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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 068 I 173. Jahrgang I Dienstag, 3. September 2019

Tiefe Stimmbeteiligung Schulstart gefeiert Die kantonale Steuervorlage: stiess offenbar auf wenig Interesse – auch im Knonauer Amt. > Seite 3

In Wettswil gab es Sonnenblumen und bunte Tücher, in Affoltern ein Kennenlern-Picknick. > Seite 6

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20 kg Müll gesammelt 16 Erwachsene und 8 Kinder halfen mit bei der Güsel-Aktion in Ottenbach. > Seite 7

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Durch Raum und Zeit Die Aeugster Chilbi punktet mit viel Charme und grossem Spassfaktor. > Seite 8

Kappel feiert seine erste Weltmeisterin auch auf der schwierigen Abfahrt. Nicht so bei Mitterwallner, die im Steingarten bergab stürzte. «Ich habe dann mein Tempo einfach durchgezogen. Es war ein unglaubliches Glücksgefühl, mit der Gewissheit dem Ziel entgegenzufahren, den Weltmeistertitel gewinnen zu können. Als ich über die Zielline rollte, spürte ich eine riesige Erleichterung.»

Fast schien es so, wie an der Europameisterschaft in Brünn. Schon kurz nach dem Start konnten sich Jacqueline Schneebeli und die Österreicherin Mona Mitterwallner vom Rest absetzen. Doch auf der wesentlich anspruchsvolleren Runde im Skigebiet Mont-Sainte-Anne, das in der kanadischen Provinz Québec liegt, konnte die Säuliämtlerin nach einem Sturz Mitterwallners bei Rennhälfte die alleinige Führung übernehmen. Bis ins Ziel baute die 18-jährige Hauptikerin ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf 1:08 Minuten aus und siegte souverän. Ihr Kommentar: «Nachdem Mitterwallner an der EM fast das ganze Rennen an meinem Hinterrad gefahren war, forderte ich sie diesmal auf, sich ebenfalls an der Führungsarbeit zu beteiligen.» Doch Schneebeli merkte bald, dass sie bergauf stärker war als ihre Kontrahentin. Deshalb musste sie physisch weniger ans Limit. Das half ihr

Schneebeli musste sich bei ihrem WM-Abstecher in Kanada ein bisschen vorgekommen sein wie Giovanni Caboto, der Italiener, der 1497 Kanada entdeckt hat. Auch die Oberämtlerin landete zum ersten Mal in ihrem Leben in Übersee. Im Gegensatz zu Caboto benutzte sie aber nicht das Schiff, sondern – ebenfalls zum ersten Mal in ihrem Leben – das Flugzeug. «Vor allem beim Landen hatte ich ein mulmiges Gefühl im Bauch», vertraute sie hinterher ihrer Mutter an. Und die Eltern erlebten erstmals wie es sich anfühlt, wenn ein Kind «flügge» wird. Heute morgen um sechs wurde die erfolgreiche Swiss-Cycling-MountainBike-Delegation wieder in Kloten erwartet. Im Gepäck vier Goldmedaillen samt Regenbogen-Trikots, drei Silbermedaillen und eine bronzene Auszeichnung. Mittendrin Jacqueline Schneebeli, überwältig vom Empfang, der ihr und den weiteren Mountainbike-Sportlern am Flughafen bereitet wurde. Mit ihrem Exploit wandelt die Oberämtlerin in den Spuren der berühmten Medaillengewinner Nino

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Jacqueline Schneebeli aus Hauptikon gewinnt Gold an den MountainbikeWeltmeisterschaften in Mont-Sainte-Anne. (Bild Armin Künstenbrück) Schurter, Mathias Flückiger, Sina Frei und Jolanda Neff. Auch sie schafften im Juniorenalter das Triple Schweizer, Europa- und Weltmeister. Allemal ein Grund zum Feiern. Die Kappeler Gemeindevertreter haben in Windeseile für heute Abend einen grossen Empfang im Gemeindesaal organisiert. Gemeindepräsident

Marco Mutzner folgt auf Hansruedi Sommer

Marco Mutzner, 54, leitet neu das Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau. (Bild Thomas Stöckli)

Suchtkranke und psychisch beeinträchtigte Menschen in ihrer persönlichen Stabilisierung sowie in ihrer sozialen und beruflichen Integration unterstützen – das hat sich die Stiftung Werk- und Wohnhaus zur Weid (WWW) in Rossau bei Mettmenstetten zur Aufgabe gemacht. Geleitet wurde die Institution in den letzten 25 Jahren von Hansruedi Sommer. Er hat aus dem damaligen Männerheim eine Institution gemacht, die sich nicht mehr zu verstecken braucht, wo Männer und Frauen in einer geschützten Umgebung neue Erfahrungen in den

Anstelle des bestehenden Leistungsauftrags Grundversorgung Geburtshilfe per Anfang 2020 einen für ein hebammengeleitetes Geburtshaus, ohne Kaiserschnitte und Risikogeburten – das hatte das Spital Affoltern bei der Gesundheitsdirektion beantragt. Damit stiess man allerdings auf Ablehnung – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt: Eine Unterversorgung sei im Bereich Geburtshäuser nicht gegeben, ein zusätzlicher Auftrag deshalb nicht gerechtfertigt, befand der Regierungsrat am 21. August. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

In Ottenbach hat am Sonntag der zweite Wahlgang der Ersatzwahl eines Gemeinderats stattgefunden. Das Rennen machte mit 321 von 505 gültigen Stimmen Yvonne Piguet. Sie tritt damit die Nachfolge des zurückgetretenen Finanzvorstands Hubert Treichler an. Ob sie auch dessen Ressort übernimmt, darüber muss der Gemeinderat entscheiden. ................................................... > Bericht auf Seite 8

Ein neuer Leiter fürs Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau Am Freitag hat sich Hansruedi Sommer in die Pension verabschiedet, seit gestern Montag leitet Marco Mutzner das Werkund Wohnhaus zur Weid.

Katharina Proch und Stefanie Batur stellen im Pferdestall in Bickwil aus. > Seite 9

Gemeinderat wieder komplett

Schneebeli wie einst Giovanni Caboto ................................................... von martin platter

Kunst und Handwerk

Geburtshaus ausgebremst

Empfang von Jacqueline Schneebeli heute Dienstagabend um 19 Uhr im Gemeindesaal Einen Monat nach dem EMTitelgewinn in Brünn hat Juniorin Jacqueline Schneebeli am letzten Donnerstag auch an den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Mont-Sainte-Anne die Goldmedaille geholt. Sehr zur Freude der Zuhausegebliebenen, die einen gebührenden Empfang vorbereitet haben.

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Lebensbereichen Arbeit, Wohnen und Freizeit sammeln können. Am letzten Freitag hatte Hansruedi Sommer seinen letzten Arbeitstag im WWW. Mit einem «Znüni» für alle Bewohner und Mitarbeiter verabschiedete sich der Patron in die Pension. Nach einer einmonatigen Einarbeitung hat gestern Montag Marco Mutzner das Ruder übernommen. Der neue Geschäftsleiter ist ausgebildeter Landwirt und Agronom-Ingenieur sowie eidgenössisch diplomierter Heimleiter. Die letzten 18 Jahre leitete er im Emmental den Bereich Produktion und Beschäftigung einer Stiftung für Menschen mit psychischen, geistigen oder sozialen Beeinträchtigungen. ................................................... > Interview mit Hansruedi Sommer und Marco Mutzner auf Seite 5

Jakob Müller ist dafür extra einen Tag früher aus den Ferien zurückgekehrt, um Kappels erster Weltmeisterin ein gebührendes Fest zu bereiten. Um 19 Uhr beginnt der öffentliche Empfang mit Musik, Speis und Trank. Eingeladen sind alle. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 17

Menschenkette fürs Klima 180 Personen haben am Samstag in Affoltern demonstriert für eine konsequentere Klimapolitik. Die Demonstration in Affoltern war eine von rund 30 Kundgebungen, die von der Klimastreikgruppe «Klimastreik Schweiz» initiiert wurden und am vergangenen Samstag in Schweizer Städtchen und Dörfern stattfanden. Vom Startpunkt auf dem Marktplatz marschierten die Demo-Teilnehmenden als mehrere hundert Meter lange Menschenkette durchs Stadtzentrum. Ursprünglich sei zwar das Ziel gewesen, die gesamte Marschstrecke Hand in Hand geschlossen zu umrunden, so die 21-jährige Initiantin Sophia Schlör aus Hausen, mit den 180 Teilnehmenden sei sie dennoch zufrieden. Das Ziel sei nun, im Kleinen weitere Veränderungen zu erreichen. ................................................... > Bericht auf Seite 7


Personalausflug Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Betreibungs- und Gemeindeammannamtes Hausen am Albis bleiben am

95 Jahre Hans Schneebeli ! Wir gratulieren dir herzlich zu deinem 95. Geburtstag, welchen du am 3. September feiern darfst. Deine Kinder, Hans, Esther und Urs mit Familien.

Einladung Informationsveranstaltung Gesamtsanierung Schulhaus Butzen Montag, 9. September 2019, 19.30 Uhr Kasinosaal, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis Der Stadtrat lädt Sie herzlich zur Informationsveranstaltung über die geplante Gesamtsanierung des Schulhauses Butzen ein. 3. September 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Freitag, 6. September 2019 den ganzen Tag geschlossen. Bei Todesfällen erhalten Sie unter der Telefonnummer 044 764 80 20 Auskunft über den Pikettdienst. Wir danken für Ihr Verständnis.

Öffentliche Auflage Gestützt auf § 79 Abs. 3 des Gemeindegesetzes und gemäss Anhang 2, § 7 der Satzungen des Gemeindeverbandes wird das Budget 2020 in der Zeit vom 9. bis 18. September 2019 auf den Gemeindekanzleien der Verbandsgemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Ottenbach, Rottenschwil und Unterlunkhofen zur Einsichtnahme aufgelegt. Beschlüsse des Vorstandes werden der Volksabstimmung unterbreitet, wenn 5 % der Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden dies innert 60 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, verlangen. Über das Verfahren gibt die Gemeindekanzlei Auskunft. Abwasserverband Kelleramt Der Vorstand

Knabenschiessen-Montag Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung und Sammelstelle Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Sammelstelle Pünten bleiben am

Todesfälle Affoltern am Albis Am 25. August 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Erna Imhof geb. Walser

Knabenschiessen-Montag, 9. September 2019

geboren am 22. Juni 1947, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

den ganzen Tag geschlossen.

Wasserversorgung: 044 701 80 76

Beisetzung am Freitag, 13. September 2019, um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend um 14.30 Uhr Abdankung in der Neuapostolischen Kirche Affoltern am Albis ZH.

3. September 2019

3. September 2019

Gemeinderat Stallikon

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Notfalldienste: Bestattungsamt: 044 710 99 70 (Bossardt Bestattungen AG)

HERZLICHEN DANK für die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Alfred Studer-Gut erfahren durften. Wir sind überwältigt über die grosse und herzliche Anteilnahme. Maschwanden, im August 2019

Rosmarie Studer-Gut und Familien


Bezirk Affoltern

Künftige Polizisten vereidigt Am Freitag, 30. August, sind im Fraumünster in Zürich sieben Polizeiaspirantinnen und 16 Polizeiaspiranten in feierlichem Rahmen vereidigt worden. Regierungsrat Mario Fehr rief ihnen in Erinnerung, dass sie sich mit ihrem Ja bereit erklären, Verantwortung für die Sicherheit des Kantons Zürich und seine Bevölkerung zu übernehmen. Die Ausbildung der Zürcher Polizeischule ZHPs dauert zwölf Monate. In den ersten neun Monaten werden praktische und theoretische Grundlagen vermittelt. Im Anschluss daran absolvieren die Polizistinnen und Polizisten ein Praktikum im angestammten Korps. Den Abschluss bildet das Bestehen der eidgenössischen Berufsprüfung für den Fachausweis «Polizist/-in». (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

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Dienstag, 3. September 2019

Ab 2020 keine Knie- und Hüftprothese-Operationen mehr

Zu tiefe Fallzahlen: Das Spital Affoltern verliert Leistungsaufträge Mit dem Wegfall der stationären Orthopädie hat das Spital Affoltern bereits geplant. Mehr Schmerzen dürfte das Nein der Gesundheitsdirektion zur Umwandlung der bestehenden Geburtsabteilung in ein Geburtshaus bereiten – zumindest zum aktuellen Zeitpunkt. ................................................... von thomas stöckli Im Spital Affoltern werden kommendes Jahr keine Knie- und Hüftprothesen mehr eingesetzt. Überraschend kam der Entscheid der Gesundheitsdirektion nicht: Mit 43 respektive 34 Fällen hat das Spital 2018 die geforderten Mindestfallzahlen von 50 Eingriffen in der Orthopädie verpasst – und entsprechend kein Gesuch um eine Verlängerung des bis Ende 2019 laufenden Leistungsauftrags gestellt. In der Medizinstrategie spielen diese Angebote keine Rolle mehr, so Spitaldirektor Michael Buik. Der entsprechende Spezialist sei bereits im Triemli akkreditiert, wo die Stadtspitäler Waid und Triemli diese Eingriffe künftig konzentrieren.

Und auch der finanzielle Verlust werde nicht sehr gross sein, meint Buik, zumal mit der Wirbelsäulenchirurgie bereits ein interessantes neues Gebiet im Gespräch sei. «Das Interesse bei Belegärzten am Spital Affoltern ist seit dem 19. Mai markant gestiegen», so der Spitaldirektor weiter. Wir erinnern uns: Am 19. Mai haben sich die Stimmbürger der Ämtler Gemeinden deutlich zu ihrem Spital bekannt.

Geburtshaus: ausserhalb der Spitalplanung nur bei Unterversorgung Ein schwererer Rückschlag war das Nein zur Umwandlung der aktuellen Geburtsabteilung in ein Geburtshaus. Darauf muss das Spital Affoltern vorerst verzichten. Die Gesundheitsdirektion begründete die Absage damit, dass ausserhalb der umfassenden Spitalplanung nur bei nachgewiesenem Bedarf, also bei einer Unterversorgung, neue Leistungsaufträge erteilt würden. Im Bereich Geburtshäuser besteht aktuell allerdings keine solche Unterversorgung. Das könnte sich allerdings bald ändern: Einerseits weil im Kantonsrat demnächst über die Förderung von Hebammenunterstütz-

ten Geburten debattiert wird, andererseits, weil beim bestehenden Geburtshaus Zürcher Oberland Mängel bei der Erfüllung des Leistungsauftrags festgestellt wurden. Insbesondere in der Kommunikation mit dem Verlegungsspital müsse nachgebessert werden. Die Gesundheitsdirektion hat dem Geburtshaus deshalb den Leistungsauftrag bis Ende 2020 befristet.

Kein kategorisches Nein Beim Spital Affoltern sieht man den Wechsel zum Geburtshaus weniger als neues Angebot, sondern als Wandlung eines bestehenden. Vorerst wolle man nun prüfen, wie man auf den Entscheid reagieren will. Dazu sucht das Spital Affoltern auch den Austausch mit den Partnerspitälern, dem Stadtspital Waid und Triemli in Zürich und dem Zuger Kantonsspital in Baar. Gemäss ihrer Begründung ist das Nein der Gesundheitsdirektion kein kategorisches Nein, sondern ein Nein zum aktuellen Zeitpunkt. Die grosse Frage sei nun, was in einer allfälligen Übergangsphase passiere, so Buik. Also ob man die defizitäre Geburtsabteilung weiterführt und falls ja, in welcher Form.

Wenig Interesse an der Steuervorlage

Die Stimmbeteiligung lag auch im Knonauer Amt unter 28 Prozent Die Massen hat sie definitiv nicht an die Urne gelockt, die kantonale Steuervorlage 17. Gerade mal 27,77 Prozent der Stimmberechtigten haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht. Im Knonauer Amt lag die Beteiligung mit 27,72 Prozent sogar noch etwas tiefer, in Kappel und Obfelden haben keine 22 Prozent ihren Stimmzettel abgegeben. Nur in Bonstetten, Hedingen, Ottenbach und Wettswil wurde die 30-Prozent-Marke geknackt. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 55,95 Prozent ist die Änderung des Steuergesetzes eher knapp durchgekommen. Im Knonauer Amt bewegte sich die Zustimmungsrate zwischen 66,10 (Wettswil) und 48,04 Prozent (Rifferswil). Die nach Einwohnern zweitkleinste Gemeinde hätte die Vorlage denn auch als einzige abgelehnt. Den nächsttiefsten Zustimmungs-Wert erreichte Aeugst mit 52,84 Prozent. (tst.)

