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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 071 I 173. Jahrgang I Freitag, 13. September 2019

Hofdurchfahrt

Sorgende Gemeinschaft 300. «Chochete»

Der Gemeinderat Bonstetten will an der Islisbergstrasse Tempo 30 einführen. > Seite 3

In Obfelden werden Ideen entwickelt, wie sich Betreuung breiter abstützen lässt. > Seite 6

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Der Verein «Säuliämtler Gourmet-Chuchi» feierte ein besonderes Jubiläum. > Seite 7

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Natur bestaunen Gedanken zum Dank-, Buss- und Bettag von Pfarrer Werner Schneebeli. > Seite 12

Gesamtsanierung für 15 Millionen Schulanlage Butzen, Affoltern: Sehr schwach besuchte Informationsveranstaltung Sechsundfünfzig Jahre hat die Affoltemer Primarschulanlage Butzen auf dem Buckel; saniert wurde sie nie umfassend. Jetzt ist dies zwingend notwendig.

in den vergangenen sechsundfünfzig Jahren geänderte gesetzliche Vorschriften und Schulbauempfehlungen ebenso zwingende Anpassungen: Energievorgaben, Erdbebensicherheit, Barrierefreiheit …

................................................... von urs e. kneubühl

Projekt mit Augenmerk aufs Sparen

Keine zwanzig Interessierten sind vergangenen Montagabend zur Information über die Gesamtsanierung der Schulanlage Butzen im Affoltemer Kasinosaal erschienen; dabei sind Stadtrat, Schulbehörden und Architekten gar eingerechnet. Immerhin geht es um ein Projekt, welches am 20. Oktober – gemeinsam mit den nationalen Wahlen – an die Urne kommt und 15 Millionen Franken kostet. Nun gut, die Primarschulanlage Butzen, das ist bekannt, hat arg unter dem Zahn der Zeit gelitten: bröselnde Treppen, ein undichtes, mittlerweile repariertes Dach, Haustechnik und Beleuchtung am Ende ihrer Lebensdauer. Darüber hinaus fordern etliche

Dritte am Knabenschiessen Um einen Punkt hat sie am Knabenschiessen das Maximum verpasst. Und so musste sich Zwillikerin Jana Felsberger im Stechen um Rang zwei sieben weiteren Schützinnen und Schützen stellen. Diesmal erzielte sie 31 Punkte – Rang drei. Die Zwilliker haben am Knabenschiessen wiederholt seht gut abgeschnitten. 1994 triumphierte Marcel Steiner mit der Maximalpunktzahl, 2004 war dann Fabienne Frey mit 35/34 Punkten die Beste von allen. Drei Jahre später sollte sie es nochmals ins Stechen schaffen: Rang 5. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 11

So stehen denn beim Sanierungsprojekt sämtliche, sich über die Jahre angehäuften Mängel zur dringenden Behebung an. Die Schulanlage wird energetisch saniert. Die vorgehängte Fassade wird zurückgebaut, die Dachränder entsprechend angepasst, der Sichtbeton instandgesetzt und es gibt eine Innendämmung mit Verkleidung. Die Gebäudestatik wird verbessert und auf den aktuellen Vorgabenstand gebracht. Haustechnik und Beleuchtung werden erneuert oder ersetzt, ebenso Oberflächen und marode Bauteile. Die hindernisfreie Zugänglichkeit wird künftig gemäss der Norm SIA 500 garantiert und zudem gibt es innenräumliche Optimierungen, wie pädagogische Infrastruktur (Smartboards),

Gruppenräume, Logopädie, Garderoben … Volumen und Fläche der Räume und der Schulanlage bleiben weitgehend identisch. Es sei ein gutes Projekt, das mit Augenmerk aufs Sparen optimal geplant sei, meinte einer der wenigen Interessierten lobend. Damit traf er exakt die Meinung aller Anwesenden, wie Gespräche beim Apéro nach der Information zeigten.

Keine Provisorien – August 2021 wieder bezugsbereit Das in den Sechzigerjahren realisierte Primarschulhaus ist von hohem gestalterischem Wert und bestmöglich in die Landschaft eingepasst. Entsprechend ist die Anlage als überkommunales Schutzobjekt inventarisiert. Und so steht denn auch die kantonale Denkmalpflege, die bei der Erarbeitung des Bauprojekts involviert war, dahinter. Man freut sich vor allem auch darüber, dass die vorgehängte Fassade verschwindet und der ursprüngliche Sichtbeton das Bild der

Schulanlage prägen wird. An entsprechenden Beiträgen sind von der Denkmalpflege 50 Prozent der Kosten für den Rückbau der Fassade, die Anpassung der Dachränder, die BetonInstandsetzung sowie die Innendämmung gesprochen. Klappt es mit der Zustimmung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 20. Oktober an der Urne, werden die Schulklassen für die Dauer des Umbaus im Juli 2020 vom Schulhaus Butzen in das Schulhaus Semper umziehen. Provisorien sind dadurch nicht nötig. Bezüglich der intensiveren Belegung der Turnhalle Stigeli während der Bauzeit ist im November eine Sitzung mit den üblicherweise die Turnhalle Butzen nutzenden Vereinen geplant. Man hoffe auf das Verständnis der Vereine und eine entsprechend gute Lösung anlässlich dieser Belegungsplansitzung. Die Bauausführung wird vom Juli 2010 bis August 2021 dauern. Danach sollen zuerst die Schulräume wieder bezugsbereit sein, im Oktober 2021 auch die Turnhalle Butzen.

Schicksal der Täufer 500 Jahre Reformation: Pfarrer Peter Dettwiler referierte über eine Schattenseite. > Seite 13

Arbeitslosigkeit bleibt stabil Die meisten Branchen verzeichneten im vergangenen Monat stabile Arbeitslosenzahlen. Im Knonauer Amt bleibt die Arbeitslosenquote bei 1,4 %. Ende August waren 436 Personen aus dem Knonauer Amt bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich gemeldet, sechs mehr als im Vormonat, aber 94 weniger als im Vorjahr. Eine leichte Zunahme ist seit dem ersten Quartal 2019 in der Industrie erkennbar. Optimistisch stimmt hingegen der anhaltende Rückgang im Detailhandel. So bleibt die Arbeitslosenquote im Knonauer Amt bei 1,4 Prozent. Der minime Anstieg der absoluten Arbeitslosigkeit dürfte den Beginn des herbstlichen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen einläuten. Derzeit bleibt die saison-bereinigte Arbeitslosigkeit im Bezirk wie im Kanton Zürich und in der ganzen Schweiz auf tiefem Niveau stabil. Das moderate Tempo dürfte gemäss Amt für Wirtschaft und Arbeit auch im zweiten Halbjahr 2019 anhalten – trotz rauherem wirtschaftlichem Umfeld im Ausland. (tst.) anzeigen

Der Gewerbler und der Bauer in Bern

• Neubau • Umbau

Ämtler Nationalräte Hans-Ulrich Bigler und Martin Haab bilanzieren

• Renovationen 8932 METTMENSTETTEN Telefon 044 767 01 43 info@ferraribau.ch w w w. f e r r a r i b a u . c h

Vier Jahre lang auf der Walz Gekleidet in die schwarz-weisse Kluft, mit einem Bündel Gepäck am Rücken, mit Wanderstab, wenig Geld und ohne Handy, so war Jan Lauper aus Hedingen während über vier Jahren auf der Walz. Als Wandergeselle und Zimmermann hat er in unzähligen Ländern in Europa, Asien und den USA gearbeitet und zugleich seine Abenteuerlust als Reisender ausgelebt. «Es war die schönste Zeit meines Lebens», sagt der 27-Jährige, der die absolute Freiheit, jederzeit und überall spontan den Reiseplan frei wählen zu können, genossen hat. Doch hat er sich zuletzt auch überall fremd gefühlt. (sts.) ................................................... > Bericht auf Seite 14

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Bleibt die Türe in den Nationalrat nach dem 20. Oktober 2019 für beide Vertreter aus dem Säuliamt offen? Hans-Ulrich Bigler (FDP, links) und Martin Haab (SVP). (Bild Werner Schneiter) Zwei der 35 Zürcher Nationalrätinnen und Nationalräte kommen aus dem Bezirk Affoltern: Hans-Ulrich Bigler, Direktor des schweizerischen Gewerbeverbandes und in Affoltern wohnhaft, sitzt seit knapp vier Jahren im Parlament. Dort gilt sein Fokus insbesondere jenen, die er als Direktor vertritt: den KMU. Offenbar mit Erfolg.

«Das Parlament hat auf Anliegen der KMU substanziell Rücksicht genommen», bilanziert er in der letzten Sessionswoche vor den Wahlen. Seit dem 3. Juni gehört auch der Mettmenstetter Landwirt Martin Haab dem Parlament an. Er löste dort die in den Regierungsrat gewählte Natalie Rickli ab und hat gleich zum Auftakt

für Furore gesorgt: mit einem Flüchtlings-Tweet, der ihn in die «Blick»Schlagzeilen katapultierte, und einem für Neu-Parlamentarier eher ungewohnt schnellen Auftritt am Rednerpult, als er sich prononciert gegen die Trinkwasser-Initiative wandte. (-ter.) ................................................... > Berichte auf Seite 5

• Kundendienst • Bauberatungen • Betonbohrungen


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

WIR BEDANKEN UNS HERZLICH

DANKSAGUNG Für alle tröstenden Worte, die wir zum Hinschied von

Brigita Maria Stevens Ehrenbaum

bei allen, die uns in der Zeit der grossen Trauer und des Abschieds von

erhalten haben, und für die Spenden an die beiden Institutionen möchten wir uns herzlich bedanken. Mettmenstetten, im September

Edwin Ehrenbaum und die Trauerfamilie

Hansueli Weyermann-Küng 13. Dezember 1950 – 4. August 2019

begleitet haben, für das Mitgefühl, die Verbundenheit und für jedes tröstende Wort. Es ist schön zu spüren, dass wir diesen Weg nicht ganz alleine gehen müssen. Wir danken all jenen, die Hansueli in seinem Leben Gutes getan und die nun an der Abdankung von ihm Abschied genommen haben. Ein besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Ruff, der die Abschiedspredigt sehr einfühlsam und ganz auf Hansueli zugeschnitten gehalten und uns getröstet hat, auch all jenen, die die Kirche so feierlich und würdevoll gestaltet haben.

Todesfälle

Schuldenruf Schuldnerin: Daniel Schwarzenbach Consulting GmbH, mit Sitz in Wettswil a.A., CHE-105.266.149, Haldenächer 14, 8907 Wettswil a.A., Datum der Konkurseröffnung: 22. Juli 2019 (Das Verfahren wurde mit Urteil vom 9. August 2019 mangels Aktiven eingestellt, jedoch hat ein Gläubiger innert der Frist das Begehren um Durchführung des Konkursverfahrens gestellt und den notwendigen Kostenvorschuss geleistet.) Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG.

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 3. September 2019 nahm der Gemeinderat unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung in das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen am Albis auf: Mischler-Wingenfeld, Birgit weiblich, geb. 1967 Staatsangehörigkeit: Deutschland Im Sinne von § 20 der kantonalen Bürgerrechtsverordnung (KBüV) erfolgt hiermit die Veröffentlichung dieser Einbürgerungsentscheide. Gemeinderat Hausen am Albis

Eingabefrist bis 7. Oktober 2019. (Vgl. im übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 6. September 2019) Schlieren, 13. September 2019 Konkursamt Schlieren Uitikonerstrasse 9 / Postfach 8952 Schlieren

Teilrevision Nutzungsplanung (Bau- und Zonenordnung) Waldabstandslinien Langfurenbach, Chilchbreiten, Massholderenstrasse/ Hüttenrain sowie Kernzonenplan Sellenbüren – Auflage- und Anhörungsverfahren nach § 7 PBG Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 2. September 2019 die Unterlagen (bestehend aus Planungsbericht nach Art. 47 RPV, Plan Waldabstandslinien Langfurenbach, Chilchbreiten und Massholderenstrasse / Hüttenrain sowie Kernzonenplan Sellenbüren) zuhanden des Auflage- und Anhörungsverfahrens gemäss § 7 Planungs- und Baugesetz PBG verabschiedet. Der Gemeinderatsbeschluss wie auch die Unterlagen liegen vom 16. September bis 15. November 2019 bei der Gemeindeverwaltung, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon (Schalter Einwohnerkontrolle), öffentlich auf oder können unter www.stallikon.ch sowie www.amtliche-nachrichten.ch eingesehen werden. Innert dieser Frist von 60 Tagen kann sich jedermann zum Planinhalt äussern. Einwendungen sind bis spätestens 15. November 2019 schriftlich dem Gemeinderat Stallikon, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon, einzureichen. Über die nicht berücksichtigten Einwendungen wird gesamthaft bei der Planfestsetzung entschieden (§ 7 PBG). 13. September 2019 Gemeinderat Stallikon

Affoltern am Albis

Die grosszügigen Spenden und Geschenke aller Art möchten wir hier ebenfalls verdanken. Aumüli, im September 2019

Die Trauerfamilien

Am 8. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Barbara Eisenegger geb. Tanner geboren am 24. November 1930, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Abdankung am Montag, 23. September 2019, um 14.15 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Stallikon

Das Leben ist vergänglich, doch die Spuren ihres Lebens, ihrer Hände Werk und die Zeit mit ihr werden stets in uns lebendig sein.

Traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmueti, Urgrossmueti, Schwester, Schwägerin und Tante

Am 7. September 2019 ist in Stallikon ZH gestorben:

Barbara Eisenegger-Tanner

Wangler-Rüfenacht Christina Johanna

24. November 1930 – 8. September 2019

geboren am 23. März 1950, von Luzern LU, wohnhaft gewesen Püntenstrasse 18, 8143 Stallikon. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon

Nach einem langen Leben hat sie ihre letzte Reise angetreten und durfte still und friedlich einschlafen. In dankbarer Erinnerung Edith Heimann-Eisenegger Erwin Eisenegger und Theres Bucher Laetitia und Thierry Colomb-Heimann mit Mathys Hanni und Franz Macheiner-Tanner, Österreich Verwandte und Bekannte Die Urnenbeisetzung findet am 23. September 2019 um 14.00 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Affoltern am Albis statt. Anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis um 14.20 Uhr. Traueradresse: Erwin Eisenegger, Lötschenmattstrasse 25, 8912 Obfelden

Aus dem Lebenskreis geschieden, aus dem Herzen aber nie, weinet nicht, er ruht in Frieden, doch für uns starb er zu früh.

Otto Walter Loepthien-Fischer Wir sind überwältigt von der grossen Anteilnahme beim Abschied von Otto Walter Loepthien-Fischer. Für die vielen lieben Briefe, die grosszügigen Spenden und die Blumen danken wir von ganzem Herzen. Danken möchten wir auch dem Ottenbacher-Chor für die ergreifende Umrahmung mit ihren gefühlvoll vorgetragenen Liedern und insbesondere auch Annette Bodenhöfer für das schöne Orgelspiel. Unser besonderer Dank geht an das First-Responder-Team der Feuerwehr Ottenbach, das Sanitätseinsatzteam Zug, den Notarzt, das Team der Kantonspolizei Zürich sowie die Behörden von Ottenbach. Unsere grosse Wertschätzung gilt dem Pfarrer Jürgen Schultz von Hausen a.A. für die einfühlsame Gestaltung des Trauergottesdienstes und die tröstenden Worte, sowie den Sigristinnen Käthi Kurz und Paula Gut für ihre Arbeit. Wir danken allen, die Otto auf seinem Lebensweg begleitet haben und ihm mit Liebe, Freundschaft und Respekt begegnet sind. Ottenbach, im September 2019

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre miteinander verheiratet sind am Sonntag, 15. September, Agnes Karolina und Rudolf Johann MartyMarty in Affoltern. Wir gratulieren dem Paar zur diamantenen Hochzeit und wünschen ein schönes Fest und erlebnisreiche gemeinsame Stunden.

in kürze Beliebter ZVV-FerienPass Rund 23 000 Kinder und Jugendliche waren im Sommer 2019 mit dem ZVV-FerienPass unterwegs – Rekord! Beliebteste Ausflugsziele waren die Freibäder, Kinos und der Zoo Zürich. Der ZVV-FerienPass wird auch 2020 wieder erhältlich sein.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Freitag, 13. September 2019

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Tempo 30 an der Islisbergstrasse? Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Strassenplanung Islisbergstrasse: Der Gemeinderat Bonstetten will an der Hofdurchfahrt «Lätten» möglichst schnell Tempo 30 einführen.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ...

................................................... von gemeindeschreiber christof wicky Mit Beschluss vom 7. Mai 2019 wurde die Firma SNZ Ingenieure und Planer AG beauftragt, für die Hofdurchfahrt Lätten, Islisbergstrasse, ein Gutachten mit Massnahmeplanung zur Reduktion auf 30 km/h zu erstellen. Die Islisbergstrasse ist eine Gemeindestrasse und war in den letzten Jahren mehrmals Thema im Gemeinderat. Die Firma SNZ führte vom 6. bis 13. Juni 2019 an zwei Standorten Messungen durch. Daraus erfolgt die Schlussfolgerung, dass mit einer Signalisation einer abweichenden Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf der Islisbergstrasse im Bereich der Hofdurchfahrt «Lätten» die Verkehrssicherheit verbessert werden könnte. Durch das tiefere Geschwindigkeitsniveau würden sich insbesondere die Anhaltswege und die Sichtverhältnisse bei den Hofzufahrten verbessern. Entsprechend würde sich das Gefahrenpotenzial für Unfälle und die möglichen Unfallfolgen verringern. Der Gemeinderat Bonstetten beschliesst daher, der Kantonspolizei Zürich den Antrag zu stellen, dass zur verbesserten Verkehrsberuhigung an der Islisbergstrasse, Bereich Hofdurchfahrt «Lätten» Tempo 30 eingeführt

Enge Sache: Die Hofdurchfahrt «Lätten» an der Islisbergstrasse. (Bild tst.) wird. Die Umsetzung soll so schnell wie möglich erfolgen.

Traktanden der Gemeindeversammlung vom 26. November Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 26. November 2019 hat der Gemeinderat folgende Traktanden definitiv festgesetzt: 1. Genehmigung des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2019; 2. Genehmigung des Budgets 2020 und Festsetzung des Steuerfusses; 3. Ersatz der Trinkwasserleitung Im Schachenhof, Genehmigung der Bauabrechnung; 4. Ersatz der Trinkwasserleitung Bruggenmatt 1; Genehmigung der Bauabrechnung; 5. Kreditbegehren von 900 000 Franken (inkl. MwSt.) zu Lasten der Investitionsrechnung zur Sanierung der öffentlichen Trinkwasserleitung Bruggenmatt 2. Die Publikation der Einladung im «Anzeiger» erfolgt am Dienstag, 22.

Oktober. Der Beleuchtende Bericht wird den interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern in der Kalenderwoche 45 zugestellt.

Verpflichtungskontrolle Per 1. Januar 2018 ist das neue Gemeindegesetz des Kantons Zürich in Kraft getreten. Für die Umsetzung aller Paragrafen besteht eine Übergangsfrist von vier Jahren. Dazu zählt auch die Einführung einer Verpflichtungskontrolle über beschlossene Kredite. Gemäss § 112 Abs. 1 GG ist der Gemeinderat dazu verpflichtet, über die beschlossenen Kredite eine Verpflichtungskontrolle zu führen, damit die eingegangenen Verpflichtungen kontrolliert werden können. Gestützt auf § 112 Abs. 1 GG führt der Gemeinderat ab 1. Januar 2020 diese Verpflichtungskontrolle für die Politische Gemeinde Bonstetten ein.

• Das Budget 2020 der Politischen Gemeinde in 2. Lesung verabschiedet; • Das Investitionsprogramm 2019– 2023 genehmigt; • Die Wahl der Mitglieder für den Verwaltungsrat IKA Pflegezentrum Sonnenberg sowie die Wahl der Delegierten aus dem Gemeinderat vorgenommen; • Die Vernehmlassung zur Totalrevision des kant. Bürgerrechtsgesetzes verabschiedet; • Die Bauabrechnung z.H. der Gemeindeversammlung für den Ersatz der Trinkwasserleitung «Alte Stationsstrasse» genehmigt; • Die Bauabrechnung z.H. der Gemeindeversammlung für den Ersatz der Trinkwasserleitung «Bruggenmatt 1» gutgeheissen; • Dem Kreditbegehren von 900 000 Franken z.H. der Gemeindeversammlung für den Ersatz der Trinkwasserleitung «Bruggenmatt 2» zugestimmt; • Die Vorprüfung zur Festlegung des Gewässerraums im Siedlungsgebiet gutgeheissen.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 29. August ... • Die 3. Lesung des Budgets 2020 verabschiedet; • Die Überprüfung des Sonderschulstatus vorgenommen; • Den Jahresbericht der Schulleitung abgenommen; • Über das Mitführen eines Schulhundes entschieden.

Verkehrssicherheit soll nicht warten

Vibrationsstampfer gestohlen

Für 3,6 Mio. Franken will der Kanton die Obfelder Dorfstrasse sanieren und sicherer gestalten. Zwei Ämtler Kantonsräte bringen nun auch Tempo 30 ins Spiel.

Auf einer Baustelle in Obfelden haben Unbekannte in der Nacht vom 9. auf den 10. September einen angeketteten Vibrationsstampfer gestohlen. Die Diebe durchtrennten am Pfahl die Kette und machten sich mit dem über 300 kg schweren, über 1000 Franken teuren Gerät davon. In Hausen scheiterte am 9. September der Versuch, aus einer Tiefgarage ein Motorrad zu entwenden. Es liess sich nicht starten. Der Sachschaden ist unbekannt. Im Aeugstertal hatten es Diebe auf Wein abgesehen. Sie drangen vom 8. auf den 9. September ins Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses ein und

Der Regierungsrat hat am 21. August das Strassenprojekt 654 Dorfstrasse Obfelden, Alte Landstrasse bis Muristrasse, festgesetzt und dafür rund 3,6 Millionen Franken bewilligt. Neben der Instandsetzung sollen die Bushaltestellen hindernisfrei ausgebaut sowie die Verkehrssicherheit durch neue Radwege und Schutzinseln erhöht werden (im «Anzeiger» vom 30. August). Die Ankündigung veranlasste

nun die Ämtler Kantonsräte Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen) und Hannah Pfalzgraf (SP, Mettmenstetten) zu einer Anfrage. So wollen sie vom Regierungsrat wissen, weshalb dieser mit dem Bau und damit der Erhöhung der Verkehrssicherheit bis nach Eröffnung des Autobahnzubringers warte und die Bauarbeiten nicht sofort an die Hand nehme, mit welchen Fahrzeugfrequenzen in diesem Abschnitt nach Eröffnung der Autobahnzufahrt gerechnet werde und ob der Regierungsrat eine Möglichkeit sehe, auf dieser Strecke ganz oder teilweise (Schulwegquerung Alte Landstrasse) Tempo 30 einzuführen. (tst.)

entwendeten eine unbekannte Zahl Flaschen. Der Sachschaden ist gering. Vandalen überzogen zwischen 2. und 6. September die Unterführung Trottenweg/Zürcherstrasse in Hedingen mit Graffiti. Laut Angaben der Kapo beläuft sich der Schaden auf etwa 300 Franken. Zweimal rückten Kantons- und Stadtpolizei wegen zu lauter Musik aus. In Affoltern beschwerten sich Anwohner am 7. September um 1.45 Uhr bei der Polizei, die eine Verwarnung aussprach. Ebenso in Aeugst, wo während Stunden Musik einer Geburtstagsparty störte. Nach 22 Uhr riefen Nachbarn die Gesetzeshüter. (-ter.)


Liegenschaften Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Verkäufe

Vermietungen Zu vermieten in Affoltern am Albis

5½-Zi.-Maisonette-Wg.

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Miete p/Mt. Fr. 2100.–, inkl. NK. Bitte melden unter Chiffre 5342 an Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 8910 Affoltern am Albis.

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

Zu vermieten per 1. Oktober 2019 oder nach Vereinbarung in Obfelden

4-Zimmer-Wohnung neu renoviert Mietzins inkl. NK und PP, Fr. 1590.– Auskunft + Besichtigung Tel. 044 761 41 43 Herr Tillmann

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Mietgesuche

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Zum Mieten gesucht im Säuliamt:

Affoltern am Albis

Preiswertes, abschliessbares Büro, mit Internetzugang/WLAN, WC und Parkplatz. Angebote unter 079 648 86 68.

Bauherrschaft: Nicollier Landmaschinen, Lindenmoosstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis. Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Aufstellung eines Containers für Gaslagerung und eines Propanschrankes, Lindenmoosstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6668, Zone: Industriezone

Büro-/Gewerbe

Obfelden Bauherrschaft: DIRECO AG, Zweibruggenmühlestrasse 18, 9014 St. Gallen, Schweiz Projektverfasser: AKKURAT AG, Lerchentalstrasse 21, 9016 St. Gallen, Schweiz Projekt: Neubau Ärztehaus mit Tiefgarage versetzen des bestehenden Autounterstandes, Ottenbacherstrasse, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 4341/4346, Zone: WG3

Obfelden Bauherrschaft: Moritz Koller, Hölibachstrasse 112, 8912 Obfelden Projekt: Anbau Carport an Wohnhaus Vers.-Nr. 881, Hölibachstrasse 112, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2432: Zone: W1

Ottenbach Bauherrschaft: Baugemeinschaft Zehnder-Düggeli, Muristrasse 4, 8913 Ottenbach Projekt: Anbau einer Aussentreppe an der Südwest-Fassade mit Fenstervergrösserung beim Wohnhaus Vers.-Nr. 247, Muristrasse 14, 8913 Ottenbach Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1616, Zone: Kernzone

Stallikon Bauherrschaft: Andrea Nienaber, Vincent Grundlehner, Hüttenrain 34, 8143 Stallikon Vertretung der Bauherrschaft: Werkstatt GmbH, Affolternstrasse 7, 8908 Hedingen Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Sanierung und Umbau Einfamilienhaus, Hüttenrain 34, 8143 Stallikon Katasterinformationen: GrundstückNr.: 309, Zone: W1/15

Zu verkaufen in Stallikon an ruhiger, sonniger und kinderfreundlicher Lage, ein Freistehendes 5-Zimmer-Einfamilienhaus Wohnfläche ca. 116 m², Wohnzimmer mit Cheminée, gedeckter Sitzplatz, Grundstücksfläche 671 m², Einzelgarage, VB CHF 920 000.–. HEV Zürich Tel. 044 487 17 78, Fax 044 487 17 83 susanne.weilenmann@hev-zuerich.ch www.hev-zuerich.ch

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Bezirk Affoltern

Freitag, 13. September 2019

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«Unter dem Strich eine gute Legislatur» FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler zieht nach knapp vier Jahren Bilanz «Unter dem Strich war es eine gute Legislaturperiode – auch, weil das Parlament auf Anliegen der KMU substanziell Rücksicht genommen hat.» So bilanziert FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler aus Affoltern seine knapp vierjährige Zeit in Bern.

ist für Bigler unbestritten. Nicht ohne Stolz hebt er hervor, dass mithilfe der Energieagentur für die Wirtschaft ein Modell für energieeffiziente KMU gelungen sei. «Im vergangenen Jahr wurde deswegen der CO2-Ausstoss um 550 000 Tonnen reduziert. Das entspricht 64 000 Flügen rund um den Globus», sagt Hans-Ulrich Bigler. Sprengkraft haben neben dem Klima auch Themen wie die Initiative gegen die Personenfreizügigkeit, der Kauf neuer Kampfflugzeuge, die Konzernverantwortungsinitiative, das neue Datenschutzgesetz, die Erhöhung der Hürden für den Zivildienst, die Abschaffung der Heiratsstrafe, die IV-Reform. Die NZZ ortet bei diesen Themen «Wahlkampfpotenzial».

