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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 73 I 169. Jahrgang I Dienstag, 15. September 2015

Problempflanze

Vollsperrung

Gemeinde Affoltern startet die Aktion «Entfernung Essigbaum». > Seite 3

Ab Freitag beginnt an der Albisstrasse in Hausen der Einbau des Deckbelags. > Seite 3

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Für Honduras spenden «schäre-stei-papier» -

Die Gruppe Welt Oberamt unterstützt eines der ärmsten Länder der Welt. > Seite 7

Susanne Bucher und Siegfried Dörfler stellen in der Aeugster «KommBox» aus. > Seite 8

Asyl: Suche nach mehr Wohnraum im Bezirk auf gutem Weg Nach Affolterns Ausscheiden müssen rund 30 Asylsuchende neu verteilt werden Mit dem Ausscheiden von Affoltern aus dem Zweckverband Sozialdienst Ende Jahr muss das Bezirkskontingent an Asylsuchenden der Phase 2 neu auf die übrigen 13 Gemeinden aufgeteilt werden. Die Suche nach zusätzlichem Wohnraum in den verbliebenen Gemeinden kommt gut voran, die Aussichten zur Erfüllung des Bezirkskontingents bis Ende Jahr sind positiv. ................................................... von urs e. kneubühl Per Ende August waren im Bezirk Affoltern insgesamt 256 Asylsuchende untergebracht. 186 davon zählen zum festgeschriebenen Kontingent der zweiten Phase, also Asylsuchende, die während des Aufenthalts der ersten Phase in einer Kollektiv- oder Notunterkunft gelernt haben, den Alltag in der Schweiz weitgehend selbstständig zu bewältigen, sowie vorläufig aufgenommene Personen, die den Gemeinden zugewiesen sind. Dazu kommen die pauschal 70 im MNA-Zentrum Lilienberg stationär betreuten unbegleiteten Jugendlichen des Asylbereichs, die dem Bezirkshauptort angerechnet werden. Die Gemeinde Affoltern muss daher keine weiteren Asylsuchenden

der Phase 2 aufnehmen und mit dem Austritt Affolterns aus dem Zweckverband Sozialdienst Ende 2015 muss der Bereich Asyl im Zweckverband daher auf den Jahreswechsel hin rund 30 Asylsuchende auf die 13 im Zweckverband verbleibenden Ämtler Gemeinden verteilen.

Privatpersonen wollen Flüchtlinge aufnehmen «Wir sind mitten im Aufbau», erklärt Ivo Lötscher, Geschäftsleiter Sozialdienst, dazu und ergänzt: «Die Suche nach zusätzlichem Wohnraum in den verbleibenden Ämtler Gemeinden läuft zurzeit gut. Die Bereitschaft weitere Asylsuchende aufzunehmen ist in einzelnen Gemeinden gross. Grundsätzlich bemüht man sich.» Die Aussichten, im Bezirk ausreichend Wohnungen zur Unterbringung der Asylsuchenden zur Verfügung stellen zu können, seien absolut intakt, hält der Geschäftsleiter Sozialdienst folglich fest. «Eine Unterbringung in Truppenunterkünften, Containern oder anderen improvisierten Unterkünften steht daher zurzeit nicht zur Debatte. Vorsichtshalber steht dies aber auf unserer Liste für die Notfallplanung.» Erfreulich, so konstatieren Ivo Lötscher und Michelle Högger, Bereichsleiterin Asyl, weiter, sei auch die Tatsache, dass sich im Bezirk auch Pri-

vatpersonen anerboten haben, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Der Wohnraum für Flüchtlinge, die allerdings nicht zum Kontingent zählen, ist generell knapp, weshalb man schweizweit glücklich sei über jede private Bereitschaft. Die Bereichsleiterin Asyl im Zweckverband Sozialdienst hat sich diesbezüglich bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH und dem kantonalen Sozialamt erkundigt, wie das Vorgehen für eine solche Aufnahme ist. «Für die Unterbringung von Flüchtlingen, also anerkannte BFlüchtlinge und vorläufig aufgenommene F- Flüchtlinge, ist die ORS Service AG, Partnerin von Bund, Kantonen und Gemeinden, zuständig», informiert Högger.

Erhöhung des Aufnahmekontingents steht zurzeit nicht zur Debatte Die Integration der in den Ämtler Gemeinden wohnenden Asylbewerber werde da und dort beidseitig als gut taxiert, hält Lötscher weiter fest: «Es werden oft positive Erfahrungen gemacht, sobald Menschen aus dem Asylbereich persönlich kennen gelernt werden, ist zu vernehmen. Eine Beurteilung, die pauschal so Gültigkeit hat, ist aber nicht möglich. Michelle Högger ist zurzeit an einem Projekt zur beidseitigen Integration, wo ein Netzwerk mit lokalen Freiwilligen auf-

gebaut wird, welche die Asylsuchenden im Alltag und somit bei der Integration unterstützen können.» Die Bereichsleiterin Asyl, die ihre Aufgaben im Bezirk vor gut einem Jahr übernommen hat, beurteilt gerade auch deshalb die Arbeit im Asylbereich nach wie vor als spannend und höchst abwechslungsreich. «Ich fühle mich wohl und das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass ich in ein gutes Team integriert bin und auf die gute Unterstützung von den Gemeinden zählen darf.»

Erhöhung des Kontingents steht noch nicht zur Diskussion Ob der Druck auf die Schweiz, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, zukünftig auch denjenigen auf die Gemeinden erhöhen wird, kann im Moment nicht abschliessend beurteilt werden. Ivo Lötscher erklärt: «Zurzeit jedenfalls steht die Erhöhung des Aufnahmekontingents von 0,5 Prozent der Einwohner der Gemeinden nicht zur Diskussion. Die Zentren des Bundes und in den Kantonen sind allerdings voll, weshalb auch die Gemeinden des Kantons Zürich zum Teil schriftlich aufgefordert werden, das Kontingent zu erfüllen.» Die Gemeinden im Bezirk Affoltern haben diesbezüglich momentan keine Post dieser Art zu erwarten: Der Bezirk erfüllt das Kontingent.

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Keramik-Geheimnisse Johannes Weiss fertigt für Museen Kopien von römischen und griechischen Gefässen an. > Seite 9

«Was ist, wenn ich nicht mehr kann und will?» Es ist eine ganze Reihe schwieriger Fragen, vor welchen der Mensch beim Auftreten von multiplen chronischen Erkrankungen gemeinsam mit seinem Umfeld steht. Anlässlich des Themenabends «Was ist, wenn ich nicht mehr kann und will?», zu welcher der Spitex-Verein Knonaueramt am Freitagabend vergangener Woche einlud, ging ein Fachgremium einigen dieser Fragen nach. Der Ottenbacher Hausarzt Dr. Erich Villiger, die Palliativ-Spezialistin Ursula Klein Remane von der Spitex Stadt Zürich, Verena Gantenbein, Co-Leiterin der Villa Sonnenberg, sowie Veronika Nussbaumer, stv. Leiterin des Spitex-Zentrums Obfelden, erläuterten Themen, die offenbar auf grosses Interesse stossen. Der Saal im Mehrzweckgebäude in Affoltern jedenfalls war über den letzten Platz hinaus mit Wissbegierigen gefüllt. Die Essenz von Kurzreferaten und Gesprächsrunden verdeutlicht einerseits, wie viele Gedanken wir uns zur Gestaltung des Lebens und wie wenige über jene des Sterbens machen, andererseits gab es aufschlussreiche Informationen über Palliativ-Begleitung zu Hause und das Sterbefasten. (kb.)

................................................... > Bericht auf Seite 7

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«Die Lernenden sind unsere Zukunft» Gut besuchte Berufsmesse in der Dreifachturnhalle Schachen in Bonstetten

Zahlreiche Schüler nutzten die Gelegenheit, sich an der Berufsmesse direkt bei Lernenden zu informieren. (Bild tst.)

30 Aussteller und noch mehr Berufsbilder machten die Berufsmesse vom vergangenen Freitag und Samstag in Bonstetten zum Erlebnis. «Die Lernenden sind unsere Zukunft«, betonte Daniel Breuss, Organisator der Berufsmesse, in seiner Eröffnungs-Ansprache. Bereits zum sechsten Mal haben Ämtler Lernende die schönen und schwierigen Seiten ihrer Berufe vermittelt. Mehr denn je wurden die Schüler auch aufgefordert, selber etwas zu machen. Und das kommt an: «Wir hatten am Freitag mehr Schüler als auch schon», so Breuss. Sogar aus Urdorf sei eine Klasse nach Bonstetten gekommen. Bei der Stand-Prämierung hatte übrigens einmal mehr Seriensieger Kolb die Nase vorn. Spannend, wie sie diesmal nicht nur Informationen streuten, sondern auch einholten: «Was wünscht du dir von deinem Arbeitsplatz?», wurden die Schüler am Stand des Chemieunternehmens unter anderem gefragt. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

200 38 9 771661 391004


Bestattungen Die Gemeindeverwaltung sowie der Werkhof bleiben am Freitag, 18. September 2015, infolge Geschäftsausflug geschlossen. Gerne sind wir am Montag, 21. September 2015, wieder für Sie da. Bei Todesfällen erreichen Sie das Bestattungsamt unter der Telefonnummer 079 344 15 59. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Knonau Keller, Hans Ruedi von Konolfingen BE, geboren am 11. September 1918, gestorben am 10. September 2015 in Knonau. Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Donnerstag, 17. September 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt.

Affoltern am Albis Am 9. September 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Jacqueline Vuilleumier-De Limoge geb. 17. November 1935, von La Sagne NE und Tramelan BE, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 12. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Der Gemeindeschreiber

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 8. September 2015 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – HATTOR Stevens Koffi, 1996, Staatsangehöriger von Togo – RAMADANI Besim, 1982, sowie seine Kinder – RAMADANI Leon Gani, 2008, und – RAMADANI Erona, 2010, Staatsangehörige von Serbien

Wir nehmen Abschied von unserem Vater, Grossvater, Urgrossvater und Schwiegervater

Hans Keller 11. September 1918 – 10. September 2015

Ein müdes Wanderherz hat seine letzte Reise angetreten. Edith Keller und Herbert Hansruedi und Genia Keller Andreas und Oliver Ferdinand Keller Michel mit Kindern Pierre, Jean-Luc Heinrich Keller Anton und Elisabeth Keller Roland und Sandra mit Kindern Priska und Maxwell Lilian und Benedikt Werner Keller Silvia und Fritz Spring Sascha und Familie Elisabeth Keller Bernhard und Kamila Marthe Keller und Urenkel

Affoltern am Albis, 15. September 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Grundgebührenreglement über die Abfallbewirtschaftung Der Gemeinderat Hausen am Albis hat am 8. September 2015 beschlossen, die Gebühren über die Abfallbewirtschaftung für das Jahr 2016 unverändert zu belassen. Die Gebühren betragen ab 1. Januar 2016: Häckseldienst (exkl. MwSt.) Abtransport des Astmaterials pro Kunde und Anfahrt bzw. Asthaufen

Die Urnenbeisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Donnerstag, 17. September 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt. Traueradresse: Elisabeth Keller, Sagistrasse 3, 8934 Knonau

Fr. 60.–

Bestehende Quartier-Häckselplätze Die bestehenden Quartier-Häckselplätze werden kostenlos bedient g r a t i s Pauschale Grundgebühr Haushalte (exkl. MwSt.) Ganze Wohneinheiten (EFH, Wohnung)

Fr. 130.–

Einzelpersonenhaushalte mit maximal zwei Zimmern, nur auf Gesuch hin Fr. 100.– Gewerbe, Landwirtschaft (exkl. MwSt.) Gewerbebetriebe Fr. 165.-Einzelpersonen- und Landwirtschaftsbetriebe, welche eine Haushaltgrundgebühr in Hausen am Albis bezahlen (reduzierter Tarif), nur auf Gesuch hin Fr. 90.– Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Hausen am Albis, 15. September 2015 Gemeinderat Hausen am Albis

Freitag, 18. September 2015, den ganzen Tag geschlossen. Das Bestattungsamt kann in dringenden Fällen über Telefon 078 656 11 31 erreicht werden. Wir danken für Ihr Verständnis. Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke

Leiter/in Hallenbad und Fitness Das Hallenbad der Gemeinde Uitikon umfasst ein vielseitiges Angebot: Schwimmhalle, Liegewiese im Freien, Sauna mit Saunagarten, Dampfbad, Fitnessraum, Solarien und Schwimmschulen gehören genauso zu unserem Angebot wie Aquafit-, Schwimm- und Tauchkurse. Für diese familiäre und abwechslungsreiche Sportanlage suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung einen Leiter/eine Leiterin. Sie bringen mit

LIEBEN DANK Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren. Tröstend ist es zu wissen, dass ihm so viele Menschen Freundschaft, Liebe und Achtung entgegengebracht haben. Wir danken allen, die mit uns mitgefühlt und ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht haben beim Anschied von

Jörg Mosimann Ein besonderer Dank geht an: Senevita Affoltern am Albis für die liebevolle Pflege, Pfarrer Otto Kuttler für die passenden Worte, Werner Brawand (Euphonium) und Ursula Hauser (Orgel) für die musikalische Begleitung, Harmonie Affoltern am Albis und Kavallerieverein Affoltern am Albis für den ehrenvollen Fahnengruss sowie für all die schönen Blumen und diversen Geldspenden. Es war ein grosser Trost zu wissen, wie geachtet und beliebt er war. Wir sind alle stolz und dankbar für die vielen wunderschönen Jahre voller Liebe, Zuneigung und Harmonie, die wir alle mit ihm verbringen durften. Wir hatten das Glück, von ihm zu lernen und von seinem Wesen zu gewinnen. Er bleibt für immer der stumme Mittelpunkt in unserer Familie, an dem wir uns aufrichten werden. Im September 2015

Wegen Personalausflug bleiben die Gemeindeverwaltung und die Gemeindewerke am

Stellenanzeiger

Die Trauerfamilien

Das Hallenbad versteht sich als Dienstleistungsbetrieb der Gemeinde Uitikon. Als Leiter/-in ist für Sie ein ausgeprägtes Dienstleistungsverständnis eine Selbstverständlichkeit. Sie sind motiviert, fachlich sehr gut ausgebildet, um unserer Kundschaft den bestmöglichen Service zu bieten. Sie arbeiten sorgfältig und übernehmen in betrieblicher Hinsicht die Verantwortung. Wir suchen eine Persönlichkeit, die die fachliche und personelle Führung des gesamten Hallenbades übernimmt. Sie leiten den Gesamtbetrieb mit mehreren Angestellten, leisten Schicht- und Wochenenddienst und führen Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten aus. Sie erstellen Einsatzpläne, organisieren die jährlichen Revisionsarbeiten und bieten Handwerker auf. Ferner arbeiten Sie gerne an der Entwicklung des Hallenbades mit. Mit Ihrem freundlichen und sicheren Auftreten sind Sie für unsere Hallenbad-Gäste, das Team und weitere Beteiligte eine kompetente Aufsichts- und Auskunftsperson. Wir erwarten von Ihnen – abgeschlossene Handwerkerlehre oder eine vergleichbare Ausbildung – SLRG-Brevet 1 und CPR-Ausweis; von Vorteil ist das igba-Badangestellten-Diplom bzw. die Bereitschaft zur Absolvierung dieser berufsbegleitenden Ausbildung – mehrjährige Berufserfahrung im Dienstleistungsbereich – mehrjährige Führungserfahrung – fundierte EDV-Kenntnisse – planerisches Geschick, Organisationstalent – gute Umgangsformen, Kommunikationsfreudigkeit und Teamfähigkeit – Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil Wir bieten Ihnen Ihr Arbeitsplatz befindet sich in einer modern eingerichteten und freundlich gestalteten Sportanlage. Die Anstellung richtet sich nach den Bestimmungen des kantonalen Personalgesetzes und der Dienst- und Besoldungsverordnung der Politischen Gemeinde Uitikon. Ihre fachtechnische Weiterbildung unterstützen wir. Ihre Bewerbung Sind Sie interessiert und fühlen Sie sich den Anforderungen gewachsen? Dann senden Sie Ihre vollständige Bewerbung mit Foto bis 2. Oktober 2015 an die Gemeindeverwaltung, zhd. Herrn Bruno Bauder, Gemeindeschreiber, Zürcherstrasse 59, 8142 Uitikon. Für Auskünfte stehen Ihnen Herr Gemeinderat Walter A. Schelling, Gesundheitsvorstand, Telefon 079 474 21 97, und Herr Peter Schlagmüller, Telefon 044 200 15 40, zur Verfügung. Besichtigen Sie das Hallenbad oder besuchen Sie unsere Website, www.uitikon.ch.

Gesucht Reinigerinnen für Büro-Unterhaltsreinigung sowie Wohnungsreinigungen im Unterhalt, mit Reinigungserfahrung. Deutschsprachig, mit Bewilligung F/B/C Schriftlich oder per E-Mail: (ldeluigi@demaag.ch) bewerben an: DEMA Reinigungen AG Postfach 217 8910 Affoltern


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. September 2015

Von der Wunsch- zur Problempflanze

Verbundfahrplan mit markanten Verbesserungen

Aktion «Entfernung Essigbaum» in Affoltern Mit der zunehmenden Mobilität werden nicht nur Viren über die ganze Welt verbreitet, sondern immer rascher auch Pflanzen und Tiere. In den Gärten mögen Pflanzen aus fernen Ländern wunderschöne Farbtupfer sein. Einige davon können sich jedoch explosionsartig über die Gartenzäune hinaus in umliegende, naturnahe Lebensräume ausbreiten. Im Fachjargon werden solche Pflanzen «Invasive Neophyten» genannt. Unsere einheimischen Lebensgemeinschaften sind nicht auf invasive Neophyten vorbereitet, und deshalb können sich diese ungehindert vermehren und die natürlich vorkommenden Arten überwuchern und verdrängen. Zudem können sie die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden und Anlagen, zum Beispiel für den Hochwasserschutz und den Verkehr, beeinträchtigen oder gar zerstören. Eine solche Pflanze, welche auf der Liste der verbotenen invasiven gebietsfremden Pflanzen steht, ist der Essigbaum. Er wird maximal acht Meter hoch und ist zweihäusig, das heisst es gibt männliche und weibliche Pflanzen mit den entsprechenden Blüten. Die jungen Triebe sind dicht filzig behaart. Als Ziergehölz wurde er oft und gern in Gärten angepflanzt, denn die rot-gelbe Herbstfärbung seiner Blätter ist sehr attraktiv. Der Essigbaum breitet sich hauptsächlich durch Wurzelausläufer aus und kann daraus dichte Bestände bilden. Dadurch verdrängt er die einheimische Vegetation.

