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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 071 I 172. Jahrgang I Dienstag, 11. September 2018

Tieferes Brandrisiko

Jubiläumstour

Der Gemeinderat Bonstetten hat das teilweise Feuerverbot aufgehoben. > Seite 3

Zum 40-Jahre-Jubiläum der Grünen umrundet Robert Kälin den Kanton Zürich. > Seite 5

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«Rüüss-Abig» Zum 18. Mal trafen sich Akteure aus Politik, Wirtschaft, Gewerbe, Sport und Kultur. > Seite 7

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Gutes Trinkwasser In Affoltern konnte das neue Quellwasserpumpwerk besichtigt werden. > Seite 7

Die Arbeitsstelle als Schlüssel zur Integration Der Verein GsE und der Sozialdienst Bezirk Affoltern lancieren die «Drehscheibe Arbeit» Der Verein «Gemeinsam statt Einsam» (GsE) verbindet unter dem Stichwort «Drehscheibe Arbeit» Arbeitgeber aus der Region mit Arbeitskräften aus dem Kreis von vorläufig aufgenommenen Ausländerinnen und Ausländern (VA). Als wichtiger Partner des Projekts unterstützt der Sozialdienst Bezirk Affoltern die wichtige Integrationshilfe. ................................................... von martin mullis Das gute Dutzend Frauen und Männer beschäftigte sich in den Räumen des ehemaligen Reisebüros an der Alten Dorfstrasse in Affoltern mit dem Gegenteil der Tätigkeiten der früheren Benutzer. Anstelle von Ferienplänen ging es an der Info-Veranstaltung des Vereins «Gemeinsam statt Einsam» (GsE) um Arbeitsplätze. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Erwerbstätigkeit von vorläufig aufgenommenen Personen im Asyl- und Migrationswesens (VA) werden ab dem 1. Januar 2019 entscheidend geändert. Neu wird anstelle einer Arbeitsbewilligung

lediglich noch eine Meldepflicht verlangt. Diesen Umstand will die «Drehscheibe Arbeit» des Vereins GsE nutzen und die Bemühungen um die Integration der entsprechenden Personen sollen nun so richtig Fahrt aufnehmen. Dabei spielen nicht nur potenzielle Arbeitgeber, sondern auch eine ganze Reihe von Vertretern anderer Institutionen eine gewichtige Rolle. So waren denn am letzten Mittwochabend die massgebenden Vertreter des Vereins GsE und des Sozialdienstes Bezirk Affoltern anwesend wie auch die Job-Coaches Carmen Cronauer und Diya W. Peter. Als politischer Vertreter war der Kantonsrat und Sozialvorsteher von Ottenbach, Ronald Alder (GLP), präsent.

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wird begleitet Dem Geschäftsführer des Sozialdienstes Bezirk Affoltern, Ivo Lötscher, und der Leiterin des GsE, Eveline Hedinger, sowie ihren Teams gelang es ausgezeichnet, ihre Bestrebungen für den Einstieg der betreffenden Personen in den ersten Arbeitsmarkt zu erläutern. Die verschiedenen Möglichkeiten der

Eveline Hedinger (ganz rechts) informiert interessierte Arbeitgeber und Mitglieder vom Sozialdienst Bezirk Affoltern. (Bild Martin Mullis) Anstellung von vorläufig aufgenommenen Personen dürften die Arbeitssuche entscheidend erleichtern. Sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitssuchenden steht nämlich die Wahl eines Schnuppereinsatzes, eines Praktikums, einer Berufslehre oder eine befristete oder fixe Anstellung zur Verfügung. Diese Auswahl verlangt eine seriöse und umfassende Abklärung der jeweiligen Situation. Dabei spielt nicht nur die Motivation,

Operngenuss in Hausen

auch wirklich arbeiten zu wollen, eine entscheidende Rolle, sondern vor allem auch die Sprachkenntnisse des VA. Das Bestreben des GsE, Orte zu schaffen, wo Menschen sich wohlfühlen und sich auch entwickeln können, wird jedoch oft erfüllt. Der Verein GsE schreibt mit dem Projekt der Eingliederung von Asylbewerbern in die Arbeitswelt eine Erfolgsgeschichte. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Der Krieg als Lehrstück Vor 400 Jahren – gerade hundert Jahre nach Beginn der Reformation – wurde Europa für 30 Jahre von Krieg und Gewalt erschüttert. An der BettagsTagung im Kloster Kappel gibt Bernd Roeck, einer der besten Kenner der europäischen Renaissance, Einblick in die Vorgänge des Dreissigjährigen Kriegs – und zeigt Bezüge zur Gegenwart auf. So vermischen aktuelle Konflikte ähnlich machtpolitische Interessen und religiöse Beweggründe. ................................................... > Veranstaltungshinweis auf Seite 14

Bester WM-Platz im Lead Der junge Graf lässt sich vom Bild einer zugedachten Braut völlig hinreissen – eine spannungsvolle Szene mit allen Sängerinnen und Sängern. (Bild Marianne Voss) Zum 13. Mal ist in Hausen die Opernsaison eröffnet. Mit «La Vera Costanza» von Joseph Haydn kommt ein unbekanntes Werk mit wunderschöner Musik und einer spannenden Handlung zur Aufführung. Man könnte diese Oper ebenso als tragische Komödie

wie auch als komische Tragödie bezeichnen. Intrigen, Drohungen und Treueversprechen sowie Liebe und Wahnsinn wechseln sich ab. Hinter der Bühne wirken die Jungen Zürcher Harmoniker mit ihren Instrumenten, auf der Bühne singen und spielen

sieben junge Sängerinnen und Sänger. Und im Hintergrund sind viele weitere Personen am Werk, damit das umfangreiche Projekt gelingen kann. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 9

Mit einem Exploit im Halbfinale holte sich Petra Klingler am Samstag an der WM im Leadklettern den 13. Rang – ihr bisher bestes WM-Resultat in dieser Disziplin. Heute Dienstag steht die Boulder-Qualifikation auf dem Programm, am Donnerstag folgt der Speed-Wettbewerb und am Freitag der Boulder-Halbfinal und -Final. Den Abschluss macht am Sonntag das Finale der olympischen Kombination. ................................................... > Bericht auf Seite 17

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«Sichtbar» In Kappel lud der Katholische Frauenbund zu seiner 100-Jahr-Feier. > Seite 9

Arbeitslosigkeit weiter rückläufig Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Affoltern war im August leicht rückläufig, die Quote verharrte bei 1,8 Prozent. 530 Personen aus dem Knonauer Amt waren Ende August bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, acht weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 1,8 Prozent. Die Stellensuchendenquote nahm im ganzen Kanton Zürich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent ab. Aufgrund des Abschlusses der Ausbildungsverhältnisse nimmt die Arbeitslosigkeit bei den jüngsten Alterskategorien auf die Sommermonate jeweils saisonal zu. In den darauffolgenden Monaten bildet sich die Jugendarbeitslosigkeit jeweils wieder sukzessive zurück. Für die kommenden Herbstmonate weisen die konjunkturellen Indikatoren auf ein anhaltendes, aber unverändertes Wirtschaftswachstum im Kanton Zürich hin. Der gemächliche Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit dürfte sich im zweiten Halbjahr fortsetzen. Saisonbedingt ist allerdings vorerst noch mit zunehmenden Zahlen zu rechnen. (pd./tst.)

Eigenartiger Fund Eine Kajakerin war kürzlich auf der Reuss unterwegs und stiess auf einen unerwarteten Fund. Durch die tiefen Gewässerpegel der letzten Wochen war ein Teil der Uferböschung zum Vorschein gekommen. Ein genauerer Blick zeigte: Die verbauten Steinplatten waren nicht etwa übliches Baumaterial, sondern alte Grabsteine. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 6 anzeigen


Traurig sind wir, dass wir dich im Moment verloren haben. Dankbar sind wir, das wir mit dir leben durften. Getröstet sind wir, dass du in Gedanken und tief im Herzen weiter bei uns bist.

Kartonsammlung – zusätzliche Sammlungen im Oktober und Dezember Der Gemeinderat legt fest, dass im kommenden Jahr 2019 in jedem Monat eine Kartonsammlung stattfinden soll. Die bisherige Sammelfrequenz von sechs Kartonsammlungen im Jahr entspricht nicht mehr dem gewandelten Konsumverhalten unserer heutigen Gesellschaft und muss auf eine monatliche Sammlung erhöht werden. Somit findet ab dem Jahr 2019 neben der ordentlichen monatlichen Papiersammlung auch die Kartonsammlung jeden Monat statt. Für das laufende Jahr 2018 wird zusätzlich eine Kartonsammlung am Montag, 1. Oktober, und am Montag, 3. Dezember 2018, stattfinden. Gemeinderat Bonstetten

Mein geliebter Ehemann, unser Papi, Schwiegervater, Grossvater, mein Bruder, Onkel und Schwager

VIELEN DANK Allen, die uns in den Stunden des Abschieds von

Walter Max Colombo­Huber 19. Dezember 1931 – 21. August 2018

Freundschaft, Zuneigung und Trost entgegengebracht haben. Die vielen Beweise der Verbundenheit und Anteilnahme haben uns sehr berührt.

Peter Heiniger 11. Februar 1928 – 5. September 2018

durfte im Beisein seiner geliebten Familie, in seinem Zuhause, nach einem erfülltem Leben friedlich einschlafen. Sein grosses Herz, seine Zufriedenheit und seine Lebenslust bewundern wir. Für all die wunderschönen Momente, die wir mit ihm erleben durften, sind wir mehr als dankbar und sehr glücklich.

Speziellen Dank denen, die sein Leben begleitet und bereichert haben. Den Vereinen und Delegationen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, danken wir von Herzen. Herrn Pfarrer Walter Hauser danken wir für seine einfühlsamen Worte.

Lieber Papi, Wir werden Dein grosses Herz, Deinen Willen, Deinen Respekt und Deine Stärke vermissen. Immer da sind Spuren deines Lebens, Gedanken, Augenblicke, sie werden uns an Dich erinnern, uns glücklich machen und dich nie vergessen lassen, «Du bisch immer tüff i eusem Herzä»! Danke für alles.

Im Namen aller Angehörigen Monika Marti­Colombo

In stiller Trauer: Anna Heiniger-Huwiler Doris und Roger Winnewisser-Heiniger mit Delano und Charlize Edith Heiniger Hugo Heiniger mit Familien Heinz und Marianne Heiniger mit Familien Rosa Gubler-Huwiler mit Ruedi Familie Huwiler mit Familien Verwandte, Bekannte und Freunde

Schwimmbad Mettmenstetten - Schliessung Der Schwimmbadebetrieb wird nach dem Sonntag, 16. September 2018, 17.00 Uhr, eingestellt. Der Spielplatz kann bis zur Wiedereröffnung im Mai 2019 weiterhin tagsüber von 8.00 bis 20.00 Uhr genutzt werden. Das Bassin ist gesperrt und darf nicht betreten werden. Kleinkinder dürfen nur in Begleitung Erwachsener das Badeareal betreten. Das Eingangstor ist immer sofort zu schliessen, damit kein freier Zugang für Kleinkinder entsteht. Für Unfälle wird keine Haftung übernommen. Es gilt das Badereglement bezüglich Ordnung, Sauberkeit und Lärm.

Die Gedenkfeier findet am Freitag, 14. September 2018, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt. Die Beisetzung im Anschluss auf dem Friedhof Mettmenstetten. Traueradresse: Anna Heiniger­Huwiler, Im Matteloo 1, 8932 Mettmenstetten

Fundgegenstände können am Montag, 17. September 2018, am Schalter der Gemeindeverwaltung abgeholt werden. Über nicht abgeholte Gegenstände wird verfügt.

Für die anderen da zu sein ohne es zu erwähnen – das macht eine erfüllte Liebe aus. Chao-Hsiu Chen

Dankbar, mit ihm glücklich gelebt zu haben, traurig ihn zu verlieren – aber erleichtert, ihn von seinen starken Schmerzen erlöst zu wissen, nehmen wir Abschied von unserem über alles geliebten

René Oberholzer­Meier 23. Januar 1944 – 5. September 2018

Ganz speziell in Erinnerung bleiben uns sein beispielloser Rückhalt für seine Liebsten, sein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit, seine Grosszügigkeit und sein grosses Herz. In stiller Trauer:

Der Gemeinderat

Todesfälle

Verkehrsbehinderung Dorfstrasse

Einbürgerungen (Korrigendum)

Vom 17. September 2018 bis Ende November 2018 finden in der Dorfstrasse, im Bereich Alte Landstrasse bis Hölibachstrasse, Arbeiten zum Ersatz der bestehenden Trinkwasserleitung statt. Es ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Der Unternehmer ist bestrebt die Arbeiten speditiv auszuführen und die Immissionen so gering wie möglich zu halten. Für Ihre Nachsicht und Geduld danken wir Ihnen.

Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes sowie der eidg. Einbürgerungsbewilligung hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 4. September 2018 ins Bürgerrecht der Gemeinde Stallikon aufgenommen: Fritz Horst, geb. 1956, Bürger von Deutschland Stallikon, 11. September 2018 Gemeinderat Stallikon

Obfelden, 3. September 2018 Tiefbauamt Obfelden

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Mittwoch, 5. September 2018, gestorben:

Oberholzer-Meier, René geboren am 23. Januar 1944, von Zürich ZH, Eschenbach SG, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Gehrrebenstrasse 5.

Jeannette Oberholzer­Meier Nicole und Andreas Graber­Oberholzer mit Janis Stefan Oberholzer mit Alain und Yannick Rolf und Aom Oberholzer Natalie Oberholzer mit Familie Alex Oberholzer mit Familie Hedy Meier René Meier mit Sacha und Joël Wir nehmen Abschied am Mittwoch, 12. September 2018, um 14 Uhr in der ref. Kirche Hedingen. Die Beisetzung findet im engsten Fami­ lienkreis statt. Anstelle von Blumen danken wir für eine Spende an: Stiftung Spital Affoltern, Palliative Care, Konto 85­391373­1 (PostFinance), IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1, Vermerk: René Oberholzer. Traueradresse: Jeannette Oberholzer, Gehrrebenstrasse 5, 8908 Hedingen

Abdankung am Mittwoch, 12. September 2018, 14.00 Uhr, in der ref. Kirche Hedingen

Mettmenstetten Am Freitag, 14. September 2018, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche, anschliessend auf dem Friedhof, die Abdankung/Beisetzung für

Peter Heiniger-Huwiler,

Personalausflug

Im Matteloo 1, statt.

Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Bauamtes bleiben am

Der Friedhofvorsteher

Biete für kleines Entgelt: Lösen von Computerproblemen und Nachhilfe für Computer- und Handyeinsteiger. Bin flexibel und sofort zur Stelle. Matthias Gygli 076 421 65 95. Weiter biete ich persönliche Reiseberatung an für Ferien nach Ihrem Geschmack. www.gyglireiseberatung.ch

den ganzen Tag geschlossen (Personalausflug).

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Freitag, 14. September 2018

044 710 99 70 044 701 80 76

Stallikon, 11. September 2018 Gemeindeverwaltung

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ABSCHIED Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen Freundes und Ehrenpräsidenten

Emil Landis 1. Januar 1926 – 1. September 2018

Emil hat sich für unseren Verein sehr engagiert und war uns ein hilfsbereiter Freund. 1979 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Wir verlieren einen treuen Kameraden an unserer Seite. Emil werden wir in dankbarer Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Feldschützenverein Wettswil Der Vorstand Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, den 12. September, um 14.00 Uhr im Kreis der Familie und Verwandtschaft auf dem Fried­ hof Wettswil statt. Die Abdankung ist anschliessend um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Wettswil.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 11. September 2018

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Brüchige Trinkwasserleitung in der Rebhaldenstrasse Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Obfelden ................................................... von gemeindeschreiberin eveline meier Die Trinkwasserleitung in der Rebhaldenstrasse ist altershalber in einem schlechten Zustand, so dass immer wieder Leitungsrohrbrüche auftreten. Die Leitung soll nun im Bereiche Rebhaldenstrasse 25 bis zum Anschluss Dorfstrasse ersetzt und in der Strassenparzelle geführt werden. Gleichzeitig sollen auch die Freileitung der EKZ ersetzt und ein Leerrohr für das Kabelnetz in die Strassenparzelle verlegt werden. Weiter soll die öffentliche Strassenbeleuchtung, welche aktuell an den Freimasten befestigt ist, durch dimmbare LEDKandelaber ersetzt werden. Für diese Arbeiten wurden ein Kredit von 384 000 Franken bewilligt und die entsprechenden Aufträge vergeben. Die Gemeinde Obfelden ist Gesellschafterin der Gruppenwasserversorgung Amt. Für die Sanierung des Reservoirs Bernhau sowie der Transportleitung wurde der Kostenanteil der Gemeinde Obfelden in Höhe von 200 000 Franken (inkl. MwSt.) genehmigt.