................................................... von werner schneiter Weil Ruedi Noser im Herbst 2015 in den Ständerat aufstieg, rutschte HansUlrich Bigler im Dezember 2015 als erster Ersatzmann auf der FDP-Liste in den Nationalrat nach. Selbstredend, dass sich der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv auf gewerbliche Themen fokussiert. Herausfordernd und gleichsam faszinierend – nicht nur für ihn – ist das Beschaffen von Mehrheiten. Es erfordert einen langen Atem. Hartnäckig am Ball bleiben, für eine Sache kämpfen, die Öffentlichkeit via Medien sensibilisieren, den Support von Firmen einholen nennt er wichtige Faktoren: die Arbeit innerhalb und ausserhalb des Parlaments. Matchentscheidend ist aber oft die Arbeit in der Kommission; Bigler ist Vizepräsident der Finanzkommission und wird dort – eine Wiederwahl vorausgesetzt – das Präsidium übernehmen. Als prägend bezeichnet der FDPNationalrat die Umsetzung eines verfassungsmässigen Grundsatzes, wonach die berufliche und akademische Weiterbildung als gleichwertig eingestuft werden. Dieser Grundsatz ist seit 2006 in der Verfassung fixiert, wurde aber erst Anfang 2018 mit dem Ja zur Finanzierung der eidgenössischen Vorbereitungskurse für Berufsund höhere Fachprüfungen eingeführt. «Mehr als zehn Jahre habe ich dafür gekämpft und dabei auch mit Bundesräten gerungen», hält Bigler fest.

Verschiedene Richtungen, Einigkeit bei Grundwerten

Die beiden Vertreter aus dem Säuliamt in der Wandelhalle des Bundeshauses: Hans-Ulrich-Bigler (rechts) und Martin Haab. (Bild Werner Schneiter) Buch geschrieben: «Der Wert der KMU» Zu seinen Kernanliegen gehört auch der Kampf gegen die überbordende Regulierung, die KMU-Betriebe über Gebühr belastet. In den vergangenen Jahren wurden dazu über 100 Vorstösse eingereicht. Zwar haben Ständerat und Nationalrat im Frühjahr 2019 eine sogenannte Regulierungsbremse beschlossen, aber bislang weigerte sich der Bundesrat, den Bürokratieabbau umzusetzen. «Jetzt hat aber Wirtschaftsminister Guy Parmelin versprochen, sich für Lösungen einzusetzen», freut sich Hans-Ulrich Bigler. Er hat zum Thema das Buch «Der Wert der KMU» geschrieben – zusammen mit Professor Henrique Schneider, Professor für allgemeine Volkswirtschaftslehre. «Es gibt heute einen wissen-

schaftlichen Ansatz zu Regulierungskosten, der international anerkannt ist. In der politischen Debatte muss das Preisschild bekannt sein. Wenn wir definieren können, was nötig ist und was nicht – dann hilft das nicht nur der Produktivität der Wirtschaft, sondern wir können Wachstum aus eigener Kraft schaffen und Arbeitsplätze sichern», fügt Bigler an. Derweil sich hier zumindest Morgenröte andeutet, liegt ein anderes Kapitel noch immer im Nebel: die Vereinfachung von Mehrwertsteuer-Abrechnungen für Unternehmen, die an der Komplexität des Themas aufläuft. «Ein Einheitssatz wäre gut, liegt aber angesichts von etwa 20 Ausnahmebestimmungen in weiter Ferne. Damit liessen sich für KMU hunderte von Millionen Franken einsparen», so der sgv-Direktor.

«Immerhin haben wir in der auslaufenden Legislatur eine kohärente Finanzpolitik zustandegebracht – und in diesem Zusammenhang gegen linken Widerstand die Schuldenbremse nicht gelöst. Auch der Bundesrat wollte hier Anpassungen», fährt er fort und ist überzeugt, dass diese Bremse ein probates Mittel gegen die Finanzkrise und für die Sicherung von Arbeitsplätzen darstellt. Bigler freut sich auf die anstehende intensive Budgetberatung, die sich bis in den Dezember ziehen wird. Eine stringente Ausgabenpolitik sei hier das Ziel. Auch auf anderen Feldern verspricht diese letzte Session vor den Wahlen am 20. Oktober Spannung: Beim CO2-Gesetz gelte es nun abzuwarten, was der Ständerat beschliesse. Das Ziel einer 50-Prozent-Reduktion

Kaum in Bern - schon in den Schlagzeilen Fulminanter Auftakt für SVP-Nationalrat Martin Haab aus Mettmenstetten Mit einem Flüchtlingstweet und einem engagierten Votum gegen die Trinkwasser-Initiative schaffte es SVP-Nationalrat Martin Haab aus Mettmenstetten schon kurz nach seiner Vereidigung in die Schlagzeilen. In seinem Fokus steht aber die Agrarpolitik nach 2022 (AP 22+). ................................................... von werner schneiter 2015 verpasste er die Wahl in den Nationalrat nur um wenige Stimmen. Als in diesem Frühjahr Natalie Rickli zur Regierungsrätin gekürt wurde, schaffte Kantonsrat Martin Haab als erster Ersatzmann auf der SVP-Liste den Sprung in den Nationalrat. Nur wenige Wochen nach seiner Vereidigung folgte ein anderer Sprung: jener in die «Blick»-Schlagzeilen. Fünf Wochen zuvor, Anfang Juli, machte er einen Re-Tweet von einem 1000-fachen Bildchen mit Flüchtlingen – dies im Zusammenhang mit der von der italienischen Küstenwache verhafteten Kapitänin Rakete. Es wurde vom «Blick» entdeckt und zur Schlagzeile formuliert. Entsprechend die Reaktionen. «70 bis 80 Prozent der Kommentierenden gaben mir recht. Die Aufregung darüber hat mir nichts ausgemacht. In unserer schnelllebigen Zeit ist so etwas schnell vergessen», sagt

Martin Haab beim Gespräch in der Wandelhalle des Bundeshauses. Schnell ins Gespräch kam der Bauer aus Mettmenstetten aber auch, weil er sich als Neuling am Rednerpult im Nationalratssaal prononciert gegen die Trinkwasser-Initiative geäussert hatte. So ungewöhnlich, wie das dargestellt wurde, ist das nicht. Haab, der als Vorstandsmitglied der SVP Schweiz viele in seiner Fraktion schon vor seinem Eintritt kannte, liess sich vor der Vereidigung in die Rednerliste eintragen. «Schliesslich habe ich nur zwei Sessionen auf sicher», fügt er lachend bei. Als Neuling stand Haab auch noch am Nebenpult im Saal und geisselte das von grüner Seite verlangte Verbot des Zitzenverklebens an Kühen bei Viehschauen.

Nicht immer stramm auf SVP-Linie Bei landwirtschaftlichen Themen wird er also seit seinem Eintritt ins Parlament wahrgenommen. Eingelebt habe er sich «besser als erwartet», weil ihm auch als Kantonsrat die Mechanismen auf höherer Stufe nicht unbekannt sind. Die von Natalie Rickli «geerbte» Rechtskommission will er, der NichtJurist, bei einer Wiederwahl verlassen. Aber bei bäuerlichen Themen durchstarten: So startet die Vernehmlassung zu AP 22+ voraussichtlich im Februar 2020. Und da sieht Martin Haab die Gefahr, dass die Initiativen

zu den Themen Pestizid, Trinkwasser, Massentierhaltung, die er – weil mit «weltfremden Ideen» bestückt, – allesamt ablehnt, und die zumindest in Teilen Einlass finden könnten in der AP 22+. Und das noch bevor diese an die Urne gelangen. Haab ortet eine Menge Widersprüche. Durch ein Verbot von Soja-Import verschwinde die Geflügelproduktion in der Schweiz. Geflügel sei aber sehr beliebt und müsste dann importiert werden. Die Behauptung, der Konsum von Schweizer Rindfleisch sei schädlich fürs Klima, bezeichnet er als «Blödsinn». Schädlicher sei es, im Rahmen des Mercosur-Abkommens 3000 Tonnen rotes Fleisch aus Brasilien zu importieren – statt wie ursprünglich vorgesehen 1000 Tonnen. Das sei für die Bauern eine der roten Linien beim Freihandel, sagt Martin Haab, der beim Thema nicht immer auf der Linie von Magdalena Martullo-Blocher liegt. Auch bei anderen Themen weicht Martin Haab manchmal von seiner Partei ab. So unterstützt er den Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative – weil in Afrika «noch lange nicht alles in Ordnung ist». Als gute Beispiele nennt er private Entwicklungshilfeprojekte, denen er nahesteht: in Tansania und Äthiopien, wo mit relativ wenig Geld viel erreicht wird, derweil staatliche Entwicklungshilfe vielfach verpufft. «Wir müssen über das Thema einer Ausbeutung der

3. Welt reden und festlegen, wie solche Länder zu unterstützen sind», so Haab. Entgegen von Vorstand und Fraktion unterstützte er auch die Fairfood-Initiaitve. «Ich kann doch nicht während Jahren für einen fairen Milchpreis kämpfen und hier etwas anderes vertreten.»

Wiederwahl? «Ich habe ein gutes Gefühl» Ob er das weiterhin als Nationalrat machen kann, wird der 20. Oktober zeigen. Die Zürcher SVP stellt 12 Nationalräte und muss mit ein bis zwei Mandatsverlusten rechnen. Martin Haab startet auf Listenplatz 10 und kann auf Sukkurs des Bauernverbandes zählen. Zusammen mit den Bauern Martin Hübscher (SVP) und Martin Farner (FDP) bestreitet er einen Teil des Wahlkampfs, einen anderen Teil mit dem Winterthurer Gewerbler Franco Albanese (SVP). Von den beiden hängt inzwischen ein 9 Meter langes Wahlkampfplakat im Zürcher HB. Hinzu kommt der persönliche Wahlkampf mit Flyern und in den sozialen Medien. Die Chancen zur Wiederwahl? «Ich habe ein gutes Gefühl und gehe davon aus, dass wir mindestens zehn Sitze halten können.» Wie viel sein Wahlkampf kostet, will Martin Haab nicht verraten. Nur so viel: 50 Prozent berappt er voraussichtlich aus eigener Tasche.

Wahlkampf betreibt Hans-Ulrich Bigler in erster Linie im Team, weil es primär um Listenstimmen für seine Partei geht. Dass es innerhalb der FDP verschiedene Richtungen gibt und Bigler rechts von der Mitte einzustufen ist, sieht er nicht als Problem. Wichtig sei, dass man die Grundwerte teile: schlanker Staat, gute Rahmenbedingungen und Anreize statt Verbote und Bevormundung. Bei Themen findet er die parteiinterne Auseinandersetzung wichtig, zu Thesen und Antithesen eine qualitativ bessere Synthese zu finden. So sind am Strassenrand auf einem Plakat die Köpfe der Zürcher FDP-Deputation für Bern sichtbar. Natürlich bestreitet er daneben auch Einzelauftritte. «Fast an jeden Abend bin ich unterwegs. Eine sorgfältige Terminplanung ist auch für das Familienleben wichtig», sagt er und weist auf die Wichtigkeit hin, zu spüren, was die Leute wollen. «Das funktioniert nur, wenn man zu den Leuten geht.» Auch die sozialen Medien spielen eine wichtige Rolle.

Vor den Wahlen National- und Ständerat bestreiten derzeit die letzte Session vor den Wahlen, die am 20. Oktober stattfinden. Grund für einen Besuch in Bern bei den beiden Vertretern aus dem Bezirk Affoltern. Hans-Ulrich Bigler, Direktor des schweizerischen Gewerbeverbandes und in Affoltern wohnhaft, sitzt seit knapp vier Jahren im Parlament. Schwergewichtig setzt er sich dort für die Schweizer KMU ein. Auf der FDP-Liste nimmt Hans-Ulrich Bigler hinter Doris Fiala, Hans-Peter Portmann, Beat Walti und Regine Sauter Platz fünf ein. Die Chance auf eine Wiederwahl ist intakt. Martin Haab, Landwirt aus Mettmenstetten, gehört dem Nationalrat erst seit dem 3. Juni 2019 an. Er figuriert bei der SVP auf Listenplatz 10 und darf sich ebenfalls reelle Wahlchancen ausrechnen. Umfragen zeigen, dass die SVP einen oder zwei ihrer zwölf Sitze verlieren könnte. (-ter.) anzeige


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Bezirk Affoltern

Den Erfolgsfaktoren von KMU auf der Spur

Freitag, 13. September 2019

Wichtiger Schritt in Richtung Transparenz und Vergleichbarkeit

FDP Mettmenstetten besuchte Unternehmen Das Spital Affoltern ist neu Rekole-zertifiziert Das Spital Affoltern ist mit dem Gütezeichen Rekole für das betriebliche Rechnungswesen ausgezeichnet worden. Mit der erfolgreichen Zertifizierung schafft das Spital Transparenz in der Kostenentstehung seiner erbrachten Leistungen. Thomas Strebel, Mitglied der Geschäftsleitung der Anta Swiss AG, erklärt die Funktionsweise einer Walzenpresse zur Herstellung des Abfallhais. (Bild zvg.) Es war ein ausgesprochen informativer Anlass, zu dem die FDP Mettmenstetten am letzten Freitag ihre Mitglieder und Sympathisanten eingeladen hatte. Ein Teil des Programms war zwei KMU in der Region gewidmet: Der Anta Swiss AG und der British Classic Cars AG, beide in Knonau. Den Organisatoren ging es unter anderem darum, den 23 Teilnehmern zu zeigen, welche Faktoren den Erfolg von KMU in der Region ausmachen und mit welchen Herausforderungen die Unternehmen konfrontiert sind. Marcel Strebel, der Besitzer von Anta Swiss, zeigte auf eindrückliche Art auf, wie sich sein Unternehmen vom Hersteller des bekannten Abfallhais zu einem Unternehmen für Abfallmanagement und hochwertige Metallverarbeitung entwickelt hat. Zur Produktpalette gehören unter anderem auch Abfalltrennsysteme, Sitzbänke aus Metall, LED-Leuchten für die Raum- und Strassenbeleuchtung und andere Spezialitäten. Auch die Solarenergie hat Einzug gehalten: Im Solar-Presshai presst ein von einem Solarmodul gespeister Elektromotor den Abfall zusammen. So wird das verfügbare Hai-Volumen besser genutzt. Eine logische Weiterentwicklung im Abfallmanagement sind elektronische Systeme zur Überwachung der Füllstände wie etwa im Flughafen Kloten. So werden immer nur diejenigen Haie geleert, welche die Kapazitätsgrenze erreicht haben.

Marcel Strebel ist eher der Mechaniker. Für die Elektronik sind seine Söhne Thomas und Matthias zuständig. Der wichtigste Wert der Firma sind begeisterte Mitarbeiter. Das steht nicht nur im Leitbild, sondern wird auch intensiv gelebt. Die Geschäftsleitung holt aktiv Mitarbeiterfeedbacks zu allen betrieblichen Belangen ein. Die Räume sind nach Feng-Shui-Kriterien eingerichtet, und am Montagmorgen wird unter der Leitung eines sachverständigen Mitarbeiters jeweils geturnt, um den Körper und Geist auf die bevorstehende Arbeitswoche einzustellen. Bei British Classic Cars empfing die Familie Weingartner zum Apéro, eingerahmt von all den klassischen Autoschönheiten. Alte Jaguars und Rolls Royces liessen die Herzen der Liebhaber von Oldtimern höherschlagen. Auffallend war, dass die Raritäten durchaus bezahlbar waren. Sogar den Garagenplatz bietet British Classic Cars – aufmerksame Pflege inklusive. Nach den Betriebsbesichtigungen führte Fredi Räber mit seinem 1963erPostauto die Gruppe zum Abendessen ins Albishaus. In den 60er- und 70erJahren war es auf der Strecke ChurTschiertschen im Einsatz. Das Fahrzeug meisterte mit 28 km/h die Steigung des Albis problemlos. Das in cise-a gestimmte Dreiklanghorn weckte alte Buben- (und Mädchen-?) Träume. Hugo Zeltner, Vorstand FDP Mettmenstetten

Engelberg im Nebel

Herbstausflug Damenturnverein Stallikon

Der nationale Verband der Spitäler und Kliniken H+ hat im Jahr 2007 ein einheitliches System von Normen (Revision der Kostenrechnung und der Leistungserfassung, kurz: Rekole) für das betriebliche Rechnungswesen in Spitälern geschaffen. Damit hat H+ das betriebliche Rechnungswesen von Spitälern und Kliniken nach landesweit gemeinsamen Standards vereinheitlicht und ein System erschaffen, das die gesetzlichen Vorgaben gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) erfüllt. Bereits heute hat sich Rekole in der schweizerischen Spitalwelt zum breit akzeptierten Standard im betrieblichen Rechnungswesen etabliert. Seit dem Jahr 2010 hat H+ zusätzlich Zertifizierungsrichtlinien erarbeitet, die es erlauben, Spitäler und Kliniken nach diesen Richtlinien von unabhängigen Prüfstellen zu zertifizieren,

Bei der Zertifikatsübergabe von links: Michaël Rolle (H+), Annika-Mareen Peckedrath (Controlling Spital Affoltern) und Spitaldirektor Michael Buik. (Bild zvg.) um so das H+ Gütezeichen Rekole zu erhalten. Das Spital Affoltern hat sein betriebliches Rechnungswesen im Rahmen eines solchen Zertifizierungs-

verfahrens unter die Lupe nehmen lassen und aufgrund des Erfüllens der Richtlinien das Gütezeichen erhalten.

Verlässliche Falldaten

H+: nationaler Spitzenverband «H+ Die Spitäler der Schweiz» ist der nationale Spitzenverband der öffentlichen und privaten Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen. Ihm sind 226 Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen als Aktivmitglieder an 380 Standorten sowie rund 160 Verbände, Behörden, Institutionen, Firmen und Einzelpersonen als Partnerschaftsmitglieder angeschlossen. Seit über 80 Jahren gestaltet H+ das schweizerische Gesundheitswesen aktiv mit. Dabei vertritt der Verband die Interessen seiner Mitglie-

der im politischen Entscheidungsprozess auf Bundesebene und schafft in der Öffentlichkeit Verständnis für die Anliegen der Branche. H+ unterstützt die Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Arbeitssicherheit, Qualität, Tarife und eHealth, zum Teil mit exklusiven Branchenlösungen. Der Verband repräsentiert Gesundheitsinstitutionen mit rund 200 000 Erwerbstätigen. Präsidiert wird er von Isabelle Moret, Direktor ist Bernhard Wegmüller. (pd.)

Mit den Zertifizierungsrichtlinien hat H+ ein System geschaffen, das die Übereinstimmung des betrieblichen Rechnungswesens mit den Rekole-Vorgaben feststellt und als Gütezeichen für die korrekte Umsetzung dient. Ziel ist es, die hohe Zuverlässigkeit der Kostendaten zu bestätigen und damit schweizerische Leistungsvergleiche unter den Spitälern zu erleichtern. Für das einzelne Spital bedeutet die Zertifizierung ein Gütezeichen für die Transparenz des eigenen betrieblichen Rechnungswesens und damit eine substanziell gestärkte Verhandlungsposition gegenüber den Krankenkassen und verlässliche Falldaten auf nationaler Ebene.

Nicht bis zur Erschöpfung pflegen

Startschuss für die Sorgende Gemeinschaft Obfelden In einer Sorgenden Gemeinschaft werden Menschen mit Pflegeund Betreuungsbedarf von einer breiten Gemeinschaft unterstützt und getragen. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden in Obfelden in den nächsten drei Jahren innovative Formen der Sorge entwickelt.

Gut gelaunt: die Reisegruppe des Damenturnvereins Stallikon. (Bild zvg.) Frühmorgens trafen sich am Samstag, 7. September, 15 gut gelaunte Turnerinnen zum traditionellen Herbstausflug. Die Fahrt mit der SBB führte die Frauen über Zug und Luzern nach Engelberg. Verwöhnt wurde die heitere Gesellschaft mit Gipfeli und Orangensaft, dessen Packung und Halm eine ungewohnte Herausforderung darstellte: trocken zu bleiben! Die geplante Panoramawanderung auf der Sonnenseite vom Engelberger Tal, vis-à-vis vom Titlis musste leider schon Tage zuvor abgesagt werden. Zu sehen war nämlich weder Sonnenseite noch Titlis, alles war versteckt hinter grossen, grauen Nebelwolken. Die zwei Organisatorinnen waren jedoch um ein Alternativ-Programm nicht verlegen. Gestärkt mit Kafi im Dorf ging es entlang der Aa in Richtung Eienwäldli. Trotz guter Fitness liessen die Frauen die faszinierende Kletterwand links liegen. Statt dessen vergnügten sie sich mit einer Fotoses-

sion am Fusse des Stäuber Wasserfalls. Nach Überquerung der Aa befand sich die Gesellschaft unvermittelt im Indianerland. Leider waren da nur noch die übriggebliebenen Requisiten der Winnetou-Spiele vom vergangenen Monat. Anschliessend genossen alle im Restaurant Wasserfall ein vorzügliches Mittagessen in gemütlicher Runde. Am Nachmittag wurde das letzte Teilstück in Angriff genommen und die ganze Gruppe wanderte zurück nach Engelberg. Vorbei am wunderschön gelegenen Kloster machten die Frauen noch einen Spaziergang durchs Dorf. Der gesellige Ausflug wird allen in guter Erinnerung bleiben. Vorstand DTV Stallikon DTV Stallikon, Training dienstags, 20 bis 21 Uhr, und mittwochs, 19.15 bis 20.15 Uhr, Turnhalle Loomatt, Sellenbüren. Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer mit Elementen aus Pilates, Spiraldynamik Yoga und Zumba. Infos: Esther Kägi, Telefon 044 700 14 58, dtv@gmx.ch, www.dtv-stallikon.ch.

Über 80 Personen sind am 2. September der Einladung von Gemeinderätin Franziska Marty, Leiterin der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern, ins Mehrzweckgebäude Brunnmatt gefolgt. Gemeinsam mit der Spitex Knonaueramt, der Alterskommission und der Careum Hochschule Gesundheit Zürich diskutierte die Bevölkerung den Aufbau einer Sorgenden Gemeinschaft in Obfelden. Für Franziska Marty ist diese nötig, denn: «Ich erlebe Angehörige, die bis zur Erschöpfung pflegen. Das muss und soll nicht sein!»

Das Projektteam bespricht die letzten Details der Veranstaltung. (Bilder zvg.)

Weg von der Einsamkeit, hin zu wechselseitiger Unterstützung

Vor der Info-Veranstaltung studieren Interessierte den Projektflyer.

Karin van Holten von der Careum Hochschule Gesundheit erläutert den Kernpunkt Sorgender Gemeinschaften: «Als Menschen brauchen wir alle irgendwann Hilfe und Unterstützung. Wenn wir uns füreinander verantwortlich fühlen, kann die Sorge innerhalb der Gruppe verteilt werden.» Am An-

lass diskutierten die Teilnehmenden die Themen «Hilfe geben», «Hilfe annehmen» und «Einsamkeit». Die Mitarbeit der Bevölkerung ermöglicht den Aufbau einer allseits Sorgenden Gemeinschaft Obfelden, welche möglichst viele Menschen erreicht. «Wir wollen Ihnen zuhören

und mit Ihnen gemeinsam Ideen entwickeln», so Karin van Holten. Es werden nun Arbeitsgruppen gebildet und nächste Schritte geplant. Projektteam Sorgende Gemeinschaften Obfelden Unterlagen zum Projekt unter www.obfelden.ch.