Werkhof bietet Hilfe Der Werkhof der Gemeinde Affoltern am Albis bietet in der Woche vom 5. bis 9. Oktober 2015 für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Affoltern

Aus dem Gemeinderat Hausen Die öffentliche Auflage des Verbundfahrplanprojektes 2016/2017 erfolgte vom 12. bis 29. März 2015. Bei der Gemeindeverwaltung Hausen am Albis gingen 272 Änderungswünsche beziehungsweise Begehren ein. Zudem reichten Vertreter aus Ebertswil mit 524 Unterschriften von Betroffenen und 151 Unterschriften von Schülern und Lehrpersonen dem Gemeinderat eine Petition für «Direkte Busverbindung von Ebertswil nach Zürich» ein. Der Gemeinderat Hausen am Albis nahm Mitte April 2015 zum neuen Fahrplan 2016/2017 Stellung. Zwischenzeitlich erfolgten Gespräche mit Vertretern des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) und des Gemeinderates. Die Gemeinde Hausen am Albis hielt an ihren Forderungen und den Begehren fest. Mitte August 2015 erhielt die Politische Gemeinde Hausen am Albis den Beschluss des Verkehrsrates zum Verbundfahrplan 2016/2017. Die neue Verbundfahrplanversion zeigt eine markante Verbesserung gegenüber den Entwürfen vom Frühling 2015 auf. Den Hauptbegehren der Gemeinde Hausen am Albis wurde weitgehend Rechnung getragen. Insbesondere ist die Linie Ebertswil–Hausen–Wiedikon mit Umsteigen weiterhin gewährleistet.

Linie 223 mit einem sehr guten Angebot Auf der Liste der invasiven, gebietsfremden Pflanzen: der Essigbaum. (Bild zvg.) am Albis und Zwillikon eine GratisEntfernung von Essigbäumen an – inklusive Entsorgung. (tro)

Bei Bedarf melde man sich bitte per E-Mail an: tiefbau@affoltern-am-albis.ch oder telefonisch unter 044 762 56 41 (Montag, Mittwoch, Donnerstag).

Die Linie 223 enthält ein sehr gutes Angebot am Montag bis Freitag und teilweise auch am Samstag mit einem Halbstundentakt. Die Verbindung der Linie 280/223 erfolgt im Stundentakt

Vollsperrung der Albisstrasse in Hausen Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

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Ab Freitag beginnt der Einbau des Deckbelags Die Bauarbeiten an der Albisstrasse neigen sich dem Ende zu. Für den Einbau des Deckbelags muss aus Gründen der Effizienz und Qualität sowie der Arbeitssicherheit die Strasse vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Freitag, 18. September, 8 Uhr, und dauert bis am Montag, 21. September 2015, 5 Uhr. Die Belagsarbeiten erfordern trockenes Wetter. Bei schlechter Witterung verschiebt sich der Belags-

einbau auf das nachfolgende Wochenende. Der Durchgangsverkehr wird in beiden Richtungen grossräumig umgeleitet: Ab Hausen über die Rifferswilerstrasse, Rifferswil, Schonau, Vollenweid und Riedmatt (siehe auch Plan auf der Rückseite). Der Rad-/Gehweg entlang der Albisstrasse bleibt benutzbar. Allen Anwohnenden im Baustellenbereich, die über keine rückwärtige Erschliessung verfügen, wird empfohlen, während der Vollsperrung ihre Fahrzeuge ausserhalb der Baustelle zu

parkieren. Die Haltestellen «Tüfenbach» und «Heisch» können während dieser Zeit nicht bedient werden. Zu beachten sind bitte die entsprechenden Fahrgastinformationen an der Haltestelle beziehungsweise in den Bussen. Aufgrund der Umleitungen muss mit Verspätungen gerechnet werden. (pd.) Bei Fragen und Anliegen steht die Bauleitung, Martin

mit der Linie 280 und Anschluss in Hausen Post auf die Linie 223. Morgens und abends sind zwei direkte Verbindungen Ebertswil–Hausen–Wiedikon vorgesehen. Das zentrale Anliegen der Gemeinde Hausen am Albis für die Strecke nach Wiedikon ist erfüllt, das Umsteigen im Aeugstertal ist ein Kompromiss und zumutbar. Zudem ist ein Halbstundentakt von Montag bis Freitag vorgesehen, das ist mehr als erwartet und eine Verbesserung gegenüber heute. Die bescheidene Verschlechterung der Linie 240 (keine verzögerte Abfahrt mehr der letzten zwei Busse ab Langnau am Albis) kann hingenommen werden. Im Gegenzug gibt es bis 20.17 einen Halbstundentakt mit der Linie 235 mit Anschluss an die Linie 223 im Aeugstertal. Mit den leicht modifizierten Abfahrtszeiten wird der Anschluss der Linie 280 an den IR Richtung Luzern gewährleistet. Der Gemeinderat Hausen am Albis ist mit den vorliegenden Verbundfahrplänen zufrieden und wird auf die Rekursmöglichkeit verzichten. Nun liegt es an den Passagieren, die Angebote zu nutzen.

Bauabrechnung Ringschluss Hanslimatt Die Bauabrechnung für die Wasserleitung Ringschluss Hanslimatt schliesst mit Fr. 334 180.30 um Fr. 10 819.70 oder 3,2 % günstiger ab als veranschlagt. Die Abrechnung wurde genehmigt. (db)

wir gratulieren Zum 95. Geburtstag Heute Dienstag, 15. September, darf Renate Harisberger-Kuder aus Hausen am Albis ihren 95. Geburtstag feiern. Zu diesem hohen Wiegenfest gratulieren wir der Jubilarin von Herzen und wünschen ihr viel Freude und Wohlergehen.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag feiert Hans Bichsel seinen 85. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Geburtstagsfest, gute Gesundheit und alles Gute.

Fröhli oder Erhan Bilir, Baucal AG, Telefon 044 763 50 50, gerne zur Verfügung. Eine Übersicht aller kantonalen Strassenbaustellen unter www.tba.zh.ch/baustellen

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Zum 80. Geburtstag Erwin Ehrsam-Hausmann feiert ebenfalls heute Dienstag, 15. September, in Obfelden den 80. Geburtstag. Zum Ehrentag gratulieren wir dem Jubilaren herzlich, wünschen ihm einen schönen Festtag und alles Gute.

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Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

An der Albisstrasse in Hausen wird nun Deckbelag eingebaut. Deshalb muss sie gesperrt werden. (Bild Werner Schneiter)


Bezirk Affoltern

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Dienstag, 15. September 2015

Bonstetter Kirchenbau ist auf Kurs Die Bodenplatte ist betoniert, der Rohbau soll Mitte November abgeschlossen sein Die Wohnbauten im Mauritiuspark in Bonstetten sind schon weit fortgeschritten, nun soll auch die Kirche in die Höhe gehen. Eine neue katholische Kirche, das hat auch für die erfahrenen Bau-Fachleute eine besondere Bedeutung. ................................................... von thomas stöckli Nach dem Aushub ging es lange nicht voran auf der Baustelle der neuen katholischen Kirche in Bonstetten. Als Grund dafür nennt Bauleiter Maurizio Ghisleni die Zugänglichkeit auf dem Areal: «Wir konnten nicht gleichzeitig mit allen drei Bauten hoch. Da hätte man sich nur gegenseitig behindert.» Doch nun ist die Grundplatte gelegt, die Gerüste stehen bereit, es kann also in die Höhe gehen.

«Für uns ist es die erste Kirche, die wir bauen», verrät Ghisleni. Eine grosse Herausforderung ist der Baugrund. Eine wasserdichte Wanne schützt den Bau vor dem hohen Grundwasserspiegel. Die entsprechende Abdichtungsfolie halte «ewig», versichert Maurizio Ghisleni und spricht von 100 oder 200 Jahren. Einen halben Meter dick ist die Grundplatte, auf der die Kirche steht: 30 Zentimeter armierter Beton, dann eine Schicht, in welcher nebst einer Gehörlosen-Schlaufe, deren Signale direkt mit dem Hörgerät empfangen werden können, auch die Heizrohre einbetoniert sind. So diene die Betonmasse zugleich als thermischer Speicher. Den Abschluss macht eine Drei-ZentimeterSchicht aus Hartbeton. Mit den Hochbau-Arbeiten warten weitere Herausforderungen: «Verwinklungen und hohe Raumhöhen ...», beginnt Polier

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Jetzt geht es in die Höhe: Hochbautechniker Robin Rempfler (Mitte) und die Poliere Thomas Herre (links) und Markus Hochstrasser hoch über der Baustelle für die neue katholische Kirche beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil. (Bild Thomas Stöckli)

Markus Hochstrasser aufzuzählen, «... und grosse Fenster-Fronten», ergänzt Hochbautechniker Robin Rempfler. anzeigen

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Drei Unterzüge für Spannkabel sollen im grossen Sakralraum für Stabilität sorgen. Wie Sterne werden sie unter der Decke anzusehen sein, so

Hochstrasser. Er habe auch schon Hochhäuser gebaut, verrät der Polier weiter, doch eine Kirche sei schon etwas Spezielles.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. September 2015

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Die Arbeitswelt darf auch Spass machen Ämtler Lernende haben ihre Berufe und Lehrfirmen in Bonstetten lustvoll präsentiert An der 6. Ämtler Berufsmesse standen einmal mehr die Schüler im Zentrum. Lernende boten ihnen aus erster Hand Infos über ihre Berufe und Lehrfirmen. ................................................... von thomas stöckli «Dürfen wir einen Kaugummi?», fragt eine Gruppe von Schülerinnen. Die zwei Kaugummi-Automaten am gemeinsamen Stand der Jugendberatung Contact und der kirchlichen Fachstelle Kabel haben gleich beim Betreten der Halle die Blicke auf sich gezogen. «Nur wenn ihr mit dem Ball durch den Korb trefft», kommt die Antwort prompt. Die Aufgabe ist leicht und auch wer nicht getroffen hat, bekommt schliesslich einen Kaugummi, und das Eis ist gebrochen. Selber etwas machen, statt nur zuschauen, das war mehr denn je Trumpf. Die Standbetreiber haben sich alle Mühe gegeben, ihre Lehrberufe und -betriebe ansprechend zu präsentieren. So bot die Leuthard AG Gelegenheit, am Kran-Simulator Feingefühl und Überblick zu beweisen. Ein Erfolgserlebnis mit Erinnerungswert lockte am Stand der AS Aufzüge: Hier konnten die Schüler ein Lift-Modell mit Handkurbel montieren und sich mit ihrem Werk ablichten lassen. Und auch die Holzberufe appellierten an den Ehrgeiz: Beim Nageln und Schrauben galt es ebenso, die Bestzeit zu unterbieten, wie an der Zweimannsäge. Die Garage Ruckstuhl lud dazu ein, ein Modellauto aus Blech zusammenzubauen und farbig zu spritzen.

Die Chemie, ein spannendes Berufsfeld – auch wenn die skeptischen Blicke am Stand von Kolb anderes vermuten lassen. (Bilder Thomas Stöckli)

Ziel: Arbeit, die Spass macht Viel gelacht wurde beim gegenseitigen Essen Eingeben am gemeinsamen Stand des Spitals Affoltern, des Kinderspital-Rehazentrums sowie der Spitex. «Wir sind top» verkündeten die angehenden Fachfrauen Gesundheit (FaGe) dabei selbstbewusst auf ihren pinkfarbenen T-Shirts. Gina Vogel, KV-Lernende bei der Post, rührte kräftig die Werbetrommel für ihre Arbeitgeberin. So bekommen Lernende beim gelben Riesen nicht nur ein GA geschenkt, sondern haben erst noch sieben Wochen Ferien. Als grössten Vorteil nannte sie allerdings die Tatsache, dass sie während ihrer dreijährigen Lehre viermal den Arbeitsbereich wechselt – und damit auch den Arbeitsort und das Team. Schon bei der letzten Durchführung vor zwei Jahren haben die Lernenden von Kolb in Hedingen mit ihrem Stand-Konzept überzeugt. Spannend, wie sie diesmal nicht nur Informationen streuten, sondern auch einholten: «Was wünscht du dir von deinem Arbeitsplatz?» und «Was sind NoGos?», wollten sie von den Schülern wissen. Nein, nicht Kohle und Prestige wurden auf den Antwortzetteln zur ersten Frage favorisiert, sondern abwechslungsreiche Arbeit, die Spass macht sowie freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter. Dem standen auf der Negativ-Liste unter anderem Lärm, Mobbing und Zickereien gegenüber.

Schönes gestalten: Martina Villiger (2.v.l.) von Florena zeigt, wie es geht.

Künftige FaGe? Beim gegenseitigen Essen Eingeben wird jedenfalls viel gelacht.

Die Schreinerei Girardi testet Fähigkeiten zum Nageln und Schrauben.

Im Holzbau muss man zupacken können.

Realitätsnahes Erlebnis: Der Kran-Simulator der Leuthard AG.

Jürg Büchi (links), Präsident Lehrstellenforum, mit Kantonsrat Olivier Hofmann.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. September 2015

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«Wir überlegen uns wohl, wie wir leben, aber nicht, wie wir sterben möchten» Spitex-Themenabend in Affoltern: «Was ist, wenn ich nicht mehr kann und will?» Beim Auftreten von multiplen chronischen Erkrankungen steht der einzelne Mensch mit seinem Umfeld vor oft schwierigen Fragen. Beim Themenabend des Spitex-Vereins Knonaueramt im vollbesetzten Saal des Mehrzweckgebäudes in Affoltern ging ein Fachgremium unter der Moderation von Publizistin Klara Obermüller einige davon an. ................................................... von urs e. kneubühl «Viele Menschen überlegen sich wohl, wie sie leben, aber nur wenige, wie sie sterben möchten», schickt der Ottenbacher Hausarzt Dr. Erich Villiger seinem Kurzreferat «Palliativ-Situationen zu Hause» vorweg. Der Allgemeinmediziner mit mehrmonatiger spezieller Ausbildung in der Geriatrie macht am Themenabend des Spitex-Vereins Knonaueramt im zum Bersten vollen Saal des Mehrzweckgebäudes im Bezirkshauptort den Auftakt. «Was ist, wenn ich nicht mehr kann und will? Was bedeutet das für mich und meine Angehörigen?», sind die zentralen Fragen der zweistündigen Veranstaltung. Sie werden nach der kurzen Einführung durch Spitex-Geschäftsleiterin Verena Bieri von einem Fachgremium mit Erich Villiger, der Palliativ-Spezialistin Ursula Klein Remane, Spitex Stadt Zürich, Verena Gantenbein, Co-Leiterin der Villa Sonnenberg, und Veronika Nussbaumer, stellvertrende Leiterin des Spitex-Zentrums Obfelden, behandelt. Dass ein weitreichender und komplexer Fragenkatalog, den das Thema birgt, in zwei Stunden nicht erschöpfend beantwortet werden kann, versteht sich von selbst. Mit umsichtiger und zielführender Moderation allerdings gelingt es der Publizistin Klara Obermüller dennoch gut, wichtige Teilaspekte herauszuschälen.

Das Geheimnis der Fürsorge Erich Villiger streicht in seinem Kurzreferat die Bedeutung des Zuhörens ganz besonders heraus. Das Erfassen eines Gesamtbildes durch das Eingehen auf den Patienten, sein Leben, seinen Glauben und seine Situation sei ein wichtiger erster Schritt. Die eigene Haltung habe dabei stets neutral zu sein. «Ich darf dem Patienten nicht meine Brille aufsetzen, sondern muss versuchen, mit seiner Brille zu sehen», präzisiert Villiger dazu und verweist auf die ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, die besagen: «Wenn wir jemandem helfen wollen, müssen wir zunächst herausfinden, wo er steht. Das ist das Geheimnis der Fürsorge. Wenn wir das nicht

Spitex-Themenabend: Unter der umsichtigen und zielgerichteten Moderation von Klara Obermüller (ganz rechts) ging das Fachgremium mit (v. l.) Ursula Klein Remane, der Palliativ-Spezialistin der Spitex Stadt Zürich, Dr. Erich Villiger, Hausarzt in Ottenbach, Veronika Nussbaumer, stv. Leiterin des Spitex-Zentrums Obfelden, sowie Verena Gantenbein, Co-Leiterin der Villa Sonnenberg, einige der komplexen Fragen zum Thema «Was ist, wenn ich nicht mehr kann und will?» an. (Bild Urs E. Kneubühl) tun können, ist es eine Illusion zu denken, wir könnten anderen Menschen helfen. Jemandem zu helfen impliziert, dass wir mehr verstehen als er, aber wir müssen zunächst verstehen, was er versteht.» Mit einem Fallbeispiel verdeutlicht der Ottenbacher Allgemeinmediziner die vielschichtigen Umstände, Einflüsse und Wirksamkeiten, welche der Wunsch, zu Hause sterben zu wollen, für die Patienten und ihre Angehörigen, aber auch für die Begleitenden, wie etwa die Spitex oder Ärzte, mit sich bringen. Wesentlich dabei sei, dass man auch als Begleitender seine eigenen Grenzen kenne. «Ich suche dann nach der verbliebenen Lebenskraft im Patienten, versuche diese zu aktivieren und spreche mit ihm darüber. Es geht darum, ihn aus seiner Ebene in die Höhe zu führen, wie auf einen Berg. Dies ermöglicht einen Überblick, erlaubt Perspektiven», schliesst Villiger sein Referat und fügt zusätzlich an: «Es geht darum, den Patienten aufzuzeigen, dass sie nicht alleine sind.»

Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit Im anschliessenden Podiumsgespräch befasst sich das Fachgremium vorab mit dem von Villiger geschilderten Fallbeispiel: Die 80-jährige krebskranke Patientin hatte Wasser in den Lungen und entsprechende Atemnot, erwähnte beim Erstgespräch auch, dass sie Mitglied von Exit sei. «Dennoch ist sie schliesslich friedlich in der Villa Sonnenberg gestorben», hält Villiger fest und begründet: «Wir konnten ihr

in Gesprächen, in denen oft das vergangene Leben thematisiert wurde, und mit unserer Fürsorge die Ängste vor dem Leiden und vor dem Sterben nehmen.» Verena Gantenbein bestätigt, dass sich die Gespräche zwar oft ums Leiden drehen würden, «aber bei sehr vielen geht es auch darum, noch einmal zu leben und das eigene Leben nochmals mitzuerleben». Veronika Nussbaumer hält auf die Frage, ob man auch Spitex-seitig mit Fragen zum Leiden konfrontiert werde, fest: «Diese werden meistens von altersmässig jüngeren Patienten gestellt. Ihre Angst vor dem Sterben lässt sie sich mit derartigen Fragen beschäftigen.» Ihre Aufgabe sei es dann in erster Linie zuzuhören und zu versuchen, ihnen die Ängste zu nehmen. Ursula Klein Remane macht darauf aufmerksam, dass auch Angehörige Ängste und vielfältige Fragen haben. Es sei daher auch sehr wichtig, sich neben den Einzelgesprächen mit dem Patienten auch in Gesprächen mit den Anliegen der Angehörigen auseinanderzusetzen. In ihrem Kurzreferat zum freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken erläutert Klein Remane, die PalliativFachfrau der Fachstelle Palliative Care der Spitex Zürich, das Sterbefasten als Alternative zum begleiteten oder assistierten Suizid. Während man beim Letzteren auf eine bestimmte Medikation angewiesen ist, kann der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (Fvnf) mit geringer Unterstützung von Angehörigen und Pflegepersonal selbst durchgeführt werden. Dies, so die Fachfrau der Spitex Zürich, mache es auch religiösen Menschen möglich,

das eigene Sterben zu beschleunigen. «Der Mensch, welcher sich zu diesem Schritt entscheidet, muss allerdings sehr gut und umfassend über den Fvnf informiert sein. Dazu kommen eine noch vorhandene volle Entscheidungsfähigkeit sowie die freie Willensbestimmung», markiert Klein Remane als ebenso unabdingbare Voraussetzungen dafür, wie das Vorhandensein eines nicht tragbaren Leidens, trotz guter Betreuung und Symptommanagement, ebenso eine geringe Lebenserwartung.

Autonomie auch bei Demenz als oberstes Gebot Beim Fvnf gehe es um einen erwünschten natürlichen, sanften Tod, hält die Referentin fest, indem man unterlässt, was natürlicherweise dem Erhalt des Lebens dient: Man hört auf zu essen und zu trinken. Klein Remane verweist aber zwingend darauf, dass auch hierbei, genauso wie bei der Palliativ-Begleitung zu Hause, eine solide Vorbereitung von besonderer Wichtigkeit ist: «Es bedingt offene Gespräche mit allen Beteiligten, ebenso die Vorbereitung der Angehörigen auf den Verlauf und ihre Rolle. Und wenn der Fvnf zu Hause durchgeführt werden soll, sind die Planung der Betreuung, die Organisation von Hilfsmitteln sowie ein Notfallplan und eine entsprechende Telefonliste unabdingbar.» Der Sterbeprozess beim Fvnf dauert etwa eine bis drei Wochen und er ist in den ersten Tagen reversibel. Der Verlauf geht über eine langsame Bewusstseinstrübung bis zur tiefen Bewusstlosigkeit und der Tod tritt

schliesslich durch Rhythmusstörungen oder Komplikationen ein. Während der Fvnf für den Patienten vor allem ein Durchhalteprozess ist, gestaltet sich der Entscheid dazu, ebenso wie der Verlauf für Angehörige oft als eine echte Herausforderung. Als Mensch sei man zutiefst von jeder Form einer Verweigerung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme berührt, bemerkt die Referentin und fügt an: «Die Entscheidung des Patienten mittragen zu müssen, ist oft schwierig und es eröffnet sich ein Widerstreit der Gefühle von Verständnis, Ablehnung, Schuld.» Für die Angehörigen, so Klein Remane, seien diese durch den Patienten bewusst herbeigeführten letzten Tage aber in erster Linie auch eine Chance, sie schön und würdevoll zu gestalten. Das nachfolgende Podiumsgespräch und die abschliessende offene Gesprächsrunde mit dem Publikum bestätigen, dass der Fvnf als echte Alternative zum abrupten Schritt des begleiteten Suizids gesehen wird. Erich Villiger bemerkt dazu: «Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ist nichts Neues: Die meisten älteren Menschen sterben unbewusst so und ohne Hunger zu leiden.» Und auf die Frage aus dem Publikum, wie es bezüglich Selbstbestimmung und Autonomie bei Demenzpatienten sei, hält der Ottenbacher Hausarzt fest: «Diese sind auch bei Demenz oberstes Gebot. Wenn der Patient etwa dauernd seinen Mund zupresst, wenn man ihm zu Essen geben will, oder wenn er angelegte Infusionen immer wieder wegreisst, dann gilt es, dies als autonome Willensäusserung zu akzeptieren.»

Gruppe Welt Oberamt wird künftig für Honduras spenden Unterstützung aus dem Bezirk Affoltern für eines der ärmsten Länder der Welt Fünf Jahre lang hat die Gruppe Welt Oberamt die Entwicklung der Textilindustrie im westafrikanischen Benin mit den Erlösen aus ihren zahlreichen eigenen Aktivitäten und den Weihnachtsmärkten unterstützt. Neu hat sich die Gruppe auf die Ernährung und Umwelt ausgerichtet und zusammen mit Heks, dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz, das mittelamerikanische Land Honduras als Destination ihrer Spenden ausge-

wählt. Heks befasst sich mit der Entwicklungsfrage dieses Landes und hat im Süden eine erste Basis geschaffen. Der Kleinstaat Honduras liegt mit 112 000 km² und rund 8,1 Mio. Einwohnern zwischen Guatemala, El Salvador und Nicaragua. Es dürfte wohl eines der ärmsten Länder der Welt sein. Über 72 % der Bevölkerung leben hier unter der Armutsgrenze. Die Trockenheit macht sehr zu schaffen und die Korruption ist sehr ausgeprägt.

Kleine aber wirkungsvolle Schritte zur Bekämpfung der Armut Alles spricht eigentlich dafür, um dieses Land einen möglichst grossen Bogen zu machen. Die Verantwortlichen der Gruppe Welt Oberamt möchten aber gerade solchen armen Ländern erste Impulse geben, sich selbst zu entwickeln. Dabei sollen insbesondere lokale Organisationen unterstützt werden. Es sind zwar nur kleine Schritte

und der Erlös aus den diversen Anlässen von 4555 Franken (was dem Durchschnitt der Spenden in den vergangenen vier Jahren entspricht) scheint bescheiden. Aber allein das Spüren, dass sie Unterstützung von anderen Ländern erhalten, wird viele Menschen in diesem Land dazu bewegen, in ihrer Heimat zu bleiben. Eine Idee, die auch für Afrika und den Nahen Osten Gültigkeit hätte.

Die Aktivitäten der Gruppe Welt Oberamt Die Gruppe Welt ist sind selbstständige Gruppe. Sie arbeitet unter anderen auch mit dem Hausemer Weihnachtsmarkt mit dem Verschönerungsverein (inklusiv Kerzenziehen und Frauenverein) zusammen. Sodann unterstützt sie, wie aus den beiden Jahresberichten hervorgeht, in einzelnen Fällen auch andere Projekte. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Höhepunkte auf und neben der Strecke Ämtler am 11. Arosa-Classic-Car-Bergrennen Das internationale Bergrennen Arosa Classic Car ist in den letzten Jahren zu einem über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannten Event herangewachsen und bot wiederum viele Höhepunkte auf und neben der Strecke. Viele Zuschauer liessen es sich trotz des schlechten Wetters nicht nehmen, die Fahrer anzufeuern! Die Rennstrecke führt jeweils über 7,8 km von Langwies nach Arosa und besitzt 76 Kurven, Schikanen und eine Höhendifferenz von 422 Metern. Als einzige Rennstrecke in den Schweizer Bergen verfügt sie über eine Bergabstrecke von 1,2 km. Fahrzeuge mit Baujahr zwischen 1. Januar 1905 bis zum 31. Dezember 1986 beziehungsweise 1990 für die Periode IC (Gruppe C und Imsa, 1982 bis 1990) werden für das Rennen zugelassen, die in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Das Fahrerlager auf der Sportanlage Ochsenbühl neben der Eventhalle bot den Zuschauern engen Kontakt mit den Fahrern und so bot sich auch die Gelegenheit die einzigartigen Preziosen und Unikate vergangener Zeiten anzusehen. Während die meisten Fahrer in der sogenannten Arosa-Classic-Trophy und Sport auf Gleichmässigkeit in den vier Rennläufen fuhren, kämpften die Fahrer in der Competition-Klasse um den Tagessieg in der Rennklasse. Der bekannte Bonstetter Toni Seiler kämpfte mit seinem Lola T70 Spyder MK2 1966 und fuhr im Gesamtklassement (Scratch) auf den hervorragenden 2. Rang. In dieser Klasse fuhr auch der Stalliker Luciano Arnold mit seinem Brabham BT36/F2 1971 und wurde erfolgreicher Dritter. In der Alpine Performance kämpften der Hedinger Bruno Knüsli auf Sunbeam Tiger 1965 und Thomas Henne, Mettmenstetten, auf Atalanta Sport Tourer 1938. In der Arosa Classic Trophy (Gleichmässigkeitsfahren), wo trotz «Rennfieber» der Spass und das aktive Teilnehmen im Vordergrund standen, erzielte Dominik Muheim aus Ebertswil auf seinem NSU TTS 1971 den genialen 4. Rang. Am Start waren aber

Dienstag, 15. September 2015

Kommbox Aeugst: «schäre-stei-papier» Ausstellung von Susanne Bucher und Siegfried Dörfler Gemeinsam ist den beiden Aeugster Kunsthandwerkern die Liebe zum Detail, die Genauigkeit und die Ausdauer. Beide brauchen gutes Licht, eine Brille und ein scharfes Messer. Fehler sind irreparabel – denn für falsche Schnitte gibt es keinen Radiergummi. ................................................... von regula zellweger

Ämtler im Einsatz: Remo Buob (links) und Toni Seiler. (Bild zvg.) auch der Obfelder Raphael Blatty auf Mini Marcos MK III 1967, der Stalliker Kurt Blumer auf Porsche 911 Rallye 1975, Urs Rahm auf Opel Kadett C GTE 1000er-Serie 1978 sowie der Wettswiler Remo Buob auf seiner Corvette Stingray C2 Convertible 1966, welcher für das Waldhotel National in Arosa startete. Leider waren die wetterbedingten Konditionen extrem schlecht, sodass auch die besten Fahrer teils an ihre Grenzen gestossen sind. So gab es dann auch verschiedene Zwischenfälle, wo leider einige traumhafte Fahrzeuge Schaden lassen mussten. Für viele Fahrer stand das sichere aber trotzdem schnelle Fahren denn auch an oberster Stelle. Toll zu sehen war, wie viele Säuliämtler Zuschauer die Rennfahrer lautstark anfeuerten und so nicht nur auf der Tribüne für Stimmung sorgten. Am gleichen Wochenende findet 2016 dann eine Neuauflage statt, hoffentlich bei besseren Bedingungen ... Zum Schluss gilt es, das OK zu erwähnen, die vielen freiwilligen Postenbetreuer, die Helfer, die Sponsoren, Arosa Tourismus und alle anderen die hier nicht aufgezählt sind. (pd.)

Für die aktuelle Ausstellung in der KommBox in Aeugst konnten die Projektleiterinnen Inez Zindel Meier und Ruth Zimmermann den Kerbschnitzer Siegfried Dörfler gewinnen. Doch was eignet sich als Ergänzung zu seinen mit Schnitzereien verzierten Schatullen und Kleinmöbeln? Zur Gestaltung von Holz mit einem Messer passt wunderbar die Gestaltung von Papier – auch mit einem Messer. So sind nun die Holzarbeiten des pensionierten Juristen und Mathematiklehrers Siegfried Dörfler und die Papierarchitektur der pensionierten Lehrerin Susanne Bucher in der kleinen feinen KommBox zu sehen. Pensioniert? Für beide Kunsthandwerke sind viel Zeit und viel Geduld eine wichtige Voraussetzung.

Siegfried Dörfler Mauritius Bollier, ein Neffe von Siegfried Dörfler, zeichnete in seiner Rede anlässlich der Vernissage am vergangenen Donnerstag ein liebevolles Bild des Menschen und Kunsthandwerkers Siegfried Dörfler. Er erzählte von dessen Begabung für Mathematik und seiner Liebe zu Tieren und zum Werken als Ausgleich zur kopflastigen Mathematik. Kerbschnitzen ist eine alte Art der Darstellung von Zier- und Schriftelementen. Dafür am geeignetsten sei seit über einem halben Jahrhundert das Messer Modell Nummer 2

Werner Schefer-Guyer (rechts) erklärt elektronische Messgeräte aus seiner Privatsammlung.

Stellen in der Aeugster KommBox aus: Susanne Bucher und Siegfried Dörfler. (Bild Regula Zellweger)

aus der Messerschmiede Klötzli in Burgdorf. Der Aufwand ist zeitlich enorm, für die Entwürfe, die an geometrische Zeichnungen erinnern, die Berechnungen, das exakte Aufzeichnen und geduldige Schnitzen. «Diese Schnitzereien sind ein Zeugnis, wie wir Menschen ein tief in uns liegendes Bedürfnis haben, unsere Welt harmonisch einzurichten, damit wir uns wohlfühlen und erfreuen können», so Mauritius Bollier.

Susanne Bucher Fasziniert von aufklappbaren Schokoladeverpackungen war Susanne Bucher schon von Kindheit an. Sie und ihr Mann haben rund 450 Pop-up Bilderbücher gesammelt. Sie nahm sie mit in die Schule, wo sie auch prompt «kaputt geliebt» wurden. Beim Flicken

der Bücher entdeckte die Unterstufenlehrerin, dass es manchmal ganz einfache, manchmal raffinierte mechanische Phänomene sind, die aus einem flachen Papier ein dreidimensionales Werk entstehen lassen. Lustvoll probierte sie zuerst für die Schule, dann für sich selbst aus. Heute ist das Schaffen von Papierarchitektur ihr Hobby. Ihr Mann lernt gern Sprachen. Er liest ihr Bücher in Fremdsprachen vor, während sie mit einem Papiermesser exakte Schnitte legt, das Papier ritzt und millimetergenau faltet – ein schönes Bild des beruflichen Ruhestandes. Ausstellung in der KommBox Aeugst, Gemeindehaus, Dorfstrasse 22, Aeugst: 10. September bis 19. November. – Öffnungszeiten: Montag: 8 bis 11.30 und 16 bis 18.15 Uhr; Dienstag, 8 bis 11.30 Uhr; Mittwoch, 8 bis 11.30 Uhr, 14 bis 16.30 Uhr: Donnerstag, 8 bis 11.30 Uhr

Hans Fässler und seine Seidenwaage. (Bilder Werner Schneiter)

Francisturbine, elektrische Messgeräte und Seidenwaage Interessiertes Publikum an den Tagen des Denkmals in Ottenbach Im Rahmen der europäischen Tage des Denkmals öffnete der Verein Historisches Kleinkraftwerk Ottenbach die Türen zur geschichtsträchtigen Stätte bei der ehemaligen Seidenstoffweberei Haas ebenfalls. Dabei stand das mit einer Francisturbine ausgestattete

Kleinkraftwerk nicht allein im Mittelpunkt. Zwei kleine Ausstellungen fanden ein ebenso interessiertes Publikum: Aus seiner Privatsammlung brachte Werner Schefer-Guyer aus Hinwil elektrische Messgeräte nach Ottenbach – seltene Zeugen aus einer

vergangenen Industrie-Epoche, deren Genauigkeit auch heute noch verblüfft. Solcherlei Geräte waren auch im Kleinkraftwerk in Betrieb. Auch Hans Fässler, Mitglied des Vereins Historisches Kleinkraftwerk Ottenbach, ermöglichte ein Eintau-

chen in die Geschichte – mit der Präsentation von weit über 100 Jahre alten Stoff-Musterbüchern. Dazu weihte er in die Geheimnisse einer Seidenwaage ein. «Damit hat man auch Garn oder Zwirn gewogen, um deren Qualität festzustellen», fügte Fässler bei. Er

und sein Vereinskollege Heinz Geiger freuten sich über das Interesse an beiden Tagen. «Es war nicht der grosse Run, aber das Publikum war sehr interessiert. Man hat uns aufmerksam zugehört», so die Feststellung der beiden Organisatoren. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. September 2015

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Ein Aeugster entschlüsselt die Keramik-Geheimnisse der Antike Johannes Weiss fertigt für Museen Kopien von römischen und griechischen Gefässen an Anfassen und ausprobieren, statt nur betrachten. Immer mehr setzen Museen auf Sonderausstellungen mit ErlebnisFaktor. Johannes Weiss stellt für Museen im In- und Ausland täuschend echte Repliken her. Schon seit Jahrzehnten tüftelt er an längst vergessenen Techniken. ................................................... von thomas stöckli Am liebsten hätte er seine Töpfereien mit «Albinus» signiert, dem römischen Wort für seinen Nachnamen, erklärt Johannes Weiss, Grabungstechniker aus Aeugst. Weil es in der Römerzeit einen Töpfer mit diesem Namen gab, musste er davon allerdings Abstand nehmen. «Ich wollte nicht als Fälscher Probleme bekommen», sagt er und lächelt. Stattdessen entschied er sich für die griechische Version «Leucos» oder latinisiert «Leucus». Entsprechend ist in seinen Gefässen «Leucusf» eingestempelt, die Kurzform von «Leucus fecit» (Weiss hats gemacht) oder «OfLeucus» für «Officia Leucus» (aus der Werkstatt von Weiss).

