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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 066 I 173. Jahrgang I Dienstag, 27. August 2019

Raumpaten gesucht

«Apfelfreund»

Fleissige Helferinnen und Helfer unterstützen im Kampf gegen Littering. > Seite 3

Ein Apfel führte vor 25 Jahren in Obfelden zur Abwahl eines Gemeinderats. > Seite 5

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Werken und spielen Der Verein Bauspielplatz in Affoltern lud zum 40. Mal zum Robifest. > Seite 7

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Wechsel im Komitee Präsident Sepp Iten und Chrigi Risi treten aus dem Knonauer Chilbi-OK zurück. > Seite 8

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Vereinen verbessern Gut besuchter Workshop in Affoltern zur persönlichen Vernehmlassung für ein Konzept Wie kann die Stadt Affoltern die Vereine wirksam unterstützen? Ein vom Stadtrat erarbeitetes Konzept gibt zwar nicht durchwegs abschliessende Antworten, ebnet aber den Weg für eine verbesserte und transparente Zusammenarbeit. ................................................... von werner schneiter Schon vor der neuen Legislaturperiode hat sich der Stadtrat von Affoltern mit strategischer Ausrichtung auseinandergesetzt, darunter auch mit der Frage, wie sich das in der Vergangenheit nicht immer konfliktfreie Verhältnis zu den Vereinen verbessern lässt. «Wir haben gewiss nicht immer geschickt agiert, wofür wir uns entschuldigen möchten», sagte Stadtpräsident Clemens Grötsch im Rahmen einer Workshop-ähnlichen Vernehmlassungs-Veranstaltung zum Konzept. Er betonte dabei die grosse Bedeutung von Vereinen und generell jene der Freiwilligenarbeit, die wichtig sind für eine lebenswert-lebendige Stadt – und für gegenseitige Wertschätzung. Für Grötsch ist klar, dass aus dem Konzept resultierende Erkenntnisse auch in die neue Gebühren-Rahmenverordnung Eingang finden werden, über welche die Gemeindeversammlung am 2. Dezember 2019 befinden wird.

Früh aufstehen Im einstigen Bauerndorf Wettswil ist Traugott Trachsler der letzte Grossviehhalter. > Seite 9

Huber gewinnt 6. Grand Raid Urs Huber hat am Samstag als erster Fahrer zum sechsten Mal den Grand Raid gewonnen, das älteste und prestigeträchtigste Langstreckenrennen der Welt, das bereits zum 30. Mal ausgetragen wurde. Für die 125 km und 5025 Höhenmeter zwischen Verbier und Grimentz benötigte der Schweizer Bikemarathon-Meister 6 Stunden, 8 Minuten und 21 Sekunden. Zweiter, mit nur sechs Sekunden Rückstand, wurde Hubers Teamkollege und mehrfacher früherer Weltmeister Alban Lakata. Rang drei erreichte der Italiener Juri Ragnoli, der 2017 bereits Zweiter geworden war. Auf Rang vier schliesslich erreichte der dritte Huber-Teamkollege und Sieger von 2010, Karl Platt, das Ziel. Hubers Streckenrekord von 5:58 Stunden aus dem Jahr 2016 blieb diesmal unangetastet. Bei den Frauen hat erstmals auf der Langdistanz Ilona Chavaillaz gewonnen, die bereits das Bergibike Race für sich entschieden hatte. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Erkenntnisse aus dem Vereinskonzept auch in die neue Gebühren-Rahmenverordnung einfliessen lassen: Stadtpräsident Clemens Grötsch und Verena Gysin Felber, Moderatorin der Veranstaltung. (Bild Werner Schneiter) Gute Rücklaufquote 2017 lancierte der Stadtrat eine Befragung von Vereinen und Verwaltung. Es folgten eine Konzept-Erarbeitung, eine schriftliche Vernehmlassung bei den Vereinen und nun am 22. August eine persönliche Vernehmlassung. 86 Vereine wurden angeschrieben, deren 59 gaben Rückmeldungen – eine beachtliche Quote, die untermauert wird durch den guten Besuch des von Verena Gysin Felber moderierten

Fans der Bösen zu Retten und löschen Gast im Säuliamt Feuer im Puureheimet Brotchorb – Landwirt Serge Duperrex aus Knonau, bot am letzten Wochenende mindestens 150 Besuchern der SchwingerArena Gelegenheit, nicht nur günstig, sondern auch gemütlich auf seinem Eventhof im Uttenberg zu übernachten. Der Bauernhof der Familie Duperrex liegt knappe fünfzehn Fusswegminuten vom Bahnhof Mettmenstetten entfernt. Fast die gleiche Strecke musste vom Bahnhof Zug bis zum Festgelände des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests zurückgelegt werden. Die S-Bahn verkehrt zwischen den beiden Orten im Halbstundentakt. Alles in allem geradezu ideale Distanzen für den Besuch der Sägemehl-Helden ohne Parkplatzsuche. Platz für Wohnmobile und Zelte ist auf dem Hof genügend vorhanden. In der Remise waren weitere 40 Schlafplätze im Stroh vorbereitet. Toiletten, Duschen und ein urchiges Schwingerfrühstück waren im Durchschnittspreis von rund 50 Franken inbegriffen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 7

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mit acht Fahrzeugen und rund fünfzig Einsatzkräften rückte die Feuerwehr Unteramt vergangenen Freitagabend zur Alarmübung an die Hinterbuchenegg in Stallikon aus. Geübt wurden verschiedene Rettungen aus den verwinkelten Liegenschaften sowie Löscharbeiten. Es sei konzentriert und zielorientiert gearbeitet worden, stellte das Kommando zufrieden fest. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Workshops im Kasinosaal. Rund 75 Vereinsvertreterinnen und -vertreter waren anwesend. Aus der Befragung schälten sich einige Punkte heraus. «Es gab viele ähnliche Rückmeldungen», so Andrea Erifilidis, Leiterin der Abteilung Soziales und Gesellschaft der Stadt. Neben Begriffen wie Engagement, Wertschätzung, verbesserter Kommunikation, konkreten Regelungen und Abläufen ist bei den Vereinen die erleichterte Benützung von öffentlicher

Infrastruktur von grosser Bedeutung – wichtiger jedenfalls als die Frage nach finanzieller Unterstützung. Das Konzept sieht keine weitreichenden materiellen Änderungen vor, erlaubt aber dennoch eine wirkungsvollere Zusammenarbeit und bessere Verständigung zwischen Vereinen und Behörden, die sich fortan jährlich einmal zu einem Austausch treffen wollen. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Silber an der Bogen-WM

Stallikerin brilliert im gemischten Doppel

Traumwetter an Chilbi Bonstetten Zwei herrliche Sommertage bescherten Bonstetten ein traumhaftes Chilbiwochenende. In Scharen zog es Jung und Alt an die Veranstaltung. Die Bonstetter Vereine und Organisationen boten ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm von Bahnen über Karussells, Marktstände, Schiessbuden bis hin zu zahlreichen gemütlichen Beizlis. ................................................... > Bericht auf Seite 8

Nur die Inder trafen im «Young Compound Bogen» besser: Janine Hunsperger (links) holte mit Andrea Vallaro Silber an der WM in Madrid. (Bild zvg.) Janine Hunsperger von den Bogenschützen Stallikon hat sich an der Weltmeisterschaft in Madrid gemeinsam mit Andrea Vallaro die Silbermedaille in der Division «Young Compound Bogen» geholt. Nach einer aussergewöhnlichen Qualifikationsrunde

mussten sie sich erst im Finale vor dem Königspalast in Madrid den Indern geschlagen geben. Zuvor hatten sie England, Estland und Norwegen in harten Matches besiegt. ................................................... > Bericht auf Seite 18


So wie der Wind mit den Bäumen spielt, so spielt das Schicksal mit den Menschen. Keiner wird gefragt, wann es ihm recht ist, Abschied zu nehmen.

Wir haben einen lieben Menschen verloren

Daniel Obschlager Mit seiner Hilfsbereitschaft und seinem grossen Organisationstalent hat er massgeblich zum Erfolg von unserem Fahrturnier beigetragen. Wir haben mit Dani viele unvergessliche Momente erlebt. Hab Dank für Deine Freundschaft, Deine Zeit, Deinen Einsatz und Deine Geduld. Du wirst immer in unserer Mitte bleiben. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Fahrgruppe Säuliamt Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 27. August 2019, um 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche in Affoltern am Albis statt.

Schiessvereine

18.00 – 20.00 Uhr

– Obligatorische und freiwillige Übung – Mit Gewehrreinigung Der Vorstand

Schützengesellschaft Hausen am Albis Letzte oblig. Bundesübung 300 m im 2019 Samstag, 31. August 2019 13.30 bis 15.30 Uhr Training Knabenschiessen 15.30 bis 16.30 Uhr Schnupperschiessen für Interessierte Schützenstube geöffnet

Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle, die uns an dich erinnern und uns glauben lassen, dass du bei uns bist.

Anton Angelo Rigo-Orlandazzi Wir möchten uns bei allen, die uns in der Zeit des Abschiednehmens und in der Zeit der Trauer begleitet und uns auf so vielfältige und liebevolle Weise bedacht und getröstet haben, bedanken. Es ist schön zu wissen, dass man auch diesen Weg nicht alleine gehen muss. Speziell danken möchten wir dem Hausarzt Dr. Luchsinger für die langjährige Betreuung, der Palliativstation Affoltern für die liebevolle Pflege sowie Frau Cantero für die einfühlsamen Worte bei der Abdankung. August 2019

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Freitag, 30. August

HERZL IC HEN DANK

Die Trauerfamilie

Flurgenossenschaft Bonstetten

ABSCHIED Traurig nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Präsidenten

Heinrich Illi-Baur

Feldschützenverein Bonstetten

12. Januar 1936 – 18. August 2019

TO D E S A N Z E I G E

Seine hilfsbereite Art sowie seinen grossen Einsatz während 22 Jahren als Präsident der Flurgenossenschaft werden wir in guter Erinnerung behalten. Seiner Familie sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus.

Flurgenossenschaft Bonstetten

Endschiessen 2019 Samstag, 28. September 2019 10.00 bis 12.00/13.30 bis 15.30 Uhr

Traurig nehmen wir Abschied von unserem verdienten Ehrenmitglied und Schützenkameraden

Heinrich Illi Mit Heiri verlieren wir einen engagierten und treuen Schützenkameraden, welcher den Verein über Jahrzehnte prägte und unterstützte. Wir werden ihn stets in treuer Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Vorstand

Den Angehörigen entbieten wir unser herzlichstes Beileid.

Gemeinde Knonau Personalausflug Wegen Personalausflugs sind die Büros der Gemeindeverwaltung sowie der Regiebetrieb am Freitag, 30. August 2019, den ganzen Tag geschlossen. Ab Montag, 2. September 2019, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten. Gemeindeverwaltung Hedingen

Friedhof Maschwanden Grabräumung Gestützt auf § 15 der kantonalen Bestattungsverordnung sowie Art. 25 der Verordnung über das Bestattungsund Friedhofswesen der politischen Gemeinde Maschwanden hat der Gemeinderat nach Ablauf der gesetzlichen Ruhefrist die Räumung folgender Gräber per 1. Oktober 2019 angeordnet: Erdgräber Nrn. 1 bis und mit 13 (Reihe 1, Bestattungsjahre 1993 bis 1997) Wir bitten die Angehörigen, die Grabmäler und Pflanzen bis am 30. September 2019 zu entfernen. Danach werden die genannten Gräber unter Ablehnung jeglicher Haftung und Entschädigungspflicht durch die Gemeinde geräumt. Bei Fragen können Sie sich an das Bestattungsamt Maschwanden, Tel. 044 767 05 55 wenden. 27. August 2019 Der Gemeinderat

Ersatzwahlen für die restliche Amtsdauer (2018 – 2022) Zwei Mitglieder der reformierten Kirchenpflege

Der Vorstand und die Schützenkameradinnen und -kameraden Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 28. August 2019, um 13.15 Uhr auf dem Friedhof in Bonstetten statt. Die Schützenmitglieder treffen sich um 13.00 Uhr beim Friedhof.

Für die aus der Kirchenpflege zurücktretenden Gion Conrad und Fabienne Zeberli sind zwei Kandidaten/Kandidatinnen für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 zu wählen. In Anwendung von Art. 6 der Kirchenordnung der reformierten Kirche sowie § 48 f. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) können bis spätestens am 5. Oktober 2019 Wahlvorschläge eingereicht werden. Wählbar ist jede evangelisch-reformierte Person, welche ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde Knonau hat. Die Kandidaten/Kandidatinnen müssen mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Die Wahlvorschläge sind beim Gemeinderat, Stampfistrasse 1, 8934 Knonau, einzureichen. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Die Vorgeschlagenen werden vom Gemeinderat Knonau als gewählt erklärt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird am 9. Februar 2020 eine Urnenwahl durchgeführt. Das Formular «Wahlvorschlag» ist bei der Gemeinderatskanzlei, Stampfistrasse 1, 8934 Knonau oder auf der Gemeindewebseite (www.knonau.ch/Rubrik: Politik - Abstimmungen / Wahlen - Ersatzwahl Kirchenpflege) erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, c/o Martin Billeter Präsident, Püntenstrasse 6, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Im Auftrag der reformierten Kirche Knonau. Gemeinderat Knonau

Wenn ihr mich sucht, dann sucht mich in Euren Herzen.

Se mi cercate, cercatemi nei vostri cuori.

Giovanna Vara-Collura 9. Juni 1933 – 21. August 2019

Nach einem langen Leben der Liebe und Fürsorge, hat sie nun den Weg ins Licht des Herrn gefunden, denn sie geht nicht ganz von uns, sie geht uns nur voraus.

Dopo una vita di amore e di cura, ora ha trovato la via verso la luce del Signore, perchè non ci lascia veramente, ma ci apre la strada. Die Trauerfamilie in Liebe und Dankbarkeit:

La famiglia in lutto con affetto e gratitudine: Giuseppe Vara Giuseppa Huwyler-Vara mit Henk Sandra und Stefan Zumsteg mit Gulia Rafaella und Simone Gabriel mit Nevio Vincenzina Bollinger-Vara mit Genny, Nadja und Thomas Kistler Maria-Rosa Vara Arthur Bollinger Herbert Huwyler mit Michelle Gianni und Elia mit Verwandten und Bekannten Der Abschied findet am Mittwoch, 4. September 2019, um 14.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Josef & St. Antonius, Seewadelstrasse 13, 8910 Affoltern am Albis statt.


Bezirk Affoltern

Das grosse Warten in Kazan Gestern Montag fand in Kazan der letzte Wettkampftag der WorldSkills statt. Danach begann das grosse Warten: Die Resultate werden erst heute Dienstagabend im Rahmen der Schlussfeier bekannt gegeben. «Es ist mega gross und eine coole Erfahrung. Der Arbeitsplatz ist gut eingerichtet und ich freue mich, in dieser Box zu zeigen, was ich alles gelernt habe», so hatte Rahel Weber, Konditorin-Confiseurin aus Obfelden, am Freitag ihre ersten Eindrücke geschildert. Mit den Aufgaben sei sie im Grossen und Ganzen zufrieden: «Es hätte schlimmer kommen können und mit vielen Sachen habe ich auch schon Erfahrung.» Unter anderem wurden Pralinés – auch vegane – und eine Buttercrème-Torte gefragt. Eine Aufgabe war ein Zuckerschaustück zum Thema Formel 1, eine andere mit Marshmallow-Lollypops. Die Siegerehrung findet am Dienstag, 27. August, ab 18 Uhr Schweizer Zeit statt. Die Resultate dürften um zirka 20.30 Uhr bekannt sein. (tst.)

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag René Odermatt-Blaser in Obfelden hat heute Dienstag, 27. August, seinen 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein gutes neues Lebensjahr.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern wird am Mittwoch, 28. August, der 80. Geburtstag gefeiert. Barbara Steinmann in Affoltern darf den «hohen Runden» begehen. Wir wünschen der Jubilarin viel Freude und einen schönen Feiertag.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 27. August 2019

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Die Stadt Affoltern vermehrt gemeinsam bewegen Ein Konzept soll das Verhältnis zwischen Behörde und Vereinen besser regeln Die neue Gebühren-Rahmenverordnung setzt auch Eckpunkte für die Affoltemer Vereine. Diese sollen bei der Benützung von Infrastruktur weiterhin 50 Prozent Ermässigung erhalten, mindestens aber 30 Prozent, dazu weitere «Goodies». ................................................... von werner schneiter Die persönliche Vernehmlassung nach Konzepterstellung im Rahmen eines Workshops im Kasinosaal in Affoltern stiess am Donnerstag auf grosses Interesse: 75 Vertreterinnen und Vertreter von ortsansässigen Vereinen folgten der Einladung des Stadtrats. Karen Hug von der Fachstelle Gesellschaft hob jene Punkte hervor, die in der Befragung der Vereine wiederholt genannt wurden. Von vielen werde erst einmal geschätzt, dass der Stadtrat ein Konzept erarbeitet habe. Gleichwohl beschäftige die Frage, ob das nun mehr als ein «Papiertiger» sei, auch, weil oft von sogenannten «Kann-Bestimmungen» die Rede ist. Die erleichterte Benützung von Infrastruktur und Dienstleistungen beschäftige die Vereine ebenfalls, und dazu sei auch ein regelmässiger Austausch wichtig, sagte sie. Zudem werde gefragt, ob auch Bezirksvereine profitieren können.

Keine Vernehmlassung zur GebührenRahmenverordnung Entscheidend wird sein, wie die Endfassung einer Gebühren-Rahmenverordnung daherkommt. Der Stadtrat beabsichtige ursprünglich, diese Verordnung den Stimmberechtigten anlässlich der letzten Gemeindeversammlung vorzulegen, zog sie aber mit Blick auf das noch nicht abgeschlossene Vereinskonzept zurück, um darin gewonnene Erkenntnisse allenfalls noch einfliessen zu lassen. «Diese Verordnung regelt vieles, nicht nur die Gebühren für Vereine», sagte

In sichtbar gelöster Atmosphäre wird am Workshop über bisherige Erkenntnisse diskutiert: Stadtpräsident Clemens Grötsch und Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann (links) im Gespräch mit Vereinsvertretern. (Bild Werner Schneiter) Ursula Spillmann, Leiterin der Finanzen. Im Grundsatz gebe es da keine grossen Veränderungen, die wesentlichste betrifft die Baubewilligungsgebühren. Nach wie vor werde den Vereinen für die Benützung von Sportanlage und von übriger Infrastruktur mindestens 30 Prozent der Kosten erlassen, in der Regel aber 50 Prozent. Trainings in Hallen seien für Vereine an Wochentagen kostenlos. Und einmal pro Jahr werde diesen keine Kosten für Festwirtschaftspatente aufgebürdet. Zudem werde Ortsvereinen für bis zu fünf Plakate an offiziellen Stellen keine Rechnung gestellt, so die Leiterin der Finanzen. Die Frage nach einer Vernehmlassung bei den Vereinen zur Gebühren-Rahmenverordnung wurde vom Behördentisch aus mit Nein beantwortet und die Möglichkeit betont, dass an der Gemeindeversammlung Abänderungsanträge gestellt werden können. Diese Verordnung steht auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2019, die Inkraftsetzung erfolgt auf den 1. Januar 2020.