Die Ja-Stimmen-Anteile der Ämtler Gemeinden zur kantonalen Steuervorlage vom 1. September. (Stat. Amt)

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BirdLife Zürich in Mettmenstetten Vorstandsmitglieder der Sektionen von BirdLife Zürich treffen sich am Samstag, 28. September, zum Netzwerkanlass Naturschutz im Galgenfeld. Das Trittsteinbiotop Galgenfeld wurde zum Anlass des 30. Geburtstages der Naturschutzgruppe Mettmenstetten aufgewertet und eingeweiht. Gleichzeitig war dies der Anfang einer erfreulichen Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, was zum Leitbild Biodiversität führte. Um sicher zu stellen, dass dieses Leitbild nicht toter Buchstabe bleibt, wurde Mitte 2015 die Kommission Biodiversität der Gemeinde Mettmenstetten gegründet, welche den Gemeinderat und die Schulpflegen in allen Belangen der Biodiversität und des Naturschutzes beraten. Um das zu erreichen, wird die Kommission durch eine Fachberatung unterstützt. Auf ihrer Exkursion befassen sich die Vorstandsmitglieder der Sektionen von BirdLife Zürich einerseits mit der Bedeutung kleiner Trittsteinbiotope inmitten intensivster Landwirtschaft und diskutieren ihre Erfahrungen im Umgang mit den Behörden und der Arbeitsweise der Fachberatung Biodiversität. Geleitet wird die Exkursion durch Werner Eugster (Präsident Naturschutzgruppe und Mitglied Kommission Biodiversität), Martin Schnorf (ehemaliger Gemeinderat, Ressort Umwelt) und Andrea Funk (Fachberatung Biodiversität Mettmenstetten). (pd.)

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre miteinander verheiratet sind am Donnerstag, 5. September, Ruth und René Odermatt-Blaser in Obfelden. Wir gratulieren den beiden zum diamantenen Hochzeitsjubiläum und wünschen ein schönes Fest und erlebnisreiche gemeinsame Stunden.

Zum 95. Geburtstag Hans Schneebeli in Zwillikon ist heute Dienstag, 3. September, vor 95 Jahren auf die Welt gekommen und darf Geburtstag feiern. Wir gratulieren von Herzen und wünschen eine schöne Feier und viel Freude.

Zum 80. Geburtstag Am Mittwoch, 4. September feiert in Stallikon Marin Huwyler seinen 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation! Wir wünschen dem Jubilar ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. September 2019

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«Früher war das Männerheim kein Ort, an den jemand freiwillig ging» Werk- und Wohnheim zur Weid in Rossau: Marco Mutzner übernimmt Gesamtleitung von Hansruedi Sommer Unter seiner Leitung wurde das ehemalige Männerheim Rossau zum Werk- und Wohnhaus zur Weid, nach 25 Jahren hat sich Leiter Hansruedi Sommer in die Pension verabschiedet. An seinem letzten Arbeitstag stellten er und sein Nachfolger Marco Mutzner sich den Fragen des «Anzeigers». «Anzeiger»: Hansruedi Sommer, ein Vierteljahrhundert haben Sie das Werk- und Wohnhaus zur Weid (WWW) in Rossau als Leiter geprägt. Heute (Freitag, 30. August, Anm. d. Red.) ist ihr letzter Arbeitstag. Wie fühlen Sie sich? Hansruedi Sommer: Die Grundstimmung ist positiv: Ich habe den Eindruck, ich kann einen schönen Betrieb übergeben. Grad vorher war ich noch in der Küche. Dort bekam ich ein graviertes Messer geschenkt. Dort wurde geschätzt, dass ich sie habe machen lassen. Ich lege Wert auf qualitativ gute Zutaten und sie haben engagiert und gut gekocht: bodenständige Kost aus der Region. Die Freiheiten, die ich ihnen gewährt habe, hat zu ihrer Arbeitszufriedenheit beigetragen. Meinen Nachfolger kenne ich auch schon seit Jahren. Er legt Wert auf ähnliche Sachen wie ich. So weiss ich die Institution in guten Händen. Marco Mutzner, können Sie das bestätigen? Marco Mutzner: Ja. Schon im Rekrutierungsprozess habe ich gemerkt: Ich komme in einen Betrieb, in dem ich viel sehe, das mir wichtig ist. Das heisst nicht, dass alles weiterläuft wie bisher, aber die Grundphilosophie haben wir sicher als gemeinsamen Nenner. Ich muss mich also nicht verbiegen und das gibt ein gutes Gefühl. Sie sind nun einen Monat da – gab es Überraschungen? Mutzner: Nein, vielmehr die Bestätigung von dem, was ich gehört habe. Wichtig ist mir, den Betrieb zu verstehen: Wieso macht man was wie? Dazu will ich mir Zeit nehmen und auch mal in den Rückspiegel schauen, wie etwas entstanden ist. Zusammenhänge sieht man nämlich oft nicht auf den ersten Blick. ...............................................................

Marco Mutzner: «Wichtig ist es, Strukturen zu geben. Das hilft in der ganzen Alltagsgestaltung.» ............................................................... Wie war das bei Ihnen, Hansruedi Sommer, im Herbst 1994? Sommer: Als ich gekommen bin, lief noch die bauliche Sanierung. Mein Büro war noch nicht fertig und auch die Umgebung. Gleichzeitig hatte ich von der Stadt den Auftrag, den Betrieb neu auszurichten. Die Institution war verkrustet, konzeptionell stehen geblieben im Zeitalter der Administrativmassnahmen. Das war für mich eine riesige Chance. Ich habe mich intensiv mit der Geschichte auseinandergesetzt und diese mit Thomas Huonker (Historiker und Buchautor «Wandlungen einer Institution», Anm. d. Red.) aufgearbeitet. Das hat mir sehr geholfen, denn der Veränderungsprozess war für alle mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Vonseiten Bezirksärzteschaft wurden damals schlimmste Vorwürfe gegen mich erhoben. Aus dem Fürsorgeamt habe ich allerdings Rückendeckung erhalten. Das Verhältnis zu meinem Vorgänger war bis vor etwa sieben, acht Jahren belastet. Mittlerweile ist es aber entspannter.

Abschiedsznüni im Werk- und Wohnhaus zur Weid am vergangenen Freitag: Hansruedi Sommer (links) hat die Geschäftsleitung an Marco Mutzner übergeben. (Bild Thomas Stöckli)

Was gehörte zu dieser Neuausrichtung? Sommer: In erster Linie der Wechsel von der Anstaltskultur zu einer Institution, die die Selbstverantwortung stärkt und die Bewohner als erwachsene Menschen ernst nimmt. Grad am Anfang haben wir auf Bio-Produktion umgestellt. Eine Pionier-Leistung war der neue, offene Laufstall und wir haben ein Wohnhaus gebaut. Damals war das noch ein «Männerheim». Wann ist die erste Frau eingezogen? Sommer: Schon nach zwei Monaten. Aber dafür brauchte es viel Überzeugungskraft. Was waren die Auswirkungen? Sommer: Das hat sehr viel verändert an der Kultur – zum Positiven. Das war ein weiterer Schritt in Richtung «Normalität». Und wir hatten auch Paarbeziehungen, die über Jahre gehalten haben. Mittlerweile machen die Frauen einen Viertel aus. Mehr werden es nicht. Frauen sind lebenstüchtiger. Sie können länger selbstständig leben. Unsere klassischen Klienten waren früher chronische Alkoholiker, die den Job verloren haben, von der Frau verlassen wurden und nicht mehr selbstständig zurechtkamen. Heute sieht man im WWW neben Frauen auch vermehrt junge Leute. Sommer: Ja, das Durchschnittsalter ist stark gesunken. Die jungen Leute kommen in der Regel mit psychiatrischen Erkrankungen. Viele beziehen schon eine IV-Rente, haben Drogen konsumiert, aber noch gar keine berufliche Erfahrung. Wer früher eine schlechte Ausbildung hatte, konnte mit harter Arbeit – etwa als Eisenleger – auch als Ungelernter gutes Geld verdienen. Diese Chance erhalten die heutigen Jungen nicht mehr. Sie kommen zu uns, ohne je gearbeitet zu haben. Einige gamen die ganze Nacht und kommen am Morgen dann nicht mehr aus den Federn. Aus dem gestörten Tages- und Nachtrhythmus kann sich dann eine Depression entwickeln. Das Gameverhalten war kürzlich Thema an einer internen Weiterbildung für die Mitar-

beitenden der Werk- und Wohnhauses zur Weid. Wie wollen Sie das angehen? Mutzner: Das ist eine sichtbare Veränderung, die wir im Arbeitsprozess beobachten. Als Institution ist es unsere Aufgabe, dazu Wege zu finden und Konzepte zu haben. Wir müssen uns fragen: Was brauchen die Leute wirklich? Und den Rahmen flexibel anpassen an die Bedürfnisse. Dazu braucht es neugierige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sind für diese Leute Arbeitsplätze im Landwirtschaftsbetrieb und in der Schreinerei das Richtige oder braucht das WWW künftig noch einen IT-Betrieb? Sommer: Wir müssen uns auf die Welt der Klienten einlassen. Wir müssen ihnen aber auch die reale Welt näherbringen. Und da bietet die Lage im ländlichen Rossau eine grosse Chance. Mutzner: Das Tätigkeitsfeld ist zweitrangig. Wichtig ist es, Strukturen zu geben. Das hilft in der ganzen Alltagsgestaltung. Die Digitalisierung ist ein riesiges Thema, aber auch da braucht es einen Gegenpol. Den Realitätsbezug im Gegensatz zur OnlineGame-Welt. Und auch den Tierbezug, das Verantwortung Übernehmen für andere Lebewesen. Sommer: Die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft wurden schon oft infrage gestellt. Wer aber vor 30 Jahren mal Landdienst gemacht hat, erzählt in der Regel mit Begeisterung davon. Das ist offenbar ein Bedürfnis. Mutzner: Wir arbeiten mit der Natur, mit den Jahreskreisen. Daraus ergibt sich viel, dass keiner Erklärung bedarf. Und die Produktorientierung hilft auch. Ein sichtbares Ergebnis mit Wertschöpfung kann ein grosser Motivator sein. Mein persönlicher Eindruck: Das WWW hat sich auch vom städtischen Betrieb zur lokalen Institution gewandelt, hat sich mit Weid-Laden, Spielplatz und Kafi geöffnet. Sommer: Früher war das Männerheim kein Ort, an den jemand freiwillig ging. Diese Wahrnehmung der Institution wollten wir verändern. Gegenüber einem Kinderheim oder

einer Behinderteninstitution müssen wir einen grossen Sympathie-Nachteil wettmachen. Wir haben eine schöne Lage und daraus wollten wir etwas machen. Wir bringen unsere Produkte auf den Markt, erst in Baar, später auch in Affoltern. Der Laden, der Spielplatz und das Kafi brachten immer mehr Leute aufs Areal. Und wenn Leute kommen, ist das auch für die Bewohner ein Zeichen. Das Kafi wollte ich schon von Anfang an. Weil die Stadt Zürich einen Personalstopp verhängte, hat es allerdings lange gedauert – drum bin ich geblieben (lächelt). Mutzner: Die Öffnung hat einen ähnlichen Effekt wie die Aufnahme von Frauen: Die Kultur verändert sich. Es löst etwas aus, wenn sich die Leute nicht isoliert vorkommen. Sommer: Im öffentlichen Kafi wollen unsere Leute auch einen guten Eindruck machen. Kinder auf dem Areal bringen andere, konstruktivere Gesprächsthemen. Das fand ich immer faszinierend: was kann ich mit kleinen Änderungen bewirken? Wir können die Leute nicht ändern, aber wir können uns freuen, wenn es zu einer Verbesserung kommt. ...............................................................

Hansruedi Sommer: «Mit meinen Enkelkindern komme ich sicher mal auf den WWW-Spielplatz.» ............................................................... Ein grosser Schritt war die Loslösung von der Stadt zur selbstständigen Stiftung vor fünf Jahren. Was hat sich damit verändert? Sommer: Das hat den Verwaltungsapparat unglaublich entlastet. Vieles wurde einfacher und direkter. Auch mich persönlich hat das entlastet. Ich musste zuvor die Ansprüche der Stadt vor den Mitarbeitenden abfedern. Seit den 90er-Jahren ist alles nur noch auf Zahlen ausgerichtet. Am schlimmsten ist es, wenn Sozialarbeiter die HSGAbsolventen noch zu übertreffen versuchen.

Wir haben einen sehr engagierten Stiftungsrat und mit dem grosszügigen Stiftungskapital sind wir in einer stabilen finanziellen Situation. Marco Mutzner, wie Hansruedi Sommer vor 25 Jahren übernehmen auch Sie ein frisch saniertes Haupthaus. Was bedeutet ihnen das? Mutzner: Das zeigt mir, dass man bereit ist, à jour zu bleiben. Der Betrieb als Ganzer wird weiter entwickelt und an die Bedürfnisse angepasst. Dazu gehören auch die EinbettZimmer. Ich darf einen Betrieb übernehmen, der auf der ganzen Linie gesund ist. Und dem will ich auch Sorge tragen. Wie Ihr Vorgänger leben Sie mit Ihrer Frau auf dem Areal. War das eine Voraussetzung? Mutzner: Nein, das war bei mir keine Voraussetzung mehr, wurde aber vom Stiftungsrat sehr wohlwollend aufgenommen. Ich kenne das von meinem Engagement in einem Kinderheim. Dort habe ich es nicht als Nachteil empfunden. Es wird meine Aufgabe sein, mich in der Thematik NäheDistanz so abzugrenzen, dass ich auch ein Privatleben habe. Aber es ist auch ein Privileg, zu Fuss zur Arbeit gehen zu können und nicht auf verstopften Strassen im Stau zu stehen. Und für Sie, Hansruedi Sommer, verlagert sich der Lebensmittelpunkt nach 25 Jahren. Wohin? Sommer: Ich wohne mit meiner Frau seit dem 1. Juli in Zofingen. Direkt neben meiner ältesten Tochter und den drei Enkelkindern. Das haben wir schon lange vorbereitet. Meine Frau wurde als Schulische Heilpädagogin in Wettswil ebenfalls pensioniert. Für uns ist dies ein Neuanfang und eine Chance. Wir freuen uns auf den neuen Ort. Ich bin in Zofingen aufgewachsen, aber 1974 mit 20 Jahren weggezogen. Mit meinen Enkelkindern werde ich sicher mal auf dem WWW-Spielplatz vorbeikommen. Interview: Thomas Stöckli


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Bezirk Affoltern

zwischen-ruf

Neues Ritual zum Schulstart

Seltsam, sehr seltsam Am Tag zuvor hatte meine 99-jährige Mutter noch sieben Personen unterhalten mit Erzählungen vom Krieg, von der Spitfire, die sie beschossen hatte und von den leeren Hülsen, die sie danach im Garten aufgelesen habe. Aber jetzt, einen Tag später, da erschrak ich und dachte, sie sei übergeschnappt. Ich hörte sie nämlich in ihrem Schlafzimmer (meine Mutter wohnt im 5. Stock) laut reden: «Nein, nein, geh jetzt! Du bist zwar herzig, aber geh jetzt! Was willst du hier bei mir, sag schon?» Im Alter führen manche Leute Selbstgespräche, doch bei meiner Mutter hatte ich das noch nie wahrgenommen. Mit welchem Verstorbenen spricht sie? «Schön bist du, sehr schön. Aber neinneinnein! Geh, bitte geh!» Ich öffnete die Tür einen Spalt und – sah ein Vögelchen im Zimmer herumfliegen. Die Balkontür stand weit offen! Kurze Zeit später dachte ich, ich selber sei übergeschnappt. Ich holte ein Chränzli aus meiner Tasche. Das hatte ich am Tag zuvor an meinem Geburtstagsfest von der Cousine geschenkt bekommen. «Ich hätte geschworen, dass ich das Chränzli bereits aufgehängt habe», murmelte ich (Selbstgespräch). Ein bisschen traurig machte mich das. «Verblöde ich so langsam?» Dann lief ich in der Wohnung umher und suchte einen Platz zum Aufhängen. «Da, da würde es passen, aber … äh, da hängt ja schon eines!» Meine Schwägerin telefonierte und fragte, ob ich zufällig ihr Chränzli eingepackt hätte. Ja, sie habe ebenfalls eines geschenkt bekommen. Ute Ruf

Dienstag, 3. September 2019

Primarschule Wettswil: steigende Nachfrage nach Betreuungsangeboten im Hort Im neuen Schuljahr werden an der Primarschule Wettswil 543 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Zum ersten Mal fand ein Begrüssungsritual statt, an dem der Schulbeginn gefeiert und alle neuen Schülerinnen und Schüler in den Schulhäusern begrüsst wurden. Das neue Schuljahr haben am 19. August alle Lehrpersonen mit ihren Klassen in den jeweiligen Schulzimmern gestartet. Um 9.15 Uhr besammelten sich alle 2.-, 3.-, 5.- und 6.-Klässler in einem Kreis auf den Pausenplätzen der drei Schulhäuser mit farbigen Tüchern in der Hand. Zu einer Begleitmusik zogen dann die 4.-Klässler ein – die Schülerinnen und Schüler wurden aus den drei ehemaligen dritten Klassen in drei neue Klassen eingeteilt und viele haben das Schulhaus gewechselt – und wurden von den anderen Schulklassen durch das Schwenken der Tücher fröhlich begrüsst. Auch die 1.-Klässler wurden auf diese Weise im neuen Schulhaus willkommen geheis-

Sonnenblumen und bunte Tücher gehören zum Schulstart-Ritual an der Primarschule Wettswil. (Bild zvg.) sen. Dazu bekamen sie von ihrem Gotti oder Götti aus der 6. Klasse eine Sonnenblume überreicht, welche die Kinder in einer grossen Vase zu einem

randnotiz

Kein Sosolalarium: Die Technik leistet hier ganze Arbeit

Insgesamt werden in der Mittagsbetreuung der Primarschule Wettswil 929 Mahlzeiten pro Woche serviert – am meisten am Dienstag. (Grafik zvg.)