Bezirk Affoltern

Freitag, 13. September 2019

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«What a wonderful world – oh yeah!» Berührende «Tour-de-Tête» mit Urs Engeli und Thomas Leu in Ottenbach Urs Engeli offenbarte dem Publikum mit seinem Programm «Die Engeli’sche Tour-de-Tête» berührende Einblicke in seine Gedanken- und Gefühlswelt, die seit 27 Jahren von Multipler Sklerose gezeichnet ist. Unterstützt wurde er dabei vom Ottenbacher Tenor Thomas Leu, der auch die Regie führte. ................................................... von christine häusermann Der Singsaal im Ottenbacher Schulhaus Chappelistein ist dunkel, Rockmusik tönt aus den Lautsprechern, wechselnde Fotos eines Mannes mit hagerem Gesicht werden als Auftakt auf die Leinwand projiziert. Die rund 60 Menschen harren auf die beiden Stars der Matinée. Schliesslich fährt Urs Engeli im Rollstuhl auf die Bühne. Abrupter Szenenwechsel: Orgelklänge ertönen, das Bühnenbild wechselt zu farbigen Chorfenstern einer Kirche. Pater Don Angelo alias Thomas Leu beginnt den Gottesdienst. Das kirchliche Setting mit dem kranken Mann im Rollstuhl irritiert, ja erschreckt fast ein wenig. Der Tod lauert etwas gar nah um die Ecke. Schon die Grossaufnahmen des Mannes im Rollstuhl mit seinen bergseeblauen Augen und dem eindringlichen Blick, die am Anfang gezeigt wurden, erinnerten an einen Gedenkgottesdienst für einen Verstorbenen. Wie es sich aber für einen Geistlichen gehört, holt auch Pater Don Angelo seine Schäfchen im wohlwollend warmen Ton ab und lässt ein Kirchenlied anstimmen, das beklemmende Gefühl, der eiserne Griff ums Herz lockert sich etwas, hält aber die ganze Vorführung an. Das geht wohl allen Zuhörern ähnlich, denn während der ganzen Vorführung würde man eine Stecknadel hören, die zu Boden fällt. Deshalb tut es gut, wenn zwischendurch das Publikum immer wieder zum Singen aufgefordert wird. Das

vielen Gläubigen im Publikum, die seine Kirche mit Liedern wie «Danke für diesen guten Morgen» zum Klingen bringen. Lehrer Egloff tritt auf – ein prägender Lehrer aus der eigenen Schulzeit oder eine Reminiszenz an seinen gelernten Beruf, den er zu wenig lange ausüben konnte? Prof. Dr. Julius N. Angel ist ein vielbeschäftigter Psychiater, der seine Vorlesungen herunterleiert und wieder zur nächsten Universität in der grossen weiten Welt weiter jettet. Die Sehnsucht des Unbeweglichen nach Mobilität? In seinem Modell fordert Prof. Angel auf, auf einer senkrechten Skala die eigene Position zwischen 0 = Trostlosigkeit und 10 = Paradies einzustufen. Und wo steht Urs Engeli?

Thema Leben und Tod geht an die Eingeweide. Hinzu kommt wohl auch die Unsicherheit von vielen im Umgang mit schwer kranken Menschen.

Ein Adler mit gebrochenem Flügel Mit 29 bekam Urs Engeli die Diagnose MS, heute ist er 54 Jahre alt und wie er offen berichtet, hat er sich bei Exit angemeldet. In der Rolle des Himmelsguckers – was kann er in seinem Rollstuhl anderes tun – philosophiert Urs Engeli im Stück über sein Leben mit Sätzen wie: «Das Leben ist nur ein Traum. Jetzt liegt es an mir, wie ich rudern will. Die einzige Wahrnehmung, der ich trauen kann, ist meine eigene. Ich bin ein Fahrender auf Messers Schneide. Ich. Ich bin. Ich bin müde – ein Verlierer – ein Jammeri.» Der Wackeldackel, der Plüschtierhund, der auf dem Altar thront – sein Alter Ego – , wackelt jeweils mit dem Kopf und hält mit seinen Sätzen nicht hinter dem Berg. Im abgeklärten, eher resignierten Tonfall ertönt es: «Ja, ja, es isch wie’s isch und es chunnt wie’s chunnt …» Nicht von ungefähr erinnert man sich an Goethes verletzten Adler: «Oh Weisheit! Du redst wie eine Taube.» Fliessendes Wasser ist für Engeli ein tröstlicher Anblick, er schaut dem Wasser zu, das stetige Fliessen ist für ihn ein Symbol «s’Läbe flüsse z’la, dä Fluss vom Läbe zuela». «Take me ...» die ersten beiden Töne sind noch etwas brüchig, als er das Lied selber anstimmt, man hält beunruhigt den Atem an, aber dann klingt seine Stimme unerwartet kraftvoll aus seiner Kehle «… Back to my Boat on the River ... and I Won’t Cry out Anymore.» Das Bild des jungen blonden Urs Engeli, selber im Boot sitzend und rudernd, das gezeigt wird, erinnert an den jungen Tommy Shaw von den Styx, der das Lied 1979 komponierte.

Die musikalische Hausapotheke Urs Engeli liebt den Gesang und die Musik. Die Gesangstunden, die ihm

Berichten vom unbewegten, bewegten Leben: Urs Engeli und Thomas Leu. (Bild ch) Thomas Leu bei sich zu Hause in Schongau auf dem Bauernhof gibt, wo er und seine Partnerin, die langjährige Ottenbacher Schulleiterin und Primarschullehrerin Flurina Staub, zu Hause sind. Das Singen ist ihm sehr wichtig, neben der Freude stärkt es auch die inneren Organe, wie er nach der Vorstellung draussen beim Chillen und Zigirauchen (mit spezieller Rollstuhl-Halterung!) erzählt. Es ist ein lebensverlängerndes Mittel – vielleicht seine musikalische Hausapotheke? «What a wonderful world» ist ein Louis-Armstrong-Klassiker, eine Ode an die Schönheit des Lebens. Nach dem Lied und dem Applaus, ertönt es tief aus der Brust von Urs Engeli, ganz im Stil von Louis Armstrong: «Oh yeah!» Ob er sich denn manchmal auch genötigt fühle, für seine Mitwelt positiv zu sein? «Nein», kommt es überraschend schnell und bestimmt aus ihm heraus. Es freut einen, dass dieser vom Schicksal gebeutelte Mann sein kann, wie er sich fühlt. Während der Vorstellung geniesst er auch die Gesangseinlagen des Publikums, die er notabene ja selber ausgewählt hat: «Nobody knows the trouble I’ve seen, nobody knows but… – nein, nicht

«Jesus» sondern – «but me», oder «Die Gedanken sind frei» und das Lumpenliedchen «Wir sind durch die Welt gefahren», das Erinnerungen an längst vergangene «Jugiriege»-Tage weckt. Thomas Leu stimmt das Lied «Seasons in the Sun» von Terry Jacks an, den Riesenhit aus dem Jahre 1974 über einen sterbenden Mann. Der klare Tenor versteht es dabei gekonnt, die etwas gar larmoyanten Strophen mit gesanglichen Kunstgriffen zu mildern, er wechselt die Tonlage, singt laut, hell und klar. Im Publikum werden aber trotzdem Nasen geputzt und Taschentücher der Sitznachbarin gereicht. Die augenzwinkernde Originalfassung «Le Moribond» von Jacques Brel aus dem Jahre 1961 trieft von Galgenhumor, aber die hätte nicht auf Urs Engeli gepasst, on le comprend. Manchmal hat auch Sentimentalität ihren Platz.

Das Leben in verschiedenen Rollen reflektieren Die weiteren Rollen, die Urs Engeli für dieses Stück geschrieben hat, spielt Profi Thomas Leu. Der schon erwähnte Pater Don Angelo freut sich über die

Schongau – Ottenbach – Burkina Faso Wichtig war es Urs Engeli am Schluss der Vorstellung, seinen Gefährtinnen und Gefährten zu danken und auch hier bleibt er sich treu und philosophiert über diese: «Gefährten wandeln sich oder wenn sie sich verwandelt haben, habe ich die Leere, die sie hinterliessen mit den guten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit gefüllt», sagt er und fügt hinzu. «Eine Gefährtin hat mal zu mir gesagt: Die Liebe gehört den Lebenden.» Das Publikum kann seine Liebe am Schluss der Vorstellung nun auch mit einer Kollekte zeigen, die für ein Brunnenprojekt in Burkina Faso gespendet wird. Urs Engelis «Hände und Füsse» oder IV-Deutsch korrekt Assistenzperson, Hyacinthe Yameogo, stammt aus Burkina Faso. Er wird sich persönlich um die Realisierung des Brunnens kümmern. Seine «Tour de Tête» möchte Urs Engeli nochmals am 1. Dezember um 11 Uhr im Singsaal Ottenbach durchführen (Interessierte melden sich bitte an), wenn es ihm seine «Form» erlaubt, da sollte ein Brunnen in Burkina Faso schon sprudeln können. Und so schliesst sich auch der Kreis zum fliessenden Wasser und zum Fluss des Lebens, den Urs Engeli zulässt.

Die Jünger von Lucullus in der Schulküche von Wettswil Der Verein «Säuliämtler Gourmet-Chuchi» feierte das Jubiläum der 300. Chochete Das Klublokal der begeisterten Hobbyköche in Wettswil gehört der Oberstufenschule Bonstetten, Wettswil und Stallikon. Einmal im Monat zaubern die 21 Männer des Vereins «Säuliämtler Gourmet-Chuchi« auf den vier Kochinseln exklusive Menüs mit vier bis fünf Gängen. Der berühmte Koch Paul Bocuse, der vom Gault-Millau zum «Koch des Jahrhunderts» ausgezeichnet wurde, hätte vermutlich seine helle Freude gehabt am Anblick, der die Schulküche der Oberstufe in Wettswil am letzten

Dienstagabend bot. Allein der Name des exklusiven Männervereins «Säuliämtler Gourmet-Chuchi» lässt die Herzen aller Feinschmecker schneller schlagen. Der Verein wurde 1993 gegründet und besteht momentan aus 21 kochbegeisterten Mitgliedern. Sie treffen sich einmal im Monat und zaubern auf den vier Kochstellen exklusive Menüs. Die fröhliche Schar in weissblauer Kochbekleidung begann ihr Koch-Jubiläum selbstverständlich mit einem Apéro. Jeweils ein Mitglied schlägt für das monatliche Kochtreffen ein Menü vor und amtet dann als sogenannter Rezeptführer.

Das Hobby wird mit grosser Begeisterung ausgeführt Am Kochabend ist er dann verantwortlich für die Koordination der Arbeitsabläufe, bis hin zum Abwasch und besorgt die Einkäufe inklusive aller Getränke. Für die Herstellung der Menüs werden vier Kochgruppen ausgelost, die jeweils die komplette Speisenfolge kochen. Die auf acht A4-Seiten farbig ausgedruckten Rezepte liessen keine Zweifel aufkommen, dass hier ein Hobby mit grosser Begeisterung ausgeübt wird. Das Jubiläumsmenü bestand aus den fünf Gängen Apéro, Suppe, Vorspeise, Hauptgang und Dessert.

«Gesunde Ernährung mit Qualitätsanspruch» lautet ihre Devise: Die Mitglieder des Vereins «Säuliämtler Gourmet-Chuchi» am Jubiläumsabend. (Bild Martin Mullis)

Beachtenswert auch, dass auf den ausführlichen Rezeptlisten für jeden Gang ein anderer Wein aufgeführt war. Kein Wunder, dass der Männerkochverein «Säuliämtler GourmetChuchi» keine Nachwuchssorgen hat. Im Gegenteil: die vier zur Verfügung stehenden Kochstellen im Klublokal begrenzen die Mitgliederzahl und für einen Beitritt sehen die Statuten eine Empfehlung eines «Göttis» vor. Das anzeige

Vereinsleben besteht jedoch aus mehr als nur Kochen. Einmal pro Jahr wird eine dreitägige Reise in der Schweiz oder ins nahe Ausland geplant. Nicht nur sehr sympathisch, sondern auch beliebt und das Vereins-Highlight ist der jährliche Anlass «Essen mit Partnerinnen» bei dem die Mitglieder ihre Partnerinnen an einem speziellen Ort bekochen oder aber in ein erstklassiges Restaurant einladen. (mm)


Bezirk Affoltern

Model-Hoffnung aus Stallikon

Freitag, 13. September 2019

Volltreffer! Jana Felsberger aus Zwillikon holte am Zürcher Knabenschiessen den dritten Rang

Finalistin des Schweizer Elite Model Look Wettbewerbs: Nathalie Vollmeier. (Bild zvg.)

Morgen Samstag, 14. September, von 17 bis 18 Uhr, findet im Sihlcity in Zürich das Schweizer Finale des Elite Model Look Wettbewerbs statt. Unter den acht Finalistinnen ist auch Nathalie Vollmeier aus Stallikon. Die sportliche 17-Jährige – mit dem Juniorennationalkader in der rhythmischen Gymnastik hat sie sogar WM-Erfahrung gesammelt – besucht aktuell die Kantonsschule Zürich Nord, Profil Pädagogik, möchte aber für «Victoria’s Secret» auf den Laufsteg.

Jugendgewalt bleibt stabil Gemäss Unfallstatistik haben die Gewaltfälle bei den jungen Männern zwischen 2008 und 2015 um 60 Prozent abgenommen. Seither verlaufen sie stabil. In der aktuellen Ausgabe der Unfallstatistik widmet die von der Suva geführte Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) dem Thema «Gewaltbedingte Verletzungen bei jungen Menschen» ein eigenes Kapitel. Die jüngste Auswertung zeigt: Während zwischen 1995 und 2008 die Fälle mit gewaltbedingten Verletzungen massiv anstiegen, haben diese seither wieder um 30 % abgenommen und sind seit 2015 stabil. «Der Rückgang der Gewaltfälle ist bei jungen Männern zwischen 15 bis 24 Jahren am stärksten», sagt Sandra Degen, Statistikerin der Suva. Bei dieser Altersgruppe gingen die Gewaltdelikte seit 2008 um 60 % auf rund 1600 Fälle im Jahr 2017 zurück. Die Gewaltfälle haben sich im Verlauf der Jahre stärker auf das Wochenende verlagert, was mit dem veränderten Freizeit- und Ausgehverhalten zusammenhängt. (pd.) anzeige

Einmal im Jahr drückt Jana Felsberger den Abzug – und trifft zuverlässig ins Schwarze. 2017 erreichte sie am Knabenschiessen 32 Punkte, dieses Jahr sogar 34. Wie macht sie das?

überlegt, wirkt dabei fast entschuldigend, «und halt, wie gut man zielen kann.» Das kann Jana ziemlich gut. Nichts zu entschuldigen.

................................................... von livia häberling

Nein, Jana Felsberger ist keine routinierte Schützin. Aber sie ist eine routinierte Wettkämpferin. Der Vater, die Mutter, der Bruder: Sie alle sind vernarrt ins Velofahren. Auch Jana. Seit fünf, sechs Jahren fährt sie Radrennen, seit zwei Jahren für den RMV Cham-Hagendorn. Sie kennt den Moment, die Nervosität, kurz bevor es losgeht – kurz bevor es zählt. «Vor dem Start versuche ich, ruhig und tief zu atmen, nicht zu fest daran zu denken, was gleich passiert – und mich einfach auf das Rennen zu freuen.» Ähnlich handhabte sie es, als sie sich am Sonntagnachmittag in den Schiessstand legte. Sie versuchte, sich von der Wettkampfsituation nicht aufwühlen zu lassen, sich keinen Druck zu machen. Stattdessen habe sie gehofft, «dass es einigermassen gut rauskommt». Am Ausstich aber, da sei es ihr schon weniger leicht gefallen, ruhig zu bleiben und die Nerven zu behalten. Es hatte mehr Publikum, es ging um die Klassierung – und damit auch um die Preise. Mit dem dritten Rang hatte Jana später am Gabentisch die Qual der Wahl. Sie entschied sich für einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt auf Malta.

Etwas sei anders gewesen in diesem Jahr, erzählt Jana Felsberger, 16 Jahre. Sie lag im Schiessstand, spähte durch das Visier, zielte auf die Scheibe, drückte ab. Nur ihr Instruktor sass neben ihr und sagte nichts. Nach dem ersten, dem zweiten, dem dritten, dem vierten Schuss. Nichts. Und dann, nach dem fünften, teilte er ihr das Ergebnis mit: 34 Punkte. Das war der zweite Zwischenrang – direkt hinter Neva Menzi, die mit 35 Punkten als Einzige das Maximum erzielte und später zur Schützenkönigin gekürt wurde. War es Glück? Talent? Eine Mischung aus beidem? «Ich ging einfach hin und hab geschossen», sagt Jana Felsberger, pragmatisch und fast ratlos über den eigenen Erfolg. Sie habe ja während des Wettkampfs – anders als in den Vorjahren – selber nicht mitbekommen, dass sie so viele Punkte erzielte, und auch nicht damit gerechnet. Man glaubt es ihr gerne. Einfach hingehen und schiessen, Jana Felsberger macht das seit drei Jahren. Es war im Jahr 2017, als sie ihren ersten Schuss abfeuerte. Damals fand in der Anlage Zwillikon ein Probetraining fürs Knabenschiessen statt, Jana war neugierig, wollte es mal ausprobieren, das Schiessen, und machte mit. Später, als es für sie im Albisgüetli zum ersten Mal ernst wurde, erzielte sie 32 Punkte. Einfach so.

Unerfahren, aber treffsicher Und nun also 34. Ein Punkt nur fehlte zum Maximum. Für Jana hiess das: warten. Warten, bis alle Teilnehmenden ihr Glück versucht, ihr Können gezeigt haben. Schliesslich stand fest: Sieben weitere Schützinnen und Schützen hatten 34 Punkte erzielt. Am folgenden Ausstich schossen die Jugendlichen um die Ränge zwei bis neun. Wieder spähte Jana Felsberger durch das Visier, zielte auf die Scheibe, drückte ab. Und traf. Diesmal waren es 31 Punkte – Rang drei. Wie macht sie das? Warum ist sie, die Amateurin, so treffsicher, während es andere trotz Trainings nicht in den Ausstich schaffen? Jana sagt: «Ein bisschen Glück spielt auch eine Rolle»,

Die Nerven behalten im Moment, wenn es zählt

Die Feldschützengesellschaft Zwillikon hat schon angefragt Jana Felsberger besucht die vierte Klasse am Gymnasium Urdorf. Was danach kommt, ist offen. Momentan tendiert die 16-Jährige dazu, nach der Matur eine Lehre zu machen. Ein Studium, glaubt sie, würde ihr nicht so viel Spass machen. «Und endlich mal Geld verdienen und selbstständig sein, das wäre schon cool.» Klare Ideen – zumindest zu ihrer sportlichen Zukunft – hat hingegen die Feldschützengesellschaft Zwillikon. Auch dort hat man den Erfolg von Jana registriert. Nach dem Schiessen habe man sie angefragt und zum Vereinseintritt ermuntert. Wär das was? Jana, bald auch Mitglied in einem Schützenverein? «Ich muss mal sehen, ob ich neben dem Velofahren noch Zeit habe.» Sie überlegt es sich noch. Sie weiss nur: 2020 darf ihr Jahrgang im Albisgüetli zum letzten Mal ran. Natürlich schiesst sie nochmals mit.

Jana Felsberger erzielte am Knabenschiessen 34 Punkte, wurde Dritte und durfte eine Medaille mit nach Hause nehmen. (Bild Mohammed Shahin)

Konzentrieren, zielen, abfeuern: Jana Felsberger während des Wettkampfs am Sonntagnachmittag im Albisgüetli. (Bild zvg.)

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Farbintensiv in den Herbst

Ausstellung Beate Bitterwolf in Bonstetten

Ein Rausch der Farben mit den neuen Arbeiten von Beate Bitterwolf. (Bild zvg.)

Zum wiederholten Mal zeigt Elfi Bohrer neue Arbeiten der Künstlerin Beate Bitterwolf. An den kommenden beiden Wochenenden ist «Open House». Plantates, Floridez, Horizonte, Nah und Fern – nennt sie ihre Werke. Das Spriessen und Wuchern der Pflanzenwelt ist das alles beherrschende Thema einer stets in Bildserien angelegten Kunst. Beate Bitterwolf, geboren 1961 in Wangen im Allgäu, bewegt sich dabei klar entlang der Trennlinie zwischen Figuration und Abstraktion. Ihre Landschaften sind kaum mehr als angedeutet, die Konturen zerfliessen, egal ob der Blick in die Ferne schweift oder auf den Details von Blüten und Blättern, auf kraftvoll wuchernden Ranken ruht. Die Künstlerin spricht von «freier Farbigkeit», wenn sie die Aura ihrer Bilder beschreibt. Die Farbe besitzt ein Eigenleben, eine Dynamik, die den Ansätzen des Gegenständlichen zuwiderläuft. Natur als Inspiratipublireportage

on ist die grosse Konstante in ihrer künstlerischen Arbeit. Die Blickwinkel leben von der Intensität und Dichte der in vielen Schichten aufgetragenen Farbe. In diese arbeitet sie Pigmente und Sand ein, um der Bildoberfläche eine eigene Lebendigkeit zu verleihen. Bitterwolf studierte Malerei an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn und an der Freien Hochschule Stuttgart, Fachbereich Kunst. Seit 2006 lebt die Künstlerin in einer alten Fabrik in Horn/Gaienhofen, auf der malerischen Halbinsel zwischen den beiden Ausläufern des Bodensees. Neben zahlreichen öffentlichen Ankäufen hat sich die Künstlerin eine grosse Fan-Gemeinde privater Kunstfreunde aufgebaut, und das seit Jahren auch in der Schweiz. Man darf sich auf einen Farbenrausch freuen! (pd.) Open-House-Wochenenden Samstag und Sonntag, 14. und 15. sowie 21. und 22. September, 13 bis 17 Uhr, und nach Vereinbarung. www.ggbohrer.ch, galerie@ggbohrer.ch, 079 207 76 28.

Freitag, 13. September 2019

Ehrfurcht vor dem Geheimnis hinter dem Leben

Gedanken zum Dank-, Buss- und Bettag von Pfarrer Werner Schneebeli

D

ie Erinnerungen an die Tour über die Greina-Hochebene vor mehr als einem Jahrzehnt ist noch sehr lebendig in mir. Nicht nur die fantastische Aussicht auf Gipfel und Felsformationen, auch die kleinen Wunderwerke aus blühendem Moos auf von Quarzadern durchzogenen Steinplatten, das klare und eisige Wasser in dem natürlich schlängelnden Wasserlauf, die farbig blühenden Alpenglöckchen, welche ganze Wiesen in ein rosa Meer verwandelten und nicht zuletzt die beiden Steinböcke, die immer wieder auf einander losstürmten und ihre Hörner in einem grossen Krachen aufeinanderprallen liessen, während die Weibchen gelangweilt einige Meter neben ihnen dem Gebaren der Böcke zuschauten. Diese Eindrücke aus einer von Menschen noch mehrheitlich unberührten Naturlandschaft füllen mich mit bewegtem Staunen und wecken die Ehrfurcht vor dem Leben auf der Erde. Wäre ich Dichter und Musiker, würde ich ein Lied auf die Schöpfung und einen Dank an den Schöpfer aus meinem Geist hervorquellen lassen. Nun – ich bin Pfarrer und deshalb kommen mir die Schöpfungslieder aus den biblischen Psalmen in den Sinn und ich würde sie gerne in ihrer ursprünglichen Sprache hören und verstehen, denn das Hebräisch hat seine Wurzeln in den kargen und gebirgigen Gebieten im Land Kanaan. Dennoch entdecke ich selbst in der Übersetzung der Zürcherbibel dieses Staunen und diese Ehrfurcht, welche auch mich, tausende von Jahren später, im-

Die Greina Hochebene lässt Staunen, Ehrfurcht und Sorgsamkeit wachsen. (zvg.) mer noch bewegen: «Du, Gott, kleidest dich in Licht und spannst den Himmel wie ein Zeltdach über dir aus. Du reitest auf den Flügeln des Sturmes und hast die Winde zu deinen Boten bestellt. Du hast die Berge angehoben und die Täler gesenkt. Du lässt die Quellen rinnen durch die Täler und da fliessen sie zwischen den Bergen dahin und tränken die Tiere des Feldes und stillen selbst den Durst des Wildesels. Du lässt Gras sprossen für die Tiere und mancherlei Gewächs für den Bedarf der Menschen. Alle warten auf dich, dass du ihnen zu essen gibst. Wenn du gibst, so sammeln sie. Tust du deine Hand auf, werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst du dich, erschrecken sie. Atmest du ein, nimmst du deinen Lebensodem zurück; Pflanzen, Tiere und Menschen sterben. Atmest du aus, so sendest du deinen Odem aus; Leben wird geboren und du erneuerst das Angesicht der Erde.» So meine Übertragung einiger Verse aus dem Schöpfungspsalm 104.

Wenn sich unser Wissen über die Erde als Globus in einem unvorstellbaren All und unsere Kenntnis über die Biologie und Geschichte des Lebens auch immens verändert haben, das Staunen bleibt, ja nimmt mit dem Wissen noch zu. Und wenn unser Gottesbild heute auch weit weg ist von dem Bild, welches der Psalmdichter sich von Gott gemacht hat, die Ehrfurcht vor dem Geheimnis, welches hinter dem Leben steht, bleibt. Und so sage auch ich dem Schöpfer von Herzen Danke und stimme am Bettag ein in ein Lob. Wenn daraus ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit jedem Lebewesen und der Erde wächst, welche diese Vielfalt an Leben ermöglicht, wird die grüne Welle zur Lust. Ich suche nach Erlebnissen wie die Wanderung durch die Greina, was wiederum Staunen, Ehrfurcht und Sorgsamkeit wachsen lässt. Dem Schöpfer sei Dank. Pfarrer Werner Schneebeli, Affoltern


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Freitag, 13. September 2019

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Wieder einmal frass die Revolution ihre eigenen Kinder Der reformierte Pfarrer Peter Dettwiler arbeitete die Geschichte der Täufer im Knonauer Amt auf Über 50 Interessierte trafen sich am vergangenen Dienstagabend im reformierten Kirchgemeindehaus in Affoltern. Peter Dettwiler war von der Kirchgemeinde eingeladen worden, um im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu 500 Jahren Reformation über das Schicksal der Wiedertäufer zu sprechen. ................................................... von salomon schneider Als die Reformation 1519 in Zürich Form anzunehmen begann, war Huldrych Zwingli bei Weitem nicht der einzige, der vergleichbare, reformative Gedanken hegte. Rund zehn Prozent der Zürcher Bevölkerung bestand aus Klerikern der katholischen Kirche, was sowohl für die städtischen Handwerker als auch für die bäuerliche Bevölkerung in der Zürcher Landschaft eine hohe finanzielle Belastung darstellte. Als Huldrych Zwingli, Konrad Grebel, Jörg Blaurock, Felix Mantz und weitere Verbündete forderten, dass die Bibel wörtlich interpretiert und alle nicht darin begründeten Elemente abgelehnt werden sollten, stiess die Idee bei den aufstrebenden Handwerkern der Stadt Zürich und damit in den Zürcher Ratskammern auf Wohlwollen. Denn eine Schwächung des Klerus war gleichbedeutend mit einem steigenden Einfluss der aufstrebenden Zünfte. Auch die Landbevölkerung liess sich grösstenteils einfach für eine Reformation des Glaubens gewinnen, da sie die berechtigte Hoffnung hatte, anschliessend weniger Kleriker durchfüttern zu müssen.