Viele Inputs Im Rahmen des Workshops konnten die Vereinsvertreterinnen und -vertreter weitere Vorschläge und Wünsche einbringen. Dazu wurden Flipcharts aufgestellt, wo im Rahmen des Konzepts eingeflossene Gedanken bewertet und auch ergänzt werden konnten. Eingebracht wurden unter anderem eine Plattform zur Vernetzung von Vereinen, Anstösse für administrative Entlastung und der Wille zu gegenseitiger Unterstützung. Klar wurde auch, dass bei der Benützung von Infrastruktur und Erbringungen von Dienstleistungen die gleichberechtigte Behandlung von Vereinen nicht ganz einfach ist – und dazu natürlich auch die Bemessung eines Nutzens von Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit, der bei Gewährung von Erleichterungen ebenfalls ein Kriterium darstellt. Und wie steht es bei der Unterstützung von ortsansässigen Vereinen, die aus Kostengründen eine Veranstaltung in eine andere Gemeinde ausweichen müssen? Wie steht es mit der Benützung von Schulinfrastruktur während

Raumpatenschaft gegen Littering

Affoltern sucht neue Raumpaten Im Kampf gegen Littering wird der Werkhof der Stadt Affoltern seit einigen Jahren von fleissigen Helferinnen und Helfern unterstützt. Als Raumpaten sorgen sie für saubere Strassen, Gehwege, Plätze und Böschungen. Um weitere Gebiete von Abfallsünden zu befreien, sucht die Stadtverwaltung zusätzliche Raumpaten. Abfälle, die im öffentlichen Raum achtlos weggeworfen oder liegen gelassen werden, verschmutzen nicht nur die Umwelt, sie gefährden auch Tiere und stören das Stadt- und Landschaftsbild. Selbst mit einer gut funktionierenden Abfallwirtschaft ist es seitens der Stadt Affoltern nicht möglich, diese Abfallsünden überall und sofort zu beseitigen. Raumpatenschafts-Projekte werden von mehreren Schweizer Städten und Gemeinden durchgeführt. So sammeln Schulklassen auf dem Schulweg oder Pausenplatz Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege der Sportanlage, Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte oder rund um öffentliche Grillplätze auf. Die Massnahmen sind kostengünstig, entlasten den Reinigungs-

der Ferien, ohne dass Zusatzkosten entstehen? Selbstverständlich liessen sich nicht alle am Workshop gestellte Fragen beantworten, insbesondere jene nicht, ob die Stadt bereit sei, Steuereinnahmen auch für kulturelle Zwecke zu verwenden. Klar ist natürlich, dass auch aus einem Konzept nicht eine 100-Prozent-Zufriedenheit resultiert. «Seid bei der Benützung von öffentlichem Grund einfach grosszügig», rief Kantonsrat Daniel Sommer dem in corpore anwesenden Stadtrat zu und erntete Applaus.

«Affoltern bewegt» Behördenvertreter betonten aber auch, dass die Stadt Fachwissen von Vereinen nutzen wolle. Das könnte 2021 der Fall sein, wenn in Affoltern ein Stadtfest steigen soll. «Erste Gespräche dazu haben stattgefunden», sagte Clemens Grötsch, nannte aber noch keine Details. Karen Hug meinte: «Ich freue mich sehr auf die kommende Zusammenarbeit mit den Vereinen. 2020 wollen wir zusammen das Leitmotiv in die Tat umsetzen: Affoltern bewegt.» Stadtrat Martin Gallusser versprach, nachdem auf drei Säulen fussende Leitgedanken festgesetzt wurden, all die Inputs und guten Ideen entgegenzunehmen, sie zu beurteilen und zu bewerten. «Es ist gute Vorarbeit geleistet worden. Wir haben heute in einer guten Atmosphäre viele Gespräche geführt. Dafür dankt Ihnen der Stadtrat.» anzeige

Raumpatinnen oder Raumpaten übernehmen die Verantwortung für ein von ihnen selbst festgelegtes Gebiet und säubern dieses regelmässig. (Bild zvg.) dienst und reduzieren nachweislich das Littering. Eine Raumpatenschaft kann von einer Einzelperson oder einer Gruppe (Vereine, Schulklassen etc.) übernommen werden. Raumpaten übernehmen die Verantwortung für ein von ihnen selbst festgelegtes Gebiet und säubern dieses regelmässig. Die Motivation von Raumpaten ist oft die Genugtuung, sich aktiv gegen Littering einzusetzen, ganz nach dem Motto: Aufheben statt aufregen!

Affoltern war eine der ersten Städte, welche mit dem No-Littering-Label ausgezeichnet wurde. Einwohnerinnen und Einwohner, welche einen Beitrag leisten möchten, die Stadt sauber zu halten, können sich bei der Stadtverwaltung, Bereich Hochbau und Umwelt, Tel. 044 761 56 41, melden. Den Raumpaten wird die notwendige Ausrüstung zur Verfügung gestellt. (tro) Weitere Infos unter www.raumpatenschaft.ch oder www.igsu.ch.


Kantonale Genehmigung der totalrevidierten Abfallverordnung Am 17. Juni 2019 genehmigte die Gemeindeversammlung Maschwanden den Entwurf der totalrevidierten Abfallverordnung. Diese Verordnung bedarf der Genehmigung durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) resp. der kantonalen Baudirektion. Mit Verfügung Nr. 470 hat die Baudirektion am 20. August 2019 den von der GV verabschiedeten Entwurf der Abfallverordnung genehmigt. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. rechtskräftiger Verordnung wird der Gemeinderat den Zeitpunkt des Inkrafttretens bestimmen. Die genehmigte Abfallverordnung, der Beschluss der Gemeindeversammlung sowie die Genehmigungsverfügung des AWEL sind der Publikation in www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegen während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Maschwanden, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, zur Einsicht auf. Gegen diese Entscheide kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht, Sihlstrasse 38, Postfach, 8090 Zürich schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 27. August 2019 Gemeinderat Maschwanden

ABSCHIED Am 15. August 2019 ist unser langjähriger Mitarbeiter Herr

Walter Frei

Wir trauern um unser Ehrenmitglied

Florian Püntener

16. August 1963

Mit Florian verlieren wir einen liebenswerten Kameraden, der 40 Jahre mit viel Freude und Engagement am Vereinsleben teilgenommen hat. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.

Wir trauern um unseren Firmengründer und Mitarbeiter Herrn Walter Frei.

nach langer Krankheit gestorben.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Martina und der Trauerfamilie. Wir wünschen ihr viel Kraft und Zuversicht. Gemischter Chor Affoltern a. A. Urnenbeisetzung:

Freitag, 30. August 2019, 14.00 Uhr Friedhof, Affoltern am Albis

Abschiedsgottesdienst: Freitag, 30. August 2019, 14.30 Uhr kath. Kirche St. Josef, Affoltern am Albis

Der Verstorbene hat die Firma Frei + Partner Metallbau AG im Jahre 1992 gegründet und viele Jahre erfolgreich geleitet. Mit unermüdlichem persönlichem Einsatz, mit grossem Weitblick und Zielstrebigkeit hat er die Entwicklung unserer Firma vorangetrieben. Mit seinem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, der wir sehr viel verdanken. Durch seine menschliche Grösse und sein fachliches Können war der Verstorbene bei allen geachtet und geschätzt. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten. Den Angehörigen sprechen wir unsere herzliche Anteilnahme aus. Frei + Partner Metallbau AG

Simon Grazioli (Geschäftsführer) Marko Ramljak (Betriebsleiter) und Team

ABSCHIED Wir trauern um unseren Firmenmitgründer

Florian Püntener-Strub 25. November 1943 – 17. August 2019

Der Verstorbene hat die Firma gpw mitgegründet und über Jahrzehnte in der Geschäftsleitung und im Bereich Tiefbau erfolgreich mitgewirkt. Mit unermüdlichem persönlichem Einsatz, grossem Weitblick und Zielstrebigkeit hat er die Entwicklung unserer Firma vorangetrieben. Mit seinem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, der wir sehr viel verdanken. Aufgrund seiner menschlichen Grösse und seines fachlichen Könnens war der Verstorbene bei allen sehr geachtet und geschätzt.

Einbürgerung Mit Beschluss vom 13. August 2019 hat der Gemeinderat, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Mettmenstetten aufgenommen:

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir werden Florian dankbar in Erinnerung behalten.

Geschäftsleitung und Mitarbeitende

Wälter Willa Ingenieurbüro gpw

Christoph Sum, 1969, Staatsangehöriger von Deutschland 27. August 2019 Gemeinderat

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Bezirk Affoltern

Vollsperrung im Reppischtal Die Strassenbauarbeiten an der Reppischtalstrasse im Abschnitt zwischen Ägerten und Stallikon neigen sich dem Ende zu. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss dieser Abschnitt vom 31. August bis 1. September für den Verkehr gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Samstag, 31. August, 5 Uhr, und dauert bis Sonntag, 1. September, 5 Uhr. Der Durchgangsverkehr wird in beiden Richtungen grossräumig über Bonstetten, Wettswil, Landikon und Uitikon umgeleitet. Die Umleitung ist signalisiert. Allen Anwohnenden im Baustellenbereich, die über keine rückwärtige Erschliessung verfügen, empfiehlt das Strasseninspektorat, während der Vollsperrung ihre Fahrzeuge ausserhalb der Baustelle zu parkieren. Die Zugänglichkeit zu den Quartieren «Ägerten» und «Langfuren» ist über den Rad-/Gehweg gewährleistet und tagsüber mit einem Verkehrsdienst gesichert.

Ersatzbus zwischen Stallikon Dorf und Zürich-Triemli Die PostAuto-Linien 235, 236 und 227 sowie der Nachtbus N23 werden umgeleitet. Zwischen Stallikon Dorf und Zürich-Triemli verkehrt ein Ersatzbus. Es gilt, dazu die Fahrgastinformationen im Online-Fahrplan unter www.zvv.ch, sowie an den Haltestellen und in den Bussen zu beachten. Die Belagsarbeiten erfordern trockenes Wetter. Bei schlechter Witterung verschieben sich diese Arbeiten auf das Wochenende vom 21. und 22. September. (pd.)

Dienstag, 27. August 2019

Als der «Apfelfreund» für Aufregung sorgte Ein Apfel führte 1994 in Obfelden zur Abwahl eines Gemeinderats Als SVP-Wahlkampfsujet ist der von Würmern befallene und heftige Debatten auslösende Apfel nichts Neues. In Obfelden bewirkte er vor 25 Jahren die Abwahl eines Gemeinderats.

Erhellend dann der ebenfalls per Inserat vollzogene Konter: «Gute Äpfel sind besser. Deshalb X in den Gemeinderat», lautete die Botschaft, womit dann klar wurde, wer da als angeblicher Wurm aus der Behörde verbannt werden sollte – noch bevor der Urheber der Inserate das Namens-«Geheimnis» zwei Tage vor der Wahl per Flugblatt lüftete.

................................................... von werner schneiter Zwei Monate vor den eidgenössischen Wahlen erhitzen sich die Gemüter wegen eines Apfels. Das Sujet der SVP zeigt eine von Würmern befallene Frucht – Würmer, welche die Farben anderer Parteien und der EU tragen, die aus Sicht der Volkspartei die Schweiz «zerstören». Das hat – wie auch frühere SVP-Botschaften – in Kommentarspalten der Presse und in sozialen Medien erwartungsgemäss zu heftigen Reaktionen geführt. Während die einen – sogar solche aus den eigenen Reihen – den weiteren Zerfall der politischen Kultur anprangern, sehen andere darin einen Meisterstreich, mit dem die SVP per Wurm wunde Punkte benennt. Wie auch immer. Eine Botschaft auf diese umstrittene Weise zu transportieren, ist nichts Neues. Hat sie ihren Ursprung gar im Säuliamt? Beim Betrachten des SVP-Sujets kommen unweigerlich Erinnerungen an den Behördenwahlkampf von 1994 hoch, als in Obfelden die Wogen hochgingen und der sogenannte «Apfelfreund» in den Inseratenspalten des «Anzeigers» herumgeisterte. Das Logo zeigt einen

«Fridolin frisst auch faule Äpfel»

Sorgte im Obfelder Wahlkampf 1994 für Aufregung: Inserate mit Apfel und Wurm. (Archiv «Anzeiger») Apfel, aus dem ein Wurm hervorblickt. «Fauler Apfel. Zwar steckt er die anderen an. Doch er ist faul und bleibt trotzdem im Korb», hiess es da unter anderem und gab vorerst Rätsel auf, wer da gemeint sein könnte.

Das Hin und Her dauerte bis zu den Wahlen und regte die Fantasie des Turnvereins an, der unter den Mitgliedern eine Sammelaktion startete und ein Inserat platzierte. Darin pries er Schwein «Fridolin» als Gemeinderatskandidat an. «Fridolin frisst auch faule Äpfel» – eine heitere Note in einer eher vergifteten Atmosphäre, die über den Wahltag hinaus Bestand hatte, weil der im Inserat Angegriffene die Wiederwahl tatsächlich knapp verpasste. Die damaligen Verwerfungen hatten auch einen weiteren Grund: Der Inserate-Verfasser gehörte der gleichen Partei an wie der von ihm zur Abwahl empfohlene Gemeinderat … Die Auseinandersetzung gipfelte nach dem Urnengang in einer Wahlbeschwerde des damaligen Parteipräsidenten, der an eine Irreführung der Wähler glaubte und seine Integrität als Stimmbürger und Wähler verletzt sah. Der Bezirksrat wies die Beschwerde ab, und über den unrühmlichen Vorfall wuchs langsam Gras.

Freiwilligenarbeit in der Asyl-Integration belohnt Dankesfest an die Reuss für das unbezahlbare Engagement Vergangenen Donnerstagabend luden der Sozialdienst Bezirk Affoltern und das Ämtler Tandem der reformierten Kirchen im Bezirk Affoltern ihre Freiwilligen im Integrationsbereich zu einem Dankesfest an die Reuss.

Grillfest an der Reuss als Dankeschön Es ist gut und gerne ein halbes Hundert an Freiwilligen, welche sich im

hinter-gründe

Von Uerzlikon nach Bern? Jetzt kennen alle die Namen der für den Nationalrat Kandidierenden aus dem Säuliamt, nachdem der «Anzeiger» diese in seiner letzten Ausgabe publiziert hat. Obschon 29 Personen aus dem Amt aufgeführt sind, werden kaum viele ausser den beiden Bisherigen Hans-Ulrich Bigler und Martin Haab eine echte Wahlchance haben. Doch als «Kanonenfutter» sind Leute mit einem gewissen Bekanntheitsgrad oder politischer Erfahrung ja immer willkommen. So stossen wir auch auf David Vogelsanger, der auf der Liste «SVP 55plus» hinter dem Juristen Valentin Landmann an zweiter Stelle steht. Der Botschafter, zuletzt in Neuseeland, mit eigener Liegenschaft in Uerzlikon, hat ja schon einige Erfahrung auf dem politischen Parkett, nachdem er im Frühjahr 2018 in Kappel für das Gemeindepräsidium kandidierte. Im ersten Wahlgang erreichte er zwar als Gemeinderat das absolute Mehr, war aber überzählig, obschon er als Präsident mehr Stimmen hatte als der dann im zweiten Wahlgang gewählte Jakob Müller. Wir sind Leidensgenossen, nachdem ich im Jahr 2002 die Wahl zum Gemeindepräsidenten von Hausen auch nicht schaffte.

Im Frühling noch kein Wohnsitz in Kappel Auf die Kantonsratsliste der Ämtler SVP durfte Dr. Vogelsanger im letzten Frühling nicht, weil er damals keinen Wohnsitz in Kappel nachweisen konnte. Ob die Seniorenliste der SVP keinen, einen oder gar zwei Sitze macht, steht in den Sternen. Wunder geschehen zwar immer wieder und es wäre eines, wenn der Pfarrerssohn im Schlepptau des bekannten MilieuAnwalts nach Bundesbern abgeordnet würde. Gönnen würde ich dies meinem Parteifreund. Sollte er auf der Strecke bleiben, so sehe ich für ihn nur noch das Amt eines Bundesrates. Altersmässig kann der 65-jährige Botschafter ja mit Donald Trump (73) oder Ueli Maurer (69) noch längst mithalten. Und es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Nicht-Parlamentarier wie seinerzeit Willi Ritschard aus dem Solothurnischen zu so hohen Ehren berufen würde.

Die nächste Ämtler Bundesrätin?

................................................... von urs e. kneubühl Freiwillige sind meist stille Helfer, die ohne Bezahlung im Hintergrund, aber nichtsdestotrotz effektiv und nachhaltig für die Gesellschaft wirken. Das von der reformierten Kirche initiierte und in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Bezirk Affoltern umgesetzte, überkonfessionell angelegte Ämtler Tandem kennt zahlreiche solcher freiwilliger Helferinnen und Helfer. Sie begleiten Menschen mit Migrationshintergrund im Bezirk Affoltern und unterstützen diese in den Bereichen Alltag, Schule, Haushalt, Wohnen, Gesundheit, Arbeit und Freizeit. «Damit leisten die Freiwilligen beste Integrationsförderung und ergänzen die Arbeit der Sozialarbeitenden im Asylbereich des Sozialdienstes Bezirk Affoltern wirkungsvoll und kostensparend. Es ist ein Engagement, das als organisierte Nachbarschaftshilfe besonders hoch zu schätzen und schlicht unbezahlbar ist», bekräftigte Ivo Lötscher, Geschäftsführer Sozialdienst Bezirk Affoltern, voller Lob anlässlich des Dankesfestes.

