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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 68 I 174. Jahrgang I Dienstag, 1. September 2020

Sperre verlängert

Die Bauarbeiten an der Reppischbrücke Aumüli dauern bis zum 18. September an. > Seite 3

Nahreise

In der beliebten Wanderserie des «LaMarotte» ging es von Aeugst nach Hausen. > Seite 4

Meister der Artefakte

Bernard A. Schüle, Leiter Objektzentrum im Landesmuseum, wurde pensioniert. > Seite 5

Neue im Vorstand

Die Generalversammlung der Spitex Knonaueramt beleuchtete eine intensive Zeit. > Seite 7

Mehr Leben für Flüsse und Bäche Im Bezirk Affoltern werden bis 2035 diverse Fliessgewässer revitalisiert Der Kanton Zürich will bis 2035 verschiedene Bäche und Flüsse revitalisieren. Dabei sollen die Biodiversität entlang der Fliessgewässer gefördert, Naherholungsgebiete aufgewertet und ein besserer Hochwasserschutz erzielt werden. von AngelA BernettA «Die wenigsten Schweizer Flüsse und Bäche fliessen heute noch durch ihr natürliches Bett», sagt Marc Autenrieth, Projektleiter Wasserbau beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) des Kantons Zürich. «Im 18. Jahrhundert begannen die Menschen hierzulande, diese im grossen Stil zu begradigen, zu kanalisieren und künstlich zu verbauen. Man wollte Land für Siedlungen und die Landwirtschaft gewinnen und sich gleichzeitig vor Überschwemmungen schützen.» Viele Fliessgewässer beraubte man so ihrer natürlichen Dynamik, aber auch für die Flora und Fauna hatte dieses Vorgehen erhebliche Konsequenzen. «Zahlreiche Lebensräume im und am Wasser sind durch die Verbauungen stark beeinträchtigt.» Nachdem der Bund 2011 das Gewässerschutzgesetz revidiert hatte, zog der Kanton Zürich mit einer Revitalisierungsplanung nach. Neben der Erhaltung von naturnahen Abschnitten sollen auf Basis dieser Planung bis 2035 je fünfzig Kilometer der kantonalen und kommunalen Fliessgewässer revitalisiert werden. Damit will man nicht nur die

Biodiversität entlang der Flüsse, Bäche und die Naherholungsgebiete aufwerten, sondern auch einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten. Die Kosten für die Revitalisierungsmassnahmen gehen zu einem wesentlichen Teil zulasten des Bundes. Der Kanton und die betroffenen Gemeinden beteiligen sich ebenfalls finanziell.

Zusammenarbeit von Bund und Kanton Neben bereits umgesetzten Revitalisierungen durch Gemeinden und Kanton ist auch der Bund angehalten, zerstörte oder beeinträchtigte Naturlandschaften im Rahmen von sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen zu ersetzen. So hat das Bundesamt für Strassen (Astra) gemeinsam mit dem Awel vor einiger Zeit den Hofibach zwischen Hedingen und Zwillikon revitalisiert. Dabei wurden die Bachverbauungen entfernt, ein natürlicher Gewässerverlauf angelegt und das angrenzende Bord verbreitert. «Der mäandrierende Bachverlauf orientiert sich heute am ursprünglichen Verlauf des Gewässers», ergänzt Marc Autenrieth. Der Bach soll so zu seiner alten Dynamik zurückfinden. Auch Flora und Fauna weisen entlang des Hofibaches eine beachtliche Artenvielfalt auf. Bisweilen sieht man das Gewässer ob der wild wuchernden Pflanzen, Büsche und Bäume kaum und vernimmt lediglich ein leises Rauschen oder Plätschern. «Für die Pflege und den Unterhalt der revitalisierten Fliessgewässer sind je nach Standort und Ver-

Marc Autenrieth, Projektleiter beim Awel, nahe Rifferswil am Jonenbach. (Bild Angela Bernetta)

antwortlichkeit der kantonale Gewässerunterhaltsdienst oder die kommunalen Dienste zuständig», klärt Marc Autenrieth auf. Ökologisches Fachwissen sei dabei mehr als gefragt.

Arbeiten in Gemeinden aufgegleist Auch in den Gemeinden im Bezirk Affoltern sind bereits einige Massnahmen auf Basis der kantonalen Revitalisierungsplanung aufgegleist. So haben die Verantwortlichen das Vorprojekt für die Revitalisierung eines Teilstücks des Jonenbaches in Rifferswil bereits abgeschlossen, und die Arbeiten am Baupro-

jekt aufgenommen. Ein weiteres Teilstück des Jonenbaches zwischen Affoltern und dem Zwilliker Weiher befindet sich derzeit noch in der Projektphase. Auch in verschiedenen Gemeinden im Bezirk sind erste Arbeiten, welche die Revitalisierung kleiner Fliessgewässer betreffen, aufgegleist. In den nächsten 15 Jahren sollen dort entlang verschiedener Bäche die Biodiversität verbessert, die Erholungsgebiete aufgewertet und ein besserer Hochwasserschutz insbesondere im Siedlungsgebiet erzielt werden.

Essbare Kunst

Michi Wirz aus Sellenbüren malt Portraits aus Schokolade – auch nach Wunsch. > Seite 9

Neues Schulhaus in Bonstetten Da die Schülerzahlen in Bonstetten, Wettswil und Stallikon stetig ansteigen, reicht der heutige Schulraum schon bald nicht mehr. Die Sekundarschule plant daher den Bau eines neuen Schulhauses in Bonstetten. An einer Informationsveranstaltung hat sie am Samstag ihre Pläne vorgestellt. Am 27. September wird über die Vorlage abgestimmt. Die Kosten für den geplanten Schulhausneubau sind mit 13,4 Millionen Franken veranschlagt. Gebaut werden soll ein viergeschossiges Gebäude, das 18-Klassen- und Fachzimmer sowie 12 Gruppen- und Nebenräume enthält. Erstellt werden soll es als Hybridbau in Beton und Holz mit einer dunkelbraunen Fassade aus Ziegelplatten. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaik-Anlage installiert, welche den Eigenbedarf an Strom abdeckt. Gebaut wird es an der Stelle der alten Sporthalle. Vorgesehen ist auch der Abbruch eines Traktes, der sich in schlechtem baulichen Zustand befindet und bei dem Wasser eintritt. Die grosse Wiese und die alte Eiche bleiben mit dem neuen Schulhaus erhalten. Die Urnenabstimmung war ursprünglich im Mai dieses Jahres geplant, musste wegen der Corona-Pandemie aber auf den 27.September verschoben werden.

> Bericht auf Seite 5 ANZEIGEN

> Weiterer Bericht auf Seite 3

Kleider machen Bräute Annika Isenegger-Meister berät Frauen auf ihrer Suche nach der perfekten Hochzeitsrobe

Unterstützt die Bräute bei der Kleidersuche: Annika Isenegger-Meister. (Bild zvg.)

«Ja, ich will.» Im Jahr 2019 haben im Bezirk Affoltern 530 Personen den Gang vors Standesamt gewagt. 265 Ehen sind daraus entstanden. Zwar blieb die Zahl der Hochzeiten in den vergangenen zehn Jahren einigermassen konstant, gemessen an den steigenden Bevölkerungszahlen ist sie jedoch rückläufig. Jene aber, die noch «Ja» sagen, tun das nicht selten in traditioneller Manier. Dazu gehört für viele Frauen auch ein klassisch weisses Hochzeitskleid. Ein solches wünschte sich Anfang 2018 auch Annika Isenegger-Meister. Auf ihrer Suche stiess sie auf ein Kleid des spanischen Modelabels «Rosa Clará» – und verliebte sich sofort. Allerdings zeigte sich, dass es gar nicht so einfach war, dieses Kleid in der Schweiz zu kaufen. «Warum», fragte sie sich, «mache ich das eigentlich nicht selbst?» So kam es, dass sie ihren Job als Finanzchefin kündigte und im November 2018 im Zentrum von Affoltern ihre Boutique «Brautkleid-Träume» eröffnete. Seither unterstützt die 41-Jährige Frauen auf der Suche nach ihrer Wunschrobe. Es lohne sich, die verschiedenen Stile einmal durchzuprobieren – vom

Prinzessinnenkleid bis zum Meerjungfrauen-Look, sagt Annika IseneggerMeister. Das dauert. Drei Stunden plant sie für eine Anprobe ein. Kaum eine Braut erscheint zu diesem Termin alleine: Schwestern, Freundinnen oder Schwiegermütter seien häufige Gäste – und natürlich die eigene Mutter. Letztere werde manchmal eigens eingeflogen oder – coronabedingt – per Videocall zugeschaltet. Über den Stil des Kleides seien sich Mütter und Töchter allerdings nicht immer einig. Mütter, erzählt Annika Isenegger-Meister, kämen häufig mit einer klaren Vorstellung in ihre Boutique: «Sie stellen sich ihre Tochter gerne als Prinzessin vor.» Wenn diese dann ein anderes Kleid, zum Beispiel ein eng anliegendes Modell im Meerjungfrauen-Look vorziehe, falle es mancher Mutter schwer, sich mit der Wahl der Tochter abzufinden. Doch nicht nur Differenzen im Modegeschmack können die Auswahl des Kleids für manche Frau zur Herausforderung machen. Es lauern weitere Stolperfallen. Zum Beispiel der «Tränen-Mythos». (lhä)

> Interview auf Seite 11

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Farbe grau, 8-jährig, in Obfelden vermisst seit 12.08.2020. Kater Willi ist kastriert und gechipt, kann gegenüber Fremden scheu sein. Bitte, wer ihn gesehen hat oder weiss, wo er ist... gebt mir bitte Bescheid. Tel: 079 664 58 38, Herrn Leone verlangen.

Maschwanden

Betriebsausflug der Gemeindeverwaltung Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Betreibungs- und Gemeindeammannamtes Hausen am Albis bleiben am Freitag, 4. September 2020 den ganzen Tag geschlossen. Bei Todesfällen erhalten Sie unter der Telefonnummer 044 764 80 20 Auskunft über den Pikettdienst. Wir danken für Ihr Verständnis. Hausen am Albis, 1. September 2020

Einbürgerung Mit Beschluss vom 25. August 2020 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

Am 24. August 2020 ist in Muri (AG) verstorben:

Walter Strebel geboren am 7. Juni 1929, von Buttwil (AG), wohnhaft gewesen in Maschwanden. Die Abdankung findet am Mittwoch, 2. September 2020 um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden statt.

Hedingen Am 19. August 2020 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hauser-Hug Verena geboren am 30. Juni 1931, von Roggwil TG, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen.

Zusammen mit Freunden, Verwandten, Nachbarn und Bekannten möchten wir nochmals auf das Leben von

Hermann Sommer 22. März 1930 – 10. März 2020

zurückblicken und gemeinsam von ihm Abschied nehmen. Die Abschiedsfeier, zu der wir herzlich einladen, findet statt am Freitag, 4. September um 14.00 Uhr in der Ref. Kirche Obfelden. Für alles Mittragen und die grosse Anteilnahme während den letzten Monaten sind wir sehr dankbar. Die vielen Zeichen der Verbundenheit, wertschätzenden Worte und geteilten Erinnerungen haben uns berührt, gestärkt und getröstet.

Ursula Sommer und Familie Aufgrund der neusten Covid-19-Schutzweisungen gilt eine Maskenpflicht.

Mettmenstetten Am Dienstag, 8. September 2020, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche, die Beisetzung/Abdankung für

• Thomas Peter Vonwald, 1988, Staatsangehöriger von Deutschland 1. September 2020

Fries Alois

Stadtrat Affoltern am Albis

Schulhausstrasse 2, Mettmenstetten, statt. Der Friedhofvorsteher

Obfelden Am 27. August 2020 ist in Zürich ZH gestorben:

Reglemente und Verordnungen

Schärer Kurt geboren am 18. Februar 1951, von Sumiswald BE, wohnhaft gewesen in Obfelden, Ehemann der Schärer-Gemperle Silvia.

Der Stadtrat Affoltern am Albis hat am Dienstag, 25. August 2020 folgendes Reglement genehmigt und wird dies per 1. Oktober 2020 in Kraft setzen:

Die Urnenbeisetzung findet zu einem spätere Zeitpunkt statt.

• Kompetenzdelegationreglement Sozialhilfe

Die Friedhofvorsteherin

Der Beschluss ist der Publikation unter www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegt während der Rekursfrist bei der Abteilung Präsidiales, 3. Stock, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gleichzeitig wurden die Kompetenzordnung Sozialhilfe vom 29. Mai 2018, die Unterstützungsrichtlinien Sozialhilfe vom 29. Mai 2018 inkl. Anhang vom 3. Dezember 2019 mit allen bisherigen Änderungen sowie alle im Widerspruch zu diesem Reglement stehenden kommunalen Erlasse und Beschlüsse aufgehoben. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Einem allfälligen Rekurs wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

Erweiterung der Öffnungszeiten Jedes erste Wochenende im Monat Samstag 10.00 – 16.00 Uhr Sonntag 12.00 – 16.00 Uhr neu Wir freuen uns auf viele Besucher Das Museumsteam

1. September 2020 Stadt Affoltern am Albis

Mietgesuche Papier- und Kartonsammlung Am Samstag, 5. September 2020 findet in Affoltern am Albis (inkl. Zwillikon) die Papier- und Kartonsammlung statt. Bitte stellen Sie Papier und Karton separat gebündelt und geschnürt bis spätestens 8 Uhr morgens bereit. Deponieren Sie die Bündel gut sichtbar am öffentlichen Strassenrand und nicht beim Hauseingang oder Einfahrt. Loses, beschichtetes, verunreinigtes oder in Säcken/Taschen abgefülltes Material sowie nicht zusammengefaltete Schachteln oder untragbare, übergrosse Bündel werden nicht abgeführt. Sammelverein: Jumba Kontaktstelle bei nicht abgeholtem Papier oder Karton: 079 414 28 40 (ab 12.00 Uhr) 1. September 2020 Stadt Affoltern am Albis, Bereich Hochbau und Umwelt

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Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.

Traurig, aber dankbar für die vielen schönen Jahre und für alles, was sie für uns war, haben wir im Familienkreis, auf einer wunderbaren Waldlichtung, Abschied genommen von

Vreni Hauser-Hug 30. Juni 1931 – 18. August 2020

Franz Hauser Barbara und Roger Meyer Tim Meyer und Jasmine Moro Jill Meyer und Roman Weiss mit Theo Verena Seiler und Edwin Meier Ramon Seiler Mirco Seiler und Melanie Saner Carol Seiler und Nevin Sommer Liliane Winzenried und Thuri Weiss Lynn und Léa Winzenried Traueraderesse: Franz Hauser, Haldenstrasse 25, 8908 Hedingen


Bezirk Affoltern

Reppischbrücke länger gesperrt Seit Mitte Juni 2020 ersetzt das kantonale Tiefbauamt die Reppischbrücke in Aumüli. Ursprünglich war geplant, die Bauarbeiten bis am 4. September abzuschliessen und die gesperrte Einmündung der Bonstetterstrasse in die Reppischtalstrasse wieder für den Verkehr freizugeben. Schwierigkeiten beim Erstellen der Bohrpfähle haben nun aber zu zwei Wochen Verzögerung geführt. Die Sperrung mit Umleitung über Bonstetten und Wettswil bleibt demnach bis Freitag, 18. September. Somit verkehrt auch die Buslinie 227 weiter eingeschränkt: Die Haltestellen «Gamlikon», «Aumüli», «Sunnenberg» und «Lärchenhof» können weiterhin nicht bedient werden. Es empfiehlt sich, auch die Fahrgastinformationen an den Haltestellen und in den Bussen zu beachten. (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag In Obfelden wird heute Dienstag, 1. September, Paul Meier-Brändli gefeiert. Er wird heute 90. Wir gratulieren herzlich und wünschen einen wunderschönen Festtag.

Zum 80. Geburtstag Am Donnerstag, 3. September, hat in Affoltern Dario Fiesolani Geburtstag – und zwar zum 80. Mal. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem besonderen Ereignis und wünschen alles Gute.

Einsendungen für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» bitte per Mail schicken an redaktion@affolteranzeiger.ch. Aufgenommen werden Geburtstage ab dem 95., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der Goldenen Hochzeit (50 Jahre).

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 1. September 2020

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Raum und Naturnähe für Bäche im Bezirk Einige Revitalisierungsmassnahmen im Knonauer Amt stehen vor der Ausführung Im Säuliamt stehen verschiedene Revitalisierungsmassnahmen von Bächen an. So will der Kanton die Biodiversität, das Erholungsgebiet und den Hochwasserschutz entlang des Jonenbachs verbessern. Auch die Gemeinden widmen sich vermehrt den anstehenden Revitalisierungsmassnahmen ihrer Bäche. von AngelA BernettA In Rifferswil ist die Revitalisierung eines Teilstückes des Jonenbachs in Planung. «Das Vorprojekt ist abgeschlossen, das Bauprojekt wird derzeit erarbeitet», ergänzt Marc Autenrieth, Projektleiter Wasserbau beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) des Kantons Zürich. Die Massnahmen gaben im Vorfeld einiges zu reden. In der Gemeinde befürchtete man zu hohe Kosten und den Verlust von Landwirtschaftsland, das einem breiter angelegten Gewässerraum zum Opfer fallen könnte. Der Kanton könnte den Landbesitzer enteignen. «Damit es nicht so weit kommt, suchten wir im Gespräch mit den Verantwortlichen einvernehmliche Lösungen», schildert Marc Autenrieth den Ablauf. Auch konnte der Kanton Land von einem Bauern erwerben, um mit dem Projekt einhergehenden Landverlust abzugelten. Dass dem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts viel Verhandlungsgeschick vorausging, darauf lässt der Umstand schliessen, dass Rifferswil mit seinem Ortsbild von nationaler Bedeutung auch an Auflagen des Denkmalschutzes gebunden ist. «Die Revitalisierungsmassnahmen sind ein klassisches Kombi-Projekt», sagt Marc Autenrieth zu den anstehenden Arbeiten. «Sie bewegen sich zwischen dem offenem Land und dem Siedlungsgebiet.» Bei der Umsetzung von erstgenanntem lege man mehr Wert auf die Biodiversität entlang des Gewässers, während der Hochwasserschutz im Siedlungsgebiet Priorität habe.

