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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 71 I 169. Jahrgang I Dienstag, 8. September 2015

Grosse Solidarität

«Vierzgerfäscht»

Nach dem Feuer auf dem Seeboden bleiben eine Brandruine und schlechte Träume zurück. > Seite 3

Wettswil: Mitten im Leben – das ist ein Fest wert. Der Jahrgang 1975 wird 40. > Seite 5

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Gäste aus aller Welt Die Hawa AG in Mettmenstetten feierte ihr 50-Jahre-Jubiläum – auch ein Volksfest. > Seite 6

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Vielfältiger Kontinent Afrikaspezialist und Journalist Ruedi Küng sprach in der Regionalbibliothek. > Seite 7

Einst lieferte die Reppisch Energie, heute dient sie als Lebensraum Verschiedene Vereine und Institutionen boten am Samstag spannende Einblicke Über 20 Organisationen vom Türlersee bis zum Kirchplatz in Dietikon haben für den Tag der Reppisch zusammengespannt. Im Säuliamt kamen Wanderer, Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. ................................................... von thomas stöckli Jemandem «das Wasser abgraben» oder «Wasser auf die eigene Mühle leiten» – geflügelte Worte wie diese kommen nicht von ungefähr. So wurde die Wasserkraft der Reppisch schon früh als Energiequelle genutzt. Entsprechend beschäftigte der Wasserlauf auch immer wieder die Gerichte. In seinem Exkurs über die industrielle Entwicklung im Aeugstertal nennt Willy Hug etwa den Disput zwischen dem Turbinenwärter der damaligen Fabrik in Aeugstertal und den Müllern weiter bachabwärts. Weil der Turbinenwärter in seiner Mittagspause das Wasser zurückstaute, statt in den Leerlauf zu stellen, fehlte den Klägern am Nachmittag regelmässig die Energie. Die Weltwirtschaftskrise um 1930 hat die Weberei in Aeugstertal nicht überstanden. Die Gebäude wurden

umgenutzt. Im Zweiten Weltkrieg fanden hier internierte Russen Unterschlupf, welche im Bergwerk Kohle abbauen mussten. An der einstigen Klauberei vorbei, wo ältere Bergwerksarbeiter, Frauen und Jugendliche aus dem Fördergut alles aussortierten, was keine Kohle war, führt Rainer Kündig, Geologe und Präsident des Vereins Bergwerk Riedhof, Interessierte zum Gottertstollen. Nach alter Bergbautechnik wurde der einstige Zugang wieder hergestellt. Mit Helmen gewappnet, dürfen die Besucher einige Meter hinein.

Ein reichhaltiges Mosaik an Naturschutzflächen Weiter unten am Bachlauf dreht sich das Rad der Geschichte wieder zurück: «Wir wollen den Stand von 1880 bis 1920 wieder herstellen», verrät Ferdinand Gramsamer, Präsident der Stiftung Pro Aumüli. Nicht nur das Wasserrad, der Mühlestuhl und die Säge locken Besucher an. Fredi Hofmann, Präsident des Vereins Pro Aumüli, welcher die Liegenschaft betreibt und erhält, zeigt den Besuchern auch das einstige «Wöschhus», das zur Brennerei umfunktioniert wurde, und den Webstuhl im Stockwerk darüber.

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Energiereise Die erste Etappe führte ins Kohlebergwerk Riedhof im Aeugstertal. > Seite 9

Perspektiven auf die Natur Je nachdem, aus welcher Perspektive die Natur betrachtet wird, ergibt sich ein anderes Bild, mit unterschiedlichen Fokuspunkten. Karin Hindenlang, Geschäftsführerin des Wildnisparks Zürich, dem ans Säuliamt angrenzenden Sihlwald, stellte am traditionellen «Rüüss-Abig» der Weiss Medien AG die ökonomische, ökologische und raumplanerische Perspektive auf die Natur vor. Sie beschwor die Anwesenden, die Natur nicht nur für ihre Zwecke zu nutzen, sondern ihr auch Sorge zu tragen. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 8 anzeigen

Start am Türlersee: Willy Hug bot am «Tag der Reppisch» Einblick in die industrielle Entwicklung des Tals. (Bild Thomas Stöckli) Letzte Gelegenheit - Back to school vom 8. bis am

Zurück in die Gegenwart führt der Verein Naturnetz Unteramt. Er präsentiert an seinem Stand einige der tierischen Bewohner des Reppischtals, etwa die seltene Gelbbauch-Unke, den häufigeren Grasfrosch und die Blindschleiche. Das Reppischtal um Stallikon biete ein reichhaltiges Mosaik an Naturschutzflächen, so Vereinspräsident Walter Zuber. Mindestens 16 Orchideenarten sind hier heimisch. Erst letztes Jahr dazugekommen ist das Areal Stückiberg oberhalb der Aumüli.

Hier blüht aktuell der Schwalbenwurz-Enzian. Der Götschihof schliesslich stellte nicht nur seinen rollstuhlgängigen Weg entlang der Reppisch vor, sondern verköstigte die Wanderer, Naturliebhaber und Geschichtsinteressierten auch mit Kaffee und Kuchen. «Die Kooperation um den Bach ist toll», fasst der Wettswiler alt Kantonsrat Jean-Jacques Bertschi treffend zusammen. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

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Martin Wagner wiederholte den Vorjahressieg Wenn elegant gekleidete Damen und Herren mit ihren Grooms auf dem Bock Platz nehmen und ihre Vierbeiner über den Dressur- und Hindernisplatz dirigieren – dann ist Fahrturnier.

Die fünfte Auflage einer nationalen Veranstaltung fand am Wochenende bei besten Bedingungen in Zwillikon statt. Von einem folgenlosen Unfall abgesehen, ging der Wettkampf rei-

bungslos über die Bühne – und brachte bei den Vierspännern einen Sieger hervor, der als Einziger den Vorjahreserfolg wiederholen konnte: Martin Wagner aus Niederteufen. Für das bes-

te Ämtler Resultat sorgte Fredy Streich aus Zwillikon mit Platz zwei bei den Zweispännern L. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 17

200 37 Elegantes Vierergespann: Sieger Martin Wagner im Hindernisparcours. (Bild Werner Schneiter)

9 771661 391004


Freibadanlage Mettmenstetten Schliessung Der Betrieb der Badeanstalt Mettmenstetten wird nach dem Sonntag, 13. September 2015, eingestellt. Die Freizeitanlagen können bis zur Wiedereröffnung 2016 weiterhin tagsüber von 8.00 bis 20.00 Uhr genutzt werden. Das Bassin ist gesperrt und darf nicht betreten werden. Kleinkinder dürfen nur in Begleitung Erwachsener das Badeareal betreten. Das Eingangstor ist immer sofort zu schliessen, damit kein freier Zugang für Kleinkinder entsteht. Für Unfälle wird keine Haftung übernommen. Es gilt das Badereglement bezüglich Ordnung, Sauberkeit und Lärm. Fundgegenstände können am Montag, 14. September 2015, am Schalter der Gemeindeverwaltung abgeholt werden. Über nicht abgeholte Gegenstände wird verfügt. Der Gemeinderat

Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater und Schwager

Walter Hauser-Steinmann 14. Dezember 1947 – 1. September 2015

Nach kurzer schwerer Krankheit ist er im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit und die vielen schönen Erinnerungen. Wir vermissen ihn. Doris Hauser-Steinmann Martin Hauser Felix und Corina Hauser-Herold mit Luis und Florin Roland Hauser Marlies und Lucas von Schulthess-Steinmann und Anverwandte Walter wird im engsten Familienkreis beigesetzt. Die Trauerfeier findet am Freitag, 11. September 2015, um 14 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis statt.

Knabenschiessen-Montag

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Schweizer Berghilfe Postkonto 80-32443-2 oder der Schweizer Krebsliga, Postkonto 30-4843-9 mit Vermerk «Walter Hauser».

Die Büros der Gemeindeverwaltung und die zentrale Sammelstelle Püntenstrasse bleiben am

Traueradresse: Doris Hauser, Ruchacherstrasse 4, 8914 Aeugst am Albis

Montag, 14. September 2015 den ganzen Tag geschlossen (Knabenschiessen) Notfalldienste: – Bestattungsamt: – Wasserversorgung:

044 710 99 70 044 701 80 76

Stallikon, 8. September 2015 Gemeindeverwaltung

Gemeinde Wettswil am Albis

Bestattungen Affoltern am Albis Am 1. September 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Hella Gertrud Augusta Hägi geb. 13. August 1925, Witwe des Hans Rudolf Hägi, von Zürich ZH und Knonau ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Alte Obfelderstrasse 27. Urnenbeisetzung am Freitag, 18. September 2015 um 13.45 Uhr auf dem Friedhof Otelfingen ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der reformierten Kirche Otelfingen ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Mittwoch den 9. September von 18.00 – 20.00 Uhr Freiwillige Übung, mit SV Affoltern (Training Knabenschiessen) Vorstand FSG Zwillikon

TO D E S A N Z E I G E Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied von Herrn

Kurt Baumann 1933 – 2015

in Kenntnis zu setzen. Der Verstorbene amtierte in den Jahren 1966 bis 1974 als Mitglied des Gemeinderates und hat sich dabei engagiert und gewissenhaft für das Wohl der Öffentlichkeit eingesetzt. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren und ihn in guter Erinnerung behalten. Der Trauerfamilie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Wettswil am Albis, 8. September 2015 Gemeinderat Wettswil a.A. Hanspeter Eichenberger, Gemeindepräsident Reinhold Schneebeli, Gemeindeschreiber


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. September 2015

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Bergwerk und Mühle als Besuchermagnete Spannender Tag der Reppisch am Oberlauf vom Türlersee bis nach Stallikon Nicht zu heiss und doch trocken bis fast am Schluss – selbst das Wetter spielte mit am Tag der Reppisch. So nutzten zahlreiche Interessierte das reichhaltige Angebot. ................................................... von thomas stöckli Schon um zehn Uhr erschienen erste Wanderer beim Auslauf der Reppisch am Türlersee. Sie wollten dem Bach zu Fuss bis nach Dietikon folgen. Am Stand des Türlersee-Schutzverbands erfahren sie, wie das beliebte Ausflugsziel seit Jahrzehnten erfolgreich gepflegt wird. Am Mittag stürmten die Besucher das wiedereröffnete Bergwerk Riedhof. Unter kundiger Anleitung erhielten sie Einblick in die Kohle-Abbauphasen während des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Nur in diesen Mangel-

zeiten hatte die minderwertige Kohle aus dem Aeugstertal überhaupt eine Chance. Abnehmer fand die GottertKohle insbesondere in Zürich und Winterthur. «Im Säuliamt hatte man genug Holz», so Rainer Kündig, Präsident des Bergwerk-Vereins mit rund 150 Mitgliedern.

Hochbetrieb in der Aumüli Hochbetrieb herrschte derweil auch rund um die Aumüli in Stallikon. Nebst der historischen Mühle lockten die Abteilung Wasserbau des Awel und das Naturnetz Unteramt. So erfuhren die Besucher, wie Fliessgewässer mit feinen Eingriffen naturnäher gestaltet werden können, ohne die bereits vorhandene Qualität zu gefährden, und ausserdem wie wichtig die Vernetzung von Naturschutzflächen für eine Artenvielfalt ist. Weitere Infos: www.reppisch.ch.

Spezialführung in der Aumüli mit Vereinspräsident Fredi Hofmann (links) und Stiftungspräsident Ferdinand Gramsamer (Mitte). (Bild Thomas Stöckli)

«Die grosse Solidarität hat mir Kraft gegeben» Nach dem Feuer auf dem Seeboden bleiben eine Brandruine und schlechte Träume zurück Es ist erst ein guter Monat her seit dem Stallbrand auf dem Seeboden in Hausen. Die Aufräumarbeiten sind schon weit fortgeschritten. Landwirt Karl Häcki, der den Brand bemerkte und bis auf sechs Kühe alle Tiere retten konnte, berichtet im Gespräch mit dem «Anzeiger», was geschehen war und wie die Situation heute für ihn aussieht. «Anzeiger»: Karl Häcki, Sie sind hier auf dem Seeboden Pächter des Betriebs der Familie Ober. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli brannte der Stall nieder. Wie geht es Ihnen heute? Karl Häcki (deutet auf den einbandagierten Arm): Es geht mir erstaunlich gut. Die Brandwunden am Kopf sind gut verheilt, und mein Arm akzeptiert die von meinem Bein transplantierte Haut. Bis der Arm aber ganz geheilt ist, dauert es etwa ein Jahr. Die Bilder jener Nacht lassen mich jedoch noch nicht los. Ich schlafe sehr unruhig und schrecke beim leisesten Geräusch sofort auf. Was geschah in jener Nacht? Nach Mitternacht hörte ich es prasseln und dachte erst, es hagle, dabei war ja schönes Wetter. Als ich rausging, brannte ein Teil des Stalles schon lichterloh. Während ich die Feuerwehr alarmierte, rannte ich in den Stall und öffnete die Tore. Bis auf sechs Kühe brachte ich alles Vieh ins Freie. Das waren rund 70 Milchkühe und aus dem angrenzenden Gebäude die Galtkühe. Beim Rettungsversuch

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280

list, waren zum Teil sehr aufdringlich. Und als ich vom Spital heimkam, lagen schon zahlreiche Prospekte mit Offerten von Stallbaufirmen im Briefkasten, eine mit dem Poststempel vom Brandtag selber. Das fand ich schon ziemlich geschmacklos. Kennt man heute den Grund für den Brand? Inzwischen ist klar, dass der Grund in einem technischen Defekt liegen muss und kein menschliches Verschulden vorliegt.