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Mit einem Dankesabend mit Grillfest lohnten der Sozialdienst Bezirk Affoltern und das Ämtler Tandem das Engagement ihrer Freiwilligarbeitenden im Integrationsbereich. (Bild Urs E. Kneubühl) Integrationsbereich mit Herz, Kopf und Hand engagieren. Vergangenen Donnerstag, am Dankesabend mit Grillfest, durften sie sich einfach ein-

mal hinsetzen und geniessen. Klar, so manches bilaterale Gespräch drehte sich dabei dennoch um ihre Schützlinge, ihre Aufgaben, um Knacknüsse,

Gesucht werden … «Wir haben zwar zahlreiche Freiwillige, darunter auch etliche, welche seit Anfang des Tandems mit dabei sind», hält Projektleiterin und Koordinatorin Jana Weiss fest, fügt aber auch umgehend an: «Wir freuen uns aber über jede und jeden Weiteren, der sich unserem Tandem anschliesst. Selbstverständlich werden alle gut eingeführt und auch immer wieder weitergebildet.» Und ebenso wie weitere engagierte Freiwillige ist das Ämtler Tandem froh über nicht mehr gebrauchte, intakte Velos

sowie PCs oder Laptops. Wer solches kostenlos abzugeben hat oder sich für die Freiwilligenarbeit im Integrationsbereich melden möchte, findet bei Jana Weiss ein offenes Ohr und Herz. (kb.) Ämtler Tandem, reformierte Kirchgemeinde, Albisstrasse 10, 8932 Mettmenstetten. Kontakt: Jana Weiss, Telefon 079 108 16 25 (Di von 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, Fr von 8 bis 12 Uhr). Spenden an ev.-ref. Kirchgemeinde Mettmenstetten, 8932 Mettmenstetten, IBAN CH05 0070 0112 1005 0098 9, Vermerk: Ämtler Tandem.

die es zu lösen gibt, aber auch um die Bereicherung, welche sie in der Freiwilligenarbeit erfahren. Der Grundtenor, so bestätigen sie unisono, bleibe dabei stets der gleiche: Vom Ämtler Tandem profitieren schliesslich alle – die begleiteten Menschen gleichermassen wie die Gesellschaft und nicht zuletzt auch die freiwilligen Helferinnen und Helfer selbst. Erstere finden sich schneller zurecht, können das Trauma der Flucht rascher verarbeiten, erleben Wertschätzung und können sich besser in die Gemeinschaft einbringen. Von ihren Talenten, Kompetenzen und Erfahrungen profitiert die Gesellschaft, die zudem mit der Freiwilligenarbeit im Ämtler Tandem Kosten spart. Und schliesslich gewinnen die Freiwilligen selbst, wie sie sagen, durch den Umgang mit Menschen anderer Kulturen.

Sollte auch dies nicht klappen, so haben wir im Bezirk ja immer noch einen Pfeil im Köcher. Die vor bald zwei Jahren in den Kantonsrat nachgerutschte Hannah Pfalzgraf, mittlerweile 22-jährig, ist ja im letzten Frühling für die SP wieder für vier Jahre in das Zürcher Rathaus abgeordnet worden. Heute als Spitzenkandidatin auf der NR-Liste der Juso geniesst sie in ihren Kreisen ein gutes Renommee. Und deshalb könnte ich mir vorstellen, wie ich schon früher orakelte, dass sie nach Jakob Dubs über die übliche «Ochsentour» von Kantons-, Regierungs-, National- oder Ständerat die nächste Ämtler Bundesrätin werden könnte. Erich Rüfenacht anzeige


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Unfallgefahr zu Hause

Feuerwehr Unteramt übte im Puureheimet Brotchorb

Mehr als 250 000 Menschen aus der Schweiz verletzen sich pro Jahr im Haushalt oder im Garten. Mehr als eine Million in der Schweiz wohnhafte Menschen verletzen sich jedes Jahr bei Nichtberufsunfällen. Das zeigt die Statistiksammlung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU); Ein Viertel der Unfälle geschieht im privaten Wohnbereich. Dies betrifft jährlich etwa 156 000 Frauen und 105 000 Männer. Sie erleiden beispielsweise Sturzverletzungen, Schnittwunden, Insektenstiche oder Tierbisse. Die meisten Unfälle im privaten Wohnbereich ereignen sich in Wohnund Schlafzimmern: rund 66 000 pro Jahr. Auf Treppen sind es mit rund 25 000 Unfällen zwar deutlich weniger – die Zahl ist aber relativ hoch, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit der Mensch auf Treppen verbringt. Mit einem geeigneten Belag und beidseitigen Handlauf können diese Unfallzahlen deutlich gesenkt werden. Viele Unfälle im Haus- und Freizeitbereich haben nur leichte Verletzungen zur Folge. Dagegen führen 10 % der Fälle zu mittelschweren oder schweren Verletzungen und teils zu einer Invalidität. Im Jahresschnitt sterben dabei über 2000 Personen – mehrheitlich an den Folgen von Stürzen (1651 Todesfälle pro Jahr). Weit dahinter folgt Ersticken/Ertrinken als zweithäufigste Kategorie tödlicher Unfälle (121 Fälle). (pd.)

zwischen-ruf

Sommerabend Sitze mit Freunden im Garten Königskerzen strecken und Malven neigen sich Die Amsel nimmt ein letztes Bad Will hören, was meine Freunde erlebt Auch wissen, was sie bewegt Die Tochter da, die Söhne dort Die alten Eltern nun im Heim Herbstferien bereits geplant Der Chef nicht charmant Das Auto dürfte schneller sein Es wird getrunken und erzählt Hin und wieder lautes Lachen Die Sonne ist untergegangen Kerzen tauchen die Sorgen in ein sanftes Licht Ute Ruf

Dienstag, 27. August 2019

Brandbekämpfung und Rettungskräfte bereiteten sich auf den Ernstfall vor Mit mehreren Fahrzeugen und rund fünfzig Einsatzkräften war die Feuerwehr Unteramt am Freitagabend in der Hinterbuchenegg. Schwerpunkte der Übung waren Personenrettungen sowie Löscharbeiten. ................................................... von urs e. kneubühl Freitagabend, 19.03 Uhr, geht die Meldung ein: Das Ökonomiegebäude des Puureheimet Brotchorb in der Hinterbuchenegg, Stallikon, brennt. Die regional tätige Miliz-Feuerwehr Unteramt der drei Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil wird umgehend alarmiert. Mit acht Fahrzeugen und rund fünfzig Einsatzkräften rückt die Feuerwehr Unteramt zur Übung aus und in kurzer Zeit treffen die ersten am Brandherd ein. Der erste Offizier vor Ort übernimmt die Übungsleitung sorgt – unterstützt von den nach und nach eintreffenden weiteren Offizieren und Unteroffizieren – für die optimale Schadenplatzorganisation, die rasche Personenrettung und das wirkungsvollste Schlauchmanagement. Simuliert werden in der Folge Rettungsaktionen – mehrere Personen sind in der beübten, verwinkelten Liegenschaft von Rauch und Flammen eingeschlossen – und Löscharbeiten. Der Brand, so die Simulation, verbreitete sich in den aus Holz erbauten Gebäuden rasch vertikal und horizontal.

Schwierige Personenrettung Die Rettung der in den Gebäuden eingeschlossenen Personen gestaltet sich nicht ganz einfach. Zwei Kinder sind im Bürotrakt und Wohnhaus aus einem Zimmer unter dem Dach zu retten: Das erste über die Leiter, das zweite, da am Bein verletzt, durch das mittlerweile feuerfreie Treppenhaus. Ein weiterer Bewohner verweigert wegen seiner Höhenangst vorerst die Rettung über die Leiter, aber mit gutem Zureden und beruhigenden Massnahmen geht es schliesslich doch. Eine Bewohnerin, die durch eine Dachluke lautstark auf sich aufmerksam machen kann, wird aus ihrem Zimmer

Zufriedene Übungsleitung nach dem simulierten Brand im Puureheimet Brotchorb. (Bilder Urs E. Kneubühl)

Personenrettungen und Löscharbeiten funktionierten. gerettet; sie verweist darauf, dass im ersten Stock der Remise vermutlich noch ein letzter Bewohner sich befindet. Mit Atemschutzgeräten und Stirnlampen dringen zwei Einsatzkräfte ins Stockfinstere und mit Rauch gefüllte Obergeschoss vor. Intelligenterweise hat sich der noch gesuchte Bewohner in einer Ecke flach auf den Boden gelegt und kann so auf die Suchrufe der beiden Feuerwehrleute antworten. Auch er wird gerettet und den sich im Verwundetennest um die geretteten Personen kümmernden Sanitätskräften zugeführt werden.

Rettung aus den «brennenden» Gebäuden.

Zügige Löscharbeiten und Lob Parallel zu den Massnahmen der Personenrettung stellen die Löschtrupps sicher, dass ausreichend Wasser vorhanden ist. Mit umliegenden Hydranten sowie dem Einsatz von Tanklöschfahrzeugen ist dies garantiert und die Löscharbeiten können entsprechend zügig vorankommen werden. Mit Hydroschilden wird ebenfalls das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude des Puureheimet verhindert. Kommandant Mathias Baumann und sein Stellvertreter Reto Sondereg-

ger zeigen sich bei der Schlussbesprechung mit der Übung zufrieden. Es sei konzentriert und zielorientiert gearbeitet worden, stellen sie fest, und resümieren, dass die Zusammenarbeit der drei Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil in der gemeinsamen Feuerwehrorganisation Unteramt gut funktioniert. Dies hat die bei der Übung anwesende, die Arbeit der Feuerwehrleute interessiert beobachtende Stalliker Gemeinderätin Valérie Battiston genauso mit Zufriedenheit zur Kenntnis nehmen dürfen.

Bibliothek Ottenbach um guten Ruf besorgt Die Bibliothekarinnen sind irritiert über den Bericht «Was hat die Glückspost in der Bücherkiste zu suchen?» («Anzeiger» vom 13. August).

Bücherkiste nachzufüllen, weil sie in den Ferien war, wie sie mir auf meine E-Mail offen kommuniziert hat, als ich artig meldete, dass der Inhalt der Bücherkiste keine Offenbarung mehr sei, damit sie sie wieder auffüllen konnten. Und ich veröffentliche es jetzt, weil das völlig ok und kein Weltuntergang ist und mein Hinweis auf den dünnen Inhalt keine Rüge, sondern schlicht eine Information war. Im Unterschied zu den Bibliothekarinnen traue ich auch jedem Bücherkisten-Nutzer zu, dass er weiss, dass der Inhalt keine 1:1-Visitenkarte der örtlichen Bibliothek ist, weil ja eben Mitnehmen, Tauschen etc. erlaubt ist.

................................................... von christine häusermann

N

ach dem augenzwinkernden Artikel über die «Glückspost in der Bücherkiste» im «Anzeiger» vom 13. August, ist das Team der Bibliothek Ottenbach «ratlos, ja gar sprachlos», wie sie mich informieren. Ihrer E-Mail nach zu beurteilen, trifft dies wohl nicht ganz zu. Dass ich im besagten Artikel meinen Ehepartner als Glückspost-Leser vorgeführt habe, der froh ist, dass er endlich Bescheid weiss über die «Chind und Chegel» der Royals, hat wohl halb Ottenbach erheitert. Und von der anderen Hälfte, die unsere Familienverhältnisse nicht kennen, insbesondere von einer Büchern zugeneigten Leserinnenschaft, hätte ich erwartet, dass sie aufgrund der Tonalität, in der der Artikel gehalten ist, merkt, dass die im

Das Beweisbild, dass die Bibliothekarinnen die Lesebank vorne auf der Reussseite installiert hatten, nicht sie haben die Kiste auf die Seite verbannt. (Foto Bibliothek)

Bericht enthaltenen praktischen Informationen, mit einer Glosse kokettieren. Schande über mich, dass mir dies offenbar nicht gelungen ist. Das Team der Bibliothek ist aber sensibler, weil es ja ihre Arbeit betrifft, für die sie geradestehen. Das ist verständlich,

aber habe ich tatsächlich das Bibliotheksteam ungebührlich angeschwärzt? Au weia, zieht mir die Gemeindepräsidentin schon bald wieder die Ohren lang? Ich habe nicht mal geschrieben, dass Bibliotheksleiterin Nadine Schor vergessen hat, die

Die Bücherkiste als Mülleimer und Literatur ist eh unwichtig In meinem Artikel nahm ich jene aufs Korn, für die Literatur eine völlig unnötige Sache ist, die man eben mal kurz hinters Haus verbannt – dass dies nicht das Bibliotheksteam war, ist wohl allen klar – und jene, die ihre billige Unterhaltungslektüre in die Bücherkiste entsorgen, z.B. auch die Werbung aus den Zeitungen.

Übrigens, meine abgeklärte ältere Schwester meint, dass es besser sei, jemand lese Unterhaltungsheftlis als dass er überhaupt nicht lese, sie hat wohl recht. Wenn ich den Bericht so geschrieben hätte, wie es sich das Ottenbacher Bibliotheksteam offenbar gewünscht hätte, dann wäre es ein zum Gähnen langweiliges braves Faktenaufzählen geworden, das sich die meisten Leser zu Recht erspart hätten, so aber habe ich versucht, das Thema Bücherkiste und Lesen mit ein paar Details zu würzen – und das erst noch zur Saure-Gurkenzeit. Liebe Frauen der Bibliothek Ottenbach, lest doch bitte nicht nur ernste Literatur. Ich empfehle zur Abwechslung mal wieder einen alten Arto Paasilinna – das Leben und seine «Verrückten» sind ziemlich schräg und eine Prise (Toll-)Kühnheit statt ängstlichem Kleinmut sollte frau sich schon bewahren. Und danke für das Feedback – die Interaktion mit der Leserschaft ist der Stoff, der Zeitungen interessanter macht. Unglaublich, diese Presse, die die Bibliothek Ottenbach wieder hat!


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Dienstag, 27. August 2019

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Rute oder Säge statt iPhone 40. Robifest des Vereins Bauspielplatz Affoltern Werken, basteln und spielen: Das ermöglicht der Verein Bauspielplatz in Affoltern, der das Robifest zum 40. Mal durchführte – ein Jubiläum, das am Sonntag viele Familien ins Jonental lockte. Während die Kinder im kleinen Teich fischen, unterhalten sich die Eltern in der Festwirtschaft. Andere testen ihr Geschick beim Umwerfen von Flaschen oder nehmen am Raketen-Stand Kurs auf den hellen Stern. Ja, vieles ist möglich auf diesem Bauspielplatz, wo auch handwerkliche Fähigkeiten getestet werden können – im Umgang mit Holz zum Beispiel. Der Platz dient ausserdem nicht nur der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe, Chancengleichheit und der Integration aller Bevölkerungsschichten. Nein, er ist auch der Ort, wo Baumaterialien, Werk- und Spielzeug eine wichtigere Rolle spielen als elektronische Geräte: Rute oder Säge statt iPhone. Der 1978 gegründete und derzeit rund 150 Mitglieder zählende Verein Bauspielplatz Affoltern führt das einmal jährlich nach den Sommerferien stattfindende Fest heuer zum 40. Mal durch – dieses Mal mit Zusatzattraktionen wie dem «Gschichte-Fritz» und dem Kinderkonzert «Tischbombe». Dazu gesellten sich acht Spielposten; vier vom Verein selber und weitere vier von der Pfadi, Jungwacht Blauring, der Handballer und des Familienzentrums.

Viel Unterstützung Der Verein Bauspielplatz muss natürlich die Infrastruktur immer wieder erneuern. «In unserer Werkstatt nützen sich die Geräte ab. Und ausserdem

benötigen wir viel Holz», sagt OK-Präsident Peter Schatzmann, seit diesem Frühjahr auch Vereinspräsident. Er ist dankbar für die Unterstützung durch Schreinereien und Zimmereien. Das ermöglicht unter anderen auch, dass der Verein den Bauspielplatz an Mittwoch- und Samstagnachmittagen öffnen kann und Kinder unter Aufsicht werkeln und basteln können. «In Spitzenzeiten kommen jeweils 20 bis 30 Kinder», freut sich Schatzmann. Freude herrscht auch, weil der Verein gewachsen ist und damit der regelmässige Generationenwechsel derzeit kein Problem darstellt. «Kommen die Kinder in die Pubertät, so ziehen sich Eltern logischerweise eher wieder zurück», so der Präsident. Intensive Werbung, insbesondere in Form von Mund-zu-Mund-Propaganda wirkt. Seit ein paar Jahren gibt es eine Aussenspielgruppe, die sich zweimal wöchentlich trifft und ermöglicht, dass Eltern den Bauspielplatz kennenlernen. Der Verein finanziert sich in erster Linie durch Mitgliederbeiträge (50 Franken pro Jahr), unter anderem aber auch durch Raumvermietung, CaféEinnahmen sowie Erlösen aus Veranstaltungen. Und er profitiert auch vom Wohlwollen von Stadt Affoltern und Kanton, die beiden Arealbesitzer. So hat die Stadt jüngst den Platz mit verschiedenen Massnahmen aufgewertet und eine Grillstelle eingerichtet. Der hintere Teil des Areals ist im Besitz des Kantons. Neben der «Hirtschüür» unterhält der Verein Bauspielplatz die «Häberling»-Scheune (Werkstatt) und – in Miete – das «Zwillikerhaus». Zudem dient die «Hammervilla» als Holzlagerplatz, und sie ist auch mit Feuerstelle und Pizza-Ofen ausgerüstet. (-ter.) Infos unter www.baupspielplatz.ch.

Ein Erinnerungsbild an die Jubiläumsveranstaltung darf nicht fehlen. (Bilder Werner Schneiter)

Der «Gschichte-Fritz» zieht die Kinder in den Bann.

Fischen im Teich – ein Klassiker am Robifest.

Das Hotel «zum Hosenlupf» im Knonauer Uttenberg Auch das Säuliamt spürte das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug Die riesigen Ausmasse des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (Esaf) in Zug machten sich bis ins Säuliamt bemerkbar. Die Stadt Zug empfing neben den 297 Schwingern rund 350 000 Besucher. Einige fanden auf dem Eventbauernhof Stöckweid in Knonau eine Übernachtungsmöglichkeit. ................................................... von martin mullis

Siegermuni «Kolin» bestaunen will, wird vermutlich mehr als einen Tag benötigen und muss sich nach einer Übernachtungsmöglichkeit umsehen. Das Hotelportal «Booking.com» zeigt knapp ein Dutzend Hotels in der Stadt Zug und zusätzlich einige kleinere Unterkünfte in der weiteren Umgebung. Für die drei Tage des Schwingfestes waren diese längst ausgebucht. Ausserdem bewegten sich die Preise der Stadthotels in einem Bereich, welcher das Budget der meisten Fans weit übersteigt.