Gemeindestrassen Die Randabschlüsse der Bächlerstrasse müssen altershalber saniert werden.

Für die Sanierungsarbeiten wurde ein Kredit von 18 000 Franken bewilligt und die Arbeiten an die Firma Rsag, Wallisellen, vergeben. Ebenso sind auf dem gesamten Gemeindegebiet aufgrund von Winterschäden diverse Strassen-Unterhaltsarbeiten notwendig. Dafür wurde ein Kredit von 19 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Leuthard Bau AG, Affoltern a. A., erteilt.

Gemeindeverwaltung / -werke Der Werkmitarbeiter Martin Bär konnte im Juli sein 15-Jahre-Jubiläum bei den Gemeindewerken Obfelden und der Steuersekretär Daniel Etterlin Ende August das 10-Jahre-Jubiläum bei der Gemeindeverwaltung Obfelden feiern. Gemeinderat und Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke danken Martin Bär und Daniel Etterlin für den langjährigen Einsatz im Dienste der Gemeinde Obfelden und gratulieren ihnen herzlich zum Dienstjubiläum. Die Lernende der Gemeindeverwaltung, Valeria Rheiner, hat ihre Ausbildung als Kauffrau mit sehr guter Durchschnittsnote abgeschlossen. Gemeinderat und Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke gratulieren ihr herzlich zum ausgezeichneten Lehrabschluss und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Der Revisionsbericht der Lucio Revisionen, Zürich, im Bereich KVG wurde abgenommen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung für die Arbeit der beste Dank ausgesprochen. Der Regierungsrat hat die Arbeitszeit für die Zentral- und Bezirksverwaltung im Hinblick auf den Jahreswechsel 2018/2019 geregelt. Die Gemeinde Obfelden schliesst sich der kantonalen Arbeitszeitregelung über die Feiertage an. Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben demnach ab Samstag, 22. Dezember 2018, bis und mit Mittwoch, 2. Januar 2019, geschlossen.

Wahlbüro Gegen die Erneuerungswahlen der Wahlbüromitglieder wurde innert Frist kein Rechtsmittel ergriffen. Die Rechtskraft der Wahl der 23 Mitglieder des Wahlbüros wurde festgestellt.

Dienstleistungscenter Amt (Dileca) Die finanztechnische Revision der Dileca wird seit 1.1.2010 von der Lucio Revisionen GmbH, Zürich, durchgeführt. Diese Firma wurde Mitte Dezember 2017 durch die Firma BDO übernommen. Die Organe der Dileca wünschen weiterhin die Beauftragung einer kleineren, lokal vernetzteren

Revisionsgesellschaft. Der Übertragung der Revisionsdienste und der Wahl der GemeindeFinanzen.ch GmbH, Adliswil, als finanztechnische Revisionsstelle der Dileca für die Amtsdauer 2018 bis 2022 wurde zugestimmt.

Liegenschaften Die Ölheizung in der Liegenschaft Bachstrasse 17/19 stammt aus dem Jahre 1996 und muss altershalber saniert werden. Die neue Wärmeerzeugungsanlage soll gemäss Energieleitbild der Gemeinde Obfelden mit erneuerbaren Energien erfolgen. Für die Sanierung der Ölheizung durch eine Wärmepumpe mit Erdsonden wurden ein Kredit von 185 000 Franken bewilligt und die entsprechenden Arbeiten vergeben.

Amtliche Vermessung Nach Mitteilung des Amtes für Raumentwicklung, Abteilung Geoinformation, Zürich, wird die Einführung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (Öreb-Kataster) für die Gemeinde Obfelden im Jahre 2019 vorgesehen. Für die Einführung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen wurde ein Kredit von 13 000 Franken bewilligt und der

Teilweises Feuerverbot aufgehoben

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

................................................... von gemeindeschreiber christof wicky

Geschäftsführerin: Barbara Roth

Am 27. Juli 2018 hat die Zürcher Baudirektion aufgrund der langanhaltenden Trockenheit und der damit einhergehenden erheblichen Waldbrandgefahr ein Feuerverbot für das ganze Kantonsgebiet in Wäldern und in Waldesnähe (Sicherheitsabstand 200 Meter) erlassen. Mit Beschluss vom 31. Juli 2018 hat der Gemeinderat gestützt auf § 18 der Verordnung über den vorbeugenden Brandschutz ein teilweises Feuerverbot für das Gemeindegebiet Bonstetten angeordnet und gleichzeitig das Abbrennen von Feuerwerk verboten. Seit dem Erlass des Feuerverbots in Bonstetten hat die Gemeindeführungsorganisation mit Experten der Feuerwehr und der Polizei sowie in Rücksprache mit kommunalen und kantonalen Fachpersonen die Lage regelmässig analysiert. Sie kommt heute zum Schluss, dass sich die Lage zwar noch nicht normalisiert hat. Dank den Niederschlägen der vergangenen Tage sowie aufgrund des prognostizierten unbeständigen Wetters für die kommenden Tage hat sich das Brandrisiko aber so weit reduziert, dass das teilweise Feuerverbot im Freien wieder aufgehoben werden kann.

Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

KVG Revision; Genehmigung des Revisionsberichts der Rechnung 2017 Am 19. April 2018 führte die BalmerEtienne AG, 8027 Zürich, gestützt auf § 23 der Verordnung des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (VO EG KVG) gemäss Auftrag der Vorsteherschaft eine Krankenversicherungsgesetz- (KVG-)Revision durch. Die Prüfungshandlungen dienen dem

Zweck, dem Gemeinderat eine Beurteilung der KVG-Abrechnung 2017 der Politischen Gemeinde Bonstetten zu ermöglichen. Aufgrund der vorgenommenen stichprobenweisen Überprüfung hat das Prüfungsorgan bestätigt, dass die revidierten Abrechnungen mit den massgebenden Bestimmungen, insbesondere mit den Leitfäden der Gesundheitsdirektion zur Abrechnung der Prämienübernahme, konform sind. Aus diesen Gründen genehmigte der Gemeinderat den Revisionsbericht zur diesjährigen KVG Revision.

Baubewilligungen Der Gemeinderat genehmigte folgende Bauvorhaben im ordentlichen Verfahren: Stiftung Rotenbirben, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2017-0018; Neubau Bienenhaus bei Rütistrasse 5, Grundstück Nr. 2774; Hedinger Jürg, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0017; Erstellung Luft-Wasser-Wärmepumpe bei Schachenstrasse 126, Grundstück Nr. 72; Bleisch Wyssling Sabina und Wyssling Philipp, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0018; Neubau Garage Breitenacher 62, Grundstück Nr. 1041; Fetz Peter, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0019; Erstellung Luft-WasserWärmepumpe bei Buecheneggstrasse 28, Grundstück Nr. 1816. Der Gemeinderat genehmigte folgende Bauvorhaben im Anzeigeverfahren: Tamas Isabella und Martin, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0010; Fassadensanierung mit Aussenwärmedämmung und inneren Umbauten, Wohnhaus Im Späten 20, Grundstück Nr. 1314; Koller Albert, Gockhausen, Baugesuch-Nr. 2018-0013, Aussenwärmedämmung bei Mehrfamilienhaus Schachenmatten 20, Grundstück Nr. 1177; Hauser Beatrice und Christian, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0023; Glasüberdachung Bruggenmattweg 46,

Grundstück Nr. 1445; Fiechter Urs, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0024; Windschutzverglasung in Alu/Glas, Im Wolfen 27, Grundstück Nr. 2280; Karin Illi Fuhrer, Stallikon und Roland Illi, Schwerzenbach, Baugesuch-Nr. 2018-0026; Grundstücksteilung Chapfstrasse 28; Concenti Gian Pietro, Wettswil, Baugesuch-Nr. 2017-0005, Neubau Mehrfamilienhaus mit Gewerbeanteil und Doppeleinfamilienhaus, Chapfstrasse 7, Bewilligung Umgebungsgestaltung; Matthys Imboden Jeannine, Uerzlikon, Baugesuch-Nr. 2017-0036, Neubau Einfamilienhaus Birchstrasse 25, Bewilligung Umgebungsgestaltung; Meylan Dionicia Elena und Denis Christian, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0004, Neubau Einfamilienhaus Schachenmatten 5, Bewilligung Materialisierung.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • Dem Übertrag der Kompetenz zur Annahme der Schweizer Geld- und Kapitalmarkt-Plattform für Kantone, Gemeinden und institutionelle Kapitalgeber über die Plattform Ioanboox zugestimmt; • Den Wechsel auf digitale Verbindungen bei der Telefonanlage gutgeheissen; • Den Kredit von 250 000 Franken für die Altlastensanierung des Kugelfangs der 300-m-Schiessanalge Lochenfeld genehmigt; • Der Anpassung des Vertrages mit der SBB über den betrieblichen Unterhalt des Bahnhofs Bonstetten-Wettswil zugestimmt; • Den Verzicht zur Abfassung einer Vernehmlassung bei der Änderung des kantonalen Energiegesetzes gutgeheissen; • Die Leistungsvereinbarung mit der Bildungsdirektion des Kantons Zürich betreffend Führung der Jugendkontaktstelle «contact» genehmigt.

Auftrag an das Ingenieurbüro gpw, Affoltern a. A., vergeben.

Schwimmbad Mit Urnenabstimmung vom 28. Februar 2016 wurde für die Sanierung der Schwimmbecken mittels Edelstahlauskleidung und der Badewassertechnik ein Kredit von 2,1 Mio. Franken zuzüglich Teuerung ab Kreditbewilligung genehmigt. Bestandteil des Projektes bildete auch der Hochwasserschutz. Die notwendigen Massnahmen wurden unter Einbezug des Awel und einer Fachbegleitung erarbeitet. Die Massnahmen zur Umsetzung des Objektschutzes «Hochwasser» wurden genehmigt und die entsprechenden Aufträge vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Politische Gemeinde Obfelden, Obfelden, für den Ersatzneubau der Landwirtschaftsbrücke über den Lindenbach und die Vergrösserung des Bachdurchlasses in der Tellen; Alexandra Schafflützel, Obfelden, für den Neubau eines Gartenhauses an der Gugelrebenstrasse; Marco Häfliger, Obfelden, für die Verglasung des bestehenden gedeckten Sitzplatzes an der Räschstrasse.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 13. September, feiern Adelheid und Hans Iseli-Fritschi von Obfelden ihren 50. Hochzeitstag. Wir wünschen ein fröhliches Fest im Kreise von Familie und Freunden.

Zum 90. Geburtstag Morgen Mittwoch, 12. September, feiert Werner Peyer in Obfelden sein 90. Wiegenfest. Zum hohen Geburtstag wünschen wir nur das Beste und viel Freude.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 11. September, feiert Maria Bello in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Wir wünschen dem Geburtstagskind alles Gute und viel Gfreuts. anzeige


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Bezirk Affoltern

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Arbeit integriert Asylbewerbende besser und schneller Die Beschäftigung von vorläufig aufgenommenen Asylbewerbern ist ein Erfolg Im Säuliamt arbeiten einige Asylbewerber mit dem Status «Vorläufig aufgenommen». Der Verein «Gemeinsam statt Einsam» (GsE) hilft motivierten und arbeitswilligen Personen in die Arbeitswelt einzusteigen. Diese Massnahmen sind für eine erfolgreiche Integration entscheidend. ................................................... von martin mullis Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer (VA) sind Personen, deren Asylgesuch abgelehnt wurde und die aus der Schweiz weggewiesen wurden, wobei der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar oder unmöglich ist. Aus diesen Gründen werden sie vorläufig aufgenommen. Da die VA grösstenteils langfristig in der Schweiz bleiben, bestimmt das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und die Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern, dass eine gesetzliche Verpflichtung zur Integration besteht. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration ist neben den Sprachkenntnissen die Möglichkeit einer geregelten Arbeit. Dies wiederum bewirkt, dass die entsprechende Person nicht, oder nur noch sehr wenig, von der Sozialhilfe abhängig ist. Doch die Heranführung in die für die allermeisten VA überaus fremde schweizerische Arbeitswelt verlangt eine professionelle Begleitung. Dabei werden die VA nicht nur beraten, sondern auch umsichtig be-

gleitet. Die Wahl der Arbeitsstelle, ob Lehre, Teil- oder Vollzeit, Praktikum oder nur ein Schnuppereinsatz will gut überlegt sein. Bei diesem Entscheidungsprozess sollen vermehrt auch die Arbeitgeber miteinbezogen werden. Das wiederum verlangt auch eine umfassende Information der Unternehmer, damit die mit grosser Wahrscheinlichkeit an vielen Orten vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten auch mit den richtigen Leuten besetzt werden können. Hier sind spezielle Fähigkeiten, eventuell bestehende Kenntnisse aus den Heimatländern, oder ganz einfach auch persönliche Neigungen und Vorlieben zu erkennen und entsprechend zu berücksichtigen.

Deutschunterricht für eine Arbeitsstelle äusserst wichtig Wer Freude am Arbeiten in der Natur oder mit Tieren hat, wird sich in einer Werkstatt weniger wohl fühlen. Für eher technisch affine Menschen wiederum gelten die entsprechenden Bedingungen. Solche Unterschiede erkennen Menschen aus fernen Kulturen und bildungsarmen Vorleben – und vielfach auch mit psychischen Problemen belastet – nicht immer sofort. Eine qualifizierte Beratung ist deshalb unumgänglich und vermeidet frustrierende Erfahrungen der Bewerber, welche den ganz besonderen Umständen entsprechend ihre Kenntnisse oft überschätzen. So zeigt sich, dass der Deutschunterricht für die Auswahl einer Arbeitsstelle eine ausgesprochen wichtige Rolle spielt. Selbstverständlich und wie überall im Leben gilt auch bei den vorläufig aufgenommenen Asylbewerbern, der Grundsatz, motiviert zum Arbeiten zu sein um so

möglichst schnell von der Sozialhilfe wegzukommen und damit auch freier und unabhängiger zu leben. Die Motivation steigt natürlich auch mit der Freude an der Arbeit und an einer sinnvollen Beschäftigung. Dies bestätigt mit einem eifrigen Kopfnicken auch Hoger Barakat. Der 27-jährige Syrer hält sich seit knapp drei Jahren in der Schweiz auf. Seit gut einem Jahr arbeitet er halbtags im Hausdienst der Primarschule in Ottenbach. Hoger wohnt mit seiner Mutter einer Schwester und drei Brüdern in Obfelden. Der freundliche und aufgeweckte junge Mann spricht erstaunlich gut Deutsch und macht sogar mit einem Augenzwinkern und einem erfrischenden Lachen einen Spruch über seinen neben ihm sitzenden Chef. Roger Hegetschweiler, Chef des Hausdienstes der Primarschule Ottenbach, lobt seinen Gehilfen als fleissige Kraft und pflegt ein ausgezeichnetes Verhältnis mit ihm.

Professionelle Hilfe kann korrigierend eingreifen Hoger Barakat versichert nun mit ernster Stimme, dass er alles daran setzten würde, damit er sein Leben ohne fremde Hilfe meistern könnte. Gelernt hat er in Syrien keinen Beruf, er jobbte mal in einem Hotel als Putzkraft, einmal arbeitete er bei einem Konditor und half auch bei seinem älteren Bruder welcher als Coiffeur tätig war. Als Kurde habe er sich jedoch im nördlichen Syrien stets als Ausländer gefühlt und sei auch entsprechend behandelt worden. Auf die Frage, was er denn wirklich am liebsten arbeiten möchte, zuckt er etwas hilflos mit den Schultern. Vielleicht am ehesten Coif-

Hilfe im Hausdienst im Schulhaus Chappelistein in Ottenbach: Hoger Barakat aus Syrien. (Bild Martin Mullis) feur, meint er, nur um sich dann sofort wieder zu korrigieren und zu versichern, dass die Arbeit nicht so wichtig sei Hauptsache, irgendwann nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein. Das Schicksal des jungen Mannes zeigt deutlich, dass für Menschen

in derart schwierigen Situationen eine gewisse Orientierungslosigkeit insbesondere im Arbeitsalltag vorhanden aber auch verständlich ist. Professionelle Hilfe kann hier korrigierend und beratend eingreifen und dazu beitragen, künftiges Unheil abzuwenden.

Ein Gespräch über Kultur, Verkehr und abenteuerliches Reisen 40 Jahre Grüne Partei: Etappe der Jubliäumstour in Affoltern Der Grüne Robert Kälin aus Wetzikon nimmt das 40-JahreJubiläum seiner Partei zum Anlass, den Kanton Zürich zu Fuss, per Rad, per Boot und schwimmend zu umrunden. Am Sonntag trank er mit AltKantonsrat Hans Läubli und Thomas Schweizer im «Löwen» Affoltern ein Bier.