Klassenstrauss zusammengefasst, als Symbol für den Zusammenhalt, durch die erste Woche begleitete. Gemeinsam wurde das Schullied «Zäme uf em Wäg» gesungen und die Schulleitung richtete herzliche Willkommensworte an alle Kinder. Danach gingen alle in die Pause – die 1.- und 6.-Klässler mehrheitlich gemeinsam. Ein ähnliches Ritual fand am Montag der zweiten Schulwoche dann im Kindergarten für die neuen Kindergarten-Kinder statt. Dazu pilgerten die 5. oder 6. Klassen der jeweiligen Schulhäuser auch zu den Aussen-Kindergärten und überreichten jedem neuen Kind eine Sonnenblume. Die Primarschule Wettswil zählt aktuell 543 Schülerinnen und Schüler. Dabei gehen 406 Kinder in die 18 Primarschulklassen und 137 Kinder besuchen die 7 Kindergärten. Diese Schülerzahl entspricht einer Zunahme von 6 % zum letzten Jahr und einem

Wachstum von 24 % im Vergleich zum Schuljahr 2014/15. Interessant sind auch die Zahlen, die der Hort präsentiert. In diesem Schuljahr besuchen knapp 50 % der Schülerinnen und Schüler den Hort, was einer Steigerung von 8 % zum Vorjahr entspricht. Pro Woche sind in der Frühbetreuung 39 Module und an den Nachmittagen 422 Module gebucht. Hinzu kommt die Betreuung über Mittag: insgesamt werden 929 Mahlzeiten pro Woche serviert. Am Spitzentag Dienstag sind es alleine 283 Kinder, die an den beiden Standorten verköstigt und betreut werden. Erneut steht also ein spannendes Schuljahr bevor, diesmal unter dem Motto «Gmeinsam für euisi Wält». Dazu wird es wie immer das eine oder andere Projekt oder auch verschiedene Anlässe zum Thema geben. Primarschulpflege Wettswil

Auf der Picknickdecke statt im Schulzimmer Persönliches Kennenlernen an der Schuleinheit Butzen Semper in Affoltern

Klebt seit Monaten, ist aber noch brandaktuell: das Angebot. (Bild lhä)

F

ür manche Menschen ist das Leben eine einzige Selbstvermarktungskampagne. «Ich find mich super, du auch?», lautet der Subtext ihrer Monologe, in denen sie sich mit ihren Triumphen in Szene setzen. In denen sie sich aufplustern und sich feiern, in denen sie schlaumeiern und prahlen. In denen sie vorgaukeln, dass sie niemals hinfallen – während sie ständig über die eigene Eitelkeit stolpern. In dieser aufgeblasenen, ernsten Welt kann eine Prise Ironie nicht schaden. Es darf gelacht werden. Auch über sich selbst. Auch bei der Selbstvermarktung. Wie das geht, demonstriert ein Solarium im Säuliamt. Da ist der Kundschaft sonnenklar, was sie beim Körper-Rösten kriegt. Nieselregen, kühle Luft und dosen-frischen Meeresduft. Und das alles ist: Brandneu – A u s r u f e z e i c h e n! Es wirkt. Man ist sofort alarmiert. Und das ist irgendwie gemein, denn für seine transparente Sprache hat das Studio sich ein Lob verdient: einfach weiterwerben – jetzt bloss nicht zurückkrebsen! (lhä)

Der Sportplatz Stigeli/Butzen in Affoltern hat sich vergangenen Freitagabend bei wunderbarem Spätsommerwetter in eine gemütliche Picknick-Wiese verwandelt. Der Elternrat der Schuleinheit Butzen Semper hatte alle Kinder, Eltern und Lehrer der 1. und 4. Klasse zum Picknick eingeladen. Die Kinder vergnügen sich beim Fussball und Fangenspielen, Hinunterrollen am Wiesenhang, während die Eltern gemütlich auf den mitgebrachten Decken picknicken und ins Gespräch kommen. Der Elternrat der Schuleinheit Butzen Semper führte das Picknick dieses Jahr zum ersten Mal durch. Ziel ist, in ungezwungener Atmosphäre einen Austausch zwischen Kindern, Eltern und Lehrern zu ermöglichen, um einander unmittelbar zu Beginn des neuen Schuljahres kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Ebenso soll die Integration von Kindern und Eltern aus anderen Kulturen gefördert werden. Der Anlass dauerte von 18 bis 21 Uhr. Schulleiter Martin Schwab begrüsste zu Beginn alle Anwesenden ganz herzlich zum informellen Kennenlernen ausserhalb des Klassenzimmers und bedankte sich beim Elternrat für die Organisation. Er sprach über die wichtige Rolle der Eltern, den Kindern zu Hause Sinn und Nutzen, sowie die Freude an der Schule zu vermitteln, sowie diese bei den anstehen-

Viele bunte Decken und gut gelaunte Gäste beim Picknick auf dem Sportplatz Stigeli/Butzen. (Bild Patrick Mohr) den Herausforderungen als Coach aktiv zu unterstützen. Markus Stutz, Mitglied des Elternrates, stellte die anwesenden Kolleginnen und Kollegen kurz vor und rührte die Werbetrommel, Mitglied im Elternrat zu werden. Er erklärte den Ablauf des Abends und erwähnte, dass der Erlös aus dem Getränkeverkauf den Kindern in Form von Projekten zugute kommt. Um 19 Uhr startete der Ballonwettbewerb für die Kinder. Rasch wurden die Teilnahmekarten mit dem Namen an die Schnur geknüpft und nach dem Countdown stiegen die Ballone in die Luft. Es war wunderschön zu sehen, wie sich die grünen Ballone als Gruppe in die Luft erhoben und im blauen Abendhimmel

davonschwebten. Es ist zu hoffen, dass viele Karten gefunden und zurückgesendet werden, um die tollen gespendeten Preise von Alfilo Hair Design, Velo Werft, Actionworld, und Minigolfanlage Stockmatt zu gewinnen. Alle Anwesenden verliessen nach einem gelungenen Abend zufrieden aber müde die Picknickwiese. Das primäre Ziel des Elternrates, ist es die Brücke zwischen Eltern, Schülern und Schule zu bilden. Die Elternmitwirkung bezweckt die Kontaktpflege, den regelmässigen Informations- und Meinungsaustausch sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern. Der Elternrat besteht aus jeweils drei Vorstandsmitgliedern, 32 Klassendele-

gierten (zwei Mitglieder pro Schulklasse/Kindergartenklasse) und zwei Lehrervertretern. Er trifft sich vier Mal jährlich zu offiziellen Sitzungen. Parallel arbeiten die Mitglieder in Projektgruppen, die bereits bestehende Projekte weiterführen wie Elternkaffee an Besuchstagen, Elternbildung, offene Turnhalle im Winterhalbjahr oder – wie das Picknick – neue Projekte umsetzen. Ausserdem unterstützt der Elternrat aktiv die Schule bei deren Anlässen wie dem Nationentag, Räbeliechtliumzug und Schulsilvester. In den nächsten Wochen stellt sich der Elternrat an den Elternabenden in der Schule vor und hofft, motivierte Eltern als neue Mitglieder zu gewinnen. Corinne Hilti


Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. September 2019

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Hand in Hand gegen den Klimawandel 180 Personen demonstrieren am Samstag friedlich in Affoltern

Während des Marsches hielten sich die Teilnehmenden an den Händen. Die Strasse betraten die Demonstrierenden nicht – die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle.

Am vergangenen Samstagnachmittag hat sich in Affoltern eine Menschenkette gebildet. Die Teilnehmenden haben für eine konsequentere Klimapolitik demonstriert. ................................................... von livia häberling Sie kamen spät, aber sie kamen. Um 20 nach eins, zehn Minuten vor dem Beginn der Demonstration, hatten sich auf dem Marktplatz in Affoltern gut zwei Dutzend Leute versammelt – «kaum mehr als eine Schulklasse», wie die beiden anwesenden Polizisten bemerkten. Dann aber, in den letzten paar Minuten, trudelten sie ein: Kinder mit ihren Eltern, Jugendliche und auch viele Erwachsene, denen der Klimaschutz am Herzen liegt. Ausgerüstet waren sie mit selbst bemalten Shirts, mit Transparenten oder auch hie und da mit einem Megafon.

Eine Menschenkette durch Affoltern Die Demonstration in Affoltern war eine von rund 30 Kundgebungen, die von der Klimastreikgruppe «Klimastreik Schweiz» initiiert und am vergangenen Samstag in Schweizer Städtchen und Dörfern stattfanden. Die 21jährige, parteilose Sophia Schlör aus

Bevor die Truppe durch Affoltern marschierte, hielt Initiantin Sophia Schlör (rechts) eine kurze Ansprache. (Bilder Livia Häberling) Hausen hat die Demonstration in Affoltern organisiert – mit Unterstützung der Klimagruppe Bezirk Affoltern. In den vergangenen vier Wochen hatte sie in mehreren Gemeinden im Säuliamt Plakate aufgehängt, Werbung gemacht und ihren Freundesund Bekanntenkreis zur Teilnahme motiviert. 180 Personen waren ihrem Aufruf gefolgt und hörten nun, vor dem Marsch, eine kurze Ansprache. «Wir fordern den Bezirk Affoltern auf, die Klimakrise als Krise zu anerkennen», sagte Sophia Schlör ins Mikrofon. Das Publikum spendete Applaus. Das Ziel müsse sein, «Netto Null» bis 2030 zu erreichen und andere Bezirke und

Städte mit der eigenen Klimapolitik zu inspirieren. Im Anschluss richtete Liliane Hurschler im Namen der «Eltern fürs Klima» ein paar Worte an die Teilnehmenden, dann setzte sich die Gruppe in Bewegung. Die Demo-Teilnehmenden marschierten vom Marktplatz los, der Oberen Bahnhofstrasse entlang in Richtung Bahnhof. Dabei hielten sie sich an den Händen und bildeten so eine Menschenkette, die mehrere Hundert Meter lang wurde. Zuerst sei eine Demo nach üblichem Muster geplant gewesen. «Einige innerhalb des Klimagruppen-Chats meinten dann jedoch, dass sie sich bei einer normalen Kund-

gebung zu ausgestellt fühlten», so Schlör. Deshalb habe man sich schliesslich für eine Menschenkette entschieden. Diese signalisierte etwas Verbindendes, ausserdem errege sie mehr Aufmerksamkeit.

Friedlich auf dem Trottoir unterwegs Auf einem Plakat war ein weinender Pinguin auf einer Eisscholle zu sehen, auf einem anderen stand «Please Panic». Mit diesen Schildern bewegte sich die Gruppe vom Bahnhof weiter der Büelstrasse entlang, bog dann in die Zürichstrasse ab, während sie immer wieder «Ufe mit de Klimaziel, abe mit em CO2» skandierte. Während der

Kundgebung kam es weder zu Ausschreitungen noch zu Verkehrsbehinderungen. Die Demonstrierenden hielten sich mit ihrer Menschenkette von der Strasse fern. Nur auf dem Trottoir gabs ein bisschen Dichtestress: Einige Fussgängerinnen und Fussgänger mussten sich gedulden. «Mitmarschiere, solidarisiere», riefen ihnen die Demonstrierenden beim Vorbeilaufen zu. Um 14.20 Uhr bogen die Demonstrierenden wieder in die Obere Bahnhofstrasse ein, umrundeten zum Schluss das Gebäude am Marktplatz und lösten sich dann friedlich auf. Sophia Schlör zeigte sich zufrieden: «Zuerst hatte ich gehofft, dass genügend Teilnehmende mitmachen, um die gesamte Marschstrecke Hand in Hand geschlossen zu umrunden. Beachtet man jedoch die Reichweite, die wir mit unserer Werbung hatten, sind die 180 Teilnehmenden ein Erfolg.» Auch nach der Demonstration gehe die Arbeit für eine konsequentere Klimapolitik weiter. «Wir möchten, dass unsere Forderungen in die Projekte und Entscheidungen der politischen Amtsträger im Bezirk einfliessen.» In ihrer Wohngemeinde Hausen zähle das Erreichen des Energiestadtlabels noch zu den Zielen, genauso wie in der Bezirkshauptstadt Affoltern. Das Ziel, sagt Sophia Schlör, sei nun, im Kleinen weitere Veränderungen zu erreichen.

20 kg Müll in zwei Stunden – gesammelt, nicht produziert! Unzählige Zigarettenkippen an den Hauptstrassen, aber auch Kondome Dosen, Flaschen und Pizzaschachteln Die Natur- und Landschaftsschutzkommission Ottenbach organisierte ein gemeinsames Müllsammeln bei heissem Spätsommerwetter.

einer anderen interessanten Perspektive wahr, wenn man zwei Stunden Müll sammelt. Daneben ertappt man sich, dass man einerseits gerne viel Abfall sammeln möchte, dass aber wenig Abfall das bessere Resultat wäre.

................................................... von christine häusermann 16 Erwachsene und 8 Kinder haben am Samstag in zwei Stunden 20 kg Müll von Ottenbachs Strassen- und Wegrändern gesammelt, damit sich der Abfall nicht zersetzt und Tiere und Mitwelt zu Schaden kommen. Am Häufigsten haben sich die Sammelnden wohl den Rücken krumm gemacht, um die unzähligen Zigarettenkippen aufzulesen. Insbesondere entlang der Hauptstrassen nach Zwillikon und Obfelden, wo sich die Autos an Werktagen täglich stauen, lagen Kippen in grosser Menge. Die Stoffe, die nach dem Abrauchen in den Filtern stecken, machen Kippen zum Sondermüll. Nikotin ist ein Nervengift. Schon eine Kippe, aufgelöst in einem Liter Wasser, tötet nach vier Tagen kleine Lebewesen wie Fische, erforschte die Universität San Diego. Ein Zigi-Stummel «lebt» 10 bis 15 Jahre.