Die Aufräumarbeiten sind schon weit fortgeschritten. Karl Häcki vor der Brandruine des 1997 erbauten Laufstalls. (Bild Marianne Voss)

der sechs zurückbleibenden Tiere riskierte ich fast zu viel. Die Hitze im Stall war schon so gewaltig, dass ich mir am Arm und am Kopf schwere Verbrennungen zuzog und mich nur noch mit Mühe aus dem brennenden Gebäude schleppen konnte. Die Kühe musste ich zurücklassen, das war schlimm. Bis die Feuerwehr anrückte, war am Stallgebäude schon nichts mehr zu retten. Innert dieser weniger Minuten brannte schon alles. Der Heustock, die Maschinen, das ganze Ge-

Herzlichen Dank! Wir, die Eigentümerfamilien Ober/Munzinger und die Pächterfamilie Häcki, bedanken uns bei allen Personen und Institutionen die anlässlich des Grossbrandes vom 28. Juli 2015 auf dem Betrieb Seeboden Hilfe geleistet haben. Wir sind immer noch geschockt vom schlimmen Ereignis. Allerdings sind wir aber auch tief beeindruckt vom grossartigen Einsatz der Feuerwehren und der spontanen Hilfe der Nachbarn und Berufskollegen. Die aufrichtige Unterstützung und aufmunternden Worte von nah und fern, haben uns Mut und Kraft gegeben, das Ereignis zu bewältigen und zuversichtlich wieder nach vorne zu schauen. Familien Ober/Munzinger und Häcki

bäude samt Melkroboter. Das Dach explodierte mehrmals. Ich hätte nie gedacht, dass ein Feuer dermassen schnell so viel Gewalt entwickeln kann. Die Feuerwehr war die ganze Nacht mit 150 Personen im Einsatz. Es galt nun, die weiteren Gebäude der Siedlung zu halten, was ihnen auch gelang. Ich hatte Glück im Unglück. Es hätte alles viel schlimmer ausgehen können. Ich sah schon das Wohnhaus und den alten Stall auch in Flammen aufgehen. Sie waren verletzt und hatten sicher auch einen Schock. Dennoch unternahmen sie noch, was Ihnen noch möglich war. Nachdem ich endlich aus dem brennenden Stall draussen war, spürte ich die Schmerzen kaum mehr stark. Im Schock funktionierte ich einfach. Erst, als die Sanität mich betreute und ins Spital brachte, begann ich zu realisieren, was eigentlich geschehen war. Und die Kühe? Eigentlich wollten sie mich im Unispital in Zürich gleich behalten. Ich hatte aber nur einen Gedanken im Kopf: «Die Kühe, sie müssen gemolken werden!» Ich bearbeitete die Ärzte, mich vor der Operation nochmals heim zu lassen. Als ich dann um sieben Uhr früh wieder zurückkam, hatten meine Bauernkollegen das Vieh schon in Weiden gebracht. Innert einer Stunde war eine provisorische Melkanlage installiert und alle halfen mit, die 70 Kühe zu melken. Am Mit-

tag waren wir fertig. Zwei Kollegen hatten auch bereits die Platzierung der Tiere organisiert. Sie sind nun in zehn verschiedenen Betrieben untergebracht. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft, die ich vonseiten meiner Berufskollegen erleben durfte, haben mich tief beeindruckt und mir Kraft gegeben. Haben Sie auch Negatives erlebt? Ja, natürlich. In so einem Moment braucht man Menschen, die helfen und anpacken und nicht neugierige oder unnötige Fragen stellen. Die Journalisten, vor allem ein Fernsehjournaanzeige

Wie sind die Gebäude versichert? Zum Glück sind sie gut versichert. Ich möchte meinen Berufskollegen unbedingt den Rat geben, eine gute, umfassende Versicherung abzuschliessen. Wenn die Ertragsausfälle und die Aufräumarbeiten nicht gedeckt sind, könnte einem so ein Brand finanziell das Genick brechen. Die 1000 Kubikmeter Heu zum Beispiel – (er unterbricht sich und schiebt ein:) Es war so schönes Heu, es tat wirklich weh – mussten als Sondermüll entsorgt werden. Das ist eine teure Sache. Wird der Stall neu aufgebaut? Ja. Die Besitzerfamilie wird ein Projekt ausarbeiten. Ich hoffe, dass die Kühe in einem Jahr wieder heimkommen und in einen neuen Stall einziehen können. Interview: Marianne Voss


Stellenanzeiger Una persona non muore se è nel cuore di chi l’ha amato; continua a vivere nei pensieri, nelle parole, nei sogni. «Che il tuo riposo sia dolce come il tuo cuore fu buono.» Con grande dolore annunciamo la morte di mio marito, nostro padre, suocero, nonno e cognato.

Francesco Paolo Ardagna 1. Lugli 1932 – 6. Settembre 2015

Sarai sempre nei nostri cuori. Mimma Ardagna-Ciaravolo Lino, Stefano, Olga, Roberta con Francesco, Fabian e Sofia, Leonardo parenti e conoscenti La cerimonia funebre avrà luogo Martedì 8 Settembre 2015, alle ore 14.30 alla chiesa cattolica di Affoltern am Albis. Si prega, invece dei fiori, devolvere eventuali offerte. Kompetenzzentrum Palliative Care, Villa Sonnenberg, Spendenkonto Postkonto: 85-391373-1. Vermerk: Pallivativstation.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. September 2015

Babylonisches Sprachgewirr im Festzelt Jubiläumsfeierlichkeiten zu 50 Jahre Hawa AG in Mettmenstetten Ihre Gründung 1965, die harten Anfangsjahre sowie die spätere erfolgreiche Entwicklung zu einer der weltweit wichtigsten Schiebebeschläge-Herstellerin heute, feierte die Mettmenstetter Hawa AG am Donnerstagabend mit Kunden aus aller Welt und mit Gästen.

Schiebebeschlagsystemen für Holz-, Glas-, Metall- sowie Möbelapplikationen, hatte zu den Feierlichkeiten ihres 50-Jahr-Jubiläums neben Gästen aus der Nachbarschaft, aus Wirtschaft und Politik auch eine stattliche Anzahl ihrer Kunden eingeladen. Und diese kamen – bei einem der weltweit führenden Hersteller in einer Branche nicht aussergewöhnlich – eben aus aller Welt. Christa Rigozzi, die charmante Moderatorin, trug dem bei der Begrüssung entsprechend Rechnung: Sie hiess in sechs Sprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch, Romanisch, Englisch und Spanisch – willkommen. Gregor und Heinz Haab, die heutige Hawa-Geschäftsführung, fügten anschliessend in ihren kurzen Anspra-

chen ihrerseits noch eine Siebte, Japanisch, hinzu. Der Dank der Beiden ging vorab an die langjährigen Geschäftspartner, «die von Anfang weg an uns geglaubt haben», aber ganz besonders auch an ihre Väter Karl und Otto Haab, die Hawa-Gründer.

Vertrauen als Basis und eine echte Erfolgsgeschichte

«Vertrauen, gepaart mit dem Grundsatz ‹leben und leben lassen›, war von Anfang an ein massgeblicher Teil der Es herrschte, so weit man dies bei den Hawa-Geschäftsprinzipien», bemerkte rund 300 Gästen im Festzelt an der ErHeinz Haab und hielt wegweisend spachstrasse in Mettmenstetten überfest: «Sparen kann man an vielen Orhaupt mitbekam, ein geradezu babyloten, aber bei der Technologie und der nisches Sprachgewirr. Das Wunder, Entwicklung tun wir dies bestimmt die Hawa AG, Herstellerin von nicht. Da investieren wir weiterhin.» Innovation sei wichtig, um für die Kunden Mehrwert zu schaffen, und so würden Gregor und Heinz Haab mit allen Mitarbeitenden auch die Zukunft voller Zuversicht und Freude angehen – weiterhin als unabhängiges Familienunternehmen. Gründer Otto Haab nahm in seinen Ausführungen die Gäste anschliessend auf eine Zeitreise durch 50 Jahre Firmengeschichte mit, wobei er ein veritables Füllhorn ausschütten konnte. Vom Beginn in einer alten Malerwerkstatt mit Gregor (links) und Heinz Haab, die beiden heutigen Hawa-Geschäftsleiter, flankieren Moderatorin zusätzlichem Christa Rigozzi. (Bilder Urs E. Kneubühl)

................................................... von urs E. kneubühl

Hawa-Gründer Otto Haab (rechts) im Gespräch mit (v. r.) Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverbandes, und Kantonsrat Martin Haab. Schuppen bis zum Schritt in den internationalen Markt 1971, als Hawa-Produkte in «Der Grosse Häfele», dem weltweit grössten Nachschlagwerk für Möbelbeschläge, Aufnahme fanden.

«Prächtige Menschen, fleissige Hände» und Prominenz Otto Haab verschwieg nicht, dass die ersten Jahre sehr schwierig und hart waren, hielt aber genauso dagegen: «Es waren aber auch sehr schöne Jahre mit prächtigen Menschen und fleissigen Händen.» Bruder Karl und er seien wie ihre Söhne Gregor und Heinz sowie alle ehemaligen und heutigen Mitarbeitenden erfüllt von Stolz, «dass die Hawa AG erfolgreich in der Champions League der Beschläge-Hersteller mitspielt». Christa Rigozzi und eine TanzShow-Gruppe führten danach in informativen sowie höchst eleganten und

schwungvollen wie akrobatischen Einlagen nochmals kurz durch die Zeitund die Firmengeschichte. Die Gäste – darunter auch einige Prominenz – zeigten sich rundum begeistert und applaudierten entsprechend kräftig. Zwischen kurzen Reden, der Präsentation des neuen Firmenfilms und den Einlagen gab es ausreichend Zeit und Raum für Begegnungen und Gespräche untereinander. Dann und wann gab es da und dort auch andere Themen als das Jubiläum des erfolgreichen Mettmenstetter Unternehmens. Am «Politik-Tisch» mit dem Gemeinderat Mettmenstetten, Regierungsrat Ernst Stocker, Nationalrat Toni Bortoluzzi mit Frau Kathrin, Kantonsrat Martin Haab mit Frau Monika und Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, richtete man den Blick zuweilen auch schon nach vorne, auf die nationalen Wahlen im kommenden Oktober.

Ein Volksfest zum 50. Geburtstag Die Hawa feierte ihr 50-jähriges Bestehen, am vergangenen Samstag, mit einem Tag der offenen Tür

Ein Hawa-Mitarbeiter erklärt den Besuchenden die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Herstellung der Beschlagsteile. (Bilder Salomon Schneider)

Die Hawa ist einer der Industriebetriebe, der trotz Preisdruck weiterhin in Mettmenstetten produziert. Am Samstag lud sie zu Speis, Trank, Musik und Einblicken in die Produktion ihrer Beschlagsysteme ein. ................................................... von salomon schneider Hunderte Besucherinnen und Besucher fanden am Samstag den Weg an die Untere Fischbachstrasse 4 in Mett-

menstetten, um das 50-Jahre-Jubiläum der Hawa zu feiern. In Festzelten spielte Musik, draussen gab es reichlich zu essen und zu trinken und zahlreiche Spiele für die Kinder. Attraktion waren Einblicke in die Hawa-Produktwelt und vor allem in die Produktion.

Was sind Beschlagsysteme? Beim Rundgang durch die Produktion informierten zahlreiche Kurzfilme über die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Produktion der Hawa-Beschlagssysteme und die Mitarbeiten-

Auf dem Festgelände der Hawa kamen auch die Kleinen auf ihre Kosten, wie hier auf den Riesentrampolinen. den standen an ihren Arbeitsplätzen für Fragen zur Verfügung. «Beschläge sind Werkstücke zum Zusammenhalten von beweglichen Teilen», erklärte Christian Eberle, der Leiter Einkauf bei der Hawa, am Anfang des Rundgangs und ergänzte: «Der Rundgang soll die Komplexität der verschiedenen Arbeitsschritte in der industriellen Produktion vergegenwärtigen.»

6150 Einzelteile an Lager Am Anfang des Rundgangs stand der Logistikbereich, mit der Warenannahme, dem Lager und dem Versand. «Im Lager haben wir 6150 verschiedene Einzeleile», wusste ein Lernender die Frage nach der Grösse des Lagers zu beantworten. In den Abteilungen für Produktion und Verarbeitung wurde

aufgezeigt, wie ein kleiner Industriebetrieb dank höchsten Ansprüchen an die Qualität, kompetenten und engagierten Mitarbeitenden und einem modernen Maschinenpark auf dem Weltmarkt bestehen kann. Die hohe Attraktivität der Hawa als Arbeitgeber zeigt sich daran, dass fast alle Mitarbeitenden jahrelang bei der Hawa bleiben.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. September 2015

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Bücher, Burma und Begeisterung Ein spezieller Abend mit asiatischem Flair in der Bibliothek Wettswil

Das Team der Bibliothek Wettswil mit Yi Yi Florin in der Mitte.

Es war ein spezieller Abend kürzlich in der Bibliothek Wettswil: Die Besucher und Besucherinnen bekamen die Gelegenheit Asien, seine Literatur, Kultur und speziell die burmesische Küche näher kennenzulernen.

mit Pouletfleisch und Kartoffeln gewürzt mit einer hausgemachten Gewürzmischung, die dem Gericht eine herrliche Geschmacksnote verlieh und zum Abschluss exotische Früchte und Fruchtzeltli, die auf der Zunge zergingen und süchtig machen.

Asiatische Figuren und Elefanten sowie das Bibliotheksteam in traditionellen Longhis begrüssten die Gäste. Hergerichtet von Yi Yi Florin und Mitha Panizza, beide aus Burma und mit Schweizern verheiratet. Yi Yi Florin verwöhnte an diesem Abend die Gaumen mit burmesischen Spezialitäten: Frühlingsrolle mit burmesischem Blatt- und Gurkensalat, feiner Eintopf

Reise quer durch den Kontinent Als wäre dies nicht Genuss genug gewesen, durften natürlich die Bücherneuheiten nicht fehlen, denn auch der asiatische Sprachraum wartet mit vielen literarischen Schätzen auf. Es wurde eine Reise quer durch den Kontinent. Malaysia macht den Anfang mit dem Buch Der Garten der Abendnebel von Tan Twan Eng. Das Buch erzählt

Besucherinnen studieren das Programm und geniessen die Vorspeise. (Bilder zvg.)