Gemütliches Massenlager auf Stroh Das grösste Sportfest der Schweiz platzt aus allen Nähten, das Areal ist riesig, allein das Herzstück des Festgeländes, die Zug Arena, bietet 56 500 Personen Platz. Das Budget für das dreitägige Fest der Superlative ist mit 37 Millionen veranschlagt, davon stammen 17 Millionen von Sponsoren. Der Sport der Bösen, das ländlich urchige Volksfest boomt. Die Mundartrocker Göla und Trauffer erhalten in der Stadt mit den tiefen Steuern und den meisten Expats eine ungewohnte Arena mitten in einem Wohnquartier. Ein Fest, das die Schweiz verbindet. Die 56 500 Tickets für die Zuschauerplätze in der Arena wurden mehrheitlich an Sponsoren, Ehrengäste, und Funktionäre vergeben, der Rest ist seit Monaten ausverkauft. Einige davon werden auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preisen angeboten. Wer am Grossanlass die spannenden Kämpfe, den riesigen Gabentempel und den

Der Campingplatz sowie die Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen sind ebenso bereits seit Wochen ausgebucht. Massenunterkünfte in einem Schulhaus in Baar und in einer Turnund Sporthalle waren ebenfalls mehrheitlich belegt. Serge Duperrex, Landwirt auf dem Bauernhof in Knonau und selber ein Schwingerfan, machte aus der Not eine Tugend. Er bot auf seinem Bauernhof rund 120 Schlafplätze an. Auf der «Stöckweid» konnten Campingwagen abgestellt werden und für Zelte hatte es ebenfalls genügend Platz. Zudem war in der offenen Remise ein Massenlager auf Stroh aufgebaut. Duschen und WCs waren vorhanden und für jeden Gast wartete ein üppiges Schwingerfrühstück. Das Fest in Zug konnte mit der S-Bahn ab Mettmenstetten bequem erreicht werden, der Weg zum Bahnhof Mettmenstetten liegt zu Fuss in fünfzehn Minuten

Übernachten im Schlafsack auf Stroh: Patrick, Marcel und Michael (von links) freuten sich auf die Kämpfe im Sägemehl. (Bild Martin Mullis)

Distanz. Natürlich waren die Übernachtungspreise den meist eher schmalen Portemonnaies der Gäste angepasst. Im Durchschnitt kostete eine Nacht im Camper, Zelt oder Stroh rund 50 Franken inklusive Dusche und Frühstück.

Parkende Camper mit Autoschildern aus der ganzen Schweiz Der «Anzeiger» besuchte den Hof «Stöckweid» am Freitagabend. Die Autoschilder auf dem Parkplatz zeigten Kantonswappen aus der ganzen Schweiz. Serge Duperrex, seine Eltern und einige Helfer hatten am frühen Abend

schon alle Hände voll zu tun. Mehr als 50 Personen waren bereits angereist und hatten ihren Camper parkiert, ihre Zelte aufgestellt und im Strohlager lagen ein gutes Dutzend Schlafsäcke. Mindestens 150 Gäste wurden noch erwartet. Der Maurer Michael, Landwirt Marcel und der Schreiner Patrick, alle drei 21 und 22 Jahre alt, hatten ihre Rucksäcke im Strohlager deponiert und erkundeten den Hof. Die drei auf dem Bild zu sehenden Freunde waren aus den luzernischen Gemeinden Geiss und Menznau angereist und freuten sich auf das Fest in Zug. Hinter dem Bauernhaus rauchte ein Grill und unüberhörbar klirrten Weisswein-

gläser und Gelächter und Stimmen belebten das Gelände. Eine 25-köpfige Gruppe, fünf Kinder, fünf Frauen und 15 Männer hatten ein kleines Zeltdorf eingerichtet. Sie waren von Wil SG angereist und pflegten ihre langjährige Tradition, immer am letzten Wochenende im August irgendwo zu wandern und im Zelt zu übernachten. Diesmal hatten sie mit dem Schwingfest in Zug ein aussergewöhnliches Ziel gewählt. Die Familie Junker vom Hof «Freudenberg» in Mettmenstetten richtete für ihren grossen Freundes- und Bekanntenkreis aus dem Kanton Bern ebenfalls eine ähnliche Unterkunftsmöglichkeit ein.


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Dienstag, 27. August 2019

Viele Festfreudige an der Knonauer Chilbi Ein beliebter Anlass für Alteingesessene und Neuzuzüger Trotz des Schwingfests in unmittelbarer Nähe war die Knonauer Chilbi sehr gut besucht. Die Bevölkerung − von Jung bis Alt − genoss den gemütlichen und überschaubaren Anlass, und die Schausteller und Vereine waren zufrieden mit dem Umsatz. ................................................... von marianne voss Nur rund fünf Kilometer entfernt fand das Schwingfest statt mit Hunderttausenden von Besucherinnen und Besuchern aus der ganzen Schweiz – ja, sogar aus der ganzen Welt. Das hinderte die Knonauer nicht, auch dieses Jahr an ihrer Chilbi festzuhalten, obwohl das Datum genau mit dem nationalen Ereignis in Zug zusammenfiel. Das Chilbi-Komitee war aber schon etwas gespannt, ob die Knonauerinnen und Knonauer das Wochenende eher in Zug verbringen oder auf den Stampfiplatz kommen. Sie kamen auf den Stampfiplatz! Bereits der Start am Freitagabend war für die Standbetreiber und Schausteller überraschend – fast rekordverdächtig – gut. Der Umsatz stimmte. Die Dorfbevölkerung blieb ihrer traditionellen Dorfchilbi treu, die jeweils mit ein paar Bahnen und vielen Ständen von den Vereinen nicht unheimlich aufregend, dafür umso gemütlicher und familiärer ist! Dieses Jahr konnten sich die grossen und kleinen Besucherinnen und Besucher wieder auf der Autoscooter-Bahn und auf dem Kinderkarussell vergnügen. Zudem war neu das Action-House Allotria vor Ort, in dem sich Gross und Klein auf den lustigen Parcours mit wackeligen Böden, optischen Täuschungen oder einem Hamsterrad wagten. Festwirt-

Zufriedene Chilbi-Verantwortliche am Eingang vom Action-House Allotria. Von links: Sepp Iten, Esther Breitenmoser, Sepp Moser, Chrigi Risi und Toni Kronenberg. (Bild Marianne Voss)

schaften, Kaffeestübli, Verpflegungsstände sowie verschiedenste Attraktionen von den Dorfvereinen und Institutionen sowie der Confiserie-Wagen von Sepp Moser ergänzten in Knonau wieder das Chilbifest.

Wechsel im Komitee Im Festzelt des Feldschützenvereins und der Männerriege sass am Samstag-

nachmittag das OK zusammen mit dem Koordinator Sepp Moser an einem der Festtische. Alle waren mehr als zufrieden über den Festverlauf und freuten sich, den vergnügten Menschen zuzusehen. Bald stiess auch Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser zu der fröhlichen Gruppe. Und sogleich wurde die Grosszügigkeit der Gemeinde Knonau gelobt: «Ohne die Hilfe der Gemeinde könnten wir die-

ses Boot nicht steuern.» Die Gemeindepräsidentin erklärte dazu: «Wir unterstützen diese alte Tradition im Dorf sehr gerne. Aber ohne die Vereine und den Einsatz des Chilbi-Komitees würde der Anlass nicht funktionieren.» Das Besondere an dieser Chilbi sei das fröhliche Zusammentreffen von Alteingesessenen, Neuzuzügern und ehemaligen Knonauern, die extra für den Anlass herkämen. Und sie ergänzte:

«Übrigens, ich bin seit jungen Jahren immer an unserer Chilbi dabei und ich probiere jeweils auch alle Bahnen aus.» Im Chilbi-Komitee wird es auf nächstes Jahr einen Wechsel geben, denn Chrigi Risi und OK-Präsident Sepp Iten haben sich entschlossen zurückzutreten. Man habe aber bereits Personen für ihre Nachfolge in Aussicht, wurde versichert.

Putschisten, Hochstapler und Wühlmäuse in Aktion Chilbi Bonstetten bei Traumwetter Zwei Chilbitage bei absolutem Traumwetter erlebte Bonstetten. Die Chilbibesucher kamen entsprechend in Scharen und genossen das Fest für Gross und Klein. ................................................... von stefan schneiter Chilbis – das haben diese Veranstaltungen im Freien so an sich – sind auf gutes Wetter angewiesen. Denn nur dann kann man all die Bahnen, Karussells, die Geschicklichkeitsspiele oder das gemütliche Zusammensitzen in den verschiedenen Beizen so richtig geniessen. Und das konnte die Bonstetter Bevölkerung das ganze

Wochenende tun. Auf der Autoscooter-Bahn, diesem Chilbi-Klassiker seit vielen Jahrzehnten, herrschte grosser Andrang durch die jugendlichen «Putschisten», die es lieben, mit ihren Putschautos die Spielkameraden oder die heimliche Schulfreundin oder den -freund immer wieder zu rammen. Wer statt dauerndem Zusammenstossen in gummigeschützten Autoscootern sich lieber in die Höhe arbeitete, konnte dies beim Harassen-Stapeln tun. Die Cevi Bonstetten bot diese Möglichkeit allen Möchtegern-«Hochstaplern». Wer es von den Mädchen oder Knaben auf 20 Kisten schaffte, bevor der wacklige Turm einbrach, gehörte zu den Besten. Viele der kleineren Chilbibesucher genossen die Karussellfahrten, sei es auf

dem klassischen Rösslikarussell oder auf der «moderneren» Version, wo man sich in einem Töff, einem Lkw oder einen schnittigen Rennboliden setzen konnte. Als richtiggehende Wühlmäuse konnten sich die kleinen Chibibesucher in der Wühlkiste der Pfadi Albis und Felsenegg betätigen. Innerhalb von drei Minuten galt es dort, inmitten einer Unmenge von Schaumstoffen fünf Stofftiere herauszusuchen, was bei Erfolg mit einem Preis honoriert wurde. Die 2bis 8-Jährigen konnten auf einer kleinen Eisenbahnanlage, die der Familienclub Wettswil-Bonstetten aufgestellt hatte, mittels Handkurbeln auf Draisinen ihre Runden drehen. Wer lieber seine Reaktionsschnelligkeit testete, hatte dazu Gelegenheit beim Stand des TSV Bonstetten, wo es darum ging, eine durch ein Rohr herabschiessende Baumnuss mit einem Gummihammer zu zertrümmern. Statt einer

schnellen Hand war beim Luftgewehrschiessen des FSV-Bonstetten eine ruhige Hand gefragt, um möglichst viele der fünf Schüsse im Zentrum der Schiessscheiben zu platzieren.

Raclette im Sommer - warum nicht? Chilbibesucher, die es gern etwas ruhiger angehen lassen, verlegten sich mehr auf das Kulinarische. Deutschschweizer neigen ja nicht dazu, im Sommer sich dem Raclette oder dem Fondue hinzugeben. Im Beizli des Clubs der Töff-Fründe Bonstetten konnte man sich eines Besseren belehren lassen und feststellen, dass ein Raclette bei warmen Temperaturen ausgezeichnet schmecken kann. Wen es danach nach Kaffee und Kuchen gelüstete, der konnte diese im gemütlichen Chilbi-Kafi der Landfrauen im Rigelhüsli geniessen.

Neuer Laden ganz ohne Personal Die Chilbi Bonstetten am vergangenen Wochenende nahm die Metzgerei Steiner zum Anlass, ihren neuen Selbstbedienungsladen zu öffnen. Gleich neben dem Dorfplatz, an der Burgwies 1-3, steht der neue Laden, der ganz ohne Personal auskommt. Wer einkauft, scannt die Produkte selber an der Kasse ein und bezahlt mit Kreditkarte, Bargeld wird nicht akzeptiert. Sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über, ist der Laden täglich von 8 bis 22 Uhr offen. Zu kau-

Beliebt bei kleinen Chilibesuchern: Das Verkehrskarussell. (Bilder Stefan Schneiter)

fen gibt es die wichtigsten Lebensmittel des täglichen Bedarfs, meist aus der Region. Dazu zählen bei der Metzgerei Steiner, die nach Wettswil ihren zweiten Laden im Knonauer Amt eröffnet, natürlich viele Fleischprodukte. Daneben gibts auch Tiefkühlbrot, Milchprodukte, Eier, Glace, Chips, Gewürze und Getränke. Getränke allerdings nur alkoholfreie, da in einem Laden ohne Personal auch keine Alterskontrollen bei Jugendlichen möglich sind . (sts)

Für Menschen mit Drang nach Höherem: Harassen-Stapeln.


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Dienstag, 27. August 2019

Der einzige Grossviehhalter im einst bäuerlichen Wettswil Bauern im Knonauer Amt – Serie (2) Seit 1748 leben die Trachslers in Wettswil. Im einstigen Bauerndorf ist er mittlerweile der einzige Grossviehhalter – mit 30 Mutterkühen und einem Muni, 30 Hühnern und einem Hahn, sowie an die 30 Schafen als «Rasenmäher».

Tieren sei. Rund 30 Hühner nennt er noch sein eigen, ein Hahn, an die 30 Schafe als «Rasenmäher».

Früh auf, zeitig Feierabend

................................................... von marianne von arx Traugott Trachsler holt mich mit seinem Personenwagen am Bahnhof Wettswil/Bonstetten ab. Der 54-Jährige ist der einzige Grossviehhalter von Wettswil, in dessen Gemeinderat er als parteiloser Tiefbau- und Werkvorstand wirkt. «Ich will nicht Parteipolitik in den Gemeinderat tragen», erklärt er dazu. Wir fahren durch weite Wiesen, an Wäldern vorbei zu seiner Wohnstätte im Grüt, 20 Hektaren sind sein eigenes Land, 45 Hektaren hat er gepachtet und bewirtschaftet sie auch. Ein Drittel der gesamthaft 65 Hektaren sind Naturschutz- und Ökoflächen des Kantons. 1950 hatte das einst ländliche Bauerndorf Wettswil noch 289 Einwohner, heute zählt es 5300 und ist ganz und gar kein Bauerndorf mehr. Es ist steuergünstig und zieht natürlich viele gut betuchte Städter an. Traugott Trachsler betont, ursprünglich Zürcher Oberländer zu sein, aber schon seit 1748 leben die Trachslers in Wettswil.

Traugott Trachsler bewirtschaftet in Wettswil einen Hof mit 65 Hektaren. (Bild zvg.)

Später sitzen wir unter dem viel Schatten spendenden Apfelbaum – welche Wohltat – nah beim grossen, weissen Haus, in dem die Familie lebt. Noch drei weitere – jetzt vermietete – Häuser, darunter das Stammhaus der Trachslers mitten im Dorf, gehören zu den 65 Hektaren. Traugott Trachsler

hat eine Schwester und drei Brüder. Als Jüngster übernahm er im Alter von 20 Jahren den Betrieb, «das Heimet», wie er sich ausdrückt. Zwei Brüder sind im Aargau als Landwirte tätig. Traugott Trachsler hat 30 Mutterkühe und einen 1800 Kilo schweren französischen Charolais Muni, den ich allein in seinem Revier sehe. Seine Einsamkeit tut mir laienhaft irgendwie leid, aber Trachsler meint leicht ironisch: «Er hat dreissig Frauen.» Die

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ämtler kantonsräte meinen

30 Mutterkühe und ein Muni

«Das Leben ist ein Fest» Sommerfest in Rifferswil zum 1000-Jahr-Jubiläum, «Anzeiger» vom 20. August. Die Rifferswiler Bevölkerung weiss zu festen und geniessen. Traf man doch etliche Besucher an allen drei Tagen, das heisst bereits am Freitagabend beim köstlichen Strudelessen (Poushe Aeugstertal) und bei der Freiluft Filmvorführung. Matthias Plenk wählte zum Auftakt sehr passend zum Thema Vorbereitung eines Festes die französische Gesellschaftskomödie «Das Leben ist ein Fest» von Olivier Nakache und Eric Tolédano 2017. Ein Genuss sondergleichen. Am Samstag genossen vor allem die Kinder den bestbekannten Film «Mein Name ist Eugen» von Michael Steiner 2005. Auch diese zwei Veranstaltungen kamen nur dank freiwilliger Helferinnen und Helfer zustande. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön, ganz besonders den vielen Kindern und Jugendlichen, die sich unermüdlich ins Zeug legten. Ursula Grenzebach, Rifferswil Ein Leserbrief muss mit Absender, Adresse und Telefonnummer versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen. (Red.)

Kälber dieser «dreissig Frauen» bleiben zehn Monate bei der Mutter, sind zutraulich, möchten gestreichelt werden, dann gehen sie den Weg allen Fleisches. Trächtig sind die Kühe allem Anschein nach fast immer, 24 bis 26 Jungtiere seien noch nicht geboren, bestätigt Trachsler. Natürlich gibt es noch verschiedenste andere Tiere, er leide unter Stressfaktoren, gibt Trachsler zu bedenken, wenn er nicht bei seinen

Wir bemerken: In Trachslers Betrieb gibt es sehr viel zu tun – und doch beschäftigt er keine Festangestellten, sondern ausschliesslich Aushilfen, oft junge Leute. Aber er hat ein Credo: Im Sommer wird um sieben Uhr, im Winter um sechs Uhr aufgestanden – um 17 Uhr sollte nicht weiter gearbeitet werden. Manchmal aber ist er selbst trotz des Credos bis spät aktiv. Doch er leistet sich auch etwas Erholung in seinem Rustico im Tessin, zu dem er eine Dreiviertelstunde zu Fuss gehen/steigen muss. Dort weilte er zum Beispiel kürzlich über ein Wochenende mit seinem 18-jährigen Sohn, der eine Lehre als Metallbauer macht. Seine «zwei Frauen», Gattin und 14-jährige Tochter, hielten sich derweil in der Türkei auf. Die Stellvertretung für den Betrieb zu Hause sei selbstverständlich gewährleistet gewesen. Bis vor acht Jahren verkaufte Traugott Trachsler Arbeitskleider, vor allem für in der Landwirtschaft Tätige. Er hatte seine Stammkunden. Im Winter bietet er Christbäume aus den eigenen Kulturen an. Kürbisse, Äpfel und Holunderblütensirup sind hier auch zu haben. Seine Frau offerierte mir unter dem Apfelbaum gastfreundlich ein grosses Stück selbstgebackenen Heidelbeerkuchen. Von den Landwirten, die ich bis dato kennengelernt habe, sind einige sehr geduldig, schreiten weiter mit der doch sehr umwälzenden Moderne, diskutieren gerne über Themen, die Hand und Fuss haben. Von der Natur verstehen sie meistens mehr als ein Städter sich vorstellen kann.

