten Schlussevent qualifizieren. Im Speed gelangte Petra Klingler bis ins kleine Finale, in welchem um den dritten Platz geklettert wurde. Wie bereits in der ersten Runde, profitierte sie dort von einem Fehlstart ihrer Konkurrentin, woraus der dritte Platz resultierte. Im Boulder-Wettkampf schaffte es Petra Klingler, die Boulder 1 und 3 zu knacken und scheiterte nur ganz knapp an den beiden anderen Problemen. Der 5. Rang in der Disziplin Bouldern und der 4. Zwischenrang in der Kombination waren das Resultat. In der abschliessenden Lead-Route kämpften alle Teilnehmerinnen mit ihren schwindenden

Kräften. Petra Klingler erreichte die fünfbeste Höhe und schloss damit den äusserst spannenden Wettkampf, in welchem sich die Rangpositionen ständig veränderten, auf dem sechsten Rang ab. «Es ist nicht ganz so herausgekommen, wie ich es mir gewünscht

hatte. Aber es hat sehr viel Spass gemacht. Für mich war es wichtig, dabei zu sein, dieses Format einmal vor Publikum zu klettern und im Hinblick auf das nächste Jahr weiss ich nun, woran ich noch arbeiten muss», meinte Klingler nach dem Finale. (pd.)

Die Ämtler Kung-Fu-Kämpferinnen holten wichtige Punkte. (Bilder zvg.) Am vergangenen Sonntag war das Wettkampfteam der Chin Woo Kung Fu Schule aus Affoltern im Wankdorf Stadion zur letzten grossen Chance für die Qualifikation zur Schweizer Meisterschaft. Die Konkurrenz war stark und die letzten Plätze hart umstritten, dennoch konnten die Säuliämtler Athleten sich auf gute Plätze kämpfen und wichtige Punkte holen.

Mit fünfmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze konnte auch ein sehenswertes Tagesergebnis erzielt werden. Am 18. November wird im Sportzentrum Schachen in Bonstetten die Schweizer Meisterschaft durchgeführt und das Team von der Chin Woo Kung Fu Schule Affoltern wird auch wieder dabei sein. (pd.)

Bronze für Aaron Müller am Judo-Rankingturnier in Weinfelden

Am Schluss reichte es Petra Klingler für den sechsten Rang. (Bild zvg.)

Aaron Müller kämpfte am Sonntag, 9. September, am Rankingturnier in Weinfelden erfolgreich. Die stark besetzte Kategorie Schüler B U13 bis 40 kg war keine leichte Aufgabe für den Judoka des Budo-Sport-Clubs Affoltern. Den Einzug ins Viertelfinal schaffte Aaron ohne grössere Schwierigkeiten, erst im Halbfinal folgte dann das Aus. Trotzdem sicherte sich der Bsca-Kämpfer die Bronzemedaille. Für Iwo Roszak war nach der Vorrunde in der ebenfalls sehr gut besetzten Kategorie Schüler A U15 bis 40 kg der Viertelfinal Endstation. Iwo beendet das Turnier auf einem sehr guten 5. Schlussrang.

Aaron Müller erkämpft Bronze. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 18. September 2018

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FCWB erkämpft sich drei Punkte im Tessin Fussball 1. Liga: FC Mendrisio – FC Wettswil-Bonstetten 0:2 (0:1) Nach spielfreien 14 Tagen kehrte der FC Wettswil-Bonstetten am Sonntag erfolgreich in den Meisterschaftsbetrieb zurück. Auswärts gegen den FC Mendrisio, welcher überraschend schlecht in die Saison gestartet ist, siegten die Ämtler mit 2:0. Die Tessiner konnten sich bisher aus sechs Spielen nur einen Punkt ergattern und waren zum Punkten gezwungen. Der Wettswiler Trainer Oswald stellte sein Team daher auf ein sehr umkämpftes und wenig attraktives Spiel ein. Diese Ansicht bestätigte sich, denn schon in den ersten Minuten musste der Schiedsrichter nach Foulspielen die Partie mehrfach unterbrechen. Auf dem schwer bespielbaren Terrain wurde aus beiden Lagern mit vielen weiten Bällen operiert. Jedoch trat die Oswald-Elf dominanter auf und konnte sich oftmals in der Hälfte der Tessiner festsetzen. Das Spiel wurde von Minute zu Minute hitziger. In der 29. Minute wurde Lugo an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt. Den darauffolgenden Freistoss versuchte Mollet mit einem satten Schuss in die Maschen zu zimmern, scheiterte aber an der