Yi Yi Florin beim Anrichten der Hauptspeise.

die Geschichte eines japanischen Gartens und schlägt einen weiten Bogen von Mitte des letzten Jahrhunderts bis heute. Korea war vertreten durch die Schriftstellerin Sun-mi Hwang mit der wunderbaren Fabel Das Huhn, das vom Fliegen träumte. Darin gewinnt ein Huhn seine Freiheit und kann seine Träume verwirklichen. Linda Leaming lebt, liebt und arbeitet in Bhutan und erzählt im Buch «Das Glücklichste Land der Welt» ihre eigene Geschichte und bringt den Lesern damit ein sehr fernes, unbekanntes Land näher. Freiheit wünschen sich in «Ich bin China» die beiden Künstler Mu und Jian und schlagen den Weg über Musik und Literatur ein, immer noch kein einfaches Unterfangen in einem der

grössten Länder der Erde. Diese und alle weiteren vorgestellten Bücher können in der Bibliothek Wettswil ausgeliehen werden. Eine lohnende Lektüre in jedem Fall. Am Ende der Veranstaltung löcherten die zahlreichen Besucher Yi Yi Florin und versuchten ihr das Rezept der burmesischen Gewürzmischung zu entlocken. Doch manche Geheimnisse müssen einfach auch Geheimnisse bleiben und machen den Reiz solch schöner Veranstaltungen aus. Aber wer weiss, vielleicht gibt es irgendwann ein Rezeptbuch. «Burma in Wettswil am Albis» wäre doch ein netter Titel ... Fabienne Maurer

«Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 19 Jahre alt» Der Afrikaspezialist und Journalist Ruedi Küng sprach in der Regionalbibliothek Affoltern Afrika ist ein Kontinent zwischen Aufbruch und Stillstand. Ruedi Küng, der langjährige Afrikakorrespondent des Schweizer Radio DRS präsentierte diesen vielfältigen Kontinent anhand verschiedener literarischer Beispiele. ................................................... von salomon schneider Ruedi Küng hat bis vor fünf Jahren als Afrikakorrespondent für das Schweizer Radio DRS (heute SRF) gearbeitet. Seither hat er sich als Berater für Afrikafragen selbstständig gemacht: «Früher bin ich extrem viel in Afrika herumgereist. Heute reise ich weniger physisch, sondern viel mehr literarisch. Die afrikanische Literatur und Dichtung hat nämlich extrem viel zu bieten.» Die Regionalbibliothek Affoltern führe über 400 afrikanische Bücher, strich er heraus.

Literarische Reisen sind nicht weniger real «Viele verbinden Afrika primär mit Armut und ländlichem Leben. In Tat und Wahrheit hat Afrika jedoch unzählige

urbane Gebiete. Heute werde ich aber nicht nur über Politik und Wirtschaft sprechen, sondern auch über Kultur respektive Literatur», erläuterte Ruedi Küng. Die Reisen durch die Literatur seien nämlich viel weniger beschwerlich als die physischen und gar nicht unbedingt weniger real.

Aufbruchstimmung in Afrika Anschliessend ging Ruedi Küng von Afrika allgemein zum Beispiel Nigeria über: «Etwas vom Prägenden in Nigeria und in Afrika allgemein sind die Visionen der Menschen. Immer wieder werden diese Visionen auch umgesetzt und führen zu positiven Veränderungen.» Er erläuterte dies anhand eines neuen Schulhauses in einem Pfahlbauslum in Lagos. Nigeria und im speziellen Lagos, sei immer noch sehr arm, die im Aufbau befindliche Mittelschicht sei jedoch extrem stark am Wachsen. «Es herrscht auf jeden Fall eine Aufbruchstimmung, wie sie noch nie vorhanden war. Auch, weil erstmals ein gewählter Präsident einen anderen gewählten Präsidenten abgelöst hat», erklärte Ruedi Küng. Die wirtschaftlichen Wachstumsraten seien momentan nur noch in Asien vergleichbar

stark. Deshalb seien auch die Medien hellhörig geworden, was zu einem riesigen, internationalen Investitionsboom geführt habe. Die Aufbruchstimmung bringe positive und negative Effekte mit sich, primär jedoch Veränderung.

1,1 Milliarden Menschen Afrika sei als Kontinent praktisch Ruedi Küng erklärt Afrika anhand literarischer Beispiele. (Bild Salomon Schneider) nicht zu fassen, aufgrund der extrem vielfältigen Kli- alt, was eine Perspektive für das zu- seine Literaturtipps wurden seine Ermazonen, die zu verschiedensten kul- künftige Bevölkerungswachstum ge- lebnisse fassbar. Zum Schluss motivierte Ruedi turellen Entwicklungen geführt ha- ben kann», verdeutlichte Ruedi Küng Küng die über 50 Zuhörenden afrikaben. Um die kulturelle Vielfalt zu de- die Situation in Afrika. nische Bücher zu lesen: «Die Literatur monstrieren, zeigte er Porträts verist unglaublich vielfältig – genauso faschiedenster Afrikanerinnen und AfriLesetipps von Ruedi Küng in der RBA cettenreich wie Afrika an sich. Lesen kaner. «Es wächst jedoch nicht nur die Er beleuchtete diverse Orte und stellte Sie und geniessen Sie die Bücher, die Wirtschaft in Afrika rasant, sondern jeweils einen Autor oder eine Autorin, hier in der Bibliothek zu finden sind. auch die Bevölkerung. Die Hälfte der die ihn speziell geprägt hatten, aus Ich habe extra eine Literaturliste zumomentan 1,1 Milliarden in Afrika le- diesem Land vor. So erhielten seine sammengestellt, die in nächster Zeit benden Menschen ist unter 19 Jahre Geschichten ein Gesicht und durch beim Tresen aufliegen wird.»


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. September 2015

«Wir brauchen die Landschaft, tragen ihr aber trotzdem zu wenig Sorge» Karin Hindenlang, Geschäftsführerin des Wildnisparks Zürich, am «Rüüss-Abig» des «Anzeigers» in Ottenbach Immer im Spätsommer laden die Weiss-Medien Exponenten aus Politik, Wirtschaft und Gewerbe zum «Rüüss-Abig» ein. Das Inputreferat hielt dieses Jahr Karin Hindenlang, die Geschäftsführerin des Wildnisparks Zürich, der auf der Albiskette auch an das Säuliamt grenzt. ................................................... von salomon schneider Die Geschäftsführerin der Weiss Medien AG, Barbara Roth, begrüsste die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt vor dem Pontonierhaus in Ottenbach. Sie verabschiedete dabei Werner Schneiter, den Chefredaktor des «Anzeigers», der im kommenden Sommer in Pension geht: «Werni hat, als ich beim ‹Anzeiger› angefangen habe, noch meinen Arbeitsvertrag mitunterschrieben. Ich werde jedoch nie ein 35-jähriges Dienstalter erreichen, wie er, der 1980 beim ‹Anzeiger› die Verantwortung übernommen hat.» Damals habe man sich weniger Gedanken machen müssen, wie das Internet den Journalismus verändere, dafür habe man noch mit Bleisatz gearbeitet. «Der Medienbereich hat sich in diesen 35 Jahren radikal verändert, und Werner Schneiter hat den ‹Anzeiger› während dieser Zeit immer auf Kurs gehalten, ihn sanft modernisiert

und sein volksnahes Profil weiterentwickelt.»

Grösster Buchenmischwald im Mittelland Im Anschluss begrüsste Werner Schneiter die «Rüüss-Abig»-Referentin, Karin Hindenlang. Sie ist Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich, dem grössten zusammenhängende Buchenmischwaldgebiet im Mittelland. Sie ist wohnhaft im Säuliamt, Jägerin und Mitglied des kynologischen Vereins Affoltern. «Ich werde eine Rede über Wildnis, Werte, Menschen und ihre Sehnsüchte halten» begrüsste Karin Hindenlang die Gäste. Sie betonte, dass die Landschaft der Schweiz je nach Perspektive ganz anders aussehe: «Der Raumplaner spricht von einem dicht besiedelten, zersiedelten Land. Der Ökologe betont, dass allein seit den 1990er-Jahren zahlreiche Tiere und Pflanzen in der Schweiz ausgestorben sind. Der Ökonom stellt fest, dass die Landwirtschaft prozentual immer weniger zur gesamten Wirtschaftsleistung beiträgt.» Der Dienstleistungssektor habe stetig, bis auf heute 73 Prozent des Bruttoinlandprodukts, zugenommen.

Auf dem Titelblatt der «Bild-Zeitung» «Die Landschaft wird oft in Leitbilder einbezogen, und es wird mit Naturnähe geworben. Trotzdem sorgen wir

uns viel zu wenig um die Landschaft», provozierte Karin Hindenlang. Der Sihlwald sei früher extrem ausgebeutet worden. Da die Holzindustrie jedoch an Wichtigkeit verloren habe, durch die Kohle im 19. und das Erdöl im 20. Jahrhundert, habe er sich erholen können und sei jetzt ein wunderschöner, belebter Wildnispark. Der Tierpark Sihlwald sei der erste Tierpark der Schweiz gewesen und beherberge Tiere, die früher im Sihlwald heimisch gewesen seien. «Trotzdem haben wir uns auf der Titelseite der Bild-Zeitung wiedergefunden, da wir überzählige Tiere, die wir nicht an andere Parks abgeben können, vor Ort schlachten und im hauseigenen Restaurant verarbeiten. Für mich ist dies jedoch die beste Art der Tierverwertung», meinte Karin Hindenlang.

Natur macht emotional kompetent Wildnis mache emotional kompetent. Im gestressten Alltagsleben biete die Technik, gerade für Jugendliche, wenig Halt und führe im schlimmsten Fall zu Störungen. «Der Umgang in und mit der Natur bietet Erlebnisse für alle Sinne und sorgt so für eine ausgeglichene Entwicklung dieser. Zeit in der Natur zu verbringen ist für Menschen jeden Alters daher extrem wichtig. Ich lade Sie deshalb ein, kommen Sie auf einen Besuch im Wildnispark Zürich vorbei», schloss Karin Hindenlang ihren Vortrag.

Der «Rüüss-Abig» bot viel Platz für Gespräche zwischen Politik, ...

Karin Hindenlang warb in ihrem engagierten Referat für den Wildnispark Zürich.

... Wirtschaft und Gewerbe. (Bilder Salomon Schneider) anzeige

«Gemeinsam statt einsam» Anlauf- und Beratungsstelle Knonauer Amt Der Verein «Gemeinsam statt einsam» bietet schon seit fünf Jahren einmal wöchentlich einen Mittagstisch an. Die Gäste bilden ein gemischtes Publikum aus Menschen, die gerne in Gemeinschaft essen. Aktuell sind es zwischen 40 und 60 Essen pro Mittag. Zunehmend kann festgestellt werden, dass Viele überfordert sind im Umgang mit Ämtern, mit Bewerbungen, mit dem Ausfüllen von Formularen, den heutigen, schriftlichen Anforderungen oder auch grundsätzlich in ihrem Leben. Die Anlauf- und Beratungsstelle soll es Menschen im Knonauer Amt niederschwellig ermöglichen, unbürokratisch praktische Unterstützung in alltäglichen, persönlichen und beruflichen Fragen und Bedürfnissen zu erhalten, um kurz- oder

längerfristig ihren Alltag wieder alleine zu bewältigen.

Das Angebot Die Anlauf- und Beratungsstelle Knonauer Amt hilft allen Hilfesuchenden praktisch in ihren Nöten. Sie ist eine niederschwellige Stelle, die Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Wie? – Sie hilft, eine korrekte Bewerbung nach Angaben zu erstellen oder zu vervollständigen – Sie hilft, Formulare zu organisieren, die für gewisse Angelegenheiten bereit sein müssen. – Sie begleitet auf ein Amt, wenn die Angst oder der Frust zu gross sind, um überhaupt zu gehen – Sie hilft, Steuererklärungen aus-

zufüllen – Sie hilft, einen Brief zu schreiben, dort wo dieser nicht verstanden wird oder wo das Wissen, wie es gemacht wird, fehlt. – Sie führt Gespräche, die Verantwortlichkeiten klärt, dort wo sie nicht klar kommuniziert oder ersichtlich sind. – Sie klärt Situationen ab, um die Menschen möglichst rasch an die zuständigen Stellen zu leiten – Sie hilft in kleinem Rahmen bei der Wohnungssuche Sie versteht sich auch als Triagestelle zu den verschiedenen bereits bestehenden Angeboten. Lokalitäten und Öffnungszeiten unter www.gse-affoltern.ch, info@gse-affoltern.ch.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. September 2015

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Beschwerliche Arbeit für wenig Energie Energiereise (1): Das Kohlebergewerk Riedhof im Aeugstertal Auf den Ausflug zur Energiegewinnung im Säuliamt hatte der Kulturkeller LaMarotte zusammen mit der eGroup und der Energieregion Knonauer Amt eingeladen. Erste Station war das Kohlebergwerk Riedhof im Aeugstertal. ................................................... von bernhard schneider Ueli Wenger, heute Vizepräsident des Vereins Bergwerk Riedhof, hat das vor 60 Jahren geschlossene und zugeschüttete Bergwerk entdeckt und wieder ausgegraben. Eindrücklich schildert er, wie er einen Fluchtstollen gefunden und hineingeklettert oder – vielmehr – hineingeschlüpft ist: «An sehr engen Stellen musste ich ausatmen, damit der Brustkorb nicht zu viel Raum beanspruchte, um weiterzukommen.» Wenger hat mit dem ETHGeologen Rainer Kündig einen passenden Partner gefunden, um die zugeschütteten Stollen auszugraben, einen Verein zu gründen und ein Museum zu gestalten, das sich in einer ungenutzten Zivilschutzanlage oberhalb des Götschihofes befindet. In einem Video, der den Ausstellungsbesuchern gezeigt wird, schildern sie zusammen mit Xaver Hubli und Hans Kehl, die einst selbst in den Stollen unter dem Mühleberg gearbeitet haben, die Geschichte des historischen Bergwerks. Bauer Felix Schneebeli, der 1786 bei Strassenarbeiten im Aeugstertal das Kohlevorkommen Riedhof entdeckt hat, wurde von den gnädigen