Regional wünscht sich Hans Läubli vor allem im regionalen Zentrum Affoltern mehr Räume für kulturelles Schaffen. Mit dem Kulturkeller LaMarotte verfüge die Stadt über einen «wunderbaren» – privaten – Veranstaltungsort, doch es fehlten Proberäume für Tanz, Theater und Musik, aber auch Ateliers für bildende Kunst. Damit auch anspruchsvolles kulturelles Schaffen möglich sei, benötige man neben Räumen mehr öffentliche Gelder vom Kanton und den Gemeinden.

................................................... von bernhard schneider Die Reise begann mit Biwackrucksack und Wanderschuhen, um das Schnebelhorn zu erklimmen. Sein Begleiter für diese Tour erschien topfit in Laufschuhen und ohne viel Gepäck. Robert Kälin erzählt lachend, da sei er bereits beinahe an seinen Grenzen angelangt. Allerdings war er angesichts des hohen Tempos viel zu früh am Bestimmungsort und entschied sich, weiterzugehen. In der Nähe des Hörnlis schlug er das Biwack auf. Am nächsten Tag durchschwamm er den Bichelsee, musste allerdings anschliessend wieder zurückgehen, da er allein unterwegs war. Anschliessend brachte ihm seine Frau das Velo, fuhr auch ein Stück weit mit, während er joggte. Begeistert erzählt er vom Besuch beim Winzerpaar Fredi Strasser und Maria Coray aus Stammberg, die mit resistenten Sorten versuchen, ganz auf Pflanzenschutzmittel verzichten zu können, auch auf biologische.

Entmischung des Verkehrs

Wie weiter, wenn beim Bahnhof Affoltern der Radweg endet? Thomas Schweizer fordert die Umsetzung des Verkehrsrichtplans, der Lösungen enthalte. Von links: Thomas Schweizer, Robert Kälin und Hans Läubli. (Bild Bernhard Schneider) Mehr Räume für Kultur So ging die Reise weiter, bis Robert Kälin am Sonntag mit dem E-Bike in Affoltern eintraf und sich zu seinen Parteikollegen Hans Läubli und Thomas Schweizer, Geschäftsleiter Fussverkehr Schweiz, setzte, die ihn im «Löwen» erwarteten. Hans Läubli

engagiert sich auch ohne Kantonsrat nach wie vor politisch. Im Zentrum steht für ihn die Kulturpolitik, mit der er sich auch beruflich befasst. Auf der kantonalen Ebene erwähnt er als brennende Themen das neue Gesetz für den Lotteriefonds und das neue Finanzierungsmodell für Kultur.

Verkehrspolitisch engagiert sich Hans Läubli für die Entlastung der Zentren. Gerade der Bahnhof Affoltern sei ziemlich chaotisch, den Postautos fehle es an Raum, eine Entmischung von Auto-, Velo- und Fussverkehr sei dringend. In Ortszentren wäre oft Tempo 30 auch auf Hauptstrassen eine wirksame Massnahme für mehr Verkehrssicherheit, wenn sich der Verkehr nicht wirkungsvoll entmischen lasse. Einen ersten Schritt zur Entmischung des Verkehrs sieht Hans Läubli in einem Ja zum Bundesbeschluss über die Velowege. Damit leitete er direkt weiter zu Thomas Schweizer, dessen Hauptaugenmerk beim Fussverkehr liegt. Der Affoltemer Verkehrsrichtplan sei an sich gut, «aber es kümmert sich in der Praxis niemand darum.» Als grundsätzliches Problem betrachtet Thomas Schweizer, dass der Fuss- und Veloverkehr innerorts

durchmischt werde, obwohl ein grösseres Tempogefälle bestehe als zwischen Velos und Autos. Dieser Unterschied in der Geschwindigkeit habe sich mit der Zunahme der schnellen E-Bikes noch akzentuiert. «Velos gehören auf die Strasse, insbesondere die schnellen und ganz besonders die schnellen E-Bikes», fordert er. Die Veloinfrastruktur sei in den meisten Fällen nicht für Tempi um 40 km/h eingerichtet, Velowege wechselten manchmal absurderweise die Strassenseite, wie etwa zwischen Zwillikon und Ottenbach, weshalb viele schnelle Velo- und E-Bike-Fahrer gar keine Begegnungen mit Fussgängern riskieren wollten und von sich aus auf die Strasse auswichen. Etwas anders sieht es Thomas Schweizer bei einigen Radwegen ausserorts, etwa demjenigen von Mettmenstetten aufwärts nach Rifferswil: «Hier geht kaum jemand zu Fuss und für die Fahrt aufwärts ist dieser Weg tatsächlich sinnvoll.» Das Gespräch löste sich wieder von der Politik, kehrte zurück zur Reise um den Kanton Zürich herum, ein siebentägiges Abenteuer, das nicht nur Mut, sondern auch Kraft kostet. Man war sich einig, dass nach einer langen Radetappe ein Panaché mit einem Espresso keine schlechte Wahl sei. Am Montag führte Robert Kälins Weg weiter via Sihlbrugg auf die Hügelkette der Höhronen, heute Dienstag hinunter nach Wädenswil, anschliessend Schwumm über den Zürichsee und Lauf nach Hause, nach Wetzikon.


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Dienstag, 11. September 2018

Die Reuss – ein Friedhof für Grabsteine In der Reuss zwischen Sins und Mühlau AG wurden alte Grabsteine für Uferverbauungen verwendet Durch die wenigen Niederschläge der letzten Wochen war der Wasserpegel der Gewässer ausserordentlich tief. Dabei kamen auch Gegenstände zum Vorschein, die man in einem Fluss nicht unbedingt erwartet. ................................................... von livia häberling Dass der Reussgrund zu einem Grossteil aus Steinen besteht, ist nicht neu. Jene Steine, die eine Kajakerin kürzlich am Ufer des Flusses entdeckte, waren allerdings von Menschenhand geschliffen und hatten Gravuren: Es waren alte Grabsteine, die zur Stabilisierung des Bords verwendet worden waren. Bei normalem Wasserpegel sind diese Stützen nicht sichtbar, die ausserordentliche Trockenheit der letzten Wochen hatte sie jedoch kurzzeitig freigelegt. Zwar sind die Steine mit den Schriften gegen das Ufer gerichtet, allerdings sind einzelne inzwischen umgekippt, sodass Namen, Geburtsund Todesdaten lesbar waren. Demnach dürften die Grabsteine bereits in den späten 60er-Jahren dort verbaut worden sein. Hans-Peter Nussbaum, der zuständige Fachbereichsleiter Gewässerunterhalt beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, bestätigt dieses Vorgehen: «Tatsächlich wurden Grabsteine, die von den Hinterbliebenen nicht abgepublireportage

Die Grabsteine wurden in den späten 60er-Jahren als Material für Uferverbauungen verwendet. (Bild zvg.) holt wurden, früher für Uferverbauungen eingesetzt.» Die Steine seien damals ein wertvolles Rohmaterial gewesen. Auch bei vielen Bächen seien Grabsteine verwendet worden. Würden heute bei Bauarbeiten alte Gedenksteine entdeckt, ersetze man diese, so Nussbaum.

Aus den Grabsteinen entsteht Kies Nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist von 20 Jahren dürfen die Gemeinden die Gräber abräumen und neu belegen. Die Aufhebung der Gräber wird von den Gemeinden im Säuliamt jeweils im «Anzeiger» publiziert. Zusätzlich werden die Hinterbliebenen angeschrieben. So haben diese die

Möglichkeit, den Stein abzuholen. Nach Ablauf der Frist darf die Gemeinde über den zurückgebliebenen Grabschmuck verfügen. Die Gemeinde Hausen und die Stadt Affoltern bringen nicht abgeholte Steine nach Affoltern zur Peter Schmid Baudienstleistungen AG. In Hausen war das jedoch letztmals vor einigen Jahren der Fall. Die Anzahl der zu vernichtenden Grabsteine ist rückläufig, weil Erdbestattungen immer seltener werden. In Affoltern werden die Steine dann mit einem Betonbrecher verkleinert und damit unkenntlich gemacht. Anschliessend werden sie zu Kieselsteinen verarbeitet und als Recycling-Kies weiterverkauft, das beispielsweise im Strassenbau verwendet wird. «Es

kommt auch vor, dass Angehörige ihre Steine dem Bildhauer zur Weiterverwertung zur Verfügung stellen», erklärt Patrick Wyss, der zuständige Mitarbeiter des Werkhofs Hausen. Das bestätigt auch Chantal Kern, die stellvertretende Leiterin des Bestattungsamts Wettswil. «Wenn Angehörige den Grabstein nicht zu sich nehmen können oder möchten, erhält der Bildhauer die Möglichkeit, den Stein abzuholen.»

Weiterverwertung: pietätslos oder respektvoll? Auch Bildhauer Beat Bösiger aus Urdorf erhält ab und zu Anfragen von Kunden, die ihm alte Grabsteine zur

Weiterverwertung überlassen möchten. Er lehnt diese Angebote jedoch ab: «Die Steine sind für mich beseelt, sie sind mit einem Menschen verbunden. Deshalb ist es für mich keine Option, sie abzuschleifen und als Rohling weiterzuverkaufen», erklärt er. Manchmal komme es vor, dass er für die Hinterbliebenen auf deren Wunsch etwas Neues aus dem Grabstein kreiere, beispielsweise ein Vogelbad oder eine Skulptur. Ein anderer Bildhauer, der nicht namentlich genannt werden möchte, wird ebenfalls gelegentlich für die Weiterverarbeitung der Steine angefragt. Ab und zu hole er Steine ab, mache daraus Rohlinge oder anderes wie Treppenstufen oder Mäuerchen. Dies mache er aus einem Recycling-Gedanken heraus und sei von der Qualität der Steine abhängig. Pietätlos findet er das nicht: «Die Verwandlung gehört zum natürlichen Verlauf eines Lebens. So entsteht aus den Steinen immerhin ein neues Werk. Ist es nicht auch pietätslos, die Steine zu schreddern und daraus Kies zu machen, das in einem Strassengraben landet?» Auch die Bildhauerei Maiullari aus Arni erhält manchmal Anfragen von Hinterbliebenen. Je nach Steinart nehme man einen Teil zurück. Es komme jedoch auch vor, dass Kunden den Stein bei sich zu Hause aufbewahren, um ihn beim nächsten Todesfall wiederzuverwenden. Sie fragen das Atelier dann für den Transport des Steins vom Friedhof nach Hause an.


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Dienstag, 11. September 2018

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Netzwerken und zwanglose Gespräche am Flussufer Der 18. «Rüüss-Abig» beim Pontonierhaus an der Reuss in Ottenbach Der «Rüüss-Abig» ist wohl das einzige Ereignis im Säuliamt, bei dem derart viele Personen aus Politik, Wirtschaft, Gewerbe, Sport und Kultur zusammenkommen. Das führt auch immer wieder zu aussergewöhnlichen Koalitionen in ungewohnten Bereichen. ................................................... von martin mullis Die Namen und Funktionen der rund 130 handverlesenen Gäste aufzuzählen, ergäbe vermutlich eine fast vollzählige Liste aller namhaften Säuliämtler Persönlichkeiten. Angefangen bei der Sparte Politik durfte am letzten Donnerstagabend im Festzelt auf dem Pontonierplatz eine kleine Sensation festgestellt werden. Das erste Mal seit Menschengedenken amten in den 14 Gemeinden vier Gemeindepräsidentinnen. Am «Rüüss-Abig» anwesend waren Esther Breitenmoser aus Knonau, Gaby Noser Fanger aus Ottenbach und aus Wettswil Katrin Röthlisberger. Um das Novum fotografisch festzuhalten fehlte leider Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer aus Aeugst. Natürlich traf man im Zelt auch eine ganze Schar Gemeinderätinnen und -räte sowie Gemeindeschreiberinnen und -schreiber an. Der Statthalter Claude Schmidt, Vertreter der Polizei, des Bezirksgerichtes, sowie des Sozialdienstes Bezirk Affoltern repräsentierten den Bezirk Affoltern. Ebenfalls als eine Novität am «Rüüss-Abig» konnte mit Clemens Grötsch erstmals ein Stadtpräsident aus dem Knonauer Amt willkommen geheissen werden.

Die Hauptrolle spielte der Sport Mit Ronald Alder, Olivier Hofmann und Daniel Sommer war auch der Kantonsrat angemessen repräsentiert. Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat und

Verleger Peter Wanner (li.) mit Nationalrat Hans-Ulrich Bigler.

Barbara Roth-Herzig, Geschäftsführerin Weiss Medien AG, Referent Mirco Kurt und «Anzeiger»Chefredaktor Thomas Stöckli (von links). (Bilder Martin Mullis)

Bezirksrichter Otto Steinmann, René Homberger (HEV) und Reinhold Schneebeli, Gemeindeschreiber Wettswil (von links). Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, sorgte für den politisch nationalen Touch im Festzelt. Chefredaktor Thomas Stöckli und Geschäftsführerin Barbara Roth-Herzig durften selbstverständlich wie jedes Jahr ihren Chef, Verleger Peter Wanner, herzlich

Die Knonauer Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser (links) mit ihrer Gemeindeschreiberin Daniela Rieder.

Der Hedinger Gemeindepräsident Ruedi Fornaro (links) im Gespräch mit Franz Liebhart, Chef Dileca.

begrüssen. Eine Hauptrolle am 18. «Rüüss-Abig» spielte jedoch der Sport. Mirco Kurt, OK-Präsident des Regionalturnfestes 2019 in Obfelden, berichtete als Gastreferent über die bisher geleisteten Vorbereitungen für das Grossereignis (siehe «Anzeiger» vom 7.

September). Allen wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich relevanten Grössen zum Trotz wurden aber am Flussufer an diesem Abend durchaus auch weniger ernsthafte Gespräche geführt und dabei auch sehr viel gelacht. Ob der idyllische Festplatz, die exzel-

Statthalter Claude Schmidt und Feuerwehrkommandantin Gabi Blickenstorfer. lente Band «Round of Sound», die legendären «Fischchnusperli» von Jack Hausheer oder gar die wirtschaftlichen und politischen Koryphäen verantwortlich für den wunderschönen Abend zeichnen, wird vermutlich nicht schlüssig zu beantworten sein.

«Quellwasser gehört zur Geschichte von Affoltern» Gut besuchter Anlass im neuen Pumpwerk Rorenmoos und im Werk Jonental Regelmässige Investitionen und Pflege beziehungsweise Kontrollen der bestehenden Anlagen sind Garant für gutes Trinkwasser – auch in Affoltern. Am Tag der offenen Tür im neuen Quellwasserpumpwerk Rorenmoos und im Werk Jonental konnte man sich ein Bild davon machen. ................................................... von werner schneiter Den Hahn aufdrehen, Wasser trinken: In der Schweiz, auch das «Wasserschloss Europas» genannt, ist das alltägliche Selbstverständlichkeit. Ob wir nun den Durst damit löschen, duschen, das Auto waschen, die Blumen giessen oder was auch immer: Kaum jemand verschwendet einen Gedanken über das, was ist, bis dieses Wasser ins Haus geliefert wird – jederzeit, auch dann, wenn der Hitzesommer den Verbrauch hochschnellen lässt, die Quellen aber gleichzeitig nicht mehr so viel liefern wie in regenstärkeren Zeiten. «Wir hatten auch in diesem aussergewöhnlich heissen Sommer nie einen Wasser-Engpass», versicherte Renato Vincenti von der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern (WVA)

Renato Vincenti lieferte im neuen Quellwasserpumpwerk Rorenmoos in der Unteren Allmend in Affoltern viele Informationen. (Bild Werner Schneiter) am samstäglichen Tag der offenen Tür. Ein anderes Szenario wäre gemäss seinen Worten weit bedrohlicher: Stromausfall, der ein Pumpen des Wassers zumindest vorübergehend verunmöglichen würde. Vincenti führte durch das neu erstellte Quellwasserpumpwerk Rorenmoos in der Unteren Allmend und fütterte Interessierte mit technischen Details und Zahlen. Gut 3 Mio. Franken hat die WVA in den vergangenen drei Jahren investiert: 721 000 Franken in den Leitungsbau im Jonental, 900 000

Franken ins Quellwasserwerk Jonental und 1,4 Mio. Franken in den Neubau im «Rorenmoos». Die Kosten liegen 17 Prozent unter Budget. Der Neubau in der Unteren Allmend konnte erst nach etlichen Verzögerungen realisiert werden, weil sich der Naturschutz wegen des acht Aren kleinen Feldgehölzes querstellte und Auflagen forderte, die schliesslich auch mit Kompromissen erfüllt werden konnten. Die dreistöckige Anlage ist unter anderem bestückt mit zwei Kammern à je 280 Kubikmeter Volumen. 1800 bis 1900

Liter Wasser können pro Minute mit sechs Bar Druck nach oben gepumpt werden.

Genossenschafter mit Hahnenbezugsrecht bekommen jährlich 300 Kubikmeter kostenlos.

