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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 069 I 172. Jahrgang I Dienstag, 4. September 2018

Letzte Chance

Zusammenhalt stärken Zweites Zuhause

«Last Call» hilft, noch eine freie Lehrstelle oder ein Brückenangebot zu finden. > Seite 3

Die Gemeinde Wettswil lud ihre Neuzuzüger in den Mehrzwecksaal Ägerten. > Seite 4

Gesprächsabend zu Demenz

An der Mauer scheiden sich die Geister

Zum nationalen Spitex-Tag mit dem Thema «Spitex am Puls der Zeit» veranstaltete die Spitex Knonaueramt vergangenen Donnerstag den Themenabend «Menschen mit Demenz und betroffene Angehörige». Die Zuhörerschaft in der Aula Ennetgraben, Affoltern, erfuhr viel Wissenswertes und wurde von Referenten und Podium herzhaft ermuntert, das Thema Demenz offen zu bereden und sich engagiert dafür einzusetzen. Schliesslich beschränkt das Leben mit Demenz sich nicht auf die Erkrankten allein, es trifft genauso die nächsten Angehörigen und die Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn… Gerade auch der noch immer fehlenden, umfassenden gesellschaftlichen und monetären Anerkennung der Betreuung von an Demenz Erkrankten durch Angehörige sowie deren Unterstützung wurde angeprangert. Hier sind die Öffentlichkeit, die Politik und die Wirtschaft gleichermassen gefordert. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Oper in Hausen Die Scheune des Hauses Grandezza, dem Gründerhaus der WeisbrodZürrer AG in Hausen, wird wieder zum Opernhaus. Mit sieben Solisten im Alter von 22 bis 28 Jahren und einem Orchester von rund 20 jungen Musikern ist es eine relativ kleine Produktion, die OpernHausen in der 13. Saison auf die Bühne bringt, aber erstmals in Kooperation mit einem Jugendorchester, den Jungen Zürcher Harmonikern. ................................................... > Bericht auf Seite 11

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Der Verein Tagesfamilien Bezirk Affoltern bringt Tagesfamilien und Kinder zusammen. > Seite 6

Farbenzauber Regula Wetter und René Fretz zeigen ihre Werke im Kunstforum Stallikon. > Seite 6

Info-Veranstaltung zur Erneuerung der Klosterdomäne Kappel Können Mittel aus dem Lotteriefonds nur dann erwartet werden, wenn bei der Revitalisierung der Klosterdomäne Kappel alle fünf Kernelemente berücksichtigt werden – also auch die Mauerergänzung? Ja, heisst es im Verein Kloster Kappel (VKK). Aber diese Mauer ist umstritten, wie eine Info-Veranstaltung zeigte.

Kantonsrat stellt Weichen Das Revitalisierungs- und Erneuerungsprojekt fusst auf einem 2013 durchgeführten Architekturwettbewerb. Inzwischen steht der Masterplan, den auch der Zürcher Regierungsrat unterzeichnet hat. Er umfasst fünf Kernelemente: autofreie Innenzone, offener Zugang, neue Wohnungen auf dem Areal und eine Neuordnung der Landwirtschaft, die bereits in Angriff genommen worden ist – genauso wie die von der Landeskir-

Kletter-WM mit Petra Klingler Über 700 Athletinnen und Athleten kämpfen vom 6. bis 16. September in Innsbruck um die Medaillen im Lead, Bouldern, Speed – und erstmals auch im Olympischen Kombinationsformat. Das Schweizer Team wird von Petra Klingler angeführt. Die amtierende Boulder-Weltmeisterin aus Bonstetten hat diese Saison allerdings bewusst auf den Uniabschluss gesetzt und deshalb weniger Weltcups bestritten. Im Hinblick auf Tokyo 2020 steht bei ihr klar die Kombinationswertung im Fokus. ................................................... > Bericht auf Seite 15

vom 4. bis zum 24. September

Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel, informiert auf einem Rundgang über die geplanten Massnahmen. (Bild Werner Schneiter) che finanzierte neue Terrasse samt Erneuerung der Gärten und die Aufwertung des Kreuzgangs. Die Investitionen belaufen sich auf gesamthaft rund 20 Mio. Franken; 12,25 Mio. Franken erwartet man aus dem Lotteriefonds. Dieses Hauptgesuch ist noch nicht eingereicht; voraussichtlich 2019/20 wird der Kantonsrat darüber befinden. Das ist der entscheidende Schritt. Würde die ergänzende Stampfbetonmauer aus dem Masterplan herausgenommen, könnte das nach Ansicht des VKK das Gesamtprojekt gefährden. Ihre Kosten sind mit 0,6 Mio. Franken vergleichsweise gering. An der Info-Veranstaltung wurde auch von denkmalpflegerischer und politischer Seite die Wichtigkeit einer

Gesamtsicht über das Projekt an gesichtsträchtiger Stätte betont. «Wir müssen jedes einzelne Element in einem Kontext sehen», sagte Roger Strub, der stellvertretende kantonale Denkmalpfleger. Die Info-Teilnehmenden äusserten sich aber mehrheitlich kritisch zur Mauerergänzung, bezeichneten diese – auch im Bereich des Hauses am See – als «Fremdkörper» und machten Vorschläge, wie es ohne gehen könnte: zum Beispiel mit einer Verschiebung eines geplanten Neubaus die angestrebte Abgrenzung der Domäne von der Umgebung erreichen. Der VKK ist bereit, Anregungen entgegennehmen. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Das «Vierzgerfäscht» in Wettswil feierte dieses Jahr das 40. Jubiläum

Mit Sonnenbrillen das Samstagsprogramm eröffnet: «Sunechind» aus dem Säuliamt und dem Limmattal. (Bild Martin Mullis) jedes Jahr von einem aus 40-jährigen Einwohnern bestehenden Komitee organisiert, das damit auch jedes Mal eine ganz besondere Herausforderung

Das Hotel Holiday Inn Express in Affoltern ist beliebt bei Gästen aus Asien. > Seite 9

Alles für den Schulstart – 1 Tag 1 Aktion!

Dorffest, bei dem die Zahl 40 eine Hauptrolle spielt Im Internet ist Näheres über das Wettswiler «Vierzgerfäscht» erst ab dem 2001 zu erfahren. Das weitherum sowohl einmalige wie auch überaus beliebte Fest wurde dieses Jahr als Jubiläum gefeiert. Im grossen Festzelt beim Schulhaus Mettlen gesellten sich unter die zahlreichen Besucher auch zwei Gründungsmitglieder, welche anno 1978 das erste Fest auf die Beine stellten. Das diesjährige OK scheute keine Mühen, um den Besuchern ein Programm zu bieten, das dem 40-Jahre-Jubiläum gerecht wird. Die vielfältigen und bunten Unterhaltungen boten für das junge und ältere Publikum allerlei Attraktionen. So startete das abwechslungsreiche Programm mit einem Auftritt von Marco Rima. Aber auch Kinder, Teenager und die älteren Besucher wurden mit allerlei Festaktivitäten verwöhnt. Das Dorffest wird

Touristen von Fernost

anzeigen

................................................... von werner schneiter Umfassende Informationen und die Konsequenzen aufzeigen, welche die im Mai lancierte, gegen den ergänzenden Mauerbau gerichtete Initiative «Ex muros» hätte: Das beabsichtigte der VKK mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Kappel – und stiess damit auf Interesse. Über 70 Interessierte fanden sich im Mühlesaal zur Info-Veranstaltung ein und beteiligten sich auch an einem Rundgang durchs Klosterareal.

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annimmt. Trotz trübem Regenwetter feierten sowohl die 40-Jährigen aus dem Unteramt, als auch HeimwehWettswiler und Besucher aus der gan-

zen Region das Dorffest-Jubiläum beim Schulhaus Mettlen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 4

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Traurig nehmen wir Abschied von meinem Lebenspartner, unserem Vater, Schwiegervater, Grosspapi und Götti

Hans Schubiger 18. September 1928 – 27. August 2018

Nach einem glücklichen und reich erfüllten Leben durfte er friedlich einschlafen. Hanni Bernet Silvia und Hanspeter Kägi-Schubiger René und Alexandra Schubiger-Fischer mit Vanessa und Jenny Hans Schubiger Verwandte und Bekannte

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Einbürgerung

Knabenschiessen-Montag

Mit Beschlüssen vom 21. August 2018 nahm der Gemeinderat unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung in das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen am Albis auf:

Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Sammelstelle Pünten bleiben am

Waddington, Simon männlich, geb. 1963 Staatsangehörigkeit: Vereinigtes Königreich

044 710 99 70 044 701 80 76

Buggey Waddington, Sharon Rosalind weiblich, geb. 1956 Staatsangehörigkeit: Vereinigtes Königreich

Knabenschiessen-Montag, 10. September 2018 den ganzen Tag geschlossen. Notfalldienste: Bestattungsamt: Wasserversorgung:

Stallikon, 4. September 2018 Gemeindeverwaltung

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Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen und wollte doch so gern noch bei uns sein. Gott hilf uns, diesen Schmerz zu tragen, denn ohne Dich wird vieles anders sein.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem geliebten Papa, Grosspapi, Schwiegervater, Bruder

Wir nehmen Abschied von

Erwin John Bänteli

Walter Max Colombo-Huber

Trotz Deinem starken Willen, hast Du Deinen letzten Kampf verloren und bist friedlich eingeschlafen.

Er war von 1982 bis 1990 Gemeinderat in Hedingen.

Wir sind unbeschreiblich dankbar, Dich in unserem Leben gehabt zu haben und werden Dich für immer in unserem Herzen tragen.

27. Juli 1943 – 30. August 2018

19. Dezember 1931 – 21. August 2018

Affoltern am Albis Am 27. August 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Johann Alois Schubiger geb. am 18. September 1928, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis. Beisetzung am Freitag, 7. September 2018, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Traueradresse: Hanni Bernet, Alte Obfelderstrasse 27, 8910 Affoltern am Albis

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Im Sinne von § 20 der kantonalen Bürgerrechtsverordnung (KBüV) erfolgt hiermit die Veröffentlichung dieser Einbürgerungsentscheide.

Todesfälle

Der Gedenkgottesdienst findet am Freitag, 7. September 2018, um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle, Zwillikerstrasse 27, Affoltern am Albis, statt. Im Bezirk werden keine Leidzirkulare versandt.

Beyer, Katrin weiblich, geb. 1981 Staatsangehörigkeit: Deutschland

Gemeinderat Hausen am Albis

Urnenbeisetzung im engsten Familenkreis.

Seine Arbeit wurde von den Gemeinderatsmitgliedern sowie von der Bevölkerung sehr geschätzt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und sprechen den Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus. Gemeinderat Hedingen Die Abdankung findet am Donnerstag, 6. September 2018, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Hedingen statt.

Wir vermissen Dich. In Liebe Mirjam, Raffaele und Jayden Censullo Tobias John Bänteli Familie Marlies Alison Familie Heinz Bänteli Walter Krauer Marcello Klausner Verwandte und Freunde Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Mirjam und Raffaele Censullo, Bollstrasse 6, 5619 Büttikon

Wettswil am Albis Am 26. August 2018 ist in Horgen ZH gestorben:

Trüb, Rolf Oskar geboren 26. März 1930, Bürger von Uetikon am See ZH, Ehemann der Trüb geb. Dunkel, Gwendolin Maria, wohnhaft gewesen in Wettswil a. A., Wannächerstrasse 47. Der Abdankungsgottesdienst findet am Donnerstag, 13. September 2018, 14.30 Uhr, in der Ref. Kirche Wettswil am Albis statt. Der Friedhofvorsteher

Kant. Turnveteranen Gruppe Affoltern am Albis

TO D E S A N Z E I G E Tief bewegt müssen wir Abschied nehmen von unserem Vereinskameraden

Hans Schubiger 18. September 1928 – 27. August 2018

Hans wird uns für sein vielseitiges und kollegiales Wirken immer in bester Erinnerung bleiben. Der Trauerfamilie sprechen wir unser herzliches Beileid aus und werden ihm die letzte Ehre erweisen. Die Obmannschaft und Vereinskameraden Gedenkgottesdienst am Freitag, 7. September 2018, 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis.


Bezirk Affoltern

Letzter Aufruf für Jugendliche ohne Lehrstelle Die Lehrstellensituation im Kanton Zürich ist gut und die Ausbildungsbereitschaft der Firmen hoch. Trotzdem hatten vor den Sommerferien 357 Schülerinnen und Schüler noch keine Lehrstelle. Die Veranstaltung «Last Call» bietet ihnen die Chance, noch eine freie Lehrstelle oder einen Platz in einem Brückenangebot zu finden. Nebst den Schulabgängerinnen und -abgängern des letzten Schuljahres können auch jene jungen Erwachsenen von «Last Call» profitieren, welche die Lehre abgebrochen haben oder schon seit Längerem ohne berufliche Perspektive sind. (pd.) Last Call: 13. September von 13.30 bis 15 Uhr, im biz Uster und im Laufbahnzentrum Zürich.

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Heute Dienstag, 4. September, feiert Walter Husner in Affoltern sein 90. Wiegenfest. Zum hohen Geburtstag wünschen wir nur das Beste und viel Freude.

Zum 85. Geburtstag Am Donnerstag, 6. September, feiert Julia Thomi-Bleisch in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Wir wünschen dem Geburtstagkind alles Gute und viel Gfreuts.

Zum 80. Geburtstag Und ebenfalls am Donnerstag, 6. September, wird Ruth Hürlimann-Schenk in Affoltern 80 Jahre jung. Wir wünschen der Jubilarin ein schönes Geburtstagfest und gute Gesundheit.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Dienstag, 4. September 2018

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Offen über Demenz reden! «Die Spitex am Puls der Zeit» – Themenabend in Affoltern zum nationalen Spitex-Tag Die Spitex Knonaueramt lud vergangenen Donnerstag zum Themenabend. Rund sechzig Interessierte kamen in die Aula Ennetgraben in Affoltern, um mit Fachleuten und Betroffenen über Demenz zu reden. Ein ermutigender Abend! ................................................... von urs e. kneubühl Das Leben mit Demenz beschränkt sich nicht auf die Erkrankten allein, es trifft viele mehr: die nächsten Angehörigen und die Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn ... Ein Grund, dass die Spitex Knonaueramt daher «Menschen mit Demenz und betroffene Angehörige» zum Motiv ihres Themenabends zum diesjährigen nationalen SpitexTag gemacht hat. Und Verena Bieri konnte dann am vergangenen Donnerstagabend auch rund 60 Interessierte in der Aula des Affoltemer Schulhauses Ennetgraben begrüssen. «Die Spitex am Puls der Zeit», das Motto des diesjährigen Spitex-Tages, der jährlich auf den ersten Samstag im September festgesetzt ist, sei durchaus breit interpretierbar, meint die Geschäftsleiterin der Spitex Knonaueramt. Gleichzeitig hält sie fest, dass die Zahlen des vergangenen Jahres zeigen, dass fünfzig Prozent der Spitex-Klientel im Bezirk von kognitiven Einschränkungen betroffen sind. «Demenz schränkt aber nicht nur das Leben der Erkrankten ein, sondern in ganz besonderem Masse auch jenes von pflegenden Angehörigen», hält Bieri weiter fest und freut sich ganz besonders, dass mit Samuel Vögeli, Pflegeexperte APN an der Klinik für Alterspsychiatrie der Uni Zürich, und Daniel Wagner, Initiant von Demenz Zürich, zwei anerkannte Referenten am Themenabend mit von der Partie sind.