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Weitere Runde im Steuer-Karussell Über die Umsetzung der Steuervorlage wird im Kanton Zürich am 1. September abgestimmt. Wenig wurde darüber diskutiert – haben wir nicht bereits alles durchgewinkt? Tatsächlich haben wir es bei der eidgenössischen Abstimmung im Mai über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung den Kantonen überlassen, angemessene Anreize für lokale Firmen zu schaffen, damit sie am Ort bleiben, auch wenn nun internationale Steuerstandards eingehalten werden müssen. Die bürgerlichen Parteien machen grosse Versprechungen für die kommende Steuerabstimmung: «massvoll entlasten – alle gewinnen». Dabei streuen sie den Stimmberechtigten Sand in die Augen. Der Kantonsrat hätte es in der Hand gehabt, diese Steuerreform massvoll umzusetzen. Tatsächlich jedoch schöpft die Steuervorlage, über die wir am Sonntag abstimmen, lediglich alle Möglichkeiten aus, für die Konzerne die Steuern maximal zu reduzieren; einen sozialen Ausgleich für die massiven Steuersenkungen sucht man vergebens. Der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen wird weiter angeheizt. Gewinner gibt es dabei keine – es verlieren alle, Gemeinden, der Kanton und alle, die noch Steuern zahlen müssen, das ist insbesondere der Mittelstand. Wir stimmen nein, damit der Kantonsrat eine ausgewogenere Vorlage ausarbeiten muss! SP Bezirk Affoltern

Quo Vadis Bonstetten 2030

Bereits erschienen: Markus und Anna Gerber, Hausen: «Der schönste Beruf der Welt», 10. Mai.

Gemeinderat Markus Reich. (Bild zvg.)

Daniel Sommer (EVP, Affoltern)

Über den Tellerrand hinaus Aufgewachsen auf einem Bauernhof habe ich viele schöne Erinnerungen an meine Kindheit. Und obwohl es immer anzupacken galt, hatte ich auch viele Freiheiten. Baumhütten bauen gehörte ebenso dazu wie das Hacken auf dem Zuckerrübenfeld. Immer dabei war auch der Hofhund Bobby, der lautstark mithalf, wenn die Kühe auf die Weide sollten. Der Umgang mit Tieren und die Arbeit auf dem Feld prägten damals meine Beziehung zur Natur. Als Bauernsohn weiss ich genau, woher unser Essen kommt und wie wichtig eine intakte Umwelt für uns und unsere Kinder ist. Auf unserem Hof war immer viel los, und am Mittagstisch sassen oft Pflegekinder, Saisonniers und Verwandte. Besonders gefreut habe ich mich immer, wenn ich Hackbraten und richtigen Kartoffelstock auf dem Teller sah. Weniger Begeisterung löste der Blick auf den «Ämtliplan» aus, wenn Abräumen und Abwaschen aufgeführt waren. Meine Mutter erklärte mir aber früh, dass Gerechtigkeit eng mit Klarheit zusammenhängt. Und seither

habe ich verinnerlicht, dass Regeln fürs Zusammenleben wichtig sind. Diese unersetzbaren Erfahrungen aus meinen jungen Jahren führten zu Werten, die heute auch die Grundlage für meine Politik bilden. Meine Mutter darf zu Recht stolz sein, dass sie mir damals beibrachte, Verantwortung für mein Tun und Lassen zu übernehmen. Wenn wir über unseren gefüllten Tellerrand hinausblicken, bedeutet verantwortungsvolles Handeln auch, bei Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen nicht wegzusehen. Selbst wenn patriotische Gefühle den Blick manchmal trüben. Aber für selber verursachte Schäden müssen eben auch Schweizer Konzerne geradestehen. Doch wie uns Kindheitserlebnisse lehren, ist das mit der Freiwilligkeit so eine Sache. Oder haben Sie sich, liebe Leserinnen und Leser nach vorne gedrängelt, wenn es ums Abwaschen und Putzen ging? Damit auch Unangenehmes erledigt wird, braucht es oft verbindliche Regeln. Und genau sol-

che fordert die Konzernverantwortungsinitiative für die Wirtschaftswelt. Wer beim Rückwärtseinparken eine Delle im Auto des Nachbarn hinterlässt, stiehlt sich nicht klammheimlich davon, sondern kommt für den Schaden auf. Warum soll das bei Konzernen anders sein, wenn sie Flüsse vergiften oder auf Kinderarbeit setzen? Ich kann das Zetermordiogeschrei einzelner Grosskonzerne gegen klare Regeln jedenfalls nicht verstehen. Zumal ja die meisten Unternehmen von dieser Initiative gar nicht betroffen sind, wenn sie anständig wirtschaften. Ich möchte am Glauben festhalten, dass unser Erfolgsmodell Schweiz und unser Wohlstand auch auf Werten wie Anstand und Verantwortung beruhen. Denn auf solche Werte bin ich stolz. Die Konzernverantwortungsinitiative stellt sicher, dass künftig niemand mehr diese Werte mit Füssen tritt. Ein «Ämtliplan» für die grossen Konzerne ist bestimmt nicht zu viel verlangt, wenn man über den Tellerrand hinausblickt.

Wahlapéro mit Gemeinderat Markus Reich und Nationalratskandidat Marc Bochsler. Die Sommerferien sind vorbei. Die nationale Politik wird uns vermutlich in nächster Zeit täglich beschäftigen. Auch in Bonstetten starten wir mit dem nächsten Wahlapéro für alle. Als Gast dürfen wir Gemeinderat Markus Reich begrüssen. Nachdem die Bevölkerung im Januar an einem Workshop Ideen, Wünsche und Anregungen vorschlagen durfte, befasste sich der Gemeinderat an einer Klausur mit den Auswertungen; eine erste Info hat schon stattgefunden. Unterdessen sind die Arbeiten weitergegangen. Uns allen stellen sich bestimmt noch viele Fragen. Wie z.B: Wird im Heumoos ein Schwimmbad gebaut? Wie weit ist die Fusion mit der Gemeinde Wettswil fortgeschritten? Wird das Gemeindehaus abgerissen? Diese und weitere Fragen wird Gemeinderat Markus Reich am Sonntag, 1. September, bestimmt kompetent beantworten können. Anschliessend wird sich Marc Bochsler (SVPNationalratskandidat aus Wettswil) vorstellen. Das Riegelhüsli ist ab 10.30 Uhr offen, und Markus Reich beginnt um 11.30 Uhr mit seinen Ausführungen. Für Speis und Trank ist gesorgt. SVP Bonstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

Streiken fürs Klima

Schlecht belohnt

Am 31. August soll in Affoltern die erste Ämtler Klimademo stattfinden. > Seite 13

An der Volleyball-EM steht die Schweiz nach drei Spielen noch ohne Satzgewinn da. > Seite 15

Dienstag, 27. August 2019

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Fussball-Heimsiege Wettswil-Bonstetten setzt sich gegen Eschen/Mauren 2:1 durch, Affoltern bodigt Wiedikon 2:0. > Seite 19

Die gute Seele vom Samstagmarkt in Affoltern geht in Pension Lotti Ziegler steht seit 16 Jahren bei jedem Wetter hinter dem Verkaufsstand auf dem Marktplatz Lotti Ziegler hält ihre zum grossen Teil selbstgefertigten Produkte auf dem Samstagmarkt in Affoltern feil. Der Grund für die Schliessung ihres Marktstandes nach 16 Jahren sind Altersgebresten und ein sehr magerer Umsatz. Die 77-jährige wird den Kunden und den anderen Händlern am Samstagmarkt fehlen.

Seit 16 Jahren steht Lotti Ziegler jeden Samstag bei Wind und Wetter auf dem Kasinoplatz an ihrem Stand und bietet ihre gediegenen Produkte feil. Sie kann sich natürlich noch sehr gut an frühere Zeiten erinnern, als der Samstagmarkt noch in den Holzunterständen hinter und neben dem alten Kasino stattfand. «Es gab Zeiten, da habe ich noch ziemlich gut verdient», erinnert sie sich mit einem lachenden Gesicht. Heute sei das aber nicht mehr der Fall, seufzt sie. Um ihre Gesundheit stehe es leider auch nicht mehr zum Besten, sagt Lotti Ziegler und deutet auf ihre Gehhilfen. Auch sei in den letzten Zeiten ihr Umsatz massiv gesunken, es gäbe Samstage, wo sie kaum das Standgeld verdiene, klagt sie. Ein kleines Plakat an ihrem Verkaufsstand kündet nun die Geschäftsaufgabe auf Ende Oktober an.

Lotti Ziegler empfängt am regnerischen Samstagmorgen den «Anzeiger» mit einem fröhlichen «Grüezi» und einem breiten Lachen. Die gutgelaunte Rentnerin hat in ihrem Leben schon vieles erlebt, aber auch sehr vieles erreicht. Die gelernte Schneiderin hat ihr berufliches Tätigkeitsfeld immer wieder grundlegend verändert. Als stellvertretende Filialleiterin bei Coop hatte sie genauso Erfolg wie in einigen anderen Arbeitsstellen.

Rechnung geht nicht mehr auf Im Alter von 40 Jahren machte sie ihr leidenschaftliches Hobby zum Beruf. Sie absolvierte eine Musikausbildung für die Instrumente Akkordeon, Orgel

Sie wird vielen fehlen

Ausverkauf auf dem Samstagmarkt in Affoltern: Lotti Ziegler schliesst ihren Marktstand. (Bild: Martin Mullis) und Keyboard und arbeitete 20 Jahre erfolgreich als selbstständige Musiklehrerin. Die geistig überaus vife

Schweizer Weine von hochdekorierten Weingütern in Mü’s Vinothek Das Weingut Grillette Domaine De Cressier gehörte 2018 auf der Liste von Gault Millau zu den Top 125. Auf 20 Hektaren pflegt das Weingut an den sanft abfallenden Hügeln zwischen Neuenburger- und Bieler-See eine grosse Vielfalt an unterschiedlichen Rebsorten. Besitzer Matthias Tobler und die Betriebsleiterin Annie Rossi haben das Weingut in kurzer Zeit in eine vielversprechende Zukunft geführt. Was die Domaine Grillette besonders auszeichnet, sind ungewöhnliche Sorten und der biodynamische Rebbau. Annie Rossi hat in einem Interview gesagt, auf den Pinot Noir «Graf Zeppelin» sei sie besonders stolz. Am Grand Prix du Vin Suisse 2018, einer der drei wichtigsten Weinverkostungen unseres Landes, belegte der «Noble Weisse» vom Weingut Nadine

Annie Rossi, Domaine Gillette.

Saxer, Neftenbach, den ausgezeichneten 3. Platz. Der acht Hektaren grosse Familienbetrieb an bester Lage im Winterthurer Weinland pflegt einen naturnahen Rebbau. Mit viel Handarbeit und Leidenschaft entstehen ausgezeichnete Weine. Das Weingut ist seit der Gründung durch Jürg Saxer in den 1990er-Jahren ein Familienbetrieb. Heute führt es Tochter Nadine mit Ehemann Stefan Gysel und einem Team fachkundiger Mitarbeiter. Neben der Qualität der Weine tragen auch eingängige Namen wie «Nobler Weisser» und «Nobler Blauer» zum Erfolg des Gutes bei. (pd.) Verkostung in Mü’s Vinothek, Freitag, 30. August, 18-20 Uhr und Samstag 31. August, 10-15 Uhr. Obfelderstrasse 1, Affoltern. Tel. 044 776 31 15. info@mues-vinothek.ch. Degustationsliste zum Downloaden auf www.mues-vinothek.ch.

Nadine Saxer, Weingut Saxer. (Bilder zvg)

Rentnerin wohnt in Hedingen, pflegt ihren Garten und stellt mit grosser Begeisterung Strickwaren her. Zusätz-

lich bearbeitet und verziert sie allerlei Gegenstände mit Perlennäherei und produziert Liköre und Sirups.

Lotti freut sich auf die neu gewonnene Freizeit und wird neben dem Musizieren auch das Spielen in einer Jassgruppe geniessen. Einige der Marktkolleginnen und -kollegen beteuern, dass ihnen «ihr» Lotti auf dem samstäglichen Markt fehlen werde. (mm)

Gartenmöbel zum Schnäppchenpreis

Finetra: Zehn Tage Ausverkauf vom 27. August bis 7. September Die Finetra AG in Affoltern bietet vom Dienstag, 27. August, bis Samstag, 7. September, wieder Gartenmöbel zu Vorzugspreisen. Interview mit Finetra-Geschäftsführer Besim Bulica. «Anzeiger»: Ihr Gartenmöbel-Ausverkauf hat Tradition. Sind es Ladenhüter, die mit Schnäppchenpreis zum Verkauf stehen? Besim Bulica: Nein, es ist keinesfalls alte Lagerware, die zum Ausverkauf steht. Sämtliche Schnäppchen sind ausschliesslich aktuelle, hoch qualitative Möbel wie Tische, Stühle, Sessel, Lounges und Sonnenschirme – darunter auch Einzelstücke. Und diese gibt es mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent? Richtig, denn das Einlagern von Gartenmöbeln zum Überwintern ist kostenintensiv und braucht Platz. Was wir diesbezüglich durch den Ausverkauf einsparen können, geben wir daher lieber als Rabatte von bis zu 50 Prozent auf unser reguläres Sortiment an unsere Kundschaft weiter. «Gefällt mir, will ich, bekomme ich – sofort!», lautet Ihre Devise bei Ausverkäufen. Weshalb? Ja, exakt so läuft unser Gartenmöbel-Ausverkauf: Der Kunde kommt, guckt und wenn ihm etwas gefällt, kann er das gute Stück gleich erstehen

Besim Bulica vom Affoltemer Fachgeschäft für Gartenmöbel und Schlafkomfort Finetra an der Zürichstrasse 130, zersägt zum Gartenmöbel-Ausverkauf vom 27. August bis 7. September die regulären Preise. (Bild zvg) oder auch sofort mitnehmen. Dazu kommt, dass bei Selbstfahrern der Lieferbus (bis 25 km Distanz) oder auch die Lieferung durch unsere Spezialisten sowie das Aufstellen oder die allfällige Montage ebenfalls kostenlos sind.

Kein Problem. Aus Anlass des grossen Gartenmöbel-Ausverkaufs gewähren wir genauso Vorzugspreise für «himmlisches Schlafen».

Und wenn jemand beim Ausverkaufsbesuch statt Gartenmöbel etwas aus Ihrer Schlafkomfort-Kollektion haben möchte ...?

Affoltern. 27. August bis 7. September. Öffnungszei-

Interview: Urs E. Kneubühl Gartenmöbel-Ausverkauf. Finetra, Zürichstrasse 130, ten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 18.30 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr.


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Gewerbe

Hammerübergabe bei «Hornbach»

Fabian Metzger neuer Profikundenberater

Dienstag, 27. August 2019

Elegante, langlebige Blattschönheiten Farntag am Sonntag, 1. September, ab 10 Uhr in Rifferswil Am kommenden Sonntag, 1. September, stehen bei Blattgrün – Gärtnerei im Park und im Park Seleger Moor – die Farne im Mittelpunkt. Mit Führungen, Kurzvorträgen und in Diskussionen erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Welt der Farne und ihrer Begleitpflanzen.

Klaus Wolf (rechts) übergibt den Hammer symbolisch an seinen Nachfolger Fabian Metzger. (Bild zvg.)

Fabian Metzger übernimmt die Betreuung der gewerblichen Kunden bei Hornbach Affoltern. Per Anfang September tritt er die Nachfolge von Klaus Wolf an, der den ProfiService in Affoltern seit der Hornbach-Eröffnung im April 2018 aufgebaut hat. Mit dem Profi-Service bietet der Baumarkt Hornbach in Affoltern eine Dienstleistung, die sich an professionelle Handwerker und Gewerbetreibende richtet und ihre speziellen Bedürfnisse und Anforderungen abdeckt. Der Profikundenbetreuer ist der persönliche Ansprechpartner für Gewerbekunden, um ihnen schnell und

unkompliziert bei der Lösung ihrer Probleme behilflich zu sein. Das umfasst unter anderem Abklärungen über die Verfügbarkeit oder Eigenschaften von Produkten, Vorbereitung von kurzfristigen Bestellungen zur Abholung oder Auskünfte rund um Rechnungsstellung oder Warenretouren. Fabian Metzger arbeitet seit der Einrichtung und Eröffnung im Markt Affoltern und ist deshalb mit dem grossen Sortiment und den speziellen Anforderungen der Profikunden bestens vertraut. (pd.) Hornbach Baumarkt AG, Obfelderstrasse 37, Affoltern. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 7 bis 20 Uhr, Samstag, 7 bis 18 Uhr. Telefon 044 204 40 00. www.hornbach.ch.

Wer Farne im eigenen Garten stehen hat, lobt ihre Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Eleganz. Nicht zu vergessen – und für viele Gärtnerinnen und Gärtner wichtig: Sie sind ausgesprochen pflegeleicht, sofern es sich um winterharte Freilandfarne handelt. Am diesjährigen Farntag werden einheimische Arten in den Vordergrund gerückt, aber auch robuste, bewährte Farne aus ähnlichen Klimazonen. Die Führungen starten um 10.30 und 14 Uhr im Park Seleger Moor, gehen durch den Farngarten und durch den Hinterausgang in den Park der Gärtnerei Blattgrün. Hier werden Kombinationen gezeigt, also wie Farne und andere Stauden zusammen gepflanzt werden können. An Infoständen informieren die Farnfreunde der Schweiz und verkaufen Fachliteratur. Die beiden Spezialisten von Farnwerk, Härkingen – Michael und Maria

Gewinnen durch Verlieren

Individuelles Training in der Natur mit Personal-Coach Sarah Voit Sarah Voit geht auf individuelle Wünsche ein, so gewinnen Kunden zum Beispiel dank Gewichtsverlust wieder an Fitness, Freude und Selbstvertrauen. «Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe», erklärt Sarah Voit und sie fügt hinzu: «Hat sich jemand entschieden, eine Veränderung anstreben zu wollen, ist der wichtigste Schritt getan. Allerdings folgt dann noch die Realisierung.» Voit unterstützt und motiviert Leute, die sich und ihrem Körper Gutes tun wollen. Ein typisches Beispiel sei, dass übergewichtige Leute Kilos loswerden möchten, den Gang ins Fitnesscenter jedoch scheuten. So können Gleichgesinnte in einer Gruppe, im sogenann-

ten Bootcamp, gemeinsam trainieren. Die Übungseinheiten finden an beliebigen Orten in der Natur statt, einfach in der Umgebung des Bezirks Affoltern. Personaltrainerin Voit bietet auch das 1:1-Coaching an. «Möchte jemand ganz alleine trainieren, ist das selbstverständlich kein Problem. Da kann ich noch spezifischer auf die Ziele und Vorstellungen eingehen.» Weiter betont sie, dass der Mensch für das Durchhalten beim Erreichen eines persönlichen, herausfordernden Ziels psychische Stärke brauche. Ein Mentalcoach sei dabei sehr hilfreich, um Einstellung, Überzeugung und Denkprozess zu fördern. «Auch der Kopf muss bereit sein, eine Veränderung zu realisieren.» Ihr neues Projekt heisst «Gewinnen durch verlieren – Outdoor-Body-Werkstatt by Personalcoach Sarah Voit».