Hitze: Reduzierter Quellenertrag

Umfassende Kontrollen

Wegen der sommerlichen Hitze lieferten die Quellen in Affoltern täglich nur 700 statt wie gewöhnlich 2100 Kubikmeter Wasser pro Tag – ohne Folgen für die Einwohner, deren Tagesverbrauch aber deutlich tiefer lag: Zeitweise nur 290 Liter pro Kopf, in Spitzenzeiten sind es über 500. Die Stadt Affoltern verbrauchte jüngst knapp 3300 Kubikmeter täglich. Der Spitzenwert liegt bei 5800 Kubikmeter. «Quellwasser gehört zur Geschichte von Affoltern. Wir haben zum Teil über 100 Jahre alte Quellen, die immer noch spriessen. Es ist unter dem Strich auch kostengünstiger als Fremdwasser», sagte Renato Vincenti. Mit 45,5 Prozent beanspruchte dieses Quellwasser auch 2017 den Hauptanteil, gefolgt von Fremdwasser (29 Prozent), Grundwasser (25 Prozent). Dieses Jahr ist der Fremdwasseranteil höher. Laut Betriebsleiter Ueli Hug hat die WVA im vergangen Jahr 1,17 Mio. Kubikmeter Wasser gefördert und 950 000 Kubikmeter verkauft. Der Kubikmeter kostet einen Franken;

Die WVA hat nicht nur Vorschriften von Bund und Kanton zu beachten, sie führt in eigener Regie regelmässige Kontrollen ihrer Anlagen durch, dazu Schutzzonenkontrollen, Brunnenstuben-Reinigungen, Quellproben und -messungen, Grundwasserkontrollen, Netzspülungen sowie Reservoir-Reinigungen. «Dazu wird bei Bedarf das Wasser von zwei kritischen Quellen im 2017 neu erstellten Werk im Jonental mittels Ultrafiltrationsanlage gereinigt. Das sind rund 800 Kubikmeter», sagt Ueli Hug. Affoltern hat zwei Druckzonen (früher drei), zählt 35 Quellfassungen, 15 Brunnenstuben, drei Quellwasserund ein Grundwasserpumpwerk. Dazu gesellen sich 400 Hydranten, 800 Hauptleitungsschieber, 60 km Quellen-Leitungen und 30 km Hausanschluss-Leitungen. Kontrollen, Sanierungsmassnahmen und Neuinvestitionen sind zeitintensiv und bilden die Hauptpfeiler dafür, dass Konsumentinnen und Konsumenten ihre Wasserhahnen bedenkenlos und unbegrenzt aufdrehen können.


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Dienstag, 11. September 2018

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Das Engagement von Frauen sichtbar machen 100-Jahr-Feier des Katholischen Frauenbundes in Kappel Der Katholische Frauenbund Zürich wird 100 Jahre alt. Während eines Jahres wird nun an verschiedenen Orten gefeiert, dies unter dem Motto «Sichtbar». Am vergangenen Samstag fand in Kappel eine Veranstaltung mit Musik, Podiumsdiskussion und kulinarischem Genuss statt. ................................................... von marianne voss Die Frauen kamen am vergangenen Samstag aus dem ganzen Kanton Zürich nach Kappel. Sie nahmen an einer von gesamthaft vier Veranstaltungen anlässlich der 100-Jahr-Feier des Katholischen Frauenbundes Zürich (KFB) teil. Dem Verein sind zahlreiche Frauenvereine und Frauengemeinschaften angeschlossen. Der KFB organisiert auch Veranstaltungen und Weiterbildungen. Zudem setzt er sich für die Ortsvereine ein. Im Säuliamt ist von den Frauenvereinen nur jener von Obfelden-Ottenbach Mitglied beim KFB. Im Kantonalvorstand sitzt aber auch eine Frau aus dem Bezirk Affoltern: Jren Omlin aus Ottenbach ist als Stellenleiterin der KFB-Beratungsstelle «tandem» tätig, die Frauen in Not zur Verfügung steht.

Unklare Zukunft der Jubilarin Im Foyer des Kappeler Gemeindesaales befanden sich Stellwände, auf denen interessante Eckpunkte aus dem langen Lebenslauf und der bewegten Geschichte des KFB festgehalten waren. Die Anliegen von damals und heute zeigen den grossen gesellschaftlichen Wandel während der letzten 100 Jahre eindrücklich auf. 1919 gründete Aloisia Bürgi den KFB als Gegenpol zur sozialistischen Frauenbewegung. 1930 fand beispielweise ein Kampf gegen Schundliteratur statt,

Spannende Diskussion am prominent besetzten Podium. Von links: Marianne Ruedin, Amanda Ehrler, Claudia Sedioli (Podiumsleitung), Ordensschwester Ingrid Grave und Journalisitn Dr. Klara Obermüller. (Bilder Marianne Voss) 1983 die Eröffnung der Frauenklinik Sanitas, einer Wöchnerinnenanstalt für «einfache Kreise». Während der Kriegs- und Nachkriegszeit war das Engagement des Frauenbundes natürlich sehr intensiv und wichtig. Vor zehn Jahren stellte sich dann bereits die Frage, ob ein katholischer Verband noch zeitgemäss sei – eine Thematik, die während des Nachmittags auch angesprochen wurde. Die Zukunft der 100-jährigen Jubilarin ist nicht klar, die Vereinsstruktur im herkömmlichen Sinn hat auch hier langsam ausgedient.

Nicht auf Augenhöhe

Podium mit Powerfrauen Zarte und auch herzerwärmende Musik des Duos «Giocondo» umrahmte den offiziellen Teil des Nachmittags mit einer prominent besetzten Talkrunde. Unter der Leitung der Moderatorin Claudia Sedioli diskutierten vier Powerfrauen über Möglichkeiten, das Engagement von Frauen sichtbarer zu machen. Das waren Marianne Ruedin (ehemalige KFB-Präsidentin), Amanda Ehrler (aktuelle KFB-Präsidentin), die

Marianne Ruedin zu bedenken. Und die Ordensschwester ergänzte: «Wir Frauen machen uns selber herunter. Da müssen wir noch an uns arbeiten.» Was den Frauen geholfen habe, sichtbar zu werden, fragte die Moderatorin. Klara Obermüller berichtete dazu, dass sie im Mädchengymnasium nicht an den Buben gemessen wurde und in den Lehrerinnen starke Vorbilder hatte. «Wir Mädchen waren gut und überzeugt, dass wir alles können», erklärte sie. Ingrid Grave sprach kritisch von den katholischen Strukturen, wo 100 Frauen hingebungsvoll als fleissige Arbeitsbienen der Kirche tätig seien «und vorne steht ein Mann, der zuständig ist, dass alles stimmt». Zu ihrem Engagement beim Fernsehen sagte sie humorvoll: «Es gehörte sich natürlich überhaupt nicht, dass sich eine Ordensschwester Sonntag für Sonntag am Bildschirm zeigt.»

Die Kantonalpräsidentin Amanda Ehrler umrahmt von Frauen aus dem Säuliamt, Jren Omlin von Ottenbach (links) und Rita Marfurt aus dem Vorstand des Frauenvereins Obfelden-Ottenbach. als Sternstunde-Moderatorin bekannte Ordensschwester Ingrid Grave und die Journalistin und Schriftstellerin Dr. Klara Obermüller. Engagiert, klar und auch pointiert äusserten sich die Frau-

en zur katholischen Kirche, zu Machtstrukturen oder zum eigenen Selbstbewusstsein. Häufig seien es die Frauen selber, die ihre Arbeit mit einem «nur» ganz unten einstuften, gab

Wie würde die katholische Kirche wohl aussehen, wenn Frauen und Männer die Aufgaben gleichwertig teilen würden? lautete eine weitere Frage. Dazu meinte Amanda Ehrler: «Wir müssten einen Weg finden, wo das Miteinander wie ein Reissverschluss ineinandergeht. Wir arbeiten heute auch bereits zusammen, aber nicht auf Augenhöhe.» Die lebendige Diskussion auf der Bühne musste dann schliesslich beendet werden. Für viele Themen gab und gibt es keine eindeutigen Antworten oder Lösungen. Und das ist es unter anderem wohl auch, was die Arbeit der Frauen im Katholischen Frauenbund sehr anspruchsvoll macht. Beim gemeinsamen Imbiss bestand die Möglichkeit, sich an den Tischen weiter auszutauschen. Der festliche Jubiläumsanlass fand dann mit einer Feier in der Klosterkirche Kappel seinen Abschluss.

Tugend und Beharrlichkeit führen zur wahren Liebe Die Opernsaison in Hausen ist eröffnet Mit La Vera Costanza von Joseph Haydn kommt auf der Jugendopernbühne OpernHausen ein unbekanntes Werk zur Aufführung. Inhaltlich geht es in der Tragödie − und zugleich Komödie − um die Schwierigkeit eines jungen adeligen Mannes, sich für eine Beziehung zu entscheiden.

unter ihrer Leitung. OpernHausen ist jeweils ein riesiges Gemeinschaftswerk, ein Experimentierort für junge Musiker oder Sängerinnen. Zudem wirkt eine treue Helfercrew aus der nahen und auch fernen Umgebung mit und legt überall, ob im Vorder- oder im Hintergrund, mit Hand an.

Genussvolles Opernerlebnis

................................................... von marianne voss Liebe und Wahnsinn sind ganz nah beieinander. Die Wechselbäder dieser Gefühle, die inneren Stürme bestimmen die Handlung der Oper «La Vera Costanza» von Joseph Haydn. Das Stück beginnt somit auch mit einem äusseren Sturm, durch den eine adelige Gesellschaft in Seenot gerät und von Fischern gerettet wird. Im Zentrum steht der junge Graf Conte Errico, der heimlich mit dem Fischermädchen Rosina verheiratet, selber aber innerlich völlig zerrissen ist. Er weiss nicht, wo er hingehört, schwankt zwischen zärtlicher Zuneigung und bösartiger Abweisung hin und her und gerät an den Rand des Wahnsinns. Einmal schwört er sentimental und verliebt die Treue, dann droht er wieder mit dem Tod. Rosina gerät zwischen die Fronten und in unerträgliche Nöte, die sie fast an den Abgrund treiben.

Grosser Applaus nach der gelungenen Premiere. Mengia Caflisch dankt den Mitwirkenden herzlich für ihren Einsatz. (Bild Marianne Voss)

Riesiges Gemeinschaftswerk Trotz der Dramatik gibt es aber auch immer wieder Momente zum Schmunzeln. So zum Beispiel die Auftritte der exzentrischen Baronin, die den Grafen standesgemäss verheiraten will, oder die linkischen Annäherungsversuche des dümmlichen Edelmanns, der vom Fischer klar und deutlich als Rindvieh bezeichnet wird. Nach einigen Wirren und Intrigen kommt es dann doch zum Happy End. «Eine leidgeprüfte Seele soll die

Hoffnung nie verlieren, denn Tugend und Beharrlichkeit wird sie zur wahren Liebe führen.» So lautet der Text des kräftigen Schluss-Septetts der jungen Sängerinnen und Sänger. Das Ungewöhnliche am glücklichen Ende: Das einfache Fischermädchen entpuppt sich nicht als Prinzessin oder Adelige. Am vergangenen Freitag fand in Hausen die Premiere von «La Vera Costanza» statt. Die Bühne in der Scheune des Hauses Grandezza, dem Gründerhaus der Spinnerei Weisbrod-Zürrer,

ist keine Bühne im herkömmlichen Sinn – und genau dieses besondere Ambiente macht unter anderm OpernHausen zu dem, was es ist. In dem grossen Raum wird auf verschiedenen Ebenen gespielt, und nebst der Fischerhütte fehlt auch das Schiff der adeligen Gesellschaft nicht. OpernHausen wurde 2001 von Mengia Caflisch initiiert. «OpernHausen ist mein grosses Hobby», sagt sie und ergänzt: «Nein, eigentlich ist es viel mehr als ein Hobby.» Dieses Jahr handle es sich um die 13. Inszenierung

Was das Orchester betrifft, findet dieses Jahr zum ersten Mal eine Kooperation mit einem Jugendorchester statt, den Jungen Zürcher Harmonikern. Sie stehen unter der Leitung des 22-jährigen Dirigenten Jonas Bürgin. Die 20 jungen Musikerinnen und Musiker und die sieben Solistinnen und Solisten zaubern gemeinsam mit ihren Instrumenten und ihren wunderschönen Stimmen während zwei Stunden ein genussvolles Opernerlebnis auf die Bühne des ungewöhnlichen Opernhauses. Das Premieren-Publikum war begeistert und bedankte sich mit grossem Applaus. Und auch Mengia Caflisch war zufrieden: «Toll! Ich habe Freude, dass die Produktion so gut gelungen ist.» Und der junge Conte? Er hat bis zur Derniere am 29. September noch viele Male Gelegenheit, sich für oder gegen die Liebe zu Rosina zu entscheiden. Infos und Reservation unter www.opernhausen.ch oder tickets@opernhausen.ch.


forum

Arbeit mit Hochdruck Spital-Zukunft: keine Bewegung, Leserbrief vom 7. September. Dieter Jann hat die Informationspolitik unseres Spitals kritisiert. Im Zusammenhang mit den Neuwahlen gab es tatsächlich eine gewisse Verzögerung. Nachdem am 23. August nun aber die neuen Delegierten zusammengekommen sind und eine neue Betriebskommission gewählt haben, sind wir wieder mit Hochdruck an der Arbeit. Wir haben eine Strategiekommission aus Mitgliedern der Betriebskommission und der Spitalleitung gebildet, die an der Delegiertenversammlung auch bereits erste Schritte aufgezeigt hat. Anlässlich der Delegiertenversammlung vom 29. November werden wir weitere Details bekannt

geben. Wir arbeiten intensiv an der Zukunft unseres Spitals, und die Abstimmungsunterlagen werden aktuell vom kantonalen Gemeindeamt geprüft. Wir bemühen uns, die Bevölkerung laufend über die Entwicklung zu informieren. Wir freuen uns über die intensive Diskussion, die in der Bevölkerung über die Zukunft unseres Spitals geführt wird. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eine fundierte Meinung bilden können – und auf dieser Basis der Auflösung des Zweckverbands und der Gründung der Nachfolgeorganisationen im Mai 2019 zustimmen werden. Stefan Gyseler, Präsident Betriebskommission; Michael Buik, Direktor Spital Affoltern

Für gleichberechtigte Velowege Abstimmung vom 23. September. Der motorisierte Individualverkehr und der öffentliche Verkehr stossen zunehmend an ihr Limit. Als rationaler Ökonom und Politiker suche ich nach sinnvollen Lösungen, um die wachsende Verkehrsdichte zu bewältigen. E-Bikes betrachte ich als einen wichtigen Teil der Lösung, insbesondere in den Agglomerationen. Die schnellen E-Bikes sind eine Antwort auf die Zersiedlung der Schweiz, da sie sich gut für Wege von bis zu 30 km zwischen Wohn- und Arbeitsort eignen. Damit entlasten sie Strassen und öffentliche Verkehrsmittel, denn sie ersetzen je etwa zur Hälfte Motor- und ÖV-Fahrten. Dies ist nicht nur volkswirtschaftlich sinnvoll, sondern trägt auch dazu bei, die ambitionierten Klimaziele, zu welchen sich die Schweiz verpflichtet hat, ohne Komfortverlust zu erreichen. So sinnvoll Fahrräder und E-Bikes als Verkehrsmittel sind, ihr vermehrter Einsatz auf dem Arbeitsweg, wo Geschwindigkeit wichtiger ist als Sightseeing, hat auch eine Kehrseite: Die meisten Radwege sind gleichzeitig

auch Fusswege. Während schnelle EBikes und Rennräder innerorts kaum langsamer sind als Autos, sind sie bis zu zehn Mal so schnell wie Fussgänger. Dies bedeutet in einem ersten Schritt, dass die Entflechtung schneller Zweiräder vom Fussverkehr wichtiger ist als die Entflechtung zwischen Zweirädern und Motorfahrzeugen. In einem zweiten Schritt sind vor allem in den Agglomerationen FahrradSchnellverbindungen erforderlich, um die Strassen wirksam zu entlasten. Die Agglomerationsbildung richtet sich längst nicht mehr nach den Kantonsgrenzen. Dies gilt insbesondere für die Agglomerationen von Zürich, Genf, Basel und Zug. Wenn der Bund hier die Velowegplanung koordinierend unterstützt, dient dies den E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrern ebenso wie auch allen anderen Verkehrsteilnehmenden. Darum stimme ich am 23. September im Interesse der Sicherheit, der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes Ja zum «Bundesbeschluss über die Velowege sowie die Fuss- und Wanderwege». Olivier Hofmann, Kantonsrat FDP, Hausen