Angehörige brauchen Unterstützung und Entlastung «In der Schweiz leben rund 150 000 Menschen mit einer Demenz, wovon knapp zwei Drittel zuhause von ihren Angehörigen betreut werden», schickt Vögeli in seinem Referat vorneweg. Diese Aufgabe sei sehr anspruchsvoll und komplex und verlange von den Angehörigen dauernd grosse organisatorische, psychische, kommunikative und verhaltensbezogene Anpassungsleistungen. «Pflegende Angehörige sind deshalb oft psychisch wie körperlich und mental so schwer belastet, dass auch sie recht häufig selber erkranken, zum Beispiel an einer Depression. Gleichzeitig zeigen Studien,

Sie sprachen am Themenabend der Spitex Knonaueramt, subtil geführt von Moderatorin Marianne Voss (3. v. l.), mit grossem Engagement über «Menschen mit Demenz und betroffene Angehörige», von rechts: Annadora Müller, Samuel Vögeli, Christine Rex, Daniel Wagner und Ursula Marfort. (Bild Urs E. Kneubühl) dass sie eine kürzere Lebenserwartung als gleichaltrige nichtpflegende Personen haben», erklärt der Pflegefachmann. Angehörige bräuchten deshalb Unterstützung und Entlastung, wie sie etwa die «Zugehende Beratung» zum Ziel hat. «Durch Hausbesuche, Familienberatung und kontinuierliche Begleitung werden die betroffenen Familien gestützt, gestärkt und entlastet», resümiert Vögeli und fügt an: «Damit können massgeschneiderte Lösungen mit gezielter Entlastung sowie eine Stabilisierung der häuslichen Pflegearrangements erreicht werden.»

«Darüber reden ist der Anfang von allem …» Der zweite Referent ist Daniel Wagner, betroffener Sohn eines an Demenz erkrankten Vaters. Zugänglich und dennoch sehr ergreifend schildert der Kommunikationsfachmann seinen ersten Kontakt mit dem Thema Demenz: «Als mein Vater die Diagnose Demenz erhielt, taten sich uns Angehörigen viele Fragen auf: Wie gehen wir mit dem Thema um? Sagen wir den Leuten, wie es um Vater steht oder warten wir, bis sie es selber merken?» Seine Erfahrungen enthielt er dem Auditorium auch nicht vor: «Heute weiss ich, dass eine offene Kommunikation unabdingbar ist. Nur so werden Missverständnisse vermieden, wird Klarheit geschaffen. Für den Betroffenen, für das nahe und entfernte Umfeld – und nicht zuletzt für sich selber.» Wagner, der in der Folge die Alzheimerplattform www.demenzzuerich.ch initiiert hat, welche in erster Linie Gefühle und Erfahrungen, ebenso praktische Tipps im Umgang mit

Spitex: Auftrag und Dienstleistungen Die Spitex Knonaueramt ist ein privatrechtlicher Verein, der im Auftrag der 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern die Hilfe und Pflege zu Hause sicherstellt. Sie bietet diesbezüglich individuelle Pflege, Betreuung, Entlastung und Beratung zu Hause für kranke und genesende Menschen jeden Alters: Akut, chronisch und psychisch Kranke, Menschen mit Behinderung, bei altersbedingten Einschränkungen, Rekonvaleszenz, Überlastung, Unfall und Mutterschaft. Gepflegt und begleitet werden auch Personen mit schweren und unheilbaren Krankheiten, darüber hinaus werden auch Angehörige entlastet.

Als nicht gewinnorientierte Organisation finanziert sich die Spitex Knonaueramt über ihre Dienstleistungen, Beiträge der Gemeinden, Mitgliederbeiträge und Spenden. Die Mitgliedschaft beträgt pro Jahr und Person 35 Franken, wobei man bereits im zweiten Jahr von vergünstigten Leistungen der Spitex-Dienste im Bereich Haushalthilfe profitieren kann.

Anmeldung über info@spitexka.ch. Spenden können an das Postkonto 87-267156-1, Verein Spitex Knonaueramt, Affoltern a. A., IBAN CH780900 0000 8726 7156 1, BIC POFICHBEXXX, überwiesen werden.

der Krankheit vermittelt, ermutigt die Anwesenden, sich im Internet oder vor Ort, in der Region mit anderen Betroffenen in Gruppen zusammenzutun oder sich solchen anzuschliessen. Er verwies dabei auch auf die ebenfalls von ihm ins Leben gerufenen Demenz Meets, einer Zusammenkunft für Menschen, die direkt oder indirekt von Demenz betroffen sind. Heuer hat ein solches, internationales Treffen zum zweiten Mal in Zürich stattgefunden, «und wir freuen uns alle schon auf das dritte Demenz Meet vom 15. bis 17. August im nächsten Jahr.»

Die Angebote im Bezirk Über Anbieter und Angebote im Bereich Demenz hierzulande informiert Christine Rex, Leiterin Pflege Spitex Knonaueramt. Der Tisch ist diesbezüglich ordentlich gedeckt: Die Ärzte im Bezirk sowie das Spital Affoltern mit Geriatrie sowie der Langzeitpflege Sonnenberg sind bezüglich Beratung und Pflege zentrale Ansprechpartner, ebenso Alters- und Pflegeheime wie etwa das Haus zum Seewadel, Affoltern, und selbstredend die Spitex Knonaueramt und ihr Entlastungsdienst. Weitere Anlaufstellen: Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen der Pro Senectute, die Alzheimervereinigung, CareNet+, das Koordinationszentrum für Gesundheit und Soziales in Affoltern, die Kesb sowie private Spitex-Anbieter. Auch Treffs zum Thema gibt es, wie etwa das Alz-Café und das Alz-Gipfeltreffen in Affoltern oder der Gesprächskreis für Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen und die MemorySprechstunde am Spital Affoltern. Die Gemeinde Mettmenstetten beteiligt sich zudem am Projekt «Demenzfreundliche Gemeinde/Gesellschaft» der Alzheimervereinigung Kanton Zürich, das flächendeckende Sensibilisierungs- und Informationskampagnen mit kulturellen Anlässen, Thementage in der Schule, Vortragsreihen und kostenlose Schulungen für Mitarbeitende im Dienstleistungssektor sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich beinhaltet.

Fragen, Antworten … Geschickt lenkt hinterher Moderatorin Marianne Voss das Podiumsgespräch von Fachleuten und Betroffenen, wobei sie auch das Publikum einbezieht. Mit den Referenten Samuel Vögeli, Daniel Wagner und Christine Rex neben Annadora Müller, Leiterin des Zentrums Bonstetten der Spitex Knonaueramt, sowie Ursula Marfort als betroffene Angehörige ist die Gesprächsrunde gut besetzt. Zentrale Fragen, wie beispielsweise über das Wann und Wie man sich als Selbstbe-

troffene oder Angehörige aktiv um Abklärung, Beratung und Unterstützung bemühen sollte (Antwort: Für erste Schritte zur Information sowie Kontakt zu externen Fachstellen und Gesprächsgruppen ist es nie zu früh.), oder auch darüber, ob und wann man das Umfeld informieren und einbeziehen soll (Antwort: Es gibt keine Gründe dagegen, schon gar nicht die Scham, bei Verwandten, Freunden und der Nachbarschaft Klarheit zu schaffen.), wurden gemeinsam erörtert. Auch das Thema, ob man ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man an Demenz erkrankte Angehörige in ein Heim einweisen lässt, brachte prononcierte Antworten: Sie habe zwar so lange als möglich versucht, ihren an Demenz erkrankten Ehemann zu Hause zu pflegen, hält Ursula Marfort fest, und das habe, dank externer Unterstützung sowie Hilfe auch funktioniert. «Als er aber immer häufiger weggelaufen und auch schwer gestürzt ist, hat man mir von ärztlicher Seite zum Heimeintritt geraten.» Für sie, fügt sie an, sei dies eine grosse Erleichterung gewesen. Daniel Wagner merkt an, dass er einen solch späten Entscheid zur Heimeinweisung eher als falsch taxiert: «Selbst wenn man vorab einmal das Versprechen, nicht in ein Heim einzuweisen, gegeben hat, sollte man nicht so lange zuwarten, bis es einfach nicht mehr geht. Der Gang ins Heim ist kein Abschieben! Im Gegenteil, er schützt alle Beteiligten vor einer Überforderung und ist vor allem auch zum Wohle der direkt Betroffenen.»

… und Wünsche Zum Schluss, vor dem vom Haus zum Seewadel offerierten Apéro, kommen dann auch noch Wünsche zur Äusserung. «Demenz darf nicht mehr stigmatisiert werden. Wir müssen uns für dieses Thema öffnen und miteinander darüber reden», wünscht sich Samuel Vögeli, während Daniel Wagner anklagt: «Es ist eigentlich ungeheuerlich, dass hierzulande die Betreuung von an Demenz erkrankten durch Angehörige weder gesellschaftlich noch monetär Anerkennung findet. Nicht nur die Pflege, sondern genauso die gleichermassen notwendige Betreuung der Betroffenen sollte eine bezahlte Dienstleistung sein.» Der Initiant von Demenz Zürich wünscht sich daher von allen in der Ennetgraben-Aula und darüber hinaus, dass sie sich diesbezüglich engagieren und mit Vehemenz Gehör verschaffen. «Engagement und offene Kommunikation in Sachen Demenz», so schliesst Marianne Voss den Themenabend, «gilt für jeden Einzelnen von uns, für die Öffentlichkeit, die Politik und die Wirtschaft.»


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Bezirk Affoltern

ratgeber steuern

Das magische «Vierzgerfäscht» im Unteramt

Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Vorsorge und Steuerrecht Wie hoch sind die Maximalbeiträge an die Säule 3a, die steuerlich geltend gemacht werden können? Steuerperiode 2017 und 2018: Fr. 6768 (mit 2. Säule) / Fr. 33 840 (ohne 2. Säule) Ich beziehe für das Jahr 2017 eine IV-Rente von 100 % und bezahle in diesem Jahr keine Beiträge an eine Pensionskasse. Wie viel darf ich maximal für Einzahlungen in die 3. Säule a abziehen? Beiträge an die 3. Säule a können nicht mehr abgezogen werden, weil eine IV-Rente kein Erwerbsersatzeinkommen darstellt. Kann man mehrere Säule-3a-Konti eröffnen, oder gibt es eine Begrenzung? Ein Vorsorgenehmer kann mit mehreren Bankstiftungen oder Versicherungsgesellschaften Vorsorgeverträge abschliessen. Für jedes Vorsorgekonto bzw. für jede Vorsorgepolice muss ein separater Vorsorgevertrag vorliegen. Die Gesamtsumme der Einzahlungen pro Jahr darf den Maximalbetrag nicht übersteigen. Kann der Beitrag an die 3. Säule a in dem Jahr noch abgezogen werden, in dem die Pensionierung erfolgt? Ja. Die geleisteten Beiträge können bis zum in der jeweiligen Steuerperiode geltenden Betrag abgezogen werden.

Rollerfahrer leben gefährlich Die meisten Rollerfahrerinnen und -fahrer schützen sich ungenügend. Das zeigt eine neue Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Nicht einmal jeder Vierte trägt eine Motorradjacke. Rollerfahrer tragen bemerkenswert wenig Schutzausrüstung, wenn man sie mit Töfffahrern vergleicht: Gemäss der bfu-Erhebung 2018 fahren nur 42 % der Rollerfahrer mit Handschuhen – gegenüber 92 % bei den Töfffahrern. Noch augenfälliger ist der Unterschied, wenn es um Schutzjacken geht: Während 89 % der Töfffahrer und -fahrerinnen sich mit einer Jacke aus Leder oder abriebfestem Material schützen, sind es bei den Rollerfahrern 23 %. Einen Helm tragen hingegen nahezu alle. «Bei einem Sturz sind die Folgen für Roller- und Töfffahrer dieselben», erklärt der bfu-Motorradexperte Christoph Jöhr. «In beiden Fällen droht der direkte Kontakt des Körpers mit der Strasse.»

Velohelm: Unterschiede je nach Fahrtziel Erstmals seit Beginn der jährlichen bfu-Erhebungen im Jahr 1998 ist bei den Velohelmen die Fünfzig-ProzentMarke erreicht worden: Jeder zweite Fahrradfahrer trägt mittlerweile einen Helm. Allerdings gibt es grosse Unterschiede je nach Fahrtzweck. So beträgt die Helmtragquote bei Freizeitfahrten 55 %, auf dem Schulweg 43 %, auf dem Arbeitsweg 37 % und bei der Fahrt zum Einkaufen nur 22 %. Auf schnellen E-Bikes (mit einer Tretunterstützung über 25 und bis zu 45 km/h) ist der Velohelm obligatorisch, doch nur 87 % der Benutzer halten sich daran. Auf langsameren E-Bikes beträgt die Helmtragquote 67 %. (pd.)

Dienstag, 4. September 2018

Das Fest der Vierzigjährigen feierte in Wettswil den 40. Geburtstag Das vor 40 Jahren gegründete und als «Chilbi» bezeichnete Fest besitzt längst Tradition. Auch im Jubiläumsjahr organisierte ein OK aus 40-jährigen Einwohnern den wohl einmaligen Anlass. Das «Vierzgerfäscht» lockt jeweils auch Heimweh-Unterämtler und Besucher aus der Region an. ................................................... von martin mullis Die Vierzigjährigen der Gemeinde Wettswil feierten erstmals im Jahre 1978 gemeinsam einen wichtigen Geburtstag. Das Festthema wurde danach nicht nur zu einem eigentlichen Selbstläufer, sondern entwickelte sich in den letzten 40 Jahren zu einer regelrechten Institution. Am letzten Wochenende feierte die Gemeinde im Unteramt mit dem «Vierzgerfäscht» somit ein traditionelles Dorffest der ganz besonderen Art. Das Fest der Feste im Unteramt begann irgendwann Mitte der Siebzigerjahre. Einige aufgestellte Wettswiler Frauen und Männer bemerkten in einer geselligen Runde, dass der Jahrgang 1938 in der Gemeinde aussergewöhnlich zahlreich vertreten war. Bald waren sie sich einig den vierzigsten Geburtstag mit einem Fest zu feiern. Obwohl es zu dieser Zeit in Wettswil keine Kirche gab, nannten sie dieses Fest kurzerhand «Chilbi». Diese scheinbare Kirchweihe entwickelte sich in den kommenden vierzig Jahren zum nun längst traditionellen «Vierzgerfäscht». So weit die mehr oder weniger mündlich überlieferte Geschichte.

Besonderes Fest In ihrer Begrüssungsansprache am Samstag erwähnte OK-Präsidentin

Dazwischen liegen 40 Jahre: Ursel Comminot, Xenia Tschernak und Anni Bär (von links). (Bild Martin Mullis) Xenia Tschernak die Besonderheit des Festes. Jedes Jahr beginne ein neu definiertes OK, bestehend aus Vierzigjährigen, sozusagen bei Null. Diese sehen sich jeweils genötigt, mit neuen Spielen, neuen Unterhaltungsattraktionen und mit einer völlig neuen Planung ein einmaliges Dorffest zu organisieren. Von den 78 in der Gemeinde Wettswil lebenden 40-jährigen Personen stellten 26 Frauen und Männer das Jubiläumsfest auf die Beine. Dieses zeigte sich am letzten Wochenende mit unzähligen Highlights für Jung und Alt. Bereits am Freitagabend gelang es ihnen mit Marco Rima und seinem aktuellen Programm «Just for Fun» das Festzelt zu füllen. Selbstverständlich durften sich auch die Kinder an allerlei Attraktionen, Spielen und Aktionen beteiligen. Nach den Böllerschüssen am Samstagnachmittag und der offiziel-

len Begrüssung durch die OK-Präsidentin Xenia Tschernak eröffneten die trotz trübem Regenwetter mit Sonnenbrillen ausgerüsteten Säuliämtler «Sunechind» mit einem Kinderkonzert das Festprogramm. Weit über zwei Dutzend Programmpunkte, vom Ponyreiten über die Mohrenkopfschleuder und dem Pfeilbogen- oder Torwandschiessen bis hin zum Bungee Trampolin, standen dem festfreudigen jungen und älteren Publikum zur Verfügung.

Zwei rüstige 80-jährige Ladys am «Vierzgerfäscht» Mitten im Trubel des grossen Festzeltes trafen sich zwei ältere, jedoch noch überaus rüstige und interessante 80-jährige Ladies mit der 40-jährigen OK-Präsidentin. Die beiden munteren Damen mit Jahrgang 1938 waren nämlich 1978 beim Gründungskomitee des

«Vierzgerfäschts» mit dabei. Anni Bär und Ursel Comminot freuten sich ganz besonders, nach vierzig Jahren das damals als «Chilbi» bezeichnete Fest einmal mehr besuchen zu dürfen. Zwar konnten sie sich nicht mehr ganz genau erinnern wie viele der «Vierzigerfeste» sie in den vergangenen 40 Jahren verpasst haben, viele dürften es allerdings ganz sicher nicht gewesen sein, hielten beide dezidiert fest. Die Seniorin Ursel Comminot erinnerte sich aber noch ganz genau, dass 1978 sage und schreibe 68 Vierzigjährige in Wettswil wohnten. Der ehemalige Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger, bezeichnet das im Säuliamt einmalige Dorffest sogar als ausgezeichnetes politisches Sprungbrett. Mit seinem Jahrgang 1953 amtete er im Jahre 1993 als OK-Präsident und wurde prompt im folgenden Jahr in den Gemeinderat gewählt.