Gemeinsames Projekt mit Pro Natura? In der Revitalisierungsplanung enthalten ist ein weiteres Teilstück des Jonen-

Auch am Jonenbach zwischen Affoltern und dem Zwilliker Weiher stehen Revitalisierungmassnahmen bevor.

Der revitalisierte Hofibach zwischen Hedingen und Zwillikon. (Bild Awel) baches zwischen Affoltern und dem Zwilliker Weiher. «Derzeit befinden wir uns noch in der Projektphase, ergänzt Marc Autenrieth. In Hinblick auf die anstehenden Massnahmen hat das kantonale Tiefbauamt bereits 2019 eine Brücke nahe des Weihers realisiert, die in ihrer Konstruktion genug Umsetzungs- und Realisierungsspielraum für das zu erwartende Projekt offen lässt. Auch die Naturschutzorganisation Pro Natura Zürich, der der Weiher gehört, vermeldet auf ihrer Webseite, dass sie ein Aufwertungsprojekt für diesen plant. Dieses werde allerdings wegen des Jonenbachs, eines Stauwehrs und einer

Ein Teilstück des Jonenbachs in der Gemeinde Rifferswil steht kurz vor der Umsetzung. (Bilder Angela Bernetta)

Staumauer sowie einer kleinen Altlast noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit wolle man mit kleineren Massnahmen die bestehende Situation mit angepasster Gehölzpflege und zusätzlichen Nistkästen für die seltenen Fledermäuse überbrücken.

Gemeinden ziehen nach Da die Revitalisierung kleiner Fliessgewässer in den Verantwortungsbereich der Gemeinden fällt, sind im Bezirk diesbezüglich einige Projekte schon aufgegleist. So teilt Franz Wipfli, Bausekretär der Gemeinde Hedingen, auf Anfrage mit, dass man für den Feldenmasbach

bereits Ideen für den Hochwasserschutz im Siedlungsgebiet und die Revitalisierung entwickelt und an den Kanton weitergeleitet habe. Auch in Wettswil wird man sich in absehbarer Zeit mit der Planung von Revitalisierungsmassnahmen am Fridgraben und Hofächerbach beschäftigen, meldet Bausekretärin Jasmin Zollinger. In Obfelden sind die Projektierungsarbeiten zur Revitalisierung inklusive Hochwasserschutz des Lindenbachs ebenfalls am Laufen, wie Tiefbausekretär Rico Schweingruber auf Anfrage bestätigt. Weitere Projektschritte würden zur gegebenen Zeit kommuniziert.

Corona belastet Zürcher Budget stark

«Faszination Bavonatal»

Tiefere Steuererträge als Folge der Coronakrise: Der Regierungsrat rechnet in seinem Budgetentwurf für 2021 zurzeit mit einem Defizit von 558 Millionen Franken. Eine Aktualisierung der Finanzplanung bis 2024 soll bis Anfang Oktober folgen.

Im September verkaufen Schüler und Schülerinnen in der ganzen Schweiz den beliebten und traditionsreichen Schoggitaler für Natur- und Heimatschutz.

Verglichen mit der Rechnung 2019 erwartet der Zürcher Regierungsrat fürs nächste Jahr bei den Steuern Einbusse von 356 Millionen Franken. Das sind gemessen am Budget des laufenden Jahres um 450 Mio. und verglichen mit dem Finanzplan des letzten Jahres fast 470 Mio. Franken weniger. Der Rückgang entstehe als Folge der Coronakrise vor allem bei den Unternehmenssteuern und der direkten Bundessteuer, teilte der Regierungsrat mit, während die Auswirkungen bei den natürlichen Personen geringer ausfallen dürften. Die Steuerprognosen stützen sich wie in den Vorjahren auf das jährliche Hearing der Finanzdirektion mit Fachleuten der Prognoseinstitutionen. Trotz des Ertragsrückganges will der Regierungsrat die Investitionen nicht zurückfahren. Im Gegenteil: Sie sollen

2021 verglichen mit dem bisherigen Finanzplan von 1,2 auf rund 1,5 Milliarden Franken steigen, «um die Infrastruktur für Wirtschaft und Bevölkerung weiterhin attraktiv zu halten», heisst es in der Mitteilung. Auch in den Folgejahren seien durchschnittlich 1,4 Mrd. Franken vorgesehen. Gemäss Regierungsrat Ernst Stocker, Finanzdirektor, hätte ein Herunterfahren der Investitionen in Zeiten einer Krise eine kontraproduktive Wirkung.

Mittelfristige Defizite: Genauere Abschätzung bis Oktober Die gesamte Finanzplanung unterliegt einem hohen Mass an Unsicherheit. So sind die pandemiebedingten Mehrkosten noch nicht umfassend absehbar. Und auch bei den Steuern ist vieles ungewiss. An den bereits im gültigen Finanzplan erwarteten hohen Defiziten dürfte sich allerdings mittelfristig nichts ändern. Eine genauere Abschätzung werde Anfang Oktober möglich sein, wenn der Zwischenbericht 2020 vorliege und die von der Coronakrise massgeblich betroffenen Leistungsgruppen ihre Finanzplanung nachbudgetiert haben. (red.)

Das Tessiner Bavonatal ist eine der schönsten Landschaften im Alpenraum. Über Jahrhunderte trotzten die Menschen im Tal den Naturgewalten. Sie legten Gemüsegärten auf Felsbrocken an, errichteten schwindelerregende Treppen entlang von Steilwänden und bauten ihre Unterkünfte und Stallungen direkt in den Felsen. Das Tal bietet gleichsam Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt zur Artenvielfalt bei. Besonders Schmetterlinge, Reptilien und Vögel fühlen sich hier wohl. Doch die Landschaft braucht Pflege! Mit dem Kauf des Schoggitalers 2020 kann man dazu beitragen, Kulturlandschaften wie das Bavonatal zu schützen und damit einen Teil dieser Tradition zu bewahren. Und auch die teilnehmenden Schulklassen profitieren: Pro verkauftem Taler fliessen 50 Rappen in die Klassenkasse. Der Verkauf der Schoggitaler aus Schweizer Biovollmilch sowie Fairtradezertifiziertem Kakao (Max Havelaar)

läuft seit dieser Woche. Ab heute Dienstag können die Schoggitaler ausserdem bei Coop Bau+Hobby und ab 16. September in den Verkaufsstellen der Post bezogen werden. Schweizer Heimatschutz/Pro Natura ANZEIGE

Yvonne Bürgin

Kantonsrätin, Fraktionspräsidentin CVP

Infrastruktur verlottert, Kosten steigen, alle verlieren.

www.strassengesetz-nein.ch


4 ZWISCHEN-RUF

August-Tagebuch Ich frage am Telefon meinen Bruder, was er gerade macht. «Monitoring auswerten.» Was ist das? Er mache als Ornithologe mit beim Monitoring häufiger Brutvögel in Baden-Württemberg. Musste gestern exakt bei Sonnenaufgang ein Quadratkilometer grosses vorgeschriebenes Gebiet begehen und dabei alle Vogelarten, die er sah, notieren. «Und – wie viele waren es?» «Fünfzehn.» Hätte gern gesagt: «Zähl mal auf.» Der Sohn meiner Cousine wurde vierzig. Dazu lud er seinen Freund mit Frau und Kindern ein, um mit ihnen eine Woche im Ferienhaus seiner Eltern zu verbringen. Viel Vorbereitung war nötig: Beschaffung von Essen und Getränken, Ausdenken toller Programmpunkte. In der ersten Nacht gabs aber einen Ehestreit zwischen dem Freund und dessen Frau. Am nächsten Morgen fuhr jene Familie nach Hause. Was für ein Mail!! Ein Schüler aus meiner allerersten Mittelstufenklasse in Zürich schreibt, er hätte es damals mit meiner Unterstützung ins Literar-Gymi geschafft, und er würde mich gern wiedersehen. Ich ihn auch! Ich mag die österreichische Sendung «Kabarettgipfel». Einer erzählte: «Meine Grossmutter sagte immer zu mir, man müsse einen Plan B haben. Das sei ganz wichtig. Oder ob ich wirklich meine, der Grossvater sei Plan A gewesen.» Eine Freundin verlangt nach dem dritten – und letzten – Vers meines Wutgedichtes: Ich musste es tun: die Klaviertasten zerhacken Schoko-Nuss-Tafeln klauen Christbaumkugeln zerquetschen das panierte Schnitzel zertrampeln den Teddy würgen und den Mond verjagen Eine böse Zeile hab ich weggelassen. Hatte was mit Kirche zu tun. Meine Tochter erzählt von ihrer Praxisangestellten Helena. Die hatte Geburtstag und von ihrem Mann einen Strauss roter Rosen geschenkt bekommen. Nach einer Woche waren die Blüten bereits etwas welk. Gestern Abend, als sie nach Hause kam, dachte sie, sie sehe nicht recht: Alle Rosenblätter verstreut auf dem Tisch! «Was soll das?!» Helena habe sehr geschimpft mit ihrem Mann. Und er: «Lies doch, was da steht.» Die Rosenblätter bildeten den Satz: Tu sei la mia vita! (Du bist mein Leben.) Meine 100-jährige Mutter hat vor ein paar Jahren ein langes Gedicht verfasst. Ein Vers geht so: Die Zeit ist nun nicht aufzuhalten und das Alter schreitet fort Man sieht bekümmert seine Falten und sucht umsonst das Zauberwort Ich hab meine Mutter gebeten: «Wenn du das Zauberwort findest, sag es mir.» Da lachte sie und meinte: «Eigentlich hab ich es schon gefunden.» «Ja? Wie heisst es?» «Gesundheit.» Hossi, der Iraner, der nun glücklich bei der VBZ arbeitet, erzählt, während er mir meinen frisch gewaschenen Vorhang aufhängt, dass im Iran alle Schwulen gehängt werden. Was für eine Story! Meine Schwägerin berichtet von ihrer Freundin: Die hat mehrere Brüder. Der älteste hatte den Bauernhof geerbt und seine Geschwister ausbezahlt. Die aber fanden die Summe zu gering und schalteten einen Anwalt ein. Der Bauer musste dann eine stattliche Summe drauflegen. Mit der Zeit aber schlossen sie Frieden und alle kümmerten sich um diesen Bruder, weil er so einsam war. Jetzt ist er gestorben. Einer der Brüder ging in Begleitung des Bankangestellten zum Tresor. Er nahm zuerst das Testament und las: «Ich vererbe meinen gesamten Besitz den SOS-Kinderdörfern.» Dicke Bündel von Tausendernoten lagen da. Der Bruder dachte, dass die riesige Geldsumme auf dem Konto (zwölf Millionen) – genug Unterstützung für die Kinderdörfer sei und sagte zum Bankbeamten: «Würden Sie bitte kurz wegschauen?» Doch der sagte Nein. Ute Ruf Fortsetzung folgt.

Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. September 2020

Von den alten Römern bis zum modernen Weinbau Die sechste Nahreise des Kulturkellers LaMarotte von Aeugst zur Vollenweid Der Dauerregen schien den Vögeln mehr zuzusetzen als den Wandernden, denn das Interesse an der Nahreise von Aeugst zur Vollenweid war überraschend gross. Der einzige Milan, der gesichtet wurde, befand sich auf der Weinflasche. von Bernhard Schneider Aeugst ist möglicherweise das einzige Dorf in der Region, das seit der Römerzeit ununterbrochen besiedelt ist, denn alle anderen Dörfer wurden im Frühmittelalter von einwandernden Alemannen gegründet. Das hochgelegene Aeugst kämpfte vor allem während der «kleinen Eiszeit» vom Spätmittelalter, ab der Wende zum 14. Jahrhundert, bis zur Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit dem rauen Klima. Aus römischer Zeit ist eine kleine Strasse unterhalb der heutigen Kirche belegt. Möglicherweise befand sich im Gebiet von Aeugst eine Zollstation, die für einen gewissen Umsatz sorgte. Die keltisch-römische Bevölkerung blieb hier vermutlich lange unbehelligt von den Alemannen, die sich in den Flusstälern ansiedelten und sich erst im Verlauf der Jahrhunderte mit den Aeugstern vermischten. Obwohl Aeugst über weniger hochwertiges Ackerland als andere Gemeinden verfügte und weniger Weinbau be-

Urs Heinz Aerni erläutert, weshalb der Borkenkäfer in Mischwäldern schlechtere Karten hat als in Monokulturen. (Bild Erika Schmid) treiben konnte, nahmen die Aeugster im 17. Jahrhundert freiwillig erhebliche Lasten auf sich, um sich von der Kirchgemeinde Mettmenstetten zu lösen und eine eigene Kirche zu bauen, die 1667 eröffnet wurde. Heute hat sich die erhöhte Lage von Aeugst zu einem Vorteil gewandelt: Hier liegt viel weniger Nebel als im Reppisch-, Jonen- und insbesondere im Reusstal, weshalb sich Aeugst in den letzten Jahrzehnten zu einer Wohngemeinde mit gut besonnter Wohnzone entwickelt hat. Die Gemeinde zählt bereits heute überdurchschnittlich viele Solaranlagen und deren Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Föhren leiden unter der Trockenheit Der Wald auf dem Weg zum Türlersee bot Anlass zur Betrachtung der Auswir-

kungen des Klimawandels: Die Zukunft liegt bei Mischwäldern, denn heute dominierende Bäume wie die Föhren leiden unter der extremen Trockenheit der letzten Jahre. Gerade die Erdrutsche in der aktuellen Niederschlagsperiode zeigen dies: Die oberste Bodenschicht ist durchtränkt, die unteren sind trocken, wodurch die Schichten nicht mehr stabil ineinandergreifen. Bei den Vögeln verschiebt der Klimawandel die Wanderungen. Viele überwintern hier, die noch vor einigen Jahren nach Süden gezogen sind, und brüten deshalb ihre Jungen früher aus. Der Kuckuck hat sich noch nicht an den Klimawandel angepasst und deshalb das Nachsehen: Wenn er seine Eier legen will, sind die Jungvögel bereits ausgeschlüpft – und kein Singvogel brütet das Kuckucksei aus, wenn es zu spät gelegt wird.

Zu einer wärmenden Gerstensuppe und einem Glas Vollenweider Rotwein namens «Milvus» (Milan), einer Cuvée der resistenten Sorten Léon Millot, Cabernet Jura und Cabernet Noir aus der Barrique kam die Steuerrevolte von 1646 zur Sprache: Die Landbevölkerung forderte eigentlich nichts anderes als Personenfreizügigkeit, aber die Stadtzürcher Obrigkeit lehnte diese ab, baute eine neue Stadtmauer und liess die Bauern, die sie damit aussperrte, die Investition finanzieren. Die Revolte gegen diese Steuer beendete die Stadt, indem sie einige reiche Bauern, unter anderem denjenigen von der Riedmatt und denjenigen von der Vollenweid, köpfen liess. Die nächste Nahreise findet am 31. Oktober statt und führt von der Bibliothek Hausen nach Allenwinden bei Kappel.

«Standortqualität ist wichtiger als der Steuerfuss» Hausens Gemeindepräsident Stefan Gyseler über Zusammenarbeit der Gemeinden Stefan Gyseler ist nicht nur Gemeindepräsident. Als Spitalpräsident hat er alle 14 Gemeinden von der Neuorganisation des Spitals überzeugt. Gleichzeitig hat er die Standortförderung Knonauer Amt neu aufgestellt. Und die anstehenden Infrastrukturbauten in Hausen will er solide finanzieren. «Anzeiger»: Sie sind Gemeindepräsident, präsidierten die Betriebskommission und nun den Verwaltungsrat des Spitals und führten die Standortförderung des Bezirks Affoltern zu einer neuen Organisation. Welcher dieser drei Ämter fordert Sie am stärksten? Stefan Gyseler: Am meisten fordert – auch jetzt noch – das Spital. Manchmal scherze ich, ein Gemeindepräsidium sei, gemessen an der Führung des Spitals, ein Spielplatz. Das Spital steckt noch voller Herausforderungen, zudem übe ich hier seit dem Abgang des Direktors ein Doppelmandat aus. Wie wirkt sich die Corona-Krise auf das Spital aus? Während zwei Monaten musste unser Spital praktisch leer stehen, durfte keine aufschiebbaren Eingriffe vornehmen. Als öffentlich-rechtliche Organisation konnten wir aber keine Kurzarbeit anmelden. Wir mussten den 24-Stunden-Betrieb aufrechterhalten, generierten aber kaum Einnahmen, um den Aufwand zu decken. Dies führte zu erheblichen Einbussen. Wie können diese Verluste finanziert werden? Wir müssen sie aus den Reserven decken. Bis jetzt war dies möglich. Wir haben bei der Umwandlung vom Zweckverband in die Aktiengesellschaft erreicht, dass wir kreditwürdig sind, deshalb können wir mit guten Aussichten in die Zukunft blicken. Welche Rolle spielt unter Ihren öffentlichen Funktionen die Standortförderung?

Gesundheitsförderung und Koordination der Grundversorgung angesichts der schwindenden Zahl der Hausärzte könnte zu einem neuen Themenbereich werden.