Der Brennofen nach antikem Vorbild ist eingeheizt. 1000 Grad braucht es für römische Terra Sigillata, 850 für reduziertes Brennen. (Bild zvg.)

Wasserdichtes Geschirr in Massen Doch zuerst galt es, die vor rund 1500 Jahren verlorene Technik wieder zu entdecken, mit der die Römer ihre glänzend roten und ohne Glasur wasserdichten Tonwaren hergestellt haben. 20 bis 30 Jahre habe er am Geheimnis hinter der «Terra Sigillata» getüftelt, verrät der gelernte Möbelschreiner, der sein Hobby Archäologie zum Beruf gemacht hat. Um unvoreingenommen an die Thematik heranzugehen, hat er sich das Töpfern von Grund auf selber beigebracht. Zahllose Übungsstücke zeugen von der Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialen, Techniken und Brennverfahren. Die Drehscheibe mit Fussantrieb in seiner Atelier-Scheune ist ebenso Eigenbau wie die verschiedenen Brennöfen aus alten Biberschwanzziegeln im grossen Garten. Die veredelte «Terra Sigillata» war so revolutionär, dass sie sich im ganzen Römischen Reich durchsetzte. Kein Wunder wurde die rötlich glänzende, harte und sogar wasserdichte Keramik in Massen gefertigt. So fanden sich historische Öfen für bis zu 50 000 der stapelbaren Schalen und Teller. Von einem deutschen Forscher erhielt Weiss den Tipp, feinen Schlicker aus Regenwasser und eisenreichem Ton auszuschlämmen und mit anzeige

Römische und griechische Versuchsstücke im Atelier. Essig abzusetzen. Den charakteristisch rötlichen Farbton erreichte der Kollege damit allerdings nicht. Und so tüftelte der Aeugster weiter. Die Zugabe von Hämatit erzielte den gewünschten Effekt: «Heute bringe ich «Terra Sigillata» hin, die sich praktisch nicht vom Original unterscheiden lässt», so Weiss. Deshalb musste er einige seiner Kreationen sogar mit der Aufschrift «Kopie» kennzeichnen.

Griechen brannten anders Den gleichen Überzug, den die Römer für die Veredelung ihrer Gefässe nutzten, hatten vor ihnen schon die Griechen verwendet. Allerdings bedienten diese sich eines anderen Brennverfahrens: «Wenn der Ofen bei voller Hitze

Töpfern wie die alten Römer: Johannes Weiss hat die Techniken wiederentdeckt. (Bilder Thomas Stöckli)

verschlossen wird, entsteht eine reduzierende Atmosphäre», erklärt Johannes Weiss. Damit der gewünschte Kontrast von rötlichem Tonuntergrund und schwarzem Überzug entsteht, muss das Timing allerdings ganz genau stimmen. Das sei selbst den Griechen nicht immer geglückt, weiss Weiss. In den Museen werden allerdings oft nur die besten Stücke ausgestellt. Mit gestempelten Formschüsseln, wie sie schon in der Antike Verwendung fanden, kann Johannes Weiss komplexe Relief-Gefässe nachbilden. Weiter hat sich der Aeugster auch die Barbotine-Technik angeeignet. Knackpunkt dieser Verzierungen, die wie beim Konditor mit einem Spritzsack aufgetragen werden, sind die grossen

Spannungen. So gehen die Verzierungsreliefs aus feuchtem Ton beim Trocknen viel stärker ein als das schon ziemlich feste Gefäss.

Keramik aus der Bodengrube Die Griechen haben die Keramik zur Kunstform verfeinert, die Römer zur Massenproduktion optimiert, den Nutzen von Tongefässen kannten allerdings bereits vorgeschichtliche Kulturen. Sie haben darin gekocht und Vorräte aufbewahrt. Auch ihren Techniken ist Johannes Weiss auf den Grund gegangen. Um Spannungsrisse, die durch unregelmässige Hitze entstehen, zu vermeiden, zerklopfte man Urgestein und mischte den entstandenen Sand in den Ton. Damals wurden

die Gefässe in Bodengruben gebrannt. Der Aeugster erklärt: «Faustgrosse Steine werden im Feuer erhitzt. Wenn nur noch Glut da ist, verteilt man das Geschirr auf den glühend heissen Steinen.» Mit Temperaturen, die unter 300 Grad liegen müssen, ist nach einer Stunde die Restfeuchtigkeit aus dem Ton verschwunden. Dann heisst es nochmals einfeuern und die Grube mit Heu und einer Schicht Asche zudecken. Wenn diese Deckschicht ganz luftdicht ist, werden die Gefässe tief schwarz. «Sachen, die ich noch nie gemacht habe, reizen mich», sagt Johannes Weiss. Und so wird er auch in Zukunft weiter tüfteln. Noch erarbeiten will er sich etwa das Geheimnis der marmorierten römischen Terra Sigillata.


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Kinder-Konzert mit Andrew Bond in der reformierten Kirche Hausen. > Seite 15

Auch im Knonauer Amt haben sich diverse Jugendgruppen für gute Zwecke engagiert. > Seite 19

Dienstag, 15. September 2015

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Moral gezeigt Der FCWB muss sich in Unterzahl mit einem Unentschieden zufrieden geben. > Seite 21

Stelldichein der regionalen Garagisten AutoShow auf dem Kronenplatz in Affoltern Der traditionelle Anlass auf dem Kronenplatz in Affoltern vom kommenden Samstag, 19. September, steht wiederum im Zeichen der persönlichen Mobilität und der Kommunikation mit den regionalen Garagisten, welche diesen Anlass erstmals in Eigenregie durchführen.

Ausstellung «Homo Solaris» im Gartencenter Guggenbühl. Von links: Guggenbühl-Inhaber Arthur Küng, Künstler Friedrich Sebastian Feichter und die beiden Kunstgalerie-Inhaber Peter Badertscher und Daniel Wahrenberger. (Bild Martin Platter)

«Sonnenmenschen» in Bonstetten Gartencenter Guggenbühl: «Homo Solaris» von Friedrich Feichter Leicht und kompakt zugleich erscheinen sie, die «Homo Solaris» des Südtiroler Künstlers Friedrich S. Feichter. Mit ihren feinen Gliedern ertasten sie den Boden. Irgendwie traumhaft, was kein Zufall ist. Dem Künstler erschienen sie im Schlaf. ................................................... von martin platter

Es ist eine gediegene Vernissage am Freitagabend im Gartencenter Guggenbühl. Schon von Weitem künden die auffälligen, drei Meter hohen Blumen-Skulpturen aus zusammengeschweissten Blechstücken die Ausstellung des Plastikers Friedrich Sebastian

Feichter an. Sie sind nur ein winzig kleiner Ausschnitt aus dem vielseitigen Schaffen des Südtiroler Künstlers. Im Inneren des Gartencenters werden die Besucherinnen und Besucher von zahlreichen «Homo Solaris» (Sonnenmenschen) in verschiedenen Grössen, Farben, Formen und Materialien begrüsst. Sie bestehen sie aus Lindenholz, Nussbaum, Aluminium oder Bronze, können bis zu mannshoch sein oder auch nur 15 Zentimeter gross als Tischdekoraktion. «Sie sind mir im Traum erschienen», erklärte deren Erschaffer anlässlich der Vernissage und führte die Besucher von Skulptur zu Skulptur. Auf den ersten Blick sehen sie ähnlich aus. Beim genauen Hinschauen erkennt man jedoch, dass jedes Stück ein Unikat aus der Hand des Meisters ist.

«Das macht das Schaffen von Friedrich Feichter so interessant», erklärt Daniel Wahrenberger von der gleichnamigen Kunstgalerie. Zusammen mit seinem Partner Peter Badertscher hat der Bonstetter die Ausstellung im Gartencenter Guggenbühl eingefädelt. «Wir arbeiten schon seit 18 Jahren mit Friedrich zusammen. Dennoch begeistert uns sein Werk stets aufs Neue», schwärmt Wahrenberger. Auch Guggenbühl-Inhaber Arthur Küng haben die variantenreichen Skulpturen auf Anhieb gefallen. So ist es zur Ausstellung gekommen, die noch bis zum 3. Oktober während der ordentlichen Öffnungszeiten des Gartencenters andauert. Weitere Informationen: gartencenter-guggi.ch, gallerywahrenberger.com, homosolaris.it

Auto-Interessierten wird die Gelegenheit geboten, Neuheiten und Trends des Auto-Herbstes in ihrer Region zu erleben. An der AutoShow auf dem Kronenplatz präsentieren die 11 regionalen Garagisten über 40 neue und aktuelle Modelle. Die Besucher erleben Fahrzeuge für jedes Budget und für alle Einsatzbereiche. Autos mit sportlicher Motorisierung, edlem Design und Komfort sind genauso vertreten wie ökologische Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten. Für die gewerbliche Nutzung bestens geeignet, wird ein Mini-Nutzfahrzeug auf dem Platz präsentiert.

Im Dialog mit den Auto-Interessierten Die AutoShow bietet den Besuchern die beste Möglichkeit, sich in kurzer Zeit ein Bild zu machen über die News und Trends der verschiedenen Marken. Für die regionalen Garagisten, welche diese Ausstellung erstmals gemeinsam organisieren, steht der Dialog mit den Autointeressierten als wichtige Zielsetzung im Vordergrund. Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit haben, ohne Hemmungen verschiedenste Garagisten zu besuchen und sich die Fahrzeuge in-

nen und aussen zeigen zu lassen und allenfalls auch eine Offerte vor Ort oder dann nach der Ausstellung zu erhalten. Für das leibliche Wohl der Gäste wird ein gemütliches Bistro mit kalten und warmen Getränken, Süssigkeiten und feinen Würsten vom Grill auf dem Ausstellungsplatz betrieben. Besucher dürfen auch an einem Wettbewerb teilnehmen und können Preise, gestiftet von Pirelli, Castrol und Avia (Huwyler Anhänger), gewinnen. Die ausstellenden Garagisten freuen sich, Interessierte an der AutoShow Affoltern am Samstag, 19. September, in Affoltern am Albis auf dem Kronenplatz zu begrüssen. Ein erlebnisreicher Auto-Tag ist garantiert. Die AutoShow ist von 9 Uhr bis 17 Uhr durchgehend besuchbar. (pd.)

Die Aussteller Audi-Garage G. Bürgisser, Merenschwand BMW Peter Winter GmbH, Zwillikon Corvette/Cadillac, Corvette Sportcar Center AG, Bonstetten DFSK, Garage Arnold AG, 5634 Merenschwand Ford/SsangYong, René Hächler AG, Obfelden Honda-Garage Walter Reichenbach, Hedingen Kia Mahler Automobile AG, 8912 Obfelden Opel/Suzuki, Garage E. Ruckstuhl, Affoltern Nissan-Garage Müller, Obfelden Seat, Autohaus Häcki AG, BaarSihlbrugg Volvo, Albin Herzog AG, Ottenbach.

Trainieren und entspannen im reuss-fit in Obfelden Eröffnung einer Wellness-Oase mit Sauna und Lounge an der Ottenbacherstrasse 23 Mit der Eröffnung eines Wellness-Bereichs samt Sauna sowie einer Lounge hat «reuss-fit» in Obfelden das Angebot abermals erweitert. Zur Eröffnung am Freitag kamen über 150 Mitglieder. «reuss-fit» wurde im Oktober 2013 an der Ottenbacherstrasse 23 in Obfelden eröffnet und verzeichnet seither stetigen Mitgliederzuwachs. Die Kundschaft stammt vorwiegend aus der Region sowie aus dem Kanton Aargau. Inhaber Jonas Rickli bekommt oft den gleichen Satz zu hören: «Du hast das schönste Fitnesscenter in der Region». Über solcherlei Komplimente freut er sich natürlich und betont, dass sein Team Wert legt auf eine individuelle Betreuung. Auf drei Etagen kann man an dem mondernsten Geräten an seiner Fitness feilen; in einem 180 Quadratmeter grossen Raum gibt es auch ein grossen Angebot an Gruppen-Lektionen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Rückenmuskulatur, wofür spe-

zielle, individuell einstellbare Geräte zur Verfügung stehen. Nach den Herbstferien startet reuss-fit mit einer Rückenstudie. Jonas Rickli: «Dabei geht es darum, den schmerzlindernden Effekt von unserem speziellen Rückentraining zu dokumentieren.» Das Angebot reicht im «reuss-fit» aber über die körperliche Ertüchtigung hinaus. So wird ein Ernährungsprogramm angeboten, insbesondere für übergewichtige Personen. Und mit der Eröffnung einer Wellness-Oase und einer Lounge wird das Augenmerk auch auf Erholung gerichtet. «Erholung und Regeneration gehören zu einem ausgewogenen Leben», sagt Jonas Rickli. Solche Erholungsphasen sind nun im «reuss-fit» im neu eröffneten Bereich möglich: Es gibt neben einer Terrasse eine Sauna mit Liegebereich/Ruhezone, ein Warm-Kalt-Becken und einen kleinen Kneipp-Bereich. Zum stressfreien Trainieren gehört im reuss-fit auch ein Kinderhütedienst, der für Mitglieder kostenlos ist. (-ter.)

Das reuss-fit-Team im neu eröffneten Wellnessbereich, von links: Cécile Etter, Leiterin Heidi Harms, Inhaber Jonas Rickli, Jasmin Marti, Manuela Obrecht und Dora Fischer. (Bild Werner Schneiter)


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Gewerbe

Dienstag, 15. September 2015

20 Jahre ideenreicher Küchenbau Ausstellung von Kilian Küchen in Cham Wie Küchen in den nächsten 20 Jahren aussehen werden, das zeigt sich am 19. und 20. September in der Ausstellung von Kilian Küchen in Cham. Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist über die letzten 20 Jahre ein zwölfköpfiges KMU gewachsen, das im Küchen-Um- und -Neubau Kunden in der ganzen Zentralschweiz begeistert. Das Berater-Team von Kilian Küchen sieht es als wichtigste Aufgabe, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden herauszuspüren. «Spüren» ist genau das richtige Wort, weil die Fachleute mit gezielten Fragen, viel Einfühlungsvermögen und kreativen Vorschlägen arbeiten. So können auch aus vagen Vorstellungen bereits verschiedene Möglichkeiten und Ideen aus dem Hut gezaubert werden. Zur Materialwahl betont Kilian Huwyler: «Arbeitsplatten sind das wichtigste Material-Element einer Küche. Hier gilt es das Bestmögliche aus Kratzfestigkeit, Pflegefreundlichkeit,

Optik, Haptik und Kosten zu finden.» Neben den bekannten Granit-Oberflächen gibt es heute ausgezeichnete Alternativen wie Dekton, Neolit, QuarzKomposit, Glas oder Chromstahl. All dies kann in der Ausstellung besichtigt und berührt werden, gleichzeitig zeigen sich die einzigartigen individuellen Vorteile. Ein anhaltender Trend im Küchenbau ist die optische Aufwertung einer Küche mit Rückwänden aus edlem Glas. Mit zeitlosen Farbmustern oder eigenen Fotomotiven wird die Küche zum ganz persönlichen Unikat. Neu können Glasrückwände sogar mit wechselndem farbigem Licht hinterleuchtet werden, was ein ganz spezielles Ambiente erzeugt. Auch wer gerade keine neue Küche benötigt, sollte die Demonstration des jüngsten Coups von V-ZUG nicht verpassen. Man erfährt unter anderem, wie die PowerPlus-Funktion des neuen Combi-Steam MSLQ jeden beliebigen Garvorgang beschleunigt. Begeisterung pur! Ein Besuch am Tag der offenen Tür lohnt sich auf jedem Fall. Mit etwas Glück lässt sich beim Gratis-Wettbewerb sogar ein feines Dinner für zwei Personen gewinnen. Kinder sind willkommen und werden im Spielzimmer betreut. (pd.)

Hippie-Mode: Lejla, Jasmin und Michelle. (Bilder Susanne Crimi)

Was ist angesagt im Herbst und Winter? Käppeli Mode in Muri lud letzten Samstag zur Modeschau Roger Huwiler, der Moderator der zwei Mal im Jahr stattfindenden Modeschau bei Käppeli Mode in Muri, kündigte bereits bei seinen Einführungsworten an: «Viel Mode mit ultimativem Wohlfühlcharakter»

Jubiläums-Anlass am Samstag und Sonntag, 19. und 20. September,

................................................... von susanne crimi

9 bis 17 Uhr bei Kilian Küchen, Hinterbergstrasse 9, 6330 Cham. Weitere Infos unter

Kilian Huwyler (links) im Beratungsgespräch. (Bild zvg.)

www.kilian-kuechen.ch.

Tom und Kilian – Styling-Mix prägt die neue Männermode.

Kleider, Jupes und Hosen in Strick oder Jersey, Mäntel in Hüllen- oder Oversize-Modellen führten die weiblichen Models Michelle, Jasmin und

Lejla von der Agentur Charly Werder charmant vor. Vieles davon in sanften, hellen Neutraltönen wie Sand, Altrosa und zartem Blau-grau. Eine kleine Zeitreise scheint bei der kommenden Frauenmode anzustehen – «back to the Sixties & Seventies!» Ein wenig Hippie- und Festivalstimmung kommt auf bei den angesagten Ponchos und Capes, bei Tüchern und Schlapphüten, Fransen und Leder. Coole Denims durchaus mit «Schlag» sind zu entdecken. Oberteile mit Fransen oder psychedelischen Mustern reihen sich ein ins Feeling der Jahre, die fast schon ein halbes Jahrhundert her sind.

Aber auch die körperbetonten Schnitte, schlichte und lässige Modelle in «Salz und Pfeffer», in Schwarz kombiniert mit Graunuancen oder auch mit den Komplementärfarben Rot und Azur. Dabei dürfen die Nuancen schwanken von Scharlachrot, über ein sattes Kirschrot bis zu «Marsala», einem tiefdunklen Weinrot. Auch blau ist nicht gleich blau – diesen Winter ist von mitternachtsblau über blaugrüne Wald- oder Seefarben, von türkis bis taubenblau alles auf der Palette. ................................................... > Mehr in der Modebeilage vom kommenden Freitag

Herbstzeit ist Erntezeit

Risiko für Osteoporose?