Gespräche und Informationen stärken den Zusammenhalt im Dorf Wettswiler Neuzuzügerabend im neuen Mehrzwecksaal Ägerten Wettswil hat trotz des starken Wachstums der letzten Jahre ein intaktes Dorfleben bewahrt. Dies zeigte der Neuzuzügerabend vom Donnerstag, an dem Behörden und Vereine das Dorf gemeinsam den neuen Einwohnerinnen und Einwohnern vorstellten.

Vertiefte Gespräche an den Tischen

................................................... von bernhard schneider Nach dem Apéro im Entrée des Mehrzwecksaals des neuen Schulhauses Ägerten lockten die Klänge der Musikgesellschaft Stallikon unter der Leitung von Marc Bühler die Gäste zum Platznehmen an den bereits für das Nachtessen gedeckten Tischen. Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger begrüsste die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger und stellte ihre Gemeinderatskollegen vor: Vizepräsident und Finanzvorstand Christoph Ehrsam, Sicherheitsvorstand Michael Keller, Gesundheitsvorstand Fritz Kurt und Werkvorstand Traugott Trachsler sowie Gemeindeschreiber Reinhold Schneebeli. So konnten Fragen und Anliegen direkt im informellen Rahmen besprochen werden. Katrin Röthlisberger begann ihre Ausführungen mit einem kurzen Blick

Gemeindepräsidentin Katrin Röthlisberger begrüsst die Neuzuzügerinnen und -zuzüger. (Bild bs) in die Geschichte der Gemeinde: Gegründet in der Völkerwandungszeit (5./6. Jahrhundert) wurde Wettswil 1184 erstmals urkundlich erwähnt. Eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte die kleine Gemeinde Mitte des 19. Jahrhunderts, als gleich drei Handziegeleien Lehm in der Wettswiler Ebene gewannen und manuell verarbeiteten. Heute stehen die dadurch entstandenen Ziegeleiweiher unter Naturschutz.

Längst wird in Wettswil kein Lehm mehr ab- und kaum mehr Wein angebaut. Dafür ist die Bevölkerungszahl auf über 5000 gewachsen, während die Zahl von 700 Arbeitsplätzen in 150 Betrieben durchaus beachtlich ist. Nach einem Blick auf die Vereine und Parteien in der Gemeinde übergab die Gemeindepräsidentin das Wort Schulpräsident Roger Schmutz, der den neuen Mehrzwecksaal als eigentliches Prunkstück des neuen Schulhauses bezeichnete. Der neue Schulraum habe auch eine Ausweitung des Angebots zur Betreuung der Kinder über Mittag ermöglicht. Zurzeit nutzten bis zu 120 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zum Mittagessen in der Schule. Die Primarschule Wettswil habe eigens eine Köchin dafür eingestellt und ein Auto für den Mahlzeitentransport beschafft. Als weiteres Highlight hob er die Bibliothek hervor, in oder – bei warmen Wetter – vor der man auch gemütlich einen Kaffee trinken könne. Die Oberstufe Bonstetten-Stallikon-Wettswil wurde von Schulpflegerin Marianne Wolfsgruber vorgestellt. Ein wichtiges Ziel sei, alle 325 Schülerinnen und Schüler zu integrieren und bei Bedarf mit besonderen

Angeboten individuell zu fördern. «Kinder kommen in die Sekundarschule – und drei Jahre später verlassen uns junge Erwachsene, um als nächsten Schritt in der Entwicklung eine Lehrstelle anzutreten oder eine Mittelschule zu besuchen.» Das Nachtessen ermöglichte an den bunt zusammengewürfelten Tischen vertiefte Gespräche zwischen Neuzuzügern, Behördenmitgliedern, Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen. Vor dem Dessert vermittelte das filmische Dorfporträt von Markus Leutwyler vielerlei Informationen über die Gemeinde. Seit zehn Jahren verfolgt Leutwyler die Entwicklung von Wettswil mit der Videokamera und gestaltet jedes zweite Jahr einen neuen Film. Historische Informationen wie den Bau der Bahnlinie Zürich–Gotthard via den Bahnhof BonstettenWettswil im Jahr 1864 verknüpft er mit aktuellen Angaben zu Gewerbe, Gemeindeorganisation und Freizeit. Der FC Wettswil-Bonstetten ist ebenso Thema wie der Hoflade, die Trinkwasserzubereitung, das idyllische Regenrückhaltebecken im Wüerital. Die Anwesenden schlossen sich dem Dank der Gemeindepräsidentin für das informative Gemeindeporträt mit warmem Applaus an.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. September 2018

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Nur Lotteriefondsgeld, wenn der Masterplan mit allen Kernelementen umgesetzt wird Öffentliche Informations-Veranstaltung zur Revitalisierung der Klosterdomäne Kappel Sie partizipiert zwar mit nur 0,6 Mio. an den Gesamtkosten von 20 Mio. Franken, ist aber beim Projekt einer Erneuerung der Domäne Kloster Kappel nicht unbestritten: die 1,8 Meter hohe Stampfbetonmauer, die zu den fünf Kernelementen des Masterplans gehört. Das zeigte sich an der Info-Veranstaltung des Vereins Kloster Kappel (VKK).

wegen der geringen Hypothekarschulden die Aufnahme der nötigen Fremdmittel für die zusätzlichen Mietflächen kein Problem darstelle, ergänzte Gerhard Gysel.

Gesamtsicht nötig

................................................... von werner schneiter Eine offene Klosterdomäne, aber Respekt vor dem besonderen Ort. Kein Museum, sondern ein vielseitiges lebendiges Areal – ein Ort mit Leben, aber kein Rummelplatz. Und eine Stätte mit guter wirtschaftlicher Basis, aber ohne übermässige Kommerzialisierung: Mit diesen Worten umschrieb VKK-Präsident Gerhard Gysel bei der Begrüssung die Vision zum Projekt der Erneuerung und Revitalisierung im Kloster Kappel. Mit der Erneuerung der Gärten und der neuen Terrasse, der Aufwertung des Kreuzgangs, einer Mauersanierung sowie der Erneuerung der Landwirtschaft wird davon bereits jetzt ein Teil umgesetzt. Davon konnten sich die Teilnehmenden der Info-Veranstaltung bei einem vorgängigen Rundgang ein Bild machen. Die Realisierung des Hauptteils des Projekts wird indessen noch etwas auf sich warten lassen. Entscheidend wird das Votum des Kantonsrates sein, der voraussichtlich im Winter 2019/20 über das Lotteriefonds-Gesuch in der Höhe von 12,25 Mio. Franken befinden wird. Hans Streit, Projektleiter aufseiten des VKK, warf einen Blick auf die Geschichte dieses Projekts, die an dieser Stelle bereits zu lesen war. Sie begann nach der Ausschreibung des Wettbewerbs mit 44 Bewerbungen, wovon sechs in die engere Wahl kamen und aus dem die Architektengemeinschaft Tempe Thill (Rotterdam) und bbz Landschaftsarchitekten (Bern) als Siegerin hervorging. Nun liegt der auch vom Regierungsrat unterzeichnete Masterplan vor, der aus den fünf Kernelementen (Klärung, der Zugangssituation, Neuorganisation der Parkierung, ergänzende Mauer, Entflechtung der Landwirtschaft, Aufwertung der Gärten) besteht. Die Umnutzung der Gebäude ist anzeige

Mit einer Holzwand die 1,8 Meter hohe Stampfbetonmauer angedeutet: Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel, mit Informationen auf dem Rundgang vor der öffentlichen Veranstaltung. (Bild Werner Schneiter)

«Ein Fremdkörper» Gut 70 Interessierte kamen zur öffentlichen Infoveranstaltung in den Kappeler Mühlesaal, die der Verein Kloster Kappel (VKK) nach Einreichen der gegen die Mauer gerichteten, von einem Komitee «Ex muros» lancierten Initiative organisiert hat. «Diese Initiative entspricht demokratischem Recht. Wir wollen sachlich über das Projekt informieren und auf die Folgen einer solchen Initiative aufmerksam machen», hielt VKK-Präsident Gerhard Gysel fest. Nun, die Mehrheit äusserte sich im Rahmen der Info-Veranstaltung kritisch zur geplanten Mauer, aber auch zum Masterplan. Da wurden beispielsweise eine zweite Zufahrt und ein Lift in der Unterflurgarage gefordert, aber auch, dass man statt eines Mauerbaus auf der Westseite der Domäne die nötige Abgrenzung mit dem Verschieben eines geplanten Neubaus erreichen kann. Ein Teilnehmer zitierte die Denkmal-

pflege, wonach die Sicht aufs Kloster gewährleistet sein müsse. Ein anderer bezeichnete die Mauer als Fremdkörper, der den Park beim Haus am See entzweit. «Mit einem kleinen Mäuerchen hätte man freie Sicht», sagte der Mann und hofft, dass man den Schatten überspringt und eine taugliche Lösung findet – und nicht Drohgebärden aufzieht, wenn die Maurer nicht gebaut werden kann. Gerhard Gysel entgegnete, dass dieser exponierte Park kaum benützt werde, die Mauer keine isolierte Einzelidee darstelle und auch keine Grünflächen vernichte. Hans Streit nahm die eingebrachten Anregungen entgegen.

Auch die Frage aus dem Publikum, ob eine solche Mauer denn auch aus christlicher Sicht vertretbar sei, beantwortete Gysel mit einem klaren Ja. Und er sagte wörtlich: «Ich bin über-

zeugt, dass der neue Mauerabschnitt vier Jahre nach der Fertigstellung niemanden mehr stören wird.» Betont wurde ausserdem, dass es sich vorliegend nicht um ein Baugesuch, sondern um einen Masterplan handle. Zurzeit wird das Bauprojekt ausgearbeitet, Einsprachen kann es im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens geben. Ein Teilnehmer monierte, dass eine Strasse im Bereich der Mauer der Flurgenossenschaft gehört und diese kein Näherbaurecht erteilt hat. «Wir planen das Bauprojekt nur innerhalb unserer Baulinien und halten uns an die Abstände. Sie können das dann nachmessen!», hielt Gerhard Gysel fest, ehe die angeregten Diskussionen im Rahmen eines Apéros fortgesetzt wurde. Dabei gab es auch positive Wortmeldungen zur geplanten Stampfbetonmauer. Und die Organisatoren durften den Dank für die umfassende Information entgegennehmen. (-ter.)

mit 9,6 Mio. Franken veranschlagt, die Umgebung mit 5,1 Mio., die Erneuerung der Landwirtschaft mit 2,4 Mio., eine zentrale Parkierungsanlage mit 2,3 Mio. und die Stampfbetonmauer mit 0,6 Mio. Neben dem Lotteriefonds

partizipieren der VKK (3,1 Mio.), die Landeskirche (3,2), der Pächter (1,2), Stiftungen (0,25 oder mehr) an den Kosten. Hans Streit betonte, dass aus dem Lotteriefonds nur dann die nötigen Mittel erwartet werden können,

wenn der Masterplan mit diesen fünf Kernelementen umgesetzt wird, also einschliesslich Mauer «Wird die Mauer nicht realisiert, so ist das Projekt gefährdet», schob er nach. Der Kostenanteil des VKK sei gut finanzierbar, weil

Auch Lob für die Mauer und Dank für die umfassende Information

Roger Strub, stellvertretender kantonaler Denkmalpfleger, hob die über 700-jährige geschichtliche Bedeutung der Klosteranlage hervor, die über die Kantonsgrenze hinausreicht. Vor diesem Hintergrund stehe man jetzt auch bei der Erneuerung in grosser Verantwortung, in dem man in allen kommenden Handlungen grosse Sorgfalt walten lassen müsse. «Wir müssen jedes einzelne Element in einem Kontext sehen, was eine Gesamtschau verlangt», fügte Strub bei. Damit schloss er auch die nicht unbestrittene Stampfbetonmauer ein. Und die sieht der Denkmalpfleger nicht als Rekonstruktion der früheren Mauer, sondern als landschaftliches Element, das eine Klarheit und eine gute Abgrenzung mit sich bringt und zur angestrebten Entflechtung beiträgt. Als ein gutes Beispiel, das zeigt, dass eine klare räumliche Abgrenzung nicht im Widerspruch mit Offenheit und Belebtheit steht, nannte er die Wiederbelebung der Klosterinsel Rheinau. Katharina Kull-Benz, Kirchenrätin und Kantonsrätin (FDP, Zollikon), hob aus Sicht der reformierten Landeskirche die Bedeutung des Klosters Kappel als Bildungs- und Seminarort hervor, der seit 2006 schwarze Zahlen schreibt. Wozu zum Beispiel die 15 000 bis 18 000 jährlichen Übernachtungen und eine gute Gastronomie beitragen. Jährlich werden rund 42 000 Mahlzeiten zubereitet. Kantonsrat Daniel Sommer (EVP, Affoltern) kennt diesen Ort auch von innen – eine Stätte, die nach seinen Worten auch für den Bezirk Affoltern von grosser Bedeutung ist. Ein unverkennbares Markenzeichen, das wichtig sei für die Attraktivität der Region, die über keine Mittelschule und über eine unsichere Spitalzukunft verfüge. «Es wäre absurd, wenn die Erneuerung an der neuen Mauer scheitern würde», gab er zu bedenken und betonte, er werde sich im Kantonsrat für dieses Lotteriegesuch starkmachen. Zuerst wird es vom Regierungsrat, dann von der Finanzkommission und schliesslich durch das Parlament behandelt werden.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. September 2018

Die Tagesfamilie – ein zweites Zuhause

Farbenzauber im Quadrat

Verein bietet administrative Unterstützung

Ausstellung von Regula Wetter und René Fretz im Kunstforum Regula Wetter liebt leuchtende, kräftige Farben. Ihre Bilder sind aber nicht bunt, sondern von vielschichtiger, aussagekräftiger Farbigkeit und zeugen von Kreativität und von der Lust am Ausprobieren. Die Holzschalen und -objekte ihres Lebenspartners René Fretz wirken ergänzend. Zu sehen ist eine stimmig kuratierte Ausstellung.

Livia, zweite von rechts, mit zwei Töchtern der Tagesfamilie und einem weiteren Tageskind. (Bild zvg.)

Der Verein Tagesfamilien Bezirk Affoltern sucht Tagesfamilien, die gerne Babys und Kinder zu Hause betreuen sowie Eltern, die eine familienergänzende Betreuung in Anspruch nehmen wollen. Claudete Monteiro hat damit gute Erfahrungen gemacht. Frau Monteiro, Sie wohnen im Bezirk Affoltern und sind Mutter einer 12-jährigen Tochter. Wie sind Sie auf den Verein Tagesfamilien aufmerksam geworden? Claudete Monteiro: Im «Anzeiger» sah ich ein Inserat, dass Tagesfamilien gesucht wurden, die Kinder von anderen Familien bei sich betreuen. Meine Tochter war damals 1½-jährig und ich wollte in meinem Beruf als Hebamme eine Weiterbildung besuchen. Wie fanden Sie mit ihrer Vermittlerin eine passende Tagesfamilie für Ihre Tochter? Als alleinerziehende Mutter und Hebamme war ich auf eine flexible familienergänzende Betreuung angewiesen. Bei der ausgewählten Tagesfamilie konnte ich Livia früh am Morgen bringen oder spät am Abend abholen. Wenn ich in der Nacht arbeiten musste, konnte sie auch übernachten. Für Livia ist die Tagesfamilie bis heute ein zweites Zuhause. Wurden Sie von der Vermittlerin auch bei persönlichen Fragen unterstützt? Meine Vermittlerin hatte für meine Anliegen immer ein offenes Ohr. Sie unterstützte mich in allen administrativen Angelegenheiten mit der politischen Gemeinde wie Formulare ausfüllen, bei Fragen zu Versicherungen und Verträgen sowie anderen Verbindlichkeiten.

kurse an. Haben Sie auch schon einen Kurs besucht? Als Livia noch klein war, besuchte ich ab und zu einen Kurs. Verschiedene Themen rund um die Erziehung und eine gesunde Ernährung haben für mich bis heute eine grosse Bedeutung. Meine Tochter ist Vegetarierin und verzichtet auf den Konsum von Fleisch. ...............................................................