Herren von Zürich enteignet, da die Stadt damals alle Rohstoffe ihrer Herrschaft für sich beanspruchte. Von 1787 bis 1814 wurde Kohle abgebaut, bis der Betrieb mangels geeigneter Verkehrserschliessung eingestellt wurde. Der Abbau erfolgte in Raten – beispielsweise ruhte der Betrieb von April 1791 bis Mai 1793 – und wurde von zwei bis maximal sechs Arbeitern bewerkstelligt, die jeweils von der Grube in Käpfnach hierher beordert wurden. Der Riedhof war neben dem Bergwerk Käpfnach in Horgen das einzige Kohlevorkommen im Kanton Zürich, das jemals wirtschaftliche Bedeutung erlangte. Hauptabnehmer der Kohle war die Ziegelei in Kappel am Albis. Um Kosten zu sparen, schickte man entsprechend trainierte Esel vom Aeugstertal zum Kloster, bis man 1794 feststellte, dass die Esel wohl ihre Aufgabe erfüllten, unterwegs aber viele Anwohner die Kohle als willkommenen Wärmespender für den Winter betrachteten und die Zugtiere nach und nach von ihrer Last befreiten. Infolge des Ersten Weltkriegs wurde zwischen 1917 und 1921 erneut Braunkohle im Riedhof gefördert, insgesamt etwa 1200 Tonnen. 16 Personen aus der näheren Umgebung gründeten die Kohlenbergwerkgesellschaft Riedhof und beteiligten sich mit dem damals stattlichen Betrag von je 200 Franken. In der Zwischenkriegszeit wurde der unrentable Abbau wieder eingestellt, bis das Bergwerk während des Zweiten Weltkriegs seine Blütezeit erlebte. Das Stollensystem wurde auf sieben Kilometer ausgebaut, die Hauptstollen mit Gleisen erschlossen.

Ueli Wenger führt seine Gäste ebenso sachkundig wie witzig durch die Hauptstollen des Bergwerks. (Bild Bernhard Schneider) Arbeit im Liegen «Es muss schön gewesen sein, im Bergwerk zu arbeiten», witzelt Ueli Wenger, «denn die Arbeit geschah oft im Liegen.» Der Besuch der freigelegten Stollen veranschaulicht, wie niedrig selbst die Hauptstollen teilweise waren. Die Nebenstollen, in welchen die Kohle abgebaut wurde, lassen sich nicht auf der gewöhnlichen Führung in Alltagskleidern erkunden. Dazu dient die Abenteuertour, in deren Rahmen man unter kundiger Führung

durch das Nebenstollensystem kriechen kann. Hilfskräfte während des Zweiten Weltkriegs waren viele Internierte Russen, Polen und Franzosen. Die Russen hätten den Schnaps aus dem Mostglas getrunken und mit mehr oder weniger handfesten Methoden die Beizer der Umgebung motiviert, die Preise für gebrannte Wasser zu senken. Als Gegenleistung sorgten sie für genügend Umsatz. Die Geschichte des Bergwerks zeigt, dass Braunkohle vor allem in Notzeiten abgebaut wurde, erst recht in einem Ge-

biet, das nicht von der Eisenbahn erschlossen war. Die erste Betriebsphase des Bergwerks Riedmatt wurde abgeschlossen, als Steinkohleimporte aus Frankreich den Betrieb machten. Der Besuch des Museums und die Führung durch den Stollen veranschaulichen, wie beschwerlich die Arbeit gewesen ist, die vergleichsweise wenig Energie geliefert hat. Das Museum Riedhof ist jeweils am ersten Samstag im Monat von 10 bis 16 Uhr offen. Informationen: www.bergwerk-riedhof.ch.

forum

Für ein Nein gibt es mit höchster Wahrscheinlichkeit Gründe

Annahme BZO: Affoltern gewinnt!

Zweckverband Sozialdienst des Bezirks: Ende der Solidarität? Leitartikel im «Anzeiger» vom 4. September.

Gemeinde Affoltern verschenkt 15 Millionen, Leserbrief im «Anzeiger» vom 1. September.

Solidarität ist eine Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus (Wikipedia). Solidarität funktioniert in der Schweiz recht gut zwischen Familien mit Schulkindern und Einzelpersonen, zwischen Gesunden und Kranken, zwischen älteren und jüngeren Personen. Solidarität braucht aber Vertrauen zwischen den Beteiligten und hat dort ihre Grenzen, wo sie überstrapaziert wird (zum Beispiel in der Altersvorsorge, bei der seit Jahren fällige Reformen zugunsten der jüngeren Generation politisch blockiert sind) oder sie findet dort ihr Limit, wo sie dazu dienen soll, kritische Fragen und sachlich begrün-

dete Einwendungen vom Tisch zu wischen. Der Appell an die Solidarität wird dann Mittel zum Zweck, eine Vorlage durchzuwinken, zu der einzelne Verantwortliche nicht stehen können. Wenn 5 von 14 Delegierten der Statutenrevision des Sozialzweckverbandes nicht zustimmen, ist es aus meiner Sicht zu einfach und gefährlich, diese verantwortlichen Gemeindevertreter der Nicht-Solidarität zu bezichtigen, denn es bestehen mit höchster Wahrscheinlichkeit Gründe für dieses Abstimmungsergebnis, auch wenn sie an der öffentlichen Delegiertenversammlung nicht dargelegt wurden, weil niemand in die Messer eines «Sozialzweckverbands-Roggwiler» laufen will. Die kritischen Fragen zur Statutenrevision sind seit einiger Zeit auf dem Tisch, sie wurden jedoch von den verantwortlichen Stellen offensichtlich zu wenig beachtet und haben zum 9:5 geführt. Derzeit ist nicht einmal klar, wie die Abstimmungsergeb-

nisse der 14 Gemeindeversammlungen zum Gesamtergebnis der Abstimmung führen werden – und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem die Gemeinderäte die Vorlage vorberaten müssen. Wenn den Vorschlägen des Vorstandes des Sozialzweckverbandes nur 9 von 14 Delegierte folgen, müsste sich dann dieser Vorstand nicht die Frage stellen, ob er im Sinne der eingangs erwähnten Umschreibung der Solidarität durch Transparenz, Effizienz, Qualität und durch das ernsthafte Aufnehmen von Anliegen der Gemeinden genügend für die Verbundenheit getan hat und ob das gegenseitige Vertrauen immer noch intakt ist? Wenn entsprechende Defizite bestehen und diese durch Appelle an die Solidarität kompensiert werden sollen, ist dies aus meiner Sicht unredlich und gefährdet den Solidaritätsgedanken. Bertram Thurnherr, Gemeindepräsident Hedingen

Wir werden täglich von Fluglärm beschallt Himmlische Betriebsamkeit über dem Säuliamt, «Anzeiger vom 4. September. Von himmlischer Betriebsamkeit kann keine Rede sein, denn das Säuliamt, besonders Aeugst am Albis, wird immer mehr von Fluglärm beschallt. Heute morgen zum Beispiel beim gemütlichen Sonntagszmorge auf dem

Balkon war der Flugverkehr über unser Dorf besonders intensiv. Abends, täglich punkt 23 Uhr, donnert die letzte Maschine über unser Haus. Wo wohnt denn Herr (mm), wenn er behauptet, dass das Säuliamt weitgehend vom Fluglärm verschont werde? Auf www.air traffic kann man die

Route der verschiedenen Flugzeuge genau mitverfolgen mit Angaben über Abflugsort, Flughöhe, Flugzeugtyp usw. Den Fluglärm hört man von Montag bis Freitag 6 bis 7 Uhr und von 20 bis 23 Uhr, am Samstag und Sonntag bis 6 bis 9 Uhr und von 20 bis 23 Uhr. W. und S. Steinemann, Aeugst

Im Leserbrief vom 1. September 2015 zum Thema BZO zeigt sich Herr Jürg Wyttenbach besorgt über zukünftige finanzielle Verpflichtungen der Gemeinde Affoltern. Doch wie schnell passiert es, dass Fakten ungenügend recherchiert und auf die Schnelle den eigenen Meinung angepasst werden! So geschehen bei seinen Aussagen zum Brauiweiher. Das 5420 Quadratmeter grosse Brauiweiher-Areal wurde am 11. Mai 1994 von der Gemeinde Affoltern für einen symbolischen Betrag Herrn Roland Störi abgekauft. Er und der damalige Gemeinderat wollten damit erreichen, dass der unter Naturschutz stehende Weiher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Der Verkäufer wies ausdrücklich auf eine flächenmässig begrenzte chemische Altlast hin. Vom 25. September 1995 stammt ein Antrag des Gemeinderates an die Gemeindeversammlung zur Bewilligung eines Kredites über Fr. 250 000 zwecks Sanierung (ausbaggern) des verschlammten Brauiweihers. Flora und Fauna sollten weiterhin einen geschützten Lebensraum vorfinden. Doch dies ist nie geschehen. Der einstige Weiher, mittlerweile ohne Zufluss, ist verlandet. Der Brauweiher diente in der Vergangenheit der Eisgewinnung für die Brauerei Winkelmann, die ab 1874 auf dem Hügel im Gebiet Lindenmoos tätig war. Später wurde an derselben Stelle in der chemischen Fabrik AG von 1912 bis 1925 Erdöl verarbeitet. Ein Gross-

brand im Jahr 1925 zerstörte die Anlage und hinterliess die heutige Altlast. Die Erbengemeinschaft Störi steht in keinerlei Verbindung zu dieser alleinigen Verursacherin. Vom genauen Ausmass der Altlast auf unserem, dem Brauiweiher angrenzenden Privat-Grundstück haben die Erben Störi erst in den letzten Jahren durch aufwendige Bodenuntersuchungen erfahren. Bei Kosten von rund 10 Mio Fr. für die geplante (freiwillige!) Totalsanierung des Geländes kann wohl kaum von «Profiteuren» gesprochen werden. Erst die Annahme der revidierten BZO an der Gemeindeversammlung vom 14. September 2015 ermöglicht eine umfassende Sanierung der Altlast. Ihre Zustimmung zur neuen BZO ebnet den Weg für die Entwicklung eines zentrumsnahen Erholungsgebiets von dem alle Einwohnerinnen und Einwohner profitieren werden. Verena Amacher-Störi und Peter Störi, Affoltern

Danke für das Ja zur Einheitsgemeinde Als Initiant zur Bildung einer Einheitsgemeinde Bonstetten bedanke ich mich bei allen Stimmberechtigten für die deutliche Annahme der neuen Gemeindeordnung. Die Arbeitsgruppe der Einheitsgemeinde ermutige ich bei der Neugestaltung der Arbeitsprozesse, die Kosteneinsparungen im Fokus zu behalten. Benedikt Pöschel, Bonstetten


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Eine besondere Art Klassentreffen in Affoltern: Ehemalige Discoclubs feierten. > Seite 13

Openair beim Seleger Moor: Die ganze Nacht tanzend der Kälte getrotzt. > Seite 13

Dienstag, 8. September 2015

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Wieder verloren Der FC Wettswil-Bonstetten wartet weiterhin auf den Durchbruch: 1:2 gegen United Zürich. > Seite 19

Im «Lindenhof» in Uerzlikon gehts rund Musik- und Unterhaltungsprogramm Das Wirtepaar Barbara Eder und Louis Biser veranstalten im Uerzliker Restaurant Lindenhof Musik- und Unterhaltungsanlässe. Am 11. September gehts los mit dem Musig-Höck – ein Leckerbissen für Liebhaber gepflegter Stubeten.

Sie sorgen für die kreativen Ideen: Anita Baur (Mitte) mit Bettina Berglas (links) und Barbara Truffer. (Bild Thomas Stöckli)

Die Vorstellungen der Kundschaft mit gestalterischem Flair umsetzen

Barbara Eder und Louis Biser freuen sich bereits auf den 11. September. Ab diesem Datum gibts an jedem zweiten Freitag im Monat abends einen MusigHöck im beliebten Uerzliker Dorfrestaurant. Verschiedene Ländler-Formationen spielen auf zur Stubete. Der Musig-Höck endet voraussichtlich am 8. April 2016. Am 20. September findet das erste Uerzliker Oktoberfest statt. Nach Muster des grossen Vorbilds in der bayerischen Kapitale standesgemäss mit original Münchner Oktoberfestbier, Weisswürsten und süssem Senf, Brezn, Haxn und Brathendl. Damit auch die

musikalische Unterhaltung nicht hinter dem grossen Vorbild herhinkt, spielen «Die Jauk» auf. Die Sause startet – wie in München – morgens um elf und soll um 16 Uhr bereits zuende sein. Kenner des Lindenhof-Wirtepaars wissen aber: Stimmt die Stimmung, ist um 16 Uhr nie und nimmer Schluss. Dann gehts erst richtig los! Am 23. September folgt der «liederliche Abig». Ein Wortspiel, das sich am ehesten mit «liederreicher Abend» übersetzen lässt. «Die Säuliämtler» Beni, Peter und Fritz spielen die Wünsche der Gäste, die auch mitsingen können oder einfach zuhören. Ob Gaudi oder be-sinn(g)liche Momente wird sich zeigen. Vom 24. bis 27. September wird der Monat im Lindenhof mit der traditionellen Metzgete vollendet. Am Freitag, 25., auch mit musikalischer Unterhaltung. Reservierung: 044 764 12 33, weitere Informationen auf restaurantlindenhof.ch und neu auch auf facebook.com. (map.)