MoschtMüller lädt zum Herbstfest nach Bonstetten

Knochendichte-Messung in Hausen

Erntezeit bedeutet bei Müllers in Bonstetten vor allem, dass das geerntete Obst zu Süssmost, Suure Moscht, Essig und Chlöpfmoscht verarbeitet werden muss. Immer am Donnerstag wird das gesammelte Mostobst gewaschen, mit der Bandpresse auf dem Hofplatz gepresst, geklärt, ein paar Stunden später pasteurisiert und in die verschiedensten Gebinde abgefüllt. Ein kleiner Teil vom Apfelsaft geht als frischer Most ohne pasteurisieren an die Kunden. Am Mittwochabend herrscht ein Kommen und Gehen, Gartenbesitzer und Bauern bringen ihr Mostobst und

freuen sich auf den fertigen Most, den sie zwei Tage später abholen.

Alpkäse und Kunsthandwerk Am nächsten Sonntag, 20. September, am alljährlichen Herbstfest, lädt der MoschtMüller ein, das Pressen des Obstes mitzuerleben. Die Bandpresse ist in Betrieb, wie auch eine kleine Korbpresse, wo die Kinder mit eigener Muskelkraft Äpfel zu Saft pressen können. Alle werden sich gut unterhalten und einen schönen Herbsttag geniessen mit einer lüpfigen Musik, Spielen, Most in allen Varianten und feinem

Essen. Der Wettbewerb dreht sich diesmal ums Obst Trocknen, eine weitere Möglichkeit, den Erntesegen haltbar zu machen. An einigen Marktständen werden Alpkäse und Kunsthandwerk aus Holz, Beton, Pelz und Textiles angeboten, ein Drechsler und eine Klöpplerin sind sogar an ihrer Arbeit. Familie Müller und ihr Team freuen sich auf viele Besucher am Herbstfest und die reformierte Kirche lädt ein zum Erntedankgottesdienst am selben Ort. (pd.) Gottesdienst mit Apéro 10 bis 11.30, Herbstfest 11.30 bis 17 Uhr, Dorfstrasse 56, Bonstetten.

Vom 16. bis 19. September kann in der Drogerie Rütimann in Hausen am Albis die Knochendichte gemessen werden. Diese Messung informiert über den Knochenzustand und zeigt so, ob ein Risiko für Osteoporose besteht. Jeder Kunde erhält neben der Messung eine ausführliche Besprechung der Resultate. Warum soll die Knochendichte gemessen werden? Die einzige Möglichkeit einer frühen Erkennung der Osteoporose, also vor Auftreten von Frakturen, ist die Quantifizierung der Knochendichte. Knochendichtemessungen analysieren die Knochendichte des Skelettes und erlauben, belegt durch zahlreiche Studien, eine Risikoaussage für die Anfälligkeit von Knochenschwund. Schon die Verminderung der Knochendichte um 10 Prozent geht mit einer Verdoppelung des Frakturrisikos im Bereich der Wirbelsäule und mit einer Verdreifachung im Bereich des Oberschenkelhalses einher. Die Messung wird mit Ultraschall am Handgelenk durchgeführt und ist vollkommen beschwerde- und risikofrei.

Risikofaktoren und mögliche Ursachen von Osteoporose

Reger Andrang am Herbstfest bei MoschtMüllers. (Bild zvg.)

Osteoporose tritt auf, wenn die Knochen an Masse und Dichte verlieren. Dieser Verlust wird zum Teil durch die Verringerung von Calcium, Phosphor und anderen wichtigen Mineralien in den Knochen verursacht. Dadurch wird die Festigkeit der Knochen ver-

mindert und die innere Stützkonstruktion verliert an Substanz. Das gesamte Knochengerüst wird mit der Zeit schwach und porös. Während des gesamten Lebens wird die Knochensubstanz auf- bzw. abgebaut. Bei jüngeren Menschen wird neue Knochensubstanz schneller gebildet, als alte abgebaut, deshalb nimmt die Knochenmasse zu. Im Alter von 30 Jahren hat die Knochendichte bei den meisten Menschen ihren Höchstwert erreicht. Danach wird mehr Knochenmasse ab- als aufgebaut.

Gesunde Knochen: Calcium und Vitamin D spielen eine zentrale Rolle Früher war die Kalziumgabe die Standardbehandlung zur Knochenstärkung. Heute ist gesichert, dass Vitamin D3 mindestens ebenso massgeblich zur Erhaltung der Knochengesundheit beiträgt, denn es fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm, die Verteilung, wie auch den Einbau von Calcium in den Knochen. Ein Vitamin-D-Mangel kann auch zu Muskelschwäche, Störungen der Bewegungskoordination der Muskeln und somit zu einem höheren Sturzrisiko führen. Eine ausreichende Vitamin-DVersorgung ist deshalb nicht nur massgebend für gesunde Knochen, sondern auch unabdingbarer Bestandteil der OberschenkelhalsbruchProphylaxe. (pd.) Terminvereinbarung per Telefon oder direkt in der Drogerie wird empfohlen: Drogerie Rütimann, Telefon 044 764 06 68. Der Zeitbedarf beträgt 15 Minuten – eine Anmeldung ist erforderlich.


Gewerbe

Dienstag, 15. September 2015

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Bei Collection Kaenzig hat die Wintersaison begonnen Das Herrnmodegeschäft in Hedingen bis 30. September mit einer Saisoneröffnungsaktion Mit einem Rabatt von 20 Prozent auf alle Jeansmarken, befristet bis 30. September, startet das Hedinger Herrenmodegeschäft Collection Kaenzig in die Wintersaison. Hosen in wärmenden Winterqualitäten, edle Strickpullover, modisch dessinierte Hemden, leichte Daunen- und Steppjacken, Goretex-Jacken und wärmende Wolljacken: Das Sortiment bei Collection Kaenzig ist gross. «Jetzt ist der Moment, sich für den kommenden Winter einzudecken, da jetzt die Auswahl bei allen Artikeln am grössten ist», sagt Simone Mauro, die Collection Kaenzig zusammen mit Ehemann Mauro seit diesem Frühjahr führt. Im gleichen (Erfolgs-)Stil ihrer Eltern Sylvia und Joachim Feucht: mit kompetenter Beratung. Und mit einem Sortiment, das seinesgleichen sucht: Insgesamt finden sich im Fachgeschäft 4000 Hemden und 8000 Hosen. Vestons und Anzüge gibt es ins in 75 ver-

schiedenen Konfektionsgrössen, die Hosen in verschiedenen Schrittlängen. Die Kunden kommen aus der ganzen Schweiz nach Hedingen; Die Kaenzig-Kundenkartei umfasst inzwischen über 8000 Namen! Zum Start in die Wintersaison bietet Collection Kaenzig bis zum 30. September 20 Prozent Rabatt auf alle Jeansmarken. (pd.) Öffnungszeiten: Montag von 14 bis 18.30 Uhr; Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr; Samstag von 8 bis 16 Uhr.

Bietet eine grosse Auswahl und kompetente Beratung plus Rabatte zum Saisonauftakt: das Team von Collection Kaenzig. (Bild zvg.)

Amarone-Event mit Überraschungen

Weine aus dem Piemont und weitere Attraktionen

Wein-Festival in Mü’s Vinothek

Degustationsfest im Weinladen am Küferweg in Obfelden

Der Amarone gehört zu den ganz grossen Rotweinen Oberitaliens. Sein grosses Mirakel sind die Passito-Aromen, die bei der natürlichen Trocknung entstehen. Appassimento heisst dieses natürliche Antrocknen der Trauben; dabei werden im Geschmack aggressive Komponenten abgebaut – erhöht wird der Gehalt an geschmacklich interessanten Stoffen. Mit Namen wie Speri, Zenato, Viviani stehen drei Weine aus dem «Who is Who» des Amarone zur Verkostung bereit. Präsentiert werden Amarone der Jahrgänge 2009 und 2010 und als Krönung der 2008er Riserva von Sergio Zenato. Die Weine von Antonio Fattori aus Roncà tauchen auf internationalen Prämierungen immer öfter auf Spitzenplätzen auf. Notabene von Mü’s Vinothek entdeckt und auf den Schweizer Markt gebracht. Gezeigt werden der Amarone, Ripasso 2013 «Col di Bastia» sowie eine Reihe exzellenter Weissweine. Nun zu den Überraschungen; «Quintessentia» 2013 Bex Grand Cru,

Proben von Weinen aus dem Piemont, Musik, Verpflegung, ein Wettbewerb: Sm kommenden Samstag ist viel los am Küferweg. Ehrengast ist Enrico Rovero vom Weingut «Il Milin» im Piemont.

Ruedi Müller lädt ein. (Archivbild) Domaine du Montet und «Passerillé» 2011 Grillette Domaine de Cressier. Ein Waadtländer und ein Neuenburger Rotwein, vinifiziert nach der Amarone-Methode; hier kündigt sich eine Überraschung an. (pd.) Amarone- und Soave-Festival in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern. Donnerstag und Freitag, 17. und 18. September, 18 bis 20 Uhr sowie Samstag, 19. September, 10 bis 15 Uhr. Infos und Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.

Seit 27 Jahren hat die Weinhandlung am Küferweg Weine und Grappe von den Gebrüdern Rovero im Angebot. Viele Kundinnen und Kunden haben Claudio Rovero an Anlässen oder im Agriturismo in San Marzanotto persönlich kennen und schätzen gelernt. Mittlerweile hat sein Enkel Enrico Rovero nach dem Abschluss seiner Lern- und Wanderjahre die Verantwortung für die Vinifikation übernommen. Er hat in Alba Weinbau und Önologie und anschliessend in Piacenza Lebensmitteltechnologie studiert. Es folgten Engagements in Bordeaux, in Chile und bei Remelluri in der Rioja. Am Küferweg-Anlass wird Enrico Rovero neben seinem Paradewein, dem Barbera «Vigneto Gustin«, weitere Barberaweine sowie einen Sauvignon

und einen Brachetto vorstellen und natürlich auch Grappa-Proben von Roveros berühmter Brennerei offerieren. Zudem stehen Weine von weiteren Produzenten aus dem Piemont zur Degustation bereit, zum Beispiel der Moscato d’Asti und der schwefelfreie Extremo von Gianfranco Torelli. Neu bereichern ein Dolcetto, ein Nebbiolo, zwei klassiche Baroli Brezza sowie typische Weissweine und spezielle Rotweine aus der Region Gavi – aus der Tenuta San Pietro – das Sortiment der Weinhandlung am Küferweg. Gäste, die sich nach oder während dem Genuss flüssiger Köstlichkeiten auch kulinarisch verwöhnen möchten, dürfen die Zutaten zu einer Pizza selber zusammenstellen und im bereitstehenden Ofen backen. Und wer Wein- und Grappapreise gewinnen möchte, kann bei einem Wettbewerb über Fragen zum Familienbetrieb Rovero rätseln. Umrahmt wird das Degustationsfest am Küferweg mit Hits, Evergreens, Ohrwürmern und Lüpfigem

Ehrengast: Enrico Rovero vom Weingut «Il Milin» im Piemont. (Bild zvg.) vom Trio Swing Avenue. Der Sänger Jörg Guyan, der Pianist Benno Bernet und der Saxofonist Pius Baumgartner faszinieren ihr Publikum immer wieder aufs Neue! Alles gute Gründe, der Einladung von Myriam und Roland Bulliard zu folgen und dem Fest am Küferweg beizuwohnen! (pd.)

Gut essen und trinken, angereichert mit Unterhaltung Seit einem Jahr wirtet Esther Buchegger in der Hedinger «Krone» Gut essen und trinken, angereichert mit Unterhaltung: Die Hedinger «Krone», seit gut einem Jahr unter der Führung von Esther Buchegger, ist ein beliebter Treffpunkt geblieben. 2014 haben sich die Wirtsleute Mägi und Franz Gasche nach vielen Jahren von der «Krone» verabschiedet. Bei Nachfolgerin Esther Buchegger und ihrer Tochter Nadine bildet die Unterhaltung ebenalls einen wichtigne Eckpfeiler. Sie hat aber das Segment erweitert und damit auch neues Publikum angesprochen. Am 10. Oktober ist zum Beispiel Rock und Schlager Trumpf. Am 31. Oktober folgt mit dem Auftritt von Nico Brina ein veritables Highlight mit Elvis-Show und BoogieWoogie. Auf Brinas Einsatz am Klavier darf man besonders gespannt sein, denn er hält in Sache Anzahl Anschläge den aktuellen Weltrekord. Und am 5. Dezember treten die Schwarzwald-

Das «Krone»-Team, von links: Koch Fabian Hinze, die Wirtinnen Esther Buchegger und Tochter Nadine sowie Hannes Franke, der ab 1. Oktober in der Küche stehen wird. (Bild zvg.)

krainer auf, die schon bei den Gasches das Publikum begeistert haben. Im legndären «Krone»-Saal finden also nach wie vor viele Anlässe statt, nicht ausschliesslich solche mit musikalischer Unterhaltung. «Wir haben bei uns Generalversammlungen, Firmen- und Clubessen sowie private Anlässe», sagt Esther Buchegger, die auch immer Saisongerechtes anbietet wie jetzt, in der WildZeit. Auch im übrigen kulinarischen Bereich hat sich einiges getan. Seit

Ende der Sommerferien bietet die «Krone» eine Grillkarte mit fast ausschliesslich einheimischem Fleisch zu fairen Preisen an, darunter auch selbstgemachte Hamburger und Cheeseburger – Gerichte, die auch ein jüngeres Publikum in die «Krone» locken. Ab Oktober können Gäste über Mittag ein Tagesmenü oder Fleisch von der Grillkarte ordern. Bei Geburtstagskindern wartet die «Krone» mit einer besondere Geste auf: Feiert ein Gast Geburtstag, so wird ihm mit einem Willkommensdrink und einem Gratis-Essen à la carte gratuliert. Verjüngt hat sich auch das Küchenteam. Heinz Gamper, der langjährige Koch, hat den Landgasthof Ende Juli auf eigenen Wunsch verlassen. Seit November 2014 steht Fabian Hinze in der Küche, zu dem sich ab 1. Oktober mit Hannes Franke eine weiterre Kraft gesellt. (-ter.) Weitere Informationen: www.krone-hedingen.ch


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Veranstaltungen

Dienstag, 15. September 2015

erlebnisse

Selber pressen und gleich probieren Im Senevita Obstgarten wird am kommenden Freitag der Tag des Apfels gefeiert

Organisatoren von links: Andreas, Otto und Hansruedi Steinmann. (Bild zvg.)

Vom Domleschg ins Sarganserland Das Sommerprogramm von «Erlebnisse» wird am Sonntag, 4. Oktober, mit einer schönen Rad-Tour entlang des Rheins von Thusis – Ems – Chur nach Sargans abgeschlossen – auf guten Radwegen und durch eine schöne Region. In Abänderung des Jahresprogrammes beginnt die Oktober-Rad-Tour im Kanton Graubünden in Thusis und führt vorbei an Chur in den Kanton St. Gallen nach Sargans. Die Anreise nach Thusis ist mit der SBB und ab Chur mit der RhB. In Thusis stehen bei unserer Ankunft unsere Zweiräder bereits abfahrtsbereit, denn Ernst Bänz und Edith Schlienger haben die am Samstagnachmittag verladenen Räder mit einem Spezialtransport nach Thusis gebracht. Die Route führt dann zuerst auf der linken Tal- bzw. Flussseite talauswärts. In Rothenbrunnen wird dann die Talseite gewechselt und die Gruppe fährt dann weiter auf dem «Polenweg». Es folgt ein kleiner Aufstieg und kurz später dann die Abfahrt in Richtung Domat/Ems. Wir fahren am Dorfrand von Ems weiter nach Chur und dort durchs Rheinquartier nach Haldenstein.

Radweg entlang des Rheins Nach einem feinen Mittagessen in Haldenstein geht die Fahrt weiter zuerst nach Zizers und dann nach Landquart. Beim Bahnhof Landquart überquert die Route die Autobahn und man fährt auf den Radweg, welcher sich auf dem Rheindamm befindet. Vorbei an der Autobahnraststätte Heidiland wird in der Region Fläsch die Rheinseite gewechselt und dem Radweg entlang des Rheins bis nach Sargans gefolgt. Die Route, die sehr schön und als leicht einzustufen ist, ist zirka. 60 km lang und führt fast ausschliesslich auf spezielle Radwege. Wie es schon Tradition ist, übernimmt die Firma Walo Rüegg bzw. Elmar Spirig die technische Unterstützung unterwegs. Otto Steinmann Anmelden bis 20. September an: Erlebnisse, Otto Steinmann, Postfach 265, 8910 Affoltern oder Telefon 079 318 80 08, otto@erlebnisse.ch, www.erlebnisse.ch.

Im «Senevita Obstgarten» wird am 18. September der internationale Tag des Apfels gefeiert. Jung und Alt sind eingeladen, beim Mosten von Hand mitzumachen, das Mittagsmenü «rund um den Apfel» zu geniessen und den ersten Apfelbaum auf dem ehemaligen OVA-Areal zu pflanzen.