Mauer. Jedoch nahm ein MendrisioVerteidiger bei dieser Aktion die Hand zu Hilfe. Der Elfmeterpfiff erklang und Lugo verwandelte abgebrüht in die hohe rechte Ecke. Die erste Halbzeit verlief daraufhin weiterhin sehr körperbetont und ging ohne weitere nennenswerte Aktionen zu Ende.

Nach dem Pausentee versuchte Mendrisio, die Wettswiler mit kleinen Sticheleien und Diskussionen aus dem Tritt zu bringen. Die Ämtler blieben aber meist kühl im Kopf und konzentrierten sich auf den Fussball. Das Spielgerät wurde nun mehrheitlich den Gastgebern überlassen, während WB versuchte, aus einer massierten Defensive heraus gefährliche Konter zu setzen. Dies gelang jedoch nur selten, da die aggressiven und spritzigen Verteidiger der Tessiner die Angriffsversuche meist ziemlich früh unterbinden konnten. Jedoch liess auch die Wettswiler Defensive nur ganz selten etwas zu. Die einzige brenzlige Situation im Strafraum der Gäste ereignete sich in der 73. Minute, als nach einem scharfen, flachen Flankenball Baumgartner mirakulös den Ball

CCD Lautaro-Chile – FC Affoltern 1:3 (0:2)

Der Freistoss von Rama (Nr. 10) landet in der 20. Minute am Torgehäuse. (Bild Walter Zech)

Bei bestem Fussballwetter musste der FC Affoltern in der 2. Runde im Regional-Cup auf dem Juchhof in Zürich gegen das Multi-Kulti-Team von CCD Lautaro-Chile antreten. Die Säuliämtler kontrollierten von Beginn weg die auf Kunstrasen ausgetragene Partie, vorerst ohne gefährliche Torszenen zu kreieren. In der 15. Minute schloss dann Stankovic ein schönes Durchspiel mit Maissen überlegen zur 1:0Führung ab. Torgefahr entstand danach vorwiegend durch Freistösse von Rama, die entweder am Torgehäuse landeten oder vom guten Torhüter abgewehrt wurden. Nach einer halben Stunde erhöhte Maissen auf Vorlage von Rama auf 2:0. Kurz vor Halbzeit kamen die Einheimischen zur ersten Torchance und auf der Gegenseite scheiterte Stankovic am Torhüter.

Dank einer vorbildlichen kämpferischen Leistung und einer etwas feineren Klinge in den entscheidenden Momenten konnte der FCWB den zweiten Sieg in Folge feiern. Viel Zeit zum Feiern bleibt jedoch nicht, da sich die Oswald-Elf in einer wegweisenden englischen Woche befindet. Am Mittwoch geht es im Heimspiel gegen den zweitplatzierten USV Eschen/Mauren um die nächsten Punkte. Diese Partie ist sicherlich eine Standortbestimmung und zeigt, in welche Richtung sich der FCWB in dieser Saison orientieren kann. Anpfiff auf dem Wettswiler Moos ist um 20 Uhr. (NSc)

Abwehrschlacht in der zweiten Halbzeit

Im Regional-Cup eine Runde weiter

Der FC Affoltern hat am Samstagnachmittag mit einem glanzlosen Auftritt die Pflicht erfüllt und sich für die 3. Runde im Regional-Cup qualifiziert. Maissen und Stankovic erzielten gegen den Viertligisten die Tore.