Die Menschen bewegen Die verheiratete, dreifache Mutter Voit ist seit über zwei Jahren selbstständig. Als sie einst in Schlieren ein Center für gesundes Krafttraining mitleitete, kam ihr irgendeinmal das Persönliche, Zwischenmenschliche zu kurz. So beschloss sie, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Nach vielen Kursen und Schulen erarbeitete sie sich Diplom-Titel unter anderem als Fitnesstrainer Safs, Workouttrainer, Cardiotrainer, Ernährungstrainer, Rückenrehaund ExtremitätenBetreuerin und Bootcamp. «Ich möchte die Menschen bewegen, und das nicht nur wortwörtlich», lacht die fitte Personaltrainerin und Sport-Mentalcoach, «auch bewegen im Sinn von ermuntern und anspornen, sich zu überwinden, um Gutes für die eigene Gesundheit zu tun.» Und wichtig sei natürlich auch noch die Kombination von Bewegung mit der Ernährung.

Farne gelten als ausgesprochen pflegeleicht. (Bild zvg.) Schneider – präsentieren besondere Farne für besondere Standorte. Ein grosses Sortiment an robusten Farnen in verschiedenen Grössen stehen zum Verkauf. Ausserdem wird ein umfangreiches Sortiment an Schattenstauden wie Funkien, Gräser oder Blütenstauden angeboten, um Bereiche unter Gehölzen vielfältig zu bepflanzen. Freundinnen und Freunde blühender Pflanzen kommen nicht zu kurz, auch für sonnige Bereiche gibt es eine grosse Auswahl an Arten und Sorten. Zahlreiche Fachleute beraten Interes-

sierte an diesem Sonntag. Feine süsse und salzige Kuchen von Rebecca Brodbeck verlocken zum kulinarischen Genuss. Die kleine Festbeiz ist geschützt vor Regen und Sonne. (pd.) Farntag am Sonntag, 1. September, 10 bis zirka 16.30 Uhr mit Blattgrün– Gärtnerei im Park, Park Seleger Moor, Farnfreunde der Schweiz und Farnwerk, Härkingen. Die Führungen starten um 10.30 und 14 Uhr, (Treffpunkt: Eingang Park Seleger Moor) und enden bei der Gärtnerei Blattgrün, Rifferswil. Infos: www.gaertnerei-blattgruen.ch und www.selegermoor.ch.

Expertentipps rund um den Hausverkauf

Vortrag der Hegglin Group am 29. August Am Donnerstag, 29. August, findet im «Zugorama» in Zug das Referat «Wie ich meine Immobilie bestmöglich verkaufe» statt. Ausserdem gibts Tipps und Erfahrungsberichte rund um einen erfolgreichen Verkauf. Wenn es um das Eigenheim geht, kann man nicht früh genug beginnen, sich Gedanken zu machen, welche Optionen sich bezüglich des Umgangs mit der eigenen Immobilie anbieten. Wie ist vorzugehen, wenn man das Haus oder die eigene Wohnung verkaufen will? Oder möchte man unbedingt in der Immobilie wohnen bleiben und gleichzeitig die finanzielle Unabhängigkeit wahren? Der Verkauf der eigenen Immobilie ist weitaus komplexer als eine einfache Inserateschaltung im Internet.

Es gibt verschiedene Szenarien, die je nach Situation die individuell beste Lösung anbieten. Im Vortrag zum Thema Immobilienverkauf werden Tipps und Erfahrungsberichte gegeben, die für einen erfolgreichen Verkauf von grosser Wichtigkeit sind. Interessierte, die wissen möchten, worauf sie beim Verkauf ihrer Immobilie achten müssen und wo mögliche Fehler im Verkaufsprozess lauern, sind herzlich zum Referat «Wie ich meine Immobilie bestmöglich verkaufe» eingeladen. Dieses findet am Donnerstag, 29. August, um 18 Uhr im Zugorama V-ZUG AG statt. Der Vortrag ist kostenlos. (pd.) Hegglin Group AG, Baarerstrasse 112, Zug. Telefon 041 755 00 01, www.hegglingroup.ch, E-Mail: info@hegglingroup.ch. Ansprechperson: Christine Hegglin Schorderet, ch@hegglingroup.ch, 041 755 00 01.

Auspowern oder Wohlfühl-Einheit Kunden können ihre Vorstellungen und Ziele bei einem ersten kostenlosen Beratungsgespräch mitteilen – zum Beispiel auf einem unbeschwerten Spaziergang. Voit besticht mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und der Gabe, kreativ auf die persönlichen Anliegen einzugehen. Stets in ihrem Auto dabei hat sie ihr sogenanntes Equipment, bestehend aus beispielsweise Kettleball, Slamball, Sypoba, Springseil, Slackline, Mini- und Powerband oder Battlerobe. «Genügend Material, um so richtig Gas zu geben – oder aber auch einfach nur als gemässigte Wohlfühl-Einheit», schmunzelt die sympathische Powerfrau. (kakö) Personalcoach Sarah Voit, Telefon 079 275 25 10,

Trainieren in der freien Natur mit Personalcoach Sarah Voit. (Bild Kaspar Köchli)

info@sarahvoit.ch. Weitere Informationen auf www.sarahvoit.ch.

Gerüstet für die kalte Jahreszeit Der Joner Familienclub lädt am 13. und 14. September zur Kinderkleiderbörse im Mehrzweckraum des Primarschulhauses Säntis in Jonen. Die Hitzewelle ist vorbei. Noch will zwar niemand an Kälte denken, doch schon bald wird es wieder kühler. Die Herbst- und Winterbörse in Jonen (Jokibo), findet im Mehrzweckraum des Primarschulhauses Säntis statt – wie immer mit Verkäuferinnen und Besucherinnen aus dem Bezirk Affoltern. Angeboten werden saubere, ganze und zeitgemässe Herbst- und Winterkinderkleider, Schuhe, komplette Spielwaren, Bücher, CDs, Schlitten, Ski und Snowboards, Ski-, Snowboard-

und Schlittschuhe, Hochstühle, Kinderwagen und vieles mehr. Die Cüpli-, Kaffee-und-Kuchenbar lädt nach dem Shoppen zum Verweilen und zu netten Gesprächen ein. Am Samstagvormittag findet wieder der Kinderflohmarkt statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre mitgebrachten Spielsachen von 9.30 bis 11.30 Uhr auf dem Pausenplatz selber zu verkaufen oder zu tauschen. Für den Flohmarkt ist keine Anmeldung erforderlich. (GuN) Jokibo-Börse am Freitag, 13. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, und am Samstag, 14. September, 9.30 bis 11.30 Uhr, Mehrzweckraum Primarschulhaus Säntis, Jonen. Infos unter www.joner-familienclub.ch. Anmeldung zum Verkauf bis zum 10. September an jokibo@joner-familienclub.ch


Veranstaltungen

Dienstag, 27. August 2019

Tipps von Buchfans Lese(r)café am 3. September in der Bibliothek Wettswil Am Dienstag, 3. September, um 9 Uhr treffen sich interessierte Leserinnen und Leser in der Bibliothek Wettswil. In einer gemütlichen Runde bei Kaffee und Gipfeli werden Buchtipps ausgetauscht. Das Lese(r)café findet bereits zum dritten Mal statt. Allen bisherigen Besucherinnen hat der Austausch untereinander sehr gut gefallen. Geleitet wird das Lese(r)café dieses Mal von Eva Hauri. Sie ist in der Bibliothek für den Einkauf der neuen Romane für die Erwachsenen zuständig und hat ein paar Leckerbissen aus den Neuerscheinungen für die Besucher herausgesucht. Zum Beispiel den Roman «Für eine kurze Zeit waren wir glücklich» von William Kent Krueger. «Ein Roman, der das Leben seines Erzählers und seiner Leser gleichermassen verändert», meint ein Kritiker in der Kirkus Reviews. Die Homepage der Bibliothek hat seit 19. August ein neues Erscheinungsbild. Neu ist die Homepage auch auf mobilen Geräten gut lesbar. Interessierte können sich über die Homepage für den News- und Eventletter der Bibliothek anmelden und erhalten

Eva Hauri leitet das dritte Leser(r)café in Wettswil. (Bild zvg.) damit auch immer die aktuellsten Medientipps der Bibliothekarinnen. Am nächsten Wochenende findet in Wettswil das «40er-Fäscht» statt. Die Bibliothek ist am Samstag, 31. August, durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15.30 Uhr erzählt die Bibliothekarin Karin Auf der Maur zu Bildern auf der Leinwand die Geschichte von Armstrong – die abenteuerliche

Reise einer Maus zum Mond. Willkommen sind alle Kinder ab 4 Jahren. Für die grösseren Kinder und Jugendlichen stehen bis Ende August zwei Kuti-Spielkonsolen zum Spielen und Quizzeraten während der Öffnungszeiten der Bibliothek zur Verfügung. (pd.) Lese(r)café, Dienstag, 3. September, 9 Uhr, Bibliothek Wettswil.

Ein Leben in Bildern

Atelierhaus-Filmevent über das Werk des Kunstmalers GeGessler Am Samstag, 7. September, ab 17 Uhr findet im Atelierhaus in Ottenbach eine Filmvorführung über den Ottenbacher Künstler GeGessler statt. Die Ausstellung Farbenwelten in Männedorf liegt bereits einige Wochen zurück. Beim damaligen Konzertanlass stellte sich das Musikerduo aus Tübingen nicht nur zur Verfügung, ein tolles Konzert zu spielen: Während ihres Aufenthalts im GeGe-Atelierhaus war ihre Begeisterung so gross, dass sie spontan einige Filmaufnahmen machten, aus welchen zwei kurze Dokumentarfilme entstanden. Diese sollen nun erstmalig gezeigt werden. Hierbei werden nicht nur Freunde der bildnerischen Kunst, sondern auch der Musik angesprochen. Am 7. September lädt der GeGesslerVerein zu einer Filmvorführung, wel-

che den Künstler persönlich und authentisch dokumentiert. Die Filme zeigen Impressionen aus den Farbenwelten sowie Klänge vom Konzert, welche die Ausstellung zu einem Erlebnis der besonderen Art gemacht haben. Selbstverständlich ist ein Besuch lohnenswert, auch ohne die Ausstellung gesehen zu haben. Ab 17 Uhr offeriert Irma Gerber von Cardamom food & events Gaumenfreuden, und ab 18 Uhr startet der erste Film. Als besonderes Highlight wird das Musiker-Duo Georg Lawall und Andrea Simma persönlich zugegen sein und den Anlass mit LiveMusik bereichern. (pd.) Samstag, 7. September, ab 17 Uhr, GeGe Atelierhaus Lanzenstrasse 10b, Ottenbach. Unkostenbeitrag:

Auch für Musik-Freunde interessant: Zwei neue Dokumentarfilme. (Bild zvg.)

15 Franken für Vereins-Mitglieder, 25 Franken für Nicht-Mitglieder. Anmeldung unter gegessler@gmx.ch.

Kunst und Handwerk im Pferdestall

Katharina Proch und Stefanie Batur stellen in Obfelden aus An der Sennhüttenstrasse 4 in Obfelden wird im September ein ehemaliger Pferdestall in eine Galerie umgewandelt. Katharina Proch, Aquarellistin und Holzschneiderin, sowie die Grafikerin und Inhaberin des «The Crafty Crab»-Ladens an der obigen Adresse zeigen dort Kunst und Handwerk in einem rustikalen Ambiente. Mutter und Tochter haben beide eine Ausbildung an der Schule für Gestaltung, heutige Hochschule der Künste in Zürich, absolviert. Katharina Proch lebt und arbeitet seit 45 Jahren in Obfelden. Sie ist aufgrund von etlichen Ausstellungen in der Galerie am Märtplatz sowie im Ausland vielen bekannt und zeigt nun aus ihrem reichhaltigen Fundus Blumenbilder in verschiedenen Techniken. «Ich war schon immer fasziniert von der Vielfalt an Formen und Farben», verrät sie.

Die Leuchtkraft ihrer Bilder harmonisiert mit den klaren Farben der handgefertigten Schmuckstücke aus Halbedelsteinen, Glas und Leder von Stefanie Batur. Sie lebte nach der Geburt ihrer ersten Tochter für vier Jahre in den USA und brachte von dort viel Inspiration mit zurück nach Obfelden. Seit November 2018 widmet sie sich

wieder intensiv ihrer Selbstständigkeit als Grafikerin und Kreative in ihrem Atelierladen «The Crafty Crab». (pd.) Kunst und Handwerk im Pferdestall. Vernissage am Freitag, 6. September, 19 bis 21 Uhr, Sennhüttenstrasse 4 in Obfelden. Ausstellung bis 29. September, Montag bis Donnerstag 10 bis 12 und 16 bis 18.30 Uhr, Freitag bis Sonntag 16 bis 18.30 Uhr.

Katharina Proch (links) und Stefanie Batur stellen in Obfelden aus. (Bild zvg.)

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Demo fürs Klima

Am Samstag, 31. August, in Affoltern Erstmals findet im Knonauer Amt eine Klimademo statt. Nachdem tausende von Menschen jeweils in Bern, Zürich und anderen grossen Städten für das Klima streikten, wird am 31. August eine Klimademo in Affoltern stattfinden. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr auf dem Marktplatz. Nach der Versammlung auf dem Marktplatz wird eine Menschenkette durch die Stadt gebildet. Die Demonstration ist von der Gemeinde Affoltern bewilligt. Auch in anderen Gemeinden wird schweizweit an diesem Tag demonstriert. Der Weltklimarat (IPCC) trägt laufend die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel zusammen. Die Lage ist unmissverständlich: Die Menschheit zerstört durch Treibhausgasemissionen ihre eigene Lebensgrundlage. Der Klimastreik stellt drei zentrale Forderungen: Eine Ausrufung des Klimanotstands, dass die Schweiz und somit auch alle Städte und Bezirke ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 auf

netto null reduzieren und dass Länder, welche die nötigen technischen und finanziellen Mittel besitzen, im Sinne der Klimagerechtigkeit eine Vorreiterrolle einnehmen. Im Bezirk Affoltern leben viele Menschen, welche bereits jetzt von der Klimaerwärmung betroffen sind. Darunter sind Landwirte und Landwirtinnen, welche mit Wasserknappheit umgehen müssen und ältere Menschen, für welche die Hitze besonders belastend ist. Im Bezirk Affoltern gibt es grosses Potenzial, der Klimakrise entgegenzuwirken und viele engagierte Ideen und Ansätze. An der Demonstration können sich alle beteiligen, die auf die aktuelle Klimakrise aufmerksam machen möchten. Es sind Kinder, Eltern, Erwachsene, Grosseltern und andere Interessierte willkommen. Gemeinsam kann auch im Bezirk Affoltern auf nötige Veränderungen in der Klimapolitik hingewiesen werden! Sophi Schlör Klimademo mit Menschenkette am 31. August, 13.30 Uhr, Marktplatz, Affoltern.

Neue Welten entdecken

Kleinkinderkurs im Familienzentrum Am Donnerstag, 12. September, startet im Familienzentrum Affoltern ein achtteiliger Kleinkinderkurs für Eltern und ihre Kinder zwischen einem und drei Jahren. Der Kurs wird von Jutta Albers geleitet und findet jeweils von 9.15 bis 10.45 Uhr statt.

möglichen die Eltern ihrem Kind Kontakt zu Gleichaltrigen und stärken es für eine positive Erziehung. Der Austausch zu Alltagsfragen, Entwicklungsund Erziehungsthemen, Beobachtung des Kindes und fachliche Inputs tragen dazu bei, die eigene Erziehungskompetenz zu stärken. Alles in einer entspannten, natürlichen Atmosphäre mit viel Spass und Freude! (GS)

Im Kleinkinderkurs entdecken die Kinder durch Spiel, Bewegung und Kreativität neue Welten – ganz nach Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team ihren Bedürfnissen. Altersgerechte gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: Lieder, Reime und Fingerspiele regen kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch die Sinne an. Als Elternteil oder Be- entgegen. Weitere Informationen finden sich auf zugsperson begleiten die Eltern ihr www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Kind dabei und erleben durch gezieltes Beobachten, wie ihr Kleinkind lernt, welche Interessen es hat und was es für seine individuelle Entwicklung benötigt. Im Kurs dürfen die Kinder spielen, sich bewegen, entdecken, kreativ sein und vieles mehr. Durch die Im Kurs dürfen die Kleinkinder spielen, sich bewegen, Kursteilnahme er- entdecken und kreativ sein. (Bild zvg.)

«Hilfe, mein Geschwister kommt!» Im Kurs im Familienzentrum am Mittwoch, 14. September, von 10 bis 11.30 Uhr erklärt die erfahrene Hebamme Judith Wyss-Kaufmann den teilnehmenden Kindern die Schwangerschaft und Geburt auf kindergerechte Weise. Normalerweise können es Kinder kaum erwarten, bis das Baby, ihr Geschwisterchen, auf die Welt kommt. Trotzdem ist die Vorbereitung auf die Ankunft des Geschwisterchens wichtig und erleichtert den Rollenwechsel nach der Geburt des neuen Familienmitgliedes. Hebamme Judith Wyss-Kaufmann bereitet die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kindgerecht auf ihre neue Rolle vor und zeigt den liebevollen Umgang mit einem Baby auf. Das Ziel dieses Morgens ist, Neugierde und Verständnis für das neue Geschwister-

chen zu wecken und in der neuen Position als grosse Schwester oder grosser Bruder anzukommen. (GS) Anmeldungen unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Informationen und komplettes Kursangebot: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Mit dem neuen Geschwisterchen ändert sich für die Grösseren vieles. (zvg.)