Blumen Kreativ in Wettswil lädt zum Tag der offenen Tür Fünf Jahre ist es her, seit Anita Baur unter Mithilfe ihrer Familie ihren eigenen Blumenladen Blumen Kreativ in Wettswil eröffnet hat. Der Erfolg stellte sich schon bald ein. So konnte sie bereits 2012 die Ladenfläche verdoppeln und den Mitarbeiterkreis aufstocken. Die beiden Floristinnen Barbara Truffer und Bettina Berglas bringen ihr gestalterisches Flair mit ein und unterstützen Anita Baur bei der Umsetzung ihrer kreativen Ideen. Dazu wirkt Allrounderin Judith Griner im Hintergrund tatkräftig mit. Anita Baur und ihr Team lassen sich bei ihrer Arbeit gerne von der Natur inspirieren. Es ist ihnen wichtig, die persönlichen Vorstellungen ihrer Kunden kreativ umzusetzen. Das An-

gebot von Blumen Kreativ ist stark saisonal geprägt und umfasst Sträusse und Gestecke, Hochzeits- und Trauerfloristik, Dekorationen, saisonale Pflanzen sowie Zubehör- und Geschenkartikel. Zusätzlich werden unter dem Jahr kreative Kurse für Erwachsene und Kinder durchgeführt. Immer wieder melden sich ganze Gruppen für einen gemeinsamen Kurs an. Gut angelaufen sind die neuen Beton-Kugel-Kurse. Mit dem 24-StundenBlumenautomat steht den Kunden rund um die Uhr ein blumiges Mitbringsel zur Verfügung – stets frisch und saisongerecht. «Sonntags läuft am meisten», verrät Anita Baur, «wer spontan eingeladen wird, kann hier noch etwas Besonderes holen.»

Rückblickend sind es die zahlreichen persönlichen Begegnungen und interessanten Gespräche im Blumenladen, welche den Blumenalltag bereichern. Deshalb hat Anita Baur beschlossen, das Jubiläum mit ihren Kunden zu feiern. Am Tag der offenen Tür vom Samstag, 12. September, 9 bis 16 Uhr werden alle mit Getränken, Risotto (ab 11.30 Uhr, solange Vorrat) und Kuchen verwöhnt. Ausserdem erwartet die Kunden ein kleines Jubiläumsgeschenk. (pd./tst.) Fünf Jahre Blumen Kreativ, Tag der offenen Tür am Samstag, 12. September, 9 bis 16 Uhr, Ettenbergstrasse 26, Wettswil. Infos unter www.blumenkreativ.ch.

Das «Lindenhof»-Wirtepaar Barbara Eder und Louis Bisig freuen sich auf reges Interesse an ihren musikalischen Anlässen. (Bild Martin Platter)

Informative Geschichtsstunde für Ämtler Wirte Eine kleine Gruppe von Gastronomen zu Besuch im Dorfmuseum in Zwillikon Eine kleine Gruppe von aktiven Gastronomen im Säuliamt besuchte am letzten Dienstag im Rahmen der stets wechselnden Events das Dorfmuseum in Zwillikon. Herbert Gübeli begrüsste die Teilnehmenden mit einer eindrücklich zusammengestellten Powerpointpräsentation mit geschichtlichen Hintergründen vor allem zum Thema «Wirtschaften in Affoltern». Die Wirte staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass nach 1864, als die Eisenbahnstrecke Zürich–Affoltern–Zug eröffnet wurde, Affoltern ein sehr bekannter Kneipp-Kurort wurde, mit der 1890 gegründeten Kneipkuranstalt Arche und dem ab 1898 gebauten Kurhotel Lilienhof. Daneben gab es schon damals rund 20 weitere Restaurants auf Affolterns Gemeindegebiet.

geordnet kleine Ecken oder ganze Räume zusammengestellt sind. So spazierte man etwa durch ein Schulzimmer oder eine Wohnstube, konnte beim Schmied, dem Wagner oder in der Apotheke Halt machen, um die vielen zusammengetragenen Zeitzeugen der Vergangenheit, wie Gegenstände, Bilder und Dokumente, zu studieren. Zum Abschluss stärkten sich die Wirte bei einem Imbiss und hatten dabei die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Eindrücke auszutauschen. Anita Häberling Das Dorfmuseum Affoltern steht im Dorfteil Zwillikon,

Tauchten in Affolterns Geschichte ein, von links: Beat Burkard, Urs Peter, Andreas und Anita Häberling, Vreni Spinnner, Guido Laternser und Yvon Evéquoz. (zvg.)

im Mehrzweckgebäude an der Ottenbacherstr. 79. Das Museum ist jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Es kann auch ausserhalb der

Anschliessend begab sich jedermann selbstständig auf einen Rund-

gang durch das auf drei Etagen angelegte Dorfmuseum, wo nach Themen

Öffnungszeiten besucht werden. Kontakt: Herbert Gübeli, Telefon 044 761 01 32.

Ab Dienstag nur noch Digital-TV im WWZ-Kabelnetz Wie angekündigt stellen die WWZ (WWZ Telekom AG) ihr Kabel-TV-Angebot ab 8. September komplett auf digital um. Die wenigen analogen Sender, die bislang noch parallel zum umfassenden digitalen Grundangebot ausgestrahlt wurden, werden ab dann eingestellt. Alle Haushalte im WWZ-Telekomgebiet können unverändert und ausschliesslich im WWZ-Kabelnetz über 130 Sender digital, ohne zusätzliches Abo und ohne Zusatzgerät empfangen. Der Wechsel ist einfach: Digital-TV kann über dieselbe Kabeldose empfangen werden, wie das auslaufende analoge Angebot. Ohne zusätzliches Abo, bei neueren TVs auch ohne Zusatzgerät. Für eine persönliche Beratung stehen die WWZ den Kunden unter 041 748 46 46 sowie in einem der zehn WWZ-Quickline-Shops (wwz.ch/shops) zur Verfügung. (pd.)


Vermischtes

Dienstag, 8. September 2015

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Eine besondere Art Klassentreffen

Herbstbörse für Winterkleider

Affolterns ehemalige Discoclubs feiern Retro Music Party

Am 16. September findet wieder die Herbst-, Winterkleiderbörse des Familienclubs Affoltern statt.

Bei V&V-Cycles in Affoltern trafen sich am vergangenen Samstag Besucher ehemaliger Affoltemer Discoclubs zu einer Retro-Night. Die Vergangenheit lebte nochmals kräftig auf. «Wie einst im Mai», liess ein Besucher beim Besuch des Affoltemer Discoclub Revivals verlauten. Recht hatte er, der Anlass – ins Leben gerufen von einigen regelmässigen Besuchern der Discoclubs Relax, Barracuda, Join In, Tabango und Tropicana – gestaltete sich tatsächlich zu einer Art Klassentreffen. Man begrüsste sich da wie dort mit grossem Wiedersehen-Hallo, vielen Fragen und dem bestbekannten «Weisst Du noch…?» Die stattliche Menge Menschen, die sich am Samstagabend bei V&V-Cycles in Affoltern traf, unterschied sich aber nicht nur dadurch von heutigen jugendlichen Partygängern: Es kamen durchwegs «mittelalterliche» Semester. Die Stimmung war allerdings auf hohem Ni-

veau, von «mittel» und «alt» war da wenig zu spüren ... Die Idee, nach rund dreissig Jahren das Affoltemer Disco-Fieber nochmals aufleben zu lassen, kam Nadja Brunner beim Austausch mit Freundinnen und Bekannten von damals via Facebook. «Das brachte den Stein ins Rollen», sagt sie – und die Idee mutierte schliesslich zum Discoclub-Revival vom vergangenen Samstag. Eine Grill-Party mit DJ und einem Publikum im alten Schwung sowie Tolle Stimmung «wie einst im Mai» am Discoclub Revival vom vergangenen Samstag in Affoltern. Im mit viel Spass. (kb.) Vordergrund das OK mit Sandy, Maya, Nadja, Kerstin, Ralph, Vincenzo und Peti. (Bild Urs E. Kneubühl)

Die ganze Nacht tanzend der Kälte getrotzt Der Jugendrat aus Rifferswil organisierte vergangenen Samstag ein Openair beim Seleger Moor. Mehr als hundert, vor allem jugendliche Gäste, tanzten bis tief in die Nacht.

Jugendrat während der Planung begleitete. Sie zeigte sich begeistert vom Engagement und der Effizienz der Organisatoren: «Die Jugendlichen kümmerten sich vorbildlich um Sponsoring, Bands und Infrastruktur.»

................................................... von lars heinzer «Wir sind sehr zufrieden und haben viel gelernt für nächstes Jahr», meinte Riccardo Zambelli glücklich und etwas erschöpft. Der 16-Jährige hat mit Freunden und in Zusammenarbeit mit der «Offenen Jugendarbeit Oberamt» das erste Openair Riffi Jam organisiert. Zambelli ist seit vier Jahren Mitglied im Rifferswiler Jugendrat, eine Plattform, die es Jugendlichen aus Rifferswil ermöglichen soll, eigene Projekte zu starten. «Wir waren etwas überrascht, als die Jugendlichen gera-

Oldies und Dirty Prog Fünf Bands und zwei DJs spielten auf einer professionellen Bühne vor der wunderschönen Kulisse des Seleger Moors. «Wir wollten vor allem junge und lokale Bands eine Plattform bieten», erklärt Zambelli das Line-Up.

Die Hausemer Band Carpet-Stain heizte dem Publikum ordentlich ein. (Bild Lars Heinzer) de so ein grosses Projekt wie ein Openair planen wollten», sagt Gemeinderätin und Leiterin der Jugendkomission Rifferswil, Doris Bircher, die den

Die beiden Hauptacts, «Carpet Stain» und «The Lost Keys», heizten bei herbstlichen Temperaturen dem Publikum ordentlich ein. The Lost Keys zeigte dabei, dass Musik auch generationsübergreifend funktionieren kann. Die Teenies zeigten sich auf jeden Fall erstaunlich textsicher und tanzfreudig zu den 60er- und 70er-Jahren Coversongs, welche die Band spielte. Die darauffolgenden DJs spielten Electro-Swing (eine Mischung aus 20er-Jahre-Swing und modernen Electro-Beats) und Progressive, beziehungsweise Dirty Prog Sounds. Die dröhnenden Trance-Bässe verwandelten das «Riffi Jam» in eine waschechte Goa-Party und liessen die Bäume erzittern. Das Organisationsteam freute sich riesig über die zahlreichen, engagierten Helfer und hofft, das «Riffi Jam» im kommenden Jahr wieder durchführen zu können.

Langsam hält der Herbst Einzug und somit findet vom Dienstag, 15. September, bis Donnerstag, 17. September, wieder die beliebte Kinderkleiderbörse des Familienclubs Affoltern im Kasinosaal Affoltern statt. Die Organisatoren hoffen auch dieses Jahr wieder auf viele erfreute Gesichter, sei es als Verkäuferin oder als Käufer. Mit neuem Outfit in den Winter starten, einen tollen Schlitten erstehen und günstige Spielsachen finden? All dies ist an der Kinderkleiderbörse möglich. Am Mittwoch kann man sich neben dem Besuch der Börse im Foyer mit verschiedenen Köstlichkeiten wie Waffeln, Hot Dog, Kuchen und Getränken verköstigen. Das Kafistübli ist bereits ab 15.30 Uhr geöffnet, so kann die Wartezeit bis zur Türöffnung überbrückt werden. Angenommen und verkauft werden saubere und modische Kinderkleider, Skianzüge, Schuhe für den Herbst/Winter, sowie Sportartikel, Skis, Skischuhe, Snowboards, Schlittschuhe, Schlitten aber auch Autositzli, Kinderstühle und natürlich Spielsachen. Zudem wird auch Umstandsmode entgegengenommen. Somit kann man sich an der Börse von der Schwangerschaft über das Babyzeitalter bis in die Teenagerjahre mit tollen Sachen ausstatten. Das OK zahlt 80 Prozent des Erlöses an Nichtmitglieder und 90 Prozent an Mitglieder aus. Bei Raffaella Strehler 043 321 66 09 oder unter boerse@familienclubaffoltern.ch können Nummern gelöst oder bestätigt werden. Immer wieder sind die Organisierenden auch auf der Suche nach helfenden Händen. Wer Zeit und Lust hat, einmal hinter die Kulissen zu schauen und tatkräftig mitzuhelfen, kann sich ebenfalls per E-Mail melden. Es winken einige Vorteile. Am Mittwoch findet zudem von 18 bis 19:30 Uhr die Einschreibung für den Circolino Pipistrello statt. (pd.) Öffnungszeiten: Annahme: Dienstag, 15. September, 19 bis 20 Uhr. Verkauf: Mittwoch, 16. September, 16 bis 20 Uhr mit Kafistübli. Rückgabe: Donnerstag, 17. September, 17.30 bis 18.30 Uhr.

Eiskunstlauf in der Kirche

Irish Folk und Celtic Crossroads

Am 13. September in Stallikon

Vor einigen Jahren begegneten sich vier der bekanntesten und erfolgreichsten Folkmusiker Europas auf einem Musikfestival in Südengland. Aus spontanen Sessions entstand ein gemeinsames Projekt, genannt «2duos», mit welchem die vier Musiker während mehrerer Jahre in ganz Europa und den USA auf Tournee gingen. Ihre Debut-CD «Until the cows come home» fand international grossen Anklang. Darauf entschieden die Musiker, dass es nun an der Zeit sei, dem Kind einen richtigen Namen zu geben und als feste Band ein neues Album einzuspielen. Das war die Geburtsstunde von «Litha».