«Als alleinerziehende Mutter und Hebamme war ich auf eine flexible familienergänzende Betreuung angewiesen.» ............................................................... Seit über zehn Jahren teilen Sie die Erziehungsaufgaben mit einer Tagesfamilie. Wie war es für Sie, Livia abzugeben und einer Tagesmutter anzuvertrauen? Es ist für mich leicht abzuschätzen, ob sich Livia in der ausgewählten Tagesfamilie wohl fühlt. Dabei achte ich besonders auf ihren Gesichtsausdruck beim Bringen und Abholen. Die jetzige Tagesfamilie hat selber zwei Töchter im Alter von Livia. Das hat den Vorteil, dass sie den gleichen Schulweg haben, verschiedene Freizeitaktivitäten und Interessen miteinander teilen können. Alle Kinder im Quartier können sich sozial vernetzen und untereinander Beziehungen pflegen, sich gegenseitig fördern und unterstützen. Ich hoffe für Livia, dass sie noch lange in diesem Umfeld bleiben kann. Interview: Dölf Gabriel Infos bei den Vermittlerinnen Yvonne Schatzmann,

Der Verein Tagesfamilien Bezirk Affoltern bietet jedes Jahr Aus- und Weiterbildungs-

Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, mehr als 2400 sterben. Nicht nur im Strassenverkehr, sondern auch im Sport, sowie beim Arbeiten in Haus und Garten kann Alkohol dabei ein Einflussfaktor sein. Anhand der neusten Befragungen der bfu lässt sich unter anderem aufzeigen, in welchen Sportarten wie häufig Alkohol konsumiert wird: So sagten 19 Prozent der Snowboarder, sie stünden beim Sport «oft» oder «gelegentlich» unter Alkoholeinfluss. Auch auf 15 Prozent der Skifahrer trifft dies gemäss der Befragung zu.

Regula Wetter fällt es eher schwer, ihre Bilder zu besprechen, zu zer-sprechen, denn sie sind nicht ein Produkt aufgrund theoretischer oder strategischer Überlegungen, sondern fliessen aus ihr heraus, intuitiv. Sie kommen aber nicht aus dem Nichts, sondern entspringen unterschiedlichsten Quellen. Regula Wetter hat im Laufe ihres Lebens viel Wissen und Können angesammelt, das sie vernetzt. In der Ausbildung zur Kinesiologin hat sich die gelernte Übersetzerin mit Themen wie Homöopathie, Psychologie, Radiästhesie, Komplementär-Medizin, psychosomatischer Energetik und systemischem Stellen befasst.

Leben erfassen Auf die Ausbildung zur Feng-Shui-Beraterin folgte eine intensive Auseinandersetzung mit Farben. Seit 20 Jahren hat sie ihre Praxis für ganzheitliche Lebens- und Raumgestaltung in Affoltern am Albis. Auf ihrer Webseite www.regulawetter.ch ist zu lesen: «Dank meiner jahrelangen Energie-Arbeit kann ich mein umfassendes Wissen um die Symbolik von bestimmten Zeichen, Formen und Zahlen auch bei der Acrylmalerei einfliessen lassen.» Die in der Ausstellung in Stallikon gezeigten Bilder sind mit unterschiedlichen Techniken und Materialien geschaffen, Collagen, Bilderserien, Farbenprodukte, Sand, Gips, Bitumen ... man spürt die Lust am Ausprobieren, an der Auseinandersetzung mit Neuem, am Sammeln von Erfahrungen.

Ariane Buffat (links), Leiterin des Kunstforums Stallikon, freut sich, dass zur geplanten Ausstellung mit Werken von Regula Wetter spontan Holzskulpturen und -schalen von René Fretz, dem Lebenspartner der Künstlerin, dazukamen. (Bild Regula Zellweger)

Die Werke von Regula Wetter sind sehr unterschiedlich, jedes ist einzigartig. Für alle Werke aber gilt: «Ich will Freude bereiten, meine Bilder sollen guttun.»

Vielschichtigkeit «Farbe besitzt eine Kraft, die noch unbekannt, aber gleichwohl real ist, und die auf Teile des menschlichen Körpers wirkt.» Von dieser Aussage von Wassily Kandinsky ist Regula Wetter überzeugt. Eine Bilderreihe von vier Quadraten führt beispielsweise über die ganze Farbpalette des Regenbogens, eingearbeitet sind Symbole wie Blumen oder ein Unendlichkeitszeichen, aber auch Formen, die etwas bewirken, was man auf der Oberfläche nicht analysieren – wovon man sich aber auf einer unbewussten Eben durchaus berühren lassen kann. Zwischen den Bildern mit hoher Farbigkeit finden sich auch Werke, die Ruhe ausstrahlen. So beispielsweise ein in Beigetönen gehaltenes Bild mit der grossen, schwarzen Zahl 35. Regula Wetter übermalt oft Farbenfelder oder Symbole, die aber nur visuell verschwinden, ansonsten tiefgründig bestehen bleiben.

Das Holz sprechen lassen René Fretz hat einen anspruchsvollen Beruf. Ausgleich und Ruhe findet er im Bearbeiten von Holz, beim Drechslern. Er schafft Objekte und Schalen. Dabei lässt er sich von der Beschaffenheit und der Form des Holzes lenken. Er respektiert das Leben, das in Holz drinsteckt. Anders als ein Schreiner arbeitet er sogenannte «Fehler» als Zeichen der Individualität heraus. Er behandelt die Oberfläche so, dass die Geschichte des Holzes zum Glänzen kommt. Mit viel Geduld arbeitet er Jahrringe, Maserung und Strukturen mit Schleifen und Behandlung mit Wachs heraus. Beim Betrachten der Objekte und Schalen liest man im Holz, staunt über die Vollkommenheit dieses natürlichen Werkstoffes, der gleichzeitig stabil, kräftig und, wenn sich Bäume im Wind wiegen, auch elastisch ist. Wer mehr zu den beiden Künstlern und ihren Werken erfahren will: Am 22. September sind sie in der Bibliothek Stallikon vor Ort. Ausstellung Regula Wetter und René Fretz bis 16. Oktober im Kunstforum in der Bibliothek Stallikon, Schulhaus Loomatt. Apéro mit den Künstlern: 22. September, von 11 bis 13 Uhr.

forum

Schwer erklärbarer Wildunfall

044 761 30 78 und Seraina Häcki, 077 423 15 68, sowie unter www.tagesfamilien-aaa.ch.

Snowboarder stehen häufiger unter Alkoholeinfluss als Schwimmer Laut einer neuen Befragung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) verzichtet die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung beim Sport, Heimwerken oder bei der Gartenarbeit auf Alkohol.

................................................... von regula zellweger

Bei Wanderern sind es 11 Prozent, bei Fussballern 9 Prozent. Zudem gaben 6 Prozent an, unter Alkoholeinfluss schwimmen oder baden zu gehen. Bei all diesen Sportarten trinken Männer häufiger als Frauen. Und Deutschschweizer geben tendenziell öfter an, mit Alkohol im Blut Sport zu treiben als Westschweizer und Tessiner.

Für eine Mehrheit kein Thema Auch Heimwerker- oder Gartenarbeiten sind für einen Teil der Schweizer Bevölkerung kein Grund, auf Alkohol zu verzichten. 9 Prozent der befragten Heimwerker und Heimwerkerinnen gaben an, vor solchen Arbeiten «oft» oder «gelegentlich» Alkohol zu konsumieren. Bei Gartenarbeiten sind es 11 Prozent. Die Statistik zeigt folglich, dass Alkoholkonsum bei all diesen Freizeitaktivitäten für eine Mehrheit kein Thema ist. (pd.)

Ein wahres Tierdrama hat sich dieser Tage im Jagdrevier Bonstetten-Hedingen ereignet: Ein Jäger beobachtete eines Abends auf einer Waldlichtung ein Reh, das sich eigenartig verhielt. In seinem Fernglas sah er, wie hinten an dem Reh «etwas herausragte». Was es genau war, konnte er nicht feststellen, weil er das Tier nur kurz und auf grosse Distanz sah. Er berichtete seinen Kollegen in dem Jagdrevier von der Beobachtung. Ein sehr erfahrener Kollege anerbot sich, sich um die Sache zu kümmern. Verschiedene Male an drei aufeinanderfolgenden Tagen setzte er sich an der Stelle, wo das Reh gesichtet worden an – insgesamt etwa zwölf Stunden, allerdings ohne Erfolg. Da entschloss er sich, es einmal etwas im Inneren des Waldes an einer Jungwuchsfläche zu versuchen. Nach rund anderthalb Stunden Ansitz trat ein Reh auf die Fläche – ein sichtlich abgemagertes und krankes Stück. Auch jetzt war das «etwas» zu bemerken, was hinten aus dem Oberschenkel des Rehs ragte. Da es sich um ein weibliches Stück handelte, wartete der Jäger noch eine geraume Weile, um sicher zu sein, dass dem Reh keine Jungen folgten. Dann erlegte er das Tier. Gross war das Erstaunen, als er dann die Sache aus der Nähe betrach-

tete: Der Oberschenkel des Tiers war von der Bauchseite her von einem Ast mit rund 2 cm Durchmesser komplett durchstochen, der Ast ragte an der Hinterseite heraus (siehe Bild). Der Winkel des Stichs lässt den Schluss zu, dass das Tier von schräg oben auf den Ast aufgesprungen sein muss. Aufgrund des Standes der Entzündung des Wundkanals ist anzunehmen, dass der Unfall etwa eine Woche vor der Erlegung des Tiers geschehen sein muss. Es ist äusserst unwahrscheinlich, dass das Tier die Verletzung überlebt hätte. Zu fortgeschritten war bereits die Entzündung des Wundkanals und das Tier wäre bald in ein tödliches Wundfieber gefallen. Das Tier war im Übrigen völlig unverletzt, was unter anderem ausschliessen lässt, dass der Vorfall etwa in der Folge einer Kollision mit einem Auto passiert sein könnte. Offen ist, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Rehe sind es sich als sogenannte «Schlüpfer» gewohnt, sich im Dickicht zu bewegen und allfälligen Hindernissen geschickt auszuweichen. Darum ist der Unfall sehr schwer erklärbar. Aber er zeigt doch auf, was sich in der Natur für Dramen abspielen – sehr oft wohl unbeobachtet. Dem grossen Zeitaufwand und dem «Sitzleder» des Erlegers ist zu ver-

Ein Ast hat den Oberschenkel komplett durchstochen. (Bild zvg.) danken, dass das zweifelsohne sehr schmerzhafte Leiden des Tieres etwas verkürzt werden konnte. Mit Blick auf die Diskussion um den Ersatz der Milizjagd durch ein System mit staatlichen Wildhütern drängt sich die Überlegung auf, ob diese Wildhüter – man spricht von 60 bis 80 verteilt über das ganze Kantonsgebiet – ebenfalls über die notwendige Präsenzdichte und die Ortskenntnisse verfügen würden, um solche Fälle rechtzeitig zu entdecken und ob sie in der Lage wären, so viel Zeit in einen Einzelfall zu investieren. Fredy Kradolfer, Ottenbach


Forum

Die Unzufriedenen waren natürlich nicht da Vordenker und Propagandisten, Menschenrecht infrage gestellt, Leserbriefe vom 14./17. August. Liebe Frau Holenstein, schön hatten sie den Mut in einer Hochburg der SVP Ihre Meinung zu sagen. Sie waren sicher nicht die einzige «missmutige» Bürgerin. Ich jedenfalls hätte diese Festivität nicht besucht, wäre ich Bürger von Bonstetten. Also kein Wunder waren alle zufrieden, denn die Unzufriedenen haben die Festivität logischerweise nicht besucht. Aber die Antworten auf Ihr «Statement» im «Anzeiger» waren wieder einmal typisch SVP. Mit der ganz grossen Kelle angerührt. In meinem Alter ist es mir langsam zu dumm, auf solche Bürger zu reagieren. Ich versuche einfach, das Richtige zu tun. Denise Schwaninger, Knonau

Dienstag, 4. September 2018

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Gut zwei Stunden intensiver Austausch Agrarinitiativen, Abstimmung vom 23. September. Der Einladung der FDP BonstettenStallikon-Wettswil und der FDP Bezirk Affoltern für den Informationsabend vom 30. August in Stallikon sind einige Stimmbürger gefolgt. Der Moderator, Peter Ehrler (FDP Bonstetten-Stallikon-Wettswil), begrüsste die Anwesenden und stellte den Hauptreferenten des Abends vor: Martin Haab, Kantonsrat und Mitglied des Zürcher Bauernverbandes. Anschliessend an dessen spannendes Referat, bei dem er die positiven wie auch die negativen Seiten sowohl bei Annahme als auch Ablehnung der Fair-Food- und der Ernährungssouveränitäts-Initiative sachlich beleuchtete, wurde rege diskutiert. Martin Haab machte kein Geheimnis daraus, dass er sehr wohl für die Initiativen sei und genau das war auch der Grund, weshalb eine sehr spannende Diskussion entstand. Fragen zu Handelsabkommen / Bilateralen I,

Moderator Peter Ehrler, Referent und Kantonsrat Martin Haab und Alain Schwald, Präsident der FDP Bezirk Affoltern (von links). (Bild zvg.) «Schutzzöllen», Preissteigerungen in der Schweiz, Kontrollmechanismen im In- und vor allem Ausland und den damit verbundenen Kosten und einige weitere Fragen wurden kontrovers,

aber immer in einer sehr angenehmen, sachlichen Atmosphäre erörtert. Die Diskussion bewirkte wohl, dass die Teilnehmenden den einen oder anderen bereits gefassten Standpunkt

nochmals aus einer anderen Perspektive betrachteten. Im Anschluss daran stellte Peter Gretsch (FDP Bonstetten-StallikonWettswil) die vier weiteren am 23. September zur Abstimmung stehenden Themen vor («Bundesbeschluss über die Velowege», «Film- und Medienförderungsgesetz», «Stoppt die Limmattalbahn ab Schlieren» und «Wildhüter statt Jäger»). Bei den ersten drei Themen fiel die Diskussion nicht mehr so intensiv aus – die Meinungen schienen gemacht zu sein. Zur Initiative «Wildhüter statt Jäger» bekam Peter Gretsch prominente Unterstützung: Ronald Weisbrod richtete als passionierter und erfahrener Jäger einige Worte an die Anwesenden und gab auf die gestellten Fragen Auskunft. Nach über zwei Stunden intensivem Austausch wurde die Veranstaltung geschlossen. FDP Bonstetten-Stallikon-Wettswil www.fdp-bsw.ch

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Erster Heimsieg

Die Stiftung Rotenbirben feiert die Erntezeit im September mit gleich zwei Festen. > Seite 13

In einer knappen Partie behielt der FCWB gegen Gossau die Oberhand. > Seite 15

Dienstag, 4. September 2018

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Schweizer Meister Das Hausemer Tanzpaar Davide Corrodi und Maja Kucharczyk hat seinen Titel verteidigt. > Seite 17

Logiernächte in der Region verdoppelt Fünf Jahre Hotel Holiday Inn Express Affoltern am Albis – starke Nachfrage aus Asien 2013 öffnete das Holiday Inn Express Affoltern am Albis seine Tore. Heute, fünf Jahre später, zählt das Knonauer Amt mit jährlich 84 000 Logiernächten mehr als doppelt so viele wie noch 2013. Das Hotel wurde damit zu einem wichtigen Wirtschaftsanker in der Region. Jenseits vom Mittelmass. So lautet das Credo des Holiday Inn Express. Dies zeigt sich auch im Geschäftserfolg: Das Hotel mit 102 Zimmern konnte 2017 eine überdurchschnittlich hohe Belegung von 70 % vorweisen. Dieser Wert liegt fast 20 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Zimmerbelegung im Kanton Zug (51.3 %). Und es zeigt, dass sich im letzten Jahr über 50 % aller Reisenden im Knonauer Amt für einen Aufenthalt im 3-Sterne-Haus entschieden haben. «Mit unserem Angebot an diesem Standort haben wir einen Nerv getroffen», so Martin Studer, Inhaber der lokalen Betriebsgesellschaft Swiss Hospitality Affoltern AG. Die Lage nahe der Autobahn zwischen Zürich und Zug im Herzen der Schweiz ist

eine Investition», so Martin Studer. «Aufgrund der Lage verzeichnen wir auch eine starke Nachfrage von Gästen aus Asien, für die unser Hotel der perfekte Ausgangspunkt ist für Ausflüge in die Zentralschweiz und ins Berner Oberland.» Ebenso wichtig ist die Anbindung an die Marke Holiday Inn Express mit ihrem globalen Standard. «Hier bekommt man einwandfreie Leistungen zu einem unschlagbaren Preis. Mehr fürs Geld ist eigentlich gar nicht möglich», ist sich Martin Studer sicher.