Mangel an Demokratieverständnis? Freie Meinungsbildung zulassen, Leserbrief vom 31. August. Herrn Erni ist insofern zuzustimmen, dass Chaotentum und Vandalismus nicht zu einem Abstimmungskampf gehören. Im Namen des Initiativkomitees und des Vorstandes der Tierpartei Schweiz (TPS) distanziere ich mich von jeglichen Beschädigungen. Es erstaunt mich jedoch schon etwas, dass beispielsweise das Nein-Plakat gegenüber dem Schwimmbad Stigeli (telefonische Auskunft von Herrn Erni am 3. September) mit einem Ja-Plakat überklebt werden konnte. Dauert das Überkleben doch einige Zeit, das Plakat befindet sich direkt an einer Strasse und es wurde gar kein Plakat in diesem Format in die Region geliefert. Ein Bild eines zerrissenen Plakates ist noch lange kein Beweis für die Täterschaft und in der Schweiz gilt noch immer die Unschuldsvermutung. Bei dem grossen Demokratieverständnis der Initiativgegner ist im Weiteren erstaunlich, dass unsere Plakate auf wundersame Weise verschwinden. Einige haben nicht mal eine Lebensdauer von sechs Stunden. Dass die Initiative «Wildhüter statt Jäger» durch den Regierungsrat, den Kantonsrat und die politischen Partei-

en abgelehnt wird, war zu erwarten. Politiker verfolgen Eigeninteressen und einige Politiker sind Jäger oder haben enge Beziehungen zu Jägern. Und wie man so schön sagt «Eine Hand wäscht die andere». Aufgrund unseres Demokratieverständnisses (dessen Mangel uns vorgeworfen wird) wurde die Initiative lanciert. Denn die Bevölkerung soll entscheiden, ob sie es weiterhin dulden will, dass jedes Jahr tausende Tiere zum Freizeitvergnügen einiger Personen abgeschossen werden und bei Fuchsbau- und Gesellschaftsjagden viel unnötiges Tierleid verursacht wird. Herrn Ernis Vergleich von Jägern und Wildhütern ist in einem wesentlichen Punkt nicht korrekt: Wildhüter greifen nur in die Natur ein, wenn es wirklich notwendig ist. Ein Grossteil der Jagd hingegen ist ein gesellschaftliches Ereignis, bei welchem das Tierwohl nicht im Vordergrund steht. Auch im Kanton Genf waren vor über 40 Jahren alle politischen Parteien gegen den Einsatz von Wildhütern. Doch die Bevölkerung hat anders entschieden und ist noch heute zufrieden mit dem System. Nicole Holzherr, Aeugst a. A. Vizepräsidentin Tierpartei Schweiz (TPS)


Gewerbe/Dienstleistungen

Ausblick

Durchblick

Die Teilnehmenden des Gemeindeausflugs genossen das Panorama auf dem Stoos. > Seite 13

Michael Muheim erklärt in Obfelden, wie sich die Hypothek einfach erneuern lässt. > Seite 15

Über 50 Fahrzeuge von 14 Garagen

Auto Show in Affoltern am 15. September

Auto Show auf dem Kronenplatz: Ein erlebnisreicher Tag ist garantiert. (Bild zvg.) Der traditionelle Anlass auf dem Kronenplatz in Affoltern begrüsst zwei Mal jährlich zahlreiche Auto-Interessierte. Es ist der perfekte Ort, um sich die neusten und aktuellsten Modelle verschiedenster Marken anzuschauen. Die Auto Show ist eine von Garagen selbst organisierte Ausstellung. Dadurch ist bei fast allen Garagen der Inhaber selbst am Stand. Der Kontakt und das Gespräch zu den Besuchern stehen bei dieser Ausstellung im Vordergrund. Diesen Herbst präsentieren 14 Garagen ihre aktuellen Modelle. So erleben die Besucher Fahrzeuge für jedes Budget und für alle Einsatzbereiche. Autos mit sportlicher Motorisierung, edlem Design und Komfort sind genauso vertreten wie ökologische Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten. Zudem ist die Oldtimer Garage aus Affoltern das erste Mal mit dabei, welche für die Vermietung ihrer Fahrzeuge der älteren Generation wirbt.

Bistro und Grill Für das leibliche Wohl der Gäste wird ein gemütliches Bistro mit kalten und warmen Getränken und feinen Würsten vom Grill auf dem Ausstellungsplatz betrieben. Besucher können zudem an einem Wettbewerb teilnehmen und attraktive Preise von Pirelli, Castrol und Huwyler Anhänger gewinnen. Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall. Ein erlebnisreicher Auto-Tag ist garantiert! (pd.)

Audi: Garage G. Bürgisser; BMW: Peter Winter GmbH; Corvette, Camaro, Cadillac: Corvette Sportcar Center AG; Ford, Ssang Yong: René Hächler AG; Honda: Garage Walter Reichenbach; Kia, Dfsk: Garage Arnold AG; Mazda: Garage Rüegg AG; Nissan: Garage Müller; Opel, Suzuki: Ernst Ruckstuhl AG; Renault, Dacia: Albis-Garage Schaub; Seat: Autohaus Häcki AG; Volvo: Albin Herzog AG; VW, VW Nutzfahrzeuge: Auto Gretener AG; Oldtimer: Oldtimer Garage.

Rückblick Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli zieht Bilanz über ihren ersten WM-Einsatz. > Seite 17

Degustationsfest in Obfelden am Freitag, 14. September Bereits seit einigen Jahren führt Myriam Bulliard, unterstützt von ihrem Mann Roland, den Weinladen am Küferweg als selbstständigen Betrieb in Obfelden. Mit einem alljährlichen Degustationsfest bedankt sie sich bei ihrer treuen Kundschaft. Diesmal stellt sie neben altbewährten Klassikern auch spannende Neuentdeckungen vor. Telmo Rodriguez’ neuster Hit heisst Pegaso Zeta. Er keltert ihn aus Garnacha-Trauben, die in der Bergregion Barrancos de Pizarra nordwestlich von Madrid auf über 1000 Höhenmetern gedeihen. Die Rebstöcke sind uralt, manche weit über 100-jährig, oft unterlegt mit Felsbrocken, um sie vor dem auseinanderbrechen zu schützen. Keine Strasse führt dort hinauf, die Trauben werden bei der Lese von Maultieren ins Tal getragen. Telmo Rodriguez keltert aus diesem einzigartigen Traubengut einen konzentrierten und doch feinwürzigen Wein, mit einem langen, saftigen und geschmeidigen Finale. Pegaso Zeta ist rasch zu einem Favoriten der Küferweg-Kundschaft geworden. Am Besuch des Degustationsfestes sollte man es nicht versäumen, ihn zu probieren!

Weine gekeltert in Amphoren Erstmals präsentiert werden am Degustationsfest neue Kreationen der Casa los Frailes aus Valencia: Dolomitas und Caliza, beide aus MonastrellTrauben gekeltert. Die Reben für Dolomitas gedeihen auf kalkhaltigen Böden und der Wein wirkt noch etwas verschlossen, aber sehr vielverspre-

Gelungener Tag der offenen Tür

Albis Language School: 30-Jahre-Jubiläum Am vergangenen Samstag feierte die älteste Sprachschule in Affoltern ihren 30. Geburtstag. Dafür lud sie alle fremdsprachbegeisterten Bewohner aus dem Säuliamt zu Besuch ein und bewirtete die Gäste mit internationalen Köstlichkeiten. Mehr als zwölf Kursleiter und die Geschäftsführerin Ashleigh Jeannot hiessen neugierige Interessenten willkommen und zeigten ihnen die frisch renovierten und modern eingerichteten Schulräumlichkeiten. Wer Lust hatte, konnte vor Ort einen kostenlosen Spracheinstufungstest machen oder mit einem der Lehrer oder Lehrerinnen seine schon vorhandenen Sprachkenntnisse auf die Probe stellen. Im Fokus des 30-Jahre-Jubiläums standen neue Kursangebote und der neu entwickelte Kid’s Club auf Englisch. Seit August bietet Albis Language School ganz neu Englischkurse und Privatunterricht für Kinder ab sechs Jahren an. In altersgemischten Gruppen können Kinder spielerisch Englisch lernen und Hausaufgabenhilfe

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Köstliches für Gemüt und Gaumen

Auto Show am Samstag, 15. September, 9 bis 17 Uhr, Kronenplatz, Affoltern. Die Marken und Aussteller:

Dienstag, 11. September 2018

Degustieren und geniessen in Obfelden. (Bild zvg.) chend. Der Caliza von sandig-kargen Böden ist bereits vollmundig und ausgewogen. Beide Weine wurden in den tiefen Kellern von Los Frailes in Tonamphoren und Zementtanks ausgebaut, was sie gesprächiger und sensibler macht als Weine aus Stahltanks.

Und sogar der Aargau macht von sich reden Ebenfalls neu im Küferweg-Angebot sind die Weine von Adrian Hartmann aus dem Schenkenbergertal, der vielleicht schönsten Weinregion im Kanton Aargau. Adrian Hartmann gilt als Senkrechtstarter. Seine Kreationen fanden auf Anhieb viel Zustimmung und wurden mit Preisen ausgezeichnet. Am Degustationsfest können probiert werden: Ein Riesling-Sylvaner, ein weisser Blanc de noir aus

Pinot-noir–Trauben und zwei verschiedene Pinots noirs. Zum Wohl!

Hits, Evergreens und jazzige Musik Umrahmt wird das Degustationsfest auch diesmal wieder mit Musik von «The Swing Avenue». Pius Baumgartner, Jörg Guyan und Benno Bernet erfreuen die Gäste mit Hits, Evergreens und jazziger Musik. Und natürlich ist auch für Verpflegung gesorgt. Roland Bulliard hat im Badibeizli Obfelden zusammen mit Susanne Schneebeli bewiesen, wie viele leckere Gerichte mit feinen Weinen zu kombinieren sind ... (pd.) Degustationsfest am Freitag, 14. September, 17 bis 21.30 Uhr, Küferweg 3, Obfelden (öV: Haltestelle Gessnerstrasse, Auto: Parkplatz Brunnmatt). Degustationsliste unter www.bioweinladen.ch.

Ein Tag für lokale Spezialitäten

«Feins vom Dorf»-Tag am 15. September Am Samstag, 15. September, findet in allen Volg-Läden der «Feins vom Dorf»-Tag statt. Die Kunden sind von 9 bis 16 Uhr eingeladen, in ihrem Dorfladen lokale Erzeugnisse zu entdecken und deren Produzenten persönlich kennenzulernen.

Sprachbegeisterte unter sich: Am vergangenen Samstag lud die Albis Language School zum Tag der offenen Türe in ihre neuen Räumlichkeiten ein. (Bild zvg.) bekommen. Weiterhin baut die Sprachschule ihre Sparte Deutsch für Ausländer (DaF) aus und bietet neben den Gruppenkursen und Privatunterricht auch Vorbereitungskurse zu Zertifizierungen an. Heute zählt die Sprachschule mit 15 hoch motivierten und qualifizierten Kursleitern zur grössten und ältesten Sprachschule im Säuliamt und bietet Unterricht in fünf Weltsprachen an. Am Tag der offenen Tür wurde bis in die Nachmittagsstun-

den in einer freudigen Stimmung viel gelacht und auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch oder Italienisch erzählt. Die Sprachschule lädt alle Fremdsprachlernenden jederzeit zu kostenfreien und unverbindlichen Schnupperlektionen ein. (pd.) Weitere Infos unter www.albis-lang.ch oder bei Ashleigh Jeannot, Zürichstrasse 128, Affoltern. Tel. 044 760 03 30, Büro: Mo, Di und Do, 14 bis 18 Uhr.

Unter dem Label «Feins vom Dorf» sind von Volg zu Volg unterschiedliche Spezialitäten erhältlich, die im Dorf oder einem angrenzenden Dorf hergestellt werden. Das 2005 eingeführte Label umfasst heute beachtliche 10 000 lokale Erzeugnisse von 3000 Produzenten, wobei das Angebot je nach Saison unterschiedlich sein kann. Darunter sind Klassiker wie Brot, Eier und Honig sowie Besonderheiten wie Würste, Biere, hausgemachte Konfitüren, Öle oder Weine. Nach der erfolgreichen ersten Durchführung im letzten Herbst stehen die Produkte und ihre Hersteller aus der unmittelbaren Umgebung der Läden am 15. September wieder einen

Tag lang im Mittelpunkt. Nebst Degustationen und Begegnungen mit den Produzenten wird ein Wettbewerb lanciert. Es gibt 580 gefüllte VolgEinkaufstaschen sowie als Hauptpreise fünf 3-Minuten-Gratiseinkäufe zu gewinnen. (pd.) Weitere Informationen auf www.volg.ch oder im Flyer, erhältlich in jedem Volg-Laden.

Neben Klassikern sind auch Spezialitäten wie Würste, Weine oder Öle im Angebot. (Bild zvg.)


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Gewerbe

Dienstag, 11. September 2018

Fünf erfahrene Therapeutinnen geben Einblick in Ihre Arbeit

Tag der offenen Tür am Samstag, 15. September, 10 bis 15 Uhr

Hinten von links: Alexandra Honegger, Astrid Natzler und Regina Siegenthaler Trindler. Vorne: Esther Mollet und Antje Detken. (Bild zvg.)

Sie verfügen nicht nur über Lebens- und Berufserfahrung. Die fünf Frauen der Gemeinschaftspraxis Spittelstrasse 9 zeichnen sich durch Leidenschaft für ihre Sachgebiete und profundes Wissen aus! Der Bogen spannt sich von manuellen bis zu energetischen Methoden, von Naturheilkunde bis Coaching und astrologischer Beratung. Den ganzen Menschen individuell, wertfrei und lösungsorientiert zu erfassen ist der gemeinsame Nenner aller Ansätze. Unabhängig davon, ob Prävention, Neuorientierung oder die Behandlung bestehender Beschwerden ein Thema ist – damit man aus den Angeboten das Passende wählen kann, stellt am Tag der offenen Tür jede Therapeutin und Beraterin ihre Konzepte und Methoden sowie ihre Arbeitsweise vor. Antje Detken, eidgenössisch diplomierte Komplementär Therapeutin/ Methode Craniosacral Therapie, diplomierte Physiotherapeutin, beantwortet gerne Fragen zu Anwendungsmöglichkeiten der Craniosacral-Therapie, die Bedeutung von Stress und Trauma auf die Gesundheit, den Einfluss von

Narben aufs Fasziensystem und was man selbst dazu beitragen kann, mehr ins Gleichgewicht zu kommen. Astrid Natzler gibt einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Handmassage anhand der Behandlung von Erkältungen und Nackenverspannungen. Astrid Natzler erklärt, wie Koreanische Handtherapie, Homöopathie und andere der von ihr angebotenen Therapien gegen chronische Beschwerden oder seelische Belastungen eingesetzt werden können. Sie ist für Homöopathie und Fussreflexzonenmassage zusatzkassenanerkannt. Das Geburtshoroskop ist ein äusserst differenziertes Diagnoseinstrument, wenn es um Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung geht. Wenn in Umbruchzeiten Sinn und Orientierung gefragt sind oder wenn besondere Herausforderungen zu meistern und Konflikte zu bewältigen sind. Esther Mollet, diplomierte Astrologin ASS, zeigt anhand einer kostenlosen Kurzanalyse (bitte genaue Geburtszeit mitbringen!) das Potenzial von astrologischen Beratungen auf. Alexandra Honegger informiert gern über die japanische Heilmethode, Reiki. Diese aktiviert die Selbst-

heilungskräfte und hilft bei körperlichen und seelischen Beschwerden. Wer möchte, kann diese Therapie bei einer Schnupperbehandlung (15 Minuten) kennenlernen. Nebst Reiki unterstützt das Gesundheitscoaching den persönlichen Weg zu mehr Wohlbefinden. Im gemeinsamen Gespräch wird das Problem benannt und ein individuell umsetzbarer Lösungsweg gesucht, auf welchem die Klienten begleitet und unterstützt werden. Regina Siegenthaler Trindler, diplomierte system. Coach und Traumtherapeutin gibt Einblick in coach-art. Diese ganzheitliche Prozess-Begleitung unterstützt Menschen bei Neuorientierung, Krisen oder Trauma (Somatic Experiencing nach Peter Levine). Coachart führt mittels Gespräch, Körperarbeit und kreativen Mitteln zu mehr Klarheit, Entschlusskraft und Potenzialentfaltung. Das Team freut sich, bei einem kleinen Snack und Getränken Fragen zu beantworten. (pd.) Tag der offenen Tür am Samstag, 15. September, 10 bis 15 Uhr, Spittelstrasse 9/ Erdgeschoss, Affoltern. www.detken.org, www.asna-sana.ch, www.astroversum.ch, www.alexandra-honegger.ch, www.coach-art.ch.