Ein feiner Risotto nach getaner Arbeit

Müll gehört nicht in die Natur – die Freiwilligen sind sich einig. (Foto GaNoFa) Weniger wäre besser – besonders beim Abfall Auch Aludosen, Glas- und Petflaschen füllten die Abfallsäcke, Raddeckel, leere Zigarettenschachteln, gefüllte

Plastiksäcke, deren Geheimnisse man nicht unbedingt wissen will und Pizzaschachteln konnten der fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. Socken, Kondome und leere Kondomverpackungen – nicht mal unbedingt

an lauschigen Plätzen gesammelt – gehörten zu den fantasieanregenderen Trouvaillen. Automatisch kommt man ins Sinnieren über unsere Abfallgesellschaft und nimmt das Dorf für einmal aus

Als Dank für die freiwilligen Helfer kochte Susanna Forster, Präsidentin der Natur- und Landschaftsschutzkommission, ein feines Mittagessen mit einem erfrischendem Salat und feinem Risotto mit oder ohne Pilze. Sichtlich zufrieden meinte sie beim Mittagessen im lauschigen Garten der Bibliothek: «Jedes Plastikteil, das in der Natur landet, ist eines zu viel, daher lohnt sich ein solcher Sammeltag immer.» Auch Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger freute sich über den engagierten Einsatz der Freiwilligen, um Ottenbach ordentlich zu halten. Nach der Plackerei in der Augusthitze legten wohl manche Erwachsene am Nachmittag eine Siesta ein, die Kinder jedoch waren hart im Nehmen, für sie ging es gleich weiter. Das Kinderfest der Feuerwehr begann um 14 Uhr.


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Dienstag, 3. September 2019

Prächtige Zeit- und Weltreise

Aeugster Chilbi mit viel Charme und grossem Spassfaktor

Gemeinderätin im dritten Anlauf

Deutliche Ersatzwahl in Ottenbach Yvonne Piguet, parteilos, zieht in die Ottenbacher Exekutive ein. Es ist gut möglich, dass die Finanzfachfrau das Ressort Finanzen übernimmt.

Die Schifflischaukel aus dem Jahr 1910 der Männerturner ist eine der besonders beliebten Chilbi-Attraktionen in Aeugst.

Vergangenes Wochenende wurde die Chilbi in Aeugst ihrem Ruf, die «etwas andere Chilbi» zu sein, einmal mehr gerecht. Darüber durften sich die zahlreichen Besucher freuen.

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Yvonne Piguet komplettiert den Gemeinderat von Ottenbach. (Archivbild) Bei einer Stimmbeteiligung von knapp 29 Prozent erhielt sie 321 Stimmen; der einzig verbliebene Mitbewerber im zweiten Wahlgang, Willy Pfäffli, kam auf 169 Stimmen. Es liegt auf der Hand, dass die Finanzfachfrau Yvonne Piguet das jetzt verwaiste Ressort Finanzen übernimmt. Aber darüber entscheidet der Gemeinderat. (-ter.)

Dorffest mit Blaulicht in Ottenbach

................................................... von urs e. kneubühl Keine blinkenden Lichter und stromfressende Bahnen mit lauter Musik … Die Auflage 2019 der alle drei Jahre stattfindenden Aeugster Chilbi auf dem Bolet war der Tradition absolut würdig. Was geboten wurde und – notabene – die zahlreichen Besucherinnen und Besucher begeisterte, hatte im wahrsten Sinne des geflügelten Ausdrucks «Hand und Fuss»: Die von den Ortsvereinen liebevoll gestalteten Attraktionen und die nicht minder innig angebotenen Leckereien waren auch diesmal ausschliesslich «handgemacht». Sie luden allesamt (gemäss ChilbiMotto) zur «Aeugster Zeitreise» und schlossen darüber hinaus gar auch eine kleine Weltreise mit ein. Da markierte die Theatergruppe mit «Ra’s Schokokopfschleuder» das Ägypten der Pharaonen, dieweil die Bibliothek zu Olympischen Spielen der antiken Griechen anregte und das Forum mit dem Velokarussell ein Stück altes Rom aufleben liess. Der Samariterverein erinnerte mit dem Büchsenwerfen an die Höhlenmenschen, die Schule versetzte mit Ritterspielen ins Mittelalter, die Schützengesellschaft wandelte mit ihrer Schiessbude im Wilden Westen und die Pfadi liessen mit

Eine Gemeinderats-Ersatzwahl als Geduldsspiel: Yvonne Piguet schaffte bei den ordentlichen Behördenwahlen 2018 in Ottenbach zwar das absolute Mehr, musste aber als «Überzählige» über die Klinge springen. Nachdem Finanzvorstand Hubert Treichler nach nur einem Jahr seine Demission einreichte, bot sich bei der Ersatzwahl vom 19. Mai 2019 eine neue Chance. Yvonne Piguet musste sich damals einer Mitbewerberin und einem Mitbewerber, beide ebenfalls parteilos, stellen. Sie erzielte zwar das Bestresultat, aber niemand dieses Trios erreichte das absolute Mehr. Im dritten Anlauf am letzten Sonntag, bei dem nur noch das relative Mehr zählte, schaffte Yvonne Piguet den Sprung in den Gemeinderat klar:

Schweizer Feuerwehren öffneten ihre Tore Der Theaterverein liess mit der Schokokopfschleuder das alte Ägypten aufleben. ihrem Fallbrett die goldene Piratenzeit aufleben.

Attraktionen «vom Dorf fürs Dorf» Mit dem spektakulären Harassenstapeln erinnerte der Feuerwehrverein an die Erstbesteigung des Matterhorns 1865, der FC an die erste WM 1930, während das Männerturnen mit der liebevoll restaurierten Schifflischaukel ins Jahr 1910 zurückblätterte. Der Schminkstand von Gabriela Bachmann vertrat «the roaring twenties» und die Ausstellung des Bergwerkvereins Riedhof zeigte das Bergwerk im Zweiten Weltkrieg. Auch der kürzeren Vergangenheit – Kinderkrippe Coccolino mit Parcours für Bobby-Cars aus den 1990ern – sowie selbst der Zukunft – Jugendverein/Jugendarbeit mit Jugendbar, Kiosk und Disco – wurde gehuldigt. So war die diesjährige Aeugster Chilbi wiederum ein ganz und gar anziehendes, «gmögiges» und lebendiges Dorffest «vom Dorf fürs Dorf».

Zum 150-Jahre-Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbands fanden unter dem Motto «Tag» beziehungsweise «Nacht der offenen Tore» in der ganzen Schweiz – so auch im Säuliamt – verschiedene Anlässe statt. In Ottenbach lud die Feuerwehr zum Dorffest. ................................................... von martin mullis

Harassenauftürmer auf den Spuren der Matterhorn-Erstbesteigung 1865. (Bilder Urs E. Kneubühl)

Ein Festzelt vor dem Feuerwehrgebäude in Ottenbach zeigte deutlich, dass die «Jünger Florians» für die Tätigkeit des Löschens am heissen Samstagnachmittag gewappnet waren. Zwar ging es für einmal weniger um die Bekämpfung des roten Hahns, sondern eher um den Kampf gegen den Durst. Natürlich liessen sich die Frauen und Männer der Feuerwehr einiges einfallen, um der Bevölkerung nicht nur ihre wichtige Aufgabe zu zeigen, sondern auch um für Nachwuchs zu werben. Kommandant Jan Berliat gelang es, zusammen mit einem fünfköpfigen OK, trotz der doch eher kleinen Dorffeuerwehr mit einem wenig spektakulären Fahrzeugpark ein attraktives Dorffest zu organisieren. So war der neben dem Saurer-Tanklöschfahrzeug ausgestellte Oldtimer ein attraktiver Blickfang. Die umgebaute Cadillac Limousine mit Jahrgang 1934 war in Affoltern in den Jahren 1945 bis 1968 im Dienst. Ein ganz besonderes Gaudi für Jung und Alt bot die Handdruckspritze. Jeweils vier Personen pumpten meist mit hochroten Köpfen und keuchend vor Anstrengung, während

eine Person an der Schlauchspritze mit dem Wasserstrahl in eine kleine Öffnung zielen musste.

Heisse Stimmung im Feuerwehrzelt Kein Wunder, dass im Festzelt eindeutig Feuerwehrstimmung herrschte, welche nicht zuletzt auch aus ausgiebigem Fachsimpeln unter Brandbekämpfern bestand. Die Liveband «The Chucks» heizte dann die fröhliche Stimmung zusätzlich an und der warme Spätsommerabend half mit, dass ein Grossteil der Ottenbacher Dorfbevölkerung eher spät nach Hause fand. In einigen weiteren Gemeinden im Säuliamt zeigten sich die Feuerwehren ebenfalls von der besten Seite. Der Ottenbacher Elternrat nutzte das Feuerwehrfest und veranstaltete ein «Chinderfäscht» auf dem Dorf-, Spiel- und Schulhausplatz. Die Kinder mussten auf einem originellen Parcours an zehn Posten Buchstaben sammeln. Wer das richtige Lösungswort ermittelte, konnte eine Schatzkiste der Feuerwehr öffnen und erhielt ein Kinder- oder Malbuch. Weit über hundert Kinder wurden von ihren Eltern bei den Aufgaben nicht nur begleitet, sondern natürlich auch angefeuert. So mussten die Kinder auf «TrampiAutos», Traktoren oder Kettcars eine Rundfahrt, welche sinnigerweise mit Feuerwehrschläuchen markiert war, bewältigen. Der Spielplausch sollte vor allem auch aufzeigen, dass mit älteren und zum Teil in Vergessenheit geratenen Spielen, aber auch mit einfachen Mitteln wie Steinen, Wasser oder Holzstücken und mit etwas Kreativität eine attraktive Freizeitgestaltung möglich ist.

Moderne Feuerwehr zwischen zwei Oldtimern: Jan Berliat, Kommandant der Feuerwehr Ottenbach. (Bild Martin Mullis)


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Freude am Ausprobieren haben beide, Mutter und Tochter Katharina Proch und Stefanie Batur zeigen Kunst und Handwerk im Pferdestall in Bickwil Obfelden hat einen weiteren Ort der Kreativität. In der Grafikwerkstatt von Stefanie Batur entsteht professionelle Grafik, aber es hat auch Raum für Selbstgemachtes. Nun stellen Mutter Katharina Proch und Tochter Stefanie Batur gemeinsam aus.

arbeitet und Kunsthandwerk erzeugt, zeigt sie ihre Schmuckarbeiten, Karten, Dekorationsgegenstände und Accessoires. Sie verkauft auch Selbstgemachtes von Dritten im Crafty Crab-Laden, wo man auch gern mal zu einem Kaffee vorbeigeht. Stefanie Batur ist kommunikativ, offen und geht herzlich auf die Menschen zu.

................................................... von regula zellweger

Starke Persönlichkeiten

«Ich sehe mich nicht als Künstlerin», erklärt Stefanie Batur mit Nachdruck. Sie war in Obfelden behütet in einem Umfeld aufgewachsen, wo Kreativität täglich gelebt wurde. Die kleine Stefanie durfte basteln, malen, werken, backen, unterschiedlichste Techniken und Materialien ausprobieren. Heute sieht sie sich als professionelle Grafikerin mit abgeschlossenem Grafik-Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Sie hat ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Nach einigen Jahren Berufstätigkeit in verschiedenen Werbeagenturen wurde sie Mutter und zog mit ihrer Familie für vier Jahre in die USA. «Die Zeit in Colorado hat mich mit einer neuen Kultur und Kunst zusammengebracht und mich sehr inspiriert.» In Denver liess sie die Hobbys von früher aufleben. Die riesigen «Art & Craft Stores» der USA lieferten genügend Material, um verschiedene Techniken auszuprobieren und auch mal an einer Art&Craft-Show teilzunehmen. Wieder zu Hause gründete sie «Wunderwerk Werbung» und eröffnete 2018 den Atelierladen «The Crafty Crab».

Katharina Proch und Stefanie Batur vor dem Atelier-Laden «The Crafty Crab» in Bickwil. Hier geniesst man den Blick über Obfelden bis die Alpen.(Bild Regula Zellweger) Vielseitige Künstlerin Ganz anders startete Katharina Proch ihr Leben. Der Vater war im Krieg gefallen, die Mutter eine Trümmerfrau im Nachkriegsdeutschland. Die Begabung der kleinen Katharina wurde von einer Lehrerin entdeckt und gefördert. Sie machte ihren beruflichen Weg über eine Lehre als Schneiderin in der Haute Couture. Genau wie bei

ihrer Tochter veränderte ein Wechsel des Landes ihr Leben. Sie heiratete, zog in die Schweiz und wurde Mutter. Sie bildete sich konstant weiter, zuerst bei Xaver Mettler in Affoltern, dann an derselben Institution, wo auch ihre Tochter später studierte. Sie erlernte die unterschiedlichsten Techniken: Zeichnen, Aquarell, Holzschnitt, Mischtechnik, Fotografieren und auch vor dem Computer

machte sie nicht Halt. Ihre Digital Art zeugt von ihrer Technikaffinität. Katharina Proch ist als Künstlerin bekannt und hat im In- und Ausland ausgestellt. Zudem hat sie Kurse zu verschiedenen Maltechniken gegeben. Am kommenden Freitag öffnet der Pferdestall in Bickwil die Türen zur ersten Mutter-und-Tochter-Ausstellung. Im unteren Stock, wo Stefanie Batur üblicherweise als Grafikerin

Katharina Proch sagt von sich selbst: «Ich bin ein leiser Mensch, doch nicht introvertiert. In gewisser Weise ehrgeizig, obwohl mir das Wort nicht gefällt. Ich stelle hohe Ansprüche an meine Arbeit.» Das tut sie seit vielen Jahren und zeigt nun im Treppenhaus und im oberen Stock Werke aus den letzten dreissig Jahren. Es sind in unterschiedlichsten Techniken geschaffene Bilder von Blumen. «Hunderte von Blumenbildern sind im Verlauf meiner 30-jährigen Arbeit entstanden. Immer war und bin ich fasziniert von ihren Farben und Formen». Zwei Frauen, beide starke Persönlichkeiten, die beide das Experimentieren lieben, die aber ihr Talent in unterschiedlichen Werdegängen entwickelt haben und ihre Kreativität trotz der emotionalen Nähe als Mutter und Tochter völlig unterschiedlich zum Ausdruck bringen – eine interessante Ausstellung! Kunst und Handwerk im Pferdestall, Sennhüttenstrasse 4 in Obfelden. Vernissage: Freitag, 6. September, 19 bis 21 Uhr. . Ausstellung bis 29. September, Montag bis Donnerstag: 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18.30 Uhr, Freitag bis Sonntag: 16 bis 18.30 Uhr.

Podestplatz für den Feuerwehr-Nachwuchs Die Ämtler überzeugen am kantonalen Jugendfeuerwehr-Wettkampf 16 Jugendfeuerwehr-Teams massen sich am kantonalen Wettkampf in Pfäffikon ZH. Mit viel Kampfgeist erreichte die Jugendfeuerwehr des Bezirks Affoltern den dritten Platz. Schon frühmorgens um sechs Uhr wurden die acht 14- bis 18-jährigen Jugendlichen an verschiedenen Treff-

punkten im ganzen Bezirk abgeholt. Einige beklagten sich noch über ihre Müdigkeit, aber spätestens beim Zusammentreffen in Hedingen blühten sie auf. Nach einer kurzen Begrüssung machte sich die Mannschaft mit Jugendfeurwehr-Kommandant Dominik Scaglioso und den Klassenlehrern Rolf Steimer und Janick Müller auf den Weg nach Pfäffikon. Dort angekommen, wurden sie durch

die Organisatoren herzlich begrüsst und auf ein Frühstück eingeladen.

Start mit Leitungsbau Gestärkt und voller Enthusiasmus begann um 8.30 Uhr der Wettkampf mit dem Posten Leitungsbau. Mit Leidenschaft, grossem Team- und Kampfgeist absolvierten die acht Jungs und Mädchen die weiteren Posten.