Die Zukunft heisst «Hotel 4.0»

Die 102 Zimmer des Hotel Holiday Inn Express Affoltern waren 2017 zu 70 % belegt. (Bild zvg.) einmalig: «Zug war schon immer ein wichtiger Wirtschaftshub mit vielen

Geschäftsreisenden. Der damalige Mangel an Hotelbetten in der Region

und die neu erschlossene Autobahn bildeten die optimale Grundlage für

Der Hotelier blickt gerne zurück, aber ebenso zuversichtlich in die Zukunft. Gäste des Holiday Inn Express können mit der «Menu»-App im Restaurant direkt bestellen und bezahlen und sich mit eindrücklichen Games im Virtual-Reality-Corner vergnügen. Dies gehört zum Konzept «Hotel 4.0» und dazu ist noch mehr geplant – zum Beispiel eine E-AutoTankstelle oder ein robotischer Concierge, dessen Software derzeit zusammen mit einer Schweizer Hochschule geprüft wird. (pd.)

Erhellende Erkenntnisse «Eitel Sonnenschein» in der Braui Die Baarer Brauerei braut nun auch mit Baarer Sonnenenergie – mit neuen Leuchten Noserlight an der «Bauen & Modernisieren» Auch dieses Jahr ist Noserlight AG aus Zwillikon an der Messe Bauen & Modernisieren präsent, die vom 6. bis 9. September in den Messehallen von Zürich stattfindet. Rund 400 Aussteller präsentieren auf 28 000 Quadratmetern Gesamtfläche Neuheiten, die insbesondere für Hauseigentümer, Innenarchitekturbüros oder Liegenschaftenverwaltungen interessant sind. «In der Halle 6, am Stand A20, zeigen wir die neuesten dekorativen und technischen Leuchten, alles LED. Halogenlampen sind seit

dem 1. September in der Schweiz gesetzlich verboten», sagt Hans-Ulrich Noser. Er freut sich jedes Jahr über ein gutes Feedback – auch ein Grund, weshalb Noserlight seit 2005 zu den Ausstellerfirmen zählt. Die Messe zieht jeweils gegen 30 000 Besucherinnen und Besucher aus dem Grossraum Zürich/Deutschschweiz an, die unter dem Motto «wo man schaut bevor man baut» daherkommt und die vielfältigsten Infos rund um das Messethema liefert: vom Hausbau und dessen Finanzierung, über Innenausbau und Gebäudetechnik bis zur Hausautomation, Beleuchtung, intelligentes Wohnen und Multimedia. (-ter.)

Die Brauerei Baar bemüht sich seit Jahren, umweltfreundliche Ziele zu erreichen und hat nun einen grossen Schritt getätigt, den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern. Eine Fotovoltaikanlage liefert neu Solarstrom für das Brauen. Die Brauerei Baar gehört zu einer der ältesten Brauereien in der Schweiz. Im Jahr 1862 in Baar gegründet, führten ab 1902 fünf Generationen den Familienbetrieb erfolgreich durch die Höhen und Tiefen der Kriegsjahre und Konjunkturschwankungen. Seit mehr als 100 Jahren befindet sich die Brauerei in den Händen der Familie Buck-Uster. Leidenschaft für die Braukunst sowie Innovationsgeist sind das Erfolgsrezept des Betriebs und so werden bis heute eigene, regionale Bierspezialitäten gebraut. Jedes Jahr entsteht für die Brauerei dabei ein Stromverbrauch von rund 450 000 kWh, was dem Jahresverbrauch von rund 120 Haushalten entspricht. Mit einer Solaranlage will die Brauerei in Zukunft etwa 30 % dieses Bedarfs mit eigenem produziertem Solarstrom decken, und so Tradition erhalten und die Zukunft einmal mehr kosteneffizient angehen.

Hohe Eigennutzung angestrebt

Seit 2005 mit einem Stand an der Messe Bauen & Renovieren dabei: Noserlight AG aus Zwillikon, welche die neuesten Leuchten präsentiert. (Bild zvg.)

Im Zuge einer Dachsanierung begannen am 4. Juni die Bauarbeiten für die Anlage. Die Vorfreude auf das künftige Brauen mit Solarenergie wächst bei den Betreibern mit jedem Tag. «Eine Solaranlage passt perfekt zu unserer Unternehmensphilosophie. Das regio-

Eine Fotovoltaikanlage liefert neu Solarstrom für die Braui Baar. (Bild zvg.) nale Bier können wir in Zukunft nun mit Baarer Sonne brauen», sagt Martin Uster, Geschäftsführer der Brauerei Baar. Auch bei der Umsetzung wurde voll auf einheimisches Handwerk gesetzt. Morgen Mittwoch, 5. September, wird die neue Solaranlage ans Netz geschlossen. Die von der Solarfirma «winsun» geplante und umgesetzte Anlage hat eine Leistung von 174 kWp und erzielt einen Jahresertrag von rund 150 000 kWh. Bis zu ¾ des Ertrages sollen für den Eigenverbrauch genutzt werden. Hannes Wettach, Geschäftsleiter der winsun, erklärt:

«Eine Brauerei verbraucht vor allem tagsüber Energie, also dann, wenn die Sonne scheint. Dadurch kann eine sehr hohe Eigennutzung erzielt werden.» Neben dem hohen Eigenverbrauch wird die Anlage auch in Sachen Ästhetik punkten. Mit 600 sogenannten Fullblack-Modulen gliedert sich die Fotovoltaikanlage harmonisch in das Dach und die Umgebung ein. Deshalb erklärt Kurt Uster, Inhaber der Brauerei Baar überzeugend: «Unsere Brauerei ist äusserst stolz auf diese fortschrittliche Entwicklung und ab nun soll eitel Sonnenschein in der Braui herrschen!» (pd.)


Veranstaltungen

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Rührende Tragödie und rasante Komödie OpernHausen präsentiert Haydns La Vera Costanza – Premiere ist am Freitag Einem breiten Publikum Freude bereiten und talentierten Menschen eine Chance geben – das sind die Ziele von OpernHausen. Die aktuelle Produktion, «La Vera Costanza» von Haydn, feiert am Freitag Premiere. Die Jugendopernbühne OpernHausen führt seit 2001 mit Gesangs- und Musikstudenten und jungen Berufsmusikern in Gemeinschaftsarbeit szenische Opern im Knonauer Amt auf – früher jährlich, heute in grösseren Abständen. 2018 ist damit die 13. Saison. Wieder wird in der Scheune des Hauses Grandezza, dem Gründerhaus der Weisbrod-Zürrer AG, in Hausen gespielt. Mit sieben Solisten im Alter von 22 bis 28 Jahren und einem Orchester von rund 20 jungen Musikern ist es eine relativ kleine Produktion, aber es wird, wie immer, nach Originalpartitur gearbeitet. OpernHausen-Produktionen haben zwei Ziele: Sie sind ein Experimentier- und Ausbildungsort – Sänger, Dirigenten, Korrepetitoren und Musiker sollen etwas Neues ausprobieren dürfen – und sie sollen einem breiten Publikum, Opernliebhabern und Opernneulingen, Freude bereiten. Meistens wird dabei ein wenig bekanntes Werk vorgestellt. Dieses Jahr ist man erstmals eine Kooperation mit einem Jugendorchester, den Jungen Zürcher Harmonikern, eingegangen, das sich bereits einen Namen machen konnte.

Innerer und äusserer Adel Bei La vera costanza handelt es sich um eine semiseria, grundlegenden

OpernHausen-Produktionen verstehen sich als Experimentier- und Ausbildungsort für junge Sänger, Dirigenten, Korrepetitoren und Musiker. (Bild zvg.) Aufklärungsgedanken verpflichtet, nämlich dass innerer Adel den äusseren zu übertreffen vermag. Das im Zentrum stehende Paar sind Rosina, eine empfindsame junge Frau aus dem Volk, und Graf Errico, ein junger Adliger, zerrissen zwischen den Forderungen seines Standes und seinen wahren Gefühlen. Die adligen Protagonisten, die den beiden nachstellen, sind intrigant und egoistisch; deren Verwandtschaft mit Figuren der commedia dell’arte ist unverkennbar. Wir haben es hier mit Theater zu tun, das sowohl rührende Tragödie als auch rasante Komödie beinhaltet. Haydn bezeichnet es als «dramma giocoso». Interessanterweise scheint diese Oper junge Leute anzusprechen: «Auch unsere

Generation hat Mühe, sich für einen Partner zu entscheiden».

Meilenstein in Haydns Opern-Werk La Vera Costanza wird als ein Meilenstein in Haydns Opern-Werk bezeichnet. Lange wurde diese Oper für eine Auftragskomposition des Wiener Hofes gehalten. Heute scheint erhärtet, dass sie, wie die meisten Opern Haydns, für das Theater des Hofes Esterházy komponiert wurde. Dort war er lange Zeit Hofkomponist und Kapellmeister und hat neben seinen eigenen noch über 50 weitere Opern von anderen Komponisten zur Aufführung gebracht. Erstmals weicht er mit dieser Komposition deutlich von der

italienischen Komödie ab und geht seine eigenen Wege. Insbesondere die Vielfalt und Freiheit der Arien und die ausgedehnten Kettenfinali sind neu und wegweisend in Haydns OpernSchaffen. Die Nachfolgeoper Orlando Paladino, wo er diese Techniken weiterführte, wurde 2004 von OpernHausen aufgeführt. Interessanterweise geht es in beiden Opern um Liebe und Wahnsinn. Mit Martin Roth kommt Dulcamara aus der Produktion Elisir d’Amore von 2012 zurück auf die opernHausen-Bühne. Mit den Tenören Maxence Douez, Nuno Santos und Timothy Löw und den Sopranistinnen Gabriela Glaus, Tereza Kotlanova und Delia Haag sind sechs Nachwuchssänger mit

«Schwelgen in Stauden» «Sunday Afternoon» bei Blattgrün, Rifferswil

Natürliche Mittel helfen. (Bild Fotolia)

Hausapotheke für Kinder Aufgrund vieler Nachfragen bietet Urmi-Natur Kindergesundheit den Workshop mit Michèle Brüllhardt wieder an. Am Mittwoch, 19. September, in Affoltern.

Bereits zum zweiten Mal findet bei Blattgrün – Gärtnerei im Park in Rifferswil am 9. September (13 bis zirka 17 Uhr) der «Sunday Afternoon» statt. Pflanzenfreundinnen und Gärtner treffen sich zum Fachsimpeln und zum Geniessen. «Schwelgen in Stauden» heisst das Thema an diesem Sonntag. Vorgestellt werden Stauden, die sich in diesem

besonders heissen, trockenen Sommer gut bewährt haben. Einige geladene Berufskollegen berichten in kurzen Vorträgen über ihre diesjährigen Erfahrungen mit Pflanzen. Die Spezialitätengärtnerei Blattgrün wird in diesem Jahr ausserdem fünf Jahre jung. Das bietet Gelegenheit zu einem kurzen Rückblick und um mit den Gästen den Geburtstag zu feiern. Auch in diesem Jahr wird Rebecca Brodbeck wieder ein exzellentes Zvieribuffet anrichten. Buffet und

Festbänke sind vor Sonne und Regen geschützt. Wer sich gerne in der Gärtnerei und im Park umsehen möchte, hat ebenfalls ausgiebig Gelegenheit. Bei gutem Wetter stehen Liegestühle am trockenen, aber üppig grünen Teich bereit. (pd.)

«La Vera Costanza», Oper von Joseph Haydn in drei Akten im Haus Grandezza, Zugerstrasse 18, Hausen a. A. Aufführungsdaten: Freitag, 7.9., 20 Uhr, Samstag, 8.9., 20 Uhr, Sonntag, 9.9., 19 Uhr, Mittwoch, 12.9., 20 Uhr, Freitag, 14.9., 20 Uhr, Samstag, 15.9., 20 Uhr, Dienstag, 18.9., 20 Uhr, Freitag, 21.9., 20 Uhr, Samstag, 22.9., 20 Uhr, Sonntag, 23.9., 15.30 Uhr, Donnerstag, 27.9., 20 Uhr, Freitag, 28.9., 20 Uhr, Samstag, 29.9., 20 Uhr. Reservieren unter www.opernhausen.ch, Telefon 044 764 07 52 (18 bis 21 Uhr) oder tickets@opernhausen.ch.

«Fair Food»: sinnvoll oder gefährlich? Öffentlicher Informationsanlass zur eidgenössischen Initiative in Affoltern.

«Sunday Afternoon» am 9. September, 13 bis ca. 17 Uhr, bei Blattgrün – Gärtnerei im Park in Rifferswil. Anmelden für Kurzentschlossene bis 2. September: info@gaertnerei-blattgruen.ch, Tel. 044 241 27 66. Kosten: 50 Franken, inklusive Essen und Getränke.

Der Workshop «Hausapotheke: Was sollte für Kinder drin sein» ist geeignet für alle, die einen Einblick in eine sinnvolle und professionelle NaturHausapotheke, vor allem für die Kinder haben möchten. Es werden akute Erkrankungen, Beschwerden und Verletzungen besprochen. Der Workshop gibt einen Einblick, welche natürlichen Mittel insbesondere für Kinder geeignet sind. Ob ätherische Öle, Bachblüten, Homöopathie oder Schüssler-Salze. Es ist enorm wichtig, bestimmte Grundsätze zu kennen, um die richtige Wahl zu treffen. Die Kinder sprechen oft überraschend schnell und gut auf die richtig ausgewählten Mittel an. Vorkenntnisse sind für diesen Kurs keine erforderlich.

Unsere Verfassung umfasst inzwischen 197 Artikel und 95 Seiten. Soll Bio-Bauer Hansnun auch das Ziel jörg Schneebeli. von umweltscho- (Bild zvg.) nend und tierfreundlich produzierten Lebensmitteln in der Bundesverfassung verankert werden? Der glp und EVP ist eine sachliche Information bei Abstimmungsvorlagen wichtig. Deshalb bieten sie am Dienstag, 11. September, die Möglichkeit, sich über diese Initiative zu informieren und darüber zu diskutieren. Um die aktuelle Situation der Lebensmittelversorgung und den Wert einer nachhaltigen Produktion fachlich zu beleuchten, konnte der Ämtler Pionier und Bio-Bauer Hansjörg Schneebeli für ein kurzes Gastreferat gewonnen werden. Für Fragen und Disskussion bleibt genügend Zeit. Daniel Sommer, EVP, Hans Wiesner, glp Dienstag, 11. September, 19.30 Uhr im Ulmensaal des reformierten Pfarreizentrums Affoltern.

anzeige

19. September, 19 bis 21.30 Uhr in der Flügelwerkstatt, c/o Urmi-Natur, Obstgartenstrasse 19, Affoltern. Kursgebühr 30 Franken (inklusive Skript). Anmelden: 079 634 13 94, administration@urmi-natur.com. www.urmi-natur.com.

von der Partie. Sie repräsentieren vier Nationen und drei schweizerische Musikhochschulen. Erstmals wurde deshalb mehrsprachig geprobt. Der erst 22 Jahre Jahre alte Jonas Bürgin amtet als musikalischer Leiter und Dirigent. (pd.)