«Wir bringen eine kleine Handpresse mit, die auch von Kindern bedient werden kann. Ich bringe zahlreiche, unterschiedliche Birnen und Äpfel mit, damit die Besucherinnen und Besucher die ganze Vielfalt des Mostes in der eigenen Kehle erfahren können», erklärt der Hochstammobst-Pionier Hans-Peter Hediger, der für das live Mosten das eigene Bio-Hochstammobst mitbringt und ergänzt: «Unter anderen werde ich Usteräpfel, süsse Schnitzäpfel, die früher zur Metzgete serviert wurden, mitbringen, zudem

Dass Senevita den internationalen Tag des Apfels feiert, hat historischen Hintergrund, steht doch der «Obstgarten» dort, wo früher die Obstverwertungsanlage OVA stand. «Es geht darum, den einheimischen Früchten Rechnung zu tragen», streicht die Leiterin der Senevita, Andrea Wanner, heraus. Deshalb gibt es als Mittagsmenu Kreatives «rund um den Apfel» und um 15 Uhr pflanzen die Besuchenden gemeinsam den ersten Apfelbaum auf dem OVA-Areal. Tag des Apfels im Senevita Obstgarten, Obstgarten-

Hans-Peter und Esther Hediger werden kommenden Freitag im Senevita Obstgarten mit den Besuchern von Hand Most pressen. (Bild Salomon Schneider)

strasse 9, 8910 Affoltern: Freitag, 18. September, von 10 bis 17 Uhr.

buch-tipp

Konzert ohne Dichter ................................................... von gianina caviezel, bibliothek ottenbach Klaus Modick ist mit seinem neusten Roman «Konzert ohne Dichter» ein kleines Meisterstück über das künstlerische Schaffen gelungen. Das Buch ist geistsprühend, dicht beleuchtet Gianina Caviezel. und grosse Themen des (Bilder zvg.) menschlichen Seins wie Schöpfertum, Ethik und Verantwortung. Gleichzeitig beschreibt Klaus Modick auf zart-lyrische Weise eine Kunstszene, die Anfang des letzten Jahrhunderts ihre Blüten – im wahrsten Sinne des Wortes – trieb: den Jugendstil. Einer der bekanntesten deutschen Künstler des Jugendstils war der Maler, Grafiker und Architekt Heinrich Vogeler. Er ist der Protagonist und im Zentrum des Romans steht das berühmte Worpsweder Gemälde «Sommerabend auf dem Barkenhoff» oder «Das Konzert». Nach fünf Jahren Arbeit reist Heinrich Vogeler zur Preisverleihung der «Goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft» nach Oldenburg. Zeitgleich zu seinem öffentlichen Erfolg erlebt er innerlich sein Scheitern. Er kämpft mit seinem künstlerischen

in der Region Affoltern am Samstag, 5. Dezember. Anmeldetermin: 1. Dezember.

Natur-Wunderwelt unter der Binokularlupe Was krabbelt in Tümpel und Weiher? Welche Frucht ist das? Die Stiftung Reusstal lädt am Sonntag, 20. September, zum genauen Hinschauen ein. Erst bei entsprechender Vergrösserung unter der Binokularlupe zeigen nämlich Kleintiere aus dem Wasser sowie Früchte und Samen verschiedener Pflanzen ihre vollendeten Formen und Gestalten. Unter Anleitung und mithilfe guter optischer Geräte lässt sich so eine kleine Natur-Wunderwelt entdecken. (pd.)

Rottenschwil. Infos unter www.stiftung-reusstal.ch.

Das OVA-Areal und das Obst

................................................... von salomon schneider

Nächster Anlass: Winterliche Abendwanderung

Sonntag, 20. September, 13 bis 17 Uhr, Zieglerhaus

Berner Rosen, süss-saure Äpfel, mit leichtem Rosenduft, Islibirnen, Einmachbirnen, die sich auch zum frisch Essen eignen, Gelbmöstler, die besten Mostbirnen, die jedoch Feuerbrand-anfällig sind und viele mehr.» Zudem können alle Produkte von Hans-Peter Hediger degustiert werden.

«Konzert ohne Dichter» von Klaus Modick. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2015. ISBN 978-3-462-04741-7.

Selbstwert, ahnt, dass seine Kunst der gängigen Mode entspricht, ohne sich mit den anbahnenden gesellschaftlichen und politischen Themen zu beschäftigen: floral, dekorativ mit Ornamenten verschnörkelt stellt er Idyllen dar. Der Erfolg fliegt ihm nur so zu, er bedient Kunstmäzene wie Galeristen von Wien bis Paris. Die «Worpsweder» Künstlerkolonie, ein Treffpunkt verschiedenster Künstler, ist jedoch bereits wieder im Auflösen begriffen. Vogelers Ehe kriselt. Und schliesslich zerbricht die fragile Freundschaft mit dem jungen Dichter Rainer Maria Rilke, einem ebenso egozentrischen wie empfindsamen jungen Mann. Der begnadete Dichter ordnet alles, wirklich alles seinem Werk unter. Er unterhält eine dramatische Dreiecksbeziehung mit Carla Westhoff, seiner späteren Ehefrau, und der bekannten Malerin Paula Modersohn-Becker.

Glück, Liebe und Freundschaft als Preis für Erfolg und Ruhm Modick lässt seinen Protagonisten Vogeler beschreiben, wie persönliches Glück, Liebe und Freundschaft als Preis für den Aufstieg am Künstlerhimmel, für Erfolg und Ruhm bezahlt wird. Was Vogeler und Rilke zueinander führte, welchen Anteil die Frauen daran hatten, die Kunst, das Geld, die Mäzene, denen die Seele verkauft wird, lässt der Autor Heinrich Vogeler auf seiner Reise zur Preisverleihung reflektieren. Sein Gemälde «Das Konzert» dient ihm dazu als Betrachtungsgrundlage einer Momentaufnahme der sich auflösenden Jugendstilidylle: dargestellt sind seine Frau Martha, den Blick einsam in die Ferne schweifend, die Künstlerinnen Carla Westhoff sowie Paula Modersohn und Vogeler selbst, versteckt hinter dem Ensemble. Nur einer fehlt: Rilke. Und dies, man ahnt es, nicht ohne Grund. Der Roman beruht auf Tagebüchern, Briefen und Aufzeichnungen aus den Werken Rilkes wie auch den fragmentarischen Lebenserinnerungen Heinrich Vogelers. Klaus Modick zeichnet auf einfühlsame Weise ein Bild des Zeitgeistes einer Gesellschaft, die sich nach Idylle einerseits und Tiefe andererseits sehnt. Die atmosphärisch dichte, teilweise poetische Sprache zieht den Leser in seinen Bann und hinterlässt einen nachhaltigen Gesamteindruck, nicht nur bei Kunstfreunden.

Geschichten zwischen Orient und Okziden Amalia und Werner van Gent in Affoltern Das Journalisten-Paar Amalia und Werner van Gent berichtet in der Affoltemer Buchhandlung Scheidegger von seinen Büchern, Erfahrungen und Reisen rund um den Ararat. Dass Journalistinnen und Journalisten Bücher schreiben, ist nicht ungewöhnlich. Eher ungewöhnlich ist, wenn sie nebenbei auch noch einen Verlag gründen, um diese und andere Bücher herauszugeben. Genau das haben Amalia van Gent (ehemals NZZ-Korrespondentin in der Türkei) und ihr Ehemann Werner van Gent (Radio und Fernsehen SRF) getan. Die beiden erzählen, wieso sie die verlegerische Tätigkeit, aber auch das Organisieren von Spezialreisen in die Region um

Amalia van Gent.

den Ararat, Iran und der Seidenstrasse als wichtige Fortsetzung ihrer journalistischen Tätigkeit betrachten. Im Zentrum steht das soeben im Wettinger Kolchis Verlag erschienene Buch «Den Ararat vor Augen – Leben in Armenien» von Amalia van Gent und Christina Leumann. Die Gewal-orgie im Krieg um Bergkarabach kommt eingehend zur Sprache, ebenso der Genozid an den Armeniern des Osmanischen Reiches vor genau 100 Jahren. Zu hören sind interessante, nachdenkliche und fesselnde Geschichten aus dem Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident, präsentiert von zwei bekannten Persönlichkeiten. (pd.) Dienstag, 22. September, 20 Uhr, Buchhandlung Scheidegger. Eintritt 25 Franken, Reservierung empfohlen.

Werner van Gent. (Bilder zvg.)

Ein Knonauer im «Kunstfokus» In den vergangenen Jahren hat sich die Institution Kunstfokus in Zürich mit der Vermittlung zeitgenössischer Kunst einen Namen gemacht. An den Tagen der offenen Tür werden vom 18. bis zum 20. September unter anderem auch Bilder von Matthias Studer ge-

zeigt. «Am Samstag und Sonntag werde ich jeweils von 15 bis 18 Uhr anwesend sein», so der Knonauer Fotograf. Ein Besuch lohnt sich! (pd.) 18. bis zum 20. September, 15 bis 20 Uhr, Kunstfokus, Kleinstrasse 16, 8008 Zürich.


Veranstaltungen

Dienstag, 15. September 2015

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Auch Überraschungen sind inklusive Andrew Bond singt für Das Comedy-Duo «Sutter-Pfändler» kommt nach Mettmenstetten Kirchturm-Sanierung Mit dem Comedy-Programm «All Inklusive» feierten «SutterPfändler», bekannt als TV-Kultbauern «Hösli & Sturzenegger», eine erfolgreiche Schweizer Premiere am Arosa Humorfestival. Ihre Tour durch die Schweiz führt sie am 25. September auch in den «Rössli»-Saal.

Kinder-Konzert in der ref. Kirche Hausen Am Sonntag, 27. September, tritt Andrew Bond um 14 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis auf.

«All Inklusive» ist bereits das fünfte abendfüllende Bühnenprogramm von «Sutter-Pfändler» und somit ein kleines Jubiläum. Es beinhaltet alles, was die beiden mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Komiker drauf haben: Stand-up-Nummern à gogo, Parodien der Schweizer Cervelat-Prominenz à discrétion, mit Gags gespickte MusikEinlagen. Zuschauer und Presse finden: «das Beste, was ‹Sutter-Pfändler› je gezeigt haben.»

«Muntermacher der Nation» «Sutter-Pfändler» sind erfahrene Unterhalter und zählen seit Jahren zur Topliga der Schweizer Comedyszene. Originalität, Spritzigkeit und Themenwahl suchen ihresgleichen und das macht die «Muntermacher der Nation» so unverwechselbar. Aufgrund der grossen Nachfrage mussten bereits zahlreiche Zusatzvorstellungen angesagt werden. Bereits 45-mal haben sie

«Sutter-Pfändler» als TV-Kultbauern «Hösli & Sturzenegger». (Bild zvg.) das Programm nun aufgeführt und Zuschauer wie auch Fachleute sind gleichermassen begeistert. Übrigens: Bei «All Inklusive» ist wirklich alles inklusive – auch Überraschungen! Sutter-Pfändler werden ihr Publikum zum Staunen und Lachen

bringen. Eines allerdings bleibt sich auch in der neusten Show gleich: Es wird wieder sehr viel Spass machen! 25. September, 20 Uhr, «Rössli»-Saal, Mettmenstetten. Tickets und weitere Infos unter www.sutter-pfändler.ch oder Tel. 056 493 32 42.

Mit über 600 000 verkauften Tonträgern zählt Andrew Bond zu den erfolgreichsten Kinderliedermachern und Musikern der Schweiz. Aus den meisten Familienstuben, Kindergärten und Schulzimmern der Deutschschweiz sind seine einfühlsam getexteten und melodiösen Kompositionen heute nicht mehr wegzudenken. Entsprechend haben sich einige seiner CDs wie «Zimetschtern han i gern», «Suneschtraal tanz emaal» oder auch «Mitsing-Wienacht» zu wahren Klassikern entwickelt. Besonders auffällig an seinen Konzerten sind die Kinder in den ersten Reihen direkt vor der Bühne, die mit grossen und strahlenden Augen die Lieder Wort für Wort mitsingen. Trotz voller Konzertagenda hat Bond zugesagt, in Hausen ein Konzert zu geben. Hinter der Veranstaltung steht die Sammelaktion zur Sanierung des Kirchturms. So wird mit jedem gekauften Ticket ein Fünfliber für die Renovation gespendet. Tickets können bei der Drogerie Rütimann in Hausen bezogen werden.

Andrew Bond. (Bild zvg.) Die Türen der Kirche werden um 13.30 Uhr geöffnet. Nach dem Konzert sind alle eingeladen, noch ein bisschen zu verweilen und zu plaudern. Kaffee und Kuchen stehen zum Verkauf bereit und die Kinder erhalten gratis Wasser und Sirup. Konzertbesucher, die mit dem Auto anreisen, werden gebeten, den Parkplatz Chratz zu benützen. (pd.)

Zeitreise durch die Geschichte der Filmmusik «Song Factory in Concert» mit dem GemischtenChor in Affoltern Nicht wie irrtümlich gemeldet in Dietlikon, sondern in der reformierten Kirche in Affoltern, führt der GemischteChor sein diesjähriges Konzert durch.

Tolle Unterhaltung mit Conni Stüssi und Judith Widmer vom Fahrwek.ö! (Bild zvg.)

Putzfrau Luise und der Postkutschenraub

Seit einiger Zeit proben die Sängerinnen und Sänger des GemischtenChores unter der Leitung des Dirigenten Christoph Schönenberger mit grossem Einsatz die ausgewählten Lieder ein. Das Programm verspricht eine Zeitreise durch die Geschichte der Filmmusik. Am 26. und 27. September 2015 bietet sich die Möglichkeit den GemischtenChor zusammen mit dem Cäcilienchor Wallisellen, Dietlikon Wangen Brüttisellen auf der Bühne zu erleben. Zusammen werden ca. 80 Sängerinnen und Sänger alles geben, um mit ihren Liedern zu verzaubern.

Bereit für sein Konzertpublikum: der GemischteChor Affoltern. (Bild zvg.)

Spektakel auf dem Marktplatz, Affoltern Mit «Putzfrau Luise und der Postkutschenraub» startet Kultur für Kinder, das gemeinsame Programm der Kulturkommission KulturAffoltern, dem Kellertheater LaMarotte, dem Familienzentrum und der Regionalbibliothek, am Sonntag, 27. September, auf dem Marktplatz in die neue Saison. Das Spektakel beginnt um 17 Uhr. Putzfrau Luise, gespielt von Conni Stüssi, putzt nicht gerne. Aber die Geschichten, die sie dabei erlebt, die liebt sie. Neulich war sie in Amerika – als Putzfrau in einem Wild-West-Museum. Im Wilden Westen begegnet sie der wirklich gefährlichen und mutigen Jenny Johnson (Judith Widmer). Etwas wortkarg ist diese WesternDame. Doch wofür braucht es in der einsamen Prärielandschaft viele Worte: kühle Nerven, schnelle Beine und Musik sind da viel wichtiger. Keine Nacht vergeht, und schon steckt Putzfrau Luise zusammen mit

Jenny Johnson mitten in einem Postkutschenraub. Das Abenteuer beginnt: das Pferd schnaubt, der Colt raucht, das Lasso schwingt. Luise ist keine Heldin, keine Kämpferin und kein Star. Doch von Autoritäten lässt sie sich nicht einschüchtern. Ihre Zuversicht, dass immer alles gut kommt, lässt sie unbeschadet durch die grössten Abenteuer reisen.

Mit Musik, Witz und Magie Putzfrau Luise, unterwegs mit ihrer rasenden Kiste, dem Akkordeon, einer guten Portion Witz und immer mal wieder einer Zauberei aus ihrer Tasche, beglückt alle, Kinder und Kindsköpfe ab 4 Jahren. Putzfrau Luise und KulturAffoltern freuen sich auf regen Besuch am Sonntag, 27. September, auf dem Marktplatz, bei schlechtem Wetter unter dem Kasino-Vordach. Die Vorstellung beginnt um 17 Uhr. Das Märtkafi ist ab 16.30 Uhr geöffnet. Ticketreservierung ist nicht möglich. (pd.) Infos: www.kulturaffoltern.ch.

«Die Spreu vom Weizen trennen» Erntedank-Gottesdienst in Aeugst Erntedank-Gottesdienst am «Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag»- Sonntag, 20. September, um 10 Uhr in Aeugst. Es ist die Zeit der Ernte – in den Gärten, auf den Feldern, aber auch im Leben erntet man im Laufe eines Jahres so manches. Doch wie geht man um damit? Was braucht es davon wirklich zum Leben? Was kommt in die Scheunen und wovon wäre es vielleicht sogar besser, sich zu trennen? Gerade das Trennen von Unbrauchbarem oder Überlebtem fällt oft schwer. Da wird Vieles mitgeschleppt, was gar nicht nötig ist zum Leben. Doch erst die «Spreu vom Weizen» zu trennen, ist Voraussetzung für «gutes Mehl und feines Brot». Das Trennen ermöglicht saubere Klarheit – und macht Platz. In der «leeren Scheu-

Zeit der Ernte. (Bild zvg.) ne» ist Raum für Neues. Und spirituell heisst das schlicht: «Meine Aufgabe ist es, Platz zu schaffen, dass Gott kommen kann.» (S. Kierkegaard) Die Landfrauen von Aeugst und Aeugstertal schmücken die Kirche mit Blumen, Obst, Gemüse und Getreide – sichtbarer Ausdruck der Ernte – und

laden im Anschluss an den Gottesdienst zum Apéro ein. Bis Samstagabend, 19. September, 19 Uhr, können Erntegaben in der Aeugster Kirche abgegeben werden, die später dem Götschihof zukommen. Pfarrerin Bettina Stephan


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Vermischtes

Dienstag, 15. September 2015

Die Ü60er des Ski-Clubs Bonstetten auf Wasserskis!? Die 30 Personen grosse Truppe ging bei ihrem monatlichen Ausflug ins autofreie Quinten am Walensee Um neun Uhr, bei schönstem Herbstwetter starteten sie gemütlich und aufgestellt wie immer, mit dem Zug nach Zürich. Wie anspruchsvoll es ist, mit 30 motivierten und dauernd in Gespräche vertieften Ü60ern umzusteigen, zeigte sich einmal mehr. Für die Reiseleiter war es eine Herausforderung, mit sieben Mal Umsteigen die ganze Mannschaft ohne Verlust zusammenhalten zu können. Von Zürich ging es weiter mit dem öV nach Ziegelbrücke. Die Fortsetzung erfolgte mit dem Bus zum Walensee nach Wesen. In Wesen erzählte der Ortskundige in der Reisegruppe die Geschichte von der Verbundenheit des Walensees mit dem Zürichsee. Der Walensee dient als Wasserzulieferer des Zürichsees. Die alten Hochwassergeschichten bis zum Bau des Linth Kanals. Der nächste Umstieg erfolgte dieses Mal auf das Schiff, welches sie nach einer schönen Seerundfahrt ins autofreie Quinten führte. Quinten liegt am Südhang der Churfirsten, direkt am See, man nennt es die «Riviera der Ostschweiz».