Aus Freunden werden Feinde 1524 war die Reformation mit Unterstützung des Zürcher Rates strukturell bereits abgeschlossen. Die Klöster wurden enteignet und geschlossen, Heiligenbilder aus Kirchen entfernt, Prozessionen und Wallfahrten verboten Ablass, Fastenzeit, Kirchenmusik und Zölibat wurden abgeschafft. Einschneidender für die Bevölkerung waren die sogenannten Sittenmandate, die schwören, fluchen, Glücksspiele, das Tragen von Schmuck und Luxus sowie Vergnüglichkeiten wie die Fasnacht unter Strafe stellten. Einigen jungen Heissspornen unter den Reformatoren – unter ihnen Felix Mantz, Konrad Grebel und Jörg Blaurock – ging die Reformation damit jedoch nicht weit genug. Für sie

Der reformierte Pfarrer und Täuferexperte Peter Dettwiler (links) mit Mitgliedern der Mettmenstetter Täufergemeinde, nach dem Vortrag im reformierten Kirchgemeindehaus Affoltern. (Bild Salomon Schneider)

Der Mettmenstetter Täufer Heinrich Funck Einer der am besten dokumentierten Fälle eines Täufers aus dem Knonauer Amt ist jener des Obermettmenstetters Heinrich Funck. Er wurde 1637 im Alter von 17 Jahren erstmals durch den Knonauer Vogt verhaftet und im Zürcher Wellenberg eingesperrt und nach seiner Verurteilung im ehemaligen Kloster Oetenbach eingesperrt, von wo ihm nach einigen Monaten die Flucht gelang. 24 Jahre später taucht er im

Emmental wieder auf, wo er eine Familie gründet und zwei Kinder hat. Da er jedoch als fahnenflüchtiger Sans-Papier im Emmental lebt – damals brauchte man für einen Kantonswechsel eine Niederlassungsgenehmigung – wird Heinrich Funck 1670 von der Berner Obrigkeit verhaftet und zu Auspeitschung, Brandmarkung und Landesverweis verurteilt. Er wird nach St. Crois geführt, an die Burgundische Grenze und des Landes verwiesen. Bei

einer Rückkehr in die Schweiz hätte ihm die Todesstrafe gedroht. Er hätte durch Abschwören der täuferischen Glaubensinterpretation das harte Urteil abwenden können, entschied sich aber dagegen. Seine Emmentaler Frau Madleine konnte ihm nachreisen; was mit den Kindern passiert ist, ist nicht bekannt. Wie damals üblich, wurden sie wahrscheinlich bei einer «ehrbaren» Familie verdingt. (sals)

war Zwinglis Weg nicht radikal genug und sie forderten schnellere Massnahmen. 1525 kam es bereits zum Bruch zwischen den Zürcher Räten und den jungen Rebellen. Ein zentrales Thema war dabei die Erwachsenentaufe. «Die Täufer forderten, dass erst erwachsene Menschen getauft werden sollen. Damit wäre die Taufe ein aktives Glaubensbekenntnis. Zwingli wollte jedoch nicht so radikal mit den Traditionen brechen und der Bevölkerung Zeit geben, sich an die Neuerungen zu gewöhnen. Da die Oppositionellen auf der Erwachsenentaufe beharrten, wurden sie Täufer genannt», erläuterte Peter Dettwiler.

unter dem Einfluss Zwinglis – eine Eskalation des Disputs, indem nach den Gesprächen mit den Täufern ein Gesetz eingeführt wurde, das zur Kindestaufe verpflichtete und die Wiedertaufe, also die Erwachsenentaufe, unter Strafe stellte. Damit waren die Fronten so verhärtet, dass keine Versöhnung mehr möglich war. Täufer wurden in der Stadt Zürich sowie der Zürcher Landschaft verfolgt. Zwischen 1527 und 1532 wurden in Zürich sechs Täufer zum Tode verurteilt und in der Limmat ertränkt, während andere unter der Folter abweichenden Glaubensauffassungen abschworen. Die Ertränkten wurden von den Täufern jedoch als Märtyrer gefeiert und befeuerten das Wachstum und die Verbreitung der Täufergemeinden, die zwar evangelisch waren, aber anderen Riten folgten. Die Bergpredigt, eine Reihe von neun Seligpreisungen im

Matthäus-Evangelium – 5,3 bis 5,12 – wurden von den Täufern als speziell wichtig erachtet. In ihr interpretiert Jesus die Tora aus dem Alten Testament neu, indem er Armut, Trauer, Demut, Sanftmut, Gerechtigkeitssuche, Barmherzigkeit, reines Herz, Friedensstiftung und Leidensbereitschaft wegen Verfolgung predigt. Gerade die «von Gott auferlegte» Leidensbereitschaft bei Verfolgung erwies sich als schwieriges Hindernis für die Täuferverfolgung.

Eine Eskalation provoziert Die Zürcher Räte, welche die religiöse und staatliche Macht in Zürich innehatten, provozierten – wahrscheinlich

Widerspenstige Täufer aus Knonau Auch im Knonauer Amt stiessen die Leitgedanken der Täufer auf offene Ohren, vor allem bei jungen Erwachsenen. Im Knonauer Weiler Baregg lebten mehrere Täuferfamilien. Sie konnten jeweils in den Kanton Zug fliehen, wenn die Zürcher Häscher

kamen, und zurückkehren, wenn sie wieder abgezogen waren. Trotzdem wurden 1636 zahlreiche Täufer aus dem gesamten Knonauer Amt verhaftet und mehrere Monate im Wellenbergturm in Zürich eingesperrt. Damals war Haft im Wellenbergturm gleichbedeutend mit Verhören unter Folter. Am 7. März 1637 mussten sie vor dem Vogt von Knonau erscheinen, wo sie zur Abschwörung des Täuferglaubens aufgefordert wurden. Da sie sich weigerten, ihren abweichenden Glaubensauffassungen abzuschwören, wurden ihre Besitztümer beschlagnahmt. Peter Dettwiler: «Normalerweise ging bei Beschlagnahmungen je ein Drittel der Besitztümer an die Kirche, den Staat und die Schule.» Die Knonauer Täufer wurden anschliessend im ehemaligen Kloster Oetenbach eingekerkert, bis zu ihrem Tode. Im Kanton Zürich wurden Täufer 130 Jahre lang verfolgt, bis es keine mehr gab. Im Emmental hielten sie sich noch viel länger, weshalb die Verfolgung im Kanton Bern 300 Jahre dauerte.

Täufer kehren ins Säuliamt zurück Den Säuliämtler Täufern kam, wie den meisten Zürcher Täufern, das Ende des 30-jährigen Krieges zugute, von dem die Schweiz verschont blieb. Zahlreiche Täuferfamilien migrierten nach 1648 ins entvölkerte Süddeutschland oder ins Elsass, wo sie eine bedingte Religionsfreiheit genossen und nicht verfolgt wurden. Letztmals wurde 1667 in den Stillstandsprotokollen (einer Art Vorläufer der Kirchenpflege) der Gemeinde Stallikon eine Täuferin namens Cathryna Grobin erwähnt, die aus Bern kam. Ihr wurde die Aufenthaltserlaubnis erteilt, solange sie sich unauffällig verhielt und ihren Glauben nicht öffentlich ausübte. Damit endete die Geschichte der Täufer im Knonauer Amt, bis zur Gründung der Schweiz 1815. Anschliessend gründeten sich in der Schweiz wieder mehrere Täufergemeinden. Seit 1985 gibt es auch im Knonauer Amt wieder eine evangelische Täufergemeinde, in Mettmenstetten. Sie ist als Schwestergemeinde einer Täufergemeinde in Schlieren entstanden und hat rund 70 Mitglieder. Die Mettmenstetter Täufergemeinde geht auf den Aargauer Pfarrer Samuel Heinrich Fröhlich zurück, der in den 1830er-Jahren in Leutwil eine Täuferbewegung gründete. Sie sind liberaler als die Nachfahren der ursprünglichen Täufer, der Hutterer, Amischen und Mennoniten, und leisten beispielsweise Militärdienst.

Und täglich grüsst der Nasenbär Ein Ausflug der Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zum Seewadel

Fütterungszeit beim Nasenbär. (Bild zvg.)

Am Donnerstag, 5. September, stand er auf dem Programm, der von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses zum Seewadel herbeigesehnte Ausflug zum «Toni’s Zoo». Dank der tatkräftigen Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie Zivilschutzleistenden der ZSO Albis konnte der Car ohne grössere Verzögerungen bestiegen werden. Nach knapp dreiviertelstündiger Fahrt erreichte man die Oase Rothenburgs und kehrte als Erstes ein. Auf der Speisekarte standen der in der Region bekannte Schokoladen- und der Apfelkuchen mit Bio-Früchten aus unmittelbarer Umgebung. Natürlich durfte auch der obligate Kaffee dazu nicht fehlen.

Gestärkt und wohlgenährt ging es dann auf den offiziellen Rundgang durch den Zoo. Gestartet wurde bei den Erdmännchen. Diese standen kurz vor der Fütterung, weshalb sie verständlicherweise äusserst aufgeregt und menschenzugewandt waren – zur Freude der Besucherinnen und Besucher des Hauses zum Seewadel. Als Nächstes stand das absolute Highlight auf dem Programm: Max und Moritz. Nein, nicht die aus dem Märchen von Wilhelm Busch, sondern die zwei Gepardenmännchen des Toni’s Zoo. Stolz präsentierten sich die zwei Raubkatzen in ihrem Revier. Die Marschrouten wurden im Zwei-Minuten-Takt geändert, so konnten sie von allen

Schaulustigen mal von vorne, mal von der Seite bewundert werden. Für Südamerika-orientierte Menschen war der nächste Höhepunkt wahrscheinlich der südamerikanische Nasenbär, welcher seine Nahrung direkt am Gitter hängend verschlang. Von Tischmanieren war hier wenig zu sehen. Einiges lauter ging es im Vogelhaus zu und her, welches das Zuhause mehrerer Papageien ist. Da diese Vögel noch nicht in den Genuss eines Kommunikationsworkshops gekommen sind, schrien sie alle durcheinander. Der Lautstärkepegel war dementsprechend hoch. Der Schönheit und Farbenpracht der exotischen Vögel hat dies jedoch keinen Abbruch getan.

Leider spielte das Wetter nicht den ganzen Nachmittag lang mit, sodass der letzte Teil des Ausflugs unter das schützende Dach verschoben werden musste. Dies hatte auf die gute und ausgelassene Stimmung der Reisenden jedoch keine negative Wirkung. Gegen 16 Uhr machten sich die Bewohnerinnen und Bewohner zurück auf den Heimweg. Der Ämtler-Car und die Tixi-Taxis standen schon bereit und brachten alle sicher und wohlbehalten zurück ins warme und trockene Zuhause. Nicht fehlen durfte zum Schluss natürlich der herzliche Applaus für die freiwilligen Helfer und Helferinnen sowie die Zivilschutzleistenden. (pd.)


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Freitag, 13. September 2019

Die absolute Freiheit auf der Walz Vier Jahre und vier Monate lang ist der Hausemer Jan Lauper als Zimmermannsgeselle durch die Welt gezogen Zu Fuss und per Autostopp, stets gekleidet in die schwarz-weisse Kluft, mit nur einem Bündel Gepäck auf der Schulter, mit Wanderstock und wenig Geld, so war Jan Lauper jahrelang als Wandergeselle unterwegs. An unzähligen Orten hat er gearbeitet, viele Entbehrungen erlitten – und dabei die schönste Zeit seines Lebens erlebt.

auf die Tischplatte, Nagel durchs Ohrläppchen hämmern ...), um den Ohrring tragen zu können, der für die Walz vorgeschrieben ist. Auf Alphütten ohne Wasser und Strom hat er bei der Käseproduktion mitgewirkt. Er hat Geissen ausgemistet, Brunnen aus einem Baumstamm mit der Kettensäge gefertigt. Im Osten Deutschlands hat er Schweine in ihre Einzelteile zerlegt und Würste präpariert. Er war mit Jägern auf der Jagd, mit Fischern auf Fischfang, mit Pilzsammlern am Pilzesuchen. «So entdeckte ich viele neue Interessen und Hobbys in mir. Das brachte mir viel», zieht Lauper Fazit zu seiner lehrreichen Walzzeit.

................................................... von stefan schneiter Am letzten Augusttag haben ihn Familie, Freunde und Berufskollegen am Ortsschild in Tüfenbach bei Hausen in Empfang genommen. Mit 28 Jahren ist der Hausemer Zimmermann an seinen Wohnort bei den Eltern heimgekehrt. Als er loszog, war er 24-jährig. Gestartet ist er am 26. April 2015 in Rifferswil, an seinem damaligen Arbeitsort bei der Meyer & Salamon Zimmerei/ Dachdeckerei. Vier Jahre und vier Monate war Jan Lauper, der der «Vereinigung der rechtschaffenen fremden Zimmer- und Schieferdeckergesellen» angehört, auf der Walz. Die Walz – man spricht auch von Gesellenwanderschaft oder Tippelei – entspringt einer 800 Jahre alten Tradition aus dem Mittelalter, die sich im deutschsprachigen Raum etabliert hat und bis heute gepflegt wird. Mit der Walz begeben sich Handwerker nach der Lehre auf Wanderschaft, um in anderen Regionen neue Erfahrungen in ihrem Handwerk zu sammeln, neue Techniken zu erlernen und Berufserfahrung bei unterschiedlichen Meistern zu sammeln. Aber auch um andere Menschen, Kulturen und Orte kennen zu lernen und an Lebenserfahrung zu gewinnen. Für die Walz gelten strenge Regeln. Als Kleidung darf in der Öffentlichkeit nur die traditionelle Kluft – weisses Hemd mit schwarzer Weste und Schlaghosen – getragen werden. Dazu gehören auch der Wanderstock, schwarzer Hut sowie das Wanderbuch. darin sind sämtliche Aufenthalte, Arbeitszeugnisse und weitere Erinnerungen einzutragen. Als Gepäck ist nur

Abenteurer und Aussenseiter

Per Autostopp bewegen sich die Wandergesellen auf ihrer mehrjährigen Walz von Ort zu Ort. (Bilder zvg.) ein Bündel mit den allernotwendigsten Habseligkeiten zugelassen – Unterwäsche, Socken, Rasierzeug, Schlafsack. Er soll möglichst wenig Geld bei sich tragen, Smartphones wie Geräte mit Internetzugang sind verboten. Gereist werden soll zu Fuss oder per Autostopp, öffentlicher Verkehr ist verpönt. Fünf Voraussetzungen muss ein Wandergesell zudem erfüllen. Er muss im Besitz eines Gesellenbriefs sein, unter 30 Jahre alt sein, darf nicht verheiratet sein, keine Kinder und keine Schulden haben und darf nicht vorbestraft sein. Auch die Dauer der Walz ist vorgeschrieben: Mindestens drei Jahre und ein Tag. Reisen darf er, wohin er will, doch eine Zone ist tabu: In all der Wanderschaft darf er sich seinem Wohnort nie weniger als 50 Kilometer annähern.

Kreuz und quer durch Europa - und die Welt Was hat Jan Lauper auf die Walz getrieben? «Wohl eine frühe midlife-crisis oder so» meint er scherzhaft. «Ausbildung zu Ende, Militärdienst geleistet, da fragte ich mich bei der Arbeit eines Tages plötzlich: Soll das nun bis

Jan Lauper (rechts) mit einem Wandergesellen in Kalifornien. anzeige

65 so weiter gehen?» Zusammen mit dem Wunsch, aus dem Alltag auszubrechen, packte den Hausemer die Abenteuer- und Reiselust. Und los ging der Trip kreuz und quer durch die halbe Welt. Von Rifferswil aus zuerst nach Wien. Von dort nach Nürnberg, wo er erstmals drei Monate lang arbeitete. Danach nach Ravensburg und Meersburg, weiter ins Westerland und über Leipzig und Magdeburg nach Dänemark. Von dort wieder nach Deutschland zurück, wo er in Braunschweig eine Kunsttherapeutin kennenlernte, die seine Freundin wurde – und das bis heute noch ist. Doch schon bald musste er weiterziehen. So gebieten es die Regeln der Walz. Per Autostopp schlug er sich nach Kroatien durch. Dort wollte er mit drei anderen Wandergesellen auf der Adria herumsegeln. Mangels Handys konnte er sich mit den andern nicht absprechen. So harrte er eine Woche am Strand aus, übernachtete unter freiem Himmel, hielt Tag für Tag Ausschau nach dem Segelboot – bis es schliesslich kam. Nach einem Monat Segeltrip war das Geld knapp, sodass es ihn via Italien und der Schweiz – unter Umgehung der 50-Kilometer-Bannmeile um seinen Wohnort – nach Bremen zur Freundin zog. Anschliessend drei Monate arbeiten in Kopenhagen, Weihnachten 2016 in Hamburg. Von da gings per Flugzeug – so viel Konzession an den Zeitgeist muss sein – nach Thailand, wo er einen Monat herumtingelte, gefolgt von zweieinhalb Monaten in Vietnam. In seiner schwarzen Zimmermannskluft, die in Asien niemand kennt, erregte er grosses Aufsehen. Und Autostopp war dort wenig erfolgreich, sodass er Töfffahren lernte. Nächste Station waren die USA, wo er erneut Arbeit fand für zwei Monate, in Kalifornien. Und wieder zurück nach Europa, Freundin in Bremen getroffen, danach via Holland und Belgien nach Norwegen. Dort übernachtete Jan Lauper auch mal in Baucontainern oder in Schalterräumen von Banken, bis ihn die Polizei weckte, ihn verwarnte, doch ohne ihm eine Busse aufzubrummen.

Mal dahin, mal dorthin Von Norwegen gings weiter nach St. Gallen in die Schweiz. Als er einen anderen Wandergesellen antraf, entschloss er sich innerhalb von zwei Minuten, weiter nach Athen zu ziehen. «Das war die absolute Freiheit, die ich sehr genoss», erzählt Jan Lauper. «Am Abend sagst du dir vor dem Einschlafen, du gehst weiter in Richtung rechts. Und am Morgen nach dem Aufwachen gehst du nach links.» So verschlug es ihn weiter nach Griechenland, allerdings mit einem «kleinen» Umweg via Österreich, Ungarn, Rumänien, Serbien und Kosovo. Nach Griechenland war Mazedonien an der Reihe, dann wieder zurück nach Hamburg, wo er die Freundin traf. Stets war das Geld knapp Im Frühling dieses Jahres kam Jan Lauper – «da ging das Geld dann wirklich zu Ende» – nach Weinfelden im Thurgau, fand sechs Wochen Arbeit. Danach stand Murten auf dem Reiseplan, von wo es wieder hinauf nach Norddeutschland, nach Flensburg ging. Ehe es ihn dann endgültig zurück nach Haus zog. «Ich habe lange nicht begriffen, dass es nun Zeit ist, heimzukehren», sagt Jan Lauper. «Doch irgendwann waren die Batterien leer, die Lust zu trampen ist mir vergangen. Ich war total überreizt. Neue Städte interessierten mich nicht mehr. Alles kam mir immer gleich vor, selbst an unbekannten Orten. Ich war es leid, jeden Abend zu schauen, wo ich irgendwie unterkomme für die Nacht. Ich fühlte mich überall als Fremder, musste an jedem neuen Ort immer wieder bei Null anfangen und neue Leute kennen lernen.» Nun ist er wieder zurück. Erlebt hat er, wie er erzählt, «die lehrreichste, schönste Zeit meines Lebens». Hat vielerlei verschiedenster Arbeiten verrichtet. Natürlich vielerorts Zimmermannsarbeiten. In Norwegen lernte er schmieden, stellte Korkenzieher und Nägel her. Und zwar jene Nägel, mit denen sich Wandergesellen in einem schmerzhaften Ritual das Ohr durchbohren (Kopf auf den Tisch, Ohr

Und nun, wie weiter? Lauper ist mit einem «mulmigen Gefühl» heimgekehrt. Auf der Walz hatte er sich je länger je mehr überall fremd gefühlt, als Abenteurer an der Grenze zum Aussenseiter. War völlig überreizt von den Eindrücken über all die Zeit. Nun, zurück, hat er wieder dieses Gefühl der Fremdheit. «Mein altes Zimmer bei den Eltern steht leer. Viele Leute, die ich kannte, sind weggezogen. Ich bin gespannt, ob ich mit all den Freunden von früher wieder Kontakt haben werde. Ich stehe vor einem Neustart.» Seine Freundin ist derzeit bei ihm. Das erleichtert vieles. Doch erst muss er wieder neue Projekte planen Am Schluss seiner Walz hat er in der mecklenburgischen Seenplatte jemanden kennengelernt, der ein Blockhaus bauen möchte. Da könnte er mithelfen Bäume zu fällen und beim Hausbau mitwirken. «Das wär was», sagt er, «mal schauen. Vielleicht klappt es.» So beginnt Jan Lauper sein Leben nach der grossen Walz neu zu planen.

Heimkehr nach vier Jahren und vier Monaten - Jan Lauper beim Empfang in Hausen.


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buch-tipp

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Befreit: Wie Bildung mir die Welt erschloss

Ständerat Jositsch am Wochenmarkt Affoltern

................................................... von ayoma pfister thurnherr, bibliothek stallikon Der Buck Peak ist Teil einer Gebirgskette im Nordosten von Idaho und zieht sich durch Tara Westovers Erinnerungsroman wie ein roter Faden. Schon als kleines Kind erzählt ihr der Vater Ayoma Pfister Geschichten über Thurnherr. (zvg.) den sagenumwobenen Berg und die ihn umgebende Landschaft sowie seine Flüsse und nannte ihn «die Indianerprinzessin». Nie verlässt er jedoch in seinen Erzählungen diesen kargen Landschaftsflecken Idahos, alles was sich ausserhalb der Welt der Mormonen-Familie Westover befindet, wird strikt ausgeklammert. Dass ihre Familie anders ist, erfährt Tara, als sie sieben Jahre alt ist und die Schule nicht besuchen darf. Es dauert noch zehn Jahre, bis sie das erste Mal ein Klassenzimmer betritt – gegen alle Widerstände ihrer Eltern und gegen die eigenen, inneren Ängste und Zweifel, denen sie sich ihre Jugend hindurch stellen muss. Tara Westovers Autobiografie ist ein starkes Debüt. Ihr Lebensweg, vom eingeschüchterten Mädchen, das mit seinen Brüdern auf dem Schrottplatz des Vaters arbeitet, hin zur ersten Begegnung mit der Welt ausserhalb anzeige

ihrer vermeintlichen Familienidylle und dem später folgenden Eintritt in die akademische Welt, liest sich ohne Atempausen. Ihren ersten Befreiungsstoss erhält Tara von ihrem älteren Bruder Tyler, der bereits Jahre zuvor aus der patriarchalen Familienstruktur ausgebrochen ist und Tara in ihrem Schritt, den Aufnahmetest für US-Hochschulen zu machen, ermutigt. Tara besteht. Zum ersten Mal in ihrem Leben entsteht so etwas wie ein Gefühl für sich selbst. Ihre eigene Gedankenwelt wächst und wird nicht gleich wieder von den Weltuntergangs-Prophezeiungen des Vaters überschattet. Doch es dauert Jahre, bis Tara Westover ganz in ihre eigene Kraft zu stehen kommt, zu stark sind die Familieneinflüsse, allen voran diejenigen ihres Bruders Shawn, der mehrere Male rohe Gewalt gegen sie ausübt, sie mit seinen zornigen Anfällen drangsaliert und schikaniert. Aus dieser Not beginnt Tara zu schreiben. Es sind diese Notate, die sie aus der Gedankenspirale herausfinden lassen, dass nicht sie die Verantwortung an der Wut des Vaters und der Brutalität des Bruders trägt. «Befreit» ist keine Abrechnung mit der eigenen Familie, zu differenziert und überlegt schreibt die Autorin. Über viele Jahre hat sich Tara Westover mit ihrer Vergangenheit und den Ansichten ihrer Familie auseinandergesetzt. Bereits während ihrer beachtlichen akademischen Laufbahn und beim Verfassen ihrer Dissertation über

radikale Utopien im 19. Jahrhundert, löst sich ein Teil in ihr von ihrer Familie und der unverstellte, aber auch versöhnlich-distanzierte Blick auf ihr Aufwachsen wird möglich. Dieses eindrückliche autobiografische Dokument einer Emanzipation aus einem radikalen Familienumfeld und der Gemeinschaft der Mormonen war auf Platz 1 der «New York Times»Bestsellerliste und ich kann es wärmstes empfehlen.

«Befreit - Wie Bildung mir die Welt erschloss» von Tara Westover. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018. ISBN 978-3-4620-5012-7.