Am Mittwoch gegen Eschen/Mauren

keine nennenswerten offensiven Akzente setzen. In der 75. Minute stand der einheimische Torhüter wieder im Mittelpunkt. Zuerst wehrte er gegen Bilic und dann auch noch gegen Stankovic grossartig ab. Drei Minuten später traf Stankovic nur den Pfosten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 89. Minute mit dem schönsten Angriff der Partie. Nach einem schnellen Vorstoss über die linke Seite flankte Fedier zur Mitte, wo Antenen zu Stankovic zurücklegte, der den Ball zum 3:0 im Tor versenkte. Die nie aufgebenden Gastgeber erzielten in der letzten Spielminute, unter gütiger Mithilfe der Affoltemer Defensive, doch noch das verdiente Ehrentor. Der FC Affoltern hat sich, ohne zu brillieren, gegen einen spielerisch bescheidenen, aber aufopfernd kämpfenden Viertligisten für die nächste Runde im Regional-Cup im November qualifiziert. Um am nächsten Sonntag im Meisterschafts-Spitzenspiel gegen den FC Wollishofen zu bestehen, ist allerdings eine klare Leistungssteigerung notwendig.

Matchtelegramm: FC Mendrisio – FC Wettswil-

Schon bei sieben Treffern in sechs Spielen: WB-Topskorer Lugo. (Bild kakö) von der Linie kratzte. WB konzentrierte sich weiterhin aufs Verteidigen und konnte den unangenehmen Gegner dank der geschlossenen Mannschaftsleistung weiterhin vom Tor fernhalten. So verstrichen die Minuten bis hin zur Nachspielzeit, in welcher der FC Mendrisio nun alles nach vorne warf. Kabamba wollte gerade als hinterster Spieler mit einem weiten Ball

Auch in der zweiten Halbzeit kontrollierte der FCA weitgehend das Spielgeschehen, konnte vorerst jedoch

Die Bike-Saison ist noch nicht ganz fertig, schon geht es los mit den Querrennen. Der Mettmenstetter Timo Müller startet in diesem Jahr neu in der Kategorie U19 – und darf mit dem Auftakt sehr zufrieden sein. Etwas nervös, mit neuen Gegnern und einer längeren Distanz durfte er mit der Startnummer 3 in der ersten Reihe einstehen. Als er nach der ersten Runde in die Techzone kam, lag er ungefähr auf dem 15. Zwischenrang. Er konnte sich sehr gut nach vorne kämpfen, und zum Erstaunen vieler fuhr er immer um den 8. Zwischenrang, einmal sogar kämpfte er sich auf den 5. Zwischenrang hervor. Das Hürdenspringen bereitete ihm keine Mühe, das wurde schliesslich in seinem Verein IG Radquer Mettmenstetten geübt. Er durfte das erste Rennen mit dem 7. Schlussrang beenden. Timo

Jun. Cb – Oberrieden 2:2, Uitikon – Jun. Dc 7:3, Jun. Ca – Oetwil-Geroldswil 25:0, Adliswil – Jun. A (Cup) 1:2.

Timo Müller startete optimal in die neue Quer-Saison. (Bild zvg.) Müller darf auf seine Leistung stolz sein, denn in seinem Jahrgang ist er nun Erster und in der Kategorie U19 Rang 3. Nächsten Samstag findet in Lugano das letzte Bikerennen in diesem Jahr statt. Da hofft er auf einen guten Platz, damit er die Saison mit

einem 5. oder 6. Gesamtrang abschliessen kann. Vieles war und ist in diesem Jahr neu für Müller. Im Sommer startete er seine Lehre als Zimmermann in Maschwanden. Kurz vor den Sommerferien ging er mit einer Truppe vom Gesundheitszentrum Gut AG in Mettmenstetten an den Start vom Gigathlon Davos-Arosa. In Mettmenstetten findet am 30. September zum dritten Mal das Querrennen statt. Im letzten Jahr säumten viele Zuschauer den Streckenrand. Der IG Radquer Mettmenstetten freut sich darauf, auch dieses Jahr wieder so viel Publikum verwöhnen zu dürfen. (mett) Weitere Resultate vom IG Radquer Mettmenstetten: 19. Yvonne Waltert, Elite Frauen, 7. Timo Müller, 11. Felix Stehli, 36. Xeno Schiess, 16. Pius Stucki, 33. Michel Gabor, 36. Xeno Schiess U19/ Amateure/Master, 11. Thomas Müller, 15. Valentin Stehli, 17. Ueli Stauffacher, 25. Mitsch Schafroth, 36. Michael Grimm, Cross für alle, 13. Nico Huter, U15, 12. Mike Huter, U13.