Stefan Gyseler, Gemeindepräsident von Hausen. (Archivbild tst.) Hier bin ich zwar noch immer im Vorstand, habe aber das Präsidium und damit auch viel Verantwortung abgegeben. Sie haben die Standortförderung neu aufgestellt – ich kenne keine andere vergleichbare Organisation, in der die Partnerschaft zwischen Gemeinden und Unternehmen so ausgeprägt ist. Das ist richtig und ich freue mich, dass mein Nachfolger Unternehmer ist. Dies spiegelt die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir sind im Bezirk sehr gut verankert. Diesbezüglich konnte ich natürlich auch von der jahrelangen Vorarbeit von Charles Höhn und weiteren Personen profitieren. Welche Rolle spielt die Standortförderung im Verhältnis zu den Gemeinden? Eine grosse, denn es gibt immer wieder Themen, die gemeindeübergreifend interessieren, beispielsweise die Energiepolitik, aber auch verschiedene Wirtschaftsthemen. Ein weiteres Problem kommt aus der Arbeit für das Spital:

Wie sieht es aus mit der direkten Zusammenarbeit von Gemeinden? Ich denke diesbezüglich vor allem an Kooperationen im Oberamt. Im Moment haben wir die Steuerämter von Rifferswil und Hausen zusammengelegt und teilen mit Aeugst die Liegenschaftenverwalterin. Bei Vakanzen prüfen wir kontinuierlich die Möglichkeit von Zusammenarbeiten, denn die Anforderungen an die Gemeinden steigen und es wird entsprechend schwieriger, qualifizierte Leute zu finden – je kleiner die Gemeinde, desto schwieriger ist es. Wann gibt es eine Gemeindefusion? Ich werde diese nicht mehr in meiner Zeit als aktiver Politiker erleben … Die Frage wird sich stellen, ob es ausreicht, intensiv zusammenzuarbeiten oder sich zusammenzuschliessen. Der Anstoss muss von den kleineren Gemeinden kommen. Ein Blick ins neue Gemeindegesetz zeigt, dass es für diese immer schwieriger wird, aber bis es zu einer Fusion kommt, ist es ein langer Prozess. Welche Themen stehen in der Gemeinde Hausen im Vordergrund? Vor allem Infrastrukturgeschäfte. Wenn das Projekt mit einem neuen Schulhaus in Kombination mit einer Dreifach-Turnhalle umgesetzt werden kann, wird die alte Turnhalle beispielsweise die Bibliothek beherbergen. Diese Bauvorhaben stehen alle in einem Zusammenhang miteinander. Wenn ich mich umhöre, stelle ich fest, dass Hausen recht grosszügig ist in der Förderung von privaten Engagements. Ist dies eine bewusste Politik?

Ja. Wir stehen auch als Gemeinde in einem Standortwettbewerb. Wir müssen den Unternehmen und der Bevölkerung etwas bieten, denn bezüglich Steuerfuss können wir nicht mit Zug konkurrieren. Wir haben versucht, die KMU bei Bedarf im Zusammenhang mit Corona zu unterstützen und waren sehr positiv überrascht über den Willen unserer Unternehmen, sich in erster Linie selbst zu helfen. Zu einem attraktiven Wohnort gehört, dass viele Menschen daran arbeiten. Wenn wir mit vergleichsweise kleinen Beiträgen an aktive Private ermöglichen, dass etwas ins Rollen kommt, erreichen wir viel mehr, als wenn wir alles selbst an die Hand nehmen würden. Es ist deshalb gut investiertes Geld, wenn wir in Hausen und Umgebung aktive Vereine und Kleinbetriebe haben, die ein attraktives Angebot zur Verfügung stellen. Stichwort Zug: Hausen liegt an der Kantonsgrenze, doch die kantonale Richtplanung endet an der Kantonsgrenze. Was bedeutet dies für Ihre Gemeinde? Vor allem beim öffentlichen Verkehr führt dies zu grossen Problemen. Der Kanton Zug wäre sofort bereit, direkte Verbindungen herzustellen, doch der Zürcher Verkehrsverbund blockiert diese Pläne bisher. Knonau hat nun eine Verbindung nach Cham erreicht, wir müssten dringend eine Verbindung zu den Arbeitsplätzen in Sihlbrugg haben. Welche Probleme haben Priorität für Hausen in den kommenden Jahren? Wichtig ist mir, die anstehenden Infrastrukturprojekte, falls sie von der Bevölkerung gewünscht werden, solide zu finanzieren. Ich will in meiner Amtszeit aufzeigen, dass aufgenommene Schulden wieder zurückgeführt werden können. Interview: Bernhard Schneider


Bezirk Affoltern

Dienstag, 1. September 2020

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Neues Schulhaus mit dunkler Ziegelfassade Sekundarschule Bonstetten informiert über geplante Erweiterung der Schulanlage Die steigenden Schülerzahlen in Bonstetten, Wettswil und Stallikon bringen es mit sich, dass die Sekundarschule Bonstetten ein neues Schulhaus benötigt. Im September wird über einen Neubau abgestimmt. An einer Informationsveranstaltung wurde das Bauprojekt vorgestellt.

Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine darauf zurückzuführen, dass man vor Genehmigung des Projektierungskredits zunächst nur ungenaue Schätzungen vornehmen konnte. Zudem soll der durch den Abbruch der alten Turnhalle zur Verfügung stehende Platz maximaler als zunächst geplant ausgenutzt werden, was, zusammen mit dem Einbezug aller Baunebenkosten, zum höheren Betrag führt.

von stefan schneiter Die Schülerzahlen in den Primarschulen von Bonstetten, Wettswil und Stallikon steigen kontinuierlich an. Prognosen sagen daher auch für die Sekundarschule in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum voraus. Die Schülerzahlen werden demnach von heute 335 auf 400 im Jahr 2022/23 steigen, die Zahl der Klassen von 18 auf 20. Das macht den Bau eines neues Schulhauses notwendig, über das am 27. September abgestimmt wird. Rund 40 Interessierte liessen sich am Samstag von Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine und von Schulpfleger Lutz Eichelkraut Details zum Neubau erläutern. Aufgrund von Machbarkeitsstudien entschied vor zwei Jahren die Schulpflege, dass der sich in einem schlechten Zustand befindliche Schulhaustrakt C abzubrechen sei,

Die Folgen von Corona

Farblich und architektonisch hebt sich der neue Schulhaustrakt markant von den bisherigen Schulgebäuden ab. (Visualisierung zvg.)

ebenso die alte Sporthalle S1. An deren Stelle soll nun das neue Schulgebäude zu stehen kommen. Im Juni 2019 gab die Gemeindeversammlung ihre Zustimmung zu einem Projektkredit von 280 000 Franken. In der Folge liess die Schulpflege ein Bauprojekt ausarbeiten. Fünf Totalunternehmen konnten eine Offerte einreichen, aus der die Erne AG (Frick) als Siegerin hervorging.

Das neue Schulhaus soll sich farblich von den bisherigen Schulgebäuden abheben. Die Fassade soll mit dunklen Ziegelplatten verkleidet werden, welche das Thema der umliegenden Ziegeldächer aufnehmen. Die markanten Vorund Rücksprünge dienen als zusätzlicher äusserer Sonnenschutz, um eine Überhitzung der Räume im Sommer zu verhindern. Der Neubau umfasst auf vier Geschossen rund 2700 m² Nutz-

fläche für 18 Klassen- und Fachzimmer, sowie 12 Gruppenräume mit dazugehörigen Nebenräumen. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaik-Anlage installiert, welche den Eigenbedarf an Strom decken soll. Die Baukosten sind mit 13,4 Millionen Franken veranschlagt. Noch vor einem Jahr war von 10 bis 12 Millionen die Rede gewesen. Der Unterschied zu den damals genannten Zahlen ist laut

Bislang war davon ausgegangen worden, dass durch den Schulhausneubau keine Anpassung des Steuerfusses notwendig sein werde. Am Informationsanlass war indes zu erfahren, dass aufgrund der Auswirkungen von Corona mit einer Erhöhung von 1 bis 2 Prozent gerechnet werden müsse. Die Urnenabstimmung ist auf den 27. September 2020 angesetzt. Ursprünglich war der Mai vorgesehen gewesen, doch verhinderte Corona diesen Termin. «Dadurch wird alles um vier Monate verschoben,» erklärte Lutz Eichelkraut an der Informationsveranstaltung. «Es könnte deswegen mit der Eröffnung des neuen Schulhaus auf den Beginn des Schuljahres 2022/23 knapp nicht reichen.» Möglicherweise muss man sich bis Ende 2022 mit einer provisorischen Übergangslösung behelfen.

Der Bewahrer der Nation tritt in den Ruhestand Bernard A. Schüle, Leiter Objektzentrum, wird nach 36 Jahren pensioniert Ein nicht ganz alltägliches Ereignis wurde kürzlich im Sammlungszentrum des Schweizerischen Landesmuseum gefeiert. Bernard A. Schüle, Leiter Objektzentrum und Kurator Technologie und Brauchtum, wurde nach 36 Jahren Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Er muss keinen Blick in einen Kalender werfen, diesen ersten Arbeitstag wird Bernard A. Schüle nie mehr vergessen. Am 2. August 1984 begann der studierte Volkskundler seine Stelle als Kurator für Möbel und Handwerk beim Schweizerischen Landesmuseum in Zürich. Schüle war 29 Jahre alt und diese Anstellung war für ihn der absolute Traumjob. Er erinnert sich, dass er sich damals wünschte, diese Tätigkeit bis zur Pensionierung auszuüben, oder zumindest den Arbeitgeber nicht mehr zu wech-

seln. Sein heimlicher Wunsch wurde Wirklichkeit, der Kurator arbeitete in Zürich bis November 2007, wo er die Eröffnung des Sammlungszentrums in Affoltern durch Bundesrat Pascal Couchepin miterlebte und seither auch dort als Leiter Objektzentrum tätig ist. In der Eingangshalle prangt seit der Einweihung eine Leuchtanzeige, welche die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden registriert. Das waren beim Besuch des «Anzeigers» exakt 4679 Tage, 21 Stunden, 57 Minuten und 13 Sekunden. Zählt man nun auch noch die 23 Jahre von Schüles Engagement im Landesmuseum in Zürich dazu, so erhält man die fast unglaubliche Zahl von rund 13 000 Tagen, an denen Bernard Schüle sich mit den Artefakten des Schweizerischen Landesmuseums befasste.

Die echte Unterschrift von Karl dem Grossen Der Registrar ist stolz auf seinen Arbeitsort, war er doch zusammen mit dem

heutigen Chef, Markus Leuthard, massgeblich an der Projektierung und am Bau des Sammlungszentrums beteiligt. Aus den langen 36 Arbeitsjahren erzählt Bernard Schüle dem «Anzeiger» einige bleibende Ereignisse. Im Laufe der Arbeiten für eine kleine Ausstellung in St. Gallen rollte Schüle eine Pergamentrolle sehr sorgfältig aus der Verpackung. Fast traf ihn der Schlag, als er auf dem uralten Papier die echte Unterschrift Karls des Grossen (768–814), des Frankenkönigs sah. Bei einer Kutschenfahrt anlässlich der Eröffnung des PTT-Museums sichtete er auf einem Tisch an einem ehemaligen Pferdewechselort eine vollständige Registratur über die während Jahrzehnten stattgefundenen Kutschenwechsel. Absolut unvergesslich für Schüle war, dass er als Kurator ein kleines Dokument mit Skizzen von Leonardo Da Vinci in Händen halten durfte. Der Volkskundler wird zwar weiterhin Führungen durchs Sammlungszentrum leiten, jedoch aber vermehrt Reisen mit seiner Partnerin unternehmen. (mm)

Als Rentner wird er zwar reisen, die Fahrzeuge werden aber sicher bequemer sein: Der pensionierte Leiter Objektzentrum, Bernard A. Schüle, mit einer uralten Postkutsche. (Bild Martin Mullis)

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Dienstag, 1. September 2020

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Ein intensives Jahr nach dem anderen Verein Spitex Knonaueramt: Zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt Die vom Juni auf vergangenen Freitagabend verschobene Generalversammlung des Vereins Spitex Knonaueramt beleuchtete eine intensive Zeit. Von Urs E. KnEUbühl Eigentümlich – selbst wenn man sich mittlerweile daran gewöhnt hat – ging im Kasinosaal Affoltern am Freitagabend die GV der Spitex Knonaueramt (Spitex KA) über die Bühne: Stühle auf Distanz, Desinfektionsmittel und Maskenpflicht hielten aber 44 Mitglieder nicht vom GV-Besuch ab. Nicht weniger aussergewöhnlich gestaltete sich auch schon das Jahr 2019 für die Spitex KA, über welches der Vorstand um Präsidentin Mechtild Willi Studer Rechenschaft ablegten: Der Austritt der Stadt Affoltern aus der Leistungsvereinbarung mit der Spitex KA lief zwar geordnet ab, war allerdings intensiv. Und nun also seit Monaten Corona, das die Mitarbeitenden der Spitex gewaltig fordert – ein intensives Jahr nach dem anderen, kann man da durchaus festhalten.

Sturzprävention im Alter Für eine gewisse Lockerheit, kombiniert mit Sicherheit, sorgte vor dem Beginn der GV Referentin Daniela Frehner mit ihrem Vortrag «Sicher stehen – sicher gehen». Die Leiterin Physio- und Ergotherapie des Kompetenzzentrums Pflege und Gesundheit vermittelte die Thema-

Ernst Hedinger (rechts) und Simon Müller ersetzen im Vorstand der Spitex Knonaueramt die zurückgetretenen langjährigen Mitglieder Barbara Steiner und Erich Kappeler. (Bild Urs E. Kneubühl) tik der wichtigen Sturzprävention im Alter anschaulich wie spielerisch. In der Schweiz stürzen pro Jahr rund 87 000 Personen über 65 Jahre und von den 1473 Personen, die an den Folgen eines Sturzes sterben, sind 96 Prozent über 60 Jahre alt. Die jährlich anfallenden Kosten im Zusammenhang mit Sturzunfällen der über 65-Jährigen liegen in Milliardenhöhe. Prävention ist folglich entsprechend wichtig. Frehner wies auf die Präventionsplattform www.sichergehen.ch hin, auf der man für das Training zu Hause alle nötigen Informationen zu leicht verständlichen Übungen in mehreren Schwierigkeitsstufen für das Training von Gleichgewicht, Kraft und mentaler Fitness findet. Die Versammlung durfte dann auch gleich je eine dieser spielerischen Übungen zu allen drei Bereichen aktiv ausprobieren. Daniela Frehner hält zudem fest, dass

man jederzeit in dieses Training einsteigen kann, selbst wenn man die Bewegung im jüngeren Alter vernachlässigt hat. «Dreimal pro Woche während mindestens 30 Minuten zu trainieren ist ideal», sagt sie und verweist zudem darauf, dass auf www.sichergehen.ch auch Hilfsmittel wie Broschüren sowie über 1500 Kurse, davon eine ordentliche Anzahl im Bezirk Affoltern und angrenzenden Gebieten, zu finden sind. Die Thematik rund um den Sturz, dessen Folgen und die Möglichkeiten, diesen zu verhindern, sind zudem Gegenstand eines für den 13. April 2021 geplanten Themenabends der Spitex KA.

«Danke Spitex» und zwei neue Vorstandsmitglieder Die Jahresberichte der Präsidentin sowie der Geschäftsleitung – Verena Bieri wur-

de von Christine Rex vertreten – fanden einhelliges Einverständnis. Die Berichterstattungen wurden mit einem Dankesapplaus für alle Spitex-Mitarbeitenden abgeschlossen. Das Dankeschön steht übrigens auch als Motto für den Nationalen Spitex-Tag vom Samstag, 5. September 2020. Die von Vize-Präsident Christoph Kobel präsentierte, ebenfalls einstimmig verabschiedete Jahresrechnung 2019 schliesst bei einem um 9,4 Prozent gestiegenen Aufwand von 11,4 Mio. Franken mit der entsprechenden Restfinanzierung von 680 000 Franken durch die Vertragsgemeinden ab. Dennoch: Der Beitrag für die Einzelmitgliedschaft von 35 Franken pro Jahr bleibt belassen, wobei eine mögliche Diversifizierung der Mitgliederbeiträge im Vorstand weiterhin im Gespräch bleibt. Für die aus dem Vorstand ausgetretenen, mit Applaus verabschiedeten Barbara Steiner, Leistungsangebot und Entwicklung, sowie Erich Kappeler, Finanzen, wurden anschliessend einstimmig und ebenfalls mit Applaus deren Nachfolger gewählt: Mit Ernst Hedinger, der als langjähriges Mitglied der RPK der Gemeinde Bonstetten Know-how im Bereich Finanzen mitbringt, und Simon Müller, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Stiftung MyHandicap, konnten die Lücken höchst adäquat gefüllt werden. Die weiteren Vorstandsmitglieder – Marcel Eicher, Christoph Kobel, Anke Möller (Ärztevertretung) und Mechtild Willi Studer – wurden genauso mit Applaus und ohne Gegenstimmen bestätigt, Letztere auch wieder als Präsidentin.

Weiter intensiv in die Zukunft Mit Blick auf die unmittelbare Vergangenheit, verwies Mechtild Willi Studer in ihrem Ausblick auf 2021 darauf, dass es für die Spitex wohl auf allen Ebenen intensiv weitergehen werde: «Bezüglich Covid-19 muss man weiter gewappnet sein und die gebotenen Schutzmassnahmen einhalten.» Die Präsidentin und der Vorstand setzen diesbezüglich weiter auf die gut funktionierende interinstitutionelle Zusammenarbeit im Bezirk. Neben Corona geht der Spitex-Vorstand im kommenden Jahr zudem einige weitere wichtige Themen an: Einführung neues Finanzmanual und Bedrohungsmanagement, die Digitalisierung sowie das Anpacken der Strategie-Umsetzung. Der Wettswiler Gemeinderat Fritz Kurt überbrachte, die GV abschliessend, das Grusswort der Vertragsgemeinden. Er hielt dabei seinerseits fest, dass sich im Gesundheitswesen im Bezirk Affoltern einiges bewegt, wobei er vorab auf die entwickelte Alters- und Gesundheitsstrategie für den Bezirk verwies. «Da werden sicher noch einige Hürden zu meistern sein, bis die Ideen und Zielbilder greifen», hielt Kurt fest. Der Wettswiler Gemeinderat bekräftigte darüber hinaus die Wichtigkeit der Spitex, die in den letzten Monaten unter erschwerten Bedingungen unglaubliche wie grossartige Leistungen erbracht habe. «Das zeigt», so schliesst Kurt, «dass die Spitex KA hervorragend arbeitet und für uns Vertragsgemeinden eine wichtige und auch starke Partnerin ist.»