Am kommenden Samstag, 14. September, lanciert die SP Kanton Zürich die ElternzeitInitiative. Für die Unterschriftensammlung kommt Ständerat Daniel Jositsch nach Affoltern. Unter dem Slogan «Zürich mitgestalten» hat die SP Kanton Zürich im Frühling 2019 eine breite Mitgliederumfrage gemacht. Ein Resultat daraus ist die Elternzeit-Initiative. Am kommenden Samstag, 14. September, wird diese nun lanciert und mit der Unterschriftensammlung begonnen. Als prominenter Unterstützer wird Ständerat Daniel Jositsch nach Affoltern kommen und gemeinsam mit Nationalratskandidat Roger Schmutz sowie weiteren Mitgliedern der SP die ersten Unterschriften sammeln. Von 9 bis 12 Uhr werden sie am Rande des Wochenmarkts präsent sein. Das will die Elternzeit-Initiative: In kaum einem anderen Land erhalten Eltern derart wenig Zeit für ihr neugeborenes Kind wie in der Schweiz. Seit 2005 haben immerhin Mütter Anspruch auf 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub. Väter kriegen gesetzlich gerade mal einen Tag frei. Die kantonale Elternzeit-Initiative will das ändern: mit je 18 Wochen bezahlter Elternzeit für Mütter und Väter. So erhalten alle einen optimalen Start ins gemeinsame Familienleben. Das zweite Anliegen, wofür am Samstag Unterschriften gesammelt werden, ist die Prämien-EntlastungsInitiative. Diese befindet sich nach nur

SP-Ständerat Daniel Jositsch wirbt in Affoltern für die Elternzeit. (Bild zvg.) sieben Monaten bereits in der Endphase der Unterschriftensammlung. Mehr als 90 000 haben seit Februar bereits unterschrieben. Das will die Prämien-EntlastungsInitiative: Die Krankenkassenprämien sind in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als Löhne und Renten. Das stellt für viele Menschen ein grosses Problem dar. Da die Grundversicherung über Kopfprämien finanziert wird, zahlen alle die gleichen Prämien, unabhängig vom Einkommen. Das heisst: Je mehr die Prämien steigen, desto mehr schmerzen sie insbesondere Personen mit mittleren und tiefen Einkommen. Gegenwärtig beträgt die Belastung im Durchschnitt 14 % des verfügbaren Einkommens. Das ist zu viel! Die Initiative fordert, dass kein Haushalt in der Schweiz mehr als 10 % seines Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben sollte. Roger Schmutz, SP Bezirk Affoltern

SP Obfelden steht hinter dem Autobahnzubringer An ihrer letzten Versammlung hat die SP Obfelden über den Zusatzkredit diskutiert, über welchen der Kantonsrat in der nächsten Zeit beraten wird. Die Partei hält an ihrer grundsätzlichen Zustimmung von früher für den Bau des Autobahnzubringers fest und hofft, dass der Kantonsrat dem Begehren zustimmen wird. Gleichzeitig fordert die SP Obfelden, dass wirksame Massnahmen auf der Dorfstrasse getroffen werden, damit der Verkehr auf den Autobahnzubringer gelenkt wird. Die Wege im Dorf sollen attraktiver für Velofahrer und Fussgänger werden. 2012 hat das Zürcher Volk deutlich dem Kredit für den Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach zugestimmt. Da das Geld jetzt nicht mehr reicht, muss der Kantonsrat über zusätzliche 15 Millionen befinden. Die SP Obfelden steht nach wie vor hinter dem Bau des Autobahnzubringers und unterstützt darum den jetzt fälligen Zusatzkredit. Die SP Obfelden ist überzeugt, dass mit dem Autobahnzubringer die beiden Dörfer wirkungsvoll entlastet werden können. Bis jetzt sind zwar die schlimmsten Prognosen zum Verkehrsaufkommen noch nicht erreicht worden, doch

ist die Bautätigkeit in der Region nach wie vor hoch. Mit dem Autobahnzubringer allein ist es aber nicht getan. Die lange Dorfstrasse durch Obfelden muss nach dem Bau des Autobahnzubringers nachhaltig zurückgebaut und beruhigt werden. Die Chance, dem Dorf mehr Wohn- und Lebensqualität zu geben, soll effektiv genutzt werden. Tatsache ist, dass ein beträchtlicher Teil des Verkehrs hausgemacht ist. Für Fussgänger und Velofahrer soll es darum möglichst attraktiv werden, sich im Dorf fortzubewegen, ohne dass der öffentliche Verkehr stark eingeschränkt wird. So werden auch die Schulwege für die Kinder sicherer. Die Gemeinde kann das weiter mit speziellen Aktionen fördern, entspricht diese Haltung doch auch dem vor Kurzem erhaltenen Label «Energiestadt». Denn um das Zertifikat zu behalten, braucht es weitere Anstrengungen. Weiter wünscht sich die Zürcher und die Schweizer Bevölkerung offensichtlich mehr Initiativen zum Klimaschutz. Wir haben es selbst in der Hand, auch in unserem Dorf auf möglichst umweltfreundliche Mobilität zu setzen. Rolf Vollenweider, Präsident SP Obfelden

Lärmplagen Es ist Sonntag. Wir wohnen in ca. 730 Meter Luftlinie von den Sportanlagen Moos. Eine beachtliche Distanz, würde man meinen. Wir wohnen modern, also mit mehrfach verglasten Fenstern und ähnlichem Komfort! Wir haben diese Fenster heute geschlossen. Es regnet stark. Und immer noch hören wir das unsägliche Quäken der Lautsprecheransagen des heutigen Sport-

anlasses. Und zwar seit 7 Uhr frühmorgens! Nicht zum ersten Mal, übrigens. Müssen die Ansagen wirklich derart laut sein, dass nur noch Ohropax oder ein Pamir (für die jüngeren Leser: Militärischer Gehörschutz zur Abwehr von Schiesslärm) davor Schutz bieten? Patrick B. Ludwig, Hedingen


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Gewerbe/Dienstleistungen

ratgeber beziehung

Viktor Arheit, Paarberater/Mediator www.zusammen-reden.ch

Wenn die Anziehung schwindet und der Sex abhanden kommt Das ist ein Thema, das die Welt bewegt! Aber wie kommt es dazu, dass die Anziehung verschwindet und der Sex abhandenkommt? Viktor Arheit: Sobald die Nähe alltäglich wird, das Paar also zusammenwohnt, geht das Fremdsein verloren. Und damit geht auch das Spannende, Erregende verloren. Dann sollten Paare also besser nicht zusammenleben. Aber das kann ja nicht die Lösung sein! Nein, auch ohne gemeinsame Wohnung wird das Zusammensein mit der Zeit gewöhnlich. Andererseits bedeutet das Zusammenwohnen auch viel Qualität, Geborgenheit und Sicherheit. Was kann ein Paar denn tun, um das Sexualleben aktiv zu erhalten? Wenn die grosse Erregung und Verliebtheit abklingen, darf man das auch mal stehenlassen, ohne gleich Panik zu haben. Schwankungen im Sexualleben einer Beziehung sind normal. Dennoch ist es gut, früher oder später miteinander herauszufinden, wie wir als Paar wieder etwas Spannung aufbauen können, damit trotz Vertrautheit eine neue Anziehung entstehen kann. Was heisst das konkret? Das bedeutet, darüber zu sprechen. Das bedeutet aber auch, sich dem Partner/der Partnerin neu zu zeigen, und Wege zu finden, um Sinnlichkeit und Erotik zu zelebrieren. Welche Bedeutung hat die äussere Anziehung für die Lust auf Sex? Auch in einer verbindlichen Beziehung können wir etwas tun für unsere Attraktivität. Die Selbstpflege und ein Lächeln im Gesicht sind sicher attraktiver, als ungepflegt in schlampigen Hosen zuhause auf dem Sofa herumzuhängen.

«Knonau für Afrika»

WM-Erlebnis

Das Benefiz-Kinderfest auf dem Stampfiplatz steigt am Sonntag. > Seite 21

Der Bonstetter Olivier Herbelin konnte in Nizza nicht sein volles Potenzial abrufen. > Seite 28

Freitag, 13. September 2019

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«Rüüss-Abig» Debatten, Dialoge und viel Gelächter am geselligen Anlass des «Anzeigers». > Seite 31

Wo Kinderaugen glänzen Mobiliar Affoltern engagiert sich am Kinderfest «Knonau für Afrika» Tanzen, Märli lauschen oder Zaubershows bewundern: Dies und viel mehr bietet das Kinderfest am 15. September in Knonau – auch dank der Mobiliar Affoltern. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler treten freiwillig und ohne Gage auf und sorgen dafür, dass dieses Fest in besonderer Erinnerung bleibt. Neben Musik und Tanz kann auch Zauberei und Magie hautnah miterlebt werden. Ebenfalls auf dem Programm: Afrikanische Zöpfe flechten, Hüpfburg, Kinderschminken, Bullriding, Harassenklettern, Ponyreiten u.v.m.

Engagement für die Kleinen Auf dem Fussballplatz findet eine besondere Sponsorenaktion statt. Der Chef der Mobiliar Affoltern stellt sich den Fussballkünsten der Kleinen. Ab 14.30 Uhr steht Thomas Naef im Tor und spendet für jeden nicht gehaltenen Penalty fünf Franken an das Wohltätig-

Tore für einen guten Zweck: Thomas Naef von der Mobiliar stellt sich den Bällen der Kleinen – und spendet Geld für jedes Tor. (Bild zvg.) keitsprojekt der Initianten. Auch das Bullriding wird von der Mobiliar gesponsert. «Ich engagiere mich gerne für Kinder, die nicht die gleichen Voraussetzungen haben wie wir hier in der Schweiz», sagt Generalagent Thomas

«Magebrot – es feins Magebrot!»

Märt-Tag im Obfelder Dorfmärt «Magebrot, es feins Magenbrot!» – mit diesen Worten wurden die Kunden bei schönem Herbstwetter vor dem Dorfmärt Obfelden begrüsst. Jeder durfte das köstliche Magenbrot und den frisch gepressten Sauser degustieren. Sehr guten Anklang fanden die Produkte von der Jummy Box GmbH, welche von Remo Marchioni vorgestellt wurden. Viele Produkte stammen aus regionalen Erzeugnissen aus dem Freiund Säuliamt, und werden von ihm selbst verarbeitet. Feine und edle Tropfen Wein konnten am Stand vom Weinfachmann Manfred Nicoletti degustiert und bestellt werden. In so manch einem

Weinkeller wird nun der Vorrat wieder aufgefüllt. Der fruchtige Waadtländer Féchy Soir Soleil und der milde Innerschweizer Luzerner Rahmkäse sind im Volg das aktuelle Wein- und Käseangebot im Monat September. Dies war auch die gesuchte Antwort im Wettbewerb des Dorfmärt-Tages. Da alle Talons mit der richtigen Antwort ausgefüllt wurden, entschied das Losglück per Ziehung den Gewinner. Das Glück stand auf der Seite von Frau Isabelle Graf aus Obfelden, welche eine Kaffeemaschine entgegennehmen durfte. Das Dorfmärt-Team gratuliert ihr ganz herzlich. (pd.)

Manchmal sagt sie oder er: «Ich habe keine Lust.» Und dann ist die Sache gelaufen. Das ist schade, denn der Appetit kann beim Essen kommen. Die Lust muss nicht am Anfang stehen. Die Lust kann auch beim Kuscheln oder durch ein vertrautes Gespräch geweckt werden. Was raten Sie Paaren, die schon alle diese Ratschläge befolgt haben, und dennoch frustriert sind beim Sex? Wenn die Frustration lange andauert, wird es manchmal schwierig, selber den Ausweg zu finden. Dann kann eine Paar- oder Sexualberatung durchaus hilfreich und sinnvoll sein.

Isabelle Graf aus Obfelden (l. ) mit Dorfmärt-Mitarbeiterin Karin Sidler. (Bild zvg.)

Naef. «Umso mehr, wenn ich dadurch auch Kindern und Familien hier in der Region Freude bereiten kann.» Seit 100 Jahren ist die genossenschaftlich verankerte Mobiliar im Gebiet Affoltern und Birmensdorf präsent.

Als selbstständiges Unternehmen betreuen Generalagent Thomas Naef und seine 31 Mitarbeitenden über 18 000 Versicherte. Die Generalagentur ist auch Ausbildnerin: Zurzeit verstärken vier Lernende das Team (pd.)

Entrümpeln kann sehr befreien Man stelle sich vor: Man kommt nach Hause, stolpert nicht über die herumliegenden Schuhe im Eingangsbereich. Die Jacke wird in die Garderobe gehängt, dort hat es einladend Platz und mehrere freie Bügel für Gäste. Die Realität sieht leider meist anders aus: Überfüllter Eingangsbereich, Küchenschränke verstellt mit ungebrauchten Objekten, Wohnbereich lebt mit verstaubten Nippes und garantiert nie mehr gelesenen Büchern, und der Schrank im Schlafzimmer beherbergt viele ungetragene Kleidungsstücke. Die Badezimmerregale quellen über von alten, ungebrauchten Kosmetika. Im Keller kann man sich nur im Storchenschritt fortbewegen. anzeige

Man fühlt sich gestresst, ist dauernd am Aufräumen und kommt doch nicht zur erwünschten Ordnung. Aber wo beginnen? Zum Thema Entrümpeln gibt es interessante Literatur: «Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags» von Karen Kingston; «Diamond for Life» von Jutta Klein; «Platz schaffen» von Toni Hammersley; «Magic Cleaning» von Marie Kondo, Wer einfach keine Zeit und Motivation findet, mit dem Räumen zu beginnen, kann einen Ordnungscoach engagieren. (pd.) Lotta Gysi, Ordnungscoach, Baumgartenstrasse 33, Mettmenstetten, lottagysi@gmx.ch, 079 732 53 44. www.endlichOrdnung.ch.


Ref. Kirche Aeugst a. A.

Kloster Kappel a. A.

Sonntag, 15. September 10.00 Erntedank-Gottesdienst zum Eidgenössischen Bettag mit Abendmahl, Pfarrerin Bettina Stephan. Es singt der Gemischte Chor Affoltern. Die Landfrauen schmücken unsere Kirche – wer Erntegaben abgeben möchte, bringe sie bitte bis Samstag, 19 Uhr, in die Kirche. Im Anschluss an den Gottesdienst Apèro von den Landfrauen

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Samstag, 14. September 20.00 HAGIOS – Gesungenes Gebet Kappeler Liederabend zum Innehalten, Lauschen und Mitsingen Sonntag, 15. September 10.00 Ökumenischer Bettagsgottesdienst in der reformierten Kirche in Hausen mit allen Gemeinden des Oberamts 14.30 bis 16.00 Uhr Einführung ins Werk «Akte Zwingli» durch die Autoren Hans-Jürgen Hufeisen und Christoph Sigrist 16.30 Aufführung «Akte Zwingli – ein Oratorium» von Christoph Siegrist und Hans-Jürgen Hufeisen in der Klosterkirche, Tickets erhältlich unter www.ticketino.com Dienstag, 17. September 13.30 Öffentliche Führung durch den Klostergarten (ohne Anmeldung) Mittwoch, 18. September 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 19. September 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Regula Eschle Wyler

Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 13. September 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche Sonntag, 15. September 10.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Bettag in der Chrischona Kirche, Alte Obfelderstr. 24 «Wunderbar sind Deine Werke» (Schöpfungspsalmen) Ökumenisches Vorbereitungsteam und die Brass Band «Hope & Glory» Mittwoch, 18. September 18.30 bis 20.00 Uhr «Powerbank» Beginn im Jugendraum

Ref. Kirche Bonstetten Samstag, 14. September 10.00 Fiire mit de Chliine Ökumenischer Familien-Gottesdienst für Kinder von 2 bis 6 Jahren In der katholischen Kirche Anschliessend gemeinsames Znüni Sonntag, 15. September 10.00 Gottesdienst zum Bettag mit Taufe von Felix David Fercher Pfrn. S. Sauder und J. Bachmann, Orgel und Piano

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 15. September 10.00 Oberämtler ökumenischer Gottesdienst zum Bettag in der reformierten Kirche Hausen mit dem ökumenischen Pfarrteam Oberamt Anschliessend Apéro Montag, 16. September 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Freitag, 20. September 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 15. September Bettag 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl VDM Lukas Zünd Organistin Anette Bodenhöfer

Ref. Kirche Kappel a. A. Freitag, 13. September 13.30 bis 15.45 Uhr Kolibri im Pfarrhauskeller Samstag, 14. September 8.30 3.-Klass-Unti 16.00 Fiire mit de Chliine Sonntag, 15. September 10.00 Ökumenischer Bettagsgottesdienst mit allen Kirchgemeinden des Oberamts in der reformierten Kirche Hausen Dienstag, 17. September 16.25 Club 4 im Pfarrhauskeller Mittwoch, 18. September 12.30 minichile in Rifferswil

Voranzeige Freitag, 20. September 19.30 Offenes Taizé Singen in der Klosterkirche

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 15. September Eidgenössischer Dank -, Buss und Bettag 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl Pfr. Thomas Maurer Mit Solist Rodrigo Boter Mayo (Saxofon), anschliessend Apero Mittwoch,18. September 19.00 Lesekreis im Pfarrhaus

Ref. Kirche Maschwanden Freitag, 13. September 19.30 Free Friday Music mit Marianne Rutscho Sonntag, 15. September 10.00 Bettags-Gottesdienst mit Abendmahl, Pfrn. C. Mehl Musik: Veronica Hvalic

Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 13. September Ab 20.00 Uhr NAchtsamkeit Meditationsnacht in der Kirche Leitung Andreas Fritz Sonntag, 15. September 10.00 Bettag-Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Andreas Fritz Orgel Daniel Rüegg Mittwoch, 18. September 9.30 Fiire mit de Chliine in der reformierten Kirche Mettmenstetten Freitag, 20. September 20.00 Benefizkonzert «BRASSISSIMO» zugunsten von Sano Prakash www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden

Kath. Kirche Bonstetten

Samstag, 14. September 9.00 3.-Klass-Unti Gruppe Ichthys Ref. Kirchgemeindehaus Sonntag, 15. September 10.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Bettag mit Pfrn. Eva Eiderbrant und Pastoralassistentin Linda Cantero Musik Angela Bozzola (Orgel) und Chor Montag, 16. September 15.45 Minichile im ref. Kirchgemeindehaus Dienstag, 17. September 17.30 Konf-Unterricht im ref. Kirchgemeindehaus Donnerstag, 19. September 12.00 Club 4, Gruppe Alpha www.kircheobfelden.ch

Samstag, 14. September 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 15. September 10.00 Heilige Messe Dienstag, 17. September 19.30 Heilige Messe Anschliessend Gebetsgruppe Mittwoch, 18. September 9.15 Ökumenisches Morgengebet Donnerstag, 19. September 9.00 Heilige Messe 19.00 Rosenkranz

Ref. Kirche Ottenbach Samstag, 14. September 9.30 Fiire mit de Chliine Gottesdienst für Kinder von 3 bis 7 Jahren Pfarrerin Elisabeth Armingeon und das Fiire-Team Julie Vaucher und Manuel Wenger erzählen die Geschichte «Zwei für mich, einer für Dich» Veronica Nulty, Piano Anschliessend Znüni im Chilehuus 20.30 Vollmondsingen im Chor der Kirche mit Andreas Manz Sonntag, 15. September Bettag 10.00 Regionaler Gottesdienst in Obfelden Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 15. September 10.00 Ökumenischer Gottesdienst zum Eidg. Dank-, Buss- und Bettag in der reformierten Kirche Hausen, Diakon Matthias Kühle-Lemanski, Pfr. Christof Menzi, Pfrn. Irene Girardet und Pfrn. Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 15. September 10.00 Kirche Stallikon Gottesdienst zum Bettag mit Pfr. Otto Kuttler Abendmahl und Taufen von Vidar und Glenn Sigrist aus Stallikon Musik: Maja Fluri und Chor Voci Allegre Orgel: Jasmine Vollmer Anschliessend Apéro Fahrdienst: Anmeldung bis 14. September unter Tel. 044 777 99 72 17.00 Orgelkonzert in der Kirche Stallikon Magdalena Oliferko Eintritt frei, Kollekte Montag, 16. September 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Jugendhaus Stallilkon Dienstag, 17. September 19.30 Bildersturm im Kirchgemeindesaal Wettswil Mittwoch, 18. September 20.00 Jahreszeit-Gebet in der Kirche Wettswil Donnerstag, 19. September 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil 14.00 Senioren-Nachmittag im Kirchgemeindesaal Wettswil Freitag, 20. September 11.45 Stalliker Senioren Mittagessen im Restaurant Burestübli

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 14. September 14.30 Gottesdienst im Haus Senevita 17.30 Vater-unser-Familiengottesdienst für 2.-Klässler Sonntag, 15. September Eidgenössischer Dank-, Bussund Bettag 9.00 Kein Gottesdienst 10.00 Ökumenischer Bettagsgottesdienst in der Chrischona Kirche 19.00 Santa Messa

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 14. September 14.30 Offenes Singen in Mettmenstetten 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 15. September Kein Gottesdienst in unserer Kirche, Ökumenischer Bettagsgottesdienst in der reformierten Kirche Hausen Donnerstag, 5. September 8.15 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 15. September Eidgenössicher Dank-, Bussund Bettag 9.15 Sunntigsfiir für alle Kinder bis 7 Jahre im Pfarreisaal mit S. Hanke und Team 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. L. Huber Musikalische Umrahmung mit Jung-Jodler Chor Hausen Opfer: für Seelsorgerinnen und Seelsorger und Pfarreien in Notlagen, anschliessend Apéro Mittwoch, 18. September 9.30 Fiire mit de Chliine Reformierte Kirche Mettmenstetten Donnerstag, 19. September 9.30 Fiire mit de Chliine Reformierte Kirche Knonau

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 15. September Eidgenössischer Dank-, Bussund Bettag 10.00 Ökumenischer Bettagsgottesdienst in der reformierten Kirche mit Pastoralassistentin Linda Cantero und Pfrn. Eva Eiderbrant (für Obfelden und Ottenbach Achtung: In Ottenbach findet kein ökumenischer Gottesdienst statt)

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 14. September 10.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids Weekend Sonntag, 15. September 10.00 Bettags-Gottesdienst der Kirchen in Affoltern Kinderprogramm bis 2. Kiga Montag, 16. September 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Affoltern a. A., Zürichstrasse 47 Sonntag, 15. September 10.00 Bettags-Gottesdienst in der Chrischona mit Kinderprogramm Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 15. September 10.00 Gottesdienst mit Besuch von Compassion Schweiz Donnerstag, 19. September 14.30 FrauenTreff Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 15. September 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm Mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 15. September 10.30 Gottesdienst Hort/Sonntagsschulen/Unterricht Mittwoch, 18. September 20.00 Frauenabend Prediger Kapitel 9 www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

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Der nächste Schritt ist die Ausbildung zur Berufsbildnerin Serie Lernende: Saranda Ahmeti hat als Detailhandelsfachfrau beim Lärchen-Märt in Bonstetten abgeschlossen Saranda Ahmeti ist seit sieben Jahren in der Schweiz und spricht ausgezeichnet Schriftdeutsch und Dialekt. Ihren guten Berufseinstieg verdankt sie vor allem ihrem Fleiss und Ehrgeiz, doch auch ihre Mutter, ihr Oberstufenlehrer Jürg Berger und Lehrmeisterin Simone Müller haben Anteil daran. ................................................... von regula zellweger Als Saranda Ahmeti vor sieben Jahren in die Schweiz kam, erhielt sie zuerst einen Intensiv-Deutschkurs, bevor sie in die erste Oberstufe in Affoltern eintrat. Sie hatte Glück: Ihr Oberstufenlehrer Jürg Berger engagierte sich sehr für seine Schüler, insbesondere auch während der Berufswahl und der Lehrstellensuche. Saranda Ahmeti schnupperte in verschiedenen Berufen wie Kleinkinderzieherin oder Coiffeuse. Schliesslich machte sie ein mehrmonatiges Praktikum in einem Modeshop im Tivoli. Sie brach ab, um nach Spanien zurückzukehren und die erkrankten Grosseltern zu pflegen. Saranda Ahmetis albanischer Vater war gestorben, als sie zwei Jahre alt war. Ihre Mutter zog die drei Kinder alleine gross. Sarandas älterer Bruder ist Servicefachangestellter, ihre ältere Schwester Kleinkinderzieherin. Ihre Mutter und ihre Grosseltern hatten bereits Arbeitserfahrung in der Schweiz, die Mutter spricht perfekt Schweizerdeutsch. Auch ein Onkel

und eine Tante sind in der Schweiz erwerbstätig.

Mit etwas Glück Lehrstelle gefunden Der Grossvater riet seiner Enkelin, in die Schweiz zurückzukehren und dort eine Ausbildung zu machen, denn in Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit aktuell bei 32,4 Prozent. Wieder bei ihrer Familie in der Schweiz, bekam sie eine Stelle im Service beim Arbeitgeber ihrer Mutter. Sie arbeitet dort gut und fiel einer RAV-Mitarbeiterin auf, die den Kontakt mit Simone Müller vom LärcheMärt herstellte. Lehrmeisterin und ehemalige Lernende sind sich einig: «Es war Liebe auf den ersten Blick.» Saranda Ahmetis begann mit der zweijährigen berufliche Grundbildung. Diese führt zu einem anerkannten Abschluss, dem eidgenössischen Berufsattest EBA. Diese verkürzte Lehre richtet sich hauptsächlich an junge Menschen mit schulischen Schwierigkeiten. Sie hatte aber keine schulischen Schwierigkeiten, lediglich ihr Deutsch war nach den wenigen Jahren in der Schweiz noch nicht perfekt. Nach einem halben Jahr Attestausbildung konnte sie in die dreijährige Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis EFZ übertreten. Dieses «Upgraden» verlangte von Saranda Ahmeti grossen schulischen Einsatz. Sie erhielt aber während der ganzen Lehrzeit viel Unterstützung von ihrer Lehrmeisterin Simone Müller und ihrem Oberstift Valdet Latifi.

Familiärer Lehrbetrieb Diesen Sommer hat Saranda Ahmeti nun erfolgreich die Berufslehre abgeschlossen. Vorerst bleibt sie beim Lehrbetrieb. Ihr gefällt es im LärcheMärt von Felix und Simone Müller. Was vor 21 Jahren mit sechs Personen begann, ist nun ein attraktives Lebensmittelgeschäft mit 27 Mitarbeitenden, das ein breite Produktepalette hat und auch Catering anbietet. Baulich wurde der Laden von 180 auf 500 Quadratmeter vergrössert. Felix und Simone Müller pflegen ihren eigenen, familiären und dienstleistungsorientierten Stil und legen grossen Wert auf Frische und Qualität ihrer Produkte. Sie verkaufen zu 70 Prozent Migros-Produkte, die weiteren 30 Prozent beziehen sie bei rund 50 unterschiedlichen Produzenten der Region, bei ausgesuchten Comestibles-Betrieben oder Lieferanten mit nachhaltiger Produktion. Im Lärche-Märt kennt man sich persönlich. Personen, die nicht mehr selbst mit dem Auto einkaufen können, werden jeweils am Freitagnachmittag auf Voranmeldung von Simone Müller zum Einkaufen chauffiert. Unter den Mitarbeitenden pflegt man einen familiären Umgang, es werden gemeinsame Anlässe organisiert und man kocht auch mal füreinander. Auch der Umgang mit der langjährigen Kundschaft ist familiär – aber Simone Müller legt auch grossen Wert auf Professionalität. Kein Klatsch und Tratsch! Saranda Ahmeti lacht: «Ich schwatze gern. Schon in der Unterstufe hat sich meine Lehrerin bei meiner Mutter deswegen beschwert.» Sie

Saranda Ahmeti liebt ihre Arbeit mit Lebensmitteln und im Dialog mit der Kundschaft im Lärche-Märt in Bonstetten. (Bild Regula Zellweger) gestaltet heute den Balanceakt zwischen Kundennähe und distanzierter Professionalität sehr gut.