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Drehleiter geentert: erfolgreiche Delegation der Ämtler Jugendfeuerwehr am kantonalen Wettkampf in Pfäffikon. (Bild zvg.) Dazu gehörten ein Plauschposten, das Ausführen einer Rettung über die Leiter, ein Atemschutz-Parcours und der Posten Seile und Knoten. Das schöne und heisse Wetter verlangte den Jugendlichen einiges ab. Sie traten gegen fünfzehn andere Mannschaften aus dem ganzen Kanton an und wurden für ihre Leistung und ihr Engagement mit dem dritten Platz belohnt. Müde und erschöpft nach diesem anstrengenden Tag traten sie nach der Preisverleihung die Heimreise an. Einigen Jugendlichen reichte dies noch nicht. Sie feierten ihren

Erfolg später an der Chilbi Bonstetten mit Freunden weiter. (ScD)

in kürze Knabenschiessen-Verkehr Während des Knabenschiessens vom 7. bis 9. September muss in Zürich rund ums Albisgüetli mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.


Gewerbe/Dienstleistungen

Maisfeldfest

Sieg im Spitzenspiel

Die beliebte Party für Countryund Party-Liebhaber steigt am 6. und 7. September. > Seite 13

Im Duell der ungeschlagenen Teams siegte der FCWB auswärts gegen Linth. > Seite 16

Regionalität und Fairness im Butterzopf «d’Albis Beck»

Dienstag, 3. September 2019

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Siegreicher Abschluss Die Affoltemerin Olivia Wassner führte die Volleyball-Nati an der EM zum 3:1-Erfolg. > Seite 17

Leistung steigern und Beschwerden vermeiden

«Di fair Milch Säuliamt» lanciert ein neues Produkt

Gesundheitszentrum Gut im Golfpark

«Di fair Milch Säuliamt», welche inzwischen als Voll- und Drinkmilch im Knonauer Amt erhältlich ist, geniesst grosse Beliebtheit. Ab September werden nun auch die Butterzöpfe aus «d’Albis Beck» mit der fairen Milch Säuliamt hergestellt.

«Golfarm ade, dank richtigem Training» – heute Dienstag, 3. September, um 19 Uhr gibt der erfahrene Bewegungs- und Schmerztherapeut Christian Gut im Golfpark Holzhäusern Tipps für ein effektives Training.

Die Genossenschaft «Di fair Milch Säuliamt» wird nun auch direkt von «d’Albis Beck» in Mettmenstetten, ein Unternehmen der Landi Albis, unterstützt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, mit den regionalen Landwirten mehr Milch zu einem fairen Preis abzusetzen. Der Mehrkosten für ein regionales Produkt sind sich die beiden Bäckereileiter Tobias Maag und André Eicher bewusst. Dennoch finden sie es wichtig, dass «d’Albis Beck» die Genossenschaft der 43 Bauern unterstützt, und was liegt näher, als «di fair Milch Säuliamt» direkt in der Backstube einzusetzen!

In allen Volg-Filialen im Amt Der Präsident der Genossenschaft Faire Milch Säuliamt, Werner Locher, und Martin Haab, Marketingverantwortlicher, begrüssen diesen Schritt sehr und freuen sich auf die neuen feinen Butterzöpfe. «Die Konsumenten im Säuliamt schätzen unsere Milch sehr und wir sind besonders stolz auf

Martin Haab, (l.) und Werner Locher (r.) von «di fair Milch Genossenchaft» und Tobias Maag und André Eicher (Mitte), «d’Albis Beck» im Volg Mettmenstetten. (Bild zvg.)

das bisher Erreichte mit unserer fairen Milch Säuliamt», ergänzt Martin Haab bei der Diskussion vor dem Fototermin. «Di fair Milch»-Butterzöpfe sind in allen Volg-Filialen im Knonauer Amt sowie in umliegenden Volg-Filialen, welche die Albis Beck beliefert, und in einigen Hofläden erhältlich (www. di-fair-milch.ch/verkauf/). Im Verkaufsregal fällt der Brotbeutel mit einer Kennzeichnung auf, welche auf das neue Produkt hinweist.

Jede Flasche schmeckt anders

Frischer Most bei Bruno Wittwer in Bickwil Dieses Jahr setzt die Apfel- und Birnenernte etwas später ein. Die Bickwiler Kundenmosterei Bruno Wittwer erwartet aber trotzdem durchschnittliche Ernten bei Obstbauern und Privaten: «Die frühen Sorten haben im Frühling etwas gelitten. Da ein Grossteil der Bäume jedoch gut trägt, bin ich optimistisch, dass es einen guten Mostjahrgang geben wird.» Eine Spezialität von Wittwers Most besteht darin, dass immer Kleinmengen gepresst werden und deshalb jeder Most anders schmeckt. In Wittwers Mosterei können Privatkunden ihr Obst vorbeibringen, pressen lassen und den Most gleich

wieder mitnehmen. Bei Frischmost liegt die Minimalmenge bei 20 Kilogramm. Ab 150 Kilogramm kann der Most auch pasteurisiert und in Fünfoder Zehn-Liter-Säcke verpackt abgeholt werden. Beliebt ist auch die Möglichkeit, nicht pasteurisierten Frischmost selber abfüllen und abholen zu können. Die Kundschaft kann probieren und zwischen mehreren Mostsorten wählen. Die Mosterei ist werktags und samstags geöffnet. Eigenes Obst wird nur auf Anmeldung gemostet. (sals) Kundenmosterei Bruno Wittwer, Sennhüttenstrasse 16, Obfelden. Kontakt: 044 761 41 45.

Armin Sidler (links) ist einer der ersten Kunden dieses Jahr. Er geniesst mit Bruno Wittwer ein Glas Apfelsaft, während sein Mostabgefüllt wird. (Bild Salomon Schneider)

Mit Bon für Gratis-Milch Zur Lancierung des fairen Milch-Butterzopfes haben sich Martin Haab und die beiden Leiter von «d’Albis Beck» etwas Spezielles einfallen lassen. In dieser Ausgabe des «Anzeigers» finden die Konsumenten einen Bon, der beim Kauf eines Butterzopfes vom Freitag, 6. September, bis Sonntag, 8. September 2019, zu einem kostenlosen Liter «di fair Milch Säuliamt» im Volg berechtigt. (pd.)

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Jede Sportart beansprucht einzelne Muskeln und Gelenke besonders intensiv. Beim Golf – ähnlich wie beim Tennis – ist es vor allem das Ellbogengelenk, das durch einseitige Belastung zu Beschwerden führen kann. Bei anderen Sportarten sind es die Knie-, Hand- oder Schultergelenke. «Wenn Schmerzen die Lust an der gesunden Bewegung trüben, ist es höchste Zeit, aktiv zu werden», sagt Christian Gut, der in Mettmenstetten das Gesundheitszentrum Gut führt. «Noch besser ist es, einseitigen Belastungen mit regelmässigen Ausgleichsbewegungen entgegenzuwirken und so aktiv Beschwerden vorzubeugen.» – Genau darüber spricht der Schmerzspezialist im Migros Golfpark Holzhäusern. Zentral im Referat wird das wegweisende Bewegungskonzept zum Ausgleich einseitiger Körperbelastungen sein. Zudem zeigt Christian Gut die präventive und leistungssteigernde Wirkung vom gezielten Training mit der Faszienrolle auf. Und für Menschen, bei denen die Beschwerden schon zu gross sind, um noch mit

Einseitige Belastung führt zu Beschwerden. Richtig trainieren hilft. (Bild zvg.) Freude Golf, Tennis oder Fussball zu spielen, präsentiert er die wegweisende Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht. «Die Erfahrung zeigt, dass bei über 90 % der Schmerzen die Therapie nach Liebscher & Bracht hilft – ohne Medikamente und ohne Operation», sagt Gut, dessen Gesundheitszentrum in Mettmenstetten schon lange auch ein ausgewiesenes Schmerzkompetenz-Zentrum ist. (pd.) Mehr Informationen unter www.gut-tut-gut.ch.

Leuchtstark und energieeffizient

Noserlight mit an der Messe Bauen & Modernisieren in Zürich Zum zehnten Mal ist Noserlight AG aus Zwillikon an der Messe Bauen & Modernisieren in den Messehallen von Zürich präsent. Sie zeigt dort vom 5. bis 8. September energieeffiziente und leuchtstarke LED-Produkte für verschiedene Bereiche. «Wo man schaut, bevor man baut» – unter diesem Motto inszeniert sich die Baumesse, die in diesem Jahr ihr 50Jahre-Jubiläum feiern kann und vom 5. bis 8. September in den Messehallen in Zürich-Oerlikon über die Bühne geht. 350 Aussteller zeigen auf 28 000 Quadratmetern alles, was mit Bauen zu tun hat, sei es mit Neubau oder Renovation. Es ist eine Inspirationsquelle für Architekten, Baufirmen, aber auch für Liegenschaftenverwaltungen, Hauseigentümer und andere Privatpersonen, die einen Bau planen. Das Angebotsspektrum ist gross, und dazu trägt auch Noserlight aus Zwillikon bei. Sie ist mit einer grossen Produktepalette präsent, darunter auch mit modernen, designorientierten und funktionalen Neuheiten – ohne Ausnahme LED, weil auch Halogenlampen seit exakt einem Jahr verboten sind. «Wir demonstrieren dem Publikum ausserdem intelligente Lichtsteuerungen», kündigt Geschäftsführerin Regula Noser an.

Präsent mit einer grossen Produktepalette: Stand von Noserlight an der Messe Bauen & Modernisieren in Zürich. (Bild zvg.) Die Messe, die vom 5. bis 8. September stattfindet, ist Donnerstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Noserlight ist in der Halle 6, am Stand Nummer A20, zu finden.

Permanente Ausstellung in Zwillikon Wer die Messe in Zürich nicht besuchen kann, ist eingeladen, in der von

Montag bis Samstag geöffneten, über 300 Quadratmeter grossen LED-Ausstellung an der Ottenbacherstrasse 25 in Zwillikon einen Augenschein zu nehmen. Dort findet sich eine grosse Auswahl an LED-Leuchten, LED-Lampen und Systemen für jeden Geschmack. Fachberatung und Planungshilfe durch erfahrene Lichtberater sind bei Noserlight selbstverständlich. (-ter.)


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Vermischtes

Dienstag, 3. September 2019

Auf der Smaragdroute ans Mittelmeer «Erlebnisse»-Tour von Ljubljana nach Piran Nach mehreren E-Bike-Touren in Südfrankreich und in Italien führte «Erlebnisse» dieses Jahr ins für viele noch unbekannte Slowenien. In nur 50 Minuten erreichte die Gruppe am 15. August mit Adria Airways die slowenische Hauptstadt Ljubljana und mit dem Extrabus das sehr schöne Hotel im Stadtzentrum. Nach dem Mittagessen stand dann die Erkundung des Zentrums und der Burg auf dem Programm, bevor dann am frühen Abend die Information durch unsere Reiseleiterin Aleksandra auf dem Programm stand. Bereits da stand fest, dass die Reise sehr gut vorbereitet war und nur das Beste versprach. Am Freitag gings von Ljubljana nach Vrhnika. Frühmorgens wurden die sehr schönen und guten E-Bikes vor das Hotel geliefert und die Ämtler Gruppe lernten Janko kennen – die treue Seele mit dem Begleitfahrzeug. Es folgte dann eine kurze Führung durch die Altstadt und ganz viele und sehr interessante News von Aleksandra zur Stadt, der Geschichte und den Menschen. Die Rad-Tour begann mit der Ausfahrt aus der Stadt und über das Laibacher Moor, zum Teil über «Schodder-Strasse». Laibach ist der deutsche Name für Ljubljana.

Karsthöhlen und imposante Felsenburg Der Weg führte am Samstag von Vrhnika weiter durch eine sehr schöne und grüne Landschaft mit einigen kleinen Aufstiegen – mit dem E-Bike jedoch alles kein Problem. Höhepunkt war dann die Besichtigung der weltbekannten sehr grossen Höhlen in der Karstlandschaft Kras. Eine Bahn bringt die Besucher rund zwei Kilometer hinein in den Berg und in eine unglaublich schöne «Märchenwelt». Dank der deutschsprachigen Führung konnten die Ämtler «Erlebnisse»-Reisenden die

optischen Eindrücke noch besser verstehen und geniessen. Die Sonntags-Etappe begann in Postojna mit einer «Zusatz-Runde» zur imposanten Felsenburg «Predjama». Aleksandra erläuterte auch hier die Geschichte um dieses ganz besondere Bauwerk und seine Geheim-Ausgänge. Am späteren Nachmittag trafen die E-Biker auf einem Weingut in Stanjel ein – wo ein Teil der Gruppe auch übernachtete und am Abend für alle eine Weinprobe auf dem Programm stand. Der Slowenische Wein schmeckte sehr bekömmlich!

Lipizzaner Pferde und Mittelmeer Das romantische Dorf Stanjel thront über der Karst-Hochebene. Durch verschlafene Dörfer und Weinberge erreicht man Lipica – die Heimat der weltbekannten weissen Lipizzaner Pferde. Bei einer informativen und humorvollen Führung konnte man am Montag einiges über die edlen Pferde erfahren. Die Dienstags-Etappe nach Muggia in Italien war eine der leichteren. Ein grosser Teil der Route führte von der Karstebene hinunter ans Mittelmeer in der Region von Triest. Vorbei an dieser Hafenstadt erreichte die «Erlebnisse»-Gruppe Muggia – und erhielt die erste Gelegenheit, im Meer zu baden, was einige der Gruppe auch nutzten und genossen. Entlang der Adria führte der Weg, am Mittwoch zum Teil auf einem alten Eisenbahntrasse, zurück nach Slowenien, nach Portoroz und von dort zu den Salinen. In Portoroz legte man den Mittagshalt ein, bevor die Tour unfallfrei in Piran abschloss. Dieser kleine Ort lud die Ämtler zum «Lädele», Kaffee und natürlich zum Baden im Meer ein – was ganz viele der Gruppe nutzten. Der grössere Teil reiste am Donnerstag via Ljubljana zurück – sechs Personen blieben noch bis Sonntag in Piran.

Höhenweg und Sonnenschein

Ämtler Wanderer über dem Vierwaldstättersee Die aussichtsreiche Bergwanderung führte am 24. August vom Stoos auf den Klingenstock und über den Grat zum Fronalpstock, mit wunderbaren Blicken auf die Mythenregion, den Vierwaldstättersee und die Gipfel und Alpen der Innerschweiz.

im Blickfeld und links unten glitzert der Vierwaldstättersee. Bei herrlichem Sonnenschein erlebte die Gruppe traumhafte Aussichten. Dann ging es in einem Auf und Ab über Rot Turm und den Nollen bis zum Huser Stock. Nach einer kleinen Passage mit engen Kurven wird der Weg etwas breiter und man stieg zur Alphütte Furggeli hinunter. Nun folgte ein letzter steiler Anstieg bis zum 1922 Meter hohen Fronalpstock, mit einer einzigartigen Aussicht auf zehn Schweizer Seen und unzählige Alpengipfel. Nach einer Erfrischung im Bergrestaurant führte die Sesselbahn zum Dorf Stoos hinunter, wo es mit der Standseilbahn, dem Bus und der Bahn wieder nach Hause ging.

Mit der Bahn und dem Bus ging es zur Talstation der Standseilbahn SchwyzStoos. Bei der Bergstation Stoos startete die Wanderung beim Dorfausgang mit einem Zickzack-Aufstieg über Wiesen bis zum Klingenstock und einer freien Sicht auf die Mythen. Hier oben ist man dem Himmel ein Stück näher und die Gruppe verpflegte sich an einem Holztisch aus dem RuckDölf Gabriel, Wanderleiter sack. Nun begann die Gratwanderung auf 1935 Metern. Der Weg ist gut aus- www.miteinanderwandern.ch. gebaut und gesichert, aber festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind wichtige Voraussetzungen. Von Zentralschweizer Alpen umgeben, führt ein schmaler Bergpfad über den Grat. Rechts ist immer der Stoos Ämtler Gratwanderer auf dem Fronalpstock. (Bild zvg.)

Imposanter Anblick: die «Erlebnisse»-Gruppe vor der Felsenburg «Predjama». (Bilder zvg.)

Höhle von Postojna.

Route über «Schodder-Strasse».