Die Mitarbeit der Gemeindemitglieder ist in jedem Fall zentral 32 Interessierte diskutierten mit Karl Sigrist und Hans Gebhard in Bonstetten über KG+ Die SVP Bonstetten lud am Freitag zum kontradiktorischen Podium über das Projekt KirchgemeindePlus der reformierten Kirche in den Gemeindesaal Bonstetten. Die Diskussion zeigte erneut, dass KG+ zu einem engagierten Dialog über die Zukunft der reformierten Kirche führt und primär Männer fortgeschrittenen Alters stark an den bisherigen Konzepten hängen.

und die Kirchenkommissionen können sich voll auf die Organisation des Lebens im Dorf konzentrieren. Erst wenn es bei drei Abstimmungen immer Ja heisst, kommt die reformierte Kirchgemeinde Säuliamt zustande. Wir haben alles sehr gut durchdacht; haben Sie etwas Vertrauen, auch das gehört zur Kirche.» Das Referat von Karl Sigrist wurde mit spontanem Applaus verdankt.

Von salomon schnEidEr

Hans Gebhard hat sich jahrelang in unterschiedlichsten Funktionen in der reformierten Kirche engagiert – momentan als Freiwilliger. Er skizzierte den Alleingang der reformierten Kirchgemeinde Obfelden: «Uns war der Ansatz von KG+ zu zentralistisch. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, was die Alternative sein könnte. In Obfelden war und ist das kirchliche Leben sehr aktiv. Deshalb entstand die Idee, auf die in Obfelden vorhandenen Kräfte zu bauen. Deshalb hat sich die Kirche Obfelden nicht an den Fusionsverhandlungen beteiligt und vor drei Jahren mit einem unabhängigen Ansatz die Reorganisation begonnen. Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die bei gleichbleibenden Strukturen das Leben reorganisieren sollte. Dies entsprach nicht den Grundsätzen eines guten Projektmanagements, doch es war der Auftrag. Wir haben drei Jahre lang intensiv gearbeitet, extrem viel Zeit investiert und wollten bis zur Abstimmung über KG+ die Auswertung abgeschlossen haben. Wegen Covid-19 wird die Auswertung jedoch erst an der Kirchgemeindeversammlung im Dezember vorgestellt.» Einiges lasse sich aber schon sagen, so Gebhard weiter: «Die spirituellen Aspekte spielen eine ganz zentrale Rolle. Nur die Mitglieder und Freiwilligen geben der Kirche ihr Gesicht. Es braucht schlussendlich wohl auch in Obfelden neue Strukturen, um zukunftsfähig

Claude Wuillemin, Präsident der SVPOrtsgruppe begrüsste die Anwesenden und erläuterte, dass dieses kontradiktorische Podium vor sieben Wochen aus der Bevölkerung angeregt wurde: «Wir sind eine Partei, die Streitkultur pflegt, deshalb haben wir bewusst ein kontradiktorisches Podium organisiert.» Die pro KG+-Seite vertrat der Leiter des Lenkungsausschusses KG+ und Kirchgemeindepräsident von Mettmenstetten, Karl Sigrist. Den Alleingang der verschiedenen Säuliämtler Kirchgemeinden vertrat der Obfelder Hans Gebhard.

Das Kirchenleben soll im Dorf bleiben Karl Sigrist stieg in seinen Einstiegsreferat mit einer Zusammenfassung der jahrelangen Arbeit des Lenkungsausschusses mit Pfarrpersonen, Kirchenpflegen und Mitgliedern der Kirchgemeinden ein: «Der Kern des Plans ist, dass die Organisation regional wird und das Kirchenleben im Dorf bleibt. Jede Gemeinde bildet eine eigene Kirchenkommission. Eine zentrale Kirchenpflege steuert die regionale Organisation. Die Kirchenkommissionen haben eigene Budgets und organisieren das kirchliche Leben im Dorf. Für grössere Projekte können sie auf die Ressourcen der Kirchgemeinde zurückgreifen. So können Verwaltungsaufgaben zentral gelöst werden

Erste Evaluation des Obfelder Alleingangs erst im Dezember

funktionieren zu können. Wir werden vermutlich noch längere Zeit mit diesem Prozess beschäftigt sein.» Auch das Referat von Hans Gebhard wurde mit Applaus verdankt.

Existieren der Gemeinden auch ohne KG+ möglich Wäre es nicht manchmal wünschenswert, administrativ von einer grösseren Kirchgemeinde zu profitieren? Hans Gebhard meinte, dass es natürlich ab und zu schön wäre. Die Kirchenpflege sei jedoch nie so nahe an der Basis, wie wenn sie ab und zu an einem Kirchenzmorge einen Kaffee ausschenke. Der Bonstetter Gemeinderat Markus Reich fragte, ob der erste Schritt im Prozess KG+ nicht zu schnell gegangen sei, um die Bevölkerung zur Partizipation zu motivieren. Zudem interessierte er sich dafür, ob der Leitungsausschuss bei einem Nein das Resultat akzeptieren würde. Karl Sigrist sagte, dass er nicht beurteilen könne, ob es zu schnell gegangen sei. Es sei jedoch im «Anzeiger» zur Partizipation motiviert worden und durch Flyer. Leider sei das Interesse zur Mitarbeit extrem klein gewesen. Erst als der Vertrag stand, sei das Interesse riesig geworden. Die Kirchgemeinde Mettmenstetten sei gut aufgestellt und werde auch bei einem Nein gut weiter existieren. Die Chancen einer Kirchgemeinde Säuliamt seien aber einfach zukunftsweisender.

Gemeinsam stärker Die Bonstetter Sozialdiakonin Silke Korn meinte, dass Bonstetten mit der Einheitsgemeinde in den letzten Jahren einen Fusionsprozess hinter sich gebracht hat: «Als Mutter war es mir egal, ob fusioniert wird, oder nicht. Ich war überzeugt, dass unsere Exekutivmitglieder am besten wissen, wie die Schule zukunftsträchtig aufgestellt ist. Auch bei der Kirchgemeinde habe ich dieses

Gastgeber Claude Wuillemin von der SVP Bonstetten, flankiert von den Referenten Hans Gebhard (links), der den Obfelder Alleingang vorstellte und Karl Sigrist, Leiter des Leitungsausschusses KG+. (Bild Salomon Schneider) Vertrauen. Es ist aber Fakt, dass viele Kirchgemeinden Mühe haben, Behördenmitglieder zu finden und viele Behördenmitglieder mit den an sie gestellten Anforderungen überlastet sind. Zudem habe ich riesigen administrativen Aufwand, wenn ich interkommunale Projekte aufziehen will. Gemeinsam sind wir stärker.»

Mitgliederschwund mit attraktiven Angeboten begegnen Ein weiterer Besucher wollte wissen, wie Vermietungen in der Kirchgemeinde Säuliamt gehandhabt würden. Karl Sigrist: «Vermietungen des Kirchgemeindesaals werden von den Kirchenkommissionen gehandhabt, Vermietungen von Wohnungen von der Kirchenpflege.» Der Stalliker Pfarrer Otto Kuttler meinte spitzzüngig, dass mit KG+ der Niedergang der reformierten Kirche wenigstens professionell verwaltet werde. Karl Sigrist widersprach vehement: «Die Anzahl Pfarrstellen wird von der Anzahl Mitglieder bestimmt. Da wir Mitgliederschwund haben, müssen wir uns so aufstellen, dass wir nicht ständig Leistungen reduzieren müssen. Gemeinsam können wir bei den Pfarrstellen sparen

und in andere, attraktive Angebote investieren.

Kirchenpflege oft überlastet Eine Votantin fragte, weshalb nicht jede Gemeinde ein Kirchenpflegemitglied bestimmen könne. Rechtlich handle es sich um eine Gemeinde, weshalb es nicht möglich sei, dass es zwangsläufig aus jeder Gemeinde ein Mitglied brauche. Bruno Steinemann erachtete es als wichtig, dass diese Diskussion über KG+ stattfinde: «Bisher hat sich die Kirchenpflege Bonstetten nicht bemüht, dass dies passiert. Ich wäre für eine Zusammenarbeit mit der Kirche Stallikon-Wettswil. Mit diesen Gemeinden arbeiten wir bereits in verschiedenen Bereichen hervorragend zusammen.» Irene Huber von der Kirchenpflege Bonstetten votierte für den Zusammenschluss: «Es kommen immer mehr administrative Aufgaben auf uns zu. Wir sind oft überlastet, wie viele andere Kirchenpflegen auch. Mit KG+ können wir die Administration zentral handhaben und uns wieder intensiver um das Dorfleben kümmern.» Infos über das Projekt KG+: ref-saeuliamt.ch.


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Forum

KG+ – ein Plus?

Dienstag, 1. September 2020

Zwei verschiedene Arten Umweltschutz Die Nationalräte Dettling und Glättli zur Begrenzungsinitiative.

Ja, die Mitgliederzahlen einer Grossgemeinde Knonauer Amt, vermutlich aber auch ihre Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden vorderhand wachsen und somit auch die Kosten. Aber ist damit die Zukunft der reformierten Kirche gesichert? Abnehmende Mitgliederzahlen und damit schrumpfende Pensen der Pfarrstellen schürten die Hoffnung, dass die bestehenden Probleme durch einen Zusammenschluss der Kirchgemeinden gelöst werden könnten. Dabei wird übersehen, dass sich Kirchgemeinden nicht wie Firmen fusionieren und verwalten lassen. Kirchgemeinden leben von der Gemeinschaft ihrer Mitglieder untereinander, nicht zuletzt aber auch von der Beziehung zu einer zuständigen Pfarrperson. In einer zukunftsträchtigen Kirche sind alle Altersgruppen vertreten: Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Diese Durchmischung ist aktuell nur ungenügend gegeben. Es ist die Situation vieler Kirchgemeinden, daran ändert ein Zusammenschluss nur wenig. Eine Erneuerung ist nötig und muss alle Altersgruppen ansprechen. Durch die geplante Fusion entsteht zwar ein grosses, aber starres Gebilde, in welchem Gemeinschaft und persönliche Beziehungen erschwert werden. Sie

zeigt bisher wenige Vorteile auf und konkrete Antworten zu wichtigen Fragen fehlen. Meiner Meinung nach sollte statt der Fusion mit unklaren Auswirkungen eine Zusammenarbeit sich strukturell und geografisch nahestehender Kirchgemeinden angestrebt werden, wie sie bereits verschiedene Gemeinden im Oberamt (Aeugst, Hausen, Kappel, Rifferswil) auf politischer Ebene praktizieren. Mit einer Mischung von eigenen und gemeinsamen Dienstleistungen unter Wahrung der Gemeindeautonomie (Pfarrwahl, kirchliche Liegenschaften ...), lassen sich Synergien nutzen und die ebenso wichtige lokale Gemeinschaft erhalten. Affoltern, die grösste Gemeinde im Säuliamt, bietet sich aufgrund ihrer geografischen Lage geradezu an als eigentliche «Zentrumskirche». Ihre überregionalen Angebote der Erwachsenenbildung werden rege besucht. Entsprechende Angebote für jüngere Zielgruppen wie z.B. ein aktiver Cvjm, eine Jugendband, eine Klettergruppe usw. fehlen aber. Ohne aktive Gemeindeglieder jeglichen Alters wird «die Kirche im Dorf» früher oder später zur blossen Kasualienkirche verkommen.

Peter Weiss in den Gemeinderat Obfelden

Zweimal Ja im Kanton

«Extra-Monatstreff»

Zu den Abstimmungen vom 27. September.

Fonds fliessen aus der Strassenverkehrsabgabe, der Mineralölsteuer und der LSVA jährlich rund 450 Mio. Franken zu. Das sind 100 Mio. Franken mehr als der Kanton effektiv braucht. Deshalb steigt der Bestand des Strassenfonds seit Jahren massiv an. Der Unterhalt der 5408 km Gemeindestrassen wird nicht vom Strassenverkehr, sondern aus ordentlichen Steuergeldern bezahlt. Das heisst, dass alle daran zahlen, unabhängig davon, ob sie die Strassen mehr oder weniger belasten. Die Änderung des Strassengesetzes will, dass 20 % der jährlichen Einlagen in den Strassenfonds an die Gemeinden für den Unterhalt der Gemeindestrassen gehen. Das sind gegenwärtig ungefähr 84 Mio. Franken. Die neue Regelung macht darum Sinn, weil sie dem Verursacherprinzip mehr Rechnung trägt. Schlussendlich bleibt den Gemeinden mehr Geld für andere wichtige Aufgaben.

Kantonsrat und Zürcher FDP – Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik

Ronald Alder, Ottenbach, Kantonsrat Grünliberale

Nicht der Hund ist der grösste Feind des Rehs

Gemeinderats-Ersatzwahl in Obfelden vom 27. September. Peter Weiss, Jahrgang 1960, wohnt seit 16 Jahren mit seiner Familie in Obfelden. Als Betriebsökonom HWV führte er seit 1996 eine eigene Firma im Finanzbereich. Seit zwei Jahren ist er frühpen- Peter Weiss. sioniert und hat viel Elan und Zeit für neue Herausforderungen. Obfelden ist für ihn ein fast perfektes Zuhause, mit einer guten Sport-Infrastruktur, Schulen direkt nebenan, vielen attraktiven Vereinen (er war zehn Jahre im Karate mit dabei) und vielen freundschaftlichen Kontakten im Dorf. Als Vorstandsmitglied und Kassier der Grünliberalen im Knonauer Amt setzt sich Peter Weiss schon seit langer Zeit für die Förderung der erneuerbaren Energien, die Nachhaltigkeit bei Bauprojekten sowie die Unterstützung des lokalen Gewerbes und der Vereine ein.

Frischer Wind Peter Weiss will frischen Wind in die Obfelder Gemeindepolitik bringen: Nach erfolgreichem Abschluss aller seiner Projekte im Geschäftsleben ist er bereit, seine gewonnene freie Zeit für den Einsatz als Gemeinderat in Obfelden zu nutzen. Besonders wichtig sind ihm neben der aktuellen Corona-Herausforderung zwei grosse Projekte, welche er mit vollem Elan unterstützt: nach dem Bau des Autobahnzubringers wird die Dorfstrasse verkehrsberuhigt – er will das Beste daraus für die Schulkinder, Velofahrerinnen und Anwohner machen. Zudem steht im Postareal die Weichenstellung kurz bevor – Peter Weiss unterstützt die Entstehung eines Dorfzentrums, mit einem Restaurant und mit altersgerechten Wohnungen. Ich empfehle den Obfeldern Peter Weiss, weil er breit abgestützte Erfahrungen besitzt und seinen Horizont weit und offen hält. Die erfolgreiche Entwicklung unserer Region basiert auf Zuhören und Agieren, und auf dem Zusammenfügen aller Kräfte über die Parteiengrenzen hinaus, und genauso habe ich Peter Weiss kennengelernt. Nicole Beck-Taubenest, Aeugst, Präsidentin GLP Knonaueramt

Ruth Tanner-Berger, Aeugst

Die Sozialkosten steigen kontinuierlich und sie sind unter den einzelnen Gemeinden des Kantons sehr ungleich verteilt. Gleichzeitig werden die Unterschiede zwischen den Gemeinden immer grösser. Die Änderung des Zusatzleistungsgesetzes bezweckt, dass der Kanton neu einen Kostenanteil von 70 % statt bisher 44 % der Zusatzleistungen für AHV- und IV-Bezügerinnen und -Bezüger übernimmt. Damit werden die Gemeinden entlastet und die Unterschiede der Sozialkostenbelastung zwischen den Gemeinden verringert. Der Ausgleich wird durch einen Plafond begrenzt. Kosten, die über diesem Deckel liegen, müssen durch die Gemeinden selber finanziert werden.