Berufstätigkeit und Familie Saranda Ahmeti will mit Menschen arbeiten, auch in Zukunft. Sie liebt den Umgang mit Lebensmitteln und fühlt sich im Lärche-Märt am richtigen Ort. Sie erledigt alle Arbeiten gern, von der Bestellung der weit über 10 000 Produkte über das Einräumen des Sortiments und die Kundenberatung bis hin zum Einsatz an der Kasse. Sie packt nun den 40 Lektionen umfassenden Berufsbildnerkurs an, früher Lehrmeisterkurs genannt. Er befähigt, Lernende gezielt auszubilden. Dann will sie den Führerschein machen und später die Berufsprüfung als Detailhandelsspezialistin anpeilen. Dafür muss sie aber sparen. Die zweisemestrige, subventionierte Weiterbildung an der

KV Business School Zürich kostet für die Teilnehmenden mit Arbeitsplatz im Kanton Zürich 4200 Franken. In Zukunft möchte sie ein Geschäft führen und eine Familie haben. Saranda Ahmeti übernimmt gern Verantwortung, etwa für den Adventsanlass am 6. Dezember im Rahmen der Adventsfenster-Tradition in Bonstetten. In unregelmässigen Abständen porträtiert der «Anzeiger» Lehrlinge in Ämtler Unternehmen. Bereits erschienen: Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker, Garage Albin Herzog AG, Ottenbach; Selina Frey, Augenoptikerin, BOA Büchi Optik, Affoltern; Nina Plocher, Polymechanikerin, Hawa Sliding Solutions AG, Mettmenstetten; Tobias Rutishauser, Schreiner, Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach; Alina Beck, Produktionsmechanikerin, Ernst Schweizer AG, Hedingen; Marco Stocker, Baumaschinenmechaniker, Leuthard Bau AG, Merenschwand; Robin Oberholzer, Polymechaniker bei der AS Aufzüge AG in Wettswil.

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Veranstaltungen

Wasser und Rollsport

Freitag, 13. September 2019

Kinderfest für den guten Zweck

Einweihungsfest in Hausen und Ebertswil

«Knonau für Afrika» am Sonntag auf dem Stampfiplatz

Am 21. September sind die Besucherinnen und Besucher zur Besichtigung des Reservoirs Ebertswil eingeladen. Ausserdem wird in Hausen ab 10 Uhr die neue Rollsportanlage eingeweiht, und der Verschönerungsverein Hausen lädt zur Besichtigung verschiedener Schutzzonen.

«Knonau für Afrika», das ist wenn hochkarätige Unterhaltungskünstler auf ihre Gage verzichten, Lieferanten ihre Produkte nicht in Rechnung stellen, die Bevölkerung sich in Fronarbeit engagiert und dabei ein buntes Familienfest resultiert.

Einst im Jahr 2008 als generelles Wasserversorgungsprojekt initiiert, konnte das Projekt «Neubau Reservoir Ebertswil» samt Ringschluss mit der Wasserversorgung Kappel in diesem Sommer endlich fertiggestellt werden. Ebenfalls schon fast fertig ist die im Jahre 2013 initiierte Rollsportanlage auf dem erweiterten Schulareal der Gemeinde Hausen. Deshalb soll die Bevölkerung am 21. September zur feierlichen Besichtigung eingeladen werden. Die Gemeinde Hausen und die Wasserversorgungsgenossenschaft Kappel laden von 10 bis 14 Uhr zur Besichtigung des Reservoirs Ebertswil ein. Ab 10 Uhr wird ein Shuttleservice vom Chratz-Parkplatz zum neuen Reservoir Ebertswil und wieder zurück angeboten. Die lang ersehnte Rollsportanlage befindet sich in kurzer Gehdistanz hinter dem Sekundarschulhaus. Bereits ab 10 Uhr wird diese zur Benutzung freigegeben. Nebst einem Leihservice für Skateboards werden weite-

Das Reservoir Ebertswil. (Bild zvg.) re Attraktionen angeboten. Um 13.30 Uhr wird die Skateranlage offiziell eröffnet. Der Verschönerungsverein Hausen unterstützt die Gemeinde und wird bei der Rollsportanlage für die Verpflegung aller Gäste zuständig sein. Gleichzeitig wird die Bevölkerung zur Begehung verschiedener Schutzzonen in Hausen eingeladen. Unter der Leitung des Verschönerungsvereins Hausen beginnt die Führung beim neuen Reservoir Ebertswil (am Albishang zwischen dem Weiler Hausertal und Schweikhof). Die erste Wanderung startet um 11 Uhr, eine zweite Wanderung um 13 Uhr – beide beim neuen Reservoir Ebertswil. Die Wanderungen dauern zirka zwei Stunden und enden bei der Rollsportanlage im Schulareal Hausen, wo sich die durstige Wandergruppe verpflegen kann. (RoC) Detailliertere Infos unter www.hausen.ch.

Ein turbulenter Vorlesespass Katja Alves begrüsst am Mittwoch, 18. September, um 14.30 Uhr in der Bibliothek Hausen zu einem lebhaften Nachmittag. Kinderbuchreihen mit Suchtpotenzial: Die Freundinnen des Muffin-Clubs meistern die Abenteuer des Alltags, die supergeheime Pfötchen-Gäng löst knifflige Kriminalfälle und die kleine Eulenhexe richtet mit ihren Eulen ein magisches Chaos an. Auf die kleinen Gäste wartet eine lebhafte Lesung mit vielen Überraschungen, kleinen Tanzeinlagen, einem Persönlichkeitstest oder leckeren Muffin-Rezepten. Das Bibliotheksteam freut sich auf viele gwundrige Kinder. (pd.)

Mittwoch, 18. September, 14.30 Uhr, für Kinder ab sechs Jahren, Eintritt 5 Franken pro Kind/Person. Anmeldungen in der Bibliothek Hausen unter Telefon 044 764 21 73 oder bibliothek@hausen.ch.

Kinderbuchautorin Katja Alves. (Bild zvg.)

Alle zwei Jahre steigt das Kinderfest auf dem Stampfiplatz – und ermöglicht mit seinen Einnahmen Kindern in Westafrika ein sicheres Umfeld und Schulunterricht. Die fünfte Auflage von «Knonau für Afrika» hat es wieder in sich: Seit 20 Jahren schreibt und singt Bruno Hächler für Kinder und die ganze Familie. Nach Knonau bringt er die unbeschwerten Kinderlieder seiner neusten CD «De Has und de Hund» mit. Es ist seine zehnte und die Lieder klingen frisch, unbeschwert – und funky. So will «De Esel» in zickigem Ska-Beat Französisch lernen, der Titelsong mausert sich vom schaukelnden Reggae zum mitreissenden Rock. Die Textspanne reicht dabei vom Poetischen übers Philosophische zum Verwegenen und Verrückten. Weiter darf man sich auf Magie, Geschichten und Tanzeinlagen freuen. Auf dem Stampfiplatz wird ge-

schminkt und frisiert, die Kinder können reiten, Harassenklettern und Büchsenwerfen. Andreas Balsiger von Radio Sunshine führt als Moderator durch den Tag.

Hilfe in Westafrika Die Einnahmen des Kinderfests gehen wie bei den letzten Ausgaben vollumfänglich an «Mamadou & Bineta». In Zusammenarbeit mit anderen privaten und staatlichen Akteuren betreut dieser Schweizer Verein im westafrikanischen Guinea seit 2006 Kinder auf der Strasse und in Heimen, bildet lokale Kinderschutzbeauftragte aus,

sensibilisiert die Bevölkerung und setzt mit einheimischem Wissen präventive Massnahmen um, damit nicht mehr so viele Kinder auf der Strasse leben müssen. Die Mitglieder in der Schweiz engagieren sich ehrenamtlich. (tst.) Kinderfest Knonau für Afrika am Sonntag, 15. September, 9.30 Uhr, auf dem Stampfiplatz in Knonau. 10 Uhr: Tanzvorstellung; 11 Uhr Märli im Kindergarten; 12 Uhr Kinderkonzert Bruno Hächler; 13 Uhr Sponsorenlauf; 14 Uhr Märli im Kindergarten; 15 Uhr Tanzaufführung; 16 Uhr interaktive Kindergeschichten; 17 Uhr afrikanische Tanzshow; 17.30 Uhr Verlosung Jumpin-Gutscheine. Infos unter www.mamadouetbineta.org.

Am 28. September erfolgt der Auftakt zur «Sport Night»-Saison Die Jugendarbeit Affoltern bietet von September bis März einmal im Monat eine offene Turnhalle für Jugendliche ab der 5. Klasse an. Das Angebot wird unter dem Namen Sport Night geführt und findet jeweils am Samstagabend von 19 bis 22 Uhr in der Turnhalle Ennetgraben statt. Im Winterhalbjahr findet in der Turnhalle Ennetgraben die Sport Night statt. An einem Samstagabend im Monat von 19 bis 22 Uhr dürfen sich Jugendliche ab der 5. Klasse bis Ende Oberstufe in den Turnhallen austoben. Begleitet von zwei Jugendarbeitenden werden Spiele angeboten, verschiede-

ne sportliche Aktivitäten durchgeführt oder einfach zu Musik auf der Matte gechillt. Die Sport Night ist ein idealer Türöffner für gute Gespräche zwischen den Jugendlichen und dem Team der Jugendarbeit Affoltern. Das niederschwellige Angebot ist gratis und ermöglicht den Jugendlichen, sich in der kalten Jahreszeit in einem geschützten Rahmen aktiv zu betätigen und sich mit Freunden zu treffen. Die Sport Night soll neu auch die Möglichkeit zur Mitarbeit für Jugendliche bieten. Die Jugendarbeitenden starten dieses Jahr ein Jugendcoaching-System, welches zusätzliche Angebote und Möglichkeiten zur Förderung und Entwicklung der Jugendlichen schaffen soll. So wird

dieses Jahr noch ein offiziell bewilligter Snack-Kiosk eingeführt, bei dem ebenfalls Jugendliche mitwirken können. Daneben wird eine gratis Verpflegung in Form von Früchten und Wasser angeboten, um den Energiehaushalt wieder aufzufüllen. Der Start in die Saison wird bereits am 28. September mit einem FussballTurnier eingeläutet, bei dem es einige kleinere Preise zu gewinnen gibt. (pd.) Saison 2019/2020: Turnhalle Ennetgraben: Samstag, 19 bis 22 Uhr. 28. September: Fussball-Turnier; 9. November: Basketball; 14. Dezember: Fussball; 11. Januar: Du bestimmst das Spiel; 8. Februar: diverse Gruppenspiele; 14. März: Fussball-Turnier. Ab der 5. Klasse, Eintritt frei, Hallenschuhe mitbringen!

Klassik-Nachwuchs fördern

Die «Loamvalley Stompers» spielen im «Hirschen» Wettswil Die Sommerpause geht dem Ende zu. Am 28. September beginnen wieder die monatlichen Konzerte im «Hirschen» Wettswil. Für den Start in den Herbst sorgen die «Loamvalley Stompers» für Stimmung.

Die «Loamvalley Stompers» sind eine eingespielte Truppe. (Bild zvg.) mation, die im «Hirschen» Wettswil das Publikum begeistern wird. Nach fast 20 Jahren Zusammenarbeit in Proben und vielen Auftritten sind sie aufeinander eingespielt. Die Konzerte im Restaurant Hirschen Wettswil finden in einem kleineren, fast schon familiären Rahmen statt und vermitteln stets viel Musikgenuss. Infolge der begrenzten Raumverhältnisse leben die Gäste mit den Musikern mit und geben ihre Begeisterung über das Gehörte den Musikern zurück. Diese werden dadurch zu Höchstleistungen angespornt. Im Hirschen Wettswil traten

Auf dem Stampfiplatz ist einiges los: Es wird geschminkt und frisiert, ausserdem können die Kinder reiten, Harassenklettern und Büchsenwerfen. (Bild zvg.)

Sportliche Abende für Jugendliche

Jazz aus dem Leimental

Was für ein komischer Name: Loamvalley. Loam bedeutet Lehm und möglicherweise auch Leim, denn die Musiker kommen aus dem Leimental im Kanton Baselland. Urs Aeby, Klarinettist und Saxofonist, hat diese Band im Jahr 2000 als «All-Stars-Band» zusammengestellt. Es gelang ihm, als zweiten Solisten Peter Knechtli (Trompete), anzuheuern, der in der Jazzszene «Jabbo» genannt wird, weil der wohl virtuoseste Trompeter Jabbo Smith (1908–1991) hiess. An der Gitarre spielt Heinz Ehrsam, lange Jahre Begleiter der Sängerin Bonny Tyler. Von der legendären PS Corporation wurde André «Dédé» Lendi, der Bassspieler ausgeliehen und das Schlagzeug bearbeitet in feiner Manier Cyrill Lützelschwab, bekannt als Mitwirkender verschiedenster Musicals und Begleiter von Pepe Lienhard. Wirklich eine All-Stars-For-

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schon viele Stars der Oldtime-Jazzszene auf – und sie alle sagen, sie würden wegen der tollen Stimmung gerne wiederkommen. (pd.) Jazz-Konzert im Restaurant Hirschen Wettswil, mit den «Loamvalley Stompers» Wettswil. Samstag, 28. September, Konzertbeginn: 19.30 Uhr. Ein feines Essen gibts vorgängig, ab 18.15 Uhr, von der speziell für diesen Anlass zusammengestellten Speisekarte. Reservieren bei Wirtin Brigitte Gubler, Telefon 044 700 01 28. Als Vorgeschmack zur Musik der «Loamvalley Stompers» findet sich ein Konzertmitschnitt auf www.loamvalley.ch/files/Promotion.mp4.

Die «Youth Classics» wollen junge Leute ermuntern, sich auf klassische Musik einzulassen. Das letzte Mal trat im Mai 2018 die Mettmenstetter Geigerin Nora Peterhans auf. Das Konzert zu den «8 Jahreszeiten» von Vivaldi und Piazzolla war mit 500 Besuchern ein voller Erfolg. Diesmal stehen die «Sinfonia Concertante» von Mozart und die 5. Symphonie von Beethoven im Fokus – neben den 52 jungen, engagierten Musikerinnen und Musikern der Swiss International Music Academy (Sima) und des PreCollege Orchestra Zürich natürlich. Federführend in der Organisation ist René Wolf, der 40 Jahre in Wettswil gelebt hat. «Die jungen Talente sollen die Gelegenheit erhalten, in einer Orchesterformation zusammenzuspielen», findet er. Genau anzeige

dort setzen die «Youth Classics» an. Organisiert als gemeinnütziger Verein fördert die Sima junge musikalische Talente aus der Schweiz und aus dem Ausland. Sie veranstaltet während der Sommerferienzeit exklusive Meisterkurse für fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler, die ein Musikstudium anstreben, sowie für Studierende von Musikhochschulen (Streichinstrumente). Wie hoch die Qualität der Darbietung der Nachwuchsmusiker unter der Leitung von Philip A. Draganov ist, davon können sich Interessierte im Theater Spirgarten in Zürich-Altstetten selber überzeugen. (tst.) «Youth Classics», Konzert am Sonntag, 15. September, 17 Uhr, Lindenplatz 5, ZürichAltstetten. Türöffnung ab 16 Uhr, Kollekte.


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Veranstaltungen

Freitag, 13. September 2019

Von Trott und Aufbruch eines Hobbymusikanten «Schultze gets the Blues» im Kino Kafimüli in Stallikon Am Freitag, 20. September, zeigt das Kino Kafimüli das Spielfilmdebüt des deutschen Regisseurs und Drehbuchautors Michael Schorr aus dem Jahr 2004. «Schultze gets the Blues» ist ein Porträt aus der ostdeutschen Provinz – mit schönen Bildern, leiser Komik und dem grossartigen Schwergewicht Horst Krause in der Hauptrolle. Schorr ist ein ruhiger, poetischer und tiefgründiger Film gelungen, der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. In Teutschenthal bei Halle, einem abgeschiedenen Dorf in Sachsen-Anhalt, werden der Bergarbeiter Schultze und seine Kollegen Manfred und Jürgen frühzeitig pensioniert. Auf sie wartet ein trostloses Rentnerleben zwischen Kneipe, Schrebergarten, Angelplatz oder im Musikverein «Harmonia». Schultze lebt allein in seinem kleinen Haus – er besucht ab und zu seine demenzkranke Mutter im Pflegeheim. Wie schon sein Vater, spielt er auf dem Akkordeon die Polka. Eines Abends hört er im Radio fremdartige, schwungvolle Melodien. Es ist Cajun, eine Blues-Variante aus den Südstaaten der USA. Schultze stutzt und lauscht – und wechselt den Sender. Dort wird von Lungenkrebs unter den Bergarbeitern berichtet. Schnell schaltet er das Radio ab, holt dann aber sein Akkordeon und stellt das Radio wieder an. Er versucht, das Lied nachzuspielen – und am nächsten Tag spielt er es wieder, schneller, lustvoller. Er geht zum Arzt, weil er seinen Drang nach Neuem für eine Krankheit hält! Der Doktor beruhigt

Schüssler Salze: gesund durch Herbst und Winter Bei den Schüssler Salzen handelt es sich um potenzierte homöopathische Substanzen, die aus Mineralsalzen hergestellt werden. Der Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler (1821–1898) war der Ansicht, dass zahlreiche Krankheiten auf einem Mineralstoffmangel der Körperzellen basieren. Schüssler Salze haben die Funktion, gezielt in mineralstoffbedingte Fehlregulationen des Körpers einzugreifen. Dadurch normalisieren sich die Zellfunktionen, der Körper setzt seine Selbstheilung in Gang und der Mensch kann gesund werden. Die Schüssler Salze können dabei helfen, einen Mangel auszugleichen, aber auch sanft die Regulierung des Mineralstoffhaushalts zu unterstützen, um in einen besseren Allgemeinzustand zu kommen sowie die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Am Dienstag, 24. September, von 9 bis 11 Uhr findet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein Vortrag über Schüssler Salze statt. Die Teilnehmenden erhalten von der Drogistin Rita Röllin Tipps zu den Einsatzgebieten und zur Anwendung sowie sinnvolle Hinweise zu den Kombinationen von Schüssler Salzen. Die Teilnahme ist ohne Vorkenntnisse möglich. (GS) Anmeldungen unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Sollen helfen, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren: Schüssler Salze. (Bild zvg.)

Gespräche mit lebenden Büchern

25. September: «Living library» in Affoltern Lebende Bücher – was ist denn das? Gemeint sind Menschen mit besonderen Lebensgeschichten. In der Living Library können Interessierte sich spannende «Bücher» für ein Gespräch ausleihen, ihnen während 15 Minuten zuhören, Fragen stellen und dabei aussergewöhnliche Biografien kennen lernen. Der Ulmensaal im reformierten Chilehuus von Affoltern verwandelt sich am 25. September in eine «Living Library». Je drei Frauen und Männer aus dem Bezirk Affoltern warten darauf, als lebendige Bücher von einem interessierten Publikum gelesen – also befragt – zu werden. Die Gäste haben an diesem Abend die Möglichkeit, mit einer geflüchte-

ten Syrerin und einem Biobauern aus dem Säuliamt zu reden, einem Bewohner der Lebensgemeinschaft «Güetli Rossau» ihre Fragen zu stellen oder den Erinnerungen einer Frau aus Leipzig an den Zweiten Weltkrieg zu lauschen. Auch die Geschichte einer lesbischen Lehrerin oder der Lebensweg eines Tetraplegikers warten darauf, erzählt zu werden. Die Veranstaltung wird moderiert von Manuel Reutimann vom Verein Jass, welcher sich für ein vorurteilsloses Zusammenleben in unserer Gesellschaft einsetzt. Jass und die reformierte Kirche Affoltern laden alle Interessierten herzlich ein zu einem anregenden Abend mit anschliessendem Apéro. (pd.) Mittwoch, 25. September, 19 bis 22 Uhr, im reformierten Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

So gelingt die Kommunikation innerhalb der Familie Horst Krause in seiner Rolle als Frühpensionär Schultze. (Bild zvg.) und ermutigt ihn. Und so traut sich Schultze, die Melodie beim Jubiläumsfest der «Harmonia» zu spielen. Statt Applaus gibts jedoch beklemmendes Schweigen im Saal und man schimpft über die «Negermusik». Als von der amerikanischen Partnerstadt des Dorfes, New Braunfels (Texas) eine Einladung für eine Person zur Teilnahme am dortigen Volksfest eintrifft, wird Schultze vom Volksmusikverein ausgewählt. Er nimmt Abschied von seinen Freunden und reist in die USA. Dabei entdeckt er eine neue, ihm bisher unbekannte Freiheit.

Michael Schnorr hat Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. «Schultze gets the Blues» war sein Spielfilmdebüt. Der Film kam 2004 in die Kinos und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Hauptrolle wird vom grossartigen Schwergewicht Horst Krause gespielt; die weiteren Rollen wurden zum Teil mit unbekannten Laiendarstellern besetzt. (pd.) Freitag, 20. September, 20.15 Uhr (Türöffnung 19.30 Uhr). Kino Kafimüli, Weidhogerweg 11, Stallikon. Eintritt gratis, Kollekte. Keine Reservierung.

Klassik, Jazz Filmgenuss

Die nächsten sieben Tage im «LaMarotte» Klassik: Smetana und Schumann mit dem Carillon Quartett Plus Das Carillon Quartett, bestehend aus führenden Mitgliedern des Tonhalle-Orchesters Zürich (Andreas Janke und Elisabeth Bundies, Violinen, Katja Fuchs, Viola, Christian Proske, Violoncello), und die Pianistin Yoshiko Iwai bringen zwei Perlen der romantisch-klassischen Kammermusik zu Gehör: zu Beginn das erste Streichquartett des tschechischen Komponisten Friedrich Smetana (1824–1884) mit dem Titel «Aus meinem Leben» und dann zusammen mit der Pianistin, Robert Schumanns mitreissendes Klavierquintett in Es-Dur. Heute Freitag, 13. September, Bar und Abendkasse ab 18.30 Uhr, Beginn 20.15 Uhr. Eintritt 40 / 30 Franken mit Kulturlegi 20 Franken. Essen (20 Franken) ab 19 Uhr «Herbstgratin» mit Hackfleisch, Champignons, Sellerie und Kartoffeln.

Jazz am Donnerstag: Festival Teacher’s Allstars Diese unglaublich vielseitige All-Star-Band mit Heinz Dauhrer (Trompete) Jürg Morgenthaler (Saxofon/Klarinette), Mike Goetz (Klavier), Jean-Yves Petiot (Bass) und Bernard Flegar (Schlagzeug) deckt locker einen Zeitrahmen von ca. 1890 (Ragtime, New Orleans) bis ca. 1960 (Bossa Nova) ab. Dazu kommen Dixieland und Swing, gewürzt mit einem kräftigen Schuss Stride und Bop. Zu hören sind Standards von fast allen grossen Repräsentanten des Jazz: Louis Armstrong, Duke Ellington, Benny Goodman, Count Basie, Lester

Young, Fats Waller, James P. Johnson, Jack Teagarden und anderen. Donnerstag, 19. September, Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen: 18 Franken. Platzreservierungen empfohlen über

Eltern wünschen sich eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern. Sie möchten, dass diese in einer Atmosphäre aufwachsen, in der sich alle bestmöglich entfalten können. Wie gelingt das? Barbara Forster-Zanettin gibt Tipps: am 25. September. In einem Referat mit zahlreichen Alltagsbeispielen und einer Prise Humor erklärt die Primarlehrerin und Gordon Kommunikationstrainerin Barbara Forster-Zanettin am Mittwoch, 25. September, von 19.15 bis 21.15 Uhr, wie diese positive Entwicklung angestossen werden kann. Ausserdem gibt sie praxisnahe Antworten auf folgende Fragen: Wie höre ich meinem Kind richtig zu, damit es sich verstanden fühlt und sich mir immer mehr öffnet? Welche typischen Reaktionen oder Antworten sollte ich vermeiden, weil es die Beziehung und das Vertrauen schwächt? Wie rede ich mit meinem Kind, damit es mir auch wirklich zuhört und meine Bedürfnisse ernst nimmt? Wie reagiere ich effizient, wenn mein Kind ein Fehlverhalten zeigt? Wie löse ich Konflikte, um ein Win-win-Ergeb-

Gute Kommunikation verstärkt Vertrauen und Beziehung. (Bild zvg.) nis zu erhalten? Wie entwickle und erstelle ich Familienregeln, an die sich alle halten? Die Eltern erhalten zudem konkrete Tipps, die sie direkt im Alltag umsetzen können. Fragen aus dem Publikum sind während des ganzen Vortrags erwünscht. (GS) Anmeldungen nimmt das Familienzentrum gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen und das komplettes Kursangebot finden sich auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Telefon 044 760 52 62 oder online auf www.lamarotte.ch.