Tischtennisturnier vom 23. September in Affoltern Am Sonntag, 23. September, ist es wieder so weit: Der Tischtennisclub Affoltern richtet sein jährliches Turnier in der Sporthalle Stigeli in Affoltern aus. Obwohl die Tischtennissaison 2018/19 noch jung ist, erfreut sich das Tischtennisturnier des TTC Affoltern grosser Beliebtheit: Die 100 Plätze am

FCA: Vanetta, Arsic, Luchsinger, Scicchitano, Fedier,

Nicht eingesetzt: Steiner (ET).

0:2, Jun. Da – Schlieren 17:2, Jun. Db – Wiedikon 3:2, Industrie/Wipkingen – Jun. Bb 1:0,

Tischtennis auf hohem Niveau

0:1, 30. Maissen 0:2, 89. Stankovic 0:3, 92. 1:3.

Maissen (Bala), Stankovic, Halilovic (Antenen).

Weitere Resultate: Pfäffikon – Sen. 40+ 2:0, Sen. 30+ - Unterstrass 3:1, Einsiedeln – Jun. Ba (CCJL)

Timo Müller fährt in Baden auf den 7. Rang

Walter Zech

Steigmeier, Mühlemann (Oetterli), Rama (Bilic),

(85. Loosli), Schneebeli, Capone (75. Marjanovic), Dzelili (60. Zoller), Lugo.

Ein gelungener Quer-Saisonstart

Juchhof Zürich, 40 Zuschauer. Tore: 15. Stankovic

FCA kontrolliert Spiel, Stankovic trifft

den letzten Angriffsversuch der Gastgeber einleiten, als Lugo ihn entscheidend störte und den Ball abnehmen konnte. Der starke Lugo zog alleine aufs gegnerische Tor und schob die Kugel eiskalt am gegnerischen Torwart vorbei ins Netz. Der Treffer war die Entscheidung und gleichzeitig auch der Schlusspunkt in einer hart umkämpften Partie in Mendrisio.

Bonstetten 0:2 (0:1) FCWB: Baumgartner, Brüniger, Massaro, Studer, Todzi (63. Rüegger), Peter, Mollet

Am Sonntag werden hart umkämpfte Spiele erwartet. (Bild zvg.)

Hauptturnier der Lizenzierten, die in der Meisterschaftsrunde spielen, sind bereits seit Tagen ausgebucht. Dies dürfte eine Folge des geänderten Spielmodus mit Gruppenspielen (jeweils Dreiergruppen) in allen Einzelserien sein. Dadurch kommen die einzelnen Spieler zu mehr Spielpraxis und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die packenden Matches direkt von der Tribüne verfolgen. Zur Austragung kommen insgesamt zwölf Serien – davon zehn Einzel- und zwei Doppelkonkurrenzen. Zusätzlich wird am Nachmittag für Spielerinnen und Spieler ohne Lizenz ein Plauschturnier mit mehreren Alterskategorien durchgeführt. Hier gibt es noch freie Plätze, Anmeldeschluss ist am Freitag, 21. September, unter: turnier@ttcaa.ch. Nach dem letztjährigen Debut einer A19-Serie für Spitzenspielerinnen und -spieler wird der erfolgreiche Modus fortgeführt, sodass wiederum

attraktive Spiele zu erwarten sind. Für eine reibungslose Organisation in der Sporthalle Stigeli ist an 18 Tischtennisplatten gesorgt – ebenso für das leibliche Wohl der Aktiven und Zuschauer mit einem reichhaltigen Buffet in der Cafeteria. Wie jedes Jahr stellt der Partner Erra Team ein grosses Sortiment an Material für den Tischtennissport bereit, das zu Vorzugspreisen erworben werden kann. Spannend wird es sein zu sehen, ob die letztjährigen jungen Titelgewinner auch dieses Mal vorne dabei sind. (pd.) Turnierausschreibung «Erra Team Challenge 2018»: Sonntag, 23. September, 8 Uhr: Hallenöffnung ab 8.30 Uhr: Serien für Lizenzierte, ab 14.30 Uhr: Plauschturnier (Kategorien: Erwachsene, Jugend Jahrgang 2000-2003, Schüler 2004 und jünger; Anmelden bis Freitag, 21. September, unter: turnier@ttcaa.ch (Name/Vorname und Kategorie). Weitere Infos: www.ttcaa.ch.


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