Die Heilkraft der Bäume entdecken

Baum-Kräuterkurs am 22. September mit Ernestine Astecker Bäume begleiten Menschen seit Urzeiten als Quelle von Nahrung, Heilung und Inspiration. Am 22. September führt Ernestine Astecker Interessierte in Hedingen in die Geheimnisse der Heilwirkung von Bäumen und Kräutern ein. Bäume wachsen uns als urwüchsige gesunde Kraft auf Spaziergängen in der Natur und im Wald entgegen. Der Wald als Ganzes spendet Schatten und dient uns als Erholungsraum, in dem wir auftanken können. Esche, Tanne, Linde, Zirbe, Buche, Weide, Baumnuss, Kiefer, Pappel … Jeder Baum hat seine ganz besondere Ausstrahlung und Heilkraft. Menschen fühlen sich unter dem Blätterdach der Baumkronen wohl und behütet. Mit Blättern, Blüten und Früchten von Bäumen lassen sich nicht nur beliebte kulinarische Köstlichkeiten wie Apfelsaft, Kastanienkuchen, PflaumenChutney oder Fliederbeer-Suppe zaubern. Kräuterkundige nutzen Zubereitungen aus Bäumen bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen. Esche und Ulme sind bekannt für ihre heilende Wirkung bei Rheuma und

widerstandsfähig gegen Stress und Angst. Anwendungen aus der Weide sind als schmerzstillend und fiebersenkend bekannt. Heilkräftige Zubereitungen aus Bäumen sollten Bestandteil jeder Hausapotheke sein. Die Teilnehmer lernen verschiedene Baumarten kennen, erfahren wie sie Blätter, Blüten, Früchte, Rinde und Harz verarbeiten und anwenden können und stellen selber Kräuterprodukte her. Teil des Kurses ist auch ein Rundgang in Hedingen wo die Teilnehmenden Bäume und Sträucher in der freien Natur kennenlernen. Die Kursleiterin Ernestine Astecker (Homöopathin, Apothekerin, Innerwise Coach) ist begeisterte Heilpflanzen-Fachfrau und teilt gerne ihr Wissen und ihre Erfahrung über Kräuter und Bäume. Sie freut sich auf interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (pd.)

Ernestine Astecker. (Bild zvg.)

Baum-Kräuterkurs, Samstag 22. September,

Gicht. Aus Pappelknospen lässt sich eine ausgezeichnete Wund- und Heilsalbe herstellen. Tannen- und Fichtenspitzen werden bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten eingesetzt. Weissdorn bringt das Herz wieder in Schwung und macht es

in Hedingen. In der Seminargebühr von 190 Franken

10 bis 17 Uhr, Gehrstrasse 16, im Circle of Emotion, sind Materialkosten für die selbsthergestellten Baum-Kräuterprodukte sowie ein Skript mit Erläuterungen und den Rezepten enthalten. Anmeldung: kontakt@eastecker.ch, 043 322 86 70 oder über Website www.eastecker.ch

Ernährung – von Anfang an gut

Ernährungsberatung von Martina Leidenix Das Essen ist für den Menschen wichtig, ein Grundbedürfnis, ein wiederkehrendes Ritual, um dem Organismus lebensnotwendige Nährstoffe zuzuführen. Doch heutzutage ist es nicht einfach zu wissen, welche Nährstoffe zugeführt werden müssen, um sich ausgewogen zu ernähren. Fast jede Woche wird eine noch bessere Methode zur optimaleren Ernährung, zur effektiveren Gewichtsreduktion oder speziellen Ernährungsform angepriesen. Erschwerend kommt dazu, dass viele Lebensmittel mit verschiedenen Zusätzen angereichert sind. Es ist nicht verwunderlich, dass der eigentliche Sinn der Ernährung, nämlich dem Körper Nahrung zuzuführen, kompliziert und anstrengend wird. Vor allem die Menügestaltung für und mit Kindern stellt oft eine Herausforderung dar. Die Auswahl der Lebensmittel oder das Zubereiten einer Mahlzeit kann mit Stress, Frust oder Verunsicherung verbunden sein. Wer wünscht sich nicht, dass das gemeinsame Essen am Familientisch wieder Spass macht? Oder sorgt sich um das, was das Kind isst und nicht isst? Wer möchte die Ernährung aus gesundheitlichen oder präventiven Gründen umstellen? Das Körpergewicht reduzieren?

Martina Leidenix. (Bild zvg.) Martina Leidenix verhilft zur individuellen, nachhaltigen Ernährung. So erlangt man Sicherheit im Umgang mit dem Essen und den Nahrungsmitteln, findet eine Ernährung, die für die ganze Familie passt, oder erhält Unterstützung bei einer Gewichtsoptimierung. (pd.) Martina Leidenix, Ernährungsberatung, www.leidenix.ch, Telefon 079 710 71 94.

Homöopathie hat viel zu bieten

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind in der homöopathischen Praxis von Bettina Mäder ein häufiger Behandlungsgrund. Die Kinder sind in der heutigen Zeit einem rasanten Tempo ausgesetzt. Individualität hat oft keinen Platz mehr. Homöopathie hilft dem Kind seinen Weg zu finden.

genau kennenlernen und verstehen kann. Das erklärt auch, weshalb es in der Homöopathie nicht ein Mittel gegen Konzentrationsbeschwerden, eines gegen Ohrenschmerzen und ein anderes gegen Grippe gibt. Die Homöopathie ist der Überzeugung, dass jedes Individuum auf «seine» Art auf Reize reagiert. Zur Veranschaulichung folgendes Beispiel: Auf Prüfungsstress reagiert das eine Kind mit Diarrhoe, das andere mit Kopfschmerzen, das Dritte wird lethargisch und ein anderes leidet möglicherweise an Schlaflosigkeit. Das Kind erhält das Simile, das heisst jenes homöopathische Mittel, welches bei einem Probanden genau diese Symptomatik erzeugt gemäss dem homöopathischen Gesetz Similia Similibus Curentur (Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt). Eine homöopathische Behandlung hilft auch, gewisse Verhaltensmuster besser zu verstehen, was wiederum das Kind darin unterstützt seinen Platz in dieser rasanten Welt zu finden. (pd.)

Die einen Kinder haben es aufgrund ihrer «Zappligkeit» oder mangelnder Konzentration schwierig und stehen sich oft selber im Weg. Für andere bewegt sich die heutige Welt zu schnell und der vorgegebene Rahmen ist ihnen zu eng. Sie versuchen, aus diesem Rahmen auszubrechen oder stolpern als «Hans-guck-in-die-Luft» durchs Leben oder verkriechen sich in ihre Welt, in welcher ihr Tempo herrscht. Sich nicht anpassen können oder wollen, wird im Schulalltag oft zu einer grossen Herausforderung für Lehrer, Schüler und Eltern. Die Homöopathie leistet in solchen Fällen Homöopathie Mäder, Bettina Mäder, gute Unterstützung. Sie hilft dem dipl. Hom. SHI (EMR anerkannt), Mettmenstetten, Kind, seine eigene Identität und sein info@homoeopathie-maeder.ch, Telefon: Selbstvertrauen zu stärken. Ziel ist es, 044 301 01 10 Weitere Informationen auf: eine Balance in die Disharmonien zu www.homoeopathie-maeder.ch. bringen. Das Kind wird bei der homöopathischen Behandlung in seiner Gesamtheit betrachtet. In die Anamnese miteinbezogen werden die Zeit der Schwangerschaft, Geburt, die frühkindliche Entwicklung sowie auch Essverhalten, Ängste, Verhaltensmuster, allfällige Auslöser und vieles mehr. All diese Informationen sind wichtig, damit Bettina Mäder das Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten haben es oft schwer. Kind möglichst (Bild zvg.)


Vermischtes

Dienstag, 11. September 2018

Kappeler, Uerzliker und EVP-Pilgergruppe erreichte Stans Hauptiker zum Stoos

Gemeindeausflug für die Senioren

Auf der fünften Etappe des Jakobswegs Bereits zum sechsten Mal traf sich die Pilgergruppe der EVP Bezirkspartei Affoltern am vergangenen Sonntag zu einer weiteren Etappe auf dem Jakobsweg in Richtung Genf.

Badehalt am Stoosseeli – doch niemand wagte sich ins Wasser. (Bild zvg.)

Der jährliche Gemeindeausflug für die Senioren führte am 4. September auf den Stoos. Eine Schar von mehr als 50 Personen machte sich auf den Weg, zusammen mit den neu gewählten Gemeinderäten Caro Hauser und Jakob Müller (Präsident). Mittags wurden die Einwohner von ehemaligen und amtierenden Gemeindeoberen empfangen und per Bus ins Muotathal begleitet. Die neue Stoosbahn hat alle fasziniert. Genauso unglaublich wie die Kostenüberschreitung der Bahn mit mehr als 100 % ist die Steilheit dieser Standseilbahn. Man wähnt sich buchstäblich auf den Köpfen der Mitreisenden, wenn die vier gelb eingefassten Glaskugeln der Bahn mit je bis zu 34 Passagieren in

die fast senkrechte Wand einfahren. Steil, fein und schnell können bis 1500 Personen pro Stunden nach oben gehievt werden.

Badende im Stoosseeli

Während die meisten Mitbewohner noch schliefen, reisten die Teilnehmenden vorerst mit dem Zug an den Ausgangsort in Brunnen. Nach einer kurzen Kaffeepause gings dann mit dem Kursschiff über den Urnersee nach Treib. Auch wenn die Zahnradbahn lockte, galt es nun den weiteren Weg auf Schusters Rappen zu bestreiten. Stets aufwärts führte der Weg, über Wiesen, vorbei an weidenden Rindern und immer wieder mit einem Blick auf den Vierwaldstättersee. Der steinige Bergweg führte die Gruppe immer höher, gute Gespräche und herrliche Ausblicke bereicherten den anstrengendsten Teil des Tages. Bald erreichten die Pilger Emmetten und nach einer kurzen Busfahrt trafen sie in Beckenried ein. Das Wetter zeigte sich von seiner versöhnlichen Seite und es blieb trocken. Sogar ein Mittagessen auf der Terrasse am Seeufer war möglich und erlesene Speisen wurden

serviert. Frisch gestärkt gings per Bus bis Buochs, um die Pilgerwanderung fortzusetzen. Zahlreiche Kapellen laden die Pilger zum Verweilen und Besinnen ein. Doch meistens waren sie in Gespräche vertieft und merkten den Asphalt unter ihren Füssen kaum. Die Aussicht oberhalb von Ennerberg entschädigte sie für die müden Beine, und da war das Tagesziel Stans bereits in Sichtweite. Nach einem kurzen, steilen Abstieg durchquerte die Wandergruppe den Talboden und erreichte den historischen Kern von Stans. Vor dem Winkelrieddenkmal liess die Gruppe die Beine baumeln mit Blick auf die imposante Kirche St. Peter und Paul aus dem 17. Jahrhundert. Historisch hätte der Kantonshauptort Stans sicher noch einiges zu bieten gehabt, doch die müden Pilger zog es heimwärts. Mit dem Erreichen von Stans haben die Pilger die Hälfte der geplanten Etappen geschafft und freuen sich, im nächsten Jahr die zweite Hälfte in Angriff zu nehmen. Wiederholungstäter und Neueinsteiger sind dabei sehr willkommen. Eveline Fenner, EVP Bezirk Affoltern Bilder unter www.evp-affolternamalbis.ch.

Die nächste Überraschung erlebten jene, die im Stoosseeli nach Badenden Ausschau hielten. Es gab nämlich welche. Entweder hatte niemand in der Reisegruppe eine Badehose dabei oder man getraute sich nicht, das kleine Seeli zu betreten. Niemand wollte die Füsse waschen, obwohl es dafür eine bequeme und sichere Vorrichtung gäbe. Man sehnte sich eher nach einem feinen z’Nacht, welches etwas später im Restaurant Gotschalkenberg genossen wurde. Bruno Vogel

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«Sicherheit für dich» Am Freitagabend, 21. September, führt der Sicherheitsexperte Ruedi Bickel die Zuhörerinnen und Zuhörer im Familienzentrum Affoltern in die vielfältigen Aspekte der Sicherheit ein. Sicherheit ist ein Zustand des Sicherseins, Geschütztseins vor Gefahren oder Schäden; ein höchstmögliches Freisein von Gefährdungen. Obwohl der Begriff «Sicherheit» eine klare Definition hat, bedeutet er für jeden Menschen etwas anderes. Einige fühlen sich immer sicher, andere nie. Es werden unter anderem Fragen beantwortet wie: «Welche Gefahren bedrohen uns täglich? Mit welchen einfachen Massnahmen und Vorkehrungen kann man sich selbst, die Familie zu Hause oder auch auf Reisen schützen?» Ebenso wird das Wissen über Recht und Gesetz sowie ein optimales Verhalten, das Gefahren verhindert, vermittelt. Ein persönlicher SafetyCheck mit Zeit für persönliche Fragen rundet diesen Abend ab. (GS) Freitagabend, 21. September, 19.30 bis 22 Uhr. Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Infos unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

in kürze Ämtler an den «SwissSkills» An den SwissSkills kämpfen vom 12. bis 16. September rund 900 talentierte Berufsleute um den Schweizer Meistertitel in 75 Berufen. Darunter auch zwei Säuliämtler Gärtner: Joel Zehnder aus Mettmenstetten und Phil Gallmann aus Rifferswil.

Die Pilgergruppe 2018 kurz vor der Mittagspause in Beckenried. (Bild zvg.)

Weitere Infos unter www.swiss-skills.ch/2018.

inserate

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Veranstaltungen

Die Bibliothek Aeugst feiert Geburtstag

Aktivitäten auch auf dem Gemeindeplatz Am kommenden Samstag wird in Aeugst von 9 bis 14 Uhr das 60-JahreJubiläum der Bibliothek gefeiert.

Dienstag, 11. September 2018

Der Dreissigjährige Krieg als Lehrstück Tagung am 16. September im Kloster Kappel

Für eine so kleine Gemeinde wie Aeugst ist es nicht selbstverständlich, dass sie eine Ge- Zum Jubiläum durfte die 3./4. Klasse das Bibliotheksfenster meindebibliothek anmalen. (Bild zvg.) führt und das schon seit 60 Jahren. Dies ist dem Sax und Bass. Gabriela Bachmann grossen Engagement der Initianten, beginnt um 11 Uhr gegen einen dem Goodwill der Gemeindebehörden kleinen Unkostenbeitrag, Haarbändeli und der immer noch regen Beteili- zu flechten. Dann folgt um 11.30 Uhr gung der Aeugsterinnen und Aeugster ein kurzer Einblick in die Bibliothek zu verdanken. Grund genug für ein von gestern und heute. Zum Zmittag gibt es ab 12 Uhr Fest mit einem kleinen Rückblick, ein paar (gescheiten) Worten zum Thema Thai Curry von Manida Tobler oder Lesen und viel Spiel und Spass. Natür- eine Wurst vom Grill. Das Essen lich darf auch die Verpflegung nicht bezahlen die Besucherinnen und Besufehlen und man darf sich freuen auf cher selber, die Getränke offeriert die Bibliothek. Als Dessert wird den Gäsdie Band Trio Sax und Bass. Um 9 Uhr starten die Feierlichkei- ten eine ganz spezielle Torte serviert. ten mit Kaffee und Zopf. Ausserdem Um 13 Uhr findet ein Kasperlitheater werden bekannte Spiele wie Montags- in der Bibliothek statt und bis zum maler gespielt. Um 10 Uhr lauschen Ende der Veranstaltung stehen weitere die Teilnehmenden der Musik von Trio Spiele auf dem Programm. (pd.)

Am Eidgenössischen Bettag lädt das Kloster Kappel zu einer öffentlichen Tagung ein. Bernd Roeck, Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität Zürich, wird einen Einblick in die Vorgänge des Dreissigjährigen Kriegs geben, insbesondere aber einen Bezug zur Gegenwart aufzeigen. 1618 – vor 400 Jahren und gerade hundert Jahre nach Beginn der Reformation – wird Europa für 30 Jahre von Krieg und Gewalt erschüttert. Auch die innerlich zerstrittene Eidgenossenschaft war vom Dreissigjährigen Krieg am Rand betroffen. Wiederholt drohte die Gefahr, in den Konflikt verwickelt zu werden, was zum Zerbrechen der Eidgenossenschaft hätte führen können. Schliesslich zog man daraus die Lehre, dass religiöse Toleranz das Gebot der Stunde sei, wollte man zwischen den Grossmächten die eigene Souveränität bewahren. All dies blieb nicht ohne Folgen für die Entwicklung des modernen Schweizer Staatswesens.

«Die drei Cevianer und die Schatzinsel»

Kinder, Jugendliche und Eltern sind am 15. September eingeladen, sich auf die Schatzsuche zu begeben. Der Schnuppertag steht unter dem Titel

«die drei Cevianer und die Schatzinsel» und bietet Kindern ab dem Kindergartenalter die Möglichkeit, Cevi-Luft zu schnuppern und die Natur zu erleben.