Bestens umsorgt

Sehenswürdigkeiten informieren, alles mit den Hotels regeln und führte immer auf dem richtigen Weg durch eine wunderbare Landschaft. Janko begleitete die Gruppe während der ganzen Tour mit seinem Begleitfahrzeug und kümmerte sich um die E-Bikes und das Gepäck. So wurde den Reisenden wirklich alles

Einfach nur super sei die Tour gewesen, war man sich einig. Dies vor allem auch darum, weil die Betreuung durch die beiden Slowenen Janko und Aleksandra einfach keine Wünsche offen gelassen hat. Aleksandra konnte über Land und Leute und die vielen

abgenommen und sie konnten einfach nur geniessen – eine Qualität, die sie so noch nie erleben konnten. Kein Wunder also, dass eine solche Reise Lust auf noch mehr macht – vielleicht schon 2020? Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Musik und den Ausblick genossen

Seniorenturnerreise Oberamt ins schöne Alpsteingebirge Versprochen war heiteres Wetter, doch der trübe Morgen vom 22. August machte keine Hoffnung auf einen sonnigen Tag. Trotzdem starteten die Seniorenturner pünktlich um 8.15 Uhr, nachdem die Namensschilder angebracht waren und man einander begrüsst hatte. Nach einem kurzen Kaffeehalt auf dem Ricken war von der Sonne immer noch keine Spur. In Unterwasser wechselten die Oberämtler vom Car in die Standseilbahn. Oben angekommen, war der Nebel verschwunden und es bot sich eine traumhafte Sicht auf die umliegenden Berggipfel und die Sonne sollte die Gruppe den ganzen Tag beglücken auf dem Chäser-

Dölf Heimann Handorgelstücke für Alphorn umgeschrieben hatte, kam auch Siggi Merz zum Zug. Nach dem Essen hatte man noch Zeit, bei einigen weiteren AlphornMelodien draussen Die Seniorenturner Oberamt auf Reisen. (Bild Josef Pfiffner) die Sonne und den rugg. Es ist bei den Seniorenturnern einmaligen Ausblick zu geniessen. Tradition, Musiker in den eigenen Rei- Nach dem traditionellen Gruppenfoto hen zu haben. Auf der Handorgel vor dem schönen Berghaus hiess es spielten Dölf Heimann und Heinz aufbrechen. Chauffeur Roland Bühler Guidon und am Bass Hans Schläpfer brachte die Gruppe wieder rechtzeitig einige schöne Volkslieder. Nachdem ins Säuliamt zurück. (MeS)

Chilbi Bonstetten: die Auferstehung des Büchsenwerfens Der neue Vorstand der SVP Sektion Bonstetten hat sich zum Ziel gesetzt, sich vermehrt am Dorfleben zu beteiligen und etwas für die ganze Bevölkerung zu tun. Nach dem «Fötzele» des Abfalls nach der Augustfeier folgte der nächste Schritt: Die Reaktivierung des Büchsenwerfens an der Chilbi. Würden die Familien dies unterstützen? Und wie: Über 650 Kinder besuchten den Stand. Das Anstehen war zeitweise wie in Rust, aber alle haben Geduld bewiesen. Und auch wenn nur eine einzige Büchse auf dem Brett liegen blieb – mit einem Lolli als Trostpreis in der Hand war die Welt wieder in

Nach zwei Jahren zurück an der Chilbi Bonstetten: das Büchsenwerfen. (Bild zvg.) Ordnung. Es sei für die ganze Crew ein intensives Weekend gewesen, teilt die SVP Bonstetten mit. Aufwand und Ertrag seien aber nie im Vordergrund

gestanden, sondern die Kinder. Und so werde es auch nächstes Jahr wieder einen Büchsenwerfen-Stand geben. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 3. September 2019

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Der Jimi Hendrix der Akustikgitarre

Paul Ubana Jones im «Pöschtli» Aeugstertal Am Freitag, 13. September, ab 20.30 Uhr verzaubert Paul Ubana Jones die Gäste im «Pöschtli» Aeugstertal mit hinreissender «Acoustic Soul Music».

Jetzt bauen sie wieder, die Mannen und Frauen des Vereins «XY Maisfeldfest». (Bild Martin Platter)

Ab ins Maisfeld!

Bei seinen bisherigen Konzerten im «Pöschtli» kam das Publikum aus dem Staunen nicht mehr heraus und konnte kaum glauben, dass da ein einzelner Mann nur mit seiner akustischen Gitarre auf der Bühne sitzt: Paul Ubana Jones, Sohn einer englischen Mutter und eines nigerianischen Vaters, ist ein aussergewöhnlicher Gitarrist mit einer unglaublichen Stimme. Dort wo Blues, Folk, Pop, Jazz und Afrikanische Musik zusammenkommen, liegt seine musikalische Welt. Er selbst nennt es ganz einfach Acoustic Soul Music. Bereits mit elf Jahren begann er, Gitarre zu spielen. Er absol-

Maisfeldfest in Mettmenstetten am 6. und 7. September Die Organisatoren des Maisfeldfests rüsten sich derzeit wieder, um die Infrastruktur wetterfest zu machen. Die beliebte Party für Country- und Party-Liebhaber zog in den letzten Jahren jeweils gegen Tausend Besucherinnen und Besucher an, die sich gerne auch als Line-Dancer auf der Tanzbühne bewegten. Man staunt jedes Jahr aufs Neue, wenn man sieht, welche Infrastruktur die jungen Frauen und Männer des einst als Fasnachtswagenbaugruppe gegründeten Vereins «XY Maisfeldfest» im Spätsommer in ein Maisfeld in Mettmenstetten bauen. Praktisch für die Gäste: In diesem Jahr ist das Maisfeld noch näher beim Bahnhof und über die Untere Bahnhofstrasse/Bachstrasse in fünf Minuten zu Fuss (Richtung Rossau) erreichbar. Am bewähr-

ten Konzept gibt es keine grossen Änderungen. Am kommenden Freitag spielen ab 21 Uhr «The Hobos». BandLeader, Sattler und Mofa-Fan Franz Arnold ist unter den eingefleischten Country-Fans im Säuliamt bereits bestens bekannt und begeistert das Publikum nicht nur mit Coverversionen berühmter US-Country-Grössen, sondern auch mit Eigenkompositionen in Mundart. In der Bar heizt DJ Robert Rush dem Publikum ein. Das Partygelände ist von 19 Uhr bis 4 Uhr morgens geöffnet. Einlass wird ab einem Alter von 18 Jahren gewährt. Der Eintritt kostet 15 Franken.

Auf die Country- folgt die PartyNacht Am Samstagabend lockt eine RockNacht das Party-Volk. Türöffnung ist ab 20 Uhr. Es gelten dasselbe Mindestalter und derselbe Eintrittspreis wie

am Freitag. Den Sound machen ab 21 Uhr «Pink Willy», eine Partyband aus Zug, die bereits seit 1989 besteht. Ihr Repertoire ist breit gefächert. Vorzugsweise werden Balladen und Rockklassiker aus verschiedenen Epochen seit den 1960ern bis in die Neuzeit gespielt. In der Bar bedient auch am Samstag DJ Robert Rush das Mischpult. Wichtig: Der Anlass wird bei jedem Wetter durchgeführt. Dafür waren die 34 Mitglieder von «XY Maisfeldfest» während 14 Tagen praktisch jeden Abend am Werk, damit das Happening am kommenden Wochenende reibungslos über die Bühne gehen kann und die Gäste auch bei Dauerregen trocken bleiben. Parkplätze hats beim Festgelände. Nach der Party stehen Taxis für die Heimreise bereit. (map.) Weitere Informationen auf Facebook und maisfeldfest.ch.

Alterschirurgie im Spital Affoltern

Öffentlicher Vortrag am Donnerstag, 12. September Am 12. September referieren Dr. med. Helen Roth und Dr. med. Peter Pozgainer im Spital Affoltern zum Thema Alterschirurgie. Sturzereignisse mit Frakturen treten bei betagten Menschen häufig auf. Zudem leiden sie oft an mehreren Erkrankungen gleichzeitig und weisen ein hohes Komplikationsrisiko auf. Viele Patienten können die erlittenen Funktionsdefizite wie Gangstörung oder Beeinträchtigung der Alltagskompetenz nicht mehr vollständig wettmachen oder werden sogar dauerhaft pflegebedürftig. Gemäss Studien führt die enge Zusammenarbeit von Chirurgen und Altersmedizinern zu einem besseren Heilungsverlauf, weniger Komplikationen und verkürzt nicht zuletzt die Dauer des Spitalaufenthalts. Dr. med. Helen Roth, Co-Chefärztin Geriatrie und Palliative Care, und Dr. med. Peter Pozgainer, Stellvertretender Chefarzt Chirurgie, Spital Affoltern, halten am 12. September 2019 einen öffentlichen Vortrag zum Thema «Alterschirurgie im Spital Affoltern». Die Behandlung von Sturzereignissen sollte sich nicht nur auf die Frakturversorgung alleine beschränken. Es müssen immer auch Begleiterkrankungen therapiert und Massnahmen zur Vermeidung weiterer Komplikationen getroffen werden. Um das Risiko zukünftiger Stürze und Frakturen zu minimieren, müssen

Dr. med. Helen Roth.

Dr. med. Peter Pozgainer. (Bilder zvg.)

gezielte Abklärungen getroffen und individuell abgestimmte Massnahmen eingeleitet werden. Im Spital Affoltern arbeiten aus diesem Grunde die Altersmediziner sehr eng mit den Unfallchirurgen zusammen und vereinen so Wissen und Kompetenzen. Auch die Pflege und die therapeutischen Angebote sind auf die spezifischen Bedürfnisse der betagten Patienten ausgerichtet. Diese profitieren von einer ganzheitlichen Betreuung und haben nach der Frakturversorgung die Möglichkeit einer akutgeriatrischen Frührehabilitation im Spital Affoltern. Die Akutgeriatrie unterstützt und fördert die Patienten in der Wiedererlangung ihrer grösstmöglichen Selbstständigkeit. Damit erhöht sich die Chance der Reintegration im gewohnten Umfeld. Anhand zweier Fallbeispiele – mit Röntgen- und Computertomografiebildern wie auch Anschauungsmaterial – werden die neusten operativen

Verfahren zur Versorgung der häufigen und komplizierten Verletzungen am Oberarm sowie am Oberschenkel nach Stürzen erläutert. Die Operationen werden ebenfalls anhand der Röntgenbilder und nach Bedarf ergänzender Computertomografien detailliert geplant und durchgeführt. Im Spital Affoltern stehen modernste Implantate wie Platten, Schrauben, Knochenersatzmaterial und -zement sowie Prothesen zur Verfügung. Dies ermöglicht eine stabile Versorgung der Brüche mit einer nachfolgend raschen Belastbarkeit und Therapierung der Frakturen an Oberarm und Oberschenkel. (pd.) Öffentlicher Vortrag am 12. September, 19 Uhr, im Mehrzweckraum des Spitals Affoltern, 1. Stock Haus Rigi, Melchior Hirzel-Weg 40, Affoltern. Telefon 044 714 21 11, E-Mail kontakt@ spitalaffoltern.ch. Weitere Informationen auf www.spitalaffoltern.ch.

vierte ein Londoner Music College, wo er Gitarre, Cello und Komposition studierte. Über die Jahre entwickelte er seinen ganz eigenen Gitarrenstil und startete eine erfolgreiche internationale Karriere. Ende der Siebzigerjahre tourte er durch Europa und Nordafrika und spielte auf allen wichtigen Festivals in Kanada und den USA. In den Achtzigerjahren zog er mit seiner Familie nach Neuseeland, wo er auch heute noch lebt, und tourte weiterhin mit wachsendem Erfolg durch die ganze Welt. So spielte der «Jimi Hendrix der Akustik-Gitarre» als Opening Act für Stars wie Bob Dylan und Patti Smith und tourte mit Taj Mahal, B.B King, Keb Mo’, Norah Jones, Ben Harper, Ladysmith Black Mambazo und Tuck & Patti. Paul Ubana Jones hat elf Alben aufgenommen und bereits dreimal die New Zealand Music Awards gewonnen. Er ist ein Meister seines Fachs, ein «Hootchie Cootchie Man», der auch «House Of The Rising Sun» hinreissend neu interpretieren kann. «Wenn mein Name nicht berühmt wird, so macht das nichts. Ich berühre viele Menschen mit meiner Musik, und das ist die Hauptsache», sagt er selbst. Die «Evening Post» schreibt über ihn: «Der Versuch zu beschreiben, wie gut Paul Ubana Jones ist, kommt dem Versuch gleich, zu erklären, warum die Mona Lisa das bedeutendste Gemälde der Welt ist.» (pd.) Freitag, 13. September, «Pöschtli» Aeugstertal.

Ein Meister seines Fachs: Paul Ubana Jones. (Bild zvg.)

Paul Ubana Jones (Vocals & Guitar), Konzertbeginn: 20.30 Uhr, Essen gibts um 19 Uhr. Reservierungen unter Telefon 044 761 61 38.

Jetzt ausrüsten

Herbst- und Winterwarenbörse in Knonau Am Samstag, 7. September, ist es wieder Zeit, um sich an der Herbst- und Winterwarenbörse in Knonau für die kalte Jahreszeit auszurüsten. Zusammen mit dem Hol- und Bringtag der Gemeinde Knonau wird die Kinderwarenbörse auch dieses Jahr in den Räumlichkeiten des StampfiGebäudes Knonau durchgeführt. Im Parterre finden die interessierten Käuferinnen und Käufer «alles rund ums Baby» vom Strampler über Hilfsmittel bis zum Kinderwagen kann alles erworben werden. Ausserdem führt die Börse Knonau wie jedes Jahr ein grosses Angebot an Spielen und Spielsachen. Kinderwinterschuhe bis Grösse 40 und Herbst- und Winterkleidung für Kinder von Grösse 80 bis 176 sind im 1. Stock des Stampfi-Saals zu finden. Dank der grosszügigen Präsentation finden die Interessierten genug Platz, um im aller Ruhe die ausgestell-

Auch eine grosse Auswahl an Spielsachen ist vorhanden. (Bilder zvg.) ten Artikel zu begutachten und zu kaufen. Ausserdem wird draussen auf dem Stampfi-Platz eine kleine Festwirtschaft betrieben. Susanne Hergesell Herbst- und Winterwarenbörse, Samstag, 7. September, Stampfi-Gebäude Knonau, von 9 bis 12 Uhr. Parkplätze sind genügend hinter dem Volg vorhanden.

Trouvaillen aus dem Fotoarchiv Die Natur- und Heimatschutzgesellschaft Oberamt lädt im Rahmen der GV zu einem Referat ein. René Marthaler zeigt und kommentiert Trouvaillen aus dem Fotoarchiv von Hausen. Es sind Ansichten aus vergangenen Zeiten, die kaum bekannt sind. Sie zeigen die speziellen Seiten und Ereignisse der Gemeinde. Wenn man diese aufmerksam betrachtet, sieht man eigenartige Details, die verwundern oder die Fragen aufwerfen. Sie zeigen die Entwicklung eines Dorfes, ohne zu urteilen. Die Folgerungen ziehen die Betrachter selbst. Alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag eingeladen.

Bilder aus dem Hausemer Fotoarchiv – wertfrei präsentiert. (Bild zvg.) Donnerstag, 5. September, um 20 Uhr, Zwinglistube, Schulhausstrasse 1, Hausen. Dauer des Vortrags: rund eine Stunde.


Veranstaltungen

Dienstag, 3. September 2019

Gift in der Natur

Spannender Nachmittag des Kinderclubs vom Naturnetz Unteramt Welches ist die giftigste Pflanze unserer Gegend? Und wer wusste, dass hierzulande nur etwa vier Spinnenarten den Menschen beissen können, aber keine wirklich gefährlich ist? «Gift in der Natur» ist das Thema des nächsten Nachmittags des Kinderclubs des Vereins Naturnetz Unteramt (VNU) am Samstag, 21. September. In der Natur ist vieles giftig: die Beeren einiger Pflanzen, viele Pilze, Spinnen, Schlangen, Amphibien ... An diesem Nachmittag lernen die Kinder vieles darüber, und dürfen einige Gift-Tiere von ganz nah betrachten, etwa eine Gelbbauchunke oder einen Feuersalamander. Am Schluss können sie sogar eine (ungiftige) Schlange streicheln ...