Auch in diesem Jahr wird Rebecca Brodbeck wieder ein exzellentes Zvieribuffet anrichten. (Bild zvg.)


veranstaltungen

Maschwanden feiert 100 Jahre Veloclub Veloparcours und Festbetrieb am Abend

Der Veloclub Maschwanden an der Fasnacht 1968. (Archivbild zvg.) Am 24. August 1918 versammelten sich 25 velobegeisterte Männer im Restaurant Kreuz zur Gründungsversammlung des Veloclubs Maschwanden. Mit Aktivitäten wie grösseren Touren über Alpenpässe, internen Radrennen, 1922 mit dem ersten Fasnachtsball oder 1926 mit der Velofahrschule «für besseres Beherrschen» wurden die Mitglieder begeistert. Über die Kriegszeiten flauten die Aktivitäten rund um den Veloclub Maschwanden ab, da das Gebrauchsmaterial kostspielig und schwer zu beschaffen war. In den 80er-Jahren erwachte der Veloclub zu neuem Leben. Der Mitgliederbestand stieg rasant an, konnten doch neu auch Familien und

Jugendliche aktiv im Verein mitwirken. Weitere spannende Anekdoten und Begebenheiten sind am 8. September zu hören und zu sehen. Auf dem Schulhausplatz kann man ab 14 Uhr das fahrerische Können auf einem Veloparcours unter Beweis stellen. Am Abend spielt die bekannte Oberkrainer Band «Alpenstarkstrom» in der Turnhalle auf und sorgt garantiert für festliche Stimmung zum 100-Jahre-Jubiläum des Veloclubs Maschwanden. (WeA) 100 Jahre Veloclub Maschwanden – Jubiläumsfeier am Samstag, 8. September, ab 14 Uhr Veloparcours auf dem Schulhausplatz; ab 17.30 Uhr Festbetrieb in der Turnhalle (Eintritt 10 Franken).

Naturparadies in Gefahr? Exkursion an die Reppisch, Aeugstertal

Die Reppisch: ein Naturparadies direkt vor der Haustüre. (Bild zvg.)

Das Forum Aeugst lädt am Dienstagabend, 11. September, zum Vortrag von Thomas Winter, Stiftung Wirtschaft und Ökologie, mit gemeinsamem Spaziergang an der Reppisch ein. An der Abendveranstaltung vom 11. September erhalten die Teilnehmer ganzheitliche Einblicke in das Naturparadies vor der Haustüre und erfahren, weshalb es nötig ist, das eigene Handeln und Wirtschaften in Einklang mit der Umwelt zu bringen.

Weiter werden Informationen über die Philosophie und Arbeitsweise der Stiftung SWO vermittelt sowie über deren Projektinhalte und das Potenzial für Gemeinden. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Es gilt, die entsprechende Kleidung zu wählen. (NöR) Vortrag und Exkursion am Dienstag, 11. September, 19 bis zirka 21.30 Uhr. Treffpunkt: Museum Verein Bergwerk Riedhof (beim Götschihof), Aeugstertal. Freier Eintritt, Kollekte für stiftungswo.ch und Bergwerkverein. Kontakt: Roger Nötzli, 079 610 29 85, info@forumaeugst.ch.

Höhenwanderung im Glarner Linthal Im Glarner Linthal fliessen gesunde Wasser. Die einen riechen nach Schwefel und besorgten dem Tal im 19. Jahrhundert einen florierenden Badetourismus. Die anderen stürzen kalt und frisch von den Felsen herunter oder liegen als See idyllisch in der Berglandschaft. Eine Höhenwanderung mit Aussicht verbindet sie miteinander. Mit der Bahn geht es über Zürich nach Linthal und mit dem Postauto zur Haltestelle Linthal Bergli. Von hier erreicht man in wenigen Minuten den erfrischenden Wasserfall Berglistüber. Nach einem steilen Aufstieg führt ein Höhenweg über Braunwald bis zum malerischen Oberblegisee am Fusse des imposanten Glärnisch.

Bei der Bergstation Brunnenberg angekommen, führt die Seilbahn nach Luchsingen hinunter. Von der Talstation aus erreicht man die Schwefelquelle von Luchsingen, die der Dorfverein und viele Freiwillige schön aufgewertet haben. Dazu gehören nebst der Quelle auch Informationstafeln, eine Feuerstelle und eine überdeckte Badewanne, in die kaltes Schwefelwasser fliesst, das nach faulen Eiern riecht. Nach der Besichtigung der Schwefelquelle geht es mit der Bahn wieder nach Hause. Dölf Gabriel, Wanderleiter Wanderung am Samstag, 15. September. Anmelden bis 11. September: miteinander.wandern@bluewin.ch oder Tel. 044 761 99 36 und 079 288 22 72. Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.


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Mit Musik in die Erntezeit

Von Umstandsmode bis zu Teenager-Sachen

Afrobeat-Konzert und Herbstfest in Bonstetten

Börse des Familienclubs in Affoltern

Auf der Stiftung Rotenbirben in Bonstetten wird die erntereiche Herbstzeit im September mit gleich zwei Festen gefeiert.

Am Mittwoch, 19. September, ist im Kasinosaal Affoltern wieder Herbst- und Winterkleiderbörse des Familienclubs Affoltern.

Die ersten kalten Nächte und regnerischen Tage weisen darauf hin, dass dieser lange und intensive Sommer langsam zu Ende geht. Doch das ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, denn es gibt auch Grund zur Freude: Die Äste der Äpfel- und Birnbäume sind mit so vielen Früchten behangen, dass sie sich dem Boden zuneigen. Die Mostpresse kann aus dem Keller geholt werden!

«The Fool’s Truth» sorgten im Juni für Stimmung. (Bild zvg.) Afrobeat-Konzert für die heissen Tage

Obstfeld als Treffpunkt Schliesslich gehört das Obst zum Säuliamt wie der Schnee zum Winter. Für die Stiftung Rotenbirben in Bonstetten ist dies der zweite Herbst, in welchem engagierte Bonstetterinnen und Bonstetter die Früchte einsammeln und von den Bäumen schütteln. Das Gelände an der Rütistrasse soll aber mehr sein als eine reine Produktionsstätte von Süssmost oder Gemüse (auch wenn dies noch so gut schmeckt!). Die Rotenbirben-Stiftung ist ein Hof für alle und soll ein Treffpunkt für die lokale Bevölkerung sein, ein Ort, um die Ämtler Tradition rund um die Landwirtschaft am Leben zu erhalten. Dies wird auch mit Konzerten gebührend gefeiert. Eine kleine, feine Konzertreihe holt lokale Bands und Musiker aus dem Amt und Umgebung auf den Hof.

So soll die Erntezeit mit einem gemütlichen Konzert eröffnet werden. Am Donnerstag, 6. September, spielen «The Anthronauts» süffigen Afrobeat. Mit dem Musikgenre, das vom nigerianischen Musiker Fela Kuti erfunden wurde, wird dem intensiven und heissen Sommer Ehre erwiesen und es wird nach vorne in die Erntezeit geschaut. Begleitet wird die Band von der jungen Reggae-Band «Breakfast Mood» aus Zürich. Ab 18 Uhr lädt die Bar zu einer kühlen Erfrischung ein und um 19.30 startet die Musik. Auf Rücksicht auf die Anwohner ist danach um Punkt 22 Schluss.

Herbstfest zum Erntedank Am 22. September wird mit dem Herbstfest das 200-jährige Bestehen des Hofes an der Rütistrasse gefeiert.

Die Stiftung stellt sich vor, die Aktionsgruppe der Rotenbirben berichtet über aktuelle Projekte, es sind Postkarten zu bestaunen und zu erwerben, der auf dem Land aktive Jekami-Verein und der Imker sind mit einem Stand vertreten. Auch Angebote für kleine und grössere Kinder sind vorhanden und verschiedene Handwerke sind live erlebbar. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Ab 11 Uhr lädt die Stiftung zum frohen gemeinsamen Festsamstag ein. Am anschliessenden Sonntag findet um 10 Uhr der Gottesdienst der reformierten Kirche mit Pfarrerin Susanne Sauder und dem Musikverein Bonstetten auf dem Stiftungsgelände statt – bei schönem Wetter draussen und ansonsten in der Scheune. (VeS) Afrobeat-Konzert am Donnerstag, 6. September, 18 bis 22 Uhr; Herbstfest am 22. September ab 11 Uhr, Stiftung Rotenbirben, Rütistrasse 5, Bonstetten.

«Pferdezeit»

«Traumfrau - Mutter»

Kleine Aufgaben rund um das Pferd übernehmen und sich mit den Tieren vertraut machen – diese Gelegenheit bietet sich im Kurs vom Samstagmorgen, 15. September.

Kurs im Familienzentrum Bezirk Affoltern

Von Pferden lernt man angeblich am meisten über sich selbst! Wie alle Tiere, leben die Pferde weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft, sondern im Hier und Jetzt. Sie sind sehr intelligente und sensible Tiere, die auch Emotionen und Körpersprache ihres menschlichen Gegenübers wahrnehmen und sich entsprechend anpassen können. Pferde werden heute zudem für verschiedene Therapien und Unterrichtsformen eingesetzt und helfen dabei, Kindern unter anderem ihren eigenen Körper besser wahrzunehmen, sie in ihrem Selbstwert zu stärken, Verantwortung zu übernehmen, die Konzentrationsfähigkeit zu fördern und die Verbundenheit mit der Natur wieder zu entdecken. An diesem Samstag, 15. September, von 9.30 bis 11.30 Uhr erhalten die Kinder die Gelegenheit, den Umgang mit Pferden zu erleben und dabei verschiedenen Fragen auf den Grund zu gehen. Die erfahrene Sozialund Reitpädagogin, Frau Pamir Demiriz leitet die Kinder an, kleine Aufgaben rund um das Pferd zu übernehmen und sich mit den Tieren vertraut zu machen. Ein schöner Ausritt und ein feiner Znüni runden diesen lehrreichen Vormittag ab. (GS) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos und kom-

Den Umgang mit Pferden erleben.

plettes Kursangebot:

(Bild zvg.)

bezirk-affoltern.ch.

www.familienzentrum-

Mutter zu sein ist nicht schwer – und dann ist man konfrontiert mit eigenen und fremden Bildern und Ansprüchen an das Muttersein. Unsere Vergleiche, Wünsche und Gehörtes begegnen an diesem Abend der Wirklichkeit. Humorvoll entdecken die Teilnehmerinnen am Montag, 17. September, von 19 bis 21.30 Uhr mit der Sozialpädagogin und Persönlichkeitstrainerin Manitoscha Zehr die unerreichbaren Bilder einer perfekten Mutter, kreieren ihr eigenes Ideal und freunden sich mit der ungeschminkten Wirklichkeit an. Das Ziel dieses Abends ist, die Frauen in ihrem Sein zu stärken, Inputs für den Alltag in Gelassenheit zu geben, Austauschmöglichkeiten zu bieten und über kreative Methoden andere Zugänge zu sich und dem herausfordernden Familienalltag zu finden. Die jeweiligen Abende der Kursreihe können als ganzes Paket, aber auch einzeln gebucht werden. (GS)

Perfekte Mutter: ein unerreichbares Bild. (Bild zvg.) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Börse mit Kafistübli am Mittwoch, 19. September, 16 bis 20 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Annahme: Dienstag, 18. September, 18.30 bis 19.30 Uhr; Rückgabe: Donnerstag, 20. September, 17.30 bis 18.30 Uhr. Nummern lösen oder bestätigen für Verkauf bei Martina Schneiter, 044 761 22 51 oder boerse@familienclubaffoltern.ch. Mehr Infos unter www.familienclubaffoltern.ch.

Viel Platz, um die Kinder einzukleiden 10. Herbst- und Winterbörse in Knonau Das diesjährige Börsenteam ist schon wieder fleissig am Organisieren der 10. Herbstund Winterbörse von Knonau am Samstag, 8. September.

len und Spielsachen. Kinderwinterschuhe bis Grösse 40 und Herbst- und Winterkleidung für Kinder finden sich von den Grössen 80 bis 176 im 1. Stock des Stampfi-Saals. Dank der grosszügigen Präsentation finden die Interessierten genug Platz, um im aller Ruhe die ausgestellten Artikel zu begutachten und zu kaufen. (HeS)

Zusammen mit dem Hol- und Bringtag der Gemeinde Knonau wird die Kinderwarenbörse in den Räumlichkeiten des Stampfi-Gebäudes Knonau durchgeführt. Eine kleine Festwirt- Börse am Samstag, 8. September, 9 bis 12 Uhr schaft wird draussen auf dem Stamp- im Stampfi Gebäude, Knonau. fi-Platz betrieben. Parkplätze sind genügend hinter dem Volg vorhanden. Im Parterre finden die interessierten Käuferinnen «alles rund ums Baby» – vom Strampler über Hilfsmittel bis zum Kinderwagen kann alles erworben werden. Die Börse Knonau führt jedes Jahr auch ein grosses Angebot an Spie- Kinderkleiderbörse im Stampfisaal, Knonau. (Archivbild zvg.)

Weitere Infos und komplettes Kursangebot: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Alltagstaugliche Frisuren und Make-Up Diese viel zu kurzen fünf Minuten am Morgen, zwischen Aufstehen, Frühstücken und die Kinder für die Schule oder Kindergarten vorbereiten, sollten genügen, um sich zu duschen, zu schminken und auch noch zu frisieren? Unmöglich! Eigentlich nicht, denn für ein gelungenes Alltags-Make-up braucht es gar nicht viel. Das kompetente En-Vogue-Team aus Hausen am Albis zeigt am Mittwoch, 12. September, von 18 bis 20 Uhr in lockerer Atmosphäre mit einem feinem Apéro, wie jedes Gesicht täglich und erst noch in einer so kurzen Zeit, von Neuem erstrahlen kann und die Haare mit wenigen Handgriffen toll aussehen können. (GS)

Obwohl noch spätsommerliche Temperaturen herrschen, steht bereits der Herbst vor der Tür. So wird es auch Zeit für die alljährliche Herbst-Kinderkleiderbörse des Familienclubs Affoltern im Kasinosaal. Mit neuem Outfit oder Fahrrad in den Herbst starten, einen tollen Schlitten oder einen Skianzug erstehen und günstige Spielsachen finden? All dies macht der Anlass möglich. Am Mittwoch, 19. September, kann man sich vor oder nach dem Besuch der Börse im Foyer mit verschiedenen Köstlichkeiten wie Waffeln, Hot Dogs, Kuchen und Getränken verköstigen. Das Kafistübli ist bereits ab 15.30 Uhr geöffnet, so kann die Wartezeit bis zur Türöffnung verkürzt werden. Angenommen und verkauft werden saubere und modische Kinderkleider, Skianzüge, Schuhe … für den Herbst und Winter. Gesucht sind zudem Sportartikel, Fahrräder, Skis, Ski-

schuhe, Snowboards, Schlittschuhe, Schlitten aber auch Autositzli, Kinderstühle und natürlich Spielsachen. Auch Umstandsmode darf zum Verkauf angeboten werden. Somit kann man sich an der Börse von der Schwangerschaft über das Babyzeitalter bis in die Teenagerjahre mit tollen Sachen ausstatten. Die Anzahl Verkäuferinnen muss aus Platzgründen auf die ersten 120 beschränkt werden. Die Organisatorinnen bezahlen 80 % an Nichtmitglieder und 90 % an Mitglieder aus. Die Administrationsgebühr für alle Verkäuferinnen beträgt fünf Franken. Immer wieder gesucht sind helfende Hände. Wer Zeit und Lust hat, einmal hinter die Kulissen zu schauen und tatkräftig mitzuhelfen, darf sich gerne melden. Als Dank winken einige Vorteile. (pd.)