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Veranstaltungen

Die Kinder begleiten

Putzfrau Luise erobert das Schloss

Kinder werden ohne Gebrauchsanweisung geboren. Die im September startenden Elternund Teenager-Elternkurse in Affoltern machen Mut, Kinder in die Unabhängigkeit zu begleiten. Bereits mehrere Male haben im Knonauer Amt schon Eltern- und Teenager-Elternkurse stattgefunden. Dieses Jahr werden die beiden Konzeptkurse von Campus für Christus, FamilyLife Zürich, erstmals parallel durchgeführt. Das ermöglicht Eltern mit Kindern in beiden Altersgruppen, gleichzeitig an je einem Kurs teilzunehmen. Die Kurse finden in einer einladenden Atmosphäre statt und starten jeweils mit einem gemeinsamen feinen Stehimbiss. Die Einführung in das Abendthema wie zum Beispiel «gesunde Beziehungen entwickeln» oder «Grenzen setzen» erhalten die Teilnehmenden durch Referate mit direktem Praxisbezug. Der Kursleitfaden gibt viel Stoff für Gespräche in Kleingruppen, welche die Eltern aufgrund des Alters ihres ältesten Kindes wählen. Die Teilnehmenden (Elternpaare, einzelner Elternteil, Alleinerziehende) entdecken an den fünf Abenden Möglichkeiten, um mit Freude ihr Familienleben zu gestalten. (pd.) Kurse in den Räumlichkeiten der Chrischona Kirche Affoltern. Montags, 16. und 30. September, 21. Oktober, 4. und 18. November, jeweils 19 bis 21.30 Uhr. Kosten pro Person: 90 (Elternpaare 150) Franken, Imbiss und die Kursunterlagen inbegriffen. Kursleitung: Susanne und Walter Haldemann, Tel. 044 764 18 32, haldemann.weidhof@bluewin.ch. Infos: www.sunntig.ch Anmelden bis 11. September online oder an cornelia.kaufmann@chrischona.ch.

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Dienstag, 27. August 2019

Ein fröhliches Erzähltheater von Conni Stüssi und Felicia Sutter, für alle Menschen ab vier Jahren. Am Sonntag, 8. September, auf dem Märtplatz Affoltern. Putzfrau Luise putzt nicht gerne. Aber die Geschichten, die sie dabei erlebt, die liebt sie. Neulich, da war sie Putzfrau auf einem Königsschloss. Dort wohnt Prinzessin Gloriana. Sie hat einen sturen Kopf, hasst schöne Kleider und will nicht, was Herr und Frau Königin wollen. Frau Luise schreitet ein und nimmt den Kampf gegen Hofwachen, Hofdrachen, bissige Schlosshunde und gegen Prinzessin Gloriana auf. Wenn Putzfrau Luise und Prinzessin Gloriana erzählen, dann ertönt auch Musik, es wird getanzt, gestaunt, gesungen und gelacht. (pd.)

Güsel sammeln gegen einen Teller Risotto Am kommenden Samstag, 31. August, von 10 bis 13 Uhr lädt die Natur- und Landschaftsschutzkommission in Ottenbach zum gemeinsamen Abfallsammeln ein.

Das Erzähltheater entführt seine Gäste in eine andere Welt. (Bild zvg.) Sonntag, 8. September, 16 Uhr, auf dem Märtplatz Affoltern am Albis. Ab 4 Jahren, 40 Minuten (ohne Pause). Eintritt frei, Hutkollekte. Eine Veranstaltung von KulturAffoltern.

Vitus ist erwachsen geworden Am 6. und 7. September ist der Pianist Teo Gheorghiu im Doppelpack zu erleben: Zuerst in seiner Filmrolle als Vitus, tags darauf als aufstrebender Pianist. Als 12-Jähriger feierte Teo Gheorghiu als musikalisches Wunderkind mit dem Schweizer Filmhit «Vitus» grosse Erfolge. Heute ist der 26-Jährige ein gefragter Musiker. Als Pianist lebt Gheorghiu in Zürich, wo er als Solist oder als Ensemblemitglied verschiedener Orchester auf der Bühne gefeiert wird. Für seinen Auftritt in Muri hat er die Form des Piano Recitals gewählt. «Solokonzerte sind so etwas wie der heilige Gral», begründet der Pianist seine Entscheidung. (pd.)

Ordentliches Ottenbach

Der Pianist Teo Gheorghiu. (Bild zvg.) Am Freitag, 6. September, 20.30 Uhr, zeigt der Filmklub Muri den Film «Vitus». Anschliessend stellt sich Teo Gheorghiu den Fragen von Reto Holzgang und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Tickets und Infos zum Konzert vom 7. September auf www.murikultur.ch/programm.

Und übrigens: Güselsammeln bringt auch alleine grosse Befriedigung. Hier dient der längst verstorbene Ottenbacher «Fürhauptme Bertel», Albert Hegetschweiler, einst am Schulrain wohnhaft, als Vorbild. Er war wohl der erste «Tidy-Man» in Ottenbach. Auf jeder Reussumrundung über die Obfelderbrücke sammelte er noch im hohen Alter den Müll der anderen ein. Die zugemüllte Natur war dem zähen Matterhorn-Besteiger und Naturliebhaber ein Graus. (ch)

«Keep Ottenbach tidy», «Clean-up Day», «Anti-Littering-Day», «Dorfputzete», «Fötzelitag» oder «Güselsammeln» – jeder und jede darf sich selber aussuchen, welche Bezeichnung sie oder ihn am meisten motiviert, und mithelfen, Ottenbach sauberzuhalten. Damit Abfallsammeln in Ottenbach am Samstag, Böden und Gewässer mit weniger 31. August, 10 bis 13 Uhr. Anmelden: Abfall (Plastik, Nikotin, Aluminium, Forster.s@bluewin.ch oder 079 781 99 91. Glasscherben) verdreckt werden und Tiere keine Fremdkörper fressen und daran zugrunde gehen oder sich verletzen. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Dorfplatz. Mitbringen sollte man Handschuhe, evtl. eine lange Zange, einen Sack und Sonnen- oder Regenschutz für sich. Zur Belohnung gibt es anschliessend ein feines Risotto, gekocht von NLK-Präsidentin Susanna Forster. Eine Anmeldung hilft der Kippenplage beim Tosbecken des Tobelbachs: Die AnwohKöchin beim Pla- ner stellen einen Aschenbecher zur Verfügung, der jeweils nen. am Mittwoch geleert wird. Bitte benützen! (Foto ch)


Sport

Dienstag, 27. August 2019

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Leiden (fast) ohne Ende Urs Huber gewinnt zum sechsten Mal den Grand Raid im Wallis Urs Huber arbeitet weiter an seinen Rekordserien. Am Samstag gewann der Bikemarathon-Meister als erster Fahrer zum sechsten Mal den Grand Raid BCVS, der im Wallis zum 30. Mal ausgetragen wurde und als Vorreiter aller Langstreckenrennen gilt.

früheren Marathon-Weltmeister Alban Lakata wurde die Spitze zu einem Quartett, das sich erstmals leicht absetzen konnte. Nach der Abfahrt nach Hérémence fiel das Tempo an der Spitze aber nochmals zusammen und die Gruppe füllte sich erneut auf. Zu zehnt ging es in den langen Aufstieg zum Mandelon (1200 Höhenmeter). 60 Kilometer und 3000 Höhenmeter lagen noch immer vor den Fahrern.

................................................... von martin platter Man sah es Urs Huber an, dass es für ihn ein sehr spezieller Moment gewesen sein musste, als er nach etwas über sechs Stunden beinahe unmenschlicher Strapazen in Grimentz zum sechsten Mal als Sieger über die Ziellinie rollte. Im Gegensatz zu früheren Triumphen am ältesten Mountainbike-Marathon der Welt blieben diesmal die grossen Gefühlsausbrüche aus. Tränen kullerten über seine Wangen, als er sich nach dem ersten Getöse der Siegeinfahrt seiner Leistung bewusst wurde. Und tiefe Dankbarkeit, dass es just zum grossen Geburtstag «seines» Rennens wieder mit dem Sieg geklappt hatte. Denn der Grand Raid ist auch Urheber seines schwersten Unfalls, den er als Biker erleben musste. Vor zwei Jahren brach er sich in der Abfahrt nach Evolène bei einem Sturz bei hoher Geschwindigkeit nicht nur das Schlüsselbein. Der Aufprall war so heftig, dass er sich übel den Brustkorb prellte und eine Rippe in die Lunge stach. Danach brach er die Saison ab.

Versöhnung mit dem Schicksal Letztes Jahr stürzte er wieder, zwei Wochen vor dem Grand Raid an der Eiger Bike Challenge in Grindelwald. Wieder brach das Schlüsselbein, diesmal aber glimpflicher. Der Rest des Körpers blieb heil. Er verlor danach auch nicht den Mut, sondern nahm den erneuten Schicksalsschlag mit demütiger Gelassenheit. Er hatte aus dem Vorjahr gelernt zu relativieren,

Lauf auf den Pas de Lona entschied

Dank seinem bewährten Vorläufer Laurent Gremaud, rechts, kann Urs Huber beim Marsch auf den Pas de Lona die entscheidenden Sekunden für den sechsten Grand-Raid-Triumph herausholen. (Bild Etienne Bornet) dass der Sport nicht das Einzige im Leben ist. In der zweiten Saisonhälfte feierte er dann wieder eine Reihe von Erfolgen. In Österreich gewann er den M3-Marathon im Montafon und das Ischgl Iron Bike. An der Eiger Bike Challenge in Grindelwald, eines seiner Lieblingsrennen, gewann er zum siebten Mal. Mit diesen guten Gefühlen ist der 33-Jährige schliesslich in Verbier zum Grand Raid BCVS angetreten. Und mit einer Menge Respekt, denn der «Grosse Ritt» über sieben Walliser Berge, der 125 km und 5025 Höhenmeter misst, ist etwas vom Härtesten, was die Disziplin Mountainbike-Marathon zu bieten hat. Die Erwartungen lasteten zentnerschwer auf den Schultern von Huber, denn er hatte den Parforce-Ritt zuvor schon fünfmal für

sich entschieden und dabei 2016 auch den Streckenrekord vom 5:58 Stunden aufgestellt. Der Mettmenstetter wollte unbedingt auch die Jubiläumsaustragung gewinnen.

Härter als in den übelsten Träumen Es wurde härter, als er sich das in den übelsten Träumen vorgestellt hatte. Im Ziel sagte Huber: «Ich hatte auf der ganzen Strecke eigentlich nie ein gutes Gefühl. Es war ein einziger Krampf von Verbier bis nach Grimentz!» Bereits im ersten Aufstieg zum Croix de Coeur realisierte er, dass es ein sehr harter Tag werden würde. Er fuhr zwar dominant an der Spitze. Doch das war auch Bluff. Als es auf dem Gipfel in den traversierenden Höhenweg ging, war die Spitzengrup-

Gute Auftritte schlecht belohnt

Volleyball-EM: die Schweiz noch ohne Satzgewinn Gegen Rekord-Europameister Russland zeigte die Schweiz zwei Sätze lang eine unglaublich starke Leistung und kam im ersten Abschnitt gar zu einem Satzball. Trotzdem wartet das Team um Olivia Wassner aus Affoltern nach drei Spielen immer noch auf den ersten Satzgewinn. Die lautstarke Schweizer Fankolonie traute ihren Augen nicht: Da bringt der Volleyballzwerg Schweiz im ersten Satz doch tatsächlich die Übermannschaft aus Russland ins Wanken, zwingt den Gegner bei 19:17 und 22:18 zu zwei Time-Outs und ist daran, (Teil-)Geschichte zu schreiben. Und dann hat die Schweiz in diesem dramatischen Satz bei 25:24 gar einen Satzball, doch die grosse Belohnung in Form eines ersten sensationellen Satzgewinns bleibt aus. Auch der zweite Abschnitt ist lange offen (13:13), ehe sich dann die Russinnen dank Klasse und körperlicher Überlegenheit doch noch durchsetzen. Und letztlich geht nach den Partien gegen Deutschland und Gastgeber Slowakei auch das dritte Gruppenspiel an der EM in Bratislava mit 0:3 verloren (26:28, 19:25, 9:25). Trotzdem: die Schweizerinnen haben sich gegen die meist dekorierte Volleyballnation der Welt viel Respekt verschafft. Das sieht auch Nationaltrai-

pe noch entsprechend gross. Huber fuhr an erster Position. Doch kurz vor dem neuen, zehnminütigen Singletrail hinunter nach La Tzoumaz sei der Crosscountry-Weltcupfahrer Lukas Flückiger an ihm vorbeigeschossen. Huber versuchte erst gar nicht, hinterherzustechen. Er wollte nicht schon nach 40 Minuten mit Positionskämpfen und unnötigem Risiko seine Erfolgschancen gefährden. Er wusste aus eigener Erfahrung: In der Abfahrt kann das Rennen hier nicht gewonnen werden, ein Ausrutscher oder ein Defekt jedoch die Siegchancen zunichte machen. In der Steigung nach Collons wurde der Ausreisser unter dem Tempodiktat von Juri Ragnoli, der die erste Verfolgergruppe mit Huber anführte, wieder gestellt. Zusammen mit dem

Ein harter Kampf zwischen Ragnoli, Lakata und Huber bahnte sich an, als das Trio in Eison in den längsten Anstieg zum Pas de Lon stach. Hubers Beine waren leer. Krämpfe kamen und gingen andauernd. Der Rücken schmerzte. «Das Einzige, was funktionierte, war mein Kopf. Dieser wollte heute gewinnen», erinnert sich der Säuliämtler. «So quälte ich mich mehr als mein Körper eigentlich in der Lage war, zu leisten. Aber den anderen schien es auch so zu gehen.» Der Moment für Huber war gekommen: «Ich wartete einen Moment. Als die Lücke ein paar Sekunden betrug, beschleunigte ich und überholte auch Lakata. Wir konnten uns vom Italiener absetzen. Zwar nie viel, aber doch entscheidend.» Die Laufpassage auf den Pas de Lona musste entscheiden. Huber konnte hier auf die Hilfe von Vorläufer Laurent Gremaud zählen, ein früherer Teamkollege, der den Grand Raid selber mehrmals gefahren ist und auch schon das Podium erreichte. Er bahnte den Weg durch die Zuschauer- und Teilnehmermassen. «Das war Gold wert!», sagte Huber im Rückblick. Um ein paar Sekunden konnte er so Lakata distanzieren, die er bis ins Ziel rettete. Viel Zeit zum Feiern bleibt Huber allerdings nicht. Am Samstag steht bereits der Nationalpark Bike-Marathon auf dem Programm. Würde er auch diesen gewinnen, wäre es erst der vierte Sieg.

Fit für die Handballsaison

Gelungenes Sommercamp des HSV Säuliamt Viele Vereine führen Sommercamps in ihrer jeweiligen Sportart durch – zum ersten Mal auch der HSV Säuliamt Handball. 25 Juniorinnen und Junioren aus den Stufen MU13, MU15 und FU16 nahmen daran teil. Es war die Gelegenheit, um in der letzten Ferienwoche Handball zu trainieren und zu spielen.

Die Schweizerinnen (in Schwarz) erwarten den Angriff: Auch gegen die starken Russinnen kam Olivia Wassner (ganz links) zum Einsatz. (Bild CEV) ner Timo Lippuner so: «Solch ein Spiel hat die Volleyballschweiz seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Einzig schade, dass dieser mutige Auftritt nicht mit dem Gewinn des ersten Satzes belohnt worden ist.» Jetzt sei sein Team definitiv hungrig auf mehr. Bis auf den dritten Durchgang gegen die Slowakei kam Olivia Wassner,

Passeurin aus Affoltern, bisher in jedem Satz zum Einsatz. In den beiden ausstehenden Gruppenspielen gegen Spanien (heute Dienstag, 27. August, 17.30 Uhr) und Weissrussland (kommenden Donnerstag, 29. August, 18 Uhr) gilt weiterhin das Ziel eines Satzgewinns. Der liegt jetzt förmlich in der Luft. (pd./tst.)

Am Montagmorgen um 10 Uhr standen dem Trainerteam die zum ersten Trainingsblock motivierten und erwartungsvollen Teilnehmenden gegenüber. Nach der Einführung in die Woche starteten die Jugendlichen am ersten Morgen mit intensiven Ballschulungen. Vor dem Mittagessen wurde jeden Tag das erste Lauftraining absolviert. Das tägliche gemeinsame Mittagessen liess während den fünf Tagen nichts zu wünschen übrig. Die Ballschulung wurde am Nachmittag mit kognitiven Elementen ergänzt, bevor das obligatorische Spiel zum Tagesabschluss folgte. Am zweiten Tag wurden mannschaftspezifische Abläufe einstudiert, dazwischen gabs Wurftraining. Am Mittwoch und Donnerstag arbeitete das Team viel an der Einzeltechnik und führte einzelne Elemente zusam-

men, damit sich jeder Spieler individuell verbessern konnte. Freitags wurden die Torhüter beansprucht mit Wurftraining in diversen Varianten mit Spielen dazwischen. Mit einem Abschlussturnier am Freitagmittag neigte sich das Handball-Sommercamp seinem Ende zu. Als Ergänzung und Kontrast zum Handball konnten alle noch zweimal 30 Minuten Training mit einer Yoga-Trainerin geniessen. Durch die vielen ungewohnten Bewegungen kamen einzelne durchaus ans Limit: «Kann ich nicht», hiess es da und dort. In diesen Altersklassen ist es dem Verein ein besonderes Anliegen, die Jugendlichen individuell in allen technischen Elementen fordernd zu fördern, was in diesem Sommercamp geschah. Für alle war es eine herausfordernde Woche mit 22 Stunden intensivem Handballsport, mit Muskelkater und müden Gliedern. Zum Glück gab es keine Verletzungen. Es war ein gelungenes erstes Handball-Sportcamp in den Sommerferien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Mit dem Handball-Herbstlager in Mürren steht eine weitere wunderbare Woche kurz bevor. Der Verein hofft auf eine rege Teilnahme. (CHD)


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Sport

Dienstag, 27. August 2019

Susanne Rüegger und Armin Flückiger Sieger am Türlerseelauf

600 Finisher am ZKB ZüriLaufCup-Wertungslauf Die Mettmenstetterin Susanne Rüegger vom LK Zug und Armin Flückiger vom TV Oerlikon wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen ihre Rennen über 14,1 km souverän. Zwei Kategoriensiege bei den Jugendläufen gehen auf das Konto der LV Albis. ................................................... von hanspeter feller

Erfolgreich an der WM: Janine Hunsperger. (Bild zvg.)