Für Kinder von 6 bis 14 Jahren Treffpunkt ist um 14.15 Uhr der Tennisclub Wettswil, das Programm dauert drei Stunden. Alle Kinder von zirka 6 bis 14 Jahren sind herzlich willkommen. Bei kleineren Kindern kann auch ein Elternteil mit dabei sein. Es ist eine Anmeldung erforderlich bis am Mittwoch vor dem Anlass. (pd.) «Gift in der Natur», Kinderclub des Vereins Naturnetz Unteramt, am 21. September, 14.15 bis 17.15 Uhr. Infos unter www.naturnetz-unteramt.ch oder bei Stefan Bachmann, Tel. 078 740 50 51,

Feuersalamander. (Bild Pixabay)

sbachmann@naturnetz-unteramt.net.

Ein Oratorium in der Klosterkirche Kappel

«Akte Zwingli – ein Oratorium» basiert auf dem Wirken eines Mannes, der bis heute als puritanischer, lustfeindlicher und streitbarer Theologe und Reformator in der Schweiz beschrieben wird. Höchste Zeit für eine Korrektur der Heroengeschichte Ulrich Zwinglis. Im Mittelpunkt des Stücks steht nicht Zwingli selbst, sondern seine Frau Anna Reinhart. Mit ihr tritt eine star-

ke Frau ins Licht der Gegenwart. Die Akte Zwingli bringt das Geheimnis der Botschaft Ulrich Zwinglis, seine ambivalente Persönlichkeit sowie die Spannung zwischen Geschichte und Gegenwart zur Darstellung. Ausgangspunkt bildet der Tod Zwinglis, genauer das Überbringen der Botschaft, dass es nichts mehr gibt von Zwingli: «Er ist verstreut». Dieser grundlegende Ansatz wird zum musikalischen und dramaturgischen Schlüssel des Werkes. Das Oratorium ereignet sich in dieser gefüllten Leere und öffnet den historischen Raum in überraschende Sphären. Um 14.30 Uhr geben der Komponist, Hans-Jürgen Hufeisen und der Autor, Christoph Sigrist Einblick in die Entstehung des Oratoriums «Akte Zwingli». Eine spannende Reise von

der ersten Idee bis zum fertigen Werk. Um 16.30 Uhr beginnt die Aufführung in der wunderschönen mittelalterlichen Klosterkirche in Kappel. (pd.)

Auch «oeku Kirche und Umwelt» empfiehlt, die Natur, vor allem in der Schöpfungszeit, einmal mehr bewusst wahrzunehmen und lädt zu einer Wanderung. Über eine sanfte Hügellandschaft, durch das schmucke Dorf Maschwanden, durch Wald und Feld wandert die Gruppe dem Kloster Frauenthal entgegen. Diese Wanderung wird begleitet durch kurze, spirituelle Impulse. Fernab vom Lärm der Welt lebt im Kloster Frauenthal seit 1231 eine Klos-

Im September wird die Schöpfungszeit gefeiert. (Bild zvg.) tergemeinschaft nach der Regel des heiligen Benedikt. Der Hof des Klosters lädt zum Verweilen ein und das Klosterlädeli zum Testen der Geschmacksnerven, vor allem mit den feinen hausgemachten Kräpfli. Die Rückkehr kann individuell sein. (pd.) Die Teilnahme ist kostenlos, es ist keine Anmeldung nötig. Leitung: Jren Omlin, Vorstand KFB Zürich, Telefon 043 466 80 84. Verpflegung aus dem Rucksack. Treffpunkt: Samstag, 7. September, 9.45 Uhr, Postautohaltestelle «Bachstrasse» in Obfelden (von Affoltern kommend).

Gesund durch Herbst und Winter

Am Montag, 16. September, findet im Familienzentrum des Bezirks Affoltern von 19 bis 21 Uhr ein Vortrag über Schüssler Salze statt. Bei den Schüssler Salzen handelt es sich um potenzierte homöopathische Substanzen, die aus Mineralsalzen hergestellt werden. Der Arzt Wilhelm

per Telefon 0900 441 441. Zusätzliche Aufführung am 14. September, 19.30 Uhr, im Grossmünster Zürich. Weitere Informationen per Telefon 044 764 88 10, per E-Mail an info@klosterkappel.ch oder auf der Website www.klosterkappel.ch. In «Akte Zwingli – ein Oratorium» wirken mit:

Heinrich Schüssler war der Ansicht, dass zahlreiche Krankheiten auf einem Mineralstoffmangel der Körperzellen basieren. Die Schüssler Salze können dabei helfen, diesen Mangel auszugleichen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten von Rita Röllin, Drogistin HF, wertvolle und einfach nachvollziehbare Tipps zu den Einsatzgebieten und zur Anwendung sowie sinnvolle Hinweise zu den Kombinationen von Schüssler Salzen, um möglichst gesund durch den Herbst und Winter zu kommen. Die Teilnahme ist auch ohne Vorkenntnisse möglich. (GS)

Manuela Maria Hager, Sopran (Anna Reinhart); Daniel Camille Bentz, Tenor (Ulrich Zwingli);

Anmeldungen unter Telefon 044 760 12 77 oder per

Erzähler: Christoph Sigrist; Chor: Vokalensemble

Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Sangis & Kantorei Rapperswil-Jona; Konzept/ Blockflöte: Hans-Jürgen Hufeisen; Akkordeon: Annegret Cratz; Klavier I: Oskar Göpfert; Klavier II:

Schüssler Salze werden aus Mineralsalzen hergestellt. (Bild zvg.)

Informationen und komplettes Kursangebot auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Zürichstrasse 136, Affoltern.

Thomas Strauss; Perkussion: Simon Jonas Jurczewski, Dirigent: Davide De Zotti.

Ein eigenes Solarauto bauen Junge Tüftlerinnen und Tüftler zwischen 8 bis 12 Jahren können am Mittwoch, 25. September, ihr eigenes Solarauto bauen und dabei etwas über Sonnenenergie erfahren.

Im Kurs bauen die Teilnehmenden ihr eigenes Solarmobil. (Bild zvg.) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Infos das komplette Kursangebot auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Zug- und Wasservögel fotografieren

Gemeindereise Tschechien vom 4. bis 13. Oktober. Infos und Anmeldung bei Pfarrer Thomas Maurer, Flyer unter www.kircheknonau.ch.

Weltweit wird im September die Schöpfungszeit gefeiert. Deshalb laden der Kantonalverband des Frauenbunds Zürich und der katholische Frauenverein Obfelden/Ottenbach am Samstag, 7. September, von 9.45 bis zirka 15 Uhr zu einer Wanderung durch die Natur ein.

Unter fachkundiger Anleitung von Lutz Eichelkraut bauen die Kinder an diesem Nachmittag von 13.45 bis 15.45 Uhr ein voll funktionsfähiges Holzauto mit Solarmotor und gestalten es nach eigenem Geschmack. Anschliessend darf der «flotte Flitzer» mit Sonnenenergie-Antrieb ausgiebig ausprobiert werden und allenfalls ein kleines Wettrennen absolvieren. Natürlich kann das fertige Modell mit nach Hause genommen werden. Anmeldeschluss: 6. September. (GS)

Tschechien ist ein altes Kulturland im Herzen Europas. Viele historische Entwicklungen nahmen von dort ihren Ausgang. Erinnert seien an den Reformator Johannes Hus, den Prager Fenstersturz, den Prager Frühling und mehr. Das Land lockt aber auch mit seiner Schönheit, mit guter Küche und feinem Pils sowie interessanten Städten. Die reformierten Kirchgemeinden Knonau und Wangen-Brüttisellen führen in Zusammenarbeit mit dem Carunternehmen Twerenbold AG, Baden, eine Reise durch, auf den Spuren von erwähntem Jan Hus, der Hussiten und der Neuzeit. Die Route führt von Passau über Budweis, Prag und Karlsbad bis Nürnberg. Es sind wenige Plätze frei für Kurzenschlossene. (MaT)

Tel. 044 767 07 32, thomas.maurer@datazug.ch,

Wanderung ins Kloster Frauenthal

Tickets gibts auf www.ticketino.com oder

Kultur- und Begegnungsreise nach Tschechien Die reformierten Kirchgemeinden Knonau und Wangen-Brüttisellen laden im Oktober ein zu einer Kultur- und Begegnungsfahrt nach Tschechien. Einige wenige Plätze sind noch frei.

Den Schöpfungstag regional feiern

Vortrag über Schüssler Salze in Affoltern

«Akte Zwingli»

Am 15. September erklingt das Werk von Christoph Sigrist und Hans-Jürgen Hufeisen in Kappel. Bei dieser Aufführung wird erstmals die Ouvertüre «Der Kappeler Ausklang» dem Werk vorangestellt, die der Komponist speziell dem Kloster Kappel widmet.

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Die Hussiten-Stadt Tabor. (Bild zvg.)

Der öffentliche Anlass der Stiftung Reusstal vom 13. September bietet Gelegenheit, zusammen mit dem Naturfotografen Ambroise Marchand und dem Ornithologen Thomas Burkard an der Stillen Reuss sowie am Flachsee Zug- und Wasservögel zu beobachten und zu fotografieren. Die Fotoausrüstung muss selber mitgebracht werden.

Anmelden kann man sich bis Montag, 9. September, bei Niklaus Peyer per Telefon 056 634 45 75 oder Mail niklaus.peyer@stiftung-reusstal.ch. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. (pd.) Fotografieren von Zug- und Wasservögeln am Freitag, 13. September, 18 bis 20.30 Uhr, Treffpunkt: Zieglerhaus in Rottenschwil. Kosten: 60 Franken.


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Sport

Dienstag, 3. September 2019

FCWB siegt beim Leader Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Linth 04 – FC Wettswil-Bonstetten 0:2 (0:1) Im Spitzenspiel der Runde trafen die beiden noch ungeschlagenen Teams der Gruppe 3 aufeinander. Die Ämtler bestätigten ihre gute Form und besiegten die Glarner auf deren Terrain mit 2:0.

war nun zum Greifen nah. Lo Russo aber parierte den Elfer sehenswert, womit die Hoffnung der Glarner noch nicht erlosch. Diese agierten nun vermehrt mit weiten Bällen, was aber kein Problem für die WB-Defensive darstellte. Obwohl der Druck von Linth immer mehr zunahm, wurde es kaum gefährlich und der FCWB konnte sich die drei Punkte sichern.

Das Spiel gegen die Glarner repräsentierte für den FCWB den Start in eine anstrengende Zeit. Innert zwei Wochen wird man fünf Spiele austragen. Auf das Spiel gegen Linth 04 wird die Nachholpartie gegen Gossau folgen und daraufhin das Jubiläumsspiel gegen den FC Zürich sowie die Meisterschaftspartien gegen den FC Kosova und den SV Höngg. Umso wichtiger war es für WB, mit einem Erfolg zu starten. Die Partie gegen den zwischenzeitlichen Leader war ein erster Prüfstein für die Oswald-Elf in der noch jungen Saison.

Tabellenführung zum Jubiläum?

Lugo früh verletzt ausgeschieden Das Spiel startete mit einem Schock für die Säuliämtler. Bereits nach 14 Minuten musste Goalgetter Lugo humpelnd ausgewechselt werden. Angeschlagen in die Partie gestartet, musste er sich seinen Schmerzen beugen und machte Platz für Marjanovic. Dieser hatte jedoch keine Probleme, sich nahtlos ins Team einzufügen. Nach einem Freistoss für Linth 04 in der 24. Minute schaltete WB blitzschnell um. Den Ballgewinn in der eigenen Hälfte konnten die Rot-Schwarzen für einen gefährlichen Konter ausnutzen. Capone servierte den Ball an der Strafraumgrenze mit Übersicht dem freistehenden Allemann. Dessen Schuss konnte zwar noch von Linth-Keeper Lo Russo pariert werden, doch Marjanovic stand goldrichtig für den Abpraller und netzte zum 1:0 ein. Im Anschluss zog sich der FCWB etwas weiter zurück und überliess den Gastgebern das Spieldiktat. Linth 04 vermochte mit mehr Spielanteilen und einem gepflegten Passspiel zu überzeugen. Oftmals mit Flügelangriffen und schnellen Flanken versuchten die Einheimischen zu Chancen zu kommen. Richtig gefährlich vor dem

Guter Teamgeist kann Berge versetzen; dank einer herausragenden Kollektivleistung bezwang WB in Näfels den FC Linth mit 2:0. (Bild Kaspar Köchli) WB-Tor wurde es allerdings nie. Im Gegenteil, WB blieb stets gefährlich mit schnellen Gegenangriffen, konnte aber vor der Pause keinen Profit mehr daraus schlagen.

Linth 04 rennt vergeblich an In der zweiten Hälfte erhöhte Linth 04 von Beginn weg die Kadenz und war bemüht, so schnell wie möglich zum Ausgleich zu kommen. Die Gäste aus dem Säuliamt blieben aber mit schnellen Gegenangriffen stets gefährlich. Somit startete auch die zweite Hälfte mit einem Kracher. Flavio Peter wuss-

te sich im Strafraum der Gastgeber durchzutanken. Von der Grundlinie aus spielte er den freistehenden Marjanovic an, der seine Abschlussstärke erneut zeigte. Clever schoss er den Ball zum vielumjubelten 2:0 ins Netz. Das Spiel wurde nun zunehmend nervöser und Linth 04 versuchte noch mehr den schnellen Anschluss zu finden. In der 64. Minute entwischte bei einem weiteren Gegenangriff der WBMaschinerie der eingewechselte Dzelili der Abwehr und konnte nur noch mit einem Foul gebremst werden. Folgerichtig entschied die Unparteiische auf Foulelfmeter. Marjanovics Hattrick

Bereits heute Dienstagabend geht es für den FCWB mit dem Nachtragsspiel gegen Gossau weiter. Mit einem Sieg könnten die Ämtler die Tabellenführung übernehmen und auch wenn dies zum jetzigen, noch sehr frühen Zeitpunkt nicht viel mehr als eine Momentaufnahme wäre, hätte sie für die Ämtler sicher zusätzlich eine befeuernde Wirkung. Am kommenden Wochenende nämlich feiert die rotschwarze Familie ihr erst 40-jähriges Bestehen und zudem die offizielle Eröffnung des neuen Hauptspielfeldes auf dem Sportplatz Moos. Diese Feierlichkeiten als Leader zu begehen wäre darum sicher besonders reizvoll. Doch Mannschaft und Staff wird dies nicht allzusehr beschäftigen. Vielmehr geht es darum, den aktuell guten Lauf fortzusetzen. Gossau ist seinerseits gut aus den Startlöchern gekommen und belegt einen Zwischenrang im vorderen Mittelfeld, den man nun auch längerfristig zementieren will. Es darf darum ein sehr spannendes und sicher auch sehr ausgeglichenes Spiel erwartet werden. Anpfiff des Spiels auf dem Sportplatz Buechenwald in Gossau SG ist um 20 Uhr. (LSt/AWy) Matchtelegramm: Sportplatz SGU, Näfels. FCWB: Baumgartner; Thalmann, Brüniger, Studer, Rüegger; Peter N., Peter F., Heini; Allemann (66. Miljkovic), Capone (53. Dzelili), Lugo (14. Marjanovic, 80. Grujicic). Weitere WB-Resultate: Regensdorf – FCWB 2 2:1, Hajduk – FCWB 4 0:2, Blue Stars – Jun. A (CCJL) 1:3, Schwamendingen – Jun. Ba (CCJL) 3:3, Wiedikon – Jun. Db 13:1, Jun. Da – Langnau a/A 7:3, Birmensdorf – Jun. Dc 0:13, Jun. Cb – Affoltern a/A 8:3, Wald – Sen. 40+ 1:0, Sen. 30+ – Wallisellen 3:1.

Spass und ein anregendes Training in der Gemeinschaft – das bietet der HSV Säuliamt. (Bild zvg.)