Um besondere Momente, Menschen, Dinge und Stimmungen, die das Herz höherschlagen lassen, geht es in den bewährten Heartbeat-Gottesdiensten. Am Sonntag, 13. September, ist die Eiskunstläuferin Carmen Gull aus Stallikon zu Gast bei Pfarrer Otto Kuttler. Bereits mit drei Jahren hat sie beim Eislauf-Club Heuried-Zürich mit diesem eleganten Sport angefangen und übt ihn seither mit Begeisterung aus. Und mit Erfolg: Für das lange Training wurde sie schon mit verschiedenen Preisen belohnt. Die mittlerweile 18-Jährige wurde vor drei Jahren in Stallikon konfirmiert. Nun stellt sie sich den Fragen von Pfarrer Otto Kuttler und berichtet von ihrer Leidenschaft, von Hochs und Tiefs im Sport und von ihren Zielen. Sie wird aber nicht nur von ihrem Leben auf dem Eis erzählen, sondern auch zusammen mit ihrer Freundin Nadine Kindschi für die Gäste singen – eine weitere Leidenschaft der jungen Stallikerin.

Zusammen mit Casey Crosby an der Orgel und am Klavier werden die beiden jungen Frauen das Publikum zu bezaubern wissen. Ein vielversprechendes Programm für einen aussergewöhnlichen Gottesdienst für die ganze Familie. (pd.)

Freitag, 18. September, 20.30 Uhr, Konzert im Pöschtli Aeugstertal

Instrumentalist of the Year

Carmen Gull auf dem Eis. (Bild zvg.)

Die Schottin Claire Mann gilt als eine der besten Instrumentalistinnen der heutigen Scots- und Irish-Folk Szene und hat bereits mehrere Preise auf ihren beiden Instrumenten sowie für Gesang eingeheimst. Sie geniesst zudem als Dozentin für traditionelle Musik an der renommierten «Royal Scottish Academy of Music and Drama» in Glasgow einen ausgezeichneten Ruf. Aaron Jones, auch er aus Schottland, erhielt bei den «Scots Trad Music Awards» 2005 die höchste Auszeich-

Die Musiker (von links): Jürgen Treyz, Claire Mann, Gudrun Walther, Aaron Jones. (Bild zvg.)

nung als «Instrumentalist of the Year». Gudrun Walther und Jürgen Treyz sind aus der deutschen Folk-Szene nicht mehr wegzudenken. Gudrun Walther wurde von der Fachzeitschrift «Folker» unlängst als «Best Fiddler on Scene» ausgezeichnet, und Jürgen Treyz erhielt mehrfach den «Preis der deutschen Schallplattenkritik». Das Repertoire der vier Musiker setzt sich zusammen aus eigenen Songs sowie Stücken von zeitgenössischen Songwritern wie Karine Polwart, Suzanne Vega oder Richard Thompson. Die Instrumentalstücke

umfassen Jigs und Reels aus Schottland und Irland sowie traditionelle deutsche Zwiefache. Mit dieser Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten zaubern «Litha» ein berauschendes, ständig wechselndes Klangbild und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise, die immer wieder Station in den jeweiligen Heimatländern der Musiker macht, sich aber auch über deren Grenzen hinaus wagt. (pd.) Konzertbeginn: 20.30 Uhr, Essen (Irish Stew): 19 Uhr, Reservierung: 044 761 61 38, Infos: www.lithamusic.com


veranstaltungen

Das Solar-Wander-Kino Nepal animiert Dorfbewohner, einen Film zu drehen. (Bild zvg.)

«The Best Exotic Marigold Hotel» Openair-Solarkino im Chilepark, Affoltern Am kommenden Samstag um 20 Uhr zeigt das Solar-Wanderkino Nepal im Park der reformierten Kirche Affoltern «The Best Exotic Marigold Hotel». Der Film aus dem Jahre 2011, dessen Fortsetzung in diesem Sommer in den Kinos lief, bietet Unterhaltung mit Tiefgang für Jung und Alt. Sieben nicht mehr ganz junge Briten finden sich unversehens in einem völlig heruntergekommenen Hotel im indischen Jaipur wieder. Jeder von ihnen ist mit einer eigenen Hoffnung gekommen. Und für jeden von ihnen eröffnet sich, nach anfänglicher Ernüchterung, eine neue ungeahnte Perspektive. – Dies ist der Plot, aus dem Regisseur John Madden («Shakespeare in Love») eine, nach dem Urteil der Kritik, «ebenso geistreiche wie charmante Komödie über Freundschaft und Romantik, über das Älterwerden und das Jungbleiben» gemacht hat. Am 12. September wird der mit hervorragenden Schauspielern besetzte und mit dem Prädikat «besonders wertvoll» ausgezeichnete Film nun auch in Affoltern zu sehen sein – openair und umweltfreundlich auf die Leinwand gebracht durch das Team des SolarWanderkinos Nepal. Als Vorfilm wird eine eigene, 15-minütige Produktion aus Nepal gezeigt.

Das Solar-Wanderkino Nepal Der Grossteil der nepalesischen Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. Viele Dörfer, vor allem in den Randregionen, sind nicht an das Strassennetz angeschlossen und haben auch keinen Strom. Das Solar-Wanderkino Nepal sucht solche Dörfer auf und animiert die Dorfbewohner, gemeinsam einen Film zu drehen. Das solarbetriebene Equipment und das Know-How bringt

das Wanderkino-Team mit; die Wahl des Themas und seine filmische Umsetzung erfolgt durch die Bevölkerung vor Ort. So entstehen vielfältige Filme über lokale Bräuche und religiöse Traditionen, den Alltag in der Familie und das Zusammenleben im Dorf, Freuden und Nöte der Menschen. Der fertige Film wird jeweils vor Ort unter freiem Himmel uraufgeführt, gefolgt von einem nepalesischen Hauptfilm. Dann zieht das Wanderkino weiter ins nächste Dorf. Ist eine solche «Tournee» abgeschlossen, kehrt das Team zurück in die Schweiz, wo das Wanderkino auch sein Standbein hat.

Exklusive Vorführung in Affoltern Am Samstag, 12. September, ist das Solar-Wanderkino Nepal in Affoltern zu Gast. Im Park neben der reformierten Kirche baut das Team Leinwand und die solarbetriebene Anlage auf, stellt das Projekt vor und lädt alle Säuliämtler und Säuliämtlerinnen zu einem unterhaltsamen Openair-Kinoabend ein. Wer sich nicht gerne direkt auf der Wiese niederlässt, möge eine Picknickdecke oder andere Sitzgelegenheiten mitbringen. Da es abends etwas kühl werden kann, empfiehlt sich auch warme Kleidung. Einige Decken sind vorhanden. Popcorn und Getränke werden offeriert. Bei schlechtem Wetter findet die Vorführung in der Kirche statt. Selbstverständlich darf jeder und jede gratis dabei sein. Eine freiwillige Spende zugunsten der Opfer der Erdbebenkatastrophe, die Nepal im April traf, ist aber durchaus willkommen! Solar-Wanderkino Nepal: «The Best Exotic Marigold Hotel» / nepalesischer Vorfilm und kurze Vorstellung des Projekts. Samstag, 12. September, 20 Uhr, im Park der reformierten Kirche, Zürichstrasse 94, Affoltern (bei schlechter Witterung in der Kirche). Kein Eintritt. Freiwillige Kollekte.

Wie die Lilien des Feldes Musikalisch-literarisches Konzert am Samstag, 12. September, 20 Uhr, in der Klosterkirche Kappel. Die poetische, bilderstarke Kraft der Werke von Khalil Gibran und die Dichte der Chormusik von Gabriel Rheinberger. Eine tiefgehende eindrückliche Kombination. Khalil Gibran war ein sensibler libanesischamerikanischer Maler, Philosoph und Dichter. Nebst den Traditionen des Libanon gehörte er der christlichen Kirche der Maroniten an. Um Leben, Liebe und Tod kreisen alle seine Werke. Seine poetischen und sprachlich-malerischen Bilder haben nichts von ihrer Kraft verloren. Das will auch die Verbindung der Texte aus Gibrans Buch «Jesus Menschensohn» mit der Musik Rheinbergers. Gibran lässt in starken Metaphern und Worten Menschen aus dem Umfeld Jesu zu Wort kommen und zeichnet so ein starkes Porträt dieses Menschen, Propheten, Heilers und

Verkünders einer neuen Liebe, wie ihn die Zeitgenossen eben erlebten. Gabriel Rheinberger, Lehrer für Komposition, Organist, Chorleiter, besuchte bereits mit 12 Jahren das Konservatorium in München, Seine doppelchörige Messe Es-Dur ist eines seiner berühmtesten Werke und stellt hohe Anforderungen an den Chor. Diese Musik und andere Werke, wie das weltberühmte Abendlied «Bleib bei uns, denn es will Abend werden» werden mit den Texten von Gibran verbunden, so dass ein musikalischtextliches Gewebe entsteht. Simon Jenny hat das Konzept zu diesem Abend geschaffen. Sein Anliegen ist das Gleiche, wie es Gibran formuliert hat: Mit Musik und Texten die Seelen der Menschen zu erreichen, so dass sie berührt werden. Mitwirkende: Chor ad hoc; Sylvia Garatti und Markus Amrein, Texte und Darstellung; Rudolf Meyer, Orgel; Martin Geiser, Bariton; Leitung: Simon Jenny. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 8. September 2015

Wenn Schüler zu Artisten werden Der Mitspielzirkus Pipistrello macht Station auf der Butzenwiese in Affoltern Wer hat ihn nicht, den Traum vom Zirkus? Im Circolino Pipistrello geht er in der zweiten Herbstferienwoche für 100 Kinder in Erfüllung. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler von der 1. Primarschule bis zur 2. Oberstufe. Von Frühling bis Herbst zieht der Circolino Pipistrello von Ort zu Ort, vom 12. bis 16. Oktober gastiert er beim Familienclub Affoltern. Am Montag beginnt die Zirkuswoche mit Traktorengeknatter, Hammerschlägen, Lachen und Rufen. Das schöne blaue Chapiteau, das Zeltdach, wird unter der Mithilfe der angehenden Artistinnen und Artisten in die Höhe gezogen. Die farbigen Wagen des Circolino Pipistrello treffen nach und nach ein. Für eine Woche entsteht auf dem Pausenplatz

übers Seil wagen oder auf Fässern laufen. Aus stillen Schülern werden auf einmal freche Clowns, mutige Feuerschlucker oder brüllende Löwen. Eine Woche aus der eigenen Haut schlüpfen und in ein neues Kostüm steigen, Ideen spinnen und verwirklichen – Zirkus macht es möglich. An der grossen Gala Ende Woche zeigen die neugebackenen Artistinnen und Artisten, was sie sich in dieser Woche erarbeitet haben. Zudem zeigt das Pipistrello-Team seine artistische, farbige und humorvolle Show Kubik am Mittwoch- und Samstagabend. Diese Vorstellungen sind öffentlich. (pd.)

Saubere und modische Kinderund Damenkleider Herbst- und Winterkleiderbörse vom Montag, 21. September, bis Donnerstag, 24 September, im Mehrzweckgebäude der Brunnmatt in Obfelden.

Elektrische Messgeräte und Stoffmuster

Das Börsenteam Obfelden freut sich über saubere, gut erhaltene und gewaschene Baby- und Kinderkleider, Kinderschuhe, saisonale Sportartikel und Spielsachen jeglicher Art inklusive CDs, DVDs und Bücher. Diese werden am Montag, 21. September, von 9 bis 11 Uhr entgegengenommen. Der Verkauf findet gleichentags von 17 bis 20 Uhr und am Dienstag, 22. September, von 9 bis 11 Uhr statt. Rückgabe der Kindersachen ist am Dienstag von 17.30 bis 18 Uhr, ebenso die Annahme der Damenkleider und -Schuhe sowie Schmuck, Accessoires, Bücher, CDs, DVDs und Haushaltsgegenstände. Eine weitere Möglichkeit, Damengarderobe zu bringen, bietet sich am Mittwoch, 23. September, von 9 bis 11 Uhr. Der Verkauf ist am Mittwochabend von 17 bis 20 Uhr und Donnerstag, 24. September, von 9 bis 11 Uhr. Die Rückgabe folgt von 17.30 bis 18 Uhr. 80% des Verkaufspreises werden ausgezahlt. Die Kaffeestube steht für eine kleine Pause bereit. (pd.)

Tage des Denkmals auch in Ottenbach

Weitere Infos wie Nummernausgabe bei Monika

Kinder dürfen Zirkusluft schnuppern. (Archivbild)

Zirkuswoche vom 12. bis 16. Oktober auf der Butzenwiese. Anmeldung am Mittwoch, 16. September,

ein kleines Wagendorf mit viel nostalgischer Zirkusatmosphäre. Doch am nächsten Morgen gibt es keine be-

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rühmten Artisten aus aller Welt zu bewundern. Das Zelt und die Wiese sind voller Kinder, die ihre ersten Schritte

im Foyer des Kasinos Affoltern. Nummernabgabe ab 17.30 Uhr. www.familienclubaffoltern.ch oder www.pipistrello.ch

Nussbaumer, boerse-obfelden@gmx.ch oder

Am 12. und 13. September werden unter dem Motto «Austausch – Einfluss» die Europäischen Tage des Denkmals durchgeführt. Das historische Kleinkraftwerk Ottenbach öffnet seine Tore und nimmt mit zwei kleinen Ausstellungen an diesem internationalen Anlass teil.

Von links: Nino Lentini (g), Marco Lazzaro (v) und Damian Rozanec (g). (Bild zvg.)