9. Festival «Filme für die Erde» Das von der Unesco ausgezeichnete Festival zeigt einen Tag lang gleichzeitig in drei Ländern und über 20 Städten – darunter auch in Affoltern – ausgewählte Filme rund um die Themen Umwelt, Naturschutz und Ökologie – für Jung und Alt. Der Eintritt ist mit Ausnahme des Lunchkinos um 12 Uhr frei. Schulklassen melden sich für die betreffenden Vorstellungen direkt an über www.filmsfortheearth.org, wo auch detaillierte Informationen über Zusatzangebote ersichtlich sind. Sämtliche Vorführungen finden in der Aula des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern statt. (pz)

Wenn Kinder schwer tragen Der Info-Abend im Familienzentrum am 24. September zeigt Lösungsansätze für Familien mit verhaltensauffälligen Kindern auf. Am 5. Oktober folgt ein Workshop. In Familien mit verhaltensauffälligen und/oder chronisch kranken Kindern tragen die betroffenen Kinder häufig

Freitag, 20. September, 8.45 bis 9.45 Uhr: Die verrückte Welt der Hörnchen (für Unter- und Mittelstufenklassen); 10.15 bis 11.15 Uhr: Wilde Nächte (für Unter- und Mittelstufenklassen); 12 bis 13.15 Uhr: Lunchkino (für Jugendliche und Erwachsene) Eintritt 22 Franken (für diese Vorführung mit Lunch ist eine Platzreservierung erwünscht). 14 bis 15.30 Uhr: Youth Unstoppable (für Oberstufenklassen); 16 bis 17.30 Uhr:

besonders schwer. Zusätzlich ist jedes Familienmitglied gefordert, neben dem mehr oder weniger stressigen Alltag, zusätzlich diese Belastungen zu bewältigen. Am Informationsabend am Dienstag, 24. September, von 19.30 bis 21 Uhr, erfahren die Anwesenden vom Therapeuten und Naturheilpraktiker Michael Schulz mehr über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung bei Kindern. Zum Beispiel bei Adhs, Stottern, Bettnässen, Neurodermitis, Konzentrationsschwäche, Fehlsichtigkeit, heftigen Wutausbrüchen aus Sicht der systemischen Aufstellungsarbeit. Der Vortrag zeigt den Eltern, wie eine Lösung bei Verhaltensauffälligkeiten und chronischen Erkrankungen bei Kindern aussehen kann. Im Workshop am Samstag, 5. Oktober, von 9.30 bis 12.30 Uhr, werden dann massgeschneiderte Lösungen erarbeitet, die direkt in der Familie umgesetzt werden können. Die Teilnahme ist bei beiden Veranstaltungen unabhängig voneinander möglich. (GS)

Honeyland (für Jugendliche und Erwachsene) 18 bis 19.30: The Biggest Little Farm (After-WorkFilmvorführung); 20 bis 22 Uhr: Serengeti Rules (Abendveranstaltung, Eröffnung mit Livestream) Türöffnung jeweils 30 Minuten vor Beginn.

Verhaltensauffälligkeiten werden für Familien häufig zu einer Herausforderung für alle Beteiligten. (Bild zvg.)

Informationen und komplettes Kursangebot auf: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmeldungen unter Telefon 044 760 12 77 oder per Mail an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


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Veranstaltungen

Freitag, 13. September 2019

agenda

Freitag, 13. September Aeugstertal

20.30: «Paul Ubana Jones». A Melting-Pot of Blues, Folk, Jazz and African Music. Essen um 19 Uhr, Reservieren: 044 761 61 38. Restaurant Alte Post «Pöschtli». Pöstliweg.

Affoltern am Albis

19.00-21.00: Vernissage: «Bilder, Zeichnungen und Keramik-Objekte». Esther Könz, Bilder; Marlis Brunner, Objekte. Galerie Märtplatz. Obere Bahnhofstrasse 7. 19.30: Lesung mit Tim Krohn alias Gian Maria Calonder:«Endstation Engadin – Ein Mord für Massimo Capaul». Eintritt 35 Franken, mit Apéro. Mü’s Vinothek. Dachlisserweg 1. 20.15: «Carillon Quartett Plus» spielen Smetanas Streichquartett und Schumanns Klavierquintett. Bar und Abendkasse ab 18.30 Uhr, Essen ab 19 Uhr, Reservierung erwünscht 044 760 52 62. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10. 20.15: «Girl». Spielfilm von Lukas Dhont mit Victor Polster. B 2018, 100 Min. F/FI/d. Bar und Kasse geöffnet ab 19.30 Uhr. Kinofoyer Lux. Aula Ennetgraben.

Attraktionen für Kinder. Stiftung Albisbrunn. Ebertswilerstrasse 3.

Kappel am Albis

20.00: Kappeler Liederabend zum Innehalten, Lauschen und Mitsingen. Hagios - gesungenes Gebet. Leitung: Helge Burggrabe, ohne Anmeldung, Eintritt frei/Kollekte. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach

Ottenbach

09.00-17.00: Europäische Tage des Denkmals: «Kleinkraftwerk trifft auf Handwebstühle». Führungen um 10, 13 und 15 Uhr. Historisches Kleinkraftwerk (bei Haas Shopping).

Stallikon

17.00: DinnerKrimi - «Blutiger Laufsteg». www.utokulm.ch. HotelRestaurant Uto Kulm. Üetliberg.

09.00-17.00: Europäische Tage des Denkmals: «Kleinkraftwerk trifft auf Handwebstühle». Führungen um 10, 13 und 15 Uhr. Historisches Kleinkraftwerk (bei Haas Shopping). 21.00: Vollmond-Disco mit DJ Tomko. Soul, Funk and Groove. Bar offen ab 20 Uhr. Güggel Bar. Rickenbach 3.

17.00: Orgelkonzert «À la tedesco» Magdalena Oliferko spielt Buxtehude, Mendelssohn und Bach. Anschliessend Apéro. Eintritt frei, Kollekte. Reformierte Kirche.

Stallikon

19.00-20.00: Lesung und Plauderei mit Blanca Imboden. Die Autorin liest aus verschiedenen Büchern und Kolumnen, erzählt und stellt ihr neues Buch «heimelig» vor. Im Anschluss Apéro. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12.

14.00-16.30: Kasperlitheater «Die verhexte Zahnbürste» (Singsaal um 15 Uhr) und Flohmarkt mit kleiner Festwirtschaft (Turnhalle). Schulhausanlage Loomatt.

Wettswil

Dienstag, 17. September Affoltern am Albis

14.00-16.00: Jassturnier für jede Frau und jeden Mann mit Jahresklassement. Infos bei Karin und Richi Nydegger: 079 221 22 71. Restaurant Hirschen. Stationsstrasse 38.

13.30: Öffentliche Führung durch die neuen Klostergärten. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Samstag, 14. September

Sonntag, 15. September

Mittwoch, 18. September

Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, Pasta, Handgemachtes, Honig, Alpkäse, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte, italienische Spezialitäten und frische Ravioli. Marktplatz. 09.00-14.00: Tag der offenen Tür nach Umbau mit kleiner Festwirtschaft. Expert Senn und WWZ/ Quickline Shop. Obere Bahnhofstrasse 13. 19.00: «Kammermusikkonzert». Antoinette Horat, Violine; Patrik Gasser, Horn; Alexandra Iten Bürgi, Violoncello; Renata Condrau, Klavier. Werke von Petzold, Haydn, Koechlin und Turina. Eintritt frei, Kollekte. Musikschule Knonauer Amt. Obstgartenstrasse 1. 20.15: «Männer brauchen Grenzen». Kabarett mit Musik mit Tina Teubner und Ben Süverkrüp. Bar und Kasse ab 19.15 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

13.00-17.00: Open-House mit Schwerpunkt Beate Bitterwolf. Arbeiten auf Leinwand sowie Einblick ins GG-Programm. Galerie für Gegenwartskunst, GG-Kunstfenster. Dorfstrasse 13.

11.00: «Männer brauchen Grenzen». Kabarett mit Musik mit Tina Teubner und Ben Süverkrüp. Bar und Kasse ab 10 Uhr. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

13.00-17.00: Open-House mit Schwerpunkt Beate Bitterwolf. Arbeiten auf Leinwand sowie Einblick ins GG-Programm. Galerie für Gegenwartskunst, GG-Kunstfenster. Dorfstrasse 13.

Kappel am Albis

16.30: «Akte Zwingli». Oratorium von Christoph Siegrist und HansJürgen Hufeisen. Tickets: www.ticketino.com. 14.30 bis 16 Uhr Einführung ins Werk durch die Autoren. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Knonau

09.30-18.00: «Knonau für Afrika». Benefiz-Kinderfest. Künstler verzichten auf Gage. Bruno Hächler, Kinderlieder, Magier Rasmus, Hip-Hop-Tanzeinlage, Erzählerin «Frau Flipflop». Stampfiplatz.

Mettmenstetten

10.00: «Oktoberfest» mit typischer Wiesn-Festwirtschaft und Livemusik «Die Jauks-Nachfolger». Gasthaus zum weissen Rössli.

Hausen am Albis

09.00: 3 Rassen-Viehschau ab 9.45 Uhr, mit Festwirtschaft. Organisatoren: Braunviehzuchtgesellschaft Sihltal, Holsteingesellschaft Albis, Fleckviehzuchtgenosenschaft Affoltern. Albispass. 10.00-17.00: Tag der offenen Tür mit Präsentationen, Besichtigungen und Vorstellung Schule und Therapie. Mit kleiner Festwirtschaft und anzeige

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda jeweils bis spätestens Dienstag, 12 Uhr an: agenda@affolteranzeiger.ch. Oder per Post: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Agenda, 8910 Affoltern am Albis

Kappel am Albis

15.00-17.00: Einladung zum 1. KISS-Treff (Genossenschaft KISS KnonauerAmt) Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschrift für Jung und Alt. Anmelden unter 079 703 88 37 oder knonaueramt@kiss-zeit.ch. Reformierte Kirche (Ulmensaal). 18.30-19.50: Öffentliche Führung: «Die Rekonstruktion der Ruhmeshalle des Landesmuseums - Konservatorische Vorbereitungen für die Ausstellung». Anmeldung erforderlich bis um 12 Uhr am Tag der Führung. Telefon: 044 762 13 13, E-Mail: fuehrungen.sz@nationalmuseum.ch. Sammlungszentrum Schweizerische Landesmuseen. Lindenmoosstrasse 1. 19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit einfachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

Hausen am Albis

06.50: Seniorenwanderung, Gruppe 2 (mittlere Anforderungen): Mittlere Tageswanderung, Egg SZ-Chörnlisegg-Brandegg-Egg SZ. 11 km, 340 m Aufstieg, 340 m Abstieg. Marschzeit: ca. 3¼ Std. Picknick. Auskunft/Anmeldung bis 15. September abends: Peter Kuhn, 044 764 18 22 oder kuhnheisch@bluewin.ch. Treffpunkt Postplatz. Rifferswilerstrasse. anzeige

Kappel am Albis

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche Kappel. Kappelerhof 5.

Donnerstag, 19. September Aeugst am Albis

19.30: «Klangraum». Esther Knappe, Stimme. Von und mit Simone Thara Müller. Eintritt frei. Reformierte Kirche.

Affoltern am Albis

10.00-11.00: Offenes Singen mit Elisabeth Studer. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich dazu eingeladen. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 14.30-15.30: «Fit und Flott». Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 20.15: Jazz am Donnerstag mit «Festival Teacher’s Allstars». Bar ab 18.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte. Kellertheater LaMarotte. Centralweg 10.

Bonstetten

08.15: Mittelschwere Wanderung, Gruppe 1: Baden-Rüsler-Killwangen. Wanderzeit ca. 3¾ Std. Anmeldung/Auskunft: Rosmarie Baumann, 044 700 08 06. Treffpunkt Bahnhof.

Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach

08.11: OTTENBACH60plus Wandergruppe: Lägern, Dauer 3½ Std. Mittagessen im Restaurant Hörnli, Tageskarten alle Zonen, bitte selber besorgen. Anmeldung/Auskunft bis Mittwoch, 18. September, um 12 Uhr: René Moser, 044 761 22 91 oder moser.rene@bluewin.ch. Treffpunkt bei Postautohaltestelle Zentrum mit Bus 213.

Stallikon

18.00: «Üetliberger Oktoberfest Das Höchste der Stadt». Bayrische Spezialitäten essen, auf den Bänken tanzen, Bier trinken und mitfeiern. Für die Musik sorgt die legendäre Juchee-Band. Ab 18 Jahren. www.utokulm.ch. Hotel-Restaurant Uto Kulm. Üetliberg. 19.00-20.00: «Keine Hypothek für Rentner - was tun?» Vortrag von Michel Muheim: Eintritt frei, Kollekte. Zentrum Kafimüli, im alten Kindergarten Dorf, oberhalb Gemeindehaus. Weidhogerweg 11.

Ausstellungen Aeugstertal

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin-Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Zoo, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.

Affoltern am Albis

Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7: «Bilder, Zeichnungen und Keramik Objekte». Esther Könz, Bilder; Marlis Brunner, Objekte. Fr, 17-20, Sa, 9-12, So, 11-14 Uhr. Bis 29. September.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Aquarelle». Bilder von Christian Keller. Im Klostercafé, Klosterkeller, Gang. Bis 8. Oktober.

Obfelden

Pferdestall «the crafty crab», Sennhüttenstrasse 4: «Kunst und Handwerk im Pferdestall». Katharina Proch, Bilder; Stefanie Batur, Schmuck. Mo-Do, 10-12/16-18.30 Uhr, Fr-So 16-18.30 Uhr. Bis 29. September.

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Veranstaltungen

Freitag, 13. September 2019

Wie war das damals? Erinnerungen einer Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs Am 23. und 30. September berichtet Beth Schildknecht mit Bildern und Musik in zwei Vorträgen in Mettmenstetten und Stallikon von ihren Erinnerungen an den Krieg. Vor achtzig Jahren brach der Zweite Weltkrieg aus. Beth Schildknecht war damals drei Jahre alt, und neun, als er zu Ende ging. Dazwischen lagen sechs Jahre ohne den Vater, der in der Marine diente, verheerende Bombardierungen, Entbehrungen, Angst um den geliebten Vater, die Schwester und die Mutter, die als Trümmerfrau in der vollständig zerstörten Stadt arbeitete, bange Stunden in Luftschutzkellern und schliesslich die abenteuerliche Flucht aus Leipzig zusammen mit der Mutter und der Schwester. Trotz der schlimmen und traumatischen Erfahrungen blickt Beth Schildknecht

versöhnlich und ohne Verbitterung in die Vergangenheit und auf ihre Kindheit zurück. Die eindrückliche und bewegende Zeitreise der Referentin, die auch eine sehr unterhaltsame Erzählerin ist, wird mit zahlreichen Bildern, sorgfältig ausgewählten Musikeinspielungen ihrer Lieblingskomponisten, Zitaten und persönlichen Dokumenten und Briefen illustriert. Es ist ein Vortrag, der unter die Haut geht und bei manchen eigene Erinnerungen an die Zeit des Krieges und an die Kindheit weckt.

Über Beth Schildknecht «Intelligenz hat viele Gesichter.» So könnte man das Lebensmotto von Beth Schildknecht beschreiben. 1936 in Deutschland geboren, lebt sie seit mehr als 60 Jahren in der Schweiz. Sie hat Musik, Pädagogik und Heilpädagogik studiert und als Dozentin an der

Beth Schildknecht mit ihren Hunden in ihrer Wohngemeinde Stallikon. (Bild zvg.)

Musikhochschule und an Pädagogischen Hochschulen gearbeitet. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Ausund Weiterbildung von Lehrpersonen lag im ganzheitlichen Ansatz: «Lehren und Lernen mit Hirn, Herz und Hand». Viel Zeit verbringt sie mit ihren Hunden in ihrem Haus in Stallikon und in der Natur im Tessin. (pd.) Die reformierten und katholischen Kirchgemeinden Mettmenstetten und das Zentrum Kafimüli laden zum Vortrag, am Montag, 23. September, Reformierter Pfarrhauskeller, Mettmenstetten. 14 bis 15 Uhr, anschliessend Kaffee und Kuchen. Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich. Montag, 30. September, Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11 (oberhalb Gemeindehaus),

Dramatische Tage auf der Flucht aus Leipzig mit Mutter und Schwester. (Bild zvg/Archiv BS)

Stallikon. 14 bis 15 Uhr, anschliessend Kaffee und Kuchen. Eintritt frei, Kollekte, Anmeldung nicht erforderlich. Infos auf www.kafimueli.com.

Taizé-Gottesdienst in Stallikon Am Sonntag, 22. September um 19 Uhr findet in der Kirche Stallikon ein Taizé–Gottesdienst statt. Meditative, eingängige Gesänge, die lange und wiederholt gesungen werden, um ihre besondere Kraft zu entfalten, dazu warmes Kerzenlicht, kurze Lesungen, Gebet, Meditation und Stille, eine einfache Mahlfeier, ebenfalls von Gesängen begleitet – das alles erwartet die Teilnehmenden am Taizé-Gottesdienst mit Pfarrer Otto Kuttler und der Musikerin Zhanel Messaadi in der Kirche Stallikon. anzeige

Der Gottesdienst richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, welche die besonderen Gesänge von Taizé als inspirierende Quelle der Kraft erleben möchten. Die Liturgie lehnt sich eng an die Liturgie von Taizé an. Der erste Teil des Gottesdienstes dient dazu, die einfachen Gesänge unter Anleitung von Zhanel Messaadi einzuüben, um anschliessend in der eigentlichen Feier noch besser zur Geltung zu kommen. Auch Gäste, die nicht der reformierten Kirchgemeinde angehören, sind herzlich willkommen. (pd.) Der Taizé–Gottesdienst findet am 22. September um 19 Uhr in der Kirche Stallikon statt.

Kerzenlicht in der Kirche während des Taizé-Gottesdiensts. (Bild zvg.)

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Nostalgie für die Ohren

Seniorennachmittag am 19. September Am Donnerstag, 19. September, um 14 Uhr findet im Saal der reformierten Kirche Wettswil der Seniorennachmittag statt – mit alten Liedern von der Langspielplatte. Nostalgische Musik von der guten alten Langspielplatte gibt es zu hören am nächsten Seniorennachmittag der reformierten Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen, ganz wie in der kleinen Konditorei, die auf der LP mit dem abgebildeten Plattencover von Heinz Maria Lins und Erwin Hartung besungen wird. Auch das «Burebüebli», «Anne Bääbeli, lupf din Fuess» und andere Volkslieder zum Mitsingen werden zusammen mit den altvertrauten Begleitgeräuschen vom Plattenspieler erklingen. Am schönsten aber ist es, wenn die Gäste selber ihre Lieblingsschallplatte mitbringen – und vielleicht sogar eine kleine Anekdote, die damit verbunden ist. Ob Oper, Beatles,

Auf einer der Platten wird eine kleine Konditorei besungen. (Bild Otto Kuttler) Heintje, Rolling Stones oder Abba, alles ist herzlich willkommen. Seniorinnen und Senioren, die schon all ihre alten Schallplatten entsorgt haben, sind natürlich ebenso herzlich eingeladen, auch diejenigen, die nicht reformiert sind. (pd.) Seniorennachmittag, 14 bis zirka 16 Uhr im Saal der reformierten Kirche. Gastgeber sind das Seniorenteam der reformierten Kirchgemeinde unter der Leitung von Nicole Monti, Pfarrer Mattias Ruff und Pfarrer Otto Kuttler.

Herbstfest auf der «Rotenbirben»

Am Samstag, 21. September, in Bonstetten Auf die Besucherinnen und Besucher wartet am Samstag, 21. September, auf der Stiftung Rotenbirben ein Fest für die ganze Familie.

an dem auch die bekannten Rotenbirbenkarten und eigener Most verkauft wird. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei einem feinen Essen, einem Stück Kuchen und natürlich einem Glas Most mitzufeiern. Ausserdem können sich Interessierte über laufende und geplante Projekte der Stiftung informieren – oder einfach einen Tag mit der Familie auf der Stiftung Rotenbirben geniessen. Das Herbstfest-OK

Wenn die reifen Äpfel von den Bäumen hängen, dann weiss man: Es ist wieder Mostzeit in Bonstetten. Diese Zeit wird jeweils gefeiert mit dem Herbstfest, welches seit letztem Jahr auf der Stiftung Rotenbirben gefeiert wird. Ein Fest für die ganze Familie. Es gibt ein Kinderprogramm, aus- Herbstfest, Samstag, 21. September, 12 bis 20 Uhr, serdem locken verschiedene hand- Rütistrasse 5, Bonstetten (bevorzugt zu Fuss, mit werkliche Stände zum Selbermachen dem Velo oder dem ÖV, es gibt nur sehr wenige und Zuschauen – Weben, Karden, Wiesenparkplätze). Sonntag, 22. September, 10 Uhr, Spinnen, Mosten, Raku-Töpfern, Wei- Erntedankgottesdienst mit Pfarrerin S. Sauder und denflechten und Drechseln. Höhe- dem Musikverein Bonstetten punkte des Programms sind um 12 Uhr das Konzert vom AlpPan-Duo, um 16 Uhr die Einweihung des Bienenhauses und um 17 Uhr das Konzert vom Klaus-EggerTrio. Ausserdem wird ein kleiner Dorfmärt mit regionalen Produkten von Bonstetter Bauern aufgebaut, Das Herbstfest lockt Jung und Alt nach Bonstetten. (Bild zvg.)


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Sport

Freitag, 13. September 2019

WM-Teilnahme als ausserordentliches Erlebnis Der Bonstetter Olivier Herbelin startete gut vorbereitet in Nizza Das nasse Wetter tat der guten Stimmung am Jugendsporttag keinen Abbruch. (Bild zvg.)

Jungsportler gaben alles Spiel, Spass, Platschnass – so das Fazit nach dem Jugendsporttag in Affoltern am vergangenen Sonntag. Mit dem Fahrrad angesaust, gaben die über fünfhundert jungen Sportlerinnen und Sportler ihr Bestes in den Disziplinen Korbball, Linienball und Jägerball. Zudem rannten alle um die Wette, um das schnellste Jugimeitli oder der schnellste Jugibueb zu werden.

Neunjährige ist das schnellste Jugimeitli Besonders erfolgreich schlugen sich die Korbballerinnen des TV Mettmenstetten mit Jahrgang 2003–2005, welche das Turnier gewannen. Deli Helfenstein gewann im Geländelauf über einen Kilometer in der Jahrgangklasse 2007/2008. Bei den Kurzstrecken gewann Mailin Renggli und wurde somit das schnellste Jugimeitli mit Jahrgang 2010, Angelina Vollenweider ebenfalls in der Jahrgangklasse 2004. Der schnellste Jugibueb wurde Fabian Schröder mit Jahrgang 2008. Trotz Dauerregen kam der Spass nicht zu kurz, der TV Mettmenstetten blickt auf einen gelungenen sportlichen Tag zurück. Simona Rissi, Jugileiterin Mettmenstetten

RRC-Amt Fahrer werden gegen Ende der Saison immer stärker Neben Urs Huber, der seinen fünften Schweizer Meistertitel feiern durfte, konnten die Teilnehmer beim EKZ Cup, wie erhofft, beim letzten Rennen noch auf den zweiten Rang der Vereinswertung vorfahren. Bei widrigen Bedingungen mit Regen und Schlamm fuhren alle ein beherztes Rennen mit dem Hintergedanken, den zweiten Vereinsrang noch zu erobern. Mit dem dritten Rang von Robin Bösch, Kategorie U11 Knaben, und den Podestplätzen von Sara Käppeli im ersten und Aline Graf mit dem dritten Rang der U9 Mädchen sowie bei den U7 Knaben mit dem zweiten Rang von Miro Brügger legten die Kinder einen soliden Start in den Tag. Damit nichts mehr schiefgehen konnte, zog Kai Steinhauer bei den misslichen Bedingungen für die Vereinswertung doch noch die Bikekleider an und startete bei den Masters. Mit dem zweiten Rang ist Kai eine wichtige Unterstützung für die Vereinswertung gelungen. Beim Argovia-Cup fand ebenfalls das letzte Rennen der Saison statt. Da standen mit Lina Huber U9 und Shana Huber U11 mit den Rängen 1 und 2 ebenfalls zwei RRC-Amt-Fahrerinnen auf dem Podest. Diese beiden konnten auch in der Gesamtwertung die Ränge 1 und 2 erfolgreich verteidigen. Die Strassenfahrer Cedric und Jan Graf starteten in Stäfa zu ihrem letzten Strassenrennen der Saison. Eine anspruchsvolle Runde galt es dort zwischen drei- und viermal zu befahren. Cedric konnte knapp hinter den Spitzenfahrern den 6. Rang einfahren. Jan konnte sich nach einem schwierigen Start noch auf den 15. Rang vorfahren. (pd.) Alle weiteren Resultate und Fotos können unter www.rrc-amt.ch angeschaut werden.

Die Ironman-Organisation dominiert die Langdistanz-Triathlon-Wettkämpfe weltweit. Die Startplätze ihrer Weltmeisterschaften sind daher enorm begehrt, und dieses Jahr speziell: Auf die 70.3-WM über die halbe Ironman-Distanz in Nizza verzichtete besonders in Europa kaum jemand, der einen Qualifikationsplatz errungen hatte, weshalb die Konkurrenz 2019 besonders stark war. Der Bonstetter Olivier Herbelin ist bereits eine Woche vor dem Rennen nach Nizza gereist, um sich mit gezielten Trainings und viel Erholung perfekt auf das Rennen vorzubereiten: «Insbesondere das Abfahren der technisch anspruchsvollen Radstrecke war sowohl aus physischer als auch aus mentaler Sicht wichtig. So kann ich als Athlet im Wettkampf die Kräfte besser einteilen, mir heikle Streckenabschnitte einprägen und die Gefahr von Pannen und Stürzen wesentlich minimieren, bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern.» Am Samstag fand das Rennen der Frauen statt – eine gute Gelegenheit für die Männer, sich nochmals beim Zuschauen auf die Strecke einzustellen. Während dies eher als Vorteil für die Männer betrachtet werden kann, erwiesen sich die hohen Temperaturen als ein Nachteil für sie: Im Gegensatz zu den Frauen war am Sonntag das Tragen eines Neopren-Anzugs nicht erlaubt, da die Temperaturen die kritische Grenze knapp übertrafen. Dies trug, zusätzlich zur relativ langsamen Schwimmstrecke, zu langen Schwimmzeiten bei: Trotz gutem Gefühl benötigte Olivier Herbelin für 1,9 Kilometer 34 Minuten, während er im

derbare Laufstrecke entlang der Promenade des Anglais mit herrlichem Blick auf das azurblaue Meer und die Paläste der Belle Epoque wäre für schnelle Zeiten prädestiniert gewesen. Leider blieb ich beim abschliessenden Lauf deutlich unter meinen Erwartungen und meinem Potential und musste viele auf der Radstrecke eingeholte Konkurrenten an mir vorbeiziehen lassen.»