Verursacherprinzip auch bei den Gemeindestrassen Die 1546 km Kantonsstrassen werden aus dem Strassenfonds finanziert. Dem

Die SVP-Bezirkspartei Affoltern lud letzten Mittwoch zur Diskussion über die am 27. September zur Abstimmung kommende Begrenzungsinitiative (BGI) ins «Rössli» Mettmenstetten. Parteipräsident David Vogelsanger begrüsste im Publikum alt Nationalrat Toni Bortoluzzi, Nationalrat Martin Haab und Kantonsrat Hans Finsler und stellte die beiden Referenten vor: Nationalrat Balthasar Glättli (ZH), seit Kurzem Präsident der Grünen Partei der Schweiz, und Nationalrat Marcel Dettling (SZ), BGI-Kampagnenleiter der SVP. Beiden Referenten, die auch Väter kleiner Kinder sind, liegt die Umwelt am Herzen, Glättli als grünem Politiker, Dettling als aktivem Bergbauer. Glättli machte klar, dass er die Umwelt mit mehr und strengeren Gesetzen, insbesondere in den Bereichen Raumplanung, Verkehr und Energie, schützen will. Dettling machte dagegen deutlich, wie die Zuwanderung aus dem EU-Raum inklusive Rumänien und Bulgarien geradezu explodiert ist, seit die Schweiz unter dem Druck Brüssels die Personenfreizügigkeit akzeptiert hat. Der Bundesrat sprach damals von 8000 bis 10 000

Kampfjets Nein Abstimmung vom 27. September. Cyberangriffe, Terroranschläge, Umweltkatastrophen, Pandemien, soziale Unruhen. Das sind aktuelle oder zukünftige Bedrohungen für die Schweiz. Bisher konnte mir niemand sagen, wie uns die neuen Kampfjets hier genau helfen und schützen können. Diese Bedrohungen sind übrigens keine persönliche Auflistung von mir, sondern das zeigen die wichtigsten Sicherheitsberichte des Bundes. Von einem drohenden Luftkrieg steht in diesen Berichten nichts. Die Befürworter bringen oft das Argument,

dass ein Feuerwehrauto auch nicht erst gekauft wird, wenn es irgendwo brennt. Ich denke, die Gefahr eines Brandes ist bedeutend höher als die Wahrscheinlichkeit, dass die neutrale Schweiz von einem anderen Land angegriffen wird. Würden Sie für sich persönlich eine sehr teure Anschaffung tätigen, welche Sie zu 99,999 % nie brauchen werden? Wenn Sie diese Frage mit Nein beantworten, dann müssen Sie auch zur Anschaffung der Kampfjets zwingend Nein sagen. Denn die werden auch mit Ihrem (Steuer-)Geld gekauft. Bruno Rüegsegger, Wettswil

Starker Franken Kurz vor den Mittags- und Abendnachrichten sendet SRF 4 News jeweils unter dem Titel «Börsen und Märkte Schweiz» interessante Nachrichten aus der Wirtschaftswelt. Besondere Ereignisse an den Börsen werden kommentiert und die Devisenkurse US-Dollar und Euro gegen Schweizer Franken. Vergangenen Freitag berichtete der Wirtschaftsredaktor, dass der US Dollar gegen 90 Rappen tendiert. Effektiv kostete da ein Dollar 90.30 Rappen. Der

Sprecher gab dann zum Besten, dass vor einem Jahrzehnt noch 1.30 oder so gekostet hat. Hätte er in den Statistiken weiter zurückgeblättert oder hätte er wie ich eine KV-Lehre Anfang der 1950er-Jahre durchlaufen, hätte er von einem noch teureren Dollar berichten können. Damals kostete ein US-Dollar nämlich 4 Franken 30. Ein wahrhaft starkes Stück, unser Schweizer Franken. Adolf Bühler, Bonstetten

Die Nationalräte Balthasar Glättli (links, Grüne) und Marcel Dettling (SVP). (Bild zvg.) zusätzlichen Personen im Jahr, es kamen bis zu 80 000. Bereits 2014 hat das Schweizer Volk mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative einen Marschhalt beschlossen, aber Bundesrat und Parlament haben den eindeutigen Verfassungsartikel einfach nicht umgesetzt. Deshalb sei es jetzt nötig geworden, mit einem zusätzlichen Artikel noch einmal Klarheit zu schaffen. Es gehe aber keineswegs darum, jede Einwanderung zu unterbinden. Wie früher sollen wirklich qualifizierte Fachkräfte, welche unsere Wirtschaft braucht, kommen können. Dazu sei aber die Personenfreizügigkeit,

Wie funktioniert die FDP Kantonalpartei zusammen mit den Bezirks- und Ortsparteien? Wie funktioniert die Kantonsratsfraktion zusammen mit der Geschäftsstelle? Wie wirkt die Klima- und Umweltpolitik der FDP im Zürcher Kantonsrat? Welche speziellen Herausforderungen ergeben sich in der aktuellen

Sina Rüdisüli. (zvg.) Alexander Jäger.

Ein junger Rehbock verendet elendiglich, «Anzeiger» vom 28. August. Wenn ein Hundehalter sein «Hundeli» über alles liebt, sollte tatsächlich davon auszugehen sein, dass er/sie auch Mitgefühl für ein verletztes Wildtier hat und die Konsequenzen eines Hundeangriffes auf ein Reh trägt. Leider aber gibt es immer wieder schwarze Schafe – wie in jeder «Interessengemeinschaft». Als ich das Bild des toten Rehbocks betrachtete, kamen mir wieder die Flyer in den Sinn, welche in den letzten Wochen auf sämtlichen Robidog-Kästen bei uns in der Gegend (vielleicht auch anderswo) von Unbekannten aufgeklebt wurden. Darauf ein ähnliches Bild eines verwundeten Rehs und die Aufforderung, die Hunde an die Leine zu nehmen. Ich glaube jedoch nicht, dass sich durch solche Aktionen etwas ändert. Den grössten «Eindruck» dürfte das Bild des verbissenen Rehs bei den vorbeispazierenden Waldspielgruppen- und Kindergartenkindern gemacht haben ... Wie gesagt: Ich finde es absolut verwerflich, dass man nicht dazu stehen kann, wenn ein solches Unglück passiert. Trotzdem aber zum Schluss noch ein paar Zahlen, damit auch wieder einmal erwähnt wird, dass nicht der Hund der grösste Feind des Rehs ist: Im Jahr

welche viele Missbräuche und die Einwanderung vor allem von Unqualifizierten mit sich bringt, das falsche Mittel. Nach einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum, insbesondere auch zur Frage der Verdrängung älterer inländischer Arbeitnehmer durch billigere EU-Ausländer und damit zur geplanten Entlassungsrente, dankte Bezirkspräsident Vogelsanger beiden Referenten, aber ganz besonders Nationalrat Glättli, der Zivilcourage an den Tag legte, da er im «Rössli» ja kaum ein Heimspiel erwarten durfte. SVP Bezirk Affoltern

Situation? Zu diesen und weiteren Fragen äussern sich Sina Rüdisüli, Geschäftsführerin FDP Kanton Zürich und Alexander Jäger, Kantonsrat FDP, dipl. Umweltnaturwissenschafter ETH, und diskutieren mit dem Publikum am öffentlichen «Extra-Monatstreff» am Mittwoch, 9. September, 20 Uhr (eintreffen der Gäste ab 19.30) in der HolzBar, Diebis 29, Stallikon. Zur dieser Veranstaltung und zum Apéro sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung mit Name, Adresse, E-Mail, Telefon, Anzahl Personen obligatorisch bis Freitag, 4. September, an info@fdp-stallikon.ch oder unter www.fdp-stallikon.ch/agenda. Die Vorstände der FDP Stallikon, FDP Bonstetten, FDP Wettswil und der Bezirkspartei FDP Knonauer Amt freuen sich auf eine aktive Beteiligung. FDP.Die Liberalen Stallikon

2018 starben in der Schweiz gemäss Tabelle «Fallwild nach Art und Todesursache» des Bundesamts für Statistik total 17 893 Rehe. Neben anderen Todesursachen wurden 523 Rehe von Hunden gerissen, 603 vom Bahnverkehr überfahren und 736 wurden Opfer von grossen Beutegreifern. 1691 Rehe wurden von Landwirtschaftsmaschinen getötet und 9221 Rehe wurden Opfer des Autoverkehrs. Wie viele der beteiligten Autofahrer sich nach dem Unfall beim zuständigen Jagdaufseher gemeldet haben, ist leider nicht belegt. Rolf Studer, Hedingen

Leserbriefe sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Er soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion ohne Rücksprache. (red.)


Gewerbe

Dienstag, 1. September 2020

Eröffnungsapéro

Lindenberg! Mach dein Ding So, 6. Sep. – 11.00

Lassie – eine abenteuerliche Reise Der TV-Hund der 1960er-Jahre ist wieder da

So, 6. Sep. – 14.00

I still believe Mit Liebe, Musik und Glaube das Schicksal überwinden

So, 6. Sep. – 17.00

Tickets: www.kinomansarde.ch

Das spezielle Kino Biopic über das Leben des deutschen Rockers

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Laternenbar & Rösslikeller 4. Sept. 2020, 17:00 bis 19:00 Uhr 1 Getränk gratis

Ort der Gemeinschaft Grundsteinlegung für die Überbauung Seebrighof in Hausen. > Seite 10

«Eigener Schatten»

Kabarettist Manuel Stahlberger im Interview vor seinem Gastspiel in Affoltern. > Seite 13

Gasthaus zum weissen Rössli Albisstrasse 1 Mettmenstetten Tel. 044 767 02 01

Wasser-Fussball

Das Zwei von Wettswil-Bonstetten musste sich gegen Horgen mit einem Remis begnügen. > Seite 15

Danach geöffnet: Mi, Do und Fr, jeweils ab 17 Uhr

Einzigartige, süsse und essbare Kunstwerke Jedes Stück ein Unikat: Handgemalte Motive und Portraits aus Schokolade nach Wunsch

Sandra Meier. (Bild zvg.)

Hypnosetherapie in nicht einfachen Zeiten «Unsere Zeit wird nicht einfacher!» sagt Sandra Meier, seit über zehn Jahren dipl. Hypnosetherapeutin und Meditationsleiterin von «wisanima», neu in Wettswil. Die heutige Zeit ist leider vielfach geprägt von Hektik, Stress, Druck, was wiederum zu diversen Ängsten, Allergien, Schlaflosigkeit, Suchtverhalten, Essstörungen oder innerer Unruhe führen kann. Unsere Selbstheilungskräfte sind mangels Energien im Körper oder Blockaden nicht mehr in der Lage, unsere Balance wiederherzustellen oder sich selbst aufzubauen. Sandra Meier bietet Alternativen zur Schulmedizin an. Hypnosetherapie ist eine angenehme Art, alte Gedankenmuster oder Glaubensätze durch positive Affirmationen und Suggestionen im Unterbewusstsein aufzulösen oder ins Positive zu transformieren. Sandra Meier arbeitet in der leichten Trance, dem sogenannten Alphazustand. Dies entspricht einer tiefen Entspannung, in der man sich jederzeit an alles erinnern kann und sich allem bewusst ist. Heilhypnose kann optimal bei oben erwähnten Indikationen eingesetzt werden, wie auch zur Änderung von Gewohnheiten und Verhaltensmustern. Meditation ist die Kunst loszulassen, den Gedanken freien Lauf zu gewähren und aus dem Herzen zu fühlen. Sie bringt Zufriedenheit und tiefe Stille. Meditation ist tiefe körperliche Entspannung bei gleichzeitig ruhevoller Wachheit. Traumreisen für Kinder sind geführte Geschichten, die positive Gedanken und Gefühle vermitteln. Das Kind konzentriert sich auf die Worte und kann sich völlig vom Alltag lösen und ganz in die Geschichte eintauchen. Traumreisen lösen eine Art Kopfkino aus, durch ruhige Stimmen, eine gemütliche Atmosphäre und schöne Musik. Dadurch kann sich das Kind recht schnell und einfach entspannen. Traumreisen können dazu genutzt werden, einen Ort der Entspannung aufzusuchen, um Stress abbauen zu können. Sie entführen Kinder in eine positive andere Welt, die sich geborgen und sicher anfühlt. Sandra Meier Sandra Meier Ettenbergstrasse 5, Wettswil, info@wisanima.ch, www.wisanima.ch.

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Diese Schokoladenkunst ist ganz neu und noch fast unbekannt. Michi Wirz aus Sellenbüren malt jedes gewünschte Bild mit schwarzer Schokolade auf eine Kuvertüre aus weisser Kakaobutter. Die süssen Kunstwerke verlangen nicht nur Talent zum Zeichnen, sondern auch ein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl. VON MARTIN MULLIS Dem gelernten Bäcker-Konditor wurde sein Beruf vor einiger Zeit etwas zu langweilig. Er arbeitet aktuell als Haustechniker im Kulturhaus «Helferei» in Zürich. Seine ziemlich gut ausgebildete Fantasie, sein grosses Talent zum Zeichnen und Malen, sowie seine riesige Kreativität setzten ihn jedoch täglich unter Strom. Die süsse «Schoggikunst» begann eigentlich mit einem Auftritt des deutschen Schauspielers und Entertainers Harald Schmidt in der «Helferei». Die Crew beriet sich über ein Gastgeschenk und da kam Michi Wirz die zündende Idee. Es musste für den deutschen Promi doch etwas Einmaliges und Seltenes sein. Also, warum nicht ein Kunstwerk aus Schokolade, welches doch wunderbar zur Schweiz passt. Er begann zu pröbeln, mixte weisse Kuvertüre und versuchte mit schwarzer Schokolade darauf zu zeichnen. Nach einigen Versuchen gelang ihm ein Kunstwerk und Harald Schmidt erhielt ein Portrait eines Hollywood-Stars aus süsser Schweizer Schoggi. Michi Wirz baute seine Fertigkeit weiter aus und postete schliesslich seine süssen Bilder, die vorwiegend Portraits von bekannten Hollywood-Stars zeigten,

Kunstwerke zum Anbeissen: Michi Wirz malt auf Schokolade. (Bild Martin Mullis) auf das Video-Portal TikTok. Die Resonanz war überraschend riesig.

Ein fast unglaubliches Zeichentalent Die Herstellung verlangt allein für die Schokoladen-Leinwand viel Fingerspitzengefühl, nach einiger Tüftelei hatte der gelernte Konditor den Bogen raus. Auf die weisse Kuvertüre aus Kakaobutter trägt er mit einer winzigen Papiertüte, die eine bloss einen Millimeter grosse Öffnung aufweist, die dunkle Kochschokolade auf, welche sich bei richtiger Temperatur mit der Unterlage verbindet. Dabei ist natürlich sein fast unglaubli-

ches Zeichentalent unabdingbar, mit viel Geschick malt er so seine Bilder. Selbstverständlich erstellt der «Schoggimalkünstler» die süssen Bilder auch auf Bestellung. Er braucht dazu lediglich eine Portraitfotografie der gewünschten Person. Im Kulturhaus «Helferei» an der Kirchgasse 13 in Zürich findet am 31. Oktober die erste Ausstellung mit Schoggi-Bildern von Hollywood-Stars statt. Den süssen Kunstwerken haftet jedoch eine fast schon perfide schwache Stelle an. Sie sind naturgemäss ziemlich schnell vergänglich und werden niemals irgendwo in einer Kunstausstellung län-

gere Zeit Platz finden. Je nach Aufbewahrungsort und Temperatur finden sie zwangsläufig den Weg in die Vergänglichkeit, mit anderen Worten in die Münder von Naschkatzen oder Süssigkeiten-Schlemmern. Dabei werden als einzige Erinnerung an die vergänglichen Kunstwerke wenigstens die Kalorien eventuell eine gewisse Nachhaltigkeit zeigen. Die süssen Kunstwerke können dessen ungeachtet jedoch bei Michi Wirz jederzeit bestellt werden. Michi Wirz, 079 405 38 87, michaelwirz@yahoo.com, tik tok: michaelwirz7

Betriebe nutzen Chancen durch Covid

Cavallaro Montagen Systemtrennwände erfreuen sich reger Nachfrage

Covid hat uns das Homeoffice nahegebracht. Viele Unternehmen passen ihre Büros jetzt an. Wer Flächen neu einteilt oder künftig im Einzelbüro arbeiten möchte, findet in Mettmenstetten und Steinhausen die passende Systemtrennwand für sein Projekt. Wie viele unbenutzte Büros im Bezirk leer stehen, ist noch nicht bekannt. Doch so viel liegt auf der Hand: Covid hat uns das Homeoffice nahegebracht und viele Betriebe halten zumindest teilweise daran fest. Sie bauen Flächen ab, geben Räume auf oder richten neue Einzelbüros ein. Das ist die Stunde für rasch realisierbare Lösungen für räumliche Anpassungen. Ein Um- oder Neubau ist nicht zwingend nötig dafür.

Systemtrennwände am Laufmeter, mit und ohne Glas und Türen Wer Büros, Hallen oder Werkstätten unkompliziert seinen Bedürfnissen anpassen will, ist mit Systemtrennwänden und

In vielfacher Hinsicht wendig und schnell: Das Cavallaro Team für Systemtrennwände in Mettmenstetten und Steinhausen ZG. (Bild zvg.) Leichtbauwänden sehr gut bedient. Es gibt die Raumteiler in vielen Designs und Ausführungen – auch mit Brandschutz und Türen. Oder als mobile Stellwand mit Sicherheitsglas sowie als Industrietrennwand und Kabinenkonstruktion. Kontrollierte Rohstoffbeschaffung und das Erfüllen von anspruchsvollsten internationalen Normen garantieren die Qualität der Endprodukte im Programm von Cavallaro Trennwand Systeme. Selbst bei den kühnsten Projekten, für die der Planer eine Basis für permanente Innovationen für die Raumgliede-

rung sucht, gewährleisten diese Trennwandsysteme herausragende technische Eigenschaften. Raum ist kostbar. Dem trägt das Schiebestapelwandsystem Rechnung, das Cavallaro ebenfalls anbietet. Ein Raum lässt sich dadurch im Handumdrehen für eine neue Nutzung anpassen. Seine vertikal stapelbaren Elemente laufen leicht und leise in einem Schienensystem, das an der Decke montiert ist. Mit der Schiebestapelwand hält man sich alle Möglichkeiten für zukünftige Gestaltungen von grösseren Räumen offen – zum Beispiel in Schulen,

Gemeindehäusern, Mehrzweckhallen und anderem. Gleichzeitig löst man die schalldämmenden und akustischen Herausforderungen. Der Bereich Systemtrennwände wurde 2019 ins Leben gerufen von Cavallaro Montagen AG – aufgrund der Nachfrage nach unkomplizierten, rasch realisierbaren Lösungen bei räumlichen Veränderungen. Cavallaro Montagen AG wurde 2009 gegründet und wird vom Gründerehepaar Michael und Sylvia Cavallaro geleitet. Der klassische Schweizer Gewerbebetrieb gilt als zuverlässiger Montagepartner für Metallbauunternehmen und erfreut sich eines gesunden Wachstums. Rund zwanzig Mitarbeitende beschäftigt Cavallaro Montagen AG insgesamt; fünf davon in Geschäftsleitung, Administration und Marketing. Der Betrieb mit Bildungsbewilligung für die Ausbildung zum Metallbaupraktiker EBA ist auch ein Lehrbetrieb. Cavallaro Cavallaro Montagen Systemtrennwände, Im Grindel 29, Mettmenstetten, Tel. 044 506 84. Hinterbergstrasse 47, Steinhausen ZG, Tel. 041 740 64 70, system-trennwaende.ch.