«Barakuda» auf dem Märtplatz Die Ämtler Band spielt in Affoltern Am kommenden Sonntag, 13. September, um 17 Uhr findet schon die vierte und letzte «Kultur am Platz»–Veranstaltung in diesem Jahr statt. Nach den jeweils gut besuchten Konzerten der Krainerkameraden, Celtic Treasures und der Big Band Apple’s Paradise ertönt nochmals neue «Musig us em Amt». «Barakuda» – eine Ämtler Band, die nach einer zweijährigen Pause wieder zurück ist, wird den Märtplatz mit ihrer erfrischenden Musik erfüllen; dies mit neuer Besetzung und neuem Konzept. Nach monatelanger Vorbereitung und vielen Stunden harter Arbeit ist «Barakuda» nun bereit, ihr neues Programm «Acoustic 15» vor Publikum zu präsentieren. Alle Barakuda-Songs hat die dreiköpfige Band umgeschrieben und akustisch neu interpretiert. Der Mix aus neuen und alten Elementen bilden den unverkennbaren Sound, der von Gruppen wie Stereophonics oder Oasis beeinflusst ist. Die Stücke kommen rockig und solide daher und überraschen mit einer frechen Portion Latin. Wer schon mal ein Ohr davon nehmen will, findet Kostproben auf der Homepage der Band.

Musik-Treffpunkt im Spätsommer «Barakuda» – das sind Nino Lentini (Gitarre), Damian Rozanec (Gitarre) und Marco Lazzaro (Gesang), die während dem etwa einstündigen Konzert auf der Bühne ihre englischsprachigen Songs zum Besten geben werden. Lentini tritt dabei nicht zum ersten Mal in diesem Rahmen auf. Im letzten Jahr begleitete der Gitarrenlehrer von «Sound am Albis» nämlich den «Singing Postman» bei seinem erfolgreichen Konzert unter dem Kasinovordach. Nun also laden Kultur Affoltern und das Märtkafi mit «Barakuda» nochmals zum unkomplizierten Musik-Treffpunkt im Spätsommer ein und freuen sich auf zahlreiches Publikum. Wie immer bei «Kultur am Platz» ist der Eintritt frei (Hutkollekte). Wer nebst Musik auch bildnerische Kunst geniessen will, kann vor oder nach dem Konzert gleich noch die neueste Ausstellung in der Galerie Märtplatz besuchen. Diese zeigt Bilder von Liliane Leins und Skulpturen von Nadette Bamert-Kissling. (pd.) Sonntag, 13. September, 17 Uhr, Kasinovordach, Märtplatz Affoltern. Eintritt frei, Hutkollekte. Märtkafi offen ab 16 Uhr. www.barakudahome.ch.

Amerikanische Ingenieur James Bicheno Francis (1815 – 1892) nicht die damaligen Turbinen weiterentwickelt und mit einem Leitapparat versehen. Eine solche Francisturbine der Firma Bell, Kriens, stand bereits ab 1881 im Kleinkraftwerk und wurde 1920 mit der heute noch betriebstüchtigen Turbine gleicher Bauart und vom gleichen Hersteller ersetzt. Die nötigen Messinstrumente aus Schweizer Produktion standen nicht nur im Ottenbacher Kleinkraftwerk, sondern auch andernorts in der Schweiz und im Ausland im Einsatz. Die in der Seidenweberei entstandenen Produkte fanden ebenso den Weg ins In- und Ausland. Der Slogan heisst darum dieses Jahr «Strom für Exportprodukte der Seidenweberei aus Ottenbach».

Die Inbetriebsetzung der bald 100-jährigen Anlage für das Publikum wird an diesen beiden Tagen dem Motto entsprechend mit zwei speziellen Ausstellungen ergänzt. Werner ScheferGuyer, Hinwil, zeigt und erläutert historische elektrische Messgeräte aus seiner umfangreichen Privatsammlung. Solche seltene Messgeräte der Firmen Trüb, Fierz und Trüb, Täuber waren auch im Kleinkraftwerk in Betrieb und können an der Schaltwand Heinz Geiger, Verein Historisches Kleinkraftwerk Ottenbach bewundert werden. Ab 1871 produzierte die Mechanische Seidenweberei Zürich und später 12./13. September, 10 bis 16 Uhr, die Seidenstoffweberei A.F. Haas+Co. Führungen um 10 und 13 Uhr. Stoffe für das Müllereigewerbe und Infos: www.hereinspaziert.ch oder Produkte für den Export, wie Schirm- www.historisches.kleinkraftwerk.ottenbach.ch. stoffe. Aus diesen vergangenen Zeiten sind noch Stoff-Musterbücher und einige Geräte vorhanden, die Vereinsmitglied Hans Fässler zusammengestellt hat und ebenfalls an diesen beiden Tagen präsentieren wird. Messgerät. (Bild Roland Mosimann)

Francisturbine der Firma Bell Das Motto der kommenden Denkmaltage lässt sich mit Bezug auf das Kleinkraftwerk buchstäblich weiterspinnen. Hätten die berühmten Basler Mathematiker Leonhard Euler (1707–1783) und Johann Albrecht Euler (1734–1800) nicht die theoretischen Grundlagen für Wasserturbinen geschaffen, so hätte der Britisch- Seidenwaage. (Bild Hans Fässler)

044 761 79 76.

Die Garderobe der Saison anpassen Herbst- und Winterbörse mit Kaffee und Kuchen oder Cüplibar am 16. September in Hedingen. Ein Anlass des Familien-Forums. Nach diesem prächtigen Sommer mag man noch gar nicht an Herbst oder Winter denken. Doch auch diese kälteren Jahreszeiten werden unweigerlich kommen und die Kleider müssen entsprechend angepasst werden! Gerne lädt das Familien-Forum zu seiner traditionellen Kleiderbörse im Werkgebäude (Zwillikerstrasse 26) in Hedingen ein. Annahme ist am Mittwoch, 16. September, 9.30 bis 10.30 Uhr, der Verkauf folgt von 14.30 bis 16 Uhr und 19 bis 20 Uhr. Am Nachmittag lässt es sich gut mit Kaffee und Kuchen verweilen und am Abend ist die Cüplibar geöffnet. Die Auszahlung und Rückgabe ist dann am Donnerstag, 17. September, von 13.45 bis 14.30 Uhr.

Plüschtiere, Socken, Strumpfhosen und Unterwäsche nicht erwünscht Angenommen werden Kleider ab Grösse 74 und Schuhe ab Grösse 22, sonstige Babyartikel, Sportartikel, Bücher, Spielsachen etc. Die Sachen müssen sauber und modisch sein. Nicht erwünscht sind Plüschtiere, Socken, Strumpfhosen und Unterwäsche (ausser Thermowäsche). Alle Artikel müssen mit einer Etikette aus Halbkarton beschriftet werden. Darauf sind Artikelbezeichnung, Grösse, Preis sowie die persönliche Verkaufsnummer (diese bitte in rot) zu vermerken. Zur Befestigung der Etikette empfehlen sich Schnur oder Sternlifaden, aber keine Sicherheitsnadeln und Bostitch. Transportbehälter (mit Kontrollnummer beschriftet) können gerne bis zur Rückgabe vor Ort aufbewahrt werden. Die Vermittlungsgebühr beträgt 25 % des Verkaufspreises. (pd.) Persönliche Kontrollnummern ab sofort bei Gisela Klöti, 043 322 89 41, gkloeti@bluemail.ch. Infos unter www.hedingen.ch/familienforum


Sport

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Dienstag, 8. September 2015

Auf dem Bock sein Können zeigen Rund 70 Fahrerinnen und Fahrer beim 5. nationalen Fahrturnier in Zwillikon – gute Ämtler

Elisabeth Berweger, Dritte bei den Zweispännern MS, bei der Brückenpassage. (Bilder Werner Schneiter)

Brigitte Spörri, Siegerin in der Zweispännerkategorie MS.

Heinz Kellenberger, Sechster bei den Einspännern MS. (Bild Werner Utzinger)

Fahrsport mit viel Publikum; Toni Windlin aus Kerns auf dem Hindernisparcours.

Rund ein Drittel weniger Fahrerinnen und Fahrer als im Vorjahr, aber gute Bedingungen und ein ansprechendes Niveau: Das 5. nationale Fahrturnier in Zwillikon lockte am Sonntag viele Interessierte an. Der Zwilliker Fredy Streich sorgte mit Platz zwei bei den Zweispännern L für das beste Ämtler Ergebnis.

grössten Teilnehmerfeld (18 Klassierte) auf Platz sechs. Auffallend, dass es nur Martin Wagner aus Niederteufen in der Vierspänner-/Tandem-Prüfung gelang, den mit seinem eleganten Gespann den Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen – wiederum auf eindrückliche Art.

................................................... von werner schneiter Rund 70 Fahrerinnen und Fahrer aus fast allen Landesteilen präsentierten sich am Sonntag auf dem Areal der Familie Obschlager in der Weid in Zwillikon mit ihren Vierbeinern einem interessierten, fachkundigen Publikum. Der von der Fahrgruppe des Kavallerievereins Affoltern organisierte Veranstaltung erwuchs Konkurrenz, die

ein grösseres Teilnehmerfeld verhinderte. So fand gleichentags auch in Lausanne ein Turnier statt, dazu steigt in 14 Tagen die Schweizer Meisterschaft in Frauenfeld. Das hielt den einen oder die andere ab, die Pferde nach Zwillikon zu chauffieren.

Martin Wagner wiederholte Sieg Die vier Teilnehmenden aus dem Säuliamt zeigten dem Publikum ansprechende Leistungen: Fredy Streich wurde bei den Zweispännern der Kategorie L Zweiter. Eine Stufe höher, bei den Zweispännern der Kategorie MS spielte Elisabeth Berweger mit Lambrusco und Lucky ihre Routine aus – und klassierte sich auf Rang drei, nachdem sie im Vorjahr nur knapp hinter dem Sieger lag. Bei den Einspännern MS wusste auch Heinz Kellenberger aus Hausen zu gefallen: Mit Little Man kam er im

Saisonende spürbar Der Wettkampf bestand aus einer Dressur und einem anschliessenden Hindernisfahren – zwei Disziplinen, die unter anderem Talent, Gefühl, ein geschultes Auge und Geduld erfordern. Der Finanz- und Trainingsaufwand sind entsprechend gross. Fahrsport besticht durch Eleganz, zu dem adäquat gekleidete Fahrer und schön herausgeputzte Pferde mit glänzendem Geschirr gleichsam beitragen. Jurypräsident René Staub erklärt, auf was es bei der Dressur unter anderem

ankommt: Mitentscheidend sind die Reinheit der Gänge, das genaue Fahren der Figuren. Die Pferde müssen gut am Zügel gehen, dürfen «keinen langen Hals» machen und keine Taktfehler begehen. Von Belang ist ausserdem ein guter Übergang vom versammelten Trab zum Arbeitstrab und zum starken Trab. René Staub spricht von einem ansprechenden Niveau. «Das Saisonende ist allerdings spürbar. Bei Pferden, die an zahlreichen Turnieren eingesetzt wurden, fehlt es etwas an Ausstrahlung», sagt der Fachmann, der gleichwohl «sehr gute» Dressurprogramme gesehen hat. Auf dem anschliessenden, 20 Hindernisse umfassenden Parcours sind in erster Linie Steuerkünste und Präzision gefragt. Fahrerinnen und Fahrer müssen sich den Verlauf gut einprägen können. Mit lautstarken Kommandos werden die Pferde über die Hindernisse geschickt, der Parcours ist ge-

kennzeichnet durch zahlreiche Wendungen und auch mit einer Brücke versehen, die nicht von allen Pferden «geliebt» wird.

Ranglistenauszug Ponys

gemischt,

LMS:

1.

Melanie

Miesch,

Nussbaumen, 58.95; 2. Vera Bütikofer, Aadorf, 64.77; 3. Daniela Affolter, Neuenegg, 65.79; 5. Carole Streich, Maschwanden, 79.11. – Zweispänner, L: 1. Andreas Heule 79.39, Widnau; 2. Fredy Streich, Zwillikon 74.07; 3. Elisabeth Käser, Inkwil, 80.93. – Einspänner, L: 1. Roger Bigler, Scharans, 58.08; 2. Sonja Windlin, Kerns, 58.30; 3. Claire Langhard, Oberstammheim, 61.37. – Einspänner, MS: 1. Stefan Ulrich, Bäriswil, 46.51; 2. Andreas Studer, Aegerten, 50.35; 3. Charlotte Vogel, Niederbipp, 58.37; 6. Heinz Kellenberger, Hausen, 65.69. – Zweispänner MS: 1. Brigitte Spörri, Agasul, 52.93; 2. Marcel Luder, Oftringen, 52.98; 3. Elisabeth Berweger, Uerzlikon, 56.23. – Vierspänner/Tandem, LMS: 1. Martin Wagner, Niederteufen, 66.32; 2. Marcel Luder, Oftringen; 71.75; 3. Marlis Reifer-Sax, Fehraltorf, 81.57.