Spielerisches und fantasievolles Programm Die Kinder erleben, begleitet durch erfahrene Cevi-Leiterinnen und -leiter, eine unvergessliche und abenteuerliche Reise auf der Schatzinsel. Die Teilnehmenden und die drei Cevianer

werden auf ihrem Weg zum Schatz vor grosse Herausforderungen gestellt, die es gemeinsam zu lösen gilt. Das spielerische und fantasievolle Programm führt die Teilnehmenden auf unbekannte Pfade und ermöglicht spannende Begegnungen mit den unterschiedlichsten Figuren aus der Geschichte. (pd.)

Weitere Infos unter www.cevi-tag.ch oder www.cevi-bonstetten.ch.

Wie Zwingli auf ein Wurstessen zur Fastenzeit reagiert

Einige mögen sagen: Das Fragezeichen verrät den Zweifel. Es braucht aber kein näheres Hinschauen und wir realisieren: Es ist kein einfacher Weg, der vom Wort der Heiligen Schrift zum heutigen Handeln führt. Es ist eine grosse Kluft zu überwinden. Teile der Bibel stammen aus dem Leben von Nomadenstämmen, die von Weideplatz zu Weideplatz ziehen und in Zelten wohnen. Nach dem Einzug ins gelobte Land folgt eine lange Phase der Sesshaftigkeit und des Ackerbaus. Gott, zuvor unterwegs in der Wolkensäule, hat im Tempel zu Jerusalem einen festen Platz erhalten. Es geht in der Frage nach dem Handeln um die Auseinandersetzung mit den Menschen, unter denen man wohnt: Anpassung oder Abgrenzung? Mitten in diese Zeit fällt die Babylonische Gefangenschaft, der Aufenthalt im fremden Land. Hier entstehen prägende Regeln, die der Bewahrung der Identität dienen. Zur Zeit des Neuen Testamentes? Paulus schreibt: «Wir werden nicht alle entschlafen, aber alle verwandelt werden.» Seine Anweisungen sind vorläu-

fige Anweisungen für eine kurze Zeit. So stammt die Bibel aus verschiedensten Phasen der Entwicklung und ist keine Sammlung zeitloser Anweisungen. Im Gegensatz dazu enthalten die Schriften der Religionen, die uns heute herausfordern, oft einen Katalog, der eine geschlossene Ordnung ergibt. In welcher Haltung sollen wir ihnen begegnen? Diese Frage nach dem Mass des Handelns stellte sich Zwingli. Der Buchdrucker Froschauer gab seinen Gesellen zur Fastenzeit Würste zum Essen. Der Bischof von Konstanz forderte den Rat auf, einzuschreiten. Zwingli predigte zum Thema am dritten Fastensonntag, dem 23. März 1522. Aufgrund dieser Predigt verfasste er die grundlegende Schrift «Von der Wahl und der Freiheit der Speisen.» Da er sich hier wiederholt auf die Bibel beruft, ist es eine Art grundsätzliche Stellungnahme zum Handeln aufgrund der Bibel. Ein Satz, der ihn besonders leitet, steht in Markus 2: «Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.» Die Jünger haben am Sabbat Hunger. Da reissen sie Ähren vom Getreide ab. Da sagen die Pharisäer: «Siehe,

Sehnsucht nach Erneuerung, Erlösung, Heilung, Frieden, davon erzählt das Liedgut aus der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs, mit dem sich Pfarrer Theo Haupt im zweiten Teil der Tagung beschäftigt. Es finden sich

Volkstümliche Klänge im Anschluss Die Tagung schliesst um 16.30 Uhr – rechtzeitig vor der Veranstaltung «Musik und Wort» mit dem Jodlerklub «Flüehblüemli» Sangernboden BE, Felix Sutter, Orgel, und Markus Sahli, Alphorn. Unter dem Titel «Bärgblueme» werden ab 17.15 Uhr volkstümliche Klänge in der Klosterkirche zu hören sein. Texte, ausgewählt und gelesen von Pfarrer Theo Haupt umrahmen die Musik. (pd.) Klug werden für ein andermal? Der Dreissigjährige Krieg als Lehrstück. Tagung am Bettag–Sonntag, 16. September, 13.30 bis 16.30 Uhr. Musik und Wort 17.15 Uhr. Der Eintritt zur Tagung und zum Konzert ist frei (Kollekte).

Zweitägiges Seminar in Affoltern

Die Bibel als Kompass?

Am Sonntag, 23. September, findet um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche Kappel statt.

Lieder voller Sehnsucht

noch immer Lieder in grosser Zahl im Gesangbuch. Eine Sehnsucht wird in ihnen ausgesprochen, die der heutigen sehr nahe ist. Nicht anders die Melodien aus jener Zeit, die zum Teil vielen Menschen sehr geläufig sind. Drückt diese Wort- und Musiksprache aus jener Zeit tatsächlich unsere Sehnsüchte, Hoffnungen aus, oder sind sie uns aus ganz andern Gründen lieb?

«Verstehen und verstanden werden»

Cevi-Tag auch in Bonstetten und Hedingen Am Samstag, 15. September, veranstaltet der Jugendverband Cevi einen nationalen Schnuppertag für Kinder. Auch die Abteilung Bonstetten-Hedingen hat ein spannendes Programm vorbereitet.

Bernd Roeck ist einer der besten Kenner der europäischen Renaissance. Er wird einen Einblick in die damaligen Vorgänge geben, insbesondere aber einen Bezug zur Gegenwart versuchen: Lassen sich aus der Geschichte des Dreissigjährigen Krieges Lehren für moderne Konflikte ziehen? Immerhin zeigte sich in ihm eine ähnliche Vermischung machtpolitischer Interessen und religiöser Beweggründen, die auch Konflikte unserer Zeit – man denke an die Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten – kennzeichnet. Ausserdem wird der Versuch unternommen, die Strategien, die 1648 zum Abschluss des Westfälischen Friedens führten, einer Analyse zu unterziehen und Perspektiven für die Beendigung moderner Konflikte aufzuzeigen.

warum tun sie am Sabbat, was nicht erlaubt ist?» Jesus antwortet zuerst mit einem Beispiel: David und seine Begleiter hätten einst von den Broten gegessen, die nur die Priester essen dürfen. Das war ein Verstoss gegen die Ordnung. Aber der Hunger rechtfertigte den Verstoss. Das ist Jesu Aussage zu den Geboten: Das Gebot ist sinnvoll, wenn es dem Menschen dient, aber nicht, wenn es sich gegen den Menschen richtet. Es gilt die Situation zu prüfen und dann nach der Anwendung der biblischen Gebote zu fragen. «Alles aber prüfet, das Gute behaltet! Von jeder Art des Bösen haltet euch fern!» So fordert Paulus im 1. Thessalonicherbrief 5,21 seine Gemeinde auf, das Handeln auszurichten. Dies ist eine verbindliche und einfache Maxime für christliches Handeln – für ein Handeln in Eigenverantwortung und Mündigkeit. Über diesen Kompass, den Zwingli nach dem Wurstessen bei Froschauer den Zürcherinnen und Zürchern vorlegte, wird in der Predigt vom 23. September in der Kirche Kappel nachgedacht. Christoph Hürlimann Sonntag, 23. September, 9.30 Uhr, Kirche Kappel.

Am 23. und 30. September findet im Familienzentrum Affoltern von 10 bis 17 Uhr ein Workshop mit der diplomierten Hypnoseund Gesprächstherapeutin Karin Frei statt. Das Gespräch ist ein selbstverständlicher Bestandteil unserer täglichen Kommunikation. Dabei sind einfache Gespräche nicht schwierig zu führen. Anspruchsvoll wird es bei problematischen Konversationen mit unserem Partner, den Kindern, den Eltern, dem Vorgesetzten oder den Kunden. Solche Gespräche stellen oft eine grosse Herausforderung dar. Der Workshop mit

Karin Frei eignet sich hervorragend für Menschen, die Stress in der Partnerschaft oder zwischenmenschlichen Beziehungen haben, weil die Kommunikation nicht gut funktioniert. Wer die Regeln der «inneren Kommunikation» erkennen und verstehen kann, kann seine Kommunikationskultur verändern. Sind wir achtsam und respektvoll in Verbindung mit anderen Menschen, wird ein Gespräch erfolgreich verlaufen. Denn die Essenz der Kommunikation besteht darin, einander besser zu verstehen. (GS) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Aufräumen und Ordnung: keine Hexerei Am Freitag, 21. September, von 9 bis 11 Uhr erfahren alle Interessierten, wie jedes Zuhause ganz einfach und nachhaltig aufgeräumt werden kann. Wie wäre es, jeden Tag eine perfekt aufgeräumte Wohnung zu haben, in der alles seinen Platz hat? Und das Ganze ohne Zauberei, dafür mit einer Menge Spass? Manche halten das für unmöglich. Nicht mit der FEEder-

leicht-Methode vom Aufräumcoach Caroline Bamert! Sie zeigt am Freitag, 21. September, wie ein gut organisiertes Kinderzimmer gestaltet wird. Für die Kinder ist gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von 6 Franken pro Stunde eine Kinderhüeti im Haus vorhanden. (GS) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Farbige Schäleli aus Ton töpfern Am 22. September findet im TöpferARTelier in Boswil von 9 bis 11 Uhr ein Töpferkurs für Kinder ab sechs Jahren statt. Das Töpfern mit Ton ist eine ideale Beschäftigung für Kinder. Mit den Händen die Masse nach Belieben in die gewünschte Form zu bringen, fördert die Kreativität und die Geschicklichkeit zugleich. Susanne Hildbrand, Keramikerin und Kindergärtnerin, leitet die Kinder gekonnt

an, ihre farbigen Schäleli aus Ton zu töpfern, hilft bei den zwei Brandvorgängen und dem Glasieren der schönen Kunststücke. So entstehen kleine selbstgemachte Geschenke für die Oma, den Götti oder für sich selbst. Diese können, je nach Bedarf als Tassen, Müesli- oder sogar als Schmuckschalen verwendet werden. (GS) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder an kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 11. September 2018

Sam V. Furrer zeigt Fotokunst und tauft sein Buch

«Douglas Linton and the Plan Bs»

Ausstellung und Vernissage ab dem 21. September in Zürich

Konzert im Pöschtli Aeugstertal

«Seen it All», heisst die aktuelle Ausstellung des in Affoltern aufgewachsenen Sam V. Furrer. In der Galerie Art & Business in Zürich zeigt er unveröffentlichte Fotografien und Fotocollagen.

Handgemachte amerikanische Rootsmusik, grollend wie eine Longhorn-Stampede und heiter murmelnd wie ein Gebirgsbächlein in Colorado. Das bringen «Douglas Linton and the Plan Bs» am 20. September auf die Bühne.

................................................... von urs e. kneubühl Fotografie ist seine Domäne. Allerdings liebt es Sam V. Furrer, damit zu spielen, Kleines und Verborgenes im wahrsten Sinne des Wortes herauszuschälen und so eine facettenreiche Formensprache zu entwickeln, die ebenso überraschend wie sinnlich ist. Seine aktuelle Ausstellung «Seen it All», die am 21. September beginnt und bis 30. September dauert, zeigt vier unveröffentlichte Serien von Fotografien und Fotocollagen: Close up, Szenen einer Beziehung, Unwrapped und Wasserspiegelspiel. «Es sind insgesamt über 60 Bilder, die sich im Wesentlichen mit Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinandersetzen; sie zeigen Überraschendes, Inspirieren-

Der Fotokünstler Sam V. Furrer zeigt vom 21. bis 30. September Fotografien, Collagen und tauft sein Buch. (Bild kb)

Das Bild «Pitahaya, die Drachenfrucht, ist ausser sich» ist eine von rund 60 Exponaten der aktuellen Ausstellung. (Bild zvg.) des, Schönes und Witziges, das sonst im Alltag allzu leicht übersehen wird», erklärt der in Affoltern aufgewachsene Künstler.

Bilder von ausserordentlicher visueller Stärke Es ist die Vielfalt seiner Fotokunst, welche die aktuelle Ausstellung Sam V. Furrers ausmacht. Fotografien und -collagen, die zu einem neuen Sehen der scheinbaren Wirklichkeit von Fotos einladen. Verblüffende Effekte lassen Sinnhorizonte überqueren, wobei exakt diese wechselnden Sichtfelder den Blick für das Verbindende schärfen. So fordern die Bilder geradewegs dazu auf, innezuhalten und genauer hinzusehen, schaffen Raum für Verblüffung, sind ebenso Entdeckung, wie Steigerung und wachsende Vermittlung von Botschaften. Vor allem aber sind es kraftvolle wie kernige Werke von ausserordentlicher visueller Stärke, die zuweilen aufzeigen, wie vieles mit vielem und alles mit allem zusammehängt. Die Dynamik, die emotionale Nähe und gleichzeitig der Anspruch der objektiven Dokumentation seiner zeitlich wie technisch aufwendigen Fotografien und Collagen machen Sam V. Furrers Werke besonders. Die Symbolik ist mal feinsinnig, mal

springt sie dem Betrachter förmlich ins Gesicht, wobei den Bildern aber bei jedem Wimpernschlag eine Ästhetik innewohnt, die fesselnd ist. Hier lohnt es sich, Zeit zu nehmen – und den Geist weit zu öffnen.

Vernissage mit Buchtaufe Die Vernissage zur Ausstellung «Seen it All» findet am Freitag, 21. September, sowie am Samstag, 22. September, jeweils ab 18 Uhr, statt. Gleichzeitig mit der Ausstellung tauft Sam V. Furrer, der während der Galerie-Öffnungszeiten persönlich anwesend ist, zudem sein 2017 erschienenes Buch «Alternative Facts», ein politisch-satirischer Bildband mit witzigen, spöttischen Bildgeschichten über Trump und den Rechtspopulismus. Es enthält Zeitdiagnostik, die nicht selbstgerecht ihr Kritischsein zelebriert, sondern wunderbar provokativ ist. Die Finissage der Ausstellung ist am Sonntag, 30. September, ab 14 Uhr. «Seen it All» – Ausstellung von Fotografien und ber in der Galerie Art & Business, Trittligasse 4, Zürich. Öffnungszeiten: täglich 14 bis 20 Uhr. «Alternative Facts» – politisch-satirischer Bildband von Sam V. Furrer, Wolfsberg Verlag, 2017, ISBN 978-3-85997-053-3. Erhältlich in der Ausstellung und direkt beim Künstler: www.samvfurrer.com.

Referat von Michael Muheim am 20. September in Obfelden

Ursprünglich aus Amerika bekannt mit dem Slogan «Eat your brick», wörtlich übersetzt «iss deinen Ziegelstein», hat sich dieses Modell der Immobilienrente oder Umkehrhypothek in Europa zunächst in Grossbritannien und Deutschland etabliert. Nun breitet sich die Idee immer mehr in Europa aus. In der Schweiz fristet dieses Modell noch ein Schattendasein. Doch was heisst Immobilienrente im Detail? Eine Beispielsituation: Ein Ehepaar, sie 75, er 76, wollen ihre Resthypothek von 100 000 Franken wieder auf 500 000 Franken aufstocken, damit mehr zum Leben bleibt. Doch die Bank lehnt ab, obwohl das Haus weit über eine Million Wert hat. Erhalten die beiden tatsächlich keine Hypothek? Die Zinsen könnte das Paar mühelos bezahlen. Michael Muheim zeigt den Teilneh-

menden am 20. September, wie sie mit einer Umkehrhypothek diese Situation lösen könnten. Dabei wird die Hypothek aufgestockt, und die fälligen Zinsen werden gleich am Anfang der Laufzeit beglichen. Der Rest wird als Kapitalsumme ausbezahlt und kann als monatliche Rente genutzt werden. Diese Lösung ist bei sehr niedriger Belehnung sinnvoll. Zwischenzeitlich haben auch die Investoren diesen Markt entdeckt. Damit erschliesst sich dem betroffenen Personenkreis eine weitere Möglichkeit. Sie verkaufen ihr Eigenheim und erhalten ein Wohnrecht in ihrer Liegenschaft. Anstatt eines Kaufpreises wird eine monatliche Rente vereinbart. Gemäss der Befragung der Bevölkerung anlässlich des Altersleitbildes 2012 in Obfelden leben von den 80jährigen Einwohnern über 50 Prozent in Einfamilienhäusern. Die durchschnittliche Wohneigentumsquote im Bezirk Affoltern betrug 55 Prozent. Einige dieser Personen sind, obwohl auf dem Papier Millionär, mit der Situation eines Zwangsverkaufs und Umzug in eine Alterswohnung konfrontiert. Doch wer möchte schon seine gewohnte Umgebung mit all den bekannten Nachbarn und Freunde verlassen? Unser Finanzsystem mit

Zum Auftakt der Konzertreihe nach der Sommerpause wird im Pöschtli Aeugstertal ein besonderer musikalischer Leckerbissen geboten. Douglas Linton, seit Längerem in Wien ansässiger Singer-Songwriter und Gitarrist aus Austin, Texas, zündet mit seiner hervorragend besetzten Band ein Feuerwerk aus Rhythm’n’Blues-Klassikern und eigenen Liedern, deren Geschichten tief in den Mythen des alten Amerika wurzeln. Seine Musik ist ein Mix aus akustischem Folk, dunkel vibrierendem Blues, gewitterschwerem Southern Soul, fiebrigen karibischen Rhythmen und der jubel-trunkenen Schönheit schwarzer Gospelmusik. Dabei wechselt Eigenes mit Coverver-

sionen seiner Favoriten wie Bob Dylan, Lightnin’ Hopkins, Leadbelly, Woody Guthrie und Johnny Cash. In den Songs vereint sich die Raffinesse des Kansas City-Sounds mit der Poesie der texanischen Ebenen, der Seele des Mississippi-Deltas und dem Rhythmus von New Orleans. «The Plan Bs», eine Gruppe feiner Wiener Musikanten, ziehen alle Register ihrer MinstrelShow und verleiten das Publikum mit ihrem sanften Soul, emotionalen Blues und den wilden Rhythmen leicht zum merkwürdigen Hirngespinst, dass im Aeugstertal Baumwolle angepflanzt und die Reppisch von mächtigen Raddampfern befahren wird. Der Gitarrist der Band ist übrigens kein Unbekannter, begeisterte er das Pöschtli-Publikum als Mitglied der Wiener Folk’n’Roll-Truppe «Harlequin’s Glance» mit seinem virtuosen Spiel doch schon mehrere Male. (pd.) Douglas Linton and the Plan Bs, Donnerstag, 20. September, 20.30 Uhr, Pöschtli Aeugstertal. Essen um 19 Uhr. Reservieren: Telefon 044 761 61 38.