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Gewerbe

Dienstag, 1. September 2020

Ein Ort im Zeichen der Gemeinschaft und der Nachhaltigkeit Grundsteinlegung für die Überbauung Seebrighof in Hausen Zuerst waren die Gedanken und Ideen, dann begann die Planung. Heute befindet sich in Heisch am Dorfrand von Hausen eine grosse Baugrube. Am vergangenen Donnerstag feierten die am Bau Beteiligten, die zukünftigen Bewohnenden und die Nachbarn die Grundsteinlegung eines aussergewöhnlichen Projekts. Von Marianne Voss

und beeindruckte die Gäste mit der Zahl der Pfähle, die zur Stabilisierung in den Boden gerammt worden waren: 250 Pfähle mit einer Gesamtlänge von zweieinhalb Kilometern. Zudem betonte er das sehr gut funktionierende Zusammenspiel der am Bau Beteiligten. Von der EKZ sprach David Bühler, Leiter Engineering. Er stellte die absolut neue Power-to-Gas-Anlage vor, die hier in dieser Art das erste Mal zum Einsatz kommen wird. «Im Projekt Seebrighof wird die Sonnenenergie mittels einer Fotovoltaikanlage genutzt, die Erdwärme mit einer Wärmepumpe und zur Energiespeicherung setzen wir die Power-to-Gas-Anlage mit einem Wasserstoffspeicher ein.»

und Bewohner. Man traf sich unter freiem Himmel in der zukünftigen Tiefgarage, wo der Boden bereits betoniert ist. Es wurde viel Lob ausgesprochen für den mutigen und initiativen Bauherrn und seine Familie, die trotz Krämpfen und Kämpfen nicht lockerliessen und an der Vision festhielten, eine Überbauung zu schaffen für das gemeinschaftliche Wohnen und Leben. Mehr noch: Auch die Nachhaltigkeit sowie die Ökologie stehen bei dem Projekt an erster Stelle.

Power-to-Gas – eine Premiere

«Eine Grundsteinlegung soll Glück bringen während der Bauphase und für das Gebäude in seiner Zukunft.» So begrüsste Bauherr Thomas Foery seine Gästeschar. Viele waren am vergangenen Donnerstagabend der Einladung zur Grundsteinlegung gefolgt. In der Überbauung Seebrighof in Heisch, am Dorfrand von Hausen, werden 21 Genossenschaftswohnungen und sieben Eigentumswohnungen entstehen. Bis Ende dieses Jahres soll der Rohbau fertig sein, der Bezug ist auf den 1. Oktober 2021 geplant. Zur Feier waren alle eingeladen, die mit der Planung und dem Bau zu tun haben, aber auch die Nachbarn und natürlich die zukünftigen Bewohnerinnen

Verschiedene am Bau Beteiligte berichteten von ihren Erfahrungen während der Planung oder auch während der ersten Bauphase. Architekt Chaspar Gachnang erzählte vom Start vor fünf Jahren. «Heute ist alles anders, als ich damals vorgeschlagen hatte.» Der Bauherr habe sich ein grosses Haus für das Zusammenleben von verschiedenen Generationen gewünscht. «So kam es zu der Scheunenarchitektur, denn das grosse Haus hat ja etwa die Dimension eines Stalls.» Auch die Präsidentin der Genossenschaft Seebrighof, Susanna Forster, meldete sich zu Wort und gab ihrer Wertschätzung gegenüber der Bauherrschaft Ausdruck. Ein weiterer Redner war Jörg

Zeitkapsel einbetoniert

Die Zeitkapsel wird einbetoniert. Von links: Jörg Sidler, Chaspar Gachnang, David Bühler und Christoph Tandler. Vorne Bauherr Thomas Foery. (Bild Marianne Voss) Sidler, Geschäftsführer der neu gegründeten Totalunternehmung bau construct ag, die hier ihren ersten Auf-

trag wahrnehmen kann. Er berichtete von der Herausforderung des Scheunenabbruchs am bestehenden Wohnhaus

Von der Gemeinde Hausen waren Reto Brönnimann, Präsident der Baukommission, und der Vizepräsident des Gemeinderates, Christoph Tandler, anwesend. Letzterer dankte der Familie Foery im Namen der Gemeinde, hiess die neuen Bewohner bereits herzlich willkommen und wünschte ihnen alles Gute. Der Höhepunkt der Grundsteinlegung war das gemeinsame Einbetonieren einer Zeitkapsel, gefüllt mit Dokumenten, Münzen und einer Zeitung.

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❑ 27. Oktober ❑ 11. Dezember


Gewerbe

Dienstag, 1. September 2020

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«Ich kann dieses Kleid nicht kaufen, weil ich keine Tränen in den Augen hatte» Serie «Sag mal, ...?»: Boutique-Inhaberin Annika Isenegger-Meister über Herausforderungen beim Brautkleid-Kauf Im November 2018 hat Annika Isenegger-Meister in Affoltern ihre eigene Boutique eröffnet. Seither berät sie Bräute auf der Suche nach ihrem Traumkleid. Der Druck, bei der eigenen Hochzeit perfekt auszusehen, ist gross.

Absolut. Die Erwartungen bei manchen Frauen sind sehr hoch. Haare, Make-up, alles muss stimmen. Auch die Figur ist ein Dauerthema. Viele wollen nach der Anprobe noch abnehmen. Da ich spanische Kleider verkaufe, sind die Grössen anders: Eine Frau, die normalerweise Kleidergrösse 38 trägt, hat eine spanische Grösse 40/42. Ich habe es schon erlebt, dass eine Braut sagte, «in Kleidergrösse 40 heirate ich nicht» und den Laden verliess.

Die Idee eines eigenen Geschäfts kam Annika Isenegger-Meister bei den Vorbereitungen ihrer eigenen Hochzeit. Sie war auf der Suche nach einem Kleid, wünschte sich kein klassisches Modell und merkte: Das ist gar nicht so einfach. In der Kollektion von «Rosa Clará» fand sie schliesslich, wonach sie gesucht hatte, allerdings war es gar nicht so einfach, diese spanische Marke in der Schweiz überhaupt zu kaufen. «Warum», fragte sich Annika Isenegger-Meister im Februar 2018, «mach ich das eigentlich nicht selbst?» Dann ging alles ziemlich schnell: An der Merkurstrasse im Zentrum von Affoltern stiess sie kurz darauf auf ein leeres Lokal, blickte durchs Schaufenster und war sich sicher: Das ist es! Im April kaufte sie in Barcelona ihre erste Kollektion ein, kündigte schliesslich ihren Job als Finanzchefin und eröffnete im November 2018 ihre Boutique «Brautkleid-Träume». Seither unterstützt die 41-Jährige Frauen auf der Suche nach dem Kleid für ihren schönsten Tag. «Anzeiger»: Wie finden zukünftige Bräute den Weg zu Ihnen? Annika Isenegger-Meister: Auf meiner Website finden die Kundinnen von jedem Kleid, das in meinem Laden hängt, ein Foto. Meistens klicken sich die Frauen durch die Galerie, und wenn ihnen der Stil meiner Brautmode gefällt, dann buchen sie einen persönlichen Beratungstermin. Sie schreiben, in Ihrem Geschäft werde die Brautkleid-Anprobe zum «VIP-Event». Wie läuft ein solcher Termin ab? Normalerweise plaudern wir nach der Begrüssung zuerst ein bisschen, damit ich die Braut näher kennenlernen kann. Ich frage zum Beispiel, ob es eine kirchliche Trauung gibt oder eine freie Zeremonie, oder ich erkundige mich, in welchem Rahmen die Gesellschaft feiert. Und dann gibts ein Gläschen Prosecco. Genau, danach biete ich den Gästen ein Getränk an. Prosecco, Kaffee, Wasser oder Tee. Dazu gibts Süssigkeiten zum Naschen, als Nervennahrung für die Begleitpersonen. In der Zwischenzeit kann sich die Braut die Kleider nochmals in aller Ruhe durchsehen, und ich berate sie und mache ein paar Vorschläge. Manchmal geben die Frauen ihre Favoriten auch schon bei der Buchung des Termins an, jene Kleider markiere ich dann vorab mit einem Herzchen – für die Anprobe. Sie unterstützen die Braut in der Umkleidekabine beim Anziehen des Kleids. Worüber reden Sie in diesem intimen Moment? Manchmal bietet sich die Gelegenheit, um noch etwas mehr über das Paar zu erfahren. Vielleicht frage ich dann: «Wo habt ihr euch kennengelernt?» Oder: «Hat er dir einen Antrag gemacht? Wie wars denn?» Möchten Frauen heute noch, dass der Mann um ihre Hand anhält? So weit ich das mitkriege, schon. Oftmals beschliessen Paare zwar gemeinsam, dass sie heiraten wollen, doch viele Frauen wünschen sich trotzdem einen Antrag. Mit Ring und Tränen und Rosen. Das volle Programm eben. (lacht).

Für manche Braut ist das Hochzeitskleid eine Investition. So ein teures Dress will auch richtig getragen werden. Geben Sie Tipps, damit der Auftritt gelingt? Ja, beim Abstecktermin mit der Schneiderin oder beim Abholtermin raten wir ihnen zum Beispiel, wie sie am besten ins Auto steigen und wann oder wie sie die Schleppe und den Schleier richten sollen. Und irgendwann ... muss die Braut mal auf die Toilette. Ein riesiges Thema! Bei Kleidern mit einem Reifrock kann man den Stoff in den Reif legen und ihn hochhalten. Oder man setzt sich verkehrt herum auf die Toilette. Es gibt auch Bräute, die eine Tragtasche zu einer Kleidhalterung umfunktionieren. Bei einem Meerjungfrauen-Kleid wiederum kann es sein, dass der Stoff so eng anliegt, dass er gar nicht über die Hüften passt. In solch einem Fall muss die Braut das Kleid ausziehen. Wenn dann am Rücken noch 30 Knöpfchen angebracht sind, kann das länger dauern.

Rund 250 Kleider hängen in Annika Isenegger-Meisters Boutique. Das teuerste kostet knapp 6000 Franken. (Bild zvg.) Hatten Sie auch schon Kundinnen, die ihrem Partner den Antrag gemacht haben? Ja, auch das hatte ich kürzlich. Ich habe sie dann gefragt, ob sie es gar nicht mehr erwarten konnte, ob es ihr zu lange gedauert hat. Da erzählte sie, ihr Partner sei eher zurückhaltend, nicht allzu romantisch. Vielleicht hat ihm einfach diese eine zündende Idee gefehlt. Wahrscheinlich wollte er etwas Grosses machen, und wusste aber nicht was. Dann hat sie das einfach an Hand genommen. Wenn das Kleid sitzt – wie gehts weiter? Manchmal zieht die Braut dann noch Accessoires wie Schmuck oder einen geerbten Schleier an. Es ist auch schon vorgekommen, dass die Trauzeugin Floristin war und vorab schon mal einen Brautstrauss angefertigt hat, um den Look komplett zu machen.

«Gerade Mütter stellen sich ihre Tochter gerne als Prinzessin vor. Nicht jede kann damit umgehen, wenn die Braut dann ein hautenges, sexy geschnittenes Kleid bevorzugt.» Werden noch andere Dinge zur Anprobe mitgebracht? Manchmal möchten die Begleiterinnen Häppchen oder eine Flasche Sekt mitbringen, da sage ich dann: «Hab ich da.» Und ich erinnere mich an eine Gruppe, die Fähnchen dabeihatte, auf denen Sprüche wie «Sexy Dress», «Das ist dein Kleid» oder «Das ist mein Favorit» standen. Diese hielten die Begleitpersonen dann hoch, nachdem die Braut über den Laufsteg geschritten war.

Wie viele Begleitpersonen darf die Braut mitbringen? Maximal vier. Je weniger, desto besser, rate ich jeweils. Warum? Weil jede Person eine andere Vorstellung vom «perfekten Kleid» im Kopf hat. Gerade Mütter, die sehr häufig bei der Anprobe dabei sind und manchmal sogar extra eingeflogen werden, stellen sich ihre Tochter gerne als Prinzessin vor. Nicht jede kann damit umgehen, wenn die Braut dann ein hautenges, sexy geschnittenes Kleid bevorzugt. Haben Sie das schon erlebt? Ja, es kam schon vor, dass die Mutter eine Wunschvorstellung hatte, die Tochter sich dann jedoch in ein Kleid in einem anderen Stil verliebte. Die Mutter hatte Mühe damit, das zu akzeptieren. Jedes Mal, wenn die Braut hinter dem Vorhang hervorkam, sagte sie: «Steht dir nicht!» Wie reagieren Sie in einem solchen Moment? Wenn ich merke, dass die Begleiterinnen schon kommentieren, bevor die Braut sich überhaupt im Spiegel gesehen hat, dann bitte ich darum, mit den Rückmeldungen einen Moment zu warten. Es ist schade, wenn die Braut sich in einem Kleid gefällt, aber den Zuspruch der Mutter oder ihrer Begleiterinnen nicht erhält. Mir ist es wichtig, dass sich die Braut in ihrem Kleid wohlfühlt. Darauf achte ich während er Anprobe: In welchem Kleid strahlt sie, funkeln die Augen, bewegt und dreht sie sich? Neben uns auf dem Tischchen steht eine Kleenex-Box. Wie oft fliessen Tränen? Regelmässig. Nicht nur bei der Braut selbst, auch für Mütter, Geschwister oder Trauzeuginnen ist dieser Moment ergreifend.

Die Frau, die sich erstmals in einem weissen Kleid sieht und dann vor Rührung weint. Ein gängiges Klischee. Der Mythos mit den Tränen beim Hochzeitskleid-Kauf ist tatsächlich verbreitet. In vielen Hochzeitssendungen im Fernsehen brechen die Bräute beim Kauf des Kleids in Tränen aus. Viele Frauen glauben, auch ihnen müsse das bei der Anprobe passieren. Sie warten auf Tränen? Tatsächlich habe ich es schon mehrmals erlebt, dass die Braut sagte: «Eigentlich wäre das mein Traumkleid. Allerdings hatte ich bei der Anprobe keine Tränen in den Augen. Ich kann es nicht kaufen.»

«Wir empfehlen der Braut, eine Häkel-Nadel mitzunehmen. Falls der Ehemann die Knöpfchen mit den Händen nicht aufkriegt.» Sie machen Witze! Die Frauen sind mit vielen Klischees konfrontiert und mit Bildern, die manchmal wenig mit der Realität gemein haben. Manche sind enttäuscht, wenn sie im Brautkleid nicht so aussehen wie das Model auf dem Werbefoto. Vielleicht sind sie aber 15 oder 20 Zentimeter kleiner und ihre Proportionen sind ganz anders. Ich finde diese Vergleiche so schade. Für mich ist eine Braut mit Emotionen, auch wenn sie nicht Kleidergrösse 32 oder 34 trägt, so viel schöner als das Model, das einfach seinen Job macht. Der Druck, bei der Hochzeit «perfekt» auszusehen, scheint enorm zu sein.

Auch in der Hochzeitsnacht könnte es länger dauern, bis all diese Knöpfchen geöffnet sind... Dafür gibts eine Häkel-Nadel. Eine Häkel-Nadel? Wir empfehlen der Braut, eine Häkel-Nadel mitzunehmen. Falls der Ehemann die Knöpfchen mit den Händen nicht aufkriegt, klappt das mit der Nadel ganz gut. Wenn nun aber die Braut ein Kleid mit einem Reissverschluss trägt, an dem die Knöpfe nur Deko sind, dann raten wir jeweils, dass die Trauzeugin die Knöpfchen schon mal öffnet, bevor sie geht. Das sieht niemand, aber es macht vieles einfacher. Haben Sie es schon erlebt, dass ein Kleid im Lauf der Vorbereitung nicht mehr gebraucht wurde? Ja. Das ist schon vorgekommen. Das tut mir dann natürlich sehr leid. Leider ist es mir nicht möglich, das Kleid zurückzunehmen, weil die Kleider entweder nach Mass angefertigt oder auf die Masse der Braut abgeändert werden. Was dann? Bei einer Braut hats dann die Trauzeugin abgeholt. In einem anderen Fall hatte sich das Paar getrennt und die Braut wollte das Kleid natürlich nicht mehr. Ich habe ihr empfohlen, es zu verkaufen. Sie hat es dann abgeholt, und es direkt in ein Second-Hand-Geschäft gebracht. Interview Livia Häberling

Serie: «Sag mal, ...?» In der Serie «Sag mal, ...?» spricht, diskutiert und philosophiert der «Anzeiger» mit Menschen über Themen mitten aus deren Leben. Die Serie erscheint in loser Folge. (lhä)


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Nächste Erscheinung dieser Spezialseite am 6. Oktober 2020. Haben Sie Interesse, Ihre Werbung wirksam zu platzieren?


Vermischtes

Dienstag, 1. September 2020

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«Ich lächle endlich»

RATGEBER BEZIEHUNG

Interview mit Manuel Stahlberger vor seinem Gastspiel in der Aula Ennetgraben, Affoltern Viktor Arheit, Paarberater und Mediator in Affoltern

Der Zeichner und Kabarettist Manuel Stahlberger kommt am Freitag mit seinem neuen Programm «Eigener Schatten» nach Affoltern und gibt im Vorfeld dazu Auskunft.