Mal einen Orientierungslauf ausprobieren Sport- und Naturerlebnis beim OL für alle und beim Walking-OL Am Samstag, 12. September, organisiert die OLG Säuliamt erneut den «OL für Alle». Er richtet sich speziell an Einsteiger, Gelegenheitsläufer und Familien, inklusive einer Alternative für Walker. Die Orientierungslaufgruppe Säuliamt führt jeweils im Frühling und im Herbst den «OL für Alle» durch. Er eig-

net sich besonders, um mal an dieser naturnahen Sportart zu schnuppern beziehungsweise um sie in einem lockeren Umfeld wieder zu probieren. Die Kombination aus Kartenlesen, Routenwahl, Laufvermögen und der «Sportarena» Wald machen den Reiz dieser Sportart aus und führen dazu, dass jeder OL ein einzigartiges Erlebnis wird. – Die nächste Ausgabe findet am Samstag, 12. September, in der Siedlung Filderen statt, von wo aus in

den Wald Burst gestartet wird. Es werden verschiedene Kategorien unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade angeboten, so dass vom Einsteiger über Gelegenheitsläufer bis hin zum Könner für jeden etwas dabei sein wird. Dementsprechend betragen die Distanzen zwischen 2,6 und 7 Kilometer. Für die Jüngsten gibt es einen kürzeren Schnur-OL, der keine Karte benötigt. Die Anmeldung ist kostenlos. Bereits zum 20. Mal findet parallel

zum «OL für Alle» der «Walking-OL» statt. Bei diesem erfolgt keine Zeitnahme, stattdessen müssen hier die OLPosten auf der Route gesucht und korrekt auf die Karte übertragen werden. Da der Spass im Vordergrund stehen soll, kann überall einzeln oder in Gruppen gestartet werden. Ausser passenden Schuhen und Kleidern für draussen ist keine Spezialausrüstung erforderlich. Unerfahrenen wird selbstverständlich geholfen. Egal ob

gemütlich oder schnell – die OLG Säuliamt heisst alle Interessenten herzlich willkommen. (MW) Anmeldung Filderen, 12 bis 14 Uhr. Der Weg zum Besammlungsort ist markiert ab Parkplätzen Moos, Wettswil und ab Bhf. Bonstetten-Wettswil. Der Lauf findet bei jeder Witterung statt. Weitere Auskünfte unter www.olg-saeuliamt.ch oder bei Laufleiter Michael Weber, Tel. 079 365 07 52. Anmeldung für Walker 11.30 bis 13 Uhr und Auskünfte für Walker beim Laufleiter Severin Schmid, Tel. 079 608 52 68.


Sport

Dienstag, 8. September 2015

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FCWB wartet weiterhin auf Durchbruch 1. Liga: FC United Zürich – FC Wettswil-Bonstetten 2:1 (0:1) Auch in der fünften Spielrunde vergangenen Sonntag gelang der angestrebte erste «Dreier» der Mannschaft aus dem Säuliamt nicht. Wie in den Spielen zuvor war das Fanionteam des FCWB zu Beginn des Auswärtsspiels beim FC United Zürich die bessere Elf, agierte nach dem ersten Gegentor in der zweiten Halbzeit zunehmend ideenlos und verlor am Schluss unglücklich mit 2:1. Die Startphase verlief ausgeglichen. In der 15. Minute gelang den Gästen die wichtige Führung. Constancio, herr-

lich freigespielt von Peter, liess Heimtorhüter Djukic mit seinem Abschluss keine Chance. Die frühe Führung verlieh den Ämtlern die nötige Sicherheit. Hatte man den Gegner aus Zürich doch fortan im Griff, welcher in der ersten Halbzeit zu keiner klaren Torchance kam. Der FCWB verpasste es seinerseits jedoch, aus der überlegen geführten ersten Halbzeit weiteres Kapital zu schlagen. Mit einem knappen 0:1 ging es in die Pause.

Unglückliche Gegentreffer Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Bild bis zur verhängnisvollen

53. Minute zuerst unverändert. Gouiffe à Goufan spielte einen sicheren Rückpass auf Torhüter Bachmann, der Ball versprang jedoch vor dem Gästetorhüter aufgrund einer Platzunebenheit und der eingewechselte Barreiro hatte keine Mühe, den Ball zum glücklichen 1:1-Ausgleich im Tor unterzubringen. Nur elf Minuten später war es wiederum Barreiro, der nach einem Freistoss von der rechten Seite per Kopf zum 2:1 für United Zürich vollenden konnte. Von diesem Schlag erholten sich die zunehmend verunsicherten Gäste aus dem Säuliamt nicht mehr, welche die Partie nach einer gelb-ro-

ten Karte gegen Goljica in der 84. Minute mit einem Mann weniger beenden mussten.

Leistungen besser als Klassierung Der Spielverlauf erinnerte an die vorangegangenen Spiele. Wer den Auftritt bis zum ersten Gegentor gesehen hat, wird den Ämtlern kaum die Klasse absprechen, auch in dieser Spielzeit einen Platz im vorderen Mittelfeld belegen zu können. Doch zu leicht lässt sich die Mannschaft nach Rückschlägen im Moment aus der Fassung bringen und gibt Spiele durch teilweise

leichtfertige Gegentore aus der Hand, die man vermeintlich dominiert hat. Am kommenden Wochenende findet das Heimspiel am Sonntag statt und gegen Seuzach müssen dringend Punkte gewonnen werden. Marc Enskat Matchtelegramm: Sportanlage Buchlern, Zürich, 105 Zuschauer. FCWB: Bachmann, Goljica, Sampaio Rocha, Waser (85. Badalli), Constancio, Gjergji, Kalyon, Gouiffe à Goufan (79. Schneebeli), Bozic, Peter, Dukhnich (66. Bonfardin). Weitere Resultate: FCWB 2 – Thalwil 3:1, Red Star – FCWB 3 1:4, Jun. B1 (CCJL) – YF Juventus 0:0, Bülach – Jun. Ca (CCJL) 2:1, Jun. Dc – Horgen 2:5, Jun. Db – Tuggen 2:2, Thalwil – Jun. Da 4:5, Thalwil – Jun. Cb 2:1.

Die Reuss als Herausforderung SM der Jungpontoniere in Ottenbach

Die Verteidigung hält dicht: gutes Stellungsspiel und keine Chance für den FC Wollishofen. (Bild Volkmar Klutsch)

Zwei Spiele in vier Tagen – ein Unentschieden, ein Sieg Englische Woche und Englisches Wetter für den FC Affoltern Einen so angefressenen FCA-Trainer, wie im Spiel gegen den FC Zürich Affoltern gabs noch nie. Nach dem Spiel verweigerte er jeglichen Kommentar zum Match. Und das zu Recht. Was war geschehen? Die ersten 45 Minuten boten zwar nicht überragenden Fussball, aber dennoch gut gemachte Hausmannskost. Die Zweikämpfe wurden angenommen, einige Fehlpässe oder unnötige Ballverluste waren dabei, ein Tor, ein Gegentor, die eine oder andere gute Einzelleistung oder Kombination. Solider Fussball von der Stange eben. In den zweiten 45 Minuten «hörten sie auf zu tschutten», wie ein FCAFan treffend die Leistung der Säuliämtler Mannschaft beschrieb. Ein anderer verglich es mit einem «Rückfall in allerschlimmste FCA-Zeiten». Ein Augenschmaus war es wahrlich nicht. Ein unnötiger Ballverlust folgte dem nächsten, die Fehlpässe häuften sich, das Zusammenspiel hörte auf zu existieren, überhastete Aktionen führten zu nichts. Aber am schlimmsten das, was den Ämtler Trainer in Rage versetzt hatte, war das unnötige «Gemotze auf dem Platz». Die Luft, die manche zum Laufen gebraucht hätten, wurde durch gegenseitige Schuldzuweisungen oder in hitzigen Diskussionen mit dem Gegner oder dem Schiedsrichter verbraucht. Die Ampelkarte für A. Rako tat sein Übriges. Der Trainer war wahrlich bedient. Zu den Toren: Die Ämtler erzielten in der 33. Minute das 0:1. Jan Mühlemann bediente Bilic mit einem sauberen Flachpass genau in der Nahtstelle zwischen zwei Verteidigern. Bilic zog nach links, schirmte mit seiner gesamten Körpergewalt den Ball gut ab, legte ihn sich zweimal nach links vor

und schoss in die lange tiefe Ecke, unhaltbar für den Goalie, ein. Das Gegentor, keine 9 Minuten später, fiel getreu dem Motto: «Viele Köche verderben den Brei». In diesem Fall waren es genau vier Affoltemer «Köche», die sich einer auf den anderen verliessen. Keiner ging an den angreifenden David Trindler ran; ja sie bildeten sogar eine Schutzmauer um ihn herum. Der Zürcher konnte von der linken Strafraumgrenze aus ungestört Mass nehmen und schlenzte den Ball in die obere rechte Ecke.

Geschlossene Mannschaftsleistung am Sonntag Das Auswärtsspiel in Wollishofen endete 0:2 für die Säuliämtler. Und das nach einer guten Leistung der WeissBlauen. Verglichen mit dem Donnerstagsspiel war der Sonntagsmatch punkto Mannschaftszusammenhalt eine Kehrtwende um 180 Grad. Zwar gab es auch in diesem Spiel Fehlpässe, Ballverluste und Flanken, die nicht dort ankamen, wo sie hinsollten. Jedoch für Trainer Filipovic hatte «das Gschnorre untereinander» aufgehört. Seine «Ansprache» vor dem Spiel zum «Respekt untereinander» trug Früchte. Die Spieler putschen sich untereinander auf. Sie unterstützten sich, sie gaben sich Halt, sie munterten sich auf. Sehr gut zu sehen war der Zusammenhalt nach dem Tor zum 0:1 von C. Antenen. Elf Spieler waren wieder eine Mannschaft. Die Leichtigkeit des Fussballs, so wie sie über die gesamte Saison 2014/2015 zu sehen war, hatte wieder Einzug gehalten. Der Reihe nach: In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen. Die

zwar guten Flügelläufe der Säuliämtler und die darauffolgenden Flanken endeten meistens in den Händen des Wollishofer Goalies. Auch die fünf gelben Karten für die Säuliämtler konnte deren Spielfreude nicht eindämmen. Wie kompakt die Abwehr stand, zeigte sich, als Scicchitano auf der Linie mit einem Kopfball das Tor von Steiner sauber hielt. Wie einfach und wie schön es ist, Tore zu erzielen, zeigten die Affoltemer in der 47. und in der 76. Minute. Dem ersten Tor ging ein Einwurf von A. Rako voraus. Die Kopfballverlängerung von Bilic erreichte C. Antenen, der den Ball mit voller Wucht aus etwa sechs Metern Entfernung in die Maschen drosch. Drei Ballkontakte – ein Tor. Noch minimalistischer war das zweite Tor. Weiter Abschlag Steiner, der Verteidiger verschätzt sich und A. Rako hebt den Ball mit dem Aussenrist über den herauseilenden Goalie. Zwei Ballkontakte – ein Tor. So einfach, so effizient, so schön. Fazit: Cup: eine Runde weiter. Vier Spiele in der Meisterschaft, zwei Siege, zwei Unentschieden, acht Punkte, zweiter Tabellenplatz und seit mehr als einem Jahr kein offizielles Spiel in der Meisterschaft verloren. Die Tendenz stimmt für den FC Affoltern.

Am 29. August führte Ottenbach zum dritten Mal die Schweizer Meisterschaft der Jungpontoniere durch. Bei traumhaftem Wetter kämpften 200 Jungpontoniere von 34 Sektionen aus der ganzen Schweiz um den Titel. Die Teilnehmer waren verteilt auf Kategorie 1 (10 bis 14 Jahre), 71 Paare. Kategorie 2 (15 bis 17 Jahre), 74 Paare und in der Kategorie 3 (18 bis 20 Jahre), 55 Paare. Der schmale Fluss mit wenig, aber konstantem Wasser war für andere Sektionen eine echte Herausforderung. Gute Fahrer von anderen Sektionen blieben auf der Strecke. Die Reuss musste während des Wettkampfs für Schlauchbootfahrer gesperrt werden. Die Schlauchboote mussten zirka 300 Meter getragen werden. Für dieses Ereignis benötigte es viel Material und Personal. Über 53 Schiffe waren im Einsatz, Länge aneinandergereiht über einen halben Kilometer. Über 190 Kampfrichter, Zeitnehmer, Helfer, Pontoniere, Jungfahrer, Samariter und die Feuerwehr halfen mit. Die sehr guten Leistungen der Ottenbacher Jungfahrer fand man in der Rangliste wieder. Am Sonntag, 30. August, fand mit dem bereits vorhandenen Parcours ein Einzelwettfahren für die Aktiven statt. Damit konnten die Strukturen und

Das Podest der Kategorie Frauen.

Volkmar Klutsch FC Züri-Affoltern: Steiner, Scicchitano, Mühlemann, Bala I, Bala II, Konate (62´. Shala), Salis, Dushaj (66´. Stähli), Antenen C. (Antenen S.), Rako A., Bilic, Ersatz: Luchsinger, Shala, M- Rako, Aegerter, S- Antenen. Aufstellung gegen Wollishofen: Steiner, Scicchitano, Bala I, Bala II, Konate, Shala, Dushaj (55. Good), Ismajlaj, Antenen C. (80. Premananthan) , Rako A., Bilic (80. Rako M.), Ersatz: Premanathan, M. Rako, Good, Stähli.

Das Podest der Kategorie C. (Bilder zvg.)

Vorbereitungsarbeiten nochmals genutzt werden. Die Schweizer Meisterschaft für Aktive fand bereits am Eidgenössischen statt. Die sportlichen Ziele die sich Ottenbach gesetzt hatte, wurden erreicht. Der Verein demonstrierte eindrücklich seine Heimstärke. (pd.)

Ranglistenauszug Samstag 4. Gian Vögele Gian/Lionel Bumann; 12. Simon Flori/Florian Gut; 15. Michele Leutert/Irene Leutert; 16. Sebastian Schriber/Dominik Schriber. Doppelstarter: Xenia Wittenwiller. Kategorie 2: 2. Cedric Berli/ Andri Vögele. Kategorie 3: 3. Thomas Leutert/Dennis Berli. Doppelstarter: Jamie Plangger.

Ranglistenauszug Sonntag In der Kategorie F reichte es zu zwei Podestplätzen: 1. Mirjam Benz und Anita Stanger; 2. Anita Leutert und Nicole Betschart; 4. Raphaela Humbel und Jasmin Räber. In der Kategorie C gewannen Martin Guthauser und Christian Schnopp. 4. Michael Guthauser und Christian Grütter; 21. Sandro Lehmann und Silvan Näf. Im D reichte es Urs Berli mit Adrian Schumacher zur Silbermedaille. 4. Martin Berli und Christian Kohler; 5. Leo Baschnagel und Ernst Humbel; 6.Peter Berli und Ueli Wittenwiller; 7. Beat Vögele und Kurt Hegetschweiler.


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