Hier wachsen nicht nur ein hervorragender Wein, sondern auch Kiwis und Feigen. Das malerische Dorf ist nur mit dem Schiff erreichbar! Die Südlage unter den steilen Südwänden der Churfirsten beschert dem Ort ein sehr mildes Klima. Mit 60 Einwohnern eines der kleinsten Dörfer in der Schweiz. In Quinten angekommen, wurden sie im Seerestaurant Seehus herzlich empfangen. Das Mittagessen konnte in allen möglichen Varianten eingenommen werden. Spezialität war natürlich Fisch, direkt aus dem Walensee. Nach einem ausgiebigen Dessert und Kaffee ging es zum gemütlichen Teil. Die Sehenswürdigkeiten von Quinten wurden erst in einem Vortrag erwähnt, ehe sie am Nachmittag besucht werden konnten.

Besichtigung mit Spaziergang oder doch die gemütliche Variante? Zur individuellen Gestaltung des restlichen Nachmittags boten sich verschiedene Möglichkeiten: Besichti-

Die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten hatten auch ohne Wasserskis jede Menge Spass. (Bild zvg.) gung des interessanten malerischen Dorfes Quinten, etwa die SchnitzereiWerkstatt, verbunden mit einem Spaziergang durch den Rebberg, dem See entlang, oder die gemütliche Variante: Jassen, Beine hängen lassen und die traumhafte Aussicht auf der schönen Terrasse geniessen. Die Wassertempe-

ratur im Walensee liess es leider nicht zu, das Wasserskifahren ohne Neoprenanzug durchzuführen. Da keine Neoprenanzüge vorhanden waren, musste das Projekt leider abgesagt werden. Um 16 Uhr war für alle Treffpunkt beim Schiffsteg. Es war spannend, von

den verschiedenen Nachmittagserlebnissen zu hören. So ging es aufgestellt und mit einer gesunden Müdigkeit auf die Heimreise. Walti Mätzler Nächste Anlässe: Oktoberfest auf dem Bauschänzli und der Zibelemärit in Bern. Jahresprogramm, Infos und Fotos unter ue60.scbonstetten.ch/.

Wo Wasserschildkröten sich sonnen und Boote über Land ziehen Kappeler, Uerzliker und Hauptiker am Rheinfall

Der Damenturnverein war auf dem Ausflug bester Laune. (Bild zvg.)

Auf den St. Chrischona bei Basel Ausflug des Damenturnvereins Stallikon Der Damenturnverein Stallikon unternahm einen Tagesausflug in den Raum Basel. Um halb sieben starteten 20 gut gelaunte Frauen mit dem Postauto Richtung Zürich. Nach der Ankunft in Basel Badischer Bahnhof marschierte die ganze Gruppe dem Fluss Wiese entlang. Anschliessend nahmen die Sportlichen den Aufstieg auf den St. Chrischona unter die Füsse, während die Gemütlichen den Bus nahmen. Im Bergrestaurant genossen alle zusammen das Mittagessen im lauschigen Garten unter Linden. Von dort

bot sich eine herrliche Aussicht: ein Rundblick über Jura und die Alpen. Frisch gestärkt ging es weiter, der Landesgrenze entlang bis nach Riehen. Die «Unermüdlichen» zu Fuss, die Gemütlichen mit dem Bus. Auch ein kurzer Regenguss war schnell vergessen. Beim Aussichtspunkt Hornfelsen bewunderte die Gruppe den Blick auf das Rheinknie und Basel. Nach steilem Abstieg ging es in bester Laune nach einem gelungenen Tag wieder nach Stallikon zurück. (ET/sals) Nähere Infos über die Trainings- und Vereinstätigkeiten unter www.dtv-stallikon.ch

Wenn Gemeinderätin Rosmarie Gantenbein einmal jährlich die Senioren zu einem Ausflug einlädt, kommen sie in Scharen. Letztmals waren es am Dienstag, 8. September, 64 Personen. Am Mittag wurden die Senioren aus Kappel, Uerzlikon und Hauptikon von den Gemeindeoberen empfangen und per Bus nach Winterthur gefahren, zum traditionellen Nachmittags-Kaffee mit Kuchen. Später am Rheinfall liess sich dann die Gesellschaft in zwei Booten verfrachten und an den Rheinfall heranführen, wo die Gischt sich erbarmungslos über Einzelne im Boot ergoss. Nass werden tut zwar nicht weh, aber die Überraschung war gelungen. Dem Rhein entlang ging es dann flussabwärts, wo der Bootsführer in der herrlichen Stille des Rheines auf Ungewöhnliches aufmerksam macht: Auf umgekippten Baumstämmen knapp über dem Wasserspiegel sonnten sich Wasserschildkröten, vermutlich Chinesische Streifenschildkröten, die sich zwar wohlfühlen, sich aber aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht fortpflanzen können. Ausgesetzt, ausgebüxt? Als Asylanten haben sie jetzt Wohnrecht am Rheinufer.

Die Senioren geniessen die Fahrt im Boot. (Bild zvg.) Über Land gezogen und wieder eingewassert Die nächste Überraschung kam beim Wehr vor der Rheinauer Aue, wo die Boote am Wehr vorbei über Land gezogen und wieder eingewassert wurden. Bald kam Kloster Rheinau in Sicht und liess seine wunderbaren Kirchtürme in der Sonne glänzen. Auf der Musikinsel stiegen die Senioren aus, bewunderten die Kirche – auch von innen –

und schon gings wieder weiter nach Kaiserstuhl, wo ein feines Znacht eingenommen werden durfte. Der Gemeindepräsident, Kurt Bär, nutzte die Gelegenheit, die Gemeinde über den unerfreulichen Fortgang des Schulhaus-Neubaues zu informieren und dann gings zurück über den berüchtigten Veloberg, den Siglisdorfer – ohne Schweiss zu verlieren. Bruno Vogel

90 Personen an der Seniorenreise von Hausen nach Sachseln Immer mehr Damen und Herren nehmen teil an der Hausemer Seniorenreise. Sie führte diesmal am 9. September nach Sachseln, in die Nähe des Geburtsortes von Niklaus von Flüe und dann über den Glaubenberg und Ebikon zurück nach Hausen. Die Abfahrt war auf halb zehn Uhr festgelegt und pünktlich trafen alle Teilnehmer, auch die von Türlen, Heisch und Ebertswil, auf dem Löwenplatz in Hausen ein. Mit zwei Bussen ging es Richtung Zugersee, die Autobahn wurde bewusst weggelassen, denn man wollte, dass sich alle bei gemütlichem Tempo an der jeweiligen Gegend erfreuen konnten. Vielleicht kam manchem Senior in den Sinn, was einst Goethe sagte: «Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf

Die Senioren von Hausen vor dem Restaurant Trumpf Buur in Ebikon. (Bild zvg.) Reisen.» Schliesslich hatte Goethe ja einst auf seinem Weg nach Italien in Zug übernachtet. Seine Reisegeschwindigkeit aus heutiger Sicht war sicher recht langsam und so wird man eben gebildet. Via Arth und Küssnacht erreichte man Luzern, die Stadt der etlichen Ra-

darfallen. Da Radarfallen bekanntlich blitzen, trägt Luzern zu Recht immer noch den zusätzlichen Namen Leuchtenstadt, etwas das viele Autofahrer wahrscheinlich nicht wissen. Diese Bezeichnung stammt eigentlich von dem dort im 8. Jahrhundert gegründeten Kloster, das den Namen «Luceria» trug

und aus dem die erste Siedlung entstand. Gegen 12 Uhr erreichte man das Reiseziel Sachseln und die ganze Gesellschaft wurde im Hotel Kreuz mit einem feinen Mahl verwöhnt. Selbstverständlich war auch Niklaus von Flüe ein Gesprächsthema, denn dank

seinem Rat und Zuspruch fand die Tagsatzung zu Stans einen glücklichen Abschluss. Ein bitterer Bruderkrieg zwischen den acht alten Orten konnte verhindert werden. Zum Abschied von Sachseln blies der Veteran Christian vor dem Restaurant mit seinem Alphorn einige sanfte Melodien. Es folgte dann eine lange Fahrt via Glaubenberg nach Wolhusen und Ebikon, wo im Restaurant Trumpf Buur das traditionelle «Zabig» nämlich Kaffee und Kuchen serviert wurde. Mit etwas Verspätung, bedingt durch den enormen Verkehr auf dem Heimweg, kamen alle wieder wohlbehalten in Hausen und Umgebung an. Es war eine Tour auf der man viel Reizvolles entdecken konnte und zugleich wurden die zwischenmenschlichen Beziehungen gepflegt. Alle freuen sich auf die nächste Seniorenreise 2016. Hanspeter Zürcher


vermischtes

Jubel zum Start der Aktion 72 Stunden bei der Jubla Säuliamt. (Bild sals.)

72 Stunden Abenteuer für die Allgemeinheit Aktion 72 Stunden auch im Säuliamt Andern etwas Gutes zu tun, darum geht es in der Aktion 72 Stunden. Auch im Knonauer Amt haben sich diverse Jugendgruppen daran beteiligt. 72 Stunden lang haben schweizweit rund 28 000 Kinder und Jugendliche für den guten Zweck gehämmert, gebacken, gestaltet und gelacht. Auch im Knonauer Amt waren überall Kinder und Jugendliche in den markanten orangen T-Shirts auszumachen. In Bonstetten etwa haben die Pfadi Albis und Felsenegg sowie der Cevi Bonstetten Hedingen auf Bestellung gebacken. Unterstützung bekamen sie von den Bäckereien Pfyl in Hedingen und Betschart in Bonstetten. Die Cevianer seien auch in der Landwirtschaft aktiv gewesen, verrät Abteilungsleiter Matthias «Hubble» Bächler. So haben sie Holz gespaltet und Kisten gereinigt, Kartoffeln geerntet und Kürbisse gewogen. Weiter halfen sie bei der Bewirtschaftung von Wald und beim Rückschnitt von Sträuchern. Den gesellschaftlichen Höhepunkt bildete die Cevi-Chilbi vom Sonntagnachmittag mit einem Geländespiel im Dorf.

Erntehilfe und Kleidersammlung Ein Hotspot war sicher auch der Kronenplatz in Affoltern. Hier hatte die Pfadi Säuliamt ihr Zelt aufgeschlagen. Noch eindrücklicher war aber der grosse Aussichtsturm. Mit insgesamt 170 Personen – Leiterinnen und Leiter sowie Mädchen und Knaben aller Stufen – lässt sich einiges machen. So verdingte sich rund ein Drittel als Erntehelfer für Zwetschgen und Kartoffeln und halfen bei der Pflege im Natur-

schutz. Gleichzeitig stellten sich andere den «Crazy Challenges», kleine Projekte und Aufgaben rund um den Kronenplatz. Ein Hauptziel der Pfadi Säuliamt war das Sammeln von Kleidern für die YoungCaritas. Wer Kleider brachte, durfte dafür ein kleines, von Pfadis gebasteltes Geschenk mitnehmen, etwa eine Himmellaterne oder ein Jojo. Die ältesten Kinder schliesslich verwöhnten die Besucher mit Pizzas und Getränken. Auch die Jubla Säuliamt mischte in der Aktion kräftig mit. So errichteten sie wie schon bei der letzten 72Stunden-Aktion einen Totempfahl für Ottenbach (der letzte fiel Vandalen zum Opfer, der «Anzeiger» hat berichtet). Weiter halfen die Jublaner bei der Pflege von Naturschutzgebieten und unterhielten betagte Menschen in der Langzeitpflege des Spitals Affoltern.

Freiwilligenarbeit sichtbar machen «Die Aktion 72 Stunden hat gezeigt, wie stark sich Kinder und Jugendliche ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagieren und wie wichtig Freiwilligenarbeit ist», so Patricia D’Incau, CoProjektleiterin Aktion 72 Stunden. Rund 1 Million Stunden unentgeltliche Arbeit wurden während des Projekts – das ist etwa zehnmal mehr, als eine durchschnittliche Schweizerin oder ein durchschnittlicher Schweizer während eines ganzen Arbeitslebens schafft. «Die Kinder und Jugendlichen engagieren sich jedoch nicht nur an den drei Tagen der Aktion 72 Stunden: Jede Woche und jedes Wochenende leisten sie in Jugendorganisationen Freiwilligenarbeit. Dieses Engagement sichtbar zu machen war unser Ziel», so D’Incau. (tst.)

Stützpunkt der Pfadi Säuliamt: Der Kronenplatz in Affoltern. (Bild tst.)


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Sport

Spass und Spannung mit Pferden und Hunden

Pflichtsieg für Urs Huber

Am 19. und 20. September organisiert der Kavallerieverein des Bezirks Affoltern die Pferdesporttage Mettmenstetten. Nach dem Erfolg der letzten Jahre wird auf der Reitanlage Grüthau wieder ein spannendes und unterhaltsames Wochenende zu erleben sein.

Urs Huber fackelte nicht lange mit seinen Gegnern an der otour. Bereits nach zehn von 88 Kilometern vermochte sich der Radrennclub-Amt-Fahrer abzusetzen. Bis ins Ziel totalisierte er einen Vorsprung von zweieinhalb Minuten auf seinen ersten Verfolger.

Das OK der Pferdesporttage Mettmenstetten freut sich auch dieses Jahr wieder einen grossartigen Anlass veranstalten zu dürfen. Am Samstag geht es um 12 Uhr los, mit zwei Prüfungen der Stufen B60/B70/B80. Der Samstag steht aber nach dem Erfolg des letzten Jahres wieder nicht nur im Namen der Pferde, sondern auch im Namen anderer vierbeiniger Freunde: der Hunde. Die Prüfung am Samstag, um 16 Uhr, beinhaltet sowohl einen Springparcours für Reitende und Pferd, als auch einen Agility-Parcours für Hund und Hundebesitzende. Spannung ist dabei garantiert.

................................................... von martin platter

Zweiter Gewinn, nach 2009, an der o-tour bike challenge in Obwalden

Auslöser der Flucht war mit Sebastien Reichenbach kein Bike-Marathon-Spezialist, sondern ein Strassenfahrer aus dem Westschweizer IAM-Team – ein reputierter noch dazu. Der Romand hatte an den Strassen-Schweizermeisterschaften die Silbermedaille errungen. Genau so fuhr er auch die o-tour. Immer wenns auf befestigter Strasse bergauf ging, war Reichenbach der Stärkste. Im Gelände jedoch behielten die Bike-Spezialisten die Oberhand.

Nur Huber ging mit Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt Während und zwischen den Prüfungen bietet die Festwirtschaft feine Stärkungen für die Reiterinnen und Reiter und natürlich werden auch die Zuschauer etwas Gluschtiges finden. Nach den sportlichen Leistungen hat dann am Samstagabend für alle die Bar geöffnet. Ebenfalls am Samstag findet der Sponsorenapéro statt. Um 14.30 Uhr sind alle Gönner und Sponsoren der Pferdesporttage 2015 herzlich eingeladen daran teilzunehmen.

Fallende und feste Hindernisse Der Sonntag startet dann etwas früher. Um 9 Uhr geht es actionmässig weiter. Bei den Riderscorner Jump Green Prüfungen gibt es nämlich nicht nur fallende Hindernisse, sondern auch Baumstämme und andere feste Hindernisse. Hier stellt sich heraus, welche Paare das Zeug für spätere Military-Prüfungen haben. Danach folgen ab 13 Uhr zwei Prüfungen der Stufe B/R90. Selbstverständlich bekocht und bedient das Festwirtschafts-Team auch am Sonntag alle Hungrigen und Durstigen. Wie jedes Jahr werden Jung und Alt, Reitende und Nicht-Reitende ein spannendes Wochenende mit tollem Pferdesport, bester Unterhaltung und grossartiger Atmosphäre erleben. Wer vergessen hat sich anzumelden, kann sich nachmelden. (pd.) Weitere Infos, sowie Start- und Ranglisten: www.kv-affoltern.ch

Spieler für beide Mannschaften gesucht Die Faustball-Mannschaften des STV Affoltern spielen in der kommenden Saison ganz vorne mit. Die Faustballmannschaften des STV Affoltern bilden eine Untergruppe des Männerturnvereins Affoltern. Nach dem Abstieg 2008 steigt die erste Mannschaft des STV Affoltern wieder in die NLB der Gruppe Ost auf. Aufgrund komplexer Vorkommnisse in den Nationalligen A und B steigt Affoltern 2 in die 1. Liga auf und nimmt dort den Platz von Affoltern 1 ein. Die Vorbereitung auf die Feldmeisterschaft 2016 hat bereits begonnen und man ist auf Spielersuche, um die Kader der beiden Mannschaften zu ergänzen. (pd./sals)

Dienstag, 15. September 2015

Einzig Urs Huber ging bei Reichenbachs Vorstoss mit. Doch während der Romand im ersten rauen Singletrail zurückfiel und bald von den ersten Verfolgern wieder eingeholt wurde, zog Huber sein Tempo durch und bau-

te seinen Vorsprung bis ins Ziel auf über zweieinhalb Minuten aus. «Nachdem Reichenbach bei Richmettlen nicht mehr mitkam, bin ich einfach meinen Rhythmus gefahren. Das Wetter und die Rennkonstellation waren heute ideal für mich», kommentierte Urs Huber das Rennen und machte keinen Hehl daraus, dass dies für ihn ein Pflichtsieg gewesen sei. «Ich habe es genossen, denn die verbleibenden Rennen werden wieder hart genug werden», sagte der Urs Huber auf dem Weg zu seinem zweiten Sieg an der o-tour in Alpnach. (Bild Martin Platter) 30-Jährige mit Blick auf die Startliste, die etliche Leistungsvergleich der beiden Konkur- Reichenbach (Martigny) 3:48. Herren (43 km): 1. namhafte Absenzen auswies – unter renten kommen. Buchli hat per Ende Stefan Roffler (Trimmis) 2:07:42. 2. Urs Baumann anderen auch Lukas Buchli, der Leader Saison seinen Rücktritt bekannt gege- (Igis) 1:06. 3. Thomas Rusch (Appenzell) 1:34. Ferder Swiss Bike Marathon Series. Am Fi- ben. ner: 68. Knut Buengen (Hausen) 34:55. 183. Oliver nale der Schweizer Marathon-RennseStemmer (Rifferswil) 1:04:59. 192. Hansruedi Meili rie in Einsiedeln wird es am 27. Sep- Resultate : Herren (88 km): 1. Urs Huber (Jonen) (Hausen) 1:09:47. 284. Ingo Bartels (Mettmenstettember voraussichtlich zum letzten 3:44:07. 2. Frans Claes (Be) 2:34. 3. Sebastien ten) 2:04:53.