HC Säuliamt sucht Nachwuchs Der Handballclub aus dem wunderbarem Säuliamt hat in den letzten Jahren stark an Junioren zugewonnen und konnte sogar wieder eine erste Juniorinnen-Mannschaft stellen. Darauf ist der HSV sehr stolz. In der U13 Kategorie können erstmals drei Teams gestellt werden, in der U15 hätte man ebenfalls fast die Anzahl Junioren für drei Teams. Um auch in Zukunft in dieser Breite aufgestellt sein zu können, sucht der Verein nach Nachwuchs in der U11 und U13. Daher organisiert er Schnuppertrainings für neugierige Kinder, welche an einem interessanten Mannschaftssport Interesse haben. Diese finden statt: Am 10. September, 18 bis 19.30 Uhr in Affoltern, Stigeli-Halle, für Jahrgänge 07, 08, 09. Am 18. September, 19 bis 20.30 Uhr in Bonstetten, Schachen Halle, für Jahrgänge 09, 10, 11 (darf auch jünger sein). Es sind Jungs sowie Mädels herzlich willkommen. Wer interessiert ist, kann mit Hallenschuhen und Trinkflasche erscheinen und beim Training mitmachen. Wer nicht alleine kommen möchte, kann Freunde mitbringen. (pd.)

Michel Erni kletterte an der Jugend-WM Im Anschluss an die Weltmeisterschaften in Japan fanden in Arco (ITA) die Jugend-Weltmeisterschaften in den Disziplinen Lead, Bouldern und Speed statt. Bei den Herren Jugend A durfte Michel Erni aus Affoltern die Schweiz vertreten. Und er tat dies achtbar: In der Kombination belegte er Rang 21, im Leadklettern erreichte er Rang 38 – von 75 Teilnehmern aus aller Welt. (pd.)

Punkteteilung im Juchhof

Starke Leistungen der Säuliämtler OL-Läufer in Engelberg und Stans

Nach der starken Performance des Fanion-Teams im ersten Heimspiel gegen den FC Wiedikon, wurde der FC Affoltern am Sonntag vom NK Croatia empfangen. Das Leitwort von Trainer Jevremovic war: Bestätigen. Mit dem NK Croatia stand ein Gegner auf dem Feld, der in dieser Herbstrunde noch kein Meisterschaftsspiel gewonnen hatte, sich jedoch im Cup für die 2. Runde qualifizieren konnte. Der FCA startete mit der gleichen Aufstellung wie eine Woche zuvor. Er übernahm sogleich die Spielkontrolle und konnte in der 20. Minute durch ein schön herausgespieltes Tor in

Am letzten Samstag fand auf dem Trübsee ob Engelberg ein nationaler Orientierungslauf über die Mitteldistanz statt. Am Sonntag fand in Stans die Schweizer Meisterschaft im Sprint statt. An beiden Tagen konnten einige Säuliämtler Spitzenresultate erzielen. Das Gelände am Samstag war äusserst spannend. Das Laufgebiet war auf 1800 m ü. M. über der Waldgrenze gelegen. Es gab sehr viele kleine Hügel und Kuppen, Felsbänder und grosse Steine. So gelang in diesem Gelände wohl keinem der über 1700 Teilnehmern ein fehlerfreier Lauf. Es galt, die Fehler möglichst klein zu halten. Bei der Kategorie DAM erreichte Stefanie Steinemann den fünften Rang, bei den D70 Lucia Hasler den hervorragenden zweiten Rang. Yvette Zaugg verpasste in derselben Kategorie knapp das Podest und wurde Vierte. Bei den Männern HAM siegte Andreas Eisenring. Bei H35 erreichte Andreas Stalder und bei H40 Denis Steinemann den hervorragenden Sieg. Beide hatten einen Vorsprung von mehreren Minuten – auf eine Laufzeit von 30 Minuten ist dies besonders bemerkenswert. Das Fazit vom Samstag war aus Säuliämtler Sicht sehr gut. Am Sonntag galt es dann, in der Altstadt und den umliegenden Quartieren von Stans sein Können zu zeigen und den Schweizer Meistertitel

Fussball 3. Liga: NK Croatia – FC Affoltern 2:2 Führung gehen. (Torschütze: Himmelreich). Durch die frühe Führung wähnten sich die Spieler des FCA in Sicherheit. Es wurde einen Gang runtergeschalten. Die Bälle wurden nicht mehr mit der gleichen Präzision gespielt, die Zweikämpfe weniger bissig geführt. In der 30. Minute wurde diese Lethargie bestraft. Nach einem schnellen Seitenwechsel fand plötzlich ein gegnerischer Spieler den Ball vor sich. Dieser schloss aus 30 Metern ab und schon war der neue Spielstand 1:1. Immerhin, der Schalter in den Köpfen der FCA-Spieler wurde umgelegt, das Zepter wurde wieder an sich

gerissen, und kurz vor der Pause konnte sich Himmelreich mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag auszeichnen. In der zweiten Halbzeit fand das Spiel vorwiegend in der gegnerischen Hälfte statt. Der FCA liess den Ball geschickt laufen, kam immer wieder zu Top-Chancen; der Ball jedoch wollte partout nicht ins Netz. Die Defensive rund um Captain Luchsinger hatte in dieser Phase des Spiels nicht viel zu verteidigen. Zwei- bis dreimal musste Torhüter Vanetta eine Unkonzentriertheit ausbügeln. Einige hochkarätige Chancen des FCA wurden nicht genutzt. Man hätte den Deckel drauf machen können. Hätte, wäre, wenn, eine alte Fussball-Weisheit besagt «Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten». Dass diese mittlerweile in die Jahre gekommene Weisheit heute noch immer Gültigkeit hat, konnten die zahlreich mitgereisten Zuschauer des FCA miterleben. In der 94. Minute musste Torhüter Vanetta den Ball aus dem eigenen Kasten holen. Schlussstand NK Croatia – FC Affoltern 2:2. Lars Oetterli FCA: Vanetta, Luchsinger (C), Toski, Wildi, Mijatovic, Ismajlaj, Oetterli (Shala), Huber (Premananthan),

Der FCA nutzte seine Chancen zu wenig und spielte unentschieden. (Bild zvg.)

Buqa (Antenen), Himmelreich (Bilic), Stähli (Suter). Nicht eingesetzt: Aegerter

Andreas Stalder beim Zieleinlauf am Sonntag. (Bild zvg.) auszumachen. Der Sprint war sehr anspruchsvoll. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. So musste man immer sehr genau auf die Karte schauen, um kleine Durchgänge zu sehen. Bei den D14 wurde Anna Stüdeli gute Siebte. In derselben Alterskategorie bei den Knaben erreichte Sven Kehrle den sehr guten fünften Schlussrang. Bei den D70 konnte sich Yvette Zaugg gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde Schweizer Meisterin. Bei H40 verpasste Denis Steinemann das Podest um drei Sekunden und wurde Vierter. Andreas Stalder sicherte sich bei H35 den zweiten Rang. Auch bei ihm war es mit zehn Sekunden nur eine knappe Entscheidung. (AE)


Sport

Dienstag, 3. September 2019

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Liebesgrüsse aus Hauptikon Wie die Familie Schneebeli den WM-Titelgewinn ihrer Tochter im fernen Kanada erlebte Nachwuchsrennen werden in der Regel nicht im Fernsehen übertragen. Es gibt stattdessen eine Live-Zeitmessung. Das Rennen dazu muss man sich vorstellen. Wie ein schwarzer Bildschirm eine ganze Familie in Hauptikon aus dem Häuschen brachte. ................................................... von martin platter Dienstagabend, 18.45 Uhr. Die Sonne steht tief über dem Horizont. Hauptikon scheint sich bereits schlafen zu legen. Doch nicht überall. Bei der Familie von Sonja und Köbi Schneebeli herrscht auf der Terrasse emsiges Treiben. In einer Viertelstunde beginnt das WM-Rennen von Tochter Jacqueline im fernen Mont-Sainte-Anne, einem Bezirk im kanadischen Québec. Alle haben sich zu Hause eingefunden. Die Eltern Sonja und Köbi, die Grosseltern Ruth und Jack, die drei Schwestern Deborah, Saskia und Fiona und der Freund von Jacqueline, Daniel. Noch ist die Stimmung gelöst. Die Mädchen spielen Darts, die Mutter ist am Vorbereiten eines kleinen Umtrunks, der Vater tigert noch im Büro herum, der Grossvater isst eine frische Feige und die Grossmutter versucht die richtige Homepage auf dem Smartphone zu finden, um den Titelkampf zu verfolgen. 19 Uhr. In Mont-Sainte-Anne ist es erst Mittag um eins. Der Startschuss knallt. Bei Schneebelis steht nun der

Anstossen der Daheimgebliebenen auf die neue Weltmeisterin Jacqueline Schneebeli in Übersee. (Bilder Martin Platter) Laptop im Mittelpunkt. Auf dem Bildschirm flimmert jedoch keine Liveübertragung. Der Bildschirm ist schwarz und zeigt wie in der Anfangszeit des Computers tabellarisch Namen und Zahlenkolonnen. Es ist die Homepage von Zeitmesser Tissot, der die Resultate live ins Internet streamt. Zwei Zwischenzeiten pro Runde. Eine Startrunde plus vier Runden müssen die Juniorinnen fahren. Nach zweieinhalb Minuten steigt zum ersten Mal der Schallpegel. Die 49 Fahrerinnen sind aus der Startrunde zurückgekehrt

Hauptikon, Dienstagabend, 20.05 Uhr: Jacqueline Schneebeli ist in MontSainte-Anne als neue Junioren-Weltmeisterin über die Ziellinie gerollt.

und passieren erstmals die Zeitmessung im Ziel. Jacqueline Schneebeli ist Fünfte. Auf Twitter ist eine fünfsekündige Filmsequenz zu sehen, wie die Hauptikerin vorbeischiesst. Saskia und Deborah haben sich nun ebenfalls zur Mutter gesetzt und schauen gebannt auf den Bildschirm. Parallel dazu werden weitere Filmclips in den sozialen Medien gesucht. 19.07 Uhr. Die erste Zwischenzeit in Runde eins zeigt, dass Jacqueline bereits auf den dritten Platz vorfahren konnte. Noch aber liegt ihre Zimmergenossin Ronja Blöchlinger, von der Schneebeli am letzten Swiss Cup übersprintet wurde, an der Spitze des Rennens – und die Österreicherin Mona Mitterwallner, mit der sich die Säuliämtlerin schon an der Europameisterschaft vor einem Monat in Brünn einen Zweikampf geliefert hatte. Erste Fragen werden angestellt. Ist Blöchlinger am Überpacen? Kann sie Mitterwallner wie an der EM schlagen? 19.12 Uhr. Die zweite Zwischenzeit löst freudige Reaktionen aus. Blöchlinger hat sich tatsächlich zu viel zugemutet und fällt zurück. Schneebeli und Mitterwallner haben die Führung übernommen und bauen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Drittplatzierte hat bereits mehr als eine Minute Rückstand. Bis zur zweiten Zwischenzeit in Runde zwei macht

das Führungsduo gemeinsame Sache. 19.36 Uhr. Jubel bei Schneebelis. Ende der zweiten Runde erscheint Jacqueline erstmals alleine mit 19 Sekunden Vorspung in der Zeitmessung. Später wird sie erzählen, dass Mitterwallner in der Abfahrt zum Ziel einen Sturz gehabt hat. Von nun an baut die Hauptikerin ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Alle sitzen nun um den Computer, schauen gebannt auf den schwarzen Bildschirm und beobachten die Zahlen. Auch Grossmutter Ruth, die schon seit der zweiten Runde feuchte Augen hat. Sie sagt: «Ich gehe jetzt dann raus und schreie meine Nervosität in den Wald.» Alle lachen. 19.49 Uhr. Jacqueline erscheint bereits mit 50 Sekunden Vorsprung auf Mitterwallner. Jack sagt: «Das muss an meinem T-Shirt mit dem Biker drauf liegen, das ich als Glücksbringer angezogen habe.» Während die Männer immer ruhiger werden, «vergitzeln» die Frauen fast. Als Jacqueline bei der zweiten Zwischenzeit sogar über eine Minute Vorsprung aufweist, platzts aus Ruth heraus: «Wären wir doch nur nach Kanada gefahren!» Mutter Sonja und ihre Töchter halten sich aus Nervosität verkrampft bei den Händen und scheinen innerlich zu beben. Vorsorglich steckt sich Vater Köbi Ohropax in die Ohren. Er ahnt, was gleich kommen wird.

20.05 Uhr. Ohrenbetäubender Jubel bricht bei Schneebelis los. Die Spannung entlädt sich in Freudenschreien. Mit 1:08 Minuten Vorsprung hat Jacqueline eben die Zielline in Mont Sainte Anne als neue Crosscountry-Junioren-Weltmeisterin überfahren. Die Familie in Hauptikon liegt sich in den Armen. Freudentränen kullern. Alle küssen und beglückwünschen sich gegenseitig. Die freudige Nachricht verbreitet sich auf Social Media in Windeseile. Ununterbrochen läutet das Telefon. Gratulantinnen schauen vorbei. Dazwischen noch rasch ein Familienfoto mit Hund Bosco und den ersten Gratulationen aus der Heimat für die neue Weltmeisterin, die nach der Zieleinfahrt erschöpft auf den Boden niedergesunken ist. Sie wusste vom Start weg, dass sie gute Beine hat und ihr die Strecke liegt. Als sie realisierte, dass es ihr für den Titel reichen würde, wurde sie von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl getragen. Wie ihre Familie zu Hause wird Jacqueline Schneebeli in der folgenden Nacht vor Aufregung kaum Schlaf finden. «Ich bin voll kaputt, kann aber dennoch nicht schlafen», vertraut sie nach Mitternacht Ortszeit dem Schreibenden an, der morgens um sechs in der Heimat die bewegenden Eindrücke des Vorabends zusammenfasst.

Der ersehnte und verdiente Sieg zum Abschluss Volleyball-EM: Die Schweiz besiegt Weissrussland mit 3:1 (19:25, 25:18, 29:27, 25:21) Mitentscheidend war ein Wechsel der Passeurin: Die Affoltemerin Olivia Wassner, bislang meist Wechselspielerin, bekam Ende des zweiten Satzes gegen Weissrussland ihren Auftritt und führte das Team zum 3:1-Sieg. «Heute bekam ich meine Chance und ich habe sie genutzt. Ich bin überglücklich», so Olivia Wassner nach dem Erfolg gegen Weissrussland im letzten Gruppenspiel. Sie war es, die die Schweiz mit Ruhe, Vertrauen und Spielfreude auf die Siegesstrasse führte. Mit ihren Passfinten sorgte sie bei den Gegnerinnen für Unsicherheit und mit ihrem Blockspiel liess sie sie immer wieder auflaufen. «Am meisten stolz bin ich auf den Einerblock», so die Affoltemerin, der das Spiel sichtlich Freude bereitete. Captain Laura Künzler war es vorbehalten, den 2. Matchball mit einem wuchtigen Aussenangriff zu versenken. Was für ein grossartiges Ende der

EM-Kampagne! «Wir haben heute Geschichte geschrieben und ich bin sicher, dass die Mannschaft noch mehr Geschichte schreiben wird», meinte ein sichtlich gerührter Nationaltrainer Timo Lippuner im Platzinterview. Mit diesem Sieg lässt die Schweiz Weissrussland in der Tabelle hinter sich und wird Gruppenfünfte. Das ist für die Punkte im Länderranking und die Einteilung für die nächste EM-Qualifikation wichtig.

Professionelles Denken verankert Mit dem abschliessenden Sieg gegen Weissrussland machte das Team dem scheidenden Timo Lippuner (sieben Jahre Assistenz- und sechs Jahre Headcoach) das schönste Abschiedsgeschenk. «Ich kann sehr stolz sein auf mein Team, das an der EM sehr mutig aufgetreten ist und punkto Erfahrung einen riesigen Schritt nach vorne gemacht hat», so Lippuner. Und wenn das junge Team zusammenbleibt, könnte es in den kommenden Jahren noch viel erreichen. (tst.)

Drei erfolgreiche Blocks: Olivia Wassner (Nummer 20) konnte ihre Stärke am Netz ausspielen. (Bild CEV)


Veranstaltungen

95 Jahre Hans Schneebeli ! Wir gratulieren dir herzlich zu deinem 95. Geburtstag, welchen du am 3. September feiern darfst. Deine Kinder, Hans, Esther und Urs mit Familien.

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