Ein Hauch von Amerika: «Douglas Linton and the Plan Bs» treten am 20. September im Pöschtli auf. (Bild zvg.)

Fotocollagen von Sam V. Furrer, 21. bis 30. Septem-

Keine Hypothek für Rentner, was tun?

Immer mehr Rentner in der Schweiz haben Probleme, ihre Hypothek zu erneuern. Die Bonitätsprüfung der Banken und die Vorgaben der Bankenaufsicht Finma scheint ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Doch es gibt Lösungen. Michael Muheim zeigt sie am 20. September im Saal Brunnmatt in Obfelden auf.

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der klassischen Tragbarkeitsrechnung trägt dieser Situation in keiner Weise Rechnung. Die Kommission für Altersfragen der Gemeinde Obfelden möchte durch diesen Anlass die Problematik aufnehmen und betroffenen Liegenschaftsbesitzern Möglichkeiten zum Verbleib in den eigenen vier Wänden aufzeigen. An dieser Veranstaltung erfahren die Teilnehmenden, wie sie ein solches Modell für ihre Situation nutzen können. Der Referent Michael Muheim verfügt über 20-jährige Erfahrung im Sozialbereich, davon neun Jahre im Altersbereich. Sieben Jahre war er Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich. Ausserdem kann er auf 20 Jahre Führungserfahrung in mittleren Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung zurückblicken. Michael Muheim war Gemeinderat und Sozialvorsteher in Mettmenstetten. Er ist Besitzer von drei selbstverwalteten Liegenschaften. Er begleitete vier Bau- und Umbauprojekte, von der Projektierung bis zur Bauleitung und ist diplomierter Sozialarbeiter, diplomierter Psychiatriepfleger, Betriebs- und Unternehmensführung Akad. (pd.) Referat von Michael Muheim, Donnerstag, 20. September, 19 Uhr, Saal Brunnmatt, Obfelden.

Aus Altbekanntem wird Improvisiertes

Konzert mit Orgel und Saxofon in Stallikon Am Sonntag, 16. September, treten die Musiker Thierry Kuster (Saxofon) und Florian Engelhardt (Orgel) in der Kirche Stallikon auf. Ausgehend von bekannten Songs aus Jazz, Pop und Klassik werden sie spontan in Improvisationen hinübergleiten. Der Saxofonist Thierry Kuster ist im Bezirk Affoltern bekannt, da er auch in Bonstetten und Mettmenstetten unterrichtet. Seinen ersten Jazzunterricht besuchte er beim Basler Saxofonisten Alex Hendriksen, welcher ihn ermutigte, sich an einer Jazzschule anzumelden. Es folgten somit einige Jahre Jazz-Ausbildung. Zudem erhielt er 2012 den Studienpreis der «Werner und Berti Alter-Stiftung» für aussergewöhnliche musikpädagogische Leistungen. Thierry Kuster spielt neben Saxofon auch Querflöte, Klarinette, Klavier und E-Bass. Das macht ihn zu einem gefragten Sideman. Stilistisch

Saxofonist Thierry Kuster. (Bilder zvg.)

ist er überall zu Hause, kann aber trotzdem der Musik stets seinen eigenen Stempel aufdrücken. Am 16. September wird er zusammen mit dem Organisten Florian Engelhardt in der Kirche Stallikon ein abwechslungsreiches Konzert geben. Die beiden Musiker werden mit ihren Instrumenten durch diverse Themen und Stile wandern. Ausgehend von beliebten Songs aus Jazz, Klassik und Pop wechseln sie immer wieder in spontane Improvisationen, sei dies innerhalb der Stücke oder als Übergang vom einen zum nächsten. Beispielsweise zum Thema Herbst werden sie Autumn Leaves und Vivaldis Herbst spielen. Dann stehen drei «Mondgesänge» auf dem Programm: Blue Moon, Moondance und Moonlight Serenade. Ein weiteres Thema ist natürlich die Liebe. Für Überraschung ist gesorgt! (pd.) Konzert mit Orgel und Saxofon, Sonntag, 16. September, 17 Uhr, Kirche Stallikon. Eintritt frei – Kollekte.

Organist Florian Engelhardt.


Sport

Petra Klingler klettert zu neuer Bestleistung

Gelungener WM-Auftakt in Innsbruck

Dienstag, 11. September 2018

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«Sogar Nino Schurter und Jolanda Neff haben mir gratuliert»

Erster WM-Einsatz von Jacqueline Schneebeli in Lenzerheide Mit gigantischem Zuschaueraufmarsch und einem Schweizer Goldrausch sind am Sonntagabend in Lenzerheide die 28. Mountainbike-Weltmeisterschaften zu Ende gegangen. Für die Hauptiker Juniorin Jacqueline Schneebeli war es die erste WM-Teilnahme. Sie war ziemlich beeindruckt. ................................................... von martin platter

Petra Klingler sorgte mit dem 13. Rang in Innsbruck für ihre bisher beste WM-Platzierung im Leadklettern. (Bild zvg.)

Nach einem regelrechten Exploit im Lead-Halbfinale an der Weltmeisterschaft holte sich die Bonstetterin den 13. Rang und erzielte damit ihr bisher bestes WM-Resultat im Leadklettern. 101 Athletinnen starteten am vergangenen Freitag an der Weltmeisterschaft im Lead-Klettern, der Königsdisziplin des Sportkletterns, in Innsbruck. Nach der Qualifikation wartete auf die 26 besten Lead-Kletterinnen der Welt für das Halbfinale die grosse Bühne in der Olympiaworld von Innsbruck. Unter den drei Schweizerinnen war auch die amtierende Boulder-

Weltmeisterin Petra Klingler. Die Bonstetterin, die mit Rang 21 nach der Qualifikation in umgekehrter Reihenfolge als vierte Halbfinalistin die Bühne betrat, begeisterte das Publikum mit einem sensationellen Lauf und setzte mit 42.5+ eine Messlatte, die sie an die Spitze der Zwischenrangliste katapultierte. Auch nach zwölf weiteren Athletinnen führte die Schweizerin die Rangliste nach wie vor an. Erst die Italienerin Laura Rogora vermochte die Schweizerin von der Spitze zu verdrängen. Am Schluss reichte es für den starken 13. Rang. Nach dem 15. Rang an der WM in Gijon (ESP) 2014 ist dies Klinglers beste WM-Platzierung im Leadklettern. (pd.)

«Das war mega cool!», sagt Jacqueline Schneebeli auf ihren WM-Einsatz angesprochen. Tags darauf war die Elektroinstallateurs-Lehrtochter bereits wieder in der Werkstatt am Verkabeln eines Tableaus. Sie sagt: «Zum Glück musste ich heute nicht auf die Baustelle. Ich glaube, ich wäre nicht zu gebrauchen gewesen. Ich war nach dem Wettkampf nudelfertig. Noch immer spüre ich die Strapazen des WMRennens – vor allem beim Atmen.»

Schnelles Juniorinnenrennen Die Schweizer Crosscountry-JuniorenMeisterin zeigte ein sehr initiatives Rennen, lag kurz nach dem turbulenten Start direkt hinter der Spitzengruppe. Doch dann drehte die grosse Favoritin Laura Stigger auf und fuhr alleine zum souveränen Sieg. Um drei Minuten und mehr distanzierte die Österreicherin, die bereits im Vorjahr die Goldmedaille gewonnen hatte, ihre Verfolgerinnen. Schneebeli indes lieferte sich mit Ronja Blöchlinger einen Zweikampf um den Platz der besten Schweizerin – und unterlag knapp. Blöchlinger wurde Sechste, Schneebeli Siebte. «Das Resultat geht für mich in Ord-

Viel Plausch und Freude am Spiel

Volley-S9-Nachwuchsturnier vom 8. und 9. September Trotz sommerlicher Temperaturen und Knabenschiessen trafen sich über 100 Kinder und Jugendliche letztes Wochenende im Sportzentrum Schachen in Bonstetten und freuten sich über ein gelungenes VolleyballTurnier. Zum ersten Mal überhaupt waren auch die Kleinsten des Vereins am Turnier von Volley S9 mit dabei. Die Kids Volley sind zwischen sechs und neun Jahre alt und spielten am vergangenen Wochenende jeweils zu dritt gegeneinander. Sie haben den Zuschauerinnen und Zuschauern am Morgen mit viel Begeisterung gezeigt, wie die ersten Schritte aussehen, um Volleyball zu erlernen – ein Sport, der technisch einiges an Übung, Geduld und Ausdauer fordert. Sieger waren in dieser Kategorie alle, da das Punkte-Zählen freiwillig war und der Spass am Spiel erste Priorätit hatte. Umso mehr freuten sich die Kinder, dass es trotzdem eine Rangverkündigung mit Preisverleihung gab: Sie stürzten sich mit leuchtenden Augen auf den Gabentisch. In der Kategorie U13 traten sieben Mannschaften gegeneinander an. Die Kinder spielten somit den ganzen Tag, also insgesamt sechs Spiele pro Team. Müde und erschöpft, aber auch mit guter Stimmung freute sich das Team Steinhausen 1 über den Sieg. Als bestes Volley-S9-Team konnten sich die Volley S9 Boys auf Rang 4 platzieren. In der Kategorie U15 hat sich das Team Volley S9 3 den Sieg verdient. Bei den U19-Juniorinnen am Samstag durfte sich ebenfalls das Heimteam

Auf dem Weg zum siebten Platz springt Jacqueline Schneebeli mutig über die Näf-Kante. (Bild Martin Platter) nung. Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Es ist gut, dass wir uns zu zweit in den Top-Ten klassieren konnten. Schliesslich habe ich noch Potenzial. Ich bin erst im ersten Jahr als Juniorin», kommentierte die Hauptikerin professionell. Beeindruckend fand sie, dass die Top-Stars wie Nino Schurter und Jolanda Neff keine Allüren zeigten. «Alle Nationalteam-Fahrerinnen und -Fahrer logierten seit letztem Montag

im selben Hotel in Lenzerheide. Die Stimmung war total ungezwungen und es gab auch keine fixe Sitzordnung beim Essen. So kamen alle mit allen ins Gespräch. In Gruppen gings anschliessend auf die Strecke, um zu trainieren und zur Besprechung der Schlüsselstellen», berichtet Schneebeli aus dem Leben einer Nationalteamfahrerin. Besonders gefreut hat sie sich über die Gratulation von Schurter und Neff nach ihrem Rennen.

Sieg trotz fragwürdiger Schiedsrichterleistung

Fussball: FC Wollerau – FC Affoltern 1:2 (1:1) Die Filipovic-Schützlinge stellten am vergangenen Samstag das klar bessere Team. Sie haben nach der Niederlage gegen Kilchberg-Rüschlikon guten Teamgeist bewiesen und kämpferisch eine ansprechende Leistung gezeigt. Einzig der Mann in Schwarz schien seiner Aufgabe nicht gewachsen. Die Spielerinnen und Spieler waren konzentriert und engagiert bei der Sache.

Mit leuchtenden Augen stürzten sich die Kids auf den Gabentisch. (Bild zvg.) über den Sieg freuen. Eine Belohnung haben sich redlich alle verdient und so freuten sich auch die Letztplatzierten über einen schönen Preis. Volley S9 hat sich ausserordentlich über die vielen Eltern, Grosseltern, Gottis, Göttis und all die anderen Besucherinnen und Besucher gefreut, welche den Weg trotz des schönen Wetters in die

Halle gefunden haben und die jungen Volleyballerinnen und Volleyballer tatkräftig angefeuert haben. Es ist deshalb heute schon klar, dass auch nächstes Jahr wieder ein Nachwuchsturnier stattfinden wird. Nadia Gurtner Alle Details zum Anlass unter www.volley-s9.ch/nachwuchs-turnier.

Bereits nach vier Zeigerumdrehungen schüttelten alle Zuschauer verwirrt den Kopf. Aus klarer Offside-Position erzielte ein Stürmer der Gastgeber das 1:0. Der Referie akzeptierte den Treffer trotz berechtigter Einwände der Gäste. Nach einem Freistoss traf Steigmeier nach einem Abpraller nur ins Aussennetz und Stähli verpasste eine Hereingabe nur um Zentimeter. Die Gastgeber fielen durch eine ruppige Gangart auf, konnten aber die FCA-Verteidigung nicht gross in Nöte bringen. Libero Scicchitano wurde nach einem normalen Zweikampf verwarnt. In der 28. Minute konnte Antenen auf eher kuriose Weise ausgleichen. Bei einer Rückgabe an den Torhüter schienen alle Gastgeber zu schlafen und der stets aufmerksame FCA-Mittelstürmer reagierte als Einziger auf den Ball und konnte den Torwart mit einem Lobball überlisten. Captain Luchsinger rückte für einmal nach vorne; leider versprang ihm der Ball in aussichtsreichster Position. Nach einer herrlichen Kombination über mehrere Stationen flog ein

Antenen-Geschoss knapp über die Latte. Nach dem Pausentee funktionierte endlich die Matchuhr. Ein Gastgeber setzte sich nach mehreren Foulspielen gefährlich in Szene. Der Spielleiter akzeptierte auch das – der Ball flog knapp am Tor vorbei. Nach einer schönen Kombination über die linke Seite verpasste Antenen das Ziel äusserst knapp. Zwanzig Minuten vor Spielende setzte der FCA zu einer engagierten Druckperiode an. Nach dem dritten Angriff in einer Minute entstand vor dem Wollerau-Strafraum ein Prellball und der gut mitgelaufene Steigmeier drosch die runde Kugel aus etwa 22 Metern zum 1:2 in den Netzhimmel. Arsic wurde im gegnerischen Strafraum gefällt, die Pfeife des Spielleiters blieb stumm. Steiner musste für einmal beweisen, dass er nicht umsonst der Torwart Nummer 1 ist. Mit einer mirakulösen Parade verunmöglichte er den Ausgleich der Gastgeber. Und noch einmal fiel der Schiedsrichter durch seine teilweise fast unmöglichen Entscheidungen auf. Eine klare Tätlichkeit eines Wollerauers liess er durchgehen, dafür kassierte Oetterli für einen absolut fairen Zweikampf die gelbe Karte. (we) FC Wollerau – FC Affoltern 1:2 (1:1), Sportanlage Erlenmoos in Wollerau, 75 Zuschauer. FCA: Steiner, Luchsinger (Captain), Scicchitano, Mühlemann, Fedier, Oetterli, Steigmeier, Stähli (76. Halilovic), Bosshard (58. Arsic), Antenen (81. Maissen), Bilic. Die Torfolge: 4. 1:0, 28. Antenen 1:1, 71. Steigmeier 1:2.


Veranstaltungen

Ein Bettagskonzert der besonderen Art

Orthodoxe Gesänge und russische Volkslieder Slavinsky-Chor aus Kaluga (RU) und Ensemble «Okolitsa»

Sonntag, 16. September 2018, 18.00 Uhr ref. Kirche Affoltern a/A https://kaluga-chor.jimdofree.com

Stellenanzeiger Mann (Portugiese) sucht

Gartenarbeit oder Putzen in Privathaushalt, Reinigungen mit Hochdruck (Stein, Granit)

Fensterreinigung Hauswartung. Montag bis Freitag. Natel 076 340 79 95

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