Männer sind wie kleine Kinder!? Oft beklagen sich Frauen darüber, dass ihr Mann wie ein weiteres Kind sei. Können Sie dies erklären? Ich habe dies auch schon öfters zu hören bekommen – hauptsächlich da, wo eher klassische Rollenverteilung gelebt wird: Der Mann arbeitet auswärts, die Frau ist für Kinder und Familie zuständig. In dieser Rollenverteilung ist das Zuhause das Arbeitsfeld der Frau. Sie bestimmt und trägt dafür die Verantwortung. Wenn der Mann nach Hause kommt, ist er einerseits froh, nach getaner Arbeit keine Verantwortung tragen zu müssen, andererseits soll es so laufen, wie die Frau es möchte. Da ziehen sich dann viele Männer zurück. Dies wirkt auf die Frau sehr unmännlich, und es nervt sie, dass alles an ihr hängen bleibt. Stimmt es, dass Männer sich mit dem Alleinsein schwerer tun als Frauen? Das beobachte ich so. Männer brauchen das Weibliche, um Antrieb und Sinn zu erleben. Sie suchen oft auch ganz tief in sich das Mütterliche. Es ist aber problematisch, wenn der Mann quasi zum Kind wird. Was können Männer tun, damit sie nicht wie Kinder gesehen oder zu Kindern werden? Der Mann muss unbedingt auch seine eigene Lebendigkeit und seinen eigenen Sinn finden und der Frau ein Gegenüber sein. Er kann sich zu Hause einbringen und sich mitverantwortlich fühlen für bestimmte Bereiche. Das tun heute übrigens viele junge Männer gerne. Der Mann muss auch darauf achten, dass er der Partnerin nicht Mehrarbeit verursacht durch seine Hilfe. Was können Frauen tun, damit der Mann nicht zu ihrem Kind mutiert? Die Frau muss akzeptieren, wenn der Mann gewisse Dinge übernimmt, dass nicht immer alles genau so ist, wie sie es möchte. Er muss sich auch zu Hause fühlen können, sonst ist er bald lieber auswärts. Ein «Danke» kommt meist besser an, als eine «Nörgelei» darüber, dass der Boden aber nicht so sauber geputzt sei, wie frau es gerne hätte. Was kann man tun als Paar? Es ist hilfreich, miteinander Klarheit zu schaffen, wer wofür zuständig sein soll. Wenn beide für alles zuständig sind, kommt man sich viel mehr ins «Gehege», als wenn beide ihre Bereiche haben. Also doch klare Aufgabenverteilung? Ja. Dabei ist auch wichtig, dass ein Paar lernt, dass jede Person die Dinge auf ihre Weise erledigt und niemand sich gerne vom andern befehlen, bemuttern oder belehren lässt. Kontakt: viktor.arheit@paarberatung-mediation.ch.

Schatten als eigene Geschichte, die man mit sich herumschleppt, hat mich dann viel mehr interessiert. Aber vom Show-Thema ist schon noch ein bisschen was dringeblieben. Hat Sie die Auszeichnung des Salzburger Stiers noch mehr gelassener gemacht? Sie hat mich sehr gefreut, aber an der Preisverleihung war ich überhaupt nicht gelassen. Ich habe den Preis als Solist bekommen zu einer Zeit, als ich noch gar kein Soloprogramm hatte. Heute könnte ich etwas Besseres präsentieren.

«Anzeiger»: Sie beehren mit Ihrem Programm demnächst Affoltern am Albis. Werden wir Sie zum ersten Mal lächelnd erleben? Manuel Stahlberger: Ja genau, im neuen Programm lächle ich endlich. In Ihrem Programm wähnt man sich zwischen Weiterbildungs-Seminar und einem tiefenentspannten Kabarett-Programm allerdings schon früh am Puls der gesellschaftlichen Problemthemen, denn Sie haben ja schon musikalisch den Klimawandel 2010 vor die Kamera gebracht. Wie dürfen wir uns Ihre Arbeit an der Programmentwicklung vorstellen? Den Anfang vom Anfang finde ich immer harzig. Es liegen viele Ideen herum, aber keine ist greifbar. Ich versuche dann, möglichst alles zuzulassen und auszuprobieren, auch wenn es ein Schrott ist. Sobald etwas aufgeschrieben oder gezeichnet ist, kann ich darauf reagieren, dann fängt mir die Arbeit rich-

PERSÖNLICH Seitenmann von Deville Manuel Stahlberger, Comiczeichner und Liedermacher aus St.Gallen, spielt ab Frühling 2020 sein drittes Soloprogramm. Stahlberger tourt auch mit seiner Band durch die Musikklubs, hat 2009 den Salzburger Stier gewonnen, war früher im Duo mit Stefan Heuss unterwegs und später ein paar Monate lang Seitenmann von Dominic Deville in dessen SRF-Spätabendsendung. www.manuelstahlberger.ch

Mit Lichtkonzept: Das neue Programm von Manuel Stahlberger setzt auch visuell Akzente. (Bild Michael Schoch) tig an zu gefallen. So pflüge ich mich monatelang durch mein Durcheinander im Kopf. Ich lerne mich über die Arbeit an einem neuen Stück immer auch selber etwas besser kennen. Diesmal sind viele Erinnerungen hochgekommen, meine Geburt, mein erstes Fussballspiel, alte Schulhefte ... Welche Rolle spielen Kolleginnen und Kollegen dabei? Fürs neue Programm habe ich zum ersten Mal auch mit anderen Leuten zusammengearbeitet. Bit-Tuner Marcel Gschwend hat die Musik zu den meisten Songs gemacht, es gibt ein Lichtkonzept und mit dem Schauspieler und Regisseur Dominique Müller habe ich das Ganze in eine gute Form gebracht. «Eigener Schatten» heisst Ihr neues Programm ab Februar, das von einem Virus überschattet wurde. Waren dadurch inhaltliche Korrekturen nötig? Fast keine, nein, die Inhalte sind eher allgemeingültig als tagesaktuell. Einmal gehe ich ins Publikum raus, da-

für ziehe ich nun halt eine Maske an. Und das Thema Händewaschen kam von Anfang an vor, aber sehr am Rand. Das bekommt nun einen etwas unnötig grossen Fokus. In der Ankündigung geben Sie zu, dass Sie nicht zu den Schnellsten gehören, aber es nun doch mit etwas mehr «Glamour» versuchen. Wie gelang die Umsetzung dieser Absicht bei der Premiere? Ja, ich wollte im neuen Programm endlich mal die grosse Show reissen. Ich bin sonst auf der Bühne eher stoisch, musste aber vor einiger Zeit in einer Mixed-Show tanzen in einer Gruppenszene. Das hat getaugt, über meinen Schatten zu springen und etwas zu zeigen, was ich gar nicht kann. Mich hat dann interessiert, wie weit ich damit gehen kann einen ganzen Abend lang. Und? Während der Arbeit am Programm ist dieses Show-Thema allerdings immer mehr in den Hintergrund gerückt. Der

Während ein paar Monaten waren Sie der sogenannte «Seitenmann» in der Sehrspätsendung Deville auf SRF. Ein angebrachtes Kontrastmittel in der TV-Hektik. Wer hat von euch beiden mehr vom anderen profitiert? Ich habe auf jeden Fall profitiert vom ganzen Erlebnis Fernsehen. Zum einen war das Deville-Team super, zum anderen hat es mich interessiert, ob ich meine Themen statt in zehn Minuten auch in zweieinhalb Minuten unterbringen kann. Das war die Vorgabe. Und, zufrieden? Das hat prima funktioniert. Zum Schluss, können Sie dem Publikum, das Ihre Show sehen möchte, einen Tipp für eine innerliche Präposition mitgeben? Oder anders gefragt, in welcher Gemütsverfassung lohnt es sich, zu Ihnen ins Theater zu kommen? Ich finde es immer gut, wenn man möglichst nichts erwartet und sich einlässt auf das was kommt. Wie im Refrain von diesem grossartigen Aeronauten-Song: «Wenn man weiss wie es sein muss, hat mans im Leben schwer». Das kann man sich als Motto überall hinschreiben eigentlich. Interview Urs Heinz Aerni Freitag, 4. September um 20.15 Uhr in der Aula Ennetgraben, Affoltern

Zauberhafte Magie mit Zukunftsmusik

Ein kleines Fest auf einem Bauernhof irgendwo im Säuliamt

E

in knappes Dutzend Mädchen und Buben, alle zwischen fünf und sieben Jahre alt, sitzen erwartungsvoll im Schatten des gedeckten Vorplatzes des Bauernhofes. Mitten unter ihnen das Geburtstagskind, das in dieser Woche gerade zwei grosse Ereignisse in seinem noch jungen Leben erfahren darf. Erst noch hatte das Mädchen seinen ersten Schultag absolviert und nun, einige Tage später, feiert es mit den besten Freunden den siebten Geburtstag. Vor ihnen steht Jovi, mit schwarzem Frack, Fliege und einem imponierenden Zylinder. Er bläst zuerst einmal einen meterlangen Ballon auf, der so dick und gelb ist wie eine Banane. Langsam schiebt er das Gummiding in seinen Mund und schaudert dabei mit grausigen Faxen. Die Knirpse staunen und können es nicht fassen, aber Zauberer Jovi verschlingt die Ballonschlange mit Stumpf und Stiel, schluckt und rülpst und verneigt sich unter dem Applaus und Gelächter seiner kleinen Gäste.

So geht die Zaubershow geschlagene 45 Minuten weiter, es verschwinden weitere Gegenstände, ein Zauberstab erscheint aus dem Nichts in der leeren Hand und als Höhepunkt fliegt ein kleines Tischchen einfach so über die Köpfe der fassungslosen Zuschauer. Zum Schluss erhalten die Zauberlehrlinge Unterricht in der Hexerei und lernen einige raffinierte Kunststücke, welche sie sofort den Eltern und Zuschauern vorführen. Ein kleines, aber fröhliches Fest mit viel Kindergelächter; zweifellos Zukunftsmusik. (mm)

IN KÜRZE 21 Millionen für die Lehrbetriebe

Unfassbare Zauberkräfte: Ein Tischchen fliegt durch die Luft. (Bild Martin Mullis)

Der kantonale Berufsbildungsfonds (BBF) hat die Zürcher Lehrbetriebe im 2019 mit gut 21 Mio. Franken unterstützt. 13.7 Mio. Franken gab es allein für überbetriebliche Kurse. zh.ch/berufsbildungsfonds.

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Keine Auflösung der 9 Kirchgemeinden Damit die Pfarrstellen erhalten bleiben, stimmen wir am 27. September Nein zum grossen Kirchgemeinden-Fusionsprojekt KG+. Komitee

«Nein zur Auflösung der 9 Kirchgemeinden»


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Veranstaltungen

Raffinierte Mischung aus Comedy und Magie

Marc Haller mit «Hoppla» in Mettmenstetten Marc Haller ist ein Hansdampf in allen Gassen. Noch keine dreissig Jahre alt liest sich die Karriere wie eine Erfolgsstory aus einem Hollywood-Streifen. Bereits mit 14 Jahren von der Zauberei begeistert, führte sein Weg ihn nach Verscio im Tessin in die Scuola Teatro

Dimitri und anschliessend in die Lee-Strassberg-Schauspielschule nach New York. Zu guter Letzt hat der Absolvent des Musischen Gymnasiums in Zürich auch noch einen Abschluss im Hauptfach Schauspiel am Konservatorium in Wien in der Tasche. Dieser «Ausbildungsrucksack» führt Marc Haller schnurstracks auf die Bühnen, immer dabei sein schrulliges Alter Ego «Erwin». Der schräge, etwas verklemmte, jedoch stets liebenswürdige Schweizer ist die Hauptfigur in seiner Show. Und diese Show hat es in sich! Sie ist nicht klassische Comedy und auch nicht klassische Zauberei. Sondern eine raffinierte Mischung aus beidem. Geschöpft wird gerne aus den beiden Zutatentöpfen. Für Gäste, die im Restaurant Rössli essen, werden Sitzplätze im Theatersaal reserviert, für alle anderen Plätze besteht freie Platzwahl. Während der Veranstaltung gilt Maskenpflicht. Kulturverein «bi eus... z Mättmistette» Samstag, 5. September, 20.15 Uhr, Bühne Rössli, Mettmenstetten. Eintritt: 35 (Legi/AHV: 30) Franken. Karten: www.bieus.ch oder Rest. Rössli, 0447670201.

Dienstag, 1. September 2020

Kino Mansarde wagt den Neustart

Sonntagsmatinée mit Filmen für Kinder und die ganze Familie Nach der abrupten Beendigung des letzten Programms wegen Corona Mitte März startet das Murianer Kinoteam jetzt in die 45. Saison. Den Auftakt macht einer der grössten Rocker Deutschlands. Ihm widmet sich das Biopic «Lindenberg! Mach dein Ding» – eine gelungene Hommage an diesen umtriebigen, hoch poetischen und dennoch sehr eigenwilligen Musiker. Udo Lindenbergs Lebensgeschichte fasziniert in ihrer Vielfältigkeit der Musik und insbesondere, weil Jan Bülow den schlaksigen Udo faszinierend echt nachzeichnet. Vor dem Film offeriert die Kinocrew zum Kaffee Gipfeli. (Sonntag, 6. September, 11 Uhr)

TV-Hund Lassie und Liebesglück mit Schmerz Der Familienfilm erinnert die (Gross-) Eltern an ihre eigene Kindheit vor dem Fernseher: Lassie, der TV-Hund, feiert nun sein Comeback auf der Kinowand. Tierliebe, Abenteuer und Trennung sorgen für Spannung bei Jung und Alt. Bei diesem Familienfilm gibts für Jung und Alt den Spezialeintrittspreis zur Saisoneröffnung von zehn Franken. (Sonntag,

Marc Haller. (Bild zvg.)

Abendkasse ab 19.15 Uhr. www.marchaller.ch.

«Nicelis Zeichenworkshop»

Swingen und rocken

Am Samstag, 5. September, von 10 bis 13 Uhr (Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren) und am Mittwoch, 9. September, von 18.45 bis 22 Uhr (Erwachsene) lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zeichenworkshop, wie man die lustigen, frechen Nicelis zeichnet. Es braucht überhaupt keine Vorkenntnisse und besonders die, welche meinen, sie hätten kein Talent, sind herzlich willkommen. In diesen drei Stunden wird von der kreativen Designerin Carine Rohrbach Schritt für Schritt gezeigt, wie die Tierchen aufgebaut und gezeichnet werden. Ein Erfolgserlebnis ist garantiert! Ein Anleitungsheft, benötigtes Papier sowie die hochwertigen Stifte sind im Kurspreis inbegriffen und können nach dem Kurs mit nach Hause genommen werden. Familienzentrum Bezirk Affoltern Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136, Affoltern. Anmeldungen unter Tel. 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Programmierwerkstatt Das BBC micro:bit ist ein codierbarer Taschencomputer, macht Spass, ist einfach zu bedienen und in verschiedenen Farben erhältlich. Das Gerät ist als Einplatinencomputer auf der Basis eines ARM-Mikrocontrollers realisiert worden und kann mittels verschiedener webbasierter Entwicklungsumgebungen programmiert werden. Wie man in wenigen Sekunden etwas Einfaches codieren kann – wie zum Beispiel das Aufleuchten einer LED oder das Anzeigen eines Musters, zeigt am Mittwoch, 23. September, von 13.30 bis 16 Uhr, Lutz Eichelkraut, Geschäftsführer Ecodata Schweiz, MintWare – Evolution des Lernens, allen interessierten Kindern zwischen 8 und 12 Jahren. Für diesen spannenden Ausflug in die Programmierwerkstatt braucht es keinerlei Vorkenntnisse in der Computerwelt. Neben der Programmierung werden die Kinder angeregt, sich Gedanken zu machen, wie das Gehörte und Erlebte in der Praxis umgesetzt werden kann. Ein spannendes Lern-Abenteuer der neuen Art! Familienzentrum Bezirk Affoltern Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136, Affoltern. Anmeldungen unter Tel. 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Informationen und komplettes Kursangebot: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Bigband der Kanti Zürich Nord in Affoltern

Aus dem ehemaligen TV-Hund wird eine Kinokultfigur: «Lassie – eine abenteuerliche Reise». (Bild zvg.) 6. September, 14 Uhr: «Lassie – eine abenteuerliche Reise») Wer danach noch etwas mehr Herzschmerz mag, ist dann beim Film «I Still Believe» am richtigen Ort. Eine Liebesgeschichte um einen Musiker und seine neue Freundin, welche durch einen harten Schicksalsschlag geprüft werden. Ein Film mit viel guter Musik und sympathischen Charakteren. (Sonntag, 6. September, 17 Uhr: «I Still Believe») Trotz Corona setzt Kino Mansarde

seine Spielweise wie bis anhin fort. Jede zweite Woche sind vier Kinotermine bis im Mai 2021 eingeplant. Die Vorstellungen finden jeweils donnerstags und freitags um 18 und 20.30 Uhr statt. Wegen der reduzierten Anzahl Sitzplätze im Kino – statt 132 nur noch 65 – empfiehlt es sich, via www.kinomansarde.ch online seine Kinoplätze zu reservieren. Auf dieser Adresse sind auch sämtliche Infos zu Programm und Kinofilmen abrufbar. Kino Mansarde

Kein Flugtag in Hausen Aufgrund der aktuellen Situation um Covid-19 sowie der damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben hat das Organisationskommitee (OK) leider keine andere Wahl, als die für 3. und 4. Oktober 2020 geplanten Modellflugtage, den «Flugtag Hausen», abzusagen. Das Wohl der Besucher, Aussteller und freiwilligen Helfer hat oberste Priorität für das OK

und den ausführenden Verein, die Modellfluggruppe Affoltern. Das OK bittet um Verständnis und hofft darauf, im Jahr 2021 den 41. Flugtag Hausen wieder am ersten Oktoberwochenende nachholen zu können. Darüber wird zu gegebener Zeit im «Anzeiger» informiert. Wolfgang Auth, OK Flugtag Hausen 2020

Wettswiler Herbschtmäärt abgesagt Die Bigband der Kantonsschule Zürich Nord unter der Leitung von Werner Meienberg (links). (Bild zvg.)