Vize-Weltmeisterin von den Bogenschützen Stallikon Janine Hunsperger (AG, Bogenschützen Stallikon) und Andrea Vallaro (VS) sind Vize-Weltmeister in der Division «Young Compound Bogen». Sie gewannen an der Bogen WM in Madrid die Silbermedaille im gemischten Team. Nach einer aussergewöhnlichen Qualifikationsrunde verloren die beiden Athleten Janine Hunsperger und Andrea Vallaro im Finale gegen Indien. Das Finale fand vor dem Königspalast in Madrid statt, nach einer Woche Wettkampf, in der sie England, Estland und Norwegen in harten Matches besiegten und die letzten beiden Matches mit einem ShootOff abschlossen. Dank wenigen Zentimetern gewinnt die Schweizer Mannschaft jedes ihrer Matches. Der Pfeil, der auf fünfzig Metern dem Zentrum des Ziels am nächsten liegt, ermög-

licht es dem Team, zur nächsten Phase überzugehen. Nachdem das Schweizer Team in der Qualifikationsrunde nur den zwölften Platz belegt hatte, besiegte es wiederum seine Gegner und platzierte sich auf dem zweiten Platz des Podiums, hinter Indien. Nach den zwei vierten Plätzen, die die Erwachsenen während der Universiaden in Neapel erreicht haben, und den Leistungen von Andrea Vallaro und Janine Hunsperger zählt auch der Nachwuchs der Schweiz inzwischen zu den besten Bogenschützen der Welt.

Aussergewöhnliche Saison Die Nationalmannschaft setzte in Madrid einen fulminanten Schlusspunkt hinter eine aussergewöhnliche Saison mit nicht weniger als zwei Medaillen und drei Diplomen an internationalen Wettkämpfen. An den Weltmeisterschaften nahmen fast 781 Athleten aus aller Welt teil. (pd.)

Die Mettmenstetterin Susanne Rüegger vom LK Zug und Armin Flückiger vom TV Oerlikon wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen ihre Rennen über 14,1 km souverän, Susanne Rüegger mit einem grossen Vorsprung von über drei Minuten. Bei den Männern war die Entscheidung etwas knapper, der Vorsprung des Siegers betrug etwas mehr als eine Minute. Zwei Kategoriensieg bei den Jugendläufen gehen auf das Konto der LV Albis. Beide Tagessieger landeten einen Start-Ziel-Sieg, beide fanden die neue Streckenführung vorteilhafter als die alte und beide haben noch grosse Ziele für den kommenden Herbst. Armin Flückiger gewann das Rennen in einer Zeit von 47.14,5 vor Simon Schäppi, TG Hütten, der nach 48.25,9 ins Ziel lief, und Samuel Morf, TV Oerlikon. Die Überlegenheit von Susanne Rüegger war frappant. Sie lief nach 52.17.6 ins Ziel, vor Karin Hofer aus Bäretswil in 55.56.7 und Lilly Gross, TG Hütten.

Neue Strecke besser zu laufen Auf dem Papier schien der Lauf auf der neuen Strecke einfacher als auf der alten. Trotzdem kamen die Sieger nicht an die bestehenden Bestzeiten der alten Streckenführung heran. Unisono positiv äusserten sich Rüegger und Flückiger zur neuen Streckenführung. Diese sei besser zu laufen, weil die Läuferinnen und Läufer auf den ersten 1,5 km den Rhythmus finden und nach dem steilen Aufstieg nach Wängi dann richtig Gas geben können. Armin Flückiger konnte sich für die CISM World Games in China qualifizieren, wo er im Oktober im Marathon starten wird. Auch Susanne Rüegger hat noch einen Marathon im

Bild: Die spätere Siegerin Susanne Rüegger, Mettmenstetten Quelle: Photopress, Moritz Hager Visier, sie startet Ende September am Berlin Marathon, wo bekanntlich schnelle Zeiten gelaufen werden.

Podestplätze für LV Albis Nachwuchs Bestklassierter Säuliämtler bei den Männern war Beat Blättler aus Stallikon, 20. Platz im Overall-Klassement und bei den Frauen war es, hinter Susanne Rüegger, Christina Favre aus Hedingen mit ihrem 28. Rang. Yara Moser, Kategorie U16 und Léo Eric Loup, Kategorie U10 gewannen in ihren Kategorien. Leandro Hauenstein belegte in der Kategorie U14 den ausgezeichneten 2. Rang. Weitere Ämtler Läuferinnen und Läufer erzielten Podestplätze: Lauren D’Amico, Wettswil,

gewann bei den U10W. Aline Graf, RRC Amt, wurde bei den Piccola Zweite und Ken-Owen Araki, Wettswil, und Levin Schnidrig, Obfelden, belegten bei den Piccolos die Ränge zwei und drei. Zu erwähnen gibt es noch die Leistungen von zwei Seniorenläufern. Gregorio Sablone, 82-jährig und Paul Widmer, 80-jährig, beendeten das Rennen mit sensationellen Durchschnittszeiten von 5,25 resp. 5,47 pro Kilometer für die 14,1 km. Mit insgesamt 602 klassierten Läuferinnen und Läufern dürfen die Organisatoren der LV Albis eine positive Bilanz ziehen. Die Neuerungen haben sich bewährt. Informationen zur Zukunft des Türlerseelaufs folgen in Kürze im «Anzeiger».

Orientierungslauf – eine Sportart für die ganze Familie Erfolgreicher «OL für Alle» in Affoltern Die OLG Säuliamt hat am 24. August für einen «OL für Alle» eingeladen und über 100 Teilnehmer begaben sich im Homberg bei schönstem Wetter auf vier verschiedene Bahnen auf die Postensuche. Wieder einmal zeigte sich, dass Orientierungslauf eine Sportart für die ganze Familie ist. So begaben sich dann auch viele Familien mit Kindern unterschiedlichster Altersstufen mit Karte und Kompass in den Wald, während die Kleinsten an einem SchnurOL erste Erfahrungen sammeln konnten.

Entlang den Wegen oder versteckt in Senken Auf der Karte Homberg im Massstab 1:10 000 führten die zwei einfacheren Bahnen mehrheitlich den Wegen entlang, während bei den beiden anspruchsvolleren Bahnen die Posten im

Wald beispielsweise in einer Senke oder Mulde, bei einem Wurzelstock, neben einer Kuppe oder sonst bei einem Merkmal im Wald positioniert wurden, was den OL-Läufern einiges an orientierungstechnischen Fertigkeiten abverlangte.

Folgende Läufer fanden die Posten in den einzelnen Kategorien am schnellsten: Bahn «Kurz» (2.5 km, 75 Höhenmeter, 10 Posten): 1. David Bisang, Zug, 22:53; 2. Yair Mohel, Steinhausen, 25:04; 3. Judith Bisang, Zug, 25:24 Bahn «Mittel einfach» (4.0 km, 120 m, 15 Posten): 1. Niklas und Erich Burkhard, Mettmenstetten, 26:00; 2. Janis Burkhard, Mettmenstetten, 36:10; 3. Anna und Liv Messmer, Wettswil, 36:23 Bahn «Mittel schwierig» (4.2 km, 125 m, 11 Posten): 1. Dorothee Leisinger, Hausen, 44:26; 2. Cedric Baur, Uitikon Waldegg, 46:50; 3. Daniel Scherer, Mettmenstetten, 48:16 Bahn «Lang» (5.6 km, 175 m, 17 Posten): 1. Jon Eugster, Mettmenstetten, 52:11; 2. Stefan Eberli, Zürich, 56:04; 3. Thomas Scherer, Mettmenstetten, 57:11. (pd.)

OL-Variante ohne Zeitdruck Für diejenigen, welche lieber ohne Zeitdruck durch den Wald spazieren wollten, bot sich der Walking-OL an. Bei diesem speziellen OL ging es darum, auf der vorgegebenen Route die gefundenen OL-Posten jeweils möglichst genau auf die Karte zu übertragen und der Postenbeschreibung zuzuordnen. Nach der sportlichen Betätigung nutzten viele Teilnehmer das Kuchenbuffet oder das Angebot vom Grill, um sich nach dem Lauf zu stärken und sich über das Erlebte im Wald auszutauschen – von perfekt angelaufenen Posten und von Posten, die etwas länger gesucht wurden.

Gemeinsam sind die Posten einfacher zu finden. (Bild zvg.)

Die vollständige Rangliste findet sich unter: www.olgsaeuliamt.ch.


Sport

Dienstag, 27. August 2019

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Dank Coolness zum zweiten Heimsieg Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – USV Eschen/Mauren 2:1 (0:0) WB reagierte nach seinem unglücklichen Cup-Ausscheiden stark und bezwang Eschen/Mauren sicher, wenn auch zu knapp. ................................................... von kaspar köchli Im zweiten Heimspiel auf dem neuen Hauptplatz empfing der FCWB die USV Eschen/Mauren. Während WB in zwei Spielen vier Punkte holte, missriet den Liechtensteinern der Start gänzlich. Bei drei Niederlagen in Folge kratzte vor allem die 0:5-Klatsche im Derby gegen Balzers am Stolz der Eschener, die letzte Saison noch in den Aufstiegsspielen zur Promotionsliga standen. Zuletzt steigerten sie ihre Leistung jedoch frappant, als sie gegen Höngg einen 0:2-Rückstand aufholten und nur knapp noch den Vollerfolg verpassten. «Ich bin froh, dass die Mannschaft heute ein anderes Gesicht gezeigt hat als in den Spielen zuvor», bilanzierte Trainer Regtop danach. Die Rotschwarzen waren also gewarnt. Für sie galt es zudem, die schmerzliche Niederlage gegen Wohlen vor Wochenfrist zu vergessen, als sie nach ebenbürtigem Kampf am 16tel-Final im Schweizer Cup schnupperten.

Elfmeter, oder doch nicht? WB startete furios, sein agiler Allemann drosch bereits nach zwei Minuten aus bester Position den Ball knapp über das Gebälk der Gäste. Später versuchte es Capone mit

Lugo erzielt hechtend per Kopfball den 2:1-Siegestreffer für WB. (Bild Kaspar Köchli) einem Freistoss aus 18 Metern, der Ball machte mit dem Aussennetz Bekanntschaft. Praktisch im Gegenzug tauchte Eschen-Stürmer Bärtsch vor WB-Keeper Baumgartner auf, vermochte den Ball aber nicht wunschgemäss zu kontrollieren. Kurioses geschah nach knapp einer halben Stunde. Der offensiv eingestellte WB-Verteidiger Rüegger drang in den gegnerischen Strafraum ein und kam im Zweikampf zu Fall. Der Unparteiische Thies, gut mitgelaufen und unmittelbar danebenstehend,

pfiff sofort und zeigte unmissverständlich auf den Elfmeterpunkt. Flavio Peter hatte sich den Ball bereits zur Ausführung zurechtgelegt, da konsultierte Thies seinen Assistenten fern an der Seitenlinie – und nahm zur Überraschung aller seinen Entscheid zurück. «Der Penalty war nicht ganz eindeutig», meinte der Gefoulte Rüegger nach dem Spiel, «aber der Schiri stand ja sehr gut und taxierte das Einsteigen meines Gegenspielers sofort als Foul.» Die perplexen Heimischen blieben cool und kamen allmählich wieder in

die Gänge. Zuerst köpfelte Flavio Peter den Ball knapp neben das Tor, darauf scheiterte Capone mit seinem Schuss am reflexstarken Schlussmann Mayer. Dann war Halbzeit und beim Pausenbier reichlich Gesprächsstoff vorhanden, zumal das Schiedsrichtergespann zusätzlich zur Penalty-Szene zweimal disharmonisch agiert hatte.

WB-Führung nach Wiederanpfiff Mit der schönsten Aktion der Partie gelang WB unmittelbar nach Wieder-

Abnützungskampf in der zweiten Halbzeit Nach der Pause kam der FC Wiedikon wieder erstarkt aus der Kabine. Die Defensive des FCA rund um Toski und Wildi stand aber kompakt und liess

Dzelili); Capone (93. Wick), Lugo (82. Marjanovic). Tore: 47. Lugo 1:0, 63. Bärtsch 1:1, 71. Lugo 2:1

Einmalige Aussichten für 600 Jugendliche zwischen 13 und 14 Jahren (Jahrgang 2005 und 2006): Vom 2. bis 8. Januar 2020 können sie eine unvergessliche Schneesportwoche an der Lenk im Simmental mit Gleichaltrigen erleben. Das grösste J+S Schneesportlager der Schweiz – das ist das JuSkiLa. Seit 79 Jahren zelebriert die prestigeträchtige Woche zum Neujahrsstart Lagerleben, Geselligkeit und Schneesport gleichermassen. 600 ausgeloste Jugendliche geniessen für nur 120 Franken eine unvergessliche Woche an der Lenk. Im Preis inbegriffen sind das Skiabo und eine Woche Schneesportunterricht, die An- und Rückreise, Verpflegung und Unterkunft für eine Woche an der Lenk und Lagerleben à discrétion. Swiss-Ski und seine Partner mit 150 ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern laden 600 ausgeloste Jugendliche aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein an die Lenk im Simmental ein. Die Anmeldefrist läuft bis am 27. Oktober. Anschliessend entscheidet das Los Anfang November, welche 600 Jugendliche im JuSkiLa dabei sein dürfen. (pd.)

wenig zu. Gegen die starke Offensive der Gastmannschaft war jedoch nicht alles zu verhindern, doch Torhüter Vanetta rettete zweimal mirakulös. Das Zentrum des FCA rund um Ismajlaj konnte reagieren und die Lücken schliessen. In der 65. Minute bot sich Huber sogar die Möglichkeit, auf 3:0 zu erhöhen, aber sein Schuss verpasste das Tor haarscharf. Das Spiel wurde auch in der zweiten Halbzeit trotz Hitze intensiv geführt und jeder Zweikampf angenommen. Durch diese solidarische Teamleistung und starke kollektive Defensivarbeit verteidigte der FCA seinen Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff und fährt damit drei Punkte ein.

Charaktertest im Cup Bereits zur Wochenmitte nahm das Team von Trainer Jevremovic Fahrt auf. Zu Gast im Moos war mit dem FC Niederweningen ein Drittligist auf Augenhöhe. Nach einer hektischen Anfangsphase gewannen die Ämtler immer mehr die Kontrolle über das Spiel. Nach gut 20 Minuten wurde der Aufwand belohnt und Buqa konnte einen Fehler in der Abwehr des FC Niederweningen eiskalt in einen Torerfolg umwandeln. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam der FC Niederweningen immer besser ins Spiel. Die besseren Chancen hatten aber immer noch die Gastgeber. Mit ihrem gefährlichen Umschaltspiel, welches an Favres BVB erinnert, konnten einige hochkarätige Chancen erarbeitet werden. Leider konnte sich der FCA nicht mit einem weiteren Tor vor dem Halbzeitpfiff belohnen. Im Gegensatz zum Meisterschaftsstart kamen die Ämtler wacher aus der Kabine und suchten sogleich die

Baumgartner; Rüegger, Todzi, Brüniger, Thalmann; N. Peter, Heini (84. Hager), F. Peter, Allemann (69.

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3. Liga: FCA – FC Wiedikon 2:0

Trotz hoher Temperaturen legten die Spieler des FC Wiedikon gleich von Beginn an ein hohes Tempo vor und zeigten, weshalb sie eine Spitzenmannschaft bilden. Der FCA brauchte zehn Minuten, bis er das Spieldiktat an sich reissen konnte. Es dauerte nicht lange, bis sich die Spielkontrolle bereits ein erstes Mal auszahlte. In der 16. Spielminute schaltete Captain Luchsinger bei einem Einwurf schnell und fand den sich im gegnerischen Sechzehner freigelaufenen Himmelreich, welcher auf den aufgerückten Stähli ablegte, der nach einer geschickten Körpertäuschung sich des letzten Gegenspielers entledigte und mit einem sehenswerten Treffer das 1:0 erzielte. Der FCA konnte in der Folge immer wieder das von Trainer Jevremovic geforderte schnelle Umschaltspiel umsetzen und kreierte weitere Möglichkeiten. So auch in der 25. Minute, als der Ball nach einem beeindruckend schnell geführten Konter über Huber und Buqa den Weg zu Himmelreich fand, welcher das 2:0 markierte.

Sportplatz Moos, 175 Zuschauer; WB – Eschen/Mauren 2:1 (0:0)

Erster Sieg beim ersten Heimspiel Dank zwei Toren in der ersten Halbzeit entscheidet der FC Affoltern eine heiss umkämpfte Partie mit 2:0 für sich. Zum ersten Heimspiel der Saison wurde der FC Wiedikon empfangen, welcher nach starker letzter Saison als Topfavorit der Gruppe 2 gilt.

anpfiff die Führung. Die Stationen des Balls lauteten Brüniger, Allemann, Todzi, Heini, Thalmann, dann Flanke von Allemann auf Capone, dessen Schuss wurde von Mayer abgewehrt und Lugo lauerte dort, wo ein Torjäger sein muss: 1:0. Viele glaubten, da die Gäste zahm blieben, die Würfel seien bereits gefallen. Doch urplötzlich stand es unentschieden. Bärtsch hatte aus dem Gewühl heraus genau in die Torecke getroffen. Zwanzig Minuten vor Schluss wechselte WB-Trainer Oswald mit Dzelili eine weitere Offensivkraft ein und bewies damit ein feines Gespür. Der «Joker» setzte sich sogleich gross in Szene, dribbelte auf dem linken Korridor durch, behauptete den Ball und zirkelte diesen genau auf Lugo, der hechtend das 2:1 markierte. In der Folge verpasste es WB, den Sieg mit einem weiteren Treffer sicherzustellen und sein Nervenkostüm und jenes der Anhänger zu beruhigen. Der endgültigen Vorentscheidung am nächsten war der stark spielende Captain Flavio Peter, der den Ball allein vor Mayer nicht an diesem vorbeibrachte. Zahlreiche fragwürdige Nachspielminuten sorgten nochmals für Spannung. Schliesslich erlöste der Schlusspfiff die Heimischen und sie durften sich über den knappen, aber hoch verdienten Sieg freuen.

Weitere Infos unter JuSkiLa.ch.

Jubel des FCA, nachdem er gegen den FC Wiedikon ein Tor erzielt hat. (Bild zvg.) Entscheidung. Dies taten sie mit Erfolg. Nach gelungener Vorarbeit von Ismajlaj vollstreckte Himmelreich, wie es sich für einen Stürmer gehört. Unerklärlicherweise überliess der FCA das Spiel nun immer mehr dem Gast. Anstatt die definitive Entscheidung zu suchen, wurde die erste Mannschaft immer passiver. Dennoch konnte hinten das 2:0 gehalten werden, und somit kann sich die FCA-Familie auf eine weitere Cuprunde im Herbst freuen.

Nach dem bitteren Unentschieden in Engstringen konnte der FCA diese Woche stark reagieren und mit den Siegen im Cup sowie in der Meisterschaft gleich beide Partien in dieser Woche für sich entscheiden. FCA: Vanetta, Mijatovic, Wildi, Toski, Luchsinger, Huber, Ismajlaj, Oetterli (Shala), Stähli (Suter), Himmelreich (Bilic), Buqa (Antenen), Nicht eingesetzt: Aegerter (ET). Spielverlauf: 16. Stähli 1:0, 25. Himmelreich 2:0.

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