Keine Zeit fürs Styling? (Bild zvg.) Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos und komplettes Kursangebot: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Zeit, den Kleiderschrank auszumisten Im Frühling 2018 gingen die Türen der Kinderkleiderbörse Jonen («Jokibo») nach über drei Jahren wieder auf, im Mehrzweckraum des neuen Primarschulhauses Säntis. Die Käuferinnen und Käufer, Helferinnen und Helfer sowie das neue hochmotivierte OK des Joner Familenclubs, freuten sich über ein gelungenes Revival. Noch sind die Temperaturen sommerlich, aber der Herbst nähert sich. Zeit also, wieder mal den Kleiderschrank auszumisten und das Zimmer zu durchforschen, ob auch wirklich alle Spielsachen noch in Gebrauch sind. Denn die Vorbereitungen für die Herbst-Winterbörse stehen vor der Tür! Diese findet am Freitag, 14. September, von 18.30 bis 20.30 Uhr und am Samstag, 15. September, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Mehrzweckraum des neuen Primarschulhauses Säntis in

Jonen statt. Die Cüpli-, Kaffee- und Kuchenbar lädt nach dem Shoppen zum Verweilen und netten Gesprächen ein. Eine Anmeldung zum Verkauf nimmt das OK gerne per E-Mail an jokibo@joner-familienclub.ch bis zum 11. September entgegen. Angenommen werden saubere, ganze und zeitgemässe Herbst- und Winterkinderkleider, Schuhe, komplette Spielwaren, Bücher, CDs Schlitten, Skis, Ski- und Schlittschuhe, Hochstühle, Kinderwagen etc. Am Samstag haben die Kinder während der Öffnungszeiten der Börse die Möglichkeit, ihre mitgebrachten Spielsachen auf dem Pausenplatz selber zu verkaufen oder zu tauschen. (GuN) Infos zur Jokibo auf www.joner-familienclub.ch.


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Sport

Dienstag, 4. September 2018

Martin Wagner wiederholt Vorjahressieg und beendet Karriere Achtes nationales Fahrturnier in Zwillikon: Vierspänner-Ehrenplatz für Hansheiri Weiss, Mettmenstetten Er wiederholte den Vorjahressieg bei Vierspännern in Zwillikon und beendet seine erfolgreiche Karriere in 14 Tagen anlässlich der Schweizer Meisterschaften: Martin Wagner aus Niederteufen blickt auf eine erfolgreiche Gespannfahrer-Karriere zurück. ................................................... von werner schneiter Auch das 8. nationale Fahrturnier, ausgerichtet von der Fahrgruppe Säuliamt, zog auf dem Areal der Familie Obschlager in der Zwilliker Weid erneut viel Publikum an. Und diese bekam in allen Kategorien guten Fahrsport zu sehen, begünstigt auch durch ideale Terrainverhältnisse. Alle Teilnehmenden – leider etwas weniger als im vergangenen Jahr – mussten vorerst zur Dressur antraben und hernach auf den 630 Meter langen und mit 25 Hindernissen bestückten, zahlreiche Wendungen aufweisenden Hindernisparcours, der für Zuschauer natürlich besonders spektakulär ist. In der Dressur zählen insbesondere die Reinheit der Gänge, die Übergänge von versammeltem, zu Arbeitsoder starkem Trab, aber auch das korrekte Fahren der Figuren. Die Richter beobachten ausserdem die Hilfestellung der Fahrer an die Vierbeiner, den sorgsamen Einsatz der Peitsche. Und sie schauen auch auf die Bekleidung. So musste ein Fahrer, der keine Handschuhe trug, Strafpunkte in Kauf nehmen. Fazit des Jurypräsidenten René Staub: «Das fahrerische Niveau ist hier gut.» Das nachfolgende Hinderisfahren bezeichnete er auch als Gehorsamsprüfung, die einige Ansprüche stellt ans Können der elegant gekleideten Damen und Herren auf dem Bock. Sie können mit geschicktem Timing das Herunterfallen der Bällchen auf den «Töggeln» verhindern.

In der Schweiz fast alles gewonnen «Mir lief es nicht so gut wie erhofft, auch, weil ich zu langsam gefahren bin» – die Selbstkritik von Martin Wagner erstaunt, nachdem er bei den Vierspännern einen souveränen Sieg einfuhr – in jener Kategorie also, die beim Fahrturnier in Zwillikon immer im Fokus steht. International hat der 62-Jährige aus Niederteufen in dieser Saison nach eigenen Worten nicht ganz die erhofften Erfolge erreicht. In der Schweiz aber, da ist er Spitze: Mit Ausnahme des Turniers in Frauenfeld ging er 2018 auf allen Plätzen als

Viele Zuschauer und ein souveräner Sieger bei den Vierspännern: Martin Wagner auf dem Hindernisparcours. (Bilder Werner Schneiter)

Die für den KV Affoltern startende Sibylle Commons kam bei den Einspännern auf Platz 7. Sieger nach Hause. In Zwillikon möglicherweise zum zweitletzten Mal in seiner erfolgreichen Karriere, die er nach den Schweizer Meisterschaften in 14 Tagen beendet. Auch aus Altersgründen. Vielleicht rückt seine Tochter nach. «Sie fährt aber ausschliesslich mit dem Zweispänner», fügt Wagner bei, für den es bis zum Vordringen an die Weltspitze enorm viel braucht – viel Zeit, viel Training und viel Geld. «Das kannst du nur mit entsprechend potenten Sponsoren», hält er fest. Noch nicht ganz klar ist, wie es in der kommenden Saison beim Mettmenstetter Hansheiri Weiss weiter-

Verfügt über junge, hervorragende Pferde: Hansheiri Weiss aus Mettmensteten auf der «Brücke» mit seinen vier Araber-Friesen.

geht. «Das hängt davon ab, ob ich ein gutes Team zusammenstellen kann», sagt er und gerät über die Qualität seiner vier Araber-Friesen ins Schwärmen: «Ich habe noch nie so gute Pferde geführt. Ich spanne sie nun in der zweiten Saison ein. Sie lernen schnell und haben einen ausgeglichenen Charakter. Mit ihnen kann man international ganz vorne mitfahren». So bleibt zu hoffen, dass er ein starkes Team bilden kann. Weiss selber investiert viel in den Fahrsport: Das Training umfasst wöchentlich etwa zwölf Stunden, dazu kommt noch Longierarbeit. Seit das Fahrturnier in Zwillikon

im nationalen Wettkampfkalender figuriert, sind nur noch wenige Teilnehmende aus dem Säuliamt dabei – ganz anders, als es noch Freundschaftsfahrturnier hiess und beim Vitaparcoursstart in Affoltern über die Bühne ging. Erwähnenswert ist aber der dritte Platz bei den Zweispännern KP-LMS von Carole Streich aus Maschwanden. Auch die für den KV Affoltern startende Sibylle Commons aus Aristau klassierte sich bei den Einspännern KP-L in der ersten Ranglistenhälfte.

Guntershausen; 3. Carole Streich, Maschwanden (Jin und Joy). 8. Carole Streich, Maschwanden (Gandalf und Gotteron v. Shethof). - Samastag, Einspänner KP-L: 1. Nicole Oberer, Lausen; 2. Sonja Windlin, Kerns; 3. Anja Windlin, Kerns; 7. Sibylle Commons, KV Affoltern (Faye III). Sonntag, Einspänner KP-MS: 1. Andreas Studer, Aegerten; 2. Gaby Segmüller, Rebstein; 3. Willy Birrer, Luthern. Ausgeschieden: Heinz Kellenberger, Hausen. Sonntag, Zweispänner KP-MS: 1. Mario Bezzola, Zernez; 2. Toni Windlin, Kerns; 3. Guido Enderli, Tübach SG. – Sonntag, Vierspänner/Tandem: 1. Martin Wagner, Niederteufen; 2. Hansheiri Weiss, Mettmenstetten (Elke van de Veldzicht, Henry IV, Tom IV, Zorro M.). 3. Bruno Peter,

Ranglistenauszug: Samstag, Zweispänner, KP-LMS: 1.

Mauensee, Tandem. Die vollständige Rangliste

Christof König, Unterstammheim.; 2. Vera Bürikhofer,

findet sich unter www.fahrgruppe-saeuliamt.ch.

Kranzauszeichnungen für Ottenbach Schweizer Meisterschaft der Jungpontoniere in Baden Nachdem die Aktiven bereits am Eidgenössischen Pontonierwettfahren in Bremgarten ihre Schweizer Meister auserkoren haben, war es am vergangenen Wochenende für die Jungen so weit. Im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums organisierten die Badener Pontoniere ein Einzelwettfahren und die Schweizer Jungpontonier-Meisterschaft. Aufgrund eines zu niedrigen Wasserstandes, war bis wenige Tage vor dem Wettkampf nicht klar, ob dieser durchgeführt werden kann. Da es aber doch noch etwas Regen gab und der Parcours abgeändert wurde, konnte das Wettfahren durchgeführt werden. Der Parcours wies dann auch Elemente auf, die so normalerweise nicht ge-

fahren werden. Bereits der Start war ungewohnterweise in Flussrichtung. Weiter wurde eine längere Strecke von den meisten rückwärts gerudert. Zum Schluss musste dann in der Flussmitte gestachelt werden, da man ansonsten auf die Steine gefahren wäre. Am Samstag zeigten die Aktiven ihr Können. Mit dem zweiten Platz in der Frauenkategorie von Anita Stanger und Corinne Leutert hatte der Verein etwas zu feiern. Auf dem fünften reihten sich Michèle und Irene Leutert ein und auf dem sechsten Platz Anita Leutert und Nicole Betschart. Bei den Männern fuhren Leo Baschnagel und Ernst Humbel auf den hervorragenden vierten Platz und liessen ihre jüngere

Konkurrenz alt aussehen. Beat Vögele und Kurt Hegetschweiler ergatterten sich noch die letzte Kranzauszeichnung in derselben Kategorie. Christian Grütter und Thomas Leutert, der als Doppelstarter den Parcours bereits einmal gefahren war, fuhren ebenfalls in die kranzausgezeichneten Ränge. Am Sonntag starteten dann 18 Jungpontoniere aus Ottenbach an der Jungpontoniermeisterschaft in Baden. Das Wettkampfgelände blieb dasselbe. Hiess es am Samstagabend noch, es könne der ursprünglich geplante Parcours gefahren werden, musste er am Sonntag doch auf die verkürzte Form zurückgesetzt werden, weil der Wasserstand bereits wieder gesunken war.

Die Jungpontoniere mit ihren Trainern Thomas Leutert und Christian Schnopp. (zvg.) In der Kategorie 2 (15-17 Jahre) konnten Gian Vögele und Simon Flori dem Druck standhalten und fuhren mit der schnellsten Gesamtzeit in ihrer Kategorie auf den hervorragenden vierten Rang. In der Kategorie 3 (18-20 Jahre) fuhren Cedric Berli und Cornel Humbel ohne Punkteverlust bei den Elementen auf den fünften Rang. Für viele aus der Kategorie 1 (bis 14 Jahre) war diese Schweizer Meister-

schaft die erste. Sie waren wahrscheinlich besonders nervös. Bei Nora und Timo Schriber trifft dies wohl nicht zu. Sie fuhren souverän auf den vierten Platz, wobei sie punktgleich mit Drittplatzierten nur aufgrund der Zeit das Podest ganz knapp verpassten. Gian-Andri Stappung und Timo Schriber, der als Doppelstarter fuhr, erhielt ebenfalls, nach einer starken Leistung, eine Kranzauszeichnung. Anita Leutert


Sport

Dienstag, 4. September 2018

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FCWB mit erstem Heimsieg der Saison Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Gossau 2:1 (1:0) Nach einem Unentschieden und einer Niederlage gelang dem FCWB am Samstag nun der erste Heimsieg. In einer knappen Partie behielten die Ämtler gegen Gossau die Oberhand. In der fünften Runde der noch jungen Erstliga-Saison empfing der FCWB zu Hause den FC Gossau. Eine sehr umkämpfte und spannende Affiche. Wobei sich die Ämtler in der Vergangenheit immer sehr schwer getan haben gegen die routinierten Ostschweizer. Allerdings sind die Gäste aus Gossau schwach in die Meisterschaft gestartet und konnten noch keinen einzigen Punkt sammeln.

der 13. Minute blieb der Ball nach einem Luftduell vor Schneebelis Füssen liegen, welcher sofort den Ball in die Tiefe spielte. So konnte Stürmer Lugo der unsortierten St. Galler Defensive enteilen und eiskalt zur 1:0-Führung für das Heimteam vollstrecken. Das Spiel wurde immer physischer und die Ostschweizer operierten hauptsächlich mit langen Bällen auf ihren bulligen Stürmer. Die WB-Abwehr hatte diese Spielsituation aber stets unter Kontrolle. Der einzige Wermutstropfen in der ersten Halbzeit war die Auswechslung von Verteidiger Todzi, welcher mit einer Kopfverletzung ausschied. Für ihn kam Flügel Marjanovic neu ins Spiel und Trainer Oswald musste seine Mannschaft in der Pause umstellen.

Umkämpfte Startphase Aber schon in den ersten Aktionen des Spiels zeigte sich, dass nur eine kämpferische Leistung der Ämtler reichen wird, um die drei Punkte im Moos zu behalten. Der FCWB startete dominant ins Spiel, hatte viel Ballbesitz und liess sich durch die physische Spielweise der Gäste nicht verunsichern. Viele Fouls unterbrachen immer wieder den Spielrhythmus und so wurde es nur dann gefährlich, wenn schnell in die Spitze gespielt wurde. In

Hin und Her nach der Pause Nach der Pause wurden die Gäste aus Gossau stärker. Doch der FCWB hielt dagegen und kam nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff zu einer grossen Chance. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Dzelili und Lugo tauchte der aufgerückte Massaro vor dem Tor auf. Doch sein Schlenzer aus zwölf Metern verfehlte das Ziel knapp. In der 53. Minute spielte sich ein Ostschweizer Stürmer mit einem Doppel-

Nikola Marjanovic (hier im Spiel gegen Winterthur) erzielte mit einem wuchtigen Schuss WBs Siegtreffer. (Bild kakö)

Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil, 150

pass durch die WB-Verteidigung und konnte allein vor Torhüter Thaler zum 1:1 vollenden. Die Oswald-Elf liess sich dadurch aber nicht entmutigen und suchte wiederum das Offensivspiel, um den Führungstreffer zu erzielen. Nun begann ein totales Kampfspiel. Viele Fouls, einige Karten und vor allem wurde oft mit hohen Bällen gespielt. Ein solcher landete nach knapp einer Stunde bei Marjanovic, welcher mit Stürmer Lugo den Dop-

Sieg beim ersten Heimauftritt Fussball 3. Liga: FC Affoltern – FC Oetwil-Geroldswil 4:1 (1:0) Mit zwei blitzsauberen Treffern zu Beginn der beiden Halbzeiten ebnete Rama am vergangenen Samstag den zweiten Sieg in der noch jungen Saison. Der bis dahin ungeschlagene Gast aus dem Limmattal spielte zwar wacker mit, letztlich fehlte ihm aber die Durchschlagskraft. Die Zuschauer hatten es sich kaum gemütlich gemacht, ehe der Matchball ein erstes Mal ins gegnerische Gehäuse rollte. Rama war bereits früh auf Betriebstemperatur und erwischte den Gästehüter, nach einem feinen Doppelpass, in der entfernteren Ecke. In der Folge überliessen die Einheimischen den Oetwilern das Geschehen und störten nur wenig beim Spielaufbau. Optisch war sogar eine Überlegenheit auszumachen, allerdings konnten die Angreifer nie in Position gebracht werden. Die FCA-Defensive stand solide und liess wenig zu. Nur einmal hatten die Ämtler eine brenzlige Situation zu überstehen. Nach

einem schönen Angriff stand plötzlich ein gegnerischer Angreifer ganz frei vor Steiner, konnte diesen aber nicht bezwingen. Vor dem Halbzeittee hatten auch die Einheimischen noch zwei Möglichkeiten. Bei beiden Aktionen fehlte zuletzt die nötige Präzision. Wie schon zu Beginn der Partie war es Rama, welcher an diesem Tag den Unterschied machte. Nach nur zwei Zeigerumdrehungen zog er aus etwas mehr als zwanzig Metern ab und der Ball zappelte zur doppelten Führung im Netz. Ob der sicheren Führung spielte der FCA in der Folge etwas gar lässig und kassierte prompt zwei gelbe Karten und als wäre das noch nicht genug, lenkte Scicchitano eine flache Hereingabe ins eigene Tor ab.