KulturAffoltern lädt am Sonntag, den 6. September, um 17 Uhr zum zweiten Konzert am Märtplatz. Mit einem breiten Repertoire sorgt die Bigband der Kantonsschule Zürich Nord für beschwingte Unterhaltung. Die Bigband der Kantonsschule Zürich Nord wurde vor 30 Jahren von Alois Heer gegründet. Nach dessen Pensionierung hat Werner Meienberg die Leitung übernommen und dafür gesorgt, dass die Verbindung zum Säuliamt fortgesetzt wurde. Innerhalb der Schule umrahmt die Band verschiedene Anlässe wie Eröffnungsfeiern, Informationsabende, Serenaden und Maturfeiern. Sie wird aber immer wieder auch für externe Konzerte angefragt. Zur Tradition geworden ist eine einwöchige Tournee ins Tessin zu Beginn der Sommerferien, bei der neben der Probenarbeit jeden Tag ein Konzert

in einem Hotel oder auf einem öffentlichen Platz auf dem Programm steht. Naturgemäss ist eine Schülerband starken Fluktuationen unterworfen. Nach bestandenem Abschluss verlassen die Maturanden die Band und hinterlassen alljährlich grosse Lücken, die mit hoffnungsvollem Nachwuchs geschlossen werden wollen. Da dies nicht immer möglich ist, wird die Band für einzelne Konzerte von Ehemaligen und Gönnern unterstützt. Das Repertoire der Band ist breit gefächert und enthält unter anderem klassische Bigband Standards der 40er-Jahre, lateinamerikanische Melodien, aber auch moderne Funk- und Popnummern. Besondere Akzente setzt die Sängerin Madleina Pellegrini. KulturAffoltern

Gerade in der jetzigen Zeit wäre es wichtig, Unterstützung zu bieten und soziale Kontakte zu ermöglichen.» Es sei traurig, sich dem Covid-19 geschlagen geben zu müssen, doch schaue man optimistisch in die Zukunft und freue sich auf den nächsten Herbschtmäärt am Sonntag, 26. September 2021. «Versuchen wir gestärkt aus dieser schlimmen Zeit zu gehen und mit vereinten Kräften bedürftige Menschen zu unterstützen, soziale Kontakte mit Abstand zu leben und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Es gibt viele Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind. Unterstützen wir auch unsere KMU und leben bzw. lieben das Leben trotzdem. Es kommen hoffentlich bald wieder bessere Zeiten!» Remo Buob, OK Wettswiler Herbschtmäärt

Zurück zu etwas Normalität mit der Lesung von Andreas Neeser

Konzert am Sonntag, 6. September, 17 Uhr, Kasino Vordach, Märtplatz Affoltern, Hutkollekte. Märtkafi ab 16.15 Uhr.

Naturwerkstatt Vogelbad Auch Vögel gehen gerne baden ... Unter fachkundiger Leitung des erfahrenen Steinmetzes Roger Leuenberger lernen die Teilnehmenden, wie man aus wildem, rohem Dottiker Muschelkalkstein ein formschönes Vogelbad meisselt, das sie mit nach Hause nehmen können. Die Arbeit mit Hammer und Meissel erfordert Kraft und Ausdauer! Die Mühe lohnt sich, Vogelbäder verschönern nicht nur den Garten, sondern erfreuen auch viele Kleinvogelarten. Schutzbrillen und Handschuhe sowie Werkzeug

Die aktuellen Zahlen und die Prognosen betreffend Verlauf der Coronakrise mit einem Anstieg der Neuansteckungen verhindern die traditionelle 28. Durchführung des Wettswiler Herbschtmäärts. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, Konzepte wurden erarbeitet und Eventualitäten diskutiert. Die Organisatoren des Wettswiler Herbschtmäärts versuchten das Unmögliche möglich zu machen und waren sehr zuversichtlich. Die neusten Entwicklungen zwingen sie jedoch dazu, den diesjährigen Herbschtmäärt abzusagen: «Wir bedauern es sehr, die beliebte Plattform am letzten September-Sonntag nicht anbieten zu können. Es schmerzt unsere Aussteller, Besucher, Zulieferer und die Vereine, keine Möglichkeit bieten zu können.

stehen zur Verfügung. Der Kurs findet im Freien statt, es empfiehlt sich also, der Witterung entsprechende Kleidung mitzubringen, ebenso Picknick und Pausenverpflegung. Stiftung Reusstal Samstag, 12. September, 9 bis zirka 16 Uhr. Treffpunkt: Steinbruch Steinhof der Emil Fischer AG in Hendschiken. Kosten: 75 Franken pro Person (inkl. Material). Anmelden bis Montag, 7. September, an sarah.wettstein@stiftung-reusstal.ch. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Seit Ende Sommerferien hat die Bibliothek Hedingen wieder regulär geöffnet. Bücher werden aber weiterhin gerne in den bereitgestellten Kisten oder im Medienrückgabekasten entgegengenommen. Die Medien müssen nicht mehr in die Quarantäne, werden aber dennoch nach der Rückgabe geputzt. Die Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiterhin. Der Buchstart findet wieder monatlich statt. Der Abstand von 1,5 m ist gewährleistet und es wird eine Anwesenheitsliste geführt. Ab dem 23. September ist auch wieder das beliebte Geschichtentaxi für alle kleinen und grösseren Zuhörer unterwegs. Hierfür gilt, dass Kinder willkommen sind, aufgrund der Umstände aber ohne erwachsene Begleitung. Diese darf sich aber

gerne im Bibliotheks-Kafi aufhalten. Des Weiteren konnte für die Veranstaltungsreihe «Hedingen persönlich» Migu Baumann, ein junger Freestyle-Fussballer gewonnen werden. Er wird am Samstag, den 12. September, in der Bibliothek über sich erzählen und seine Tricks mit dem Ball zeigen. Die Lesung mit Andreas Neeser ist schon seit Anfang Jahr geplant und der 9. September fixiert. Die Bibliothekarinnen haben entschieden, dass es weiter Richtung Normalität gehen soll. Die Lesung wird deshalb wie geplant durchgeführt. Natürlich ist es dem Team aber doch auch ein grosses Anliegen, dass die Risikogruppen geschützt werden. Es wird deshalb eine Maskenpflicht für den Abend gelten. Nicole Gerber, Bibliothek Hedingen


Sport

Dienstag, 1. September 2020

Gepflegter «Wasser-Fussball» Fussball 2. Liga: Horgen I – Wettswil-Bonstetten II 0:0

Von Kaspar Köchli Horgen ist die Hochburg des Wasserballs und in dieser Sportart mit 30 Schweizer Titeln unangefochtener Rekordmeister. Vorgestern Sonntag gastierte der Fussballclub Wettswil-Bonstetten II am linken Zürichseeufer – und männiglich war gespannt, ob es nach den sintflutartigen Regenfällen Parallelen zur besagten Disziplin geben würde. Obschon es auch während der Partie in Strömen goss, präsentierte sich das Terrain in gut bespielbarem Zustand. Und es wurde, wie ein Zuschauer formulierte, «gepflegter Wasser-Fussball» geboten.

Wettkampfstimmung in Knonau

WB erwacht spät

Die beste Chance der Partie: Chamba Yondhen (ganz links) trifft wuchtig den Horgener Pfosten. (Bild Kaspar Köchli) ) Chancen hüben wie drüben Gleich nach Wiederanpfiff überstand WB eine Schrecksekunde, als der zu hastig abgegebene Schuss des mutterseelenallein auftauchenden Okorie in den Handschuhen Roths landete. Dieser war später zum Zuschauen gezwungen, als eine Freistoss-«Granate» von Miskovic um Millimeter am Lattendreieck vorbeidonnerte. Brenzliges postwendend auf der Gegenseite, Chamba Yondhen zirkelte den Ball jedoch ebenfalls neben das Gehäuse. Beide Teams strebten jetzt das Punktetrio an. Die Zweikämpfe wurden härter geführt, der Schiedsrichter hatte

Ausblick auf Gipfelwelt der Innerschweiz Wanderung der Senioren von Wettswil Die Wanderung führte meistens durch kühlen Wald und mit schönen Ausblicken in die Berge und auf die ganze Innerschweizer Gipfelwelt von Udligenswil bis Meggen am Vierwaldstättersee. Der sanfte Hügelrücken zwischen Meggen und Küssnacht ist von zahlreichen Längs- und Quertälchen durchzogen. Auf dem undurchlässigen Untergrund staut sich das Wasser und bildet an zahlreichen Orten kleine Moore oder Seelein. Die Moore weisen eine grosse Artenvielfalt aus und beherbergen über 320 Pflanzenarten und zahlreiche Amphibienarten. Ein Juwel für eine längere Pause ist das Wagemos. Am Rande des schilfbe-

standenen Sees gibt es beim Picknickplatz mehrere Bänke und am Brunnen kann man den Durst zu stillen. Die abwechslungsreiche Wanderung ist auch an heissen Tagen zu empfehlen, denn sie führte oft im Schatten durch den kühlen Wald via Hasenried, Wagenmoos und Hochrüti bis zur schönen Hafenanlage in Meggen am Vierwaldstättersee. Dort fuhr die Gruppe mit dem Schiff zur historischen Stadt Luzern, wo man in einem Restaurant am See einkehrte, bevor es mit der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter www.senioren-wandergruppe.ch.

Mittagspause beim Picknickplatz Wagemoos mit Feuerstelle und Sitzbänken. (Bild zvg.)

WB gegen Red Star verschoben Vor zehn Tagen begeisterte der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) beim 3:2Sieg gegen Linth, die Vorfreude auf das samstägliche Derby gegen Red Star war dementsprechend riesig. Am Vorabend zum Samstag wurde jedoch offiziell mitgeteilt, dass die Partie aufgrund eines Corona-Falls in den Reihen der Stadtzürcher verschoben wird. Bereits in den letzten Wochen kursierten mehrere Berichte über Spielverschiebungen in allen Ligen. Die restlichen Begegnungen der Erstligagruppe 3 fanden statt. Der Termin der Neuansetzung des Matchs FC Red Star gegen FCWB ist noch nicht bekannt. (kakö)

Die Reserven Wettswil-Bonstettens traten im zweiten Saisonspiel in Horgen keck auf und wollten den Sieg, mussten sich aber mit der schliesslich gerechten Punkteteilung bescheiden.

Horgen startete schwungvoll; WB-Torsteher Roth musste die erste Prüfung bereits nach drei Minuten bestehen. Und dies bravourös. Die Ämtler bekundeten in der Anfangsviertelstunde Mühe, ins Spiel, beziehungsweise den gegnerischen Strafraum zu finden. Umso gefährlicher dann ihre Angriffsaktion, als Lauper den Ball aus guter, jedoch spitzwinkliger Position, über das Tor drosch. Das Geschehen präsentierte sich in der Folge ausgeglichen und die wenigen Chancen hielten sich die Waage. Ein Ausrufezeichen setzte Horgens Artiq, dessen Abschlussversuch um ein Haar nicht von Erfolg gekrönt war. Später folgte die klarste Gelegenheit in Hälfte eins. Nach einem waghalsigen Ausflug des ansonsten tadellosen Heimkeepers Marinis visierte Nyma Yondhen aus grosser Distanz das verwaiste Gehäuse an. Es blieb beim Versuch.

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Verwarnungen auszusprechen, die Partie blieb jedoch stets fair. Gastgeber sowie WB besassen noch je die Möglichkeit zum Luckypunch. Bei einem Tohuwabohu im Ämtler Fünfmeterraum landete der Ball wie durch ein Wunder nicht in den Maschen. Und kurz vor Matchende setzte WB-Spielmacher Chamba Yondhen, klug vom eben eingewechselten Halter lanciert, seinen Schuss wuchtig und gut hörbar an den Pfosten. Danach war Schluss. In diesem torlosen, nichtsdestotrotz sehr unterhaltsamen Spiel, hatten sich beide Teams den einen Zähler verdient. WB-Assistenztrainer Dominique Uehli: «Eigentlich wollten wir gewinnen, aber nachdem wir mit

viel Glück nicht in Rückstand gerieten, ist der eine Punkt okay.» Und sinnierte dann doch noch: «Ja klar, unser Pfostenschuss ganz am Schluss ...» Auch die hart auf Kälte, Wind und Regen geprüften Zuschauer waren sich nach Spielschluss bei heissen Getränken einig, dass die Punkteteilung dem Gezeigten entspreche. Das linke Zürichseeufer machte seinem scherzhaften Namen «Pfnüselküste» alle Ehre, allerdings herrschte an diesem Tag allerorts äusserst garstiges Wetter.

Endlich wieder Wettkampfluft schnuppern: Der UBS Kids Cup, organisiert von Sandy und Christian Albrecht, bietet fast 100 Kindern und Jugendlichen mit Jahrgang 2005 bis 2013 und jünger am Samstag, 12. September, in Knonau eine willkommene Startgelegenheit. Der Wettkampf bei der Schule in Knonau beginnt um 10.30 Uhr. Nach den drei Disziplinen Ballwurf, Weitsprung und 60m-Lauf qualifizieren sich die schnellsten für den 50m-Finallauf um den schnellsten Knonauer. Diese Rennen finden nach Schulklassen statt, so dass von Kindergärtlern bis Oberstufen-Schülern jeder eine Chance auf den Pokal hat. Eine besondere Attraktion dieses Jahr ist ein Riesen-Dart Spiel, das nicht nur die Kinder begeistern wird. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt und die Festwirtschaft ist wieder rund um die Uhr da. Für alle, die sich noch nicht angemeldet haben, besteht die Möglichkeit, sich auf der Website unter www.kidstime.ch noch bis spätestens 8. September einzuschreiben. Christian Albrecht

WB: Roth; Hodel, Brüniger, Rizzo, Wick, N. Yondhen, Buchmann (71. Horak), C. Yondhen, Hager (89.

Christian Albrecht, Telefon: 076 361 24 67. E-Mail:

Halter), Lauper (78. Voit), Jost (62. Flückiger).

christianalbrecht@gmx.ch.

Erster Start, erster Sieg

Erfolgreicher Saisonauftakt für Motocrosser Cirill Scheiwiller Nach Monaten der Ungewissheit starteten endlich auch die Motocrosser mit dem ersten Lauf in Beggingen in die verkürzte Meisterschafts-Saison. In der Open-Klasse konnte der Obfelder Cirill Scheiwiller, der neu auf einer KTM fährt, gleich den ersten Triumph erringen. Von Martin platter Im Zeittraining der Open-Klasse duellierten sich Valentin Guillod und Cyrill Scheiwiller um die Bestzeit. Dabei konnte sich der GP-Fahrer Guillod, der im Vorjahr die Schweizer Meisterschaft vor Scheiwiller gewonnen hatte, noch durchsetzen. Die drittschnellste Zeit realisierte Alex Andreis. Der ebenfalls favorisierte Nico Seiler, Scheiwillers Markenkollege, schaffte es überraschend nur auf Rang 15. Im ersten Lauf kam Seiler aber am besten vom Startgatter weg, musste die Führung jedoch in der dritten Kurve bereits an Scheiwiller abgeben. Guillod hatte weniger Glück. Der Romand stürzte in der ersten Runde und kam als Letzter bei Start und Ziel vorbei. Scheiwiller indes zeigte eine fehlerfreie Fahrt und konnte seine Leader-Position behaupten. Auch der Zweitplatzierte Alain Schafer hatte wenig Druck von hinten und konnte sich den zweiten Platz sichern. Kim Schafter machte nach schlechtem Start Boden gut und fuhr als Dritter ins Ziel. Die beeindruckende Aufholjagt von Guillod, der zwischenzeitlich bis auf Rang vier vorstiess, nützte wenig. Nach

Cirill Scheiwiller kommt bereits gut mit seinem neuen Töff zurecht: erster Sieg im ersten Schweizer Meisterschaftslauf vorletztes Wochenende in Beggingen. (Bild Jay Crunch)

einer Kollision mit einem anderen Fahrer ging er erneut zu Boden und rollte schliesslich als Neunter ins Ziel.

Plötzlich umgekehrte Rennsituation Im zweiten Lauf erlebte Scheiwiller dann seine Schrecksekunde. Diesmal kam Romain Jacquiot dicht gefolgt von Nico Seiler am besten vom Start weg. Doch bereits im zweiten Umgang setzte sich wieder Scheiwiller mit einem Bilderbuch-Überholmanöver vorbei an Seiler, Jacquiot und Guillod an die Spitze. Guillod wollte sich damit aber nicht ge-

schlagen geben und studierte hinter Schweiwiller eine Weile die verschiedenen Linien, die der Rundkurs im schaffhausischen Beggingen bot. Die Geduld lohnte sich. Bei Rennmitte ging der Romand am Obfelder vorbei in Führung. Scheiwiller versuchte sofort Druck zu machen, um Guillod zu einem Fahrfehler zu drängen. Dabei stürzte jedoch Schweiwiller, und Guillod sicherte sich den Laufsieg. Der zweite Platz genügte Scheiwiller für den Tagessieg vor Schafer und Guillod. Am 13. September folgt der zweite Lauf im österreichischen Möggers.


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Kontradiktorische Diskussion mit zwei Nationalräten: Martin Bäumle, Gründungspräsident und Nationalrat der Grünliberalen, vertritt beim Jagdgesetz und bei der Begrenzungsinitiative das NEIN der Grünliberalen.

Dienstag, 15. September 2020, 19.00 – 20.00 Uhr ARTHROSE-FORSCHUNG: WAS BRINGT DIE ZUKUNFT? Dr. med. Rolf F. Oetiker und Dr. med. Stephan Czaja, Fachärzte für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates

Martin Haab, Präsident des Zürcher Bauernverbands und Nationalrat der SVP, präsentiert Ihnen die JA-Argumente zum Jagdgesetz und zur Begrenzungsinitiative. Wann? Donnerstag, 3. September 2020, 20.15 Uhr Wo? Mehrzweckgebäude Brunnmatt, Schützenhausstrasse 1 in Obfelden

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