Leise Enttäuschung

Auch wenn die Kräfte nach der anspruchsvollen Radstrecke auf dem Halbmarathon nach und nach schwinden, bleibt Olivier Herbelin die Energie, um die schöne Strecke zu geniessen und Kollegen am Strassenrand zu grüssen. (Bild René Hermann)

Salzwasser üblicherweise nach weniger als einer halben Stunde aus den Fluten steigt. Den Aufstieg auf dem Rad vom Strand bis zum 1000 Meter über Meer gelegenen Col de Vince bewältigte er

in der vorgesehenen Zeit. In der Abfahrt, die von vielen Stürzen geprägt war, kam ihm die gründliche Vorbereitung in der Vorwoche entgegen. Als schwieriger erwies sich für ihn der abschliessende Halbmarathon: «Die wun-

In der Schweizer Saisonwertung Tri Circuit ist Olivier Herbelin weit vorne platziert, auf Rang 5 von 610 Klassierten seiner Altersklasse. An der Ironman 70.3 WM durften nur jene starten, die sich mit einem Spitzenresultat im Lauf des Jahres qualifiziert haben. Dennoch war Rang 263 von 454 WM-Teilnehmern seiner Altersklasse eine leise Enttäuschung, auch wenn die Freude über die Teilnahme in Nizza bei besten Wetterbedingungen überwiegt, wie er bilanziert: «Ende Juni hatte ich mich in Elsinore, Dänemark, in Topform für die Weltmeisterschaften qualifizieren können. Nach einer langen Saison mit mehreren Einsätzen über die halbe Ironman- und die olympische Distanz ist es mir leider nicht gelungen, diese Form für die WM in Nizza zu konservieren. In einem Teilnehmerfeld mit atemberaubend hohem Niveau habe ich mich im Mittelfeld klassiert und das sportliche Ziel einer Platzierung in den Top 25 % klar verpasst. Die Freude am WMErlebnis, sowie gesund und ohne Zwischenfälle ins Ziel gekommen zu sein, überwiegt die leise Enttäuschung aber klar.» (bs)

Ein weiteres denkwürdiges Wochenende für das Team Koach Vier Athletinnen und fünf Athleten starteten für das Team Koach an der WM in Nizza. Obwohl diese Cracks beim Triathlon Locarno über drei verschiedene Distanzen fehlten, feierte das Team im Tessin nicht weniger als fünf Podestplätze, darunter einen Sieg.

Viele Tipps von Kollegen und gefühlte 25 Telefonanrufe später konnte er am Donnerstag samt Rennrad fliegen, erhielt es in Nizza intakt zurück und finishte, wie auch Robin Hermann und Jürg Sigrist, unter fünf Stunden. Knapp darüber folgte Olivier Herbelin, eine Stunde später Claude Girardin.

Die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza (1.9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21.1 km Laufen) hatte es in sich: Insbesondere die Radstrecke forderte von den Athletinnen und Athleten alles. Sie bot lange steile Aufstiege ebenso wie rasante Abfahrten mit schwierigen Kurven. Am Samstag starteten die Frauen. Malin Gren, Edina Jung, Justine Stephani und Barbara Grüter kamen unfallfrei ins Ziel. Barbara Grüter bedankt sich bei allen, die in Nizza oder mit der Ironman-App und bei der Facebook-Übertragung mitgefiebert haben: «Euer mentaler Support hat genützt und mich getragen. Ich danke auch meinem Coach Kurt Müller, dass er immer an mich geglaubt hat. Ihr alle habt mich zur Finisherin an den Worldchampionships 70.3 in Nizza gemacht, ich bin so happy!» Die Männer des Teams Koach standen den Frauen nicht nach, alle fünf erreichten das Ziel. Was alles auch ausserhalb des Wettkampfs geschehen kann, zeigt ein Erlebnis von David Koster: Am Sonntag vor dem Rennen postete er auf dem Team-Chat, dass sein Flieger bereits die maximale Kapazität an Radkoffern erreicht habe und den seinen nicht mitführen könne.

Derweil konnte Coach Kurt Müller in Locarno feststellen, dass Triathlon-Profi Urs Müller nach seinem erfolgreichen Auftritt am Inferno-Triathlon weiter zulegt und über die Mitteldistanz – die im Ironman-Jargon 70.3 genannt wird – dank der hervorragenden Zeit von 4:09 Stunden mit dem 2. Platz glänzte. Über die Olympische Distanz erreichten Alfi Caprez und Hans Koch in ihren Altersklassen ebenfalls Rang 2, während Dani Zurfluh über die Sprint-Distanz in seiner Altersklasse siegte. An diesem sportlich reich befrachteten Wochenende war das Team Koach auch am Oceanman Lausanne, einem Schwimmwettkampf über 8 km, und am Jungfrau-Marathon über 42,2 km von Interlaken auf die kleine Scheidegg vertreten. Besonders möchte Kurt Müller einmal mehr seinen jüngsten Athleten hervorheben. Bei den Urner Abendläufen, die drei Rennen über 4440 m innerhalb von drei Wochen umfassen, gewann Youngster Manuel Arnold gleich alle drei in seiner Kategorie. Seine Zeiten lassen aufhorchen: Sie liegen zwischen 15:49 und 16:05 Minuten. (tk)

Urs Müller auf Rang 2

Alle News unter www.kmsportcoaching.ch.

Team Zürich (v.l.): Remo D`Agostino, Erwin Affolter, Martin Sennhauser, Heinz Müller, Roland Kuhn, Silvia Steffen. (Bild: Sonja Buob)

Zürcher Kegler holen Bronze Die Schweizer Kegler-Meisterschaft startete am 31. August mit dem traditionellen KantoneWettkampf. Das Team Zürich um Erwin Affolter aus Affoltern holte die Bronzemedaille in der Kategorie B. Die 66. Schweizer Kegler-Meisterschaft (SM) der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) findet in Küngoldingen statt. Sie läuft seit dem 31. August und dauert bis 11. Oktober. Schauplatz des bedeutendsten Kegelsport-Anlasses 2019 auf nationaler Ebene ist das Hotel-Restaurant Linde. Durchgeführt wird die SM vom Freien Aargauischen Keglerverband. Beim traditionellen Kantone-Wettkampf am Eröffnungstag wirkten 13 Kantone mit: Bern, Basel-Land, Aargau, Luzern, Solothurn, Unterwalden – das sich aus Ob- und Nidwalden zusammensetzt – Freiburg, Graubünden, Schwyz, Zürich, Zug, St. Gallen und Basel-Stadt. Pro Kanton kämpfte ein Team von je fünf Keglerinnen und Keglern. Jedes

Teammitglied warf 80 Würfe. Zwischen den B-Mannschaften Graubünden, Schwyz und Zürich entflammte ein harter Kampf um die Edelmetalle Gold, Silber und Bronze. Aus diesem Kopf-an-Kopf-Rennen ging schliesslich Graubünden mit 622.60 Holz als Sieger hervor. Mit diesem Sieg sicherten sich die Bündner den Aufstieg in die Kategorie A. Mit einem Durchschnitt von 621.80 Holz verpassten die Schwyzer die Goldmedaille haarscharf. Zürich gewann die Bronzemedaille mit 618.60 Holz. Teambester war Remo D’Agostino aus Effretikon mit 627 Holz. Das zweithöchste Ergebnis erlangten Erwin Affolter aus Affoltern und Roland Kuhn aus Niederglatt. Beide zählten 622 Holz. Die Schweizer Kegler-Meisterschaft dauert noch bis am 11. Oktober. Der Finaltag findet am 27. Oktober in Küngoldingen statt. An diesem Sonntag treten im Hotel-Restaurant Linde die 25 Kegler und die 10 Keglerinnen gegeneinander an. Dann entscheidet sich, wer den Schweizer Meistertitel 2019 holt. Jürg Soltermann


Sport

Freitag, 13. September 2019

Punkteteilung für den FCWB Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Wettswil-Bonstetten – FC Kosova 1:1 (0:0) Im Nachtragsheimspiel zur sechsten Runde trennte sich am Dienstagabend der FC WettswilBonstetten vom FC Kosova leistungsgerecht mit 1:1 unentschieden. Am Samstag folgt die Auswärtspartie gegen Höngg. In einem Spiel zweier Mannschaften, die sich sehr gut kennen, blieben die grossen Überraschungen aus. Der FC Kosova hatte leichtes Übergewicht, was den Ballbesitz anbelangt, konnte aus diesen optischen Vorteilen jedoch kein Kapital schlagen. Die erste Chance konnten sich die Ämtler in der 13. Minute durch einen Weitschuss von Flavio Peter notieren, welcher das Gehäuse der Gäste nur knapp verfehlte. Zweimal hatte Kosova im ersten Durchgang noch die Möglichkeit zur Führung, welche allerdings nicht zwingend gewesen wäre.

Ausgleich nach vergebenem Penalty Die erste sehenswerte Aktion in der zweiten Halbzeit gehörte dem Heimteam. Ein Abschluss von Allemann konnte vorerst noch durch einen Verteidiger geblockt werden. Der Abpraller landete jedoch in den Beinen von Flavio Peter, welcher den FCWB in der 54. Minute mit 1:0 in Front bringen konnte. Die Gäste mussten nun ihre Offensivbemühungen verstärken. Für den FCWB entstanden Räume zum Kontern. Eine solche Kontermöglichkeit bot sich in der 74. Minute Dzelili, welcher im Strafraum nur noch regelwidrig am Abschluss gehindert werden konnte. Der Gefoulte führte den folgenden Strafstoss selbst aus und setzte

Dzelili, wie gegen den FCZ mit starken Flügelläufen, verschoss einen an ihm verschuldeten Penalty. (Bild Kaspar Köchli) diesen neben das Gehäuse. Nur zwei Minuten später kam es zu einem Eckball für Kosova, welcher nicht ausreichend geklärt werden konnte. Der Flankenball wurde erneut in den Sechzehner des Heimteams gespielt und fand am weiten Pfosten in Shabani einen Adressaten, welcher per Kopf WB-Torhüter Thaler bezwang. Mit dem leistungsgerechten Unentschieden konnten beide Parteien gut leben. Auf Seiten der Ämtler trauerte man der vergebenen Penaltychance zur vermeintlichen Vorentscheidung nach. Kosova konnte seine optischen Vorteile nicht in einen Vollerfolg ummünzen. Am Samstag geht es für das Fanionteam des FCWB auf dem Hönggerberg weiter, dies ist für die Ämtler bereits der fünfte Einsatz innert zwei Wochen. Es gilt für die Oswald-Elf, die Reserven anzuzapfen und trotz des

Der Regen als Spielverderber An letzten Heimspiel-Wochenende konnte nur am Samstag in Hausen Fussball gespielt werden. Am Sonntag machte Petrus dem FC Hausen einen Strich durch die Rechnung. Der Rasen im Jonentäli musste gesperrt werden. So kam das Fanionteam auswärts zum ersten Saisonsieg gegen Red Star. Viel Publikum erschien am letzten Samstag bei tollem Fussballwetter im Hausemer Jonentäli und unterstützte die Juniorinnen und Junioren des FC Hausen lautstark. Sechs Spiele standen auf dem Programm und die Fans konnten insgesamt 49 (!) Hausemer Tore bejubeln. Der Tag begann erfolgreich. Die Junioren Ea schlugen in einem spannenden Spiel den FC Wiedikon knapp mit 6:5. Nicht ganz so erfolgreich agierten die Junioren Da im Freundschaftsspiel gegen den FC Horgen und die Hausemer C-Junioren im Meisterschaftsspiel gegen den FC Kilchberg-Rüschlikon. Beide Male mussten die Gastgeber als Verlierer vom Platz. Weitere drei Siege mit Ergebnissen im zweistelligen Bereich gab es hingegen für die Junioren Db und die beiden

Juniorinnenmannschaften D und B. Alleine in diesen drei Partien schossen die Nachwuchsspielerinnen und -spieler 39 Tore. Beste Werbung für den Fussball und natürlich auch für den FC Hausen.

Erster Sieg bei abgetauschtem Spiel für das Fanionteam Am Sonntag war im Jonentäli nicht an Fussball zu denken. Wegen des Dauerregens musste der Platz gesperrt und der Match der Damen verschoben werden. Die Herren machten mit ihrem Gegner FC Red Star ZH 3 einen Platztausch und mussten fürs Spiel nach Zürich fahren. Nach einem Rückstand vermochte das Hausemer Fanion-Team mit einer beherzten Leistung das Spiel noch zu drehen und mit 3:1 den wichtigen ersten Saisonsieg zu feiern. Für Sonntag war ausserdem ein Turnier der Fussballschule im Jonentäli geplant. Dieses konnte nur dank des grosszügigen Entgegenkommens des FC Langnau a/A durchgeführt werden. Es wurde statt in Hausen auf Kunstrasen in Langnau ausgetragen. Die Jüngsten zeigten trotz Dauerregen tolle Spiele. Die Ergebnisse waren an diesem Nachmittag zweitrangig. (mab./map.)

Die Hausemer D-Junioren im Freundschaftsspiel gegen den FC Horgen. (Bild zvg.)

kräfteraubenden Programms gegen Linth 04, Gossau, Zürich und Kosova den Vollerfolg anzustreben. Weil aber auch die Stadtzürcher aus Höngg unter der Woche ranmussten – das Spiel am Mittwoch gewannen sie in Thalwil 4:0 – sind die Vorzeichen für beide Teams in etwa gleich. Während WB erfreulicherweise aktuell in der Spitzengruppe mittut, gelang der Saisonstart dem SV Höngg gar nicht nach Wunsch. Wie in den letzten Saisons eigentlich immer, befindet man sich wiederum in den hinteren Tabellenregionen und wird sich wohl auf den Abstiegskampf einstellen müssen.

will man offensiv auftreten, Spiel und Gangart bestimmen und aufzeigen, dass der Tabellenvergleich beider Mannschaften auch den Fähigkeiten entspricht. Um 16 Uhr wird die Partie auf dem Hönggerberg angepfiffen, die kurze Anreise sollte Garant dafür sein, dass die Mannschaft von zahlreichen Fans live vor Ort unterstützt wird. Immerhin geht es darum, den sich erarbeiteten Spitzenplatz zu verteidigen. (MEn/AWy) Weitere FCWB-Spiele: Freitag, 20.30 Uhr Wallisellen – Sen. 40+, 21 Uhr Sen. 30+ - Team Herrliberg-Küsnacht; Samstag, 10 Uhr Kilchberg/Rüschlikon – Jun.

Ausfall von Lugo kompensieren Sicher noch nicht dabei auf Seiten der Ämtler ist deren Goalgetter Lugo, dessen Comeback wohl erst in zwei Wochen erwartet werden darf. Dennoch

Dc und Lachen/Altendorf – Jun. Ea, 10.30 Uhr Birmensdorf – Jun. Eb, 11 Uhr Red Star – Jun. Db, 11.30 Uhr Jun. Da – Richterswil, 12 Uhr Schlieren – Jun. Ed und Lachen/Altendorf – Jun. Ca, 15 Uhr Wädenswil – Jun. Cb, 16 Uhr Höngg – FCWB 1 und 17 Uhr Lachen/Altendorf – Jun. Bb.

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Siegesserie des FC KMM hält an Nach den starken Auftritten der ersten Partien war beim FC Knonau-Mettmenstetten-Maschwanden 1 klar, dass man den Drive ins 4.-Liga-Spiel gegen den FC Mezopotamya 1 mitnehmen will. Doch an diesem grauen Sonntag war die Gjoshi/Ismajlaj-Truppe nicht wie gewohnt von Anfang an konzentriert. Bereits nach einigen Minuten wurde es gefährlich vor dem Kasten der Ämtler, jedoch ohne Folgen. Danach schien es, als seien die Ämtler aufgewacht: In der 9. Spielminute ein blitzschneller Konter der Ämtler, M. Ismajlaj lanciert Jay Kouadio, der kaltblütig zum 0:1 einschiebt. Die Gastgeber sind nun auch wach. Nur gerade eine Spielminute nach dem 0:1 müssen D. Bekcic und J. Ewason mit zwei Glanztaten retten. Die Abwehr ist an diesem Sonntagmorgen ungewohnt löchrig und unkonzentriert, die Gastgeber kommen immer wieder zu Chancen. Die Säuliämtler kreieren aber auch einige hochkarätige Chancen, jedoch bleiben alle ungenutzt. In der 38. Minute dann ein Freistoss vor dem eigenen Sechzehner. Bes Gjoshi übertölpelt mit einem weiten Pass die ganze Mezopotamya-Mannschaft, Jay Koudio überlistet mit einem Lob den Keeper und L. Sefedeni muss nur noch einschieben, 0:2. In der 45. Minute läuft der Mezopotamya-Stürmer alleine auf das Ämtler Tor und wird im Strafraum gefoult, Elfmeter! Den Schuss kann D. Bekcic mit einer Glanztat halten, doch beim Abpraller ist er machtlos. Nach der Pause plätschert das Spiel vor sich hin. Trotz einiger hundertprozentiger Chancen bleibt der FC KMM erfolglos. Es passiert nichts mehr und die Partie geht glanzlos, aber trotzdem verdient mit 2:1 an den FC KMM. Fazit: Trotz glanzlosem Sieg geht die Siegesserie weiter. (pd.)

Leben für die Leidenschaft

Cyrill Scheiwiller wird Schweizer Vize-Meister im Motocross Er sieht aus wie ein Modellathlet und ist einer der drei besten Motocross-Fahrer der Schweiz. Zu 95 Prozent arbeitet Cyrill Scheiwiller aus Obfelden neben dem Spitzensport noch als Zimmermann. Was gibt ihm der Sport, dass er bereit ist, alles dafür zu geben? ................................................... von martin platter Der Mann muss ein unglaubliches Talent sein. Cyrill Scheiwiller, 1.85 Meter gross, 80 Kilo schwer, fester Händedruck, sanftes, zuvorkommendes Auftreten. Aber wehe, man gibt dem 27jährigen Zimmermann einen Motocross-Töff in die Hand. Dann wird er zur Furie, die im Rennen zuweilen selbst internationale Spitzenfahrer wie den zweimaligen MX2-Vizeweltmeister Jeremy Seewer in Bedrängnis zu bringen vermag. So geschehen zum Saisonauftakt Mitte April am Motocross in Wohlen. Seewer gewann in der Kategorie Swiss MX Open schliesslich doch, Yamaha-Markenkollege Scheiwiller wurde aber ehrenvoller Zweiter. Ein Blick in die Resultatelisten verrät den Unterschied zwischen Profi und Amateur. Während Seewer auch im freien Training und im Zeittraining permanent den Spitzenplatz einnimmt, arbeitet sich Scheiwiller in den Trainingsläufen zuerst nach vorne. Er muss die Strecke kennenlernen, wird zunächst 20. von 29 Fahrern, dann Vierter. In den beiden Rennläufen explodiert er förmlich, liegt temporär sogar vor Seewer und wird schliesslich Zweiter. Ein Prozedere, das sich an jedem der sieben Schweizer Meisterschaftsläufe in etwa wie-

Dank seinem Renninstinkt und fahrerischem Talent wurde Scheiwiller diese Saison Zweiter in der MX Open Motocross-Schweizer Meisterschaft. (Bild Hugo Roos) derholt hat. Es ist ein Kampf mit ungleich langen Spiessen. Dennoch würde Scheiwiller nichts anderes lieber tun als Motocross fahren. Er sagt: «Dieser Sport erfüllt mich mit einer derart tiefen Befriedigung, wie ich sie sonst nicht kenne.» Motocross ist für den früheren Toggenburger, den die Liebe ins Säuliamt gebracht hat, auch im übertragenen Sinn Familie. Mit 14 trat er in die Fussstapfen seines Vaters, der selber Motocross gefahren ist. Vier der fünf Brüder galten vom Jugendalter an als grosse Talente. 2011 starteten gleich alle vier in der Schweizer Motocross-Meisterschaft. Cyrill ist bis heute der Erfolgreichste in der Familie. Er liebt es, an Wochenenden mit dem Wohnmobil an die Wettkämpfe zu fahren und dort mit seiner Familie und seinen Rennfahrerkollegen gemeinsam zu grillieren, Rennen zu fahren und eine gute Zeit zu erleben. So hat er auch seine grosse Liebe kennengelernt, die Schwester eines Rennfahrerkollegen

Zu 95 Prozent arbeitet Cyrill Scheiwiller als Zimmermann. (Bild Martin Platter) aus Hauptikon. Sie hat ihm im letzten November eine Tochter geschenkt. Bald soll geheiratet werden. Aber noch hat Cyrill Scheiwiller eine Rechnung offen. Er hasst es nämlich, Zweiter zu werden. Diesmal war der Romand Valentin Guillod in der Schweizer Meisterschaft vor ihm, wie Seewer ein Profi. Doch nächstes Jahr will Scheiwiller nochmals einen Anlauf nehmen.


Extra

Freitag, 13. September 2019

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Die Bühne für Persönlichkeiten am Reussufer Debatten, Dialoge und viel Gelächter zwischen Persönlichkeiten aus dem Säuliamt Der 19. «Rüüss-Abig» des «Anzeigers» bot Gelegenheit für Gespräche über Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Medien im Knonauer Amt. ................................................... von martin mullis Am «Rüüss-Abig» kommen die Persönlichkeiten des Säuliamts auf dem Platz vor dem Pontonierhaus in Ottenbach zusammen. Die Einladung zum Stelldichein der Prominenz ist begehrt und bereitet der «Anzeiger»-Geschäftsführerin Barbara Roth wegen der beschränkten Platzverhältnisse gelegentlich etwas Kopfschmerzen. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, mit Huub van Hedel vom Rehabilitationszentrum des Kinderspitals einen angesehenen Redner zu engagieren. Als beispiellos jedoch gilt, dass dieser Anlass Gesprächskoalitionen der ganz besonderen Art ermöglicht.

Referent Huub van Hedel, Forschungsleiter am Kispi-Rehazentrum Affoltern.

Verleger Peter Wanner (links) und alt Nationalrat Rolf Hegetschweiler aus Ottenbach.

Amüsieren sich: SVP-Nationalrat Martin Haab, Mettmenstetten, und Anne-Marie Bischofberger.

Zwei Weltmeister und vier Gemeindepräsidentinnen Wo sonst würden sich die vier Gemeindepräsidentinnen des Knonauer Amts mit einer Weltmeisterin und einem Weltmeister treffen? Wo sonst könnte Verleger Peter Wanner mit einem ehemaligen Nationalrat und einer freischaffenden Journalistin einer seiner vielen Zeitungen herzlich lachen? Und mit grosser Wahrscheinlichkeit bekommt der Leiter der ZKB Affoltern nicht sehr oft Gelegenheit, sich mit einem Einmannunternehmer über die Leistungen des FCZ zu enervieren. Solche bemerkenswerten und grundverschiedenen Gesprächsgruppen sind am «Rüüss-Abig» jedoch Normalität. Und als weiterer wichtiger Punkt für die Beliebtheit des Anlasses sei der kulinarische Genuss genannt. Vom eigenen Rebensaft des Verlegers Peter Wanner bis zu den längst legendären frittierten Fischen, dies Jahr vom Männerturnverein Ottenbach. Der grosse Aufmarsch der Säuliämtler Prominenz darf auch als Wertschätzung gegenüber der Regionalzeitung «Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern» gewertet werden, dies jedenfalls erwähnte sinngemäss Chefredaktor Thomas Stöckli bei der Begrüssung.

wetter

Gemeindepräsidentinnen Katrin Röthlisberger (Wettswil) und Nadia Hausheer (Aeugst) mit Standortförderer Johannes Bartels.

Zwei Weltmeister: Adrian Brennwald (Double- und Triple-Ironman), Aeugst, und Petra Klingler (Bouldern), Bonstetten.

Alt Kantonsrätin Lisette Müller (Knonau) mit den Gemeindepräsidenten Ruedi Fornaro (Hedingen) und Werner Michel sowie Gemeinderätin Valérie Battiston (Stallikon).

Die Gewerbler Dominique Lipp und Daniel Weber mit René Homberger, Präsident HEV Albis (von links). (Bilder Martin Mullis/Stefan Schneiter)

volg-rezept

herkömmliches

Hirschpfeffer mit Rotkraut und Spätzli Dialog

bauernregel «Septemberwetter warm und klar, verheisst ein gutes nächstes Jahr.»

Zutaten für 4 Personen

Zubereitung

2 Birnen, halbiert und entkernt 2 EL Weisswein 2 EL Wasser ½ EL Zucker 2 Pack Hirschpfeffer 1 Pack Rotkraut Ingwer 600 g Familienpreis-Spätzli 2 EL Butter 8 TL Preiselbeeren

Birnen schälen und im Wein, Wasser und Zucker knapp weich pochieren. Hirschpfeffer und Rotkraut nach Gebrauchsanweisung zubereiten. Rotkraut mit wenig Ingwer würzen. Spätzli in Butter anbraten. Birnenhälften mit Preiselbeeren füllen und mit restlichen Zutaten anrichten. Zubereitung ca. 30 Min. Tipp: Anstelle von Hirschpfeffer Rehpfeffer nehmen. Weitere Rezepte unter www.volg.ch/rezepte/.

Das vielbeschworene und oft bemühte Fremdwort Dialog bedeutet Zwiesprache – hergeleitet von griechisch dialegesthai, was wörtlich übersetzt sich unterreden heisst und zweifellos eine löbliche Sache ist. Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber, der sich leidenschaftlich für den Dialog zwischen Juden und Christen einsetzte, nicht um die Standpunkte zu verwischen, sondern um die eigenen Positionen unverfälscht darzustellen, aber auch die Argumente der Gegenseite ernst zu nehmen, meinte zum Abschluss eines Symposions: «Wir haben viel mehr gemeinsam, als wir einander zugestehen und wahrhaben wollen. Ihr Christen sagt, der Messias ist schon gekommen, ist wieder gegangen, aber er wird wiederkommen. Wir Juden sagen, er war noch nicht da, aber er wird kommen. Warten wirs doch ab. Wenn er kommt, können wir ihn ja fragen, ob er schon einmal da war.» Dann werde ich nahe zu ihm herantreten und ihm ins Ohr flüstern: «Bitte, sag nichts». (ubo)


Veranstaltungen

GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST ELFI BOHRER Dorfstrasse 13 CH-8906 Bonstetten Tel. 044 700 32 10, Mobile 079 207 76 28 galerie@ggbohrer.ch, www.ggbohrer.ch

Einladung zum Open-House im GG-Kunstfenster, mit Schwerpunkt Beate Bitterwolf Samstag / Sonntag, 14. / 15., sowie 21. / 22. September 2019, jeweils 13 – 17 Uhr Arbeiten auf Leinwand sowie Einblick ins GG-Programm.

Werden Sie selbst zum Verkäufer!

FLOHMÄRT Wann? Uhrzeit? Wo?

Samstag, 28.09.2019 9.00 – 16.00 Uhr Mehrzweckhalle Maschwanden Kosten? Standmiete Fr. 15.– Anmeldefrist? 20.09.2019 Tel. 079 297 72 31 fit-maschwanden@hotmail.com

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071_2019  

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