Weckruf und Reaktion Für den FCA war der Anschlusstreffer gleichzeitig auch ein Weckruf. Zum Glück konnte Arsic nach einem schönen Durchspiel über die rechte Seite rasch nach dem Anspiel die Führung

wieder ausbauen. In der Folge mussten die Gäste die Spielweise weiter öffnen und den Angriff verstärken. Der FCA hatte dadurch ebenfalls mehr Freiräume und die Chancen auf Konterangriffe. Praktisch mit dem Schlusspfiff des guten Schiedsrichters konnte Antenen einen Entlastungsangriff zum alles entscheidenden und verdienten 4:1 abschliessen. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen steht die Mannschaft von Trainer Filipovic zwar gut da, noch ist es allerdings zu früh, um eine erste Bilanz zu ziehen. Ein echter Prüfstein kommt bereits heute Abend (Anspielzeit um 19.45 Uhr) ins Moos. Der FC Kilchberg-Rüschlikon ist ebenfalls mit dem Punktemaximum gestartet und die Fans können sich auf einen ersten Spitzenkampf freuen. (hw) Sportplatz Moos: 85 Zuschauer; SR Uzunoglu; FCA: Steiner; Arsic, Scicchitano, Mühlemann (75. Halilovic), Bala II; Stähli (46. Fedier), Oetterli, Steigmeier, V. Shala; C. Antenen, Rama (67. Bosshard). Tore: 4. Rama 1:0, 47. Rama 2:0, 62. Eigentor 1:2, 63. Arsic 3:1, 90+2 C. Antenen 4:1.

Walkend auf Postensuche 26. Walking-OL in Affoltern am 8. September

Exaktheit statt Schnelligkeit ist gefragt beim Walking-OL. (Bild zvg.)

Walking-Ol, das heisst, auf einer vorgegebenen Route wandern (im Gelände mit gelben Fähnchen markiert). Standorte der an der Route stehenden OL-Posten auf der Karte einzeichnen und auf dem Aufgabenblatt die Postenbuchstaben zuordnen. Die rot-weissen OL-Posten sind mit einem gelben Fähnchen und mit Buchstaben bezeichnet. Sie sind meistens an der Wanderroute, können aber gut sichtbar einige Meter vom Weg entfernt stehen. Es gilt, die Postenstandorte auf der Karte möglichst genau und sorgfältig mit Rotstift (können am Start bezogen werden) einzuzeichnen und mit dem Postenbuchstaben zu identifizieren. Diese Aufgaben werden mit Punkten bewertet. Zu den belieb-

cieren. Allerdings kam der FC Gossau noch zu zwei guten Torchancen durch Mujic. Jedoch verfehlten sowohl sein anspruchsvoller Halbvolley, als auch ein Schuss von der Strafraumkante das Ziel um einige Meter. Kurz vor Schluss sah ein Ostschweizer noch die Ampelkarte und somit änderte sich am Ergebnis nichts mehr, da die zehn verbliebenen Fürstenländer nichts mehr zu reissen vermochten. Einzig WB-Stürmer Srdic hätte das Score noch erhöhen können, allerdings verhinderte der Innenpfosten einen weiteren Treffer. Damit geht der FCWB in eine wohlverdiente Pause, denn der nächste Ernstkampf steht erst in zwei Wochen an. Dann wird die Oswald-Elf die Reise in den Süden zum FC Mendrisio antreten. (LTh)

ten Posten zählen der Bärengraben (wo gibt es in unseren Wälder Bären?) und die Futterkrippe, in der es eine kleine Zwischenverpflegung gibt. Es gibt keine Zeitnahme! Um eine Punktegleichheit auszuschliessen, erwartet die Läufer am Schluss eine Schätzfrage. Start und Ziel ist beim Bauernhof Hüslimatt, (Parkplatz beim Schnitzelhof) in Affoltern a. A. Anmelden kann man sich dort zwischen 12 und 13.30 Uhr. Der Walking-OL wird immer beliebter. Er wird einzeln gelaufen oder auch in Gruppen, denn gemeinsames Erleben wird doppelt geschätzt. (pd.) Weitere Infos bei Walking-OL-Organisator Severin Schmid, Telefon 044 761 42 12.

pelpass suchte und dann in den Strafraum eindrang. Sein wuchtiger Schuss konnte von den Ostschweizern nicht mehr verhindert werden und so landete der Ball zur 2:1-Führung für das Heimteam im Gossauer Netz.

Zuschauer. FCWB: Thaler; Massaro, Todzi (46. Marjanovic), Studer, Brüniger; Peter; Dzelili, Schneebeli, Mollet (75. Capone), Rüegger; Lugo (89. Srdic). Weitere Resultate: FCWB 2 – Horgen 2:2, FCWB 3 – Freienbach 4:1, Inter Zurigo – FCWB 4 4:0, Jun. A (CCJL) – Dübendorf 2:1, Bassersdorf – Jun. Ba (CCJL)

FCWB sichert drei wichtige Punkte Nun versuchten die Ämtler die Führung über die Zeit zu bringen und noch einzelne Konteraktionen zu lan-

1:2, Jun. Ca – Lachen/Altendorf 2:3, Wädenswil – Jun. Dc 16:2, Jun. Db – Richterswil 2:2, Jun. Da – Urdorf 4:0, Team Region Affoltern – Jun. Bb 3:6, Knonau-Mettmenstetten – Jun. Cb 5:0, Kosova – Sen. 30+ 1:4, Sen. 40+ – Wädenswil 0:0.

Die erste WM im neuen Olympiaformat Petra Klingler startet in Innsbruck Innsbruck ist vom 6. bis 16. September Austragungsort der Weltmeisterschaften im Sportklettern. Über 700 Athletinnen und Athleten werden dort um die Medaillen im Lead, Bouldern, Speed und im Olympischen Kombinationsformat kämpfen. Swiss Climbing hat neun Athletinnen und Athleten selektioniert. Bereits 1993 war Innsbruck (A) Austragungsort der Sportkletter-WM. Es war die erst zweite in der Geschichte und die Schweizerin Susi Good gewann Gold im Leadklettern, der damals einzigen Disziplin. Nun kehrt die Weltmeisterschaft zurück in die Tiroler Hauptstadt. Mit grosser Spannung wird unter anderem das Finale der Olympischen Kombination erwartet, welche an der diesjährigen WM zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Die Zahl der Athleten, die in allen Disziplinen starten, ist seit der letzten WM 2016 weiter stark gestiegen. Mit einer Dauer von zehn Tagen ist die WM 2018 die längste aller Zeiten. Parallel dazu finden die Titelkämpfe im Paraclimbing am selben Ort statt.

Swiss Climbing Team mit fünf Damen und vier Herren

aber, dass die Voraussetzungen im Vergleich zur WM in Paris vor zwei Jahren ganz anders sind: «Im Hinblick auf Tokyo 2020 steht die Kombinationswertung klar im Fokus und das Training wird entsprechend nicht nur auf eine Einzeldisziplin ausgerichtet. Da ich diese Saison weniger als sonst geklettert bin, geht es für mich in Innsbruck vor allem darum, zu sehen, wo ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe und woran ich noch arbeiten muss. Klar werde ich im Kampf um die Medaillen vollen Einsatz zeigen, aber die Titelverteidigung wird ein hartes Stück Arbeit.» Neben Klingler, bestreiten auch Anne-Sophie Koller und Andrea Kümin alle drei Disziplinen sowie die Kombination. Michelle Hulliger und Katherine Choong konzentrieren sich auf das Leadklettern. Bei den Schweizer Herren ist insbesondere Sascha Lehmann ein Platz im Lead-Finale zuzutrauen. Nach einer Knieverletzung und einer damit verbundenen längeren Wettkampfpause, gelang dem Berner vor rund drei Monaten ein viel beachtetes Comeback. Im Leadweltcup feierte er diese Saison bereits drei Finalplätze. Wie Lehmann treten auch Dimitri Vogt und Baptiste Ometz in allen drei Einzeldisziplinen sowie in der Kombination an. Nils Favre bestreitet ausschliesslich den Boulder-Wettkampf. (pd.)

Die neunköpfige Schweizer Nationalmannschaft reist mit der amtierenden BoulderWeltmeisterin Petra Klingler nach Innsbruck. Die Bonstetterin, die diese Saison bewusst auf den Uniabschluss gesetzt und deshalb weniger Weltcups bestritten hat, freut sich auf die bevorstehenden Wett- Petra Klingler will in Innsbruck sehen, wo sie im Vergleich kämpfe, erklärt mit der Konkurrenz steht. (Bild David Schweizer)


Sport

Dienstag, 4. September 2018

Strandbad Türlersee als «perfekter Ort»

Den Schweizer Meistertitel im Zehn-Tanz verteidigt

nEverest: trotz Kälte und Regen ein Erfolg

Ämtler Tanzpaar brilliert in der Königsdisziplin des Tanzsports Vergangenen Samstag, 1. September, wurde in Bern die Schweizer Meisterschaft im Zehn-Tanz ausgetragen. Das Hausemer Paar Davide Corrodi/Maja Kucharczyk wurde der Favoritenrolle gerecht.

Viele drehten ihre Runden um den Türlersee in Gruppen. Zweite von rechts ist Natali Hungerbühler, die Präsidentin des Hilfswerks wecare4.ch. (Bilder Erika Schmid)

Die einen fuhren zwischen Mitternacht und 18 Uhr zwanzig Mal über Albis und Buchenegg – 334 Kilometer mit 9200 Höhenmetern auf dem Rennrad –, andere kosteten im Verpflegungszelt, was die Küche zu bieten hatte. Der Anlass am Türlersee finanziert 150 Strassenkindern in Kenia für ein Jahr den Schulbesuch. ................................................... von bernhard schneider Um Mitternacht starteten beim Türlersee fünf Radcracks ihre Runden über Buchenegg und Albis, während Gilbert Fisch, Erfinder und Organisator von nEverest, und Natalie Hungerbühler, Präsidentin des kleinen Hilfswerks wecare4.ch, Verpflegung und Sicherheit der Kämpfer auf zwei Rädern sicherstellten. Angesichts der kühlen, regnerischen Witterung waren vor allem warme Getränke gefragt. Jede Durchgangszeit wurde notiert, die Fahrer wurden mit GPS getrackt, so dass bei einem Unfall sogleich Hilfe hätte organisiert werden können. Glücklicherweise war dies trotz der feuchten Strassen nicht nötig. Die meisten der 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ab 7.30 Uhr beim Strandbad Türlersee eintrafen, unternahmen eine oder mehrere Rennradrunden. Die fünf Fahrer, welche die magischen 20 Runden in 18 Stunden anpeilten, freuten sich, wenn sie ein kürzeres oder längeres Stück auf Begleitung zählen konnten. Gerade auf dem relativ flachen Stück zwischen Türlen und Tägerst war angesichts des kalten Gegenwindes ein wenig Windschatten durchaus willkommen. Zudem ist es mental viel herausfordernder, für sich allein Runden zu

drehen, als bei einem Rennen jederzeit von anderen Teilnehmenden motiviert zu werden. Ergänzend wurden Runden um den Türlersee gelaufen, man konnte im See schwimmen oder sich in Stand up Paddeling üben. Für Biker war eine eigene Runde im Buchenegg-Albis-Gebiet markiert. Hier ereignete sich auch der einzige Zwischenfall des Anlasses: Eine Kette riss. «Wenn während Hunderten von Stunden Sport nicht mehr als eine Kette reisst, darf man als Veranstalter sehr zufrieden sein», resümiert Gilbert Fisch. Besonders gefallen hat Fisch, dass auch 30 Kinder mit ihren Eltern an den Türlersee kamen. Ihr Highlight war der Kids Run. Während der übrigen Zeit malten und bastelten sie oder spielten im Sandhaufen. Gilbert Fisch befand sich während 38 Stunden ununterbrochen auf den Beinen, um zusammen mit 35 Helferinnen und Helfern den multisportiven Spendenanlass zu ermöglichen. Obwohl der Anlass zum zweiten Mal in Folge mit Wetterpech zu kämpfen hatte: Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch und das Spendenziel wurde erreicht, denn die rund 50 000 Franken, die im Rahmen von nEverest gespendet wurden, reichen aus, um den 150 Strassenkindern in Nakuru, Kenia, die vom Projekt Scann betreut werden, während eines weiteren Jahres die Schule zu finanzieren. Das Schweizer Hilfswerk wecare4.ch sorgt dafür, dass die Gelder ihren Zweck auch tatsächlich erfüllen. Das Strandbad Türlersee habe sich erneut als perfekter Ort für den Anlass erwiesen, stellte Gilbert Fisch fest. Im nächsten Jahr wird hier Anfang September nEverest 2019 erneut über die Bühne gehen – vielleicht für einmal bei etwas besserem Wetter.

Gesichert mit einer Schwimmweste werden die Stand-Up-Paddeling-Bretter getestet. Das grösste Risiko bestand darin, ins kühle Wasser zu plantschen.

Schon durch das ganze Jahr hindurch erzielten Davide Corrodi und Maja Kucharczyk beachtliche internationale Erfolge, hatten konsequent und fleissig trainiert, auch an Showaufführungen brilliert und waren bestens vorbereitet. Die Wertungen der sieben Juroren, jeder aus einem anderen Land, bestimmten die Resultate. Ab 14 Uhr waren etliche Runden zu tanzen. Immer mehr Paare mussten ausscheiden, bis kurz vor Mitternacht Maja und Davide auf dem Siegerpodest standen und mit der Goldmedaille geehrt wurden. Als dann vor stehendem Publikum die Landeshymne ertönte, waren nicht nur die Sieger und ihr Coach Jasmin Corrodi, sondern auch das Publikum vom Erlebten tief beeindruckt und ergriffen. Die Schweizer Meisterschaft wurde im grossen Saal in Schwarzenburg ausgetragen. Eine 200 m² grosse Fläche, eine Fensterfront mit herrlichem Blick ins Grüne und ein voll besetzter Saal boten den Paaren optimale Voraussetzungen. Der Tanzsport ist in der Schweiz zwar immer noch eine Randsportart, geniesst aber trotzdem eine grosse Beachtung. Denn diese Sportart fasziniert nicht nur im Ergebnis, sondern beeindruckt Gefühl und Verstand. Die spezielle Atmosphäre zwianzeige

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schen Spitzensport, Kunst und Eleganz begeistert Jung und Alt. Das Turnier in Bern war denn auch enorm gut besucht. Weil keine Sitzplätze mehr vorhanden, drängten sich die Zuschauer auf den Stehplätzen um einen Blick auf die Piste zu erhalten.

Vielfalt als besondere Herausforderung Beim Zehn-Tanz müssen sich die Tanzsportler in den fünf Latein- und in den fünf Standardtänzen beweisen. Nicht nur sind die zehn verschiedenen Musikarten vom Samba, Cha-Cha, Rumba, Paso Doble, Jive, bis zum Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow Foxtrott und Quick Step stilgerecht und in ihren Besonderheiten mit entsprechenden Schrittkombinationen zu interpretieren, die Paare müssen sich auch ständig umziehen, von Standard Frack und langer Robe zum Latein Dress. Ihre Tanzhaltung, Schrittführung und Schrittkombination sind ständig zu wechseln, was einer grossen Anpassung bedarf. Gerade das aber macht den Zehn-Tanz zur Königsdisziplin.

Nächste Ziele Ihr diesjähriges Ziel ist es, das Halbfinal der Weltmeisterschaft in der U21 zu erreichen. Gold zu ertanzen an der Schweizer Zehn-Tanz-Meisterschaft war deshalb ein wichtiges Qualifikationsereignis auf ihrem Weg zum Ziel. Im Vorfeld waren sie fast jedes Wochenende an internationalen Turnieren und vertraten die Schweiz äusserst

Maja Kucharczyk und Davide Corrodi. (Bild zvg.)

erfolgreich. Da ist viel Energie und Disziplin gefragt! Die Sommerferien verbrachten sie an Turnieren und in Tanzsportlagern. Zusätzlich musste Davide vergangenen Montag und Dienstag zur Vormatura antreten. In der Folge kämpfte er mit einer Erkältung, die er an der Schweizer Meisterschaft aber gekonnt überspielte. (pd.) Weitere Infos und Shows: www.maja-davide.ch.


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