Bezirksschiessen mit Minderbeteiligung Weniger Schützen auf 300 Meter – massiv mehr Pistolenschützen An den vergangenen Wochenenden fand das Bezirksschiessen auf den 25-, 50- und 300-MeterDistanzen statt. Der Trend scheint indes weg vom 300Meter-Stand in Richtung Pistolenschiessen zu gehen. ................................................... von gion kuster Am 28. August und am 5. und 6. September führte die Feldschützengesellschaft Zwillikon das Bezirksschiessen 300 m durch. Trotz hervorragender Organisation des Durchführenden Vereines, bestritten nur 176 Teilnehmende das Programm. Dies sind 23 Schützen weniger als im vergangenen Jahr. Es ist jedoch schwierig herauszufin-

den, was die Gründe für die abnehmenden Teilnehmerzahlen sind. Bei den Einzelschützen, konnte Patrick Zimmermann vom SV Obfelden-Maschwanden mit 97 Punkten den Sieg erringen. Mit 96 Punkten den zweiten Rang teilen müssen sich Fredy Gallmann vom FSV Kappel a.A. und Hein Meili vom FSV Wettswil a.A. Auch auf dem dritten Rang, mit 95 Punkten, hat es gleich 2 Schützen; dies sind Ueli Hug vom FSV Ottenbach und Dino Zahnd vom FSV Wettswil a.A. Der letztjährige Gewinner des Vereinswettkampfes konnte in diesem Jahr seine Stärke nicht beweisen und muss den Titel nach einem Jahr schon wieder abgeben. Auf dem ersten Rang mit 90.033 Punkten Durchschnitt wurde in die-

sem Jahr der Vereinswettkampf von der FSV Wettswil a.A gewonnen. Der zweite Platz ging mit 88.98 Punkten an die SG Aeugst a.A. und der dritte Platz ging mit 88.38 Punkten an den SV Affoltern a.A. Platz: FSG Zwillikon 87.36, 5 Platz: SV DachlissenMettmenstetten 86.88, 6. Platz: FSV Ottenbach 86.30, 7. Platz: FSV Knonau 85.90, 8 Platz: SV Hedingen 84.435, 9. Platz: FSV Bonstetten 82.351, 10 Platz: SG Hausen a.A. 73.024.

Mehrbeteiligung bei den Pistolenschützen Die Pistolenschützen trafen sich wieder im Chüeweidhölzli in Affoltern a.A. zum Bezirksschiessen. Es beteiligten sich auf der 25-m-Anlage und der 50-m-Anlage 19 Schützen mehr

gegenüber dem vergangenen Jahr. Viktor Odermatt war bei den Pistolenschützen der grosse Gewinner, konnte er doch über beide Distanzen je ein sehr gutes Resultat erzielen und so beide Ranglisten anführen. Auf der 50-m-Distanz gelangen Viktor Odermatt 96 Punkte. Platz zwei ging an Peter Schoch mit 95 Punkten und Platz drei ging an Arthur Urech mit 94 Punkten. Auf der 25-m-Distanz erzielte Viktor Odermatt 147 Punkte. Der zweite Platz ging an Paul Stutz und Matthias Wildhaber mit je 146 Punkten und Platz drei ging an Josef Pfiffner mit 142 Punkten. Die ausführlichen Ranglisten sind auf der Homepage des Bezirksschützenvereins Affoltern www.bsva.ch aufgeschaltet.

Medaillenreicher Saisonstart für den WSCA 16 Medaillen für den Wasser-Sport-Club-Albis in Kloten Dieses Jahr war das Teilnehmerfeld am Jahrgangswettkampf in Kloten sicherlich kleiner als in den vergangenen Jahren. Trotzdem musste sich der Wsca gegen acht andere Vereine beweisen. Dies gelang den Schwimmenden trotz nicht immer ganz erreichten persönlichen Bestleistungen souverän.

ber. Die 100 m Rücken gingen für sie überraschend gut aus, obwohl diese Disziplin nicht zu ihren Favoriten gehörte, erreichte sie nicht nur den erfreulichen 3. Rang, sie schwamm von den anwesenden Wsca-Mädchen gar die schnellste Zeit. Ebenfalls Bronze gab es für sie über die 100 m Freistil.

Joel Strauss (Buttwil) dominierte die 50 m Rücken klar und gewann Gold. Über die 50 m Freistil, mit Delfin und Brust holte er jeweils Silber. Auch über 200 m Freistil reichte es mit Bronze aufs Podest. Die Goldmedaille über die 100 m Delfin ging an Michelle Stolz (Affoltern). Über die 100 m Freistil und Rücken gewann sie Silber. Valeria Spagnoletti (Affoltern) schwamm über die 100 m Brust zu Sil-

Alexia Voser (Rifferswil) freute sich über 100 m Brust und Delfin über Bronze. Fiona Baur (Hedingen) konnte es kaum fassen, dass sie ihre erste Medaille gewann. Über 100 m Freistil schwamm sie zu Silber. Auch gelang es ihr, obwohl sie erst seid Kurzem in der ersten Mannschaft trainiert, eine schnellere Zeit zu schwimmen als solche, die schon einige Jahre in dieser Mannschaft trainieren. Somit war der Stolz doppelt so gross. Ihre Schwester

Seit kurzem in der ersten Mannschaft und bereits eine Medaille

Sophie Baur (Hedingen) schaffte es meisterte diese Aufgabe sehr gut, über die 200 m Freistil zur Silberme- schwamm das Rennen trotz kräfteraubender Disziplin sauber zu Ende. daille. Melina Brem (Ottenbach), war geDie 4x50-m-Mädchen-Lagenstaffel, bestehend aus Sophie Baur (Rücken), sundheitlich nicht ganz fit, meisterte Valeria Spagnoletti (Brust), Michelle die 100 m Freistil gut, entschied sich Stolz (Delfin) und Alexia Voser (Frei- dann aber, die anderen Rennen nicht stil), war auf den ersten 150 Metern mehr zu schwimmen. Mit geglücktem Saisonstart ist die auf Silberkurs, doch auf den letzten 50 Metern wurde sie eingeholt. Somit Motivation sicher gross auf die nächsten Wettkämpfe. (pd.) reichte es für den dritten Rang. Obwohl es Manon Lhommel für keine Medaille reichte, durfte sie mit Mehr Infos auf www.wsca.ch ihren persönlichen Bestleistungen vor allem über die 100 m Brust sehr zufrieden sein. Yannic Petrovic (Widen) versuchte sich zum ersten Mal über 100 m Delfin an einem Wettkampf. Er Geglückter Saisonstart des WSCA. (Bild zvg.)


Sport

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Dezimiertes WB zeigt Moral und remisiert Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – Seuzach 1:1 (0:1) Anfang August hatte WB zum Saisonauftakt gegen Baden einen 3:0-Vorsprung preisgegeben, das drückte auf die Moral. Seither traten die Ämtler zwar stets engagiert, aber irgendwie verunsichert auf. WB gelang ein gutes Spiel, dezimierte sich allerdings mit einer Roten Karte unnötig und musste sich mit einem Unentschieden zufrieden geben. ................................................... von kaspar köchli Die gegeneinander antretenden Teams gingen vor Wochenfrist beide als Verlierer vom Platz. WB unterlag nach gutem Spiel und 1:0-Führung auswärts United Zürich, Seuzach verlor zuhause gegen Gossau. «So einen schlechten Auftritt von uns habe ich lange nicht mehr gesehen, da war der Wurm drin», stellte Seuzachs Markus Wanner nach dem lustlosen 0:2 fest. Sein Trainerantipode Martin Dosch betonte, dass seine Mannschaft unter der Woche super gearbeitet habe und fügte an: «Sie hätte es schon längst verdient, Spiele zu gewinnen.» So waren beide Teams bestrebt, sich ins Zeug zu legen, um mit einem Vollerfolg in der Meisterschaft wieder Tritt zu fassen.

WB gerät in Rücklage und sieht Rot Von Angsthasenfussball war keine Rede, die Mannschaften starteten selbstbewusst und mit Offensivdrang in die Partie. WBs Abwehr gewann durch die Rückkehr Studers, der sich zuvor lange im Ausland aufhielt, wieder an Stabilität. Die erste Warnung an den Gast

Frauenfelder pariert einen Volleyschuss Studers (Zweiter von links); die Rotschwarzen liessen einige Chancen ungenutzt. (Bild Kaspar Köchli)

erfolgte früh, als Machados Schuss am hinteren Pfosten vorbeizischte. Und kurz darauf verfehlte Gjergji – an diesem Tag in glänzender Spiellaune – ein Zuspiel Bozics nur um eine Zehenlänge. Der Heimklub begann, das Heft in die Hände zu nehmen. Die grösste Chance der Starthalbstunde offenbarte sich den Einheimischen im Anschluss an einen Corner. Gjergji zirkelte den Ball mit viel Zug in den Strafraum, Kalyon stieg höher als alle anderen, einzig die Lattenunterkante verwehrte seinem Kopfball den Weg ins Tor. Praktisch im Gegenzug tankte sich Seuzachs eifrigster Goalschütze Widmer durch die Abwehr; sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Ob-

schon WB das Geschehen weitgehend kontrollierte, geriet es in Rücklage; Seuzachs Auer hatte einem gefälligen Angriff mit einem satten Schuss in die weite Torecke die Krone aufgesetzt. WBs Antwort blieb nicht aus, seine Angriffe wellten nach vorne. Ein Energieanfall Gjergjis wurde knapp nicht belohnt, sein listiger Lobball behändigte der gut reagierende Keeper Frauenfelder. Und dieser war abermals Herr der Lage, als er einen Volleyschuss Studers hechtend zur Seite lenkte. Beim unmittelbaren Gegenstoss passierte Einschneidendes. WBs Constancio, bereits mit der Gelben Karte behaftet, stieg naiv kompromisslos in einen Zweikampf; prompt wur-

de er des Feldes verwiesen. Parallelen zu vergangenen Spielen wurden gegenwärtig: Gut gespielt, trotzdem im Rückstand liegend, zudem noch dezimiert.

WB stürmt aus der Kabine Imposant, wie WB nach Wiederanpfiff trotz Unterzahl das Geschehen beherrschte und Druck aufsetzte. Bei einem weiten Einwurf Gouiffe à Goufans verspekulierte sich der sonst tadellose Gästetorwart Frauenfelder, seine Fäuste boxten ins Leere, der Ball wurde verlängert und hinten stand Machado goldrichtig, um zum 1:1 einzuschieben. Jetzt folgte die beste Pha-

se des Gastgebers, er wollte nachlegen. Einen Dämpfer erfuhr er nach knapp einer Stunde, als Abwehrstratege Rocha Sampaio verletzt ausschied. Nichtsdestotrotz wurde weiter gestürmt, vor allem Gjergji dribbelte seinen Gegenspieler beinahe schwindlig. Ohnmächtig war kurz darauf auch Frauenfelder, als Gjergjis Geschoss aus der Drehung den Pfosten touchierte: Viel Glück für Seuzach. Es agierte ideenlos, war vielleicht auch einfach überrascht über das energische Auftreten der Dezimierten, die den Sieg unbedingt wollten. In den Restminuten verpasste WB noch zweimal den Luckypunch – beide Male scheiterte Stürmer Machado. Allerdings musste auch WB-Torsteher Bachmann noch sein ganzes Können unter Beweis stellen, als er mutig und blitzschnell in die Füsse des einschussbereiten Widmer tauchte. Die unterhaltsame Partie endete unentschieden. Der FCWB beeindruckte mit einer starken Leistung in Hälfte zwei, als er sein personelles Defizit mit beherztem Kampf und Willen wettmachte – aufgrund dessen hätte er sich den Sieg gar verdient. «Ein bisschen mehr Abschlussglück und wir hätten noch gewonnen», befand WBBetreuer Wädi Wildhaber: «Immerhin dürfen wir uns als moralischen Sieger wähnen.» Nächste Woche ruht der Meisterschaftsbetrieb, WB spielt am Samstag, 19. September, im Wallis gegen Siders um den Einzug in den Schweizer Cup-Achtelfinal. Stadion Moos, 350 Zuschauer, Schiedsrichter Turkes. FCWB: Bachmann, Rocha Sampaio (53. Waser), Badalli, Studer, Constancio; Gouiffe à Goufan, Kalyon, Gjergji, Bozic (53. Schneebeli); Peter (81. Dukhnich), Machado. Tore: 28. Auer 0:1, 47. Machado 1:1. Bemerkung: 38. Constancio «Gelb-Rote» Karte.

Englische Woche für den FCA: Licht aus und ein Sieg Im Donnerstagsspiel gab es einen Spielunterbruch und im Samstagsspiel einen glücklichen 1:0-Sieg Der FC Affoltern hatte beim Donnerstagsspiel auf dem heimischen Moos mit Lichtproblemen zu kämpfen und es kam zum Spielabbruch. Noch ist nicht klar, wie das Spiel gewertet wird. Auf sicher sind dem FCA die drei Punkte aus dem Samstagsspiel. ................................................... von volkmar klutsch Es war schon recht dämmerig zum Spielanpfiff im Moos beim Match gegen den FC Birmensdorf am vergangenen Donnerstag. Das Flutlicht war an.

Es war kühl. Pünktlich in der 82. Spielminute ging das Licht aus. Das Spiel stand zu dem Zeitpunkt 2:3 aus Affoltemer Sicht. Der Schiedsrichter schickte die Mannschaften in die Katakomben. Etwa 30 Minuten nach Erlöschen des Lichts rief der Referee die beiden Mannschaften und die Trainer auf den Platz und erklärte bei Handyschein, dass das Spiel abgebrochen sei, er das dem Verband melde und dieser zu entscheiden hab, wie das Spiel gewertet wird. So wurde es im Spielbericht vermerkt. Fertig. Aus. Spielabbruch. Welche Möglichkeiten hat der Verband? Er kann den Birmensdorfern einen Forfait-Sieg zusprechen oder er

FCA-Veteranen besiegen FCZ In einem Meisterschaftsspiel der Veteranen (Senioren 40+) konnten sich die Säuliämtler erfolgreich mit einem 2:0Sieg gegen den grossen FCZ durchsetzen. Roger Fivat und der FCA-Präsident Ferruccio Gusmini waren die Torschützen. Durch eine kompakte und ge- Abwehrchef in seinem Element: Beat Leutert. (Bild VK) schlossene Mannschaftsleistung konnte der FCA die Sieg, der sich sehen lassen konnte. drei Punkte im Moos behalten. Ein Ein Sieg, mit Symbolcharakter. (VK)

kann das Spiel wiederholen lassen. Oder aber es können die restlichen acht Minuten des Spiels nachgeholt werden (was recht unwahrscheinlich ist). Das Spiel mit dem Endstand von 2:3 für die Birmensdorfer zu entscheiden verbietet das Reglement. Es bleibt abzuwarten, wie der Verband entscheidet. Fussball wurde auch gespielt. Lohnt es, von einem Spiel zu berichten, dass zur Makulatur wird? Nur ein Satz dazu: Die Säuliämtler brauchen ein Quäntchen mehr Glück, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Das Spiel in Wädenswil brachte drei Punkte Das Spiel in Wädenswil am vergangenen Samstag ging über volle 90 Minuten. Es waren schmerzvolle 90 Minuten. Zum einen stand der Sieg auf sehr wackligen Beinen und zum anderen war es ein Spiel geprägt durch extrem körperbetonten Einsatz. Insbesondere gegen Ende der zweiten Halbzeit ging es heftig zur Sache. Als FCA-Trainer Filipovic versuchte, seine elf Männer zu einem ruhigen, kultivierten, besonnenem Spiel zu bewegen, putschte der Wädenswiler Trainer seine Jungs richtig auf. Fouls am Laufmeter prägten das Spielgeschehen. Die Züriseebuben drängten mit aller Wucht auf den Ausgleich und der FCA hielt so gut es ging dagegen. Die Säuliämtler können von Glück reden, dass die Gastgeber von den acht Hundertprozentigen keinen reinmachten. Drüber, daneben, Latte und Torwart Steiner hiessen die Chancenvereitler. So kam es, dass die etwa 60 Zuschauer ein überaus packendes

FCA-Torschütze Markanovic und Gratulanten. (Bild zvg.) Spiel erleben durften. Aus fussballerischer Sicht fand das einzige Tor des Spiels durchgehend Anerkennung. Vom Mittelkreis aus trieb Markanovic den Ball vorwärts, er umspielte einen Gegner und startete einen Doppelpass. Mit der Hacke lenkte Bilic den Ball auf den durchstartenden Markanovic vor, der freistehend vor dem Torwart den Ball in die rechte Torecke schlenzte. Es war auch Markanovic, dem Trainer Filipovic das Wort zum Spiel erteilte. «Am Anfang haben wir das Spiel im Griff gehabt, aber dann wurde es hek-

tisch. Der Schiedsrichter traf aus meiner Sicht einige Fehlentscheide. Aber nur der Sieg zählt. Alles andere ist gleich», sprach er und widmete sich dem Abklatschen mit den Kollegen. Aktuell amtiert der FCA auf dem zweiten Tabellenrang, zusammen mit den punktgleichen Bluestars. Eine äusserst respektable Leistung als Aufsteiger. Spieler: Steiner, Bala II, Konate, Dushaj (66´. Stähli), Antenen C. (69›, Stähli), Bilic, Luchsinger, Premananthan, Good (82› Volic), Ismajlaj, Markanovic (64›, Bouza) Ersatz:, Shala , Aegerter, Volic, Shala V. Bauza.


Veranstaltungen

salus-therapien ag Gesundheitszentrum in Affoltern a.A.

EINLADUNG zur Eröffnung am

19. September 2015 von 11.00 bis 16.00 Uhr Um 12.00, 13.00, 14.00, 15.00 Uhr informieren wir Sie in Kurzvorträgen (15 Min.) über unser Angebot.

Wir freuen uns auf Sie! salus-therapien ag Industriestrasse 17, 8910 Affoltern a.A. Tel. 044 762 27 47 www.salutogenese.ch

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073 2015  

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